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Bestie

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    • Wer sind nach neun Kapiteln eure Lieblings-Charaktere? 7
      1.  
        Mayu (5) 71%
      2.  
        Amida (Buddha) (0) 0%
      3.  
        Izanami/Ran (4) 57%
      4.  
        Charles de Besenval (Coiffwaff) (3) 43%
      5.  
        Makoto (Mayus Vater) (1) 14%
      6.  
        Hina (Mayus Mutter) (1) 14%
      7.  
        Sakuya (Mayus Schwester) (2) 29%
      8.  
        Denjiro (Mayus Bruder) (2) 29%
      9.  
        Tsuneharu Miyazaki (1) 14%
      10.  
        Yuko Miyazaki (0) 0%
      11.  
        Misato Miyazaki (4) 57%
      12.  
        Takashi Miyazaki (0) 0%
      13.  
        Onkel Kazuki (3) 43%
      14.  
        Andrew (Kukmarda) (2) 29%
      15.  
        Derrick (Stalobor) (2) 29%
      Und hier ist er. Mein offizieller Nachfolger für "Der Untergang von Mu" (max. ein oder zwei Kapitel), wenngleich es auch keine Kurzgeschichte wie dieser sein wird. "Bestie" hingegen ähnelt in vielen Hinsichten "Miiiiiiiin" und ist mit eben jener Min und der Handlung von Yamihonou eng verknüpft. Die Geschichte beginnt zwar am Silvesterabend 2013, wird allerdings näher an der Gegenwart spielen als alle anderen Geschichten bisher.
      Wie bei mir an der ein oder anderen Stelle gewohnt wird diese Geschichte viel Buddhismus und teils auch Shintoismus, allerdings ebenso Religionskritik beinhalten. Das möge man mir bitte verzeihen. Die buddhistischen Motive sind allerdings mehr als nur wichtig für dieses Werk, weshalb ich hier leider direkt schon das Spoiler-Schutzschild hochfahren muss. Deswegen lest lieber selbst, vielleicht findet der ein oder andere ja sogar Parallelen zu einem bestimmten Buch von David Safier, die aufgrund der Thematik und als Inspirationsquelle nicht auszuschließen ist. Einen Prolog gibt es keinen, wie bei Min, dafür aber einen Cliffhanger, der wahrscheinlich selbst nach Kapitel #02 nicht aufgelöst werden kann.
      Pokémon werden noch mehr als genug vorkommen. Garantiert. Spoiler-Schutzschild activated und viel Spaß!

      [SPOILER=Foto von der Familie Miyazaki: Takashi, Tsuneharu, Yuko und Misato][/SPOILER]

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      Bestie



      Kapitel I: Leid (Itami)




      "Boah, kannst du nicht einfach sterben gehen, Kasugano? Du bist so ein Unmensch, so eine Bestie!"
      Diese harschen Worte näherten sich zielstrebig und todesmutig meinem Herzen, nur um kurz davor abzuprallen und fortan das Prädikat 'Wirkungslos' auf der Stirn zu tragen. Mein Herz, das war das Organ, dass das Blut durch meine Blutgefäße pumpen sollte. Dies stellte seinen einzigen Zweck dar.
      "Miyahira, ich könnte dir jeden Zahn einzeln aus deiner Visage schlagen. Das solltest du eigentlich verinnerlicht haben", flüsterte ich dem jungen Kerl im Vorbeigehen zu und schlug ihm meinen Ellenbogen in die Seite hinein. Zurückblickend konnte ich noch beobachten, wie er krampfhaft die getroffene Stelle befühlte und sein Gesicht vor Schmerzen verzerrte. Für diese Narren war ich allerdings nicht hier hingekommen. Ich nannte ihn und alle anderen bei ihren Nachnamen, da sie damit begonnen hatte. Keiner nannte mich bei meinem Vornamen, Mayu. Für sie gab es nie eine Mayu. Für niemanden gab es eine Mayu. Das war das einzige Gute an den Ämtern. Wenn es nämlich keine Namenspflicht mit Vor- und Nachnamen gäbe, hätte ich wahrscheinlich überhaupt keinen erhalten. Die violetten Strähnen, die ungefähr die Hälfte meiner schwarzen Haare schon seit meinem 16. Lebensjahr bedeckten, glänzten merkwürdig unter den sonst so warm aussehenden Natriumdampfstraßenlaternen. Ich kniff meine dunkelbraunen, fast schwarzen Augen missbilligend zusammen, als ich irgendwie versuchte, diesen Miyahira aus meinem Gedächtnis zu verbannen. Mit meiner schwarzen Lederjacke, dem schwarzen Hoodie, dem schwarzen Lederminirock, der schwarzen Wärmestrumpfhose, den schwarzen Stiefeln und meiner schwarzen Seele gäbe ich ein hervorragendes Wesen der Nacht ab, wie Kramurx, ein verhasster und ausgestoßener Vogel, der mir beinahe sympathisch wäre, würde er nicht ständig mit seinen Ausscheidungen jede einzelne Holzbank beflecken, auf der ich mich gerade niederlassen wollte. Lediglich die lilanen Strähnen stachen heraus - in der Farbe des Gifts.
      "Du bist ja wohl das Allerletzte! Ich bin mir sicher, dass du Neujahr ganz alleine verbringen wirst!", schrie mir eine Frau wutentbrannt ins Gesicht, doch ich ging entgegen ihrer Wunschvorstellungen einfach weiter: "Hey, du, jetzt bleib' gefälligst stehen, wenn ich mit dir rede! Hast du von deinen Eltern eigentlich überhaupt keine Manieren beigebracht bekommen?"

      Da fragte ich mich, was ich von meinen Eltern außer dem Nachnamen und einigen entbehrenswerten Erinnerungen überhaupt mitbekommen hatte. Mein Vater Nobutada hatte meine Mutter Yoriko betrogen, verfiel bald danach dem Suff und der Spielsucht und starb vor fünf Jahren. Dann gab es eben meine Mutter, für die ich als Familienschande galt, da für sie lediglich die Devise "Lernen, Lernen, Lernen" und später "Geld, Geld, Geld" zählte. Ich war eben niemand, mit dem man in dem Maße hätte angeben können, dass man sich in die High Society integrieren konnte. Ihrer Meinung nach reichte es wohl noch nicht mal, um die Nachbarn zu beeindrucken. Ich war der Makel der ganzen Familie, meinen Erzeuger mal ausgenommen. Dass ich keine Universität besuchte lag wohl auf der Hand. Geld hatte nämlich niemand von uns. Zwar versuchte ich, mir etwas bei Nebenjobs auf die hohe Kante zu legen, doch das klappte nur bedingt. Zwei Kündigungen hatte ich nun hinter mir wegen "schlechten Umgangs" mit der Kundschaft. Dabei hatte ich an keinen Einzigen Hand angelegt. Dafür, dass ich bereits vorbestraft wegen Körperverletzung und Diebstahl war, war das nicht hundertprozentig vorauszusetzen. Hatte ich wen vergessen? Ach ja, natürlich, da existierte in unserem Haushalt mein Stiefvater Masao. Masao ... konnte der denn nicht einfach tot umfallen ... oder wenigstens abhauen? So wie damals mein Vater?

      Diese Leute würden nicht so mit mir reden, wenn ich mein Sniper-Maschinengewehr bei mir hatte. Garantiert würden sie das nicht, dessen war ich mir sicher.
      "Kannst du nicht einfach tot sein? Tu uns allen bitte den Gefallen!"
      Diesen Satz hatten meine Ohren bereits in so vielen verschiedenen Variationen vernommen ... aber nein, denn es setzte in der Regel eine schwere Krankheit voraus. Glücklicherweise blieb ich davon verschont. Dafür belastete mich eine andere Todsünde ziemlich stark, nämlich der Neid.

      Mein um ein Jahr jüngerer Bruder Daisuke, der schon kurz nach meiner Geburt, vermutlich aus herber Enttäuschung, im Bauch meiner Mutter heranwuchs, stellte sich schon bald als Musterschüler heraus, der mit zahlreichen Preisen, Auszeichnungen und Stipendien nur überschüttet wurde. Mit einem IQ von 145 war ihm das Talent auf naturwissenschaftlicher Ebene natürlich bereits in die Wiege gelegt worden, sodass ihn die ganze Familie wie einen Gott behandelte. Und er behandelte die ganze Familie seinerseits ebenfalls wie ein Gott, nämlich von oben hinab. Einmal hatte ich im Streit seine Brille zertrümmert, was sehr viel Ärger nach sich zog. Hatte ich bereits erwähnt, dass wir kein Geld hatten? Das stimmte genau genommen nicht. Alles, was durch unter anderem meine Arbeit oder die von Ma-Sau sowie die Stipendien und Geldgewinne von Daisuke in die Kasse gespült wurden, kamen natürlich dem Wohlergehen des kleinen Superhirnes und seiner überehrgeizigen Lehrerin Frau Mama zu Gute. Selbstverständlich profitierten auch der Meister der Wolllust Masao und sogar unserem Haustier Haruki, einem Habitak, dessen ganzer Lebensinhalt daran bestand, in einem im wahrsten Sinne des Wortes goldenen Käfig zu sitzen, darauf zu warten, vollkommen überfüttert zu werden sowie diesen Käfig von seinen Exkrementen befreit zu bekommen - von mir, selbstredend. Ich hasste nicht nur meine Familie und 99% der restlichen Weltbevölkerung, sondern auch Pokémon. Jedes Mal, wenn ich etwas mit Pokémon zu tun hatte, ging es ausschließlich um Wunden und Exkremente. Die Wunden der Pokémon zu versorgen hätte mir ja womöglich noch Spaß gemacht, aber nein, mit "Wunden", meinte ich meine Wunden. Ausschließlich meine.

      Da stand ich wohl einer jungen Frau, total modisch gekleidet mit den langen, wasserstoffgefärbten Haaren und den 15 Zentimeter-Hotpants wohl gerade auf dem Fuß. Das kam davon, wenn man sich mitten in einem Türrahmen über belanglosen Kram unterhielt. Kein Scherz, in einem Türrahmen, mitten auf einem engen Gang, als ob die Leute unter panischer Angst litten, sich auf einer freien, breiten Fläche miteinander zu unterhalten. Ich kannte sie, sie hieß Azusa Enomoto und träumte davon, ein It-Girl zu werden. Den Männern aus meiner Einheit schien sie besonders viel Beachtung zu schenken und hatte es dann mehr oder weniger in Kauf genommen, mit mir aneinanderzugeraten. Unser Team war übrigens gemischt, denn hier wurde nur nach Talent eingeteilt, nach nichts Anderem. Wehmütig betrachtete ich meine riesigen Narben von Kratzern, Bissen, Brandwunden und Elektroschocks an den Armen. Ich hasste nichts an mir mehr, als meine Arme. Eigentlich war ich mit mir soweit zufrieden, doch sobald ich meine Arme sah, weil meine Jacken, Pullover oder Langarmshirt hochgerutscht war, überkam mich immer wieder der Schauder. Alles Kunstwerke der Pokémon ... dieser grauenvollen Bestien ...

      Nach meinem Abschluss versuchte ich mein Glück bei Team Aqua, einer Vebrecherbande aus Kyushu, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, die Meere zu beherrschen und notfalls sogar der Polizei dafür die Stirn bieten. Zwar wurde ich selbst von den Kanivanha gebissen, doch spürte ich dort wenigstens das erste Mal so etwas wie Familienzusammenhalt. Das tollkühne Vorhaben scheiterte allerdings und die Jagd der Behörden zwang die Mitglieder zum Abtauchen, zumindest solange, bis die Führungsriege einen neuen Plan ausgearbeitet hatte. Ich konnte etwas über das Meer lernen und mich entspannen, gerade Letzteres, was mir in meinem Leben stets verwehrt blieb, hatte einen großen Reiz für mich. Die Ziele des Teams interessierten mich im Gegensatz dazu nicht besonders. Hauptsache ich konnte von zuhause weg. Doch dieser Familienzusammenhalt war offenbar nichts Weiteres als Schein und Trug, da mich ein sogenannter "Kollege" bei der Polizei angeschwärzt hatte. Da wir für die Konfrontation mit dem Ernstfall mit gefährlichen Waffen auch das Schießen lernten, warf man mir zusätzlich neben Mitgliedschaft einer kriminellen Vereinigung, Körperverletzung und Diebstahl auch noch das vor. Die Geschichte endete darin, dass ich im Gefängnis landete und irgendwann im Herbst aufgrund meiner gefährlichen Schützen- und Sniperkünste unter Bewährung freigelassen wurde. Diese korrupten Schweine in der Regierung ... da in Kyoto seit Sommer des Jahres angeblich eine sehr gefährliche Person, eine Persona non Grata, ihr Unwesen trieb, setzten die Politiker und Beamte alles daran, sämtliche kleineren und mittleren Verbrecher, die gut mit Schusswaffen umgehen konnten, in eine riesige Einheit eines Spezialkommandos zu packen, das an verschiedensten Orten innerhalb des Landes stationiert wurde. Dafür verbündete man sich sogar mit dem Abschaum der Gesellschaft. Das wir, sobald die Gefahr beseitigt war, wieder zurück in den Knast geschoben wurden, erschien mir nur logisch. Da ich eine der Besten war, wurde ich Division 44 - Doppeltod, da die Vier in Ostasien den Tod symbolisierte - in Kyoto selbst zugeteilt, mitten im Zentrum des Geschehens. Die Person, der ich meiner Befreiung aus dem Zuchthaus zu verdanken hatte, wütete weiter an verschiedenen Orten, konnte aber bis zum heutigen Tage auf freiem Fuß bleiben. Sie gehörte zu den wenigsten Personen, denen ich für irgendetwas zurecht dankbar war, doch meine Pflicht sah es vor, sie mit meinem Maschinengewehr zu durchlöchern, sobald die Zeit dafür gekommen war. Ich müsste sie töten, alleine deswegen wurde ich zu dieser Einheit geschickt.

      Eine zierliche Gestalt mit einer Noh-Maske hatte sich inmitten der Menschenmenge postiert. Die Leute, die eifrig ihre letzten Einkäufe vor dem neuen Jahr tätigten, lauschten gebannt den Worten des Mädchens, bei dem ich nie und nimmer mit solch einer galligen Stimme gerechnet hatte. Anstatt Leute wie Miyahira oder Enomoto loszuwerden, standen sie wie die Ölgötzen um das seltsame Mädchen, dessen Verkleidung mit den zwei kleinen, aschschwarzen Hörnern an den Schläfen vollauf gelungen war.
      "Wen soll ich töten? Trefft eine Entscheidung! Ich lasse eine faire Wahl zu", sprach die maskierte Frau mit langen, schwarzen Haaren und einem weißen Kimono wie ein Geist, womit sie in erster Linie Gelächter und Verwunderung erntete. Doch ihre Tonlage ließ keinerlei Spaß vernehmen.
      "Ist mir vollkommen egal", knurrte ich abweisend und begann, mich weiter meines Weges zu machen. Den Zahnstocher, von denen ich unzählige bislang aus Gewohnheitsgründen mit den Lippen umklammerte, steckte ich mir nichtsahnend wieder in meinen Mund, als sei die Sache für mich abgeschlossen gewesen.

      Das alles war mir genauso egal, wie die Schmerzen, die Masao in seinem Bauch und seinem Schienbein verspürte, nachdem er mich gierig befummelte. Alles, was nicht niet- und nagelfest stand, warf ich nach ihm, doch der Erfolg gab mir letztendlich Recht. Meine Mutter wollte von solchen Sachen wie seinen Schlägen, seinen Würgegriffen und meinen blauen Flecken stattdessen nichts wissen und verabreichte mir ein paar Backpfeifen zusätzlich. Mit meinen dreckigen Lügen würde ich doch nur den Ruf der Familie absichtlich in den Schmutz ziehen wollen, da ich ja meine "rebellische Phase" hatte. Leider waren die blauen Flecken, die ich mir in der Konfrontation mit anderen Leuten eingehandelt hatte von denen, die mir Masao zugefügt hatte nicht voneinander zu unterscheiden. Ich hatte leider keinerlei Beweise ... dabei wünschte ich mir nichts sehnlicher zu diesem Zeitpunkt, als sich meine Mutter eine neue Luxus-Cappuccino-Maschine wünschte.
      "Die hat aber ein unfassbar schlechtes Karma" hingegen hatte ich bereits so oft gehört, dass es offensichtlich nicht mehr von der Hand zu weisen war. Beispielsweise, als ich vor kurzer Zeit eine Gleichaltrige angeraunt hatte, deren Töle die Parkanlagen von Osaka mit ihren Exkrementen befleckte. Da die Schwarzhaarige mit den zwei bunten Strähnen von ihrer brünetten Freundin mit einer größeren, blonden Strähne als "Eunnie" bezeichnet wurde, betitelte ich das kleinere, jähzornige Fräulein als "Korea", was sie offenbar noch mehr erzürnte. Mich hingegen ließen die zahlreichen japanischen, französischen und vor allem englischen Kraftausdrücke, Schimpfwörter und Flüche völlig kalt. Sie würde ich sowieso nie wieder sehen, denn wie hoch war die Chance dafür in einer mir fremden Großstadt unter Zigmillionen Menschen. Wahrscheinlich noch kleiner als dass ich meinem Ziel begegnen würde.


      "Wie wärs denn mit Kasugano?", schlug Enomoto vor. Freudig stimmten Miyahira und andere ein, die alle himmelhochjauchzend meinen Nachnamen riefen, als würden sie sich das erste Mal überhaupt über mich freuen.
      "Eine vorzügliche Wahl!"
      "Ja, wenn es jemand verdient hat, dann solch eine bösartige Person!"
      "Ach, du bist also ein böses Mädchen gewesen?", grinste das maskierte, kleine Geisterwesen und näherte sich mir, obwohl ich weiterging - zumindest glaubte ich das. Stattdessen konnte ich mich nicht mehr bewegen und spürte eine merkwürdige Aura, die mich in meiner Bewegung verharren ließ. Als ob das noch nicht reichte, schien dieses Mädchen auch noch solche telekinetischen Kräfte zu befördern, mit denen sie mich, alle Gliedmaßen weit von mir gestreckt, an die Fassade eines generisch wirkenden Antiquitätenladens presste. Diese Verrückte, ich verfügte über keinerlei Möglichkeiten, mich ohne meine Waffe - und selbstverständlich auch ohne Pokémon - zu wehren!
      "Hör zu, ich habe jetzt weder Zeit, noch Lust, mit dir 50 Shades of Grey zu spielen, also lass mich jetzt in Frieden", kommentierte ich angesäuert das Maskenmädchen mit den Hörnern, dem offenbar ein Geradaks folgte. Das dünne Pokémon, das hinter ihren langen Haaren nicht aufgefallen war, trat nun vor und übergoss mich mit einem Sturm aus Donnerblitzen, die sich in höllischer Geschwindigkeit durch meine Adern und Nerven wühlten. Jetzt begriff ich - die Hörner ... das musste diejenige sein, die ich erledigen sollte! Ausgerechnet jetzt, wo ich meine Waffe nicht greifbar hatte! Einige Zuschauer quittierten mein Leiden und meine Schmerzen mit Beifall, während der Großteil Reißaus nahm, da er genauso wenig wie ich damit gerechnet hatte, dass die Irre ernst machte. Als die elektrische Energie meinen Körper langsam wieder verließ, befand ich mich immer noch von der psychokinetischen Macht an die Mauer genagelt. Voller Bangen und unfähig, diese Tortur nur irgendwie, sei es nur mit einem Wort, zu quittieren, richtete ich erneut meine Augen auf das Pokémon, dass einen weißblauen Strahl in seinem Maul auflud und mir entgegensandte. Ich war absolut unbewaffnet, wehrlos, hilflos. Jede Stelle neben oder an meinem Körper wurde von cyanblauen, kristallinen Eis umschlossen, bis der vor kurzem noch ewig stechende Schmerz, der mir durch sämtliche Glieder fuhr, synchron mit meinem Bewusstsein erlosch. Von oben bis unten, von der linken bis zur rechten Mittelfingerspitze und der linken bis zur rechten Stiefelspitze war ich komplett in Eis eingefroren und den sadistischen Plänen dieser Bestie vollends ausgeliefert, noch mehr als ohnehin schon.
      Das Eis war an den meisten Stellen meines Körpers verschwunden und mein Körper war an den meisten Stellen von der Verbrennung unversehrt geblieben, doch es gab da einen Ort, an dem der Angriff mehr Wirkung gezeigt hatte. Dort, wo einst der Motor meines Blutes, mein Herz, angebracht war, zierte nur noch ein handflächenbreites Loch meinen Körper. Nun spürte ich sie, die dunklen Flammen, die sich durch diesen Teil meines Fleisches komplett bis auf die andere Seite hindurchfraßen. Diese mussten vom Dämon selbst stammen.
      "In dir sah ich wirklich nichts Gutes. Wir wären sicher gute Schwestern geworden. Wären", beendete das maskierte Mädchen mit einem abschließenden, bis aufs Tiefste verachtenden Spruch das Trauerspiel. Dieses Trauerspiel war mein ganzes Leben. Hier endete es, am 31. Dezember 2013, irgendwo in Kyoto. Mayu Kasugano alias nur Kasugano, die alle hassten - bis auf den lüsternen Masao. Ziemlich spitz formuliert, aber ich würde sterben. Als ob mir meine Bosheit jetzt noch zu Last fallen könnte ...
      Namu Amida Butsu* ...


      *Ich suche Zuflucht beim Buddha Amida

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Jahaa, Junge, ich bin dein erster Kommentator!

      Religion. Mehr Japan. Wer hätte bei dir auch etwas Anderes erwartet? Das wäre ja genauso unerwartet, wie wenn ich über Jets schreiben würde! :tlol:
      Oh halt, das tue ich ja sogar. :tlmao:

      "Miyahira, ich könnte dir jeden Zahn einzeln aus deiner Visage schlagen. Das solltest du eigentlich verinnerlicht haben"


      Und dann...haust du ihm die Zähne aus der Fresse, Junge! :haare:

      Mayu. Für sie gab es nie eine Mayu.


      Ein weiblicher Protagonist, das ist bei dir ja mal ganz was Neues. :lol:

      wenn ich mein Sniper-Maschinengewehr bei mir hatte.


      :tlol:
      Eine Auftragskillerin?
      Aber ein Sniper-Maschinengewehr...der Rückstoß sollte ihr bei entsprechendem Kaliber das Schlüsselbein brechen und den Schalldämpfer ausglühen :tlol:

      Ich hasste nicht nur meine Familie und 99% der restlichen Weltbevölkerung, sondern auch Pokémon.


      Zumindest Letzteres unterscheidet sie schonmal von Mina! *:O

      Den Männern aus meiner Einheit


      Ach, sie ist also Soldatin?

      da in Kyoto seit Sommer des Jahres angeblich eine sehr gefährliche Person, eine Persona non Grata, ihr Unwesen trieb


      Ahhh, sie gehört also zu der Sondereinheit, die Toku Toku Nara plattmachen soll? Viel Spaß beim gegrillt werden! :fies2:

      "Wen soll ich töten? Trefft eine Entscheidung! Ich lasse eine faire Wahl zu", sprach die maskierte Frau mit langen, schwarzen Haaren und einem weißen Kimono wie ein Geist, womit sie in erster Linie Gelächter und Verwunderung erntete


      Toku Nara Toku Nara, Toku Toku Nara! :sonne:

      als ich vor kurzer Zeit eine Gleichaltrige angeraunt hatte, deren Töle die Parkanlagen von Osaka mit ihren Exkrementen befleckte.


      Das ist Mina wie wir sie kennen und lieben! :bg:

      "Hör zu, ich habe jetzt weder Zeit, noch Lust, mit dir 50 Shades of Grey zu spielen, also lass mich jetzt in Frieden"


      Hast du dir bestimmt heute erst reingezogen. :was:

      Dort, wo einst der Motor meines Blutes, mein Herz, angebracht war, zierte nur noch ein handflächenbreites Loch meinen Körper.


      Ach, das Teil wird eh überbewertet.
      Braucht man doch nicht!

      "In dir sah ich wirklich nichts Gutes. Wir wären sicher gute Schwestern geworden. Wären"


      Ein Resümee, wie es uns nur die liebe Tokunara liefern kann! :bg:

      Unsere Protagonistin wird also gleich zu Anfang umgehauen? Klar, warum nicht! Mal schauen, wo du da wieder ansetzt...

      Und ansonsten:
      Gut gemacht, Junge! Hier, zeijn Eujro!
    • Meow Mobben! :P

      Meine Güte, du haust in letzter Zeit aber viele neue Geschichten raus! Also für dieses Engagement muss ich dich eindeutig mobben! :fies2:

      Mal eine Frage vorneweg: Wie bist du nochmal auf den Namen Mayu gekommen? :sd:

      So hier kriegst du ungefragt meine Meinung:
      Oha, da hatte es die arme Mayu nicht Leid. Da war sie das Schwarze Schaf der Familie und schließt sich vor lauter Aggressionen Team Aqua an. Welches noch nicht Mal halbwegs erfolgreich war.
      Aber die Eltern sind vielleicht asi. Ist da nicht ein wenig Geld für die Uni übrig?
      Und lebt Mayu eigentlich in einem Land, wo du auf die Uni gehen musst, damit du an der Kasse im Supermarkt sitzen darfst? Gibt ja Länder, wo du für jeden Mist einen Uni besucht haben musst. :ups:

      Dieser Grata muss aber ein ziemlich gefährlicher Kerl sein, wenn die Regierung Knastis als Soldaten bzw. Kanonenfutter benutzt.

      Oh, ein kleines Geradaks. Und obwohl es so einen niedrigen Spezialangriff hat, macht es der armen Mayu ganz schön zu schaffen. Zum Glück war das kein Raichu. :sd:
      Und dieses Telekinesemädchen war ja scheußlich. Jetzt gibt es auch noch Menschen mit übersinnlichen Kräften.
      Bin mal gespannt, ob sie überlebt, stirbt, wiedergeboren wird oder sonst was.

      Haste fein gemacht. :bg:

      The post was edited 1 time, last by Dargos ().

    • Meowstic wrote:


      Diese harschen Worte näherten sich zielstrebig und todesmutig meinem Herzen, nur um kurz davor abzuprallen und fortan das Prädikat 'Wirkungslos' auf der Stirn zu tragen. Mein Herz, das war das Organ, dass das Blut durch meine Blutgefäße pumpen sollte. Dies stellte seinen einzigen Zweck dar.
      (...) den schwarzen Stiefeln und meiner schwarzen Seele gäbe ich ein hervorragendes Wesen der Nacht ab, wie Kramurx, ein verhasster und ausgestoßener Vogel,(...)


      Warum bist du nur so kalt, Mayu? :tlmao:


      Meowstic wrote:


      Ich kniff meine dunkelbraunen, fast schwarzen Augen missbilligend zusammen,(...)

      Als ich diesen Satz mit meinen dunkelblau umringten hellblau-zur-Mitte-hin grünen Augen las, fiel mir auf, dass es seltsam klingt wenn man so seine Handlungen beschreibt. Ich würde von meinem schimmerndem Haar im Wind, der Länge und Farbe meiner Fingernägel wenn ich in den Wackelpudding piekse erzählen aber nicht von meinen Augen, vor allem da ich ja nicht weiß wie diese in dem Moment aussehen. :)
      Um den Charakter zu beschreiben wäre evtl. das übliche "Sie sah in den Spiegel und sah vor sich eine junge Frau mit ..."Szenario besser gewesen. Aber das wäre wiederum auch ein wenig gewöhnlich. :ka:
      Für mich klang diese Beschreibung seehr selbstverliebt "Schau doch mal was für hübsche Äuglein ich habe." :blah2:

      Meowstic wrote:


      Dafür belastete mich eine andere Todsünde ziemlich stark, nämlich der Neid.

      Klingt schon eher nach Hochmut, wie sie auf andere herabblickt. Aber ist nicht unüblich wenn Menschen ihre Komplexe und Neid dahinter verstecken.
      Sind die Todsünden überhaupt im Buddhismus (oder nach welchem Glauben du auch gehst) vertreten? :???:

      Meowstic wrote:


      Kein Scherz, in einem Türrahmen, mitten auf einem engen Gang, als ob die Leute unter panischer Angst litten, sich auf einer freien, breiten Fläche miteinander zu unterhalten.

      Oh ja, wie dämlich kann man eigentlich sein? +1 Sympathiepunkt
      Aber auf freien Flächen rumstehende Leute nerven auch. Sollen sie doch Zuhause unnötige Geräusche verursachen! :shifty:

      Auf jeden Fall krasser Hintergrund, gut erzählt, leider auch die 0815-Borderlinemädchen-Story (alleine dieser Satz mit dem Arm :s). Ich persönlich mag solche Möchtegernnarzisten nicht, die erinnern mich so sehr an mich selbst und viele Dramaqueens die ich aus den selben Gründen und noch weiteren Gründen nicht leiden kann. :tlol:
      Ich zügel mich nicht noch weiter zu spotten. :freu:

      Der Einbau von Team Aqua ist aber sehr erfreulich! Ich habe mir noch nie zuvor Gedanken darum gemacht wie die Gangmitglieder dazu kamen hinzu zu stoßen. :)

      Alles in Allem -positiv- gut erzählt, die Stimmung und das Szenario kamen - bei mir - gut rüber.
      Das Ende war nun doch schon beinahe überraschend. Aber schlecht? Nein. Ich hätte eher erwartet, dass sie doch ein Pokémon an ihrer Seite und die große Liebe findet, wie es in vielen Geschichten doch passiert. Aber so.. auch nicht schlecht, sie ging mir nämlich doch ein wenig zu sehr auf die Nerven. :kl:

      The post was edited 1 time, last by PikachuMcSnipeskillz: zu müde zum quoten ().

    • So, bevor ich mich ransetze, mal etwas weiter zu schreiben, beantworte ich euch mal ein paar Fragen. (:

      Und natürlich vielen Dank für das summa summarum doch positive Feedback, das Min am Anfang ja nicht genießen durfte. Ich habe den Schreibstil ähnlich, aber an vielen Stellen nicht ganz so salopp gehalten. Mayu flucht ja auch nicht so oft wie Mina;v;. :D


      @Curiosity:

      Von der Physik von Schusswaffen habe ich keine Ahnung. ): Woher auch? :lol:

      Ich habe nicht mal das Buch gelesen! *:O

      Ich musste Mina;v; einfach unterbringen!


      @Dargos:

      Die Namen suche ich mir oft aus Gefühl aus. Bei Project Zero und bei Elfen Lied gibt es auch eine Mayu, aber die sind lieber. *:O

      Wenig Geld für die Uni reicht leider nicht, denn die sind in Japan alle sehr teuer. Und da jeder zweite auf die Uni geht, ist die Konkurrenz auch riesig.

      Falls für irgendeinen Missverständnisse auskommen: "Persona non grata" ist ein feststehender Ausdruck für eine unerwünschte Person und bezieht sich hier auf die Dämonin Rena;v;Tokunara;v;

      Eher Dämon als "Mensch mit Superkraft" (:

      Egal, wie hoch der Spezialangriff ist. Es sind immer noch Magie-Attacken der stärkeren Sorte, die ein gewöhnlicher Mensch nicht mal so eben einstecken kann, als wäre nichts gewesen. Dafür ist das Level des Pokemon vergleichsweise hoch.


      @LongestNameEver

      Einerseits bin ich immer etwas traurig, wenn einer meiner Hauptcharaktere unsympathisch daher kommt, aber leider muss ich da durch. >.< Hätten alle Mayu geliebt, wäre etwas falsch gelaufen, denn sie ist böse. Dass sie böse ist, wird für das zweite Kapitel von großer Bedeutung sein, denn sonst würde die ganze Geschichte direkt schon innerhalb der Unlogik unlogisch sein. :mwah: Min ist gegen sie ja fast schon ein Engel;v;.

      Leider war weit und breit kein Spiegel in der Nähe, allerdings wollte ich unbedingt noch eine AUssehensbeschreibung hineinbringen, bevor es ... zu spät ist. xD

      Im Buddhismus gibt es mehrere verschiedene Gruppierungen von schlechten Eigenschaften, die drei Hauptsünden sind allerdings Hass, Stolz und Verblendung. Die fehlenden Sachen spielen auch eine negative Rolle, ich weiß jetzt aber nicht, wie man das nennt. Da gehören Hochmut und Neid zB dazu.

      Du möchtegern Narzistin! *:O Na immerhin weiß ich jetzt, was Borderline ist, also konnte ich nur unwissentlich irgendetwas klischeehaftes erschaffen. *:O

      Sie ging dir ein wenig auf die Nerven, leider müsst ihr sie alle noch länger ertragen, sonst wäre die Geschichte rum. Wie genau allerdings, erfahrt ihr im 2. Kapitel. (:

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Kleine Planänderung, da das Kapitel sonst jeden Rahmen sprengen würde. Dem ersten Bardo wird somit ein eigenes Kapitel gewidmet, während andere Teile, die dafür eigentlich noch eingeplant werden, in das dritte verschoben werden müssen. Dann wird es vermutlich da eben nicht den großen Cut geben, den es eigentlich der Logik nach geben sollte/müsste. Der Rest, der noch dazugehört, ist zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig, deswegen wird der damit verschmolzen. Die ersten zweieinhalb Kapitel werden lediglich den Hintergrund für das bilden, was danach folgen wird. Und da wird es auch mehr Pokémon geben. Versprochen. :D Viel Spaß! (: Dieses Kapitel hier ist vielleicht das am stärksten buddhistisch und mit sicherheit das am stärksten shintoistisch geprägteste Kapitel überhaupt werden. Nur als Hinweis ...



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      Kapitel II: Bardo (Chuuin)



      Ich fiel nieder, kraftlos und matt auf den Boden. All das, was ich außen sah, zerfiel vor meinen Augen. Trockenheit durchzog meinen Rachen und alle Geräusche, die ich soeben noch klar und deutlich hörte, verstummten, als ob ich in schalldichtem Rauch eingehüllt wäre. Wer waren noch mal ... diese Leute? Kleine Glühwürmchen oder Lichtpunkte umkreisten mich von allen Seiten, während ich langsam von dem schimmligen Geruch der Hausfassade erlöst wurde. Das salzige Blut, das meine Speiseröhre hochgeschossen kam, verlor bald darauf seinen Geschmack und meine Umgebung verblasste zusehends, als ob ich mich in einem Raum unter dem Licht einer großen, dumpf strahlend Lampe befand. All diese merkwürdigen Zustände, die Umgebungsänderung gepaart mit dem Verlust meiner Sinne, kamen paarweise Hand in Hand, bis ich meinen letzten Atemzug tätigte, und das mit gerade einmal 22 Jahren ...
      Weißes Licht, wie in einem Krankenhaus durchflutete den Raum, in dem ich erwachte. Ich begann, meine Umgebung zu erkunden, doch es fehlten der Arzt, die Lampen, das Bett, die Maschinen, die Infusionsflaschen und die Bettdecken. Nicht einmal so etwas wie Wände oder Tapeten gab es. Plötzlich begann sich das Weiß in ein gleißendes Orangerot wie bei Sonnenauf- oder Untergängen zu verfärben, bis dieser Effekt von der herannahenden Dunkelheit verschlungen wurde. Bis zuletzt hatte ich mir die Hoffnung gemacht, dass ich gerettet werden könnte, doch als sich die Finsternis in ein fahles Nebelvakuum wandelte, das nun selbst meine letzten verbliebenen Sinne auslöschte, war ich nicht mehr zu retten. RIP Mayu.

      Unten auf dem Asphalt lag eine Leiche, genauer gesagt meine. Mit Wehmut blickte ich durch das Loch, in dem sich einst meine Kardia befand. Offenbar schien ich wieder zu Sinnen zu kommen, wie in einem Traum, allerdings ohne auch nur einen Haut von Körperlichkeit zu fühlen, wenngleich ich sie sah. Mein Aussehen hatte sich nicht besonders verändert, bis auf die kleine Tatsache, dass ich gewissermaßen so etwas wie ... durchsichtig war. Die richtigen Worte fand ich für dieses Phänomen nicht. Die letzten verbliebenen Leute starrten wie gefesselt auf meinen Körper, als gäbe es dort noch irgendetwas besonderes zu sehen. Es mutete fast schon armselig an, wie der Toyota Himedic, der japanische Krankenwagen, der eher einem Kombi als seinen kastenförmigen europäischen oder amerikanischen Verwandten glich mit seinen zwei ständig rot aufleuchtenden Tauroshörnern über der Windschutzscheibe an den Tatort heranfuhr. Kein Arzt der Welt konnte ein Loch in einem zugegebenermaßen mit 1,63 m nicht so arg großen Körper stopfen, dem ein lebenswichtiges Organ fehlte. Das jemand mein Ableben als Verlust ansah, wagte ich zu bezweifeln, stattdessen dominierte eindeutig die Angst, selbst von der kleinen Dämonin geschlachtet zu werden. Doch nun verblasste meine Wahrnehmung erneut, allerdings viel schneller und ohne die ganzen Zwischenschritte, die ich kurz zuvor durchlief ...

      Erneut befand ich mich in dem weißen Vakuum, das mich zu Beginn meines Ablebens eingehüllt hatte. Doch dieses Mal war ich offenbar nicht allein. Bevor ich halbwegs wieder zu meinen gerade eben noch zefallenen Sinnen kommen konnte, ertönte die bellende Stimme einer Frau, der jedoch schnell von einem in einer viel ruhigereren Tonlage redenden Mann unterbrochen wurde.
      "Willkommen, Mayu. Mein Name lautet Amitabha, dir sollte ich allerdings eher unter dem Namen 'Amida' ein Begriff sein. Ich bin der, den du gerufen hast", stellte sich ein in einer orange-bordeaux gefärbten Mönchstunika gekleideter Mann vor, dessen kurze, schwarze Locken zu einer Art Dutt hochgestellt waren. Neben seinen extrem langen, gebräunten Ohrläppchen und einem roten Punkt auf der Stirn war sicherlich sein güldener Schein das ungewöhnlichste Merkmal seiner denkwürdigen Erscheinung.
      "Bist du ... bist du tatsächlich der Buddha Amida? Du siehst genauso aus, wie alle immer sagen. Können wir uns so arrangieren, dass ich wieder ... äh ... lebe?", stammelte ich etwas unbeholfen. Das hier war doch alles nur ein ziemlich verrückter Traum, oder? Wahrscheinlich redete irgendein Arzt zu mir, doch ich war nicht in der Verfassung, ihn zu verstehen.
      Amida stattdessen bestätigte mir stattdessen seine 'Echtheit': "Für jeden sehe ich wohl ein bisschen anders aus ... aber im Großen und Ganzen oftmals ziemlich ähnlich. Dein Herz ist zu Asche zerfallen, weswegen eine Rückkehr in dein Leben als Mayu biologisch nicht mehr möglich ist. Weißt du, wo und warum du hier eigentlich bist?" Ich konnte lediglich mit dem Kopf schütteln, als ich mich in diesem weißen Vakuum, langweiliger als eine Raufasertapete, umsah.
      "Dieser Bereich hier ist auch als das Bardo bekannt. Innerhalb von maximal 49 Tagen wird sich herausstellen, in welchen Bereich du wiedergeboren wirst. Betrachte es als Übergangszeit und verabschiede dich von all dem, das du kennst. Sollte dir eigentlich nicht allzu schwer fallen, aber wer weiß ...", erläuterte derjenige Buddha unter den verschiedenen Buddhas, der einen, zumindest nach Jodo, der Schule des Reinen Landes, die Verstorbenen in das Paradies geleitet.
      Kaum hatte er gesprochen, schaltete sich nun die Frauenstimme ins Gespräch ein, die mich mit ihrer unheimlichen, verbitterten Erscheinung nur zu sehr an dieses Geistermädchen. Wahrscheinlich ähnlich wie Amida um die dreißig, mit langen, stracken, aber teils verfilzten, schwarzen Haaren stand die blasshäutige, magere Person in ihrem weißen Kimono im krassen Gegensatz zu dem lebhaft wirkenden, von Farbe erfüllten Buddha.
      "Ich bitte dich, mein guter Amida, es liegt ja wohl auf der Hand, das eine dermaßen grässliche Kreatur wie sie in mein Reich folgt. Als ob dem Samsara da eine andere Wahl bliebe, als sie schnurstracks gen unterste Höllenkammer zu schicken. Glaub mir, Mädchen, ich bin genauso froh wie du, wenn wir hier schnell fertig sind", zischte sie so energisch, dass ich ihre bläulich-violette - von jeglichem Blut verlassen - Zunge in Augenschein nehmen konnte.
      Die Hölle also, ja? Gut, mich wunderte es nicht wirklich, bei meinem hasserfüllten Gedankengut und den zahlreichen Untaten, die ich auf meinen Schultern tragen musste, aber wer sprang bei solchen Ergebnissen schon jauchzend in die Luft? Das letzte Amüsante in meinem Leben ... oder besser gesagt nach meinem Leben würde wohl das Streitgespräch zwischen der Gottheit und der Dämonin darstellen.
      "Das ist schon problematisch, für dieses Mädchen einen Platz in der Naraka zu reservieren."
      "Nein, überhaupt nicht. Dann werfe ich eben ein paar in den Lavasee des Avici und es herrscht wieder Platz. So einfach geht das."
      "Hältst du mich für unwissend, meine gute Izanami? Nein, so funktioniert das nicht. Die Toten des Lavasees werden solange wieder regeneriert, bis ihr Karma aufgebraucht ist. Außerdem, was ist mit den Dunkelsten unter den sogenannten 'Erfolgsmenschen', also den Managern, die vor allem als Preta oder hungrige Geister in der zweitniedrigsten Stufe wiedererscheinen , ganz zu schweigen von Menschen, wie sie unter dem Namen 'IS-Kämpfer' zu Tausenden mittlerweile in den Höllen empfangen werden? Ich weiß, dass die Welt teilweise wieder schlechter und bösartiger wird, aber deswegen kann man trotzdem nicht jeden x-beliebigen Sünder in die Naraka wiedergeboren werden lassen."
      "Na klar geht das! Was machst du bitte mit einer Person, in der alles Gute abgestorben ist? Der Kerl nervt mich schon hier schon seit 1400 Jahren ..."
      "Vatermord, Muttermord, Mord eines lebendigen Buddhas, Spalten der Gemeinschaft der Gläubigen ... keines dieser Verbrechen hat sie begangen. Wie du siehst, bin ich auch mit dem Reglement der unteren Wiedergeburtsstufen bestens vertraut. Dass du mich allerdings übers Ohr hauen willst, wundert mich ehrlich gesagt nicht wirklich. Ich nehme dir das nicht übel, meine Gute."
      "Du tätest besser daran, das mal zu machen ... und die IS-Leute hast du auch zu mir durchgewunken, obwohl die ebenfalls nichts davon begangen haben."
      "Hitler auch nicht, aber da greifen ganz eigene Gesetze bei Verbrechen dieser Ausmaße."
      Unglaublich, selbst innerhalb der Religion gab es Bürokratie, die wiederum bei zig Sonderfällen aus den Angeln gehoben werden konnte? Das war ja nicht auszuhalten.
      Mal sehen, ob sich dieses Gefühl mit meiner durchaus berechtigen Frage an Amida bestätigte: "Wieso dauert das Ganze eigentlich 49 Tage? Das sind sieben ganze Woche! Was macht ihr denn da in der Zeit?"
      "Du bist ja nicht die Einzige, um die wir uns kümmern müssen. Außerdem, selbst wenn jemand wie in deinem Falle nur zarte 22 Jahre auf dem Rücken trägt, so muss doch jeder Tag einzeln berechnet werden, was bedeutet, dass jede einzelne karmatische Handlung, worunter auch Gedankengänge, Begierden und Groll zählen, genauestens analysiert und eingeordnet werden muss. Das kann unter Umständen sehr lange dauern, bereits bei jedem zweistelligen Alter. Deine Verhaltensweisen machen es dem Samsara auch nicht gerade leicht", erläuterte Amida geduldig und ließ den Blick über mich und die Dämonin schweifen. Moment - die Dämonin - hatte er sie wirklich Izanami genannt?
      "Ja, hat er, ich bin es leibhaftig, die Todesgöttin Japans und erstes Wesen Japans, das je starb. Meine Aufgabe ist es, Leute zu töten. Hauptsächlich in Japan."
      In letzter Zeit hatte ich mich selten so erschreckt wie in jenem Moment, als sich das weiße Licht in schwarze Finsternis verwandelte und danach ein flimmerndes Licht eine Izanami enthüllte, die nun wirklich einer Totengöttin näher kam als einem gewöhnlichen Geist. Ihr zuvor ansehnliches Gesicht verwandelte sich in einen furchterregenden Schädel, während von dem weißen Kimono nichts mehr zu sehen war. Stattdessen entblößte das Flimmerlicht ein entstelltes Gerippe mit erheblichen Frakturen am Becken, doch die acht neongrünen Drachen, die es sich in einem mit leicht vermoderten Fleisch gefüllten Brustkorb gemütlich gemacht hatten. Diese angriffslustigen, Blitze aussendenden Biester schnappten aggressiv in meine Richtung, bevor das vollständige Wiedererhellen des Vakuums die Horrorshow vorerst beendete. Okay, das war einfach zu krank, um real zu sein.
      "Krankheit, Tod, das kommt doch alle auf das Gleiche heraus. Der Tod ist das einzige Gesetz, das für jeden gilt, weshalb mir nie die Bezugspersonen ausgehen. Täglich 1000 Leute in die Yomi, die Unterwelt oder eben die Höllen zu ziehen, während mein Ex-Gatte 1500 neu entstehen lässt. So haben sich die Japaner das Bevölkerungswachstum erklärt, aber so ganz kommt die Rechnung in 3000 Jahren nicht hin. Weder für Japan, noch für die Welt. 550 Millionen, davon könnte der Planet Erde nur träumen. Um 1600 hat das alles noch gepasst, aber dann? Bis 1600 ging die Rechnung noch auf, dann jedoch brach die Zeit der Moderne an. Ich kann nicht 'einfach so' jemanden töten, die Sterberaten sinken in vielen Ländern stetig, aber die Gesunden kann ich mir nicht alle unter den Nagel reißen, denn dafür gibt es medizinische und auch göttliche Gegenspieler, die das Gleichgewicht der Kräfte zu meinen Ungunsten verschieben. Dazu braucht es irdische Veränderungen."
      "Mit 550 Millionen Leuten wären Klima-, Rohstoff und Müllhaushalt der Erde sogar noch ziemlich in Ordnung. Bist du dann auch die Person, die für die großen Seuchen und Kriege erschafft? Du bist doch Gott, wieso kannst du nicht alles?"
      "Ooooh, hör mir bloß auf, du dümmliches Geschöpf. Hey, ja, ich bin ein monotheistischer Gott und ich erschaffe die Welt in sieben Tagen, einfach so, und spiele dann mit meinen Legomännchen! Die Ozeane habe ich natürlich auch selbst erschaffen und dass ich alles im Auge habe, für alles überhaupt zuständig bin, liegt natürlich auch auf der Hand. Wie stellst du dir das vor, selbst einem 'Gott' sind irgendwo die Hände gebunden, denn letztlich ist auch er dem Kreislauf des Karmas als höchste Wiedergeburtsstufe unterworfen, aber ohne all die Allmachten, wie viele glauben. Für Kriege und Seuche sind ausschließlich die Menschen selbst zuständig. Damit haben wir nichts zu tun. Ein 'gottgewollter Krieg' ist somit gleich in doppelter Hinsicht Mumpitz."
      Auch der Buddha Amida machte keinen Hehl daraus, welch erstaunliche Missverständnisse es zwischen Verehrern und Verehrten gab: "Homosexualität beispielsweise hat entgegen dem hartnäckigen Gerücht, das sich in manchen Ländern nach wie vor hält, noch keinen einzigen Fall des Samsaras in irgendeiner Weise beeinflusst. Wir suchen objektiv böse Taten, die du dir beispielsweise ankreiden lassen musst, keine 'Gesellschaftstabus'. Was natürlich nicht heißt, dass diese wie im Fall des Mordens nie kongruent sind."
      "Gut, und wie entscheidet sich das jetzt? Ich habe in meinem Leben wirklich viel gelitten, das muss doch auch zur Kenntnis genommen werden, oder? Und wenn nicht, kannst du doch sicher ein gutes Wort bei mir einlegen, Amida, oder?"
      "Das Samsara ist ein Kreislauf und ein Rechner, da werde ich mit Flüstern nicht weit kommen, so gerne ich es auch würde, da ich prinzipiell am liebsten jeden in meinem Paradies sehen möchte. Aber so funktioniert das nicht. Leben IST Leid und Leid ist somit auch Leben, aber kein Karma. Schlechtes Karma kann nur durch aktives Ausgleichen durch gute Taten bereinigt werden."
      "Ja, sonst würde ja jeder freiwillige Masochist oder jeder Derwisch sofort als Gott wiedergeboren werden. Dann würde es ja nur noch solche Orgien geben. Nein, nein, nein. Lieber nicht", warf Izanami ein, die sich danach wortlos in Luft auflöste. Ohne auch nur ein Wort der Verabschiedung, aber damit war mit ihr als Bösen auch zu rechnen. Trotzdem konnte ich nichts fassen, was mir hier widerfuhr.
      "Nun, kann ich noch etwas für dich tun?", fragte Amida zuvorkommend, um meinen letzten Gefallen zu erhören.
      Diese Chance ließ ich selbstverständlich nicht ungenutzt, da mir eine Frage noch ganz besonders auf dem Herzen lag ... meinem nicht vorhandenen Herzen: "Ich möchte meine Bestattung erleben. Noch viel mehr möchte ich sehen, wie die Leute auf meinen Tod reagieren ..."
      "Wie du meinst ... dein Wunsch werde dir erfüllt ... "

      "Amida, ich erkenne da keinen. So habe ich mir das nicht vorgestellt."
      "Das Traurige daran ist ja, dass es nicht einmal notwendig ist, Leute unterscheiden zu müssen."
      Leider hatte er wie immer Recht. Er könnte mit seiner Besserwisserei sogar meinen Bruder überbieten. Jedoch sah ich inmitten dieser hellgrauen Steinwüste, die aus verschieden hohen, als Grabstein dienenden Quadern bestand, fast nur generische Körper. Drei Tage nach meinem Tod hatte man traditionellerweise meinen Körper verbrannt, während meine bewusste Bardo-Geistform diesem noch glich, denn er entsprach meiner Selbstwahrnehmung. Unter all den Leuten erkannte ich nur mit Mühe Unterschiede. Zum einen gab es den prächtigsten Kimono unter allen Gästen, der zweifelsohne meiner Mutter gehörte. Dann erkannte ich noch einige Leute unter den insgesamt wenigen Besuchern, die ich überhaupt nicht erkannte beziehungsweise kannte, denn diese mussten wohl diejenigen sein, die meine Mutter eingeladen hatte, um sie zum Staunen zu bringen. Mein Grabmal bestand aus einer hübschen, leicht marmorierten Säule in Schwarz, doch das hatte keine Bedeutung. Viele Gräber waren gut gepflegt, einfach nur, um einen gewissen Standard beziehungsweise Stand zu wahren. Dass kaum Tränen fielen, wunderte mich bei einer buddhistischen Bestattung, die die positiven Gedanken an die Person, die nun vom Leid des Lebens erlöst waren, schüren sollten, nicht. Viel mehr erschrak ich aufgrund der ausgesprochenen Ausdruckslosigkeit der Gesichter, die lediglich hier waren, um ihre Zeit totzuschlagen oder einen belanglosen Schwatz zu halten. "Was macht die Arbeit?" oder "Was machen die Kinder?" fragten sie, doch über mich verloren sie kein Wort.
      "Meine Mutter hat den Grabstein nur gekauft, um anzugeben, richtig? Hier gibt es für mich nichts mehr zu sehen", sprach ich gekränkt zu Amida, der durchgehend väterlich seinen Arm auf meine Schulter gelegt hatte.
      "Die endgültige Entscheidung der Interpretation liegt allein bei dir. Wenngleich ich zugeben muss, dass ich deiner Einschätzung nicht vehement widersprechen würde ...", entgegnete der Buddha, der mich unmittelbar danach zurück ins leere Bardo brachte. Es war ein extrem seltsames Gefühl, als unsichtbares Gespenst die Szene aus mittlerer Distanz beobachten zu können. Von den Reaktionen der Leute hatte ich mir allerdings mehr erhofft ...

      "So, Tag 42, da darfst du ja doch früher weg, als ich erwartet hatte", zischte mich ein furchtbares Wesen mit einer mir durchaus bekannten Stimme an: "Zeit, deine Erinnerungen an das vorige Leben auszulöschen. Fangen wir an, ich habe fast keine Zeit mehr für dich, Miyu."
      "Wer ist denn das jetzt? Und ich heiße Mayu, nicht Miyu ...", rief ich verwundert, auf das Vulnona deutend, das mich mit seinen grellroten Augen biestig anblickte.
      "Ich bin immer noch Izanami, jedoch hat meine jetzige körperliche Reinkarnation ihren Tiefschlaf verlassen. Würde sie nun erwachen, ohne dass ich ihre Form angenommen hätte, könnten sich womöglich einige Leute erschrecken, wenn sie die leibhaftige Izanami sehen. So kennen sie in der Regel allerdings nur das süße, flauschige Vulnona namens Ran. Auch ich sammle immer wieder Karma an, sodass solche Wiedergeburten erscheinen", antwortete die Totengöttin ausgesprochen freundlich, mit einem nicht zu überhörenden Hauch Stolz in ihrer Stimme.
      Fleichfressende Pokémon erzeugten immer besonders abscheuliche Exkremente. Dieser Dünnschiss-Fuchs war mir in seiner ganzen Natur zutiefst zu wider, der mich mit den dämonischen Augen in eine Art Trance zu versetzen begann. Alles, was ich in meinem Leben plus sechs Wochen erlebt hatte, begann zu zerfallen wie eine Kathedrale nach einem Jahrhundertbeben. Doch dann zerfiel diese Ran vor meinen Augen und schrumpfte zu einer kleinen Lichtkugel zusammen, die mit dem Bardo verschmolz. Doch damit hatte ich die Verrücktheit dieser Situation nicht genug in Worte gefasst. Dieses weiße Vakuum entwickelte sich zu einer derart aggressiven Bestie, die nun begann, meinen körperlosen Körper eben so in seinem weißen Nichts zu verschlingen. Mal wieder war ich den göttlichen Kräften voll und ganz ausgeliefert.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Mit diesem Post überschreite ich nun doch meine 69 Grenze.:v:

      Öhm ich habe das zweite Kapitel heute morgen gelesen und dieses Mal habe ich nicht so viel zu spotten oder zu meckern. ;D (Nachtrag: Das war zumindest der Vorsatz bis ich doch nochmal Sätze vertiefen wollte. xD)

      Interessant und praktisch wie sehr Amida und Izanami das ganze Samsarasystem für Unwissende erklären. :tlol:
      Auch sehr gelungen wie Amida im gutmütigen, allwissenden aber auch objektiven Ton Dinge betrachtet.
      "Ooooh, hör mir bloß auf, du dümmliches Geschöpf. Hey, ja, ich bin ein monotheistischer Gott und ich erschaffe die Welt in sieben Tagen, einfach so, und spiele dann mit meinen Legomännchen! Die Ozeane habe ich natürlich auch selbst erschaffen und dass ich alles im Auge habe, für alles überhaupt zuständig bin, liegt natürlich auch auf der Hand. Wie stellst du dir das vor, selbst einem 'Gott' sind irgendwo die Hände gebunden, denn letztlich ist auch er dem Kreislauf des Karmas als höchste Wiedergeburtsstufe unterworfen, aber ohne all die Allmachten, wie viele glauben. Für Kriege und Seuche sind ausschließlich die Menschen selbst zuständig. Damit haben wir nichts zu tun. Ein 'gottgewollter Krieg' ist somit gleich in doppelter Hinsicht Mumpitz."

      An der Stelle aber habe ich erst nach 3 maligem Nachlesen verstanden wer das nun sagte.:v: (Zumindest hoffe ich, dass ich verstanden habe dass dies vom Buddha kam.)
      Isis-Kämpfer und Hitler als Beispiele einfließen zu lassen ist aber auch schon ziemlich witzig. :tlmao: Aber finde ich dann vielleicht doch ein wenig fehl am Platz, wenn Izanami zuerst betont dass sie bloß für die Toten in Japan zuständig ist. Man könnte doch auch einfach jeden das Nachleben haben lassen an das er in seiner Religion glaubt. Als würde es einfach alle Götter und ihre Reiche geben, die sich untereinander einig sind, dass sie sich nur um ihre eigenen Verehrer kümmern.
      Aber als Beispiel können Tote anderer religiöser Völker natürlich trotzdem dienen. Und wie du das in deine Geschichte einbaust bleibt auch dir überlassen. :ka:
      Andererseits frage ich mich auch wieder wieso sich ein Gott für solche Ereignisse auf der Welt interessiert, wenn sie in seiner Zeit gar nicht so weltbewegend sind. (Irgendwelche Behauptungen der Art kamen nicht in deiner Geschichte vor, aber es gibt mir zu denken. :ka:)

      So, nun, Faden verloren. Ich habe Hunger auf Chickennuggets. :(

      Weiter machen.:bew1:
    • Ich hab Hunger.

      Du hast sie wirklich sterben lassen? Krass. Nun, dann kann ihr ja im weiteren Verlauf der Geschichte eigentlich nichts Schlimmeres mehr passieren. :tlol:

      "Willkommen, Mayu. Mein Name lautet Amitabha, dir sollte ich allerdings eher unter dem Namen 'Amida' ein Begriff sein. Ich bin der, den du gerufen hast"
      Ach, einfach so?
      Das meinte meine Ethiklehrerin also immer mit "Supermarkt der Religionen"... :tlol:

      Innerhalb von maximal 49 Tagen wird sich herausstellen, in welchen Bereich du wiedergeboren wirst.
      Und wenn man keine Lust auf diesen Firelefanz hat? Würde ich ihr ja durchaus zutrauen. :hihi:

      "Nein, überhaupt nicht. Dann werfe ich eben ein paar in den Lavasee des Avici und es herrscht wieder Platz. So einfach geht das."
      So überzeugend einfach löst doch eigentlich nur Eine ihre Probleme...

      ganz zu schweigen von Menschen, wie sie unter dem Namen 'IS-Kämpfer' zu Tausenden mittlerweile in den Höllen empfangen werden?
      Ich kann da kein Mitleid empfinden. :sonne:
      Hahaha, das ist dann mal wirklich dumm gelaufen für diese Muscheln #i-muschas#. :tlol:

      einer Person, in der alles Gute abgestorben ist? Der Kerl nervt mich schon hier schon seit 1400 Jahren ..."
      Wer ist denn da gemeint? *:O

      selbst innerhalb der Religion gab es Bürokratie, die wiederum bei zig Sonderfällen aus den Angeln gehoben werden konnte? Das war ja nicht auszuhalten.
      Das ist bei Konstrukten, die selber nur dem menschlichen Geist entspringen, nunmal der Fall. ;)

      Moment - die Dämonin - hatte er sie wirklich Izanami genannt?
      col ran
      :bg:

      Ich mag sie aber lieber als Ran. :(

      Dazu braucht es irdische Veränderungen."
      Deshalb also der ganze Aufwand mit Toku Toku Nara!
      Und Inari ist ihr Ex, der Schöpfer! *:O

      Hey, ja, ich bin ein monotheistischer Gott und ich erschaffe die Welt in sieben Tagen, einfach so, und spiele dann mit meinen Legomännchen!
      Und zu allem Überdruss gebe ich dir dann noch einen freien Willen, aber verlange, dass du das tust, was ich von dir will! :tlol:
      Diese Bürokratenbuddhisten in dem Kapitel sind aber auch wenig sympahtisch. :hihi:

      Leben IST Leid und Leid ist somit auch Leben, aber kein Karma
      Oh, schön, das mal in so einfacher und kompakter Form zu lesen. Nun, dem ersten Teil des Satzes kann man rein objektiv ja noch zustimmen, auch wenn sich das "Leid" für uns Bewohner der ersten Welt doch wirklich auf ein geradezu lächerliches Maß reduziert, nicht? ;)

      "Die endgültige Entscheidung der Interpretation liegt allein bei dir. Wenngleich ich zugeben muss, dass ich deiner Einschätzung nicht vehement widersprechen würde ..."
      Kurz gesagt: "Ja, verdammt, keiner mag dich."
      Wie deprimierend. :(

      "Zeit, deine Erinnerungen an das vorige Leben auszulöschen
      Das ist doch mal völlig daneben. Wer nimmt denn freiwillig so eine Religion an? :(

      süße, flauschige Vulnona namens Ran
      Das ist sie in der Tat! :w:

      Dieser Dünnschiss-Fuchs war mir in seiner ganzen Natur zutiefst zu wider
      Die arme Ran, eine solche Bezeichnung hat sie nun wirklich nicht verdient. :tlol:

      Mal wieder war ich den göttlichen Kräften voll und ganz ausgeliefert.
      Bah, Religion at it's best. :mwah2:

      Und so wird sie also wiedergeboren? Ich bin gespannt als was! :freu:
    • Oha, da hat der Meow wieder zugeschlagen. D=

      Fand dieses Jenseits Kapitel ganz interessant. Besonders weil es die Vorstellung an ein Jenseits mal aus einer nicht westlichen Kultur zeigt. Ein paar Unterschiede gibt es ja, auch wenn es sich im Großen und Ganzen sehr ähnelt.
      Was hat es eigentlich mit der Zahl 49 auf sich und hat es eine besondere Bedeutung das Mayu schon nach 42 Tagen gehen darf? 42! :run2:

      Ah, das sagenumwobene Ran ist also ein Bundesligamagazin und ein Vulnona! *:O

      Das mit der Familie hat mich schon ein wenig überrascht. Nicht, dass die nicht um Mayu trauern, sondern dass sie so gar nicht über sie reden. Die Lästern ja nicht mal! Da waren wohl jegliche Bindungen gekappt. :(

      Mal sehen, wie es weiter geht.
      Well done!^^
    • Oh là là, eine neue Min-Yami-no-Honō-Geschichte! Sag bloß, das Mina;v;-Universum wird ja immer größer! Größer als das von Mischblut! :run2:

      Keiner nannte mich bei meinem Vornamen, Mayu.

      Mayu wie Mayo wie Mayonnaise? Okay, verständlich. :hihi:

      Die violetten Strähnen, die ungefähr die Hälfte meiner schwarzen Haare schon seit meinem 16. Lebensjahr bedeckten, glänzten merkwürdig unter den sonst so warm aussehenden Natriumdampfstraßenlaternen.[I]

      Ai, da haben sie doch 2/3 der Protagonisten, das macht 67%, einfach gefärbte Haare!

      [I]Mit meiner schwarzen Lederjacke, dem schwarzen Hoodie, dem schwarzen Lederminirock, der schwarzen Wärmestrumpfhose, den schwarzen Stiefeln und meiner schwarzen Seele gäbe ich ein hervorragendes Wesen der Nacht ab
      [...]

      Ach, diese Art von Haarefärbung! Dann ist Mayo also eine Mischung aus der Höllen-Tōka und Min!

      "Du bist ja wohl das Allerletzte! Ich bin mir sicher, dass du Neujahr ganz alleine verbringen wirst!", schrie mir eine Frau wutentbrannt ins Gesicht, doch ich ging entgegen ihrer Wunschvorstellungen einfach weiter: "Hey, du, jetzt bleib' gefälligst stehen, wenn ich mit dir rede! Hast du von deinen Eltern eigentlich überhaupt keine Manieren beigebracht bekommen?"

      Was hat die denn für Schwierigkeiten, diese alte Schrulle? Die arme Mayo;x;! :(

      Diese Leute würden nicht so mit mir reden, wenn ich mein Sniper-Maschinengewehr bei mir hatte. Garantiert würden sie das nicht, dessen war ich mir sicher.

      Ja, aber sie wären sicherlich noch stiller, wenn Mayo;x; ein Maschinengewehr oder eine Browning 9 mm mit Halbautomatik bei sich hätte.

      Mein um ein Jahr jüngerer Bruder Daisuke, der schon kurz nach meiner Geburt, vermutlich aus herber Enttäuschung, im Bauch meiner Mutter heranwuchs, stellte sich schon bald als Musterschüler heraus, der mit zahlreichen Preisen, Auszeichnungen und Stipendien nur überschüttet wurde.

      Daisuke Nii-San. c: Aber niemand mag Streber und schon erst recht keine, die alles in den *rsch geschoben bekommen!

      Jedes Mal, wenn ich etwas mit Pokémon zu tun hatte, ging es ausschließlich um Wunden und Exkremente. Die Wunden der Pokémon zu versorgen hätte mir ja womöglich noch Spaß gemacht, aber nein, mit "Wunden", meinte ich meine Wunden. Ausschließlich meine.

      Ein traumatisches Erlebnis mit einem Pokémon etwa?

      Nach meinem Abschluss versuchte ich mein Glück bei Team Aqua, einer Vebrecherbande aus Kyushu, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, die Meere zu beherrschen und notfalls sogar der Polizei dafür die Stirn bieten.

      Eine Kriminelle also! Ich bin echt mal gespannt, was du aus Team Aqua und gegebenenfalls auch Magma machst, immerhin sind die in Pokémon nur so etwas wie die bösen Powerranger. Und das ist jetzt überhaupt keine Kritik, neeeein. :was:

      Da ich eine der Besten war, wurde ich Division 44 - Doppeltod, da die Vier in Ostasien den Tod symbolisierte - in Kyoto selbst zugeteilt, mitten im Zentrum des Geschehens.

      Wow, mit so einer Vergangenheit verspricht die Geschichte echt interessant zu werden. Man darf gespannt sein! :)

      Mir gefällt echt, dass Pokémon mit dieser Geschichte echt in die untersten Tiefen rutscht, denn diese Verbrecherteams ziehen die Spiele mit ihrer Lachhaftigkeit echt durch den Dreck, finde ich. Bestie wird also das düstere Spielchen, das ich mir schon immer gewünscht habe, sehr schön! o/


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Soooo, vielen lieben Dank für 4 neue Kommis. :D

      Das nächste Kapitel wird sogar nicht so dunkel, außer natürlich für Mayu selbst. Ihr werdet noch sehen, wieso. :tlol:


      @Curiosity:

      - mit den 1400 Jahren ist der Buddha selbst gemeint, der 538 in Japan eingeführt wurde und sich die Religion mit dem einheimischen Shinto (Izanami, Izanagi, Amaterasu, Susanoo usw) zu vermischen begann. (:

      - wenn Ran keinen Bock hat, gibts eben Sonderfälle :@

      - Inari ist nicht der Ex von Izanami, sondern Izanagi, der sich im Ruhestand befindet und nie wieder gesehen wurde. Inaris Frau ist allerdings tot, wo aus ihrem Körper alle Nahrungsmittel des alten Japans entstanden (Ukemochi)

      - Die Auslöschung der Erinnerungen klappt nicht immer, nur meistens. Bei Mayu beispielsweise nicht (wäre ja auch langweilig)

      - Wenn du Religion bashen willst, geh in den Debattierclub! :@


      @Dargos:

      - Manche werden schon vor Ablauf der 49 Tage wiedergeboren, das ist lediglich die späteste Frist. Das mit der 42 hab ich eigentlich nur zufällig gewählt, da sie ja doch noch nicht so alt ist (22, weiß nicht, ob ich das erwähnt habe)

      - Ran wirst du in Yamihonou schon bald kennenlernen. Ein ganz zauberhaftes Schätzchen: :szwink:

      - Ja, die haben sie alle ignoriert ... oder mal zusammengestaucht. Das ist schon traurig. ;w;


      @Pikachu:

      - Dein Zitat stammt von Izanami! ^^ Nicht vom Buddha!

      - Rest privat besprochen :P


      @Raikachu:

      - ein paar traumatische Ereignisse sogar xD

      - teilweise düster, teilweise aber auch lustig :tlol:, je nachdem, was gerade ansteht

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Boah, Meow!
      Hör auf so viel zu schreibe, du weißt, dass ich nicht nachkomme xD

      Wow, auf jedenfall ein interessantes Setting, das mich doch etwas mehr anspricht als Miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin 'D
      Du schlüsselst die Situation und den Charakter unserer Mayu (ich dachte erst Manyu...?! WTF MANYU?!) schön und spannend und so weiter auf and i like 8) Hassu gut gemacht. *keks geb*

      "Hör zu, ich habe jetzt weder Zeit, noch Lust, mit dir 50 Shades of Grey zu spielen, also lass mich jetzt in Frieden"

      :kl: episch, sehr schön!

      Ouhh.... seeehr schönes und interessantes Ende für den Einstieg. *Nick* War sicher schmerzhaft und jetzt...? Protagonist Tot. Geschichte zu Ende. Ich geh ins Bett...

      Nein.. scherz, ich weiß doch, dass es noch weiter geht bei dem kleinen Meowsticknuffelpuh x3 :D

      Mayu digiert zuuu Mayu-Ghost-Form! D:

      Kein Arzt der Welt konnte ein Loch in einem zugegebenermaßen mit 1,63 m nicht so arg großen Körper stopfen, dem ein lebenswichtiges Organ fehlte
      Also Stopfen kann man es schon. Nur mit was und ob es sinnvoll ist, is ne andere Frage :shifty:

      Kaum hatte er gesprochen, schaltete sich nun die Frauenstimme ins Gespräch ein, die mich mit ihrer unheimlichen, verbitterten Erscheinung nur zu sehr an dieses Geistermädchen.
      erinnerte o: da fehlt ein "erinnerte" o_o

      "Du tätest besser daran, das mal zu machen ... und die IS-Leute hast du auch zu mir durchgewunken, obwohl die ebenfalls nichts davon begangen haben."
      "Hitler auch nicht, aber da greifen ganz eigene Gesetze bei Verbrechen dieser Ausmaße."
      Unglaublich, selbst innerhalb der Religion gab es Bürokratie, die wiederum bei zig Sonderfällen aus den Angeln gehoben werden konnte? Das war ja nicht auszuhalten.

      Uh.... dünnes Eis XD

      Btw allgemein ein sehr cooles Gespräch zwischen den dreien. Habe ich sehr gern gelesen!

      Hm.... ich bin erstaunt, dass es Mayu tatsächlich überrascht, dass niemand wirklich an sie denkt. So, wie sie selbst über die anderen und über sich selbst geredet und gedacht hat. Aber ja, letztendlich will sie auch nur lieb gehabt werden, was ihr bis zum Schluss wohl nicht ganz klar geworden ist :(

      Und nun gehts zur Reinkarnation? Ich bin gespannt 8D

      Weitermachen!

      [hust]
      Hier mal eine Anekdote meiner Dummheit:
      Den Zahnstocher

      "... Den Zahns tochter... Zahns-Tochter? was ist eine Zahns-Tochter? Und müsste das dann nicht 'die' hei- Warte.. Zahns-tochter... Zahnstocher... ACH... ZAHN-STOCHER!" :shifty: :noldcool: :kl:
      [/hust]

      Fangeschichten #f-sandan# Lesecke #f-sandan# RedaktionSchreibworkshop #f-icognito-!# Lesezirkel
      Zzt krank und nicht verfügbar - Hand OP am 4.3.2019
    • Vielen Dank auch für dein Kommentar, San, das freut mich ungeheuer! :D
      Ja, rein theoretisch hätte ich nach Part 1 beenden können und das Ganze als Kurzgeschichte stehen lassen können. Aber wer noch nicht genug von Leben und Tod hat, darf sich über Kapitel III freuen, das eigentlich mit Kapitel II zusammengehörig sein sollte. Aber die Details ... xD



      Kapitel III: Samsara (Rinne)



      Eine grüne Hülle ummantelte mich, doch dort drinnen war es etwas stickig. Nun würde ich einfach mit meinen Händen ein Loch in diese Wand reißen und dann ... was hatte ich überhaupt für ein komplett anderes Körpergefühl? Meine Beine, meine Arme, nichts mehr davon spürte ich! Zwar konnte ich ein paar kugelartige Fortsätze an meinem ... Moment ... ganzen ... Körper ... nein ... was war das denn? Das konnte doch nicht wahr sein! War ich als etwas wie eine ... Schlange wiedergeboren? Voller Wut rammte ich meinen Dickschädel durch die Hülle, die sich offenbar als Eischale entpuppte. Im Gegensatz zu meinem Leben als Mayu kam ich hier nicht nachts, sondern tagsüber zur Welt, sodass ich direkt die volle Breitseite der Sonne empfing.
      Eigentlich sollte ich mich nicht wundern. Schließlich war es doch von vornherein klar, dass ich als Viehzeug wiedergeboren wurde. Aber musste es ausgerechnet eine unbewegliche Schlange sein? Schlangen wie Rettan, Arbok oder Vipitis gehörten zwar zu den Pokémon, die mir noch am ehesten gefielen, und auch Dratini und Dragonir wären sicher Wesen, mit denen ich mich hätte arrangieren können, doch als eines dieser Kreaturen selbst durch die Welt zu laufen ... wobei "laufen" auch ganz sicher keine passende Bezeichnung für deren Fortbewegung darstellte. Also begann ich nun, mich umzusehen. Mein Ei war auf einem hohen Gerüst aus Holzpfählen angebracht, doch ich entdeckte nur ein weiteres, ebenfalls in diesem wiesengrünen Farbton mit ein paar blassgelben Kringeln versehen. Ich kroch die Holzlatten weiter voran, bis ich erkannte, dass unter mir eine ganze Menge braunes, verdorrtes Gestrüpp angebracht war, zwischen dem sich ab und an etwas versteckte, das wie ein blasser, verschrumpelter Kiefernzapfen aussah. Er war ziemlich groß, lag allerdings auch daran, dass ich neugeboren war und somit ziemlich klein. Immer noch wusste ich, dass ich eigentlich Mayu war, was ich teilweise erlebt hatte und dass ich in meinem früheren Leben, aus dem mich irgendein Dämonenmädchen gerissen hatte, nicht besonders nett war. An den Buddha und die Unterweltsgöttin konnte ich mich auch noch erinnern, doch trotzdem war mein Gedächtnis lückenhaft. Einige Zusammenhänge wollten mir einfach nicht mehr einfallen ...
      Als ich meinen Kopf etwas in die Luft reckte, erkannte ich, dass ich mich ganz in der Nähe einer Autobahn befand. Die für mich gewaltigen, blauen Metallplatten, die über den Asphaltspuren durch einen schnöden Metallbogen befestigt waren, gaben mir etwas Aufschluss über meinen Aufenthaltsort. Nancy - Metz. Sarrebruck. Paris. Haguenau. Offenbar konnte ich mich glücklich schätzen, fortan eine Bürgerin der "A4 nahe Haguenau" zu sein, Teil der wunderschönen Kalos-Region. Welches Pokémon auf der ganzen Welt würde seinen Nachwuchs denn direkt an der Autobahn unterbringen? Sehr intelligent gewählt fand ich diesen Platz nicht, zumal sich unter mir verkümmertes Gestrüpp befand ... Hopfen! Davon hatte ich einmal etwas gehört! Hier bauten die Deutschen und alle anderen großen Biernationen angeblich diesen Hopfen an, der so essentiell dafür sein musste, auf diesen merkwürdigen Holz- oder Metallbalkenkonstruktionen, an denen sich die Ranken wanden! Wieso blieb mir ausgerechnet ein dermaßen belangloser Teil meines Schulunterrichts in Erinnerung? Generell ... ich sollte nicht davon ausgehen, das mein "reifes Denken" frisch nach dem Schlüpfen und die Erinnerung an das alte Leben seitens der Göt- ... nein, diese Bezeichnung würde ich ungern verwenden ... transzendenten Wesen geplant waren.
      Plötzlich regte sich das andere Ei ... die weiche Schale wurde Loch um Loch reicher, bis sich irgendwann mein womögliches Geschwisterchen durch den für neugeborene Wesen wie uns nicht leicht zu überwindenden Wall bohrte. Doch als sich die kleine Bestie offenbarte, der ich mit ziemlicher Sicherheit auch ohne eine Pfütze vor Augen wie aus dem Gesicht geschnitten war, traf mich der Schlag: eine dicke, grüne Knubbelnase, riesige, gelbe Glubschaugen mit monströsen Pupillen, ein Y-förmiger, fleischiger roten Fortsatz auf der Stirn und ein weicher, neongrüner Körper, an dessen Unterseite einige gelbe Saugnapfbeinchen befestigt waren. Das durfte doch nicht wahr sein. Wie fies konnte es Schicksal, Samsara oder was auch immer mit mir nur meinen? Ein Raupy? Ich sollte mein Leben allen ernstes als Raupy verbringen? Und das im Winter auf einem kalten, abgeernteten Hopfenfeld an einer Autobahn im Norden des Elsasses? Nein. Auf gar keinen Fall. Dafür musste ich erst einmal von dort oben herunterkommen und mir dann ein brauchbares Gebüsch wie Morbbeeren- oder Himmihbeerenhecken suchen, an denen ich mich laben konnte. Okay, als Raupy hatte man es wirklich nicht leicht, vor allem dann nicht, wenn zu all dem Überdruss nun auch noch die Wolken über das Land zogen und mit dem Verdunkeln des Himmels jemandem den allerletzten Spaß an der Welt raubten.
      Doch es waren keine Wolken ... die Schatten waren dafür erstens viel zu schnell und zweitens viel zu groß!
      Ein stechender Schmerz fuhr mir durch alle Glieder. Gerade hatten sich zwei schwarze Krallen durch mein frisches, weiches "Fleisch" gebohrt. Dartignis. Der junge, mit den Federn eines verheerenden Flammensturms geschmückten Raubvogel war in Europa nicht unbedingt eine Seltenheit, das wusste ich noch aus dem Biologieunterricht. Doch was ich wohl an Erinnerungen aus diesem Leben mitnehmen würde, als der Vogel wie ein Irrer mit seinem spitzen Schnabel auf mich eindrosch?

      Ich durchlebte die selben Phasen des Sterbens, die ich bereits kennengelernt hatte, durfte sogar noch einmal kurz auf mein ereignisreiches Leben als Käfer-Pokémon zurückblicken, bevor ich erneut dem Buddha Amida im Bardo gegenüberstand. Er war zwar wieder nicht alleine, doch dieses Mal saß ein aschgraues Hundemon an seiner Seite, das gerade zu mit Kratzern und Narben übersät war.
      "Hattet ihr Spaß daran, mich als Raupy zu sehen?", knurrte ich verärgert, als ich immerhin wieder meine alte Form vor meinem geistigen Auge sah. Ich hatte Hände ... Hände! Instinktiv packte ich mein Maschinengewehr, um jedem Dummschwätzer die Rübe wegblasen zu können, falls er mich mit einem dümmlichen Spruch ärgern wollte, doch ... ich hatte keine Waffe zur Hand. Da hatte ich meine Hände zurück und kam mir immer noch so hilflos vor. Aber unter all den gefährlichen Pokémon mit ihren spitzen Zähnen, scharfen Klingen und mächtigen Elementarangriffen sah der Mensch doch ziemlich nackt und harmlos aus. Wie konnte solch ein unbedrohliches Wesen diese ganzen Tiere dominieren? Wieso dachte ich so viel über Dinge nach, die für mich nicht mehr von Bedeutung waren? Ich war doch TOT! Zum zweiten Mal ...
      "Schadenfreude ist nicht meins, auch wenn Izanami durchaus nicht ganz unglücklich war, als sie den Pfad deiner Wiedergeburt gesehen hat. Nun, aber so ist das nun einmal. Jedes Tier hat seinen Platz in der ökologischen Nische und dort kommt es eben auch oft vor, dass man gefressen wird - Sorgen, die man als Mensch nicht hat", erläuterte mir mein neuer Bio-Lehrer, während das Hundemon desinteressiert zur Seite blickte.
      Doch erst einmal wünschte ich mir eine Erklärung, was genau meine Aufgabe dort gewesen war: "Welches Ziel hatte ich denn, als Raupy zu leben? Was genau soll mich das lehren?"
      "Das Ziel war es, zu überleben. Dies hast du nicht geschafft."
      Ja, ganz offensichtlich hat das nicht so funktioniert, wie wir uns das alle vorgestellt hatten.
      "Aber da mache ich dir auch keinen Vorwurf, wie bereits erwähnt. Du hattest keine groben Schnitzer gegen das Karmagesetz zu verzeichnen, was prinzipiell gut ist. Das Ziel, dem du dich neben dem Überleben widmen solltest, war, gutes Karma zu gewinnen. Du hast auf jeden Fall einen Fortschritt erzielt, Mayu, aber erwarte bei deiner nächsten Geburt bitte keine all zu große Steigerung, da bin ich ganz ehrlich zu dir. Eine Steigerung wird es allerdings geben, sei dir da gewiss!", resümierte der Buddha gelassen.
      "Und wer ist ... das eigentlich?", fragte ich mit schiefen Mundwinkeln, da ich jetzt schon wieder keine Lust auf Lehrreden hatte. Nun bekam auch der Köter Möglichkeiten, sich einzuschalten.
      Das Hundemon mit seinem Gargoyle-Schweif richtete sich auf seine vier Pfoten auf und schüttelte sich heftig, sodass es fast so aussah, dass es die Asche auf seinem Rücken respektive die Fellschuppen herunterschütteln würde, doch dieser Effekt traf zu meiner Enttäuschung nicht ein. Mit seinen dämonischen, roten Augen fixierte mich der Hund und bleckte bedrohlich die Zähne: "Man nennt mich Mephisto, den Höllenhund. Ich streife durch die Höllen dieser Welt und bringe meine Gäste ihren künftigen Unterkünften näher, die sie in den nächsten ein bis zehntausend Jahren bewohnen werden. Ich bin an niemanden speziell verbunden, aber für heute vertrete ich Izanami. Ignoriere mich ruhig, du warst offenbar nicht bösartig genug, um mir folgen zu dürfen. Falls du als Mensch wiedergeboren wirst, kannst du dir diesen Erfolg irgendwann über dem Bett einrahmen, um danach wieder in Selbstverliebtheit und Größenwahn zu verfallen und sich dann erneut zum Tanz auf der Rasierklinge zu begeben, die entscheidet, ob du gerade noch so als Tier wiedergeboren wirst." Sympathisch. Meine Meinung gegenüber Feuerpokémon konnte kaum noch weiter sinken. Alle machten irgendwie den Eindruck, solche zynischen Ar*chlöcher zu sein, die es kaum erwarten konnten, sich am Leid anderer zu ergötzen. Gut, Hölle und Feuerkraft war natürlich schon naheliegend, aber trotzdem. Ich kam mir noch viel zu erschöpft vom letzten Bardo vor, weswegen ich mich über meine neue Chance in der Welt der Lebenden sogar richtig freute!

      Mein neues Ei war braun ... mit einem unguten Gefühl erspürte ich, dass diese Eihülle sich von der Substanz her nicht großartig von der anderen unterschied - und ja, was viele nicht wussten war, dass die Eier der verschiedenen Pokémon in ihrer Härte und Stabilität sehr wohl unterschiedlich sein konnten, wenn man beispielsweise die harten Schalen der Vogel-Pokémon mit der lederartigen Hülle von reptilienartigen Pokémon verglich. Mein Kopf selbst oder zumindest das, was ich als "Kopf" ansah war allerdings nicht der erste Körperteil, der das Tor zur Außenwelt öffnete. Besonders anders fühlte ich mich nicht an, bis auf die Tatsache, dass immense Wassertropfen auf mein zartes Köpfchen niederprasselte. Zusammengefasst hieß das, dass ich immer noch ein schlangenartiges Wesen war, genauergesagt wohl erneut eine Raupe. Damit man mir sogar im Falle der totalen Amnesie vorzeigen konnte, als was ich nun mein Leben fristen sollte, prangte eine gewaltige, weiße Blechtafel mit "Wormeldange" an der Mauer des Kais. Ich war also ein Wurm. Ein kleines, unbedeutendes Würmchen, das in einem Brennnesselgebüsch an einem Flussufer zur Welt gekommen war. Man konnte fast schon bilanzieren, dass ich an "Schönheit" eingebüßt hatte, denn die Matschpfütze an der Grenze zum neuen, asphaltierten Weg spiegelte einen stark segmentierten, hellbraunen Körper wider, braun wie Hundekot. Die kleinen, schwarzen Schweinsaugen und die rosane Knubbelnase konnten für den ein oder anderen süß wirken, doch ich gefiel mir überhaupt nicht. Und dieses alberne, überdimensionale, graue Horn, geformt wie ein Partyhütchen auf meinem Kopf erst ... nun, wenn ich Glück hatte und ich mich gut benahm, dürfte ich mich vielleicht irgendwann zu Kokuna entwickeln.
      Es machte sowieso keinen Sinn, sich gegen das Schicksal zu stellen. Ich meine, was könnte ich denn jetzt aus Protest machen? Einen Hungerstreik durchführen, nein, das wäre doch absoluter Humbug. Vielleicht sollte ich eher froh sein, dass ich mich nicht noch schlechter damals betragen hätte, denn als was wäre ich denn wiedergeboren, dass sich auf einer Stufe unter Raupy befand? Als Darmbakterie? Das wäre einfach nur furchtbar, dieser Gedanke. Also kroch ich die Brennnesseln hoch und begann, die Blätter mit meinen seltsamen Mundwerkzeugen zu verkleinern. Das Gift der Pflanzen machte mir zwar nicht aus, aber insgesamt ließ sich schon das Fazit ziehen, dass das Leben eines jungen Käferpokémon abolut ereignisarm und monoton verließ. Ach, was würde ich nur für eine bessere Wiedergeburt geben!
      Erneut dieser stechende Schmerz, der sofort alle Körperteile von mir lähmten. Erneut wurde ich hochgehoben und durfte mir nicht nur einen großen Fluss und seine Promenade, sondern auch Weinberge und zahlreiche schiefergedeckte Häuser aus der Luft ansehen. Das, was ich jedoch nicht sehen und somit nur spüren konnte, war die Tatsache, dass der Besitzer der bordeaux-farbenen Krallen sich anschickte, mit einem Schnabel ganze Stücke aus meinem Körper herauszureißen. Ich wollte schreien, doch ich konnte nicht mehr. Das war einfach nur noch grausam. Grausam war das, Schwalboss, grausam!

      "Und wer von euch beiden Vollpfosten kann mir jetzt hier bitte erklären, wo die Verbesserung lag?", schrie ich, nachdem ich die Sterbensprozesse zum dritten Mal hinter mir gehabt hatte, völlig aus der Haut gefahren: "Wäre auch ganz nett, wenn mir einer sagen könnte, wo Wormeldange liegt."
      "Na Wormeldange liegt in Luxembourg, ein sympathisches Weindörfchen an der Mosel. Doch die kleinen Raupen-Pokémon können sich normalerweise nicht an den kulturellen Errungenschaften des Menschen erfreuen", antwortete Balu der Buddha seelenruhig. Seine Hände ruhten in seinem Schoß.
      An Amidas Seite war diesmal wieder Izanami in ihrer Fuchsform zu finden, die ebenfalls ihren Senf dazu abgeben musste: "Als Hornliu hattest du im Gegensatz zu Raupy einen Stachel vorne und einen hinten mehr, verfügtest über einen Zweittyp, die Möglichkeit, Fressfeinde zu vergiften und letztendlich schlummerte in dir das Potential einer Mega-Entwicklung! Na wenn das mal kein Allround-Paket ist, das sich jeder Wiederkehrer nur wünscht!"
      Ja, ich konnte mich durchaus glücklich schätzen.
      "Ich möchte hierbei aber auch anmerken, dass du viele Phänomene des Lebens nun als natürlich erkannt hast. Das Leben als Hornliu ist wirklich alles andere als einfach. Diese Pokémon müssen so viele Hürden überwinden, um sich irgendwann zu einem kräftigen Bibor zu entwickeln, nur um danach auch von allen Menschen gehasst zu werden, sei es aus angeblicher Schwäche im Kampf oder einfach nur aus Abscheu vor Insekten, insbesondere giftigen. Das wird sich auf jeden Fall in deiner nächsten Wiedergeburt niederschlagen", erklärte mir der Erleuchtete sanft, der sich erhob und seine Hand auf meiner Schulter ablegte.
      "Zwei Fragen. Wird das wieder 42 oder 49 Tage dauern? Außerdem, erwartet mich nun als neues Leben die verheißungsvolle Wiedergeburt als Waumpel, das nicht nur über zwei, sondern sagenhafte drei Stacheln verfügt und eine Wundertüte bei der ersten Entwicklung gratis dazu enthält?", fragte ich mit all meiner Ernsthaftigkeit, die ich als Tote nur aufbringen konnte, doch stattdessen erntete ich ein erheitertes Lachen.
      Der Buddha schloss kurz die Augen, als würde er mit dem Samsara telepathisch kommunizieren, bevor er sich ein letztes Mal an mich wendete: "Nun, ich glaube, beziehungsweise ich hoffe, das wir uns nicht mehr so schnell hier sehen werden. Wenn du die schwierige Kindheitsphase durchstanden hast, wobei ich hoffe, dass das durch Impfungen selbstverständlich sein wird, sehe da keine großen Probleme, ein ganzes Stück länger auf der Erde zu verweilen. Deine Wiedergeburt steht schon so gut wie fest, da es nicht viel zu berechnen gab. Also leb Wohl, Mayu." Wie ein Geist löste sich sein Körper vor meinen Augen auf, als sei alles nur eine Illusion gewesen. Doch Izanami, Ran, Izaran oder wie auch immer sprang nun erneut auf die Matte, auf der ich gebettet war und machte keine Anstalten, sich dabei besonders sanft oder geschickt anzustellen. Stattdessen bohrten sich ihre mit scharfen Krallen versehenen Pfoten in meinen Bauch.
      "Das letzte Mal kam ich nicht dazu, deine Erinnerungen auszulöschen, da ich unerwartet geweckt wurde. Heute peitscht in meinem Aufenthaltsort der echten Welt ein heftiger Sturm, von daher möchte ich das schnell hinter mich bringen, so lange es noch geht. Ich würde mich schon ziemlich freuen, wenn du ein Pudox wirst", schnaubte das Vulnona höhnisch. Davon träumte sie wohl, denn der Buddha erwähnte das Wort "Impfungen" und warnte damit wahrscheinlich vor den berüchtigten Kinderkrankheiten. Bald würde ich wieder ein Mensch sein! Eine neue Chance, für die ich die Trance, in die die Unterweltsgöttin mich versetzte, gerne in Kauf nahm.
      Doch wieder erlosch sie irgendwann vor meinen Augen. Viele Sachen in meinem Gedächtnis zerrannen zu Staub, doch bei weitem nicht alle, bei weitem nicht. Ergötzte sie sich so sehr an meinem Schicksal, dass sie es selbst in einer prekären Situation vorzog, meine Erinnerungen selbst zu löschen, anstatt die Aufgabe dem Hundemon zu übertragen. Egal. Nun war ich bereit für die neue Mayu.

      Erneut erwachte ich und wieder fühlte ich mich leibhaftig. Die Unterlage, auf der ich mich befand, fühlte sich weich und angenehm an, sodass ich sofort begann, meinen Körper mit meiner Zunge und meinen Armen zu untersuchen. Ich berührte jede Stelle, die ich irgendwie erreichen konnte, doch schon bald hielt die reale, wahrhaftige Angst in meinen Körper Einzug. Ich war immer noch kein Mensch, sondern ein haariges, seltsam riechendes Subjekt. Ich war ... immer noch ... kein Mensch. Viel schlimmer - ich konnte, wie es bei vielen säugetierähnlichen Pokémon der Fall war - weder sehen, noch hören. Das war schrecklich. Hätte Ran alles, was ich bereits erlebt hatte, abgetötet, würde mir das gar nicht auffallen. Doch so war es einfach nur schlimm ... und ich hatte auch noch Hunger ... gewaltigen Hunger. Jetzt war ich eine richtige Bestie.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Soso... wir wurden also als Schlange widergeboren... 8D

      Wobei... Schlangen doch eigentlich gar nicht so unbeweglich sind! Gut... sie haben keine Arme und keine Beine... und so... aber sie sind trotzdem... beweglich!

      Sehr intelligent gewählt fand ich diesen Platz nicht, zumal sich unter mir verkümmertes Gestrüpp befand ... Hopfen!
      Dachte ich mir auch ''D

      Wieso blieb mir ausgerechnet ein dermaßen belangloser Teil meines Schulunterrichts in Erinnerung
      Lese ich da etwa Kritik im Schulsystem? XD Oder interpretiere ich da zu viel? 8D


      eine dicke, grüne Knubbelnase, riesige, gelbe Glubschaugen mit monströsen Pupillen, ein Y-förmiger, fleischiger roten Fortsatz auf der Stirn und ein weicher, neongrüner Körper, an dessen Unterseite einige gelbe Saugnapfbeinchen befestigt waren.

      Witzig xD ich dachte beim Anfang des Kapitels auch erst an eine Raupe 'D

      mit den Federn eines verheerenden Flammensturms

      hübsche Beschreibung :3

      Achja... das war ein kurzes Leben xD

      "Das Ziel war es, zu überleben. Dies hast du nicht geschafft."
      Ja, ganz offensichtlich hat das nicht so funktioniert, wie wir uns das alle vorgestellt hatten.

      Dieser trockene Gedanke. xD Naja. Viel Chancen hatte Raupy-Mayu ja wohl auch nicht 'D


      Sympathisch.
      Also ich FIND dieses Hundemon sympatisch 8D

      Grausam war das, Schwalboss, grausam!
      uhm.. Stimmt.
      Und wirklich BESSER war das wirklich nicht, oder? 'D

      Als Hornliu hattest du im Gegensatz zu Raupy einen Stachel vorne und einen hinten mehr, verfügtest über einen Zweittyp, die Möglichkeit, Fressfeinde zu vergiften und letztendlich schlummerte in dir das Potential einer Mega-Entwicklung! Na wenn das mal kein Allround-Paket ist, das sich jeder Wiederkehrer nur wünscht!
      <<< stimmt! Da ist die Antwort!

      Davon träumte sie wohl, denn der Buddha erwähnte das Wort "Impfungen" und warnte damit wahrscheinlich vor den berüchtigten Kinderkrankheiten. Bald würde ich wieder ein Mensch sein!
      Irgendwie glaub ich das nicht ....

      Ich war immer noch kein Mensch, sondern ein haariges, seltsam riechendes Subjekt. Ich war ... immer noch ... kein Mensch.
      HA!

      So.... dann sehen wir doch mal, wie es weiter geht ... ich freu mich drauf 8)


      Ein wenig verwirrend finde ich, dass du die reale Welt mit der Pokémonwelt vermischst... das gefällt mir irgendwie nicht so, aber ist eben deine Geschichte.

      Achja. Leg dir nen Betalese- warte, das Thema hatten wir schon :P

      Bis denn!

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      Zzt krank und nicht verfügbar - Hand OP am 4.3.2019
    • Gut, dass du zwei Kapitel draus gemacht hast. :hihi:

      Schließlich war es doch von vornherein klar, dass ich als Viehzeug wiedergeboren wurde.


      Warum kann sie sich denn überhaupt an ihr früheres Leben erinnern? Ich dachte, die Erinnerung wird bei der Wiedergeburt gelöscht...

      Nancy - Metz. Sarrebruck. Paris. Haguenau.


      Nicht Dnjeprpetrowsk oder Blagoweschtschensk? :(
      :tlmao:
      Und erstaunlich, dass sie sogar noch lesen kann!

      die Deutschen und alle anderen großen Biernationen angeblich diesen Hopfen an


      Ho-Hopfen?
      I-Ist das... das Paradies? :eek:

      Ein Raupy? Ich sollte mein Leben allen ernstes als Raupy verbringen?


      Aah, das ist gemein! :tlol:

      Aber gut, auf einem Hopfenfeld! Da kommen sie vielleicht bei der nächsten Ernte mit in die Brauerei. :hihi:

      Doch was ich wohl an Erinnerungen aus diesem Leben mitnehmen würde, als der Vogel wie ein Irrer mit seinem spitzen Schnabel auf mich eindrosch?


      Und das schildert sie so ruhig? Eine echt abgebrühte Raupe! :lol:

      Warum macht Mayu diesen Mist denn überhaupt mit, wenn es sie nervt? :oldno:

      "Man nennt mich Mephisto, den Höllenhund. Ich streife durch die Höllen dieser Welt und bringe meine Gäste ihren künftigen Unterkünften näher, die sie in den nächsten ein bis zehntausend Jahren bewohnen werden.


      Oha, das ist wirklich lange her, dass wir zuletzt mit ihm zu tun hatten!
      Dieses Gerede von der "Hölle" ist übrigens auch so etwas, was mich an den Religionen abschreckt.
      Das ist doch nur Angstmacherei um Profit daraus schlagen zu können, entbehert jeder halbwegs nicht-menschlichen Grundlage. :oldno:

      Alle machten irgendwie den Eindruck, solche zynischen Ar*chlöcher zu sein, die es kaum erwarten konnten, sich am Leid anderer zu ergötzen.


      Ja, die sprühen förmlich vor Lebensfreude und Optimismus! :tlol:

      eine gewaltige, weiße Blechtafel mit "Wormeldange" an der Mauer des Kais.


      Ha, ein passender "Zufall"! :hihi:
      Würde mich nicht wundern, wenn das irgendwo in Benelux liegen würde.

      nun, wenn ich Glück hatte und ich mich gut benahm, dürfte ich mich vielleicht irgendwann zu Kokuna entwickeln.


      Immerhin ist Hornlius Giftstachel entsetzlich nervig, das kann Raupy nicht vorweisen! :gogi:

      Einen Hungerstreik durchführen, nein, das wäre doch absoluter Humbug.


      Das denke ich mir auch immer, wenn ich in den Nachrichten lese dass hier in...ach, lassen wir das lieber. :ups:

      denn als was wäre ich denn wiedergeboren, dass sich auf einer Stufe unter Raupy befand?


      Sonnkern! #i-sonnkern#
      Oder natürlich #a-karpador#, aber halt, das entwickelt sich ja zu etwas ziemlich Coolem.

      "Na Wormeldange liegt in Luxembourg, ein sympathisches Weindörfchen an der Mosel.


      Du wärst ein grauenhafter Buddha, Junge. :tlol:

      Wiedergeburt als Waumpel, das nicht nur über zwei, sondern sagenhafte drei Stacheln verfügt und eine Wundertüte bei der ersten Entwicklung gratis dazu enthält?"


      Hahaha, sie sollte bei diesen Typen dort im Phasenraum bleiben, sie passt mit ihrem Sarkasmus perfekt zu diesem Haufen Zynikern! :lol:

      wobei ich hoffe, dass das durch Impfungen selbstverständlich sein wird,


      Oh, was wird sie denn da nur werden? Irgendein vom Menschen gehaltenes Pokémon ja offenbar...

      Ich war immer noch kein Mensch, sondern ein haariges, seltsam riechendes Subjekt.


      Also irgend eins der Säuger-Pokémon, höchstwahrscheinlich! *:O

      Hunger hab ich jetzt auch. Sogar sehr großen.
      Welches Pokémon wird sie jetzt wohl sein? Ich kann es kaum noch erwarten, das zu erfahren!
    • Oh, die böse Mayu war erst ein unschuldiges, sués, niedliches Raupy. Wie kann man das bloß nicht mögen? Ashs erstes selbstgefangenes Pokemon? Ohne Pikachus Hilfe? *:O
      Und das sie Hornliu nicht mag, finde ich merkwürdig. Diese Person hat einfach keinen Sinn für Geschmack. Punkt. Aus. Ende. :blah:

      Finde es aber irgendwie lustig, dass sie immer an Straßen zur Welt kommt und von Vögeln gefressen wird. :lol:
      Hoffentlich passiert mir das nicht. :ups:

      Bei dir kommen die Säugetierpokemon nicht auch aus Eiern wie in den Spielen? *:O
      Mal sehen was sie gewordne ist, vielleicht ja ein kleines Teddyursa. :w:
    • Bardo... Bardo... Irgendetwas mit Yoga! Macht Mayu(naise) das jetzt, um ihren Zorn abzubauen? Man wird es sehen!

      Das salzige Blut, das meine Speiseröhre hochgeschossen kam, verlor bald darauf seinen Geschmack und meine Umgebung verblasste zusehends, als ob ich mich in einem Raum unter dem Licht einer großen, dumpf strahlend Lampe befand.

      Damit solltest du mal zum Arzt, liebste Mayunaise. :hihi:

      All diese merkwürdigen Zustände, die Umgebungsänderung gepaart mit dem Verlust meiner Sinne, kamen paarweise Hand in Hand, bis ich meinen letzten Atemzug tätigte, und das mit gerade einmal 22 Jahren ...

      Sie stirbt? Sie STIRBT?! Eigentlich würde mich das ja schockieren, aber erstens handelt es sich hier um eine buddhistisch geprägte Geschichte und zweitens hat sie gerade erst angefangen. Also, nichts da, Mayu! :wehe:

      Weißes Licht, wie in einem Krankenhaus durchflutete den Raum, in dem ich erwachte.

      So geht's auch. Dann stirbt sie halt in Kapitel III. :hihi:

      Die richtigen Worte fand ich für dieses Phänomen nicht.

      Wenn sie weiß, dass das ihre Leiche ist, würde ich sagen, man bezeichnet das als "Tod".

      Kein Arzt der Welt konnte ein Loch in einem zugegebenermaßen mit 1,63 m nicht so arg großen Körper stopfen, dem ein lebenswichtiges Organ fehlte.

      Wie jetzt, jemand hat ihr das Herz herausgerissen?!

      Erneut befand ich mich in dem weißen Vakuum, das mich zu Beginn meines Ablebens eingehüllt hatte.

      Nun, da sie tot ist, wird Mayu das wohl kaum noch interessieren, ob es ein Vakuum ist oder nicht. :ka:

      Mein Name lautet Amitabha, dir sollte ich allerdings eher unter dem Namen 'Amida' ein Begriff sein.

      'Amida' ist sogar der japanische Name von Amitābha, wie gewieft. :hihi:

      [...] tellte sich ein in einer orange-bordeaux gefärbten Mönchstunika gekleideter Mann vor, dessen kurze, schwarze Locken zu einer Art Dutt hochgestellt waren. Neben seinen extrem langen, gebräunten Ohrläppchen und einem roten Punkt auf der Stirn war sicherlich sein güldener Schein das ungewöhnlichste Merkmal seiner denkwürdigen Erscheinung.

      Dazu kann ich nur eins sagen... Wikipedia!


      Dein Herz ist zu Asche zerfallen, weswegen eine Rückkehr in dein Leben als Mayu biologisch nicht mehr möglich ist.

      Wow, 'biologisch'? Dass man so etwas aus dem Mund einer religiösen Figur hört, unfassbar!! :eek:

      Betrachte es als Übergangszeit und verabschiede dich von all dem, das du kennst. Sollte dir eigentlich nicht allzu schwer fallen, aber wer weiß ...

      Diese Vorstellung ist schrecklich!

      Wahrscheinlich ähnlich wie Amida um die dreißig, mit langen, stracken, aber teils verfilzten, schwarzen Haaren stand die blasshäutige, magere Person in ihrem weißen Kimono im krassen Gegensatz zu dem lebhaft wirkenden, von Farbe erfüllten Buddha.

      Abgemagert? Ein Asket wahrscheinlich!

      Die Hölle also, ja?

      Hölle, Hölle, Hölle! Wäre zu interessant, Min diese Situation durchleben zu lassen.

      Hältst du mich für unwissend, meine gute Izanami?

      Izanami? Seit wann korrespondieren Buddhas mit Shintō-Gotheiten? :tlol:

      Das sind sieben ganze Woche!

      Na, 7 ist doch die Lucky Seven, die Glückszahl! Obwohl, ist Glücksspiel nicht eine Sünde? :ups:

      Ja, hat er, ich bin es leibhaftig, die Todesgöttin Japans und erstes Wesen Japans, das je starb. Meine Aufgabe ist es, Leute zu töten. Hauptsächlich in Japan.

      Die ist ja lustig drauf. :tlol::v:

      Täglich 1000 Leute in die Yomi, die Unterwelt oder eben die Höllen zu ziehen, während mein Ex-Gatte 1500 neu entstehen lässt.

      Izanagi etwa? Der ist doch gut! :(

      Amida, ich erkenne da keinen. So habe ich mir das nicht vorgestellt.

      Na ja, du hast dir bestimmt sehr viele Freunde gemacht. Egal, das Leben davor sollte dich nun eh nicht mehr interessieren...

      Fangen wir an, ich habe fast keine Zeit mehr für dich, Miyu.

      Miyunaise! :bg:

      Und weiter geht's mit... :p

      KAPITEL III:

      Rinne, Rinne, Rinnegan. Warte, das Samsaragan? :rofl: Na, dann werden wir mal sehen, was das nächste Leben für die gute Miyunaise oder Mayunaise bereithält, nicht? :D

      Eine grüne Hülle ummantelte mich, doch dort drinnen war es etwas stickig.

      Ich hoffe mal nicht, dass sie sich gerade im Leib ihrer "neuen" Mutter befindet. o.O"

      War ich als etwas wie eine ... Schlange wiedergeboren?

      Oh. Dann war sie wohl in ihrem früheren Leben eine hinterlistige Schlange! :fies: Das erinnert mich sehr an das Buch Mieses Karma. :) Ob Miyunaise oder wie sie heißt auch mehrmals wiedergeboren wird? Wäre lustig!

      Nancy - Metz. Sarrebruck. Paris. Haguenau.

      Oh là là, la Frace. Was anderes hätte ich von dir auch nicht erwarten dürfen. :hihi:

      Ein Raupy? Ich sollte mein Leben allen ernstes als Raupy verbringen?

      Wunderbar! :tlmao:

      Ein stechender Schmerz fuhr mir durch alle Glieder. Gerade hatten sich zwei schwarze Krallen durch mein frisches, weiches "Fleisch" gebohrt.

      Das wird sie wohl nicht überleben...

      Ich durchlebte die selben Phasen des Sterbens, die ich bereits kennengelernt hatte, durfte sogar noch einmal kurz auf mein ereignisreiches Leben als Käfer-Pokémon zurückblicken, bevor ich erneut dem Buddha Amida im Bardo gegenüberstand.

      Schönes Leben. Vor allem konnte sie besonders viel gutes Karma sammeln.

      Er war zwar wieder nicht alleine, doch dieses Mal saß ein aschgraues Hundemon an seiner Seite, das gerade zu mit Kratzern und Narben übersät war.

      Der da! Der ist doch Min begegnet!


      Das Ziel war es, zu überleben. Dies hast du nicht geschafft.

      Aha, dann ist das alles also eine Prüfung! :!!!:

      Die kleinen, schwarzen Schweinsaugen und die rosane Knubbelnase konnten für den ein oder anderen süß wirken, doch ich gefiel mir überhaupt nicht. Und dieses alberne, überdimensionale, graue Horn, geformt wie ein Partyhütchen auf meinem Kopf erst ... nun, wenn ich Glück hatte und ich mich gut benahm, dürfte ich mich vielleicht irgendwann zu Kokuna entwickeln.

      Hast du etwas an Hornliu auszusetzen? :achja: Na ja, Bibor ist doch toll!

      Erneut dieser stechende Schmerz, der sofort alle Körperteile von mir lähmten.

      :was: Immer dasselbe!

      Als Hornliu hattest du im Gegensatz zu Raupy einen Stachel vorne und einen hinten mehr, verfügtest über einen Zweittyp, die Möglichkeit, Fressfeinde zu vergiften und letztendlich schlummerte in dir das Potential einer Mega-Entwicklung!

      Gut gesprochen, Izanami! Siehst du, Mayu? :zunge:

      Ich war immer noch kein Mensch, sondern ein haariges, seltsam riechendes Subjekt.

      Was könnte das sein? o.o"

      Ich finde diesen (?) Samsara irgendwie total lustig. Hoffentlich behält Mayunaise ihre jetzige Form aber mal bei, ich kann Amida und Izanami ja kaum mehr sehen. Aber formidable Kapitel, weiter so! o/


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Heeeeeyaaaaaaa ... besten Dank für eure Kommentare und Meinungen! Das 4. Kapitel wurde eben zum Betalesen weggeschickt, weshalb ich die Chance jetzt nutzen möchte, ein paar Fragen zu klären bzw. zu contrakommentieren:


      @San:

      - Die Kritik am Schulsystem war zu viel interpretiert. Es ist nicht alles so tiefgründig! :lol:

      - Gewissermaßen basiert diese Welt auf echten Städten mit Pokemon-Events, Pokemon selbst und speziellen, zusätzlichen Pokemoneinrichtungen. Als ob es die in unserer echten Welt geben würde. °.°

      - Mephisto ist der Tourist-Guide der Höllen, ein ziemlich zynischer Kerl. :tlol:


      @Dargos:

      - Es ist schon etwas Anderes, ob du ein Raupy/Hornliu vor dir hast oder ob du selbst eins bist. Das ist schon ziemlich ungewohnt, wenn man anderthalb Monate vorher noch als Mensch unterwegs war. xD

      - Die Eifrage ist schwierig, weswegen ich sie galant übersprungen habe. Ich finde das etwas komisch, wenn Säugetiere aus Eiern kommen, wenns nicht gerade ein Schnabeltier ist. Deswegen lasse ich das zur Interpretation frei, dass vielleicht die Elterntiere die Schale schon entfernt haben.


      @Curiosity:

      - In der Regel wird die Erinnerung auch gelöscht, aber man hat Izanami/Ran, die für Mayus Erinnerungen zuständig war, aufgeweckt, sodass der Vorgang abgebrochen wurde, als die Übertragung in die echte Welt schon begonnen hatte.

      - Dnjeprpetrowsk oder Blagoweschtschensk hätte sie definitiv NICHT lesen können oO

      - In Frankreich gibt es lediglich im Elsaß Anbaufelder für Hopfen, der hauptsächlich aus Tschechien, Deutschland und den USA stammt!

      - Mayu muss es mitmachen, was soll sie denn sonst tun? Das Raupy-Kamehameha einsetzen? :tlol:

      - Lebensfreunde und Unterwelt-Tiere, finde den Fehler :tlol:

      - Wieso wäre ich ein schlechter Buddha? Luxembourg ist doch wohl cool?! :mwah2: Pakistan oder Afghanistan oder Syrien oder Zimbabwe, da gibt es wesentlich undankbarere Überlebensbedingungen! :(


      @Raikachu:

      - Das Herz wurde eher rausgestoßen statt rausgerissen ... ^^" Ask Tokunara!

      - Das Abgemagerte bei Izanami steht für ihren Tod, bzw. die blanken Gerippe ihres Skeletts!

      - Buddhismus und Shinto existieren schon seit dem 6. Jdh. zusammen in Japan, obwohl die Domäne des Todes dem Buddhismus gehört. Ich erkläre nicht weiter, ob Izanami die in die buddhistische Hölle oder die shiintoistische Unterwelt (Yomi) bringen würde, da das nie klar ist.

      - Izanagi ist doch gut, er sorgt dafür, dass täglich 1500 Menschen zur Welt kommen. :ka:


      - Diese Hülle ist das Ei. :lol:

      - Genau dieser Mephisto ist es. Traum oder nicht Traum, das ist hier die Frage. Bei dem gesamten Wiedergeburtsszenario muss man sich hinterfragen, ob Mayu sich das einbildet oder ob es Realität ist. ^^

      - Leb mal als Hornliu, so einfach ist das nicht. Das ist kein Zuckerschlecken Brennnesselknabbern! xD
      - Ich spoilere mal nicht zu viel, wenn ich sage, dass sie fortan entweder gar nicht oder am Ende der Geschichte sterben wird. ^^

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Kapitel IV: Sinne (Kannou)



      Blind und taub torkelte ich auf meinen kümmerlichen Pfötchen über den sanften, warmen Untergrund. Das einzige, was ich wahrnehmen konnte, war ein milchiger Geruch, der mich in Richtung eines impulsiven, kräftigen Schnaufens führte. Die heiße Luft, die dieses Geschöpf ausstieß, wehte durch mein noch spärliches Fell, doch in einigen Tagen würde ich sicher bereits aussehen wie der Yeti. Schon bald hatte ich den Ort ausgemacht, an dem der Duft ausströmte und beschnupperte diesen dann intensiv. Es war nicht so, dass ich eine Wahl gehabt hätte. Ich hatte einfach Hunger! Und so biss ich mit meinen kleinen, spitzen Zähnchen in die weichen Zotten, und begann, die Flüssigkeit zu trinken. Zwar hatte ich bereits besseres in meinem Leben getrunken, wie beispielsweise Umeshu oder Bananensaft, aber schlechteres gab es allemal. Als ich meinen Hunger vorerst gestillt hatte, kippte ich mit gefülltem Magen seitwärts um, plumpste auf die Fleece-Decke und schmiegte mich an eine warme, behaarte Wärmflasche. Urplötzlich stieg mir der Schreck in alle Glieder, als sich plötzlich eine Reibeisenzunge selbstständig machte und mir über den Rücken fuhr, immer und immer wieder, unaufhörlich. Bald triefte mein Rücken nur so von Feuchtigkeit, doch die Müdigkeit übermannte mich. Das Letzte, das ich spürte, waren zwei weitere, haarige Körper, die sich flach an meine Seite pressten. Es war warm, gemütlich und nach wenigen Minuten sogar wieder trocken. Ich fühlte mich nun einfach wohl.

      Mein Tagesablauf veränderte sich in den nächsten anderthalb Wochen überhaupt nicht, bis auf eine Sache, die mir ziemlich übel aufstieß. Dieses mir bestens bekannte Phänomen nannte sich Geschwister. Richtig, die zwei kleinen Fellbälle, die am Tage meiner Geburt noch so harmlos schienen, entpuppten sich als meine Schwester und mein Bruder, die fast schon gieriger waren als ich selbst. Rücksichtslos rammten sie meinen kleinen Körper zur Seite, als ich mich den Zitzen unserer Mutter näherte, um selbst vorher den Löwenanteil einzuheimsen. Doch später stellte sich heraus, dass stets genug für alle vorhanden war. Einige weitere, mir bis dato unbekannte Gerüche durchströmten meine Nase, wovon der für mich wichtigste offenbar meinem Vater gehörte, der uns ebenfalls hin und wieder mit seiner rauen Zunge sauberleckte. Sein tiefes, sanftes Schnurren, ganz stolz auf den Nachwuchs, schaffte es, selbst das laute Geschrei meiner Geschwister verstummen zu lassen. Sie waren so unglaublich laut. Ich hingegen versuchte mich galant zurückzuhalten, doch wenn die Egoismen der beiden Anderen inakzeptable Formen annahmen, sah ich mich dazu gezwungen, ebenfalls lautstark zu protestieren. Die sanften Stimmen meiner Eltern versuchten stets, uns zu beruhigen, doch ich vergaß leider immer ziemlich schnell, was sie sagten, wenn ich es denn mal richtig interpretierte. Die Pokémonsprache war offenbar etwas, was man auch erst einmal lernen musste. Zum Ende der zweiten Woche hin funktionierte das Ganze wesentlich besser, doch ich musste auch noch eine zweite Sprache "lernen". Da gab es Wesen, die in rhythmischen Zweierschritten manchmal die Erde zu Erzittern brachten und uns kleine Geschöpfe damit sehr irritierten. Doch offenbar spürten sie unsere Unsicherheit und passten sich mit leisen Stimmen und sanften Bewegungen nackter, langer Pfoten an. Zweifelsfrei waren es Menschen, in deren Obhut ich mich befand. Vereinzelt hörte ih japanische Worte heraus, während die anderen Geräusche zu einem seltsamen Brei aus Tönen vermischt war. Mein Gehör musste sich zuerst fertig entwickeln. Die Decke, die Trockenheit, die konstante Wärme ... hier erlebte ich ein komplett anderes Gefühl als in den kalten Holzstangen der Hopfenreben im Elsass oder dem taunassen Gras des luxemburgischen Moselufers.

      Vor wenigen Tagen nahm ich endlich die ersten Farben und verschwommenen Silhouetten war, während ich langsam eine gute Vorstellung der beiden Sprachen bekam. Die Menschensprache offenbarte sich mir als das Japanisch, was ich von vornherein kannte, doch auch die Pokémonsprache beherrschte ich immer besser. Innerhalb von drei Wochen hatte ich schon große Fortschritte gemacht! Nun, da ich nun meine Umgebung auch mit dem Sehsinn untersuchen konnte, durfte ich endlich erfahren, welches Pokémon das Schicksal für mich auserkoren hatte. Mokkabraunes Fell, eine sandfarbene Halskrause und eine Schwanzspitze mit der gleichen helleren Abweichung kleideten mich sozusagen ein, so, wie sie es bei meinen Geschwistern taten. Große, braune Kulleraugen und lange, weiche Pfötchen und spitze Öhrchen rundeten das Gesamtbild ab. Ich war ein ... Evoli. Ich war ein ... Evo- ... es war nicht so, dass ich Evoli nicht gerne mochte! Allerdings war die tote Mayu Vegetarierin. Aber nun, als Katzenpokémon, musste ich Fleisch fressen, um zu überleben. Das war seltsam, mindestens genauso seltsam, wie von meinem vergangenen Ich in der dritten Person zu sprechen. Wer wusste schon, ob Pokémon nicht ständig so merkwürdig dachten. "Hallöchen, michse sein JarJar Binks, gehören zu dem Elezards, michse sein Assistent von oberse Kanseler auf Kalos!"
      Kalos. Da waren wir schon beim nächsten Punkt angelangt, den ich in meinen ersten Wiedergeburten ziemlich schnell herausgefunden habe. Nun musste ich das Haus oder die Wohnung erkunden, um wenigstens einen ersten Eindruck davon zu bekommen, auf welchem Teil der Erde ich wieder geboren wurde. Dass es Japan war, war mir schon anhand der Sprache der Hausbesitzer und spätestens seit den Reisstrohmatten in einem kleineren Raum klar geworden, aber ob ich mich in Kanto, Johto, Hoenn, Sinnoh oder sonst wo befand, war schon ein großer Unterschied. Leider würde ich noch etwas warten müssen, bis dieses Rätsel aufgelöst wurde. Stattdessen begegneten mir auf meinem ersten Rundgang meine Eltern, die ich nun auch endlich das erste Mal sah. Meine Mutter, immer noch etwas erschöpft von Schwangerschaft, Geburt und Stillen, war eine dieser Bestien, die sich Folipurba schimpfte. Es war nicht so, dass ich etwas gegen diesen beigen Katzen mit ihren braunen Stiefelchen, den warmen, haselnussbraunen Augen und den befremdlich wirkenden, langen Blätter an ihrem Körper hatte, aber dass meine Mutter ein Tier war, daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Da würde ich wohl lange warten können, denn schließlich hatte ich mich nicht einmal an mich selbst gewöhnt.
      "Hast du mich gesucht, mein liebes Kind?", fragte mich meine Mutter und leckte mir zärtlich über das Ohr: "Du machst also deine ersten kleinen Ausflüge. Wenn du zu erschöpft wirst, gehe wieder zu den anderen auf die warme Decke zurück, okay?" Wortlos ließ ich ihre Zunge über mein Ohr gleiten, bevor ich, vorbei an der geöffneten Holzschiebetür, den Ausgang zum Garten entdeckte. Ich erblickte aus der Ferne zwei schwarze Schatten, die nicht gerade freundlich miteinander diskutierten. Vorsichtig schlich ich mich durch das noch nicht ganz getrocknete Gras, um weniger Aufmerksamkeit zu erwecken. Die Pflastersteine waren zwar trocken wie eine Felswüste, doch das Trippeln meiner Pfötchen und deren dunkelbraunen Ballen würde man doch sicher hören, oder? Nahe eines kleinen, achteckigen Holzpavillons sah ich eine schwarze Katze mit grell leuchtenden Ringen, die offenbar seine emotionale Aufgewühltheit widerspiegeln sollten. Unverkennbar war dieses Nachtara mit seinen stechend roten Augen mein Vater. Vorausgesetzt, dass Folipurba hatte ihn nicht betrogen. Man konnte schließlich nie wissen. Ihm Gegenüber hatte sich das manifestierte Böse positioniert, eigentlich ein Albtraum jeglicher Art von Zivilisation, ein Archnemesis sondergleichen, dessen Fell so schwarz wie seine Seele war. Selbstverständlich bezogen sich diese Beschreibungen auf kein anderes Wesen als einen Hund, einem Bürgersteigverschmutzer auf vier Beinen. Nicht jedoch meinte ich das grimmige und gierige Magnayen oder das dämonische und angriffslustige Hundemon, deren bestialische Augen das arme Nachtara nur mit dem Blick verfluchten. Es war viel, viel schlimmer als all dies, ein Wesen, dass jede Stadtreinigung zu Salzsäulen erstarren lassen konnte. Der Luzifer unter den Pokémon, ein Coiffwaff. Richtig gehört, ein Coiffwaff, dazu noch ein schwarzes. Während das rechte Auge intakt war, verlangte das linke sämtliche Selbstbeherrschung von mir ab, um meinen Brechreiz zu unterdrücken. Das weiß-blau-gräuliche, milchige Auge ließ keinerlei Art von Pupille mehr erkennen und war offenbar von oben nach unten aufgeschlitzt worden. Die beiden dunkelgrauen Narben, die an die Rücken- und Bauchflosse eines Tohaidoveteranen erinnerten, gaben Anlass zu diesen Schlüssen.
      "DU willst meinen Kindern das Kämpfen lehren? Ausgerechnet du?", fauchte das Nachtara den Köter angesäuert an, der sich nicht einmal dazu überwand, meinem Vater in die Augen zu blicken.
      "Ja, wenn ich sage, dass es so ist, dann ist es so. Ich meine, wer soll es ihnen denn sonst beibringen? Du bist ja ein kleiner Feigling, der außer Sandwirbel, Konfusstrahl, Toxin, Horrorblick und anderen Faxen nichts zu bieten hat. Und deine Gattin? Ou là là, Madame La Star! Ein reines Wettbewerbs-Pokémon, was sollen die Kleinen denn da lernen, dis-moi! Na los, sag es mir, du Schelm!", entgegnete der Hund spöttisch. Sein Fell war nicht besonders gut gepflegt, selbst für die Wildform. Na toll, schon wieder Streit. Genervt rollte ich mit den Augen und versuchte meinen Blick auf die Kirschbäume im Garten zu richten, die bald den Höhepunkt ihrer Blüte erreicht hatten. Weniger auffällig rundeten ein paar Ahorne, Kiefern und Weiden das Gesamtbild des kleinen Gartens, der größtenteils aus Rasen und einem einzigen, komplett kargen Gemüsebeet bestand, ab.
      Doch das grimmige Gekeife meines Vaters ließ mich erneut aufhorchen: "Ach, du bist doch nur ein armer, alter, verbitterter Hund. Deine Schmähungen lassen mich kalt, Besenval. Ich übernehme die Erziehung meiner Kinder selbst, denn ich habe kein Interesse daran, dass sie solche kaltherzigen Dummköpfe werden, wie du einer bist."
      "Charles de Besenval, wenn schon, dann richtig. Na da hat wohl jemand den Widerborst in dir geweckt, mein kleiner, feliner Freund. Leider wirst du es nicht vermeiden können, sobald du und deine Frau von den Miyazakis auf den nächsten Wettbewerb oder Kampf genommen werdet", höhnte der Pudelrüde weiter, was die goldenen Ringe im Fell meines Vaters nur noch greller aufblitzen ließ.
      "Du bist ja ein unsympathischer Mann!", blaffte ich unverhohlen aus meinem "Versteck", das lediglich aus einer dunkelblauen Plastikgießkanne bestand.
      Doch der Hund war offenbar nicht auf die Schnauze gefallen und antwortete mir prompt: "Ein Mann? Werde nicht albern, Kleine, wir sind Pokémon und keine Menschen. Ich frage mich allerdings, woher du schon das Wort 'unsympathisch' kennst. Vielleicht beherbergen eure Gene mehr Begabungen, als ich angenommen habe, Makoto!"
      "Los, mein Töchterchen, wir haben hier nichts mehr zu suchen. Geh zurück ins Warme und beschäftige dich nicht weiter mit diesem Irren. Nur weil seine Familie angeblich seit über 300 Jahren für den französischen Königshof gezüchtet wurde, hält er sich für den Sonnenkönig persönlich. Vollkommen unnahbar ohne Respekt für Andere. Wenn du einen Freund fürs Leben suchst, bist du bei ihm an der falschen Adresse. Lass und zurückgehen!", schlug mein Vater vor, der mich mit seinem Kopf sanft nach vorne schob und mir zwischendrin fürsorglich über das Fell leckte. Ihm konnte es gar nicht schnell genug gehen.

      "Du ... du wirst Denjiro heißen! Ja, so siehst du aus, wie ein kleiner Denjiro!", rief ein Junge mit Basketballmontur und Igelschnitt. Sein violettes Muskelshirt von den Phoenix Suns, auf den hinten der Name "Barkley" aufgedruckt war, sah noch nicht einmal aus wie ein Kleid, denn für einen Zwölfjährigen war der braungebrannte Takashi sehr hoch gewachsen. Basketball wäre sicher der richtige Sport für ihn. Doch momentan hatte ich etwas ganz Anderes im Sinn. Man musste nicht besonders helle zu sein, um zu erkennen, dass sich die Kinder der Miyazakis die Namen der jungen Evoli ausdachten. Mein Bruder, der stets aussah, wie aus ein Steckdosenopfer, man möge den Ausdruck entschuldigen, würde später ein gutes Blitza abgeben. Das "Den" stand übrigens für Elektrizität. In mir schrillten alle Alarmglocken, denn irgendwo musste ich eine elektronische Tastatur, also einen Computer oder ein Denshi Jisho, ein elektronisches Wörterbuch auftreiben, bevor sie mich "umtauften". Wie eine Wilde rannte ich durch die Wohnung, sprang auf Schreibtischstühle, hievte mich mit meinen noch zarten Krallen waghalsig nach oben und schaute nach, ob ich irgendwie die zwei Silben für meinen Namen zusammenkratzen konnte, sei es auch nur in einem Scrabble-Spiel. Doch Zimmer für Zimmer enttäuschte mich bitter und nun, da Sakuya, die Älteste des Dreierwurfs ihren Namen erhalten hatte, schickten die Eltern Misato, die faulste und lustloseste Älteste, die mir je untergekommen war, nach mir. Die Siebzehnjährige, die große Schwester, war erst vor wenigen Minuten nach Hause gekommen und trug immer noch ihre Schuluniform, bestehend aus einer dunkelgrün-schwarzen Weste mit Bluse plus Krawatte und einem Set aus kurzem Karofaltenrock und langen Socken in den gleichen Farben. Misato war auf die glorreiche Idee gekommen, ihre Haare komplett blond zu färben. Ihr Gesicht und ihre Figur gehörten zu einem hübschen Mädchen, doch mit der Haarfarbe hatte sie sich keinen Gefallen getan. Gerne hätte ich gesagt: "Misato, das sieht sch*iße aus", aber ich tat es nicht. Nicht, weil ich besonders taktvoll sein wollte, sondern weil sie mich sowieso nicht verstanden hätte. Zum Glück legte die Oberschülerin weit weniger Enthusiasmus an den Tag als ihr quirliger Bruder und schlurfte, mit Smartphone in der Hand und Kopfhörern am Ohr, ziemlich ziellos durch die Wohnung, um mich aufzutreiben.
      Im Wohnzimmer angekommen, hielt ich erst einmal eine Weile inne, da der Fernseher einen Bericht über ein merkwürdiges Jazz-Café zeigte, in dem einige Pygraulon und Megalon im Smoking Saxophon spielten. Das war doch einfach nur grotesk, aber die Musik gefiel mir und ich verfiel beinahe in Versuchung, mit meinem Kopf im Takt mitzuwackeln, bis mir meine Mission wieder ins Gedächtnis viel. Verzweifelt irrte ich umher, in der Hoffnung, doch noch eine passende Gerätschaft zu finden, bis mich Misato von hinten auf die Arme nahm. Ich wehrte mich so sehr dagegen, dass sich das Kopfhörerkabel von ihrem Smartphone löste und auf den Boden fiel. Takashi und die beiden erwachsenen Miyazakis, Papa Tsuneharu und Mama Yuuko, waren nun auch eingetroffen, während ich relativ planlos das kleine Elektrogerät mit meinen Pfötchen penetrierte. Denn das war doch die Lösung! Ich musste lediglich das Schreib- oder Mailprogramm öffnen, sodass ich denen meinen Namen zeigen konnte! E-Mail ... dann auf das Eingabefeld mit der Kralle ... Ma ... und Yu ... fertig. Ausfahrbare Krallen waren wirklich etwas Feines. Eine der wenigen Sachen, um die wir Menschen die Bestien beneideten.
      "Mayu? Du willst Mayu heißen?", fragte Takashi, vollkommen erstaunt über meine "Begabung". Das hatte ich doch gerade eingegeben. Das stand da, Pixel auf Bildschirm. Oder war er etwa dieser Professor Yukinari Okido, die Pokémon-Forschungskoryphäe aus Kanto, der man alles zweimal sagen musste? Glumanda? Ja, ich wähle Glumanda!
      "Mayu heißt du also ... ziemlich ungewöhnlich, dass wir Pokémon uns die Namen selbst aussuchen", schnurrte meine Mutter belustigt und leckte mir quer durch das Gesicht. So nass ...

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • So, da bin ich mal wieder. :run2:
      Ist ja dann doch kein Teddiursa geworden, sondern ein Evoli. Und dann noch eins in Gefangenschaft. :mwah2:
      Aber sie macht sich als Evoli bisher ganz gut. Auch wenn ihr Charakter sicher immer noch so dunkel ist, ist doch die Beschreibung von Evolibabays super süß. :w:

      Und schon wieder ein Shiny. Nicht, dass mich Dusk auch noch in ein Shiny Balgoras heute verwandelt hat, nein, jetzt taucht ein shiny Coiffwoff auf, dass sich für den Sonnenkönig selbst hält. Das war sicher Meow in einem früheren Leben. :nb:
      Überhaupt wie paranoid Mayu ist. Sieht jetzt in jedem Pokemon einen toten Menschen. Ich sehe tote Menschen :tlol:
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