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Piece

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    • Hallo, schön dass ihr euch zu meiner Geschichte verirrt habt.
      Erstmal muss ich euch enttäuschen, ich werde nichts weiter zu der Geschichte sagen als das, was selbst darin steht. Ihr dürft schön selbst herausfinden, worum es geht, sonst wärs ja langweilig.

      Prolog


      Kühl hielt mich die Finsternis in sich gefangen. Unter mir brodelte der Boden in einem endlosen Tanz, der mich umhüllte aber niemals erreichte und über mir zerrissen dröhnende Knackgeräusche die trügerische Stille. Meine Gedanken schweiften, wie immer sinnierte ich um für ein paar Augenblicke meine Einsamkeit vergessen zu können.
      Denn ich war Einsam, ohne Aufgabe, ohne Ziel das mein Herz erwärmte und mir das Licht eines Weges zeigen konnte. Ohne Dasein. Allein.
      Eine Bewegung holte mich aus meiner Trauer, vielleicht jemand der mich brauchte? Ein leises Knacken untermalte die Bewegung, vielleicht war es diesmal wirklich jemand? Doch meine aufkeimende Hoffnung zerplatze urplötzlich. Uninteressiert zog der Verursacher weiter, ohne Interesse für mich. Ob er mich überhaupt bemerkt hatte? Irgendwie? Wohl eher nicht. Wie schon so viele davor, so viele. Nur die allumfassende Kälte dieses Ortes leistete mir stetige Gesellschaft, wie schon seit langem. Irgendwann würde sie mich auflösen, meine Existenz beenden und ich würde in ihr einem anderen einsamen Wesen Gesellschaft leisten. Es stumm umfassen. Würde ich erst dann wieder gebraucht? Jemandem etwas nützen? Ihm etwas bedeuten? Meine Gedanken schwebten weiter. Bilder von besseren Zeiten erschienen, bessere Tage. Tage an denen Strahlen aus Licht mich begrüßten und wärmten. Das Leben, das um mich herum wimmelte und die Luft mit ihren Geräuschen füllten. Freunde, die nun alle woanders waren.
      Wärme. Freunde.Licht. Luft. Luft...- Es begann in meinem Kopf zu rotieren, schneller immer schneller.
      Ich wollte doch nur ein Teil eines größeren sein.... Warum durfte ich mich nicht beweisen?
      Es war die Stille, die mir ihre Unantwort gab. Das tat sie immer.
      Ein weiteres Knacken, ein ächzen. War es wieder soweit? Ich hatte hier jegliches Zeitgefühl verloren. Ohne die Sonne oder auch den Mond war es unmöglich für mich herauszufinden in welcher Zeit ich mich befand.
      Alles was ich wusste, dass bewies mir die Kälte, war das es Winter sein musste. Ein Winter der ewig schien, so wie jeder, den ich hier erlebte. Wie viele es waren wusste ich schon nicht mehr. Auch nicht wie oft ich versuchte mich daran zu erinnern. Erinnern...



      The post was edited 1 time, last by Hao ().

    • Huhu Hao!

      Kurz hab ich dir ja schon gesagt, dass ich den Prolog mag, hier möchte ich etwas genauer werden.

      Ich finde es unglaublösch und und atmosphärisch beschrieben, wie er/sie/es scheinbar völlig allein ... im... irgendwo ist und auch keine wirkliche Orientierung hat. So seelisch. Da bleiben natürlich haufenweise Fragen offen: Um wen geht es, was ist passiert, dass er/sie/es so orientierungslos liegt.. oder... sitzt... oder ... läuft. Es ist auch nicht klar, ob das ganze metaphorisch gemeint ist oder ob die Dunkelheit wortwörtlich gemeint ist, aber ich denke, da wirst du uns noch aufklären :P

      Bin also gespannt auf das nächste ... bzw. erste Kapitel!

      N paar grammatikalische Sachen wie Komma-Fehlerchen und dass-das Sachen sind noch drinnen, die geb ich dir per Skype rüber wenn du magst :)

      Und sonst... najaaa... etwas kurz würde ich sagen, aber für nen Prolog O.K. Ein Prolog soll ja auch nur nen kleinen Vorgeschmack geben und die länge eines Beitrags sollte nicht zwingend die Qualität bestimmen :O
      Aber vllt. wird das nächste Kapitel ja doch etwas länger? xP

      Fangeschichten #f-sandan# Lesecke #f-sandan# RedaktionSchreibworkshop #f-icognito-!# Lesezirkel
      Zzt krank und nicht verfügbar - Hand OP am 4.3.2019
    • Huhu,

      deine detaillierten Beschreibungen erinnern mich sehr an Sans Weise zu beschreiben. kein Wunder, dass ihr beiden euch diesen Wettbewerb zur atmosphärischen Gestaltung vorgenommen habt! :D

      Das Ganze erinnert mich ein bisschen an eine Gefängnisszene bzw. eine Sklaverei-Gefängnisszene. Da fragt man sich natürlich direkt, wieso diese Person schon so lange an diesem Ort verweilen muss. Das ist dir sehr gut gelungen. :D

      PS: Ein paar Leerzeichen waren zu lang oder nicht gesetzt, das ist mir nebenbei noch aufgefallen. ^^

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Danke für die Kommentare!

      Naja wegen den Leerzeichen. Mich beschleicht so das Gefühl, dass meine Spacetaste auch nich mehr so will wie ich...

      Naja jedenfalls...Kapitel

      Kapitel 1 - Frühling


      Die Fröste der Nächte gehörten schon lange der Vergangenheit an. Ruhig und sattgrün wiegte sich das Gras im lebensverkündenen Wind, welcher warm und samten über die Ebene strich um sich verspielt in den rauschenden Blüten eines Kirschbaums zu verlieren. Seine rosafarbene Pracht warf einen angenehmen Schatten auf mich und meine Freunde und um mich herum war das Leben schon in den Morgenstunden beschäftigt. Etwas kletterte über mich, ich fühlte wie seine Krallen mich kitzelten, nur um im Gras zu verschwinden. Es war noch früh, aber schon bald schwollen die Geräusche an, als müssten die Wesen jeden Tag aufs neue verkünden, dass es Frühling war.
      Ich und meine Freunde tauschten uns aus, genossen die Wärme und die Gesänge, in all ihren Facetten.
      Eines Tages jedoch, hörten wir neue Geräusche, gänzlich unvertraute. Die Stimmen von Menschen wurden durch die Luft zu uns herübergetragen.
      "Hier wollen wir unser Haus bauen.", sprach eine hohe, sanft klingende Menschenfrau und wir waren ganz aus dem Häuschen. Es wurde ein Haus gebaut. Hier! Bei uns!
      Vielleicht wurden wir ja gebraucht und benutzt um ihnen zu helfen.
      Ich stellte es mir schon vor, ich und meine Freunde, zusammen bei den Menschen.
      Wir hörten weiter zu. Es wurde von "natürlichem Bau" und "strenge Vorschiften" gesprochen, doch kannten wir die Bedeutung dieser Begriffe nicht. Als jedoch von "Steinhaus" geredet wurde, gerieten wir noch mehr aus dem Häuschen als überhaupt. Es war tatsächlich so, das wir neue Freunde kennenlrnen würden, und uns bei ihnen aufhalten konnten, wenn man uns denn fand.
      Der Wind drehte sich und die Stimmen verklangen, doch meine Gruppe diskutierte eifrig, und unhörbar, was sie sich von dem Projekt versprachen. "Ein Zuhause" "Wärme" "Stabilität", Vorschläge und Wünsche kamen von allen Seiten, doch ich blieb still. Mein Wunsch war lediglich eine Aufgabe der ich nachkommen konnte.
      Noch ein paar Tage wurde das Thema heiß besprochen, doch ansonsten tat sich nichts und so gingen wir wieder zu dem üblichen Tagesablauf zurück.
      Das Wetter wurde immer wärmer, aber auch wechselhafter, so das wir schon die ersten Stürme erlebten.
      Die Blütenpracht der Kirsche war längst grünem Laub gewichen, als erneute Geräusche den Frieden durchbrach.
      Wir merkten auf, sahen die beiden Menschen, die unseren Hügel hinaufkamen.
      "Sieht nach Regen aus..",brummte einer der männlichen Individuen mit mürrisch verzogenem Mund, in dessen Winkel ein Glimmstängel platziert war.
      "Will das schnell hinter mich bringen."
      Es war der Zweite Mensch, der uns entdeckte und seinen Partner aufmerksam machte.
      "Kann man benutzen hm? Haben schöne Musterungen.", meinte er aufgeregt, als er uns betrachtete.
      "Warum auch nicht. Lass uns den Rest ansehen und vermessen, damit, wenn die Verträge durch sind, wir sofort beginnen können."
      Sie hatten uns gesehen! Wirklich gesehen und wollten uns benutzen um das Haus zu bauen. Unsere Träume gingen in erfüllung, und wenn ihr unsnverstehen könntet, dann würdet ihr mich und meine Freunde vor begeisterung jubeln hören.
      Ihre Schritte entfernten sich polternd und wir sahen ihnen nach. Der eine hatte nicht gelogen. Am Horizont bauschte sich ein dichtes Feld aus grauschwarzen Wolken zusammen, der Himmel drohte mit einem Unwetter, das uns, kaum zwei Stunden später auch erreichte. Stark prassele der Regen auf uns hernieder und der Duft frischer Erde erfüllte die Luft. Es grollte leise, dann ein Lichtblitz, erneutes Grollen.
      "Glaubt ihr sie kommen bald wieder?", fragte ich meinen Nachbarn, der keine 10 Zentimeter von mir entfernt lag.
      "Weiß ni-", begann er, doch wurde seine Stimme von einem gewaltigen Knall und einer Welle aus heulender Luft verschluckt. "NICHT", beendete er seinen Satz schließlich, bevor wir alle im Stillen dem Gewitter lauschten.
      Meine Gedanken aber waren alles andere als Still. Ich versuchte mir auszudenken, wo sie mich einsetzen würden. Oben? Unten? Bestimmt an eine wichtige Stelle. Das war klar. Denn ich war ein sehr hübscher Stein, daher musste ich gesehen werden.
      Der Regen dauerte die ganze Nacht und erst im frühen Morgen bestand eine Chance auf Trocknung.
      Wir warteten auf die Leute, doch sie sollten sich für eine sehr lange Zeit nicht wieder sehen lassen...
    • Okay, ich habe gerade die Erzählung eines Steins gelesen. Eines Steins. :lol:

      Das ist grundsätzlich erstmal erfrischend anders, gefällt mir. Erinnert mich an den Petunientopf aus "Per Anhalter ins All".
      Wer hätte immerhin gedacht, dass Steine so depressiv und doch so voller Hoffnung sein können! Ich hätte sie ja für relativ einmütig gehalten, die Steine. :hihi:

      An deinem Schreibstil finde ich ganz und gar nichts zu meckern, wunderbar atmosphärische Beschreibungen, ja, ich kann mir einen nassen Stein schon förmlich vorstellen! (<-Ironie) :lol:
      Du beschreibst ein Gewitter...hmm...das habe ich in letzter Zeit aber lange nicht gesehen... ;)

      Jedenfalls freue ich mich auf mehr!
      Das Zentralkomitee ordnet an: Weitermachen! :)
    • Der Beginn des Kapitels würde so gut zu dem vergangenen Wettbewerb Frühlingsatmosphäre passen! Diese Personalisierungen unnd Vergleiche sind wirklich gut gelungen.

      Ich habe ehrlich gedacht, dass es sich um ein Lebewesen, genauer gesagt ein Pokémon handeln würde, doch damit habe ich nie im Leben gerechnet! Steine! O_O

      Ich glaube, dass es fast schon einmalig ist, aus einer solchen Sichtweise zu schreiben. Sich in einen Stein hineinzuversetzen stelle ich mir persönlich schon schwierig vor. Die ganzen atmosphärischen Änderungen, Zustände und "Hoffnungen" hast du aber wirklich sehr interessant beschrieben.
      Allerdings frage ich mich, wann ein Stein dann "stirbt", denn wenn er zerbricht, bilden sich mehrere neue, kleinere Steine. xD

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Zum Glück habe ich den Text vor den Kommentaren der Leute gelesen, obwohl ich oftmals die Kommentare erst lese. :ups: Aber dann hätte es mir das wohl versaut und die Überraschung wäre nicht so gut gelungen; die ist dir jedoch wirklich sehr gut gelungen, weil auch ich niemals damit gerechnet hätte, die Geschichte eines Steins zu lesen.

      Abgesehen von den paar Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern, die dir bestimmt schon bekannt sind, finde ich es sehr gut geschrieben, die Vergleiche, die Atmosphäre und die Gespräche sind sehr schön gestaltet und zeugen von einer Menge Mühe mit diesem zwar relativ kurzen, aber dennoch gelungenen Kapitel, das gar nicht den Anspruch haben muss, extrem lang zu sein, weil es so einfach viel angenehmer und besser dargelegt wird, was mir sehr gefällt.

      Viel mehr als die anderen Kommentatoren kann ich hierbei aber auch nicht sagen, ich hoffe, dass dir der Kommentar ausreicht und das Wissen, dass auch ich noch etwas mehr zu lesen erwarte!
    • Wow ich hätte echt nicht gedacht, das alle so verwundert sind. xD
      Aber ja das it dem Stein is wohl schon selten.

      Und Ja Dusk ich bin zu blöd für Zeichensetzung xD

      Zum Thema sterben: Ich stelle mir das so vor. Wenn der Stein zerbricht, spaltete er sich in mehrere neue Entitäten mit neuem Charakter auf. So gesehen stirbt der alte Stein, bzw sein Charakter und aus ihm werden neue Charaktere geboren.

      Mal gucken ob ich n neues Kap heute hochlade..muss es nochbschreiben haha \o''
    • Da ich heute ungeahnt Prodiktiv war..Kapitel 2

      Kapitel 2 -Sommer





      Schon bald wicht der taufrische Frühling einem sonnenreichen Sommer. Die ersten Stürme, die über das Land peitschten waren schon ausgestanden und das zirren der Zikaden durchbrach die ansonsten hitzebdingte Stille. Die Luft stand und auch uns wurde langsam unwohl. An sich hatten wir ja nichts gegen wärme, aber zuviel ließ unsere Haut bröckelig werden und Spannen.
      Und die Grashüpfer, die uns als Sonnengelegenheit benutzten, waren auch nicht gerade angenehm. Sie kitzelten fürchterlich und stritten sich um die besten Plätze.
      Auch der Kirschbaum, der uns sonst immer mit wohliger kühle versorgte, mochte und gegen die hitzeflirrende Luft nicht beschützen.
      Das Leben kam fast zum stillstand. Aber nur fast.
      Baugeräusche zerrissen die natürlichen Geräusche. Sie hatten mit dem Bau angefangen, und viele neue Freunde unweit von uns im Gras gestapelt. Sie sahen aus wie wir, natürlich, mal rund und mal etwas Kantiger. Wir versuchten mit ihnen zu reden, aber sie könnten uns nicht hören. Zu laut war der Lärm der Menschengeräte, die das Viereck, wo das Haus gebaugt werden sollte, ebneten, sodass man darauf bauen konnte.
      Die Arbeit kam schwer voran, denn der Sommer war nun wirklich keine gute Zeit zum Arbeiten. Es war als würde die Sonne etwas dagegen haben, so heiß brannte sie vom wolkenleeren Himmel. Immer wieder hörten wir wie sie sich über die Hitze beschwerten. "Dreckssonne." "Ich wünschte es wäre Frühling!", und so weiter wehte ab und an zu uns rüber. Doch das Bauen brachte uns jeden Tag ein Stück näher, das sie uns benutzen. Schon bald fingen die Arbeiter an, die neuen Freunde mit hilfe einer Substanz, grau, erst Flüssig später Hart, zusammenzubinden. Das fröhliche gesumme verbauter Steine war, unmöglich für die Menschen zu hören, überall in der Luft. Auch wir wollten Teil dieses Summens sein, doch er Haufen war noch lange nicht aufgebraucht. Aber dann..
      Plötzlich hörten wir Schritte auf uns zukommen und ich war der erste der den menschenarbeiter sah. "Hier war einer der passt gut in die Lücke da.", brummte er, als er den Blick über uns schweifen ließ. Wer war es wohl? Vielleicht war ich es. Der Mann schien gefunden zu haben, was er suchte. Seine Hände kamen uns näher, direkt auf mich zu. Meine Freude war unbeschreiblich. Er griff zu, ich bereitete mich darauf vor unter dem Jubel meiners Haufens weggetragen zu werden. Jubel, aber ich erhob mich nicht. Warum erhob ich mich nicht, der Mensch hatte doch nach mir gegriffen?
      Es war mein Nachbar, den er sich gegriffen hatte. Er war ein schöner heller Stein, etwas rund und Klein, aber hübsch. Es wurde ihm zugejubelt und auch ich stimmte gönnerhaft ein. Es würde noch etliche Chancen geben für mich.
      Den Rest des Tages verbrachten die Arbeiter damit, Freunde aufzustapeln. Zu uns kamen sie nicht mehr. Die Sonne sank langsam gen Horizont und die luft würde Kühler. Hie und da glommen kleine Lichter auf. Glühwürmchen, die die laue Dämmerung mit ihrem glanz erfüllten. Die Menschen zogen ab und machten der gewohnten Ruhe platz. Die Chance zum Reden.
      "Hey! Ihr da!", rief ich zu dem anderen Haufen rüber. "Könnt ihr mich hören?"
      "Ja wir hören dich! Werdet ihr auch verbaut?", kam, sowohl antwort als auch Gegenfrage zurück.
      "Ja!",reifen sowohl ich, als auch einige meines Haufens, zurück.
      "Dann werden wir uns ja super verstehen!"
      Und das taten wir auch.
      Leider war Kommunikation nur Nachts möglich, da den Tag über die Menschen und ihre Geräusche zu Dominant waren. Immer mehr Steine, mal die mal wir, wurden verbaut. Immer mehr Menschen kamen an, um andere Sachen zu machen. Ab und an bekamen wir etwas von "Rohre verlegen." und "Elektrizität" mit. Die Menschen hatten wohl spezielle Aufgaben beim bauen. Das fanden wir gut, aber am besten fanden wir die Menschen, die uns benutzen.
      Ich lag immer noch auf meinem Platz, jubelte denen zu die Ausgesucht wurden, auch wenn ich selber langsam genommen werden wollte. Warum sahen sie nicht, was für ein schöner, Einzigartiger und stabiler Stein ich war. Ich würde sehr gut zu dem Haus passen. Oder sparten sie sich mich für den Schluss auf? Wenn es so war, dann wünschte ich mir, das sie sich beeilten, damit ich das rausfinden kann.
      Die Arbeiter hatten den Haufen der neuen Freunde bald so flach werden lassen, das man das Haus sehen konnte, das sich bereits zur Hälfte auf dem dafür angestammten Platz befand.
      Wir erkannten unsere Haufenmitglieder und riefen ihnen zu, um uns mit ihnen zu unterhalten, denn das taten sie, trotzdem sie nun verbunden waren, immer noch gern. Sie erzählten uns von dem Bindemittel und was die Menschen erzählten. Mit den meisten Begriffen konnte zwar keiner etwas anfangen, aber man tratschte trotzdem gerne darüber. Auch die neuen Steine beteiligten sich munter an dem gespräch und so wurde jede Nacht munter geredet.
      Der Sommer ging weiter, die Hitze wurde selbst zum Reden zu warm und die meisten Steine des neuen haufens waren an ihrem Platz. Auch von uns waren mehr weggetragen worden und mich trennte inzwischen eine beachtliche Distanz von meinem nächsten Nachbarn. Hate man mich vergessen? Wieso verbauten sie mich nicht?
      Tausend Fragen schossen mir durch den Kopf und auf keine konnte ich wirklich Antwort geben. Mir blieb nichts anderes übrig als zu warten und eventuell darauf zu Hoffen, das es noch passierte. Ich sprach auch mit meinem Haufen darüber, doch sie versicherten mir, das ich bestimmt bald ausgesucht werde und ich nur etwas Geldud haben müsse. Ich beschloss diesem Rat zu folgen. Warum sollten meine Freunde mich anlügen? Es gab keinen grund also musste ich ihnen einfach vertrauen. Und das Haus war noch lang nicht fertig, es gab also genug Gelegenheiten ausgesucht zu werden. Und nun da der andere Haufen fast weg war doch erst recht oder? Oder? Manchmal kamen mir doch etwas die zweifel, ob ich wirklich dazu geeignet war, dort eingesetzt zu werden. Wenn ich ehrlich war, war ich doch sehr Kantig und sehr dunkel. Aber irgendwo würde schon ein Platz sein. Ich sah nach oben. Durch ein Loch im Blätterdach des Baumes konnte man die Sterne sehen. Klein funkelten sie in dem schier endlosen Blau. Plötzlich ein Licht am Himmel. Scheinbar hatte nur ich die Sternschnuppe gesehen und so wünschte ich mir etwas, wärend die anderen noch immer Diskutierten wo sie hinkämen. Für diesen Moment war ich weit weg von der Wiese, dem Haus und dem Baum.
      Ich war im Welltall, ein starker Stein aus Feuer, der fremde Welten sehen würde. Diese Gedanken trösteten mich über die Tage hinweg, in denen weitergebaut wurde, und immer mehr von meinem Freunden verschwanden..
    • Ich frage mich aufgrund der Überschrift jetzt, ob die Kurzgeschichte vier Kapitel haben wird. :O

      Zikaden! <3 Das erinnert mich so sehr an Griechenland und die heißen Sommer bei 34 bis 40 Grad! :D

      Das Leben kam fast zum Stillstand. Aber nur fast.

      Ausgerechnet eine Beschreibung, die sehr oft für den Winter genutzt wird, interessant. Aber so kann man es auch sehen, wenn in den heißen Mittagsstunden Siesta gehalten wird. :o Was so ein Stein alles "fühlen" kann, habe ich nie bedacht. Du schaffst es, mich immer wieder aufs Neue zu überraschen.

      Das fröhliche Gesumme verbauter Steine war

      Scheinbar ist das das größte Ziel, welches man als Stein haben kann, Teil eines Gebäudes zu sein. :o Ich persönlich fände es als Stein wohl am faszinierendsten, um die ganze Welt zu reisen oder zumindest mehrere Orte zu sehen, als für immer an diesem einen festgemauert zu sein. Man könnte auch aus der Perspektive eines Baumes schreiben, die im gleichen Dilemma stecken.

      Ich habe das Gefühl, dass generell die Tasten deines PCs nicht so ganz wollen. Viele Sachen, wo einfach die Shift-Taste nicht wollte, sehr viele. Das hatte ich mit einem älteren PC an der Uni auch, das war schrecklich.

      Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass der Protagonistenstein als Einziger am Ende übrig bleibt. D:

      Ich war im Welltall, ein starker Stein aus Feuer, der fremde Welten sehen würde.

      Haha, so etwas meinte ich mit dem Reisen. xD

      Aber es scheint sich wirklich anzudeuten, dass er nicht genommen wird und übrig bleibt. Irgendwie melancholisch. ;-;

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • So, dann hier mal meine "Kritik":

      Zu allererst finde ich es super dass du nun schreibst. Die Idee, eine Geschichte über einen Stein zu schreiben und das dann auch noch aus dessen Perspektive finde ich nicht nur geistreich sondern auch mutig und gewagt. Dafür ein: Chapeau!
      Kommen wir aber zu der etwas negativen Seite der Kritik: Rechtsschreibfehler. Ja wurde zwar schon von meinen Vorgängern angeführt, allerdings mach ich es ebenfalls. Es wäre manchmal besser zw. dem Schreiben und dem Korrekturlesen sich etwas "Zwischenzeit" zu nehmen. Dadurch bemerkt man manche besser, als wenn man gleich nach dem Schreiben nach Fehlern sucht. Aber ansonsten: Großartige Leistung, Hao.
    • Ich frage mich, was der Protagostein davon halten würde, wenn einer jener Menschen die die Steine ja so feiern, einfach kurzerhand mal den Schlagbohrer zückt, um unseren steinigen Protagonisten etwas in Form zu bringen. :hihi:

      Aber, du schaffst es, selbst einem Stein eine glaubhafte Gefühlswelt zu verpassen und diese auch wirklich eloquent herüberzubringen. Gefällt mir sehr!
      Auch wenn ich immer noch nicht weiß, ob ich es nun lustig, traurig oder einfach nur philosophisch finde. :lol:
    • Moin, moin!

      So also ich wusste ja, dass es sich um einen Stein handelt, aber die Verschleierung ist dir trotzdem echt gut gelungen. Dass es sich tatsächlich um einen Stein handelt fällt mehr beiläufig, was ich für sehr schön eingebaut halte. Das ist son Lesestopper, der gut wirkt ala "Whait.. What?" 'D

      Schön gemacht!

      Auch die Gefühlswelt, die "Beschäftigungs"welt und auf die Kameradschaft dieser Steine sind richtig gut beschrieben. Man bekommt keineswegs den Eindruck, dass das Leben eines Steins eintönig und langweilig ist obgleich er seinen Ort niemals alleine wechseln kann. Es ist interessant geschrieben, macht Lust auf mehr und trotzdem es so eien einfache Geschichte zu sein schein, ist sie unglaublich atmosphärisch.

      Richtig gute Arbeit, Hao! =D

      Auf den Rechtschreib- und Satzzeichenfehlern hacke ich nicht auch noch weiter rum, die sind dir ja bewusst xD
      Ansonsten hab ich eigentlich keine Stelle gefunden, die ich unverständlich finde oder fad.

      Also haben wir den Frühling, in dem die Steine fröhlich ihr Leben leben, die Natur um sie herum genießen und sich dann freuen wie sonst was, als ein Haus gebaut werden soll.
      Im Sommer kommen dann "Die Freunde" dazu - übrigens auch ne sehr schön gewählte Unterscheidung zwischen den Steinen, einmal der "Haufen" und einmal die "Freunde" - die für den Hausbau verwendet werden und sich schon auf das gemeinsame Leben freuen.
      Aber irgendwie wird unser Protagonistenstein übersehen, kann das sein? Sehr schön dargestellt seine Gedanken und man hofft einfach nur, dass er doch noch gesehen und verwendet wird D:
      ... Bei einem Stein.
      Das is ne Leistung.
      Man fühlt mit einem Stein mit. DDD:
      HAO! WHAT R U DOING?! Q__Q

      Schreib weiter. Los! MACH!!! q.q
      =D

      Fangeschichten #f-sandan# Lesecke #f-sandan# RedaktionSchreibworkshop #f-icognito-!# Lesezirkel
      Zzt krank und nicht verfügbar - Hand OP am 4.3.2019
    • Danke wie immer an alle Kommentatoren!

      @Meowstic:

      Yo die shifttaste Mobbt mich gerne, das I auch aber seis drum. Muss ich etwas mehr aufpassen.

      Und ja in dem Falle haben die Steine bock da zu bleiben. Und ob deine Vermutungen stimmen, kannst du gleich ja lesen!

      @Zuling

      Danke!!

      @Curiosity
      Ich liebe das Wort Protagostein! xD
      Dankeschön, gebe mir auch sehr viel Mühe damit!

      @san
      Danke auch für deinen Kommentar!

      And now- Herbst!

      Kapitel 3 - Herbst



      Die arbeiten schritten zügig voran, doch dauerte es den ganzen Sommer, da man gegen Ende eben dieses mit schweren Stürmen zu kämpfen hatte.
      Nun jedoch war es sonnig, die Luft war klar und die ersten Blätter hatten sich in ihr buntes Herbstkleid gehüllt um gen Erde zu streben. Der Himmel war strahlend bllau und die Sonne schien hell, doch hatte man das Gefühl ihr Schein wäre inzwsichen leicht silbrig, nicht mehr golden und warm.
      Ich lag immer noch an meinem Platz, umgeben von den Herbstblumen, welche dieser Jahreszeit noch ein wenig Farbe spendierten und schaute zu, wie das Haus weiter in die Höhe wuchs. Von meinem Haufen war kaum noch jemand da, aber die, die es waren machten mir immer noch Mut, und erzählten mir, dass wir anderen auch alle noch an die Reihe kämen irgendwann. Auch wenn ich versuchte es weiterhin Positiv zu sehen kamen mir inzwischen vermehrt Zweifel, ob sie das noch ernst meinten.
      Die Tage vergingen, Wochen, und unser Kirschbaum hatte wie alle anderen seine Blätter rötlichgelb verfärbt. Sie rieselten zu Boden, neben mich und auf mich, als ich Schritte hörte, die durch die kalte Luft stapften. Ein Mensch, einer der Arbeiter kam zu uns um sich die letzten Steine mitzunehmen, denn das Haus war, bis auf ein Loch in der Front komplett fertig. Es stand da in seiner Pracht, voll von summenden Steinen. Meinen Freunden und meinem Haufen. Alle vereint.
      Der Mensch sah sich um und bückte sich, hob einen Stein auf. Es war der letzte der noch von meinem Haufen übrig blieb.
      Ich jubelte ihm zu, doch fehlte es mir schon etwas an Elan, als ich beobachtete wie meine letzte Gesellschaft, der letzte den ich noch hatte von mir genommen wurde.
      In dieser Nacht fror ich zum ersten Mal.
      Tagsüber redete ich noch ein wenig mit den letzten Freunden von drüben, als schließlich auch sie verbaut und somit meiner Reichtweite entzogen wurde. Es machte mich unglaublich traurig und zum erstem Mal verspürte ich den Drang, mich bewegen zu können. Aber ich war ja ein Stein und Steine konnten das nicht.
      Der Herbst schritt voran, überall um mich herum vielen die Blätter in einem Endlosen Tanz in ihren Tod und die letzten Zugvögel hatten sich auf ihre Reise in wärmere Gebiete gemacht. Es wurde stiller, und so wie die Stille über das Land zog, zog sie auch in mein kleines Herz ein. Sie hatten noch ein paar Steine für eine Mauer herangebracht, doch wurde ich auch dort nicht benutzt. Warum benutzen sie mich nicht? Ich wollte doch so gerne.
      Meine Frage sollte durch zwei Arbeiter beantwortet werden, welche sich unter den Kirschbaum setzten um in ruhe an ihre Glühstangen zu ziehen, eine Sitte, die ich nie verstanden hatte.
      "Hier is noch son Stein, wasn mit dem?", brummte einer der Kerle, klein und ein wenig dicklich, aber mit einem freundlichen Gesicht wie ich von meiner Position aus sehen konnte. Seine kleinen Äuglein, glänzent wie Murmeln schauten mich direkt an. Ich wurde bemerkt! Endlich bemerkt!
      "Neeeeeh is zu kantig und hart. Lohnt sich nich den zurechtzuschleifen.", meinte sein Kollege zurück.
      Wenn ich mich bewegen hätte können, wäre ich wohl zusammengezuckt. Kantig? Zu Kantig? Lohnt sich nicht? Sie wollten mich also nicht benutzen. Alle Hoffnung war umsonst gewesen?
      Ich bemerkte gar nicht wie sie sich entfernten, so beschäftigt war ich.

      Die Zeit zog ins Land, der Baum unter dem ich lag und Tag für Tag, Nacht für Nacht, stumm das Haus beobachtete, hatte längst alle Blätter verloren und eine samtene, kühle Stille breitete sich über das Gebiet aus. Die Insekten waren verstummt, nur noch am Mittag hörte man die ein oder andere Heuschreke ihr letztes Lied singen, bis auch sie mit dem Ende der lebendigen Jahreszeit ihren Tod fand. Die Tage waren kürzer und das Licht der Sonne vermochte kaum noch wärme zu spenden. Die Astern um mich herum waren Längst verblüht und auch die Sonnenblumen hatten ergeben ihre Köpfe vor dem Kommenden geneigt. Im Garten des neuen Hauses sah ich die wilden Kürbisse, welche die Hausbeitzer dulden dort stehen gelassen hatten in voller Frucht, aber auch sie würden bald welken.
      Die Bewohner des Hauses trugen die Früchte in ihr Heim, als die ersten Fröste einzug hielten und mich morgens mit einer kalten schicht Reif überzogen.
      Ich fror furchtbar, auch wenn man sich das bei einem wie mir nicht vorstellen konnte. Es war die Einsamkeit, die mir ihre Kälte bis ins innere schickte und sich mit der äußeren Kälte verband.
      Ich tat nichts als immer wieder darüber nachzudenken, was die Menschen über mich sagten. Ich wollte es ändern, um vielleicht doch noch eine Aufgabe zu erhalten, aber ich wusste das es sinnlos war. Steine waren nicht in der Lage etwas zu ändern und so harrte ich in meiner Einsamkeit aus.
      Ich vermisste die Stimmen meiner Nachbarn, selbst die der neuen Freunde. Oft versuchte ich sie zu hören, aber die stehende, kühle Luft brachte kein Geräusch zu mir. Der Wind wurde zu schneidend zu boshaft um die zwarten Töne der Steine zu tragen. Manchmal meine ich, Stimmen zu hören, wärme zu spüren und wenn ich in die Dunkelheit horchte, meinte ich Vögel singen zu hören, den Duft von frischem Gras wahrzunehmen und Stimmen zu hören die mich anlachten und mit mir Sprachen. Als ich dann jedoch voller Freude in die Außenwelt zurückkehrte war dort nichts. Nur Stille. Nur Einsamkeit.
      Durch die Kälte und die Luft begann auch mein im Sommer glänzender Körper langsam matt zu werden, bis ich mich kaum noch von meiner Umgebung zu unterscheiden schien. Es passte zu meiner Stimmung, die so tot war, wie das Land das ich betrachtete.
      Ich hatte aufgehört die Tage zu zählen, die vergingen, als ich trübe eine Veränderung bemerkte. Die Luft war eisig, trocken und sehr Still. Die Sterne indder Nacht waren schon lange von grauen Wolken bedeckt gewesen, aber auch dort veränderte sich etwas als die trübe Helligkeit des tages sich begann zu zeigen.
      Die Wolken waren nicht grau. Sie waren Silber.

      The post was edited 2 times, last by Hao: Fehlersuche °_° ().

    • Schöne Beschreibung der Jahreszeiten, jedoch fürchte ich, dass dieser Wandel aufgrund des besch...eidenen Wetters dieses Jahr nicht so deutlich hervortritt. Irgendwie ist die ganze Zeit schon Herbst...

      Diesmal vergleichsweise überdurchschnittlich viele Fehlerchen bezüglich Flüchtigkeit und Shift, sehr schade.

      Ich jubelte ihm zu, doch fehlte es mir schon etwas an elan, als ich beobachtete wie meine letzte Gesellschaft, der letzte den ich noch hatte von mir genommen wurde.

      Wie gut dieser Stein doch ist. Die meisten hätten wohl schon bei der Hälfte begonnen, sich zu ärgern.

      Man könnte tatsächlich meinen, dass es sich um ein richtiges Lebewesen handelt, es friert, hat ein Herz... :c

      Warum benutzen sie mich nicht? Ich wollte doch so gerne.

      Das frage ich mich auch. Ist der Stein vielleicht...anders?


      Ich fror furchtbar, auch wenn man sich das bei einem wie mir nicht vorstellen konnte. Es war die Einsamkeit, die mir ihre Kälte bis ins innere schickte und sich mit der äußeren Kälte verband.

      Das sind immer schöne Vergleiche. :c

      Typischer November im letzten Abschnitt. Naja, was soll ich sagen, atmosphärisch sehr gut gelungen, nur diesmal sind die Fehler schon etwas störend.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Du musst ja einen genialen "Flow" gehabt haben und wie wahnsinnig schnell geschrieben haben, denn dieses Kapitel beinhaltet einerseits wieder einmal unglaublich atmosphärische Beschreibungen aber andererseits auch einen Haufen Fehler, die sogar mir als Freizeitlegastheniker auffallen. :lol:

      Mach' dir aber nichts draus, solange du nicht auch noch das Dateiformat ".Stein" einführst, kann man das bei der sonst sehr hohen Qualität des Schriebs ruhig verschmerzen. :)

      Wie du es immer wieder schaffst, mich dazu zu bringen, dass ich mich in den Protagostein hineinversetzen kann...es ist der Wahnsinn! Was der doch für ein komplexes Gefühlsleben hat. Aber jetzt ist seine Existenz ja reichlich trist, das finde ich auch aufgrund der detaillierten Schilderungen einerseits wunderbar melancholisch (Ja, es wird halt Herbst...), andererseits aber auch sehr deprimierend.

      Die Wolken waren nicht grau. Sie waren Silber.


      Ich vermute mal, dass das Eiswolken sind. Jetzt wird der Arme also zu allem Überdruss also auch noch eingeschneit! :(

      Wie immer ein hübsches Kapitel, wenn auch diesmal etwas fehlerlastig. Macht aber nichts, ich kann die Fortsetzung auf jeden Fall kaum erwarten! :bg:
    • Display Spoiler

      Danke für die Kommentare

      @Meow: Ja ich hätte mich da auch schon geärgert, weisl einfach schade und sautraurig is.
      @Cury Fu yeah ich kann deprimierende Stimmung schreiben 8D Danke das du sie so toll findest!

      Wer Fehler findet darf sie gerne behalten, solange er sich gut um sie kümmert!



      Letztes Kapitel - Winter




      Eisig fegte der Wind durch die Äste des nunmehr kahlen Baumes und ließ die letzten toten Blätter, die es geschafft hatten sich an ihren Plätzen zu halten beben. Die Luft war frisch, frostig und glasklar.
      Der Himmel war bedeckt, nicht bewölkt, aber überzogen mit einer Schicht aus Hochnebel, der sich schon lange nicht mehr morgens auflöste. Ich lag auf meinem alten Platz, mit dem Blick auf das Haus, dass in stiller kühle da lag. Das brummen der Steine war schläfrig, denn sie hatten es warm durch die Feuer die im inneren Flackerten. Die Menschen hatten ein anderes Wort dafür, aber ich hatte es vergessen.
      Genauso hatte ich Gesellschaft vergessen, denn die Zeit in denen ich bei meinen Nachbarn lag und ihnen stundenlang beim Reden zuhörte war lange schon vorbei.
      Eine Boe fegte über mich, eisig und gnadenlos und brachte das Gras um mich herum in raschelnde Bewegung.
      Es hatte noch nicht geschneit, aber es war nur noch eine Frage der Zeit bis die weißen Flocken sich zeigen würden. Ich dachte an den letzten ersten Schnee. Wir waren zusammen und haben uns gegenseitig für die lustigen Häubchen, die uns der Schnee verpasste, ausgelacht.
      Dieses Jahr war ich ganz alleine. Ich seufzte und betrachtete den Himmel ein wenig..

      Es wurde dunkel, den Mond sah man in dieser Nacht nciht aufgehen, denn es hatte sich eine Mauer aus Wolken gebildet. Mitten in der Nacht, ich war in Ruhe verfallen, spürte ich, wie etwas auf mir landete. Es war feucht, kalt und es waren mehr solcher Tröpfchen. Es schneite.
      Ich lauschte den Geräuschen die der Schnee beim Fallen von sich gab, bis er durch die von ihm aufgehäufte Schneedecke fast gänzlich verklang. Meine Sicht auf die Welt, das Haus, meine Freunde, versank langsam im Weiß das sich stetig über mich zog als wollte es micht verzehren. Am liebsten hätte ich ihn abgeschüttelt, aber es war nicht möglich und so blieb mir nichts übrig als es zu ertragen.
      Mich wollte eh niemand und ich war alleine, also konnte ich mich auch vom Schnee verbergen lassen. Da hatte ich genug Zeit in Erinnerunge an früher zu schwelgen, an die warme Frühlingsonne, die Vögel, die Freunde und Nachbarn. Einiges davon würde ich im nächsten Jahr wohl wieder haben, einges würde niemals mehr hier sein. Die Chancen, dass ich einen neuen Haufen bekommen würde standen gleich Null, denn wer in des Großen Steines* Namen sollte ausgerechnet hier Steine hinbringen?
      Von diesem Gedanke betrübt sank ich zurück in die Ruhe, die dem Schlaf der Lebewesen so sehr ähnelte.
      Es schneite weiter, bakd war die ganze Umgebung mit einem weißen, wattigen Flaum überzogen. Ich erwachte irgendwann und bemerkte, dass ich wieder sehen könnte, weil die Winde den Schnee von mir runterbließen und nur ein weißes Häubchen zurückließen. Im Schnee vergraben und isoliert hatte ich überhaupt nicht mitbekommen, wie tief die Temperaturen eigentlich waren. Sie reichten beinahe an die heran, die in meinem Innersten herrschten seit meine Leute verschwunden waren. Wie gerne wäre ich nun bei ihnen. Kurz erschauderte ich, als die kälte über mich hereinbrach und noch ein paar grade tiefer sanken, da es dämmerte. Bald würden wohl die Kinder wieder zum See kommen und eiszulaufen.
      Wir hatten sie jedes Jahr beobachtet, wie sie kreischend und lachend über den See geschlittert sind.
      Und nun? Würde ich ihnen alleine zusehen müssen. Oder schauten die anderen von ihrer neuen Position mit mir zu? Ich versuchte herüberzurufen, so laut ich konnte, aber die Einsamkeit und kälte hatten meine Stimme dünn werden lassen. Sie konnte sie nicht erreichen. Trotzdem versuchte ich es weiter, immer wieder in der Hoffnun, dass mich jemand hören möge. Ich rief meine Sorgen aus, meine Trauer, rief um Hilfe. Aber nichts wurde erhört und gehört. Es machte mich so unglaublich traurig, aber ich war machtlos. Ich konnte nichts tun.

      Das Wetter änderte sich auch die nächsten Tage nicht, jedenfalls nicht das ich mich erinnern hätte können, aber es ging allgemein alles an mir vorbei. Was auch passierte, was sich auch änderte in meiner Umgebung. Wie der Wind auch heulte und der Baum klapperte und Knarzte. Wie die Kinder lachten. Es erreichte mich nicht.
      Ich hörte auch nicht die Schritte, welche durch den Schnee zu mir heranknirschten und das aufgreregte gesumme von Kinderstimmen.
      "Wir brauchen nen Grooooooooßen!!"
      "Ist das wirklich richtig?"
      "Klar man ich will aufs eis. Wenn das n Stein hält dann auns auch."
      "Bist du sicher?"
      "Klar! Hat mir mein großer Bruder erzählt, der lügt nich."
      Am Rande nahm ich die Stimmen wahr und auch das sie nähe kamen. Es waren die Kinder aus der Nachbarschaft. Warum waren sie nicht beim See?
      Dann spürte ich etwas ganz und gar unvertrautes, wärend ich noch dabei war zu überlegen, wieso sie hier seien. Man hob mich hoch. Ich wurde von Menschen angehoben und weggebracht! Vielleicht dorthin wo e schön war, vielleicht zu meinem Freunden zurück? Nein sie brachten mich in eine andere Richtung, weg vom Haus. Zu einem neuen Ort? Hatten sie eine Steinburg gebaut und wollten mich als letzten Stein? Das würde neue Freunde bede-Mein Gedanke wurde von den Kindern unterbrochen.
      "Der wird es tutn. So schwer wie das Teil ist!"
      Ich war nicht schwer! Ich war ein normalgroßer und schwer Stein, dachte ich leicht pikiert wärend ich mich fragte zu was ich es tun würde.
      Sie gingen mit mir auf den See zu. Warum gingen sie mit mir auf den See zu? Was wollten sie mit mir?
      "Schmeiß rein die Klamotte!", rief einer der Jungen und mein Träger folgte der anweisung prompt.
      Hätte ich eine Stimme, die Menschen hören könnten hätte man mich schreien gehört. Ich spürte den Druck der an mir vobeirauschenden Luft, das kitzeln als ich die Kurve beendet hatte und nun gen Boden strebte. Es knackte...

      ..Es wurde kalt, so unglaublich kalt, als ich, noch immer schreiend, durch das Eis in die Fluten des Sees tauchte und unter einem Strom aus Luftblasen in ihm versank. Ich hatte oft gehört das Menschen Steine auf diese weise missbrauchten, aber geglaubt hatte ich es nie. Ich fühlte die Strömung, sie mussten mich nahe des Zulaufs hineingeworfen haben. In das Flusssteil, das den See mit wasser versorgte und in dem eine stetige Strömung herschte. Warum sie gerade hier die Eisdicke testeten verstand ich nicht, aber das musste ich auch nicht.
      Ich kam auf dem Grund auf, hörte das knacksten das ich im Steinboden verursacht, kam zum liegen. Über mir hörte ich das knacken des Eises, das sich zusammenschob. Es war unerträglich Still. Einige wenige Fische schwammen noch in dem eiskalten Wasser, doch auch sie kümmerten sich wenig um mich.

      Ich war allein und niemand wusste mehr, dass es mich gab.


      _______________________________________________________________________
      * bezeichnet hier den Mond.

      The post was edited 1 time, last by Hao ().

    • So endet also eine sehr, sehr atmosphärische und tieftraurige Kurzgeschichte.
      Besonders gefallen hat mir der "Große Stein", da es als Mond aus der Sicht eines Steins einfach Sinn macht! xD

      Chapeau, auch der Dialog zwischen den Kindern ist dir sehr gut gelungen. ^^

      Steine. Ein anorganisches Material. Wer hätte gedacht, dass man da so viel hineininterpretieren kann, ich nicht. :)

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Das letzte Kapitel. Nein, das kann doch nicht sein. :oldno: So bittersüß, dieses Gefühl.

      Nun, ich als Freund der gepflegten Melancholie finde zunächst einmal deine Beschreibung der winterlichen Widernisse wirklich wundervoll!
      Wie er da so allein in finstrer Wintersnacht, vom tosenden Schneegestöber umweht, daliegt...meine Güte, du schaffst es in der Tat, dass man als Leser Mitleid mit einem Stein hat. Mit einem Stein.

      Seine Einsamkeit, angesichts der verlockend leuchtenden Fenster des Hauses inmitten der erbarmungslos kalten Nacht, ja, man kann sie sich dank deiner Beschreibungen wirklich gut vorstellen! Also ich zumindest.

      Ich rief meine Sorgen aus, meine Trauer, rief um Hilfe.


      Die Reinkarnation als Stein erscheint Einem da als wenig verlockend, man kriegt alles mit und kann exakt nichts tun. Grausame Laune des Schicksals.
      Als er da seinen Erinnerungen an besseren Tagen nachhängt...ach ja, Melancholie pur. Interessant, dass das also auch den Steinen so geht!


      Nun zum Ende dieser wirklich besonderen Geschichte selbst.
      Wie der Protagostein sich angesichts der Kinder noch letzte, verzweifelte Hoffnungen macht und diese dann brutal in Eiswasser ertränkt werden. Wow, das trifft meinen Geschmack wirklich zu 140%.
      Diese aufkeimende, kurz Trost spendende aber dann urplötzlich und gnadenlos ertränkte Hoffnung, das gefällt mir. Menschliche Willkür at it's best.

      Ich war allein und niemand wusste mehr, dass es mich gab


      Diese letzte Feststellung ist so rational wie vernichtend. Auf dem Grund dieses Sees setzt er nun Algen an und wird allmählich zu Sand zerrieben?
      Was für ein unverdient grausames Schicksal.

      Alles in allem kann ich abschließend festhalten:
      Diese Geschichte war mal was komplett Anderes und das war wirklich sehr erfrischend. Die komplexe, von Melancholie geprägte Gefühlswelt eines Steins. Wow, auf diese Idee muss man erstmal kommen! Großes Lob dafür, wie dir das gelungen ist.
      War eine schöne Geschichte und ließ sich gut lesen. Sch*** auf die Fehler, sind zu vernachlässigen. Der Inhalt war nämlich wirklich gut. :bew1:
    • And Hao said: "Let there be rocks!" And there were rocks!

      Das ist die traurigste Geschichte über einen Stein, den ich jemals gelesen habe. Ich bin ja ein Freund der Mythenmetz'schen Totmateriedichtung. Der Stein war in seiner Rolle sehr gut, wenngleich nicht ganz auf dem Level des Ofens.
      Ich finde es gut, dass die Geschichte nicht auf einen Tod endet. Das wäre zu simpel. Nein. Sie endet auf eine Zukunft aus Höllenqualen.
      Doch, da besteht noch Hoffnung auf eine Fortsetzung!
      Vielleicht wachsen ja Algen auf dem Stein? Oder der See wird abgepumpt und der Stein findet doch noch seinen Frieden im Vorgarten einer Reihenhaussiedlung? Oder die Erde explodiert und der Stein wird ins Weltall geschleudert? Wer weiß?

      Jedenfalls kann ich eines behaupten: Es war die beste Geschichte mit einem Stein als Protagonisten, die ich jemals gelesen habe!
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