| Fan-Geschichten Verfasst hier eure eigenen Geschichten zum Thema Pokémon. |

21.05.2011, 15:45
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XII. Hanged Man
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Blablabla
Ich wollte mich für die lange Pause erst mal entschuldigen! Das Kapitel hier ist eig. schon... ca. 4 Monate alt. Allerdings hatte ich ein Tief und... gewisse andere Sachen. Außerdem hat nach der langen Pause mir das Kapitel nicht mehr gefallen. :'D Hab es etwas überarbeitet. Ist nicht viel besser, aber immerhin. Zur Entschädigung wird in diesem Kapitel auch schon aufgelöst, was Projekt C ist... zumindest ein Teil davon. Neue Kapitel können etwas dauern, da ich keine Kapitel mehr auf Lager habe, weil ich 2 1/2 Kapitel aufgegeben habe und die Story dort etwas kürzen werde, was die Stellen mit Wunsch-Charakteren aber etwas näher rücken lässt.
Whatever, viel Spaß beim Lesen!
Btw... sollte ich weiterhin Musik-Links posten? Ich komm mir langsam dumm damit vor. 'D
Kapitel 14: Projekt C
[1] Ein Meer aus Sternen funkelte über dem Ozean aus Sand. Weit und breit schien das Nichts alles zu verschlingen. Alles, bis auf ein schwaches Licht in der Ferne. Dieser Schein ging von einem alten Schiffswrack aus. Das Selbe, welches Valeria noch bei Tageslicht betreten hatte. Im Steuerraum flackerte eine kleine, alte Öllampe auf einem niedrigen Tisch, der sich in der Mitte des Raumes befand. Ein Paar Stiefel war sorgfältig neben dem Geländer einer Treppe aufgereiht. Vor dem Fenster zum Deck des Schiffes war eine Wäscheleine im Raum aufgespannt worden. Ein paar Sachen, wie ein T-Shirt und eine Hose, hingen dort. Direkt darunter stand eine, noch recht neue, Waschmaschine, die aber nicht an ein Stromnetzwerk angeschlossen war, was vermuten ließ, dass man sie mit Pokémonkraft betrieb. Auf der anderen Seite befand sich ein kleines Bett. Die Matratze war schon eingelegen, aber es schien frisch bezogen. Darauf hatten es sich Minerva und Shivvery bequem gemacht, die bereits tief und fest schliefen. Akil befand sich, an der Wand gelehnt, in der hintersten Ecke des Kontrollraumes, in welcher sich eine Gläserne Tür zum Deck befand und starrte nach draußen. Vor dem vordersten Fenster, neben dem Bett hatte Valeria sich platziert. Auch sie starrte unentwegt nach draußen, obwohl sich nichts erkennen ließ und stützte sich mit den Händen auf der Armatur des Schiffes ab.
„Akil ist schon seit Stunden wieder hier, aber Ker und Tiara sind beide verschwunden... ich hoffe, ihnen ist nichts passiert.“ Der Blick des Mädchens wurde immer besorgter, bis ein Zupfen an ihrem Hosenbein sie dazu veranlasste sich umzudrehen. Vor ihr stand nun ein schwarzes Federknäuel, das sie aus großen roten Augen ansah. „Ach ja!“ rief Valeria. „Hier, die hatte ich ganz vergessen.“ Das rothaarige Mädchen zog ein rotes Band, an welchem eine silberne Glocke hing, aus ihrer Hosentasche. „Diese Sanftglocke scheint dir ja sehr viel zu bedeuten“, bemerkte sie, als sie das Item, welches einen beruhigenden Klang von sich gab, dem Kramurx sorgfältig um den Hals band. Erebos gab ein fröhliches Krächzen von sich. Tatsächlich bedeute ihm die Sanftglocke sehr viel, denn es war das einzige Andenken, welches ihm von einem gewissen Pokémon geblieben war.
Ein plötzliches Rumpeln vom Deck des Schiffes schreckte die drei Wachenden auf. Valeria schnappte sich die Lampe vom Tisch und eilte, dennoch so leise wie möglich, mit den anderen beiden hinaus aufs Deck.
Das fahle Licht fiel auf dunkelrotes, schmutziges Fell. Ker war durch das Loch im Bug des Schiffes mit Tiara auf dem Rücken bis zum Deck hoch gelaufen, und war nun am Ende seiner Kräfte. Geschockt musste Valeria feststellen, dass ihr Arkani schwer verwundet war. Die lange Reise zurück zum Schiff hatte dem Pokémon sehr geschadet. Doch von hier aus bis nach Emeritae oder eine andere Stadt zu laufen, da Ker ja unfähig war sie zu transportieren, wäre unmöglich gewesen und genug Verband und Medizin für so viele Wunden war auch nicht vorhanden. „Erebos, komm mit!“Das Mädchen eilte mit ihrem Kramurx zurück in den Raum. Sie nahm ihre Umhängetasche, welche sie sorgfältig neben das Bett geschmissen hatte und kramte nervös darin herum. Endlich hatte sie ein Blatt Papier und einen Stift gefunden, legte beides auf den Tisch und beschriftete den Zettel schließlich. Den Brief rollte sie dann zusammen, band ihn mit einem Stück Schnur fest zusammen und gab ihn Erebos. „Hör gut zu, ich weiß, dass du dich hier nicht auskennst, aber wenn du immer geradeaus in die Richtung fliegst, in welcher der Bug des Schiffes zeigt, dann kommst du zu einem kleinen Dorf namens Emeritae. Du kannst die Stadt nicht verfehlen, überall wächst Grün und ein Haus wurde direkt unter einem abgestorbenen Baum gebaut. Wenn du jetzt losfliegst, müsstest du bei Morgengrauen da sein.“ Das Kramurx hörte aufmerksam zu. Es verspürte zwar keine sonderlich gute Bindung zu Ker, aber es wollte unbedingt helfen. Deswegen schnappte es sich auch schnell den Brief mit seinen Krallen und verließ das Schiff in die beschriebene Richtung.
Akil stand währenddessen vor einer völlig aufgelösten Tiara. „Ker... es tut mir Leid, hätte ich nicht-“ -“Red' keinen Unsinn. Ich hab mir das selbst eingehandelt“, widersprach das Arkani dem Lucario und versuchte unter Schmerzen ein Grinsen zu erzwingen, was ihm aber deutlich misslang. Der Schakal versuchte vorsichtig dem getigerten Hund aufzuhelfen und wurde kurz danach auch schon von seiner Trainerin unterstützt. Gemeinsam brachten sie den Feuerhund und das Wiesel in die warme Stube.
[2] Die ersten Sonnenstrahlen erhellten die Wüste, als Erebos Emeritae direkt vor sich erspähen konnte. Die Augen des Kramurx weiteten sich beim Anblick. Mitten im Nichts aus Sand baute sich vor ihm ein Königreich aus Grün auf. Ein kleiner Wasserfall, der sich von einer der Klippen über der Stadt hochmütig hinabstürzte, zog einen Fluss durch das Land. Überall sprossen Wurzeln aus dem Boden. In der Mitte des Dorfes befand sich ein ausgetrockneter Baum, zwischen dessen Wurzeln man ein Haus errichtet hatte. Es glich einem natürlichen Schloss. Das ermutigende Grün und die klarer werdende Luft veranlassten Erebos dazu, noch schneller mit seinen dunklen Flügeln zu schlagen.
Kurze Zeit später befand sich die Krähe auch schon vor dem Poké-Center. Misstrauisch starrte Erebos das große Gebäude vor sich an. Die gläserne Schiebetür war ihm definitiv nicht sympathisch. Als das Objekt sich auch noch öffnete, stieß das Kramurx ein erschrockenes Krächzen aus. „Aber nicht doch. Hab keine Angst“, sprach die sanfte Stimme einer Schwester Joy, die gerade aus dem Center hinaustrat. Sie hatte beobachtet, wie das schwarze Vogel-Pokémon schon seit Minuten vor der Glastür stand, mit einem Zettel im Schnabel. Erebos ließ sich von der jungen Schwester mit den pinken Haaren vorsichtig das Stück Papier abnehmen. Ihre blauen Augen sausten über das Schriftstück. Schließlich nickte das junge Fräulein. „Ich kann dir die Versorgungsmittel geben, die deine Trainerin benötigt, allerdings werden sie erst am Nachmittag geliefert. Komm dann doch einfach nochmal wieder vorbei oder ruh dich solange im Pokémon-Center aus!“ Damit drehte sich Schwester Joy um und betrat wieder das Center um ihren eigentlichen Job nachzugehen.
Hilflos sah Erebos sich um. Das Gebäude interessierte ihn nicht. Eigentlich war es ihm sogar unheimlich. Aber was sollte er hier schon groß machen? Ein Großteil der Bevölkerung schien aus Senioren zu bestehen. Natürlich sah man einige mit ihren Pokémon hier, aber man könnte ihn wohl möglich für ein wildes Pokémon halten. In Gedanken versunken, machte das Unlicht-Pokémon ein paar Schritte abseits vom Center, als ihm etwas ins Auge sprang. Es war ein kleiner Trampelpfad zu seiner Rechten, der einen steilen Weg hinabführte, über eine Brücke, über einen Fluss ging und schließlich vor einer Höhle endete. Erebos folgte voller Neugier dem Trampelpfad. Niemand schien ihn zu beachten, weswegen er sich in die Grotte hinein wagte.
Im Inneren der Felshöhle war es heller als erwartet. Man konnte sehr gut die Umgebung beobachten. Überall hingen Wurzeln aus der Decke herab, an welchen sich entweder ein paar Käfer-Pokémon oder Zubat festklammerten. Auch hier floss ein Wasserstrom entlang, über welchen ein morscher Holzweg führte. Hier und dort besaß er schon einige Löcher, Moos sammelte sich an seiner Unterseite und versuchte auch die obere Hälfte für sich zu erobern. Durch das Wasser war auch die Fauna hier nicht arm. Robustes Gras wuchs direkt am Flusslauf und sogar Nachtschattengewächse waren vorhanden. Nur die Brennesseln, welche langsam das Territorium an sich rissen, hielten Erebos davon ab, sich den Blumen zu nähern. Langsam trottete also das kleine Kramurx weiter. Die Grotte schien auch gar nicht mal so lang, denn schon nach dem Passieren der Brücke war gleißendes Licht zu erkennen.
[3] Beim Verlassen der Höhle kniff Erebos die Augen zu. Strahlendes Sonnenlicht lachte ihm entgegen. Als sich seine Augen langsam wieder an das Licht gewöhnt hatten, staunte die kleine Krähe nicht schlecht. Erebos befand sich auf einem grauen Steinweg aus verschiedenen Platten, zwischen denen bereits Gräser und Blumen hervorlünkerten. Der Weg ging geradeaus, war uneben und endete in einer rundlichen Form, welche von grünen Büschen und Bäumen umringt war. Im Zentrum stand ein Turm aus Stein: das Sanktuarium. Und wieder davor befand sich etwas in der Luft schwebend. Es war ein grünes Pokémon mit Feenflügeln, welches Erebos den Rücken zu wandte.
Vorsichtig näherte Erebos sich ungläubig der Kreatur. Ein sanfter Wind ging durch die Wipfel der Bäume und strich sacht Erebos Gefieder und brachte dieses leise zum Rascheln. Auch das Pokémon hatte nun Erebos Anwesenheit bemerkt und drehte sich um. Ein Paar Augen, so blau wie der Himmel, funkelten das Kramurx nun an. Ein Moment der Stille trat ein, ehe das Celebi sich zum Boden begab und langsam auf das Vogel-Pokémon zuschritt. „Erebos, seid Ihr es?“fragte das Pflanzen-Pokémon unsicher. Die kleine Krähe nickte stumm. Hoffnung aber auch Reue und Trauer schlichen sich in das Antlitz des Waldwächters. Schließlich blieb das Celebi einen Moment vor Erebos stehen und kniete dann vor ihm nieder. „Es tut mir so unendlich Leid, was geschehen ist!“ Fassungslos sah Erebos zu der Legende hinab, die vor ihm kniete wie ein jämmerlicher Bettler. Erinnerungen kamen in ihm hoch, die er, seitdem er Sinnoh verlassen hatte, versuchte zu verdrängen. „Celebi... es ist nicht deine Schuld, was mit Aru geschehen ist. Du hast uns geholfen, so weit du konntest.“ - „Nein“, entgegnete Celebi. „ICH hätte an Arus Stelle vor Arceus treten sollen! Es war mein Fehler, euch diesen Weg zu weisen.“ Das Kramurx schüttelte den Kopf. „Mit welchem Recht verdiene ich Eure Gnade, Erebos? Ich weiß, was Ihr für das unschuldige Farbeagle empfandet, ich kann es in Euren Augen lesen!“ Das schwarze Vogel-Pokémon atmete tief aus. „Ich danke dir dafür, dass du Aru für unschuldig hältst, aber Arceus war anderer Meinung und was geschehen ist, kann man nicht wieder ungeschehen machen und-“ Erebos hielt den Atem an. Hatte er ein unnatürliches Rascheln vernommen?
[4] „Wer ist da? Zeigt Euch!“ forderte der Wächter des Waldes und drehte sich mutig um, um einen besseren Überblick über die Landschaft zu bekommen. Gleichzeitiges schoss ein Netz, von einer merkwürdigen Aura umgeben, aus dem Dickicht hervor und fing das Pflanzen-Pokémon ein. „Celebi!“ rief Erebos erschrocken und wollte seinem Freund zur Hilfe eilen, doch zwei Skelette stellten sich ihm in den Weg. Beide Knochen-Pokémon teilten die selben Charakteristika: Sie beide liefen auf zwei Beinen, hatten einen abgeflachten Schädel und als Arme zwei Sensen. Mehrere ihres Gleichen erschienen nun aus dem Unterholz, gefolgt von einem gelben Wesen mit langem Bart: einem Simsala. „Gut so, haltet dieses Geflügel von dem Versuchsobjekt fern!“ erhob das Psycho-Pokémon seine Stimme. Dann konzentrierte es sich und schickte per Telekinese das Netz, in welchem sich Celebi befand, davon.
Erebos versuchte sich zur Wehr zu setzen, aber ein einfacher Hieb eines Skelett-Kabutops genügte um ihn weg zu schleudern. „Wir haben keine Zeit zum Spielen. Kabutops, Rückzug zur Festung! Der Meister wird sich über diesen Erfolg freuen“, lachte der Psycho-Fuchs. Erebos raffte sich aber wieder auf und versuchte nun das zurückgebliebene Simsala frontal anzugreifen, doch das letzte was er von ihm sah, war ein widerliches Grinsen, ehe das Psycho-Pokémon per Teleport direkt vor Erebos Augen sich in Luft auflöste.
Nicht ganz bei Sinnen und zutiefst von seinem eigenen Versagen enttäuscht, verließ Erebos das Sanktuarium. Nun war es wichtig Kers Medizin abzuholen und den Rest des Teams um Hilfe zu bitten.
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21.05.2011, 19:57
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XV. Devil
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Also... Ich wüsste nicht, wieso du mit den Musik-Links aufhören solltest. xD Finde ich immer wieder toll, eine betonende und malerische Musik dabei zu haben. :3
Ich finde die Beschreibungen wie immer gut geglückt. x3 Du hast dich in keinster Weise verschlechtert, finde ich. :3
Ich finde es allerdings sehr erstaunlich, wie Ker mit Tiara auf dem Rücken so eine Strecke zurücklegen konnte und das mit den Verletzungen. xD
Ker ist wohl wirklich SEHR hart im Nehmen. xD Aber das soll keine Kritik sondern eher ein Erstaunen sein. :3
Dass Valeria Erebos losgeschickt hat, hat mich sofort an das biblische Ereignis mit Moses und seiner Arche erinnert (wer erkennt den Fehler?). x3 Nur ist hier ja ein wirklich deutlicher Unterschied, da Valeria anders als Noah kein Land suchte sondern Medikamente. :3
Wie du Emeritae beschrieben hast, fand ich wirklich wundervoll. x3 Ich wusste gar nicht, dass der Baum tot ist. |D Nur... müsste der dann nicht auch morsch werden und zerfallen? xD
Ein Yay für Celebis Comeback! 8D Ich denke, dass es dieses Mal keine Missverständnisse geben wird. In Ruf des Windes kam Celebi einigen ja ein wenig hochnäsig herüber, obwohl es eigentlich vornehm, erhaben und zurückhaltend sein soll.
Ich finde es auch sehr schön, wie du hier auf Erebos Vergangenheit eingegangen bist. x3 Endlich ist der Kleine dran mit seiner Vergangenheit. |D Ich habe es sehr genossen, an die alte Zeit zu denken. :3 Es fühlte sich so an, als hätte ich die relevanten Teile von Ruf des Windes noch einmal Revü passieren lassen. x3
Und nun ist das arme Celebi gefangen genommen worden. D:
Ich ahne schon Schlimmes, was mit ihm passieren könnte... xD' *Celebi bemitleid*
Das ist dann wohl Projekt C, wie?
In Liebe,
Dein Suratan ♥
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22.05.2011, 10:41
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Mystiker
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Dass du dieses Kapitel nicht magst, verstehe ich nicht. Ich fand deine Beschreibungen jedenfalls gut und detailliert. Erebos muss also Medizin besorgen. Wird bestimmt nicht ganz angenehm für das Vögelchen mit Medikamenten im Schlepptau ne Wüste zu durchfliegen. xD Und es hat Angst vor Glastüren. Die sind ja auch wirklich unheimlich.
Über das Erscheinen von Celebi habe ich mich echt gefreut. Es ist so süß, anmutig, freundlich und mächtig… *schwärm* Projekt C steht also für Projekt Celebi? Darauf hätte ich eigentlich kommen können, wenn ich jetzt mal so an Colosseum zurückdenke. xD Ich dachte ja eigentlich, das C würde für was „spezielleres“ stehen.
Spoiler aufdecken
corpse (Weil du Togekiss als leblos beschrieben hast und wegen den ganzen Skeletten.)
Jedenfalls tut mir das kleine Celebi voll leid. Es wirkt ohnehin schon so zerbrechlich und dann wird es von bösen Wissenschaftler-Pokemon entführt. Ich freue mich schon auf eine epische Rettungsaktion.
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30.05.2011, 19:04
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XII. Hanged Man
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Spoiler aufdecken
Ich hoffe, dass dieses Kapitel besser ist. Ich hatte es erst angefangen und es war grauenhaft. Durch ein Lied habe ich es dann nochmal komplett neu geschrieben und abgesehen davon, dass ich an manchen Stellen etwas zu schnell mit der Handlung bin, gefällt es mir eigentlich. Einige Sachen sind Anspielungen auf meine alte FF. Man sollte das Kapitel aber auch verstehen, ohne diese gelesen zu haben.
Ich denke, ab diesem Kapitel weiß jeder, wer der eigentliche Hauptcharakter der Story ist.
Kapitel 15: Ein schwaches Herz
Unter Erebos sauste ein Sandkorn nach dem Anderen hinweg. Seine pechschwarzen Flügel schlugen so schnell sie konnten. In seinem Schnabel hielt das kleine Kramurx eine Tragetasche aus Elfun-Wolle. Der Inhalt dieses Beutels und die Tatsache, dass ein ihm wichtiger Freund in Gefahr schwebte, ließen das Vogel-Pokémon unermüdlich gegen die brennende Hitze ankämpfen. Auch wenn das Unlicht-Pokémon sich fühlte, als würde der grelle Feuerball am Himmel sein kohlefarbenes Gefieder wie in einem Fegefeuer davon brennen, auch wenn seine Kehle so trocken wie die Wüste unter ihm schien und seine Sicht in ein Sandfarbenes Geschmiere eines Kleinkindes verschwamm, flog der schwarze Vogel weiter.
Man konnte es Erebos vielleicht nicht auf dem ersten Blick anmerken, doch das kleine, vorlaute Kramurx besaß Stolz. Sehr großen Stolz. Wenn nicht gar so groß, wie der Horizont selber, welcher sich über ihm in einem Himmelblau erstreckte. „Ein Vogel, der nicht fliegen kann? Wie armselig!“ hallte es in Erebos Kopf. Die Krähe kniff die Augen zusammen. Nicht wegen des umherfliegenden Sandes oder wegen der blendenden Sonne. Nein, der kleine Vogel redete sich ein, dass so das Bild des schwarzen Vogels mit den prächtigen Kopffedern vor seinen Augen verschwinden würde. Aber das tat es nicht. Erebos wusste, er war das schwächste Kettenglied des Teams. Deswegen brauchte er auch die Hilfe seiner Team-Kameraden. Ein Gefühl von Schuld und Zorn kam in dem kleinen Vogel auf. Zorn gegen sich selbst. Seine Mutter wurde von einem Trainer gefangen, als er noch ein Küken war, sein Vater war immer auf Reisen. Thanathos war ein beachtliches Kramshef. Stark, prächtig. Sein verlorenes linkes Auge und eine Narbe in der Brust hatten von harten Kämpfen erzählt. Erebos war nicht stark Er war es nie gewesen und er würde es auch nicht werden. Denn er hatte der ihm wichtigsten Person etwas versprochen. „Bleib immer so, wie du bist“, wiederholte Erebos die Worte des Farbeagles. Er würde sich nicht entwickeln. Niemals. Und Kramurx waren eben schwach. Vielleicht hätte er sich damit abfinden sollen? Schwache Pokémon konnten nicht überleben. Menschen mochten keine schwachen Pokémon. Mochte Valeria ihn nicht? Das kleine Kramurx wusste es nicht. Alles, was es wusste, war, dass es niemanden beschützen konnte. Seinen Vater nicht, die ihm wichtigste Person nicht. Und nun sollte Celebi das selbe Schicksal ereilen? Dem Kramurx blieb keine andere Wahl. Es musste Hilfe holen und zwar schnell.
Zwischen dem unendlichen Braun aus Sand und Fels trat das Weiß mit der Aufschrift „Libra“ hervor. Das kleine Herz des Kramurx schlug schnell, schneller als die Flügel schlagen konnten. Endlich setzte Erebos zur Landung an. Seine stelzenartigen Beine griffen nach dem morschen Holz unter sich. Das Vogel-Pokémon fühlte die raue Maserung unter seinen Krallen, doch dann knickten ihm die Beine weg. Mit einem dumpfen Ton schlug der Vogelkörper auf dem Boden auf und rutschte ein Stück über die harten Bretter, bis er erschöpft liegen blieb.
Der kleine Vogel runzelte die Stirn, ehe er seine Augen öffnete. Er befand sich im Steuerraum des Schiffes auf einem Bett. Auf seinem Kopf befand sich ein kleiner Beutel, gefüllt mit Eiswürfeln, welche Shivvery zu verdanken waren. Neben sich vernahm das Unlicht-Pokémon ein paar flüsternde Stimmen.
„Er hat die Entwicklung immer abgelehnt. Jedes mal, wenn Valeria ihm den Finsterstein entgegenhielt, ist er weg geflogen. Irgendwann hat sie es aufgegeben“, flüsterte Shivvery. Minerva sah von einem Buch auf, welches sie in ihren Schoß gelegt hatte. Das Buch musste entweder sehr uninteressant sein oder das Guardevoir hatte es bereits mehrere Male gelesen, damit etwas anderes ihre Aufmerksamkeit erhaschen konnte. „Du meinst, sie hat es akzeptiert. Nicht aufgegeben“, korrigierte das Psycho-Pokémon das gelbe Wiesel. „Aber wenn er sich entwickeln würde, wäre er sicher stärker und könnte auch schneller fliegen!“ erhob Shivvery Einspruch und wurde etwas lauter. „Shhhhh!“ ermahnte Akil das Bojelin. „Nur weil sich ein Pokémon entwickelt, heißt das nicht, dass es stärker wird. Ich bin auch schwächer als die meisten Lucario, wieso sollte Erebos nicht bereits als Kramurx stark genug sein?“
Langsam richtete Erebos sich auf. Sein Gefieder gab ein leises Rascheln von sich und von der Sanftglocke um seinen Hals ging ein sanftes Läuten aus. „Du bist wach?“ fragte das Lucario erfreut. Das kleine Kramurx nickte nur. „Darf ich... darf ich euch um etwas bitten?“ begann es dann schließlich. Daraufhin erzählte das Krähen-Pokémon seinen drei Team-Mitgliedern, was am Sanktuarium geschehen war. Von Celebi, von dem Simala und von den Skelett-Kabutops. Akil brachte direkt die Kabutops mit dem Pantimos, gegen welches er gekämpft hatte, in Verbindung. Die Kraft Skelett-Pokémon zu beschwören war etwas Einzigartiges.
„Dann sollten Shivvery und ich mit Erebos mitgehen“, schlug Minerva vor. Das goldgelbe Lucario wollte Einspruch erheben, aber das Guardevoir unterbrach ihn direkt wieder. „Der Feind kennt dich, Ker und Tiara bereits. Somit wäre das die sicherste Art und Weise. Wenn wir in ein paar Tagen nicht zurück sind, kommt ihr einfach nach, sollten Kers Wunden bis dahin verheilt sein.“ Akil stand auf und schaute nach draußen auf das Deck. Valeria brachte gerade den letzten Verband an Kerberus Pfote an und ließ sich von Tiara unterstützen, welche ein paar Sinelbeeren in einen Fressnapf legte.
„Was ist mit ihr?“ fragte der Schakal leise. Auch die Anderen standen nun auf und schauten zu ihrer Trainerin. „Du wirst es ihr schon irgendwie erklären können. Wer von uns ist denn hier der Menschenflüsterer?“ meinte Shivvery scherzhaft. Akil zog wie ein kleines Riolu eine Schnute. Er wäre zu gerne mitgekommen. Die Neugierde fraß sich durch seinen Magen, denn er wollte zu gern wissen, wer sich hinter der Silhouette verbarg. Doch ehe er die drei überzeugen konnte, hatten sie bereits das Schiff verlassen.
Ein Kloß steckte in Erebos Hals, als er mit Shivvery und Minerva seinen Weg durch die Wüste machte. Lief er gerade tatsächlich neben dem Pokémon, das ihn als schwach abstempelte? Aber sie hatte ja recht. Erebos atmete tief aus. Die Wüstenluft war trocken und heiß. Doch zum Glück näherte sich die leuchtende Scheibe dem Horizont und ließ die Schatten der drei Pokémon ins Unendliche wachsen. Minerva lief immer auf der jeweils anderen Seite von Shivvery als Erebos es tat. Aber das Vogel-Pokémon konnte es ihr nicht übel nehmen. Immerhin schien sie Verständnis für ihn zu zeigen. Und doch fühlte sich das Krähen-Pokémon schuldig, dass es die Hilfe von anderen annehmen musste um Celebi zu retten.
Das Trio erreichte langsam eine felsige Gegend. Klippen stürzten sich wagemutig in den Sand und formten beeindruckende Gebilde, als plötzlich etwas aus dem Sand herausschoss. Shivvery reagierte schnell, wie man es von einem flinken Wiesel erwarten würde, und zog Minerva am Arm beiseite, bevor eine finstere Kraftwelle sie erreichen konnte. Vor den Dreien bäumten sich mehrere, violett geschuppte Schlangen auf. Ihre Zungen zischten bedrohlich zwischen den Furcht einflößenden Fängen hin und her, ihre grauen Augen schienen leblos und geistesabwesend.
„Keine Sorge, Arbok sind anfällig gegenüber Psycho-Attacken!“ versuchte Minerva ihre Team-Mitglieder zu beruhigen. Dann tauchte sie ihre Hände in ein sanftes Blau und war kurz davor, mit ihrer Psychokinese ein Exampel an einem der Arbok zu statuieren, als eine der Schlangen neben ihr aus dem Sand schoss. Die starken Fangzähne bohrten sich in Minervas Arm. Ihr rotes Blut tränkte diesen und den Kopf des Arbok, das nun langsam sein Opfer los ließ und wieder zwischen den Sandkörnern verschwand. Shivvery kam dieses Verhalten merkwürdig vor. Die Arbok-Schar hätte diesen Augenblick längst nutzen können, um alle drei zu erledigen, aber sie tat es nicht. Im nächsten Moment zuckten Blitze durch die Luft, die gezielt jedes der Arbok trafen. In der Zwischenzeit sackte Minerva auf die Knie. Unter Schmerzen hielt sie ihren linken Arm, der noch immer stark blutete. Shivvery und Erebos versuchten hingegen auszumachen, woher die Blitze kamen, welche eine weitere Bedrohung darzustellen vermochten. Zeitgleich erspähten die beiden am Rande einer Klippe ein Wesen. Sein Fell war schneeweiß und schien wie Eiskristalle in der untergehenden Sonne zu funkeln, die das Fell langsam blutrot zu färben schien. Obwohl es auf vier Beinen lief, ließ das Gesicht des Pokémon etwas menschliches erkennen, obwohl das Antlitz eine rötliche Färbung besaß und die türkisen Augen wie Diamanten funkelten. An der Seite des Kopfes trug der Vierbeiner eine rote Sichel und um seinen Hals baumelte ein, an einem Faden aufgezogener, Scharfzahn.
Elegant wie ein Schwaroness erhob sich das schillernde Absol in die Luft und landete wie ein Snobilikat auf allen Vieren vor den drei reisenden Pokémon. „Ihr gestattet?“ sprach das Unlicht-Pokémon. Seine Stimme klang sanft und hatte einen arroganten Unterton.
Die Gift-Kobras fackelten nicht mehr länger. Sie hetzten ihrem Angreifer mit blanken Zähnen ausgestreckt entgegen. Doch ehe sie sich versahen, war ihr Gegenüber verschwunden und tauchte an neuer Stelle wieder auf, um hart zuzuschlagen. Als ein Großteil der Schlangen am Boden lag, machte das Absol einen Satz in die Luft und schickte einen gewaltigen Feuersturm auf die Gift-Pokémon los. Als die Tatzen wieder den Boden berührten, wehte der ruhige Wind, der die herannahende Kälte ankündigte, die letzten Überbleibsel davon. Shivvery fühlte sich bestätigt. Auch wenn dieser Feuersturm kräftig war, so wäre er sicher nicht in der Lage gewesen, ein Heer von Arbok so einfach auszulöschen. Doch in diesem Moment war ihr das Wohlergehen Minervas deutlich wichtiger. Als das Absol näher an die drei herantrat, verzog sich das Gesicht des Bojelin. Das Wasser-Wiesel machte sich bereit, seine beiden Freunde zu verteidigen, erkannte jedoch, dass es nicht nötig schien. Das Desaster-Pokémon blieb locker und stand direkt still, als es Shivverys Grimasse sah. „Wer bist du?“ zischte Shivvery noch etwas misstrauisch. Das Absol verneigte sich. „Mein Name ist Neve Rosso Sangue. Oder kurz Neve. Ich irre durch diese Wüste auf der Suche nach Pokémon, die meine Hilfe benötigen. Und wie ich sehe, scheint Ihr solch Pokémon zu sein.“
Das Bojelin ließ den Fremden nicht aus den Augen. Weder Shivvery noch Erebos war sich sicher, ob man diesem Wesen trauen konnte.
Spoiler aufdecken
Der Name Neve Rosso Sangue kommt von dem gleichnamigen Lied der Band Rhapsody of Fire.
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30.05.2011, 19:31
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XV. Devil
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Mal wieder so wie immer ein wirklich gelungenes Kapitel. :3
Die weiteren Anlehnungen und Inhalte aus Ruf des Windes fand ich wirklich schön. x3~ Ich wusste aber gar nicht, dass Arus Worte an Erebos wirklich so derbe ernst genommen wurden. xD Ich bin da aber mal sehr gespannt, wie das fehlende Glied ausgefüllt wird. o\o Solltesu nicht wissen, was ich damit meine, kannsu mich ja danach fragen. 8D
Ich kann sehr gut verstehen, wie Erebos sich fühlen muss... Der schwarze Vogel, den du meintest... Ist das nicht zufällig das Vogel-Pokémon, gegen welches Aru und Erebos zusammen gekämpft haben? *keine Namen nennen will, um eventuelle Spoiler zu vermeiden*
Aus Shivvery werde ich momentan leider nicht schlau... Erst ist sie so hilfsbereit, was sie von ihrer burschikosen und verschlossenen Art ablenkt und dann ist sie wieder versessen darauf, Stärke zu sehen. xD Na ja, vielleicht ist das auch eher die wahre Shivvery, sodass ihre Hilfsbereitschaft eher die Ausnahme ist... 8D
Ich frage mich übrigens, wie die Drei reisen. o\o Zu Fuß durch den Sand? Ich meine nur, weil Guardevoir durch ihr Kleid nicht gerade viele Vorteile in einer Wüste haben und Shivvery als Wasser-Pokémon wohl auch nicht viel in einer Wüste machen kann. o\o
Die Arbok fand ich aber mal so richtig hinterlistig... War aber schon irgendwie klar, dass sie ihren Typnachteil irgendwie ausgleichen mussten...
Und dann kommt der Retter. 8D
Ich mag Neve Rosso Sangue. xD Auch wenn ich es ein wenig... komisch finde, dass er einfach nur durch die Wüste streunt, um Bedürftigten zu helfen. xD Hat aber trotzdem etwas Selbstloses und Ehrwürdiges, auch wenn es ihn trotzdem unglaubwürdig macht, so wie Shivvery es wohl sieht.
Ich hätte nicht gedacht, ihn so früh schon zu sehen. |D
Nur tut mir so ganz nebenbei Valeria so richtig Leid... xD Immer verschwinden ihre Pokémon und sie darf sie suchen gehen... xD
Leider keine Musik... D:
Aber wir hatten ja schon darüber geredet...^\^'
In Liebe,
Dein Suratan ♥
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Danke sehr an Kiuna für den Suratan-Banner! ♥
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01.06.2011, 14:32
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II. Priestess
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Oh mein Gott ich hab kapitel 14 ja garnicht kommentiert 
Naja, dann komme ich jetzt dazu:
Ich fand das Kapitel...irgendwie...seltsam. Es war gut, es hat mir gefallen aber gleichzeitig war es komisch ô.o Der grund ist, dass ich die warscheinlich einzigste hier bin, die "Ruf des Windes" nicht kennt, und ich komm mir immer blöd vor, wenn ich solche andeutungen lese und nicht weiß, was los ist XD Egal, kommen wir zum inhaltlichen:
Projekt Celebi...nehme ich an...mir kommen zwei Möglichkeiten in den Sinn, die das team mit Celebi machen könnte:
1. Sie wollen mit Celebi die Zeit zurückdrehen, um die Skelett Pokis "wiederzubeleben"
2. Sie wollen die Zeit vordrehen, um alle Pokemon zu Skeletten zu machen o.o
Die Beschreibung von Emeritae hat mir gut gefallen (ja ich weiß jetzt, wie es aussieht XDD) und die Wüste genauso *o*. Tja, und die Wüste hat ker doch schon ziemlich zugesetzt XD Also alles in allem ein gutes Kapitel ^-^
Kapitel 15:
der WAHRE Hauptcharakter?ô.o Es wird doch wohl nicht etwa ein Arbok sein?O_O [/Sarkasmus] o.k., bei dem Hauptcharakter schwanke ich jetzt ziemlich zwischen Erebos und dem Absol mit dem langen Namen (bei letzterem dachte ich erst es wäre einer der Wunschcharakter). Im übrigen ist ... *nachguck* Neve ziemlich hardcore o.o Ich meine...einfach mal so einen Blitz aus einem Wüstenhimmel einschlagen lassen (waren da Wolken, btw?) und dann gleich nen Feuersturm hinterher o.o" Generell finde ich Neve leicht seltsam (im sinne von interesannt), denn aus meiner Erfahrung leben Absol irgendwo in den eisigen gebieten (also ganz weit weg von der wüste XD). Vielleicht wurde er (?) verstoßen, weil er ein Shiny ist o.o und musste weggehen um- o.k. ich verliere den faden >_<
O.k., wir hatten Akil, wir hatten Ker, jetzt sind die Mädels (+ Erebos) dran >:3 Aber ich muss Suratan recht geben, Erebos fliegt zweimal am Tag durch die Wüste und jetzt nochmal durchlaufen? Und dann noch mit Shivevry, der die Wüste nicht guttuen müsste und Minerva (btw glaube ich, Minervas Beine sind etwas länger als ihr Kleid,so dass das kein problem sein müsste, aber egal XD). Und irgendwie erkenne ich langsam ein Muster...die Pokis haben alle irgendeine schreckliche Vergangenheit O_o Zumindest glaube ich das, ker hat ein Flamara umgebracht, Akil hat gesehen wie sein freund starb (war das sein Freund oder sien Bruder? Bin mir nichtmehr so sicher >,<), Tiara war die schwächste von allen aus ihrer Familie, Erebos hat seinen Partner verloren, mit Minerva muss ja auch irgendwas sein,w enn sie so "Männerscheu" ist und Shivvery...hm...keine Ahnung XD Jedenfalls ein schönes Kapitel, freue mich auf mehr ^-^
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02.06.2011, 11:39
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Neues Mitglied
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Uhh
Kiu!
Ich hätte echt nicht gedacht dass es der selbe Erebos ist wie aus der anderen Geschichte. xD
Nun kommen natürlich aber auch viele Fragen auf.. am Ende von "Ruf des Windes" wurde doch ein Kramshef erwähnt, oder täusch ich mich jetzt? :0
Oder spielt diese Story hier nun in der Zwischenzeit, also bevor Erebos sich entwickelte? xD
Die neu eingebauten Charaktere finde ich auch wieder äußerst rätselhaft und interessant. Es kommt wieder sehr viel Spannung auf. o.o
Zu kritisieren hab ich nix eigentlich.. ich liebe ja deinen Schreibstil. Einmal stand irgendwo Simala statt Simsala, vielleicht wurde das auch schon erwähnt.. keine Ahnung, sorry. xD *faul*
Bin gespannt wie's weiter geht. <3
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02.06.2011, 20:02
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@Momnichtaktiv...
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Ich bin froh endlich dazu gekommen zu sein beide Kapitel zu lesen. Hab nicht damit gerechnet, dass du so schnell weiterschreibst.
Liege ich richtig in der Annahme, dass uns Samstag ein weiteres wunderbares Werk deiner Fantasy erwarten wird?
Ich schätze, ich bin nicht die einzige die sich darüber freuen würde und sich wie ein Rudel hungriger Wölfe darüber stürzen würde.
Es ist fast schon schade, dass bei deinem Stil die Kapitel ein so schnelles Ende finden. Man fängt an, liest es genießerisch und erwartet kein Ende und schwupps plötzlich kommt es doch. Nunja damit fächerst du aber auch unseren Heißhunger auf das nächste Kapitel an. Bei dir muss man sich immer entscheiden: Lese ich es jetzt...? Oder spare ich es mir doch für später auf?
Deine Beschreibungen erfrischend oder kalt, warm, gefühlvoll oder auch "einfach" nur passend. Du findest immer die richtigen Worte und man merkt wie du jeden deiner Charaktäre mit viel Liebe gestaltest und ihm eine eigene Persönlichkeit gibst in die sich der Leser hineinversetzen kannst.
Ich musste das Mal loswerden, vorallem werden dies Kritiken länger, da ich nur noch wenige Fictions lese und auch nicht fallen lassen möchte.
Zählt das hier überhaupt als Kritik? xD
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Vielen Dank an Kiuna für den wunderschönen Avatar!
Hm... bin derzeit nicht mehr hier aktiv... komm bald wieder... Ich muss erstmal über was wegkommen. Naja die wichtigen von euch können mich noch über Facebook, iCQ, MSN oder vllt auch unter Skype erreichen... Bis bald...
Habt ihr gelogen in Wort und Schrift,andern ist es und euch ein Gift. (Johann Wolfgang von Goethe)
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08.06.2011, 11:22
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Blue Phoenix
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Erstmal muss ich mich entschuldigen das ich die ganze Zeit nicht geschrieben hab.
Tut mir Leid.
Aber ich hab die Kapitel nachgeholt und muss sagen sie sind echt gut geworden.
Ich mag Erebos sehr gerne und hab mich gefreut das er in den Kapiteln eine größere Rolle bekam.
Ich hatte mich schon gefragt wann er sich wohl entwickeln würde, aber das hat sich nun erledigt. xD
Aber egal schlimm ist das nicht. Er kann auch so stärker werden. Die Sanfglocke kommt doch bestimmt auch von Aru, weil sie ja so wichtig für ihn ist.
Der arme Ker muss erstmal zurück stecken, das passt so gar nicht zu ihm. XD Aber was will man machen...
Was wollen die Pokemon wohl mit Celebi?
Das was Juli sagte mit den Skeletten, könnte natürlich sein.
Oder sie wollen sich irgendetwas aus einer anderen Zeit holen
naja freu mich wenns weiter geht.^^
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11.08.2011, 13:04
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XII. Hanged Man
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2 Monate sind schon vergangen... Tut mir Leid, wenn ich beim letzten Mal vergessen habe jemandem persönlich fürs Kommentar zu danken. Ich möchte trotzdem allgemein noch mal vielen Dank für die Kommentare sagen! Die retten diese FF. Im Gegensatz zu gewissen anderen Leuten. Srsly. Abgesehen davon, hatte ich gestern einen kleinen Schreibwahn. So konnte ich endlich das nächste Kapitel fertig stellen und das Kapitel nach diesem ist im groben auch schon fertig! In diesem wird endlich die Vergangenheit eines weiteren Team-Mitgliedes aufgelöst(darauf haben sich, meine ich, "viele" schon gefreut?  ), außerdem wird im nächsten Kapitel ein weiterer Wunsch-Charakter vorkommen~. Ich poste keine Musik mehr, aber wer will kann dabei Beethovens Mondschein Sonate hören. Hab ich beim Schreiben gehört. Trotzdem suckt das Kapitel, mal wieder. Meh.
Kapitel 16: Abendgrauen
Die Sonne verschwand hinter dem Horizont und zog den Vorhang der Abendröte hinter sich her. Am wolkenlosen Himmel funkelten bereits die Sterne in einem trügerischen Schein. Nach und nach verzog sich die Wärme. Erebos spürte, wie ihm ein kalter Schauer über den Rücken lief. Er trottete mit seinen Vogelbeinen langsam den anderen Pokémon hinterher. Minerva stützte sich an Shivverys Schulter ab. Das Wasser-Wiesel war die einzig Anwesende, von welcher Minerva wohl überhaupt Hilfe annehmen würde. Wie eine kleine Karawane durchschritt die Truppe aus Pokémon das Meer aus Sand und Felsen. Allen voran schritt das stolze Absol, Neve. Elegant hob sich sein Brustkorb an, senkte sich wieder und wiederholte sich. Das lange Fell, welches von seinen Beinen auf dem Boden schliff, wurde von den sachten Winden der Nacht erfasst und leicht empor gehoben. Dies und der majestätische Schritt ließen das Unlicht-Pokémon engelhaft und doch fast wie ein Gespenst über den Wüstenboden hinweg schweben. Zumindest vermittelte es diesen Eindruck. Das schneeweiße Wesen führte die drei angeschlagenen Pokémon in eine Höhle zwischen den Felsvorsprüngen. Auf ihrem Weg ließ Neve das kleine Kramurx herumliegendes Gestrüpp wie Äste von abgestorbenen Büschen aufsammeln. Diese fanden nun ihren Nutzen. Mit einem auf das Minimalste reduzierten Feuersturm, entfachte Neve das Gehölz und sorgte dafür, dass niemand frieren musste.
Minerva lehnte an einen kalten Fels, welcher sich nicht weit von der Feuerstelle befand. Shivvery hatte in einer nahe gelegenen Kule im Boden mit ihren Fähigkeiten als Wasser-Pokémon eine kleine Wasserstelle errichtet. Vorsichtig nahm sie das Wahlband, welches sie verwendet hatte um Minervas Blutung zu stoppen, von dem blutigen Arm des Guardevoir und versuchte erst einmal die Wunde gründlich auszuwaschen. Das Psycho-Pokémon hatte Glück im Unglück gehabt. Das Arbok, welches sie gebissen hatte, hatte sein Gift zurückgehalten.
Neve sah dem besonders gefärbten Bojelin bei seiner Arbeit zu. Er durfte nicht helfen, hätte bereits genug getan. Man wollte nicht zu sehr in seiner Schuld stehen. Doch Neve verstand dies. Er selbst war kein leichtgläubiges Pokémon mehr. Deswegen akzeptierte er Shivverys Einstellung und sah ihr stumm zu. Ab und zu konnte er sich einen beeindruckten Blick nicht verkneifen. Noch nie hatte er ein Bojelin oder generell ein Pokémon, dem man keine Heilkräfte und Kenntnisse zuschrieb so gut verarzten sehen. Vermutlich hatte dieses Wasserwiesel bereits Erfahrungen darin.
Erebos hingegen hatte dem Lagerfeuer und somit auch allen Anwesenden den Rücken zugedreht. Verträumt und doch melancholisch blickte er mit stummen Blick nach draußen. Der kalte Nachtwind reichte noch knapp bis zu der Stelle, an der die kleine Krähe saß. Auch er verspürte mittlerweile ein Misstrauen gegenüber Neve. Aber er konnte nicht sagen warum. Oder wollte er nicht? Erebos senkte den Blick zu dem Boden unter sich. Ein großer Schatten erstreckte sich vor ihm. Wem gehörte dieser Schatten? Die Krähe wusste nicht so ganz, wie die Schemen auf dem Boden zu deuten waren. Sollten sie seine wahre Größe darstellen oder waren sie doch eher ein Hindernis? Ein unheimliches Gefühl kam in dem Federknäuel hoch. Deswegen schluckte es einmal den Kloß, der ihm im Hals steckte, hinunter und widmete sich wieder dem, was er zuvor getan hatte. In Gedanken spreizte er seine Flügel weit auseinander, fühlte den eiskalten Lufthauch zart seine Federn streicheln, hörte die Stimme des Windes nach sich rufen und flog zu dem Meer aus Sternen hinauf.
Die Seele des Vogel-Pokémons wurde in die Gegenwart zurückgerufen, als Neves Stimme ertönte. Das Absol hatte sich erhoben und vorgeschlagen, dass es sich ein wenig in der Höhle umsehen werde. Man konnte ja nicht wissen, welche Pokémon man hier störte und bevor sie mitten in der Nacht von einem Rabigator aus dem Schlaf gerissen würde, wäre es doch besser Vorsicht zu zeigen.
Als das weiße Fell des schillernden Pokémons dann endlich vom Schwarz verschluckt war, drehte sich Erebos um. Minerva war fertig verarztet und es schien ihr sichtlich besser zu gehen. Shivvery hatte es sich etwas weiter weg bequem gemacht. Das kleine Kramurx holte tief Luft. „Du, Minerva? Darf ich dich etwas fragen?“ Die Stimme des kleinen Vogels schien zu zittern. Doch er musste diese Frage loswerden, die ihn seit der verschneiten Nacht in Sinnoh immer wieder einholte.
Das Guardevoir nickte ahnungslos. Verzweifelt setzte Erebos spontane Satzfetzen aus seinem Kopf zusammen. „Du hast doch Angst vor männlichen Pokémon. Und da wollte ich dich fragen, wieso denn eigentlich. Also nur wenn es dir nicht unangenehm ist!“
Ein wenig überrascht von der Frage, schaute Minerva durch das lodernde Feuer hindurch zu ihrem Team-Kammeraden. Da er schon so lange ein Teil des Teams war, fühlte sie sich ihm einer Erklärung schuldig. So holte das Guardevoir tief Luft und begann zu erzählen.
Ein kleines Kirlia spazierte selig einen schmalen Weg auf Route 209 entlang. Hinter ihm versank Herzhofen im Rot der Abendsonne, welches auch die hohen Grashalme einholte und über das ganze Land eilte. Das junge Kirlia lief diesen Weg jeden Tag entlang. Immer wieder besuchte es die Stadtbibliothek von Herzhofen. Zunächst waren es nur die bunten Bilder in den Umschlägen, die das Psycho-Pokémon faszinierten, doch nach und nach eignete sich das Gefühls-Pokémon die menschliche Sprache an. Zumindest konnte es das Geschriebene verstehen. Denn die menschliche Sprache sprechen, schien unmöglich. Dafür waren die zarten Stimmbänder nicht ausgeprägt genug um alle Laute nachzuahmen. Und so verbrachte das Kirlia Tag ein Tag aus damit die Bücher zu studieren. Wissen faszinierte sie. Sie wollte alles wissen, was es nur zu wissen gab! Und so verschlang sie schon beinahe die Bücher. Die Menschen drum herum machten sich nicht sonderlich viele Gedanken. Ihrer Meinung nach konnte nur ein Trainer seinem Pokémon das Lesen beibringen. Deswegen kümmerte sich niemand um das Psycho-Pokémon.
Doch heute schien das Kirlia etwas nervöser als sonst. Es hatte bereits mitbekommen, dass es seit seiner Entwicklung mehr und mehr von männlichen Pokémon, die ebenfalls auf der Route lebten, gemustert wurde. Während die meisten männlichen Kirlia über ihr Aussehen klagten und die weiblichen Kirlia gar nicht mehr zur Ruhe wegen ihrer Schönheit kamen, fühlte sich dieses Kirlia einfach nur unwohl. Allein beim Vorbeigehen bemerkte sie die lüsternen Blicke aus dem hohen Gras. Wie sie von ihren zierlichen Füßen, über ihre weichen Hüften bis zu ihren schlanken Armen huschten. Die Dunkelheit kam immer näher und die ersten Sterne waren bereits am Firmament zu sehen. Die Schritte des Psycho-Pokémons wurden immer hektischer und schneller. Doch plötzlich spürte sie einen Widerstand an ihrem Handgelenk. „Wohin des Weges junge Dame? Minerva war der Name, nicht war?“ ertönte eine kratzige und in den Ohren des Kirlias grauenhaft klingende Stimme. Nur schweren Herzens konnte Minerva sich dazu bewegen, einen Blick in das Gesicht des Pokémons zu werfen, welches sie so grob gepackt hatte. Ein großes, zotteliges Menki grinste sie an. Allein sein Blick ließ seine Gedanken wie ein offenes Buch lesen. Minerva schüttelte sich vor Ekel. Sie kannte dieses Menki und die anderen Menki, die nun aus dem hohen Gras heraustraten und sie umzingelten. Diese Kampf-Pokémon waren angeblich auf der Durchreise, auf der Suche nach einem neuen Revier und machten hier Halt. Sie hatte diese Affen schon mehrmals dabei erwischt, wie sie sie von den Bäumen und Gebüschen aus beobachtet hatten. Und nun schienen sie die Dunkelheit der Nacht ausnutzen zu wollen.
„Komm schon! Bleib ein wenig bei uns!“ schlug das Menki vor. Die anderen stimmten im Chor zu. Doch Minerva lehnte ab, während sie versuchte sich aus dem festen Griff des Kampfknäuls, welches wohl ihr Anführer war, zu lösen. „Du verstehst mich wohl nicht recht?“ fragte der Schweineaffe mit leicht enttäuschter, aber immer noch fieser Stimme. Minerva hielt die Luft an. Der Ekel, den dieses Pokémon in ihr erweckte war nicht mehr zu verbergen.
„Wenn der Boss jemanden einlädt, ist das Angebot nicht abzulehnen!“ rief eines der niederrangigen Menki. Die anderen lachten und nickten dabei, während sie alle Minervas Körper mit ihren Augen wie ein Tentoxa zu umwickeln schienen. Das hilflose Kirlia konnte nicht verstehen, was diese Pokémon von ihr wollten. Sie hatte doch niemandem etwas getan.
Ruckartig zog der Anführer der Menkitruppe das humanoide Pokémon näher an sich heran und grinste. Minerva schrie vor Angst. Doch niemand würde kommen, um ihr zu helfen. Die umher stehenden Bäume verschlangen ihren Ruf um Hilfe.
„Lass mich los!“ rief Minerva verzweifelt, doch ein selbstbewusstes „Niemals!“ war alles, was sie damit bezwecken konnte. Doch plötzlich begann Minervas Körper zu zittern und in einem bläulichen Ton zu leuchten. Die niederen Menki wichen alle ein Stück zurück. Nur der Anführer hielt Minerva weiterhin fest. Er sah in die Richtung seiner Gefolgsleute und riss den Mund auf, als wollte es sie zu etwas auffordern, als eine gewaltige Konfusion alle Kampfaffen traf und einige von ihnen sogar zurück ins hohe Gras schleuderte. Schließlich leuchteten Minervas Hände heller auf, als der Rest ihres Körpers und mit einer leichten Bewegung, hob sie per Psychokinese den Anführer, der nun aus Schreck ihren Arm losgelassen hatte, in die Luft. Das Antlitz des vorher noch so harmlos erscheinenden Kirlias schien vor Wut zu platzen und doch, ihr geschlossener Mund und ihr konzentrierter Blick gaben ihr eine enorm gefährliche Ausstrahlung auf anderer Ebene. Ihre Hände, die sich noch beieinander befanden, breitete das Kirlia nun blitzartig aus. Den anderen Menki stand der Schock ins Gesicht geschrieben. Sie mussten mit ansehen, wie der Körper ihres Anführers in zwei gerissen wurde und jede Hälfte, welche eine Spur aus Blut hinter sich her zog, im hohen Gras versank. Mit Angstgebrüll machten sich die Kampf-Pokémon aus dem Staub. Ohne ihren Anführer waren sie erledigt. Nicht einmal alle zusammen wären sie in der Lage gewesen Rache zu nehmen, schließlich waren sie im Typ-Nachteil und hatten niemanden mehr, der ihnen Anweisungen gab.
Die blaue Aura klang kurz darauf von Minerva ab. Fragen schwirrten ihr durch den Kopf. Doch die größte Frage war, wie sie so leichtfertig ein Pokémon töten konnte. Natürlich fühlte sie sich bedrängt, doch sie liebte das Leben. Biologie, diesen Teil der Bibliothek besuchte sie am liebsten. Ökologie, Zellforschung, Entstehung und Entwicklung von Lebewesen. Sie wollte nie wieder ihre Psychokräfte so ausarten lassen. Und schließlich fiel das kleine Psycho-Pokémon vor Erschöpfung um. Der Sand auf dem Boden beschmutzte ihren schneeweißen Körper, während das Pokémon selbst das Bewusstsein verlor. Dieses mal komplett.
„Am nächsten Morgen fand mich unsere Trainerin und brachte mich in ein Pokémon-Center. Ich beschloss, ihr zu folgen, da sie mir wie ein guter Mensch erschien und ich so nicht nur in der Lage war, männlichen Pokémon aus dem Weg zu gehen, sondern auch zu lernen, meine Psychokräfte unter Kontrolle zu bringen“, beendete Minerva schließlich ihre Erzählung. Erebos staunte. Es fiel ihm schwer die richtigen Worte zu finden, denn er wollte sein Bedauern aber auch gleichzeitig seinen Respekt für Minervas Stärke aussprechen. Doch noch ehe die kleine Krähe etwas sagen konnte, ertönte ein Geräusch aus dem inneren der Höhle. Neve war zurück und bestätigte, dass kein weiteres Pokémon in der Höhle war und schlug vor, endlich zu schlafen. Schließlich wollten sie am nächsten Morgen weiterreisen.
Zeitgleich begaben sich drei Magnayen zurück zur ehemaligen Crypto-Fabrik. Am Eingang wartete eine dunkle Gestalt Einzig und allein ein leicht humanoider Körperbau war durch den Schein des Mondes zu erkennen. Die drei Hyänen näherten sich dem Wesen. Kurz vor ihm blieben sie stehen und verneigten sich. Eines der drei ließ einen Pokéball aus seiner Schnauze auf den Boden plumpsen. „Wieso hat das so lange gedauert?“ sprach der Schatten grimmig und knirschte mit den Zähnen, während er mit dem Fuß den Pokéball, in welchem sich zuvor das Regirock befunden hatte, zertrat. Das mittlere der Magnayen, welches dadurch auffiel, dass das Fell ihm stark ins Gesicht fiel und fast seine grünen Augen verdeckte, so wie durch die roten Muster an den Beinen, nickte den beiden Artgenossen zu, die kurz darauf in die künstliche Pyramide verschwanden. „Es tut uns Leid, Meister. Wir mussten noch die Pokémon des Menschen aus dem Weg räumen, ehe wir uns um ihn selbst kümmern konnten und unterwegs habe ich die Fährte des Arkani gewittert. Wir haben seinen Standpunkt ausfindig gemacht“, erklärte das anscheinend weibliche Unlicht-Pokémon. „Exellent! Das wird unseren Plan um einiges erleichtern. Gute Arbeit, Magnayen!“ rief der Meister der Hyäne erfreut und verschwand ebenfalls im Dunkel der Fabrik. „Mein Name ist Nicki“, brummte das Magnayen beleidigt doch fast unhörbar, bevor es seinem Meister folgte.
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