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Stammbäume

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    • Stammbäume



      Ich habe mich kurzerhand auch dazu entschlossen, Kurzgeschichten anzufertigen. Das ist ja jetzt en vogue. Allerdings keine völlig unabhängigen, sondern welche, die mehr oder weniger mit meinen vier Hauptstorys verknüpft sein werden.
      Es geht also mehr oder minder um Vorfahren und Nachfahren verschiedenster Charaktere, die in den unterschiedlichsten Epochen leben können. Ich möchte nämlich noch viel mehr Zeiten anreißen, als Renaissance, Mittelalter, Révolution und Gegenwart.
      Ich möchte auch gerne Geschichten über die Weltkriege, über die Zukunft, über Dystopien, aber auch über die Belle Époque/Fin de Siècle, Industrielle Revolution und andere Sachen schreiben, denen ich mich sonst nicht widmen könnte. Dafür nehmen die Hauptgeschichten zu viel Kapazität ein.
      500 - 3000 Wörter werden die Geschichten lang sein, aber eher kürzer und vor allem total wirr durcheinandergewürfelt. Eine Jahreszahl wird eine Geschichte mit den Nicht-Mischblut-Charakteren ankündigen, während das MB-Universum durch X Jahre vor/nach eingeläutet wird. Und wer weiß, vielleicht avanciert eine dieser Geschichten irgendwann zu einem offiziellen Nachfolger für das zum Jahreswechsel endende Trio. ^^


      Pokémon (c) Tajiri, GameFreak, Nintendo
      Elfen Lied (c) Lynn Okamoto





      Endstation

      Berg Fuji, 2021 n. Chr.


      "Wieso habe ich verloren?", platzte es ungehalten aus mir heraus. Wütend warf ich einen der rötlichen Steine fort von mir, in die andere Richtung. Von diesen Lavasteinen gab es hier, am Gipfel des Berges Fuji, von manchen auch Silberberg genannt, mehr als genug. Deswegen war ich also den ganzen durch dieses Höhlenlabyrinth gerannt? Deswegen war ich monatelang durch das ganze Land gehetzt? Zugegeben, ich war ein schlechter Verlierer. Es machte mich so wahnsinnig, dass ich meine Hände zu Fäusten zusammenballte, denn, ganz ehrlich gesagt: nun war ich ein zielloser Mensch. In all den Monaten, in denen ich meine Passion so gierig verfolgte, hatte ich für nichts Anderes mehr Augen als für mich selbst. Plötzlich hastete ich hektisch und verspielt, wie ein Kind, an den Rand des Gipfels. Unter mir sah ich dichte Wolkendecken, die ich zuvor nie bemerkt hatte. Dann rannte ich zur anderen Seite, um einen freien Blick auf die Reisfelder und Wälder zu erhaschen, die sich am Fuße des Berges erstreckten. Die glänzenden Schlangenlinien stellten die Linien des Shinkansen, des Hochgeschwindigkeitszuges dar. 2045 sollte man von Tokyo aus Osaka binnen knapp 70 Minuten erreichen können, ebenfalls via eine Magnetbahnstrecke, die hier entlang verlaufen würde, dem Herzen zwischen Kanto und Johto.
      "Tja ... keine Ahnung ... du hast wohl nicht so viel Swag", rief mir meine Gegnerin zu, die ihr Trikephalo zurück in seinen Pokéball beorderte. Wie sie mit den Händen in den Taschen ihres kurzen Jeansrocks mit den beiden Schultern abwechselnd hin- und her schwanke, machte mich unheimlich nervös, von ihrem selbstsicheren, breiten Grinsen mal abgesehen. So, wie ein Riss ihre Strumpfhose angeschlagen und ein Stück leicht gebräunte Haut mit einem blutroten Kratzer offenbart hatte, dachte ich, könnte ich die Unverwundbarkeit und Unbesiegbarkeit dieser Trainerin überwinden.

      31 Jahre und schon eine Legende, das wollte ich unbedingt übertreffen. Denn ich war doch auch wer! Zwar war ich nie in irgendeiner Disziplin der Beste, doch in allen Bereichen überdurchschnittlich begabt. Meine Lehrer wären sicher hochgradig enttäuscht, wenn aus mir ein Taugenichts werde würden, von meinen Eltern mal ganz abgesehen. Diese Min-yeon Seol hatte das womöglich größte Blutbad der japanischen Nachkriegszeit verhindert. Seitdem hatte sie angeblich nie wieder in einem Pokémonkampf den kürzeren gezogen. Wenn ich diese "Legende" bezwingen würde, so dachte ich, hätte ich zum Star avancieren können! Es war nämlich nicht einfach, in einer Millionenstadt aufzufallen. Die Anonymität der modernen Weltmetropole, die ich statt unseres gemütlichen Nestes in Südjapan gewählt hatte, schlug mir als zwanzigjährigem Vagabunden des öfteren auf den Magen.
      "Muneo, aus dir wird später mal ein ganz Großer, mein Junge. Ich meine, was will denn schon schief gehen? Keiner geht besser mit Panzaeron um als du!", hieß es immer im Dorf. Dass der Champ der Hoenn Liga zu Kyushu sogar eins besaß, hatten wohl alle ausgeblendet, auch mein zwei Jahre jüngeres Ich. Wie dem auch sei, ich hatte eben verloren. Ich schloss mein Jackett und setzte mir den schwarzen Hut wieder auf und versuchte mir, ein letztes Mal den Ärger aus dem Gesicht zu wischen.

      Erst sah ich das Mädchen auf ihren Schultern begeisternd applaudieren, bis sie etwas Anderes entdeckte - Mamas Haare. Das Kleinkind, in einem dunkelblauen Daunenanorak hervorragend vor dem rauen und kühlen Klima, das hier selbst im Sommer herrschte, geschützt, ließ ihre Mutter gequält das Gesicht vor Schmerz verzerren und einen kurzen, prägnanten Schrei ausstoßen.
      "Hey ... irgendwann ... gibst du mir irgendwann eine Chance zur Revanche? Und wo überhaupt? Ja, an welchem Ort? Ich muss dich doch irgendwo auffinden können!", rief ich Min nach, als sie sich zum Abstieg machte, die Kapuze ihres bordeauxroten, dicken Pullovers fest über den Kopf gezogen, sodass die dunklen Haare ihr Übriges dazu taten, ihre Identität zu verstecken.
      "Du hättest deinen Sieg sicher an die große Glocke gehängt, oder? Sei froh, dass du verloren hast, Junge. Wie heißt du denn überhaupt? Für mich persönlich ist der ganze Trubel nichts. Klar, ich wollte außergewöhnlich und individuell sein, aber ...", antwortete sie mir schmunzelnd: "... also es ist auch absolut richtig gewesen und so ... dazu stehe ich auch! Die Welt ist mittlerweile eine Medienwelt, nichts mehr bleibt geheim, auf deine Privatsphäre wird ein F*** gegeben, weißt du? Ich war immer jemand, die einen kleinen Kreis von Menschen genossen hat. Die ganzen Leute, die mich früher wie den letzten Dreck behandelt haben, kamen plötzlich zu mir, als wäre nie etwas gewesen. Dafür ist mir mein Leben zu schade. Schau' dir die Politiker an, die scheitern! Die sind die Bobs der Nation, wenn du verstehst, was ich meine. Einmal unten durch, immer unten durch. Was willst du mit dem Geld, dass du verdient hast, wenn du der Buhmann der Nation bist? Naja, egal. Ich habe jetzt eine kleine Dämonin Mina Junior, der ich einfach ein ganz normales Leben ermöglichen möchte. Ich bin ja nicht Will Smith. Nicht wahr, mein kleines Schätzchen? ... Kyaaah!"
      Nun zog das kleine Teufelchen also an den Ohren ihrer Mutter, der das Waten durch die unten bereits lauernden Touristengruppen sichtlich unangenehm schien. Denn Endstation für den Lift war bereits ein kleines Plateau weiter unten, so wie für mich hier oben vorerst Endstation war. Würde es mir also so als Berühmtheit ergehen? Da schien es fast schon ratsamer, ein Niemand zu bleiben. Doch nur, weil man nicht vor Hunderttausenden oder gar Millionen bekannt war ... war man doch noch lange kein Niemand! Ich war kein Niemand! Aber vielleicht sollte ich erst einmal kleinere Brötchen backen und vielleicht erst einmal einen normalen Wettbewerb oder einen herkömmlichen Arenakampf meistern, bevor ich den Trainerolymp erklimmen würde ...
      "Muneo heiße ich ..."
      Vielleicht sollte ich auch mal wieder mehr Fußball spielen, wie mein großer Bruder Hideaki. Für die zweite Liga könnte es womöglich reichen. Oder wäre Detektiv etwas für mich, so wie für meine ältere Schwester Raazu? Aber wer wusste schon, was das Schicksal für mich bereithielt? Min wusste es sicher auch lange nicht, eventuell war sie mit zwanzig noch viel planloser als ich.


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      koto ha jijitsu (Fakt) de aru. Sore igo (danach), Genna-san-nen (1617) no Yoshiwara kaisetsu (Eröffnung) made no juu-nen-kan ni Okuni (Schreinmädchen vom Taisha-Schrein, Izumo no Okuni, die Proto-Kabuki gründet *1572) ni tsuzuku yuujo-kabuki (von Prostituierte) no ichiza (Gruppe) ga Edo ni ichido mo ashi o fumi-irenakatta (nie wieder in Edo gehen) to suru no mo fu-shizen de, motto hayai kikai ni (Chance) yuujo-kabuki ha Edo e mukai, kougyou shite-ita (aufgeführt) to kangaeta hou ga shizen dearou.
      Shikashi, sono ato no Okuni-ichiza to yuujo-kabuki to no suui (Wandel) o mimamoru (im Auge beh.) nara, zunuketa (herausragen) shokugyou-teki (profess.) geinou-sha deatta Okuni to, shiroutogei (Amateur-Performance) no shuudan ni suginakatta yuujo to no geiryoku no sa (Unterschied), aruiha geishitsu (Wesen/Charakter d. Kunst) no sai (auch Unterschied) ha, kankyaku (Publikum) ni totte amari mondai dehanakatta koto ga wakaru. Kankyaku ga motomete-ita mono ha, tada tan ni miru dake dehanai, motto betsu no mono de atta. Miru dake dehanaku, miru ijou no sekai o jibun de keiken suru koto deatta. Youki ni (fröhlich), hame-o-hazushita (ausschweifen vor Begeisterung), nigiyaka na, soshite, motto erochikku na budai to sore ni tsuzuku miwaku-teki (faszinierend) na jikan o jissai (Erlebnis) ni keiken suru koto de atta. Haregamashii (herausgehoben, formal) keiken nado ichido mo nakatta shoumin ga, umarete-hajimete-ajiwau (beginnen-genießen/erfahren) shuyaku no deban (leading actor's turn) ga youi sareta (prepared werden) no dearu. Kouki (Chance auslassen) o nogasu koto ga nai. Sono tame ni ha, seimei (Leben) mo saihou (Schatz) mo oshikunakatta (waren beide nicht kostbar)
      Soko ni ha, katsute (damals) Kitano Tenjin no budai de Okuni no zanshin na (brandneu) gei no kachi o saisho ni miidashi (entdecken), Okuni no kabuki-odori ni kassai oshimanakatta (an Applaus wurde nicht gegeizt), shitataka na (kräftig) kanshougan (Wertschätzung) no mochinushi (Besitzer) no sugata ha nakatta. Kawatte shutsugen shita no ha (Austausch-Auftritt?), Gojougawara (eine Flussquelle in Edo?) ni muragaru (versammeln) kankyaku, aruiha Kuwana ya Kiyosu (Orte) no kankyaku, sara ni ha Yoshiwara no kankyaku, Zeami-ryuu ni ieba "orokanaru manago" (idiotische Pupille) no mochinushi ya "engoku-inaka" (weit weg-zuhause) no kankyaku deatta. Karera ha, Okuni no gei o hyousetsu shi (abkupfern), mohou suru koto (nachahmen) o isasaka (bissle) mo hajinu (schamlos) yuujo-tachi no shiroutogei (Amateurkunst) ni kassai (Applaus) o okuri, sore ni muragatta no dearu.

      Okuni ga misuterareta no ha (wurde allein gelassen/vergessen), sono you na kankyaku deatta. Soshite, sono teido (Grad) no kanshougan (Bewunderer) shika mochiawasete-inakatta (nicht zur Hand haben) kankyaku ga oozei (viele) o shimete-ita (belegen) no ga, Edo no kaimaku (Eröffnung des Vorhangs?) kara juusuu-nengo no (nach ca. 10 J.), Kyoto ya Edo no kougyoukai (Unterhaltungswelt) no jittai (aktuelle Situation/Wahrheit) deatta.
      Keichou kyuu-nen (1604) ni Okuni ga Kyoto o sari, chihou-jungyou (Tournée) o suru aida ni, kankyaku-sou ha kakujitsu ni henka shite-ita. Sore ha, bakuhan-taisei (feudales System) no setsubi (Anordnung) to tomo ni shinkou (progrès) shi-tsutsu-atta jidai no nagare o han'ei suru (wiederspiegeln) mono de mo atta. Tousho (zu Beginn), Okuni no kabuki-odori ha, Keichou hachi-nen (1603) to iu Tokugawa bakufu no kaimaku (Eröffnung) to deatta (deau!) koto de, jidai no kuuki o iki-iki (lebhaft) to keishouka (wird geformt) suru mono toshite uke-irerareta (vereinbart). Keredomo, shin-jidai e no kangeki (Ergriffenheit/Begeisterung) ga usureru ni tsurete (verblasst), jidai no seishin o isshin ni taigen (in s. selbst verkörpert?) shite-ita Okuni no budai ha kyuushin-ryoku (zusammenhaltende Kraft) o ushinai, yuujo-tachi no aryuu (minderwertige Imitation) no gei ni totte kawarareta. Soko made, jidai ha kinchoukan o ushinai (Nervosität verlieren) hajimete-ita no dearu.
      Katsute ha jidai no saisentan (Avantgarde) ni tatte-ita Izumo no Okuni ha, rusu no aida ni (weg sein/vernachläss.), Kyoto no kankyaku kara wasurerarete-shimatta. Sono jijou (Umstände) ha Edo demo douyou deatta. Okuni no budai ni kassai o okutta kankyaku ha, yagate Yoshiwara ni okeru yuujo-kabuki no budai ni nobose-agatte-iru (ansteig). Kankyaku no kanshin ha (Interesse), akiraka ni henka shi-tsutsu-atta. Tashika ni, ichido, Okuni ha Kyoto e modotte-iru. Keichou juunana-nen ichigatsu (Jan 1612), Kitano de kougyou (Aufführung) o shita kiroku ga nokotte-ori, shigatsu ni ha Shinjoutou-mon-in no gosho de (alt Palast) kabuki-odori ga okonaware, soremo kanojo datta ka to sarete-iru. Keredomo, Okuni no dashimono (Aufführ.) ha ai kawarazu (wie beim Alten) Nagoya Sansa[buro, ein Krieger RIP 1603] ni funshita (verkleidet als) kabuki-odori deari, yuujo-kabuki zensei no Kyoto (im Zenit) ...

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      ... kougyoukai (Unterhaltungswelt) no nagare o sayuu suru (control) hodo no eikyou-ryoku ha nakatta.
      "Katamuki" (Trend/Neigung) no shisei (Haltung) o shippatsuten (Startpunkt) toshita Okuni-kabuki ha, shin-jidai no kuuki o shouchou suru (symbolis.) jiyuu de seishin na budai o soukei shita (modelliert) shita ga, sono shisei ha, douji ni, shin-jidai e no kaigi o fukumi (Zweifel enthalten), chakujitsu (stabil) ni shinkou shi-tsutsu-atta bakuhan-taisei e no hankou-teki youso (aufsässiges Element) o fukunde-ita. "Kabukimono (Dandy)" ni ha Toyotomi-shi no zantou (Survivors) ga ookatta to iwareru you ni, "katamuki" no seishin o kihon to suru (Basis) Okuni no budai ha, Ieyasu ni yoru atarashii shihai-taisei to sono seiji-ito (polit. Ziel) e no hankou-teki youso o zentei (Prämisse) to shite-ita. Okuni-kabuki kara yuujo-kabuki e no ikou (change) ha, sono you na hankou-teki youso ga shidai ni (schrittweise) uttoushiku (lästig/bedrückend), ki ga omoku natte-ita jidai no kuuki o han'ei suru mono tomo rikai dekiru.
      Soko de, kankyaku ha Okuni no budai kara ippo, shirizoida (one step back) no dearu. Okuni no budai ha "kabukimono" ijou no sonzai o zoukei dekizu. Shin (real) no imi ni okeru koukeisha (Nachfolger) mo miidasenu mama, ichidai (Generation) kagiri de shizen-shoumetsu (nat. Ende finden) shite-itta. Kankyaku o koufun (Erregung) no uzu ni makikomu tame ni ha nanika ga kakete-ita no dearu (fehlen). Nijuusuu-nenkan mo ryuusei (blühen) o tsuzuketa yuujo-kabuki ni kuraberu nara, ichiji-teki (temporär) na hayari (Vogue) ni owarazaru o enakatta Okuni-kabuki no genkai (Limit) ga soko ni atta.
      Okuni ga kabuki no rekishi ni tenka shita (Feuerzünden) kouseki (Erreichtes) ha kenshou (geehrt) ni ataisuru (verdienen). Keredomo, sekkaku (besonders) tenka shita sono rekishi o, sara ni kagayakashii mono ni sodatte-agerarenakatta koto mo jijitsu (Fakt) dearu. Soko made sodatte-ageru tame ni ha, saigo no "tsume" (Ende?Zusammenfassung?) ni kakeru mono (fehlen) ga atta. Soreha "kabukimono" no toudai-teki na (heutig) na sonzai igi (Bedeutung) o budai-jou de gutai-teki ni hyougen suru tame no gikyoku-teki (Theater-teki) youso (Element) deatta. Aruiha, kougyou-teki saikaku (Idee, Witz) datta kamoshirenai. Shikashi, ikkai (nur) joryogeinin (reisende Actress?) ni suginu ...

      ... Izumo no Okuni ni, honkaku-teki (Standard, authentisch) na sakusha toshite no shishitsu (Natur) ya kougyou-teki saikaku o motomeru koto ha, kono ba'ai, isasaka koku (bissle streng/schwer) kamoshirenai. Okuni ni kakete-ita (fehlen) sakusha-teki shishitsuni kan-shite ha, yuujo-ya no teishu mo douyou deatta. Keredomo, yuujo-ya no teishu ha, sono fusokubunsekai (Welt mit Mangel) deareba, "miru" koto yori mo "suru" koto no hou ga miryoku-teki (fasznierend) de, sore ha, korai no shinri (Logik) dearu. Kyaku no chuushin o nasu otoko no seiheki (Veranlagung/Neigung) o shikkari to tsukanda (fest halten) yuujo-ya no teishu no shouri (Sieg) deatta.
      Sono you na yuujo-ya no teishu ichiza (Gruppe) no mae de, Okuni no kimajime-sugiru (zu ernst) budai ha kyuusoku ni iro-asete-itta (verblassen). Kankyaku ga Okuni no budai o mi-kagiri yuujo-kabuki e ikou shita no ha, Okuni no budai ha sashishimesu houkou ha (Richtung zeigen), shosen (nach allem) ikidomari de (Sackgasse) shika nai koto o chokkan-teki ni (intuitiv) satchi shite-ita kara dearu (spüren). Shin-jidai ni atte, "kabukimono" no motsu hankou-teki shisei ha genkai ga atta. Douyou ni, sono you na "kabukimono" o budaijou de hyougen shita Okuni no gei mo mata, kankyaku no shiji (Unterstützung) o kakutoku (besitzen) shitsuzukeru koto ga kon'nan ni natte-ita no dearu. Kankyaku kara mihanasareta toki (aufgegeben), Okuni ni yotte tenka sareta "kabuki no seishin" ha tachioujou shi (Stillstand), houkou o mi-ushinatte-shimatta (aus Augen verloren).

      YUUJOUKABUKI NO TOKUSHITSU (Merkmal)
      "Keichou Kenmonshuu" (Buch) ni mo aru you ni, yuujou-kabuki mo mata "katamuki" no tokuchou dearu ifuu-isou sugata (ungew. Sitte) de budai ni tatte-iru. Sono kagiri de ha, noutan (Licht+Schatten) no sa (Diff.) ha are, Okuni no kabuki-odori no seishin o keishou (nachfolgen) shite-ita koto ga wakaru.

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      Anfang
      Hitotsu no bunkiten
      Kabuki no rekishi ha kazu-ooku no kyokusetsu (Auf und ab) o keiken shi, shuppatsu dousho (Abfahrt zu Beginn) to ha betsu no sugata ni natte kyou ni itatte (sehr/extrem) iru (zus. vll häufig). Shoki (früh) kabuki-shi (rekishi) no ba'ai de ieba, wazuka gojuu-yo nen-kan ni (etwas mehr als 50 J.), Okuni-kabuki, yuujo-kabuki, wakashuu-kabuki, yarou-kabuki e to suui (change) shi, kaimaku (Eröffnung) kara kyuujuu-yo nengo no Genroku-kabuki (1688-1704 Ära) de hitotsu no chouten (Gipfel) o mukaeru (erreichen). Sono suui o miru to, kabuki no motsu jiritsu-teki na chikara (unabh.) de henka shita mono de ha naku, soto kara no atsuryoku, sunawachi bakufu no kainyuu (Interven./Eingriff) ni yotte hiki-okosareta (verursacht werden) ba'ai ga ooi koto ga wakaru. Kainyuu e no tai'ou (Reaktion) ni kuryo shita (Sorgen machen) kekka, yamu (Stop) o ezu henka shita no ga kabuki no rekishi deatta.
      Kabuki no rekishi ni ha, izure (welch) no magarikado (Wendepunkt) ni mo mondai ha aru ga, nakademo (insbes.), Okuni-kabuki kara yuujo-kabuki ni itaru teido (Grad) ni ha ...

      ... bimyou (schwierig/kompliziert) na mondai ga nokosarete-iru? Yuujo-kabuki igo (ab) ha bakufu no kainyuu ga ari, kabuki-kankeisha (Offizielle) - kankyaku (Publikum) - bakufu kara naru sansha (3 Parteien) no semegi-ai de (u-einander kämpfend/Konflikt) rekishi ga keisei sareta (geformt) ga, Okuni-kabuki kara yuujo-kabuki e no ikou (Wandel) no sai ni ha (im Fall von/zur Zeit von) bakufu no kan'yo ga naku (unbeteiligt), eikyou-ryoku o koushi (use) shita no ha kankyaku dake datta kara dearu.
      Keichou 8nen (1603) shigatsu, Kyoto, Kitano Tenjin no budai de kabuki-odori o odori, issei (1.Gen) o fuubi (dominieren) shita Izumo no Okuni no budai o mohou (imitieren) shita mono ga yuujo-kabuki dearu. Okuni ga chihou-jungyou (Provinztournée) ni deta ato de Kyoto no ninki o dokusen (Monopol) shita yuujo-kabuki de ha atta ga, sono jittai (aktueller Zustand) ha, Okuni no soreto ha nite hi naru (Nachteil bekommen) mono deatta.
      Koko de toriageru (aufnehmen) beki mondai ha, Okuni-kabuki kara yuujo-kabuki e itaru teido de, Okuni ni yotte tsukuridasareta (kreiert) "kabuki no seishin" no nani ga keishou (nachfolgen) sare, nani ga kirisuterare (weggeschnitten), henyou sareta (veränderte Erscheinung) no ka to iu jijitsu (Fakt) dearu.
      Mochiron, sono you na henka ga hikidashita no ha, geinousha de ha naku kankyaku dearu. Eikyouryoku o koushi shita (ben.) no ha kankyaku deari, kabuki-kankeisha ga, mizukara no ishi (eig. Wille) to kenshiki (Meinung) ni yotte, shutai-teki ni (unabh.) eranda kekka de ha nakatta.
      Keichou kyuunen (1604), Kyoto o ato ni jungyou ni deta Okuni ha, jungyou-saki no Kuwana ya Kiyosu (Orte) no kougyou (Aufführung) de "mi-aki (überdrüssig anzuschauen) mousu sourou???" to iu kankyaku no hiyayaka na hihyou (Kritik) o ukete-iru. "Keichou-jiroku" no Keichou kyuunen juugatsu no goro ni ha "Kore ha kabuki no kaisan (Eröffnung) nite tenka (ganze Welt) hitotsu no yoshi mousu sourou e domo, ichinichi futsuka (1 Tag/2 Tage) miru sourou mono ha, nanimo (alles) mi-aki mousu sourou, mainichi onaji jito (Dinge?) o itaru (tun) yue (weil), hito no mi-aki sourou mo yuu (ausgezeichnet) ni sourou" to aru. Mainichi onaji koto ha bakari suru node mi-akite-shimatta, to iu. Sono you na sotchoku (offen/direkt) na kansou (Trockenheit) o idaku (trägt in sich) kankyaku o mae ni, Okuni ha nasusubemonaku (mit Latein am Ende) tachisaru (leave) shikanakatta (?). Osoraku (wsl.), Okuni ga Kyoto kara chihou-jungyou ni deta toki nimo, Kitano Tenjin no kankyaku no kao ni ha onaji kihai (Hinweis, Trend) ga yogiri-hajimete-ita (begegnen) koto dearou.
      Kankyaku no motome ni oujita ka (Wunsch befried.), sorekara me o sorashita (wegblicken) ka ga, koko de ha ookina bunkiten (Kreuzung) to natta. Edo-jidai no kaiji to tomo ni suisei (Komet) no you ni toujou shita Okuni ga, yagate kabuki-shi no omotebudai kara (Vorderbühne) sugata o keshi, kawatte yuujo-kabuki ga ichiyaku kyakkou (plötzl. Rampenlicht) to abite, nijuu-suunenkan mo sono joutai ga tsuzuku koto ni natta ga, sono ikisatsu (ganze Geschichte) o tadotte-miru to (folgen), sono you na kekka o hikidashita no ha, hitoe ni (v. ganzem Herzen), yuujo-ya no teishu (Meister der Bordelle) ga kankyaku no juuyou-doukou (Nachfrage-Trend) o subayaku (schnell) tsukande (verstehen) tekikaku (genau) ni taisho (zurechtkommen) shita kekka datta koto ga wakaru. Keizai no gensoku-toori (Prinzip-Weg) kokyaku (Kunde) no juuyou-doukou ha keizai-katsudou no ikikata (Lebensweise) o sayuu (Kontrolle) no dearu.
      Kokode iu kankyaku to ha, otoko-tachi no koto dearu. Touji no fuuzoku-ga (Genrebild) o miru to, budai o torikakomu (umgeben) kankyaku-seki (Zuschauerplatz) ni ha onna no sugata mo irimajitte-iru ga (vermischt), kanojo-tachi ha otoko no tomo ni sugizu (n. Zeit verbracht), geinou no sekai ni kettei-teki (entscheidend) eikyouryoku o ataeru hodo no sonzai de ha nakatta. Atarashii jidai o mukae, jiyuu-kattatsu (frei und offen) na kifuu (Ethos/Eigenschaften) ga minagitte-ita (gefüllt mit) ni shite mo, [Seite 2 unten 8. Zeile v links) danchuushin no shakai no wakugumi (Rahmen) ha aikawarazu deatta. Seiji ya keizai no sekai bakari de ha naku, atarashii fuuzoku (Sitten/Sex-Entertainment) ya ryuukou (Mode) o tsukuridashi, sore o kyuuju (rezip.) shita no otoko-tachi datta kara dearu.
      Mondai ha, otoko-tachi no motomete-ita mono ga nan deatta ka dearu? "Miaki mousu sourou" to ha, tada "miru" dake ni ha akite-shimatta (interesse verli.), to iu koto dearu. Kankayaku ha miru dake de ha manzoku sezu, tsugi no nanimono ka o motome-hajimete-ita no dearu. Budai no gei o mae ni sono you na hennou (Antw./Reakt.) o miseru tokoro ni, chuusei to ha kotonaru kankyakusou ga tanjou shite-ita koto o shimeshite-iru.



      Eine Kreuzung
      Die Geschichte des Kabukis hat zahllose Auf und Abs erlebt und von Beginn an sind viele besondere Formen entstanden, die es auch heute noch häufig gibt. Wenn man von der Situation der frühen Kabuki-Geschichte spricht, wandelte sich in etwas mehr als fünfzig Jahren, Okunis Kabuki über Kurtisanen-Kabuki und Jünglings-Kabuki in Männer-Kabuki und 90 Jahre nach seiner Gründung erreichte es um 1700 herum seinen Gipfel mit dem Genroku-Kabuki. Wenn man diesen Wandel betrachtet, ist es nichts, das von einer von dem Kabuki getragenen unabhängigen Kraft verändert wurde. Es sind viele Fälle bekannt, die durch Druck von außen, nämlich durch das Eingreifen des Shogunats verursacht wurden. Frucht der Sorge über das Eingreifen ist die Geschichte des Kabuki, in der der Wandel nie gestoppt werden konnte.
      An welchen Wendepunkten gab es in der Geschichte des Kabuki Probleme? Insbesondere am erreichten Grad zwischen Okunis Kabuki und dem Kurtisanenkabuki ...

      ... blieben komplizierte Fragestellungen übrig. Ab der Zeit des Kurtisanenkabuki gab es Eingriffe des Shogunats und die Geschichte wurde durch die Konflikte zwischen den drei Parteien Kabuki-Offizielle, Publikum und Shogunat geformt, jedoch war das Shogunat am Wandel von Okunis Kabuki zum Kurtisanenkabuki unbeteiligt sodass dort lediglich das Publikum Einfluss nahm.
      Im April des Jahres 1603 wurde auf der Bühne des Shinto-Schreins Kitano Tenjin in Kyoto ein Kabukitanz aufgeführt. Kurtisanen-Kabuki ist eine Kunstform, die das die 1. Generation dominierende Okuni-Schauspiel imitiert hat. Nachdem Okuni auf eine Tournée durch die Provinzen ging, lag das Beliebtheitsmonopol mittlerweile bei dem Kurtisanen-Kabuki. Dieser Zustand glich der vorigen Beliebtheit Okunis.
      Das Problem, das hier angesprochen werden soll sind folgende Fakten: Was folgte im Übergang von Okunis Kabuki zum Kurtisanen-Kabuki dem von Okuni kreierten "Geist des Kabuki" nach, was wurde herausgeschnitten und was verändert?
      Natürlich wurde ein solcher Wandel von einem nicht künstlerisch tätigen Publikum verursacht. Das Publikum war enes, das seine Einflusskraft nutzte und es gab so kein Ergebnis, das durch den Willen und die Meinung der Kabuki-Akteure allein unabhängig vom Publikum war.
      Okuni erhielt 1604 nach ihrer Tournée in den vor eben jener besuchten Orte Kuwana oder auch Kiyosu durch das Publikum die kühle Kritik "Es ist ermüdend, ihr zuzuschauen". Um Oktober 1604 herum, im "Keichou Jiroku" heißt es: "Während der Eröffnung des Kabuki hielt es die ganze Welt für etwas Gutes, doch wenn man es ein oder zwei Tage sieht, wird das Zuschauen ermüdend, wenn jeden Tag die gleichen Handlungen ausgeführt werden, weshalb die Ermüdung der Leute ebenfalls ausgezeichnet wird.". Man sagt, dass weil jeden Tag immer nur die gleichen Dinge passieren, die Leute dem überdrüssig werden. Vor einem Publikum, das eine solche direkte Trockenheit in sich trägt, nahm Okuni letztlich, mit ihrem Latein am Ende, ihren Hut. Wahrscheinlich, als Okuni von Kyoto aus auf ihre Provinz-Tournée ging, begann sie wohl auch in den Gesichtern des Publikums zu Kitano Tenjin dem gleichen Trend zu begegnen.
      Ob man nun die Wünsche des Publikums befriedigt oder danach wegschaut, ist hier eine große Kreuzung geworden. Mit dem Beginn der Edo-Zeit ist die kometenhaft erschienene Okuni später von der Vorderbühne der Kabuki-Geschichte verschwunden und das andere Kurtisanen-Kabuki steht plötzlich im Rampenlicht. Dieser Zustand setzte sich etwa 20 Jahre lang fort und wenn man dieser ganzen Geschichte folgt, ist ein solches Ergebnis geschaffen worden, das man voll und ganz als eines versteht, dem ein gutes Zurechtkommen und ein schnelles, präzises Verständnis der Besitzern der Kurtisanenhäuser mit den aktuellen Nachfragen der Kunden vorausging. Die aktuelle Nachfrage der dem Weg der Wirtschaft folgenden Kunden beeinflusste die Methoden der wirtschaftlichen Aktivitäten.
      Die hier genannten Zuschauer waren Männer. Wenn man das damalige Genrebild betrachtet, waren die die Bühne umgebenden Zuschauerplätze ebenfalls mit Frauen besetzt, doch sie verbrachten ihre Zeit nicht mit den Männern, also geinou no ab es bis zu einem gewissen Grad in der Unterhaltungswelt keinen entscheidenden Einfluss dadurch. Als die neue Ära anbrach, und ein mit Freiheit und Offenheit gefüllter Geist vorherrschte, blieb doch der Rahmen der den Mann ins Zentrum rückenden Gesellschaft der Gleiche. Dies begrenzte sich nicht nur auf die Welt von Politik oder Wirtschaft, denn als das neue Rotlichtgewerbe und die neue Mode aufkamen, waren es ausschließlich Männer, die dies rezipierten.
      Die Frage ist, was ist es, was die Männer begehrt haben? "Satt sein, es zu sehen" und "sehen" allein lässt das Interesse schwinden, heißt es. Das Publikum ist durch Sehen allein nicht mehr zufrieden, doch was begann es, sich als Nächstes zu wünschen? Vor der Bühne solche Reaktionen zu zeigen, deutet auf eine neu entstandene Zuschauerschicht hin, die sich von der des Mittealters unterschieden hat.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink

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    • Jetzt kommen sie alle mit Kurzgeschichten xD

      Von dir nicht anders erwartetet mit allen möglichen japanischen und historischen Anklängen 'D

      "Tja ... keine Ahnung ... du hast wohl nicht so viel Swag", rief mir meine Gegnerin zu,

      swag hat nichts zu sagen!!! xD - mein persönliches hasswort 2014 %D

      Also wir haben einen zwanzigjährigen Protagonisten, der toll sein will... der eine für ihn unüberwindbare Barriere der Gegnerin, gegen die er wohl demütigend verloren hat, nicht schafft. Denn sie ist eine Legende und er will auch etwas erreichen. Viel erreichen, auch wenn er in keiner Disziplin besonders herausragend ist.

      Ahhh... diese Legende ist Min. Kommt mir Erwachsener vor als in der Originalgeschichte - also von der Art her. o_o' Vllt. liegts auch aus der Schreibperspektive :P

      Naja immernoch ne große schnauze, aber was dahinter 'D Sie hat ja recht mit dem, was sie sagt über die Welt und die Medien und die ganzen Sch*ißer, die den F*** auf dich geben wenn du nichts bist und dann angekrochen kommen :D

      Würde es mir also so als Berühmtheit entgehen? Da schien es fast schon ratsamer, ein Niemand zu bleiben.
      meinst du hier nicht "ergehen" statt "entgehen"? Oder bilde ich mir nur ein, dass es so nicht viel Sinn ergibt? D:


      Aber vielleicht sollte ich erst einmal kleinere Brötchen backen und vielleicht erst einmal einen normalen Wettbewerb oder einen herkömmlichen Arenakampf meistern, bevor ich den Trainerolymp erklimmen würde
      KLingt nach nem Plan oo'' Hochmut kommt vor dem Fall oder wie man so schön sagt xD


      Min wusste es sicher auch lange nicht, eventuell war sie mit zwanzig noch viel planloser als ich.
      Ehem! .. Möglich 'D


      Summa Summarum eine nette, kleine Geschichte für zwischendurch :3
      Ich freu mich auf mehr kleine Geschichtchen als Hintergrund deiner Storys ... die ich bis auf Bestie alle zeitlich noch nicht lesen konnte u___u

      Display Spoiler
      WEISST DU EIGENTLICH, DASS ICH SOWAS AUCH VORHATTE?! GRR!!! Also zu bestehenden Geschichten OneShots schreiben 'D PFF!!! Schäm dich, Mau! Ò_ó :blah2:

      Fangeschichten #f-sandan# Lesecke #f-sandan# RedaktionSchreibworkshop #f-icognito-!# Lesezirkel
      Zzt krank und nicht verfügbar - Hand OP am 4.3.2019
    • So, damit du dich nicht mehr beschwerst, dass ich nur selten kommentiere (was absolut überhaupt gar nicht wahr sein kann), kommt hier meine Meinung dazu :zunge:

      Also erstmal finde ich es interessant, dass das mal eine Geschichte aus der Zukunft ist, die meisten hier sind ja Gegenwart :ups:
      Aber wer ist die Frau? Ein Champ? nein kann eigentlich garnicht sein:
      Dass der Champ der Hoenn Liga zu Kyushu sogar eins besaß, hatten wohl alle ausgeblendet, auch mein zwei Jahre jüngeres Ich.

      Er hat ja nicht von ihr geredet. Ist Troy da Champion?
      Tja berühmt sein ist Fluch und Segen. Die wos sind, wollen ein mehr Privatsphäre und die wos nicht sind, wollen von allen gekannt sein.

      Ich finde die Geschichte ganz gut, ich frage mich auch ob er sie irgendwann besiegen wird.
      LG der von und zu Pokekachu
    • So, die Endstation habe ich also schon erreicht. Und das zu Beginn. :stolz:
      Wieso dieser Trainer wegen einer Niederlage so ausflippt, kann ich irgendwie nicht ganz verstehen. Der scheint ja ziemlich niedergeschlagen und perplex zu sein, so als könnte er es nicht fassen. Vielleicht war das so ein Schnösel wie der Gary aus dem Anime, der sich für unbesiegbar hält? :ka:
      Oh, Panzaeron ist auch ein sehr schönes Pokemon. Mit Robustheit könnte es sogar einen Flammenwurf von Trikephalo überstehen können, obwohl ich nicht sicher bin, ob es dieses auch genug schwächen könnte.
      Insgesamt ne richtig feine Kurzgeschichte. Und vielleicht verstehe ich die nächsten etwas mehr. Zu dieser fehlte mir irgendwie das nötige Hintergrundwissen. :sd:
    • Spannend, jetzt kommt der angekündigte Thread und mit ihm gleich die Ankündigung, dass es unter den Kurzgeschichten ("en vogue" - Monsieur Le Meowstic) einen potentiellen Nachfolger für die drei Giganten - Mischblut, Min und Yami no Honō - von Le Monsieur gibt, da bin ich doch mal gespannt. Besonders die Geschichten aus der Vergangenheit werden mich sehr ansprechen, das weiß ich jetzt schon. :hihi: Aber jetzt erst einmal das Jahr ... 2021. Auf dem Fuji.

      Von diesen Lavasteinen gab es hier, am Gipfel des Berges Fuji, von manchen auch Silberberg genannt, mehr als genug.

      Ach, wie ich dieses System einfach liebe. Die Welt von Pokémon und die reale lassen damit sich einfach perfekt verbinden. :ws:

      In all den Monaten, in denen ich meine Passion so gierig verfolgte, hatte ich für nichts Anderes mehr Augen als für mich selbst.

      Auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, könnte das ja eine gealterte Min sein. Wer weiß, vielleicht erfahren wir das ja noch? *:O

      2045 sollte man von Tokyo aus Osaka binnen knapp 70 Minuten erreichen können, ebenfalls via eine Magnetbahnstrecke, die hier entlang verlaufen würde, dem Herzen zwischen Kanto und Johto.

      Spannend. :) Und wann wurde dann die in den Spielen errichtet? So viele Fragen! :run2:

      "Tja ... keine Ahnung ... du hast wohl nicht so viel Swag", rief mir meine Gegnerin zu, die ihr Trikephalo zurück in seinen Pokéball beorderte.

      Du musst den Thread noch um Spoiler für Mina;v;s Geschichte ergänzen, ööööy! Aber herrlich, die gut alte Min ist mit von der Partie, von der kriege ich nie genug! :tlmao:

      So, wie ein Riss ihre Strumpfhose angeschlagen und ein Stück leicht gebräunte Haut mit einem blutroten Kratzer offenbart hatte, dachte ich, könnte ich die Unverwundbarkeit und Unbesiegbarkeit dieser Trainerin überwinden.

      Sie hat sich kein bisschen geändert!

      31 Jahre und schon eine Legende, das wollte ich unbedingt übertreffen.

      31 Jahre alt und Mina;v; bleibt Mina;v;. Jetzt weiß ich nicht, ob ich das unglaublich toll oder traurig finden soll.

      Muneo, aus dir wird später mal ein ganz Großer, mein Junge.

      Oha, ein Junge. Mins Sohn? *:O Eher nicht.

      [...] die Kapuze ihres bordeauxroten, dicken Pullovers fest über den Kopf gezogen, sodass die dunklen Haare ihr Übriges dazu taten, ihre Identität zu verstecken.

      Die kleine Mina;v; ist also Champ und Legende geworden, so wie Rot. Ich gönne es ihr. ;v;

      Oder wäre Detektiv etwas für mich, so wie für meine ältere Schwester Raazu?

      Kuriose Namen, selbst für japanische. Aber egal.

      Sooo, das wäre dann die erste Kurzgeschichte. Wird es noch mehr von Muneo geben oder war's das mit ihm? Ich fand ihn eigentlich ganz sympathisch, vielleicht sehen wir ja noch den Kampf oder die Revanche gegen Mina;v;? Man wird sehen! Auf jeden Fall freue ich mich auf mehr von diesem Thread, so viel ist klar. :)


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Na sowas, das kommt ja ganz überraschend! :tlol:

      Von diesen Lavasteinen gab es hier, am Gipfel des Berges Fuji, von manchen auch Silberberg genannt


      Ach, das ist also sein RL-Gegenstück? Wobei es in Japan allerdings kaum Silber geben wird, da das ja hydrothermal nach oben gelangt. ;)

      ich also den ganzen durch dieses


      Ich glaube, der Weg ist weg! :hihi:

      2045 sollte man von Tokyo aus Osaka binnen knapp 70 Minuten erreichen können


      Und die nutzlose, deutsche Bahn braucht ²\³#2!@!?` 6 Stunden bis in den §$*#@! Westen :@
      Warum müssen wir so ein heruntergekommenes Land bewohnen? :(

      keine Ahnung ... du hast wohl nicht so viel Swag"


      Selbst mit 31 noch ganz Sie selbst. :sonne:
      Das dämliche Duodino hat sie also behalten? Hätte ich an ihrer Stelle nicht getan. :tlol:

      Diese Min-yeon Seol hatte das womöglich größte Blutbad der japanischen Nachkriegszeit verhindert.


      Spooooooooiler! :run2:
      Nein, Scherz, war schon klar, dass sie eh die Welt rettet. :hihi: Einfach weil. *(H)

      Ich meine, was will denn schon schief gehen? Keiner geht besser mit Panzaeron um als du!"


      Panzaeron ist ja auch eine Gewalt, ich hab nicht ohne Grund immer eins dabei. :sebi:

      bis sie etwas Anderes entdeckte - Mamas Haare. Das Kleinkind, in einem dunkelblauen Daunenanorak hervorragend vor dem rauen und kühlen Klima, das hier selbst im Sommer herrschte, geschützt, ließ ihre Mutter gequält das Gesicht vor Schmerz verzerren und einen kurzen, prägnanten Schrei ausstoßen.


      Waswaswaswaswaswas.
      Mina als Mama? Oh je. :tlol:
      Aber vor allem...mit wem? *:O

      nichts mehr bleibt geheim, auf deine Privatsphäre wird ein F*** gegeben, weißt du?


      Hat sie gut erkannt. Schön finde ich das trotzdem nicht... :(
      Verdammte Narzissen von der NSA! :@

      Oder wäre Detektiv etwas für mich, so wie für meine ältere Schwester Raazu?


      Raazu ist mindestens genauso gestört wie Monk, sie ist eine perfekte Detektivin! :lol:

      Gut gemacht, Junge! Hier, zeijn Eujro!
      Geht gut zu kommentieren. :sonne:
    • Eine neue Kurzgeschichte, diesmal ein Zweiteiler.
      Ich warne euch gleich: das ist vielleicht nicht für jeden etwas. Zwar wird es keine stilistischen und charakterlichen Kontroversen wie bei Min geben, aber die Thematik bzw. die Stimmung ist vielleicht nicht für jeden etwas. Ein FSK setze ich bewusst nicht, denn das ist bei jedem zu unterschiedlich bei dieser Thematik. Ihr seht beim Titel, wieso. Und auch die Form ist nicht die einer klassischen Geschichte, kein bisschen.




      Der Schwarze Tod

      ???, ??? Jahre nach Mischblut


      [ame='https://www.youtube.com/watch?v=o63sEFxiqZw']Plague[/ame]


      Ära des Dogen Alessandro Destra, Jahr 16, 24. September:
      Mein wunderlicher, schrulliger Patient Emanuele Apostela schied am heutigen Tage aufgrund einer Lungenentzündung dahin. Ich werde ihn vermissen.

      AD 16, 4. Oktober:
      Die Nomaden belagern Küstenstädte an den Ufern des Rußmeeres. Wie so oft werden die kriegerischen Auseinandersetzungen von zahlreichen merkwürdigen Krankheiten begleitet. Sonderbar jedoch ist, dass in der Armee der Nomaden ein Arkani-Mann namens Diyu Langzi dienen soll. Seine Kraft muss wohl unermesslich hoch sein, wenn sein Ruhm bis in unsere Lagunen der Erlauchtesten getragen wird.

      AD 16, 26. Dezember:
      Auf jeder großen Piazza beginnt heute das Karnevalstreiben am Tag des San Stefano. Ein Ausländer staunte über die zahlreichen Masken, die erhabenen Kleider und den Federschmuck, doch am meisten faszinierte ihn mein güldener Ibitakschabel, mit dem ich mein Gesicht verhüllte. Dabei gehörte dieser doch lediglich zu meiner Standardschutzbekleidung als Arzt! Der wohlige Geruch, den die darin gelagerten Heilkräuter wie Lavendel und Thymian verursachten sowie meine merkwürdigen, flossenartigen Ohren, die unter dem platten, schwarzen Hut herausschauten, verwirrten allerdings auch viele Einheimische.

      AD 17, 2. März:
      Die Nomaden leiden seit Wochen unter einer schweren Seuche. Dreisterweise befördern sie ihre Leichen mit Katapulten in die Festung der Christen. Die Bürger der Stadt Qumfa sollen ekelerregende Hautausschläge mit erschreckender Fäulnis bei den Dahingeschiedenen beobachtet haben.

      AD 17, 29. März:
      Die Sonne strahlt hell über Venuzzo und seinen prächtigen Kanälen. Die Riolu-Brücke erfreut sich ihres lebhaften Volkes. Die Märkte sind reich, da wir von den Inseln viele Nahrungsmittel importieren konnten. Einige Neuankömmlinge erreichten deswegen unsere Stadt, denn die ganze Latia wurde von einer schweren Missernte heimgesucht. Uns jedoch sind Latios und Latias anscheinend hold. Allerdings fühle ich mich einsam. Mein Aussehen, subjektiv gesehen keineswegs hässlich, ruft bei einigen Bürgern Verwundern hervor. Zeitweise schäme ich mich fast schon dafür. Einen Aquana-Menschen sieht man nicht oft, ich wünschte, es gäbe mehr.

      AD 17, 7. April:
      Diese seltsame Seuche rafft die Christen im Osten dahin. Der Khan, der nomadische Hordenführer, scheint sein Ziel offenbar erreicht zu haben. Die Lepumentas, die via Teleport unser Land mit Neuigkeiten versorgten, berichteten von einer sehr ansteckenden Seuche, die Gevatter Tod durch die Straßen führte. Womöglich liegt es einfach nur an den Kriegswirren und den unhygienischen Zuständen, den mangelnden Kanälen und der Ablagerung von Exkrementen.

      AD 17, 27. April:
      Matteo Goggia hat erfahren, dass die Seuche zuvor im Land der tausendärmigen Götter und im Reich der Mitte gewütet hat. Offenbar ist die Indigoroute und ihr Handel für die rapide Ausbreitung gen Westen verantwortlich! Wenn das so ist, muss ich den Dogen warnen!

      AD 17, 15. Juni:
      Latia ist ein wundervolles Land und die Stadt Venuzzo womöglich ihr Kronjuwel. Selbst über dem Rüstungs- und Marineviertel Arsenal scheint die Sonne friedfertig. Zahlreiche Kinder kapern aus kindlichem Wagemut und Abenteuerlust die Gondeln auf den Kanälen. Doch die Bootsfahrer gelangen die Kontrolle schnell zurück und bringen die Raufbolde sicher an Land, wo sie nicht ertrinken können. Schließlich haben sie ihr Leben noch vor sich, sie sind unsere Zukunft! Einer von ihnen hatte sich durch einen Sturz das ganze Bein aufgeschürft. Als Arzt war es selbstverständlich meine Pflicht, ihn vollends zu heilen.

      AD 17, 8. August:
      Seit einigen Monaten schon treffe ich mich mit einer schönen Reisenden von den Regeninseln mit ihren üppigen Voltilamm-Weiden. Ich traute mich vorher nicht, diese Gegebenheit ins Tagebuch zu schreiben, aus Angst, es wäre zu schnell wieder vorrüber, doch Nancy ist so wundervoll. Sie akzeptiert mich so, wie ich bin! Das ist nicht selbstverständlich, da ich nicht nur anders aussehe, sondern auch anders glaube. Jedoch fühlt sie sich als Glaziola-Mischling in der prallen Sonne des Südens nicht wohl.

      AD 17, 9. Oktober:
      Die rätselhafte Krankheit hat tatsächlich die Latia befallen. Tief im Süden, auf unserer wichtigsten Insel, hatten verseuchte Handelsschiffe mit Textilien und Getreide angelegt. Die Rattfratz, die stets in der Nähe zur Zivilisation lebten, fuhren oft zahlreich als blinde Passagiere mit. Die Seuche spaltete die Bevölkerung in gesunde und befallene Städte. Die Lepumentas berichten davon, dass auch Pokémon qualvoll verendeten, gerade Hunde- und Katzenpokémon, während das Nutzvieh wie Groink, Ponita, Voltilamm oder Miltank zum großen Teil verschont wurde. Die Ton-Pokémon wurden beauftragt, die Symptome der Krankheit festzustellen.

      AD 17, 18. November:
      Ich zerbreche mir tagtäglich den Kopf und machte mir Gedanken, wie man die Krankheit eindämmen kann. Nancy weicht dabei nicht von meiner Seite ... sie ist so zart und liebenswürdig, jedoch würde sie unser schönes Land am liebsten so bald wie möglich verlassen! Nun, zum Wesentlichen ... die Infizierten leiden unter Kopf- und Gliederschmerzen, begleitet von Fieber und einem allgemeinen Unwohlsein, was die Krankheit mit der Grippe teilt. Jedoch bilden sich in Achsel- und Leistengegend schwarzviolette, hässliche Knubbel, die sich irgendwann mit Eiter füllen und aufplatzen können. Das Blut ist schwarz wie das Fell der Nachtara, doch von dem Erkrankten soll ein Gestank ausgehen, der dem eines Sleimoks die Stirn bieten kann. Bei einigen wenigen Betroffenen sind die hässlichen Beulen nichts zu sehen, doch sie spucken Blut und verenden umso schneller. Das Gerücht, dass die Krankheit hochgradig ansteckend ist, scheint sich zu bewahrheiten.

      AD 18, 19. Januar:
      Die Schiffe brachten das Unglück nun auch nach Ginsa. Unser Seerivale versucht nun, die nötigen Vorkehrungen zu treffen, um den schwarzen Tod einzudämmen. Bislang sieht es gut aus, da auch im Süden die Verbreitung der Seuche vorübergehend überwunden wurde. Ich hoffe, dass die Medizin siegen kann.

      AD 18, 25. Januar:
      Ein grässliches Erdbeben suchte das nördliche Gebirge heim, sodass die Erschütterungen selbst in Venuzzo spürbar waren. Nicht wenige Augenzeugen berichteten das vermehrte Erscheinen von Absol an den Klippen in der vorigen Woche. Außerdem war ein großer Strom der Absol nordwärts zu vermelden, die in den dichten Wäldern des Magnayenkamms, der unseren Norden mit dem Süden verband, vor dem Unheil flohen. Diese ganze Situation schlägt mir auf den Magen. Nancy forderte mich immer wieder auf, in ihre Heimat zu kommen. Mir würde es schwer fallen, hier alles aufzugeben. Ich hatte mir doch vorgenommen, den Kranken zu helfen, doch die schrecklichen Geschichten aus Ginsa und dem Süden machen mir Angst, denn die Seuche wird wieder stärker. Der Doge hatte zum Glück veranlasst, jedes ankommende Schiff kontrollieren zu lassen, doch ganz auf den Handel konnten sie nicht verzichten. Ich würde dieses Risiko nicht eingehen.

      AD 18, 6. Februar:
      Nancy hatte sich erbrochen. Sie aß seit geraumer Zeit sehr viel und ich hatte bereits seit längerem einen Verdacht gehegt, doch nun war es wohl so gut wie sicher, dass ich Vater würde! Ich ... ich bin unfähig, mein Glück in Worte zu fassen! Mit 34 Lenzen glaubte ich nun wirklich nicht mehr an ein solches Wunder! Ich sollte ihm im Himmel dankbar sein! Schade, dass meine werten Eltern ihr Enkelkind nie sehen würden.

      AD 18, 9. Februar:
      Es schmerzte mir in meinem Herzen, die geliebte Heimat hinter mir zu lassen! Ich fühlte mich nicht gut, mein Volk im Angesicht der drohenden Ohnmacht im Stich zu lassen und handelte sehr wohl egoistisch und eigensinnig, doch ich stand nun auch in Verantwortung meiner Frau und meines ungeborenen Kindes. Obwohl ich eine große Skepsis gegenüber den Regeninseln hegte, die meine Leute vor ungefähr 60 Jahren allesamt des Königreiches verwiesen hatte, trat ich mit Nancy an meiner Seite die abenteuerliche Reise gen Nordwesten an. Sie versicherte mir, dass eine Einwanderung kein Risiko für unser Familienglück darstellte. Dass ich keine weiteren Familienmitglieder hinterließ, milderte die Abreise aus meinem schönen Venuzzo. Il bello Venuzzo! Erlauchteste Stadt!

      AD 18, 1. März:
      Mir gefällt dieser Ort nicht. Er ist sogar noch dreckiger als die Werften und Speicherhallen in Venuzzo. Zudem ist es windig, kühl, bewölkt und nass. Selbst der Abort des Dogenpalastes war wohl schöner als jedes dieser heruntergekommenen Häuser. Mein Empfang im Land verlief unproblematisch, jedoch bereiteten mir die Ereignisse in Hexalos Kummer. Meine Glaubensgenossen wurden verfolgt, geschlagen, vertrieben und verbrannt. Als sei ihr Leben nicht schwer genug! Das Beitrittsverbot der Handwerkszünfte zwang viele zum Bankierswesen und dem Wuchergeschäft, dass den Unmut der Bevölkerung zur Folge hat. Ich möchte mehr über diese Umstände erfahren, doch für heute verabschiedet sich die Sonne erst einmal gen Osten ...

      AD 18, 10. März:
      Heute ist ein trauriger Tag. Schiffe aus Ginsa brachten die Pest nach Venuzzo. Alle Bemühungen des Dogen, den Handel zumindest einzuschränken, oder die Unheilsbringer 40 Tage lang zu isolieren, zahlten sich für die Erlauchteste und ihre Bewohner nicht aus. Dabei hatten wir solch große Hoffnungen in unsere Innovation, die Quarantäne, gesetzt! Die Sichtung eines Absols vor fünf Tagen nahm man offensichtlich nicht ernst, viel mehr bezichtigte man die edle Raubkatze, selbst die Krankheit zu verbreiten und die Luft zu verpesten, da sie sich in vielen später verseuchten Gebieten den Menschen offenbarte. Doch dafür waren die Tiere zu scheu, blieben viel zu fern, als das sie dafür verantwortlich waren. Offenbar waren tatsächlich die Rattfratz, die ebenfalls in Massen verendeten, der Ausschlag gebende Faktor. Merkwürdigerweise kam es zu keinen Bissen, über die die Seuche in den Körper gelangen konnte. Allerdings sprachen einige Betroffene von einem plötzlich eintreffenden Juckreiz und kleinen, roten Ausschlägen, die dem Befall vorausgingen. Das Abflauen der Seuche im Winter ist wohl auf Kälte zurückzuführen. Mir gefällt es nicht, meine Heimat allein gelassen zu haben, obwohl ich doch Arzt bin. Ich war wirklich egoistisch, doch Nancy war der Meinung, dass die Flucht die richtige Entscheidung war.

      AD 18, 26. März:
      Mit Narbos, Haiyera, Avialaar und Aloune fegt die Krankheit nun auch durch den Süden von Hexalos, nachdem ein vertriebenes Schiff von Ginsa dort Anker gelegt hat. Der Papst hat sich zurückgezogen, doch trotzdem versterben früh viele Kardinäle. Es ist furchtbar und wir sind einfach nur hilflos. Jeder Zweite wird befallen, dem Tod zu entrinnen ist aussichtslos. Wie ein riesiges Zwirrklop verschlingt der Schwarze Tod ganze Familien oder reißt sie in Stücke. Man könnte meinen, die Menschheit sei zum Aussterben verdammt.

      AD 18, 5. April:
      Aus Aloune ist die Nachricht eingetroffen, dass ein altes Chelterrar in den Sümpfen offenbar immun ist. Doch trotz dieses Reptils, dass die Menschen hoffnungsvoll verehren, liegt die Sterblichkeitsrate im Reich des Papstes bei einem Viertel. Die dortigen Menschen sehen in dieser Zahl etwas Gutes, so versterben in anderen Gebieten doppelt so viele und doppelt so schnell, sodass ganze Städte entgeistert werden, doch ... ich kann dem nichts Gutes abgewinnen.

      AD 18, 11. April:
      Mit Toluzza ist nun auch die erste Großstadt im Südwesten von Hexalos zum Opfer gefallen. Von hier aus bedroht es nicht nur Ispanya, sondern auch das von Angiterra besetzte Gebiet nordwestlich. Über die Flüsse verbreitet sich die Krankheit rasend schnell.
      Die Tatsache, dass das Reptil von der Seuche verschont wurde, lässt mich einen Parasiten hinter der Krankheit vermuten, der Warmblüter, insbesondere Säugetiere befällt - ein Insekt. Dieses winzige Insekt muss jedoch Distanzen überwinden, um zum Menschen zu gelangen. Bisse dieser Kreatur könnten den Juckreiz erklären.

      AD 18, 14. April:
      In fast ganz Latia wütet nun erbarmungslos die Pest. Unzählige Notfriedhöfe und Massengräber sollen angelegt worden sein! Teilweise heißt es, dass Menschen durch bloßen Blickkontakt mit den Kranken infiziert werden! Das Ganze nahm nun schrecklichere Maße an, wie befürchtet. Die Armen und Reichen aller Religionen rafften dahin, egal ob Mann und Frau, egal welchen Alters, wobei sich dies von Region zu Region unterschied, denn in manchen Orten erlagen vornehmlich die Armen, woanders die Jünglinge, an anderen Orten vermehrt die Kleriker, die schönen Frauen oder die Kinder. Es war nicht auszuhalten! Angeblich trauten sich nur noch wenige Ärzte, Priester und Verwandte an die Todgeweihten heran, da sie bereits selbst der Seuche zum Opfer fielen! Viele verstarben ohne ihre Sakramente. Und wer die Kranken besuchte, den hüllte der Todesdunst bald selbst ein. Wie konnten wir ihnen bloß helfen? Sämtliche Kräuter erwiesen sich als nutzlos!

      AD 18, 20. Mai:
      Über Layonne hat die unheilbringende Krankheit nun Lumyaon, die größte Stadt unseres Kontinents erreicht. Die Bevölkerungsdichte bietet der Pest einen hervorragenden Nährboden. Die Kleriker sprechen von einer Strafe Gottes und mahnen die Gläubigen zu Maß und Buße. Die scheint in Latia wohl nicht mehr zu funktionieren. Dort, wo die langen Zypressen wie antike Säulen erhaben über das Land wachen, soll Ungehorsam, Unzucht, Egoismus, Völlerei, Rausch und ein einziges Chaos herrschen. Doch es muss mehr dahinter stecken. Viel mehr. Das Volk zur Gottgefälligkeit zu erziehen soll die Seuche an der Ausbreitung hindern? Das kann ... nein, das darf ich als Arzt nicht glauben!

      AD 18, 24. Mai:
      Unsere kleine Antonella wurde geboren! Welchen der Evoli-Pfade sie wohl einschlagen wird? Obwohl Nancy Christin ist, hat sie mit mir die Vereinbarung getroffen, dass unsere Tochter genau wie für ihre Entwicklung, die bei uns Mischlingen schleichend über das Verfärben der braunen Grundhaare verlief, auch für die Wahl ihrer Religion unbeeinflusst werden sollte. Zugegebenermaßen wäre die Entscheidung für das Christentum objektiv vorteilhafter aufgrund der gesellschaftlichen Umstände in den Westreichen. Der ein oder andere Bürger hier in Davenport-upon-Taine betrachtete mich bereits mit Argwohn, wenn ich an den Samstagen ruhte.

      AD 18, 16. August:
      Die Pest grassiert in Bordias, das wie der Norden von Hexalos von Angiterra, dem Archipel des Regens, besetzt ist. Wenn diese Leute nun in ihre Heimat zurückkehren oder auch nur Waren versenden, dann kann der Meeresengpass zu Hexalos einen Schutz nicht mehr garantieren.

      AD 18, 24. August:
      Auch die nördlichsten und westlichsten Bastionen von Hexalos wurden nun befallen, unter anderem auch Kayan, Ruucon und einige besetzte Gebiete. Nur noch der Engpass schützte uns vor der Seuche, selbst, wenn Nancy aus dem Norden des Landes stammte. Selbst sie, eine stets optimistische Person, bekam es nun mit der Angst zu tun, während unsere kleine Antonella sich bester Gesundheit erfreute.
      In der Gesellschaft währenddessen gewann ich durch meinen Beruf im Angesicht der Bedrohung an Ansehen zurück. Immerhin genossen die Ärzte, vor allem aus der Latia, einen exzellenten Ruf! Die Ibitak-Schnabelmasken stießen vor allem bei den Kindern auf rege Begeisterung!

      AD 18, 3. September:
      Das Land der schwarzen Tauros, eine lebensfrohe Provinz im Osten von Ispanya, ist der Pest zum Opfer gefallen. Nun wird wohl auch der Vorstoß gen Südwesten schwer zu bremsen sein. Diese Vorkommnisse erfüllen mein Herz mit großer Trauer, obwohl sich meine Familie kerngesund ist. Ich fürchte die Seuche mehr als alles Andere, denn Religion, Medizin und Wissenschaft stehen ihr gleichermaßen ohnmächtig gegenüber.

      AD 18, 13. September:
      Dies ist ein schwarzer Tag für das Land. Eine Galeone aus Bordias hat im Süden von Angiterra, diesem kalten und nassen Land, Anker gelegt. Die Matrosen litten unter der Pest und kippten auf der Stelle um. Wehleidig schaue ich auf mein geliebtes Venuzzo. Die Seuche in der Erlauchtesten wütet nicht mehr so heftig wie im Frühjahr, doch der Großteil der Bevölkerung scheint der Krankheit entlegen zu sein. Geisterstädte unter dem schwarzen, stinkenden Schleier des Todes ...
      ... hier scheint kein Platz mehr zu sein. Dann muss ich mir wohl schleunigst ein neues Heft zulegen ...


      Vittorio Semioli




      Mit den Augen auf das übersetzte Schriftstück in ihrer rechten Hand gerichtet, warf Roxy das Original in ihrer linken achtlos auf den Tisch an der Seite.
      "Hey, hey, hey!", fauchte der ältere Herr an ihrer Seite, bleckte die Zähne und hielt wie ein Lehrer die Hände hinter seinem Rücken: "Dieses Original hatten viele vor dir in den Händen gehalten, unter anderem Madame Yomi. Du kannst dich glücklich schätzen, eine Übersetzung in Sheilas Muttersprache begutachten zu dürfen, der einzigen neben einer dritten Ausführung in Hexalois. Es ist nicht nur so, dass es generell kaum Schriften von oder über Mischblüter wie uns gibt, aber diese Annalen sind unsere Familiengeschichte, oder zumindest ein Teil davon."
      Roxy war mit dem Rüffel ihres Verwandten nicht einverstanden: "Hey, hey, hey? Bist du zufällig ein Krebscorps oder Jack, Onkel? Außerdem passiert da doch nichts, das ist doch robust ..."
      "Sehr robust, ja, Roxy, sei froh, dass das kein Angestellter der Bibliothek sieht", demonstrierte der Onkel mit einem kurzen Anheben des Buches, wobei sich eine Seite löste.
      Seine Nichte ignorierte das kätzische Gezische und wendete sich in aller Seelenruhe dem finalen, dem zweiten Teil der Aufzeichnungen zu, die tief versteckt und perfekt in einem staubigen Regal auf ihre Erforschung wartete.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Tagebuchstil krasssssss

      Oha, die Pest. Wegen der musste ja schon so manches Lanzenturnier umdisponieren! :oldno:
      Hier in Saxxen hat sie zum Glück kaum gewütet. :sonne:

      Sonderbar jedoch ist, dass in der Armee der Nomaden ein Arkani-Mann namens Diyu Langzi dienen soll


      Bin ich gerade zu dumm, um zu erkennen, auf wen Diyu Langzi anspielen soll, oder ist der Name wirklich erfunden?

      Dabei gehörte dieser doch lediglich zu meiner Standardschutzbekleidung als Arzt!


      Ja, Pestdoktoren sehen echt creepy aus, wie so ein Stalker-Team aus Metro 2033. *:O

      Nanu, was für ein Gijinka ist der Dottore denn?

      Dreisterweise befördern sie ihre Leichen mit Katapulten in die Festung der Christen.


      Auf so eine Idee bin ich ja auch noch gar nicht gekommen! Krass. *:O

      Uns jedoch sind Latios und Latias anscheinend hold.


      Alto Mare! :bg: Latias, Latios kawaii desu! :w: Schön! :)
      Ein Aquana kam am Anfang von Pokémon: Heroes sogar vor. :hihi:

      Womöglich liegt es einfach nur an den Kriegswirren und den unhygienischen Zuständen, den mangelnden Kanälen und der Ablagerung von Exkrementen.


      Igitt ja, ich möchte nicht wissen, wie sehr das schöne Venedig damals gestunken hat. :(


      Matteo Goggia hat erfahren, dass die Seuche zuvor im Land der tausendärmigen Götter und im Reich der Mitte gewütet hat.


      In China und Indien also?

      Jedoch fühlt sie sich als Glaziola-Mischling in der prallen Sonne des Südens nicht wohl.


      Eine Glaziola-Gijinka mit dem Namen Nancy?
      Da drängt sich einem als MB-Leser doch ein Verdacht auf... ;)
      Die gute Sheila. :sonne:

      Die rätselhafte Krankheit hat tatsächlich die Latia befallen.


      Oh nein. :( Latios, los, spül sie hinweg!

      Beulen- und Lungenpest sind das, nicht wahr? Hühnerknubbel statt Pestknubbel wären doch mal was. :(


      Ein grässliches Erdbeben suchte das nördliche Gebirge heim, sodass die Erschütterungen selbst in Venuzzo spürbar waren. Nicht wenige Augenzeugen berichteten das vermehrte Erscheinen von Absol an den Klippen in der vorigen Woche.


      Randaliert Groudon dort etwa noch? Adolftsuna hätte Diddy's Nuklearwaffen einsetzen sollen. :was:

      Obwohl ich eine große Skepsis gegenüber den Regeninseln hegte, die meine Leute vor ungefähr 60 Jahren allesamt des Königreiches verwiesen hatte, trat ich mit Nancy an meiner Seite die abenteuerliche Reise gen Nordwesten an.


      Klingt nach einem guten Plan, England war ja damals sehr fortschrittlich und die Wiege der späteren Industrialisierung.
      Wütete dort überhaupt die Pest so sehr?

      Meine Glaubensgenossen wurden verfolgt, geschlagen, vertrieben und verbrannt.


      Wie gut man es doch da als Atheist hat! :fies:

      Allerdings sprachen einige Betroffene von einem plötzlich eintreffenden Juckreiz und kleinen, roten Ausschlägen, die dem Befall vorausgingen.


      Pest-Wattzapfs? :tlol:

      Die beiden Beschützer Venuzzos müssen dringen was unternehmen, Pest in Venezia kann doch nicht angehen. :run2:

      Die Tatsache, dass das Reptil von der Seuche verschont wurde, lässt mich einen Parasiten hinter der Krankheit vermuten, der Warmblüter, insbesondere Säugetiere befällt - ein Insekt.


      Recht hat er!
      Hoffentlich gelingt ihm der Schluss auf die Notwendigkeit sowie die Erfindung des Penizillins.

      Die Kleriker sprechen von einer Strafe Gottes und mahnen die Gläubigen zu Maß und Buße.


      Eine Ironie, dass auch sie wohl von der Pest dahingerafft werden. Nehmt das, ihr Fuzzis! :sonne:

      Obwohl Nancy Christin ist, hat sie mit mir die Vereinbarung getroffen, dass unsere Tochter genau wie für ihre Entwicklung, die bei uns Mischlingen schleichend über das Verfärben der braunen Grundhaare verlief, auch für die Wahl ihrer Religion unbeeinflusst werden sollte.


      Diese Einstellung lobe ich mir, guter Doktor! Schließlich werden schon genug Kinder in sowas hereingezwungen. :(

      Ich fürchte die Seuche mehr als alles Andere, denn Religion, Medizin und Wissenschaft stehen ihr gleichermaßen ohnmächtig gegenüber.


      Ersteres ja, aber Medizin und Wissenschaft doch nicht! *:O Komm schon, Doc, du schaffst das, erfinde das Penzillin und bringe den Leuten Sauberkeit bei!

      Dieses Original hatten viele vor dir in den Händen gehalten, unter anderem Madame Yomi.


      Ah, schön zu hören, dass sie noch immer ein Begriff ist! Auf ihre Karriere bin ich mal sehr gespannt.

      In welcher Beziehung werden Roxy und ihr Onkel wohl zu Sheila stehen? Und in welcher Zeit werden die beiden wohl leben?

      Nun, da du im letzten Satz ja so etwas wie eine mögliche Fortsetzung angedeutet hast, bleibe ich da mal gespannt! :)



      Gefällt mir!
    • Oha, die Stammbäume. Die Pest. Du weißt ja, dass ich diese fürchterlichen Epidemie für vollkommen ekelerregend und grausam halte, aber daran sind die Menschen ja letztendlich selbst dran schuld gewesen. "Wie man sich bettet, so liegt man", hätte man ihnen sagen sollen. :sonne:
      Aber ich habe da eine Frage ... 16 n. Chr.? Oder handelt es sich um eine andere Zeitrechnung? Wäre wahrscheinlich, immerhin stand "???, ??? nach Mischblut". Oder fand die Past nach Mischblut statt? :run2:

      Mein wunderlicher, schrulliger Patient Emanuele Apostela schied am heutigen Tage aufgrund einer Lungenentzündung dahin. Ich werde ihn vermissen.

      Was ist eine Lungenentzündung gegen die Pest? :tlol: Ein Nichts!

      Die Nomaden belagern Küstenstädte an den Ufern des Rußmeeres. Wie so oft werden die kriegerischen Auseinandersetzungen von zahlreichen merkwürdigen Krankheiten begleitet.

      Stimmt, die Mongolen habe ich vergessen. Trotzdem hätten die Europäer besser reagieren können, aber was erwartet man von Menschen, die die Römer mit ihren schönen Abwassersystemen etc. als Heiden beleidigt haben?

      Seine Kraft muss wohl unermesslich hoch sein, wenn sein Ruhm bis in unsere Lagunen der Erlauchtesten getragen wird.

      Was ihm aber nicht gegen irgendwelche Seuchen helfen wird! Gegen Krankheiten wie diese in Zeiten wie diesen ist ein jeder Mensch aufgeschmissen, solange er sich nicht in seiner Burg verbarrikadiert oder eine Infektion anderweitig verhindert.

      Dreisterweise befördern sie ihre Leichen mit Katapulten in die Festung der Christen.

      Kluge Taktik, aber nichts Besonderes. Darauf sind schon Menschen vor ihnen gekommen. :hihi:

      Die Märkte sind reich, da wir von den Inseln viele Nahrungsmittel importieren konnten.

      Da sollte er aufpassen, zumindest wenn er die Mittelmeerinsel meint. Die haben. Bei denen konnte sich die Pest nämlich besonders früh ausbreiten. :sonne:

      Jedoch fühlt sie sich als Glaziola-Mischling in der prallen Sonne des Südens nicht wohl.

      Einer von beiden MUSS einer von Sheilas Vorfahren sein!

      Nancy forderte mich immer wieder auf, in ihre Heimat zu kommen.

      Tu es, tu es, gottverdammt! Ich weiß ganz genau, dass es deine Frau treffen wird, als geh! D:

      Man könnte meinen, die Menschheit sei zum Aussterben verdammt.

      Da lobe ich es mir doch, dass der Protagonist ein Arzt ist, der sich auf die gute alte Wissenschaft verlässt. Eine Krankheit kann eben nicht von Gott geheilt werden! :ka: Trotzdem kann ich mir die Verzweiflung der Menschen gut vorstellen, wie immer mehr Lichter um sie herum ausgehen...

      Ich fürchte die Seuche mehr als alles Andere, denn Religion, Medizin und Wissenschaft stehen ihr gleichermaßen ohnmächtig gegenüber.

      Hätte der Protagonist die Theorie mit dem Floh veröffentlicht und hätten es ihm alle geglaubt, wäre die Epidemie ganz schön eingedämmt worden. :gr:

      Yeah, ich bin vollkommen überzeugt, dass Roxy ein Nachfahr von Sheila ist. Oder doch nur der einfache Schüler? Na ja, auf jeden Fall freue ich mich auf den nächsten Teil des Tagebuchs. Der Stil passt perfekt zu den Ereignissen und diese verzweifelte Stimmung kommt gut und authentisch rüber. :]


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Uiuiui, eine Geschichte im Tagebuchstil, das gefällt mir schon. Auch wenn ich mit den Namen wie Latia (außer das es etwas mit den Äonen zu tun hat) oder den Namen am Ende der Geschichte, also nach dem Tagebuchteil nichts anfangen kann. (Obwohl, die kenne ich von Curis geschichte, also vermutlich Charas aus äh Mischblut.)

      Aber eine Geschichte über die Pest finde ich gut, wir haben nichts in der Richtung, denke ich zumindest. Also, ich freue mich schon aufs nächste Kapitel, und will wissen, ob das Paar und das Baby verschon bleiben.
    • Vielen Dank für euer Feedback! :D

      Dann beantworte ich mal ein paar Fragen, die vor allem bei den Nicht-Mischblutlesern existieren.


      1. ??? n. Mischblut bezieht sich auf den Schluss: die Geschehnisse im Tagebuch selbst beziehen sich auf eine Zeit VOR Mischblut

      2. Die Protagonisten dieser Geschichte sind Vorfahren von Sheila und Moira in Mischblut. Roxy wiederum ist eine Nachfahrin aus Sheilas Linie (Moira Linie gibt es auch).

      3. Orte: Nun, jetzt komme ich nicht drum herum, die Orte zuzuordnen:
      Venuzzo -> Venezia (Venedig)
      Ginsa -> Genua
      Inseln im Süden -> Sizilien, Zypern, Kreta zB, hier in der Regel Sizilien
      Rußmeer -> Schwarzes Meer
      Qumfa -> Kaffa
      Latia -> Italien
      Angiterra -> England
      Hexalos -> Frankreich
      Ispanya -> Spanien
      Land der Tauros -> Pamplona
      Toluzza -> Toulouse
      Haiyera -> Hyères
      Aloune -> Arles
      Avialaar -> Avignon (alle 3 in Südost-Frankreich)
      Bordias -> Bordeaux
      Lumyaon -> Paris
      Strachou -> Strasbourg (wird noch erwähnt)
      Davenport -> Newcastle

      Und die Nomaden sind die Mongolen. :)

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Meow Mobben! :P

      Wie ich dich einfach mal am Tag der Arbeit mobbe und dass dann auch noch, wenn du schon geantwortet hast. Ich bin echt schlimm. :oldno:
      Na ja, lass das Mobbing beginnen!

      Erstmal finde ich diesen Tagebuchstil klasse. Super Idee. Eine erfrischende und wohltuende Abwechslung. :bg:

      Das Thema Pest und wie du die Ratlosigkeit des Protagonisten darstellst, finde ich klasse. Seine Ratlosigkeit kann man gut nachvollziehen. Nur finde ich seine Einstellung zu Religion und Wissenschaft seltsam. Früher waren doch fast alle streng gläubig und wehe einer tanzt mal aus der Reihe, dann gab es was mit dem Holzbalken:!:
      Das wir ausgerechnet einen agnostischen Juden* als Protagonist haben, ist wirklich sehr außergewöhnlich. Und dann ist er auch noch Arzt und ein Mischling. xD
      *schließe ich einfach mal aus dem Kontext, dass er Agnostiker ist. kein plan, ob das auch stimmt. Am Ende gehört er nicht mal dem jüdischen Glauben an.:v:

      Die Flucht finde ich schon gut. Ist ja als junger Vater vollkommen verständlich und der Pest kann man einfach nicht ausweichen. Aber ich bin erstaunt, wie schnell auf Ungeziefer als Überträger kommt.
      War es eigentlich wirklich so, dass die Tiere auch an der Pest gestorben sind?:shy:

      So, mach schön weiter mit dieser hübschen Geschichte. :3
    • Vielen Dank für eure Kommentare! :D Ich muss da echt mal weiterschreiben, aber solange ich nicht weiß, aus welchen Charakteren Roxy hervorgegangen ist und in welcher Ära es spielt, kann ich die Geschichte nicht weiterschreiben. Habt Geduld, dieses Jahr wird es auf jeden Fall noch kommen!

      @Dargos: Da streiten sich die Quellen. Die Tiere haben zwar keine Beulen bekommen, doch einige Tiere sollen angeblich ebenso umgekommen sein. Andere sagen, das gewisse Tiere immun schienen, was von anderen wieder negiert wird. :ka:
      Rest müsste privat geklärt worden sein.



      Hier gibt es jetzt aber etwas Off-Topic, nämlich eine kleine Kurzgeschichte mit Charakteren, die von Pokemon erfunden wurden. Wenn der ORAS-Haipu bei einigen abgeflaut ist, will ich ihn hier wieder neu aufleben lassen.
      Das Kuriose an dieser Kurzgeschichte: 1050 Worte für den 2. Teil, den ich hier poste, 400 hat der 1. Teil ... und diesen werdet ihr morgen als Abgabe im Atmosphere-Wettbewerb sehen. Beschreibungen sind in erster Linie im ersten Abschnitt, die Dialoge hingegen hier untergebracht. Viel Spaß in Hoenn! ^^



      Gleißendes Sonnenlicht I



      [ame='https://www.youtube.com/watch?v=xk7qrL8aZjM']Drought[/ame]

      Gleißendes Sonnenlicht.
      Von den drei kleinen Teichen, die die Route 114 säumten, hatte diesen Sommer nicht ein einziger überlebt. Die Erde war überall in einem geofissurartigen Muster aufgerissen und blätterte ab. Die Äcker im Westen des kleinen Dörfchens Laubwechselfeld verwandelten sich im Zuge der Hitzewelle in einen Friedhof für Feldfrüchte und Obstbäume. In dem letzten verbliebenen Wasser, das durch die große Kaskade im Nordwesten gespeist wurde, versammelten sich einige Pokémon zur Kühlung. Der ansonsten so einzeln in dem See stehende Baum hatte sein Territorium mit Sicherheit verzehnfacht - wie ein gewaltiges Chelterrar thronte er in dem eins mächtigen und sternenklaren Gewässer, dass als kleines Bächlein durch die häufige Benutzung und die intensivierte Abwaschung von Dreck und Mineralien schon ganz bräunlich wurde.
      Dieser Sommer hatte alles Leben aus der Route ausgesaugt. Wenn selbst die Vipitis, die ihre Wärme dringend benötigten, freiwillig lieber in de schattigen Graslichtungen krochen , musste sich der rotbraune Fels in einen gewaltigen Herd verwandelt haben. Sengo und Vipitis dösten zusammen Seite an Seite in dem verkümmerten Gewässer. Gerade die großen, weißen Katzen mit ihrem dicken Pelz litten unter den sengenden Winden, die ansonsten in dieser Jahreszeit eine so willkommene Abwechslung boten. Viele Pokémon hatten einen Exodus durch das Dorf gestartet, um zur von den Aschewolken zumindest etwas geschützten Route 113 zu fliehen, doch die dort ansässigen Pokémon wie Zurrokex oder Panzaeron begegneten den vorübergehenden Gästen mit Skepsis, zumal es sich um einen längeren Zeitraum handelte. Die das maritime Klima gewohnten Beerenbäumen verdorrten. Doch das war noch gar nichts. HIER gab es wenigstens noch Wasser. Die Meteorfälle hingegen profitierten kaum von dem helleren Gestein. Die stickige, warme Luft, die sich in der Senke angestaut hatte, marschierte über den breiten Höhleneingang in die Drachenhöhle hinein und legte ihren schwülen Dunst über das noch viel klarere und erfrischendere Wasser, welches wirklich Gold wert war. Ohne dieses kristallklare Nass hätte Großmütterchen wesentlich mehr Probleme wegen der Temperaturen bekommen als ohnehin schon. Doch weiterhin war keine einzige Verkünderin der frohen Botschaft am Himmel zu sehen. Der einzige weiße Flausch, der sporadisch auftauchte, waren die Wablu die sich ebenfalls nur noch im Notfall in die Lüfte begaben. Melancholisch blickte ich auf meine gebräunten Arme, die zum ersten Mal nach Langem Opfer eines pochenden, pulsierenden, lodernden Sonnenbrandes wurde. So konnte es nicht weiter gehen.
      "Komm, meine kleine Avelina. Versuchen wir es doch nochmal. Altaria, los, flieg' und nach Xeneroville ... ja ... schon wieder ... tut mir leid ..."
      Gleißendes Sonnenlicht.



      Gleißendes Sonnenlicht II



      [ame='https://www.youtube.com/watch?v=xk7qrL8aZjM']Drought[/ame]

      Einzig allein die untrennbare Verbindung zum Meer verhinderte es, dass sich der Krater leerte und die Stadt mit einem deformierten Burggraben um die Arena ausstattete. Als ich erneut das Gefühl bekam, unmittelbar aufgrund der Reflexion zu erblinden, wurde mir klar, dass ich meine Sonnenbrille noch gar nicht aufgesetzt hatte. Ärgerlich ... Hier, in der Stadt der weißen, kubischen Marmorhäusern, kreiert von Hoenns exzentrischsten Architektengenie Angelos Varoufakis, schlug die Apokalypse nichtsdestotrotz am härtesten zu, hatte sich das bestialische Groudon hier in der Ursprungshöhle schließlich verschanzt. Das hatte wohl nicht so geklappt, wie Team Magma sich das vorgestellt hatte. Diese Verrückten. Den zwei Gestalten, die das Tor bewachten, klebten die Strähnen genauso chaotisch im Gesicht lagen wie mir. Ich hob mein geliebtes Flurmel auf den Arm und würde mich nun erneut einem Versuch stellen, auch ohne blauen Edelstein, der im Besitz des Zehnjährigen war, mir Einlass zu verschaffen. Wassili, Troy und ich besaßen schließlich die stärksten Teams Hoenns, wieso sollten wir denn auf diesen Jungen warten, was war an dem so besonders?
      "Flu- ... lurmel ... flurmel."
      "Ist schon gut, meine kleine Avelina, ich hoffe, dass das bald ein Ende nimmt."
      Gleißendes Sonnenlicht.

      "HEIL-"
      Bitte was?
      "HEILE!"
      Ungläubig blickte ich auf das Plaudagei, das zusammen mit einem Mann mit minzgrünen Haaren, einem weißen Barret und femininen Touch und einem weiteren Schönling mit makelloser Haut, stahlblauen Augen und silberglänzenden Haaren das Tor zur Urzeithöhle bewachte.
      "Ich heile deine Pokémon ... und ich will nichts, dafür haben~! Krah!", tönte der Vogel, der sich somit einen sanften Rüffel des Mützenträgers verdiente.
      Wassili sprach dennoch in einem sanften, liebevollen Ton zu dem Pokémon: "Aber nein, mein Spatzel, das ist der falsche Spruch!"
      "Krah! Du kummsch hier net rein! Du kummsch hier net rein! Kra-ah-rah!", tönte das quirlige Federvieh erneut und strahlte vor Stolz. Von allen Lebewesen, die von der grassierenden Hitzewelle nahezu niedergemäht wurden, war dieser Vogel am glücklichsten. Ganz im Gegensatz dazu lastete der ernste Blick des jungen Silberrückens auf mir.
      "Sie sind jetzt schon das dritte Mal in dieser Woche hier erschienen. Der einzige Grund, weshalb wir beide mit unseren zwölf Pokémon hier ausharren, ist, dass Sie sich hier nicht unbemerkt Zutritt verschaffen. Verschwinden Sie, das Betreten der Urzeithöhle ist strengstens untersagt!", wies mich der pöse, pöse Pursche streng zurecht.
      Ich spielte gelangweilt mit meinen runden Ohrringen: "Dann geht doch selbst rein, Mann!"
      "Ach Schätzchen, wenn es doch nur so einfach wäre! Uns Bewohnern Xenerovilles ist es leider nicht gestattet, die Urzeithöhle zu betreten. Außerdem befindet sich die blaue Kugel nicht in unseren Händen, denn sie wird zur Zeit von jemand anderem behütet, nämlich ..."
      " ... dem Zehnjährigen." Seufzend vollendete ich Wassilis Satz, bevor sich die glimmende Lufttemperatur nun auch auf mein sonst so lockeres Gemüt übertrug.
      "Alter! Meine Großmutter wohnt in den Meteorfällen und erträgt selbst dort an diesem Ort, der so weit entfernt ist, die Temperaturen nicht! Von den Pokémon ganz zu schweigen! Die Wasserfälle auf Route 114 schrumpfen bald in ein klägliches, kleines Rinnsal zusammen! Wie lange wollen wir noch auf DEN ZEHNJÄHRIGEN, den Helden von Hoenn warten? W-w-wo steckt der Kerl eigentlich?" Wassili wischte sich die verschwitzten Strähnen resigniert aus dem Gesicht.
      Der ranghöchste Xeneraner ließ aus seiner Stimme fast schon Resignation verlauten: "Tja, wer weiß das schon, meine Liebe. Vielleicht ... vielleicht nimmt er gerade an den Pokémon-Wettbewerben aller fünf Klassen und aller fünf Ränge teil. Oder aber er befindet sich auf einer gemütlichen Shopping-Tour in Baumhausen City, um sich seine Geheimbasis einzurichten. Was ist, wenn er gerade Pokémon am züchten ist?"
      "Welcher Zehnjährige hat denn Ahnung vom Pokémonzüchten? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass die Alterskontrolle im Malvenfroh-Casino wieder versagt hat?", schnaubte ich verärgert, setzte mich auf einen der weißen Steine und drückte mein Gesicht zwischen meinen beiden Händen ein; rieb mir in den Augen. Diese Hitze war einfach unglaublich kräftezehrend.
      Troy, so lautete der Name des Silberhaarigen, brachte mir von Anfang an eine immense Portion Antipathie entgegen, auch jetzt: "Seien Sie nicht albern und verschwinden Sie endlich. Das Casino ist schon seit einigen Monaten geschlossen! Was mir indes viel mehr Sorgen bereitet ... ist eine mögliche Störfunktion des Devon Atemgeräts. Nicht, dass ihm in der Tiefe etwas zugestoßen ist ... das würde der absoluten Katastrophe gleichen, mal davon abgesehen, dass wir diese mit Team Magmas Erweckung Groudons längst schon erleben."
      "Jemand, der vermutlich nicht mal alleine ohne Pokémon schwimmen kann, soll, lediglich an die Finnen eines Tohaido geklammert, problemlos durch die Tiefseegräben tauchen. Exzellent ...", hauchte ich sarkastisch: "Aber das mit Groudon haben wir uns natürlich alle ... irgendwie ... äh ... anders, genau, anders war das Wort ... vorgestellt."
      Troys Augenbrauen rüsteten zum Angriff und gerieten in die Schieflage: "Haben Sie etwa etwas damit zu tun? Mit Team Magma?"
      "Ich? Papperlapapp! Nein, nein, nein, nicht wahr, meine kleine Avelina?" Sanft tätschelte ich den Kopf meines Flurmelchen und reichte ihm meine Wasserflasche. Der Kessel von Xeneroville glich nun mehr einer überdimensionalen Sauna.
      Ich würde an den zwölf Pokémon sicher nicht vorbeikommen und dass die Herren ohne blaue Kugel nicht den Mumm hätten, der Urzeitbestie die Stirn zu bieten, wurde mir heute einmal mehr klar, aber da gab es noch etwas Anderes, was ich ansprechen wollte: "So, die Sache mit dem Meteor ... ist desweiteren äußerst bedenklich, meine Freunde."
      Troy winkte entnervt ab: "Ich habe keine Lust mehr, mit Ihnen zu diskutieren. Das Forscherteam aus dem Raumzentrum hat keine Anomalien bezüglich extraterrestrischer Gesteine festgestellt. Ich spreche übrigens von gestern."
      "Ja, noch nicht, NOCH NICHT! Stell' dir mal vor, ... hmmm ... sagen wir mal, in einer Parallelwelt gelangt jemand namens Hidla an die Macht und kaum jemand vorher ahnte, dass er Tod und Zerstörung über das Land bringen würde ... so verhält es sich auch mit dem Meteoriten ... es ist nur eine Frage der Zeit, bis die uralte Prophezeiung der Meteoreaner eintreffen wird", begründete ich meine Besorgnis. Eine Besorgnis, die sich Jahre lang durch mein Hirn bohrte und die ich zugerne wie der feine Herr Trumm als Hirngespinst abgetan hätte.
      "Das ist ... Humbug. Parallelwelten, sonst noch was? Momentan bleibt uns nichts, als auf Brix zu warten."
      Pah! Dieser Zehnjährige! Was hatte der an sich, dass alle Welt so begeistert von ihm war?
      Aber Humbug ... nein, die Gemälde an den Wänden des Himmelturms ... man konnte alles mögliche daraus deuten, allerdings keinen Humbug.
      "Komm, meine kleine Avelina ... wir müssen uns dann etwas anderes überlegen, meine Süße. Ach, du bist einfach so knuffig! Dann gehen wir eben. Heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder, keine Frage! Brutalanda, flieg' uns nach Hause! Tüdelü~!", verabschiedete ich mich von den beiden und glitt auf dem Rücken meines stärksten Drachen in die Lüfte ... Luft, versengt von gleißendem Sonnenlicht ...

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Meow Mobbing

      Es ist mal wieder Zeit einem Supermod auf der Nase rumzutanzen. :tanz:

      Hier ein paar Zitate

      kreiert von Hoenns exzentrischsten Architektengenie Angelos Varoufakis,
      Ach die Angela und der Yanis haben ein Kind? *:O
      Jemand, der vermutlich nicht mal alleine ohne Pokémon schwimmen kann, soll, lediglich an die Finnen eines Tohaido geklammert, problemlos durch die Tiefseegräben tauchen.
      Ist doch ne prima Sache. :noldcool:
      Momentan bleibt uns nichts, als auf Brix zu warten.
      Ausgerechnet dieser verdammte Mistkerl? Der ist unzuverlässiger als ein von holzwürmern durchfressenes Holzbrett. Kann nichts weiter als große Töne spucken. :kotz:
      Dann gehen wir eben. Heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder, keine Frage!
      Das rosarote Flurmel :hüpf:

      So und jetzt noch einen Nachschlagsmobber :fies2:

      Eine schöne sarkastische Geschichte aus der Sicht von Amalia und ihrem süßen Flurmel, wobei Flurmel doch der heimliche Star ist. Besonders als sie aus der Wasserflasche trinkt. :w:
      verabschiedete ich mich von den beiden und glitt auf dem Rücken meines stärksten Drachen in die Lüfte ... Luft, versengt von gleißendem Sonnenlicht ...
      Und wo ist Flurmel? Muss die jetzt bei dem arroganten Troy und dem komischen Wasili bleiben? :mwah2:

      Der zweite Hauptstar ist natürlich das Plaudagei, :bg:
      ...auch wenn der Arenaleiter von Xenoville nicht genügend Stil hat für ein so stilvolles Pokémon. :blah:

      Wasili und Troy sind natürlich weltfremd und eingebildet wie eh und je. :lol:
      Die beiden warten seelenruhig auf einen kleinen Jungen, nur weil dieser die blaue Kugel hat und anstatt dass einer von beiden aufbricht um ihn zu suchen und der andere wartet, lassen die sich von ein paar Rüpeln aufhalten und warten lieber auf ein Kind. Kein Wunder wieso Troy seinen Titel verliert. :tlol:

      Super Geschichte, alter Flohkarter! :hehe:
    • Nun, dann versorgen wir mal das Geburtstagskind mit einem wohlverdienten Kommentar. :run2:

      Fangen wir bei Endstation an.
      Zunächst einmal bin ich sehr überrascht, dass du dich auch kurz fassen kannst. xD Gut, ich war bisher nie so eifrig dabei, hier Fangeschichte zu lesen, und kann das von daher auch nur begrenzt beurteilen - aber du bist in meinem Gedächtnis eher so der Typ mit den langen Kapiteln, die vor Beschreibungen nur so strotzen. ^^
      Hier natürlich deutlich weniger von selbigen Beschreibungen, wie das in einer Kurzgeschichte logischerweise der Fall ist, man muss ja zu Potte kommen, wobei du dennoch die Umgebung und was so dazu gehört kurz, knackig und wirklich gut beschreibst, außerdem weiß ja jeder, wie der Silberberg so ungefähr aussieht, das ist schon mal gut.

      Mir sind nur zwei Sachen aufgefallen, die ich seltsam fand:
      Zum einen dieser plötzliche Sinneswandel von wütend zu wie ein kleines Kind umherhüpfend ganz am Anfang. Ich verstehe nicht, woher dieser Gefühlsumschwung kommt. Vor allem kommt der Umschwung so mir nichts dir nichts von einem Satz zum anderen, ich war schon echt irritiert und musste die Stelle noch mal lesen. xD
      Zum anderen das Kind, das sich plötzlich auf die Schultern von Min teleportiert. o.O Ich meine, das ist doch am Anfang nicht da, wo kommt das auf einmal her? Ich habe mich im ersten Moment gefragt, wer denn da jetzt auf einmal mit einem Kind auf den Schultern ankommt, was ich verpasst habe, musste auch hier nochmal nachlesen.

      Aber schöne Geschichte. Diese Stilbrüche jedesmal, wenn Min spricht. xD Wunderbar. Und eine nette Moral. Ich weiß nicht, was ich noch schreiben soll. Hat mir ganz gut gefallen.




      So, auf zur nächsten, dem Schwarzen Tod.
      Das Video ist gesperrt. :(
      Seit einigen Monaten schon treffe ich mich mit einer schönen Reisenden von den Regeninseln mit ihren üppigen
      Ein hoch auf die deutsche Sprache, dass sie uns ein solches Verlesen ermöglicht. :tlmao:
      Ich meine, ne, ich wusste gleich, was gemeint war. Natürlich. So kindisch bin ich doch nicht. Niemals.

      Die Rattfratz, die stets in der Nähe zur Zivilisation lebten, fuhren oft zahlreich als blinde Passagiere mit.
      Uh, aber warum wissen die direkt, dass die Ratten, bzw. Ratfratz, die Seuche übertragen? Wenn ich mich recht entsinne wussten das die Leute damals doch gar nicht, sondern glaubten, die Pest würde sich über verdorbene Luft (deshalb auch die Schnabelmasken) ausbreiten, die zu dieser Zeit allgegenwärtigen, ja völlig normalen Ratten und Flöhe hatte keiner auf dem Kieker.

      Nun, zum Wesentlichen ... die Infizierten leiden unter Kopf- und Gliederschmerzen, begleitet von Fieber und einem allgemeinen Unwohlsein, was die Krankheit mit der Grippe teilt. Jedoch bilden sich in Achsel- und Leistengegend schwarzviolette, hässliche Knubbel, die sich irgendwann mit Eiter füllen und aufplatzen können. Das Blut ist schwarz wie das Fell der Nachtara, doch von dem Erkrankten soll ein Gestank ausgehen, der dem eines Sleimoks die Stirn bieten kann. Bei einigen wenigen Betroffenen sind die hässlichen Beulen nichts zu sehen, doch sie spucken Blut und verenden umso schneller.
      Ih. Bah. Ih. Ich hasse die Pest wie die Pest. Furchtbar. Ich bin froh, dass diese Krankheit heute ausgerottet ist; wenn ich mir vorstelle, wie sie sich langsam ausbreitet, immer näher kommt, und keiner kann was dagegen tun ... Eigentlich schlimmer als eine Zombieapokalypse. o.O
      Im Krabat kommt die Pest auch vor, oder? Ich meine jedenfalls. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, hatte ich Albträume. Meh.

      Nancy hatte sich erbrochen.
      Erster Gedanke: Jo, Pest oder was, gg.
      Aber Erbrechen gehört ja gar nicht zu den Symptomen. xD Die Stimmung, die durch diese Tagebucheinträge vermittelt wird, hat mich da ganz schön in die Irre geführt. ^^



      Meine Glaubensgenossen wurden verfolgt, geschlagen, vertrieben und verbrannt. Als sei ihr Leben nicht schwer genug! Das Beitrittsverbot der Handwerkszünfte zwang viele zum Bankierswesen und dem Wuchergeschäft, dass den Unmut der Bevölkerung zur Folge hat.
      Ah, ok. Da wundert es mich aber, dass er so problemlos aufgenommen wurde, immerhin hat man den Juden vorgeworfen, die Brunnen zu vergiften und so Shit. Wann immer man einen Sündenbock braucht ... und bei der Pest braucht man ganz sicher einen.

      Offenbar waren tatsächlich die Rattfratz, die ebenfalls in Massen verendeten, der Ausschlag gebende Faktor.
      Ich kann mich irren, aber Ratten sind doch immun gegen die Pest, was sie ja eben zu so hervorragenden Überträgern (bzw. Trägern der Überträger) machte. Ein Massenverrecken der Ratfratz ist also eher unlogisch.

      Ah, gut, im Verlaufe der Tagebucheintröge wird dann auch klar, dass nicht sofort die Ratten und Flöhe als Verursacher feststehen. Dann irritiert aber doch der Hinweis auf die Ratten ganz zu Beginn, der dann ja ... nun ja, schon ziemlich zusammenhanglos ist. Sie wären doch eigentlich keiner Erwähnung wert, bei dem Erkenntnisstand, den der Arzt damals hatte.

      Übrigens check ich die Namen alle nicht. Gut, Venedig natürlich. Aber ansonsten, wtf. xD
      Ah, gut, da kommt ja eine Auflistung. :run2:

      Raikachu wrote:

      Trotzdem hätten die Europäer besser reagieren können, aber was erwartet man von Menschen, die die Römer mit ihren schönen Abwassersystemen etc. als Heiden beleidigt haben?

      Naja, seit Konstantin waren die Römer Christen, außerdem war das Heilige Römische Reich deutscher Nation quasi die Fortsetzung des römischen Reiches. Auch leitet sich das Wort Kaiser von Caesar ab. Also Verkennung der antiken Errungenschaften ja, aber abwertend hat man auf die Römer auch nicht geschaut. :$
      "Three nations fallen in 6 days of war
      Traitorous neighbors
      Received as deserved
      Under the sun in the dust of the war
      One nation standing stronger than before"
      Sabaton - Counterstrike


    • das zusammen mit einem Mann mit minzgrünen Haaren, einem weißen Barret und femininen Touch u
      Wassilli *___*

      Heee, so schwul is der Gute nich XD Er is mit Wibke zusammen 8) Zumindest laut Manga xD

      Das Plaudagei is toll 8D

      Soo es geht um Zinnia :D Die sich höllisch darüber aufregt, warum das Schicksal der Welt in den Händen eines ZEHNJÄHRIGEN liegt xD ih finde ihren charakter gut getroffen, abersolche charaktere liegen dir auch mauschtic :P

      Ich finde es herrlich, wie du die ganze Spiel"logik" in ihre Hass-Tiraden einbaust, richtig schön xD

      Eine nette Idee, wie die beiden Herren von Hoenn auf den zehnjährigen warten in Zinnia nicht ernst nehmn. Zugegeben kann man leute mit so nem Aggressionspotential wenig ernst nehmen xDD

      I like. i luv <3 Hassu gut gemacht :D

      Fangeschichten #f-sandan# Lesecke #f-sandan# RedaktionSchreibworkshop #f-icognito-!# Lesezirkel
      Zzt krank und nicht verfügbar - Hand OP am 4.3.2019
    • Hey, vielen Dank für eure Kommentare! :D


      @San:

      Plaudagei kann nur toll sein, es basiert auf unserem Scowzer! 8D :sebi:

      Ja, unlogische Dinge in Pokemon lässt mich einfach nicht mehr los xD

      Genauso wie die Delta-Episode, die war sowohl im emotionalen, musikalischen als auch im komödiantischen Bereich eines der besten Werke, die Pokemon je hervor gebracht hat :D

      Als Zinnia dann nicht nur aussah wie Min, sich dann teilweise so benahm und dann auch noch diese unfassbare Musik ... HAIPU!

      Der Zehnjährige, ja ... ich mein' ist ja nur so, dass Hoenn eine lebensfeindliche Wüste mit schweren Sanstürmen, einen aktiven Vulkan mit Lavasee, zahlreiche Wasserfälle und brandgefährlichen Wasserströmungen besitzt, aber bitte! xD


      @Sneek:

      Jo, unter 2000 Wörtern geht bei mir eigentlich nichts pro Kapitel :D

      Vielleicht war der Gefühlsumschwung tatsächlich etwas zu rabiat :tlmao:

      Das Kind war die ganze Zeit schon da, während dem Kampf dann auch sicherlich nicht an den Schultern sondern eher neben der Mama, aber ich habe mir diese "Überraschung" für später als nachträgliche Beschreibung aufgehoben, damit nicht schon alles sofort kommt. =)

      Jaaa Mina;v; ist reifer geworden, aber hat sich nicht von anderen umbiegen gelassen :tlol:


      DIE wissen das natürlich nicht. Aber irgendeiner muss der erste sein, der die Vermutung anstellt. Vielleicht waren es auch mehrere, die es dann nur nicht niederschreiben konnten. Die Verknüpfung Hafen->Ratten->Krankheit->Ratten in Häusern ist ja nicht allzu weit hergeholt, nur beweisen konnte man das damals nie. Die Allgemeinheit denkt natürlich nicht daran, aber der Doc hier richtet sich nicht nach der allg. Meinung, sondern versucht selbst zu beobachten. Er ist ja auch kein reiner Mensch, keine Ahnung, vielleicht riecht Aquana sowas auch :tlol:

      Ah ja Video.

      [ame='https://www.youtube.com/watch?v=Yr4L6qBaRdY']Plague[/ame]

      Die Pest und ihre unaufhaltsame Eroberung ... keiner war dagegen gefeit ... kein Wunder, dass die Leute bei diesen hässlichen Beulen dann auch noch das Jüngste Gericht erwarteten. Dabei war die Lungenpest weitaus schlimmer. oO

      In Italien gehörten die Juden zum festen Teil der Gesellschaft und besaßen auch die Möglichkeit, viel mehr Berufe zu erlernen, insbesondere in Venedig. Von allen pestbetroffenen Ländern erwies sich Italien mit Abstand am Liberalsten und hat die Juden kaum dafür verantwortlich gemacht.
      Dass der Doc so einfach angenommen wurde ... Glück. Das erste Kapitel gehört der Krankheit allein, im zweiten werden Judenverfolgungen und die Geißler eine Rolle spielen. Die Geißler ... ja ... wir stehen etwa im Jahr 1349 momentan.

      Seine Frau ist nur schwanger :'D Aber klar, ich habe euch extra Angst gemacht :hi:

      Vll sind die Rattfratz auch durch etwas anderes gestorben. Aber mit der Pest ... das klingt durchaus logisch. Bei anderen Tieren bin ich mir nicht sicher. Eine Quelle meinte, dass die ebenso starben, andere berichten von keinen Änderungen und wieder andere meinten, es beträfe nur die kleineren Haustiere. :ka: Da war ich am Ende etwas ratlos.

      Die Namen wurden umgebaut, weil es in der echten Welt keine Gijinkas gibt. ;( Und einige sind wirklich seeeehr ... anders geworden. xD


      Danke nochmal! :hüpf:

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • AHA! Kommentar! Wie versprochen :D


      Endstation


      "Wieso habe ich verloren?" – Weil du schlecht bist. Ist doch nicht so schwer?


      "Tja ... keine Ahnung ... du hast wohl nicht so viel Swag" – Swag… Jaaaaahhhh… ich hasse diesen Ausdruck so abgrundtief. Swag ist für mich gleichzusetzen mit überflüssigem Machogehabe.


      "Trikephalo" – Aha, Frau Swagolino hat also ein Trikephalo. Die wird sich bestimmt blendend mit G-Cis verstehen. :/


      "Es war nämlich nicht einfach, in einer Millionenstadt aufzufallen." – Stimmt allerdings. Da kann man nackt mit einem Grizzly auf dem Rücken durch die U-Bahn laufen und laut Blechflöte spielen, und es würde keinen interessieren.


      "sogar eins besaß" – Was heißt hier sogar eins? Ist ja nicht so, als ob Troy nicht DER Bad MF in da Hood wäre. Wenn die Panzaeron-Trainer eine Pyramide bilden, dann sitzt Troy im Whirlpool nebendran, schlürft Champagner und kommandiert sie.


      "Ich bin ja nicht Will Smith." – Das würde ich nochmal überprüfen. Da kann man sich nie sicher genug sein!


      "Muneo heiße ich ..." – Klingt wie Oreo. Hm…. Oreos… *sabber*


      "Min wusste es sicher auch lange nicht, eventuell war sie mit zwanzig noch viel planloser als ich." – Bestimmt nicht so planlos, wie ich nach dem Lesen der Geschichte. Wer zur Hölle sind die ganzen Leute. Und viel wichtiger noch: WIESO HABE ICH KEINE OREOS!?


      Der Schwarze Tod


      Uhhhh. Ich mag den Tagebuchstil voll gerne. :0 Das Leuchtturmtagebuch aus "Rumo und die Wunder im Dunkeln" ist da mein Lieblingsbeispiel. Tolles Buch.


      Aha! Ein Aquana-Mensch. Hat der auch so niedliche schwarze Augen?


      Und er findet die Liebe… Die wird bestimmt an Pest verenden. Wäre ja auch gegen das Klischee, wenn es anders käme.


      Und auch noch schwanger! Schicksal at it's best.


      Klar ist die Menschheit zu Aussterben verdammt, das ist der Lauf der Dinge. Naiv, etwas anderes zu denken.


      Ja wie. Der stirbt nicht? Kein Drama? Keine Trauer und Schicksalsschläge?


      Trotzdem, sehr packend. Da hast du wirklich Atmosphäre aufgebaut und gehalten.


      Gleißendes Sonnenlicht II


      "Ich heile deine Pokémon ... und ich will nichts, dafür haben~! Krah!" – Sui. Is that you?


      Ich weiß nicht mal was ich dazu schreiben soll. Ich meine… WTF? Das Kapitel könnte auch von unserem liebsten Zauberspottl stammen, wenn man es so liest xD


      Da hast du nicht zufällig ein LP von Sui geschaut?


      Sehr lustig jedenfalls :D Hab' mich köstlich amüsiert.
    • @ItsQbiKS: Ja, mein Bester, ich mag gerne Referenzen von Sui und anderen lustigen Sachen in meinen Geschichten! :hüpf: Vielen Dank für dein Kommentar, das weiß ich sehr zu schätzen! :D



      Sooo, und jetzt geht es weiter. Der Auftakt zu einer Serie von Kurzgeschichten, die vor Yamihonou, Min und Bestie spielen, nämlich mit deren Ahnen. Es handelt sich um verschiedene Kurzgeschichten, die im und um den Pazifikkrieg spielen. Wie viele es werden? Keine Ahnung, vielleicht wird es später ja noch eine eigene Geschichte, wer weiß das schon? Unnötig unter Druck möchte ich mich nicht setzen, ich habe hier, inspiriert von "Barfuß in Hiroshima", einfach Lust drauf gehabt, in die dunkelste Stunde der japanischen Geschichte einzutauchen ... das Erste wird kein FSK haben, aber ein Nachfolger könnte einige FSK-Abschnitte in Spoilern haben. Naja, Kriegsbeschreibungen. Das ist eben nicht schön. Viel Spaß!

      Namenskanji beginnen übrigens mit den Nachnamen, auch wenn ich hier bei der lateinischen Umschriften den Vornamen zuerst nenne!



      Zehn vor Zwölf



      Matsuyama 松山 (Präfektur Ehime/Insel Shikoku), 21. Juli 1945 (Showa 21)


      Japan. Nippon. 日本. Das Land der Götter und des Meeres, der Bergwälder und der Kiefernhaine, der Schreine und der Tempel, der Krieger und des Kaisers. Japan war mittlerweile ein modernes Land geworden, doch die moderneren Steinbauten konnten sich noch nicht wirklich durchsetzen. Vor über 80 Jahren begann man, das Japanische zu verneinen und durch Europäisches und Amerikanisches zu ersetzen. War ich froh, dass unser Schulgebäude ein Stückchen asiatische Heimat blieb! Nur ein Problem gab es. Die "amerikanischen Teufel" und die "englischen Hunde" bombardierten unser Land fortwährend. Und die Sonnengöttin Amaterasu konnte nichts dagegen tun. Ich verstand dies nie, hinterfragte es aber auch nicht weiter. Der Kaiser schützte sein Volk wie ein großer Vater und beflügelt vom Wind der Götter war es unmöglich, diesen Krieg zu verlieren. Diese Überzeugung teilte jeder, oder zumindest ... jeder, der noch frei auf der Straße laufen durfte. Das Militär wurde immer strenger mit den Leuten, die öffentlich die Autorität des Kaisers untergruben und ließ sie wegsperren. Auch ich war bis 1944 frei von Zweifeln geblieben, aber nachdem die weißen Teufel immer näher kamen und die großen Städte und ihre Industriezentren in Schutt und Asche legten, musste ich mir schon eingestehen, dass die Lage schwierig war.
      Ich war eine gute Japanerin!
      Das konnten ruhig alle wissen! Ich liebte mein Land und hoffte inständigst darauf, diesen Krieg zu gewinnen. Eine Niederlage? Unvorstellbar. Was würde dann bloß passieren? Japan hatte noch nie verloren, ein unbesiegbares Bollwerk im Pazifik. Nein, immer gab es ein erstes Mal, aber nicht hier. Denen mussten doch die Kräfte ausgehen!
      "Ich bin eine gute Japanerin. Betrachte doch mal unser Land, wie reich es an wunderschönen Gebäuden und atemberaubender Natur ist! Ich könnte mir keinen anderen Ort zum Leben vorstellen! Amaterasu, Buddha, die kaiserliche Majestät, 天皇陛下, und die Soldaten, sie werden das Kind schon schaukeln! Diese garstigen Biester aus dem Westen, sie machen uns alles kaputt!", vertrat ich im Unterricht überzeugt meinen Standpunkt, auch wenn mehr Hoffnung als Vernunft aus mir sprach. Einige Stadtteile waren auch in meiner Heimat bombardiert worden. Viele Menschen verloren Familie, Hab und Gut, während das Schulgebäude und ich zu dem Teil der Stadt zählten, die bislang alles ohne Schaden überstanden hatten. In Matsuyama und seinem Umfeld, einer Hafenstadt im Westen der kleinen japanischen Hauptinsel Shikoku, lebten nicht so viele Menschen wie in de bekannten Großstädten, doch genug für etwas Industrie und um als Ziel der Amis zu gelten.
      Zufrieden ließ der Lehrer, ein Gesicht wie ein Kramshef, verschlagen und spitz, über mich gleiten, bevor er seinen Bambusstock auf die nächste Schülerin richtete. Stolz richtete sich Mitsuyo auf, blickte ehrerweisend auf das Bildnis des Kaisers und die Flagge der Kriegsmarine mit ihren sechzehn roten Strahlen und las ihr Textstück vor. Wir sollten journalistische Aufrufe schreiben, als ob wir den Bürgern oder den Soldaten über das Radio Mut machen würden.
      Da rieb sie sich die Hände, stolz, ihr Geschriebenes endlich vortragen zu dürfen: "Wer nicht an den Kaiser glaubt, glaubt nicht an einen Gott. Wer nicht an einen Gott glaubt, glaubt an einen Teufel und ist ein schrecklicher Verräter! Ein Dämon, ein Monster, das in den Diensten der Weißen steht. Gebt nicht auf, ihr tapferen Männer und Frauen, und verteidigt unser Land vor den Barbaren, der Schutz des Kaisers ist euch gewiss!" Das Rabengesicht, Herr Torikawa, grinste hämisch. Der Lehrer mit dem schmalen Oberlippenbart verspürte keine Freude dabei, denn er setzte es als selbstverständlich voraus. Wir waren vor einer Woche zwei Schülerinnen mehr, bis die beiden hinausgeworfen worden waren. Sie hatten gesagt, dass sie den Kaiser verachten würden und auch die Götter, die falsche Schlangen seien, große, weiße, falsche Schlangen. Da der Kaiser als Nachfahre der Götter galt, war dieser Schluss von ihnen nachvollziehbar, doch waren die weißen Schlangen nicht die, die unsere Städte pausenlos attackierten und verwüsteten? Also weiß waren die, und falsch sicher auch.


      "Pass gut auf dich auf, mein Junge! Mach' ja keine Dummheiten!", sprach ein dünner Mann, an dem man jeden Muskel erkennen konnte. Er besaß viele Muskeln, denn die Arbeit stärkte seine Muskulatur, doch der Rest des Körpers litt wie wir alle unter der Nahrungsknappheit. Der Krieg musste aufhören! Nicht das war der Grund dafür, dass ich all meine Sachen am Tag zuvor zusammengepackt hatte und nun mit einem riesigen Rucksack den Weg zum Kasernensammelpunkt antrat. Da ich mein 20. Lebensjahr vollendet hatte, wurde ich eingezogen, ob ich wollte oder nicht. Ich hätte gerne mehr Zeit bei meiner Familie verbracht oder studiert, doch es kam, wie es kommen musste.
      誠一郎 ... Seiichiro, wenn du bei der Armee bist, dann geht der Krieg vielleicht noch ein paar Tage schneller rum! Und dann kannst du wieder nach Hause!
      Andere Väter hätten ihren Sohn mit "Bring' Ruhm und Ehre für den Clan mit, verteidige das Vaterland und den Kaiser mit deinem Blut und jage die Teufel für immer fort", verabschiedet, doch meiner machte sich nicht viel aus diesen Parolen. Er teilte die rigorose, eisenharte Hand des Staates nicht, der vom Militär an die Spitze geführt werden sollte. Stattdessen führte er das Land in einen Krieg, aus dem es nur noch einen Ausweg gab - gewinnen. Verlieren? Diese Frage stellten meine Eltern sich. Diese Frage stellte auch ich mir. Doch niemand traute sich, sie laut auszusprechen. Neun von Zehn waren der Auffassung, dass sie in einer Einbahnstraße gefangen wären und vor der Niederlage die Selbstzerstörung an erster Stelle stand, so, wie es bei der Fliegerstaffel ablief. Deswegen wählte ich die Infanterie, denn ich wollte mein Leben nicht wegwerfen, auch nicht für meine Heimat. Ich war ein junger, gesunder Mann, der später einmal selbst seine Kinder umarmen möchte, und zwar nicht, um sie an die Front zu schicken.
      "Du siehst gut aus, Seiichiro. Du bist erwachsen. Unser ältester Sohn! Ach, dir darf einfach nichts dort zustoßen, hörst du? In einem Jahr kommst du zurück und wirst mit uns allen wieder gemeinsam deinen Reis essen!", flüsterte mir nun eine zittrige Frauenstimme ins Ohr. Mama! Ihr machte es sehr zu schaffen, ihre Tränen konnte sie nicht unterdrücken. Ich war mir sicher, dass auch Vater geweint hätte, doch "ein echter Mann weint nicht", sodass er sich zumindest redlich Mühe gab, gefasst zu wirken. Es brannte ihnen im Bauch, wahrscheinlich sorgten sie sich mehr um mich als ich selbst. Admiral Tetsuaki Sasakawa, mein Großvater, war selbst ein Held des Krieges 1905 gegen Russland gewesen! Seine Kriegsbegeisterung, für Japan zu kämpfen und notfalls sein Leben zu geben, übertrug sich trotz seines Erfolges und seiner spärlichen Wunden nicht auf seine Tochter und seinen Enkel. Er hatte noch den krieg gegen China 1895 vor Augen, ein Erfolgserlebnis, das gegen ein westliches Land einfach wiederholt werden musste, das alles gegen einen Gegner, der Japan gnadenlos unterschätzte. Doch nun, 40 Jahre später, hatte der Westen gelernt, wie er seine Fehler vermied. Die "westlichen Teufel", die, immerhin, zuerst von den Japanern angegriffen wurden - nach monatelanger Provokation, hieß es in Schule und Medien. Japaner durften bereits Jahrzehnte vorher in Amerika nicht mehr einwandern. Jedenfalls, der Eintritt in den Krieg war immer ein Eintritt ins Ungewisse. Ich liebte mein Leben zu sehr, um den Schritt ins Ungewisse zu wagen. Ich hatte schon Einiges zu verlieren.
      Der Kommandant mit dem dichten Schnurrbart stampfte bereits ungeduldig auf den Boden: "Los, Bursche, wie lange wollt ihr euch gegenseitig noch anwinseln? Wir müssen los, die Karavane fährt bald ab! Immer dieser sentimentale Unsinn, du beeilst dich jetzt, sonst darfst du in deinem neuen Zuhause gleich die Toiletten putzen!" Regungslos und etwas matt, so, wie meine Eltern die Erlasse der kaiserlichen Regierung sonst auch immer zur Kenntnis genommen hatten, sahen sie mir zu, wie ich den Pfad aus dem Dorf nahm. Ein letztes Winken, vorbei an den saftigen, grünen Wiesen, reich getränkt an dem Wasser, das die mächtigen Sturzfluten der Regenzeit auf das fruchtbare Land herunterprasseln ließen. Natürlich waren wir alle pitschnass, aber wenn man über den Krieg nachdachte, vergaß man alles andere schon mal um sich herum. Ein solch fruchtbares Land, meine Heimat, unvorstellbar für mich, dass es selbst durch die schlimmsten Kriegswirren bis auf die Grundmauern vernichtet werden könnte. Das hier war mein To'on, dem Dorf meiner Mutter. Nun würde ich, mit kürzer geschorenen Haaren und einer hellbraunen, wenig ansprechenden Soldatenuniform über die kleine Küstenstadt Iyo direkt südlich von Matsuyama in eine Fähre nach Miyazaki auf Kyushu steigen, wo die 154. Division auf mich wartete. Kyushu, das war die westliche Nachbarinsel von Shikoku und auch zugleich Heimat der Familie meines Vaters.


      Wir Japaner hassten den Regen, der im Juli unaufhörlich niederprasselte, obwohl allein er unser Land fruchtbar machte und für die so knapp gewordene Nahrung sorgen würde. Glücklicherweise hatte ich einen Kasa-Hut aus Reisstroh dabei, wie ihn die Reisbauern im Feld trugen, doch ganz verhinderte er die Misere nicht. Säße ich doch noch im trockenen Schulgebäude, in der warmen Aura des Zusammenhalts ... wobei ... die Atmosphäre war doch schon sehr angespannt, aber man versuchte, das Beste draus zu machen. Unterwegs auf dem Weg zum Reisladen pflückte ich eine rosa Kamelienblume von den Büschen, um sie mir ins Haar zu stecken. Man sah es in der Schule nicht so gerne, wenn man sich von anderen abhob, aber da ich als eine gute Japanerin sonst ohnehin schon ähnlich aussah wie die anderen, wollte ich in meiner Freizeit dann doch gerne ich selbst sein. Also löste ich meine beiden Zöpfe, die die Schultern herunterhingen auf und platzierte die Blüte nun in meinem offenen Haar. In einem kleinen Weiler zwischen den Städten Matsuyama und To'on gelegen, hatte das "Eien" - 永遠 - seine Pforten für hungrige Mäuler geöffnet. Während sich an den innerstädtischen Nudellokalen die Menschen nun mehr zum Radiohören und Parolenschwingen trafen, blieb es hier ruhig - Eien - die Ewigkeit, ein Haus, für die Ewigkeit. Umgeben von einem kleinen Bambuswäldchen, wurde hier tatsächlich nur Reis verkauft. Obst und Gemüse gab es schon lange nicht mehr hier, da nur noch wenige Zugang zu diesen seltenen Produkten hatte. Reis und Weizen konnte jeder produzieren und es war sehr wichtig, diese Ernten über den heißen Sommer zu retten.
      "Yaeko, du kommst sicher wieder, um den Reis abzuholen, richtig?", fragte Herr Fumio Nitta: "Bleib' doch ruhig etwas hier, in den nächsten Minuten lässt der Regen sicher nicht nach!"
      Herr Nitta war Mitte Vierzig, besaß große Affenohren wie ein Griffel, nicht mehr allzu viele Haare, aber ein breites, warmherziges Lächeln, doch als wir über den Unterricht sprachen, machte er mir deutlich, dass er nicht meine Auffassung von Mut teilte: "Mutig? Den Befehlen des Kaisers zu folgen ist mutig? Man merkt, dass du Jahrgang 1931 bist! Wenn du die Zeit vor 1927 doch nur erlebt hättest, Japans goldenes Jahrzehnt in der Moderne, bis die Gier der Reichen und der Militärs unser Land in diesen Krieg geworfen haben."
      "Aber liebe mein Land! Ich habe Angst davor, dass die aus dem Westen gewinnen und alles zerstören, was wir besitzen! Mein Bruder wird für Japan kämpfen, damit wir später ein gutes Leben führen werden!", protestierte ich halb empört, halb verzweifelt und dachte an meinen großen Bruder Seiichiro, der am heutigen Morgen von der Infanterie eingezogen und nach Miyazaki in den Süden versetzt wurde. Nun war meine große Schwester Chihiro die älteste von uns vier Verbliebenen.
      "Hör zu, Kleine! Mein Land ... dieses ... 'Japan'. Soll ich dir was sagen? Ich liebe Japan und deswegen habe ich mich blau prügeln lassen, Nächte in eiskalten Zellen verbracht und Hohn und Spott auf mich gezogen, erst recht, als meine Tochter einen koreanischen Zwangsarbeiter als ihren Freund präsentierte, Yasunari oder auch Jae-gyu! Das einzig richtige, dass das Land, meine Heimat, die ich so sehr liebe, machen kann, ist mit diesem Irrsinn endlich aufzuhören, bevor noch mehr unschuldiger Menschen verheizt werden oder gar unerwartet aus der Zivilbevölkerung herausgerissen werden. Diese jungen Männer, die zu zehnt ihr Leben opfern sollen, damit ein einziger amerikanischer Flieger zerschellt? Das ist doch Wahnsinn! Wer Krieg führt, verbaut seinen Menschen das gute Leben, dass du dir so sehr wünscht! Pah! Wenigstens hier im 'Eien' haben wir zumindest ein wenig Ruhe vor den starrsinnigen Leuten." Herr Nitta krempelte seine Ärmel hoch und entblößte auch seine Schulter, wo ein dicker Bluterguss an den nächsten grenzte, bis hin zu dunkelroten Kratzspuren am Hals, die nur langsam verheilten. Sein Schwiegersohn trug in der Öffentlichkeit den japanischen Namen Yasunari und sprach wahrscheinlich perfekt japanisch. Niemand würde eigentlich darauf kommen, dass er Koreaner war, jedoch störte ich mich nicht weiter daran. Wie sollte es das?
      Mir brannte eine andere Frage auf der Zunge: "Also sind Sie für die Amis?"
      "Ach, Herrjemine, nicht so förmlich, wir kennen uns doch mittlerweile lange genug. Nun ... was die Amis betrifft ... nein. Nur weil meine Landsleute sich wie Teufel benehmen, heißt das noch lange nicht, dass ihre Widersacher damit keine Teufel sein können. Der Unterschied zu ihnen aber ist, dass Japan den Krieg nicht gewinnen kann, die unterschiedlichen Größenverhältnisse sind doch der Wahnsinn, Yaeko! Als Japaner den Krieg gegen die USA zu unterstützen und gutzuheißen ist, das sinnlose Sterben seiner Mitmenschen gutzuheißen! Das muss man auch einer altehrwürdigen Institution wie dem Kaisertum anlasten. Der Krieg trifft immer die Kleinen und Schwachen."
      Meine Eltern waren zwar nie so begeistert davon, wie begeistert ich teilweise die japanischen Truppen moralisch unterstützen wollte, doch jemand, der sich so offen und ehrlich gegen die Meinung des Götterlandes stellte und so viel Leid dafür in Kauf nahm, war mir bisher noch nie begegnet. Auch seine Sichtweisen waren mir bis dahin völlig unbekannt. Mir wäre es nie in den Sinn gekommen, die Leute, die energisch unser Land vor der Übermacht Amerika verteidigten, als die Bösen anzusehen. Mit leeren Augen starrte ich auf die ausgefranste Tatamimatte, versunken in einer Krise. Wer war ich? 菅 八重子 ... Yaeko Suga, war das eine gute Japanerin? Oder war das eine schlechte Japanerin? Ich jedenfalls wollte eine gute Japanerin sein, um jeden Preis! Doch ich hatte Angst davor. Hatte der Onkel Nitta recht, dann hatten fast alle Unrecht ... und Mehrheiten konnten grausam sein. Ob die beiden Mädchen aus meiner Klasse, Fumiko und Chiyo ebenfalls geschlagen wurden?
      Der Regen ließ nach und ich verbeugte mich tief bei Onkel Nitta für den Reis und kehrte zumindest etwas aufgewärmt nach Hause, um meine noch nicht ganze trockene Schuluniform gegen meinen Lieblingskimono einzutauschen, als ob ich mir eine neue Haut überziehen würde, wie die Vipitis. Ach Seiichiro, mein großer Bruder, wieso haben wir dich nur gehen lassen? Schuldgefühle bohrten sich auf dem verschlammten Kiesweg nach To'on durch meinen Magen ...


      Die Pokémon, die für den Krieg zu gebrauchen waren, wurden natürlich eingezogen. Die Pokémon, die Fleisch und Milch gaben, wurden Gold wert und gehütet wie ein eigener Augapfel. Dann blieben die Pokémon, die im Gegensatz zu Miltank, Tauros, Ponita oder Groink keinen Ertrag hatten, aber trotzdem versorgt werden mussten: Mauzi, Evoli, Enekoro, Magnayen, Fukano ... auch sie verschwanden von den Straßen, da ihre Besitzer sie aussetzten und fortjagten. Sie verschlangen Fleisch, dass die Menschen brauchten, doch sie brachten es nicht über ihr Herz, ihre ehemaligen Kumpanen zu töten, sodass sie ihnen ein Leben in freier Wildbahn anboten.
      Als diese freie Wildbahn konnte ich die enge, nach Tabak riechende Kaserne nicht bezeichnen. Der Kommandant setzte mich an einem Tisch mit anderen Soldaten ab und warf mich ins eiskalte Wasser - vor ältere, wildfremde Soldaten, von denen mich ein hochgewachsener Soldat mit Koteletten, wuschigen, steilen Augenbrauen und grimmigem Blick sofort ins Auge gefasst hatte. Sofort griff seine feste Bärenhand auf meine Schulter über und zog mich ruckartig an den fleckigen Tisch heran, nachdem der stramme Militär davon gestapft war.
      "Weißt du, Junge, du hast dein ganzes Leben noch vor dir. Wenn du das hier nicht machen willst, dann mach' es nicht! Es ist keine Frage des Mumms ... doch ... es ist eine Frage des Mumms! Ich hatte ihn nicht. Ich war naiv. Als alle Studenten zum Kriegsdienst herangezogen werden, dachte ich, dass ich keine Wahl hätte. Dem Staat nach hatte ich keine Wahl. Aber überlege dir zweimal, ob du dich der Entscheidung eines Etwas beugst, das Menschenleben wegwirft wie diese kleine Kugel Alufolie!", belehrte mich der furchtbar nach Tabak und Umeshu, also nach dem güldenen Pflaumenwein riechende Mann und schleuderte zornig die von ihm zerknüllte Folie auf die Backsteinwand der Kaserne, etwa eine Armlänge unterhalb der Flagge mit den sechzehn blutroten Sonnenstrahlen. Auf seinem Brustkennzeichen war sein Name, Masayuki Enomoto, aufgestickt: 榎本 正之.
      "Was würde ich nur geben, wieder in Caen zu studieren, bei meiner Amélie ... dann kamen die Deutschen. Jetzt, wo der Japaner-Freund Adolf in seinem Bunker verreckt ist, könnte ich wieder zurück. Doch ich entschied mich für Japan, weil ich an meine Heimat glaubte. Was mit Amélie in der Normandie passiert ist, weiß ich nicht, aber immer, wenn ich jemandem davon erzählt habe, wurde nur hämisch gelacht. 'Amélie, Ami, die Langnasen sind doch alle amerikanische Teufel', hieß es. Japan sagte, sie würden für ganz Asien kämpfen, doch nicht ein einziges asiatisches Volk wird aus dem Krieg als Gewinner hervorgehen, wahrscheinlich am wenigsten Japan. Aber ich muss da jetzt durch. Du, junger Mann, kannst noch etwas aus dir machen!"
      Ich hatte Glück. Glück, dass ich nicht mehr nach Okinawa geschickt werden konnte, wo zwischen April und Juni Zehntausende Soldaten und Zivilisten getötet wurden und sich am Ende aus Verzweiflung selbst das Leben nahmen. Die letzte Insel vor Kyushu selbst, das ich verteidigen sollte. Ehrlich gesagt war es doch nur noch eine Frage der Zeit, bis dieses Himmelfahrtskommando zusammenbrach. Meine Geschwister hatten sie in die Schulen und Fabriken geschickt, sodass ich mich von ihnen bereits am frühen Morgen verabschieden musste. Ich als ältester Bruder sah mich in der Verantwortung, sie zu schützen, doch ich scheiterte kläglich. Es waren Dorfvorsteher, Politiker, Medien und Lehrer, die ihr merkwürdiges Weltbild in die Köpfe von Kindern indoktrinierten, die den Frieden nur vom Hörensagen kannten. Mein Vater Naotsugu war den ganzen Tag schwer schuften, sodass nun Yoko, meine Mutter, fast ganz allein für meine 16-, 14- und 5-jährigen Schwestern Chihiro, Yaeko und Hatsu sowie meinen 10-jährigen Bruder Teruyuki die Verantwortung tragen musste. In diesen Tagen, um Zehn vor Zwölf, war es nicht leicht, ein Japaner zu sein, und schon gar nicht, ein 菅, ein Suga zu sein, oder wörtlich ein Seggegras, das von Taurosherden zertrampelt wurde und sich immer wieder aufrichten musste.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Endlich ist es da! °^° Und interessantes Design! :D Wird bestimmt seinen Grund haben, am Anfang dachte ich aber, die Geschichte würde nur aus lilaner Schrift bestehen, einfach weil es .... düsterer wirkt. Ich weiß ja nicht. :ka:
      Auf jeden Fall bin ich mal gespannt, wie die Thematik umgesetzt wird!

      War ich froh, dass unser Schulgebäude ein Stückchen asiatische Heimat blieb!

      Dieser Satz schon allein, diese Formulierung, zeigt, dass wir uns in einer komplett anderen historischen Periode befinden. Sehr schön! :D

      Nur ein Problem gab es. Die "amerikanischen Teufel" und die "englischen Hunde" bombardierten unser Land fortwährend.

      Und manchmal auch vollkommen ohne überzeugenden Grund, einige Städte in Deutschland, in denen es keine Rüstungsindustrie gab, wurden trotzdem in Schutt und Asche gelegt. Aber wieder kann ich nur sagen: Wie man sich bettet, so liegt man. Vielleicht sind die Motivationen der Alliierten, die Bombardements betreffend, nicht an jeder Stelle nachvollziehbar, aber man trägt für die Geschehnisse selbst die Schuld, solange man kein einfacher Landwirt ist, der sich in keinster Weise am politischen Leben beteiligt und trotzdem Familie und Hof verliert.

      Und die Sonnengöttin Amaterasu konnte nichts dagegen tun.

      Oha, ein sehr traditioneller Protagonist also. ^^ Ich finde es echt witzig, dass der Shintoismus in Japan selbst heute noch präsent ist. In Deutschland glaubt auch keiner mehr an die germanischen Gottheiten, aber unsere christliche Geschichte ist sicher älter als die buddhistische in Japan, da sind Shintō und Buddhismus ja verschmolzen, so weit ich weiß (wem erzähle ich das hier eigentlich? xD).

      Ich war eine gute Japanerin!

      Ich hatte schon von Anfang an das Gefühl, dass der Protagonist weiblich wird! Gewiefter Meowstic. :fies:

      Das konnten ruhig alle wissen! Ich liebte mein Land und hoffte inständigst darauf, diesen Krieg zu gewinnen.

      Als Deutscher hätte ich das aber nicht gewünscht. :tlol: Ich habe Deutschland in keinem der beiden Kriege den Sieg gewünscht, weil ich das zu fürchten weiß, was nach einem potenziellen WW2-Sieg passiert wäre und bezweifle, dass wir heute ein relativ friedliebendes Europa nach einem WW1-Sieg hätten. :ups:

      Was würde dann bloß passieren? Japan hatte noch nie verloren, ein unbesiegbares Bollwerk im Pazifik.

      Sei lieber froh, Mädel! .___.) Wir schätzen das heutige Japan in den meisten Fällen. c:

      Denen mussten doch die Kräfte ausgehen!

      Du kannst dir ja gerne die Haare blond färben, Zöpfchen machen und als Patriotin an die Front gehen. :oldno:
      Na ja, okay, wir sind in Japan, lassen wir das mit dem Blond weg. xD

      Einige Stadtteile waren auch in meiner Heimat bombardiert worden.

      Diese Horrorvorstellung. >.>

      Wir sollten journalistische Aufrufe schreiben, als ob wir den Bürgern oder den Soldaten über das Radio Mut machen würden.

      Hat man das in Deutschland auch gemacht? Die armen Kinder ... werden in Sachen reingezogen, von denen sie keine Ahnung haben! :blah2:

      "Pass gut auf dich auf, mein Junge! Mach' ja keine Dummheiten!", sprach ein dünner Mann, an dem man jeden Muskel erkennen konnte.

      Jetzt aus der Sicht eines Soldaten? :bg:

      Der Krieg musste aufhören!

      Zuerst habe ich noch ein "nie" mitgelesen und wollte mich schon "beschweren", dass wir zweimal dieselbe Sichtweise hätten, aber so ist das natürlich schöner und sinnvoller. :sonne:

      Da ich mein 20. Lebensjahr vollendet hatte, wurde ich eingezogen, ob ich wollte oder nicht.

      Volkssturm! :gogi:
      Okay, wenn das Volkssturm wäre, hätte ich mich schon gewundert, ob es das auch in Japan gab. Aber da lebten damals bestimmt 20x mehr Menschen als in Nazi-DE, nehme ich an. :'D

      誠一郎 ... Seiichiro, wenn du bei der Armee bist, dann geht der Krieg vielleicht noch ein paar Tage schneller rum! Und dann kannst du wieder nach Hause!

      Ja, ja, das sagen sie alle, und dann werden sie einen Tag später weggesprengt. :olndo: Kanonenfutter! .__.)

      Stattdessen führte er das Land in einen Krieg, aus dem es nur noch einen Ausweg gab - gewinnen. Verlieren? Diese Frage stellten meine Eltern sich.

      Das hätte man sich vielleicht schon nach WWI fragen sollen. :ups: Blitzkrieg hin oder her, wer sich mit der Entente anlegt, kann nicht mal eben so schnell ganz Europa erobern.

      In einem Jahr kommst du zurück und wirst mit uns allen wieder gemeinsam deinen Reis essen!

      Wenn sie das schon so sagt ... Die ärmste Muddi weiß doch selbst ganz genau, dass sie sich nur selbst anlügt! ;(

      Ihr machte es sehr zu schaffen, ihre Tränen konnte sie nicht unterdrücken. Ich war mir sicher, dass auch Vater geweint hätte, doch "ein echter Mann weint nicht", sodass er sich zumindest redlich Mühe gab, gefasst zu wirken.

      Irgendwie erinnert mich das Szenario sehr an Mulan. Seltsam. :ka:

      Admiral Tetsuaki Sasakawa, mein Großvater, war selbst ein Held des Krieges 1905 gegen Russland gewesen!

      Oh, in Vernichtungskriegen wie diesen wird man schwer ein Held, das kannst du mir aber glauben. 1914 war echt ... der Tiefpunkt europäischer Geschichte bis dahin. :fp:

      Die "westlichen Teufel", die, immerhin, zuerst von den Japanern angegriffen wurden - nach monatelanger Provokation, hieß es in Schule und Medien.

      Ja, genau, wer hat den hier angefangen? :achja:

      Japaner durften bereits Jahrzehnte vorher in Amerika nicht mehr einwandern.

      Och, glaub mir, das durften viele auch nicht. Und dürfen heute immer noch nicht viele. Amerika, echt jetzt? :fp2:

      Jedenfalls, der Eintritt in den Krieg war immer ein Eintritt ins Ungewisse.

      Sag das mal Hitler. :i( Aber recht hat er, der liebe Herr Protagonist. :<

      Glücklicherweise hatte ich einen Kasa-Hut aus Reisstroh dabei, wie ihn die Reisbauern im Feld trugen, doch ganz verhinderte er die Misere nicht.

      Die besten Hüte der Welt! :D Manchmal wünsche ich mir echt, die wären in die westliche Kultur eingearbeitet, die Teile sind bei Unwetter echt praktisch. ^^

      Umgeben von einem kleinen Bambuswäldchen, wurde hier tatsächlich nur Reis verkauft.

      Wenn es der einzige Reisladen in der Umgebung ist, hat man damit bestimmt Tonnen an Geld verdient. :hihi: Die verrückten Asianten ... :'D

      "Yaeko, du kommst sicher wieder, um den Reis abzuholen, richtig?"

      Yaeko heißt sie also? :achja: Ein schöner Name. Aber die Frage bleibt, von wem genau die Dame jetzt abstammt. :(

      Man merkt, dass du Jahrgang 1931 bist!

      Oh, eine sehr junge Dame also noch. :O.O: Kein Wunder, dass sie so patriotisch ist! :oldno:

      Mein Bruder wird für Japan kämpfen, damit wir später ein gutes Leben führen werden!

      Oh là là, Geschwister also! *:O

      Nun war meine große Schwester Chihiro die älteste von uns vier Verbliebenen.

      Obvious comment is obvious: Chihiros Reise ins Zauberland! °O° Bester Film!!

      Diese jungen Männer, die zu zehnt ihr Leben opfern sollen, damit ein einziger amerikanischer Flieger zerschellt? Das ist doch Wahnsinn!

      (Achtung, Kommentar mit schwarzen Humor, bitte nicht als rassistisch ansehen:) Jetzt verstehe ich auch, wieso China so viele Einwohner hat. :$

      Wenigstens hier im 'Eien' haben wir zumindest ein wenig Ruhe vor den starrsinnigen Leuten.

      "Wenigstens hier in Eiern haben wir [...]" :oldno:

      Nur weil meine Landsleute sich wie Teufel benehmen, heißt das noch lange nicht, dass ihre Widersacher damit keine Teufel sein können.

      Dieser Mann vertritt eine mir sympathische Meinung, yay! :freu::v:

      [...] doch jemand, der sich so offen und ehrlich gegen die Meinung des Götterlandes stellte und so viel Leid dafür in Kauf nahm, war mir bisher noch nie begegnet.

      ... des "Götterlandes"? Reden die in Japan heute immer noch so? :(

      Ach Seiichiro, mein großer Bruder, wieso haben wir dich nur gehen lassen?

      Ihr werdet ihn nämlich nie wieder sehen! :jammer: Ich frage mich echt, wie du seinen Tod umsetzt. Ich bin mal so frei und vermute stark, dass er sterben wird. :c

      Mauzi, Evoli, Enekoro, Magnayen, Fukano ... auch sie verschwanden von den Straßen, da ihre Besitzer sie aussetzten und fortjagten.

      :xheul: Ein grässlicher Anblick muss das gewesen sein!

      Es ist keine Frage des Mumms ... doch ... es ist eine Frage des Mumms! Ich hatte ihn nicht. Ich war naiv.

      Wie Captain Ahab, der alte Seebär. :D Ja, man muss echt Mumm haben, um sich so freiwillig in den sicheren Tod zu stürzen.

      Wow, klasse Rede, Mister Enomoto, auf dass es sich Seiichiro eine Lehre sein lässt. Der alte Narr! .___.) Oder sollte ich "junge" sagen? Egal. Auf jeden Fall sehr schön atmosphärisch umgesetzt, beide Charaktere, mit viel Tiefe, man merkt richtig, wie verzweifelt die Lage ist. Wie ein Seggegras. ;(


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
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