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Der Lauf der Geschichte

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    • So. Bevor jetzt eine ganze Woche vergeht, muss ich schnell einen Kommentar schreiben! Malik Marik Ishtar wartet auf miiiich! >.>

      „…und welche Meinung vertretet Ihr in diesem Streit, Eure Allheiligkeit?“
      Genau, welche Meinung vertreten sie? Ich mag diese Bezeichnung, weil sie mich an das "Your Grace" erinnert. Puh. Diese zwei Worte gehen einem doch nie aus dem Kopf, wenn man Game of Thrones schaut! :(

      Was sind eigentlich Trinisten? :o

      Die Ikonen werden nicht angebetet, sondern viel mehr verehrt.
      Gerade wollte ich mich über eine Entzweiung des Glaubens freuen ..... und dann liefert seine Allheiligkeit eine solche Weisheit! Dx

      Malik verstand nicht ganz, vielleicht wollte er das Ganze auch nicht verstehen, sondern sich eher über die Edalier und deren Probleme lustig machen.
      Und wer sind nun die Edalier? :o Eldar? Eldalië? Jedenfalls scheint Malik so etwas wie ein Tempeldiener zu sein. Ist er also doch Marik Ishtar?! :run2:

      „Wollte mir mein kleiner Prinz einen Streich spielen?“
      Wie, ein Prinz? DER Prinz? Jetzt bin ich verwirrt, wer ist dieser Malik? Hoffentlich wird diese Frage noch im Kapitel selbst beantwortet ....

      Tzekyndos!“
      Gesundheit! :bg:

      „Beliseos, mein Prinz, wie ist die Verfassung heute?“
      Belisarius, der römische Feldherr? xD Also ich finde Odaenathus ja cooler, wenn man auf Verherrlichung steht.

      Sie haben ihn Theodosios genannt.
      Ein denkbar schlechter Name für einen eventuellen Kaiser. So eine Reichsteilung zu verantworten ist nicht so cool! :(

      „Eine Gnade, die leider viel zu wenigen zuteilwird.“, Beliseos brachte ein kurzes gequältes Lächeln hervor.
      Doch mit der Gunst der Valar ...... °O° Oh, halt, falsche Welt.

      Doch je mehr sie versucht hatten ihn zu ändern, umso sturer war er geworden und umso mehr hatte er sich dem Hedonismus verschrieben.
      Yay, endlich mal wieder eine Geschichte, bei der ich Google benutzen muss! :D

      Der Prinz schenkte ihm ein kurzes Lächeln, ein unverfälschtes, nicht gespieltes Lächeln. Das ist selten bei ihm geworden. Das liegt bestimmt daran, dass er von diesem dunklen Bruder ausgebildet wurde.
      Dunkler Bruder? Muss man in der Kaiserfamilie etwa von zwielichtigen Gestalten ausgebildet werden, um ein natürlicher Lächeln hervorzubringen? :hihi:

      „[i]Über die Kriegsführung von Valentinus Bastrionater“, und schon war er verschwunden.[/i]
      Also doch Belisarius? Ich hoffe nicht! Von solch offensichtlichen Anspielungen im Fantasy-Genre bin ich nämlich gar kein Fan von, weswegen ich Martin teilweise etwas sehr kritisieren muss. Dass z.B. Braavos auf einer Mischung aus Venedig und dem antiken Rhodos besteht, ist eben viel zu transparent. Es fehlt die Magie!

      [i]Die größte Stadt der Welt, führte er sich wieder einmal vor Augen.[/i]
      Constantinopolis, Kostantiniyye oder Istanbul, das ist hier die Frage! Ich bin für "Konstantins Popel" :fg:

      In der Entfernung wiegten sich die großen Dromonen, Galeeren und Handelskoggen mit den seichten Bewegungen der Wellen,die Segel flatterten hin und her.
      Meine Damen und Herren, ich stelle ihnen hiermit einen der fabulösen Ladescreens von Total War: Attila vor!

      [IMG:http://8images.cgames.de/images/idgwpgsgp/bdb/2559255/600x338.jpg]

      Welchem Mann auch immer diese Stimme gehörte, hatte einen schrecklichen Akzent, denn er rollte das R viel zu stark und sprach viel zu hart.
      al-Qusṭanṭiniyah cofirmed? Die Araber sind da!

      „Ser Viktor vom grünen Teich“
      Oh, dann wohl doch nicht :tlmao: Tja, man kann es ja mal versuchen ... Woher der wohl stammt?

      Wein können diese Edalier jedoch machen, das muss ich zugeben!
      Trinken Eldar Wein? Na ja, Waldelben auf jeden Fall schon! :bg: Aber hohe Noldor wie ich, Fëanor Curufinwë, sind in dieser Hinsicht bestimmt ganz keusch geblieben! 8D

      Vor etwa einem Jahr war das große Turnier von Kernstett, es war ein großer Spaß. Mit meinen Freunden Christopher Hartfeld und Heinrich Rabenhort und meiner bezaubernden Frau Siegtrud feierten und zechten wir alle gemeinsam.
      Und von Ostrom springen wir zu GoT, Hilfe. Mann, Ser Victor, ich war gerne in Ostrom! :(


      „Ich habe einen gottverdammten Speer genommen und die beiden damit aufgespießt!“
      Das erinnert mich an das Urteil des Paris. Also an den Trojanischen Krieg. Ein bisschen. Aber Ser Victor hat einem Krieg an Ort und Stelle den Garaus gemacht! :tlol:

      Oha. Also dieser Victor ist ja mal ein Kerl. Und jetzt sind wir mal ganz schnell zwischen Rom, Ostrom, dem HRR und der Welt von GoT herumgesprungen. Was für eine abenteuerliche Reise! :D Die Übergänge, besonders mit den Kurfürsten und den ganzen Sers, haben auf mich zwar nicht flüßig gewirkt, wie sie eigentlich sein sollten, um die perfekte Fantasy zu erschaffen, aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass ich deine Welt noch nicht gewöhnt bin. Man wird sehen! ^^


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • So, 5 Monate später kommen mal die Kontrakommis :tlol:
      Vielen Dank euch beiden auf jeden Fall für eure Kommentare. das nächste Kapitel ist halb fertig (nach nem halben Jahr xD) :)

      @Undyne


      Meowstic wrote:

      Tzekyndos!“, rief der Sohn des Kaisers lachend, während er seine letzte Karte auf den Tisch warf.
      (Name? Sprache? Was heißt das? :o )
      Das sollte einfach nur ein Ausruf beim Kartenspiel sein, das die beiden gespielt haben. Ähnlich wie bei Mau-Mau oder UNO :D

      Meowstic wrote:

      „Ach du meine Güte, bitte hör mit diesem schrecklichen Geräusch auf!“ Welchem Mann auch immer diese Stimme gehörte, hatte einen schrecklichen Akzent, denn er rollte das R viel zu stark und sprach viel zu hart. Langsam drehte sich Malik um – er war es schon gewöhnt, dass andere keine Rücksicht auf seine Gedankenverlorenheit nahmen- und erblickte einen stattlichen Mann mit einem braunen Schnauzbart.
      Mayu: ADOLF HITLER IN GROß? O_____________________________O
      Sakuya: Das ist eine ziemlich rattikarle Wendung ... (:
      Ran: Juhu, endlich Genocide. Die dummen Menschen schlachten sich alle ab. Ufufu ...
      Ich wollte ihn auf jeden Fall "deutsch" wirken lassen, aber nicht soo deutsch :tlol:

      Güntherstic wrote:

      Es ist immer etwas schwer, sich an diese krassen Plotwechsel und Personenwechsel zu gewöhnen. Aber ist DAS Reich im Norden das Barbarenreich, wogegen Themis gekämpft hat? Wo die Geisel von Hyppias getötet wurde? :o
      Ich will's auch zu Beginn etwas verwirrend haben, den Leser ein wenig ins kalte Wasser schmeißen :fies:
      Das hier ist aber nicht das Barbarenreich im Norden, sondern das tyrische Reich südlich der Ehrenfeste, an deren Hauptstadt "Pera" Themis im ersten Kapitel vorbeigefahren ist :)

      @Raikachu


      Raikachu wrote:

      Was sind eigentlich Trinisten? :o
      Die Trinisten sind die Anhänger des Trinizismus in seinen verschiedenen Ausprägungen. Der Glaube ist weit verbreitet in vielen Gebieten der Welt in meiner Geschichte. Ich habe mir sogar mal eine ganze Kirchengeschichte dazu überlegt... :tlol:



      Raikachu wrote:

      Gerade wollte ich mich über eine Entzweiung des Glaubens freuen ..... und dann liefert seine Allheiligkeit eine solche Weisheit! Dx
      Naja, vielleicht haben ja nicht dieselbe Ansichten wie die Allheiligkeit? ;D


      Raikachu wrote:

      Und wer sind nun die Edalier? :o Eldar? Eldalië?
      Die Edalier sind die Bewohner der Halbinsel Edala, also wie z.B. Themis. Edala basiert auf Griechenland :)

      Raikachu wrote:

      Also doch Belisarius? Ich hoffe nicht! Von solch offensichtlichen Anspielungen im Fantasy-Genre bin ich nämlich gar kein Fan von, weswegen ich Martin teilweise etwas sehr kritisieren muss. Dass z.B. Braavos auf einer Mischung aus Venedig und dem antiken Rhodos besteht, ist eben viel zu transparent. Es fehlt die Magie!

      So zurückblickend ist der Name dem des Belisarius zu ähnlich, dabei hatte ich nur ein bisschen mit griechisch/Byzantnischen und Römischen Namen rumgespielt xD Ich beruhige dich, er wird nicht Belisarius folgen :D



      Raikachu wrote:

      Oha. Also dieser Victor ist ja mal ein Kerl. Und jetzt sind wir mal ganz schnell zwischen Rom, Ostrom, dem HRR und der Welt von GoT herumgesprungen. Was für eine abenteuerliche Reise! :D Die Übergänge, besonders mit den Kurfürsten und den ganzen Sers, haben auf mich zwar nicht flüßig gewirkt, wie sie eigentlich sein sollten, um die perfekte Fantasy zu erschaffen, aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass ich deine Welt noch nicht gewöhnt bin. Man wird sehen! ^^
      Vielen Dank für dein Lob und deine Kritik :) Ich werd's versuchen die Übergänge flüssiger zu gestalten! :D

      Vielen Dank euch beiden für eure Kommentare, bald wird's bei mir weiter gehen :)
      Please hold the line....


      Edit: Zum ersten mal die die neue Zitierfunktion richtig genutzt, die ist ja richtig praktisch :D

    • "Der Bericht über meinen Tod wurde stark übertrieben."
      Das lasse ich mal über diesem Thread hier stehen :$

      Nach Ewigkeiten geht es weiter, ja ich lebe noch und arbeite gerade in blindem Aktionismus jeden Tag an meiner Geschichte :D

      Kurzzusammenfassung

      Themis hatte seinen Lord vor seinem Volk bei der Gerichtsverhandlung über den Nordmann bloßgestellt. Er konnte vor Verfolgung der Stadtwache fliehen, indem er einem wunderlichen alten Mann in dessen Haus folgt, welcher sich als Freund seines mysteriösen Unterstützers Blogis offenbart....


      Themis




      Das Haus war weit weniger muffig als Themis es vom Anblick des Helaios Krasis erwartet hätte. Nun gut, der Teppich, der sie am Eingang begrüßte hatte schon bessere Tage gesehen und er war schon etwas ausgefranst, aber die Kommoden aus dunklem Holz, welche links und rechts von ihnen standen, sahen relativ edel aus. Ein paar prächtige Mohnblüten in einfachen Vasen auf eben jenen Kommoden lächelten sie an. „Was ist eigentlich euer Beruf?“, fragte Themis den Alten.

      „Nun, ich handle mit allerlei Dingen, aber hauptsächlich mit Wein. Ich habe einen lodalischen aus einem wunderbaren Jahrgang hier.“, bot Helaios grinsend an.

      Themis winkte dankend ab: „Ich trinke nicht.“ Er ging ein paar Schritte weiter über den einfachen Sandsteinboden. Dieser Eingang wirkte nicht unbedingt so, als würde dieser Krasis viel Gewinn aus dem Handel einholen. Noch ein bisschen lief er in diesem dunklen Gang voran, vor ihm erstreckte sich nun ein sehr großer, nur von ein paar Fackeln beleuchteter Raum. Der Navarch befand sich im rechteckigen Atrium des Hauses. In der Mitte war das Dach offen, sodass hier die Sterne hell auf den Boden strahlten und somit die herrlichen Mosaike rings um das Wasserbecken unter der Öffnung preisgaben.Scharen von Nymphen, Göttinnen und anderen freizügigen Weibern tummelten sich auf dem Fußboden. „Wer kann es ihm schon verübeln?“, dachte Themis grinsend bei sich.

      „Und, was treibt einen Händler, der scheinbar nicht schlecht verdient, dazu gegen seinen Lord zu paktieren?“, wollte der Admiral nun wissen.

      Sein Gegenüber schnaufte kaum merklich: „Er hört nicht auf seinen Sakellarion.“

      „Nestor Polydamasion.“ Der alte Berater in Dingen des Handels und der Verwaltung war ein guter Mann seines Faches, auch wenn er stets gegen die Jugend grantelte.

      „Entgegen seines Rates erhöhte Hippyas über die ganzen Jahre und Jahrzehnte stetig die Zölle, mein Wein bleibt liegen und selber austrinken kann ich ihn nicht alleine“, er gluckste wieder.

      Doch Themis wurde stutzig: „Ihr könntet ihn auch genauso gut anderswo verkaufen.“

      „Mit dem Alter wird man eben unbeweglicher, sowohl im Körper als auch im Geiste. Ich liebe diese Stadt, ich wurde hier geboren und hier werde ich auch begraben werden. Allerorten war ich schon, doch die Ehrenfeste ist mir der liebste Ort dieser Welt und ich möchte nicht sehen, wie der Handel hier zu Grunde geht.“

      „Geht es Euch nicht doch nur ums Geld?“, fragte Aten mit skeptisch nach oben gezogenen Augenbrauen nach.

      Der Alte sah ihm direkt in die Augen, Aten sah nun viel deutlicher die Falten im Gesicht des Weinhändlers und hätte sogar die Flecken auf dessen Schädel abzählen können: „Das auch.“, er gluckste kurz auf, „Nun im Ernst: Der Handel ist es, was diese Stadt am Leben erhält. Der Hafen wäre ohne all diese Händler aus allen Ecken der Welt tot und leer. Sie bringen Wissen und Erfahrungen mit, die wir hier gar nicht kennen. Es wäre eine andere Welt ohne den Handel.“

      Themis nickte, Helaios hatte Recht, denn Aten hatte selbst bemerkt, dass der Hafen nicht mehr so lebendig wie noch vor ein paar Jahren war. Langsam schlenderte der Navarch ein paar Schritte weiter über die verschiedenen Mosaike: „Und wo sind denn nun diese Freunde von denen ihr mir erzählt habt?“

      „Wir stehen direkt über ihnen“, Helaios gluckste wieder kurz.

      Im ersten Moment war Themis verwundert, meinte dieser alte Mann etwa, dass diese Mosaike, auf denen die beiden standen irgendwie hilfreich sein könnten? War er noch bei Sinnen. Aber allzu bald kam ihm die Erkenntnis: „Wie kommen wir in euren Keller?“

      „Nun“, der Weinhändler schenkte ihm ein schelmisches Grinsen, „das ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern. Männer fragen, wie sie in meinen Keller kommen und die Frauen, wie es wieder herausgeht…“ Der alte gackerte wild vor sich hin. Ein Mitleidsgrinsen schenkte der Navarch seinem Gegenüber, jetzt war freilich nicht die Zeit für schlechte Witze. Ganz schnell hatte sich Krassis beruhigt und legte eine fast schon trotzige Mine auf. „Schau mal, worauf du hier stehst“. Mit seinem Zeigefinger deutete der Mann mit der Halbglatze und den so unglaublich vielen braunen Flecken darauf auf den Boden.

      „Iase“, murmelte der Admiral. Auf dem Bildnis der edalischen Göttin der Hinterlist, welche mit ihren pechschwarzen Haaren und dem Dolch in der Rechten glatt schon gefährlich wirkte, obwohl es nur ein einfaches Mosaik war. Ihre Gesichtszüge wirkten sanft, doch ihr Blick war starr und seelenlos. Sacht ließ er seine Finger über ihr Gesicht streichen und tatsächlich, bei den Augen spürte eine Unebenheit, eine Vertiefung gar! Den Zeigefinger seiner Rechten steckte er in das eine Auge, seinen Mittelfinger ins andere. Die Öffnungen waren eng, doch nicht so eng, dass er hätte befürchten müssen, seine Finger nicht mehr herausziehen zu können. Auf der anderen Seite stieß er gegen etwas, was sich wie Holz anfühlte, er wühlte noch ein bisschen herum und bekam eine kalte, dünne Stange zu spüren. Vermutlich ein Griff! Mit beiden Fingern zog er daran und merkte allzu bald, dass er die ganze Zeit auf einer Falltür gestanden hatte. Das Mosaik der Diebesgöttin war nur auf einer Holzplatte angebracht worden. Ein bisschen quietschte das Scharnier, als Themis weiter am Griff zog, bis die Platte fast senkrecht zum Boden, zu den anderen Mosaiken stand. Unter ihr hatte sich ein eine in den Stein gehauene Treppe verborgen.

      „Schön versteckt, oder?“, der Händler grinste ob seines Geheimverstecks.

      „Ich hätte nicht damit gerechnet“, Themis war ehrlich erstaunt. Wenn ein Weinhändler schon Geheimgänge besitzt, wie sieht es dann erst in Hyppias Burg aus? Vielleicht kann mir ja Xania noch etwas dazu sagen?

      Wohlwollend nickte der Alte, es schien ihn zu freuen, dass sein Geheimgang so schwer zu entdecken war: „Ich geh voran, wenn du stolperst, dann landest du wenigstens weich“ Die ersten paar Stufen stieg er hinunter, dann blieb er stehen, er wartete auf Themis. Dieser befreite seine Finger aus den Augen der Göttin und richtete sich auf. Er folgte Helaios und schloss die Falltür hinter sich. Dunkelheit umgab sie. Neben einer Kerze, die etwas weiter unten in einer Kuhle brannte, welche in den Stein gehauen war, gab es keine Lichtquelle. „Schön langsam“, ermahnte der Hausbesitzer seinen Gast. Der Gang war eng, der Navarch drückte an beiden Seiten seine Hände an den kalten Fels, um sich festzuhalten. Die einzigen Geräusche -neben seinem eigenen Atmen- waren Helaios gemächliche, aber vorsichtige Schritte und dessen Schnaufen. Aten lief ihm langsam nach. Schmal waren diese Stufen und nicht alle waren gleich hoch, sodass er ganz kurz das Gleichgewicht verlor, sich jedoch an der kühlen Wand festhalten konnte. Aten hörte ein leises Klimpern, Helaios holte einen Schlüsselbund aus einer Tasche. Themis ging noch ein paar Stufen weiter herunter, bis er gegen den Rücken des Weinhändlers stieß, welcher ihm sagte, dass sie schon am Ende der Treppe angekommen seien. Im Dunkeln versuchte er das Schlüsselloch zu erwischen, was ihm nach einigem Herumprobieren gelang. Die Tür schrammte über den Steinboden und knarzte und quietschte. Nur mit einigem Druck konnte Helaios sie öffnen. Ein Lichtstrahl war am Boden zu erkennen.

      Der Raum, den sie nun betraten, wurde durch Fackeln erleuchtet, welche an den Wänden hingen und fröhlich vor sich hin flackerten. Themis Augen gewöhnten sich nur langsam an die plötzliche Helligkeit, doch schon bald erkannte er mehr und mehr in diesem Zimmer. Aus einfachem Sandstein war der Boden, die Wände aus rotem Ziegelstein. An ihnen waren die grauen metallenen Halter für die Fackeln angebracht. Seitlich standen einige Kommoden, welche vor lauter Schriftrollen und Büchern schier überzuquellen schienen. Ein Schild mit dem Wappen der Ehrenfeste, der schneeweißen Eule mit einer Schriftrolle im Schnabel auf hellblauem Grund, und eines mit dem Zeichen der Widderburg, dem aufrechtstehenden Widder vor rotem Grund, hingen nebeneinander auf der rechten Seite. In der Mitte des Raumes befand sich ein runder Tisch aus Zypressenholz, welcher auf einem einfach gewebten Teppich stand. Um ihn herum standen fünf Stuhle, auf drei davon saßen bereits Personen. „Also“, sprach eine nicht unbekannte Stimme, „du hast da oben für eine ganze Menge Unordnung gesorgt. Meinen Freunden hier hat deine Vorstellung sehr gut gefallen. Darf ich sie dir vorstellen?“ Es war Blogis, welcher gerade seinen dunklen Hut mit breiter Krempe zurechtruckte. Aten nickte, er war froh seinen geheimnisvollen Freund wiederzusehen.

      „Nun, während du deinen Lord öffentlich bloßgestellt hast, habe ich in der Masse ein paar alte Bekannte und neue Freunde getroffen. Es gibt noch ein paar weitere, aber das zu gegebener Zeit.“, er zeigte auf den alten Mann der zu seiner linken saß, „Ihn muss ich dir wohl nicht vorstellen“. Blogis lächelte den Togaträger an.

      Beeindruckt wendete sich der Navarch an diesen: „Zenopos, edler Philosoph, es ist mir eine große Ehre Euch kennenzulernen. Ich habe Euch heute bereits auf dem Forum sprechen hören!“

      „Und ich dich erst“, er reichte dem Admiral mit einem Grinsen die fleckige Hand. Themis nahm sie an und schüttelte sie. Er lauscht gerne den Reden dieses Philosophen, welche häufig davon handelten, wie man sein Leben führen solle, um glücklich zu werden. Oft aber hatten sie einen kritischen Unterton dem Adel gegenüber, was ihm einige mächtige Feinde bescherte, aber was auch der Grund war, dass sich so viele Jünger und Schüler um ihn scharten. Oft genug versetzte er dem Lord subtile Seitenschläge, indem er die Laster des Stolzes und der Verschwendung anprangerte. Ihm ging es in diesem geheimen Treffen vermutlich um eine moralische Säuberung des Thrones, nahm Themis an.

      Aten hörte den dunkelgekleideten Mann sich räuspern. Blogis deutete zu seiner Rechten auf den nächsten Konspiranten, einen Mann, etwa vierzig Jahre alt, mit Haut, die von der Farbe her gegerbtem Leder sehr ähnlich sah. Seine Haare waren pechschwarz, seine Augen schmaler als gewöhnlich. „Mangylas Anhor“, stellte sich der Fremde ruppig vor. Themis reichte ihm die Hand, welche dieser nur kurz schüttelte.

      Mangylas, welcher in seinem Holzstuhle mehr lag als saß, sah zu Blogis auf, damit dieser erklären solle, wer er war. Der dunkelgekleidete ließ seinen Blick auf dem fremdländisch anmutenden Mann in seinem grauen Schuppenpanzer ruhen und sprach zum Admiral: „Früher Söldnerhauptmann, erwies er sich für Daniel Hyppias als äußerst nützlich in einigen Schlachten. Ein Großteil seiner Männer starb in den Schlachten des Lords. Als Kompensation bot er ihm einen hohen Posten in der Stadtwache und seinen Söldnern bezahlte Wachposten an.Mangylas ist nun einer der drei Offiziere der Stadtwache. Seine Männer bewachen die östlichen Bezirke, in denen zufälligerweise auch Hyppias Palast liegt…“

      „Der Lord hat die Stadtwache gegen die Bevölkerung eingesetzt, zwar wurde niemand ermordet, aber meine Männer sind Söldner und keine Metzger.“, sprach Mangylas ruhig.

      „Er hat sein Schwert immer an den Meistbietenden verkauft“, bemerkte Themis, „Wieso sollte er jetzt Skrupel kriegen? Also, wieviel hast du ihm bezahlt, Blogis, damit er das sagt?“

      „Genug“, antwortete dieser schnell, „Genug, dass er nichts ausplaudert“ Sein Blick huschte kurz zu Mangylas, welcher wohlwollend nickte. Dann wandte er sich Aten zu: „Wie wäre es, wenn du uns sagst, wie du jetzt dranstehst?“

      Themis sah in die wachen Augen des Philosophen, dann wanderte sein Blick über den glatzköpfigen Weinhändler bis zum Söldnerhauptmann: „Ich war einige Jahre der Admiralsgehilfe von Ser Hebron, er war ein guter Mann, wenn es ihm auch an innerem Feuer ermangelte. Er hatte mich nach einem schicksalhaften Tag auf der Straße gefunden, aufgenommen und mich ausgebildet. Durch seinen Tod in der Seeschlacht gegen die nordischen Barbaren wurde ich der neue Admiral und da er mich auch zum Navarchen vorgeschlagen hatte, übernahm ich auch diesen Posten. Ich habe nun das Oberkommando über die vermutlich größte Flotte nördlich des tyrischen Reiches. Der Navarch der Ehrenfeste ist gleichzeitig der Anführer der Symkalos Edalaia – der Gefährten Edalas, einer Konföderation der Flotten der ganzen Halbinsel, um eben diese vor größeren Gefahren zu schützen. Doch einige andere Admiräle haben stets ein Mitspracherecht, sie gilt es zu gewinnen.“

      „Und wieviel Männer hast du unter dir?“, fragte Mangylas Anhor unverblümt.

      „Etwa sechstausend sollten es sein, doch sie sind verteilt auf verschiedene Stützpunkte. In der Stadt selber sind noch etwa anderthalb Tausend, der Kampf gegen die Nordmänner war blutig.“

      Der Hauptmann nickte gedankenversunken, nach ein paar Augenblicken fragte er: „Und was ist nun der Plan?“ Themis nahm erstmal Platz zwischen Zenopos, dem Philosophen, und dem Weinhändler.

      „Ganz einfach“, antwortete der Navarch, „Hyppias muss verschwinden“

      Mit gespieltem Entsetzen entgegnete Blogis: „Was? Mehr nicht? Ich dachte du strebst nach Höherem, mein lieber Themis. Du bist ein Anführer, ich habe dich auf dem Schiff erlebt, wie du selbst die Betrunkenen noch dazu gebracht hast zu kämpfen. Hätte das dein Lord so hinbekommen? Das frage ich dich!“

      „Thronraub also“, mischte sich Zenopos ein, „vergesst nicht, dass die Dynastie einen Erben hat.“

      Unbekümmert antwortete der Dunkelgekleidete: „Darum kann ich mich kümmern…“

      „Er ist doch noch nicht einmal ein Mann! Das wäre höchst unehrenhaft!“

      „Was ist an diesem Treffen hier schon ehrenhaft?“, wandte Blogis entgegen, „Wir hier sind alle Verräter. Ein Verrat mehr oder weniger macht auch nichts mehr aus“

      „Sein jüngster Sohn -und auch letzter lebender“, meldete sich Themis nun zu Wort, „Ist zurzeit auf der Widderburg und wird dort ausgebildet. Von dem, was man hört, scheint er noch schlimmer als sein Vater zu sein. Geschichten darüber, wie er andere foltert machen die Runde. Gut, er ist erst siebzehn Jahre alt und verbrachte sein Leben fast ausschließlich als Gefangener des Kaisers. Aber er wäre als Lord untragbar, zumal nicht einmal ganz klar ist, ob er überhaupt der Sohn von Daniel Hyppias ist…“

      Der alte Philosoph fuhr sich durch seinen dichten weißen Bart und wandte ein: „Mit dem Ende der Dynastie, hört auch das Reich auf zu existieren, so war es stets hier in Edalien. Zu früheren Zeiten, als das tyrische Reich noch in voller Blüte stand, hat der Lord von Iralion vor seinem Tod -denn er hatte keinen Erben- sein Reich in seinem Testament an den Senat vererbt. Man könnte Hyppias mit den richtigen Mitteln dazu bringen, dasselbe für Euch zu unterschreiben…“

      „Wir lassen ihn sein Testament unterschreiben?“, Blogis war verwundert.

      Unruhig fuhr Themis auf seinem Stuhl hin und her: „Ich würde seinen Platz einnehmen, indem ich mir sein Erbe erschleiche. Nein, so ein Herrscher würde nicht anerkannt. Ich brauche die Menschen hinter mir, heute da habe ich sie in der Verhandlung auf meine Seite gebracht. Wie wäre es mit einer Rebellion?“

      „Zum Johlen und zum Schreien hast du sie heute gebracht“, warf Blogis mit einem Stirnrunzeln ein, „Aber Menschen brauchen mehr, um eine Waffe in die Hand zu nehmen und zu kämpfen, trotz der Gefahren für Leib, Leben und ihre Familie. Sie werden…“

      „Aaaaaber Menschen werden kämpfen, wenn sie angegriffen werden, oder denken, dass sie angegriffen werden. Ich habe heute Hyppias wahre Natur auf dem Forum offenbart, noch ein paar Fehltritte seinerseits…“, der Navarch ließ seine Worte nachhallen.

      Aten konnte beobachten, wie sich der Philosoph ans Kinn fasste und über das Gesagte nachdachte, auch Blogis schien diesen Gedanken nicht sofort zu verwerfen.

      Der dunkelgekleidete schob seinen dunklen Hut mit dem Zeigefinger etwas nach oben, was ein fast schon böses Lächeln offenbarte: „Die Bürger sehen dich bereits als eine Art Volksheld. Du hast sie vor den Nordmännern verteidigt und das Gesetz vor dem Lord. Gib dich ein wenig als das Opfer seiner Taten und die Sympathie wird dir nur so zufliegen…“, er wandte sich an den alten Denker, welcher seine Stirn in Falten legte „Und Ihr, prangert die Verfehlungen des Lords an und lasst eure Jünger die Kunde weiterverbreiten.“


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      Der Cut liegt mitten im Kapitel, also nicht wundern :) Das nächste Kapitel hat bereits 1700 Wörter, allzu lange sollte es nicht mehr dauern, aber Zeitnagaben sind bei mir eh immer so eine Sache... :ups:
      Vielen Dank an @Rheinfeuer für's Betalesen :3
      Wie immer freue ich mich über Kommentare und Kritik :)

    • Soooo, dann kriegst du jetzt auch mal deinen Kommentar! (:

      Das Haus war weit weniger muffig als Themis es vom Anblick des Helaios Krasis erwartet hätte.
      Herakleios Crassus? :cool:

      „Was ist eigentlich euer Beruf?“, fragte Themis den Alten.
      Kleiner Flüchtigkeitsfehler: Euer! :) Passiert mir auch immer ...


      Scharen von Nymphen, Göttinnen und anderen freizügigen Weibern tummelten sich auf dem Fußboden.
      Oh, also ein alter Perverser? :lol: Na ja, gut, das scheint wohl einfach die Mode zu sein.


      Ich liebe diese Stadt, ich wurde hier geboren und hier werde ich auch begraben werden.
      Hier bin ich gebor'n und hier werd' ich begraben~ Oh Gott, bitte nicht das Lied .. >____>" xD


      Der Handel ist es, was diese Stadt am Leben erhält.
      Korrekt, Junge! o/ Was gibt es Schöneres als einen belebten Basar mit zehntausend Düften in der Luft, mit fälschenden Händlern an jedem Stand? 8)


      [...] Männer fragen, wie sie in meinen Keller kommen und die Frauen, wie es wieder herausgeht…“ Der alte gackerte wild vor sich hin.
      Oh Gott, diese Stelle ist so ... relatable! Schade, dass es für dieses Wort kein richtig gutes deutsches Äquivalent gibt. Aber eine coole Stelle, sehr schön! :D


      Ihre Gesichtszüge wirkten sanft, doch ihr Blick war starr und seelenlos.
      Wow, das muss echt ein krass detailliertes Mosaik sein! :O


      In der Mitte des Raumes befand sich ein runder Tisch aus Zypressenholz, welcher auf einem einfach gewebten Teppich stand.
      Ahaaaa, CYPRUSsenholz! :DD Nein? Okay, dann nicht .... :sorry:


      Seine Männer bewachen die östlichen Bezirke, in denen zufälligerweise auch Hyppias Palast liegt…
      Ooooh, ganz zufällig also? :hihi: Soso! Das klingt nach Infiltration!


      „Thronraub also“, mischte sich Zenopos ein, „vergesst nicht, dass die Dynastie einen Erben hat.“
      Oh. Das ging schnell. Beziehungsweise ist das schnell eskaliert. Na ja, dann eben mal ein bisschen Verrat betreiben!


      „Und Ihr, prangert die Verfehlungen des Lords an und lasst eure Jünger die Kunde weiterverbreiten.“
      Oha, Mister Schwarzmantel ist jetzt also der selbsternannte Anführer? xD Jedenfalls scheint der hier den Ton anzugeben. Na ja, mal schauen, was er so drauf hat. Als Meuchelmörder bestimmt einiges!

      Gut, gut, jetzt stehen wir also relativ spontan kurz vor einer Rebellion. Sehr schön! Ein bisschen Révolution geht immer. Ich bin echt gespannt, wie du das Thema ausarbeitest, also freue ich mich schon mal auf die nächsten paar Kapitel. Weiter so! o/


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Themis ist ja wieder da, na endlich! :D



      Helaios Krasis
      Iannis (ein Griechischer Adrian): Krasí? Ich nehme an, der gute Herr ist ein eifriger Weintrinker, liege ich richtig? :D

      „Nun, ich handle mit allerlei Dingen, aber hauptsächlich mit Wein. Ich habe einen lodalischen aus einem wunderbaren Jahrgang hier.“, bot Helaios grinsend an.
      Calypso (eine griechisch-japanische Sphinx mit Katzenzähnen, fluffigen Flügeln ... und Schweif! :3): Welp. Da hat wohl jemand ins Griechisch-Wörterbuch geblickt. :3

      Scharen von Nymphen, Göttinnen und anderen freizügigen Weibern tummelten sich auf dem Fußboden. „Wer kann es ihm schon verübeln?“, dachte Themis grinsend bei sich.
      Mayu: Und heute liegen die Mangas mit den Frauenabbildungen auf den Fußböden. Das ist erstaunlich! :D Haha Themis, du Schlingel! :^)

      „Mit dem Alter wird man eben unbeweglicher, sowohl im Körper als auch im Geiste.
      Mayu: Deswegen wählen also besonders viele alte Kerle den Trump. xD

      Der Handel ist es, was diese Stadt am Leben erhält. Der Hafen wäre ohne all diese Händler aus allen Ecken der Welt tot und leer. Sie bringen Wissen und Erfahrungen mit, die wir hier gar nicht kennen. Es wäre eine andere Welt ohne den Handel.“
      Kagayaku (Die Königstochtersphinx): Und die Seuchen. Flöhe, Ratten, Pestbakterien ... aber gut, summa summarum sind die ganzen positiven Aspekte dann doch in der Überzahl. Auch wenn ein ganz kleiner, ruhiger Hafen seinen Reiz hat ... aber für den Urlaub ist er vielleicht besser als zum praktischen Leben.

      „Nun“, der Weinhändler schenkte ihm ein schelmisches Grinsen, „das ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern. Männer fragen, wie sie in meinen Keller kommen und die Frauen, wie es wieder herausgeht…“ Der alte gackerte wild vor sich hin. Ein Mitleidsgrinsen schenkte der Navarch seinem Gegenüber, jetzt war freilich nicht die Zeit für schlechte Witze.
      Mayu: Ha ... haha ... hahaha. Wow. o_o Lieber Sans-Puns!

      „Iase“, murmelte der Admiral. Auf dem Bildnis der edalischen Göttin der Hinterlist, welche mit ihren pechschwarzen Haaren und dem Dolch in der Rechten glatt schon gefährlich wirkte, obwohl es nur ein einfaches Mosaik war. Ihre Gesichtszüge wirkten sanft, doch ihr Blick war starr und seelenlos.
      Sheila (Blitza-Gijinka): Setsuna bist dus, Mädel?
      Setsuna (Kagayakus ältere Schwester und Herrscherin): Mein Blick MACHT starr. -_- Andererseits, bei diesen mythischen Mosaiken ... da hat der in seinem Haus doch sicherlich etwas Besonders versteckt. Etwas Wertvolles, etwas Legendäres, das ich mir unter den Nagel reißen muss! °.°


      Sacht ließ er seine Finger über ihr Gesicht streichen und tatsächlich, bei den Augen spürte eine Unebenheit, eine Vertiefung gar! Den Zeigefinger seiner Rechten steckte er in das eine Auge, seinen Mittelfinger ins andere.
      Setsuna: Geheime Schalter! O_O Na los, Themis, lüfte das Geheimnis, damit dieser Schatz seiner rechtmäßigen Besitzerin zufällt, der großen Sphinxenkönigin Setsuna! x3

      „Schön versteckt, oder?“, der Händler grinste ob seines Geheimverstecks.
      Mayu: Er zeigt ihm ein Geheimversteck. Das dann kein Geheimversteck nicht ist. Er scheint Themis ja ungeheuer zu vertrauen, und das nach ... 3 Minuten und nicht mal einem Begrüßungstee? xD

      „Ich hätte nicht damit gerechnet“, Themis war ehrlich erstaunt. Wenn ein Weinhändler schon Geheimgänge besitzt, wie sieht es dann erst in Hyppias Burg aus? Vielleicht kann mir ja Xania noch etwas dazu sagen?
      (Ich liebe diese kursiven Gedanken von Themis bzw. den anderen Protagonisten, aus deren Sicht geschrieben wird, da ist man immer so nah an dem Chsrakter dran :D)

      (Wow detaillierter kann man das geheime Zimmer echt nicht beschreiben, wirklich schön gelungen :D Lädt ja fast zum Wohnen ein, wenn es nicht mehr oder weniger auf Kellerniveau liegen würde oO)

      Er lauscht gerne den Reden dieses Philosophen, welche häufig davon handelten, wie man sein Leben führen solle, um glücklich zu werden. Oft aber hatten sie einen kritischen Unterton dem Adel gegenüber, was ihm einige mächtige Feinde bescherte, aber was auch der Grund war, dass sich so viele Jünger und Schüler um ihn scharten.
      Kagayaku: <___< Nobility is love, Nobility is life! Also nicht, dass ich den 3. Stand nicht auch verstehen könnte, aber ich fühle mich da schnel angegriffen ... das Königshaus von Mu stammt von den heiligen Sphinxen und Löwen ab. >.<
      Calypso: Auf welchem echten Philosophen er wohl basiert? :O Perikles? Sophokles? Sokrates?


      Aten hörte den dunkelgekleideten Mann sich räuspern. Blogis deutete zu seiner Rechten auf den nächsten Konspiranten, einen Mann, etwa vierzig Jahre alt, mit Haut, die von der Farbe her gegerbtem Leder sehr ähnlich sah. Seine Haare waren pechschwarz, seine Augen schmaler als gewöhnlich. „Mangylas Anhor“, stellte sich der Fremde ruppig vor. Themis reichte ihm die Hand, welche dieser nur kurz schüttelte.
      Setsuna: Ein Mongole. Zweifelsohne. Alles spricht dafür! :) Ich habe ja viel mit den Nomaden zusammengerarbeitet und ihnen Schätze in Europa versprochen ... gute Männer und hervorragende Krieger gibt es unter ihnen, das kann ich dir versichern! ^.~

      „Früher Söldnerhauptmann, erwies er sich für Daniel Hyppias als äußerst nützlich in einigen Schlachten. Ein Großteil seiner Männer starb in den Schlachten des Lords. Als Kompensation bot er ihm einen hohen Posten in der Stadtwache und seinen Söldnern bezahlte Wachposten an.Mangylas ist nun einer der drei Offiziere der Stadtwache. Seine Männer bewachen die östlichen Bezirke, in denen zufälligerweise auch Hyppias Palast liegt…“
      Sheila: Das ist ja fast identisch wie mit Subatais Geschichte unter unserer geliebten Kaiserin Setsuna!
      Setsuna: Mit dem Unterschied, dass er mich nicht hintergeht, da ich charmant, wunderschön und gerecht bin.
      Sheila: Eitel, fanatisch, skrupellos und überprotektiv, tolle Eigenschaften.
      Setsuna: Sag mal, hast du vergessen, dass meine Augen dich versteinern können, Miezekätzchen? >:
      Sheila: o_o Nein ...


      „Der Lord hat die Stadtwache gegen die Bevölkerung eingesetzt, zwar wurde niemand ermordet, aber meine Männer sind Söldner und keine Metzger.“, sprach Mangylas ruhig.
      Setsuna: Hehe, diesen Fehler habe ich nicht begangen. Das ist wohl eher im Kommandostand des französischen Königs schief gelaufen~

      „Thronraub also“, mischte sich Zenopos ein, „vergesst nicht, dass die Dynastie einen Erben hat.“
      Setsuna: Das ist ja so, als ob man mich stürzen wollte. o.o Meine Nachfolgerin ist ja mein kleines Schwesterchen~ So oder so, werdet ihr uns Raubkatzen nicht los. ^^
      Sheila: Kagy ist netter als du, das ist schon ein Gewinn. <_<


      „Was ist an diesem Treffen hier schon ehrenhaft?“, wandte Blogis entgegen, „Wir hier sind alle Verräter. Ein Verrat mehr oder weniger macht auch nichts mehr aus“
      Mayu: Operation Maniküre, das Blogis-Attentat. Aber vielleicht reicht eine Entführung ja auch aus? Auch wenn es natürlich noch riskanter ist, wenn Hyppias einfach wieder zurückgeht.

      „Sein jüngster Sohn -und auch letzter lebender“,
      (Da haben wir sehr aufmerksam die Sterberaten in CK II beobachtet xD)

      Aber er wäre als Lord untragbar, zumal nicht einmal ganz klar ist, ob er überhaupt der Sohn von Daniel Hyppias ist…“
      Min: Hey, ist das etwa Kritik an der Familie Kim? xD Aaaaw der arme Dicki!

      Man könnte Hyppias mit den richtigen Mitteln dazu bringen, dasselbe für Euch zu unterschreiben…“
      Setsuna: Welcher Herrscher mit etwas Selbstachtung würde SOWAS denn unterschreiben? Schätzchen, das ist ja absurd.
      Sheila: Dass du einen erwachsenen Mann Schätzchen nennst, finde ich viel absurder. ._."
      Setsuna: Ja, weil du auch keine Ahnung von Herrschaft und Politik hast, mein kleines Miezchen.
      Sheila: Am Anfang stand irgendwo, dass du und Hyppias ein tolles Traumpaar abgeben würdet. <_< In Arroganz steht ihr euch in nichts nach!


      „Aaaaaber Menschen werden kämpfen, wenn sie angegriffen werden, oder denken, dass sie angegriffen werden. Ich habe heute Hyppias wahre Natur auf dem Forum offenbart, noch ein paar Fehltritte seinerseits…“, der Navarch ließ seine Worte nachhallen.
      Besenval: Ich bin erschüttert! Er kopiert die unlauteren Taktiken, die den Bourbonen in Frankreich ihren Thron entrissen haben! Sacre Bleu! Hast du keinen Respekt vor dem Adel? Diese Toren! Sie werden dieses Risiko nicht ohne Opfer bezahlen! Ich nehme an, wir sehen diesen Plan im nächsten Kapitel in Aktion, ne c'est pas?

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Ein krasses Kapitel mit dem krass perversen Krassus! :fies:

      Jaaa Geheimgänge! :bg: Ich liebe Geheimgänge, besonders wenn sie so kreativ versteckt sind wie hier. Und dann gibt es ja auch noch eine richtig schön häusliche Einrichtung darin. Wenn ich sowas hätte, würde ich darin meine ganzen Bücher & Comics aufbewahren und so einen perfekten Ort meiner Lieblingsliteratur schaffen. :3

      Besonders authentisch wirds dann, wenn ein paar zwielichtige Typen eine Rebellion planen. Zugegebe, ich musste erst mal nachdenken, wer noch mal wer ist ... aber beim fünften Kapitel meiner FF wird man das auch müssen. Ich brauch auch eine Summary. :O

      Raikachu wrote:

      Kleiner Flüchtigkeitsfehler: Euer! Passiert mir auch immer ...
      Kommt da nicht sogar Ihr hin? Nur mal so gefragt. :o

      Das wars auch schon! Ciao! :pwink:
    • Das letzte Kapitel ist ja jetzt etwa einen Monat her und das neue hab ich ebenso lange bereits fertig :3
      (Zebra hält sich endlich mal an seine eigenen Vorgaben °3° xD)
      Aber vorher noch etwas kontrakommentieren:

      @Raikachu
      Rai


      Raikachu wrote:

      Oh, also ein alter Perverser? Na ja, gut, das scheint wohl einfach die Mode zu sein.
      Mei, im alten Athen gab's auch haufenweise Knabenliebhaber, da macht ein perverser Alter mehr oder weniger auch nichts mehr aus... :lol:


      Raikachu wrote:

      Hier bin ich gebor'n und hier werd' ich begraben~ Oh Gott, bitte nicht das Lied .. >____>" xD
      "Und am Ende der Straße steht Blogis am See"... XD


      Raikachu wrote:

      Oh Gott, diese Stelle ist so ... relatable! Schade, dass es für dieses Wort kein richtig gutes deutsches Äquivalent gibt. Aber eine coole Stelle, sehr schön! :D
      Den alten Weinhändler benutze ich auch ein bisschen als Ventil für schlechte Witze, die mir währenddessen einfallen xD

      Raikachu wrote:

      Oh. Das ging schnell. Beziehungsweise ist das schnell eskaliert. Na ja, dann eben mal ein bisschen Verrat betreiben!
      [IMG:http://i2.kym-cdn.com/photos/images/original/000/353/279/e31.jpg]
      Irgendwie muss ich die Geschichte von Themis ja mal vorantreiben, ich möchte noch weitere Charaktere einführen, aber erst nach einem bestimmten Plotabschnitt :D


      Raikachu wrote:

      Oha, Mister Schwarzmantel ist jetzt also der selbsternannte Anführer? xD Jedenfalls scheint der hier den Ton anzugeben. Na ja, mal schauen, was er so drauf hat. Als Meuchelmörder bestimmt einiges!

      Gut, gut, jetzt stehen wir also relativ spontan kurz vor einer Rebellion. Sehr schön! Ein bisschen Révolution geht immer. Ich bin echt gespannt, wie du das Thema ausarbeitest, also freue ich mich schon mal auf die nächsten paar Kapitel. Weiter so! o/
      Ja, der liebe Blogis kann ein sehr einnehmendes Wesen haben... :D
      Bis zur Revolution dauert es noch etwas (siehe Daenerys, die 6 Staffeln lang sagt, dass sie in den Westen segeln wird.... :tlol:), kann ja noch einiges passieren... :fies:

      Vielen Dank für deinen Kommentar, hat mich sehr gefreut :3


      @Undyne
      Undyne


      Undyne wrote:

      Iannis (ein Griechischer Adrian): Krasí? Ich nehme an, der gute Herr ist ein eifriger Weintrinker, liege ich richtig? :D
      Na klar, man muss ja auch genau wissen, was man da verkauft! Aber der Verstand des Alten lässt manchmal nach, sodass er zwei-drei mal probieren muss, um die Weine komplett zu unterscheiden und dann kommt es schon mal vor, dass man in einer Weinlache am Boden liegt xD

      Undyne wrote:

      Mayu: Und heute liegen die Mangas mit den Frauenabbildungen auf den Fußböden. Das ist erstaunlich! :D Haha Themis, du Schlingel! :^)
      Animu is real! <3


      Undyne wrote:

      Mayu: Deswegen wählen also besonders viele alte Kerle den Trump. xD
      Zebra predicted Trump D: Illuminati confirmed? :O


      Undyne wrote:

      Setsuna: Geheime Schalter! O_O Na los, Themis, lüfte das Geheimnis, damit dieser Schatz seiner rechtmäßigen Besitzerin zufällt, der großen Sphinxenkönigin Setsuna! x3
      Themis: Pah, als ob der Alte irgendwo was wirklich Wertvolles da unten hätte! Nur Schriftrollen, Wein und Staub. Solltest du betrunkene NAchrichten lesen wollen, wärst du dort sicherlich an der richtigen Stelle ;)


      Undyne wrote:

      Mayu: Er zeigt ihm ein Geheimversteck. Das dann kein Geheimversteck nicht ist. Er scheint Themis ja ungeheuer zu vertrauen, und das nach ... 3 Minuten und nicht mal einem Begrüßungstee? xD
      Eben an diesem Paradoxon mit dem Geheimversteck, das dann nicht mehr geheim ist, hab ich beim Schreiben des Kapitels sicherlich zehn Minuten gesessen und drüber nachgedacht xD


      Undyne wrote:

      (Ich liebe diese kursiven Gedanken von Themis bzw. den anderen Protagonisten, aus deren Sicht geschrieben wird, da ist man immer so nah an dem Chsrakter dran :D)
      Vielen Dank :3


      Undyne wrote:

      Calypso: Auf welchem echten Philosophen er wohl basiert? :O Perikles? Sophokles? Sokrates?
      Zenopos ist damals im Dunstkreis meiner Lateinstunden entstanden, als wir die Stoiker durchgenommen haben. Also vermutlich so Richtung Seneca, aber einige andere Einflüsse haben da noch mit rein gespielt :D


      Undyne wrote:

      Setsuna: Ein Mongole. Zweifelsohne. Alles spricht dafür! Ich habe ja viel mit den Nomaden zusammengerarbeitet und ihnen Schätze in Europa versprochen ... gute Männer und hervorragende Krieger gibt es unter ihnen, das kann ich dir versichern! ^.~
      Dem Mongorrrians arways destroying my warr! D: Mangylas ist wirklich so angelegt, dass er aus einem Volk von Reiternomaden stammt :)

      Undyne wrote:

      Mayu: Operation Maniküre, das Blogis-Attentat. Aber vielleicht reicht eine Entführung ja auch aus? Auch wenn es natürlich noch riskanter ist, wenn Hyppias einfach wieder zurückgeht.
      Operation Pediküre! Operation Konfitüre! Operation Lektüre!


      Undyne wrote:

      (Da haben wir sehr aufmerksam die Sterberaten in CK II beobachtet xD)
      Du weißt nicht, wie oft ich beim Schreiben an CKII denken musste xD Mei, war ja auch ne gefährliche Zeit ;D


      Undyne wrote:

      Besenval: Ich bin erschüttert! Er kopiert die unlauteren Taktiken, die den Bourbonen in Frankreich ihren Thron entrissen haben! Sacre Bleu! Hast du keinen Respekt vor dem Adel? Diese Toren! Sie werden dieses Risiko nicht ohne Opfer bezahlen! Ich nehme an, wir sehen diesen Plan im nächsten Kapitel in Aktion, ne c'est pas?
      Das dauert noch wenig, mein lieber Besenval, eine Rebellion mag penibel geplant sein! ;D

      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar, das hat mich sehr gefreut :3


      @Turtacos
      Tacomann



      Turtacos wrote:

      Jaaa Geheimgänge! Ich liebe Geheimgänge, besonders wenn sie so kreativ versteckt sind wie hier. Und dann gibt es ja auch noch eine richtig schön häusliche Einrichtung darin. Wenn ich sowas hätte, würde ich darin meine ganzen Bücher & Comics aufbewahren und so einen perfekten Ort meiner Lieblingsliteratur schaffen. :3
      Ich muss ehrlich zugeben, dass ich auch gerne so einen Geheimraum hätte :D Es hat einfach irgendwie Stil :D



      Turtacos wrote:

      Besonders authentisch wirds dann, wenn ein paar zwielichtige Typen eine Rebellion planen. Zugegebe, ich musste erst mal nachdenken, wer noch mal wer ist ... aber beim fünften Kapitel meiner FF wird man das auch müssen. Ich brauch auch eine Summary. :O
      Das ist auch ein wenig das Problem meiner Geschichte: Viele Leute mit langen Namen und zu wenige Kapitel in zu großen Abständen, um sich diese zu merken xD
      Bald sind ja Ferien, da wird wieder fleißig gearbeitet :3

      Vielen Dank für deinen Kommentar :D


      Wir erinnern uns: Themis und seine Kumpanen beratschlagen über die Rebellion/Revolution und so langsam nehmen die Pläne Form an......


      Themis


      „Nichts“, brachte der Philosoph langsam hervor, „nichts, was nicht sowieso schon passiert… Aber ich könnte die Flamme meiner Reden neu entfachen…“

      „Gut so, gut so“, Blogis erhob sich und lief flott auf und ab, vielleicht um seine Gedankenblitze zu fassen, bedachte Themis dieses Schaulaufen. Ein seltsames Gefühl machte sich in der Brust des Navarchen breit, seltsam, aber nicht unbekannt. Der Druck eines Neubeginns, die Ungewissheit, die vor ihm lag. Anderen wäre es vielleicht unangenehm, doch Themis hieß es warm willkommen, es war ein steter Begleiter seines bisherigen Lebens gewesen. Sollte ich es alleine bei der Ehrenfeste belassen? Auch in anderen Stadtstaaten treiben unflätige Lords ihren Unsinn. Früher regierte das Volk sich selber, es wählte einen Herrn, der es für die nächsten zwei Jahre leiten sollte, im Kriegsfall noch so lange bis Frieden herrschte. Das waren die Zeiten, in denen Edala noch eine Bedeutung hatte. Nun sind wir nichts mehr, als ein paar Schatten unser alten selbst…. Gedankenversunken, hatte Aten gar nicht mitbekommen, wie sein mysteriöser Freund weiter Pläne für die Rebellion schmiedete.

      „Und dann, dann ein Schauprozess gegen Hyppias, ja, das wäre sicherlich das Richtige, damit…“

      Etwas unruhig rutschte Aten auf seinem Stuhl hin- und her und unterbrach Blogis: „Wieso ein Rad auswechseln, wenn man auch gleich einen neuen Karren bauen kann?“, er blickte von Blogis, welcher abrupt stehen blieb und ihn anstarrte, über den seelenruhig dasitzenden Mangylas über zu Zenopos, „Wir ersetzen einen schrecklichen Herrscher durch einen etwas besseren Herrscher, doch alles drum herum bleibt gleich. Ein besseres Rad lässt den Wagen nicht unbedingt besser fahren, er fährt nicht gerade, das neue Rade passt nicht zu anderen, eine Zeit lang lässt man den Karren vielleicht so fahren, doch irgendwann ersetzt man das einzige andere Rad durch ein altes…. Wenn wir ein Rad, einen Herrscher ändern, dann muss sich auch alles andere drum herum ändern.“ Der ehemalige Söldnerhauptmann nickte ihm entspannt zu, er bewegte seine rechte Hand leicht im Kreise herum, als wolle er, dass Themis mehr erzähle. So erfüllte ihm der Admiral sein Anliegen: „Ein Gemeiner auf dem Thron, der Adel lässt das nur kurz geschehen, bis sie einen aus ihren Reihen auf seinen Platz hieven. Priester, unserer alten Götter oder der Trinisten, könnten ihre Stimmen erheben, heute haben sie hier nicht mehr so viel Gewicht wie früher oder anderswo auf dieser Welt. ‚Der Sünder auf dem Throne‘ ist schon bald der ‚Büßer am Schafott‘. Die anderen im Bunde, die Lords der anderen freien Städte werden so einen ‚König aus der Gosse‘ sicherlich nicht lange tolerieren, sondern seine Besitztümer untereinander aufteilen. Wir dürfen nicht planlos vorgehen…“

      Ein Lachen gellte durch den Raum, es gehörte niemand Geringerem als Blogis: „Wahrlich!“, sprach dieser frohlockend, „der Junge ambiert nach Höherem! So gehört sich das! Ich merke, wir werden noch viel Spaß zusammen haben.“ Nachdem er seine Mine wieder zu seiner gewöhnlichen, nichts von sich preisgebenden geändert hatte, fragte er: „Und woraus wird dein Wagen gebaut werden?“

      „Aus einem vereinten Edala“, sprach Themis bedacht.

      Blogis zog seine Brauen leicht nach oben: „Nun, davon habe ich schon länger nichts mehr gehört, fahre er fort…“

      „Haben wir nicht schon die Symkalos?“, warf Mangylas Anhor ein.

      Kurz nickte Themis dem fremdländischen Hauptmann zu: „Sehr wohl haben wir die Symkalos Edalaia. Doch was sollen sie nur mehr sein, als ein loser Haufen an Seemännern, die von den anderen Städten eher unwillig entrichtet werden? ‚Die Gefährten Edalas‘ sind nur ein paar Admiräle, die jetzt unter meiner Führung stehen, doch eher ihrem Lord dienen, als mir oder dem Wohle Edalas zur See. Nein, wir sind zerstritten und schwach, das habe ich schon unter dem alten Ser Hebron gesehen, er konnte nur mit Müh und Not alle an einen Tisch bringen. Der alte Haudegen aus Iralion verabscheut den sylischen Admiral, der wiederum keine Edalier aus dem Norden leiden kann. Diese kleinen, unnötigen, sinnfreien Streitereien nehmen uns so viel unseres Potenzials. Wir müssen darüber hinweg schauen, Edala braucht einen gemeinsamen Feind, im Inneren, wie auch Außen.“

      „Und wer soll das denn nun wieder sein?“, der Alte fuhr sich durch seinen weißen Bart.

      Blogis ging ein paar schnelle Schritte Richtung Tisch und lehnte sich mit den Unterarmen auf diesen: „Ganz einfach, mein Lieber. Wenn ich unseren Admiral des Rates Gnaden richtig verstehe, dann brauchen wir eine große Bedrohung, am besten keine neue, die Leute stellen sich nur ungern um“ Themis konnte sich ein kurzes Lächeln ob dieser flapsigen Bemerkung nicht verkneifen. „Das tyrische Kaiserreich bietet sich hierfür doch hervorragend an. In der Vergangenheit habt ihr schon gegen es gekämpft, sie erscheinen euch wie Wilde und die Demütigung der Niederlage damals hallt auch noch bis in die heutige Zeit nach. Wunderbar! Am besten verbündet ihr euch mit dem Kaiser von Tyr im Süden, die beiden Reiche streiten sich schon länger darum, wer der wahre Nachfolger des alten Reiches ist. Der Feind meines Feindes ist mein Freund…“

      Wirklich verblüfft und mit offenem Mund saß Themis in seinem Stuhl nach vorne gebeugt: „Könnt ihr meine Gedanken lesen?“

      „Fast, aber auch nur fast“, Blogis lächelte ihn ironisch an.

      Ein wahrhaft seltsamer Zeitgenosse…

      „Der Kaiser der Tyräer im Süden wird sicherlich ein Bündnis mit uns eingehen, schließlich sprechen wir dieselbe Sprache und sind die Feinde seines größten Feindes. Im Inneren Edalas bekämpfen wir jedoch einen noch viel größeren Gegner: Den Adel.“ Anerkennend oder vielleicht auch eher nachdenklich hob Zenopos seinen Kopf und auch der alte Weinhändler Helaios wurde nun hellhörig. „Zu lange leben wir schon unter dem Joch der Willkür einiger Weniger, welche in die Macht hinein, aber nicht für sie geboren wurden. Sollte nicht eher der Mann herrschen, der die nötigen Talente hat und nicht der, der einen schicken Stammbaum hat? Sollen sie doch noch so sehr darauf pochen, dass irgendein Gott oder eine Göttin ihr Geschlecht zu Herrschern auserkoren haben soll, mich interessiert nur, wen die Menschen dazu auserwählen. Sollte ich genau jetzt zum Herrscher werden, so kämen zugleich mehrere Dutzend Adlige mit so viel Gold angelaufen, dass alle Söldner Edalas bis an ihr Lebensende ausgesorgt hätten. Keine Frage, dass ich dann bald als ein Kopf auf einem Spieß enden würde. Wir müssen den alten Wagen zerbersten, bevor der Neue seinen Platz einnimmt“

      Weiterhin bedächtig durch seinen buschigen weißen Bart fahrend merkte Zenopos an: „Nicht unwahr, was der Junge hier vorträgt. Es ist wahrlich nicht gerecht, dass einige mühelos ihr Leben genießen, während andere kaum ihre Existenz sichern können. Es ist jedoch ein heikles Unterfangen, was hier geplant wird. Ein Adliger stellt keine große Gefahr dar, er ist auch nur ein Mann, doch viele Adlige haben viele Freunde und viel Einfluss. Was soll mit ihnen geschehen, alle umzubringen macht euch nicht besser als euren tyrannischen Herrn…“

      „Es muss alles sehr schnell geschehen, sodass sie sich nicht darauf vorbereiten können. Doch meine ich nicht damit, dass wir es morgen, übermorgen oder gar kommende Woche anstellen sollten, nein erst wenn die Zeit dafür reif ist, dann jedoch beißen wir sie schneller als es jede Schlange vermögen könne. Nach einem ruhigen Tag folgt eine laute Nacht, voller Krawalle und Bürger die revoltieren. Die Tore wurden zufälligerweise alle verschlossen, während Söldnertrupps von Villa zu Villa spazieren und die Adligen auf einen kleinen Spaziergang mitnehmen. Wir bringen sie auf eine der vielen Inseln vor unserer Küste, an denen kein Schiff vorbeifährt und die gerade weit genug entfernt sind, dass man, sollte man zurückschwimmen, kurz vor dem Ziele ertrinkt, jedoch nicht so weit weg, dass man das Land nicht mehr sieht. Wir lassen sie in Frieden auf ihrem Eiland, sollten sie jedoch gegen diese neue Ordnung aufbegehren, so sterben sie durch ihr eigenes Handeln. Schön metaphorisch, nicht wahr?“, Aten konnte sich ein kurzes Grinsen nicht verkneifen. Ebenso der dicke Weinhändler Helaios, der jedoch Gelegenheit zu nutzen pflegte, die es ihm erlaubte sein Glucksen in den Raum abzugeben.

      Als er sich etwas beruhigt hatte, fragte Krassis, immer noch mit kurzen Glucksern zwischendurch: „Und wann findet diese kleine Feier statt?“

      Kleine Feier, kleine Feier, kleine Feier… Es war als durchzöge plötzlich ein Blitz Themis Körper, so schnell und so unerwartet kam ihm die Idee. „Bei ei-einer Hochzeit“, brachte er beeindruckt stammelnd hervor.

      „Einer Hochzeit?“, Mangylas Anhor zog, neugierig auf eine Fortführung, die linke Braue nach oben.

      „Ganz simpel“, warf Blogis kurzentschlossen in den Raum, „Ganz simpel. Wir planen ja Hyppias einzigen Sohn zu ermorden, was macht er, wenn er einen neuen Erben braucht?“ Abwartend wandte er seinen Kopf in die Richtung des Söldnerhauptmannes.

      „Er heiratet“

      „Ganz genau, aber er gibt sich nicht einfach mit irgendwem ab, nein, so kennen wir unseren lieben Hyppias nicht. Eine Adlige, eine ganz besonders Adlige muss es sein, edalischer Hochadel, alles darunter sind für ihn nur Dirnen. Wer kommt, wenn er eine so bedeutende Frau ehelicht? Die wichtigsten Edelleute der gesamten Halbinsel, bis auf seine Widersacher, was klar sein sollte. Nun verbringt so ziemlich alles was Rang und Namen hat mehrere Tage voller Saufwut in einer kleinen Burg, die schnell auch zur Falle werden kann…“

      Unglaublich. Eben das, was Themis ausführen wollte, konnte sich dieser mysteriöse Mann einfach in Augenblicken zusammenreimen und besser sowie selbstverständlicher erklären, als er es in diesem Moment voll Ehrfurcht vor der eigenen Idee je gekonnt hätte. Dieser Blogis weiß sicherlich mehr, als er in Wahrheit zugeben will. „Meine Rede“, konnte der Admiral in einem Gefühlschaos zwischen Schock und Ehrerbietung gerade noch herausbringen.

      Anerkennend nickten der Weinhändler und der Hauptmann im Kanon mit ihren Köpfen, der Weise strich sich noch bedächtig über seine Wange und sprach dann: „Ich stimme diesem Vorhaben zu, doch noch einen Ratschlag möchte ich euch geben. Ihr müsst dafür sorgen, dass sich Hyppias wenige Tage vor seiner Vermählung sicher fühlt, er soll sich nicht dazu veranlasst fühlen seine Wachposten zu erhöhen. Es sollte keine lauten Nächte wenige Tage vorher geben, doch an diesem einen Abend, soll sich der ganze Hass des Volkes auf seinen arroganten Autokraten richten.“

      „Dies sollte sich arrangieren lassen“, meinte Blogis. Etwas eilig fügte er an: „Gebt mir zwei Tage und der Junge wird zufällig an einem besonders harten Fall der Schwindsucht erkranken…“ Mit diesen Worten erhob er sich eilig und lief in Richtung des Ausganges, doch machte er am Absatz noch kehrt und nickte seiner konspirativen Gemeinschaft zum Abschied noch zu. Als er bereits einige Treppenstufen genommen hatte, konnten sie hören, wie er ihnen noch etwas sagte: „Und Themis…Stell bloß nichts Dummes an, solange ich weg bin…“ Der Admiral hörte sein hämisches Gelächter gefolgt vom Öffnen der Klappe nach oben.

      „Ich gebe mein Bestes!“, rief Aten mit einem schelmischen Grinsen hinterher, doch bezweifelte er, dass Blogis es noch gehört hatte. Er betrachtete eine Weile lang, wie das Licht der Kerze, die in der Mitte des Tisches brannte, hin und her tänzelte. Ein Weinhändler, ein Söldner und ein Philosoph, wirklich eine bunte Truppe. Ob das wirklich gut gehen wird? So ganz traute er diesem fremdländischen Hauptmann nicht, dessen Loyalität einzig vom Preis abhing. Ebenso unorthodox erschien ihm dieser Helaios, der sein Geld doch viel einfacher anderswo verdienen könnte. Blogis wird schon wissen, wen er da zusammengetrommelt hat…

      Als erster brach Krassis das Schweigen: „Du fragst dich bestimmt, was ich zu dieser kleinen Rebellion beitrage, außer diesem Keller. Nun, es ist schon ein wirklich schöner Keller…“, er schien gesehen zu haben, wie Aten seine Augen verdrehte, „Aber ich werde für vieles aufkommen, was ihr brauchen werdet, solange ihr nicht mit anderem Wein als dem meinigen zecht!“ Wieder einmal ließ er sie einen seiner Gluckser hören.

      „Ich danke euch wahrlich, Helaios. Doch ihr als Kaufmannsseele wünscht bestimmt eine gewisse Gegenleistung, wenn ich mich nicht irre…“

      Der untersetzte Weinhändler ließ ein paar Finger knacken und sprach dann im ungewohntem Ernst in der Stimme: „Krieg ist natürlich nie gut fürs Geschäft, aber manchmal bergen härtere Zeiten große Chancen. Ich investiere viel in dich, mein Junge, dafür sollst du mir dann aber auch ein paar Privilegien geben und vielleicht könnte ich mich auch als Sakellarion ganz nützlich machen…“ Er zwinkerte dem Admiral überaus auffällig zu.

      „Das sollte kein Problem darstellen, denke ich“, antwortete Themis großmütig. Sein Blick wanderte rechts herum in der Reihe und er ließ ihn auf Mangylas ruhen.

      Dieser ließ dies einige Zeit auf sich sitzen, bis er dann leicht genervt lossprach: „Na, was wohl? Der alte Mann bezahlt mich“, er bewegte seine Hand in die Richtung des Weinhändlers. Zenopos brauchte er gar nicht erst fragen, denn Aten wusste noch von genug Reden des weisen Mannes, die er aufmerksam auf dem Forum mitangehört hatte, was er vom Lord hielt. Helaios schien dies zu merken, stand auf und watschelte zur nächstbesten dieser vollbeladenen Kommoden, kramte ein wenig in ihr herum und zog dann eine verstaubte Flasche Wein hervor.

      „Ein wahrhaft brillanter Lodalischer, aus den Jahren, als der Lord noch ein junger Mann war“, ein leichtes Glucksen hallte durch den Raum, „Ich gebe aus“ Flugs hatte er auch schon vier Becher organisiert, welche halbwegs sauber schienen und ehe Themis dankend ablehnen konnte, war der Becher vor seiner Nase bereits gefüllt. Man merkt, dass er des Öfteren einen Schluck trinkt, so geschickt habe ich noch nie jemanden mit Bechern umgehen sehen.

      „Auf die letzten Tage des Daniel Hyppias“, lachend hob der Weinhändler seinen Becher in die Mitte der Runde. Etwas widerwillig erhob auch Aten sein Trinkgefäß und stieß mit den anderen in der Mitte des Tisches an, er würde nur der Höflichkeit halber einen Schluck trinken.

      „Auf die Tugend!“, Zenopos ließ sie alle noch einmal anstoßen.

      „Auf gute Gesellschaft!“, Mangylas war an der Reihe

      „Auf weniger Trinksprüche!“, Aten lachte gespielt. Während die anderen in der Runde schnell die Becher austranken, zögerte Themis. Stockend führte er den Rand an seine Lippen, ein blumiger Duft drang in seine Nase, es hätte gut riechen können, doch Themis wurde allein vom Geruch schlecht. Er roch dem Wein seines Stiefvaters zu ähnlich. Aten schloss die Augen und nahm widerwillig einen kleinen Schluck, der Wein schien süß, doch der Nachgeschmack war bitterer als jede Tragödie, die er im Theater gesehen hatte. Der Würgereiz überkam ihn, er konnte ihn nur mit einiger Mühe vor den anderen verstecken. Augenblicklich erhob er sich, dankte hastig für die Gastfreundschaft und das Treffen und lief auf schnellstem Wege nach oben. Nie mehr, niemals ende ich wie er…Er wusste nicht mehr, wie er die Luke aufbekommen hatte, geschweige denn, wie er aus dem Haus des Händlers gekommen war. Die frische Luft draußen wirkte befreiend, doch plötzlich überkam ihn die Schwäche, er konnte nicht mehr dagegenhalten. Sogleich übergab er sich auf das Pflaster. Sein Rachen brannte, das Erbrochene hinterließ einen üblen Nachgeschmack. Themis sank auf die Knie. Niemals. Einige Zeit verbrachte er so auf dem Boden, während der Mond hell auf ihn herunterschien, seine Schienbeine schmerzten durch den harten, steinernen Boden. „Ich kann hier nicht liegen bleiben, ich muss nach Hause kommen.“ Ein wenig schlotterten seine Knie und beim Aufstehen musste er sich gegen die Wand von Helaios Haus stützen, doch er brachte es zustande. Was er ihr angetan hat, werde ich niemals vergeben, kann ich niemals vergeben. Langsam lief er die Gassen entlang, das monotone Klappen seiner Ledersandalen gab ihm etwas Rückhalt und er hörte auf sich an den Wänden abzustützen, er ging weiter Richtung Hafen, wo seine Wohnung auf ihn warten würde. Nur noch in die nächste Gasse. Er war fast zu Hause, er bog nach links in die Seitenstraße ab, kramte nach den Schlüsseln in seiner Tasche, als er jemanden vor der Tür des Hauses sah, in dem seine Wohnung lag. Plötzlich rief ihm eine tiefe Stimme von hinten zu: „Hey, bist du nicht dieser Themis?“

      Ein eiskalter Schauer lief ihm über den Rücken, es schien ihm, als sei er an Ort und Stelle festgefroren. „Wer will das wissen?“ Er hörte Schritte hinter sich, die langsam lauter wurden. Sie kamen näher. „Nur ein paar Bürger, die sich Sorgen machen, um ihre Sicherheit“ Aten suchte den Dolch in seiner Tasche. Auch schien plötzlich der Mann, der vorher an der Pforte stand, näherzukommen. „Ich bin doch keine Bedrohung“, der Admiral lachte verzweifelt. Endlich hatte er den Dolch in seiner Hand, beließ diese jedoch noch in seiner Tasche, um diesen Fremden nicht seine zitternde Hand zu offenbaren. Er drehte sich kurz um, hinter ihm standen drei Männer in leichter Bronzerüstung. Er sah das Blitzen eines Schwertes, das aus der Scheide gezogen wurde. Der Fremde vor ihm hatte nur einfache Kleidung. „Ich bin doch keine Bedrohung“, der Admiral lachte verzweifelt.

      „Das sieht unser Herr aber etwas Anders...“ Die Fremden kamen ihm immer näher, Aten zog den Dolch aus der Tasche und unternahm die Flucht nach vorne. Er rannte wie ein Besessener los, der Einzelne vor ihm, zog ein Kurzschwert. Mit dem Messer in seiner Linken rannte Themis auf ihn zu, rempelte ihn an und stieß ihm mit aller Kraft den Dolch in den Magen. Sein Gegner knurrte Flüche, Aten zog das Messer heraus, er spürte wie das warme Blut des Schwertträgers auf seine Hand tropfte. Hinter ihm riefen sie, dass er stehen bleiben solle.

      Aten nimmt die Beine in die Hand, mehrere Schritte sprintet er, dann plötzlich ein Schnappen von hinten, er fällt zu Boden. Unbändiger Schmerz im Oberschenkel. Ein Bolzen ragt aus seinem Schenkel heraus, rotes Blut tropft auf den Boden. Er rappelt sich auf. Ein höllischer Schmerz durchzieht sein Bein. Rennen hat keinen Sinn. Entschlossen packt er sein Messer und blickt den drei Angreifern entgegen, die ihm entgegenrennen. Einer mit einer Armbrust in der Hand. An ihrem gekrümmt am Boden liegenden Kameraden rennen sie einfach vorbei. Als sie etwa fünf Fuß vor ihm stehen bleiben, erkennt er es, es sind Soldaten der Stadtwache.

      „Dafür wirst du zahlen, du Verräter!“, ruft ihm einer der drei entgegen, als er mit seinem Kurzschwert auf Themis zustürmt. Aten springt zur Seite, entkommt dem Angriff knapp, doch sein Oberschenkel schmerzt noch mehr, er taumelt, stellt sich aber wieder aufrecht hin. Der Nächste kommt mit seinem Messer auf ihn zu. Im letzten Moment duckt sich Aten und stoßt blind auf ihn ein und zieht das Messer flink wieder heraus. Sein Gegenüber hat er an der Seite erwischt. Während sein Feind ihn noch geschockt anblickt, rammt Themis ihm den Dolch in die Brust, er fällt auf die Knie. Er wendet sich zu den anderen beiden, genau in diesem Moment, noch ein Schnappen, etwas sirrt in der Luft, dann schrecklicher Schmerz an der Schulter. Sofort langt sich Themis dorthin. Der Bolzen hat ihn nur gestreift. Seine Finger sind rot vom Blut, seinem Blut. Themis humpelt ein paar Schritte nach vorne. Vor ihm der Angreifer mit dem Kurzschwert. Aten versucht dem Stoß des Gegners auszuweichen, doch zu spät. Die Klinge schneidet in seine rechte Seite, er fällt auf die Linke. Die Wunde brennt und blutet entsetzlich, mit aller Kraft steht er wieder auf, den Feind wohl im Blick. Themis schnauft hektisch, er spürt seinen Herzschlag in seinem Kopfe pochen. Sein Gegenüber blickt ihm kalt in die Augen, der Mann setzt zum finalen Schlag an, er bewegt den Arm, in dem er das Kurzschwert hält, nach hinten, will Schwung aufbauen. Doch mit einer Geschwindigkeit, die Aten nicht für möglich hielt, stößt Themis mit seinem Dolch nach vorne auf Kopfhöhe des Gegners. Er verfehlt, nur ein kleiner Kratzer an der Wange des Feindes, dieser springt fluchend einen Schritt zurück.

      Wieder fasst sich Themis an die Seite, seine Hand ist mit Blut verklebt. Er hält die blutverschmierte Hand vor sein Gesicht und die Finger scheinen leicht zu verschwimmen. Trotz aller Bemühungen kann er sich nicht mehr auf den Füßen halten. Hart kommt er auf dem Steinboden auf. Immer mehr verschleiert sich seine Sicht, während er seinen Gegner auf sich zulaufen sieht. Beende es, ich bin schon lange bereit. Seine Schritte klingen wie ein Trampeln. Aten schließt seine Augen…

      „Hey, darf ich mitmachen?“, irgendjemand ruft den Angreifern zu.

      „Verschwinde, hier gibt es nichts zu sehen“

      „Oh doch, und ich werde das Letzte sein, was ihr sehen werdet.“

      Schlagartig öffnet Themis seine schweren Lider, keine zehn Fuß vor ihm stehen die Männer, die ihn attackiert haben, doch neben ihnen ein weiterer, sein dunkler Mantel flattert im Wind der Nacht.

      „Blogis, du…“, seine Stimme versagt.

      Der Dunkelgekleidete geht auf die beiden zu: „Lasst ihn in Ruhe“

      Hämisches Gelächter hallt durch die Straße: „Du hast noch nicht einmal eine Waffe!“

      Einen müden Seufzer nimmt Aten wahr, als sein mysteriöser Freund nach dem nächstbesten Gegenstand greift. Einen Besen, der zuvor an der Wand gelehnt hat, nimmt er in die Hände. Mit den Borsten schlägt er dem einen die Armbrust weg. Krachend fällt sie zu Boden. Blogis wirbelt den Besen behände in der Luft herum. Der andere stürmt mit seinem Schwert über dem Kopf auf ihn zu, Blogis pariert mit dem Stiel. Dieser ist in zwei Teile geschnitten worden, das Holz gesplittert. Geschwind springt der Dunkelgekleidete zur Seite und rammt dann dem Angreifer mit einer flinken Bewegung das zersplitterte Ende des Besenstils ins Auge. Wieder verschwimmt alles vor Themis, während Blogis mit den beiden ringt. Ihm wird schwarz vor Augen, sein Kopf knallt hart auf den Pflasterstein….


      Vielen Dank an @Rheinfeuer für's Betalesen x3

    • „Und dann, dann ein Schauprozess gegen Hyppias, ja, das wäre sicherlich das Richtige, damit…“
      Roquefort: Er klaut meine Ideen! Den Herrscher in einem öffentlichen Prozess zu humilieren und zu verurteilen!
      Renée: Nur, dass wir in einer viel späteren Zeit erst die Revolution vorantreiben ...


      „Wir ersetzen einen schrecklichen Herrscher durch einen etwas besseren Herrscher, doch alles drum herum bleibt gleich. Ein besseres Rad lässt den Wagen nicht unbedingt besser fahren, er fährt nicht gerade, das neue Rade passt nicht zu anderen, eine Zeit lang lässt man den Karren vielleicht so fahren, doch irgendwann ersetzt man das einzige andere Rad durch ein altes…. Wenn wir ein Rad, einen Herrscher ändern, dann muss sich auch alles andere drum herum ändern.“
      Roquefort: Ganz meine Rede!

      ‚Der Sünder auf dem Throne‘ ist schon bald der ‚Büßer am Schafott‘.
      Yomi: Das ist sowas von französische Révolution, sacre bleu °.°


      Diese kleinen, unnötigen, sinnfreien Streitereien nehmen uns so viel unseres Potenzials. Wir müssen darüber hinweg schauen, Edala braucht einen gemeinsamen Feind, im Inneren, wie auch Außen.“
      Kagayaku: Hallo Otto von Bismarck, das hast du ja gut erkannt! ò.ó

      (Ist Tyr Persien? :O)

      schließlich sprechen wir dieselbe Sprache und sind die Feinde seines größten Feindes
      (oder auch nicht ... bei der gleichen Sprache xD)

      welche in die Macht hinein, aber nicht für sie geboren wurden
      Setsuna: Ja, das beschreibt es ganz gut. Es kann nicht jeder von gottgleichem Herrschertum beseelt sein wie die Monarchenfamilie von Mu. Und unsäglicher Schönheit, kukukukuku~ :3

      Sollte nicht eher der Mann herrschen, der die nötigen Talente hat und nicht der, der einen schicken Stammbaum hat?
      Setsuna: Grundsätzlich ja schon, aber ... ich würde ungern auf mein Geburtsrecht verzichten. <_< Wenigstens bin ich eine schöne, starke und wohltätige Herrscherin. >_>

      Sollen sie doch noch so sehr darauf pochen, dass irgendein Gott oder eine Göttin ihr Geschlecht zu Herrschern auserkoren haben soll, mich interessiert nur, wen die Menschen dazu auserwählen.
      Setsuna: Wir stammen von göttlichen Wesen ab! ò.ó Das ist halt so.
      Sheila: "Das ist halt so". Kaum zu glauben, wie viele Millionen Menschen früher so einen Satz nicht kritisch hinterfragt hatten. :'D


      Ein Adliger stellt keine große Gefahr dar, er ist auch nur ein Mann, doch viele Adlige haben viele Freunde und viel Einfluss. Was soll mit ihnen geschehen, alle umzubringen macht euch nicht besser als euren tyrannischen Herrn…“
      Setsuna: Das wurde Roquefort und seiner Guillotine zum Verhängnis ...

      Wir lassen sie in Frieden auf ihrem Eiland, sollten sie jedoch gegen diese neue Ordnung aufbegehren, so sterben sie durch ihr eigenes Handeln. Schön metaphorisch, nicht wahr?“,
      Touka: Weißt du, das ist genau das, was japanische Herrscher im Mittelalter gemacht haben. ^.^ Exil statt Hinrichtung.


      „Er heiratet“
      „Ganz genau, aber er gibt sich nicht einfach mit irgendwem ab, nein, so kennen wir unseren lieben Hyppias nicht. Eine Adlige, eine ganz besonders Adlige muss es sein, edalischer Hochadel, alles darunter sind für ihn nur Dirnen.
      Setsuna: ICH WILL DEN DUMMEN SACK NICHT HEIRATEN! ò.ó
      Sheila: Du bist nicht aus Edalia ... ^^"
      Setsuna: Aber eine ganz besondere Adlige. <_< Ich bin die Kaiserin von Mu und Frankreich ....


      „Gebt mir zwei Tage und der Junge wird zufällig an einem besonders harten Fall der Schwindsucht erkranken…“
      Yomi: Hmmm ... bon ben ... CK II ist wohl der Themis Simulator 2013, hein? :3


      (Sieht Themis eig aus wie Kukui? Ich stelle mir ihn irgendwie so vor xD)

      doch Themis wurde allein vom Geruch schlecht. Er roch dem Wein seines Stiefvaters zu ähnlich. Aten schloss die Augen und nahm widerwillig einen kleinen Schluck, der Wein schien süß, doch der Nachgeschmack war bitterer als jede Tragödie, die er im Theater gesehen hatte. Der Würgereiz überkam ihn, er konnte ihn nur mit einiger Mühe vor den anderen verstecken. Augenblicklich erhob er sich, dankte hastig für die Gastfreundschaft und das Treffen und lief auf schnellstem Wege nach oben. Nie mehr, niemals ende ich wie er…
      Mayu: Was für ein schreckliches Trauma ... so gut beschrieben, aber ... der arme Themis ... er braucht jetzt einen Flausch von Mayu. ^.~ *fluff*


      „Wer will das wissen?“
      Gladio: Du bist vorsichtig, das gefällt mir! #Edgelord

      „Das sieht unser Herr aber etwas Anders...“
      Mayu: Ist damit Hyppias gemeint? D: Seine Schergen? Wollten die ihn vorher töten, obwohl die noch nichts davon wussten? Nur, weil er ihn lächerlich gemacht hat? D:

      Als sie etwa fünf Fuß vor ihm stehen bleiben, erkennt er es, es sind Soldaten der Stadtwache.
      „Dafür wirst du zahlen, du Verräter!“, ruft ihm einer der drei entgegen, als er mit seinem Kurzschwert auf Themis zustürmt.
      (Guten Morgen Ezio der wo Firenze unsicher macht und vor Stadtwachen flieht)

      Trotz aller Bemühungen kann er sich nicht mehr auf den Füßen halten. Hart kommt er auf dem Steinboden auf. Immer mehr verschleiert sich seine Sicht, während er seinen Gegner auf sich zulaufen sieht. Beende es, ich bin schon lange bereit. Seine Schritte klingen wie ein Trampeln. Aten schließt seine Augen…
      Kagayaku: Nuuu, das darf ja wohl nicht wahr sein! <_< Wenn ich nicht wüsste, dass es dein Hauptcharakter wäre, hätte ich nun sogar wirklich Angst, dass die ihn umbringen. ;A; Extrem mitreißend geschrieben, dise Kampfszene. ;A;

      Einen Besen, der zuvor an der Wand gelehnt hat, nimmt er in die Hände. Mit den Borsten schlägt er dem einen die Armbrust weg. Krachend fällt sie zu Boden. Blogis wirbelt den Besen behände in der Luft herum. Der andere stürmt mit seinem Schwert über dem Kopf auf ihn zu, Blogis pariert mit dem Stiel.
      (Guten Morgen AC II, der wo Instant-Kill-Besen besitzt)


      Immerhin wird Themis jetzt in Ruhe gelassen und wacht sicherlich in irgendeinem Lazarett wieder auf. Oder in einem unterirdischen Verschwörerhauptquartier, wer weiß das schon. oO Aber das ist klar, dass er nach dem Blutverlust umkippt oO

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • *räusper* *auf seriös mach*
      Fassen wir noch mal die Ergebnisse der Besprechung im geheimen Weinkeller zusammen:
      Es wurde sich also darauf geeinigt, den Sohn des Hyppias umzubringen, Hyppias wieder vermählen zu lassen, Hyppias in eine Burg zu locken und ihn dort umzubringen, und nebenbei noch alle Adligen auf eine Insel auszusetzen ... heilige Guacamole ...!

      Ich möchte aber noch mal besonders auf den mysteriösen Blogis eingehen, ich habe nämlich eine viel zu abgefahrene Theorie, die ich nicht wirklich ernst nehme, trotzdem möchte ich sie hier vorstellen.
      Blogis scheint ja alles zu wissen, was Themis ausklügelt, und was mit ihm als nächstes passiert. Vielleicht weiß er das ja wirklich ... ist er Themis aus der Zukunft?!? :OO

      Naja, wahrscheinlich eher nicht. xD Aber es war schon cool, wie er mit dem Killerbesen die ganzen Wachen überwältigte. Der arme Aten, müde und mit üblem Magen will er sich zu Hause ausruhen, und dann kommen die hyperaktiven Hyppiawachen an. x.x

      Schließlich noch eine Frage:

      Zebra wrote:

      [...]Hinter ihm riefen sie, dass er stehen bleiben solle.

      Aten nimmt die Beine in die Hand, [...]
      Ab hier hast du durchgängig im Präsens geschrieben. Wieso? Hat das einen stilistischen Grund? Ich wusste schon, dass man das an spannenden Stellen tun kann, aber den gesamten Rest des Kapitel? :O

      Naja, dann wars das schon. :pwink:
    • Der Kommentar-Marathon beginnt! :)

      Révolution? Révolution. Leider hat Filb die Absätze zerschossen, the struggle is real. :c

      Früher regierte das Volk sich selber, es wählte einen Herrn, der es für die nächsten zwei Jahre leiten sollte, im Kriegsfall noch so lange bis Frieden herrschte.

      Oder, wie man es einer [i]Serenissima Repubblica [/i]macht, auf ... zehn Jahre? :cool:

      „Wieso ein Rad auswechseln, wenn man auch gleich einen neuen Karren bauen kann?“

      Das klingt doch mal nach Umsturz und Vernichtung der alten Ordnung! Zum Glück ist dieser neue Karren dann aber kein Terrorkarren. Behold! The Terrorkarren! Dx

      Oha, die Metapher rastet total aus. xD Na ja, ich stehe auf sowas, sehr schön. (: Wobei es immer erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass man das einfach so raushaut wie jedes andere Wort, das man spricht, vollkommen spontan und ohne Skript. :hihi:

      Ein Gemeiner auf dem Thron, der Adel lässt das nur kurz geschehen, bis sie einen aus ihren Reihen auf seinen Platz hieven.

      Zunächst ist noch der intrigante Hochadel das Böse, weil ein Spiel wie dieses in einem Königreich auf den hohen Sitzen gespielt wird ... aber wenn die tragende Kraft rebelliert, was niemand erwartet hätte, dann fällt alles in sich zusammen und der Adel ist ein Nichts. :fies:

      Ich merke, wir werden noch viel Spaß zusammen haben.

      Lustige Truppe, yay! :bg:

      Wir müssen darüber hinweg schauen, Edala braucht einen gemeinsamen Feind, im Inneren, wie auch Außen

      Genau, erstmal die Leutzz stürzen, dann kann man das Volk mit der neuen Regierung in einem Krieg zusammenschweißen! 8)

      In der Vergangenheit habt ihr schon gegen es gekämpft, sie erscheinen euch wie Wilde und die Demütigung der Niederlage damals hallt auch noch bis in die heutige Zeit nach.

      Wunderbar? Und was ist, wenn die Niederlage wiederholt wird? :c Dann heißt es ganz schnell mal bye bye, Edala!

      Im Inneren Edalas bekämpfen wir jedoch einen noch viel größeren Gegner: Den Adel.

      Wow, diese König- und Kaiserreiche haben wohl ordentlich viel Probleme mit diesen Snobs auf ihrem hohen Ross. xD Kommt davon, wenn man mit den Lehen zu großzügig umgeht und zu viele Kerls auf zu hohe Positionen bringt. :hmm2:

      Sollte nicht eher der Mann herrschen, der die nötigen Talente hat und nicht der, der einen schicken Stammbaum hat?

      Das Problem ist wohl nur, dass es sich hierbei um eine mittelalterliche Welt handelt, oder? So fortschrittliche Ideen werden da wohl nur die niederste Bevölkerung ansprechen und vom Rest selbstverständlich verschmäht werden. :/

      „Er heiratet“

      Oder, noch einfacher, er legitimiert einen Bastard. o/

      „Gebt mir zwei Tage und der Junge wird zufällig an einem besonders harten Fall der Schwindsucht erkranken…“

      Uuuh, Blogis ist eine Hexe? :fies: xDD

      „Ich danke euch wahrlich, Helaios. Doch ihr als Kaufmannsseele wünscht bestimmt eine gewisse Gegenleistung, wenn ich mich nicht irre…“

      Ob das so gut war, sowas direkt zu erwähnen? Der arme Geldbeutel! D:

      Stockend führte er den Rand an seine Lippen, ein blumiger Duft drang in seine Nase, es hätte gut riechen können, doch Themis wurde allein vom Geruch schlecht.

      Das ist wohl die Reaktion, wenn man sich die vorherige Nacht so abgeschossen hat, dass man sich selbst vollgereihert hat. xD

      Nie mehr, niemals ende ich wie er…

      Knallhart nüchtern! Für alle Ewigkeit! ò.ó

      Er rannte wie ein Besessener los, der Einzelne vor ihm, zog ein Kurzschwert.

      Und direkt die totale Eskalation. o.o Das kommt davon, wenn man pöse Révolutionspläne schmiedet, bei denen man die pösen Adeligen auf einer Insel aussetzt!

      Schon vorbei. Erstmal einen Bolzen in das Bein, da wird Aten wohl erstmal nicht mehr so schnell aus dem Bett kommen. Schade! Dabei haben sie doch gerade so schön an diesem äußerst grausam gräuslichen Plan herumgewerkelt. Das nennt man wohl die Ironie des Schicksals, wie? Aber sag jetzt bloß nicht, dass er im nächsten Kapitel schon wieder putzmunter in der Stadt herumspringt! Bis dann!


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