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Alt 02.11.2010, 19:22
Benutzerbild von AnnaVoir
AnnaVoir AnnaVoir ist offline
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Standard Switchin', Restrain and Love

Uff...
Also wie war das? Darf ich zwei FF gleichezitg schreiben? Naja ~ wird schon schiefgehen.

An dieser FF habe ich mal vor einem Jahr oder so ein wenig Zeit verbracht, aber nie sonderlich viel Beachtung geschenkt, weil ich mich mehr für Reise-FF interessiere, dabei ist mir letztens aufgefallen, wie viel Potential die FF besitzt. Und da meine Reise-FF sowieso in Pause ist, weil ich noch auf viele Kommentare warte, poste ich ab und an hier ein paar Kapitel.

Diese FF enthält ab einem bestimmten Kapitel Anwendung von Gewalt, Blut, Verletzungen und alles was mit einerm realen Kampf zu tun hat.

Es geht um Pokémon, auch wenn man es anfangs nicht ganz bemerkt.



Anna




Anna
Anna strahlt überall und so gut es geht Selbstbewusstsein aus.
Ist sie einmal wieder angenervt vom Leben, bindet sie sich ihre Haare zusammen.
Zu ihren Eigenschaften zählen nicht nur Hilfsbereitschaft, Nettigkeit und Selbstlosigkeit, sonder auch Eitelkeit. Außerdem ist sie oftmals genervt und ungeduldig.






Kapitel 1: Merkwürdige Begegnung

Anna band sich ihre Haare zusammen. Genervt stöhnte das Mädchen auf, ließ ihren Kopf auf ihren roten Schreibtischstuhl zurückfallen, schaute die Decke an. Sie richtete sich wieder auf
und betrachtete aus langweile ihr Zimmer. Die grün-gelben Tapeten machten den Raum nur leicht liebenswert. Im Wandschrank hingen und lagen lauter lila und schwarzer Klamotten herum, sie schien einen Fabel dafür zu haben. Ihr Schreibtisch war unaufgeräumt und voller bemalter Blätter. Sie schien das Malen zu mögen. Nicht nur das, sie schien es sehr gut zu können. Der schwarze Laptop auf dem Schreibtisch reflektierte die Sonnenstrahlen, die durch das Fenster hineinglitzerten.
Genervt stand das blonde Mädchen auf und ließ sich schnell auf ihr Bett, bezogen mit schwarzer Bettwäsche, fallen, verschränkte ihre Arme hinter ihren Kopf, die Decke, die voller Poster war, und den Deckenspiegel betrachtend.
Der Spiegel zeigte nichts anderes als Anna. Blonde Strähnen hingen ihr ins Gesicht, ihr Pferdeschwanz hinter dem Kopf hervorschauend. Genervt pustete sich Anna Strähnen aus dem Gesicht. Sie schaute tief in ihre haselnussbraunen Augen, wanderte dann mit dem Blick weiter runter, auf ihren schwarzen, dünnen Schal und ihr lila Oberteil, welches an den Ärmeln leicht zerrissen war.
Was machte ein Mädchen wie Anna an einem Freitag Nachmittag bei sich zu Hause?
Langsam raffte sie sich wieder auf, stützte sich vom Bett ab und überschritt erneut den hellen Laminatboden, hin zum elfenbeinernen Schreibtisch.
Plötzlich ging die Tür auf.
Anna drehte sich ruckartig um, so schnell, dass sich ihr Zopf löste, und ihre Haare durch ihr Gesicht flogen.
„Ach Mama!“, zum ersten Mal hörte man Annas helle Stimme.
Erschrocken stützte Anna sich im Stand von ihrem roten Schreibtischstuhl ab, sich an die Brust fassend, das Herz rasen fühlend.
„Tut mir Leid“, antwortete die ältere Frau mit dunkelblonden Haaren in einem zickigen Tonfall. Leichte Falten zierten ihr Gesicht, sie trug einen grünen Strickpulli.
Wie Anna dieser Strickpulli nur immer wieder aufregte.
„Ich wollte nur sagen, dass dein Vater da ist und -“, die alte Frau holte einmal tief Luft, „Dein Hausarrest ist aufgehoben.“, es wirkte, als wollte sich die Frau bei dem Aussprechen dieser Wörter übergeben.
Annas Gesichtszüge hoben sich, ob es wegen ihrem Vater oder des fehlenden Hausarrests war. Schnell rannte das aufgeregte Mädchen an ihrer Mutter vorbei, sie fast umstoßend. Das Glitzern der Abendsonne, welche durch die Fenster des modern eingerichteten Hauses eindrangen, reflektierte sich in Annas leuchtenden Augen.
Die Treppe herunter durch das große Wohnzimmer rennend und sich ihre schwarze Jacke schnappend verließ sie das einigermaßen große Haus und sprang direkt auf die Holzterrasse im Hintergarten, welche einem das Gefühl gab, direkt einzubrechen. Einmal tief Luft holend schritt Anna voran, an den vielen Laubbäumen vorbei, welche braun und gelb in dieser Herbstzeit leuchteten. Der Wind war stark und fegte an Anna vorbei, während sie die Fußgängerzone entlangwanderte, wirbelte ihre Haare und die am Rand liegenden Blätter auf, welche sogleich begannen zu tanzen.
Je weiter Anna lief, desto dunkler wurde es um sie herum. Fast schon konstant zu ihren Schritten, tauchte die Sonne immer weiter unter, verschwindend hinter dem Horizont. Neben ihr immer wieder Blätter abfallend, hauchte der Wind immer weiter auf ihrem Weg mit. Ihre Jacke flatterte. Es war gar nicht kalt, im Gegenteil, Anna genoss die Wärme, die eigentlich für den Spätsommer typisch war.
An jugendlichen Paaren oder finster aussehenden Gestalten vorbei gehend, musterte Anna die vielen Häuser der Innenstadt, die Cafés, Restaurants, Diskotheken, den Stadtpark und das Kino. Schließlich, als Anna stehen blieb, war sie in kompletter Finsternis gehüllt. Entschlossen ging sie auf ein Haus, geschmückt mit wunderschönen Blumen im Vorgarten, zu, drückte die Klinke der Glastür runter und wurde beim Betreten des Laminats von einer Wärmewelle umhüllt.
Sofort schoss ihr Musik in die Ohren. Nur mit Mühe konnte sich Anna durch die Leute, die in der Eingangshalle des Hauses standen, drängen, um einen der Tische, der in der hinteren Ecke des Raumes stand, zu erreichen. Sie warf ihre schwarze Jacke um den Stuhl und schaute sich in dem hellen Raum um. Bis auf die weißen Tische neben ihr konnte sie nicht viel erkenne, weil lauter junger Leute herumstanden und sich, manchmal mit einem Getränk, unterhielten. Anna verstand nicht, warum die alle in der Eingangshalle warteten. Die braunen Tapeten betrachtend stand Anna auf, band ihre Haare zurück und drängte sich erneut durch die Menge. Langsam erkannte sie eine Treppe, die nach unten führte und die Musik, die in ihr Ohr drang, wurde immer lauter. Schnell schritt sie die schwarzen Stufen der Treppe hinab, sich die Poster an der Wand betrachtend und fliehend vor der Menge, die im Eingang stand. Durch eine Glaswand erkannte sie schon einen abgedunkelten Raum, mit leuchtenden und blinkenden, grünen, blauen und pinken Lichtern. Sie schritt langsam die letzten Stufen hinab, sich an der Wand festhaltend und kaum aufrecht gehen könnend mit der lauten Musik in ihren Ohren. Sie öffnete die Glastür und schaute sich um. Noch nur wenige Paare standen auf der Tanzfläche, Walzer tanzend, zu einem modernen Lied natürlich. Anna liebte Walzer. Sie liebte allgemein Standard. Das Mädchen mochte es nicht, wenn Standardtanz unterbewertet wurde, denn es machte tausend Mal so viel Spaß als zu improvisieren und die verkrampfte Vorstellung, nur zu Volksliedern tanzen zu können, empörten Anna noch mehr. Besonders Swing konnte man zu jedem angesagten Lied tanzen.
Lachend schaute sie sich im kleineren Raum um, gegenüber von ihr die große Spiegelwand. Links und rechts von der Tanzfläche gereiht standen weiße Tische, an denen mehr Leute saßen, als auf der Tanzfläche waren. Mädchen, Jungen, mit ihrem Nachbarn flüsternd.
„Anna!“, Anna zuckte erneut zusammen und drehte sich in die Richtung, aus der der Ruf kam. Erleichtert musterte sie Jenny, ihre beste Freundin. Sie hatte lange, braune Haare, die ihr bis zum Rücken reichten, mit blonden Strähnen übersät. Sie trug einen schwarzen Minirock, einen schwarzen Wollpullover, darüber eine grüne Hemd-Weste.
„Jenny!“, schnell trat Anna vor und umarmte ihre beste Freundin.
Mit einem leichten Kopfzucken zeigte Jenny in die Richtung eines Tisches, in der hintersten Ecke des Raumes. Anna folgte ihrer Freundin, welche auf Stöckelschuhen über die Tanzfläche schritt und die beiden Mädchen setzten sich, im blauen Licht umhüllt, an den Tisch und den jungen Paaren beim Walzer tanzen zusehend.
„Wenn ich doch nur einen Freund hätte“, schwärmte Anna ihre kichernde Freundin an.
Langsam spielte der DJ ein neues Lied an.
Jenny schreite auf, doch die Musik war so laut, dass kaum einer den Schrei hörte.
Ohne groß etwas realisiert zu haben, wurde Anna auf die Tanzfläche gezogen, von einem Jungen. Anna bemerkte ein rotes Zeichen auf seiner Hand. Was konnte das sein? Dann musterte Anna den Jungen genauer. Er hatte braune Haare, zur Seite gestylt, ein grünes aufgekrempeltes Hemd über ein schwarzes T-Shirt an.
„Was?“, fragte Anna doch der Junge fing sogleich an damit, Swing zu tanzen, und ohne weitere Worte zu verlieren, ließ Anna sich zu der wunderschönen Musik führen, geblendet von den leuchtenden Scheinwerfern, mitten auf der Tanzfläche.
Doch sie spürte eine Verbindung. Irgendwas war mit dem Jungen, und das rote Zeichen auf seinem Arm ging ihr nicht mehr aus dem Kopf.


Geändert von AnnaVoir (02.11.2010 um 19:47 Uhr)
 

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