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Sternenstaub

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    • Die liebe Arbeit, sie frisst Zeit und Kraft aber bringt Geld. Nun, ich freue mich euch, trotz Arbeit, endlich Kapitel drei präsentieren zu können. :)

      Vorher noch Danke an Dusk, für deinen Kommentar! Ich hätte ja wirklich nicht gedacht, dass Latios als Erzähler gut ankommt.^^

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      Kapitel drei


      Der erste Kontakt


      „Verhaftet?!“, riefen Latias und ich zugleich. Aufgeregt wie wir deswegen waren, bombardierten wir ihn mit Fragen: „Wieso das denn?“, rief meine Schwester.
      „Das kann doch unmöglich deren Ernst sein! Die haben doch hier gar nichts zu sagen?!“, setzte ich verwundert hinzu, woraufhin Latias ihn fragte, ob das denn tatsächlich so war. So ging es ein paarmal hin und her, während Lorenzo, noch immer zitternd, schweigend vor sich hin starrte.
      Ich wollte Lorenzo gerade fragen, wie wir vorgehen würden, als mir dann endlich einfiel, dass Lorenzo uns ja eh nicht verstand. Für ihn hatten wir bestimmt gerade nur aufgeregt herumgequietscht.

      Immerhin schien er aber mitbekommen zu haben, dass wir uns genauso um Bianca sorgten wie er, denn er sagte: „Ich weiß, ihr hängt auch sehr an ihr und werdet euch deswegen wohl auch kaum davon abhalten lassen, mir runter zum Hafen zu folgen. Dann tarnt euch aber wenigstens und fliegt nicht zu schnell …“ Mit diesen Worten sprintete er auch schon los, in Richtung eines geheimen Ein- und Ausgangs in der Mauer um unseren Park. Ich wusste auch ganz genau, wo der betreffende Tunnel endete: in Lorenzos Werkstatt, wo er Boote und Gondeln baute. Also würde er wohl das Motorboot nehmen, welches er dort liegen hatte. Wir schwebten noch etwas auf der Stelle, verdutzt dem für sein Alter offenbar noch sehr fitten Lorenzo hinterherschauend. „Komm, Schwester, wir fliegen schon mal zu seiner Werkstatt, denn ich befürchte, dass er wohl auf uns angewiesen sein wird um auch wirklich schnell zum Hafen zu kommen.“
      Sie nickte und wir schossen zugleich nach oben, geradewegs durch das dichte Blätterdach hindurch, davon. Wir tarnten uns sofort und hielten mit erheblicher Geschwindigkeit auf den Teil des Stadtrandes zu, in dem Lorenzos Werkstatt lag. Meine Schwester zog einfach an mir vorbei, ihr ging es wiedermal nicht schnell genug. „Übertreib es mal bitte wirklich nicht, Schwesterherz“, warnte ich Latias, „Zu schnell in so feuchter Luft und du bist sofort enttarnt.“
      Sie blickte leicht ärgerlich zurück zu mir, während sie mit unverändert hoher Geschwindigkeit durch die engen Wasserstraßen von Alto Mare manövrierte. So leichtsinnig war auch wirklich nur meine kleine Schwester! „Warum?“, fragte sie mit skeptischem Unterton. „Erklär‘ ich dir andermal, pass jetzt lieber auf wo du hinfliegst. Wir sind schon fast da.“

      Und in der Tat, kurz darauf waren wir bei Lorenzos Werkstatt angekommen. Zwischen den hier zartgelben, gemauerten und relativ hohen Häusern mit ihren zahlreichen Balkonen stach seine Werkstatt ganz schön hervor. Denn sie war ein dunkelbraunes, hölzernes Gebilde, welches nur ungefähr halb so groß wie die umgebenden Häuser war, aber dafür ein spitz zulaufendes, silbern glitzerndes Metalldach hatte. Die Straße wirkte auf mich dadurch ein wenig wie Lorenzos untere Zahnreihe: rundherum saubere, weiße Zähne und plötzlich mittendrin einer, der zum größten Teil weggebrochen, oben wieder mit Metall versiegelt war und somit die Harmonie des Bildes erheblich störte.
      Im Wasser des Kanals vor dem Gebäude trieb ein kleines, spitz zulaufendes Boot, Lorenzo saß auch schon darin. Selbst mit diesem Motor würde es aber noch quälend langsam sein, fand ich. „Denkst du, was ich denke?“, gluckste meine Schwester und konnte mit Mühe ein Kichern unterdrücken. Ihr Ärger über meine, aus ihrer Sicht ungerechtfertigte, Mahnung von vorhin war scheinbar schon wieder verflogen.
      „Na klar“, grinste ich, flog hinab, knapp hinter das Boot und packte es am Heck. Latias flog ihrerseits zur Spitze des Bootes und fasste es dort. Dann stellte sie ihre Federn so, dass ihre Tarnung wegen der veränderten Lichtbrechung kurz aufflackerte und drehte den Kopf zu Lorenzo. Wie zu erwarten, erschrak dieser fürchterlich.
      „Latias!“, rief er erstaunt aus, „Nicht dass dich noch jemand sieht!“ Als sie wieder komplett unsichtbar war, fasste er sich wieder: „Lass mich raten: hinter mir schwebt dann gerade dein Bruder?“ Ich blieb lieber unsichtbar und beließ es stattdessen dabei, Lorenzo mit meinem Kopf sanft in den Rücken zu stupsen. Er setzte sich hin und seufzte resignierend. „Also gut, ich kann mir schon denken was ihr vorhabt. So richtig gefällt mir die Vorstellung zwar nicht, aber gut … Immerhin geht es wesentlich schneller und wir haben es furchtbar eilig! Dann legt los, ihr Beiden!“ Das war unser Stichwort: Zugleich beschleunigten wir auf eine recht ansehnliche Geschwindigkeit und rasten den Kanal entlang. Ich schob von hinten, während Latias vorn zog und das Boot auch lenkte. Wir waren derartig schnell unterwegs, dass die Gehwege voller Passanten, Häuserzeilen und Bäume zu verwaschenen, grün-gelben Schemen verschwammen. Ein kurzer Blick nach hinten offenbarte mir, dass hinter uns das Wasser derartig hochspritzte, dass es nur so seine Freude hatte. „Ich fürchte, dass der Eine oder Andere heute Dank uns ein unfreiwilliges Bad nimmt, liebe Schwester“, teilte ich Latias mit, die davon dort vorne ja gar nichts mitbekam.

      Ihre Antwort fiel recht gleichgültig aus: „Solange wir nicht die Schweifflamme eines Glumandas löschen …“
      „… ist dir das herzlich egal, ich weiß schon“,
      vollendete ich und fuhr fort: „Mir aber ehrlich gesagt auch, Bianca hat jetzt absolute Priorität. Wenn diese Cadianer ihr etwas getan haben … dann sollten sie in ihrem eigenen Interesse besser schleunigst die Flucht ergreifen!“ Oh ja, ich wurde umso wütender, je länger ich über den ganzen Vorfall nachdachte.
      Wir passierten eine enge Kurve, die meine Schwester zu allem Überfluss auch noch stark schneiden musste. Mitten in der Kurve waren wir langsam genug, sodass ich etwas Anderes als das Rauschen des Windes hören konnte. Und das was ich da hören konnte, war das Kreischen einer Frau, die völlig durchnässt worden war: „Verrückter Opa! Was hast du denn für’n Mist eingeworfen?!“ Es mochte sich zwar nicht gehören, aber uns gab das mächtig Spaß. Lorenzo war schon die ganze Fahrt über himmelangst, er krallte sich mit schreckgeweiteten Augen und stark schwitzend in das Holz des Bootes.

      Kurz darauf wurde er auch schon erlöst: Wir waren angekommen. Meine Schwester lenkte das Boot längsseits an den hölzernen Pier und ich schob es von der Seite noch so weit heran, dass Lorenzo aussteigen konnte. Er tat es, wischte sich den Schweiß ab und wir sahen uns um.
      Wir waren völlig in dem gewaltigen Schatten des monströs großen Schiffs. Ein tiefes, bedrohliches Brummen ging von ihm aus. Um uns herum herrschte rege Betriebsamkeit, Menschen in grauen Sachen rannten überall herum, schrien sich Dinge zu und trugen verschiedenstes Frachtgut zu und von einem Kran, der wohl oben auf dem Schiff saß. Die Wand des Schiffes verlief derartig gewölbt, dass es von unten nach oben immer breiter wurde. Und an ebendieser Wand war nicht nur der schräge Farbstreifen, sondern auch ein Schriftzug. Die Schrift der Menschen konnte ich ja sogar halbwegs lesen und soweit ich das entziffern konnte, stand dort: „CMS Norman J. Grossfeld“. Warum schreibt man das auf ein Schiff?, rätselte ich. Über den Rand der Fläche seiner Oberseite, oder, wie die Menschen sagten, seines Decks, ragten teilweise sehr seltsame Gebilde hervor: Scheinbar mit Flügeln, ganz ähnlich den Unseren, aber mit zwei breiten Rohren am hinteren Ende des Rumpfes. Ich hatte einen unschönen Verdacht, was das für Dinger sein sollten, aber ich schwieg lieber. Hoffentlich lag ich falsch.
      „Bianca! Dort, am Ende des Steges!“, sagte Lorenzo plötzlich und deutete in Richtung des Punktes, wo der Steg an einer Tür in der Wand des Schiffes endete. Bianca mit ihrer üblichen grünen Bluse und dem weißen Rock stach in all diesen dunklen Grautönen wirklich ziemlich heraus. „Und die Gestalt neben ihr ist wahrscheinlich dieser Cadianer. Na warte, Freundchen, dich kaufe ich mir…!“ Wutentbrannt stürmte er los und wir flogen ihm stillschweigend hinterher.

      Schwer schnaufend und mit hochrotem Kopf näherte er sich Bianca und der Gestalt. Ich erkannte schon jetzt, dass das neben Bianca ein ziemlich groß gewachsener Mann mit kurzen, blonden Haaren stand, der in graue Sachen gekleidet war. Hinter dem Mann obendrein schwebte noch ein ziemlich finster dreinblickendes Metang. Lorenzo war, als er endlich angekommen war, schließlich so außer Atem, dass der Cadianer zuerst das Wort ergriff: „Ah, sie müssen dann wohl Herr Foscari sein. Guten Tag. Ich bin Major Ludwig Frahm, Militärischer Sicherheitsdienst Cadias. Ihnen ist hoffentlich bewusst, in was für Schwierigkeiten ihre Enkelin steckt?“

      Bianca, die schweigend neben ihm stand, machte ein unglückliches Gesicht. Wie eigentlich jeden Tag hatte sie auch heute wieder ihre nussbraunen Haare so frisiert, dass links und rechts neben der weißen Mütze auf ihrem Kopf zwei Spitzen aus Haaren, in etwa so wie die Federbüschel am Hinterkopf meiner Schwester, abstanden. Generell hatte ich manchmal den Eindruck, sie wäre die menschliche Version von Latias, denn auch ihre Stimmen waren sich so unglaublich ähnlich. Wohl auch der Grund dafür, dass Latias mittels Lichtbrechung so gerne Biancas Gestalt annahm.
      Lorenzo war mittlerweile wieder zu Atem gekommen und machte seinem Ärger Luft: „Schwierigkeiten?! Ich gebe ihnen gleich Schwierigkeiten, wenn sie Bianca nicht sofort in Ruhe lassen, sie arroganter Pinsel! Was gibt ihnen eigentlich das Recht, hier einfach mit einem Kriegsschiff einzurücken und wahllos Leute zu verhaften?“ Er besann sich kurz und wandte sich wesentlich ruhiger an Bianca: „Bianca, meine Liebe, alles in Ordnung bei dir? Haben dir diese Leute irgendwas getan?“
      „Nein, mir geht’s so weit gut, Großvater …“, antwortete sie mit dünner Stimme. Ich spürte ihre Angst und sie tat mir leid. Wie gerne wollte ich doch meine Tarnung aufgeben, damit sie sich freute mich zu sehen und dann mit ihr gemeinsam von diesem unseligen Ort verschwinden! Aber ich ließ es lieber bleiben. Meiner Schwester waren meine Gefühle natürlich nicht verborgen geblieben: „Mir tut es auch im Herzen weh, sie so zu sehen. Sollten wir nicht vielleicht doch …?“ Ich verneinte und schwieg daraufhin.
      Major Frahms Metang war über Lorenzos Tonfall offensichtlich verärgert, denn es wedelte mit seinen massigen Armen und brüllte mit seiner tiefen, grollenden Stimme herum. Eigentlich waren Metang ja recht intelligent und man konnte sich auch mit ihnen auch unterhalten, aber dieses hier gab tatsächlich nur irgendwelche Laute von sich, ohne Sinn und Verstand. „Wenn ich mir die Aura dieses Metangs so ansehe“, sagte Latias zu mir in Gedanken „dann ist da nur pure Aggression. Ich glaube, es ist einfach nur völlig zurückgeblieben, so harsch das auch klingen mag.“

      Ganz und gar nicht zurückgeblieben schien dagegen Major Frahm. Er war relativ dünn, drahtig und trug eine graue Hose mit dünnen roten Streifen an der Seite, ein dunkelgraues Hemd, dessen Ärmel er hochgekrempelt hatte und von seinem Hemdkragen baumelte über das Hemd hinweg ein schwarzes Stück Stoff, welches die Menschen, glaube ich, Krawatte nannten. Oben an den Ärmeln seines Hemdes waren wieder jeweils auf beiden Seiten die schrägen Farbstreifen der cadianischen Flagge zu finden. Sein Gesicht war relativ spitz, mit deutlich sichtbaren Knochen, glatt rasiert, und sein Mund war klein, gar nur wie ein harter Strich. Er wirkte streng, humorlos und war uns generell überhaupt nicht sympathisch. Seine nahezu grauen Augen komplettierten seine düstere und abweisende Erscheinung noch zusätzlich.
      Ich spürte, wie stark die Arroganz und Geringschätzung seine Aura prägten.
      „Mäßigen sie lieber ihren Ton“, sagte er ungerührt „Ich habe ihre Enkelin hier in diesem militärischen Sicherheitsbereich um die „Norman J. Grossfeld“ dabei erwischt, wie sie gerade dabei war, das Schiff mit Pinsel und Farbe äußerst detailliert zu porträtieren. Wissen sie, für was ich das halte? Spionage. Denn ein internetfähiges Mobiltelefon und einen Laptop habe ich in ihrer Tasche auch noch gefunden!“
      Laptop
      . Das Wort kannte ich auch. Es beschrieb auch so ein Gerät der Menschen, welches von außen aussah wie ein Buch, wohl auch ähnlichen Zwecken diente, aber dessen Inhalt im Gegensatz zu dem eines Buches veränderlich war. Und es hatte eine flimmernde Scheibe, worauf man sich Dinge ansehen konnte, anstatt Seiten aus Papier. Bianca hatte uns ihren – übrigens auch pinkfarbenen - Laptop schon oft vorgeführt, um uns mithilfe der verschiedensten Bilder und bewegten Bilder darin „die Welt zu erklären“.
      Lorenzo jedoch war ganz verdutzt ob solch absurder Anschuldigungen. Seine Wut wuchs ins Unermessliche: „S-spionage…? „Militärischer Sicherheitsbereich“? Ihr Typen seid doch wirklich nicht mehr ganz glatt! Meine Enkelin geht auf die Kunstakademie von Alto Mare und ist Eine der Besten dort! Sie hat schon immer hier unten im Hafen gemalt! Und jetzt kommt ihr an, parkt hier ohne Erlaubnis diesen hässlichen Pott und wollt ihr das Malen verbieten, weil das für euch Spionage darstellt? Noch dazu in einer Stadt, wo ihr rein gar nichts zu sagen habt? Spinnt ihr?! Und Sie, Sie aufgeblasener Arsch, Sie tun auch noch so, als wären Sie im Recht!“
      „Hihi, „aufgeblasener Arsch“, das passt wirklich gut!“, kommentierte meine Schwester. Und ich hatte mich immer gewundert, wo sie solche Ausdrücke her hatte. Menschen waren dahingehend ein wirklich schlechter Einfluss.
      Das Metang stimmte wieder ein zorniges Gebrüll an, derartig laut, dass Bianca vor Schreck zusammenzuckte und einen Schritt zur Seite machte. Dieser dumme Cadianer und sein noch dümmeres Pokémon machten mich langsam wirklich wütend. Die sollten Bianca gefälligst endlich gehen lassen und dann selber zusehen, dass sie Land gewannen! „Ich hätte nicht übel Lust, diesen Beiden Gestalten eine ordentliche Abreibung zu verpassen …!“, sagte ich zu Latias.
      „Das lass mal lieber, Bruderherz“, gab sie zurück. „Denn ich glaube, dieser Major Frahm wäre nicht so ein aufgeblasener Arsch, wenn er nicht auch genau wüsste, dass er es sich leisten kann.“
      Das war ein berechtigter Einwand. Immerhin waren wir hier an einem Ort voller Cadianer und obendrein wussten wir nicht, mit welchen Mitteln sie sich im Ernstfall gegen uns zur Wehr setzen würden. „Also können wir gar nichts tun. Das macht mich echt fertig, weißt du?“, resignierte ich.
      „Mich doch auch, Bruder, mich doch auch …“

      Frahm verzog keine Miene und setzte zu einer Erwiderung an, während sein Metang noch immer vor sich hin tobte, wenngleich auch leiser.
      Doch er kam nicht dazu; die aus zwei Metallplatten bestehende Tür in diesem kastenförmigen Anbau in der Schiffswand glitt auseinander und heraus trat ein weiterer Mensch, hinter dem ein Magnezone herschwebte. Major Frahm schlug plötzlich die Hacken seiner Schuhe mit einem Knall zusammen, stand stramm und hielt seine rechte Hand leicht schräg über sein rechtes Auge.

      „Jetzt wird’s wirklich interessant. Wer ist das denn?“, fragte meine Schwester neugierig. Ich flog ein Stück tiefer, um die beiden Neuankömmlinge näher in Augenschein nehmen zu können.
    • „Wieso das denn?“

      Hoecker, Sie sind draußen! :tlmao: Leider kann ich den Satz seit Switch nicht mehr ernst nehmen, ich weiß, die Situ ist nicht zum lachen, aber...

      Der Lorenzo, immer noch trotz des Alters so agil. Ich muss zugeben, dass ich sein Aussehen nicht mehr in Erinnerung habe. Er sieht so aus wie Amaro, kann das sein?

      Sie blickte leicht ärgerlich zurück zu mir

      Ich weiß nicht, dass kann ich mir kaum vorstellen. Das würde sicher immer noch total niedlich aussehen. xD

      Ich liebe die bunten, italienischen Häuser mit ihrem südländischen Charme. Und selbst unter den mediterranen Ländern stechen sie durch die bunteste und wärmste Farbgebung noch heraus!

      Die Straße wirkte auf mich dadurch ein wenig wie Lorenzos untere Zahnreihe:

      Wunderschöner Vergleich xD

      Der arme Lorenzo hat gegen die doch kaum eine Chance, oder? :(

      Ich bin Major Ludwig Frahm, Militärischer Sicherheitsdienst Cadias. Ihnen ist hoffentlich bewusst, in was für Schwierigkeiten ihre Enkelin steckt?“

      So f'cking German, Jesus. xD

      Bianca sieht wirklich aus wie Latias. Ungelogen...

      „dann ist da nur pure Aggression. Ich glaube, es ist einfach nur völlig zurückgeblieben, so harsch das auch klingen mag.“

      Es erinnert mich so sehr an Crypto-Pokemon, du glaubst das gar nicht... :O

      Er wirkte streng, humorlos und war uns generell überhaupt nicht sympathisch.

      Für mich alles das Gleiche. D:

      Spionage.

      Luttwich pls. Wie alt ist Bianca eigentlich? 17? 18?

      „Hihi, „aufgeblasener Arsch“, das passt wirklich gut!“

      Ja, voll der Drecksack! :grrr:

      Und ich hatte mich immer gewundert, wo sie solche Ausdrücke her hatte. Menschen waren dahingehend ein wirklich schlechter Einfluss.

      Italien ist da ja schon schlimm. xD Aber solange sie Min nicht trifft, ist ja alles in Ordnung... :hihi:

      Oha, wer kommt denn da? Den, den du mir so sehr angekündigt hast? :D

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Also die Sache mit der Spionage ist ja auf den ersten Blick lächerlich, abmalen, ernsthaft? Dann dachte ich mir, na gut, ist ja immerhin ein technisch hochentwickeltes Schiff einer Militärmacht, die die Welt unterjochen will, warum sollten Spione da nicht auf unkonventionelle Maßnahmen wie abmalen zurückgreifen? ^^ Und nach dem dritten Blick dachte ich, es wäre deutlich unauffälliger und ungefährlicher, das blöde Ding einfach grad zu fotografieren. xD Naja, übervorsichtige Deutsche, ich mag sie trotzdem, und wenn sie in deiner Geschichte noch so böse wegkommen. :(
      Ah, und der Frahm, der ist doch angenehm, zackig, diensteifrig, kühl, solche Majore mag ich. :>
      Na dann, ich bin gespannt, wer die mysteriöse Person ist - die Hitlervariante deiner Geschichte vielleicht? xD
      "Three nations fallen in 6 days of war
      Traitorous neighbors
      Received as deserved
      Under the sun in the dust of the war
      One nation standing stronger than before"
      Sabaton - Counterstrike


    • Ich danke euch wirklich vielmals für's Lesen und Kommentieren, Meowstic und Sneek! :)

      Also, dann will ich zunächst mal Meowstic antworten:
      Der Lorenzo, der sieht so aus:
      Display Spoiler

      An dieser Stelle herzlichen Dank an Pokéwiki für das Bild![/img]


      Ich denke auch, dass Latias nicht wirklich eine ärgerliche Miene aufsetzen kann, ich meine, für ihre Verhältnisse kann sie das bestimmt schon, aber für jeden Anderen wäre das bestimmt trotzdem noch putzig anzusehen.^^

      Der arme Lorenzo hat gegen die doch kaum eine Chance, oder? :(


      Falls du die Cadianer meinst: nee, glaub' ich bald nicht. Aber mit einem wütenden alten Mann der Muskeln hat wie ein Strepoli wollen die vielleicht trotzdem nicht unbedingt zu Tun haben.;)

      Freut mich, dass du den ollen Ludewich so magst. :)

      Luttwich pls. Wie alt ist Bianca eigentlich? 17? 18?


      Ich ging hier davon aus, dass sie ungefähr 16 wäre.

      Oha, wer kommt denn da? Den, den du mir so sehr angekündigt hast? :D


      Genau Jener. :noldcool:
      Aber pssst! ;)

      Und nun zu Sneeks Kommentar! :)

      Der gute (:tlol:) Major Frahm ist halt ein wenig übereifrig und sieht Spionage, wo gar keine ist und auch nicht sein kann. ;)

      Naja, übervorsichtige Deutsche, ich mag sie trotzdem, und wenn sie in deiner Geschichte noch so böse wegkommen. :(


      Ich mag sie doch auch! :(
      So böse kommen die doch außerdem gar nicht weg.

      Ah, und der Frahm, der ist doch angenehm, zackig, diensteifrig, kühl, solche Majore mag ich. :>


      Ja wirklich?
      Dann wirst du seinen Vorgesetzten lieben. :lol:

      "die Hitlervariante"...hm, nee, es gibt zumindest schonmal Niemanden, der sich dort GröFaZ nennen lässt und der mit nach oben gerecktem rechten Arm "geheilt" wird, so viel sei verraten. ;)
      Ansonsten liegst du vielleicht doch gar nicht so daneben...
    • Kapitel vier


      Feind hört mit


      „Rühren, Major.“, sagte der Mann und ging an Frahm vorbei.
      „Herr Admiral, ich habe diese...“, hob Frahm an, doch der Admiral schnitt ihm das Wort ab: „Ist gut, Major Frahm“, sagte er im Gehen gab ihm mit einer kurzen Geste zu verstehen, dass er zu schweigen hatte. Als er zum Stehen gekommen war, konnten wir ihn endlich genau in Augenschein nehmen.
      Der Admiral war noch ein klein wenig größer als Frahm, hatte jedoch ein wesentlich breiteres Kreuz als dieser und machte auch sonst einen ziemlich massiven Eindruck. Lorenzo sagte von solchen Männern, sie wären „breit wie ein Schrankwand“. Das beschrieb die Statur diese Mannes schon ziemlich gut. Aucher trug dieselbe Uniform wie Frahm, jedoch waren oben auf den Schultern seines Hemdes zusätzlich noch auf beiden Seiten fünf kleine, goldene Sterne aufgenäht. Sein Gesicht war allerdings keineswegs so spitz und knochig wie das des Majors, sondern groß, kantig und nach unten hin nicht spitz, sondern breit auslaufend. Ein schwarzer Bart mit ein paar grauen Haaren darin umrandete seinen Mund und sein Kinn gleichermaßen, mit einer Spitze von der unteren Mitte des Kinns bis zur mittleren Unterkante der Unterlippe. Ebenso schwarz, aber von deutlich mehr grauen Strähnen durchsetzt war sein Haupthaar, welches nach hinten gekämmt war und trotzdem hie und da in kurzen Spitzen abstand. Die eindrucksvolle Erscheinung, die er bot, wurde dadurch abgerundet, dass er eine Brille mit großen verspiegelten und dunkelgrünen Gläsern trug, die in einem goldenen Rahmen eingelassen waren. Ein unglaubliches Protzteil. Sehr zu meinem Ärger hing in seinem Mundwinkel auch eine dicke, qualmende Zigarre. Wir hassten es, wenn Menschen in unserer Gegenwart rauchten, denn der fürchterlich stinkende, beißende Qualm schlug sich dann meist in unserem Gefieder nieder, was beim Reinigen desselben wirklich grauenhaft schmeckte.
      „Gestatten? Admiral Dieter Memel, CadMil. Meines Zeichens Kommandant und stolzer Besitzer der „CMS Norman J. Grossfeld“, stellte er sich vor. Sein Blick schien in Richtung Lorenzo zu gehen. „Ah ja, der Herr Foscari, vom Stadtrat. Nun, wir kennen uns ja bereits. Schade, dass sie die Sitzung so früh verlassen haben...“
      „Ja, wirklich schade!“, gab Lorenzo giftig zurück. Mehr zu sagen wagte er dem Admiral gegenüber aber nicht.
      „Latios?“
      , fragte meine Schwester zaghaft. „Ich weiß nicht, ob dir das schon aufgefallen ist, aber dieser Mann ist von keinerlei Aura umgeben. Keine Gedanken. Keine Gefühle. Noch nicht einmal Wärme. Es ist fast so, als wäre er nicht da. Ich will ja nicht sagen, dass mich das beunruhigt, aber zu denken gibt es mir schon...“
      Was? Unmöglich!“, gab ich entgeistert zurück. So etwas war uns doch noch nie untergekommen! Was war das für ein Kerl?
      Richtig unheimlich.“, stellte Latias fest.Mit einem Mal drehte Memel sich zu Frahm, dessen Metang und Bianca um. „Und das wird dann wohl die werte Enkelin des Herrn Foscari sein. Bianca, wenn ich mich recht entsinne?“
      Bianca wusste nicht, wie sie darauf reagieren sollte: sie lief rot an, brachte keinen einzigen Ton heraus und nickte nur.
      „Wusste ich's doch!“, sagte Memel vergnügt und wandte sich an Frahm: „Sie waren vielleicht ein wenig zu dienstbeflissen, Major. Opportunity“ - er wies in Richtung des Magnezone, welches sich noch immer im Hintergrund hielt - „hat mich sofort verständigt, als er ihren Bericht erhielt und ...“
      Während der Admiral Frahm zurechtwies, sah ich mir sein Magnezone mit diesem seltsamen Namen erst einmal genauer an. Ich hatte ja noch nie ein Pokémon aus der Magnet-Evolutionsreihe gesehen, aber ich wusste auf Anhieb, dass dieses hier ganz sicher kein gewöhnlicher Vertreter seiner Spezies war: Es war tiefschwarz, was seine roten Augen nur noch bedrohlicher aussehen ließ, seine Magnete waren von einem dunklen Grau und die Pole dieser Magnete waren nicht rot und blau, sondern mattsilber und golden. Ein Magnezone in den cadianischen Nationalfarben. Wie passend, dachte ich. Die Art, auf die es schwebte, hatte es in gewissen Punkten mit meiner Schwester gemeinsam, fand ich: es hielt nicht einen Moment still, bewegte sich völlig lautlos vor und zurück, hin und her, während seine drei Magnete gleichmäßig rotierten. Im Gegensatz zu seinem menschlichen Partner strahlte es aber eine Aura aus: der ganze Ärger um es herum schien es nur wenig zu interessieren, es widmete sich völlig anderen Dingen und strafte seine Umgebung mit Desinteresse.
      „... Jedenfalls ordne ich hiermit an ...“, resümierte der Admiral, was Lorenzo und Bianca hellhörig werden ließ, „dass sie die junge Madame Foscari auf der Stelle wieder gehen lassen und nicht weiter behelligen werden. „Militärischer Sicherheitsbereich“ ist das hier übrigens auch nicht, das habe ich nicht befohlen.“
      „Ja aber ...“, setzte Frahm an, kramte in Biancas Tasche, die neben ihm stand und holte ihren Laptop und ihr Mobiltelefon heraus. „Sehen sie doch, Herr Admiral, was sie bei sich hatte! Internetfähig, alles beides! Wer weiß, wo im Internet sie jetzt schon Aufnahmen mit möglicherweise geheimem Inhalt hochgeladen hat!“, rief er verzweifelt.
      „Ja und?“, erwiderte Memel ungerührt. „Für ein Mädchen dieses Alters beides keine ungewöhnlichen Besitztümer. Seien sie so freundlich und legen sie beides wieder in ihre Tasche, ja?“
      „Wollen sie es nicht wenigstens von ihrem Magnezone überprüfen lassen?“, fragte Frahm ungläubig.
      „Nein“, gab der Admiral schlicht zurück und begann, Frahm zurechtzuweisen: „Major Frahm, mir scheint, sie haben ein wenig Urlaub nötig? Zwei Wochen Alto Mare, inklusive üppiger Spesen. Na, wie klingt das? Ach was, interessiert mich nicht, ich befehle es ihnen einfach.“
      Lorenzo und Bianca sahen einander fragend an, und auch wir konnten nicht so recht begreifen, was diese Posse zu bedeuten hatte. „Memel scheint immerhin umgänglicher als Frahm zu sein, auch wenn er keine Aura abstrahlt“, meinte Latias.
      Dieter Memel sog lachend an seiner Zigarre, wurde aber dann plötzlich wieder ernst. „Solcherlei Fehltritte dürfen ihnen nicht wieder passieren, Frahm. Ihr Typen vom Heer glaubt doch wirklich, dass wir uns bei der Marine alle wie Piraten aufführen, was? Na egal. Wegtreten!“
      Die Aura des so Abgefertigten schlug von Verzweiflung in pures Entsetzen um. „A-aber ... Herr Admiral ... die Vorschriften ...“, stammelte er und wurde kreidebleich.
      Memel blieb trotz dieser Widerworte vollkommen gelassen und wiederholte ruhig: „Ich sagte, das wäre Alles. Wegtreten.“
      Der Major sah Memel fragend an, machte auf dem Absatz kehrt und sagte im Gehen: „Komm, Metang, wir gehen.“ Sein Metang bestätigte mit einem weiteren Brüllen.
      „Ach ja, Frahm ...!“, rief der Admiral ihm plötzlich hinterher, woraufhin Frahm sich hoffnungsvoll umdrehte. „Werden sie dieses ... Viech los“, wies Memel ihn an und zeigte mit seiner Zigarre auf das Metang. „Es scheint mir nämlich geistig behindert zu sein. Nicht, dass das noch abfärbt.“
      In diesem Moment fing Frahms Aura förmlich Feuer, er tobte innerlich vor Zorn, den er aber nach außen gut verbarg. Er drehte sich ohne ein weiteres Wort um und ging, dicht gefolgt von seinem Metang, durch die von selbst aufgleitende Tür zurück in das Schiff.
      „So. Das wäre ausgestanden“, meinte der Admiral, als die Tür hinter Frahm und seinem Metang wieder zu glitt. Er setzte eine bedauernde Miene auf. „Ich möchte mich für den Fauxpas des Majors entschuldigen.“
      „Das ist ja wohl das Mindeste!“, wurde er von Lorenzo unterbrochen. Memel ging jedoch nicht weiter auf ihn ein.
      „Natürlich ist all sein Gerede kompletter Nonsens, keiner kann dir hier irgendetwas vorwerfen“, wandte er sich an Bianca.
      Diese wirkte reichlich verwirrt. „Also ... kann ich wieder gehen?“, fragte sie den Admiral vorsichtig.
      „Natürlich, natürlich doch!“, bestätigte Memel übertrieben freundlich.
      Bianca schnappte sich ihre Tasche, sprintete zu Lorenzo herüber, umarmte ihn kurz und sagte zu ihm: „Komm, Großvater, lass uns gehen. Es hat doch keinen Sinn, sich hier weiter herumzustreiten.“
      Auch wir waren in diesem Moment glücklich darüber, dass diese Situation nun zumindest für Bianca anscheinend ausgestanden war. Lorenzo jedoch war in der Tat auf Streit aus. „Wie wäre es, wenn sie jetzt sich selbst, ihren hässlichen Pott und all die Psychopathen, die sie da vielleicht noch an Bord haben, aus Alto Mare herausschaffen, hm?“, fuhr er den Admiral an. Dieser jedoch zog völlig entspannt an seiner Zigarre, blies den Rauch aus und antwortete schlicht mit „Nein“.
      „Großvater, bitte, das hat doch keinen Sinn ... lass uns gehen ...“, versuchte Bianca auf Lorenzo einzuwirken. Memels unerschütterliche Ruhe machte diesen erst wieder richtig wütend, in seiner anschließenden Schimpftirade konnte meine kleine Schwester bestimmt noch das ein oder andere neue Schimpfwort lernen. Da der Admiral jedoch nichts erwiderte, sich einfach anbrüllen ließ und sein Magnezone noch immer absolut desinteressiert hinter ihm schwebte, erlaubte ich es mir, ein Stück höher zu fliegen, um einem Geräusch nachzugehen, welches schon schon seit einer Weile vom Schiff her zu mir drang. „Ich will nur kurz was nachsehen“, sagte ich knapp zu Latias, welche mit Interesse Lorenzos Hassrede lauschte.
      Als ich das Deck des Schiffes überblicken konnte, hatte ich die vermeintliche Quelle dieses leisen Winselns auch schon ausgemacht. Oder besser die Quellen. Am hinteren Ende eines weißen Streifens, der sich über das ganze Deck zog, standen hintereinander versetzt zwei dieser grauen, keilförmigen Gebilde mit Flügeln. Diese zwei Dinger waren ohne Frage die Verursacher dieses Winselns, welches für Menschen wahrscheinlich unhörbar war. Während die anderen Gebilde senkrecht der Breitseite des Schiffes und am Rand standen, standen diese beiden ziemlich im Weg und an dem Streifen ausgerichtet. Meine ungute Vermutung von vorhin schien sich offenbar wirklich zu bestätigten.
      Die Menschen unten bei meiner Schwester konnte ich von hier oben noch ausgezeichnet sehen und hören, deshalb bekam ich mit, wie der Admiral tatsächlich das erste Mal etwas entegnete: „Niemand hat die Absicht Alto Mare zu annektieren“, sagte er lapidar.
      Lorenzo sprang sofort darauf an: „Sparen sie sich das süffisante Gequatsche, das sieht doch ein Blinder mit 'nem Krückstock, dass ihr Type...“ Weiter kam er nicht, denn das leise Winseln vom Schiffsdeck her wuchs plötzlich zu einem hohen, alles übertönenden Fauchen an.
      „Was ist da los?“,
      meldete sich Latias umgehend bei mir „Kannst du was erkennen?“
      Ich konnte in der Tat Etwas erkennen, und via Sichtprojizierung zeigte ich es ihr: Die Luft um die beiden geflügelten Keile schien stark erhitzt, sie flirrte wie wild umher. Rauchschwaden stiegen hinter ihnen auf.
      „Vielleicht sind das Feuer/Stahl-Pokémon beim Training?“
      , vermutete meine Schwester.
      Das glaube ich nicht, bei Pokémon würden wir doch eine Aura wahrnehmen ... ich glaube aber zu wissen, was das für Dinger sind ...“, antwortete ich ihr. Das Fauchen wurde noch immer lauter und höher tönend, inzwischen mischte sich auch ein Grollen wie ferner Donner hinein. Mit einem Mal schwoll die Intensität des Geräuschs auf völlig jenseitige Ausmaße an: aus den Röhren an der Hinterseite der Gebilde kamen jetzt nicht nur Rauch, sondern auch kurze Feuerstrahlen herausgeschossen. Latias, die dank mir noch immer alles davon sah, schien jetzt langsam die gleichen Schlüsse wie ich zu ziehen: „Moment mal. Das kennen wir doch irgendwoher. Aber ... das kann doch nicht sein?“, überlegte sie.
      Lorenzo brüllte den Admiral unten weiter an, doch dieser schüttelte nur den Kopf, zeigte nach oben, dann auf seine Ohren, zuckte mit den Schultern und zog danach hämisch grinsend an seiner Zigarre. Damit provozierte er Lorenzo nur noch mehr, doch dieser konnte noch nicht einmal schreiend gegen diese unmenschliche Geräuschkulisse ankämpfen. Bianca hielt sich schon die Ohren zu. Dann beobachtete ich etwas, von dem es mir kalt den Rücken herunterlief: mit einem lauten „Klonk“ wurden die beiden Konstrukte rasend schnell entlang des weißen Streifens über das Deck beschleunigt und mit einem infernalischen „Fiiiiuuuuuu“ vom Schiff geschossen. Anstatt jedoch einfach ins Wasser zu fallen, zogen sie über das Wasser nach oben, ließen die Flammenstrahlen an ihren Hinterseiten noch intensiver aufleuchten und schossen knapp über dem Wasser nach Norden, in Richtung Jotho davon. Von überall her kam der Widerhall dieses wahrhaft infernalischen Donners wieder zurück, auch als seine Verursacher schon lange außer Sicht waren. Das war es, was ich die ganze Zeit lang befürchtet hatte: diese Dinger waren von Menschen gebaute Flugzeuge. Kleiner, schneller und definitiv auch wendiger als das monströse Exemplar von heute Mittag. Und dank diesem Schiff, auf dem sie starten und landen konnten, auch sehr flexibel. Eine ernst zu nehmende Konkurrenz und Gefahr für meine Schwester und mich!
      „Schon wieder „Flugzeuge“. Die gibt es also auch in klein ... Ich glaube, mit denen haben die Cadianer im Ernstfall richtig was gegen uns in der Hand“
      , kommentierte sie die Situation. Lorenzo und Bianca sahen völlig entgeistert in die Richtung, in die die Flugzeuge verschwunden waren. Beide waren käseweiß vor Schreck.
      „So ein Alarmstart am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen, nicht wahr?“, ergriff Admiral Memel, der ansonsten keine Miene verzog, das Wort. Sein Magnezone zeigte zum ersten Mal eine Regung, indem es ihn ansah und ein hohes, elektrisches Pfeifen von sich gab. „Wobei ... halt stimmt, du hast recht“, wandte er sich an Opportunity, „es ist ja schon Abend. Nun ja, ich trete jetzt jedenfalls endlich mit meiner Frau zusammen den wohlverdienten Urlaub an. Machen sie es ...“
      „Halt, Stopp, sie können doch nicht so einfach-“, unterbrach Lorenzo ihn hektisch stammelnd – der Schreck saß ihm noch immer in den Knochen - , doch der Admiral würgte seinen Versuch ab: „Machen sie es gut. Man sieht sich in Alto Mare bestimmt noch wieder. Oh, übrigens finde ich die Flagge ihrer Stadt sehr schön, wollte ich noch sagen. Aber ich glaube, unsere gefällt mir dann doch besser ...“ Damit wandte er sich lachend zum Gehen, und gefolgt von seinem gespenstischen Magnezone verschwand dieser noch gespenstischere Mann durch die zweiteilige Tür wieder im Bauch des riesigen Schiffs.
      Bianca und Lorenzo sahen im verdutzt nach, bis Bianca schließlich zu Lorenzo sagte: „Komm, Großvater, ich glaube nicht, dass wir zwei noch irgendetwas gegen diese Leute ausrichten können. Es ist ja auch wieder alles in Ordnung. Lass uns verschwinden, bevor noch so einer wie Frahm kommt.“
      Lorenzo ließ die Schultern hängen und sah niedergeschlagen zu Boden. „Wahrscheinlich hast du Recht. Ich habe jetzt auch gar keine Kraft mehr, mich noch über diesen dummdreisten Frahm oder diesen öligen Drecksack Memel aufzuregen ...“, antwortete er matt. Ich konnte seine Niedergeschlagenheit verstehen, gegen Memel hatte er auf ganzer Linie verloren, denn dieser hatte geschickt und ohne sich irgendeine Blöße zu geben seine Überlegenheit demonstriert. Er schlug sich mit der flachen rechten Hand zweimal auf den Unterarm und sagte: „Also los. Abziehen. Das alles hat mich so angestrengt, ich muss mich setzen und habe Hunger.“ Die Geste, welche er vorher ausgeführt hatte, war ein zwischen ihm, Bianca und uns vereinbartes geheimes Signal, welches meiner Schwester und mir bedeutete, den Beiden nicht mehr zu folgen und heim zu fliegen. Bianca zeigte sich erstaunt und kam nicht umhin, Lorenzo leise zu fragen: „Was ... sind Latias und Latios etwa auch hier?“
      Lorenzo jedoch legte nur den Finger an die Lippen und wechselte das Thema: „Komm jetzt, lass uns in irgend ein Lokal entlang der Hafenpromenade einkehren und diesen unseligen Ort hier hinter uns lassen. Ich will dieses Ding“ - er deutete zu dem grauen Koloss von einem Schiff - „hier nicht länger aus der Nähe sehen müssen.“
      „Na gut“, gab Bianca zurück, zuckte mit den Schultern und schickte sich an, ihrem Großvater zu folgen. Wir taten es ihnen gleich und verließen den Hafen, aber flogen in gemächlichen Tempo zurück in unseren Park.
      Wenigstens ist Bianca nichts geschehen“, übermittelte mir Latias im Flug. „Aber irgendetwas heckst du doch gerade aus. Erleuchte mich bitte: was hast du vor?“
      Meine Gedanken vor ihr verbergen zu wollen war wirklich aussichtslos. Ich kam also nicht umhin, sie in meine Pläne einzuweihen: „Sieh mal, es ist doch so: wir wissen praktisch gar nichts über unseren Feind.“
      „Oha, jetzt haben wir also schon Feinde?“,
      unterbrach sie mich.
      „Würdest du denn angesichts dessen, was wir heute erlebt haben, sagen, dass die Cadianer uns und Alto Mare besonders freundlich gesinnt sind?“
      Ohne ihre Antwort abzuwarten, fuhr ich fort: „Jedenfalls sollten wir Memel im Auge behalten, solange er hier in Alto Mare ist. Wer weiß, vielleicht schnappen wir etwas Nützliches auf, wenn wir ihm folgen und ihn belauschen?“
      Allzu angetan schien meine Schwester davon nicht. „Er könnte aber auch von unserer Existenz wissen, uns dabei enttarnen und uns geradewegs in eine Falle führen“, konterte Latias.
      Das Risiko besteht für uns immer“, versuchte ich sie zu beschwichtigen. „Also ich werde es auf jeden Fall morgen so machen, ihn aufzuspüren wird mir bei einer so auffälligen Gestalt wie ihm wohl ein Leichtes sein.“
      „Du bist doch verrückt“
      , war ihre Antwort darauf. Ich konnte es mir nicht verkneifen, sie deswegen noch ein wenig aufzuziehen: „Ist das bei einer Schwester wie dir etwa ein Wunder?“

      * * *


      Ich muss mich korrigieren: Du bist nicht verrückt“, sagte Latias, was mich aufmerken ließ.
      „Ach so?“

      Sie fuhr fort: „Nein, du bist völlig verrückt. Absolut durchgeknallt. Aber ich wohl auch, sonst wäre ich nicht mit dir hier ...“
      Getreu meines Planes vom Vortag schwebten wir getarnt über dem Wasser eines so gut wie nicht befahrenen Kanals und starrten auf eine Seite des Gehwegs, wo vor einem Restaurant eine Reihe Tische und Stühle stand, zwischen denen große, quadratische Schirme in einem dunklen Rot aufgespannt waren. Und an einem dieser Tische saßen sich Admiral Memel und seine Frau gegenüber. Mein Plan war also soweit aufgegangen, wie zu erwarten war es leicht gewesen, die Beiden zu finden und im Auge zu behalten. Ein gewisses Risiko bestand jedoch dadurch, dass sich hinter Memels Frau die elegante Gestalt eines Guardevoir erhob. Seiner Aura zufolge ein weibliches. Die Frau von Admiral Memel war jedoch eine ähnlich unübersehbare Gestalt wie Memel selbst: ihre Haare waren lang, dunkelrot und endeten in einem Zopf, der ein wenig aussah wie der Schweif eines Vulpix. Ansonsten war sie nur wenig kleiner als ihr Mann, ziemlich schlank und mit seltsamerweise fast der gleichen Augenfarbe wie Latias. Sie schien ein Stück jünger als Memel zu sein. Jedoch trugen beide keine cadianischen Miliäruniformen, sondern Memel hatte ein weites, gelbes Hemd mit schwarzen Palmen darauf sowie khakifarbene Shorts an, während seine Frau auf enge, schwarze Stoffhosen und ein weißes Oberteil, - ich glaube, so ein Kleidungsstück nannte man „Top“ - mit der cadianischen Flagge als Aufdruck auf der Brust, setzte. Wir waren erst vor kurzem dazugekommen, während die Beiden sich wohl schon eine Weile vorher unterhalten hatte, denn Memels Frau befand sich mitten im Satz: „... jedenfalls verstehe ich bei solchen Auftritten wie gestern Abend immer nicht, warum du nicht wie sonst immer brutal ehrlich warst und unsere glorreiche Republik nicht einfach gleich „Viertes Reich“ genannt hast. Du führst dich doch sonst schon wie der "Führer 2.0" auf!“
      Memel hatte einen schwarzen Laptop auf dem Tisch aufgeklappt, auf dem er irgendetwas tippte. Er sah kurz von seiner Arbeit auf und starrte seine Frau durch die undurchdringlichen grünen Gläser seiner Sonnenbrille an. „Meine liebe Adine ...“, hob er an, „... dass ich gerade von dir als Halb-Japanerin solche Sätze hören muss - tse!“
      Immerhin wissen wir jetzt schon, wie der Vorname seiner Frau lautet“, sagte ich zu Latias.
      Adine jedoch schien ob der Aussage ihres Mannes wie vor den Kopf gestoßen: „Was heißt hier Halb-Japanerin, Diddy?! Ich bin aus Aachen, verdammt nochmal! Und ich habe recht, du führst dich auf wie der Führer!“
      „Diddy? Hihi, jetzt hat er seinen Namen weg!“
      , kicherte Latias. Ich fand aber, dass das ein für diesen Typen viel zu sehr verharmlosender Name war.
      Adinehob plötzlich ihren rechten Arm schräg nach oben und sagte mit vor Sarkasmus triefender Stimme: „Heil dir!“ Sie grinste ihn hämisch an. „Na, komm, das gefällt dir doch, oder?“ Das Guardevoir hinter ihr schien heillos verwirrt und hob seinen rechten Arm ebenso wie Adine. Memel jedoch ging nicht auf die Provokation seiner Frau ein, sondern wandte sich ruhig an das Guardevoir: „Keine Sorge, Odette. Deine Adine benimmt sich bloß wieder schlecht, daran musst du dir kein Beispiel nehmen.“
      „Als ob ich mich je schlecht benehmen würde! Stimmt doch, oder Odette?“, setzte Adine nach.
      Odette nahm ihren Arm zögerlich wieder nach unten. „Du benimmst dich nie schlecht? Darf dich da ich an den Zwischenfall mit der jungen Dame, damals, 2013, auf unserer Japanreise erinnern? Gut. Ich hatte schon fast befürchtet, irgendetwas verpasst zu haben“, sagte sie.
      Das war wirklich eine Überraschung: das Guardevoir beherrschte es, die menschliche Sprache akzentfrei zu sprechen? „Sie scheint uns nicht nur vom Typ her überlegen zu sein. Ein Wunder, dass sie uns noch nicht bemerkt hat ...“, ließ ich meine Schwester an meinen Gedanken teilhaben.
      Da wäre ich mir nicht allzu sicher. Sieh dir mal ihre Aura an“, gab diese zurück. Ich tat wie geheißen und öffnete meinen Geist. Da war einerseits „Diddy“, den noch immer keine Aura umgab, und andererseits Adine, deren Aura ihre innere Unruhe und Hektik repräsentierte. Und dann gab es da noch die Aura von Odette, die tief, vielschichtig und unergründlich war. Jedoch meinte ich, so etwas wie gelindes Erstaunen, gefolgt von leiser Belustigung darin zu erkennen. Noch bevor ich weiter darüber rätseln konnte, was sie mit einem Mal so überraschte, drehte die Guardevoirdame ihren Kopf plötzlich in unsere Richtung, sah mir direkt in die Augen und lächelte.
    • Du hast mir hier ja einige Darsteller wärmstens empfohlen. :)

      Diddy <3

      Ich weiß nicht, ob dir das schon aufgefallen ist, aber dieser Mann ist von keinerlei Aura umgeben. Keine Gedanken. Keine Gefühle. Noch nicht einmal Wärme. Es ist fast so, als wäre er nicht da. Ich will ja nicht sagen, dass mich das beunruhigt, aber zu denken gibt es mir schon...“

      Ein Anti-Crypto-Pokémon! o_O Der ist sicher überhaupt nicht böse! Aber es ist wirklich grotesk. :o

      Ein Magnezone in den cadianischen Nationalfarben. Wie passend,

      Objektiv betrachtet hat diese Farbwahl ja schon Stil. :lol:
      Wenn das Gold Gelb wäre, hätten wir ein belgisches Metang. Ein Waffeleisen! *:O Lütticher Waffeln und Brüsseler Waffeln, die dicken mit Zucker und die rechteckigen Tafeln. :sonne:

      Diddy, der Held, der am leuchtenden Horizont strahlt! :D Ohne ihn wäre es um Bianca schlecht bestellt...

      Der arme Ludwig, der muss ja einen Heidenrespekt vor Diddy haben. xD

      „Es scheint mir nämlich geistig behindert zu sein. Nicht, dass das noch abfärbt.“

      :tlmao: Wunderprächtig!

      Dieser jedoch zog völlig entspannt an seiner Zigarre, blies den Rauch aus und antwortete schlicht mit „Nein“.

      Der Pate. O.O

      Memels unerschütterliche Ruhe machte diesen erst wieder richtig wütend, in seiner anschließenden Schimpftirade konnte meine kleine Schwester bestimmt noch das ein oder andere neue Schimpfwort lernen.

      Sie sollte mal Bekanntschaft mit Min schließen. <3

      „Niemand hat die Absicht Alto Mare zu annektieren“, sagte er lapidar.

      "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen!" - Wir wissen ja, wie das ausgeht. xD

      in Richtung Jotho davon

      Johto. Wenn dieser Betaleser meine Geschichte lesen würde, wow, ich würde ihn in der Luft zerreißen, hiyaaaaaaaaa! :grrr:

      „Oha, jetzt haben wir also schon Feinde?“, [/I]unterbrach sie mich.


      Latias ist ja schon niedlich. :3 Entweder ist sie naiv oder sehr, sehr gutgläubig. *:O

      Jedoch trugen beide keine cadianischen Miliäruniformen, sondern Memel hatte ein weites, gelbes Hemd mit schwarzen Palmen darauf sowie khakifarbene Shorts an, während seine Frau auf enge, schwarze Stoffhosen und ein weißes Oberteil, - ich glaube, so ein Kleidungsstück nannte man „Top“ - mit der cadianischen Flagge als Aufdruck auf der Brust, setzte.

      Wunderschön, die Touris xD. Ob ich Diddy noch im Hawaiihemd erleben darf? :s:

      Zu köstlich, die Adine aus Aachen (36?), ist Halbjapanerin und beschuldigt den Diddy des GröFaZ-tums. :tlmao:

      Odette nahm ihren Arm zögerlich wieder nach unten. „Du benimmst dich nie schlecht? Darf dich da ich an den Zwischenfall mit der jungen Dame, damals, 2013, auf unserer Japanreise erinnern? Gut. Ich hatte schon fast befürchtet, irgendetwas verpasst zu haben“, sagte sie.

      Was da wohl vorgefallen ist? :ts: Keine Ahnung.

      Odette hat die beiden also womöglich doch gespürt... :) Ein großartiges Kapitel, auch wenn das Kapitel deinen Betaleser sicher in den Wahnsinn getrieben hat! xD

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Luzifer wrote:

      Johto. Wenn dieser Betaleser meine Geschichte lesen würde, wow, ich würde ihn in der Luft zerreißen, hiyaaaaaaaaa! :grrr:

      Oha, zum Glück bin das nicht ich! *:O

      Satan wrote:

      Ein großartiges Kapitel, auch wenn das Kapitel deinen Betaleser sicher in den Wahnsinn getrieben hat! xD

      Dem möchte ich nicht über den Weg laufen, der läuft jetzt bestimmt mit ner Kettensäge rum. :(


      Von der Maas bis an die Memel, dumdidum, dumdidum ... Schöner Name. :3
      Das ist aber fies von dir, dass der Memel sich erst als Symphatieträger breit macht mit seiner lässigen Art, und dann doch der Oberfiesling ist. :(

      Göschichte wrote:

      „Es scheint mir nämlich geistig behindert zu sein. Nicht, dass das noch abfärbt.“

      Bei solchen Aussagen kann der natürlich nicht der Gute sein. Obwohl der Satz einer gewissen Situationskomik nicht entbehrt. :tlmao:
      Und bei der Szene, in der das Guardevoir den Arm zum ihr-wisst-schon-wer-Gruß hebt, musste ich auch schmunzeln. Da wird man aber auch voll veräppelt, man denkt ja, das Guardevoir wäre ein bisschen doof, wenn es den einfach so nachäfft. Und dann spricht es plötzlich. D:
      Es lies sich jedenfalls flüssig lesen, auch, wenn ich ständig Leerstellen und Absätze reinkloppen musste. :hihi: Weiter so. :3
      "Three nations fallen in 6 days of war
      Traitorous neighbors
      Received as deserved
      Under the sun in the dust of the war
      One nation standing stronger than before"
      Sabaton - Counterstrike


    • Ich danke euch wie immer wie verrückt für eure Kommentare, ihr Beiden! :uhh:

      Also zuerst zu dir, Meowstic:

      Klar hat der Luttwich Respekt vor Diddy, immerhin ist Diddy da_b0Zz. ;)
      Diddy ist generell so der liebste Mensch auf Erden, sieht man ja an dem rein zufälligen Alarmstart. :hihi:

      Johto. Wenn dieser Betaleser meine Geschichte lesen würde, wow, ich würde ihn in der Luft zerreißen, hiyaaaaaaaaa! :grrr:


      Lass' meinen armen Betaleser, der ist sensibel. :(

      Ob ich Diddy noch im Hawaiihemd erleben darf? :s:


      Was er da anhat, ist doch Eines. ;)
      Adine ist jetzt ungefähr Ende 40, 36 war sie damals auf ihrer Japanreise.

      Was da wohl vorgefallen ist? :ts: Keine Ahnung.


      Ich glaube, das nächste Kapitel könnte dir unter Umständen eine Antwort darauf liefern. Oder auch nicht! Dann bleibt es auf ewig ein Rätsel. Oder "Rätzel", wie Ankluas sagen würde.


      Nun zu dir, Verdienter Aktivist und Schild der Partei, Sneek! :)

      Oha, zum Glück bin das nicht ich! *:O


      Ja sei froh, der arme Tropf der das derzeit macht tut mir manchmal schon arg leid. Ein Wunder, dass der noch keine Stimmen hört! :(

      Genau wegen jener ersten Strophe einer uns nur allzu bekannten Hymne habe ich diesen Namen für Diddy ausgewählt.

      Das ist aber fies von dir, dass der Memel sich erst als Symphatieträger breit macht mit seiner lässigen Art, und dann doch der Oberfiesling ist. :(


      Der Arme Diddy, der hat doch Niemandem was getan. :( Na gut, die Jets haben in Johto bestimmt nicht nur paradiert...;)
      Aber zu Bianca war er doch überaus zuvorkommend. Ein echter deutscher Gentleman halt! :hihi:

      Odette ist alles andere als doof, das werden wir bald sehen! ;) Nur manchmal derartig in Gedanken, dass sie selbst als deutsches Guardevoir mitunter solche elementaren Dinge vermurkst. :lol:
    • Wenn mich nicht die Arbeit vom Schreiben abhält, dann die Uni. Und wenn die's nicht tut dann...ach egal, ich überlege mir jetzt keine neue Ausrede. Ich bin faul. Punkt.


      [IMG:http://s14.directupload.net/images/141115/qciiknia.png]
      Das Banner ist übrigens von mir. f**k yeah!


      So, das Kapitel, welches ich euch armen, geschundenen Lesern heute präsentiere, ist Teil einer Reihe von Sonderkapiteln innerhalb der Geschichte. Diese Kapitel mit einem "G" vor der Kapitelnummer haben nämlich diverse Erinnerungen von Odette, dem Guardevoir der überaus reizenden Adine, zum Thema. Diese werden teils unterhaltsam, teils skurill und teils keine Ahnung da habe ich mir noch gar keine Gedanken drüber gemacht sein. :)

      Das zusätzliche Besondere an diesem Kapitel ist außerdem, dass es ein Crossover mit Meowstics "Miiiiiiin" ist! Ja, wir haben lange überlegt und ein Weilchen dran getüftelt und ich denke es ist keine großartige Untertreibung aber eine gewaltige Angeberei sowie Selbstbeweihräucherung (dat feels!) zu sagen, dass wir stolz darauf sind, euch ein Crossover unserer beiden Geschichten präsentieren zu dürfen!
      Die andere Perspektive zu meinem Kapitel findet ihr demzufolge also hier!

      Und jetzt viel Spaß beim Lesen! :)


      Kapitel G5 – Aus den Erinnerungen eines Guardevoirs

      MINimales Ärgernis“


      Odette stand auf dem Balkon des Hotelzimmers und sah in den Sonnenuntergang. Die letzten Sonnenstrahlen dieses Tages erzeugten mit ihrem Rotorange ein geradezu klischeehaft schönes Farbenspiel auf dem Blau des Meeres. Eigentlich war dieser Anblick für sie ja nichts Ungewohntes, in Cadia City gab es vor einem noch viel beeindruckenderen Panorama genau dieselben Sonnenuntergänge. Nein, was für Odette zählte, war, dass sie dieses Schauspiel jetzt außerhalb Cadias, in Alto Mare genoss. Dies war ihr erster Urlaub seit Langem. Wobei Dieter und Adine auch diesmal wieder das Angenehme mit dem Nützlichen verknüpften: Dieter wollte der Legende um Latios und Latias, den Beschützern von Alto Mare, nachgehen. Denn diese beiden Pokémon konnten, falls sie denn nun wirklich existierten, seinen Plänen mit Alto Mare gefährlich werden, weswegen er zunächst erst einmal herausfinden musste, ob diese Legende wirklich wahr war.
      Odette wusste das aber längst: als Adine und ihr Mann es sich heute Nachmittag draußen vor diesem Restaurant am Kanal bequem gemacht hatten, wurden sie beschattet. Von niemand Geringerem als den beiden legendären Pokémon, wegen denen sie letzten Endes hier Urlaub machten und wegen denen Dieter diese gewaltige Menge an Militärgerät mitgebracht hatte. Wie es laut der Legende zu erwarten war, hatten sich die Beiden irgendwie unsichtbar gemacht und wären ohne Psikräfte nicht aufzuspüren gewesen. Aber Odette hatte es genau gewusst. Dieter strahlte keinerlei Aura ab, also konnte diese forsche, definitiv männliche Aura, die so plötzlich aufgetaucht war, obwohl sonst niemand weiter in Sichtweite war, nur von Latios stammen. Und als sie genauer nachsah, hatte sie so sogar noch seine kleine Schwester, Latias, entdeckt. Sie hatte sich deshalb umgehend den Spaß gemacht, Latios anzulächeln und die Beiden somit zu Tode zu erschrecken. Die Armen taten ihr jetzt im Nachhinein fast ein wenig leid. Doch ein wenig Zerstreuung tat ihr jetzt gut, fand sie, denn die letzten Monate waren nicht nur wegen der derzeit auf Hochtouren laufenden Republik sehr stressig gewesen. Ihr letzter Urlaub war - nach dortiger Zeitrechnung - im Jahre 2013, auf der alten Erde gewesen. Sie beschloss, diese uralte Erinnerung ein weiteres Mal aufzuwärmen und darin zu schwelgen ...



      ***



      „Wann sind wir endlich da, Meeensch?“, rief Adine durch das Flugzeug.
      Odette verzog keine Miene, obwohl sie sich innerlich schon wieder für ihre Menschenfreundin schämte.
      „Bitte noch etwas Geduld, Frau Ritona, ich verspreche ihnen, wir sind in 20 Minuten sicher auf dem Flughafen Osaka Itami gelandet!“, rief der verzweifelte Pilot aus dem Cockpit zurück. Die Verzweiflung des Mannes war verständlich, denn wie bereits schon beim Start in Aachen-Merzbrück zu ahnen gewesen war, hatte Dieter gut daran getan, seine Frau in seinem Privatjet nach Japan fliegen zu lassen. In einer Linienmaschine wäre sie wohl irgendwann Amok gelaufen oder von den anderen Passagieren gemeinschaftlich über Bord geworfen worden – in Dieters Maschine war sie jedoch mit Odette und dem Piloten allein, weshalb sie während des Fluges vornehmlich dem Piloten auf die Nerven ging.
      „Das dauert aber lange, Junge!“, gab Adine schnippisch zurück und fläzte sich wieder auf eines der sich im Flugzeuggang gegenüber stehenden beigen Ledersofas.

      Adines Kommentar, als sie zehn Minuten später aus dem Gate in das Terminal von Osaka Itami hinaustrat, war wieder einmal denkbar feinfühlig, aber zum Glück auf Deutsch: „Guck dir das an, Odette! Alles voller Schlitzaugen...!“
      „Wir sind in Japan. Was übrigens deine Idee war. Was erwartest du also?“, erwiderte Odette, die bereits eine ungute Vorahnung auf das, was da kommen mochte, beschlich. Sie war heilfroh, als sie es dann doch noch in den Zug schafften und wenig später in der kleinen Halle des Bahnhofs Juusou-Eki im Westen Osakas standen.
      Adine sah sich um. „Für den Zug nach Tokyo brauchen wir Tickets ... Hmm ... einen geöffneten Schalter kann ich nirgends entdecken. Sind die faul! Aber immerhin scheint es einen Automaten zu geben ...“, sagte sie und ging zu einer Nische an der Giebelseite der Halle, in der in das fahle, gelbe Licht altersschwacher Neonleuchten getaucht tatsächlich einige Automaten ihr Dasein fristeten. Und zumindest von einem dieser leuchtete sogar das Display. Odette bezweifelte, dass dieses bedauernswerte Stück Technik je so jemanden wie Adine hatte ertragen müssen, denn es beschlich sie wieder dieses ungute Gefühl, nur diesmal sehr viel stärker. Und sie hatte das Gefühl, etwas vergessen zu haben. Nur was?

      "Verfluchte F**** nochmaaaaal! Sch****, is' das vermurkst!"
      Das war Adine, die sie jäh aus ihren Gedanken riss. Wie zu erwarten, war die komplette Software des Automaten auf Japanisch, welches weder Adine noch Odette beherrschten. Die Sprache ließ sich womöglich irgendwo umstellen, doch erstens war auch dieses Menü dann wohl auf Japanisch und zweitens kam Adine langsam so richtig in Rage. Ihr roter Zopf flog hektisch auf und ab, als sie wie eine Gestörte auf dem Display herumhackte.
      Dann aber geschah das, was Odette am meisten gefürchtet hatte: Hinter ihnen stand eine junge Frau in schwarz-weißem Kapuzenpullover, Jeansminirock und schwarzen Stiefeln, die irgendetwas auf Japanisch sagte und dabei wild gestikulierte. Ganz offensichtlich musste sie auch an diesen Automaten und hatte es fürchterlich eilig. „Mademoiselle, hitoketa no jikan ni okineba! Kutakuta! Ooi-Isogi! Noke!“, sagte sie sichtlich genervt.
      Odette verstand zwar nichts, aber wusste genau, wie schlecht ein derartiger Ton bei ihrer ohnehin schon gestressten Freundin ankommen würde und fand sich schonmal mit dem Gedanken ab, dass es gleich Streit geben würde. Wie zu erwarten nahm Adine es gar nicht gut auf, so angeredet zu werden. Sie fuhr hektisch herum und begann ihrerseits, die vielleicht 20 Jahre alte junge Frau mit der blauen und grünen Strähne im Haar auf Deutsch anzufahren: "Uh was? Ich versteh' kein Wort. Aber dein Tonfall gefällt mir nicht, Mädel! Mach mir keinen Stress hier, ich habe gerade Beef mit diesem Sch***drecksautomatenteil hier und kann dich da absolut nicht gebrauchen!“ Sie drehte sich um und trat unten gegen den Automaten. „Verfluchte F**** nochmal!" Nach einem kurzen, logischerweise wieder nicht von Erfolg gekröntem, hektischen Herumdrücken auf dem Display fuhr sie plötzlich wieder herum und keifte die Japanerin an: "Guck nicht so blöde! Zieh ab! Siehst du nicht, dass das hier eine ernsthafte Angelegenheit zwischen mir und diesem Kackteil ist? Was könnt ihr Asiaten eigentlich?!“ Wieder drehte sie sich kurz dem Automaten zu, jedoch nur, um kurzerhand mit der Faust voll auf das Display zu schlagen, wovon Selbiges einen Sprung bekam. Durch den Schlag hatte sie das Voice Over aktiviert, allerdings das japanische. Das machte Adine erst so richtig wütend: „JA, HALT DIE FRESSE VERDAMMT NOCHMAL, ICH VERSTEH' KEIN WORT VON DEM KAUDERWELSCH!", schrie sie den Automaten an.
      Odette sah betrübt erst zu Adine, dann zu der Japanerin mit ihrem schwarzen Trolley und sie bemerkte, wie diese von Sekunde zu Sekunde genervter dreinschaute, offenbar kurz davor, ebenfalls auszurasten. "Adine, ernsthaft“, startete Odette einen letzten, aussichtslosen Versuch, die Katastrophe zu verhindern. „Glaubst du wirklich, dass hier irgendjemand Deutsch spricht? Und rege dich doch bitte ab ... wie sieht denn das aus …"
      Adine sah ungläubig zu ihr und setzte entrüstet zu einer Antwort an, jedoch kam ihr die japanische Trainerin zuvor: "Mach jetzt 'ne Biege, oder du erfährst gleich deinen Schock des Lebens!", schrie sie, jetzt auf Englisch, welches sowohl Adine als auch Odette sprachen und verstanden.
      Jedoch wäre es besser gewesen, wenn Adine sie nicht verstanden hätte: „WAS WILLST DU?“, explodierte sie. Sie holte tief Luft und Odette spürte wieder diesen unfassbaren Zorn in ihr aufsteigen. „Ouh Mädel, du legst dich hier gerade mit der Falschen an, mit der ganz Falschen! Zwar schade, dass meine Diggas aus Maaskantje nicht hier sind, aber dann müssen wir dir halt zu zweit auf die Fresse geben!", fuhr Adine mit einem wilden Grinsen fort. Manchmal hasste Odette Adine für solche Aktionen, denn das war bei weitem nicht das erste Mal, dass Adine aus heiterem Himmel Streit vom Zaun brach. Aber es half nichts. Als Guardevoir konnte sie gar nicht anders, als zu ihrer Freundin zu stehen. So blieb ihr nichts Anderes, als ein letztes Mal symbolisch ihren Unwillen zu bekunden: „Och nöö ... nicht dein Ernst ...“, jammerte sie auf Deutsch. Es war hoffnungslos, der bevorstehenden Konfrontation noch aus dem Weg zu gehen, aber sie kam sich so schrecklich machtlos vor, weshalb sie sich in ihrer Verzweiflung auf Englisch an die Japanerin wandte: "Bitte, sie meint es nicht so ... Wir sind nur Touristen und sie regt sich halt ziemlich schnell mal auf …"
      Diese jedoch schien Adine in dieser Hinsicht recht ähnlich zu sein, denn sie löste einen der beiden Pokébälle von ihrem Gürtel, rief ein Frizelbliz daraus hervor und brüllte: „Zufällig rege ich mich auch schnell auf; ist ja nur so, dass ich meinen f***ing Zug zum f***ing Flughafen verpasse und ich Ärger as hell bekomme! Kenta, los, Blitzkanone!"
      Oh Arceus, dachte Odette entsetzt, ich werde hier zwischen diesen beiden Verrückten zerrieben ...
      Anstatt Blitzkanone einzusetzen, wogegen Odette schon den Einsatz von Schutzschild vorbereitet hatte, kam das gegnerische Frizelbliz jedoch plötzlich wie tobsüchtig auf Odette und Adine zugerannt, sodass Odette nichts anderes mehr übrig blieb, als Adine beherzt zur Seite und aus dem Weg zu reißen, sodass die Attacke stattdessen den Automaten hinter ihr traf. Dadurch ging ihre Freundin zwar zu Boden, doch das war immer noch besser als von dem Funkensprung getroffen zu werden, fand Odette. Gerade nochmal Glück gehabt, dachte sie erleichtert. Adine war noch etwas geschockt, kauerte am Boden und musste sich erst wieder sammeln. Odette nutzte die Gelegenheit, um klare Verhältnisse mit ihrer Gegnerin zu schaffen: "Das kann ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen.“ Eine Attacke auf Adine triggerte bei ihr den Beschützerinstinkt, der jedem Guardevoir eigen war und mit dem nicht zu spaßen war. Odette wurde richtiggehend ungehalten, je länger sie darüber nachdachte. „Auch wenn ich diese Konfrontation nicht gewollt habe und euch beide für unterbelichtet halte ... aber na ja. Dann soll es eben so sein", vollendete sie giftig und konzentrierte sich.
      „Gut, dann willst du es eben auch wissen. Keine Sorge, ich werde den Kampf schnell beenden. Den Grund hierzu habe ich ja bereits erklärt“, entgegnete die junge Frau kämpferisch und rief ihrem Frizelbliz umgehend ihren neuen Befehl zu: „Kenta, greif' nochmal mit Funkensprung an!"

      Währenddessen hatte sich jedoch Adine wieder aufgerichtet, bebend vor Zorn und ließ ihrer Wut in ihrer Muttersprache schreiend freien Lauf: "DU BLÖDE F****, WAS SOLL DER SCH****? JETZT MACHEN WIR DICH KAPUTT, DU SCHL****!"

      Odette versuchte trotz ihrer Instinkte abgeklärt zu bleiben und sagte zu Adine: "Adine, sie versteht dich nicht. Wir sind hier nicht mehr daheim in Aachen." Diese reagierte kurz verdutzt, fing sich jedoch umgehend wieder und fuhr mit dem Beleidigen der Japanerin fort: "Ja richtig ... also ... ähh ... f*** dich doch ins Knie! Japanob****.“ Dann gab sie Odette die erste Anweisung: „Odette macht dich und deine Versagerpokémon jetzt erstmal richtig kalt! Los, schick' diese Fußhupe schlafen!"
      Odette tat wie geheißen, sammelte ihre Psikräfte kurz, überwältigte den kleinen Geist des Elektropokémons mühelos und versetzte es in eine Art komatösen Zustand.

      Also im Prinzip dasselbe, was Adine regelmäßig bei sich selbst tat. Nur eben mit Bierdosen anstatt mit Psikräften.
      Die Tatsache, dass ihr Pokémon fortan träge durch das Land der Träume torkelte, brachte ihre Kontrahentin dazu, das schlafende Pokémon erst auf Japanisch anzuzetern und dann auf Englisch in Richtung Adine zu ätzen: "Und was trägst du überhaupt für ein kümmerliches Top? Und dieser Hut erst, wo kommst du her, Neandertal?"
      Oh nein, dachte Odette ohne eine Miene zu verziehen, gib der Verrückten doch nicht noch eine Steilvorlage!
      Wie zu erwarten keifte diese umgehend zurück: "SIEHST DU DAS? DA SIND WIR HER, DU REISBÄUERIN!“, schrie sie und zeigte auf die Deutschlandflagge auf der Brust ihres Tops. „Wie läufst du überhaupt rum? Dieser Rock ... Bist du eins von diesen notgeilen japanischen Schulmädchen oder was?“ Sie sammelte sich kurz und gab Odette, zu deren Überraschung, eine recht sinnvolle Anweisung: "Egal. Odette, knall dem Verlierer deinen Traumfresser rein, damit er sich wenigstens dann auch noch 'ne Weile an uns erinnert!" Das war die pure Boshaftigkeit, die da sprach, denn Odettes Traumfresser bereitete seinem Opfer auch Wochen später noch grässliche Albträume. Doch sie war noch immer gehörig wütend auf diese aufsässige andere Frau, deshalb ließ sie den Traumfresser bereitwillig sein Werk tun, während Adine gehässig kommentierte: "Muhahahaha! Süße Träume! Schluck das, du Nu***!"
      Geistesgegenwärtig zog die Asiatin jedoch ihr Frizelbliz zurück, bevor der Traumfresser seine volle Wirkung entfalten konnte, und schickte stattdessen ihr zweites Pokémon in den Kampf. Sie brüllte irgendetwas auf Japanisch, jedoch ließ die Art, wie sie "HIDEYOSHI!“ rief, darauf schließen, dass das wohl der Name des Menkis war, welches schlussendlich auf dem erstaunlich sauberen Boden des Bahnhofs landete und zappelte, als wäre es auf Kokain. Seine Trainerin konnte es auch partout nicht lassen, den verbalen Schlagabtausch mit Adine weiter fortzusetzen: "Niemand nennt mich so, no-f***ing-one! Wenigstens sehe ich fabulous aus, du B****! Fabulous Min is fabulous!“, kreischte sie auf Englisch. Odette war so verdutzt ob der Tatsache, dass sie tatsächlich gegen ein ihr vom Typ her hoffnungslos unterlegenes Pokémon antreten sollte, dass sie die Anweisung, die die Japanerin dem Menki zurief, gar nicht mehr mitbekam.
      Diese Frau ist doch mindestens genauso verrückt wie Adine ...!, dachte sie fassungslos. Adine jedoch schien zumindest einen Teil verstanden zu haben, denn sie beleidigte ihrerseits zurück: "Alpenziege? Warst wohl auf dem Reisfeld deiner Eltern statt in der Schule, hä?“ Diesmal ging sie mit dem Niveau wieder einmal auf Talfahrt. „Sonst wüsstest du, dass die Alpen und Aachen ungefähr so weit auseinander sind wie deine Beine für die Typen an deiner scheiß Highschool! Und ich kenne Leprakranke die 'more fabulous' als du aussehen. Flittchen!"
      Odette schämte sich zutiefst für diese mehr als peinliche Ansprache, Adine ruinierte mit diesem komplett asozialen Benehmen ja schließlich auch den Ruf der deutschen Touristen weltweit. Oh, aber immerhin gut, dachte Odette, die haben sich also doch nur weiter beleidigt. Ich dachte schon, diese Min hätte ihrem zugekoksten Fusselball einen Befehl ert...

      -ZACK! Schwarz. Schmerz. Brennender, nach allen Seiten ausstrahlender Schmerz.

      Sie fühlte sich plötzlich, als wäre sie mit etwas sehr Stumpfem aufgespießt worden. Ein überraschtes "AU!“ entfuhr ihr, zeitgleich mit der Luft aus ihren Lungen. „Ah ... uhhhh ... verdaaaamt ... einen Moment lang nicht aufgepasst ...", presste sie hervor, kniff die Augen zusammen und ging in die Knie. Das Menki, über das sie sich eben noch lustig gemacht hatte, hatte ihr einen Volltreffer in den Bauch mit Gewissheit verpasst. Arroganz wird umgehend bestraft, ich hab's schon kapiert, Arceus ..., dachte sie, während der Schmerz noch immer wie Magma in ihr pulsierte.
      "F**********k! Odette, alles klar?", erkundigte sich Adine plötzlich sehr in Sorge um ihre Partnerin. So unzuverlässig Adine auch sonst war, sobald unmittelbar Gefahr drohte, konnte sie sich auch zusammenreißen. Der Schock und die Sorge um Odette hatten ihr Denken wieder einigermaßen klar werden lassen, weshalb sie nur kurz und giftig "Ah ja, jetzt kriegen wir dich, Schlampe!" auf Englisch zu Min hinüberwarf und sich dann auf Deutsch an Odette wandte: "Zeit für Mega-Entwicklung würde ich sagen. Wo ist der Stein?“ In ihrem Sichtfeld oszillierten noch immer bunte Farben im selben Takt wie der Schmerz pochte, deswegen bekam Odette nur am Rande mit, wie sich das Menki von Min offenbar weiterentwickelte. Zu Adines und auch Odettes Entsetzen rief Min ihr Rasaff jetzt bei seinem Namen und wies es mit einem furiosen „Falcon PAAAAAAAWNCH!", an, Odette den Rest zu geben. Diese war jedoch noch nicht wieder in der Lage, Widerstand zu leisten und schloss in Erwartung des finalen Schlags einfach die Augen. Adine klappte die Kinnlade hinunter. Glücklicherweise war Mins Rasaff genauso überfordert und starrte sie einfach nur an.
      Das hätte es auch ohne Weiteres gewesen sein können. Danke, Arceus! Odette war unglaublich erleichtert. Sie beschloss, die unvorhergesehene Atempause auszunutzen und setzte Wunschtraum ein, wodurch die Schmerzen langsam verschwanden. Sie stand auf und sah sich um. Überall ringsherum standen Leute und glotzten. Ätzend. Jedoch war es wieder einmal Adine, die ihren Gedanken als Erste Ausdruck verlieh: "WAS SCHAUT IHR PENNER SO BLÖD? HABT IHR NIX ZU TUN?", fuhr Adine die umstehende Menge auf Deutsch an.
      Dankbar sah Odette zu Adine hinter und sagte: Der Mega-Stein ist in deinem schwarzen Koffer, ganz hinterstes Fach oben." Jetzt würden sie die Sache endgültig zu Ende bringen. Aus dem Augenwinkel bekam sie jedoch mit, wie Adine sich hektisch umsah, zunehmend röter anlief und schlussendlich schrie: "WO IST DER F***SCH*** KOFFER?" Die Verzweiflung stand ihr ins Gesicht geschrieben.
      Oh nein. DAS war es also, weswegen Odette die ganze Zeit das Gefühl hatte, etwas vergessen zu haben! Sie hatten ihr Gepäck am Terminal vergessen! Und damit einen Mega-Stein. Odette war einfach nur fassungslos ob solcher Schlamperei. Zuerst zog jedoch wieder Min das allgemeine Interesse auf sich, indem sie erst ihrem Rasaff irgendetwas mit dem Wort „B****slap“ zurief und dann plötzlich wie wild zu fluchen und zu zetern begann, als einer der Züge abfuhr. Adine schien schnell geschaltet zu haben, denn ihr Ärger wich grenzenloser Schadenfreude und sie begann, Min zu verhöhnen: "Ahahahaha! Den Zug verpasst! Geschieht dir recht, Schl****! Hahahaha!" Giftig und hämisch, das war Adine in ihrem Element.
      "Und du Intelligenzbestie hast unser Gepäck verschlampt, darunter einen unersetzlichen Mega-Stein, du bist auch nicht besser", konterte Odette, die selbst von ihrem eigenen Frust erstaunt war. Sie konnte plötzlich verstehen, wie Adine sich ständig fühlte und warum diese Fremden gegenüber meist so genießbar wie Zyanid war. Ein irgendwie berauschendes Gefühl, fand sie. Sie zischte ihre neue japanische Erzfeindin und deren minderbemitteltes Pokémon boshaft an: "Das vorhin tat wirklich richtig weh. Das bekommst du jetzt zurück!" Der Schmerz war längst vergangen, aber die Erinnerung und vor allem die Demütigung waren noch deutlich präsent. All dies steckte sie in eine Psychokinese, die wie ein Tsunami über das Kampfpokémon hereinbrach.
      Wie zu erwarten hatte es dem nicht allzu viel entgegenzusetzen. Trotz der rein immateriellen Natur des Angriffs wurde es von einer Art Stoßwelle getroffen, außer Gefecht gesetzt und flog in hohem Bogen in die Menschenmenge. Der Kampf war aus. Odette gestattete sich ein erleichtertes Aufatmen. Anstatt sich wegen ihrer Niederlage jedoch in Tränen aufzulösen und selbst zu bemitleiden, war Min einfach nur sauer und drohte Adine auch noch: "Brenne auf Ewigkeiten in der Avici, und frag nicht, was die Avici ist, denn wenn wir das nächste mal aufeinandertreffen, wirst du es direkt erfahren, verrückter Mungo!"
      Adine befand sich währenddessen in ihrem üblichen, übermütigen Siegestaumel: "Yeeeeeey! Odette, du bist die Beste! Ich wusste du schaffs... Halt, das klingt schon wieder übel schwul.“
      Das war auch wieder typisch Adine, aber immer noch besser als ihre schlechte Laune, fand Odette. Ihre Freundin setzte jedoch noch nach: „Hahahaha! Sag ich doch, F****! So wird das in Good Old Germany gemacht! Geh dich eingraben!“ Sie ging an ihren schwarzen Rucksack, den sie zu ihren Füßen abgesetzt hatte. „Darauf eine Belohnung. Hab ich mir jetzt verdient." Sie hatte eine Bierdose daraus hervorgeholt, hielt diese in Richtung der schnurstracks auf sie zu marschierenden Min und öffnete sie. Wie zu erwarten war die Dose gut geschüttelt worden, und eine Bierfontäne besudelte die sich für doch ach so schick haltende Min. Odette konnte sich ein Kichern nicht verkneifen: „Fast wie bei ihren Lieblingsassis aus Maaskantje“, sagte sie leise zu sich selbst.
      Adine stürzte ihr Bier genüsslich herunter, sah der klatschnassen sowie angewidert dreinschauenden Min in die Augen und zeigte ihr mit einem hämischen Grinsen ihren rechten Mittelfinger. Damit hatte sie den Bogen schon wieder überspannt, fand Odette, und versuchte sich bei Min zu entschuldigen, denn ihr Zorn war nun so plötzlich wieder verschwunden, wie er gekommen war. "Tut mir leid wie das alles gekommen ist. Und ich möchte mich für Adines schlechtes Benehmen entschuldigen, aber ihre ausländischen Freunde sind ein schlechter Umgang für sie ..." , sagte sie in der naiven Hoffnung, damit noch irgendetwas retten zu können.
      Sie erntete nur ein „Hrmpf!“ als Antwort, weil Min sich stattdessen entschied, umgehend das Weite zu suchen, aber natürlich nicht, ohne Adine vorher noch beim Gehen anzurempeln. Diese reagierte erst gar nicht, sondern trank seelenruhig ihr Bier aus. Als sie es leer hatte, drehte sie sich jedoch in Richtung des Bahnsteiges, zu dem Min entschwunden war und warf ihr mit den gebrüllten Worten "Fo**************! VERLIER WENIGSTENS MIT ANSTAND!" ihre Bierdose hinterher. Min wäre aber nicht Min gewesen, hätte sie nicht ihrerseits ihre leere Wasserflasche zurückgeworfen, welche Adine sogar noch genau am Kopf traf. Zu Odettes großem Erstaunen beließ Adine es darauf jedoch bei einem trockenem „Geschenkt, du Anfängerin.“ als Konter. Sie schien plötzlich wieder ganz normal drauf zu sein. „Ohne unser Gepäck brauchen wir hier gar nicht erst irgendwie versuchen nach Tokyo zu kommen. Außerdem muss unser Sieg begossen werden“, sagte Adine, schnappte sich ihren Rucksack und wandte sich zum Gehen in Richtung Ausgang. Weil Odette aber zögerte, blieb Adine nach ein paar Schritten stehen,wandte sich um und sah sie an: „Was ist? Kommst du jetzt, oder was? Bisschen Entspannung, bisschen Spaß!“
      Odette seufzte tief. Eigentlich hatte sie Entspannung nach einem solchen Urlaubsauftakt ja bitter nötig. Aber dieses ungute Gefühl regte sich in ihr schon wieder. Aber warum das nur?, rätselte sie.



      ***



      "Diese Reisfresser, was denken die sich eigentlich? Unglaublich wie dreist diese Min heute war ... Ich bin kurz davor, Diddy anzurufen, dass der mal die Wehrmacht hierher schickt! Dann herrscht hier wieder Zucht und Ordnung, Mädel!" Adine war schon wieder sehr anstrengend, sprich sehr betrunken.
      Odette fragte sich, warum sie sich eigentlich auf diese Diskussion einließ. "Wenn ich mich korrekt entsinne, heißt unsere Armee jetzt "Bundeswehr". Außerdem, waren die Japaner damals nicht unsere Verbündeten?"
      "Ja noch heißt sie Bundeswehr, noch ...!"
      "Ich finde es ja unterhaltsam, wie gerade du mir jetzt etwas von Zucht und Ordnung erzählen willst. Darf ich dich kurz darauf aufmerksam machen, dass wir hier um drei Uhr nachts in irgendjemandes Garten sind, über den Sichtschutzzaun eingebrochen sind, du hier jetzt schon das dritte Bier trinkst und die leeren Dosen bisher in seinen Karpadorteich geschmissen hast?"
      "Musst du mich ausgerechnet jetzt daran erinnern?!"
    • Ok, erstmal, finde ich dein letztes Kapitel sehr interessant, es zeigt sehr gut das Wesen von Adine, aggressiv, unfreundlich und sehr arrogant. Auch die anderen Personen hast du sehr gut beschrieben. Ich finde du schreibst deine Geschichte sehr spannend.
      Auch dass du mal den Erzähler gewechselt hast, von Latios zu Guardevoir, finde ich ganz gut.

      Zitat:
      Und dieser Hut erst, wo kommst du her, aus Neandertal?"

      ODER

      Und dieser Hut erst, wo kommst du her, du Neandertaler?"

      So würde es sich denke ich besser anhören :)
      Aber ansonsten sehe ich nichts, was du noch groß verbessern müsstest. Ich finde deine Geschichte sehr gut ;)
    • Hier bin ich, wenn auch etwas verspätet! o/

      Erst einmal: Ich liebe den Prolog. Als Prolog an sich eignet er sich perfekt, um den Leser auf die Geschichte einzustellen und die Sachverhalte zu erklären. Und dann ist es noch echt cool, dass du dir ein politisches System für die Pokémon-Welt und einen neuen Staat ausgedacht hast. Find' ich direkt mal super. :D Und wie mir gerade auffällt, hast du die Geschichte an meinem Geburtstag begonnen. :hihi:

      Aha, der Protagonist ist also ein/das Latios! *:O Das hätte ich jetzt auch erraten können. :shihi: Übrigens finde ich die Beziehung von Latios und seiner Schwester süß... die beiden wirken so sorglos. Bestimmt wird dem armen kleinen Latias etwas zugefügt werden, zumindest kann ich mir das nur allzu gut vorstellen. :was: .... ... (*liest den letzten Satz*) ... ... Ich wusste es. :xheul: ... ... (*beginnt Kapitel 2*) ... ... Zum Glück doch nicht. u.u:v:

      Diese Maschine erinnert mich stark an ein Raumschiff oder einen futuristischen Gleiter, würde ich einmal zu sagen wagen. :hihi: Und dann auch noch einer aus Deutschland? :lol: Na so was und dann noch ein Flugzeugträger? Und auch aus Deutschland? *:O Btw. finde ich den GFX-Flugzeugträger ziemlich hübsch. Hat Stil, das Bild! :) ... ... Oh, Deutschland wird also durch Cadia ersetzt. xD Ich habe da so eine Vermutung, dass Cadia eine Art paralleluniversale Erde ist...

      Uh, mittlerweile (Anfang Capítulo 3) wirken die Cadianer so, als wollten sie die Erde gewaltsam in ihren Besitz bringen. Ist doch immer so mit Aliens. Zuerst machen sie einen auf "Ewige Freundschaft! :ws:" und dann, wenn man es ihnen nicht recht machen kann, kommen sie mit "Wir werden euch vernichten :grrr:". :ups: Und sie haben tatsächlich in irgendeiner Weise etwas mit Deutschland zu tun, man soll sich doch nur die Namen ansehen. Nur welche Beziehungen? :(

      Auf jeden Fall finde ich den Admiral (aus dem) Memel(land) irgendwie sympathisch. :lol: Aber jetzt geht Cadia offensiv gegen Jotho vor?! oO" Noooooooin, nicht Johto! <3 D: ... ... (*liest Kapitel 4 zu Ende*) ... ... OmG, ich wusste es, Cadia ist die Erde! :bg: Und die Cadianer, die sich nicht am Krieg beteiligen wollten, sind also aus Deutschland?! Spannend! :D

      Aber nun zur Geschichte selbst... sie steht ja noch in die Startlöchern, selbst nach 4 Monaten und doch wirkt sie zunehmend interessanter. Weiter so, ich freue mich auf Kapitel 6 (Kapitel 5 werde ich dann kommentieren, wenn Kapitel 6 draußen ist)! :D


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Odette stand auf dem Balkon des Hotelzimmers und sah in den Sonnenuntergang. Die letzten Sonnenstrahlen dieses Tages erzeugten mit ihrem Rotorange ein geradezu klischeehaft schönes Farbenspiel auf dem Blau des Meeres. Eigentlich war dieser Anblick für sie ja nichts Ungewohntes, in Cadia City gab es vor einem noch viel beeindruckenderen Panorama genau dieselben Sonnenuntergänge

      Wow, wie idyllisch! O.O Das wird sicher ein sehr friedliches Kapitel! Aber toll beschrieben! :P

      Doch ein wenig Zerstreuung tat ihr jetzt gut, fand sie, denn die letzten Monate waren nicht nur wegen der derzeit auf Hochtouren laufenden Republik sehr stressig gewesen.

      Haha, Zerstreuung, wie geil. xD Dieses Wort habe ich auch erst neulich kennengelernt. :D

      „Wann sind wir endlich da, Meeensch?“, rief Adine durch das Flugzeug.
      Odette verzog keine Miene, obwohl sie sich innerlich schon wieder für ihre Menschenfreundin schämte.

      Adine ist eine sehr harmonievolle und pazifistische Zeitgenossin, eine Meisterin der Geduld! :O

      Die Verzweiflung des Mannes war verständlich, denn wie bereits schon beim Start in Aachen-Merzbrück zu ahnen gewesen war, hatte Dieter gut daran getan, seine Frau in seinem Privatjet nach Japan fliegen zu lassen. In einer Linienmaschine wäre sie wohl irgendwann Amok gelaufen oder von den anderen Passagieren gemeinschaftlich über Bord geworfen worden – in Dieters Maschine war sie jedoch mit Odette und dem Piloten allein, weshalb sie während des Fluges vornehmlich dem Piloten auf die Nerven ging.

      Aachen-Merzbrück! :tlol:
      Dieter tat gut daran ... das ist so sympathisch und liebevoll formuliert, der treu sorgende Held Dieter! :s:

      „Das dauert aber lange, Junge!“, gab Adine schnippisch zurück und fläzte sich wieder auf eines der sich im Flugzeuggang gegenüber stehenden beigen Ledersofas.

      Sie kann sich ja alles erlauben! :lol: Aber schicke Inneneinrichtung! :)

      Adines Kommentar, als sie zehn Minuten später aus dem Gate in das Terminal von Osaka Itami hinaustrat, war wieder einmal denkbar feinfühlig, aber zum Glück auf Deutsch: „Guck dir das an, Odette! Alles voller Schlitzaugen...!“

      Sagt die Halb-Japanerin! :tlmao:

      doch erstens war auch dieses Menü dann wohl auf Japanisch und zweitens kam Adine langsam so richtig in Rage. Ihr roter Zopf flog hektisch auf und ab, als sie wie eine Gestörte auf dem Display herumhackte.

      Die spinnen doch, die Touris! xD

      „Verfluchte F**** nochmal!"

      Das sagt sie ziemlich oft! o.O

      Zwar schade, dass meine Diggas aus Maaskantje nicht hier sind, aber dann müssen wir dir halt zu zweit auf die Fresse geben!", fuhr Adine mit einem wilden Grinsen fort.

      Das Quintett des Horrors! :lol: Ob die schon mal zusammen Hühnerknubbel essen waren?

      Manchmal hasste Odette Adine für solche Aktionen, denn das war bei weitem nicht das erste Mal, dass Adine aus heiterem Himmel Streit vom Zaun brach.

      Wie Donald Duck. Aber Min steht ihr da in nicht viel nach. o.O

      Oh Arceus, dachte Odette entsetzt, ich werde hier zwischen diesen beiden Verrückten zerrieben ...

      Arme Guardy. ;-; Guardevoir passt gar nicht zu dieser Wahnsinnigen! xD

      "Das kann ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen.“ Eine Attacke auf Adine triggerte bei ihr den Beschützerinstinkt, der jedem Guardevoir eigen war und mit dem nicht zu spaßen war. Odette wurde richtiggehend ungehalten, je länger sie darüber nachdachte. „Auch wenn ich diese Konfrontation nicht gewollt habe und euch beide für unterbelichtet halte ... aber na ja. Dann soll es eben so sein", vollendete sie giftig und konzentrierte sich.

      Wie wahr, wie wahr. Aber ein wütendes Guardevoir sieht man auch nicht so oft, außer im Kombini! :tlol:
      [ame='http://www.youtube.com/watch?v=sac-g92KC8E']http://www.youtube.com/watch?v=sac-g92KC8E[/ame]

      "DU BLÖDE F****, WAS SOLL DER SCH****? JETZT MACHEN WIR DICH KAPUTT, DU SCHL****!"

      MACH SIE KAPUTT, MÄDEL! Moment, halt ... meine arme Min. ;-;

      Diese niederträchtigen Beleidigungen sehen beiden einfach sooo ähnlich! xD
      Wie die einfach mit sämtlichen Vorurteilen um sich werfen! :D

      Diese Frau ist doch mindestens genauso verrückt wie Adine ...!,

      Geht das? o.O

      Zu Adines und auch Odettes Entsetzen rief Min ihr Rasaff jetzt bei seinem Namen und wies es mit einem furiosen „Falcon PAAAAAAAWNCH!", an, Odette den Rest zu geben.

      [ame='http://www.youtube.com/watch?v=uzrxPjpbEaw']http://www.youtube.com/watch?v=uzrxPjpbEaw[/ame]

      Sie stand auf und sah sich um. Überall ringsherum standen Leute und glotzten. Ätzend.

      Ja, sowas hasse ich auch wie die Pest. :was: Räudiges Gesindel.

      "Ahahahaha! Den Zug verpasst! Geschieht dir recht, Schl****! Hahahaha!" Giftig und hämisch, das war Adine in ihrem Element.


      Sie konnte plötzlich verstehen, wie Adine sich ständig fühlte und warum diese Fremden gegenüber meist so genießbar wie Zyanid war. Ein irgendwie berauschendes Gefühl, fand sie. Sie zischte ihre neue japanische Erzfeindin und deren minderbemitteltes Pokémon boshaft an:

      Wie lang die Hassliste von Adine wohl ist? *:O
      Minderbemittelt. xD Das arme Rasaff! Die sind doch alle so, die können das nicht anders!

      Adine befand sich währenddessen in ihrem üblichen, übermütigen Siegestaumel: "Yeeeeeey! Odette, du bist die Beste! Ich wusste du schaffs... Halt, das klingt schon wieder übel schwul.“

      Jetzt haust du schon so Sprüche aus wie Dusk/Umbra! *:O

      Wie zu erwarten war die Dose gut geschüttelt worden, und eine Bierfontäne besudelte die sich für doch ach so schick haltende Min. Odette konnte sich ein Kichern nicht verkneifen: „Fast wie bei ihren Lieblingsassis aus Maaskantje“, sagte sie leise zu sich selbst.

      Ich liebe unsere niederländischen Helden einfach. :s:
      Aber Kagayaku ist viel eitler als Min. :ts: Viel viel eitler.

      "Tut mir leid wie das alles gekommen ist. Und ich möchte mich für Adines schlechtes Benehmen entschuldigen, aber ihre ausländischen Freunde sind ein schlechter Umgang für sie ..." , sagte sie in der naiven Hoffnung, damit noch irgendetwas retten zu können.

      Typisch Guardevoir, so liebenswürdig! ^^ Aber Adine kann man nicht so schnell verzeihen, versetzt dich mal in Mins Lage! :ts:

      "Diese Reisfresser, was denken die sich eigentlich? Unglaublich wie dreist diese Min heute war ... Ich bin kurz davor, Diddy anzurufen, dass der mal die Wehrmacht hierher schickt! Dann herrscht hier wieder Zucht und Ordnung, Mädel!" Adine war schon wieder sehr anstrengend, sprich sehr betrunken.

      Die ist auch nüchtern sehr anstrengend! o.O Und räudig!

      "Wenn ich mich korrekt entsinne, heißt unsere Armee jetzt "Bundeswehr". Außerdem, waren die Japaner damals nicht unsere Verbündeten?"
      "Ja noch heißt sie Bundeswehr, noch ...!"

      Oh Gott, Adine .... mon Dieeeuuuuu! :grrr: :lol:

      Der schöne Koi-Teich! Na der wird sich freuen! xD

      Wunderschön, ein wahres Meisterwerk. :s:

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Heyaaaaaa~
      Ich danke euch allen für die Kommentare! Das bedeutet mir wirklich sehr viel!
      :bg:
      Na gut, zumindest mehr als der 3. Oktober.

      Besonderen Dank an dich, Raikachu, dass du dir die Mühe gemacht hast, die Geschicht' nachzulesen! :bg:

      So, noch ein paar mehr :bg: und dann kann ich vielleicht auch wieder mal was Produktives tun.

      :bg::bg::bg::bg::bg::bg::bg::bg::bg::bg::bg:

      Nee, reicht noch nicht.

      :bg::bg:

      Jetzt aber.

      Und wie mir gerade auffällt, hast du die Geschichte an meinem Geburtstag begonnen. :hihi:
      Dann hoffen wir doch mal, dass das ein gutes Omen ist! :)

      Ich habe da so eine Vermutung, dass Cadia eine Art paralleluniversale Erde ist...
      Du wirst dich noch wundern. :hihi:

      kommen sie mit "Wir werden euch vernichten :grrr:".
      Menschen, die Menschen vernichten, wären ja nichts allzu Neues. :was:
      Aber wart's ab, der gute Diddy, den wir alle lieben und wertschätzen, wird sich schon noch dazu positionieren. ;)

      Ich liebe unsere niederländischen Helden einfach. :s:
      Und ich erst, Junge! :yah:

      Uuuuuuultralanger Kontra-Kommentar, ich weiß. Dafür habe ich euch auch etwas mitgebracht, was ich in neulich in meiner Sockenschublade fand und mir daraufhin gleich mal von dem Typen in meinem Rübenkeller Korrektur lesen ließ! :bg:

      [FONT=&quot]Kapitel sechs

      [/FONT]


      [FONT=&quot]„Das ist ein abstraktes Konzept.“[/FONT]




      Mir gefror das Blut in den Adern. Das Guardevoir hatte uns also entdeckt, wir waren trotz Tarnung enttarnt. Ich war mir sicher, dass sie ihren beiden Menschenfreunden umgehend von ihrer Entdeckung berichten und uns somit ans Messer liefern würde. Schließlich, so meine damalige Schlussfolgerung, konnte ein Guardevoir aus Cadia nur genauso boshaft wie alle Cadianer sein, die wir bislang kennen gelernt hatten. „Jetzt sind wir am Arsch, Bruderherz.“, lautete Latias' lapidares Fazit. "Arceusverdammt nochmal, wo hat sie bloß immer diese Ausdrücke her?!", fragte ich mich unwillkürlich.
      Doch nichts von alledem was wir befürchteten, trat ein.
      Odette drehte sich mit einem leisen Lachen wieder weg und tat den Menschen gegenüber so, als wäre nichts gewesen. Diese hatten gar nichts von Odettes Aktion mitbekommen, denn sie waren noch immer in eine hitzige Diskussion vertieft. „…Wenn ich’s dir doch sage! Hier, schau her:“, sagte Memel und drehte seinen Laptop, um seiner Frau etwas darauf zu zeigen. Diese beugte sich interessiert vor, beäugte das Dargestellte kritisch und gab schließlich ihre Meinung kund:
      „Alter. In Farbe und full-HD. Junge, fett!“ Memel sah sie nur schweigend an. „Jaja, ich seh‘ schon, was du mir zeigen willst. Die Aufnahmen sind von dem Aufklärungsflug über Johto gestern, oder? Denn das da ist der Steineichenwald, wenn mich nicht alles täuscht. Und was soll dieser Pixelmatsch dort nun darstellen? Dass das cadianische Militär nichts Besseres zu tun hat, als expressive Künstler bei der Arbeit zu stalken? Oder hast du mir letzten Endes etwa dort was besonders Romantisches in die Pampa lasern lassen? Ja, hier, hier kann man doch sowas wie ein großes, unförmiges Herz erkennen. Und da drin steht dann bestimmt „A+D forever“! Ja? Ha, ich wusste es! Na, was habe ich gewonnen?“
      Je weiter sie so übertrieb, desto sarkastischer wurde ihr Tonfall. Eine wirklich unangenehm giftige Frau, fand ich und ihre Aura bestätigte mein Urteil. „Das ist ein abstraktes Konzept. Und Immer wieder gerne, meine Liebe. Was das übrigens wirklich sein soll, wissen wir nicht“, antwortete Dieter schlicht. „Und unter anderem deswegen erfolgt dann gleich die Flugbahnkorrektur der „Lichter“, damit wir so ein paar noch höher auflösende Bilder kommen.“
      „Was’n Zufall, dass das dieses Riesenteil dann genau zu der Zeit dort steht…“, grinste Adine. „Du heckst doch wieder was, aus, stimmt‘s Diddy?“
      „Also wirklich. Ich doch nicht. Find‘ dich aber schon mal damit ab, dass wir deswegen heute nochmal da hoch müssen“, gab dieser zurück und ließ sich nach hinten in den Stuhl fallen.

      Ich hatte nicht die geringste Ahnung, von welchem „Riesenteil“ Adine da sprach, also beschäftigte ich mich wieder mit dem seltsamen Verhalten des Guardevoir uns gegenüber. Latias schien gar nicht erst aufgehört zu haben, darüber nachzudenken – und das, obwohl sie sonst so leicht abzulenken war!
      „Bilde ich mir das nur ein oder denkt die überhaupt gar nicht daran, uns zu verraten?“
      , fragte meine Schwester nachdenklich. „Sieht nicht so aus“, antwortete ich ihr: „Oder aber sie ist eine besonders miese Sadistin und genießt es umso mehr, wenn sie uns dann in die Pfanne hauen kann, nachdem wir uns bereits in Sicherheit gewogen haben...“

      „Ich kann eure Unterhaltung übrigens mithören.“
      , tönte plötzlich die angenehme, klare Stimme von Odette in meinem Kopf: „Und nein, ich habe kein Interesse daran, euch irgendetwas zu tun. Haut ab, bevor Opportunity wiederkommt – der liefert euch im Handumdrehen an’s Messer!“

      Wir beide waren wie vom Donner gerührt. Sowohl mir als auch Latias fehlten schlicht und ergreifend angemessene Worte, in die wir unser Erstaunen kleiden sollten. Wieder war es an meiner Schwester, zuerst zu reagieren: „Alles klar! Danke dir!“, übermittelte sie Odette und schoss dann ohne weiter zu Zögern einfach nach links den Kanal entlang davon. "Entweder werde ich langsam alt, oder ich denke einfach zu viel...", seufzte ich in mich hinein und schloss, nachdem ich mich meinerseits bei Odette bedankt hatte, mühelos zu meiner Schwester auf. Nur darauf bedacht, so schnell wie möglich aus der scheinbaren Gefahrenzone herauszukommen, flogen wir einfach rein instinktiv in Richtung des Stadtzentrums. Ich ging längsseits zu Latias und ließ sie an meinen Gedanken teilhaben. „ Von Memel und seiner Frau sollten wir uns fernhalten, wenn dieses Magnezone uns wirklich so einfach preisgeben würde. Ob es das auch tatsächlich tut, wissen wir zwar nicht, aber ich bin auch nicht scharf darauf, es herauszufinden.“ „Immer diese Untätigkeit…wird es nicht langsam Zeit, etwas gegen die schleichende Eroberung unserer Heimat zu tun?“, kam die Antwort von meiner Schwester zurück. Ich spürte, wie es in ihr brodelte. „Und an was dachtest du da?“, fragte ich sie konkret, während wir eine scharfe Rechtskurve, eng an den Häuserfronten vorbei, flogen. Meine Direktheit überraschte sie: „Nun ich…also….“, stammelte sie: „Wir sollten sie einfach kaputt machen!“ Sie gestikulierte wild mit ihren Armen herum und kam dadurch so ins Trudeln, dass sie fast gegen die Wand geflogen wäre. Ein Glück, dass sie wenigstens ihre Tarnung aufrechterhalten konnte! „Höchst ungelenk formuliert“, konterte ich vielleicht etwas zu überheblich. „Wir sind beide nicht größer als Memel und bestimmt auch nicht schwerer. Schon er alleine kann es bestimmt mit uns aufnehmen, gerade weil noch dazu von keinerlei Aura umgeben ist. Und da willst du dich dann mit ALLEN Cadianern in Alto Mare samt ihren Maschinen aus den Tiefen der Hölle selbst anlegen? Guter Plan, ich komm drauf zurück, wenn ich mal depressiv und lebensmüde bin!“ Die letzten Worte bereute ich schon in dem Moment, in dem ich sie ihr übermittelte. So grob durfte ich zu ihr nicht sein, zumindest war ich das sonst nie gewesen. Sie verzog jedoch nur ärgerlich das Gesicht und ließ es nicht auf eine Fortsetzung der Diskussion ankommen. „Dann schlag du doch was vor, Herr von und zu Latios!“ So nannte sie mich nur, wenn sie mich ärgern wollte und ich hasste es, wenn sie das tat. Doch ich überging die Provokation gekonnt und unterbreitete ihr meinen Vorschlag: „Nun, wir wissen doch von mindestens noch einem weiteren Cadianer, der hier in Alto Mare sein Unwesen treibt: diesem Major Frahm. Der schien mir auch wichtig genug zu sein, als dass er den wie auch immer gearteten Plan der Cadianer zumindest in großen Teilen kennt und zu dessen Erfüllung beiträgt. Von seinem Metang geht meiner Meinung nach auch keine wirkliche Gefahr aus, also heften wir uns einfach an seine Fersen und versuchen, irgendetwas Nützliches herauszubekommen. Und wenn wir tatsächlich etwas beobachten, dann teilen wir diese Erinnerung umgehend mit Bianca und Lorenzo, vielleicht können die dann etwas damit anfangen…
      Tut mir ja leid, dass das alles so vage und passiv ablaufen muss, aber wenn wir uns nicht diesen kaltherzigen Mistkerlen ausliefern und die Stadt damit komplett hilflos hinterlassen wollen, ist das in meinen Augen die einzige Möglichkeit, die uns bleibt!“

      Darauf folgte noch einmal langes Schweigen seitens Latias, während wir weiter durch die Häuserschluchten navigierten. Die Gebäude zu unseren Seiten wurden immer farbenfroher, prachtvoller und vor allem höher, was bedeutete, dass wir uns dem Stadtzentrum von Alto Mare näherten: dem Latiosplatz, benannt nach unserem Vater, der die Stadt damals überhaupt erst zur Stadt des Wassers machte.
      Kurz bevor wir bei dem Brunnen in der Mitte des Platzes angelangt waren, brach meine kleine Schwester endlich ihr Schweigen: „Also so schwülstig daherreden wie Diddy kannst du immerhin schonmal, Respekt. Es widerstrebt mir absolut, das zugeben zu müssen, aber offenbar hast du Recht. Lass uns Frahm suchen.“ Ich merkte an ihrem zerknirschten Tonfall, wie schwer es ihr fiel, mir Recht zu geben. Das war aber seit jeher ein Problem für sie gewesen, weswegen ich es auch bleiben ließ, ihr das noch unter die Nase zu reiben. „Wenn wir versuchen ihn nach Sicht auszumachen, ist er so alt und grau wie Lorenzo bevor wir ihn gefunden haben“, stellte ich fest. Das stimmte, denn Alto Mare war auch bei den Menschen aus den anderen, nicht von humorlosen Finsterlingen besiedelten Regionen sehr beliebt und dementsprechend viel war auf dem Platz los. Ein nicht unbeachtlicher Teil der Menschenmassen wälzte dem Eingang des Museums entgegen, welches mit seiner großen, grünen Kuppel und dem sich anschließenden Pintuturm, dem höchsten Gebäude der Stadt, einen gut sichtbaren Magneten für alle Besucher der Stadt bildete. „Dann leih mir mal eben etwas von deiner Kraft, ich versuche ihn über seine Aura zu orten“, schlug Latias vor. Angesichts der Ausdehnung Alto Mares war das wahrscheinlich auch das Klügste, denn sie konnte so nahezu das ganze Stadtgebiet auf einmal abdecken.
      Kurze Zeit später befanden wir uns in der Spitze des Pintuturms, direkt unter den gewaltigen Glocken. Zu unserem Glück wurden diese kostbaren Stücke von den Menschen nur selten geläutet, sodass uns bei diesem Aufenthalt höchstwahrscheinlich kein schmerzhafter Tod durch Schallwellen drohte. Es wäre ja auch eine Ironie sondergleiche gewesen, wenn eine Vorrichtung, die zum Schutz von Alto Mare beitrug, durch ihre warnende Wirkung die einzigen beiden Beschützer der Stadt getötet hätte. Ich war mir sicher, dass eine derartig boshafte Ironie einem Menschen wie Adine durchaus Freude bereitet hätte.
      So war dieser Ort jedoch ideal für unser Vorhaben, denn es war den Menschen derzeit verboten den Turm zu besteigen, also hatten wird dort wohl mit Sicherheit eine Weile unsere Ruhe. Da es unter dem Geläut noch eine Art Schacht gab, bis ein hölzerner Boden das Ende der Spitze markierte, waren wir komplett von blickdichten Wänden umgeben und konnten auch endlich unsere Tarnung aufheben. Latias schwebte knapp über dem Boden und sah zu dem schmalen Stück Himmel auf, welches von dort unten durch den schmalen Spalt zwischen Wand und Dach zu erkennen war. „Jetzt konzentriere dich, Bruderherz“, sagte sie und signalisierte somit ihre Bereitschaft. Ich sah sie an, fokussierte meinen Blick auf eine einzelne, winzige weiße Feder an ihrem Hals und spürte, wie eine Art unsichtbare Barriere brach, als sich der Fluss unserer Psikräfte vereinte. „Ich danke dir“, hörte ich ihre Stimme von fern heranrauschen. Kurze Zeit später sah ich, was sie sah: die Stadt war blau und die Gebäude wie aus waberndem, blauen Nebel geformt.
      Himmel und Meer waren eine komplett schwarze, glatte Fläche. Während wir durch diese mit hellen Flecken der unterschiedlichsten Farben gefüllte Nebelstadt flogen, ohne dabei die üblichen körperlichen Erfahrungen des Fliegens zu machen, wehten von allen Seiten geisterhafte Stimmen heran. Was das alles zu bedeuten hatte, wusste nur meine Schwester, denn so konnte nur sie die Welt wahrnehmen, was sie jedoch gewaltige Anstrengungen kostete. Was sie da sah, waren Auren. Die leblosen Objekte in unserer Welt strahlten keinerlei Aura ab, was sich durch das Blau ihrer schemenhaften Abbilder verdeutlichte. Jeder der völlig unterschiedlich dimensionierten Farbflecke, die über die diffus wabernden, dunkelblauen Bürgersteige aus so etwas ähnlichem wie Wolken dieser Stadt huschten, war ein Lebewesen samt seiner Aura. Eine gewöhnliche Aura war in ihrem Inneren tiefrot, ging nach außen hin ins Orange und lief an ihren unbeständigen Rändern gelb bis grün aus. Wie die Farbe aus einer von Biancas Farbtuben flossen sie zäh, aber beständig durch die ganze Stadt. Als ich genauer hinhörte, konnte ich Wortfetzen wie „…so…warm….“ oder „…nicht…Prüfung…“ erkennen. Offenbar war Latias so auch in der Lage, an den Gedanken aller anderen Lebewesen teilzuhaben! Da ich dies aber erst zu zweiten Mal sah, war es mir beim ersten Mal gar nicht aufgefallen. „Ich hab ihn“, tönte die Stimme meiner Schwester aus dem diffusen Nichts heraus. Das Bild verwischte, schärfte sich wieder und wir schwebten hinter einem größtenteils roten, sehr großen Fleck her, der seinerseits von einem dunkelorangen, kleineren Fleck flankiert wurde. „Verdammt….“, drang eine ferne, mir aber doch bekannte Stimme zu mir durch: „…ist er schon wieder zu spät…“. Diese Stimme gehörte eindeutig zu Frahm! „…Pünktlichkeit….hier wohl kein Kulturgut…“, schimpfte er weiter. Latias hob erneut zu sprechen an: „Das reicht uns doch. Ich weiß, wo das ist und kann uns hinführen.“ Und damit zerrann das Bild und erlosch.

      Und nach einem kurzen Flug schwebten wir tatsächlich erneut über den Tischen eines Restaurants, nur dass das Mobiliar diesmal in einem dunklen Grün gehalten war und gepolsterte Bänke statt Stühlen an den Tischen standen. „Hat doch gut geklappt.“, übermittelte ich Latias, woraufhin sie nur mit einem zustimmenden Nicken antwortete. Und diesmal belauschten wir nicht Dieter und Adine, sondern Frahm, sein Metang sowie einen uns noch unbekannten Mann, der sich erst vor wenigen Momenten zu Frahm gesellt hatte. Frahm hatte noch immer dieselbe Uniform an, wie am Vortag. In solchen dunklen Sachen musste ihm in der Sonne doch höllisch warm sein?
      „Sie sind zu spät.“, stellte Frahm mit seiner schneidenden Stimme fest. Erst jetzt fiel mir auf, dass alle drei Cadianer die wir bis jetzt gesehen hatten, einen sehr seltsamen Akzent sprachen. Ihr seltsam drohend klingender Tonfall und ihre übergenaue Art und Weise jede einzelne Silbe auszusprechen, passte meines Erachtens nach aber sehr gut zu einem solchen Menschenschlag. Besonders Frahm redete, als hätte er keine Stimmbänder, sondern stattdessen ein Sägeblatt in seinem Hals. „Ja wirklich? Interessiert mich kein bisschen, mein Führer!“, schnappte sein Gegenüber mit dem selben harten Akzent zurück. Die letzten beiden Worte mussten in der cadianischen Sprache sein, denn wir verstanden sie nicht. Aber die Art und Weise, auf die der Mann die Worte förmlich herausbellte, war uns ein Anhaltspunkt dafür, dass es sich dabei wohl um eine Beschimpfung oder eine harsche Aufforderung handeln musste. Der Mann selbst war relativ alt, sehr gut genährt, um nicht zu sagen fett wie ein Groink, hatte senkrecht nach oben stehende, kurze orange Haare und eine sehr blasse Haut, die vor allem in seinem vierschrötigen Gesicht mit Sommersprossen übersät war. Immerhin schien er ein Stück mehr mitzudenken als Frahm und trug eine kurze, zu meiner Überraschung, lilafarbene Hose und ein weinrotes Hemd, welches sich angesichts seiner beachtlichen Leibesfülle bereits argen Spannungen ausgesetzt sah. „Meine Güte, bei dem hab ich ja regelrecht Angst, dass mir seine Hemdknöpfe entgegengeschossen kommen!“ ,kommentierte meine Schwester die seltsame Erscheinung. „Müssen wir uns denn wirklich in dieser Untersprache verständigen?“, frage Frahm ihn sichtlich genervt. „Als hätten sie das Deutsche so schnell verlernt, Burns.“ Aha, Burns hieß der Fettwanst also!
      „Ja na und?“, ätzte Burns zurück, „Ich bin kein Cadianer mehr. You have no power here! Außerdem sind Sie es, der mich hier herbestellt hat, weil er etwas von Team Ro…“
      “Mensch! Fresse!“
      , fuhr im der Major plötzlich energisch dazwischen. Das Metang unterstrich seine Position mit dem uns bereits vertrauten, dümmlichen Brüllen. „Der hat das Vieh ja immer noch“, stellte ich fest. Dass Frahm die cadianische Sprache benutzte, ließ das Ganze wie einen Peitschenknall anmuten. „Es muss nicht unbedingt jeder wissen, wer hier die vertragsschließenden Parteien sind“, fuhr Frahm, der mit einem Mal wieder ruhig war, fort. Burns zog nur eine Augenbraue hoch, schien eine Beleidigung herunterzuschlucken und sagte: „Sie halten uns offenbar für dümmer als wir sind. Was aber, wenn ich Ihnen sage, dass Ihr absurd großes Schiff, die „All die Lichter am Himmel“, von CadMil auch kurz „Lichter“ genannt, soeben eine „kleinere“ Bahnkorrektur durchgeführt hat, sodass ihre Flugbahn nun direkt über Alto Mare und Johto hinwegführt?“
      Halt, was? Ein Schiff? Mit einer Flugbahn? Seit wann flogen Schiffe? Ich wusste nicht, was dieser Mann da erzählte und Latias ebenso wenig, aber für Frahm schien das irgendeinen Sinn zu ergeben, denn er sagte nichts und starrte Burns nur finster an.
      „Ah, da habe ich scheinbar einen wunden Punkt getroffen!“, frohlockte Burns. „Dann wollen wir mal noch mehr interessante Dinge ausbreiten. Auch wenn ich mir natürlich vorstellen kann, dass das für einen ordentlichen Major wie Sie alles längst kalter Kaffee ist. Wie dem auch sei: Ist es nicht so, dass jetzt, nachdem erst gestern Abend und noch die ganze Nacht lang Ihre überaus reizenden und ganz und gar nicht lauten Kampfjets, die mir kein bisschen den Schlaf geraubt haben, über Johto gebrettert sind, die „Lichter“ in Alto Mare und Johto die Lichter ausgehen lässt?“
      „Was meinen sie damit? Fassen Sie sich endlich kurz, verdammt…“, knurrte Frahm, dem das Gespräch wohl zunehmend außre Kontrolle geriet.

      „Nun, ich meine damit, dass die „Lichter“, auf der seit fünf Jahren keiner mehr war, weil ihr Hauptantrieb kein bisschen kaputt ist und natürlich zu keinerlei Gefahr Zeit für die Bevölkerung bestand-“
      „Sehr witzig, Schwachkopf. Werden Sie fertig!“, wurde er erneut von Frahm unterbrochen.
      „-In diesem Moment Besuch von Admiral Memel samt seiner reizenden Frau erhalten hat und gleich die Sonne verdunkeln wird?!“, vollendete Burns theatralisch.

      Frahms Antwort bekamen wir gar nicht mehr mit, denn wir rissen ruckartig unsere Köpfe nach oben und sahen in den Himmel. Wir hatten in unserer Konzentration auf das Belauschen der beiden Männer gar nicht mitbekommen, wie sich schon vorher eine gewisse Unruhe unter den Leuten auf der Straße ausgebreitet hatte. Überall unterbrachen die Menschen ihre Tätigkeiten um stehen zu bleiben, gen Himmel zu deuten und dann aufgeregt miteinander zu tuscheln.

      Die gigantische, weiße Säule im Himmel hing nicht mehr am Horizont, sondern stand senkrecht und war sehr viel näher gekommen. Langsam schob sich nun der fremdartige Zylinder in Richtung der Sonne vor.
      Es begann, dunkel zu werden.

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    • Dann kommentiere ich mal Dingsibummsi, auch wenn ich das weitestgehend schon privat getan habe. :hihi:


      [ „Jetzt sind wir am Arsch, Bruderherz.“, lautete Latias' lapidares Fazit. "Arceusverdammt nochmal, wo hat sie bloß immer diese Ausdrücke her?!", fragte ich mich unwillkürlich.

      DAS fragte ich mich auch! xD Latias ist Min confirmed o.O

      „Alter. In Farbe und full-HD. Junge, fett!“ Memel sah sie nur schweigend an.

      Aldaaldaalda, wie alt war Adine nochmal? 16? xD Ach, so eine liebenswürdige Herzdame!

      Dass das cadianische Militär nichts Besseres zu tun hat, als expressive Künstler bei der Arbeit zu stalken?

      Ist doch toll! :D

      Eine wirklich unangenehm giftige Frau, fand ich und ihre Aura bestätigte mein Urteil.

      Welche Farbe? Giftgrün? :tlol:

      Von seinem Metang geht meiner Meinung nach auch keine wirkliche Gefahr aus, also heften wir uns einfach an seine Fersen und versuchen, irgendetwas Nützliches herauszubekommen.

      Ich bitte dich, der ist Overused und IMBA!

      Die gebäude von Alto Mare hast du wirklich herrausragend beschrieben, Bella Venezia, Bella Italia! x3 Der Turm des Pintu setzt dem ganzen aber noch die Krone auf! :D

      „Also so schwülstig daherreden wie Diddy kannst du immerhin schonmal, Respekt.

      Von und zu Latios hat laut seiner Schwester sicher das Zeug zum Schmierlappen des Monats! *:O Der arme Kerl, er gibt sich solche Mühe! Immer dieses Flegelalter. :( Latias ist aber trotzdem süß.

      Humorlose Finsterlinge? Humorlos und Cadia ist so weit weg wie der Pluto von Le Havre. :achja:

      Ich war mir sicher, dass eine derartig boshafte Ironie einem Menschen wie Adine durchaus Freude bereitet hätte.

      Unterstell ihr doch bitte nicht sowas, sie ist doch ... sie ist doch kein schlechter Mensch! ;w; Gut, sie mag sich ein paar Feinde gemacht haben, aber sind die denn wirklich besser? Und wenn, dann nicht viel (inb4 Dämonin Mina;v;)

      Die ganze Aurasache finde ich sehr genial, mal sehen, was man damit noch so alles anstellen kann. Die Aura von Min, oh je. xD So schwarz wie ihre Haare! :tlol: Ja, Adine giftgrün und Min ein funkelndes, stechendes, beißendes Schwarz, wie Öl. :tlol:

      Der Gesprächspartner erinnert mich instant an das Sams! xDDDDDD

      „Ja wirklich? Interessiert mich kein bisschen, mein Führer!“,

      Oha, Frahm ist Fremdenführer in Alto Mare, gut zu wissen! *:O

      „Ja na und?“, ätzte Burns zurück, „Ich bin kein Cadianer mehr.


      Guess what's coming nao
      [ame='https://www.youtube.com/watch?v=XIy76VD8szo']https://www.youtube.com/watch?v=XIy76VD8szo[/ame]


      Team Roooooooobert! Oh ha, Touka hat mit denen ja auch schon Bekanntschaft geschlossen!

      Was ... für ... ein ... Monstrum. Jesus Christ. O.O Ich hoffe, ihr lasst Alderaan mit diesem Teil da in Ruhe!


      Wuuuuuuuunderbar!

      [ame='https://www.youtube.com/watch?v=3Sdnq7xSCVQ']https://www.youtube.com/watch?v=3Sdnq7xSCVQ[/ame]



      #Beitrag1813 - Völkerschlacht von Drèsde

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Er Es ist da! :bg::bg::bg:

      „Jetzt sind wir am Arsch, Bruderherz.“

      Wow, das von Latias zu hören, hätte ich jetzt auch nicht erwartet!

      Und was soll dieser Pixelmatsch dort nun darstellen?

      Die gesamte 2. Generation ist ein Pixelmatsch, wenn auch noch nicht lange so schlimm wie ihr Vorgängerin! :tlol:

      "Entweder werde ich langsam alt, oder ich denke einfach zu viel..."

      OHA, dieser Satz wirft eine interessante Theorie auf! Sind Latias und Latios trotz der Tatsache, dass beide ein Geschlecht haben und demnach Nachfahren zeugen können, unsterblich? *:O Oder haben sie einfach nur eine höhere Lebenserwartung als Menschen?

      Das stimmte, denn Alto Mare war auch bei den Menschen aus den anderen, nicht von humorlosen Finsterlingen besiedelten Regionen sehr beliebt und dementsprechend viel war auf dem Platz los.

      Wo liegt Alto Mare denn genau, hast du das schon festgelegt? Ich weiß ja nicht, vielleicht erweiterst du die Region ja sogar, was ziemlich cool wäre, aber vielleicht ungefähr...


      Latias schwebte knapp über dem Boden und sah zu dem schmalen Stück Himmel auf. [...]

      Tuen das schwebende Pokémon nicht immer? Oder können Latios und Latias auch "stehen"? :run2:

      Als ich genauer hinhörte, konnte ich Wortfetzen wie „…so…warm….“ oder „…nicht…Prüfung…“ erkennen.

      Oh mein Gott, Latios als neuer Meisteragent!

      Ihr seltsam drohend klingender Tonfall und ihre übergenaue Art und Weise jede einzelne Silbe auszusprechen, passte meines Erachtens nach aber sehr gut zu einem solchen Menschenschlag.

      Etwa... wie ein gewisser Mensch aus Österreich?

      Der Mann selbst war relativ alt, sehr gut genährt, um nicht zu sagen fett wie ein Groink, hatte senkrecht nach oben stehende, kurze orange Haare und eine sehr blasse Haut, die vor allem in seinem vierschrötigen Gesicht mit Sommersprossen übersät war.

      Also stereotypisch wäre das jetzt ein fettleibiger Ire! :tlol:

      You have no power here! Außerdem sind Sie es, der mich hier herbestellt hat, weil er etwas von Team Ro…

      Englischsprachiger Raum confirmed! Und Team Rocket auch! :???2:

      Seit wann flogen Schiffe?

      Latios hat wohl noch nie einen Science-Fiction-Film gesehen! :(

      Und nun kommt etwa die Apokalypse?! :rofl: Wie kannst du es nur wagen, uns nun warten zu lassen, bitte mehr! o/


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Ihr Leute steht auf Kontrakommentare, habe ich gehört. Und falls nicht, dann habe ich wenigstens den Beitrag abgestaubt und Aktivität bewiesen. :fies:

      OHA, dieser Satz wirft eine interessante Theorie auf! Sind Latias und Latios trotz der Tatsache, dass beide ein Geschlecht haben und demnach Nachfahren zeugen können, unsterblich? *:O Oder haben sie einfach nur eine höhere Lebenserwartung als Menschen?
      Eine hohe Lebenserwartung haben die beiden schon aus Prinzip, aber unsterblich sind sie nicht.
      Latios war nur selbstironisch mit sich selbst, da er als der Ältere unter der Impulsivität seiner Schwester doch manchmal zu leiden hat. ;)

      Wo liegt Alto Mare denn genau, hast du das schon festgelegt?
      Wo Alto Mare liegt, hat diese Karte freundlicherweise schon für mich festgelegt. :) Cadia ist einfach ein kurzes Stück südlich davon.

      Oder können Latios und Latias auch "stehen"? :run2:
      Können sie, in Pokémon: Heroes hat zumindest Latias mal in einer Szene in einem Boot aufrecht "gestanden". :)

      Etwa... wie ein gewisser Mensch aus Österreich?
      Eher so, wie Deutsch für einen Anderssprachigen nunmal klingt. Das soll sich nämlich wirklich grauenhaft anhören. :lol:
      Ich liebe es btw., wenn ich in Skype-Konferenzen mit Leuten aus anderen Ländern, die kein Deutsch sprechen einfach nur zum Spaß Worte wie "FLUGZEUG!" oder "AUTOBAHNAUSFAHRT!" schreie, das kommt stets gut an. :tlol:

      Also stereotypisch wäre das jetzt ein fettleibiger Ire! :tlol:
      Ire, Ami, such's dir aus. :)

      Englischsprachiger Raum confirmed! Und Team Rocket auch! :???2:
      It seems like that, doesn't it? ;)

      Die "Lichter" sieht übrigens ungefähr so aus, wie dieses Schiff auf dem Cover dieses Buches:



      Nur, damit du mal eine Vorstellung von diesem abartigen Teil bekommst. :)

      Ich danke dir vielmals für deinen Kommentar und freue mich, dass es dir gefällt! :bew1:
      --------------------------

      Nun zu dir, Junge7:

      Latias ist Min confirmed o.O
      Die sollten sich mal treffen! *:O

      Aldaaldaalda, wie alt war Adine nochmal? 16? xD Ach, so eine liebenswürdige Herzdame!
      So um die 45, also eine übelste MILF, Junge7! *(H) Aber schön, dass du sie magst!

      Der Turm des Pintu setzt dem ganzen aber noch die Krone auf! :D
      Ob der von diesem namhaften Architekten namens Ba Yi erbaut wurde? *:O

      Danke, dass dir meine Beschreibungen gefallen. :)
      Ich bedanke mich gerade für ein subjektives Empfinden deinerseits. Was für eine verrückte Welt das doch ist.

      Der arme Kerl, er gibt sich solche Mühe! Immer dieses Flegelalter. :( Latias ist aber trotzdem süß.
      Das sieht ihr Bruder genauso und genau deswegen kann er ihr einfach nicht böse sein. :lol:

      Humorlos und Cadia ist so weit weg wie der Pluto von Le Havre. :achja:
      Luttwich ist wohl eher wenig humorvoll veranlagt aber stattdessen unfreiwillig komisch. :tlol:

      Oha, Frahm ist Fremdenführer in Alto Mare, gut zu wissen! *:O
      Ja, eherenamtlich. :flüster:

      Was ... für ... ein ... Monstrum. Jesus Christ. O.O Ich hoffe, ihr lasst Alderaan mit diesem Teil da in Ruhe!
      Das ist eine nicht zu unterschätzende strategische Ressource der Cadianer, um es mal so trocken zu formulieren. :noldcool:

      Ich danke auch dir, Junge7!

      Man sieht sich~

    • „Jetzt sind wir am Arsch, Bruderherz.“[/I], lautete Latias' lapidares Fazit. "Arceusverdammt nochmal, wo hat sie bloß immer diese Ausdrücke her?!",


      Och da gibts doch schlimmeres... Arsch ist doch kein schlimmes Schimpfwort :D


      „Alter. In Farbe und full-HD. Junge, fett!“



      Ja Junge, aber das nächste mal gefälligst in 3D klar? :sebi:
      Oder hast du mir letzten Endes etwa dort was besonders Romantisches in die Pampa lasern lassen? Ja, hier, hier kann man doch sowas wie ein großes, unförmiges Herz erkennen. Und da drin steht dann bestimmt „A+D forever


      Der Arme muss ihr jetzt auch noch herzen da rein lasern? :(


      Also wirklich. Ich doch nicht.


      Dabei ist Diddy doch so unschuldig :D


      besonders miese Sadistin


      Das ist das liebe arme Guardevoir schon wieder die Böse...


      wenn dieses Magnezone uns wirklich so einfach preisgeben würde.


      Das Magnezone, welches zuvor so dämlich war?


      Also so schwülstig daherreden wie Diddy kannst du immerhin schonmal, Respekt


      Da ist jemand neidisch weil sies nicht kann :sebi:


      ihr das noch unter die Nase zu reiben.


      Lieber nicht :nein:


      Pintuturms


      Pintu ist schon so fame *:O


      In solchen dunklen Sachen musste ihm in der Sonne doch höllisch warm sein?


      och mit Sonnenschirm geht das schon :D


      Interessiert mich kein bisschen, mein Führer!“,


      musste das sein? :nb:


      um nicht zu sagen fett wie ein Groink


      Solange nicht so fett wie ein Relaxo ist alles gut Leute


      Ah, da habe ich scheinbar einen wunden Punkt getroffen!“


      Jeder hat einen :D


      Ist es nicht so, dass jetzt, nachdem erst gestern Abend und noch die ganze Nacht lang Ihre überaus reizenden und ganz und gar nicht lauten Kampfjets, die mir kein bisschen den Schlaf geraubt haben, über Johto gebrettert sind, die „Lichter“ in Alto Mare und Johto die Lichter ausgehen lässt?“


      Es geht doch nichts über Sarkasmus.

      Höchst interessant das Kapitel, auch wenn das Gespräch ein bisschen verwirrend ist...

      Das beste war bis jetzt aber immer noch das mit der Reise und dem Karpadorteich :hihi:
    • Den Boss mobben

      So, Boss, du wirst mit meinem 88ten Beitrag diesen Monats gemobbt. :madlol:

      So, zu aller erst muss ich sagen, egal was man sonst von dir sagt oder hält oder denkt oder weiß der Geier was, ich will das hier einfach nur hinauszögern, aber du kannst schreiben.
      Wärst du nicht so faul, könntest du vielleicht sogar ein Buch schreiben. :lol:
      Von deinem Sprachstil, deiner Wortwohl, deinem Tempo würde es passen. Fragt sich nur, ob du kreativ und aktiv genug wärst.
      Ich wage das einfach mal zu behaupten.
      Ob das Thema des Buches die Käufer interessiert, ist allerdings eine andere Frage.

      Der Prolog war erste Sahne, wie du einfach die Geschichte Cadias wiedergibts und wie sie auf der Erde landen und dank ihren technischen Fortschritt bald alle übertrumpfen.
      Und das was folgte, war auch spitze.
      Wie die beiden Äons ihr normales Leben meistern und dann von einem Jet daraus geschleudert werden. Klasse Anfang.^^

      Mir gefallen die meisten Charaktere, sie haben einfach ihre Stärken und Schwächen, ihre Eigenheiten, entsprechen den Klischee um sie einordnen zu können, sind aber gleichzeitig individuell genug, um sich aus der grauen Masse abzuheben. Guter Spagat. :bew1:

      Allerdings habe ich eine Bitte an dich: Versuch deine Figuren nicht zu sehr in Klischeehafte Asitum abgleiten lassen. Mach sie ruhig asi, aber individuell asi. Ich will nicht immer den selben Typus Asi sehen. Mit Adine hast du schon einen richtigen Schritt getan. Lass sie aber nicht zu klischeehaft werden. Manchmal droht sie echt abzurutschen. Ich hoffe, du verstehst was ich meine.

      Insgesamt eine super Geschichte. Weiter machen. :bg:
    • Ich danke euch, Pokekachu und Dargos, für eure Kommentare! Wirklich, ihr helft mir damit sehr, ich weiß das zu schätzen! :sonne:

      Dieses Kapitel ist der erste Teil einer erneuten Kooperation zwischen Meowstic, dem Ankluas von filb, und mir!

      Diesmal ist es eine Kooperation mit seiner Geschichte "Mischblut" und seine Perspektive zu diesem ersten Kapitel der Kooperation könnt ihr hier finden.

      Viel Freude beim Lesen! :)



      Kapitel G7: Aus den Erinnerungen eines Guardevoirs

      „Bauernbraten“



      „Und das, meine Liebe, ist das Herzstück der „Lichter“!“
      Dieter vollführte eine ausholende Geste und in der finsteren Halle gingen mit lauten „KLACK“ nacheinander die Lichter an. Die Lichter auf der „Lichter“ gingen an. Ob er das Schiff nur wegen diesem peinlichen Wortspiel so getauft hatte?

      Ein ungläubiges „Oooooh!“ entwich Adine, als sich ihr der Mechanismus offenbarte: Durch den gigantischen, zylindrischen Raum führte genau durch die Mitte eine metallene Gangway. Um diese Gangway herum befand sich ein mindestens ebenso riesiges, holzylindrisches Gebilde, dessen Grundflächen offen waren. Es sah ein bisschen aus wie die größte Käsereibe, die Odette je gesehen hatte und wohl auch die tödlichste, denn sowohl auf der Außen- als auch auf der Innenfläche befanden sich Milliarden kleine Messer. Oder zumindest Dinger, die aussahen wie Messer und auch so scharf anmuteten. Und das Ding schwebte. Diese runde Käsereibe wurde durch Magnetismus dazu gebracht, so im Raum zu schweben, dass die Gangway genau durch seine Mitte verlief.
      „Also, jetzt befindet sich die „Lichter“ in genau der Position, dass wir die Sonne über Alto Mare verdunkeln. Es wird Zeit, den Hauptantrieb zu zünden! Das gibt hübsche lila Polarlichter für den ganzen Planeten, sogar am Tag.“, freute sich Dieter wie ein kleiner Junge mit einem neuen Spielzeug. Opportunity stimmte mit einem begeisterten Knistern zu.
      Die „Käsereibe“ begann langsam zu rotieren und die Luft um Odette wurde mit einem Mal warm und zäh. Adine stellte sie ihrem Mann zur Abwechslung mal eine technische Frage: „Und mit diesem Antrieb reisen wir ohne uns fortzubewegen, indem wir den Raum um uns herum krümmen und so ein Loch in das Raum-Zeit-Gefüge selbst schlagen, richtig?“ Dieter grinste und antwortete: „Na ja, fast. Die Realität ist ein bisschen komplizierter, bei einer Fehlfunktion zum Beispiel, da fällst du „durch das Raster“ und bist am besten noch in einer Dimension voller Wahnsinn und Gewalt gefangen, wie die Typen aus diesem einen Science-Fiction-Film aus den 90ern, das hatte ich auch mal, ist nicht besonders nett. Oder eben sonst irgendwo, auf jeden Fall nicht dort, wo du sein wolltest…“
      Bei diesen Worten lief es Odette kalt den Rücken runter. Dieses dort allmählich auf Touren kommende, rotierende Ding mit seiner seltsamen Ausstrahlung konnte sie geradewegs in die Hölle katapultieren? „Mach mir keine Angst…“, mahnte sie den Menschenmann „Woran erkennt man denn, dass das passieren wird?“
      Dieser deutete, mit der Zigarre in der Hand, von dem Balkon aus, von dem aus sie dem Schauspiel zusahen, in Richtung des mittlerweile unwahrscheinlich schnell rotierenden Messerzylinders. Das widersinnige Konstrukt schien in der Mitte zu glühen und zog gewaltige Funken an der Wand entlang.
      „Daran.“, sagte Dieter schließlich in aller Ruhe.
      Ein helles Licht, welches rasend schnell auf sie zukam, an mehr erinnerte Odette sich nicht mehr.
      ***


      Ein Mädchen, welches versuchte, Adine zu ermorden, als diese betrunken auf einer Parkbank in Osaka schlief. Das Mädchen hatte Hörner und einen Schweif, wie ein kleiner Luzifer…und diese roten Augen erst! Sie wurde von einem ebenso finsteren Vulnona begleitet, dessen Attacken Odette schwer zusetzten, während sie ihre Freundin verteidigte. Die Aura der teuflischen, jungen Dame bereitete dem Psychopokémon fürchterliche Kopfschmerzen.
      War sie das? Diese Dimension des Grauens, von der Dieter erzählt hatte?

      Jetzt hieb ihr das Vulnona mit seinen Pranken ins Gesicht.
      Watsch, Watsch, Watsch… „Hey!“
      „Hey!“
      „Verdammt, wach auf, du kannst sterben wenn du tot bist! Aber nicht jetzt, hast du kapiert?!“
      Das war doch…Adine?
      Aber wo war das Teufelsmädchen? Hatte sie sie etwa…?
      Und plötzlich konnte sie die Augen öffnen. Sie starrte in das durchaus hübsche, aber strenge Gesicht Adines, die über ihr lehnte. „Wieder unter den Lebenden? Gut. Dir wird gefallen, wo wir rausgekommen sind.“
      Sie stand auf und sah sich um.

      Ganz offenbar befand sie sich noch immer in einem Raumschiff, wenngleich auch nicht mehr an Bord der „Lichter“. Zumindest ließen die völlig verbogenen Metallwände und das fehlende, an Bord der „Lichter“ so konstante Dröhnen im Hintergrund darauf schließen. Und zu allem Überfluss war sie der Meinung, einen leichten Luftzug zu spüren und sogar leises Vogelgezwitscher zu vernehmen. Das war nicht gut, das war ganz und gar nicht gut.
      Aus dem lädierten Shuttle herausgetreten offenbarte sich ihr das ganze Schlamassel: ihr demoliertes Gefährt steckte in einem Acker, der seinerseits wiederum Teil eines mittelalterlich anmutenden Bauerndorfes war. Abgestürzt waren sie offenbar, aber nach Alto Mare oder zumindest Neu-Terra, wie man die neue Heimat in Cadia nannte, sah das ganz und gar nicht aus. Zwar waren sie von wütenden Bauern mit Mistgabeln und Fackeln umgeben, doch zu ihrer Erleichterung sahen sie halbwegs menschlich aus und sprachen eine Sprache, die an die Französische erinnerte. Ebenso beruhigt war sie, als sie Dieter samt Opportunity erblickte. Sie waren also komplett und mehr oder minder unverletzt.
      Ihr Begrüßungskomitee wurde überdies von einer höchst eigenartigen Frau angeführt. Sie hatte lange, rabenschwarze Haare, goldene, katzenhafte Augen und…Flügel. Lange, engelshafte Flügel mit goldenen und schwarzen Federn. Einen kurzen Moment lang wunderte sie sich, dann befand Odette, dass sie definitiv schon Verrückteres gesehen hatte.

      "Hübsche Federn, die Sie da haben, Madame", versuchte Dieter zumindest ein bisschen höflich zu sein. Angesichts der fatalen Zerstörung –in der Schleifspur ihrer Bruchlandung schien so etwas wie ein Haus gestanden zu haben und überall lagen Trümmer- war das vielleicht auch gar nicht die schlechteste Idee. Die Frau mit den Engelsflügeln beäugte sie nur misstrauisch und ein klein wenig verwirrt, wofür Odette allerdings Verständnis hatte. Adine jedoch entschloss sich, einem positiven Eindruck erst gar keine Chance zu lassen: Aus einer Tasche ihrer Uniformjacke zog sie die zerbröselnden Reste dessen heraus, was einmal ihr Smartphone gewesen war. „Fu*k, mein Handy ist Schrott, sonst hätte ich jetzt ein Foto machen können! Glaubt mir doch sonst keiner. Ist das krass, Junge!“
      Wie zu erwarten zog die geflügelte Dame plötzlich ein Gesicht, als hätte sie in etwas sehr Saures gebissen. Odette konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Deutsche in diesem Quasi-Frankreich, wie zu erwarten, nicht unbedingt beliebt waren.

      Aber wowaren sie eigentlich wirklich? Sie wollte gerade fragen, da brüllte sie auch schon einer der Bauern an: „WAS MACHST DU DENN HIER?!“. Dieser Französisch-Verschnitt war erstaunlich leicht zu verstehen, so man denn Französisch sprach! Trotzdem fühlte sie kurze Zeit später wieder dieses unangenehme Gefühl im Kopf, wie jedes Mal, wenn Opportunity sein Wissen mit ihnen teilte. Dieses Mal war es eine Sprache, die sich laut ihm „Hexalois“ nannte. Adine schrie nichtsdestotrotz auf Deutsch zurück: „PARKEN, F****! SIEHST DU DOCH!“ Keiner der Bauern schien Deutsch zu verstehen, denn ohne auf die Beleidigung einzugehen fragte Einer, mit Fingerzeig auf das Wrack des Shuttles, was das denn für ein Ding wäre. „DAS'N SHUTTLE!“, lautete Adines Antwort, wieder auf Deutsch. „Sie verstehen dich nicht. Wie auch?“, erbarmte sich Odette ihr mitzuteilen. "JA NA UND?“, keifte sie „Diddy, sag auch was.", fuhr sie zu ihrem Mann herum. Dieser zog genüsslich an seiner Zigarre und verkündete mit seiner üblichen, sonoren Stimme: „"Ich würde sagen, durch unsere Punktlandung in einem Bauernhaus mit unserem mehrere tausend Grad heißen Shuttle haben wir dem Wort "Bauernbraten" eine völlig neue Definition verliehen“. Odette wollte sich am liebsten eingraben gehen. Warum mussten die beiden Menschen sich immer dann so rücksichtslos und unnötig boshaft geben, wenn es am wenigsten passte?
      Von allen Seiten kamen nun, die Mistgabeln und Sensen erhoben, die Bauern und deren Pokémon, wie etwa Tauros und Ampharos, langsam und bedrohlich auf sie zugeschritten. Odette zögerte keinen Moment, denn schließlich bestand akute Gefahr: eine flächendeckende Psychokinese schmetterte alle lebenden Organismen in ihrer näheren Umgebung zu Boden. Lediglich die seltsame Frau mit den Katzenaugen und den Flügeln zuckte nicht einmal mit der Wimper. Als das Guardevoir realisierte, was sie getan hatte, verspürte sie den plötzlichen Drang, sich zu entschuldigen: "Das war einfach. Äh, tut mir leid meine ich natürlich!“, korrigierte sie sich umgehend. „Verdammt!"
      Adine jedoch ließ die Bemühungen ihrer Pokémongefährtin zur Deeskalation hinfällig werden, indem sie aus ihrer Umhängetasche eine Bierdose kramte und mit den Worten „Was für ein warmer Empfang. Dann trinke ich hiermit auf die Völkerverständigung.“, gekrönt von einem „Prost!“ eine Fontäne aus Bier und Schaum in Richtung der katzenhaften Empfangsdame schoss. Immerhin konnte sie genauso ausweichen wie eine Katze und vermied es so, klebriges, stinkendes Bier abzubekommen. Zumindest Odette wusste überhaupt nicht, was Adine eigentlich an dieser benebelnden Brühe fand.

      "Was seid ihr? Spione aus dem Kaiserreich?", zischte die Frau schließlich, wobei sie noch mehr wie eine Raubkatze wirkte als zuvor. "Ja keine Ahnung, liegen Nordrhein-Westfalen und Thüringen denn in diesem "Kaiserreich"? Da östlich ist doch Deutschland, oder?“ sinnierte Dieter „Mir jedenfalls stellte es sich aus dem Orbit so dar..." Adines Interesse für Wissenschaft und Technik war mit dem Bier aus ihrer Dose entschwunden, also fuhr sie in ihrer üblichen Art und Weise die Konversation wieder gegen die Wand: „Ja, Junge! Welches Jahr haben wir denn?“
      "Wir schreiben das Jahr 1128 nach Necarios ...", lautete die überhaupt gar nicht genervte Antwort. Wer auch immer dieser „Necarios“ nun sein mochte. Odette nutzte das kurze Schweigen, um die eigentliche Frage hektisch zu beantworten: „Und nein, wir sind keine Spione!“. Sie hoffte, dass man ihr die Nervosität nicht anmerkte. Und wieder einmal war es Adine, die ihre Bemühungen, nicht wie die letzten Idioten dazustehen, torpedierte: ein Soldat in der Nähe, welcher ganz offensichtlich ein Mongole war, wurde von Adine mit einem überaus peinlichen „Heyyyy, verrückter Mongol!!“ bedacht. Odette schlief das Gesicht ein.
      „Nicht dein Ernst ...nicht dein Ernst ...“, wiederholte sie. Adine war durch dieses Was-auch-immer, was an Bord der „Lichter“ geschehen war, offensichtlich noch bescheuerter geworden. Dieter hingegen lachte nur und zog munter an seiner Zigarre.
      Mit noch immer ärgerlich verengten Augen fauchte die geflügelte Frau eine Antwort: "Sachsen? Soll das eine Verballhornung von Saxxiyan darstellen?“ Dieter hatte zwar „Thüringen“ gesagt, wo er schließlich auch herkam, aber offenbar war das noch nicht erfunden. „Land des Feindes ... natürlich Feinde“ -Odette stockte der Atem- „... ich schleppe euch nun erst mal vor unser Tribunal, hahahaha!"
      Unsicher, wie sie auf diese keinen Widerspruch zulassende Feststellung reagieren sollte, sah das Guardevoir zu ihren menschlichen Begleitern herüber: Adine starrte sie nur grimmig an. Dieter hingegen zog noch immer tiefenentspannt an seiner Zigarre und tat schließlich seine Meinung dazu kund: "Ich hoffe, das ist wenigstens in Paris oder wie auch immer ihr hier eure Hauptstadt nennt?“ er deutete mit dem Finger in den Himmel: „Ach ja, guckt doch mal nach oben."

      Und da war sie.
      Die gigantische Säule der „Lichter“ hing dort am Himmel, ein Odette durchaus vertrauter Anblick. Nur sah das Schiff ein wenig anders aus als sonst.
      Ein wenig viel anders.
      Die „Lichter“ war in der Mitte zerbrochen wie ein Betonpfeiler nach dem Karateschlag eines Haryiamas. Der riesige Ring, der den Rumpf in der Mitte normalerweise umspannte, schwebte knapp neben dem Wrack, inmitten einer Wolke aus glitzernden Trümmern.

      So schnell würden sie nicht nach Hause kommen, ganz sicher nicht. Odette lief es bei diesem schauerlichen Anblick eiskalt den Rücken herunter. Der Empfangsdame ging es nicht anders und angesichts ihres offenkundigen Erstaunens lachte Adine nur kurz: „Ha, owned!“ Ihr Mann zog nur genüsslich an seiner Zigarre, blies den dichten Rauch aus und fragte wie beiläufig "Ist hübsch, ne?"
      Und das Psychopokémon verstand jetzt auch, warum Dieter sich so stoisch gab: die „Lichter“ war sein persönliches Kleinod, ihre Zerstörung kam für ihn der Zerstörung Europas gleich. Sie wettete, dass er unfassbar wütend war, denn dann gab er sich meistens betont ruhig und gelassen, wie ein besonders gerissenes Raubtier. „Sieh mal genauer hin.“, meldete sich die metallische Stimme Opportunitys in ihrem Kopf und ließ kurz das Bild eines nachtschwarzen Deltas aufflammen.
      Die X8. Dieters zweitliebstes Spielzeug, ein Tarnkappenflugzeug riesigen Ausmaßes und nach der „Lichter“ das am weitesten fortgeschrittene und am schwersten bewaffnete Stück Technologie im Arsenal Cadias. Das war Dieters Lebensversicherung, denn ohne Vorwarnung konnte es aus den Waffenschächten der X8 jederzeit Tod und Verderben auf diese offenbar technisch weit weniger fortgeschrittene Zivilisation regnen. Odette hatte das bisher einmal erlebt, im cadianischen Einigungskrieg, das war eine Vorstellung gewesen, die sie noch heute in ihren Träumen heimsuchte.

      Vom Boden aus war es jedoch nur ein winziges, schwarzes Dreieck. Sie hoffte inständig, dass ihre neue Bekanntschaft nicht allzu gründlich nach oben sehen würde.
      Erstaunen und Entsetzen waren aus deren Gesicht bereits wieder gewichen und sie blaffte nur: "MITKOMMEN!" Adine verzog trotzig das Gesicht und wandte sich auf Deutsch quengelnd an ihre bessere Hälfte: "Diddy, müssen wir wirklich? Die nervt und ich habe keine Lust..." Klar, sie war es gewohnt, dass die Dinge sich nach ihrem Willen richteten. Aber diesmal befanden sie sich wirklich in einer Situation, über die auch Dieter nur geringe Kontrolle hatte. "Geht voran", sagte dieser schließlich, ohne auf seine Frau einzugehen.

      "Gibt es was zu glotzen?", ätze Adine schon bald in Richtung ihrer geflügelten Eskorte. Odette schaltete gelangweilt auf Durchzug und bekam somit nur am Rande mit, wie die Frau vor Adine irgendeinen Trick mit ihren Haaren vollführte, worüber diese derartig erschrak, dass sie ihre Bierdose fallen ließ und der ungerührt auffliegenden Geflügelten mit den Worten "Alter, ist ja richtig gefährlich. Mach das nochmal und ich mach dich kaputt!" drohte.
      Fliegende Menschen mit Engelsflügeln. Was es nicht alles gab. Nach über 200 Jahren Flugzeit nach Neu-Terra an Bord der „Lichter“ war das Guardevoir nicht mehr so leicht zu beeindrucken.
      „Die Fremde könnte sich zu einer Bedrohung entwickeln.“, hallte die schrille Stimme Opportunitys erneut durch Odettes Kopf, „Soll ich sie direkt neutralisieren oder einen Luftschlag veranlassen?“
      Dieter, der diese Mitteilung auch mitbekommen hatte, schüttelte jedoch den Kopf und wandte sich entspannt an sein Magnezone: "Lass mal, wir wollen keinen Streit. Sieh lieber zu, dass Adine nicht bemerkt, dass du 180kg wiegst und fast komplett aus Neodym bist..."
      Neodym! Natürlich! Jetzt verstand Odette, welchen Plan Dieter verfolgte: das Prinzip, nach dem der Antrieb der „Lichter“ funktionierte, fußte im Wesentlichen auf starkem Magnetismus. Die stärksten bekannten Magnete wurden aus dem metallischen Element Neodym hergestellt. Da der Antrieb aber ganz offensichtlich explodiert war, brauchten sie Neodym, um die Selbstreparatur des Schiffes zu versorgen und dadurch wieder nach Hause zu kommen.
      In der Zwischenzeit hatte sich die geflügelte Frau offenbar mit einer ähnlichen Frage an Dieter gewandt, denn dieser erklärte ihr gerade sein Anliegen: „"…Metall. Wie ihr seht, sind unsere äh ... himmlischen Gefährte ziemlich kaputt. Um wieder nach Hause zu kommen, brauchen wir mindestens 50kg dieses seltenen Metalls mit seinen wundersamen Eigenschaften. Habt ihr in eurem Reich begnadete Wissenschaftler, die sich mit derlei Materialien beschäftigen? Im Gegenzug können wir euch gern Baupläne oder vorgefertigte Geräte von uns überlassen, unsere Datenbanken sind noch in Ordnung und da wird es Einiges geben, was euch interessiert..."
      "Ich interessiere mich weniger für solche Angelegenheiten, aber da gibt es jemanden, der sich besser damit auskennt.“, bestätigte ihn die Eskorte in seinem Vorhaben. Seine Rechnung schien aufzugehen! „Allerdings muss sich das für uns enorm lohnen!", setzte sie nach. Adine kam Dieter mit einer Erwiderung zuvor: „Warte, du willst diesen Bauerntrampeln allen Ernstes Panzer, Raketenwerfer und Atombomben geben? Bist du bescheuert?!“, fuhr sie ihn auf Deutsch an.
      „Atombombe, gutes Stichwort!“, gab er ihr freudig zur Antwort und wandte sich danach wieder auf Hexalois an die noch immer Namenlose: „Wie wäre es zum Beispiel mit einer Bombe, deren Zerstörungskraft auf demselben Prinzip wie die Sonne fußt? Ihr entfesselt damit quasi die unbändige Gewalt der Sonne gegen eure Gegner, das sieht ganz nett aus und ist schön warm ...“ Odette war fassungslos ob der Unbeschwertheit mit der er über die Waffen sprach, die ihre Heimat in Schutt und Asche gelegt hatten. „Wir wollen nicht ZERSTÖREN, wir wollen erschaffen!“, schien zumindest das die Geflügelte genauso zu sehen.

      Wie ein Zapplarang wand sich Dieter erneut aus der Situation heraus: "Erschaffen? Wie wäre es, ganze Häuserzeilen auf Knopfdruck erschaffen zu können? 3D-Drucker und selbstreplizierende Nanomaschinen werden Euch da sicherlich gefallen!" Er log ja noch nicht mal. Dank solcher Technologien hatte Cadia auf Neu-Terra so schnell wieder zu solcher Stärke gefunden.
      Damit schien er einen Nerv getroffen zu haben: ihre Begleitung schwankte hin und her zwischen Misstrauen und offenkundiger Verzückung. „Uuuuuh ... aber das ist doch ... nein, so etwas ist doch utopisch! Egal, ich werde Euch eben zu der amtierenden Göttin dieser Welt UND Mademoiselle Léonie bringen.“ Adine schien davon begeistert: „Göttin dieser Welt? Hey, die Dame klingt mir irgendwie sympathisch“ Also würden sie jetzt wahrscheinlich zum Langhaus oder der Burg einer lokalen Fürstin gehen. Odette wunderte sich nicht, dass Dieter es angesichts dessen vermied, Munition zu verschwenden. „Gar nicht utopisch, nur deutsche Ingenieurskunst.“, gab er der Frau noch zu bedenken.
      Eigentlich hatte sie ja einen grauen, halb verfallenen Bau aus mit Moos bewachsenen Bruchsteinen erwartet. Eine echte, verschimmelte Mittelalterburg eben. Genau von der Sorte, wie Odette sie schon immer gehasst hatte, da sie als Guardevoir das genaue Gegenteil von dick war und somit ständig fror. Stattdessen befanden sie sich in einem Palast, der nicht nur von außen wie eine riesige Verschwendung von Volksvermögen aussah, sondern sich wenig überraschend innen auch als eine Solche präsentierte. Durch mit Teppichen ausgelegte, von prunkvollen Statuen und offensichtlich teuren Gemälden dekorierte, unzählige Korridore standen sie jetzt in einem unsagbar reich dekorierten Flur, von dessen Decke scheinbar tonnenschwere, massive Kronleuchter hingen. „Boah, nette Hütte. Diddy, ich will sowas daheim auch haben“, kommentierte Adine die eindrucksvolle Inneneinrichtung. Die Wände und sogar die Decke waren derartig üppig mit Spiegeln verkleidet, dass sie sich prompt ausmalte wie es wäre, wenn Opportunity darin Blitz einsetzen würde. Der Gedanke an die von ihrer eigenen Prunksucht erblindeten Einheimischen entlockte ihr ein leises Kichern.
      Die scharfe Stimme der Frau mit den Engelsflügeln machte ihren kleinen Moment der Freude zunichte: "Alle Waffen werden eingesammelt. Ohne Ausnahme"
      "Iiiiiiist das krass...so viel Gold", staunte Adine weiter, zu Odettes Leidwesen sogar mit offenem Mund. Und diese Frau war Marschall des cadianischen Heeres, das musste an dieser Stelle vielleicht noch erwähnt werden.
      Dieter war offenbar zu ähnlichen Schlüssen gelangt: "Jetzt benimm dich doch mal nicht wie die letzte Deutschtouristin!“, wies er sie zurecht. „Zu mir sagst du vor fünf Jahren noch, Silber würde dir reichen und Grautöne findest du generell besser, aber jetzt sowas." Das stimmte, das Erscheinungsbild Cadia Citys wurde von metallischen Silber- und Grautönen dominiert, unter anderem auch, weil Adine Gold als „viel zu mainstream“ abgetan hatte. Er zog seine großkalibrigen Pistolen aus dem Halfter und reichte sie mit den Worten „Bitte, brauch ich eh nicht.“, der misstrauisch dreinschauenden Dame.
      Adine fummelte hektisch an ihrem Gürtel herum, sah mit einem Mal auf und wurde bleich: „F*ck, ich hab mein Katana im Shuttle liegen lassen...", fluchte sie. Dieter reichte der Katzenäugigen hingegen sein Katana, welches ohnehin das Bessere von Beiden war, und sie tat ihre Meinung zum Thema Farben kund: "Nichts übertrifft die göttliche Farbkombination aus Schwarz und Gold ...", verkündete sie und trat zu der massiven, reich verzierten Tür am Ende des Flures an der sie schließlich klopfte. „"Setsuna!? Du hast ... wie soll ich das sagen ... eine ganz besondere Art von 'Besuch' bekommen ..." "Stimmt, besonders, wenn man noch Rot dazunimmt", ergänzte Dieter erst jetzt, denn er hatte gedankenverloren Opportunity angestarrt, der diese und damit die jetzigen cadianischen Nationalfarben alle widerspiegelte.

      Dass sich hinter der geöffneten Pforte eine halbkreisförmige Formation von sechs grimmigen Caesurio befand, störte Dieter nicht sonderlich, als er mit den Worten „Los, ich möchte mal mit der Patin sprechen“ mehr oder minder deutlich nach einer Audienz verlangte. Odette hielt es für angebracht, ihre langjährige Freundin zu warnen: „Bitte, benimm' dich jetzt, Adine, das scheint mir die Kaiserin zu sein ...“ Man konnte ja nie wissen. Adine hatte sich schon auf der Erde einmal schwer vor dem russischen Präsidenten blamiert. Zum Glück war das aber eh ein sehr saufseliger Abend gewesen, weshalb es zu verschmerzen gewesen war.
      Die Kaiserin selbst war offenbar ein ähnliches Wesen wie ihre Eskorte, allerdings eine weitaus imposantere Erscheinung: ein eleganter schwarzer Hut zierte ihren Kopf, während ihr restlicher Körper in ein ebenfalls schwarzes, aber mit jede Menge Edelsteinen und Goldstickereien verziertes Gewand gehüllt war. Ein Kimono. Von Dieter stets auch liebevoll „Japanerbademantel“ genannt.
      "Nun, Kagayaku, wertes Schwesterchen. Darf ich fragen, was du uns mitgebracht hast?", hallte ihre eigentlich ganz wohlklingende Stimme durch den Saal. Kagayaku hieß ihre Begleitung also!
      "Sprecht. Wer seid ihr, woher kommt ihr und am wichtigsten ist: warum seid ihr hier?", wandte sich Kaiserin Setsuna an die Weltalltouristen. Dieter setzte ohne Luft zu holen an: "Ich bin mal so frei für uns zu sprechen. Mein Name ist Dieter Memel und das ist meine bezaubernde Frau Adine Ritona. Wir werden begleitet von Odette und Opportunity. Was wir hier suchen ,ist ein Weg nach Hause, denn bestimmt ist euch dieses seltsame Gebilde am Himmel schon aufgefallen. Das ist...wie soll ich das jetzt formulieren...unseres. Und ziemlich kaputt. Wir brauchen Material zur Reparatur und sind im Gegenzug gewillt, euch an unserem Wissen und unserer Ingenieurskunst teilhaben zu lassen"
      "Ach davon hat Yatagarasu mir berichtet ...", war die lapidare Antwort der Kaiserin. Scheinbar war das in dieser Welt nichts Ungewöhnliches. Nach einem kurzen Moment des Überlegens fuhr sie fort: "Monsieur Thierry, wie kann ich sicher stellen, Dass Ihr uns nicht ausnutzt oder hintergeht?"

      Die Frage war berechtigt. Hätte er einen Nutzen daraus ziehen können, hätte er es sofort getan. So aber war ihm dieses Land herzlich egal. Und Odette, wenn sie so darüber nachdachte, eigentlich auch.
      Und wieder war es an Dieter, seine komplexen Gedankengänge im Schnelldurchlauf zu erklären: „Nun, ich sage es wie's ist, ohne dieses - nebenbei bemerkt sehr wertvolle und seltene - Material sitzen wir hier fest. Ich weiß nicht wo es ist, aber ihr habt die Wissenschaftler eures Reiches unter eurer Kontrolle und wisst genau, wer an was forscht und wer was besitzt. Wir sind sozusagen auf eure Hilfe angewiesen, um es zu finden...und diese Hilfe werden wir euch gern reich belohnen, denn nach den nötigen Reparaturen verschwinden wir einfach auf Nimmerwiedersehen. Ich habe ziemlich viele Soldaten auf dem Weg hierher gesehen. Seid ihr im Krieg? Wie wäre es dann mit einer Waffe aus den Tiefen der Hölle selbst, die eure Feinde in einem gewaltigen Umkreis einfach zu Asche verbrennt...?“
      „Ja sicher, gib ihnen doch am besten noch die X8 und schenk ihnen einen Flugzeugträger samt Besatzung!“, keifte Adine auf Deutsch.
      „Meine liebe Adine.“, sagte Dieter unbeeindruckt „Es ist mir doch total egal was aus diesem Planeten und seinen Einwohnern wird. Sollen sie sich doch gegenseitig im atomaren Feuer grillen, mir doch egal. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich will nach Hause.“

      Mit diesen Worten wandte er sich wieder der Kaiserin zu, gespannt darauf, was diese als nächstes zu verkünden hatte...

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    • Ob er das Schiff nur wegen diesem peinlichen Wortspiel so getauft hatte?

      Aiman Abdallah und Daniel Illuminati gehen der Sache auf den Grund ... *:O

      Es sah ein bisschen aus wie die größte Käsereibe, die Odette je gesehen hatte und wohl auch die tödlichste, denn sowohl auf der Außen- als auch auf der Innenfläche befanden sich Milliarden kleine Messer.

      Endlich kann ich mir das Teil auch mal genauer vorstellen als bisher. :tlol:

      „Na ja, fast. Die Realität ist ein bisschen komplizierter, bei einer Fehlfunktion zum Beispiel, da fällst du „durch das Raster“ und bist am besten noch in einer Dimension voller Wahnsinn und Gewalt gefangen, wie die Typen aus diesem einen Science-Fiction-Film aus den 90ern, das hatte ich auch mal, ist nicht besonders nett. Oder eben sonst irgendwo, auf jeden Fall nicht dort, wo du sein wolltest…“

      Oder dichse landen auf Planete Naboo, wo da warten oberse Kanseler vom Naboo mit treusten Kriegers Namen JarJar! Michse sich freut dichse zu sehen!

      Ein Mädchen, welches versuchte, Adine zu ermorden, als diese betrunken auf einer Parkbank in Osaka schlief. Das Mädchen hatte Hörner und einen Schweif, wie ein kleiner Luzifer…und diese roten Augen erst! Sie wurde von einem ebenso finsteren Vulnona begleitet, dessen Attacken Odette schwer zusetzten, während sie ihre Freundin verteidigte. Die Aura der teuflischen, jungen Dame bereitete dem Psychopokémon fürchterliche Kopfschmerzen.

      Das ist ja so wunderschön. Man kann nicht einmal unterscheiden, ob es sich hierbei um Realität oder doch nur Angstzustände im Albtraum handelt. Das Schlimme daran ist, dass es tatsächlich wirklich passiert sein könnte. Herzallerliebst. :ws:

      Aus dem lädierten Shuttle herausgetreten offenbarte sich ihr das ganze Schlamassel: ihr demoliertes Gefährt steckte in einem Acker, der seinerseits wiederum Teil eines mittelalterlich anmutenden Bauerndorfes war.

      Ach ja, das wunderschöne Jambville. Eine Metropole, ganz dem Puls der Moderne angepasst. :ws:

      Zwar waren sie von wütenden Bauern mit Mistgabeln und Fackeln umgeben, doch zu ihrer Erleichterung sahen sie halbwegs menschlich aus und sprachen eine Sprache, die an die Französische erinnerte.

      Mourez! Merde! Putain! Grrrr! :@

      Ihr Begrüßungskomitee wurde überdies von einer höchst eigenartigen Frau angeführt. Sie hatte lange, rabenschwarze Haare, goldene, katzenhafte Augen und…Flügel. Lange, engelshafte Flügel mit goldenen und schwarzen Federn. Einen kurzen Moment lang wunderte sie sich, dann befand Odette, dass sie definitiv schon Verrückteres gesehen hatte.

      Kagayaku! :w: Ja, es gibt da wesentlich merkwürdigere und verstörende Wesen!

      Adine jedoch entschloss sich, einem positiven Eindruck erst gar keine Chance zu lassen:

      Ich liebe ja immer diese wundervoll kreativen Beschreibungen bestimmter Handlungen, die deine Protagonisten immer etwas ungehobelt dastehen lassen. Sowas bringe ich leider viel zu selten ein, auch wenn es aus der Ich-Perspektive vielleicht einfach nicht so oft benutzt wird wie zum Beispiel hier. Ich liebe diese Stellen mit deinen Sympathieträgern. :tlol:

      Wie zu erwarten zog die geflügelte Dame plötzlich ein Gesicht, als hätte sie in etwas sehr Saures gebissen. Odette konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Deutsche in diesem Quasi-Frankreich, wie zu erwarten, nicht unbedingt beliebt waren.

      Wobei zwei der größten Stadtbild-Veränderer deutsche Wurzeln hatten, Gustave Eiffel (nicht nur der Turm, auch zahlreiche Brücken) und Eugène Haussmann (Boulevards von Paris ab 1850)! Aber ja, Kagayaku war weniger glücklich über dem Besuch aus dem "Kartoffelland" ohne Kartoffeln, zumindest zu diesem Zeitpunkt. :lol:

      Dieser zog genüsslich an seiner Zigarre und verkündete mit seiner üblichen, sonoren Stimme: „"Ich würde sagen, durch unsere Punktlandung in einem Bauernhaus mit unserem mehrere tausend Grad heißen Shuttle haben wir dem Wort "Bauernbraten" eine völlig neue Definition verliehen“.

      Ein Mann, wie ein Vulkan, ein waschechter Brasilianer! :w:

      Odette wollte sich am liebsten eingraben gehen. Warum mussten die beiden Menschen sich immer dann so rücksichtslos und unnötig boshaft geben, wenn es am wenigsten passte?

      Diese beiden Sympathieträger sind einfach echte Tausendsassa, die haben ein Gespür für diese Szenen. :tlol: Wunderschöne New Kids-Filmszene übrigens. :szwink:

      Adine jedoch ließ die Bemühungen ihrer Pokémongefährtin zur Deeskalation hinfällig werden, indem sie aus ihrer Umhängetasche eine Bierdose kramte und mit den Worten „Was für ein warmer Empfang. Dann trinke ich hiermit auf die Völkerverständigung.“, gekrönt von einem „Prost!“ eine Fontäne aus Bier und Schaum in Richtung der katzenhaften Empfangsdame schoss.

      Die arme Odette, die tut mir einfach immer leid. :( Sie ist die Einzige, die sich wirklich mal Mühe gibt. xD Aber gut, dass die Sphinxen von Natur aus einen Flüssigkeitsfluchtreflex besitzen. ^^

      Zumindest Odette wusste überhaupt nicht, was Adine eigentlich an dieser benebelnden Brühe fand.

      Ja, Odette. Die Arme. :( Du kannst Odette in dieser Hinsicht sicher nachvollziehen, oder? *:O

      Adines Interesse für Wissenschaft und Technik war mit dem Bier aus ihrer Dose entschwunden, also fuhr sie in ihrer üblichen Art und Weise die Konversation wieder gegen die Wand: „Ja, Junge! Welches Jahr haben wir denn?“

      Elefant im Porzellanladen, Junge :tlol: Man müsste Adine mal nach Limoges oder Lunéville zu den edlen Fayence-Sets schicken, die würde alles zerlegen. xD

      Und wieder einmal war es Adine, die ihre Bemühungen, nicht wie die letzten Idioten dazustehen, torpedierte: ein Soldat in der Nähe, welcher ganz offensichtlich ein Mongole war, wurde von Adine mit einem überaus peinlichen „Heyyyy, verrückter Mongol!!“ bedacht. Odette schlief das Gesicht ein.

      Diese Frequenz von Minuspunktesammeln bei der einheimischen Bevölkerung, die ist einfach atemberaubend. xD

      Die schöne Lichter. Komplett gehimmelt. Haha, "Himmel". Da wäre die jetzt gerne. :swink:

      Und das Psychopokémon verstand jetzt auch, warum Dieter sich so stoisch gab: die „Lichter“ war sein persönliches Kleinod, ihre Zerstörung kam für ihn der Zerstörung Europas gleich. Sie wettete, dass er unfassbar wütend war, denn dann gab er sich meistens betont ruhig und gelassen, wie ein besonders gerissenes Raubtier. „Sieh mal genauer hin.“, meldete sich die metallische Stimme Opportunitys in ihrem Kopf und ließ kurz das Bild eines nachtschwarzen Deltas aufflammen.

      Der arme Dieter. Der ganze Stolz eines nun gebrochenen Mannes. T_T Aber in dem Ding steckt ja noch mehr, als ich je gedacht hatte. Gut, dass Kagayaku von diesem "Potential" nichts weiß, die wäre durchgedreht. :D

      Erstaunen und Entsetzen waren aus deren Gesicht bereits wieder gewichen und sie blaffte nur: "MITKOMMEN!" Adine verzog trotzig das Gesicht und wandte sich auf Deutsch quengelnd an ihre bessere Hälfte: "Diddy, müssen wir wirklich? Die nervt und ich habe keine Lust..." Klar, sie war es gewohnt, dass die Dinge sich nach ihrem Willen richteten. Aber diesmal befanden sie sich wirklich in einer Situation, über die auch Dieter nur geringe Kontrolle hatte. "Geht voran", sagte dieser schließlich, ohne auf seine Frau einzugehen.

      Ich will, ich will, ich will! xD Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie Adine frustriert mit dem Fuß aufgestampft hat! :D Wie eine Dreijährige, die ihr Snickers nicht bekommt!

      "Alter, ist ja richtig gefährlich. Mach das nochmal und ich mach dich kaputt!" drohte.

      Ja, biste baff, Alter! :hi:

      Fliegende Menschen mit Engelsflügeln. Was es nicht alles gab. Nach über 200 Jahren Flugzeit nach Neu-Terra an Bord der „Lichter“ war das Guardevoir nicht mehr so leicht zu beeindrucken.

      Sie hat sicher die gesamte Star Wars- und Star Trek-Fauna erlebt. Ob sie auch einen Vulkanier getroffen hat? :( Spock! :noldxheul:

      „Die Fremde könnte sich zu einer Bedrohung entwickeln.“, hallte die schrille Stimme Opportunitys erneut durch Odettes Kopf, „Soll ich sie direkt neutralisieren oder einen Luftschlag veranlassen?“

      :@ Komm doch, Junge!

      "Ich interessiere mich weniger für solche Angelegenheiten, aber da gibt es jemanden, der sich besser damit auskennt.“, bestätigte ihn die Eskorte in seinem Vorhaben. Seine Rechnung schien aufzugehen! „Allerdings muss sich das für uns enorm lohnen!", setzte sie nach. Adine kam Dieter mit einer Erwiderung zuvor: „Warte, du willst diesen Bauerntrampeln allen Ernstes Panzer, Raketenwerfer und Atombomben geben? Bist du bescheuert?!“, fuhr sie ihn auf Deutsch an.

      Ein reizendes Ehepärchen. :ws: Bauerntrampeln, das ist aber vorschnell geurteilt, Paris/Lumyaon/Illumina/Whatever ist schließlich eine Weltstadt! :@

      Odette war fassungslos ob der Unbeschwertheit mit der er über die Waffen sprach, die ihre Heimat in Schutt und Asche gelegt hatten. „Wir wollen nicht ZERSTÖREN, wir wollen erschaffen!“, schien zumindest das die Geflügelte genauso zu sehen.

      Wie traurig. :( In diesen cadianischen Einigungskriegen muss sich Diddy wohl richtig ausgetobt haben. Wie die wohl auf Odette gestoßen sind?

      Wie ein Zappalarang wand sich Dieter erneut aus der Situation heraus: "Erschaffen? Wie wäre es, ganze Häuserzeilen auf Knopfdruck erschaffen zu können? 3D-Drucker und selbstreplizierende Nanomaschinen werden Euch da sicherlich gefallen!"

      Schon wieder solch eine traumhafte Formulierung! Darauf muss man erstmal kommen! :D Häuserreihen aus dem Nichts erschaffen à la Haussmann, ja, das wäre ein schönes Spielzeug für Yomi, wenn es nicht so unglaublich phantastisch klingen würde. xD

      Adine schien davon begeistert: „Göttin dieser Welt? Hey, die Dame klingt mir irgendwie sympathisch“ Also würden sie jetzt wahrscheinlich zum Langhaus oder der Burg einer lokalen Fürstin gehen.

      Irrsinn und Wahnsinn ziehen sich an wie Pest und Cholera oder Plusle und Minun. :tlol:

      Eigentlich hatte sie ja einen grauen, halb verfallenen Bau aus mit Moos bewachsenen Bruchsteinen erwartet. Eine echte, verschimmelte Mittelalterburg eben. Genau von der Sorte, wie Odette sie schon immer gehasst hatte, da sie als Guardevoir das genaue Gegenteil von dick war und somit ständig fror. Stattdessen befanden sie sich in einem Palast, der nicht nur von außen wie eine riesige Verschwendung von Volksvermögen aussah, sondern sich wenig überraschend innen auch als eine Solche präsentierte.
      Ja, diese Gebäude sind im Stil des 17. und 18. Jdh.! Ganz im Gegensatz zu vielen Teilen des Umlandes. :lol: Kagayaku und Setsuna fühlen mit, die sind auch ziemlich schlank und Kälte ist ebenfalls etwas, was die liebend gerne dem Teufel verkaufen würden. :(

      Dieter war offenbar zu ähnlichen Schlüssen gelangt: "Jetzt benimm dich doch mal nicht wie die letzte Deutschtouristin!“, wies er sie zurecht. „Zu mir sagst du vor fünf Jahren noch, Silber würde dir reichen und Grautöne findest du generell besser, aber jetzt sowas." Das stimmte, das Erscheinungsbild Cadia Citys wurde von metallischen Silber- und Grautönen dominiert, unter anderem auch, weil Adine Gold als „viel zu mainstream“ abgetan hatte.

      Schön, dass man auch immer wieder neue Sachen über die beiden erfährt! :D Das Fähnchen im Wind! :tlol: Aber Adine ist eben hipster, sie weiß, was mainstream ist und was nicht!

      Dass sich hinter der geöffneten Pforte eine halbkreisförmige Formation von sechs grimmigen Caesurio befand, störte Dieter nicht sonderlich, als er mit den Worten „Los, ich möchte mal mit der Patin sprechen“ mehr oder minder deutlich nach einer Audienz verlangte.

      Die könnten nun den Evil Council of Doom II begründen. Genug Größenwahnsinnige an einem Fleck, auch wenn Dieter entschlossener Realist ist. Irre und böse ist er trotzdessen. :tlmao:

      Odette hielt es für angebracht, ihre langjährige Freundin zu warnen: „Bitte, benimm' dich jetzt, Adine, das scheint mir die Kaiserin zu sein ...“ Man konnte ja nie wissen. Adine hatte sich schon auf der Erde einmal schwer vor dem russischen Präsidenten blamiert. Zum Glück war das aber eh ein sehr saufseliger Abend gewesen, weshalb es zu verschmerzen gewesen war.

      Challo, Wladimir! Oha, ein Diner mit dem russischen Ursaring und der reizenden Madame Ritona. Das kann ja nur gut gehen! :lol:

      Von Dieter stets auch liebevoll „Japanerbademantel“ genannt.

      Ich liebe diesen liebevollen, jungen Mann! x3 Mit Adine an seiner Seite ist er dort schließlich auch Experte und weiß, von was er spricht! Eine gewisse Ähnlichkeit mit Bademänteln ist ja wirklich nicht von der Hand zu weisen. :D

      "Ach davon hat Yatagarasu mir berichtet ...", war die lapidare Antwort der Kaiserin. Scheinbar war das in dieser Welt nichts Ungewöhnliches. Nach einem kurzen Moment des Überlegens fuhr sie fort: "Monsieur Thierry, wie kann ich sicher stellen, Dass Ihr uns nicht ausnutzt oder hintergeht?"

      Naja, der Absturz der Lichter dient circa 56% aller "Mitten im Leben"-Folgen als Vorlage (bei denen sind die Lichter nämlich auch schon lange aus), also ist das für Setsuna ziemlich realitätsnah. xDAdine könnte die Rollen dort sogar überzeugend verkörpern! *:O

      Und wieder war es an Dieter, seine komplexen Gedankengänge im Schnelldurchlauf zu erklären:

      Ein Fels in der Brandung. x3 Sly Stallone, Arnold Schwarzenegger und John Wayne sind doch Lappen gegen diesen mutigen Macher, das Sinnbild eines waschechten Americ- ... oh, ich hoffe, ich habe nichts falsches gesagt. *:O


      Na mal sehen, wo unsere Helden noch überall anecken werden. Oder wo sie sich wie ein aalglattes Zapplarang herauswinden werden! :hihi: Vorzüglich!

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