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[Abgeschlossen] Der Untergang von Mu

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    • [Abgeschlossen] Der Untergang von Mu

      Der Untergang von Mu



      Jetzt denkt sich sicher so mancher, was das hier soll, montags morgens um 02:46. Dabei ist das ganz einfach. Es ist zwar nicht das erste Mal, dass ich Kapitel an wahnsinnigen Uhrzeiten veröffentliche, allerdings gebe ich heute mein Debut auf Kurzgeschichtenniveau. Geplant sind im Optimalfall 4-6 Kapitel, die magische 10 habe ich mir allerdings ultimatives Limit gesetzt, das ich auf keinen Fall überschreiten werde.

      Worum geht's?

      "Der Untergang von Mu" beschreibt ... den Untergang von Mu. Spoiler. Mu geht unter. Okay. Nein, nein, nicht wegklicken! Lesen und kommentieren! Und aufpassen! Diese kleine Geschichte schildert vom mystischen Ende einer Hochkultur, die ihrer Zeit den meisten anderen Zivilisationen der Erde um einiges voraus war. Dieses Mu, so, wie ich es hier beschreiben werde, entspricht dem versunkenen Kontinent, von dem die Sphinxen in meiner bislang größten Fanfiction Mischblut stammen. Um diese Geschichte hier zu verstehen, braucht man absolut kein Hintergrundwissen aus anderen Fanfictions, auch wenn ich den interessierten Mischblut #22 und #23 ans Herz legen würde. Mu liegt übrigens im Pazifik zwischen Südjapan, den Phillipinen, Mittelamerika und den Anden. Hawaii und die Osterinseln stellen der Legende nach die verbliebenen Berggipfel Mus dar.
      Die Kapitel werden unterschiedlich lang sein, je nach dem, wie ein Komplex da reinpasst.
      Die Kapitel werden von unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Das sind mindestens drei.
      Mehr muss man eigentlich nicht wissen, um zu beginnen.

      Ich würde es übrigens sehr begrüßen, wenn sich unter den Lesern auch mal die, die von mir zu ihren Geschichten mit Kommentaren beglückt worden sind, dazu aufraffen würden, vielleicht ein kurzes Feedback dazulassen (ja, leider muss ich das ansprechen, denn dieses Problem trägt der FF-Bereich schon lange mit sich xD). Dass man die anderen Geschichten nicht durchrushen kann, ist klar, aber diese hier fängt bei 0 an und hört spätestens bei 10 auf.

      Also dann, viel Spaß! (:








      Kapitel I (Sicht: Sandos) - λάμψη/Lampsi (Glanz)



      Jahr 1108 nach Necarios



      Ein Thron, der die Geschichte erzählte. Er erzählte nicht nur irgendeine Geschichte, nein, man konnte fast behaupten, dass er die Geschichte erzählte. Zumindest aus unserer Sicht bildeten die gemeißelten Bilderstrecken an den Seiten und am Sockel die Ereignisse ab, die unserem Land die Zukunft ebneten. Aus tiefschwarzem Onyx erbaut und mit glänzendem Gold veredelt - dieser Thron symbolisierte das von uns geformte Imperium wie kaum ein anderes Utensil, das sich auf unserem Boden befand. Denn im Gegensatz zum Berylpalast, der zwar immer noch das Wahrzeichen und das größte, weltliche Gebäude darstellte, verkörperte der Thron hingegen gleichzeitig auch noch die Nationalfarben. Schwarz wie eine klare Nacht und golden wie die schillerndsten Federn des Phönixes Ho-Oh, der ab und an im Nordwesten des Kontinents sichtbar war, diese beiden Farben symbolisierten die beiden großen Ideale unserer Dynastie: Vollkommene Intelligenz und vollkommene Schönheit. Nicht umsonst fiel damals unter dem ersten Sphinxenkönig des Imperiums zu Mu, Necanios I., die Wahl der Hauptstadt auf Sharyaanu an eben genau jener nordwestlichen Küste. Vierundsechzig Turmspitzen ließ Necanios, unser größter Urahn, an seinem neuen Palast aus herrlich grünem Berylstein erbauen, wobei jede einzelne einem gefallenen Sphinxenkrieger gewidmet war, der beim entscheidenden Krieg gegen die menschliche Bevölkerung sein Leben geopfert hatte. Militärisch gesehen erwies sich der Verlust von vierundsechzig Kriegern und Kriegerinnen als Triumph. Mehr Erfolge gelangen klar unterlegenen Feinden einfach nicht. Doch die Zeit des Krieges war nun seit langer Zeit vorüber. Äußere Feinde kannte Mu nicht und auch innerhalb des Landes lebten Sphinxen, Menschen und Pokémon in Eintracht zusammen. Unter der Seligen Troika, bestehend aus Suishira, der Göttin des Ozeans, Bangyos, dem Herrscher des Festlandes sowie Nay'ivolí, sollte die Harmonie Mus fortan bis zur Ewigkeit gewahrt werden. Nay'ivolí, dem gemeinen Volk eher als Nayorí oder Nayolí bekannt, verkörperte Sonne und Himmel, jedoch blieb die Überlieferung seit jeher unklar, ob es sich bei unserer obersten Gottheit um den Vater oder die Mutter der beiden irdischen Götter handelte.
      Ich, Sandos I., mit fünfunddreißig Jahren in der Blüte meiner Jahre, schritt galant über den purpurroten Samtteppich, was man mir angesichts meiner selbst für eine männliche Sphinx beachtlichne Größe von 1,38 Xatu gar nicht zugetraut hätte. Der Boden des Thronsaals bot mit aus Bruchstücken aller verschiedenen Farben des Regenbogens zusammengesetzten Opals eine wahrhaftige Augenweide. Ich spürte das Vibrieren in meiner Brust, das Beben in meinem Herzen. Jedes Mal erlebte ich hautnah mit, was einer meiner Untertanen verspüren musste, wenn er auf diesen großartigen Thron zuschritt. Die ganze Atmosphäre wurde nachts nur noch verstärkt, wenn die Bergkristallkronleuchter den Raum erhellten und die glatteren Bereiche der Berylwand die Gesichter der Anwesenden reflektierten. Jeder anwesende Untertan erschauderte, wenn er einem Koloss wie mir nicht nur gegenüberstand, sondern auch von der pechschwarzen Pyroleo-Mähne, den stechend goldenen Augen, dem wilden Zottelbart und einem Raubtiergebiss fünfmal, zehnmal, zwanzig Male umgeben war! Die Krone, die aus zehn langen, goldenen Strahlen, befestigt an einem vergoldeten Lorbeerkranz, bestand, verstärkte den monumentalen Eindruck. Die Sphinxköniginnen, die in etwa die Hälfte der regierenden Monarchen stellten, verschafften sich die eindrucksvolle Erscheinung über die großen, mondsichelförmigen Flügel, deren Spitzen teilweise weit über ihren Köpfen hingen. Uns Männern fehlten diese, da sie sich aufgrund ihrer Nutzlosigkeit in einem modernen Reich der Sesshaften zurückentwickelt hatten - der König erwies sich schlichtweg als zu schwer, um zu fliegen.
      "Sezzuna*! Na komm schon, runter vom Thron! Noch bist du keine Königin, mein kleiner Engel. Los, es ist an der Zeit, zu dinieren!", rief ich meiner ältesten Tochter zu, die immer gerne auf dem schwarz-goldenen Schmuckstück saß. Irgendwann würde die Achtjährige sicherlich in meine Fußstapfen treten, doch bis dahin würde sie sich noch gedulden müssen. Mit einem quengeligen Murren raffte sich die Thronfolgerin und -besetzerin in ihrem mit einem Girafarig-Muster verzierten Kimunos** auf und trottete an meine Seite, wonach ich sie an der Hand in den Speisesaal führte.

      Im marmorierten Speisesaal, in dessen Säulen traumhafte Fresken bewundernswerter Pokémonrassen wie Xatu, Arkani, Absol, Tauboss, Snibunna oder Impergator sorgfältig eingarbeitet waren, erwartete einen ein Mikrokosmos der Gesellschaft von Mu, auch wenn man diesen sicherlich auf einem höheren Niveau anzusiedeln hatte. An länglichen Tischen, aus rotbraunem Achat mit den faszinierenden Ringmustern erbaut, nahmen nicht nur die nahen und entfernten Mitglieder meiner Familie, sondern auch höhere Hofbeamte Platz, zu denen sich einige Menschen und Pokémon zählen durften. Wir als Sphinxen, Kreaturen mit Blut eines Flunkifers, verfügten über die Fähigkeit, sowohl mit Menschen als auch mit Pokémon zu kommunizieren. Man sagte, die Flunkifer mit den schwarzen Kiefern und der fast goldenen Haut wären vom Himmel abgestiegen, als sie ihr berühmter Cousin beziehungsweise ihre berühmte Cousine Nay'ivolí in Richtung Erde führte. Viele Flunkifer bevorzugten als Lebensraum große Tempeltürme oder aber tiefe Höhlen, eine Tatsache, die sich über Jahrtausende hinweg nicht geändert hatte.
      Der Tisch, den ich mit meiner Familie an offiziellen Essen immer aufsuchte, befand sich auf einer erhöhten Plattform, von der aus wir alle Anderen im Auge hatten. In der Regel fanden diese Bankette immer zum Abend des Tag des Kramshefs wie heute oder aber am Tag des Lumineons, also zweimal die Woche, statt. Zwar traf ich immer als letzter ein, doch die Servierglocken aus Silber durften erst dann abgehoben werden, sobald ich meine bereits zur Seite gelegt hatte. Dieses Ritual meinen beiden Töchtern zu erklären, erwies sich leider als ziemlich schwieriges Unterfangen. Gerade die fünfjährige Kagayaku wollte es überhaupt nicht einsehen, dass sie das vor ihr befindliche Essen nicht verzehren durfte, bis ein Signal gegeben wurde. Setsuna blickte mich mit ihren scharfen Augen fordernd an. Das rechte, smaragdgrüne, hatte sie ganz von meiner geliebten Nuuna, während das linke mit dem gleichen strahlenden Goldton wie dem in meinen Augen zu verzaubern wusste. Ich gab es auf, mich länger an der Perfektion meiner Residenz zu ergötzen, denn meine beiden Kinder hatten offenbar Hunger wie eine ganze Horde wilder Ursaring.
      "Papa, ich möchte aber auch gerne ein Wummer essen! Scampisto sind zwar toll und lecker ... aber ich möchte bitte einmal etwas essen, das auch die Erwachsenen bekommen! Biiiitteeee!", flehte Kagayaku mich mit einer Schmolllippe an, während ihre Augen neidisch auf die Teller von Nuuna und mir starrten. Was sollte ich denn da nur sagen?
      "Wie wäre es denn mit 'nein'? Wenn die Kinder merken, dass wir uns an der Nase herumführen lassen, dann machen wir uns nur zum Griffel. Ein Königspaar, das von zwei Stummelflügeln in Schach gehalten wird? Male dir das mal in deinem Gedächtnis aus, Liebster!", mahnte mich meine Gattin lachend, die Sezzunas heimtückisch anpirschenden Arm von ihrem Teller fortschob. Die Flügel der jungen Sphinxmädchen waren noch lange nicht ausgereift und erreichten in diesem Alter nicht einmal die Höhe des Kopfes.
      "Pass auf, Kagayaku. Wenn du zwanzig bist, darfst du so viel Wummer essen, wie du willst, so viel Morbbeer-Wein trinken, wie du willst, so viele Schlösser besitzen, wie du willst. Aber noch bist du ein Kind und hast den Befehlen deiner Eltern zu gehorchen. Du würdest ein eigenes Wummer nie komplett aufessen können, denn dafür ist dein Magen doch viel zu klein, Schätzchen!", riet ich ihr und hoffte somit auf Ruhe. Das Nesthäkchen seufzte resigniert auf und widmete sich danach unverzüglich wieder dem Mahl. Hauptsache, sie hatte es mal wieder versucht.

      Im Swaroness-Garten südlich des Schlosses ließ ich mit meiner Familie meistens die letzten hellen Stunden des Tages verstreichen. Beerenbäume in den kräftigsten Farben versprühten die aromatischsten Düfte, während die Hubelupf, Papungha, Sonnflora, Elfun und Dressella sich langsam auf die bevorstehenden Abendstunden vorbereiteten. Gerade jetzt im Sommer kam es in dem mit zahlreichen Buchs- und Thuja-Hecken bepflanzten Garten mit seinen vierundsechzig Springbrunnen öfters zu abendlichen Theaterspielen oder Festen, doch in der Regel erlebten die dort ansässigen Pokémon des Typs Pflanze, Flug und Wasser ihre Spektakel am frühen Nachmittag, wenn man wahrhaftig Zeuge von aristokratischen Galopp-Paraden werden konnte. Natürlich ließen meine Gattin und ich uns die Teilnahme oftmals nicht entgehen, doch manchmal war es richtig entspannend, sich in der Rolle des Zuschauers wiederzufinden. Dass Pokémon wie Camerupt oder Gallopa dort allerdings nicht zugelassen waren, verstand sich bei der schier unfassbaren Arbeit, die die Hofgärtner in den Garten investiert hatten, von selbst.
      "Mein König! Mein König! Es sind Leute am Strand von Betaan eingetroffen, die Eure Audienz wünschen! Sie behaupten, sie kämen aus einem fernen Land namens Is- ... Is- ... ich habe es vergessen, ich bitte um Verzeihung, mein König!", rief einer meiner Vasallen hechelnd, der sich scheinbar im Eiltempo vom knapp halbstündig entfernten Hafen zu Betaan auf den Weg zu mir persönlich gemacht hatte. Sezzuna und Kagayaku waren begeistert, als es um Fremdlinge ging, die sich seit vierzig Jahren immerhin nicht mehr nach Mu verirrt hatten. Da wir alles an Rohstoffen besaßen, was wir benötigten, pflegten wir auch keine Handelskontakte zu anderen Völkern. Mu war ein vollkommen autonomer Kontinent.
      "Können Kaga und ich mitkommen, Papi? Ja? Ich will die unbedingt sehen!", rief Sezzuna aufgeregt und zog an meinem linken Arm, den sie mit Mühe und Not mit ihren Fingerspitzen umklammern konnte. Den Gefallen konnte ich meiner Tochter wahrlich nicht erfüllen, zumal ich mich den Neuankömmlingen sowieso erst am folgenden Tag widmen würde, nicht abends um 21 Uhr. Wer weiß, vielleicht brachten sie Sachen mit, die wir noch nicht besaßen? Ich hielt es nicht für sehr wahrscheinlich, da die meisten fremden Delegationen in den Annalen als unspektakulär abgestempelt worden, doch ich würde mich gerne überraschen lassen."
      "Morgen. Sag ihnen, dass wir sie morgen empfangen werden", antwortete ich dem Mann, der sich unverzüglich auf den Weg zurück zur Küste machte. Mit "Wir" war normalerweise ich gemeint, in anderen Fällen aber auch Nuuna und ich, je nach Kontext.

      Ein blankes Holzschiff hatte im Hafen zu Betaan den Anker ausgeworfen. Meine Gattin in einem Kimunos im Stile des Pokémon Lapras, und ich im furchteinflößenden Gewande des Magnayen würden die verirrten Seeleute hier empfangen. Die Mühe, ihren Kahn mit Blattgold zu überziehen, hatten sie sich offensichtlich nicht gemacht. Auf den Segeln der von der Größe her unseren Schiffen sogar überlegenen Galeone war in einem blutroten Farbton eine verzerrte, ausgemergelte Gestalt auszumachen, die man mit viel Mühe und zugekniffenen Augen als Flamara identifizieren konnte, wenn gleich das intensive Sonnenlicht den Gästen zu einem wahrhaft "blendenden" Eindruck verhalf. Die kuppelartigen Metallhelme, die lang gestreckten, dunkelbraunen Bärte, die weiße Haut und die geraden Schwerter ließen die hochgewachsenen Männer mit den erstaunlich langen Nasen als das komplette Gegenteil des von der Sonne verwöhnten, braungebrannten Volkes von Mu erscheinen. Das Schiff hatte auch die Aufmerksamkeit eines Xatu auf sich gezogen, das mit unergründlichem Blick auf einer Landzunge saß und die Neuen erforschte.
      "Buenas Dias. Bienvenido! Me llamo Cristóbal de la Santa Fé Marquez. Donde ...", erklärte der offensichtliche Anführer der Seefahrer in einer etwas für meine Ohren zischend klingenden Sprache und hoffte darauf, dass wir verstanden, was er sagte. Doch diese Sprache hatten wir noch nie gehört ...


      *Mu-Schreibweise des Namens Setsuna
      **Kimunos: edler Kimono nach der Textiltradition Mus

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Hier kommt dein wahrscheinlich einziger Leser. :tlmao:


      die Wahl der Hauptstadt auf Sharyaanu


      So wie ich dich kenne, basiert der Name doch auf irgendeiner Stadt auf unserer Ebene der Realität. Auf welcher denn? ;)

      beim entscheidenden Krieg gegen die menschliche Bevölkerung sein Leben geopfert hatte.


      Diese Mischdkerlä. :(
      Hätten unsere fünf Helden aus Maaskantje damals schon gelebt, sähe die Sache wohl ganz anders aus! Humanity first! :fies:

      Militärisch gesehen erwies sich der Verlust von vierundsechzig Kriegern und Kriegerinnen als Triumph.


      Wenn ich Nordkorea und Südkorea bei RD aufeinanderhetze geht unter vierundsechzigTAUSEND pro Schlacht nichts, da kann sich dein Sphinxkönig aber wirklich verdammt glücklich schätzen, Junge! :tlol:

      Größe von 1,38 Xatu


      Jeder weiß doch, dass Chewbacca (240mm) die einzig wahre Maßeinheit ist. :(
      Ja was, Chewbacca ist größer als 240mm? JA NA UND

      Wunderschöne Beschreibung dieses Protzbaus! Daher kommt also Kagaf***yous und Napoletsunas Begeisterung für Glitzer, Gold und Geschmeide! :hihi:

      der König erwies sich schlichtweg als zu schwer, um zu fliegen.


      So wäre es also, wenn die USA eine Monarchie wären! :tlol:

      bewundernswerter Pokémonrassen wie Xatu, Arkani, Absol, Tauboss, Snibunna oder Impergator


      Wie mainstream, die haben doch gar keine Ahnung davon, was schön ist!
      Unratütox und Pantimos, das sind wahrhaft majestätische Gestalten! :blah2:

      Man sagte, die Flunkifer mit den schwarzen Kiefern und der fast goldenen Haut wären vom Himmel abgestiegen,


      Ah, deswegen sind die also immer in den finstersten, arceusverlassensten Winkeln anzutreffen. :tlol:

      Servierglocken aus Silbe


      Oh, die waren ja richtig schlau, dass die schon um die antibakterielle Wirkung von Silber wussten! *:O

      die fünfjährige Kagayaku wollte es überhaupt nicht einsehen, dass sie das vor ihr befindliche Essen nicht verzehren durfte, bis ein Signal gegeben wurde.


      Wenn er nur wüsste, dass sich das bei ihr mit fortschreitendem Alter nicht wirklich bessern würde. :hihi:

      Was sollte ich denn da nur sagen?


      "Nein". :) Die sind später noch verzogen genug. ;)

      Wenn du zwanzig bist, darfst du so viel Wummer essen, wie du willst, so viel Morbbeer-Wein trinken, wie du willst, so viele Schlösser besitzen, wie du willst.


      Das Schlimme daran ist ja, dass sie ihn beim Wort genommen hat! :tlmao:

      Dass Pokémon wie Camerupt oder Gallopa dort allerdings nicht zugelassen waren, verstand sich bei der schier unfassbaren Arbeit, die die Hofgärtner in den Garten investiert hatten, von selbst.


      Die Kaiserin von Hexalos würde diese Pokémon gerade deswegen dort in Massen durchtrampeln lassen. :lol:

      sie kämen aus einem fernen Land namens Is- ... Is- ...


      Ja, was, "Is"? Etwa aus Island, dass es ein paar echte Nord sind? :freu:
      Oder aus dem islamischen Staat. :was:

      Hafen zu Betaan


      I see what you did there. :tlol:
      Hoffentlich gibt es jetzt aber keinen Todesmarsch von Bataan! *:O

      Mu war ein vollkommen autonomer Kontinent.


      Nur mit Uran könnte es dort in Südostasien eher schlecht aussehen. Und Öl ist bei der Entstehungsgeschichte solcher Inseln auch so ne Sache... ;)
      Japan, als alte Vulkaninsel, hat schließlich nicht ohne Grund so einen gewaltigen Rohstoffhunger.

      Die Mühe, ihren Kahn mit Blattgold zu überziehen, hatten sie sich offensichtlich nicht gemacht.


      Nein wie können sie nur! *:O Solche Proleten. :blah2:

      Die kuppelartigen Metallhelme, die langgestreckten, dunkelbraunen Bärte, die weiße Haut


      Hmmm, also Nord sind das schonmal nicht, da wären sie blond... :(

      "Buenas Dias. Bienvenido! Me llamo Cristóbal de la Santa Fé Marquez. Donde ..."


      Spanier!? *:O
      Was treiben die denn dort?

      Sind etwa, wie bei den indigenen Hochkulturen Südamerikas, die Konquistadoren diejenigen, die letzten Endes auch den Untergang von Mu besiegeln? *:O

      Ich warte es ab.
      Und schön, dass du uns noch ein wenig Hintergrundwissen zu MB kredenzt! Wer hätte gedacht, dass man das derartig ausschlachten kann. :hihi:

      Gut gemacht, Junge,
      #i-latios# Barrie Butsers.
    • Keine Sorge, ich habe dich nicht vergessen! Le Stress ist aber wieder back in action! o/

      Ein Thron, der die Geschichte erzählte. Er erzählte nicht nur irgendeine Geschichte, nein, man konnte fast behaupten, dass er DIE Geschichte erzählte.

      War das jetzt irgendwie gewollt oder nicht? :tlol: Du immer mit deinen Anspielungen, du, und diese hier war sogar mega-super-duper-ultra-offensichtlich! :achja: Du heimlicher Game of Thrones-Fan, du!

      Aus tiefschwarzem Onyx erbaut und mit glänzendem Gold veredelt - dieser Thron symbolisierte das von uns geformte Imperium wie kaum ein anderes Utensil, das sich auf unserem Boden befand.

      Erstmal Onyx gegoogelt... :run: Deine Beschreibung erinnert mich an antike ägyptische Throne! *-* Die beiden unterscheiden sich nicht allzu sehr, Ägypten und Mu, oder? Ich meine, schließlich sind das Sphinxe!

      Nicht umsonst fiel damals unter dem ersten Sphinxenkönig des Imperiums zu Mu, Necanios I., die Wahl der Hauptstadt auf Sharyaanu an eben genau jener nordwestlichen Küste.

      Wow, diese Mu-"Menschen" sind echt ein bunt gemixten Völkchen! Griechische Namen, ägyptische Wesen und basieren auf japanischen Dingsada? Na ja, irgendwo ist das bestimmt eine Mixtur aus Griechen, Ägyptern und Japanern, denke ich mal. Vielleicht auch ein bisschen koreanisch oder chinesisch? Ist Min etwa ein Nachkomme der Musiananesen? o.o

      Militärisch gesehen erwies sich der Verlust von vierundsechzig Kriegern und Kriegerinnen als Triumph.

      Oha, die Musiananesen sind also die Überkrieger von... Mu-Hexalos-Welt? *:O Ich frage mich, wie stark Mitglieder der Königsfamilie wohl sind. *räusper* Kagayaku *räusper* Setsuna... Interessant, dass Setsuna ein geschlechtsloser Name ist, wenn ich das mal so nennen darf. :hihi: Ist etwa auch hier eine Anspielung auf Napoleon, der schließlich ein Mann war? Ja, ich weiß, etwas weit gedacht, aber möglich wäre es. :ka:

      Die Krone, die aus zehn langen, goldenen Strahlen, befestigt an einem vergoldeten Lorbeerkranz, bestand, verstärkte den monumentalen Eindruck.

      Wow, jetzt auch noch römische Kultur, verkörpert durch den Lorbeerkranz? :run2:

      "Sezzuna*! Na komm schon, runter vom Thron! Noch bist du keine Königin, mein kleiner Engel. [...]

      "Engel" :tlmao: Tjaja, der gute Sandos I. ist also der Vater von Setsuna und Kagayaku. Wird "Sezzuna" eigentlich ebenfalls mit stummen "s" ausgesprochen, so wie Setsuna? Oder gilt die japanische Aussprache bei beiden nicht? Wie läuft das eigentlich mit der Namensgebung? Warum hat er einen griechischen Namen und seine Töchter nicht? :???2:

      Wir als Sphinxen, Kreaturen mit Blut eines Flunkifers, verfügten über die Fähigkeit, sowohl mit Menschen als auch mit Pokémon zu kommunizieren.

      Interessant, können Sphinxen sich dann auch mega-entwickeln? Oder ist dafür der Blutanteil der Flunkifer zu schwach? :( Das erinnert mich dann wiederum an Sensei Suchiro Tetsuha, das Mega-Flunkifer. :cool:

      campisto sind zwar toll und lecker ... aber ich möchte bitte einmal etwas essen, das auch die Erwachsenen bekommen!

      Und da ist wieder dieses Problem! Flunkifer und Scampisto sind ja quasi wie beispielsweise Franzosen und Thailänder. Und da Sphinx anscheinend Flunkifer-Blut, dementsprechend also das von beispielsweise Franzosen, ist das nicht leicht kannibalisch? xD

      Beerenbäume in den kräftigsten Farben versprühten die aromatischsten Düfte, während die Hubelupf, Papungha, Sonnflora, Elfun und Dressella sich langsam auf die bevorstehenden Abendstunden vorbereiteten.

      Verschont das Gemüse! :tlol::v:

      "Buenas Dias. Bienvenido! Me llamo Cristóbal de la Santa Fé Marquez. Donde ..."

      Uh, Spanier, Spanier, davon brauche ich noch ganz viele für At Wit's End! :woot: Aber warum sagt er "Willkommen"? Er ist doch gar nicht in Mu zuhause. :(


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Endlich kommst du auch einmal in den Genuss eines Kommentars von mir. :D (Deine anderen Geschichten sind so lang, ich weiß nicht, ob ich irgendwann mal die Zeit finde diese durchzulesen. :ups:)

      Curiosity wrote:

      Hier kommt dein wahrscheinlich einziger Leser. :tlmao:


      *beleidigt wegdreh* :blah2:


      wobei jede Einzelne einem gefallenen Sphinxenkrieger gewidmet war, der beim entscheidenden Krieg gegen die menschliche Bevölkerung sein Leben geopfert hatte. Militärisch gesehen erwies sich der Verlust von vierundsechzig Kriegern und Kriegerinnen als Triumph.
      Die haben gegen Menschen gekämpft und nur vierundsechzig Leute verloren? Respekt!

      Unter der Seligen Troika, bestehend aus Suishira, der Göttin des Ozeans, Bangyos, dem Herrscher des Festlandes sowie Nay'ivolí, sollte die Harmonie Mus fortan bis zur Ewigkeit gewahrt werden. Nay'ivolí, dem gemeinen Volk eher als Nayorí oder Nayolí bekannt,
      So viele Namen... Woher nimmst du die alle? Die fallen dir doch bestimmt nicht alle einfach so beim Tee trinken ein. o.O

      beachtliche Größe von 1,38 Xatu
      Das ist ja schon ein kleiner Riese, wenn ein gewöhliches Xatu um die 1,5 m groß ist.

      der König erwies sich schlichtweg als zu schwer, um zu fliegen.
      Braucht da etwa jemand eine Diät? :tlol:

      Mit einem quengeligen Murren raffte sich die Thronfolgerin und -besetzerin in ihrem mit einem Girafarig-Muster verzierten Kimunos** auf und trottete an meine Seite, wonach ich sie an der Hand in den Speisesaal führte.
      Das kleine Xatu stell ich mir aber niedlich vor! :hihi:

      In der Regel fanden diese Bankette immer zum Abend des Tag des Kramshefs wie heute oder aber am Tag des Lumineons, also zweimal die Woche, statt.
      Du hast dir sogar eigene Wochentage ausgedacht? Ich beneide diesen Einfallsreichtum. xD

      "Papa, ich möchte aber auch gerne ein Wummer essen! Scampisto sind zwar toll und lecker
      Pokémon essen Pokémon ... :sd: Gewöhnungsbedürftig.

      Dass Pokémon wie Camerupt oder Gallopa dort allerdings nicht zugelassen waren, verstand sich bei der schier unfassbaren Arbeit, die die Hofgärtner in den Garten investiert hatten, von selbst.
      Der soll sich nicht so anstellen. Das ist auf jeden Fall ein sehenswertes Spektakel, wenn die Büsche Feuer fangen und der Garten abfackelt. ^^

      fernen Land namens Is- ... Is- ... ich habe es vergessen
      Die IS kommt! :run2:

      Mit "Wir" war normalerweise ich gemeint, in anderen Fällen aber auch Nuuna und ich, je nach Kontext.
      Wie er einfach "wir" sagt, nur, damit es besser klingt. :D

      "Buenas Dias. Bienvenido! Me llamo Cristóbal de la Santa Fé Marquez. Donde ..."
      Ah, sorry. Der IS kommt doch nicht. :sd:
      Die Spanier kommen! :run2:
    • Chuu-Chuu, der Contrakommi-Express rückt an!

      Ich beziehe mich jetzt aber nur auf Sachen, die ich mit euch Dreien noch nicht privat besprochen habe, vielen, vielen Dank für eure Kommentare! :D


      @Barrie:

      - Mu-Städte müssen japanisch und gleichzeitig un-japanisch genug klingen, um unabhängig und gleichzeitig verwandt zu sein. Das mit Bataan war ein reiner Zufall, da -aan in der Mu-Sprache, sehr, sehr oft vorkommt, alleine schon in der Grammatik und im Namen des (fikitiven) Nachfolgestaates Imperio Yamitoyaan.

      - Die Hauptstadt muss im Nordwesten liegen, da die Südjapan nach der Katastrophe gut erreichen müssen. Mit immerhin noch ca. 50 kg Gewicht können die nicht so lange am Stück fliegen, weshalb alles andere utopisch wäre.

      - Das war damals das Versailles von Mu, nur war es immer schön warm, da das Land ausschließlich in Subtropen und Tropen liegt! Das erklärt den Teint und die in MB #23 von Kagayaku erklärte Abstinenz von blauen Augen. Diese entstehen bei Völkern, die weniger Sonne bekommen, doch in Mu wäre es einfach nur gefährlich und nachteilhaft, daher sind die hellsten Augen die Grünen bzw. Goldenen.

      - Die hatten zwar schon weit vor anderen die Möglichkeit des Maschinenbaus, aber 20. Jdh-Technologien gab es dort noch nicht. :D



      @Raikachu:

      - Ich finde es total spannend, wie viele verschiedene, andere Kulturen du mit den Sphinxen verknüpfst. Der Lorbeerkranz kommt eigentlich von der "mediterranen Lage", genauso wie der schon merkbare griechische Einfluss.

      - Ich habe mal so über die Namensliste geschaut, wo schon stark ins Auge sticht, dass die männlichen Namen von Mu Griechischen ähnlicher sind, die weiblichen den Japanischen.

      - Hochjapanisch Setsuna -> Séts'na, Mu-Japanisch Setsuna/Sezzuna -> Sezzúna :sonne:

      - die sind eher vom Aussehen her eine Mischung aus Südjapanern und Inkas, aber die Mu-Kultur besitzt auch unabhängig entstandene griechische Elemente als Hommage an die griechischen, geflügelten Sphinxen :D

      - Die sind schon eher humanoid als tierisch, auch wenn es da noch viele Merkmale gibt. Deswegen gönnen die sich auch ruhig mal Meerespokemon. ^^



      @Anakim:

      - Xatu ist hier, wegen seiner Bedeutung als heiliges Tier (die werden später noch eine wichtige Rolle spielen), als Maßeinheit gebraucht, weil Meter ein Kind der frz. Révolution war und Elle auf Mu wegen der unterschiedlichen Körpergröße von männl. Sphinxen (2,00 m) und weiblichen (~1,60 m) keinen Sinn gemacht hätte. Die sind um diese Zeit für ein asiatisches Volk aufgrund des jahrhunderte langen Wohlstandes sehr groß geworden, ein Argument, das die Entwicklung der Körpergröße in der Geschichte belegen kann (mit einem Tiefpunkt im 17./18. Jdh.).
      -> Wie ich mir die Sphinxen vorstellen, siehst du in meiner Galerie im Fanart-Bereich, nicht besonders unterschiedlich zu südlicheren Asiaten mit einem leichten Touch Löwe und einem Flügelpaar. (:

      - Mit 2 Metern und zu vielen Kilos können die Sphinxmänner einfach nicht mehr fliegen, der König sogar 2,07 m :D

      - Die anderen haben die Kräfte, über die sie verfügen, bereits kennen gelernt. Höchste Kunst von Erdattacken, Felsattacken und Luftattacken können Armeen auf dem Boden aufwirbeln und aus der Luft überraschen. Dagegen hat man mit leichten Waffen nichts entgegenzusetzen. ^^
      Außerdem können die, wie Flunkifer auch, andere Magie (Flammenwurf, Eisstrahl usw.) lernen.

      - Alle Wochentage wollte ich nicht aufzählen, aber mir kamen die spontanen Einfälle, obwohl "Mond-Tag" oder "Sonntag" in vielen Kulturen analog existieren. ^^

      - Ich habe schon ein bisschen überlegt, um mir passende Namen auszudenken. Suishira kam als weiblich klingender Name von Sui (Wasser), Bangyos von Benthos/Boden und Ground in den Sinn. Das waren so die stellen, wo ich grübeln musste. Und Nay'ivolí ist ein Name, den ich im Avatar (der Film, nicht das mit Aang!)-Stil, also nach dem Volk der Na'vi entworfen und danach japanisiert habe mit Nayori für die menschliche Bevölkerung von Mu.

      - das "Is" wird im nächsten Part enthüllt, aber ein "Es" wäre einfach noch zu realitätsgetreu gewesen.



      So, damit müsste ich erstmal alle Rätsel, die die Story vielleicht nicht löst, aus der Welt geräumt worden sein. :D

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • So, ich versuch mich dann einmal daran:v:
      Display Spoiler
      Freu dich, dass ist mein erster Beitrag Fangeschichtenbereich. Glaube ich zumindest...


      Da es nur ein Einstiegskapitel ist oder wie man das nennt, passiert ja noch nicht allzu viel spannendes. Als nicht Mischblutleser bin ich relativ gut rein gekommen, auch wenn die vielen neuen Begriffen einen schon Mal durcheinander bringen. Aber das ist normal bei Phantasiewelten. Das kommt schon noch :run2:

      Ich bin schon gespannt, auf die anderen Sichtweisen. Diese hier war ja einer recht netten Person angepasst. Mal sehen, was du sonst noch so schaffst :hihi:

      Joa, die Kinder fand ich ganz süß, andererseits auch nervig :shifty:
      Halt wie Kinder im echten Leben auch sind. Wollen dies, wollen das. Diese selbstbewussten Frechdachse hast du sauber hin bekommen^^
      Auch wenn ich die manchmal auf die stille Treppe schicken möchte...

      Die Sache mit dem Scampisto- und Wummermahl fand ich spitze :bew1:
      In den ersten Teilen (Rot und Blau) waren die Porenta ja fast ausgerottet, weil die so gut schmecken.
      In der 4. Generation wird auch erwähnt, das geangelte Pokemon gegessen werden und deren Knochen zurück ins Meer geworfen worden.
      Hast du gut gemacht :xlol:

      Auch die Hintergrundinformationen (z.B. Riten am Königshof, der Krieg etc.) finde ich super. :freu:
      Das macht die Welt durchdachter und glaubhafter. Zum Beispiel das die Spanier nicht noch am Abend empfangen werden oder dass das Essen erst dann und dann beginnt.

      Freu mich schon darauf, wenn die Konquistadore Mu in den Untergang treiben :run2:
    • Tausend Dank für dein Kommentar! *.*

      Und ja, es ist das erste im FF-Bereich für dich, und dafür hast du das exzellent hinbekommen. :D Siehst du, du kannst doch was mit dem Lieblingssektor deines Bosses anfangen, und zwar richtig gut! :P

      Ja, die Conquistadoren sind sicherlich nicht so gelassen wie ein König eines Friedenreiches, dem es an nichts mangelt. :hihi:

      Die Kinder werden in Mischblut eine relativ wichtigere Rolle spielen - viel an deren "Bescheidenheit" hat sich da allerdings nicht geändert. :3

      Ich finde es auch irgendwie notwendig, dass Pokémon gegessen werden. Es gibt eben höherentwickelte und nicht so hoch entwickelte, wie jetzt Remoraid gegenüber Guardevoir oder so. Da es keine anderen Tiere gibt, müssen Raubtiere eine Legitimation besitzen, und da kann sich der Mensch auch neben Porentabrust und Damhirplexfilet auch ruhig ein paar Meeresfrüchte gönnen. :D

      Das nicht viel passiert, war natürlich Absicht, denn das Kapitel soll ein friedliches Reich zeigen, dessen Kultur blüht und Konflikte eine untergeordnete Rolle spielen, ein Land, in dem man ruhig und zufrieden leben kann. ^^

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Überrascht? Sei es und vor allem dankbar. Freust du dich? Zurecht. Wartest du schon gespannt auf deinen Kommentar? Ich muss dich leider zerschmettern. Oder auch nicht. Wir werden es sehen! Korrekturen (Alter, was machst du nur bei Geschichten ohne mich?) sind dann in einem Spoiler, Korrektur-bezogene Notizen kursiv. Das aber am Ende (okay, es war mein Start, aber du siehst es erst gleich!)

      Da du schon zwei Millionen Kommentare erhalten hast (stell dich also mal nicht so an, früher als ich der einzige Kommentator in diesem Bereich war, hatte ich nicht einmal einen alle drei Kapitel), halte ich mich kurz. War schon genug Arbeit, die du gar nicht verdienst hast. ):

      Du erzeugst mit der imposanten Gestalt des Königs und mit der Einführung dieses Charakters ganz zu Beginn schon eine majestätische Wirkung dieser Geschichte. Einige Autoren fangen in solchen Situationen schließlich eher mit den kleineren, für eine Gesellschaft eher unwichtigen Figuren an, um erst mit dem Höhepunkt so wirklich zu den großen, für eine Gesellschaft einzigartigen Figuren noch mehr Spannung unterzubringen. Ich finde es aber genau richtig, dass du es so machst, weil es der Geschichte von Anfang an eine gewisse Imposanz gibst, die du die meiste Zeit durch die gehobene Artikulation des Königs beibehältst. Dabei scheint er, ähnlich wie die guten Könige in anderen Geschichte, großherzig und offen für seine Untertanen zu sein, während seine Frau einen gewissen Biss und eine starke Persönlichkeit, die sie einzusetzen weiß, an den Tag legt. Das ist natürlich nichts wirklich Neues, aber den Anspruch sollte man sich auch gar nicht stellen, wenn man mit anderen Eigenschaften einer Geschichte punkten kann. Hier spielt gerade dieser Geschichte aus einer Geschichte erzählt-Punkt ein. Die Leser, die deine mit der hiesigen Kurzgeschichte verbundenen Geschichte kennen, werden gleich wissen, was sie ungefähr zu erwarten haben, wissen schon etwas über einige der auftauchenden Charaktere und können die Geschichte anders genießen als jene, die die andere Geschichte vielleicht noch nicht kennen. Trotzdem kann es auch für diese Leute spannend werden, da es das Vorwissen ja anscheinend nicht braucht (obgleich es natürlich immer helfen kann); das ist einerseits eine Aufgabe, an die du dich traust, andererseits eine Gelegenheit, um neue Leser für dich und deine Geschichten zu gewinnen. So oder so gehört da einiges zu und ich bin gespannt, wie du es meistern wirst. Solltest du es wirklich schlecht machen, werde ich dich auf das Schafott stellen und dich dort deiner gerechten Strafe zuführen. Natürlich glaube ich nicht, dass du das nicht so wirklich gut machen wirst, aber trotzdem hilft dir das ja vielleicht trotzdem. Ich werde auf jeden Fall mal weiterlesen, weil ich bisher guten Glaubens bin und denke, dass du das schaffen kannst, es wirklich schön zu erzählen, aber vor allem zu zeigen (du weißt schon: 'Show, don't tell!'). Außerdem will ich natürlich auch lesen, wie Kagayaku früher war (selbst wenn sie wohl so verfressen ist wie eh und je), wie Setsuna war, wie ihre Familie war. Enttäusch mich ja nicht. Ich warne dich. Okay? Ich warne dich wirklich.

      Display Spoiler
      Ein Thron, der die Geschichte erzählte. Er erzählte nicht nur irgendeine Geschichte, nein, man konnte fast behaupten, dass er die (Capslock wirkt unschön im Fließtext und stört; kursiv ist es weniger störend und eleganter) Geschichte erzählte. Zumindest aus unserer Sicht bildeten die gemeißelten Bilderstrecken an den Seiten und am Sockel die Ereignisse ab, die unserem Land die Zukunft ebneten. Aus tiefschwarzem Onyx erbaut und mit glänzendem Gold veredelt - dieser Thron symbolisierte das von uns geformte Imperium wie kaum ein anderes Utensil, das sich auf unserem Boden befand. Denn im Gegensatz zum Berylpalast, der zwar immer noch das Wahrzeichen und das größte, weltliche Gebäude darstellte, verkörperte der Thron hingegen gleichzeitig auch noch die Nationalfarben. Schwarz wie eine klare Nacht und golden wie die schillerndsten Federn des Phönixes Ho-Oh, der ab und an im Nordwesten des Kontinents sichtbar war; (Betonung auf den direkten Zusammenhang, Darstellung der Pause durch ein Semikolon) diese beiden Farben symbolisierten die beiden großen Ideale unserer Dynastie: Vollkommene Intelligenz und vollkommene Schönheit. Nicht umsonst fiel damals unter dem ersten Sphinxenkönig des Imperiums zu Mu, Necanios I., die Wahl der Hauptstadt auf Sharyaanu an eben genau jener nordwestlichen Küste. Vierundsechzig Turmspitzen ließ Necanios, unser größter Urahn, an seinem neuen Palast aus herrlich grünem Berylstein erbauen, wobei jede einzelne (Auslassungen führen keine neuen Subjekte -> substantivierte Adjektive mit sich) einem gefallenen Sphinxenkrieger gewidmet war, der beim entscheidenden Krieg gegen die menschliche Bevölkerung sein Leben geopfert hatte. Militärisch gesehen erwies sich der Verlust von vierundsechzig Kriegern und Kriegerinnen als Triumph. Mehr Erfolge gelangen klar unterlegenen Feinden einfach nicht. Doch die Zeit des Krieges war nun seit langer Zeit vorüber. Äußere Feinde kannte Mu nicht und auch innerhalb des Landes lebten Sphinxen, Menschen und Pokémon in Eintracht zusammen. Unter der Seligen Troika, bestehend aus Suishira, der Göttin des Ozeans, Bangyos, dem Herrscher des Festlandes, (da Einschub auch mit einem Komma abzuschließen) sowie Nay'ivolí, sollte die Harmonie Mus fortan bis zur Ewigkeit gewahrt werden. Nay'ivolí, dem gemeinen Volk eher als Nayorí oder Nayolí bekannt, verkörperte Sonne und Himmel, jedoch blieb die Überlieferung seit jeher unklar, ob es sich bei unserer obersten Gottheit um den Vater oder die Mutter der beiden irdischen Götter handelte.
      Ich, Sandos I., mit fünfunddreißig Jahren in der Blüte meiner Jahre, schritt galant über den purpurroten Samtteppich, was man mir wohl angesichts meiner selbst für eine männliche Sphinx beachtlichen Größe von 1,38 Xatu gar nicht zugetraut hätte (Genitiv gehört hierher, nicht Nominativ; das 'wohl' impliziert eine Vorstellung, die das hier klar ist; angesichts ist eine Präposition wie wegen). Der Boden des Thronsaals bot mit aus Bruchstücken aller verschiedenen Farben des Regenbogens zusammengesetzten Opals eine wahrhaftige Augenweide. Ich spürte das Vibrieren in meiner Brust, das Beben in meinem Herzen. Jedes Mal erlebte ich hautnah mit, was einer meiner Untertanen verspüren musste, wenn er auf diesen großartigen Thron zuschritt. Die ganze Atmosphäre wurde nachts nur noch verstärkt, wenn die Bergkristallkronleuchter den Raum erhellten und die glatteren Bereiche (sonst ist der Charakter doch auch so gehoben; Teile wirkt eher stumpf) der Berylwand die Gesichter der Anwesenden reflektierten. Jeder anwesende Untertan erschauderte, wenn er einem Koloss wie mir nicht nur gegenüberstand, sondern auch von der pechschwarzen Pyroleo-Mähne, den stechend goldenen Augen, dem wilden Zottelbart und einem Raubtiergebiss fünfmal, zehnfach, zwanzig Male (Varianz ohne den Inhalt oder die Wirkung zu verfälschen) umgeben war! Die Krone, die aus zehn langen, goldenen Strahlen, befestigt an einem vergoldeten Lorbeerkranz, bestand, verstärkte den monumentalen Eindruck. Die Sphinxköniginnen, die in etwa die Hälfte der regierenden Monarchen stellten (Plural), verschafften sich die eindrucksvolle Erscheinung über die großen, mondsichelförmigen Flügel, deren Spitzen teilweise weit über ihren Köpfen hingen (Entweder du änderst alles in den Plural oder alles in den Singular; dann würde die Aussage mit der Hälfte aller Königinnen keinen Sinn mehr ergeben, weil das klar Pluralität suggeriert). Uns Männern fehlten diese, da sie sich aufgrund ihrer Nutzlosigkeit in einem modernen Reich der Sesshaften zurückentwickelt hatten (Vorvergangenheit) - der König erwies sich schlichtweg als zu schwer, um zu fliegen.
      "Sezzuna*! Na, (Es handelt sich um eine abzutrennende Interjektion) komm schon, runter vom Thron! Noch bist du keine Königin, mein kleiner Engel. Los, es ist an der Zeit, zu dinieren!", rief ich meiner ältesten Tochter zu, die immer gerne auf dem (Oder sitzt sie auch gerne auf anderen schwarz-goldenen Schmuckstücken wie bspw. auf einer Kette?) schwarz-goldenen Schmuckstück saß. Irgendwann würde die Achtjährige sicherlich in meine Fußstapfen treten, doch bis dahin würde sie sich noch gedulden müssen. Mit einem quengeligen Murren raffte sich die Thronfolgerin und -besetzerin in ihrem mit einem Girafarig-Muster verzierten Kimunos** auf und trottete an meine Seite, wonach ich sie an der Hand in den Speisesaal führte.

      Im marmorierten Speisesaal, in dessen Säulen traumhafte Fresken bewundernswerter Pokémonrassen wie Xatu, Arkani, Absol, Tauboss, Snibunna oder Impergator sorgfältig eingearbeitet waren, erwartete einen ein Mikrokosmos der Gesellschaft von Mu, auch wenn man diesen sicherlich auf einem höheren Niveau anzusiedeln hatte. An länglichen Tischen, aus rotbraunem Achat mit den faszinierenden Ringmustern erbaut, nahmen nicht nur die nahen und entfernten Mitglieder meiner Familie, sondern auch höhere Hofbeamte Platz, zu denen sich einige Menschen und Pokémon zählen durften. Wir als Sphinxen, Kreaturen mit Blut eines Flunkifers, verfügten über die Fähigkeit, sowohl mit Menschen als auch mit Pokémon zu kommunizieren. Man sagte, die Flunkifer mit den schwarzen Kiefern und der fast goldenen Haut wären vom Himmel abgestiegen, als sie ihr berühmter Cousin beziehungsweise ihre (genau betrachtet hieße es sonst "ihr berühmte Cousine") berühmte Cousine Nay'ivolí in Richtung Erde führte. Viele Flunkifer bevorzugten als Lebensraum große Tempeltürme oder aber tiefe Höhlen, eine Tatsache, die sich über Jahrtausende hinweg nicht geändert hatte.
      Der Tisch, den ich mit meiner Familie an offiziellen Essen immer aufsuchte, befand sich auf einer erhöhten Plattform, von der aus wir alle Anderen im Auge hatten. In der Regel fanden diese Bankette immer zum Abend des Tag des Kramshefs wie heute oder aber am Tag des Lumineons, also zweimal die Woche, statt. Zwar traf ich immer als letzter ein, doch die Servierglocken aus Silber durften erst dann abgehoben werden, sobald ich meine bereits auf die (Entweder auf die oder zur Seite gelegt) Seite gelegt hatte. Dieses Ritual meinen beiden Töchtern zu erklären, erwies sich leider als ziemlich schwieriges Unterfangen. Gerade die fünfjährige Kagayaku wollte es überhaupt nicht einsehen, dass sie das vor ihr befindliche Essen nicht verzehren durfte, bis ein Signal gegeben wurde. Setsuna blickte mich mit ihren scharfen Augen fordernd an. Das rechte, smaragdgrüne hatte sie ganz von meiner geliebten Nuuna, während das linke mit dem gleichen strahlenden Goldton wie dem in meinen Augen zu verzaubern wusste. Ich gab es auf, mich länger an der Perfektion meiner Residenz zu ergötzen, denn meine beiden Kinder hatten offenbar Hunger wie eine ganze Horde wilder Ursaring.
      "Papa, ich möchte aber auch gerne ein Wummer essen! Scampisto sind zwar toll und lecker ... aber ich möchte bitte einmal etwas essen, das auch die Erwachsenen bekommen! Biiiitteeee!", flehte Kagayaku mich mit einer Schmolllippe an, während ihre Augen neidisch auf die Teller von Nuuna und mir starrten. Was sollte ich denn da nur sagen?
      "Wie wäre es denn mit 'nein'? Wenn die Kinder merken, dass wir uns an der Nase herumführen lassen, dann machen wir uns nur zum Griffel. Ein Königspaar, das von zwei Stummelflügeln in Schach gehalten wird? Male dir das mal in deinem Gedächtnis aus, Liebster!", mahnte mich meine Gattin lachend, die Sezzunas heimtückisch anpirschenden Arm von ihrem Teller fortschob. Die Flügel der jungen Sphinxmädchen waren noch lange nicht ausgereift und erreichten in diesem Alter nicht einmal die Höhe des Kopfes.
      "Pass auf, Kagayaku. Wenn du zwanzig bist, darfst du so viel Wummer essen, wie du willst, so viel Morbbeer-Wein trinken, wie du willst, so viele Schlösser besitzen, wie du willst. Aber noch bist du ein Kind und hast den Befehlen deiner Eltern zu gehorchen. Du würdest ein eigenes Wummer nie komplett aufessen können, denn dafür ist dein Magen doch viel zu klein, Schätzchen!", riet ich ihr und hoffte auf somit auf Ruhe. Das Nesthäkchen seufzte resigniert auf und widmete sich danach unverzüglich wieder dem Mahl. Hauptsache, sie hatte es mal wieder versucht.

      Im Swaroness-Garten südlich des Schlosses ließ ich mit meiner Familie meistens die letzten hellen Stunden des Tages verstreichen. Beerenbäume in den kräftigsten Farben versprühten die aromatischsten Düfte, während die Hubelupf, Papungha, Sonnflora, Elfun und Dressella sich langsam auf die bevorstehenden Abendstunden vorbereiteten. Gerade jetzt im Sommer kam es in dem mit zahlreichen Buchs- und Thuja-Hecken bepflanzten Garten mit seinen vierundsechzig Springbrunnen öfters zu abendlichen Theaterspielen oder Festen, doch in der Regel erlebten die dort ansässigen Pokémon des Typs Pflanze, Flug und Wasser ihre Spektakel am frühen Nachmittag, wenn man wahrhaftig Zeuge von aristokratischen Galopp-Paraden werden konnte. Natürlich ließen meine Gattin und ich uns die Teilnahme oftmals nicht entgehen, doch manchmal war es richtig entspannend, sich in der Rolle des Zuschauers wiederzufinden. Dass Pokémon wie Camerupt oder Gallopa dort allerdings nicht zugelassen waren, verstand sich bei der schier unfassbaren Arbeit, die die Hofgärtner in den Garten investiert hatten, von selbst.
      "Mein König! Mein König! Es sind Leute am Strand von Betaan eingetroffen, die Eure Audienz wünschen! Sie behaupten, sie kämen aus einem fernen Land namens Is- ... Is- ... ich habe es vergessen, ich bitte um Verzeihung, mein König!", rief einer meiner Vasallen hechelnd, der sich scheinbar im Eiltempo vom knapp halbstündig entfernten Hafen zu Betaan auf den Weg zu mir persönlich gemacht hatte. Sezzuna und Kagayaku waren begeistert, als es um Fremdlinge ging, die sich seit vierzig Jahren immerhin nicht mehr nach Mu verirrt hatten. Da wir alles an Rohstoffen besaßen, was wir benötigten, pflegten wir auch keine Handelskontakte zu anderen Völkern. Mu war ein vollkommen autonomer Kontinent.
      "Können Kaga und ich mitkommen, Papi? Ja? Ich will die unbedingt sehen!", rief Sezzuna aufgeregt und zog an meinem linken Arm, den sie mit Mühe und Not mit ihren Fingerspitzen umklammern konnte. Den Gefallen konnte ich meiner Tochter wahrlich nicht erfüllen, zumal ich mich den Neuankömmlingen sowieso erst am folgenden Tag widmen würde, nicht abends um 21 Uhr. Wer weiß, vielleicht brachten sie Sachen mit, die wir noch nicht besaßen? Ich hielt es nicht für sehr wahrscheinlich, da die meisten fremden Delegationen in den Annalen als unspektakulär abgestempelt worden, doch ich würde mich gerne überraschen lassen.
      "Morgen. Sag ihnen, dass wir (inklusiv und damit nicht nötig, großgeschrieben zu werden) sie morgen empfangen werden", antwortete ich dem Mann, der sich unverzüglich auf den Weg zurück zur Küste machte. Mit "Wir" war normalerweise ich gemeint, in anderen Fällen aber auch Nuuna und ich, je nach Kontext.

      Ein blankes Holzschiff hatte im Hafen zu Betaan den Anker ausgeworfen. Meine Gattin in einem Kimunos im Stile des Pokémon Lapras (Wieso ein Bindestrich?), und ich im furchteinflößenden Gewande (Gewandes?) des Magnayen würden die verirrten Seeleute hier empfangen. Die Mühe, ihren Kahn mit Blattgold zu überziehen, hatten sie sich offensichtlich nicht gemacht. Auf den Segeln der von der Größe her unseren Schiffen sogar überlegenen Galeone war in einem blutroten Farbton eine verzerrte, ausgemergelte Gestalt auszumachen, die man mit viel Mühe und zugekniffenen Augen als Flamara identifizieren konnte, wenn gleich das intensive Sonnenlicht den Gästen zu einem wahrhaft "blendenden" Eindruck verhalf. Die kuppelartigen Metallhelme, die lang gestreckten (zwei Wörter), dunkelbraunen Bärte, die weiße Haut und die geraden Schwerter ließen die hochgewachsenen Männer mit den erstaunlich langen Nasen als das komplette Gegenteil des von der Sonne verwöhnten, braungebrannten Volkes von Mu erscheinen. Das Schiff hatte auch die Aufmerksamkeit eines Xatu auf sich gezogen, das mit unergründlichem Blick auf einer Landzunge saß und die Neuen erforschte.
      "Buenas Dias. Bienvenido! Me llamo Cristóbal de la Santa Fé Marquez. Donde ...", erklärte der offensichtliche Anführer der Seefahrer in einer etwas für meine Ohren zischend klingenden Sprache und hoffte darauf, dass wir verstanden, was er sagte. Doch diese Sprache hatten wir noch nie gehört ...
    • Besten Dank für dein Kommentar und die Fehleranalyse, Dusk, und schön, dich endlich mal wieder hier zu sehen. Poste mal wieder eines deiner 145 Vorratskapitel, Junge, ich vermisse die. :(

      Die Fehler wurden alle ausgelöscht.

      Vorwissen ist gar nicht zwingen erforderlich, aber die jungen Sphinxschwestern mit später zu vergleichen, ist für die Leute, die das kennen,auf jeden Fall eine feine Sache. :D

      Auf die Guillotine möchte ich aber noch nicht.:( Im Gegenzug dafür werde ich dich nicht enttäuschen. Die Königsfamilie wird definitiv im Mittelspunkt stehen, aber auch andere Personen dürfen eine oder zwei Perspektiven beschreiben. ^^

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Kapitel II (Sicht: Cristóbal) - διείσδυση/Disdysi (Infiltration)



      Jahr 1108 nach Necarios



      Wir kamen, um Gold zu finden. Wir kamen, um Reichtum zu finden. Wir kamen, um Ruhm zu finden.
      Es ging nicht nur um die Ehre, die dem Königreich Ispanya zuteil wurde, nein, keineswegs. Jeder Mann, der sich den Flotten anschloss, tat es nicht nur zum Wohle seines Landes, sondern auch für seinen eigenen, ganz individuellen Nutzen. Nicht nur Nobelmänner, sondern auch gewöhnliche Bauern, Fischer und Handwerker der Küstenstädte, die die Chance ihres Lebens witterten, traten der Crew bei. Doch das Schiff, das als erstes die Küsten dieses neuen, wundersamen Landes im Südosten erreichte, war das unsere - Santa Lucia. Als Kapitän der Leuchtenden, so die Bedeutung des Schiffnamens, stellte ich mich bei den Eingeborenen vor. Cristóbal de la Santa Fé Márquez. Ich erzählte den Fremden von unserem Land, von unserem tiefreligiösen Königspaar, von unseren wilden Landschaften und charismatischen Frauen, der atemberaubenden Musik unserer Lauten, der Entschlossenheit unserer Männer und der Allmacht unseres Gottes. Doch wie vermutet, verstanden die Eingeborenen nichts.
      Zu sagen, dass sie einen primitiven Eindruck machten, wäre allerdings gelogen. Sie verstanden lediglich unsere Sprache nicht und waren scheinbar noch nie einem Kreuz begegnet. Mit ihren mit Gold und Edelsteinen versehenen Gewändern, die denen des Reiches der Mitte ähnlicher sahen als den der westlichen Königreiche, machte die Oberschicht des neuen Landes einen erhabenen Eindruck. Die Infanteristen und Kavalleristen, die sie begleiteten, waren nur leicht gepanzert, als ob sie nicht zum Kämpfen ausgebildet waren, sondern sich lediglich vor Stürzen von den Gallopa schützen wollten. Doch nicht nur Gallopa, sondern auch Kronjuwild oder Damhirplex zählten zu ihren bevorzugten Reittieren.
      Als ich mich an meinen gekräuselten Bart rieb und die blauen Venen unter meiner im starken Sonnenlicht weiß aufleuchtenden Haut betrachtete, begann ich, die körperlichen Merkmale der Eingeborenen zu analysieren, die sich zuerst in drei Gruppen unterteilen ließen. Eine einfacher gekleidete Sektion bestand aus gewöhnlichen Menschen, die man auch im Reich der Mitte hätte auffinden können, mit schwarzen, stracken Haaren, mandelförmigen, braunen Augen und eher kleineren, schmächtigeren Gliedmaßen. Jedoch waren sie nur geringfügig kleiner als meine Männer.
      Die zweite Gruppe, offenbar die herrschende Schicht der Indios, wirkte für uns Westler um einiges befremdlicher, doch damit nicht zwangsweise abstoßend, wie das Beispiel der Anführerin des Volks bewies. Der Anführer kennzeichnete sich durch einen einem Pyroleo sehr ähnlich sehenden Kopf mit prachtvoller, schwarzer Mähne und dazu passendem Bart, der in nahezu alle Himmelsrichtungen zeigten. Wahrscheinlich durfte kein anderes Löwengesicht den Clanchef in seiner Haarpracht überbieten, trotzdem war die Trennlinie zwischen den kaum behaarten, normalen Menschen und der Oberschichtsrasse unverkennbar. Sowohl Unterarme als auch Unterschenkel der Männer waren von einer dichten, schwarzen Fellschicht wie der eines langhaarigen Nachtaras bedeckt, die an den Zehenspitzen der in Ledersandalen befindlichen Füßen in handlange, schwarze Krallen mündeten. An den Fingern des seltsamen Volkes befanden sich keine Krallen, doch bis auf den Clananführer lugten aus den Gewändern schwarze Schweifenden in den verschiedensten Formen hervor.
      Auf unserem Weg zum Hauptquartier der Eingeborenen, den fünf von uns antreten durften, liefen uns auch neben der Königin weibliche dieser Kreaturen entgegen, die offenbar lediglich an den mit Krallen bewaffneten Füßen behaart waren. Im Gegensatz zu den uns ungefähr zwei Köpfe überragenden Männern waren die Weiber etwas kleiner als die, die zuhause auf unsere Rückkehr warteten. Auch ihre Gesichter waren denen eines Pyroleos nicht ganz unähnlich, denn stolz trugen sie ihre außerordentlich langen, schwarzen, vorbildlich gepflegten Haare offen oder mit Goldbroschen zu Ponitaschwänzen gebunden, wie das Maul eines Flunkifers. Generell schien Flunkifer wie Xatu eines der beliebtesten Pokémon zu sein. Überall an Götzentempeln oder teilweise am Wegesrand begegnete wenigstens der Skulptur eines der beiden Pokémon, wobei die die Flügel ausbreitende Xatu-Statue aus Jadestein am meisten zu beeindrucken wusste. Gerade die Königin mit ihren Augen wie aus Smaragd und den spitzen Katzenzähnen wie aus Elfenbein repräsentierte die Schönheit der nobleren Damen, deren markantestes Merkmal ich noch gar nicht erwähnt hatte, perfekt. Den gewaltigen Männern fehlten sie, doch die Frauen trugen ein riesiges Paar sandfarbene Engelsschwingen, die sie in Ruheposition wie einen Sichelmond über ihrem Kopf baumeln ließen. Die geflügelten Löwen, die zugleich auch die Gruppe mit der dunkelsten Hautfarbe stellten, besaßen nur selten braune Augen, und selbst wenn, waren diese mit einem Schimmer von Gold versehen. Ansonsten trafen wir auf die Farben sämtlicher Edelsteine, die lediglich das strahlende Blau von Lapislazuli und Saphiren vermissen ließen.
      Zusammengefasst konnte man sagen, dass das Anführerpaar einen sehr erhabenen Eindruck machte, die eines Königspaar ebenbürtig wäre, gäbe es da nicht ein großes, logisches Problem. Es war absurd, dass diese Engelslöwen aus dem Südosten eine Zivilisation errichtet hätten, die sich der mit westlichen auch nur ansatzweise messen würde. Diese Ungläubigen wussten, wie man schöne Gewänder anfertigten, aber andererseits gab es wohl kein Barbarenvolk, das in wirklich allen Punkten nutzlos und unzivilisiert war. Die völlig fremdartige Sprache, das entnervende, abrupte Anhalten vor Götzenschreinen, die animalischen Fauch- und Zischlaute, die die Löwengesichter von sich gaben - all dies festigte den Eindruck einer rückständigen Kultur, die von Gott aus mir unbegreiflichen Gründen mit einem schier unermesslichen Reichtum an Gold, Silber, Kupfer und bunten Edelsteinen gesegnet zu sein. Zugegebenermaßen war ich allerdings nicht der Meinung, dass dieses Land weiter entwickelt wäre, ständen die Menschen an der Spitze der Herrschaftspyramide.

      Einen warmen Empfang in dem größten Palast, der meinen Augen bis dato je untergekommen war bereitete man uns. Treppen aus schwarzem Marmor wurden von unseren Füßen bestiegen, um in das weltliche Kerngebäude der Indios zu gelangen. Allerlei skurile Malereien von geflügelten Wesen waren in den grünen Edelstein eingraviert, der die alleinige Bausubstanz bei den Wänden darstellte. Selbst geflügelte Männer waren darauf abgebildet, wobei dieses Phänomen der Realität nicht entsprach. Auch in puncto Gartenkunst hatten die Eingeborenen meine Erwartungen bei weitem übertroffen. In der Regel flogen und flanierten hier mehr Löwengesichter und Pokémon durch die mit zahlreichen kleinen Teichen und Flüssen versehenen Gärten, während die Anzahl der gewöhnlichen Menschen immer weiter abnahm. Diesen Fakt mussten wir uns im Hinterkopf behalten. Lumineon illuminierten mit ihren mondförmigen Körpern das Innere der Gewässer, während Plaudagei mit ihrem bunten Gefieder ihre Liedchen trällerten. All diese Pokémon kamen in unserer Heimat nur selten vor, doch hier schienen sie häufig vertreten zu sein.
      Uns zu Ehren bereitete man ein ausführliches Festmahl bestehend aus den Früchten von Tropius' Hals, verschiedensten Fleischsorten und Meeresfrüchten und gepfefferten Saimbeeren. Die Hofmusik spielten mit ihren klar östlich klingenden Lauten, Flöten und Trommeln sogar Begleitmusik. Man konnte sagen, was man wollte, doch die Anführersippe dieses schlicht "Mu" genannten Landes, die aus Vater Sandos, Mutter Nuna und ihren kleinen Töchtern Sessuna und Cagayacu bestand, bemühte sich redlich, den Eindruck einer großen Zivilisation aufrecht zu erhalten. Die dem großen Götzenwesen Nea Volí gewidmeten Schreine und Tempel, die selbst innerhalb des Palastes zahlreich auftauchten, spiegelten den Reichtum der Indiostadt in ausgezeichneter Manier wider, doch diese brünstige Verehrung eines Heidengottes widerte mich im Inneren meines Herzens an. Wir, die Männer von Ispanya, waren uns in einem Punkte einig: aus diesen Barbaren konnte nur etwas werden, wenn sie die Treue zu unserem Gott finden würden; den Rest konnte man getrost als verloren abstempeln. Es schien fast schon tragisch, denn unter einigen von ihnen waren offenbar sehr kluge Köpfe vorhanden. Wer hätte schon damit gerechnet, dass die Schweifträger eine unterirdische Kanalisation erschaffen hatten, die die hygienischen Bedingungen des Volkes auf die höchsten hob, die ich jemals erleben durfte?

      Sie gaben uns Gold, Silber, Edelsteine, weihten uns in die Kunst des Kanalbaues ein. Nachdem immer mehr Schiffe die Küsten eines Riesenreiches erreichten, das die Größe von Ispanya um das Vielfache überstieg, hatten wir genügend Leute, die zurückfuhren und das erworbene Wissen und die geschenkten Schätze mit unserem Vaterland teilen konnten.
      "Señor! Die Menschen lehnen sich jetzt in vielen Teilen des Landes gegen die Oberschicht auf. Meint Ihr nicht, dass wir etwas zu weit gegangen ist? Ist es moralisch richtig, den Leuten, die uns reichhaltig beschenkt haben, so in den Rücken zu fallen?"
      Ich musterte meinen Adjutanten Rafael ganz genau. Auf meine rechte Hand konnte ich immer verlassen und sein Rat war im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert. Doch an jenem Tag konnte ich mich nicht dazu überwinden, ihm zuzustimmen.
      "Rafael, mein Bester. Moralisch ist es selbstverständlich nicht richtig, diesen hilfsbereiten Geschöpfen aus religiös neutraler Sicht ein Schwert in den Rücken zu rammen. Aber wieso sollten wir uns mit einem Hundertstel ihrer Reichtümer zufrieden geben, wenn wir alles haben können? Die Menschen besitzen viel, doch die Löwengesichter besitzen mehr. Wir können uns auf niedrigem Niveau bereits verständigen, obwohl wir nur wenige Monate erst hier sind. Es sind Menschen, denen die Gier bereits in die Wiege gelegt wurden. Sobald auch nur ein Löwengesicht, der Manifestation unerschütterlichen Stolzes, eine Münze mehr besitzt, wird das die gewöhnlichen Eingeborenen in Rage bringen. Deswegen taten wir gut daran, die wütende Masse aufzuwiegeln und einen Konflikt in diesem Land zu säen. Die Welt gehört den christlichen Reichen. Die Ungläubigen ließen sich nicht bekehren, also müssen sie nun die Folgen ihrer Sturheit tragen. Wir machen unser Land zu der stärksten und fortschrittlichsten Macht, die es je gegeben hat! Wen interessieren kleine Gewissensbisse, wenn er in einer Sintflut von Vorteilen duschen kann?"
      "Gott?"
      "Humbug! Wir sind für Gold gekommen und werden nicht ohne Gold gehen! Was wären wir für Conquistadores, wenn wir nicht alle Schätze bergen würden, die dieses Land, den Auserwählten, zur Verfügung stellen würde? Hör zu. Mein Leben wird als Hauptverantwortlicher sowieso gebrandmarkt sein, denn die Löwengesichter werden den Krieg sicher nicht verlieren und mich sofort abstrafen. Ich habe einer Hinrichtung beigewohnt. Denen gelingt es, Luft und Erde zu kontrollieren und Feuer zu speien. Doch das Obskurste ist ihre Fähigkeit, Leute mir ihrem Blick in Stein zu verwandeln. Ich habe das alles für Gott und mein Land getan - eine Idee, für die ich sterbe. Der Einzelne muss sich da in den Hintergrund stellen. In einem Bürgerkrieg zwischen Menschen und Löwengesichtern können wir Plündern und Rauben, ohne dass uns jemand damit identifizieren kann, da offenbar die Menschen eigene Götter statt diesem Nea Volí bevorzugen."
      "Und wenn die Löwengesichter sich an unserem Land dafür rächen?"
      "Eine Marine besitzen sie nicht. Das ist außerdem viel zu weit, selbst für geflügelte Wesen. Und selbst wenn sie dort hinkommen, zerschießen wir ihnen mit den Kanonen auf unseren Burgen die Knochen kaputt, denn fliegen können zum einen nur die Weibchen und zweitens sind ihre Knochen leicht und somit auch verletzlich. Es besteht keine Gefahr."
      Ich schilderte meinem Adjutanten ausführlich meinen Plan der großen Eroberung, der dieses Land Mu verwüsten sollte. Wir würden die Rolle des lachenden Dritten einnehmen, daran bestand kein Zweifel. Als ich bemerkte, dass mich ein Natu mit seinem starren Blick kritisch beäugte, zückte ich meine Muskete, um dem kleinen Spion den Garaus zu machen.
      PENG!
      Verschwunden. Wie Blut eines Geistes floß die Kokosmilch aus der Nuss, die ich anstelle des gefiederten Pokémons getroffen hatte. Geistesgegenwärtig hatte das Wesen reagiert und teleportierte sich fort, womöglich direkt in den Palast des Indio-Oberhaupts. Ja, ich gab es immer noch nicht zu, dass dieser Sandos ein König auf Augenhöhe mit unseren Königen war. Und ich würde unter dem Opfer meines Lebens dafür sorgen, dass dies bald auch nicht mehr der Fall war. Fabre, der mit seinem dreizehnjährigen Sohn Étienne aus dem benachbarten Hexalos unsere Truppe als Schmied unterstützte, sollte mir eine Klinge schmieden, mit der ich ruhmvoll mein Leben aushauchen konnte.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Jaaa, Junge, ich bin nach New Kids Turbo jetzt so voller Energie, Junge! Halt mich zurück!

      dem Königreich Ispanya


      De Koning van Spanje! :run2:
      Der ist sogar Bestandteil der niederländischen Nationalhymne, wusstest du das, Junge? :hihi:


      charismatischen Frauen, der atemberaubenden Musik unserer Lauten, der Entschlossenheit unserer Männer und der Allmacht unseres Gottes.


      Was ist mit diesem Wein, von dem es mir immer so fürchterlich grauenhaft danach geht? :ups:

      und waren scheinbar noch nie einem Kreuz begegnet


      Ihr Glück. :was:

      wie das Maul eines Flunkifers.


      Ja, da steckt ja auch Eins drunter! *:O

      aber andererseits gab es wohl kein Barbarenvolk, das in wirklich allen Punkten nutzlos und unzivilisiert war.


      Hahaha, so dreist soll er bitte den sehr von sich selbst eingenommenen Bewohnern Mus gegenüber sein! :tlol:

      das weltliche Kerngebäude der Indios zu gelangen


      "Indios", ja klar. :tlol:


      Was für ein exotisches und zugleich prachtvolles Paradies! Beeindruckend! *:O

      doch diese brünstige Verehrung eines Heidengottes widerte mich im Inneren meines Herzens an.


      Als ob irgendein "Gott" in irgendeiner Art und Weise besser wäre. :tlol:
      Oh Mann, die hätten mich damals bestimmt sehr gemocht. :tlmao:

      wenn sie die Treue zu unserem Gott finden würden; den Rest konnte man getrost als verloren abstempeln


      Diese Arroganz...! :tlol:


      Sie gaben uns Gold, Silber, Edelsteine, weihten uns in die Kunst des Kanalbaues ein.


      So großzügig? *:O
      Fast wie Diddy!

      Aber wieso sollten wir uns mit einem Hundertstel ihrer Reichtümer zufrieden geben, wenn wir alles haben können?


      Technisch gesehen hat er ja recht. :tlol:

      Die Welt gehört den christlichen Reichen. Die Ungläubigen ließen sich nicht bekehren, also müssen sie nun die Folgen ihrer Sturheit tragen.


      Damals war das wahrlich der "CS", was? Auch ein Grund, warum ich noch heute nichts von denen halte. :hihi:

      "Gott?"
      "Humbug! Wir sind für Gold gekommen und werden nicht ohne Gold gehen!


      Jaaa, genau so funktioniert Religion, damals wie heute. :tlol:

      Ich habe das alles für Gott und mein Land getan - eine Idee, für die ich sterbe.


      Das ist aber dumm, sehr, sehr dumm von ihm. :(

      Eine Marine besitzen sie nicht.


      Wieso eigentlich nicht? Wenn man auf einer Insel lebt, ist das doch naheliegend...

      die ich anstelle des gefiederten Pokémons getroffen hatte.


      Jetzt hat dieser Religionsfutzi aber ein Problem. :tlol:

      mit der ich ruhmvoll mein Leben aushauchen konnte.


      Dazu wird er bestimmt Gelegenheit haben.

      Ja, das geht ja schon in Kapitel zwei richtig mit die Schaise los, Junge!
      Eine äußerst missliche Lage, die diese niederträchtigen Konquistadoren da geschaffen haben. :(
      Jetzt macht sie kaputt, Mu-Jungen! :@
    • Ach der gute Meow hat wieder eine schöne Geschichte geschrieben und mir gefällt der Stil deutlicher besser als beim letzten Mal. Liegt vielleicht daran, dass du diesmal weniger beschreibst und weil der König doch eine zu gute Person ist. Aber insgesamt ist die Geschichte bisher ganz gut, wird auch immer besser :)
      Nur bei einer Sache bin ich mal verständnismäßig nicht mitgekommen. Und zwar bei dem Zeitsprung irgendwo in der Mitte der Geschichte. Erst sind sie kurz da und es so, dann ein ein paar Monate... Vielleicht habe ich auch nicht aufmerksam genug gelesen, hab das nämlich in meiner Mittagspause gelesen :$, aber es hat mich kurz verwirrt. :mwah:
      Bin aber wieder rein gekommen ;)

      Mein liebstes Zitat:

      Display Spoiler
      Aber wieso sollten wir uns mit einem Hundertstel ihrer Reichtümer zufrieden geben, wenn wir alles haben können?

      Ach die gute Gier! Wie sehr spiegelt das den damaligen Zeitgeist wieder, den man heutzutage auch noch an jeder Ecke trifft. Gut ausgedrückt!:)

      Der Anführer der Conquistadores ist so ein richtig schöner Mistkerl und ich bin schon auf dieses ominöses Schwert gespannt. :bg2:
      Wo liegt eigentlich Hexalon nochmal? Ich vergesse so was schnell wieder. :sd:

      Vielen Dank noch für die Geschichte! Weiter so! :w:
    • ¡Llegé! o/ Endlich wird den Spaniern/Ispanyoles mal mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Spanisch rules. :) Und ja, damit möchte ich indirekt ausdrücken, dass Französisch gegen El Ispanyol keine Chance hat. :blah:

      Es ging nicht nur um die Ehre, die dem Königreich Ispanya zuteil wurde, nein, keineswegs. Jeder Mann, der sich den Flotten anschloss, tat es nicht nur zum Wohle seines Landes, sondern auch für seinen eigenen, ganz individuellen Nutzen.

      Jaja, ich glaub's auch! :tlol: Ironisch, wie die Spanier einst Südamerika ausraubten und reiche Menschen wurden, nun aber die höchste Jugendarbeitslosenquote in der EU, wenn nicht sogar ganz Europa, haben. :blah2: Was ist nur aus euch geworden?! D: (Deutschland hat mit 7.4% übrigens die niedrigste, Frankreich hat 25,4% und Spanien 53.4%. *:O)

      Ich erzählte den Fremden von unserem Land, von unserem tiefreligiösen Königspaar, von unseren wilden Landschaften und charismatischen Frauen, der atemberaubenden Musik unserer Lauten, der Entschlossenheit unserer Männer und der Allmacht unseres Gottes.

      Charismatische Frauen, das kann man wohl sagen! Außerdem sind Spanierinnen unglaublich offen und humorvoll, das haben mir bereits gleich zwei davon bewiesen! :run2:

      Doch nicht nur Gallopa, sondern auch Kronjuwild oder Damhirplex zählten zu ihren bevorzugten Reittieren.

      Hilfe, das nimmt mir bekannte Ausmaße aus! :tlol: Thranduil confirmed?! (Wow, das benutze ich echt oft...)


      Die zweite Gruppe, offenbar die herrschende Schicht der Indios, wirkte für uns Westler um einiges befremdlicher, doch damit nicht zwangsweise abstoßend, wie das Beispiel der Anführerin des Volks bewies.

      Die nennt er Indios?! :tlmao: Dios mío, Cristóbal Colón, du enttäuschst mich! :(

      Sowohl Unterarme als auch Unterschenkel der Männer waren von einer dichten, schwarzen Fellschicht wie der eines langhaarigen Nachtaras bedeckt, die an den Zehenspitzen der in Ledersandalen befindlichen Füßen in handlange, schwarze Krallen mündeten.

      Wow, die Mu-Menschen haben ja doch mehr Pokémon-Blut als erwartet! Und sie wirken zunehmend primitiv. :ups: Muss für Kagayaku bestimmt ein Schock gewesen sein, diese Schusswaffen aus Hexalos! :I

      Den gewaltigen Männern fehlten sie, doch die Frauen trugen ein riesiges Paar sandfarbene Engelsschwingen, die sie in Ruheposition wie einen Sichelmond über ihrem Kopf baumeln ließen.

      Ist das nicht ein wenig komisch für die Ispanyer, wenn sie geflügelten Löwen begegnen? :lol: Irgendwie wirken sie ziemlich gelassen, vielleicht haben sie ja soeben das Himmelsreich erreicht und die Musianesen sind die Engel?

      Die völlig fremdartige Sprache, das entnervende, abrupte Anhalten vor Götzenschreinen, die animalischen Fauch- und Zischlaute, die die Löwengesichter von sich gaben - all dies festigte den Eindruck einer rückständigen Kultur, die von Gott aus mir unbegreiflichen Gründen mit einem schier unermesslichen Reichtum an Gold, Silber, Kupfer und bunten Edelsteinen gesegnet zu sein.

      Okay, jetzt hast du definitiv klar gemacht, dass die Musianesen mehr mit Inkas als mit anderen verwandt sind, zumindest wirkt es nun nach Beschreibungen etc. so. ^^ Also sind sie für die Ispanyer mehr teuflische Wesen? Wow, diese streng katholischen Ispanyer sind komisch. :si: Zuerst machen sie einen auf Über-Christ, dann aber sehen sie engelsgleiche Gestalten mit Flügeln (!!!!!!tausendeinsen) als animalische, vielleicht sogar teuflische Wesen an?! :run2:

      Auch in puncto Gartenkunst hatten die Eingeborenen meine Erwartungen bei weitem übertroffen. In der Regel flogen und flanierten hier mehr Löwengesichter und Pokémon durch die mit zahlreichen kleinen Teichen und Flüssen versehenen Gärten, während die Anzahl der gewöhnlichen Menschen immer weiter abnahm.

      Aha, Zengärten?! :D Nein, natürlich nicht, Zengärten heißen nicht umsonst Karesansui bzw. Trockenteich. Aber die Idee ist bestimmt japanisch oder zumindest asiatisch angehaucht, oder?

      Man konnte sagen, was man wollte, doch die Anführersippe dieses schlicht "Mu" genannten Landes, die aus Vater Sandos, Mutter Nuna und ihren kleinen Töchtern Sessuna und Cagayacu bestand, bemühte sich redlich, den Eindruck einer großen Zivilisation aufrecht zu erhalten.

      Schönes Detail, dass du die Namen für die spanische Zunge umgewandelt hast, schließlich kennen die ja kein "K"! Aber du hättest es ruhig "Sezzuna" lassen können, wenn ich das jetzt richtig interpretiert habe! :)

      Wir, die Männer von Ispanya, waren uns in einem Punkte einig: aus diesen Barbaren konnte nur etwas werden, wenn sie die Treue zu unserem Gott finden würden; den Rest konnte man getrost als verloren abstempeln.

      Was soll das denn jetzt bedeuten? Religion ist doch nicht mit Fortschritt gleichzusetzen! Naive Ispanyer! :blah2:

      Die Welt gehört den christlichen Reichen. Die Ungläubigen ließen sich nicht bekehren, also müssen sie nun die Folgen ihrer Sturheit tragen.

      Du hast doch jetzt alles, was du willst, also chill' dein Leben, Idita! .__.)

      Denen gelingt es, Luft und Erde zu kontrollieren und Feuer zu speien. Doch das Obskurste ist ihre Fähigkeit, Leute mir ihrem Blick in Stein zu verwandeln.

      Immer noch nicht beeindruckt?! Was braucht man alles, damit dieser Typ an das Übernatürliche, definitiv nicht Menschliche, glaubt?! D:

      Fabre, der mit seinem dreizehnjährigen Sohn Étienne aus dem benachbarten Hexalos unsere Truppe als Schmied unterstützte, sollte mir eine Klinge schmieden, mit der ich ruhmvoll mein Leben aushauchen konnte.

      Oha, Verbindungen zu Mischblut, Verbindungen zu Mischblut überall (abgesehen von denen, die der Titel schon verrät)! :run2::v:


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Erst mal das Allerallerwichtigste Contrakommentieren. Vielen, vielen Dank, ihr seid toll! D:


      @Raikachu:

      Ich mag Spanier auch, nur schade, dass die Conquistadores solche Elel sind. xD

      Ich liebe Hirsche, meine Lieblingspflanzenfresser. :D

      Wow, die Mu-Menschen haben ja doch mehr Pokémon-Blut als erwartet! Und sie wirken zunehmend primitiv. :ups: Muss für Kagayaku bestimmt ein Schock gewesen sein, diese Schusswaffen aus Hexalos! :I

      Ey, die sind gar nicht primitiv! :( Wobei die Männer wirklich teilweise aussehen die Löwen, die Frauen schon etwas weniger, bis auf die Augen, den Schweif und das Gebiss (wie Kagayaku eben).

      Ist das nicht ein wenig komisch für die Ispanyer, wenn sie geflügelten Löwen begegnen? :lol: Irgendwie wirken sie ziemlich gelassen, vielleicht haben sie ja soeben das Himmelsreich erreicht und die Musianesen sind die Engel?

      Naja, wir sind in einer Welt mit Pokemon, wer soll da einen groß erschrecken? xD

      Okay, jetzt hast du definitiv klar gemacht, dass die Musianesen mehr mit Inkas als mit anderen verwandt sind, zumindest wirkt es nun nach Beschreibungen etc. so. ^^

      Inkas und Japaner. :)

      Al
      so sind sie für die Ispanyer mehr teuflische Wesen? Wow, diese streng katholischen Ispanyer sind komisch. :si: Zuerst machen sie einen auf Über-Christ, dann aber sehen sie engelsgleiche Gestalten mit Flügeln (!!!!!!tausendeinsen) als animalische, vielleicht sogar teuflische Wesen an?! :run2:

      Engel sind in nahezu allen europäischen Darstellungen blond, hellhäutig, lockig und blauäugig. Das genaue Gegenteil der Sphinxchen. :)


      Aha, Zengärten?! :D Nein, natürlich nicht, Zengärten heißen nicht umsonst Karesansui bzw. Trockenteich. Aber die Idee ist bestimmt japanisch oder zumindest asiatisch angehaucht, oder?

      Mischung aus Zen und Versailles. :)

      Dann würden die Setsuna aber lispeln. :tlol:



      @Dargos:

      Ach du magst also die Fieslinge, weil die so sind wie du? :fies:

      So eine Mittagspause wie du hatte sicher keiner. :D Du bist gottverdammt nochmal eine liebe Giratina! :noldxheul:

      Ja, die Gier der COnquistadores ist nicht ausgestorben, wie ich auch in Yamihonou #28 beispielsweise in der modernen Welt zeige. Nur bekommen die in meinen Geschichten immer auf die Zwiebel, während im echten Leben das größte A****loch am meisten gewinnt. <.<




      @Curiosity:

      Der Religionskritiker par Excellence. Ja, früher waren die Christen die schlimmste Bande auf dem Erdball, gierig wie ein guter Kapitalist. :(

      Ja, natuurlijk weet ik dat met de koning van Hispanje, jongen!

      Die waren echt sehr niederträchtig und arrogant! xD

      Mu braucht keine Marine, da sie
      - weder Handel mit anderen betrieben müssen
      - erkunden wollen/müssen und die Ressourcen in andere Sachen umbauen
      - bislang nicht angegriffen werden :)

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Halt stop, hier ist noch ein Kommentar! :run2:

      Also diesmal aus der Sicht dieses Spaniers, willst du eigentlich jedes Kapitel die Sicht ändern? o:

      Wir kamen, um Gold zu finden. Wir kamen, um Reichtum zu finden. Wir kamen, um Ruhm zu finden.
      Das musste ja wieder um das gute Geld gehen. :D

      Mit ihren mit Gold und Edelsteinen versehenen Gewändern
      Die müssen ja ganz schön was haben, dass sie sogar die alltägliche Kleidung damit verziehren können. *:O

      Eine einfacher gekleidete Sektion bestand aus gewöhnlichen Menschen, die man auch im Reich der Mitte hätte auffinden können, mit schwarzen, stracken Haaren, mandelförmigen, braunen Augen und eher kleineren, schmächtigeren Gliedmaßen. Jedoch waren sie nur geringfügig kleiner als meine Männer.
      Sowohl Unterarme als auch Unterschenkel der Männer waren von einer dichten, schwarzen Fellschicht wie der eines langhaarigen Nachtaras bedeckt, die an den Zehenspitzen der in Ledersandalen befindlichen Füßen in handlange, schwarze Krallen mündeten. An den Fingern des seltsamen Volkes befanden sich keine Krallen, doch bis auf den Clananführer lugten aus den Gewändern schwarze Schweifenden in den verschiedensten Formen hervor.
      Danke für diese Beschreibungen! :D (Leute wie mich, die sich das im ersten Kapitel noch nicht vorstellen konnten, danken dir besonders ... :v:)

      Sie gaben uns Gold, Silber, Edelsteine, weihten uns in die Kunst des Kanalbaues ein.
      Die müssen ja reich sein, dass sie Fremden so viel schenken. :D

      Ich schilderte meinem Adjutanten ausführlich meinen Plan der großen Eroberung, der dieses Land Mu verwüsten sollte. Wir würden die Rolle des lachenden Dritten einnehmen, daran bestand kein Zweifel. Als ich bemerkte, dass mich ein Natu mit seinem starren Blick kritisch beäugte, zückte ich meine Muskete, um dem kleinen Spion den Garaus zu machen.
      PENG!
      Verschwunden. Wie Blut eines Geistes floß die Kokosmilch aus der Nuss, die ich anstelle des gefiederten Pokémons getroffen hatte.
      Ja, so ein Mist aber auch! :tlol:
      Ich bin gespannt, ob Mu wirklich durch diesen Bürgerkrieg untergehen wird oder ob da doch noch etwas anderes passiert. :D
    • Vielen Dank! :w:


      Also diesmal aus der Sicht dieses Spaniers, willst du eigentlich jedes Kapitel die Sicht ändern? o:

      Richtig, ob jemand doppelt vorkommt, schließe ich momentan aber auch noch nicht aus. :)

      Die müssen ja ganz schön was haben, dass sie sogar die alltägliche Kleidung damit verziehren können. *:O

      In der Tat! Ich muss aber auch dazu sagen, dass Mu ungefähr so groß wie Nordamerika ist. Da haben die schon viel Zugriff und viel zu verschenken. (:

      Ja, so ein Mist aber auch! :tlol:
      Ich bin gespannt, ob Mu wirklich durch diesen Bürgerkrieg untergehen wird oder ob da doch noch etwas anderes passiert. :D

      Na ob der Kontinent allein dadurch absinkt? Wir werden es bald erfahren. :szwink:

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • !ACHTUNG!: Ich möchte hinlänglich darum bitten, dass mir hier kein schlechter Schreibstil angekreidet wird, denn dieses Kapitel wird aus der Sicht einer Achtjährigen (!) beschrieben (die trotzdem die gehobene Sprache teilweise durch ihr Elternhaus beherrscht, ab und zu jedenfalls) :lol:



      Kapitel III (Sicht: Setsuna) - δυσπιστία/Dispistia (Misstrauen)



      Jahr 1108 nach Necarios




      "Uuuuh ... du bist schon so groß und schwer geworden, Kaga-chan. Tut mir leid, weiter kann ich dich nicht mehr tragen. Uff.", stöhnte ich, als ich mein drei Jahre jüngeres Schwesterchen sanft auf den Boden absetzte. Dieser Tag war sehr, sehr merkwürdig, denn es regnete. Das Wasser machte mir nichts, aber vor den grauen Regenwolken hatte ich Angst. In Mu regnete es eigentlich selten, weshalb mir immer gesagt wurde, dass an diesem Tag jemand wichtiges gestorben sei und unsere Ahnen im Himmel seinen Tod beweinten. Doch das fand ich total unlogisch, da sie sich eigentlich freuen müssten, wenn die anderen den Himmel empor stiegen.
      "Das ist so schade, dass wir heute nicht draußen spielen können! Sezzuna! Als meine große Schwester bist du sicher stark genug, um das Wetter aufhalten zu können!", sagte Kagayaku, doch ich schüttelte zu ihrer Enttäuschung nur mit dem Kopf.
      "Sowas können doch nur Kyogre und Groudon! Ich kann so etwas leider nicht", beichtete ich ihr, während ihr Gesicht mit den hübschen Goldaugen traurig zu Boden blickte. Sofort kam Kagayaku wieder auf mich zugelaufen und umklammerte mich mit ihren dünnen Ärmchen. Die Stummelflügel vibrierten aufgeregt, als ein Donnergrollen durch unser Zimmer hallte. Sie schmiegte sich mit ihrem kleinen Kopf ganz eng an meinen Körper und kuschelte sich tief in meinen schwarz-goldenen Kimunos ein. Mein kleines Schwesterchen war ziemlich ängstlich, denn ich durfte ihr kaum von der Seite weichen, sonst fühlte sie sich nicht wohl, außer Mama oder Papa waren in der Nähe. Oder einer der anderen Hofbediensteten, die sich oft um uns kümmerten, Essen brachten und mit uns spielten. Dass Kagayaku einmal alleine umherlaufen würde, war eine Sache der Unmöglichkeit! Doch irgendwann würde sie auch groß werden und dann musste sie auf sich alleine aufpassen. Schließlich wurde sie nächstes Jahr schon sechs, da konnte sie sich auch nicht in einem Wandschrank verstecken und warten, bis Papa sie auf seine Schultern hob! Vielleicht würde ich ihr Problem ja lösen, wenn ich sie an einen anderen unheimlichen Ort brachte. Denn wenn ihr dort nichts passieren würde, hätte sie sicher keine Angst mehr!

      "Was mache ich denn, wenn die Dämonen kommen? Und die Geister?", fragte meine Schwester schüchtern, die verlegen mit den in Strohsandalen steckenden Füßchen im Sand scharrte und sich weiterhin an meinen Arm geklammert hielt. Kaga-chan war so niedlich, aber dieses Geklammere konnte trotzdem sehr nerven. Allerdings würde ich es mir nie verzeihen, wenn ihr etwas Schlimmes zustoßen würde. Sie würde als große Schwester sicher genauso denken.
      Meine Aufgabe war es natürlich, der Kleinen die Angst zu nehmen: "Aber Kaga-chan, die Dämonen und Geister kommen doch nur nachts! Und außerdem sind die hier alle ganz lieb! Schließlich gehören die zu unserer Familie! Der Numayóli passt schon auf!" Der Name unseres obersten Gottes war wirklich nicht so leicht auszusprechen, vor allem nicht für ein achtjähriges Kind! Aber dafür musste ich mich nicht mal schämen, weil Papa immer gesagt hatte, dass die Menschen auch nicht wussten, wie man ihn richtig aussprach.
      "Schau mal hier. Ich spiele für dich jetzt Musik. Außerdem wird es die Geister unserer Ahnen besänftigen, ja, du wirst schon sehen!", erklärte ich ihr, als ich die dunkelbraune Holzlaute von meinem Rücken nahm und etwas an den Saiten zupfte. Kagayaku trug ein paar Glöckchen bei sich, die sie dazu im Takt schellen sollte. Es war so schade, dass Mama nicht da war, denn normalerweise spielte sie immer auf der Bambusflöte. Vor allem im Osten von Mu war noch eine andere, krumme Flöte verbreitet, die einer Hand ähnlich sah. Als ob acht oder zehn Bambusrohre zusammengesetzt waren, so sah sie aus und hörte sich auch ganz anders an.

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      Vor dem Konagata-Friedhof hatte sie zumindest keine Angst mehr, so viel stand fest. Vielleicht lag es auch daran, dass die Grabsteine aus hübschen, bunten Türmen bestanden, jeder in einer anderen, leuchtenden Farbe, wobei es allerdings auch noch welche in Schwarz oder Weiß gab.
      "Hier liegt Kimunari Konagata ... und da liegt Nyara Konagata ... die sind alle unsere Vorfahren, Kagayaku. Schau, sie tun uns nichts", erläuterte ich ihr und schaute an meine Seite, doch sie hatte sich bereits von mir entfernt und erkundete die Grabsteine. Verrücktes Mädchen, auf einmal tat sie so, als wäre es hier gar nicht schlimm! Es lag aber sicher daran, dass man den lauten Regen und das tosende Donnergrollen nicht mehr in den Kellergeschossen hörte, deren Wände mit Bernstein ausgekleidet waren.
      "Hey, Sezzu-chan! Sezzu-chan! Friedhöfe sind gar nicht so schlimm! Und Dämonen gibt es ja auch nicht dort! Die leben sicher nur in den Kanälen, ja, da müssen die leben! Lass uns doch mal einen Menschenfriedhof anschauen, denn die haben sicher nicht so schöne Edelsteintürme als Gräber, richtig?", fragte Kagayaku, die mich mit ihrem niedlichen Gesicht förmlich anbettelte. Besorgt blickte ich zurück, denn ich wusste nicht genau, was ich antworten sollte. Mir war klar, dass die Menschen nie solche schöne Friedhöfe besitzen konnten. Ehrlich gesagt fürchtete ich mich davor, einen solchen Ort zu besuchen, denn ich hatte keine Ahnung, was uns dort erwartete.

      [ame='https://www.youtube.com/watch?v=R93Y17S2tiY']https://www.youtube.com/watch?v=R93Y17S2tiY[/ame]

      "Aus dir wird mal eine richtig mutige Sphinx!"
      Ich glaubte mir doch selbst nicht. Ich zitterte am ganzen Körper, als ich den Reihen runder, dunkelgrauer Grabsteinen gegenüberstand, in die Mondgesichter gemeißelt waren. Irgendwie schauten sie etwas traurig, um nicht zu sagen resog- ... resagni- ... resi-irgendwas. Als ob sie aufgegeben hätten. Nicht nur die Steine, auch Boden und Wände der unterirdischen Kammer bestanden aus schlichtem, langweiligem grauen Fels. Das musste ein Ort sein, an dem sich die Dämonen wohlfühlten! Gerade, wenn draußen wie heute die Sonne durch den wolkenlosen Himmel brach, mussten sie sich doch irgendwo verstecken. Die Menschen hatten in einer Art Altar eine Statue ihres Sonnengottes Rama aufgestellt. Dieser Rama war nach ihrer Meinung viel toller als Nay ... Nay'ivolí. Wenn mein Papa bloß wüsste, welche Schwierigkeiten ich hatte, mir diesen Namen zu merken. Dabei war er doch so gläubig! Ich wollte diesen Nay'ivolí erst einmal sehen. Der konnte schließlich auch eine Frau sein, aber das wusste niemand so genau - weil sie ihn oder sie nie gesehen hatten!
      "Setsuuuu ..."
      "Kagayaku! Geht es dir gut?"
      "Nein. Ich will hier weg."
      "Ja, ich weiß. Ich fühle mich auch unwohl. Aber darin besteht doch die Mutprobe. Ich bin bei dir, du bist in sicheren Händen!"
      "Es ist kalt und farblos hier drinnen. Ich fühle mich, als ob die Grabsteine meine Farbe aus dem Gesicht saugen, schau doch mal! Du bist auch ganz blass!
      Kagayaku schüttelte mit dem Kopf. Sie wollte hier weg. Tatsächlich war ihre kräftige Sphinxenhautfarbe ungewöhnlich hell geworden. Das hier war kein Ort für uns, doch wir mussten doch starke Sphinxen sein! Wenn wir es selbst am helllichten Tag nicht hier aushielten, was waren wir denn dann für Feiglinge? Ich untersuchte das einzige farbige Ding in diesem trostlosen Raum, das sich auf den roten Samtteppich vor dem Altar beschränkte. Der schöne Stoff war mit schwarzen Flecken überzogen und bereits total abgedunkelt. Mir gefiel es nicht, wie schlecht der Zustand des Teppichs war. Was zerfallen, befleckt und unschön war, sah aus wie eine Leiche des einstigen Gegenstandes. Ich hatte einmal einen Toten gesehen, doch sofort war ich hinter die Arme meiner Mama geflohen.
      "KYAAAAH!"
      "Kaga-chan!"
      "Der gräbt in dem Friedhof herum!"
      Ich erschrak augenblicklich. Da war ein Zobiris, das sich über die Gräber hermachte und einige Knochen sowie Edelsteine zu Tage gefördert hatten. Das violette Wesen mit den seelenlosen Augen und den furchtbaren, langen Krallen war genau einer der Dämonen, von dem uns immer erzählt wurde!
      "Hat er uns gesehen?", flüsterte Kagayaku leise, die sich zusammen mit mir hinter einen Grabstein presste.
      Ich nahm meine Schwester fest in meine Arme und versuchte, sie zu beruhigen, doch das gelang mir nicht einmal bei mir selbst: "Es ist doch Tag, der darf eigentlich gar nicht hier sein. Aber warte nur, ich werde ihn anfauchen und er wird sofort Reißaus nehmen! Das klappt ja auch immer, wenn Papa brüllt!" Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen, um dem bösen Geist klarzumachen, dass er enorme Probleme bekam, wenn er meinem süßen Schwesterchen nur ein Haar krümmen würde. Ich hievte mich den Grabstein hoch, damit ich größer erschien und zeigte ihm meine spitzen Zähne, während Kagayaku sich ganz eng an den Stein drückte. Meine Augen, ein goldenes von Papa und ein grünes von Mama, ließ ich bedrohlich aufflackern, sodass das Zobiris plötzlich seinem schlimmsten Albtraum entgegen stand. Schneller, als es "Mu" sagen konnte, ließ es von dem Skelett ab und verzog sich mit ein paar der Juwelen in die "verbotenen Kammern", die nur Priester betreten durften. Ich hatte es geschafft! Ich alleine hatte diese grässliche Bestie vertrieben! Sicher würde ich einmal eine tolle Anführerin werden, die das Hässliche von dieser Welt vertreiben würde!
      "Hey! Sezzu! Kaga! Was macht ihr hier? Das ist kein Ort für EUCH ..."
      Ungläubig zwinkerte ich mit den Augen. Ein ausländisch gekleideter Menschenjunge mit einem blauen Frack, diesen merkwürdigen, schwarzen Sachen für die Beine, die die Fremden "Hose" nannten und strubbeligen, braunen Haaren lehnte sich gemütlich an einen der Steine, ein Natu auf seiner Schulter. Na das ärgerte mich jetzt aber gewaltig! Nicht ich, sondern Étienne, ein Dreizehnjähriger, der vor wenigen Monaten nach Mu kam, hatte anscheinend das böse Pokémon vertrieben!
      "Ihr solltet hier wirklich nicht sein. Inti hat euch was zu erzählen, also hört gut zu! Eure Familie scheint in großer Gefahr zu schweben!", erklärte er und tat so, als sei das Zobiris gar nicht furchteinflößend gewesen, auch wenn er viel größer als wir oder es war.
      Kagayaku zerrte mich, so kräftig sie nur konnte, an meinem Arm hin zu Étienne. Die Kleine hatte ganz schön Kraft bekommen, doch ich behielt selbstverständlich die Oberhand. Was wäre ich denn sonst für eine große Schwester, als zukünftige Königin Mus? Mein Schwesterchen schlug darauf allerdings etwas vor, das nicht nur ihr, sondern auch mir am Herzen lag: "Können wir nicht in den Teeraum in der Konagata-Villa zurückgehen? Ich will hier nicht mehr sein. Es ist überall kalt und grau ..."

      "Sie wollen euch ausnutzen und Mu in einen Bürgerkrieg stürzen! Menschen gegen Sphinxen, das hat dieser Ausländer Márquez gesagt!"
      "Was? Ein Bürgerkrieg? Das glaube ich nicht. Wir leben aber alle friedlich zusammen. Niemand würde sich hier gegenseitig umbringen wollen!"
      "Aber ich habe es gehört, das könnt ihr mir glauben! Er wollte mich sogar erschießen, weil ich die Wahrheit erfahren habe! Ihm reichen die Geschenke nicht! Er will warten, bis alle tot sind, um dann heimlich all das Gold und die Schätze von Mu zu klauen! Der Kerl behauptet sogar, es sei seine Pflicht für sein Land, um das zu tun! Ich sage dir, die Leute von Ispanya sind alle Verräter!"
      Kagayaku lauschte besorgt den traurigen Worten von Inti, dem kleinen Natu. Die Natu waren Pokémon, die immer gut zu uns waren. Sie war noch nicht alt genug, um solche Worte zu hinterfragen, im Gegensatz zu mir. Doch im Falle von Inti gab es auch für mich nichts zu hinterfragen. Ich musste Papa und Mama davon berichten, bevor es zu spät war!
      "Danke, Étienne. Wo kommst du noch mal her? Hexalos? Das ist sicher ein gutes Land. Ich würde es gerne mal besuchen kommen. Sicher ist es dort sehr schön. Doch ich fürchte, wenn Papa diese Bösen nicht rauswirft, werden wir das wohl nicht mehr können", sagte ich unserem großen Spielkameraden, der mir liebevoll den Kopf tätschelte und mich in seine Arme schloss. Ich hatte große Angst, dass sie Recht hatten, denn Natu logen nicht ... Das Konagata-Haus, in dem wir uns aufhielten, wenn es keine öffentlichen Essen gab, war innen mit Teakholz ausgestattet, das jedoch nur außen mit Gold überzogen wurde. Es widerte mich an, dass Papa ein Mal einen der Verräter sogar hierhin gebracht hatte, denn diese Ehre wurde nur denen zuteil, denen er richtig feste vertraute. Er sagte immer, dass Kagayaku und ich keine Angst haben müssten. Doch jetzt mussten wir es.

      "Doch, doch, doch! Es ist wahr, es ist wahr, es ist wahr! Wenn du mir nicht glaubst, dann frag doch Étienne!"
      "Sezzuna ... Étienne ist doch auch noch ein Kind, genauso wie Inti. Er hat euch sicher nur eine Gruselgeschichte erzählen wollen, da euch in letzter Zeit Mutproben so sehr gefallen."
      Das sanfte Schnurren meines Vaters versuchte vergeblich, mich zu beruhigen. Kagayaku, die sich zusammen mit mir in seinem riesigen Schoß befand, war währenddessen schon eingeschlafen.
      Doch Papa wollte einfach nicht auf mich hören: "Sezzuna Konagata, jetzt hör' mir mal zu. Du musst lernen, anderen zu vertrauen. Der Mensch ist von Grund auf gut, lediglich die Dämonen und Geister verderben sein Herz. Mach dir doch keine Sorgen, meine Kleine. Ich bin der König, ich habe meine Gäste im Griff. Sollte einer von diesen Schlingeln Hand an euch oder Mama anlegen, werde ich ihm einfach den ganzen Arm brechen. Bisher hat sich das noch keiner getraut. Ich finde, dass es immer wichtig ist, den Leuten zu geben, die nichts haben. Und im Vergleich zu mir besitzen sie sehr wenig."
      "Wenig Gehirn besitzen die! Ich hasse die! Ich will lieber die Leute aus Hexalos hier haben! Wie Étienne! Denen werde ich dann etwas geben! Wir haben so viele schöne Gebäude in Mu, und wenn ich irgendwann Königin bin, schenke ich ihm und den anderen ganz viele, hübsche Häuser, Tempel und Türme!"
      "Das ist albern, Schatz. Die Leute von Ispanya sind nicht schlecht. Sie sind sogar sehr gläubige Menschen. Ihr Gott ist sogar friedlicher als Nay'ivolí! Denn er sagt, dass man gar nicht töten soll, während unser Gott sagt, dass wir mit all unseren Kräften geboren wurden, um uns in Notwehr selbst zu verteidigen und solange töten dürfen, bis die Quelle der Aggression erloschen ist."
      Mein Papa gab sich so viel Mühe, mich zu beruhigen, doch er war blind. Er streichelte meinen Kopf und kämmte meine langen, schwarzen Haare, hoffte insgeheim aber, dass ich kleiner Quälgeist endlich einschlief. Doch das wollte ich nicht, nicht bis er endlich begriff! Aber wie es bei uns Kindern einmal war, entführte mich die Müdigkeit schon bald in das Land der Träume.

      "Noch mehr Randalen? NOCH MEHR? Jetzt zerstören sie auch noch die Tempel? Das geht so nicht weiter. Márquez hatte mir versichert, dass er seine Mannen in Zaum halten könne. Doch dass sich die gemeinsamen Übergriffe der Menschen auf die Sphinxen jetzt auch noch in der Hauptstadtsregion ausbreiten, kann ich nicht tolerieren. Ich sage es nur ungern, Rea, aber jeder, selbst meine kleine Tochter, hatte in dieser Hinsicht eine bessere Nase als ich."
      Eigentlich wollte ich doch nur auf Toilette gehen, doch Papa befand sich offensichtlich noch im großen Audienzsaal. Ich schob eine der mit Gold überzogenen Schiebetüren leicht zur Seite, sodass ich mit dem Kopf in die ziemlich dunkle, lediglich von den roten Dämmerkronleuchtern erhellte Halle blicken konnte. Ich sah, wie mein Papa zu Rea, einer liebenswürdigen, kleinen Offizierin sprach, die selbst gerade einmal erwachsen geworden war. Denn bei uns in Mu wurde man mit zwanzig zu einer ausgewachsenen Sphinx!
      "Ihr dürft Euch keine Vorwürfe machen, Eure Majestät! Ihr misstrautet den Fremdlingen doch ebenso schon länger. Seit sich diese Leute abschätzig über Nay'ivolí geäußert hatten und ihren eigenen Gott als den wahren propagierten schon ... und nun fangen auch die Menschen an, ihren Sonnengott Rama als den großen Sphinxenschlächter zu sehen", sagte Rea ängstlich. Man sah es an ihren wunderschönen, halbmondförmigen Flügeln, die komplett sandfarben waren. Eine Feder glich der anderen. Doch die Flügel schwankten so unsicher hin und her, so nervös war sie.
      Papa musste sicher ebenfalls Angst haben, doch er ließ es sich in seiner tiefen, sicheren Stimme nicht anmerken: "Márquez wird spätestens jetzt merken, dass es ein Notfall ist und ich die hiesigen Zustände nicht mehr akzeptieren werde. Wenn ich jemanden um zwei Uhr Nachts dazu auffordere, sich zu erklären, dann ist das eine deutliche Ansage. Entweder er wird die Kontrolle über seine Truppe zurückgewinnen, oder er muss gehen. So einfach ist das."
      Oh nein! Nicht ausgerechnet der Anführer dieser Bösen! Laut Inti war der doch genauso falsch wie alle anderen! Viel schlimmer sogar, denn er hatte diese Hinterhältigkeiten alle geplant! Ich musste nicht lernen, anderen zu vertrauen! Menschen waren nicht von Grund auf gut! Wir waren immer ein friedliches Volk, aber die nutzten uns nur aus! Ich fragte mich, ob man immer ausgenutzt wurde, wenn man gut war. Wenn dem so war, dann musste ich eben selbst böse werden! Kagayaku hingegen wusste von alldem nichts. Ich musste ihr meine Erfahrungen teilen, damit sie später auf sich selbst aufpassen konnte, denn sonst würden diese fiesen Menschen sie ebenfalls nur ausnutzen. Ich würde dafür Sorge tragen, dass meine Schwester wachsam und misstrauisch wird.
      "Aaah, Eure Majestät."
      "Senor Márquez. Seid gegrüßt. Wie gefordert, seid Ihr alleine erschienen. Muy bien, wie Ihr in Eurer Sprache sagen würdet. Nun, wie Ihr sicher wisst, kann ich als König von Mu das Verhalten Eurer Leute auf meinem Grund und Boden nicht mehr tolerieren. Ich stelle Euch ein Ultimatum. Entweder hören diese kontinuierlichen Überfälle auf, oder Ihr verlasst umgehend das Land. Solltet Ihr keine dieser beiden Pfade befolgen, werde ich die Delegation des Königreichs von Ispanya in einem Vernichtungskrieg auslöschen, wie ihn Mu noch nicht gesehen hat", sprach mein Vater resolut und mit fester Stimme zu diesem schmierigen Fremden, der sich buckelte und untertänig an die Füße meines Vaters kroch. Mittlerweile hatte ich mich in die Halle geschlichen und mich genau hinter den Thron gestellt, um ganz nah an meinem Papa zu sein, falls etwas passierte.
      "Ich bitte vielmals um Entschuldigung. Das ist nicht zu vergeben. Einfach nur schrecklich. Diese Menschen sind eine Schande für unsere Krone", sagte Márquez, der sich vor die Füße des Königs von Mu warf und sie küsste. Bäh! Ich würde nicht wollen, dass dieser Ekel meine Füße küsst! Zum Glück musste Kagayaku so etwas Scheußliches nicht sehen!
      "Die Sache mit dem Krieg war mir bewusst ...", antwortete der Fremdling, als er sich langsam aufstand: "Doch IHR werdet nicht mehr sein oberster Feldherr sein!"
      "PAPA!"
      Ein goldener Strahl, ein Angriff aus vollendete Schönheit, ließ Márquez' Körper wie eine riesige Himmihbeere zerplatzen. Fassungslos stocherte ich mit meiner Hand in den flauschigen Haaren, in dem warmen Gesicht und zuletzt in der blutroten Kehle meines Vaters. Einen einzigen Schrei stieß ich aus, bevor aus meinen Augen die Sintflut auf den Körper meines Vaters niederregnete. Selbst Rea, die den Verräter Mus hingerichtet hatte, brachte nicht mehr als ein zittriges "Es tut mir so Leid, mein König" heraus, bis sie wie ein einstürzender Palast aus Berylstein zu Boden sackte und ihren Kopf in der großen Brust meines Vaters begrub.

      [ame='https://www.youtube.com/watch?v=-cGXS2XooEs']https://www.youtube.com/watch?v=-cGXS2XooEs[/ame]

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • shclechtar schreipstil kanst du das nicht beser mahcen
      aber col mu



      Also die Perspektive einer Achtjährigen finde ich schon interessant! Wo liest man schließlich schon einmal so ein dramatisches Szenario aus der Sicht eines mehr oder minder unschuldigen Kindes geschrieben?

      "Sowas können doch nur Kyogre und Groudon! Ich kann so etwas leider nicht"
      Das hat sie bis zur Zeit von MB geprägt, was? :hihi:

      Dass Kagayaku einmal alleine umherlaufen würde, war eine Sache der Unmöglichkeit!
      Wenn sie wüsste, dass sie später einmal mit einer Ex-Diebin herumziehen würde und in Strachou fast gestorben wäre... :tlol:


      "Was mache ich denn, wenn die Dämonen kommen? Und die Geister?"

      Onkel Ricardo kennt die Antwort darauf!

      [ame]https://www.youtube.com/watch?v=2APuqVDVPwQ[/ame]


      Ehrlich gesagt fürchtete ich mich davor, einen solchen Ort zu besuchen, denn ich hatte keine Ahnung, was uns dort erwartete.
      Zombies, die aus ihren Gräbern emporsteigen! *:O

      Der konnte schließlich auch eine Frau sein, aber das wusste niemand so genau - weil sie ihn oder sie nie gesehen hatten!
      Genau, Hauptsache, gefühlte 90% aller Götter der Menschen sind Männer. :tlol:
      Hab ich mich auch immer gefragt, was das soll.

      Da war ein Zobiris, das sich über die Gräber hermachte und einige Knochen sowie Edelsteine zu Tage gefördert hatten.
      Sowas traut sich das Vieh auch nur bei den Menschen. :hihi:

      Sicher würde ich einmal eine tolle Anführerin werden, die das Hässliche von dieser Welt vertreiben würde!
      Wie recht sie behalten sollte. :eek:
      Nur ist ihre Definition von "hässlich" zuweilen etwas vage...

      Sie wollen euch ausnutzen und Mu in einen Bürgerkrieg stürzen!
      Diese Muscheln !
      Jetzt müssen sie sie zu zweit kaputt machen, in einem durchschnittlichen Michael Bay-Film würden sie das, begleitet von in gigantischen Feuerbällen explodierenden Holzschiffen, sogar tun. :tlmao:

      Das ist sicher ein gutes Land. Ich würde es gerne mal besuchen kommen.
      "Besuche Mu, bevor Mu dich besucht!" :tlmao:

      Er hat euch sicher nur eine Gruselgeschichte erzählen wollen, da euch in letzter Zeit Mutproben so sehr gefallen."
      Oh nein! Ich dachte, das Natu aus dem vorherigen Kapitel wäre eines aus Mu gewesen und dass der König jetzt schon bescheid weiß...aber so ist die Lage ja wirklich um Einiges verzwickter und aussichtloser... :(

      Du musst lernen, anderen zu vertrauen.
      Ganz schlechte Lektion, ganz, ganz schlechte Lektion. :ups:

      hr Gott ist sogar friedlicher als Nay'ivolí! Denn er sagt, dass man gar nicht töten soll
      Klar, weil die sich da auch dran halten. :tlol:

      Ich sage es nur ungern, Rea, aber jeder, selbst meine kleine Tochter, hatte in dieser Hinsicht eine bessere Nase als ich."
      Die Erkenntnis kommt ja reichlich spät.

      Entweder er wird die Kontrolle über seine Truppe zurückgewinnen, oder er muss gehen.
      Ihn und seine Leute einfach kaputt zu machen wäre doch die bessere Lösung, König, Junge! :@

      Wenn dem so war, dann musste ich eben selbst böse werden!
      Auch das hat sie sehr gut geschafft, ihr achtjähriges Ich wäre stolz auf die Setsuna der Gegenwart. :ups:

      Solltet Ihr keine dieser beiden Pfade befolgen, werde ich die Delegation des Königreichs von Ispanya in einem Vernichtungskrieg auslöschen, wie ihn Mu noch nicht gesehen hat"
      So muss das! Das ist mal ne Ansage.

      ließ Márquez' Körper wie eine riesige Himmihbeere zerplatzen.
      Oh, diese kindliche Unschuld, die das beschreibt. :tlol:

      Dieser Marquez hat seinen Willen also bekommen...und Mu ist führerlos. Jetzt ist Mu dem Chaos also komplett preis gegeben. :(
      Welche Waffe wird wohl den Untergang Mus in diesem Krieg heraufbeschwören? *:O
    • Oha, der Meow schreibt noch gut, wenn er aus der Sicht einer achtjährigen erzählt! Wie er wohl mit 8 Jahren selber geschrieben hat? :hihi:
      Auf zum Kommentar und meinem Post 1.230 ;) ! :run2:
      Von Kaltherz hast du ja schon Post 1.700 bekommen! Da ist einer heute mal warmherzig! *:P

      Den Schreibstil fand ich insgesamt nicht so gut wie den von dem Conquistador (Entschuldige, kann mir so schwer Namen merken :sd: ), aber besser als von dem König.
      Und diesmal empfand ich die Kinder sogar als nicht nervig! *:O
      Setsuna gefällt mir in der Rolle der lehrenden und beschützenden Schwester sehr gut und ihr späteres generelles Misstrauen finde ich zwar schade, macht aber einen guten Charakter für eine Geschichte aus. :bg2:
      Ihren Werdegang zu einem misstrauischen Einzelgänger hast du gut dargestellt. Liege ich mit der Einschätzung richtig, dass sie eher ein Einzelgänger wird? :achja:
      Der König tut mir ja richtig Leid. Der läuft so blauäugig ins Verderben. :xheul:

      Ein goldener Strahl, ein Angriff aus vollendete Schönheit, ließ Márquez' Körper wie eine riesige Himmihbeere zerplatzen. Fassungslos stocherte ich mit meiner Hand in den flauschigen Haaren, in dem warmen Gesicht und zuletzt in der blutroten Kehle meines Vaters.
      Also der Conquistador durchschneidet die Kehle des Königs mit seinem Schwert und einen Augenblick später tötet der König ihn! Das ist ja wie in Game of Thrones oder Matrix! :lol:
      Wie hat er ihn eigentlich zum Platzen gebracht? :$

      Mich schockiert ja fast die Gutgläubigkeit des Königs! Der einzige Spion war ein 13 jähriges Kind aus einem anderen Land! Und selbst dann wird er nicht misstrauisch.
      Die Guten sterben früh. :(

      Hast wieder eine sehr schöne Geschichte geschrieben! Mach weiter kleines Kätzchen! :bg:

      Und schade dass der Conquistador tot ist. Irgendwie hatte ich ihn sehr gern. Ich weiß auch nicht warum. :oldno:

      Edit: wie ich gerade sehe, hat Kaltherz immer noch nur 1.699 Post. Da ist wohl jemand doch sehr frostig heute. :grr:

      The post was edited 1 time, last by Dargos ().

    • Aha, die Teuflin Setsuna also! :shifty: Na ja, ich habe dir ja schon mitgeteilt, dass ich wegen ihres zarten Alters ganz ohne Vorteile rangehen werde. Bin mal gespannt! :p Bestimmt geht es jetzt aber dem ein oder anderen Conquistador an den Kragen!

      Dieser Tag war sehr, sehr merkwürdig, denn es regnete.

      Der ihre Sorgen will ich haben. Kein Wunder, dass die sich in Mischblut nicht gerade beliebt gemacht hat, wenn die schon Regen als Zeichen für Merkwürdigkeiten ansieht. Aber Setsunas Aussage stimmt, wären dann Herbst und Winter nicht paranormale Akitvitätsdinger? :(

      In Mu regnete es eigentlich selten, weshalb mir immer gesagt wurde, dass an diesem Tag jemand wichtiges gestorben sei und unsere Ahnen im Himmel seinen Tod beweinten.

      ... und die Menschheitsauslöscher schlechthin? Mann, Setsuna, du zerstörst meine Vorstellung von Winter und Herbst! :(

      Als meine große Schwester bist du sicher stark genug, um das Wetter aufhalten zu können!

      Ja, ihr mögt zwar Musianesen sein, aber Götter seid ihr nicht! :blah:

      Dass Kagayaku einmal alleine umherlaufen würde, war eine Sache der Unmöglichkeit!

      Oh, wenn du nur wüsstest! :tlol: Sie wird eines Tages eine sehr einsame und einzelgängerische Person sein. :flüster:

      Kaga-chan war so niedlich, aber dieses Geklammere konnte trotzdem sehr nerven.

      Kaga-chaaaaan! *O* Aber ich wusste nicht, dass achtjährige Zukunftsteufel Dinge in dem Alter schon niedlich finden können, ich dachte das könnte man nur ab 12+! :tlol:

      "Schau mal hier. Ich spiele für dich jetzt Musik. Außerdem wird es die Geister unserer Ahnen besänftigen, ja, du wirst schon sehen!", erklärte ich ihr, als ich die dunkelbraune Holzlaute von meinem Rücken nahm und etwas an den Saiten zupfte.

      Wow, Setsuna kann aber gut Shamisen spielen. :hihi: Und die kleine Kaga-chan bimmelt dazu mit ihren Glöckchen rum, wie süß! *O*

      Vor dem Konagata-Friedhof hatte sie zumindest keine Angst mehr, so viel stand fest. Vielleicht lag es auch daran, dass die Grabsteine aus hübschen, bunten Türmen bestanden, jeder in einer anderen, leuchtenden Farbe, wobei es allerdings auch noch welche in Schwarz oder Weiß gab.

      Egal ob hübsch oder nicht, Friedhöfe haben immer eine komische Atmosphäre. Obwohl, ein paar schöne in Japan bei Sonnenschein und mit Kirschbäumen im Frühling wäre bestimmt toll. :sonne:

      Lass uns doch mal einen Menschenfriedhof anschauen, denn die haben sicher nicht so schöne Edelsteintürme als Gräber, richtig?

      Oh ja, ich liebe menschliche Friedhöfe. :was:

      Ich zitterte am ganzen Körper, als ich den Reihen runder, dunkelgrauer Grabsteinen gegenüberstand, in die Mondgesichter gemeißelt waren.

      Flieht zurück in die Unschuld, Kinnas! Achtjährige gehören nicht auf Menschenfriedhöfe, zumindest nicht einfach so! :(

      Ich wollte diesen Nay'ivolí erst einmal sehen.

      Wie lautet eigentlich der japanische Name dieses Gottes? Wäre mal interessant zu wissen, zumindest, wenn es die Version davon überhaupt gibt. *:O

      Ich erschrak augenblicklich. Da war ein Zobiris, das sich über die Gräber hermachte und einige Knochen sowie Edelsteine zu Tage gefördert hatten. Das violette Wesen mit den seelenlosen Augen und den furchtbaren, langen Krallen war genau einer der Dämonen, von dem uns immer erzählt wurde!

      Ich wusste gar nicht, dass Zobiris so schreckliche und frevelhafte Kreaturen sind, und dann auch noch Grabräuber?! Die sind doch voll unschuldig und süß... mehr oder weniger. :(

      "Sie wollen euch ausnutzen und Mu in einen Bürgerkrieg stürzen! Menschen gegen Sphinxen, das hat dieser Ausländer Márquez gesagt!"

      Jaja, doofe Conquistadores, macht nur alles 'putt! :gr:

      Ich sage dir, die Leute von Ispanya sind alle Verräter!

      ... sagte der Franzose! :tlol: Oder hat das gerade Inti gesagt? :was:

      Der Mensch ist von Grund auf gut, lediglich die Dämonen und Geister verderben sein Herz.

      Ich glaube eher an das Gegenteil! :tlmao: Der Mensch als Homo sapiens ist nicht böse, aber sein Fortschritt in allen Bereichen den Lebens haben ihn so gemacht, wir Naturzerstörer! :(

      Sollte einer von diesen Schlingeln Hand an euch oder Mama anlegen, werde ich ihm einfach den ganzen Arm brechen.

      Nicht abhacken? :szwink: Wenn wir schon dabei sind... wusstest du, dass das Wort Sadismus tatsächlich vom Marquis de Sade stammt? :tlmao:

      Denn er sagt, dass man gar nicht töten soll, während unser Gott sagt, dass wir mit all unseren Kräften geboren wurden, um uns in Notwehr selbst zu verteidigen und solange töten dürfen, bis die Quelle der Aggression erloschen ist.

      Wow, der König von Mu ist aber etwas übertolerant, wenn er schon den christlichen Gott seinem eigenen bevorzugt. :was:

      Ich musste nicht lernen, anderen zu vertrauen!

      Erklärt alles. Setsuna, die Alte, ist doch eine teuflische Kreatur. :tlol.

      Entweder hören diese kontinuierlichen Überfälle auf, oder Ihr verlasst umgehend das Land.

      Mensch, Santos übertreibt es! Er ist viel zu nett zu diesem elendigen Verräter-Schwein! >_____>:v:

      Ein goldener Strahl, ein Angriff aus vollendete Schönheit, ließ Márquez' Körper wie eine riesige Himmihbeere zerplatzen.

      Jetzt wissen wir also, wie Columbus starb! :tlmao:

      Okay, keine Zeit zu lachen. Santos ist tot. Jetzt wird die Teuflin Setsuna dank Márques zerplatzen Körper nur noch grässlicher, alles seine Schuld! :( Na ja, zumindest kann man sich gewiss sein, dass die Mutter nicht so bald stirbt, schließlich muss die gute Bara noch geboren werden! (:


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
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