| Fan-Geschichten Verfasst hier eure eigenen Geschichten zum Thema Pokémon. |

04.09.2010, 17:49
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XII. Hanged Man
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Schatten aus dem Jenseits

Vorwort
Der eigentliche Titel dieser FF sollte "Schatten der Vergangenheit" lauten. Da es aber schon eine FF mit diesem Titel hier gibt, musste ein neuer her. Meine zweite veröffentlichte FF. Es ist nicht nötig "Ruf des Windes" gelesen zu haben, um diese hier zu verstehen. Wer es aber getan hat, hat eindeutig ein paar wenige Vorteile.
Wie auch die vorige FF, wird diese hier teilweise düster sein und auch Blut und in gewissem Maße Gewalt beinhalten. Dies wird aber nicht maßlos übertrieben und auch nicht verherrlichend sein. Außerdem möchte ich bei dieser FF eine Menge Neues ausprobieren wie z.B. verschiedene Charakterzüge darzustellen und auch ein wenig Humor einzubringen. Konstruktive Kritik ist immer gerne gesehen.  Zudem wird in dieser FF mal die andere Seite der Pokémon betrachtet, die in "Ruf des Windes" u.a. thematisiert wurde.
Charakter-Profile
Wer sich von den Charakteren lieber ein eigenes Bild machen möchte, darf diesen Teil gerne überspringen. Um Spoiler zu vermeiden werden Informationen erst dann eingetragen, wenn diese bereits bekannt gegeben wurden.
Spoiler aufdecken

Name: Akil
Art: Lucario ♂ 
Item: Muskelband
Attacken: Feuerfeger, Patronenhieb, Nahkampf, ???
Wesen: Froh, Achtet auf Geräusche
Charakter: Ein eher ruhiges und zurückgezogenes Lucario, das nach außen hin eine Maske trägt. Akil steht als Lucario unter einem großen Druck der Erwartungen, die eben die meisten von einem Lucario haben. So z.B. versucht er verkrampft eine Anführerposition einzunehmen, nach außenhin immer glücklich zu wirken und das Team zusammen zu halten. Im Inneren jedoch leidet er nicht nur unter seinen Ängsten, die sich teilweise seit seiner Kindheit durch ihn hindurch fressen, sondern auch eben durch diese Maskerade. Dennoch kommt Akil, zumindest seiner Ansicht nach, mit den meisten aus dem Team klar.
Durch einen Unfall in seiner Kindheit hat er ziemlich starke Schäden davongetragen, die seine Fähigkeiten im Kampf stark einschränken und ihn somit kämpferisch viel schwächer als ein durchschnittliches Lucario machen.
Spoiler aufdecken

Name: Kerberus (Spitzname: Ker)
Art: Arkani ♂
Item: ???
Wesen: Hart, Liebt Kämpfe
Attacken: Flammenblitz, ???
Charakter: Kerberus ist nicht nur ein stolzes, sondern auch ein ziemlich dreistes Arkani, das seine Meinung immer gerade heraus spricht. Diese Meinungen sind nicht selten in Verbindung mit Beleidigungen. Ker ist eine echte Kämpfernatur und war in seiner Jugend das wohl stärkste Fukano der Umgebung. Nur durch seine Trainerin konnte er jedoch dieses Talent vollends entfalten und sich weiterentwickeln, weswegen sie zu den wenigen Kreaturen gehört, die seinen Respekt geerntet haben. Kerberus' aufbrausendes Temperament und seine Brutalität verwickeln ihn nicht selten in Kämpfe, jedoch handelt er oftmals mit voller Absicht so. Von Liebe und dergleichen hält das Arkani nicht viel und demnach kümmert er sich nur um sich selbst, auch wenn es in Wirklichkeit nicht wahr haben will, dass ihm das Wohlergehen des Teams sehr am Herzen liegt.
Spoiler aufdecken

Name: Shivvery
Art: Bojelin ♀ 
Item: Wahlband(zur Zeit nicht getragen und nicht in Gebrauch)
Wesen: Hart, Liebt es, zu rennen
Attacken: Wasserdüse, Durchbruch, Eishieb
Charakter: Shivvery ist ein sehr diszipliniertes Bojelin. Ebenso wie Kerberus liebt sie Kämpfe, jedoch nicht zum Vergnügen, sondern weil sie ein wahrer Stratege ist. Oftmals wirkt sie kalt und abweisend. Die einzige im Team, für die das Bojelin immer Verständnis hat, ist Minerva.
Spoiler aufdecken

Name: Minerva
Art: Guardevoir ♀
Item: ???
Wesen: Mäßig, Ist oft in Gedanken
Attacken: Gedankengut, Psychokinese, Donnerblitz
Charakter: Ein ruhiges Guardevoir, das Abneigung gegenüber den meisten männlichen Wesen zu hegen scheint. Minerva ist nicht nur sehr intelligent, sondern auch künstlerisch sehr begabt, was sie durch ihren wunderbaren Gesang und durch Tanz zum Ausdruck bringen kann. Sie setzt ihre psychischen Kräfte nicht gerne ein, aber wenn sie es tut, so sollte man sich in Acht nehmen. Ihre Psychokräfte geben ihr eine Aura, die im Gegensatz zu der weit verbreiteten violetten, blau ist. Meist leuchten bei Gebrauch auch nur ihre Augen und Hände auf.
Spoiler aufdecken

Name: Tiara
Art: Wiesenior ♀
Item: Punktband
Wesen: Zart, Flüchtet schnell
Attacken: ???
Charakter: Tiara ist das Nesthäkchen des Teams. Das weinerliche Wiesenior wünscht sich eigentlich nur Ruhe und Frieden auf der Welt. Kämpfe mag sie überhaupt nicht, weswegen sie im Team eigentlich keine große Rolle spielt und nur Attacken zur Unterstützung bei der Reise ihrer Trainerin beherrscht. Sie mag jeden im Team, unabhängig davon, ob das auf Gegenseitigkeit beruht.
Spoiler aufdecken

Name: Erebos
Art: Kramurx ♂
Item: Sanftglocke
Wesen: Naiv, Ungestüm und einfältig
Attacken: Schnabel, Sturzflug
Charakter: Das neuste und jüngste Mitglied im Team. Über das kleine Kramurx ist nicht viel bekannt außer, dass es noch eine Menge zu lernen und gerade erst mit dem Training begonnen hat.
Sonstiges
Wer möchte, dass ich ihn benachrichtige, wenn ein neues Kapitel draußen ist, der sagt mir bitte vorher Bescheid, da ich so was von selber aus nicht mache.
In der Regel wird jeden Samstagabend ein neues Kapitel gepostet. Ist dies mal nicht der Fall, wird bis zum nächsten Samstag auch kein neues Kapitel gepostet(Ich behalte mir vor diesen Plan zu ändern).
Bitte entschuldigt, dass manche Bilder schlechte Qualität haben, sie wurden extra verkleinert, wobei bei einigen die Layer verschoben wurden.
Geändert von Kiuna (31.12.2011 um 10:21 Uhr)
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04.09.2010, 17:52
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XII. Hanged Man
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Musik zum Lesen
Anfang: youtube.com/watch?v=LlUDK5gmOk4
Ab "Von allen Seiten[...]": youtube.com/watch?v=DCT8KM0aENg
Ab "Wie leblos[...]": youtube.com/watch?v=LlUDK5gmOk4
Ab "RAAAAAAA[...]": youtube.com/watch?v=DCT8KM0aENg
Kapitel 1: Verloren im Schneesturm
Wohin man auch blickte, überall war die Erde von einer weißen, sanften Schicht, wie von einer Decke, verborgen. Leise rieselten Schneeflocken unaufhörlich zu Boden, der winterlichen Tundra entgegen. Kein Baum, kein Stein, kein Anzeichen von Leben war weit und breit zu sehen. Kein Leben, bis auf ein paar Pokémon, die mitten in diesem Sturm aus tanzenden Schneeflocken gefangen schienen. Aber waren sie dort wirklich gefangen?
In Mitten dieses Wirrwarrs aus Schnee ragten zwei sonnig gelbe Ohren hervor. Hin und wieder zuckten sie auf, doch der Rest des Körpers blieb stumm. Ein Wesen mit dickem Fell saß mitten im Schnee, als würde es die Kälte nicht stören. Sein Körper war recht human, abgesehen von der schakalähnlichen Schnauze. Das fröhliche Gelb seines Fells verschwamm zwischen den vorbeirieselnden Eiskristallen. Den einen Arm auf das angewinkelte Knie gestützt, verharrte es ruhig dort, den Blick ins Leere werfend, darauf wartend, eine Schemen-Gestalt im Schnee würden den Blick erwidern. Als sich bereits eine Schneeschicht auf dem Pokémon zu lagern begann, sprach es leise zu sich selbst. „Genau hier passierte es damals... Es ist so lange her. Ich habe mich verändert, aber... bin ich wirklich stärker geworden?“ Es hob den Blick zu dem mit Wolken bedeckten Himmel und legte die Ohren dabei fest an. Der Schneehaufen, der sich auf dem Kopf gebildet hatte, rutschte nun sacht herunter und fiel mit einem plumpen Geräusch zu dem Rest Seinesgleichen. Der rote Schal des Pokémons flatterte wild im Wind. Nein, dieses Stück Textil konnte man schon nicht mehr als Schal bezeichnen, dazu war es zu zerrissen und schien seinem Träger auch ein wenig zu klein. „Wie konnte es nur so weit kommen?“
Es war lange her, dass zwei Riolu die selbe Stelle passierten. „Warte auf mich!“ rief das kleine Riolu mit dem sonnig gelben Fell. Um seinen Hals flatterte ein roter Schal im Schnee. Ein paar Meter weiter stand ein anderes Riolu, ebenfalls mit einem roten Schal und wartete. Zunächst wanderte der Blick des kleinen blauen Pokémons zu seinem Begleiter, dann zu den Fußspuren im Schnee, die sie hinterlassen hatten. Sie hatten bereits eine große Strecke durch den Blizzard hindurch zurückgelegt. „Sind wir bald da?“ keuchte das gelbe Riolu als es seinen Freund endlich eingeholt hatte. „Akil, sei nicht so ein Waschlappen! Das Tal liegt gleich da-“ etwas raste an Akil vorbei und riss das andere Riolu mit sich und landete mit ihm im weißen Schnee. Es war ein rotes, hundeähnliches Wesen. Als es aufblickte, wehte seine Mähne anmutig und stolz im Wind. Akil jedoch schien das nicht zu beeindrucken. Er stand geschockt da und riss die Augen auf. Das Arkani, welches sich ihm nun zugewandt hatte, grinste ihn fies an. „Das hier ist unser Revier! Hier habt ihr nichts verloren!“ brüllte es das kleine Pokémon hämisch an.
Von allen Seiten hörte man ein Knurren und Zähnefletschen. Akil sah sich ängstlich um. Aus allen Himmelsrichtungen erschienen vier weitere Arkani, die in geduckter Haltung, bereit zum Angriff immer näher kamen. Dem goldgelben Riolu kam es so vor, als würde es jeden einzelnen Schritt der Feuer-Pokémon spüren oder war es doch nur sein Herz, das plötzlich vor Angst raste? „ARRRRR!“ brüllte der Feuerhund, als er auf Akil, der sich nicht mehr rührte, zusprang. Als nächstes spürte das kleine Pokémon nur noch, wie zwei Pfoten ihn zur Seite stießen. Sein Freund hatte sich in der Zwischenzeit wieder aufgerichtet, wurde nun aber ein weiteres Mal von dem Arkani davongerissen. Als das kleine Riolu die Augen zu seinem Retter richtete, sah es noch im Flug, wie sich die scharfen Krallen in dessen Fell hineinbohrten, ebenso wie die Fänge, die sich dem Körper mit rasender Geschwindigkeit näherten. Hilflos landete Akil im Schnee, richtete sich aber schnell wieder auf um seinem Freund zu helfen. „Róu!“ rief er mit verzweifelter Stimme, doch der Schnee schien seine Worte zu verschlucken. Es kam keine Antwort. Stattdessen blickte das Arkani nun wieder zu Akil und leckte sich das Blut von der Schnauze. „Und jetzt zu dir!“ Und schon schoss es ein weiteres Mal auf Akil zu, verfehlte ihn jedoch denn das kleine Riolu eilte unter dem Arkani her zu seinem Freund. „Róu! Róu, sag doch was!“ flehte das kleine schakalähnliche Pokémon mit Tränen in den Augen. Vor ihm lag nur noch ein lebloser Körper mit Bissspuren am ganzen Leib. Es war wahrlich kein schöner Anblick, wie das Blut aus den großen Wunden austrat. Sachte legte Akil seine Pfoten auf den meerblauen Arm, in der Hoffnung eine Regung zu spüren. Nichts. Nur Kälte. Keine einzige Bewegung. Es brauchte keine Macht Aura zu spüren, Akil verstand auch so, dass sein Freund tot sein musste. Er wollte es nur nicht wahr haben. „Ha, hört ihr das?“ hallte die Stimme des Feuerhundes durch die Gegend. „Wie erbärmlich! Bereiten wir ihm ein schnelles Ende!“ Das war das Startsignal für den Rest des Rudels. Alle vier Feuer-Pokémon stürzten sich auf das kleine Riolu. Akil versuchte sich zu wehren. Vergebens. Eines der Pokémon packte seinen Schweif und wirbelte ihn in die Luft. Nach einem Überschlag, griff auch schon das nächste Arkani ihn aus der Luft, biss ihm in den Arm und schleuderte ihn so zurück in den Schnee. Als die Hunde mit ihrem Spiel, wie sie es empfanden, abgeschlossen hatten, verschwanden sie lachend im Schneesturm im Glauben, auch das zweite Riolu wäre erlegt.
Nur wenig später stapfte die Gestalt eines Menschen durch eben diesen Schneesturm. Der gesamte Körper war von einem schwarzen, aber elegantem Mantel bedeckt. Nur vorne schauten aus der Kapuze ein paar rote Haare, die wild umherflatterten. Begleitet wurde die Person von einem stolzen Absol, das die beiden Körper der Riolu zuerst erspähte. „Absol!“ jammerte das Pokémon als es vor dem leblosen Körper stand. Die Person, die offensichtlich der Trainer dieses Absols war, hockte sich hin. Dann schüttelte sie bedauernd den Kopf und auch das Absol senkte den Blick auf den mit Blut beschmierten Boden. Darauf sah der Mensch auch das zweite Riolu, mit der ungewöhnlichen Färbung und hockte sich zu ihm. „Sein Körper ist noch warm“, flüsterte eine weibliche Stimme. Dann nahm die Person die schwarze Tasche, die sie um die Schulter trug und zog eine weiße Wolldecke heraus, in welcher das Riolu eingewickelt wurde. Danach zog sie einen Pokéball aus der Tasche, warf ihn in die Luft und beschwor somit ein kräftiges Tauboss. „Es tut mir Leid dich darum bitten zu müssen durch so einen Schneesturm zu fliegen, aber das ist ein Notfall!“ Nachdem Absol zurück in seinen Pokéball gerufen worden war und Tauboss seinen Trainer mit dem Riolu im Arm auf dem Rücken hatte, erhob es sich elegant in die Luft und verschwand nach und nach zwischen den Schneeflocken.
Wie leblos fiel der mit Fell bedeckte Körper in den puren Schnee und hinterließ einen tiefen Abdruck.
„Akil!“ ertönten zwei Stimmen zwischen den Schneeflocken. Ein Kramurx und ein Wiesenior eilten durch den Schnee mit großen Fußstapfen zu dem im Schnee liegenden Lucario. Weiter hinten bildeten sich drei weitere Silhouetten von anderen Pokémon. Eine vierbeinige, muskulöse, eine elegante und eine eher plumpe, aber dennoch wendige.
Langsam richtete sich das goldgelbe Lucario mit tiefem Schnauben auf. „Dieser Idiot hält uns nur auf. Ich könnte ihm den Kopf abbeißen!“ zischte es zwischen den blanken Zähnen hervor. Kramurx und Wiesenior wandten sich um in die Richtung, aus der das Zischen kam. Jetzt wurden auch die drei anderen Pokémon erkennbar. Ein fellbedecktes, muskulöses Arkani, dessen Fell ein wenig dunkler schien als das normaler Arkani, aber dafür wunderbar anmutig im doch eigentlich so rauen Sturm wehte und dessen Augen einen mysteriösen und ungewöhnlichen violetten Schein hatten. In der Mitte lief stumm ein Bojelin mit äußerst ungewöhnlicher Farbe, wie nur wenig Bojelin sie trugen. Der einzelne Fleck auf dem Rücken verriet, dass es sich um ein Weibchen handeln musste. Ein nicht gerade gut gelauntes Weibchen, denn ihr Blick war ernst und fast so zornig wie der, des Arkanis. Aber eben nur fast. Zu guter Letzt folgte ein Guardevoir mit anmutigem Schritt, obwohl man an den Schritten der beiden anderen Pokémon sah, dass der Schnee das Laufen deutlich erschwerte. Die beiden Weibchen blieben schließlich stehen, während das Arkani näher an Akil herantrat. Sein feurig heißer Atem verwandelte sich in der Kälte der Luft zu Dunst ehe er vom Wind davongetragen wurde. „Wir warten schon eine halbe Ewigkeit auf diesen Mistkerl! Entweder bleibt er hier oder ich bringe ihn höchstpersönlich dazu mitzukommen und wenn es mit Gewalt sein muss!“ fauchte der getigerte Hund. Man hätte dabei meinen können, er würde jeden Augenblick ein Meer aus Flammen aus seinem Mund vor Wut schießen.
„Akil! Bitte steh auf!“ wimmerte die weibliche Stimme des Wieseniors. Zeitgleich begann Akil am ganzen Körper zu zittern. „RAAAAAHHHHHH“ Im nächsten Augenblick passierte alles ganz schnell. Ein lauter Schrei, ein dumpfer Schlag, tiefrotes Blut, das an den Fängen vorbei in den Schnee spritzte und dort Flecken hinterließ, ein plötzlicher Hitzeschwall. Kramurx und Wiesenior erschraken und liefen geschwind zu den beiden weiblichen Pokémon.
Feuerfunken, die wie Sternschnuppen von Lucarios Fuß fielen, verglühten langsam in der Luft. Und genau dieser Fuß befand sich mitten in Arkanis Gesicht. Der geschockte Blick des Hundes verriet, dass er dies nicht kommen sehen hatte. Das war es auch, was ihn nun so wütend machte und nicht der Feuerfeger, den Lucario ihm gerade reingewürgt hatte. Nein, der schien ihn nichtmals zu jucken, ebenso wenig, wie die kleine Verletzung, die die Wucht des Aufpralls mit sich gebracht hatte. Mit einem Tackle-Angriff, beförderte Arkani das Schakal-Pokémon nun einige Meter weiter weg zurück in den Schnee. In seinen Augen brannte förmlich der Zorn und die Kampfeslust und bedrohlich schnaubte er in die kalte Eisluft.
„Minerva, was passiert dort gerade? Was ist mit Akil los?“ fragte das Kramurx mit krächzender Stimme, das Guardevoir anschauend. Diese schenkte dem kleinen Vogel nicht auch nur einen Blick, sondern fokussierte den Blick auf die beiden Canine-Pokémon. „Akil leidet unter einer psychischen Erkrankung. Zwar mag er gewöhnlich froh und mutig erscheinen, aber tief in ihm bäumen sich die konfusesten Ängste auf. Abgesehen von seiner eingeschränkten Möglichkeit, seine Persönlichkeit zu entfalten, da er eine starke Phobie davor hat, andere und sich selbst zu enttäuschen und, dass durch einen angeblichen Unfall seine körperliche Stärke stark geschwächt wurde, scheint ihn in seinem tiefen Innersten etwas noch viel stärker zu belasten. Das führt dazu, dass er gelegentlich unvorhersehbar in Wutanfällen ausbricht und blind d'rauf losschlägt. Dies ist allerdings das erste Mal, dass er ein Pokémon so gezielt anzugreifen scheint... Es war definitiv keine gute Idee von ihm sich mit Kerberus anzulegen.“ Die Stimme des Guardevoirs klang monoton, fast als hätte sie den Text auswendig gelernt. „Ich will, dass alle glücklich sein können, warum passiert sowas nur?“ Und wieder wimmerte das Wiesenior, nun mit Tränen in den Augen vor sich hin. „Tiara, sei ruhig! Ich will den Kampf verfolgen!“ ertönte die strenge Stimme des Bojelin, das bis vor kurzem hochkonzentriert zu den beiden Kontrahenten, die Arme verschränkt, blickte. Es verfolgte mit seinen Augen jede noch so kleine Bewegung.
„Das ist typisch Shivvery...“ bemerkte das Normal-Pokémon beleidigt und wischte sich die Tränen weg.
Auf dem Schlachtfeld vor ihnen tobten die beiden Pokémon weiter. Kerberus schien sich wahrlich in seine Wut hineinzusteigern und wollte dem Kampf wohl ein schnelles Ende bereiten, denn just in diesem Augenblick setzte er seinen ganzen Körper in Brand. Der Schnee unter seinen Pfoten schmolz innerhalb von wenigen Sekunden dahin und gab einen Einblick auf einen kahlen, leblosen Boden. Kurz darauf verließen die Tatzen des Arkanis den Boden und es sauste wie ein Meteor auf seinen Gegner zu, der wiederum mit einem Schlag den Angriff zu kontern versuchte. Die Luft vibrierte. Ein Aufprall. Und wieder schoss das Blut in die Luft, diesmal von beiden Seiten aus. Kerberus hatte mit seinem Flammenblitz Akil hart getroffen und musste selber dabei einen Rückschlag einstecken. Rückwärts fielen beide, wie auch ihr Blut, in den Schnee. Doch Stille war nicht zu erwarten. Beide rafften sich geschwind wieder auf, nur um ein weiteres Mal aufeinander loszugehen. Der Feuerhund wagte einen Sprung, doch Akil war schneller und nutzte seine Chance. Seine geballten Fäuste leuchteten in einem stählernen Silber auf und bewegten sich so schnell, dass man hätte meinen können, Akil hätte mehr als nur zwei Hände. Und mit diesem Angriff traf er Kerberus Magengrube. Dieser wiederum ging ein weiteres Mal zu Boden, fing sich aber schnell. Wieder hatte der Aufprall mehr Schaden angerichtet als die Attacke selber. Kurz darauf folgte ein Nahkampf zwischen den beiden. Fänge und Klauen, die sich in das Fleisch des Gegners bohrten, Hiebe, die auf beiden Seiten eingesteckt werden mussten. Die beiden Pokémon fügten sich gegenseitig immer mehr Wunden zu und es machte den Anschein, als würden sie nicht aufhören ehe einer von ihnen leblos zu Boden ginge.
Geändert von Kiuna (04.09.2010 um 18:42 Uhr)
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04.09.2010, 18:37
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II. Priestess
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Registriert seit: November 2009
Beiträge: 1.313
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Ah, die lang ersehnte Story ist endlich on ^-^
Der Startpost ist gut aufgebaut, vorallem die vielen Bilder gefallen mir ^^ Was mich etwas stört, fast alle Pokemon werden mit Namen genannt, aber genau diese sind im Profil noch nicht eingetragen (oder kommt das noch?)
Musik konnte ich leider nicht sagen, ob sie passend war, hab vergessen sie anzuschalten (^^") Aber genug davon. Die Beschreibungen waren mehr als nur treffend, die Gefühle wurden wunderbar gezeigt, alles in allem, perfekt  Du hast zwei Shiny Pokemon "im Team" (sag ich mal so), das stört eigentlich nicht, ich finde nur, dass die "besonderheit" des Shinys dadurch verloren geht, aber es sind deine Charakter, von daher, wayne.
Also, alels in allem, ein sehr gutes erstes Kapitel, könntest du mir bitte bescheid sagen, wenne s ein neues gibt?
[P.S. Das Guardevoir hier heißt Minerva, meins auf HG Athena, lol]
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04.09.2010, 19:03
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Mitgliedschaft beendet
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Registriert seit: April 2010
Ort: Irgendwo im allumfassenden Universum, oder nich?
Alter: 19
Beiträge: 1.385
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Bisher gefällt mir die geschichte wirklich gut.
Du hast alles gut beschrieben, und auch die musik hat super gepasst, wo ich auch bei meinem kritikpunkten/verbesserungsvorschlägen wäre:
1: die letzten beiden lieder waren die selben, ich glaube, du hast beim letzten die falsche adresse kopiert 
2: könntest du die musik verlinken, anstatt nur die adressen hier rein zu kopieren, sonst is das für die leser recht umständlich
aba an sich is das kapitel aüßerst gute arbeit (besondere betonung auf dem wort "äußerst")
kannst du mir bitte ne nachricht schicken wenns weitergeht?
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04.09.2010, 19:35
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XV. Devil
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Registriert seit: May 2009
Ort: Belial, die Stadt der Gefallenen
Alter: 23
Beiträge: 1.022
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Wie ich es dir schon gesagt hatte, war das Kapitel wirklich awesome. Es hat mir richtig gefallen und nun mit Musik wurde das Gefühl noch weiter unterstrichen.
Die Beschreibungen waren wirklich wunderbar. Sowohl sachliche Beschreibungen als auch metaphorisch ausgekleidete hast du überaus zutreffend und wunderschön angeführt. Es fiel mir auch richtig einfach, mir die Momente, Situationen und Aktionen vorzustellen.
Akils Auftreten als Auftakt zu verwenden war meines Erachtens wirklich gut gewählt. Es wurden Fragen aufgeworfen. Warum befindet sich ein Lucario in einer Eiswüste? Warum kehrte es zu einem Ort der Erinnerung zurück? Warum ist der Schal zu klein? (LOL 8D) Nein, es war wirklich grandios. Ein zurückgezogenes Lucario, welches in sich gekehrt einen vergangenen Ort besuchte und höchstwahrscheinlich über Vergangenes nachgedacht hatte.
Und dann der Flashback. Zuerst erlag ich dem Irrtum, Róu wäre ein anderes Riolu und möglicherweise war dies auch deine Intention. ;P Als ich die Arkani sah (ja, ich habe sie durch deine guten Beschreibungen gesehen! 8D), dachte ich sofort an Kerberus, da dieser ja ebenfalls ein Arkani ist. Jedoch war mein allererster Gedanke - noch bevor die Gewalt angeschlagen hatte - dass es Kerberus als Fukano gewesen wäre, als würden sich Akil und Kerberus schon seit der Kindheit gekannt haben. Wie sehr man sich da in den Ansätzen von Gedankenkonstrukten nur irren kann. xD Denn kurz darauf erkannte man ja unschwer, dass das Arkani nicht zum Spielen kam. Naja... Ein wenig hat es zusammen mit dem Rest des Rudels ja doch gespielt. Nur ob es für die Riolu ebenfalls ein Spiel war, lässt sich stark anzweifeln. 8D Auch hier konnte man gut erkennen, wie hilflos diese beiden Riolu den Arkani ausgeliefert waren. Akil tut mir so richtig leid, wie er seinen Freund verloren hat...
Was mich nun aber wirklich ausgiebig interessiert, ist, was danach passiert ist. xD Diese ominöse Menschengestalt, welche mit dem Absol erschienen ist... Gut, Scherz beiseite. Ich weiß mehr als ich hier zuzugeben scheine. Jedoch wie viel mehr ich weiß, verrate ich auch nicht. Denn mich interessiert wirklich, was danach geschehen ist. xD
Aber da endete der Flashback ja auch schon.
Die Vorstellung der Hauptcharaktere schloss sich danach an und ich muss wiederholen, dass Kerberus mir wirklich ans Herz gewachsen ist. 8D Diese Wortwahl seinerseits... Diese Reaktionen... Diese Gewaltbereitschaft! 8DDD
Aber erstmal alles ordnen.
Hier stellt sich mir die Frage, inwiefern Akil sich wirklich für eine Denkpause zurückgezogen hat, denn dem Anschein zufolge hat er ja die ganze Truppe mitgenommen. Möglicherweise befand sich die ganze Truppe ja auch aus einem noch nicht genanntem Grund in dieser eisigen Gegend und Akil suchte noch ein wenig Abstand von der Truppe. Dies würde erklären, wieso der Rest der Truppe im weiterem Verlauf zurückgekehrt ist beziehungsweise sich zu dem Lucario gesellt hat.
Hier auch schon ein gut ausgesprochenes Lob für das, was du dir für diese Fan-Geschichte vorgenommen hast: du hast verschiedene Charakterzüge wirklich gut und getrennt voneinander darstellen können. :3
Das aufbrausende Arkani, das zurückgezogene Lucario, das intelligente Guardevoir, das sich nach Frieden und Fröhlichkeit sehnende Wiesenior, das kalte Bojelin und das junge Kramurx.
Ich finde, dass dir diese Charakterzüge ziemlich gut gelungen sind. x3~ Und wenn ich mich nun in der Ausdrucksweise der Charakterzüge geirrt habe, ist das mein Fehler und nicht deiner! xD
Was ich ebenfalls noch gerne ansprechen möchte, ist, dass es mir außerordentlich gut gefallen hat, dass es zwischen Akil und Kerberus zum Kampf gekommen ist. Das zieht eine wundervolle Parallele zu der Vergangenheit Akils, in welchem es von dem Rudel Feuer-Pokémon dermaßen fertig gemacht wurde.
Und jetzt zurück zu Kerberus. 8D~
Wie du seine Reaktion auf Akils urplötzlichen Ausbruch beschrieben hast, fand ich phänomenal! x3~ Wie du deutlich beschrieben hast, dass nicht der Angriff sondern das Erstaunen über diese unerwartete Tat Kerberus so verärgert hat, fand ich sehr wertvoll. x3~ Und dass Kerberus dieser Feuerfeger nichts auszumachen schien, lässt mir drei verschiedene Möglichkeiten als Interpretationsansatz offen: entweder besitzt Kerberus die Fähigkeit Feuerfänger oder es liegt an Akils psychischer Schwäche, die auch seine Stärke beeinträchtigt oder... Kerberus ist einfach awesome stark. 8D
*räusper* ...
Wenn ich nun irgendwer wäre, würde ich nun darum bitten, über neue Kapitel informiert zu werden. Da ich aber über einen gewissen Vorteil verfüge, wird dies ja offensichtlich nicht von Notwendigkeit sein.
In Liebe,
Dein Suratan ♥
__________________
 
Danke sehr an Kiuna für den Suratan-Banner! ♥
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04.09.2010, 20:13
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@Momnichtaktiv...
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Registriert seit: September 2010
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Zitat:
Zitat von Juli
Du hast zwei Shiny Pokemon "im Team" (sag ich mal so), das stört eigentlich nicht, ich finde nur, dass die "besonderheit" des Shinys dadurch verloren geht, aber es sind deine Charakter, von daher, wayne.
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Ich finde es gerade schön, dass bei ihr die Shinys "nichts besonderes" sind. Wie man an einer Stelle in Kiunas ersten Story gut sehen konnte, sind andersfarbige Pokémon nur für Trainer etwas besonderes. Begehrenswertes könnte man auch sagen.
Ich fand die Beschreibung des Schnees in verbindung mit dem Blut atemberaubend, kontne mir richtig gut vorstellen, wie es von weiß zu rot wurde. An die Namen muss ich mich noch ein wenig gewöhnen, aber ich denke das kommt noch. ^^
Wirklich schön, auch von der länge her. Traurig wie Akils Freund starb 
Kannst du mich bitte auch benachrichtigen wenn es weitergeht? Echt ein schönes Kapitel und freue mich wohl schon auf nächsten Samstag ^^
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04.09.2010, 22:31
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Neues Mitglied
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Registriert seit: August 2010
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Ich möchte hier betonen, dass was ich jetzt sage MEINE Meinung ist, und ICH das Gelesene eben SO empfunden habe...
...Okay, auf zu meinem Feedback.
Gut gefallen hat mir, dass die Pokémon alle eigene Namen haben (so kann man sie schön auseinander halten), aber weil du wahnsinnig viele Charaktere gleich im ersten Kapitel eingeleitet hast, habe ich schnell den Überblick verloren. Hier finde ich es schade, dass du deine hübschen Profile nicht genutzt hast, um uns Lesern einwenig unter die Arme zu greifen....
Mir persönlich gefällt der Schluss nicht so ganz. Wenn ich die Zeilen lese, dann ERWARTE ich mir irgendwie noch, dass die Geschichte weitergeht...und sie ist für mich einfach nicht "abgeschlossen". Aber das ist Geschmackssache, I guess.
Was dir wirklich gelungen ist, ist der Anfang und das Flashback mit den zwei Riolus. Du kannst gut beschreiben, und ich liebe Schreibstile die dem Leser einflößen, was sie in den Abschnitten zu fühlen haben.
Allgemein war der Leserfluss vorhanden, was, so finde ich, zwar leider nicht mehr so viel Beachtung findet, aber sehr von Bedeutung ist!
Das mit Abstand am besten Beschriebene in dem Kapitel war, wie du Akil's plötzlichen Angriff auf Kerberos geschrieben hast. Es war unerwartet und einfach nur irrsinnig cool! My personal fav  .
Zum Schluss des Feedbacks, bevor ich zu meiner inhaltlichen Frage komme, noch:
Auch wenn mir persönlich die Charaktere zu kurz gekommen sind, so finde ich auch, dass du diese eigentlich für die Kürze eigentlich gut beschreibst! Sie haben alle einzigartige und ansprechende Persönlichkeiten und man, dh ICH, will mehr von ihnen wissen.
Aber Was ich eigentlich sagen möchte, ist, vielleicht hättest du nicht gleich alle vorkommen lassen sollen, aber wahrscheinlich war es eine Notwendigkeit vom Plot...
Diese psychische Störung die du da beschreibst...Irgendwie habe ich das Gefühl du willst uns Borderline vermitteln, aber die Beschreibung passt niiicht so ganz, deswegen bin ich unsicher. Es interessiert mich aber - verrätst du's mir bitte?
Summa summarum, das Kapitel fand ich sehr gut, und ich würde nur allzu gern wissen wie es weitergeht...
Also bitte benachrichtige mich, wenn du wieder postest
GLG,
Kenbu
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11.09.2010, 19:16
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XII. Hanged Man
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Musik zum Lesen
Drei Videos. 2 zum zweimal hören, da ich es nicht mag viele Videos zu einem Kapitel zu posten. Leider finden in diesem Kapitel sehr viele Stimmungswechsel statt. Ich rate also von der vorgeschlagenen Musik ab und dazu nun den Media Player zu öffnen und eigener Musik zu lauschen. :D Kleines Übergangskapitel, also nicht zu viel erwarten. 
Anfang und ab "Akil war wohl, abgesehen von[...]":
Ab "Es war mittlerweile[...]" und ab ""Das Nächste war, dass ich[...]":
Ab ""Ha!" lachte[...]":
Ich entschuldige mich für Unannehmlichkeiten der Musik wegen. Ich werd versuchen das in den nächsten Kapiteln besser zu machen.  Außerdem werden gleich die Charakter-Profile ein wenig geupdatet.
Kapitel 2: Schnee von gestern
„Das reicht jetzt!“ hallte Minervas Stimme durch den Schneesturm. Ihre Hände leuchteten in einem beruhigendem Blauton, der nun auch die Kontrahenten umgab und sie in der Luft schweben ließ. Noch immer tobte der Schneesturm und eisige Flocken zischten an den Pokémon vorbei. Langsam bekamen Akil und Kerberus wieder Boden unter den Füßen. Das Lucario, welches nun wieder zu sich gekommen war, sah sich verwundert um. Den Mund halb offen stand es irritiert da. Blutend, mit vielen Verletzungen. „Was ist passiert?“ fragte Akil mit ruhiger Stimme. Er klang total ahnungslos.
„Du bist außer Kontrolle geraten und hast Ker angegriffen“, bibberte das kleine Wiesenior. „Ich habe was?“ Erschrocken sah Akil sich um. Seine Augen suchten seinen Freund und fanden diesen auch schließlich. Kerberus war ebenfalls verwundet, aber dennoch stand er aufrecht und stolz da, wie seine Mähne so anmutig im Wind wehte. Der Blick des goldenen Lucarios fiel beschämt zu Boden. Er war es gewohnt ab und zu ein paar freundschaftliche Raufereien mit Kerberus zu haben, aber so etwas...? Akil kniff seine Augen verkrampft zusammen und ballte seine Fäuste. Er hatte sich geschworen nie wieder zuzulassen, dass ein Freund verletzt wurde und nun? Nun fügte er ihnen selber Schaden zu.
Minerva wollte dem Lucario aufmunternd die Hand auf die Schulter legen, doch sie wich bei weiterem Nachdenken zurück, weswegen Shivvery das übernehmen musste. „Hey, Akil. Es ist ja nichts passiert. Außerdem war euer Kampf nicht gerade schlecht“, bemerkte das Bojelin kritisch dreinschauend. Akil nickte und erzwang sich ein Lächeln. Er wollte keine Schwäche vor seinen Freunden zeigen. „Komm schon Akil!“ lachte das kleine Wiesenior, als es auf Akils Schulter sprang und sich an ihn kuschelte. „Wir müssen zurück finden, oder nicht?“ „Ja, du hast Recht, Tiara“, stimmte das Lucario ihr lachend zu. Kerberus war bereits einige Meter voraus. „Worauf wartet ihr lahmen Entons?“ knurrte er mürrisch. „Er ist überall verwundet und trotzdem ändert das nichts an seinem Verhalten“, bemerkte Shivvery leicht genervt, sich eine Pfote an die Stirn haltend. „Bedauerlich“, fügte Minerva hinzu. Und schließlich machte sich die Truppe, durch den Schnee stapfend auf den Weg. In welche Richtung sie mussten, war ihnen nicht bewusst.
Nur wenige Minuten später flog ein Pokémon über den Ort, an welchem Akil und Kerberus gekämpft hatten. „Tauboss!“ rief der prächtige Vogel, als er mit seinen kräftigen Schwingen schlug. „Akil, Kerberus, wo seit ihr? Minerva? Antwortet mir?“ Doch das gefiederte Pokémon bekam nicht die gewünschte Antwort. Alles, was es vernahm war, wie der Wind über die eisige Tundra strich und das Rieseln des Schnees, was es dazu veranlasste umzukehren.
Es war mittlerweile stockdunkel, als die sechs Pokémon beschlossen hatten endlich Rast zu machen. Sie hatten Glück, denn sie erreichten ein Gebiet, in welchem nach und nach ein paar Tannen wuchsen. Auch der Sturm hatte endlich nachgelassen. Und so konnte Kerberus ein kleines Lagerfeuer entfachen. Wie junge Camper es zu tun pflegten, saßen die verlorenen Pokémon nun im Kreis vor der Flamme und wärmten sich. Hier und da fand man Gesprächsstoff, doch als Minervas Stimme ertönte, wurden alle anderen still.
„Verloren in einem Meer von sich erhebender Dunkelheit, Angst und Hingabe treffen sich wieder. Verloren zwischen Reimen von mystischem Glanze. Der Himmel kehr' zurück um die Hölle zu bekriegen.“ Minervas Gesang erfüllte die Stille. Alle lauschten ihrer wunderbaren, ruhigen Stimme. Nur das kleine Kramurx sah sie etwas verstört an, was das Guardevoir dazu verleitete aufzuhören und verlegen den Blick abzuwenden. „Sing doch bitte weiter, Minerva!“ forderte Tiara sie völlig mitgerissen auf. „Ich... ich kann nicht“, erwiderte das Psycho-Pokémon und ließ den Blick zum schwarzgefiederten Vogel wandern. „Du musst wissen“, begann Shivvery. „Minerva besitzt eine besondere Gabe. Sie kann die Zukunft durch Gesang zum Ausdruck bringen. Allerdings sind es verschlüsselte Lieder. Die Bedeutung kennt selbst Minerva oftmals nicht, ebenso wenig wie den Zeitpunkt, den ihre Lieder beschreiben.“ „Verstehe“, antwortete das Kramurx kurz und knapp.
„Hey, Ker. Wie kommt es eigentlich, dass du immer so aggressiv bist, nur bei unserer Trainerin nicht?“ fragte Akil dann neugierig um ein Gespräch anzufangen. Dabei lehnte er sich nach vorne und stützte seinen Kopf auf seine linke Hand, die wiederum auf seinem Oberschenkel Halt fand. Der Schein des Lagerfeuers betonte nur die Neugierde in den Augen des jungen Lucarios. Kerberus schaute seinen Team-Kameraden verständnislos an, als wäre sein Verhalten selbstverständlich.
„Oh, Ker! Stimmt es, was man sich erzählt?“ fragte Tiara nun ganz aufgeregt. „Was?“ tönte es nur genervt von dem Feuer-Hund. „Na, dass du ein total tollpatschiges Pokémon warst und sogar dein eigenes Item verschluckt hast!“ Das Arkani knurrte. „Wer erzählt so einen Mist? Also nur um das klar zu stellen, das war ganz anders!“ Und so begann Ker seine Geschichte zu erzählen.
„Ha!“ lachte ein Fukano mit dunkler Fellfarbe, als es mit Leichtigkeit ein anderes seiner Art zu Boden stieß. „Kerberus hat schon wieder gegen einen gewonnen!“ – „Das ist doch nichts Neues mehr.“ Ein paar weibliche Fukano hatten sich am Rande des Feldes versammelt und das Geschehen beobachtet. „Wenn er doch nur nicht so grob wäre!“ jammerte das kleinste von ihnen. „KER!“ schrie jemand in genau diesem Augenblick. Es war ein weiteres Fukano, das durch das kleine Grüppchen hindurch auf das saftig grüne Feld sprang. „Was gibt's?“ Das Fukano mit dem dunklen Fell klang genervt und angespannt. Sein Gegenüber schnappte nach Luft. „Da... da ist ein... ein Trainer aufgetaucht. Sie besiegt alle Fukano, die ihr in die Quere kommen mit Leichtigkeit!“ Auf Kerberus Gesicht schlich sich ein unerwartetes Lächeln. Das schien genau das zu sein, worauf er gewartet hatte. Und schon raste er an den anderen vorbei. Er hatte zwar keine Ahnung, wo genau sich dieser Trainer befinden sollte, jedoch dauerte es nicht lange, bis er eine Fährte aufgenommen hatte und nach einem kleinen Sprint, stand auch schon eine junge Trainerin vor ihm. „Das kann nicht der Trainer sein, oder?“ dachte das Feuer-Pokémon leicht enttäuscht und wollte sich bereits wieder aus dem Staub machen, als das rothaarige Mädchen es entdeckt hatte. Sie fixierte das Hunde-Pokémon mit ihren smaragdgrünen Augen und zog von ihrem Gürtel einen Pokéball hervor. „Los, Kinoko!“ rief die Trainerin und aus ihrem Pokéball erschien ein grünes Pokémon. Das Wesen wippte auf seinen Hinterläufen hoch und runter, wie ein Känguru und machte mit seinen kurzen Ärmchen einen ulkigen Eindruck. Eine Art Pilz diente ihm als Hut. Ja, es war ein kerngesundes Kapilz. Doch Kerberus konnte sich kaum ein arrogantes Lachen verkneifen. Welcher Trainer würde schon ein Pflanzen-Pokémon gegen eines einsetzen, das Feuer-Attacken beherrschte? Der Feuer-Hund machte sich angriffsbereit, doch er unterschätzte seinen Gegner.
„Kinoko, Pilzspore!“ Und schon war das kleine Fukano in Unmengen gelber Sporen eingehüllt. Langsam aber sicher wurde es durch das Einatmen dieser Pollen schläfrig. Die Augen wurden so schwer wie Stein und fielen ihm langsam zu. Kerberus hatte wahrlich allein mit dieser Attacke zu kämpfen, welche ihm zum Verhängnis werden sollte. „Und jetzt Trugschlag!“ war das Letzte, was Ker vernahm und wie das gegnerische Kapilz zu seinem Schlag ausholte. Er konnte ja nicht ahnen, dass er einer Trainerin gegenüberstand, die bereits viele Regionen bereist hatte.
„Das Nächste, war, dass ich in einem Pokécenter aufwachte und ihr neues Pokémon war“, meinte Kerberus bedenklich. „Aber... du bist ja gar nicht auf meine Frage eingegangen!“ bemerkte das kleine Wiesenior. „Sei still!“ knurrte der getigerte Hund nur zur Antwort. „Ich werde dieses Kapilz eines Tages dafür büßen lassen, das schwöre ich!“ - „Weißt du, Kinoko war auch das Kapilz, welches unsere Trainerin einsetzte um mich zu fangen. Ich habe sie kennengelernt. Sie ist ein sehr nettes Pokémon“, bemerkte Shivvery unbeeindruckt und mit mahnender Miene.
Das goldgelbe Lucario räkelte sich indessen, was einen guten Blick auf seine abgemagerte Statur gab. „Wir sollten besser schlafen, meint ihr nicht?“ Alle nickten und machten es sich auf dem kühlen Boden so gemütlich wie möglich. Tiara hatte sich an Kerberus herangeschlichen, da er allein dadurch, dass er ein Feuer-Pokémon war, Hitze absonderte. Dass Minerva an Kerberus angelehnt schlief, war für das Arkani und das Guardevoir selbstverständlich. Denn so ungehobelt Ker auch schien, er wusste es zu respektieren, dass er das wohl einzige männliche Pokémon war, abgesehen von einer Ausnahme, welches sie an sich heran ließ. Auch wenn ihm der Gedanke, dass er sie schon immer an einen kleinen Schoßhund erinnerte, gar nicht gefiel.
Weit entfernt in einer Stadt mitten im Weiß leuchteten nur noch die Lichter des Pokémon -Centers. Ein Mädchen gegen Ende der Teens betrachtete nervös ein Plakat, das lieblos an die Wand gehängt wurde. Ihre grünen Augen musterten das Stück Papier, welches über eine wichtige Pokémon-Meisterschaft berichtete. „Trainer aus der ganzen Welt mit ihren außergewöhnlichen Pokémon! Ein Kräftemessen der Champions!“ mit dem und dergleichen warb das Plakat. Die rötlichen Haare des Mädchens fielen über die schwarzbekleideten Schultern. Enttäuscht seufzte sie leise, was dazu führte, dass Schwester Joy, wohl eine der jüngeren, sich ihr näherte. „Noch immer keine Spur von deinen Pokémon? Das Center schließt bald“, bemerkte die junge Krankenschwester besorgt. Das Mädchen schüttelte nur den Kopf, griff nach einem Pokéball an ihrem Gürtel, den sie um die Hüfte trug und begab sich Richtung Ausgang. Vor diesem machte sie halt und warf den Ball in die Luft.“Los, Tsubasa!“, rief sie schließlich, als ein roter Blitz erschien und ein Pokémon sich manifestierte. Vor ihr stand nun ein prächtiger Vogel. Sein Kopfschmuck wehte im Wind, der stärker zu werden schien. „Hör zu, Akil und die anderen sind noch immer verschwunden. Ich weiß, ich habe dich heute bereits losgeschickt, sie zu suchen, aber es ist bereits Nacht. Ich weiß, dass deine Augen noch genauso gut wie früher sind!“ – „Tauboss!“, krächzte das Vogel-Pokémon motiviert zur Antwort, ehe es einmal mit den Flügeln schlug und im Schnee verschwand, um sich ein weiteres Mal auf die Suche zu machen.
Akil war wohl, abgesehen von seiner Trainerin, der Einzige, der diese Nacht nicht schlafen konnte. Er war müde, ja, aber der Wind pfiff ihm zu stark um die empfindlichen Ohren. Immer wieder schloss er dennoch die Augen und versuchte zumindest ins Land der Träume zu gelangen. Er war bereits so müde, dass er meinte, ein nahe stehender Wald von Tannen würde immer näher kommen. Doch was war das? Das Lucario halluzinierte gar nicht, denn der Wald bewegte sich wirklich! Es dauerte nicht lange, da stand eine Rexblisar-Herde nahe der Truppe. „Leute, wacht auf!“ rief Akil entsetzt. Es dauerte eine Weile, bis alle verstanden hatten, dass Gefahr drohte, denn die Rexblisar hatten einen nicht gerade freundlichen Gesichtsausdruck aufgesetzt.
„Was sucht ihr in unserem Revier? Dafür werdet ihr büßen!“ schrie das größte der Eis-Pokémon schroff. Wie aufs Wort folgte darauf ein Blizzard-Angriff von allen Rexblisar. Ein gigantischer Schneesturm entstand aus den unzähligen Angriffen. Schnee wirbelte im Kreis umher. Immer schneller und immer stärker. Nach und nach wurde die Truppe dadurch in die Luft gerissen und umhergewirbelt. „Haltet euch aneinander fest!“ rief Kerberus durch den Sturm hindurch. Das junge Lucario wollte Minerva und Ker greifen, doch der Sturm war einfach zu stark. Alle sechs Pokémon wurden schließlich auseinander gerissen und verloren sich aus den Augen.
Tsubasa hatte stark mit dem Schneesturm zu kämpfen. In der Ferne hörte er bekannte Stimmen rufen. Es war sich sicher, dass er Kerberus gehört hatte und legte direkt einen Zahn zu. Doch als Tsubasa dort ankam, war es bereits zu spät. Der Schneesturm legte sich langsam wieder und durch das unendlich weiße Feld lief in der Ferne ein Wald.
(EDIT: Anmerkung: Minervas gesungener Text ist eine von mir übersetzte Version aus einem Teil von dem Lied "Bloody Red Dungeons" von Rhapsody of Fire. Ich nehme keine Credits für den Text!)
Geändert von Kiuna (11.09.2010 um 19:37 Uhr)
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11.09.2010, 19:43
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@Momnichtaktiv...
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Zitat:
Zitat von Kiuna
Nur wenige Minuten später flog ein Pokémon über den Ort, an welchem Akil und Kerberus gekämpft hatten. „Tauboss!“ rief der prächtige Vogel, als er mit seinen kräftigen Schwingen schlug. „Akil, Kerberus, wo seit ihr? Minerva? Antwortet mir?“ Doch das gefiederte Pokémon bekam nicht die gewünschte Antwort. Alles, was es vernahm war, wie der Wind über die eisige Tundra strich und das Rieseln des Schnees, was es dazu veranlasste umzukehren.
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Das war eine Stelle an der ich Gänsehaut bekam nur wegen der Beschreibung. Finde schön dass du den Schneesturm, den die Rexblisar verursachen, hinzugefügt hast. (Ich hätte solch wichtige Kleinigkeiten vergessen xD)
Ich musste beim Titel grinsen, und ich dachte, dass es in Kerberus Vergangenheit noch weiterging. Kommt dann wahrscheinlich nachdem sie entkommen sind, oder wärent dem Kampf, wie ich aus deiner anderen geschichte gelernt habe :P
Wunderbares Kapitel, ich wünscht, ich hätte es mir aufgespart.
Edit: Yeah schneller als Sura xD
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Vielen Dank an Kiuna für den wunderschönen Avatar!
Hm... bin derzeit nicht mehr hier aktiv... komm bald wieder... Ich muss erstmal über was wegkommen. Naja die wichtigen von euch können mich noch über Facebook, iCQ, MSN oder vllt auch unter Skype erreichen... Bis bald...
Habt ihr gelogen in Wort und Schrift,andern ist es und euch ein Gift. (Johann Wolfgang von Goethe)
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11.09.2010, 19:52
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Noch ein gutes KApitel
schöne beschreibungen, die musik hat gut gepasst, eig alles wirklich richtig gut
nur ein kleiner Kritikpunkt:
recht am anfang ist tiara (das war doch das wiesenior?) auf akils schulter gesprungen. ich fands ein wenig merkwürdig, denn wiesenior is fast genauso groß wie lucario.
hab mir das dann vorgestellt, sah in gedanken schon urkomisch aus
aba ansonsten wie gesagt, wirklich gutes Kapitel
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