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YnevaWolfs erste Nuzlocke (Storymode)

    • In Laubwechselfeld

      Der Weg bis zur Route 113 verlief ereignislos. Ich hatte den feurigen Pfad noch vor dem Sturm erreicht und nutzte die Wartezeit dort um Sarre den anderen Pokemon vorzustellen – und um dem Camaub klar zu machen, dass man Carsten nicht essen konnte. Als der Sturm vorüber gezogen war, machten wir uns weiter.
      Route 113 war in soweit spannender als der Rest, dass dort ständig Asche regnete und ich mir eine Ascheballschlacht mit einem Pandir lieferte, das ich mir letztlich auch fing.
      Durch den Ascheregen war ich froh als ich endlich in Laubwechselfeld ankam, das gerade so außerhalb des dauerhaften Niederschlags lag. Erleichtert zog ich den Schal nach unten, den ich zum Schutz vor Mund und Nase gelegt hatte und klappte die Kapuze meiner Jacke nach hinten, die Haare und Ohren bedeckt hatte. Danach sprang ich ein paar mal, um die Asche von meiner Kleidung zu bekommen.
      Die Leute mussten irre sein, wenn sie gerade hier, im Dunstabzug des Vulkans, wohnten. Und der Astrophysiker, den Brix erwähnte, musste vollkommen verrückt sein, wenn er gerade hier seine Forschung betrieb, wo der Himmel jeder Zeit durch die Aschewolken bedeckt sein könnte. Und das geschah scheinbar nicht selten. Die Dächer und Wände der Häuser waren rußgeschwärzt. Sogar das PokeCenter, das normaler Weise durch ein fröhliches, rotes Dach bestach, war hier fast vollkommen schwarz. Man schien sich dort aber mehr Mühe zu geben es regelmäßig zu säubern, da man die Farbe immer noch erkennen konnte.
      Neugierig sah ich mich um. Ein Observatorium sollte man doch finden können. Tatsächlich fand ich das Gebäude mit dem geschlossenen Kuppeldach auf der anderen Seite von Laubwechseldfeld auf einer kleinen Anhöhe.
      An der Tür fand sich keine Klingel, lediglich ein Schild mit der Aufschrift „Willkommen sei der, der Wissen oder Sterne sucht“. Ich nahm das als Einladung und drückte die Tür auf.
      Innen waren sämtlichen Lampen an – was bei den durch Asche beschmutzten Fenstern auch bitter nötig war – und aus dem hinteren Teil waren laute Stimmen zu hören.
      „Hallo?“, rief ich, während ich im Eingangsbereich stehen blieb.
      Da tauchte Brix in einem der Durchgänge auf. „Wölfchen!“ Er kam auf mich zugestürmt. „Es ist eine Katastrophe!“
      Ich blinzelte verwirrt und sah von Brix zu den Polizisten, die hinter ihm aus dem anderen Raum kamen.
      „Was ist los? Hab ich was angestellt?“
      „Professor Kosmo wurde entführt!“
      „Wer?“
      „Der Wissenschaftler, zu dem mein Vater mich geschickt hat!“
      Weiterhin verwirrt sah ich zwischen Brix, den Polizisten und einer Frau in zivil hin und her.
      „Oh Kevin ist so ein Idiot!“, jammerte Letztere.
      „Ganz ruhig, M'am. Erzählen Sie noch einmal, was passiert ist.“, sagte einer der Polizisten nachdem er mich eher genervt zur Kenntnis genommen hat.
      „Mein Mann hat einen Meteoriten gefunden und hat ihn erforscht. Doch dafür hat sich nie jemand interessiert; bis diese Männer aufgetaucht sind.“
      „Was für Männer?“
      „Ah... sie nannten sich... Team... Team Aqua glaube ich.“
      Entsetzt riss ich die Augen auf. Die schon wieder! Dunkel rüttelte etwas in meinem Gedächtnis - jedoch konnte ich es nicht greifen.
      „Und weiter?“
      „Sie wollten sich den Meteoriten ansehen. Und Kevin... Kevin war so froh, dass sich endlich jemand interessiert... da ist er einfach los gestürzt. Und seit dem ist er verschwunden.“
      „Wann war das?“
      „Vor drei Tagen.“
      „Okay – wo ist dieser Meteorit?“
      Frau Kosmo wurde rot. „Ich.. weiß es nicht.“
      „Sie wissen es nicht?“
      Frau Kosmo knorkelte an ihrer Bluse herum. „Ich... Ich habe nie gefragt. Wenn er davon erzählt hat, dann mit so vielen Fachwörtern, dass ich nicht zugehört habe. Ich weiß nicht wo der Meteorit ist! Ich weiß nicht wo mein Mann hingegangen ist!“
      Sie vergrub das Gesicht in den Händen und weinte.
      „Kommen Sie Frau Kosmo. Wir gehen zur Wache. Vielleicht fällt Ihnen ja auf den Weg noch etwas ein.“
      Damit führten die Polizisten sie an uns vorbei. Kaum war die Tür zu fiel es mir wieder ein.
      „Brix!“, ich griff nach seinem Arm als er den Uniformierten gerade folgen wollte. „Weißt du wo die Meteorfälle sind?“
      „Ja – aber dafür ist jetzt keine Zeit. Ich will bei Frau Kos...“
      „Ich habe sie gehört Brix!“, unterbrach ich ihn. „Wen gehört?“ Er runzelte die Stirn.
      „Team Aqua! Ich habe sie hinter Malvenfroh gehört! Sie wollten zu den Meteorfällen und dort irgendeinen Stein suchen. Was ist, wenn das der Meteorit ist? Ich bin mir sicher, dass Team Aqua und Professor Kosmo dort sind!“
      „Klingt zumindest besser als überall suchen zu müssen. Das sollten wir den Polizisten sagen!“
      „Nein!“
      „Bitte?!“
      „Brix! Die haben drei Tage Vorsprung und wir sind doch nur Kinder. Meinst du, dass sie uns ohne Beweis ernst nehmen?“
      „Was schlägst du vor? Das wir selbst da hinten gehen und Beweise sammeln?“
      „Weißt du was besseres?“
      Er dachte darüber nach. „Nein.“
      „Also?“
      „Also... auf sie mit Gebrüll!“

      Zusammenfassung

      - Feurigen Pfad betreten und verlassen (nur Camaub getroffen)
      - obere Teile von Route 112 und 111 betreten sowie verlassen
      - Route 113 betreten und verlassen
      - Pandir, weiblich Stufe 16 gefangen: Torante
      - Laubwechselfeld betreten
      - Brix getroffen und von Prof. Kosmos Entführung erfahren

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 29
      #i-magnayen# Odin Stufe 24
      #i-garados# Hilde Stufe 23
      #i-hariyama# Katja Stufe 25
      #i-schwalboss# Fina Stufe 26
      #i-camaub# Sarre Stufe 23

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:

      Feuriger Pfad und die oberen Teile von 111 und 112 waren wirklich... langweilig. Okay. Der Geheimbasenonkel hat mich ordentlich auf die Palme gebracht, weil... meine Fresse, ich hab nicht gelesen und nur A gedrückt und es hat trotzdem 5 Minuten gedauert. Grrr
      Die Entscheidung, ein Observatorium direkt an einem Vulkan zu bauen, finde ich nebenbei fragwürdig. Ich hoffe es wird klar warum. Das Selbe gilt für die Tatsache, dass ein Kind nach einen Entführungsopfer sucht. Oder das von einer Entführung geredet wird, wenn Prof. Kosmo doch freiwillig los gerannt ist. Hoffentlich hab ich das etwas plausibler umgesetzt.
      Pandir mag ich nicht sonderlich, daher wurde es eher so unpersönlich gefangen. Sein Name wurde von „Torkeltante“ abgeleitet. Und ja – Sarre war scheinbar eine erfreuliche Ausnahme.

      Hinweis:

      Genesect, Shiny-Xerneas und Shiny-Yveltal durch Weihnachtsgewinnspiel erhalten und auf der Nuzlocke-Edition aktiviert. Liegen in der Todesbox, werden nicht erwähnt und bei Gelegenheit auf die Bank übertragen :3
    • Unerwarteter Stopp

      Um zu den Meteorfällen zu kommen, mussten wir erst einmal Route 114 durchqueren. Damit es schneller ging fuhren wir mit den Rad – wobei Brix in die Pedale trat und ich auf dem Gepäckträger saß.
      Die Fahrt über die hölzerne Seenüberführung war alles andere angenehm – ich wurde ordentlich durchgeschüttelt und Brix musste unter dem ungewohnten Gewicht ganz schön kämpfen. Dazu war es überraschend frisch. Vor wenigen Tagen noch hatte ich die Sonne genossen und nun brauchte ich eine Jacke. Brix hatte seine erst gar nicht angezogen, was wegen der sportlichen Aktivität nicht allzu dumm gewesen war.
      Zwischen drin hielten wir immer mal wieder an und befragten Wanderer und Angler nach Professor Kosmo oder Team Aqua. Die Meisten hatten gar nichts gesehen, einige forderten uns begeistert zu Kämpfen auf und der einzige Angler, der vorgab, etwas zu wissen, trug einen Hut aus Alufolie.
      Als wir endlich den Kunstweg verlassen konnten und wieder auf fester Erde fuhren, sprang uns auch noch ein Lombrero an und stieß mich vom Rad. Brix bremste sofort ab und wir kämpften beide gegen das Wasserpflanzenpokemon, dass uns keine Ruhe lassen wollte. Er trat mit seinem Knilz und ich mit Fina an. Da wir es nicht verjagen konnten, warfen wir schließlich abwechselnd Pokebälle nach ihm, doch es erwies sich äußerst geschickt im Ausweichen und Ausbrechen.
      Schließlich nahm ich knurrend einen der Superbälle aus der Tasche, die ich erst frisch erworben hatte und konnte das Lombrero endlich einfangen.
      „Verdammt!“, fluchte mein Begleiter als er das Rad wieder aufrichtete.
      „Was ist?“
      „Die Kette ist aus der Führung gefallen und hat sich verklemmt.“ Wütend riss er an der verhakten Kette herum, doch es bewegte sich nichts.
      „Warte! Da drüben ist ein Haus. Vielleicht kann uns da jemand helfen.“
      Brix folgte meinem Blick. „Gut, also auf!“
      Wir riefen unsere Pokemon zurück und liefen zu schnell wie möglich zu der kleinen Hütte, die einsam und allein am Wegesrand stand. Wir klopften und klingelten ungeduldig, da es eine ganze Weile dauerte, bis jemand an die Tür kam.
      Eine junge Frau mit verschlafenen Augen öffnete.
      „Entschuldigen Sie bitte die Störung. Unser Rad ist kaputt und wir können es nicht allein reparieren – und wir haben es sehr eilig!“, sagte Brix.
      Die Frau blinzelte uns verschlafen an. Dann sah sie zum Rad. „Da ist doch nur die Kette abgesprungen.“ Sie schloss die Tür schon wieder.
      „Und sie hat sich verklemmt!“
      Seufzend öffnete sie den Eingang wieder. „Na dann schiebt es rein, mal sehen, was sich machen lässt.“
      Wir folgten der Aufforderung und fanden eine unglaubliche Unordnung vor. „Entschuldigt, ich hatte nicht mit Besuch gerechnet.“ Sie beeilte sich einige Platinen und Lötkolben vom Sofa zu räumen, damit wir uns setzen konnten.
      Dann kramte sie in einem großen Werkzeugkoffer herum, bis sie einen Schraubenzieher herauszog.
      „Sieht spannend bei Ihnen aus.“, sagte ich zögernd und blieb stehen.
      „Brauch ich alles um mein Lagerungssystem am Laufen zu halten. Ist ein Fulltimejob.“ Sie nahm Brix das Rad ab und stocherte an der verklemmten Kette herum.
      „IHR Lagerungssystem?“ Brix machte große Augen. „Sie sind Lanette!“
      „Wer?“
      „Life und in Farbe.“
      „Sie hat das Lagerungssystem erfunden. Du weißt schon – da wo du auch dein Lombrero einlagern wirst sobald wir am Center sind.“
      „Oh... OH!“ Staunend sah ich die Frau genauer an. Sie schien Ende der 30iger zu sein und mit den strupeligen Haaren und müden Augen wirkte sie wahrlich wie ein verrückter Professor.
      „Wenn du eines einlagern willst,“ meinte Lanette geistesabwesend „steht da hinten auch ein Rechner mit dem das geht.“
      „ECHT?“, rief Brix. „Los, gib mir deinen Pokedex und den Ball von Lombrero. Das Lagerungssystem im Haus von Lanette benutzen... mein Vater wird so neidisch sein!“
      Ich gab ihm seufzend beides und ging dann zu Lanette um ihr über die Schulter zu schauen. „Schaffen Sie das?“
      „Die Kette sitzt wirklich fest.“ Sie sah mich kurz an. „Wird eine weile dauern befürchte ich.“
      Ich stöhnte. „Warum habt ihr es denn so eilig?“
      „Wir sind auf der Suche nach Professor Kosmo.“
      „Kevin?! Der ist vor einigen Tagen mit ein paar komischen Typen hier vorbei gekommen. Seit dem hab ich ihn nicht gesehen. Komisch eigentlich. Eigentlich kommt er gerne mal zu Besuch.“
      „Er wurde entführt.“
      „Na, das erklärt zumindest seine ausbleibende Kontaktaufnahme.“ Das war alles? Lanette war seltsam.
      „Wir glauben, dass Team Aqua – die Männer, die sie wahrscheinlich gesehen haben – ihn zu den Meteorfällen gebracht haben. Ist das noch weit?“
      „Nicht wirklich. Zu Fuß seit ihr in einer halben Stunde da - wenn ihr gemütlich lauft.“ Sie stand auf und ging zum Werkzeugkoffer um sich ein anderes Hilfsmittel zu suchen. „Das Rad könnte aber noch länger dauern, wenn es sich weiter so stur anstellt.“
      Einen größeren Wink mit dem Zaunpfahl brauchte ich nicht. Ich ging zu Brix, der den Ball inzwischen eingelageret hatte und sich scheinbar gerade meine Pokemon im Lager ansah.
      „Komm! Wir gehen zu Fuß weiter!“ Ich beende das Programm und ließ den Dex ausfahren um ihn wieder einzustecken.
      „Das hab ich mir grad angesehen!“
      „Hab ich bemerkt. Los! Du kannst später spionieren!“ Ich griff nach seinem Arm und zog ihn hinter mich her.
      „Wir kommen später wieder Frau Lanette!“, rief ich noch, dann waren wir schon aus dem Haus und sprinteten los.

      Nach nicht ganz zehn Minuten erreichten wir einen Höhleneingang. Direkt davor hielten wir kurz an und verschnauften. Etwas mehr als 2 Kilometer im Sprint zurück zu laufen war für ungeübte dann doch nicht so einfach und nach der Hälfte der Strecke mussten wir unsere Geschwindigkeit ordentlich reduzieren. Die Schlaglöcher – Meteoreinschläge ? - hatten auch nicht unbedingt zu einer gleichmäßigen Geschwindigkeit beigetragen.
      Keuchend sah ich Brix an. „Bereit?“
      „Bereit. Und du?“
      „Nja...“
      „Du kneifst doch nicht etwa?“
      „Nein! Aber du gehst vor.“
      „Warum ich?“
      „Weil du ein Mann bist und ich nur das schwache, kleine Mädchen?“
      Brix grinste kurz, dann straffte er sich. „Also los!“
      Zusammen gingen wir in die Höhle, die überraschend hell war. Neugierig schaute ich zur Decke und konnte kleine, unregelmäßige Löcher entdecken, die das Licht einfallen ließen. Einen Augenblick lenkte mich dieser Anblick vor dem Abgrund ab, der sich neben mir öffnete. Aber auch nur einen Augenblick. Vorsichtig schaute ich hinab und konnte tief unter mir Wasser erkennen. Wenn Kosmo hier öfter unterwegs war, warum hatte er dann nicht mal Sicherheitsvorkehrungen getroffen?
      Vorsichtig gingen wir tiefer in die Höhle.
      „Wölfchen!“, hauchte mir Brix zu.
      „Ja?“, flüsterte ich zurück.
      „Schau, da drüben, auf der anderen Seite des Abgrunds.“
      Ich folgte seinem Wink und sah dort mehrere Männer sowie eine Frau miteinander diskutieren. Einer von ihnen trug ein Kittel – natürlich. Ich geriet ständig wegen irgendwelcher Kitteltypen in Schwierigkeiten. Die Matrosen bedrängten den Forscher sichtlich, der gefährlich nah am Rand stand.
      „Wir müssen was tun!“
      „Und was?“, fauchte ich ihn leise an.
      „Komm mit!“
      „Komm...was?“
      Doch da springt Brix auch schon vor, rannte über eine Felszunge, die die beiden Abgründe verband und bezeichnete die Matrosen als impertinente Ascomycotas. Ich hoffe, dass er weiß was er ihnen da an den Kopf warf. Ich verstand jedenfalls nur Bahnhof.
      Nun näherte ich mich der Gruppe ebenfalls, ging aber mit deutlich mehr Respekt über die Felsbrücke als Brix. Eieiei war das hoch!
      Die Frau in der Gruppe sah uns abschätzig an. „Aus was für einen Loch seid ihr denn gerrochen?! Ganz schön dreist von euch, hier einfach so mitmischen zu wollen.“
      „Lassen Sie Professor Kosmo in Ruhe! Wir sind hier um ihn zu retten!“
      Die Frau und die Männer lachten laut auf. „Du glaubst also Kordula vom Team Aqua-Vorstand aufzuhalten Mädchen?“ Sie lachte wild auf. „Dann wollen wir mal sehen, was du so drauf hast!“

      Zusammenfassung

      - Route 114 betreten
      - Lombrero, Stufe 19, weiblich (ÜBERRASCHUNG!) gefangen
      - ersten Superball geworfen
      - Lanette getroffen
      - Meteorfälle betreten

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 30
      #i-magnayen# Odin Stufe 25
      #i-garados# Hilde Stufe 25
      #i-hariyama# Katja Stufe 25
      #i-schwalboss# Fina Stufe 27
      #i-camaub# Sarre Stufe 25

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini 19

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:
      Ascomycotas sind Schlauchpilze, zu denen unter anderem auch die Morcheln gehören. Merke: Wenn man keine Schimpfwörter weiß, die schlau klingen, nimmt man einfach lateinische Namen von Pilzen. :ka:
    • Versus Kordula

      Kordula wurde von einem der Männer unterstützt während die anderen Mistkerle Professor Kosmo festhielten.
      Die Beiden riefen ein Magnayen und ein Sleima in den Kampf. Ich entschied mich für Katja, Brix für sein Wailmer, das inzwischen mit einem EAiM XXL ausgestattet war.
      Wir alle schrien Befehle durcheinander und ich konnte nur hoffen, dass mein Kampfpokemon meinen Ruf in dem Durcheinander heraushören konnte.
      Wailmer hauchte einen weißlichen Nebel aus seinen Blaslöchern, während das Magnayen gegenüber dem Wal seine Muskeln spielen lies. Wütend schnaubte Wailmer und stürzte auf den Wolf los, der jedoch zur Seite sprang, wodurch Brix Pokemon mit dem Kopf auf den Boden krachte. Das tat weh!
      Zeitgleich spritzte Sleima sein Schlammbad nach Katja – doch die stürmte einfach durch diese Attacke, schnappte sich das inzwischen abgelenkte Magnayen und warf es ohne viel Federlesen über seinen Kopf. Das arme Unlichtpokemon kam so hart auf, dass es direkt K.O. ging.
      Kordula rief fluchend ein Karnivahna in den Kampf, welches das noch immer verwirrte Wailmer mit einem heftigen Schlag seiner Schwanzflosse ins Land der Träume schickte. Während Brix es durch sein Knilz ersetzte, verpasste Katja dem Giftpokemon des Rüpels einen Abschlag. Sleima schwabelte darauf hin ein wenig zurück und ignorierte den Befehl seines Trainers.
      Während Knilz nun dem Sleima mit Megasauger konfrontierte, begann Karnivahna mein Pokemon nun zu reizen. Es reichte aus damit die Kraftwelle daneben ging aber Katja hatte einen kühleren Kopf als das Wailmer zuvor. Gerade als das Kampfpokemon zu einem neuen Schlag ausholen wollte, wurde es von hinten abermals von einem Schlammbad getroffen. Dieses mal zeigte das Gift darin seine Wirkung und mein Pokemon ging in die Knie.
      Zähne knirschend rief ich Katja zurück und lies Carsten zum Kampf antreten. In der selben Zeit saugte Knilz dem Wasserpokemon so viel Energie ab, dass es besiegt wurde. Danach musst es jedoch noch eine Schlammbadattacke von Sleima aushalten.
      Aber auch das zähe Schleimpokemon musste zurückstecken als es direkt hintereinander von Laubklinge und Kopfnuss getroffen wurde.
      Schimpfend riefen Kordula und der Matrose ihre Pokemon zurück.
      „Ihr... GÖREN!“, fauchte Kordula.
      „Mach dir nichts draus!“, meinte einer der Anderen. „Während ihr gebalgt habt, habe ich mir den Meteoriten geschnappt.“
      „Und den gebt ihr schön wieder her!“ Alle Blicke richteten sich auf die andere Seite des Plateaus, wo nun drei Männer in roten Kostümen standen.
      „Team Magma“ - „Marc!“ fauchten die Matrosen.
      „Das werden wir ja sehen!“, kicherte Kordula und schubste Professor Kosmo, so dass dieser zum Abgrund gestoßen wurde. Verzweifelt ruderte er mit den Armen um nicht das Gleichgewicht zu verlieren – und in die Tiefe zu fallen. Brix und ich sprangen synchron los, schnappten uns Kosmo an je einem Arm und zogen ihn wieder zurück. Kosmo lies sich auf alle Viere nieder und keuchte erleichtert.
      Diese Ablenkung nutze Team Aqua um auf unserer Seite zu verschwinden.
      „Verdammt! Hinterher!“ rief der ältere Mann, Marc. Seine beiden Kumpanen folgten den Flüchtigen – der Sprecher kam auf uns zu. Während ich mich um Kosmo kümmerte, stellte sich Brix vor uns und griff schon wieder nach seinem Ball.
      „Lass gut sein Junge. Ich habe nicht vor gegen euch zu kämpfen.“ Er kniff die Augen zusammen. „Aber wenn ihr uns noch einmal in die Quere kommt, werdet ihr das bitter bereuen!“
      Damit folgte er den restlichen Männern und lies uns drei zurück.
      „Alles in Ordnung Professor Kosmo?“
      „Ja... irgendwie... aber... sie haben den Stein!“
      „Beruhigen Sie sich!“, bat Brix. „Wir bringen sie erst mal nach Hause und dann kann sich die Polizei darum kümmern.“
      Einen Moment lang sah er uns wortlos an. Dann lies er den Kopf hängen. „Gut.“

      Nicht lange danach kamen wir wieder bei Lanettes Haus an. Da Professor Kosmo inzwischen recht blass aussah und wir eh noch das Fahrrad abholen wollten, beschlossen wir dort eine Pause einzulegen.
      Abermals dauerte es eine Weile, bis die Frau an die Tür kam und als sie es tat, hellte sich ihre Miene auf, kaum das sie Kosmo erblickte.
      Wir halfen dem Professor auf dem Sofa Platz zu nehmen und Lanette gab ihm Wasser. Dann erzählten wir der Frau was passiert war.
      „Klingt spannend. Am Besten lasst ihr Kevin einfach hier und verzieht euch.“
      Sprachlos sagen wir Lanette an.
      „Wenn die Polizei euch sieht werden sie Fragen haben. Zum Beispiel weil ihr ihnen nicht gesagt habt, wo sie Kevin finden können. Und was ihr mit Team Aqua oder Magma zu tun habt.“
      „Nichts!“, rief Brix entsetzt.
      „Natürlich nicht. Aber bis sich die Polizisten davon überzeugt haben... könnte dauern.“
      „Wollen Sie etwa vorschlagen, dass wir gehen sollen und uns damit zu gejagten der Polizei machen?“
      Professor lachte. „So paranoid für so eine junge Frau. Gutgut. Ich werde nicht sagen, dass ihr dabei wart.“
      „Und uns den Ruhm vorenthalten?“, empörte sich Brix.
      Kosmo schüttelte langsam den Kopf. „Wenn es die Situation zulässt, werde ich mich bei euch beiden bedanken. Nur vorerst möchte ich euch da raus halten. Das wird schon so schwierig genug.“
      „Er hat recht. Ihr solltet euch wieder auf den Weg machen.“
      Brix und ich sahen uns ratlos an. So ganz gefiel uns die Situation nicht, aber was sollten wir machen?
      „Also gut. Professor... Lanette!“
      Brix schnappte sich sein repariertes Fahrrad und zusammen verließen wir das Haus.
      „Wohin gehst du?“
      „Nach Malvenfroh und dann weiter zu meinen Vater. Ich werde ihm erzählen was wirklich vorgefallen ist. Und du?“
      „Ich gehe nach Bad Lavastadt.“ Ich runzelte die Stirn. „Irgendwie glaube ich, dass das wichtig ist, aber mir will nicht einfallen wieso.“
      Brix begleitete mich noch einige Tage, bis wir wieder das Pokecenter auf Route 112 erreichten. Erst dort trennten sich unsere Wege.

      Zusammenfassung
      - Team Aqua bekämpft
      - Kordula kennen gelernt und bekämpft
      - Team Magma und Marc kennen gelernt

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 30
      #i-magnayen# Odin Stufe 25
      #i-garados# Hilde Stufe 25
      #i-hariyama# Katja Stufe 25
      #i-schwalboss# Fina Stufe 27
      #i-camaub# Sarre Stufe 25

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe 19

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:
      Wailmer haben übrigens zwei Blaslöcher, weil das in der Realität bei allen Bartenwalen so ist. Lediglich Zahnwale haben nur ein einzelnes Blasloch. Ich mag solche in Pokemon umgesetzten Details. :3
    • Versus Adrian

      Tatsächlich waren die Wartungsarbeiten an der Seilbahn endlich abgeschlossen. Ich hatte mir Odin zur Seite gerufen und er sah begeistert aus dem Fenster des Wagons während wir immer höher stiegen. Bevor wir in die Bahn gestiegen waren, hatte ich mich noch mit Joy unterhalten. Sie hatte Pria sicher zu meinen Vater verschickt und freute sich, dass es Sarre gut ging. Tatsächlich war das Camaub bereits ordentlich gewachsen und inzwischen größer als seine wilden Verwandten – das hatten wir noch überprüft.
      Ich lehnte meinen Kopf an die kühle Scheibe. Während der ganzen Zeit hatte es in meinem Kopf rumort. Irgendwas war in Bad Lavastadt – mehr als nur eine Arena. Aber es wollte mir einfach nicht einfallen.
      Und obwohl ich es sicher bald heraus finden würde, lies mich der Gedanke einfach keine Ruhe.
      Um mich abzulenken sah ich wieder hinaus und beobachtete wie die Bäume unter uns immer kleiner wurden, bis sie schließlich von schwarzen, kahlen Felsen abgelöst wurden. Dort war es bereits zu warm durch den Schlotberg und alle Pflanzen verdorrten. Odin sprang begeistert auf die andere Seite der Kabine, was den gesamten Wagon zum schaukeln brachte. Mir wurde schlecht.
      „Hör auf damit!“, bat ich.
      „Mag?“
      „Nein, das mag ich nicht.“
      „Nayen... Nay.“ Etwas deprimiert rollte sich Odin auf den Sitz zusammen.
      „Du kannst ja noch in der Kabine rumlaufen. Aber bitte... langsamer. So, dass das ganze Teil nicht allzu sehr schwingt.“
      Das Magnayen legte fragend den Kopf schief, stand dann aber wieder auf um die Aussicht zu genießen. Langsam genoss ich die Aussicht weniger. Durch das Geschaukel ist mir bewusst geworden wie hoch wir eigentlich waren. Ich konnte nur noch daran denken, dass eines der Drahtseile reißen könnte oder die Motoren ausfallen könnten oder einer der Trägertürme einstürzen könnte oder... stöhnend vergrub ich den Kopf in den Händen und zog die Knie an. Sofort war Odin an meiner Seite und schleckte mir über die Teile der Haut, die es noch erreichen konnte. Ich gab meine eingeigelte Position auf und vergrub mein Gesicht in das Fell des Unlichtpokemons.
      Hoffentlich waren wir nur bald da!
      Der Schrecken ging dann aber noch ganze zehn Minuten länger und ich war vollkommen durchgeschwitzt als wir endlich anlegten. Erleichtert sprang ich aus dem Wagon und lächelte der Frau, die uns empfing, gestresst an.
      „Oh – scheinbar ist die Klimaanlage kaputt. Und das so kurz nach der Wartung.“
      „Äh... nein... die Anlage funktioniert.“
      „Aber...“
      „Wenn sie mir nicht glauben fahren sie doch selbst. Es ist alles in Ordnung. Wirklich.“
      Nach diesem kurzen Gespräch flohen Odin und ich aus der Seilbahnstation. Und ich stellte fest, dass es gar nicht so schlimm war bereits durchgeschwitzt zu sein. Wir waren fast auf der Kuppel des Vukans und daher war es hier ungeheuer heiß.
      Wir folgten den Wegweiser Richtung Bad Lavastad – aber schon bevor wir den Hauptplatz verließen, gerieten wir in einen Kampf zwischen zwei Magnayen. Odin wollte sich schon dazwischen werfen, doch ich konnte ihn davon abhalten, als ich die beiden Trainer sah: Team Magma und Aqua.
      Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Bei dem Gespräch, dass ich belauscht hatte, war auch der Schlotberg erwähnt worden. Verdammter Mist.
      „Komm, wir suchen uns einen anderen Weg.“, sagte ich leise zu meinem Pokemon und schon schlichen wir uns weg. Doch... der einzige Weg führte nur noch höher zum Vulkan und auch dort tobten überall Kämpfe zwischen den beiden Organisationen.
      Wir stolperten irgendwie zwischen ihnen hindurch ohne ernsthaft verletzt zu werden bis eine hohe Stimme uns zum Anhalten zwingen wollte. Kordula! Ich stöhnte auf. Nicht die auch noch!
      „Du schon wieder! Was willst du?“
      „Hier weg.“
      „Das kannst du deiner Mama erzählen aber nicht mit!“
      Im nächsten Moment stürzte sich auch schon ein großes Sleima auf uns. „Odin weich aus! Intensität!“
      Während ich zur Seite gesprungen war, hatte ich Sarre aus seinem Pokeball gerufen. Durch seine Bodenattacke bebte der gesamte Boden um uns herum. Sleima wurde gut durchgeschüttelt und konnte so dem Flammensturm, den das Feuerpokemon ausstieß, nicht mehr entkommen.
      Im nächsten Augenblick schoss schon ein Karnivanah aus dem Staub, der sich durch Intensität erhoben hatte und ich konnte Sarre noch gerade so in seinen Ball zurück hohlen. Da war dann aber auch schon Odin heran und machte mit einem Donnerzahn kurzen Prozess mit dem Fisch.
      „Verdammtes Kind!“, jaulte Kordula.
      „Was machst du denn da?“ Nun trat aus der Wolke ein mir sehr bekannter Mann. Adrian.
      „Ach du schon wieder. Ich kenn dich doch aus dem Museum. Was ist – willst du mir den Schlüsselstein wieder abnehmen?“
      „Schlüsselstein?“, fragte ich verblüfft. Was sollte das sein?
      Adrian hielt den Meteoriten hoch. „Dieses kleine Schmuckstück hier.“
      „Eigentlich nicht aber wenn sie ihn mir geben wollen...“ He – versuchen kann mans ja!
      Adrian lachte. „Wenn du ihn haben willst, dann musst du schon gegen mich kämpfen.“
      Nun, da sich die Staubwolke legte, konnte ich erkennen, dass auch er ein Magnayen an seiner Seite hatte – das viel größer war als Odin und gefährlich die Zähne fletschte.
      „Los Katja – Kraftwelle gegen das Magnayen!“ Adrians Pokemon provozierte Katja so sehr, dass ihr Schlag dieses Mal viel heftiger ausfiel als gewöhnlich. Das Unlichtpokemon wurde herum geschleudert und wäre beinahe in den Vulkankrater gefallen.
      Während ich mich auf Katja konzentrierte, schoss ein Golbat heran und flog zielsicher auf mein Gesicht zu. Kreischend duckte ich mich, damit es über mich hinwegflog. Odin gab ein wütendes Knurren von sich und sprang genau dann hoch, als Golbat auch über ihn hinweg segelte. Sein Donnerzahn bohrte sich tief in Golbats Flügel.
      Kaum war ich vor der Fledermaus sicher, raste auch schon ein Tohaido auf mich zu. Ich sprang verzweifelt zur Seite und schaffte es irgendwie Carsten zu rufen. Die nächste Attacke konnte das Pflanzenpokemon mit seiner Laubklinge blockieren.
      Adrian lachte. „Glaub bloß nicht, dass das alles ist. Sieh die Macht der Megaentwicklung!“ Er griff nach der riesigen Ankerkette, die er um den Hals trug, die darauf hin anfing merkwürdig zu leuchten. Was?
      Im nächsten Augenblick hörte man die Melodie von Yellow Submarine. Adrian wurde rot. Das Leuchten hörte wieder auf.
      Peinlich berührt zog er ein Handy aus dem Gürtel. „Ja- ich kann gra... was?! Großartig! Ihr kennt eure Befehle.“
      Er beendete das Gespräch und sah zu mir, die immer noch auf den Boden lag und von den Attacken mehrerer Pokemon in Deckung ging.
      „Tja, ich habe keine Zeit mich jetzt mit dir zu beschäftigen. Kordi, wir müssen zum Pyroberg.“
      „Aye Sir!“, rief die Frau und war auch schon auf und davon.
      „Schluss jetzt!“, rief der Team Aqua-Chef seinen Pokemon zu. Magnayen, Golbat und Tohaido ließen von ihren Kontrahenten ab. Odin, Carsten und Katja sprangen sofort zu mir und stellten sich schützend vor mich. Adrian kümmerte sich jedoch nicht darum und rief seine Pokemon in die Bälle zurück.
      „Du solltest uns nicht mehr öfter in die Angelegenheiten latschen Kind. Das könnte dir nicht gut bekommen.“ Damit ging er einfach an mir vorbei. „Achja... und das Steinchen kannst du haben. Den brauch ich nun nicht mehr.“ Er lies den Meteoriten einfach fallen, beachtete mich nicht weiter und verschwand.
      Stöhnend ließ ich den Kopf sinken. Was eine Blamage! Aber was hatte ich auch erwartet, wenn ich mich mit dem Chef einer kriminellen Organisation anlegte? Wenn auch eher aus versehen.
      Odin schnüffelte an meinen Haaren herum, damit ich aufstand. Langsam erhob ich mich und streichelte ihm durchs Fell. „Das hast du gemacht – ihr alle!“, ergänzte ich mit einen Blick auf Katja und Carsten.
      Carsten reichte mir den Stein, den es aufgelesen hatte. Ich steckte ihn erst einmal in den Rucksack. Professor Kosmo würde mich sicher noch nicht sehen wollen nach dieser Abfuhr vom letzten Mal. Also würde ich ihn für einige Zeit verwahren.

      Zusammenfassung
      - Schlotberg betreten
      - Team Aqua, Kordula und Adrian bekämpft
      - Meteorit/Schlüsselstein erhalten

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 31
      #i-magnayen# Odin Stufe 26
      #i-garados# Hilde Stufe 26
      #i-hariyama# Katja Stufe 27
      #i-schwalboss# Fina Stufe 27
      #i-camaub# Sarre Stufe 26

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe19

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:
      In der Story zählt der Kampf gegen Adrian als Niederlage, da er Wölfchen haushoch dominiert hat. In Wirklichkeit wurde er natürlich geschlagen.
    • Eine feurige Angelegenheit

      Glücklich stand ich unter der Dusche. Ich hatte zwar am Vortag auch schon geduscht, doch ich fühlte mich noch immer beschmutzt vom Vulkan und der Niederlage gegen Adrian.
      Ich war Mittags endlich in Bad Lavastadt angekommen und war schnurrstracks ins PokeCenter gestiefelt. Nachdem ich meine Pokemon zum CheckUp abgegeben hatte, hatte ich mir ein Zimmer angemietet und hatte den restlichen Tag zur Entspannung genutzt.
      Nun wurde jedoch das Wasser kalt und ich musste die Dusche verlassen. Gut – ich war ja nicht zum Urlaub hier sondern um eine Arena herauszufordern.
      Nachdem ich mich abgetrocknet und angezogen hatte, holte ich meine restlichen Sachen aus dem Zimmer und meine Pokemon aus dem medizinischen Bereich. Danach machte ich mich auf den Weg zur Arena.
      Auch Bad Lavastadt war voll und ganz im Zeichen des Vulkans errichtet. Hier lag zwar deutlich weniger Asche, dafür war die Stadt von Nebel umgeben. Dieser schien aus den Dämpfen der etlichen heißen Quellen zu entstehen, die das Leben in der gesamten Stadt bestimmten. Eigentlich war das hier ein Erholungsgebiet. Doch da man es nur über die Seilbahn erreichen konnte und diese einige Tage außer Betrieb war, ist es aktuell deutlich ruhiger als sonst.
      Wer nicht in eine der heißen Bäder wollte, konnte auch die etlichen Saunen besuchen, die es an jeder Ecke gab. Ich hatte jedoch keinen Blick dafür. Ich wollte nur runter von diesem Berg und das konnte ich nur, wenn ich den nächsten Orden gewann.
      Als ich endlich die Arena betreten konnte, hatte ich das Gefühl, noch immer im Dorf zu stehen. Überall war Nebel... nein, Dampf! Die gesamte Arena war eine riesige Therme. Ungläubig sah ich zu den Becken. Da saßen tatsächlich Leute drin! Einige der Becken waren öffentlich zugänglich, viele waren nach Geschlechtern getrennt aber es gab auch Gemeinschaftsbäder. Weiter hinten waren Holzwände hochgezogen worden um den Leuten auch private Bäder zu bieten.
      Ich stoppte eine junge Frau, die an mir vorbei lief und scheinbar zum Thermenpersonal gehörte.
      „Entschuldigung – aber... ich bin hier um die Arena herauszufordern. Wo... finde ich die?“
      „Oh, sie müssen nur mit dem Fahrstuhl nach unten fahren.“ Sie deutet auf eine kleine Nische, die ich bisher übersehen hatte. „Flavia befindet sich auch dort.“ Dann rauschte sie an mir vorbei.
      Ich folgte ihrer Anweisung und stand Minuten später endlich auf dem Kampffeld. Eine junge Frau mit roten, struppigen Haaren stand im Zentrum und machte Atemübung.
      „Hallo?“
      „WAH!“ Die Frau drehte sich um und starrte mich bestürzt an.
      „Mein Name ist Flavia und meine bescheidene Aufgabe besteht darin, äh...“, brüllte sie los. „Argh... i-ich meine natürlich... Ich bin Flavia und ich bin die Arenaleiterin, kapiert?“
      Ich nickte sprachlos.
      „Dann... FEUER FREI!“
      Sie rannte auf die andere Seite der Arena und rief ein Schnackmag heraus.
      „Ährm... was gelten denn für Regeln?“, fragte ich kleinlaut.
      Flavias Gesicht wurde so rot wie ihre Haare. „Drei gegen drei.“, sagte sie.
      „Okay. Dann... Sarre, los!“
      Camaub gähnte herzhaft als es aus seinen Pokeball gab.
      „EIN FEUERPOKEMON!“, kreischte Flavia auf der anderen Seite begeistert.
      „Können wir anfangen?“, flehte ich.
      „Was? Oh... oh ja, klar. Steinwurf Schnecki!“
      „Sarre, weich aus!“
      „Maub?“ Von wegen ausweichen. Mein Pokemon ließ sich einfach von den Steinen treffen. „Mauuub?“ sagte es und schüttelte einfach seinen Kopf. Dann... senkte es seinen Kopf und versuchte die Steine zu essen.
      „Sarre...“, stöhnte ich. „Setz Intensität ein.“
      „Caaaaa...“ Nun drehte das Pokemon betont langsam seinen Kopf in meine Richtung, nickte in Zeitlupe wandte sich dann wieder dem Schneckmag zu, das auch weiterhin Steine auf mein Pokemon warf.
      „MAUUUUUUUB!“
      Als Sarre dann endlich seine Attacke startete, ging ein Donnern durch das Haus. Staub rieselte von der Decke, so das Flavia und ich erschrocken die Köpfe einzogen. Über uns kreischten die Menschen los und ich hatte schon die Befürchtung, dass die Decke über uns einbrechen würde – doch nichts dergleichen geschah. Als das Beben endlich aufgehört hatte, schmolz Sarre gerade einen der Steine um dann das Magma abzuschlecken. Schneckmag lag betäubt auf der anderen Seite und reagierte nicht mehr.
      „Ohje...“, sagte Flavia, als sie das Feuerpokemon zurück rief. „Dann jetzt... CAMAUB!“
      „Maub!“
      Ich machte mich bereit – doch Flavias Camaub schlich auf Sarre zu und... begann ebenfalls an dem Schmelz zu lecken.
      „Ähm. Ich glaub das wird so nichts.“
      Ich rief Sarre zurück und rief nun Hilde auf das Feld.
      „DU KANNST DOCH KEIN WASSERPOKEMON GEGEN MEINE LIEBLINGE EINSETZEN!“, kreischte Flavia.
      „Das hast du nicht in den Regeln erwähnt!“
      „Aber... Aber... NEIN!“
      „Und wenn ich dir Sage, dass Hilde keine Wasserattacken beherrscht?“
      „Was... oh... dann ist okay!“
      Herrje, die Frau macht mich irre.
      „Drachenwut!“
      „Flammensturm!“
      Ihr Camaub reagiert um einiges schneller als mein Dromedar und so trafen die Attacken frontal zusammen und wehrten sich gegenseitig ab. Doch während Camaub weiterhin dort stehen blieb wo es war, nutzte Hilde die entstandene Rauchwolke um ihre Position zu wechseln. „Nochmal!“, rief ich.
      „Du auch!“
      Die Feuerattacke ihres Pokemons schoss nur zwei Meter an mir vorbei. Erschrocken sprang ich zur Seite. Drachenwut dagegen traf sein Ziel sicher. Gut, dass ich vorher Platz gemacht hatte, denn nun flog das Bodenfeuerpokemon genau an dieser Stelle vorbei.
      „Neiiiin... Maubi!“, rief Flavia. Dann rief sie ihr Pokemon zurück. „Ich will nicht, dass du weiter mit diesem... Monster kämpfst.“, schmollte die Arenaleiterin.
      „Monster?“
      Verletzt sah Hilde meine Gegnerin an. Und brach in Tränen aus.
      „ICH DACHTE ES KÖNNE KEINE WASSERATTACKEN?!“
      „Sie weint, das ist doch keine... ach... egal... komm zurück Hilde!“ Ich wollte ungern tun was diese seltsame Arenaleiterin von mir verlangte aber eine weinende Hilde war nicht zu gebrauchen – und so schickte ich nochmal Sarre in den Kampf. Er hatte seine Sache vorher gut gemacht.
      Flavia ihrerseits rief ein Qurtel heraus.
      „Sonnentag!“
      „Oh toll! Flammensturm!“ Flavias Camaub mochte schneller sein aber mein Flammensturm war wesentlich heftiger als ihrer. Qurtel konnte sich jedoch retten in dem es sich in seinen Panzer zurückzog – der war allerdings reichlich angesenkt, als der Flammensturm vorüber war.
      „Erdkräfte! Gib ihm den Rest!“
      „Maaaaaaaaaaa!“
      Es geschah nichts. Statt dessen begnügte sich Camaub schon wieder mit flüssigen Steinen.
      „Öh...“
      „Kommt da noch was?“, fragte Flavia.
      Ja kam. In dem Moment brach der Boden und Qurtel auf und verschluckte es einfach.
      „QURTEL!“
      „Auweiha!“
      Wir rannten beide auf das Loch zu. Zum Glück war die Schildkröte nicht all zu tief gefallen, wenn es da nun auch hilflos festsaß. Flavia rief ihr Pokemon zurück.
      „Oh man...“
      „Ja, das muss ich auch sagen.“
      Erschrocken drehte sich Flavia um.“OPA!“
      Opa?
      Ich folgte ihrem Blick. An der Wand stand ein alter aber rüstiger Mann mit roten Schnauzer. Eindeutig Flavias Opa.
      „Das war eine erbärmliche Vorstellung von dir. Und das an deinem ersten Tag!“
      „Erster Tag?“
      „Erster Tag als Arenaleiterin.“, murmelte Flavia.
      „Oh.“
      Opa Flavia kam näher. „Einem Trainer zu verbieten ein Wasserpokemon einzusetzen, nur weil es im Vorteil ist... Herumkreischen... die Regeln nicht erklären, so dass der Herausforderer nachfragen muss... Vielleicht sollte ich dich noch ein Jahr länger unterrichten...“
      „Nein – bitte nicht Opa! Es passiert auch nie wieder!“
      „Selbst den Orden gibst du nicht ab!“
      Flavia wurde rot. „Oh... äh... natürlich. Herausforderin... hier...“ Sie streckte mir die Faust entgegen. Ich hielt meine Hand darunter und sie lies den roten Orden fallen.
      „Und was noch?“
      „Äh... man... sollte seinen Gegner immer kritisieren, um ihn zu sagen, was er besser machen kann oder was er schon toll kann.“
      Ihr Opa zog die Augenbraue hoch.
      „Mir fällt nichts ein.“, sagte sie kleinlaut.
      „Sie setzen ihre Enkelin aber ganz schön unter Druck.“, platzte es aus mir heraus.
      „Was hast du schon für Ahnung?“
      „Mein Vater ist auch Arenaleiter und er würde mich nie so rund machen!“, empörte ich mich. „Schon gar nicht vor einem Herausforderer!“
      „Wer soll dein Vater sein?! Ich kenne keinen mit Kindern.“
      „Norman!“
      „Ach – der Neue.“
      „Ja, der Neue. Der aber auch schon zehn Jahre Arenaerfahrung hat!“
      „Du bist ein Arena-Erbe?“, hauchte Flavia.
      „Jaaaaaaa...?“
      „DAS IST JA TOLL!“, rief sie begeistert. „Du musst mir unbedingt deine Nummer geben!“
      Ihr Opa räusperte sich.
      „Mädchen... Ich will meiner Enkelin den Kopf gerade rücken, damit sie beim nächsten Arenakampf lockerer wird und dann machst du alles kaputt!“
      Nun wurde ich rot. „Ährm... tschuldigung.“
      Ich blieb dann noch eine Nacht länger als geplant in Bad Lavastadt. Flavia wollte unbedingt mehr von Vater und mir wissen, von meiner Reise und meinen Pokemon. Und ihr Großvater war dann doch netter als es der erste Eindruck vermuten lies.

      Zusammenfassung
      - [nicht in der Story] Steilpass betreten
      - [nicht in der Story] Machollo (natürlich weiblich) besiegt, Steilbass scheidet als Fangroute aus
      - Flavia herausgefordert
      - Hitzeorden erhalten

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 31
      #i-magnayen# Odin Stufe 27
      #i-garados# Hilde Stufe 27
      #i-hariyama# Katja Stufe 27
      #i-schwalboss# Fina Stufe 28
      #i-camaub# Sarre Stufe 26

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe19

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:
      Das arme Schneckmag wurde von Intensität 10 getroffen. :O
      Hrm. Merkt man, dass ich gerne Unfug mit Camaub mache? :D Es ist aber auch knuffig. <3
    • Auf nach Hause

      Das Treffen mit Flavia hatte mich daran erinnert, dass ich früher oder später auch gegen meinen Vater antreten musste. Also – warum nicht jetzt?
      Über mehrere Tage lief ich also nach Malvenfroh, Richtung Wiesenflur, durch den inzwischen fertigen Tunnel nach Metarost und kam schließlich in Blütenburg an.
      Nachdem ich meine Pokemon bei Joy hatte durchchecken lassen, betrat ich die Arena durch den Seiteneingang. Dort gab es ein kleines Dojo wo die Pokemon meines Vaters und seiner Schüler trainieren konnten. Da es aber früh am Morgen war, waren aktuell nur die mir bekannten Normies – so nannte Paps sie – hier.
      Ich musste grinsen als ich die beiden Letarking Henri und Heino auf einer Matraze dösen sah anstatt wie das Muntier Heinrich Liegestütze zu machen. Und noch breiter als ich Pria auf einem Laufband erblickte.
      „Hallo Leute!“, rief ich fröhlich in die Runde.
      Sofort schwoll ein mehrstimmiger Begrüßungschor an und das Krakeelo sprang vom Laufband um auf mich zu zurennen. Glücklich umarmten wir uns – und gerade als wir uns lösen wollten, war auch Muntier da und schloss uns in seine langen Arme. Einen Augenblick später wurden wir drei auch schon in die Arme der beiden Letarkings gefangen.
      „Aaaah!“, lachte ich. „Ich freu mich ja auch euch zu sehen!“
      Als sich unser Gruppenkuscheln wieder aufgelöst hatte, war ich ganz schön zersaust – aber was solls. Das war ja sozusagen mein zweites zu Hause.
      „Was soll das denn? Warum trainiert ihr nicht?“ Oh. Papas Arenaleiterstimme.
      Heino, der zwischen uns stand und damit den Blick auf einander verhinderte, trat zur Seite.
      „WÖLFCHEN! Du hinderst meine Pokemon also an ihren Aufgaben?“
      Deine Pokemon?“ Ich warf einen Blick zu Pria, die immer noch an meiner Seite war.
      „Unserer Pokemon?“, schlug er vor.
      Ich musste lächeln. „Irgendwer muss ja für Spaß sorgen, wenn du sie immer nur schuften lässt.“
      Die vier Pokemon stimmten mir freudig zu. Paps lachte und wandte sich zum gehen.
      Wir folgten ihm in eines der Nebenzimmer – eine Küche, die auch geräumig genug für Heino und Henri waren. Dort brühte er mir wortlos einen Erdbeerfrüchtetee und sich einen Kaffee auf, bevor wir uns an den Tisch setzten und schweigend unsere Getränke genossen. Erst als es auf den Flur lauter wurde, weil Paps Schüler eintrafen, richtete er das Wort an mich.
      „Also. Du schickst mir ein Pokemon zu und bist zwei Wochen später selber da. Brichst du deine Reise ab?“ Er sah mich ernst an.
      „Pria kämpft nicht gerne.“, ich strich meinem Krakeelo über den Kopf. Pria hatte sich auf einen weiteren Stuhl gesetzt und rückte mir ein wenig zu sehr auf den Leib. Da ich mich aber ebenso wie sie freute sie wieder zu sehen... kuscheln ist manchmal auch schön. „Und ich wollte sie nicht einfach nur einlagern. Ich dachte mir, dass es ihr bei dir gut gehen würde. Und das du sie mögen würdest.“
      „Sie bringt Henri und Heino dazu weniger zu schlafen. Ich mag sie.“
      Bei der Vorstellung musste ich kichern. Ich sah es gerade zu: die beiden Letarkings, die sich gerade hinlegen wollten und das Krakeelo, dass die beiden lautstark zur Sau machten.
      „Es ist nicht mehr sehr ruhig hier seit sie hier ist, oder?“
      Paps nahm einen Schluck Kaffee. „Nein.“
      „Und was deine andere Frage angeht. Ich gebe nicht auf. Aber ich brauche acht Orden. Und einer davon ist deiner.“
      Er verschluckte sich an seinen Kaffee. „Du willst mich herausfordern?“
      „Natürlich. Und du wusstest, dass das früher oder später passieren muss.“
      „Ja – aber... doch nicht so früh... deine Pokemon sind doch noch zu... klein.“
      „Du kennst sie doch gar nicht.“
      „Ich kenne Pria.“
      „Pria? Sind deine Freunde zu klein für Paps?“,
      Das Krakeelo dachte kurz nach. Dann schüttelte es den Körper. „Keeeloo! Krakrakrakra!“
      Paps runzelte die Stirn. „Dir ist schon klar, dass der Orden für dich verloren ist, wenn du verlierst?“
      „Natürlich. Wo bliebe denn die Herausforderung, wenn es kein Risiko gibt?“
      Er sah mich irritiert an. „Wo kommt dieser Mut her? Wo ist meine Tochter geblieben?“
      „Irgendwo auf Route 106 vermute ich.“
      Nachdem er seinen Lachanfall hinter sich gebracht hatte und seine Schüler neugierig in die Küche schauten, wuschen wir die beiden Tassen ab und machten uns gemeinsam auf den Weg zum Kampfplatz. Mit der Aufsicht auf einen Kampf von Norman gegen seine eigene Tochter versammelten sich die Schüler respektvoll an den Seiten um uns zu beobachten.
      „Du kennst die Regeln meiner Arena!“, meinte er zu mir, als wir uns trennten und uns auf unsere Plätze stellten. Henri, Heino und Heinrich stellten sich hinter ihm auf. Pria stand etwas abseits an meiner Seite. Sie hatte zwei Handeln in der Hand und wedelte damit herum wie mit Pompons.
      Vater verlangte, dass alle Pokemon des Herausforderers beim Kampf zusahen – so konnte er auch den Trainingszustand aller Teammitglieder einschätzen. Und deren Teamfähigkeit. Wir hatten es schon, dass die Pokemon des Herausforderers sich nicht leiden konnten und gegenseitig ausbuhten. Also rief ich sie heraus: Sarre, dass sich direkt auf Futtersuche machte. Hilde, die immer noch traurig wegen Flavias Kommentar war. Katja, die begeistert in die Luft boxte – ich hatte sie auf den Kampf vorbereitet und wusste, dass sie in der Arena antreten würde. Carsten, der cool an der Mauer lehnte. Odin, der mit aufmerksam gespitzten Ohren neben Carsten saß. Und Fina, die Sarre wieder in die richte Richtung lenkte, bevor er versuchte das Holz des Fußbodens zu schmelzen.
      Paps runzelte zwar bei meinem beiden Sorgenkindern – Sarre und Hilde – die Stirn, nickte aber dennoch lobend. „Ein ausgewogenes Team hast du da.“
      Ich erwiderte nichts. Das war auch nicht nötig. Als Herausforderer musste ich mein erstes Pokemon in die Runde rufen. Ich gab Katja ein Zeichen und das Hariyama schritt voller Ernst in den Kampfbereich.
      Direkt danach folgte Henri, der sich zu seiner vollen Größe aufrichtete und Katja mit seinem Muskelspiel drohte. Das Kampfpokemon – das immer noch größer war als das Normie – ging in die Hocke, stützte die Hände auf die Knie, hob ein Bein und lies es mit Schwung auf den Boden krachen. Angeber versus Angeber. Sehr schön. Mein Team und Pria jubelten Katja zu. Selbst Hilde richtete sich etwas auf um den Kampf besser beobachten zu können.
      Heinrich und Heino schlugen mit der rechten Hand auf die Brust – ihre Art des Beifalls. Ob sie wie üblich ihren Freund oder mir Glück wünschten, musste man jedoch noch klären.
      „Na dann los! Gähner Henri!“
      Damit hatte ich gerechnet. Das war seine Lieblingstaktik. Doch das bedeutete auch, dass wir noch etwas Zeit hatten bis Katja einschlafen würde.
      „Kraftwelle!“
      Die Attacke war so stark, dass Henri nach hinten fiel. Langsam richtete es sich wieder auf. Das war unsere Chance! Letarking war zwar unheimlich stark aber eben auch sehr langsam. Mein Vater setzte darauf, dass seine Herausforderer durch Gähner nervös wurden und einen Fehler machten, damit Letarking seine Vorzüge ausspielen konnten. Ich kannte die Taktik.
      „Direkt nochmal Kraftwelle!“
      Die Attacke traf Letarking als er sich gerade aufrichtete. Ohne seine Abwehr heben zu können wurde es direkt wieder umgestoßen – nun aber deutlich heftiger. Es versuchte sich noch einmal zu erheben, brach aber direkt wieder zusammen.
      Paps rief es zurück in seinen Ball. Schon sprang Muntier Heinrich nach vorn – und klatschte aufgeregt in die Hände, bevor es nach Paps Befehl direkt Heimzahlung einsetzte.
      Katja wurde trotz des schweren Treffers müder – zum Glück hatte ich ihr vorher eine Maronbeere gegeben und konnte sich so vor dem Schlaf selbst heilen. Paps schnaubte anerkennend.
      „Überwurf!“
      Katja raste auf das Muntier zu, streckte die Hand nach ihm aus und... gab einen Stoß ab.
      „Kraftwelle?“, fragte ich verdutzt. Natürlich! Das Geklatsche! Heinrich hatte einfach Zugabe eingesetzt! Aber es brachte ihm nichts. Die Kraftwelle traf aus dieser Nähe mit noch mehr Wucht als sonst und so wurde er von den Beinen gerissen und aus dem Kampfbereich geschleudert. Damit war es disqualifiziert.
      Meine Pokemon jubelten begeistert, während Katja Heinrich hinterher nickte.
      „Dein Hariyama ist stark.“, musste Paps loben.
      „Ich habe es gut auf deinen Kampfstil vorbereitet!“
      Nun betrat auch Heino das Feld. Das Letarking war größer, älter und stärker als Henri. Herausfordernd schlug es die Faust auf die Flache Hand.
      „Lass dich nicht einschüchtern! Kraftwelle!“
      „Zermürben!“
      Die beiden waren sich so nahe, dass Faust auf Faust traf. Die Kraftwelle floss über Letarking hinweg, dass sich unangenehm schüttelte. Es war paralysiert!
      „Riechsalz!“
      Katja rieb ihre Hände an ihren Körper und schlug dann mit den flachen Händen zeitgleich auf Letarkings Wangen. Heino riss die Augen auf und starrte mein Kampfpokemon überrascht an. Dann kippte es wie ein Brett nach hinten. Sieg durch K.O.!
      „GESCHAFFT!“, jubelte ich. Auch meine Pokemon jubelten, während Katja sich in verschiedene Posen setzte. Paps Schüler klatschten zu meinen Sieg, während der nach seinem Pokemon sah, bevor er es in den Ball zurück rief.
      Er kam zu mir. „Ich bin ja ein wenig buff.“, gab er zu. „Ich hätte nicht gedacht, dass du mich schon besiegen kannst.“
      Ich grinste ihn an als er mir zur Gratulation die Hand reichte.

      Wir versorgten seine drei Pokemon und Katja zusammen. Als sie wieder fit waren, spielten sie zusammen mit Pria und meinen anderen Pokemon auf der Wiese hinter der Arena. Lediglich die deprimierte Hilde und der noch immer hungrige Sarre hielten sich raus.
      Ich streichelte dem Garados tröstend über die Barthaare. „Du bist kein Monster Hilde. Die haben nur alle keine Ahnung.“
      Es brummte lediglich.
      Paps kam aus dem Haus hinzu. Einer seiner Schüler hatte seine Aufmerksamkeit gefordert und scheinbar war die Angelegenheit nun geregelt. Er hockte sie vor Sarre, kramte etwas aus einem Beutel und hielt es dem Camaub hin. Anhand der Bewegung des Dromedars war es etwas zu essen. Sobald Sarre glücklich kaute, kam er auch schon zu mir und reichte mir den Beutel.
      „Da drin sind spezielle Riegel. Sie sind eigentlich für Henri und Heino... und Heinrich, wenn er sich mal entwickelt. Sie sind für Pokemon sehr sättigend und die Meisten können sie nicht wirklich ertragen. Camaubs gehören zu denen, die damit wirklich lange satt werden und glücklich damit sind.“
      Dankend nahm ich den Beutel an. Ich hatte gehofft, das mein Vater einen Kniff kannte – denn die Unterhaltung von Sarre war echt nicht billig.
      „Und was ist mit deinem Garados los?“
      „Flavia, die Arenaleiterin von Bad Lavastadt, hat sie als Monster bezeichnet. Und wilde Pokemon haben fürchterliche Angst vor ihr. Deswegen ist sie deprimiert.“
      „G'rados!“
      „Ohje!“, rief mein Vater und streichelte den Wasserdrachen zwischen den Augen. „Du bist zwar groß und furchterregend aber doch kein Monster!“ Er sah mich an. „Warum gehst du nicht ein wenig im Ort spazieren und ich rede mal mit ihr? Vielleicht kann ich sie ja aufheitern?“
      Ich folgte Paps Ratschlag. Er hatte ein gutes Händchen für die Psyche unverstandener Pokemon. Wenn jemand Hilde aufheitern konnte, dann er.
      Odin und Pria begleiteten mich auf meinem Rundgang durch den kleinen Ort. Der Rest hatte es vorgezogen weiterhin zuspielen. Mir war das Recht.
      Nachdenklich schritt ich durch Blütenburg und hätte ihn dabei fast übersehen.
      „Wölfchen! WÖÖÖLFCHEN!“
      „Heiko! Was machst du denn hier?“
      Heiko schien meinen Beispiel zu folgen und hielt sein Pokemon außerhalb des Pokeballs. Trasla sah gut aus – und hatte scheinbar auch keine Angst vor Odin entwickelt, denn es begrüßte mein Unlichtpokemon herzlich.
      „Meine Eltern leben hier und ich hatte hier etwas liegen lassen, dass ich auf meiner Reise gut gebrauchen kann!“. Heikos Augen leuchteten vor Begeisterung. Hinter ihm tauchte ein Mann auf, der irgendwie dem Jungen als auch dessen Onkel Heinz sehr ähnlich sahen.
      „Das ist mein Vater.“, wurde ich aufgeklärt.„Dad – das ist das Mädchen, das mir das Rad geschenkt hat!“
      „Oh! Du bist Wölfchen!“ Sein Vater reichte mir die Hand und ich stellte mich schon auf eine Standpauke ein. Doch der Mann lächelte.
      „Ich weiß nicht wie ich dir danken soll! Heiko ist viel besser drauf und gesünder als jemals zuvor. Und das nur, weil er nun reisen kann!“
      „Sie müssen mir nicht danken. Ich habe das gerne getan.“, erwiderte ich lächelnd.
      „Dann lass dir wenigstens das geben.“ Er reichte mir eine winzige Disc.
      „Eine spezielle technische Maschine. Damit kannst du Pokemon Attacken beibringen, die sie sonst nie lernen könnten. Diese hier kann Wasserpokemon Surfer beibringen.“
      Ehrfürchtig nahm ich die Disc an. „Danke schön!“ Ich wusste auch schon mit welchem Pokemon ich das trainieren werde.
      „Ich will nach Baumhausen City weiterreisen.“, erklärte mir Heiko. „Weißt du auch schon, was du machen willst?“
      Ich grinste schief. „Mein depressives Pokemon aufheitern.“
      „Depressiv?“
      „Lange Geschichte. Und dann... mal sehen. Wahrscheinlich werde ich auch nach Baumhausen gehen.“
      „Vielleicht sehen wir uns da ja dann! Und... machen einen Kampf?“
      „Auf jeden Fall!“
      Heiko jubelte. „Dann mach ich mich jetzt auf den Weg. Bis dann!“
      „Bis dann.“
      Ich sah Heiko, Trasla und seinem Vater hinterher, bevor ich mich zu Odin und Pria wandte.
      „Kommt. Zeigen wir Hilde, dass sie ihre Größe auch sinnvoll nutzen kann!“
      „MAG!“
      „Kraaaa!“

      Zusammenfassung
      - wieder in Blütenburg City
      - Norman herausgefordert
      - Balanceorden erhalten

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 31
      #i-magnayen# Odin Stufe 27
      #i-garados# Hilde Stufe 27
      #i-hariyama# Katja Stufe 31
      #i-schwalboss# Fina Stufe 28
      #i-camaub# Sarre Stufe 27

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe 19

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:
      Uff. Ein langes Kapitel. Aber ich wollte an der Stelle auch nicht trennen, weil ich nach der Reise mit Heiko direkt pausiert hatte und damit nichts mehr passieren würde.
      Ja, Katja hat ordentlich an Level zugelegt. Sie hat die Arena komplett alleine platt gewalzt. XD
    • Wiedersehen mit Troy

      Es dauerte einige Tage, bis Hilde die Surfer-Attacke korrekt beherrschte. Das Schwierigste war wohl, dass sie auf Land erst einmal Wasser erzeugen musste, was für ein Wasserpokemon, dass bisher keine Wasserattacken konnte, leichter klingt als es ist. Hatte sie erst einmal die nötige Menge Wasser aus ihren Schlund speien können, musste sie nur noch lernen, das Wasser Wellenförmig auf einen Gegner zu zutreiben und selbst darauf zu... naja... surfen. Dadurch wurde der Gegner erst durch die Macht des Wassers getroffen und anschließend auch noch von dem wellenreitenden Pokemon gerammt. Die Attacke hatte außerdem den Vorteil, dass sie lernte ruhig an der Wasseroberfläche zu schwimmen. So ruhig, dass man sogar auf ihre reiten konnte.
      Durch diese Erfahrungen erhielt sich einen ordentlichen Push ihres Selbstbewusstseins und wurde auch wieder fröhlicher.
      Sobald das Garados die Attacke so weit beherrschte und nur noch an der Geschwindigkeit arbeiten musste – schnelle Pokemon konnten der Welle noch ausweichen, wie Carsten in den Trainingseinheiten bewies – bot sich ein Schüler meines Vaters als Chauffeur an. Er wollte für einige Besorgungen nach Malvenfroh fahren. Von dort aus könnte ich weiter nach Baumhausen City und der nächsten Arena reisen. Über das Angebot musste ich erst gar nicht lange nachdenken. Ich verabschiedete mich also von Pria, meinem Vater und seinen Pokemon und schon waren wir unterwegs.
      Der Schüler setzte mich direkt am Ausgang zur Route 118 ab und verschwand ohne viele Worte. Ich selbst machte mich ebenfalls auf den Weg zu meinem nächsten Ziel und konnte dann auch mit Hilde gleich weiter reiten üben – denn ein Teil der Strecke war überflutet.
      Und hier saß ich nun. Auf den Kopf meines glücklichen Garados, dass sich nicht daran stört, dass wilde Wingull wegstoben, sobald sie ihnen zu nah kam. Es half sicherlich, dass sich einige Karpador in ihren Kielwasser gesammelt hatten und sich einfach mit schwemmen ließen.
      Auf der anderen Uferseite sprang ich von Hildes Kopf. Sie sah mich abwartend an, doch ich wedelte mit der Hand gen Wasser. „Na los. Ein wenig Zeit haben wir schon. Geh spielen!“
      „GRAAAA!“ Glücklich drehte das große Wasserpokemon bei und war mit einem Satz unter Wasser. Abermals folgten die Karpador. Sie sprangen ihr sogar hinterher, als das Garados einen großen Sprung über das Wasser machte.
      Lächelnd setzte ich mich an den Strand und dachte nach. Ich brauchte für die nächste Arena eine gute Taktik. Paps hatte mir erklärt, dass der Arenaleiter von Baumhausen Flugpokemon einsetzte – und mein Team hatte dem nicht viel zu bieten. Sicher... Odin konnte mit Donnerzahn einigen Schaden an den Federträgern anrichten, aber ich wollte mich nicht auf eine einzige Attacke verlassen. Also musste eine Taktik her.
      „Na, wer grübelt denn da?“
      Überrascht sah ich nach oben. Hinter mir und sich über mich beugend stand Troy und lächelte mich an. Mit einem kleinen, mädchenhaften Quicken, der mir äußerst peinlich war, sprang ich auf und wirbelte herum. „Troy! W-was machst... äh... hi!“
      Er grinste und wollte gerade etwas erwidern als er erbleichte, während er über meinen Kopf hinweg etwas anstarrte. Er griff nach meiner Hand und zog mich mit einem „ACHTUNG!“ vom Wasser weg.
      Im nächsten Moment rauschte mit einem wütenden Brüllen Hildes Kopf über mich hinweg, stieß Troy hart von mir weg und blieb über mir schweben, während sie drohend das Maul aufriss.
      Verwirrt blieb ich stehen wo ich war. Troy – der durch den Stoß nach hinten gefallen war – griff nach einem Pokeball und wollte den gerade werfen. Das brachte mich aus meiner Erstarrung.
      „Was machst du denn da Hilde!?“
      „Grados!“ Die große Wasserschlange drehte ihren Kopf zu mir – während Troy überrascht inne hielt.
      Ich kreuzte die Arme über der Brust, klopfte mit der Fußspitze auf den sandigen Boden und sah Hilde finster an. „Du kannst doch nicht einfach Menschen angreifen!“, schalt ich sie. „Du hättest Troy verletzen können!"
      „Dooooos...“, meinte sie kleinlaut und senkte beschämt den Kopf.
      Ich seufze. Dann trat ich einen Schritt auf sie zu und strich ihr zwischen den Augen über die Schuppen. „Du hast gedacht, dass ich in Gefahr bin, oder?“
      „Rado...“, sagte es betrübt.
      „Es ist schön das du mich beschützen wolltest. Aber das nächste Mal beobachtest du erst einmal ob ich wirklich bedroht werde, ja?“ Ich kramte in meiner Hosentasche, zog einen ihrer Lieblingsriegel heraus und legte ihn in Hildes Maul.
      Überrascht sah mich die Wasserschlange an, bevor sie den Riegel im ganzen hinunterschluckte. Dann rieb es glücklich, weil ich ihr verziehen hatte, ihren Kopf an mir. Ich musste lachen. „Ich hab dich auch lieb. Und nun zurück in deinen Ball!“
      Kaum hatte sich das Garados dematerialisiert grinste ich Troy beschämt an. „Tut mir leid. Sie meinte das nicht böse.“
      Troy zwinkerte. Sein Gesicht sprach Bände. Nun senkte ich beschämt den Kopf und malte mit meinen Füßen Linien in den Sand.
      „Erkläre mir bitte eine Sache.“
      „Ja?“
      „Wie kommt man auf die blöde Schnappsidee ein Garados ausgerechnet Hilde zu nennen?!“
      Abermals überrascht riss ich den Kopf hoch. Troy hatte sich erhoben und klopfte sich den Sand vom Anzug, während er mich neugierig ansah. Ich wurde noch röter. „Nunja... als ich es fing... da war es noch ein Karpador... und eigentlich dachte ich... ich dachte, es wäre ein... Tentacha.“, schloss ich schwach.
      „Tentacha?“
      „Lange Geschichte.“, log ich.
      „Dir ist schon klar, dass ein Tentacha sich zu einem Tentoxa entwickelt und dann Hilde ein genauso unpassender Name wäre?“
      „Hrm. Darüber hab ich nie nachgedacht.“, gestand ich. Könnte sich bitte ein Loch unter meinen Füßen auftun und mich verschlucken bitte?
      Troys Schultern zuckten. Moment. Kicherte der mich gerade aus?
      „Du bist schon ein Original.“ Als er sich fertig amüsiert hatte, sah er mich wieder ernst an. „Aber es war toll zu beobachten, wie du mit so einem Pokemon umgehst.“ Neugierig sah ich ihn an. „Einem Pokemon, vor dem die meisten Menschen Angst haben – und dem niemand die Ohren lang ziehen würde, wenn es gerade wütend über einen tobt. Das Schauspiel war... beeindruckend und beängstigend zugleich. Erinnere mich bitte daran, dass ich dich niemals verärgere.“
      „Versprochen.“, nuschelte ich in meinen Bart. Das Lob war mir unangenehm, auch wenn ich mich darüber freute.
      Einen Moment standen wir so schweigend da . Er Selbstbewusstheit in Person, ich die personifizierte Schüchternheit.
      „Nun denn.“, sagte er schließlich. „Ich habe mich schon immer gefragt, was für eine Art Trainer du seist. Nicht, dass es mich wirklich etwas angehen würde, aber... das interessiert mich in deinem Fall schon.“ Er kratze sich an einem Hinterkopf, während ich ihn überfordert ansah. Wie bitte? In meinem Fall interessierte es ihn? „Nun gut, ich sollte mich auf den Weg machen. Ich würde mich freuen, die mal wiederzusehen. Au revoir!“ Mit einem schelmischen Zwinkern ließ er mich sprachlos stehen – und ich konnte ihm nur nachstarren.
      „LAAAAAA... IOOOOOOOOOOS!“
      Ich zuckte zusammen. Auch Troy hielt inne. Wir drehten uns beide zum Ufer: über dem Wasser raste ein Pokemon auf uns zu, dass ich noch nie gesehen hatte.
      Troy trat neben mich. „Latios!“, hauchte er.
      „Latios?“, neugierig kramte ich meinen Dex heraus.

      Pokedex von Wölfchen schrieb:

      Latios, das: ein legendäres Pokemon der Klasse Drache und Psycho. Es ist intelligent und meidet Konflikte. Legt es im Flug seine Flügel nach hinten, ist es schneller als ein Jet. Oft in Begleitung eines Latias zu sehen.

      „Legendär?“, hauchte ich.
      „Ja. Besonders seltene und starke Pokemon.“, erklärte Troy.
      Ehrfürchtig beobachtete ich das Latios weiterhin. Wenn sie so selten sind – wann konnte man schon mal eines sehen? Und wer weiß wie lange es sich uns noch zeigen würde? Man sollte es genießen. Erstaunt registrierte ich, dass das Pokemon nicht abdrehte. Es war auch weiterhin auf Kollisionskurs. Es kam näher. Und näher. Und... „Runter!“, rief Troy. Wir waren uns in den Sand, nur einen Herzschlag bevor Latios über uns hinweg fegte. Wir drehten uns beide auf den Rücken und sahen ihm nach. Nun drehte es doch – und kam wieder auf uns zu. Erschrocken wirbelten wir herum, kamen so schnell wie möglich auf die Beine und wollten gerade ins Wasser rennen, um dort abzutauchen, als mein Fuß wegrutschte und ich wieder der Länge nach auf den Strand fiel.
      „Wölfchen!“ Troy versuchte mir aufzuhelfen, doch da war auch schon das Pokemon heran. Entsetzt schloss ich die Augen.
      „Laaatios.“
      Langsam drehte ich mich auf den Rücken. Das Pokemon schwebte direkt über mir und starrte mich neugierig aus roten Augen an. Troy ließ langsam seine angehaltene Luft aus der Lunge entweichen.
      „Du hast uns ganz schön erschreckt.“, sagte er leise.
      „Ios?“ Ohne sich fortzubewegen drehte sich Latios um die eigene Längsachse. Danach wandte es Troy sein Hinterteil zu und sah ihn über den Rücken hinweg an. „Lalalatios!“
      Der junge Mann runzelte die Stirn. „Ich glaube, wir sollen aufsitzen.“, sagte er. Latios nickte. „Wie aufregend!“
      „Äh... dürfte ich bitte vorher aufstehen?“
      Überrascht sahen mich beide Kerle – Latios und Troy – an und sprangen synchron zur Seite um mir Platz zu machen. Ich musste kichern. „Toll macht ihr das.“
      „Entschuldige. Ich hatte dich... vergessen.“
      Empört sah ich ihn an. Er war aber Gentleman genug um mir aufzuhelfen. Bockig wegen dieser Bemerkung klopfte ich mir den Sand von den Sachen. Latios kam ungeduldig auf uns zu und drehte uns nun die Flanke zu. In meinen Gedanken sah ich mich – und Troy – wie wir auf ihn aufstiegen.
      „Was...“
      „Psycho-Typ, schon vergessen?“, murmelte Troy. Dann packte er das Pokemon entschlossen bei den Schultern und schwang sich auf ihn drauf. Einen Augenblick rutschte er auf Latios Rücken herum, bis er einen bequemen Sitz gefunden hatte. Dann sah er mich an. „Kommst du?“ Er reichte mir die Hand, damit ich sie als Hilfe nutzen konnte.
      Wieder das merkwürdige Bild in meinen Kopf, dass von Latios kam.
      „Jaja, ich mach ja schon.“
      Stur wie ich war ignorierte ich Troy, legte beide Hände auf Latios Rücken, sprang, stütze meinen Körper mit den Kraft meiner Arme hoch und warf ein Bein über Latios Rücken. Troy blickte mich mit hochgezogener Braue über seine Schulter hinweg an. „Als würdest du das täglich machen.“
      Verdamm mich – aber bei dem erneuten Kompliment wurde ich schon wieder rot.
      „Du solltest dich festhalten.“
      Troy klammerte sich bereits an Latios Schultern. Aber ich? Zwischen uns war kein Platz; ich konnte keinen Millimeter mehr nach hinten rutschen ohne die Flügel des Pokemons zu behindern. Troy seufzte, griff nach meinen Armen, zog sie nach vorn und legte sie auf seinen Bauch. So wurde ich allerdings auch an seinen Rücken gepresst. Wenigstens konnte er so auch meinen feuerroten Kopf nicht sehen.
      Troy lehnte sich wieder nach vorn um sich am Pokemon festzuhalten.
      „Also los mein Freund!“, murmelte er leise.
      „Laaaatios!“
      WUSCH.

      Zusammenfassung:
      - Route 118 betreten
      - Troy getroffen
      - Latios getroffen
      - auf den Weg zur Insel im Süden

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 31
      #i-magnayen# Odin Stufe 27
      #i-garados# Hilde Stufe 27
      #i-hariyama# Katja Stufe 31
      #i-schwalboss# Fina Stufe 28
      #i-camaub# Sarre Stufe 27

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe 19

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:
      Hrm. Das erklärt vielleicht, warum ich fast nur Weibchen fange. Das Coverpookemon der Edition ist ja auch ein Weibchen. :|
    • Mega-Stein

      Der Flug war kurz aber heftig. Der Dex hatte bei der Geschwindigkeit des Pokemon nicht übertrieben. Ich war sehr froh, dass ich mich an Troy festhalten konnte.
      Als Latios endlich landete und wir absteigen konnten, waren meine Beine so wacklig, dass ich kaum stehen konnten. Geistesabwesend griff Troy nach mir und zog mich halt gebend an sich, während er zu dem Wald starrte, der die kleine Insel, auf der wir gelandet waren, bedeckte. Ich wurde schon wieder rot, konnte – oder wollte – mich aber nicht wirklich befreien. Meine Knie hätten sofort nachgegeben.
      „Wie ein Traum... oder eine Illusion...“, murmelte Troy. „Einer alten Legende nach, gibt es eine Insel weit im Süden von Hoenn. Zwei Pokemon hausen dort und behüten das Geheimnis der Megaentwicklung.“ Megaentwicklung? Das hatte Adrian doch auch erwähnt, oder? „Ob das diese Insel ist? Im Süden sind wir zumindest.“
      „Troy?“
      „Hrm?“
      „Du kannst mich jetzt los lassen.“
      „Oh. Verzeihung.“ Verlegen trennte ich mich von ihm,
      „Und was sollen wir jetzt hier?“, fragte ich das Latios.
      „Laaaa!“ Es flog zur Waldgrenze und winkte mit den Ärmchen. Ohne weiter auf Troy zu achten, der sich immer noch in Überlegungen verlor, folgte ich ihm. Es dauerte einige Sekunden, bis er sich ebenfalls in Bewegung setzte und mit langen Schritten aufholte, bis er wieder an meiner Seite ging.
      Das legendäre Pokemon führte uns tief in den Wald. „Was es wohl von uns will?“, rätselte ich.
      „Ich bin mir sicher, dass wir das bald erfahren werden.“
      „Latios... sind doch keine... Carnivoren... oder?“
      „Hrm... es wirkt eher als würde es Äpfel und Birnen einem Steak vorziehen. Aber man kann nie wissen. Vielleicht mag es ja junges Frauenfleisch?“
      Entsetzt sah ich ihn an. Seine Mundwinkel zuckten.
      „Du machst dich lustig über mich?!“
      Einen Augenblick sah er mich amüsiert an, bevor er sich wieder auf den Weg konzentrierte. „Fossilen Funden zu folge sind Latios reine Veganer. Äpfel, Birnen, Trauben... es gibt sogar Theorien, dass sie gerne Honig essen. Angeblich beschützen sie die Stöcke von Wadribie, die ihnen zum Dank ein wenig davon überlassen. Ich denke nicht, dass du dir Sorgen machen musst.“
      „Beruhigend.“ Das klärte aber immer noch nicht, was Latios nun von uns wollte.
      Schließlich kamen wir auf einer Lichtung an. Nach dem dichten Wald waren wir kurz geblendet und ich schirmte meine Augen mit dem Arm ab um etwas zu erkennen. Auf der Lichtung schwebte ein weiteres Pokemon. Es sah dem Latios sehr ähnlich, hatte aber eine vollkommen andere Färbung.
      „Ein Latias!“, sagte Troy überrascht.
      Fragend sah ich ihn an. Der Dex hatte es erwähnt. „Latias ist das Gegenstück zu Latios. Sie sind sich absolut ähnlich und doch nicht gleich... wie... Geschwister.“, erklärte Troy.
      Staunend sah ich zu den beiden Pokemon, die sich freudig begrüßten. „Was ist das?“
      „Hab ich doch...“
      „Nicht das Pokemon! Hinter ihm!“ Dort stand ein kleiner... nun ja... Altar, auf dem etwas glitzerte. Neugierig ging Troy darauf zu. Ich folgte ihm.
      „Das ist... ein Megastein!“
      „Megastein?“
      Troy nickte. „Er verhilft Pokemon wie deinem Garados zu einer speziellen Entwicklung. Noch mächtiger als zuvor aber nicht dauerhaft.“
      Staunend betrachtete ich den Stein, berührte ihn jedoch nicht. Auch Troy machte keine Anstalten dazu, auch wenn man ihm anmerkte, dass es ihm schwer fiel. Neugierig beugte er sich näher heran.
      „La?“ Ich drehte mich nach links. Latias' Nase war direkt vor meiner. Ich blinzelte.
      „Hallo.“
      „Ias-la.“ Es kicherte und umkreiste mich.
      „Welch wunderbarer Anblick!“
      Troy riss den Kopf hoch, ich wirbelte herum und die beiden legendären Pokemon stiegen knurrend höher.
      „Oh nein!“, stöhnte ich. Zwei kräftige Männer waren auf der Lichtung aufgetaucht und der Uniform zu Folge waren es Team Aqua-Mitglieder. „Was wollt ihr denn hier?“
      Der Breitere der beiden Männer kicherte. „Wir wollen das Steinchen da. Am Besten gehst du zur Seite, dann passiert dir nichts.“
      „Niemals!“ Troy kam an meine Seite und stellte sich damit den beiden Unholden ebenfalls in den Weg. Latios und Latias kreisten wütend schnatternd über dem Megastein.
      Das erklärte wahrscheinlich warum uns Latios hergebracht hat. Aber für solche Überlegungen war nun keine Zeit. „Was bist du denn für ein Schnösel?“, kicherte der kleinere Rüpel.
      Schnösel? Okay... Anzug, Silberringe, Krawattennadel am Sacko, knallroter Plastron... Als Schnösel würde ich Troy trotzdem nicht bezeichnen.
      „Und was wollt ihr dagegen tun?“, höhnte der große Kerl.
      „Kämpfen wir!“, rief ich mutiger als ich mich fühlte.
      „Das wollte ich hören.“, meinte Troy lächelnd.
      „Ihr wollt gegen mich Kämpfen? Ich bin Wolfgang, Vorstandsmitglied...“
      Ich verdrehte die Augen. „Von Team Aqua. Jaja, ich kenns. Können wir das lassen und direkt anfangen? Kordula hat das Gequatsche auch nicht geholfen.“
      Troy warf mir einen kurzen, fragenden Blick zu.
      „DU warst das also? Dann hast du deine Abreibung mehr als verdient!“
      Wir riefen unsere Pokemon. Wolfgang und sein Kumpan riefen Tohaido und Sleimok. Troy entschied sich für ein mächtig beeindruckendes Metang, ich mich für Carsten.
      „Zenkopfstoß! Auf das Sleimok“
      Troys Metang schoss nach vorn noch ehe sein Trainer oder das Pokemon reagieren konnten. Der Angriff war so heftig, dass Sleimok vom Boden gerissen und mit Wucht gegen einen Baum geschleudert wurde. Bewegungsunfähig blieb das Schleimpokemon liegen.
      „Was?!“, rief der kleinere der beiden Gegner entsetzt.
      Carsten und ich starrten einfach nur. Wahnsinn wie schnell dieses Metang war! Bewundernd sah ich zu Troy, der zufrieden lächelte.
      „Eiszahn!“
      Erschrocken konzentrierte ich mich wieder auf den Kampf. „Carsten, weich aus, dann Laubklinge!“
      „Rep!“ Das Reptain stürzte auf das Tohaido zu – welches sich auf Kollisionskurs begab. „Reeeeeeee---“ - „Jetzt!“ Kurz bevor Tohaido seine mächtigen Kiefer um es schließen konnte, machte Carsten einen einzelnen Schritt zur Seite. Die beiden Pokemom schossen nun aneinander vorbei. Mit einem zufriedenen „---tain!“ hieb Carsten seine Klingen auf den Hai.
      Doch anstatt in den Staub geschleudert zu werden, bewies das Tohaido eine unheimliche Wendigkeit. Noch während es von der Laubklinge getroffen wurde, drehte es sich auf der Stelle um und verbiss sich in den Oberkörper des Pflanzenpokemons. Eis breite sich um seine Zähne herum auf den grünen Körper aus.
      „Carsten!“ Mein Pokemon stürzte, doch das Tohaido ließ nicht locker. Entsetzt beobachtete ich, wie der Hai mein Pflanzenpokemon schüttelte.
      „Patronenhieb!“
      Das Tohaido wurde von den mächtigen Armen des Metangs getroffen. Heulend ließ es von Carsten ab. Ich stürzte zu ihm und drückte meine Hände auf seine Wunde.
      „Schlitzer!“, befahl Wolfgang seinem Hai.
      „Metallklaue!“, konterte Troy.
      Die beiden Pokemon trafen frontal aufeinander – doch während Schlitzer fast wirkungslos an Metang abprallte, fügte die Stahlattacke dem Tohaido eine tiefe Wunde zu.
      Wütend rief Wolfgang sein Pokemon zurück.
      „Am Besten ihr verschwindet jetzt!“, rief Troy wütend. Er und sein Metang näherten sich entschlossen den beiden Team Aqua-Mitgliedern.
      „Verdammt... das war nicht unser letztes Treffen, das schwöre ich!“ Die Beiden nahmen die Beine in die Hand und verschwanden.
      Sofort stürzte Troy zu mir und Carsten. „Lass mich sehen.“
      „Es verblutet!“ Ich weigerte mich meine Hände von der Wunde zu nehmen.
      Troy warf einen Blick zu Metang. Im nächsten Moment zog mich das Stahlpokemon sanft aber entschlossen von Carsten weg. „NEIN!“, brüllte ich und versuchte mich zu befreien. Aber aus Stahlarmen? Keine Chance! Tränen rannen mir über die Wangen.
      Troy kümmerte sich nicht drum. Er zog etwas aus seiner Tasche, riss mit den Zähnen den Deckel von dem was auch immer, während er mit einer Hand auf die Wunde drückte und presste dann eine schwarze Salbe aus der Tube – wie ich nun erkannte. Die Salbe verrieb er eilig auf Carstens Wunde. Danach riss er seinen Plastron ab und drückte es auf die Verletzung.
      „Troy! Wir müssen es in ein Center bringen!“, jammerte ich. Ich hatte aufgegeben mich zu befreien.
      Latios und Latias schwebten neben uns und beobachteten das Geschehen neugierig.
      „Einen Moment noch.“
      „Aber...“
      Er warf mir einen Blick zu, der keine Widerrede duldete. Ich gab auf – und gab mich den Tränen hin.
      Einige Augenblicke später ließ mich Metang endlich los. Ich stolperte zu Carsten, doch Troy hielt mich auf und zog mich in seine Arme. Ich wollte das nicht! Ich will zu Carsten.
      „Es geht ihm gut!“, murmelte Troy beruhigend. Gut? Es wurde... es verblutet! „Ich habe dein Reptain mit einer Genesung versorgt. Es schläft nur noch und das hat es bitter nötig.“
      „Genesung?“, fragte ich. Troy erwiderte nichts. Genesung. Mein Vater hatte mir davon erzählt. Ein experimentelles Medikament von Devon, das auch schwerste Verletzungen heilen konnte. „Es wird nicht sterben?“ Ich wagte nicht zu hoffen.
      „Nein.“, sagte er sanft.
      „Es schläft nur?“
      „Ja.“
      „Oh Gott.“, murmelte ich und vergrub mein Gesicht in Troys Brust – weinend vor Erleichterung, weinend vor Überforderung.

      Zusammenfassung:
      -Insel im Süden betreten
      -Latias getroffen
      -Doppelkampf mit Troy gegen Wolfgang und Rüpel

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 31
      #i-magnayen# Odin Stufe 27
      #i-garados# Hilde Stufe 27
      #i-hariyama# Katja Stufe 31
      #i-schwalboss# Fina Stufe 28
      #i-camaub# Sarre Stufe 27

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe 19

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:

      Eyeyeyey. 1 Kraftpunkt. Ein einziger! Ich hab Carsten zwar für unsterblich erklärt, aber das... wow. Ich hätte nicht gedacht, dass der Hai schneller sein könnte als das Reptain. :/ Im Spiel hatte ich zum Glück Megasauger genutzt um Rauhaut zu umgehen. Das hat Carsten dann zwar auch wieder vor dem sicheren Tod gerettet – aber ich wollte es auch mal etwas spannender machen. Und ich konnte Troys Überlegenheit als Champ ausspielen. ;)
      Ich hab mal wieder vergessen die Level der Pokemon zu notieren, daher dürften sie nicht ganz stimmen.
    • Troys Geschenk

      Nachdem ich mich Minuten später wieder beruhigt hatte, warteten wir darauf, dass Carsten wieder aufwachte. Troy untersuchte in der Zeit – scharf beobachtet durch Latios – den Megastein. Ich saß lange neben Carsten und beobachtete mit Argusaugen seine Atmung und dachte nach. Der Kampf gegen Adrian und Wolfgang waren einzige Katastrophen gewesen. Wie es schien stieß ich ständig auf Team Aqua. Vielleicht sollte ich meine Pokemon gezielt darauf hin trainieren gegen diese Trainer und ihren brutalen Pokemon klar zu kommen? Seufzend sah ich zu Troy, der mit seiner Aufmerksamkeit ganz und gar bei dem Stein war. Er hatte keinerlei Probleme gehabt gegen Wolfgangs Tohaido. Es schien für ihn wie ein Kinderspiel mit den beiden Pokemon fertig zu werden. Da wollte ich auch hin.
      Entschuldigend strich ich dem Reptain über das Blatt an seinem Kopf. Es sollten keine Pokemon mehr wegen mir leiden.
      „Latiaaaa?“
      Fragend sah ich zu dem legendären Pokemon. Es war schon die ganze Zeit in meiner Nähe und hatte sich zu Beginn ruhig verhalten. Mit der Zeit hatte es versucht mich aufzuheitern, indem es Faxsen machte – aber ich hatte wenig Muse ihm zuzusehen. Deswegen hat es angefangen mir Blumen zu bringen. Eine schöner als die Andere. Und Früchte. Auch glitzernde Steinchen aus dem Meer hatte es gebracht. Inzwischen saß ich in einer riesigen Ansammlung von verschiedenen Klimbim anstatt im Gras. Gerade hielt es mir ein Schneckenhaus entgegen. Unwillkürlich musste ich kichern.
      „Du erinnerst mich an mein Zigzachs. Das hat mir auch ständig Stöcke und Steine gebracht.“
      „Laaaaa!“ Latias absolvierte mehrere Loopings, bevor es zurück kam und mir die Muschel erneut reichte. Ich nahm sie und bedanke mich brav. Glücklich flog Latias wieder davon. Ich verfolgte seinen Flug, bis mein Blick auf Troy fiel – dessen Blick wiederum auf mir ruhte.
      Verlegen sah ich wieder zu Carsten. Spiel weiter mit deinen Stein, befahl ich in Gedanken. Aber Troy wäre nicht Troy, wenn er das nicht ignorierte.
      Er hockte sich neben mich. „Schläft er immer noch?“
      „Ja.“ Das sieht man doch, verdammt!
      „Hrm.“ Schweigen. „Sie scheint dich zu mögen.“
      „Wer mag mich?“
      Troy deutete auf Latias, das gerade mit einem besonders schönen Laubblatt wieder kam und mir in die Haare steckte.
      „Sie?“
      „Latios und Latias sind Pokemon, bei denen das Geschlecht von vorne herein feststeht. Latias sind immer weiblich. Latios männlich.“
      „Wie pflanzen sie sich fort?“ Ich drehte meinen Kopf so schnell zu Troy, dass das Blatt aus meinen Haaren fiel. Entrüstet schnatterte Latias. Troy jedoch hob nur die Schultern.
      Enttäuscht nahm ich das Blatt und steckte es mir selbst wieder ins Haar. „Was sagst du?“, fragte ich das Pokemon. Es gefiel ihm scheinbar, denn es schlug erneut Kapriolen in der Luft.
      Troy stieß mich mit dem Ellbogen an, um meine Aufmerksamkeit zu erregen. Fragend sah ich ihn an.
      „Ich glaube, dass du das hier gebrauchen kannst.“ Er hielt einen weißen Armreifen in der Hand, in dessen Mitte ein seltsamer, bunter Stein eingelassen war. Ich wurde rot. „Da-das geht doch nicht!“, stotterte ich.
      „Das geht sehr wohl.“ Entschlossen schnappte er sich meinen linken Arm und legte mir den Armreif an.
      „A-aber...“
      „Nichts aber.“
      Flehend sah ich ihn an. „Das...“ Er hob meinen Arm mit dem Reif. „... ist ein Megaarmreif. Und der Stein ist ein Schlüsselstein. Eines Tages, da bin ich mir sicher, wird eines deiner Pokemon einen Megastein erhalten. Und dieser Reif hier ermöglicht dann die Megaentwicklung.“
      Unangenehm berührt zog ich meinen Arm aus seiner Hand. „Aber... vielleicht hab ich gar keine Pokemon, die sich Megaentwickeln können.“
      „Also ich kenne bisher nur dein Garados und dein Reptain. Beide Arten haben die Möglichkeit sich zumegaentwickeln. Allerdings müsste dein Reptain vorher noch ein Gewaldro werden.“
      „Zwei? Ich habe zwei Pokemon, die das können?“, fragte ich verblüfft.
      Troy lachte. „Ja. Was hast du denn sonst noch für Pokemon im Team?“
      „Oh... äh... Magnayen, Hariyama, Camaub und Schwalboss.“
      „Nun – dann lass Camaub sich weiterentwickeln und es wird auch fähig dazu sein.“
      „Drei!“
      Troy grinste. „Drei Megaentwicklungen. Genau.“
      Staunend sah ich auf das Armband.
      „Du brauchst dann aber auch drei verschiedene Megasteine. Was das deutlich schwierigere Unterfangen sein dürfte.“
      „Das ist egal.“
      Nun war es an ihn mich fragend an zusehen, doch ich wollte es nicht erläutern.
      „Taiiiin...“
      „Misch dich nicht ein, das ist mein... CARSTEN!“ Kaum hatte ich verstanden, dass mein Reptain endlich aufgewacht war, sprang ich auf. Ich stieß Troy dadurch versehentlich um aber es war mir egal. Ich fiel meinem Pokemon um den Hals.
      „Dir geht es wieder gut!“
      „Rep! Tainrep!“
      Ich ließ es wieder los und entfernte vorsichtig den provisorischen Verband aus Troys Plastrons. Die Wunde war vollkommen verheilt. Lediglich eine kleine Narbe war zu sehen. Nun, nachdem ich sicher war, dass es meinen Reptain besser ging, rief ich es in seinen Ball zurück. Ich stand auf, drehte mich um und strahle Troy an, der noch immer im Gras saß.
      „JETZT können wir wieder zur Route 118, würde ich sagen.“
      Troy schnaubte amüsiert. „Das musst du den Beiden sagen, nicht mir.“ Er rappelte sich auf und nahm mir seinen Krawattenschal ab. Während ich zu den beiden Legendären ging, die am Megastein warteten, glaubte ich ein „Beim nächsten Mal Jogginghose“ von Troy zu hören. Aber er murmelte es so leise, dass ich mich auch irren könnte.
      „He ihr zwei! Bringt ihr uns wieder zurück oder braucht ihr noch unsere Hilfe?“
      Latios schüttelte den Kopf und flog zu Troy, um ihn zu bedeuten, dass er wieder aufsteigen konnte. Latias wirkte dagegen etwas geknickt.
      „He.“, sagte ich zu ihr. „Du kannst doch fliegen. Und das sehr schnell. Wenn du mal wieder schöne Dinge findest, kannst du mich ja suchen kommen. Ich bin sicher irgendwo in Hoenn!“
      Diese Vorstellung schien es aufzuheitern. „Also... bis später dann mal, ja?“
      „Laaaaa!“
      Lächelnd ging ich zu Latios um hinter Troy aufzusteigen. Doch da wurde ich von Latias geschnappt. Es flog mich zu Latios und setzte mich auf seinen Rücken. „Danke schön!“
      Und schon zischte das Pokemon los, so dass ich mich schnell an Troy festhielt um nicht abzustürzen.

      Latios setzte uns dort ab, wo es uns auch aufgelesen hatten. Ich winkte ihm zum Abschied bevor ich mich zu Troy drehte. „Also...“
      Er sah noch immer zum Meer, in die Richtung, in der das Pokemon verschwunden war.
      „Du bist stark geworden.“ Bitte was? „Ich bin gespannt in welche Richtung du dich weiter entwickelst.“
      Endlich sah er mich an, auch wenn ich nur noch verwirrt zurück sah. „Ich werde mich nun wirklich auf den Weg machen. Bis bald. Hoffentlich.“ Er strubelte mir über die Haare, was ich mit einen empörten Quicken beantwortete. Dann verschwand er auch schon.
      „Bis bald.“ rief ich ihm nach. Aber er hörte es scheinbar nicht mehr.

      Zusammenfassung:
      -Insel im Süden verlassen

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 31
      #i-magnayen# Odin Stufe 27
      #i-garados# Hilde Stufe 27
      #i-hariyama# Katja Stufe 31
      #i-schwalboss# Fina Stufe 28
      #i-camaub# Sarre Stufe 27

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe 19

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:
      Latias gefangen, weil ich es musste. >_>
      Stufe 30, Syn. Liegt in der Todesbox, weil ich das ganze ohne Legy durchziehen will. Ob ich Überflieger – und damit Latias – benutze weiß ich allerdings noch nicht. Die Weichen dazu sind aber gestellt.
    • Große Fresse, nichts dahinter

      Zum dritten Mal in Folge ritt ich auf Hilde über die Überschwemmung auf Route 118. Kurz nach Troys Abschied lief mir ein junges Frizelbliz über den Weg. Ich erinnerte mich an meine Überlegungen bevor ich Troy hier begegnet war: das ich eine Strategie brauchte, um den nächsten Arenaleiter zu besiegen. Ein Elektropokemon war die Antwort auf meine Überlegungen gewesen. Also fing ich es mir.
      Nun war die Frage, welches meiner bisherigen Teampokemon ich solange einlagern wollte. Das Geweine war nicht gerade wenig, aber letztlich entschied ich mich für Odin. Ich tat mich schwer ausgerechnet ihn wegzuschicken. Aber ich versprach ihm, dass er nach dem Kampf wieder an meiner Seite sein dürfe.
      Nun begann die schwierige Aufgabe mit Rya – so hatte ich die kleine Dame genannt – auf den Kampf vorzubereiten. Der kleine Hund erwies sich als äußerst großschnäuzig. Es sprang begeistert in den Kampf und teilte aus – aber sobald sich das andere Pokemon wehrte, kniff es und flüchtete.
      Deswegen hatte ich Katja dazu abgestellt das Pokemon einzufangen, wenn es mal wieder stiften ging. Das machte das Training etwas nervenaufreibend, zumal Carsten nicht einsah sich nicht zu wehren. Was auch nichts bringen würde, da der Arenaleiter sicher nicht zusehen würde, wie Rya seine Pokemon schockte.
      Zu Ryas Unglück konnte sie einmal an Katja vorbeiflutschen und lief einen Tropius in die Beine. Das seltsame Pokemon war davon so erbost, dass ich es fangen musste, damit es das Fritzelbliz nicht noch verletzte.
      Je weiter wir auf Route 119 voran schritten, desto besser machte es sich allerdings. Vielleicht half auch der andauernde Regen, der dafür sorgte, dass der Strom etwas besser auf Carsten wirkte.
      Doch letztlich musste ich alle drei Pokemon zurückrufen. Der Regen wurde einfach zu stark. Auf der Suche nach einem Unterstand rannte ich über die Route. Zum Glück konnte ich nach einiger Zeit Lichter ausmachen und hielt darauf zu.
      Erstaunt registrierte ich, dass irgendjemand ein mehrstöckiges Hochhaus auf der Route gebaut hatte. Einen Moment stand ich ratlos vor dem Haus bis mich der Donner hineintrieb.
      Drinnen brannte Licht und ich hörte leises Stimmengemurmel – sah jedoch keine Menschen. Neugierig sah ich mich um und streifte mir die Kapuze vom Kopf. „Hallo?“, rief ich vorsichtig. Nichts.
      Ich folgte dem Flur in eine Art Warteraum oder Lobby im hinteren Teil. Auch hier: niemand. Aber das Flüstern der Stimmen wurde ein wenig lauter. Als ich in der ungefähren Mitte des großen Raums stand, drehte ich mich um meine eigene Achse. Was war hier nur los?
      An einer Seite erkannte ich eine kleine Nische. Ein Treppenaufgang? Wahrscheinlich. Je näher ich kam, desto lauter wurden die Stimmen. Dort angekommen, stand ich tatsächlich vor Stufen. Vorsichtig sah ich nach oben. Das Treppenhaus war im Gegensatz zum Eingangsbereich stockdunkel. Die Stimmen indes konnte ich immer noch nicht verstehen auch wenn ich inzwischen sicher war, dass einige davon recht grob und die anderen wimmernd klangen. Ich schluckte. Dennoch schlich ich langsam nach oben, bis ich den ersten Stock erreichte. Die Tür war offen. Vorsichtig sah ich um die Ecke.
      Team Aqua!
      An der Wand saßen – mit gefesselten Händen und Füßen – diverse Männer und Frauen, teils in Zivil, teils in – wie sollte es auch anders sein – weißen Kitteln. Was haben diese Kitteltypen nur, dass sie dauernd in Schwierigkeiten gerieten?
      Die meisten Aqua-Halunken bewachten die Gefangen und standen mit dem Rücken zu mir. Einer durchwühlte die Schreibtische. Den Gefangenen gegenüber war ein weiterer Raum, der mit einem Fenster zum Hauptbüro zu sehen war. Zum Glück war die Jalousie oben, denn so konnte ich erkennen, dass dort Kordula stand und zwei weitere Männer bedrohte.
      Ich zog mich wieder in das dunkle Treppenhaus zurück. Verdammt! Was mache ich jetzt?
      Ich atmete tief durch. Die Polizei konnte ich zwar informieren aber bei den Sturm würden sie nicht so schnell hier ankommen. Und wenn ich sprach, würde man mich hören – genauso wie ich die Leute unten gehört hatte. Ich zog mein Handy heraus und dachte kurz nach. Dann schrieb ich „SOS, Team Aqua, Büro Route 119“ an Brix und hoffte, dass er es lesen und weiterleiten würde.
      Danach holte ich erneut tief Luft, ging in die Hocke und versuchte auf allen Vieren zu dem Raum zu gelangen, in dem Kordula stand. Wenn ich sie erreichen könnte, könnte ich vielleicht ein Patt erreichen. Team Aqua würde sicher nicht ihre eigene Chefin verletzten wollen. Fragte sich nur ob ich Kordula in Griff bekommen würde. Aber darum würde ich mir Sorgen machen, wenn ich dort wäre.
      In dem Moment schrillte mein Handy los. Brix dieser hirnverbrannte Idiot! „Wer ist da?“
      Fluchend stieß ich mein Handy außer Sicht der Rüpel weg und versteckte mich unter einen der Schreibtische. Tatsächlich ging der Aqua-Kerl zu meinem Handy, hob es hoch und sah es stirnrunzelnd an. Ich verkroch mich tiefer in mein Versteck. Zum Glück war es einer von den Schreibtischen die nach drei Seiten geschlossen waren.
      Leider brachte mir das auch nichts.
      „Na wen haben wir denn da?“ Unsaft wurde ich aus mein Versteck gezogen. Ich kreischte und trat nach dem grobschlächtigen Kerl aus, doch seine Arme waren länger als meine Beine. Also schlug ich auf seinen Arm ein, kratzte und biss zu, als er mir mit der Hand den Mund zu halten wollte. Hätte ich nur ein Pokemon rausgerufen!
      „Was ist hier los?“ Kordula war wegen des Krachs aus dem Zimmer gekommen und sah wütend zu uns herüber. Als sie mich entdeckte, knurrte sie. „Du schon wieder! Bob, lass sie los!“
      „Mein Name ist Paul.“, murmelte der Fiesling, gehorchte aber. Ich stolperte von ihm weg und sah dann wütend zu dem Vorstand. Die umkreiste mich lauernd. „Was willst du denn jetzt schon wieder hier? Das Klimainstitut retten? Allein? Wo ist dein kleiner Freund? Hat er dich verlassen?“
      Ich antwortete nicht.
      „Ich habe noch eine Rechnung mit dir offen Kleine. Du gegen mich. Allein. Gewinne ich, wirst du das gleiche Schicksal erleiden wie die Männer hier. Gewinnst du... nun wir werden sehen.“
      Ich ballte die Hände zu Fäusten. Aber ich musste sie ja nur lange genug ablenken, bis die Polizei hier ankam. Ich warf einen schnellen Blick zu dem Kerl mit meinem Handy. Er versuchte stirnrunzelnd meine PIN zu erraten.
      „Einverstanden.“
      „Gut. Aber du hast nur ein einziges Pokemon.“, sagte sie mit einem fiesen Grinsen, während sie ihre Tohaido herausrief.
      Nur ein einziges? Normaler Weise hätte ich Carsten eingesetzt, aber ich erinnerte mich zu gut an die Katastrophe mit Eiszahn auf der Insel. Das einzige Pokemon, dass noch in Vorteil war, war Rya. Ich konnte nur hoffen, dass der Elektrohund das Wasserpokemon schnell paralysieren konnte und so keinen Gegenangriff erwarten musste.
      „Los Rya.“
      Der Anfang war schon mal super. Sie ließ Funken über ihren Körper wandern und knurrte unheilvoll. Kordula lachte. „Dieser kleine Köder soll meinen Hai besiegen. Wie lachhaft!“
      „Das werden wir ja sehen! Funkensprung!“
      Die Funken, die die ganze Zeit über ihr Fell liefen, wurden mehr, stärker. Bellend sprang sie auf Tohaido zu und rammte ihn. Die Funken sprangen auf das Wasserpokemon über.
      „Eiszahn Tohaido!“
      „Pass auf!“
      Mitten in der Luft hatte Rya kaum eine Chance. Zu ihren Glück erwischte der Hai jedoch nur ihre Rute, so dass sie sich befreien konnte – und jaulend hinter einem Schreibtisch verschwand.
      „Verdammt Rya, komm zurück!“
      Kordula lachte hysterisch. „Nur ein Pokemon! Und dann wählst du einen Feigling!“ Ihre Männer fielen mit ein.
      „Rya, du bist doch stark. Du schaffst das!“, versuchte ich sie heraus zu locken.
      „Tja – Pech gehabt. Tohaido! Schlitzer!“
      Zu meinem Entsetzen kam der Hai direkt auf mich zu. Die Institutmitarbeiter hinter mir schrien empört auf. Gelähmt vor Angst konnte ich dem Angriff nur entgegensehen. Kurz bevor der Hai bei mir war schloss ich die Augen.
      „Friz!“ Vor meinen geschlossenen Augenlidern wurde es hell. Also riss ich sie auf.
      Das Leuchten kam von einer Quelle direkt vor mir – und sie hatte Tohaido aufgehalten. Der Hai wurde wurde zurückgestoßen, das Leuchten verklang. Zwischen mir und dem Wasserpokemon stand nun ein Voltenso. Rya. Sie hatte ihren Kopf tief gesenkt, die Lefzen zu einem gefährlichen Zähnefletschen nach oben gezogen. Breitbeinig stand sie vor mir – und hatte mir das Leben gerettet.
      „Rya.“, flüsterte ich leise.
      „Das darf doch nicht wahr sein. SCHLITZER!“
      Wieder schoss das Tohaido auf uns so. Doch dieses Mal ging Rya nicht in Deckung. Erwartungsvoll kniff es die Augen zusammen, wartete... wartete... „TENSOOOOO!“ Ohne Vorwarnung gab es einen einzelnen, mächtigen Stromstoß ab. Die goldgelbe Welle schoss auf Tohaido zu, der keine Chance hatte auszuweichen, weil der Strom sich in alle Richtungen – außer hinter Voltenso – ausbreitete. Die Stärke der Attacke zerstörte die Fenster bevor es den Gegner erreichte. Der Hai stieß direkt hindurch, verlor an Höhe und schlug auf den Boden auf noch ehe er das Voltenso erreichen konnte. Kordula ging kreischend hinter einem der Schreibtische in Deckung, kurz bevor die Welle sie erreichte. Das Verbindungsfenster wurde zerstört. Ich konnte durch die offene Tür die entsetzten Blicke der dort gefangenen Mitarbeiter sehen.
      „Rya, halt es an!“
      „Vol!“ Der Elektrohund entspannte sich. Gerade früh genug, dass die Welle in sich selbst zusammenbrach noch ehe sie die beiden Menschen erreichen konnte.
      War das... Ladungsstoß?
      Kordula kroch wieder aus ihren Versteck. „So leicht besiegst du uns nicht! Eiszahn!“
      Rya und ich blieben entspannt und blickten die Kontrahentin nur böse an. Tohaido versuchte in die Luft zu kommen, doch die Entladung hatte ihm zu viel Kraft gekostet. Erschöpft brach es wieder zusammen.
      „Idioten! Macht etwas!“
      Sofort griffen ihre Untergebenen nach ihren Pokebällen. „Das hältst du also von einem fairen Kampf, ja?“ Sofort berührte ich meine fünf anderen Pokemon. Carsten, Rya, Katja, Sarre und Fina bauten sich drohend um mich herum auf. Jeder von ihnen stand nun mehreren gegnerischen Pokemon gegenüber. Hilde schwebte über mir. Sie hatte kaum Platz – was sie aber nur noch gefährlicher aussehen ließ. Zum ersten Mal sah ich den für Garados charakteristisch bösen Blick auf ihren Zügen. Furchtsam wichen die Aqua-Pokemon einen Schritt zurück.
      „Greift an!“, keifte Kordula.
      Sofort begaben sich meine Pokemon in ihre individuellen Kampfstellungen. Doch ehe etwas geschehen konnte, hörte man durch die kaputten Fensterscheiben Sirenen.
      „Verdammich, die Bullen! Rückzug!“

      Zusammenfassung:
      -Route 118 betreten
      -Frizebliz, weiblich, Stufe 21 gefangenen
      -Route 119 betreten
      -Tropius, männlich, Stufe 23 gefangen
      -Klimainstitut betreten und befreit
      -Frizebliz entwickelt sich

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 32
      #i-voltenso# Rya Stufe 30
      #i-garados# Hilde Stufe 30
      #i-hariyama# Katja Stufe 32
      #i-schwalboss# Fina Stufe 34
      #i-camaub# Sarre Stufe 30

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe 19
      #i-magnayen# Odin Stufe 27
      #i-tropius# Dirk Stufe 23

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:
      Odin in die Box zu stecken war gar nicht so einfach. Aber ich fühle mich mit einem Elektropokemon einfach sicherer. Und ich bin froh, dass sich Rya so früh entwickelt hat. Ich hab jedes mal Schwierigkeiten Frizelbliz korrekt zu schreiben. Ich schummel ständig irgendwo ein t dazu oder vergesse gleich ein paar Buchstaben. Ich hasse diesen Namen. Voltenso ist dagegen so schön einfach.
      Das ist zudem das Kapitel sein, an dem ich bisher am längsten geschrieben habe. Vier Tage. >_>
      Das Pokemon vom Institut habe ich nicht bekommen. Team war voll und ich zu faul das zu ändern.
    • Oh wei, ich hab euch da ein Kapitel vorenthalten.
      Trotzdem vorweg: Es wird ab jetzt ein wenig dauern. Das Training zieht sich genauso wie das Planen der nächsten Kapitel. Ein Spoiler: ein weiteres Pokemon ist über die Regenbogenbücke gegangen. Und genau das ist es, was den Schreibfluss grad hemmt, weil das einfach nur eine blöde Stelle war. >_>"


      ReMatch

      Kaum das Team Aqua verschwunden war, befreite Carsten die Angestellten indem er die Fessel durchschnitt. Die restlichen Pokemon rief ich in die Bälle zurück. Als die Polizei endlich das Gebäude stürmte, waren bereits alle frei. Zum Glück hatte man Verständnis mit mir. Nachdem ich erklärt hatte, wieso ich überhaupt hier war und was ich getan hatte – und man das auch noch auf den Videobändern nachvollziehen konnte – durfte ich mich in einen der Büros aufs Ohr hauen. Die restlichen Angestellten wurden wurden weiter befragt, doch als ich am nächsten Morgen aufwachte, war der Spuk auch schon vorbei.
      In der Firmenmensa wurde mir noch ein Frühstück spendiert, dann wurde ich mit vielen Danke auch schon verabschiedet. Draußen rief ich wieder Rya und Carsten an meine Seite und trug ihnen auf weiter zu trainieren. Dass Voltenso sich weiter entwickelt hatte, machte sie stärker aber ich wollte auf Nummer sicher gehen. Die beiden tauschten einige Testschläge aus damit Rya ein besseres Gefühl für ihre neuen Kräfte entwickeln konnte. Erfreut bemerkte ich, dass Rya einige Male von sanften Laubklingen getroffen wurde und nicht auf Tauchstation ging.
      Also machte ich mich wieder auf den Weg. Carsten und Rya kämpften um mich herum, während wir immer näher nach Baumhausen kamen. Lediglich bei einer Brücke, die durch den Regen noch glitschig war, rief ich sie zur Ordnung. Ich wollte mir nicht ausdenken, was sein sollte, wenn einer von ihnen vom Rand fällt. Es ist ja nicht so, als würden hier einfach wilde Pokemon von Himmel fallen und einen retten oder so.
      Auf der anderen Seite wollten sie gerade wieder loslegen, als sich von vorn ein Radfahrer näherte. Zur Sicherheit stoppte ich die beiden also und wir gingen an den Rand des Weges, damit er an uns vorbei konnte. Doch als der Radler näher kam, konnte ich sein Gesicht erkennen.
      „Brix!“, rief ich fröhlich.
      „WÖLFCHEN!“, er bremste neben mir ab, sprang vom Rad, ließ es fallen und fiel mir um den Hals. „Gott dir geht es gut!“
      Ich blinzelte überrascht. „Was ist denn mit dir los?“
      Brix trennte sich von mir und sah mich schockiert hat. „Deine Nachricht? SOS? Team Aqua? Halloo? Ich hab mir Sorgen gemacht!“
      „Ach das.“ Ich winkte ab. „Alles schon vorbei. Die Polizei kam und sie sind abgehauen.“
      „Du machst mich fertig!“
      „'tschuldigung.“
      „Oh nein, so einfach kommst du mir nicht davon... außer...“
      „Außer?“
      Er grinste. „Außer du kämpfst gegen mich!“
      Ich machte große Augen. „Ich bin gerade aus den Händen von Team Aqua entkommen und du willst gegen mich kämpfen? Jetzt?“
      „Klar. Ist doch schön hier.“
      Ich konnte nicht anders, ich musste mitgrinsen. „Einverstanden. Aber ich hoffe, dass du inzwischen mehr als nur drei Pokemon hast.“
      Prompt wurde er rot. „Beim nächsten Mal ist es sicher eines mehr!“
      „Dann eben nur drei gegen drei. Du fängst an.“ Ich bemühte mich mein Grinsen zu verbergen, seinen Blick zufolge war ich damit aber nicht sonderlich erfolgreich.
      „Wenn du wünscht. Wailmer!“
      Ich hatte es mir schon fast gedacht. Ich blickte zu Rya. „Dein Kampf.“
      Das Voltenso trat entschlossen vor. Brix bekam große Augen. „Du hast dein Team etwas überarbeitet!“
      „Ich kann ja nichts dafür, wenn du keine Pokemon fängst.“
      „Stimmt. Aquawelle!“
      Eine ringförmige Wasserattacke kam auf Rya zu. „Funkensprung!“
      Ich hatte erwartet, dass das Voltenso der Attacke ausweichen würde oder zumindest warten, bis sie über ihn hinweg geströmt war. Statt dessen sprang es einfach durch das Zentrum des Rings und entkam so unbeschadet. Sobald es mit den Pfoten auf den Boden stand, stieß es sich auch schon wieder ab, während Blitze über sein Fell wanderten. Das schwerfällige Wailmer konnte der Attacke nicht mehr ausweichen. „Direkt Ladungsstoß!“ Rya war noch nicht auf den Boden, als die Elektrowelle durch Wailmers Leib schoss. Heulend verlor es das Gleichgewicht in der Luft und krachte auf den Boden.
      „Das war unfair.“, grummelte Brix.
      „Nein, effektiv!“
      Er schnaubte, wechselte aber auch Knilz.
      „Kein neues Pokemon, keine Entwicklungen. Was machst du eigentlich die ganze Zeit?“ Ich rief Rya an meine Seite und holte Fina aus ihren Ball. Das Schwalboss warf sich in die Brust und starte das kleinere Pflanzenpokemon überheblich an.
      „Hilfsarbeiten für meinen Vater.“, entschuldigte er sich. „Wachstum!“
      Knilz zog Nährstoffe aus den Boden, in dem es die Beinchen in den Boden grub.
      „Aero-Ass!“
      Fina flog auf ein paar Meter über den Boden und schoss dann in einem spitzen Winkel auf das Knilz zu.
      „Kopfnuss! Lass es auf dich zukommen!“
      Doch damit konnte er Fina nicht kommen. Statt auf Knilz harten Schädel aufzufliegen, schoss es gerade so über es weg, schnappte sich das Pflanzenpokemon und gewann an Höhe. Knilz wurde aus dem Boden gezogen und strampelte mit den Füßen hilflos herum.
      „Oh nein!“, jammerte Brix.
      „Lass es los!“, befahl ich Fina. Das tat sie auch. Knilz fiel nicht tief, drehte sich durch seinen Schwerpunkt jedoch auf den Kopf und konnte froh sein, dass Fina gut gezielt hatte und es so in einen Busch fiel der seinen Sturz abbremste. Allerdings verfing es sich auch im Geäst. Brix rannte zum Busch und befreite sein Knilz aus seiner misslichen Lage.
      „Du solltest deine Pokemon wirklich besser trainieren. Hätte es sich schon entwickelt, hätte Fina es nicht tragen können.“
      Grummelnd sah mich Brix an. Ich schaute unschuldig in die Wolken.
      „Mit meinem Jungglut hattest du letztes Mal nicht so leichtes Spiel!“
      Das Feuerpokemon zeigte mit diversen Kicks in die Luft, dass es sich auf den Kampf freute.
      „Stimmt. Damals war Hilde aber auch noch nicht so stark.
      „Hilde?“
      Ich rief sie aus den Ball. Euphorisch ließ das Garados ihren Ruf erschallen.
      „Garados?! Du hast ein Garados?“
      Lauernd sah das Wasserpokemon zu Brix. Ich hoffte, dass er kein falsches Wort sagte. Ich sah ihn warnend an.
      „Das is' ja geil!“, rief Brix begeistert. „Ich hätte auch gern eines, aber es wollte einfach kein Karpador beißen.“
      Ich lächelte. „Tja – und ich wollte ein Tentacha. Aber heute bin ich glücklich, dass das falsche Pokemon angebissen hat.“ Ich trat neben meine Seeschlange und legte eine Hand auf seine Flanke. Erfreut drehte sie ihren Kopf zu mir um ihn am mir zu reiben. Dann wandte sie sich wieder ihren Gegner zu. Das nun weniger begeistert vor Brix stand und zu dem wesentlich größeren Pokemon aufsah.
      „Nitroladung!“, rief Brix begeistert.
      „Surfer... aber... nicht mit voller Kraft.“ Ich wollte das Jungglut ja nicht sonst wohin schwemmen lassen.
      Die Feuerattacke verpuffte wirkungslos in der Welle, dann wurde Brixs Pokemon auch schon mit gespült. Garados' riesiger Leib stieß es dann aber aus dem Wasser. Vollkommen durch genässt landete das Feuerpokemon auf den Rücken.
      Brix und ich rannten zu den beiden Pokemon. Hilde blickte neugierig auf das Feuerpokemon hinab. Noch eher wir da waren, warf das Jungglut ein wenig Erde nach Hilde. Den Großteil davon bekam es selber ab. Ich lächelte, als Hilde als Antwort die Zunge heraus streckte.
      „Da hab ich wohl gewonnen.“, erklärte ich, während Brix seinem Pokemon aufhalf.
      „Stimmt. War aber auch unfair. Deine waren im Vorteil!“
      „Geht es nicht darum in einem Kampf?“
      Er sah mich wortlos an, während wir unsere Pokemon zurückriefen – ich auch Carsten und Rya.
      „Ich bin auf den Weg zur nächsten Arena. Kommst du mit?“
      Bedauernd schüttelte Brix den Kopf. „Vater hat schon wieder einen Auftrag für mich. Ich soll etwas im Metaflurtunnel überprüfen. Aber vielleicht fange ich mir da ein Schwalbini? Dein Schwalboss hat mich beeindruckt.“
      Ich lächelte. „Fina ist eine Kämpferin. Schon bevor ich sie fing.“
      „Dann wird das meines auch einer sein. Verlass dich drauf!“
      Er schnappte sich sein Rad. „Viel Glück in der Arena.“
      „Viel Spaß bei den Flurmel!“
      Ich winkte ihn zum Abschied bevor ich mich wieder auf den Weg zu Blütenburg City machte.

      Zusammenfassung:
      -Team Aqua aus dem Klimainstitut vertrieben
      - Kampf gegen Brix

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 32
      #i-voltenso# Rya Stufe 30
      #i-garados# Hilde Stufe 30
      #i-hariyama# Katja Stufe 32
      #i-schwalboss# Fina Stufe 34
      #i-camaub# Sarre Stufe 30

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe 19
      #i-magnayen# Odin Stufe 27
      #i-tropius# Dirk Stufe 23

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:

      Brücke. Wilde Pokemon. Retten. Fehlt nur noch Wölkchen. *kicher*
    • Unsichtbare Hindernisse

      Baumhausen City war wirklich die merkwürdigste Stadt die ich bisher gesehen habe. Abgesehen vom PokeMarkt und dem Center waren alle Häuser hoch in den Kronen der Bäume angebracht. Auf den Boden konnte man nicht eben einfach so durch die Stadt laufen, da hier alles voller Gestrüpp war. Laut einer Infotafel wuchsen hier die letzten Sträucher einer seltenen Pflanzenart, die gewisse Pokemon als Hauptnahrungsquelle diente, weswegen die Bewohner schon von 100 Jahren beschlossen auf eher ungewöhnliche Weise hier zu siedeln. Sie setzten sich für den Erhalt der Pflanzen ein, pflegten und hegten sie und ließen die Kekleon – besagte Pokemon – frei herumrennen. Um die Häuser zu erreichen, musste man über Leitern zu den Häusern klettern. Von dort konnte man dann über Stege und Brücke von Baum zu Baum klettern.
      Hätte ich nicht ständig Angst nach unten zu fallen wäre das ein echt tolles Erlebnis gewesen.
      Als ich endlich die Arena fand – die sich ebenfalls in den Baumwipfeln befand – wurde ich von einigen Bewohnern aufgehalten. Die Brücke, die zur Arena führte, reichte nahe an einige der Büsche heran und angeblich würden sich genau dort gerade einige Kekleons satt fressen. Sehen konnte ich sie zwar nicht, aber man wollte mich trotzdem nicht rüber lassen.
      Nun gut. Also kletterte ich weiter über andere Brücken und sah mir die Baumhäuser weiter an. Nur einmal konnte ich es nicht lassen und sah auf einer Brücke nach unten. Man war das hoch. Schnell hangelte ich mich weiter zu einem der Häuser und hielt mich daran fest. Ich war zwar immer noch in luftiger Höhe aber immerhin schwankte der Grund hier deutlich weniger. Lediglich die Bewegung des Baumes war zu spüren. Mir wurde schlecht.
      Bevor ich auf den Boden ein Missgeschick anstellen konnte, stürzte ich auf die Balustrade zu und lehnte mich mit den Oberkörper hinüber. Hoffentlich waren halbverdaute Schnitzel gute Düngermittel.
      Als es mir besser ging, wischte ich mir mit dem Ärmel über den Mund und zog eine Wasserflasche aus dem Seitenfach des Rucksacks, damit ich den Geschmack los werden konnte.
      Mein Blick fing dabei einen Menschen ein, den ich sehr wohl kannte.
      „Troy?“
      Was machte der denn hier? Suchend sah ich mich um. Troy stand vernünftiger Weise auf den Boden der Tatsachen. Wenn ich mit ihm reden wollte, musste ich also auch darunter. Auf der anderen Seite der nächsten Brücke erkannte ich eine Leiter, die wieder nach unten führte. Entschlossen packte ich also nach ein paar Schluck Wasser die Flasche wieder ins Fach und bewegte mich – weniger entschlossen – über die Brücke. Als ich endlich wieder auf der Erde stand, musste ich mich an mich halten um sie nicht zu küssen. Mir graute es jetzt schon, dass ich später wieder nach oben musste, wenn ich die Arena herausfordern wollte. Aber jetzt ging es erst einmal zu Troy. Der nur leider nicht mehr da stand, wo ich ihn gesehen hatte.
      Es gab aber auch nicht viele Möglichkeiten, wo er hätte sein können. In das Gebüsch war er sicher nicht gerannt. Also folgte ich ihm den Weg entlang und hoffte, dass er nicht doch an einer der Leitern hochgeklettert war.
      Nach einiger Zeit erkannte ich, dass ich auf Route 120 angekommen sein musste. Damit würde ich mich auch wieder von Baumhausen entfernen. Unentschlossen blieb ich stehen und sah mich um. Vor mir lagen mehrere Wasserflächen, die sich tief in den Boden gegraben hatten. Man hatte Brücken darüber gespannt – schon wieder! - und immer mal wieder Treppen zu den Seenbecken gebaut, damit man ans Wasser kommen konnte. Da ich Troy nicht an an den künstlichen Ufern erkennen konnte, hielt ich auf die Brücken zu. Ich wusste eigentlich selbst nicht warum ich ihn folgte. Andererseits was wollte ich tun, wenn ich die Arena nicht erreichen konnte?
      Als ich um einen Busch umrundete um auf die erste Brücke zu kommen sah ich endlich.Er hatte irgendeine merkwürdige Gerätschaft auf der Nase und beugte sich vor. Von weitem sah es aus, als würde er mit etwas reden. Ein Kekleon?
      In Erinnerung an Route 118 schlich ich mich näher an ihn heran. Stück für Stück schon ich mich näher und konnte mit der Zeit hören, dass er tatsächlich leise sprach. Leider konnte ich seine Worte nicht verstehen aber sein Tonfall war unglaublich sanft.
      Als ich endlich nah genug war um ihn zu erschrecken holte ich tief Luft und… „Hallo Wölfchen!“ Ich wäre vor Schreck fast auf ihn drauf gefallen.
      „Verdammt Troy!Wie hast du das bemerkt?!“
      Er drehte sich zu mir um und nahm die seltsame Apparatur ab. „Kekleon hat mir gezeigt, dass da jemand kommt und der Rest war gut geraten.
      „Kekleon?“ Ich sah an ihn vorbei. „Ich seh da nichts.“
      „Natürlich nicht!“ Er ging an mir vorbei, so dass er hinter mir stand. Danach setzte er mir das Gerät auf die Nase. Müsste ich es beschreiben, würde ich es mit einem Nachtsichtgerät vergleichen. Geduldig ließ ich es mir aufsetzen, dann drehte Troy vorsichtig meinen Kopf und die Richtung, in die ich schauen musste.
      Und tatsächlich sah ich jetzt die Umrisse eines Pokemon. “Das ist ja Wahnsinn! Was ist das?“
      „Ein Devons Scope. Man kann von meinem Vater halten was man will, aber sinnvolle Sachen erfinden kann er. Oder seine Firma kann es.“
      Ich setze das Gerät wieder ab und wollte es Troy wieder geben, doch der winkte ab. „Behalte es. Du willst doch sicher noch die Arena in Baumhausen besuchen und damit kommst du um die Kekleon herum.“
      Ich machte große Augen. „Das geht nicht! Das ist doch bestimmt teuer!“
      „Ach nur Peanuts.“
      „Troy?“,fragte ich mit strengen Unterton.
      „Okay, es kostet eine ganze Menge. Aber der hier gehört mir und ich kann ich verschenken an wen ich will!“
      „Aber…“ - „Nichts aber!“
      Verdammt! Was sollte ich denn jetzt machen? Ein Danke kam mir irgendwie so wenig vor. Doch ehe ich mich aufraffen konnte zumindest das zu sagen, hatte Troy schon wieder das Wort an sich gerissen: „Wenn wir schon mal dabei sind, hab ich hier noch was für dich.“ Oh nein! „Einer meiner Bekannten hat ihn mir kürzlich zukommen lassen und ich habe direkt an dich gedacht.“
      Damit hielt er einen seltsamen Stein hoch.
      „Was ist das?“
      „Ein Gewaldronit. Damit wird sich dein Reptain megaentwickeln können, sobald er erst einmal die nächste Stufe erreicht hat. Ruf es doch einmal aus seinen Pokeball.“
      Etwas verdutzt tat ich wie geheißen. Carsten grüßte Troy begeistert. Er hatte nicht vergessen, dass der andere Trainer ihn gerettet hat.
      „Pass auf...“, nun zog Troy auch noch eine Kette aus seiner Tasche. An dessen Anhänger war eine Ausstülpung, in der er nun den Mega-Stein einsetzte. Die Kette legte er dann wiederum Carsten an. „Damit die Megaentwicklung statt finden kann, muss dein Pokemon den Stein bei sich tragen. Diese Ketten sind aus einen speziellen Material geschmiedet, dass die Pokemon nicht behindern.“
      „Und das schenkst du mir auch? Kannst du das nicht selbst...“
      Troy lachte. „Nein. Ich trainiere keine Pflanzenpokemon und schon gar keine Gewaldro. Bei mir würde es in irgendeiner Vitrine verstauben.“ Er lächelte mich strahlend an. „Und bevor du mir die Geschenke an den Kopf wirfst, werde ich mich nun verabschieden.“ Damit verbeugte er sich elegant, glitt elegant an mir und den unsichtbaren Kekleon vorbei und war auch schon über die Brücke verschwunden.
      Wortlos sahen Carsten und ich ihm nach. So ganz hatte ich noch nicht verstanden, was da los war. Seufzend rief ich mein Reptain zurück und machte mich auf den Weg nach Baumhausen. Ich kam jedoch nicht weit. Aus den Busch, den ich vorhin noch umrundet hatte, schoss ein Geradaks. Es hatte eine Beere in der Schnauze und sah mich ebenso überrascht an wie ich es.
      Einen Moment blieben wir so erschrocken stehen. Dann lies es die Beere fallen und stürzte mit einem wilden Tackel auf mich zu. Erschrocken quitschte ich auf und stürzte mich zur Seite um ihn auszuweichen. Im Fallen griff ich nach einen meiner Bälle und warf ihn Richtung des Geradaks, das bereits gebremst hatte und jeden Moment wieder auf mich zulaufen würde. Sarre kam aus seinen Ball.
      „Erdbeben!“
      Die Erde bewegte sich bereits als ich endlich darauf aufschlug. Sowohl Geradaks als auch ich wurden ordentlich durchgeschüttelt. Doch das hielt das Normalpokemon nicht lange auf. Kaum das es wieder auf sicheren Beinen stand, setzte es mit einem Ruckzuckhieb auf Sarre nach. Das richtete keinen Schaden an, doch wurde das kleine Dromedar umgestoßen. Nun lag es auf der Seite und strampelte hilflos mit den Beinchen.
      „Warte!“ Ich sprang auf mein Pokemon zu und half ihm mit Mühe wieder auf die Beine, doch da war auch schon der Dachs wieder da. Dieses Mal wurde ich getroffen und weggeschleudert.
      Geradaks hatte mich mitten in die Magengegend getroffen; ich krümmte mich vor Schmerz und blieb wimmernd auf den Boden liegen. Doch das Geradaks hatte immer noch nicht genug. Wieder startete es eine Attacke auf mich. Doch nun stellte sich mein Camaub mit gesenkten Kopf zwischen uns. Geradaks krachte mit einem Kopfnuss gegen Sarre. Kurz schien die Zeit still zu stehen, dann setzte das übliche Leuchten einer Entwicklung ein. Der Dachs wurde mit einem einzigen Kopfschlenker von Sarre weggestoßen.
      Mit brodelnden Vulkan ging das Camerupt einen Schritt auf Geradaks zu. Das hatte nun endlich genug und floh vor dem deutlich größeren Pokemon – es lies sogar die Beere liegen.
      Langsam drehte sich Sarre zu mir – ich lag immer noch mit schmerzenden Bauch auf den Boden und hatte Tränen in den Augen. Bedächtig legte es sich neben mir auf den Bauch und bedeutete mit den Kopf, dass ich aufsteigen sollte. Langsam und bedächtig tat ich das auch. Vorsichtig lehnte ich mich an einen der Vulkane auf seinen Rücken. Sarre hatte die Temperatur soweit abgesenkt, dass eine deutliche Hitze davon aufstieg, ich mich aber nicht verbrannte.
      Im nächsten Augenblick hatte sich Sarre auch schon wieder auf die Beine gewuchtet und brachte mich mit seinem schaukelnden Gang zurück nach Baumhausen.

      Zusammenfassung:
      - Route 120 betreten
      - Troy getroffen und von ihm Devon Scope sowie Gewaldronit bekommen
      - Sarre entwickelt sich im Training
      - [Nicht in der Story] Marill gefangen

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 35
      #i-voltenso# Rya Stufe 34
      #i-garados# Hilde Stufe 34
      #i-hariyama# Katja Stufe 34
      #i-schwalboss# Fina Stufe 37
      #i-camerupt# Sarre Stufe 34

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe 19
      #i-magnayen# Odin Stufe 27
      #i-tropius# Dirk Stufe 23
      #i-marill# Butterblume Stufe 14

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkung:

      Marill habe ich nicht in die Geschichte eingebracht, weil ich einfach nicht weiß wie. Nach der Arena passiert zu viel um es zu verschieben.
    • Der Federorden

      Als Sarre das Dorf betrat wurden zum Glück recht schnell die Anwohner auf uns aufmerksam. Sie halfen mir von meinem Pokemon und brachten mich zum hiesigen PokeCenter, wo Sarre und ich uns zwei Tage ausruhen konnten. Laut des Dorfarztes hatte die Kopfnuss keine weiteren Verletzungen bei mir verursacht – sieht man von einem großen, blauen Fleck und ordentlichen Schmerzen ab. Eigentlich wollte ich schon am nächsten Tag zur Arena, doch Schwester Joy verbot es mir. Ich musste zu sehen, wie zwei andere Arenaherausforderer kamen und mit einen Scope ausgerüstet zur Arena weiter marschierten. Einer kam freudestrahlend wieder, der andere zutiefst deprimiert. Letzterer Vertraute mir an, dass er gegen das Panzaeron abgestunken hatte.
      Leider verbot mit Joy auch mit Rya zu trainieren. Und so machte ich mich am nächsten Tag mit einem flauen Gefühl im Magen auf den Weg Richtung Arena. Auf den Brücken hielt ich meinen Blick stur auf den jeweils nächsten Baum gerichtet und kam damit relativ schnell wieder ans Ziel.
      Die Brücke zur Arena war weiterhin mit Kekleons bedeckt, doch mit Troys Apparatur durfte ich dennoch drüber. Vorsichtig wich ich den Tarnpokemon aus und verstand nun, warum man ohne diesen kleinen Helfer nicht über die Brücke durfte: die standen, lagen und saßen wirklich kreuz und quer. Mehrmals musste ich über eine Gruppe von Kekleonjungtieren drüber klettern. Keines von ihnen machte Platz. Man merkte, dass sie an die Nähe der Menschen gewöhnt waren.
      Als ich die Brücke endlich hinter mir hatte und vor der Arena stand, atmete ich tief durch.
      Wenigstens würde ich gleich wieder in einem Haus stehen, die Bewegung des Baumes in Kampf hoffentlich nicht mehr wahrnehmen und vor allem den Wind nicht mehr spüren.
      Beschwingt stieß ich die Tür auf. Und blieb stolpernd stehen.
      Von wegen Haus! Die Arena war komplett offen. Die Krone des Baumes war hier so geschnitten, dass sie weites gehend offen war. Überall standen Windmühlen, die den Wind auffingen und sich hektisch drehten. Dazu war der Boden nicht vollständig sondern wies immer wieder Löcher auf, durch denen man bis auf den Boden sehen konnte. Lediglich im Zentrum der Arena gab es eine größere Fläche ohne Leere: Die Kampfarena.
      Darauf stand eine Frau mit langen, blausilbernen Haaren und Fliegerkappe. Sie drehte sich um die eigene Achse und rief dabei Anweisungen an ein Altaria, dass seine Runden um sie drehte und dabei kunstvolle Flugmanöver fabrizierte.
      Vorsichtig näherte ich mich über den löchrigen Boden und schrie auf, als der Wind drehte und mich fast in den Abgrund riss. Die Windmühlen drehten sich. Bevor ich jedoch in die Tiefe stürzen konnte, war auch schon das Altaria heran. Seine Krallen gruben sich erstaunlich sanft in meine Schultern und es zog mich mit wenigen, kräftigen Flügelschlägen von der Gefahrenstelle weg bis hinauf zum Kampfplatz.
      „Das war ganz schön knapp!“, begrüßte mich die Frau grinsend, kaum das mich der große Vogel losließ.
      „Das kannst du aber laut sagen.“, ächzte ich. Erleichtert stellte ich mich mittig auf die Kampffläche - weit weg von allen Fallmöglichkeiten.
      „Ich nehme an, dass du mich herausfordern möchtest? Mein Name ist Wibke und ich bin die Arenaleiterin!“
      „Ja, das möchte ich! Mein Name ist Wölfchen.“
      „Ah, das Mädchen, das vorgestern auf einen Camerupt ins Dorf geritten kam!“
      Ich wurde rot. „Ja. Ein Geradaks hat mich als Boxsack missbraucht.“
      „Ohje!“, lachte Wibke. „Ich hoffe du bist nun wieder fit?“
      „Ja! Ich will unbedingt gegen dich kämpfen Wibke.“
      „Nun denn! Bei mir gilt vier gegen vier. Keines der Pokemon darf während des Kampfes ausgetauscht werden. Als Kampffeld gilt für alle Pokemon, die fliegen können, der gesamte Luftraum. Auch unter und über der Arena!“
      Das würde die luftige Bauweise dieses Baumhauses erklären.
      „Und für Nichtflieger?“
      „Diese Kampffläche hier.“
      Damit hatten Wibkes Pokemon deutlich mehr Platz. Aber damit musste ich zurecht kommen.
      „Einverstanden!“
      Damit trennten wir uns. Zum Glück war auf der Herausfordererseite deutlich weniger schweizer Käse im Boden. Das Altaria landete hinter Wibke.
      „Als Arenaleiter ist es an mir das erste Pokemon zu rufen. Danach darf der Sieger des jeweiligen Matches das Pokemon immer dann wechseln, wenn der Verlierer das Neue gerufen hat.“
      „Verstanden.“
      Wibkes erstes Pokemon war ein Schwalboss – ich entschied mich wie geplant für Rya. Das erste Match war dann auch recht schnell vorbei. Ein Ladungsstoß meines Voltensos holte Wibkes Vogel so schnell aus der Luft, dass es nicht einmal mehr in eines der Löcher verschwinden konnte.
      Nun schickte Wibke das Altaria ins Rennen. Ich blieb bei Rya.
      „So einfach wie mit meinem Schwalboss wirst du es hier nicht haben! Tauch ab!“
      Altaria verschwand ohne Verzögerungen in einen der Löcher im Boden. Ich ließ meinen Blick über das Kampffeld gleiten. Wo würde Altaria auftauchen?
      „Rya! An den Spielfeldrand! Zu deiner linken. Und mach dich für Donnerzahn bereit.“
      Zum Glück sah mein Voltenso auch das, was ich sah. Und tatsächlich tauche das Altaria dann genau aus diesem einen Loch auf, dass direkt hinter dem Kampffeld positioniert war.
      Noch während der Vogel dabei war die Bodenebene zu verlassen, sprang Rya es an und verbiss sich mit der Elektroattacke in seinen Nacken.
      „Gib nicht auf Altaria! Erdbeben!“
      Rya hang noch immer an dem Flauschevogel als dieser erst Höhe gewann und sich dann mit den Krallen voran auf das Kampffeld stürzte. „Warte bis kurz vor dem Aufprall, dann spring ab und Ladungsstoß!“
      Rya hatte ein gutes Timing. Noch in der Luft drehte sie sich, so dass Ladungsstoß direkt auf Altaria zufuhr. Während Wibke, der ganze Baum und ich durchgeschüttelt wurden, traf Altaria die Elektroattacke mit voller Wucht. Rya bekam das Beben lediglich nur noch in den letzten Zügen ab als es landete. Altaria dagegen war auf dem Kampffeld zusammengebrochen.
      Wibkte rief ihr Pokemon zurück und ersetzte es durch ein Peliper. Ich ersetzte Rya durch Hilde. Das Voltenso hatte sich ein wenig Ruhe verdient.
      „Hilde, Eiszahn!“
      „Weich aus Peliper, schütz‘ dich mit Schutzschild!“
      Eiszahn wurde abgewehrt und der Vogel verschwand durch die Decke. Aber warum hatte mein Garados denn einen Ring? „Folge ihm Hilde und weiter mit Eiszahn!“
      „Du machst Witze! Garados passt doch niemals durch die...“
      Zum Glück war Hilde der Meinung, dass man das passend machte, was nicht passte. Sie krachte einfach durch die Decke. Wibke und ich mussten vor den fallenden Ästen in Deckung gehen. Im nächsten Augenblick hörten wir den Pelikan kreischen.
      „Schütz dich weiter! Lass dich nicht erwischen!“, schrie die Arenaleiterin nach oben.
      Durch das Geäst konnte ich erkennen, dass Hilde immer wieder mit voller Wucht gegen Pelipers Schutzschild krachte. Wieder. Und wieder. Und wieder. Dann brach das Schutzschild und Hildes Zähne schlossen sich um den Vogel.
      „Peliper!“, rief Wibke. Der Vogel war gänzlich im Maul des größeren Wasserpokemons verschwunden. Hilde schlängelte sich vorsichtig durch das vergrößerte Loch, öffnete sein Maul direkt über der Kampffläche und ließ einen Eisblock darauf fallen. „Peliper...“ Der arme Vogel war vollkommen eingeeist. „Ohje… das war ja mal eine Niete.“ Wibke rief den Eisblock in den Ball zurück – ich tat es mit Hilde gleich – und rief das Panzaeron, von dem ich schon gehört hatte.
      „Wie stabil ist der Boden hier?“, fragte ich Wibke.
      „Er entspricht voll und ganz den Anforderungen einer Arena.“, meinte die leicht versnobt.
      „Oh, sehr gut.“ Und so rief ich mein drittes Pokemon in die Runde: Sarre. Der Boden knarrte und den 200 Kilo-Camerupt beträchtlich.
      „Sandwirbel!“- „Flammensturm!“
      Die Befehle kamen zeitgleich, doch der Vogel war schneller als mein Pokemon. Die Feuerattacke ging daneben, während Sarre ordentlich Sand in die Augen bekam. „Gleich nochmal!“ Wieder riefen wir zeitgleich, doch dieses mal wartete mein Camerupt ab.
      Damit Panzaerons Attacke treffen konnte, musste es nah an seinen Gegner heran kommen, bevor es wieder abdrehte. Sarre wartete genau auf diesen Scheitelpunkt bevor es Flammensturm einsetzte – und das Stahlpokemon mit Feuer überzog. Durch die Attacke überrascht krachte es gegen Sarres Dickschädel – und lag im nächsten Augenblick auf den Boden.
      Das Camerupt machte Anstalten seinen Fuß auf den armen Vogel zu stellen um seinen Sieg zu verkünden, doch Wibke rief es schnell zuück.
      „Tja – da hast du mich perfekt ausgekontert.“
      „Ich würde ja sagen, dass es mir Leid tut… aber das wäre gelogen.“ , grinste ich zurück.
      Wibke lachte.

      Zusammenfassung:
      - Wibke herausgefordert und besiegt
      - Federorden erhalten

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 35
      #i-voltenso# Rya Stufe 35
      #i-garados# Hilde Stufe 35
      #i-hariyama# Katja Stufe 34
      #i-schwalboss# Fina Stufe 37
      #i-camerupt# Sarre Stufe 35

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe 19
      #i-magnayen# Odin Stufe 27
      #i-tropius# Dirk Stufe 23
      #i-marill# Butterblume Stufe 14

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

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    • Mega-Entwicklung

      Nachdem ich den Federorden erhalten hatte, gingen Wibke und ich noch ins Center. Sie musste ihre Vögel behandeln lassen – Schwalboss und Altaria waren stromverbrannt, Peliper saß auf Eis und Panzaeron war ordentlich angesenkt - und ich hielt mein Versprechen: ich tauschte Rya gegen Odin aus.
      Das Magnayen sprang fröhlich an mir hoch, kaum das ich ihn aus seinen Ball ließ.
      Anschließend verabschiedete ich mich von der Arenaleiterin, hangelnde mich erneut über die Brücken und war froh, als ich endlich wieder auf den Boden stand. Nun endlich konnte ich wirklich über Route 120 meinen Weg fortsetzen.
      Schon recht früh traf ich eine Trainerin, die mich um einen Kampf gegen ihre Goldinis bat. Sie wollte, dass sie sich endlich weiterentwickelten. Ich tat ihr den Gefallen und ließ erst Odin und dann Carsten gegen die beiden Fische antreten. Zu unserer Überraschung entwickelte sich dann nicht nur eines der Goldinis weiter sondern auch Carsten.
      Nun, als Gewaldro, war er größer als ich, wenn auch nur wenige Zentimeter. Zusammen mit seinem gewaltigen Schwanz war Carsten eine beeindruckende Gestalt. Und da Odin und er sich so freuten, endlich wieder beisammen zu sein, ließ ich beide außerhalb ihrer Bälle, nachdem ich mich von der Trainerin verabschiedete und weiter reiste.
      Schon bald versuchte Odin mit Carsten fangen zu spielen, doch Letzte hatte an Geschwindigkeit nochmal gut zugelegt. Das Magnayen verlegte sich also darauf mit schnellen Wendungen und Richtungswechseln dem Pflanzenpokemon auszuweichen.
      Gegen Mittag machten wir einen kurzen Stopp um uns zu stärken. Danach spazierten meine beiden Pokemon einträchtig nebeneinander den Weg entlang.
      „Hey duuuu!“
      Ich blieb stehen und sah mich um.
      „Ja du!“
      Ah! Da kam eine Frau auf mich zu. Einen Augenblick lang betrachtete sie Odin und Carsten mit einem merkwürdigen Ausdruck im Gesicht, bevor sie mir ihre volle Aufmerksamkeit schenkte.
      „Ich bin hier um die Stärke von Trainern zu testen.“, teilte sie mir mit einen überheblichen Ton mit. „Wenn du nicht gegen mich kämpfst, darfst du diesen Pfad nicht weiter folgen.“
      Ich runzelte die Stirn. „Mit welcher Autorität tun Sie das?“
      „Mit meiner natürlich! Weil du so jung bist und deine beiden Pokemon da so schwach aussehen, erlaube ich dir beide einzusetzen.“
      „Wie bitte?“
      Was diese Frau erzählte war natürlich quatscht. Aber was sie über Odin und Carsten sagte, machte mich sauer – und die Beiden ebenso.
      „Und wie viele Pokemon setzt du ein?“ Den zusammengekniffenen Augen zu Folge passte es der Frau gar nicht, dass ich sie nun duzte. Aber ich sah nicht ein dieser überheblichen Pute auch nur einen Funken Höflichkeit entgegenkommen zu lassen.
      „Ich? Ich benötige nur eines um deine Schwachmaten alle zu machen.“
      Ich ballte die Hände zu Fäusten. „Na dann! Als Herausforderin fängst du an!“
      Sie lachte. Es war unangenehm hoch und schrill. „Du hast diese Route betreten also bist du auch die Herausforderin!“
      Das durfte doch nicht wahr sein?! Die drehte sich auch alles genau so, wie sie es gerade brauchte.
      „Odin.“, knurrte ich. Sofort schritt mein Magnayen zwischen uns. Er hatte die Lefzen gehoben und das Fell gesträubt.
      Wieder gackerte die Frau ihr unangenehmes Lachen, dann warf sie den mit Strasssteinchen versehenen Pokeball – ein Formeo erschien.
      „Regentag!“
      „Raub Odin!“
      Während der Regen auf uns niederprasselte, schoss mein Pokemon vor stieß das Formeo hart zur Seite.
      „Meteorologe!“
      „Weich aus, dann Biss!“
      Das Wetterpokemon beschwor eine blaue Kugel, die mit hoher Geschwindigkeit auf Odin zuschoss. Er versuchte auszuweichen, doch die Kugel war zu schnell. Odin wurde im Versuch wegzuspringen direkt in der Flanke getroffen, wurde durch den Schwung der Kugel vom Boden gerissen und knallte gegen den nächsten Baum. Ein Knacken halte durch die Luft.
      „Odin!“ Sofort rannte ich zu meinem Pokemon, dass leblos liegen geblieben war und ging neben ihn auf die Knie.
      „Oh, so schnell ist es nicht vorbei! Nochmal Formeo – Meteorologe!“
      Entsetzt sah ich auf die Kugel, die direkt auf uns zuflog.
      „Drooo!“
      „Ach – was mischt du dich denn jetzt ein?“
      Carsten hatte sich zwischen Formeo, Odin und mich geworfen und die Kugel mit einem einzigen Schlenker seines Schwanzes abgewehrt. Wütend knurrte er Formeo und seine Trainerin hat und raschelte mit den Blättern seines Schwanzes wie ein Rettan, dass sich bedroht fühlte.
      „Spinnst du? Du kannst doch keine Attacke auf ein verletztes Pokemon und seinen Trainer einsetzen?“
      „Und wie ich das kann! Sonnentag!“, keifte die Pute.
      Während der Regen durch gleißende Sonne abgelöst wurde, stieß ich eine Reihe von obszönen Flüchen aus. Formeo wartete gar nicht erst ab und setzte seine Meteorologe-Attacke sofort ein.
      „Halt es auf du...“, bevor mir ein weiterer Fluch entfloichen konnte, begannen die Steine an meinem Armreif und Carstens Hals zu leuchten. Das Leuchten weitete sich auf Carsten aus, der bereits herumwirbelte, um den Energieball wegzuschlagen. Die Attacke wurde abgelenkt und schlug im Boden ein. Und Carsten stand nun als Mega-Gewaldro vor mir. Er streckte drohend seinen deutlich imposanteren Schwanz Richtung Formeo und war das Rasseln eben schon klar wahrzunehmen, so war es nun laut genug alle Vögel verstummen zu lassen.
      „Eine Mega-Entwicklung gehört aber nicht zu den Regeln!“, jaulte meine Gegnerin. „Du bist disqualifiziert!“
      „Von wegen disqualifiziert! Doppelhieb!“
      Mega-Gewaldro wirbelte herum, rannte mit einer Irrsinnsgeschwindigkeit auf das Formeo zu, dass sich noch zu seiner Trainerin zu retten versuchte.
      Ein gezielter Hieb von Carsten von oben nach unten schleuderte es auf den Boden. „Nein! Stopp! Hör auf!“, kreischte die Pute. Doch Carsten dachte nicht dran. Der zweite Hieb ging mit solcher Wucht nieder, dass eine riesige Staubwolke hochgeschleudert wurde.
      „Formeo!“ Sie heulte tatsächlich.
      Der Staub legte sich. Wütend starrte Carsten auf das Formeo hinab – sein Schlag hatte das Pokemon bewusst verfehlt, wenn auch nur um Millimeter. Seine Faust hatte sich für mehrere Zentimeter in den Boden gegraben.
      „Verschwinde!“, rief ich wütend. „Nimm dein Formeo und hau ab!“
      Das ließ sich die Tussi nicht zweimal sagen. Nachdem ihr Formeo wieder im Ball war, nahm sie die Beine in die Hand und flüchtete in die Richtung aus der ich kam.
      Ich wendete mich Odin zu. Carsten, der die Energie der Mega-Entwicklung wieder los ließ, kam zu mir. Vorsichtig stupste er das nach wie vor leblose Magnayen an.
      „Odin? Odin! Wach auf mein Junge!“ Verzweifelte schüttelte ich ihn. Doch er rührte sich nicht. Er atmete nicht. Sein Herz schlug nicht.


      Wir hatten einen größeren See gefunden. Katja und Carsten hatten dicke Äste gesucht und zusammen gebunden. Mit Finas Hilfe hatten wir das Floß zum Wasser bringen können und Hilde hatte es – mit Odins Körper darauf – tiefer ins Wasser gezogen. Schließlich hatte es Sarre mit einem gezielten Feuersturm in Brand gesetzt. Eine feurige Seebestattung für einen Krieger.
      Ich war so tief in der Trauer gefangen, dass ich das sechste Pokemon erst nicht bemerkte. Es hatte sich einfach zu uns an den Strand gesellt. Erst als es direkt vor meinem Gesicht schwebte, wurde ich auf es aufmerksam.
      Ich hatte mal gehört, dass manche Pokemon so treu waren, dass sie als Geister zu ihren Trainern zurückkehrten. Vielleicht war dieses Shuppet eine frühe Manifestation von Odin?
      Ich fing es mir. Mein Dex erklärte das Shuppet für weiblich und so nannte ich sie Taya. Ich wusste nicht, ob sie Odins Wiederkehr war – aber ich wollte daran glauben.

      Zusammenfassung:

      - Route 120 betreten
      - Carsten entwickelt sich im Training
      - Odin stirbt im Training
      - Route 121 betreten
      - Shuppet, Stufe 29, weiblich gefangen

      Team:

      #i-reptain# Carsten Stufe 38
      #i-shuppet# Taya Stufe 29
      #i-garados# Hilde Stufe 37
      #i-hariyama# Katja Stufe 35
      #i-schwalboss# Fina Stufe 38
      #i-camerupt# Sarre Stufe 36

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe 19
      #i-tropius# Dirk Stufe 23
      #i-marill# Butterblume Stufe 14
      #i-voltenso# Rya Stufe 35

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)
      #i-magnayen# Odin Stufe 34 (Im Training, Route 120)

      Anmerkung:

      Ich gebe zu… nach Odins Tod hab ich das Spiel erst mal ein paar Tage nicht angefasst. :/
      Nach Taya habe ich dann gezielt gesucht, weil ich ein Pokemon für Psychopokemon haben wollte. Ich hätte mir nur gewünscht, dass es ebenfalls männlich wird. Dann wäre die Illusion des wiederkehrenden Odins wirklicher gewesen. *seufz*
      Ich behalte Odin trotzdem in der Signatur. :heul:
    • Ort der Trauer

      Es vergingen einige Stunden, bis ich mich zum weitergehen aufraffen konnte – und dann wusste ich nicht wohin. Es war letztlich Taya, die die Führung übernahm, nachdem ich etliche Male im Kreis gelaufen war. Ihr Ziel war ein riesiger Berg an dessen Südseite eine künstliche Öffnung angelegt war. Neugierig folgte ich Taya in das Innere.
      Anstatt der erwarteten Dunkelheit erleuchteten jedoch kleine Feuer in gußeisernen Schalen an den Wänden den Raum. Das sanfte, flackernde Licht fiel auf Grabsteine. Unzählige davon. Die springenden Schatten brachten jedoch auch eine leicht unheimliche Atmosphäre in die Räume. Anstatt jedoch Angst zu schüren meinte ich in den tiefsten Schatten Figuren zu sehen. Ich sah Peter. Ich sah Libi. Ich sah Odin. Tränen stiegen mir in die Augen, während ich mich umsah und meinte die geliebten Pokemon in jedem Tanz des Lichtes erkennen zu können. Dankbar sah ich zu dem Shuppet, das nah an meiner Seite schwebte und mich mit schiefgelegten Kopf an. „Danke.“, sagte ich leise.
      „Shup!“, meinte es wissend. Dann driftete es tiefer in den Raum hinein. Nach kurzen Zögern folgte ich ihr. Ich wollte die Stille dieses Ortes nicht stören – und schon gar nicht die anderen Trauernden, die hier und da an den Grabsteinen standen. Manche weinten, anderen hielten die Köpfe still gesenkt und die Hände vor dem Körper gefaltet, einige schienen auch zu beten und murmelten dabei leise vor sich hin. Dazwischen wandelnden junge und alte Damen mit Öllichter in den Händen durch die Grabreihen, redeten hier und da mit den Besuchern, nahmen vereinzelt vertrocknete Blumen von den Grabsteinen, kratzten sogar den Schmutz von den Inschriften. Scheinbar kümmerten sie sich um den Friedhof und sorgten dafür, dass jeder seiner Trauer folgen konnte und gaben Trost an jene, die es benötigten.
      Schon kam eine dieser Frauen auf mich zu. Sie war deutlich kleiner als ich, lief gebeugt und hatte tiefe Falten im Gesicht. Ihr silbergraues Haar war schon sehr schütter und ihre Hände waren zittrig. Neugierig sah sie zu Taya, die sich schleunigst hinter mir versteckte, als sie den eisblauen Blick der Alten auf sich spürte.
      „Die Geister sind hier nicht erwünscht.“, krächzte sie.
      „Oh... das... tut mir Leid. Taya... Taya hat mich hierher geführt.“ Traurig sah ich mich um. „Hätte ich gewusst, dass es so einen Ort gibt, hätte ich ihn mitgebracht.“ Das murmelte ich eher für mich sehr leise.
      Die Alte legte den Kopf schief. „Du hast einen Freund verloren.“ Das war keine Frage. Ich nickte trotzdem. „Mein Magnayen wurde im Kampf gegen eine etwas zu aggressive Trainerin getötet.“
      Sofort wurde ihr Gesicht weicher und sie kam näher um meine Hand in die Ihre zu nehmen. „Mein Beileid mein Kind.“, dann sah sie streng über meine Schulter. „Aber Geister...“
      Ich seufzte. „Können wir eine Ausnahme machen? Taya kam zu mir als ich Odin... beerdigte.“
      Die Frau sah zwischen uns hin und her. „Ein Geist der zur Zeiten der Dunkelheit des Herzens zu dir kommt? Ein Geist der dich hier her führt?“ Sie dachte einen Moment nach. Dann nickte sie. „Ein Geist des Trostes können wir wohl erdulden. Doch lass sie in deiner Nähe.“
      „Danke!“, hauchte ich. Taya schwebte nach vorn und neigte ihren Kopf als Zeichen, dass sie verstanden hatte.
      Die Alte nickte uns noch einmal dazu bevor sie uns verließ.
      Leise und mit gebührenden Abstand zu den anderen Trauernden sah ich mich weiter um. Ich hätte nie gedacht das die Gräber mir unbekannter Wesen so viel Trost spenden konnten. Als ich eine Treppe fand, folgte ich dieser nach oben. Auch hier gab es jede Menge Gräber. Ich folgte den Weg immer weiter nach oben und bestaunte einfache Grabsteine genauso wie stark verzierte oder gar ganze Statuen die als Wache für die Verstorbenen dienten.
      Letztlich kam ich an einen weiteren, künstlichgeschaffenen Höhlenausgang an. Neugierig trat ich nach draußen und musste kurz blinzeln, weil die Sonne mir direkt ins Gesicht schien. Es war kalt hier oben und der Weg, der sich langsam nach oben wand, war von sanften Nebel umgeben. Taya, die bisher brav eng an meiner Seite geblieben war, übernahm nun wieder die Führung. Einige Male setzte sie ihr Irrlicht ein, damit das Feuer tückische Stellen aufdecken konnte. Hier oben gab es immer noch Gräber. Sie waren jedoch wesentlich älter und ungepflegter als die im Berg. Einige waren zerfallen, viele mit Moos bedeckt und die Inschriften waren vom Regen ausgewaschen. Die Stufen, die weiter nach oben führten, waren ebenso verwittert und gefährlich rutschig. Ich hielt mich daher immer nah an einer der Seitenwände und hielt mich an Wurzeln fest, die aus den Fels ragten. Je höher ich kam, desto feuchter wurde die Luft. Schon bald klebten die klammen Klamotten an meinem Körper, während der Schweiß über mein Gesicht strömte.
      Und doch folgte ich dem Weg weiter. Zu spannend, zu interessant war er – und ich furchtbar neugierig.
      Schließlich wurde der Pfad eben, links und rechts davon standen Ruinen von Häusern. Mit einem frösteln bemerkte ich die drückende Stille um mich herum. Taya schien davon unberührt. Fröhlich schwebte sie von links nach rechts und wieder zurück, aber immer vor mir bleibend.
      „Wo sind wir hier?“
      Meine Stimme klang seltsam, anders als gewohnt. Scheinbar schluckte der dichte Nebel die meisten Töne.
      „Shuppet!“, kommentierte Taya, drehte sich gickernd um die eigene Achse und schwebte weiter. Inzwischen war der Nebel so dicht, dass ich keine andere Wahl hatte, als ihr zu folgen. Allein hätte ich den Weg zurück wahrscheinlich nicht mehr gefunden.
      Doch dann machte Taya aufeinmal kehrt. Nein, sie folgte dem Weg nicht zurück, sondern sie verschwand mitten in die Ruinen.
      „Wo fliegst du denn hin?“, rief ich hinterher, beeilte mich aber ihr zur folgen, denn ich hatte Angst hier irgendwo irgendwelche Klippen zu finden. Das Shuppet zeichnete sich nur noch schemenhaft vor mir ab und ich musste schon rennen um ihm auf den Fersen zu bleiben. Gar nicht so einfach auf den rutschigen Gras – der einzigen Pflanze, die hier noch wuchs. Schließlich passierte es: ich musste über eine niedrige Mauer springen und mein Fuß rutschte unter mir weg. Wie durch ein Wunder schlug ich nicht mit dem Kopf auf die Überreste der ehemaligen Hauswand. Langsam beschlichen mich Zweifel. Wollte Taya vielleicht doch nur ihre Trainerin los werden?
      „Shu?“
      Scheinbar nicht. Denn sie hatte meinen Sturz bemerkt und kam nun besorgt zu mir geschwebt. Neugierig-besorgt hielt sie ihren Schädel genau über meinen Gesicht. „Mir geht’s gut. Danke.“, sagte ich. Ich setzte mich auf und wollte mich gerade erheben, als mir ein kleiner Stein neben der Mauer mitten im Gras auffiel. Neugierig nahm ich ihn in die Hand, denn farblich passte er ganz und gar nicht zu dem graubrauen Steinen der Ruinen oder des Bodens.
      „Was… ist das?“, fragte ich mich selbst. Doch da kam Leben in Taya. Mit einem glücklichen ‚PET!‘ schwebte sie zu meiner Hand und – ehe ich mich versehen konnte – verschluckte sie einfach den Stein. Einen Moment starrte ich sie sprachlos an. Als mein Pokemon dann aber einen zufriedenen Rülpser ausstieß, konnte ich nicht anders als mit ihr zu schimpfen.
      „Taya! Du kannst doch nicht einfach einen Stein fressen! Das ist ungesund! Willst du sterben oder was?“
      „Shu?“, verwirrt legte sie den Kopf schief. Scheinbar sah sie das Problem nicht. Und auch mir fiel ein, dass ein Geisterpokemon nicht eben einfach sterben konnte.
      „Du kannst mir doch nicht so einen Schrecken einjagen!“, beendete ich meine Schimpftriade schwach, was Taya mit ihren üblichen Gickeln kommentierte.
      Ich erhob mich endlich aus den nassen Grab. „Bringst du mich wieder zurück?“, fragte ich Taya. Ich hatte genug von der nassen Kälte, auch wenn der Ort unheimlich faszinierend war.
      Mein Pokemon nickte und führte mich – in gemäßigten Tempo – zurück zum Weg. Doch bevor wir ihn erreichen konnten, blieb es plötzlich stehen.
      „Was ist?“
      „Shuppet!“ Sie drehte um und verschwand hinter einer Mauer – nur um kurz danach mit dem Köpfchen darüber hinweg zu sehen. Sie sah mich mit einem so eindringlichen Blick an, dass ich nicht anders konnte als ihr zu folgen. Zögernd hockte ich mich neben ihr ins Gras.
      Ich wollte gerade fragen, was es hatte, als ich im dichten Nebel Schemen mehrerer Personen ausmachen konnte. Sofort duckte ich mich tiefer. Schon wenige Augenblicke konnte ich den Ersten erkennen: es war die alte Frau, die mich unten am Friedhof angesprochen hatte. Hatte mein Pokemon Angst vor noch einer Schelte? Oder durften wir uns hier gar nicht aufhalten? Ich dachte kurz nach, konnte mich aber an kein Betreten-verboten-Schild erinnern.
      Doch dann erkannte ich auch die anderen Personen: Team Aqua – und unter ihnen Adrian und Wolfgang.

      Zusammenfassung:

      • Pyroberg betreten
      • [nicht in der Story] Zwirrlicht, männlich, Stufe 28 gefangen
      • Banetteonit gefunden [in Story bereits in Shuppet]

      Team:

      #i-reptain# Carsten Stufe 38
      #i-shuppet# Taya Stufe 36
      #i-garados# Hilde Stufe 37
      #i-hariyama# Katja Stufe 35
      #i-schwalboss# Fina Stufe 38
      #i-camerupt# Sarre Stufe 36

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe 19
      #i-tropius# Dirk Stufe 23
      #i-marill# Butterblume Stufe 14
      #i-voltenso# Rya Stufe 35

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)
      #i-magnayen# Odin Stufe 34 (Im Training, Route 120)
    • Yneva du kannst doch nicht an der Stelle einfach aufhören! :motz: D:
      Ich liebe deinen Schreibstil! Wehe du machst nicht weiter :( Ich mag Taya irgendwie ^^ Sie ist niedlich und witzig :D Hoffe sie bleibt noch sehr lange im Team ^^
      Ihr mögt Nuzlocke-Abenteuer und wollt Teil von einer werden? Dann schaut mal hier vorbei.

      Userin des Jahres 2015 beliebtester Benutzer bester WW-Spieler
    • Ich veröffentliche es momentan einfach nur etwas langsamer, weil es am Anfang doch etwas viel war. :ka:

      Aber wenn du so fragst. ^^

      Puppentheater

      Leise, um die Bande nicht auf mich aufmerksam zu machen, folgte ich der kleinen Truppe. Anders als Taya und ich zuvor, folgten sie dem Weg. Hier wurde mir endlich das Ausmaß dieses Berges bewusst. Obwohl wir nun bereits so hoch oben waren – und damit nahe der Spitze – führte der Weg etliche Minuten gerade aus, ohne das wir auch nur einmal eine Klippe fanden. Der Berg musste einst gewaltig hoch gewesen sein, bis zu der Zeit, wo seine Spitze abgetragen wurde. Denn das war mir klar: diese ebene Fläche in dieser Höhe war nicht natürlichen Ursprungs.
      Letztlich trennte sich die Fünfergruppe vor mir. Wolfgang, Adrian und die alte Frau gingen weiter, wobei die Männer nicht gerade zaghaft mit der Dame umgingen und sie hart am Arm griffen und weiter zerrten, während diese vor sich hinzetterte. Durch den Nebel konnte ich allerdings ihre Beschimpfungen nicht verstehen.
      Die beiden namenlosen Schläger blieben zurück. Wahrscheinlich damit niemand ihren Bossen folgen konnte.
      Ich fluchte leise. So konnte ich es auch vergessen mich heimlich anzuschleichen, denn außer den Nebel gab es zwischen ihnen und mir keinen Sichtschutz mehr – und direkt hinter ihnen führte eine Treppe weiter nach oben, die ich jedoch betreten musste, wenn ich weiter wollte.
      „Taya – das wird wohl deine erste Gelegenheit zum Kampf. Bist du bereit?“, fragte ich sie. Fröhlich nickte sie.
      Um einen… nun sagen wir… dramatischeren Auftritt zu haben, zog ich mich so weit zurück, dass ich die Männer nicht mehr sehen konnte. Dann trat ich auf die Straße, straffte mich und ging entschlossenen Schrittes auf die Kerle zu.
      „Das ich nicht lache! Da kommt ein Kind!“, lachte der erste der Beiden als sie mich erblickten. „Dreh lieber wieder um!“
      „Tut mir Leid, aber das ist nicht mit meinen Plänen vereinbar!“
      Das verschlug dem Schläger für einen Moment die Sprache. „Du willst dich also mit uns anlegen?“, drohte er schließlich, als er sich wieder gefangen hat.
      Ich zuckte lässig mit den Schultern. „Is’ ja nicht so als wäre das eine Herausforderung!“
      Ja, damit lehnte ich mich weit aus dem Fenster. Aber ich hatte genug davon Angst zu haben und herum geschupst du werden. Also gab ich mich nun selbstbwusster als ich mich fühlte.
      Dafür lief der Schuft nun dunkelrot an. „Willst du damit etwa sagen, dass wir Schlapschwänze sind?“
      „Das hast du jetzt gesagt.“
      „Na warte!“ Und schon rief er ein Sleima in den Kampf. „Los Schleimi – Matschbombe!“
      Schleimi? Welch ausgefallener Name für ein Sleima!
      „Spukball!“
      Noch ehe das Sleima etwas machen konnte, schoss eine schwarze Kugel aus dem dichten Nebel auf das Pokemon zu und schleuderte es gegen seinen Trainer.
      „Wa… was war das?“, rief der andere Schläger entsetzt. Panisch drehte er sich in alle Richtungen und – ich konnte es genau sehen! - machte sich in die Hose als ein unheimliches Lachen aus dem Nebel herausschallte. Und ich musste zugeben – obwohl ich wusste, dass es nur Taya war, wäre mir das Missgeschick auch beinahe passiert.
      „Alter! Ich sag doch hier spukt es!“, kreischte der mit der nassen Hose.
      Schleimis Trainer hatte sich in dessen unter seinem Pokemon befreit. „Ach red nich‘! Das ist wahrscheinlich nur das Vieh von diesem Gör!“
      „Vielleicht. Vielleicht auch nicht.“, erwiderte ich. Und wie auf Kommando erleuchterten plötzlich Unmengen an Lichter um uns herum. Kleine, tiefrote Feuer, hunderte davon. Der Hosenmacher quitschte entsetzt, dann nahm er die Beine in die Hand, rannte an mir vorbei und verschwand im Nebel.
      Sleimis Besitzer dagegen starrte einfach nur auf die Flammen. Als sich diese dann aber auch noch chaotisch bewegten und erneut das Lachen ertönte, da war es vorbei.
      „Scheiße! Marten! Warte auf mich!“ Schon war er an mir vorbei. Vorsichtig ging ich zu Sleima, dass mich traurig ansah. „Wenn du dich beeilst, erwischt du ihn bestimmt noch.“, sagte ich freundlich zu ihm. Es konnte ja nichts dafür, dass sein Trainer komische Neigungen hatte.
      Sleima nickte und kroch los. Kaum das es außer Sicht war, wandte ich mich an den Nebel.
      „Das hast du sehr gut gemacht Taya! Jetzt komm aber, wir müssen weiter.“
      Wieder ertönte das unheimliche Lachen aus dem Nichts. Ich runzelte die Stirn. Irgendwie klang das ja gar nicht nach Shuppet – aber vielleicht verschluckte der Nebel nur die Frequenzen seltsam?
      „Taya?“, fragte ich dennoch vorsichtig.
      „WUHAHAHAHA!“, ertönte auf einmal das Lachen direkt neben meinen Ohr. Quitschend sprang ich zur Seite. „Du sollst mich doch nicht so ersch…“, mir blieb der Tadel im Halse stecken. Das war nicht Taya… das war ein Bannette.
      Zum zweiten Mal an diesen Tag landete ich auf den Boden, dieses Mal jedoch mit den Hosenboden. „E… Es tut mir Leid!,“, stammelte ich. „Ich wollte nicht in dein Revier eindringen, es ist...“ Wo steckte nur Taya? Plötzlich verschwand Banette. Und tauchte direkt vor meiner Nase wieder auf.
      „Nett?“, fragte es, legte den Kopf schief und… gickelte. Genauso wie… „Taya?“, fragte ich.
      „Ba-nett!“, jauchzte das Pokemon, drehte eine Pirouette und sah mich erneut erwartungsvoll an. Einen Moment lang fragte ich mich, wie es reden – und lachen – konnte, wenn sein Mund doch zugezogen war… und dann fasste ich mich wieder.
      „Taya, meine Güte, du hast mir einen ordentlichen Schecken eingejagt.“
      Wodurch der Geist nun mit vor stolz geschwellter Brust die Ärmchen in die Hüfte stemmte.
      Ich stand auf und versuchte Taya streng anzusehen – was angesichts meines amüsierten Lächelns nicht besonders effektiv sein dürfte.
      „Wir müssen weiter. Adrian und Wolfgang haben irgendwas vor. Los komm!“
      Und schon waren wir auf der Treppe und folgten ihr vorsichtig nach oben. Mit einem Male lichtet sich der Nebel um uns herum und ich konnte endlich mehr erkennen.
      Die drei Gesuchten standen um einen kleinen Altar herum, auf denen – in zwei Vertiefungen versenkt – zwei Kugeln lagen. Eine blau, die andere rot und beide herrlich verziert. Gerade streckte Adrian seine Griffel nach der Blauen aus. Die alte Frau dagegen stand zitternd und weinend am Rand und schrie dauernd, dass man die Kugeln nicht berühern dürfe.
      Ich gab Taya ein Zeichen, damit sie weiterhin im Nebel bleibt, dann war ich mit wenigen Schritten komplett aus der weißen Suppe raus.
      „Stopp!“
      Langsam drehte sich Adrian zu mir um. „Nicht du schon wieder.“, stöhnte er. „Wie oft soll ich dir denn noch zeigen wer hier das Sagen hat?“
      „So lange, bis du verstehst, dass du das nicht bist.“, erklärte ich.
      Adrian schnaubte. „Ich habe jetzt keine Zeit für dich. Kümmer du dich um das Gör!“
      Wolfgang grinste breit. „Mit Vergnügen Boss.“ Seine Augen funkelten bösartig. „Jetzt ist dein Schnösel nicht mehr hier um dich zu retten.“
      „Das muss er auch gar nicht.“, murmelte ich – wenn auch weniger sicher. Nur zu gut erinnerte ich mich an die Begegnung mit seinem Tohaido.
      Eigentlich hatte ich sehen wollen, wie sich Taya in so einem Kampf machte… aber gegen ein Unlichtpokemon war sie wirklich nicht die beste Wahl. Zumal Wolfgang gerade wirklich seinen Hai hervorrief. Einen Moment lang dachte ich sehnsüchtig an Rya, doch mein Voltenso war nicht hier. Andererseits… Carsten wollte sicher auch seine Revanche.
      „Los Carsten, zeig was du kannst!“
      Zwar war das Pflanzenpokemon immer noch geknickt wegen Odins Tod. Doch nun, als er dem Haifisch gegenüber stand, erwachten seine Kampfgeister. Erwartungsvoll rasselte er mit seinen Schwanzblättern.
      Wolfgang jedoch lachte nur. „Wirklich? Ich habe dein mickriges Pflänzchen schonmal in die Knie gezwungen. Jetzt wird es für deine Dummheit leiden! Eiszahn!“
      „Weich aus, dann Doppelhieb!“
      Dieses Mal ging Carsten kein Risiko ein. Anstatt in letzter Minute so nahe wie möglich auszuweichen, sprang er in einem Satz über es hinweg und ließ sich dann entschlossen auf es fallen – genau hinter seiner Finne. Tohaido hatte mit einem Angriff on oben nicht gerechnet und war zu ungelenk um zu kontern. Mit zwei mächtigen Hieben beförderte Carsten es auf den Steinboden.
      „Laubklinge!“, rief ich noch während Carsten das zweite Mal zu schlug. Und es nutzte seinen eigenen Schwung für einen dritten Schlag mit den dritten Schwanz, der den Fisch gerade zu in Boden schmetterte.
      Einen Moment lang starte Wolfgang verdutzt auf sein besiegtes Pokemon. „Unmöglich…“, hauchte er.
      „Du hättest uns eben nicht unterschätzen sollen!“
      „Dro!“
      „Es ist egal.“, mischte sich nun Adrian ein. „Ich habe, was ich wollte.“
      Verwirrt sah ich auf den Altar, auf dem nun nur noch die rote Kugel lag. „Leg sie sofort wieder dorthin wo du sie her geholt hast!“
      Adrian lachte nur. „Du magst Wolfgang besiegt haben Schätzchen – aber gegen mich hast du kein so leichtes Spiel. Daran ändert auch dein Geisterpokemon nichts.“
      Ich stutzte. Woher wusste er, dass Taya da war? Er erläuterte das aber nicht, sondern lief einfach an mir vorbei. Einen Momentlang war ich versucht ihn einfach anzuspringen und die Kugel wegzunehmen – aber damit rechnete er scheinbar schon, denn er warf mir einen herausfordernden Blick zu, während er an mir vorbei ging. Wolfgang folgte ihm, in der Hand Tohaidos Pokeball. Und auch er musterte mich gefährlich. Ich entschied sie ziehen zu lassen.
      Sobald beide im Nebel verschwunden waren, stürzte ich zu der alten Frau. Taya hatte sich bereits neben sie gehockt und versuchte beruhigend auf sie einzuwirken, was als Geisterpokemon eher nicht wirklich ihr Talent war. Ich reichte der Alten meine Hand. „Alles in Ordnung?“
      „Nein… nein… nichts ist in Ordnung.“, anstatt meine Hand zu nehmen, sah sie mich von unten aus wässrigen Augen an. „Die Kugeln…sie dürfen nicht getrennt werden. Niemals!“
      Ich sah nachdenklich zu der Roten. „Ich werde ihnen die Blaue wieder bringen. Das verspreche ich Ihnen!“
      Carsten und Taya nickten zustimmend um meinen Worten mehr Nachdruck zu verleihen.
      Einen Augenblick starrte die Frau nur vor sich hin. Dann rappelte sie sich – meine Hand nach wie vor ignorierend – auf, ging mit festen Schritten zum Altar und nahm – nach einem kurzen Zögern – die Kugel von ihren Platz um sie mir schließlich hinzuhalten.
      „Es ist egal wo die Kugeln zusammen sind. Nimm diesen Roudies die Kugel wieder ab und das Land ist gerettet. Und dann such ihnen ein besseres Versteck als hier oben auf dem Pyroberg.“
      Sobald ich ihr die Rote abgenommen hatte, drehte sie sich um und verschwand im Nebel. Taya, Carsten und ich blieben allein zurück.

      Zusammenfassung:

      - Taya entwickelt sich
      - Wolfgang besiegt
      - Rote Kugel erhalten

      Team:

      #i-reptain# Carsten Stufe 38
      #i-banette# Taya Stufe 37
      #i-garados# Hilde Stufe 38
      #i-hariyama# Katja Stufe 39
      #i-schwalboss# Fina Stufe 39
      #i-camerupt# Sarre Stufe 39

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23
      #i-pandir# Torante Stufe 16
      #i-lombrero# Trini Stufe 19
      #i-tropius# Dirk Stufe 23
      #i-marill# Butterblume Stufe 14
      #i-voltenso# Rya Stufe 35

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)
      #i-magnayen# Odin Stufe 34 (Im Training, Route 120)
    • Awww Taya ist toll :w: Lass sie bloß nicht sterben! :blah:
      Man aber das war schon wieder so kurz und jetzt muss ich wieder warten. Ich versuche mich mal in Geduld zu üben :freu:
      Ihr mögt Nuzlocke-Abenteuer und wollt Teil von einer werden? Dann schaut mal hier vorbei.

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