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    • Danke für das erste Kommentar! :D

      Und manchmal auch vollkommen ohne überzeugenden Grund, einige Städte in Deutschland, in denen es keine Rüstungsindustrie gab, wurden trotzdem in Schutt und Asche gelegt.

      Setsuna: Im Krieg gibt es eben keine Saubermänner.
      Sheila: DU bist doch hier selbst die große Kriegstreiberin!
      Setsun: Ja, ich bin ja auch böse. ._."

      ist sicher älter als die buddhistische in Japan, da sind Shintō und Buddhismus ja verschmolzen, so weit ich weiß (wem erzähle ich das hier eigentlich? xD).

      Satsuki: Der Buddhismus kam 538 nach Japan, das ist gar nicht so viel später nach der Christianisierung Mitteleuropas. Allerdings schließen sich Buddhismus und Shinto nicht aus, germanischer Polytheismus und christlicher Monotheismus hingegen schon. ^^

      Als Deutscher hätte ich das aber nicht gewünscht. :tlol: Ich habe Deutschland in keinem der beiden Kriege den Sieg gewünscht, weil ich das zu fürchten weiß, was nach einem potenziellen WW2-Sieg passiert wäre und bezweifle, dass wir heute ein relativ friedliebendes Europa nach einem WW1-Sieg hätten. :ups:

      Min: Das wäre auch nicht soooo gut ausgegangen, wenn Japan gewonnen hätte, aber das wussten viele damals nicht. :ups: Die haben sich als Heilsbringer Asiens ausgegeben.

      Sei lieber froh, Mädel! .___.) Wir schätzen das heutige Japan in den meisten Fällen. c:

      Yaeko: Ich bevorzuge das alte Japan, der Geister, Dämonen, Mikos, Priester, Samurai, Ninjas und Geishas. :/

      Du kannst dir ja gerne die Haare blond färben, Zöpfchen machen und als Patriotin an die Front gehen. :oldno:
      Na ja, okay, wir sind in Japan, lassen wir das mit dem Blond weg. xD

      Yaeko: o.O"

      Hat man das in Deutschland auch gemacht? Die armen Kinder ... werden in Sachen reingezogen, von denen sie keine Ahnung haben! :blah2:

      (Bestimmt, sowas ist in totalitären Regimen üblich)

      Zuerst habe ich noch ein "nie" mitgelesen und wollte mich schon "beschweren", dass wir zweimal dieselbe Sichtweise hätten, aber so ist das natürlich schöner und sinnvoller. :sonne:

      (Ja :w:)

      Volkssturm! :gogi:
      Okay, wenn das Volkssturm wäre, hätte ich mich schon gewundert, ob es das auch in Japan gab. Aber da lebten damals bestimmt 20x mehr Menschen als in Nazi-DE, nehme ich an. :'D

      Min: So viel mehr nicht, etwas mehr, ein paar Milliönchen. Es gab aber die Kamikazeflieger, die amerikanische Schiffe unter Einsatz ihres eigenen Lebens sprengen sollten ...

      Sag das mal Hitler. :i( Aber recht hat er, der liebe Herr Protagonist. :<

      Min: Also dea Hidla war sich sehr sicher, dass er gewinnen konnte, sonst würden die meisten es auch nicht machen. :ka:

      Oh, eine sehr junge Dame also noch. :O.O: Kein Wunder, dass sie so patriotisch ist! :oldno:

      Setsuna: Ja, Kinder sind leicht manipulierbar. Und Geschwisterchen erst, hahaha!

      (Achtung, Kommentar mit schwarzen Humor, bitte nicht als rassistisch ansehen:) Jetzt verstehe ich auch, wieso China so viele Einwohner hat. :$

      Min: Ich mag schwarzen Humor! :fies: Afrikaner erzählen Witze einfach am best- ... ups?
      Satsuki: :fp: Du kannst so schlimm sein, Unnie ... und so anstrengend. :(

      ... des "Götterlandes"? Reden die in Japan heute immer noch so? :(

      Satsuki: Richtig, Japan ist das "Land der Kami" oder "Land der Götter", da die der Sage nach sogar die japanischen Inseln erschaffen haben.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Hallo Meowstic,

      auch wenn es schon etwas länger her ist, möchte ich dir gern etwas Feedback zum Gleißenden Sonnenlicht II hinterlassen. Zehn vor Zwölf habe ich mir zwar auch durchgelesen, aber durch die viele japanische Geschichte und das Vorwissen, das man (vermutlich?) durch die anderen Geschichten benötigt, steige ich da nicht ganz durch. :D

      Auf jeden Fall. Ich finde es ja sehr interessant, wie du am Anfang die Situation noch sehr ernst beschrieben hast, als würde das Ende der Welt bevorstehen - was es ja auch irgendwie tut -, nur um dann später in eine Art Slapstick-Verschnitt zu wechseln, der sich selbst nicht ernst nimmt. Die vielen Anspielungen auf bestehende Werke - Pink Panther, Das Leben des Brian und vor allem DEN ZEHNJÄHRIGEN - waren wirklich witzig zu lesen und haben das Ganze gut aufgelockert. Ist ja fast schon schade, dass die Charaktere nur im Off so reagieren und auf den Spieler dann immer mit gewählten Worten. Aber was will man machen. Gerade die Abwechslung im Wortlaut macht es auch sehr unterhaltsam und flüssig zu lesen, was bei Komödien immer besonders wichtig ist und du nimmst nicht nur einmal die Spielmechaniken auf die Schippe. Man könnte schon fast sagen, Troy und Wassili sind ganz in der NPC-Rolle gefangen und Zinnia regt sich umsonst über die bevorstehenden Ereignisse auf. Der Pre-Plot zum Spiel passt also wirklich hervorragend. Wenn du Lust und Laune hast, kannst du ja vielleicht einmal eine Fortsetzung oder eine andere Szene dieser Art schreiben. Würde ich zumindest sehr begrüßen.

      Ich wünsche daher mal frohes Schreiben und vielleicht liest man sich ja bald wieder. Bis dahin!
    • Hi Rusalka, vielen Dank für deinen Kommi, das ist echt klasse! :) Den Teil I hatte ich noch gar nicht eingefügt, aber der ist jetzt im selben Post unmittelbar vor Teil I zu finden.

      Oh ja, ich liebe unlogische Dinge in Pokemon, das muss man einfach parodieren! :tlol: Vor allem der olle Zehnjährige und Mister NSA! :madlol:

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Für alle Nicht-Min- und Nicht-Yamihonou-Leser ist das zu hundert Prozent das letzte Kapitel, das ich irgendwo vor Weihnachten veröffentliche. Dieses Mal geht es auch wirklich, wirklich, wirklich an Weihnachten um Weihnachten. Aber ihr werdet ja noch sehen. Die Geschichte spielt zum überwiegenden Teil im Elsass, dort, wo zusammen mit der Lorraine die Weihnachtskultur Frankreichs ganz besonders lebendig pulsiert. 4.400 Wörter von einer kleinen Geschichte, die etwa anderthalb Jahre vor meiner bereits abgeschlossenen Hauptgeschichte Mischblut spielt.
      Ich widme diese Weihnachtsgeschichte alle, die Weihnachten genauso sehr lieben wie ich, aber vor allem meinem treuesten Leser Raikachu, der sich eine Hintergrundgeschichte zu diesem Charakter schon lange gewünscht hat. Quasi ein Weihnachtsgeschenk. Viel Spaß und Joyeux Noël, hohoho!





      Weihnachten auf Route 17





      16 Monate vor Mischblut, Allios und Larenne (Alsace und Lorraine)



      Orte:
      Sargoumin - Sarreguemines (Lorraine)
      Bliss - Fluss Blies (in Saarland und Sarreguemines)
      Châle - Fluss Saar (in Saarland, RLP und Lorraine)
      Laranne - Region Lorraine (Lothringen)
      Hexalos - Frankreich
      Feuerbak - Forbach (Lorraine)
      Arguenaux - Haguenau (Alsace)
      Chompard - Region Champagne
      Mossai - Molsheim (Alsace)
      Obanœux - Obernai (Alsace)
      Voches - Vosges (Vogesen-Gebirge zwischen Lorraine und Alsace)
      Boutchenheim - Bischoffsheim (Alsace)
      Cef Couronné - Kronenbourg-Bier (aus Strasbourg und Obernai)
      Strachou - Strasbourg (Alsace)
      Allios - Region Alsace (Elsass)
      Hexalois - Französisch
      Lumyaon - Paris (Île de France)
      Messu - Metz (Lorraine)
      Vassouis - Versailles (Île de France)



      Sargoumin, das ist dort, wo sich die Bliss und die Châle küssen. Doch einst floss nicht das Wasser der Bliss allein in den größeren Fluss, sondern auch eine warme, rote Flüssigkeit. Einige Jahre vor der großen Révolution fegte der Krieg über die Region Laranne und die angrenzenden Gebiete. Die Menschen hungerten und lebten in heruntergekommenen Holzhütten mit Strohdächern, die beim kleinsten Musketenfeuer niederbrannten. Lediglich den Reichen war es vergönnt, ihre neuen Häuser mit den schicken, hölzernen Fensterläden, den Ziegeldächern und den Gusseisenbalkonen zu beziehen. Seit 21 Jahren gehörte Sargoumin nun zum Königreich Hexalos, der glorreichen Monarchie unter dem güldenen Lilienbanner des jungen Königs Jérôme I. Was hier, an der Schnittstelle seines neu eroberten Landes und des feindlichen Kaiserreichs im Osten geschah, wusste er nicht. Zugegeben hegte er dafür auch kein Interesse. Einer seiner Mannen im ewigen Kampf um die Region war Louis-Thomas, ein waschechter Mann aus Hexalos. Mutig, gewitzt, entschlossen und selbstverständlich mit einem echten Gallier-Moustache, einem längeren Schnurrbart, versehen. Der brünette Musketier mit den, wie ein von Wald umrandeter See strahlenden, blaugrünen Augen, zog unter dem Kommando Jérômes Vater in die eingenommene Stadt ein, fand sein Glück und wurde gelegentlich wieder für Schlachten rekrutiert. Er und seine Frau Catherine besaßen trotz seines Einsatzes nicht gerade viel, da die Königsfamilie das große Geld lieber im kleinen Kreis behielt, sodass die junge Familie mit einer winzigen, heruntergekommenen Hütte leben musste. Für den Fall der Fälle hielt sie sich zwei Groink als Haustier.
      Doch eines Tages kehrte Louis-Thomas nicht mehr zurück.
      Gefallen, bei Feuerbak. Auf einer alten, auf dem Berg gelegenen Festung, wo heute die Iguana durch Ruinen und Knochen sausen. Niedergemäht von einem vollbärtigen Ursaring von Mann. Selbstverständlich aus der Armee des Feindes stammend. Für Jêrômes Vater Laurent zählte, dass Feuerbak im Reich Hexalos durch die erfolgreiche Verteidigung verblieb.
      Nicht nur, dass Catherine ihren Mann verlor, nein, spätestens jetzt stand sie nahezu alleine dar, denn ihr Vater stammte aus jenem Kaiserreich. "Ein kulturloser Wurstesser", schimpfte man, sodass sie jeglichen Rückhalt in Hexalos verlor, nachdem sie bereits in der Heimat ihres Vaters nicht nur für ihre mangelnde Emigrationsbereitschaft aus dem zwangsweise übergebenen Sargoumin, sondern auch für ihre Liebe zu einem Feind geächtet wurde. Dem Tod ihres geliebten und warmherzigen Gatten folgten das Ableben des kleinen Rémy, das der kleinen Geneviève und das der beiden Schweine, da die ganze Stadt nach jahrelangen, neu entflammten Feindseligkeiten am Hungerstuch nagte. Den Tod des kleinen Louis und des kleinen Roberts hatte sogar der Vater selbst ertragen müssen. Nicht, dass dies weniger schlimm für Catherine gewesen war, doch damals hatte sie noch ihren großen Louis an ihrer Seite. Die eisblauen Augen waren nun trüb und matt, die strahlend blonden Haare spröde und mit fahlem Grau durchzogen. Verletzungen, Stürze, Krankheiten, Brände. Dies alles hatte die 45-jährige ihrer Lebenskraft beraubt. Eine Frau, der niemand den Wunsch nach einem Edelstein erfüllen konnte, nicht einmal der eigene Mann lag im Sterben.
      "Ach, wie gerne hätte ich doch nur einmal den echten Schatz eines legendären Pokémon in den Händen gehalten. Ein einziges Mal das berühren, was sonst nur den Privilegierten zuteil wurde. Eine Feder des Arktos ... eine des Latios ... eine Sprosse von Xerneas' Geweih ... oder doch nur einmal im Leben ein Porenta auf dem Teller ..."
      Mit diesem unerfüllten Wünschen verstarb Catherine nach ihrem Gatten und ihren vier ältesten Kindern in einer halb abgebrannten Stadt.

      Marie-Noëlle hatte von ihrem Vater gelernt, frech und gewieft zu sein, um zu bekommen, was man wollte. In seinen Augen hatte Bescheidenheit in der Welt des Krieges keinen Platz mehr. Seufzend betrachtete die Sechzehnjährige die alten Fachwerkhäuser von Arguenaux nahe des großen Ritterturms mit seinem beeindruckenden Torbogen und der schmucken Uhr. Hier gab es nicht viel zu holen, aber im Umkreis von einem Halbtagesmarsch gab es lediglich kleine Weiler und düsteren Wald, in den sich die Gauner zurückzogen. Der König von Hexalos war für die Sicherheit seines Volkes nur im Prinzip zuständig, doch ansonsten kümmerte sich der junge Jérôme genauso wenig um die Belange seiner Untertanen wie sein Vater, der Lebemann. Auf dem Weg zur Kanzlei, dem einzigen Gebäude der Stadt, an dem die Farbe der Fassade noch einigermaßen strahlte, begegnete die auf den ersten Blick alleine Umherziehende einem in dunkelbraun gekleideten, alten Mönch, dessen Tonsur wie ein versteinerter Lorbeerkranz auf dem faltigen Kopf saß.
      "Hätte der Typ ein Herz, würde er schon längst einen Herzinfarkt erlitten haben, so wie der mich anstiert ...", schnaubte die junge Blondine, die sich ihre langen Haare zu zwei seitlichen Pferdeschwänzen gebunden haben, abfällig. Das kleine Nager-Pokémon Daniel, ein Dedenne auf Maries Schulter, blickte resigniert zu Boden. So etwas sagte man doch nicht! Denken, ja, vielleicht, aber doch nicht aussprechen! Und dann noch vor einem Mönch!
      Der Kreuzamulettträger war außer sich vor Wut: "Züchtige dich, verteufeltes Gör! Ein Weibsbild, das nicht nur dreist ist, sondern auch noch eine Hose trägt! Das ist ja wohl nicht zu fassen!"
      Marie öffnete kurz ihre Faust, die sie für einen Moment direkt vor die Nase des geistlichen Würdenträgers führte, bevor sie sich die darin befindliche Mirabelle in den Mund steckte, bevor sie sich dem Inhalt ihres Rucksacks widmete.
      "Pas de probleme. Ich verstehe Euch vollkommen und werde mich noch hier wandeln", versprach sie dem mit offenem Mund starrenden Mönch. Schließlich endete ihre kurze, schwarze Hose nicht mal an der Hälfte ihrer Oberschenkel! Sie genoss es, wie die Erleichterung wie ein warmer Sonnenstrahl in diesem ansonsten so klirrenden, osthexalösischen Winter im Monat der Geburt des Herrn durch den Mann drangen. Endlich züchtigte sich dieses Weib!
      Stolz präsentierte sie ihm das Ergebnis und spuckte den dicken Kern der dunkelgelben, pflaumenartigen Frucht auf den mit Schlamm verkrusteten Boden: "Alors, tu es content? Bist du zufrieden, na? Très chique, oder? Weißt du, in den Brombeerranken stört der Rock etwas, weil man sich darin verfängt. Merci, hier in der Stadt ist das ja gar kein Problem!" Ein breites Grinsen zierte ihr zierliches, fast puppenähnliches Gesicht mit den großen, eiskristallblauen Augen, während das Antlitz des Mönchs mit seinem Feuerrot einen hervorragenden Kontrast bildete. Man konnte nicht einmal genau sagen, ob der blaue Rock, den sich Marie über die Hose gezogen hatte, kürzer oder länger war. Was man jedoch sagen konnte, war, dass sie sich an seinem Unbehagen und seiner Wut ergötzte. Natürlich präsentierte sie sich der gekränkten Autoritätsperson noch bon ihrer Kehrseite, drehte den Kopf zurück und streckte dem Mann die Zunge heraus. Kopfschüttelnd ergriff der zutiefst gläubige Katholik mit dem grauen Henriquatre-Bart die Flucht.
      "Hihihi, das ist immer wieder aufs Neue lustig, siehst du, Daniel?", lachte die heranwachsende Frau kurz auf. Doch dann glitt ihr Blick entlang der Straßenzüge von Arguenaux, wo den Volets an den Fenstern zahlreiche Lamellen fehlten. Hier gab es tatsächlich nichts zu holen ... doch auch nach Hause wollte sie nicht. Dann hätte Marie auch hier bleiben können.
      Niedergeschlagen setzte sich die junge Reisende auf einen fast leeren Heukarren, dem ein seitliches Geländer herausgebrochen war und streichelte ihren orangenen Elektrohamster: "Weißt du, Daniel, in ein paar Wochen werde ich 17 und werde wohl wieder weder ein Weihnachts-, noch ein Geburtstagsgeschenk für Maman finden. Geschweige denn für mich. Wir können ja mal ins Chompard reisen ... aber da meinte dieser Édouard doch, dass dort nur Felder und keine Wälder oder Berge wären. Und welches legendäre Pokémon wartet da wie ein Dummkopf auf uns? Hmmm ... vielleicht hat er auch gelogen, damit wir dort gerade NICHT suchen, verstehst du? QUOI? Du glaubst nicht? Puh, na dann ..."
      Der eisige Wind fegte durch die Gassen von Arguenaux, doch Marie, die ihre Beine angezogen und mit den armen umklammert hatte, spürte diese Kälte gar nicht mehr.



      Die Arme in den Hüften gestemmt, den linken Mundwinkel halb ungläubig, halb angesäuert schief nach unten gezogen, betrachtete Marie das Schneetreiben an der Nord-Süd-Route 17 zwischen Mossai und Obanœux. Mannshoch blockierte die flockige Masse die schmalen Wege durch die Wallachei, aus der lediglich die Kronen kahler Obstbäume am Straßenrand herausblickten. Nicht nur, dass die Schatzsucherin bereits sowieso leicht verschnupft war, sondern auch solche grässlichen Hindernisse versuchten, ihr Leben auszuhauchen, sowie, wie es ihre vier älteren Geschwisterchen bereits im Kindesalter erleiden mussten.
      "Wetten, dass ich an meinem Geburtstag krank bin? Regarde cette merde! Weihnachten auf Route 17! Ätzend! Siehst du hier irgendeinen Nadelbaum, der die ekelhaften Voches ankündigt? Non! Wieso ist hier schon Schnee? Wer findet denn sowas schön? Aber egal ... die beste Schatzjägerin der Laranne ... ääääh ... von ganz Hexalos muss da durch! Schau! Da hinten! Regarde, Daniel! Der hilft uns! Du musst ... nur ein bisschen übersetzen!", fluchte Marie, bis sie ein braunes, buckliges Huftier vor der Wand aus Neuschnee sah. Dank dem besonnenen Daniel, einem geradezu geborenen Diplomaten, hatte das Keifel nichts dagegen, als Transportmittel durch den Schneehaufen zu dienen. Bereits nach wenigen Wimpernschlägen begann die bis auf eine Strumpfhose und einen ranzigen Wollmantel kein Stück wärmer gekleidete Marie, an ihren beiden, bis zum Po reichenden Pferdeschwänzen zu spielen und sie an ihren Fingern aufzuwickeln. Geduld, Respekt und Höflichkeit waren noch nie eine Stärke, aber eine erfolgreiche Schatzsucherin benötigte zum Glück andere Qualitäten. Eben jenes "Glück", war eine der wenigen Komponenten, die Marie nicht in sich vereinte. Da konnte sie so mutig, frech und selbstbewusst sein, wie sie wollte. Manon, wie sie ihre Freunde, von denen ihr durch Gevatter Tod kein einziger mehr geblieben war, nannten, wusste selbst nicht so genau, ob sie diese "Augen zu und durch"-Strategie als unglaublich pfiffig oder unglaublich dumm ansehen sollte. Die Menschen, die noch lebten, hatten sie eher als nervtötende , von sich selbst zu sehr eingenommene Zicke in Erinnerung.
      Also setzte sie sich auf den unbequemen Rücken des Wildschweins und ließ die Tortur wortlos über sich ergehen. Daniel durfte ganz oben auf ihrem mit einer rot-grünen Wollmütze versehenen Kopf Platz nehmen. Sobald die Schneedecke mal niedriger wurde, peitschten die eisigen Windböen in die Gesichter des ungleichen Gespanns, während sich das Eisschwein in Bodennähe abmühte. Normalerweise führte die Strecke innerhalb etwas mehr als einer Stunde zum Ziel, doch durch das unwegsame Gelände verzögerte sich die Reise um das Vielfache. Schneeböen wechselten sich mit gefrierendem Regen ab, während Schlaglöcher und Stolpersteine, die das Keifel nicht bemerkte, ebenso ihren Teil zur eisigen Folter beitrugen. Während Daniel sich mit seiner elektrischen Energie versuchte, wenigstens ein bisschen aufzuwärmen, merkte Marie nach etwa halber Strecke nichts mehr. Als das ungleiche Trio Boutchenheim erreichte, stürzte sie tiefgefroren vom Rücken des Keifel, das sich irritiert versuchte, umzusehen. Die kleinen, schwarzen Augen sahen allein schon durch seine Haarpracht kaum etwas, sodass sich das Huftier vor allem auf seinen Geruchssinn verließ. Das zu tiefst geschockte Elektro-Pokémon versuchte alles, um mit seinen orangenen Fünkchen und Blitzchen den soliden Eisblock um seine Freundin zum Zerbersten zu bringen, doch einige Minuten später war die Haselmaus lediglich am Ende ihrer Kräfte und der Neuschnee begann bereits, die zu Eis erstarre Marie zu bedecken. Innerlich schloss er bereits mit dem Verlust seiner Partnerin ab, als er plötzlich ein rötliches Licht wie Feuer im Schneetreiben wahrnahm. In jenem Moment, als die Sonne hinter dem Horizont verschwand, tauchte ein Mann mit Laterne und Feuer-Pokémon auf!
      War das die Rettung?
      Der Schreck hatte Daniels Glieder erneut erfasst. Es handelte sich um die Männer, die mitverantwortlich an dem Leben waren, das Marie und ihre Familie in Sargoumin führen mussten.
      Soldaten.
      Alles, nur keine Soldaten!
      Ausländische Soldaten.
      Ein letztes Mal wehrte Daniel sich mit einem Stromstoß gegen den herannahenden Feueraffen mit dessen blauem, maskenartigen Gesicht, doch dieser drosch die Haselmaus roh nieder.



      "Du hast seltsame Augen ... uff ... haa- ... haaaa- .... hatchuu! Gyaaah ... Merde ... wer bist du, der Khan? Und viel wichtiger, wo bin ich hier?", schnaubte eine sichtlich verwirrte Marie, die die über ihr liegende Bettdecke sofort bis unter die Nase hochzog. Sie fror am ganzen Körper, obwohl in unmittelbarer Nähe ein Kamin mit warmen Feuer brannte. Neben dem in braunem Leder gekleideten, schwarzhaarigen Mann mit mandelförmigen, dunklen Augen und seinem Panpyro hatte sich ein Mann mit langem, buschigen, weißen Bart und sanftem, mitfühlenden Blick neben ihrem Holzbett positioniert. Die dunkelbraunen Fachwerkbalken und der rote Farbton der Wand verrieten Marie, dass sie sich in einem typisch alliosischen Haus befand. Auch der alte Weißhaarige war mit seinem schwarzen Hut, dem roten Jackett und der schwarzen Hose ganz in der Tracht des Allios gekleidet, der südöstlichen Nachbarregion der Laranne.
      "Ho ho ho, die holde Maid ist also endlich erwacht! Na das war aber nicht so pfiffig, durch das Schneegestöber an diesen wilden Tagen zu reiten!", lachte der bärtige Mann herzhaft und trommelte sich auf seinen wohlgenährten Bauch: "Ich hoffe für dich, dass du dir keine Lungenentzündung geschnappt hast ... das war ziemlich gefährlich! Jedenfalls bist du jetzt in Obanœux. Dieser freundliche junge Mann hier nennt sich Masamune. Er und sein Partner Hideyoshi, das Panpyro hier, sind im Auftrag einer Frau namens ... uuum ... 'Setzouna' hier. Man nennt sie 'dunkler Engel', doch dabei möchte sie bloß Frieden in dieses Land bringen. Doch einem Land Frieden bringen, an dem selbst am 24. Dezember noch gekämpft wird ... das ist wohl nicht möglich, befürchte ich."
      Ein tiefer Seufzer entglitt dem alten Herrn, doch Marie war nun hellwach und polterte ungestüm los: "Le VingtQUATRE? Es ist der 23. Dezember! Ich ... äh ... i-i-ich habe nicht mehr viel Zeit bis Weihnachten! Meine Mama war immer sehr gläubig, aber dieser Gott hat ihr nie etwas gegeben, sondern immer nur gestraft, weshalb sie von mir erhalten, was sie meiner Meinung nach verdienen. Genau wie die Gesellschaft. Aber ich ... wenigstens ich will ihr etwas Tolles geben! Das Gold des dunklen Pandir, das ich hier in Obanœux finden soll! Ich muss es haben! "
      Enttäuscht schüttelte das gastfreundliche Großväterchen den Kopf: "Es tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen, mein kleiner Weihnachtsengel, aber bei dem 'Gold', für das diese Stadt berühmt ist, handelt es sich um Bier. Und das mit dem Datum ... naja ... du hattest dir einen langen und erholsamen Schlaf verdient, nach all den Strapazen."
      "La bière ... ernsthaft? MERDE!"
      "Psssh ... im Norden von Allios wird seit jeher viel Hopfen angebaut. Hier und in Strachou braut man das Bier Le Cerf Couronné. Vielleicht kennst du ja sein Wappen, das ein aufbäumendes Kronjuwild mit Krone zeigt. Die Pandir gibt es aber tatsächlich. Sie sind berühmt, da sie durch das Bier noch mehr torkeln als ohnehin schon. Aber sag, wer bist du denn eigentlich, mein Kind?"
      Als Kind wollte sich die erkältete Blondine sicher nicht betiteln lassen und schwang ihren Oberkörper energisch hoch in die Sitzposition: "Iiiiiiiiiiich ... bin ganz bestimmt kein Kind! Ich heiße Marie und bin morgen ein 17-jähriges Mädchen, das die beste Schatzsucherin und Abenteurerin aller Zeiten wird!"
      "Hohe Ziele hast du dir da gesteckt, mein kleiner Engel, hohoho! Und dann bist du noch an Weihnachten geboren!", lachte der alte Mann und klatschte vor Amusement in die Hände.
      Marie fühlte sich etwas veralbert und fauchte garstig zurück: "Hey, ich bin fast erwachsen! Besser laufe ich durch die Welt als irgendein zehnjähriger Junge, der der beste Pokémontrainer aller Zeiten werden will! Außerdem würde ich mich eher als Succubus oder Teufel statt als Engel sehen. Die Kirche ... äh ... kann mich mal. Und jaaa ... ich heiße sogar Marie-Noëlle, wegen diesem Weihnachten. Da kann die Kirche mich dann nochmal. Das ist so, als würde jeder, der 4. Januar geboren wurde, Ars*hloch heißen. Es gab nämlich nicht einen 4. Janvier, an dem ich gutes Wetter erlebt hatte."
      Etwas niedergeschlagen blickten sich das bärtige Großväterchen und der Ostkrieger mit seiner elastischen und fremdartigen Lederrüstung an, bevor der Fremde zum Entschluss kam, sich ebenfalls zu äußern: "Mein Hexalois ist nicht gut. Aber ich mag dieses Weihnachten. Ich glaube nicht an Jesus. Ich glaube an Buddha. Doch ich mag Weihnachten. Auch mein Affe Hideyoshi mag Weihnachten!"
      "Richtig, Masamune! Man muss kein frommer Christ sein, um an Weihnachten glauben zu dürfen! Der Geist von Weihnachten kann überall sein, man darf sich ihm nur nicht verschließen. Viele vergessen das, gerade der Klerus, der sich am Geld der Armen weiterhin bereichert. Bevor Hexalos vor hundert Jahren das Allios erobert hatte, lebten hier viele evangelische Menschen, die sich dem Ablasshandel der katholischen Kirche abgewandt hatten, aber in Hexalos lebt nun mal der Katholizismus. Aber schau sie die nur mal an, die gierigen Priester. Wie feiern sie Weihnachten? Die Lavadosritter wurden erst verboten und dann von einem angeblichen Monster gesprengt und aufgelöst, das in ihrem Hauptquartier, der Kapelle von Messu randalierte. Dies war der Ausgleich für ihre Gier und dubiosen Machenschaften", pflichtete der Alliosien seinem Freund aus dem Fernen Osten bei, bevor er sich an etwas anderes erinnerte, was ihm sehr am Herzen lag: "Ma chère Manon, du hast gesagt, dass du ein Geschenk für deine Mutter suchtest ... was ist mit deinem Vater und deinen Geschwistern?"
      Betrübt zog Marie ihre Beine wieder an und umschlang sie mit ihren Armen, als sie kleinlaut ihre Antwort heraus pustete: "Wir hatten nie Geld, sodass sich mein Vater eigentlich immer nur gewünscht hat, dass seine Kinder überleben und vielleicht sogar ihm ein Enkelkind schenken würden. Über meine Geschwister kann man eigentlich das Gleiche sagen ... alle vier haben genau wie Papa diese Welt verlassen.
      Marie gefiel es nicht, stumpf im Bett sitzen zu bleiben, sodass sie sich von der knarzenden Kante des Holzbetts schwang. Jetzt hielt sie noch weniger zurück! Nichts konnte eine echte Schatzjägerin aufhalten, weiter zu reisen ... außer einem gutmütigen Mann, der genauso breit wie der Türrahmen war.
      "Du sagtest, dass du deinem Vater versprochen hast, zu überleben! Wenn ich dich aufbrechen lasse, wird es ein sehr trauriges Weihnachtsfest für ihn im Himmel!", mahnte der weißbärtige Mann streng mit dem Zeigefinger: "Wir können kurz vor das Haus gehen, damit du das Dorf siehst, aber das ist das höchste der Gefühle ... warte einen Moment. Ich habe da etwas für dich." Der alte Mann verließ kurz den Raum, um mit einer Ladung verschiedenster Sachen zurückzukehren, die er auf dem Bett deponierte. Zum einen handelte es sich um eine orangene Wolldecke, die auf die Bettkante gelegt wurde. Eine Tasse heißen Kakao stellte er auf den hölzernen, mit vielen schwarzen Rillen versehenen Nachttisch.
      Doch die anderen beiden Sachen waren nicht später, sondern genau in diesem Moment von Bedeutung, als er sie vorstellte: "Masamune hier hat mir berichtet, dass er über die dunklen Engel Cagayacou und Setzouna erfahren hat, dass es jemanden gibt, der dir bezüglich alter Artefakte helfen kann. Es ist ein Mädchen, nicht mal so alt wie du, das sich Mademoiselle Léonie nennt. Sie durchforstet die alten Schriften, die sich um die legendären Pokémon drehen. Dies ist eine detaillierte Landkarte von ganz Hexalos mit Grenzregionen. Ein Muss für eine ambitionierte Schatzjägerin wie dich."
      "Merci! Das ist ... wundervoll! Bringt ihr mich hin?", fragte das Mädchen, das plötzlich aufgehört hatte, gelangweilt ihre beiden Pferdeschwänze aufzuwickeln, um aufmerksamer zuzuhören.
      "Es ist in Lumyaon, in der Hauptstadt. Ich schätze, es dauert etwas, bis du dort angekommen wirst."
      "Dann gehe ich jetzt nach Strachou! Ich will unbedingt die Cathédrale, das höchste Bauwerk der Welt sehen! Sie ist so hoch wie zehn Wailord lang! Wenn ich das verpasse, dann ..."
      "Du wirst es schon noch sehen, aber nicht jetzt! Sei froh, wenn du an Weihnachten keine Lungenentzündung geschenkt bekommst, unvernünftiges Mädchen! Du bist kein Deut besser als ein zehnjähriger Junge, der Kopf über Hals seine Reise antritt!", rief der Weißbart nun sichtlich verärgert vor Sorge. Zehnmal, hundertmal, tausendmal hatten Leute Marie ihre Meinung und gesellschaftlichen Konventionen aufgedrückt, zehnmal, hundertmal, tausendmal hatte sie sich diesen widersetzt.
      Sie fühlte sich nicht unbedingt wohl dabei, ihren Hang zur Rechthaberei und ihren Egoismus hinten anzustellen, doch sie dachte, als sie sich das mit frischen Tannenzweigen und roten Kerzen dekorierte Häuschen anschaute: "Dieses Mal, aber nur dieses eine Mal mache ich eine Ausnahme. Nur, weil er es so gut mit mir meint, wie sonst keiner. Aber die nächste Regel werde ich dann wieder brechen! Schließlich heißt 'Marie' ja auch irgendsoetwas wie Rebellin ... naja ... und dann finde ich diese Léonie!"



      Angeführt von der Frohnatur Hideyoshi, dem grinsenden Affen, der vergnügt in der weißen Schneedecke spielte, die durch seine Flammen jedoch binnen Sekunden schmolz, begab sich die Truppe nach draußen. Blaue Fachwerkhäuser, Rote, Weiße und Grüne, waren im Kreis um den zentralen Platz mitten in einer Tannenlandschaft angerichtet. Der Abend hatte mittlerweile seinen pechschwarzen Schleier über das Dorf gelegt, doch es war nicht dunkel, im Gegenteil! Zahlreiche viereckige Laternen aus Messing, gelb oder orange strahlend, waren neben den Türen der Häuser angebracht, wie an Maries Geburtshaus selbst! Mittlerweile hatte sie sich dick in die Wolldecke eingekuschelt und nippte an dem heißen Kakao, an dem sie sich vor lauter Hast bereits die Zunge verbrannt hatte. Das kleine Haselmäuschen Daniel hatte bereits das schlimmste befürchtet, da es nicht das erste Mal gewesen wäre, dass seine menschliche Partnerin ein Trinkgerät auf den Boden geschleudert hatte. Obanœux lag etwa einen Halbtagesmarsch südwestlich der großen Grenzstadt am Drachenfluss, Strachou, mit seiner wunderschönen, braunen, gotischen Kathedrale, die nur einen in den Himmel ragenden Turm besaß, lag aber abseits der großen Verkehrsknotenpunkte, um von durchziehenden Truppen gemieden zu werden. Plötzlich ließ sich ein rot-weißer Vogel in einem Frack ähnlich dem des Saint-Nicolas auf den Schultern des alten Mannes nieder und krähte freudig zu seiner Rückkehr.
      Das schrille "Boooooootoooogääääääl!" veranlasste Marie, sich fest die Ohren zuzuhalten, doch mit der Tasse in der Hand war dies nicht machbar. Der Weißbart hatte sich mittlerweile eine Brille aufgesetzt, nahm sie aufgrund des Schnees aber wieder ab, um sich seiner Orientierung sicher zu sein.
      Stolz zeigte er seinen Gästen den großen, blaugrünen Tannenbaum, der in der Mitte des Platzes herausragte: "Dieser Baum ist selbst im eisigsten und lebensfeindlichsten Winter grün. Er lebt immer. Es wäre eine Schande, ihn zu fällen. Wenn wir irgendwann zu etwas mehr Wohlstand kämen, würden wir ihn sogar schmücken ... ach ja, das habe ich dir noch gar nicht gegeben, Manon. Hier, ein Amulett, nur für dich. Für deine Mutter musst du schon selbst etwas finden. Du wärst sicher sowieso nicht zufrieden, wenn ich dir deine Aufgabe abnehmen würde, oder? Bitte sehr." An dem Silberamulett war ein großer, golden, gelb oder orange strahlender, glatter Stein befestigt, der nicht nur Maries Interesse, sondern auch das ihres orangenen Begleiters auf sich zog. Das elektrische Nagetier erkannte den Bernstein sofort! Mit ihnen konnte man elektrische Ladung erzeugen!
      "Merci ... wie kann ich das nur gutmachen?", antwortete die ansonsten nicht so wortkarge Jugendliche und hing sich das Amulett ehrfürchtig um ihren Hals.
      Sie verstand selbst nicht, wieso überhaupt nicht lustig gemeinte Sätze den alten Mann veranlassten zu lachen, bis sie verstand, dass er aus Freude lachte - Freude, die im Gegensatz zu der ihren nicht ausschließlich aus Schadenfreude bestand: "Ho ho ho, ich schätze, dass du einfach nur am Leben bleibst! Uuuund ... die beste Schatzsucherin aller Zeiten wirst ... nicht wahr, mein kleines ... Teufelchen!"
      "Oui oui! Das klingt nach einem Plan! Ich werde diese Léonie finden und notfalls auspressen wie eine Mirabelle, um ..."
      "Nicht so voreilig! Feiern wir doch erst einmal Weihnachten, schau dort hinten!"
      Das Botogel erhob sich von der Schulter, um lecker nach Zimt riechende, kleine Gugelhupfkuchen von einem laufenden Tablett zu stehlen und in seine Tasche zu stecken, bevor es mit den erbeuteten Kouglofs zurückkehrte. Die etwas gedrungene Bauernfrau, die diese gebacken hatte, trug einen strengen Dutt, doch ihr warmes Gesicht lachte mitfühlend über die Aktion des weiß-roten Vogels.
      "Nicolas! Du musst deinen geflügelten Freund besser erziehen! Aber keine Sorge, die wären sowieso für dich und deine Gäste gewesen!", rief die Frau, die sich der Gruppe annäherte. Das Botogel packte seine Beute aus und übergab sie seinem Meister, der Masamune und Marie einen Kouglof überreichte, während er einen dritten für das Panpyro und das Dedenne in zwei brach und einen vierten für sich behielt. Im Gegensatz zu den anderen Pokémon behielt das Botogel selbstverständlich den letzten, fünften Kuchen komplett für sich und drückte ihn in seinen Schnabel.
      "Es riecht toll, nicht wahr?", fragte Nicolas lächelnd die reisende Schatzjägerin, die angestrengt schnaufte.
      "Nein. Es riecht alles nach Schnupfen ... aber er schmeckt immerhin gut!"
      Verständnisvoll nickte der alte Mann und zeigte seinen Gästen ein rot-grünes Lichterspiel, das sich im Schnee plötzlich aufgetan hatte. Man sah die weißen Miezekatzen in ihren dunkelblauen Ohrspitzen und "Stiefelchen" kaum, die durch die weißen Flocken tollten. Viel mehr nahm man das goldene Leuchten ihrer Augen sowie das Rot und Grün der Attacke Ampelleuchte war, mit der sie sich spielerisch jagten, bevor sie sich ansprangen, kurz mit den Krallen und Zähnen bearbeiteten und danach ausgiebieg mit ihrer zarten, rosa Reibeisenzunge putzten.
      "Joyeux Noël, alle zusammen!", schrie Nicolas über den gesamten Dorfplatz, als sich immer mehr Menschen aus ihren bunten Fachwerkhäusern trauten, um den Psiaugon beim Herumtollen zuzusehen: "Glaubst du, dass der Känig Jérôme solch ein schönes Weihnachtsfest genießen darf?"
      "Er nimmt sicher ein heißes Bad und lässt sich Trauben in den Mund führen. Nichts anders als sonst auch, schätze ich", entgegnete Marie und versuchte sich, den kürzlich vollendeten Edelpalast von Vassouis mit seiner weiß-goldenen Wandtäfeung, den edlen Treppen aus weißem Marmor, die maßgeschneiderten Gärten, die noblen Golkingteiche und den überaus faszinierenden Spiegelsaal vor ihrem geistigen Auge vorzustellen. Wie war es so, in diesem Schloss mit all seinem Luxus zu leben? Sie kannte nur die Sichtweise des Großteils der Bevölkerung.
      Der alte Mann mit der weißen Mähne und dem wallenden Bart bemerkte, dass Marie trotz Wolldecke wieder zu zittern begann und führte sie mit den Anderen rein. In Wahrheit fror sie schon viel länger, aber sie konnte sich von diesem leuchtenden, warmen Anblick inmitten der Eiseskälte einfach nicht abwenden.
      "Ich wünsche ihm auch frohe Weihnachten. Wir können uns sicher sein, dass er solch ein Weihnachtsfest noch nie erlebt hat. Jérôme tut mir leid. Mir tut es leid, dass er sich dabei selbst im Weg steht. Selbst die Ärmsten der Armen feiern in ihren verkohlten Scheunen Noël, zwar ohne Geschenke und wahrscheinlich ohne einen guten Braten, aber mit Menschen und Pokémon, die einen auch lieben, wenn er keine Krone mehr tragen würde." Bei dem Wort "Braten" Lief Marie das Wasser im Munde zusammen. An ihrem zehnten Geburtstag, kurz vor dem Tod ihres Vaters Louis, war es diesem endlich einmal gelungen, seiner Familie ein gebratenes Fasasnob zum Fest zu organisieren. Ihr Magen rumorte und der würzige Duft knusprig gebackenen Geflügels lag nirgends in der Luft, aber das war für Marie in Ordnung.
      "Weißt du, Daniel, es hätte zu meinem 17. Geburtstag morgen doch schlimmer kommen können. Stell dir vor, ich würde gerade in Vassouis irgendwo in den ungeheizten Prachträumen sitzen und wüsste nichts von dieser Léonie. So würde ich wohl noch dreißig Jahre leben, ohne auch nur jemals einen Finger an einen Schatz zu legen, hahaha ... haaaa- ... hatchuu! Baaah ... Oder ich wäre so ein oller Mönch, der vielleicht nun doch bereut, auf den Zölibat geschworen zu haben! So ein Dummkopf!", lachte Marie und schaute ihrem pausbäckigem Nagetier tief in die Augen: "Joyeux Noël, mon ami. Frohe Weihnachten!"

      Team Scowzy - Shitposting is my kink

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    • Ein Weihnachtsgeschenk für miiiiich? *:O Wie nett, merci beaucoup! Und nun geht es mit Marie "weiter". Hm, es geht es wohl eher mit ihr zurück. Mal sehen, was sie so erlebt hat, die gute Marie. :D

      Sargoumin, das ist dort, wo sich die Bliss und die Châle küssen.

      Dieser Einleitungsatz! Das klingt ganz und gar nach einer Einleitung für einen tollen Roman. Ça me plaît!

      Einige Jahre vor der großen Révolution fegte der Krieg über die Region Laranne und die angrenzenden Gebiete.

      Oh, und weitere Kriege werden folgen. ;(

      Mutig, gewitzt, entschlossen und selbstverständlich mit einem echten Gallier-Moustache, einem längeren Schnurrbart, versehen.

      Ein moustache gauloise, schick, schick. xD Der ist dann wohl nicht mit der Mode gegangen, aber wahrscheinlich kommt er auch vom Land ...

      Der brünette Musketier mit den, wie ein von Wald umrandeter See strahlenden, blaugrünen Augen, zog unter dem Kommando Jérômes Vater in die eingenommene Stadt ein, fand sein Glück und wurde gelegentlich wieder für Schlachten rekrutiert

      Musketiere, stimmt ja! :doh: Das wäre noch was für MB gewesen.

      Doch eines Tages kehrte Louis-Thomas nicht mehr zurück.

      Zuerst denke ich mir so "Wovon erzählt sie denn da?" und dann BAM! Es ist ihr Vater, wie traurig. ;v;

      Niedergemäht von einem vollbärtigen Ursaring von Mann. Selbstverständlich aus der Armee des Feindes stammend.

      Ein Bär aus dem Osten! >:D Natürlich wäre das ein Russe, aber ... na ja, wenn es in der Lorraine ist ... Die Bataille de Forbach gab es tatsächlich! *:O

      Für Jêrômes Vater Laurent zählte, dass Feuerbak im Reich Hexalos durch die erfolgreiche Verteidigung verblieb.

      Hm, die Lorraine und Korsika waren Laurents einzigen "großen" Taten, da steht er wohl voll und ganz im Schatten seines Urgroßvaters. Hm ... Ganz Frankreich steht im Schatten des Roi Soleil! :tlol: Tja, der hat eben ordentlich ausgeteilt.

      Nicht nur, dass Catherine ihren Mann verlor, nein, spätestens jetzt stand sie nahezu alleine dar, denn ihr Vater stammte aus jenem Kaiserreich.

      Oha. Sie ist also eine Staatsfeindin! :( Die arme Marie, sie ist auch ein Mischblut ... ;v;

      "Ein kulturloser Wurstesser", schimpfte man [...]

      Oki. Also ich habe anders als viele andere Deutsche keine Probleme mit Frankreich, aber das ... das ist eine rassistische Bemerkung! Auf die Würstle-Guillotine, bewerft sie mit Kartoffeln! :(

      Dem Tod ihres geliebten und warmherzigen Gatten folgten das Ableben des kleinen Rémy, das der kleinen Geneviève und das der beiden Schweine, da die ganze Stadt nach jahrelangen, neu entflammten Feindseligkeiten am Hungerstuch nagte. Den Tod des kleinen Louis und des kleinen Roberts hatte sogar der Vater selbst ertragen müssen.

      Tja, so war das damals eben. Besonders, wenn man sich in einem Zeit-Paradoxon zwischen Mittelalter und dem Siècle de Lumières befindet. @.@

      Ein einziges Mal das berühren, was sonst nur den Privilegierten zuteil wurde. Eine Feder des Arktos ... eine des Latios ... eine Sprosse von Xerneas' Geweih ... oder doch nur einmal im Leben ein Porenta auf dem Teller ...

      Oha, ganz viele Legenden auf einmal! :freu: Was wohl eine Feder des Arktos bewirkt? Ewiger Winter? Das hätte ich jetzt gerne mal! :(

      Mit diesem unerfüllten Wünschen verstarb Catherine nach ihrem Gatten und ihren vier ältesten Kindern in einer halb abgebrannten Stadt.

      Na supi. Weisen-Marie;v;

      Seufzend betrachtete die Sechzehnjährige die alten Fachwerkhäuser von Arguenaux nahe des großen Ritterturms mit seinem beeindruckenden Torbogen und der schmucken Uhr.

      Marie ist also ein bisschen wie Sheilaleina;v; ... alle haben sie verlassen und sie muss alleine klarkommen. Erzwungene Armut. ;(

      Das kleine Nager-Pokémon Daniel, ein Dedenne auf Maries Schulter, blickte resigniert zu Boden.

      Und wie hat sie den Süßling kennengelernt? *:O

      Züchtige dich, verteufeltes Gör! Ein Weibsbild, das nicht nur dreist ist, sondern auch noch eine Hose trägt!

      Na, der wird sich wohl noch umschauen. Mode-Sheila ist im Anmarsch! :elol:

      Ein breites Grinsen zierte ihr zierliches, fast puppenähnliches Gesicht mit den großen, eiskristallblauen Augen, während das Antlitz des Mönchs mit seinem Feuerrot einen hervorragenden Kontrast bildete.

      Marie ist ein Ultra-Anime-Manga-Otaku? >________>

      Kopfschüttelnd ergriff der zutiefst gläubige Katholik mit dem grauen Henriquatre-Bart die Flucht.

      HenriIV-Bart? Gewieft. Hatte der nur eine Art von Bart oder mehrere? :(

      Der eisige Wind fegte durch die Gassen von Arguenaux, doch Marie, die ihre Beine angezogen und mit den armen umklammert hatte, spürte diese Kälte gar nicht mehr.

      Wäre sie doch in einem ellenlangen Rock mit Strumpfhosen geblieben? Aber halt! Natürlich ist sie ein Sansculotte! Die haben keine Kniebundhosen! :oldno:

      Wann spielt die Geschichte denn eigentlich? Ist Marie bei ihrem ersten Auftritt 18? Oha. 1787? *:O Dieser besonders kalte Winter war doch 1788/89, oder? Schade, das wäre ein cooler Bezug gewesen. :D

      Nicht nur, dass die Schatzsucherin bereits sowieso leicht verschnupft war, sondern auch solche grässlichen Hindernisse versuchten, ihr Leben auszuhauchen, sowie, wie es ihre vier älteren Geschwisterchen bereits im Kindesalter erleiden mussten.

      Alle gegen Marie! :oldno: Aber sie wird es schaffen, ja!

      Aber egal ... die beste Schatzjägerin der Laranne ... ääääh ... von ganz Hexalos muss da durch!

      Und beim nächsten Mal: Marie findet den Weg zur leichten Überheblichkeit! Aber alles besser als Setsuna-chan! ;(

      Dank dem besonnenen Daniel, einem geradezu geborenen Diplomaten, hatte das Keifel nichts dagegen, als Transportmittel durch den Schneehaufen zu dienen.

      Sie hätten es auch grillen können, nur wäre das dann nicht so schön ... winterlich geworden. :mad: Und Bara würde noch leben! :<

      Also setzte sie sich auf den unbequemen Rücken des Wildschweins und ließ die Tortur wortlos über sich ergehen.

      Ohne Schlitten?! >___>
      Jingle bells, jingle bells, jingle all the way! Oh what fun it is to ride in a one-Keifel non-existing sleigh ... hey?. :c

      Als das ungleiche Trio Boutchenheim erreichte, stürzte sie tiefgefroren vom Rücken des Keifel, das sich irritiert versuchte, umzusehen.

      Oh. Das dürfte besonders schwer sein, wenn man bedenkt, dass Keifel ... nun ja ... eine 180°-Drehung vollführen muss, um sich umzuschauen! :run2:

      In jenem Moment, als die Sonne hinter dem Horizont verschwand, tauchte ein Mann mit Laterne und Feuer-Pokémon auf!

      Oder etwas ein Mann mit Feuer-Laternen-Pokémon? *:O Romantisch. :D

      Es handelte sich um die Männer, die mitverantwortlich an dem Leben waren, das Marie und ihre Familie in Sargoumin führen mussten.

      Oh. Das geht natürlich auch. :tlmao: Armer Daniel, er muss sich den Rabauken ganz alleine stellen. ;(

      Ein letztes Mal wehrte Daniel sich mit einem Stromstoß gegen den herannahenden Feueraffen mit dessen blauem, maskenartigen Gesicht, doch dieser drosch die Haselmaus roh nieder.

      Pöses Panferno is pöse. Der kann was erwarten, da gehe ich persönlich hin! Niemand drischt Maries süßen Daniel nieder! ò.ó

      Das ist jetzt aber gar nicht weihnachtlich. Einfach so das arme Dedenne erschlagen! :xheul: Aber immerhin gibt es Schnee, den haben wir nicht! :D

      Du hast seltsame Augen ... uff ... haa- ... haaaa- .... hatchuu! Gyaaah ... Merde ... wer bist du, der Khan?

      Dschingis Khan confirmed? *:O Pls, Marie, stawwwwp. :was:

      Sie fror am ganzen Körper, obwohl in unmittelbarer Nähe ein Kamin mit warmen Feuer brannte.

      Also wurde sie doch gerettet. :D Bestimmt war das ein liebes Panfermo. Aber niemand kann lieb sein, der Daniel niederdrischt! :mad:

      Neben dem in braunem Leder gekleideten, schwarzhaarigen Mann mit mandelförmigen, dunklen Augen und seinem Panpyro hatte sich ein Mann mit langem, buschigen, weißen Bart und sanftem, mitfühlenden Blick neben ihrem Holzbett positioniert.

      Ein Musianese! *:O Oder eben ein Mongole. Mongoleisiemusialesenese. ;v;

      Die dunkelbraunen Fachwerkbalken und der rote Farbton der Wand verrieten Marie, dass sie sich in einem typisch alliosischen Haus befand. Auch der alte Weißhaarige war mit seinem schwarzen Hut, dem roten Jackett und der schwarzen Hose ganz in der Tracht des Allios gekleidet, der südöstlichen Nachbarregion der Laranne.

      JETZT ist es Weihnachten! <3

      Ich hoffe für dich, dass du dir keine Lungenentzündung geschnappt hast ...

      Dat Kontrast! :tlol: Aber immerhin sehr fürsorglich, dieser mongoleisimusianesische Weihnachtsmann! :)

      Dieser freundliche junge Mann hier nennt sich Masamune.

      Masamune, das klingt nach einem berühmten Samurai! :D Was der Name wohl bedeutet? ;v;

      Er und sein Partner Hideyoshi, das Panpyro hier, sind im Auftrag einer Frau namens ... uuum ... 'Setzouna' hier.

      Sezzuna-chana ... a;v; Alles wieder ihre Schuld, wie typisch! :jammer:

      Man nennt sie 'dunkler Engel', doch dabei möchte sie bloß Frieden in dieses Land bringen.

      1. Zurecht!
      2. :nein:

      Doch einem Land Frieden bringen, an dem selbst am 24. Dezember noch gekämpft wird ... das ist wohl nicht möglich, befürchte ich.

      Na also, geht doch! :] Ein Setsuna-Kritiker, wie schön. Ein perfektes Weihnachtsfest! :sonne:

      Meine Mama war immer sehr gläubig, aber dieser Gott hat ihr nie etwas gegeben, sondern immer nur gestraft, weshalb sie von mir erhalten, was sie meiner Meinung nach verdienen.

      Jetzt wird man sie zum Buddhismus bekehren! Es gibt immer nur Leid ... wow. Wie behindert bin ich denn? Kein Wunder, dass Pain das RINNEgan hat, wenn er die ganze Zeit von Leid spricht. Er ist der frommste Buddhist aller Zeiten!!

      Es tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen, mein kleiner Weihnachtsengel, aber bei dem 'Gold', für das diese Stadt berühmt ist, handelt es sich um Bier.

      Weihnachtsengelchen Marie ... :w: ... sucht nach .... BIER?! :tlmao:

      "La bière ... ernsthaft? MERDE!"

      Genau meine REAktion! :tlmao:
      Display Spoiler
      (Warum habe ich den Witz nicht zu ihren Lebzeiten gebracht? ;v;)


      Die Pandir gibt es aber tatsächlich. Sie sind berühmt, da sie durch das Bier noch mehr torkeln als ohnehin schon.

      Wunderbare Pokémon. :w: Und bestimmt auch gute Trinkgesellen!

      Ich heiße Marie und bin morgen ein 17-jähriges Mädchen, das die beste Schatzsucherin und Abenteurerin aller Zeiten wird!

      Aha, also ist es doch der furchtbar kalte Winter 1788/89! Gewiefter Monsieur Meow, sehr gewieft! :fies:

      Außerdem würde ich mich eher als Succubus oder Teufel statt als Engel sehen.

      Für sie wäre der ... Kr... kraaa. .. KRAMPUS was!

      Und jaaa ... ich heiße sogar Marie-Noëlle, wegen diesem Weihnachten.

      Uuuuh, so gewieft! :uhh:

      Das ist so, als würde jeder, der 4. Januar geboren wurde, Ars*hloch heißen.

      Wie diskriminierend ... ;v; Wie Mina! :D

      Ich glaube nicht an Jesus. Ich glaube an Buddha.

      Na also, ein perfekter Zeitpunkt für ein bisschen Meditation à la Zen. :sonne:

      Man muss kein frommer Christ sein, um an Weihnachten glauben zu dürfen! Der Geist von Weihnachten kann überall sein, man darf sich ihm nur noch verschließen.

      Na, das ist aber viel Mina;v; auf einmal! Gesellschaftskritik! o/ ...?

      Viele vergessen das, gerade der Klerus, der sich am Geld der Armen weiterhin bereichert.

      Da gab es in Hexalos auch noch keine Parallelgesellschaft in heutiger Form. ;(

      Wir hatten nie Geld, sodass sich mein Vater eigentlich immer nur gewünscht hat, dass seine Kinder überleben und vielleicht sogar ihm ein Enkelkind schenken würden.

      Ja, genau, Marie! Ich möchte auch einen Nachfahren ... ;v;

      Nichts konnte eine echte Schatzjägerin aufhalten, weiter zu reisen ... außer einem gutmütigen Mann, der genauso breit wie der Türrahmen war.

      Eine Schatzsucherin mit Herz! :w: Und dem süßesten Pokémon der Welt, auf das einfach so eingedroschen wird! :bg::v:

      Zum einen handelte es sich um eine orangene Wolldecke, die auf die Bettkante gelegt wurde.

      Geschenkööööööööööö! °O° Sogar ein nützliches!

      Masamune hier hat mir berichtet, dass er über die dunklen Engel Cagayacou und Setzouna erfahren hat, dass es jemanden gibt, der dir bezüglich alter Artefakte helfen kann.

      Cou cou, Cagayacou! ;v;

      "Es ist in Lumyaon, in der Hauptstadt. Ich schätze, es dauert etwas, bis du dort angekommen wirst."

      Marie scheint eine echte Provinzmaus zu sein. :D Ob sie Lumyaon beim ersten Mal wohl gut ausgehalten hat? Bestimmt ist das ein Kulturschock gewesen! :<

      Du bist kein Deut besser als ein zehnjähriger Junge, der Kopf über Hals seine Reise antritt!

      Monsieur LeMeow be like: Was sein muss, muss sein!

      Blaue Fachwerkhäuser, Rote, Weiße und Grüne, waren im Kreis um den zentralen Platz mitten in einer Tannenlandschaft angerichtet.

      Hm, ja, das ist wohl Weihnachten im (ehemals) fränkisch(sprachig)en Raum! :D In Hessen gibt es aber auch viele Fachwerkhäuser ... teilweise. ;v;

      Der Abend hatte mittlerweile seinen pechschwarzen Schleier über das Dorf gelegt, doch es war nicht dunkel, im Gegenteil!

      Winter und Dunkelheit. Wie unpassend! Ich empfinde den Winter als sehr freundlich und gemütlich, den Sommer aber als aufgezwungen und erdrückend. 40° C, wollt ihr mich eigentlich ver*****en? :(

      Mittlerweile hatte sie sich dick in die Wolldecke eingekuschelt und nippte an dem heißen Kakao, an dem sie sich vor lauter Hast bereits die Zunge verbrannt hatte.

      Pelz ist gut, eine pelzige Zunge aber nicht. :c

      "Boooooootoooogääääääl!"

      :tlmao: Botogaeilge!

      Das elektrische Nagetier erkannte den Bernstein sofort! Mit ihnen konnte man elektrische Ladung erzeugen!

      Wow! Hat sie das "gedacht"? Wenn ja, ist sie fast so gut wie Yomi, ich könnte so einen Physik-Kram nicht. :'D

      "Ho ho ho, ich schätze, dass du einfach nur am Leben bleibst! Uuuund ... die beste Schatzsucherin aller Zeiten wirst ... nicht wahr, mein kleines ... Teufelchen!"

      Treffende Worte für Marie-Schätzelein;v;!

      Das Botogel erhob sich von der Schulter, um lecker nach Zimt riechende, kleine Gugelhupfkuchen von einem laufenden Tablett zu stehlen und in seine Tasche zu stecken, bevor es mit den erbeuteten Kouglofs zurückkehrte.

      Ob Marie wohl auch Lothringisch spricht? *:O

      "Nein. Es riecht alles nach Schnupfen ... aber er schmeckt immerhin gut!"

      ... und Schnupfen richt nach gar nichts. ;(

      Er nimmt sicher ein heißes Bad und lässt sich Trauben in den Mund führen.

      So würde ich Weihnachten als König aber nicht feiern ... Das ist so unfamiliär! So unbetroffen! So ... langweilig! >____>

      Mir tut es leid, dass er sich dabei selbst im Weg steht. Selbst die Ärmsten der Armen feiern in ihren verkohlten Scheunen Noël, zwar ohne Geschenke und wahrscheinlich ohne einen guten Braten, aber mit Menschen und Pokémon, die einen auch lieben, wenn er keine Krone mehr tragen würde.

      Na also, so ist es! :!!!:

      Wie süß! :w: Eine sehr gelungene und atmosphärische Geschichte und vor allem war Marie und ihr süßester Freund der Protagonist, hervorragend! Tatsächlich konnte ich endlich mal abschalten und etwas weihnachtliche Stimmung einschneien lassen, das Wetter draußen verhindert das ja effektiv ... Super schön, joyeux Noël! :bg:


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Ok, schreibe ich halt auch mal was dazu :P

      die etwa anderthalb Jahre vor meiner bereits abgeschlossenen Hauptgeschichte Mischblut spielt.


      Braucht man Hintergrundwissen?

      sondern auch eine warme, rote Flüssigkeit.


      Blut?

      Niedergemäht von einem vollbärtigen Ursaring von Mann.


      Irgendetwas stimmt mit diesem Satz nicht D:

      "Hätte der Typ ein Herz, würde er schon längst einen Herzinfarkt erlitten haben, so wie der mich anstiert ..."


      Ok, lol

      Schließlich endete ihre kurze, schwarze Hose nicht mal an der Hälfte ihrer Oberschenkel!


      Die zieht sich eiskalt vor dem Typen die Hose aus? xD

      Oder habe ich was falsch verstanden

      Und welches legendäre Pokémon wartet da wie ein Dummkopf auf uns?


      Och, Suicune stalkt die Protas sogar, von dem her.

      armen


      OMG, ich kann Meow verbessern :bg:

      Also, da du hier ganz offensichtlich die Körperteile "Arme" meinst und nicht das Wort "arm" im Sinne von nicht reich, musst du das großschreiben :P.

      Nicht nur, dass die Schatzsucherin bereits sowieso leicht verschnupft war, sondern auch solche grässlichen Hindernisse versuchten, ihr Leben auszuhauchen, sowie, wie es ihre vier älteren Geschwisterchen bereits im Kindesalter erleiden mussten.


      Oh D:. Wie alt waren die eigentlich inetwa?

      Eben jenes "Glück", war eine der wenigen Komponenten, die Marie nicht in sich vereinte.


      Oh, nicht gut.

      Also setzte sie sich auf den unbequemen Rücken des Wildschweins und ließ die Tortur wortlos über sich ergehen.


      Ich dachte sie sitzt auf Mamutel, das ist doch ein Mammut.

      Während Daniel sich mit seiner elektrischen Energie versuchte, wenigstens ein bisschen aufzuwärmen, merkte Marie nach etwa halber Strecke nichts mehr.


      Ich glaube nicht, dass das "nur" eine Erkältung/Grippe gibt. :o

      Das zu tiefst geschockte Elektro-Pokémon versuchte alles, um mit seinen orangenen Fünkchen und Blitzchen den soliden Eisblock um seine Freundin zum Zerbersten zu bringen, doch einige Minuten später war die Haselmaus lediglich am Ende ihrer Kräfte und der Neuschnee begann bereits, die zu Eis erstarre Marie zu bedecken


      Also wenn sie eingefroren wäre, müsste sie dann nicht eigentlich tot sein? D:

      Ausländische Soldaten.


      Nicht gut.

      Es tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen, mein kleiner Weihnachtsengel, aber bei dem 'Gold', für das diese Stadt berühmt ist, handelt es sich um Bier.
      Oh nein, alles umsonst D:

      "Hey, ich bin fast erwachsen! Besser laufe ich durch die Welt als irgendein zehnjähriger Junge, der der beste Pokémontrainer aller Zeiten werden will! "


      Jetzt mal im Ernst, kannst du einmal auffhören mit deinem Hass gegen zehnjährige. Es wird langweilig.

      "Mein Hexalois ist nicht gut. Aber ich mag dieses Weihnachten. Ich glaube nicht an Jesus. Ich glaube an Buddha. Doch ich mag Weihnachten. Auch mein Affe Hideyoshi mag Weihnachten!"


      Buddhist. In diesem Zeitalter? In Europa?

      außer einem gutmütigen Mann, der genauso breit wie der Türrahmen war.


      Da steht ihr wohl ein Weihnachtsmann im Weg xD

      Eine Tasse heißen Kakao stellte er auf den hölzernen, mit vielen schwarzen Rillen versehenen Nachttisch.

      Der alte Mann ist mir sympathisch.

      Setzouna erfahren hat, dass es jemanden gibt, der dir bezüglich alter Artefakte helfen kann. Es ist ein Mädchen, nicht mal so alt wie du, das sich Mademoiselle Léonie nennt.


      Also braucht man DOCH Hintergrundwissen.

      Du bist kein Deut besser als ein zehnjähriger Junge, der Kopf über Hals seine Reise antritt!


      Ich sage jetzt einfach mal nichts. Oh nein, ich habe es getan :was:

      Plötzlich ließ sich ein rot-weißer Vogel in einem Frack ähnlich dem des Saint-Nicolas auf den Schultern des alten Mannes nieder und krähte freudig zu seiner Rückkehr.


      Öhm, ok

      An dem Silberamulett war ein großer, golden, gelb oder orange strahlender, glatter Stein befestigt, der nicht nur Maries Interesse, sondern auch das ihres orangenen Begleiters auf sich zog.


      Scheint wertvoll zu sein.

      "Oui oui! Das klingt nach einem Plan! Ich werde diese Léonie finden und notfalls auspressen wie eine Mirabelle, um ..."


      Ein reizendes Kerlchen

      Sie kannte nur die Sichtweise des Großteils der Bevölkerung.

      Damals waren die meisten Leute eher arm.


      Ok, ich fand die Geschichte sehr schön (und lang, vorallem sehr lang :o).

      Du hast die Charas super beschrieben und es war auch die ganze Zeit spannend.
    • Ein Weihnachtsgeschenk für miiiiich? *:O Wie nett, merci beaucoup!

      Min: Naja, dafür ist die Chance stark gesunken, noch etwas von mir vor dem Fest zu hören. :ups: 0 Wörter. :x Aber das wäre unweihnachtlicher als das hier, von daher ... muss man Prioritäten setzen. Gegen mich. Blöder Man. >:

      Oh, und weitere Kriege werden folgen. ;(

      Setsuna: So schlimm waren MEINE Kriege ja dann doch nicht! <.<"

      Ein Bär aus dem Osten! >:D Natürlich wäre das ein Russe, aber ... na ja, wenn es in der Lorraine ist ... Die Bataille de Forbach gab es tatsächlich! *:O

      Min: Eine echte Kartoffel wie Adine.;v; Zum Kräftemessen mit den Russen kam es noch nicht. xD

      Oha. Sie ist also eine Staatsfeindin! :( Die arme Marie, sie ist auch ein Mischblut ... ;v;

      Marie: Nur 1/4! Aber so ... ja ... schon etwas. ;(
      Sheila: Ich bin ja auch 1/8 Französin! ò.ó

      Oki. Also ich habe anders als viele andere Deutsche keine Probleme mit Frankreich, aber das ... das ist eine rassistische Bemerkung! Auf die Würstle-Guillotine, bewerft sie mit Kartoffeln! :(

      Min: Die Deutschen haben so viel Rassismus ausgeteilt, die müssen das auch zurückbekommen. :tlmao:
      (Aber ja, einige hier können Frankreich ja echt nicht ab ... <.<" So viel zur Völkerverständigung)
      Yomi: 1681 ist das beste, das Strasbourg je pass- ... ups, hab ich das laut gesagt? :ups: Hon Hon Hon ... xD

      Oha, ganz viele Legenden auf einmal! :freu: Was wohl eine Feder des Arktos bewirkt? Ewiger Winter? Das hätte ich jetzt gerne mal! :(

      Yomi: Das weiß ich nicht mal ich ... :o
      Kagayaku: Bist du jetzt komplett durchgeknallt? o_O Brrr ... >.<
      Yomi: *legt ihrer Kagy eine Decke um* :3
      Kagayaku: Tu nicht so, als wäre ich dein Haustier, nur weil ich animalischer bin als du <.<"
      Yomi: Pardon :3

      Na supi. Weisen-Marie;v;

      Marie: Den Stein der Weisen will ich natürlich auch finden! °.°

      Marie ist also ein bisschen wie Sheilaleina;v; ... alle haben sie verlassen und sie muss alleine klarkommen. Erzwungene Armut. ;(

      Sheila: Wir sind uns da also ähnlicher, als man denkt ... aber trotzdem habe ich sie am Anfang wie die Pest gehasst. <.<" Wie konnte man denn noch arroganter als Kagayaku sein?!
      Kagayaku: Sagte die Bauerntölplin über eine andere Bauerntölplin.
      Sheila: Gut, gut, fine ... ihr seid gleich arrogant. <.<

      Und wie hat sie den Süßling kennengelernt? *:O

      Marie: Tja, das wüsstest du wohl gerne.;v;
      (Ich habs vergessen, reinzubringen :fp:)

      Na, der wird sich wohl noch umschauen. Mode-Sheila ist im Anmarsch! :elol:

      Sheila: Mode-Sheila. xD Oh je, Nordengländerinnen haben den Ruf jetzt für immer weg, haha. :lol:

      Marie ist ein Ultra-Anime-Manga-Otaku? >________>

      Marie: Neeeeeeeeeeeein? Bist du bête? >___________>

      HenriIV-Bart? Gewieft. Hatte der nur eine Art von Bart oder mehrere? :(

      Das ist ein spezieller Bartschnitt, so wie der von Stefan Raab in etwa.

      Wäre sie doch in einem ellenlangen Rock mit Strumpfhosen geblieben? Aber halt! Natürlich ist sie ein Sansculotte! Die haben keine Kniebundhosen! :oldno:

      Marie: Wie lang der Rock war, wäre wohl egal gewesen und eine Hose hätte auch nicht mehr gebracht. Besser fünf Strumpfhosen übereinander. :ups:

      Wann spielt die Geschichte denn eigentlich? Ist Marie bei ihrem ersten Auftritt 18? Oha. 1787? *:O Dieser besonders kalte Winter war doch 1788/89, oder? Schade, das wäre ein cooler Bezug gewesen. :D

      (Das habe ich nicht miteinkalkuliert xD Marie ist vor Groudon 18, nach Groudon 19)

      Und beim nächsten Mal: Marie findet den Weg zur leichten Überheblichkeit! Aber alles besser als Setsuna-chan! ;(

      Setsuna: Chan? Das verbitte ich mir! Kagayaku ist die Kleine! Und meine Regentschaft hat manchen auch etwas gebracht!
      Kagayaku: Die Kleine ... -.-" Ich hasse dich gerade so sehr ... 25 ist nicht klein. <.<"
      Setsuna: Ich möchte doch nur das Beste für dich! ;(

      Pöses Panferno is pöse. Der kann was erwarten, da gehe ich persönlich hin! Niemand drischt Maries süßen Daniel nieder! ò.ó

      Daniel: =Oò.óO= Genau!

      Masamune, das klingt nach einem berühmten Samurai! :D Was der Name wohl bedeutet? ;v;

      Kagayaku: Wahrer Glaube, aber das weißt du ja schon.;v;

      Sezzuna-chana ... a;v; Alles wieder ihre Schuld, wie typisch! :jammer:

      Setsuna: Ich habe Yomi gerettet und den Lavadosorden verhauen, was wollt ihr denn noch! Uuuund Xerneas beschworen! >:

      Weihnachtsengelchen Marie ... :w: ... sucht nach .... BIER?! :tlmao:

      Marie: Ich wollte weinen ... =.="

      Display Spoiler
      Genau meine REAktion! :tlmao:
      Display Spoiler
      (Warum habe ich den Witz nicht zu ihren Lebzeiten gebracht? ;v;)

      Rea: Huh? :o Oh. Okay.
      Calypso: Ich fand den gut! ^_^

      Na, das ist aber viel Mina;v; auf einmal!

      Min: Wie kannst du nur so herzlos sein? >.<

      Marie scheint eine echte Provinzmaus zu sein. :D Ob sie Lumyaon beim ersten Mal wohl gut ausgehalten hat? Bestimmt ist das ein Kulturschock gewesen! :<

      Marie: Ich habe Léonie anderthalb Jahre später gefunden. Man kann schon sagen, dass ich mich auch vorher schon leicht verlaufen habe ... :ups: Oder vom Weg abgeschweift bin, um andere Schätze zu jagen.

      Winter und Dunkelheit. Wie unpassend! Ich empfinde den Winter als sehr freundlich und gemütlich, den Sommer aber als aufgezwungen und erdrückend. 40° C, wollt ihr mich eigentlich ver*****en? :(

      Kagayaku: Pff, hier prallen ja wieder zwei Philosophien aufeinander! <.<" Darf ich dir erläutern, was passieren würde, wenn ...
      Sheila: Nein ... einfach nein.
      Kagayaku: *Sheila anschnaub* -.-"

      Wow! Hat sie das "gedacht"? Wenn ja, ist sie fast so gut wie Yomi, ich könnte so einen Physik-Kram nicht. :'D

      Daniel: ich habe das gedacht! Alle Elektro-Pokemon wissen das! :D

      Ob Marie wohl auch Lothringisch spricht? *:O

      Marie: Ein kleines bisschen. :o Mein Vater hatte zB gar keinen Dialekt.

      Als König - so unbetroffen!

      Yomi: Oui oui, das kennzeichnet Jérôme sehr gut ... so kam dann die Revolution ...

      Wie süß! :w: Eine sehr gelungene und atmosphärische Geschichte und vor allem war Marie und ihr süßester Freund der Protagonist, hervorragend! Tatsächlich konnte ich endlich mal abschalten und etwas weihnachtliche Stimmung einschneien lassen, das Wetter draußen verhindert das ja effektiv ... Super schön, joyeux Noël! :bg:

      Schön, dass dir das gelungen ist! Vielen Dank! :w:

      ― Beiträge automatisch zusammengefügt ―

      Na Jahruhr

      Braucht man Hintergrundwissen?

      Es schadet nie, aber ist hier nicht erforderlich.

      Die zieht sich eiskalt vor dem Typen die Hose aus? xD
      Oder habe ich was falsch verstanden

      Marie: Ich habe mir den Rock über die Hose gezogen. Aber die Hose blieb an. ._." xD

      Also, da du hier ganz offensichtlich die Körperteile "Arme" meinst und nicht das Wort "arm" im Sinne von nicht reich, musst du das großschreiben :P.

      Der Umklammern war sehr arm :P

      Oh D:. Wie alt waren die eigentlich inetwa?

      Marie: Alle unter 15. :(

      Ich dachte sie sitzt auf Mamutel, das ist doch ein Mammut.

      Marie: Keifel, du Analphabet, Keifel! :@ ò.ó
      Yomi: Mon Dieu, beruhig dich, er hat das doch nicht böse gemeint! ^^"

      Also wenn sie eingefroren wäre, müsste sie dann nicht eigentlich tot sein? D:

      Marie: Non, für Menschen gilt hier auch Pokémon-Mechanik, zumindest bei Eis und Strom. ^^" Bei Feuer nicht, das wäre etwas zu unrealistisch. Aber angenehm ist es natürlich trotzdem nicht ... ~.~

      Jetzt mal im Ernst, kannst du einmal auffhören mit deinem Hass gegen zehnjährige. Es wird langweilig.

      Patriotische Europäer gegen die Zehnjährigisierung der Reiserouten

      Buddhist. In diesem Zeitalter? In Europa?

      Kagayaku: Es gab Überbleibsel von den Horden (Kalmücken/Russland), die rüber reisen könnten. Es gab sogar Buddhismus, der bis Griechenland in der Antike kam. Und das ist ein Japaner, der mit seiner Feldherrin über Asien nach Europa gereist ist. Und der ist natürlich Buddhist. ò.ó *peitscht mit den Flügeln*

      Also braucht man DOCH Hintergrundwissen.

      Marie: Nicht ... wirklich. :ups: xD Man versteht es auch so!

      Ein reizendes Kerlchen

      Marie: Ich bin ein Mädchen. :ups: Ich habe das gesagt, nicht der Botogel oder mein Dedenne. Äääääääääh fail? >:

      Damals waren die meisten Leute eher arm.

      Marie: Steht da doch. ._."


      Ok, ich fand die Geschichte sehr schön (und lang, vorallem sehr lang :o).

      Du hast die Charas super beschrieben und es war auch die ganze Zeit spannend.

      Villmols Merci für dein Kommentar! :sonne: Es war echt etwas länger geworden, immerhin über 2 Kapitel, weil ich so viel einbauen wollte und einfach nichts zweiteilen. xD

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Hallöchen,

      ich möchte alle, die diese Geschichten heimlich oder weniger heimlich mitlesen, darum bitten, dem aktuellsten Kapitel, dem Kapitel, bis wohin sie gelesen haben oder dem Startpost einen Like zu geben, damit ich weiß, wer an dieser Fanfiction interessiert ist! Mich würde es sehr freuen, wenn ihr diesem Aufruf folgt, um mir einen besseren Überblick zu geben! Merci! =)

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Diese Kurzgeschichte spielt zwischen 18 und 4 Jahren vor Mischblut und ist Hintergrundgeschichte eines Nebencharakters, der nur in einem Kapitel vorkam. Im Gegensatz zu den normalen Kapiteln spielt dieses Werk ausschließlich in den Sphären der Pokemon, außerhalb der der Menschen. Es ist gleich doppelt zeitgemäß und topaktuell, sowohl vom Setting als auch vom Kernkonflikt. ^^

      Viele Grüße an @Raikachu , der sich das gewünscht hat.



      Aus der Hadesgrotte


      Sie sagten, sie hätten mich in der Dunkelheit gefunden. In einem mysteriösen Dungeon, wie sie es nannten. Wie genau ich in diese "Hadesgrotte" gelangt war, wusste ich nicht, aber von meiner Mutter hatte ich erfahren, dass unsere Rasse flüchten musste und gen Westen reiste. Entweder war es zu kalt oder zu trocken, nirgends konnten wir bleiben. In dieser Hadesgrotte, in die wir uns zum Schutz vor einem schweren Sturm zurückgezogen hatten, lebten viele Pokémon, die sich bedroht fühlten. Als wir uns im Inneren immer weiter verliefen, attackierten uns ganze Scharen, vor denen mich meine Mama aufopferungsvoll verteidigte. Da sie in einer Welt aufgewachsen war, in der wir die Pokémon bis auf die Jagd unter keinen Umständen verletzten, tat sie sich lange schwer, sich gegen die feindlichen Angriffe zur Wehr zu setzen. Geschwächt von den Reisen, übersät mit tiefen Wunden, die von Eisspeer, Eissplitter und anderen Attacken verursacht wurden, bezahlte sie ihre Gutmütigkeit mit ihrem Leben. Die gutherzigen Pokémon, ein sogenanntes "Retter- und Erkunderteam", nahm mich verängstigtes Wesen mit, sodass ich diesen unheimlichen Ort verlassen konnte. Wie die anderen Pokémon hatten sie noch nie zuvor ein Wesen wie mich gesehen, doch trotzdem brachten sie mich mit behutsam in der kleinen Pokémon Siedlung Agios Latios unter.

      Was in ihren Köpfen wohl vorging, als sie ein vierjähriges, menschenähnliches Wesen mit Katzengebiss, schwarzen Krallen und Ballen an den Füßen, zwei beigen Stummelflügeln auf dem Rücken und einem langen, dem eines Hundemon ähnelnden Schweif sahen? Dazu die gebräunte Haut, die immens langen, schwarzen Haare und die leuchtenden, violetten Augen, so Lila wie Vipitisgift. Aber mit vier Jährchen hatte ich keine Gefahr dargestellt. Die Pokémon hatten dank fleißigen Handwerkern wie Sichlor, Muntier oder Maschock sogar verschiedenste Häuser aus Holz errichtet, um die Nächte, selbst wenn es hier kaum regnete, unter einem Dach verbringen zu können. Normalerweise war ich es gewohnt, dass die Pokémon immer nur innerhalb ihrer Art in Clans oder Herden zusammenlebten, doch dass so viele Arten friedlich eine Art Zivilisation aufbauten, erstaunte mich. Es waren kleine Stadtstaaten ohne Herrscher und Monarchen, anders als bei uns. Wir hatten wohl einen König und dann ganz kurz eine Königin, bevor wir alle fliehen mussten. Das Retterteam, das aus einem Zebritz, einem Floette und aus einem Kokowei bestand, nahm mich jedoch nicht bei sich auf, sondern bei Alexandros, einem der letzten wilden Pyroleo im sogenannten "Mäanderland". Sie glaubten, dass ich, obwohl es auch menschenähnliche Pokémon wie Guardevoir oder Karadonis gab, am besten zu ihm passen würde. Alexandros war früher selbst Erkunder gewesen, doch obwohl er noch nicht zu alt dafür war, empfahl man ihm, nicht mehr Pokémon in diesen aufgerissenen Gräben und verworrenen Höhlensystemen zu retten. Ein Kampf mit einem Brutalanda hatte ihn einst schwer verletzt, sodass er weder richtig laufen noch eigenen Nachwuchs bekommen konnte. Er leckte mich mit seiner Reibeisenzunge genauso liebevoll ab wie mein eigener, der die Flucht aus unserer Heimat Mu nicht überlebt hatte, da er ohne Flügel wohl ertrank. Auch meine Zunge war rau, wie die von Athena, dem kleinen Eneco und Kato, dem bettelarmen Mauzi! Die Pokémongemeinschaft von Agios Latios kümmerte sich ebenso rührend um Alexandros wie er um mich, denn da er durch seine Behinderung am Bein nicht mehr rennen konnte, war er auf die Versorgung von anderen angewiesen. Auch dies war eine Aufgabe der Rettungsteams: Nahrung aus den Dungeons besorgen.
      Während mein Alltag bei Alexandros aus unseren Lieblingsbeschäftigungen Fressen, Dösen, Rangeln und Schmusen bestand, wurde ich bald dazu aufgefordert, mit den anderen Kindern die Schule zu besuchen. Während die Pokémon "nackt" waren, hatte mir Daphne, das Matrifol, immer wieder Kleidchen und Gewänder geschneidert, da wir Sphinxen aus Mu nun mal in der Regel bekleidet waren. Zusammen mit Larissa dem Girafarig, Vasilios dem Elezeba, anderen Pokémon und meinen späteren Rettungsteamkollegen des Team Gata, Athena und Kato, sollte ich die Schulbank drücken. Angelehnt an meine schönen, aber leicht angsteinflößenden Augen und meinen Fundort in der Hadesgrotte benannten sie mich, da ich mich an meinen ursprünglichen Namen nicht mehr erinnern konnte, nach der Gattin dieses Todesgotts Hades, Persephone. Dieser Hades war in ihrer mythologischen Vorstellung ein mächtiges Hundemon, dessen kräftiger, schwarzer Schweif, genauso energisch umherpeitschen konnte wie meiner. Zusammengefasst, hatte der Großteil dieser zivilisiert lebenden Pokémon mich akzeptiert, wie ich war und ermöglichte mir somit eine sehr schöne Kindheit.

      "Mit dem Erreichen des 15. Lebensjahres von mindestens zwei Mitgliedern wird euer Rettungsteam als vollwertiger Bestandteil unserer Einsatzkräfte akzeptiert. Hiermit ernenne ich Team Gata zum vollwertigen Erkunderteam", gratulierte uns Traianos, das uralte Kingler, das gewissermaßen die Stelle des Ortsvorstehers ausfüllte, auch wenn man nicht wirklich von einem Herrscher, nicht mal einem Bürgermeister sprechen konnte. Man versuchte, die Pokémon in möglichst flachen Hierarchien heranreifen zu lassen, während uns von einer anderen Siedlung erzählt wurde, wo Disziplin und Kampfkraft im Vordergrund der Erziehung standen. Ich war faul und frei, sodass ich mich dort wohl kaum wohlgefühlt hätte. Ich reagierte nie besonders wohlgesonnen auf Anweisungen, selbst wenn sie gut gemeint waren, was vielleicht an meinem etwas sturen Wesen lag. Immerhin durften wir nun auch in Bedrängnis geratenen Pokemon aus abgelegeneren Gebieten helfen, doch selbst weit hinter diesen abgelegeneren Gebieten und einsamen Inseln gab es weit und breit keine Menschen zu sehen. Der arme Kato, der mit seinen Eltern von einer Müllkippe der Menschen zahlreiche Fußmärsche zurückgelegt hatte, zählte zu den wenigen, die jemals einen Menschen, wenn auch weit außerhalb von Agios Latios, jemals neben mir zu Gesicht bekommen hatten. Die große Armut der ausgehungerten Snobilikat-Familie führte zu einer ausgesprochenen Obsession mit Geld, die nicht nur den extrem geizigen Kato, sondern auch seine Eltern betraf, die dem Dörfchen als Bankdepotsbetreiber zu dienen begannen. Zugegeben, in unserem reinen Katzenteam gab es oft Gefauche und Krallenhiebe, wenn wir uns nicht auf eine Richtung einigen konnten, doch genauso oft leckten wir uns sanft über die Ohren. Aus Sicht der Menschen käme es sicher merkwürdig vor, wenn ein humanoides Wesen wie eine Sphinx auf allen Vieren niederkniete und die Ohren ihrer besten Freunde leckte oder ihren eigenen Arm befeuchtete, um sich mit primitiven Reibbewegungen das in der prallen Mittagssonne verschwitzte Gesicht etwas zu reinigen.
      "DREI Katzen?! Huiuiui! Meiner einer ist hart im Nehmen, auch wenn er angesichts dieser Krallen um sein Leben bangen muss, statt gerettet zu werden!", reagierte Somnas, ein Kukmarda, auf seine unverhoffte Rettung. Aufrecht stehend überragte ich ihn um zwei Köpfe und meine aufblitzenden, scharfen Reißzähne trugen sicher genauso wenig zu seiner Beruhigung bei wie meine die Faszination aller auf sich ziehenden Augen. Die Augen, sagte man sich, wären wie die Gesamtheit des überdurchschnittlich eleganten und attraktiven Erscheinungsbild einer Sphinx auf die Sage der sogenannten Medusa zurückzuführen, denn später lernte ich, dass ich, dem Zorn verfallen, Lebewesen mit meinen Augen genau wie sie versteinern konnte, weswegen sie die Blicke besonders effektiv anziehen mussten. Ich beherrschte über ein großflächiges Arsenal verschiedenster Attacken, weswegen die Rettungsaktionen selten problematisch wurden, und wenn doch, konnte ich mich stets auf meine beiden Partner verlassen. Schnell sprach sich die Geschichte von dem Mädchen dieser unbekannten, geflügelten Pokémonart, angeblich halb Pyroleo, halb Flunkifer, herum.

      Drei Jahre später hatten sich aus den halbfertigen Flügelchen auf meinem Rücken richtige Schwingen entwickelt, gebogen wie der sichelförmige Körper eines Lunastein. Auch dem losen Verbund der Retterteams stand eine Veränderung bevor. Es sollte eine größere Organisation gebildet werden, die man Gilde nannte. Gildenmitglieder sollten besondere Privilegien genießen und größere Auftragsgebiete sollten erschlossen werden, da sich ein anderes Pokémondorf durch den Wegzug der jungen Tiere nicht mehr selbst verteidigen konnte.
      Stolz reckte ich meinen Kopf nach oben, um die Medaille eines Gildenmitglieds um den Hals gelegt zu bekommen. Athena hatte sich mittlerweile zu einem Enekoro entwickelt, weswegen wir beiden felinen Schönheiten sicher einen etwas arroganten Eindruck von außen her gemacht hatten, doch dies rechtfertigte in keinster Weise diese unglaubliche Undankbarkeit, die uns widerfuhr - Traianos war, als Stimme der Gerechtigkeit und der Gemeinschaft, zwei Monate zuvor verstorben, doch der Wandel des Rettersystems zu einer effizienteren Vereinigung war schließlich sein allerletztes Lebenswerk. Ein junges Lucario beerbte ihn stattdessen und nahm die Fäden in die Hand.
      "Phoebe ... du bist entlassen. Schwächlich. Christos ... absolut unbrauchbar, du musst ja selbst fast ständig gerettet werden ... Evangelos ... deine Außendarstellung ist eine Katastrophe. Das Team Astro war im Zuge der Reform hin zu einer Elite-Organisation wegra- ... -ratio- ... dieses Wort konnte ich mir einfach nicht merken. Ich hatte diesem selbstgefälligen Kerl ungern zugehört, doch das Team um ein Parfinesse, ein Minun und ein Zirpeise tat mir besonders leid. Solche Pokémon waren genauso wenig prädestiniert für eine Zukunft als strahlender Held wie ein Eneco oder ein Mauzi, doch in Agios Latios durften sie ihren Traum Wirklichkeit werden lassen.
      Nun wandte sich das Lucario unserem Team zu: "Athena, willkommen in der Gilde. Kato, in unserer Gilde ist für Unterschichtler kein Platz." Unser Team war also auseinander gerissen worden. Auch für Vasilios, den Sohn des Zebritz-Hengsts, der mich einst rettete, war kein Platz mehr im neuen System. Wie konnten Pokémon nur so grausam und herzlos sein? War das nicht die Eigenschaft der Barbaren-Pokémon und der Menschen?
      "Persephone ... du bist wirklich sehr stark und deine Kräfte sind sicher sehr nützlich ... aber ... du bist auch entlassen."
      "WAS?! Wieso ich?"
      "Weil ..."
      Wütend peitschte ich mit dem Schweif umher und merkte, wie Zorn und Verachtung durch meine Blutbahnen pulsierten, bis sie in meine Augen sickerten.
      "Weil wir voll sind. Wir haben ein Maximum an Gildenmitgliedern festgelegt und auf dich konnten wir am ehesten verzichten. Es gibt eben Leute, die deine Qualitäten nicht über den Himmel loben, sondern objektiv beurteilen, und da ..."
      "WAS DA?!", platzte es ungehalten aus mir heraus. Ich konnte fliegen, erdbändigen und beherrschte Attacken verschiedener Typen. Zudem hatte ich konstant gute Arbeit geleistet und noch niemanden mit meinem Flunkifermaul, das unter dem langen Pferdeschwanz versteckt war, aufgefressen - lediglich mal gebissen, aber das gehörte zu meiner Kampftechnik eben dazu wie bei das Verkratzen verblüffter Antlitze zu Sengos Repertoire.
      Lucario hatte nun genug Zeit gehabt, um nach der Antwort zu kramen, nach der er gesucht hat: "Im letzten Monat habt ihr allerdings einen Auftrag in den Sand gesetzt."
      "Ja aber das war ...", wollte ich bereits mit gebleckten Zähnen protestieren, doch Athena wischte mir mit ihrem Schweif über die Beine.
      "Lass gut sein, Persephone", unterbrach mich das Enekoro, als sie ihr an einem Band befestigtes Medaillon über ihren Kopf stülpte und abstreifte: "In so einer Gilde möchte ich nicht arbeiten. Ich lehne ab. Ohne deine beiden Teampartner lohnt es sich für dich auch nicht mehr, zu diskutieren." Ein letztes Mal schnaubte ich verächtlich in Richtung des Lucarios, bevor ich wortlos mit meinen Mitversagern aus dem prächtigen Pfahlbau schritt. Alle rausgeworfenen Pokémon durften zweifellos in Agios Latios verbleiben, doch die Kränkung seitens der neuen "Elite" steckte wie ein Giftdorn in meinem Herzen. Die negativen Gefühle verdunkelten meine Federn. Eine Sphinx in ihren Freiheiten eingeschränkt? Ha, unmöglich! Ich wusste mir zu helfen. Mein Team und ich erledigten einfach illegal Rettungsaufträge! Welch unglaublich geniale Idee ... die später ins neu geschaffene Verlies führte. Desillusioniert musste ich mit ansehen, wie sich eine Zweiklassengesellschaft bildete, deren oberer Teil den Benachteiligten immer mehr Rechte entzog, um sich selbst daran zu bereichern.

      "Ich hätte ja auch alle töten können. Das Gesetz des Stärkeren. Rein theoretisch wäre das möglich gewesen und die neuen, schändlichen Umwälzungen wären zu Staub zerfallen. Aber das sind weder die Werte, die mir Mama, noch Alexander, noch die anderen Pokémon vermittelt hatten. Ich würde mir selbst das Herz brechen. Ich möchte einfach nur weg, denn ich bin hier wohl nicht mehr erwünscht." Die sonst so kräftigen, violetten Augen, die sich im Meer spiegelten, waren resigniert, kraftlos, matt geworden. Ohne jeglichen Glanz. Ein Reisender aus einem fernen Land, ein sogenannter Gijinka, also ganz ähnlich wie eine Sphinx aber doch ganz anders, teils Mensch, teils Pokémon, hatte mit seinem Team den Weg zu uns gefunden. Schwarze Haare, rote Augen, ein dunkler Hut und ein schicker, dunkler Mantel zeichneten den Mann aus, der doppelt so alt war wie ich. Der Nachtara-Gijinka, der sich als Joao Bonaventura zuvor vorgestellt hatte, wurde von Abdulrahman dem Vibrava, Wulfric dem Magnayen und Gunter dem Shardrago flankiert, Pokémon aus allen Teilen der Welt, die sich zu einem internationalen Erkunderteam zusammengeschlossen hatten.
      Bonaventura rieb sich nachdenklich sein Kinn, bevor er sich wohlwollend zu meiner Situation äußerte: "Weißt du ... ich habe eine Organisation, dessen Werte ich nicht teile, aber deren Interessen ich grundsätzlich vertrete, binnen drei Jahren unterwandert und zu meinem Gusto umgewälzt. Im Grunde genommen ist es also möglich, dass du dieses Handwerk bei mir erlernen könntest, Persephone. Lass den Irren schalten und walten, solange, bis der geeignete Augenblick gekommen ist, um dann zuzuschlagen. Eine starke Kämpferin und einen klugen Kopf wie dich würde ich sehr gerne in meinen Reihen wissen. Ich habe bereits mit Sphinxen zusammengearbeitet und weiß, wie stur sie sich Gehorsam verweigern, deswegen mache ich dir den Vorschlag, dass du meine Rechte Hand wirst, jedoch unbedingt unüberlegte Sachen vermeidest. Ich werde dich nie zu etwas zwingen, doch ich würde dich zwingen, manche Sachen nicht zu tun, wenn sie mein Vorhaben hochgradig gefährden. Gib mir fünf Jahre, und du wirst genug gelernt haben, um aus deiner Heimat wieder den Ort zu machen, den du liebst."
      "Andere Sphinxen? ANDERE SPHINXEN? Und ich dachte, ich wäre die letzte meiner Art!", verlor ich vor Aufregung die Fassung, so sehr, dass mein Schweif und meine Flügel einige kleine Sandverwehungen erzeugten: "Was ist mit meinen Freunden, darf ich sie mitnehmen?" Die matten Augen strahlten wieder, so, wie nach meinem ersten Auftrag oder nach der Ernennung zum vollwertigen Rettungsteammitglied. Sobald ich 23 wäre, würde ich reif und erwachsen genug sein, um mein Dorf wieder in den ursprünglichen Zustand der Gleichheit zurückzuführen, sodass selbst ein Natu und ein Wattzapf ihren Traum verwirklichen könnten.
      Ein glückliches Lächeln breitete sich über das stoppelige Gesicht des Nachtara-Gijinkas aus: "Sim, claro! Je mehr, desto besser. Da unser Lavados-Orden sowieso ausgedünnt ist, benötigen wir neue Mitglieder. Tag für Tag werden es immer weniger Menschen und immer mehr Pokémon. Diese Entwicklung ist mein Werk. Als Gijinka ist es unsere große Gabe, beide Welten formen zu können. Ich wäre ein Tor, würde ich es nicht nutzen. Unter dem Deckmantel der menschlichen Religionen ist Manipulation ein Leichtes. Komm mit mir, Persephone, und ich werde dir die anderen Sphinxen zeigen. Allerdings gibt es eine Sache ..."
      Meine Augen verengten sich ... was könnte diese eine Sache sein? Ich war Feuer und Flamme, an der Sache teilzunehmen! Eine wahrhaft gigantische Erkundung wartete auf uns!
      "Wenn die Situation es erfordert, dass du zu den anderen Sphinxen keinen Kontakt hast, aus bestimmten politischen Gründen, dann musst du dich daran halten. Falls sie gegensätzliche Interessen zu mir pflegen, kann ich es nicht erlauben, dass sie dich von ihrer Sache überzeugen. Hast du das begriffen, Menina?"
      Ich nickte stumm.
      "Gut, dann begrüße ich dich an Bord als die neue Nummer Zwei des neuen Lavados-Ordens ... auf dass wir unsere Ziele binnen fünf Jahren verwirklichen werden ...", gratulierte mir Bonaventura zu meiner Entscheidung und zog angesichts des einbrechenden Sonnenuntergangs in Richtung seiner Unterkunft in Agios Latios. Ich jedoch blieb und betrachtete, auf einem Stück Treibholz sitzend und verspielt mit dem Schweif umherschlagend, die Wellen und den glühenden Horizont. Morgen würde ich den anderen von seinen, nein ... meinen ... unseren Visionen berichten!

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Doppelt aktuell? Sogar vom Setting? Es spielt in der Levante! :run2: Aber endlich geht es dieser mystischen Persephone aus Persepolis an den Kragen. Vielleicht stammt sie tatsächlich aus Persien? Farsi ftw! :haare:

      Sie sagten, sie hätten mich in der Dunkelheit gefunden.
      Das ... das ist der Beginn eines Films! Ich sehe es schon vor mir, zuerst ein schwarzer Bildschirm, dann hypnosierende Musik und ... voilà! Die Stimme der mystischen Persephone erklingt! :)

      In einem mysteriösen Dungeon, wie sie es nannten.
      Wut? Wirklich? xD Persephone ist dem Erkundungsteam beigetreten, klingeling! o/

      Geschwächt von den Reisen, übersät mit tiefen Wunden, die von Eisspeer, Eissplitter und anderen Attacken verursacht wurden, bezahlte sie ihre Gutmütigkeit mit ihrem Leben.
      So wie Rhea, ganz fürsorglich ... ;v; Sind eigentlich alle musianesischen Mütter so?

      Wie die anderen Pokémon hatten sie noch nie zuvor ein Wesen wie mich gesehen, doch trotzdem brachten sie mich mit behutsam in der kleinen Pokémon Siedlung Agios Latios unter.
      Schade, kein Persien. ^^ Das gibt mir also die Möglichkeit, selbst eine Geschichte darüber zu machen! :fies: Kataphraktoi for da win! Aber Agios Latios klingt ja verdächtig nach Agios Nikolaos. (:

      Dazu die gebräunte Haut, die immens langen, schwarzen Haare und die leuchtenden, violetten Augen, so Lila wie Vipitisgift.
      Much Persia, many Farsi, wow. Okay, genug davon! xD

      Wir hatten wohl einen König und dann ganz kurz eine Königin, bevor wir alle fliehen mussten.
      Die ... Erinnerungen! ;A; Hääälp!! :xheul:

      #NiederMitIspanya #KagayakuFluff

      Das Retterteam, das aus einem Zebritz, einem Floette und aus einem Kokowei bestand, nahm mich jedoch nicht bei sich auf, sondern bei Alexandros, einem der letzten wilden Pyroleo im sogenannten "Mäanderland".
      Ein Zebrachen, eine seltsam fliegende Blumenfee und eine Palme mit Eiern als Köpfen? .__. Episch! :tlmao: Aber wie cool ist das denn, dass AlexandrOS aus AgiOS LatiOS ein PyroleO(S) ist? :DD

      Ein Kampf mit einem Brutalanda hatte ihn einst schwer verletzt, sodass er weder richtig laufen noch eigenen Nachwuchs bekommen konnte.
      Das Brutalanda hat ihn KASTRIERT? o____O

      Er leckte mich mit seiner Reibeisenzunge genauso liebevoll ab wie mein eigener, der die Flucht aus unserer Heimat Mu nicht überlebt hatte, da er ohne Flügel wohl ertrank.
      Ich verbinde Löwen immer mit Hunden, weil sie mich einfach so gar nicht an Katzen erinnern. ;v; Fast hätte ich also schon gesagt, dass Katze und Hund sind nicht vertragen, *miau*! >:3

      Während mein Alltag bei Alexandros aus unseren Lieblingsbeschäftigungen Fressen, Dösen, Rangeln und Schmusen bestand, wurde ich bald dazu aufgefordert, mit den anderen Kindern die Schule zu besuchen.
      Die hat ja ein krass entspanntes Leben gehabt, die mystische Persephone. :D Gefällt mir! Aber eine böse Wendung ist schon vorprogrammiert, da bin ich mir vollkommen grundlos sicher! :fies2:

      Ouh, so viele griechische Namen! xD Aber Griechenland ist cool, ich mag alle Reiche und Länder, die sich auf dem Balkan und Anatolien erstreckt haben, die Kultur dort ist einfach cool. ^^ Ottomans and Byzantines for da win! :haare: Übrigens hat Persephone ja gar nichts mit Persien zu tun, was die Google-Suche ergeben hat, wie schade .... ö__ö

      Ich war faul und frei, sodass ich mich dort wohl kaum wohlgefühlt hätte.
      Das klingt so sehr nach Kagayaku! :tlmao: Bestimmt ist Faul- und Freiheit ein wichtiger Bestandteil der musianesischen Wertvorstellung! o.o

      Zugegeben, in unserem reinen Katzenteam gab es oft Gefauche und Krallenhiebe, wenn wir uns nicht auf eine Richtung einigen konnten, doch genauso oft leckten wir uns sanft über die Ohren.
      Katzen sind einfach zu cool für diese Erde, ich muss es akzeptieren. xDD

      [IMG:https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/originals/8c/47/74/8c47748f9ff62ab6e0770a700dfd564b.gif]

      Mein Schatz ....

      DREI Katzen?! Huiuiui!
      Was zum Teufel?! :tlmao:

      [...] reagierte Somnas, ein Kukmarda, auf seine unverhoffte Rettung.
      I know what you did there! :hi:

      Schnell sprach sich die Geschichte von dem Mädchen dieser unbekannten, geflügelten Pokémonart, angeblich halb Pyroleo, halb Flunkifer, herum.
      Persephone ist also der Ursprung der Sphinx-Sage? :run2: Das Geheimnis wurde gelüftet!

      Es sollte eine größere Organisation gebildet werden, die man Gilde nannte.
      Die griechische Chiller-Gilde? :cool:

      Phoebe ... du bist entlassen.
      Der Name ist so 'muricanifiziert, ich kann ihn nicht mehr ernst nehmen ... ;___;

      Ich hatte diesem selbstgefälligen Kerl ungern zugehört, doch das Team um ein Parfinesse, ein Minun und ein Zirpeise tat mir besonders leid.
      Der Zirpeise-Techno-Urwald! :haare: :tlmao:

      [IMG:http://36.media.tumblr.com/e7b9562689778095b2b15908a42711a4/tumblr_n6d6fgpUFs1txl9jlo1_500.jpg]

      Auch für Vasilios, den Sohn des Zebritz-Hengsts, der mich einst rettete, war kein Platz mehr im neuen System.
      Alle werden sie ausgeschlossen ... ;v; Dieses révolutionäre système (much Frönch) ist ja nicht so klasse! D:

      "Persephone ... du bist wirklich sehr stark und deine Kräfte sind sicher sehr nützlich ... aber ... du bist auch entlassen."
      Weil sie ein FLÜCHTLING ist! :mad:

      Weil wir voll sind. Wir haben ein Maximum an Gildenmitgliedern festgelegt und auf dich konnten wir am ehesten verzichten.
      Okay, ich habe die doppelte Aktualität wahrscheinlich entdeckt, ja ja. :D

      In so einer Gilde möchte ich nicht arbeiten. Ich lehne ab.
      Na also, Αθηνά macht doch die richtige Entscheidung, da zeigt sich ihre Strategie-Göttlichkeit! :stolz: Soll das den Brexit darstellen? Dabei ist Großbritannien eher so à la "Vorteile abkassieren, aber bloß nicht mitmachen" und die EU so "no EU-Mitgliedschaftation without Mitmachentation". Immer machen die in London denselben Fehler! :fp:

      Eine Sphinx in ihren Freiheiten eingeschränkt? Ha, unmöglich!
      Die sind echt die perfekten Anführer einer französischen Revolution! :'D

      Mein Team und ich erledigten einfach illegal Rettungsaufträge!
      Ooooouuuuh, bad boys bad boys watcha gonna do watcha gonna do? xDDD

      Ich hätte ja auch alle töten können. Das Gesetz des Stärkeren.
      Das klingt verdächtig nach einer gewissen Person, die mit "S" anfängt und "etsuna" aufhört! ò.ó

      Die sonst so kräftigen, violetten Augen, die sich im Meer spiegelten, waren resigniert, kraftlos, matt geworden. Ohne jeglichen Glanz.
      Und dann kommen die pösen Templer und "retten" sie? D: Das hatten wir schon einmal! Haytham, whyyyyyyyyyyy? ;__;

      Der Nachtara-Gijinka, der sich als Joao Bonaventura zuvor vorgestellt hatte [...]
      Bomjeã? Fala portugês? >____o"

      Dass das falsch ist, ist übrigens Absicht, das ist ein kleiner Insider ... mit mir ... selbst .... ;v; ....... :xheul:

      Gib mir fünf Jahre, und du wirst genug gelernt haben, um aus deiner Heimat wieder den Ort zu machen, den du liebst.
      Ein verdammter Lobbyist! DD:

      Als Gijinka ist es unsere große Gabe, beide Welten formen zu können.
      Go Sheila, go Sheila! :mad:

      Meine Augen verengten sich ... was könnte diese eine Sache sein?
      Diese Vorstellung! :tlmao:

      [IMG:https://49.media.tumblr.com/a75b925b77dc8a2ba0b78903250d43f4/tumblr_mqr3qeJ8EJ1sykcx0o1_r1_250.gif]

      Gut, dann begrüße ich dich an Bord als die neue Nummer Zwei des neuen Lavados-Ordens ...
      Das ist ja eine kleine Truppe ... Und der Wulfric ist mit von der Partie! :D Ein angelsächsischer Wikinger, arrrrr ...


      Und so ist auch Persephones Geschichte zu einem offenen Buch geworden, das Mysterium wurde gelöst und die Lücken von Mischblut beginnen sich zu schließen! Ein kleiner Erkunder war sie also, wie süß! :w: Ich habe das Kapitel sehr genossen, es war ziemlich unterhaltsam. Der Name Persephone ist halt zu cool ... *____*


      -- Beitrag 700 geht an Persephone, f*ck yeah! o//


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.

      The post was edited 2 times, last by Rai ().

    • 3000 Wörter. 3000 Wörter, die einen kleinen Ausschnitt zur Vorgeschichte/Kindheit einer Heldin liefern, die niemals aufgibt. Es geht um meine 36-teilige dritte Hauptfanfiction "Miiiiiiiin", die angemerkt in den Jahren 2013 und 2014 spielt. Nachdem einige Abschnitte wie Mins Familienleben in der Vergangenheit dann doch relativ kurz ausgeführt wurden, habe ich mir diese Kurzgeschichte einfallen lassen. Es geht um eine sehr unkoventionelle Protagonistin, was sich ungefähr so zusammenfassen lässt:

      Genre: Satire/Humor, Gesellschaftskritik, Desaster

      Klappentext: Min-yeon Seol kommt mit allem zurecht. Vor allem mit sich selbst, am wenigsten aber mit ihren Mitmenschen. Die 23-jährige Tochter koreanischer Eltern studiert in Osaka Medizin, jedoch ist dies die einzige gesellschaftliche Konvention, die sie einhält. Ihre Eltern und wenigen, aber treuen Freunde bringt sie mit ihren hohen Ansprüchen regelmäßig zur Weißglut, doch das ist der streitlustigen Studentin völlig egal. Doch nicht alles an ihr ist schlecht. Ihr Repertoire an Schimpfwörtern in mehreren Sprachen ist beeindruckend. Ohne Rücksicht torpediert sie die fragwürdigen Gepflogenheiten der Arbeits- und Arschkriechergesellschaft der modernen Staaten und lebt für viele den Traum vor, selbst einmal ausbrechen zu können. Min teilt gerne aus und trifft damit auch mal die Unschuldigen, doch alles kommt doppelt und dreifach wieder zurück. Gefangen in einem Kreislauf der Verachtung und des Ausgestoßen-Seins, wird der einzelgängerische, notorische Pechvogel mit seinem Schicksal während einer Reise nach Tibet konfrontiert. Die größte Egoistin Osakas soll nun auf einmal das Überleben der Menschheit vor einer höllischen Bedrohung sichern - ob DAS gut gehen kann?

      Die Geschwister kommen in den Kapiteln #21 und #22 in der Gegenwart genauer vor.



      Die Heldin, die NIEMALS aufgibt


      März 2002



      "Meine Kinder! Ich habe euch frische Tteoks zubereitet! Passt aber bitte auf, einige sind scharf!", warnte Na-ri mit ihrem warmen Lächeln, als sie das Silbertablett auf den großen Holztisch stellte. Das Zwielicht der Abenddämmerung schimmerte durch das Fenster des kleinen Häuschens in der Peripherie Osakas und auch obwohl die Beleuchtung der orange schimmernden Lampen und Lampions nicht besonders hell war, strahlten sie in Kombination mit dem Gesichtsausdruck der Mutter eine einmalige Wärme aus. Die 39-jährige Na-ri und ihr um ein Jahr älterer Mann Tae-ho hatten nach ihrer Ankunft in ihrer neuen Heimat Japan viele schwierige Situationen mit der Bürokratie oder dem Alltag an sich überstanden. Viele Beziehungen wären durch die große Belastung vielleicht zu Bruch gegangen, doch die Hoffnung, ihren Kindern ein besseres Leben, eines mit mehr Toleranz und einem Aufwachsen als akzeptierte Teile ihres Umfelds zu bieten, schweißte die beiden zusammen, selbst wenn sie sich phasenweise andauernd in der Wolle hatten und anschrien. Stress, so weit das Auge reichte, doch es waren die kleinen Momente im Leben, die das Pärchen aus Gwangju glücklich machten, wie das sanfte Schnurren von Stubentiger Sung-nam, dem fresswütigen Charmiankater.
      Die gebratenen, röhrenförmigen Reisküchlein in allen möglichen Farben, waren, auch wenn sie den japanischen Mochi sehr ähnlich waren, eine koreanische Spezialität. So schwer es war, ihre drei Kinder durch die schwierigen Jahre der Pubertät zu geleiten, wenn es ums Essen ging, waren alle Differenzen beseitigt - zumindest vorerst. Selbst spät abends, um zwanzig vor zehn, machte sich die fürsorgliche Mühe, ihren verzogenen Kindern nach dem anstrengenden Schulalltag ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Papas Liebling Hyun-woo, gerade im Flegelalter angekommen, rannte am schnellsten. Wenn seine Eltern nur wüssten, dass er sich nicht nur für extensives Haarefärben, sondern auch für Dinge wie Alkohol und Tabak zu begeistern begann, die dem Fünfzehnjährigen mit den momentan in Spitzen abstehenden, mittelbraun gefärbten Haaren eigentlich erst in fünf Jahren offen stehen sollten. Seine zwei Jahre ältere Schwester Eun-ju musste sich mit den Nesthäkchen darum konkurrieren, als Zweite anzukommen, doch ein wuchtiger Ellenbogencheck der hochgewachsenen Jugendlichen mit den dunkelbraunen, künstlich gewellten Haaren sollte außerhalb des Sichtfelds ihrer Mutter dieses Rennen für sich entscheiden. Wie ihre kleine Schwester Min-yeon, auch mit zwölf Jahren ein eher zierliches und kränkliches Kind, auf den Boden aufschlug, hatte sie seit geraumer Zeit nicht mehr interessiert. Die eifersüchtige Teenagerin wurmte es, dass dem niedlichen Nesthäkchen mehr Aufmerksamkeit zuteil wurde als ihr. Doch in Anbetracht der persönlichen Entwicklung der Kinder, stand es nicht allzu gut um die Kleinste, dass sie in diesem Umfeld ihre Niedlichkeit bewahren konnte, wurde ihr doch bereits in der Schule ihr schüchternes und braves Wesen zum Verhängnis. Mit Tränen in den Augen trottete auch das letzte Kind zu der Mutter, den schmerzenden Ellenbogen haltend. Erst wollte Min-yeon ihre große Schwester verpetzen, doch deren eiskalter Blick ließ ihre Augen beschämt zu Boden sinken. Sie wollte einfach nur in Ruhe essen und durch das aschgraue Fell ihres Haustier streichen, das ihre Beine schnurrend umschlang.
      "Min, Schätzchen! Schau mal, wenn du ständig auf dem Saum deiner ellenlangen Pyjamahose ausrutschst, kann aus dir im Gegensatz zu mir NIE ein Medienstar werden! Mich lieben und bewundern die Leute, aber über dich würden sie lachen. Achte doch besser ...", teilte Eun-ju, mit den Armen bedrohlich in die Hüfte gestemmt, dem kleinen Schwesterchen mit, wie sie die blauen Flecken und roten Prellungen durch Stürze vermeiden konnte, wurde jedoch jäh unterbrochen.
      Auch wenn sich die lange Eun-ju vor Min aufgebaut hatte, wollte das Mädchen mit den schulterlangen, schwarzen Haaren endlich über ihren Schatten springen und sich gegen die fiesen Aussagen ihrer Schwester wehren: "Ich will ja auch kein Medienstar werden! Ich hasse Menschen! Ich hasse sie, weil sie so sind wie du! Krank sind die! Einer muss sie heilen und aufklären, wie dumm sie doch sind und mit dir fang' ich jetzt an, du blöde Schlange!" Ein Jahr später und der Ausdruck "Schlange" würde durch einen niederträchtigeren ersetzt werden. Doch auch dieses Theater reichte der Mutter, die die Haarnadeln aus ihrem Dutt entfernte und zwischen die beiden streitenden Töchter hielt, sodass sich diese nicht an die Kehle springen würden.
      "Ihr beiden reißt euch jetzt sofort zusammen! Ich will hier keinen Streit zwischen euch haben! Ich habe auf der Arbeit genug Ärger, dann manchmal mit Papa, dann mit Sung-Nam, weil er sich nicht bürsten lässt und jetzt auch noch mit euch?" Das Schluchzen ihrer Jüngsten berührte Na-ri jedoch zutiefst, sodass die Zwölfjährige in den Arm nahm. Die intelligenten, schönen Katzenäuglein waren überfüllter mit Salzwasser als der Pazifik. Min hasste es, wenn ihre Eltern laut wurden, vor allem, wenn es sich an sie selbst richtete. Das war doch alles ungerecht! Aber zum Glück hatte ihre Mutter ein Gefühl für das zerrüttete Verhältnis der Geschwister und tröstete die Kleine später. Doch die Kehrseite der Medaille waren die absolut negativen Ergebnisse zahlreicher Vieraugengespräche mit der Älteren. Doch für diesen Abend hatte Min Ruhe und durfte zwischen Mama und Papa noch eine Weile Fernsehen schauen, das Kätzchen auf ihrem Schoß.


      Mai 2003

      "Papa, Min ist komisch! Sie interessiert sich nicht für ... äh ... Mädchendinge. Und sie hat nur ein rosanes Kleidungsstück im Kleiderschrank! Und weißt du, was ich gehört habe? Sie spielt ständig viel lieber mit Jungs als mit Mädchen, solche komischen Ball- und Videospiele! Wie ein Nerd! Sie ... sie steht auf dasselbe Mädchen wie Hyun! Vielleicht ist sie ja sogar ein Mann!", krakeelte eine sehr aufgetakelte Eun-ju, bereit, nach dem Abendessen in die wilden Nächte Osakas aufzubrechen, im modern eingerichteten Esszimmer herum. Sie erhoffte sich dadurch, besser dazustehen, doch ihre Hoffnungen wurden jäh zerschlagen. Nicht nur, dass der zu cholerischen Anfällen neigende Vater Tae-ho ohnehin nie viel von seiner Ältesten gehalten hatte, auch bei ihrem jüngeren Bruder hatte sie sich unbeliebt gemacht. Dass dieser auf Satsuki Matsubara, die Tochter eines Bekannten von Papas Buddha-Connections, stand, sollte eigentlich niemand erfahren. Auch wenn Tae-ho gläubiger Buddhist und Na-ri gläubige Protestantin waren, hatten die Kinder mit Religion nichts an Hut. Min glaubte zwar, dass es irgendwo einen Buddha gab, aber sie beschäftigte sich nie näher mit Lehre oder Gemeinde.
      Falten des Ärgers zogen über die Stirn des erbosten Vaters hinweg, der sich sein Mädchen, das bislang seelenruhig Kaugummiblasen formte, zur Brust nahm: "Interessiert mich das? Nein! Nerv' nicht, du freches Balg, geh lieber lernen! Die Noten deiner Geschwister sind um Welten besser!" Eun-ju sah sich selbst als oberster Teil der Nahrungskette und ließ andere nicht an ihren Gefühlen teilhaben, doch die Abneigung ihres Vaters verletzte sie immer wieder aufs neue gleich effektiv.
      Wenn er sie nicht schätzte, musste er andere noch weniger schätzen, fasste sie sich ins Auge: "Ich dachte, dass Lesben in deinem Religionskram uncool sind!" Dass Min in Wahrheit bisexuell war, spielte da keine Rolle. Das Wort war ihr ohnehin zu kompliziert.
      "Hör mal, wie habe ich dich erzogen? Wir stehen für Toleranz! Wie man Religion lebt und umsetzt ist entscheidend, aber darüber machst du dir ja keine Gedanken, solange du dir schicke Gürtelchen und Ohrringe kaufen kannst!", schrie der leicht reizbare Vater durch das ganze Haus. Die drei Kinder wuchsen wirklich in einer sehr tolerant und liberal denkenden Familie auf, doch die einzige Intoleranz herrschte zwischen Familienmitgliedern untereinander. Dass Eun-ju, so im Stich gelassen und im Kampf um Aufmerksamkeit und Akzeptanz versuchte, ihren Bruder ins Boot zu holen, überraschte so kein bisschen. Er durfte mit der Big Sis auf heimliche Partys, während er ihre Abneigung gegen das kleine Schwesterchen teilen sollte. Dumm war niemand der beiden, doch trotzdem klappte diese Strategie in den folgenden Jahren ausgezeichnet.
      Plötzlich erstarrte die große Schwester wie versteinert und ihr ohnehin schon blasser Teint wurde kreidebleich: Min kam die Treppe aus den Schlafräumen heruntergelaufen - in IHRER Kleidung! Nervös spielte Eun-ju an ihren beiden gewellten, seitlichen Pferdeschwänzen herum, die weiße Kaugummiblase vor ihrem Mund wie eingefroren, um so viel von dem geschockten Gesicht zu verdecken wir möglich. Min hatte sich eine blaue, viel zu lange Federjacke von der fast anderthalb Köpfe größeren Eun-ju "geliehen", zudem einen aus deren sicht besonders engen, hellblauen Jeansminirock mit Strass und Glitzergürtel sowie zumindest für Min selbst kniehohe, schwarze Lederstiefel.
      "Wa-wa-was wird das denn? Was erlaubst du dir, in meinen Sachen herumzuwühlen? Willst du in meinen hochhackigen Schuhen auch noch aufs Maul fallen?", echauffierte sich die Große in bekannt boshafter Manier nun auch noch vor den Augen der aus dem Wohnzimmer ankommenden Mutter, die durch das laute Gebrülle alarmiert wurde.
      "Naja ...", zwinkerte Min ihrer von Grund auf verschiedenen Schwester zu: "... ich bin zwar von meinen Hobbies her ein Tomboy, aber du weißt doch, wie gerne ich Röcke und Kleider trage, hihi. Da ich in letzter Zeit gewachsen bin, brauche ich neue. Steht mir gut, oder? Was gleichbedeutend damit wäre, dass dein Rock auf dich und deine längeren Beine übertragen viel zu kurz und billig ist, hihihi. Welp. Aber ich weiß ja, dass du mich darum beneidest, mit den Jungs zu spielen." Die kleine Min-yeon legte ihr süßestes Zwinkern und ihr breitestes Grinsen auf, nur um danach ihrer mittlerweile nicht mehr weißen, sondern glutroten Schwester die Zunge rauszustrecken. Umzingelt von Vater und Mutter konnte sich Eun-ju es nicht erlauben, der Schwarzhaarigen mit dem etwas gebräunteren Gesicht an die Kehle zu springen. Beschämt blickte sie zu ihrem Vater und versuchte verzweifelt ihren weißen, mit Goldstickereien verzierten Jeansrock ein Stück weiter herunterzuziehen. Sie schwor sich, dem zierlichen, immer selbstbewusster werdenden Mädchen ihre Teenagerzeit zur Hölle zu machen. Noch mehr zur Hölle als in der Szene, wo sie von ihren Schulkameraden gequält wurde, weil sie eine Koreanerin war. Und noch mehr in der Szene, als sie von Eun-ju abermals provoziert wurde, sie plötzlich anfiel, ihr das Gesicht zerkratzte und die nächste Woche mit einem blauen Auge unter einer schwarzen Augenklappe verbringen musste.


      August 2003

      Stürmische Regenfronten zogen über die Wiesen und Felder der Kansai-Region. Jedes Vulpix hatte sich in seinem Bau verkrochen, jeder Regentropfen sich in seiner Kuhle zusammen. Große Pfützen und matschige Gräben zerfurchten die Kulturlandschaft, in der sich in der Dämmerung sogar Damhirplex aufhielten! Wenn die normalen Wiesen schon so durchnässt waren, glichen die Reisfelder einem einzigen Sumpf. Die drei Kinder waren gemeinsam zur Pokémonsuche aufgebrochen und die achtzehnjährige Eun-ju durfte als einzige Besitzerin eines Pokémon als Teamführerin ihre Geschwister anleiten. Normalerweise hatte die Familie Seol kein Platz für ein großes Milotic, doch da die große Schwester an die Universität gehen würde und nur noch am Wochenende heimkommen würde, war dies kein Problem mehr. Bei Sonnenschein aufgebrochen, hatte sie fernab der Zivilisation heimlich ihr Pokémon dazu angewiesen, Regentanz einzusetzen, immer und immer wieder. Sie und Hyun waren selbstverständlich vorbereitet und hatten sich trotz Sommer mit Regenjacken eingedeckt, doch Min war, auch weil sie in Hinsicht auf die Niedertracht ihrer Schwester weitsichtig die Wetterberichte sorgfältig überprüft hatte, in einem dünnen, schwarzen Fleecejäckchen, den von Eun-ju geklauten und nicht wiederverlangten Rock und einer schwarzen Strumpfhose auf die Reise angetreten. Sie war eher davon ausgegangen, dass das schon viel zu warm war, wie immer im japanischen Sommer.
      "Wir haben nur ein paar Kramurx gesehen, aber die waren viel zu weit weg, um gute Fotos davon zu schießen!", klagte Min und klammerte ihre Arme zitternd an die Brust: "Lasst uns gehen! Das macht keinen Spaß!" Die Luft war warm, doch der von Milotic erzeugte Regen war eisig kalt.
      Hyun-woo war sehr schlecht darin, Sachen zu verheimlichen, weshalb er mit einem breiten Grinsen antwortete: "Das stimmt, das war bis jetzt total unlustig! Doch wir werden jetzt gleich Spaß haben!" Der Sechzehnjährige krallte sich rabiat seine kleine Schwester, nahm sie auf den Arm, bis sie hilflos mit den Beinen umher schlug und ihre spitzen Eckzähne in seine Gliedmaßen bohrte. Erschrocken über die Wehrhaftigkeit seiner aus seiner Sicht nicht ernst zu nehmenden Schwester, schmiss er sie noch unsanfter als geplant ins angrenzende Reisfeld, sodass die völlig durchnässte Min mit den Rücken und ihren Haaren im Schlamm landete. Sie war durch ihre Körpergröße den beiden älteren Geschwistern einfach nicht gewachsen.
      "DAS IST FÜR SATSUKI! Weil du mich bei ihr schlecht redest! Hörst du, meine Freundin soll sie sein! Nicht deine! Was will sie bitte mir dir! Sie ist nicht mal so komisch wie du! Sie steht auf Männer, also hau einfach von ihr ab!", entlud der verärgerte Bruder all seine Wut und trat Matsch und zukünftige Reispflanzen auf sein resigniert und traurig dreinschauendes Schwesterchen.
      Wann würde das endlich aufhören?
      Wann würden sie mich endlich in Ruhe lassen?
      Ich bin klein ... und schwach. Aber ich kann das nicht hinnehmen.
      Ich gebe doch nicht auf! Ich bin Undying!
      All diese Gedanken durchfluteten die Gedankenwelt der Dreizehnjährigen, deren Tränen sich mit dem Regen vermischten. Dabei hatte Satsuki von sich aus gemerkt, wie sehr sich Hyun-woo auch nur binnen eines Jahres immer mehr zu einem arroganten Fiesling entwickelt hatte. Eun-jus hämisches Lachen hallte über die Felder, uneben, dreckig und voller Tränen wie nach einer Schlacht des vor nicht allzu langer Zeit geendeten 20. Jahrhunderts, während das gekränkte Wimmern der Kleinen vollends unterging. Min hätte die Menschen damals noch um so viel mehr gehasst, wenn sie wüsste, dass aus Hyun-woo neun Jahre später ein gefragter Anwalt und aus Eun-ju ein regional vergöttertes Social Media-Idol werden würde, und das, ganz im Gegensatz zu ihr, sich niemals auf der Polizeiwache das tobsüchtige Geschrei des in sich ruhenden Buddhas Tae-ho Seol anhören zu müssen.
      Doch Min stand auf, entschlossen, es ihren "Geschwistern" heimzuzahlen.
      Nun setzte Eun-ju ihren durchtriebenen Plan die Krone auf: "Na na, zeig uns jetzt doch nicht die eiskalte Schulter! Chill! Milotic, Eisstrahl. Wir haben nämlich noch eine Rechnung offen!" Da sie mit den Schuhen aus dem Schlamm nur schwer ausweichen konnte, traf der eisig blaue Energiestrahl, die völlig überraschte Min mitten an der Brust. Erst gefror die bereits auf ihr befindliche Wasserschicht, bevor Eun-ju Milotic die Eisschicht um Min noch weiter anwachsen ließ. Selbstgefällig rieb sie sich nach getaner Arbeit die Hände und machte, begleitet von dem schadenfrohen Lachen ihres Bruders, kehrt. Bei 30°C Grad würde ihre kleine Schwester ja schnell aufgetaut sein. Alles nur ein Spaß, bis auf die schlammverkrusteten Unterschenkel, die sie zuhause abwaschen musste.


      September 2003

      "Ihre Lungen waren ohnehin schon so schwach. Und dann sowas. Was für ein selten blöder Kinderstreich! Von einer angehenden Studentin erwartet man eigentlich mehr Reife!", klagte Na-ri, über den reglosen Körper ihrer Jüngsten gebeugt.
      Hyun-woo nutzte die Anwesenheit der gesamten Familie, um ausdrücklich darzustellen, dass seine Schwester Hauptschuldige dieser üblen Tat gewesen war: "Ich war nur im Affekt so! Es ist ja ihr Milotic gewesen! Sie musste ihr eine Lektion erteilen! Sie ist die Haupttäterin! Ehrlich!" Min hatte, nur kurze Zeit nach Eun-jus hinterhältigem Plan, durch den Dauerregen und die Erfrierungen eine schwere Lungenentzündung erlitten, von der sie in der Kindheit bereits eine gerade so überstanden hatte. Eine ganze Nacht hatte die Mutter an dem Bett ihrer Min geweint. Das einzige ihrer ehemals allesamt so zuckersüßen Kinder, das noch nicht von Bosheit besessen war. Was für ein grauenvoller 40. Geburtstag. Als der Arzt soeben eintreten wollte, verlor Eun-ju komplett die Beherrschung und verpasste dem Bruder eine gehörige Schelle, was wiederum den Hüter der Harmonie auf den Plan rief!
      "Hidetada! Nozomi! Wie könnt ihr es nur wagen, euch so aufzuführen! Ihr habt unserer kleinen Ayumi diesen Mist eingebrockt! Jetzt reißt euch aber mal zusammen!", fuhr der Familienvater seine beiden älteren Kinder an, nannte sie sogar bei ihren japanischen Vornamen, die die Japankoreaner zusätzlich wählen mussten. Nicht, damit es am Ende wieder den Vorurteilen entsprechend "die gewalttätigen Koreaner" hieß. Dafür hatte er nicht all die Jahre gearbeitet.
      "Es sah letzte Nacht wirklich nicht gut für Ihre Tochter aus, aber sie müsste aus dem Gröbsten wohl heraus sein. Ich bitte Sie aber, in diesem Raum keine Unruhe zu versprühen. Das Mädchen braucht dringend Ruhe. Ruhe vor ihren Geschwistern vor allem. Bitte sorgen Sie dafür, dass sie nicht später etwas anders wird", riet der Weißkittel dem immer noch vor Ärger schnaufenden Tae-ho, bevor er den Raum wieder verließ. Mins Augen waren nun geöffnet, doch keiner beachtete sie. Sie fühlte sich immer noch ziemlich schlecht und versuchte, erst einmal ihre Umgebung zu erfassen. Ein Krankenhaus. Hier würden Eun-ju und Hyun-woo sie gezwungenermaßen in Frieden lassen. Wenn jetzt doch nur noch Sung-nam dazu kommen könnte ... Mama ... Papa ... ganz viele Pokémon ... und leckeres Essen. Der Gedanke erwärmte Mins kleines, niedergetrampeltes Herzchen etwas, doch aus Vorsicht zog die 13-jährige die dünne Decke über ihren Mund und erkundete mit den intelligenten, aber traurigen Katzenaugen weiter den Raum. Rechts auf dem Nachttisch lag ein Basketball, den Hyun-woo vom Sport mitgebracht haben musste. Doch die eher vor Trauer als Wut überkochende Stimme ihrer Löwenmutter zog nun ihre Aufmerksamkeit auf sich.
      Eun-ju hatte beinahe ihren Kaugummi verschluckt, so sehr erschrak sie, völlig an die Wand gepresst, vor den Worten ihrer Mutter: "Ich will nie wieder, dass du in unserem Haus für die nächsten zehn Jahre eine Nacht verbringst. Du kannst uns immer besuchen kommen, aber du wirst stets vor Mitternacht deine Heimreise antreten. Das ist dir bei den ganzen Partys auch nicht schwer gefallen. Ich bin so enttäuscht von dir. Entschuldige dich bei deiner Schwester, wenn sie wach ist."
      Da die große Schwester die dunkelbraunen Äuglein unter dem schwarzen Pony erkannte, ergriff sie die Chance, diesen Akt vor den Augen ihrer Eltern schnell hinter sich zu bringen: "Hey Min! Ich bin froh, dass du über den Berg bist. Sorry. Wollte ich wirklich nicht. Have mercy, please. Na? Nimmst du meine Entschuldigung an?" Der Wahnsinn begann Mins Augen zu füllen, die manische Besessenheit, ihren Blitzgedanken bis zur Vollendung auszuführen. Schon wieder eine Entschuldigung. Und immer wurden die Torturen und Streiche schlimmer. Flink packte Min den Basketball, und bevor Eun-ju die Situation richtig erfasste, schlug die schwere, orangene Kugel in ihrer Magengrube ein, sodass sie an die Wand zurückgestoßen wurde und ihre Blase zerplatzte.
      "GEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEET DUUUUUUUUUUUUUUUUUNKED OOOOOOOOOOOON!", stieß Min ein triumphierendes Geheul aus, bevor sie sich dem Buch widmete und es ihrem völlig schockiert dreinschauenden Bruder Hyun-Woo an den Kopf schmetterte: "Ich bin Min-yeon Seol, die Heldin, die NIEMALS aufgibt!" Die erschrockenen Blicke der Eltern richteten sich jedoch nicht nur an die beiden älteren Geschwister, von denen die gekrümmt am Boden liegenden und wimmernde Eun-ju einen besonders kläglichen Eindruck machte, sondern auch auf Min, die von einem üblen Hustenanfall gepackt wurde. Ihr Kopf brummte und am liebsten würde sie jetzt wieder schlafen. Sie würde warten müssen, bis sie eine echte Heldin werden konnte.
      Ein paar Tage zumindest ...
      ... oder Wochen ...
      ... oder Monate ...
      ... doch letztlich dauerte es zehn Jahre. Zehn Jahre, bis aus dem süßen Mädchen eine hübsche, junge Frau geworden war. Eine sehr gefährliche Frau, je nach Sichtweise ...

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Ui, 3.000 Wörter sehen so viel aus in dem neuen Forum, dabei sind es eigentlich nicht so viel. Na ja, ich bin mal gespannt, was Mins Kindheit so zu bieten hat. Und Shingshing und Dongdong vermisse ich auch ganz doll. Ich habe leider den Kommi nicht gefunden ... ;v;

      EDIT: AHA! Eun-ju war Ching-Ching und Hyun-woo war Chong-Chong. :tlmao:

      Meine Kinder! Ich habe euch frische Tteoks zubereitet!
      Uh, Korean mutch. Es ist irgendwie faszinierend, dass koreanische Namen so ... seltsam aussehen. Das Schriftbild in Lateinischer Schrift ist sehrr befremdlich, weil es wie eine Mischung aus Chinesisch, Mongolisch und ein unerkennbares kleines bisschen Japanisch aussieht.

      Na-ri
      Weißt du noch, warum ich Mins Geschwister damals Ching-Ching und Chong-Chong genannt habe? Genau aus diesem Grund.

      Raikachu wrote:

      Chong-chong und ching-ching. Was sind das denn für abgefahrene Namen?! o.O Ist wohl ein Trend in Min-yeons Familie, einen Namen mit Bindestrich zu haben. Chang-chang.
      Und du bewahrheitest es jedesmal von neuem. :3

      Die 39-jährige Na-ri und ihr um ein Jahr älterer Mann Tae-ho hatten nach ihrer Ankunft in ihrer neuen Heimat Japan viele schwierige Situationen mit der Bürokratie oder dem Alltag an sich überstanden.
      Okay, wir brauchen neue Namen. Ching-Ching und Chong-Chong sind nicht genug. Wie wäre es mit Nang-Nang und Da-Hoe? :hihi:

      [...] wie das sanfte Schnurren von Stubentiger Sung-nam, dem fresswütigen Charmiankater.
      Wenn man so viel durchstanden hat und am Ende ein schnurrender Kater bei herauskommt, hat man alles richtig gemacht. KÄTZCHN! :w: Bestimmt hat die süße kleine Mina;v; ganz viel mit dem gestritten.


      Papas Liebling Hyun-woo, gerade im Flegelalter angekommen, rannte am schnellsten.
      War der im Original nicht ziemlich dick? xD


      Erst wollte Min-yeon ihre große Schwester verpetzen, doch deren eiskalter Blick ließ ihre Augen beschämt zu Boden sinken.
      Noch ist Miyu so süß und fast ein bisschen unschuldig, dass mir das Herz zerfließen will. ;( Jeder Niederschlag wird sie verbitterter und verbitterter machen!


      Sie wollte einfach nur in Ruhe essen und durch das aschgraue Fell ihres Haustier streichen, das ihre Beine schnurrend umschlang.
      Fast so süß wie Fei-Fei....u! *o* Deswegen muss ich jetzt sagen: GIMME DAT CATE ^q°


      Schau mal, wenn du ständig auf dem Saum deiner ellenlangen Pyjamahose ausrutschst, kann aus dir im Gegensatz zu mir NIE ein Medienstar werden!
      Also für mich ist Min ein kleiner Filb-Medienstar ... :hihi:


      Ich hasse Menschen! Ich hasse sie, weil sie so sind wie du! Krank sind die! Einer muss sie heilen und aufklären, wie dumm sie doch sind und mit dir fang' ich jetzt an, du blöde Schlange!
      Das klingt so unschuldig und kindlich, dass man echt merkt, wie weit der Weg noch ist, den Min vor sich hat. xD Schon bald werden ihre Ausdrücke sehr viel mächtiger werden! :elol:


      Ein Jahr später und der Ausdruck "Schlange" würde durch einen niederträchtigeren ersetzt werden.
      Ich habe es gewusst! Min ist ein bisschen vorhersehbar! :hi:


      Sie ... sie steht auf dasselbe Mädchen wie Hyun.
      Und das schon mit 13? o.o Diese Selbstfindungsphase ist aber schnell vorbei gewesen.


      Dass dieser auf Satsuki Matsubara, die Tochter eines Bekannten von Papas Buddha-Connections, stand, sollte eigentlich niemand erfahren.
      Sazzy-chan, ich muss dir was erzählen ... :hehe:


      Min glaubte zwar, dass es irgendwo einen Buddha gab, aber sie beschäftigte sich nie näher mit Lehre oder Gemeinde.
      Und dann landet man plötzlich in der Hölle und Mephisto taucht auf. Hat man davon. :P


      Die Noten deiner Geschwister sind um Welten besser!
      Oh. Der Schmerz, der durch diese Worte entsteht ... ich fühle ihn so sehr! ;___;


      Dass Min in Wahrheit bisexuell war, spielte da keine Rolle. Das Wort war ihr ohnehin zu kompliziert.
      biusekusueru? xD


      Nervös spielte Eun-ju an ihren beiden gewellten, seitlichen Pferdeschwänzen herum, die weiße Kaugummiblase vor ihrem Mund wie eingefroren, um so viel von dem geschockten Gesicht zu verdecken wir möglich.
      Und das soll ein zukünftiges Model sein? B*tch please, Ching-Ching, du enttäuschst mich, kleine Assi-Palme. ;(


      ... ich bin zwar von meinen Hobbies her ein Tomboy, aber du weißt doch, wie gerne ich Röcke und Kleider trage, hihi.
      Die dreizehnjährige Teenager-Min ist gruselig. Sie kichert die ganze Zeit, die kleine Psycho-Miyu. :c Fei-Fei...u, wo bist du, wir brauchen deine Süßigkeit zum Ausgleich! >.>


      Sie schwor sich, dem zierlichen, immer selbstbewusster werdenden Mädchen ihre Teenagerzeit zur Hölle zu machen.
      Ist ihr Leben nicht schon die Hölle? In der Schule wird sie niedergemacht und dann kommen auch noch die pösen pösen Geschwistaas. Die niederträchtige Ching-Ching erinnert mich sehr an Setsuna. :mad:


      Sie war eher davon ausgegangen, dass das schon viel zu warm war, wie immer im japanischen Sommer.
      Die Beschreibung klingt irgendwie nach Florenz. Da soll es im Sommer ja auch ein sehr wechselhaftes Wetter geben. :o


      Die Luft war warm, doch der von Milotic erzeugte Regen war eisig kalt.
      Iuh, schwüles Wetter. Das geht mal gar nicht. Total ekelhaft. >.<


      Erschrocken über die Wehrhaftigkeit seiner aus seiner Sicht nicht ernst zu nehmenden Schwester, schmiss er sie noch unsanfter als geplant ins angrenzende Reisfeld, sodass die völlig durchnässte Min mit den Rücken und ihren Haaren im Schlamm landete.
      Jetzt fehlt nur noch, dass sie anfängt zu weinen. Das würde mir das Herz brechen. Ich kann das nicht sehen, oh Gott! :xheul:


      All diese Gedanken durchfluteten die Gedankenwelt der Dreizehnjährigen, deren Tränen sich mit dem Regen vermischten.
      [IMG:https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/originals/7a/d0/02/7ad002d6c6e2c078e9ce6161bdb21896.gif]

      ;_____; Min <3


      Ihre Lungen waren ohnehin schon so schwach.
      Oh, die arme Min, die Streiche ihrer Geschwister sind verdammt schwerwiegend. Sie tut mir so leid ... :xheul:


      Eine ganze Nacht hatte die Mutter an dem Bett ihrer Min geweint.
      Wenigstens gibt es eine Person, die zu Min hält, Mama Seol <3


      Ich will nie wieder, dass du in unserem Haus für die nächsten zehn Jahre eine Nacht verbringst.
      Yes! Gebt der Teufelin 2.0 ihre gerechte Strafe! :mad: Ching-Ching/Setsuna muss niedergemacht werden! ò____Ó


      Eine sehr gefährliche Frau, je nach Sichtweise ...
      Eine wunderbare Frau! Hoch lebe Min, die Heldin, die niemals aufgibt! Hooraaaaaaayy!! o/

      So, das war es auch schon. Ich mag Min. Sie wurde gequält und gefoltert und nun hat sie endlich zurückgeschlagen! Und sie wird bestimmt noch mehr Schläge austeilen. Das war jetzt zwar keine typische Min-Geschichte, aber immerhin hat sie mir das Herz gebrochen. So süß ... ;v;


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Raikachu wrote:

      EDIT: AHA! Eun-ju war Ching-Ching und Hyun-woo war Chong-Chong. :tlmao:
      Min: So habe ich das noch nie gesehen, aber ja. Vielleicht hätte ich früher drauf kommen sollen. ^^ Es gibt auch wenige koreanische Namen, die aus einem Wort bestehen, wie Ho.
      Uuuund da ist ein Fehler, denn Nari ist auch einer dieser Namen und bedeutet so viel wie Lilie/Lilly opder auf japanisch Yuri.

      Raikachu schrieb:

      [...] wie das sanfte Schnurren von Stubentiger Sung-nam, dem fresswütigen Charmiankater.
      Wenn man so viel durchstanden hat und am Ende ein schnurrender Kater bei herauskommt, hat man alles richtig gemacht. KÄTZCHN! :w: Bestimmt hat die süße kleine Mina;v; ganz viel mit dem gestritten.
      Min: Nooooooooin wir waren beste Freunde;A;! Ich habe mich eigentlich nie mit Tieren gestritten! x3 Er war mein Lieblingsgeschwisterchen!



      Papas Liebling Hyun-woo, gerade im Flegelalter angekommen, rannte am schnellsten.
      War der im Original nicht ziemlich dick? xD
      Min: Näää Sazzys Papa und Misatos Papa sind dick gewesen. Sonst glaube ich keiner. :o
      Satsuki: Mein Papa ist nicht so dick wie Tsuneharu. Eher stämmig. Wie ein Bär. Ursaring eher. ^^


      Erst wollte Min-yeon ihre große Schwester verpetzen, doch deren eiskalter Blick ließ ihre Augen beschämt zu Boden sinken.
      Noch ist Miyu so süß und fast ein bisschen unschuldig, dass mir das Herz zerfließen will. ;( Jeder Niederschlag wird sie verbitterter und verbitterter machen!
      Min: Damals war ich so zerbrechlich und ... anders. Jeder hat es genossen, auf mir herumzutrampeln. q_q Aber heute ... heute kenne ich keine Mercy! ò.ó





      Ich hasse Menschen! Ich hasse sie, weil sie so sind wie du! Krank sind die! Einer muss sie heilen und aufklären, wie dumm sie doch sind und mit dir fang' ich jetzt an, du blöde Schlange!
      Das klingt so unschuldig und kindlich, dass man echt merkt, wie weit der Weg noch ist, den Min vor sich hat. xD Schon bald werden ihre Ausdrücke sehr viel mächtiger werden! :elol:
      Min: Es wurde von Minute zu Minute schlimmer, bis der kritische Punkt überschritten war. Dann wurde ich zwar selbstbewusst, aber vielleeeeicht auch etwas unnahbar und fies. q_q Man musste doch nur lieb zu mir sein und mich flauschen! T_T
      (Klicken um eine Quelle anzugeben)



      Dass dieser auf Satsuki Matsubara, die Tochter eines Bekannten von Papas Buddha-Connections, stand, sollte eigentlich niemand erfahren.
      Sazzy-chan, ich muss dir was erzählen ... :hehe:
      Satsuki: Wenn er sich zu jedem außer mir und mit Abstrichen seiner ekelhaft arroganten Tussi-Schwester wie der letzte Arsch aufführt, merke ich schon, was los ist! ^.~
      Min: Meine Sazzy ist schlau! *flufft sie* °3°


      Dass Min in Wahrheit bisexuell war, spielte da keine Rolle. Das Wort war ihr ohnehin zu kompliziert.
      biusekusueru? xD
      Min: Baisekushuaru oder ryouseiteki ... oder einfach "bai" lol. ^^
      Satsuki: Wer sagt denn bitte wörtlich in einem Satz "lol"?
      :fp:


      Nervös spielte Eun-ju an ihren beiden gewellten, seitlichen Pferdeschwänzen herum, die weiße Kaugummiblase vor ihrem Mund wie eingefroren, um so viel von dem geschockten Gesicht zu verdecken wir möglich.
      Und das soll ein zukünftiges Model sein? B*tch please, Ching-Ching, du enttäuschst mich, kleine Assi-Palme. ;(
      Min: Was ist denn eine kleine Assi-Palme?
      :tlmao: Wenn ich das doch nur vorher gewusst hätte! :'D Ironischerweise nennt SIE mich ja später Flittchen ... <_<

      Eun-ju: Du bist ja auch eins ...
      Min: Pfffffffff mit dir diskutier ich nicht. <_<


      ... ich bin zwar von meinen Hobbies her ein Tomboy, aber du weißt doch, wie gerne ich Röcke und Kleider trage, hihi.
      Die dreizehnjährige Teenager-Min ist gruselig. Sie kichert die ganze Zeit, die kleine Psycho-Miyu. :c Fei-Fei...u, wo bist du, wir brauchen deine Süßigkeit zum Ausgleich! >.>
      Min: WAS? ich dachte, du findest/fandest mich süß! ò.ó Süßer als Fei war ich ja die ganze Zeit, denn was ist an Dummheit süß? >:
      Satsuki: Naja es gibt viele Männer, die sich bewusst dümmere Mädchen suchen ... ne ...
      Min: Glaubst du das, weil ich ausgerechnet dich auserkoren hatte? :^)
      Satsuki: *haut Min sehr, sehr fest auf die Schulter* -_-
      Min: Kyaaaaaaai! >_<


      Sie schwor sich, dem zierlichen, immer selbstbewusster werdenden Mädchen ihre Teenagerzeit zur Hölle zu machen.
      Ist ihr Leben nicht schon die Hölle? In der Schule wird sie niedergemacht und dann kommen auch noch die pösen pösen Geschwistaas. Die niederträchtige Ching-Ching erinnert mich sehr an Setsuna. :mad:
      Setsuna: JETZT ist es aber vorbei. Also JETZT hast du es dir aber bei mir verbaut. Dieses Rotzgör, eine Wannabe-Beauty, soll mir auch nur annähernd das Wasser reichen können? Und dann auch noch in Punkto Gerissenheit? Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen!
      Kagayaku: Das sehe ich auch so, meine Schwester behandelt mich hervorragend! Manchmal ... zu hervorragend. ^^"
      Min: Äh ja ... Dialga sollte euch mal zusammenführen und ihr könnt es ausduken.
      Setsuna: Ich bin ein Todesengel und sie ein Mensch. Das wird nicht so spannend ...
      Min: Da kann ich ja froh sein, dass ich "nur" gegen Schoko-Nara antreten musste! °.°
      Fei: *Fei denkt nach. Fei würde gerne Touka in Schokolade einfrieren und sie dann freiessen. Wie das wohl schmeckt?* °3°
      Min: Alter Fei was geht wieder in deinem rudimentären Hirn vor?
      :fp:
      Fei: Mein Hirn heißt aber nicht Rudi! Denn ich bin ja eine Frau!
      Min: Na wie wärs dann mit Kunigunde, der erste Teil könnte ja sogar japanisch sein. *zwinker*
      Fei: D: Äh bitte nicht!


      Erschrocken über die Wehrhaftigkeit seiner aus seiner Sicht nicht ernst zu nehmenden Schwester, schmiss er sie noch unsanfter als geplant ins angrenzende Reisfeld, sodass die völlig durchnässte Min mit den Rücken und ihren Haaren im Schlamm landete.
      Jetzt fehlt nur noch, dass sie anfängt zu weinen. Das würde mir das Herz brechen. Ich kann das nicht sehen, oh Gott! :xheul:Min: T_T Ich habe, bevor ich 14 war, ziemlich oft geweint, da ich ein sehr nahe am Wasser gebautes, sensibles Schätzchen war und alles persönlich genommen habe. ;A; Diese Erinnerungen ... *seufz*
      *Min sieht aus, als ob sie in den Arm genommen werden möchte.
      *KILL *HUG *SCREAM *FLEE


      (Klicken um eine Quelle anzugeben)

      Ich will nie wieder, dass du in unserem Haus für die nächsten zehn Jahre eine Nacht verbringst.
      Yes! Gebt der Teufelin 2.0 ihre gerechte Strafe! :mad: Ching-Ching/Setsuna muss niedergemacht werden! ò____Ó
      Setsuna: Vergleiche eine natürliche Schönheit wie mich nicht mit diesem leichenblassen Kunstprodukt, das überhaupt keinen Sinn für Anmut und eleganz besitzt! ò.Ó Die würde ich mir nicht einmal als Steinstatue in den Garten stellen, pouah! >:
      Sheila: Ich frage mich, ob die Medusa auf einer Sphinx basiert, die genauso verrückt war wie Setsuna? o.o"
      Yomi: *Yomi ist froh, dass Setsuna so eine liebe große Neesan war* ^_^


      Eine wunderbare Frau! Hoch lebe Min, die Heldin, die niemals aufgibt! Hooraaaaaaayy!! o/So, das war es auch schon. Ich mag Min. Sie wurde gequält und gefoltert und nun hat sie endlich zurückgeschlagen! Und sie wird bestimmt noch mehr Schläge austeilen. Das war jetzt zwar keine typische Min-Geschichte, aber immerhin hat sie mir das Herz gebrochen. So süß ... ;v;
      Min: Es war ja auch die Geschichte mit einer kleinen Min, die erst anfing, frech zu werden. ^^ Ich hoffe, dass ich dein Herz aber irgendwie wieder flicken kann. :3 Vielleicht ja als Cheerleadermin ;D
      Ran: Als Cheerleader-Rin hätte ich mich auch gut tarnen können ... puns ... puns everywhere. o_O

      Ayumina: Arigatooooo! :v:
      :w:

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    • Am Strand von Ios





      Hades, du blöde Sau. Ich beneidete diesen Typen, ganz ehrlich. Während ich mich auf meinem Liegestuhl am wunderschönen Strand von Ios räkelte, die Sonne meinen Körper einfärben ließ und genüsslich an meinem blauen Cocktail nippte, war mir klar geworden, dass dieser Kerl in einem Land beheimatet war, in dem zu über 90% die Sonne schien. Der olle Amida hatte mir erzählt, dass Menschen nicht nur als Gott, sondern auch als eifersüchtiger Gott wiedergeboren werden konnten. So eine eifersüchtige Göttin war ich gerade - mehr oder weniger ... und eben in Urlaub. Selbst Götter brauchten mal Urlaub! Immerhin ging ich langsam auf die 3.000 zu und wer wusste, wann ich nochmal die Möglichkeit hatte, in meiner jetzigen Form etwas durch die Gegend zu tingeln? Sich mit den ganzen Totenköpfen auseinanderzusetzen war schließlich ein anstrengender Knochenjob ... im wahrsten Sinne des Wortes. Und mal ganz davon abgesehen, dass sich der allmächtige Christengott meiner Theorie nach seit der Justinianischen Pest auf Kur wegen "Erschöpfungssyndrom" befand ... da hatte ich mir die Auszeit hier auf der Insel Ios in der südlichen Ägais, ganz in der Nähe von Santorini, redlich verdient. Der Urlaub in der Bretagne war schließlich eine Geschäftstreise gewesen!

      Ios war eine tolle Insel. Hier gab es Legenden, so wie die Legende der Sphinx Calypso, die hier Schabernack in einem See trieb und von zwei mutigen Abenteurerinnen aufgehalten wurde. Hier gab es traumhafte Strände und die gleiche kykladische Architektur wie auf Santorini mit den kleinen, kubischen Häusern in Schneeweiß und ihren blauen Kuppeln. Und, das unterschied diese flachere Version ihrer Schwesterninsel auch von ihr: hier gab es sogar ein relativ ausgeprägtes Nachtleben. Aber wie die Unterwelt hier in Griechenland aussah, wusste ich leider noch nicht! Sorglos baumelte mein langer, schwarzer Pferdeschwanz im Wind, während sein Ende ein kleines Stück im heißen Sand versunken war. Feuer und Hitze konnten mir nicht viel anhaben, denn nachdem ich meinen allersten Tod durch Feuer gestorben war, konnte mich nichts mehr erschrecken. Ich nahm meine schwarze Sonnenbrille ab, stellte das Cocktailglas auf ein kleines Tischchen und erhob mich. Die Frau, die dem griechischen Rezeptionisten als die etwas ausgefallenere Touristin aus Japan namens Rin bekannt war, war eigentlich ein flauschiges Etwas mit dem wunderschönen Namen Ran, das man in dieser Welt auch Vulnona nannte. Aber auch dies war nur meine aktuelle Wiedergeburtsform, die so lange währte, bis dieser Körper so zerfallen war wie der Staub auf Aladdins Teppich. Auf Izanami, die Todesgöttin, würde niemand kommen.

      Ich zog meinen kurzen, schwarzen Stufenrock für den Strand über und schlenderte Richtung Taverne. Die lange Zeit als Füchsin prägte meine Hungergefühl auch in der Menschenform, sodass ich wohl öfter Nahrung zu mir nahm als gemeinhin üblich. Taktvoll bewegte sich mein bauschiger Fuchsschweif zu meinen Schritten über die Steinplatten, denn er war das Einzige, was ich bei meiner Verwandlung zu einem Menschen nicht entfernen konnte. Nun, so war ich vom Beruf offiziell "Cosplayerin" mit einem niedlichen Markenzeichen - andere Kasper waren ja auch vom Beruf "Youtuber", "Guru" oder "Lügenlord". Auf letztere Gruppe, die Politiker, waren gerade die Griechen ja nicht besonders gut zu sprechen, wie Hera auf Zeus nach einer x-beliebigen Ehekrise, dabei waren es doch diese Griechen, die so etwas wie Politiker erfunden hatten, selbst das Wort stammte von dort! Als ich meinen Ellenbogen auf eine Theke des mit Bast bedeckten Tavernchens legte, mich nach vorne beugte und versuchte, so viele Düfte wie nur möglich zu erschnuppern, fiel mir in meinem Augenwinkel ein Periptero auf, das in Strandnähe direkt hinter der Grenze der Hotelanlage platziert war. Diese Kioske besaßen ein Monopol auf Zigaretten und trieben etwa die Hälfte ihres Umsatzes darüber rein, da auch fast die Hälfte aller griechischen Männer rauchte. Ich tapste nun auf diesen Periptero mit seiner sehr engen, rechteckigen Verkaufsfläche aus Holz und den gewaltigen, roten Markisen zu und warf einen Blick in die ebenso rote Eistruhe mit der Aufschrift "Algida", in der sich die unterschiedlichsten Stieleissorten befanden.

      "Ya sou! Ego ... I want to take ... ena pakéto tsigára ... and this ice cream here", sagte ich dem Verkäufer in einem Mischmasch aus Griechisch und Englisch, bevor er mir die Sachen aushändigte, ich sie freundlich entgegennahm und mich hinter einem Olivenbaum versteckte, um eine Zigarette an meinem Schweif zu entzünden: "Evcharisto ..." Nur einer vieler großartiger Kitsune-Zauber. Dabei starrte ich einem Ninjask direkt in die roten Facettenaugen, das mich verschmitzt anzischte, wie es Zikaden eben taten. Auf dem Weg zurück zur Taverne verschaffte ich mir meinen Überblick für mein potentielles Essen, bis ich schließlich selbst einen Teller nahm und diesen mit gebratenem Lammfleisch, Calamari und Fisch so wie einiger vegetarischen Köstlichkeiten wie mit Reis gefüllten Weinblättern, Oliven und Fetakäse füllte, auf die ich als Füchsin nie Lust gehabt hätte. Es war so traumhaft, auf den blauen Holzstühlen mit Meerblick sich die Haare durch den Wind durcheinanderwirbeln zu lassen, ohne Planungen anstellen zu müssen, welcher Schwerverbrecher welche Hölle zugewiesen bekam. Ich brauchte einfach mal Ruhe vor meinen Kunden, denn gerade die letzten Monate waren mit all diesen Pokémonkämpfen als Toukas Vulnona anstrengend genug gewesen, gerade der Kampf gegen Min hatte mich sehr mitgenommen. Aber was Hades mit den Mitgliedern der Chrysi Avgi machte, interessierte mich schon sehr.
      Ungeachtet der Uhrzeit ließ ich mir vom Kellner einen Ouzo bringen, der meine Kehle zu verbrennen schien, als ob meine eigene Fuchsform mir einen Flammenwurf durch den Mund jagen würde. Ob ich Chinesin sei, fragte er.


      "Nee ... Nordkorea. Der Dicke hat mich aus dem Land geworfen ... damit er der Schönste im Land sein kann!", saugte ich mir mal wieder eine völlig falsche Anekdote aus den Fingern. Aus den Lautsprechern der aus rustikalem, dunklen Holz gebauten Taverne entflohen die verspielten Klänge der Bouzoukis, der griechischen Lauten oder wie ich sie gerne nannte: Griechen-Shamisen. Der Strand, der sich natürlich außerhalb der Anlage fortsetzte, war außerhalb dieses touristischen Interessenbereiches wie ausgewechselt. Ich erkannte Plastik, Glas, Papier und Netzstücke, die von den Dünen halb begraben wurde, sodass der Nächstbeste reintreten konnte und sich die Haxen verstauchte, während die Wingull sich den "Letztes Abendmahl-Simulator" gönnen konnten. Umweltverschmutzung stand hier offenbar noch höher im Kurs als in Japan, trotz all der Vorzüge, die Griechenland bieten konnte.

      Plötzlich klingelte mein Handy, denn jemand rief über ein Videotelefonat an, obwohl ich so gut wie nie Leuten meine Nummer gab. In meiner Menschenform waren all meine Kontakte Mittel zum Zweck, zur Manipulation, selbst meine kleine Touka hatte ich für mein eigenes Vorhaben ausgenutzt, bis mir klar wurde, dass mein Dämonenmädchen ihr unahängiges Leben mehr verdient hat als alles Andere. Familie und Freunde beschränkten sich sonst nur auf mein Fuchsrudel, in dem ich als "Ran" wiedergeboren wurde. Nun aber ging ich doch endlich dran und schaute, wer mich denn da anrief: eine junge Frau mit schulterlangen, schwarzen Haaren und drei verschiedenen Strähnen, völlig zerzaust, kniete offenbar in einem völlig unordentlichen Doppelbett und grinste mich frech an. Ihr blaues T-Shirt war bis unter die Brust hochgezogen und dort, wo es eigentlich ihren Bauch bedecken sollte, war ihr Jeansröckchen hochgeschoben und etwas seitlich verdreht, sodass ich sogar eine der Potasche sehen konnte. Unterhalb ihres Bauchs endete das Bild.
      "Min ... hast du gesoffen?", legte ich den Finger direkt in die Wunde und nahm meine Zigarette aus dem Mund.
      Doch die junge Medizinstudentin, die mich damals bezwungen hatte, kniff vor Lachen nur ihre braunen Katzenaugen zusammen und bekam sich vor Grinsen fast nicht mehr ein: "Riiiiiiiiiiiinaaaaa-sama-sempai-san-chan! Mann, ich wusste gar nicht mehr, dass ich deine Nummer hatte! Wie geht's dir, mein kleiner Pelzknäuel? Es ist ... ja hell bei dir ... und BOUZOUKI! OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOH!"
      Meine Frage hatte sich von selbst geklärt, aber eine hatte ich noch im Köcher: "Weißt du, ich mache gerade Urlaub in Griechenland und chille in einer Strandtaverne. Aber erklär mir bitte ... das da ..."
      "Nyaaa ... alsoooo ... erinnerst du dich noch an Yoshi, den du damals töten wolltest? DAS ... ist das da", zwinkerte sie mir zu und streckte leicht die Zunge heraus: "Oh, und ich hatte etwas Rotwein und Umeshu". Etwas? Etwas zu viel für sie, so weit ich wusste, trank sie so eher selten. Aber ja, Yoshi, da war ja was, das war der junge Mann, sie aus meinem Schussfeuer gestoßen hatte, denn auf Min, das arme Schätzchen, hatte ich ja auch Anschläge ausgeübt, damit sie meine Pläne nicht durchkreuzen würde. Soweit ich weiß, verstand sie sich mit meiner Touka mittlerweile bestens ... auch wenn es oft zu Meinungsverschiedenheiten kam. Ich könnte mir diese kleine Egomanin nie als Mutter vorstellen, aber wer weiß, niemand hätte auch einen Yen darauf gesetzt, dass sie auf einmal Japan oder gar die Welt vor meinen Vernichtungsplänen mit den Diclonii retten würde. Nachdenklich blickte die hübsche Min zur Seite und verzog ihre zierlichen Lippen zu einem Schmollmund, als ob irgendetwas sie gekränkt hätte: "Wir müssen uns mal wieder treffen. Fei und du mit mir im Ozeanmuseum, das war übelst cool! Mich hat die Kleine zwar auch genervt, aber dein Gesicht war ja Gold wert!" Entnervt stöhnte ich, als ich mich an dieses hyperaktive chinesische Schulmädchen entsann, das nicht mal zwei Minuten die Schnauze halten konnte und wie Klein-Eneco mit seinem ersten Wöllbällchen in einer unglaublich schrillen Stimme "MIIIIIIIIIIIIIYUUUUUUU" schrie, wo selbst die dauerzirpenden Ninjask wie reife Oliven vom Baum fallen würden.
      "Aha, und dann gemeinsam mit der Irren und Touka-chan eine Shopping Haul? Klingt ja nach Spaß ...", hauchte ich zynisch in mein Telefon.
      Schließlich wusste ich ja, dass Min solche Aktivitäten nicht gefielen und ein bisschen Revanche für diese Ozeanmuseumsepisode und den Kampf war immer gut, sodass auch ihre Reaktion entsprechend energisch ausfiel: "Ha! Ich will etwas Cooles machen, das auch Spaß macht! Keine Ahnung, Billiard spielen, Pokern oder sowas! Jedenfalls ... war schön, dich gesprochen zu haben, sag bescheid, wenn du zurück bist! Fühl dich geflaaaaaaaaaaauscht!"
      "Bye, Min-chan", verabschiedete ich mich knapp und betrachtete misstrauisch das Datum auf dem Display meines Telefons. Wir hatten schon SONNTAG? Im Urlaub verlor man sein komplettes Wochentags-Zeitgefühl, war ja nicht so, dass ich das als Todesgöttin sowieso gebraucht hätte, da die Schandflecken der Gesellschaft selbst an den höchsten Feiertagen dahinrafften, aber ich wollte es nur mal erwähnt haben. Schnell durchforstete ich mein rudimentär gefülltes Telefonbuch und tippte den letzten Namen in der Liste an.
      @Raikachu - sozusagen mein kleines Stiefbrüderchen und engster Vertrauter aus meinem alten Vulpix-Rudel. Niemand ging dran, offenbar unterwegs, sodass ich ihm eine SMS schreiben musste, die er in seiner Menschenform lesen konnte:


      "Metal Leute, servus und willkommen beim Drechenlard.
      Genieß den Tag, aber pass' auf, dass du heute nicht so viel frisst, sonst bekommst du einen Bauch wie er.
      Lel.
      #Liebe und alles Gute zum Geburtstag, mein lieber @Raikachu - deine Regenbogenfüchsin.
      Ran"
      Nun würde ich mich noch ein gutes Stündchen an den Strand legen und dann in die Wellen das unendlichen griechischen Meeres eintauchen. Vielleicht würde ich ja Poseidon treffen, wer weiß?

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    • Rin-Rin am Strad? Unterschrieben. :cool:

      Hades, du blöde Sau. Ich beneidete diesen Typen, ganz ehrlich.
      Nichts geht über den Disney-Hades. :ws: Gegen den kann selbst Rin nicht anstinken. :O

      So eine eifersüchtige Göttin war ich gerade - mehr oder weniger ... und eben in Urlaub.
      Na klar, auch Götter haben mal die Schnauze voll vom öden Alltagsleben. B) Aber ist Ran nicht dürr und weiß wie der Schnee? ;v; Ihrer japanischen Haut tut das bestimmt nicht gut, da kriegt sie ja ganz viele Leberflecken. >.< *le me approves*

      Sich mit den ganzen Totenköpfen auseinanderzusetzen war schließlich ein anstrengender Knochenjob ... im wahrsten Sinne des Wortes.
      Oh Lara, du hinterlässt aber auch überall deine Spuren :tlmao:

      Ios war eine tolle Insel. Hier gab es Legenden, so wie die Legende der Sphinx Calypso, die hier Schabernack in einem See trieb und von zwei mutigen Abenteurerinnen aufgehalten wurde.
      Good old times. :ws: Jetzt ist Calypso schon eine Legende. Und ... das Mischblut-Universum ist offiziell Teil des Min-Universums?!?! :OO

      Sorglos baumelte mein langer, schwarzer Pferdeschwanz im Wind, während sein Ende ein kleines Stück im heißen Sand versunken war.
      Wie Kagayaku ... ZUFALL? Ich glaube nicht! :gogi:

      Die lange Zeit als Füchsin prägte meine Hungergefühl auch in der Menschenform, sodass ich wohl öfter Nahrung zu mir nahm als gemeinhin üblich.
      Dann stirbt man einfach nochmal und ist alle lästigen Pfunde los ... mit etwas Glück! :D

      Taktvoll bewegte sich mein bauschiger Fuchsschweif zu meinen Schritten über die Steinplatten, denn er war das Einzige, was ich bei meiner Verwandlung zu einem Menschen nicht entfernen konnte.
      [IMG:http://i0.kym-cdn.com/photos/images/newsfeed/000/641/298/448.jpg]

      Diese Kioske besaßen ein Monopol auf Zigaretten und trieben etwa die Hälfte ihres Umsatzes darüber rein, da auch fast die Hälfte aller griechischen Männer rauchte.
      Na ja, nach ihrer Zeit in der Hölle hat Izanami bestimmt einen .... rauchigen Hals. :run:

      Dabei starrte ich einem Ninjask direkt in die roten Facettenaugen, das mich verschmitzt anzischte, wie es Zikaden eben taten
      Oha, Zikaden in Griechenland. Rennt um euer Leben! :run2: Aber I see what you did there, Facettenauge. :szwink:

      Ungeachtet der Uhrzeit ließ ich mir vom Kellner einen Ouzo bringen, der meine Kehle zu verbrennen schien, als ob meine eigene Fuchsform mir einen Flammenwurf durch den Mund jagen würde.
      Ouzo! :ws: Aber wie kann sie als Feuerfüchsin nur dieses himmlische Getränk nicht mögen? Es schmeckt wunderbar! :(

      Griechen-Shamisen
      SHAMISEN!! :haare:

      Familie und Freunde beschränkten sich sonst nur auf mein Fuchsrudel, in dem ich als "Ran" wiedergeboren wurde.
      Wie süß, jetzt hat sie eine wunderschöne fuchsige Familie in der Wildnis. :w: Aber Rin war trotzdem süßer. :blah:

      "Min ... hast du gesoffen?"
      :tlmao: Min stark! Min erwachsen! Min Alkoholiker! ò.ó

      Noah, wie herzallerliebst Mins Begrüßung ist! :w: Da wünscht man sich doch gleich, dass die jeden Tag fünf Ouzos und fünf Jägermeister weghauen würde! :D

      Etwas zu viel für sie, so weit ich wusste, trank sie so eher selten.
      Stimmt, irgendwie wäre Min schon ein Typ für Alkoholismus ... irgendwie. :c Als Kind vielleicht, als sie noch verwundbar war! Aber als Erwachsene kann sie ihren Frust, den sie versucht abzuwehren, alleine zuhause ertränken. >.<

      Fühl dich geflaaaaaaaaaaauscht!
      Naw, was für eine süße Verabschiedung! :w:

      Ui, was für ein netter Glückwunsch der Regenbogenfüchsin, dankeschön! x3 <3 Hoffentlich genießt sie ihren Urlaub in Griechenland! Und vielleicht trifft sie ja das PersePhone im Hades! °o° Aber zuerst geht's über den Styx, darauf freut sich Izanami bestimmt, hehey! :D

      Coole Story, yo! o/


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Das war doch ein Geburtstagsgeschenk, das muss doch gar nicht kommentiert werden! :) Natürlich freue ich mich, aber ;A; Lazyaku wundert sich darüber :OOO

      Aber wenn du dir die Mühe extra machst, dann gebe ich dir selbstversändlich (endlich) mal ein Contrakommi, Lazyaku sitzt nämlich zu tief in mir drin. ;A;

      Raikachu wrote:

      Rin-Rin am Strad? Unterschrieben. :cool:
      Ran: Rin-Rin? Mein neuester Spitzname? Aber ich finde ihn süß, das lasse ich mal gelten. :3

      Hades, du blöde Sau. Ich beneidete diesen Typen, ganz ehrlich.
      Nichts geht über den Disney-Hades. :ws: Gegen den kann selbst Rin nicht anstinken. :O
      Ran: Waaaaaaaaaas?!?!?!? >:
      Inari: HAAHA! Tut mir leid, dieses kindische Gehabe musste einfach sein, wenn es um meine Erzfeindin geht! ^^

      So eine eifersüchtige Göttin war ich gerade - mehr oder weniger ... und eben in Urlaub.
      Na klar, auch Götter haben mal die Schnauze voll vom öden Alltagsleben. B) Aber ist Ran nicht dürr und weiß wie der Schnee? ;v; Ihrer japanischen Haut tut das bestimmt nicht gut, da kriegt sie ja ganz viele Leberflecken. >.< *le me approves*Ran: Doch, ich bin tatsächlich sehr blass und in die Unterwelt scheint die Sonne ja auch nicht hinein ... aber ich bin ja keine Engländerin, kihihi~
      Sheila: Ey ... <_< Das stecke ich Carolina! Da-dafür bin ich sogar eine Geordie, die die kältesten Temperaturen mit den kürzesten Röcken übersteht! >: Ich hatte bis jetzt keinerlei Erkältungen nach den Eisattacken, ganz im Gegensatz zu Kagyleinchen. :>
      Ran: Weißte nerv einfach nicht, Miezekätzchen ...
      Sheila: -_______- Ich fahr gleich die Krallen aus!

      Sich mit den ganzen Totenköpfen auseinanderzusetzen war schließlich ein anstrengender Knochenjob ... im wahrsten Sinne des Wortes.
      Oh Lara, du hinterlässt aber auch überall deine Spuren :tlmao:
      Lara: Wäre ich anorganisch, wäre ich wohl unter all den Stoffen ein ... SPURENELEMENT xDDDDDDD

      Ios war eine tolle Insel. Hier gab es Legenden, so wie die Legende der Sphinx Calypso, die hier Schabernack in einem See trieb und von zwei mutigen Abenteurerinnen aufgehalten wurde.
      Good old times. :ws: Jetzt ist Calypso schon eine Legende. Und ... das Mischblut-Universum ist offiziell Teil des Min-Universums?!?! :OO(Es ist sehr unlogisch, aber nicht ausgeschlossen. Ich kann es nicht bestätigen, da ich es selbst für mich nicht weiß, aber Städte ändern manchmal ihre Namen. Ich denke einfach nicht darüber nach, aber ich wollte so viele Anspielungen bringen wie möglich (: )

      Sorglos baumelte mein langer, schwarzer Pferdeschwanz im Wind, während sein Ende ein kleines Stück im heißen Sand versunken war.
      Wie Kagayaku ... ZUFALL? Ich glaube nicht! :gogi:
      Kagayaku: Mein Pferdeschwanz gleicht ihrem wirklich, nur dass meiner zental und ihrer seitlich gebunden ist. Ansonsten ist es wirklich gleich. ^.~
      Sheila: Kagayaku, die schwarze Todesgöttin :O
      Kagayaku: "Schwarz" ... ja ... JA ... EYYYY! >:

      Die lange Zeit als Füchsin prägte meine Hungergefühl auch in der Menschenform, sodass ich wohl öfter Nahrung zu mir nahm als gemeinhin üblich.
      Dann stirbt man einfach nochmal und ist alle lästigen Pfunde los ... mit etwas Glück! :D
      Ran: So niederträchtig, wie ich Mins Leben zerstören wollte, werde ich sicher nicht direkt wieder als so etwas Schönes wiedergeboren, das sich auch noch in einen Menschen verwandeln kann! Ich hänge an dieser Wiedergeburt! T_T

      Taktvoll bewegte sich mein bauschiger Fuchsschweif zu meinen Schritten über die Steinplatten, denn er war das Einzige, was ich bei meiner Verwandlung zu einem Menschen nicht entfernen konnte.
      [IMG:http://i0.kym-cdn.com/photos/images/newsfeed/000/641/298/448.jpg]Ran: Sexy, oder?
      Min: Lel.
      Ran: Fresse.
      Min: Ich stelle mich gerade als Kitsune vor. °_°
      Ran: Fresse.

      Diese Kioske besaßen ein Monopol auf Zigaretten und trieben etwa die Hälfte ihres Umsatzes darüber rein, da auch fast die Hälfte aller griechischen Männer rauchte.
      Na ja, nach ihrer Zeit in der Hölle hat Izanami bestimmt einen .... rauchigen Hals. :run:
      Ran: Hahaha xD
      (Ich glaube, ich habe überhaupt nur zwei rauchende Charaktere, Rin und Satori [Toukas andere Geisharivalin])

      Dabei starrte ich einem Ninjask direkt in die roten Facettenaugen, das mich verschmitzt anzischte, wie es Zikaden eben taten
      Oha, Zikaden in Griechenland. Rennt um euer Leben! :run2: Aber I see what you did there, Facettenauge. :szwink:
      Min: Pass auf. Was ist, wenn Ninjatom der Medusasage Griechenlands entspringt? Zikaden ... Griechenland ... ne? Wer in das Loch seines Rückens schaut, stirbt, das ist mit der Medusa ja im Endeffekt auch so - und die sind gegen sehr viele Sachen immun, also es gibt nur einen Weg, die zu besiegen: bei Ninjatom eine sehr effektive Attacke und bei Medusa der Spiegel.
      Satsuki: Ich beschäftige mich viel mit Mythologien, aber das ist ja echt Humbug.
      Min: Du weißt schon, dass ich dich am liebsten versteinern und in mein Schlafzimmer stellen würde, oder, Sazzy-chaaaaaaaaan? °_°
      Satsuki: Girl, you're creepy as f*ck. >:
      Min: F*ck ist mein Wort!

      Ungeachtet der Uhrzeit ließ ich mir vom Kellner einen Ouzo bringen, der meine Kehle zu verbrennen schien, als ob meine eigene Fuchsform mir einen Flammenwurf durch den Mund jagen würde.
      Ouzo! :ws: Aber wie kann sie als Feuerfüchsin nur dieses himmlische Getränk nicht mögen? Es schmeckt wunderbar! :(
      Ran: Ich habe nichts von Geschmack gesagt, sondern von Gefühl, und das ist bei jedem ähnlich, wie bei scharfem Essen, das ja auch immer scharf ist.


      Familie und Freunde beschränkten sich sonst nur auf mein Fuchsrudel, in dem ich als "Ran" wiedergeboren wurde.
      Wie süß, jetzt hat sie eine wunderschöne fuchsige Familie in der Wildnis. :w: Aber Rin war trotzdem süßer. :blah:
      Ran: Rin ist eine tolle Verkleidung, oder? <3

      "Min ... hast du gesoffen?"
      :tlmao: Min stark! Min erwachsen! Min Alkoholiker! ò.ó
      Noah, wie herzallerliebst Mins Begrüßung ist! :w: Da wünscht man sich doch gleich, dass die jeden Tag fünf Ouzos und fünf Jägermeister weghauen würde! :D
      Min Thehe~ ... also ... ^^" ... nyaaa ... ich wünsche mir das nicht. x.x Oh man, I gotta stop being so kawaii. Das kann man sich ja nicht anhören! >:

      Etwas zu viel für sie, so weit ich wusste, trank sie so eher selten.
      Stimmt, irgendwie wäre Min schon ein Typ für Alkoholismus ... irgendwie. :c Als Kind vielleicht, als sie noch verwundbar war! Aber als Erwachsene kann sie ihren Frust, den sie versucht abzuwehren, alleine zuhause ertränken. >.<
      Min: Tja ich habe aber einen sehr starken Geist, weswegen sowas für mich kein Thema ist, weißt du? ^.~ Aber sagen wir mal so, ein paar Mal im Jahr habe ich etwas zu viel getrunken. x.x Wer weiß, für einen Anderen wäre die Menge normal gewesen, aber ich bin da ein bisschen anfällig.

      Fühl dich geflaaaaaaaaaaauscht!
      Naw, was für eine süße Verabschiedung! :w:
      Min: Flaaaaaaaaaaaaaaaaaaaausch! >w< Wenn ich anhänglich bin, flausche ich ja sehr gerne, auch wenn ich Mitte 20 bin - ich bin eben nur bei nicht so vielen anhänglich. :p Früher habe ich immer mit meinen Eltern gekuschelt, das war irgendwie schön und die fanden das auch total süß. ;w; Aber du weißt ja, wie ich es liebe, wenn Kenta mich ableckt! <3

      Ui, was für ein netter Glückwunsch der Regenbogenfüchsin, dankeschön! x3 <3 Hoffentlich genießt sie ihren Urlaub in Griechenland! Und vielleicht trifft sie ja das PersePhone im Hades! °o° Aber zuerst geht's über den Styx, darauf freut sich Izanami bestimmt, hehey! :D
      Ran: Das wäre auf jeden Fall ein tolles Ausflugsziel! =D Vielen Dank für dein Gegengeschenk eines ... Geburtstagsgeschenks. xD Das ist ja fast so, als ob ich Geburtstag hätte!
      Min: Wie alt bist du eigentlich? 2987?
      Ran: Man fragt eine Dame sowas nicht ...
      Min: Ich bin aber auch eine Dame. ;3
      Ran: Du bist eine Rotzgöre. -.-


      Coole Story, yo! o/

      Team Scowzy - Shitposting is my kink

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    • Endlich wird meiner geliebten Kagayaku die Ehre zuteil, die sie schon immer begehrte. Auch wenn sie in Mischblut oft genug Protagonistin das Leben schwer machen wollte und sich ständig in den Vordergrund drängte, bekam sie im Gegensatz zu vielen anderen Nebencharakteren nie ihre eigene Geschichte, bis auf einen Teil der Mu-Serie. Unsere gierige Naschkatze soll jetzt endlich ihren Nachtisch bekommen, viel Spaß! [IMG:http://www.bisaboard.de/wcf/images/smilies/smile.png]


      (Die genannten Städte basieren auf Albi und Toulouse, Lumyaon ist Paris, die "Ketzer" waren die Kartharer inb4 Google-Interessierte)



      Die Naschkatze



      Langsam schritt ich den roten Teppich entlang. Ein kalter Wind wehte durch das alte Gemäuer, entlang der zahlreichen Holzbänke, auf denen die Menschen hier angeblich sogar knien sollten. Dort, wo einst der Altar dieser katholischen Kirche stand, war nun ein provisorischer Thron positioniert worden. Ich bin die große Kagayaku, Kagayaku Konagata, die Zweite in der Thronfolge im Jadepalast zu Mu. Nur leider gab es nach Kyogres Wutausbruch vor über zwanzig Jahren kein Königreich mehr, das meine Dynastie beherrschen konnte.
      "Kagayaku, mein zuckersüßes Schätzchen", sprach Sezzuna, stolz auf ihren Thron sitzend, mit lieblicher Stimme zu mir: "Ich habe einen neuen Auftrag für dich." Oder ich war das kleine Kagy-Schätzchen ... ich hasste es, wenn meine große Schwester in mir immer noch ein kleines Mädchen sah. Ihre Augen leuchteten golden und smaragdgrün wie Juwelen, während die Flammen des Kronleuchters den ansonsten so dunklen Raum um den Farbton orange bereicherten.
      "Verstanden. Worum geht es genau, Sezzuna?", fragte ich die rechtmäßige Königin, die sich auch genauso gebärdete, nach Details. Seit wir beide im westlichen Königreich Hexalos angekommen waren, hatte sich das Ganze weiter verstärkt. Schließlich hatten wir uns in dem Land einen Namen gemacht und die Anerkennung ergoss sich wie Balsam über unsere unruhigen Seelen nach all den Jahren des Nomadentums.
      Die braungebrannte Sphinx, mit ihren langen, schwarzen Haaren nahezu ein Ebenbild meiner selbst, erhob sich von ihrem hölzernen Thron und schritt mit hinter ihrem Rücken versteckten Händen in ihrem goldenen Kymunos auf mich zu: "Ich möchte, dass du nach Toluzza reist. Dort in der Nähe gibt es die Stadt Alba, wo nach der Zerschlagung der 'Ketzer' eine große Kathedrale gebaut wurde. Diese Typen sollen Informationen zu Groudon besitzen, also klaue alles, was dir auffällig erscheint. Außerdem wirst du Bara mitnehmen, natürlich nicht zum Auftrag selbst, aber Ich habe demnächst nicht so viel Zeit, um etwas mit ihr zu unternehmen, weshalb sie mit dir reist und etwas von ihrer neuen Heimat sehen wird. Alles klar, mein schöner Engel? Gut." Sanft tätschelte sie meinen Kopf und lächelte mich vertrauensvoll an. Ich war eine Hand voll ausgewählter Lebewesen, denen ihr bezauberndes Lächeln zuteil wurde.

      Was gibt es noch über mich zu sagen, außer, dass ich sehr fluffig bin? Nun, ihr lernt mich sicher noch genauer kennen, doch die Tatsache, dass meine Flügel unglaublich flauschig sind, würde nur allzu leicht unter den Tisch fallen, und das, obwohl es mir schon immer sehr am Herzen lag, dies zu betonen, stellte dies doch gerade eine ganz besonders außergewöhnliche Eigenschaft dar, eine Feder, mit der sich nicht jeder schmücken konnte - im wahrsten Sinne des Wortes. Normalerweise wäre ich binnen weniger Stunden in dieses Toluzza geflogen, doch da wir Sphinxen unsere volle Flugfähigkeit erst mit etwa 18 Jahren erhielten, musste ich mit Bara den Landweg wählen. Sezzuna sich darum bemüht, dass Yomi, unsere kleine Forscherin, die wir einst aus den Fängen eines grausamen Ordens gerettet hatten, sich um ausreichend Backwaren wie Éclairs, Croissants und Macarons für die Kutschenfahrt kümmerte, damit wir immer etwas zu Essen hatten, denn wir aßen immer mehr als Andere. Yomi meinte, dass Fliegen oder Schwimmen viel mehr Energie verbrauche als Laufen, sodass wir zum Ausgleich öfter und größeren Hunger hätten. Bara, 13 Jahre, sah nahezu genauso aus wie ich vor zehn Jahren, so besaß sie ebenso zwei goldene Augen, die die Linie unseres Vaters symbolisierten, während Mama smaragdgrüne besaß.
      "Kagyyyyyyyyyyy! Schau mal, die Floette, wie sie im Herbstwind tanzen! Ist das nicht schön? Zu schade, dass bald wieder Winter ist. In Mu gab es den ja nie, hattest du gesagt", erfreute sich mein kleines Schwesterchen, während ich aus meinem wohlverdienten Dösen in der Sonne gerissen wurde und mit Wehmut an diese furchtbare Jahreszeit dachte. Es war mittlerweile September und gerade im südlichen Teil dieses Landes noch ausreichend warm, aber an die Kältewellen konnten wir uns nie gewöhnen. Verspielt ließ Bara ihren kleinen, mit einer pik-ähnlichen Spitze versehenen Schweif umherpeitschen. Das war so niedlich! Sie wurde nach unserer Flucht aus Mu im Süden des Landes Zappango geboren und das traditionelle Coupieren der königlichen Schweife entfiel für sie glücklicherweise. Ich beneidete meinen kleinen Schatz darum - wie gern hätte ich doch nur selbst einen Schweif!

      Die Reise endete vorerst in Alba. Wir erreichten die Stadt nachts und erkannten somit nur die Umrisse des Zielpunkts, der Cathédrale Sainte-Cécile. Der Name, den es in zahlreichen Variationen wie Caecilia oder Sheila gab, entstammte einer antiken Sprache namens Latein und bedeutete so viel wie "die Blinde". "Sheila" oder "Cécile" waren ja auch solche Knuddelnamen, vor denen nam nicht wirklich Angst bekam, aber wie sollte ich denn jemandem Schrecken einjagen, wenn meine große Schwester noch oft genug entgegen meinen Willen den Fehler machte, mich vor anderen Leuten "Kagy-Schätzchen" zu nennen? Manchmal war es vorteilhaft, süß zu sein, aber sicher nicht, um Kontrolle oder Macht zu erlangen. Ich seufzte. Die Kathedrale war nach der Beschreibung Yomis rot, doch diese Farbe erkannte man in der Dunkelheit kaum. Nun galt es, eine Unterkunft zu finden, bevor ich einen Plan für meinen Auftrag ausarbeiten sollte. Wäre ich nicht so unglaublich faul gewesen, hätte ich mich unterwegs an die Arbeit gemacht, aber ... ich war nicht nur eine Sphinx, sondern auch ich, was eine unglaubliche Doppelbelastung an Faulheit mit sich zog.
      Für den Weg zur Kathédrale mussten wir über eine Brücke fahren, die den Fluss Tange überspannte, doch im fahlen Licht der noch mittelalterlichen Stadt trat das rote Gemäuer des großen Gotteshauses endlich zu Tage. Unsere Yomi sollte die Architektur und Infrastruktur des Landes von Grund auf modernisieren, doch da die Hauptstadt Lumyaon, die Stadt des Lichts, so weit im Norden lag, hatten sich die Maßnahmen im Süden noch nicht verbreiten können.
      Ramponierte Häuser, stinkende, dreckige Häuser ... lediglich in der Nähe der Kathedrale selbst schien alles etwas gepflegter zu sein, sodass meine Wahl auch auf ein dort ansässige Herberge fiel: "Hier, die 'L'Auberge de Bélenne' scheint doch eine gute Wahl zu sein. Zentral gelegen ... zwar nicht Blaublütern wie uns würdig, aber dafür wohl auch günstig." Die Lehmbaracke roch zumindest nicht nach Coiffwaffpisse, was für uns mit unseren feinen Sinnesorganen wohl das wichtigste Kriterium darstellte. Dafür, dass wir mit unseren Katzenaugen, den Rabenhaaren und der dunklen Haut sehr viele abwertende Kommentare ertragen mussten, behandelten diese alten Leute uns endlich mal so ähnlich wie gleichberechtigte Wesen. In Anbetracht von Bauerntölpel von Gleichberechtigung zu sprechen, war vielleicht ein bisschen weit hergeholt, aber dies hatten sie sich durch ihr zuvorkommendes Verhalten verdient, denn sie boten uns sogar würzigen, aromatischen Käse, Baguette und Rotwein an. Sezzuna war im Laufe ihres Lebens zur Überzeugung gelangt, dass nur die wenigsten Menschen ein gutes Herz besaßen und es somit wie in den hunderten Jahren munesischer Herrschaft zuvor als erwiesen galt, dass diese verlorenen Voltilamm ihr Schicksal in die Pfoten einer wachen Sphinx legen sollten. Nun, wo wir unser Zimmer hatten und uns eigentlich niederlegen konnten, gab es ein Problem. Unsere Faulheit hat uns den letzten Reisetag komplett verschlafen lassen, weswegen wir, sowieso eher in den Abendstunden aktiver und motivierter, voller Unternehmungslust waren. Da alle Geschäfte in der Stadt längst geschlossen hatten und an die Kathedrale ein Friedhof grenzte, schlug ich meiner kleinen Schwester vor, eben jenen zu besuchen. Das mochte jetzt merkwürdig klingen, aber ich verband dies mit einer Kindheitserinnerung mit Sezzuna, die mich als "Mutprobe" auf den Hauptstadtsfriedhof von Mu geführt hatte. Dort hatte es zum Beispiel Zobiris gegeben, die sich an den Gräbern zu schaffen versuchten. Immerhin war Bara nun acht Jahre älter als ich damals.



      "Kagayaku ... O-neesan ... meinst du, dass irgendwo in diesem Land auch eine echte Sphinx begraben liegt?", fragte mich mein Schwesterherz mit großen Bernsteinaugen, die aufgeregt mit ihren nicht komplett ausgewachsenen Flügeln schwang.
      Ich schnaubte angesäuert: "Neeshan. Wir sind aus Mu, die Zappanganesen wollten uns doch auch nicht haben, nicht mal Mama durften wir dort beerdigen. Und zu deiner Frage ... wir sind wohl eher die ersten Sphinxen überhaupt her. Deswegen haben viele wohl auch solche Angst, denn wir sind das Unbekannte. Wir sehen nicht nur gefährlich auch, sondern wir sind es auch." Am Ende entblößte ich meine schneeweißen Reißzähne in einem warmherzigen Lächeln, um den Rüffel von wenigen Sekunden zuvor wieder gutzumachen. Ich konnte es keine Sekunde ertragen, wenn Baras kleines Gesichtchen von Traurigkeit erfasst wurde. Die eleganten Laternen bestrahlten die langen Wacholderbäume, die riesige Schatten auf die teils verwitterten und mit Moos bedeckten Grabsteine warfen. Bara, in ihrem türkisen Kymonos gekleidet, rannte durch die Reihen verschiedener urige Gräber mit rostigen, aber höchst elegant verzierten Kreuzen und kleinen Laternchen, aus denen ein kleines Licht als ewiges Gedenken an die Verstorbenen flackerte.
      "Ici repose ... hier ruht ...", hieß es auf den rechteckigen Steinplatten und Sarkophagen, die mir noch etwas befremdlich vorkamen, da die Grabsteine in Mu aufrecht standen. In meiner silber-schwarzen Leder-Eisenrüstung, aus einem hervorragend gepanzerten Brustpanzer mit spitzen Schulterteilen, einem eleganten, femininen Rockteil, das mir bei weitem nicht bis zu den Knien reichte und hohen, schwarzen Stiefeln, stolzierte ich über den Friedhof und betrachtete die angrenzende Kathedrale. Sie war wirklich ein ganz besonderes Schmuckstück und so komplett anders als die weißen Tempel mit ihren zwei Türmen im Norden, in Raimis, Amyaan und Lumyaon. Für einen kurzen Moment fühlte ich mich wie die Königin dieser letzten Ruhestätte und es sollte nicht lange dauern, bis ich auch Bekanntschaft mit meinem Volk machen durfte. Mein bis zum Po reichender tiefschwarzer Pferdeschwanz schwankte nach jedem meiner Schritte im Winde, wie das Pendel einer alten Uhr. Er musste eine hypnotisierende Wirkung auf Außenstehende ausgeübt haben, selbst, wenn sie eher von meinem eleganten Hinterteil gefesselt waren. Zugegeben, ich war schon ziemlich eitel, aber ohne meine ganzen Schwächen, also nahezu alle Todsünden, wäre ich wohl so perfekt, dass ich wieder unsympathisch scheinen würde.
      Als Zuneigungsbeweis leckte ich Bara mit meiner rauen Zunge über ihre Wange, worauf sie sich mit einem glücklichen Kichern bedankte: "Heeey, das kitzelt, Kagy!" Doch dies sollte nicht unbeobachtet bleiben, denn unmittelbar vor uns manifestierten sich violette Lichter. Sofort aktivierte sich in mir der Drohmodus: meine Muskeln spannten sich an, die goldenen Augen färbten sich zunehmend orange und aus meinem mit messerscharfen Zähnen ausgestatteten Mund entsprang ein martialisches Fauchen. Niemand würde Bara etwas antun, NIEMAND! Schnell suchte meine Schwester Schutz hinter meinen großen Flügeln, so wie ich damals bei Sezzuna, als ich zum ersten Mal die Zobiris sah. Zwei Nebulak und ein Alpollo blickten uns mit ihren unheimlichen, verzerrten Fratzen an.
      "Bara, bleib hinter mir. Du musst keine Angst haben", flüsterte ich dem verunsicherten Mädchen ins Ohr: "An mir kommen die nicht vorbei!" In meinem Pferdeschwanz verbarg sich eine Art kieferförmiges Horn, wie bei einem Flunkifer, das als einer unserer Ahnen galt.
      So erwiderte ich den Horrorblick der Geister mit doppeltem Fauchen und insgesamt über 60 Zähnen aus zwei Mäulern - das große Säbelrasseln schien kein Ende zu nehmen, bis ausgerechnet das junge Sphinxen das Wort ergriff: "Wer seid ihr und was wollt ihr? Wir möchten uns nur den schönen Friedhof anschauen, denn wir können nicht schlafen!"
      "Diese Nebulak waren einst Kreuzzügler, die die Ketzer ausrotteten. Ich war einst ein Glurak, das ihnen half, alle niederzubrennen. Der Geistliche sagte, dass die Unschuldigen die Flammen der Läuterung überleben würden. Es stimmte nicht und nun, blind im falschen Gotteswahn, müssen wir seit fast 500 Jahren als Geister unsere Existenz fristen", erklärte das Alpollo, das das eiskalte, blaue Leuchten aus seinen Augen beendete: "Unsere Sünde ist so groß, dass wir nun in dieser Form büßen und sühnen müssen."
      Ich hatte wie auch meine Schwestern in Abkehr an die Götter von Mu, die unsere Heimat nicht zu retten vermochten, mich der Lehre des Buddhas zugewandt und wusste, dass sie von Reinkarnation sprachen: "Ihr wurdet also als diese hungrigen Geistwesen wiedergeboren, weil ihr hungrig nach dem Gold der Kirche wart."
      "Die Ketzer, die vor allem in dieser Stadt hier lebten, besaßen auch viel Gold, das wir haben wollten. Unsere Gräber sind lange zerfallen, der Name Geoffroy de Tonberre, eines einfachen Kreuzritters, ausgelöscht aus der Geschichte und unser Gold wohl verschüttet unter feuchter Erde, doch eins hat der Kreuzzug geschafft: er hat den Süden dieses Landes dem Norden unterworfen", versuchte sich eines der Nebulak für seine Freveltaten zu rechtfertigen.
      Ich schnaubte voller Verachtung: "Da seid ihr doch selber schuld. ich tue mich schwer, mit Wesen Mitleid zu empfinden, die dumm UND bösartig sind. Vor mir, der großen, funkelnden Kagayaku, liegt eine strahlende Zukunft unter der Sonne Buddhas. Die Schwingen meiner großen Schwester werden bald das ganze Land bedecken und vor der eisigen Schneedecke des erbarmungslosen Winters schützen und wärmen!"
      "Das hast du aber schön gesagt, du scheinst aus gutem Hause zu kommen", staunte das andere Nebulak, überraschenderweise eine ehemalige Frau, mit offenem Mund: "Aber wer ist denn Buddha?" Die armen Irren hatten also noch nie von Buddha gehört.
      Gerne hätte ich mich bei einer köstlichen Mahlzeit auf einen der Grabsteine gesetzt und ihnen eine Geschichte vorgelesen, doch ich hatte einen anderen Auftrag, den ich ihnen vorstellte: "Diese Tölpel in der Kathedrale sollen etwas über legendäre Pokémon wissen. Ich möchte mir dieses Wissen sehr gerne aneignen. Könnt ihr mir helfen? Das bringt euch übrigens gutes Karma und vielleicht werdet ihr beim nächsten Mal als Kindwurm oder Knacklion wiedergeboren."
      "Aber wir verraten doch nicht unsere Kirche! Wir sind gute Gläubige!", fuhr das Alpollo entrüstet auf und hielt sich vor Schreck die Hände vor den gezackten Mund, als ob ich es zutiefst beleidigt hätte.
      Ebenso eingeschnappt kreuzte ich meine Arme vor der Brust und forderte Bara mit einer energischen Kopfbewegung zur Umkehr auf: "Dann nicht! Wenn ihr mir nicht helft, werdet ihr sicher als Sonnkern wiedergeboren, damit ihr später als Sonnflora von vermilbten Taubsi und Habitak die Kerne aus der Blüte gepickt bekommt!" Während die drei Geister verdutzt über das Phänomen der Wiedergeburt zurückblieben, stolzierte ich mit meiner Schwester in die Herberge, um erholsamen Schlaf zu finden.

      Am nächsten Morgen, oder besser gesagt am anbrechenden Nachmittag, da die Kirchuhr bereits 1 Uhr zeigte, war ich bereit, die Festung Kathedrale zu stürmen. Nicht dass ich es vorgehabt hätte, aber rein theoretisch hätte ich das gesamte Gebäude verwüsten können, was potentielle Gegner doch abschrecken müsste. Das zweite Gästezimmer war von einem Mädchen mit zwei langen, blonden Pferdeschwänzen bezogen worden, das sich angeregt mit Bara zu unterhalten schien. Ich, als Letzte wach geworden, stellte mit Unbehagen fest, wie das Eisauge an einer goldenen Kette mit Christenkreuz herumspielte.
      "Glaubst du an den Gott?", fragte ich, aus Sicht der Meisten völlig aus heiterem Himmel, und kämmte mir mit einem Schildpattkamm mein langes Haar.
      Die Jugendliche, mit einem Dedenne auf der Schulter und noch knapperer Kleidung als ich ausgestattet, schlürfte ein Glas Milch und antwortete mir selbstbewusst: "Gott ist mein Notnagel, falls wirklich alle Stricke reißen, aber bis jetzt war auf ihn NIE Verlass."
      "Vorzüglich, darf ich dich bekehren?", schlug ich mit funkelnden Augen vor und rieb mir die Hände, ein neues Mitglied in unserer buddhistischen Glaubensgemeinschaft begrüßen zu dürfen.
      Doch ausgerechnet meine süße Bara machte mir einen Strich durch die Rechnung: "Hey, wenn wir Toluzza heute noch sehen wollen, solltest du erstmal deinen Auftrag erfüllen. Ich bleibe bei Marie und dem alten Pärchen, wir passen schon alle aufeinander auf!" Richtig, da war ja was. In Sekundenschnelle verließ ich die Herberge, flatterte kräftig mit meinen Schwingen, sodass ein kleiner Laubwirbelsturm durch die Straßen Albas fegte, und begab mich in die Luft. Stolz wie eine antike Basilika ragte die rote Kathedrale Saint-Cécile in die Luft, eine unfassbar charmante Schönheit, und doch mir in allen Punkten unterlegen. 13 große Säulen am Längsschiff und ein riesiger Turmkomplex an der Vorderseite veredelten ihre Erscheinung. Über das Dach einzudringen käme vielleicht sowieso etwas zwielichtig rüber, weswegen ich mich für den Vordereingang entschied. Irgendjemand würde einer "schwarzen, geflügelten Katzendämonin", wie mich viele Menschen nannten, sicher helfen, nicht so wie diese unredliche Geisterbande, die ich mir nun als bewegungslose Burmy in einem lärmenden Armenviertel Lumyaons im kommenden Leben ausmalte.



      "Was zum ...", begrüßte mich ein bärtiger, alter Geistlicher mit Kapuze und offenem Mund.
      Ich tat das, was eine Kagayaku besonders gut konnte, nämlich ihn mit einem bezaubernden Zwinkern und einem umwerfenden Raubkatzenzwinkern zu betören: "Bonjour, ich bin die große Kagayaku~"
      "Das ist ja ein Succubus Satans!", musste ich mir von dem Kerl gefallen lassen, sodass sich meine fröhliche Miene in einen beleidigten Schmollmund verwandelte.
      Doch anstatt dass meine goldenen Katzenaugen in das zornige Orange wechselten, weiteten sich vor Bewunderung dieses altehrwürdigen, wunderschönen Ortes: "Nanana, so begrüßt man aber keine Gäste, die dieser großartigen Kathedrale ihren Respekt zollen wollen, nicht wahr, mon ami~?" Zahllose Holzschnitzereien, Goldverzierungen und ein blau-golden bemalter Sternenhorizont schmückten das katholische Gotteshaus und zog mich, wie Sezzuna eine begeisterte Freundin eleganter Architektur, sofort in seinen Bann.
      "Ach übrigens, bevor ich es vergesse", erinnerte ich mich wieder an meinen eigentlichen Besuchsgrund: "Ich möchte gerne die Geschichte vom Legendären Pokémon vorgelesen bekommen." Ich würde niemals diesen für Sezzuna und genauso für mich so wichtigen Auftrag in den Sand setzen!
      Leider reichte dieser Satz schon aus, um bei dem alten Greis alle Alarmglocken schrillen zu lassen: "Nein! Niemals, Succubus Teufelsbiest!"
      "Och biiiitteeeee!", flehte ich ihn mit gefalteten Händen und Miezenmitleidsmiene an, doch vergeblich. Plötzlich tauchten viele hungrige, rosafarbene Augen auf, die vom oberen Stockwerk aus nach gierig nach unten starrten. Die überwiegend gelblich-braunen Pokémon federten ihren Sprung nach unten problemlos ab und geiferten. Auch wenn ich manchmal süß aussehen konnte, begehrten diese Flauschling und Sabbaione doch wahrscheinlich richtige Desserts, die sie wohl von dem alten Sack versprochen bekamen.
      "Kagy! Ikatós! Ikatós! Yaaaay! Mach' sie fertig!"
      Für einen Moment blieb mein Herz stehen, als ich mich nach hinten drehte.
      "Bara?! Ich habe dir gesagt, dass du weg bleiben sollst! Das ist zu gefährlich!", klagte ich, doch mein Schwesterchen, die sich ein blau-weißes Oberteil und einen dazu passenden, kurzen Faltenrock angezogen hatte, tänzelte auf einem Bein, schwang munter flauschige, weiße Bälle in die Luft, und feuerte mich weiter an: "Marie hat gesagt, dass sort viele Pokémon etwas bewachen müssen. Deswegen wollte ich dir helfen, so wie du damals Sezzuna geholfen hast, als sie gegen Brutalanda gekämpft hatte!" Sie sah aus, wie ein niedliches, kleines Papungha.
      Angst und Wut bezüglich ihres törichten Verhaltens quillten in mir auf wie kochend heiße Fischsuppe: "Da war ich ja auch erst elf, da sind solche Dummheiten noch tolerierbar! Du hingegen bist schon eine junge Lady!"
      "Eine zwei Jahre ältere junge Lady als du damals, die sich auch viel besser verteidigen kann! Außerdem hast du früher auch nie auf Sezzu gehört, weil sie dich zu sehr bemuttern wollte", zwinkerte mir Bara-chan zu, während ich deprimiert meinen Blick wieder nach vorn richtete. Dagegen konnte ich nichts sagen. Neben Eis war unsere größte Schwäche einfach Übermut, denn als mächtige Sphinx wäre die junge Kagayaku eben auch mit elf Jahren nie auf den Gedanken gekommen, dass der große, mächtige Drache ihr auch einfach das Genick hätte durchbeißen können.
      Doch bevor ich mich versah, hatte der Kerl seinen Untergebenen befohlen, meine Beine mit ihren klebrigen Zuckerstrahlen zu umschließen! Yomi hatte mir gesagt, dass sich diese Tiere nur von Süßem ernährten und ihre Zuckerkonzentration so hoch ist, dass sie damit zur Genüge angreifen konnten. Was konnte ich, ein Todesengel der Zerstörung also tun, um diesen Kampf in einer wohlgemerkt am Ende intakten Kathedrale zu meinen Gunsten zu entscheiden? Ich ging meine Attacken durch, während sich die zuckersüßen Fäden mit mir nun in die Luft erhoben: Steinkante, Luftstoß, Erdbeben, Flammenwurf, Orkan, Sandgrab ... aus der Ferne war ich leider zum Vernichten geboren, sodass eigentlich nur der Knirscher übrig bleiben würde. Zwar war ich eine große Naschkatze und deren Fell soll angeblich angenehm süß schmecken, doch ich zweifelte insgeheim daran, dass ihr Körper unflexibel genug wäre, um sie zu verschrecken, denn ich wollte diese Pokémon nicht töten. Also gleitete ich zu meinen Gegner hin, während ich in meinen Augenwinkeln missmutig wahrnehmen konnte, wie mir Bara nachrannte, um ihre große Schwester noch näher im Kampf zu sehen ... Ich ging vor einem der Flauschling in die Hocke, zwinkerte ihm zu und küsste ihm auf die Wange. Es schmeckte nach zuckersüßer Schokoladenzuckerwatte, die ich mit meiner Zunge in meinen Mund beförderte. Alleine schon durch meinen Anblick wie gelähmt, ergab sich das erste Flauschling meinem Charme und kippte nach dem ersten Diebeskuss um.
      "Das ist schon ziemlich scheiße, einen Succubus Satans als Gegner zu haben, nicht wahr?", verhöhnte ich den Geistlichen mit Unschuldsmiene und seitlich nach oben erhobenen Händen, bereits wieder in der Luft flatternd: "Also sei kein Frosch und gib mir, was ich suche. Ich hatte nun richtig Hunger auf Süßes!
      Ein anderes Flauschling fand diese Ansprache ziemlich lustig und kicherte: "Ahaha! Ahaha! A Frosch!", wurde jedoch durch einen gezielten Windstoß ans andere Ende der Kathedrale befördert, womit der zweite Gegner ausgeschaltet war - von etwa einem Dutzend. Meine kleine Bara war völlig begeistert und brach in Jubelstürme aus. Leichte Attacken reichten also wohl gerade so, um den Gegner nicht gleich mehrere Organe zu verletzen. Als sich die Feinde immer mehr zurückzogen, befahl der alte Mann, ihnen Surfer einzusetzen. Er wollte seine eigene Kirche unter Wasser setzen? Ich flatterte etwas höher, als sich die Welle anbahnte, war dann aber ohne Bedenken, auch wenn ich bisher nicht wusste, dass die Flauschling sowas lernen konnten. Doch das Wasser war bei genauerem Hinsehen Gelb! Bara, die, noch nicht durch Flug ausweichen konnte, wurde von der Welle erfasst und zu Boden geworfen. Zwar versuchte sie, auf einer Kirchbank Schutz zu suchen, doch das Zeug schien unheimlich zähflüssig zu sein, sodass sie sich aus eigener Kraft nicht mehr aufrichten konnte. Während die gelbe Brühe eigentlich ungehindert nach draußen floss, staute sie sich an Bara und begann, mein Schwesterchen zu ummanteln. Mehrmals fiel sie um und stürzte zu Boden, doch ich konnte ihr nicht zur Hilfe eilen! Als die Zuckerwattefäden mich an Flügeln, Armen und Beinen packten und versuchten, in die glibbrige, immer gallertähnlichere Brühe zu werfen und ich mich nur mit Not in der Luft halten konnten, blutete mein Herz, die hilflose Bara immer weitere Angriffswellen einstecken sehen zu müssen. Auch wenn ich mir sicher war, dass es ihr nicht weh tat, wäre sie fernab meines Kampfes eben doch besser aufgehoben gewesen. Als mich die Wut dann packte, wurde zwei der Flauschling durch eine Glut kohlenschwarz gebrannt. Statt mich von ihnen wegzubewegen und die klebrigen Fäden anzuspannen, bewegte ich mich auf die Pokémon zu, sodass sie ihnen nicht mehr viel brachten. Ich ließ meine Federn erstarren und wischte durch Stahlflügel mit den acht Verbliebenen den klebrigen Boden auf!
      "Hehe, Bara-chan, geschafft!", verkündete ich stolz und flog zu der Kleinen, doch ich erhielt keine Antwort. Ihre großen, goldenen Augen blickten mich ängstlich wie sonst nur unsere Beutetiere an, ihr Mund mit den spitzen Zähnchen offen, also wollte sie mir eine letzte Anfeuerung mit auf den Weg geben, ihre Pompoms fest umklammert. Ich berührte das Material mit den Fingern, doch es war bereits zu fester Gelatine geworden und Bara war darin eingeschlossen, mitten in in einem letzten Versuch, sich zu befreien, erstarrt!

      "Eigentlich habe ich dich ja satt", giftete ich das Sabbaione an, das letzte verbliebene Pokémon der Shiny-Bande: "Aber glaub' nicht, dass du das Ruder rumreißen kannst und damit ungeschoren davonkommst!" Ich fauchte meinen Gegner eindrucksvoll an und stürmte auf ihn mit gebleckten Zähnen zu, um das Spielchen mit Knirscher zu beenden, doch etwas anderes erreichte meinen Mund vorher. Das Sabbaione schoss große Mengen eines süßen, dunklen Sekrets aus, das ich gierig herunterschlang - es fütterte mich mit Schokolade! Der Gegner würde einen Kampf gegen mich niemals gewinnen, sodass ich ihn doch auch ruhig noch etwas ausnutzen konnte, oder nicht? Schokolade hatte ich überhaupt erst seit meiner Ankunft im Westen kennengelernt und war von Anfang an begeistert. Das Sabbaione übertrieb es jedoch völlig und spuckte die süße Flüssigkeit über meinen ganzen Körper, ja sogar meine Flügel! Erst zu spät merkte ich, dass es eine Falle war. Nachdem es mich verwöhnt hatte, setzte das Pokémon einen seiner Zuckerwasser-Surfer nach, doch ich konnte mich nicht mehr in die Luft erheben und wurde von der glitschigen Masse umgerissen. Im Gegensatz zu der warmen Schokolade war das Wasser , das mich umspülte, sehr kühl, unangenehm und aus meiner Sicht auch gar nicht so lecker. Vielleicht war es auch Rache, dass ich den kleinen Flauschlingrüden mit meinem Charme verführte hatte, sodass er mich nun mit dem besten Teil einer jeden Mahlzeit betörte. Der langwierige Kampf hatte allerdings auch den Vorteil, dass ich den Standort der Reliquie, rubinrot glänzend, ausgemacht hatte. Hoch oben, am Kirchenfenster, war ein käfigartiges Gebilde befestigt. Wer immer es dort hingebracht hatte, hatte wohl auch nicht vor, es wieder irgendwann zu benutzen. Uns zu lähmen, war die einzige Chance, die diese Pokémon, die uns nie ernsthaft verletzen konnten, doch hatten, um den Schatz zu verteidigen!
      Um immer größere Teile meines Körpers bildeten sich größere Klumpen aus der klebrigen Brühe und die Schokoladenmasse erkaltete. Nicht nur, dass ich bald zu einer Schokoladenstatue erstarren würde, nein, wie Bara konnte auch ich mich nie wieder vom Boden aufrichten und würde auf allen Vieren von dem Gelatineblock eingefroren werden. Selbst das Feuer um meinen Mund wurde immer wieder erstickt, sodass mir nur eine Wahl blieb - einen großen Feuerball so nach oben zu richten, dass er mit dem Kronleuchter kollidierte und das brennende Gerät mich befreien würde. Es musste klappen, denn schließlich war ich nun dreifach zuckersüß.

      Benommen lag ich in geschmolzener Schokolade und Gelatine, den Kronleuchter hatte ich wie geplant aus den Angeln gerissen, damit er mich aus meinem süßen Gefängnis befreien konnte. Mein Plan ... war erfolgreich gewesen! Erschrocken von seiner gescheiterten Strategie, stand das Sabbaione vor mir und starrte in mein hungriges Maul voller spitzer, weißer Zähne. Wie eine Raubkatze preschte ich nach vorne und schaltete es mit einem Knirscher aus, den Schokoladengeschmack auf meinem Mund abschleckend. In der Kathedrale gab es glücklicherweise auch Wasser, dass dafür herhalten musste, mein Gesicht zu waschen!
      Nun hatte ich auch endlich die Gelegenheit, den Gelatineblock um mein Schwesterchen mit Flammenwurf zu schmelzen und ihr wieder auf die Beine zu helfen. Fest ich umarmte sie , leckte ihr mit meiner dünnen Raspelzunge mitten über das Stupsnäschen und flüsterte ins Ohr: "Wir haben es geschafft! Bist du okay, Bara-chan?" Sie antwortete mir mit einem breiten Lächeln und eifrigen Nicken; glücklicherweise schien sie keine Schäden davongetragen zu haben. Mit meinen wieder intakten Schwingen flog nach oben, zerstörte die schützende Eisenvorrichtung und entfernte ein glänzend rotes, griechisches Buch daraus. Die Worte "Thrylos", "Elliniki" und "Groudon" konnte ich bereits entziffern, sodass ich mir sicher sein konnte, dass uns unsere Spur nach Griechenland führte. Nun mussten Setsuna und Yomi den genauen Inhalt nur noch feiner untersuchen.
      "Woooow! Kannst du das echt lesen, Kagy-neeshan?", fragte mich mein Schwesterherz mit großen Augen. Ich schwieg und wollte meine Bewunderung nach diesem im wahrsten Sinne des Wortes zähen Kampf einfach nur genießen.


      Mit dem Schatz in der einen und der quirligen Bara an der anderen Hand, konnte ich nun guten Gewissens meinen wohlverdienten Urlaub in der "Ville Rose" genießen, bevor ich Sezzuna unseren wohl bahnbrechenden Erfolg zur Wiedererrichtung Mus aushändigen würde. Nie würde ich es mir verzeihen, wenn Bara, Yomi oder irgendeinem anderen potentiellen kleinen Geschwisterchen etwas zustoßen würde! Als ich dann einen Granabeerenbaum sah, konnte ich nicht anders, als zwei Früchte abzureißen, eine mit meinen Reißzähnen zu durchbohren, den leckeren Saft zu schlürfen und meiner kleinen Naschkatze den anderen zu geben. Ich würde das Naschen wohl nie sein lassen ...




      Diese Geschichte erfüllt Elaine und all die Anderen mit DETERMINATION.

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    • Sooo, endlich kann ich etwas Zeit für Kagylein erübrigen! Und dann ist es ein Schinken von 4.500 Wörtern! Ob Kagayaku wohl Schinken mag? Ich hoffe wohl sehr, sonst muss ich mich leider beschweren gehen! :achja:

      Dort, wo einst der Altar dieser katholischen Kirche stand, war nun ein provisorischer Thron positioniert worden.
      Ich dachte schon, sie sei in einer verfallenen Kirche. Das hätte so Stil gehabt! Kagayaku die Bezwingerin des römischen Katholizismus! :mad: Wäre auch eine interessante Verbindung zu dem (erneuten .___.) Terror in Frankreich.

      Oder ich war das kleine Kagy-Schätzchen ... ich hasste es, wenn meine große Schwester in mir immer noch ein kleines Mädchen sah.
      Doch schon bald wird sie selbst eine Königin sein! :madlol: Wenn sie das nur wüsste ... #DeterMINAtionActivated

      Schließlich hatten wir uns in dem Land einen Namen gemacht und die Anerkennung ergoss sich wie Balsam über unsere unruhigen Seelen nach all den Jahren des Nomadentums.
      Die Reise von Mu und dann Japan nach Europa muss wohl sehr spannend gewesen sein. Vor allem in Zeiten der Renaissance-Mittalter-Neuzeit! Aber dann wäre eine Reise durch Russland ja langweilig. Ob sie wohl durch Indien und den Vorderasien gekommen sind? :D


      Außerdem wirst du Bara mitnehmen, natürlich nicht zum Auftrag selbst, aber Ich habe demnächst nicht so viel Zeit, um etwas mit ihr zu unternehmen, weshalb sie mit dir reist und etwas von ihrer neuen Heimat sehen wird.
      Mischblut, y u do dis? .___.) ;v; *spoil* *spoil* Aber jetzt weiß ich, was für eine Geschichte das ist. Ooooder du führst die Mischblut-Leser extra in die Irre, weil *spoiler* Bara hier noch nicht sterben wird. *spoiler* :fies:

      Ich war eine Hand voll ausgewählter Lebewesen, denen ihr bezauberndes Lächeln zuteil wurde.
      Oha, Setsuna ist als der Ober-Senpai? xD Pls senpai, notice me! ;__;

      [...] sich um ausreichend Backwaren wie Éclairs, Croissants und Macarons für die Kutschenfahrt kümmerte, damit wir immer etwas zu Essen hatten, denn wir aßen immer mehr als Andere.
      Total gesund! :tlmao: Wenn man schon mehr als alle Anderen isst, dann sollte man auch süßer als alle Anderen essen, hell yea'. :cool:
      NASCHKATZE! :w:

      In Mu gab es den ja nie, hattest du gesagt [...]
      In Mu, auf Mu, unter Mu? :mwah:


      Sie wurde nach unserer Flucht aus Mu im Süden des Landes Zappango geboren und das traditionelle Coupieren der königlichen Schweife entfiel für sie glücklicherweise.
      Oh. Oha! Mehr Mythologie. Das ja ist mal klasse, Kagayaku mit einem fluffigen Peitscheschweif! °.° Bestimmt ist Bara eine richtige Osaka....nerin! >:D


      Der Name, den es in zahlreichen Variationen wie Caecilia oder Sheila gab, entstammte einer antiken Sprache namens Latein und bedeutete so viel wie "die Blinde".
      Hach, wie viel die junge Kagayaku doch weiß ... :ws: Warte. Halt! Ist sie nicht gerade in etwa so alt wie ich? Warte, junge Kagayaku, bleib bei mir! ;A;


      ... ich war nicht nur eine Sphinx, sondern auch ich, was eine unglaubliche Doppelbelastung an Faulheit mit sich zog.
      Eine faule Naschkatze ... miau! x33 Ähm, ups, Faden wo bist du? ^u^" Ach so! Wie kann Kagy da wohl nur so schlank und rank bleiben? Dann ist Fliegen wohl tatsächlich anstrengend! :!!!:


      Ramponierte Häuser, stinkende, dreckige Häuser ... lediglich in der Nähe der Kathedrale selbst schien alles etwas gepflegter zu sein [...]
      Also ist es Yomis Werk, dass die Altstadt von kleineren Städten sich meisten nur um das damalige Zentrum und Kirchen verteilt? :achja: Betrug! Ich will mehr Altstadt! ;v;


      Die Lehmbaracke roch zumindest nicht nach Coiffwaffpisse, was für uns mit unseren feinen Sinnesorganen wohl das wichtigste Kriterium darstellte.
      Oder sonst prügelt sich Kagayaku noch mit den bösen Snob-Kläffern. Aber dafür gibt es ja jetzt Wuffels! Das ist so putzig und fluffig und hat wortwörtlich ein Herz aus Stein, dass sich Katze und Hundi wieder sofort vertragen! x3


      Dafür, dass wir mit unseren Katzenaugen, den Rabenhaaren und der dunklen Haut sehr viele abwertende Kommentare ertragen mussten, behandelten diese alten Leute uns endlich mal so ähnlich wie gleichberechtigte Wesen.
      Aber, aber .. WASUASIUDHAAAAAAAAAAAS?! Q__Q I-ich dachte, man ist auch dann schon ein richtiger und echter Franzose, wenn man in Frankreich lebt! ;__;

      Neeshan.
      A: Oneesan? :szwink:
      B: Neeshan. :ja:

      Ich konnte es keine Sekunde ertragen, wenn Baras kleines Gesichtchen von Traurigkeit erfasst wurde.
      Dann wäre Bara ja als Erwachsene genauso zuckersüß wie Yomi geworden? :O Und genauso zerbrechlich! Nein, Bara stronk! Sphinx stronk! ò.ó

      Für einen kurzen Moment fühlte ich mich wie die Königin dieser letzten Ruhestätte und es sollte nicht lange dauern, bis ich auch Bekanntschaft mit meinem Volk machen durfte.
      Sie ist die Königin der Unterwelt! Hel! Persephone! Izanami! Oh. Das PersePhone, ich vermisse es so sehr ... :xheul:


      "Wer seid ihr und was wollt ihr? Wir möchten uns nur den schönen Friedhof anschauen, denn wir können nicht schlafen!"
      HEY! Die kann einfach so mit Toten reden und ich nicht? Wenn das nicht unheimlich gruselig (UNHEIMLICH gruselig, verstehste? ;D) wäre, würde ich sagen, dass das Betrug ist! :blah:


      Da seid ihr doch selber schuld.
      Aber echt mal! xDD Warum labern die die eigentlich mit ihren tollen Lebensgeschichten zu? Das ist irgendwie strange. :was: Belästigung!


      "Aber wir verraten doch nicht unsere Kirche! Wir sind gute Gläubige!"
      Selbst nachdem sie weder in den Himmel noch in das Fegefeuer der Hölle gekommen sind? Was läuft dem mit dem schief, in der Bibel steht meines Wissens nach kein Wort über eine dritte Option! xD


      Die Jugendliche, mit einem Dedenne auf der Schulter und noch knapperer Kleidung als ich ausgestattet, schlürfte ein Glas Milch und antwortete mir selbstbewusst [...]
      Bei der Beschreibung ihrer Haare habe ich es schon erkannt. :hi: Marie! <3


      "Vorzüglich, darf ich dich bekehren?"
      Zuerst buddhistische Mönchsfraugelehrte, jetzt Kriegerin. Hotoke sei gepriesen! uvu

      Die legendären Beschreibungen der Kirchen ... Hach, das weckt Erinnerungen an Mischblut. ;v; So sollte ein Prequel sein!

      Lol, wie Kagayaku einfach weitermacht. Voll süß und so. x33 Aber dieser Priester ist ja auch echt klasse mit seinem Succubus! xDD Ein richtiger Fanatiker! Ein echter Neandertaler des Mittelalters!


      "Da war ich ja auch erst elf, da sind solche Dummheiten noch tolerierbar! Du hingegen bist schon eine junge Lady!"
      Ach, Geschwisterliebe ... :s: Leider ist die in Geschichten immer viel dramatischer und inniger als im echten Leben. :hexe:

      Auch mal wieder ein legendäres Duell: Der Todesengel gegen die Flauschkugeln aus Zuckerwatte. Dem Typ Fee zugunsten würde ich sagen, dass B gewinnt. Sry, Kagy-chan. ;v;


      Er wollte seine eigene Kirche unter Wasser setzen?
      Ja, denn durch die mächtigen Wellen der Flauschkugeln ist das Gotteshaus dem Schöpfer am nächsten! \o/ Irgendwie ist der Priester wie Donald Trump.


      Das Sabbaione schoss große Mengen eines süßen, dunklen Sekrets aus, das ich gierig herunterschlang - es fütterte mich mit Schokolade!
      Dieser Kampf ist so krass, AHAHAHAHA!!! :tlmao:
      NASCHKATZE2! :w:


      Im Gegensatz zu der warmen Schokolade war das Wasser , das mich umspülte, sehr kühl, unangenehm und aus meiner Sicht auch gar nicht so lecker.
      Das wirft interessante Fragen auf. Ist das Wasser von Surfer süß oder salzig? :O Wenn man die Attacke selbst an Orten einsetzen kann, in der kein Wasser vorhanden ist .... Oder zieht man das dann aus dem Boden oder der Luft? :was: :v: Das aufzuladen würde ja noch länger als ein Kampf in Dragonball Z dauern. .___.


      Wie eine Raubkatze preschte ich nach vorne und schaltete es mit einem Knirscher aus, den Schokoladengeschmack auf meinem Mund abschleckend.
      Einfach den flauschigen Kopf abgebissen, wie fies. x.x

      Nasch, nasch, nasch, die Naschkatz nascht Beeren! :D Heyhey! Also ich fand den Kampf ja total "episch"! :fies: Das ist einfach ... das größte Glück der Welt, gegen wandelte Schockolade anzutreten, die zuckersüßes Gelatine-Wasser versprühen. Und flüssige Schokolade! Da hat Bara ja noch einmal Glück gehabt. Und Kagayaku die Anerkennung, die sie schon immer wollte! :stolz:
      Ende gut, alles gut~
      LeMe = happy x33


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Raikachu wrote:

      Sooo, endlich kann ich etwas Zeit für Kagylein erübrigen! Und dann ist es ein Schinken von 4.500 Wörtern! Ob Kagayaku wohl Schinken mag? Ich hoffe wohl sehr, sonst muss ich mich leider beschweren gehen! :achja:
      Kagayaku: Keine Angst, das Kagylein mag sehr wohl Schinken! *Mäulchen leck ò.ó*


      Ich dachte schon, sie sei in einer verfallenen Kirche. Das hätte so Stil gehabt! Kagayaku die Bezwingerin des römischen Katholizismus! :mad: Wäre auch eine interessante Verbindung zu dem (erneuten .___.) Terror in Frankreich.
      Setsuna: Als ob ich mich in ein Gebäude setze, das den Zerfall repräsentiert. Please. S'il te plaît. Das hättest du wissen müssen. :ups:


      Doch schon bald wird sie selbst eine Königin sein! :madlol: Wenn sie das nur wüsste ... #DeterMINAtionActivated
      Min: Boaaaah stell dir vor, ICH wäre Königin! °_°
      Kagayaku: Schätzchen, ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ...
      Min: Sag ja nix! >:
      Kagayaku: Nicht in dem Ton, Fräuleinchen!
      Min: ROAR! >:
      Kagayaku: *fauch* ò.ó



      Die Reise von Mu und dann Japan nach Europa muss wohl sehr spannend gewesen sein. Vor allem in Zeiten der Renaissance-Mittalter-Neuzeit! Aber dann wäre eine Reise durch Russland ja langweilig. Ob sie wohl durch Indien und den Vorderasien gekommen sind? :D
      Kagayaku: Ja klar, als ob wir durchs kalte Russland reisen! :D Natürlich entschieden wir uns für die Südroute. ^^ Wir haben Buddhas heilige Orte besichtigt, aber irgendwie lebten da nur Hindus. ._."
      Bara: Das Essen war echt super! :3



      Oha, Setsuna ist als der Ober-Senpai? xD Pls senpai, notice me! ;__;
      Setsuna: ô.o *Setsuna-senpai notices you*


      Total gesund! :tlmao: Wenn man schon mehr als alle Anderen isst, dann sollte man auch süßer als alle Anderen essen, hell yea'. :cool:NASCHKATZE! :w:
      Kagayaku: Ich bin eine sexy Naschkatze! <3




      Oh. Oha! Mehr Mythologie. Das ja ist mal klasse, Kagayaku mit einem fluffigen Peitscheschweif! °.° Bestimmt ist Bara eine richtige Osaka....nerin! >:D
      Min: Nee ist die nicht! Die kommt aus dem Schüden! Außerdem ist sie viel zu ... lieb. q_q
      Bara: :3
      Kagayaku: Ich hätte soooo gern einen Schweif gehabt. Und später erfüllte Yomi mir meinen Wunsch. Das war einer der schönsten Tage meines Lebens! <3



      Hach, wie viel die junge Kagayaku doch weiß ... :ws: Warte. Halt! Ist sie nicht gerade in etwa so alt wie ich? Warte, junge Kagayaku, bleib bei mir! ;A;Kagayaku: Um ehrlich zu sein spielt das unmittelbar vor Mischblut, vll ein 3/4 Jahr. Da war ich also schon 23. Aber wie gerne würde ich doch noch bei dir bleiben! q_q


      Eine faule Naschkatze ... miau! x33 Ähm, ups, Faden wo bist du? ^u^" Ach so! Wie kann Kagy da wohl nur so schlank und rank bleiben? Dann ist Fliegen wohl tatsächlich anstrengend! :!!!:
      Yomi: Das ist wissenschaftlich erwiesen, mon cher. :3 Es ist ein Vielfaches des Verbrauchs.
      Kagayaku: Fliegen ist echt was Tolles. Man kann mehr essen, ohne sich um irgendwas Gedanken machen zu müssen. ^_^




      Oder sonst prügelt sich Kagayaku noch mit den bösen Snob-Kläffern. Aber dafür gibt es ja jetzt Wuffels! Das ist so putzig und fluffig und hat wortwörtlich ein Herz aus Stein, dass sich Katze und Hundi wieder sofort vertragen! x3
      Kagayaku: So einer hat mir mal ins Bein gebissen. Dann habe ich ihn geworfen. Ging nicht so gut für ihn aus. ._."


      Aber, aber .. WASUASIUDHAAAAAAAAAAAS?! Q__Q I-ich dachte, man ist auch dann schon ein richtiger und echter Franzose, wenn man in Frankreich lebt! ;__;
      Marie: Damals haben die Leute nicht so gedacht. Das kam erst durch die ... Révolution! ò.ó


      Dann wäre Bara ja als Erwachsene genauso zuckersüß wie Yomi geworden? :O Und genauso zerbrechlich! Nein, Bara stronk! Sphinx stronk! ò.ó
      Kagayaku: So süß ja, so zerbrechlich eher nicht, zumindest nicht in der speziellen Defensive. Nur physisch halten wir alle nicht so viel aus, wir sind sehr zierlich, wie Miezchen eben. xD
      Bara: Ich wäre bestimmt süßer als Setsuna geworden. :3



      Sie ist die Königin der Unterwelt! Hel! Persephone! Izanami! Oh. Das PersePhone, ich vermisse es so sehr ... :xheul:
      PersePhone: Naaaa? Keine Sorge, mir gehts gut! ^^
      Izanami: Mir nicht. Urlaub rum. Scheiße.



      HEY! Die kann einfach so mit Toten reden und ich nicht? Wenn das nicht unheimlich gruselig (UNHEIMLICH gruselig, verstehste? ;D) wäre, würde ich sagen, dass das Betrug ist! :blah:
      [font='&quot']sans: welp kiddo, that pun was really ... not nice, but ... paris. ;D[/font]

      Selbst nachdem sie weder in den Himmel noch in das Fegefeuer der Hölle gekommen sind? Was läuft dem mit dem schief, in der Bibel steht meines Wissens nach kein Wort über eine dritte Option! xD
      Kagayaku: Als ob die Kreuzritter damals Lesen und Schreiben konnten. :D Das waren die Priester, aber nicht solche normalen Fanatiker wie die. ;3 Die wissen halt nix. ._." Ich hätte denen auch das Heilige Regenbogenschaf predigen können.
      Sheila: Die hätten dir nie geglaubt. Du siehst zu dämonisch aus.
      Kagayaku: <_<"



      Bei der Beschreibung ihrer Haare habe ich es schon erkannt. :hi: Marie! <3
      Marie: Aaaaaaw, das ist ja süß von dir. ;3
      Kagayaku: Bild' dir nix darauf ein, es gibt viel mehr Schwarzhaarige als Blonde. Sheila mit Strähnen, Misato mit anderen Augen und eben dich. Das kriegt jeder Tölpel hin.
      Marie: Nününününü -_- blöde Kuh ...
      Kagayaku: NGAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH! *Augen verfärben sich* Sag das nochmal und du kannst ich felsenfest davon überzzeugen, ob ich blöd bin! >:
      Marie: o_o" Schon gut, pardon ...



      Lol, wie Kagayaku einfach weitermacht. Voll süß und so. x33 Aber dieser Priester ist ja auch echt klasse mit seinem Succubus! xDD Ein richtiger Fanatiker! Ein echter Neandertaler des Mittelalters!
      Kagayaku: Ich ... bin ... süß! x33 Warte! Süß? Kawaii?! >: *zisch*
      Sheila: Sie kann sich wieder nicht entscheiden, ob sielieber süß oder furchteinflößend sein soll. Das ist sowohl süß als auch furchteinflößend.
      :(


      Ach, Geschwisterliebe ... :s: Leider ist die in Geschichten immer viel dramatischer und inniger als im echten Leben. :hexe:
      Kagayaku: Weil nur die Geschichten der tollsten Geschwister verfilmt werden. ;v; Deswegen hatte Moira wohl so wenig Screent- ... Sheila?
      Sheila: JETZT. BIST. DU. TOT. >:
      Kagayaku: Ihr hattet ein paar Wochen was mit einander zu tun, das meinte ich damit! ^^"
      Sheila: Ein Zitat von dir: "NGAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!" >:


      Auch mal wieder ein legendäres Duell: Der Todesengel gegen die Flauschkugeln aus Zuckerwatte. Dem Typ Fee zugunsten würde ich sagen, dass B gewinnt. Sry, Kagy-chan. ;v;
      Kagayaku: Ich habe keine Feenschwäche, meine Flügel sind selbst sehr fei'ig! ;v; Und eine Flauschkugel bin ich ja auch ...


      Dieser Kampf ist so krass, AHAHAHAHA!!! :tlmao:NASCHKATZE2! :w:
      Kagayaku: Ja, ganz nach meinem ... Geschmack. :'D


      Das wirft interessante Fragen auf. Ist das Wasser von Surfer süß oder salzig? :O Wenn man die Attacke selbst an Orten einsetzen kann, in der kein Wasser vorhanden ist .... Oder zieht man das dann aus dem Boden oder der Luft? :was: :v: Das aufzuladen würde ja noch länger als ein Kampf in Dragonball Z dauern. .___.
      Yomi: Diese Pokémon können mit Zucker, also Glucose, agieren. Wenn diese Stoffe in Wasserattacken wie Surfer abgegeben werden, löst es sich und süßt das Wasser. Wieso solltes es salzig sein? Pourquoi? ^^" U-und was Surfer angeht ... das muss noch genauer untersucht werden. Luftfeuchtigkeit kann gebündelt werden ...


      Einfach den flauschigen Kopf abgebissen, wie fies. x.xKagayaku: Nicht abgebissen. xD Nur reingebissen, das regeneriert sich bei dem wieder. ^^
      Yomi: Sagt wer?
      Kagayaku: Das Live-Experiment von mir! Und von Aiman Abdallah! >:



      Nasch, nasch, nasch, die Naschkatz nascht Beeren! :D Heyhey! Also ich fand den Kampf ja total "episch"! :fies: Das ist einfach ... das größte Glück der Welt, gegen wandelte Schockolade anzutreten, die zuckersüßes Gelatine-Wasser versprühen. Und flüssige Schokolade! Da hat Bara ja noch einmal Glück gehabt. Und Kagayaku die Anerkennung, die sie schon immer wollte! :stolz:
      Ende gut, alles gut~
      LeMe = happy x3
      Kagayaku: LaKagy = happy x3 Mein Bauch war nach dem Kampf nicht so happy, aber was hätte ich tun sollen? ^^"
      Bara: Ja, ich hatte Glück gehabt. °_° Da ... ^^" ... *seufz* v.v" Hier hätte ich schon merken sollen, dass ich für den Kampf noch nicht geeignet wäre. Später wurde mir das zum Verhängnis. Ach wie gerne hätte ich doch nur das erlebt, was mein Schwesterchen später gesehen hat! Aber auch danach habe ich immer über meine beiden Nee-shans gewacht. :3 *Schweif peitsch*


      Kagy: Vielen Dank für das Kommentar! ROAR! x3


      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Eine kleine Geschichte, die etwa ein 3/4 Jahr nach dem letzten Kapitel von Mischblut spielt (~1795). Genießt aber nicht nur die Schönheit Frankreichs, sondern auch die Schönheit Englands! Und für die Hungrigen unter euch ... macht euch vorher besser etwas zu Essen ...

      @Raikachu Besonders für dich und Caro-chan geschrieben <3

      Dappe ist Dieppe (Normandie) und Haceting ist Hastings.



      Why so British?



      Es regnete an jenem Frühlingsabend, wo doch die Blätter gerade erst aus den Knospen gekrochen waren. Dabei hatte Yomi ihre große, aufregende Reise auf die verregneten Inseln im Norden noch gar nicht unternommen. Die Regentropfen perlten fast schon magisch an den dunkelblauen Ziegeln ab, mit denen die cremefarbenen, neuen Gebäude der hexalösischen Hauptstadt Lumyaon erst vor kurzem abgedeckt wurden. Als die junge Diclonius-Dame die letzte Leuchte der drei Laternenarmen repariert hatte, war ihr Arbeitsttag endlich beendet.
      „Merci für deine Hilfe, petit ami … kleiner … flauschiger Freund!“, sagte die fliederhaarige mit den zwei marmorierten Hörnern auf dem Kopf, putzte schweifwedelnd ihre dreckigen Hände an dem verdreckten, langen Kittel ab und nahm das pitschnasse Vulpix auf den Arm, um es nach Hause zu tragen. Dies war das letzte Mal, dass die hinter den schwarzen Regenwolken kaum sichtbare Sonne hinter dem Horizont verschwand, bevor sie sich von ihrer Freundin Sheila, einer wagemutigen Blitza-Gijinka, deren Heimat zeigen ließ. Die Forscherin mit dem warmen, beerenfarbenen Blick ließ ihre Augen entlang der blauen Straßenschildplatten an den Hausfassaden schweifen, bis sie in die richtige Gasse einbog – dachte sie! Zwar war Yomi mehr als jede andere Person dafür verantwortlich, dass das Stadtbild bereits vor der großen Révolution modernisiert wurde, doch einige Straßenzüge waren sich aufgrund der großen Konkurrenz um Schönheit zu ähnlich! In einer kleinen Seitenstraße versteckt, verbarg sich hinter einer dunkelblauen Holzfassade aber doch das gesuchte Haus. Édouard Le Bihan, ein aus dem ehemaligen keltischen Herzogtum Brazhan eingwanderter Schuster, nahm dort freudig sein geliebtes Vulpix Filou in Empfang und begrub das kleine Füchschen erst einmal lachend unter einem Haufen kuscheliger Handtücher, in denen sich das Feuer-Pokémon verspielt wälzte. Yomi lächelte dem gläubigen Katholiken, der beinahe unter Roqueforts Guillotine gelandet wäre, fröhlich zu, zog jedoch dann von dannen, da sie für ihre Abreise noch Proviant kaufen musste. Das Wasser lief ihre ganzes Gesicht herunter und der aus schwarzgefärbter Waaty-Wolle angefertige Wollpullover hatte sich bereits komplett vollgesogen, doch in Angiterra, dem Land der Engel, so hatte die junge Wissenschaftlerin sich sagen lassen, war es vielleicht keine schlechte Idee, sich zur Not Essen aus der edlen hexalösischen Küche mitzubringen.
      An einer, großen, breiten, mit einer schattenspendenden Platanenallee gelegenen Straße, der Avenue Calvados gelegen, stach mit ihrer prunkvollen, rubinroten Fassade die Pâtisserie Marie hervor. Für einen kurzen Moment ärgerte Yomi sich beim Anblick dieses Gebäudes, dass ihre Freundin, die rotzfreche Schatzsucherin Marie, die Bäckerei gründete und nach einer Woche bereits wieder von dannen zog – stattdessen stellte sie Leute ein, die die Arbeit für sie übernahmen.
      „Bonsoir Léonie! Du bist spät, wir schließen gleich! Was darf's denn sein?“, wurde das Diclonius-Mädchen mit ihrem zweiten, hexalösischen, von ihrem Vater erhaltenen Namen von der leidenschaftlichen Bäckerin Hélène begrüßt. Was sie backte, aß sie auch genauso gerne, doch daran gemessen war die leicht stämmige, pausbäckige Frau in den Vierzigern kein bisschen zu dick.
      Yomi musste nicht lange überlegen, als sie in der Vitrine die köstlichen Leckereien begutachtete: „Zuckersüße Éclairs, Croissants, Baguettes, Macarons, Pâtes Lorraines mit deftiger Fleischfüllung, herzhafte Quiches Lorraines, Flammekueches … alle die noch da sind! D'accord, c'est tout!“, entgegnete sie der freundlichen Bäckerin mit einem niedlichen Lächeln. Ihr Gegenüber schaute erst einmal verdutzt drein, griff dann jedoch widerstandslos zur Zange. Nachdem das Leben in der wieder friedlichen Hauptstadt so florierte, war ihre Theke in Anbetracht der schier unglaublichen Konkurrenz von Boulangerien, Pâtisserien, Cafés, Bistros und Restaurants, die wie Knilz aus dem Boden geschossen waren, zum ersten Mal seit langem ausverkauft, und das obwohl Marie, ein Mädchen aus dem Osten des Landes, darauf bestanden hatte, dass auch regionale Spezialitäten wie die drei letztgenannten Leckereien verkauft werden sollten.
      „Merci! Einen schönen Feierabend!“, wünschte Mademoiselle Léonie Hélène und sprintete über das spiegelglatte Kopfsteinpflaster und klapperte so den ganzen Abend lang noch ein Geschäft nach dem Anderen ab, auch wenn sie manchmal nur von geschlossenen Türen empfangen wurde. Doch als der Regen endlich vorbeigezogen war, wurde sie von einem prächtigen Ausblick auf ihren schillernden Tour de la Lumière, ihren Turm des Lichts, belohnt. Der leuchtende Turm erinnerte an den Buchstaben A mit einem nahezu unendlich langen Horn und begeisterte die Massen, auch wenn er vor allem unter den elitären Künstlern ebenso Feinde fand. Die frischen Sachen würde Yomi in der Normaine kaufen, wo ihr Schiff nach Angiterra ablegen würde – und sie wusste auch schon genau wo.



      Zwei Tage vergingen, bis Yomi mit Marie und ihrem Dedenne Daniel mit ein paar Pferdestärken Hilfe nach knapp 160 km in Dappe in der Normaine eintraf. Marie war eine selbstbewusste, clevere, aber manchmal auch unglaublich nervtötende junge Frau, die ihre betörenden Reize gerne voll ausspielte. Beide noch keine zwanzig Jahre alt, hätte Yomi ihre Freundin am liebsten schon zehnmal in der Sinou ertränkt, wenn die einen halben Kopf Größere nicht genau wüsste, wann sie dann doch den Bogen überspannte. Die Blondine hatte sich ihre Haare zu zwei Pferdeschwänzen gebunden Während normalerweise am späten Nachmittag das Ziel eines jeden Reisenden das Hotel oder vielleicht noch der Strand gewesen wäre, zog es die beiden schnurstracks auf eine grüne Weide mit grauen Bauernhäusern aus Naturstein, das von einer riesigen Herde friedlich grasender Chevrumm und Mähikel umgeben war. Es dauerte nicht lange, bis sie einen ihrer engsten Freunde in der wiederkäuenden Masse Huftiere ausmachen konnten. Ein Chevrumm mittleren Alters stapfte träge auf die beiden Mädchen zu, doch je näher es ihnen kam, desto schneller trabte es.
      „Marc! Mon cher Marc! So schön, dich wieder zu sehen!“, begrüßte Yomi ihren borstigen Freund und drückte ihn kuschelnd dicht an sich. Da durch ihre Adern etwas Gijinkablut floß, konnte sie im Gegensatz zu Marie, einem reinen Menschen, verstehen, was der Geißbock ihr sagte. Auch die blonde Schatzjägerin umarmte das Pflanzen-Pokémon und folgte ihm zu dem Bauernhaus, wo die beiden Reisenden eine … besondere Duftnote erwartete. Yomi hatte sich auf jeden Fall vorgenommen, eine kleine Kanne Chevrumm-Milch zu erwerben, doch die riesige Käsetheke, die von streichzartem Ziegenkäse über verschiedene, mit Weißschimmel überzogene Camemberts aus Miltankmilch genug Auswahl bot, sich genügend einzudecken.
      Mit seiner Ankündigung, diese Reise nicht mit antreten zu wollen, entfachte Marc jedoch ein bisschen Wehmut in den Blicken seiner alten Reisegefährten: „Charlotte, Grégory und mir geht es großartig hier. Wenn die Miltank, Voltilamm und Waaty heute Abend wieder zurück auf die Stammweide getrieben werden, ist es sicher nicht zu langweilig! Mich juckt es schon mal wieder in den Hufen, mit euch etwas zu unternehmen, aber nicht unbedingt in städtischem Gelände. Mon Dieu ... Ich würde euch ein anderes Mal wirklich gerne das Zentralmassiv zeigen!“ Yomi tätschelte nochmal den Kopf ihres behuften Freundes, bevor sie sich mit Marie in Richtung eines im westlichen Fachwerksstil errichteten normannischen Landhaus bewegten. In diesem traditionellen, noch mit Reisig bedeckten Minischlösschen musste jemand leben, der seine Wohnung mit Stil einrichtete. Weinrote Teppiche, goldene Kronleuchter und verschiedene Bilder, die die Schönheit der Natur und der Städte dieses Landes in ihrer ganzen Pracht zeigten, umgeben von einem kleinen Wald exotischer und heimischer Bäumchen. Ein Absol hatte ihnen mit einem beherzten Sprung an die Klinge die rustikale Holztür geöffnet und begrüßte die Gäste freudig mit seiner zarten Raspelzunge, während ein zweites Exemplar neugierig angetrippelt kam. Gérard und Antoinette, die beiden Unlicht-Pokémon, waren noch lange nicht ausgewachsen und ihr Fell wies noch die charakteristische, besondere Flauschigkeit junger Raubtiere auf. Die Absol-Geschwister führten die beiden in einen hell erleuchteten Raum, wo Yomi und Marie zwei alte Bekannte erkannten: Mit zurückgeklappten Ohren saß Sheila, die blonde Blitza-Gijinka mit den schwarzen Strähnchen, konzentriert an einem Nähtisch und bearbeitete, mit einer Schere und einer großen Nadel bewaffnet, seelenruhig ein Stück faltigen, hellblau-schwarz karierten Stoff. Ihrem Ohrenzucken nach zufolge hatte sie die beiden Gäste sicher schon bemerkt, ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Ihr gegenüber lag Kagayaku auf einem langen Samtkissen, die rassige Sphinx mit den langen, schwarzen Haaren, dem sonnengebräunten Teint und vor allem den riesigen, sandfarbenen Schwingen, die mit ihren goldenen Augen jede Bewegung von Sheila genau verfolgte. Bequem hatte sie wie eine tiefenentspannte Miezekatze ihre zarten Hände unter ihre Brust geschoben. Wer hätte auf den ersten Blick ahnen können, dass hier nicht nur zwei schöne Frauen saßen, sondern Duchesse Cécile de Normaine die Herzogin und Empératrice Kagayaku I. d'Hexalos, die Kaiserin? Selbstredend hatte Sheila das Glück gehabt, ihren Titel durch ihre Freundschaft zu den Sphinxen von der abgedankten Ex-Kaiserin Setsuna zugesprochen bekommen zu haben.
      „BUH!“
      Wie aus dem Nichts begann die Atmosphäre zu knistern und von elektrischen Funken erfüllt zu werden, sogar bildlich gesehen aufgrund der Energie, die Sheila ausstieß. Die vergnügt kichernde Marie hatte sich einen Spaß daraus gemacht, die Elektrokatzenfrau so zu erschrecken, dass sie zusammenzuckte und sich in den Finger gestochen hatte, auf dem sich nun ein weinroter Punkt auszubreiten begann. Kagayaku quittierte den Streich der breit grinsenden Abenteurerin mit einem bösartigen Blick zusammengekniffener Augen, deren Iris langsam ins Orange zu wechseln begann.
      Mit leicht verzogenem Gesicht steckte sich Sheila ihren Finger in den mit weißen Reißzähnen bestückten Mund, um ihre Wunde zu stillen und begrüßte die beiden Gäste: „Hey, da seid ihr ja! Habt ihr eine gute Reise gehabt? Ich habe für uns echten Tee von der Insel und Shortbread aus den Highlands bereit gestellt. Aber Marie … bitte nicht noch mal sowas, okay?“
      „Oh, wie hat sich denn unser zuckersüßes Kagy-Schätzchen da hinten eingekuschelt?“, provozierte Marie nun auch die Schwarzhaarige, ohne zu wissen, dass sie diese bereits gereizt hatte.
      Doch anstatt die respektlose Untertanin für immer im Kerker verschwinden zu lassen, fauchte die 25-Jährige sie lediglich an: „Dein zuckersüßes Kagy-Schätzchen wartet darauf, dass Sheila fertig ist. Sie hätte sich ja einen mechanischen Webstuhl aus ihrer Heimat schicken lassen können, immerhin gibt es die schon seit zehn Jahren dort. Aber sie muss ja immer den schweren Weg gehen, sodass DU daran schuld sein kannst, wenn meine Kleidung mit dem Blut Unschuldiger besudelt wird!“
      „Ich habe mir Tartanstoff schicken lassen, aber mit diesen Maschinen kann ich nicht umgehen. Wir nähen und so eine Art kurze Kiltröcke. Ich trage gerade meinen in rot-schwarz und Kagayaku hat sich blau-schwarz gewünscht. In den Highlands tragen die auch Männer, aber die gehen dann mindestens bis ans Knie“, erklärte Sheila den beiden Neuen ihr Vorhaben und zwinkerte ihnen zu. Die Gijinka kramte in einer Arzneibox, um den Finger zu verarzten, während Yomi sofort in die mit Marmorfliesen ausgelegte Küche ging, um das Essen zu servieren. Sie merkte, wie sehr ihre Begleitung bereits vor Vorfreude platzte!



      „Soso, Kagayaku wollte also nicht mit? Das finde ich so schade … Dommage ...“, bedauerte Yomi die Entscheidung ihrer temperamentvollen Kaiserin, die für sie als ihre Retterin aus der Knechtschaft vor sieben Jahren wie ihre wahre große Schwester war..
      Sheila konnte sich ein niederträchtiges Grinsen nicht verkneifen, als sie ihren Oberkörper erwartungsvoll über die Reling des kleinen Schiffchens lehnte, ihre Augen neugierig aufblitzend: „Na ja, du kennst es doch, the same procedure as every year. Mimimimi kalt …. mimimimi Regen. Das ist unsere herzallerliebste Kagy. Dabei könnte das Wetter heute nicht besser sein … und da hinten ist schon Land in Sicht!“ Sheila atmete die Seeluft tief ein. Nach fast auf den Tag genau zwei Jahren würde sie ihre Heimat wieder betreten. Der Hafen von Haceting war ein Ort, an dem ein mutiger Adelsclan aus Hexalos einst Geschichte schrieb. „The Conqueror“ eroberte von dort aus die Inseln im Nu und legte den Grundstein dafür, dass das Land der Engel zu einer der Großmächte der Welt aufstiegen und sich sogar anschickten, größtes Reich aller Zeiten zu werden – und nun kam Sheila mit ihrem gallischen Gefolge! Misstrauisch ließ Marie, mit verschränkten Armen, ihren Blick über den Hafen schweifen. Überzeugt hatte sie das Land trotz des hervorragenden Wetters noch nicht.
      „Ich ging als ruchlose Diebin in zerrissenen Klamotten … und kehre als eine na ja … 'Adlige' zurück. Darüber könnte man eine Geschichte schreiben! Vielleicht kennt mich ja jemand, denn schließlich bin ich immer noch so scharf wie eine … wait for it … Sheily-Schote! Nyahahaha!“, brachte Sheila ihre Freude über die Rückkehr in das Land, wo sie nichts mehr gehalten hatte, überschwänglich zum Ausdruck. Sonst immer so besonnen und fokussiert, war sie nun so aufgedreht, dass selbst die Wangen von Daniel, dem Dedenne, leicht aufblitzten.
      Maries Antwort war kurz und knapp: „Ta gueule. Halt's Maul.“ Genervt steckte sie sich ihre Hände in die Taschen ihrer kurzen Hose und tappte der quirligen Katzenfrau hinterher, während Yomi neugierig alles beobachtete. Solche Häuser hatte die gehörnte Wissenschaftlerin und ebenso Architektin noch nie gesehen: vulpixrote, schmale Backsteingebäude mit exakt gleichem Baumuster, wo jedes Fenster und jeder Schornstein wie die des Nachbarhauses aussahen. Vorbei an den Reihenhäusern der ärmeren Bevölkerung gelangte das ungleiche Trio in die wohlhabendere Stadtmitte, wo die St. George's Street am meisten Aufmerksamkeit auslöste. Die überwiegend weißen Häuser hier waren wesentlich besser gepflegt und beherbergten verschiedene Läden, doch immer wieder quetschten sich Backsteinhäuser, viereckige Häuser, Fachwerkhäuser mit ähnlich engen Holzlamellen wie in Hexalos oder Häuser mit hellblau gefärbter Fassade dazwischen. Angiterra war das Land des Fortschritts und Vorreiter der wirtschaftlichen Moderne dieser Zeit. Eines ihrer langen Blitzaohren nach vorne geklappt, verglich sich die modische Trendsetterin, die aus der mediterranen Hafenrepublik Ginsa den Jeansstoff mitbrachte, mit den Bürgern der Stadt. Die langen, unspektakulären Bauernkleider, die die Frauen tragen, hatten eine wilde Abenteurerin, eine Raubkatze wie sie, immer gestört. Sheila freute sich über ihren kurzen Schottenrock und genoss es, wie sie die neidischen Blicke der Anderen auf sich zog.
      „Bon ben … ich habe ja immer gesagt, dass Kagayaku mit der Dauer einen schlechten Eindruck auf unsere süße, unschuldige Sheila ausgeübt hat. Jetzt ist es eine selbstverliebte Miss Sheila Lucy Hamilton … wie sie ja durch Nachforschungen herausgefunden hat. Wäwäwä Lügenmiezekatze!“, schnaubte Marie übertrieben, die sich insgeheim auch ein solches Röckchen wünschte, und zwar sofort!
      Die in einem Waisenhaus aufgewachsene Frau mit dem Raubkatzengebiss, die bis vor kurzem ihren kompletten Namen tatsächlich nicht kannte, konnte diesen Ärger überhaupt nicht nachvollziehen und entgegnete freundlich: „Aaaw, Cutie, aber ich bin doch eine echte Geordie, truly fabulous! Bei uns im Norden sind die Röcke eben viel kürzer als im Süden, auch wenn es genau betrachtet keinen Sinn macht. Das habe ich dir doch schon mal erzählt, nya~“ Was Sheila jedoch noch nicht kannte, waren die neue Hüte der Gentlemen. Der vorrevolutionäre Dreispitzhut hatte ausgedient, denn nun säumten schwarze, hohe Seidenhüte die Häupter der Edlen. Wer nun etwas auf sich hielt, trug Zylinder, doch dieser Trend musste sich erst vor kurzem durchgesetzt haben.
      Yomi interessierte das Ganze eher weniger, denn sie entzifferte fleißig die Inschriften der Geschäfte: „Anfield Ariados“, „Noisy Noctowls“, „Pittoresque Poliwag Pool“ … neben den zahlreichen Kneipen, einigen Hut- und Uhrmachern sowie einem Tattooladen gab es auch Etablissements, die Pokémon verkauften.
      Quelle blague … das ist alles so verrückt hier ...“, staunte die schweifwedelnde junge Diclonius-Lady: „Aber was haltet ihr denn davon, wenn Sheila mal … versucht … uns die Landesküche zu zeigen? I-ist nur ein Vorschlag, oui?“
      Hätte Marie nicht so einen unglaublichen Hunger gehabt, hätte sie ihrer gehörnten Freundin mit ihren polarblauen Augen einen eiskalten Blick der Verachtung zu geworfen, da sie nicht gerade Gutes über die hiesige Landesküche gehört hatte und auch Sheila, die nach dieser Frage nervös an den Falten ihres Rocks spielte, schien in der Tat etwas auf dem falschen Fuß erwischt zu sein: „Das … das war ernst gemeint, oder? Also … naja, ich kann mal probieren, euch etwas zu empfehlen. Ich bin ja ganz froh, nicht Miss Very High Standards dabei zu haben, denn Kagayaku würde mit Sicherheit zu Kagafagyu werden und mir meinen bloody skull abreißen ...“
      „Coucoucou~“, kicherte Yomi bei dieser Vorstellung und hielt sich ihre zarte, weiße Hand vor den Mund: „Ach was … sie würde es zwar nicht gerne hören, aber … Kagy is a good girl.“ Die Streits zwischen den beiden waren in ganz Lumyaon legendär geworden, auch wenn sich die charismatische Sphinx als Herrscherin nicht mehr so oft einen ihrer Emotionsausbrüche leisten durfte, um nicht wie Donald Crump, Gouverneur von New Yale, die Menge gegen sich aufzubringen. Unter all den rustikalen, charmanten Gaststätten wie dem „Albion Inn“, der „Rainbow Sheep's Den“, der „Dragon Grot“, der „White Pipe“ oder dem „Plantagenet“ fiel Sheilas Wahl auf das „Ye Olde Dunkin“, einem in einem alten Fachwerkhäuschen verborgenen Pub, in dem sie über ein Briefschwalboss eine Überraschung für ihre Begleiterinnen vorbereiten gelassen hatte.

      Kellnerin Caroline, eine junge Frau mit dunkelblondem Haar und schokoladenbraunen Augen, führte ihre gute Freundin Sheila nach überschwänglicher, gerade zu flauschiger Begrüßung mit einem neugierigen Kleoparda im Schlepptau, zu einem robusten, runden Holztisch an einer mit schwarzem Lederpolster ausgestatteten Bank. Hinter der dunkelbraunen Holzfassade des Etablissements war eine rustikale, dunkelbraune Einrichtung vorzufinden, die so sinnbildlich für ein echtes Pub stand. Bevor das Trio sein Ziel jedoch erreichte, ertönte von den Gassen ein feierlicher Gesang:


      „'God save the King' ist in nun 50 Jahre alt. Die feiern hier das Jubiläum wie verrückt“, kommentierte Caroline schmunzelnd die Musik, während ihr Kätzchen sich laut schnurrend an ihrem Bein rieb: „Aber du, mein süßes Sheilalein, du bist ja nun eine französische Herzogin, Glückwunsch.“ Als Sheila von ihrer Freundin sanft die langen Ohren gekrault wurden, begann diese, wie das Kleoparda leise zu schnurren, ohne dass sie irgendwie Kontrolle darüber gehabt hätte. Aber Caroline war nicht die Einzige, über die sie sich freuen konnte, denn am Tisch saßen ein brünetter Mann mit kürzeren Tierohren und ein kleiner Junge, der in gewissen Maßen einem Evoli ähnlich sah.
      Sheila, my dear! So schön, dich endlich wieder in den Arm nehmen zu dürfen!“, begrüßte Rick, der freigeistige Wiesenior-Gijinka das kleine Schwesterchen seiner verstorbenen Gattin Moira, Mutter des jungen Sam, der ungeduldig mit einer Gabel herumfuchtelte. Yomi und Marie waren ebenfalls schon mit Rick vertraut und setzten sich dazu, bevor die Kellnerin die Bestellung aufnehmen kam.
      „Also .. Yomi … Marie … Sheila und ich haben uns überlegt, euch etwas richtig Typisches für unsere Heimat aufzutischen! Ich esse es zumindest gerne!“, erklärte der Wieselmann den beiden skeptisch dreinschauenden Gourmets aus dem Sechseck. Dabei gab es doch überhaupt keinen Grund zur Beunruhigung, denn einen wirklichen Auftrag hatten sie nicht. Yomi wollte sich die Spinning Jenny, den mechanischen Webstuhl, Jacob Wass' Dampfmaschine und die für lukrativen Baumwollabbau vor kurzem, als Hexalos im blutigen Bürgerkrieg versank, erschaffene Revolutionärin der Textilindustrie, die Egreniermaschine Cotton Gin, anschauen. All diese atemberaubenden Meilensteine der Maschinisierung entstanden in den letzten 30 Jahren, hatten den anglikanischen Sprachraum allerdings noch nicht verlassen – Yomi wollte dies ändern. Abgesehen von diesem kleinen Forschungstag war sie immerhin in einem entspannten Urlaub! Ihre Augen blitzten hinüber zu einem der anderen Tische, wo ein Apfelkuchen gerade in Stücke geschnitten wurden.
      Caroline bemerkte den gierigen Blick der Diclonius und klärte sie auf: „Das ist Apfelkuchen nach dem Rezept des 14. Jahrhunderts, mit Äpfel, Feigen, Birnen und Rosinen gefüllt. Aber ihr solltet erst einmal eine Hauptspeise bestellen, nicht den Nachtisch!“
      „Ach ich hätte da etwas, das ich vorschlagen könnte“, freute sich Sheila, die sich bereits diebisch die Hände rieb: „Es gibt zum Beispiel Toad-in-a-hole, also Branawarz im Loch. Das sind Würstchen in Yorkshire pudding, einer Art Bierteig. Pork pie ist eine Speise aus der Mitte des Landes, wo sich im Teig Groinkfleisch und Aspik befinden. Cottage pie und Shepherd's pie sind erst vor kurzem in Mode gekommen, denn es ist Taurosfleisch beziehungsweise Voltilammfleisch mit einer Kruste aus gestampften Kartoffeln obendrüber. Kartoffeln sind überhaupt momentan der Renner bei den Armen. Die dunkle Blutwurst Black pudding, in Tomatensauce gebackene weiße Bohnen, ein riesiger Pott Minzsauce, dann Haggis, mit Innereien gefüllten Magen aus den Highlands und zum Dessert ein paar Chorley cakes, das sind Mürbeküchlein mit Rosinen. Als Getränk sollte ein Bier reichen. Wie wärs, wenn wir von allem etwas probieren? Yes? Splendid!“ Die beiden Gäste aus dem Land südlich des großen Kanals staunten mit offenen Mündern. Sie wussten nicht genau, was sie erwarten würde, doch dass Sheila und Rick so einen großen Spaß daran hatten, war Yomi ein Dorn im Auge. Sogar der kleine Sam schien darüber zu lachen! Immerhin war die Minzsauce auch in Hexalos nicht komplett unbekannt, auch wenn ihr Konsum in der Neuzeit immer mehr abnahm und dafür in Angiterra zum aufsteigenden Kometen wurde.
      „Rick, du meintest, dass du dieses Essen magst“, hob die Fliederhaarige vorsichtig an „Mais ma chère Cécile … Sheilalein, wie munden dir denn diese Speisen? Können wir nicht wenigstens eine Tasse des so hochgelobten Tees erhalten?“ Nun war es geschehen.
      Die blonde Katzenfrau hatte lange versucht, sich seriös wirkend unter Kontrolle zu halten, doch nun ließ sie sich von ihrem Vergnügen mitreißen und brach in ein schallendes Gelächter aus: „Darling, die Tea time zeige ich dir morgen, nach dem traditionellen Frühstück mit wabbligem Spiegelei, verbrannten Tomaten und vor Fett triefenden Pilzen… oh das wird so lustig! Die Bohnen dürft ihr heute schon mal vorkosten, die gibt es dort auch.“



      Eine knappe Stunde Zeit hatten die Wolken, sich über Haceting zuzuziehen und die Stadt in eine dunkelgraue Decke zu hüllen, sodass die charakteristischen Regenschauer das riesige Mahl einläuten konnten. Fast schon nostalgisch schwelgend blickte Sheila aus dem Fenster und sah den Leuten zu, wie sie eilig in ihre Häuser verschwanden, während das laute Gebimmel des Kirchturms das Geprassel der Regentropfen übertönte. Einige der Menschen, alles junge Kinder beiden Geschlechts, genossen es jedoch, wie das Wasser die Rußschicht über ihrem Gesicht abwusch. Ihre traditionell braune Kleidung war mehrmals geflickt, selbst die Schuhe waren komplett undicht. Sheila entstammte einem Waisenhaus und hatte sehr viel Armut erlebt, doch dies war ihr neu.
      „Wo waren die denn, dass die so aussehen?“, wunderte sie sich und zupfte sich an einem Ohr.
      Caroline, die die große Platte mit all den landestypischen Speisen servierte, antwortete prompt: „Schätzchen, durch die Dampfmaschine wurde der Kohleabbau in den Minen optimiert. Der Abbau wurde effektiver, aber durch die tieferen Stollen auch viel gefährlicher. 2/3 der Arbeiter sind solche kleinen Kinder, die für einen Hungerlohn stundenlang in den engen Höhlen schuften, weil Erwachsene dort nicht mehr hineinpassen. Horrible ...“ Traurig blickte Sheila auf den Holzboden. Wäre sie nicht im wirtschaftlichen Niemandsland aufgewachsen, hätte ihr wohl das gleiche Schicksal damals geblüht – stattdessen entschloss sie sich, mit 16 auszureißen und eine Diebin zu werden. „Horrible“ konnte man auch in den Gesichtsausdrücken von Yomi und Marie lesen, die es geschafft hatten, genau die Speise zuerst zu greifen, die ihnen wohl am wenigsten schmeckte. Caroline hatte auch einen Haufen sonnengelber Käsewürfel aus Cheddar mitgebracht, die Marie ungeduldig in sich hinein schaufelte, um den Geschmack auszugleichen, denn was konnte eine junge Frau an Hexalos schon mit „du fromage“ falsch machen? Der Cheddar war allerdings bereits so trocken, dass die junge Schatzsucherin im Anschluss den halben Bierkrug leertrank und sich dann schlapp nach hinten an die Rückenlehne der Bank fallen ließ.
      „Sheila ...“, zischte sie ihrer vergnügt schnurrenden Freundin zu: „Ich weiß, dass ich oft ziemlich sche*ße zu dir war, aber … aber womit hat denn Léonie das verdient?“ Yomi war angesichts des Essen sprachlos, obwohl ihr auch einige Komponenten des Mahls geschmeckt hatten und starrte wie gelähmt den Haggis an, von dem sie als Einziges noch nicht gekostet hatte.
      Welp. Sie ist doch Forscherin. Auch Wissenschaftler müssen ihre Grenzen ausloten, nyahaha~“, entgegnete Sheila mit einem breiten Miezekatzegrinsen und einem Augenzwinkern, um für diese Antwort einen fluffigen Kuschelangriff von Caroline, aber auch von Yomi und Marie einen kräftigen Tritt ans vollkommen ungeschützte und dank ihres kurzen Kilts gut sichtbare Schienbein zu empfangen. Aber das war es ihr für den Spaß wert, Ausländern ihre Landesküche zu zeigen.

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