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Digimon - Project Delta {V-2}

    • Rollenspiel
    • Marina "Jake" Forster


      Das wahre Ausmaß der nahenden Katastrophe sackerte wohl erst ins Bewusstsein wirklich aller, als sich die Silhouetten zu wirklichen Wesen manifestierten. Angedeutete Klauen wurden zu scharfen Waffen, ein sich formendes Gliedmaß zu schlagfertigen Schweifen und langen Beinen. Insektenartige Flügel, gewaltige Hauer, Hörner, Schuppen, es war tatsächlich alles dabei. Wenn die Wesen, die die jungen Menschen bekommen hatten noch klein und niedlich gewesen waren, so konnte man kaum glauben, dass diese Neuen zu derselben Oberart gehörten – wenn sie das überhaupt taten. Konnte man Digimon überhaupt als Oberbegriff für all das nehmen, wenn sie alle doch so unterschiedlich zu sein schienen?

      Mit Grauen beobachtete Jake, wie einer der Forscher durch die Luft gewirbelt und somit gegen einen der Schränke geschleudert wurde. Bei dem Anblick des sich langsam unter ihm ausbreitenden Blutes, wurde dem jungen Tamer förmlich schlecht und er versuchte, seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken. Unterstützt wurde dieses Vorhaben dann von einem lauten Geräusch in seiner Nähe und als er den Kopf umwandte, um nach der Ursache dieses Geräusches zu suchen, hielt Lyxiria, das doch eher unscheinbare Mädchen, eine Waffe in der Hand.
      Langsam konnte der Florist nicht mehr, seine Nerven lagen absolut blank. Er fühlte sich nicht so wie bei irgendeiner Studie, die absolut normal verlaufen sollte, sondern wie in irgendeinem Horror-Spiel. Die Mitstreiter zogen plötzlich Waffen aus ihren Ärmeln die absolut nichts brachten, die umliegenden Charaktere sterben wie die Fliegen und die Protagonisten hatten absolut nichts zu melden. Ja, genau so fühlte er sich gerade. Und leider glaubte er nicht, dass er das Glück eines Hauptprotagonisten besaß, welche die Spiele meistens noch irgendwie überlebten.

      Nein, das Glück hatte er definitiv nicht, als sich der große, rote Käfer von den Schüssen abgelenkt, zu ihnen umdrehte. Ein lautes Brüllen kam aus dem ekelhaft geformten Maul, während die vier Arme von sich gestreckt wurden. Im nächsten Moment stürzte der Käfer auf Jake und Blaze, sodass diese gezwungen waren, flink zur Seite auszuweichen. Dies hatte nur leider zur Folge, dass der nicht unbedingt sportliche Florist am Boden landete und sich dort erst einmal auf den Rücken drehen musste, um sicher zu gehen, nicht gleich als nächstes erneut angegriffen zu werden. Doch das Digimon fand wohl den Farbenvetter Gigimon interessanter und wandte sich diesem zu. Noch immer verwirrt, zog Jake das Digivice hervor.
      Kuwagamon. Insektendigimon. Typus: Virus. Attacken: Scherenarme.
      Ach du Scheiße. Scherenarme? Was für eine Attacke sollte das bitte sein? Doch nicht etwa diese komischen, scherenarmigen Auswüchse an seinem Maul? Doch, genau das war es. Das Kuwagamon stürzte sich erneut auf Blaze, welches mit ein wenig Schwung zur Seite auswich und nur knapp den scharfen Scheren entkam. Verdammt. Das war alles andere als eine gute Situation. Das Insekt wandte sich seinem kleinen Opfer zu und ein lautes Grollen drang aus seiner Kehle.
      Jake versuchte um den Käfer herum zu rennen, um einen Blick auf das Gigimon zu erhaschen, in der Hoffnung, dass es ihm gut ginge. Kaum dass er den kleinen, roten Körper sehen konnte, holte das Kuwagamon zu einem weiteren Angriff aus – die Seite seiner Schere schlug Blaze zur Seite, genau in Jakes Richtung. Viel zu überrumpelt konnte der Florist kaum ausweichen und tat einfach dass, was er wohl auch sonst tun würde – die Arme schützend vor sich heben. Das Gigimon krachte gegen ihn und überrascht wurde er von der Wucht nach hinten geschleudert. Was für eine Kraft besaß das größere Digimon bitte?!
      „Blaze, alles in Ordnung?“, fragte er seinen Partner, als er wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Ein leises Schniefen kam vom Gigimon. „Es tut mir Leid... ich konnte nicht einmal einen Angriff versuchen...“ Jake knirschte leicht mit den Zähnen. Was tun... was tun...? Mit einem Sprung zur Seite wich er dem nächsten Angriff der mächtigen Scheren aus, diesmal schon eher in der Lage, ordentlich auf beiden Füßen stehen zu bleiben.

      "Obscuritemon!"
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    • Calhaora

      Langsam entstanden die ersten Schmarmützel. Oder eher, die kleinen Davide versuchten gegen die Goliathe zu kämpfen. Jedenfalls sah es so aus.
      Die kleine schwarze Katze natürlich ausgenommen.
      Doch al die Gedanken waren nebenseächlich, denn inzwischen hatte sich das seltsame Dämonen-Mensch-Drachen-Vieh ihr und ihrem Partner zugewannt.
      Hao immer noch in ihrer Haltung doch beinahe erstarrt.

      Das Monster ließ ein brüllen ertönen und stürtzte sich auf das kleine lila Digimon. Es war bereit dieses kleine Wesen einfach zu verschlingen. Und vielleicht noch die komische Schwarzhaarige dazu.

      Hao wiederum konnte nichts tun als zu versuchen, ihre kleine Fellkugel zu greifen und mit ihr zu fliehen. Sie hatten keine Chance gegen solch ein Monster.
      Kaum hatten sich ihre Arme jedoch um den Körper ihres Partners geschlossen, hatte diese schon eine andere Idee. Mit einem Quietscher öffnete sich ihr Maul und das riesenhafte Monster sah sich in einer Salve aus kleinen Schrottkügelchen.
      Es reichte um den Giganten von seinem Weg ablenken zu können, wenn auch nicht ganz um ihn niederzustrecken. Nicht das das irgendwer erwartet hätte.

      Die Sekunde, die ihnen das gab, reichte um Hao mit ihrem Partner einen überraschten Blicktauschen zu lassen.

      " Ich sagte ich beschütze dich!", sprach es stolz und endlich nahm ihm die junge Frau das auch wirklich ab.
      "Dann..los?", fragte sich dann doch noch einmal um sicher zu gehen. Natürlich wich sie derweil allerlei fliegendem Kram aus und konnte auch nicht verhindern, dass einige der umherfliegenden Kleinteile sie trafen.
      "Ja!", rief es zurück und hüpfte ein weiteres Mal aus den Armen des Menschen.
      Inzwischen hatte der "Dämon" zu toben begonnen. Sein Schweif hieb wild um sich und die Krallen flogen nur so um sich. Man konnte fast meinen, es hätte seinen Kopf verloren.
      Es war einfach nur furchterregend.
      Dorimon unterdessen beschoss das Vieh weiter mit seinen Kügelchen, was ihm natürlich Schaden zufügte es aber auch in weitere Raserei versetzte.
    • Lyxiria

      Ly war so abgelenkt von der Katze und ihren Fehlschüssen, dass sie die Aktivitäten der Anderen nicht mehr wahrnahm. Sie versicherte sich stets nur, dass niemand in der Flugbahn der Kugel war - auf mehr konnte sie aber keine Rücksicht nehmen.
      Mit einem leisen Fluch, der so gar nicht zu der jungen Frau zu passen schien, sah sie sich nach BlackGatomon auf. Hatis Einwände waren nicht mehr als ein leises Summen in ihren Ohren. Sie hatte gesehen, wie gefährlich nahe das fremde Digimon ihr gewesen war. Sie wusste einfach, dass sie in dicken Schwierigkeiten steckte - und das die Katze sich nicht einfach in Luft auflösen würde.
      "Hier bin ich!"
      Schockiert sah Ly auf - die Katze flog direkt auf sie zu. Verzweifelt versuchte sie die Hände nach oben zu reißen, um sich zu schützen. Instinktiv schloss sie die Augen, zog den Kopf zwischen die Schultern und machte sich für den Aufprall bereit - der erstaunlich weich war, wenn man bedachte, dass BlackGatomon mit ausgefahrenen Krallen auf sie zugeflogen war. Trotzdem wurde sie nach hinten auf den Boden geschleudert. Ihre P10 flog ihr aus der Hand und sie rutschte noch einige Meter auf dem glatten Boden nach hinten, ehe sie durch einen Serverschrank knallte.
      Benommen blieb sie liegen. Ihre Sicht war verschwommen, der Raum drehte sich und da tanzetn schwarze Pünktchen durch ihr Gesichtsfeld. Nur nicht ohnmächtig werden!, ermahnte sie sich. Sie schüttelte ihren Kopf um wieder klar zu werden und tatsächlich konnte sie dadurch kurz etwas erkennen:
      BlackGatomon stand mit wütenden Gesichtsausdruck und Kampfbereit einige Meter weit weg - aber sie starte nicht Ly an, sondern Hati. Hati, der sich auf seinen kurzen, zitternden Streichholzbeinchen zwischen ihnen gestellt hatte. Hati, dessen Fell zerschrubbelter wirkte als wenige Minuten zuvor. Er drehte sich halb zu ihr um, so das sie sein Gesicht sehen konnte. Er blutete.
      Ly wurde klar, dass sich ihr kleines Fellmonster zwischen BlackGatomon und seinen Tamer geworfen haben musste, um den Angriff aufzuhalten. Er hatte sie gerettet. Langsam streckte sie die Hand nach ihren Digimon aus. "Hati.", flüsterte sie leise. Sein Mund bewegte sich, doch das Rauschen in ihren Ohren verhinderte, dass die Worte zu ihr durchdrangen. "Hati...", sagte sie nochmal - dann wurde es blendend hell... und dann... dunkel.

      Hati

      "Hati." Lys Stimme war leise, kaum zu hören. "Ich bin da.", sagte das kleine Digimon. Doch sie schien ihn nicht zu hören. Und sie sah nicht gut aus. Trotzdem streckte sie weiter die Hand nach ihm aus.
      Das kleine Digimon spürte, wie eine unbändige Wut in ihm wuchs. Wie konnte diese Pestbeule von Flohtransporter es waren seine DigiRitterin anzugreifen?! Das würde diese Dreckskatze ihm büßen! Er zitterte vor Zorn. "Ooooh... hat das kleine Hundchen etwa Angst?", höhnte die Katze hinter ihm, während sie langsam näher schritt. Sie musste sich nicht beeilen, dass wussten beide Digimon. Hati war in seiner jetzigen Form zu schwach. Aber er war wütend. So wütend.
      "Hati.", sagte Ly noch einmal. Und dann...


      "Xiaomon...", sagte es von einem tieferen Instinkt getrieben, den es selbst nicht erklären konnte. "...digitiert zuuuuuuuuuuuuuuu Labramon!"
      Nachdem das Licht erloschen war, stand statt der kleinen Pelzkugel nun ein Labradorähnlicher Hund zwischen der ohnmächtigen Ly und BlackGatomon. Die Katze hatte abrupt gestoppt als das Licht erschienen war. "Du!", sagte Hati nun mit deutlich tieferer Stimme und mit warnenden, deutlichen Knurren. "Du hast ihr wehgetan! Dafür wirst du büßen!"
      "Pah. Als würdest du mir Angst machen Köter!" Trotz ihrer mutigen Worte war die Katze einen Schritt zurück gewichen, als Hatis Knurren den Raum erfüllte. Jetzt aber rannte er mit einem wilden Fauchen auf das Labramon zu und wollte ihn mit Blitzpfote ausschalten. Hati war das egal. Mit einem wütenden Kläffen sprang er ebenfalls auf die Katze los und rammte die Katze einfach mit seinen Kopf. Die beiden Tierdigimon flogen auseinander und standen sich abermals gegenüber. "War das schon alles?", japste BlackGatomon. Der verflixte Köter hatte seinen Dickschädel direkt in den Bauch der Katze gejagt und nun blieb ihr die Luft weg - und das sie vorher den Kugeln ausweichen musste, war auch kein Kinderspiel gewesen, auch wenn es vielleicht so ausgesehen hatte. Hati dagegen hatte nur einen leichten Kratzer von der Blitzpfote davon getragen. Aber die Wut schüttete soviel Adrenalin in seine Adern, dass er den Schmerz nicht spürte. "Ich habe gerade erst angefangen, du Fußabtreter!"
    • Absolutes Chaos brach aus. Die verschiedenen Digimon, die aus dem Nichts aufgetaucht schienen, fokussierten sich auf die vielen, verschiedenen Menschen in dem großen Labor und richteten ein wahres Schlachtfeld an. Während die ersten Server und ihre Halterungen auf den einen Seiten zu Schrott geschlagen wurden, flogen die ersten leblosen Körper auf der anderen Seite umher. Dann waren Schüsse zu hören, die selbst durch das laute Gebrüll der Feinde nicht übertroffen werden konnten. Zersplitterndes Glas, rieselnder Beton, ein Knall, Dunkelheit.

      Die Soldaten gerieten in Panik. Sie waren eigentlich für den Ernstfall, diesen Ernstfall, trainiert worden, doch hatte man sie nie einem echten, direkten Digimon ausgesetzt. Man hatte sie immer brav mit der Theorie gefüttert, aber als es nun dazu kam, diese Theorie unter Beweis zu stellen, verhielten sie sich, wie untrainierte Idioten im Vietnam. Niemand wusste so recht, was er oder sie tun sollte. Sie hatten soeben mit ansehen müssen, wie der Anführer der kleinen Soldaten-Zelle in der Luft zerrissen wurde, als wäre er nichts als ein Kissen, und nun ging auch noch das Licht aus. Es konnte zwar niemand direkt sagen, dass das Kollabieren des Kühlsystems für diesen temporären Zusammenbruch der Elektrizität verantwortlich war, aber es schien fast, als wäre die Temperatur innerhalb des Labors auf der Stelle um gefühlte zehn Grad angestiegen. Die fast unangenehme Kühle, die die Probanden zuvor geistig bemängelt hatten, wandelte sich nun in eine angenehme Brise.

      Es dauerte zwar nicht lange, bis eines der Notstromaggregate einsprang, aber die wenigen Sekunden der Dunkelheit und der schieren Panik, die vor den Türen des Labors nun langsam ausbrach, war genug, um die Soldaten maßgeblich zu dezimieren. Als das Licht, wenn auch dunkler als zuvor, wieder ansprang und abermals die Schrecklichkeit des Schlachtfelds entblößte, konnte der aufmerksame Beobachter bereits weitere Leichen verzeichnen. Eine Soldaten war durch das Heranstürmende Kuwagamon förmlich zertrampelt worden, während das BlackGatomon in seinem geschickten Ausweichen von Lyrixias Kugeln die Halsschlagader eines zweiten Kollegen erwischt hatte. Ein dritter Soldat, recht jung, sah sich nun dem Devimon im Weg, welches durch den Schrotbeschuss von Calhaoras Digimon in regelrechte Rage versetzt wurde. Eine der scheußlich langen Extremitäten traf den Herren und warf ihn in einen der bereits zerstörten Serverschränke, als wäre er nichts als eine Puppe. Nur wenige Sekunden später erkannte er mit Not, dass einer der verbogenen Stahlstangen, die als Stabilitätszusatz in die Türen der Serverschränke verarbeitet war, direkt aus seinem Brustkorb ragte. Erst danach bemerkte er den unverkennbar kupfernden Beigeschmack auf seiner Zunge.

      Massaker -- das war wohl die treffendste Bezeichnung, die ein Mensch in dieser Situation hervorbringen konnte.


      Professor Doktor Morgan Yu
      Man mochte es kaum glauben, aber der Professor hatte es in dem ganzen Chaos tatsächlich geschafft, sich in die am weitesten vom Kampfgeschehen entfernte Ecke des Raumes zu mogeln. Voller Entsetzen war er dennoch dazu gezwungen, das rücksichtslose und tiefgründig böse Blutvergießen mit anzusehen. Entgegen aller Behauptungen, und auch wenn der Wissenschaftler hin und wieder zweigleißig-fahrend auftrat, war er ganz und gar nicht kampferprobt. Er war Blut und Gewalt nicht gewohnt. Er war kein Soldat. Und er war auch niemand, der in diesen Dingen irgendein Gefallen oder auch nur die Ansätze eines Sinnes verstand. Natürlich wusste er, für wen er arbeitete, und dass die Erforschung dieser Wesen letzen Endes zu einem solchen Ergebnis führen würde. Aber bisher hatte er diese Endgültigkeit mit der Möglichkeit überlagert, an etwas Weltbewegendem mitzuarbeiten. Ein Teil der Forschung zu sein, die ein komplett neues Kapitel in der Geschichte der Menschheit aufschlagen würde.

      Die momentanen Szenen machten ihm allerdings mehr als schmerzlich bewusst, dass er niemals jemand würde sein können, der diese Wesen, die Digimon, guten Gewissens in die Hände der amerikanischen Regierung übergeben würde können. Aber was sollte er machen? Er war vielleicht der Leiter dieser Studie, dieser Abteilung, hatte schon eine Menge an Durchbrüchen auf diesem Gebiet zu verzeichnen, aber schlussendlich war er dennoch nichts weiter als ein unbedeutender, kleiner Mann, der sich in Zeiten der Not lieber verkroch, als sein eigenes Lebens aufs Spiel zu setzen. Er schluchzte. Weinte er etwa? Eine Hand wand sich seine Wange empor, tastete sein Gesicht ab, er erwartete etwas Nasses. Aber da war nichts. Keine Tränen. Lediglich Angst. Es war die kalte, schmerzhafte und lähmende Angst, die ihn dazu brachte, solch niederträchtige Geräusche von sich zu geben. Mittlerweile glaubte der Doktor fest daran, dass er den heutigen Tag nicht mehr überleben würde. Dafür waren die Digimon der gerade erst angekommenen Probanden viel zu schwach... Und man hatte sich natürlich noch nicht um etwaige Verteidigungssysteme gekümmert. Das war bisher nie wirklich nötig gewesen...


      Khiara "Cherry" Sullivan
      "Peak!" Der Aufschrei der Blondine war so hoch, dass ihre Stimme kurzerhand abbrach. Tränen bahnten sich ihren Weg ihre Wangen hinab und sie blickte dem kleinen Digimon hinterher. Es war, nach seinem Aufprall, bewegungslos auf dem Boden liegen geblieben. Keine Reaktion, nicht einmal ein Piepsen. Zitternd war Sullivan dazu gezwungen, wie aufzublicken, als ein erneutes Grollen ihr Mark erschütterte, und mit kalter Panik erkannte sie, wie sich das GeoGreymon aufbäumte und das knochige Maul öffnete. Die junge Tamerin konnte dem Dinosaurier direkt in den Rachen blicken, wie es auch der Professor zuvor getan hatte, aber diesmal wurde sie nicht, wie auch er, von einem hitzigen und heißen Leuchten begrüßt. Stattdessen schnellte der Schädel urplötzlich hinab, offenbar dazu aufgelegt, die reiche Tochter mit einem Satz zu verschlingen. Im nächsten Moment schlug die Schnauze des Digimons allerdings hart und erschütternd auf dem Boden auf, als Khiara es schaffte, sich im richtigen Moment unter dem Dino wegzurollen. Der Schlag hinterließ eine ziemliche Furche im Fußboden des Labors und in einem Umkreis von einigen Metern splitterten sämtliche Fließen. Abermals kreischte das Urzeit-Ungetüm auf. Wütend über den Fehlgriff, suchte es nun sein Opfer.

      Cherry hatte es geschafft, dem Monster direkt zwischen den Beiden hindurchzuwuseln. Es war, als habe man sie ausgetauscht. War das dieser sonderbare Effekt, den Adrenalin auf Menschen haben konnte, wenn sie sich in direkten Gefahrensituationen befanden? Die Tatsache, dass Khiara sich trotz ihrer unbändigen Angst noch immer bewegen und sogar viel schneller und präziser als zuvor reagieren konnte? Dass sie sich nicht wie die Prinzessin auf der Erbse aufführte, sondern tatsächlich nach einer Lösung für das Problem suchte?

      Zu spät bemerkte sie, wie sich das Digimon viel schneller als erwartet umwandte und sie abermals in seinen Fokus nahm. Eine sengende Hitzewelle schoss auf die junge Frau zu, und auch wenn sie ihr Möglichstes versuchte, rechtzeitig zur Seite zu springen, konnte sie dennoch nicht verhindern, wie ein brennender Schmerz durch ihre linke Wade zog. Sie schrie auf. Geistesgegenwärtig griff sie nach einer der Stahlstangen, durch welche auch einer der Soldaten zuvor starb, und wirbelt herum. Mit voller Wucht, all dem Schwung, den sie aus der Drehung hervorrufen konnte, schmetterte sie das Ding dann gegen das Schienbein des GeoGreymon. Unerwarteter Weise funktionierte das sogar; das Digimon grollte auf und zog das Bein aus ihrem Radius. Für ein paar Sekunden schien es sogar, als würde er dadurch erhebliche Schwierigkeiten mit seinem Gleichgewicht haben.

      Wieder nutzte Khiara die Ablenkung. Den Atem anhaltend, stolperte sie ihren Weg in Richtung ihres Digimon. Mit jedem Schritt flammte der Schmerz abermals auf und sie meinte fast, eine ungewohnte Kühle an ihrer Wade zu spüren. Was auch immer es war, sie konnte sich in diesem Moment jedoch nicht darum kümmern.
      "Peak...!"

      Peak, auf der anderen Seite, konnte die Stimme der Digiritterin nur gedämpft vernehmen. Sie war der Grund, der das Digimon brutal zurück in die Gegenwart zog. Lahm öffnete es die Augen und erkannte endlich ihre Partnerin, die auf sie zugehumpelt kam. Nur wenige Meter dahinter war allerdings auch der fette T-Rex, der in jenem Moment wieder festen Boden unter den Füßen hatte und sich -- trotz blutender Platzwunde an seinem Schienbein -- mit rasender Geschwindigkeit auf Peaks Tamerin zubewegte. Das Maul, gespickt mit rasiermesserscharfen Zähnen, war abermals weit geöffnet.

      Da war er; der ausschlaggebende Punkt. Yokomon sprang auf, wenn auch schwankend, die Augen vor Schock geweitet. "Khiara! Vorsicht!" Das Ausbildungs-Digimon nahm all seine Kraft zusammen und sprang. Khiara breitete seine Arme aus, aber das kleine Digimon hatte nicht vor, sich jene zu begeben. Nein, es benutzte die ausgebreitete, angedeutete Umarmung, um ein weiteres Sprungbrett zu erhalten und einfach über die Schulter seiner Tamerin davon zu hüpfen. Als es dabei das Digivice passierte, das sich mittlerweile in der Tasche Khiaras befand, erfüllte ein weiteres Leuchten das Labor.



      "Yokomon..." drang es aus seiner Kehle, während es dem GeoGreymon noch immer voller Entschlossenheit entgegen flog, "digitiert zuuuu... Palmon...!"
      Die Form des leuchtenden Balls änderte sich drastisch. Arme und Beine entwickelten sich, ein definierter Körper, die Blume auf seinem Kopf wurde breitfächigerer. Und als das Leuchten erlosch, war das ehemalige Yokomon gut drei Mal so groß wie zuvor. Es sah im großen und ganzen wie eine menschliche Pflanze aus; und das stellte auch gleich unter Beweis.
      "Giftiger Efeu!" Die Fingerspitzen des Digimons verlängerten sich augenblicklich. Dornige, violette Ranken legten sich um Hals und Maul des Feindes. Mit Wucht und Gewalt wurde jenes mit einem klappenden Geräusch wieder zugeklappt und Peak landete punktgenau auf dessen Nasenspitze. Schnell rannte das Pflanzen-Digimon weiter bis es den Nacken der Bestie erreicht hatte und zog jenen Kopf dann mit aller Kraft nach oben, um es davon abzubringen, weiterhin auf seine Tamerin zuzustampfen. Es war ein Bild für die Götter; man konnte fast meinen, das Palmon betrieb Rodeo-Reiten mit einem Tyrannosaurus-Rex.

      by Rhaast & HAPPY HALLOWEEN!
      Gib mir einen Namen~!
    • Makkusu & Victor

      Makku sah das Chaos was sich im Labor ausbreitete. Die wilden Digimon begannen zu wüten und die Digimon der Teilnehmer waren ihnen nicht gewachsen.
      Zwischendurch hörte er seinen Namen und Pistolenschüsse, jedoch konnte er nicht ausmachen, was von wem stammt. Ebenfalls sah er,
      dass eines der Digimon ihn mit den Augen fokussierte und wild zu schnauben begann. Gleich darauf begann das große Digimon, dass einem Dinosaurier ähnelte,
      auf die Tür zuzustürmen und zu brüllen. "Das sieht nicht gut aus...". Er begann wegzurennen, kam jedoch nicht weit und stolperte.

      Während das Monochromon auf die Tür zustürmte, schoss es seinen Lavastrahl aus dem Maul quer durch den Raum. Schränke, Wände und auch Teile des Servers werden in Mitleidenschaft gezogen. Schließlich durchbricht Monochromon die Tür und setzt seine Raserei außerhalb des Labors fort.
      "Scheiße... Ich muss was unternehmen, sonst verreckt der Idiot noch." Victor stürmte mit seinen kurzen Beinchen dem Digimon hinterher und machte einen großen Sprung.
      Ich muss ihn retten. Koste was wolle." Makku sah Victor, der über Monochromons Körper sprang, nur um Makku zu helfen.
      Er versucht mich wirklich zu retten. Vielleicht ist er doch nicht so ein unsensibles Arschloch wie ich zuerst gedacht habe."
      Er hielt sein Digivice fest, welches zu leuchten begann. Es war noch stärker als zuvor und auch Victor leuchtete hell auf.



      "DemiVeemon digitiert zuuuuuuu... Veemon!" Aus dem kleinen DemiVeemon, welches Makku vorher noch im Arm halten konnte
      wurde ein wesentlich größeres Drachenwesen, welches nun nur noch ca. einen Kopf kleiner als Makku selbst war."
      Auch seine Arme und Beine wirken nun wesentlich robuster. Monochromon war dennoch unbeeindruckt und bereitete einen weiteren Lavastrahl vor.
      "Runter mit dir!", schrie Victor zu Makku. Makku war noch völlig perplex, weshalb Victor ihn umrempelte und nach unten drückte.
      Währenddessen rauschte der Lavastrahl knapp über ihren Köpfen vorbei.

      "Hey, geh runter von mir. Lass mich hoch!" Makku versuchte wieder hoch zu kommen und Victor abzuschütteln, weshalb Victor ihm einen Kinnhaken verpasste.
      "Bleib ruhig, oder willst du von dem Vieh gegrillt werden?" Kaum war der Strahl vorbei sprang Victor von Makku und stellte sich vor ihn.
      "Hey du Erbsenhirn! Ich sag dir das jetzt nur einmal: Der Einzige, der diesem Idioten die Fresse polieren darf, bin ich, also zieh Leine.
      Ist das klar oder muss ich noch deutlicher werden?" Dabei ließ Victor die Knöchel seiner Fäuste knacken. Monochromon war jedoch unbeeindruckt
      und ladete einen weiteren Lavastrahl auf. "Verstehe... Du bist also noch blöder, als ich dich eingeschätzt hatte.".

      Kurz darauf stürmt Victor auf das Dino-Digimon zu und verpasst ihm einen viel stärkeren Faustschlag, als den, den Makku abbekommen hat,
      welcher Monochromon zurückweichen lässt. "Es war ein Fehler von mir, mich zu unterschätzen." Monochromon wird immer wütender und fängt an wild herumzutrampeln
      um Victor zu erwischen. Dieser weicht jedoch mühelos allen Stampfern aus. Victor wirkt gar nicht so als ob er erst frisch geschlüpft ist.
      Er scheint eine Menge Kampferfahrung zu haben. Und seine Technik wirkt wie die eines Profi-Kampfsportlers." "Zeit die Sache zu beenden".
      Victor schlitterte unter Monochromons Beinen hervor in Makkus Richtung. Dann streckte er seinen Kopf nach vorne und und begann mit Karacho auf das gegnerische Digimon
      zuzurennen." "VEEEEEEEEEEEEEEEE... KOPFNUSS!" Bei der Kopfnuss entstand eine starke Druckwelle, welche die Glasscheiben in der Nähe zerbersten ließ.
      Auch Monochromon konnte dieser Energie nicht standhalten und brach zusammen. "Habs doch gesagt. Leg dich nicht mit mir an!"

      Danach drehte sich Victor zu Makku und hatte einen äußert miesgelaunten Gesichtsausdruck. Makku konnte man ansehen, dass die Angst in ihm hochstieg.
      Victor kam langsam auf ihn zu und ließ wie vorhin seine Knöchel knacken." "Ohje... Ich glaub das war es dann... Victor hat mir vorhin schon ziemlich üble Schmerzen bereitet.
      Jetzt dreht er mir womöglich gleich den Hals um." Kaum dass Victor vor ihm stand, zerrte er Makku am Kragen auf seine Augenhöhe.
      Makkus Kopf war so nah, an Victors, dass er nur noch sein äußerst wütendes Gesicht sah. Er kniff die Augen zu und hoffte, dass Victor ihn schnell umbrachte.
      Jedoch stand er ein ganzes Stück so und schnaubte. Als Makku seine Augen aufmachte und seinen Blick zu Victor richtete, schrie dieser Makku aus voller Kehle an:
      "SAG MAL, KANNST DU NICHT EINMAL TUN, WAS MAN VON DIR VERLANGT, OHNE WIDERWORTE ZU GEBEN. DIR IST SCHON KLAR,
      DASS ICH DEIN BESCHISSENES LEBEN GERETTET HABE UND DU VERSUCHST DICH TROTZDEM INS VERDERBEN ZU STÜRZEN!"

      Makku schaute einen Moment verdutzt und stammelte dann ein T-t-tut tut mir l-leid." heraus. Victor ließ darauf hin seinen Griff los und drehte sich um.
      "Glaubst du es macht mir Spaß die ganze Zeit Leute anzuschreien? Die ganze Zeit soll ich hier auf die Gefühle anderer achten
      und selbst kümmert sich keiner um einen." Makku sah, dass Victor eine Träne kam, die er möglichst schnell wegwischte, damit Makku nicht sehen soll,
      dass er Gefühle zeigt. Jedoch konnte er es nicht verbergen. "Es tut mir auch leid, dass ich dich so bedrängt habe. Ich war so vernarrt in den Gedanken
      endlich einen Freund gefunden zu haben, dass ich gar nicht auf dich geachtet habe." "Mir tut es auch leid. Du wolltest nur nett sein und ich hab deine Gefühle verletzt.
      Ich hoffe du verzeihst mir. Falls du immer noch mein Freund sein willst äh..." Victor legte eine kurze Sprechpause ein. "Alter, gib dir nen Ruck..."

      "Falls du immer noch mein Freund sein willst, dann will ich auch dein Freund sein, ok." Während er spricht streckte er seine Hand aus.
      Na klar will ich noch dein Freund sein. Ich meine, wir sind Partner und müssen deshalb zusammenbleiben." Makku schüttelte Victor die Hand.
      "Aber ich möchte ein paar Regeln aufstellen: Frag vorher wenn du mich knuddeln willst. Ich steh' nicht so auf körperliche Nähe.
      Und bitte streichel oder tätschel mich nicht. Das hasse ich und... oh, da fällt mir ein, dass ich gar nicht weiß, wie du heißt." Victor lachte dabei.
      "Das ging wohl ein wenig bei der Aufregung verloren, haha. Mein Name ist Makkusu Arios, aber die meisten nennen mich Makku."
      Alles klar, Makku. Wir sollten übrigens zu den anderen und ihnen helfen. Außerdem wäre es blöd, wenn der Brocken hier aufwacht und wir direkt vor ihm stehen.
      Der ist nur bewusstlos und ich denke seine Laune wird nicht besser sein, wenn er uns gleich nach dem Aufwachen sieht." "Ja du hast Recht! Lass uns gehen."

      Daraufhin begaben sich Makku und Victor zurück in das verwüstete Labor.
      "Ich hoffe den anderen geht es gut. Ich muss eine Möglichkeit finden, diese Digimon hier wegzukriegen..."
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    • Makkusu & Victor

      "Wie bekommen wir die Digimon von hier weg? Ich will nicht wissen was passiert, wenn die ausbrechen." "Makku?""
      Vielleicht kann ich sie zurück in den Server schicken, wo sie herkamen." "Makku!" "Was sollen wir nur tun?" "MAKKU!" "Hä, was ist los"
      "Schön, dass du mal reagierst. Du warst grade echt mit den Gedanken woanders." "Oh tut mir leid. Ich habe mir nur gerade überlegt,
      wie wir die Digimon aus dem Labor bekommen?" "Und hast du 'ne Idee?" "Naja, die Digimon kamen ja durch den Server zu uns.
      Vielleicht können wir sie auch dort wieder hineinschicken?" "Keine schlechte Idee. Du bist wohl doch nützlicher als ich es am Anfang geglaubt hatte."
      "Hey was soll das denn heißen?" "Mein Gott reg dich nicht so auf! Ich hab nur Spaß gemacht..."

      Vor dem Eingang zum Labor sahen Makku und Victor das Ausmaß von Monochromons Raserei. Das komplette Labor lag in Trümmern und auch der Server wurde beschädigt.
      "So dann wollen wir mal..." Victor hielt Makku jedoch fest. "Willst du hier jetzt einfach reinspazieren und zum Server gehen. Sorry aber das kann ich nicht zulassen.
      Am Ende wirst du noch von einem der Digimon zerquetscht oder ähnliches." "Und wie sollen wir dann zum Server kommen." Victor überlegte kurz.
      "Steig auf meinen Rücken. Keine Sorge, ich bin nicht so ein Schluck Wasser wie du. Ich hoffe nur, du wirst nicht reisekrank oder so,
      denn das wird gleich ne ziemlich wilde Sache." Makku stieg auf Victors Rücken, der ihn gleich Huckepack nahm. "Du bist ja leichter, als ich es vermutet habe haha.
      Halt dich jetzt bloß gut fest."

      VIctor fing an in vollem Tempo loszusprinten und wich dabei den Digimon oder Trümmern aus. Makku hatte Mühe sich festzuhalten und drohte abzurutschen.
      "Alter, häng dich rein. Wir sind gleich da." Danach machte Victor einen hohen Sprung über eine Art schwarzen Dämonendrachen, der im Weg stand
      und mit Calhaoras Digimon kämpfte. Schließlich standen sie vor einem Bildschirm mit Tastatur und Maus, die an den Server angeschlossen waren.
      Jedoch hatte sich auch Monochromon vom Kampf mit Victor erholt und raste in Richtung Labor. "Scheiße, das hat uns gerade noch gefehlt!
      "Was denn?" "Unser Dino-Freund ist wieder wach und kommt grade auf uns zu. Geh zum Server ich kümmere mich um ihn." Makku begab sich an den Bildschirm
      und fing an in rasendem Tempo zu tippen und zu klicken. "Verdammt. Das ist zu komplex. Ich komme dort nicht rein. Ich bin nicht in der Lage alle zu retten.
      Ich bin ein elender Versager. Wegen mir müssen alle sterben." Makku kamen die Tränen. Victor, der sich zum Kampf bereit hält, bemerkt, dass Makku sehr verunsichert ist.
      "Alter Makku. Zieh den Finger oder willst du, dass wir hier verrecken?" "Ich kann das nicht. "Gibst du auch immer gleich auf, wenn es schwierig wird.
      Da brauchst du dich auch nicht wundern, wenn du es zu nichts bringst, oder keine Freunde findest. Mach hinne und kümmer dich um den verdammten Server!"
      "Dieses Gefühl...Ich glaube Victorversucht mir zu sagen, dass er an mich glaubt und ich nicht aufgeben soll. Und nicht nur er, sondern auch die anderen glauben an mich.
      Ich bin der einzige, der das machen kann... Mal sehen... Oh ein Kabel! Und der Anschluss passt an das Digivice."
      Makku schließt das Digivice an das Kabel an. "Ja jetzt ergibt es einen Sinn. Ich glaub ich schaffe das."

      Monochromon hat mittlerweile fast den Server erreicht und rannte während seiner Raserei einfach durch die anderen Digimon. "Vergiss es. Ich lass dich hier nicht vorbei!"
      Darauf stieß er Monochromon mit einer weiteren Vee-Kopfnuss weg. Makku tippte unermüdlich auf der Tastatur. "Das ist es. Ich hab's!"
      Plötzlich kam aus dem Server eine Art Lichtkugel auf die Makkus Digivice heftig reagierte. Dann schrie er mit voller Kraft durch den ganzen Raum:
      "JETZT, HALTET EURE DIGIVICES IN RICHTUNG DIESER LICHTKUGEL!"
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    • Calhaora & Cadentia

      Das Chaos war einfach unbeschreiblich. Immer noch veranstallteten diese Viecher Chaos und zerstöung und sogar Leben wurden inzwischen gefordert.
      Doch konnte sich darum im Moment keiner kümmern, so schrecklich es auch klingen möchte.

      Haos Dorimon war immer noch damit beschäftigt seinem Wiedersacher mit den Kugeln zu beschießen. Dieses wiederum hieb und schlug weiter nach ihm aus. Fakt war, das es ihm zwar irgendwas tat, aber nicht genug.
      Trotz alledem ließ sich das kleine Ausbildungsdigimon nicht entmutigen oder auch davon abhalten, seinen Menschen zu beschützen.
      Dieser war immer noch damit beschäfftigt nicht seiner Angst zu verfallen, nachzudenken was man hilfreiches tun kann und den Metallschrabnellen auszuweichen. Und allem vorran natürlich nicht zerquetscht zu werden. Es waren ja noch mehr Viecher auf Mordkurs.
      Dabei kam ihr ein schmerzlicher Gedanke auf. Alle anderen hatten ihren Digimon Namen gegeben. Sie selbst noch nicht. Vielleicht würden sie hier drauf gehen und das Kleine da hätte nie einen gehabt.

      Doch gerade war das ganze einfach die Falsche Zeit. Fiebrhaft überlegte sie wie sie ihrem Freund helfen konnte. KONNTE sie das überhaupt!?

      "Nimm das DigiVice", quietschte ihr Digimon aufgeregt. Ob es eine Art übernatürliche Fügung oder einfach nur zufall war, wusste keiner. Hao tat jedoch was ihr Digimon ihr riet und nahm das kleine Tamagochiteil in die Hand.
      Wie auf ein zeichen began der Display zu leuchten.
      Und mit ihm auch ihr Partner. Wärend es erneut wie bei ihrem ersten "Treffen" in allerlei hübschen Farben erstrahlte sprang es regelrecht in die Luft - auf den Kopf seines Gegners zu.

      *Episches Theme *

      Ihm war vollkommen bewusst was es nun zu tun hatte und wärend die Schwarzhaarige nur "dumm" guckend das Schauspiel betrachtete rief es mit allem Gefühl das es hatte:

      "Dorimon digitiert zuuuuuu.." - es wurde größer, schien diesmal seine From noch stärker zu verändern, und als es mit seinen Krallenbewerten Füßen gegen die Schnauze des Kontrahenten kickte, sah man das es nun kein flauschiges Ei mit beinen mehr war, sondern ein Felltragener violetter Dino mit kleinen Fledermausflügeln und "Fuchs"schwanz - "DORUmon"
      Der Tritt schien ziemlich gesessen zu haben, denn das schwarze Ungetüm taumelte nach hinten und verwüstete den Raum noch ein bisschen mehr.
      Dies nutze das Tierdigimon auch um sich zu seiner, in dieser Situation doch sehr verdutzt guckenden Menschin umzudrehen.

      "Ich kann dich jetzt noch mehr beschützen. , erklärte es seiner Partnerin ruhig.
      Dieser Aussage folgte auch prompt ein Lächeln seitens Haos, denn von ihrer Seite her waren ALLE zweifel die jemals da waren oder je da sein würden weggefegt.

      'Wenn das hier vorbei is und wir das überleben, gebe ich dir alles was du willst - plus Namen', dachte Hao im stillen bei sich, als sie ihrem Partner zunickte.

      "G-glaubst du das du es so besiegen kannst?", rief sie ihm über das getöse zu.
      " Ich glaube schon. Ich bin jetzt stärker. Irgendwie war es nicht mehr so Kindlich, viel ruhiger. Vielleicht wurden sie ja einfach recht schnell Erwachsen oder so.

      Wie um zu beweisen das es recht hatte, öffnete sich das zahnbesetzte Maul und eine gräuliche Kugel bildete sich. Es ähnelte dem Schrot die es zuvor abgefeuert hatte, doch sah man deutlich das es sich um etwas stärkeres handeln musste.
      Ohne zu zögern entließ es das Geschoss mitten in das sich gerade wieder gefangene Monster. Es war eindeutig stärker, denn es wurde - anders als von der vorigen Attacke - regelrecht zurückgestoßen.
    • Marina "Jake" & Blaze (Guilmon)


      Den weiteren Angriffen des Kuwagamon ausweichend rannte Jake mittlerweile förmlich durch den Raum. Das Insekt hatte sich wohl nun die Aufgabe gegeben, sein auserkorenes Opfer auf jeden Fall zu töten und dabei auf den ganzen Rest der hier anwesenden Lebewesen zu scheißen, um es genau zu sagen. Während er rannte, war der junge Florist stets bemüht, weitesgehend zu ignorieren, wie die Menschen um ihn zu Spielzeug für die größtenteils riesigen Digimon wurden. Gigimon hatte er nach wie vor an sich gedrückt, während er seinen Körper zu Hochleistungen anspornte. Er sprang über umgeschmissene Aktenschränke, teils sogar über die Leiche eines Mannes, was ihn nur kurz zum Zögern brachte – es war wirklich unglaublich was Adrenalin mit einem so anstellen konnte.

      Doch jede Flucht war einmal zu Ende, wenn man versuchte, vor einem riesigen Jäger wegzurennen. Das Kuwagamon schien vertanden zu haben, dass es mit seiner Größe nichts brachte, dem Jungen hinterherzurennen, welcher sich weitaus flinker und einfacher überall hin bewegen konnte. Aus den Augenwinkeln sah Jake den Aktenschrank gerade noch direkt auf ihn zufliegen, ehe er schlagartig zu stoppen versuchte. Ohne Erfolg, viel zu viel Wucht steckte hinter dem anfliegenden Möbelstück und der Tamer wusste, dass sein junges Leben gerade ein Ende finden würde.

      Im letzten Augenblick spürte er plötzlich einen wuchtvollen Stoß gegen die Brust und wurde ein gutes Stück nach hinten gedrängt. Irritiert blickte er vom Aktenschrank weg zu Blaze, welches sich mittlerweile aus seinen Armen gekämpft und ihn mit einer gut gemeinten Kopfnuss von sich wegdrückte. Fast wie in Zeitlupe beobachtete Jake, wie die Stirn des Gigimon zu leuchten begann.




      „Gigimon, digitiert zu...!“, Das Leuchten wurde immer stärker und im nächsten Moment zerbrach der Aktenschrank an dem neuen Wesen, was sich nun materialisierte. „Guilmon!“ Während die Einzelteile des Mobiliars zu Boden fielen verflog das Leuchten. Anstelle eines kleinen Balls stand nun ein unglaublich großer, zweibeiniger Dino mit den nach wie vor bekannten Ohren an der Stelle. Überrascht sah Jake seinen Partner an, konnte kaum glauben, was gerade geschehen war. Das Dino-ähnliche Digimon war fast so groß wie Jake selbst und würde sicherlich reichlich Kraft haben um zu kämpfen, ohne dass es umher gekickt wurde wie ein Spielball.
      Der Kopf des Dinos wandte sich in Richtung seines menschlichen Partners und ein selbstsicheres Lächeln entstand auf seinem Maul, ehe er die bekrallte Hand zu einem Daumen nach oben hob. „Jetzt sind wir dran, Jake“, verkündete es, worauf Jake noch immer verdutzt nickte. „J-ja!“ Nun zeichnete sich auch auf seinen Lippen ein Lächeln ab. Aus irgendeinem Grund verschwand die zuvorige Angst fast vollkommen. Die Erschöpfung vom Laufen machte sich in seinen Beinen breit, doch noch ließ Jake sich nicht zur Ruhe kommen.

      Das laute Brüllen des Insekts, welches nun deutlich wütend über die Tatsache war, dass selbst dieser Plan nicht geklappt hatte, lenkte die Aufmerksamkeit wieder auf sich. Sofort wandte Blaze sich wieder seinem Gegner zu und man konnte förmlich zusehen wie sich die runden Pupillen der Echse zu Schlitzen verformten. „Du wagst es, meinem Partner Schaden zu wollen?“, rief es aus, während es sich fast schon kampfbereit hinstellte. „Dann hast du die Rechnung mit mir nicht gemacht.“

      In diesem Moment erstrahlte eine helle Lichtkugel aus Richtung des Servers und Jake sah auf. Makku schien etwas daran gearbeitet zu haben, während dessen Partner – zumindest ließ die blaue Färbung darauf schließen – eines der riesigen Digimon zur Seite stieß. Erst jetzt, wo Jake sich zumindest ein wenig fangen konnte, bemerkte er, dass wohl jedes Partner-Digimon sich verändert hatte... doch das war jetzt mehr oder weniger unwichtig! Makku hatte immerhin gerade mehr oder weniger erläutert was zu tun war, da wollte Jake sich jetzt sicher nicht zwischen stellen.
      Das laute Brüllen des Insekts kündigte einen weiteren Angriff an und sofort boxte Blaze seinem Partner ein wenig in die Seite. „Lauf. Ich kümmere mich um das Insekt.“ Noch immer war seine Pupille nicht mehr als ein Schlitz, ähnlich einer Katze, doch trotzdem war da etwas beruhigendes in seinen Augen. Jake nickte leicht. „Gut.“ Kurz wandte er sich dem Kuwagamon zu, welches mit den Scheren voran auf sie zu kam. Schnell rannte der Tamer an dem Guilmon vorbei und warf nur kurz einen Blick zurück um zu sehen, wie Blaze die mächtigen Scheren des Champion-Levels mit enormer Kraftanstrengung packte und versuchte, vom Stoß nicht allzu weit nach hinten gedrängt zu werden. Erneut schlich sich ein Lächeln auf die Lippen Jakes.

      Doch er hatte ein wichtigeres Ziel für den Moment. Also wandte er sich wieder um und nutzte seine verbliebene Puste, um zu Makku an den Server zu kommen. Schnell zückte er sein Digivice und hielt es in Richtung der Lichtkugel. Augenblicklich begann es zu pulsieren und zu leuchten, ehe ein leuchtender Strahl in Richtung des Lichts geschossen wurde. Als würde dieses sich davon nähern, wurde es ein gutes Stück größer.
      „Hoffen wir, dass das alles hier was bringt!“, rief Jake seinem Mitprobanten zu, ehe er den Kopf wandte, um zu den anderen Tamern und den Digimon zu sehen. Noch immer hielt Blaze das Kuwagmon an den Zangen, während dieses versuchte sich aus dem Griff zu befreien. Leider war die Echse nicht allzu schwer, sodass das Insekt es leicht schaffte, es mit einer Kopfbewegung in die Höhe zu schleudern. Im Flug startete das Guilmon allerdings bereits die nächste Attacke, eine dunkelrote, stellen weise weiß leuchtende Kugel formte sich in seinem Maul, ehe es diese auf das Kuwagamon schmiss.

      Jake schluckte. Das musste schneller gehen...! „Na los!“, rief er, zum ersten Mal wohl an der Grenze seiner Stimme, „beeilt euch!“

      "Obscuritemon!"
      Banner by Shu <3
    • Vielleicht war es die Tatsache, dass das Leben, ob digital oder real, immer einen Weg fand, oder eine höhere Macht hatte hier die Finger im Spiel. Der Kampf, der zuerst unfair erschien und an ein regelrechtes Gemetzel erinnerte, wurde langsam, aber sicher, in seine rechten Fugen gerückt. Mehr und mehr Digimon-Partner digitierten, vollführten einen temporären Sprung in der Evolution, für den die Menschheit selbst mehrere Millionen Jahre gebraucht hatte -- und das alles nur, weil sie ihre rechtmäßigen Menschen-Partner mit ihrem Leben und allem, was dazu gehörte, beschützen wollten. Vielleicht war die Liebe und die Freundschaft doch kein simpler Ausdruck, sondern ein lebender, existierender Gott, der hier seine schützende Hand über die Probanden der angeblichen Studie legte. Schlussendlich würde das niemand wirklich akkurat erklären können; das bedurfte viel, viel mehr Forschung, als jene, die hier eigentlich angesetzt war.

      Das Labor, das zuvor noch ein Maßstab für Technologie, Fortschritt und Innovation war, war nun nichts als ein blutiger Trümmerhaufen. Nichts erinnerte mehr auch nur ansatzweise an die Größe und den Stolz der menschlichen Rasse im technologischen Fortschritt, den dieses absolut moderne Labor gezeigt hatte. Nun war es mit Schrott, Glasscherben und Leichen übersät. Es war ein Massaker, wahrhaftig.

      Doch während das Übel seinen Lauf nahm, während die Digiritter es zusammen mit ihren Partnern schafften, eine immer größer werdende Defensive aufzubauen, lag es in den Händen eines jungen Studenten, die Truppe vor ihrem bevorstehenden Ende zu retten. Der einzigartige Einfall, die Server, aus welchen die feindlichen Digimon ursprünglich entstanden waren, als eine Art Notausgang zu benutzen, zeigte bald Wirkung. Die erste, grell leuchtende Kugel wurde erschaffen, ganz ohne Rezeptoren und Prozessoren, die jenes Ereignis visuell produzieren könnten. Die Digivices der umstehenden Probanden leuchteten auf, egal, ob sie sie auf die Leuchtquelle richteten oder nicht. Diejenige, die es taten, riefen jedoch eine weitere, zuvor unmöglich scheinende Reaktion hervor; das Licht, das aus dem Server geschossen kam, schien sich von der Energie der Digivices regelrecht zu nähren, es größer werden zu lassen. Es ging sogar soweit, dass die Kugel, die heraufbeschworen wurde, mehr und mehr einem schwarzen Loch ähnelte; nur ohne die typische schwarze 'Lichtverschluckung'.


      Professor Doktor Morgan Yu
      Zu sagen, dass der Professor überwältigt war, war wohl eine absoluter Untertreibung. Die verschiedensten Gefühle prasselten in diesem Moment auf das Gemüt des Älteren ein. Einerseits die Einsicht, dass die Digimon, die er zum Zwecke der Kriegsführung der amerikanischen Nation erforschen sollte, viel komplexer und unkontrollierbarer waren, als die bisherigen Studien seinerseits ergeben hatten. Andererseits die Tatsache, dass offenbar noch viel, viel mehr hinter dem Ganzen, hinter der digitalen Welt und ihrer Beziehung zur realen Welt, standen, als sich der Professor jemals vorstellen konnte. Alleine die Art und Weise, wie die Digimon, die die Probanden nur wenige Minuten zuvor gerade erst erhalten hatten, bereits jetzt auf das Rookie-Level digitiert waren; nur um einen Haufen idiotischer Menschen zu beschützen, die sie noch nicht einmal kannten. Welten und Ansichten brachen für den Professor in sich zusammen, wie das fragile Gerüst eine Kartenhauses, und bald darauf wurde er fast schon dazu gezwungen, seinen Blick auf die riesige Lichtkugel zu werfen, die bereits von zwei Digivices genährt wurden. Er schaute für einige Sekunden zu Makkusu. Der Wunderknabe hatte es geschafft, ein Tor zur Digiwelt zu öffnen, für das die Forscher dieses Instituts mehrere Jahrzehnte gebraucht hatten...


      Khiara "Cherry" Sullivan & Peak
      Die Ereignisse überschlugen sich in diesem Moment regelrecht. Während der Professor, den Peak zuerst beschützen wollte, nun komplett aus dem Fokus aller verschwunden und sich in einer Ecke des nun vollends demolierten Labors in 'Sicherheit' gebracht hatte, und während Peak sich verzweifelt darum bemühte, den riesigen T-Rex von der Digiritterin fernzuhalten, wurde Khiaras Aufmerksamkeit bald darauf auf eine abermals in hellen, regenbogenartigen Farben leuchtende Kugel gerichtet. Just dann erkannte sie, wie Jake sein Digivice auf das Objekt richtete, genauso wie Makkusus mit jenem verbunden schien, und die Kugel wurde automatisch und augenblicklich größer. Sie pulsierte nun regelrecht und nahe gelegene, metallische Objekte vibrierten aufgeregt. Als würden sie in Richtung des Lichtspiels gezogen. Geistesgegenwärtig zog auch die Blondine ihr Digivice aus der Tasche ihrer Hotpants und richtete das bereits leuchtende Display ebenfalls auf die Kugel. Ein weiterer Strahl wurde addiert, die Kugel wurde noch größer und bebte noch heftiger. Wenn sich Cherry die Gesamtheit des Objekts genauer ansah, konnte man fast meinen, es stellte eine Art Herz da, das jenen Moment zu explodieren drohte. Wie bei einem Herzinfarkt; bloß umgekehrt.

      Unterdessen hatte auch Peak mitbekommen, was der Typ bei den Servern angerichtet hatte, entschied sich jedoch automatisch dafür, sich viel lieber auf das Digimon unter ihr zu fokussieren. Die Ranken noch immer eng um das Maul des Dinos geschlungen, versuchte das Palmon mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, das Ungetüm in die entgegengesetzte Richtung von Khiara zu drängen. Die Tatsache, dass sich auf der einen Seite ein wild gewordenes Devimon befand, während auf der anderen Seite ein Monochromon durch die Gegend stampfte, machte dies allerdings nicht sonderlich einfacherer. Im Gegenteil: das Monochromon hatte es tatsächlich geschafft, in seiner Raserei gegen den Schweif des GeoGreymons zu stoßen. Und war das Gleichgewicht einmal zerstört, konnte der Dinosaurier die Gewichtsverlagerung aufgrund des Ringens und Ziehens vom Palmon nicht mehr ausgleichen. Das Resultat: ein übergroßer, fleischfressender Saurier fiel der Länge nach auf die Seite, als habe man eine Schachfigur umzugestupst, und jaulte grollend auf. Auch Peak wurde durch den Schwung von dessen Kopf geschleudert. Die Ranken rissen der Reihe nach. Es war ein Wunder, dass das Pflanzen-Digimon nicht unter dem Tier begraben wurde, sondern es tatsächlich schaffte, sich mehr oder minder elegant abzurollen.

      Vielleicht war es der bebende Knall des Dinosauriers, der Khiara schwanken ließ. Sie konnte es in all dem Getümmel nicht ausmachen. Aber während sich die ersten Stahlstangen nun aus ihrer Verankerung lösten und mit großen Lichtblitzen in die Lichtkugel flogen und darin verschwanden, schienen nun auch andere Gegenstände angezogen zu werden. Nahe, definitiv nicht magnetische oder metallische Gegenstände wurden wie durch einen riesigen Staubsauger aufgesogen und verschwanden in der Anomalie. Selbst die erste Leiche, die sich in seiner unmittelbaren Nähe befand, begann sich langsam in dessen Richtung zu schieben, als würde sie jemand mittels eines Seils in dessen Zentrum ziehen zu wollen. Was hatte Makkusu da nur losgetreten...?

      Side Note/Erklärung

      Falls jemand die Serie Primeval - Rückkehr der Urzeitmonster gesehen hat, sollte ihm/ihr die Form der Anomalie bereits bekannt vorkommen. Die Anomalien in dieser Serie fungieren als eine Art Riss in Raum und Zeit; die Urzeitmonster, meinst Dinosaurier oder geringfügig weiterentwickelte Wesen, bekommen dadurch die Möglichkeit, Zwecks ihres Triebes und Unwissenheit in die reale, moderne Welt einzudringen. Die Anomalien selbst wirken dabei hoch-magnetisch; alles metallische/magnetische in einem Umkreis von ca. 10-15 Metern fliegt dadurch direkt in die Anomalie hinein und landet zwangsläufig in der dazugehörigen Epoche. Einer der Protagonisten hat diesbezüglich einmal sogar aus Versehen seinen Autoschlüssel verloren... :D
      Geplant ist also, dass sich das hier ein wenig anders auswirkt. Es werden nicht nur metallische/magnetische Gegenstände angezogen; es wird ALLES angezogen.


      by Rhaast & HAPPY HALLOWEEN!
      Gib mir einen Namen~!
    • Hati

      Wieder gingen die beiden Tierdigimon aufeinander los. Einen Moment lang waren sie nicht mehr als Fell, Pfoten, Fauchen und Knurren. Dann erwischte der Hund BlackGatomon an der Schulter. Mit purer Körperkraft und seinem Gewicht schleuderte er die Katze auf den Rücken und grub seine Zähne weiter in digitales Fleisch. Sein Gegner ließ sich davon aber nicht einschüchtern, sondern trat mit den Beinen in sein Bauch. Aus Reflex öffnete Hati sein Maul als der Stoß im die Luft aus der Lunge presste. BlackGatomon setzte direkt mit ihrer Tatzen nach. Ihre Pfote traf Lys Partner so heftig, dass er zur Seite fiel. Hati versuchte aufzustehen doch da war BlackGatomon schon auf seinen Rücken, krallte sich in seine Rückenmuskeln und verbiss sich irgendwie in eines seiner Ohren. Das Hundedigimon jaulte auf - warf sich dann mit den Rücken gegen einen der Server, so das BlackGatomon zwischen ihm und Schrank gequetscht wurde. Kreischend ließ sie los. Beide Digimon sprangen zurück und taxierten sich erneut.
      Noch ehe sie sich aufeinander stürzen konnten, spürten beide einen Sog. Verwirrt sahen sie sich um und erkannten zeitgleich die seltsame Lichtkugel, die alles und jeden in sich hinein ziehen wollte. Drei der Digiritter hielten ihre Digivices darauf und schienen das Phänomen sogar noch verstärken.
      "Verdammt!", fluchte die Katze und sprang davon - wohl auf der Suche nach irgendetwas, woran sie sich festhalten konnte.
      Hati hatte andere Probleme. Ly war noch immer ohnmächtig und langsam wurde ihr Körper Richtung Anomalie gezogen. Er sprang entschlossen auf seine Partnerin zu, griff nach ihr und versuchte sie von dem seltsamen Ding wegzuziehen.
      "Ly, wach auf!", flehte er sie an. Er war nicht stark genug um sie und ihren Körper von der Anomalie zu entfernen. Statt dessen wurden sie noch immer langsam darauf zugezogen. Doch sie wachte nicht auf. Verzweifelt nahm er ihre Jacke in das Maul und stemmte sich gegen die Macht, die sie in ihren Griff hatte. Doch auch das brachte nichts - sie rutschten sogar noch schneller. Er musste Ly irgendwie wecken! Er ließ sie wieder los und drückte seine Schnauze an Ohr. "Wach auf!", rief er verzweifelt - und leckte ihr dann über die Wange. Er konnte es nicht sehen, doch kurz leuchtete sein Speichel in einem sanften, grünen Licht auf, ehe er in die Haut der Digiritter einzudringen schien. Labramons Attacke, wenn man sie denn so nennen wollte, Cure Liqueur zeigte Wirkung.

      Lyxiria und Hati

      Zu erst hörte sie das Winseln. Verärgert dachte sie, dass doch mal jemand den Hund raus lassen könnte, wenn der sich schon meldet. Aber... welcher Hund? Sie hatten gar keinen Hund?
      Verwirrt öffnete Ly die Augen. Wo zum Teufel war sie? Sie sah hinauf an eine weiße Decke, die reichlich mitgenommen aussah und jede Menge schwarze Rauchspuren aufwies. Die Decke bewegte sich. Hatte sie zu viel getrunken getrunken? Der Kopf eines riesigen Sauriers tauchte für Sekunden ihren Sichtfeld auf, eher auch schon wieder verschwand. Definitiv. Irgendjemand muss sie reichlich abgefüllt haben.
      "Du bist wach! Ly! Du musst dich festhalten."
      Verwirrt blickt sie nach rechts und sah in die eindeutig verzweifelten Augen des definitiv merkwürdigen Hundes, den sie jemals gesehen hatte. Und dann kamen die Erinnerungen zurück. Labor. Digimon. Hati. Der Angriff.
      "Hati?", murmelte sie.
      Auf dem Gesicht ihres Partners machte sich Erleichterung breit. "Ja, das bin ich. Du musst dich festhalten!"
      Festhalten? Wies... dann endlich nahm sie wahr, dass sie sich bewegte. Das ihr Rücken über den Fußboden schabte und ihr ganzer Körper von einer unsichtbaren Macht beständig in eine Richtung gezogen wurde. Prompt setzte sie sich auf und machte sich ein Bild von der Lage:
      Sie sah Cherries Pflanzendigimon und den Saurier durch die Luft wirbeln - der eine, weil er stürzte und der andere, weil er sich mit Seilen daran festhielt. Sie sah den Vierbeiner und den Drachen wütend und das Insekt, dass hinter Jake herjagte. Und sie sah das seltsame Licht, auf das sie zu rutschte.
      Ly griff mit der einen Hand nach Hati und zog ihren Partner an sich, während sie mit der anderen verzweifelt nach Halt suchte. Tatsächlich schaffte sie es auch sich an einem Serverschrank festzuhalten. Doch der Sog wurde immer stärker.
      "Halt dich an mir fest!", rief sie ihren Partner zu. Der schlang seine Pfoten um ihre Hüften und nickte. Gerade als Ly mit der nun freien Hand ebenfalls zu greifen wollte, hörten sie ein kreischen - und dann flog BlackGatomon heran. Allerdings war das kein Angriff. Wo auch immer sie sich vorher versteckt hatte - die Gravitation hatte sie ergriffen, hatte ihren leichten Körper vollkommen in Gewalt und zog sie nun zu sich ohne das die Katze Bodenhaftung hatte. Sie schlug mit solcher Wucht gegen Ly und Hati, dass auch sie den Halt verloren - und nun ungebremst durch die Luft flogen. Direkt in die Anomalie.
      Für einen Moment sah sie noch die Gesichter der anderen Digiritter, an denen sie einfach vorbei rauschten. Die riesigen Digimon, die ebenfalls langsam den Halt verloren. Die Metallteile der Server, ihre P10, Glassplitter, leblöse, menschliche Körper, die von der immer stärker werdenden Gravitation ergriffen wurden. Dann wurde es hell. Zu hell um noch etwas zu erkennen. Sie spürte, wie sich ihr Körper veränderte und verschob - ein Effekt der Digitalisierung, auch wenn sie das nicht wusste. Sie konnte nicht sagen, wie lange sie schon im Licht war. Einen Wimpernschlag? Eine Ewigkeit? Doch dann verschwand das Licht. Und alles was blieb war... Wald. Berge. Kälte. Wind.
      Ly zog die Jacke enger um sich.
      "Wo sind wir?"
    • Calhaora


      Was auch immer da von dem Typen losgetreten wurde - es war alles andere als gut. Unter jeglichen noralen Umständen, die keine übergroßen Monsterviecher beinhalteten und auch keine schwarzen Löcher oder sowas, hätte Hao den Missetäter ordentlich zur Sau gemacht.
      Es waren aber keine.

      Als sie spürte wie der Sog, der von dem Loch kam, hemmungslos an ihr zerrte griff se nach dem erstbesten was ihr einfiel. Einer Metallleiste, die wohl mal irgendwas gehalten hatten. Viel Griff bot es nicht und schon gar nicht mit einer Hand.
      Doch würde sie beide Hände nutzen, würde ihr treuer Partner alleine dastehen müssen. Und ihre Arme waren nun einmal viel zu kurz. Daher hielt der freie Arm ihr Digmon fest umklammert. Das es seine Fußkrallen in den vollkommen zerkratzten und zerstörten Boden gerammt hatte, gab dem Paar zusätzlich noch ein wenig Stabilität.
      Was jedoch beide ahnten war, dass es nicht ewig halten würde. Da hatten sie schon eine Invasion überlebt und nun würde sie sowas killen.
      Was genau lief hier eigentlich?

      Faktisch hatte die Schwarzhaarige bis zuletzt fest an die souveränität dieser Einrichtung gelaubt. Sie konnten immerhin Dinge tun, die sie noch nie gesehen hatte. Es schien alles so sicher und durchdacht.
      Aber das hier war alles andere als Durchdacht. Und an einen Test glaubte sie absolut nicht. Es war einfach nur der absolute Wahnsinn und am liebsten wäre es ihr, wenn sie nun aufwachte und feststellte, dass das alles einfach ein Traum war und Hao immer noch im Bus sitzen würde. Es war jedoch keiner.
      "Is es das ende..?", murmelte Hao leise in sich hinein als sie beinahe betäubt zusah we die ersten Dinge und Lebewesen im Loch verschwanden.

      Irgendwann wurden ihre Finger lahm und ihre Hand rutschte ab. Zu verdutzt um einen Schrei hinauszubringen segelte sie auf das Loch zu - und hinein.
      Ihren Partner hatte sie fest an sich gedrückt, denn es war das einzige, an das sie sich irgendwie "klammern" konnte. Als das Loch sie verschluckte, fühlte Hao sich seltsam. Sie war nicht tot, soviel war klar. Aber was waren sie dann?
      Wärend es gannzen Fluges waren ihre Augen geschlossen und sie öffneten sich auch erst als das Mädchen merkte das sie nicht mehr fiel.

      Zu sehen waren Pflanzen, man fühlte Wind und Temperatur. Und man hörte eine Stimme.
      Sie fragte wo sie seien. Gute Frage eigentlich.
      Haos Blick senkte sich zu ihrem Digimon, das seltsamerweise völlig ruhig zu sein schien. Es kratze sich sogar mt dem Hinterlauf recht gelangweilt am Ohr.
      Vielleicht war ihr Nervenkostüm einfach superdick.
    • Was zuerst wie die Rettung der Menschen vor den bösartigen Digimon geglaubt schien, was zuerst ein absolutes Wunder unter vielen war, entpuppte sich nun als vermeintliche Todesfalle. Vielleicht hätten sie ihre Digivices nicht auf das Licht richten sollten; vielleicht hätte Makkusu das Tor gar nicht erst öffnen dürfen. Was auch immer der eigentliche Fehler gewesen war, zu ändern war er im Nachhinein nicht mehr. Eine Reaktion war losgetreten, deren schlussendlicher Ausgang nicht abzusehen war. Würde der Tod auf die Probanden warten? Oder ein neues Abenteuer? Es war wohl offensichtlich, dass niemand der Anwesenden diese Frage einwandfrei beantworten konnte.

      Der Sog der Anomalie wurde stärker und stärker. Die kristallenden Spiegel, die um das Licht herum schwirrten, funkelten stärker, wirbelten schneller, schienen sich auf ein großes Ereignis vorzubereiten. Die ersten zwei Leichen waren bereits durch das Tor verschwunden, hatten mit jedem Mal einen Lichtblitz durch das zerstörte Labor gejagt. Dann folgten BlackGatomon, Hati und Lyrixia. Und gleich danach DORUmon sowie Calhaora. Es würde nicht mehr viel brauchen und auch der Rest würde verschwunden sein.

      Die Gravitation, die von der Lichtkugel ausging, wurde durch die verschluckten Objekte und Personen nicht getilgt, sondern regelrecht verstärkt, und bald mussten auch die anderen Anwesenden beten. Das GeoGreymon war eines der größeren Digimon, das dem Tor am nächsten gelegen war. Zuerst verschwand der wuchtige Schweif in der Anomalie und bald darauf der Rest des Körpers. Nur ein letztes, ersticktes Grollen war zu hören, bevor auch schon sein Kumpane, das Monochromon, folgte. Und trotz dass Peak ihren Giftigen Efeu benutzte, um eine Art Sicherungsseil für Khiara und sich selbst zu erstellen, blieb das Paar nicht verschont. Mit glorreichem Beispiel gingen sie als nächstes voran und wurden regelrecht verschlungen. Makkusu und Victor blieben ebenso nicht unversehrt und alles Festkrallen und Entgegenstämmen half nichts.

      Ein erneuter, riesiger Lichtblitz spiegelte durch das komplette Labor, während ein seltsam rauschender Zischlaut alles übertönte. Und dann war die Anomalie so schnell verschwunden, wie sie gekommen war...


      Professor Doktor Morgan Yu
      Stille.
      Das war das Erste, was der Professor auffasste. Eine erstickende Stille, die sich wie eine dicke, undurchlässige Wolldecke über sein Gemüt legte, ihn das daran hinderte, zu atmen. Zusammengekauert saß er da, in der Ecke des komplett verwüsteten Labors, die Finger schmerzend um ein Bündel loser Kabel und eine Stahlstange geschlungen. Endlich öffnete er die Augen, wenn er auch nicht wusste, was genau er erwartete. Glaubte er, alles sei wieder normal? Dass er lediglich geträumt hatte, einen schrecklichen Alptraum, dessen Realität sicherlich nicht bis in seine Realität reichte.

      Was er dann jedoch erblicken musste, was er realisieren musste, was er als die eine und einzige Realität akzeptieren musste, war allerdings das komplette Gegenteil. Blut bedeckte einige Teile des Chaos', die Wände, die Trümmerteile auf dem Boden. In einigen Ecken waren sogar noch ein oder zwei tote Körper zu entdecken. Kratz-, Brand- und Schlagspuren zeichneten sich auf allen erdenklichen Oberflächen ab. Aber das Schlimmste war: die Glaskuppel, die es ermöglichte, Objekte aus der Digiwelt in die reale Welt zu transportieren, war komplett niedergetrampelt worden. Kein Teil der Kuppel und auch kein Teil des daran angeschlossenen Computers hatte überlebt. Noch nicht einmal ein einziger Server war noch heile.
      Als Yu dann den Blick hob und sich umdrehte, erkannte er auch, dass selbst die Türen zum Labor zerstört waren. Er konnte trippelnde Geräusche von Stiefeln hören, die immer näher kamen. Fast schon apathisch dreinblickend sah er zurück auf das Trümmerfeld, aber da war nur eine einzige Frage, die ihm durch den Kopf ging: Wo waren die Probanden und ihre Digimon...?


      Khiara "Cherry" Sullivan & Peak
      Der schnelle Rhythmus ihres Herzens war das Erste, was Khiara erkannte. Vielleicht war es diese unerträgliche Stille um sie herum, die diese Tatsache so sehr hervorhob; oder es war ganz einfach die Angst, dass die Stille doch mehr bedeuten könnte, als dass es endlich vorbei war. Als dass es keinen Kampf mehr gab, dass sie überlebt und gewonnen hatten, auch wenn die Erinnerung daran, wie dies geschehen sein musste nicht wirklich darauf schließen ließ. Sie ließ das Ganze noch einmal innerlich Revue passieren. Es gab einen Kampf. Alles sah zunehmends besser für die Menschen und ihre neu-gefundenen Partner aus. Digitationen, wie sie genannt wurden, passierten, die kleinen Bällchen entwickelten sich innert Sekunden zu etwas, was viel stärker, komplexer und klüger als ihre alten Formen schien. Sie drängten die Angreifer, diese schrecklich großen Insekten, Dinosaurier und Co. zurück. Aber dann war da diese Lichtkugel, auf die sie, auf Geheiß von Makkusu, ihre Digivices richten sollten. Und all das reagierte im Zusammenspiel und resultierte darin, dass sich diese verdammte Anomalie wie ein schwarzes Loch verhielt, trotz seiner gegensätzlichen Schönheit und Vielfalt an Farben und Formen.

      Schlagartig öffnete die Blondine ihre Augen; war sie tot? Sie sah eine regelrechte Felswand, die ihren Blick dazu verleitete, höher zu blicken. Dort konnte sie, weit entfernt, Schneekappen entdecken. Aber viel prominenter und herausstechender waren die Felsvorsprünge, die in absteigender Folge irgendwo in der Ferne auf ihrer eigenen Bodenhöhe endeten; wie eine Treppe. Unweigerlich kam ihr der Song "Stairway to Heaven" in den Sinn, obwohl sie diese Art von Musik eigentlich gar nicht mochte. Was für eine Ironie...

      Ein kalter Schauder glitt ihr dann über die Schultern, als eine kalte Brise durch die Blätter des lichten Waldes hinter ihr raschelte und sie hielt sich automatisch, fast schon instinktiv, die Oberarme, rieb sich sogar die Haut in der Hoffnung, so irgendeine Art von Wärme erzeugen zu können. Das Klima dieser neuen Umgebung war doch ein kompletter Kontrast zu der schier unerträglichen Hitze auf dem Gelände rund um das Institut, in welches sie alle eingeladen wurden. Apropos: wo waren die anderen? Zum ersten Mal sorgte sich Khiara tatsächlich um das Wohl ihrer Mitmenschen. Vielleicht war es nur die Angst, in einer so fremden Umgebung mutterseelenallein gelassen zu werden, aber es verleitete sie dennoch dazu, sich umzusehen. Just in diesem Moment hörte sie Lyrixias Stimme; die Frau, die ihrem Digimon nur wenige Augenblicke zuvor noch Butterkekse angeboten hatte. Warte...

      "PEAK?!"

      Das kleine Pflanzendigimon kam in diesem Moment aus dem Busch hinter der jungen Dame spaziert, beide Arme voller Beeren und Früchte. Man mochte kaum glauben, dass all das aus dieser eher karg erscheinenden Umgebung entsprungen sein konnte. Lecker und genießbar sah es aber dennoch aus.
      "Was ist los? Bist du okay? Ist das GeoGreymon wieder da?" fragte Peak ein wenig verdutzt als es sich gerade die Hälfte eines anmutenden Apfels aus dem mit kleinen Zähnchen besetzten Maul zog. Kauend und schmatzend blieb es vor Khiara stehen und streckte sich ein wenig. "Auch Hunger?"

      Die Banalität der Situation konnte wohl kaum perverser sein. Die Anomalie, die die Digiritter und ihre Digimon in der Tat in die Digiwelt transportiert hatte, war nun vollends verschwunden. Die wunderschöne Stille der Natur regierte. Die Umgebung, in welcher die Menschen und ihre Partner gelandet waren, erschien sowieso in einem kompletten Gegensatz zu der Gegend, in welcher sie ehemals in das Tor 'eingestiegen' waren. Eine karge Felswand erstreckte sich gen Norden zu beiden Seiten, während sich ihr gegenüber ein Laubwald erstreckte, der hin und wieder von Nadelholz durchsetzt, aber schlussendlich in einem dichten Dschungel endete. Woher das Palmon in dieser Umgebung, in der der Boden kaum fruchtbarer als ein Haufen Kieselsteine schien, all das Essen herbekommen hatte, war schleierhaft. Andererseits herrschten in dieser Welt vollkommen andere Naturgesetze. Und die Tatsache, dass die Digimon so ruhig waren, überhaupt nicht ausflippten, sollte wohl auch eine gewisse Rolle spielen.

      Was die Truppe allerdings nicht zu bemerken schien, waren die vielen Paar Augen, die sie von der vermeintlichen Spitze des Berges herab beobachteten. Es waren keine Menschen, soviel war sicher, aber sie waren dennoch neugierig und interessiert. Die Motive der Beobachter blieben bis dahin allerdings unklar; jedenfalls solange, bis sie eigenhändig 'befragt' würden.

      by Rhaast & HAPPY HALLOWEEN!
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    • Marina "Jake" & Blaze (Guilmon)



      Es war... fast so, als hätte Jake einen plötzlichen Black-Out erlitten. Schwärze hatte sich vor seine Augen gelegt, sowie die Kälte über seinen Körper. Eine dezente Gänsehaut konnte er spüren, während er versuchte, seinen Körper zu irgendeiner Bewegung zu zwingen. Vorzugsweise dem Öffnen der Augen, denn die Stille, die sich um ihn herum gebildet hatte, war alles andere als Willkommen. Lediglich leise, undefinierbare Stimmen drangen an seine Ohren. Was war passiert?

      Das letzte woran er sich erinnerte, war, wie Lyxiria und Hati durch diese seltsame Lichtanomalie gezogen wurden, gefolgt von dem Geogreymon, welches als nächstes gefolgt von Peak und Khiara durchgezogen wurde. Anschließend erinnerte er sich nur noch an einen dumpfen Schmerz an seinem Hinterkopf, ehe Erschöpfung und eine unbekannte Ursache ihn schlafen schickte. Wenn die Anderen durch das Portal gezogen worden waren... traf das vielleicht auch auf ihn zu...?

      „Na los, verschwinde!“, ertönte gerade von der Seite, die erste laute, klare Stimme die Jake vernahm. Endlich schaffte er es seine Lider zu zwingen sich zu öffnen und was er sah, ließ ihn fast aufschreien. Das junge Guilmon schoss gerade einen weiteren Pyroball in Richtung des Insekten-Digimon, welches diesmal wohl keine große Lust mehr hatte, sich dagegen zu wehren. Stattdessen tat es genau das, was Blaze wollte – es wich der Attacke aus, breitete die Flügel aus und flog fast schon gefährlich surrend davon. Ein leises Schniefen entkam Jakes Kehle, als dieser versuchte, sich auf seinen Armen zu stützen, um irgendwie in eine sitzende Position zu kommen.
      Nur wenige Augenblicke später war Blaze bei ihm und half ihm vorsichtig, indem es die krallenbesetzte... Hand... an seinen Rücken legte und so abstützte. „Hey, bist du okay?“, fragte es besorgt, woraufhin sein Tamer lediglich den Kopf ein wenig schüttelte. „N-nein... mein Kopf tut ziemlich weh...“ Augenblicklich legte sich eine Mauer des Schweigens über das Guilmon, während es sich zu bemühen schien, möglichst unauffällig weg zu sehen. Nur kurz betrachtete Jake seinen Partner, ehe er die Augen etwas zusammen kniff und eine Braue hob. „Hast du mir etwas zu sagen?“
      Sofort hob das drachenartige Reptil die Arme, was darin resultierte, dass Jake direkt wieder zurück zu Boden fiel und grummelnd das Guilmon betrachtete. „Ich war es nicht, ich schwöre! Ich wollte dich nur zurück ziehen damit du nicht in das komische weiße Loch gezogen wirst wie die Anderen! Dabei... habe ich mich ein wenig unterschätzt und bin mit Wucht mit meiner Stirn gegen deinen Kopf gekommen... tut mir Leid...“
      „Also warst du es doch.“ „Nein!“ „Du hast es doch gerade gestanden!“ „... tut mir Leid...“ Man konnte förmlich die Tränen sehen, die sich in den Augen des Digimon bildeten und Jake seufzte leise. Nun sicherer richtete er sich erneut auf und streichelte die Schnauze des jungen Digimon. „Alles gut. Wo sind die Anderen?“

      Guilmon sah auf und blickte über Jake in Richtung der Felswand. „Näher an der Felswand. Siehst du?“ Als Jake sich umdrehte, vernahm er bereits ein lauter 'PEAK!' und konnte ein dezentes, aber erleichtertes, Seufzen nicht unterdrücken. Ihr schien es immerhin gut zu gehen. Blaze sah seinen Tamer fragend an, ehe er ihm die Hand reichte. Dankend nahm Jake diese und richtete sich mit Hilfe seines Partners auf, ehe sich ein Lächeln auf seine Lippen legte. „Lass uns schon einmal zu ihr gehen“, schlug er vor und das Guilmon nickte.

      Zusammen, er wurde etwas von seinem Partner gestützt da seine Beine sich noch immer anfühlten wie Wackelpudding. Interessanterweise verschwand der Schmerz aber schon wenige Meter nachdem sie losgelaufen waren... Merkwürdig.
      „Hey! Khiara! Peak!“, kündigte er sich dann an, als er bei ihnen ankam.

      "Obscuritemon!"
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    • Makkusu und Victor

      Während Victor sich mit Monochromon beschäftigte sah Makku das Chaos welche diese mysteriöse Lichtkugel anrichtete.
      Nach und nach verschwanden erst Trümmerteile, dann Leichen und schließlich sogar die Digimon in der Kugel.
      Makku versuchte sein möglichstes das Portal zu schließen, bevor schlimmeres passierte. Jedoch konnte er nichts tun.
      Das Display des Servers zeigte fremdartige Zeichen, die zu keinem Schriftsystem der Erde gehörten und der Server nahm keine Eingaben mehr an.
      "Ich wollte doch nur die Digimon zurück in den Server schicken und nicht alles andere dazu." Der Sog wurde immer stärker und fing an einen Probanden
      nach dem anderen einzusaugen. Schließlich wurden auch Makku und Victor von dem Portal eingesogen, bevor es auf seltsame Weise wieder verschwand.

      "Was ist los? Wo sind wir?" Victor war der erste von den beiden der aufgewacht ist und es schien, dass Makku noch nicht so schnell wieder zu sich kommen würde.
      Sowohl Jake als auch Khiara, sowie ihre Digimon waren bereits wach. Während Blaze einige komische Insekten verscheuchte, sammelte Peak Essen.
      Die anderen scheinen die Reise durch das Portal besser überstanden zu haben als Makku, der einige Blessuren davongetragen hatte.
      Seine Knie waren aufgeschürft und auch seine Arme hatten einiges abbekommen. "Dass seine geplante Rettungsaktion so verlief, konnte keiner ahnen..."
      Victor ließ seinen Blick durch die Gegend schweifen. Die Gegend hier lag zwischen zwei Felswänden. Vor ihnen lag eine Art Gebirge, was sich treppenartig aufbaute,
      während hinter ihnen ein riesiger Wald lag. Ein sehr seltsamer Ort...

      Ein kühler Luftzug wehte durch die Schlucht. "Ganz schön frisch hier. Ich hoffe er friert nicht." Victor entdeckte wenige Meter weiter Makkus Rucksack,
      der seltsamerweise mit durch das Portal kam, obwohl er am anderen Ende des Raumes stand. Dieser wurde gleich von Victor durchsucht.
      "Kabel, Kabel, seine Jacke... Ah diese Decke ist jetzt genau das Richtige!" Wirklich warm sah die Decke nicht aus, weil es eher eine Campingdecke war,
      aber jetzt muss sie reichen. Fragt sich nur was Makku mit einer Campingdecke in einem Forschungsinstitut wollte. Victor deckte Makku vorsichtig mit dieser zu,
      und knüllte seine Jacke, die ebenfalls im Rucksack war, zu eine Art Kissen. Es war schon seltsam, das eigentlich sonst so cholerische und schroffe Digimon,
      so fürsorglich zu sehen. "Jetzt muss ich mich noch um seine Wunden kümmern. Ich hoffe er wacht bald auf..."

      Schließlich wandte er sich an die anderen: "Hat jemand von euch irgendwas für seine Verletzungen. Also Verbände, 'ne Salbe und so nen Kram?"
      und verwies dabei auf Makku.
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    • Hati und Lyxiria

      "In der Digiwelt.", antwortete ausgerechnet BlackGatomon Lys Frage. Sie stand reichlich ramponiert auf dem Ast eines Baumes. Ihr Schwanz schlug gereizt herum. "Das ihr hier seid, werdet ihr noch bereuen!" Danach verschwand die schwarze Katze in den Wald hinein. Lust auf Kampf schien sie nicht zu haben.
      "Jaja...", murmelte Ly leise. Sie achtete nicht weiter auf die Katze sondern hob ihre Pistole auf, die durch einen Zufall nicht weit weg von ihr lag und überprüfte das Magazin. Eine Kugel noch. Das würde nicht viel helfen. Andererseits schien die Waffe eh nicht allzu erfolgreich beim Einsatz gegen Digimon zu sein. Sie schob sie trotzdem zurück ins Holster, nachdem sie sich vergewissert hatte, dass sie gesichert war.
      Erst danach wandte sie sich den anderen zu.
      Die Gruppe der Digiritter stand, saß oder lag mehr oder minder verteilt in der Nähe. Peak hatte für Essen gesorgt und der blaue Raufbold rief nach Unterstützung für Makku.
      "Warte!", rief Hati zu und rannte zu Viktor. "Ich glaube ich kann helfen. Ich muss ihn nur ordentlich abschlabbern!" Na ob Makkus Partner das zulassen würde bei der Beschreibung?
      Ly blieb vorerst wo sie war. Während sie ohnmächtig war, waren alle Digipartner digitiert. Sie glichen nun in keiner Weise mehr den kleinen, niedlichen Kügelchen, die vor wenigen Stunden aus den Eiern geschlüpft waren. Waren es Stunden? Ly kam es bereits wie Tage vor. Sie zog ihr Digivice aus der Tasche und hielt es nach einander auf jedes Digimon.
      Labramon. Tierdigimon. Level: Rookie. Typus: Serum. Attacke: Retriever-Bark, Cure Liqueur. Guilmon. Veemon. Palmon. DORUmon.
      Nachdenklich steckte sie das Gerät wieder ein und sah lange zum Wald. BlackGatomon war dort - aber hier waren sie auch auf den Präsentierteller. Ein Frösteln überkam Ly. Auf einmal fühlte sie sich sehr beobachtet.
      Dennoch ging sie betont ruhig auf die Gruppe zu. "Alles in Ordnung bei euch?", fragte sie.
    • Calhaora

      Inzwischen hatte sich die junge Frau ein wenig gefasst und beobachtete die anderen, wie sie mit der Sitiation umgingen. Das Loch durch das die gefallen waren schien weg zu sein.
      Man hing hier scheinbar wirklich fest.
      Durch ihren herumsuchenden Blick fand sie auch die Augenpaare die sie beobachteten. Waren es noch mehr von diesen Monstern? Jedenfals griffen sie nicht an.
      Oder zumindest NOCH nicht.

      Ihre Aufmerksamkeit wurde jedoch davon abgelenkt als einer der anderen, Lyxiria oder so, herantrat und nachfragte ob alles in Ordnung sei.
      War denn alles in Ordnung? An sich eigentlich schon, mal ganz abgesehenvon der Tatsache das keiner eine Ahnung hatte WO sie eigentlich waren und wie sie wieder nach Hause kamen.
      Hao meinte auch irgendwas von "Digiwelt" aufgeschnappt zu haben, aber was sollte das denn sein. Klang wie eine schlechte Welt aus irgendeinem schlechten RPG-Maker-Game.

      "Denke doch..?", antwortete Hao doch ein wenig verhalten und beinahe fragend. Ihr war wohl bewusst, dass das wohl keiner wusste. Aber irgendwie hatte sie die Hoffnung, das vielleicht irgendjemand ein wenig Kreativer war als sie.

      Wärenddessen sah sie aus dem Winkel, dass de Pflanze von der Blonden Schnepfe es wohl hinbekommen hatte was zu essen aufzutreiben.
      Also gab es hier was zu knabbern. Sie würde nich verhungern. Nur hab es hier Wasser? Und dazu noch trinkbares?
      Man musste sich darüber Gedanken machen wie man a - in die Zivilisation zurückfand und b- Nahrung Wasser und einen Schlafplatz beschaffen konnte.

      Dazu kamen noch diese Augenpaare. Vorsichtig blickte Hao hoch.

      "Uhm...Hallo.. Wisst ihr zufällig wo wir sind?"

      Faktisch waren sie sicher mit der Umgebung vertraut, da sie hier ja eventuell zu leben schienen. Und da sie doch gewissermaßen Neugierig dreinblickten, bestand ja durchaus die Chance, dass es sich um freundlich Gesinnte handelte.
    • Die Augen, die sich am oberen Hang der Felswand zeigte, vermehrten sich immer und immer weiter, während sie dem geschäftigen Treiben der Menschen am Fuße besagtes Walls zuschauten. Wäre der geschulte Beobachter und Zuhörer näher dran, könnte er sicher erkennen, wie aufgeregt die Digimon waren, zu denen die Augen gehörten. Immer wieder tuschelte es aufgeregt. Allerdings brauchte es schlussendlich tatsächlich Calhaoras Zutun, dass jenes Tuscheln und Murmeln in viel lauterer Form den Menschen unten zuteil wurde.
      "Menschen!" -- "Sind das Menschen?" -- "OH, MENSCHEN!" -- "Aber was machen Menschen hier?!" -- "Hier, Menschen, warum?!"
      Die Stimmen echoten wirr durcheinander, nur einzelne Worte konnten unten immer mal wieder klar vernommen werden. Allerdings war bereits jetzt eines klar: Wenn die Digimon wussten, was hier los war und wo die Menschen waren, dann würde es verdammt viel Kraft und Mühe kosten, diese Informationen aus ihnen herauszubekommen.


      Khiara "Cherry" Sullivan & Peak
      Das Palmon schien nicht sonderlich beeindruckt von dem irritierten Treiben der Menschen. Stattdessen verteilte es munter weiter die Früchte und Beeren, die es im angrenzenden Wald gefunden und gesammelt hatte, stellte damit also sicher, dass alle einen einigermaßen genährten Magen hatten. Immerhin fielen auch Digimon dem Hunger und Durst zum Opfer, was im Umkehrschluss doch sicher bedeutete, dass auch Menschen davon betroffen waren, nicht? Schlussendlich war es Peak ziemlich egal, worüber die Menschen redeten, selbst das BlackGatomon ignorierte es gekonnt, und spielte unterdessen einfach weiter die Krankenschwester.

      Khiara nahm sich auf Palmons Drängen hin was so aussah wie ein Pfirsich, wartete allerdings, bis sich das Pflanzendigimon auch an die anderen wandte, bevor sie es tatsächlich wagte, in die Frucht zu beißen. Bald erkannte sie, dass diese Frucht, wenn sie auch nicht wirklich nach einem Pfirsich schmeckte, ziemlich gut war. Unterdessen schien es, als wäre all die Arroganz und Hochnäsigkeit, die die Blondine zuvor im Institut an den Tag gelegt hatte, wie weggeblasen. Wahrscheinlich war das aber nur den Umständen geschuldet, dass sie soeben durch vollkommen unerklärliche Phänomene in eine vollkommen andere Welt gezogen und von jetzt auf gleich einem Partner zugeteilt wurde. Die kleine Verbrennung an ihrer Wade nahm sich durch all das Frösteln in diesem Moment auch gar nicht mehr wahr.
      Es war schlussendlich die Stimme Lyrixias, die die Aufmerksamkeit Cherrys auf sich lenkte. Ein wenig verloren blickte sie auf, erkannte, wie sich zwei Mädchen um sie geschart hatten. Die eine war der schwarzhaarige Emo, die andere die Brünette, zu welcher die Stimme, die sie zuvor vernommen hatte, gehörte. "Denke doch...?" -- ja, das waren wohl die besten Worte, um die Gefühlswelt der reichen Göre in diesem Moment zu beschreiben. So sehr es Khiara auch widerstrebte, in diesem Momente musste sie der Emo-Tante wirklich zustimmen. Den Pfirsich bereits halb aufgegessen, zuckte sie also die Schultern. "Keine Ahnung. Sieht so aus, als lebe ich noch, oder?" Vielleicht hörte sich diese Aussage viel angestrengter und einnehmender an, als sie es zuerst wollte, aber letzten Endes war es ihr im jetzigen Moment ziemlich egal.

      Das angehende Gespräch wurde dann tatsächlich nur durch die Frage der Schwarzhaarigen vermeintlich gen Himmel unterbrochen, sowie die fast zeitgleich darauffolgende Reaktion Peaks. Das Rookie-Digimon hatte fast auf der Stelle all die restlichen Früchte fallen gelassen, die noch nicht verteilt wurden, und stürmte mit erhobenen Pranken auf Hao zu.
      "Nein! Nein, nein, nei--" Und da wurde das Palmon auch schon durch die wild durcheinander echoenden Stimmen der Digimon über ihren Köpfen unterbrochen. Ein Gesichtsausdruck der puren Verzweiflung legte sich in seinen Blick, als würde es jeden Moment einer Panikattacke unterliegen. "Was hast du getan?!"


      Nun, wie konnte Miss Lightsbane auch wissen, dass die Digimon, die nun tatsächlich immer mehr und mehr auf ihrem Felsvorsprung wurden, keinesfalls die erhofften intelligenten Wesen waren, die der Truppe in diesem Moment sicherlich hätten weiterhelfen können; entweder durch ein aufschlussreiches Gespräch oder einen Angriff? Richtig -- gar nicht. Denn die Bande an Augen und Stimmen, die sich oben anhäuften, gehörten tatsächlich zu einer Gattung an Digimon, die sich normalerweise nicht in solch kalten und felsigen Gebieten aufhielten; Numemon. Tatsächlich machten die Digimon ihrem Namen auch schon bald alle Ehre. Statt sich von dem Felsvorsprung herunter zu bewegen und sich eventuell einem Gespräch mit den korrekt erkannten Zweibeinern zu stellen, setzte bald ein Regen ein, der absolut nicht das war, was die Menschen in ihrer realen Welt gewohnt waren. Es war schleimig, es stank und es klebte. Der Ausdruck "Fäkalien" war sicherlich weit untertrieben. Es glich viel mehr einer Szene aus einem in der Menschenwelt weit verbreiteten Internet-Phänomen, das zwei Mädchen und einen Pokal beinhaltete...

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      Makkusu und Victor
      Auf den Vorschlag Hatis, Makkus Wunden Abschlecken zu lassen, war Victor nicht gut zu sprechen. "Das Vieh will Makkus Wunden mit seiner dreckigen Zunge abschlecken,
      die es sonst wo hatte. Am Ende entzündet sich der ganze Scheiß!" Victor war kurz davor Hati in seiner üblichen cholerischen Art anzuschreien,
      jedoch unterdrückte er mit großer Mühe seine Wut. "Jetzt auszurasten bringt gar nichts... Ich muss mit denen noch ein Stück zusammen sein
      und es wäre besser wenn ich mich mit ihnen gutstelle." "Äh nee, lass mal lieber.", entgegnete Victor Hati.
      "Warte mal... hat er nicht auch auf diese Weise wieder Ly aufgeweckt. Sein Speichel könnte Heilkräfte haben." "Obwohl... Wenn du das machst,
      was du bei Ly vorhin gemacht hast, dann kann das helfen. Aber pass bitte auf die Wunden auf. Nicht dass sich da was entzündet."

      Er schaute sich schließlich um und entdeckte die seltsamen Numemon, die sich hier überall in sicherer Entfernung versammelt haben.
      Jedoch beachtete er sie nicht weiter, da er sie nicht für wirklich intelligent hielt. Danach sah er Peak, die gerade aus dem Gebüsch mit einem Haufen Essen sprang.
      "Peak war also Sammeln. Vielleicht hat sie auch ein paar Kräuter oder ähnliches gefunden."
      "Hey Peak, hast du zufällig ein paar Heilkräuter oder Ähnliches gefunden?" rief er zu dem Pflanzen-Digimon und verwies dabei auf Makku.

      Dieser scheint aktuell immer noch bewusstlos zu sein, aber wenigstens steckt er einigermaßen warm und man muss keine Angst haben, dass er unterkühlt oder Ähnliches.
      "Ich verstehe aber wirklich nicht, warum ich mir um ihn solche Sorgen mache. Zwar hab ich mit ihm irgendwie Freundschaft geschlossen,
      aber wirklich leiden kann ich ihn eigentlich nicht, oder...? Ach das liegt bestimmt nur an dem Digivice, dass ich so unfreiwillig der Partner, von so nem Idioten geworden bin!"
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      Lyxiria und Hati

      Beleidigt blies das Hundedigimon die Wangen auf. "Da wird sich nichts entzünden. Ich weiß was ich tue!", behauptete es. "Du weißt doch auch, was du tun musst, wenn du deine Fähigkeiten einsetzen willst, oder nicht?!"
      Eine kühne Behauptung von Hati. Denn eigentlich wusste es nicht wie es Ly genau wieder wach bekommen hatte. Aber seine Zunge hatte dabei so komisch geprickelt und er hatte gespürt, dass er danach für einige Momente geschwächt war - so als hätte man ihm Energie entzogen. Und dann war seine Tamerin aufgewacht. Hati war sich sicher, dass das zusammen hing!
      Während diese überhebliche Schlumpf - er wusste nicht, was das war, aber die Beschreibung fand er passend - direkt zu Peak rannte und nach Heilkräutern fragte, ohne Hatis Erfolg abzuwarten, wandte sich Lys Partner dem Ohnmächtigen zu. Zögerlich trat er einen Schritt näher heran. Es kam ihm seltsam vor jemanden anderen als die junge Frau abzuschlecken, aber er hatte es nun mal angeboten, da konnte er auch keinen Rückzieher machen.
      Zögernd streckte er seine lange Zunge heraus und zog sie einmal über Makkus Wange. Nichts passierte. Verdammt! War wohl doch nicht so einfach, wie er sich das vorgestellt hatte.

      Ly indes nickte Hao zu. Die Frage wurde zwar recht zögerlich von ihn beantwortet, aber sie war sich sicher, dass sie größere Verletzungen erwähnt hätte. Auch die Anderen schienen unverletzt - sah man von Makku ab, der gerade unter Hatis feuchten Hundeküsschen zu leiden hatte, davon aber nichts mitbekam.
      Gerade als sie vorschlagen wollte, dass sie in Deckung gehen sollte, sprach Hao ein Rudel Digimon an, die bisher ruhig am Felshang gehangen hatten und die Ly bisher nicht wirklich wahr genommen hatte, weil ihre Sorgen vorerst der Gruppe gegolten hatten. Die Digimon glichen Nacktschnecken, wenn auch wesentlich größer und proportional gesehen kürzer. Außerdem hatten sie einen verhältnismäßig großen Mund mit fast schon menschenähnlichen Zähnen.
      Zu Lys Überraschung reagierte aber zu erst Cherries Digimon Peak, welches entsetzt die Früchte fallen lies und Hao versuchte vom Gespräch abzuhalten. "Was ist..." los, wollte sie gerade fragen, als die Schnecken anfingen sie zu bewerfen.
      Instinktiv ging Ly in Deckung, weil sie Steine erwartete. Allerdings war das, was direkt vor ihren Füßen auftraf, kein Stein.
      "Scheiße!", rief sie. "Los, wir müssen hier weg!" Oder sie würden allesamt demnächst nach Jauchegrube stinken. Hektisch drehte Ly um und rannte zu Makku und Hati. Er musste JETZT aufwachen! "Beeil dich Hati!"

      Hati hob das Ohr als er Lys Stimme hörte, die eindeutig seinen Namen rief. Sofort setzte er sich auf die Hinterpfoten und drehte den Kopf zu ihr, um zu sehen, was sie beunruhigt hatte - und bekam große Augen, als er den Grund sah. Nun gut. Ly hatte ihm jetzt quasi befohlen Makkusu zu heilen. Ja gut, sie hatte es nicht direkt ausgesprochen aber was hätte sie sonst meinen können!
      Entschlossen schleckte er dreimal quer über Makkus Gesicht. Und tatsächlich spürte er das Kribbeln seiner Zunge wieder und die folgende, leichte Schwäche. Dieses Mal hatte es funktioniert!
      "He Schlumpf!", rief Hati nach Viktor. "Dein Partner wacht auf!" Sollte das blaue Digimon sich doch um den Menschen kümmern, er würde jetzt Ly in den Wald bringen. Entsprechend rannte er auf allen vier Pfoten auf seine Partnerin zu, die ihn jedoch vollkommen ignorierte und an ihm vorbei zu dem ehemals Bewusstlosen rannte. Irritiert stoppte Hati und sah - wieder auf den Hinterpfoten sitzend - zurück.
      "Steh auf Makku! Wir werden angegriffen!", energisch zog Ly ihm die Decke weg.
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      Calhaora & Cadentia




      Keine Minute später bereute die Schwarzhaarige, diese Viecher überhaupt angesprochen zu haben. Das leise unverständiche Murmeln wurde Lauter und wurde schließlich eine aufgeregte "Diskussuion". Dabei blieb es allerdings nicht.
      Das Pflanzendigimon der Blonden hatte scheinbar auch etwas dagegen, das sie sie ansprach.
      Kaum hatten sich diese Viecher aufgeregt unterhalten wurde auch schon die erste Fäkalie geworfen. Viele weitere Folgten.
      Es war wie in einem schlechten fetischporno, dachte Hao bitter als sie schreiend ihren Weg zu dem schützenden Wald suchte.
      Ihr Partner schien das ganze mehr zu stören als das Mädchen selbst, doch brachte es dieses weitaus weniger verbal zum Ausdruck.
      Wärend auch das lila Tierdigimon lief drehte es den Kopf leicht in die Richtung der Numemon und schoß einen Ball aus gräulicher Energie auf diese. Es zielte nicht richtig, wie sollte sie auch, aber insgeheim hoffte das Digimon, dass es die Numemon einerseits davon abhalten würde weiter mit Kacke zu werfen oder sie gar ganz verscheuchte.


      Das Blätterdach bot auch genug Schutz vor den kleinen Mistviechern und erlaubten es kurz durchzuatmen und sich den Dreck von den Klamotten und der Haut zu puhlen.
      Es roch absolut wiederlich. Gab es hier irgendwo einen Fluß oder gar ein Hotel wo man sich und seine Kleidung waschen konnte?
      Aber davon mal abgesehen sah es hier aus, als wären sie in der hintersten Pampa. Die Chancen hier was zu finden standen gen Null.
      Da war ein Fluß oder See weitaus wahrscheinlicher.

      "WAS war das...", fauchte Calhaora leise und starrte finster in die Richtung der immer noch spaßhabenden Numemon.


      " Numemon. Ein Champion-Digimon vom Typus Virus. Es hat seine attacke >>Dreckschleuder<< eingesetzt. Sind nicht bessonders stark oder Schlau."


      Haos Blick wanderte erstaunt zu ihrem Partner, der ihr dies gerade mit ruhiger abwesender Stimme erklärt hatte. Kurz nahm sie ihr DigiVice zu hand und musste festellten das ihr Fuchsraptor vollkommen recht hatte. Sie schienen wirklich nicht besinders helle zu sein, wenn sie einfach fremde Leute mit Fäkalien bewarfen.
      Hoffentlich würde ihnen das bald zu langweilig und sie würden sich einfach verziehen.
      Solange sie ihnen nicht nachkamen war es ihr eigentlich auch egal was sie anstellten.
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