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[Abgeschlossen] Der Untergang von Mu

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    • So, ich beschränke mich mal auf die Fragen, die noch nicht privat abgeklärt und für alle relevant sind. Vielen Dank für euer Feedback! Persönlich war das für mich auch das Kapitel, das ich am liebsten geschrieben habe. ^^


      @Curiosity:

      Setsuna wird etwas dagegen haben, dass 90% der Götter Männer ist. Sie wird die Quote einfach anheben. Kagayaku teilt diese Eitelkeit allerdings auch. ^^

      Das Natu stammt gebürtig aus Mu, ist selbst noch jung und hat sich Étienne angeschlossen. Es teilte seine Warnung allerdings nicht dem König direkt mit (weil es sich nicht in den Thronsaal teleportieren kann, da es dort nie war), sondern Setsuna, die den König nicht so ganz überzeugen kann - er merkt es zu spät. Am Ende versucht er, seine Tochter zu beruhigen, obwohl er weiß, dass etwas faul ist.

      Nuuna war zu diesem Zeitpunkt schlafen, wird aber dem König sofort auf den Thron folgen.

      Das sieht so wenig aus, aber die meisten Sachen habe ich ja schon privat mit dir abgeklärt. :D Und kaputt machen werden die Sphinxen die, mach dir da mal keine Sorgen. Der Stärkevorteil liegt auf ihren Seiten, und der wiegt schwer. Luftmagie, Feuermagie, Erdmagie. Das ist mehr als heftig, auch wenn sich ihre physische Verteidigung auf die Flügel beschränkt und ansonsten nicht so toll ist. xD


      @Dargos:

      Beide Schwestern misstrauen Menschen und kommen relativ gut alleine zurecht. Alleine entscheiden zu dürfen, ohne sich nach jemandem anderen zu richten, ist ganz nach ihrem Geschmack. Kagayaku allerdings freut sich immer wieder mal, wenn sie ihr freundlich gestimmte Leute trifft. Setsuna hatte diesbezüglich noch nicht so viel Glück. Sie hat mehr oder weniger aus der Gutgläubigkeit ihres Vaters "schnell gelernt".

      Rea tötet ihn mit dem Goldenen Strahl, der Spezialattacke der Sphinxen. Stärker als Hyperstrahl und ohne nachladen. Der Körper des Conquistadors ist danach zwar kein Brei, wie es die Beschreibung Setsunas besagt, allerdings wurden Körperteile auseinander gerissen. Rea stand nämlich unmittelbar daneben.

      Du magst wohl die Fieslinge. :szwink:

      Das Tötungsobjekt war allerdings eine versteckte Klinge, ähnlich denen in Assassins Creed. Ein Schwert hätte der König vorher beiseite geschafft.

      Du bist so warmherzig, dass du mir diesen Post widmest! :D


      @Raikachu:

      Ist dir Setsuna denn nicht durch dieses Kapitel als armes Mädchen, das alles für ihre Schwester tut und das seines Vaters beraubt wird, ans Herz gewachsen? :(

      Die sehen sich aber schon als Wesen zwischen normalem Geschöpf und Gott. :(

      In Mu ist es so warm, dass Herbst und Winter nicht sonderlich auffallen. ^^

      Die japanischen Instrumente sind vor allem im Nordwesten (wie die Hauptstadt auch steht), die Panflöten der Inkas im Südosten verbreitet.

      Die Götternamen sind erfunden. :)

      Inti sagte das mit den Verrätern. :D

      Thomas Hobbes - Der Mensch ist des Menschen Wolf.

      TEUFLIN Setsuna? :( Die Arme. Sie war doch so lieb und fröhlich, bevor ihr Vater heimtückisch ermordert wurde. ):

      Nuuna wird frühestens im vorletzten Kapitel (1113 n. Necarios/Baras Geburt) sterben, vielleicht kommt danach noch ein Kapitel, aber das weiß ich nicht. Auf jeden Fall wird das nächste Kapitel im Jahr 1109 der Mu-Rechnung spielen. :D

      Chunichi Dragons Ultras Kuwana & Yokkaichi
    • Kapitel IV (Sicht: Nuuna) - βροχή/Brochi (Regen) [FSK 16]



      Jahr 1109 nach Necarios




      [ame='https://www.youtube.com/watch?v=Qnb1AlyD2dk']https://www.youtube.com/watch?v=Qnb1AlyD2dk[/ame]

      Das Licht des blutroten Vollmondes flutete bedrohlich das Orakel von Bejaraku. An jeden meiner beiden Arme klammerte sich eine meiner Töchter, die diesen altehrwürdigen Ort zum ersten Mal sahen. Das Mondlicht begoss die durch die Nacht normalerweise in einem reinen Blau aufleuchtenden Sphinxstatuen aus Sandstein nun mit einer roten Färbung an deren Oberflächen, als ob sie mit einigen Spritzern Blut versehen waren. Die Nachbildungen zweier Sphinxdamen in der Blüte ihrer Jugend flankierten den Heiligen Pavillon, der an der Südseite von einem schwarzen Felsen, in den eine gewaltige Kerbe geschlagen wurde, umringt ward. Misstrauisch blickte ich mich zu den Seiten um. Nur meine beiden Mädchen. Mein Traum, dass sie eine unbehelligte Kindheit ohne Ärger durchleben durften, zerplatzte bereits dann, als Sezzuna den Tod ihres Vaters miterleben musste ... meines Mannes. Die Situation im Lande beruhigte sich jedoch trotz dessen nicht. Stattdessen verspürten die Menschen Aufwind, sich aus dem so ungerechten Joch der Sphinxen zu befreien, die seit über 1.100 Jahren den Frieden im Reich aufrechterhielten und garantierten. Problematisch an der Sache war, dass diese geschmacklosen Subjekte in der Überzahl waren und somit nicht für unsere Garde in Zaum zu halten war. Sie plünderten, zerstörten und brandschatzten, wo sie nur konnten, während die Eindringlinge aus dem Westen sich an den Überresten labten. Als neuer Herrscherin von Mu war es mir, Königin Nuuna, nicht gelungen, die starrköpfige Bevölkerung von der Heimtücke der Parasiten zu überzeugen. Lange genug hatte ich mir angesehen, wie die Menschen binnen Wochen unsägliche tausendjährige Lebenswerke dem Erdboden gleich machten. Schönheit bedeutete ihnen nichts.

      "Dass dieser Tag einmal eintreffen würde ... und das unter meinem Zepter ... hätte ich nie für möglich gehalten. Großes Orakel. Nun habe ich mich mit meinen Töchtern auf den Weg gemacht, um das ultimative Opfer durchzuführen ... verzeiht mir", sprach ich sanft und etwas wehmütig in der Stimme, als ich den Pavillon betrat und mich vor dem Rundaltar von Nay'ivolí postierte. Erwartungsvoll blickte ich in die große, dunkle Einkerbung des Südplateaus, das von den beiden großen, nackten Sphinxstatuen genauso wachsam bewacht wurde wie der Altar selbst. Ehrfürchtig blickte ich nach oben und starrte in die violett funkelnden Augen der beiden Steinmonumente, deren Flügelspitzen so hoch am Himmel standen wie sechs erwachsene Sphinxmänner zusammen. Ein angestrengtes Schnaufen wehte mir entgegen. Niemand hatte die Wächterin des Orakels je in kompletter Form gesehen, da sie selbst von Tag von einer undurchdringbaren, blauschwarzen Aura in der Regel umgeben war. Immer nur erkannte man einzelne Silhouetten, die von der rotierenden Energie zeitweise freigelegt wurden, doch das Gesicht blieb bis auf Augen und Mund stets verhüllt. Die obersten Priester berichteten von einer seit Jahrhunderten im Orakel lebenden Kreatur, die sich nie von ihrem Ort fortbewegte, da sie sogar teilweise mit den Felsen verwachsen war. Sollte dies stimmen, wäre dies ein ziemlich trauriges Schicksal. Interessiert funkelten mich die fünffarbigen Augen der Wächterin an, während sich meine beiden Töchter hinter mir zu verstecken versuchten. Man munkelte, das sie einst eine Sphinx war, die ihre Artgenossen an Körpergröße an das Dreifache übertraf; und in der Tat erkannte ich zwei eher unförmige und zerfetzt wirkende, dunkelblaue Schwingen an ihrem Rücken.
      "Wenn du diesen Weg gehst, kann es unter Umständen kein Zurück mehr geben. Bist du dir darüber im Klaren, Nuuna?", hauchte das spitzzahnige, im Schutz der Nacht, der Schatten und der Felsen versteckte Geschöpf mir zu und begutachtete nun auch Sezzuna und Kagayaku. Es war heiß, selbst nachts. Das Orakel von Bejaraku lag in einer steppen- bis wüstenähnlichen Gegend, nur geschützt durch finstere Canyons. Kein Mensch würde sich je an diesen Heiligen Ort wagen.
      Die klebrigen, pechschwarzen Strähnen aus dem Gesicht wischen, stand ich dem Orakel Antwort: "Ich habe vor Wochen schon, unmittelbar nach der Ermordung meines geliebten Mannes, des Königs, den Notstand ausgerufen. Doch unsere Maßnahmen, die wir säten, brachten uns keine Ernte ein, da die blinde Wut der bäuerlichen Menschen unsere Felder versengten und niederbrannten. Sphinxen werden von Hundertschaften aus dem Hinterhalt angegriffen, ihre arglosen Antlitze erlöschen immer häufiger aufgrund der immer rigoroseren Methoden. Nun liegt es an uns, dem Ganzen ein Ende zu bereiten, bevor Mu dem Untergang geweiht ist."
      "Richtig, richtig. Nun, dann bleibt wirklich keine andere Wahl, als das Opfer durchzuführen. Ich spüre ... ich spüre eine antike Kraft, die selbst einen Vulkan zerfleischen und sein Blut verdampfen lassen könnte. Vielleicht hast du zu lange gezögert, Nuuna. Gezögert, weil dein Glaube an das Gute im Menschen noch zu stark ausgeprägt war. Also, welche zuerst?"
      Ihre Worte drangen zwar in meine Ohren hinein, doch eigentlich musste ich sie schlucken wie einen überdimensionalen Fleischkloß. Das bunte Flackern in den Farben ihrer Augen, gemischt mit einem Blau einer sternenklaren Vollmondsnacht, durchströmte die Blutgefäße der Wächterin, ganz wie in der Legende beschrieben.

      "Steht Mu mit dem Gesicht vor dem Abyss und dem Rücken zur Wand der Kinteira*, muss ihr sechsfarbiges Blut entweichen, um zu strömen in die Flügel der Shimeira**", hieß es in der ältesten aller Schriften, der Mizzra.

      Anmerkungen * und **
      *Kinteira (Muyaan) = Orakel
      ** Shimera = Chimäre/anderer Name für die Mu-Sphinxen


      "Setsuna. Als älteste Schwester und Thronfolgerin wirst du als erste an der 'Opferung' teilnehmen", wies ich meiner Ältesten an und schob die unwillige Prinzessin direkt vor die Augen der Wächterin. Diese Worte mussten in den Ohren in eines neunjährigen Kindes harsch klingen, doch der Begriff der Opferung bezog sich eigentlich auf das Orakel selbst. Eine gewaltige, komplett in Dunkelheit gehüllte Löwenpranke fasste sich an die kreisförmig aufleuchtende Brust, die sich aus Sand und Asche am Boden des Felsplateaus erhob.
      Bevor das Orakel seinem Leben ein für alle Mal ein Ende machte, gab es uns noch einen wertvollen Rat mit: "Lasst die Sphinxen niemals aussterben. Lasst die Erinnerungen nie verblassen. Tragt unser Erbe mit Würde ..." Sie war also tatsächlich einst eine Sphinx wie wir alle. Doch als sie sich den runden Stein, der mit ihrem Herzen verwachsen war, wie ein Ventil aus der Brust riss, galt es schnell zu handeln. Nun drückte ich erst Setsuna, danach Kagayaku mit ihren Mündern in die funkelnde Wunde hinein, aus der das ganze, im Lichte des Mondes strahlende, Blut unaufhörlich quoll. Sie mussten so viel trinken, bis ihre Mägen gefüllt waren, mehr, immer mehr. Ich lähmte die beiden Mädchen mit einem brutalen Griff in den Nacken und zwang die beiden wimmernden Engel, immer mehr von der kostbaren Substanz aufzunehmen. Ihre Tränen vermischten sich schon bald mit dem quer durch die kunstvoll angelegten Rinnen innerhalb des Pavillons sickernden Bluts und ich verspürte einen stechenden Schmerz, meine beiden größten Schätze derartig leiden zu sehen. Matt und kraftlos, als hätte das Elixier das genaue Gegenteil bewirkt, kippten die beiden Mädchen ohnmächtig in die Blutlache, bevor ich mich selbst bediente. Zuletzt nahm ich den bunten Stein an mich und säuberte ihn in der heiligen Quelle sorgfältig von dem Sand. Fortan waren ich und meine beiden Töchter die einzigen Sphinxen, die eine Mega-Entwicklung mit sich selbst durchführen konnten ... denn wir waren nicht nur Mensch, sondern auch Pokémon. Eine Entwicklung, deren Zorn den einer normalen Sphinx um das Vielfache übertreffen sollte.

      Ein stürmischer Tag, wie allzu oft in den letzten Tagen, peitschte furiose Wellen an die Brandungen unserer Küsten, nach neuesten Berichten nicht nur bei uns im Nordwesten, sondern auch im weit entfernten Südosten, wo die Menschen lange, mit markanten Nasen versehene Steinskulpturen erschufen. Diese andauernden Stürme ... sie fraßen sich immer weiter in das Landesinnere hinein. Bald darauf gab es keine Zweifel mehr. Nur ein Phänomen konnte Naturveränderungen solcher Ausmaße hervorrufen. Kyogre.
      Die Menschen hatten den Sphinxen an allen orten offenkundig den Krieg erklärt und machten sich vor allem über die Jüngsten und Alten her, die nicht genug Tragfläche oder Kraft zum ausdauernden Fliegen besaßen. Für jede gefallene Sphinx vergoss ich einhundert Tränen und baute einen Turm aus Steinchen. Während jeder Minute auf dem Schlachtfeld, das offener als jede Wunde dieser Welt war, bangte ich um das Wohl meiner beiden Kinder, die ich in abgelegenen Gegenden bei anderen Sphinxen versteckt hielt. Es schmerzte so sehr.
      Der Stein, den das Orakel im Herzen besaß, steckte nun in der Mitte meines Brustpanzers. Es galt, dem Geschehen ein Ende zu bereiten, ein für alle Male. Die Kraft unserer Ahnen durchströmte Arterien und Venen, bis in die kleinsten Kapillaren hinein, drang in Blut und Lymphe und würde die jetzige Königin Nuuna zur Bestie und zum ersten Todesengel machen. Selbst unsere Ärzte, die fortgeschrittensten Wissenschaftler des Kontinents, würden ihre Schwierigkeiten haben, dieses Phänomen logisch erklären zu können. All mein Hass, all meine Trauer und all meine Abscheu gegenüber den Leuten, die sich mit der Ergreifung der Blauen Kugel wohl versprachen, uns zu ertränken, wuchs bei der Metamorphose ins schier Unermessliche. Unsere riesigen Federschwingen würden uns im Wasser sofort in die Tiefe ziehen, nachdem sie vollgesogen waren.
      Die Haut meiner rechten Gesichtshälfte hatte sich nun in ein absolutes Schwarz verfärbt. Die Fingernägel mutierten zu schwarzen Krallen, wie wir sie bereits an den Füßen trugen, die Reißzähne wuchsen. Kleine Flüsse aus Blut bahnten nun ihren Weg durch die idyllische, grüne Waldlandschaft meiner Iris. Doch das war es nicht. Neben den zwei normalen Flügeln sollten nun vier weitere dazukommen ... die sechs Farben des Blutes, die sich in jeweils einer sechs Schwingen niederließen. Das Beige der Federn wurde nun von viel mehr Schwarz übertroffen, das stets in einem anderen Regenbogenfarbton glänzte. Beispielsweise gab es ein Grünschwarz wie das Fell der Sniebel, ein Blauschwarz wie die Federn der Kramurx oder ein Rotschwarz wie die Rückenhaare der Hundemon. Es war unmöglich, zu entkommen.

      [ame='https://www.youtube.com/watch?v=zmAjT8tVHOA']Heavy Rain[/ame]

      Der menschliche Friedhof der Hauptstadt beherbergte schon bald nur noch ein minimales Bruchstück der Knochen, die unser Land säumten. Die, die ich verschonte, die Unschuldigen, sie wurden von Kyogre gerichtet. Unzählige Wasserfontänen brachen unser Land auf und knabberten an unseren Küsten, als wollte man ein Austos verzehren. Ich sah Zehntausende von Natu und Xatu am Himmel gleiten, allesamt nach Osten blickend. Der Ort, an dem die Sonne morgens aufging, sollte ihr Ziel sein. Viele andere Flugpokémon zog es hinüber auf den weiten Ozean, auf dem Weg ins Ungewisse. Doch die Landpokémon hatten keine Chance, zu entkommen. Entweder schlossen sie sich den Menschen oder den Sphinxen an. Feuerstürme, Donnerblitze, Eisstrahlen, Steinkanten, Steinhagel, Luftstöße, Finsterauren und Geofissuren fegten unzählige menschliche Behausungen von der Landkarte und hinterließen nichts als Tod und Ruinen. Das Grün meiner Augen war bereits lange entwichen, als ich an den wütenden Bürgern vorbeiglitt und sie der Reihe nach zu Stein erstarren ließ und den ein oder anderen mit einem Luftstoß oder Dunkelflügel endgültig zerstörte. Meine blauen Flammen zerfraßen Körper wie flüssige Magma und ließen einige zu einer Suppe schmelzen. Lichtstrahlen aus den sechs Schwingen in den sechs Farben des Regenbogens übergossen Mu und entfesselten die Macht verschiedenster Elemente. Einige zersprangen wie Porzellan, andere zerplatzten wie Tamotbeeren, während es dann noch welche gab, die innerhalb weniger Augenblicke zu Jahre alten Leichen wurden. Daneben wurden Bewohner wahnsinnig und griffen ihre eigenen Verbündeten an, während die Pokémon ratlos daneben standen. Sie wussten ganz genau, dass es auch noch einen Feind gab, der sie anvisiert hatte. Wir Sphinxen verschonten alle Pokémon, doch dieser Gegner war letztlich einer der ihren, nämlich Kyogre, Schöpfer der Meere und Beherrscher von Flut und Regen.

      Einer meiner Hyperstrahlen bohrte ein großes Loch in den Boden, das schon bald nicht nur von dem kaum aufzuhaltenden Platzregen gefüllt wurde, sondern auch von den Leichen gefallener Sphinxen und Pokémon aller Art. Der Krieg war vorüber, doch die Katastrophe noch lange nicht. Zumindest hatte ich es geschafft, nach der Vernichtung des selbsternannten Gottkönigs Rama der Menschen wieder zur Besinnung zurückzufinden. Wuchtige Erdbeben begleiteten die anstürmenden Fluten und die immer gravierender werdenden Wasserfontänen, die den Kontinent zu sprengen versuchten.
      Sezzuna und Kagayaku, die mich in meiner Mega-Form nur mit Mühe erkannt hatten, klammerten sich bibbernd an meine Flügel, deren Federn allerdings kaum an Dunkelheit eingebüßt hatten - waren dies die Sünden, die ich während meines letzten Gerichts von Mu auf mich geladen hatte? Die Zukunft konnte unweigerlich an mir hängen, weswegen es so wichtig war, das meine beiden Engel ebenfalls das Blut des Orakels an ihren Körper aufnahmen. Ich hoffte, dass sie niemals in die Situation kämen, von dieser Mega-Entwicklung Gebrauch zu machen. Zum ersten Mal in meinem Leben war es auf Mu kalt, bitterkalt. Die Kälte kam Hand in Hand mit dem Untergang und breitete sich bis in unser Knochenmark aus.
      "Mama, es ist kalt! Kalt, so kalt!", weinte Kagayaku, deren Schwester sich lange bemühte, standhaft zu bleiben, bevor sie selbst in Tränen ausbrach.
      Man konnte meinen, dass Sezzuna uns alle mit ihrem Geschluchze zu übertreffen versuchte: "Étienne hat erzählt, dass die Menschen ganz schreckliche Tode gestorben sind! Ich will so nicht sterben, Mama, hörst du? Ich will keinen hässlichen Tod sterben! Ich habe solche Angst ... und die Kälte ... ich glaube, ihr gefällt es in meinem Körper so gut ... ich wünschte, sie würde weichen! Aber ... ich muss doch Kagayaku beschützen ..."
      "Wenn ich die Menschen früher aufgehalten hätte, wäre es wohl nie soweit gekommen ...", murmelte ich geistesabwesend vor mich hin, als eine gewaltige Woge sich über den Berylpalast übergoss und uns mit riesigen Wassermassen erneut durchnässte. Sezzuna horchte bei diesen Worten aufmerksam auf, als hätten diese Worte irgendeine Bedeutung. So, wie die Konagata-Villa zerbrochen und der Konagata-Friedhof überschwemmt war, würde nun der Konagata-Palast durch die urzeitliche Kraft Kyogres auseinander gerissen werden. Hilflos musste ich mit ansehen, wie sich Landmassen und Edelsteinwände voneinander abspalteten, wie die Gärten ein letztes Mal gegossen wurden und wie der schwarz-goldene Onyx-Thron vor unsere Füße gespült wurde, bevor er von einer erneuten Wasserklinge in der Mitte in zwei ungleichmäßige Teile zerbrach. Resigniert presste ich meine beiden Töchter so fest an mich, wie es nur ging, während ich gleichzeitig wie wild versuchte, sämtliches Wasser aus meinen Schwingen freizusetzen - im strömenden Regen, dem Zorn Kyogres. Beten half nun nichts mehr, denn wenn es einen Nay'ivolí oder eine Nay'ivolí wirklich gäbe, würde nun ein Messias vom Himmel hinuntersteigen und die gewaltigen Wassermassen wie ein wildes Tauros zähmen. Ein Thron, der Geschichte erzählte, war zerbrochen - die Geschichte zu Ende. Nun half nur noch Eines. Die Flucht nach Norden, den kalten, uns so verhassten Norden. Die Xatu mussten es vorhergesehen hatten. Die Flut. Und die Flucht.

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      Chunichi Dragons Ultras Kuwana & Yokkaichi
    • Blabla Einleitung blabla ich habs eilig blabla machen muss ich das ja eh noch aufschieben bringt nichts bla

      Schönheit bedeutete ihnen nichts.


      Dafür bedeutet diesen versnobten Sphinxen Schönheit scheinbar alles, das kann ja auch nicht das Wahre sein. ;)

      "Wenn du diesen Weg gehst, kann es unter Umständen kein Zurück mehr geben. Bist du dir darüber im Klaren, Nuuna?"


      Das klingt schwer, als würde sie gleich eine Art Superwaffe zünden.

      Kein Mensch würde sich je an diesen Heiligen Ort wagen.


      Diddy findet aber, dass seine Jets sehr stylisch aussehen, wenn sie durch Canyons jagen. :fies2:

      "Setsuna. Als älteste Schwester und Thronfolgerin wirst du als erste an der 'Opferung' teilnehmen"


      Wären wir sie doch an dieser Stelle damit schon losgeworden. :s:

      Sie mussten so viel trinken, bis ihre Mägen gefüllt waren, mehr, immer mehr.


      Lecker. Unter dem Gesichtspunkt ist es vielleicht gar nicht mal so schade, dass die fast ausgestorben sind...

      die einzigen Sphinxen, die eine Mega-Entwicklung mit sich selbst durchführen konnten

      Igitt nein! Wo ist meine B2? :mwah2:

      Wow, Mega-Nuuna klingt irgendwie so ein bisschen wie der Vampirfürst aus Skyrim. Das war auch so eine herzallerliebste, ansehnliche Gestalt.
      Natürlich ein sehr schlauer Schachzug von ihr, ganz Mu kaputt zu machen, Junge, und einfach ALLEM die Zähne aus der Fresse zu schlagen! :noldja:

      Und so ging es dahin, das schöne Mu! Na ja, "tausendjährige Reiche" erwiesen sich am Ende bisher stets als nicht ganz so dauerhaft.
      Hast du gut gemacht, Junge! Ein epischer Untergang, zwar bisschen schade um die Infrastruktur, das Wissen und die Ressourcen, aber hey! Gold rostet ja nicht. :fies2:
    • Zeit dich zu mobben. :madlol:

      Wieder kommt dieser Teil nicht an den des Konquistadors ran, aber ich finde diesen verzweifelten, letzten Versuch der Königin super, wie sie versucht ihr Reich und ihre Kinder zu retten.
      Das arme Orakel wird getötet, sie überwindet ihre Beschützerinstinkt und zwingt ihre kleinen Mädchen das widerliche Blut zu trinken. Danach fliegt sie wie ein Engel der Zerstörung übers Land, schlägt die Revolte nieder, nur um dann trotz ihrer großen Macht mit anzusehen, wie die Pokemonisierung des Meeres Mu zerstört und all ihre Kraft ist nutzlos. Wirklich grandios.

      Ich hätte mir zwar gewünscht, dass du im mittleren Teil (dort wo die Königin wütend übers Land zieht) mehr aktiv schreibst und nicht nur als passiver Erzähler, aber das hätte wohl den Rahmen gesprengt.

      Ein wirklich gut gelungener Teil. :bew1:
    • Das erste YouTube-Video ist ein zum Lied ausgebauter Alarm! Alaaaarm, Mu geht unter! :run2: Aber jetzt erfahren wir erst einmal mehr dazu aus der Sicht von Kagayakus, Setsunas und Baras Mutter. :)

      An jeden meiner beiden Arme klammerte sich eine meiner Töchter, die diesen altehrwürdigen Ort zum ersten Mal sahen.

      ... und sich daran auch kaum mehr erinnern werden. Trotzdem noch genug, um einen fiesen Plan zu schmieden, um das Land wieder vom Grund des Meeres zu holen.

      Mein Traum, dass sie eine unbehelligte Kindheit ohne Ärger durchleben durften, zerplatzte bereits dann, als Sezzuna den Tod ihres Vaters miterleben musste ... meines Mannes.

      Ein Trauma, das sie wohl zu der teuflischen Kreatur macht, die sie heute ist. Damn, Cristóbal Colón! :was:

      Stattdessen verspürten die Menschen Aufwind, sich aus dem so ungerechten Joch der Sphinxen zu befreien, die seit über 1.100 Jahren den Frieden im Reich aufrechterhielten und garantierten.

      Und warum ist es ihr dann so wichtig, dass ihre Kinder ohne Krieg oder dergleichen aufwachsen? Nach über 1.100 Jahren sollte man doch davon ausgehen, dass man das tut. Es sei denn, Sphinxe leben erstaunlich lange. :fies:

      Lange genug hatte ich mir angesehen, wie die Menschen binnen Wochen unsägliche tausendjährige Lebenswerke dem Erdboden gleich machten.

      Sie zerstören Mu schon seit Wochen? :o.o: Hilfe! Warum tut ihr nichts, Sphinxe, ihr könnt Leute zu Stein werden lassen, tut doch etwas!! :run2:

      Niemand hatte die Wächterin des Orakels je in kompletter Form gesehen, da sie selbst von Tag von einer undurchdringbaren, blauschwarzen Aura in der Regel umgeben war.

      Wow, also die haben es mit Magie ja drauf! :lol: Oder doch einfach nur Rauchbomben?

      Es war heiß, selbst nachts.

      Ih, selbst nachts! Beim Sandmann, wie können die Musianesen nur nachts schlafen? D:

      Richtig, richtig. Nun, dann bleibt wirklich keine andere Wahl, als das Opfer durchzuführen. Ich spüre ... ich spüre eine antike Kraft, die selbst einen Vulkan zerfleischen und sein Blut verdampfen lassen könnte.

      Meint sie Kyogre? Falls sie diesen Viech beschwören wollen, sollten sie sich der Konsequenzen bewusst sein! :was:

      Lasst die Sphinxen niemals aussterben. Lasst die Erinnerungen nie verblassen. Tragt unser Erbe mit Würde ...

      Diesen Satz sollte Setsuna beherzigen. Aber irgendwie sind die "originalen" Sphinxen sowieso schon so gut wie ausgestorben, immerhin gibt es keine Männchen mehr!

      Fortan waren ich und meine beiden Töchter die einzigen Sphinxen, die eine Mega-Entwicklung mit sich selbst durchführen konnten ... denn wir waren nicht nur Mensch, sondern auch Pokémon. Eine Entwicklung, deren Zorn den einer normalen Sphinx um das Vielfache übertreffen sollte.

      Ohohohohohoooo, ich sehe schon, was in Mischblut XLIII auf uns zukommen wird! :achja:

      Doch das war es nicht. Neben den zwei normalen Flügeln sollten nun vier weitere dazukommen ... die sechs Farben des Blutes, die sich in jeweils einer sechs Schwingen niederließen.

      Erinnert mich ein wenig an den hier:


      All mein Hass, all meine Trauer und all meine Abscheu gegenüber den Leuten, die sich mit der Ergreifung der Blauen Kugel wohl versprachen, uns zu ertränken, wuchs bei der Metamorphose ins schier Unermessliche.

      Es mag vielleicht dafür reichen, die Ispanyer zu vernichten, aber nicht, um Mu vor dem Untergang zu retten! Kyogre ist angekommen, es gibt kein Entrinnen!

      Es war unmöglich, zu entkommen.

      Die Regel gilt aber auch für dich. :was:

      Entweder schlossen sie sich den Menschen oder den Sphinxen an. Feuerstürme, Donnerblitze, Eisstrahlen, Steinkanten, Steinhagel, Luftstöße, Finsterauren und Geofissuren fegten unzählige menschliche Behausungen von der Landkarte und hinterließen nichts als Tod und Ruinen

      Na super, das arme Mu! Aber das alles ist es wirklich nicht wert, Hexalos ist nicht unbedingt schlechter!

      Einer meiner Hyperstrahlen bohrte ein großes Loch in den Boden, das schon bald nicht nur von dem kaum aufzuhaltenden Platzregen gefüllt wurde, sondern auch von den Leichen gefallener Sphinxen und Pokémon aller Art.

      Na super, Nuuna ist also nicht nur ein Todesengel, sondern auch eine Schlächterin! :(

      "Mama, es ist kalt! Kalt, so kalt!", weinte Kagayaku, deren Schwester sich lange bemühte, standhaft zu bleiben, bevor sie selbst in Tränen ausbrach.

      IHR WERDET ALLE STERBEN! :hoho: Nein, aber das ist ja echt nicht mehr schön, wie Nuuna ausrastet. :oldno:

      Uuuuund Mu ist weg, schön unterlegt von Lux aeterna, auch bekannt als Requiem for a Dream. Dafür freue ich mich auf die/das folgenden Kapitel umso mehr, immerhin müssen wir noch erfahren, wie Bara gezeugt wird. Trotzdem Schade für Mu und Nuuna... aber nicht für Setsuna! :gr:


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Mal sehen, was es hier noch an ungeklärten Fragen gibt. :D
      Vielen lieben Dank, dass ihr dieses sehr dramatische Kapitel kommentiert habt! x3


      @Dargos:

      - Ja, das hätte den Rahmen wirklich gesprengt, nicht nur von der Wortzahl, sondern auch von Gore und Blood :tlol:


      @Raikachu:

      - Frag das mal die Leute am Äquator, wie die nachts schlafen können. :D ist schon nicht so angenehm ^^

      - die Sphinxen haben noch gezögert, weil sie versuchten, der Situation erstmal Herr zu werden, ohne alle gleich zu töten

      - Nuuna kann fliegen, sie könnte mit genug Kraft und Glück sehr wohl entkommen, sonst gäbe es ja keine Bara :P

      - Männchen gibt es schon noch, aber erst in der Zeit, in der Mischblut spielt, da die kleinen Jungen und Babys rübergetragen wurden! Allerdings natürlich wesentlich weniger als Mädchen und alle auf Japan/Kyushu beschränkt, da flugunfähig.

      - die Flügel treffen meine Vorstellung schon ziemlich genau :D


      @Curiosity:

      - hör, auf die Armen zu haten, du fieser Mobber ;v;
      -> dieses auch meiner Meinung nach "widerliche Ritual" fand erst ein- oder zweimal überhaupt statt!

      - nur weil es bei denen keinen Krieg gab, schließt nicht aus, dass die nicht wissen, dass es Krieg geben könnte (:

      - gut, dass Diddy nicht hier war! o.O

      Chunichi Dragons Ultras Kuwana & Yokkaichi
    • So, alle Geschehnisse sind jetzt grob geplant worden und dieser Teil heute wird der regulären Planung nach der Vorletzte sein. Sollte das große Finale, das im Jahre 1122 nach N. spielen wird, die Grenze von 4.000 Worten tatsächlich überschreiten, muss ich den Part aus der gleichen Perspektive allerdings zweiteilen. Ob es nächsten Sonntag schon so weit ist, kann ich nicht sagen. Erst einmal viel Spaß mit der Zeit nach dem Exodus aus der Sicht der zehnjährigen Kagayaku. (:


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      Kapitel V (Sicht: Kagayaku) - επιζούσα/Epizousa (Überlebende)



      Jahr 1113 nach Necarios




      "Ja, Mama, bitte erzähle uns nochmal die Geschichte!", rief ich begeistert, während meine geliebte große Schwester gelangweilt mit den Augen rollte. Sie hatte im Gegensatz zu mir ein paar Erinnerungen mehr als ich, allerdings keine besonders guten. Das war ja auch irgendwie verständlich. Die Geschichte war zwar nicht wirklich gruselig, doch spiegelte sie die letzte Episode unseres Landes wider. Aufgeregt kaute ich auf einem langen Bambuszweig, als Mama sich dazu überwand, mir zum vierten Mal davon zu erzählen.
      "Die Männer schnappten sich alle Boote, die sie auftreiben konnte, während jede Frau dazu angehalten war, ein Kind unter die Arme zu nehmen. Der Regen goss in Strömen und immer wieder peitschten die Wellen wütend umher. An allen Küsten Mus machten sich Staffeln von Sphinxen zum Abflug bereit, sodass wir letztlich nie wissen werden, wie viele überlebt haben. Ich griff nach Sezzuna, während ich unsere treue Adjutantin Rea damit beauftragte, dich zu greifen, mein Schatz. Euch beide hätte ich nicht mehr tragen können, denn dafür war Sezzuna zu schwer", begann sie zu erzählen, als sie sich langsam aufraffte. Mama war zum dritten Mal schwanger geworden, doch unser Stiefvater hatte nichts mehr, woran er sich erfreuen konnte. Ich stand ihm mit gemischten Gefühlen gegenüber, da ich mich selbst nach drei Jahren noch etwas an ihn gewöhnen musste, obwohl er wirklich ansonsten in Ordnung war. Nicht viele Boote mit Sphinxmännern hatten die Küste überhaupt erreicht, geschweige denn unsere im Süden eines Landes namens Zappango*. Dort gab es einen riesigen Vulkan, dem gegenüber eine große Kriegerstadt namens Kagos* lag. Der Herrscher von Kagos war ein sehr gütiger Mann, der die Sphinxmänner sogar in seiner Armee kämpfen ließ, was Hosharios in einer Schlacht letztlich mit dem Leben bezahlen musste. Sezzuna konnte Hosharios nicht leiden. Der arme Mann tat mir schon leid, da er sich auch gerne mit ihr anfreunden wollte, doch sie konnte einfach die Ermordung von Papa einfach nicht vergessen. Der Daimyo, also der Landesherr, wusste die Kraft der Sphinxen genau einzuschätzen und stellte die überlebenden Krieger sicher nicht ohne Eigennutz ein, doch dafür kümmerte man sich nach unserer Ankunft um uns und stellte uns alles zur Verfügung, ohne eine Gegenleistung dafür zu verlangen. Die neue Konagata-Villa in Kagos war sogar noch größer als die in Mu!
      Sezzuna schnaubte missbilligend und verließ den Raum, als Mama die Geschichte weitererzählte: "Rea hatte selbst eine einjährige Tocher, doch euch beide halten konnte sie nicht, das wäre viel zu unsicher gewesen. Also beschloss ich, da ich nur noch wenigen vertraute, dass Rea dich trug und ihre Tochter einer anderen Sphinx zu tragen gegeben wurde. Leider verlor diese die Spur zu den anderen und gilt seitdem als vermisst, samt Reas Tochter. Meine Flügel waren voller Wasser vollgesogen und ich musste in den orkanartigen Böen stets versuchen, die Balance zu wahren, um nicht in die dunkle Masse zu trudeln, die immer wieder blitzschnell nach oben schoss und immer wieder die ein oder andere Sphinx verschlang und in die unheilbringenden Fluten riss. Wir waren ziemlich viele, als wir unseren Weg begannen, doch nur die wenigsten erreichten ihr Ziel. Bei diesen Konditionen zu fliegen war sehr, sehr schmerzhaft und anstrengend, sodass in der Regel nur die vitalsten es schafften, nicht vorher zu kollabierten. Es kollabierten viele, sehr viele, ohne rettendes Land auch nur in Sicht zu haben. Die Blitze, die sich durch die Atmosphäre fraßen, konnten uns zwar nicht viel anhaben, aber mir kam es fast so vor, dass mit jedem Donnerschlag und jedem gleißend hellen Blitzlicht eine von uns in das tödliche Wasser geworfen wurde, oftmals mit einem wehrlosen Kind in der Hand."
      Bedrückt starrte ich auf ihren runden Bauch und streichelte ihn sanft, bevor sie selbst mit ihrer zärtlichen Hand meinen Kopf berührte: "Ist schon gut. Ich lerne wohl nie, die Geschichte etwas kindgerechter zu erzählen, nicht wahr, meine kleine Kagayaku? Als wir den Sturm verließen und sich vor uns azurblauer Himmel und die weite See befanden, war nur noch ein Bruchstück von uns übrig geblieben. Mit jeder weiteren Oshira**, die wir zurücklegten, schwand die Hoffnung zusehends. Wir würden doch nie wieder Land sehen! Einige segelten zur Wasseroberfläche, um mit den Füßen etwas Essbares zu jagen, doch das Salzwasser brannte ihre durch die hektische Flucht trockenen Kehlen eher noch aus, als dass sie gestärkt weiterfliegen konnten. Doch irgendwann ging unser Traum in Erfüllung. Traumhaft weiße Strände, wie an der Westküste von Mu taten sich plötzlich am Horizont auf, mit Bergen und grünen Wäldern dahinter. War dies unsere neue Heimat? Unser neues Paradies? Ich sollte es erst erfahren, als ich wieder zu Bewusstsein kam, nachdem ich mich kraftlos in den Sand fallen ließ. Die wenigen Menschen, die am Strand flanierten dachten wohl, wir wären alle gestorben wie Eintagsfliegen. Tatsächlich war dies bei einigen der Fall ... doch ich wachte wieder auf, mit meinen beiden geliebten Töchtern an der Seite im Schutze einer buddhistischen Pagode."

      **Oshira
      **1 Oshira entspricht 193m, eine Mu-Einheit, die sich aus der Länge hundert Männer herleitet


      Auch Rea hatte es geschafft. Doch sie machte Mama für das Verschwinden ihrer kleiner Tochter selbst verantwortlich und begann sie deswegen so sehr zu hassen, dass sie die sichere Stadt selbst verließ. Niemand wusste, wo sie steckte. Ihre sanften, orange glühenden Augen starrten die meiste Zeit nur ins Leere. Sie war damals vielleicht erst zwanzig.
      "Danke Mama, dass du mir diese Geschichte erzählt hast! Wenigstens wird unser kleines Geschwisterchen in einer glücklichen Welt aufwachsen, oder?", bedankte ich mich und umarmte meine Mutter. Das Leuchten in ihren Augen blitzte nur noch in solchen seltenen Momenten auf, zum Beispiel, wenn sie an solche hoffnungsverheißenden Momente dachte.
      "Das kann ich dir leider nicht sagen, meine Süße. Schließlich bin ich doch kein Orakel. Aber ich würde es mir für euch so sehr wünschen", flüsterte mir meine Mutter leise ins Ohr, doch als ich das Wort 'Orakel' vernahm, fluteten grauenvolle Erinnerungen meinen Kopf. Ich erinnerte mich an eine sternenklare Nacht, in der ich beinahe an einer salzigen Brühe erstickte, in ihr ertrank, obwohl ich mich gar nicht in ihr befand. Mein ganzer Körper war von Blut fremder Personen befleckt uns ständig sagte jemand 'Orakel', 'Orakel', 'Orakel'. Ich wusste noch, wie ich anfangs hektisch mit den kleinen Flügelchen schlug, bis sie sich immer langsamer bewegten und ich bewusstlos niedersank. Ich wollte zu Sezzuna.

      "Es ist ein Mädchen! Schaut auf die kleinen Flügelchen, kleiner als eine Menschenhand! Kaum zu glauben, dass sich daraus zwanzig Jahre später solche riesigen, eleganten Schwingen entwickeln werden! Wie wünscht Ihr, sie zu nennen?", fragte der Arzt in seinen seltsamen weißen Gewänder mit der langen schwarzen Mütze, die die eine Sorte höherstehender Leute trug, nämlich die, die nicht kämpften. Nur mit großer Mühe konnte ich mich beherrschen, um bei mich bei dem Anblick des Blutes nicht übergeben zu müssen, und dwas wohl auch nur, weil ich mich instinktiv in den Armen von Sezzuna vergrub, die sie hier "Setsuna" schrieben.
      "Was heißt denn 'Rose' in Eurer Sprache? Sagt es mir, werter Arzt", fragte meine Mutter, die das neugeborene Sphinxchen stolz in ihren Händen hielt. Ich kniff die Augen zusammen, damit ich so wenig Blut wie nur möglich sehen musste, während Sezzuna sich seelenruhig die Geburt unseres kleinen Schwesterchens anschaute.
      Der Arzt entgegnete, dass es wie unserer Sprache 'Bara' heißen würde, und so erhielt unsere kleine Schwester ihren Namen. Sofort wurde sie gewaschen und gereinigt und zudem mit dem Heiligen Wasser der Kainomi-Quelle durch den ortsansässigen Shintopriesters Atsutane Amano gesegnet. Mama freute sich wahrscheinlich noch mehr über Baras Geburt als wir, doch die Schwangerschaft hatte sie sehr kränklich gemacht. Sie war nur noch Haut und Knochen.
      Der buddhistische Mönch Takabo, ein Mann wie ein Bambus, beugte sich mit seinem langen, rostbraunen und orange gefärbten Gewand über Mama und betastete sorgfältig ihre Stirn. Mir gefiel es nicht, dass er hier war. Er war sehr nett und erklärte uns Kindern ausführlich alles zum neuen Glauben, denn unsere alte Religion hatte uns offenbar im Stich gelassen, allerdings wussten wir auch, dass die buddhistischen Äbte nicht zu Geburten, sondern eher bei Sterbezeremonien anwesend waren. Aber sie hatte ihn doch sicher nur zur Vorsicht eingeladen! Sicher, weil man sich auf einen Arzt alleine nicht verlassen konnte! Aus den anfänglichen Beratungen des Mönchs mit dem Arzt wurde eine hektische Diskussion, die darin endete, dass man Mama viel Wasser, feuchtes Moos und andere seltsame Kräuterarzneien reichte, die ich nicht kannte.

      [ame='https://www.youtube.com/watch?v=4deJwFmE8jE']https://www.youtube.com/watch?v=4deJwFmE8jE[/ame]

      "Sezzuna. Kagayaku. Bitte legt euch an meine Seite", forderte uns Mama am späten Abend auf, mit Bara an ihrer Brust. Die Pigmente in ihren Augen waren noch nicht so kräftig golden wie man das kannte, sondern eher ein helles Gelbgold. Auch ihre Haut war etwas heller als unsere, da sie noch nie in der Sonne gesessen hatte. Sah ich auch so aus, als ich klein war? Das war faszinierend! Ich legte meinen Kopf auf den linken, völlig ausgebreiteten Flügel meiner Mutter ab und kuschelte mich an sie, meine ältere Schwester tat es mir gleich, gähnte ausgiebig und entblößte ihre Reißzähne. Sezzuna war bereits dreizehn. Ich konnte es kaum erwarten, so alt so werden, da ich dachte, dass das schon alt war, doch das, was an diesem Abend geschah, lehrte mich meinen Irrtum.
      "Hört zu, ihr beiden. Ihr tragt alles in euch, was unsere Familie über Jahrhunderte hinweg mit sich getragen hat. Schaut auf die Rollbilder in den Tokonoma-Nischen der Holzwände. Sie illustrieren unsere glorreiche Geschichte. Ihr drei müsst sie weiterschreiben. Ich würde diese große Bürde am liebsten erst viel später auf eure kleinen Schultern packen, doch ich habe keine Kraft mehr. Mit dem Tod meiner beiden Männer, dem restlosen Untergang des Landes, in dem ich nahezu mein ganzes Leben verbracht hatte und dem qualvollen Sterben meiner geliebten Untertanen, das ich nicht zu verhindern wusste, ist mir sämtliche Lebenskraft entflohen. Das einzige, was mir noch Freude gegeben hat, wart ihr drei. Wenigstens kann ich mit dem Gewissen diese Welt verlassen, der Welt drei wunderbare Engel geschenkt zu haben. Und lasst euch bloß nicht von jemandem von dem Gegenteil überzeugen ... ach ja ... und die Notlösung ... der Heilige Stein befindet sich im Altarraum, Sezzuna. Bitte bedenke weise, wann du ihn einsetzt. Solange es nicht um Leben und Tod geht, stellt er das größte Tabu dieser Welt da. Vertraue mir, ich weiß, wovon ich spreche ...", flüsterte uns Mama friedlich in die kleinen, aufmerksam lauschenden Öhrchen: "Ich liebe euch über alles, meine Kinder. Auf dass wir uns bald im Land des westlichen Lotus wiedersehen mögen. Dort, wo Papa schon auf uns wartet. Passt auch euch auf, meine Süßen, insbesondere auf Bara. Lasst nicht zu, dass ihr irgendetwas zustößt, denn wenigstens sie hat ein vollkommen friedliches Leben verdient, das euch leider genauso verwehrt wurde wie mir ... ich liebe euch ..."
      "Ich verspreche dir, dass ich alles dafür geben würde, damit meine beiden Schwesterchen in einer wundervollen Welt leben dürfen. Ich werde nichts unversucht lassen, um so viele Lächeln wie nur möglich auf ihre Gesichter zu zaubern, darauf kannst du dich verlassen! ... Mama?" Sezzunas weinerliche Stimme hallte durch die große Tatamihalle der Konagata-Villa. Takabo zündete die Gluten im Kohlebecken unweit von dem Lazaretts-Futon an, um uns allen Wärme in der kühlen Nacht zu spenden, doch stattdessen wurde es kälter. Ich schlug meine Flügelchen um meine Brust, um mich vor den eisigen Winden zu schützen, die doch nur eine Illusion meiner Ängste vor Einsamkeit und Verzweiflung waren. Ich zitterte am ganzen Leibe trotz des langen Kimunos' zappangischer Art, obwohl ich an einem anderen Tage dieses Monats problemlos nackt hätte unter dem Sternenfirmament und die nächtlichen Kiefern-, Bambus- und Ahornwälder hindurchfliegen können. Die kleine Bara wusste gar nicht, wie ihr geschah und nahm ein paar letzte Schlucke Milch zu sich, während ich wimmernd in den Armen meiner Schwester versank. Nun hatte ich auch dem Tod eines meiner Elternteile beigewohnt. Sezzuna jedoch zwei.

      "Was soll das heißen, dass sie nicht auf dem Friedhof beigesetzt werden kann?", schrie Sezzuna wie von allen Geistern verlassen fauchend in das Gesicht des Feudalbeamten in seiner sehenswerten rot-schwarzen Rüstung, der standhaft mit einem Pergament in der Hand das tat, was von ihm verlangt war. Wir waren nur Kinder. Wenn jemand ihn nicht aus der Ruhe bringen konnte, dann waren wir das. Angestrengt kniff ich meine Augen zusammen. Die kleine Bara versuchte, mir ständig in die Arme oder die Ohren zu kneifen und untersuchte fasziniert meinen Körper. Gerade meine langen, dichten, schwarzen Haare schienen es ihr angetan zu haben. Im Gegensatz zu uns Sphinxen hatten die Menschen hier viel dünneres schwarzes Haar, wenn auch die adligen Frauen es ebenfalls lange wachsen ließen. Zugegebenermaßen waren Sezzu und ich sehr stolz auf unsere schönen Haare ... und die Augen ... und der Teint ... und die Flügel erst ... hmmm, das klang so eingebildet. Dabei sagte der Onkel Buddha doch immer, dass man sich von den weltlichen und körperlichen Sachen lösen sollte, aber leider konnte ich mir das nie wirklich vorstellen.
      "Der Vater des neuen Herrn ist in dieser Nacht verstorben. Der neue Daimyo wünscht den sofortigen Ausschluss der Flügel aus der Dorfgemeinschaft. Dazu gehören auch alle Verbindungen zu den religiösen Einrichtungen. Der Abt Takanori Umezu wurde als Freund der Flügel von seinen Ämtern enthoben und ins Exil nach Sassu* geschickt. Der Shinto-Priester Atsutane Amano wurde als weiterer Freund der Flügel von seinen Ämtern erhoben und nach Fukanda* ins Exil geschickt. Damit ist eine Bestattung eurer Mutter auf dem hiesigen Friedhof oder einem Friedhof des Han nicht mehr rechtens", erklärte der Beamte geduldig, als er seinen mit einem Geweih wie von einem Damhirplex versehenen schwarzen Helm geraderückte. Selbst in der ganzen Lehensdomäne durften wir Mamas Asche nicht unterbringen? Das war so unglaublich fies!
      Sezzuna schien dermaßen die Beherrschung zu verlieren, dass sie sich mit beiden Händen an den Kopf fasste und wie wild durch die Gegend brüllte: "Der Buddha sagt, ich darf nicht wegen einer Lappalie töten, ich soll das Leben achten, aber ich würde den da so gerne töten! So gerne! Kyaaaaaaaaaaaah!" Ich sah, dass ihre Augen bereits in der ersten Stufe verfärbt waren, nämlich das goldene linke zu Kupfer und das rechte grüne in einem haselnussbraunen Farbton. In der zweiten Stufe würde das linke rot wie Blut und das rechte schwarz wie der Abyss aufleuchten, so wie bei Mama, wenn sie sehr wütend war. Leider konnten wir gegen den Mann nichts ausrichten, denn wenn wir ihm etwas angetan hätten, hätte es viel Ärger für uns und womöglich die wenigen anderen Sphinxen hier gegeben.
      "Müs- ... müssen wir die Domäne verlassen?", fragte ich zaghaft, schüchtern mit Bara auf dem Arm hinter den viel größeren Flügeln meiner großen Schwester herauslinsend. Ich versuchte, an ihrem dunkelblauen Kimono mit rot-goldenem Schwalboss-Muster Rückhalt zu gewinnen und klammerte mich an den weißen Obi-Gürtel, der das Kleidungsstück knapp unter ihrer Brust zusammenhielt.
      Der Samurai antwortete kühl und teilnahmslos, um uns über unseren tristen Status als "bessere Eta" zu berichten: "Ihr dürft hier weiterhin leben und müsst euch nicht einmal in die Randgebiete der Stadt zurückziehen, wo die Metzger, Gerber und Totengräber als Wesen des vielen Drecks hausen. Ist das nicht großzügig von unserem neuen Herrn? Lasst uns in Ruhe, dafür lassen wir euch in Ruhe. Das ist alles. Gehabt euch wohl."
      Als der befehlstreue Samurai den Rückzug antrat, war mein geliebtes Schwesterchen angesichts dieser groben Beleidigung nicht mehr zu bremsen: "Ich reiß' dir das Herz aus dem Brustkorb, du niederer Widerling! Wie könnt ihr es überhaupt wagen, den Begriff 'Eta' überhaupt auf irgendjemanden anzuwenden, und sei es auch nur zum Vergleich?" Die Schriftzeichen für den Begriff "Eta", die Ausgestoßenen der Gesellschaft, da sie sich durch ihre Arbeit mit dem Kegare, der Unreinheit, befleckt hatten, entsprach tatsächlich der wörtlichen Bedeutung "Viel Dreck". Das musste sehr verletzend sein. Ach ja, Sezzuna riss dem Samurai das Herz nicht heraus. Viel zu viel Respekt hatte sie vor den schärfsten Schwertern, die wir je gesehen hatten. Die mächtigen, langen Klingen der Katana konnten mühelos Körperteile durchtrennen, doch viel zu sehr fürchtete sich meine Schwester, durch eine solche Verletzung sich nicht mehr um uns kümmern zu können. Denn ich alleine würde es wohl nicht schaffen können, mich um Bara zu kümmern. Wie sollten wir das überhaupt nur schaffen?

      Der entlassene Takabo entschloss sich vor seinem Gang ins Exil zu einem letzten Besuch. Er sorgte für eine heimliche Verbrennung von Mamas Körper mitten in der Nacht, um die Überreste im Siegelraum der Konagata-Villa zu vergraben und eine kleine Pagode als Grabmal zu erbauen - fast wie auf dem Friedhof, an dem ich mit Sezzuna meine erste Mutprobe erlebte! Angeblich entstammte sie aus seinem Familienschatz, doch da er keine eigenen Kinder besaß, vermachte er sie uns. Außerdem empfing meine große Schwester eine Lotosblüte aus Jadestein, meine kleine Schwester eine Juzu-Kette mit 108 Perlen aus dunkelstem Onyx-Gestein, während ich eine kleine, goldene Statue des Erleuchteten erhielt. Sie sollten uns auf unserem Lebensweg stets begleiten und beschützen. Als ich dem Grabmal von Mama, auch bekannt als Nuuna Konagata oder ehemals Nuuna I., Königin von Mu gegenüberstand, verwandelten sich die Tränen in meinen Augen in eine Flut, wie sie Kyogre erschaffen haben könnte. Nuuna Konagata. 1078 - 1113 nach Necarios. Zu schade, dass wir dieses Grabmal bald ein für alle mal verlassen würden.
      "Kagayaku. Weißt du, wie stolz unsere Eltern sein werden, wenn ich diese Zahl ein für allemal auslösche?", fragte Sezzuna gedankenverloren, den Blick starr auf das eingravierte Datum gerichtet. Ich hingegen schüttelte ahnungslos mit dem Kopf und begab mich in die sicheren Arme meiner großen Schwester, Bara eng an meine Brust gepresst.
      "Ich werde die Größte sein, sodass sich niemand mehr an Necarios erinnern wird. Wir werden groß werden, weil wir groß sein müssen. Wir werden stark sein, weil wir stark sein müssen. Und irgendwann ... irgendwann werden wir noch einmal hierhin zurückkehren. Und weißt du, was dann auf diesem Grabmal steht? ... Nein? ... Dann steht dort: 'Nuuna Konagata. 22 vor Sezzuna - 13 nach Sezzuna'. Genau das wird dort stehen. Du musst nur daran glauben ..."



      *Orte:

      Zappango = Japan
      Kagos = Kagoshima
      Sassu = Sasebo
      Fukanda = Fukuoka (Dazaifu)

      Chunichi Dragons Ultras Kuwana & Yokkaichi
    • Meow Mobben! :P

      So der deutsche Franzose hat wieder zugeschlagen, jetzt heißt es um so kräftiger zurück schlagen! :madlol:

      Dieser Abschnitt war wirklich traurig, die arme Mama ist gestorben. Wenigstens konnte Bara noch gesund auf die Welt kommen. Wusste vorher gar nicht, dass die noch eine Schwester hat. Ehrlich gesagt finde ich es etwas schade, dass es kein Junge geworden ist. Wäre halt etwas Abwechslung gewesen. :hihi:
      Aber was ist dass denn für eine Schweinerei, dass sie die Mama nicht bestatten dürfen! Als wäre ein Loch im Boden zu viel verlangt. :@
      Aber bleiben dürfen die... Kann der Trottel sich mal für eine Spur entscheiden?
      Warum haben die eigentlich nicht die Asche der Mutter am Strand verteilt? Wäre doch eine Option gewesen. :ka:
      Und die arme Rea, rettet eins der Kinder und verliert dadurch ihr eigenes. :xheul: :xheul: :xheul:
      Danach würde ich die Königin auch hassen und abhauen!

      Nuuna Konagata. 22 vor Sezzuna - 13 nach Sezzuna'
      Das habe ich nicht ganz verstanden. Wieso einmal vor Sezzuna und einmal nach Sezzuna? :sd:

      Und das diesmalige Mobben endet mit einem Schlag in die Magengrube: Wieder eine sehr schöne Geschichte. Kommt wie immer nicht an meinen Favoriten ran, aber du bist gut, richtig gut. *(H)
    • Blöde Matheprüfung, ohne die hätte ich heute Vormittag schon kommentieren können. :shifty:

      "Ja, Mama, bitte erzähle uns nochmal die Geschichte!"


      Da muss ich einfach daran denken... :tlol:

      Mama war zum dritten Mal schwanger geworden, doch unser Stiefvater hatte nichts mehr, woran er sich erfreuen konnte.


      Oh, war doch klar, dass sich einer die Königin angelt!

      Der Herrscher von Kagos war ein sehr gütiger Mann, der die Sphinxmänner sogar in seiner Armee kämpfen ließ,


      Ja, das ist ja überaus gütig... :tlmao:

      "Ist schon gut. Ich lerne wohl nie, die Geschichte etwas kindgerechter zu erzählen, nicht wahr, meine kleine Kagayaku?


      Opa Heinrich fühlt da ganz mit ihr. :tlol:

      so sehr zu hassen, dass sie die sichere Stadt selbst verließ.


      Und wohin? *:O

      Ich erinnerte mich an eine sternenklare Nacht, in der ich beinahe an einer salzigen Brühe erstickte


      Ja, am Blut von Jemand anderem. Das hat sie scheinbar sehr geprägt und deswegen ist sie heute wohl Kagaf***you. :tlol:

      Der Arzt entgegnete, dass es wie unserer Sprache 'Bara' heißen würde


      Ich hatte mich schon gefragt, ob Bara hier überhaupt noch vorkommen würde! *:O

      Sicher, weil man sich auf einen Arzt alleine nicht verlassen konnte!


      Diese kindliche Naivität... ;-;

      der Welt drei wunderbare Engel geschenkt zu haben.


      Im Kontext zu MB ist diese Aussage purer Zynismus. :tlol:

      Solange es nicht um Leben und Tod geht, stellt er das größte Tabu dieser Welt da.


      Ich habe da so eine Ahnung, was im nächsten Kapitel von MB geschehen wird...

      "Was soll das heißen, dass sie nicht auf dem Friedhof beigesetzt werden kann?",


      Wasssss. Warum das denn nicht? :(

      und die Flügel erst ... hmmm, das klang so eingebildet


      Sie übt schonmal für später. :shifty:

      Damit ist eine Bestattung eurer Mutter auf dem hiesigen Friedhof oder einem Friedhof des Han nicht mehr rechtens"


      Das ist schon energetisch gesehen verwerflich, es ist völlig unwirtschaftlich, jemanden nicht zu begraben...und der will ein echter Beamter sein? :(

      wo die Metzger, Gerber und Totengräber als Wesen des vielen Drecks hausen.


      Dass diese Berufe immer so unangesehen sind!
      Die wahren Wesen des Drecks tragen noch immer Anzug und halten sich für wichtig. :fies2:

      Er sorgte für eine heimliche Verbrennung von Mamas Körper mitten in der Nacht,


      Das ist zwar spektakulär, aber ineffizient und stinkt höllisch. :(

      Genau das wird dort stehen. Du musst nur daran glauben ..."


      Sie glaubt bestimmt selber daran. Hoffentlich wird in MB dafür gesorgt, dass es nicht Realität wird! :fies:

      Nun denn, Junge, dann bin ich mal gespannt, was da noch kommen mag. :)
    • Aha, vorletztes Kapitel? Sehr schön! :sonne: Dann kann man sich also auf Mu VI freuen, wird bestimmt umso spannender, wenn ein neues Mischblut-Kapitel draußen ist. :D

      "Ja, Mama, bitte erzähle uns nochmal die Geschichte!", rief ich begeistert, während meine geliebte große Schwester gelangweilt mit den Augen rollte.

      Geschichte? Eine Geschichte? Du vor ein paar Jahren eine schreckliche erlebt, Mädchen, da hast du deine Geschichte! .__.)

      Sie hatte im Gegensatz zu mir ein paar Erinnerungen mehr als ich, allerdings keine besonders guten.

      Wenn der Vater direkt vor den Augen stirbt ist das ja auch nicht besonders toll. Aber um ehrlich zu sein: Die Zeit heilt doch alle Wunden, auch wenn sie dafür besonders lange brauchen mag.

      Die Männer schnappten sich alle Boote, die sie auftreiben konnte, während jede Frau dazu angehalten war, ein Kind unter die Arme zu nehmen.

      Wie Titanic. :tlol: Titanic. :( Gruseliger Film.

      Dort gab es einen riesigen Vulkan, dem gegenüber eine große Kriegerstadt namens Kagos* lag.

      Kagoshima, was?
      EDIT: Wow, das war sogar richtig geraten. o.o"

      Der Herrscher von Kagos war ein sehr gütiger Mann, der die Sphinxmänner sogar in seiner Armee kämpfen ließ, was Hosharios in einer Schlacht letztlich mit dem Leben bezahlen musste.

      Wer ist Hosharios? Ist das dieser Herrscher?

      Der arme Mann tat mir schon leid, da er sich auch gerne mit ihr anfreunden wollte, doch sie konnte einfach die Ermordung von Papa einfach nicht vergessen.

      Tja, so ist das halt... Wenigstens scheint Kagayaku ihm eine Chance gegeben zu haben. :)

      Sezzuna schnaubte missbilligend und verließ den Raum [...]

      Uff, an der Stelle fängt es schon an. Die Teuflin Miss YOLO Setsuna ist back in action. .____.

      Es kollabierten viele, sehr viele, ohne rettendes Land auch nur in Sicht zu haben.

      Wo liegt Mu bloß? Ich stelle es mir irgendwo zwischen Japan und Südamerika vor, etwa irgendwo in der Südsee? :hmm2:

      Doch sie machte Mama für das Verschwinden ihrer kleiner Tochter selbst verantwortlich und begann sie deswegen so sehr zu hassen, dass sie die sichere Stadt selbst verließ. Niemand wusste, wo sie steckte.

      Da wollte ich mich schon für Rea freuen, diesen undankbare Miststück!

      Das kann ich dir leider nicht sagen, meine Süße. Schließlich bin ich doch kein Orakel. Aber ich würde es mir für euch so sehr wünschen", flüsterte mir meine Mutter leise ins Ohr, doch als ich das Wort 'Orakel' vernahm, fluteten grauenvolle Erinnerungen meinen Kopf.

      Hilfe! So wie ich Sheila kenne, wird sie aus Versehen auch in so eine "Falle" tappen. :hmm:

      Kaum zu glauben, dass sich daraus zwanzig Jahre später solche riesigen, eleganten Schwingen entwickeln werden!

      Werden sie das? Werden sie nämlich nicht! :(

      Ich kniff die Augen zusammen, damit ich so wenig Blut wie nur möglich sehen musste, während Sezzuna sich seelenruhig die Geburt unseres kleinen Schwesterchens anschaute.

      Und wahrscheinlich vollkommen emotionslos, diese Teuflin!

      Mama freute sich wahrscheinlich noch mehr über Baras Geburt als wir, doch die Schwangerschaft hatte sie sehr kränklich gemacht. Sie war nur noch Haut und Knochen.

      Das hätte ich jetzt nicht erwartet! Ich dachte eher, da nimmt man zu!

      "Sezzuna. Kagayaku. Bitte legt euch an meine Seite", forderte uns Mama am späten Abend auf, mit Bara an ihrer Brust.

      Das ist doch jetzt nicht eine indirekte Erklärung, dass sie bald sterben wird? Mensch, Nuuna, so geht das doch nicht, Frau! :(

      Das war faszinierend!

      Viel faszinierender ist, dass du den Ernst der Lage ignorierst! Aber in Ordnung, sie ist 10...

      Die kleine Bara wusste gar nicht, wie ihr geschah und nahm ein paar letzte Schlucke Milch zu sich, während ich wimmernd in den Armen meiner Schwester versank.

      Wie süß! :w: Wie alt ist sie denn zu diesem Zeitpunkt?

      Nun hatte ich auch dem Tod eines meiner Elternteile beigewohnt. Sezzuna jedoch zwei.

      Na super, jetzt hat sich die Teuflin zu einer noch teufligeren Teuflin entwickelt. Fehlt nur noch der finale Schritt. Oder der vorletzte? Bestimmt wird sie sich in Mischblut megaentwickeln!

      Der neue Daimyo wünscht den sofortigen Ausschluss der Flügel aus der Dorfgemeinschaft.

      Was für ein hinterhältiger Kerl! Aber schön, der wird bestimmt noch sehen, was er davon hat. :blah:

      Dann steht dort: 'Nuuna Konagata. 22 vor Sezzuna - 13 nach Sezzuna'. Genau das wird dort stehen. Du musst nur daran glauben ...

      Die Setsuna aus Mu macht mir Angst. :oldno:

      Aber wie konnten sie Nuuna nur verbrennen? Wie konnte sie nur sterben? Wie konnte Setsuna nur zu der Psycho-YOLO-Teuflin werden, die sie in Mischblut nur ohne das "YOLO" ist? Ich hoffe doch, sie wird dann ordentlich verkloppt. Leider in Mu nicht. :(


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Eins vorab: Dieses Kapitel ist sehr, sehr, lang. Mit knapp 3.900 Wörtern wohl auch das längste, was ich je veröffentlicht habe. Aber es liegt noch unter den 4.000 und somit wird es offiziell das letzte Kapitel von "Der Untergang von Mu" sein. Sechs Kapitel, das ist doch eine hübsche Zahl. Sechs Kapitel, sechs verschiedene Perspektiven. Der ein oder andere Mischblut-Leser wird schon wissen, welches Schicksal hier mit der Geschichte der Sphinx-Schwestern verknüpft ist. Bloß das "Wie" blieb lange offen.

      Ich hoffe, damit lässt sich auch erklären, wieso eben nicht alle die arme Setsuna tot sehen wollen! Wie einige von euch grr! :@

      Contra-Kommentare sind alle privat erfolgt btw. :)


      Eigennamen:
      Messu - Metz
      Hexalos - Frankreich
      Hexalois - Französisch
      Zappango-Go - Nihon-Go (Japanisch)
      Lumyaon - Paris

      Oneiro -> Óniro (Aussprache)


      Viel Spaß beim großen Abschluss meiner ersten (kleinen), beendeten Story! (:


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      Kapitel VI (Sicht: Yomi) - όνειρο/Oneiro (Oniro)



      Jahre 1122/1123 nach Necarios




      Seit ich denken konnte, lebte ich in diesem großen Keller. Diesen Endroit, diesen Ort hier nannten sie Messu. Angeblich lag er im Osten des Landes meines Vaters, doch an mehr konnte ich mich nicht mehr erinnern. Die Gesichter meiner beiden Elternteile waren meinen Erinnerungen vollkommen entflohen, lediglich die ein oder anderen Worte hallten noch in meinen Ohren, meinen Oreilles. Ich wusste zum Beispiel noch, dass meine Maman aus einem weit entfernten, östlichen Land hier hingebracht wurde und dass ich neben meinem ersten Namen, Yomi, auch noch den Zweitnamen Léonie trug, doch darauf beschränkte mich mein ganzes Wissen über meine Herkunft. Dabei interessierte ich mich so sehr dafür, sie aufzudecken. Ich vermisste meine Eltern so sehr, nicht einmal kennen lernen durfte ich sie. Ein gewöhnlicher Mensch war ich wohl kaum. Im Gegensatz zu ihnen trug ich nämlich kurze, rosa bis hellviolette oder fliederfarbene Haare. Die gleichen Couleurs, also Farben, ließen sich auch in meinen Augen wiederfinden. Meine wohl auffälligsten Merkmale allerdings stellten sicher die kleinen, kegelförmigen Hörnchen an meinen Schläfen dar. Die beiden erinnerten sehr stark an Katzenohren und waren weiß-schwarz marmoriert. Nicht minder interessant war meine Queue, der Schweif, der von einem dünnen Fellkleid in der Farbe meiner Haare überzogen war. Sobald ich mich ärgerte, begann er wie wild und vollkommen unkontrolliert umherzupeitschen!
      Ich lebte jedoch nicht alleine in diesem großen Keller. Er war feucht, nass, kalt, gefährlich , dunkel, unangenehm, gruselig und mit unzähligen grauenvollen Erinnerungen verknüpft. Quelle Horreur! An den grobfelsigen, dunklen Mauern waren zahlreiche Eisenketten angebracht, die sämtliche Internierte, die sich bei Bewusstsein befanden, in Zaum halten sollten. Denn die Leute, die uns gefangen hielten, hatten große Peur, panische Angst vor den mächtigen Kräften, die in uns schlummerten. Einige verfügten über verschiedenste Arten der Elementarmagie, während bei anderen die telekinetische Kraft, über die wir Gehörnten alle verfügten, besonders stark ausgeprägt war. Eine Psychokinese dieses Kalibers konnte bei geringem Abstand problemlos ganze Körper durchtrennen. Die Entführung, der Transport und die "Pflege" von uns Gehörnten stellten die Leute vor viele große Probleme.

      Ich fragte mich, wie viele Stunden bereits vergangen waren, seit ich die letzte Mahlzeit eingenommen hatte. Sechs? Acht? Zehn? Zwölf? Doch worauf freute ich mich eigentlich? Wir bekamen doch sowieso nur Crème d'Avoine, jeden einzelnen Tag zweimal. Hinter dem sich eigentlich delikat anhörenden Wort verbarg sich nichts Weiteres als ekelhafter Haferschleim. Ich konnte einfach nicht mehr sehen, doch wir mussten essen, um einigermaßen bei Kräften zu bleiben. Natürlich reichte das nicht aus, dementsprechend anfällig für Krankheiten waren wir auch alle. Ich hatte bereits viele Gehörnte gesehen, deren Körper schlaff an der Wand zusammengesackt waren. Ihren Traum, zu fliehen, hatten sie vergeblich gehegt. Einen Rêve, der nie in Erfüllung ging und an den ich selbst nicht mehr glaubte. Alle Gehörnten, die die Metallfesseln hätten schmelzen können, waren wohl woanders untergebracht worden. Die müden Augen meiner Kammergenossin Haru, zu erschöpft, um zu reden, blickten mich mitleidig an. Mal wieder hatte ich gehustet und genossen, sodass sie kurz zusammenzuckte. Mit der letzten Kraft, die ich hatte, ummantelte ich meinen Bauch mit meinem dünnen Schweif, da ich irgendwie versuchte, mich zu wärmen und den eisigen Schüttelfrost zu bekämpfen - sans succès, völlig ohne Erfolg. Als es Haru noch besser ging, sagte sie, dass die überlangen Haare meines Schweifes ihn aussehen lassen würden wie Orge, also Gerste. Oft dachte ich daran, wie schön es doch wäre, Erinnerungen an die unberührte Natur und ein Leben vor dieser Hölle hier zu besitzen, doch letzten Endes waren wir alle den gläubigen Teufeln ausgeliefert. Sie nannten sich "Ritter des Lavadosordens", doch den meisten war Gott, also Dieu, oder Lavados komplett egal, denn sie wünschten sich lediglich Reichtum, Macht und totale Kontrolle. Und wir waren als die Werkzeuge auserkoren, die ihnen dabei helfen sollten. Ich hatte mir eine böse Grippe eingefangen, doch anstatt mich zuzudecken, ließen sie mich nackt in diesem kühlen Kellerraum angekettet. Meine Atmung hatte mittlerweile einen neuen Tiefststand erreicht und das einzige, woraus ich noch bestand, waren Haut, Knochen, ein Kopf mit den Cornets und dem ungetrimmten Schweif. Unsere Cornets, die Hörnchen, die betrachteten die "Gottesritter" immer mit interessierter Miene, während der Rest unseres Körpers bespuckt, getreten oder geschlagen wurde. Haru sagte, dass es Pokémon namens Kirlia gab, die ähnliche Hörnchen besaßen, doch ich kam noch nie in den Genuss, ein Pokémon zu sehen. Dagegen begann ich früh, den Menschen zu fürchten. Die Menschen mussten uns angeblich verletzen, da wir unter Schmerzen unsere Kräfte nicht einsetzen konnten. Da ich nie ohne Schmerzen oder Krankheit war, konnte ich das nicht überprüfen. Sie mussten uns so gesund halten, dass wir überlebten und so schwach, dass wir wehrlos blieben. Gerade die Älteren wurden deswegen sehr häufig verletzt.


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      Was hatten sie jetzt schon wieder angestellt? War eines ihrer "Experimente" schief gelaufen? Solch einen gewaltigen Knall zu hören, war eigentlich sehr außergewöhnlich. Ich hörte hektisches Getrampel und panische Schreie, immer wieder vermischt mit lauten Geräuschen, als ob jemand etwas in die Luft gesprengt hätte. Als ein Teil der Mûr, der Mauer, die uns von den anderen Kammern trennte, auseinanderbrach, wurde ich in meiner Annahme bestätigt. Große Felsstücke wurden umhergeschleudert und ich sah einige Silhouetten an der klaffenden Wunde des Mauerwerks vorbeilaufen. Eine davon blieb sogar stehen und betrachtete uns mit glühend roten Augen: eine Gehörnte! Sie näherte uns nur kurz, um Haru und mich von unseren metallischen Fesseln zu befreien, doch danach verschwand sie ohne jedes Wort. Ich jedoch war zu schwach für alles, sackte energielos zusammen. Mon Dieu! All die Tage hier erschienen mir wie in ewiger Dämmerung. Nun sah ich plötzlich in dem flimmernden Licht der Wandkerzen mehrere Ritter in unsere Kammer rennen, doch eine Gehörnte im Hintergrund machte kurzen Prozess mit ihnen. Überall ... floss Sangue. Alles war voller Blut und die unterschiedlichsten Körperteile wurden von der Psychokinese durch den Raum gewirbelt. Bedeutete das ... endlich Freiheit für mich? Der zähflüssige Sirup aus Blut, der die Wand herunterlief, veranlasste mich beinahe zum Erbrechen, doch da konnte ich mich schon fast glücklich schätzen, einen leeren Magen zu haben!
      Irgendwann nahm ich keine Geräusche mehr wahr. Wehmütig blickte ich zu Haru rüber, doch sie rührte sich nicht mehr.
      "Haru ... Haru?", flüsterte ich mit zittriger und gebrochener Stimme, doch ich erhielt keine Antwort. Die Schritte zweier sich mir nähernden Personen rissen mich aus meiner Trauer durch die Gewissheit, dass sie mir wohl nie wieder antworten würde. Ich erkannte kaum etwas, da viele der Kerzen durch das Gemetzel erloschen waren, doch was ich zweifelsfrei identifizieren konnte, waren zwei riesige Paare von Ailes, gewaltigen, halbmondförmigen Flügeln. Die beiden dunklen Gesichter verbargen gefährliche, weiß aufblinkende Reißzähne und funkelten mich mit drei goldenen und einem grünen Augen neugierig an. Meine Nase lief, ich hustete, ich zitterte, ich krümmte mich mit Gliederschmerzen am Boden. Fliehen, wie die anderen Gehörnten konnte ich nicht mehr. Dafür war es jetzt zu spät - trop tard.
      Es waren zwei junge Frauen, beide mit ziemlich langen Haaren, die irgendetwas auf einer mir unbekannten Sprache besprachen. Es ähnelte ein bisschen der Sprache meiner Mutter, war aber etwas dunkler, wilder und leicht aggressiver. Die Geflügelte mit den zwei goldenen Augen untersuchte Harus Körper, während die anderen kompromisslos auf mich zu schnellte und mich etwas unbeholfen auf den Arm nahm. Ich hatte keine Ahnung, wohin sie mich brachten. Sicherlich waren die beiden jungen Damen an der Zerstörung der Kellerräume nicht ganz unbeteiligt, aber wo brachten sie mich nur hin? Oú? Wo? Ich freute mich so sehr, die Welt außerhalb der Dunkelheit zu sehen, doch sie war selbst draußen offenbar dunkel. Zwar brannten überall Laternen und Gebäude wie die Keller, doch schien es in dieser Stadt, die die Ritter lediglich als "Messu" bezeichneten offenbar auch nur einen bläulich schwarzen Himmel geben. Zwar erkannte ich an der Decke der Außenwelt eine große, helle Scheibe und viele weiße Pünktchen, doch meine Enttäuschung saß tief. Quelle Dommage ... es war einfach zu enttäuschend, sehen zu müssen, dass die gesamte Welt, die ich so gerne einmal wahrhaftig sehen wollte, ebenfalls aus nichts anderem als Finsternis bestand ... seulement la Obscurité ... nur Dunkelheit.


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      Ouah, was das grell! Erschrocken berührte ich den Boden, auf dem ich lag. Offenbar lag ich auf einem mit Heu befüllten Karren, und versuchte neugierig, den Geruch des Heus einzuatmen, doch meine Nase war komplett verstopft! Eine der Flügelfrauen zog den Wagen im Tiefflug mit beachtlicher Geschwindigkeit voran, während die andere ein anderes Mädchen auf den Schultern trug - eine Miniaturausgabe von ihnen! Doch das Beeindruckendste war sicherlich die hellblaue Decke der Außenwelt. Endlich war sie strahlend hell, so wie ich sie mir erträumt hatte. Ein riesiger, weißer Kreis, den man mit den Augen nicht anblicken konnte, übergoss die Welt mit Licht. Mein ganzer Körper pochte glühend heiß, denn mein Fieber konnte es mir nie recht machen. Ich streifte die warmen Decken, mit denen ich zugedeckt wurde, von mir ab, sodass mich nur noch Lumpen wärmten, die die beiden mir übergezogen hatten. Ich war so schwach, dass ich selbst meinen Oberkörper nur mit Mühe aufrichten konnte. Diese Gelegenheit nutzte ich, um die beiden fliegenden Wesen zu betrachten, die mich fortbrachten. Beide trugen eine Art silberne Rüstung, die unten in einer Art kurzem Kleid oder Rock endete. Darunter sie bis zu den Knien eine Art abgeschnittene, schwarze Hose und halbhohe, schwarz und silbern verzierte Stiefelchen. Was waren das bloß für sonderbare Wesen?
      "Bonjour!"
      "Bon-was? Was ist ein Jour?"
      "So begrüßt man sich doch bei euch ... oder nicht? Das hier ... ist ein Jour. Und wenn es dunkel ist, das nennt man dann Nuit."
      Ach so war das? Niemand hatte mir dieses Wort je beigebracht. Woher sollte ich auch wissen, was es bedeutet? Und schon klappte ich wieder nach hinten um, sodass ich den Blickkontakt zu der mit diesem markanten, rechten grünen Auge verlor. Das Problème der beiden war, dass sie nur mäßig Zappango-Go und noch viel weniger Hexalois sprachen. So waren wir dazu gezwungen, uns irgendwie in beiden Sprachen gemischt zu unterhalten. Sie erzählten mir mehr oder weniger grammatisch unbeholfen, dass sie zur Rasse der Sphinxen gehörten, die von einem versunkenen Kontinent tief im Osten stammten. Das hörte sich so complètement fou, total verrückt an, dass ich das ihnen einfach nicht abkaufte. Die Älteste, die zuerst den Karren zog, hieß Setsuna, während ihre drei Jahre jüngere Schwester, die 19-jährige Kagayaku mit der 9-jährigen Bara nebenher flog. Einmal manövrierte sich Kagayaku quer über meinen Kopf hinweg und flog über seltsame, in Reihen auf einem Hügel stehende Sträucher, um irgendwelche runde, dunkelblaue Kugeln abzupflücken. Danach kam sie zurück und drückte mir sie in den Mund hinein, doch da ich durch die Krankheit momentan überhaupt nichts essen wollte, spuckte ich sie wieder aus. Doch sie gab nicht auf und drückte mir sofort die nächste hinein, sodass ich, mit ihrer Hand auf meinem Mund, gezwungen war, sie zu essen. Es schmeckte gut und saftig, doch ich weigerte mich immer noch vehement. Schließlich musste ich wegen meiner verstopften Nez, der Nase, durch den Mund atmen!
      Als Kagayaku mit einer Ladung hellgrüner Kugeln diesmal zurückkam und alles ziellos in den Wagen regnen ließ, wollte ich wissen, was da von diesen seltsamen Büschen stammte: "Sag mir, Kagayaku, was ist das?"
      "Trauben. Daraus kann man Wein machen. Und du musst essen, Zwei-Vulkan. Wie heißt du?
      Zwei-Vulkan? Das Wort für Horn kannte sie offenbar nicht.
      "Ich ... äh ... heiße Yomi. Yomi Léonie ... äh ... ohne Nachname ...", antwortete ich in einem heftigen Hustenanfall und packte mir an die schmerzende Gorge, meine trockene Kehle.
      "Hahaha, meine beiden Schwestern müssen sich noch lernen, sich richtig zu unterhalten! Außerdem sind die immer total tollpatschig mit ihren großen Flügeln. Sie müssen erst einmal damit zurechtkommen, dass die schon so groß sind. Aber in zehn Jahren, dann bin ich so alt wie Kagayaku und werde auch solche Flügel haben! Darauf freue ich mich schon! Ich würde gerne auch bei dir im Karren sitzen und gezogen werden, doch meine Schwestern haben Angst, dass ich krank werde", sagte Bara fröhlich, die offenbar keine Mühe hatte, sich am Rücken von Kagayaku festzuklammern. Sicher wäre es auch verlockend gewesen, ihren Pferdeschwanz zu greifen, doch das würde sicher nur wehtun ...
      Plötzlich bremste Setsuna abrupt ab. Mühsam hob ich meinen Kopf, um zu sehen, welches Problem unsere Weiterfahrt verhinderte, doch offenbar gab es lediglich einen Schichtwechsel.
      "Ich bin überhaupt nicht tollpatschig, denn in mir schlummert die Seele einer Herrscherin", zischte Setsuna verärgert, als sie Bara auf den Rücken hob und Kagayaku gemütlich zu dem Handkarren trottete. Diesen Satz trug sie in fast perfektem Zappango-Go, so wie es Bara konnte, vor, als ob sie ihn auswendig gelernt und schon oft benutzt hatte. Bei jedem erneuten Nießer schmerzte mir der Bauch und wehmütig versuchte ich mich zurückzuerinnern, wie es ohne Krankheit war. Ich musste lange zurückdenken ...
      Kagayaku legte ihre Hand auf meine Stirn, um das Fieber zu untersuchen und flüsterte mir behutsam etwas zu: "Wir machen jetzt Pause, also schlafe. Ich hoffe, dass es dir bald endlich besser geht ..." Ich versuchte, noch ein Paar dieser Trauben zu essen, bis ich irgendwann einschlief - und das an diesem helllichten "Jour".

      Der bislang einzige Moment in meinem Leben, in dem ich Glück verspürte, war, wenn ich für den Orden Zeichnungen von Gebäuden, Brücken, Türmen oder den verschiedensten Sachen aus Eisen oder Kupfer anfertigen konnte. Endlich konnte ich dort das machen, was ein zwölfjähriges Kind tun sollte - spielen. Gerade die Bearbeitung von Metall bot so viele verschiedene Möglichkeiten! Die Chevaliers, also die Ritter, nannten es arbeiten, doch für mich blieb es immer "jouer". Mein großer Traum war ein Turm, der, anders als die "Phares" an den mir bislang unbekannten "Küsten", komplett leuchtete. Ein großer, an allen vier Seiten wie ein großes Alpha geformter Turm würde mit einem harten Baumetall sicherlich die nötige Stabilität erhalten ...

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      Bara durfte sich stets aussuchen, neben wem sie schlafen wollte, während ich mich neben die andere legte und mich unter ihren großen, warmen Flügeln versteckte. Eine Decke brauchte ich somit nur noch für die Beine. Im Gegenzug dafür leitete ich ganz sanft ein bisschen Strom durch meinen Körper und die Flügel, sodass ich ihnen dafür auch etwas Wärme schenken konnten. So gefährlich die Blitze waren, den Sphinxen verspürten lediglich ein kleines Kribbeln, wenn sie von ihnen getroffen wurden. Es gab so viele Sachen, für die ich mich interessierte und denen ich mich nun, in Freiheit, unbedingt widmen wollte. Die Liberté tat mir sogar richtig gut. Bald begann ich wieder so etwas Ähnliches wie Fleisch an meinem Körper zu spüren, meine Krankheiten verschwanden. Die beiden Sphinxen behandelten mich wie eine zweite kleine Schwester und brachten uns immer reichlich Essen mit, wenn auch oft genug illegal. Doch vor allem Setsuna schien das nicht zu stören. Sie befand es für ausgleichende Gerechtigkeit, da man ihr und ihrer Familie nicht nur ein bisschen Fisch, Fleisch, Brot und Gemüse, sondern zwei Heimaten, die Eltern und die Landsleute geraubt hatte. Die Sphinxen hassten den Winter und hatten jedes Jahr panische Angst vor ihm, da sie Kälte erst vor acht Jahren kennen gelernt hatten, doch zusammen standen wir das durch. Wir richteten gleich drei große Öfen in unser Haus ein, renovierten und pflegten es völlig. Ach ja, unsere Maison im südwestlichen Teil Lumyaons, der Hauptstadt von Hexalos, war noch eines der schöneren und besterhaltendsten Häuser überhaupt. Setsuna und Kagayaku hatten sich eine perfektere, hübschere Welt vorgestellt, doch abseits der großen, weißen Kathedrale war diese Stadt ein Ort der Armut, der allergrößten Poverté, für die zahlreiche zerfallene Häuser mit Strohdächern Zeuge standen. Überall lagen Dreck und Ausscheidungen auf dem Boden, wie in dem Keller, in dem man mich gefangen hielt. Das musste ich ändern. Dafür würde ich zwar mehrere Jahre brauchen, aber ich musste das ändern. Vielleicht könnte ich den beiden Sphinxen eine neue Heimat geben, die sie schon so lange suchten. Ich war es ihnen schuldig, schließlich hatte ich auch alles von ihnen über die Natur und die Städte gelernt, was mir bislang verwehrt geblieben war. Die Cathédrales, die Jahreszeiten, die heimischen Pokémon ... dafür war ich ihnen so unendlich dankbar. Doch mit meinem Haus würde ich sofort beginnen!

      "Oh, wo hast du das denn her, Setsuna? Das ist aber süß! Darf ich es kuscheln?", fragte ich Setsuna, die durch unseren neu angelegten Obst- und Beerengarten vor dem Haus angetrottet kam. Sie trug ein kleines, flauschiges Voltilamm auf ihren Armen, senkte sich auf die Knie und hielt mir das kleine, fluffige Schäfchen hin. Es war so niedlich ... und seine gestreiften Cornets erinnerten mich fast etwas an mich selbst. Sanft wühlte ich meine Hände durch die kuschelige Wolle und rieb mein Köpfchen an seinem blauen Gesicht. Auch Bara, mittlerweile zehn, umarmte das niedliche Elektro-Pokémon, während Setsuna ungeduldig mit ihrem Fuß wippte. Natürlich durfte auch Kagayaku sich die Szene nicht entgehen lassen.
      "Diese kleine Hammel habe ich dir mitgebracht, weil man sie sonst wohl gegessen hätte. Es ist ein kleines Kraftpaketchen namens Henri. Du magst doch besonders gerne Pokémon mit weichem Fell und die, die Elektrizität erschaffen können", erklärte Setsuna mir mit einem breiten Lächeln. Ich war ihr dafür so dankbar! Schließlich träumte ich immer davon, ein eigenes Pokémon zu besitzen!
      Ich drückte Setsu ganz fest an mich, ließ es mir aber nicht nehmen, meine neue größte Schwester in ihrem wesentlich besser verständlichen Hexalois zu verbessern: "Der Hammel, le Bélier, Setsuna. Aber ansonsten ... wow, ich glaube, das ist das beste Geschenk, was man mir je machen konnte!"
      Für einen Moment strahlten Setsunas Augen genauso sehr wie meine, bis sie von einem Schleier von Traurigkeit bedeckt wurden.
      "Yomi-chan, ich muss gehen. Jetzt, wo es endlich Frühling wird, kann ich wieder zurückkehren, um meine Verbündeten aus den Steppen weiter voran zu bringen. Weißt du, ich suche schon seit Jahren nach Hinweisen auf die Legendären Pokémon, die meine Heimat vielleicht als einzige zurückbringen können. Diese Nomaden sind zahlenmäßig sehr viele, weswegen ich die Suche nach mysteriösen Gegenständen und Pokémon intensivieren kann."
      "Du ... du gehst ... oh nein ... Setsu! Du musst doch bleiben! Für Kagayaku und Bara gilt das Gleiche!"
      "Aber nein, nicht doch! Meine beiden anderen Schätzchen werden natürlich auch hier bleiben, damit ihnen bloß nichts zustößt. Kannst du lesen und schreiben? Vielleicht kannst du ja derweil ein paar Schriften entziffern. Allerdings habe ich von antiken Sprachen keine Ahnung ..."
      "Lesen und schreiben habe ich von den Rittern zu ihrem Nutzen gelernt, aber mein Latein ist ... noch schlimmer als euer Hexalois als wir uns kennen gelernt hatten, très, très mauvais! Ich kann ein bisschen Griechisch, aber ob das reicht?"
      "Noch schlimmer? Na da bist du dann wirklich nicht zu gebrauchen, Yomi. Egal. Ich bin dir nicht böse, wenn das nichts für dich ist. Vielleicht sollte ich selbst mal etwas Griechisch lernen, die Sprache hört sich dem Muyaan recht ähnlich an, auch wenn das sicher täuscht. Aber was du sicherlich machen kannst, ist diese schicke Stadt hier zu verschönern. Alle Dörfer gleichen Löchern. Mein Traum ist es, das dieses Land irgendwann ein Land der puren Schönheit wird, in dem ich gerne lebe, sollte die Wiedergeburt Mus scheitern. Klar, es ist ein Lebenswerk, aber sobald ich wieder hier bin, werde ich dir selbstverständlich helfen. Du auch, nicht wahr, mein süßes Kagy-Schätzchen?"
      Ich hielt das süße Voltilamm fest umklammert, während ich mit angewinkelten Beinen auf einem kümmerlichen Teppich saß. Diesen musste man auch austauschen. Aber mir war während dieser cinq, dieser fünf Monate mit den beiden Sphinxen aufgefallen, dass Kagayaku Setsunas manische Überbesorgtheit überhaupt nicht gefiel.
      Auch hier verpasste sie ihrer Unzufriedenheit Ausdruck: "Kannst du mal aufhören, mich vor Anderen so zu nennen? Ich bin fast zwanzig! Außerdem beherrsche ich in etwa die gleichen Attacken wie du, wieso sollte ich also auf einmal ein leichtes Opfer für irgendwelche Narren sein?", fauchte Kagayaku zornig ihre große Schwester, die sie ansonsten über alles verehrte an und verzog ihre goldenen Augen zu wütend funkelnden Schlitzen, wie ein angriffslustiges Nachtara. Und auch sonst verhielten sich die Sphinxen oftmals wie Katzen-Pokémon, als sie sich beispielsweise mit abgeleckten Armen wuschen, wenn momentan kein fließendes Wasser in der Nähe war. Vor allem die sandfarbenen Flügel mit den weichen Federn pflegten sie ausgiebig, unter denen bei Setsuna bereits ein paar schwarze, glänzende sichtbar waren.
      "Vielleicht hast du Recht, Kagayaku. Ich als die Älteste und Thronerbin muss natürlich auch die Stärkste sein ... wie wäre es denn, wenn ich mir ein paar besondere Techniken aneigne? Ja, das sollte ich schnellstmöglich tun, denn wie sonst kann ich die größte und mächtigste Herrscherin sein, die Mu je hatte?", antwortete Setsuna zähneknirschend und verbissen, bis sie danach sanftere Töne anschlug, als sie der mittleren Schwester über die Wange strich: "Tut mir wirklich leid, falls ich dich dadurch gekränkt habe. Das war nie meine Absicht ..."
      Kagayaku seufzte resigniert und umarmte ihre äußerst zielstrebige Sœur, und auch Bara umklammerte sie traurig, konnte ihre Tränen nur teils zurückhalten.
      Nachdem sie sich ausdrücklich von ihrer Blutsfamilie verabschiedet hatte, wandte Setsuna sich auch dem letzten "Familienmitglied" zu - mir: "Erinnere dich an mich, wenn du in die Augen dieses Schäfchen blickst. Es ist mein persönliches Geschenk an dich! Irgendwann werde ich bald wiederkommen, vielleicht im Sommer, vielleicht im Herbst, oder wenn es ganz schlecht läuft, erst nächstes Jahr. Sorgen musst du dir um mich keine machen, meine süße, kleine Yomi. Weißt du, womit du mir eine große Freude machen kannst? Mache diese Welt schöner. Plane Häuser, Brücken, Türme und gestalte vor allem unseren neu angelegten Obstgarten da draußen mit so vielen leckeren Beeren, wie du nur auftreiben kannst. Denn das ist es doch, was dir wirklich Spaß macht, oder? Wir werden aus Hexalos ein wundervolles Land machen, denn gewisse Grundstrukturen, die beispielsweise den Steppennomaden fehlten, sind hier durchaus vorhanden. Und es ist hier stets wärmer als in diesem Kaiserreich östlich von hier. Als ich das erste Mal Schnee gesehen hatte, hielt ich ihn für Vulkanasche, weißt du? Spätestens, wenn ich 30 bin, wirst du unser glorreiches Werk bewundern können. Dann bist du 20 und genau wie ich eine Erwachsene ... und natürlich Kagayaku ... bald zumindest. Merke dir, dass es bislang keinen Gott gab. Gäbe es ihn, hätte er verhindert, dass wir zweimal vertrieben wurden. So gibt es nur einen Buddha, der die Welt aber nicht verändern kann, denn das können nur die, die gleichzeitig irdische Wesen sind. Aber ich werde als genau diese irdische Göttin wiederkommen, nämlich dann, wenn ich endlich die Welt nach meinen eigenen Wünschen gestalten werde ... wenn jemand das schaffen kann, dann nur ihr drei und ich. Also dann, meine liebe Yomi, lebe wohl und pass auf dich auf ..."
      Ich habe den Dreien ein Leben in Freiheit zu verdanken, eine Vie libre. Setsuna hörte sich stellenweise etwas größenwahnsinnig an und ich war mir nicht ganz sicher, wie ich sie mir als Königin eines Landes vorzustellen hatte, aber ihr etwas antun könnte ich nie. Dafür liebte ich meine neue Famille einfach zu sehr, auch wenn ich weiterhin oft darüber nachdachte, wie meine Eltern wohl aussahen und ob ich Blutsgeschwister hatte.
      "Kagayaku, sorge du bitte dafür, dass die Leute hier Yomi nur noch als 'Léonie' kennen. Ich glaube kaum, das von diesen dreckigen Bastarden tatsächlich alle ins Gras gebissen haben. Wenn du einen von denen bemerkst, die unser Schätzchen so gepeinigt haben, töte sie auf egal welche Weise. Also dann, ich muss weg. Und bitte nicht weinen ... eine glückliche Welt wird uns in naher Zukunft erwarten!", wies Setsuna Kagayaku zum Schluss an, während sie meine Tränchen aus meinem Gesicht rieb. Einmal noch lächelte sie uns breit an und winkte uns mit ihren kleinen, so komplett harmlos wirkenden Mains, den Händen, bevor sie von dannen flog. So wie ich mich auf ihre Rückkehr freute, konnte sie sich bald auf ein wunderschönes Hexalos, eine neue Heimat mit Familie freuen!

      Chunichi Dragons Ultras Kuwana & Yokkaichi
    • Mobbing vollendet!

      Ein würdiger Abschluss. :)
      Auch wenn du den armen Boss so unnötig quälst mit den vielen Worten... :(

      Willst du eigentlich noch so ein [Abgeschlossen] in den Titel setzen oder kommt vielleicht doch noch irgendwann was?

      Seid wann sitzt die Yomi eigentlich in diesem Knast? Die kennt ja noch ein paar Dinge von außerhalb, sogar seine Mutter. Hast du sicher irgendwo erwähnt und ich habe es nur überlesen.
      Wurde nur sie aus dem Keller gerettet?

      Ich finde es toll, dass sie nach diesen grauenhaften Jahren zumindest ein eigenes Pokemon bekommt und so eine Art Familie gefunden hat. Das hat sie sich mehr als verdient. :)

      Wird es in deiner Geschichte auch männliche Mega-Sphinxen geben?

      Insgesamt ein richtig guter Abschluss. "Weiter so" kann man ja leider nicht sagen. ;)
    • So viel sind 4.000 Wörter doch nicht, aber was mich mehr verwundert, ist, dass man nun Yomis (Yomeeeee) Sicht sieht, sehr verwunderlich! Aber so sehr abgeneigt bin ich dieser "oui, oui, bonjour, baguette"-Frau ja nicht mehr und es ist sowieso sehr interessant, mehr darüber zu erfahren, wie es ihr bei diesem omniösen Lavadosorden erging. Zumindest nehme ich mal an, dass wir das jetzt erfahren werden. :hihi:

      Seit ich denken konnte, lebte ich in diesem großen Keller.

      Ist das nicht irgendwie geistig und körperliche schädlich? Ich meine ja nur, man sitzt Tag und Nacht in einem (möglicherweise dunklen und feuchten) Keller, das ist bestimmt nicht die gesündeste Art zu leben, oder? :hmm2:

      Diesen Endroit, diesen Ort hier nannten sie Messu.

      Metz! Ist das deine liebste Stadt im Frankenreich?

      Ich wusste zum Beispiel noch, dass meine Maman aus einem weit entfernten, östlichen Land hier hingebracht wurde [...]

      Weit entfernt? Ich würde eher sagen "am anderen Ende der Welt"! :tlol:

      Ein gewöhnlicher Mensch war ich wohl kaum.

      "Mensch". :hihi:

      Nicht minder interessant war meine Queue, der Schweif, der von einem dünnen Fellkleid in der Farbe meiner Haare überzogen war.

      Och, wie süß, ein rosa Schweifchen! :w: Yomi ist aber wesentlich rosafarbener als ich dachte.

      Er war feucht, nass, kalt, gefährlich , dunkel, unangenehm, gruselig und mit unzähligen grauenvollen Erinnerungen verknüpft.

      Wow, diesen Keller scheint sie ganz schön gut ausgehalten zu haben, wenn sie "heutzutage" so ein nettes Wesen hat. :D

      Sechs? Acht? Zehn? Zwölf?

      :eek: Das ist doch nicht gesund, die arme muss ganz abgemagert sein!

      Wir bekamen doch sowieso nur Crème d'Avoine, jeden einzelnen Tag zweimal.

      Respekt. Dafür, dass sie so schlecht behandelt wird, scheint Yomi (Yomeeee) ja doch ganz fit zu sein.

      Mit der letzten Kraft, die ich hatte, ummantelte ich meinen Bauch mit meinem dünnen Schweif, da ich irgendwie versuchte, mich zu wärmen und den eisigen Schüttelfrost zu bekämpfen - sans succès, völlig ohne Erfolg.

      Sans succès aber nicht sans soussouci. :(

      Sie nannten sich "Ritter des Lavadosordens", doch den meisten war Gott, also Dieu, oder Lavados komplett egal, denn sie wünschten sich lediglich Reichtum, Macht und totale Kontrolle.

      So wie die Templer. :hihi: Zum Glück wurden die dann 1312 vom schönen Philipp aufgelöst. :ups:

      Ich erkannte kaum etwas, da viele der Kerzen durch das Gemetzel erloschen waren, doch was ich zweifelsfrei identifizieren konnte, waren zwei riesige Paare von Ailes, gewaltigen, halbmondförmigen Flügeln.

      Lass mich raten - Setsuna? Mögen werde ich sie trotzdem nicht, muahaha! :madlol:

      Es waren zwei junge Frauen, beide mit ziemlich langen Haaren, die irgendetwas auf einer mir unbekannten Sprache besprachen.

      Kagayaku: +1; Setsuna: /

      Offenbar lag ich auf einem mit Heu befüllten Karren, und versuchte neugierig, den Geruch des Heus einzuatmen, doch meine Nase war komplett verstopft!

      Sie hat einen Todessprung vollführt, eine echte Assassinin! War ihr Vater etwa Thomas de Carneillon? *:O

      "Bon-was? Was ist ein Jour?"

      Dafür, dass Yomi so "oui, oui, bonjour, baguette" ist, hat sie aber ziemlich wenig bonjour draug. :hihi:

      Das hörte sich so complètement fou, total verrückt an, dass ich das ihnen einfach nicht abkaufte.

      Aber dass sie ein Mischwesen aus Japanern, Franzosen und Gijinka ist, ist natürlich das Normalste der Welt! :tlmao:

      Schließlich musste ich wegen meiner verstopften Nez, der Nase, durch den Mund atmen!

      Wenigstens kann man hier sichergehen, dass das echt ist, wenn mit Grippe und Fieber im Bett liegst! :(

      "Ich bin überhaupt nicht tollpatschig, denn in mir schlummert die Seele einer Herrscherin", zischte Setsuna verärgert, als sie Bara auf den Rücken hob und Kagayaku gemütlich zu dem Handkarren trottete.

      Bara: +1; Kagayaku: +1; Setsuna: /
      Bara, mach sie fertig! :hoho:

      Die Cathédrales, die Jahreszeiten, die heimischen Pokémon ... dafür war ich ihnen so unendlich dankbar.

      So wie bei Sheila also!

      Sie trug ein kleines, flauschiges Voltilamm auf ihren Armen, senkte sich auf die Knie und hielt mir das kleine, fluffige Schäfchen hin.

      Och, Baby-Henri? :w:

      Ich drückte Setsu ganz fest an mich, ließ es mir aber nicht nehmen, meine neue größte Schwester in ihrem wesentlich besser verständlichen Hexalois zu verbessern.

      Da ist alles noch so schön friedlich, das genaue Gegenteil zu Mischblut also! :uhh:

      Noch schlimmer? Na da bist du dann wirklich nicht zu gebrauchen, Yomi.

      Setsuna: -1

      Mein Traum ist es, das dieses Land irgendwann ein Land der puren Schönheit wird, in dem ich gerne lebe, sollte die Wiedergeburt Mus scheitern.

      Ja, ja, Hexalos als halbwegs zufriedenstellender Mu-Ersatz, ich glaub's auch!
      Setsuna: -2 :@

      Tut mir wirklich leid, falls ich dich dadurch gekränkt habe. Das war nie meine Absicht ...

      Nein, nur nicht, hinterlistige Teuflin! :nb:

      Merke dir, dass es bislang keinen Gott gab.

      Gab? Ach ja, die Teuflin hält sich ja selbst für einen Gott! :blah:

      So wie ich mich auf ihre Rückkehr freute, konnte sie sich bald auf ein wunderschönes Hexalos, eine neue Heimat mit Familie freuen!

      Also ich sehe da eher ein Pseudo-Mu, das von einer wahnsinnigen Teuflin namens Miss-YOLO-Setsuna regiert wird. :tlol: Die ärmste Yomi!


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Da widmet man sich einmal seinem Studienfach und ist schon wieder zu spät dran. :(

      Denn die Leute, die uns gefangen hielten, hatten große Peur, panische Angst vor den mächtigen Kräften, die in uns schlummerten.


      Wie diese perversen Futzis aus YH! *:O

      Eine Psychokinese dieses Kalibers konnte bei geringem Abstand problemlos ganze Körper durchtrennen.


      Das macht die arme Odette neidisch. :(

      Alle Gehörnten, die die Metallfesseln hätten schmelzen können, waren wohl woanders untergebracht worden.


      Und womit wollte man die fesseln? Eisen schmilzt doch erst bei bei ugf. 1500°C ;)

      doch letzten Endes waren wir alle den gläubigen Teufeln ausgeliefert.


      Zum Teufel mit denen! :mwah2:

      Die Menschen mussten uns angeblich verletzen, da wir unter Schmerzen unsere Kräfte nicht einsetzen konnten.


      Das ist doch ein Unterschied zu Tokunara, nicht? Tokunara wird doch erst durch Stress und Schmerz so richtig fuchsig...

      Alles war voller Blut und die unterschiedlichsten Körperteile wurden von der Psychokinese durch den Raum gewirbelt.


      Sie und Tokunara sollten dringend mal zusammen was unternehmen. :sonne:

      waren zwei riesige Paare von Ailes, gewaltigen, halbmondförmigen Flügeln. Die beiden dunklen Gesichter verbargen gefährliche, weiß aufblinkende Reißzähne und funkelten mich mit drei goldenen und einem grünen Augen neugierig an.


      Die Sphinxen! Nun, da tun sie ausnahmsweise sogar mal etwas Gutes.+

      Quelle Dommage ... es war einfach zu enttäuschend, sehen zu müssen, dass die gesamte Welt, die ich so gerne einmal wahrhaftig sehen wollte, ebenfalls aus nichts anderem als Finsternis bestand ...


      Sie wäre eine fürchterlich enttäuschte Astronautin. :tlol:
      Denn das Weltall, das ist die wahre Definition von Finsternis!

      Ein riesiger, weißer Kreis, den man mit den Augen nicht anblicken konnte, übergoss die Welt mit Licht.


      Also ich könnte mir die Sonne den ganzen Tag lang ansehen. :was:

      Aber in zehn Jahren, dann bin ich so alt wie Kagayaku und werde auch solche Flügel haben! Darauf freue ich mich schon!


      Tja, es hat nicht sollen sein. Aber Bara war wenigstens noch anständig. :(

      "Ich bin überhaupt nicht tollpatschig, denn in mir schlummert die Seele einer Herrscherin"


      Ha, der war gut, Setsuna! Wer's glaubt. :lol:

      Gerade die Bearbeitung von Metall bot so viele verschiedene Möglichkeiten!


      Oh ja! Und sie hat das jetzt vor allem kostenlos, mich kosten meine Teile ein Vermögen. :(

      abseits der großen, weißen Kathedrale war diese Stadt ein Ort der Armut, der allergrößten Poverté, für die zahlreiche zerfallene Häuser mit Strohdächern Zeuge standen


      Die Hütten rundherum sind aus Wellblech, aber die Tempel und Kirchen sind aus Gold und weißem Marmor. Hachja, diese gerechten, nächstenlieben und bescheidenen Religionen immer, wie ich sie liebe! :ws:

      Es war so niedlich ... und seine gestreiften Cornets erinnerten mich fast etwas an mich selbst.


      Ein fluffiges, kleines Stück Elektrowolle, dessen Entladungen schwere Verbrennungen und tödliche Herzstillstände verursachen kann, ja! :w:

      Weißt du, ich suche schon seit Jahren nach Hinweisen auf die Legendären Pokémon, die meine Heimat vielleicht als einzige zurückbringen können.


      Ich frage mich bis heute, wie sie sich das vorstellt.
      "Hey Groudon, heb mal bitte eben diesen Kontinent an!"
      Groudon: "K."
      "Oh, ich hab ja total vergessen, dass das verdrängte Volumen an Wasser als Riesentsunami alles kaputthaut! Und... Plattentektonik? Wasdas? Ich ich habe den pazifischen Feuerring aufbrechen lassen und die Welt versinkt in einem vulkanischen Winter? Looooooooool"

      sollte die Wiedergeburt Mus scheitern.


      Ein Plan B, immerhin! :)

      "Tut mir wirklich leid, falls ich dich dadurch gekränkt habe. Das war nie meine Absicht ..."


      Bei Kagaf***you glaube ich ihr das sogar.

      Aber ich werde als genau diese irdische Göttin wiederkommen


      Was sie sich da nur wieder einbildet. :tlol:

      konnte sie sich bald auf ein wunderschönes Hexalos, eine neue Heimat mit Familie freuen!


      Was kommt da besser, als die geliebte, alte Heimat zu unterjochen? Aber hey, immer noch besser als dieser unfähige König! :bg:

      Das war eine gottverdammt nochmal schöne Geschichte, Junge! Und für uns MB-Leser auch wertvolle Hintergrundinformation!

      Lass dich feiern, dafür, dass du eine Geschichte zuende gebracht hast. :sonne:

      [IMG:http://pix.avaxnews.com/avaxnews/12/ec/0000ec12_medium.jpeg]
    • Volkskundliche Statistiken über die Sphinxen



      Anatomie:


      Rasse: Sphinx (Menschenanteil: mongoloid)
      Körpergröße: Männer ca. 2,00 Meter, Frauen ca. 1,50 Meter
      Körpergewicht: Männer ca. 85 kg, Frauen ca. 55 kg
      Geschlechtsdimorphismus: intensive Behaarung der Männer, gebogene "Engelsflügel" der Frauen (Spannweite bis > 4,00 Meter)
      Haarfarbe: ausschließlich Schwarz
      Hautfarbe: südostasiatischer Teint
      Augenfarbe: Rot, Orange/Kupfer, Gold, Smaragdgrün, Violett (Blau fehlt durch gewisse Grundfarbsubstanz in den Augen)
      Flügelfarbe: Weiß, Beige, Schwarz, alle Zwischentöne
      Schweiffarbe: Schwarz
      Anomalien: ausgeprägtes Raubtiergebiss, Engelsflügel bei den Weibchen, feline Raspelzunge, Änderung der Augenfarbe temporär möglich, etwa 1,50 Meter langer Schweif mit oft pfeil- oder lanzenspitzen ähnlicher Endung, stark behaarte Füße mit schwarzen Ballen und sehr langen Krallen


      Fähigkeiten:


      Luftkontrolle
      Erdkontrolle
      physische Angriffe (Gebiss, Krallen)
      Elementare Angriffe (Feuer, Blitz, Wasser, Eis)
      Finsterniskontrolle
      Chime (Blutauge) - Sphinxen verändern die Augenfarbe und versteinern Gegner. Sie selbst sind gegen die Technik immun. Der Speichel enthält Stoffe, die Mineralisierung rückgängig machen.
      Schwächen: Eismagie, körperlich starke Angriffe


      Gesellschaftliches:


      Sprache: Muyaan (Northern Mu/Western Mu), Japanisch, Französisch, Englisch
      Sprachverwandtschaft: Japanisch, Ryukyu
      Ursprüngliches Herkunftsgebiet: unbekannt, Ostasien, Südostasien oder Südamerika
      Ursprüngliche Verbreitung: Western Mu (Hauptstadt), Northern Mu und Eastern Mu
      Heutige Verbreitung: Northern Mu (Yamito), Japan, Peru, Ecuador
      Einwohnerzahl: 13 Mio.
      Größte Städte: Yamito (1,5 Mio.), Takamura (560.000), Ryuuminato (240.000)
      Größte Minderheitengruppen: Japaner, Koreaner, Franzosen
      Monarch: Kumianos (Mitanari) Konagata
      Thronfolgerin: Setsuna III. Konagata
      Nationalflagge: drei vertikale Streifen Saphirblau (Yamito), Schwarz (Roppioka), Hellgrün (Takamura)
      Nationalpokémon: Flunkifer, Absol

      Religion: 95% Amidismus/Jodo-Buddhismus (Mahayana), 87% sphinxischer Shinto, 4% Anshian Shoukyuu (Religion von Necarios), 1% Christentum

      Erfolgreichster Sportverein: FC Yamito 1953 (von 1926 bis 1945 Real Yamito) aus Yamito-Tokkyara

      Ernährung: überwiegend ozeanisch: Fisch, Meeresfrüchte, Seetang

      Traditionelle Kleidung: eine Art Kimonos (Kímunos) oder Gewänder ähnlich einer griechischen Toga, für Frauen knielange bis kurze Röcke zusätzlich. Die kürzeren Varianten sind bei beiden Geschlechtern aufgrund des subtropischen Klimas wesentlich beliebter. Hosen sind aufgrund der dicken Schweifspitze und den Perforationsproblemen disqualifiziert.


      Zeitleiste:


      ~600: Gründung des Kaiserreichs von Mu in Western Mu (Hauptstadt Sharayaanu)
      ~800: Besiedelung der Sphinxen des ganzen Kontinents (Eastern Mu)
      ~1100: Besiedelung des durch das Meer abgetrennte Northern Mu mit West- und Südjapanern
      1117: in Roppioka (Prefectura Roppioka/Nord) wird ein von Mu unabhängiges Königreich mit den fünf Inseln von Nord-Mu ausgerufen
      1153: Yamito (Prefectura Yamito/Nordwest) löst Roppioka als Hauptstadt von Northern Mu ab
      1204: Northern Mu besiedelt Tararazzu (Prefectura Chaaino/Süd) an der Südspitze der Tararazzu-Insel und erreicht seine maximale Ausdehnung
      1335: In Northern Mu beginnt ein Bürgerkrieg zwischen der herrschenden Kitagawa-Dynastie und der Yamamoto-Dynastie aus Takamura (Prefectura Takamura/Zentral)
      1340: Tokitosu Kitagawa gründet mit dem Sieg das Imperio Yamitoyaan (Northern Mu Empire)
      ??? (zw. d. 16. und 18. Jdh.): Untergang von Mu, die kaiserlichen Linien von Northern Mu (Konagata) und Western Mu (Kitagawa) verschmelzen in den Sphinxen-Kaisern von Yamito
      1855: Bündnis zwischen Imperio Yamitoyaan und Frankreich
      1868: Imperio Yamitoyaan wird zu Königreich von Yamito (Nipponeira) degradiert



      PS: Das war ein bisschen Trivia für die Sphinxen, damit man sich ein noch besseres Bild von ihnen machen kann. Zu guter Letzt möchte ich euch drei treuen Leser für eure Kommentare danken! x3 Die Jahreszahlen für das Trivia sind nicht wörtlich zu nehmen, sondern ungefähr zu übertragen. D.h. "dort herrschte eine Kultur wie im Japan des Jahre XXX", da die Mischblut-Welt an vielen Stellen eine Parallelentwicklung zur echten Welt durchlebt.

      Chunichi Dragons Ultras Kuwana & Yokkaichi
    • Erwartest bestimmt einen total coolen Kommentar, aber ich beziehe mich nur auf das Trivialwissen. Pech. ):



      Hier eine unordentliche richtige Flugzeug-Flaggen-Rauch-Macherei

      Verstehe nicht, wieso Blau nicht geht, weil sowohl Violett als auch Grün funktionieren, also Rot kein unbedingt vorhandenes Farbpigment ist. Dadurch kann es im Falle eines Fehlens eines Allels für rote Farbpigmente im Auge doch zu blauen Augen kommen. Get your facts straight, das ist unlogisch. -.-
      Images
      • fly.jpg

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    • Na Lime :fies:

      Schickes Bild!

      Da die Sphinxen zu den asiatischen Völkern gehören, ist in ihren Augen immer eine gewisse Grundsubstanz Melanin (schwarz/braun) enthalten, sodass blaue Augen nie entstehen können, höchstens hellbraun oder dunkelbraun, hatte ich in der Liste jetzt gar nicht bedacht. :ups:
      Und ein bisschen Unlogik darf mir Unlogik-Kommissar Nummer 1 auf Filb doch auch gegönnt sein!;v;

      Chunichi Dragons Ultras Kuwana & Yokkaichi
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