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Angepinnt Musik-Reviews

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      Musik-Reviews




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      Hallo Musik-Fans und Kritiker,
      da sich die Reviews im Game-Bereich an großer Beliebtheit erfreuen, gibt es das ganze nun auch für Musik.
      Doch natürlich hört jeder andere Sachen, weshalb die Meinungen vieler User gebraucht werden.
      Jedoch gibt es zum Verfassen ein paar kleine Dinge zu beachten, damit die Reviews und Rezensionen auch brauchbar sind.

      [list]

      Eure Rezensionsobjekte müssen wenigstens 5 Titel enthalten. (Einzeltracks sind nicht erlaubt)
      Es spielt aber keine Rolle, ob die Titel frei oder kommerziell erwerbbar sind.

      Objektivität ist das Wichtigste (also auf die Allgemeinheit bezogen und mit weniger persönlichen Aspekten).
      Zwar soll eine persönliche Meinung vorkommen, jedoch muss diese auch begründet sein.
      Es ist möglich in einem Post mehrere Releases zu reviewen um auf die 5 Tracks zu kommen.
      Tracklist und Hörproben müssen angegeben werden. Cover wäre wünschenswert, ist aber nur optional. (Zu Hörproben weiter unten mehr.)
      Um die Künstler zu unterstützen, wäre es gut einen Kauf-Link (iTunes, Amazon...) anzugeben. (optional)
      Es ist verboten Links zu illegalen Download-Plattformen weiterzugeben.
      [/list]


      Zu Hörproben:

      Postet etwa 2-3 Auskopplungen um zu zeigen, was darauf zu finden ist.
      Falls ihr einen Minimix/Teaser findet, kann dieser auch das Andere ersetzen.

      Zur Tracklist:

      Wenn eure Auskopplung <10 Lieder enthält, dann wäre es besser zu jedem Titel etwas zu schreiben.
      Bei Alben etc. ab 2CDs wird eher eine Gesamtmeinung zu jeder einzelnen Scheibe gegeben.
      Natürlich solltet ihr auch eure Lieblingslieder nennen.

      Bewertung:

      Es werden Punkte von 1 bis 10 gegeben. Die Punkte könnt ihr selbst verteilen.
      Jedoch sollten sie zu eurer Meinung passen.

      Hier ist eine kleine Vorlage, an der ihr euch richten könnt:

      Spoiler anzeigen
      Album/EP-Name:
      Artist:
      Releasedatum:
      Label:
      Kaufmöglichkeiten: (Download, CD, Vinyl, etc.)
      Tracklist:
      Hörproben:

      persönliche Meinung zum Album:
      Meinungen zu ausgewählten Tracks:
      Fazit/Kaufempfehlung
      Bewertung (Punkte):



      Nun sendet eure Bewertungen und Kritiken zu verschiedenen Alben.
      Liebe Grüße, Leafos

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Holy ()

    • So mal gleich das erste Review

      Kontor Top Of The Clubs Vol.63/Kontor Top Of The Clubs 2014.03




      Artist: Various Artists
      Releasedatum: 04.07.2014
      Label: Kontor Records
      Kaufmöglichkeiten: CD, Download


      Tracklist:

      CD-Version
      CD1: mixed by Markus Gardeweg
      01. Calvin Harris - Summer
      02. R.I.O. feat. U-Jean - One In A Million (Extended Mix)
      03. Afrojack feat. Wrabel - Ten Feet Tall
      04. DJ Antoine - Light It Up (Bodybangers Remix)
      05. Alle Farben feat. Graham Candy - She Moves (Far Away) (Lexer Remix)
      06. Duke Dumont feat. Jax Jones - I Got U
      07. Gorgon City feat. MNEK - Ready For Your Love
      08. R3hab & NERVO & Ummet Ozcan - Revolution (Audien Remix)
      09. ATB with Boss and Swan - Raging Bull
      10. Maor Levi - Together (Original Mix)
      11. Oliver Heldens - Juggernaut (Original Mix)
      12. DERB vs Jacob van Hage - derb (Jacob van Hage Remix)
      13. Tom Wax & Strobe - Thora Thora (Original Mix)
      14. DBN - Panther (Original Mix)
      15. EDX - Cool You Off (Original Mix)
      16. Chromeo feat. Toro Y Moi - Come Alive (The Magician Remix)
      17. Nora En Pure - You Are My Pride (Croatia Squad Remix)
      18. Go Freek - We Can Ride (Dom Dolla Remix)
      19. Nile Rodgers - Do What You Wanna Do (MK Disko Dub)
      20. KRONO feat. VanJess - Redlight (Pretty Pink Remix)

      CD2: Mixed by Michael Mind Project
      01. Michael Mind Project - Ignite (Original Mix)
      02. Mike Candys - Anubis (Original Mix)
      03. Swanky Tunes feat. C. Todd Nielsen - Fire In Our Hearts (Original Mix)
      04. Armin van Buuren - Ping Pong (Kryder & Tom Staar Remix)
      05. Hook N Sling feat. Karin Park - Tokyo By Night (Axwell Remix)
      06. Hardwell - Everybody Is In The Place (Original Mix)
      07. W&W & Blasterjaxx - Rocket (Original Mix)
      08. 3LAU feat. Bright Lights - How You Love Me
      09. Crew Cardinal feat. Kodie - Forever Young (Rapless Extended Mix)
      10. Nick Peloso - Por Que’ No (Extended Mix)
      11. Fun[k]House - What! (Original Mix)
      12. Jack Holiday & Mike Candys - Popcorn (Original Mix)
      13. Merzo - Quartz (Original Mix)
      14. Deorro & J-Trick - Rambo (Hardwell Edit)
      15. Steve Angello & Dimitri Vangelis & Wyman - Payback
      16. Roxxio feat. Carolina Marquez & Snoop Dogg - Disco Jump (Andy B. Jones Remix Extended)
      17. twoloud - Track two (Original Mix)
      18. SESA - AiAiAi (Original Extended Mix)
      19. Paris Blohm & Taylr Renee - Left Behinds (Original Mix)
      20. Front Runners vs Matt James - NUMB3RS (Original Mix)

      CD3: Mixed by Chassio
      01. Chapeau Claque & Pretty Pink - Schöner Moment (Pretty Pink Remix)
      02. Bakermat - One Day (Vandaag)
      03. Avicii - Addicted To You
      04. Chassio - Love You Louder (Extended Mix)
      05. Sam Smith - Money On My Mind (MK Remix)
      06. Vicarus ft. D.n.A. - Above The Sky
      07. Cleavage & Lars Vegas - Grace (Original Mix)
      08. Clean Bandit feat. Jess Glynne - Rather Be (The Magician Remix)
      09. Cazzette ft. The High - Sleepless (Club Edit)
      10. Croatia Squad & Calippo - The Conductor (Nora En Pure Remix)
      11. Tom Novy feat. Amadeas - Nothing Lasts Forever (Deep Club Mix)
      12. Moby feat. Damien Jurado - Almost Home (Sebastien Remix)
      13. Andrea Roma & Matt Minimal - #Hope (Original Mix)
      14. Andrea Oliva - Decomposing
      15. Mass Digital - Breathe (Original Mix)
      16. Shiba San - OKAY
      17. SPADA - Red Velvet Dress (Original Mix)
      18. Y.V.E. 48 - On The Road (Original Mix)
      19. Tom B - Secrets (Lexer Remix)
      20. Tiny Tiny - Take The Time (Nick Coleman Remix)

      Download-Version
      [ame]http://www.amazon.de/Kontor-Clubs-2014-03-Various-artists/dp/B00L2YI6KY[/ame] (Anmerkung: Die Mixes entsprechen denen auf den CDs)


      [soundcloud]154910971[/soundcloud]
      [soundcloud]155060307[/soundcloud]
      [soundcloud]149534831[/soundcloud]

      Beschreibung:

      Die 63. Ausgabe der Nr.1 Mix-Compliation für House und Electro Deutschlands, der Kontor Top Of The Clubs.
      Hier finden sich einige aktuelle Club-Hits und neue Musik die vielleicht später laufen könnte.

      Meine persönliche Meinung zum Album:

      Nach den letzten beiden Kontors, die mir zu wenig Abwechslung bieteten, findet man diese genau hier. Passend zum Sommer wird hier, neben Festival und Club-Tracks,
      auch Deep House präsentiert. (Die komplette CD3 ist nur Deep House). Ansonten sind viele Lieder sehr melodisch gehalten und regen zum Tanzen an. So wie es sein soll.

      CD1 beginnt mit Summer von Calvin Harris und bietet gleich einen sommerlichen Einstieg. Nach ein paar Tracks schwenkt das Genre schlagartig um.
      She Moves (Far Away) im Lexer Remix leitet einen ruhigen Part ein.
      Einen erneuten Umschwung kann man im Übergang von Ready For Your Love und Revolution (Audien Remix) hören.
      Die Melodien werden wieder kraftvoller. Jedes Lied steigert sich bis derb, einem Remix eines Trance-Klassikers an Intensivität,
      bevor es dann bei Thora Thora bis zum Ende ruhig, aber nicht langweilig wird.

      CD2 starten Michael Mind Project mit ihrer neuen Single Ignite.
      Die nachfolgenden Tracks sind mehr oder weniger Electro-lastig.
      Jedoch wird das durch Lieder wie Tokyo By Night oder How You Love Me durch Gesang aufgelockert.
      In der zweiten Hälfte werden die Tracks noch etwas härter. Jedoch beginnen manche Lieder unkreativ zu werden (Popcorn, Disco Jump).
      Andere vereinen wieder ihre harten Beats mit kraftvollen Melodien (Quartz, Track two). Left Behinds ist die letzte Auflockerung auf der CD.
      Durch Taylr Renees fantastischer Stimme kriegt man hier teilweise sogar ein Gänsehautgefühl.

      CD3 lässt es ruhig angehen. Die perfekten Tracks für Strand, Garten und zum Chillen.
      In der ersten Hälfte lassen sich mit One Day (Vandaag), Addicted To You, Money On My Mind oder Rather Be Charttracks finden.
      Der zweite Teil ist dafür intensiver. Durch sanfte Melodien und mitreißenden Drums laden sie zum Tanzen ein,
      sind aber trotzdem sanft und somit für mehr Leute erträglich.

      Top 3 Top/Flop-Tracks:

      Top
      1. Paris Blohm & Taylr Renee - Left Behinds (Original Mix)
      Ein fantastischer Track. Intensive Melodie, gute Stimme und beeindruckendes Intro.

      2. Merzo - Quartz (Original Mix)
      Big Room House der anderen Art. Kein mieser Animals-Abklatsch, sondern eine Verbindung mit Melodie. Ich will mehr davon.

      3. Croatia Squad & Calippo - The Conductor (Nora En Pure Remix)
      Sonst bin ich ja nicht so der Deep-House-Fan. Aber dieses Lied kann es mit den härteren Club-Hits aufnehmen. Entspannende Strophen und ein Refrain zum Tanzen.

      Flop
      1. Roxxio feat. Carolina Marquez & Snoop Dogg (Andy B. Jones Remix)
      Erstens ist es eine Frechheit Snoop Dogg anzuführen, wenn man nicht mal eine Audiospur von ihm reinnimmt. Zweitens der Beat ist für den Müll. Eine weitere Billigproduktion. Drittens: Das Mastering ist grauenhaft. Und der Equalizer über der Stimme noch mehr.

      2. Jack Holiday & Mike Candys - Popcorn (Original Mix)
      Der Anfang ist gut, aber der Refrain wurde verhauen. Klingt halb geklaut und einfach stumpf. Kein Vergleich zum Original.

      3. Nile Rodgers - Do You Wanna Do (MK Disko Dub)
      Kein Vergleich zu den anderen Remixes. Der Text wurde nur durch das Wort "Disko" ersetzt. Und die Melodie ist einfach stumpf. MK hat sonst eigentlich mehr mit Stimmen gemacht. Aber das ist Müll


      Fazit/Kaufempfehlung:

      Insgesamt haben wir ein gutes Album mit vielfältiger Musik. Ein paar Ausrutscher sind enthalten,
      aber die werden von Wahnsinns-Tracks ausgeglichen. Am besten sollte man sich den Minimix oben anhören.
      Wenn man ihn gut findet, dann macht man keinen Fehler mit dem Kauf.
      Wenn man aber einiges nicht mag, dann sollte man sich es lieber überlegen.

      Bewertung (Punkte):

      Ich gebe 8/10 Punkte. Diese Kontor bietet mehr Abwechslung als die Letzten,
      jedoch sind auch nicht so gute Lieder enthalten, welche zwar ausgeglichen werden,
      jedoch ist der restliche Inhalt noch nicht ganz als perfekt einstufbar.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Leafos ()

    • Album: King





      Artist: Kollegah

      Releasedatum: 9.5.2014

      Label: Selfmade Records

      Kaufmöglichkeiten: iTunes, CD, Spotify, etc.

      Tracklist:
      Tracklist
      1. Alpha
      2. King
      3. Flightmode
      4. R.I.P.
      5. Cohibas, blauer Dunst feat. Farid Bang
      6. AKs im Wandschrank
      7. Morgengrauen
      8. Sanduhr feat. Favorite
      9. Du bist Boss
      10. Universalgenie
      11. Lamborghini Kickdown
      12. Karate feat. Casper
      13. Scharzer Benz
      14. Rolex Daytona feat. Game
      15. Warum hasst du mich
      16. Königsaura
      17 Es ist Rap feat. Genetikk
      18. Click Click
      19. Regen
      20. Omega


      persönliche Meinung zum Album: Uh, was hatte ich mich gefreut, als ich mitbekam, dass unser aller Lieblingsboss ein neues Soloalbum bringen würde. Schon JBG2 mit Bangerkollege Farid hatte ich monatelang rauf und runter gehört wie Fahrstulmusik. Und nun ein neues Bossalbum ohne die zwischenzeitlichen Totalausfälle von Farid Bang - herrlich.
      Die Singleauskopplungen steigerten meine Freude noch, Lieder wie Alpha und King klangen vielversprechend bosshaft und weckten große Hoffnungen, die am Releasetag nicht enttäuscht wurden. Releasetag war der 9.5.2014, ich kam von der Abiturprüfung nach Hause (Geschichte, war meine letzte) und habe sofort das Packet mit der Limited Edition bei meiner Nachbarin abgeholt. Dann was zu Essen geholt (Abi ist kräftezehrend) und nichts wie die CD angeworfen.
      Das Intro, "Alpha", beginnt mit einem krassen Beat und ein wenig "Realtalk", Kolle erzählt von seinem Werdegang als Rapper. Ein sehr gut umgesetztes Intro, man wird vorbereitet auf hämmernde Beats, bosshaften Flow und überkrasse Technik, die man im zweiten Lied, "King", dann auch gleich um die Ohren gewatscht bekommt. King ist Technikrap vom feinsten. "Flightmode" ebenfalls bosshaft, mit ein wenig nachdenklichem Beat aber harten Punchlines. "R.I.P." ist dann wieder das vollendete Rappermassaker im alten Stil, laidback zerfetzt Kolle mal eben so alles, Aks im Wandschrank erinnert an "Flex, Sluts, Rock'n Roll" vom Bossauraalbum, ist aber um einiges maskuliner, weil ohne Autotunescheiß. Um es abzukürzen: Jeder Track ist die totale Deutschrapzerberstung, Punchlinemassaker bis zum geht nicht mehr, abartige Reimketten und gewohnt starke Doubletimes runden das ganze ab.
      Dennoch sind auch nachdenkliche Lieder mit "Message" dabei, genannt seien "Morgengrauen", "Du bist Boss", "Es ist Rap" und "Regen". Doch auch in seinen sog. deepen Tracks bleibt Kolle unterhaltsam. Beispiel: "Und durch die Touren hab' ich noch was gecheckt/ Dass auch in Frauen manchmal etwas Bosshaftes steckt/". Gefolgt von einem Lachen. Herrlich!
      Das Outro vollendet das Meisterwerk. Ja, es ist wahr: Mit diesem Album hat Kollegah sich den Kingtitel offiziell gesichert. Punchlinetechnisch gewohnt unschlagbar, reimtechnisch stark unterwegs, Unterhaltung hoch drei - im Moment unschlagbar mein Lieblingsalbum.

      Meinungen zu ausgewählten Tracks:
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      [ame]https://www.youtube.com/watch?v=O3UBOOZw-FE[/ame]
      Das Intro - der perfekte Einstieg ins Album. Ein Text, in dem tatsächlich der wahre Felix Blume durchscheint, der seinen Werdegang reflektiert.
      Meine Lieblingszeile: "Ich habe Punchlinerap _ revolutioniert/ Ich habe Doubletimerap _ revolutioniert/ Ich habe Deutschrap an sich revolutioniert/". Denn: Ja. Einfach ja. Realtalk halt. Ein bombastischer Einstieg!

      Spoiler anzeigen

      [ame]https://www.youtube.com/watch?v=HbtGDZf9Ts8[/ame]
      King. Mehr muss man nicht sagen.

      Spoiler anzeigen

      [ame]https://www.youtube.com/watch?v=FpOOXSd9IxY[/ame]
      Du bist Boss, ebenfalls ein Lied, in dem Felix Blume zu sehen ist. Es sagt, was in seinen Augen alles bosshaft ist - und zwar nicht die ganzen Vorurteile, die der durchschnittliche Gutmensch so von den bösen, bösen Rappern hat.


      Fazit/Kaufempfehlung: Für jeden, der Gangsterrap mag, ein Muss, ohne wenn und aber. Und: Für jeden, der gerne Actionsfilme guckt eine Empfehlung wert. Das beste Album Deutschraps wahrscheinlich aller Zeiten. Einziges Lied, das mir nicht zu 100% gefällt: "Es ist Rap" mit dem Genetikkfeature.

      Bewertung (Punkte): 10/10
      Ich liebe dich, HERR, meine Stärke!
      Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Retter, mein Gott,
      mein Hort, bei dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine Festung.
      Psalm 18,2–3


      Avatar by fabulous ItsQbiKS

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Taubiola ()

    • Zeit diesen Thread wieder aus der Versenkung zu holen.
      Diesmal geht es in meinem Review um die letzte Ausgabe der Kontor Top Of The Clubs - Reihe


      Kontor Top Of The Clubs Vol.72 | Kontor Top Of The Clubs 2016.03



      Künstler: Various Artists
      Release: 19.07.2016
      Genre: Dance, EDM
      Kaufmöglichkeiten: *klick*
      Tracklist


      CD1 (Mixed by Jerome)

      01. Lost Frequencies feat. Sandro Cavazza - Beautiful Life
      02. Dimitri Vegas & Like Mike - Stay A While
      03. Avicii vs. Conrad Sewell - Taste The Feeling
      04. Alan Walker - Faded (Tiësto’s Northern Lights Remix)
      05. CID - Together
      06. Robin Schulz feat. Akon - Heatwave (HUGEL Remix)
      07. Mike Posner - I Took A Pill In Ibiza (Seeb Remix)
      08. Sia feat. Sean Paul - Cheap Thrills (Le Youth Remix)
      09. Mike Candys & Evelyn - Summer Dream (Jerome Remix)
      10. Gestört aber GeiL - So Schmeckt Der Sommer
      11. MATTN & Futuristic Polar Bears - Café Del Mar 2016 (Dimitri Vegas & Like Mike vs Klaas Vocal Mix)
      12. Jasper Forks - Awesome
      13. Audiosonik X Jerome - Thong Song
      14. Amfree & Hoxtones feat. Jenson - Two Can Play That Game (Jerome Respect The Klassics Remix Extended)
      15. Sam Feldt - Been A While (Madison Mars Remix)
      16. Swanky Tunes & Going Deeper - Drownin’
      17. Sagi Abitbul & Guy Haliva - Stanga
      18. Max K. feat. Jason Anousheh - I Give You All (Bodybangers Remix)
      19. Herplay feat. Limmona - Into The Night (Emanuele Asti Mix)
      20. Paris Blohm - Something About You (Conro’s Ultra Miami 2016 Remix)


      CD2 (Mixed by Markus Gardeweg)

      01. Croatia Squad & Lika Morgan - Make Your Move
      02. EDX - Roadkill (EDX’s Ibiza Sunrise Remix)
      03. Format:B - Chunky
      04. Phats & Small - Turn Around (Hey What’s Wrong With You) (Maison & Dragon Remix)
      05. Disciples & David Guetta - No Worries
      06. Odd Mob feat. Starley - Into You
      07. R3hab & Quintino - Freak
      08. Lexer - Forgive Me
      09. Calvo feat. Gigi - Made For Us
      10. REZarin - I Got That
      11. Dirty Freek - Love For You
      12. Tam Cooper - Be Bold (Philip George Remix)
      13. Consoul Trainin - Take Me To Infinity
      14. Ph!l - Hold On
      15. WK2 - Only You
      16. Simon Fava feat. Toto La Momposina - La Candela Viva
      17. Pete Sabo & Who Knows - Like This! (Sharam Jey Edit)
      18. Pirupa & Leon - Pitch Da Bitch
      19. Erick Morillo feat. Eli & Fur - Thunder & Lightning
      20. Jan Blomqvist feat. The Bianca Story - Dancing People Are Never Wrong


      CD3 (Mixed by Der HouseKaspeR)

      01. Der HouseKaspeR - Streak
      02. Galantis - No Money
      03. Stereoact - Der Himmel Reisst Auf (Mike Candys Remix)
      04. DJ Antoine & Timati feat. Grigory Leps - London (Dimaro Remix)
      05. Scooter - Mary Got No Lamb
      06. Dimitri Vegas, Like Mike & Steve Aoki vs Ummet Ozcan - Melody
      07. Tujamo - Drop That Low (When I Dip)
      08. Wolfpack And Avancada - Go! (Dimitri Vegas & Like Mike Extended Remix)
      09. TJR feat. Savage - We Wanna Party
      10. Hardwell & Thomas Newson - 8Fifty
      11. Mike Williams & Justin Mylo - Groovy George
      12. Muzzaik & Stadiumx - So Much Love
      13. Michael Mandal & Forbes - Really Love
      14. Corderoy - Close My Eyes (Don Diablo Edit)
      15. Rene Rodrigezz & MC Yankoo feat. Merel Koman - Grand Slam
      16. Birdy - Keeping Your Head Up (Don Diablo Remix)
      17. Borgeous, Rvssian & M.R.I. feat. Sean Paul - Ride It
      18. Deorro feat. Elvis Crespo - Bailar
      19. Flaco Flow & Melanina feat. Big Mancilla - El Tiki (BrainDeaD Remix)
      20. The Chainsmokers feat. Daya - Don’t Let Me Down


      Persönliche Meinung: Kontor hat es geschafft aus ihrem Tief herauszukommen. Seit der 63. Ausgabe war der Stil der CD im Wandel. (Wie der Stil der EDM-Szene.
      Die Tiefpunkte Vol. 64 und 66 liegen jetzt schon ein Stück zurück. Doch wie hat sich die Reihe entwickelt?

      Zunächst möchte ich sagen, dass jede CD ihren eigenen Stil hat. CD1 ist gefüllt mit Liedern die im Radio liefen oder laufen, CD2 ist Deep House-lastig und läd zum Chillen ein und CD3 (meine Lieblings-CD) ist gefüllt mit Festival-Krachern.

      CD1: Für Partys genau das richtige. Hier ist für jeden etwas dabei. Hier ist es sommerlich und fröhlich. Ein Lied stört jedoch.
      Gegen Ende läuft das Lied "Into the Night", welches eigentlich recht gut ist.
      Wäre hier nicht das ständige unpassende "ARRRRRRRRRRRRRIBAAAA", welches mehrfach im Track zu hören ist.
      Sonst jedoch eine hervorragende CD für die Radio-Hörer.

      CD2: Sie ist wesentlich grooviger und clubbiger. Feinster Deep und Tropical House ist hier enthalten.
      Leider schafft sie es nicht das Niveau zu halten und fällt ab Track 13 stark ab.Erst kommt der typische Kontor Deep House Einheitsbrei,
      den man eigentlich auf jeder Ausgabe hat. Ab Track 16 ist es dann eher Geschmackssache, denn nicht jeder mag Tech House.
      Lichtblick ist hier "La Candela Viva", welches noch nicht so ausgelutscht klingt. Danach wird es unglaublich monoton.
      Und die Liederlänge nimmt auch noch stark zu. Guter Einstieg, aber schlechter Ausklang.

      CD3: Wie bereits erwähnt ist diese CD mein Liebling, der 3 Scheiben. Big Room, Electro House und Future House vom Feinsten.
      Der Einstieg ist noch sanft, jedoch nimmt die Intensität der Tracks bis "8Fifty" stark zu. Dieses ist auch der Höhepunkt der Intensivität und vor allem der Aggression.
      Die "8Fifty" ist ebenso Geschmackssache, wie die letzten Lieder auf CD2, denn sie ist laut, schrill und schreit ihre brachialen, verzerrten und hohen Töne ins Gesicht.
      Danach wird es wieder Sanfter und es geht in Richtung Future House, der wesentlich massentauglicher ist, jedoch nicht ganz so sanft wie Deep House.
      Am Ende geht es in Richtung Trap und Future Bass, welches der aktuelle Trend der EDM-Szene ist. Einen starken Abschluss bringt hier "Don't Let Me Down".

      Top 3
      3.
      Wundervoller sommerlicher Track. Mike Candys und Evelyn kennt man auch schon von anderen Hits wie "2012".

      2.
      TJRs Stil ist einfach einzigartig. Dieses Lied macht Laune und ist auch ein wenig Lustig. Wer diesen Stil mag, dem sind auch die anderen Tracks von TJR empfohlen.
      Mein Kritikpunkt: Viel zu kurz! :<


      1.
      Mein Favorit. Brachial, laut und schrill. So mag ich das. Und ich liebe auch solche "In ya Face"-Tracks die dir einfach ins Gesicht schreien.


      Flop 3
      3.
      Geschmackssache. Mir ist es zu monoton.


      Das selbe hier.

      1.

      Nein. Einfach nein.


      Fazit: Im großen und ganzen ist die Kontor gut. Einige Lieder sind bei der großen Menge natürlich Geschmackssache. Für Fans die gerne verschiedene Genres hören, ist diese super geeignet.
      Für Festival Fans ist die Kontor Festival Sounds-Reihe eine bessere Alternative. Und Radiohörer sind mit einer Bravo Hits besser bedient. Die Ausgabe ist nicht unbedingt schlecht, aber auch kein Must-Have.

      7/10 Punkten
    • Da sich das Jahr nun deutlich dem Ende zuneigt, möchte ich die Gelegenheit nutzen, in diesem Thread 3 Alben vorzustellen, die es mir in diesem Jahr besonders angetan haben. Vermutlich werden nicht viele Leute meinen Musikgeschmack teilen, aber etwas Abwechslung und überhaupt Aufmerksamkeit schadet diesem Thread bestimmt auch nicht.

      Beginnen wir mit dem ersten Album:



      Luxuslärm – Fallen und Fliegen

      Band: Luxuslärm
      Genre: Pop / Pop-Rock
      Release: Seit 11.03.2016 erhältlich
      Label: DieOpposition / Universal Music / Polydor Deutschland
      Kaufmöglichkeiten: Ist unter anderem auf Amazon und im iTunes Store erhältlich.

      Tracklist

      1. Nichts zu verlieren
      2. Solange Liebe in mir wohnt (Radio Edit)
      3. Wir laufen zusammen
      4. Himmel aus Gold
      5. Nur ein Herzschlag entfernt
      6. Heute Nacht im Universum
      7. Federleicht
      8. Bitte rette mich nicht
      9. Bis es weh tut
      10. Kein Geld der Welt
      11. Alles ist perfekt
      12. Wie Liebende es tun


      Zur Band: „Luxuslärm (alternativ auch LXSLRM) ist eine deutsche Pop-Band aus Iserlohn, die aus fünf Mitgliedern besteht und 2006 gegründet wurde. Mit weit über 250.000 verkauften Alben ist Luxuslärm eine der erfolgreichsten deutschen Bands ihrer Dekade.“ (Aus Wikipedia)

      Ihr aktuelles Album „Fallen und Fliegen“ dürfte gleichzeitig auch ihr letztes sein, da Luxuslärm per Ende 2016 ihre Auflösung bekannt gegeben haben. Allerdings können sie mit Stolz auf 5 Alben zurück blicken, die sich allesamt sehen lassen und denen man die musikalische Entwicklung der Band ansieht.

      Während ihr Debüt-Album „1000km bis zum Meer“ noch sehr aggressiv klang und damals noch ein Rock-Song nach dem anderen folgte, änderte sich ihr Stil immer mehr in Richtung Pop-Rock. Dieser Wandel sollte sich durchaus positiv auf die Charts einwirken, so dass sich bereits ihr Zweitwerk „So laut ich kann“ 17 Wochen lang in den Charts halten konnte. Die beiden darauffolgenden Alben „Carousel“ und „Alles was du willst“ konnten sich sogar einen Platz in den Top 10 der Album-Charts sichern. Auch ihr aktuelles Album konnte diesen hohen Standard aufrechterhalten.

      Auch wenn die Band immer wieder vom Ausstieg einzelner Mitglieder geplagt war und sich deswegen die Besetzung stets geändert hat, haben sie so einige Erfolge zu verbuchen und Musik-Preise abgestaubt. Und auch ich möchte hiermit der Band für die letzen 10 Jahre ihrer grossartigen Musik danken.


      Zum Album: Wie bereits erwähnt wurde die Musik von Luxuslärm von Album zu Album ruhiger, was sich vor allem in diesem Album widerspiegelt. Zwar ist der erste Song „Nichts zu verlieren“ noch klar dem Pop-Rock-Genre zuzuordnen, allerdings merkt man auch hier schon, dass sich die Band musikalisch weiterentwickelt hat. Es war eine gute Idee der Band diesen Song als Auftakt zum Album zu verwenden, da er doch sehr mitreissend ist und Lust auf mehr macht.

      „Solange Liebe in mir wohnt“ hat es mir nach mehrmaligem Hören doch sehr angetan. Zwar vermisst man auch hier die eher härteren Töne, dafür sind der Refrain und die jeweils kurzen Instrumental-Parts sehr stimmig. Danach folgen mit „Wir laufen zusammen“ und „Himmel aus Gold“ zwei weitere zuckersüsse Pop-Songs, die zwar den Fans von Pop-Musik das Herz zum Schmelzen bringen können, aber den eingefleischten Rock-Fans wohl klar missfallen dürften. Spätestens hier wird klar, in welche Richtung sich die Musik Luxuslärm entwickelt hat.

      Der Song „Nur ein Herzschlag entfernt“ sticht etwas aus dem Album heraus, was einerseits am ungewöhnlichen Instrumental liegt, andererseits aber auch auf die Bridge zurückzuführen ist, welche vom Rapper Serious’M beigesteuert wurde. Danach folgen mit „Heute Nacht im Universum“ und „Federleicht“ wieder zwei sehr ruhige Songs, die zu früheren Band-Zeiten noch als Balladen durchgegangen wären, aber trotzdem schön anzuhören sind. Besonders „Heute Nacht im Universum“ ist ein wunderbarer Song für alle Nachtschwärmer.

      „Bitte rette mich nicht“ kann noch am ehesten an den früheren Stil der Band anknüpfen, da der Song schon deutlicher dem Pop-Rock-Genre zuzuordnen ist. Mit „Bis es weh tut“ hat die Band zwar das Gesangs-Talent Max Mutzke als Feature mit ins Boot geholt, trotzdem weiss der Song nicht auf ganzer Linie zu überzeugen, da er doch ein wenig sehr balladenlastig ist und musikalisch nicht wirklich stark begleitet wird.

      Das Album hört mit 3 weiteren ruhigen Songs auf, die allesamt sehr schön anzuhören sind und das Album gemütlich abklingen lassen. Während „Kein Geld der Welt“ vor allem mit der schönen Melodie des Instrumentals bestechen kann, experimentiert man bei „Alles ist perfekt“ mit einigen elektronischen Stimm-Anpassungen im Refrain herum, was gar nicht mal so schlecht klingt. Das Album endet mit dem meiner Meinung nach wunderschönen Song und Highlight des Albums „Wie Liebende es tun“, obwohl der Ein oder Andere den Song schon als zu kitschig empfinden könnte.


      Fazit: Für Fans von eher härterer Musik, also alle, für die Rock oder elektronische Musik das Grösste ist, ist dieses Album nicht zu empfehlen. Wer es eher sanft mag und sich gerne von Pop-Melodien verzaubern lässt, der sollte zumindest mal in die Songs reinhören. Egal ob man sich nach einem stressigen Tag einfach mal kurz entspannen möchte oder man mit seiner Liebsten / seinem Liebsten etwas romantische, deutschsprachige Musik anhören möchte: Luxuslärms neuer Stil ist wie geschaffen dafür.

      Hörproben / Videoclips:



      Anspieltipps:
      Solange Liebe in mir wohnt (siehe Hörprobe)
      Himmel aus Gold
      Wie Liebende es tun

      Wertung: 7/10

      Lenka (aus dem Song "Unique") schrieb:

      I am happy to be sad. It's funny when I am mad.
      I don't really make sense but I know that that's not bad.
      I am lonely in a crowd and I am quiet when it's loud
      No I don't know what I want but I will figure it all out [...]
      [...] Why should I be like everybody? It's overrated being ordinary.
      I am me and that's unique.

      Curse (aus dem Song "Was du bist") schrieb:

      Wenn du dich zeigst und sie checken dich nicht...
      Dann ist das der Beweis, du bist perfekt wie du bist!
      Sie schauen in die Sonne, sind geblendet vom Licht...
      Hab keine Angst vor dem, was du bist!


    • Fiva x JRBB – Keine Angst vor Legenden

      Musikerin / Band: Fiva & Jazzrausch Bigband
      Genre: Hip Hop / Rap mit Jazz-Einflüssen
      Release: Seit 07.10.2016 erhältlich
      Label: Kopfhörer Recordings
      Kaufmöglichkeiten: Ist unter anderem im labeleigenen Shop als CD oder Vinyl oder über iTunes erhältlich

      Tracklist

      1. Intro: 20 vor 6
      2. Blaue Flecken
      3. Die Stadt gehört wieder mir
      4. Keine Angst vor Legenden
      5. Frühling
      6. Einen Sommer lang nur tanzen
      7. Oder Elefant
      8. Zeit die mir bleibt
      9. Das Beste ist noch nicht vorbei
      10. Goldfisch
      11. Phoenix
      12. Klar kommen & dreckig gehen
      13. 3 Ausrufezeichen
      14. Outro: In bester Begleitung


      Zu den Künstlern: „Fiva (*1978 als Nina Sonnenberg in München) vormals Fiva MC, ist eine deutsche Rapperin, Moderatorin und Autorin. Zusammen mit DJ Radrum (bürgerlich Sebastian Schwarz) gründete sie 2005 das Label Kopfhörer Recordings. Sie ist Radiomoderatorin bei FM4 (ORF) und Fernsehmoderatorin bei ZDFkultur.“ (Aus Wikipedia)

      „JRBB ist eine Münchner Profi-Bigband die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Musikfans für kreative Musik zu begeistern. Seit 2015 ist die 40-köpfige Bigband Resident des weltberühmten Technoclubs Harry Klein und des traditionsreichen Indieclubs »Cord«. Ihr Spielplan umfasst jährlich mehr als 60 öffentliche Shows.“ (Aus JRBBs Facebook-Seite)

      Fiva ist eine Künstlerin, die sich gerne von Zeit zu Zeit neu erfindet. Sie rappt schon seit der Jahrtausendswende und ist deswegen schon eine Art Urgestein des deutschen Hip Hops, wenn auch ihre letzten Alben eher weniger mit dem klassischen Hip Hop zu tun haben. Viele RapperInnen scheinen auf ihrer Schiene festgefahren zu sein, aber nicht Fiva. Sie wagt stets etwas Neues und ist ständig für neue Ideen offen.

      Während ihre frühen Werke „Spiegelschrift“ und „Kopfhörer“ kaum typischer in die Hip Hop Szene passen könnten, begann sie mit dem nächsten Album „Rotwild“ einen musikalischen Wandel, der sich sehen lassen kann. Statt typischen Hip Hop Beats gab es Samples von alten Schallplatten-Klassikern, die die heutige Jugend wohl nicht mal ansatzweise kennt.

      Nicht nur auf „Keine Angst vor Legenden“ arbeitete sie mit einer Band zusammen. Bereits vor 4 Jahren hatte sie ein Album mit einer gewaltigen Band aufgenommen und zwar das Album „Die Stadt gehört wieder mir“ zusammen mit dem Phantom Orchester. Auch das Nachfolgerwerk „Alles leuchtet“ hatte es in sich, wenn auch daran ein kleinerer Produzentenkreis betätigt war.

      Natürlich ist auch die Jazzrausch Bigband, oder kurz JRBB, keine unbekannte Band von nebenan. Sie treten regelmässig auf und begeistern nicht nur alte Jazzfans, sondern auch Frischblut, das sich auch von Jazz begeistern lässt. Die jahrelange Erfahrung der Band hört man den Stücken sichtlich an und vielleicht entdeckt der ein oder andere Rap-Fan durch das Album „Keine Angst vor Legenden“ seine Freude an Jazz-Musik.


      Zum Album: Wichtig zu erwähnen ist, dass die wenigsten Stücke gänzlich neu sind. So basieren 9 von den 14 Stücken auf älteren Songs von Fiva, die nun in einem gänzlich neuen Gewand erstrahlen dürfen. Neben den beiden Instrumentals für das Intro & Outro gibt es also nur 3 neue Songs, nämlich „Keine Angst vor Legenden“, welcher es als Video-Auskopplung geschafft hat, sowie „Oder Elefant“ und „3 Ausrufezeichen“.

      Das Intro zeigt bereits sehr gut, wie sehr das Hip Hop und Jazz harmonieren können, auch wenn es völlig ohne Raps auskommt. „Blaue Flecken“ ist der einzige Song, der aus Fivas Erstlingswerk „Spiegelschrift“ kommt und somit der „älteste“ Song der Platte. Vielleicht ist der Song nicht mehr so aktuell wie vor 14 Jahren, aber er wird von der JRBB nett begleitet, auch wenn hier die Band stark in den Hintergrund rückt.

      „Die Stadt gehört wieder mir“ könnte schon fast auf die JRBB zugeschrieben sein, da hier die Band voll glänzen kann und der Song steht dem Original aus 2012 nichts nach. „Keine Angst vor Legenden“ zeigt ebenfalls, wie gut die Symbiose von Jazz und Rap funktioniert, auch wenn der Song fast schon etwas in Richtung Pop-Musik abschweift. Trotzdem ist er sehr hörenswert.

      Der wohl bekannteste und erfolgreichste Song von Fiva, „Frühling“, darf natürlich auch nicht fehlen. Während das 10jährige Original schon fast ein Evergreen des deutschen Raps ist, darf sich das Remake auch sehr sehen lassen und ist noch etwas ruhiger und dank der Band „gechillter“. „Einen Sommer lang nur tanzen“ ist nicht nur im Sommer hörbar. Auch in der kalten Jahreszeit kann er einem das Herz erwärmen.

      „Oder Elefant“ ist ein eher experimentalischer Song, der sich aber durchaus hören lassen kann. „Zeit die bleibt“ ist ein emotionaler Song mit ernstem Thema und zeigt auch die melancholische Seite von Jazz. „Das Beste ist noch nicht vorbei“ schlägt hingegen eine Kehrtwende in die fröhliche Richtung und lädt zum Mittanzen ein.

      Auch der Klassiker „Goldfisch“ durfte sich über eine Generalüberholung freuen, auch wenn hier die Zusammenarbeit von Rapperin & Band nicht ganz überzeugen kann. Bei „Phoenix“ hält sich die Band aber bewusst wieder zurück, wodurch der Text stärker vorgerückt wird, was zu diesem Song auch gut passt.

      Auch „Klar kommen & dreckig gehen“ zeigt sehr gut, wie die beiden Genres harmonieren können. Mein persönliches Highlight auf dem Album ist „3 Ausrufezeichen“, welche einerseits textlich wunderbar die politische Weltlage widerspiegelt, und musikalisch andererseits die Stimmung perfekt einfängt und den Text wunderbar begleitet. Das Outro lässt das ganze Werk nochmals sacht abklingen.


      Fazit: Für typische Untergrund-Rap-Fans ist das Album vielleicht eher weniger geeignet, aber für alle, die gerne kreativen und textlich wertvollen Rap mögen, ist es wie geschaffen. Natürlich ist das Album auch für Jazz-Freunde hörenswert. Und alle die gerne Independent-Musik hören, sollten zumindest mal in einige der Songs reingehört haben.

      Hörproben / Videoclips:



      Anspieltipps:
      Frühling (siehe Hörprobe)
      Das Beste ist noch nicht vorbei
      3 Ausrufezeichen

      Wertung: 7/10

      Lenka (aus dem Song "Unique") schrieb:

      I am happy to be sad. It's funny when I am mad.
      I don't really make sense but I know that that's not bad.
      I am lonely in a crowd and I am quiet when it's loud
      No I don't know what I want but I will figure it all out [...]
      [...] Why should I be like everybody? It's overrated being ordinary.
      I am me and that's unique.

      Curse (aus dem Song "Was du bist") schrieb:

      Wenn du dich zeigst und sie checken dich nicht...
      Dann ist das der Beweis, du bist perfekt wie du bist!
      Sie schauen in die Sonne, sind geblendet vom Licht...
      Hab keine Angst vor dem, was du bist!


    • Alessia Cara – Know-It-All
      Musikerin: Alessia Cara
      Genre: Alternative R&B / Pop
      Release: Standard- & iTunes-Version seit 13.11.2015, European Deluxe Version erhältlich seit 11.03.2016
      Label: Def Jam Recordings / Universal Music Group
      Kaufmöglichkeiten: Ist unter anderem als European Deluxe Edition auf Amazon oder als iTunes Store Edition erhältlich

      Tracklist

      1. Seventeen
      2. Here
      3. Outlaws
      4. I'm Yours
      5. Four Pink Walls
      6. Wild Things
      7. Stone [feat. Sebastian Kole]
      8. Overdose
      9. Stars
      10. Scars To Your Beautiful
      11. Here (2:00 AM Version)
      12. River Of Tears
      13. My Song
      14. I'm Yours (Original Version) (nur auf European Deluxe Edition)
      15. Wild Things (Acoustic Version) (nur auf European Deluxe Edition)


      Zur Musikerin: „Alessia Cara (* 11. Juli 1996 in Brampton, Ontario; vollständiger Name Alessia Caracciolo) ist eine kanadische Pop- und R&B-Sängerin italienischer Abstammung. […]In Nordamerika kam dann Ende des Jahres [2015] das Debütalbum Know-It-All heraus. Cara war an allen Songs darauf auch als Songwriterin beteiligt. Das Album kam in den Billboard 200 in die Top 10 und auch die Single Here erreichte danach in den USA noch die Top 10.“ (Aus Wikipedia)

      Trotz ihres jungen Alters hat Alessia Cara bereits erste, grosse Erfolge verbucht und das bereits mit dem ersten Album. Selbst bei Preisverleihungen wurde sie mehr als nur einmal nominiert und hat auch schon ihre ersten Auszeichnungen gewonnen. Sie ist vielleicht noch unerfahren und steht erst am Anfang ihrer Karriere, aber genau deswegen kann man ja gespannt sein, was man noch so von ihr hört.

      Alessia Caras aktuelles Werk ist übrigens der Song „How Far I'll Go“ aus dem Disneyfilm „Moana“. Zudem war sie auch als Gastmusikerin bei Troye Sivans „Wild“ vertreten.


      Zum Album: Das Album startet mit dem sehr mitreissenden Song „Seventeen“ und macht deswegen gleich schon Lust auf mehr. Der zweite Song ist mit „Here“ auch gleichzeitig der Song, mit dem sie bekannt wurde. Der Song ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber hat trotzdem seine eigene charmante Atmosphäre.

      Der ungewöhnliche Stil macht sich auch auf dem nächsten Song „Outlaws“ bemerkbar. Mit „I’m Yours“ hat man danach allerdings schon wieder einen sehr mitreissenden Song, wonach mit „Four Pink Walls“ ein eher gemütlicher Song folgt, der zum Chillen einlädt.

      Auch „Wild Things“ hat es als Single-Auskopplung geschafft und kann im Refrain stark punkten. Alessia Cara hat mit „Stone“ als einziger Song ein Duett aufgenommen, und zwar mit Sebastian Cole. Wie viele Duette ist der Song allerdings fast schon etwas zu zurückhaltend ausgefallen und präsentiert sich ausschliesslich von seiner ruhigen Seite.

      Mit „Overdose“ widmet man sich eher wieder dem R&B zu, während „Stars“ eine nette Ballade ist, die aber auch etwas kraftvoller hätte ausfallen können. Dafür ist „Scars To Your Beautiful“ trotz des ungewöhnlichen Titels ein richtiger Ohrwurm und konnte nicht nur mich auf Anhieb voll überzeugen. Der Text glänzt nicht nur musikalisch mit dem Refrain, sondern überliefert auch textlich eine klare Botschaft, die im Video (siehe Hörproben) erst recht zur Geltung kommt.

      Danach folgt eine alternative Version zu „Here“, die vollkommen akustisch ist und nur von einem Klavier begleitet wird, was dem Song nochmals ein neues Gewand verleiht. „River Of Tears“ kämpft mit den gleichen Problem wie die restlichen Balladen von Alessia Cara: Ihre junge Stimme kann die Kraft der Balladen nicht hundertprozentig auffangen.

      Der letzte Song „My Song“ ist hingegen wieder um einiges rhythmischer und macht Lust auf weitere Veröffentlichungen von der Musikerin. Bei der europäischen Deluxe Edition sind zudem noch 2 weitere Versionen der Songs „I’m Yours“ und „Wild Things“ enthalten, wobei es sich einerseits um eine Ur-Version von „I’m Yours“ handelt und andererseits um eine weitere akustische Version, diesmal mit Gitarre, eines Album-Titels.


      Fazit: Alessia Cara kann zwar nicht auf ganzer Linie überzeugen, aber das Album liefert doch einige Ohrwürmer, wie „I’m Yours“ und Scars To Your Beautiful“. Da die Sängerin aber noch sehr jung ist, hat sie noch mehr als genug Zeit, um an ihren Gesangs-Techniken zu arbeiten und mit den nachfolgenden Alben an ihren Erfolg anzuknüpfen. Das Album hat zwar seine Schwächen, aber genauso auch seine Stärken. Zumindest schafft das Album den Spagat zwischen Indie- und kommerzieller Musik und sorgt mit manchen Songs wirklich für gute Stimmung.


      Hörproben / Videoclips:





      Alternativ (falls VEVO bei euch die Videos verbietet):


      Anspieltipps:
      I’m Yours
      Four Pink Walls
      Scars To Your Beautiful (siehe Hörprobe)

      Wertung: 6/10

      Lenka (aus dem Song "Unique") schrieb:

      I am happy to be sad. It's funny when I am mad.
      I don't really make sense but I know that that's not bad.
      I am lonely in a crowd and I am quiet when it's loud
      No I don't know what I want but I will figure it all out [...]
      [...] Why should I be like everybody? It's overrated being ordinary.
      I am me and that's unique.

      Curse (aus dem Song "Was du bist") schrieb:

      Wenn du dich zeigst und sie checken dich nicht...
      Dann ist das der Beweis, du bist perfekt wie du bist!
      Sie schauen in die Sonne, sind geblendet vom Licht...
      Hab keine Angst vor dem, was du bist!
    • [Review] Kontor Top Of The Clubs - The Best Of 20 Years

      Kontor Top Of The Clubs - The Best Of 20 Years



      Künstler: Various Artists
      Releasedatum: 06.01.2017
      Genre: Dance & EDM
      Kaufmöglichkeiten: CD, Download (Link)






      Ich habe schon etwas länger auf diese besondere Jubiläums-Compilation gewartet. Die Tracklist sieht vielversprechend aus
      und Jubiläums-Compilations sind eh was feines. Doch ist diese Compilation mehr Schein als Sein, oder sorgt sie für stundenlangen Partyspaß,
      den man von früheren Top Of The Clubs-Ausgaben gewohnt war, bevor die Reihe in die Deep House-Richtung abdriftete?

      Dieses Mal habe ich mir die Compilation in CD und Download-Form geholt. Das Cover ist zum Glück nicht so Augenkrebs-bunt wie auf den Vorschaubildern.
      Sie ist silbern, jedoch bricht die Vorderseite das einfallende Licht weshalb sie farbig schimmert. Im selben Look sind die vier CDs gehalten.

      Nun gehe ich näher auf den Inhalt ein.



      CD1 mit dem Titel "The Greatest Top Of The Clubs Hits" geht auf die kommerziellen Lieder ein und enthält verschiedene EDM-Genres.
      Sie ist also breitgefächert in Sachen Musik. Titel wie "Summer", "Die Immer Lacht" oder "Wicked Wonderland" kennt einfach jeder und sie sorgen für gute Laune.
      Die drei Megamixes enthalten die größten Hits von DJ Antoine, R.I.O. und Michael Mind Project. Hier kommt aber eine Kritik.
      Erstens: Die Mixe sind auf den CDs gekürzt. Sie haben nur noch etwa die Hälfte der Länge (4 1/2 statt 9 min). Zweitens: Der Bodybangers Megamix fehlt.
      Sie hatten ebenfalls große Hits wie "I Like", "Freak" oder "Gimme More", also wäre es eigentlich fair. Den Bodybangers-Megamix könnt ihr hier hören.
      Im zweiten Teil geht der Mix eher in die House und später in die Trance und Hands Up-Richtung.
      Am Schluss läuft der Megahit "Nobody To Love" von Sigma aus dem Drum'n'Bass-Genre.

      Bis auf die ärgerliche Sache mit den Megamixes gibt diese CD grob die kommerziellen Stile der letzten 20 Jahre wieder. 9/10


      Die "Ultimative Festival Anthems" könnt ihr auf CD2 hören. Hier steht der härtere Bigroom und Electro Sound im Vordergrund.
      Jedoch ist auch Progressive House vorhanden.Lieder wie "Animals", "Bigfoot" oder "Tsunami" zeigen in welche Richtung es hier geht.
      Dennoch gibt es hier auch kommerzielle Lieder wie "Levels" und "Don't You Worry Child", die jedoch auch auf Festivals und in Clubs funktionieren/funktioniert haben.
      Am Ende driftet die CD etwas ab mit Future House. Das Ende macht "Don't Let Me Down" von den Chainsmokers, was dieses Jahr die Charts gestürmt hat.

      Diese CD gefällt mir am besten von allen. 10/10


      Auf der dritten CD gibt es weniger Kommerz und mehr coolen Club Sounds. Kontor will hier seinen feinsten House präsentieren. Und ja hier sind richtige Perlen dabei.
      Hier ist auch etwas für anspruchsvollere Hörer versteckt. Diese CD zeigt den House-Sound der in den 2000ern präsent war.
      Groovy Sound, fette Bässe und innovative Klänge stehen hier im Vordergrund. Dennoch ist nicht alles unbekannt.
      "I Follow Rivers" im Magican Remix gefiel sogar den älteren Leuten, die sonst nichts mit EDM am Hut haben.
      Und "Hello" müsste man sowieso kennen. (Wenn nicht, dann hört ihr keine normalen Radiosender.)
      Hier ist definitiv der Hörer richtig, wenn er Abwechslung sucht. EIne Kritik hab ich jedoch.
      Gegen Ende fängt die CD an etwas monoton zu werden, da dort relativ viel Tech House gespielt wird.

      Darum kriegt diese CD 9/10 Punkten.


      Auch die vierte CD gefällt mir überraschend gut. Sie zeigt den kommerziellen Sound, den Kontor heutzutage hat. Auf dieser CD sind viele neuere Chartstürmer.
      Einer bekannter als der andere. Der Titel "The Very Best Of Kontor Deep" ist also mehr als passend.
      Die Musik ist sogar ein wenig Party-geeignet, wenn auch nicht für Party hard. Die Lieder gehen ins Ohr und setzen sich dort fest.
      Hits wie "Cheerleader", "Waves", "Prayer In C" oder "Ain't Nobody (Loves Me Better)" hielten sich wochenlang in den Charts.
      Diese CD ist klar für das heutige Mainstream-Publikum konzipiert, was man an den vielen Chartstürmern merkt.
      Hier fällt nur "Forgive Me" aus der Reihe, was aufgrund seines speziellerem Soundddesigns und seiner Wirkung nicht richtig reinpasst.
      Dennoch sehr schöne CD, auch wenn ich jetzt nicht so der Fan von dieser Art Deep House bin.
      (PS: "Jubel" eignet sich übrigens hervorragend als Wecker. Es gibt nichts schöneres als penetrante Saxofone am morgen :tlol:)

      Diese CD kriegt eine solide 5/7 8/10.


      Fazit:

      Kontor bringt hier eine wundervolle Zusammenstellung von den großen Hits ihres Labels. Vieles ist bekannt, dennoch gibt es auch neues zu entdecken.
      (Auf CD3 z.b. kannte ich fast gar nichts). Es ist definitiv eine gute Jubiläumsausgabe. Die kleinen Schwächen sind nicht unbedingt schwerwiegend.

      Wer auf solche Musik steht, der sollte unbedingt in den Minimix reinhören.
      Diese Compilation ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

      9/10

      PS: Wem diese Compilation gefallen sollte, der sollte unbedingt bei den Musik-Livestreams vorbeischauen,
      da dort auch hauptsächlich solche Musik gespielt wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Leafos ()

    • Crash Test Dummies - God Shuffled His Feet

      Inhaltsverzeichnis:
      1. Einleitung
      2. Infos zum Album und der Band
      3. Tracklist
      4. Analyse und Bewertung
      5. Fazit



      1. Einleitung

      Hallo zusammen und wilkommen zu meinem ersten Review. Ich habe mir sehr lange Zeit
      damit gelassen, aber nun möchte ich euch einmal an meiner Musik, die ich so höre, teilhaben lassen. Dennoch möchte ich sie aber auch kritisch reflektieren, weswegen das hier die beste Plattform ist. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, Anhören und ggf. auch selbst anhören. ;)


      2. Infos zum Album und der Band

      Das Album God Shuffled His Feet stammt von der kanadischen Band Crash Test Dummies und wurde 1993 veröffentlicht, mittlerweile nun 24 Jahre her. Das Genre ist wahrscheinlich eher dem Rock & Pop zuzuordnen. Das Album besteht aus zwölf Liedern, die ich nicht alle im Einzelnen durchgehen möchte, dann nehme ich euch ja schon alles vorweg. Schließlich sollt ihr euch alles auch selbst anhören. Streng genommen ist es das 4. Album der Band, schließt man aber Promo- und "Mini"-Album aus, ist es das zweite.

      Die Band gründete sich 1989 in Winnipeg (Kanada) und nahm seitdem sieben Alben auf, das letzte erschien 2010 unter dem Namen Oooh La La! und ist seitdem das letzte Lebenszeichen der Band. Internationalen Erfolg konnten sie mit diesem Album hier feiern, dass unter anderem Platz 1 der Charts in Deutschland und Österreich sowie Platz 4 in der Schweiz im Jahr 1994 erreichte, auch das nachfolgende Album A Worm's Life konnte im Jahr 1996 mehrere Chartplatzierungen, unter anderem Platz 22 in Deutschland; Platz 43 in Österreich und Platz 24 in der Schweiz, erreichen. Das 1999 veröffentlichte Album Give Yourself a Hand war daraufhin aber nicht mehr charttechnisch relevant, lediglich Platz 95 konnte in Deutschland erreicht werden. Alle darauffolgenden Alben blieben ohne Charterfolg. Erwähnenswert ist hierbei, dass die Crash Test Dummies von 2001 bis 2004 jedes Jahr ein neues Studioalbum veröffentlichen. Für Fans zu der Zeit sicherlich ein Segen. ;)

      Die Band wird bis heute als ein "One-Hit-Wonder" bezeichnet. Dies liegt daran, dass sie mit der Single "Mmm, Mmm, Mmm, Mmm" ihren internationalen Durchbruch schafften und der Erfolg des Albums auf dieses Lied zurückzuführen ist. Mit der 1. Platzierung in den deutschen Charts und weiteren Top 10-Platzierungen in europäischen und amerikanischen Charts war das Jahr 1994 definitiv der Zenit der Karriere der fünfköpfigen Band. Diese Single blieb ihre einzige, internationale Erfolgsgeschichte, zusammen mit dem Album.


      3. Playlist

      Im Folgenden präsentiere euch die Tracklist und verlinke euch anschließend eine Playlist auf YouTube. Fett markierte Lieder, das nehme ich an dieser Stelle vorweg, sind eine Empfehlung meinerseits. Diese solltet ihr euch möglichst anhören. ;)
      1. God Shuffled His Feet
      2. Afternoons and Coffeespoons
      3. Mmm, Mmm, Mmm, Mmm
      4. In the Days of the Caveman
      5. Swimming in Your Ocean
      6. Here I Stand Before Me
      7. I Think I'll Disappear Now
      8. How Does a Duck Know
      9. When I Go Out With Artists
      10. The Psychic
      11. Two Knights and Maidens
      12. Untitled
      Hier findet ihr eine Playlist mit allen Liedern: *klick mich*


      4. Analyse und Bewertung

      Kommen wir nun zu dem Teil, in dem ich mich so richtig austoben kann: Die Analyse und die Bewertung.
      Ich habe mir fünf Tracks rausgesucht, die ich hier beispielhaft aufführe, um sie als Beispiele hier zu unterfüttern.

      Die Crash Test Dummies sind ihrem Namen bei diesem Album auf jeden Fall gerecht geworden. Wenn man den Namen der Band liest, erwartet man erstmal nicht viel - so geht es mir zumindest. Man erwartet irgendwelche komischen Texte, alleine wenn man die Namen der einzelnen Titel liest ("How Does A Duck Know", "Afternoons and Coffeespoons"). Man wird an dieser Stelle auf jeden Fall nicht enttäuscht - die Texte sind in der Tat sehr interessant. Sie ergeben zwar einen Sinn, aber nicht immer direkt auf den ersten Blick. Das ist eine künstlerische Raffinesse, die mich sehr begeistert hat und mich dazu angespornt hat, dieses Album öfter zu hören und daran immer mehr Gefallen zu finden. Teilweise sind aber auch klare und eindeutige Statements drinne, die ein bisschen versteckt sind und auf die man genau achten muss. Sie gehen in der recht fröhlichen Musik auch gerne unter. Nehmen wir als Beispiel den Songtext von How Does a Duck Know:


      How does a duck know what direction south is?
      And how to tell his wife from all the other ducks?

      Erstmal: Überhaupt auf die Idee zu kommen, über Enten zu schreiben, finde ich brilliant. Klingt erstmal total dämlich, und mag keinen Sinn ergeben. Doch wenn man sich den Text weiter anschaut, geht er viel weiter in die Tiefe:

      When everything seems planned out
      When everything seems nicely planned out
      Well the human race will come and smack your face

      Eine klare Kritik an die Menschen, dass sie alles zerstören, was vorher geplant ist von der Natur. Das hätte ich von dieser Band überhaupt nicht erwartet, aber wie ich feststellte, war dies nur eine von wenigen textlichen Überraschungen, die mich hier erwarteten. Deswegen ist die Band zumindest textlich sehr zu empfehlen, wer da nach etwas Raffiniertem sucht.

      Kommen wir zum musikalischen Aspekt: Das ist natürlich immer Geschmackssache und damit schwierig in einen Kontext zu stellen für alle Personen. Als Höhepunkt des Albums würde ich hier die Lieder Mmm, Mmm, Mmm, Mmm und When I Go Out With Artists anführen.

      Ersteres haben manche von euch vielleicht schon mal im Radio gehört, weil es 1994 eben ein großer Hit war und ist mit seiner ruhigen Atmosphäre und der markanten Stimme des Sängers Brad Roberts leicht wiedererkennbar. Der Sänger ist essentiell für die Band, da sie sonst nicht musikalisch (auf dem ersten Blick) besonders auffällt und ähnlich klingt wie eine normale Pop-Band der westlichen 80er und 90er-Szene. Bei genauerem Hinsehen haben sie aber interessante Akkordfolgen und -harmonien, die man sonst nicht wirklich sieht. Das fällt besonders auf in God Shuffled His Feet. Man sieht, dass sie durch und durch besonders auffallen wollen, wenn man es so auslegen möchte. Mein Fazit zum musikalischem wäre hiermit weiterhin, dass es Geschmackssache bleibt. Für einen Laien wäre die Band erstmal nichts Besonderes, bis vielleicht auf die Stimme von Brad Roberts, die einem aber auch erstmal gefallen muss. Bei genauerem Betrachten ist es jedoch ein Genuss, der Lieder der Bands zu lauschen, sowohl klangtechnisch als auch textlich.


      5. Fazit

      Ich bin letzten Sommer zufällig auf diese Band gestoßen, weil mein Vater dieses Album in unserem CD-Regal rumliegen hatte und ich mich gefragt habe, was die Band mit diesem komischen Namen eigentlich für Musik macht. Nach erstem Hören war ich erstmal verwirrt und habe mich erst Monate später dazu durchgerungen, dem Album noch eine Chance zu geben, und es hat sich ausgezahlt. Mittlerweile höre ich Crash Test Dummies sehr gerne, aufgrund der lyrischen Stärke und des markanten Sängers. Andererseits denke ich, dass die Musik noch hätte mehr ausgefallener sein können an manchen Stellen, dort haben einige Lieder für mich keinen Wiedererkennungswert.

      Gemessen an einer Punkteskala von 0 bis 10 möchte ich God Shuffled His Feet von den Crash Test Dummies...


      9/10 Punkten geben.

      Ich mag die Lieder sehr, auch wenn ich bei manchen sehr in die Kritik gegangen bin, höre ich sie dennoch sehr gerne. Einen objektiven Einblick wollte ich euch an dieser Stelle trotzdem geben, weswegen ich auch nicht 10 Punkte geben kann.

      Vielen Dank an alle Leser und viel Spaß beim Shufflen der Feets zusammen mit Gott :cool:
      Wisst ihr, ich habe keine Ahnung, was hier stehen soll, deswegen: Kartoffel.

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    • Da 2017 nun zu Ende ist, möchte ich wie vor einem Jahr über die nächsten Tage hinweg hier meine musikalischen Highlights präsentieren, über die ich im letzten Jahr gestolpert bin. Das sind nicht immer Alben, die 2017 veröffentlicht wurden, sondern viel eher Alben, die ich dann erst kennen gelernt oder wertschätzen gelernt habe. Da es allerdings doch recht viele Alben sind, werde ich mich auf drei davon einschränken, welche ich genauer rezensieren möchte. Die restlichen folgen danach als Kurzreviews, wo ich einfach nur 3, 4 Sätze jeweils zu den Alben und zum Künstler sage. Aber beginnen wir doch mit der ersten ausführlicheren Rezension:

      J-Ax e Fedez – Comunisti Col Rolex

      Künstler: J-Ax & Fedez
      Genre: Pop-Rap
      Release: 20.01.2017 (24.11.2017 als Multiplatinum Edition)
      Label: Sony Music Italy / Newtopia
      Kaufmöglichkeit: itunes.apple.com/it/album/comu…atinum-edition/1309104641

      Tracklist (Standard Edition)

      1. Assenzio (feat. Stash & Levante)
      2. Comunisti col Rolex
      3. Il giorno e la notte (feat. Giusy Ferreri)
      4. Senza pagare
      5. Fratelli di paglia
      6. Tutto il mondo è periferia
      7. Milano intorno
      8. Vorrei ma non posto
      9. L'Italia per me (feat. Sergio Sylvestre)
      10. Musica del cazzo
      11. Piccole cose (feat. Alessandra Amoroso)
      12. Cuore nerd (feat. Alessia Cara)
      13. Anni luce (feat. Nek)
      14. Meglio tardi che noi (feat. Arisa)
      15. Allergia (feat. Loredana Bertè)
      16. Pieno di stronzi


      Bonustracks (Multiplatinum Edition)

      CD1:
      17. Senza Pagare VS T-Pain (feat. T-Pain)
      18. Sconosciuti da una vita
      19. Favorisca i sentimenti
      20. Devi morire
      21. Perdere la testa (feat. Giò Sada)
      22. Il kaos è chiuso

      CD2:
      1. Show Intro (Live)
      2. Musica del cazzo (Live)
      3. Senza pagare (Live)
      4. Il bello d'esser brutti (Live)
      5. Pensavo fosse amore e invece... (Live)
      6. Anni luce (feat. Nek) [Live]
      7. Sirene (Live)
      8. Il giorno e la notte (Live)
      9. Piccole cose (Live)
      10. Non è un film (Live)
      11. Spirale ovale (Live)
      12. Assenzio (feat. Stash & Levante) [Live]
      13. Intro (Live)
      14. Fratelli di paglia (Live)
      15. Allergia (feat. Loredana Bertè) [Live]
      16. L'amore eternit (feat. Noemi) [Live]
      17. L'uomo col cappello (Live)
      18. Uno di quei giorni (feat. Nina Zilli) [Live]
      19. Comunisti col Rolex (Live)

      CD3:
      1. Generazione bho (Live)
      2. Domani smetto (Live)
      3. Cuore nerd (Live)
      4. Meglio tardi che noi (Live)
      5. Cigno nero (Live)
      6. Magnifico (Live)
      7. Olivia Oil (Live)
      8. Fabrizio fa brutto (Live)
      9. Non c'è due senza trash (Live)
      10. 21 grammi (Live)
      11. Sembra semplice (Live)
      12. L'hai voluto tu (Live)
      13. Immorale (Live)
      14. Alfonso Signorini (Eroe nazionale) [Live]
      15. + Stile (Live)
      16. Piccoli Per Sempre (Live)
      17. L'Italia per me (feat. Sergio Sylvestre) [Live]
      18. Pieno di stronzi (Live)
      19. Maria Salvador (feat. Il Cile) [Live]
      20. Vorrei ma non posto (Live)


      Zu den Rappern: „J-Ax (* 5. August 1972 in Mailand als Alessandro Aleotti) ist ein italienischer Rapper und Rockmusiker. Er gehörte mit seiner Band Articolo 31 zu den Pionieren des italienischen Hip-Hop und ist seit 2005 als Solomusiker aktiv.“ (aus Wikipedia)

      „Fedez ['fɛːdets] (* 15. Oktober 1989 in Mailand als Federico Leonardo Lucia) ist ein italienischer Rapper.[…] 2016 brachte ein gemeinsames Projekt mit J-Ax, aus dem die beiden Nummer-eins-Singles Vorrei ma non posto und Assenzio hervorgingen; das Kollaboalbum Comunisti col Rolex von J-Ax & Fedez erschien 2017, gefolgt vom Sommerhit Senza pagare.“ (aus Wikipedia)

      Während beide Rapper in Italien sehr bekannt sind und sich dort auch einer grossen Popularität erfreuen, konnten sie erst in den letzten Jahren ein wenig internationales Ansehen erringen, hauptsächlich durch ihre gemeinsamen Songs aus dem Album „Comunisti Col Rolex“. Dieses schoss in Italien innert kürzester Zeit auf Platz 1 der italienischen Charts und auch die Singles sorgten international für den einen oder anderen Sommerhit, was vor allem Musikplattformen wie YouTube verdankt sei.

      Zum Album: Wer etwas italienisch versteht und sich die Tracklist anschaut, weiss, dass sich die beiden Rapper selbst nicht ganz ernst nehmen, wenn man sich Titel wie „Musica Del Cazzo“ oder „Pieno Di Stronzi“ ansieht (zu Deutsch etwa „Musik für Schw*nze“ bzw. „Voller *rschlöcher“). Und wenn man sich die Features anschaut, wovon es jede Menge gibt, erkennt man hier nicht nur sehr talentierte italienische SängerInnen wie Nek (Laura non c’è, Fatti avanti amore) oder Arisa (La notte, Controvento), sondern auch international bekannte Künstler, wie Alessia Cara (Scars To Your Beautiful, Stay) oder T-Pain (auf der Bonus-Edition) (Turn All the Lights On, Buy U a Drank (Shawty Snappin’)).

      Die Musik des Albums folgt ihrem eigenen, charmanten Stil, wo sich mal langsamere, mal schnellere Rap-Parts mit Gesangseinlagen der beiden Künstlern oder Gast-Musikern abwechseln. Während Stücke wie „Il giorne e la notte“ und „Cuore nerd“ schon fast in Richtung Hip Hop gehen, sind beispielsweise „Senza pagare“ oder „Vorrei ma non posto“ sommerliche Pop-Stücke und andere Songs, wie „Musica del cazzo“ oder „Pieno di stronzi“ fallen schon fast ins Genre Rock. Trotzdem überwiegt die Mischung aus Pop und Rap, was aber in eine überraschende vielseitige Richtung geschieht.

      Sowohl J-AX, als auch Fedez überzeugen mit ihrem Flow, ihrer Technik, als auch ihrer Gelassenheit wenn es ums Rappen geht. Ihre Gesangseinlagen sind wie man es von Rappern schon fast erwartet, eher zweckmässig als überragend. Dafür liefern die Gastsängerinnen und Gastsänger in den jeweiligen Songs einen starken Refrain und/oder Bridge ab, wovon das Album sehr stark profitiert.

      Die verschiedenen Instrumentale untermauern die einzelnen Songs meist sehr gut, können aber auch nicht immer ganz überzeugen. So wirken die Songs „Assenzio“ oder „Favorisca i sentimenti“ fast schon minimalistisch und etwas lieblos produziert, während „Senza pagare“ wiederum einfach nur so wirkt, als man einen Sommerhit erzwingen wollte. Allerdings harmonieren Rap und Gesang auch in diesen Songs gut mit den Hintergrundklängen, so dass trotz einigen schwächeren Melodien ein positives Gesamtbild entsteht.

      Zuletzt möchte ich noch drei Songs aus dem Album besonders hervorherben. Zuerst „Meglio tardi che noi“, welcher mit einem kraftvollen Refrain gesungen von Arisa glänzen kann, während die gerappten Strophen einen wunderbaren Übergang bilden. Auch der Song „L'Italia per me“ sticht meiner Meinung nach aus dem Album heraus, welcher nicht nur durch seinen Beat eine Mischung aus Melancholie und Zuversicht hervorruft, sondern auch durch den starken Gastsänger Sergio Sylvestre. Mein Lieblingssong aus dem Album, „Cuore Nerd“, ist der Grund für diese Rezension. Der Beat ist zwar auch eher etwas minimalistisch gestaltet, aber die fröhliche Melodie, der ironische Text und der kitschig-fröhliche Refrain von Alessia Cara haben zusammen einen Song kreiert, den ich mir immer wieder anhören kann, und der mich immer wieder aufheitert, selbst nach unzähligem Anhören.

      Fazit: Wer sommerlichen Pop-Rap mag und Lust auf etwas Abwechslung von der hiesigen Musik-Szene hat, sollte in dieses Album unbedingt mal hinein hören. Hervorragende Gesangseinlagen von Gastmusikern runden die soliden Rap-Parts von J-AX und Fedez gekonnt ab und überdecken die teilweise nicht ganz überzeugenden Instrumentale. Alles in allem ist die CD ein italienischer Geheimtipp.




      Anspieltipps:
      9. L'Italia per me (feat. Sergio Sylvestre)
      10. Musica del cazzo
      12. Cuore nerd (feat. Alessia Cara)
      14. Meglio tardi che noi (feat. Arisa)
      22. Il kaos è chiuso (nur in Multiplatinum Edition)

      Wertung: 7/10

      Lenka (aus dem Song "Unique") schrieb:

      I am happy to be sad. It's funny when I am mad.
      I don't really make sense but I know that that's not bad.
      I am lonely in a crowd and I am quiet when it's loud
      No I don't know what I want but I will figure it all out [...]
      [...] Why should I be like everybody? It's overrated being ordinary.
      I am me and that's unique.

      Curse (aus dem Song "Was du bist") schrieb:

      Wenn du dich zeigst und sie checken dich nicht...
      Dann ist das der Beweis, du bist perfekt wie du bist!
      Sie schauen in die Sonne, sind geblendet vom Licht...
      Hab keine Angst vor dem, was du bist!
    • Halestorm – The Strange Case Of…

      Künstler: Halestorm
      Genre: Hard Rock / Heavy Metal / Alternative Metal
      Release: 10.04.2012 (Neuauflage am 16.04.2013)
      Label: Atlantic
      Kaufmöglichkeiten: itunes.apple.com/us/album/the-strange-case-of/513677113

      Tracklist

      1. Love Bites (So Do I)
      2. Mz. Hyde
      3. I Miss the Misery
      4. Freak Like Me
      5. Beautiful With You
      6. In Your Room
      7. Break In
      8. Rock Show
      9. Daughters of Darkness
      10. You Call Me a Bitch Like It's a Bad Thing
      11. American Boys
      12. Here's to Us
      13. Don't Know How to Stop (Bonus Track)
      14. Private Parts (feat. James Michael) [Bonus Track]
      15. Hate It When You See Me Cry (Bonus Track)
      16. Here's to Us (Guest Version)


      Zur Band: „Halestorm ist eine US-amerikanische Rockband aus Red Lion, Pennsylvania. […] Gegründet wurde Halestorm 1997/1998 von Elizabeth „Lzzy“ Hale (Gitarre, Gesang, Klavier) und ihrem Bruder Arejay Hale (Schlagzeug).“ (aus Wikipedia)

      Das erste Album liess dann lange auf sich warten, bis es im Jahre 2009 erschien und den Namen der Band trug. Danach folgten 2 weitere Alben, welche irgendwo zwischen Hard Rock und Alternative Rock einzustufen sind. Die Band zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie schon eine breite Palette von Songs anderer Musiker gecovert haben, egal ob das Original auch irgendwo im Rock-Genre oder gänzlich anders eingeordnet wird.

      Sämtliche Alben konnten sich in den Top 100 der US-Charts platzieren, wobei ihr letztes Album „Into the Wild Life“ sogar bis auf Platz 5 geklettert ist, was für Alben des Hard Rock Genres ziemlich hoch ist. Zudem haben sie auch die ein oder andere goldene Schallplatte erhalten und die Sängerin Lzzy Hale hat auch schon mit diversen anderen Künstlern zusammen gearbeitet, beispielsweise mit Evanescence-Sängerin Amy Lee oder mit Violinistin Lindsey Stirling.

      Zum Album: Wer die oberen Abschnitte gelesen hat, fragt sich vielleicht, warum ich genau dieses Album rezensieren möchte, und nicht das Erstlingswerk oder die aktuelle CD. Das hat zwei Gründe, namentlich „Here’s To Us“ und „In Your Room“. Diese Songs sind mir im Laufe des Jahres so nahe gegangen, wie es nur sehr wenige Songs schaffen, bzw. im Falle von „In Your Room“ vermutlich es noch kein Song so sehr geschafft hat. Aber beginnen wir etwas allgemeiner:

      Eigentlich war ich den härteren Rock-Genres nie besonders zugetan. Aber eine handvoll Bands konnten mich dann doch irgendwie da hinein bringen (wenn man Halestorm nennt, muss man fairerweise auch fast schon Paramore erwähnen, und Gothic-Rock-Bands wie Evanescence und Within Temptation sollten auch nicht ungenannt bleiben). Eine davon war Halestorm, welche mit Single-Auskopplungen wie „Amen“ und „I Am The Fire“ aus dem aktuellen Album starke Songs auf Lager hatten. Als Musik-Fan, musste ich dann natürlich auch die beiden vorherigen Alben anhören.

      „The Strange Case of…“ hat sowohl einige härtere Stücke auf Lager, so wie die drei Erfolg-Singles „Love Bites (So Do I)“, „I Miss The Misery“ und „Freak Like Me“ als auch einige vergleichsweise ruhige Stücke, wie die bereits genannten „Here’s to Us“ und „In Your Room“ oder die Akustik-Ballade „Break In“. Sämtliche Songs wurden ausschliesslich von Lzzy Hale gesungen (abgesehen von Background-Vocals, welche von den anderen Band-Mitgliedern stammen), welche die Songs je nach Szenario mal kräftig singt, teilweise fast schon schreit, oder teilweise auch ruhig und emotional begleitet.

      Die Instrument-Wahl ist typisch für das Genre: Mehrere Gitarren, darunter auch Bass, und ein Schlagzeug, während für die ruhigeren Songs auch Piano und Percussion verwendet werden. Für die Aufnahme haben sich Lzzy und Arejay Hale noch die Musiker Joe Hottinger und Josh Smith dazugeholt, welche jeweils für ein anderes Instrument zuständig waren. Auf manchen Bonus-Editionen befindet sich zudem eine „Guest Version“ vom Song „Here’s to Us“ auf dem bekannte Rock-Musiker, wie Slash (Guns N’Roses), Wolfgang Van Halen, David Draiman (Disturbed) und einige mehr.

      Während das Album doch sehr viele härtere Songs hat, sind es eher die etwas ruhigeren und harmonischeren Stücke, die mir sehr gefallen. So hat „Beautiful With You“ fast schon eine Pop-Rock-Note, wo die Strophen eher ruhig sind, aber sich gegen den Refrain der Song stark steigert, nur um dann wieder ruhiger für die nächste Strophe zu werden. Der Song „Here’s To Us“ ist ein Song, der ungeschminkt davon erzählt, wie man nach einen schlechten Tag einfach mal abschalten soll und einfach allen sagen soll „Go f*ck themselves“. Ein schöner Song um nach einem beschissenen Tag einfach zu Hause anzukommen und zu entspannen. „In Your Room“ ist ein unglaublich emotionaler Song, bei dem das Schlagzeug erst in der zweiten Strophe einsetzt und sich selbst danach weiterhin stetig aufbaut. Lzzy kann mit ihrer Stimme hier voll und ganz punkten, wenn sie zuerst leise, dann wieder energisch und dann wieder sanft wird.

      Fazit: Hard Rock Fans können mit Halestorm und dieser CD prinzipiell nicht daneben greifen. Aber auch für Fans von eher ruhigeren Genres hat es einige wunderbare Stücke dabei, die sehr hörenswert sind. Falls man mit dem ganzen Rock-Genre allerdings rein gar nichts anfangen kann, empfiehlt es sich, lieber zu anderen Künstlern zu greifen.


      Hörproben











      (Album Verion von "Here’s to Us")


      (Akustische Live-Session von "In Your Room")



      Anspieltipps:
      5. Beautiful With You
      6. In Your Room
      8. Rock Show
      12. Here's to Us
      13. Don't Know How to Stop (nur in Bonus Editionen)

      Wertung: 8/10

      Lenka (aus dem Song "Unique") schrieb:

      I am happy to be sad. It's funny when I am mad.
      I don't really make sense but I know that that's not bad.
      I am lonely in a crowd and I am quiet when it's loud
      No I don't know what I want but I will figure it all out [...]
      [...] Why should I be like everybody? It's overrated being ordinary.
      I am me and that's unique.

      Curse (aus dem Song "Was du bist") schrieb:

      Wenn du dich zeigst und sie checken dich nicht...
      Dann ist das der Beweis, du bist perfekt wie du bist!
      Sie schauen in die Sonne, sind geblendet vom Licht...
      Hab keine Angst vor dem, was du bist!
    • Tagtraeumer – Unendlich Eins

      Künstler: Tagträumer
      Genre: Pop / Pop-Rock
      Release: 18.08.2017
      Label: Warner Music Group Germany
      Kaufmöglichkeiten: itunes.apple.com/de/album/unendlich-eins/1232297022


      Tracklist
      1. Pfeile
      2. Alles sind wir
      3. Unendlich gleich (feat. Chrissi Klug (von Luttenberger*Klug))
      4. Fast wieder da
      5. Alle Farben
      6. Liebe = X
      7. Sicherer Hafen
      8. Aus Gold
      9. Bonnie & Clyde
      10. Metronom
      11. Zeit
      12. Meilenstein
      13. Straßenlaternen
      14. Himmelblaue Couch
      15. Unendlich gleich (Instrumental)


      Zur Band: „Die Tagträumer, eigene Schreibweise auch Tagtraeumer oder Tagtræumer, sind eine fünfköpfige österreichische Popband aus der Steiermark, die durch ihre Teilnahme an Herz von Österreich bekannt wurde.“ (aus Wikipedia)

      In Österreich ist die Band mittlerweile recht bekannt und populär, allerdings hat die Band trotz Songs in deutscher Standardsprache einen eher geringen Bekanntheitsgrad in Deutschland oder der Schweiz. Internationale Anerkennung hat die Band aber auch gar nicht nötig, so hat sie nicht nur schon mehrere goldene Schallplatten in Österreich gewonnen, sondern auch schon diverse andere Preise abgestaubt.

      „Unendlich Eins“ ist bereits die zweite Platte von Tagträumer. Ihr Erstlingswerk „Alles ok?!“ konnte im Jahr 2015 auf Platz 5 der österreichischen Charts klettern und der Song „Sinn“ war ebenfalls in den Top 10 der Single-Charts (Platz 7) und hielt sich 38 Wochen in den Charts auf. Das aktuelle Album konnte sogar bis auf Platz 3 in die Charts hinaufsteigen, während die bisherigen Single-Auskopplungen und Videos hingegen einen eher überschaubaren Erfolg hatten.

      Zum Album: Das Album ist mit seinen 14 Songs und einem Instrumental nicht wirklich sehr lang, allerdings sind sämtliche Songs in einem mehr oder weniger einheitlichen Stil und gut angeordnet, so dass sich die Redensart „Qualität statt Quantität“ als Vergleich anbietet. Vom Stil her ist das Album typisch für das Pop-Genre, wobei einige Songs, wie „Zeit“ oder „Sicherer Hafen“ während des Refrains leichte Pop-Rock-Merkmale aufweisen.

      Überhaupt ist der Refrain der meisten Songs sehr überzeugend und sorgt bei einigen Leuten bestimmt für so manchen Ohrwurm. Im Vergleich zum Vorgänger-Album fällt auch auf, dass die Refrains meistens etwas eingängiger sind, wobei dies auch nicht bei allen Songs zutrifft, wie beispielsweise „Unendlich gleich“ oder „Metronom“ zeigen. Allerdings ist die Mischung zwischen eingängigen Melodien und ausgeschmückten Songtexten sehr überzeugend.

      Tagtraeumer besteht aus 5 Mitgliedern, die jeweils für ein anderes Instrument zuständig sind, während der Lead-Sänger, Thomas M. Schneider, alle Songs singt. Allerdings steht der Gesang nicht immer zwingend im Vodergrund, wie man an den Stücken „Bonnie & Clyde“ oder dem Ende von „Straßenlaternen“ erkennt. Dies ist eine willkommene Abwechslung, da der Sänger zwar eine überzeugende Stimme hat, die angenehm zu hören ist, allerdings ist seine Tonlage bei vielen Songs doch sehr ähnlich. Da hilft es auch nicht, dass die einzige Gastsängerin, Chrissi Klug (von der ehemaligen Band Luttenberger*Klug) nur eine vergleichsweise kurze Bridge singt.

      Glücklicherweise hat das die Band gut touchiert, indem sie trotz des einheitlichen Pop-Genres immer wieder Variationen in den Songs eingebaut hat und die Songs sehr abwechslungsreich gestaltet haben. So beginnt das Album beispielsweise mit dem mitreissenden Stück „Pfeile“ und wird danach wieder etwas ruhiger mit dem Stück „Alles sind wir“, nur um gleich während des nächsten Songs „Unendlich gleich“ wieder mit einem kraftvollen Instrumental zu beginnen. Auch das Tempo der Songs ist doch sehr unterschiedlich, teilweise sogar innerhalb desselben Songs.

      Einer meiner Favoriten des Albums ist gleich der Einstiegssong „Pfeile“. Dieser Song hat eine besondere Atmosphäre und ist gleichzeitig ruhig, als auch irgendwie mitreissend. Ein ähnliches Phänomen erlebe ich beim Song „Straßenlaternen“, welcher kurz vor dem Refrain sehr ruhig wird, nur um dann einen starken Chorus zu präsentieren. Apropos starker Refrain: Die Single „Unendlich gleich“ kann dort stark punkten. Zwar ist die Strophe des Songs fast schon zu leise und zu zurückhaltend, dafür sind der Refrain und das Instrumental am Anfang wirklich sehr stark.

      Fazit: Fans von deutschsprachiger Pop-Musik sollten unbedingt mal in das Album hinein hören, da es ein Paradebeispiel für eingängige Ohrwürmer ist. Das Album folgt klar dem Pop-Stil, hat aber trotzdem einige interessante Variationen in Hinblick auf Instrumentwahl, Tempo und Melodien. Der Gesang ist nicht immer hundertprozentig überzeugend, aber zusammen mit den Instrumenten entsteht ein wunderbares, positives Gesamtbild.


      Hörproben





      (Akustische Version)


      (Akustische Version)


      Anspieltipps:
      1. Pfeile
      3. Unendlich gleich (feat. Chrissi Klug (von Luttenberger*Klug))
      6. Liebe = X
      7. Sicherer Hafen
      13. Straßenlaternen

      Wertung: 8/10

      Lenka (aus dem Song "Unique") schrieb:

      I am happy to be sad. It's funny when I am mad.
      I don't really make sense but I know that that's not bad.
      I am lonely in a crowd and I am quiet when it's loud
      No I don't know what I want but I will figure it all out [...]
      [...] Why should I be like everybody? It's overrated being ordinary.
      I am me and that's unique.

      Curse (aus dem Song "Was du bist") schrieb:

      Wenn du dich zeigst und sie checken dich nicht...
      Dann ist das der Beweis, du bist perfekt wie du bist!
      Sie schauen in die Sonne, sind geblendet vom Licht...
      Hab keine Angst vor dem, was du bist!
    • Und zuletzt kommen wie erwähnt noch 8 Kurzreviews zu 6 Alben und 2 Fast-Diskographien:


      Metalite – Heroes In Time

      Künstler: Metalite
      Genre: Metal
      Release: 27.10.2017
      Label: Inner Wound Recordings
      Kaufmöglichkeiten: itunes.apple.com/us/album/heroes-in-time/1292139142
      Tracklist

      1. Afterlife
      2. Purpose of Life
      3. Nightmare
      4. The Hunter
      5. Heroes in Time
      6. Power of Metal
      7. Over and Done
      8. The Light of Orion
      9. In the Middle of the Night
      10. Black Horse Rider
      11. The Great Force Within Us

      Fakten zur Band: Heavy Metal trifft Pop-Gesänge. So könnte man den Stil von Metalite in Kurzform beschreiben. Die fünfköpfige Band rund um die Lead-Sängerin Emma Bensing überzeugt nicht nur mit harten, aber dennoch melodiösen Metal-Symphonien, sondern auch mit einer starken Frontfrau mit einer kraftvollen Stimme.
      Fakten zum Album: 10 harte, aber melodiöse Songs und eine Fast-Ballade („In the Middle of the Night“) sorgen für ein kurzweiliges Vergnügen, sofern man etwas mit Metal anfangen kann. Aber auch Fans von Pop-Musik können vielleicht den Gesängen etwas abgewinnen, welche absolut wundervoll miteinander harmonieren und so die Mauern zwischen den Genres vielleicht nicht gerade einreisst, aber zumindest zum Wackeln bringt, sei es auch nur wegen der eher aggressiven Musik. Zuletzt muss man aber noch sagen, dass sich viele Songs des Albums doch recht ähnlich anhören, was für Fans dieses Stils allerdings auch nichts Schlechtes bedeuten muss.
      Fazit in einem Satz: „Metalite“ sind für mich der Überraschungshit des Jahres.

      Wertung: 8/10


      Madeline Juno – DNA

      Künstler: Madeline Juno
      Genre: Pop
      Release: 08.09.2017
      Label: Embassy Of Music
      Kaufmöglichkeiten: itunes.apple.com/de/album/dna/1257159932
      Tracklist

      1. Halt mich fest
      2. Drei Worte
      3. Gift
      4. Schatten ohne Licht
      5. Mein Herz tanzt
      6. Still
      7. Von jetzt an
      8. Durchsichtig
      9. DNA
      10. Phantomschmerz
      11. Verlier mich in dir
      12. Ohne Kleider
      13. Unser Lied
      14. Zeitlupe
      15. Wenn ich angekommen bin
      16. Waldbrand (Acoustic Version)

      Fakten zur Sängerin: Madeline Juno hat zuvor bereits 2 Alben veröffentlicht, aber „DNA“ ist ihr erstes Album in ihrer Muttersprache, deutsch. Mit ihren 22 Jahren mag sie zwar noch recht jung sein, aber sie macht bereits seit 10 Jahren Musik und hat schon 2013 erste Tourneen als Sängerin mitgemacht und 2014 ihr erstes Album heraus gebracht. Sie hat eine ziemlich sanfte Stimme, mit welcher sie ihre selbstgeschriebenen Pop-Songs begleitet.
      Fakten zum Album: Die 16 Pop-Songs sind mal ruhiger, mal energischer, mal etwas akustischer und dann wieder elektronischer. Madeline Juno hat wirklich alles gegeben, um das Album so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Das Album überzeugt eher durch Madelines Stimme und die vielen Facetten, die sie ihrer Musik verleiht, statt mit qualitativ hochwertigen Instrumentalen, aber Fans von deutschsprachiger Pop-Musik sollten dem Album und überhaupt Madeline Juno eine Chance geben.
      Fazit in einem Satz: Eine liebliche Stimme begleitet abwechslungsreiche Pop-Songs.


      Wertung: 7/10


      Lotte – Querfeldein

      Künstler: Lotte
      Genre: Pop
      Release: 15.09.2017
      Label: Columbia Records
      Kaufmöglichkeiten: itunes.apple.com/de/album/querfeldein/id1255213067
      Tracklist

      1. Auf Dich
      2. Auf beiden Beinen
      3. Fluchtreflex
      4. Du fehlst
      5. Schönste Zeit der Welt
      6. Stadt der Türme
      7. Wer wir geworden sind
      8. Anders als geplant
      9. Unbeholfen
      10. Pauken
      11. Wenns zu kalt wird
      12. Schwer
      13. Auch wenns zu Ende geht

      Fakten zur Sängerin: Lotte ist ebenfalls eine junge, deutsche Sängerin, deren Musikstil in Richtung Pop geht, so dass sich ein Vergleich mit Madeline Juno schon fast aufdrängt. Die Musik der ebenfalls 22-Jährigen ist vielleicht nicht so abwechslungsreich wie die von Madeline, aber dafür etwas mitreissender, teilweise hört man schon fast etwas Pop-Rock aus den Melodien heraus. Auch ihre einzigartige Stimme weiss zu verzaubern und obwohl sie erst seit 2016 professionell Musik macht, hat auch sie schon viel Übung hinter sich, die man auch hinaus hört.
      Fakten zum Album: Die 13 Songs sind allesamt dem Genre Pop zuzuordnen, obwohl man wie bereits erwähnt auch Abschweifungen Richtung Pop-Rock hinaushören kann. Die Platte ist vielleicht nicht ganz so abwechslungsreich, aber dafür sind die Songs sehr solide produziert und statt gross Experimente auf der ersten CD zu wagen, hat man sich für solide Grundarbeit entschieden. Der Plan ging meiner Meinung nach auf und die Platte weiss trotz, oder vielleicht gerade wegen der Ähnlichkeit der einzelnen Songs zu überzeugen.
      Fazit in einem Satz: Lotte ist eine vielversprechendes Neutalent, die zeigt, dass gute deutsche Pop-Musik noch existiert.


      Wertung: 7/10


      Halflives – Empty Rooms

      Künstler: Halflives (ehem. OVER)
      Genre: Alternative / Indie
      Release: 14.04.2017
      Label: Halflives
      Kaufmöglichkeiten: itunes.apple.com/us/album/empty-rooms/1198913624
      Tracklist

      1. Lone Wolf
      2. Burn
      3. Mayday
      4. Echo
      5. The Sickness
      6. Half Alive
      7. Empty Room
      8. Collide

      Fakten zur Band: Die vierköpfige, italienische Band Halflives (manchmal auch als HalfLives oder „We all have half lives“ geschrieben) hat bereits im Jahr 2015 Musik gemacht, damals unter dem Bandnamen OVER. Da der Erfolg allerdings eher mittelmässig war, selbst für eine italienische Indie-Rock-Band, kam ein Imagewechsel mit einem neuen Bandnamen daher. Die Musik klingt zwar immer noch ähnlich, allerdings etwas erwachsener und auch wenn man die Band musikalisch nur schwer einordnen kann, (vermutlich irgendwo zwischen Alternative Metal und Hard Rock mit einer starken Indie-Prise) so kann man als Rock-Fan zumindest mal in einen ihrer jetzigen oder älteren Songs hinein hören.
      Fakten zum Album: Das Album ist überraschend abwechslungsreich, obwohl darauf nur 8 Songs vertreten sind. Hier hat man anscheinend auf Qualität statt Quantität gesetzt, so dass sämtliche Songs sehr hochwertig klingen und das Gesamtkonzept von der kleinen Indie-Band, die die Musik machen wollen, die sie einfach nur lieben, aufgeht. Neben einigen aggressiven Rock-Stücken hat es auch mehrere Songs dabei, die schon fast in Richtung Pop-Rock gehen und so dem Album eine nette Abwechslung verleihen und die restlichen Stücke hervorragend abrunden.
      Fazit in einem Satz: Nicht-kommerzielle, angenehme Rock-Musik von der am Boden gebliebenen Band von nebenan.


      Wertung: 8/10


      Gareth Emery – 100 Reasons To Live

      Künstler: Gareth Emery
      Genre: EDM
      Release: 01.04.2016
      Label: Garuda
      Kaufmöglichkeiten: itunes.apple.com/us/album/100-reasons-to-live/1083976859
      Tracklist

      1. The Story so Far
      2. Cloudline (feat. Joseph)
      3. Far from Home (feat. Gavrielle)
      4. Reckless (feat. Wayward Daughter)
      5. We Were Young (feat. Alex & Sierra)
      6. CVNT5 (feat. Ashley Wallbridge)
      7. Make It Happen (feat. Lawson)
      8. Hands (feat. Alastor & London Thor)
      9. Lost (feat. Janet Devlin)
      10. Save Me (feat. Christina Novelli)
      11. Until We Meet Again (feat. Ben Gold)
      12. I Could Be Stronger (But Only for You) [feat. Corey Sanders]
      13. Sansa
      14. Cruiser (feat. Alex Sonata) [Bonus Track]

      Fakten zum DJ: Gareth Emery ist ein englischer DJ und EDM-Produzent und hat bereits 3 Alben, 3 Remix-Alben (wo andere Künstler seine Songs eine neue Note verliehen haben) und unzählige Songs veröffentlicht. Zu seinen bekanntesten Stücken gehören wohl „Sanctuary“ (feat. Lucy Saunders) und die erst letztes Jahr veröffentlichte Single „Saving Light“ (zusammen mit Standerwick, feat. Haliene), welche international ein ziemlich grosser Erfolg war und auch Leuten wie mir, die sonst nicht besonders auf elektronische Musik stehen, das EDM-Genre näher gebracht haben. Man darf gespannt sein, was der 37-Jährige als nächstes heraus bringt.
      Fakten zum Album: Zuallererst: Das Album ist nicht zu verwechseln mit „1.000 Reasons To Live“, welches das Remix-Album zu „100 Reasons To Live“ darstellt. Die 14 Songs überzeugen vor allem mit den Melodien von Synthesizern und anderen elektronischen Instrumenten, sowie natürlich des Gesangs der zahlreichen Gastsängerinnen und –sänger. Leute, die auf melodiöse Musik stehen, sollten aufgrund des elektronischen Genres keinesfalls dieser Musik abgeneigt sein, da man hier regelrechte Symphonien und hervorragende Kompositionen in den einzelnen Songs erkennt. Die Songs sind alle sehr mitreissend, und wie man es von EDM (Elektronische Tanzmusik) nicht anders erwarten würde, tanzbar.
      Fazit in einem Satz: Trotz, oder gerade wegen der elektronischen Instrumente harmonieren die Stücke wunderbar, auch miteinander.


      Wertung: 8/10


      Rachel Platten – Be Here

      Künstler: Rachel Platten
      Genre: Folk / Pop
      Release: 25.04.2011
      Label: Rock Ridge Music
      Kaufmöglichkeiten: itunes.apple.com/us/album/be-here/881890324
      Tracklist

      1. Nothing Ever Happens
      2. Overwhelmed
      3. Don't Care What Time It Is
      4. 53 Steps
      5. Little Light
      6. 1,000 Ships
      7. Take These Things Away
      8. You Don't Have to Go
      9. All I Seem to Do
      10. Remark

      Fakten zur Sängerin: Die mittlerweile 36-Jährige US-amerikanische R&B- und Pop-Sängerin Rachel Platten macht bereits seit Jahren Musik, ihre ersten Erfolge hatte sie allerdings erst in dieser Dekade. Mit ihrem ironischen Song „1,000 Ships“ von ihrem 2. Album „Be Here“ konnte sie im Jahr 2011 erstmals international Aufmerksamkeit erlangen und mit dem 3. Album „Wildfire“ und insbesondere dem Lied „Fight Song“ aus dem Jahr 2015 startete sie schon fast einen kleinen Durchbruch und auch heute spielen Radiosender weltweit immer wieder mal den „Fight Song“. Mittlerweile hat Rachel ihr 4. Album veröffentlicht, welches allerdings nur mit gemässigtem Erfolg in die US-Charts einstieg (Platz 73).
      Fakten zum Album: „Be Here“ ist das 2. Album von Rachel Platten und wurde satte 8 Jahre nach ihrem Erstlingswerk veröffentlicht. Vom Stil her findet man hier 10 bitterfröhliche Pop-Musik-Stücke, die manchmal in Richtung Folk und manchmal in Richtung R&B abdriften. Allerdings ist die Musik sehr viel geschmackvoller, wenn man sie mit ähnlichen Sängerinnen vergleicht. So drehen sich die Songs zwar auch um Liebe, wie viele Pop-Songs, allerdings werden auf Thematiken wie Party, Drogen oder Sex gänzlich verzichtet und stattdessen emotionale Gefühle an den Zuhörer vermittelt. Für manche ist das vielleicht zu kitschig, aber die fröhlichen Melodien wissen zu überzeugen.
      Fazit in einem Satz: Das Album bietet eine halbe Stunde voller Emotionen, lieblicher Melodien und einer tollen Sängerin.


      Wertung: 7/10

      Lenka (aus dem Song "Unique") schrieb:

      I am happy to be sad. It's funny when I am mad.
      I don't really make sense but I know that that's not bad.
      I am lonely in a crowd and I am quiet when it's loud
      No I don't know what I want but I will figure it all out [...]
      [...] Why should I be like everybody? It's overrated being ordinary.
      I am me and that's unique.

      Curse (aus dem Song "Was du bist") schrieb:

      Wenn du dich zeigst und sie checken dich nicht...
      Dann ist das der Beweis, du bist perfekt wie du bist!
      Sie schauen in die Sonne, sind geblendet vom Licht...
      Hab keine Angst vor dem, was du bist!

    • Birthday Massacre – 6 Alben
      (Hide And Seek / Pins And Needles / Superstition / Under Your Spell / Violet / Walking With Strangers)

      Künstler: Birthday Massacre
      Genre: Gothic Rock / Synth Rock / New Wave (und teilweise Dream Pop / Alternative Rock / Synthie Pop)
      Release: 09.10.2012 / 14.09.2010 / 11.11.2014 / 09.06.2017 / 25.10.2004 / 10.09.2007
      Label: Metropolis Records
      Kaufmöglichkeiten:
      itunes.apple.com/us/album/hide-and-seek/550732428
      itunes.apple.com/us/album/pins-and-needles/411832182
      itunes.apple.com/us/album/superstition/928733128
      itunes.apple.com/us/album/under-your-spell/1238946256
      itunes.apple.com/us/album/violet/413189654
      itunes.apple.com/us/album/walking-with-strangers/413180702
      Tracklist (Hide and Seek)

      1. Leaving Tonight
      2. Down
      3. Play With Fire
      4. Need
      5. Calling
      6. Alibis
      7. One Promise
      8. In This Moment
      9. Cover My Eyes
      10. The Long Way Home

      Tracklist (Pins and Needles)

      1. In The Dark
      2. Always
      3. Pale
      4. Control
      5. Shallow Grave
      6. Sideways
      7. Midnight
      8. Pins And Needles
      9. Two Hearts
      10. Sleepwalking
      11. Secret

      Tracklist (Superstition)

      1. Divide
      2. Diaries
      3. Superstition
      4. Destroyer
      5. Surrender
      6. Oceania
      7. Rain
      8. Beyond
      9. The Other Side
      10. Trinity

      Tracklist (Under Your Spell)

      1. One
      2. Under Your Spell
      3. All of Nothing
      4. Without You
      5. Counterpane
      6. Unkind
      7. Games
      8. Hex
      9. No Tomorrow
      10. The Lowest low
      11. Endless

      Tracklist (Violet)

      1. Prologue
      2. Lovers End
      3. Happy Birthday
      4. Horror Show
      5. Violet
      6. Red
      7. Play Dead
      8. Blue
      9. Video Kid
      10. The Dream
      11. Black
      12. Holiday
      13. Nevermind

      Tracklist (Walking With Strangers)

      1. Kill the Lights
      2. Goodnight
      3. Falling Down
      4. Unfamiliar
      5. Red Stars
      6. Looking Glass
      7. Science
      8. Remember Me
      9. To Die for
      10. Walking With Strangers
      11. Weekend
      12. Movie

      Fakten zur Band: Birthday Massacre ist eine dieser Bands, die man nur schwer einem Genre zuordnen kann. Die Bezeichnung Synth Rock ist für ihre Musik zwar ziemlich zutreffend, allerdings können nur wenige Leute mit diesem Begriff etwas anfangen. Überhaupt bewegt sich die sechsköpfige, kanadische Band stark zwischen den Genres, so dass selbst das englischsprachige Wikipedia gleich 4 Genres für die Band vorschlägt, während sich die Band selbst ohnehin als musikalisches / visuelles Projekt sieht. Egal wie man die Band beschreiben möchte, und egal welches Genre man ihnen aufzwingen will: Ihre Musik ist ein tolles Erlebnis und die vergangenen 6 Alben (das Erstlingswerk „Nothing and Nowhere“ lasse ich hier aussen vor) haben zwar alle einen sehr ähnlichen Stil, aber bieten durchaus auch etwas Abwechslung.
      Fakten zu den Alben: Die oben genannten Alben sind zwischen 13 Jahren und einigen Monaten alt. Zwischen „Violet“ (2004) und „Under Your Spell“ (2017) kann man zwar rein von der Klangqualität einen grossen Unterschied bemerken, aber die Band blieb sich in allem doch sehr treu. Die Grundstimmung ist zwar in allen Alben recht ähnlich, aber jedes Album ist ein Abenteuer für sich und hervorragend in sich abgeschlossen. Aber auch wenn man die Alben am Stück hört, entsteht ein stimmiges Gesamterlebnis, so dass diese 6 CDs ein unvertrautes, jedoch stark positives Musikbild vermitteln. Leute, die gerne in neue Musikgenres eintauchen, sollten in diese untypische, jedoch sehr talentierte Band unbedingt mal hinein hören.
      Fazit in einem Satz: Diese 6 Alben sind sich sehr ähnlich, und gleichzeitig auch wieder unterschiedlich, so dass man sich gleich 6 Mal von dieser einzigartigen Band verzaubern lassen kann.

      Hörproben und Anspieltipps


      (aus „Under Your Spell“ (2017))


      (aus „Superstition“ (2014))


      (aus „Hide and Seek“ (2012))


      (aus „Pins and Needles“ (2010))


      (aus „Walking with Strangers“ (2007))


      (aus „Violet“ (2004))

      Wertung: 8/10

      Lenka (aus dem Song "Unique") schrieb:

      I am happy to be sad. It's funny when I am mad.
      I don't really make sense but I know that that's not bad.
      I am lonely in a crowd and I am quiet when it's loud
      No I don't know what I want but I will figure it all out [...]
      [...] Why should I be like everybody? It's overrated being ordinary.
      I am me and that's unique.

      Curse (aus dem Song "Was du bist") schrieb:

      Wenn du dich zeigst und sie checken dich nicht...
      Dann ist das der Beweis, du bist perfekt wie du bist!
      Sie schauen in die Sonne, sind geblendet vom Licht...
      Hab keine Angst vor dem, was du bist!

    • Colbie Caillat – 3 Alben
      (All Of You / Breakthrough / Gypsy Heart)

      Künstler: Colbie Caillat
      Genre: Pop / Pop-Rock (und teilweise Folk / R&B)
      Release: 06.07.2011 / 25.08.2009 / 30.09.2014
      Label: Universal Music / Universal Republic
      Kaufmöglichkeiten:
      itunes.apple.com/us/album/all-of-you/447648907
      itunes.apple.com/us/album/brea…-deluxe-version/325979086
      itunes.apple.com/us/album/gypsy-heart/911467200
      Tracklist (All Of You)
      1. Brighter Than the Sun
      2. I Do
      3. Before I Let You Go
      4. Favorite Song (feat. Common)
      5. What If
      6. Shadow
      7. Think Good Thoughts
      8. Like Yesterday
      9. All of You
      10. Dream Life, Life
      11. What Means the Most
      12. Make It Rain
      13. Stereo

      Tracklist (Breakthrough)
      1. I Won't
      2. Begin Again
      3. You Got Me
      4. Fallin' for You
      5. Rainbow
      6. Droplets (feat. Jason Reeves)
      7. I Never Told You
      8. Fearless
      9. Runnin' Around
      10. Break Through
      11. It Stops Today
      12. Breakin' At the Cracks
      13. What I Wanted to Say (Bonus Track)
      14. Out of My Mind (Bonus Track)
      15. Don't Hold Me Down (Bonus Track)
      16. Never Let You Go (Bonus Track)
      17. Hold Your Head High (Bonus Track)
      18. Stay With Me (Bonus Track)
      19. Begin Again (Reggae Version) [Bonus Track]

      Tracklist (Gypsy Heart)
      1. Live It Up
      2. Blaze
      3. If You Love Me Let Me Go
      4. Try
      5. Never Gonna Let You Down
      6. Land Called Far Away
      7. Nice Guys
      8. Floodgates
      9. Just Like That
      10. Break Free
      11. Never Getting Over You
      12. Bigger Love
      13. Him Or You

      Fakten zur Sängerin: Die meisten haben bestimmt schon von Colbie Caillat gehört oder kennen zumindest einige ihrer Songs vom Radio, so wie „Bubbly“, „I Do“ oder „Brighter Than the Sun“. Die mittlerweile 32-jährige US-Amerikanerin besticht vor allem mit ihren zuckersüssen Pop-Melodien, zu denen sie über die typischen Pop-Themen wie Liebe singt. Ihre Musik ist genauso wie ihre Stimme sehr sanft und neben 5 regulären Alben, hat sie auch schon ein sommerliches Weihnachtsalbum mit dem passenden Namen „Christmas in the Sand“ herausgebracht. Zudem hat sie auch schon mit diversen anderen Musikern zusammen gearbeitet, wie beispielsweise Taylor Swift oder Jason Mraz.
      Fakten zu den Alben: Die drei ausgewählten Alben sind ihr zweites, drittes und viertes Album. (Weihnachtsalbum nicht mitgezählt) Vor allem diese drei bestechen meiner Meinung nach mit der zugegeben vielleicht etwas kitschigen, aber dennoch sehr fröhlichen und sanften Musik, die man auch gerne mal nur als Hintergrundmusik geniessen kann. So sanft die Musik auch ist, kann sie dennoch sehr mitreissend sein und Ohrwürmer sind bei diesen drei Alben schon fast garantiert, was sicherlich auch Grund für den Erfolg der Alben war. So stieg „Breakthrough“ damals bis auf Platz 1 der amerikanischen Album-Charts und auch in Deutschland und Österreich war das Album in den Top 10. Fans von unbesorgter, fröhlicher Pop-Musik, sollten zumindest mal in die Single-Auskopplungen hinein hören, falls man diese nicht ohnehin schon vom Radio und Musikfernsehsendern kennt.
      Fazit in einem Satz: Colbie Caillat weiss durch die Mischung von sanfter Stimme, sorglosen Melodien und mitreissenden Rhythmen zu überzeugen.

      Hörproben und Anspieltipps


      (aus „Breakthrough“ (2009))


      (aus „All Of You“ (2011))


      (aus „All Of You“ (2011))


      (aus „Gypsy Heart“ (2014))


      (aus „Gypsy Heart“ (2014))


      (aus „Gypsy Heart“ (2014))

      Wertung: 8/10


      Auch wenn nicht alle Alben aus dem Jahr 2017 stammen, war es für mich trotzdem ein musikalisch sehr gutes Jahr.

      Lenka (aus dem Song "Unique") schrieb:

      I am happy to be sad. It's funny when I am mad.
      I don't really make sense but I know that that's not bad.
      I am lonely in a crowd and I am quiet when it's loud
      No I don't know what I want but I will figure it all out [...]
      [...] Why should I be like everybody? It's overrated being ordinary.
      I am me and that's unique.

      Curse (aus dem Song "Was du bist") schrieb:

      Wenn du dich zeigst und sie checken dich nicht...
      Dann ist das der Beweis, du bist perfekt wie du bist!
      Sie schauen in die Sonne, sind geblendet vom Licht...
      Hab keine Angst vor dem, was du bist!
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