Name: Sora Kashiko Otona
ggf. Namensbedeutung: Sora =>それぞれ独立 Sorezore dokuritsu, Selbstständig; Kashiko => 賢い Kashikoi, Klug; Otona =>大人 Otona, Erwachsen
Alter: 22
Gattung: Magnayen
Geschlecht: Weiblich
Mag:
Sora mag eine Menge Dinge. Wenn man das Wichtigste in ihrem Leben wissen möchte, dann kommt ganz klar Ito raus. Sie mag an Essen gerne Salat und Möhren, auch wenn ihre Zähne eher für fleischige Dinge gemacht sind. Sie mag gerne Sonnenuntergänge und liebt es, sich Wissen anzueignen. Ihr liebstes Hobby ist es ebenfalls, Mythen und Legenden zu lesen.
Mag nicht:
Wenn Sora eins nicht mag, dann ist es Fleisch. Nach der Geschichte mit ihrem Vater hat sie ein sehr schlechtes Verhältnis zu Fleisch und isst dementsprechend auch keins. Des Weiteren mag sie die Dunkelheit nicht, wobei für sie die Dunkelheit nicht gerade früh beginnt, aufgrund ihrer sehr guten Augen. Sie mag schlechte oder beleidigende Witze nicht und wird sehr schnell von der zweit genannten Sorte erzürnt.
Stärken:
Sie hat aufgrund ihres Verhältnisses zu ihrem Vater ein sehr großes Durchhaltevermögen und weiß sich zu behaupten. Sie ist sehr intelligent und hat besonders in den letzten Jahren viel für ihren Wissensstand getan, denn sie interessiert sich für die Geschichte und Politik ihrer Heimat. Sie ist schnell und kann auch ganz kräftig zubeißen, wenn man sie oder Ito bedroht. Mit ihr ist also eher weniger zu scherzen, besonders über Ito sollte man n i e m a l s Witze reißen, wenn sie dabei ist. Denn das wäre wohl lebensbedrohlich.
Schwächen:
Sora ist wohl kein Teamplayer, denn dafür sind ihre Erfahrungen mit anderen Pokémon schon viel zu oft viel zu schlecht ausgefallen. Sie ist sehr stolz und versteht oftmals keinen Spaß, sie versucht teilweise ignorant ihren Schützling zu umgarnen.
Wesen:
Vergangenheit:
Es ist im Leben wohl oft so, dass man enttäuscht wird. Doch sollte es wirklich normal sein, dass das ganze Leben eine bloße Enttäuschung ist? Ich glaube es weniger, aber bei mir war es so. Naja, jedenfalls bis ich Ito kennenlernte.
Ich war damals erst seit sehr kurzer Zeit erwachsen, es ist also etwa vier Jahre her, da lernte ich Ito kennen. Er war mir sofort ins Auge gefallen, er war etwas besonderes. So wie ich, würde ich sagen. Und er war eine Waise. Noch eine Gemeinsamkeit. Yay. Ich sah diesen Blick in seinen Augen, der mich so an mich erinnerte, als ich in seinem Alter war. Ich war noch jung und naiv, vorschnell und eigenwillig. Ja, und wie ich das war. Aber fangen wir mal beim Anfang meiner Geschichte an.
Ich wurde vor 22 Jahren in einem kleinen Dorf in der Nähe von Aqua geboren. Ich war das erste Kind von Eltern, dessen größter Wunsch es war, einen Sohn als erstes zu gebären. Denn in unserer Familie war es Brauch, dass das erstgeborene Kind, natürlich am liebsten ein Junge, das Unternehmen der Familie übernahm, es am Besten nur noch toller und wichtiger machen sollte. Und da kam ich ja total richtig. Ein zu kleines, weibliches Fiffyen. Mein Stand meinen Eltern - naja, zumindest meinem Vater - gegenüber war also von Beginn an nicht das Beste, obwohl ich nichts dafür konnte. Aber das interessierte meinen Vater nicht. Er erzog mich strenger als jeder andere Vater es tun würde und brüllte mich immer an, egal ob ich etwas machte oder nicht. Wenn ich nichts machte, machte er einfach etwas kaputt und meinte, dass es meine Schuld gewesen war. Kranker Psychopath, so nenne ich das heute, doch damals machte er mir Angst wie niemand anderes. Meine Mutter griff nicht ein, so sehr sie mich liebte.
Meine Mutter war und ist ein sehr freundliches Pokémon, das kann ich schon sagen, genauer gesagt ein etwas breiteres Enekoro, doch konnte sie sich nie gegen meinen Vater, ein viel zu groß geratenes Magnayen, wehren. Er war das Oberhaupt der Familie und man hatte sich nicht zu wagen, etwas gegen ihn zu sagen. Denn das konnte böse enden. Besonders in diesem Kaff. Also machte es meine Mutter auch nicht, auch wenn ich dabei nicht so gut rauskam. Doch ich liebe meine Mutter vom ganzen Herzen, das darf ich schon sagen. Sie sorgte sich um mich und munterte mich auf, wenn er wieder schrie. Natürlich immer erst dann, sobald er eingeschlafen war. Wenn er Lust hatte oder angetrunken war, schlug er mich auch mal, denn ich war es ja nicht wert, gut behandelt zu werden, es sei denn, ich würde endlich doch männlich werden, woran jedoch niemand glaubte, ich am aller Wenigsten. Auch diese Wunden pflegte meiner Mutter. Gott sei Dank, kann ich jetzt sagen, denn man sieht keine Narbe, obwohl er immer mit den scharfen Krallen zuschlug. Diese Erfahrungen machten mich bis jetzt nur stärker und sorgten dafür, dass ich immer mehr aushielt.
Die Jahre vergingen und meine Mutter wurde nicht schwanger, ich blieb lange Zeit das einzige Kind meiner Eltern, was ihm überhaupt nicht gefiel. Er wurde immer offensiver – er war ja nie defensiv veranlagt – und beschimpfte mich nun jeden Tag. Er hörte nicht eher auf, bis ich nicht in Tränen ausbrach, hörte nicht auf, bis ich nicht wegrannte. Es gefiel ihm wohl sehr, mich leiden zu sehen. Es gefiel ihm, denn er wusste, dass mich die Beschimpfungen immer trafen. Egal wie oft er die Beleidigungen wiederholte, sie waren wie Stiche in mein Herz. So einen Schaden hätten mir wohl nicht einmal die geschärften Krallen eines hungrigen Enteis zufügen können.
Ich wuchs heran, wurde größer und schlauer, sah meinen Vater nur noch mit Ekel und Hass an. Doch ich hätte nie meine Stimme gegen ihn erhoben, weil ich wusste, dass meine Mutter ihn liebte, auch wenn er so abscheulich war. Und ich konnte meiner Mutter nicht wehtun. Doch das sollte sich bald ändern.
Ich war inzwischen 14, ging in eine Dorfschule, in der sich noch vier andere Pokémon befanden, lernte dies und das, lernte etwas über diese „Propheten“ und über einiges Mehr natürlich auch und freute mich, endlich mal von ihm weg zu kommen. Denn es war die einzige Unternehmung, die er mich machen ließ. Etwas anderes durfte ich nicht tun.
Als ich eines Tages nach Hause kam, war mein Vater zur Abwechslung einmal freundlich zu mir. Ich ging auf mein Zimmer und würde da auch bleiben, doch mitten in der Nacht merkte ich, dass ich nichts mehr zu trinken hatte. Ich ging runter und holte mir etwas Neues, doch dann hörte ich, wie mein Vater meine Mutter anschrie, sie solle endlich einen Jungen gebären, nach den letzten Mistgeburten brauche er endlich ein richtiges Kind. Er wolle sich nicht mehr die Pfoten schmutzig machen, um die Kinder los zu werden.
Ich verstand erst nicht, doch dann merkte ich den Sinn hinter seiner Motzerei. Hatte ich also Geschwister, wohl eher Schwestern, um genau zu seien, gehabt, von denen ich nie gewusst hatte? Logisch wäre es, denn mein Vater wurde immer wieder unfreundlicher. Und meiner Mutter würde man das wohl nicht ansehen können, denn sie war ja immer etwas kräftiger und ein paar Pfunde mehr würde man wohl kaum sehen. Also hatte ich welche? »Habe ich Schwestern?«, fragte ich und merkte erst dann, dass ich es laut aussprach. Ich sprach wohl so laut, dass meine Mutter zusammenzuckte und mein Vater völlig entgeistert zu mir schaute. Er hatte wohl gedacht, dass ich schon schlief, was ich ja sonst auch getan hätte, doch ich hatte halt Wasser holen müssen. Die Starre meines Vaters wurde schon bald von einem neuen Ausdruck ersetzt. Er schien hämisch zu lächeln. Er ging ein paar Schritte auf mich zu und öffnete langsam seinen Mund. Ich erstarrte und sah nur noch, wie eine Träne der Wange meiner Mutter runterrann. Ich merkte gar nicht, dass er begann zu sprechen. »Nun. Du hast keine Schwestern. Zumindest hast du keine lebenden Schwestern. Und wenn, dann wüsste ich es. Schließlich habe ich sie überall in der Umgebung vergraben. Denn im Gegensatz zu dir hatten sie keine Chance auf ein Leben. Denn sie hatten es nicht verdient. Genauso wie du es nicht verdient hast. Und dennoch lebst du. Was wohl nur deiner dummen Mutter zu verdanken ist. Wenn sie nicht gewesen wäre, wärst du bei deinen Schwestern. Dann könntet ihr gemeinsam Grablieder singen oder so. Und mir lägest du nicht mehr auf der Tasche. Eigentlich wäre es wohl passender, wenn deine Mutter gleich zu deinen Schwestern käme. Denn sie scheint wohl keine männlichen Kinder bekommen zu können. Nur solche Mistgeburten wie dich. Es ist schrecklich, denn sie war mal ein echt tolles Enekoro. Doch nun sieht man nicht einmal mehr davon etwas. Sie ist fett und alt geworden. Einfach abscheulich...«, meinte er, doch konnte er nicht zu Ende sprechen. Ich war, während er sprach, zu seiner Seite gelaufen. Und als er meine Mutter beschimpft hatte, war ich ohne Wissen, was ich da eigentlich tat, auf ihn losgerannt und grub meine scharfen Zähne in seinen sehnigen Hals. Ich biss immer fester zu und ich spürte, wie sich mein Vater wehrte, doch er konnte sich nicht befreien. Ich hatte inzwischen den Geschmack von Eisen, das sich im Hämoglobin innerhalb seines Blutes befand, im Mund und realisierte, was ich da tat. Doch bevor ich mit meinem Angriff aufhörte, fiel mein Vater um. Er zuckte noch zwei Male und blieb dann still liegen. Er war nun tot. Tot wegen mir. Dachte ich. Meine Mutter stand noch immer in der Ecke, schien, als sie mich ansah, aber keinen Hass zu empfinden, sondern zu lächeln. Sie war nun befreit. Endlich frei. Nie wieder würde sie beschimpft werden. Nie wieder würde ich geschlagen werden. Es war auf einmal alles anders. Jedenfalls für einen kurzen Moment. Denn im nächsten Moment wusste ich, wie falsch mein Handeln war. Doch meine Mutter schien es anders zu sehen und wies mich an, ihre Augen waren voller Tränenflüssigkeit, ihr zu folgen. Was wir nun taten, hatte ich bis vor wenigen Minuten nie für möglich erachtet.
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