Willkommen bei Filb.de! Registrieren Passwort vergessen?

Geschichtenschublade

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Geschichtenschublade

      Herzlich Willkommen zu SanSolgaleos Geschichtenschublade!

      Hier packe ich nach und nach unterschiedliche Kurzgeschichten rein. Die Kategorien sind hier unten gelistet :)
      Es werden Geschichten, mit denen ich an Wettbewerben teilgenomen habe - hier und anders, heißt FF und Off-Topic, es werden kurze Drabbels, evt. auch Gedichte und Kurzgeschichten, die einfach so entstanden sind.

      Ich hoffe, die Geschichten gefallen euch, auf die ein oder andere Weise.

      KURZGESCHICHTEN

      Kurzgeschichten umfassen kurze Erzählungen, manchmal nur Momentaufnahmen, manchmal emotionale oder atmosphärische Ereignisketten. Sie starten oft mitten im Geschehen oder haben nur eine kurze Einleitung. Die Charaktere sind meist selbsterklärend, mysteriös oder laden um Nachdenken ein.

      Off-Topic

      Mein Versprechen
      Es ist schön, dass du lebst


      Fanfiktion





      Wettbewerb




      DRABBELS

      Drabbels sind kurze Texte, meist über ein Thema oder den Bereich eines Themas. Oft gibt es strickte Wortgrenzen. Je näher man an diese Wortanzahl herankommt, desto besser ist das Drabbel gelöst. Ich schreibe immer dazu, welche Wortzahl der Text hat.

      Drabble 001 | 250 | Bindungen#1
      Drabble 002 | 250 | Unbezwingbar#1
      Drabble 003 | 100 | Frei#1




      Das hier wird natürlich nach und nach erweitert und vervollständigt. :)

      Viel Spaß beim Lesen![/align]



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 36 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Bindungen#1


      Manchmal kommen mir die lockeren Bindungen zwischen Menschen nicht wie weiche, starke Schnüre vor, die die Gelenke sanft umschlingen und uns aneinander ziehen.
      Manchmal kommen sie mir vor wie Gewinde, Drähte. Bolzen aus Stahl und Eisen, die sich gewaltsam gegen die stemmen, die sich nahe stehen oder sich mal nahe standen.
      Manchmal bohren sich diese Bolzen in meinen Magen, wenn ich dagegen renne, weil ich völlig blind auf etwas zulaufe, auf dem ich die Worte "Vertrauen" und "Geborgenheit" lese. Und während ich röchelnd und keuchend einen Stahlbolzen in meinem Bauch gebohrt habe, starre ich auf die Worte, die sich mit der Person, auf der sie geschrieben stehen, langsam entfernen.
      Wie Rauch verschwimmen die Worte und ich beginne zu schreien und zu rufen.

      Manchmal weine ich.
      Vor allem dann, wenn sich die Worte nicht einfach auflösen, sondern umformen. Zu Dingen wie "Misstrauen", "Angst", "Distanz". Und für jedes dieser neuen Worte rammt sich ein weiterer Bolzen in meinen Körper, bis ich keine Kraft mehr habe, dagegen zu drücken und meine Schreie und Hilferufe nicht mehr als ein leises, erbärmliches Wimmern geworden sind.
      Weit vor mir ist nur noch ein Schatten, dessen früheres Original ich mal kannte, umschwärmt von rauchigen Worten, inmitten eines dichter werdenden Nebels, die mich verhöhnen. Auch wenn die Bolzen aus meinem Körper gleiten, bleibt mein Blick auf das gerichtet, was ich verloren habe.

      Dann sacke ich auf die Knie.
      Ich kann mich nicht erheben. Harte Drähte lähmen meine Glieder.
      Bitte, bitte ... werdet wieder weich.

      Es ist kalt. Eiskalt.



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Danke, Danke, Vielen Dank! .. oder so xD

      Hier mache ich jetzt einfach mal weiter mit der ersten Wettbewerbs-Geschichte, die ich auf Filb geschrieben habe, knapp nen Monat nachdem ich mich angemeldet habe :)



      Der Aufstieg



      Die Feuerbrunst fegte über den Kampfplatz der Pokemonliga und erhitzte die flackernde Luft des Stadions. Das war sein letzter Kampf. Das Finale.
      Ja, dieses Mal musste er es schaffen, er wollte es. Angestrengt sah er sich in das tobende Flammenmeer, während sein Glurak keuchend und schnaufend vor ihm landete.

      Halte durch, mein Freund!

      Die Worte wären im Zischen und Knistern des Feuers niemals an seinen Partner herangekommen, daher dachte er sie lediglich.
      Langsam legten sich die Flammen und die angespannte Stille des Publikums zehrte an den Nerven des rothaarigen Trainers. Ihm war es lieber, wenn die Menge tobte und brüllte. Diese Stille machte ihn nervös.
      Ungeduldig scharrte das Feuerpokemon mit seinem Fuß über den Boden.
      „Ruhig, Großer“, sprach der Trainer dem Drachen zu und bemerkte in diesem Moment, dass er selbst ruhiger werden musste.
      Die Kontrahenten in diesem Kampf waren bei ihren letzten Pokemon angelangt und beide hatten erbittert gekämpft. Der Rothaarige wusste, er musste jetzt zur Ruhe kommen, seinen Herzschlag beruhigen, seine Atmung dämpfen. Damit er seinem Partner noch einmal beistehen konnte, falls der Gegner den letzten Feuersturm überstanden hatte.
      Ruhig. Ganz ruhig.
      Er schloss die Augen. Er musste dieses Gefühl wieder erhalten. Wie in der Früh, nachdem er aufgestanden war. Voller Energie und keine Aufregung. Merkwürdig. Gerade am Tag des Finales war er so außerordentlich ruhig gewesen. Als wäre es nichts Besonderes. Zum Frühstück gab es Speck mit Eiern … eigentlich wäre ihm ein einfaches Marmeladenbrot lieber gewesen, doch seine Mutter war extra aus Ebenholz City angereist, um mit ihm zu frühstücken. Und dann war da die peinliche Begegnung mit diesem Mädchen …
      Der Junge schüttelte den Kopf, als er bemerkte, wie sein Gesicht warm wurde und wohl gerade eine rötliche Farbe annahm. Kein guter Gedanke zum Beruhigen. Nach dem Frühstück … nach dem Frühstück forderte er einen Trainer heraus. Er hatte während der Liga keine Gelegenheit gehabt mit ihm zu kämpfen. Er gewann den Kampf. Und dann? …
      Einen Moment lang konnte er nicht ordnen, was bis zum Beginn des Finalkampfes passiert war, bis … ach ja. Richtig. Das Picknick.

      Er stieß ein genervtes Seufzen aus.

      Das Picknick hatte Tradition. Wenn ein junger Trainer das Finale erreichte, wurde zur Entspannung und zur Ehrung ein Familienpicknick veranstaltet. Familien. Picknick. Er. Seine Eltern. Seine Großeltern.
      Hurra.

      Nun musste er Grinsen.

      Das mit der Entspannung hatte zumindest gewirkt. Er wurde ruhiger. Nach dem Picknick traf er sich mit seinem besten Freund, dem er im Halbfinale gegenüber stand.

      Ein Brüllen riss den Trainer aus seinen Gedanken. Kreischen und Jubel überfiel das Publikum. Die grüne Fahne des Schiedsrichters zeigte das Ende des Kampfes.
      „Der Sieger der diesjährigen Pokemonwettkämpfe des Indigo Plateaus und Anwärter auf den Titel des Champs iiiiiiiiist… SIEGFRIED!“

      Sein eigener Jubelschrei wurde vom Kreischen der Menge erstickt, als er seinem Glurak freudig um den Hals fiel.
      Eine große Tür hatte sich in diesem Moment geöffnet:
      Sein Traum, Champ zu sein, rückte näher.
      Und dabei dachte er noch gar nicht daran, dass dieser Abend noch sehr lang werden würde.



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Unbezwingbar#1


      Du drehst dich von mir weg. Verlässt den Raum.
      Du sagst, du bist nur kurz weg, doch in Gedanken zähle ich.

      EINS.
      Es ist was jeder tut und machen kann, nicht verwerfliches, ist alles gut.
      Das rede ich mir ein und mit jedem Mal schmeckt dieser Satz bitterer.

      ZWEI.
      Ich werde wachsam, achtsam. Jeder weiß, mehr ist für dich nicht gut ist, du siehst es nicht.

      DREI
      Übelkeit und Hitze kriechen meinen Körper hoch. Noch ist es nicht schlimm, ich rede mir ein, danach ist Schluss. Drei ist das Ende.

      VIER.
      Was in meinem Körper brodelt steigt langsam zu Angst und Panik auf. Ich dämpfe sie, drücke sie runter. Jetzt ist es gut und du weißt das, sage ich mir.

      FÜNF.
      Wut und Trauer mischen sich dazu. Warum machst du weiter? Warum hörst du nicht? Willst du, das es wieder so endet? Und sich wiederholt? Ich kann dich nicht erreichen. Bist du mir böse, wenn ich es versuche?

      SECHS.
      Das Gewirr aus Gedanken und Emotionen schiebt sich übereinander und hinterlässt nichts weiter als einen lustlosen Klumpen Übelkeit in mir. Tränen, die niemand versteht, die du nicht verstehst. Denn für dich ist alles normal. "Das machen andere auch."

      SIEBEN.
      Mein Körper fühlt sich leer und lustlos an, mir ist alles zu viel. Meine Gedanken sind bei dir, doch du hörst nicht auf. Vielleicht weißt du, wie es mir geht, aber du verstehst es nicht.
      Du reagierst nicht mehr auf mich.
      Und machst weiter.
      Es geht weiter.
      Immer weiter.
      Bis zum Ende.



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Der erste einer ganzen Reihe von FanGeschichten-Wettbewerben zu meinen Startzeiten auf Filb, an denen ich aktiv mitorganisiert habe - viel Spaß mit


      Drei Phasen


      Erhaben saß er dort auf der Anhöhe, drei oder gar vier Meter über dem steinigen Kampffeld der Arena. Ein Maunzen drang zu seinen Ohren, als das beigefarbene Katzenpokemon sich schnurrend an sein Bein schmiegte.Lässig ließ er seine kräftige, große Hand zu dem weichen Katzenkopf gleiten und fuhr sanft darüber. Doch seine Mimik gab alles andere als die Weichheit dieser Bewegung wieder. Kalte Augen, die niemals Gnade walten lassen, in einem Gesicht, das die Kennzeichen des bereits viele Jahre ausgewachsenen Mannes in sich trug, und ein verschlagenes Lächeln,
      das im Halbdunkeln auf den Kampfplatz herab glomm. Doch jeneGesichtszüge konnten von dem mutigen Herausforderer nicht wahrgenommen werden. Zu trist war das Licht in dem oberen Geschoss der Arena, welches
      wie eine Tribüne über dem Platz und den Trainern thronte, die sich hier, vollkommen auf sich allein gestellt, in die außen bewachte Arena wagten.

      „Ich bin der Arenaleiter von Vertania City und wer bist du?“ Nahezu belustigt war der Klang seiner rauen Stimme. Seinen Namen hielt er nicht für erwähnenswert, in diesem Arenakampf ging es allein um Macht.
      Seine Macht.
      Sein Name allein war Macht. Giovanni.
      Das war ein Name, der in weiten Teilen Kantos und Johtos bekannt war, womöglich darüber hinaus.

      Und doch kannten nur wenige das dazugehörige Gesicht. Wie schon so viele vor ihm ließ der junge Trainer seinen Namen und sein offensichtliches Anliegen durch die Halle verlauten, doch mit diesen Details befasste sich die Gedankenwelt des Arenaleiters nicht im Geringsten. Ein leises, kurzes Lachen verdeutlichte dies. Er schien den
      Sieg mit einem tiefen, jedoch zufriedenen Atemzug bereits eingesogen zu haben, ließ nun von dem stolzen Snobilikat zu seiner Rechten ab und griff nach einem Pokéball.
      „Gut, ich akzeptiere deine Herausforderung, enttäusche mich nicht“,drang die bedachte, kühle Stimme des Älteren auf das Kampffeld hinab und ein spöttisches Lächeln schlich über sein Gesicht. „Jeder setzt drei Pokémon ein. Hat einer kein kampfbereites Pokémon mehr, ist der Arenakampf vorbei. Es gibt keine zeitliche Begrenzung.“
      Nun, da die Regeln mit rauer Härte ausgesprochen waren, betätigte der im Halbdunkeln Sitzende einen Knopf an dem Ball in seiner Hand. Dieser öffnete sich und entließ in einem roten Strahl das erste Pokémon des Arenaleiters.

      „Los, Geowaz.“
      Zeitgleich zu dem Aufruf materialisierte sich die große, klobige Kugel in dem roten Lichtstrahl. Steinerne Panzerplatten rund um den Körper formten sich, zwei stramme, bodenständige Beine ragten heraus, festigten sich auf dem erdigen Untergrund. Ein grimmiges, rotes Augenpaar öffnete sich auf dem kleinen Kopf und zwei kräftige Arme richteten sich,
      begleitet von einem furchteinflößenden Brüllen des Gesteinpokémon, seitlich auf.
      Der Herausforderer überlegte nicht lange und befreite mit einer enthusiastischen Wurfbewegung seinen Kampfpartner.
      „Ha, das wird einfach! Starmie, du bist dran!“
      Das Lächeln des Arenaleiters schwand trotz des mehrfachen Typennachteils nicht im Geringsten. Hinsichtlich seines Plans stieg das wohltuende Gefühl der Macht in ihm an.
      „Geowaz, Intensität.“
      Ohne Zögern leitete das Pokémon die Attacke ein, hob konzentriert einen Fuß an, um ihn anschließend kraftvoll auf den felsigen Kampfboden hinab zu stoßen. Nur einen Augenblick zuvor befahl der Herausforderer eine Ausweichbewegung im Sprung, an dessen Anschluss das lila Sternpokémon einen mächtigen Wasserstrahl abschoss. Die Hydropumpe traf ins Schwarze, ließ das anfällige Geowaz aufstöhnen, sich dagegenstemmen und schließlich taumeln. Das Taumeln endete in einem heftigen Aufprall an der Wand.
      „Waaaz…“, glitt das Pokémon benommen zu Boden und war nicht mehr fähig, sich zu regen.
      „Geowaz ist kampfunfähig! Starmie hat gewonnen!“, schallte die Ansage des offiziellen Kampfschiedsrichters durch die Halle, was den Jungen erfreut aufjubeln ließ, seinem Gegner jedoch nicht das verschlagene Lächeln aus dem Gesicht fegte.
      Phase Eins des Plans war erfolgreich.
      Sollte er ruhig das Pokémon besiegen, sollte er sich nur siegessicher fühlen, sollte er ruhig auch den nächsten Gegner besiegen. Das, was in der dritten Phase kommen sollte, würde Giovanni eine wahre Genugtuung sein. Um sein junges
      Gegenüber zu demütigen, ihm seine Macht zu offenbaren, schien es ihm vollkommen legitim, zwei seiner Kampfwerkzeuge zu opfern, mit ihren Niederlagen Mut und Triumph in den Trainer zu säen, nur zu jenem Zweck all das auf brutale Weise wieder zu zerschmettern.

      Wortlos sog er den Koloss zurück in den Pokéball, steckte ihn in die Innentasche seines orangenen Jacketts und wählte mit bedacht sein nächstes Werkzeug.
      „Nicht schlecht“, lobte der Arenaleiter den ersten Sieg des Trainers und lächelte hinter dieser Fassade ein zufriedenes Lächeln. „Versuch, es mit diesem Pokémon aufzunehmen.“
      Wohl überlegt musste die Wahl sein, er wollte den Kampf schließlich nicht vor der dritten Phase beenden. So sehr es ihn auch unter den Nägeln gejuckt und gereizt hätte, mit seinem Nidoqueen das umher tänzelnde Starmie dort unten auf dem Kampfplatz per Donnerattacke stillzulegen, entschied Giovanni sich für Kingler. Das große Krabbenpokemon stierte sein Gegenüber feindselig an und klappte einige Male angriffslustig mit seinen Scheren.
      „Das wird ein Kinderspiel!“, lachte der Herausforderer und rief sein Starmie zurück. „Hast du toll gemacht, Kumpel. Aber jetzt ist Elevoltek dran!“
      Nun also ein entwickeltes Elektek. Seine Hausaufgaben in Sachen Typenvorteil schien der junge Trainer gemacht zu haben. Das kam dem Arenaleiter nur entgegen. Je schneller Kingler besiegt war, umso größer war der vorschnelle Triumph seines Gegenübers, desto höher stieg er in seiner Selbstüberschätzung und desto tiefer würde er in Phase Drei
      fallen. Mehr erzwungen gab Giovanni einen halbherzigen Befehl zum Angriff. Kingler stieß kampflustig auf das gelbe Pokémon zu, holte zum Schlag aus.
      „Donnerschlag, schnell!“
      Zufrieden beobachtete Giovanni den Enthusiasmus des Trainers, wie er mit zu Fäusten geballten Händen mitfieberte und die Bewegungen der Kontrahenten gespannt verfolgte. Beide holten aus, beide sammelten ihre Kräfte, beide schlugen zu. Die aufglühende Scherenhand prallte wuchtig gegen die von Blitzen umschlungene Faust, erzeugte ein atemberaubendes Spannungsfeld, ließ die Luft knistern. Ein Pulsieren ging von dem Aufprall der Attacken aus und wirbelte schlagartig Staub auf. Der Trainer stemmte sich gegen die Druckwelle, rief den Namen seines Partners aus. Ein dumpfes Geräusch und ein Aufstöhnen drangen aus der Staubwolke, die sich langsam lichtete.
      Aufrecht und stolz ragte die Silhouette des kräftigen Elektropokemon aus dem tristen Nebel, einige Meter weiter war wenige Augenblicke später das deutlich angeschlagene Kingler zu erkennen. Schnaufend hing es über dem Boden, hatte sich aufgerafft, wollte weiterkämpfen, wollte diesen aussichtslosen Kampf bestreiten.
      Doch sein Trainer nannte keinen Befehl.
      Stattdessen begutachtete er lächelnd, wie der Herausforderer den Gnadenstoß befahl und Elevoltek diesen ausführte.
      Phase Zwei erfolgreich abgeschlossen.
      „Elevoltek hat gewonnen!“
      Ein erneuter Freudensprung, in Folge dessen der Trainer seinem Pokémon um den Hals fiel und es stolz und grinsend umarmte. Unter einem silbenlosen Lachen sog der Arenaleiter Kingler zurück und erwartete die Reaktion des Trainers, der sich von seinem Partner löste und siegessicher zu Giovanni aufsah.

      „Wollen Sie wirklich weiterkämpfen? Ich kann gar nicht mehr verlieren. Sie haben nur noch ein Pokémon, damit können Sie nicht mehr gewinnen!“, erfragte er unterschwellig den sofortigen Erhalt des Erdordens.
      „Glaubst du das wirklich, Kleiner?“
      Eine seltsame Ruhe und ein Hauch von Spott lag in der dominanten Stimme.
      Langsam erhob sich der Erwachsene.
      „Klar, ich bin so weit gekommen, da geb ich jetzt nicht klein bei! Darauf können Sie wetten!“
      „Voltek!“, bekräftigte das Elektropokémon die Worte seines Trainers.
      Sehr schön. Eine Hand lässig in der Hosentasche verstaut, die andere neben dem aufrechten Oberkörper, trat der Arenaleiter an das Tribünengelände heran, lächelte sein verschlagenes Lächeln und blickte mit seinen eisigen Augen auf den von Stolz und Siegeswillen umschlungenen Herausforderer. Licht flutete das Erscheinungsbild des Erwachsenen, zeigte den stolzen Team Rocket Anführer in voller Größe.
      Phase Drei konnte beginnen.

      „Ein Pokémon habe ich in der Tat noch und es ist mein stärkstes. Mein mächtigstes.“
      Den Jungen mit stählernem Blick fixierend hob er seine Hand und schnippte, woraufhin sich ein Tor unmittelbar unter der Tribüne öffnete.
      Gebannt starrte der Trainer auf den sich langsam hebenden Stahlvorhang, der Stück für Stück die Sicht auf das dritte und letzte Kampfwerkzeug Giovannis in diesem Arenakampf freigab. Es stand aufrecht, auf zwei weißen Beinen, doch viel war von seinem natürlichen Körper nicht zu sehen. Eine Art eiserne Rüstung umschlang das Pokémon und ließ nur wenig Sicht auf freie Körperpartien. Sprunggelenk, der vollständige Oberkörper, der größte Teil der Arme und sogar der Kopf waren von der Maschine verdeckt. Der klobig wirkende Stahl ließ das dem Trainer vollkommen unbekannte Pokémon gefährlich, bedrohlich, mächtig erscheinen und dieser Eindruck sollte Recht behalten. Ein langer, lila Schweif
      zeigte sich hinter der Kreatur, regte sich selten, war unter Kontrolle.
      Unter Kontrolle.
      So wie der gesamte Rest des Pokémon.
      Kaum erblickte dieses den Trainer und sein Elevoltek, umgab ein blauer Schimmer seine gesamte Gestalt, im Sichtschutz des Helms leuchteten die Augen ebenso blau auf und ohne eine einzige Bewegung des von Eisen bedeckten Körpers erhob sich Elevoltek in die Luft. Sein Trainer konnte nur fassungslos zusehen, wie das massive Elektropokémon wie eine Feder mit den Psychokräften angehoben und anschließend schwungvoll gegen die Wand
      geschleudert wurde.
      „Elevoltek, nein!“

      Genugtuung und ein grenzenloses Gefühl der Überlegenheit verbreitete sich in Giovannis Körper, als er den geschockten Ausruf des Trainers hörte. Abermals verstärkte sich das überhebliche, abwertende Lächeln auf
      dem Gesicht des gnadenlosen Arenaleiters.
      „Ich sagte, es ist mein stärkstes Pokémon“, gab er anschließend von sich, zog damit die Aufmerksamkeit des geschockten Trainers auf sich und sah ihn provokativ an. „Also? Du kannst auch gerne mehrere Pokémon
      einsetzen, wenn du Angst hast zu verlieren.“
      Mit finsterem Blick biss der Herausforderer die Zähne zusammen und sah noch einmal zu Elevoltek hinüber, das von dieser einzigen, mühelosen Attacke ausgeknockt wurde.
      „I-ich hab vor gar nichts Angst! Ich zeig’s Ihnen!“
      Knurrend rief er sein Elevoltek zurück und griff an seinen trainertypischen Gürtel.
      „Dann lass uns anfangen“, belächelte Giovanni den törichten Übereifer und sah abschätzig auf die zwei Pokémon, die sich auf dem Kampfplatz materialisierten, was ein weiteres überhebliches Lächeln auf sein Gesicht schickte. „Was, ist das alles, was du zu bieten hast?“
      „Kommt schon, Starmie, Psiana, dem zeigen wir’s!“ Noch ehe die genannten Pokémon zu einer ordentlichen Attacke ansetzen konnten, umschlang der blaue Psychoschimmer ihre Gestalten und riss sie in die Höhe. Geschockt starrte der Trainer auf die Pokémon, die sich in der Luft gehalten krümmten, festigte seinen Blick auf dem schmerzerfüllt
      aufjaulenden und zuckenden Psiana.
      Und Giovanni tat nichts weiter, als sich mit verschränkten Armen an diesem Anblick zu ergötzen. Genau das wollte er sehen. Genau das erreichen. Den Sturz des Trainers erleben, wie er von seinem Hochmut, seinem vorgezogenen Triumph auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde und schmerzvoll eingestehen musste, dass nichts und niemand dieser Macht gewachsen war.
      Der Macht Team Rockets, der Macht Giovannis, der Macht Mewtus.

      „Beende es.“
      Es war der erste Befehl, den der Rocket-Boss ohne Lächeln sprach. Er drückte all die Kälte, all die Gnadenlosigkeit, all die Härte aus, die in ihm tief verankert saß, obgleich es nur zwei Worte waren. Gehorsam erhob das Werkzeug seine Hand, die sichtbar nur aus drei Fingern bestand, woraufhin die Pokémon des Herausforderers weiter angehoben wurden. Ein Zusammendrücken der runden Fingerspitzen verstärkte den psychischen Druck maßgeblich, deutlich erkennbar an dem verzerrten Ausdruck Psianas, seiner gekrümmten Haltung und dem Strecken und den vergeblichen Versuchen, sich zu winden und zu befreien, seitens Starmie. Eine letzte Bewegung des gepanzerten Arms, die die zwei Gegner mühelos hinab rauschen ließ, auf den felsigen Grund aufkommen. Hart, schmerzhaft.
      Zufrieden löste Giovanni die verschränkte Haltung seiner Arme, verstaute eine Hand abermals in seiner Tasche und strich mit der anderen über den Kopf des Snobilikat, das das Geschehen interessiert verfolgt hatte.
      Ein letzter Blick in die Wolke von aufgewirbelter Erde, ein letztes überhebliches Lächeln gerichtet an den auf die Knie gesackten, schockierten Trainer.
      „Komm wieder, wenn du stärker geworden bist.“
      Trotz der rauen, kühlen Stimme war die amüsierte Arroganz nicht zu überhören.
      Der Verlierer war zu keinem Wort und keiner Regung fähig. Noch immer starrte er auf die brutal zu Boden gegangen Pokémon, die er in den aussichtslosen Kampf geschickt hatte, provoziert durch den Arenaleiter. Dieser drehte sich um und schnippte mit seiner Hand, woraufhin sich Mewtus Tor langsam verschloss und das Licht ungeachtet des verbleibenden Trainers abgedämpft wurde. Aufrecht, erhaben, stolz verließ Giovanni den Raum, begleitet von seinem überheblichen Lächeln und seinem Snobilikat.



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • So liebe San, jetzt bekommst du einen Kommentar von mir, deine Geschichten haben ja immerhin noch überhaupt kein Feedback erhalten. Finde ich schade, da ich sie sehr gut finde.

      Solgaleo schrieb:

      beigefarbene Katzenpokemon sich schnurrend an sein Bein schmiegte
      Mauzi oder Snobilikat :ws:

      Solgaleo schrieb:

      Kalte Augen, die niemals Gnade walten lassen, in einem Gesicht, das die Kennzeichen des bereits viele Jahre ausgewachsenen Mannes in sich trug, und ein verschlagenes Lächeln,
      das im Halbdunkeln auf den Kampfplatz herab glomm.
      Ich rieche Giovanni. Der hat ein Snobilikat, ist böse und hat dieses Snobilikat auch immer mal wieder über den Kopf gestreichelt.


      Solgaleo schrieb:

      „Los, Geowaz.“
      Ein Pflanzen oder Wasser Pokémon und er hat schon mal ziemlich sicher nur noch 2 Pokémon


      Solgaleo schrieb:

      Das Lächeln des Arenaleiters schwand trotz des mehrfachen Typennachteils nicht im Geringsten. Hinsichtlich seines Plans stieg das wohltuende Gefühl der Macht in ihm an.
      Also entweder ist der Gute noch stärker als in den Spielen, oder er ist unglaublich arrogant. Ich befürchte aber ersteres.


      Solgaleo schrieb:

      Die Hydropumpe traf ins Schwarze, ließ das anfällige Geowaz aufstöhnen, sich dagegenstemmen und schließlich taumeln. Das Taumeln endete in einem heftigen Aufprall an der Wand.
      Oha, das kam überraschend. Frage mich warum er sich trotzdem für so hoffnungslos stärker darstellt. Ist es etwa der Anime Giovanni mit Mewtu? o.o


      Solgaleo schrieb:

      Um sein junges
      Gegenüber zu demütigen, ihm seine Macht zu offenbaren, schien es ihm vollkommen legitim, zwei seiner Kampfwerkzeuge zu opfern, mit ihren Niederlagen Mut und Triumph in den Trainer zu säen, nur zu jenem Zweck all das auf brutale Weise wieder zu zerschmettern.
      Kühl und berechnend. Allerdings wäre ein 3:0 Sieg doch viel besser als ein 3:2 Sieg. 3:0 hört sich nach "konnte gar nichts" an, während 3:2 sich nach "hat fast gewonnen" anhört.


      Solgaleo schrieb:

      Das kam dem Arenaleiter nur entgegen. Je schneller Kingler besiegt war, umso größer war der vorschnelle Triumph seines Gegenübers, desto höher stieg er in seiner Selbstüberschätzung und desto tiefer würde er in Phase Drei
      fallen
      Ok. Interessanter Gedankengang. Ein kleiner Sadist, unser Giovanni. Aber wenn er zwei Pokémon einfach so fast kampflos verlieren lässt, lässt er sein drittes gegen drei komplett ungeschwächte allein antreten. Bin mir nicht so sicher, ob das so eine gute Idee ist, selbst die größten und mächtigsten Pokémon sind sowohl im Anime als auch im Spiel irgendwann geschwächt.


      Solgaleo schrieb:

      Doch sein Trainer nannte keinen Befehl.
      Stattdessen begutachtete er lächelnd, wie der Herausforderer den Gnadenstoß befahl und Elevoltek diesen ausführte.
      Phase Zwei erfolgreich abgeschlossen.
      Unfair. Sein Pokémon einfach so zu opfern, ihm nicht mal die Chance zu lassen. Wenigstens seine eigenen Pokémon könnte er gut behandeln. Das haben selbst N und die meisten Antagonisten getan. Selbst Cyrus, dessen Iksbat sich nur durch Zuneigung entwickeln konnte.


      Solgaleo schrieb:

      „Wollen Sie wirklich weiterkämpfen? Ich kann gar nicht mehr verlieren. Sie haben nur noch ein Pokémon, damit können Sie nicht mehr gewinnen!“, erfragte er unterschwellig den sofortigen Erhalt des Erdordens.
      „Glaubst du das wirklich, Kleiner?“
      Das tut seinem Plan aber nicht gut, wenn er sagt, dass das alles nur "gespielt" war. Tut er ja mehr oder weniger.


      Solgaleo schrieb:

      Eine Hand lässig in der Hosentasche verstaut, die andere neben dem aufrechten Oberkörper, trat der Arenaleiter an das Tribünengelände heran, lächelte sein verschlagenes Lächeln und blickte mit seinen eisigen Augen auf den von Stolz und Siegeswillen umschlungenen Herausforderer. Licht flutete das Erscheinungsbild des Erwachsenen, zeigte den stolzen Team Rocket Anführer in voller Größe.
      Die typische Bösewichtskulisse.


      Solgaleo schrieb:

      Den Jungen mit stählernem Blick fixierend hob er seine Hand und schnippte, woraufhin sich ein Tor unmittelbar unter der Tribüne öffnete.
      Mewtu. Ich wusste es :tlmao:


      Solgaleo schrieb:

      Gebannt starrte der Trainer auf den sich langsam hebenden Stahlvorhang, der Stück für Stück die Sicht auf das dritte und letzte Kampfwerkzeug Giovannis in diesem Arenakampf freigab. Es stand aufrecht, auf zwei weißen Beinen, doch viel war von seinem natürlichen Körper nicht zu sehen. Eine Art eiserne Rüstung umschlang das Pokémon und ließ nur wenig Sicht auf freie Körperpartien. Sprunggelenk, der vollständige Oberkörper, der größte Teil der Arme und sogar der Kopf waren von der Maschine verdeckt.
      War der Herausforderer etwa unser Blau?


      Solgaleo schrieb:

      Sein Trainer konnte nur fassungslos zusehen, wie das massive Elektropokémon wie eine Feder mit den Psychokräften angehoben und anschließend schwungvoll gegen die Wand
      geschleudert wurde.
      „Elevoltek, nein!“
      Autsch x:

      Aber nach dieser These müssten ja alle Psycho-Pokémon unbesiegbar sein :<


      Solgaleo schrieb:

      „Kommt schon, Starmie, Psiana, dem zeigen wir’s!“ Noch ehe die genannten Pokémon zu einer ordentlichen Attacke ansetzen konnten, umschlang der blaue Psychoschimmer ihre Gestalten und riss sie in die Höhe. Geschockt starrte der Trainer auf die Pokémon, die sich in der Luft gehalten krümmten, festigte seinen Blick auf dem schmerzerfüllt
      aufjaulenden und zuckenden Psiana.
      Sadist.


      Solgaleo schrieb:

      Und Giovanni tat nichts weiter, als sich mit verschränkten Armen an diesem Anblick zu ergötzen. Genau das wollte er sehen. Genau das erreichen. Den Sturz des Trainers erleben, wie er von seinem Hochmut, seinem vorgezogenen Triumph auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde und schmerzvoll eingestehen musste, dass nichts und niemand dieser Macht gewachsen war.
      Gott sei Dank ist Giovanni im Spiel ein bisschen anders. Und ... weniger OP


      Solgaleo schrieb:

      Ein Zusammendrücken der runden Fingerspitzen verstärkte den psychischen Druck maßgeblich, deutlich erkennbar an dem verzerrten Ausdruck Psianas, seiner gekrümmten Haltung und dem Strecken und den vergeblichen Versuchen, sich zu winden und zu befreien, seitens Starmie. Eine letzte Bewegung des gepanzerten Arms, die die zwei Gegner mühelos hinab rauschen ließ, auf den felsigen Grund aufkommen. Hart, schmerzhaft.
      Jetzt weiß ich, wie es den ganzen Kampfgegner geht, nachdem sich der Protagonist die Legis geschnappt hat :<


      Solgaleo schrieb:

      Dieser drehte sich um und schnippte mit seiner Hand, woraufhin sich Mewtus Tor langsam verschloss und das Licht ungeachtet des verbleibenden Trainers abgedämpft wurde. Aufrecht, erhaben, stolz verließ Giovanni den Raum, begleitet von seinem überheblichen Lächeln und seinem Snobilikat.
      Richtig der Pösewicht.

      Ich finde, du hast den Kampf zwischen dem Trainer - vermutlich Blau - und Giovanni gut dargestellt. Es zeigt eindeutig, wie überheblich aber auch tatsächlich mächtig Giovanni ist. Auch stellst du ihn als sehr gefühlskalt und sadistisch dar, wie einen richtigen wirklichen Bösen. Auch finde ich das mit den drei Phasen gut, da diese im Anime vielleicht nicht dargestellt werden. Auch hast du den Herausforderer gut beschrieben, welcher immer Siegessicherer wurde und letztenendes kläglich gescheitert ist. Finde von dem her alles top. Weiter so.
      Ihr habt Interesse an Star Wars? Seht doch mal hier vorbei

    • @Jaru
      Danke

      Danke für deinen Kommentar <3
      Freut mich sehr, dass dir die Geschichte gefällt. Tatsächlich hab ich den Kampf vom Anime "abgeschrieben" ich weiß nur weiß Gott nicht mehr von welchem Video. Ich hatte das mit Gary in seinem Kampf um den Erdorden im Kopf, aber Psiana und Elevoltek war da nicht. o_o Ich muss das nochmal googlen xD

      Giovanni is einfach einer meiner Favoriten der Antagonisten :D


      Drabble 003 100 Wörter

      Freii#1


      Ein Laubblatt im Herbstwind. Frei und leicht?

      Ich bin tot, abgefallen von meiner Mutter, treffe all meine Geschwister und Freunde nur noch als tote, braune Blätter in unserem natürlichen Massengrab wieder. Ich bin nicht frei. Ich würde weiter, länger fliegen, wohin ich will. Doch ich bin der Laune des Windes ausgesetzt. Wohin er mich treibt, muss ich gehen.
      Leicht? Das bin ich wohl, versuche mich über dem Boden zu halten, solange ich kann. Und doch kommt er immer näher. Ich bin tot und sterbe weiter. Habe ich das Grab erreicht, sehe ich hinauf und werde vergessen. Bald bin ich zerfallen.



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


    • Mein Name ist Cube und ich habe etwas zu sagen! °^°

      Bindungen#1

      Und während ich röchelnd und keuchend einen Stahlbolzen in meinem Bauch gebohrt habe, starre ich auf die Worte, die sich mit der Person, auf der sie geschrieben stehen, langsam entfernen.

      Aua QwQ
      Ich kenne dieses Gefühl zu gut. Auch wenn es glücklicherweise lange her ist, seit ich es verspürt habe.
      Zuletzt jedes Mal, als ich meine Freundin verlassen und hunderte Kilometer von ihr entfernen musste.


      Manchmal weine ich.

      Ich auch qwq
      Allerdings immer häufiger wegen Erleichterung oder Glück! Ich bin ein weinerlicher Dude.


      Es ist kalt. Eiskalt.

      Ist es tatsächlich. Ich habe Gänsehaut... und das nur teilweise wegen des offenen Fensters.

      ---

      Der Aufstieg

      Ja, dieses Mal musste er es schaffen, er wollte es. Angestrengt sah er sich in das tobende Flammenmeer, während sein Glurak keuchend und schnaufend vor ihm landete.

      Glurak! Ist mir spontan unsympathisch. Blöde fette Mainstreamechse. Fast so schlimm, wie Pikachu :V

      Ihm war es lieber, wenn die Menge tobte und brüllte. Diese Stille machte ihn nervös.

      Aber das geht mir auch so. Wenn alle schweigen und einen anstarren... brrrr.

      Zum Frühstück gab es Speck mit Eiern … eigentlich wäre ihm ein einfaches Marmeladenbrot lieber gewesen, doch seine Mutter war extra aus Ebenholz City angereist, um mit ihm zu frühstücken. Und dann war da die peinliche Begegnung mit diesem Mädchen …

      Mist! Jetzt hab ich hunger :c

      Frühstück … nach dem Frühstück... Das Picknick.

      Jetzt ist halt mal gut hier! Kämpfe lieber anstatt vom Essen zu reden! QwQ

      Er stieß ein genervtes Seufzen aus.

      Dito. *Magen grummel*

      Ein Brüllen riss den Trainer aus seinen Gedanken. Kreischen und Jubel überfiel das Publikum. Die grüne Fahne des Schiedsrichters zeigte das Ende des Kampfes.

      Na endlich!

      „Der Sieger der diesjährigen Pokemonwettkämpfe des Indigo Plateaus und Anwärter auf den Titel des Champs iiiiiiiiist… SIEGFRIED!“

      Siegfried? Der hat doch so viele andere Drachen, die er benutzen könnte... wie Dragoran... oder Dragoran... oder Drago. Okay. Vielleicht doch nicht so viele.

      ---

      Drei Phasen

      Ein Maunzen drang zu seinen Ohren, als das beigefarbene Katzenpokemon sich schnurrend an sein Bein schmiegte.

      Kätzchen! :3

      Lässig ließ er seine kräftige, große Hand zu dem weichen Katzenkopf gleiten und fuhr sanft darüber. Doch seine Mimik gab alles andere als die Weichheit dieser Bewegung wieder. Kalte Augen, die niemals Gnade walten lassen, in einem Gesicht, das die Kennzeichen des bereits viele Jahre ausgewachsenen Mannes in sich trug, und ein verschlagenes Lächeln,
      das im Halbdunkeln auf den Kampfplatz herab glomm.

      Oha. Scheint ein nicer boy zu sein. Ich tippe auf Giovanni!

      „Ich bin der Arenaleiter von Vertania City und wer bist du?“ Nahezu belustigt war der Klang seiner rauen Stimme. Seinen Namen hielt er nicht für erwähnenswert, in diesem Arenakampf ging es allein um Macht.
      Seine Macht.
      Sein Name allein war Macht. Giovanni.

      Called it!

      „Gut, ich akzeptiere deine Herausforderung, enttäusche mich nicht“, drang die bedachte, kühle Stimme des Älteren auf das Kampffeld hinab und ein spöttisches Lächeln schlich über sein Gesicht. „Jeder setzt drei Pokémon ein. Hat einer kein kampfbereites Pokémon mehr, ist der Arenakampf vorbei. Es gibt keine zeitliche Begrenzung.“

      Oha. Voll der arrogante Drecksack. Wahrscheinlich gewinnt er auch noch gegen den armen Lutscher.

      „Ha, das wird einfach! Starmie, du bist dran!“

      Es gibt Sätze, die unmissverständlich und unausweichlich die Niederlage desjenigen vorhersagen, der sie ausspricht.
      "Ha, das wird einfach" gehört dazu, wie "zum Glück regnet es nicht".


      „Geowaz ist kampfunfähig! Starmie hat gewonnen!“, schallte die Ansage des offiziellen Kampfschiedsrichters durch die Halle, was den Jungen erfreut aufjubeln ließ, seinem Gegner jedoch nicht das verschlagene Lächeln aus dem Gesicht fegte.
      Phase Eins des Plans war erfolgreich.

      Ich denke er sollte Schach spielen. Schönes Bauernopfer :o

      So sehr es ihn auch unter den Nägeln gejuckt und gereizt hätte, mit seinem Nidoqueen das umher tänzelnde Starmie dort unten auf dem Kampfplatz per Donnerattacke stillzulegen, entschied Giovanni sich für Kingler. Das große Krabbenpokemon stierte sein Gegenüber feindselig an und klappte einige Male angriffslustig mit seinen Scheren.

      Ich weiß ja nicht, ich weiß ja nicht. Nidoqueen und Kingler sind ja jetzt beide nicht so unbedingt die erste Wahl gegen Starmie. Auch mit Döner-Attacke nicht.

      „Das wird ein Kinderspiel!“, lachte der Herausforderer und rief sein Starmie zurück. „Hast du toll gemacht, Kumpel. Aber jetzt ist Elevoltek dran!“

      Versau es nicht Junge!

      Doch sein Trainer nannte keinen Befehl.
      Stattdessen begutachtete er lächelnd, wie der Herausforderer den Gnadenstoß befahl und Elevoltek diesen ausführte.
      Phase Zwei erfolgreich abgeschlossen.

      Diagnose: Arschloch. Dagegen hilft nur von einem 10-jährigen geschlagen zu werden. ich empfehle sofortigen Therapiebeginn.

      Phase Drei konnte beginnen.

      Taktische Nuklearwaffen!

      Gebannt starrte der Trainer auf den sich langsam hebenden Stahlvorhang, der Stück für Stück die Sicht auf das dritte und letzte Kampfwerkzeug Giovannis in diesem Arenakampf freigab. Es stand aufrecht, auf zwei weißen Beinen, doch viel war von seinem natürlichen Körper nicht zu sehen. Eine Art eiserne Rüstung umschlang das Pokémon und ließ nur wenig Sicht auf freie Körperpartien. Sprunggelenk, der vollständige Oberkörper, der größte Teil der Arme und sogar der Kopf waren von der Maschine verdeckt. Der klobig wirkende Stahl ließ das dem Trainer vollkommen unbekannte Pokémon gefährlich, bedrohlich, mächtig erscheinen und dieser Eindruck sollte Recht behalten. Ein langer, lila Schweif
      zeigte sich hinter der Kreatur, regte sich selten, war unter Kontrolle.
      Unter Kontrolle.
      So wie der gesamte Rest des Pokémon.

      Armes Mewtu. Tragisch, wie es da in einer Konservendose angekettet als Spielball für einen durchgeknallten herhalten muss.

      Genugtuung und ein grenzenloses Gefühl der Überlegenheit verbreitete sich in Giovannis Körper, als er den geschockten Ausruf des Trainers hörte. Abermals verstärkte sich das überhebliche, abwertende Lächeln auf
      dem Gesicht des gnadenlosen Arenaleiters.

      Ich muss meine erste Diagnose revidieren. Dagegen hilft nichts mehr. Mittlerweile muss er aussehen wie der Joker.

      „Kommt schon, Starmie, Psiana, dem zeigen wir’s!“ Noch ehe die genannten Pokémon zu einer ordentlichen Attacke ansetzen konnten, umschlang der blaue Psychoschimmer ihre Gestalten und riss sie in die Höhe. Geschockt starrte der Trainer auf die Pokémon, die sich in der Luft gehalten krümmten, festigte seinen Blick auf dem schmerzerfüllt
      aufjaulenden und zuckenden Psiana.

      RIP in Pepperonis Psiana.

      Der Macht Team Rockets, der Macht Giovannis, der Macht Mewtus.

      Letzteres kann ich unterschreiben. Die ersten beiden ja eher nicht so.

      ---

      Freii#1

      Ein Laubblatt im Herbstwind. Frei und leicht?

      Ich würde sagen gefangen und gegen seinen Willen verschleppt!

      Ich bin tot, abgefallen von meiner Mutter,

      Das... ist ekelhaft. Sehr.

      treffe all meine Geschwister und Freunde nur noch als tote, braune Blätter in unserem natürlichen Massengrab wieder. Ich bin nicht frei. Ich würde weiter, länger fliegen, wohin ich will. Doch ich bin der Laune des Windes ausgesetzt. Wohin er mich treibt, muss ich gehen.
      Leicht? Das bin ich wohl, versuche mich über dem Boden zu halten, solange ich kann. Und doch kommt er immer näher. Ich bin tot und sterbe weiter. Habe ich das Grab erreicht, sehe ich hinauf und werde vergessen. Bald bin ich zerfallen.

      Das ist deprimierend QwQ
      Schreib doch nächstes mal lieber was über den Frühling, wo alles zu neuem Leben erwacht, oder so.
    • Spoiler anzeigen
      danke für deinen Kommentar cube :) , ich kann imo nicht mehr dazu sagen, kommt aber noch :(


      Was ich hier nun schreibe ist eigentlich keine abgeschlossene Kurzgeschichte, sondern ein Prolog, ein Vorwort. Und doch ist es mir wichtig, ihn heute zu posten ...



      Mein Versprechen


      "Hey Wölfchen."

      Frühsommer 2013.
      Wir saßen auf unserer Terrasse unter der Laube, die wie eine Art kleiner Wintergarten Jahre zuvor, als wir in das Haus in Lenggries eingezogen waren, gebaut wurde. Es war warm, die Sonne schien, kam aber nur gebrochen durch die Weinreben, die sich über uns auf der Unterseite des durchsichtigen Laubendaches entlangschlängelten. Sie rankten sich über das Dach zur Hauswand, um die Ecke unter den Balkon meines Zimmers und sprossen dort aus drei Betontöpfen, in die mein Vater die Weinstöcke gepflanzt und mit großer Liebe gehegt und gepflegt hatte.
      Ich sah ihn an und lächelte.
      "Ja?"
      Er hatte mich immer so genannt.
      Wölfchen, weil ich diese Tiere mochte, seid ich klein war. Oder Löwenmähne wegen des Lockenkopfs, den von meinen Geschwistern nur ich aus der Blutlinie meines Vaters geerbt hatte, auch wenn er selbst keine hatte. Oder Schaf, weil das allgemein mein Spitzname in der Familie war. Aus irgendeinem Grund erfüllten sie mich jedoch mit Stolz, wenn mein Vater mich so nannte.
      Er saß auf dem grünen Gartenstuhl neben mir, an einem langen Holztisch mit bunter Plastikdecke, und zog an seiner E-Zigarette. Er war noch nicht lange darauf umgestiegen, gerade ein Jahr, nachdem er Jahrzehnte eine Marlboro Schachtel nach der anderen in sich aufgesogen hatte. Ich sehe sein rundes, gut gebräuntes und mit schwachem Rotstich versetztes Gesicht noch immer vor mir. Sein markanter, brauner Schnauzer unter der leicht knobligen Nase und der runden Brille vor einem kleinen, aber liebevollen Paar dunkelbrauner Augen, die nicht nur ich sondern auch meine zwei Schwestern von ihm bekommen hatten. Er trug ein grob kariertes Hemd auf einer hellen Jeans, wie es üblich für ihn war, wenn er nicht gerade seine dunkelgrüne Tierarztweste, einen stylischen Geburtskittel oder sein blaues OP-Shirt trug. Oder auch mal nur in Unterwäsche durchs Haus lief.

      "Kannst du mir Etwas schreiben?"
      Ich war erstaunt als er mich das fragte und antwortete nur etwas verblüfft, aber froh, dass er mich um einen Gefallen bat: "Ja, sicher. Was soll ich denn Schreiben?"
      "Kannst du mein Leben aufschreiben?"
      Im ersten Moment war ich sprachlos. Er hatte sich etwas zu mir vorgelehnt und sah gedankenverloren an mir vorbei.
      "Dein Leben?"
      "Ja, eine Biografie über das, was ich erlebt habe, wie ich aufgewachsen bin."
      Das Gefühl, das ich dabei hatte, war unbeschreiblich schön. Es war spannend, aufregend und ich freute mich darauf, etwas über ihn zu erfahren.
      "Ja, kann ich machen", lächelte ich. "Aber dazu muss ich etwas über dich wissen.
      Er nickte. "Ja, ich kann dir erzählen, was so passiert ist."
      Nun nickte ich und strahlte. "Ja, gern. Vielleicht auch auf ein Tonband, dann hab ich es immer. Was kannst du mir denn erzählen?"
      Er lehnte sich zurück, zog an seiner E-Zigarette und überlegte. Als er den nach Vanille duftenden Dunst aushauchte, begann er:
      "Wusstest du, dass ich schon beinahe gestorben wäre als ich gerade ein paar Tage alt war?"
      "Nein. Ehrlich?"
      "Ja. Das war so: Ich wurde ja zu Hause geboren und lag da, in unserem Haus, in der Wiege. Und einige Zigeuner aus der Gegend haben Steine durch das Fenster geworfen. Ein so großer Stein ...", er formte mit seinen massiven Händen einen Brocken, der so breit wie mein eigenes Gesicht war, "... ist nur wenige Zentimeter neben meinem Kopf gelandet. Mein Vater war wütend und ist auf das Vordach geklettert, dort entlang gelaufen und hat die Zigeuner angeschrien und sie verjagt: 'Verschwindet, ihr verlausten Köpfe und lasst meinen Sohn in Ruhe!'"
      Es war eines der wenigen positiven Ereignisse, die ich über seinen Vater gehört habe, aber ich war froh, dass er so reagiert hatte, und zeigte mein Erstaunen und meine Freude. Das Lächeln meines Vaters steckte an.
      "Schreibst du mir das?"
      Ich gab ihm das Versprechen.
      Ihm und mir selbst.
      Wir haben seit diesem Tag nicht mehr darüber gesprochen.

      Am 1. Februar 2014 starb mein Vater.

      Dr. Hans-Artur Binder, Tierarzt, gutmütiger Freund, vertrauensvoller Bruder, liebevoller Ehemann, geduldiger Vater.
      Dieses Buch mit all den Erinnerungen an dich, von mir, meiner Mutter, meinen Geschwistern, deiner Familie, deinen Freunden und allen, die dich kannten, widme ich dir. Ich danke dir für zahllose schlechte Witze, deinen derben Humor und dass wir viel Lachen konnten, auch wenn deine Krankheit uns schwere Zeiten und Sorgen bereitet hat.


      meinversprechen-seinleben.de



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Zahllose schlechte Witze? Etwa auf meinem Niveau? ;O

      Ich finde es schön, dass du dieses Vorwort mit uns teilen möchtest, ist es ja doch auch etwas total Privates. Ich war am Ende ehrlich gesagt überrascht, dass es am Ende doch keine extra neu geschaffene Geschichte ist, sondern eben etwas, das tatsächlich genauso passiert ist und nicht ein einziges Detail ins Fiktionale zu übersetzen (Setting, Namen usw., selbst wenn die Handlung in der Realität exakt so passierte). Schaf;v; #i-voltilamm# Löwenmähne. Wölfchen. Du warst als Kind bestimmt mega-kawaii. Nicht, dass du jetzt nicht mehr kawaii bist, aber halt anders kawaii;v;.

      Ich sollte hier eigentlich nicht reinschreiben, weil es dein Geschichtenbereich ist, aber das Datum und das Setting passt einfach perfekt. Deswegen werde ich als Kompromiss einen Link hinterlassen: Come to me, Satsukiyama 8, Osaka!
    • Ja ich glaube, mein Vater und du ihr hättet euch gut verstanden. Er stand auch total auf historisches c:

      Ich war als Kind ein kleines Biest xD

      Danke für deinen Kommentar, Mau x3


      So.. Und jetzt kommt was neues.
      Eine kleine Kurzgeschichte, inspiriert von einem Traum, den ich hatte o-o
      Viel eh... Spaß. Oder so. Dabei oo"

      Es ist schön, dass du lebst

      Gleichmäßig und monoton drang das wiederkehrende Piepen der Geräte an sein Ohr. Er wusste nichts davon. Von gar nichts. Er hatte so lange nicht mit ihm gesprochen, seinem besten Freund. Ihre Wege hatten sich getrennt. Unterschiedliche Berufe, das Wegziehen, neue Freunde. Neue, unterschiedliche Lebensweisen, Ansichten, Redearten.
      Streite, so viele Streite, bei denen jeder Recht und jeder Unrecht hatte.
      Tränen, die auch ein junger Mann vergießen muss, wenn er gebrochen wird.
      Von dem Unfall seines besten Freundes hatte er nur über drei Ecken erfahren und das viel zu spät.Ein paar Tage Koma, hatte er rausgefunden, noch immer viel Ruhe und Schlaf. Das sah er auch vor sich: Einen jungen Mann mit kurzen, englockigen, dunkelbraunen Haaren, mit dem ihm eine unvergleichbare Freundschaft verbunden hatte. Und plötzlich war alles anders.
      Jetzt erst recht.
      Nach Wochen des Unfalls.
      Autounfall, Baum.
      Mehr wusste er nicht.
      Aber er hatte sich die Mühe gemacht, ihn zu finden. Jedes Krankenhaus in der Umgebung des Wohnorts seines Kumpels. Die vielen hunderte Kilometer, die er angereist war, waren es ihm Wert, für sich, für sein Gewissen und für das, was die Freundschaft mal war. Er war nur erleichtert gewesen, zu sehen, dass er atmete, dass er Pulshatte, dass er lebte, und dass er, auch wenn ihm ein Fuß amputiert werden musste und innere Verletzungen nur langsam heilten, eine relativ gute Chance auf ein Leben hatte, das er mit Prothese doch gut leben konnte. Natürlich musste er dafür arbeiten, an sich und mit den neuen Umständen klar kommen, aber ... Erst mal zählte, dass er lebte und dass er ihn gefunden hatte.

      Die Sekunden vertickten, wurden zu Minuten, dann zu Stunden, bis sich die Augen das erste Mal öffneten, seit der Besucher angekommen war. Die schwarze Pupille, umgeben von einer braunen Iris, schob sich dorthin, wo sie den Körper einfangen konnte, der neben dem Bett auf einem Stuhl zusammengesackt war. Zwei Arme waren auf der Matratze verschränkt, der Kopf ruhe darauf, die Augen geschlossen, ruhige Atmung. Die Maske vor Nase und Mund, die dem Verletzten zusätzlich Sauerstoff zugab, füllte sich für einige Momente schneller mit warmer Luft, die das Plastik anlaufen ließ. Dann, unter einem schmerzhaften, leisen Stöhnen schob sich der junge Mann mit den Locken etwas nach hinten.

      Die Bewegung der Decke weckte den Besucher. Er schlug die Lider auf, war sofort hellwach, schrak hoch und erstarrte, als er in die Augen seines Kumpels sah, der ihn nun, zwar etwas schwach, aber lebendig, musterte.
      "Was willst du hier?", raunte er fauchend durch die Maske, so wie es ihm sein Zustand gebot.
      "Ich hab gehört, dass du -"
      "Verschwinde!"
      Der Besucher verstummte. Sein Blick wurde ängstlich, traurig."Wie geht es-"
      "Ich sagte, Hau ab!"
      "Aber-" Er schluckte. "Was soll das? Ich hab mir Sorgen gemacht!"
      "Darum hab nicht gebeten!"
      Stille.
      Nur durchbrochen durch das "Piep. Piep. Piep."
      Ein gesenkter Kopf erhob sich mit traurigen Augen, wisperte Worte des Abschieds: "Es ist schön, dass du lebst."
      Und das letzte, was zu hören war, war das Schließen der Tür.



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Isanya ()

    • Wundervollen Feiertag, Isanya. Heute ist es so warm, dass ich am Stuhl festklebe. Und wo ich schonmal hier bin und auch so schnell nirgendwo anders hinkomme, dachte ich mir, dass ich einfach deine Kurzgeschichte kommentieren könnte.
      Rein zufällig natürlich. *hust*
      Aus der Not heraus! Also bilde dir ja nichts ein!

      Zu "Mein versprechen" möchte ich an dieser Stelle nicht viel sagen. Ich habe privat bereits mit dir darüber gesprochen. Dazu ist denke ich alles gesagt.
      Ich möchte nur kurz anmerken, dass ich es rührend finde. Und man merkt die Liebe, die in den Text geflossen ist.

      Uääääh. Liebe. *Kleidung ausklopf*

      Und nun zu den wichtigen Dingen im Leben!
      Schinken. *nom*
      Und nach dem Schinken dann wohl auch... die Geschichte.

      ---

      Es ist schön, dass du lebst

      Da muss ich jetzt direkt reingrätschen. So pauschal kann man das jetzt nie sagen. Wenn dein Leben scheiße ist, ist es nicht so schön, dass du lebst.
      Oder stell dir vor, du bist ein irrer Serienkiller? Das ist auch wenig spaßig... für die anderen.
      Denk mal drüber nach!


      Von dem Unfall seines besten Freundes hatte er nur über drei Ecken erfahren


      Dann werfe ich jetzt mal gekonnt ein, dass die dann wohl doch nicht so beste Freunde waren, wie gedacht. Oder?

      Autounfall, Baum.
      Mehr wusste er nicht.

      Ganz schön schwach. Junge! Hast du überhaupt gelernt? Zumindest Lesen und Schreiben... und die grundzüge der Mathematik sollte man können.
      Aber naja. Zwei Wort tuen es auch für den Anfang.


      Aber er hatte sich die Mühe gemacht, ihn zu finden. Jedes Krankenhaus in der Umgebung des Wohnorts seines Kumpels.

      Von anrufen und nachfragen hat der auch noch nie was gehört, oder? Oder Google! Der tut ja so als sei das Schwerstarbeit gewesen.
      Aber zugegeben. Es ist 1 nicer Move so weit zu fahren. Geb ich ihm.

      "Was willst du hier?", raunte er fauchend durch die Maske, so wie es ihm sein Zustand gebot.
      "Ich hab gehört, dass du -"
      "Verschwinde!"
      Der Besucher verstummte. Sein Blick wurde ängstlich, traurig."Wie geht es-"
      "Ich sagte, Hau ab!"
      "Aber-" Er schluckte. "Was soll das? Ich hab mir Sorgen gemacht!"
      "Darum hab nicht gebeten!"
      Stille.

      Oha. Was für ein Peniskopf ist das denn? Sowas gäbe es bei mir nicht.
      Wenn man mal beste Freunde war, dann kann man das höflicher sagen, auch wenn jemand einem nichts mehr bedeutet. Das gebietet die Höflichkeit.
      Arsch.
      Der Autounfall war bestimmt auch Karma.

      Und warum schreibst du nur trauriges Zeug? Argh.
      Ich will lachen, nicht weinen!
    • Huhu liebe San, schön wieder mal eine Geschichte von dir zu lesen, habe heute kaum Schule also ausnahmsweise Zeit und nix zu tun. (Beziehungsweise schon aber ich bin ein Faulpelz)

      Habe mal deine letzte Geschichte gelesen! :o

      Scheint ja unglaublich beliebt zu sein, der Verletzte. Stundenlang wartet sein Freund und es kommt kein anderes Familienmitglied oder Verwandter. Würde mir mal an seiner Stelle Gedanken machen. Sein Gedächtnis scheint aber trotz Koma noch da zu sein, sonst wüsste er nicht, dass er diese Person scheinbar nicht mehr mag!

      Finde ich aber auch ein wenig assozial, wenigstens so tun als würde man sich freuen hätte man durchaus können!

      Kommen wir aber nun zu einem interessanten Teil!


      San schrieb:

      Und plötzlich war alles anders.
      Jetzt erst recht.
      Nach Wochen des Unfalls.
      Autounfall, Baum.
      Mehr wusste er nicht.
      Aber er hatte sich die Mühe gemacht, ihn zu finden.
      Musst du eigentlich immer solche langen Blocksätze machen? Bei so ewig langen Sätzen ohne Punkt und Komma kommen viele junge Leser nicht mit! Würde dir empfehlen aus "Autounfall, Baum" zwei Sätze zu machen, der Übersichtlichkeit halber 8D

      Spaß bei Seite ich mag solche kurzen Sätze ohne richtigen Satzbau, da kommt es dramatischer rüber. Manchmal.

      Auch ansonsten eine sehr gute Geschichte, auch wenn ich an deiner Stelle etwas im nachhinein auf die Hintergründe eingegangen wäre, da es für den Leser eventuell durchaus hilfreich ist, zu wissen wieso dies getan wurde und auch um den Verletzten zu verstehen. Und zu guter letzt noch die Strichliste

      • Begrüßung - Check
      • Behauptung ich hätte es mir durchgelesen - Check
      • Kritik zum Inhalt - Check
      • Kritik zu den sprachlichen Mitteln - Check
      • Gemeinbild und Verbesserungsvorschläge - Check
      • @Zazou mobben - Vergessen


      Hallo @Zazou, der jetzt grundlos angepingt wurde, deine Beinhaare sind nicht seksy

      • Zazou nerven - Check
      Ihr habt Interesse an Star Wars? Seht doch mal hier vorbei

    • *Schüssel Schinken hinstell * stimmt, @ItsCubeX, Schinken oder sehr wichtig.
      Ich hab dir privat schon für den Kommentar gedankt - aber natürlich bilde ich mir nichtd darauf ein. Dass das rein zufällig und aus der Not der langweile und der klebrigen Hitze heraus geschehen ist, ist mir bekannt, also... Ne. Ne. Keine Einbildung darüber. Null.

      ...

      (danke ^////^)


      Ehm. Ja. Trauriges, lustiges, Argh D: was Kurzgeschichten angeht bin ich nicht gut darin, Humor zu verpacken. Passiert selten. Erstaunt Leute, die mich nur so kennen, immer wieder, dass ich so ernst und tragisch schreibe. Sorry qwq"

      Ich bemühe mich, demnächst mal was lustiges zu schreiben! :"D


      ________


      Auch ein Danke an dich, @Zuko x3 schön hier von dir zu lesen!

      Um diese ganzen mangelnden Hintergrund Infos zu füllen... Naja... Eher zu erklären: ich kenne sie nicht. Ich habe diesen Traum genau so geträumt (nur daß die Personen ein anderes aussehen hatten. So war ich zb der Besucher). Aber sonst genau so. Und ich wollte zu dem Traum nichts hinzufügen oder andichten, deswegen habe ich euch genau so im Unwissen gelassen wie mich selbst :"D
      Ich kann mir aufgrund des groben Aussehens des verletzten in meinem Traum zwar denken, was passiert sein könnte, aber es wurde dazu im Traum keine spezielle Aussage gemacht oder Assoziation gezogen.
      Das wollte ich dazu erläutern. Auch, dass ich keine Ahnung habe, ob in der Zeit noch andere Personen da waren. Tatsächlich aber war es zu dem Zeitpunkt kein koma, der verletzte schläft durch die Schmerzmittel nur sehr viel (ja DIE Medizinische Hintergrund info hab ich im Traum bekommen :"D).

      Danke x3

      ______

      @Zazou lel.



      FanGeschichten - Lesecke - Redaktion
      Mosaik - Hanyesha - BGS - Pichu Story - Super Potion - Schublade
      Schreibworkshop II
      San.Art.Now | GFX | Spriting Runes
      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Jaderrene | Stolli | Rai | Zuko | Rheinfeuer


    Impressum

    © 1999–2017 Filb.de

    Pokémon © 2017 Pokémon. © 1995–2017 Nintendo, Creatures Inc., GAME FREAK inc.