Willkommen bei Filb.de! Registrieren Passwort vergessen?

Shining Dead [V.2]

    • Rollenspiel
    • Shining Dead [V.2]

      Dies hier ist der RPG-Thread zum RPG 'Shining Dead'! Für die Anmeldung, Regeln und weitere Infos -> Anmeldethread


      Die GMs von Shining Dead:
      @Obscurite
      @shu

      Bei Fragen und Anmerkungen während des RPGs kann man sich immer an uns wenden.

      FSK 16

      Gildenteam:


      UsernameCharakternameSpeziesRolleSchriftfarbe
      @ObscuriteKane "Pulse"KirliaHeilerSchrift
      @shuNhitaia "Mantai"AriadosSchützeSchrift
      @EichenherzNacht "S-N"NachtaraSpionSchrift
      @RhaastKachine "Adagietto"ChoreogelDiebSchrift
      @Sanchez619Austin "Rainmaker"MeditalisKriegerSchrift
      @foenix10000Tanubio "Noi"eF-eMSpionSchrift



      Vorstory

      Auf deinem Weg zur Gilde entdeckst du ein Flugblatt, welches einsam im Wind vor dir her wehte. An einen Pfosten genagelt, für jeden sichtbar. Zunächst willst du wohl einfach daran vorbei, immerhin stehen an diesen Flugblättern nur selten wirklich interessante Sachen – doch kaum das du direkt daneben ankommst, erkennst du aus deinem Augenwinkel heraus das Bild eines Zoroark.
      Sofort wendet sich deine ganze Aufmerksamkeit dem Flugblatt zu. Man konnte nicht direkt erkennen, dass es ein schillerndes Zoroark war, immerhin war das Foto schwarz/weiß. Doch deine Anführerin konntest du unter allen Zoroarks dieser Welt erkennen, mit diesem großen, goldenen Ohrring im rechten Ohr... Dein Blick fällt auf die Schrift darunter.

      Frohe Kunde!


      Am 21.05.XX um circa 15 Uhr ergriff die Polizei die Anführerin der gefürchteten Gilde Shining Dead, Esmeralda Yunova! Mit diesem Erfolg verkündete Oberwachtmeister Keon das Ende der Gilde. Er kündigte an, seine Gefangene so lange in seinem Revier zu behalten, bis sie den Standort des Hauptquartiers preis geben würde. Mit dem Ziel vor Augen, Shining Dead komplett zu zerschlagen, hoffen wir auf einen baldigen Erfolg Keons und seiner Männer und feiern in der Zwischenzeit die Gefangennahme des Kopfes der Gilde in unserer geliebten Hauptstadt Aeon auf dem Marktplatz der Sonne! Jedes Pokémon ist eingeladen den Feiern beizutreten und mit Musik, Tanz und Gesang das baldige Ende der Bedrohung zu feiern!

      Leise grummelnd ziehst du das Flugblatt von dem Pfosten und knüllst das Papier zusammen. Du warst dir zwar sicher das diese Informationen mittlerweile jeder in der Gilde hatte, aber es konnte nur gut sein wenn nicht jedes Pokémon das her vorbei kam sofort von der Nachricht erfuhr... Eilig führst du deinen Weg fort, bis hin zu einer Felswand. Kurz tastest du, ehe du fünf Mal gegen einen Felsen klopfst. Im nächsten Moment verschwand der Stein und du gehst eilig durch den frei gelegten Eingang, eine steinerne Treppe hinab bis in die von Kerzen hell erleuchtete Gilde.
      In der Mitte des großen Raumes, den du ohne zu Zögern betrittst, stand bereits ein Maxax. Energiegeladener, zweiter Anführer der Gilde und Stellvertreter Esmeraldas und gerade sichtlich wütend. „Sie denken sie können einfach unsere Anführerin entführen und glauben das wir uns einfach zerschlagen lassen? Falsch gedacht! Und das sie uns gesagt haben wo sie ist, ist noch dümmer. Ich will das ihr euch alle zusammen tut! In Fünfer- bis Zehnergruppen werden wir nach Aeon gehen und ihnen zeigen, dass mit uns nicht zu spaßen ist! Wir befreien Esmeralda und zeigen ihnen, warum sie Angst vor uns haben sollten!“

      Doch im nächsten Moment erklang ein liebreizender Gesang. Nur kurz konnte man sich umsehen und verwirrt nach der Ursache suchen, ehe man in den sanften Schlaf gesungen wurde...

      Gegenwart



      Kane



      Nur wenige Stunden später öffneten die ersten ihre Augen. Das erste Pokémon, das erwachte, war ein junges Kirlia, welches müde blinzelte, um seine Lider dazu zu bewegen, sich ordentlich zu öffnen. Eine leichte Übelkeit stieg in ihm auf und er bemühte sich, sich nicht allzu viel zu bewegen. Schnell stellte er fest, dass er sich kaum bewegen konnte und sein Kopf ungewöhnlich weh tat. Ein dezentes, müdes Murren entkam seinem Mund, während er versuchte, sich zu konzentrieren und seine Lage zu verstehen.

      Er hing in einem dunklen Raum fest, so viel verstand man in den ersten paar Sekunden. Es war kein sonderlich breiter Raum, dafür war er recht hoch angelegt. Die Wände bestanden aus Backstein und der Boden war mit Unmengen kleiner Kiesel ausgelegt worden. Die würden sicher ordentlich knirschen, wenn man darauf landete und herum lief. In die Wand den Pokémon gegenüber waren kleine Löcher eingebettet, in etwa groß genug, dass ein Maschock einmal durchschlagen konnte. Sie dienten wohl lediglich der Luftbeschaffung, da man hindurch kaum etwas sehen konnte. Die Decke bestand aus Holzbrettern, in denen mehrere Nägel eingebettet worden waren.

      Von diesen Nägeln hingen dicke Eisenketten hinab, einige schienen schon eine längere Zeit unbenutzt, da sie bereits zu rosten anfingen, während andere auf Hochglanz poliert zu sein schienen. Wenn man etwas an ihnen herunter sah, erkannte man schnell, dass sie nicht nur Dekoration waren. Insgesamt fünf Pokémon hingen in diesem Raum an den Ketten fest. Arme, Beine, Flügel... was gefesselt werden konnte, war gefesselt. Die Hauptverbindung zu den Ketten war wohl der eiserne Ring, der um den Oberkörper der jeweiligen Pokémon gebunden war und von dem aus ein kleinerer Ring mit dem Eisen verbunden war.

      Für jedes Pokémon schienen perfekte Fesseln gemacht worden zu sein. Beine wurden ebenfalls durch eiserne Ringe zusammen gehalten, Arme, Flügel und Vorderpfoten von einem weiteren noch zusätzlich an den Oberkörper gepresst. Der Abstand zum Boden war wohl in etwa zwei Meter – ein Fall der zwar weh tun würde, aber für die Meisten mehr oder weniger ungefährlich war. Das Kirlia sah sich weiter um. Sie hingen allesamt nicht unbedingt in der Nähe einer Wand, doch wenn man sich genug hin und her schwang, konnte man vermutlich noch am Ehesten die erreichen, die gegenüber der löchrigen Wand lag.

      Kurz dachte Kane darüber nach, sich einfach nach unten zu teleportieren. Doch schnell wurde diese Idee wieder verstoßen, als er merkte, dass seine Psi-Kräfte nicht funktionierten und stattdessen nur noch mehr Kopfschmerzen verursachten. Blinzelnd versuchte er den Ursprung dafür zu erkennen, doch konnte er schlecht die Eisenvorrichtungen über seinen Hörnern am Kopf sehen. Damit war auch die Möglichkeit direkt in die Köpfe anderer Pokémon zu sprechen hinfällig. Na super. Im Bezug auf ihn hatten die wirklich an alles gedacht. Dann blieb nur noch eines...
      Er begann ein wenig hin und her zu schwingen, in einem Versuch die Kette dazu zu bringen, sich mitzubewegen. Nach ein paar fruchtlosen Sekunden, schaffte er es dann aber, aus seinem Gefängnis zumindest eine Art Schaukel zu machen und mit jedem Mal, mit dem er hin und her schwang, legte er schon weitere Distanzen zurück. Dennoch war das eine verdammt Kraftaufwendige Aktion und er musste wohl einfach hoffen das er irgendwann jemanden per Zufall erwischte, der eine bessere Ausgangssituation besaß als er und ihnen helfen konnte. Auch wenn die Gilde berüchtigt für ihre Brutalität war und teilweise auch für das Desinteresse an anderen Pokémon, so hatte Esmeralda immerhin jedem des Öfteren verklickert, dass kein Mitglied zurück gelassen wurde. Nun musste er wohl einfach hoffen, dass auch jeder von seinen Mitgefangenen sich diese Worte zu Herzen genommen hatte, sonst sah Kane womöglich in seiner momentanen Situation alt aus.

      "Obscuritemon!"
      Banner by Shu <3

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Obscurite ()

    • Gefangen in der Vergangenheit


      Schmerz...Brennender Schmerz... Er überdeckte alles. Jeder Bewegung tat weh. So konnte Austin keinen richtigen Gedanken zusammen bringen.
      „Zum Schluss ist es immer dasselbe, Austin. Bei all deinem Können kannst du einfach keinen Sack zumachen. Eigentlich fast schade.“
      Diese herablassende Stimme... Austin ballte seine Fäuste. Er wollte aufstehen. Doch der Schmerz ließ es nicht zu.
      „Weißt du, mein Lieber... Eigentlich sollte ich dir dankbar sein. Der unbesiegbare Rainmaker! Der Boxer mit der längsten Siegesserie in den letzten zwanzig Jahren. Nur daran zu denken, wem die Ehre gebührt, diesen perfekten Kämpfer zu besiegen. Tja, scheint so als wäre das ICH!!“
      Ein heftiger Tritt gegen die Brust... Austin schnaubte nach Luft. Er musste aufstehen. Es konnte nicht so enden.
      Plötzlich fühlte er, wie jemand ihm am Hals packte und in nach oben hob. Beinahe bekam Austin keine Luft mehr. Jedoch hatte er nicht genug Kraft, sich zu wehren.
      „Damit endet nun diese kleine Scharade. Gute Nacht, Austin! Sie wird nämlich sehr lang sein...“
      Gerade so bekam der Rainmaker noch ein Auge auf. Mit Grauen sah er einen Arm, der zu einem wuchtigen Himmelhieb ausholte. Austin wusste nur zu gut, wem dieser Arm gehörte. Mit letzter Kraft schrie er all seinen Hass hinaus: „BALOR!!!“


      Vor Schreck wachte Austin aus seinem Traum auf. Vollkommen verschwitzt schnappte er nach Luft. Der Traum verfolgte ihn schon seit Jahren. Es war eine Erinnerung an seinen letzten Boxkampf, sein Rematch gegen Balor. Zu dem Zeitpunkt hatte er schon nicht mehr das Mindset, um den Kampf zu gewinnen. Tatsächlich würde jeder, der den Kampf gesehen hat, es mehr wie eine Hinrichtung beschreiben als wie einen Boxkampf.



      Nachdem er sich wieder etwas beruhigt hatte, merke er erst, dass er angekettet war. Sie waren mit seinen Gildenpartnern verbunden. Austin merkte sofort, dass er die stabilsten hatte. Sein Körper bewegte sich nicht einen Zentimeter, egal wie sehr er sich anstrengte. Außerdem merkte er, wie sein Kopf immer schwerer wurde. Er war tatsächlich kopfüber aufgehängt worden.
      ~Das ist nicht gerade gut~, meinte er. ~Scheinbar sind wir alle geschnappt worden. Ein Verräter? Ein Spion der Bullen? Was auch immer es ist, sie müssen einen zum Reden gebracht haben...~
      Die Zelle war natürlich nicht gerade sehr ansehnlich. Es entsprach etwa einer Gefängniszelle aus alten Märchen, welche Austin als Kind gelesen hatte. Das einzige, was noch gefehlt hätte, waren ein paar Kollegen, welche schon die Zeit gesegnet hätte. Zumindest die Sache gab dem ehemaligen Boxer etwas Trost.


      ~Nun, so viel dazu. Jetzt fragt sich noch, wen es alles noch in diese Zelle verschlagen hat~
      Er sah sich kurz um und sah vier weitere Kollegen. Einer kam ihm sehr bekannt vor.
      ~Wie hieß er noch mal... Pulse, nicht? Der Typ, der immer so still herumhängt. Er wird essentiell sein, wenn wir hier rauskommen wollen.~
      Dies reichte Meditalis für's erste mal. Stattdessen schaute er hoch zur Decke, um zu sehen, wie stark die Fesseln an der Decke festgemacht waren. Austin stellte glücklicherweise fest, dass ein starker Ruck durchaus in der Lage wäre, die Verankerung heraus zu brechen. Allerdings würde er damit riskieren, die etwas zierlicheren Leute seiner Party eine Gehirnerschütterung mitzugeben.
      ~Generell sollte ich mich aus diesen Fesseln befreien können. Das sollte aber auch ein wenig dauern. Ich muss mich aber erstmal eine gute Zeit lang protzen.~
      Zugegeben, Austin war nie ein Freund der Meditation gewesen. Aber er konnte die Methode benutzen, um seine Muskelkraft zu verstärken. Somit hätte er zumindest genug Kraft, um mithilfe seiner Bauch- und Rückenmuskeln an die Fesseln und Ketten zu kommen. ~Manche Leute lernen einfach nie, wie man seinen Körper einsetzen kann.
      Damit begann er nun, seine Muskeln anzuspannen. Er fühlte die Kraft in seinen Körper wandern, und wie sie ihn beweglicher machten.
      Plötzlich merkte er, wie jemand die Ketten schwang. Anscheinend versuchte Pulse vergeblich, sich zur Wand hin zu schwingen. Dort waren zwar einige Löcher, welche definitiv für die Flucht wichtig waren, aber solange es nicht seine Psykräfte einsetzen konnte, war seine Anstrengung vergebens.
      „Pssst!“, zischte Austin ihm leise zu. „Lass das mal. Das hilft uns nicht. Ich werde mich erstmal meine Muskeln wieder auf Fahrt bringen und dann versuchen, einen Schwachpunkt an den Fesseln zu finden. In Ordnung?“
      Pulse antwortete nicht, aber sein Blick war sehr ruhig. Dies nahm Austin als Zeichen der Zustimmung auf und widmete sich wieder daran, Kraft in seinen Körper zu bringen...

      "The show's over!"
    • Kachine


      >>Ich hätte heute einfach zu Hause bleiben sollen.<<

      Dieser Gedanke schoß der dunklen Schönheit in den Kopf als sie sich von der Gesangstunde zu erholen begann. Ihre Augenlieder hoben sich schwer und begannen den Raum einzusehen. Ers verschwommen, dann immer klarer. Es war eine richtig schöne Klischezelle mit verdammten Ketten.
      Eine Solche spürte sie auch an sich. Ihre Flügel waren wortwörtlich an ihren Körper gepinnt und der rest der Fesseln verhinderten ein Entkommen.
      Wenigstens konnte sie ihren Kopf noch bewegen. Ein Blick genügte um ihr dann auch zu sagen, das sie nicht alleine war.
      Natrülich nicht.
      Zwei von denen redeten auch schon leise. Der rest schien noch nicht im hier und jetzt angekommen zu sein.

      "Was ist passiert? Wer zum..Fi-", ein leises hüsteln, "Wer hat gepetzt?", fragte sie leise in die Richtung Kanes und Austins.
      Vermutlich hatten die beiden genau so wenig Ahnung, aber es konnte ja eine Chance bestehen, dass sie oder irgendwer von den anderen IRGENDWAS gesehen hatte.
      Und was war mit den anderen. Faktisch waren nur 5 in der Zelle.

      Lustlos pumpte sie ein wenig mit den Flügeln, als wollte Kachine mittlels bloßer Eigenkraft diese dummen Fesseln sprengen. Ihr war klar das es unmöglich war, aber es war alles einfach nur kacke gerade. Für sie, ihre Gildis - einfach ALLE.

    • Nacht (S-N)
      #s-nachtara#

      Elegant sprang Nacht über einen Bach und folgte ihrer Schwester Psi, ein elegantes Psiana. Der Himmel war klar, die Sonne schien und die Bienen brummten, als die beiden Schwestern über eine grüne Wiese rennen. Mit funkelnden Augen immerzu gerade aus, den Horizont immer näher. Doch dann stürzte sie. Dunkelheit umgab Nacht und sie kam unsanft auf dem Boden auf. Sie hörte ein Knacken und spürte den höllischen Schmerz.

      Mit einem tiefen Atemzug riss sie die Augen auf. Schweißgebadet und zitternd hob sie den Kopf an und fühlte ein kaltes Eisen an ihrem Körper. Ein Blick genügte, als sie erkannte, dass sie angekettet war. Sie sah sich weiterhin im Raum um und entdeckte Austin und etwas weiter Kachine. Ebenfalls angekettet. Auch Kane hing in der Nähe. Es waren fünf. Es war die Gilde.
      Noch etwas verstört, drehte sie den Kopf und leckte vorsichtig ihre Schulter, diese, die jenes Knacken auslöste, als sie gefallen war. Ein Schauer lief Nacht über den Rücken. Nie wieder war sie so unachtsam gewesen... Bis heute.
      "Was...?" Mehr brachte sie nicht heraus. Erinnerungen hingen ihr schwach im Kopf... Ein Maxax... Der Gesang... Nein, sie konnte sich nichts mehr als an diese Fetzen erinnern. Verzweifelt zappelte sie, doch es schmerzte ihr zu sehr an der Schulter und keines Falls wollte sie ihr Geheimnis an die anderen verraten. Sie hatte sich geschworen niemals etwas von ihrer Verletzung an der Schulter zu sagen. Nur Esmaralda wusste es. Aber ihr konnte Nacht vertrauen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eichenherz ()

    • Kane

      Nach und nach bewegten sich auch die anderen Insassen. Zuerst das Meditalis, welches sich auch sofort daran zu machen schien, zu versuchen sich aus den Ketten zu befreien. Kane war lang genug in der Gilde gewesen um zu wissen, dass das Kampf-Pokémon früher einmal auf irgendeine Art und Weise besonders war... hm... was war es noch einmal? Karate-Meister? Nun gut, vielleicht hatte es das Kirlia doch nicht als so wichtig erachtet, ein wenig mehr auf seine Mitpokémon zu achten. Das es den Decknamen Rainmaker trug, wusste er aber immerhin! Nichts, wo er allzu stolz drauf sein konnte, da das wohl jeder in der Gilde wusste. Als Austin sich dann aber an ihn wandte und ihm zuwies, er solle aufhören sich so zu bewegen, tat Kane allerdings auch wirklich genau das. Er hörte auf sich wie auf einer Schaukel zu bewegen und ließ sich auspendeln. Nicht, dass es dem seltsamen Schwindelgefühl in seinem Kopf groß helfen würde.
      Dann meldete sich das Choreogel zu Wort, mit einer wohl oder übel berechtigten Frage. Wer hatte gepetzt. Ja, das war wohl eine sehr gute Frage, wenn man bedachte, dass Esmeralda wohl das letzte Pokémon wäre, dass ihre eigene Gilde verraten würde. Ein lautloses Seufzen entkam dem Kirlia. Er war nun wirklich nicht der absolute Schwarzmaler in solchen Situationen, doch die Wahrscheinlichkeit, dass sie je erfahren würden, wer der Verräter war, war denkbar gering. Vermutlich waren alle gefangen worden, die zu dem Moment hin in der Gilde waren. Der Verräter würde einfach wieder geweckt werden und niemals mehr behelligt. In der heutigen Zeit galt die Mitgliedschaft einer solchen Gilde, ebenso wie bei Einzelmorden etc, immerhin als Hochverrat an der Gesellschaft und wurde mit dem Tode bestraft, also konnte man das plötzliche Missen eines Pokémon damit erklären, dass es bereits unter der Erde lag.
      Anschließend wanderte Kanes Blick zu den beiden letzten noch verbleibenden Schlafmützen. Während das Nachtara sich mittlerweile regte, waren die Augen des Ariados noch immer verschlossen. Es wirkte fast schon leblos, wobei sich der junge Heiler sicher war, dass das normal bei Spinnen war. Nun gut... sie besaßen eine recht bunte Kombination aus Typen. Da musste man doch etwas mit schaffen können, damit man sich befreien konnte. Kane sah an seiner eigenen Kette wieder hinauf so gut es eben ging. Es wirkte alles absolut fest. Wenn er bloß seinen Teleport nutzen könnte... dann wäre all das kein Problem.


      Im nächsten Moment hörte man von außen das Geräusch von einem dezenten Husten. Nur wenige Augenblicke später eine grobe, fast schon rauchige Stimme, die den Huster zum Schweigen verurteilte. Leises Gemurmel... scheinbar waren da nicht nur diese zwei ersten Pokémon vor der Tür. Kane wandte den Blick wieder in Richtung Rainmaker. Vermutlich wäre es nicht so gut, wenn ausgerechnet das Kampf-Pokémon sich zuerst befreite, denn wie sanft konnte der dann schon auf dem Kies aufkommen? Allerdings war das wohl noch immer besser, als sich gar nicht zu befreien...


      Auf einmal ertönte das aufgeregte Chirpen eines Vogel-Pokémon. Während die Aufmerksamkeit Kanes auf die Tür gelenkt worden war, hatte sich ein neuer Besucher in der Zelle eingeschlichen. Ein kleines Taubsi saß auf einem Rand an einem der Löcher in der Wand und blickte zu den Gefangenen. „Ein trauriges Bild“, war das Erste, was es sagte. Das Taubsi hatte eine ruhige, freundliche, weibliche Stimme und im nächsten Moment entkam ein leises Kichern seinem Schnabel. „Man könnte fast sagen ihr hängt wie Tropfen von der Decke. Aber immerhin habe ich euch inzwischen gefunden.“
      Kane betrachtete das Taubsi kurz, ehe er sich wieder daran erinnerte, wo er es schon einmal gesehen hatte – das war Kaden, ein überraschend junges Gildenmitglied, dass der Reihe der Spione angehörte. Sie war nicht unbedingt bekannt und hatte auch nicht viel vorzuweisen, doch jetzt gerade, war das Kirlia ganz froh, dass hier zumindest ein Mitglied der Gilde frei herum lief. „Draußen ist gerade einiges los. Keine Ahnung was genau, wirklich etwas sehen konnte ich nicht. Wir müssen kurz etwas warten... dann sollte es ruhiger werden und ich kann euch helfen.“
      Kaden lächelte zuversichtlich, wenn man denn mit dem Schnabel lächeln konnte. Kane seufzte innerlich, entschied aber, sonst nichts zu tun. Immerhin war er mittlerweile wieder ausgependelt... aber ob warten wirklich so eine gute Idee war?

      In dem Moment öffnete sich die Tür in die Zelle und Kane war so schnell weg wie sie gekommen war. Herein kamen insgesamt drei Pokémon: Ein Shardrago hinter einem Sengo, welches auf seinem Rücken ein eF-eM führte. Der kleine Drache war großzügig gefesselt worden, seine gefülgelten Arme hinter seinem Rücken, selbst sein Mund war geknebelt - vermutlich um zu verhindern das es irgendeinen Laut von sich geben konnte. Kurz überlegte Kane, ehe er sich an den Decknamen dieses Pokémon erinnerte - Noi, scheinbar ebenfalls noch am schlafen. Das Shardrago blieb an der Tür zurück und warf einen Blick in Richtung der an der Decke hängenden. Kane blinzelte. Na hoffentlich wurde der kleine Drache mehr oder weniger schnell wach, schien er doch im Moment noch die besten Chancen zu haben...

      "Obscuritemon!"
      Banner by Shu <3

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Obscurite ()

    • Geduld beweisen



      Die unnötige Aufruhr war nicht gerade hilfreich. Zwar war Austin Lärm generell gewohnt, aber nicht während er Kraftübungen machte. Eigentlich hatte er gerade Lust, allen anderen anzuschreien. Ihm seine Konzentration zu rauben machte den Rainmaker richtig wütend. Der Lärm hätte allerdings die Wachen alarmiert. Somit blieb Austin nur, seine Muskeln weiter auf Vordermann zu bringen.
      Obwohl, oder gerade weil er vollkommen in sich gekehrt war, nahm er sein Umfeld sehr viel genauer wahr: Das Gespräch zwischen Pulse und Kaden, das lästige Geschnatter von Kachine, den neuen „Zimmerkameraden“... Von diesen Sachen war für Austin eigentlich nur eine Sache wichtig.
      ~Ein Sengo und ein Shardrago als Wachen... Sengo sollte nicht das Problem sein. Mit meinen Kampf-Attacken sollte dies recht schnell gehen. Shardrago ist da schon schwieriger. Zwar könnte Pulse uns hier helfen, aber er ist einfach kein Kämpfer. Hoffentlich sind die anderen kampfbereit, sollte es uns schließlich gelingen, die Ketten zu brechen.~
      Selbstverständlich hatte er mitbekommen, wie Kaden anscheinend Hilfe holen wollte. Von dem, was er über Kaden gehört hatte, sollte er mindestens ein wenig von Nutzen sein. Allerdings war Austin ein Kämpfer. Er verließ sich auf niemanden. Dies konnte er ja im Boxring auch nicht tun.
      Mittlerweile hatte sich Kaden auf Vordermann gebracht. Zwar würde es definitiv nicht reichen, um die Ketten aufzubrechen. Allerdings konnte er schon mal einige der Schellen verbiegen. Somit sollten sie leichter von außen zu brechen sein. Wer weiß...


      (Sorry, dass es dieses Mal etwas kurz ist. Muss an Carmina Iracundiae arbeiten... :ka: )

      "The show's over!"
    • Nhitaia/"Mantai"
      Schmerz. Das war wohl der passendste Begriff für das, was Nhitaia in diesem Moment spürte. Es war nicht einmal der aggressive und stechende Schmerz, den jemand spüren würde, der sich eine offensichtliche Wunde zuzog. Es war vielmehr ein brennender, unterschwelliger Schmerz, als hätte man die Venen und Arterien der Spinne mit flüssigem, brandheißem Gestein gefüllt. Es war schwierig, sich unter diesen Umständen zu konzentrieren, sich tatsächlich auf das zu fokussieren, was in diesem Moment mehr und mehr in ihre Realität gerückt wurde. Das Rascheln von Metall an Metall war eines davon. Außerdem konnte sie Stimmen wahrnehmen, bekannte und definitiv verängstigte Stimmen. Nhitaia verstand nicht alles, zu sehr fühlte sich ihr Kopf an, als würde er heden Moment explodieren. Bald lenkte sich ihr Fokus allerdings auf die Vorgänge in ihrem Innern. Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel... Erst jetzt konnte sie sich einigermaßen an die Geschehnisse erinnern, die vor ihrem Blackout geschahen. In kleinen, scheinbar zuerst zusammenhanglosen Bilderfetzen tauchten sie vor ihren noch immer geschlossenen Augen auf. Ein Maxax, ein Treffen der Gildenmitglieder nachdem Esmeralda augenscheinlich -- zumindest laut den Informationen eines Flugblattes -- gefangen genommen hatte. Und dann... nichts.

      Ein Grummeln stieg aus der Kehle des Ariados empor und endlich begann sie, sich zu regen; oder auch nicht, wie die Arachnide im nächsten Moment auch schon feststellte. Endlich öffneten sich ihre Augen und sie blickte gen Boden. Die vielen kleinen Schatten, die sich zwischen den kleinen Kieseln bildeten, sahen für sie im ersten Moment seltsam aus. Als würde sie in eine grau-weiße Leere starren, die gleich in sie zurückblickte. Es dauerte einige Sekunden, bis Mantai realisierte, dass dies der eigentliche Boden des Raumes war, in welchem sie momentan gefangen war. Endlich drehte sie, trotz des pochenden Schmerzes, den Kopf, um sich umzusehen. Sie erkannte einige vertraute Gesichter, darunter Pulse und Rainmaker. Viel zu tun hatte sie mit diesen Personen allerdings nie wirklich. Im Endeffekt hatte sich Nhitaia immer weitestgehend alleine aufgehalten, schlichtweg aus dem Grund, dass sie alleine am besten arbeiten konnte. Einige andere konnte sie nicht direkt zuordnen, aber das war der Spinne relativ egal. Sie interessierte in diesem Moment nur, wie sie diese gottverdammten Ketten los bekam. Nach oben schauend, erkannte sie, dass diese wohlwollend an der Decke befestigt waren, offenbar in Holz geschlagen. Nun, Holz war definitiv leichter zu durchbrechen als Backsteine. Das gab dem Team zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer.

      Dieser Hoffnungsschimmer verblasste jedoch rasch, als sich ein piepsendes Stimmchen zu Wort meldete, gleich gefolgt von einer kleinen Meute an anderen Pokémon, die durch die zuvor verschlossene Türe traten. Das Ariados wandte sich abermals um, um die Neuankömmlinge zu fokussieren. Sie sagte jedoch nichts; wie auch zuvor. Da war nichts, was nicht schon gesagt wurde, was sie hätte beitragen können. Es würde auch nichts bringen, sich gegen die Ketten zu wehren, die ihre vier Beine gut gegen ihren Brust-"Panzer" gefesselt hielten. Sie hatte weder die körperliche Kraft, um sich gegen den Stahl -- oder war es Eisen? -- zu wehren, noch die nötige Beinfreiheit, um sich irgendwie anders zu befreien. Warten war also die Devise. Warten und beobachten...
    • #s-choreogel# Kachine

      Auch die anderen schienen nach und nach ihren Schlaf zu verlassen. Wirklich etwas sagen tat keiner. Die Vogeldame hatte es inzwischen aufgegeben irgendwas gegen die Fesseln machen zu wollen und sich fürs Abwarten entschieden.
      Als sich jedoch eine mehr oder weniger vertraute Stimmte meldete zuckte ihr Kopf herum. Es war ein Taubsi, ebenso Mitglied der Gilde.
      Arceus sei Dank. Sie sagte auch das einzig wichtige, nämlich das sie ihnen Helfen würde, wenn sich die Lage beruhigt hatte.
      Kachine sagte dazu nichts, nickte aber sachte egal ob ihr "Retter" es wahrnahm oder nicht.

      Sie seufzte einfach nur leise, als sich ihre Zelle erneut mit anderem Leben füllte. Allerdings waren das keine ihr bekannten Gesichter. Es war noch ein Schlafendes Pokemon dabei.
      Auch das erkannte sie nicht.
      Sie wusste, dass das kleine Drachenteil zu ihnen gehörte, aber ein Name wollte ihr nicht einfallen. Ihre Augen fokusierten das Duo, fast als erwartete sie das nun irgendetwas "erklärt" würde.
      Nicht das es da etwas zu erklären gäbe, aber es war nunmal so, das sie gerne wüsste wie lange sie hier hängen durften.
    • Noi

      Regelmäßige Erschütterungen... und eine sehr unangenehme Auflagefläche als würde er auf einem Shardrago durch die Gegend getragen werden...
      Noi musste gähnen... sehr lange gähnen. So lang hatte er in seinem Leben noch nicht gegähnt. Er versuchte seinen Mund wieder zu schließen. Nichts passierte und Noi war so verwirrt wie vorher, also beschloss er das Gähnen zu akzeptieren und öffnete ein Auge.
      >> Warum bewege ich mich eigentlich...? <<
      Plötzlich schoß es ihm wie ein Blitza durch den Kopf, beziehungsweise der Schmerz an seinem Kopf erinnerte ihn daran, dass er auf einmal während dem Fliegen in der Gilde eingeschlafen und ziemlich schmerzhaft aufgekommen war. Es vergingen ein paar Momente mit dem Schmerzpochen direkt in seinem Kopf, Lärm um ihn herum und der noch an ihm haftenden Schlaftrunkenheit zu einem Mischmasch aus unangenehmen Gefühlen gemischt. Die Gedanken begannen sich langsam in seinem Kopf zu klären und die ersten zwei mehr oder weniger klaren Gedanken waren: >>Ich bin nicht mehr in der Gilde und es ist hier sehr laut<<
      Es war offensichtlich, dass etwas ungewöhnliches passiert war, also begann er langsam alle seine Gliedmaßen auf Beweglichkeit zu überprüfen. Erst die Beine, die sich langsam, aber dennoch ziemlich gut bewegen ließen. Anschließend stieß er auf absoluten Widerstand bei seinen Flügeln, die er gar nicht bewegen konnte und danach noch bei seinem Mund, mit dem er nicht, wie er anfangs dachte, gähnte, sondern der von einem Holzstück offengehalten wurde. Es wurde also offensichtlich versucht ihn Bewegungs- und Handlungsunfähig zu machen. >>Aber warum kann ich dann meine Ohren problemlos bewegen?<<
      Sollte ihn wirklich jemand gefangen genommen haben, was für Noi offensichtlich war, dann hatte das zuständige Pokemon wohl noch nie vorher ein eF-eM gesehen. Aber davon ab brachte es ihm auch nichts, dass er ungehindert über seine Ohren seine Schallattacken einsetzen konnte, da er trotzdem nicht flüchten könnte. Er beschloss also diese Karte verdeckt zu lassen und zu warten, wohin er gebracht wurde.
      Noi versuchte nun auszumachen, auf was er denn transportiert wurde. Es schien ein Pokemon zu sein, da er die Muskelbewegungen spüren konnte, die vor allem durch die extrem raue Haut des Pokemon auf das kleine Fledermauspokemon übertragen wurde. Ein kleiner blauer Flügel mit einer tiefen gezackten Narbe, ungefähr 15 cm lang, schob sich in Nois Sichtfeld. Noi kombinierte scharfsinnig:
      >>Es war also wirklich ein Shardrago... Vielleicht sollte ich den Beruf von Botenjunge und Halbzeitspion zu Detektiv wechseln oder sowas... Nein, nein lieber nicht...<<
      Plötzlich blieb das Shardrago stehen und eine Tür auf der rechten Seite des Ganges wurde geöffnet. >>Das Shardrago ist also nicht alleine, sonst hätte es sich bewegen müssen während die Tür aufging...<<
      Aus dem Augenwinkel konnte er zwei Pokemon erkennen, die an der Decke aufgehängt waren. >>Wahrscheinlich sind da aber noch mehr, wenn das hier ein Gefängnis sein sollte<<
      Vielleicht war von ihnen ja auch ein etwas kampfstärkeres Pokemon nicht zu 100% weggesperrt und konnte sich und die anderen mit seiner Hilfe befreien. Noi begann also ein wenig mit seinen Ohren zu wackeln in der Hoffnung dass seine Andeutung verstanden wurde und lauschte auf ein Zeichen, das auf einen Befreiungsversuch schließen lassen konnte...


    • Nacht (S-N)
      #s-nachtara#

      ~Noch einer...~ Ein Sengo und ein Sharfax hängten ein weiteres Mitglied auf. Ihre Schulter schmerzte noch mehr. Sie biss die Zähne zusammen, um ein Quieken zu unterdrücken. Verspannt hing sie da, mit verzerrtem Gesicht und brummenden Kopf. Nacht kniff die Augen zusammen und brachte ihr zweites Wort hervor.
      "Hilfe...", hauchte sie schon fast. Ihre Pfoten taten weh und ihr war schwindelig.
      Sie wollte einfach wieder an die frische Luft und raus aus diesem Alptraum.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Eichenherz ()

    • Kane

      Es war auf einmal recht schweigsam geworden in der Runde. Während die beiden fremden Pokémon das sechste Gildenmitglied weiter in den Raum trugen, beobachteten die Meisten nur mehr oder weniger regungslos. Selbst Kaden war mittlerweile wieder am Fenster aufgetaucht und beobachtete aus Adleraugen, was geschah. Sie brauchte nur einen Moment, einen winzigen Moment der Unachtsamkeit... doch das Shardrago hatte seinen Blick stets in Richtung der Gefangenen gerichtet, etwas, was es dem Taubsi unmöglich machte, einen Überraschungsangriff zu starten. Das das eF-eM mittlerweile seine Augen geöffnet hatte, bemerkte der Vogel ebenso wenig. Zu dessen Glück, war aber auch die Aufmerksamkeit der beiden Gefängniswärter mehr auf die bereits hängenden Gefangenen fokussiert.
      "Bitte beeil dich etwas, ich spüre förmlich Mordlust von denen da oben", murrte das Sengo, worauf der Drache etwas lachte. "Wundert es dich? Ihnen steigt das Blut sicherlich zu Kopf." Während das Sengo stehen blieb und nun selbst einen Blick auf die Gefangenen warf, ging das Shardrago noch ein kurzes Stück weiter und blieb schließlich direkt unter Kachine, dem Choreogel welches in der Mitte aufgehangen war, stehen. Kurz grub er mit einer Klaue im Kiesboden, ehe er etwas zu fassen bekam und hochzog. So stellte sich heraus, dass es doch tatsächlich einen Weg hinunter gab – der Hebel, den er zog, gehörte zu einer Falltür, die mit Schwung aufgedrückt wurde und eine Treppe zum Vorschein legte.
      Shardrago gab ein leichtes grummeln von sich, während es die dort an der Wand hängenden Seile und Drähte beobachtete, sowie die restlichen Sachen, mit denen die Mitglieder der Gilde definitiv an der Wand fest gemacht worden waren. Musste nützlich sein, sofort an alles heran zu kommen, was man brauchte... das Drachen-Pokémon nahm Noi nun auch mit der zweiten Klaue und hob ihn von seinen Rücken, ehe er ihn neben sich, fast schon unerwartet sanft, auf den Kies legte, um die gebrauchten Sachen zu holen.

      Das war dann wohl der Moment, auf den Kaden gewartet hatte. Sie sprang von dem Loch hinein ins Gefängnis und steuerte direkt auf die ersten Ketten zu, die Flügel ungewohnt am Leuchten. Sengo sah überrascht auf, doch der Aufschrei „Eindringling!“ kam deutlich zu spät. Kane sah fast schon überrascht auf, als er plötzlich spürte, wie die Schwerkraft ihn energisch an sich zog. Mit Wucht krachte er in den Kies, als die Kopfschmerzen fast augenblicklich verschwanden. Als er aufsah, sah er gerade noch, wie Kaden mit den Flügeln schlug um hoch zu fliegen und sich als nächstes um Rainmakers Ketten zu kümmern. Stahlflügel. Schien so, als hätte das junge Taubsi wirklich etwas auf dem Kasten. So wie sie sich nun um die Ketten der Anderen kümmerte... nur doof das die Fesseln noch immer an ihren Körpern waren.

      Doch dafür war dann wohl Pulse zuständig. Seine Augen leuchteten auf, nun wo seine Hörner wieder frei waren und er konnte fühlen, wie die Ketten um ihn herum sich lösten und schließlich neben ihm in der Luft schwebten.


      In dem Moment wurde die Tür hinter dem Sengo zugeschlagen, nachdem vier weitere Pokémon eintraten – ein Pionskora, ein Pumpdjinn, ein Jungglut und ein Paragoni, um genau zu sein. „Wir befördern euch besser nicht zurück an die Decke, sondern gleich in die Hölle“, grollte das Sengo, bereit jederzeit anzugreifen. Das Shardrago sah fast schon verwirrt aus seinem Loch heraus auf.
      Kane verengte die Augen ein wenig. Dann war es jetzt wohl Zeit zu kämpfen. Fast augenblicklich teleportierte er sich ein Stück hinter seine Kameraden. Immerhin war er der Heiler und kein Kämpfer, wenn es nicht sein musste. Dann konnte er besser dabei helfen, diejenigen aus den Fesseln zu befreien, die Hilfe brauchten.

      "Obscuritemon!"
      Banner by Shu <3
    • Match 1: Regen vom Himmel herab



      "Bitte beeil dich etwas, ich spüre förmlich Mordlust von denen da oben."
      "Wundert es dich? Ihnen steigt das Blut sicherlich zu Kopf."
      Die beiden Wachen lagen falsch. Tatsächlich strömte das Blut in Austin's Haupt. Allerdings konnte er durch den Protzer die Durchblutung seines Körpers noch einigermaßen intakt halten.
      ~Komm schon, Austin! Gleich passiert etwas, das kann ich spüren. Was genau, weiß ich aber nicht. Gleich muss ich vorbereitet sein... Nein. Ich BIN vorbereitet.~
      Die nächsten Momente waren beizend still. Ihr Helfer würde jeden Moment eingreifen. Austin's einzige Priorität war es also, im richtigen Augenblick sofort kämpfen zu können.
      Belanglose Dinge passierten. Das Quietschen eines veralteten Hebel hallte durch den Kerker.
      Da passierte es.
      Ein starker Schlag gegen die Fußfesseln brach sie auseinander. Austin fiel, aber er schaffte gerade noch rechtzeitig, sich über seine Füße und den Rücken abzurollen. Währenddessen hatte Kaden im zweiten Anflug auf seine Armfesseln gezielt. Diese brachen ebenfalls recht leicht auseinander. 15 Minuten dauerhafter Druck bogen selbst solche Fesseln mit genug Kraft.
      Die Wächter waren nicht untätig geblieben. Anstelle von zwei Wächter waren nun fünf da.
      ~Paragoni und Pumpdjinn...~ Austin knirschte mit den Zähnen. ~Ihnen kann ich nichts anhaben. Doch zumindest dieses Sengo werde ich mitnehmen.~
      Wir befördern euch besser nicht zurück an die Decke, sondern gleich in die Hölle.“
      Mit einem Gebrüll, welches selbst ein Relaxo aufgeweckt hätte, stürmte das Sengo auf Austin zu. Wenn Blicke töten könnten, wäre Austin sofort umgefallen. Kein Lebenszeichen.
      Solche Gegner waren Austin am liebsten. Bei ihnen musste er sich nicht zurückhalten.
      Mit dem Einsatz eines Scanners wich Rainmaker der Zermalmklaue aus...



      Der Blick des Entsetzens, als Sengo auf seine Knie fiel, brachte Austin in Fahrt. Endlich war er in einen echten Kampf entwickelt. Das Blut in ihm begann zu brodeln.
      „Wer auch immer dich angestellt hat, wusste nicht, was du für eine Niete bist. Das war nicht mal mein stärkster Schlag und trotzdem liegst du schon am Boden.“
      Sein Gegner wollte sich dies nicht gefallen lassen. Mit all seiner Kraft sprang er auf und warf Austin die nächste Attacke entgegen. Doch es folgte dasselbe Procedere. Es war genauso, wie Austin es beim Boxen bemerkt hatte. Normal-Pokemon zu sein, war einfach ein Nachteil. Sofern der Größenunterschied nicht zu groß war, konnten sich diese im Nahkampf extrem selten durchsetzen.
      Diese Gewissheit löste in Austin eine verdrehte Schadenfreude aus. Anstelle das Sengo mit einem gezielten Schlag auszuschalten, spielte er noch drei, vier weitere Male mit seinem Gegner.
      „Du kannst es uns allen leicht machen, mein Lieber“, stichelte Austin in einem arg sarkastischen Ton. „Sag deinen Freunden, sie sollen uns durchlassen. Dann tun wir niemandem etwas.“

      „Verdamm mich! Ich schlage dir dein Gesicht zu Brei, und wenn es das letzte ist, was ich tue!!“
      Er holte zu einem gewaltigen Schlag aus. Es war mehr eine Verzweiflungstat als ein wirklicher Versuch, Austin zu treffen. Dennoch traf die Attacke sein Ziel.
      „... ... ... Enttäuschend.“
      Mit einem Griff nahm der Rainmaker Sengos Schlagarm und zog ihn mit aller Kraft zu sich. Das nächste, was er spürte, war das Gesicht des Gefängniswärters, wie es die volle Breitseite einer Kraftwelle abbekam. Wie eine Puppe fiel das Sengo zu Boden und bewegte sich nicht mehr.



      ~Das war dumm. Weshalb habe ich mich absichtlich treffen lassen?~
      Austin's Kopf drehte sich. Der Megahieb des Sengos hatte mehr Schaden angerichtet, als ihm lieb war. Aus irgendeinem Grund wollte er zeigen, dass der Rainmaker unantastbar war. Kein Angriff konnte ihm auch nur einen Kratzer zufügen. Stattdessen hatte er Probleme, sich richtig auszubalancieren. Er konnte nur seinem Instinkt dafür danken, dass er im richtigen Augenblick vor den Attacken der anderen Pokemon auswich.
      Mit zwei, drei Sätzen war er wieder bei seinen Teamkollegen. Mittlerweile waren alle von den Ketten befreit. War nur zu hoffen, dass sie auch für den Kampf bereit waren.
      „Sorry, aber ich muss etwas durchatmen. Ich war zu unvorsichtig. Ihr seid jetzt an der Reihe!“

      "The show's over!"


    • Nacht (S-N)
      #s-nachtara#
      "Geht es dir gut Nacht?" Die helle Stimme ihrer Schwester hatte Nacht aus ihrem leichten Trauma geweckt. Sie sah sich benommen um und erkannte, dass sie einen Steinbruch heruntergefallen war und nun umgeben von wenden mit einer blutenden Schulter und schmerzenden Pfoten auf dem Boden lag. Nacht sah hinauf, wo sich ihre Schwester am Rand des Steinbruchs aufhielt. Sie war so weit entfernt.
      "Geh nicht so nah an den Rand!", keuchte das schillernde Pokémon zu ihr hinauf.
      "Ich werde Hilfe holen!" Mit diesen Worten verschwand Nacht's Schwester vom Rand des Steinbruches. Nur kurz darauf hörte Nacht Pfotenschritte und raffte sich blitzschnell hoch. Sie entdeckte einen geheimnisvollen Gang, der ins nichts zu führen schien. Zwei Augen blitzten in dessen Hohlraum auf, die sich langsam auf Nacht zu bewegten.

      Nacht wurde wieder zurück in die Realität gerufen, als sie Kies knarren hörte. Blitzschnell waren all' ihre Sinne geweckt, als sich ihre Ketten lösten und sie zu Boden fiel. Sie landete unsanft neben Austin, der gerade etwas zu sagen schien. Nacht stand auf und checkte die Lage. Vier Gegner: Paragoni, Pumpdjinn, Sharfax und Sengo. Mit den beiden Geist-Pokémon hatte Nacht ein leichtes Spiel. zwar beherrschte sie als Spionin nicht die besten Kampffähigkeiten, aber jeder gute Spion musste sich verteidigen können, wenn er erwischt würde. Sie sprang auf das Pumpdjinn los und biss das Kürbis-Gespenst erstmal ordentlich. Dieses reagierte mit einem gekonnten Spukball, welchem Nacht in letzter Sekunde mit einer Seitwärtsrolle über den Kies ausweichen konnte.
      "Reicht dir wohl nicht, was?", knurrte sie und hüllte sich in Finsteraura ein, welche sie nach einem geschrienen "Achtung!" freisetzte und das Pumpdjinn gegen die Wand schleuderte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eichenherz ()

    • Nhitaia/"Mantai"
      Offenbar war es die bessere Entscheidung gewesen, erst einmal abzuwarten und die restlichen Gildenmitglieder machen zu lassen; insbesondere, wenn man bedachte, dass dort noch gut zwei Wärter derer standen, die die Truppe augenscheinlich angegriffen hatte. Vollkommen still und fokussiert beobachtete die Spinne das Geschehen und bald darauf ging die Action auch schon los. Während die Situation zuerst ausweglos erschien, ging nun alles drunter und drüber. Urplötzlich flog das Taubsi, dass die Arachnide zuvor schon erspäht hatte, los, die Flügel seltsam leuchtend und durch die Ketten schneidend wie durch Butter. Es war beeindruckend, wie einfach das kleine Vogelpokémon seine Gefährten befreite und das Ariados wartete fast schon gruselig geduldig darauf, dass auch sie befreit wurde. Dies geschah auch bald und das ekelhafte Gefühl des Falls überkam sie, bevor sie inmitten des freien Falls ihre Beine wieder bewegen konnte, als ihr geflügelter Gefährte ihre Fesseln ebenfalls mit absoluter Leichtigkeit durchschnitt.

      Leichtfüßig landete das Spinnen-Pokémon daher auf ihren vier Beinen und federte den restlichen Fall mit eben jenen ab, bevor ihre Glasperlen-artigen Augen die Situation zu deuten versuchten. Ein paar mehr Wachen hatten die Zelle erreicht und die Türe hinter sich zugeschlagen. Ein Sengo wurde bereits in einen Kampf verwickelt, genauso wie das Pumpdjinn. Blieben noch ein Pionskora, ein Jungglut, ein Paragoni und das Shardrago, das in jenem Moment verwirrt aufblickte. Gegen zwei der verbleibenden Gegner würde Mantai nicht viel ausrichten können und Jungglut könnte zu einer richtigen Gefahr für sie werden. Also fiel die Wahl des Pokémon, das sie sich vornehmen wollte, denkbar leicht, wenn der Größenunterschied auch recht dramatisch war.
      Das Ariados nutzte das Chaos der beginnenden Kämpfe und trippelte über den Kiesboden zu einer der umliegenden Wände. Es war nicht einfach für sie auf diesem Untergrund schnell und effektiv zu laufen, aber sie bekam es irgendwie hin. Anschließend marschierte sie die Wand geradewegs hoch, bis sie die Decke erreichte, und hob dann ihr Hinterteil. Binnen Sekunden schossen etliche Fadenschüssen aus jenem hinaus und trafen das Shardrago an den verschiedensten Körperstellen, und jedes Mall, wenn ein Schuss erfolgreich war, klebte Nhitaia das Geflecht an die Decke. Nachdem sie alle Gliedmaßen und die Mitte des Drachen-Pokémon erwischt hatte, machte sie sich daran, die Fäden durch die noch existierenden, ringartigen Befestigungen, die eigentlich den Ketten der Gefangenen dienen sollten, zu fädeln und das Shardrago dann mittels ihres eigenen Gewichts aus seiner kleinen Kuhle zu heben. Dass sich das Shardrago bald darauf wehrte und versuchte, mit allerlei wilden Attacken die Fäden zu durchtrennen, war zu erwarten. Das bedeutete allerdings nicht, dass das Ariados nicht vorbeireitet war. Stattdessen spannte sie immer neue Fäden, wann auch immer einer zerrissen wurde; fast wie eine Hydra, deren Köpfe nachwuchsen, wenn sie abgeschlagen wurden.

      Letzten Endes dauerte es nicht lange, bis das Shardrago in der Luft hing, inmitten des ganzen Getümmels, woraufhin Nhitaia die zweite Phase einläutete, indem sie weitere Fäden zwischen den bereits Existierenden webte und eine Art stabiles Netz aufbaute. Bald sah es so aus, als habe die Spinne eine zuckende Fliege gefangen. Es wusste wohl jeder, was mit Fliegen geschahen, die sich in die Territorien von Spinnen verirrten...
    • Kachine


      Kachine hatte ruhig gewartet als die beiden Pokemon ihren Tätigkeiten nachgingen. Mehr konnte sie nicht tun.
      Doch bald schon änderte sich dies Schlagartig. Das kleine Vogelpokemon erwieß sich as supernützlig als es sie alle aus ihrer Misere befreite.
      Kaum hatte die Choreogeldame ihre Flügel wieder zur verfügung, flog sie auch schon nach oben um sich einen Überblick zu verschaffen.

      Jeder war mit seinem kleinen Gemetzel beschäftigt und Kane hatte den Platz hinten gesucht. Das war auch ganz richtig, da er Heilte, nicht Kämpfte. Auch Kachine war eigentlich nicht so sehr Kampf bewandert, doch sie beschloss das sie trotzdem zu helfen hatte.
      Ihre Chance kam, als das Spinnenpokemon das Shadrago als hübsches Geschenk verpackt hatte.

      Ohne auf irgendwas zu achten stieß sie auf den Drachen zu und bedachte ihn mit einigen beherzen Flügel-und Schnabelschlägen. Sie musste ihren Frust an dem Idioten auslassen.
      Normalerweise würde sie ihre Gegner ankeifen, aber im Moment war ihr gar nicht danach. Sie war buchstäblich zu sauer um was zu sagen und ließ ihre Taten sprechen.



      ________

      Ich entschuldige mich zutiefst. Aber meine Grammatik geht normalerweise um 2 pennen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Rhaast ()

    • Kane

      Kaum das die Gildenmitglieder allesamt sicheren Boden unter den Füßen hatten, verschwand Kaden auch schon wieder auf ihren Vorsprung. Scheinbar war sie nicht unbedingt auf den Kampf vorbereitet gewesen und hatte gehofft, sie ohne zu befreien, was nun aber sicher nicht mehr möglich war. Zuschauen wollte das Taubsi allerdings scheinbar auch nicht, da es sich schnell genug aus dem Staub machte, um selbst den flinken Angriff des Meditalis' nicht mehr mitzubekommen.
      Der Kampf an sich traf auch die Wärter zum größten Teil überraschend. Während das Sengo schon bald auf die Knie gezwungen und das Pumpdjinn gegen die nächste Wand geschleudert wurde, nutzten das Jungglut und Pionskora ihre Chance, um sich auf Austin zu stürzen, der von den Gegnern noch am nächsten stand und bereits am Meisten eingesteckt hatte. Das Paragoni bemühte sich nun, zu Shardrago zu kommen, um es aus seiner misslichen Lage zu befreien, doch weit gefehlt.

      Alle Pläne wurden im nächsten Moment aufgrund eines lauten, schrillen Geräusches zunichte gemacht. Jeder musste sich die Ohren zuhalten, während der Kreideschrei Nois die Aufmerksamkeit eines jeden Pokémon auf ihre Trommelfelle legte. Er war als einziger noch gefesselt, doch seine Ohren erledigten den Job des Kreideschreis wirklich hervorragend. EF-eM halt, wie das junge Kirlia sich im Stillen dachte.
      Kane nutzte den Angriff seines Kollegen, um sich zu diesem zu bewegen und ihn aus seinen Fesseln zu befreien. Normalerweise sollte er sich wohl um Austins Wunden kümmern, doch seinen anderen Gildenkollegen ging es noch überdurchschnittlich gut und wozu sollte man eine Heilwoge auf nur einen einzigen Partner anwenden? Das wäre ja Verschwendung.

      Womit allerdings wohl niemand mehr gerechnet hatte, war, dass das Shardrago stärker war, als es zunächst den Anschein gemacht hatte. Als einziges angegriffenes Pokémon war es noch in der Lage, sich deutlich gegen die Angreifer zu wehren und mit einem gewaltigen Kraftakt, drückte es die Arme und somit einen Großteil der Fäden auseinander, um dann mit einem gewaltigen Schlag der Klauen die Fäden, die ihn noch immer in der Luft hielten, zu durchtrennen. Dabei wurde Kachine allerdings nicht ignoriert.
      Sein Schweif begann nur wenige Herzschläge danach zu leuchten und ehe man sich versah, schlug er mit einer mächtigen Drachenrute nach dem Vogel, um sich dann zu Boden fallen zu lassen. „Ihr braucht mehr als Fäden um einen Kommandeur auszuschalten“, grollte er, deutlich von der momentanen Lage angefressen.

      Erst jetzt erkannte Kane den Gegner, der da vor ihnen stand. Maxax hatte oft vor ihm gewarnt, wenn das Psycho-Pokémon in die Region rund um die Stadt Lavalis kam – Kommandeur Hyle, ein starkes Drachen-Pokémon und ein ernst zu nehmender Gegner mit einer hervorragenden Statistik an gefangenen Verbrechern. So manch einer sagte, dass er sogar mit einem anderen Kommandeur aus einer anderen Stadt darum wetteiferte, eine Beförderung in die Elite der Hauptstadt Aeon zu erhalten. Definitiv kein passabler Gegner für eine halbmüde Truppe Verbrechern, die eben noch mit den Köpfen voran von der Decke hing. Und wenn man das in die Überlegungen mit einbezog, waren die Möglichkeiten für die sechs Gildenmitglieder nur noch eingeschränkter.

      Schnell hob das Psycho-Pokémon einen Arm und ein leicht lilanes Leuchten umgab das eF-eM neben ihm. Nur wenige Momente später verschwanden die Beiden von ihrem Standort und kamen weiter vorne bei Rainmaker an. Dort schwand das Leuchten wieder und die beiden Arme Kanes wandten sich nach vorne.
      Ein leichtes Wabern wurde vor ihnen sichtbar, was langsam an Größe und Intensität zunahm, bis sich ein vollkommenes Schutzschild vor ihnen gebildet hatte. Das tückische: Wenn er mehr Pokémon als nur sich schützte, musste eine Stelle einbüßen, die demnach angreifbar war, um ein in der Breite besseres Schutzschild zu gewährleisten. In diesem Fall – alles hinter ihnen, um einen ausreichenden Schutz nach vorne hin zu gewährleisten. Nun also in Richtung Shardrago, welches nun einen bedrohlich leuchtenden Strahl in Richtung Mantai auflud – Hyperstrahl? So oder so, Kane musste die Sicherheit von hinten irgendwie gewährleisten.
      'Rainmaker', sprach er nun also per Telepathie das Meditalis hinter sich an, 'mein Schutzschild schützt den hinteren Bereich nicht. Tu mir einen Gefallen, pass auf und du erhältst dann eine Heilwoge wenn wir hier rauskommen.'


      Jungglut, Paragoni, Pionskora und Shardrago waren noch im Rennen... wenigstens schien das Drachen-Pokémon die Fäden von zuvor persönlich genommen zu haben und stellte für die geschützten Pokémon somit kaum eine Gefahr dar.

      "Obscuritemon!"
      Banner by Shu <3
    • Neu

      Nhitaia/"Mantai" #i-ariados#

      Und trotz dass sich die Gildenmitglieder offenbar auf einander verlassen konnten, wenn es darauf ankam, Chancen zu nutzen, schien das zumindest im jetzigen Moment nicht sonderlich viel zu helfen. Die Spinne war bereits drauf und dran, sich ihrer gefangenen Beute mit einem netten Käferbiss zu nähern, als sich urplötzlich das eF-eM 'zu Wort meldete' und einen gewaltigen Kreideschrei durch die Zelle echoen ließ. Es war nicht das schlimmste Gefühl, Käfer-Pokémon waren immerhin nicht dafür bekannt, einen sonderlichen ausgeprägten Gehörsinn zu besitzen, aber es war dennoch unangenehm und das Ariados zuckte unweigerlich zusammen. Nhitaia warf der kleinen Fledermaus einen bösen Blick zu, als wollte sie es stumm ermahnen, so etwas nicht noch einmal einzusetzen, ohne seine Partner vorher zu warnen. Bevor sie sich zu Wort melden konnte, wurde sie allerdings abermals abgelenkt. Das Choreogel, dessen Name dem Ariados einfach nicht einfallen mochte, hatte sich offenbar in den Kopf gesetzt, Mantais Beute anzugreifen. Was natürlich nicht klappte. Nein, stattdessen zeigte sich recht schnell, dass das Shardrago, das sich die Schützin als Ziel ausgesucht hatte, viel stärker war, als die Spinnendame ursprünglich angenommen hatte. Es befreite sich mit offenbarer Leichtigkeit aus den Fesseln, die das Ariados gewebt hatte, spottete gar darüber, und griff auch direkt an. Aufgrund der Tatsache, dass die Stabilität des Netztes wegen der eher groben Befreiung des Kommandanten geradewegs zerstört wurde, konnte auch das Spinnen-Pokémon sich nicht mehr in der Luft halten und fiel schlussendlich zurück auf den Kies.

      Auch danach dauerte es nicht sonderlich lange, bis Nhitaia erkannte, was das Drachen-Pokémon als nächstes vorhatte. Als sie erkannte, wie der Typ sein Maul öffnete und in dessen Rachen ein unheilvolles Leuchten geboren wurde, realisierte sie schnell, dass sie sich schleunigst aus dem Staub machen sollte. Ein wenig panisch blickte sie sich um. Zu ihrer Rechten erkannte sie das Meditalis und das eF-eM, die beide von einem Kirlia -- wie war noch gleich sein Name? Pulse? Irgendwie sowas... -- und dessen Schutzschild betreut wurden. Zu ihrer linken waren das Choreogel und das Nachtara stationiert. Beides keine sonderlich guten Anlaufstellen und, trotz dass sich Nhitaia normalerweise nicht um andere scherte, wollte sie sie in diesem Moment nicht unbedingt in Gefahr bringen. Die Spinne war zwar eine Einzelgängerin, aber Ehre und Schuld bedeuteten ihr vergleichsweise viel. Sie würde es wohl eher weniger Wagen, einen ihrer Kollegen als lebenden Schutzschild zu benutzen. Wobei...

      Mit einem gezielten Fadenschuss traf die Spinne die Decke, die direkt über dem Schutzschild des Kirlias war, und zog sich kurzerhand an ihrem Faden hoch. Sollte das Shardrago es schaffen, sich ihrem Positionswechsel anzupassen, würde es höchsten den heraufbeschworenen Schild des Psycho-Pokémons treffen. Und dazu war ein Schild ja schließlich da, nicht?

      Nun, das war jedenfalls der Gedankengang Mantais... Noch erkannte sie nicht, dass sie bei dem Drachen offenbar eine kleine, persönliche Fehde angezettelt hatte. Was hätte sie denn auch machen sollen? Sich lieber mit dem Jungglut anlegen?
    • Neu

      Match 2: Das entscheidende Handicap


      Deckung an der hinteren Flanke geben? Kein dankbarer Job für Austin, aber in seiner Lage war er nicht zu mehr fähig. Zwar konnte er wieder stehen, aber ihm war immer noch recht schummrig.
      ~Wenn mich jetzt jemand angreift, habe ich ein großes Problem. Ohne die richtige Balance könnten meine Schläge alles treffen, außer wahrscheinlich meinen Gegner.~
      Glücklicherweise waren die anderen Pokemon noch in Kämpfe verwickelt. Aus seinem Sicht konnte er nicht viel erkennen, nur einige kleine Flammen und schnelle Bewegungen. Anscheinend waren die anderen noch in ihre Kämpfe verwickelt.
      ~Es wäre ziemlich gut, zu wissen, wer gerade mit wem kämpft. Mit Paragoni noch im Kampf wäre es besser, wenn... „Aaaaargh!!!“
      Anscheinend war jemand nicht damit einverstanden, dass sich der Rainmaker etwas ausruhte.



      Schätzungsweise, da die Wunden Austins ziemlich heiß waren... tatsächlich, das Jungglut.
      „Meinst du ernsthaft, du kommst damit weg, einen Kollegen von uns halb zu verprügeln. Na warte, Freundchen, dich mache ich kalt.“
      „Freundchen, ich glaube, du bist hier falsch. Deine Kollegen sind dort drüben.“
      „Halt. Die SCHNAUZE!“
      Das war ein Tempohieb, der gesessen hatte. Genau wie sein vorheriger Gegner fiel Austin zu Boden und rang verzweifelt nach Luft. Was vorhin mehr Schwindel war, hatte sich in stechenden Schmerz verwandelt. Eine Pause bekam er allerdings nicht. Jungglut packte ihn beim Hals und verpasste ihm einen Schlag nach dem anderen.
      „Verdammter Bastard. Und du willst dich einen ehemaligen Boxchampion nennen? Das glaubt dir doch kein Mensch mehr! Du stirbst mir nicht so schnell weg. Mit dir setze ich...“
      Die Unaufmerksamkeit des Junggluts machte sich für Austin bezahlt. Eine weitere Kraftwelle gegen den Kopf machte auch einem fitten Gegner den Garaus, wenn auch nur kurz.
      „Setzt du was? Dich auf deinen Hintern? Sehr beeindruckend. Schon mal darüber nachgedacht, in einem Wanderzirkus zu arbeiten?“
      Austins Gegner musste sich erst mal fangen. Mit Gegenwehr hatte er nicht gewechselt.

      „Sieh an. Neben Kraft hat er auch noch Glück. Scheinbar hast du nur so die letzten Jahre überstanden. Trotzdem ist hier Endstation!“
      Wütend setzte das Jungglut zu einem Feuerwirbel an. Leider hatte Austin keine Möglichkeit, die Attacke abzuwehren. Daher stellte er sich hinter Kane und Noi, um sie vor der Attacke zu schützen. ~Zumindest die zwei kann ich noch schützen.~
      Das konnte er tatsächlich, aber zu einem großen Preis. Die Attacke traf ihn an der rechten Schulter, welche schwere Verbrennungen erlitt. Dummerweise war damit seine Schlaghand unbrauchbar.

      „Tja, was nun? Ich darf mich jetzt auf jeden Fall von dir verabschieden.“
      Was darauf folgte, konnte Austin nicht sehen. Genau in jenem Augenblick fiel nämlich Jungglut um. Der Übeltäter? Anscheinend hatte sein Gegner über all die Wut Kaden vergessen, welcher immer noch durch die Luft flog, um seine Kameraden zu unterstützen. Ein sehr effektives Aero-Ass später und auch das Kampfhuhn segnete das Zeitliche. Für nächste.


      „Rainmaker! Bist du okay?“
      ~Die Frage hättest du dir sparen können. Hast du meinen Arm gesehen?~
      Zumindest wollte Austin das sagen, aber er hatte nicht die Kraft dazu. Es kostete ohnehin all seine Anstrengung, auf den Beinen zu bleiben. Das Jungglut hatte leider recht gehabt. Wäre Fortuna nicht auf seiner Seite gestanden, hätte sich der Rainmaker von seinen Kameraden verabschieden können.

      „Halt durch, Rainmaker! Nur noch ein paar Minuten und wir sind raus hier. Jetzt nicht schlapp machen!!“

      "The show's over!"
    • Neu

      Kachine


      Leider blieb der Drache nicht lange in seiner Falle. Wärend die Choreogeldame immer noch wie eine Furie auf den Kerl eindrosch, befreite sich dieser und hieb auch sogleich mit dem Schwanz nach dem zierlichen Vogel aus.
      Sie schaffte es gerade noch ihm um Federbreite auszuweichen.
      Als ein Markerschüttender schrei die Zelle erbeben ließ zuckte Kachine wie vermutlich jeder andere zusammen. Sie empfand das als nicht wirklich helfend.

      Trotzdessen suchte sie ihr Heil im strategischen Marsch nach Hinten als der Drache zu einem Hyperstrahl ansetzte. Ihr Ziel war das Schutzspendende Schild dass das Kirlia errichtet hatte um den Rest vor etwailigem Schaden zu bewahren.
      Auch das Spinnenpokemon hatte sich inzwischen dorthinbewegt. Jetzt galt es nur noch zu hoffen, das das Schild auch hielt. Bei ihrem Glück tat es das nicht und sie würden gleich als dekorativer Matsch die Wand zieren oder sowas ähnliches.

      Beihnahe abwartend und trotz der Situation viel zu ruhig wartete das Choreogel was nun passieren.
    Impressum

    © 1999–2017 Filb.de

    Pokémon © 2017 Pokémon. © 1995–2017 Nintendo, Creatures Inc., GAME FREAK inc.