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Pichu Story - Die Reise

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    • Pichu Story - Die Reise

      Herzlich Willkommen!

      Dieses Pichu geht aufs Ganze!
      Nachdem Raichu, Pichus Vater, von Vipitis und Gengar angegriffen und schwer verletzt wurde, offenbart ein geheimnisvolles Moorabbel dem kleinen Elektropokemon einen Weg, die schwer zu beschaffende Medizin zu erhalten: Innerhalb von Sieben Tagen soll es in ganz Kanto sechs Dinge beschaffen und diese zu Moorabbel bringen. Pichu nimmt die scheinbar unmögliche Aufgabe an, um seinem Vater zu helfen.
      Begleitet Pichu auf dieser Reise, durch Gefahren, Mut und Unmut, Freund- und Feindschaften!

      Name der Geschichte: Pichu Story - Die Reise
      Name des Autors: San
      Herkunft: Pokémon © Nintendo - GAME FREAK - Pokémon Company
      Genre: Action, Abenteuer
      Sonstiges: Zeitlich gesehen ist das ganze ein kleines Wirrwar. Spielt an und für sich zwischen der ersten und zweiten Spielegeneration, aber Pokemon aus allen Regionen (außer Einall) kommen vor. Verzeiht, wenn die ersten Kapitel etwas holpriger sind, sie sind recht alt, ich bin zwar am Überarbeiten, aber ganz verfallen wollte ich meinen alten, jungen Schreibstil (XD) auch nicht :) Viel Spaß!

      Nach den ganzen Informationen möchte ich gleich zur Sache kommen und starte den Prolog!

      Prolog

      „Was meinst du damit?“
      Vollkommen entrüstet betrachtete Bojelin ihr männliches Gegenüber.
      „Was meine ich womit?“, zischte dieses.
      „Du lässt mich hier mit ihr allein? Sie ist deine Tochter!“
      Ein Lachen drang zu dem aufgelösten Wasserpokemon, welches eben den Nachkommen der beiden wohlbehütet in ein weiches Bettchen gelegt hatte.
      „Das ist mir vorerst egal. Ich habe eine Aufgabe, die ich erfüllen muss. Ich werde die perfekte Welt für uns errichten“, prophezeite der, dessen Lachen verstummt nun war und sich zu einer bedrohlich bebenden Stimme erhoben hatte.
      „Du und deine dummen, egozentrischen Pläne! Lass die Welt sein, wie sie ist und lebe wie jeder andere auch!“
      „Meister“, mischte sich nun ein weiteres Pokemon ein, welches einer Schlange glich, „Wir müssen los…“
      „Bitte, lass das sein! Bleib bei uns, sieh, wie deine Tochter groß wird!“, flehte Bojelin, blieb von ihrem Gegenüber jedoch unbeachtet.
      „Meister, ich werde euch begleiten und-“
      „Nein!“, wurde das schlangenähnliche Pokemon unterbrochen, „Du bleibst hier und achtest darauf, dass Bamelin eine anständige Erziehung genießen kann!“
      „Aber Meister, ich will nicht bei dieser Göre…“, entgegnete Dragonir fauchend.
      „Was du willst, entscheide ich. Du bist mir treu, wenn du hier auf meine Rückkehr wartest!“
      „…Jawohl, Meister. Ich werde eure Tochter nach eurem Willen erziehen“, hauchte der Drache unterwürfig und blickte seinem Meister nach, der die zweite Hälfte für die Erfüllung einer uralten Prohezeiung gefunden hatte und nun für sich nutzen musste.


      >>> Zu Kapitel 01: Tatenlos
      >>> Zu Kapitel 02: Der Beginn einer Reise
      >>> Zu Kapitel 03: Tag 1-1
      >>> Zu Kapitel 04: Tag 1-2
      >>> zu Kapitel 05: Tag 2-1
      >>> zu Kapitel 06: Tag 2-2
      >>> zu Kapitel 07: Tag 3-1
      >>> zu Kapitel 08: Tag 3-2
      >>> zu Kapitel 09: Tag 4-1
      >>> zu Kapitel 10: Tag 4-2
      >>> zu Kapitel 11: Tag 4-3
      >>> zu Kapitel 12: Tag 5-1
      >>> zu Kapitel 13: Tag 5-2
      >>> zu Kapitel 14: Tag 5-3
      >>> zu Kapitel 15: Tag 5-4
      Weiter zu: >>> zu Kapitel 16: Tag 5-5

      Und jetzt bitte ich euch, nicht zu verzweifeln, wenn der Zusammenhang zwischen dem Prolog und dem Rest der Geschichte noch nicht ganz klar wird... Sowas braucht Zeit... wenn ihr versteht ;)

      Liebe Grüße,
      San



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
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      Dieser Beitrag wurde bereits 16 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Uhh, sehr interessant, und es verführt mich auch geradezu dahin, zu lesen.... Gäbe es da bloß nicht dieses Ende. Soll heißen, werde auch hier auf neue Kapitel warten und regelmäßig Kommentare spenden. Viel Spaß am überarbeiten und so :)
      Auch schön interessant geschrieben, wenn auch momentan noch etwas wenig.
      mfg: Reykson
    • Nun, erstmal ist zu sagen, dass deine Einleitung mehr Wörter besitzt als der eigentliche Prolog, was nicht üblich ist und auch nicht sein sollte.

      Auch kann ich noch keinen Zusammenhang, zwischen der Story Zusammenfassung und dem Prolog, erkennen.
      Ich hätte wirklich gern mehr erfahren, aber das muss man so hinnehmen.

      Naja, schaun wa mal weiter . . .
    • Ja, ich gebe zu, der Prolog war wirklich sehr kurz. Und ich wiederhole mich nochmal: Erwartet bitte keinen sofortigen Zusammenhang zum Prolog. :)

      @Lagune: Natürlich ist das nicht üblich und ich verspreche hiermit, dass in Zukunft die Kapitel mehr - viel mehr Text enthalten werden... ich will es nur langsam steigern ;)

      Beginnen wir mit dem ersten Kapitel!

      Tatenlos

      Zwei rote Augen schwebten vor ihm in der Luft und eine Stimme ertönte, gehüllt in hämisches Lachen: „Na, wenn das nicht mal ein Pichu ist... bist zu zufällig das kleine Baby von diesem Schwächling von Raichu?”
      Verängst und erstummt starrte Pichu auf diese bedrohlichen Augen. Es wusste, wer oder was dort war – Gengar, das Gengar, das Pichus Vater mitunter angegriffen hatte.
      Und jetzt wollte es auch Pichu an den Kragen.
      Als es in diese leuchtende Augen starrte, wurde ihm nur noch stärker bewusst, was an diesem Tag vorgefallen war. Schmerzhaft kam dem kleinen Elektropokemon vor Augen, wie es heute früh noch fröhlich von seiner Mutter geweckt wurde und grinsend zu seinem Vater aufgesehen hatte.

      „Pichu! Los, auf, meine Kleine. Du musst zum Unterricht!“
      Murrend wälzte sich das junge Elektropokemon in seiner Volilammdecke, ehe dessen Mutter an das flache Bett herantrat und nachsetzte: „Aufstehen, die Schule ruft!“
      Pichu galt in in seiner Umgebung eher als schüchtern und als Angsthase.
      „Ja, Mama...”, seufzte es und gähnte, wobei sich versehentlich einige schwache Blitze von den roten Wangen lösten – ein schwacher Donnerblitz, der Pikachu durch dessen Fähigkeit Blitzableiter nichts anhaben konnte.
      „Tschuldigung, Mama, ich hab Donnerschock doch gestern erst gelernt...”
      „Das macht doch nichts, heute Mittag übt dein Vater etwas mit dir, das bekommst du schon in den Griff. Aber jetzt mach dich fertig.”
      Pichu nickte verschlafen und kroch mühsam aus seinem Bett. Es taumelte aus seiner Höhle und wusch sich am Bach, der direkt neben seiner Höhle entlang lief.
      „Na, Pichu, wie geht es dir heute?”
      Im ersten Moment erschrocken, drehte sich die Angesprochene um und bekam prompt Etwas auf den Kopf gesetzt, das ihr sogleich über die Augen fiel. Es war eine Pirsifkappe, die allerdings viel zu groß für Pichu war. Es schob die Kappe nach oben und sah seinem Vater, einem großen, starken Raichu, in das breite orangene Grinsegesicht.
      „Oh, Papa! Gut, mir geht’s gut! Übst du mit mir heute den Donnerschock?”
      Raichu lachte. „Klar, meine Kleine, mach ich. Huch, die Kappe ist etwas zu groß für dich, du bekommst sie heute Nachmittag, okay?”
      Pichu nickte erfreut, lief eilig zurück in die Höhle und aß das bereitgestellte Frühstück, bestehend aus einigen Beerensorten, hastig auf.

      „Raichu ist kein Schwächling! Mein Papa ist stark! Zwei gegen einen ist unfair!”, löste sich Pichu aus seiner Schockstarre im verzweifelten Versuch, mutig zu klingen.
      Doch wirklich gelingen wollte ihm das bei einem weitern Blick in die hellroten, bedrohlichen Augen nicht.
      „Halt die Klappe du Missgeburt”, fauchte Vipitis und schellte aus dem Boden empor. „Hehe, Kumpel, langsam, das kleine Viech is ja eh nicht stark genug, das kann uns gar nichts tun. Außerdem hat es dazu gar nicht den Mumm”, beruhigte Gengar die Schlange und erschien in voller Größe.
      Das also waren die beiden. Diese beide veranlassten das, was Pichu ansehen musste, als es von der Schule nachhause kam und diese unbezwingbare Wand von Pokemon um seine Höhle herumstehen sah. Niemand wollte es vorbeilassen, keiner schenkte Pichu Aufmerksamkeit, bis es mit seinem schwachen Donnerschock auf sich verwies und einen Blick auf die andere Seite der Mauer warf, von der das andauernde Wimmern Pikachus drang.

      Vor ihm auf dem Boden lag das orangene Pokemon, schwer atmend, mit Wunden und Verletzungen übersät und um ihn herum mehrere Pokemon, die es medizinisch versorgten.
      „Papa!”, stieß die kleine Elektromaus ungehalten aus. „Papa, was ist los?”
      Es setzte sofort an, um zu Raichu zu stürmen, wurde jedoch von einem rasch reagierendem Pixi aufgehalten.
      „Tut, mir Leid, meine Kleine, deinem Vater geht es nicht gut, da darfst jetzt nicht zu ihm…”
      „Aber...”
      Wimmernd konnte Pichu seine besorgten Tränen nicht zurück halten. „Aber was ist denn mit ihm?”
      „Nun ja, er… er… er hatte einen Unfall.”
      „Pichu! Meine Kleine!”, rief Pikachu nun und bahnte sich weinend einen Weg durch die anderen Pokemon um zu ihrer Tochter zu kommen.
      „Mama!”
      Die beiden verschlangen sich in einer Umarmung, während der Platz um ihre Höhle langsam leerer wurde und die Chaneira und Heitara Raichu mitnahmen.
      „Mama... was war denn das für ein Unfall?“, wimmerte Pichu, zurück in der Höhle, sich die tränenden Augen reibend.
      „Ein Gengar und ein Vipitis haben deinen Vater angegriffen... Er ... er hat eine schwere Vergiftung und einige Spezialangriffe abbekommen... ich konnte gar nichts tun... Während Gengar mich paralysiert und meine Elektroattacken mit Aussetzer blockiert hatte, gingen er und diese Schlange auf Raichu los. Er hatte keine Chance, es war so schrecklich…“, erklärte Pikachu mit brechender Stimme.

      „Warum habt ihr meinen Papa angegriffen?”, sprach die Elektromaus die beiden an, jetzt zu flüchten wäre sinnlos. Die beiden waren mit Sicherheit schneller.
      „Geht dich gar nichts an”, schnauzte das Gengar.
      Dann begann es zu grinsen, schaute zu Vipitis und verkniff sich ein Lachen.
      „Oder... oder willst du deinem Papi helfen?”, prustete Vipitis heraus, während sich auch Gengar sich nicht zurückhalten konnte und begann, lautstark loszulachen.
      Pichu dagegen sah beschämt zu Boden.
      Entgegen der Bitte seiner Mutter, sich abzulenken, hatte es sich auf dem Weg zum Krankenhaus gemacht, vor dem es ein Gespräch mitbekommen hatte, dass das Schicksal des kleinen Pokemon von einem Schlag auf den anderen umwandelte.

      „Hast du das von Raichu gehört, von dem Raichu, das am Bach wohnt?“
      Pichu hielt im Abdrehen inne und spitzte seine Ohren.
      „Hier gleich um die Ecke.”
      Seine Blicke suchten das sprechende Pokemon... und fanden es.
      Es war ein Glutexo, dass sich mit einem Fukano unterhielt.
      Mit viel Mühe lauschte Pichu dem Gespräch der beiden Feuerpokemon.
      „Ja, hab ich, schlimme Sache, hab gehört, dass es ein Gegner und ein Arbok war”, entgegnete das Fukano.
      „Nein, Nein”, wehrte Glutexo ab. „Ich hab gehört es war ein Gengar und ein Vipitis und, dass Raichu ziemlich angeschlagen ist.”
      „Ziemlich angeschlagen?”, hakte Fukano skeptisch nach. „Ich hab gehört, dass es schwer vergiftet ist und, dass es sowohl innere, als auch äußere Verletzungen hat. Es heißt, dass Raichu es vielleicht gar nicht überlebt.”
      Pichu stoppte der Atem, seine Kehle fror ein, doch es lauschte weiter.
      „Ach was, Raichu ist ein zäher Bursche, der überlebt das, sicherlich”, bemerkte Glutexo überzeugt.
      „Ja, natürlich, er ist ein zäher Bursche, das streite ich auch gar nicht ab. Aber mein Bruder hat mitgekriegt, wie ein Chaneira aus dem Krankenhaus aussagte, dass Raichu nur mit einer bestimmten Medizin überleben könnte...”
      „Ehrlich?”, fragte Glutexo erstaunt. „Dann ist es ja doch viel schlimmer, als ich gehört habe...”
      „Ja”, seufzte Fukano. „Aber das eigentliche Problem ist, dass man diese bestimmte Medizin nur sehr schwer bekommt. Diese Krankheit gab es kantoweit so lange nicht mehr, dass hier niemand mehr die Zutaten für die Medizin vorrätig hat. Die Chaneira suchen zwar in alten Büchern nach dem dem genauen Heilmittel, doch sie fanden bisher nichts. Dazu kommt, dass vorgestern in das Krankenhaus eingebrochen wurde, dabei wurden einige dieser alten Büchen gestohlen… wahrscheinlich ist darunter genau das, in dem diese spezielle Medizin beschrieben steht…“
      „Das sieht wirklich nicht gut aus“, stöhnte Glutexo. „Gibt es wirklich niemanden, der weiß, wie man diese Medizin herstellt?“
      Mit leicht hängenden Ohren schüttelte Fukano den Kopf.
      Pichu reichte es. Es konnte nicht mehr zuhören. Es wollte nicht mehr hier bleiben. Es musste diese Medizin bekommen… irgendwie… irgendwoher!

      „Ja”, sagte es dann.
      Gengar und Vipitis hörten augenblicklich auf zu lachen.
      „Was?”, hinterfragte Gengar leise und beugte sich zu Pichu.
      „Ja”, knurrte Pichu und blickte Gengar an. „Ja, ich will meinem Papa helfen!”
      „Tja, das Problem wird nur sein, dass du nicht helfen kannst, denn... dein Papa, wie du ihn ganz liebevoll nennst, braucht eine spezielle Medizin, so was… hm…“, bemerkte Vipitis und blickte grübelnd gen Himmel, ehe es wie erleuchtet wieder zu der Elektromaus sah. „So was wie das hier!”
      Die Augen Pichus wurden größer, begannen zu zittern, als es das Fläschchen mit einer roten Flüssigkeit sah, das dort an Vipitis‘ vorgezeigtem Schweif hing.


      >>> Nächstes Kapitel: Der Beginn einer Reise



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      Der Beginn einer Reise

      Gengars hämischen Lachen durchdrang jeden Teil des kurz zitternden Körper des gelben Pokemon. „Ach, du willst es haben?”
      Pichu griff nach der Flasche, doch Vipitis zog seinen Schweif nach oben. Das kleine Elektropokemon fiel hin, rappelte sich jedoch wieder auf.
      „Gebt es her!”, knurrte es und aus seinen kleinen Backen kamen kleine Blitze.
      „Hier!”, kicherte Vipitis und schlug Pichu seinen Schweif ins Gesicht. Es flog rücklings in den Bach. Das Fläschchen wurde durch die Luft gewirbelt, Pichu wollte aufstehen, konnte sich aber nicht bewegen, es war gelähmt, gelähmt von Vipitis' Schlag. Das Fläschchen zerschlug an einem Stein im Bach und das Wasser um Pichu herum färbte sich hellrot. Als das rote Wasser stromabwärts geflossen war konnte sich Pichu wieder bewegen. Doch, als es auf die Wiese schaute, waren Gengar und Vipitis nicht mehr da. Pichu begann zu weinen und lief zur Höhle, doch es lief nicht hinein. Es blieb stehen und versuchte angespannt sich zu beruhigen. Es wollte nicht mit seiner Mutter sprechen und wusste nicht, was es nun tun sollte.
      Ein eisiger Wind blies, es war, als wolle er Pichu wegbringen, weg von dem Bach, weg von der Höhle, als wolle er sagen: „Geh, Lauf, suche eine Möglichkeit, deinen Vater zu retten!”
      So lief Pichu mit Rückenwind weiter, es lief auf ein dichtes Gestrüpp zu, immer weiter und blieb erst stehen, als es ein Tengulist auf einem Baustamm sitzend und meditieren sah. So leise wie mögliche, um das Pflanzenpokemon nicht zu stören, schlich es an diessem vorbei. Jedoch erfolgslos.
      Tengulist bemerkte das kleine Pokemon und öffnete ruckartig seine roten Augen.
      „Hallo Pichu, wie geht es dir?“, grüßte es schließlic freundlich, ehe es sich kopfschüttelnd an das braune Gesicht langte. „Ach, was für eine blöde Frage. Die Sache mit deinem Vater tut mir ehrlich Leid, wir versuchen alles, um diese Medizin aufzutreiben, ach was erzähl ich da, davon weist du doch gar nichts.”
      Tengulist war schon immer etwas zerstreut, doch wenn es hart auf hart kam war es immer da, für alle Pokemon, die seine Hilfe brauchten.
      „Doch”, gab Pichu leise zu. „Ich habe mitbekommen, wie Fukano und Glutexo in der Nähe des Krankenhauses darüber gesprochen haben.”
      Tengulist wurde aufmerksam.
      „Ich... ähm... meinem Vater geht es nicht besonders gut, oder?”, fragte Pichu leise.
      Tengulist schwieg eine Weile.
      „Nein”, gestand es dann leise. „Nein, es geht ihm nicht sehr gut.”
      Pichu schaute betrübt zu Boden.
      „Dann... Dann weist du auch, dass diese Medizin bestimmte Zutaten braucht, die wir nicht haben”, bemerkte Tengulist, woraufhin Pichu nickte.
      „Ich, ich würde so gerne helfen, irgendwie...”
      Tengulist starrte Pichu prüfend an. „Meinst du das ernst?”
      „Ja, ich will meinem Vater helfen.”
      Tengulist sprang von dem Baumstamm. „Es ist mutig von dir, so etwas zu sagen. Ich kann dich verstehen, meine Mutter war auch schwer krank, auch ich wollte ihr helfen, damals war ich in deinem Alter, aber... man hat mich nicht gelassen”
      Pichu schaute zu dem großen Pokemon auf.
      „Meine Mutter überlebte die Krankheit nicht. Und ich gab nicht nur mir, sondern auch allen anderen die Schuld daran. Erst später habe ich begriffen, dass es für meine Mutter keinen Ausweg gegeben hat.”
      „Das... das ist ja schrecklich”, hauchte Pichu leise und starrte wieder den Boden an, auf dem das Gras im Wind hin und her tänzelte.
      „Aber... wenn du wirklich helfen willst, dann nur, indem du die Medizin besorgst! Es hilft nichts, wenn du Beeren sammelst oder den Pokemon bei Arbeiten hilfst, weil wir für diese Medizin ganz bestimmte Dinge brauchen”, erklärte Tengulist.
      „Ja, ich tue alles, alles, damit mein Vater diese Medizin bekommt”, beschloss Pichu.
      „Hör zu”, sagte Tengulist dann, kniete sich vor Pichu hin und legte seine Hände auf dessen Schultern, hielt dann jedoch inne. „Ohje, das wird mir einen riesen Ärger mit deiner Mutter einhandeln, aber ich verstehe dich nur zu gut, Pichu. Also hör zu. Gehe diesen Weg entlang, dann kommst du an einen kleinen See, dort ist ein kleiner Landsteg, der ins Wasser führt. Darauf gehst du und rufst in den See: Ich bin hier, Tengulist schickt mich. Alles verstanden?”
      Pichu nickte ängstlich.
      „Hab keine Angst, ein altes Lapras kommt dann und es kannst du um Rat fragen.”
      Tengulist stand auf und sprang rückwärts auf seinen Baumstamm zurück.
      „Viel Glück“
      Zögernd verabschiedete sich Pichu dankend und ging den Weg, den Tengulist ihm beschrieben hatte.
      So stand das kleine Elektropokemon auf dem Landsteg und rief etwas ängstlich: „Ich bin hier, Tengulist schickt mich.”
      Es dauerte einen Moment, ehe mehr und mehr flache Wellen im See entstanden, es vor Pichu zu sprudeln begann und schließlich das erwartete Lapras hervorkam, genau, wie Tengulist es gesagt hatte.
      „Wer ruft mich aus den Tiefen des Sees?”, fragte Lapras mit einer recht hohen, doch weisen Stimme. „Du, kleines Pichu?”
      „Ja”, stammelte Pichu und schluckte.
      „Du bist jung, was führt dich hierher?”
      „Ich... ich möchte...”, begann Pichu, doch Lapras unterbrach es lächelnd: „Du möchtest deinem kranken Vater Raichu helfen und dafür benötigst du eine Medizin, richtig?”
      Erstaunt musterte Pichu das blaue, große Pokemon, ehe es stammelnd zustimmte.
      „So, so, ein kleines Pichu mit einem großen Herzen... wie weit würdest du gehen, um deinem Vater zu helfen?”, fragte Lapras.
      Pichu schwieg erst und antwortete dann entschlossen in seinem kindlichen Leichtsinn: „Ich würde alles machen!”
      „Alles? Das ist viel, sehr viel, für ein kleines Pichu... Aber gut, ich denke ich kann dir helfen”
      „Ehrlich?”, fragte Pichu erfreut, wenn auch erstaunt über die Leichtigkeit. „Danke!”
      Lapras nickte und drehte sich um. „Steig auf meinen Rücken und halte dich gut fest. Pichu tat, was ihm gesagt wurde und schon tauchte Lapras unter. Angespannt hielt Pichu die Luft an, während sie immer tieger tauchten, durch einen Tunnel, bis sie an eine Stalle kamen, an der viel Seegras wuchs. In Mitten der gewaltigen Grasmassen lag ein großer runder Stein, auf dem ein Moorabbel ruhig, mit geschlossenen Augen saß.
      Konzentrierte Atmosphäre umgab es.
      „Atme, vertraue mir, kleines Pichu!”, lächelte Lapras, als es bemerkte, dass Genanntes Pokemon verzweifelt begann, mit dem ihm übrigen Sauerstoff zu ringen.
      Die Elektromaus gehorchte und schnappte nach Luft.
      Zu seiner Verwunderung konnte es tatsächlich atmen.
      „Los, nun schwimme zu Moorabbel und erkläre ihm dein Kommen.”
      Auch das tat Pichu und das Pokemon aus Hoenn hörte aufmerksam zu.
      „Nun, ich habe die Macht, dir diese Medizin zu verschaffen, doch dafür brauche ich bestimmte Dinge. Dinge, die es nur in bestimmten Orten von Kanto gibt”, erklärte Moorabbel. „Aber wenn du bereit bist, alles zu tun, dann vertraue ich dir diese Aufgabe an. Bringe mir sechs Sachen, und du sollst die Medizin bekommen. Einen Mondstein vom Mondberg; Einen Knochen eines Knoggas aus Lavandia; Eine Dratinischuppe aus der Safarizone; Die gehäutete Haut eines Safkons aus dem Vertaniawald; Einen Feuerstein aus den Gluten des Vulkans der Zinnoberinsel und zum Schluss, eine Feder eines Arktos von der Seeschauminsel! Präge dir die Sachen gut ein, bringe sie zu meinem Gefährten, nach sieben Tagen, zur geheimnisvollen Höhle von Azuria City. Schaffst du es nicht, wirst du das Leben deines Vaters nicht retten können. Deine Zeit läuft ab Sonnenaufgang.“
      Nach diesen Worten wurde Pichu schwindelig und sah schwarz.
      Als es seine Augen wieder öffnete, blickte es an die Wände seiner Höhle, seine Mutter saß besorgt neben ihm. Auf Pikachus Frage, was passiert sei, erzählte Pichu alles, was es erlebt hatte und seine Mutter willigte nach Pichus langem Generve, guten Argumenten und der extremen Sturrheit ein und packte eine Tasche mit Beeren und allerlei anderen wichtigen Sachen.
      „Ich kann dich davon nicht abhalten, oder, Schatz?“, flüsterte es schließlich und setzte Pichu die Pirsifkappe von Raichu auf.
      Das kleine Elektropokemon schüttelte stur den Kopf und umarmte seine Mutter.
      „Ich pass auf mich auf, sonst kann ich Papa ja nicht helfen“, grinste Pichu, verabschiede sich damit und ging beim Morgengrauen los.

      >>> Zum nächsten Kapitel: Tag 1-1



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    • Ich finde deinen Schreibstil toll. Die Handlung ist interessant geschrieben und macht neugierig darauf, wie es wohl weitergehen wird. Aber was mir am meisten gefällt, sind die Charaktere: Ihre Handlungen und die Dialoge sind so gut geschrieben, dass man sich das Geschehende gut vorstellen und mit Pichu mitfühlen kann. Auch finde ich, dass du die Rückblicke im ersten Kapitel gut untergebracht hast, ohne beim Leser für zu große Verwirrung zu sorgen. :)
      Ich freue mich auf jeden Fall auf das nächste Kapitel. ^^
    • Die Reise - Tag 1 - 1

      @Dragoran2350: Es freut mich sehr, dass dir die Geschichte gefällt und hoffe, ich kann sie weiterhin spannend halten :) Und ich bin ziemlich erleichtert, dass die Rückblenden keine zu große Verwirrung gesorgt haben xD

      Machen wir weiter! Hier kommt der 1. Tag von Pichus Abenteuer!

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      Tag 1-1

      Pichu war noch nie weit weg von zu Hause gewesen- und schon gar nicht alleine. Es wusste nicht, was es erwarten würde, es war eine Reise ins Ungewisse. Das Zuhause des Elektropokemons war nahe des Meers, ein paar Hügel nach Süden war das große Wasser, in dem, noch weiter im Süden, die Zinnoberinsel lag. Im Norden befand sich eine kleine Menschenstadt. Pichus Vater war schon oft dort gewesen.
      Bevor Pichu losgezogen war, hatte es die Sachen, die es für Moorabbel besorgen musste, auf einen Zettel geschrieben. Seit Sonnenaufgang waren schon ein paar Stunden vergangen und die ersten tagaktiven Pokemon gingen auf Futtersuche. Doch Pichu hatte keinen Hunger, es nahm seinen Zettel heraus und las ihn sich durch. Die ganzen Orte sagten der Elektromaus gar nichts, esie wusste weder, wie weit sie entfernt von ihren Zielen war, noch welcher Ort am nächsten war.
      „Mondberg… Vertaniawald... Azuria … Seeschauminseln…“, murmelte Pichu vor sich hin und trat, in Gedanken vertieft, auf ein schlafendes Schneckmag. Der zerrende, brennende Schmerz zog sofort das gesamte gelbe Bein hinauf, was das verletzte Pokemon zu einem brüllenden Aufschrei brachte und es einige Schritte nach hinten taumelnd lies, wodurch Pichu rücklings auf ein Knilz fiel, welches eine gehörige Ladung Giftpuder von sich gab.
      „Ent-Entschuldigung, tut mir Leid!“, hustete Pichu die Entschuldigung und sah sich nach dem anderen Pokemon um.
      „Nein, nein, mir tut es Leid, ich hätte dir nicht folgen sollen“, wehrte Knilz ab. „Ach du meine Güte! Vor lauter Schreck habe ich Giftpuder eingesetzt!“
      „Keine Sorge, die Pirsifkappe von meinem Papa schüzt mich dagegen!“, grinste Pichu, konnte ein darauffolgendes Zischen jedoch nicht unterdrücken, als es seinen schmerzenden Fuß rieb.
      Erleichter nickte Knilz, ehe es den müden, jedoch nicht sehr erfreuten Blick Schneckmags bemerkte.
      Ich bin UNAUSGESCHLAFEN!“, brüllte es wütend und feuerte ohne jegliche Vorwarnung einen Flammenwurf auf Pichu und Knilz, die ins nächste Gebüsch hechteten.
      „Puh, die hat aber schlechte Laune“, bemerkte das kleine Pflanzenpokemon. „Dieses Schneckmagweibchen ist ein ziemlicher Miesepeter…“
      Pichu nickte und blickte auf seine Hand, die es zur Faust geballen hat. Eigentlich hätte es seine Hand nicht öffnen müssen, um herauszufinden, was darin lag. Der Zettel war zu wichtig für das Elektropokemon und trotzdem erschrak es, als es das zusammengeknüllte Stück Papier wieder ansah.
      „Tut, mir Leid ich muss weiter! Ich muss was Dringendes erledigen!“, stammelte es eilig und wollte aufstehen.
      „Was hat denn ein kleines Pichumädchen so ganz allein verloren?“
      Pichu hielt inne und schwieg, zeigte Knilz dann aber den bereits etwas zerknitterten Zettel. Nachdem das Pflanzenpokemon den Zettel aufmerksam durchgelesen hatte, sah es Pichu fragend an und so erzählte dieses betrübt, was ihm passiert war.
      „..und diese Sachen muss ich von den jeweiligen Orten holen... innerhalb von einer Woche… dabei hab ich keine Ahnung wo die sind…“
      Sichtbar mitleidend betrachtete Knilz die Elektromaus.
      „Das tut mir schrecklich Leid… Ich kann dir sagen, wo der Vertania Wald ist, da gibt es öfter mal Feste für die Waldbewohner… Der Beschützer ist mein Onkel, Kapilz. Sag ihm einfach, dass ich du mich kennst... das müsste ihn überzeugen!“
      "Wirklich?!", strahlte Pichu, was das Pflanzenpokemon grinsend bestätigte. "Oh, danke! Das ist toll!"
      Erfreut machte sich das gelbe Wesen bereit, wieder aufzubrechen, da zog sich ein scheinbar unerträglicher Schmerz durch sein rechtes Bein, mit dem es auf Schneckmags glühenden Körper getreten war. Es schwankte und fiel hin, es pustete gegen seinen schmerzenden Fuß, in der Hoffnung, dass der Schmerz weggeblasen würde. Doch es half nichts, der Schmerz breitete sich glühend auf dem ganzen Bein aus.
      „Oh, das sieht aber gar nicht gut aus…“, bedauerte Knilz das Elektropokemon. „Hast du eine Wilbirbeere?“
      Pichu schüttelte den Kopf, Tränen schossen ihm in die Augen.
      „Warte hier, nicht weglaufen! Bin gleich wieder da!“
      Knilz sprang ins nächste Gebüsch, nun war Pichu allein. Es traute sich nicht sein Bein zu berühren, es tat so schrecklich weh. Ein Krähen über seinem Kopf lies es änglich zusammenschrecken und die Ohren anlegen. Der Blick nach oben verriet Pichu, dass dort über ihm ein Tauboga am Himmel schwebte, welches urplötzlich auf das gelbe Pokemon herab stürzte. Während der Vogel mehr oder weniger zielsicher hinabstieß, immer tiefer, immer näher kommend, hielt Pichu hielt im Schock den Atem an.
      Verblüfft beobachte es, wie das braune geflügelte Pokemon sein Ziel verfehlte und stöhnend gegen einen Baum prallte, der sich direkt neben Pichu befand.
      Dieses starrte ungläubig zu dem eben abgestürzten Flugpokemon und verkniff sich ein Lachen, als Tauboga schwankend und krächzend aufstand.
      „Oh!“, rief es erstaunt aus und war plötzlich wieder nüchtern. „Oh, du bist ja gar kein Hornliu!“
      Blinzeln.
      Stutzen.
      „Eh… nein, ich bin ein Pichu…“
      Tauboga lachte. „Entschuldige bitte, wenn ich dich erschreckt habe, du bist nicht von hier, oder?“
      „Ich wohne dahinten, hinter dem Hügel da!“, schüttelte Pichu den Kopf und zeigte dabei auf einen Hügel, der schon ziemlich klein aussah.
      „Und was macht ein kleines Pichu wie du hier?“
      Der gelbe Kopf senkte sich betrübt.
      „Hey, kleine, was ist denn?“, fragte Tauboga sanft und legte seinen einen Flügel behutsam über die Eektromaus.
      Pichu wischte sich eine Träne aus dem Gesicht und erzählte Tauboga mit zitternder Stimme, warum es unterwegs war.
      Als es fertig war, hörte es Knilz' Stimme: „Hey, Pichu! Ich hab ne Wilbirbeere für dich.“
      Pichu drehte seinen Kopf beiseite, das sah es Knilz wieder aus dem Gebüsch hüpfen. Dieses ließ erschrocken die Beere fallen und sprang nach hinten, als es Tauboga erblickte.
      „Oh, ein Hornliu!“
      „Nein! Das ist Knilz, kein Hornliu!“, lachte Pichu auf
      „Oh schade...“ Sichtbar enttäuscht sah das Flugpokemon auf den Boden, wo einer seiner Fänge im Boden bohrte. „Okay Knilz, komm raus... tut mir Leid“
      Dieses lugte vorsichtig aus dem Gestrüpp und kam dann langsam näher.
      „Pichu, bei Freaky musst du gut aufpassen, sie verwechselt alles, was ungefähr Hornliugröße hat, mit einem echten Hornliu.“
      Tauboga lachte. „Freaky bin ich! Ich hab schon als Taubsi schwache Augen gehabt, außerdem vertrage ich nur Beeren und Hornliu als Nahrung.“
      „Hier Pichu, die Wilbirbeere, gegen deine Verbrennung am Bein!“
      Knilz gab der verletzten Maus vorsichtig die Beere, die sogleich verzehrt wurde. Es dauerte ein Weile, dann wirkte die Frucht und das Brennen am Bein hörte auf.
      „So, und wohin möchtest du jetzt?“, fragte Tauboga.
      „In den Vertaniawald, wegen der gehäuteten Haut... eines... ähm... Safcons.“
      „Der Vertaniawald! Ich bring dich hin! Ist nur eine kurze Flugstrecke!“,
      Pichu sah unsicher zu Knilz.
      „Schon okay“, antwortete dieses. „Sag einfach Kapilz, dass du mich kennst und sag, was du brauchst.“
      Pichu nickte erfreut.
      „Aufsteigen“, grinste Tauboga und streckte den Flügel zum Boden. Vorsichtig kletterte der Passagier den Flügel hinauf und setzte sich.
      „Danke Knilz!“, grinste die Elektromaus.
      „Nichts zu danken!“, hallte es zurück. "Und du, Freaky... pass bloß auf die Kleine auf!"
      „Ja, mach ich schon! Halte dich gut fest, kleine!“, machte sich der Vogel startklar und spannte die Flügel.
      Pichu nickte und hielt sich an dem Gefieder fest. Und schon hob Tauboga ab. Der Wind blies dem kleinem Pokemon ins Gesicht und es hatte es schwer die Augen offen zu halten.
      „Tust du mir einen Gefallen?“
      „Was denn?"
      „Du musst für mich sehen, du musst, bis wir im Wald sind für mich sehen und mir sagen, ob du ein Hornliu siehst, und was keins ist, bitte!“
      „Klar“, antwortete Pichu und schaute gleich angestrengt auf den Boden, der einige hundert Meter unter ihm war.
      „Ich kann ja gar nichts sehen!“, protestierte es schließlich.
      „Schade.. naja auch egal!“, lachte Tauboga. „Wir sind gleich da.“
      „Was? Schon?“
      „Hättest du nicht erwartet, oder? In der Luft ist man schneller, weil man da nix und niemandem ausweichen muss!“
      „Außer dem Habitak da vorne!“
      „Keine Panik“, beruhigte Tauboga das Elektropokemon und mit einem kräftigen Flügelschlag flog es weiter nach oben und wich so dem nähernden Habitak aus.
      „Siehst du das unter uns? Das sind Häuser von Menschen“, erklärte Tauboga.
      Pichu sah staunend zu den Häusern herab.
      „Die hab ich mir irgendwie größer vorgestellt...“, zweifelte es, was dem Vogel ein lachen entlockte.
      „Die sehen nur so klein aus, pass auf!“
      Mit einem Ruck flog das Flugpokemon nach unten und die Häuser kamen näher und wurden immer Größer.
      „Wow“, staunte die Elektromaus.
      Tauboga flog elegant zwischen den Menschen vorbei und sties dann wieder in die Höhe.
      „Ist mir zu gefährlich, manche Menschen wollen uns fangen und uns dann zum Kämpfen zwingen. Und siehst du dahinten den großen Baum? Das ist der Anfang des Vertaniawaldes.“
      Pichu erspähte eine riesige Eiche.
      „Du weißt, wohin du musst?“
      „Ähm... Knilz hat gesagt, dass ich zu Kapilz, seinem Onkel, gehen soll.“
      „Ach, zum alten Kapilz, willst du?“
      „Zum alten Kapilz? Ist Knilz' Onkel wirklich schon so alt?“
      Tauboga lachte. „Nein, ist er nicht, aber er wird so genannt, ich weis nicht warum, vielleicht, weil sein Vater und sein Großvater schon diese Führerposition des Vertaniawaldes hatten. Achtung, wir landen!“
      Der Vogel gleitet durch die Luft und steuerte auf eine Lichtung zu, auf der viele Pokemon waren, Raupi, Taubsi, Webarak, Kokuna, Safon, Knilz, Waupel, alle mögliche Pokemon, die in Wäldern leben. Und natürlich auch...
      „Hornliu! Ganz viele Hornliu!“
      Tauboga setzte einen Sturzflug an und stürzte sich auf die ganzen Pokemon.
      „Halt! Hör auf! Das sind keine Hornliu!“, rief Pichu, doch Tauboga schien es gar nicht wahrzunehmen.
      „Tauboga! Stopp! Das sind keine Hornliu!“
      Doch das Vogelpokemon ließ sich in seiner Trance nicht irritieren.
      „Taubogaaaa!“, schrie Pichu und kniff die Augen zu, gleich würde Tauboga die anderen Pokemon angreifen, unschuldige Pokemon! Verzweifelt ließ das Elektropokemon einen Donnerschock los, stärker als jeder andere Donnerschock, den Pichu jemals gemacht hatte. Tauboga, durch die Elektroattacke geschockt, taumelte und stürzte zu Boden. Beim Aufprall stürtzte Pichu von Taubogas Rücken und purzelte über den harten Waldboden. Es hörte noch, wie die Pokemon sich fragten, was passiert sei und dann sah Pichu schwarz.


      >>> Zum nächsten Kapitel: Tag 1-2



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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Yay, die ersten Kapitel gelesen! Und einfach nur bezaubert :grin:
      Wirklich sehr toll geschrieben, hatet ich auch nicht anders erwartet, jedoch haben sich doch so einige Fehler eingeschlichen^^ Aber glücklicherweise kann man ja darüber hinweg sehen, freue mich jedenfalls auf die künftigen Kapitel und werde, wie versprochen, weiterlesen und ab und an gerne einen Kommentar da lassen ;;) jedenfalls finde ich die verschiedenen Charaktere und ihre Eigenschaften beeindruckend, wie es doch möglich ist, es so nieder zu schreiben^^ Jedenfalls, Viel Spaß noch beim Schreiben, und ich hoffe natürlich auf viele weitere Kapitel!

      MfG
      Rey K.
    • @Reykson: Hallou! schön wieder von dir zu lesen =D Ich kann dich beruhigen: Ich denke, dass es noch einige Kapitel geben wird und würde mich freuen, wenn du dabei bleibst ^^ Und du kannst mich gern auf die Fehler hinweisen O: Dann kann ich sie ausbessern, wenn ich sie selbst überlese 'D

      Vorheriges Kapitel: Tag 1-1 <<<


      Tag 1-2

      Als es aufwachte, befand es sich in einer Höhle, anscheinend in einer Höhle unter den Wurzeln eines Baumes. Pichu richtete sich auf und sah sich um, sein Blick fiel auf ein Kapilz.
      „Oh, du bist aufgewacht!“, stellte dieses freudig fest. „Was ist denn passiert da oben?“
      Pichu schwieg unsicher, entschloss sich dann aber doch zu erklären war passiert war. „Ich komme aus der Nähe vom südlichen Meer... mein Papa ist angegriffen worden und ich hab versprochen, dass ich die Medizin auftreibe... kurz vor der Stadt vor dem Vertaniawald hab ich Knilz getroffen, das mir gesagt hat, dass ich hier her kommen soll, Tauboga wollte mich dann herbringen und über der Lichtung hat sie wieder einen Hornliu-Anfall bekommen… um sie zu stoppen hab ich nen Donnerschock eingesetzt… glaube ich.“
      „Hmm... ich verstehe... du bist ziemlich mutig... aber welches Knilz meinst du?“
      Pichu schrak auf.
      „Sind Sie Kapilz, der hier im Wald der Herr ist?“
      Das Kapilz sah Pichu erstaunt an und nickte dann grinsend.
      „Dann hast du mich gesucht?“
      Pichu nickte. „Ja, ich hab einen Pakt mit Moorabbel abgeschlossen, wenn ich ihm innerhalb einer Woche sechs Sachen bringe, dann hilft er meinem Vater. Und ich brauche eine gehäutete Haut eines Safcons.“
      „Da kommst du zum richtigen Augenblick, die Safcon häuten sich zu dieser Jahreszeit häufer als sonst, mal sehen, ob wir eine Auftreiben können.
      Die Nachricht ließ Pichus Herz höher schlagen.
      „Das wird nicht ganz einfach, weil Safcon recht eigen sind, wenn es darum geht.“
      Als Kapilz diesen Nachsatz murmelte, versetzte das Pichus höher schlagendem Herzen einen leichten Dämpfer.
      „Aber das kriegen wir schon hin“, grinste das Pflanzenpokemon schließlich zuversichtlich und nickte der Elektromaus zu.
      Diese folgte dem Herrn des Verataniawaldes nach draußen, wo sämtliche Pokemon beschäftigt redeten, umherliefen und heitere Stimmung im Vertaniawald verbreiteten.
      „Wie geht’s eigentlich Freaky?“, fragte das Elektropokemon sein Umfeld nach dem merkwürdigen Vogelpokemon absuchend.
      „Der geht’s gut, die ist schon gegen so viele Bäume geprallt und so oft abgestürzt, sie ist abgehärtet. Aber ich will dich trotzdem loben, es war wirklich mutig von dir den Donnerschock in einer solchen Höhe abzufeuern.“
      „Danke“, hauchte Pichu mit abgewendeten Blick, kaum hörbar, ehe es mit seinen Ohren zuckte und Kapilz ansah. „Sag mal, Kapilz leben doch eigentlich in Hoenn, oder?“
      Blinzelnd betrachtete der Angesprochene das kleine Pokemon und lachte dann kurz auf. „Oh. Da hast du aber gut aufgepasst. Ja, meine Wurzeln liegen in Hoenn, aber geboren und aufgewachsen bin ich hier in Kanto.“ Es nickte voran. „Schau mal, da hinten ist eine Haut von Safcon!“
      Tatsache, an den Wurzeln eines großen Baumes lag eine zusammengefallene Haut von Safcon. Pichu lief erfreut zu dieser und wollte sie aufheben, als der Tackle eines Safocn es überraschte. Im letzten Moment reagierte das Elektropokemon auf Kapilz‘ Warnung und wich zurück.
      „HE! Lass meine Haut in Frieden! Darin sollen sich doch meine kleinen Raupi verkriechen können, wenn es zu warm ist!“
      Erschrocken sah Pichu zu dem böse dreinblickenden Käferpokemon, das sich selbstsicher vor der grünen Haut aufbaute.
      „Hör zu, Safcon“, stieß Kapilz ein Seufzen aus. „Dieses Pichu hat eine große Aufgabe zu erfüllen, es hat nur eine Woche Zeit, und das nur, um seinen Vater zu retten. Pichu braucht deine gehäutete Haut.“
      „Na und, das Leben ist schwer, nimm dir eine andere Haut! Schwirr ab!“
      „Bitte! Ich brauche sie! Sie ist soo wichtig für mich, und für meinen Vater!“
      Safcon brauchte nicht lange, um auf Pichus gebettel zu antworten: „Pah!“
      Doch dann grinste es mit einem Hauch Überheblichkeit und wandte sich direkt an sein Gegenüber. „Aber dein Mut gefällt mir... Wenn du es schaffst mich zu paralysieren bekommst du die Haut!“
      „Nichts leichter als das!“
      Entschlossen stellte sich Pichu kampfbereit auf und versuchte sogleich eine Donnerwelle, doch Safcon wich ohne Weiteres aus. Kapilz blieb nichts anderes überig, als den beiden zuzusehen und zu hoffen, dass Pichu wusste, es es tat. Dass es von Safcons Fähigkeit Epidermis wusste, durch die es eine erhöhte Resistenz gegen Paralyse hatte. Seufzend lehnte sich das Pflanzenpokemon gegen einen Baum. Wenn es so dabei zusah, wie Pichu immer wieder versuchte mit einem Wechsel aus stumpfen, geradlinigen Donnerschock- und Donnerwellenattacken Safcon zu erreichen, zweifelte es an seiner Hoffnung. Keine der Attacken traf und selbst wenn eine Safcon erreichte… so schien sie nicht zu wirken.
      Keuchend und erschöpft richtete sich die Elektromaus ein weiteres Mal auf. Es reichte! Es musste doch möglich sein, dieses grüne, herumhüpfende Safcon zu erwischen.
      „Ich brauche diese Haut!“
      „Nicht frech werden, ja?“, drohte Safcon und zielte mit einem Fadenschuss auf Pichu, welches überrascht auswich und einen Donnerschock abfeuerte – und damit traf.
      Doch das Käferpokemon blieb unberührt stehen, als sei nichts gewesen.
      Schnaubend starrte Pichu sein Gegenüber an. Es musste doch einen weg geben.
      „Wie würde Papa das machen?“, flüsterte die Elektromaus nachdenklich.
      Er hatte diese Fähigkeit… Statistik... nein. Statik. Wenn Pichu die auch hätte, könnte es sich mit Elektrizität aufladen und den Gegenparalysieren. Der Umgang mit der eigenen Fähigkeit und deren gezielte Aktivierung hatte es bis jetzt noch nicht gelernt. Ab und an geschah es beim Fangenspielen, dass Pichu einen seiner Freunde versehentlich paralysierte. Es könnte als klappen. Aber wie… stellte es dies am besten gezielt an?
      Prompt setzte sich Pichu auf den Boden und überlegte.
      „Huch, was ist denn jetzt los? Gibst du auf?“, lachte Safcon.
      „Nö, ich überlege...“
      Es vergingen einige Minuten, in denen Pichu sich vor Augen hielt, was passierte, kurz bevor es seine Freunde paralysierte … oder was sein Vater tat, wenn er seine Fähigkeit einsetzte. Schließlich schlich sich ein triumphierendes Grinsen über seine Wangen, während es freudig aufsprang und direkt auf Safcon los lief.
      „Törichtes kleines Pokemon“, zischte Safcon und machte sich zu einem Tackle bereit.
      Die beiden rasten aufeinander zu, keiner von beiden würde ausweichen, doch Pichu bremmste kurz vor dem Zusammenprall hart, hielt seine Arme schützend vor sein Gesicht und nahm den harten Treffer in kauf, er es einie Zentimeter nach hinten schob. Safcon für seinen Teil mehr rühren. Kleine, gelbe Blitze umzuckten den grünen Körper, des Pokemon, das sichtbar überrascht war.
      „Erstaunlich!“, rief Kapilz. „Echt clever, Respekt!“
      Pichu hatte es geschafft.
      Nach einem nahezu beleidigten Schnauben begann Safcon kurz zu leuchten, ehe es begann, sich zu häuten.
      „Wie hast du das geschafft?“, raunte es empört. „Das passiert mir wirklich selten!“
      „Das ist meine besondere Fähigkeit, die auch mein Vater hat, Statik, ich hab mich durch die Reibung meiner Füsse durch das Laufen in der Kompination mit dem plötzlichen Bremsen elektrisch aufgeladen, als du mich dann berührt hast wurdest du paralysiert.“
      „Gut“, seufzte Safcon. „Ich habe mich von der Paralyse geheilt, indem ich mich gehäutet habe, wie versprochen bekommst du die Haut. Nimm sie dir. Und dann hau ab.“
      Pichu nickte dankend, nahm sich die Haut von Safcon und steckte diese in seine Tasche. Die Sonne machte sich bereits auf dem Weg, um den Horizont im Osten zu verlassen, der erste Tag des Abenteuers neigte sich dem Ende. Als das Elektropokemon den nahenden Sonnenuntergang bemerkte, wurde sein Blick ernst.
      „Das erste wäre geschafft...“, bemerkte es, ehe seine Arme zu zittern begannen und seine Stimme zu einem Seufzen verkam. „Nur noch sechs Tage.“
      „Ach was“, sagte Kapilz und klopfte Pichu lobend auf die Schulter. „Der Tag ist noch nicht zu Ende, was hälst du von etwas zu Essen?“
      Pichus Magen knurrte.
      „Gute Idee“, lachte es.
      Safcon wendete sich ab und hüpfte auf den nächsten Baum.
      „Danke Safcon!“, rief Pichu, doch das Käferpokemon hörte es schon nicht mehr.

      Die große Beeren- und Früchteplatte, die Kapilz auftischte, war köstlich und Pichu hatte kaum noch Drang und motivation, sich nach diesem Essen noch zu bewegen. Das Pflanzenpokemon bot Pichu an, die nahende Nacht wöhlbehütet in seiner Höhle zu verbringen, was das Elektropokemon jedoch mit bedrückt abwehrte.
      „Ich muss weiter…“, flüsterte es, griff nach seinem Beutel und wollte den Zettel hervorholen, auf dem all seine Informationen standen.
      „Suchst du das hier?“
      Erschrocken fuhr Pichu herum und blickte dem skeptisch dreinblickenden Kapilz entgegen, das ihm einen zerknitterten Zettel entgegen hielt. Als die Elektromaus danach greifen wollte, zog sein Gegenüber den Zettel weg und sah sie ernst an.
      „Hier stehen Ortsnamen und Dinge... sind das die Sachen, die du brauchst?“
      Pichu nickte schweigend und spürte den musternden Blick des Pflanzenpokemon auf sich ruhen.
      „Aber...“, begann es schließlich, „ich weiß nicht, wo diese Orte liegen...“
      Kapilz kicherte leise: „Na, du bist ja gut, gehst auf eine Reise und weist nicht mal, wo dein Ziel ist! Aber ich kann dir sagen, dass der Mondberg der Ort ist, der am nähesten von hier ist. Ich werde jemanden holen, der dich aus dem Wald führt, dann kommst du an einen Weg, einen Weg der Menschen, folge ihm, aber pass auf, dass dich keine Menschen erwischen!“
      Kapilz drückte ihm den Zettel wieder in die Hand, ließ ihn jedoch nicht los. „Bist du dir sicher, dass du diese Reise auf dich nehmen willst? Diese Dinge sind…“
      „Ich weiß, dass es gefährlich ist, aber ich muss meinem Papa doch helfen…“, entgegnete die Elektromaus trotzig.
      Ein kurzes Zittern flackerte in den Augen des Grünen auf, ehe es seufzend von Pichus Hand abließ und seine Augen schloss. „Dann siehst du eine Stadt”, fuhr es fort. „Halte dich am Rand, bis du eine weite Wiese im Osten siehst, dort läufst du einfach ganz gerade über diese Wiese, sie ist ziemlich groß, noch ein kurzes Stück im Wald und dann siehst du schon den Mondberg.”
      Kapilz drehte Pichu den Rücken zu und wollte gehen, ehe es sich nochmal umwandte und das Elektropokemon aufforderte, mit ihm zu kommen. Die Beiden verließen die Höhle und fanden sich auf der Lichtung wieder, an der Pichu mit Tauboga abgestürzt war. Im Schatten einer großen Fichte lag ein Fukano und schlief.
      „Fukano?”, fragte Kapilz in einer mittleren Lautstärke.
      Das angesprochene Pokemon blinzelte, streckte sich und gähnte: „Hey, Kapilz, was gibts?”
      „Würdest du dieses Pichu bitte bis zum Ende des Vertaniawaldes begleiten? Es muss zum Mondberg!”
      „Klar… ich hab eh was am Mondberg zu tun, ich kann Pichu gleich ganz bis dorthin begleiten.” Es unterbrach sich für ein Grinsen. „Ob ich heute oder morgen losgehe, ist mir Schnuppe.“
      „Das ist super! Danke!”, freute sich Pichu.
      „Passt gut auf euch auf, ja?” Ehe die beiden zustimmen konnten, wandte sich Kapilz direkt an Fukano und flüsterte ihm zu: „Pass mir vorallem auf dieses Pichu auf.“
      Das Feuerpokemon legte fragend den Kopf schief.
      „Ich weiß, dass du immer gut auf deine Mitreisenden acht gibst.“
      Einen Moment lang musterten die braunen Augen Kapilz noch, ehe Fukano grinsend nickte.
      „Danke für alles, Kapilz!”, stieß Pichu dankend aus und folgte dem orangenen Pokemon tiefer in den Wald hinein.
      „Ein mutiges kleines Pokemon, Respekt. Viel Glück auf deiner Reise, Pichu”, sagte Kapilz leise, ehe es die Lautstärke seiner Stimme noch einmal verringerte. „Möge ich mich irren.“

      >>> Nächstes Kapitel: Tag 2-1



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      Tag 2-1

      Die beiden Reisenden waren bis tief in der Nacht noch gelaufen, Fukano hatte Pichu auch ein Stück getragen, ehe sie nahe Mamoria City rasteten und am nächsten Tag weitermarschierten. Sie hatten nicht viel darüber geredet, wohin sie unterwegs waren oder was Pichu vorhatte.
      Erst als Fukano an diesem Morgen bemerkte, dass seine Begleiterin stumm und abwesend auf einen zerknitterten Zettel starrte, überwog die Neugier und es hakte nach.
      „Sind das deine Ziele?”
      Pichu antwortete nicht.
      „Hey, Kleine!”
      Die Elektromaus schrak auf und blickte fragend zu dem Hundepokemon.
      „Ich fragte, ob das deine Ziele sind”, erklärte dieses freundlich, was seine Begleiterin nickend bestätigte.
      „Da wirst du viel zu tun haben…“
      „Weißt du, wo diese Orte sind?“
      „Naja, ein paar kenne ich, aber eine Wegbeschreibung könnte ich leider nicht geben.“
      Abermals schwieg das Elektropokemon und verstaute den Zettel in seiner Tasche.
      „Aber wenn es schnell gehen soll...”, begann Fukano und bückte sich. „Spring auf!”
      Pichu sah erstaunt zu ihm und setzte sich dann freudig auf dessen Rücken. Das Feuerpokemon begann zu rennen und Pichu hatte Mühe sich an dem kurzen, aber dennoch weichen Fell festzuhalten.
      „Da vorne ist das Ende des Waldes, ist es okay, wenn wir weiter laufen bis zum Mondberg?”
      „Ja, ist okay!”, rief Pichu.
      Daraufhin beschleunigte das Hundepokemon, sprang über Baumstämme, Wurzeln und Steine, wich vorbei krabbelnden Käferpokemon aus und genoss das weiche Gras, das seine Beine sanft streifte und kitzelte.
      Es lief eine ganze Weile, das Gebirge und der weit, weit weg wirkende Berg schienen ganz langsam, aber sicher näher zu kommen, als Fukano plötzlich stockte und abrupt anhielt.
      „Was ist los?”, drang es von dem gelben Pokemon.
      „Leise”, zischte Fukano, bückte sich tief, so, dass sein Körper im Gras versteckt war. „Steig ab, da kommen Menschen…”
      Ein flaues Gefühl von Angst überkam Pichu, dennoch stieg es gehorsam von dem Hunderücken.
      „Folge mir ganz leise.”
      So schlichen die beiden Pokemon durch das Gras, ehe Fukano abermals stehen blieb.
      „Oh, das wird schwer hier durch zu kommen, hier ist eine ganze Gruppe von Menschen!”
      „Okay, Kinder! Jeder darf sich heute ein Pokemon fangen!”
      Einige Jubelschreie von Kindern folgten darauf.
      „Oh, das könnte eng werden”, murmelte Fukano. „Los, Pichu, steig auf und halt dich fest!”
      Es gehorchte und das Feuerpokemon ging sogleich in einen rasanten Sprint über.
      „Schau mal! Ein Fukano!”, hörten sie die Kinder rufen.
      „Und da ist ein Pichu! Ist das süß!”
      Fukano huschte zwischen den Kindern vorbei und wich den Attacken der Pokemon der Menschen aus. Plötzlich stellte sich ein Junge den beiden flüchtenden Pokemon in den Weg, was das Feuerpokemon erschrocken zu einem Bremsten zwang.
      Knurrend stand es dem jungen Menschen nun gegenüber.
      „So, ich werde dich jetzt fangen, Fukano! Los! Hydropi!”, rief der Junge euphorisch und warf einen Pokeball, aus dem das gerufene Wasserpokemon schlüpfte.
      „Ich warne dich!”, knurrte Fukano dem freigelassenen Pokemon zu. „Ich muss dieses Pichu zum Mondberg bringen.“
      „Los Hydropi! Tackle!”, rief der Junge.
      Doch das genannte Wasserpokemon blieb reglos sitzen, gähnte und bemerkte in entsprechende Stimmlage: „Darf ich vorstellen? Mein Trainer, ich habe überhaupt keine Lust jetzt zu kämpfen, aber wenn ich nix mache, dann gibt’s nur Ärger. Und darauf hab ich auch keine Lust.“
      Hydropi lief gelangweilt auf Fukano zu, welches sogleich die Initaitve ergriff und seinem Angreifer einen Flammenwurf entgegen schleuderte. Das Wasserpokemon wurde getroffen und landete etwas angeschlagen vor den Füßen seines Trainers. „Hydropi! Du schaffst das! Aquaknarre!”, rief der Trainer.
      „Oh man, is das ein Vollidiot.... los, lauf schon weg, Fukano”, seufzte Hydropi und feuerte seinem Trainer die verlangte Aquaknarre ins Gesicht.
      Dieser schrie laut auf und hielt seine Hände vor sein Gesicht. Die übrigen Kinder begannen zu lachen, während Fukano die Gelegenheit nutzte und so schnell es seine orangenen Beine tragen konnten weiter, vorbei an Hydropi, vorbei an dem Jungen, an den anderen Kindern und an der erwachsenen Frau. Es jagte über die Wiese.
      In der Ferne ein Wald.
      Eine Aquaknarre traf Fukano an der Schulter.
      Plötzlich.
      Von Hydropi.
      „Sorry, Fukano!”
      Pichu flog von dem weichen Rücken und Fukano schaffte es gerade noch auf den Beinen zu landen. Die Maus sah auf, vor ihr, ein Mädchen, mit einem breiten Grinsen.
      „Oh, bist du süß!”
      Pichu erschrak und taumelte einige Schritte rückwärts, zu Fukano.
      „Ganz ruhig, Pichu, bleib bei mir”, beruhigte dieses das verängstigte Elektropokemon und schien zu überlegen.
      Der Junge, dem das Hydropi gehörte, war nun ruhig und sein Pokemon legte sich gelangweilt auf den Boden. Plötzlich war ein Schatten hinter Pichu, welches sich an Fukanos Bein fest klammerte und zu dem nachdenklichen Feuerpokemon aufsah. Zögernd und zitternd blickte es hinter sich und erkannte ein Puppeluff direkt hinter ihm.
      „Schau mal, Pummel! Willst du dieses Pichu nicht als Freund haben?”, fragte das Mädchen.
      Pichu schrie auf und entdeckte im Schreck eine neue Attacke. Ein greller Blitz erleuchtete das ganze Gebiet, Fukano reagierte rasch und schloss die Augen im letzten Moment.
      „Steig auf, Pichu”, zischte es und bückte sich wieder.
      Arupt verstummte der Schrei des Elektropokemons, das ohne Zögern auf Fukanos Rücken kletterte. Das Feuerpokemon ließ seine Augen zu und lauschte. Dann lief es los, folgte instinktiv dem Geruch des Waldes.
      Der Wald war voller Leben, überall flogen Flugpokemon umher, Käferpokemon krabbelten über Äste und Pflanzenpokemon genossen die Sonnenstrahlen, die sich ihren durch die Buamkronen bahnten. An einer Lichtung hielt Fukano keuchend an und legte sich erschöpft nieder.
      „Ich brauch jetzt erstmal was zu essen”, keuchte es, während Pichu von seinem Rücken stieg. „Wir… hatten echt Glück.“
      Stumm nickte die Elektromaus, ehe sie sich erleichtert seufzend niederlies und Fukano eine Tsitrubeere reichte.
      „Wir sollten wieder weiter”, bemerkte Fukano nach der ausgiebigen Pause.
      Pichu nickte, prüfte, ob es alles bei sich hatte und kletterte wieder auf den warmen Rücken des Feuerpokemons, welches sich sogleich wieder rasant in Bewegung setzte. Bäume und Sträucher rauschten an Pichu vorbei, es genoss den Wind, der ihm ins Gesicht blies. Es spürte, wie eine seltsame Müdigkeit über es hereinbrach und es sich immer tiefer gen Fukanos Rücken bewegte, während es sich tapfer am Fell des Feuerpokemon festhielt. Ihm war, als bekäme es einige Augenblicke im Halbschlag nicht mit, doch als es seine Augen öffnete, ging die Sonne schon fast unter. Verschlafen sah sich Pichu um, neben ihm lag Fukano und leckte seine verletzte Schulter.
      „Fukano! Wo sind wir? Ich muss schnell zum Mondberg! Ich brauch doch den Mondstein”, stieß das Elektropokemon panisch aus.
      „Ruhig Blut, Pichu”, grinste Fukano ruhig. „Siehst du? Wir stehen direkt davor.“
      Durch das Nicken des Feuerpokemons wurde Pichus Aufmerksamkeit auf das gelenkt, was hinter ihm lag: Der große, steinige Mondberg.
      „Außerdem kann man den Mondstein eh erst in der Nacht finden, wenn die Pipi und Pixi ihre Mondberg-Reise machen”, setzte der Hund nach.
      Etwas verwirrt sah das Elektropokemon zu dem Berg. „Mondberg…Reise?“
      „Ja, die Pipi und Pixi nehmen die Mondsteine, die sie am Tag gefunden haben und gehen an einen geheimen Ort, wo sie die Mondsteine lagern. Jeden zweiten Monat gibt es eine Zeremonie, bei der sich bestimmte Pipi weiterentwickeln dürfen. Oft sind auch Lunastein und Sonfel dabei. Sie beschützen die Pokemon während der Zeremonie.” Grinsend sah Fukano in den Himmel. „ Obwohl die beiden ja eigentlich aus Hoenn kommen… Schon merkwürdig, dass seit einigen Jahren immer mehr Pokemon aus Hoenn hier nach Kanto kommen.“
      Pichu seufzte. „Dann wird es wohl nicht leicht, einen Mondstein zu finden?”
      Fukano schüttelte den Kopf. „Die Mondsteine sind sehr versteckt. Die Pipi und Pixi haben ein besonderes Gespür dafür. Deine einzige Chance ist, den Pipi heimlich zu folgen und dann dir einen Mondstein zu schnappen”
      „Ach, kann ich denn nicht einfach fragen?”
      Fukano lachte auf. „Ich glaube kaum, dass die Pipi ihre Mondsteine so leicht hergeben... die meisten sind eher… egoistisch. Sag mal, warum machst du das eigentlich, ich meine… diese ganze Reise?”
      Pichu schwieg, wie es es immer tat, wenn es das gefragt wurde, ehe es letztendlich doch erzählte, was geschehen war.
      „Wegen meinem Papa… er ist schwer verletzt und braucht eine bestimmte Medizin, die aber bestimmte Zutaten braucht. Wenn ich Moorabbel die sechs Sachen dafür bringe, macht es mir die Medizin.”
      „Oh, das tut mir sehr leid für dich”, sagte Fukano leise. „Aber die Hoffnung ist vorhanden.“
      Aus der Ferne hörte man einen Laut.
      „Das ist mein Bruder, Arkani. Pichu, ich wünsche dir viel Glück auf deiner Reise, ich muss jetzt gehen, da vorne ist der Eingang zum Mondberg! Vielleicht begegnen wir uns wieder! Wenn du an dich glaubst, wirst du alle Hindernisse überwinden und deinen Vater retten können.”
      „Danke für alles, Fukano!”, verabschiedete sich Pichu.
      „Nicht dafür!“
      Mit einem breiten Grinsen rannte das Hundepokemon los.
      Nun war die Elektromaus wieder auf sich allein gestellt und setzte ihre Reise fort, es marschierte direkt zum Mondberg. Über ihm war der Himmel schon einem dunklen Blau verfallen, während er am Horizont der untergehenden Sonne noch leuchtend rot war.

      >>> Nächstes Kapitel: Tag 2-2



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      Tag 2-2

      Vorsichtig betrat Pichu die dunkle Höhle. Kleine Blitze stießen aus seinen Wangen, erhellten die Umgebung. Zitternd und sich vorsichtig umsehend, überlegte die Elektromaus, wie sie die Blitzattacke zustande gebracht hatte.
      Ein paar entfernte Stimmen rissen Pichu aus seinen Gedanken.
      Aufgewühlt sah es sich um, dort war bis auf die Steine, die links und rechts in die Höhe ragten und es allgemein umgaben, nicht viel zu sehen. Keine Pokemon. Einzig die entfernten Stimmen ließen annehmen, dass es hier Leben gab. Das leuchten der kleinen Blitze genügten gerade so viel, dass Pichu den Weg vor sich sehen konnte und darauf achten konnte, nicht zu stolpern.
      Schließlich endete der Weg in einem scheinbar größeren Raum. Die Stimmen echoten leise, was es nicht einfach machte, zu orten, aus welcher Richtung sie kamen. Pichu blieb für einen Moment stehen und versuchte die ursprünglichen Stimmen herauszufiltern, ehe es sich wieder in Bewegung setzte.
      Tatsächlich schien es den Stimmen näher zu kommen und betrat nun abermals einen Gang in dem Labyrinth des Mondberges. Langsam und bedacht lugte es um die Ecke einer Kreuzung. Die Stimmen waren nah und dem Elektropokemon war, als drang schwaches Licht von diesem Gang. Einige lange Schatten tänzelten an der Wand, wurden langsam kleiner, kamen näher.
      Angespannt löschte Pichu die Blitze an seinen Wangen und huschte zurück in den Gang, aus dem es gekommen war, um sich dort an die Wand zu drücken. Die Steine, die hier lagen, waren zu kleine, um sich dahinter zu verstecken. Die einzige Möglichkeit, erst einmal unentdeckt zu bleiben, war der Schatten des Ganges.
      Das Stimmengewirr zog fröhlich an Pichu vorbei und gehörte zu einer Gruppe von Pipi und Pixi. Das Elektropokemon wagte kaum zu atmen. Steif und angespannt kauerte es hinter dem Felsen. Es wartete, bis die Pokemon des Mondbergs an ihm vorbei gezogen waren und schlich ihnen leise hinterher. Bis zu einem Platz tief im Inneren des Mondberges. In der Mitte der Plattform befand sich ein großer Haufen Steine – Mondsteine - auf einer kreisförmigen Erhebung. Über ein natürliches Loch in der Höhlendecke fiel das klare Mondlicht auf die Steine und ließ sie darin schimmern wie Meereswellen in hellstem Sonnenschein.
      „Legt die Steine hierhin!”, befahl ein Pixi und deute auf den Haufen. „Du, und du, ihr haltet diese Nacht Wache! Wir müssen unbedingt auf Nummer sicher gehen, schließlich ist morgen Nacht wieder die Zeremonie!”
      Pichu betrachtete das Geschehen von dem Eingang des Platzes aus.
      „Der Rest kommt wieder mit!”
      Das befehlerische Pixi und der Rest, bis auf die Beiden Pixi, die als Wache abkommandiert wurden, waren im Inbegriff, den Platz wieder zu verlassen, was sie direkt auf Pichu zukommen ließ. Im ersten Moment von Angst und Schock aufgewühlt, wusste es nicht, was zu tun war, ehe es tief durchatmete und beschloss, sich unbemerkt fortzuschleichen, um anschließend wiederzukommen. Gerade, als es zum Rückzug ansetzen wollte, schrie es unkontrolliert auf. Ehe es sich versah, hing es kopfüber und starrte in das glückliche Gesich eines großen, kräftigen Knuddeluff, dass es an seinem Schweif hochgezogen hatte.
      „Pixi! Schau ma! Ich hab hier einen Eindringling gefunden!”, prahlte es mit hoher Stimme und trabte froh auf den Platz zu.
      „Das ich gut, wenn du einen Eindringling gefunden hast, aber dennoch! Du weißt, auch dir ist der Zutritt verweigert. Bleib wo du bist!”, fiepste das dominante Pixi und kam direkt auf die beiden zu. „Wen haben wir den da? Ein kleines Pichu! Knuddeluff, lass es runter und verschwinde!”
      „Aber-” , setzte Knuddeluff an, wurde jedoch harsch mit einer nachdrücklichen Wiederholung von Pixis Worten unterbrochen.
      Wiederwillig ließ es Pichu los und schlich geknickt aus dem Raum.
      Grummelnd rieb sich das Elektropokemon den Kopf und setzte sich auf.
      Vielleicht konnte es ja mit Pixi reden?
      „Ihr anderen! Ihr geht zurück!”, befahl dieses, ehe es sich Pichu zuwandte. „Du scheinst nicht von hier zu sein, wenn du hier so herum schnüffelst. Also, was willst du??”
      Zwei eisige Augen starrten auf das Pokemon herab.
      „Ich... ich...", stotterte Pichu. „Ich brauche... einen.. einen.. ich brauche einen Mondstein!”
      Pixi lachte schrill.
      „So was lustiges hab ich ja noch nie gehört! Wofür brauchst du denn einen Mondstein? Wofür? Sag schon!”
      „F-Für meinen Papa...”
      „Was?”, fragte Pixi und ging näher an Pichu heran, „Was hast du gesagt? Ich höre schlecht! Sag es noch mal!”
      „Für meinen Papa”, entgegnete die Elektromaus etwas lauter.
      „Ist dein Papa etwa ein Pummeluff oder Piepi?”, grinste Pixi gehässig.
      „Nein... e-ein Raichu..."
      „Und wofür braucht der einen Mondstein? Soviel ich weiß kann er sich doch gar nicht mehr entwickeln!”
      „Dafür braucht er ihn ja nicht... naja... genauer gesagt...”, begann Pichu, doch Pixi unterbrach es: „Genauer gesagt was?”
      „Ich brauche den Mondstein, um für meinen Papa eine Medizin zu besorgen.”
      Das rosane Pokemon trat einen Schritt zurück.
      „Rührend, aber du wirst keinen erhalten.“
      „Aber ich brauche ihn!”
      Pixis Gesicht begann, sich rötlich zu färben. „Wie kannst du es wagen in einem solchen Ton mit mir zu reden?”
      „Du bist gemein! Ich will doch bloß meinem Vater helfen! Und dafür brauche ich einen Mondstein aus dem Mondberg!”
      „Wenn du unbedingt einen Mondstein willst, dann such dir einen!”
      „Aber ich habe keine Zeit! In sieben Tagen muss ich alle sechs Sachen zusammen haben, von denen ich jetzt eine habe, und diese Sachen zu einer Höhle bringen!”
      Ein Griff in die Tasche und Pichu zeigte die Safconhaut.
      „Und da hinten liefen so viele Mondsteine, davon kann ich doch einen haben!“, fuhr es fort, während es die Safconhaut zurück in die Tasche legte. „Nur einen kleinen!”
      „Wie gesagt, deine Geschichte rührt mich. Aber. Du. Kriegst. Keinen. Mondstein. Ende. Die morgige Zeremonie ist von äußerster Wichtigkeit, also geh mir endlich aus den Augen!“
      Kleine Funken stießen aus Pichus Wangen. „Nein, ich kann erst gehen, wenn ich den Mondstein habe!”
      Pixis Gesichtsfarbe hatte sich nicht wieder normalisiert, sondern ragte nur noch weiter in den angedeuteten Rotton. Es hob seine glimmenden Finger und schwang sie hin und her. „Schlimm, wenn man mit so jungen Dingern nicht reden kann. Dann muss ich dich eben zwingen, diesen Ort zu verlassen! Es ist mir egal, was mit deinem Vater ist. Das interessiert mich nicht. Alles, was für mich zählt, ist der Stamm der Pipi und Pixi.“
      Entsetzt über die egoistischen Worte und das kühle Verhalten seines Gegenübers, benötigte Pichu einen Moment, um auf die Metronom-Attacke zu reagieren. Hastig sprach es auf und feuerte einen Donnerschock ab, traf und unterbrach damit die Attackenvorbereitung.
      „So du willst also die harte Tour?”, knurrte Pixi nach einem Moment des Erstaunens wütend und holte zu einer Pfundattacke aus.
      „Nein.“
      Pixi hielt inne.
      „Was?”
      „Nein”, wiederholte das Elektropokemon. „Ich will nur einen Mondstein.”
      „Ich kann einfach nicht glauben, dass du so sturr bist, hast du den gar keine Angst vor mir?” Das rosa Pokemon war sichtlich verwirrt und überfordert mit der ungewohnten Standhaftigkeit ... oder eher Naivität ... seines kleinen Gegenübers.
      „Nein, eigentlich bin ich nur total sauer”, erwiderte Pichu murrend.
      „Also sowas habe ich ja noch nie erlebt! Du machst mich völlig fertig! Ich habe Kopfweh, los verschwinde!”
      Blinzelnd starrte Pichu auf das Feenpokemon.
      „Nö”, grummelte es schließlich, setzte sich und sah beleidigt von Pixi weg.
      „Sei nicht so stur, ich habe Kopfweh wegen dir! Verschwinde endlich los! Hau ab!”
      „Nö... Aber...”, begann es und schielte zufrieden zu Pixi, „aber ... ich könnte einen Tausch anbieten. Ich habe eine Tsitrubeere! Die hilft wunderbar gegen Kopfschmerzen und gegen allerlei andere Schmerzen! Dafür möchte ich nur einen Mondstein.”
      „Das kannst du vergessen”, protestierte Pixi.
      „Na gut!”, seufzte Pichu entschlossen und stand auf. „Dann musst du eben mit Kopfweh die Nacht verbringen, zu dieser Tageszeit findet man nirgends eine Beere…”
      „Sei still“, stöhnte das Normalpokemon auf.
      „Ich brauch nur einen Mondstein, dann bin ich ruhig, verschwinde und du hast ne Tsutrubeere gegen deine Kopfschmerzen.“
      „Na gut“, zischte die Fee genervt. „Mondstein gegen Tsitrubeere.”
      „Ehrlich?”, rief Pichu aus und drehte sich erfreut um, ehe es grinsend die Beere aus der Tasche holte und sie Pixi reichte, welches das Nahrungsmittel zögernd annahm und mit den Augen rollend zu dem Steinhaufen nickte.
      Die Elektromaus holte sich erfreut den ertauschen Mondstein und bedankte sich lauthals, während es Richtung Ausgang lief.
      Dann hielt es inne und wandte sich noch einmal peinlich berührt um. „Sagt mal, wisst ihr eigentlich wo Lavandia ist?”
      „Nicht so laaauuut!”, stöhnte Pixi, das gerade die Beere vernaschte, und befahl dann einem der Wächter: „Du, bring es raus und erklär ihm den Weg nach … wohin es auch immer will, Hauptsache, es geht mir aus den Augen.”
      Das Wächter-Pixi nickte und legte seine Hand auf Pichus Schulter. Danach verschwamm alles vor dessen Augen und im nächsten Augenblick sah es wieder zu dem Pixi hoch. Doch es war nicht mehr in der Höhle.
      Ein kühler Windhauch legte sich um die Pokemon. Sie waren im Freien. Außerhalb des Mondberges. Pixi hatte Pichu per Teleport hierher befördert und erklärte ihm nun den Weg Richtung Lavandia, ehe es wieder verschwand.
      Erst jetzt bemerkte die Elektromaus, wie müde sie eigentlich war und gähnte ausgiebig. Pichu erspähte eine Wölbung auf einem Baum und kletterte darauf zu. Enttäuscht stellte es fest, dass darin bereits ein Minun und ein Plusle schliefen.
      Hier konnte es wohl nicht schlafen.
      Gerade wollte es kehrt machen, als Minun seine Augen öffnete und dem unangekündigten Besucher zublinzelte.
      „Oh, wen haben wir denn da? Suchst du einen Unterschlupf?”, flüsterte es fürsorglich, woraufhin das angesprochene Pokemon nickte und gähnte.
      „Du siehst ja ziemlich geschafft aus, komm rein, hier ist genug Platz für dich.”
      Pichu nahm das Angebot dankend an und schlief sogleich ein. Ein weiterer Tag war vergangen und das Elektropokemon spürte selbst, dass es langsam mutiger und stärker wurde.

      Nächstes Kapitel: Tag 3-1 >>>]



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    • <<< Vorheriges Kapitel: Tag 2-2

      Tag 3 – 1

      Pichu schlief weich und ruhig auf dem Laub in der warmen Baumhöhle. Als es aufwachte, war die Sonne bereits seit einigen Stunden aufgegangen. Erschrocken raffte es sich auf, suchte seine Tasche und kletterte aus dem Unterschlupf. Minun, das dort unten in einem See badete und soeben Pluse vollgespritzt hatte, bemerkte Pichu als erste und lief zu ihm.
      „Du möchtest schon gehen?“
      „Ja, ich muss dringend weiter, es ist eh schon so spät. Danke für die Unterkunft.“
      „Nichts zu danken“, wehrte Minun ab. „Aber bist du sicher, dass du nicht einmal etwas essen möchtest?“
      „Nein danke, ich habe noch Beeren“, lächelte Pichu und klopfte sanft gegen die Tasche.
      „Wenn du es wirklich so eilig hast...“
      „Ach, ähm... eine Frage hätte ich noch. Wie geht es nach Lavandia?“
      Die Wegbeschreibung des Pixi hatte es nicht ganz aufgenommen.
      „Immer dem Wald folgen, den Fluss entlang und dann durch den Felstunnel. Etwa zwei Tage…“
      „So lange?“, seufzte Pichu. „Danke, dann muss ich mich beeilen, auf Wiedersehen!“
      „Pass auf dich auf!“
      Es blickte noch einmal zurück und bestätigte die Bitte mit einem Nicken, ehe es lossprintete. Es hatte kaum Zeit, sich die Umgebung anzusehen, in der es sich befand. Bis auf die an ihm vorbeirauschenden Bäume und Büsche nahm es nichts weiter auf als das Rauschen des nahen Flusses, dem es stur folgte. Als es sich seufzend und erschöpft an einem Baum niederlies, hatte die Sonne ihren höchsten Standpunkt bereits erreicht. Einen Moment lang verschnaufte Pichu und schloss entspannt die Augen, ehe es eine
      Beere aus seiner Tasche nahm und diese verspeiste.
      „Zwei Tage...“, bemerkte es dann flüsternd, „... und der Halbe Tag ist schon um, ich muss an jedem Tag eine Sache holen, schließlich muss ich auch noch zum Treffpunkt kommen... Wie soll ich das schaffen? Das ist doch unmöglich und… wie lange ich noch brauche bis nach Lavandia… weiß ich auch nicht.“
      Ein verschlagenes, Pichu wohlbekanntes, Lachen riss es aus seinen Gedanken. Erschrocken blickte sich die Elektromaus um.
      Sie war von Dunkelheit umgeben.
      „Du bist ja weit gekommen!“, kicherte die gehässige Stimme von Gengar.
      „Was willst du hier?“, fauchte Pichu bissig.
      „Nichts weiter, nur mal... na ja... guten Tag sagen!“, näherten sich die bösen roten Augen dem kleinen Elektropokemon.
      „Verschwinde!“, rief es verbittert im aufstehen.
      „Denkst du, er wäre allein hier?“, zischte Vipitis Stimme und auch seine Augen kamen bedrohlich näher.
      Pichu konnte seine Angst nicht zügeln und seine Beine zitterten. Es spürte, wie Vipitis Schweif sich an seinen Hals schmiegte und es gegen den Baum drückte.
      „Lass mich runter!“
      „Mal sehen, was du gesammelt hast. Was machst du hier eigentlich, kleines Pichulein?“, fragte Gengar bösartig und schritt an sein Gegenüberüber heran, seine große dunkle Klaue näherte sich Pichus Tasche.
      Durch Vipitis Schweif unfähig, Energie zu bündeln, konnte es nichts weiter, als hilflos zu knurren und zu hoffen, dass die beiden von ihm abließen.
      Plötzlich schoss eine gewaltige Hitzewelle an Pichu vorbei und riss seine Feinde und den dunklen Nachtnebel hinfort.
      „Zwei gegen einen ist wohl etwas unfair, oder?“
      Die Stimme, die diesen lauten, doch ruhigen und bedachten Satz aussprach, war Pichu nicht bekannt und dennoch hörte es aus ihr Mut und Wärme sprechen.
      Hustend rappelte sich das Elektropokemon auf und hielt seine kleine Pfote an seinen Hals, während es sich nach seinem Retter umsah.
      „Alles in Ordnung, Pichu?“, fragte Fukano und trabte an dieses heran.
      Hinter ihm stand ein prächtiges Arkani, das vor Energie und Mut nur so strotzte.
      „J...Ja, alles in Ordnung“, stammelte Pichu und bestaunte das anmutige Feuerpokemon.
      „Das ist mein Bruder“, erklärte Fukano stolz.
      „Was fällt dir ein dich hier einzumischen?“, rief Gengar wütend.
      „Verschwinde!“, zischte Vipitis.
      Arkani antwortete nicht, sondert stieg geschmeidig und anmutig geradewegs auf die Beiden zu.
      „Hey, antworte mir, du eingebildeter Schoßhund!“, protestierte Gengar.
      Doch auch nun lief das kräftige, anmutige Feuerpokemon zielstrebig auf die beiden hinterhältigen Pokemon zu. Sein Blick fiel kurz auf Pichu, als es vorbeilief, lächelte ihm zu und trabte dann blitzartig auf Gengar und Vipitis zu. Seine Turbotempoattacke ließ Vipitis sogleich zu Boden sinken und auch der darauf folgende Knirscher auf Gengar traf. Es war sofort kampfunfähig.
      „Wow“, staunte Pichu.
      „Ist bei dir alles in Ordnung?“, fragte Arkani freundlich, als es zu ihm heran kam.
      Pichu nickte stumm.
      „Fukano hat mir erzählt, was Du vor hast. Die Orte, die du bereisen willst sind fern und der Weg zu ihnen gefährlich. Ich kenne sie alle, doch ich werde dich nicht begleiten können. Zumindest nicht den ganzen Weg. Ich kann dich bis nach Lavandia bringen, doch von dort musst du wieder alleine weiter reisen.“
      „Ach Pichu, hast du eigentlich den Mondstein besorgen können?“, fragte Fukano nach einer Weile, als das angeprochene Pokemon Arkani noch immer stumm bestaunte.
      „Ja“, antwortete es schließlich und riss seinen Blick von seinem majestätischen Gegenüber los.
      Es griff in seine Tasche und zog den kleinen Mondstein heraus, den es am vergangenen Tag von Pixi bekommen hatte. „W-was machst du hier?“
      „Sehr gut, Pichu“, lobte Fukano seinen kleinen Elektrofreund, ehe es grinste. „Wir waren rein zufällig hier in der Gegend, ich hab Arkani bei seinem Streifzug begleitet und da haben wir den Dunkelnebel bemerkt. Als wir nachgeguckt haben, was da los – siehe da, wir haben dich gefunden.“
      „Danke“, nickte Pichu. „Ohne euch hätten die beiden…“
      „Mach dir darüber keine Gedanken!“, fiel das Feuerpokemon ihm ins Wort. „Sowas will ich nicht mehr von dir hören.“
      „Fukano“, begann Arkani in einem leicht dominanten Ton, „geh zu unserem Rudel und sag, dass ich später kommen werde.“
      „Mach ich, Bruder!“, gehorchte Fukano sofort, verabschiedete sich von Pichu, wünschte ihm viel Glück und machte sich auf den Weg.
      Pichu starrte Arkani ungläubig an.
      „W...Wie meinst du das?“, stotterte es.
      „Wie ich was meine?“, grübelte Arkani. „Ach... ich begleite dich.“
      Pichu brachte nichts aus seinem Mund, außer einem knappen „Toll!“
      „Na dann, lass uns aufbrechen, nicht wahr?“, sagte Arkani freundlich und bückte sich tief, um Pichu einen Aufstieg auf seinen Rücken zu ermöglichen.
      Zögernd befolgte Pichu den unausgesprochenen Befehl und kletterte gehorsam auf den Rücken des starken Feuerpokemon. Und sogleich sauste Arkani los. Es verfiel in einen schnellen, weichen Trab und Pichu genoss den warmen Wind, der in sein Gesicht blies. Vorbei an Seen und Wiesen, entlang an Flüssen und Wäldern dauerte es nicht allzu lange, bis Arkani die finstere Felshöhle erreichte.
      Es legte sich ein wenig angeschlagen auf den Boden und schnaufte: „Lass uns eine Pause machen, der Weg durch den Felstunnel ist anstrengend und gefährlich.“
      Pichu nickte und rutschte auf dem weichen Arkanifell vom Rücken.
      Es setzte sich neben Arkani und fühlte in seiner Tasche. Das Feuerpokemon schaute ihm aufmerksam zu. Als Pichu Arkani eine Sienelbeere entgegen streckte, nahm es dankend an und die beiden aßen schweigend.
      Nach einer Weile durchbrach Arkani das Schweigen: „Meinst du nicht, dass diese Aufgabe etwas zu viel für ein kleines Pichu ist? Du bist noch jung.“
      „Ich weiß es nicht“, antwortete Pichu wahrheitsgetreu. „Aber ich will es schaffen.“
      Es wischte mit seiner Hand über seine Augen.
      „Fukano hat mir nicht erzählt, warum du diese große, gefährliche Reise auf dich nimmst…“
      Abermals erzähle Pichu seine Geschichte und Arkani staunte über den Mut des kleinen Pokemon.
      „Dann wünsche ich dir natürlich viel Glück auf deinem Weg, meinen Segen sollst du haben. Komm, wir gehen durch den Tunnel, ich kenne ihn gut, wir dürften schnell am anderen Ende sein. Ein Knochen eines Knogga brauchst du?“, fragte es, während Pichu wieder seinen Rücken belagerte.„Das wird schwer... schwerer als der Mondstein... die Dinge, die du finden musst sind alle schwer zu erhalten, weil jedes einzelne ein Teil der Pokemon sind. Bis auf den Feuerstein. Er wird das Leichteste sein. Rudelmitglieder von mir sind regelmäßig auf der Feuerinsel, die bei den Menschen Zinnoberinsel genannt wird. Ich kann dir den Feuerstein besorgen.“
      Mittlerweile trabte Arkani durch den Felstunnel. Seine Augen waren gut trainiert, so dass es in der Dunkelheit geschickt herumliegenden Steinen und umhertollenden Kleinstein ausweichen konnte.
      „Du kannst mir ehrlich einen Feuerstein besorgen?“, fragte Pichu staunend.
      „Ja, nur bringen werde ich ihn dir nicht können. Wohin musst du eigentlich die ganzen Sachen bringen?“
      Wortlos versuchte Pichu mit einer Hand seinen Zettel aus der Tasche zu holen. „ Nach 7 Tagen zu Höhle in Azuria.“
      „Da in der Nähe haben wir dich auch aufgegabelt, Pichu, wusstest du das?“, bemerkte Arkani.
      „Nein“, antwortete Pichu abwesend und versuchte den Zettel zurück in die Tasche zu stopfen.
      Arkani wurde allmählich langsamer.
      „Was ist?“, fragte Pichu.
      „Leise“, flüsterte Arkani mahnend. „Dieser Teil des Tunnels ist der gefährlichste, wenn die Onix aufwachen wird es eng für uns, also sei ganz leise.“
      Pichu wagte kaum zu Atmen, die sanften Schritte von Arkani waren leise und es ertönte kein Echo von ihnen. Nach der Zeit der unerträglichen Stille lief das Feuerpokemon wieder schneller und verfiel schon bald wieder in seinen weichen Trab. Nach einer Weile erreichten sie endlich den Ausgang. Das Sonnenlicht blendete beide stark,obgleich der helle Kreis bereits tief stand und kein besonders grelles Licht mehr auf die Erde niedersande. Die beiden Reisenden schlossen ihre Augen und blinzelten sich durch die Wiese. Nachdem sie sich wieder erholt hatten, marschierte Arkani noch einmal einen kurzen Trab und stoppte an einem Wegrand. Hier ließ es sich nieder und Pichu rutschte wortlos von dem großen Arkani.
      „Hier trennen sich unsere Wege. Folge diesem Pfad und du gelangst direkt nach Lavandia. Die Menschen dort sind größtenteils friedlich, doch sei nicht unachtsam. Ich werde am besagten Tag vor der Höhle in Azuria City warten. Viel Glück, kleiner Freund. Wenn du einem Knogga begegnest musst du dir etwas Gutes einfallen lassen, um es zu überreden. Bis dann!“
      Pichu nickte und verabschiedete sich: „Danke für den Rat, bis dann!“
      Daraufhin fegte Arkani in Windeseile über die Wiese und die Elektromaus betrat den Kiesboden des Weges. Der Boden war warm und die gelben Füße taten auch nach seinem ziemlich langen Marsch nicht weh. Die Sonne schickte ihre letzten Strahlen.
      „GAAAAAAAAAAAAA!!!“, schrie plötzlich ein Pokemon hinter ihm. Pichu drehte sich rasch um und sah einen Knochen auf sich zu fliegen, spürte einen hämmernden Schmerz an seinem Kopf und dann sah es schwarz.

      Nächstes Kapitel: Tag 3-2 >>>



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    • <<< Vorheriges Kapitel: Tag 3-1

      Tag 3-2

      Mit stechendem Kopf wachte es in der Dunkelheit wieder auf.
      „Es ist Nacht?“
      Eher benommen fragte es diese Frage mehr zu sich als zu der Person, die es noch gar nicht wahrgenommen hatte.
      „Ja, ich kann nichts dafür, wenn du einfach so wegpennst!“, murrte eine raue, weibliche Stimme zu Pichu.
      Neben Pichu loderte ein Lagerfeuer, ihm gegenüber saß ein Knogga und hielt seinen Knochen festumklammert.
      „UAH!“, stieß Pichu aus. „Ein Knogga!“
      „Ach ne“, schmunzelte eben jenes.
      „Du hast mir deinen Knochen gegen meinen Schädel geschlagen!“, klagte Pichu.
      „Ja, okay, sorry, Kleine, wieder gut?“
      Das Bodenpokemon klang nicht besonders ernst.
      „Das Tat weh!“
      Knogga rollte mit seinen Augen, „Jahaaa! Is ja gut, verdammt, was muss ich tun, um dich abzuschalten?“
      „Na ja...“, meinte Pichu, „wie wäre es, wenn ich deinen Knochen kriege?“
      „Willst du mich verarschen?“
      „Nein. Das war wirklich ernst gemeint!“
      Das Bodenpokemon begann zu lachen. „Na gut, Kleines Pichu!“
      „Ehrlich?“
      „Nein, verdammt, natürlich nicht! Weißt du eigentlich was so ein Knochen heut zu tage kostet?“, entgegnete Knogga laut und bedrohte Pichu mit seinem Blick.
      „Nein. Das weiß ich nicht.“
      „Du gehst mir auf die Nerven.“
      Diese Tatsache schien Pichu einfach zu ignorieren.
      „Was muss ich für deinen Knochen machen?“
      „Du meinst es wohl wirklich ernst…“
      „Ja, sag ich doch!“
      „Also gut“, begann Knogga und stand auf. „Lass mich überlegen…“
      Es wendete dem Elektropokemon den Rücken zu und betrachtete den entfernten Wald.
      Pichu schwieg und wartete ungeduldig auf Knoggas Antwort.
      Nach einer unangenehmen Stille drehte sich dieses um und.
      „Erstens musst du mir helfen einen Trainer zu besiegen, der mich nervt. Zweitens musst du mir einen anderen Knochen besorgen, dass heißt, du musst auf den Friedhof neben dem großen Turm in Lavandia ein Pokemongrab aufgraben und mir einen Knochen daraus holen.“
      Pichu stutzte. So was könnte es nicht machen, das konnte dieses Knogga nicht von ihm verlangen!
      Auf einmal lachte das Bodenpokemon ungehalten los: „Ahahaaa, dein Gesichtsausdruck ist ehrlich unbezahlbar, Kihihihiiii! Ich kann nicht mehr, verdammt. Ahahahaa!“
      „Was ist daran so lustig?“, bemerkte Pichu enttäuscht, während sein Gegenüber sich bemühte, sich wieder zu beruhigen.
      „Ein Knogga kann nicht einfach irgendeinen Knochen nehmen. Also du musst bis an die Spitze des Pokemonturms, dort liegt ein Haufen Knogga-Knochen, davon brauch ich einen.“
      „Mehr nicht?“, staunte die Elektromaus. „Das schaff ich schon!“
      „Gut“, meinte Knogga und drehte sich von der Kleinen weg, mit einem zufrieden, jedoch gemeinen Grinsen. „Komm, wir kümmern uns erst mal um den Trainer.“
      „Aber“, wandte Pichu ein. „Aber wenn dort Knogga-Knochen liegen, dann brauch ich gar nicht mit dem Trainer kämpfen?“
      Es folgte dem Knochenkämpfer den Weg entlang und schon bald erreichten sie die Lichter von Lavandia, welche in der Dunkelheit der Nacht schimmerten.
      „Der Trainer steht abends vor dem Turm und fordert alle Pokemon, insbesondere Knogga… das heißt mich… zum Kämpfen heraus. Er will mich fangen“, erklärte Knogga. „Was hast du eigentlich in der Tasche?“
      „Darin sind Sachen, die ich einem Moorabbel geben muss, damit er meinem Vater hilft, und ich brauche einen Knochen von einem Knogga aus Lavandia!“
      „Eine Medizin?“, fragte Knogga gleichgültig.
      „Ja, woher...“
      „Knogga Knochen werden entweder von Knogga zum Kämpfen benutzt oder zur Medizinherstellung. Einen ganzen Knochen wirst du nicht brauchen, ein Stück reicht.“
      „Kann ich dann ein Stück von dir haben?“
      „Nein.“
      Sie liefen schweigend auf die größer werdenden Lichter zu. Der gewaltige Turm erhob sich vor ihnen und in der Stadt beachtete kaum ein Mensch sie. Das Bodenpokemon bemerkte Pichus große Augen, die zaghaften Schritte und den sanft zitternden Mund.
      „Keine Angst, Kleine. Die Menschen hier leben friedlich mit den Pokemon, sie haben den verstorbenen und lebenden Pokemon zu Ehren diesen Turm errichtet“, beruhigte Knogga das ängstliche Elektropokemon.
      „Hahaa!! Knogga! Dieses Mal kriege ich dich!“, schrie ein kleiner Menschenjunge, der vor dem Turmeingang stand.
      Knogga stellte sich ihm gegenüber und hielt seinen Knochen kampfbereit in den Händen, während Pichu sich neben diesem vergeblich mutig zeigte.
      „Wow, ein Pichu!“, staunte der Junge. „Das ist für meine Schwester!“
      „D-der w-will mich fa-fangen...“, stotterte das erkannte Pokemon.
      „Keine Bange, das packst du schon.“
      Knogga trat entschlossen einen Schritt nach vorne.
      „Los, Hunduster und Schillok!“
      Kaum waren die beiden Pokemon des Trainers aus ihren Bällen gehüpft, stürmte Knogga los und verpasste Hunduster blitzschnell einen heftigen Schlag auf den Kopf.
      Der Trainer starrte es verdutzt an und brauchte einen Moment, ehe er sein Pokemon zu einer Konterattacke animierte: „Schillok, Aquaknarre!“
      Die Schildkröte schoss sofort die genannte Attacke ab. Knogga wirbelte seinen Knochen umher und das Wasser prallte ab.
      „Pichu, verdammt, komm‘!“
      Das Elektropokemon stand wie angewurzelt da, hatte zu viel Angst vor dem Menschen.
      Hundusters Kopfnuss stieß Knogga von sich weg.
      Pichu schaffte ein paar langsame Schritte vorwärts, bis es endlich in den Ruckzuckhieb überging und Schillok rammte.
      „Sehr gut, Kleine!“, rief Knogga, das sich mit Hunduster einen erbitterten Kampf leistete.
      Der Trainer wusste nicht, welchem seiner Pokemon er die Aufmerksam widmen sollte.
      Er blickte wild hin und her, rief Befehle durcheinander.
      Pichus Donnerschock traf Schillok, welches nun paralysiert auf dem Panzer lag.
      Nun setzte Knogga mit seinen Knochen zu einem Schlag an. Hunduster biss im richtigen Moment zu und hielt den Knochen fest. Beide Pokemon drückten und zogen den Knochen umher, keiner wollte nachgeben. Pichu sah den beiden gebannt zu. Schließlich setzte es zu einem Ruckzuckhieb an und hetze auf das unaufmerksame Hunduster zu. Es traf mit einer Wucht, dass Knoggas Knochen durch den gewaltigen Zug von Hunduster, welches weggewirbelt wurde und hartnäckig nicht daran dachte den Knochen loszulassen, zerbrach.
      „Oh nein!“, rief der Junge. „Hunduster! Schillok!“
      Er rief die beiden zurück und meinte: „Na gut, dann eben noch welche: Los, Fukano und Sniebel!“
      Doch noch bevor er die beiden befreien konnte und damit den Kampf ins Unfaire trieb, rief ihn eine weibliche Stimme nach Hause.
      Der Junge seufzte, verdrehte die Augen und sah sich um.
      Unweit von ihm winkte ihn eine Frau ungeduldig zu sich.
      „Ja, Mami, ich komme!“ Noch einmal widmete er sich dem Bodenpokemon: „Das nächste mal krieg‘ ich dich!“
      Dann rannte er weg.
      Knogga atmete erleichtert aus, ehe es auf seinen Knochen starrte, von dem ein Teil fehlte.
      „Das tut mir leid“, flüsterte Pichu.
      Das Bodenpokemon schwieg und drückte der Maus das weggebrochene Stück Knochen in die Hand.
      „Ist schon in Ordnung, Pichu, ohne dich hätte er mich besiegt. Die Kopfnuss von Hunduster hat mich an meiner Schulter getroffen, lange hätte ich das Gegenstämmen mit meinem Knochen nicht durchgehalten.“
      Pichu steckte schweigend das Knochenstück in seine Tasche und flüsterte dann ein erleichtertes „Danke“.
      „Nun brauch ich einen neuen“, stellte Knogga lächelnd fest.
      „Ja“, seufzte Pichu. „…dann werde ich wohl hochgehen!“
      „Nein, Kleine, das wäre zu gefährlich, du hast mich gerettet, ich gehe einen geheimen Gang und hole mir einen. Die Geisterpokemon in dem Turm dulden keine Eindringlinge, sie versetzen jeden in einen Angstanfall, in dem sie die Ängste ihrer Feine auf deren Umgebung projizieren.“
      „Gehst du wirklich alleine?“
      „Geheimgang ist nur für Knogga und Tragosso. Wir sind die einzigen, die die Geistpokemon nicht anfallen. Du wirst sicher noch mehr für Medizin brauchen, nicht wahr?“
      „Ja“, gab Pichu zu. „Eine Dratinischuppe aus der Safarizone und eine Arktosfeder von den Seeschauminseln, leider weiß ich nicht, wie ich dort hin komme.“
      „Die Safariozone ist ein Ort, nicht allzu weit von hier. Gehe einfach Richtung Süden den Steg über das Meer entlang, dann den Weg weiter und du bist schon bald in Fuchsania City, wie die Menschen den Ort nennen. Doch sei vorsichtig, die Menschen auf den Wegen bis dorthin sind nahezu allesamt Trainer.“
      „Okay“, entgegnete Pichu ernst, ehe es Knogga eine Sienelbeere gegen die Schmerzen an der Schulter gab. „Danke!“
      Das Bodenpokemon nickte und verschwand im Schatten des großen Turms.
      Pichu konnte es kaum erwarten endlich seine nächste Zutat zu bekommen. Doch nun war es müde, es lief durch die Stadt und erreichte das Meer. Es sah den Steg, den Knogga beschrieben hatte. Das Mondlicht des zunehmenden Mondes schimmerte im Wasser. Die Elektromaus suchte sich bei einem Gestrüpp ein paar Blätter zusammen und legte sich gut versteckt schlafen.

      Nächstes Kapitel: Tag 4-1 >>>



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      Tag 4-1

      Die schimmernden Strahlen des Sonnenaufgangs weckten das Elektropokemon sacht auf. Es blinzelte dem hellen Licht entgegen und gähnte verschlafen.
      Das Meer vor Lavandia glänzte und Pichu taste nach seiner Tasche. Darauf lag seine Pirsifkappe, die es von seinem Vater bekommen hatte. Seufzend nahm es diese und starrte sie an. Die Erinnerung an Raichu jagte Pichu Tränen in die Augen.
      „Ich muss es schaffen, egal wie...“, flüsterte es, wischte die langsam hervorkriechende Flüssigkeit von den schwarzen Augen und setzte die Kappe auf, ehe es zum Meer lief und sein Gesicht mit dem klaren Wasser wusch.
      „Hallo Goldini“, begrüßte es ein vorbeischwimmendes Pokemon und lief den Steg entlang, der über das Wasser führte.
      Pichu lief so schnell es konnte und wartete gespannt darauf, dass der Steg endlich ein Ende zeigte. Da erblickte es nicht weit entfernt ein Haus, in dem der Steg endete.
      „In so einem Haus sind bestimmt Menschen... ich sollte es nicht betreten“, überlegte Pichu und hastete an den Rand der Hauswand.
      Das kleine Pokemon schluckte und sprang dann ins Wasser. Schnell schwamm es am Stegrand entlang und kletterte hinter dem Haus wieder an Land.
      „Oh ein Pichu! Das ist ja süß!“, kreischte eine aufgeregte Mädchenstimme.
      Das entdeckte Pokemon blickte sich um und sah ein aufgewecktes Mädchen einige Meter von sich stehen, das sich an der Hand ihres älteren Jungen festhielt.
      „Bruderherz! Bitte Fang es mir, Biiiiiiiiitte!“, flehte das Mädchen.
      Der Junge kratzte sich verlegen am Kopf, ehe er zustimmte.
      Kein Wunder, dass Pichu es nun um so eiliger hatte, voran zu kommen. So stand es erschrocken auf und rannte den Weg so schnell es konnte weiter.
      Los geht’s, Luxio!“
      „Weia“, stieß Pichu aus und beschleunigte.
      Soweit es wusste, waren Luxio von Natur aus schnelle Pokemon. Das sollte nicht einfach werden, vermutete es, verfiel in einen Sprint und hetzte an einigen Menschen vorbei, die es verwundert oder begeistert ansahen. Einige rannten ihm nach und wollten es ebenfalls fangen.
      „Knogga hat nicht zu viel versprochen“, keuchte Pichu nach einer ganzen Weile. „Die sind alle Trainer, die mich fangen wollen...“
      Durch Büsche und Bäume, querfeldein und durch Wälder rannte Pichu ohne Pause, ignorierte das Verlangen seines Körpers nach ein wenig Ruhe solange, bis seine Beine nachgaben. Immer wieder hatte es hinter sich den Trainer und das Knurren und Brüllen Luxios gehört, doch seit einer Weile waren diese Gräusche verstummt. Keuchend sprach Pichu in ein Gebüsch und ließ sich erschöpft nieder.
      Es lauschte, ob es noch etwas von seinen Verfolgern hörte, doch … da war nichts. Erleichtert atmete es aus. Es durfte sich auf keinen Fall auf einen Kampf einlassen mit einem Menschen, nicht alleine, dazu war es viel zu schwach. Das war dem kleinen Elektropokemon durchaus bewusst. Es schloss die Augen entspannt, um sich etwas ausruhen zu können. Das hatte es auch dringend nötig.
      Mit der Frage, wo es gerade war, wollte sich Pichu gerade nicht befassen.

      Ein Rascheln gefolgt von einem Knurren schreckte es auf. Er war wohl eingenickt und blickte nun in die engen, schwarzen Augen eines Luxio.
      „Hast du es, Luxio?“, fragte die Stimme des jungen Trainers.
      Sein Pokemon knurrte.
      „Gut, zieh es raus.“
      „Warte“, hielt Pichu rasch seine Pfoten abwehrend nach vorne, was das feindliche Pokemon innehalten ließ. „Warum befolgst du die Befehle des Menschen?“
      „Er ist mein Freund und ich folge ihm, dafür brauche ich mich nicht zu rechtfertigen, vor allem nicht vor einem Knirps wie dich!“, erwiderte Luxio und biss zu.
      Mit einem Sprung zur Seite wich Pichu aus. „Und warum willst du mich verletzten?“
      „Mein Trainer will dich fangen und ich helfe ihm“, grinste das größere Pokemon.
      „Ich hab aber keine Zeit!“, beschwerte sich das kleinere Pokemon. „Ich muss meinem Papa helfen!“
      „Das geht mir am Arsch vorbei, Kleine!“, grollte Luxio und schnappte nach Pichu, das erneut geschickt ausweichen konnte.
      „Lass mich!“
      Nach einem erfolgreichen Donnerschock auf Luxio drehte es sich rasch um und rannte weiter in das Gebüsch. Wieder laufen. Einfach laufen. Egal wohin. Naja, am besten zu dieser Safarizone, aber hauptsache weg von diesem Menschen!
      „Was ist los, Luxio?“, hörte es eben jenen. „Hinterher!“
      Erneut begann die Elektromaus zu entkommen, doch dieses Mal schien es vergeblich. Die kleinen Beine wollten nicht so recht so schnell laufen, wie es nötig wäre und Pichus Herz begann stärker zu rasen.
      „Du miese Ratte, bleib stehen!“, schrie Luxio.
      „Ich bin keine Ratte, sonder ne Maus, ja?“
      Das Gestrüpp lichtete sich zu einer großflächigen Wiese, nicht weit von Pichu war ein Weg. War das der weg nach Fuchsania? Zur Safari-Zone? Unbeirrt hetzte die Elektromaus die Wiese entlang, vorbei an Jungen und Mädchen, Trainern, Passanten und Pokemon.
      Luxio holte weiter auf, wenn Pichu nicht irgendwo einen Durchschlupf finden konnte, wohin der Trainer und seine Pokemon ihm nicht folgen konnte, neigte sich die Reise wohl langsam dem Ende hin.
      Wie aus dem nichts rauschte ein Staraptor an Pichu vorbei, so dass es erschrocken seinen Lauf stoppte. Erst zu spät dachte es im Schock an das hinter ihm laufende Elektropokemon, welches überrascht ebenfalls zu einer Vollbremsung ansetzte, in dieser jedoch grazil über Pichu hinweg schlitterte. Der Vogel landete sogleich und der junge Trainer stieg von dem Rücken des Flugpokemon.
      „So kleines Pichu, jetzt krieg ich dich!“
      Luxio zwang zwischen seinem Grinsen ein Knurren hervor und versperrte Pichu mit einem Sprung den Fluchtweg.
      Nun saß es saß in der Falle, gefangen in einem Dreieck zwischen Luxio, Staraptor und dem Trainer.
      „Du hättest dir gar nicht die Mühe machen brauchen wegzulaufen, du freche Göre“, fauchte Luxio.
      „Lasst mich in Ruhe, bitte, ich muss meinen Papa retten!“
      „Luxio! Schockwelle!“, befahl der Trainer und das Pokemon gehorchte.
      „Staraptor, bereite eine Aero-Ass Attacke vor!“
      Gehorsam erhob sich das Vogelpokemon in die Luft.
      „Meiner Schockwelle entkommst du nicht!“, knurrte Luxio gehässig.
      Pichu starrte Luxio entgeistert an. Es wusste, dass Schockwelle seine Wirkung nicht verfehlen kann. Es war vor Angst gelähmt. Luxios Körper glühte und als das grelle Licht der Elektroattacke losbrach schloss Pichu die Augen und erwartete den harten Schlag.
      Nichts geschah.
      Pichu öffnete ungläubig die Augen und starrte in das schmollende Gesicht eines Sandan.
      Der Trainer und seine Pokemon stutzten.
      Sandan drehte sich langsam um, schüttelte sich und klopfte sich etwas Dreck von seiner Schulter. Das kleine Pokemon holte tief Luft.
      „Sag ma, hast du se noch alle, du hirnloses Viech? Was fällt dich eigentlich ein? Ich seh wohl nich richtig! Mach dass du Land gewinnst!“
      Der Trainer wie seine Pokemon blickten überrascht und zugegebener Maßen leicht verwirrt auf die kleine, großklappige Erdmaus.
      „Pass auf was du sagt, Maulwurf!“, erlangte Luxio als erster seine Fassung wieder.
      „Ich bin eine Maus.“
      Auch der Trainer fasste sich und befahl Staraptor anzugreifen.
      Pichu schreckte auf, suchte den Himmel nach Staraptor ab, doch es war zu schnell, um von ungeübten Augen verfolgt zu werden
      „Es darf mich auf keinen Fall erwischen!“, flüsterte es und lauschte nach Geräuschen, dabei blendete es das Streitgespräch von Sandan und Luxio aus. Flapp, Flapp, der Flügelschlag von Staraptor...
      Mit einem Mal entlud sich Pichus Energie und setzte eine Schockwelle frei. Staraptor wurde getroffen und stürzte gurgelnd zu Boden, während die Elektromaus selbst die Kraft seiner neuen Attacke spürte und mit schmerzverzogenen Gesicht zusammenzuckte.
      Sandan grub sich wieder in das Loch ein, aus dem es vorher gekommen war.
      „Pah, so ne Nervensäge“, schmunzelte Luxio.
      „Los Staraptor, lass dich nicht unterkriegen!“, feuerte der Trainer sein Pokemon an. „Und Luxio, setz Biss ein!“
      Das dunkle Pokemon stürzte sich sogleich auf Pichu und zeitgleich setzte Staraptor zu einer Schnabel-Attacke an.
      „Duck dich, Pichu!“
      Ohne zu überlegen gehorchte dieses der aus dem nichts kommenden Stimme und ließ sich rasch auf den Boden fallen.
      Über Pichu krachten seine Gegner zusammen und fielen zu Boden.
      „Oh nein, Luxio, Staraptor!“, rief der Trainer fassungslos und rief seine Pokemon in ihre Bälle zurück.
      „Auf geht’s Mampfaxo, du bist dran!“, rief er und schleuderte einen Pokeball in die Luft.
      Daraus kam genanntes Pokemon und stellte sich kampflustig vor Pichu, das sich etwas benommen von der kurzzeitigen Last der beiden Gegner wieder aufgerafft hatte.
      „Gut Mampfaxo, Power Punch!“
      Das Pokemon gehorchte seinem Trainer und bereitete seinen Angriff vor. Während es seine Faust auf das Elektropokemon schlug, verlor dieses jeglichen Halt unter den Füßen und wurde an seinem Bein in die Tiefe gerissen.


      Nächstes Kapitel: Tag 4.2 >>>



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    • <<< Vorheriges Kapitel: Tag 4-1

      Tag 4 – 2
      „Warte hier“, ertönte die Stimme des Sandan von vorhin.
      Pichu wischte den Sand aus den Augen, setzte sich stutzend auf und sah, wie Sandan die Erdwand hochkletterte und Mampfaxo einen harten Schlag ins Gesicht verpasste.
      Dann kam es wieder zurück.
      „Komm mit!“
      Ehe Pichu antworten konnte verließ Sandan das Erdloch in einem schmalen Tunnel.
      Gehorsam kletterte die Elektromaus hinterher.
      „Sag mal, du scheinst nicht von hier zu sein, sonst würdest du dich von so einem Typen nicht so nieder machen lassen“, schloss Sandan nach einer Weile.
      „Nein, ich komm von weit her um etwas zu besorgen“, erklärte Pichu. „Und danke, dass du mich gerettet hast…“
      „Ach, kein Ding! Was brauchst du den?“, fragte Sandan neugierig.
      So erzählte Pichu seine Geschichte und das Bodenpokemon hörte geduldig zu.
      Die Beiden erreichten das Ende des Tunnels, als das Elektropokemon zu Ende erzählt hatte, und kamen zu einer Wiese.
      „So, Fuchsania, hm?“, grübelte Sandan. „Dann sind wir hier genau richtig! Zur Safarizone geht’s da lang!“
      Siegessicher steuerte die Erdmaus einen Weg an. Pichu folgte Sandan, welches plötzlich stehen blieb. „Ne, doch nicht... Da geht’s lang!“
      Daraufhin änderte es seine Richtung und Pichu dackelte Sandan wortlos hinterher.
      „Ich kenne da jemanden, der uns sicher helfen kann“, meinte das Bodenpokemon nach einer Weile.
      „Ach ja?“, fragte Pichu neugierig.
      „Jep, wir sind gleich da!“
      „Gehörst du auch zu einem Menschen?“
      „Aber hör mal, nein! Aber ich kenne das Mädchen gut, sie wird uns schon nichts tun.“ „Komm schnell, dieser Trainer holt uns ein!“, bemerkte Sandan plötzlich und rannte auf das Haus zu. Das Elektropokemon gehorchte und rannte flink neben Sandan her.
      „Da vorne sind sie! Los!“
      Pichu blickte nervös zurück und sah, wie der Trainer sie auf einem Dodri verfolgte. Als es wieder voran blickte, war Sandan weg. Panisch rannte es weiter und durchsuchte die ganze Gegend nach dem braunen Pokemon. Abermals wurde es von einem festen Griff von unten am Fuß gepackt und ins Erdreich gezogen.
      „Au“, murrte Pichu und rieb seinen Kopf nach der harten Landung.
      „Sag doch was“, beschwerte es sich, doch Sandan zog es am Arm weiter, in einen weiteren Tunnel unter der Erde.
      „Wenn wir hier draußen sind, sind wir im Garten des Mädchens.“
      Es dauerte nicht lange, bis Pichu das Tageslicht am Ende des Tunnels sah und sein Gesicht mit den Sonnenstrahlen wärmte.
      „Oh, Sandan!“, hörte Pichu einen Menschen.
      Als es sich umblickte bemerkte es, wie das Mädchen Sandan in den Arm nahm und sich an es schmiegte.
      „Wen hast du denn da mit bebracht?“, fragte das Mädchen verwundert, als es Pichu sah.
      Mit einem Sprung landete Sandan vor dem Elektropokemon. „Tja, das ist Mara.Sie kann uns sicher helfen!“
      Dann wendete sich Sandan Mara zu und machte seltsame Handbewegungen.
      „Was?“, lachte Mara. „Warte, ich hol das Buch!“
      Daraufhin rannte es schnell in das Haus, welches hinter ihr stand.
      „Mara ist hier ganz alleine, ihre Eltern sind viel unterwegs. Deswegen freundet sie sich mit Pokemon an und kennt die Safarizone in-und auswendig. Wir haben einen Weg gefunden uns zu verständigen, du wirst gleich sehen.“
      In diesem Moment tauchte Mara wieder auf, mit einem großen Buch, welches sie vor Sandan auf den Boden legte und sich daneben setzte.
      Neugierig sah Pichu zu, wie Sandan das Buch aufschlug und hastig durchblätterte. Darin waren Bilder von den verschiedensten Pokemon eingeklebt. Als Sandan eine bestimmte Seite gefunden hatte tippte es auf ein Dratini Bild.
      „Ah, ein Dratini braucht ihr?“
      Sandan nickte und blätterte weiter. Kurz darauf tippte es auf ein Bild mit einer Pokemon-Medizin und danach auf ein Raichubild.
      „Raichu? Medizin? Meinst du, Pichus Vater oder Mutter ist krank und braucht Medizin?“
      Wieder nickte Sandan, blätterte zu dem Dratinibild zurück und deutete darauf.
      „Achso, und für die Medizin braucht ihr was von Dratini?“
      Abermals nickte Sandan, klappte das Buch auf der letzten Seite auf und zeigte auf ein Ausrufezeichen und daneben auf einen Menschen mit Pokeball in der Hand.
      „Gefahr durch einen Trainer?“, interpretierte Mara beunruhigt.
      Ein weiteres Mal nickte Sandan und durchblätterte das Buch, um auf ein Mampfaxo, Dodri, Luxio und Staraptor zu zeigen.
      „Diese Pokemon hat er?“
      Sandan bejahte die Frage mit einem Nicken, blätterte wieder im Buch und zeigte auf ein Bild, auf dem ein Rattfratz eine Ruckzuckhieb-Attacke machte.
      „Kann eins seiner Pokemon Ruckzuckhieb?“
      Sandan schüttelte den Kopf.
      „Müssen wir uns beeilen?“
      Sandan nickte heftig und klappte das Buch zu.
      „Dann los!“, meinte das Mädchen voller Elan, räumte das Buch rasch auf und nahm Sandan auf ihre Schulter springen.
      Pichu starrte Mara wortlos an. Ob es ihr vertrauen konnte?
      „Komm schon Pichu! Lass dich von ihr auf den Arm nehmen!“, grinste Sandan, ehe es in einen Lachanfall über seinen eigenen doppeldeutigen Satz verfiel.
      Ängstlich ging das Elektropokemon die wenigen Schritte auf Mara zu, welche sich freundlich lächend hinunterbeugte und Pichu sanft mit ihren weichen Händen umklammerte.
      „Dann los“, wiederholte sie fröhlich und lief mit den beiden Pokemon aus dem Haus in ein weiteres, kleineres Gebäude.
      „Hallo Galoppa, wir gehen wieder in die Safarizone!“, begrüßte sie ihr einziges eigenes Pokemon, legte ihm das Zaumzeug um und führte das Feuerpferd nach draußen.
      „Hey, du!“, hörten sie plötzlich eine Stimme von weitem. „Hey du bist doch dieses Mädchen, das alle Pokemon verschleppt! Gib mir das Pichu!“
      „Hm?“, Mara drehte sich um und erblickte einen Trainer, der auf seinem Dodri rasch näher kam.
      „Sandan, Pichu haltet euch gut fest!“, meinte Mara, stieg auf das Feuerpokemon und ritt mit einem schnellen Galopp weg ohne dem Jungen zu antworten. „Kein Sorge, Galoppa ist viel schneller als sein Dodri.“
      Pichu nickte seufzend und hatte große Mühe sich an der Kleidung des Mädchens festzuhalten. Gleichzeitig genoss es jedoch den Wind im Gesicht. Es dauerte nicht lange, bis die Stadt Fuchsania City in Sichtweite war. Und schließlich waren sie in der Safarizone. Das Mädchen lief über eine Wiese, vorbei an einigen Jugendlichen, die vor einem Haus standen und überquerte einen Fluss.
      „Weiß sie wirklich, wo sie ein Dratini findet?“, fragte Pichu besorgt.
      „Ja, Mara kennt die Safarizone in und auswendig. Sie ist fast in jeder freien Minute hier“, erklärte Sandan.
      So führte das Mädchen die beiden Pokemon weiter in die Safarizone.
      Hinter einem Wald an einem See hielt Mara an.
      „So“, meinte sie kurz und setzte Pichu und Sandan auf den Boden, ehe sie sich die Schulter rieb. „Sandan, du bist richtig schwer geworden.“
      Das Bodenpokemon sah das Mädchen verständinslos an, doch dieses zog bereits ihre Schuhe aus, schlug ihre Hose nach oben um und watete wenige Meter in den See, bis sie bis zu den Knien im Wasser versunken war.
      „Was macht sie?“, flüstere Pichu neugierig.
      „Warte ab“, meinte Sandan und musterte Mara.
      Ein weicher Ruf eines Pokemon kam aus dem See und hallte in einem wunderschönen Klang durch die Gegend.
      Pichus Augen weiteten sich und es beobachtete neugierig das Wasser an Maras Füßen.
      „Es kommt“, flüsterte Sandan.
      Mara tauchte ihre Hände in das schimmernde Wasser und sagte etwas Unverständliches. Nach wenigen Sekunden nahm sie ihre Arme wieder aus dem Wasser und mit ihnen ein Dratini. Vorsichtig lief sie zurück ans Ufer und setzte das Pokemon vor Pichu ab.
      „Jetzt könnt ihr Dratini um das bitten, was ihr braucht“, grinste Mara und setzte sich ruhig auf den Boden.
      „Was braucht ihr?“
      Das Elektropokemon sah den Drachen einen Moment lang starr an, ehe es einen zögerlichen Schritt auf ihn zu machte. „Mein Vater ist schwer krank und i-ich brauche eine spezielle Medizin. Und für die brauch ich eine Schuppe eines Dratinis aus der Safarizone… also…“
      Dratini musterte Pichu prüfend.
      „Es schmerzt mir, wenn ich eine Schuppe hergeben muss, denn sie sind begehrt und fest mit mir verwachsen.“
      Pichu starrte den Boden an und überlegte.
      „Töte mich und du erhälst eine.“
      „Wie bitte?“, stutzte Pichu und starrte Dratini entsetzt an. „Das… das kann ich nicht!“
      „Das kannst du nicht verlangen!“, protestierte Sandan. „Pichu ist noch ein Kind!“
      „Das wird die einzige Möglichkeit sein, so spüre ich den Schmerz nicht, der mit zugefügt wird, wenn mir die Schuppe entrissen wird.“
      „Das ist doch... hirnrissig!“, rief Sandan.
      „Ich“, flüsterte Pichu, ehe es den Satz abbrach und lediglich den Kopf schüttelte.
      „Dann kann ich deinem Vater leider nicht helfen“, entgegnete Dratini hart. „Töte mich oder dein Vater stirbt. Überlege es dir bis die Sonne untergeht.“
      Daraufhin kroch das Drachenpokemon ins Wasser, schwamm zu einem Felsen und legte sich dort hin.
      „Was soll ich tun, Sandan?“, wimmerte Pichu mit brechender Stimme.
      „Ach, Kleine“, seufzte das angesprochene Pokemon. „Vielleicht gibt es hier noch ein anderes Dratini…“
      „Was ist denn los?“, meinte Mara mitfühlend und streichelte Pichu sanft über den Rücken. „Wenn ich euch doch nur verstehen könnte…“
      „Hey! Bleib stehen, Junge!“
      „Der Safarizonenwärter?“, murmelte Mara und wandte ihren Kopf ab.
      „Woah! Was macht der denn hier?“, schrie sie und stand erschrocken auf.
      Auch Pichu blickte auf und sah den jungen Trainer auf sich zu rennen.
      „So Pichu, krieg ich dich, ich habs versprochen!“



      Nächstes Kapitel: Tag 4-3 >>>



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      Tag 4–3

      „Lass das!“, schallte die Stimme des Wärters durch die Zone, ehe er einen Pokeball vor sich in die Luft warf. „Los, Glurak!“
      Das gerufene Pokemon befreite sich brüllend aus dem roten Strahl, ehe es sich schnaubend zwischen den Trainer und den drei Angegriffenen stellte.
      „Pah, ein Glurak?“, belächelte der Junge seinen Gegner. „Ist das alles? Los, Luxio!“
      „Hey! Lass das Kämpfen!“, protestierte der Wächter. „Es ist dir als Trainer nicht gestattet, Pokemon mitzuführen!“
      „Das geht mir am Arsch vorbei, Alter! Los, Luxio! Regentanz und dann Donner!“
      „Nein!“
      Der entsetzt Schrei kam von Mara, jedoch zu spät. Die Wolken zogen sich rasch zusammen und die ersten Tropfen nieselten herab, ehe sie sich zu einem harten Niederschlag verstärkten.
      „Jetzt Luxio!“
      „Hör auf!“, rief Mara, abermals vergeblich, Luxio leuchtete auf und ein mächtiger Blitz schlug von den Gewitterwolken auf Glurak ein.
      Das Feuer-Flugpokemon erlitt einen Volltreffer, hatte keine Chance, sich zur Wehr zu setzen und glitt auf der Stelle K.O. zu Boden.
      Ein roter Srahl saugte Glurak nach einem bedrückten Seufzen seines Trainers in seinen Pokeball.
      „So jetzt zu dir, Pichu! Ich hab dich meiner kleinen Schwester versprochen!“, meinte der Junge. „Bereit Luxio?“
      Luxio knurrte. „Mit dir bin ich noch nicht fertig, du Ratte!“
      „Ich bin immer noch eine Maus!“
      „Das geht mir immer noch am Arsch vorbei!“
      „Auf jetzt, Volttackle!“
      Sofort bereitete das größere Elektropokemon genannte Attacke vor und fixierte seinen kleineren Gegner, welcher nach einem kurzen Zittern festen Stand suchte und seine Energien konzentrierte.
      „Ts, Elektro“, grummelte Sandan und stellte sich vor Pichu. „Kleinigkeit.“
      Das Bodenpokemon streckte seine Hände seitlich weg, hob sie dann ruckartig hoch und vor ihm baute sich rasch eine große Erdmauer auf, als Luxio brüllend auf die beiden zustieß. „Manchmal muss man kreativ mit Steinhageln umgehen!“
      Wenige Augenblicke später hörte man Luxio dagegenkrachen, die Mauer zerfiel.
      „Luxio!“
      Das Elektropokemon war unter den zerfallenen Steinchen begraben und rappelte sich keuchend wieder auf.
      „Du miese Ra…Maus“, knurrte Luxio.
      Seine roten Augen schienen Pichu und Sandan zu durchbohren, während das Elektropokemon schnaubend einen Schritt auf die beiden zu trat, ehe es zu leuchten begann und sich vor den staunenden Augen aller Anwesenden zu einem stolzen, kräftigen Luxtra weiterentwickelte.
      „Ohje“, stockte Mara schließlich. „Das kann ja heiter werden.“
      „Kein Problem“, grinste Sandan und schlug mit geballter Faust vor sich auf den Boden.
      Ein kurzes Rumoren, dann ein Beben, dass nicht nur Pichu und Luxtra ihren festen Stand raubte, ehe sich einige Erdrisse von Sandans Hand zu dem schwarzblauen Pokemon fraßen und diesem einen mächtigen Schlag versetzten.
      „Jetzt reichts!“, schrie Luxtra wütend, als es sich von dem Treffer erholt hatte, stürmte auf den kleinen Angreifer zu und verpasste diesem einen heftigen Eisenschweif.
      „Super Luxtra!“, rief der Trainer und sah zu, wie Sandan in den See fiel.
      Mara reagierte als erste und hetzte zum See, während Pichu sichtbar wütend wurde.
      „Hast du sie noch alle?!“
      „Mir egal, was mit Sandan ist, mein Trainer will dich!“, brüllte Luxtra und stürzte sich ohne zögern auf die Elektromaus.
      „Ja! Gut so! Knirscher!“, feuerte der Trainer es an.
      „Hört sofort auf zu kämpfen!“, rief der Wächter, doch der Junge reagierte nicht.
      Pichu wich knapp aus und verpasste Luxtra eine Donnerwelle, durch die es kurz paralysiert war. Diesen Moment nutzte das kleinere Pokemon aus und lief schnell zum See, wo Mara Sandan eben hinaustrug.
      „Es… es atmet nicht!“, wimmerte das Mädchen und legte das regunglose Bodenpokemon sanft auf den Boden. „Kannst du versuchen, es mit einer Donnerwelle zu beleben?“
      Pichu nickte traurig und schoss eine Donnerwelle auf das leblose Sandan. Einige Funken wälzten sich um Sandan... keine Reaktion. Auch der Wärter kam heran, kramte rasch ein kleines Kästchen aus seiner Tasche und versuchte Sandan mit einer Art Pumpe Sauerstoff einzuflössen, doch das Bodenpokemon regte sich nicht.
      „Du Mörder!“ Unter diesem Aufschrei wandte sich Pichu um, nahm all seinen Mut und seine Energie zusammen und stürmte mit einem Volttackle, einer für es neuen Attacke, auf Luxtra zu, während es nicht bemerkte, wie der Trainer sich sorgsam der Gruppierung nähern wollte.
      „Pichu, hör auf damit!“, rief der Wärter, doch die Worte gelangten nicht zu Pichu.
      Seine Wut und sein Entsetzen waren zu groß. Immer weiter rannte es, immer näher an Luxtra heran.
      „Luxtra! Weich aus und dann Eisenschweif!“, reagierte der Trainer instinktiv, jedoch mit weniger starker Stimme.
      Wie gesagt wich Luxtra im letzten Moment aus und schleuderte Pichu mit einer heftigen Eisenschweifattacke direkt in den See.
      Pichus Energievorräte waren verbraucht, es versuchte vergeblich an die Oberfläche zu paddeln, doch es kam nicht voran, der Wellengang, der durch sein eintauchen entstand, drückte das Elektropokemon weiter nach unten. Es schloss die Augen, versuchte, sich zu konzentrieren und seine letzte Kraft zum Auftauchen zu verwenden.
      Dann spürte es, wie es sanft umklammert wurde und durch eine sanfte Kraft nach oben, gen Oberfläche, getragen wurde. Als Pichu die Augen öffnete, bemerkte es, dass Dratini es an die Oberfläche zog. Die die Rettung wurde im letzten Moment erreicht und endlich konnte Pichu tief Luft holen.
      „Danke, Dratini!“
      Das Drachenpokemon nickte und zog Pichu an das Ufer, während der Regen schwächer wurde und die Gewitterwolken sich lichteten.
      „Lass uns in Ruhe!“ Maras laute Stimme konnte ihr Entsetzen nicht verstecken. „Wer bist du überhaupt?“
      „Geh mir aus dem Weg, Kleine! Luxtra Ladevorgang!!“
      Der junge Trainer hatte sich scheinbar wieder gefasst und behielt sein Ziel im Auge.
      Das Elektropokemon an seiner Seite leuchtete auf, während der Wächter grimmig aufstand und zog einen Pokeball. „Los , Rihorn!“
      Luxtra entlud seine gesamte elektrische Ladung in einem gigantischen Lichtblitz, der die Sicht unmöglich machte und den Staub durch eine Schockwelle aufwirbelte.
      Als der dreckige Nebel langsam zu Boden regnete, starrte der Junge gespannt auf die wagen Schatten seiner Gegner. Nahezu siegessicher und triumphierend grinste er in die düstere Wolke. Als er den starren, grimmigen Blick des Wärters sah, wich die Farbe aus seinem Gesicht und seine Mundwinkel zogen sich langsam in ursprüngliche Form zurück, was das Grinsen gänzlich verwischte. Blitze umgaben Rihorns Körper.
      „WAS!?“, rief der Junge fassungslos.
      „Rihorn Fähigkeit ist Blitzableiter“, erklärte der Wärter ernst. „Los Rihorn, Hornbohrer!“
      Rihorn Horn begann sich zu drehen, es scharrte wütend mit seinem Vorderbein auf dem Boden.
      „Sandan!“
      Der Ausruf des Mädchens stoppte Rihorns Konzentration und verursachte, dass sich dieses und der Wärter abrupt umdrehten. Sandan schnaufte schwer und öffnete schwerfällig seine Augen.
      Der Wärter musterte das Bodenpokemon, ehe er erleichtert ausatmete. „Oh... Rihorn hat Sandan das Leben gerettet!“
      „Was?“, keuchte Mara.
      „Sieh doch!“
      Rihorns Schweif berührte den von Sandan an einer Stelle.
      „Es hat die Elektrizität durch seine Körper geleitet und etwas davon ist zu Sandan gekommen und hat es dadurch wiederbelebt!“
      Es blieb kaum Zeit, sich über diese glückliche Wendung zu freuen, der nächste Befehl des Trainers ließ nicht auf sich warten.
      „Los Mampfaxo! Eisstrahl!“
      Ehe der Wärter reagieren konnte wurde Rihorn von der Attacke getroffen und erstarrte sofort.
      „Nein! Rihorn!“, rief der Wärter entsetzt und holte das Pokemon zurück.
      „Das war feige!“, schrie Mara.
      Der Junge zuckte lediglich mit den Schultern und sah die Gruppe kühl an.
      „Ihr braucht mir nur Pichu geben.“
      Er nickte an Mara vorbei, hinter der Dratini und Pichu herankamen.
      „Sandan!“, viepte das Elektropokemon.
      Das Bodenpokemon keuchte und rang sich zu Worten.
      „Pichu lauf weg, die Typen sind zu stark!“
      „Nein! Ich brauch doch Dratinis Schuppe!“
      „Hast du Dratinis Bedingung nicht gehört? Such woanders nach einem Dratini…“
      Bedrückt, mit hängenden Ohren, sah Pichu zu Sandan herab. Es konnte es doch nicht hier zurücklassen. Der Blick der Maus wanderte unsicher zu dem Drachen. Aber die Bedinung von Dratini konnte es ebenso wenig einhalten!
      „Hey Pichu! Komm jetzt! Du hast keine Chance!“, lenkte der Junge Pichus Aufmerksamkeit auf sich.
      „Mist“, flüsterte der Wärter. „Ich hab nur Rihorn und Glurak…“
      Der Mensch griff an sein Walkie Talkie an seinem Gürtel, während Dratini einen Meter auf den Trainer zu kroch und ihn ernst ansah.
      „Vergiss die Bedingung von vorhin! Diese Typen stören den Frieden hier, wenn Pichu mit mir den Trainer besiegen kann, so soll die Kleine eine Schuppe erhalten!“
      „Aber die Typen sind zu stark“, keuchte Sandan und versuchte sich langsam aufzurichten. „Dann helfe ich euch!“ Es setzte ein mutiges Grinsen auf, konnte sich jedoch kaum auf den Beinen halten. „Ich lass doch nicht zu, dass ein kleines Pichu und dieses Dratini den Spaß alleine haben!“
      „Warte Sandan!“, sagte der Wärter.
      „Keine Zeit“, murrte das Bodenpokemon und schüttelte sich, in der Hoffnung wieder scharf sehen zu können.
      „Du willst helfen?“ Der Wärter zog einen Trank aus seinem Rucksack und besprühte Sandan, welches verwundert auf die Flasche sah und spürbar fitter wurde.
      Seine Beine hielten es wieder, die Augen sahen wieder klar.
      „Habt ihrs jetzt!?“, fragte der Trainer ungeduldig.
      Pichu nickte und stellte sich vor den Wärter, gefolgt von Dratini und Sandan.
      „Aber sowas von!“, grinste letzteres Pokemon.
      „So, drei kleine Viecher?“, lachte der Junge. „Dann machen wir drei gegen drei! Los, Staraptor!!“
      Majestätisch flog Staraptor aus seinem Pokeball und blieb dann in der Luft über seinem Trainer stehen.
      „Aero-Ass!“, befahl dieser sogleich.
      Und schon startete Staraptor seinen Angriff, Sandan grub sich ein und Dratini blieb konzentriert stehen. Pichu schloss seine Augen und lauschte, versuchte ein Geräusch zu vernehmen, seine Bäckchen sprühten Funken.
      „Mampfaxo! Eishieb auf Dratini! Du Luxtra, konzentrier dich auf Sandan!“
      Nun war Pichus Körper von Elektrizität umgeben. Es wartet Geuldig auf den Angriff, während Dratini Mampfaxos Angriff auswich und Feuerodem auf Luxtra abfeuerte. Dieses war darauf nicht gefasst und erlitt einen Volltreffer, direkt darauf gefolgt schoss Sandan aus dem Boden und rammte Luxtra mit einer Schädelwumme.
      Das getroffene Pokemon sank zu Boden, was Pichu mit einem sanften, erleichterten lächelnd zur Kenntnis nahm und sich anschließend weiterhin auf Staraptor konzentrierte.
      „Das ist unmöglich!“, rief der Trainer entsetzt.
      „Das war leichter als erwartet“, staunte Sandan.
      „Luxtra hat heute schon viel gekämpft und war schon ausgepowert“, stellte der Wärter fest. „Du solltest dich besser um deine Pokemon sorgen.“
      „Halt die Klappe, Alter!“, knurrte der Junge genervt, sperrte Luxtra wieder in den Pokeball und befahl Staraptor, anzugreifen.
      Blitzschnell schoss der große Vogel auf Pichu herab, welches dem Angriff nicht auswich und direkt getroffen wurde. Es wurde vor die Füße des Wärters geschleudert, doch der Plan hatte funktioniert: Staraptor hatte eine gehörige Ladung Elektrizität abbekommen und versuchte sich vergeblich aus der Paralyse zu befreien.
      „Sehr gut!“, freute sich Pichu keuchend und stand auf.
      „Mampfaxo! Eisstrahl auf Dratini!“
      Das kleine Pokemon gehorchte und beschoss Dratini, welches auswich und sofort wieder beschossen wurde.
      „Ja gut so! Hör nicht auf ehe du es getroffen hast!“
      „Du bist dumm, Junge“, flüsterte Dratini und kroch schnell auf Staraptor zu, ein Eisstrahl nach dem anderen verfehlten es.
      „Nein Mampfaxo! Hör auf!“, rief der Trainer erschrocken, doch zu spät, Mampfaxos Eisstrahl schoss auf Dratini zu, es wich abermals aus und Staraptor wurde getroffen. Das Flugpokemon erstarrte zu Eis und musste wieder in seinen Pokeball geholt werden.
      Nun startete Pichu einen Donnerschock, verfehlte Mampfaxo jedoch.
      „Vorsicht, Mampfaxo! Hinter dir ist Sandan!“
      Das Bodenpokemon rannte auf Mampfaxo zu und griff mit Durchbruch an. Doch Mampfaxo reagierte schnell und konterte mit Eishieb. Einen Augenblick lang kämpften die beiden Pokemon darum, wer den Kraftakt gewinnen würde, ehe der Sieger feststand. Sandan konnte dem Druck Mampfaxos nicht standhalten und wurde zurückgeschleudert. Pichu setzte zu einem Ruckzuckhieb an und traf Mampfaxo trotz dessen hilfslosen Ausweichversuch, gefolgt von einem Donnerschock.
      „Mampfaxo!“, rief der Trainerm doch sein Pokemon schüttelte sich und schlug Pichu mit einem Wuchtschlag beiseite.
      „Los! Eisstrahl auf Dratini und dann Eishieb!“
      Dieses wich dem Eisstrahl schwerfällig aus und entkam dem Eishieb nur knapp.
      „Schnell! Wuchtschlag!“
      Die Attacke traf Dratini knapp.
      Die Drachenschlage schrammte über den steinigen Boden und schrie schmerzerfüllt auf. Einige Schürfwunden machten sich bemerkbar.
      Nicht nur Dratinis Energie wurde leer, sondern auch die der anderen kämpfenden Pokemon. Auch Mampfaxos Bewegungen wurden deutlich langsamer.
      Pichu und Sandan rappelten sich auf. „Sandan?“
      „Hm?“
      „Kannst du mich zu Mampfaxo werfen? So wäre ich schneller!“
      „Ja, ich denke schon.“
      „Dann warte kurz!“, meinte Pichu dankbar und hastete zu Dratini.
      „Alles in Ordnung?“, fragte es.
      „Ja, geht schon.“
      „Kannst du mir einen Gefallen tun?“
      „Was denn?“
      Pichu erzählte Dratini den Plan und lief dann zurück zu Sandan.
      „Mampfaxo, hier!“, rief der Trainer derweil und warf Mampfaxo einen Pokeriegel hin. Dieses aß ihn genüsslich und demonstrierte seine wiedergewonnene Kraft.
      „Also los!“, meinte Pichu.
      Sandan konzentrierte sich kurz, packte Pichu und schleuderte es zu Mampfaxo. Im selben Moment schoss Dratini einen Feuerodem von der anderen Seiten ab. Pichu ließ seine Elektrizität um seinen Körper wandern.
      „Ts, Mampfaxo, duck dich!“
      Es gehorchte und der Feuerodem prallte mit voller Wucht gegen Pichu.
      „Pichuuu!!!“, kreischte Mara.
      Siegessicher steuerte Pichu auf Mampfaxo zu, nun von Elektrizität und einem Feuerodem umgeben.
      Als das Normalpokemon merkte, dass der Feuerodem weg war, stellte es sich wieder auf und ehe sein Trainer es warnen konnte, traf die Elekromaus. Mampfaxo war sofort K.O. Pichu schlitterte noch wenige Meter hinter seinem Gegner und stoppte dann keuchend. Der Rest seiner Elektroattacke durchfuhr noch den kleinen Körper und auch die Feuerodemattacke hatte ihre Spuren an Pichu hinterlassen.
      Der Trainer starrte fassungslos auf sein letztes Pokemon, rief es wütend zurück und stapfte dann wortlos weg.
      „Wenigstens ist er soweit fair“, seufzte der Wärter und besprühte die 3 angeschlagenen Pokemon mit einem wohltuenden Trank. „Gut, dass es jetzt vorbei ist, ich werde wieder zurück gehen und Rihorn und Glurak in ein PokemonCenter bringen.“
      Mara nickte erleichtert und bedankte sich für die Hilfe des Wärters.
      „Pichu“, begann Dratini. „Du hast dich tapfer geschlagen und einen genialen Einfall gehabt, wie versprochen bekommst du eine Schuppe von mir.“
      Das Drachenpokemon seufzte.
      „Hey! Was schimmert denn da?“, fragte Mara und lief einige Meter von Dratini, Sandan und Pichu weg.
      Sie hob etwas auf, während Dratini auf die Schürfwunden blickte.
      „Natürlich“, stutzte es dann.
      „Was ist?“, fragte Pichu.
      Dratini kroch zu Mara ohne dem kleinen Elektropokemon zu antworten.
      „Das ist doch eine Schuppe von dir?“, fragte sie und Dratini bejahte mit eine nicken.
      „Darf ich sie behalten?“
      Das Drachenpokemon schüttelte den Kopf und nickte zu Pichu hinüber.
      „Ach das brauchte Pichu von dir?“
      Diesesmal bejahte es und kroch zurück zu der Elektromaus.
      „Als Mampfaxo mich getroffen hatte und ich mir diese Wunden geholt habe sind ein paar Schuppen abgefallen. Es wird eine Weile dauern, bis sie nachgewachsen sind, doch dafür haben wir diesen rücksichtslosen Trainer von hier vertrieben. Nun geh, Mara hat eine meiner Schuppen gefunden, hol sie dir.“
      Pichu nickte dankbar und lief zu Mara.
      „Hier Pichu“, sagte das Mädchen freundlich und streckte den Elektropokemon die kleine Dratinischuppe entgegen.
      Dieses nahm das Präsent an und lächelte, ehe Pichu sich verwirrt umsah.
      „W-Wo… wo ist meine Tasche?“, stammelte es entsetzt. „Da sind all meine Sachen drinnen!“
      Wortlos hetzte Dratini sofort ins Wasser.
      „Was ist denn los, Pichu?“, fragte Mara.
      Doch dieses konnte dem Menschen nicht erklären was es suchte, nahm die Schuppe sanft zwischen die Zähne und suchte den gesamten Platz ab. Wann hatte es die Tasche verloren? Es war derart in den Kampf vertieft, in die Sorge um Sandan, in die Bedingung von Dratini, dass es nicht mehr nachvollziehen konnte, seit wann die Tasche fehlte.
      „Was Pichu wohl sucht?“, fragte sich Mara.
      „Ich hab sie!“, rief Dratini aus dem See.
      Pichu blickte sich erfreut um und kam der Schlange, welche aus dem See schwamm, entgegen. Dankbar nahm es die triefend nasse Tasche, steckte die Schuppe in eine kleine Innentasche und holte den kleinen Zettel heraus.
      „Er ist ganz nass!“
      Vorsichtig öffnete Pichu das gefaltene Papier, doch es erkannte nur noch vereinzelt die verschwommen Umrisse von Buchstaben.
      „Was war das?“, fragte Sandan.
      „Auf dem Zettel hatte ich alles aufgeschrieben, was ich brauche für die Medizin meinens Papas... und...“, erklärte Pichu und versuchte das letzte zu entziffern, „Teocr – Ar?t?s... Ich kanns nicht mehr lesen!“
      „Versuch dich zu erinnern, Pichu!“, meinte Dratini.
      „Hmm“, grübelte Pichu und schloss konzentriert die Augen.
      So verharrte es wenige Augenblicke, bis es ihm wieder einfiel, „Eine Feder von Arktos von irgendeiner Insel…“
      „Seeschauminsel?“, fragte Dratini.
      „Ja genau, weißt du, wo sie sind?“
      Mara kam zu ihnen und meinte: „Es war irre spannend, aber es ist schon spät, die Sonne geht schon unter und ich muss jetzt gehen, hat mich gefreut, dich kennen zu lernen, Pichu.“
      Daraufhin streichelte Mara die drei Pokemon nochmal grinsend und kraulte schließlich nocheinmal Pichu an einem Ohr. „Viel Glück auf deinem weiteren Weg!“
      Pichu nickte zufrieden und tätschelte zum Abschied Maras Hand.
      Daraufhin ritt Mara auf Galoppa Richtung Safarizone-Ausgang.
      Dratini erklärte den Weg zu den Seeschauminseln, meinte jedoch, dass Pichu irgendeine Möglichkeit finden müsste, über das Wasser zu kommen.
      „Wenn du willst kann ich dich noch bis zum Strand begleiten“, schlug Sandan vor.
      „Gerne!“, freute sich Pichu.
      „Ich danke dir für Alles“, flüsterte die Elektromaus zu Dratini.
      „Viel Glück auf deiner Reise“, entgegnete das angesprochene Pokemon lediglich und verschwand dann im See.
      Pichu sah der Schlange nach, ehe sein Magen zu knurren begann un die Erschöpfung sich bemerkbar machte.
      „Wir sollten was essen und dann erst mal schlafen“, grinst Sandan.
      Das Elektropokemon nickte, sie suchten einige Beeren, aßen gemütlich und suchten sich einen weichen, moosigen Platz, geschützt unter einer Hecke. Ein wenig erzählte Pichu noch von seiner Heimat, ehe die beiden in der angenehm warmen Sommernacht einschliefen.

      Nächstes Kapitel: Tag 5-1 >>>


      Der Countdown steht bei null... im nächsten Kapitel nehmen wir eine Perspektive dazu... ;)



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      So. Kommen wir - auch wenn viel Zeit vergangen ist, bis es jetzt weiter geht - zum Wendepunkt oder eher.... zum Beginn der Wende.
      Soviel sei gesagt... ;)

      Tag 5 - 1

      Pichu wurde durch einen sanften, kühlen Tautropfen geweckt, der auf die kleine Nase tropfte. Verschlafen setzte es sich auf, reckte sich und gähnte. Dabei rüttelte es viele andere Tautropfen von dem Gebüsch, unter dem Pichu und Sandan geschlafen hatten.
      Sandan sprang erschrocken aus dem Gebüsch und rief entsetzt: „Wer? Wie? Wo? Was? ATTACKE!“
      Pichu starrte Sandan verdutzt an, welches noch wenige Sekunden in kampfbereiter Position verharrte, ehe es merkte, dass es völlig umsonst so aufgesprungen war und nur von ein paar feuchten Tropfen Tau aus dem Schlaf gerissen wurde.
      Stumm senkte Sandan seine Fäuste und lief vor Scham rot an.
      „Äh... Guten Morgen Sandan“, hob Pichu schließlich skeptisch eine Braue.
      „Morgen!“, erwiderte das Bodenpokemon und kratzte sich peinlich berührt am Kopf. „Hast du Hunger?“
      Die Elektromaus nickte und kroch unter der feuchten Hecke hervor.
      Der Himmel erstrahlte noch in einem hellen Morgenrot, die Sonne war noch nicht ganz aufgegangen. Pichu schüttelte die Nässe von seinem Fell und folgte Sandan dann zu einem Beerenfeld.
      „Hier, Sinelbeeren“, gab Sandan eine der eben geplückten Beeren an Pichu ab.
      „Davon nehm ich mir ein paar mit!“, beschloss Pichu nach dem Verzehr erfreut, sammelte verschiedene Beeren und verstaute sie in der Tasche.
      „Was ich dich gestern schon Fragen wollte...“, begann Sandan und kaute genüsslich die Beere.
      „Hm?“
      „Was ist das eigentlich für eine Kappe auf deinem Kopf, so was sieht man nicht sehr oft!“
      „Die ist von meinem Papa...“, seufzte Pichu, „Sie ist aus Fäden gemacht, die aus Pirsifbeeren erworben wurden... Papa hat mir oft von solchen Kappen erzählt, die sind so nützlich! Sie schützen vor Gift!“
      Sandan biss in eine Tamotbeere. „Wuahha! Is die scharf!“
      Hustend torkelte Sandan zum See und versuchte mit einigen Wasserschlücken das brennende Gefühl in seinem Hals zu löschen.
      „Wasser hilft nicht!“, grinste Pichu, pflückte rasch eine Saimbeere und huschte flink zu der Erdmaus. „Hier, Saimbeeren sind trocken, das wirkt besser!“
      „Danke“, keuchte Sandan und kaute ungeduldig die Beere.
      Während es die trockene Beere aß, ließ Pichu seine Beine im Wasser taumeln und kaute an einer süßen Eipfelbeere.
      „Wir sollten gehen, bevor die Trainer hierher kommen, sonst ist die Gefahr, dass man uns fangen will viel zu hoch.“
      Pichu nickte etwas ängstlich und stand auf.
      „Keine Angst, Kleine“, beruhigte Sandan das Elektropokemon und nahm es an den kleinen Pfoten. „Du brauchst doch nur noch die Arktosfeder! Wenn du es bis hier her geschafft hast, dann schaffst du die letzte Phase auch!“
      Pichu lächelte leicht und ließ sich von Sandan zum Ausgang der Safariezone führen.
      „Ich hab da einen guten Freund am Meer“, erklärte Sandan, während die zwei Freunde durch Fuchsania City rannten. „Sie wird dir sicher helfen zu den Seeschauminseln zu kommen!“
      „Danke!“, freute sich Pichu.
      Doch im Grunde war das kleine Elektropokemon etwas deprimiert. Im Prinzip hatte es gar nichts alleine geschafft. Ohne Knilz wäre es bereits am ersten Tag hängen geblieben. Dank Tauboga kam es am Vertaniawald an, Fukano brachte es zum Mondberg und Arkani nach Lavandia. Ein seichtes Lächeln schlich über Pichus Gesicht. … Zumindest fand es sich im Mondberg und in Lavandia alleine zurecht. Aber auf dem Weg zur Safarizone konnte es nur mit Sandans Hilfe flüchten. Ein Seufzen entglitt der Elektromaus. Und ein Mensch musste ihr auch Helfen.
      „Pichu?!“, fragte Sandan ungeduldig.
      „Hm?“, schrak Pichu auf und sah das Bodenpokemon fragend an.
      „Für ein so kleines Ding bist du ganz schön stark... ich muss gerade an den Kampf von gestern Abend denken, das war echt toll“, meinte die Erdmaus und grinste seine Begleiterin an.
      „Meist du echt?“
      Sandan nickte ehrlich und Pichu merkte, dass es stimmte. Es war wirklich um einiges stärker geworden und so fasste es wieder Mut und rannte noch schneller.
      „Komm schon, Sandan! Wir müssen uns beeilen!“, wandte es sich an das langsamere Bodenpokemon.
      Dieses lachte auf und versuchte Pichu einzuholen.
      Prustend lachend erreichten die zwei den Strand und lagen nun erschöpft im warmen Sand.
      „Ich hab lang nich mehr so lachen können“, gestand Pichu.
      „Die ersten Menschen werden bald auftauchen“, meinte Sandan und stand auf. „Ich bring dich gleich mal zu Aquana.“
      Pichu nickte und folgte Sandan zu einem Haufen Felsen, der sich aus dem Wasser erhob. Das Bodenpokemon hüpfte geschickt von einem Fels zum anderen und hielt schließlich auf einem Felsen direkt über dem Wasser an.
      „Aquana?“, fragte es in das ruhige Meer hinein.
      Pichu kletterte Sandan nach und beobachtete vom Felsen neben Sandan aus, wie sich ein Schatten der Wasseroberfläche näherte.
      Langsam erhob sich ein blauer Kopf aus dem Wasser.
      „Hab ich dich geweckt?“, fragte Sandan ironisch und tätschelte Aquana sanft am Kopf.
      „Ich hab den Sonnenaufgang beobachtet“, meinte Aquana verträumt und ihr Blick fiel gen Osten, wo die fast ganz aufgegangene Sonne in einem schimmernden Rot leuchtete.
      „Kannst du Pichu helfen zu den Seeschauminseln zu kommen?“
      Aquana wandte ihren Kopf zu der Elektromaus und sah es mit klarem, sanften Blick an, „Natürlich helfe ich, aber wissen, was Pichu dort braucht möchte ich schon... die Inseln sind ein gefährlicher Ort und für ein nicht-Wasser-Pokemon erst recht.“
      Aquana sah das kleine Pokemon erwartungsvoll an.
      Pichu erzählte von dem, was seinem Vater geschehen war, was es für Moorabbel tun musste, um die Medizin zu kriegen und erklärte, dass es nur noch die Arktosfeder brauchte.
      Aquana sah Pichu prüfend an.
      „Weißt du, worauf du dich einlässt?“
      „Nicht ganz“, kratzte sich das Elektropokemon mit einem peinlichen Grinsen am Kopf. „Aber ich weiß, dass ich es versuchen muss. Es ist meine einzige Chance, Papa zu helfen.“
      Einen Momen lang ruhte Aquanas sanfter Blick auf Pichu, ehe es entschlossen nickte, sich wortlos seitlich zu Pichu drehte und erwartete, dass dieses den kühlen Rücken des Wasserpokemon besetzte.
      „Danke für alles Sandan!“, verabschiedete sich Pichu.
      „Kein Problem, ich muss dir auch danken! Viel Glück“, meinte Sandan, klopfte Pichu freundschaftlich auf die Schulter und gab ihm einen heimlichen Stups, damit es endlich Aquanas Rücken betrat.
      Sandan setzte sich auf einen Felsen und sah Pichu und Aquana nach.

      Es versank in Gedanken und merkte dabei nicht, dass sich ihm ein fremdes Pokemon rasch näeherte

      „Verdammt. Zu Spät“, knurrte es unbemerkt, als es einige Meter von Sandan entfernt hechelnd zum Stehen kam.
      „Du hast Pichu auch geholfen?“, fragte das Pokemon schließlich lauter.
      Sandan schrak auf und betrachtete dieses misstrauisch. Ein Fukano, das scheinbar weiter gelaufen war, um hierher zu kommen. „Warum willst du das wissen? Wer bist du überhaupt?“
      „Ich habe Pichu zum Mondberg gebracht und mein Bruder hat Pichu bis nach Lavandia begleitet. Keine Panik, Sandan...“
      „Woher will ich wissen, dass das stimmt?“
      „Woa... ganz schön misstrauisch...“, grinste Fukano und legte sich neben das Bodenpokemon. „Selbst wenn ich ein Feind von Pichu wäre könnte ich ihm momentan nichts tun, ich bin ein Feuerpokemon und somit sowohl wegen des Wassers als auch wegen deinem Typ klar im Nachteil... aber deswegen ich bin nicht hier, mich beunruhigt da etwas...“
      „Ach ja?“
      Fukano starrte auf das schimmernde Wasser, „Ja... es geht um dieses Moorabbel....“
      „Es will Pichu doch helfen, oder? Ich kenne es nicht. Warum erzählst du mir das?“
      Unbeeindruckt von Sandans Worten sprach Fukano weiter. „Ich kann es Pichu nicht mehr sagen, ich habe das Gefühl, als ob mit Moorabbel etwas nicht stimmt! Ich glaube es nutzt Pichu aus.“
      Eine unendliche Leere verbreitete sich in Sandans Körper als es das hörte, „W... wer… warum sollte...?“
      „Ich weiß es nicht“, gestand Fukano. „... Das versuchen wir herauszufinden. Also… wir haben einen Verdacht, aber… … Hilfst du uns?“
      Sandans Körper wurde schwer, es starrte auf eine unbekannte Leere weit hinter dem Horizont.
      „Hey, Sandan?“
      Fukano klopfte Sandan auf den Kopf.
      „Was?“, schrie dieses entsetzt.
      „Ich weiß nicht, ob meine Vermutung stimmt... aber wenn Moorabbel wirklich...“
      Im nächsten Moment schlug Sandan Fukano mit einer Durchbruchattacke nieder. „Woher willst du das wissen? Mach die Hoffnungen doch nicht kaputt!“
      Das Hundepokemon fing sich an einem Felsen wieder, sprang sogleich ab und presste die Erdmaus mit seiner Pfote gen Felsen.
      „Hör mir doch einfach erst mal zu!“, rief es ungehalten. „Ich wünschte auch, dass ich mich irre! Die Sachen, die Pichu besorgen soll werden in der Tat für eine Medizin verwendet, allerdings fehlen dazu noch Dinge, die man nicht in Kanto findet! Aber die fünf Dinge alleine werden für anderwertige Dinge verwendet!“
      „Für was denn?“, murrte Sandan unter Fukanos Pfote. „Will Moorabbel etwa die Weltherrschaft an sich reißen??“
      Fukano knurrte angewidert, hob seine Pfote und sprang auf den nächsten Felsen. „So viel ich rausfinden konnte will sich Moorabbel an den Menschen rächen.“
      „Das macht keinen Sinn, Fukano! Hör auf so einen Scheiß zu reden!“
      „Pichu können wir eh nicht mehr aufhalten... das will ich auch gar nicht, aber wir können der Kleinen beistehen, wenn es sich wieder mit Moorabbel trifft, dann können wir eingreifen, falls meine Vermutung stimmt.“
      Sandan starrte stumm zu Boden.
      Fukano atmete tief ein, beruhigte sich und gesellte sich wieder zu Sandan. „Kommst du mit? Hilfst du uns, falls Moorabbel wirklich so falsch ist?“
      Das Bodenpokemon stand auf, holte einmal tief luft und streckte seine Schnauze Fukano entgegen.
      „Worauf du Gift nehmen kannst!“


      Nächstes Kapitel: Tag 5-2



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      lang, lang ists her, aber ich geb der Geschichte noch ne Chance :)
      Dann geht es nun also weiter, mit dem nächsten Gegenstand, den Pichu zu erreichen versucht: Eine Arktosfeder. Doch zuerst fordert die Geschichte ihren ersten Tribut...
      (und ich erinnere nochmal: die geschichte ist alt und das ist im Schreibstil erkenntlich xD)

      Tag 5-2

      Von alledem wusste das kleine Pichu natürlich nichts und steuerte auf Aquanas Rücken geradewegs auf die Seeschauminseln zu.
      „Bist du sicher, dass du das machen willst?“, fragte das Wasserpokemon nach einer Weile des Schweigens.
      „Ich muss und ich will auch...“
      „Die Seeschauminseln sind gefährlich und Arktos mächtig. Ich kann dich nur hin bringen, hinein musst du alleine.“
      „Das ist mir klar und ich will das auch alleine schaffen, ich danke dir, dass du mich hinbringst.“
      „Gerne, aber nimm dir trotzdem Hilfe. Am Höhleneingang lebt ein Karnimani, es kennt sich in den Seeschauminseln perfekt aus.“
      „Ich will aber keine Hilfe!“
      „Sei nicht dumm, Pichu. Die Seeschauminseln sind groß, die Höhlen ein reinster Irrgarten und die Wasserströmungen sehr stark! Ohne Hilfe wirst du nicht weit kommen. Und was hilft das deinem Vater, wenn du von einer Strömung weggeschwemmt wirst?“
      Pichu schwieg darauf und zog eine ernste Miene.
      So trug Aquana die Elektromaus ruhig weiter Richtung Westen zu den Seeschauminseln. Beide waren in ihre Gedanken vertieft und wussten nicht recht, ob und was sie sagen sollten.
      Pichu war die Stille unangenehm, doch sagen wollte es auch nichts. Ihm war nicht zu reden zu Mute, außerdem schien Aquana so ausgeglichen ruhig, Pichu hatte Angst, es könne das Wasserpokemon aus seine Gedanken reisen, sodass es selbst begann, in den Gedanken zu wühlen.
      „Pichu...“, sprach Aquana sanft.
      Es folgte eine Pause bis das angesprochene Pokemon die Augen öffnete. „Ich will zu den Seeschauminsel. Mir egal, wie gefährlich es ist. Ich muss diese Arktosfeder kriegen!“
      „Dein entschlossenes Herz birgt auch viele Gefahren. Pass auf, Pichu, dass es dich nicht kontrolliert…“
      Das kleine Elektropokemon starrte Aquana fragend an. Auf die Stille sprach Aquana weiter. „So sehr du deinem Vater auch helfen willst, setzte nicht zu viel aufs Spiel... Wir sind da.“
      Aquana stieg aus dem Wasser, ließ Pichu von dem Rücken gleiten und setzte das Gespräch fort. „Bist du dir wirklich sicher, dass du das machen möchtest? Ich würde dir gerne helfen, aber ich kann nicht. Ich weiß nur, dass die Seeschauminseln sehr gefährlich sind, doch ich kenne mich nicht darin aus.“
      „Ich bin mir ganz sicher, ich will und muss das schaffen und ich lasse mich davon nicht abhalten“, entgegnete Pichu ernst und betrachtete den düsteren Eingang, welcher in das Innere der Höhle führte.
      „Wie du willst, doch lass dir dann wenigstens von Karnimani helfen. Karnimani lebt seit einiger Zeit auf den Seeschauminseln und kennt sich bestens aus. Um diese Zeit ist es oft direkt am Eingang der Höhle.“
      „Danke, Aquana“, bedankte sich Pichu herzlich und drehte sich um.
      „Pichu! Versprich mir, dass du nicht zu viel riskierst und auf jeden Fall Karnimani um Hilfe bittest!“, rief Aquana dem Elektropokemon nach.
      Pichu drehte sich noch einmal um, nickte dem Wasserpokemon zu und lief dann mit raschen Schritten gen Höhleneingang. Aquana sah ihm besorgt nach ehe es besorgt aufs Meer hinaus schwamm.
      Es schwamm gemächlich umher, beeilte sich nicht sonderlich und versank in Gedanken. Als es wieder am Strand von Fuchsania City angekommen war platzierte es sich auf einem sonnigen Stein. Aquana verfiel in einen Alptraum, in dem es sich in einer unendlichen Finsternis befand. Es fühlte sich leer und einsam ein. Im Traum irrte es umher, merkte das es irreal war, doch die Kälte, die Einsamkeit fühlten sich zu echt an. Dann hörte es ein hämisches Kichern, zwei Rote Augen über sich. Aquana begriff, es war in einer Traumfresserattacke gefangen.
      Das Wasserpokemon schloss die Augen, „Zeig dich schon, Geist, sei nicht feige. Ich kenne deinen Trick und er wird nicht wirken.“
      „Ts... Spielverderber“, murrte eine Stimme, „Mir doch egal, bleib in der Finsternis bis es dir was ausmacht.“
      „Du unterschätzt mich, Geist!“
      Aquana biss sich selbst in die Pfote, ignorierte den Schmerz, bis es schließlich schweißgebadet aufwachte.
      Vor Aquana stand Gengar, welches das Wasserpokemon überrascht anstarrte.
      „Ts. Warum helfen eigentlich alle so einem dummen kleinen Pokemon??“ grummelte Gengar. „Das kleine Vieh wird es eh nicht schaffen!“
      „Sei still, Gengar. Du warst es, der Pichus Vater einen solchen Schaden erteilt hat?“
      „Und wenn ich’s wäre, was geht dich das an?“
      „Vielleicht geht es mich mehr an als dich“, fauchte Aquana.
      „Was soll das?“
      „Ich glaube, ich begreife so langsam, welches Spiel gespielt wird. Ich hoffe, dass ich mich irre, aber kann es sein, dass das Moorabbel, welches Pichu Hilfe anbot, zu gleich ein anderes ist?“, überlegte Aquana, ehe es laut zu Gengar sprach. „Woher weißt du überhaupt von dem Auftrag von Pichu? Soviel ich weiß erzählte es die Geschichte nur denen, die ihm geholfen hatten.“
      Gengar stutzte. „Pah, ich habe meine Augen und Ohren überall!!“
      „Warum verfolgst du Pichu, wenn du sowieso glaubst, dass es das nicht schafft?“
      „Weil ich sehen will wie das Vieh versagt und wimmert.“
      „Deine Seele ist schwarz.“
      „Na und?“
      „Greifst du jeden an, der Pichu hilft?“
      „Nicht jeden, nur die, die wir für gefährlich halten!“
      „Wir?“, hinterfragte Aquana scharfsinnig. „Meinst du mit ‚wir’ Morrabel und dich?“
      Gengar antwortete nicht, stieg nervös geschockt einen Schritt zurück.
      „Was hat Moorabbel vor?“
      „Hör auf mich auszufragen, du Miststück!“, rief Gengar, verschwand vor Aquana, tauchte im nächsten Moment direkt vor ihr auf und schlug es mit einer Finsterfaust auf die harten Felsen.
      Aquana, noch geschwächt vom Traumfresser, rappelte sich auf, merkte dass es nicht richtig stehen konnte. Die Bisswunde in Aquanas Bein schmerzte.
      Ein Kampf entbrannte zwischen Aquana und Gengar. Beide Parteien führten kräftige Attacken aus, ließen sich nichts übrig, zeigten keine Gnade. Schließlich wurde Aquana von einer mächtigen Spukballattacke getroffen, wirbelte durch die Luft und landete unsanft auf dem Boden. Die Energie des Wasserpokemons war zu Ende, kraftlos lag Aquana auf einem breiten Stein, unfähig sich zu bewegen. Gengar kam schnaufend heran.
      „Du bist eine Gefahr für den Plan“, knurrte das Geistpokemon angewidert und legte seine Hand auf Aquanas Kopf.
      „Pichus Wille ist zu stark um gebrochen zu werden, merkt dir das, was auch immer Moorabbel vorhat, auch wenn Pichu klein ist solltet ihr die Macht dieses Pokemons nie unterschätzen!“
      Gengar lachte schallend, während es Aquana in Hypnose versetzte und ihm mit der Traumfresserattacke die letzte Lebensenergie nahm.

      Nächstes Kapitel: Tag 5-3



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    • *Hupkonzert im Hintergrund*
      yay! :sd:
      nochmal danke, dass du weiter postest und sorry, dass ich so lange nicht kommentiert hab :(

      auf jeden Fall keine erfreuliche Wendung :<
      sollte Moorabbel wirklich böse Pläne schmieden, sich an den Menschen rächen wollen und dafür gemeinsame Sache mit Gengar und Co. machen sollte, wäre das wirklich übel... Das würde nämlich bedeuten, dass es so sehr von Rache erfüllt ist, dass es Tode riskiert und sogar welche gezielt anordnet, nur um sie zu bekommen. Es würde Pichu einfach nur ausnutzen, das schließlich nur seinen Vater retten will, dessen schlechten Zustand es Moorabbel zu verdanken hätte. Was ich mich da aber frage, ist: Warum? Was hat man Moorabbel angetan, dass es so einen Hass auf Menschen hätte, der es sogar dazu verleiten würde, unschuldige Leben zu opfern und so viel Leid zuzufügen?
      Was auch interessant zu wissen wäre: Warum machen Gengar und Co. da überhaupt mit? Selbst wenn sie böse wären, wovon ich eigentlich ausgehe, könnten sie auch genauso gut Moorabbel verraten und ihr eigenes Ding drehen... oder sie warten einfach wie Moorabbel auf einen günstigen Moment, nur strengen sie sich dafür mehr an als Moorabbel :ups:
      Sollte es für die Medizin wirklich noch Sachen aus Johto brauchen, hätte Pichu, sofern die Angaben des Gesundheitszustandes seines Vaters stimmen, nicht mehr genug Zeit, sie zu besorgen, selbst wenn Moorabbel zu den Guten gehören würde ._.
      Ist auf jeden Fall gut geschrieben, Pichu ist entschlossen, die Feder von Arktos zu bekommen, während sich Aquana eben Sorgen macht. Den Kampf mit Gengar hättest du vielleicht etwas ausschmücken können, wobei das Ende des Kampfes recht traurig ist... armes Aquana ._.

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      Vielen Dank dafür!
    • Ah.. Drago. Wir sind Weltmeister, wusstest du schon? XD

      Kein Problem, solange ich weiß, dass ich auch nur eine Person dafür interessiert, poste ich gern weiter. Auch wenn sich wohl sonst keiner die Mühe machen wird die gnazen Kapitel bis jetzt zu lesen xD

      Drago, ich liebe deine Kommentare. Die Gedanken und Spekulationen der Leser mitzubekommen ist toll =3

      Leider kann ich dir aus Spoilergründen die Fragen nicht beantworten, aber ich versichere dir: Zu jeder deiner Fragen GIBT es eine Antwort :)

      Der Kampf mit Gengar: Ja, ich weiß, der Kampf hätte ausgeschmüchter sein können, aber wie gesagt ist die Geschichte alt und das Kapitel dürfte gute 6 Jahre alt sein und vor 4 Jahren mal ein wenig überarbeitet worden sein und trotzdem war ich zu dem Zeitpunkt noch nicht fähig, ordentliche Kämpfe zu beschreiben, weshalb ich sie manchmal lieber ganz weggelassen habe, wenn ich nicht wusste wie *sweatdrop* I'm sorry, aber ich wollte die Geschichte lassen, wie sie ist/war :)
      (Vllt. schreib ich bei Gelegenheit mal ne Kurzgeschichte, in dem der Kampf ausgebaut wird :3)



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