Willkommen bei Filb.de! Registrieren Passwort vergessen?

Super Potion

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Herzlich Willkommen!
      Ich freue mich, dass du dich zu meiner Fanfiktion "Super Potion" verirrt hast. Der Titel ist erstmal ein Arbeitstitel und könnte sich noch ändern

      Dann kommen wir zur Geschichte:
      Seit ihr bereit fü;r ein neues, kleines Abenteuer?
      Nein, es ist keine übliche Reise mit Ordensammeln und Turnieren, das hat unser Protagonist Joey bereits hinter sich, größtenteils. Hier geht es um etwas deutlich mysteriöseres.
      Mit dem Fund eines Mädchens, das glaubt ein Igelavar gewesen zu sein, und eines von einem gefährlichen Virus befallenen Wattzapfts beginnt es...
      Was? Das erfahrt ihr lieber selber

      Name der Geschichte: Super Potion
      Name des Autors: San
      Herkunft: Pokémon © Nintendo - GAME FREAK - Pokémon Company
      Genre: Action, Humor, Abenteuer, Drama, (Romanze?)
      Sonstiges: Spielt einige Jahre nach dem Anime; Unter Anderem erkennbar an dem erwachsenen Gary, der hier und da mal vorkommt

      Ich hoffe, ich kann euch ein bisschen entführen und euch in eine spannende, teils humorvolle, teils bitterernste Geschichte hineinziehen.

      Also lasset die Show beginnen - wir starten!

      Attack one: Flamethrower

      Als sie ihre Augen langsam öffnete, wandelte sich das verschlafene Blinzeln blitzartig zu einem raschen Auseinanderreißen der Lider, begleitet von einem erschrockenen Aufschrei.
      Der Kopf ihres gewaltigen Gegenüber schwebte stolze 4 Meter über ihr, der stählern-steinige Körper schlängelte sich auf dem Boden mit der restlichen Länge von fünf Metern in einem Halbbogen um sie.
      Das knochige Maul öffnete sich, sammelte unter einem bedrohlichen Grollen weiße Energie an und drohte eine kräftige Lichtkanone abzuschießen – direkt auf sie. Die Benommenheit des Schlafs hatte sie längst verlassen. Sie konzentrierte sich einen Moment… Flammenwurf!
      Nichts geschah.
      Warum… warum nicht? Sie starrte ihr Gegenüber einen winzigen Augenblick verschreckt an, ehe sie in der weiter steigenden Gefahr der Lichtkanone einen weiteren Versuch startete. Flammenwurf!
      Abermals geschah nichts.
      Mit großen, starren Augen, deren Pupillen verschrocken hin und her zuckten, bemerkte sie, dass sie der Attacke nicht mehr auskommen konnte. Nicht einmal, wenn sie in diesem Moment aufstehen hätte können, ihre Beine gehorchten nicht, keines der vier.
      Unter einem gewaltigen Lichtblitz stieß die Attacke auf sie herab.
      „Flammenwurf!“
      Als die Hitzewelle an ihr vorbeigerauscht war und die Wärme ungewöhnlicher Weise schmerzhaft an ihrer Haut brannte, obgleich sie nicht einmal erwischt wurde, sah sie zögernd auf und starrte verdutzt auf das nun leicht bräunliche Stahlos, welches seinen Kopf gurgelnd in die Höhe riss, ehe dieser knallend auf den harten Boden hinab fiel.
      Was war das gewesen? Stutzend sah sie sich um. Nicht weit von ihr erblickte sie ein kräftiges Hundemon, den Kopf noch in geduckter Haltung, der Schweif wedelte angriffslustig hin und her und die leichte Qualmwolke, die seinem Mund entfloh, ließ erahnen, dass der unverhoffte Rettungsangriff von ihm kam.
      „Puh. Gut gemacht, Suzo!“
      Genau diese Stimme hatte den Befehl zum Angriff gegeben… war das etwa… ein Mensch?!



      Soweit zum Prolog.

      Hier die weiteren Kapitel:

      Attack Two: Whirlwind

      Attack Three: Aqua Jet

      Attack Four: Heat Wave

      Attack Five: Thunder

      Attack Six: Power Punch

      Attack Seven: Heal Pulse

      Attack Eight: Scratch

      Attack Nine: Tri Attack

      Attack Ten: Heart Stamp

      Attack Eleven: Explosion

      Attack twelve: Return

      Über Feedback freue ich mich natürlich, ist auch hilfreich, um zu erfahren, ob das überhaupt jemanden interessiert :p

      Viel Spaß
      Liebe Grüße,
      San

      Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Klingt schon mal sehr interessant, auch wenn ich noch nicht viel daraus entnehmen kann, was jetzt keineswegs schlecht sein soll. Ich sehe den Prolog eher in ein Einstieg in das Geschehen, wo man sich befindet oder so, hier ist man schon mitten im Geschehen. Ist mal was anderes, meine Methode wirkt glaub ich etwas langweilig. :ups:
      Ich kann dir echt noch nicht viel sagen, außer, dass ich weiterlesen werde, wenn du weiterschreibst ;) Hoffentlich erfahre ich dann mehr!
      Wisst ihr, ich habe keine Ahnung, was hier stehen soll, deswegen: Kartoffel.
    • Gefällt mir sehr, würde gerne sofort weiterlesen ;)
      Wirklich toll geschrieben, ich mag deinen Stil und die Wortwahl, und freue mich auf die weiterfolgende Geschichte! Alles schön beschrieben und so, bla, ich persönlich finde mich schnell in das Geschehen ein, hast du in dieser Hinsicht wirklich gut hinbekommen :D
      Naja, wie gesagt, ich freu mich auf mehr!!!
    • Attack two: Whirlwind

      Willkommen zurück ;)

      Ich will keine großen Worte verlieren, jetzt gibts noch nicht viel zur Geschichte zu sagen.
      Aber ich muss einen Dank an Reykson und Holy aussprechen!
      Danke, dass ihr die Geschichte lest *verbeug* ^_^

      Zurück zu Attack One: Flamethrower

      Machen wir weiter!


      Attack two: Whirlwind

      Tatsächlich. Als sie ihren Blick ein Stückchen weiter nach links drehte erblickte sie den Menschenjungen, welcher das Feuerpokemon wohlwollend an den Ohren kraulte, woraufhin dieses von seiner gespannten Haltung abwich und seinem Trainer freudig entgegen hechelte.
      „Hey, ist mit dir alles in Ordnung?“
      Er richtete sein Gesicht auf sie. Etwas verängstigt nickte sie, wollte im selben Augenblick aufspringen und weglaufen, doch abermals gehorchte ihr Körper nicht.
      „Na, besonders gesprächig bist du ja nicht“, grinste der Mensch, während er einen Pokeball auf Hundemon richtete und dieses durch einen roten Strahl darin verschwinden ließ.
      Unheimlich! Diese Bälle waren ihr schon immer unheimlich gewesen. Den direkten Kontakt mit Menschen hatte sie immer vermieden. Sie kannte viele, die beinahe von einem solchen Ball eingefangen wurden, einige, die dort drinnen tatsächlich von den Menschen eingesperrt wurden. So wollte sie nie enden. Doch wenn ihr Körper weiterhin nicht auf sie hörte, musste sie sich mit diesem Schicksal wohl abfinden.
      Ihr Körper begann zu zittern, als der Mensch sich ihr näherte. Seine Augen trugen ein tiefes, doch leuchtendes Braun, welches deutlich dunkler war als die helle Anhäufung von wirren, recht kurzen Haaren, die seinen Kopf schmückten.
      Er war nur noch einen knappen halben Meter von ihr entfernt als er sich leicht bückte, wobei der Kleine, kreisförmige Kettenanhänger von seinem Hals herabbaumelte.
      „Hast du dir wirklich nicht wehgetan?“
      Zögernd schüttelte sie den Kopf.
      Er seufzte, lächelte sie schließlich an und reichte ihr die hellhäutige Hand. Von dieser ging eine wohltuende Wärme aus.
      „Komm, ich helf dir auf. Wer bist du?“
      „Trottel. Dass ich ein Igelavar bin sieht man doch“, entfloh es ihr mürrisch, während sie ihre Hand ausstreckte, um nach seiner zu greifen.
      Moment… sie streckte ihre Hand aus? Noch ehe der Junge in Gelächter ausbrach, sah sie an sich herab… sie war definitiv kein Igelavar. Wortlos starrte sie auf die menschlichen, angewinkelten Beine, auf denen sie saß und auf den langen, einfarbigen, dreckigen Stofffetzen, in den sie eingekleidet war.
      „Ja ne, ist klar. Ein Igelavar!“, lachte er auf, zog sie jedoch mit einem Ruck auf die menschlichen Beine.
      Erst jetzt bemerkte er den Stofffetzen, unterbrach sein Lachen abrupt und wandte sich mit einem leicht rötlich werdenden Gesicht von ihr ab: „… Warum… hast du so wenig an?“
      Nachdem er keine Antwort bekommen hatte, wagte er einen vorsichtigen Blick auf das Mädchen mit langen, roten Haaren und dunkelblauen Augen, welches ihn verständnislos anblickte.
      „Na!“, stieß er aus uns fuchtelte mit seinen Armen wilde Auf- und Abwärtsbewegungen, als wolle er auf die gesamte Statur seines Gegenübers zeigen. „Das ist ja nicht mal was zum Anziehen, das isn Stoffetzen!“
      Verdattert blinzelte sie ihn an, zuckte kurz unentschlossen mit den Schultern, ehe sie mit den nun menschlichen Pfoten seine Arme zum stoppen brachte.
      „Woher soll ich wissen, was ich da an mir trage?“
      „Wow…das nenn ich mal höflich“, stutzte der Junge, ehe er seine Hände aus dem klammernden Griff befreite. „Ich bin Joey. Und du?“
      Sie schwieg, während er ihr einen eindringlichen Blick zuwarf, der sie aufforderte etwas zu sagen: „Na, dass ich kein Igelavar mehr bin, sehe ich auch. Was genau soll ich dir antworten?“
      Wie ungewohnt es für sie war, sich derart mit einem Menschen zu unterhalten, konnte sie nicht einmal in Gedanken genau sagen.
      „… Du… ein… Igelarvar…“
      Stammelnd brachte Joey diese verzweifelten Worte aus seinem Mund, wagte jedoch bei dem Anblick ihrer traurigen, ernsten Augen nicht zu lachen. Sie glaubte das nicht nur von sich, sie wusste es.
      Er jedenfalls hatte ein Mädchen vor sich, das recht hilflos aussah.
      „Okay… also.. du bist zu einem Menschen geworden und hast keine Ahnung warum?“, stocherte er beiläufig.
      „Sieht so aus“, antwortete sie knapp.
      Noch etwas unentschlossen, ob er dem wirklich Glauben schenken sollte, nahm er den Arm des Mädchens, welche sich nach einem kurzen Zögern mitziehen ließ.
      „Ist auch egal, jedenfalls bist du jetzt ein Mensch und du brauchst was gescheites zum Anziehen…“, schloss er schließlich als er an einer Klippe stehen blieb und auf die Johtoregion hinabsah.
      „So… westlich liegt der Silberberg…östlich die Liga und da ist Viola City. Da wohnt mein Onkel und meine Tante, bei denen kriegen wir bestimmt etwas zum anziehen für di…“ Er unterbrach sich selbst, als er bemerkte, wie sie sich ihre Hand leckte, ehe sie damit über ihr Gesicht fuhr. Sein halbgeöffneter Mund sowie seine skeptisch verkrümmten Augenbrauen lenkten ihre Aufmerksamkeit auf ihn.
      „Was ist?“
      „…Äh… sowas… macht ein Mensch… nicht“, stammelte er, ahmte in seinem Stutzen die Bewegung nach und kam sich selten dämlich dabei vor.
      „Nicht?“, kam es überrascht von dem Mädchen, welches in ihrer Bewegung inne hielt. „Gut.“
      „Als Igelavar bist du sicher noch nie geflogen?“, grinste Joey und zückte einen der unheimlichen Bälle.
      Er betonte den Pokemonnamen auffällig, so wirklich glauben wollte er es nicht.
      „Ge… geflogen?“, entgegnete sie geschockt und starrte unter einem nervös pochenden Herzschlag auf den blauen Ball mit roten Streifen.
      Der Blonde betätigte einen Knopf, woraufhin sich der Superball vergrößerte, ehe daraus ein roter Strahl schoss, welcher sich rasch zu einer elegant mit großen Flügeln schlagenden Gestalt formte.
      „Was genau hast du vor?“, knurrte das Mädchen ein wenig zurückweichend als Joey seine Hand nach dem freigelassenen Tropius ausstreckte.
      „Na, wir fliegen zu meinen Verwandten, damit du etwas richtiges zum Anziehen hast!“, verdeutliche er sein Vorhaben, während er sein Flugpokemon heran winkte.
      „Wir fliegen… damit?“
      Skeptisch beäugte sie die fliegende Palme, welche ihre Blätterflügel ein paar Mal kräftig zusammenschlug, um auf der Klippe landen zu können. Sie konnte nicht direkt deuten, was es zu bedeuten hatte, dass Joeys Kopf plötzlich knallrot anlief, als der Stofffetzen, der sie umgab, durch den Aufwind von Tropius Flügelschlag unkontrolliert aufflatterte. Der Junge erstarrte vollkommen und drehte sich in diesem erstarrten Zustanden ruckelnd zu seinem Pflanzenpokemon, welches direkt vor ihm gelandet war. Dem Pokemon stand ein hämisches Grinsen im Gesicht, als er provokativ noch einmal mit seinen Flügeln schlug. Joey brauchte sich nicht einmal umzudrehen, allein das, was in seinem Schädel gerade rumorte brachte seinen Kopf beinahe zum platzen.
      Fast wie eine mechanische Bewegung ratterten seine Hände an Tropius Kopf, umfassten diesen und beugten ihn sanft nach vorne, sodass Joey seine knallrote Stirn an die seines Pokemon legen konnte und mit großen Augen Tropius Blick festnagelte.
      „Tu – das – nie – wieder!“
      Jedes einzelne dieser Worte betonte der junge Trainer in einem bedrohlichen Ton.
      Eine Weile lang stand er dort in exakt dieser Haltung, bis die Farbe aus seinem Gesicht etwas gewichen war, wobei das Grinsen seitens des Pokemon nicht verschwand.
      „Was tust du da?“, drang es schließlich von dem Mädchen.
      Blitzartig ließ Joey von Tropius ab und drehte sich wieder der Gefundenen zu.
      „Ni- Nichts wichtiges, es war nu…“ Weiter kam er nicht, denn ein weiterer nicht natürlicher Windstoß fegte um die beiden Menschen, was den Trainer unweigerlich dazu brachte, sich abermals mit knallrotem Kopf umzudrehen und seinem Hintermann ein wütendes und vorwurfsvolles „Tropius!!“ entgegnen zubrüllen.
      Mit geschlossenen Augen, an das angesprochene Pokemon gewandt, streckte er seine Hand nach hinten aus, in Richtung des Mädchens, „Komm her, bitte…“
      Zögernd trat sie heran, jemand anderen, der sich in dieser Gestalt um sie kümmerte, hatte sie nicht. Er führte sie zu dem Pokemon ließ sie seitlich darauf Platz nehmen, während er sich hinter sie setzte und nach vorne an Tropius Hals zwei Lianen artige Pflanzen griff, die ihm als Zügel dienten. Einen Moment später flogen sie über Johto und steuerten direkt auf Viola City zu.



      Weiter mit Attack Three: Aqua Jet

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Yay, freut mich, ein neues Kapitel lesen zu dürfen! :D
      Ich finde deinen Schreibstil wirklich fantastisch, als wär er genau auf meine Vorlieben bei sowas angepasst!!! :D
      Und das mit Tropius gefällt mir auch xD
      Und ich mag, dass Joey in der Hinsicht sich so zurückhält und beschämt ist blah ^^
      Von der Story mag ich es bis jetzt auch.
      Ich freue mich natürlich überriesig auf mehr von deinem wundervollen Werk!
      Schreib weiter so fantastisch und eindrucksvoll :DDD
    • @ Reykson: ich hoffe, ich kann deinen "schreibstil-vorlieben" weiterhin gerecht werden :3 Hey, ein Tropiusfan! ich find es auch klasse 'D

      Zurück zu Attack Two: Whirlwind

      Fangen wir an.

      Attack Three: Aqua Jet

      Lange konnte er dieses ewige Schweigen nicht mehr aushalten. Er war zwar lange allein gereist, doch in Anwesenheit einer anderen Person sah er sich zu einer Unterhaltung gezwungen. Doch er wusste ebenso nicht wirklich, wie er ein Gespräch beginnen konnte und darauf, dass sie von sich aus etwas sagen würde, konnte er lange warten.
      „Argh! Ich halt‘s nicht mehr aus!“, rief er schließlich und blickte mit einem übertrieben leidenden Gesichtsausdruck zu ihr.
      Das Mädchen sah ihn blinzelnd an, ehe sie ein beinahe stummes „Was?“ herausbrachte.
      „Diese Stille!!“, entgegnete er rasch.
      „So lange… ist es doch noch gar nicht her, dass du etwas gesagt hast…“, flüsterte sie verständnislos.
      „Seit wir losgeflogen sind, gab es nichts zu reden!“, beschwerte er sich.
      Eine mürrische Miene verzierte nun ihr Gesicht, ehe sie genervt hinter sich sah und keine zweihundert Meter entfernt noch den Felsvorsprung erblickte, von dem aus das Pflanzenpokemon des Flug gestartet hatte. Als Joey begriff, was sie ihm mit diesem vorwurfsvollen Blick sagen wollte, waren sie weitere hundert Meter weiter gekommen. Er wandte sich wieder nach vorne und begann zu zählen. Egal was. Sekunden, Wolken über ihm, Bäume unter ihm, Pokemon um ihn herum. Doch die Zeit schien nicht zu verrinnen, Viola City schien trotz des mittlerweile recht anständigen erreichten Tempos nicht näher zu rücken.
      „Wie soll ich dich eigentlich nennen?“, drang es schließlich nach einigen unendlichen Minuten von ihm.
      „Wie?“
      „Naja… Wie heißt du? Dein Name?“
      „Igelavar.“
      Stutzend blickte er auf ihre roten Haare hinab, welche nur etwas unterhalb seiner Nase ihren Kopf schmückten.
      „Ich kann dich nicht Igelavar nennen. Da halten uns alle für verrückt! Wie hat man dich als Igelavar genannt?“
      Joey sah wieder in Flugrichtung. Erst, als er keine Antwort bekam, senkte er seinen Blick etwas und bemerkte, dass sie ihn mit fragenden Augen ansah.
      „Na, unter hunderfünzigtausend Igelavar kann doch nicht jeder Igelavar heißen!“
      „Warum nicht?“
      „Ich meine, mein Name auch Joey und nicht Mensch“, erwiderte er zögernd.
      „Ich weiß nicht, warum ihr Menschen alle solche Namen habt. Wir sind alle Igelavar, jeder ist anders, und jeder weiß, wer gemeint ist. Das ist doch im Gefühl… habt ihr das etwa nicht?“
      Abermals richtete er sich an den Horizont. „…Nein?“
      Wieder dieses Schweigen.
      Minute um Minute.
      Seufzend gestand er sich ein, dass er nicht fähig war, sie zu einem anständigen Gespräch zu bewegen. Aber immerhin war Viola City näher gekommen.
      „Lavar. Ganz schlicht, einfach, kreatief und einfallslos. Ich nenn dich Lavar.“
      Schweigen.
      „Nun antworte doch wenigstens darauf!“
      Sein verzweifelter Ausruf, der klang, als wäre er künstlichen Tränen nahe, hatte ein Kichern zur Folge.
      „Was ist jetzt schon wieder?!“
      „Sind alle Menschen so?“
      „Wie denn?“
      „Wie du?“
      „Das bezweifle ich“, stutzte er überrascht.
      Lavar hatte endlich ein Gespräch angefangen. Aufatmend machte Joey sich auf eine angenehmere Reise gefasst, wurde jedoch bald enttäuscht – sehr bald. Eine Antwort auf den letzten Satz, den er von sich gegeben hatte bekam er nicht.
      „Warum hast du gefragt?“
      Wieder begann er das Gespräch, nachdem er das Schweigen nicht mehr ausgehalten hatte.
      „Darf ich nicht?“
      Abermals entfloh ihm ein erbärmliches Seufzen. „Nein, so war das nicht gemeint. Aber mich würde es interessieren, hattest du nie zuvor Kontakt zu Menschen?“
      „Nein.“
      „Wirklich nie?“
      „Nicht auf diese Nähe. Gesehen habe ich einige…“
      Ihr Satz endete hier und wurde nicht fortgeführt.
      „…aber…?“, hakte Joey schließlich nach.
      „… nie mit ihnen in irgendeine Verbindung getreten.“
      „Hattest du Angst vor den Menschen?“
      „Ja.“
      Erstaunlich schnell und ehrlich drang die Antwort von dem Mädchen.
      „Warum?“
      Auf die Antwort wartete der Blonde, bis sie Viola City erreichten. Ihm selbst war mittlerweile die Lust auf ein Gespräch vergangen – es kam sowieso nicht zustande.
      Als Tropius im Vorgarten eines hübschen, kleinen Hauses landete, wirbelte Sand und Erde auf. Die Grashalme und Blumen unter ihm verbogen sich in der Flucht vor dem kräftigen Wind, den das Pokemon erschuf, um weich landen zu können. Joey stieg zuerst von dem Pflanzenpokemon, ehe er Lavar hinunter half. Als das Mädchen sicher auf dem Boden stand, breitete sich ein seltsames Grinsen auf dem grün-braunen Gesicht aus und die Palmblätterartigen Flügel spannten sich.
      „Wehe!“, drohte der Trainer und betätigte den Knopf des bereits gezückten Superballs, woraufhin Tropius darin verschwand.
      Nun zeigte er ihr mit einer Kopfbewegung, dass sie ihm folgen solle. Zögernd lief sie an der Hauswand entlang, bog um die Ecke und blieb neben ihm vor einer Tür stehen.
      Zitternd starrte sie darauf. Als der Junge seine Hand hob, um die Klingel zu betätigen, bemerkte er die kaum sichtbaren, rüttelnden Bewegungen, die den Körper des Mädchens neben ihm durchzogen.
      „Was ist?“ Er hielt in seiner Bewegung inne und blickte Lavar eindringlich an.
      Keine Antwort.
      Joey atmete tief durch, ehe er sie abermals ansprach: „Ist dir kalt?“
      Sie schüttelte stumm den Kopf.
      „Musst du aufs Klo?“
      Sie blinzelte einige Male verdatterte, ehe sie selbige Bewegung wie zuvor machte.
      „Hast du Angst?“
      Zögernd nickte sie.
      „Wovor? Du brauchst keine Angst zu haben. Meine Tante und mein Onkel wohnen da drinnen, die sind ganz lieb!“
      Mit ihrem Blick prüfte sie seine Augen. Konnte sie sicher sein, dass er ehrlich war? Er schien nicht gefährlich zu sein und die einzige Person, die sie in ihrer Lage einfach hinnahm und sich um sie kümmerte.
      „…Gut…“, willigte sie schließlich ein. „Ich glaube dir.“
      „Na wenigstens das“, murmelte er, ehe er grinste und klingelte.
      Es dauerte nicht lange, bis eine ältere Frau die Tür öffnete, Joey sogleich am Arm hinein zog und ihn freudig umarmte: „Oh! Mein Kleiner Schatz, was führt dich denn hierher?!“
      Sie hielt mit einem mal inne, schob den Blonden beiseite und musterte das nur wesentlich gekleidete Mädchen.
      „Joey, was hast du mit diesem armen Mädchen angestellt?“
      Mit vorwurfsvollen Blick sah die Frau ihren Neffen an, während sie ihre Hand als freundliche Geste dem Mädchen entgegenstreckte.
      „Wa- Ich hab gar nichts mit ihr angestellt! Ich hab sie so gefunden, als sie in den Bergen von einem Stahlos angegriffen wurde!“
      „Ach, so ist das?!“
      Sie musterte das leicht verschüchterte Mädchen einen Augenblick lang, lächelte schließlich und rückte mit ihrer Hand ein Stückchen näher. „Komm rein, sonst erkältest du dich noch!“
      Lavar zuckte zwar mit ihrer Hand, bewegte sich jedoch kein Stück, sondern blickte Joey fragend an.
      „Komm schon rein“, nickte er aufmunternd, worauf hin sie zögernd ein paar vorsichtige Schritte machte.
      „Hast du was richtiges zum Anziehen für sie?“, wandte sich Joey anschließend an seine Tante, welche nickte, der Unbekannten jedoch erst einmal einen Platz am Tisch anbot, ehe sie in einem Nebenzimmer verschwand.
      „Siehst du? Ist doch alles okay.“
      Grinsend setzte er sich ihr gegenüber. Ein vorsichtiges Nicken bewegte ihren Kopf, „Ja. Aber ich bin mir nicht sicher.“
      „Sicher bei was?“
      „Bei dieser Frau.“
      „Du kannst ihr echt vertrauen, sie ist eine total liebe!“
      „Ich weiß es nicht.“
      „Aber ich. Wirklich, ich kenn sie schon mein Leben lang. Versuch es einfach, bitte.“
      Sie blickte sich wortlos um, ihre Augen hatten kein besonderes Ziel.
      Ignorierte sie ihn nun? Das konnte er sich kaum vorstellen, er war sich sogar ziemlich sicher, dass sie ihm aufmerksam zuhörte. Joey bemerkte, wie ihr Blick an einem Bild an der Wand hängen blieb.
      „Bist… das du?“
      Er versicherte sich mit einem gezielten Blinzeln in Richtung der weißen Wand, dass er als kleiner Junge gemeint war.
      „Ja“, grinste er dann, stand auf und nahm das Bild von der Wand. „Da war ich vier oder fünf. Das ist mein Onkel.“ Er zeigte auf den Halbglatzigen mit hellbraunen Haaren, der den lachenden kleinen Jungen auf den Schultern trug. „Er hat früher in der Pokemonpension in Dukatia gearbeitet. Ursprünglich kommt er aber aus der Hoennregion und hat den Beruf des Pokemonpflegers in der Pension nahe Malvenfroh City erlernt.“
      „Ein Pokemonpfleger?“
      „Ja, Pokemonpfleger ziehen verwaiste oder verletzte Pokemon auf, die noch nicht alleine leben können oder aufgrund einer Krankheit oder Verletzung es nicht mehr können. Oder sie nehmen Pokemon von Trainern auf, für einen kurzen Zeitraum, aus welchen Gründen auch immer.“
      Wortlos starrte Lava weiterhin auf das Bild und strich mit ihrer Hand darüber. Sie versuchte den kleinen Jungen zu fühlen, den großen Menschenmann, ein Keifel, Schwalbini, die aufspringenden Sonnkern und Wiesor. Schließlich blieb ihr Finger an einer Gestalt hängen.
      Es war ein breit grinsender junger Mann, der über seinem schwarzen T-Shirt eine hellblaue Weste trug und mit der linken Hand die blau-weiße Kappe an seinen Kopf drückte. Mit der Rechten hielt der die Pfote eines Sniebel, welches mit großen Augen zu ihm statt in die Kamera gesehen hatte. Es sah nicht verängstigt oder erschrocken aus, sondern viel mehr verwundert, berührt.
      „Was ist? Kennst du den?“, grinste Joey und tippte auf den Kopf des Jugendlichen.
      „Wer ist das?“, entgegnete das Mädchen.
      „Puh, keine Ahnung. Ich kann mich nicht mehr an ihn erinnern.“
      Sie sah ihm prüfend in die braunen Augen. Er log nicht, die Antwort war wahr. Sie sah es.
      „Warum? Kennst du ihn?“
      Sie schüttelte den Kopf, hielt dann jedoch inne. „Ich… weiß es nicht.“
      „Das ist Zed, Zed Hanlard“, klärte die ältere Dame die beiden auf, während sie einen kleinen Kleidungsstapel auf den Tischen plumpsen ließ. „Er hat damals eine Ausbildung bei uns gemacht und ist vor sieben oder acht Jahren in die Orre Region gereist.“
      „Nach Orre?“, staunte der Blonde, bemerkte jedoch rasch das Nicken in Richtung Tür seiner Tante in Kombination mit einem auffordernden Blick und stand sogleich auf. „O-okay. Onkel Marth ist im Garten?“
      „Ja, er wird sich freuen, dich wieder zu sehen.“
      Grinsend wuschelte Joey dem Mädchen durch die Haare. „Sei brav, sie tut dir nichts.“
      Dann verließ er das Gebäude eiligst und umlief das Haus bis er an der Ecke zur Hausrückseite vor einem Gartentor stehen blieb. Der Pokemontrainer stellte sich auf das unterste Brett des Tores, stützte sich auf Brusthöhe ab und lugte in den Garten. Neben dem kleinen Teich kniete ein älterer Herr, dessen Halbglatze von einer graugrünen Mütze bedeckt war, und warf Pokemonfutter in das Wasser.
      Mit einem geübten Satz landete der Junge unbemerkt im inneren des großen Gartens und griff nach einem der Pokebälle an seinem Gürtel.
      „Sag ‚Hallo‘, Zwottronin!“, rief Joey und schleuderte den Ball mehr hoch als weit in die Richtung seines Onkels.
      Der weiß-rote Ball öffnete sich zischend, entließ ein rötlich glühendes Licht, welches sich noch in der Luft zu einem Seeotterähnlichem Wesen formte, an dessen Hüften sich zwei Muscheln befanden. Als das Pokemon seine blaue Farbe angenommen hatte, sah es noch im Flug den alten Mann knien, der sich aufmerksam zu dem Geschehen gewandt hatte, und stieß unter einem erfreuten Aufschrei, eingebettet in einer Wasserdüse, auf den Menschen herab.


      Weiter mit Attack four: Heat Wave



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Ich finde deinen Schreibstil toll und die Charaktere und ihre Handlungen gut beschrieben. Joey scheint etwas zurückhaltend zu sein, während Lavar nichts von dem Leben und den Eigenarten der Menschen weiß (woher sollte sie auch, sie war schließlich ein Igelavar und hat die Menschen aus Angst gemieden) und sich entsprechend wie ein Igelavar verhält. Und das schelmische Tropius xD
      Die Bedeutung des Titels ist mir zwar noch nicht so wirklich klar, nur die kurze Beschreibung zu Beginn lässt eine Vermutung zu, aber das braucht Zeit und ich bin geduldig. Einfach weiterlesen und Tee trinken xD
    • @Dragoran2350: Danke :) Ich freu mich, dass du die Geschichte verfolgt und was den Titel angeht.... da muss ich gestehen, wird eure Geduld noch etwas auf die Probe gestellt xD

      Zurück zu Attack Three: Aqua Jet

      Attack four: Heat Wave

      Grinsend nahm der Ältere die leichte Attacke an und purzelte lachend mit dem Wasserpokemon in den Teich.
      „So eine Überraschung!“, prustete er schließlich heraus, als er wieder auftauchte und Zwottronin wild über den Kopf fuhr, welches sich freudig an Onkel Marth schmiegte.
      Lachend trat Joey an den Teich heran, ging in die Hocke und streckte seine Hand aus. „Hi, Marth.“
      Dieser nickte grüßend und ließ von dem Wasserpokemon ab, um einerseits die Hand anzunehmen und sich andererseits mit der anderen am erdigen Rand abstützte.
      „Mensch, bist du gewachsen, Junge!“, staunte er schließlich und schüttelte seinen Kopf, um die Wassertropfen aus seiner mickrigen Haarpracht zu entfernen.
      „Komm her, Zwottronin“, winkte der junge Trainer seinem Pokemon zu, welches dem Befehl freudig folgte.
      „Sag bloß, du kennst mich noch“, lächelte Marth schließlich und wandte sich an den Seeotter, der mit großen Augen zu ihm aufsah.
      „Und wie er sich gefreut hat, der Kleine!“, grinste Joey und tätschelte Zwottronins Kopf.
      „Sieh einer an. Kaum ein halbes Jahr ist vergangen und schon ist aus dem kleinen Ottaro ein so stattliches Zwottronin geworden, du das es doch gut behandelt?“ Der Onkel des Jungen sah eben jenen erwartungsvoll an.
      „Als könnte ich einem Pokemon etwas Schlimmes antun. Ottaro beziehungsweise Zwottronin ist einfach ein lernfähiger, ausgefuchster Kämpfer. Das liegt ihm total. Er kann seine Kraft super einteilen und hat sich in jeder Hinsicht voll unter Kontrolle.“
      Joeys Mimik wurde ernst, als er seinem Onkel wieder in die Augen blickte und Zwottronin zurück in seinen Pokeball beförderte.
      „Dieser Blick… was ist passiert?“, reagierte dieser sogleich.
      Stumm griff Joey an seinen Gürtel und holte einen rosanen Pokeball hervor.
      „Sieh es dir bitte an. Es zeigt die gleichen Symptome wie das vor ein paar Wochen in Hoenn gefundene Minun und das vor drei Monaten in Sinnoh entdeckte Pachirisu. Du warst doch damals auch auf der Zinnoberinsel und hast mitgeholfen, sie zu versorgen….“
      Ohne Zögern nahm Marth den Heilball entgegen. „… Du weiß doch, dass wir mit den Forschungen nicht sehr weit ge-“
      „Ja, natürlich weiß ich das“, unterbrach der Blonde. „Ich weiß auch, dass die beiden Pokemon nicht gerettet werden konnten und an dem unbekannten Virus gestorben sind und dass die Forschungsstation überfallen und in Brand gesteckt wurde. Aber du bist der, zu dem ich am meisten Vertrauen habe…“
      Mit diesen Worten betätigte er den Knopf des Pokeballs, der ein kleines, flauschiges Wesen in den Händen des Pokemonpflegers freiließ.
      „Das ist ein Wattzapf“, identifizierte Marth das gelbe, spinnenähnliche Pokemon erstaunt, während er gefolgt von seinem Neffen zu dem kleinen Anbau neben dem Haus lief. „Wo hast du es gefunden? Ursprünglich kommt es aus Einall und ist unter Anderem auch ein Elektropokemon, wie die anderen betroffenen Pokemon.“
      „Aus Einall?!“, entgegnete Joey verblüfft und langte sich an den Kopf. „Ich war auf dem Weg zum Silberberg, weil ich mich mit Sarah treffen wollte zum Trainieren. Bin von Kanto gekommen, und recht am Anfang von Route28 hab ich‘s gesehen, aufgegabelt und bin dann losgelaufen.“
      Er kratzte sich verlegen am Kopf und warf einen Blick Richtung Haus. „Naja, Lavar hab ich auch noch aufgegabelt, als ich das große Steinplateau überfolgen habe, hab ich sie gesehen.“
      „Lavar?“, hinterfragte Marth, Joey das Wattzapf sanft in den Arm gebend, um die Tür öffnen zu können.
      Die Augen waren schmerzerfüllt verschlossen, der Atem ging schnell und ließ den kleinen Körper des Käferpokemons beben.
      „Ja, ein Mädchen... oder so ähnlich. Ich hab es entdeckt, als es von einem Stahlos angegriffen wurde und es gerettet. Sie glaubt ein Igelavar zu sein, weiß aber nicht, wie sie zu einem Menschen geworden ist.“
      Unweigerlich musste Marth schmunzeln. „Soso… ein menschliches Igelavar. Und wo ist das Mädchen jetzt?“
      „Drinnen. Bei Tante Rikarda.“
      Entgeistert wandte sich der Mann zu dem Jungen um.
      „Was? Lavar hatte nur einen Stofffetzen an und sah echt hilflos aus. Ich musste ihr helfen!“
      Seufzend widmete sich Marth wieder dem hellgrauen Schrank, den er nun öffnete. „Na, dann sei es gestattet.“
      Er hielt in seiner Bewegung inne.
      „Ah… warte einen Moment“, grinste der Ältere schließlich schief und eilte rasch in einen kleineren Nebenraum.
      Dort befand sich ein kleines Badezimmer, in dem Marth auch ein paar Wechselklamotten für alle Fälle aufbewahrte. Es kam während seiner Arbeit und Forschung oft genug vor, dass er Tagelang in dieser kleinen Hütte war. Da war es hilfreich, Kleidung und Nahrung – die man in einem weiteren kleineren Raum fand – griffbereit zu haben.
      Bis Marth aus der Kammer wieder auftauchte, sah Joey auf das kleine Pokemon und streichelte das schwer atmende Wesen behutsam. Als sein Onkel wieder kam holte er eine große, längliche Kapsel heraus, deren Unterseite aus weißem Material und die Oberseite aus Glas bestand, aus dem zuvor geöffneten Schrank. Diese platzierte er in der Mitte eines Tisches und schloss sie mit einigen Kabeln sorgsam an Strom und zwei Geräten an, ehe er einen Knopf betätigte, woraufhin sich das Glas surrend aufklappte.
      „Leg es da rein.“
      Gehorsam und sorgsam folgte Joey der Anweisung und machte seinem Onkel Platz, der daraufhin das Wattzapf untersuchte.
      „Leicht vergrößerte und weiche Gelenke…. Verkleinerte Pupillen, trübe Iris und blutunterlaufene Augen… niedrige Körpertemperatur…“
      Unter einem Seufzen schloss Marth seine Diagnose. „Nicht gut. Es ist wohl schon im dritten oder vierten Stadium… Deine Vermutung, dass es das gleiche Virus wie bei den anderen ist, war richtig.“
      Betrübt sah Joey auf das hilflose kleine Wesen und war geneigt dazu das gelbe, weiche Fell zu streicheln, doch damit wäre er seinem Onkel lediglich im Weg.
      Dieser legte einige dünne Kabel mit Sensoren an und neben Wattzapf, warf einen prüfenden Blick auf den farbigen, sich ständigen regenden Monitor und griff zu einer Nadel.
      „Kontaktier bitte Professor Eich, Lind und Professor Ivy. Und Esche… da Wattzapf aus Einall kommt sollte sie auch Bescheid wissen, verlang eine möglichst baldige Konferenzvideositzung.“
      Nach einem kurzen Nicken begab sich Joey zu dem Computer und öffnete das E-Mail Programm.
      „Log dich kurz ein, bitte“, bemerkte er schließlich und wandte sich zu Marth, der dem Patienten gerade Blut abnahm.
      „Lohgockfutter“, drang es dumpf von ihm, was Joey schulterzuckend als Passwort eingab.
      „Hälst du es für klug, das so laut zu sagen?“
      „Ich änder es oft genug, Jungchen…“
      Stumm schrieb der Blonde besagte Mail an die Professoren, während sein Onkel die Kapsel schloss und Wattzapfs Blutwerte von einer Maschine auswerten ließ. Anschließend lehnte sich Joey rücklings gegen den Computertisch und sah seinem Onkel zu, wie er Werte und Kabel prüfte, in Unterlagen blätterte und immer wieder einen Blick in Kapsel warf, ehe ein lautes Tuten den Jungen erschreckte.
      Er drehte sich um.
      „Eh… Marth. Professor Ivy ruft an.“
      „Nimm an und dann sag Rika bitte, dass ich hier zu tun habe.“
      „Gut“, nickte Joey, nahm das Videogespräch an und begrüßte die besorgt dreinschauende Professorin, ehe er an seinen Onkel weitergab und Richtung Tür ging.
      „Ah, ich hoffe, du hast Sarah Bescheid gesagt, dass du nicht kommst?“, warf Marth ihm noch hinterher.
      Lächelnd ließ Joey den Griff der eben geöffneten Tür los.
      Selbst, wenn er so etwas wichtiges zu tun hatte, dachte er noch an so kleine Nichtigkeiten.
      „Nein, wir wollten uns erst heut Abend treffen, ich ruf sie an.“
      „Dann ist gut“, widmete sich der Pokemonpfleger wieder an sein Videotelefonat, ehe die Tür zufiel.
      Joey machte sich weiter auf den Weg zum nahen Haus, während er seinen Arm hob und das Adressbuch seines PokeCom nach Sarah durchsuchte. Gerade, als er den Knopf zur Bestätigung des Anrufs drücken wollte, ertönte hinter ihm ein lautes Gepolter und noch ehe er sich umsehen konnte, wandelte sich das Gepolter in einen tosenden Rumms, der in Begleitung einer Hitzewelle zu Joey gelangte, welcher von dieser voran geschleudert wurde. Reflexartig rollte er sich ab, wurde haarscharf von umher rauschenden Stahl- und Holzfetzen verfehlt und starrte nun auf die brennende Hütte, von der er gekommen war.


      "]Weiter mit Attack five: Thunder

      Boom!



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Zurück zu Attack four: Heat Wave

      Attack five: Thunder

      Ohne Zögern griff Joey nach dem Pokeball an seinem Gürtel und schleuderte ihn bereits im Laufen den Flammen entgegen: „Zwottronin, lösch das Feuer!“
      Kaum hatte sich das gerufene Wasserpokemon in der Luft materialisiert, feuerte es eine Aquaknarre auf den Eingangsbereich, den Joey nach einem tiefen Durchatmen mit vorgehaltenen Armen betrat. Sogleich drang Rauch in Kehle und Augen, was ihn zum Husten brachte, während er mühsam erkannte, dass eine Gestalt die Hütte durch das unübersehbare Loch in der Wand verließ und Onkel Marth röchelnd unter einer Holzplatte und darauf liegenden Mauerstücken halb begraben war.
      „Marth!“, rief Joey entsetzt aus und wollte diesem mit Zwottronins wässriger Unterstützung zur Hilfe eilen, als der ältere Herr seine nun raue Stimme an ihn richtete: „Idiot. Rette Wattzapf.“
      „Aber…“, wollte der Junge beginnen, ehe er an seinen Gürtel griff und umgeben von Flammen auf das Loch zulief. „Zwottronin, beschütze Marth!“
      Den enthusiastischen Ruf des Wasserpokemons hörte er schon nicht mehr, als mit einem gewagten Satz durch eine kurz aufflammende, dünne Feuerwand sprang und den nächsten Pokeball vor sich in die Luft schleuderte: „Heiß, heiß, heiß… Rizeros, du bist dran!“
      Ihm war gar nicht wohl dabei, seinen Onkel dort liegen zu lassen, doch er wusste, dass dieser ihm es nie verzeihen würde, sich jetzt nicht um das verletzte Pokemon zu kümmern.
      Joey erhaschte einen Blick auf die flüchtende Gestalt, die unweit von ihm ein großes, blaues Pokemon mit geschwungenen, roten Flügeln bestieg, welches sich ohne Zögern mit einem Satz in die Höhe begab.
      „Donner, schnell!“, befahl der Trainer zögernd, eine kleine Flamme an seiner Hose per Schlag mit der Hand löschend.
      Das befreite, weit über den Jungen hinaus ragende, graue Pokemon stieß einen Schrei aus, ehe sich eine düstere Wolke rasch zusammenzog und einen grellen, stechenden Lichtblitz entfesselte, der das fliehende Pokemon zu durchbohren schien. Im Affekt griff er erneut an seinen Gürtel und schleuderte den nächsten Ball vor sich, während das getroffene Pokemon taumelnd Richtung Boden fiel und neben ihm etwas Glänzendes herabfiel.
      „Tropius, Rankenhieb!“
      Joey ahnte, nein… er wusste, dass dieses Glänzende die Kapsel sein musste, in der Wattzapf gesteckt hatte. Was wollte diese mysteriöse Person mit Wattzapf, woher wusste sie, dass es hier war, wusste sie über das Virus Bescheid und gar mehr, als die Forscher des Teams, an dem Marth beteiligt war? Was steckte hinter dieser Aktion und warum dieser enorme Auftritt?
      Das grüne, palmenartige Pokemon landete unter einem sanften Rumoren des Bodens und zögerte keine Sekunde, die befohlene Attacke auszuführen, das fallende Etwas aufzufangen und rasch an sich zu holen. In diesen Augenblicken berappelte sich das Brutalanda, schlug mit seinen Flügeln und landete mit einem Satz schnaubend vor seinem Angreifer.
      Joey musterte die Ankömmlinge ernst, ehe es die Kapsel mit dem aufgewühlten, hektisch atmenden Wattzapf von Tropius in die Arme gedrückt bekam und sich anschließend einen Schritt zurückzog.
      Die Gestalt auf Brutalandas Rücken stieg elegant zu Boden. Sie trug eine nicht sehr eng anliegende schwarze Hose, ein dunkelblaues Shirt mit einem weißen Zeichen, das durch die halb darüber fallende Schwarze, dreiviertellange Weste nicht ganz erkennbar war.
      „Wer sind Sie?“, knurrte Joey und musterte die weiße Maske, die das Gesicht halb verdeckte.
      Das sichtbare Mund verzog sich zu einem schiefen Grinsen. „Stell mir keine Fragen, Junge. Gib mir das Wattzapf ohne Murren und dir wird nichts geschehen.“
      „Auf keinen Fall! Vorallem nicht, ehe ich weiß, was Sie vorhaben und wer Sie sind.“
      „Wer ich bin ist unwichtig, was ich vorhabe ist klar: Das Wattzapf zurückbringen.“
      „Wohin?“
      „Schluss jetzt!“, herrschte die weibliche, starke Stimme den Trainer an und klopfte ihrem Brutalanda auf den Hals, welches sogleich zu knurren begann.
      „Sie sollten mich nicht unterschätzen“, entgegnete Joey selbstsicher.
      Das lodernde und knisternde Feuer hinter ihm, machte ihn nervös. Er durfte nicht so viel Zeit verspielen, er konnte die Stärke dieses Brutalanda nicht einschätzen, sein Tropius war wohl deutlich schwächer, doch wie sich Rizeros dagegen schlagen würde…? Das Niveau der beiden Pokemon war zu hoch, als dass er einen Kampf im Moment absolut sicher einschätzen konnte. Zudem wusste er nicht, ob sein Gegenüber noch einen Kampfgefährten dieser Stärke besaß. Dann würde ein Kampf unendlich sinnlos.
      „Brutalanda, Drachenklaue.“
      Die harten, schnell gekonterten Worte ließen den Jugendlichen im ersten Moment zusammenzucken, ehe er Rizeros einen Befehl geben wollte, den dieses bereits selbstständig ausführte: Mit einem wuchtigen Schritt voran hatte es die attackierende Bewegung des Drachen gestoppt und hielt diesen nun unter dem erhoben Arm und oberhalb der anderen Schulter fest.
      „Verschwinden Sie und lassen Sie sich nie wieder blicken“, flüsterte Joey, woraufhin sich die Unbekannte ohne weitere Vorwarnung auf den Jüngeren stürzte: „Du hast meine Mission nicht zu stören. Ich werde mich nicht von einem Kind aufhalten lassen!“
      Als der Blonde erschrocken zurückwich, stellte sich Tropius vor ihn und entfachte einen heftigen Gegenwind, der die Person zurückstieß, während Rizeros noch einen Kraftschub vollführte, damit das sich erst wehrende Drachenpokemon umstürzte und schließlich zappelnd und brüllend auf dem Rücken aufkam.
      Die Angreiferin landete trotz des unterwarteten Windstoßes elegant und rief ihrem Pokemon während des Erhebens einen Befehl zu: „Windhose!“
      Die Ausführung folgte unmittelbar, lies Joeys Bodenpokemon unwillkürlich schmerzerfüllt aufbrüllen und rückwärtstaumelnd an Tropius stoßen, während der Trainer die halbdurchsichtige Kapsel fest an sich drückte.
      „Beseitige diese lästige Störung mit einem Drachenpuls, Brutalanda!“
      „Rizeros, eine halbe Drehung, dann noch einmal Donner!“, reagierte Joey und hoffte, dass sein Partner den Befehl korrekt verstand.
      Das Bodenpokemon drehte sich gehorsam schwungvoll, traf mit seinem Schweif dabei die unvorbereitete feindliche Trainerin, welche sogleich vor den Drachen landete, der in seinem geöffneten Maul eine Zischende, grau-lilane Kugel energiereich formte. Im letzten Moment, bevor Brutalanda die Attacke abfeuern konnte, neutralisierte der donnernde Lichtblitz die Energieansammlung und ließ das getroffene Pokemon schmerzerfüllt aufschreien, ehe sein Kopf gegen Boden wanderte, sich jedoch keuchend noch darüber hielt.
      Erleichtert atmete Joey die gehaltene Luft aus. Er vermochte sich nicht vorzustellen, wie es für ihn aussah, hätte der Donner sein Ziel verfehlt und Brutalanda stattdessen mit seiner Attacke getroffen. Nun galt es, möglichst stärker zu wirken als er war.
      Dieser zweite Donner hatte ihm bewiesen, dass der Drache Rizeros länger standhalten konnte und es – sollte der Kampf weitergehen – ohne Zweifel besiegen würde.
      „Verschwinden sie“, zischte er kräftig zwischen den Zähnen hervor und griff drohend nach seinem letzten Pokeball.
      Nahezu zeitgleich ertönten die Sirenen der Feuerwehr, was die Unbekannte als unerfreulich verstand, sich knurrend erhob und ihrem Pokemon ein Zeichen zur Flucht gab.
      „Das wird nicht unsere letzte Begegnung gewesen sein!“, bemerkte sie, ehe das knurrende Brutalanda schwerfällig abhob.
      Einen Augenblick lang sah Joey ihr angespannt nach, ehe er in seiner Haltung zusammenfiel und Rizeros rasch anwies, Marth aus dem Haus zu holen. Das große Bodenpokemon folgte dem sogleich, während Joey auf die Knie sackte. Er vertraute seinen Pokemon blind, er wusste, dass Zwottronin Marth beschützt hatte und dass Rizeros ihn dort herausholen würde. Sein Gesicht verzog sich schmerzerfüllt, erst jetzt ließ er das Brennen und ziehen der von Flammen berührten Stellen seiner Beine und Arme an sich heran. Doch er zwang sich, sein Augenmerk auf etwas viel wichtigeres zu wenden: Das regungslose Wattzapf in der halbdurchsichtigen Kapsel.

      Weiter zu Attack six: Power Punch

      Was war das nur für eine Person?
      Und was ist ihr genaues Interesse an Wattzapf?
      Wie geht es Marth - und dem kleinen Pokemon?

      Die Antworten auf diese Fragen werden noch etwas auf sich warten lassen, aber ich wünsche euch erstmal einen guten Rutsch ins neue Jahr!
      Yay! :D



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Und wieder ein tolles und spannendes Kapitel von dir :)
      Dein Text lässt sich wie immer schön flüssig lesen, du beschreibst detailliert, sowohl die Umgebung, als auch die Aktionen deiner Charas, und du machst, abgesehen von ein paar kleinen Ausnahmen, keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler. Auch Joeys bisheriges Team gefällt mir sehr und es war schön zu erfahren, dass er auch noch ein Rizeros mit Donner besitzt <3
      Hier ist jedenfalls ein mir persönlich unangenehmer Fehler:

      "Das sichtbare Mund verzog sich zu einem schiefen Grinsen. "

      Jedenfalls freue ich mich schon auf dein nächsten Kapitel und bin sehr gespannt, ob es die kleine, gelbe Spinne überlebt hat >:


      Vote for Charjabug/Akkup!
    • So, jetzt kommentier ich auch mal xD
      Wie ich dir auch schon gesagt hatte, ich finde.deinen Schreibstil einfach toll! Lässt sich sehr schön lesen. Die Story ist bisher sehr spannend, und ich freue mich schon auf das nächste Kap. (wobei mir gerade einfällt das ich auch mal weiterschreiben sollte :ups: )
      Naja, ich will jetzt nicht vom Thema abweichen (;
      Genau so wie Draco gefällt mit Joeys Team auch sehr gut, Tropius find ich aber bisher am besten <3
      Fazit: Ich finde die FF einfach toll und freue mich darauf, sie weiterlesen zu können

      LG renee
    • Zurück zu Attack five: Thunder

      @draconira: Danke für dein Kommentar, ich freu mich, weiterhin von dir zu lesen, dass es dir gefällt! Ich hatte auf meiner uralten Roten Edition mal ein Rizeros, dem ich Donner beigebracht hab. Hach... das waren Zeiten... *abdrift* ... eh. Ja. XD Und Danke für den Hinweis mit dem Fehlerchen. Der war Absicht. :shifty: Um zu prüfen, ob ihr richtig lest. :shifty: Genau. XD

      @Renee: Waaii <3 Danke für dein Kommentar, schön, dass es spannend war! Tropius ist auch mein momentaner Favorit, wobei ich ja schon auchn Faible für Rizeros hab.... 'D

      Ich hoffe, es bleibt weiterhin spannend und auch etwas lustig :)

      Attack six: Power Punch

      Seine Beine wibbten ununterbrochen unter dem Tisch des Pokemoncenters, während seine Augen das noch dampfende Getränk betrachteten und seine vor dem Gesicht gefalteten Hände eben jenes stützten. Die rechte Hand wie der linke Arm von Mitte des Unterarms bis Mitte des Oberarms waren verbunden, dort und am linken Bein trug er leichte Brandverletzungen. Auch seine Haare waren stellenweise an den Spitzen leicht versengt. Lavar saß neben ihm, in der Hocke auf dem Boden, ihr Kopf und ihre Hände ragten gerade über die Tischplatte hinaus. Mit fragenden und zeitgleich besorgten Augen sah sie Joey an.
      „Jetzt beruhig dich doch“, flüsterte Tante Rika und schob dem jungen Trainer sein warmes Getränk demonstrativ unter die Nase.
      „Wie soll ich mich beruhigen?“, zischte er und lehnte sich angespannt zurück, seine Augen an die Decke gerichtet. „Marth liegt schwer verletzt im OP, der Zustand von Wattzapf ist miserabel und Zwottronin ist vollkommen ausgepowert.“
      „Du hast absolut richtig gehandelt.“
      „Und wie… ich hab Marth in der brennenden Hütte gelassen – zusammen mit Zwottronin.“ Reflexartig erhob er sich und ging einige Schritte mit mürrischer Mimik auf und ab.
      „Mach dir keine Vorwürfe. Marth ist zäh, der wird wieder fit, das solltest du wissen.“ Auch Rika hatte sich nun erhoben, ihren Neffen an der Schulter gepackt und ihn zu sich umgedreht. „Glaubst du, ich mache mir keine Sorgen? Aber wir beide wissen, dass Marth es dir nie verziehen hätte, wenn du Wattzapf dieser skurrilen Person überlassen hättest!“
      „Das weiß ich selbst!“, bemerkte Joey nun laut und wischte die Hand an seiner Schulter hart weg.
      „Warum führst du dich dann so auf?“
      „Weil…“ Der Junge wandte seinen Blick ab und bis sich auf die Unterlippe. „Weil… ich absolut erbärmlich da stand. Ich glaube, wenn dieser Werauchimmer mit Brutalanda weitergekämpft hätte, hätten Rizeros und ich verloren. Der Drache war zäher als alles, dem ich bisher gegenüberstand. Zwei Donnerattacken hat er ausgehalten und wirkte nur kurz angeschlagen. Dieses Brutalanda hatte sich sogar recht schnell davon erholt!“
      „Er ist gebrochen.“
      Erstaunt sahen Rika und Joey zu dem rothaarigen Mädchen, welches sich nun ebenso aufgerichtet und die drei Worte leise in den Raum geworfen hatte.
      „Er ist gebrochen?“, wiederholte Joey fragend.
      „Sein Wille ist gebrochen.“
      Etwas verwirrt wiederholte er auch diesen Satz, doch nun schwieg Lavar. Eine Weile lang sahen die beiden das Mädchen an, ehe Rikarda das Wort ergriff: „Was meinst du?“
      „Du bist stärker“, flüsterte Lavar schließlich zögernd und musterte Joey mit ihren harten, blauen Augen, während seine sie noch immer verwirrt ansahen. „Stärker als du jetzt bist.“
      Einen Moment lang sah sie auf den Boden und ballte ihre Hand zur Faust, während Joey sie missmutig anstarrte.
      „Wenn du nicht sehen kannst, wie du dich selbst zerbrichst…“ Ihre Stimme war immer noch ruhig und leise, als sie wieder aufsah. „...Dann führ ich es dir vor.“
      In exakt diesem Augenblick hob Lavar ihre Faust und schlug zu.
      Unter einem erstaunten, erstickten Stöhnen taumelte Joey zurück und plumpste benommen auf den Boden. Mit großen Augen und der Hand an der getroffenen Wange sah er zu dem rothaarigen Mädchen auf, das ihre Faust noch demonstrativ vor ihren Körper hielt und ihn aus einer inneren Ruhe heraus ansah, die dem Trainer einen Schauer über den Rücken jagte.
      Erst erschrocken, konnte Rika ein kurzes Auflachen nicht verhindern, als sie sich zu ihrem Neffen herabbeugte, um ihm aufzuhelfen. Lavar für ihren Teil wandte sich ab, setzte sich und trank von Joeys Tee. Stumm erhob sich der Trainer und stützte sich auf die Lehne des Stuhls, auf dem er zuvor gesessen war.
      „Das ist mein Tee“, murmelte er und beobachtete, wie Lavar die Tasse abstellte und sie ihm vorsichtig zuschob. „… Du hast nen ganz schönen Schlag drauf.“
      „Aber er hat dich wach gemacht“, bemerkte Rika erleichtert und klopfte ihm auf die Schulter, ehe Schwester Joy herankam und sich nach Joeys Wohlbefinden erkundigte.
      „Alles in Ordnung… ich hab… das gebraucht“, grinste der Trainer flüchtig und rieb sich noch einmal die Wange.
      Nach einem weiteren Nachfragen ging die Krankenschwester wieder ihrer Tätigkeit nach, was eine unangenehme Stille am Tisch zurückließ. Dem Trainer wurde bewusst, dass er nicht an sich zweifeln durfte. Erst recht nicht, wenn er wusste, dass er richtig gehandelt hatte. Er rief sich sein Ziel vor Augen, beim nächsten Ligaturnier am Indigoplateau noch einmal mitzumachen und es dann endlich ins Finale zu schaffen, nachdem er bei der letzten Johtoliga vor einem Jahr im Viertelfinale ausgeschieden war, stand im nächsten Jahr wieder das Kantoligaturnier an. Bei diesen Wettkämpfen war ihm klar, dass er vor stärkeren Gegnern nicht zurückschrecken durfte, doch dieses Brutalanda war anders. Die ganze Situation hatte ihn überfordert und das hatte er nun psychisch zu spüren bekommen. Joeys Blick richtete sich abermals auf Lavar, welche ihre Hand drehte und wendete, sie öffnete und schloss, als wolle sie sie untersuchen. Kaum zu glauben, welchen Auftritt sie vor wenigen Augenblicken an den Tag gelegt hatte, wenn er sich in Erinnerung rief, wie sie sich hinter ihm versteckt und sich an seine Hose geklammert hatte, als Officer Rocky Joey und seine Tante zu dem Vorfall befragte.
      Ein erleichtert-freudiger Ausruf Rikas riss den Trainer aus seinen Gedanken. Schlagartig drehte er sich um, zu der Person, der der Ruf seiner Tante galt.
      „Hey!“, nickte der junge Erwachsene mit stacheligen braunen Haaren den Dreien zu und reichte Rika höflich die Hand, ehe er sich grinsend an den erstaunten Joey wandte. „Du bist groß geworden, Kleiner.“
      „Hallo… Gary“, begrüßte Letzterer den Ankömmling, wobei seine Stimmlage deutlich gen Boden sank, als die Hand des jungen Pokemonforschers durch Joeys Haare fuhr.
      Ein schadenfreudiges Lächeln zierte Garys Gesicht, ehe er wieder ernst wurde. „Opa hat mich angerufen. Ich war in der Nähe und bin so schnell gekommen wie ich konnte. Wie ist die Lage? Was genau ist passiert, Opa sagte nur, dass Marth in seinem Labor von einer zwielichtigen Gestalt angegriffen wurde und dass ich mich beeilen muss.“
      Sogleich schilderte Joey ihm, womit alles angefangen hatte und was geschehen war. Er berichtete von dem Fund des Wattzapf, wie er es seinem Onkel gezeigt hatte, wie er es untersucht hatte. Dass er gerade eine Videokonferenz berufen hatte und das Labor auf Wunsch seines Onkels verlassen hatte, woraufhin Brutalanda mit seiner Hitzewelle angriff. Wie er der Person gegenüber getreten war und Wattzapf aus ihrer Gewalt befreite.
      „Klar, dass das arme Ding durch die Aktion nicht gerade in einen besseren Zustand geraten ist“, beendete Joey seinen Bericht leise.
      Gary nickte ernst und sah sich kurz um, ehe er fragte, wo das Wattzapf nun sei.
      „Auf der Intensivstation“, antwortete Joey dumpf. „Wo genau kann ich dir nicht sagen… ich durfte ja nicht hin, da müsstest du Schwester Joy fragen.“
      „Werde ich machen, Kleiner“, grinste Gary.
      „Hey!“, protestierte der Trainer gegen den Kosenamen und fegte die Hand von seinem Schopf, ehe er innehielt.
      Das Licht des Operationssaals war verblasst. Nun sahen auch Rika und Gary auf.
      „Aber… hey“, bemerkte Letzterer schließlich und sah noch einmal zu Joey. „Du hast die Lage so spontan ziemlich gut gemeistert.“
      Wortlos nahm er diese Worte hin, auch wenn er selbst nicht so recht dahinter stehen konnte, und begab sich in Gang, in dem er das Licht immer sah und darauf wartete, dass es verlosch. Und nun war es so weit. Das Herz des Jugendlichen schlug höher – und schneller. Die Operation seines Onkels war beendet. Es dauerte noch einen Moment, bis sich die Türen öffneten und das Krankenbett herausgeschoben wurde.
      „Warte“, hinderte Gary Joey mit einer Handbewegung daran, auf die Gruppierung zu zulaufen. „Lass die Ärzte ihn erst einmal in ein Zimmer bringen und alles etwas zur Ruhe kommen. Erkundigen wir uns lieber erst mal nach Wattzapf.“
      „Aber ich will wissen, wie es Marth geht!“
      Professor Eichs Enkel sah dem Arzt und den zwei Joys nach, ehe er sich lächelnd an den Blonden wandte. „Hast du nicht bemerkt wie ruhig sie waren? Sein Zustand ist stabil, sonst würde das ganze anders aussehen. Glaub mir auch mal was.“
      Leicht schmollend drehte der junge Trainer seinen Kopf weg. „Wenn du es sagst.“
      „Na siehst du!“ Nach einem aufmunternden Klaps auf die Schulter bewegte sich Gary auf Schwester Joy zu, die er höflich begrüßte, sein Kommen kurz erläuterte und anschließend nach Wattzapf fragte. Er winkte die drei anderen zu sich und folgte der rosa-haarigen Frau einige Gänge entlang.
      „Wer ist eigentlich das Mädchen?“
      „Lavar“, antworte Joey und sah neben sich zu der Rothaarigen, welche ihre Hand noch immer nicht von seiner Hose lassen konnte und sich daran festhielt. „Ich erklär’s dir später.“
      Erstaunt warf Gary einen Blick hinter sich. „Was gibt’s da zu erklären? … Ich bin gespannt.“
      „So, da wären wir!“, hielt Schwester Joy lächelnd an und deutete auf eine Tür.
      Sie bestand vollständig aus Eisen, der Gang allgemein, in dem sie sich nun befanden, unterschied sich von den anderen. Einige stählerne Einheiten waren an der Wand befestigt. Den Sinn dieser merkwürdigen Konstruktion konnte sich Joey nicht ganz herbeiführen.
      „Vielen Dank“, nickte der junge Professor und öffnete die Türe. „Kommt rein.“
      „S-sind sie sicher?!“, warf Joy erstaunt ein.
      „Ja. Ich kenne sie von früheren Forschungsarbeiten, die den Fall betreffen.“
      Zögernd willigte die Krankenschwester ein und ließ Joey, Rika und Lavar passieren.
      „Was ist das?“
      Verblüfft sah Gary zu dem Mädchen, welche die Türe hinter sich artig geschlossen hatte, ihre Nase rümpfte und den kleinen Zwischenraum skeptisch begutachtete.
      „Du kannst ja sprechen“, grinste er, ehe er sich einer Box zuwandte, welche an der Wand hing, und daneben einen Zahlencode in ein kleines Display eingab. „Das ist ein Sterilisationsraum. Hier an dieser Wand sind bestimmte Ausrüstungen, die verpflichtend zu tragen sind, will man den Raum mit dem Patienten betreten. Alles hier wird einmal benutzt und ist steril. Das verhindert weitgehend, dass Keime durch Berührung weitergegeben werden.“
      Während er das erklärte zog er ein Paar Handschuhe aus einer gefüllten Box sowie einen Mundschutz heraus und zog sich diese an.
      „Bitte zieht das auch an“, lächelte Gary und griff in einen Schrank, der sich ebenfalls mit der Eingabe des Codes geöffnet hatte, und zog einen Kittel heraus, welchen er sogleich überzog.
      Rika, Joey und Lavar ahmten all das nach und huschten in den nächsten Raum. Die Tür zu diesem schloss sich nach einem Handsignal Garys.
      „So. Dann erzähl mal, Joey.“
      „Eh…was?“, entgegnete Genannter verblüfft, als der Professor sich dem Wattzapf widmete.
      „Na, über Lavar.“
      „K-kümmer dich lieber zuerst um Wattzapf.“
      „Wie du willst.“
      Besonders das Mädchen schien sich für das erkrankte Pokemon zu interessieren. Es beobachtete jeden Handgriff genau.
      „Interessiert dich das?“, lächelte Eichs Enkel, woraufhin Lavar ein wenig zurück wich, ehe er zum Ernst der Lage zurückfand. „Fünftes Stadium. Kleine Pupillen, erhöhte Körpertemperatur, die Glieder sind wieder kleiner, jedoch hat die Verweichlichung angefangen, sich auf die Knochen auszubreiten.“ Er stieß ein Seufzen aus, streichelte das Elektropokemon sanft und sah wehmütig zu den anderen. „Ich fürchte, wenn wir nicht schnellst möglichst ein Mittel finden, das das Virus abtötet oder zumindest abschwächt, ist es nur noch eine Frage der kurzen Zeit, bis die Organe des Kleinen dem Ganzen nicht mehr standhalten können.“
      Betroffen wandte Rika den Blick ab, während Joey seine Hände zu Fäusten ballte und sich auf die Unterlippe biss.
      „Hätte…“ Der Blonde unterbrach sich, bemerkte den auffordernden Blick Garys und langte sich nachdenklich an seine Wange. „Hätte sich das Stadium weniger schnell weiterentwickelt, wenn Wattzapf die ganze Aufregung nicht gehabt hätte?“
      Er konnte diese Gedanken einfach nicht verdrängen.
      „Gib dir nicht die Schuld, Joey“, bemerkte Gary und wandte sich an den Computer neben sich.
      Er zog seine Handschuhe aus und tippte etwas ein.
      „Wattzapf hat Schmerzen.“
      Leise, jedoch sicher durchdrangen diese Worte den Raum und zogen die Blicke der Anwesenden an Lavar.
      „Ich weiß, es hat schon ein Mittel dagegen bekommen. Mehr kann ich leider nicht tun.“
      Das Mädchen trat an das Pokemon heran, streckte ihre Hand danach aus. Einen Moment lang hielt die Rothaarige inne, betrachtete das Weiß der Handschuhe und zog sie aus, ehe sie das Wattzapf sanft berührte.
      „Spürst du das?“, flüsterte sie, noch ehe Gary sie daran hindern konnte, das Pokemon zu berühren.
      Sie lächelte. Erstaunt betrachtete Joey das Mädchen. Es war das erste Mal, dass er sie lächeln sah.
      Das leise Piepen, welches vom Computer kam, veränderte sich.
      „Was machst du?“, raunte der Pokemonprofessor, bereit, handgreiflich einzugreifen, ehe er stockte und einen ungläubigen Blick auf den Monitor warf.


      Vorwärts zu Attack Seven: Heal Pulse >>>


      Da hatte Lavar ja einen schlagkräftigen Auftritt. Ich mochte ihn.

      Na hoppla, ob das gut war? Was bewirkte Lavars Berührung? Und warum reagiert da überhaupt etwas?
      Ob Gary dem kleinen Wattzapf helfen kann? - Mehr dazu im nächsten Kapitel!



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Und wieder einmal spannst du mich auf die Folter >D
      Mäh, jetzt will ich unbedingt weiterlesen. Immer wenn es am spannendsten wird hört es auf. Aber wow, das Kapitel hat mir echt gefallen. Und das Gary da ist gefällt mir auch total. Jetzt auf Anhieb habe ich keine Fehler finden können, tut mir Leid. Nur einen kleinen Satzteil, der sich für mich nicht so schön anhört.

      Wortlos nahm er diese Worte hin [...]


      Das zweimal das Wort "Wort" in dem kleinen Satzteil vorkommt, lässt einen beim Lesen ein bisschen stolpern. Finde ich jedenfalls für meinen Teil, wgeen Wortwiederholung eben. Sonst top, ich habe nichts weiter dran auszusetzen. Und freue mich schon auf das nächste Kapitel.

      LG, Renée (:
    • Nun habe ich mir mal alles durchgelesen und werde mit meiner eher kurzen Kritik ankommen. Ich bitte Kleinigkeiten, die einfach wieder vergessen wurden, zu entschuldigen. Doch das sollte nicht nötig sein.

      Ich finde es gut, dass du mit Lavar beginnst. Dadurch wird direkt ihr Glauben, ein Igelavar zu sein, der ebenso gut der Realität entsprechen kann, klar und die Konfrontation mit dem Stahlos bringt auch gut rüber, dass sie sicher ist, dass sie gegen das Stahlos etwas ausrichten kann. Das, der im Verlauf aller Kapitel genutzte personelle Erzähler, der eben nicht alles weiß und auch nur weiß, was der Szenen-Hauptdarsteller spürt, sieht, hört und allgemeinhin fühlt, und die vorhandenen Erinnerungen an ein Dasein als Igelavar lassen auch mich glauben, dass sie aufgrund irgendeines Projekts einer Gruppierung, in dessen Auftrag die Frau mit der starken Stimme, die mich mit ihrem Brutalanda an J erinnert, was auch einleuchten würde, wenn man bedenkt, dass es in der Welt des Animes spielt und J nur möglicherweise tot ist, arbeitet oder in der sie tätig ist, möglicherweise in einen Menschen verwandelt wurde. Dies ist schon einen Schritt weitergehend und eher der Richtung »Vermutung« entsprechend, aber bei deiner Geschichte ist es auch so schön, sich auszumalen, wie es weitergehen könnte. Und das Gefühl hatte ich bisher wohl noch bei keiner Geschichte bei Filb - jedenfalls ist es länger her.

      Und dann die Geschichte mit den Viren unter den Elektro-Pokémon - das ist so unglaublich bedacht, auch wenn du wohl nicht daran dachtest, dass Elektro-Pokémon eher ähnliche DNA in sich tragen, als Drachen- und Wasser-Pokémon miteinander besäßen. Aber selbst wenn du das nicht bedacht hast, finde ich das wirklich schlau gemacht. Und es ist mysteriös. Wer hat dieses Virus erschaffen, das vorher noch niemand kannte? Gibt es ein Heilmittel? Wie weit reichen die Ausmaße dieser geheimnisvollen Erkrankung? Und in welcher Verbindung stehen sie mit dem Mädchen? Wurde an ihren Genen experimentiert? Da gibt es so viel, was ich wissen will, auch wenn ich wohl noch länger auf alle Antworten warten muss. Auch wenn das sehr schade ist.

      Die Idee mit der Hütte finde ich spitze. Nur habe ich nicht verstanden, wieso sie nicht explodiert ist. Das ist ja so schnell geschehen, dass die Hitze zumindest die Luft so schnell hätte ausdehnen lassen müssen, dass die Fenster springen. Was sie sicherlich auch getan haben, bei dir jetzt vielleicht aber nicht rüberkam. Trotzdem war es toll, dass das so plötzlich passiert. Man ahnt es ja nicht. Wie sollte man auch? Und dann geschieht es. Das ist cool.

      Gary kennt Joey, Marth und Rika ja scheinbar. Aus einer Zeit, in der er eine Forschungsstudie am laufen hatte. Interessant. Und Marth scheint auch etwas mit der Geschichte zu tun zu haben. Was da wohl noch alles aufgedeckt wird. Wir werden sehen...

      Insgesamt finde ich deine Geschichte wirklich toll, ich fiebere hier gerade auch echt mit. Dein Schreibstil ist grundsätzlich gut, manchmal benutzt du anstelle des "des" "bei dem" oder ähnliches, wie zum Beispiel:

      [INDENT]»Das ist ein Sterilisationsraum. Hier an dieser Wand sind bestimmte Ausrüstungen, die verpflichtend zu tragen sind, will man den Raum mit dem Patienten betreten«
      Attack 6: Power-Punch

      [/INDENT]
      Da solltest du eher "will man den Raum des Patienten betreten", weil hier der Genitiv einfach nicht nur zeigt, dass der Patient mit in dem Raum ist, sondern es halt temporär sein Zimmer ist. Allgemein klingt "des" aber auch einfacher schöner, finde ich. Aber das kann auch Geschmackssache sein - auch wenn es das nicht sollte.
      Ansonsten gibt es mal ein paar Hektik-Fehler, aber die geschehen und können ja behoben werden. Grobe Vergehen gegen die Normen habe ich jetzt keine gefunden.

      Ich sage das zwar immer und es stimmt auch immer, wenn ich es sage, aber bei dir meine ich es besonders ernst: Ich freue mich tierisch auf dein nächstes Kapitel!

      P.S.: Meiner Meinung nach ist es eine super Idee, die Kapitel nach Attacken zu benennen, die im Kapitel auftauchen!

    • Zurück zu Attack Six: Power Punch

      @Renee: Jetzt wird die Folter etwas geschwächt. Für den Anfang.:P Ich freu mich sehr, dass die Geschichte spannend ist und bedanke mich für den Hinweis mit dem doppel-"Wort" in dem Satz. Werd ich noch ausbessern. Danke :3 Viel Spaß weiterhin beim Lesen!

      @Dusk: Woah O.O Vielen Dank für dieses tolle Feedback, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll o: Ich freue mich immer tierisch darüber, wenn ich an den Gedanken der Leser teilhaben darf, mitkriege, was sie von Charas uns Story halten, wie sie über diese und denweiteren Verlauf nachdenken und bedanke mich mit einem Umflauscher bei dir, dass ich deinen "Vermutungen" 'lauschen' durfte. Allerdings werde ich hier nichts dazu sagen. Ich will ja nicht spoilern oder dir die Spannung und den Spaß nehmen. ;D
      Dass mit der DNA der Elektropokemon war entweder Zufall oder ich habs irgendwann irgendwo gehört/gelesen und es durchs Unterbewusstsein eingebaut. Da bin ich ganz ehrlich, aber mit dem Virus hat es wohl wirklich noch etwas Größeres auf sich!

      Und die Hütte... erstmal freu ich mich, dass es überrascht hat und unerwartet kam - Yes, mission successful! Und damit Sicherheit sind die Fenster auch zersprungen, aber ich denke nicht, dass Joey sich in dem Moment große Gedanken um darum gemacht hat - der Vorfall der Hütte kommt nochmal zur Sprache (in nem späteren Kapitel), da werden die Schäden daran auch näher erläutert.

      Ah... das "mit dem" statt "des" .. Verzeih, das liegt wohl an Bayern, ist im bayrischen Sprachgebrauch genauso eingebürgert wie das "wie" statt "als". (zumindest hier im tiefen Urbayeren xD) Danke für den Hinweis. Wird ausgebessert. Dass du dich aufs Weiterlesen freust, freut mich natürlich mindestens genauso sehr und deswegen will ich dich nicht weiter daran hindern.

      Genau wie die anderen o.O
      Also Viel Spaß mit dem nächsten Kapitel! >D

      ... ich meine: =D

      Attack Seven: Heal Pulse

      Die bisher flachen Sinuskurven stiegen weiter in die Höhe. Ein gutes Zeichen, die Vitalität des Pokemon steigerte sich.
      „Was…“ Gary benötigte noch einen Moment, ehe er seine Sprache wieder fand. „Was hast du…. Wie hast du das?“
      Ohne auf eine Antwort zu warten, drehte er sich rasch um, tippte etwas in seinen Computer ein, beobachtete dann die Anzeige auf dem Monitor und griff anschließend nach dem Stethoskop, das um seinen Hals hing. Korrekt an seinen Ohren angelegt hielt er das andere Ende an den Körper des kleinen, gelben Pokemon.
      „Es atmet ruhiger.“
      Rasch nahm er die beiden Enden von seinen Ohren und untersuchte vorsichtig die Gelenke und den Hals des Kleinen. Während Joey erstaunt und gebannt auf das Geschehen sah, musterte Lavar jede Bewegung Garys sorgfältig. Letzterer beendete seine Untersuchung mit einem tiefen Durchatmen, welches in ein Seufzen überging.
      „Die Vitalfunktionen stabilisieren sich langsam, die Symptome an Augen und Gliedern gehen leider nicht zurück“, offenbarte er sein Ergebnis, womit er einen kleinen Teil von Joeys Hoffnungen sichtbar zerschlug, ehe sich der junge Professor zu Lavar wandte. „Was war das eben?“
      Kommentarlos zuckte sich mit den Schultern und begann abermals über das kurze, weiche Fell Wattzapfs zu streichen.
      „Wer um alles in der Welt bist du?“
      Das kleine Elektropokemon durchzuckte ein Zittern, einen Moment lang spannte es unter einem leisen, schmerzerfüllten Laut seinen Körper an, ehe es lockerer wurde und seinen Kopf entspannt zur Seite fallen ließ.
      „Es wird warm.“
      „Was sagst du?“
      „Es wird warm“, wiederholte Lavar.
      „Fieber?“, flüsterte Gary, ehe er den Kopf schüttelte und auf den Monitor sah, der soeben die Anzeige für Körpertemperatur um 0,05 erhöhte. „Nein, die Untertemperatur geht zurück.“
      Urplötzlich drehte er sich wieder um, ging einen Schritt auf Joey zu und zog ihn ein paar Schritte von Rika, Lavar und Wattzapf weg. „Wer ist das?“
      „Sie sagt, dass sie eigentlich ein Igelavar ist“, bemerkte Joey nachdenklich.
      Er konnte selbst nicht fassen, was er sah.
      „Ein Igelavar?“, stutzte Gary und unterdrückte ein Lachen.
      „Ja, ich hab sie in der Nähe des Silberbergs gefunden. Da war sie aber schon ein Mädchen. Sie hatte nur einen Stofffetzen an. Ich weiß, das hört sich total abgefreakt an, aber…. Ihr ganzes Verhalten… keine Ahnung, sie wirkt irgendwie auch so… unmenschlich. N-nicht im moralischen Sinne.“
      „Ich versteh schon, was du meinst“, nickte Gary. „Angenommen das stimmt. Wie… woher kam der Stofffetzen? Igelavar tragen normalerweise keine Kleidung.“
      „Gute Frage“, grinste Joey und kratzte sich etwas verlegen am Kopf. „Ich hab keine Ahnung. Aber…“ als er seine Hand wieder von seinen Haaren nahm und seinen Blick senkte, färbte sich sein Gesicht leicht rot, „… ich bin froh, dass sie was an hatte.“
      „Ich weiß nicht, warum ich diesen Stoff an mir hatte“, stand sie plötzlich direkt neben den beiden.
      Etwas perplex sahen beiden auf das rothaarige Mädchen herab, das sie mit nichtssagenden Augen anblickte.
      „Man belauscht andere nicht“, versuchte Joey eine Autoritätsperson heraushängen zu lassen.
      In Anbetracht des genervten Blicks Lavars, der zu der nur einen Meter von ihnen entfernt befindlichen Stelle wanderte, wo sie zuvor saß, wurde ihm schnell klar, dass sein Plan nicht ganz gelang.
      „Ihr ward nicht zu überhören“, schloss sie schließlich kurz und sah die beiden wieder an. „Es ist warm geworden.“
      Nach einem erneuten Blick auf den Monitor erstarrte Gary.
      Die normale Körpertemperatur des Pokemon war wieder hergestellt.
      „Wie…“
      Ein paar unverständliche Worte stammelnd ging er die Schritte zu Wattzapf zögern zurück.
      „Bitte, lasst mich hier einmal allein. Ich muss… nochmal alles durchchecken.“
      „Nein.“
      „Doch, damit bist auch du gemeint, Kleine“, flüsterte Gary, nun einen Aktenordner aus dem Regal holend. „Mir dir muss ich mich sowieso nochmal unterhalten. Jetzt geht bitte. Ihr würdet mir im Moment nur noch im Weg sein. Platztechnisch meine ich.“
      „Okay“, willigte Joey ein und sah Gary wehmütig an. „Das Kleine wird doch wieder, oder?“
      „Was auch immer Lavar gemacht hat, es hat etwas bewirkt. Wollen wir nur hoffen, dass sich sein Zustand weiter verbessert. Ein medizinischer Durchbruch wäre das zwar nicht, aber ein Leben wäre gerettet. Das ist jetzt vorranging, was zählt.“
      „Gut“, nickte Joey etwas erleichtert und zog Lavar an ihrem Ärmel Richtung Tür. „Ich verlass mich auf dich, Gary.“
      „Tu das bitte nicht. Ich bin leider kein Gott. Ich kann dir nichts versprechen.“
      Mit einem schweren Schlucken nickte der Trainer und schob Lavar vor sich aus dem Raum.
      Das Mädchen wehrte sich nicht, sah jedoch ernst zurück.
      „Wir besuchen Marth… wenn es bei dir später wird, komm zu uns, wir haben für dich immer ein Bett frei für die Nacht“, verabschiedete sich Rika, woraufhin Gary lediglich nickte und sich anschließend wieder in dem Ordner vertiefte.

      Es war spät geworden, sehr spät. Sehr viel weiter war der junge Professor nicht gekommen. Während die letzten Daten seiner Eingaben, Dokumentationen und Forschungen gespeichert wurden, gähnte Gary ausgiebig und streckte seine Arme. Anschließend massierte er seinen ein wenig steif gewordenen Nacken und reckte seine Schultern nach hinten, um seine Muskeln und Gelenke langsam wieder zu spüren. Ein weiteres Gähnen beendete die Prozedur und er widmete sich dem soeben abgeschlossenen Speichervorgang. Professor Eibe, mit der er seine Ergebnisse ausgetauscht hatte, war bereits vor ein paar Stunden offline gegangen, da sie noch ein wichtiges Treffen hatte.
      Wattzapfs Zustand war stabil, doch die Symptome blieben. Zumindest schien es keine Schmerzen mehr zu haben. Das war gut.
      Gary schloss die Programme sorgfältig, entnahm die Sicherungsdisk, und steckte sie wohlbehütet in einer Schutzhülle in seinen Mantel. Während der Computer die letzten Befehle verarbeitete, wandte sich der junge Professor an seinen Patienten, der ruhig in der Kapsel schlief.
      „Das wird schon wieder. Wir kriegen dich wieder hin“, flüsterte er beruhigend und strich sanft über das Fell des Elektropokemon.
      Als er sich wieder aufrichtete, tippte er etwas auf dem Bildschirm an der Kapsel ein, woraufhin das dunkle Licht darin erlosch und sich der Deckel der Kapsel bis auf einen kleinen Spalt über das Gefäß fuhr. Ein Blick zum Computer versicherte ihm, dass dieser die Programme restlos geschlossen hatte und nun dabei war, das System abzuschalten.
      „Nur noch die Notfallsynchronisierung“, seufzte Gary und griff nach einem kleinen, handyähnlichen Gerät, welches auf einer Ablage neben der Kapsel lag.
      Drauf tippte er ein wenig umher, dann gab er eine Zahlenkombination auf dem Monitor der Kapsel ein und hielt das kleine Gerät davor. Dessen Display animierte die Information, dass Daten übertragen wurden. Als es mit einem großen, grünen „OK“ anzeigte, dass die Übertragung erfolgreich war, steckte Gary das Gerät ein und drehte sich zur Tür. Der Knopf neben der Tür lies das Raumlicht erlöschen und als der junge Professor die Türklinge hinunter drückte, zippte hinter ihm ein Licht wieder an.
      Verwundert drehte er sich um und musterte einen Moment lang verstört, wie der zuvor schwarze Monitor des Computers nun wieder hell aufleuchtete und eine wirre Rechnung herunter ratterte.
      „Was zum…?“ Während er wieder näher an den Monitor heran trat, verfolgten seine Augen die Zeilen. „Ach du meine Güte…!“
      Die ersten Schritte waren zögerlich, die letzten umso schneller. Rasch riss Gary das Verbindungskabel aus der externen Festplatte, woraufhin das Rechnen auf dem Monitor aufhörte.

      Datensatz 1965/7609 übertragen.
      Datensatz 1966/7609 übertragen.
      Datensatz 1967/7609 übertragen.
      Datensatz 1968/7609 übertragen.
      Datensatz 1969/7609 übertragen.
      Datensatz 1970/7609 übertragen.
      Datensatz 1971/7609 übertragen.
      Datensatz 1972/7609 übertragen.
      Datensatz 1973/7609 übertragen.
      Datensatz 1974/7609 übertragen.
      Datenübertragung gestoppt.
      … … … warten .
      … … … warten auf neue Befehle.


      Verdutzt starrte Gary auf die Buchstaben.
      Der blinkende Strich unter der letzten Zeile zeigte an, dass dort geschrieben werden konnte.
      Nur einen Moment später bewegte er sich drei Zeilen nach unten, ehe dort die nächsten Buchstaben erschienen.

      Schade.

      Ohne Zögern legte Gary seine Finger seinerseits an die Tastatur und tippte.

      Wer ist da? Was soll das?

      Sie sind nicht in der Position, um Fragen zu stellen, Gary Eich.

      In dem Moment, in dem er diese rasche Antwort verdauen musste, erschienen bereits die nächsten Buchstaben.

      Wir dachten nicht, dass Sie die Übertragung so schnell bemerken. Schade. Aber immerhin sind wir uns nun sicher, dass das Pokemon bei Ihnen ist. Geht es ihm gut?

      Zögernd antwortete Gary darauf.

      Ich weiß nicht, wovon ihr sprecht.

      Natürlich nicht. Wie geht es Wattzapf? Hat es die Injektion überlebt?

      Die Injektion? Das heißt, dass er gerade mit den Leuten kommunizierte, die dieses Virus entwickelt haben und es ausprobierten? Wer steckte dahinter? Was wollen sie damit bewirken? Sich auf die Unterlippe beißend zog Gary einen Labtop aus dem Regal und schaltete ihn rasch an. Als er ein Verbindungskabel suchte, es fand und anschließend an den kleineren Computer anschloss, erschienen weitere Buchstaben:

      Das fasse ich als ‚Ja‘ auf, Gary Eich.

      Wo war ihr Sitz? Wo befanden sich diese Leute? Rasch öffnete Gary ein Programm und gab darin einen Code ein, während der Unbekannte eine weitere Nachricht schrieb.

      Hat es Ihnen die Sprache verschlagen? Wir sind kooperativ, wirklich. Wir können uns sicher einigen, wenn wir nur reden.

      Hatte Team Rocket etwa vor noch einmal zurückzukehren? Nein, das konnte er sich nicht vorstellen. Eher: Er wollte es nicht hoffen!
      Ein letzter Griff und der PC war mit dem Laptop verbunden.
      Gleich würde er wissen, woher der Zugriff auf den PC kam.
      Schon im nächsten Moment wurde dieser Gedanke zerschlagen und seine Hoffnung komplett zerrissen. Geschockt starrte er auf den Laptop, dessen Monitor sich verdunkelte statt Ergebnisse anzuzeigen, und nun einen Countdown von 20 Minuten hundertstel genau hinab zählte.

      Parallel dazu erschien der Text buchstabenweise auf dem Monitor:

      Gary Eich. Wir dachten nicht, dass sie so dumm sind und etwas so offensichtliches versuchen. Trotzallem haben wir für den Fall vorgesorgt. Und nun sollten Sie sich nicht mehr um uns sorgen, sondern lieber um das Pokemoncenter und den Menschen und Pokemon, die dort sind. Sie sind doch in dem Pokemoncenter von Viola City?

      Tick. Tack. Tick. Tack. Die Zeit läuft.



      X4v67 – log out.

      „Verflucht!“, rief Gary aus und versuchte Tasten zu drücken, doch der PC reagierte nicht. Auch der Labtop nicht.
      Doch brachte es überhaupt etwas, hier noch etwas auszuschalten?
      Der Countdown. Eine Bombe? Aber wo?
      Keine Zeit, darüber nach zu denken, das Gebäude musste sofort evakuiert werden!
      Rasch nahm er die externe Festplatte in die eine Hand, entsperrte mit der anderen die Kapseldecke und nahm Wattzapf vorsichtig mitsamt Decke heraus.
      „Tut mir Leid, Kleines. Aber wir müssen hier raus…“
      Ein letzter Blick auf den Countdown.
      Dann verließ er eilig den Raum.

      16:03:78


      Vorwärts zu Attack Eight: Scratch >>>


      Babamm!
      (ich stelle fest: ich habe keine Ahnung von Datensätzen .... und wie real die gewählten Zahlen sind o.O)



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Erst einmal entschuldige ich mich, dass ich erst so spät kommentiere, nachdem ich es dir schon Anfang der Woche versprochen hatte. Aber nun folgt der Kommentar ja!

      Ich frage mich, wer dir gesagt hat, dass diese Datensätze realistisch sind. Bei solch einem Professor werden es wohl weniger Datensätze sein, wenn man bedenkt, dass es hier nur um wenige Pokémon mit den selben Befunden geht, wodurch sich das auf wenige Hundert, wenn nicht sogar auf unter Hundert senkt. Aber vielleicht wird ja einfach alles runtergeladen. Wobei ich mir das bei dieser Organisation nicht vorstellen kann, die wir ja nur ein wenig kennen gelernt haben, aber dennoch bereits als sehr professionelle Gruppierung kennen. Doch da du dich ja laut eigener Aussage damit nicht so auskennst, ist das vollkommen okay.

      Indem er an die Spitzen der Ohren packt, untersucht er den Hals? Ich frage mich, wie genau er das anstellt. Da hätte man ja vielleicht einen oder zwei Sätze mehr machen können. Denn mir fehlt da ein wenig der Übergang zwischen Packen der Ohren und Untersuchung des Halses.

      Wieso ist Gary eigentlich so plumb zu Lavar? Der klingt ihr gegenüber so unfreundlich. Und Gary kenne ich als eigentlich ziemlich besonnenen und gutmütigen Charakter (jedenfalls seit der Zeit nach Hoenn war er das immer).

      An sich ist es wie immer ein tolles Kapitel und ein guter Übergang zum nächsten Höhepunkt, der sehr viele Fragen wiedererweckt: was ist das nur für eine Organisation?
    • <<< Zurück zu Attack Seven: Heal Pulse

      @dusk: Über die Sache mit den Datensätzen hatten wir ja schon gesprochen und so xD Mit dem Höhepunkt liegst du ganz richtig...
      ....
      ....


      .... aber ersteinmal wollen wir die Zeit nochmal etwas zurückspulen und sehen, was außerhalb von Garys Untersuchungsraum passiert ist. ;3




      Attack eight: Scratch


      Einige Stunden zuvor.
      „Ich erkunde mich mal, wie es Zwottronin geht…“, bemerkte Joey an einer Abzweigung im Pokemoncenter.
      Seine Tante nickte ihm leicht lächelnd zu. „Mach das. Du kommst dann nach?“
      „Klar“, grinste der Trainer und sah Lavar anschließend an. „Kommst du mit oder willst du mit Rikarda zu Marth gehen?“
      Das Mädchen schüttelte heftig den Kopf, schlug sich sogleich an Joeys Seite und krallte sich an sein T-Shirt. Unter einem Seufzen ließ er kurz den Kopf hängen, ehe er dem Gang folgte.
      „Ist es nicht gut?“
      „Was?“
      „Ist es nicht gut, dass ich mit dir mit komme?“
      „N-nein, das meinte ich nicht… Es ist eher… ich frag‘ mich, warum du dich so an mich klammerst.“
      Sie schwieg.
      Zumindest sagte sie mittlerweile mehr und ließ ihn nicht immer ganz im Dunkeln stehen.
      „…Hast du noch Angst?“, hakte er schließlich nach, woraufhin sie zögernd nickte.
      Eine Weile lang liefen die Beiden stumm die Gänge entlang, ehe der Trainer vor einer Tür Halt machte und diese öffnete. Das Fenster des Raums war weit geöffnet, die weiß-roten Vorhänge wehten im sanften Wind. Es war ganz ruhig. Nach einem tiefen Durchatmen betrat er das Zimmer, noch immer gefolgt von Lavar, die weiterhin an seinem T-Shirt hing. Davon ungestört lief er geradlinig den engen, kurzen Gang entlang, ehe das Ende der Wand den Blick in das Krankenzimmer komplett freigab. Dort auf dem Bett lag Zwottronin, ein wenig schief, alle Viere von sich gestreckt, und schlummerte friedlich und seelenruhig. Leise trat Joey an das Bett heran, zuckte mit seinem Arm in Richtung des Pokemon, hielt dann jedoch inne und zog seine Hand wieder zurück. Er wollte es nicht wecken.
      „Er atmet ruhig“, flüsterte Lavar nun, was einen erstaunten Blick und dann ein sanftes Lächeln Joeys nach sich zog.
      „Ich hoffe, er wird wieder fit.“
      „Das ist er bereits…“
      Während der Trainer das junge Mädchen verdutzt ansah, trat sie einen Schritt nach vorne und strich sanft über das Gesicht des Pokemon, welches seinen Schlaf davon nicht stören ließ. Als sie sich wieder zu Joey umwandte schien es beinahe, als lächelte sie. Doch nur für einen Moment.
      „Spürst du das nicht?“, bemerkte sie schließlich ernst.
      Etwas peinlich berührt sah er seitlich auf den Boden. „…Nein… leider. Das ist echt böse für mich. Ich dachte eigentlich immer, dass ich die Pokemon gut verstünde und… dass ich weiß, wie sie fühlen und manchmal auch denken…“
      Einige Augenblicke lang sah sie ihn einfach nur an. Ohne ein Wort zu sagen, als würde sie ihn prüfen. Er brauchte ein paar Sekunden, bis er den Blick bemerkte und ihr in die Augen sah. Als sie die Lider schloss, senkte sich auch ihr Kopf ein wenig, ehe sie an dem Jungen vorbeischritt, sich mit den Ellenbogen an der Fensterbank abstützte und in den Himmel hinaussah. Ihr irritiert hinterher sehend, richtete er seinen Bick noch einmal zu dem ruhig schlafenden Zwottronin und entschied sich dann dazu, Lavar zu folgen. Er stützte sich mit seinem Arm am Fensterrahmen ab, betrachtete das Mädchen und sah schließlich ebenfalls in den Himmel.
      „Worüber denkst du nach?“
      Schweigen.
      Er hatte fast nichts anderes erwartet.
      „Darüber, wie du zu einem Menschen geworden bist?“
      Nur zögernd schüttelte sie den Kopf.
      „Wie es Wattzapf geht?“
      Sie rührte sich nicht.
      „Treffer?“, grinste Joey, ehe er ernster wurde und sich neben Lavar auf der Fensterbank abstützte. „Das frage ich mich auch. Ich hoffe, dass es dem Kleinen besser geht…. Und dass es den Virus überlebt. Armes Kerlchen.“
      Er betrachtete nun nicht mehr den wolkenlosen Himmel, sondern die Wurzeln des Baumes, der einige Meter von dem Fenster des zweiten Stocks entfernt in die Höhe ragte. Zwei Wiesor huschten hinter dem Baum hervor, das eine fing das andere, die tollten kurz auf dem Boden umher und flitzten anschließend rasch wieder davon. Der junge Trainer sah den vergnügten Pokemon nach, bis sie aus seinem Blickfeld verschwanden, und bemerkte dann, dass Lavar ihn musterte.
      „Was ist?“
      „Es ist nicht nur das…“
      Etwas fragend sah er sie an.
      „Es ist… ich frage mich, warum dieser Mensch deinen Onkel angegriffen hat… wofür er mit so viel Gewalt an Wattzapft herankommen wollte…“
      Seine Gedanken wanderten zu dem Kampf gegen diese Person. Ihr Brutalanda strahlte eine vollkommen andere Stärke aus, als er es gewohnt war. Es schien ihm so irrsinnig kalt, genau wie diese Person.
      „Das wüsste ich auch gerne“, zischte er. „Lavar… sag mir eins. Pokemon sind doch nicht von Natur aus bösartig oder? Sie… sie töten doch nicht, oder?“
      „Nur, wenn es um ihr Überleben geht…. Je nach Art auch zum Jagen. Doch… wenn ich an das Stahlos denke, dass mich angegriffen hat… nein. Es war gereizt und ich war in seinem Revier, noch dazu in dieser Gestalt. Und… ich überlege auch, warum und wie ich zu einem Menschen geworden bin… ich kann mich an die Zeit davor nicht wirklich erinnern, wo ich war, was ich getan habe, weiß ich nicht mehr. Nur, dass es dunkel war und etwas dröhnte laut.“
      „Etwas dröhnte laut?“
      Sie nickte.
      Ein Rascheln und ein leises Schmatzgeräusch lenkten die Aufmerksamkeit der beiden auf Zwottronin, welches seine Augen zwar noch geschlossen hatte, sich jedoch genügsam streckte. Mit einem erfreuten Lächeln trat Joey sofort an das Bett des Wasserpokemon heran und kraulte es an einem der etwas klein geratenen, schwarzen Ohren. Augenblicklich schmiegte sich Zwottronins Kopf an Joey Hand, wobei sich der Körper des Pokemon allgemein leicht krümmte, bis es mit seinen Fuß etwas anhob und Kratzbewegungen in die Richtung seines Ohrs machte, jedoch lediglich Joeys Arm erwischte. Der Trainer weitete sein Grinsen und hob die Intensität des Kraulens noch einmal an, ehe er von dem Pokemon abließ, welches sich schüttelte, seine Augen blinzelnd öffnete und kaum einen Moment später Joey freudestrahlend anfiel.
      „ZWOOOOOOOTT!“
      „Hey Kumpel!“, drückte der Trainer seinerseits das Pokemon an sich und betrachtete es anschließend. „Bist du wieder fit?“
      Eifrig nickte Zwottronin, ehe es den Verband um Joeys Hand bemerkte und fragend darauf deutete. „Nin?“
      „Das war von dem Feuer, aber das tut schon gar nicht mehr weh. Zwottronin, es tut mir Leid, dass ich dich in dem Haus alleine zurücklassen musste, aber du hast ganz toll gemacht. Ich bin so froh, dass du so gut auf dich und Marth aufpassen konntest.“
      Stolz grinsend nickte das Pokemon. „Tronin, zwott!“
      Dann bemerkte es das Mädchen neben Joey und reckte neugierig seinen Kopf in ihre Richtung. Die weißen Schnurrhaare zuckten, als es an ihr schnupperte. Lavar lächelte das Pokemon freundlich an, ehe sie wieder ernst zu Joey sah. „Ich… nehme an, als Mensch beschnuppert ihr fremde Wesen nicht.“
      „Eh… ja“, gab Joey verdutzt Antwort, bevor sich seine Stimmlage Richtung genervt wandelte. „Und warum hörst du auf zu lächeln, wenn du mich anguckst und schaust mich stattdessen so an, als wolltest du mich fressen?“
      Schulterzuckend widmete sie sich wieder Zwottronin, welches noch immer enthusiastisch ihre Merkmale und Gerüche aufnahm.
      „Antworte mir wenigstens“, wimmerte Joey. „Ich fühl mich übergangen. Bitte!“
      „Ich kann keinen Menschen anlächeln“, kam die Antwort nun doch schneller als erwartet während das Mädchen seine Hand nach dem Kopf des Wasserpokemons ausstreckte.
      Statt sich streicheln zu lassen, begann Zwottronin aufgeregt die Hand zu beschnuppern und zuckte dabei weiterhin mit seinen Schnurrhaaren. Kommentarlos nahm Joey Lavars Worte in sich auf und versuchte den harten Stich in seinen Rücken zu ignorieren.
      Er sprach es auch nicht weiter an. Sie musste sich an ihre neue Umgebung erst gewöhnen… sie lebte jetzt immerhin unter den Geschöpfen, die sie immer gemieden hatte. Das musste er wohl akzeptieren und ihr die Zeit lassen, sich an alles zu gewöhnen.
      „Ich verstehe sie nicht mehr.“
      „D…die Pokemon?“, hakte der Trainer zögernd nach, woraufhin sie nickte.
      „Ich spüre, wie es ihnen geht, aber was sie sagen…. Kann ich nur noch vermuten.“
      „Zwot!“, schloss das Wasserpokemon das Beschnuppern abrupt ab, zog seinen Kopf von Lavar weg und starrte Joey fragend an. „Zwooot?“
      „Das ist Lavar, ich hab sie in den Bergen ganz allein gefunden und Suzo hat sie vor einem Stahlos gerettet.“
      „Niiiin!“, klang es nach einer Erleuchtung und das Wasserpokemon hob grüßend seine Pfote. „Zwottronin!“
      Unsicher zog auch Lavar ihre Hand zurück und nickte kurz grüßend. „Hallo, Zwottronin. … Das ist alles so anders.“
      „Wenn es einen Weg gibt, dich in ein Igelavar zurück zu verwandeln, finden wir ihn“, grinste Joey zuversichtlich.
      Kaum hatte er diesen Satz ausgesprochen, erstarrte Zwottronin. Sein Kiefer klappte schlagartig nach unten und einige Momente lang verharrte es in dieser Position. Schließlich stützte es sich mit der einen Pfote an Joeys Schulter ab und zeigte mit der anderen fassungslos auf das Mädchen. „Zwoooooooot?! Nin! Tronin, Zwottrooonin, Zwott!“
      „Ähh…“, musterte Joey sein Pokemon verdutzt. „… was?“
      „Zwottronin!“, bemerkte dieses nachdrücklich. „Zwot. Tro. Nin!“
      Verzweifelt schüttelte Joey den Kopf und begann leise zu wimmern. „Ich wünschte, ich könnte dich verstehen….“
      „Zwot….“
      „Ich nehme an, Zwottronin ist erstaunt über die Aussage, mich in ein Igelavar zurück zu verwandeln.“
      „Jetzt, wo du es sagst… klingt das logisch.“
      Eine Joy, die in diesem Augenblick das Zimmer betrat, unterbrach das Gespräch und sah erstaunt auf die Konstellation.
      „Guten Tag“, lächelte sie schließlich. „Wie ich sehe ist Zwottronin wieder wach, bist du der Trainer?“
      „Ja. Ich bin Joey Okidu“, nickte er und zog aus seiner Hosentasche seinen Trainerpass, den er Joy zeigte. „Darf Zwottronin wieder mitkommen?“
      Die Krankenschwester nickte wie gewohnt freundlich. „Ja, es hatte keine Verletzungen und musste sich lediglich richtig ausruhen.“
      „Danke.“
      Die drei verabschiedeten sich von Joy und verließen das Zimmer. Seufzend holte Joey Zwottronins Pokeball hervor. „Komm zurück, Kleiner. Heute Abend werde ich dir das ganze erklären.“
      „Nin!“, grinste das Pokemon zustimmend und musterte Lavar noch einmal argwöhnisch, ehe es sich fröhlich verabschiedete und sich mithilfe des roten Strahls in seinen Pokeball befördern ließ.
      „So. Dann lass uns mal Onkel Marth besuchen.“
      Lavar hing an seinem T-Shirt und folgte ihm entsprechend auf Schritt und Tritt. Marth‘ Zimmer lag in einer anderen Abteilung in einem anderen Stockwerk.
      Dort angekommen, war der ungewöhnliche Trubel kaum zu übersehen. Ein merkwürdiges Gefühl überkam den jungen Trainer als er Rikarda vollkommen aufgelöst zwischen einigen Joys und Ärzten stehen sah, während andere Mediziner und Pfleger hastig den Raum von Marth verließen und betraten.


      Fortsetzung folgt...



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Ich habe ja irgendwie Angst, dass der Kommentar hier unendlich kurz enden wird. Ich werde mir für deine Geschichte aber auf jeden Fall alle erdenkliche Mühe geben, Sanichu!

      Erst einmal finde ich es gut, dass du hier ein Flashback eingebaut hast. Auch wenn es Stunden später ist, was im vorherigen Kapitel passierte, ist das eine wirklich gute Ergänzung und führt ja beide Gruppen, die hier von Bedeutung waren, zu einem gemeinsamen Punkt. Keine Gruppe wurde übergangen, womit du beiden auch irgendwie eine gleiche Gewichtung gegeben hast, was nur wenige machen, hier aber sehr sinnvoll ist.

      Mit dem Gespräch von Joey und Lavar und dem "Versprechen" (Rein faktisch war es ja kein Versprechen, aber schon etwas Vergleichbares), dass er ihr helfen wird, sie zurückzuverwandeln, hast du ja gleichzeitig auch einen neuen Abschnitt der Geschichte eingeläutet. Nun kommt das Geschehen nicht nur zu ihnen, auch sie werden aktiv etwas machen. Dadurch bringst du natürlich zumindest für mich eine große Spannung und Freude auf die nächsten Kapitel rein. Ich hoffe ehrlich, dass du mich nicht enttäuschst, aber das glaube ich kaum.

      Nun bin ich absolut gespannt, was noch so passieren wird. Ich hoffe, ich muss nicht so lange auf das nächste Kapitel warten, wie ich auf dieses warten musste. D:

      Aber auf jeden Fall war es ein schönes Kapitel!
    • <<< Zurück zu Attack Eight: Scratch


      Mah! Endlich, nach langer Zeit und dem dritten Versuch geht es weiter!

      @Dusk: Entschuldige, dass du trotzdem so lange auf das Kapitel warten musstest, Duskichu Q_Q Ich hoffe, du bleibst trotzdem weiter dabei und hast noch Spaß am Lesen o-o Ich freu mich jedenfalls auch jetzt noch über den Feedback, auch darüber, dass die Trennung der Gruppen gelungen ist und gut ankommt >3
      Zu deinem weiteren Kommentar kann ich leider nicht mehr viel sagen, weil ich sonst in Gefahr laufe, zu spoilern... waaas ich nicht verantworten will 'D
      Also bleibt mir nur noch, viel Spaß mit dem nächsten Kapitel zu wünschen :D

      Attack Nine: Tri Attack


      „W-was... was ist los?“, stammelte Joey als er vorsichtig herantrat.
      „Marth.... er ...“, wimmerte Rikarda sogleich und zog Joey in eine Umarmung.
      „W-w-w...wa...s … i-ist... mit..... Er ...“, seine Stimme wurde immer leise, während seine Augen größer wurden, „er.... ist...“
      „Jemand war an seinen Geräten, sein Kreislauf ist zusammengebrochen“, erklärte Rikarda aufgebracht und bemühte sich, ihre Tränen zurück zu halten.
      „A-aber er lebt doch, oder? … ODER?“, setzte er nach.
      „Ja, er lebt, aber...“, Rikarda ließ nun von dem Jungen ab, wischte sich über die Augen und atmete tief durch, „wenn ich mir vorstelle, dass sowas nochmal passiert... w-wer hat etwas davon meinen Marth so... meinem Marth sowas an zu tun?!“
      „Die Person, die ihn angegriffen hat“, drang es kühl von Lavar hinter mir.
      Langsam beruhigte sich der Trubel wieder und einer der Ärzte kam etwas gestresst auf uns zu. „Sie sind die Angehörigen von Herrn Okidu?“
      Rikarda und ihr Neffe nickten.
      „Sein Zustand hat sich wieder stabilisiert.“
      Ein gleichzeitiges, erleichtertes Schnaufen drang von beiden.
      „Wir werden die Sicherheit erhöhen und ihn in eine andere Station umverlegen. Dort wird man nur noch mit einer Sicherheitskarte und einem Code sein Zimmer betreten können.“
      „Sowas gibt es?“, stutzte Joey.
      „Ja. Es ist in jedem Krankenhaus in Johto und Kanto zur Pflicht geworden mindestens ein Zimmer mit solchen Sicherheitsvorkehrungen zu haben. Genau aus solchen Gründen. Vor neun Jahren, als in Kanto das berüchtigte Team Rocket zerschlagen wurde von einem Kind, die Geschichte kennt ihr ja alle. Sie ist ja sehr legendär.“
      „Nein“, erwiderte Lavar das Nicken der anderen beiden.
      „Ich erzähl‘s dir später“, warf der Trainer rasch ein, noch bevor der Arzt zu einer umfangreichen Erzählung ausholen konnte.
      „Jedenfalls“, räusperte sich dieser, „gibt es diese Regelung seit damals. Nur, dass davon kaum jemand was mitbekommt, weil diese Sonderzimmer kaum zur Verwendung kommen. Trotzdem sind sie zwangsweise zu einem mehr oder weniger sinnlosen Standard geworden. … Für diesen Fall aber weniger sinnlos. Auch die Besuchszeiten sind dann begrenzt und der Gang ist strenger Videoüberwacht, sodass wir genau nachvollziehen, wer den Patienten wann besucht.“
      Unauffällig deutete Joey auf die kleine Kamera in der Ecke hinter dem Arzt.
      Ertappt zuckte dieser zusammen, neigte sich dann zu dem Trainer vor und flüsterte ihm zu: „Die ist nur eine Attrappe.“
      „Das heißt, nur weil Sie in diesem Krankenhaus keine richtigen Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen haben, kann jetzt nicht nachverfolgt werden, wer bei Marth war?“, zischte Joey ebenso leise, doch deutlich bedrohlicher.
      „Nur mal langsam, junger Mann“, empörte sich sein Gegenüber. „Das Problem ist, dass wir auch nur Abhängige der Regierung sind… In jedem Gang jedes Krankenhauses Kameras aufzustellen ist nicht nur teuer, sondern schränkt auch die Privatsphäre ein.“
      „Und die Sicherheit“, murrte Joey, ehe er eine abweisende Handbewegung in die Richtung des Arztes machte, der gerade zu einer weiteren Erklärung Luft holte. „Kann ich Marth sehen?“
      „Prinzipiell ist es möglich, aber ich weiß nicht, ob es für ihn so gut ist.“
      „Was soll ich schon machen? Ich will ihn nur sehen und mich vergewissern, dass er okay ist.“
      Der Arzt seufzte. „Wartet bitte einen Moment.“
      Daraufhin wandte er sich ab, ging in das Zimmer, in dem Marth noch lag und begann dort mit einem weiteren Arzt und zwei Joys zu reden. Kurze Zeit später widmeten sich der andere Arzt und die Krankenschwestern wieder dem Patienten und Joeys Gesprächspartner kam zurück.
      „Wir verlegen ihn zuerst. In etwa einer halben Stunde können Sie ihn wieder sehen, kommen Sie dann bitte wieder hierher zurück, ich warte auf Sie.“
      Rikarda nickte zögernd, während Joey schnaubend den Kopf abwandte. „30 Minuten, okay. Bis dann.“
      „Joey!“, empörte sich seine Tante über das bockige Verhalten, ehe sie sich noch einmal zum Arzt wandte. „Entschuldigen Sie bitte sein Verhalten…“
      „Ist sicher nicht leicht für ihn, also ist das schon okay. In einer halben Stunde komme ich wieder hier her.“
      „Vielen Dank, dass sie sich die Zeit nehmen. Bis dann.“
      Sein Nicken sah die Schwarzhaarige bereits nicht mehr. Eilig hatte sie sich zu ihrem Neffen umgedreht und lief ihm und Lavar hinterher.
      „Hey, was sollte das?“
      „Lass mich bitte, ich muss Sarah noch anrufen… Ich mach mir nur Sorgen um Marth. Das ist alles. Ich will sowas nicht, nie wieder.“
      „Das verstehe ich“, lächelte Rika sanft und tätschelte Joey die Schulter. „Aber der Arzt konnte auch nichts dafür. Du hättest ihn nicht so anmurren brauchen.“
      „Hast ja vielleicht recht. Darf… ich jetzt bitte Sarah anrufen?“
      Ehe sie ihn das Gebäude verlassen ließ, drückte sie ihn noch einmal an sich. Dann tätschelte sie Lavar lächelnd den Kopf, dem das Mädchen wie gewohnt eher emotionslos gegenüberstand, und winkte die beiden schließlich nach draußen. Joey suchte sich ein ruhiges Fleckchen im Garten des Gebäudes, wo er sich auf einen Stein niederließ und sich die Haare raufte.
      „…Nie wieder?“
      Erst, als diese leisen Worte fragend von Lavar kamen, sah er wieder auf.
      „Entschuldige, ich habe dich total links liegen lassen… tut mir leid.“
      „Was meintest du damit? Du willst ‚sowas‘ nie wieder?“, überging sie seine Entschuldigung.
      Etwas nachdenklich kratzte sich der Trainer am Kopf, ehe er seufzte. „Ich will nicht mehr diese Angst haben jemanden zu verlieren. Das Feuer damals war schlimm genug. Da stand es bereits schlecht um Marth… Er hat mit aller Kraft versucht, die Aufzeichnungen und Pokemon zu retten, aber er konnte nichts mehr tun. Obwohl er der Erste war, der das Feuer bemerkte. Pyros Magmar hat ihn schwer verletzt gefunden inmitten der Flammen…. Es war nichts mehr zu retten. Die Aufzeichnungen waren gelöscht, alles weg…. und die Pokemon, die dort untersucht und behandelt wurden, kamen entweder im Feuer ums Leben oder starben kurz darauf durch den Virus...“ Abermals raufte sich der Junge die Haare. „Ich kann nicht einfach nur rumsitzen und nichts tun, aber ich hab keine Ahnung, was ich machen soll. Das ist einfach nur nervig, verdammt.“
      Er brauchte eine Weile bis er merkte, dass sich das Mädchen vor ihm aufgebaut hatte und ihn emotionslos ansah. Noch ehe er etwas sagen konnte spürte er ihren Finger an seiner Stirn und wie sein Kopf nach hinten gedrückt wurde.
      „Hör auf zu denken. Das tut dir nicht gut.“
      Blinzelnd stammelte Joey ein paar Silben, ehe er den Halt verlor und gänzlich nach hinten kippte.
      „Danke, sehr aufmunternd“, knirschte er schließlich.
      Kaum einen Augenblick später saß sie auf seinem Bauch und sah ihn fragend an.
      „Diesen Joey mag ich nicht.“
      „Ah… uhm… was?“, stutzte er mit einem leicht roten Ton in seinem Gesicht.
      Keine Antwort.
      „Wa-warte. A-als Igelavar kannst du sowas ja machen, aber bitte nicht als… Mensch“, murmelte er seinen Kopf abgewandt und schob das Mädchen von sich runter.
      „Nicht?“
      „Nein.“
      Ihm war fast als sehe er nicht richtig, als Lavar sich aufsetzte, in den Himmel starrte und zu lächeln begann.
      „Was ist so lustig?“
      Keine Antwort.
      Seufzend setzte sich Joey ebenfalls auf und sah in den Himmel.
      „Warum?“
      „Warum was?“, entgegnete er die aus der Luft gegriffene Frage.
      „Warum macht man sowas wie gerade nicht als Mensch?“
      „Eh…“
      Dieses Mal gab er keine Antwort.
      Dabei hoffte er, dass sie nicht weiter nachhaken würde. Doch seine Hoffnung hielt nicht lange, ehe sie zerschlagen wurde. Das Mädchen krabbelte auf allen Vieren ganz nah an Joey heran, ließ ihn mit seinem Kopf und Oberkörber schreckhaft zurückweichen und starrte ihn fragend an.
      „Eh… also… uhm… eees ist so… s-so nah kommt man sich e-eigentlich nicht, wenn man sich nicht so gut kennt… also.... n-normalerweise u-und … so…“
      „Aber wir kennen uns doch“, legte Lavar ihren Kopf nun auf die andere Seite schief. „Du bist Joey und ich bin … naja… Lavar, wie du mich nennst.“
      „Ahh…. So meinte ich das nicht“, wandte Joey seinen roten Kopf ab.
      Nun musste er sich eingestehen, dass es ihm noch nicht einmal so unangenehm war. Sie war schließlich hübsch und er… eben ein jugendliches Menschlein mit der natürlichen Überdosis an pubertären Hormonen.
      „Was meintest du mit ‚diesen Joey mag ich nicht‘?“, versuchte er einen Themenwechsel und ließ sich rücklings umfallen, um wieder weiter von ihr weg zu sein, seinen Kopf noch immer abgewandt.
      Auf seine Frage kam sie sich wieder etwas näher, drehte seinen Kopf zu ihr und verzog seine Mundwinkel zu einem leicht debil wirkenden Grinsen.
      „Ich mag den Joey, der das hier macht viel lieber.“
      Das zwang ihn fast zu einem echten Grinsen.
      „‘ann masch du dasch auch ma öfta“, brachte er in dieser Lage die Worte heraus und zog seinerseits ihre Mundwinkel in die Höhe.
      Bei dieser Geste fiel sein Blick auf seinen Poketch, der ihn wieder daran erinnerte, dass er Sarah noch anrufen musste. Das verlockte ihn dazu ein „Oh, verdammt“ auszustoßen und Lavar ausdrücklich zu bitten, von ihm weg zu gehen. Neugierig sah diese ihm zu, wie er den bereits von Gebrauchsspuren übersäten PokeCom aus einer der Taschen an seiner Hose hervorzog, Telefon-Symbol auswählte und in der Ansammlung von Nummern und Namen Sarahs herauspickte. Kaum hatte er den Anruf bestätigt schob sich ein zweiter Bildschirm unter dem eigentlichen hervor und zeigte das grüne Anrufer-Symbol, um den ein paar grüne Punkte ihre Kreise zogen. Parallel dazu ertönte ein leiser, sich widerholender Piepton.
      „Hallo Joey, was gibt’s?“, erklang zeitgleich mit dem Erscheinen das bewegte Kamerabild Sarahs deren Stimme.
      „Eh. Hi Sarah“, grinste Joey zurück. „Ich muss unser Trainingsmatch leider absagen. Ist was dazwischen gekommen…. Lavar, lass das bitte.“
      Nun war er damit beschäftigt den Finger des Mädchens von dem zweiten Bildschirm zu schieben.
      „Oh, was ist passiert? … Wer ist Lavar?“, schob sie erstaunt nach.
      „Lange Geschichte. Und zwar beides“, gab Joey zurück und schob Lavar ein Stück beiseite, die gerade dazu ansetzen wollte auf dem Gerät umherzutippen.
      „Ich hab Zeit.“
      „Ich leider nicht“, lächelte der Junge etwas verschmitzt. „Weil gleich Besucherzeit ist. Die Kurzzusammenfassung: Ich habe heute Mittag ein Wattzapf nahe des Siberbergs gefun-“
      „Ein Wattzapf?! Ist ja Wahnsinn, ich dachte, das gibt’s nur in Einall! Also… das ist echt wow! Hast dus gefangen?“, strahlte seine Gesprächspartnerin in das Gerät.
      „Nein, hör mir bitte zu. Das Wattzapf trägt diesen gefährlichen Virus in sich, ich hab das Kleine zu meinem Onkel Marth gebracht und als er es untersuchen wollte, wurde er von einer dunkel gekleideten Person angegriffen, die Wattzapf mitnahm. Mit Rizeros und Tropius hab ichs geschafft, die Frau in die Flucht zu schlagen und Wattzapf zurück zu holen. Marth liegt im Krankenhaus und wurde jetzt in eine Spezialstation verlegt, weil jemand versucht hat, seine Geräte durcheinander zu bringen. Wattzapf wird im Moment von Gary behandelt.“
      Er konnte beobachten, wie Sarahs Gesicht von Satz zu Satz entsetzter wurde. Schließlich atmete sie tief durch. „Du bist in Viola? Ich komme, bin in zwei, drei Stunden da.“
      Joey nickte lediglich. Als er ihre nun ernste Mimik und den standhaften Blick in ihren Augen sah, war ihm klar, dass er gegen ihren Sturschädel nichts ausrichten konnte, sodass er sich dankend von ihr verabschiedete, auflegte und Lavar grinsend fragte, ob sie zu Marth gehen wollten. Sie bestätigte und so standen sie kurz darauf mit Rikarda und dem Arzt vor Marth‘ Zimmer.
      „Wir haben herausgefunden, dass an den Geräten direkt nichts verstellt wurde“, bemerkte der Arzt, die Türe noch nicht öffnend. „Selbst wenn, die Geräte waren nur zum Messen seiner Werte gedacht… im Gegensatz zur Infusion, die ihm verabreicht wurde. Ihr wurde etwas hinzugefügt. Was genau untersucht das Labor im Moment noch. Fest steht nur, dass dieses Mittel den Blutdruck rapide erhöht und die Venen und Adern zusammendrückt.“
      Schluckend versuchte Joey sein kurzes Zittern zu verbergen.
      „Das heißt, sie haben selbst keine Ahnung, was in die Infusion rein gegeben wurde“, fasste Joey seine Gedanken zu einem Satz und klang dabei ein bisschen gereizt.
      „Wenn du mich so fragst, ja. Das ist richtig. Uns ist die Zusammensetzung nicht bekannt, es wird daran gearbeitet, herauszufinden, was genau das für eine Substanz ist und auch, woher sie kommt.“
      Der junge Trainer konnte das mit nichts anderem als einem Nicken abtun, ändern konnte er daran nichts. Das passte in sein Bild, dass hinter dem Anschlag auf seinen Onkel die gleiche Person oder zumindest Organisation oder Gruppierung steckte, die auch sein Labor attackiert hatte und Wattzapf stehlen wollte.
      „Nun ist es so…“, riss der Arzt Joey aus seinen Gedanken, „es tut mir sehr leid, aber es sieht aus, als hätte sich der Zustand von Herrn Okidu verschlechtert. Seine Körperfunktionen sind zwar alle voll funktionsfähig, nur… ist er in einem komatösen Zustand. Das war vor dem Anschlag, um es so zu formulieren, noch nicht der Fall.“
      „Tolles Krankenhaus“, zischte Joey kaum hörbar und ging dann in ein etwas lauteres Knurren über. „Kann ich Marth jetzt sehen oder nicht?“
      „Joey… ich versteh dich ja“, legte Rika ihre Hand nun beruhigend auf seine Schulter, „aber lass das bitte nicht an den Menschen in deiner Umgebung aus, das würde Marth nicht wollen und es hilft ihm auch nicht. Und das weißt du…“
      „Jaaa.“
      Mit einem schwachen Lächeln im Gesicht seufzte der junge Arzt, ehe er die Türe öffnete und den Blick in das Zimmer freigab. Es wirkte beinahe noch steriler als die üblichen Räume, schien größer und mit weniger Möbeln bestückt. Nur das Bett Marth‘ und seine Messgeräte standen hier, ansonsten war das Zimmer vollkommen seinen hellblauen Fließen und den purweißen Wänden überlassen. Natürliches Licht drang nur durch das schmale, lange Fenster im oberen Drittel der äußeren Zimmerwand hinein. Ein kalter Schauer jagte Joey durch den ganzen Körper und verankerte sich in seinen Gelenken, während Lavar sich sogleich an sein T-Shirt heftete und seine Tante ihre Hand fester an seine Schulter anlegte.
      „Was für ein Loch“, schoss es dem Jungen durch den Kopf und er musste sich erst einmal wieder bewusst werden, dass dies Marth‘ Sicherheit wegen besser so war.
      „Ich kann sie leider nicht alleine lassen.“
      „Natürlich“, flüsterte Rikarda und schritt nun als erste zögernd an ihren Mann heran.

      Die plötzlich aufkommende Windböe kündigte die eintreffende Person an. Von der handvoll Spielkarten aufsehend blickte er aus dem Fenster seines Zimmers im zweiten Stock des Hauses und betrachtete die sich wiegenden Bäume, deren Bewegungen er ansah, dass der Wind nicht lange vorhanden war. Als sie wieder still stand sah er grinsend zu Lavar – wo seine Mimik erstarrte.
      „Du hast schon wieder gewonnen?“, raunte er schließlich und sah auf das Mädchen, das ihre letzte Karte emotionslos auf den Stapel in der Mitte legte.
      Einen Moment lang starrte er noch schmollend auf seine fünf verbleibenden Karten, ehe er sie auf den Stapel fallen ließ und aufstand. „Ist ja auch egal. Sarah ist gekommen, kommst du mit?“
      Das Mädchen nickte, stand ebenfalls auf und folgte Joey die Treppen hinab und hinaus in den Garten, wo ihr Blick auf eine Jugendliche mit recht kurzen Haaren und deren ungewöhnliche Farbe: orange. Sie war etwa so groß wie Joey und war gerade damit beschäftigt die drei Köpfe ihrer Dodri mit ihren zwei Händen gleichermaßen zu tätscheln. Dabei wirkten die Gesichter der Köpfe sehr wechselhaft. Wer gerade nicht gestreichelt wurde, zog eine genervte Schnute, die anderen beiden Grinsen übertrieben fröhlich, als würden sie den dritten auslachen. Die Rollen wechselten mit jeder Handbewegung Sarahs, die das Streicheln anders verteilte.
      „Hallo Sarah und Triforce“, hob Joey grinsend seine Hand und begann den im Moment vernachlässigten Kopf des Pokemon zu kraulen, der daraufhin vergnügt grinste.
      „Wie geht’s Marth?“, bemerkte sie sogleich mit starker Stimme ohne auf die Begrüßung einzugehen, ehe sie ihre Stimme leicht genervt anhob. „Tick, Trick, Track, genug jetzt.“
      Augenblicklich stellten sich die drei Köpfe gehorsam auf und guckten ernst in die Ferne… jedoch nicht, ohne, dass der linke Kopf noch einmal nach dem in der Mitte schnappte, der wiederum sogleich zurückpiekte.
      „Trick! Track!“, herrschte sie die zwei Streithähne an, die sich mehr schlecht als recht arrangierten, um schließlich artig im Pokeball zu verschwinden.
      „Wie immer schwierig, die drei, oder?“
      „Wie immer“, bestätigte das Mädchen mit den orangefarbenden Haaren mit einem breiten Grinsen. „Also. Wie steht‘s?“
      „Er ist im Moment im Koma. Ich kann nicht viel tun, also hab ich mich abgelenkt und mit Lavar“, er zeigte auf die Rothaarige, die sich halb hinter ihm verschanzte und sich in sein T-Shirt krallte, „Karten gespielt. Sie hat vierundzwanzig Mal in Folge gewonnen, obwohl sie das Spiel heute zum ersten Mal gespielt hat.“
      „He. Alles klar“, schmunzelte Sarah. „Alter Loser.“
      Dann widmete sie sich ohne zögern dem jüngeren Mädchen. „Das ist also Lavar. Hi, ich bin Sarah.“
      Die Angesprochene nickte lediglich.
      „Nicht gleich so überschwänglich“, hängte Sarah nach einem Moment der Stille trocken an ihre Begrüßung und erhielt sogleich eine etwas verlegene Antwort Joeys: „Ja…. sie ist nicht besonders gesprächig…“
      „Ach.“
      „Aber sie ist ne ganz liebe.“
      „Mag ja sein. Naja. Wenn du dich eh ablenken willst, wie wärs mit der fünfundzwanzigsten Niederlage für den kleinen Joey? Ein kleines Trainingsmatch, damit sich mein Herweg wenigstens etwas lohnt.“
      „Lieb und freundlich wie immer“, gewann Joey mit einem Schlag seinen Kampfgeist zurück und trat vorsichtig etwas zurück. „Drei gegen drei?“
      „Worauf du wetten kannst“, zückte sie grinsend einen Netzball.
      Lavar folgte Joey artig auf die andere Seite des großen Gartens.
      „Gehst du bitte einen Schritt von mir weg?“, bemerkte er schließlich leise, was das Mädchen wortlos befolgte, ehe er ebenfalls einen Pokeball hervorzog. „Danke…. Kann losgehen, bin bereit!“

      Weiter zu Attack Ten: Heart Stamp >>>[/ur]

      Souw. Ich mag Sarah. Und Lavar 'D
      Und Joey auch. Uhm und nächstes Kapitel lernt ihr mehr von seinem Team kennen!

      filb.de/forum/showthread.php?p=569048#post569048



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Es hätte etwas Dramatisches gehabt, wenn Marth getötet worden wäre (bzw. gestorben wäre, weil seine Geräte verändert wurden), aber es ist eine sehr gute Entscheidung, es nicht zu tun. Einerseits würde mich diese Situation ein wenig an Eragon erinnern, denn das Schema ist dessen ähnlich, zumindest ein Strang ist es. Junge findet besonderes, weibliches Wesen, Szene mit dem Onkel, Haus brennt, Onkel stir... zum Glück nicht! Das ist auf jeden Fall gut gemacht.
      Hier finde ich aber einen Personalfehler, denn du schreibst:

      [INDENT]Langsam beruhigte sich der Trubel wieder und einer der Ärzte kam etwas gestresst auf uns zu.[/INDENT]

      Da wäre es dann natürlich sie oder die Gruppe, aber dir und deiner Betareaderin/deinem Betareader ist das wohl nicht aufgefallen, was passieren kann.

      [INDENT]„Das Problem ist, dass wir auch nur Abhängige der Regierung sind… In jedem Gang jedes Krankenhauses Kameras aufzustellen ist nicht nur teuer, sondern schränkt auch die Privatsphäre ein.“
      „Und die Sicherheit“, murrte Joey, ehe er eine abweisende Handbewegung in die Richtung des Arztes machte, der gerade zu einer weiteren Erklärung Luft holte.
      [/INDENT]


      Die Sicherheit wird durch viele Kameras, die angebracht werden, beeinträchtigt? Also natürlich weiß ich, was du uns sagen möchtest und es stimmt, aber rein semantisch ist das eine Fehlkonzeption. Das könnte etwas konfus wirken und war bei mir bei deinem sehr flüssigen Stil dann doch ein kurzer Moment des Stoppens.

      Pyros Magmar war da? Half es beim bergen? Ich verstehe es jedenfalls so, also wird es wohl stimmen. Ansonsten freue ich mich über deine Richtigstellung gleich oder beim Veröffentlichen deiner nächsten Attack.

      Zum Rest habe ich jetzt nicht so viel geschrieben und das liegt daran, dass ich mich nicht vom Kapitel lösen konnte und dadurch auch nichts schreiben konnte.
      Insgesamt war es wohl eines der besten oder sogar das beste Kapitel der bisher veröffentlichten, denn auch wenn es hier keinen Kampf oder so gab, ist diese Stelle so geladen mit Spannung, dass man kaum erwarten kann, das nächste Kapitel zu lesen.
      Ich will mehr!
    Impressum

    © 1999–2017 Filb.de

    Pokémon © 2017 Pokémon. © 1995–2017 Nintendo, Creatures Inc., GAME FREAK inc.