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Vioz
10.12.2011, 16:48
Acardia – Rache der Aeronen


Herzlich Willkommen zu meiner FanGeschichte!


Vorwort


Hierbei handelt es sich um eine Geschichte des Genres Fantasy und Reisen. Sprich ein Trainer begibt sich auf seine Reise, jedoch läuft nebenbei ein Plot, der sich dem Genre Fantasy zuschreiben lässt. Beide Plots haben etwas miteinander zu tun. Wie viel Fantasy und wie viel Reise in einem Kapitel vorkommt ist unterschiedlich. Mal dominiert dies, mal das andre, oder vielleicht haben beide den gleichen Anteil.

Charaktere


Hier werden die Charaktere samt zugehörigen Teams aufgelistet. Dies Charakterprofile werden je nach Stand des Storyverlaufs angeglichen. Anzumerken ist, dass nur die wichtigsten Attribute dargestellt werden. Genaueres Aussehen etc. wird in der Geschichte selbst repräsentiert.

Name: Curtis Jones
Rufname: Curt
Geburtstag: 7.12.1994
Alter: 17
Wohnsitz: Candelville, Karwana Region
Eigenschaften: -/-

Team:

Name: Phiona Lewis
Rufname: Phiona, Phy
Geburtstag: 3.12.1994
Alter: 17
Wohnsitz: Candelville, Karwana Region
Eigenschaften: -/-

Team:
Kapitelübersicht


Hier werden die Kapitel einzeln verlinkt. Diese Übersicht wird auch an den Kapitelstand angepasst.



Prolog
Die Legende des Himmelsvolks



Das Volk des Himmels – eine edle Rasse, um welche sich viele Legenden ragen. Weit, weit über den klaren blauen Himmel, jenseits der Wolkenbrücke, sollten sie vor Jahrtausenden gelebt haben. Arcadia, so der Name ihrer über den Wolken schwebenden Stadt. Eine friedliche Idylle in Mitten des Wolkenmeers, abgekapselt vom düsteren Erdland, welches für die Himmelsbewohner nur aus Legenden existierte. Doch die Aeronen, so wie sich ihr Stamm nannte, waren nicht die Einzigen, die diese Himmelsinsel bevölkerten. Mystische Wesen, mit verschiedensten Eigenschaften und Erscheinungsbildern, welche man als Pokemon bezeichnete, waren treue Begleiter der Wolkenbevölkerung. Sie lebten im Einklang miteinander, eine perfekte Symbiose. Doch auch ihr Glaube war sehr ausgeprägt.
Im Himmelstempel priesen sie täglich die drei Wolkengötter, Demeteros, Voltolos und Boreos, die Legenden zufolge Arcadia in den Himmel empor gehoben haben sollen, an. Drei Steintafeln, welche im Tempel Schutz fanden, und von den Wolken-Trio selbst erschaffen worden sein sollen, dienten als Bettstation für das Himmelsvolk. Jahrhunderte lebte das Volk glücklich und friedlich über den Wolken, nicht ahnend welches schreckliche Schicksal sie bald ereilen würde. Die niederträchtigen Mächte des Erdlandes, welche in den letzten Jahren von der Existenz des Wolkenvolkes erfuhr, sah diese Population als Dorn ihn ihren Auge. Eifersucht auf das gen Himmel lebende Volk, schwärzte ihre Seelen. Sie wollten Gerechtigkeit. Wieso sollten sie oberhalb der Wolkenbrücke ein schönes Leben führen, die Bewohner des Erdlandes jedoch Tag für Tag elendig verkümmern? Die Himmelsbewohner spürten das sie bald ein Unheil aufsuchte, wehrten sich aber nicht, da sie sich von ihren drei Göttern geschützt fühlten. Aufgrund von purem Hass, beschworen die Erdbewohner mit ihrer dunklen Magie, eines der schrecklichsten Ungeheuer, um Arcadia, und somit auch den Himmelsvolk den Gar auszumachen. Mit einer heftigen Attacke schmetterte es die Himmelsinsel zu Boden. Seither galt der Stamm der Aeronen als ausgelöscht. Nur einige ihrer Gefährten, die Pokemon, überlebten. Sie passten sich den Leben auf den Erdland an, und verweilten bis heute dort. Die Gefahr des Biestes war nach der Zerstörung der Wolkeninsel jedoch immer noch nicht gebannt. Verwüstung und Verzweiflung machte sich im Erdland breit. Es kam sogar soweit, dass einige Landteile abbrachen und vom Ozean hinweggeschwemmt wurden. Dutzende von Jahren verwüstete das grausame Ungeheuer das Land der Erde, welches von ihm in mittlerweile fünf verschiedene Kontinente geteilt wurde. Doch eines Nachts wurden drei Wesen geboren, welche mit göttlicher Gabe gesegnet wurden. Kobalium, Terrakium und Viridium, so wie ihre Namen lauteten, waren in der Lage das Scheusal zu bezwingen. Tief zum Dank verpflichtet, errichteten die Menschen den kämpferischen Trio einen Tempel, welcher mit lebensgroßen, identischen Steinskulpturen ihrerseits bestückt wurde. Seither lebten das Menschenvolk und die Pokemon friedlich auf der Erde, während die Legende des Himmelsvolks und der Wolkengötter immer mehr in Vergessenheit geriet.

Hao
12.12.2011, 15:31
wrum erinnert mich der Prolog nur
so stark an das neue Zelda........

Nun ja... hm es ist ziemlich kurz und..
nunja es wirkt nicht sonderlich spannend.
vieleicht änderst sich das ja noch..nur..wie gesagt ziemlich kurz,
aber eine schöne Legende, das muss ich zugeben.
mal sehen ob ich mich dazu durchringen kann sie weiterhin zu
verfolgen.

LG,Hao

Neros
14.12.2011, 20:41
Ich mag Reise Geschichten, aber ebenso mag ich auch solchen Fantasy-Krams. Deshalb hat mich schon das Vorwort sehr angesprochen. Gut kurz ist es, aber ich meine die Legende ist an sich gut erzählt. Und ein Prolog muss ja nich unbedingt ewig lang sein. Bin jedoch mal gespannt wie du das mit ner Reise verbinden willst. Nja werden wir sehn.

Lagune
14.12.2011, 21:48
Die Geschichte scheint ja an sich sehr interessant zu sein/werden.
Dennoch hab ich eine Fragen dazu.
Wo waren die Wolkengötter, Demeteros, Voltolos und Boreos, als das Ungeheuer die Wolkeninsel angegriffen hat?
Und dann wütet das Monster weiter auf der Erde und stellt sich gegen seine "Macher"?
Iroie pur, oder?

Ich bin da aber mal echt gespannt, wie du da ne Reisestory einbringen willst. Ich hoffe das dauert nicht mehr so lang.

Vioz
17.12.2011, 11:58
@Hao: Nunja, wie dein Nachposter schon erwähnte, finde ich die Länge, zumindest beim Prolog jetzt nicht so wichtig. Nun die Idee mit der Himmelsinsel kam mir eigentlich schon zuvor. Ich habe zwischen ihr und einer Unterwasserstadt gependelt. Aber man muss zugeben, dass sich das zumindest zu Beginn wirklich den neuen Zelda ähnelt. Trotzdem danke für das Kommentar
@Neros: Danke fürs Kommentar. Wie das mit der Reise ablaufen wird, lässt sich in diesen Kapitel erschließen, schätze ich.
@Lagune: Diese Frage wird in Verlaufe der Geschichte noch geklärt. Und dass das „Ungeheuer“ nicht gehorcht scheint mir realistischer, als wenn es dies tun würde. Ich meine es ist extrem mächtig, wieso sollte es dann auf solche schwachen Lebewesen hören? Auch dir danke für dein Kommentar.

Bevor ich Anfange möchte ich noch erwähnen, dass ich gerade dabei bin eine Karte der Region zu konzipieren. Dies kann sich möglicherweise noch etwas hinziehen.

Kapitel 1
Der Millionärssohn


Curtis Arthur Jones, oder wie er in seinem Freundeskreis bekannt war, Curt, ein unscheinbarer, sympathischer junger Mann. Doch hinter seiner Fassade steckte mehr, als es sich auf den ersten Blick vermuten ließe. Seine Erbe war nicht nur Millionen schwer, sondern auch sein Vater eine Berühmtheit der Kawana-Region. Richard J. Jones, sein Vater, war nicht nur der Erfinder der Traumtechnologie, sondern auch der Gründer der „Dream-Factory“, welche alle möglichen Traumerfindungen vertrieb. Eine lange Geschichte, welche vor ungefähr 30 Jahren ihren Anfang fand. Damals war Curts Vater noch vielmehr Professor anstatt Geschäftsmann, wie er es heute war. Sein Ziel war es die Umwelt zu retten und wie wusste er auch. Ihn waren viele Geschichten von Pokemon bekannt, welche durch eine Art Rauch, Träume materialisieren konnten. Wie er in seinen Forschungen herausfand, konnte man mit diesen Traumdunst Unmengen von Energie erzeugen. Schon nach fünf Jahren erschien der erste Prototyp seiner Traummaschine. Nach zwei weiteren Jahren der Nachforschungen war der Traumgenerator fertig gestellt. Er hatte sie in dieser Zeit auch so perfektioniert, dass auch die Träume von Menschen in Energie umgesetzt werden konnten. Seine Arbeit war nun beendet, sein so Ziel so gut wie erreicht. Viele Forscher hätten sich nun eine neue Aufgabe gestellt, ein Patent auf ihr Werk anmelden lassen und damit gutes Geld verdient. Doch nicht so Professor Jones. Er gründete die „JonesAG“ den Vorreiter der heutigen „Dream-Factory“ und konzentrierte sich auf die Ausbreitung seiner Technik. Nicht nur alle Energiequellen wurden allmählich von der Traumenergie abgelöst, sondern auch alte Erfindungen durch Traumtechnologie aufgefrischt. Das Geld floss in Strömen und so wurde nach wenigen Jahren nicht nur die „Dream-Factory“ sondern auch der geldgierige Manager Richard J. Jones neu geboren. Natürlich erleichterten die unermesslichen Einnahmen seines Vaters, Curts Leben um Einiges. Er konnte eine Privatschule besuchen, was den heute 17-jähirgen eine gute Ausbildung und ein früheres Abschließen seiner Schulkarriere ermöglichte. Auch mit Geldproblemen hatte er nie zu kämpfen. Trotz alledem wurde Curt nie abgehoben. Im Gegenteil, viel mehr verheimlichte er die Verwandtschaft zu seinem Vater, um nicht so aus der Öffentlichkeit herauszustechen. Nur ein Traum blieb ihn bisweilen verwehrt. Wie sein Vater damals, wollte auch er die Kawana-Region bereisen und eigene Erfahrungen in der Welt dort draußen sammeln. Doch ausgerechnet dieser war dagegen. Zwar war noch nie ein direkter Verbot ausgesprochen worden, jedoch war das häufig gestellte Angebot seines Vaters in die Firma einzusteigen mehr als eindeutig. Und dafür war es nötig, jetzt nach den Ende seiner schulischen Ausbildung, ein Studium in Traumwissenschaften anzutreten. Natürlich wurde ihn von seinen Vater ein Duales-Studium mehr als einmal angeboten, doch wollte Curt erst so spät wie möglich mit der Firma seines Vaters in engeren Kontakt treten. Selbstredend war er seinen Vater für diese Möglichkeit dankbar, schließlich musste der 17.-jährige auch langsam beginnen an seine Zukunft zu denken, jedoch hätte dies seiner Meinung nach ein Jahr Zeit. Dieses Jahr auf Reise war in der Kawana-Region auch nichts Ungewöhnliches. Viele Jugendliche in Curts Alter taten dies nachdem sie die Schule beendet hatten, um dann ein Jahr später eine Arbeitsstelle anzutreten. Mittlerweile gelang es den Jungen das Studium durch ein kurzzeitiges Sozialpraktikum im Pokemon-Center seiner Heimatstadt um eine Woche aufzuschieben. Doch leider brach heute schon der vorletzte Tag seiner ehrenamtlichen Arbeit an.


Motiviert stolzierte der braunhaarige Junge in seinen roten Sneakern die edle Marmortreppen hinunter. Auch der gigantische Flur, welchen er dadurch betrat, war in solch kunstvollen Gestein ausgekleidet. Nun bog er links ab und wanderte durch das zweitürige, prunkvoll mit Reliefs verzierte, Holztor direkt in den Speisesaal, wo ihn seine Mutter und eine Bedienstete bereits erwarteten. Clarissa, so der Name des jungen, blonden Fräuleins, hatte den riesigen, aus Buche gefertigten Tisch bereits mit zahlreichen Köstlichkeiten aufbereitet. Von süßen Leckereien wie Pfannkuchen mit Sirup bishin zu frischen Früchten schien alles vorhanden. Sachte schlich der Praktikant über den dunklen Laminatboden, um daraufhin auf einen dunkelbraunen Holzstuhl mit roten Sitzkissen, neben seiner Mutter, platz zunehmen. Der vergoldete Kornleuchter, welche in der Mitte des Raumes von der Decke hing, verlieh den Speiseraum beinahe schon ein festliches Ambiente. Mit einem freundlichen Lächeln, und ihren klaren, blauen Augen, welche sie Curt wohl vererbt haben musste, begrüßte Marie Jones, eine Frau in den besten Jahren, ihren Sohn. Wie auch bei ihm, hatte der große Trubel um ihren Mann ihren Charakter nicht negativ beeinflusst. Selbstverständlich trug sie jetzt ab und an etwas elegantere Kleider, schließlich musste sich auch die Familie repräsentieren, falls ihr Gatte, wie so häufig, in der „Dream-Factory“, welche in Avalonis, der Metropole Kawanas, ansässig war, beschäftigt war. Sie selbst lebte mit ihrem Sohn in Candelville, ein kleines, idyllisches Dorf an der Ost-Küste Kawanas, in einer der zahlreichen Villen ihres Mannes. Immer noch müde strich sich Curt durch sein kurzes, strubbliges, haselnussbraunes Haar, kurz bevor er zwei Pfannkuchen auf seinem Teller stapelte.
„Gut siehst du aus, Liebling“, meinte seine Mutter und deutete auf das rot-weiß karierte Hemd, welches sich der junge Mann für den heutigen Tag auserkoren hatte. Passend dazu eine nachtschwarze Jeans, welche mit einen braunen Ledergürtel an seinen Hüften manifestiert wurde. Um seine linkes Handgelenk, wie immer, ein braunes Lederband gebunden. Nach einen verlegen Grinsen, nahm er einen Happen seines Pfannkuchens zu sich.
„Wirklich Lecker, Clarissa“, lobte Curt die in schwarzen Bediensteten-Outfit gekleidete Haushaltshilfe, welche sich in der Ecke des Raumes positioniert hatte.
„Werde ich den Koch ausrichten lassen“, entgegnete diese freundlich wie eh und je.
„Und freust du dich schon auf das Ende deines Praktikums?“, wollte die blondhaarige Mutter wissen.
„Eher das Gegenteil, aber du kennst meine Einstellung gegenüber Dads Firma ja und kannst dir auch vorstellen, dass ich die Arbeit dort so lange wie möglich aufschieben möchte.“, erklärte der Hochschulabsolvent, während er seine negative Haltung der „Dream-Factory“ gegenüber untermauerte. Für ihn waren diese neuen, nutzlosen Erfindungen, die sie zurzeit produzierten pure Geldmacherei, im Gegensatz zu den guten Anfängen, als sein Vater noch wirklich versuchte die Welt zu verbessern.
„Ich weiß, ich weiß. Und ich kann dich teilweise auch verstehen, jedoch hat dein Vater auch Recht. Du musst an deine Zukunft denken und dafür wäre der Job in der Firma einfach ideal“
„Du hast ja Recht. Aber hat das nicht noch ein Jahr Zeit? Ich meine viele sitzen mit meinen Alter noch in der Schule. Da kommt es bei mir auf dieses eine Jahr früher oder später auch nicht mehr an“, rechtfertige sich Curt gegenüber der Aussage seiner Mutter.
Da er jedoch nicht auf eine Konfrontation aus war, verließ er den Tisch, kurz nachdem er sich innerhalb kürzester Zeit das letzte Stück Pfannkuchen wortwörtlich in den Mund gestopft hatte und sich zuvor noch mit einem beiläufigen „Tschüss“ verabschiedet hatte. Er öffnete den riesigen Holzschrank, welcher in der mit Marmor ausgekleideten Garderobe stand und nahm sich einen schwarzen Mantel, welchen er sich genauso wie eine grüne Umhängetasche, umwarf. Durch die kolossale Eingangshalle, wessen Boden mit weinrotem Teppich überzogen war, verließ er die Villa auf den Weg zum Pokemon-Center.

Hao
17.12.2011, 12:21
na das sieht doch schon
viel besser aus.

Gute, Solide beschreibungen und ein guter lesefluss.
Auch wenn mir die schrifftart nich so zusagt,aber ich
blindfisch kann ja eh nix lesen XD

dein Chara ist sehr..interessant, wirklich.
Ich bin sehr gespannt ob er sich nun seinem
Vater wieddersetzt und geht oder ob er in der Firma
anfngt, auch wenn ich mir schon
ein bisschen denken kann, was er tut : )

aber eine Frage: habe ich mich verlesen oder
spricht er seine Mum mit Vornamen an?

also de facto, es hat mir weitaus besser efallen als der Prolog,
nur zu deiner antwort. Die länge ist auch nicht ganz so wichtig aber
er sollte doch zumindest Lust auf mehr machen ;)

ich bitte um Benachrichtigung beim nächsten Kap.

LG,Hao

Neros
21.12.2011, 16:14
Kein schlechtes erstes Kapitel. Deine Beschreibungen gefallen mir recht gut.
Vom Charakter selbst konne man sich noch kein Bild machen, aber um sein Umfeld.
Etwas anderes als ich es von Reise-Geschichten gewöhnt bin. Gefällt mir irgendwie. Die Länge des Kapitels war auch in Ordnung.
Also mich hat die Geschichte vorerst überzeugt und ich werde sie weiter lesen.

Vioz
02.11.2012, 20:27
Kapitel 2: Notfall

„Na Curt, du schon hier? Dir ist aber schon bewusst, dass deine Schicht erst in einer Stunde beginnt?“, bemerkte die rosa-haarige Frau, welche hinter einen Tresen, welcher im Zentrum der rechten Wand angebracht war befand, nach einem kurzen Blick auf ihre schneeweiße Armbanduhr, die perfekt mit den restlichen, schlichtgehaltenen Krankenschwestern-Outfit harmonierte.
„Nunja.. ich konnte nicht schlafen und mir war langweilig, da dachte ich mir ich verbringe meine Zeit lieber mit etwas Sinnvollen“, erwiderte der Millionärssohn werden er lässig durch die moderne Glasschiebetür schlenderte. Doch schon bevor sich die Tür geschlossen hatte, stürmte plötzlich ein junger, sportlich gekleideter Mann, mit einem zusammengekauerten Wesen in seinen Händen, durch die Tür. Er hatte Glück, dass er mit seinen doch etwas abgenutzten Schuhen und den schnellen Tempo, welches er zu Tage legte, nicht den Halt auf den weißen Keramik-Fließen, mit welchem der ganze Raum bedeckt war, verlor.
„Schnell Schwester Joice, es ist ein Notfall!“, Auffordernd hielt er die kleine schwer verletzte, grün-gräuliche Kreatur auf dessen Backenzähne so groß waren, dass sie aus seinen Maul herausragten, in Richtung der Krankenschwester. Sein kleiner Körper war voller Schrammen und an seiner Kopfflosse schien bereits ein Stück zu fehlen. Ohne groß zu fackeln legte die blau-äugige Schönheit das kleine Pokemon auf eine Liege, welche ihre Helferinnen, zwei pummelige Wesen, welche Schmetterlingsförmige Ohren besaßen, und die Farbe ihres Felles genauso rosa wie die Haare der Schwester waren, und auf den Namen Ohrdoch hörten, hinein. Nachdem das Trio der Arzthelferinnen hinter die Eisentür, welche mit einen roten Kreuz gekennzeichnet war, geeilt war, ging der unglückliche Jugendliche auf den grade hereingestürmten Mann, welcher ein grünes Holzfällerhemd trug, zu.
„Was.. was ist mit diesen Pokemon passiert?“, frage Curt mit einem neugierigen aber zur selben Zeit auch schockierten und vorwurfsvollen Tonfall.
Nachdem sich der braunhaarige leicht erschrocken umdrehte, erwiderte er die Frage.
„Nun wie man an meinen Outfit unschwer erkennen kann bin ich hier der Förster. Und wie eigentlich jeden Morgen um diese Zeit bin ich meine Route gelaufen, und dann plötzlich lag dieses kleine Milza vor meinen Füßen. Und natürlich habe ich dieses unschuldige Wesen jetzt auf den schnellsten Weg zum Pokemon-Center gebracht“, rechtfertigte sich der Baumfreund.
Mit einen stillen Nicken entgegnete der vermeintliche „Dream-Factory“-Erbe diese Aussage und schenkte ihr Glauben, da er bis jetzt noch keinen Grund sah dies nicht zu tun.
Nach kurzem Small-Talk verabschiedete sich Curt vom Waldeshüter, der den Namen Daniel Jackson trug, und machte sich nun ebenfalls auf den Weg ins Behandlungszimmer. Schließlich war es nicht seine Art, seine Pflichten zu vernachlässigen.

Nun von Kopf bis Fuß in weiß eingekleidet betrat der junge Praktikant das Behandlungszimmer, wo er bereits das kleine Drachen-Pokemon in einem kleinen, schneeweißen Bettchen, vorfand. Neben ihn die Pokemon-Krankenschwester mit ihren zwei Pokemon-Assistentinen.
„Schwester Joice wie sieht es aus?“, erkundigte sich der Pokemon-Freund sofort nach den Gesundheitszustand des neuen Patienten.
„Glücklicherweise nicht so schlimm wie anfangs befürchtet“, informierte sie erleichtert. Genau diese Erleichterung schien danach auch Curt wie ins Gesicht geschrieben.
„Wenn ich fragen darf... Wie denken sie kam es dazu?“
„Meiner Meinung nach sieht das nicht nach menschlichen Eingreifen aus, aber...“, sie zögerte.
„Aber...was?“, wiederholte der 17.-jährige um auf die Vollendung des angebrochenen Satzes hinzuweisen.
„Drücken wir es einmal so aus. In dieser Gegend kenne ich keine freilaufenden Pokemon die eine so enorme Kraft besitzen um einen anderen Pokemon so zu Schaden“
„Und was folgern sie daraus?“
„Entweder liege ich mit meiner Einschätzung total falsch, oder ein trainiertes Pokemon hat dieses kleine Milza so zugerichtet“, tat sie ihre professionelle Meinung kund.
„Also denken sie ein Trainer...? Welcher Mensch ist dazu denn in der Lage sein Pokemon zu Befehlen einen anderen Pokemon, einen Artgenossen, so etwas Grausames anzutun?“, wunderte sich Curt lautstark.
Die anstehende Diskussion wurde nun von einer schellenden Klingel an der Theke unterbrochen.
„Das sind die nächsten Trainer. Ich hoffe es ist nicht noch so ein Notfall dabei“, wünschte sich die fürsorgliche Krankenschwester.
„Was kann ich tun?“, bat sich der Braunhaarige hilfsbereit an.
„Wenn es dir nichts ausmacht, kannst du das Milza erst einmal füttern. Es scheint auch die letzten Tage nichts zu sich genommen zu haben. Dort hinten auf dem Tisch steht Sinelbeeren-Brei, dieser sollte auch den Heilungsprozess beschleunigen“, erklärte die Naturschönheit und deutete auf ein Glas mit dunkelblauen, matschigen Inhalt, in dem bereits ein silberner Teelöffel steckte.
Nickend, während die Schwester das geräumige Behandlungszimmer verließ, nahm sich der freundliche Millionärssohn den durchsichtigen Behälter und begann das kleine Wesen mit den überproportionalen Backenzähnen zu Füttern.
„Keine Angst kleiner Freund, wir kriegen dich schon wieder hin“, flüsterte er währenddessen den schlafenden Pokemon zu.




„Boreos, Voltolos, Demeteros, Götter des Himmels! Höret Meine Wort!
Bald wird unsere Zeit kommen! Arcadia wir wieder Leben! Arcadia wir wieder unser sein!