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Miiiiiiiiiin

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    • Miiiiiiiiiin

      Warnung!

      1. Die folgende Geschichte wird in unregelmäßigen Abständen erscheinen und wahrscheinlich kürzer werden als meine beiden Hauptprojekte. Die Geschichte spielt ebenfalls in Japan, ebenfalls im Jahre 2013. Es wäre genial, wenn ich irgendwann eine Kreuzung der Storys hinbekommen würde.
      2. Die Geschichte wird sehr umgangssprachlich geschrieben sein, ähnlich den Sklavenhändlerngeschichten Taubiolas und Sneeks. Ja, natürlich hat das seinen Sinn.
      3. Es werden überdurchschnittlich viele Beledigungen und Schimpfwörter fallen. Auch geplant.
      4. Diese Story wird die Regeln der wörtlichen Rede teils außer Kraft setzen und in redeintensiven Dialogen, wie in manchen Geschichten üblich, bei blanker wörtlicher Rede ohne Ergänzung bleiben.
      5. Da es keine Story wie die anderen ist, gibt es auch keinen Prolog. YOLO.
      6. Die Story wird anders. Aber anders anders. Nicht wie Yami no Honou. Irgendwie gar nicht.

      Viel Spaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaß!








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      - Äon I -



      Kapitel I: Fak yu Uyo ku


      "Und deshalb, ja genau deshalb haben diese koreanischen Hunde in unserer Heimat nichts zu suchen! Weder die aus dem Norden! - Noch die aus dem Süden! Und die Chinesen, die Chinesen können gleich mitgehen! Die wollen wir nämlich auch nicht! Denn wir sind Japan! - Das Land der Götter! Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, diese ungebildeten, rohen Kreaturen brauchen wir nicht in unserem Land! Unser Land ist gut so, wie es ist!"
      Haha. LOL. Das war so lustig! Nein, wirklich, ich fand's lustig. Den letzten Satz mal ausgenommen. Der war ja abgrundtief falsch. Sowas von falsch, falscher geht's nicht. Trottel. Wie konnte man nur so dumm sein? Saudumm. Das die das nicht merkten. Naja, so viel dazu. Jetzt war erst einmal Zeit für meinen großen Auftritt. Mein schwarzer Seitenscheitel lag einfach nur perfekt. Das würde ein Spaß werden!
      Nachdem der Uyoku-Redner sich für einen Moment frenetisch hatte feiern lassen, stürmte ich los, ab auf die Bühne! Aus dem hysterischen Gejohle wurde plötzlich ein aggressives Kläffen, Kraff, Kraff, kommt doch her, ihr Tölen! Der Chefredner mit seinem aufgedunsenen Gesicht und seiner seltsamen Kriegsmarine-Binde an seinem rechten Arm glotze mich blöd an, konnte mich allerdings auch nicht davon abhalten, das Mikrofon zu ergreifen. Wow, wie die alle schauten. Zu cool. Also dann, los geht's.
      "WOLLT IHR DEN TOTALEN KRIEG?"
      Hahahaha!
      Haha...
      ...ha?
      Wieso lachten die nicht, hatten die keinen Humor? Okay, rhetorische Frage, das waren Rechtsextreme, aber ein bisschen Selbstironie musste doch auch sein, oder nicht? Was für Deppen. Volldeppen. Mann. Und dabei hatte ich mich so auf diesen Moment gefreut, fanatisch und gestört loszuschreien. Wenn die ja sonst niemand störte, dann doch wenigstens ich.
      "Polizei! Nehmt diese verdammte Göre da weg! Sperrt sie weg, sperrt sie alle weg, oder rottet sie gleich ganz aus, allesamt!", schrie der korpulente Möchtegern-Duce...oder nein...das war vielleicht noch zu harmlos...Möchtegernführer in seinem schwarzen Hemd und seiner schwarzen Hose. Er wollte sicher bedrohlich wirken. Oder cool. Aber keinesfalls lächerlich. Ich fand ihn lächerlich, sehr sogar. Was für ein Vollhorst.
      Plötzlich befand ich mich in der Gesellschaft von einigen Schränken und ein paar unserer Ordnungshüter, die stets zwischen Legalität und Illegalität unterscheiden mussten, wieder. Kwaff, Kwaff. Diesmal sogar echt. Sie hatten da doch tatsächlich ein paar Fukano im Schlepptau. Irgendwie süß. Irgendwie süß, dass sie sich eine solche Mühe für mich machten.

      "Das war nicht illegal. Was die gemacht haben, ist illegal!", knurrte ich.
      "Wenn es illegal wäre, hätten wir es schon längst unterbunden. Klar, wir können Sie verstehen, dass Sie sich angegriffen fühlen. Doch trotzdem handelte es sich hierbei um eine unerlaubte Störung und deswegen mussten wir Sie mitnehmen", antwortete ein mittelalter Polizist, der allerdings schon einige Haare verloren hatte. Ob's wohl am Job lag?
      Pff. Diese Argumentationen waren so lächerlich, kläglich, jämmerlich, hanebüchen, ach, alles zusammen. Mal im Ernst. Regeln sind nur sinnvoll, wenn sie Sinn machen. Diese gehörte nicht dazu. Das sah ich überhaupt nicht ein. Kein bisschen.
      "Sie glauben also wirklich, dass IHR Vater für Sie in die Presche springt?", fragte der Polizeibeamte stirnrunzelnd, als er seine Kaffeetasse auf den Schreibtisch absetzte.
      "Ja sichi. Was denn sonst?", lachte ich ihm entgegen. Ich fragte mich, wo ich in diesem Moment den Optimismus hernahm. Das fragte ich mich wirklich. Vielleicht war ich immer noch in meinem Freudenrausch, diese Deppen unterbrochen zu haben.

      "MIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!"
      "Ja, Vater?"
      "Sag mal, spinnst du?"
      "Nee, wieso?"
      "Das fragst du auch noch? Kannst du einmal in deinem Leben aufhören, Scheiße zu bauen? Einmal?"
      "Ich kann's ja mal versuchen."
      "Dann fang' endlich damit an!"
      Wow, war mein Vater rot. Der war glutrot, wie ein Flampivian. Was regte er sich so auf, ich hatte nichts Unrechtes getan.
      "Weißt du, was passiert war, als du zwanzig Jahre alt wurdest?"
      "Ich bekam Geschenke. Das war toll, ich liebe Geschenke!"
      Wäre der Polizist nicht da gewesen, hätte er mir wohl eine Backpfeife verpasst. Ziemlich sicher sogar. Aber da hatte ich noch einmal Glück. Wer dumme Fragen stellte, bekam aber auch dumme Antworten. Da machte ich vor meinem Alten Herrn keine Ausnahme.
      "Ich habe dir dreiundzwanzig Jahre lang versucht, Respekt beizubringen, Respekt vor deinen Eltern, Respekt vor der Gesellschaft - wie viel ist davon hängengeblieben?"
      "Ich habe zu dir noch nie das F-Wort gesagt, du solltest dich zu einem erlesenen Kreis zählen, Papa!"
      "NEIN, ICH HABE JETZT EINFACH NUR DIE SCHNAUZE VOLL! DU WIRST ES NIE IM LEBEN ZU IRGENDWAS BRINGEN!"
      Okay. YOLO.
      "Ich habe drei Kinder, es war natürlich klar, dass irgendetwas schief laufen muss. Das ist so klar."
      "Chill."
      "WAS?"
      "Ja, chill. Denk' an Buddha."
      "Du chillst jetzt, oder was immer das auch heißen soll, du kleines....aaaargh! Tut mir leid, mein Herr, ich entschuldige mich für das unmögliche Verhalten meiner Tochter."
      Aber ich war doch gechillt.
      Jetzt widmete auch ich mich dem Polizeibeamten wieder, dabei wusste ich genau, auf welch einem schmalen Grad ich gerade wandelte, aber zum Glück wohnte ich mittlerweile alleine: "Sehen Sie, und jetzt will er für mich in die Presche springen."
      "MIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!"
      So konnte man sich täuschen. Aus Reue aufgrund seiner angeblich missratenen Erziehung beglich er zumindest einen Teil der Geldstrafe, die ich bezahlen musste. Und er nahm mich nicht nur mit dem Auto mit, sondern ging mit mir sogar noch essen, da er sich so fürchterlich aufgeregt hatte. Richtig hungrig war er. Ich war einigermaßen froh, dass sich die Situation wieder beruhigt hatte, denn ich hatte erst einmal meinen Spaß gehabt. Ich wollte es mir ja nicht bis in alle Steinzeit bei ihm versauen, denn irgendwie hatte ich ihn ja doch gern, meinen Alten. Den seelenruhigen Buddhisten, der in sich selbst ruhte. Hahaha, er konnte manchmal so lustig sein. Meine Mutter war übrigens Christin. Ich hatte mich nie zwischen einer der beiden Religionen entscheiden können, bis heute noch nicht. Ich war irgendwie beides. ich glaubte an den christlichen Gott, der keine anderen Götter neben sich wollte und an Buddha. Zum Glück sah der historische Buddha Shaka alias Siddharta Gautama nicht als Gott, sondern als Boddhisattva, eine Art Erleuchteten, der den Menschen den Weg zeigte. Das hatte mich beeindruckt. Der christliche Gott war auf der anderen Seite der Allmächtige, er konnte mächtig auf den Putz hauen und eine ganze Welt in sieben Tagen erschaffen. Eigentlich ja nur sechs. Einfach so! Das fand ich als Kind schon enorm, auch wenn ich heute weiß, dass das nicht ernstgemeint sein kann. Die Faszination blieb allerdings trotzdem, denn ich wollte ja auch schon immer die Welt verändern oder eine ganz neue erschaffen!
      Allerdings, ratet doch mal, was ich im Moment beruflich mache. Schlägerin? Hooligan? Yakuza? Nein. Nee, das wäre doch nicht lustig genug. Ich werde Ärztin!

      "Warst du das? Hast du dich wieder zum Affen gemacht, sodass du noch ein paar hundert Feinde gewonnen hast?", fragte mich Jin-ri, genau wie ich eine Zainichi, also eine in Japan lebende Koreanerin. Ach ja, ich bin übrigens Koreanerin. In Japan lebend. Eine von 124.000 in der Stadt Osaka. So viele gibt es in Japan sonst nirgends.
      "Ja. Denen hab' ich's gezeigt!", antwortete ich selbstbewusst grinsend. Ich würde mir nichts vorwerfen lassen. Ich war immer noch der Überzeugung, richtig gehandelt zu haben. Ich habe nicht mal irgendjemanden verletzt, außer deren Gefühle vielleicht. Als ob die welche hätten! Jedenfalls nicht, wenn es um Beleidigungen ging, denn die beleidigten schließlich selbst ständig.
      "Oh mein Gott. Das ist so megapeinlich. Wegen Leuten wie dir brauchen wir uns nicht zu wundern, dass die Koreaner hier so ein schlechtes Bild abgeben", blaffte sie mich an. Sie konnte mich wohl nicht leiden, obwohl ich ihr relativ neutral eingestellt war. Naja, was hieß bei mir auch schon relativ neutral.
      "Die Koreaner". Das war meine Lieblingszeile. Das war meine absolute, unangefochtene Lieblingszeile. Ungefähr gleichauf mit "man", "die Japaner", "die Masse", "die Gesellschaft" und, ebenfalls grandios, "das Kollektiv."
      "Ach was, das war mutig. Ich für meinen Teil bin stolz auf mich."
      "Natürlich."
      "Schön, dass du mir zustimmst."
      "Natürlich bist du stolz auf dich! Wie könnte es anders sein? Du bist Seol Min-yeon und es gibt keine Person - und zwar mit Abstand - die so egoistisch und von sich selbst überzeugt ist wie du."
      "Na dann warte ich mal schön auf meine Konkurrenten zu den Landesmeisterschaften."
      "Du kapierst es nicht, oder? Sorry, dass ich dir meine Hilfe angeboten habe! Tut mir furchtbar leid!"
      Wo hatte sie mir denn ihre Hilfe angeboten? Mädchen, Mädchen. Um mal wild in der Schachtel der Vorurteile herumzuwildern, hätten ihre haselnussbraunen, schulterlangen Haare eigentlich blond sein müssen. Aber das sagte ich nicht, denn das wäre wirklich gemein. Sie hatte sich ja solche Mühe gegeben mit ihren großen Rehaugen.
      "Piss off, bit-"
      "Pass auf, was du sagst!", keifte mich ein aufgebrachter, athletischer Typ an, der sich an die Seite seiner Freundin stellte. So viele Koreaner gab es ja an der medizinischen Fakultät tatsächlich nicht. Es war Chong-bo, Jin-ris Freund. Hahaha, Mädchen, sei doch nicht so dumm. Hör' doch bitte auf, so dumm zu sein. Ich bin ein Jahr älter als du, nämlich dreiundzwanzig, die Zahl der Illuminaten und habe die Weisheit mit Löffeln gefressen! Ja, ich besitze wenigstens Selbstironie! Nicht wie diese Spacken von Uyoku Dantai, den rechtsextremen Gruppierungen, die mit ihren schwarzen Vans, den Gaisensha, durch die Gassen fahren und lauter als jedes Krawumms irgendwelche Parolen krakeelten!
      "Na, Chong-bo alles fit, du krasser Bastard?"
      "Du bist eine Schande. Die gute konfuzianische Ehefrau hat sich zurückzuhalten und höflich zu sein. Du - meine Liebe - bist eine absolute Schande. Watch your foul mouth."
      Und genau aus diesem Grund erwähnte ich, dass Jin-ri dumm war. Nicht einmal ein Mann würde diesen sexistischen Rotz ertragen. Gut, es war gesellschaftlich legitimierter Rotz, aber ihr wisst ja, wie ich es mit Regeln halte.
      "Tut mir leid, ich bin schon mit mir selbst verheiratet. Irgendwo muss sich der männliche, aktive Teil ja auch ausleben. Das ist wie mit Yin und Yang. Taoismus. Kommt ja auch aus China. Probier's doch mal damit."
      Da fehlten ihm die Worte. Er ballte seine Faust, doch er konnte nicht zuschlagen. Einfach so. Mitten in der Universität. Dann noch eine Frau. Das war einfach nicht gesellschaftlich legitimiert. Tja, so ein Jammer aber auch.

      "Min!"
      Endlich jemand, der meinen Namen nicht schreien musste. Yoshi! Eigentlich Yoshikatsu, aber Yoshi reichte völlig aus.
      "Hey, du begibst dich langsam wirklich in große Gefahr. Die erzählen schon überall davon."
      "Ja, denen ist ja auch langweilig. Die haben sonst nichts Besseres zu tun.
      "Nein, im Ernst. Das spricht sich auch bei den höheren Leuten herum. Wenn die dir Böses wollen, tun die dir auch Böses. Beispielsweise mündliche Prüfungen. oder später Bewerbungen. Willst du welche?", erklärte Yoshi, als er mir ein paar Chips anbot. Auf der Dose stand "Very Hot" in bedrohlichen Buchstaben geschrieben.
      "Besten Dank. Ach...ich hoffe, so etwas legt sich bald wieder. Irgendwann müssen sie doch meine Genialität erkennen. Ich möchte die Gesellschaft doch nur diagnostizieren. Wenn sie gesund wäre, wäre das alles doch nicht nötig."
      "Was hat sie denn? Lupus? Nein, verstehe schon, was du meinst. Bin da auch ganz deiner Meinung. Aber Leute können fies sein. gerade du solltest das doch wissen."
      "Was ist denn das für ein Schmand? Die sind doch maximal mild! Welche Gewürze sind dort drinnen?"
      "Da steht 'Chili-Jalapeno' draufgeschrieben. Hatte ich allerdings auch noch nicht gemerkt."
      "Was für Heuchler. Machen die denn vor gar nichts mehr halt?"
      "Haha, du bist süß."
      "Lass diese Wortspiele sein, das ist langsam alt!"
      Und da lachte er. Ich lachte auch, allerdings nur innerlich. Ich lachte nicht oft nach außen hin, vor allem dann nicht, wenn mich irgendwelche Volltrottel wie die beiden vorhin konsequent nervten. Die Aussprache meines Namens Min-yeon ähnelte dem französischen "mignon", welches süß bedeutete. Ich war vielleicht wirklich süß, bis ich jemanden beleidigte, dann nicht mehr. Aber ich beleidigte gar nicht grundlos, zumindest meistens nicht. Gewählt artikulieren konnte ich mich auch sehr wohl, allerdings hing das bei mir auch immer bei Respekt zusammen, dem es mir bei den meisten Leuten mangelte. Wie gesagt, denn sonst wäre die Welt ein besser Ort. Idioten. Überall.
      Yoshi war übrigens kein Koreaner. Sondern Japaner. Nur mal nebenbei gesagt. Übrigens war ich hier auch geboren, zwar nicht im Kern von Osaka, sondern etwas weiter südlich in Sakai. Ich konnte mich mit einem Japaner auf japanisch unterhalten! Wenn das die Uyoku nur wüsste. Sie würde es sowieso nicht glauben. Was für Idioten. Anders als Yoshi, der war nur ganz selten ein Idiot. Allerdings zählte auch er zu den Leuten, die von mir noch nie in den Genuss gekommen waren, mit dem F-Wort beleidigt zu werden. Wie gesagt, das war eine große Ehre.
      "MIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!"
      Halt dein Maul! Was ist denn jetzt schon wieder?



      Kommiiiiiiiiiiiiiis wären natürlich super-special-awesome! :D

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Ich hab die Geschichte jetzt nicht ganz gelesen, konnte mir aber anhand des ersten Drittels ein Bild von der Geschichte machen, das durch flüchtiges Überfliegen noch unterstützt wird.
      Das wichtigste an der Geschichte ist, denk ich, der Schreibstil. Dieses lässige, umgangssprachliche, einfache. Einfach so zu schreiben wie man denkt, das ist cool und macht Spaß, weil man nicht an irgendwelchen Floskeln halten muss und einfach den Text "cool" gestalten kann. Das ist dir mitunter auch gelungen, doch an einer Stelle musste ich etwas schmunzeln.

      Mann. Und dabei hatte ich mich so auf diesen Moment gefreut, fanatisch und gestört loszuschreien. Wenn die ja sonst niemand störte, dann doch wenigstens ich.
      [...]
      Er wollte sicher bedrohlich wirken. Oder cool. Aber keinesfalls lächerlich. Ich fand ihn lächerlich, sehr sogar. Was für ein Vollhorst.


      Da kommt erstmal so ein "Fachbegriff" (Fachbegriff indem Sinne, dass man es im normalen Gespräch, in der gesprochenen Alltagssprache nicht benutzt) mit fanatisch und dann kommt das mit dem Vollhorst. Das sind irgendwie zwei krasse Gegensätze. Versuch einfach den Text wirklich so zu schreiben wie du sprichst, um solch Widersprüche zu vermeiden. Und das mit dem Vollhorst wirkt irgendwie total gezwungen, wenn du verstehst was ich meine. Der Text beinhaltet dann doch zu sehr dieses Pseudo-Jungendlichen-cool, dass die Macher von meinem Deutschbuch benutzen um es uns schmackhaft zu machen :lol: Also so wie Erwachsene denken, es sei cool. Ich bin mir sicher du gehörst nicht zu der Sorte, da du ja auch erst 20 bist und frisch aus dem Alter raus (oder vielleicht noch mittendrin?). Du wolltest es sicher absichtlich so gestalten, wie eben in meinem Deutschbuch, doch das musst du gar nicht! In meinem Alltag denke ich auch nicht ständig "Was für ein Idiot. Vollidiot. Und der erst, so ein Vollpfosten, Vollhorst! Dummkopf, Fischgesicht!", sondern nur hier und da mal. Wenn du dieses Stilmittel benutzt, einfach nicht übertreiben, dann wirkt es schon natürlicher.

      Zum Inhalt kann ich noch nicht viel sagen, es spricht mich auf jeden Fall an, der Rechtsextremismus-Hintergrund überzeugt und passt gut in den Text, das ist dir sehr sehr gut gelungen!

      Abschließend kann ich zu diesem ersten Kapitel nur sagen: MIIIIIIIIIIIIN!

      (Kommentar wird gegebenfalls noch erweitert, da Geschichte im Auge behalten wird)

      Lg

      The post was edited 1 time, last by Flastanarbo ().

    • Flastanarbo wrote:




      Da kommt erstmal so ein "Fachbegriff" (Fachbegriff indem Sinne, dass man es im normalen Gespräch, in der gesprochenen Alltagssprache nicht benutzt) mit fanatisch und dann kommt das mit dem Vollhorst. Das sind irgendwie zwei krasse Gegensätze. Versuch einfach den Text wirklich so zu schreiben wie du sprichst, um solch Widersprüche zu vermeiden. Und das mit dem Vollhorst wirkt irgendwie total gezwungen, wenn du verstehst was ich meine. Der Text beinhaltet dann doch zu sehr dieses Pseudo-Jungendlichen-cool, dass die Macher von meinem Deutschbuch benutzen um es uns schmackhaft zu machen :lol: Also so wie Erwachsene denken, es sei cool. Ich bin mir sicher du gehörst nicht zu der Sorte, da du ja auch erst 20 bist und frisch aus dem Alter raus (oder vielleicht noch mittendrin?). Du wolltest es sicher absichtlich so gestalten, wie eben in meinem Deutschbuch, doch das musst du gar nicht! In meinem Alltag denke ich auch nicht ständig "Was für ein Idiot. Vollidiot. Und der erst, so ein Vollpfosten, Vollhorst! Dummkopf, Fischgesicht!", sondern nur hier und da mal. Wenn du dieses Stilmittel benutzt, einfach nicht übertreiben, dann wirkt es schon natürlicher.



      Erstmal vielen Dank an Euch drei für Eure Kommentare!

      Flastanarbo, es ist ärgerlich, dass du noch nicht alles gelesen hast, denn dein Kritikpunkt wird im letzten Abschnitt des Kapitels sogar noch angesprochen. ^^ Min ist genau das Gegenteil von dem, was die Gesellschaft von einer erwachsenen Person erwartet. Mit voller Absicht, eiskaltem Kalkül. Wie bei Peter Pan.
      Das mit der Sprache finde ich übrigens gar nicht, denn bei den LPs von PietSmiet beispielsweise sieht man ganz oft, wie die Gegensätze zwischen jugendlichem Trash-Talk/Beleidigungen und intelligenten, eloquenten Sätze sich ständig abwechseln. Ersteres natürlich gerade dann, wenn Piet sich in einem Spiel aufregt. oder stell dir Hidan aus Akatsuki (Naruto) vor. Der flucht ständig und überall! Das ist durchaus menschlich, in solch einer Situation dann so zu denken, auch wenn ich mit Absicht übertreibe. Bei Min kommt dieser Trash-Talk gerade immer dann, wenn sie mit etwas nicht übereinstimmt. Und gerade im ersten Kapitel wollte ich das so oft wie möglich bringen! :) Die Geschichte soll von Extremen und Ironie leben! :)

      Die Story ist durch und durch unkoventionell, was ich ja scheinbar gut umgesetzt habe. :)

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Meowstic wrote:

      Erstmal vielen Dank an Euch drei für Eure Kommentare!

      Flastanarbo, es ist ärgerlich, dass du noch nicht alles gelesen hast, denn dein Kritikpunkt wird im letzten Abschnitt des Kapitels sogar noch angesprochen. ^^ Min ist genau das Gegenteil von dem, was die Gesellschaft von einer erwachsenen Person erwartet. Mit voller Absicht, eiskaltem Kalkül. Wie bei Peter Pan.
      Das mit der Sprache finde ich übrigens gar nicht, denn bei den LPs von PietSmiet beispielsweise sieht man ganz oft, wie die Gegensätze zwischen jugendlichem Trash-Talk/Beleidigungen und intelligenten, eloquenten Sätze sich ständig abwechseln. Ersteres natürlich gerade dann, wenn Piet sich in einem Spiel aufregt. oder stell dir Hidan aus Akatsuki (Naruto) vor. Der flucht ständig und überall! Das ist durchaus menschlich, in solch einer Situation dann so zu denken, auch wenn ich mit Absicht übertreibe. Bei Min kommt dieser Trash-Talk gerade immer dann, wenn sie mit etwas nicht übereinstimmt. Und gerade im ersten Kapitel wollte ich das so oft wie möglich bringen! :) Die Geschichte soll von Extremen und Ironie leben! :)

      Die Story ist durch und durch unkoventionell, was ich ja scheinbar gut umgesetzt habe. :)


      Wenn das so ist...13 Punkte aus Deutschland!
    • [INDENT]Was regte er sich so aus, ich hatte nichts Unrechtes getan. [/INDENT]

      Ausregen :hmm2:

      [INDENT]Den seelenruhigen Buddhist[/INDENT]

      Akkusativ-Bildung mit -en

      Jakuza hätte ich besser gefunden :(

      Ich kann Jin-ri sehr gut verstehen.

      [INDENT]die mit Abstand am meisten von sich überzeugteste und egoistischste Person in der ganzen Stadt![/INDENT]

      Hyperlative sind doof, Meow. Entfern die beiden bitte.

      [INDENT]Was hat sie denn, Lupus? [/INDENT]

      Da muss ein Fragezeichen zwischen :(

      [INDENT]Ich war vielleicht wirklich süß[/INDENT]

      Ich finde Seol Min-yeon auch süß

      [INDENT]Übrigens war bin ich hier auch geboren[/INDENT]

      Sie war ist?

      Ich finde Seol Min-yeon großartig. Ich liebe die Geschichte. Mehr. Sofort.
    • Kapitel II: Speedy González pls


      "Min! Hola, Chica! Und Yoshi! Ihr wisst schon, was heute ist?", rief eine schnaufende Stimme, die von hinten wie eine Herde wilder Tauros den Gang entlang rannte.
      Yoshi begrüßte den Neuankömmling belustigt: "Ach, bin ich dir etwa kein 'Hola, Chica' wert, Hombre?"
      Ich ließ den Hombre erst einmal durchschnaufen. Was hetzte er sich denn überhaupt so ab? Wir kämen schon nicht so spät, und selbst wenn ... hey, ungelogen, es gab Studenten, die es sich wagten, mit vierzigminütiger Verspätung in ein Seminar zu platzen. Immer und immer wieder. Zurück zum Hombre. Der Hombre, auch der Azteke, der Mexikaner, der Loco oder einfach nur Fernando. Oder Fernando Sergio Vázquez Torrado. Während in spanischsprachigen Ländern die Nachnamen von Vater und Mutter üblich waren, besitzen die Leute in Japan in der Regel nicht einmal zwei Vornamen. Marcus Tulio Tanaka, den Fußballspieler, mal ausgenommen, aber er war schließlich auch ein halber Italiener, der in Brasilien zur Welt gekommen war.
      "Habt ihr nicht gestern Abend die Mail erhalten, dass die Vorlesung um 10 ausfällt? Wisst ihr, was das heißt? Wir können das Länderspiel schauen!", schlug Fernando vor, der scheinbar innerhalb von einer Sekunde Yoshis Frage vergessen hatte, eventuell sogar gar nicht richtig gehört.
      Das Länderspiel. Ohne das Hintergrundwissen wäre niemand auf die Idee gekommen, hier in Japan mit "Länderspiel" ein Spiel der mexikanischen Fußballmannschaft ohne jegliche Anmerkung zu bezeichnen.
      "Min, du hattest doch gestern Abend noch die Mail gecheckt, oder? Ich sagte dir ja, dass ich ein paar Tage ohne Internet auskommen muss, oder?", runzelte Yoshi skeptisch die Stirn.
      "Hmm, hab' wohl gelogen. Du kennst mich doch so gut, oder? Ich tu' mir das abends nicht mehr an.", zuckte ich gleichgültig mit den Achseln. Dass eine Vorlesung aufgrund von Krankheit des Dozenten ausfiel, kam wirklich selten vor. Wozu sich also den Stress machen?
      Yoshi fand die ganze Sache etwas weniger amüsant und fasste sich an den Kopf: "Weißt du, was ich hätte machen können? Endlich mal ausschlafen! Das wäre ein Traum gewesen! Naja, da kann man nichts mehr dran ändern ... lass' uns das Spiel schauen gehen."

      Das "Pueblo del Gusto" lag mit dem Bus ungefähr dreißig Minuten von der Universität entfernt und gehörte Fernandos Eltern. Ausländische Restaurants hatten hier immer eine ganz besondere Ausstrahlung, da sie in Europa eigentlich gang und gäbe waren, in Asien aber erst mit der Zeit und eher schleppend Fuß gefasst hatten. Es soll Nationen geben, von denen sich nur ein paar Tausend in ganz Japan aufhielten. Osaka, im Volksmund auch Dukatia City aufgrund seines in der frühen Neuzeit angehäuften Gold-Reichtums, war als Stadt der Händler mit Ausländern noch ziemlich üppig versorgt worden. Was würden die nur ohne Leute wie mich machen? Wie gesagt, ich verstand das Problem der Uyoku überhaupt nicht. Schließlich reisten die Menschen im modernen, globalisierten Zeitalter auch in andere Regionen und fingen sich "Ausländer-Pokémon". So skurril das klang, aber Coiffwaff war beispielsweise eine Rasse, die ursprünglich in Europa entstanden ist, während hier auch in der Wildnis relativ viele Fukano leben. Auch wenn man Fernando ohne das chelterrargrüne Mexiko-Trikot problemlos auch mit einem Kolumbianer oder einem Chilenen hätte verwechseln können... moment, Stopp. Grundsätzlich war jeder Ausländer erstmal Amerikaner. Und danach vielleicht dann doch irgendetwas anderes. Jedenfalls fehlte es dem Resaturant der Vázquez an nichts. Kakteen, größtenteils im Weiß der Pueblos und Iglesias gehaltenen Inneneinrichtung, eine lebensgroße Holzpuppe mit dichtem Schnäuzer und Sombrero sowie einer Skulptur eines Kappalores. Eine der Trennwände zwischen den Tischen stellte sogar tatsächlich eine Kirche da, an der eine silberne Glocke befestigt war. Alles war für ein atmosphärisches Mahl angerichtet, als die Kellner und Valeria, das Maracamba der Familie, uns unser Essen brachten. Fernseher ein und los geht's!

      Mexicanos, al grito de guerra
      el acero aprestad y el bridón.
      Y retiemble en sus centros la tierra,
      al sonoro rugir del cañón.
      Y retiemble en sus centros la tierra,
      al sonoro rugir del cañón.
      Ciña ¡oh Patria! tus sienes de oliva
      de la paz el arcángel divino,
      que en el cielo tu eterno destino
      por el dedo de Dios se escribió.
      Mas si osare un extraño enemigo
      profanar con su planta tu suelo,
      piensa ¡oh Patria querida! que el cielo
      un soldado en cada hijo te dio,
      un soldado en cada hijo te dio.


      Ihr könnt mir glauben, die hätten noch glatte drei Minuten weitergesungen, bis die Hymne auch tatsächlich zu Ende gewesen wäre. Nicht nur die Spieler oder die Fans, sondern auch Fernando und seine Eltern. Ich fragte mich insgeheim, ob auch Valeria, das Maracamba, mitgesungen hätte. Die mexikanische Hymne war aggressiv, dynamisch, imposant, eigentlich sogar richtig einschüchternd, als Fernando uns den Text mal übersetzt hatte. Es ging um Kanonen, Krieg, Gott und die Verteidigung des Vaterlandes, dementsprechend heizte das Lied, ähnlich der französischen und der rumänischen, die Stimmung an. Die japanische und die koreanische Hymne waren eher in sich gekehrt, ruhig und bedächtig und jagten nicht einmal einem Rattfratz Angst ein. Dafür, dass ich eine so gut aussehende Maistortilla mit scharfer Füllung, Hühnchen und Mais vor mir hatte, dachte ich ziemlich viel nach. Ich sollte damit lieber mal aufhören, schließlich war ich gekommen, um zu genießen.

      "Wer sind SIE denn?"
      ...
      "F-..."
      Nein, ich musste es wenigstens probieren. Ich hatte heute bereits so viel geflucht, dass ich mein Pensum eigentlich schon um 9:47 überschritten hatte - unnötig zu sagen, dass dieses über dem Durchschnitt eines Ottonormalbürgers lag, nicht wahr?
      "Wir sollten uns doch hier zur Gruppenarbeit versammeln, richtig? Du warst uns beiden zugeteilt worden, da du nicht da gewesen warst. Ich bin übrigens Yoshi und das hier ist Min.", stellte Yoshi uns einem todernst dreinschauenden Kerl mit rabiat zurückgegelter Kim Jong-Un-Gedächtnisfrisur vor. Dieser hatte sein dunkelblaues Hemd bis zum Anschlag zugeknöpft, doch dabei war es heute ziemlich warm. Die dazu passende Anzugshose musste die Sonnenstrahlen doch nur so ansaugen, wie es die Motorhauben der ekelhaften Giseisha-Sh ... halt ... Gaisensha, keine Opferwagen, taten. Auf denen konnte man im Hochsommer mit Sicherheit ein Spiegelei braten.
      "Wie ... wie ist die da überhaupt angezogen? Sie, haben Sie kein Fünkchen Anstand?", raunzte mich der Vollidiot plötzlich an. Der sollte lieber aufhören, mich zu siezen, schließlich waren wir im gleichen Alter, dazu noch jung und Studenten!
      "Well, go and fu-..."
      "Min ... wir kennen den jetzt zwei Minuten und wir haben ihn nicht zum letzten Mal gesehen!", flüsterte Yoshi in mein Ohr, während er versuchte, mir den Mund so lange wie möglich zuzuhalten, in der Hoffnung, ich würde mich schnell genug wieder abkühlen.
      "Jajaja ... ich versuche es. Du hast auch schon etwas über das Thema recherchiert, richtig?", versuchte ich, das Gespräch wieder in geordnete Bahnen zu lenken.
      "Bitte? WIE BITTE? Soll das Ihr Ernst sein? Ein Sohn aus gutem Hause wie ich ist immer vorbereitet! Jede Minute meines Lebens investiere ich in mein perfekt harmonierendes Zusammenspiel aus Vorbereitung und Talent. Im Gegensatz zu Ihrem wirklich peinlichen Kleidungsstil verstehe ich als Stipendiat der Nationalen Wissenschaftsstiftung es von Natur aus, mich für jede Situation angemessen und adrett zu kleiden."
      Wow, just shut the f*** up.
      "Wow, just shut the f-"
      "Min! Sei vernünftig! Je schneller wir die Sachen erledigt haben, desto früher könnt ihr beide euch aus dem Weg gehen, na, ist das ein Angebot?", rief Yoshi, der sich sichtlich bemühte, die Situation nicht eskalieren zu lassen: "Und wenn, dann vermeide doch wenigstens das F-Wort".
      "Da dein Hemd 'Hemd' und nicht 'Idiotenkorsett' heißt, kannst du nicht von dir behaupten, dass ein Kleidungsstück nach dir benannt wurde. Der Minirock kommt übrigens von 'Min', falls es dir noch nicht aufgefallen ist", stänkerte ich gegen den arroganten Schnösel, der völlig verdutzt aus der Wäsche guckte. Soll ich übrigens einen Schlechten-Wortwitz-Counter einführen?

      Früher, zu Schulzeiten, gab es bei uns in der Klasse einen Mister F. Der hatte damals völlig unerwartet, mitten aus dem Nichts, mit irgendwelchen englischen Schimpfwörtern um sich geworfen, selbst wenn es nicht mal darum ging, jemanden zu beleidigen. Leider nahm er seinen Mund manchmal auch etwas zu voll und zog des Öfteren den Zorn von manchen Mitschülern auf sich. Jedenfalls hatte er mich große Schimpfwörter und amerikanische Schimpfkultur gelehrt, die wohl eine der ausgeprägtesten auf der ganzen Welt ist.

      "Du weißt schon, welches Wort das erste war, das das neue Plaudagei im Spiele-Casino gelernt hatte, oder? Das F-Wort, wie hätte es anders sein können? Du kannst froh sein, dass der Besitzer nicht weiß, von wem es dies aufgeschnappt hat! Wie wär's, wenn wir eine Fluchbox einrichten, die du bei jedem deiner Flüche füllen musst? Sagen wir, mit hundert Yen? Der Erlös geht an eine Einrichtung für arme Menschen", schlug Yoshi erfreut vor. Hatte der Fuchs sich doch tatsächlich einen Nutzen von meinem unkontrollierbaren Mundwerk versprochen...
      "Wie wär's mit erstens nein und zweitens, wenn, dann an Pokémon? Ich fände, dass das Geld dort besser aufgehoben wäre ...", seufzte ich, während ich ein verächtliches Schnauben nicht ganz unterdrücken konnte, gerade nicht in Anbetracht dieses neunmalklugen Hirnakrobaten.

      Viele Krankenschwestern und Ärzte besitzen in dieser Region ein Chaneira. Die Erfahreneren unter ihnen, die ihr Pokémon lange genug kennen, sogar ein Heiteira. Die ganz Exklusiven konnten irgendwie ein Ohrdoch vom amerikanischen Kontinent ergattern. Als ich meine kleine Erdgeschosswohnung in Nordost-Osaka betrat, stieg mein Ärger schon wieder ins Grenzenlose. Die beige Jacke und die Hose, die ich gestern bei der Uyoku-Kundgebung trug, brachten den verdammten Waschkorb zum Überquillen. 19:13? Hatte ich gerade über vier Stunden mit dieser schrecklichen Gruppenarbeit verbracht, die immer noch nicht abgeschlossen war?
      Klack. Da bist du ja endlich.
      Durch das kleine, indigoblaue Türchen an der Haustür schlüpfte ein grüner, strubbeliger Hund, der, sobald er die Pforten durchschritten hatte, wie ein Wahnsinniger hechelnd mit wild umher fliegender Zunge auf mich zu rannte. Der würde doch bald niemals mehr durch die Klappe passen. Es kitzelte wie verrückt, als das Frizelbliz seinen elektrisch geladenen Körper an mein nacktes Bein rieb und dazu begann, es gierig abzuschlecken. Soweit ich weiß, begehren Hunde-Pokémon das Salz, welches nach einem warmen Tag auf der Haut getrocknet ist. Manchmal konnte man Pokémon wirklich für abgrundtief dämliche, dem blanken Instinkt folgende Wesen halten. Aber dem war bei Leibe nicht so. Kenta, alias "der Raikage", war für gewöhnlich ein außergewöhnlich aufgeweckter, verschmuster und lernbegieriger Hund, dazu dann auf der anderen Seite absolut verfressen und währenddessen auch nicht Herr seiner Sinne. Hellsehen konnten nur die Xatu und Kadabra, aber sobald Kenta sich zu Voltenso entwickeln würde, könnte ich es durchaus mal wagen, in der örtlichen Pokémon-Arena vorbeizuschauen. Akane und ihr "Miltank aus der Hölle" galten vor allem aufgrund ihrer Regenerationsfähigkeiten und der kraftvollen Angriffe als einer der gefürchtetsten Gegner, die man in Kansai antreffen konnte. Die Luschen aus Kanto konnten dieses Niveau in ihrer Liga nicht bieten, denn von vielen habe ich bereits gehört, wie monoton und durchschaubar die ostjapanischen Leiter waren, wenn man erst einmal ein einziges, passendes Pokémon zum Durchsweepen gefunden hatte.
      Diese Gegend hier lag relativ nah am Stadtrand, von daher ging es in Ordnung, wenn andere vierbeinige Pokémon auch Freigang hatten, nicht nur Katzen-Pokémon wie Eneco, Mauzi oder Charmian. Selbst ich fände es bei einem Voltenso sicher etwas riskant, wobei ich im Moment eher die Angst hatte, dass Kenta in einem kurzen Moment der geistigen Umnachtung, beispielsweise bei der Sichtung eines potentiellen Mahls, unüberlegt über die Straße rennen würde. Andererseits lebten selbst in der Nähe relativ stark besuchten Routen einige starke Pokémon, denen man ausweichen musste. Die großen Vulpix- und Fukanorudel auf den vierzig Kilometern zwischen der modernen Handels- und Comedystadt Osaka und Kyoto alias Teak City, der traditionellen Stadt der Künste waren noch relativ harmlos, was man von den Donphan- und Ursaringhorden in der Nähe von Nagoya, Sekigahara und Gifu nicht behaupten konnte.
      Der Himmel hatte sich bereits zugezogen und ich betrachtete stillschweigend mit dem großen Raikage die Tropfen, wie sie an der Glasscheibe abprallten. Immer und immer wieder, wie die Trainer, die versuchen wollten, dem Großmaul Akane das Maul zu stopfen. Wäre ich eigentlich die erste Koreanerin, die gegen das Gör gewinnen würde? Ich wusste nicht mal, wie alt sie wirklich war. Zwischen sechzehn und zwanzig, vermutete ich. Was für eine dumme Ziege. Eine schlechte Verliererin noch dazu, diese ... nein, für heute hatte ich genug geflucht. Und wie lange ich es ausgehalten hatte, schon über eine Stunde! Ich strich mir besorgt durch meine pechschwarzen Haare. Wenn ich Glück hatte, würde Yoshi die Idee mit der Box vergessen, aber irgendwie wurde ich meine Zweifel nicht los ...


      [ame='http://www.youtube.com/watch?v=Q8T9g7memUk']http://www.youtube.com/watch?v=Q8T9g7memUk[/ame]

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Hahahaha! :lol:

      Ich liebe diese "f**K you"-Mentalität von Min!

      Mein Lieblingszitat ist ja "Kim Jong-Un-Gedächtnisfrisur" - schön zu sehen, dass Min nichts von politischer Korrektheit hält. Ich hoffe auf mehr solcher Sprüche! :lol:

      Schön finde ich vor allem auch solche Anspielungen, wie die, dass es z.B Coifwaff nur in Europa und Ohrdoch nur in Nordamerika gibt, das deckt sich mit dem, wie ich die Regionen den Ländern zugeordnet hätte :)

      Hätte obendrein nicht gedacht, dass Min studiert :O.O: Ich hatte sie für ein reiches, verzogenes Partygirl gehalten :lol:

      Auch interessant finde ich, dass sie ein Fritzelblitz hat - ich hätte ihr eher ein Feuer-Pokémon zugetraut, wie etwa Floink :)
    • Me encanta el capítulo muy bien; ¡viva España! Es muy interesante que utitlizas varios nacionalidades que hace la historia "Miiiiiiin" mejor. Finalmente alguien escribe una historia usando español aunque es una pena que no utilizas el español en "Miiiiiiin" como el francés en "Sangre Mixta" (o "Mischblut" en alemán). Pero... si, espero con interés el próximo capítulo! :D

      A propósito... ¿hablas español? Si no, lo siento. :shy:


      ________

      Ich finde das Kapitel sehr gut; hoch lebe Spanien! Es ist sehr interessant, dass du verschiedene Nationalitäten, was die Geschichte besser macht. Endlich schreibt mal jemand eine Geschichte und benutzt dabei Spanisch, obwohl es schade ist, dass du das Spanisch in "Miiiiiiiiiiin" nicht wie das Französische in "Mischblut" benutzt. Aber... ja, ich freue mich auf das nächste Kapitel! :D

      Übrigens... sprichst du Spanisch? Falls nicht, tut es mir leid. :shy:


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.

      The post was edited 1 time, last by Rai: Zu Befehl! ().

    • [INDENT]Gang und gebe [/INDENT]

      -> gang und gäbe

      [INDENT]Stadt der Händlern[/INDENT]

      -> Stadt der Händler

      [INDENT]skuril[/INDENT]

      -> skurril

      [INDENT]eine lebensgroße Holzpuppe mit dichtem Schnäuzer und Sombrero sowie einer Skulptur eines Kappalores[/INDENT]

      Ist damit gemeint, dass die Holzpuppe eine Skulptur eines Kappalores hat? Oder ist im Restaurant die Skulptur eines Kappalores?

      [INDENT]Valeria, das Maracamba der Familie uns[/INDENT]

      -> Valeria, das Maracamba der Familie, uns

      [INDENT]bedächtig und jagte[/INDENT]

      -> bedächtig und jagten

      [INDENT]raunzte der mich der Vollidiot plötzlich an[/INDENT]

      -> raunzte mich der Vollidiot plötzlich an

      [INDENT] durchzuhalten[/INDENT]

      -> zu zuhalten

      [INDENT]zog des öfteren[/INDENT]

      -> zog des Öfteren

      [INDENT]die wohl eine der Ausgeprägtesten[/INDENT]

      -> die wohl eine der ausgeprägtesten (hier ist das Adjektiv auf Schimpfkultur des Hauptsatzes bezogen und deswegen kleinzuschreiben)

      [INDENT]Soweit ich weiß, begehren Hunde-Pokémon das Salz, welches nach einem warmen Tag auf der Haut getrocknet war.[/INDENT]

      Wieso dann auf einmal Plusquamperfekt? Das ist wirklich nicht ganz so schön.

      [INDENT]nicht von sich behaupten konnte.[/INDENT]

      -> nicht behaupten konnte.

      [hr]white[/hr]

      Schönes Kapitel, ich mag Min. Sie ist cool und lustig. Und unkonventionell. Mit unkonventionellen Protagonistinnen hast du es ja. Das mag ich, weil ich da ähnlich ticke. Min ist großartig. Also sowohl Charakter als auch Geschichte. Wobei ich das Durchmischen von realer und fiktiver Welt noch etwas gewöhnungsbedürftig finde. :ups:
    • Ich freue mich wirklich sehr, dass die Geschichte so gut bei euch ankommt. :D

      Ich setzte mich jetzt erstmal dran, die Fehler zu überschreiben, vielen Dank dir nochmal, Dusk! ^^

      @Curiosity: Dir habe ich privat ja schon geantwortet :p

      @Raikachu: Hombre, mi Espanol es muy malo, porque hablo solo un poco, pero he comprendo (?) [fast] todo. :) Gracias!

      @Dusk: Eine Holzpuppe eines Mexikaners (wie die im Phantasialand/Silbermine) und eine weitere Skulptur, die eines Kappalores


      RACING STRASBOURG EVOLUERA EN NATIONAL!

      Klassenerhalt für Racing!

      [IMG:https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQrAkNE36AEp1E6k8NnNyq_cQVY6kcCQRHgu6qaddz6EI5zOIBPmg]

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Um mal wild in der Schachtel der Vorurteile herumzuwildern
      Der Satz hat mir ein Schmunzeln entlockt. xD
      Obwohl wild und wildern nicht gut in einen Satz passt. :ups:


      Die Fehler hat Dusk ja schon größtenteil ausgeweidet, ich will mir da jetzt nicht einen Ast abbrechen und noch ein paar raussuchen. :run2:

      Also, zur Geschichte: Ich bin zwiegespalten bezüglich Min. Einerseits geht sie mir mit ihrer arroganten ihr-seid-alle-scheiße-Art auf die Nerven, andererseits ... oh. Ja, sie geht mir auf die Nerven. Na gut, zur Verteidigung kann man sagen, dass in ihrem Leben anscheinend auch viele Drecksleute rumhampeln, dieser komische Stipendiumsfuzzi würde mir auch sonstwodrauf gehen, und irgendwie vermittelst du das Gefühl, als würde es da von Rassisten nur so wimmeln. ^^ Aber die Geschichte war unterhaltsam, du verstehst dein Handwerk. :bg:
      "Three nations fallen in 6 days of war
      Traitorous neighbors
      Received as deserved
      Under the sun in the dust of the war
      One nation standing stronger than before"
      Sabaton - Counterstrike


      The post was edited 1 time, last by Sneek ().

    • Huhu Meowstic,

      iiich hab dir ja schon private ein kurzes Statement zu "Mi....in" gegeben. Jetzt gibts das auch öffentlich, auch wenn es im Gegensatz du den anderen eher negativ sein wird. I'm sorry, aber man soll ja ehrlich sein - aber immer konstruktiv :)

      Ja, ich gebe allen Kommentatoren recht: Die Geschichte ist unkonventionell. In Prinzipiell ist "unkonventionell" nicht schlecht, weil das bedeutet, dass sich etwas vom Einheitsbrei abhebt, was deine Geschichte sicherlich tut.

      Allgemein ist es schwierig, eine Geschichte zu schreiben, die der großen Mehrheit (ja, doppelt gemoppelt - STILMITTEL!! xD) gefällt UND nicht Mainstream ist. Weil das, was Mainstream ist die gängigsten Mittel, den, um es mal in Mangasprache zu sagen, Königsweg wählt, womit massendeckende Interessen angesprochen werden. Besteht meistens aus Action mit mit Witz und eher typischen Charakteren.
      Das hast du nicht. Du gehst auf eine untypische und daher besondere Weise auf die Tiefen der Gesellschaftskritik und der politischen UNkorrektheit ein, was die Geschichte skurril und humorvoll wirken lässt. Und mit wirken ist nicht das scheinbare Wirken gemeint, sondern das Wirken im Sinne von... naja... wirken.
      Aber wie Sneek schon anmerkte - irgendwie nervt diese alles-scheiße oder ihr-seid-alle-scheiße Einstellung einwenig. Mich auch. Aber zum Teil auf eine witzige Weise.

      Was mich persönlich viel mehr stört ist der Schreibstil, den du, wie wir alle wissen, bewusst so gewählt hast. Dennoch ist es für mich eine Qual die Geschichte zu lesen (Ja, ich weiß: "Dann ließ sie nicht." - Aber ich möchte Kritik geben und eine Begründung dafür geben, warum ich nicht interessiert bin weiterzulesen, ohne die Geschichte schlecht zu machen, anderen zu vermiesen oder mit einem popligen Satz wie "Das ist doof." abzuspeißen.)
      Ich finde es extrem anstrengend, diese gesprochene Sprache als Erzählertext zu lesen. Es ist eigentlich nur ein Aufgeregte über alles Mögliche (was inhaltlich nicht zwingend falsch ist). Sicher, es passt zum Charakter und in wörtlichen Reden hab ich damit absolut kein Problem, aber meiner Meinung nach ist es schwierig, das als kompletten Erzählstil "durchgehen" zu lassen.
      (Nicht nur, weil ich Sorgen habe, dass Newbys den Stil übernehmen und wir irgendwann nur Geschichten in so nem derben Erzählstil haben xD)

      Von grundsätzlichen Ansatz und der Idee und Ausführung der Inhalte finde ich die Geschichte gut, witzig und beinhaltet durchaus nen wahren Kern. Um das auch noch zu sagen o.o

      Aber, Meow, wie ich dir schon gesagt habe: Es gibt keine Geschichte, die jedem gefällt und bei dir weiß ich, dass du auch einen "vernünftigen" (weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll, hoffe, du verstehst was ich meine xD) Stil an den Tag legen kannst.
      Freu dich daran, dass die Geschichte so vielen anderen gefällt und sorg dafür, dass das weiterhin so bleibt :3

      Fangeschichten #f-sandan# Lesecke #f-sandan# RedaktionSchreibworkshop #f-icognito-!# Lesezirkel
      Zzt krank und nicht verfügbar - Hand OP am 4.3.2019
    • Vielen Dank für eure Kommentare, ihr beiden! :D

      @Sneek: Du musst keine Fehler suchen, ich will mich bald an Mischblut #19 setzen. :)
      So viele Rassisten habe ich doch noch gar nicht gebracht. Und selbst wenn, es gibt eben einige, weswegen sollte man das nicht aufdecken (Wallraff-Style)? :p Der andere da war ein Sexist und der in II war ein arroganter Ultra-Streber. Gerade das erste Kapitel soll ja übertreiben, sodass es ein Extrem darstellt. ^^ Die arme Min kann jedenfakks nichts dafür, dass es doch tatsächlich viele Idioten gibt. :(

      @San: Ich wollte eben mal einen extrem sarkastischen und gesellschaftsverachtenden Menschen als Hauptcharakter wählen. Selbst Kagayaku aus Mischblut ist nicht "schlimm genug", und das heißt schon was. Ich muss das äußerste Extrem wählen, sonst machen ähnliche Geschichten für mich keinen Sinn. Ich wollte eben auch ausprobieren, wie so etwas ankommt. ^^ Dass solche Leute dann nicht sofort Sympathieträger sind, ist irgendwo auch logisch (Dr. House usw., *hust* Inspirationsquelle) xD
      "Es ist eigentlich nur ein Aufgeregte über alles Mögliche" - da hat wohl jemand noch nicht von dem Makura Soshi von Sei Shonagon aus dem 11. Jahrhundert gehört. xDDDDDDDD Das ist nämlich nicht mal eine Geschichte, sondern Tagebucheinträge und Listen - tolle Sachen, nervige Sachen, nervige Leute, tolle Leute usw...
      Ja, ich weiß: "Dann ließ sie nicht." - Dann lies sie doch nicht. :p Dann lies mal Mischblut und Yamihonou. :)
      Trotzdem vielen Dank für dein Feedback, in dem ja doch viel Lob dringesteckt hat! ^^

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Kapitel III: R yu traiaan tu ceat mi agaan?


      Alles ... war nass. Pitschnass. Es hatte in dieser Nacht so viel geregnet, dass man hätte meinen können, die Menge an Wasser hätte mehrere Dachschäden verursacht. Dachschäden gab es auf der Welt doch sowieso genug, niemand brauchte mehr Dachschäden, zumindest keine, die man wirklich ernst nehmen musste. Als ich in den Bus stieg, drehte ich mich reumütig zu den Häusern um. Ach, wie schön wäre es, jetzt zuhause zu bleiben. Wäre das nicht fabelhaft? Aber nein, das gönnte man mir nicht. Vielleicht war ich heute morgen auch etwas naiv, dass ich im Internet nicht die Wettervorhersage für heute nachgeschaut hatte und damit nichts außer einer dünnen Regenjacke zum Schutz eines erneuten Wolkenbruchs bei mir hatte. Mochte durchaus der Fall gewesen sein, aber ich denke nicht immer an solche Sachen.
      Ich denke generell sehr wenig an "das Andere". Von "den Anderen" ganz zu schweigen. "Min, mit dieser Einstellung wirst du nie einen Mann abbekommen!", mahnte mein Vater immer. Kannte er mich nicht lange genug, selbst nach dreiundzwanzig Jahren nicht? Wie könnte auch nur ansatzweise ein Mann neben meinem kolossalen Ego koexistieren? Oder eine Frau. Der Konfuzianismus oder mittlerweile der Neo-Konfuzianismus propagierte letztendlich, dass die Frau drinnen im Haus bliebe und dem Manne dienen sollte. Das dachten die sich damals so, als im 17. Jahrhundert in Japan diese Denkzüge ein generell mit Regeln und Normen gestricktes Leben noch enger schnüren sollten. Dann dachte ich mir so, "ja, okay, wenn der Mann von seiner zwölfjährigen Arbeit plus Überstunden um 22 Uhr nach Hause kommt, dann kann der auch gleich kochen. Schließlich hat der Gute ja Hunger. 'Selbst ist der Mann'." Okay, so fies wie ich dachte wohl kaum jemand und ich hatte mich jetzt womöglich unmöglich kompliziert ausgedrückt, aber zusammenfassend konnte man resümieren, dass dieses Gesellschaftsbild des Neo-Konfuzianismus einfach schlichtweg sch...eußlich war. Übrigens, das Ganze war in Korea noch viel schlimmer verankert. Nicht, dass ich noch heimlich jemanden von meiner Kritik verschonen würde, das wäre ganz gewiss das Letzte, das ich mir erhoffte!

      "Min. Min, kannst du eigentlich aufhören, über alles zu jammern? Schließlich hat sich die Welt doch nicht gegen dich verschworen!"
      "Oh, F-... fahr du doch in die achtzehnte Hölle! Ich hatte nicht einmal etwas gesagt!"
      "Du schienst allerdings kurz davor zu sein, nicht wahr? Immerhin befinden wir uns hier vor einem Bus, in dem viele Leute sitzen. Diese Leute kämen dann mit dir in Kontakt, sie würden dir womöglich zu nahe kommen, wie ein Tempohieb dem ungeschützten Gesichte eines Austos. Von den Bakterien und Keimen ganz abgesehen."
      "Wieso studierst du nicht Psychologie? Oder Dichtkunst?"
      "Wenn es dir nicht gefällt, dann zieh doch weg."
      "Wohin?"
      "Tokyo."
      "Wow, du möchtest mich provozieren. Aber das klappt nicht! Dafür kenne ich dich schon zu lange! Also, hör' auf, vom Thema abzulenken! Wieso studierst du nicht Psychologie? Oder Kriminalistik? Schließlich entpuppst du dich darin als wahres Supertalent!"
      Das Spannende hier in Osaka war ja, dass dieses Gespräch beim Einsteigen in den Bus gar nicht mal dermaßen extrem aus der Masse hervorstach, wie man es hätte vermuten können.
      "Du würdest nie wegziehen, weil dieser Ort von allen hundertachtzigtausend Höllenorten auf der Welt noch der jenige ist, der am himmlischsten scheint. Min, du bist einfach so anspruchsvoll. Die Welt ist nicht nur schlecht."
      Ich musste schon zugeben, dass ich schon irgendwie ein bisschen pessimistisch veranlagt war. Mit einer großen Liebe zur Dunkelgrauseherei. Was ich allerdings gar nicht gerne zugab, waren Niederlagen in Diskussionen mit meiner größten Erzrivalin und verhasstesten Lieblingsfreundin und -feindin Satsuki Matsubara seit früheren Tagen. Das wäre so, als wenn Elektek im Duell mit Magmar plötzlich die weiße Fahne schwenken würde.
      "Viele große Literaten wie Natsume Souseki glaubten auch nicht, dass die Welt schlecht sei. Sie konnten diesen Standpunkt ziemlich lange halten. Mal sehen, wann du ihnen folgen wirst, als religiöse Fanatikerin gebe ich dir ein paar Jahre mehr. Glücklich?"
      "Fanatikerin? Ich bin nicht einmal fromm!"
      Sie konnte sich ein Lachen nicht verkneifen, wusste sie doch ganz genau, dass das einer meiner weniger ernsten Sätze war. Schließlich hielt ich Religion generell für eine zweifelhafte Sache. Bisher war es noch Niemandem gelungen, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Auch nicht ihr. Verrückte Japanerin, einfach verrückt. Das Spiel nach dem letzten Wort würde sich auf der Fahrt durch die mit modernen Glasbauten, Büros und Hypermärkten noch zur Unendlichen Geschichte Michael Endes entwickeln, wären wir als Lebewesen nicht an Schlafphasen, Essensphasen oder sogar Arbeitszeiten gebunden. Wenn es so etwas in einem Internetforum gäbe, würden wir womöglich stundenlang unsere Zeit damit vergeuden. Glücklicherweise war dem nicht so.
      "Min-chan ..."
      Als ich dachte, ich hätte die Arroganz für mich alleine für die nächsten hundertacht Jahre ausgebucht, spielte sie ihre vier Monate längere Lebenszeit gegen mich aus...
      "Ich will dir wirklich nicht zu nahe treten, aber manchmal verletzt du die Gefühle deiner Mitmenschen. Naja, ich würde ... behutsamer sein. Sonst wirst du als Höllenwesen womöglich noch wiedergeboren.
      "Findest du? Ach, ich würde schon gerne ein wenig in der Welt der Menschen herumspuken und ihren Bewohnern ein paar Streiche spielen. Schneid' dir übrigens mal ein bisschen eine Scheibe Egoismus ab, dann würdest du nicht so kompliziert denken."
      Ihre Gefühle verletzte ich nicht mehr. Dieses Phänomen verhielt sich so, als würde ein Wiesor mit Ruckzuckhieb durch ein Nebulak springen. Nicht einmal "nicht sehr effektiv" - stattdessen "keine Wirkung". Einmal hatte ich sie gefragt, ob ihre "fundamentalistische Sippschaft" sie nicht für ihren Kleidungsstil irgendwann töten würde. Manche sahen es partout nicht ein, dass man sich bei 29°C Außentemperatur im Schatten mit einem dunkelgrauen Faltenminirock, durchsichitger Strumpfhose und einem Top mit einem Abbild der Freiheitsstatue und einer chinesischen Jadesternzeichenkette, in ihrem Fall dem Ponita, in die Öffentlichkeit wagen durfte. Wenn man dann noch seinen bis unter die Lungen reichenden, dunkelbraunen Haaren ein paar blonde Strähnen verpasste, war man dann ganz unten durch. Nicht in Japan. Aber an genug anderen Orten. Sollte es heute Fundamentalisten regnen, hätte sie wohl in punkto zeitlichem Aufschub Glück gehabt, da sie mich als erstes hingerichtet hätten. Ja, auf jeden Fall. Selbst Satsukis Outfit oder mein wunderschönes "Führer-Kostüm" hätten nicht so provokant gewirkt wie mein zerschlissener, mit Nieten und Ketten besetzter hellblauer Jeansmini. Auf dieser Welt gibt es einfach so viele unnötige Fettnäpfchen... Nur als Nachtrag - Satsuki ist nur die Tochter eines buddhistischen Mönchs, die Familie ist ganz in Ordnung und kein bisschen fundamentalistisch. Manch Anderer hätte bei der Frage sicher empfindlicher reagiert...
      "Na los, geh doch nach Tokyo."
      "Da sind zu viele Ausländer."
      "Du bist doch selbst einer."
      "Aber nicht diese Sorte. Ich bin keine Tokioterin."
      In Osaka war es okay, über Tokyo zu lästern. Eine Erzfeindschaft fast noch größeren Ausmaßes als die zwischen Tokyo und Kyoto. Die beiden größten Städte, Lockerheit gegen Verbissenheit, einfache Händler gegen das Establishment der Elite, Dialekt gegen Standardsprache, Rechts-auf-der-Rolltreppe-Warten gegen Links-auf-der-Rolltreppe-Warten. Bis auf die Tokioter hielt sich die Begeisterung in Japan in Grenzen, was die Olympiade 2020 betraf. Was hatten denn die Anderen davon? Das hörte sich jetzt alles ziemlich rassistisch an, aber ich war nicht die einzige Person, die Vorurteile gegen Tokyo hegte. Andersherum war es ähnlich und streng genommen kam es deswegen auch noch nie zu einer Eskalation. Das wäre doch schlichtweg kindisch und andersherum gab es sowieso an jedem Ort unterschiedliche Schläge Menschen, wie es unterschiedliche Schläge Pokémon gab. Die waren nicht alle gleich, nur weil die dieses und jenes Merkmal vereinigt hatten. Solche Sachen, so habe ich gelernt, musste man eben mit einer Portion Selbstironie sehen, auch wenn man sich gewiss nicht alles gefallen lassen sollte.

      Irgendetwas rüttelte heftig an meiner Schulter. Natürlich, wie konnte mir dies nur entfallen, schließlich befand ich mich immer noch in einem mittlerweile haltenden und sich lehrenden, nach Frühschweiß miefenden Bus.
      "Wir sind da. Das letzte Wort gehört übrigens mir. Selbst schuld, wenn du zu viel grübelst."
      Na toll, wie sollte ich denn darauf antworten? Völlig aus dem Konzept gebracht folgte ich Satsuki in Richtung der medizinischen Fakultät.
      "Ach, Shi-..."
      "Na! Haben deine Eltern dir eigentlich nie gesagt, dass sich diese Worte für eine Dame von Rang nicht ziemen?"
      "Wie oft noch, ich bin erstens nicht meine Eltern und zweitens sind die auch nicht das Kaiserpaar von China. Oder Korea. Oder J...Vietnam!"
      Es ziemte sich für überhaupt niemanden, auch nur im Entferntesten das japanische Kaiserhaus zu verunglimpfen, Nachfahren der Sonnengöttin. Selbst ich hielt dieses Gebot ein. Selbst ICH. Wobei es auch gar keinen Anlass dazu gab, denn diese Familie hatte mir nie etwas getan. Ich war nicht Nobunaga, der den ganzen Enryaku-ji abgebrannt und die Frauen und Kinder der Mönche gleich mit über den Jordan geschi-... ich sollte wirklich respektvoller über unschuldige Menschen reden. Irgendwo gab es Grenzen, die selbst ich einhalten musste, allerdings ganz allein aus dem Grund, da ich sie mir SELBST auferlegt hatte.
      "Ja, stimmt ja. Du hattest mir bereits davon erzählt, ich erinnere mich langsam wieder. Ich hoffe, dass es nicht mit meinem Gedächtnis bergab geht. Von Alzheimer ganz zu schweigen."
      "Hoffe ich auch nicht. ... Was? Schau nicht so! Das war endlich kein Sarkasmus!"
      Wir hatten im Krankenhaus mit Alzheimer relativ selten zu tun, aber trotzdem musste man sich über dieses Krankheitsbild im Klaren sein. Circa zehn Jahre, nachdem die ersten Symptome sichtbar wurden, sterben die Betroffenen. Es gab nicht viele Menschen, bei denen mich die Diagnose einer ablaufenden Lebensuhr schockieren oder Bestürznis in mir auslösen würde, nicht viele. Mit wem sonst konnte ich so herrlich bis in die Abenddämmerung diskutieren und streiten? Mit Yoshi funktionierte dies leider nicht, vielleicht war er einfach nur zu gut und zu nachgiebig dafür. Er war letztendlich derjenige, der oftmals zwischen Satsuki und mir schlichten musste.

      Welche Ausprägungen von Lupus gab es? Welche bakteriellen Krankheiten betrafen welche Gruppe von Menschen besonders? Wie lange dauert die Inkubationszeit von Syphillis, Masern und Diphterie? Sogar geschichtliche Hintergründe wie die Ausrottung der Pocken als erste Großseuche im Jahre 1979 und die Wirkung der gefährlichen und menschenverachtenden Experimente der Einheit 731 der kaiserlich-japanischen Armee in der Mandschurei gehörten zum Lehrplan. Im Gegensatz zu den praktischen Schulungsräumen waren in den Seminarräumen auch die eigenen Pokémon jenseits der Klassiker Ohrdoch, Chaneira, Wonneira und Heiteira erlaubt - solange sie sich ruhig verhielten und nichts dreckig machten - de facto also doch nicht. Allerdings störte es niemanden, wenn zehn Minuten vor dem Unterricht sich etwas mit den Pokémon beschäftigte. Dies setzte dann wiederum voraus, dass es keine Verletzten gab. Kenta konnte ich als unbeherrschbares Elektro-Pokémon leider nicht mitnehmen und schaute etwas reumütig zu den Anderen um, die ihre Mauzi, Hubelupf oder Sandan liebkosten. Schon das zweite Mal heute, dass ich reumütig schaute. Ich sollte damit aufhören.
      Plötzlich stand einer meiner Kommilitonen auf, gefolgt von seiner Clique. Sechs zukünftige Götter in weiß, von denen der Vorderste plötzlich laut auf den Tisch trommelte, um die Aufmerksamkeit sämtlicher Anwesenden zu erhaschen. Dieser Jinichiro Takahashi war mir gewissermaßen gar nicht so unähnlich, aber wir hassten uns. Vielleicht hassten wir uns, weil wir uns in einem Prinzip so absolut ähnlich waren - dem blanken, unverhohlen Egoismus und einer Selbstsucht, die ihres Gleichen suchte. Satsuki sagte mir immer, dass er scharf auf mich sei und sich nun an mir rächen wollte, dass ich ihm, dem Womanizer nicht an den Fersen klebe wie eine orientierungslose Mittelschülerin ihrem Sempai nach der Einschulung. Ich wusste nicht, inwiefern dies stimmte, aber ich beschäftigte mich nicht weiter damit. Er, der ständig im Mittelpunkt stehen wollte und mit seinen sagenhaften Gesichten angab wie Graf Koks von der Gasanstalt, marschierte mit seinem blütenweißen Hemd, weiß wie die Unschuld und der schwarzen Hose, dunkel wie seine Seele auf mich zu.
      "Ich habe mich extra in die Berge von Shiga aufgemacht, um dir dieses Pokémon zu fangen. Es ist genau wie du - es beherrscht ein reichhaltiges Repertoire an komplexen Schimpfwörtern, würde am liebsten bei jeder Kleinigkeit in die Luft gehen und verfügte über so viel Sensibilität wie ein Rihorn im Schlafwandel. Ihr werdet sicher allerbeste Freunde werden, denn viele davon hast du ja scheinbar nicht, Äffchen."
      In seiner Hand hielt er ... der zweite Punkt entsprach lediglich der Sichtweise von ihm und ein paar And- ... wie kam der auf die Idee mich Äffchen zu ... dieser Pokéball in seiner Hand ... ich wusste gar nicht, wie ich meine Gedanken ordnen sollte! Der presste mir den Pokéball in die Hand, drückte mit seinem Mittelfinger - oh ja, glaub nicht, ich hätte das nicht wahrgenommen - auf den Knopf, sodass der Mechanismus das Pokémon freigab.
      Tobsüchtig. Jähzornig. Wahnsinnig. Von allen guten Geistern verlassen. Wie Nobunaga. Muy loco que el loco. Panisch schreiend, fauchend und kreischend hüpfte ein rundliches, beige-braunes Äffchen mit markanter Schweinsnase, langem, peitschenartigen Schweif und spitzen Öhrchen wie von der Tarantel gestochen auf den Tischen herum, sodass Mäppchen und Ordner im Sekundentakt auf den Boden krachten.
      "Viel Spaß mit deinem Freund Menki, MINKI! Oder möchtest du ihn nicht? Gefällt er dir nicht? Lehnst du dein Geschenk ab?", fragte Jinichiro höhnisch, die Hände selbstbewusst an die Hüften gestemmt, während er zeitgleich ein überrascht wirkendes Gesicht mimte. Alle schwiegen. Manche glaubten sicher, ich würde jetzt weinend aus dem Klassenzimmer rennen. Ich glaubte das nicht. Ich glaubte stattdessen, dass ich mir ziemlich sicher war, wie ich reagieren würde. Welchen Preis ich dafür später zahlen würde, war mir in dem Moment egal. YOLO-Mode activated. Einen Bitchmove, man möge mir diesen Ausdruck gnädigst verzeihen, musste man eben mit einem Bitchmove kontern.
      "Ich nehme dein Geschenk sehr gerne und voller Stolz an. Fortan gehört dieses Menki zu meinem Pokémon-Team."

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • [INDENT]dass es keiner Verletzten gab[/INDENT]

      dass es keine Verletzten gab


      Was ist mit dir los? Diese Geschichte war so ziemlich fehlerlos. Hast du einen Korrekturleser? Das ist ja enorm. Wenn du keinen hast, bin ich umso überraschter und beeindruckter. Jedenfalls Daumen hoch dafür!

      Und was ist mit Min los? Sie macht sich nicht über den Tod unschuldiger Menschen lustig? Siehst du? Ein weiterer Unterschied zwischen Min, Dr. House und Umbra. Die letzten Beiden machen sich durchaus häufig über unschuldige Menschen lustig, wobei Dr. House wohl noch gezügelter ist als Umbra. Der tötet unschuldige Menschen ja für seinen Lebensunterhalt.. wenn verarschen wir? Der macht das freiwillig.
      Satsuki Matsubara ist mir überaus sympathisch. Taucht sie häufiger auf? Ist sie das passende Gegengewicht zu Min-yeon? Ist Min bi? Schließlich schließt sie Frauen auch nicht aus! Das ist ja eine klare Aussage und so.

      Und wieso kann Jinichiro Takahashi nicht hinnehmen, dass Min einen Lover hat? :( Okay, Yoshikatsu ist nur ein guter Freund, aber wenn Min jemanden bekommt, sollte sie diesen nehmen und nicht Jinichiro! :(
    • Hahaha, ich muss mich korrigieren: das Menki passt ja sogar noch besser zu Min als irgendein Feuer-Pokémon. :lol:
      Die Beschreibung dieses Menki gefällt mir besonders gut...Worte wie "tobsüchtig" und "wahnsinnig" :ws: Ich kann mir das Vieh regelrecht vorstellen!

      Wenn es so etwas in einem Internetforum gäbe, würden wir womöglich stundenlang unsere Zeit damit vergeuden.


      Guck mal, gibt wirklich welche die das machen! Haha, solche Idioten! Vor allem der hier. ;) :lol:

      Und Min ist etwas heilig? :eek:
      Nun, das finde ich prinzipiell erstmal gut, aber es erstaunt mich schon. Wobei der Fakt, dass sie ein "Führer-Kostüm" besitzt, mich dann doch wieder in meiner Meinung über sie bestätigt. :lol:

      Weiter so! :)
    • Dusk wrote:



      1. Hast du einen Korrekturleser? Das ist ja enorm. Wenn du keinen hast, bin ich umso überraschter und beeindruckter. Jedenfalls Daumen hoch dafür!

      2. Und was ist mit Min los? Sie macht sich nicht über den Tod unschuldiger Menschen lustig? Siehst du? Ein weiterer Unterschied zwischen Min, Dr. House und Umbra. Die letzten Beiden machen sich durchaus häufig über unschuldige Menschen lustig, wobei Dr. House wohl noch gezügelter ist als Umbra. Der tötet unschuldige Menschen ja für seinen Lebensunterhalt.. wenn verarschen wir? Der macht das freiwillig.

      3. Satsuki Matsubara ist mir überaus sympathisch. Taucht sie häufiger auf? Ist sie das passende Gegengewicht zu Min-yeon?

      4. Ist Min bi? Schließlich schließt sie Frauen auch nicht aus! Das ist ja eine klare Aussage und so.

      5. Und wieso kann Jinichiro Takahashi nicht hinnehmen, dass Min einen Lover hat? :( Okay, Yoshikatsu ist nur ein guter Freund, aber wenn Min jemanden bekommt, sollte sie diesen nehmen und nicht Jinichiro! :(



      1. Nö, die Internetsite hat diesmal nur ihr Wort gehalten, das ist alles. xD

      2. Naja, es ging um die Kinder der Mönche des Enryaku-ji, die von Nobunagas Truppen 1571 systematisch abgeschlachtet wurden, sodass nichts übrig blieb. Das ist selbst für Min eine Spur zu brutal. O_O"

      3. Satsuki soll eine der Hauptpersoen werden. Es ging mir bei ihrer Einführung in erster Linie darum, die Gruppe ausgewogen zu gestalten. Ein Japaner, eine Japanerin, ein Ausländer, eine Quasi-Ausländerin (Min), zwei Religiöse (Fernando und Satsuki), zwei Nicht-Religiöse usw. xD

      4. Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht und sie auch nicht. Bis jetzt nicht, aber wer weiß. Eigentlich wollte ich mit dem Satz in erster Linie ausdrücken, dass sie Homo- und Bisexualität als normal erachtet.

      5.1 Weil er ein Erzfeind ist.
      5.2 Sie nimmt den Jinichiro nur, um ihn in eine Schlucht oder einen Vulkan zu werfen. Yoshi übernimmt hier zu einem großen Teil die Rolle des Dr. James Wilson :D


      @Curiosity:

      Ich habe am Morgen, bevor ich das Kapitel geschrieb, ein Lets Play zu Pokepark II gesehen. Sagen wir mal so, das Menki hat bleibenden Eindruck hinterlassen. Link bekommst du als Profilmessage. ^^
      Ich habe die Anspielung bewusst genommen. Ja, voll der Knecht, der eine da! Hoffentlich wird der bald gespeert (mit Naginatas durchbohrt)
      Selbst Min kennt irgendwo noch Skrupel. xD Es sind weitaus weniger als bei allen anderen Charakteren, aber ja. Es gibt nichts komplett Böses.
      Es ist kein Original Hitler-Kostüm, aber es soll seinem ursprünglichen Erscheinungsbild möglichst nahekommen. Eine Hakenkreuzbinde (die in Asien legal ist, sowas wird in Taiwan, Korea und Japan als Cosplay verkauft![nicht, dass ich das befürworte, aber das existiert eben]) ist allerdings bewusst nicht dabei. Wieder eines von Mins Prinzipien, wo irgendwo auch eine Grenze erreicht wird.

      Vielen Dank für eure Kommentare! :D

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • So, dann melde ich mich mal auch zu Wort. :)


      sch...eußlich

      Wunderbar. c: Nein, wirklich, ich liebe diese Details.

      Ihre Gefühle verletzte ich nicht mehr. Dieses Phänomen verhielt sich so, als würde ein Wiesor mit Ruckzuckhieb durch ein Nebulak springen. Nicht einmal "nicht sehr effektiv" - stattdessen "keine Wirkung".

      :tlol: Nach wie vor: genial! Aber die beiden sind schon ein Paar... xD

      "Ich nehme dein Geschenk sehr gerne und voller Stolz an. Fortan gehört dieses Menki zu meinem Pokémon-Team."

      Oha, da entwickelt sich was. :o Was werden wir jetzt zu Gesicht bekommen? EIne TRAINERREISE?! O.O Einen POKÉMON-KAMPF?! O.O Ich bin mal auf Jinichiros Reaktion zu Mins Bitchmove gespannt. :fies:

      Sehr unterhaltsames Kapitel, auch wenn es sehr tiefgründig war. Man stelle sich mal diese zerstörten Häuser vor, während Min an ihnen vorbeifährt! :(


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • :tlol: Nach wie vor: genial! Aber die beiden sind schon ein Paar... xD


      Ja, das war so geplant. Ich brauche solche Diskussionen, um mich richtig schön austoben zu können! :lol: Irgendeiner muss ihr ja auch mal (positives) Contra geben.

      EIne TRAINERREISE?! O.O Einen POKÉMON-KAMPF?! O.O Ich bin mal auf Jinichiros Reaktion zu Mins Bitchmove gespannt.


      Kaaaalt...heeeeiß...naja, warm zumindest. Es wird auf jeden Fall Trainerkämpfe geben, sonst braucht man eine Fanfiction mit Menschen UND Pokémon gar nicht zu beginnen. Wäre doch unspektakulär. Wie Jinichiro darauf reagiert, weiß ich noch gar nicht, vor allem rechnet man ja gar nicht damit. xD

      Auf Jeden Fall plane ich irgendwann ein Crossover-Kapitel zwischen Miiiiiiiiiin und Yamihonou. Das muss einfach sein. Die höfliche, junge Geisha-Schülerin, die keiner Fliege was zu Leide tun könnte und die schlagfertige, selbstbewusste, dreiste und respektlose Min. :tlmao: Ich muss das nur zeitlich koordinieren, weil Yamihonou ein paar Monate versetzt gespielt hat. Heißt, da kommt bald ein Zeitsprung in den Sommer hinein. Wahrscheinlich schon sehr, sehr bald (da er einfach auch nötig ist, um bestimmte Events voranzutreiben)

      Danke für dein Kommentar! :D

      Sehr unterhaltsames Kapitel, auch wenn es sehr tiefgründig war. Man stelle sich mal diese zerstörten Häuser vor, während Min an ihnen vorbeifährt! :(


      PS: Lies nochmal, die sind nicht zerstört :) Im Gegenteil, die sind sehr modern.

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