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    • Das Jahr 2001 ... Unfassbar, dass es eher 20 als 15 oder 10 Jahre her ist. Zeit, wieso vergehst du so schnell? qwq Mal schauen, ob Nozomi-chan damals anders war. Oder ob sie sich überhaupt realistisch darstellt und nicht alles zu ihren Gunsten verzerrt. :achja:

      „Eun-ju, weißt du, wie spät es eigentlich ist? Donnerstags?“
      Nachdem ich meine nahezu perfekt geformte Kaugummiblase langsam wieder mit meinen Lippen zurückschlürfte, gönnte ich mir zum ersten Mal seit meinem Aufbruch von zuhause einen Blick auf meine Armbanduhr.
      „1:17.“
      Na, für einen koreanischen Schüler in dem Alter wohl exakt die Zeit, zu der er wirklich schlafen geht. Vielleicht hätte Eun-ju dorthin ziehen müssen, um dem Terror ihres Vaters zu entwischen ... nur um dann in den Leistungsterror der koreanischen Gesellschaft zu rutschen. orz

      Und … u-u-und was ist das da für ein Fetzen um deine Hüfte?
      welp Müsste Japan da als sehr sicheres Land nicht etwas toleranter sein? xD Oder ist der Vadder einfach nur tödlich konservativ? Oder vielleicht muss er erst mit dieser bahnbrechenden Mode umgehen lernen. ;w; Na ja, für Min jedenfalls bahnbrechend.

      Dort wurden Jeansminiröcke plötzlich angesagt und meine langen Gazellenbeine waren für das Tragen eines solchen prädestiniert, machen wir uns nichts vor.
      Dann dürfte sie sich ja unglaublich gefreut haben, als der Minirock fast genau zehn Jahre später von den Hotpants abgelöst wurde. xD

      Deine Mutter war wieder einmal krank vor Sorge und sich die Finger zu ihrem Sankt Bernhard da oben wund gebetet … oder wie auch immer der heißt.
      Sankuto Berunharuto QwQ GZUS :anbeten:

      Wieso hast du nicht auf meine SMS geantwortet!
      welp Wenn man bedenkt, wie schwer es war, Leuten 40+ beizubringen, dass es sowas wie eine SMS gibt, auch wenn Eun-jus Eltern da natürlich wesentlich jünger waren. xD Aber jetzt sagen sie solche furchtbaren Dinge wie "eine Whatsapp schicken". kill me

      Du hast Vibrationsalarm, Fräulein!
      Japanische Hight-Tech-Eltern durchschauen alles! <__>

      Fünf Stunden Schönheitsschlaf wurden mir noch nie gerecht, was ich am folgenden Morgen wieder ausgiebig zu spüren bekam.
      Was macht sie denn auch so spät? o_o" Donnerstagabends? Sehr ominös ... Besucht sie etwa heimlich Yoshiwara?!?

      Ein Jahr würde es dauern, bis Min-yeon die Mittelschule betreten würde und mich statt dem liebevollen Kosenamen „Juju“ „Schlange“ oder mit noch Schlimmerem betiteln würde, was zugegebenermaßen auch eigenes Verschulden war.
      Jujuuuuu~ qwq Tja, ich wollte es gerade schreiben: Da hat sie definitiv am meisten schuld. xD Suzuka hat wohl echt Glück, dass sie im Leben keine Geschwister haben wird, denen sie mit solchem Enthusiasmus begegnet, aber selbst von relativer Abneigung begegnet wird. x_x Sie wäre ein echter Kandidat dafür.

      Leicht war es nicht, sie zu hassen, doch genauso schwer war es später, sie nicht mehr zu hassen.
      Was für eine krasse Aussage. :OO Das Konzept kann man wohl auf sehr viel projizieren.

      Waschen, Zähneputzen und ein paar Streicheleinheiten für Familienkater Sung-nam, einem Charmian, bevor der Tag mit dem Frühstück wirklich losgehen konnte.
      Damals war er noch jung und schlank und rank. xD So wie Momo. ;w; Hm, die beiden sind dann wohl ähnlich alt. Ob sich Charmian eigentlich nur entwickeln, wenn sie übergewichtig werden? Shnurgarst ist ja nicht mehr als ein fettleibiges Charmian. ._."

      Eun-ju hat es gestern zwar nicht mitbekommen, aber unser Sohn Hyun-woo hat gestern ein tadelloses Ergebnis seines Mathematiktests erhalten!
      "Eun-ju hat es gestern zwar nicht mitbekommen" ... Und das, obwohl er wahrscheinlich wusste, dass sie in Hörweite war. So ein Sack, ich kann verstehen, wieso Min sich später so sehr mit ihrem Vater verzofft hat. xD Der ist einfach ein Scheißkerl.

      „Juuujuuu? Wo warst du gestern? Wir wollten doch gestern zusammen Sailor Moon gucken! Sailor Min und Sailor Juju!“, schmollte die kleine Min mit verschränkten Armen und entsprechenden Mund, um mich mit einem vorwurfsvollen Blick zu strafen.
      Jujuuu~ ;A; Wer weiß, vielleicht hätte Suzuka eine ähnliche Entwicklung wie Min durchgemacht, wenn sie ein direktes Vorbild wie Eun-ju gehabt hätte. Als Kind wäre sie zuckersüß gewesen, nur um dann nach all der Ablehnung im Laufe der Zeit zu einem Hassklumpen zu werden, der sich von der Gesellschaft abstößt und abgestoßen fühlt. ;_; Wow, da geht sie ja echt in die entgegengesetzte Richtung. xDD

      Rock, Frisur und kniehohe Lederstiefel hatten ja schließlich gepasst.
      In den 2000ern vielleicht ... :achja: Aber heute wäre sie damit wohl als Prostituierte durchgefallen. Besonders, wenn ihr Gesicht so überschminkt ist, wie ich es mir bei einer jüngeren Eun-ju leider vorstellen könnte. xD

      [...] doch es irritierte mich immer, wenn unsere Eltern mit uns auf Japanisch statt auf Koreanisch sprachen. Allesamt in der japanischen Kansai-Region geboren und mit Japanern seit dem Kindergarten aufgewachsen, war es nur natürlich für uns Kinder, untereinander vor allem mit einem stark dialektal gefärbten Dialekt zu reden, doch unsere Eltern adressierten wir stets auf Koreanisch, umgekehrt ebenso.
      Und bei solchen Sachen fängt Familie Seoul schon an zu bröckeln. ;w; Hat sich das eigentlich bis heute verändert? Sind sie da etwas lockerer geworden? Irgendwie ist es ja für die Eltern verständlich, sich zuhause auf der Muttersprache unterhalten zu wollen, um die Sprache an die Kinder weiterzugeben ... Aber dann wiederum wird das die dritte Generation eh nicht überleben, solange Min & Co. keine Japankoreaner, die mit Koreanisch aufgewachsen sind, heiraten und willens sind, die Tradition fortzuführen. Bestimmt verliert sich das mit Miku und ihren Cousinen und Cousins. :hmm2:

      Es handelte sich um ein Mode- und Stylemagazine der Gyaru-Subkultur, deren Models mit ihren gefärbten Haaren, wagemutigen Frisuren und verdammt freizügigen Outfits mein Äußeres seit meiner Pubertät geprägt hatten
      Hoffentlich trägt sie diese Mode nicht 1:1 im Jahr 2018 ... qwq

      Wenn man es genau nahm, tat Min-yeon mit ihren Punk-Accessoires einige Jahre danach nichts Anderes.

      Wow, Tae-ho muss seine Kinder wohl wirklich als eine einzige gescheiterte Geschichte halten. Außer Hyun-woo natürlich. Aber seine Töchter sind zu wahrenRebellen "verkommen", selbst die, die er so sehr verhätschelt hat. Tja, Extremismus in zwei Richtungen... ;w;

      Die langsam essende Min hatte durch die Erschütterung einen Löffel voll Müsli verschüttet und starrte frustriert auf die milchigen Flecken, die sich langsam ausbreiteten, bis Mama gedankenschnell einen Schwamm holte und es aufwischte.
      Schmollmin ;w; :tlmao: Das Echo von Nono-Ch. 1 xDD

      Im Grunde genommen gehörten die Röcke der Osakaer Schuluniformen mitunter zu den längsten des Landes, was ich mir noch nie wirklich herleiten konnte.
      wtf Osaka ist ja mal die moderne Stadt Japans schlechthin. Na ja, vielleicht nicht kulturell und modisch ...? :O

      Eine davon war das Singen, dass ich mir besonders gut mit der hübschen, selbstbewussten Nozomi Kuwahara vorstellen konnte.
      Zwei Nozomis? <__>

      „Wie wäre es mit NoNo? Nozomi und Nozomi!“
      Suzuka: Das ist meine Lieblingsband!! QwQ
      Miu: :was:
      Hotoke: Trifft sich hervorragend, um ein tägliches Sprichwort unter die Leute zu bringen! ^~^ Eigenlob stinkt~
      (^・ω・^ )
      Miu: Ich glaube, sie hat schon vergessen, dass sie Nono Nono genannt hat. Und überhaupt kommt sie niemals auf die Verbindung zwischen NoNo und Nono. <w>"
      Suzuka: No! No! Schaut mal, ich kann Amerikanisch! °w°
      Miu: orz

      Hieß eigentlich irgendjemand bereits Anju d'Anjou?
      Anjou und Eun-ju o__O WARUM HAT DAS NOCH NIEMAND ENTDECKT

      Leider sind alle Anjou-Adelshäuser schon ausgestorben, wenn ich das richtig sehe, schade ... q_q Sonst hätte sie als Model doch eine echte Chance, einen d'Anjou zu heiraten. Eun-ju d'Anjou. Ein Traum. ;w;

      Erinnert mich total an 'Junko'.
      Ich weiß nicht wieso, aber Junko ist für mich so ein komischer Name. xDD

      „Hm, was gibt es denn noch … Julia zum Beispiel!“
      Juria? Juuria? Juurya~ qwq

      Es sollten jedoch ein ganzer Haufen junger in den Medien aufstrebender Japanerinnen einen Gefallen an dem Namen zu finden, weswegen ich für meine Karriere hinter dem Bildschirm meinen ursprünglichen Namen mit diesem „Künstlernamen“ zu „Eun-Julia“ verschmolz.
      Und so, meine Kinder, wurde aus dem Spottname ihr Künstlername. Modelname? Künstlername. Was haben sich die Zeiten geändert... <__>

      Nicht nur, dass er sich für das Essen in Spendierlaune zeigte, sondern auch, dass er ihm ein eigenes Pokémon überreicht hatte, ein Larvitar.
      Bestimmt ist das so einer, der zum Züchter geht, um sich für ein Ungeld sowas für sein Söhnchen zu kaufen, aber dann keinen Cent hat, um Tochter Nozomi eine Busfahrt zu spendieren. Ich sehe es vor mir! ò.ó

      „Und danach gehen wir vier – eure große Schwester hat ja schließlich Hausarrest – in ein schickes Restaurant!“, kündigte er nun an, obwohl er nicht erwähnt hatte, dass der Arrest bereits hierfür galt.
      Oh. Was sagte ich noch gleich? DAS IST JA NOCH SCHLIMMER Q_Q

      ROAR Einkaufsbummel mit der kleinen Min-chan und Schwesterchen Nozomi in Osakaaaaaa! òOó

      „Was … verpiss dich! Wir sind … ummm … Sailor Julia und Sailor Min und wir werden dich mit der Macht des Mondes strafen“
      Awwwwww, wie kawaiiiii qwq Dass sie sowas für ihre Schwester sagt ....

      Mit der Macht der Regenbogendiamanturanusspirale werde ich diejenige bestrafen, die von Geldgier und Eigennützigkeit getrieben sind! òOó

      Min-chan feuerte mich lautstark an, aber diese billige Kopie eines Hundeurinals verlagerte seinen Bewegungsschwerpunkt von grenzdebilem Zucken auf aggressive Frustbewältigung und trat unvorhergesehen mit seinem steinharten Fuß gegen mein Fahrrad, immer und immer wieder, bis es auch mein Schienbein voll erwischte.
      Diese Episode ist einfach nur skurril, aber ich liebe es :tlmao: Na ja, muss wohl echt schmerzhaft sein, wenn einen ein friggin Stein kickt, statt selbst durch die Luft getreten zu werden. Die Rache für alle diese steinernen Seelen wurde genommen! >8D

      Wortlos schob ich ein paar Münzen in den Schlund des metallenen blauen Quaders, der eine für nordkoreanische Verhältnisse galaktische Selektion an Erfrischungsgetränken verfügte, bis eine gekühlte Flasche mit einer orangebraunen Brühe in das untere Fach purzelte.
      Dieser Vergleich kam aus dem Nichts. owo" xDD

      Min mit den kleinen Patschehändchen qwq AWAAAAAAAA MEIN HERRRRRRRZ x___x

      Die beschauliche Floristikhandlung „Haruka“, also „Frühlingsduft“, wurde sonst nie von mehr als zwei Angestellten und dem Lorblatt der Besitzerin gleichzeitig betreut, doch heute hatte sie ein Pokémon mehr zu bieten.
      Ooooooh, apropos Lorblatt .... :OOO Krass, 2001 ist Pokémon Kristall rausgekommen, also ziemlich gewiefte Auswahl des Handlungszeitraums! ;D

      Sie heißt Kaoru und kommt eigentlich aus Kyushu!
      "Wie heißt siiiiiiiiiiie? :grin: " Gott, diese Vorstellung in meinem Kopf! :tlmao: Aber jahaaaaa, wusste Kaoru etwa, dass sie Min eigentlich schon kannte? >O>"

      Min-yeon war manchmal wirklich ein sonderbares Kind – am besten betonte ich unsere Verwandtschaft einfach nicht.
      Sonderbare, derpy Min xDD Tja, wer hätte gedacht, dass sie und Fei-Fei sich so sehr ähneln? Vielleicht redet es sich Min einfach nur aus, damit sie nicht zu sehr mit den Fei-Fails sympathisiert. °3°

      Eun-ju, du kannst ja manchmal so ein Biest sein …
      welp Da ist die kalte Schlange Eun-Julia zum Vorschein gekommen ;w;

      Eun-ju, bislang hatte ich dich immer, wenn auch stets zurecht, vernachlässigt.
      Wow, selbst betrunken kann er nicht nett zu ihr sein. Wenn er sowas auch einfach in ihr Gesicht gesagt hat, als sie noch ein Kind war ... Wir können froh sein, dass sich Eun-ju nicht einfach vor lauter Verzweiflung das Leben genommen hat. Wer sagt sowas zu seinem Kind?!

      „Tae-ho! Lass die Sprüche sein, Eun-ju hat es nicht verdient, so bezeichnet zu werden!“, verteidigte meine Mutter sich, als sie sich die Gemeinheiten lange genug angehört hatte.
      <_________< Also so spät wie Na-ri da interveniert ... Not saying, just saying, aber die Frau ist auch keine Hilfe mit sowas, wenn sie einfach zulässt, wie Eun-ju immer und immer wieder von ihrem Vater gedemütigt wird. orz Die arme ...

      Nun war ich es jedoch, der salzige Tropfen die Wange herunterkullerten. Meinen Heimweg in der dunklen Nacht trat ich ganz alleine an.
      ;__; Da merkt man mal, wie kaputt ihr Verhältnis zu allen in der Familie ist. Keiner läuft ihr hinterher, um sie aufzuhalten. Nicht Min, nicht Na-ri, nicht Hyun-woo. Okay, von dem kann man das nicht erwarten. Aber die beiden, denen man es zutrauen würde, scheren sich letztlich genauso wenig drum. Eun-ju ist so tragisch. qwq Echt wunderlich, was sich alles aus dem einheitsbösen Duo Eun-ju und Hyun-woo herauskristallisiert hat.

      Barschwa war wirklich ein unheimlich trostloses und langweiliges Pokémon. Barschwa war einfach das Dorf, aus dem jedes Kind einer Generation mit spätestens 20 entflohen war.
      Tjaaa... ;w; Zumindest kann sich sich damit trösten, dass sie eines Tages erfahren wird, was aus Barschwa wird.

      In „Aurora“, so taufte ich meinen Fisch, schlummerte zumindest entfernt das Potential, sich in ein elegantes Milotic zu entwickeln, was mir sehr imponierte.
      Das ist noch tragischer. xD Wenn Tae-ho seiner Tochter nicht so viel Verachtung entgegengebracht hätte, hätte sich Eun-ju sicherlich gedacht, dass er sie doch irgendwo wertschätzt, wenn ihr so ein seltenes Pokémon schenkt. Aber nachdem, was er ihr da ins Gesicht geworfen hat? F YOU :mad:

      Wie konnte er für Min und Hyun-woo so ein großartiger Vater sein?
      Die Verachtung kommt mit dem Alter ... qwq

      Ich genoss es, noch mal ein letztes Mal mit ihr zu kuscheln bevor ich mich für einige Jahre komplett in ein niederträchtige Zicke verwandelte.
      Dafür, dass es ihre Familie so schwer mit Eingeständnissen hat, ist Eun-ju eine wahrliche Meisterin darin, ihre eigenen Fehler zu erkennen. o__O" EUN-JU DID NOTHING WRONG

      orz Tja, das kann ich nur verdeutlichen. Eun-ju ist wohl die wahre Heldin des Min-Universums. So viel Verachtung und Abneigung, wie ihr entgegengebracht wurde ... Krass, wie viel sich verändert, wenn man eine andere Perspektive erhält. JUJUUUUU ;A; Ich muss sogar zugeben, dass ich ein bitteres Ende für diese wundervolle Exkursion hier noch besser gefunden hätte, aber so oder so war es ein sehr sehr SEHR interessantes und mitreißendes Lesekapitel! °O°


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.

      The post was edited 1 time, last by Rai ().

    • Das Jahr 2001 ... Unfassbar, dass es eher 20 als 15 oder 10 Jahre her ist. Zeit, wieso vergehst du so schnell? qwq Mal schauen, ob Nozomi-chan damals anders war. Oder ob sie sich überhaupt realistisch darstellt und nicht alles zu ihren Gunsten verzerrt.
      Eun-ju: Ach, beurteile das am Ende mal selbst. :D
      Min: NOZOMI-CHAN! Wie utopisch der Name einfach mal ist ...
      Eun-ju: Ach Schatzi ...


      Na, für einen koreanischen Schüler in dem Alter wohl exakt die Zeit, zu der er wirklich schlafen geht. Vielleicht hätte Eun-ju dorthin ziehen müssen, um dem Terror ihres Vaters zu entwischen ... nur um dann in den Leistungsterror der koreanischen Gesellschaft zu rutschen. orz
      Eun-ju: Tja wir drei hatten ja nie Nachhilfschulen besucht aber ja, für die armen Socken ist das wirklich keine unrealistische Schlafenszeit, Unterricht geht dann um ca. 8 wieder los.

      welp Müsste Japan da als sehr sicheres Land nicht etwas toleranter sein? xD Oder ist der Vadder einfach nur tödlich konservativ? Oder vielleicht muss er erst mit dieser bahnbrechenden Mode umgehen lernen. ;w; Na ja, für Min jedenfalls bahnbrechend.
      Eun-ju: Heh, ist es auch. Ich glaube ihn hat nicht soooo sehr die Kürze als vielleicht die Machart gestört? Gibt ja auch ... sag ich mal ... "brave" Miniröcke? xD
      Min: .3. Nur nicht im Hause Seol. Aber tatsächlich sind die richtig wilden Röcke in Osaka nicht so häufig als längere. Das ist in Tokyo viel viel häufiger.


      Dann dürfte sie sich ja unglaublich gefreut haben, als der Minirock fast genau zehn Jahre später von den Hotpants abgelöst wurde. xD
      Eun-ju: Die nehmen sich nicht viel. .3. Meine Gazellenbeine sind immer noch in Topform!

      Sankuto Berunharuto QwQ GZUS
      Tae-ho: Was weiß ich denn, wie diese Christusfritzel da alle heißen? Gibt doch Hunderte!
      Na-ri: Das sind Heilige! Gott hingegen ist einmalig!
      Tae-ho: ô_ô Ach so?


      welp Wenn man bedenkt, wie schwer es war, Leuten 40+ beizubringen, dass es sowas wie eine SMS gibt, auch wenn Eun-jus Eltern da natürlich wesentlich jünger waren. xD Aber jetzt sagen sie solche furchtbaren Dinge wie "eine Whatsapp schicken". kill me
      Tae-ho: Ja, auch ich muss irgendwo ja meine Stärken haben! Religiöse Diskurse mit meiner Frau zu führen ist es offenbar nicht. orz
      Na-ri: ò_o


      Was macht sie denn auch so spät? o_o" Donnerstagabends? Sehr ominös ... Besucht sie etwa heimlich Yoshiwara?!?
      Eun-ju: Hmmm Yoshiwara wäre etwas weit! ;D Naja, es gab da halt ein kleines Konzert, dass ich mir bis zum Ende anschauen wollte, ein bisschen Spaß haben, ein bisschen ... ummm ... trinken, auch wenn ich hätte vier Jahre warten müssen. Durch den Kaugummi riechen die das aber nicht. .3.


      Jujuuuuu~ qwq Tja, ich wollte es gerade schreiben: Da hat sie definitiv am meisten schuld. xD Suzuka hat wohl echt Glück, dass sie im Leben keine Geschwister haben wird, denen sie mit solchem Enthusiasmus begegnet, aber selbst von relativer Abneigung begegnet wird. x_x Sie wäre ein echter Kandidat dafür.
      Eun-ju: Suzuka ... ach, Min hat mir von ihr erzählt. Ist ihr gar nicht so unähnlich, stimmt. TwT In Japan sind sehr viele Einzelkinder, einfach weil es finanziell nicht reicht für mehr. Wir sind da eine Ausnahme und dass ich nicht auf die Uni gegangen bin, hat Min eigentlich ziemlich geholfen.
      Min: Oooooh die Barmherzige, erlöse mich! ò.ó


      Damals war er noch jung und schlank und rank. xD So wie Momo. ;w; Hm, die beiden sind dann wohl ähnlich alt. Ob sich Charmian eigentlich nur entwickeln, wenn sie übergewichtig werden? Shnurgarst ist ja nicht mehr als ein fettleibiges Charmian. ._."
      Eich: Eine wuuuuunderbare Frage, mein junger Freund! Leider habe ich hierauf noch keine Antwort gefunden!
      Min: Was für ein Experte ... o.o"



      "Eun-ju hat es gestern zwar nicht mitbekommen" ... Und das, obwohl er wahrscheinlich wusste, dass sie in Hörweite war. So ein Sack, ich kann verstehen, wieso Min sich später so sehr mit ihrem Vater verzofft hat. xD Der ist einfach ein Scheißkerl.
      Min: Tja ... -.-" Da Hoe halt eben.
      Eun-ju: Das hätte mir echt früher einfallen müssen.
      Min: Dann wärst du echt früher rausgeflogen.
      Eun-ju: Naa, Okaasan hat mich rausgeworfen. Weil ich DIR weh getan hatte. qwq



      Jujuuu~ ;A; Wer weiß, vielleicht hätte Suzuka eine ähnliche Entwicklung wie Min durchgemacht, wenn sie ein direktes Vorbild wie Eun-ju gehabt hätte. Als Kind wäre sie zuckersüß gewesen, nur um dann nach all der Ablehnung im Laufe der Zeit zu einem Hassklumpen zu werden, der sich von der Gesellschaft abstößt und abgestoßen fühlt. ;_; Wow, da geht sie ja echt in die entgegengesetzte Richtung. xDD
      Min: Kleine Suzuka! Gut, dass ihr so eine Juju erspart geblieben ist, mit ihrem abnormalen Giraffenkörper! Suzy muss ganz viel Glück und Liebe verstrahlen, damit etwas davon in das trostlose Leben ihrer Spießereltern kommt! :D


      In den 2000ern vielleicht ... Aber heute wäre sie damit wohl als Prostituierte durchgefallen. Besonders, wenn ihr Gesicht so überschminkt ist, wie ich es mir bei einer jüngeren Eun-ju leider vorstellen könnte. xD
      Eun-ju: Heeeeeeeeeeeh xD Gemein! Aber gut, was soll ich schon sagen, sowas muss ich ja aushalten, hab mich selbst oft genug daneben benommen. Wen ICH schon alles als Nutte oder Schlampe bezeichnet habe, ooooweiii ... Dx

      Und bei solchen Sachen fängt Familie Seoul schon an zu bröckeln. ;w; Hat sich das eigentlich bis heute verändert? Sind sie da etwas lockerer geworden? Irgendwie ist es ja für die Eltern verständlich, sich zuhause auf der Muttersprache unterhalten zu wollen, um die Sprache an die Kinder weiterzugeben ... Aber dann wiederum wird das die dritte Generation eh nicht überleben, solange Min & Co. keine Japankoreaner, die mit Koreanisch aufgewachsen sind, heiraten und willens sind, die Tradition fortzuführen. Bestimmt verliert sich das mit Miku und ihren Cousinen und Cousins.
      Min: Ich habe Miku Koreanisch beigebracht, aber sie ist nicht so gut darin. Wir sprechen halt wirklich meistens auf Japanisch oder Englisch. Es gibt zwar ein paar Familien in der Umgebung, die koreanischstämmig sind, die sie auch in der Schule sieht ... aber selbst da ist dann eigentlich Englisch Präferenzsprache Nummer Eins. :/ Und Yoshis Koreanisch? xD Ist wie mein Deutsch. .3. Ik bin ein Banana und ik liebe du~


      Hoffentlich trägt sie diese Mode nicht 1:1 im Jahr 2018 ... qwq
      Eun-ju: Nee, bin in diesem Jahr ja auch schon 33. o.o" Aber sexy geht immer noch! ;D


      Wow, Tae-ho muss seine Kinder wohl wirklich als eine einzige gescheiterte Geschichte halten. Außer Hyun-woo natürlich. Aber seine Töchter sind zu wahrenRebellen "verkommen", selbst die, die er so sehr verhätschelt hat. Tja, Extremismus in zwei Richtungen... ;w;
      Tae-ho: Mein Sohn beginnt ab 2003 zu saufen, zu rauchen und Mädchenherzen zu brechen. Das ... das macht es nicht besser, sein einziger roter Faden ist eine g'scheite Karriere.
      Min: Tja. °3°
      Tae-ho: Du warst mein kleines Kuschelkätzchen!
      Min: Mi-aaau~ ;D
      Tae-ho: *seufz*



      Suzuka: Das ist meine Lieblingsband!! QwQ
      Miu:
      Hotoke: Trifft sich hervorragend, um ein tägliches Sprichwort unter die Leute zu bringen! ^~^ Eigenlob stinkt~ (^・ω・^ )
      Miu: Ich glaube, sie hat schon vergessen, dass sie Nono Nono genannt hat. Und überhaupt kommt sie niemals auf die Verbindung zwischen NoNo und Nono. <w>"
      Suzuka: No! No! Schaut mal, ich kann Amerikanisch! °w°
      Miu: orz
      Min: Aaah aaah ich heiße Kuzunoha und bin sehr sexy~ Dx
      Eun-ju: Okay. Wie steht es um die Theorie, dass die Nakamuras Min geboren haben?
      Min: Keine Ahnung, wie alt sind die denn? Die müssten ja schon mindestens Anfang der 70er geboren sein.
      Eun-ju: Sind sie ... geraaaaade so. In der Oberschule mit dir schwanger, passt das zu Yoko Nakamura?
      Min: Schätze schon.
      Satsuki: Frau Nakamura darf das nicht lesen. Dx
      Min: "Frau Nak- ..." ... WAS? Wie redest du denn bitte von meiner krassen Sis YO-CHAN?
      Satsuki: Kill me! Schau mal, ich kann Amerikanisch! °w° orz



      Anjou und Eun-ju o__O WARUM HAT DAS NOCH NIEMAND ENTDECKT
      Eun-ju: Das fragte ich mich auch! Ich wäre die perfekte französische Prinzessin! °3° Wie Marie-Antoinette!
      Min: Marie-Eunjunette? Groß, blass, diese komischen wellig-lockigen Fris- ... scheiiiiße ... °_°



      Leider sind alle Anjou-Adelshäuser schon ausgestorben, wenn ich das richtig sehe, schade ... q_q Sonst hätte sie als Model doch eine echte Chance, einen d'Anjou zu heiraten. Eun-ju d'Anjou. Ein Traum. ;w;
      Eun-ju: Wäre es wirklich! ;D Mann, das wäre großartig, aber so kam es dann doch nicht!

      Ich weiß nicht wieso, aber Junko ist für mich so ein komischer Name. xDD
      Min: Ich heiße jetzt Junko. .3.
      Eun-ju: Hallo Junko.
      Min: Hey na. °3°
      Eun-ju: Ach, du siehst einfach nicht aus wie eine Junko.
      Min: Und auch nicht wie eine MC Margit!


      Juria? Juuria? Juurya~ qwq
      Eun-ju: Nyaaaa~ qwq
      Min: Was für ein gehaltvolles Kommentar zu einem gehaltvollen Kommentar! xD
      Eun-ju: HALT DOCH DIE FRESSE! o_ó



      Bestimmt ist das so einer, der zum Züchter geht, um sich für ein Ungeld sowas für sein Söhnchen zu kaufen, aber dann keinen Cent hat, um Tochter Nozomi eine Busfahrt zu spendieren. Ich sehe es vor mir! ò.ó
      Tae-ho: Ich bin viel zu geizig, das Ding gabs in der Spielhalle im Sonderangebot!


      Oh. Was sagte ich noch gleich? DAS IST JA NOCH SCHLIMMER Q_Q
      Eun-ju: Ich war echt kurz vorm Heulen. 16 ist ja auch noch so ein unsicheres Alter, weißt du? ;w;

      ROAR Einkaufsbummel mit der kleinen Min-chan und Schwesterchen Nozomi in Osakaaaaaa! òOó
      Awwwwww, wie kawaiiiii qwq Dass sie sowas für ihre Schwester sagt ....
      Min: Das bringt mich fast zum Heulen ... qwq ... ich war da wirklich super glücklich, weißt du? Und dann wurde sie so eine Fo- ... äh ... ja du weißt schon. o.o
      Eun-ju: Sorry ... :/ *pat pat*


      Diese Episode ist einfach nur skurril, aber ich liebe es Na ja, muss wohl echt schmerzhaft sein, wenn einen ein friggin Stein kickt, statt selbst durch die Luft getreten zu werden. Die Rache für alle diese steinernen Seelen wurde genommen! >8D
      Min: Der hätte sie versteinern sollen, sie ist einfach perfekt dazu, zu einer Statue zu erstarren!
      Eun-ju: War das ... ein Kompliment? o_o"
      Min: Es tut mir weh, das zu sagen, aber ja, du bist sexy as fuck. Okay, Themawechsel. orz
      Eun-ju: Naaaw, dich würde ich mir auch ins Wohnzimmer stellen!
      Min: ò_ó Jaaaa ich bin die Schönste in der ganzen Familie!
      Eun-ju: o_o" So weit würde ich nicht gehen, Süße.
      Min: Neeeeeee-chaaan~ x3



      Min mit den kleinen Patschehändchen qwq AWAAAAAAAA MEIN HERRRRRRRZ x___x
      Min: Nyom .3. Schlürf! Das hatte ich über all die Jahre nie verloren! Und meine Hände sind fast so adlig wie die von Touka!
      Tae-ho: Zarte Hände stehen für Faulheit ... wie es diese Palastamöben an sich haben.
      Min: Touka ist keine ... uff. Aber Toukas Haut ist wirklich superzart.
      Tae-ho: Woher weißt du DAS denn? o_o"
      Min: Hab ne Geisha angefasst! ;*


      Ooooooh, apropos Lorblatt .... :OOO Krass, 2001 ist Pokémon Kristall rausgekommen, also ziemlich gewiefte Auswahl des Handlungszeitraums! ;D


      "Wie heißt siiiiiiiiiiie? " Gott, diese Vorstellung in meinem Kopf! Aber jahaaaaa, wusste Kaoru etwa, dass sie Min eigentlich schon kannte? >O>"
      Kaoru: Um ehrlich zu sein habe ich mich erinnert, aber nur noch lückenhaft. Ich habe Eun-ju auch nicht vergessen. Später bin ich ja wieder nach Kyushu gegangen. ;D


      Sonderbare, derpy Min xDD Tja, wer hätte gedacht, dass sie und Fei-Fei sich so sehr ähneln? Vielleicht redet es sich Min einfach nur aus, damit sie nicht zu sehr mit den Fei-Fails sympathisiert. °3°
      Min: °3° Leute ändern sich eben~ ... nur für Fei ist es bald zu spät, so wie ich zu werden!
      Eun-ju: Wer weiß, vielleicht wächst ihr ja ein Hirn? o_o"
      Fei: ò_________________ó GIULIA! Fei wird dich auslöschen!
      Min: Nee, aber Muskeln, pass auf! Dx
      Eun-ju: What the fuck ... ;///;



      Wow, selbst betrunken kann er nicht nett zu ihr sein. Wenn er sowas auch einfach in ihr Gesicht gesagt hat, als sie noch ein Kind war ... Wir können froh sein, dass sich Eun-ju nicht einfach vor lauter Verzweiflung das Leben genommen hat. Wer sagt sowas zu seinem Kind?!
      Eun-ju: *seufzt laut auf* Jetzt, wo das Andere genauso sehen, tut das eigentlich noch mehr weh - eigenlich ... dachte ich mit der Zeit, ich hätte eigentlich nur ein Wahrnehmungsproblem. Es ist nicht so schlimm, du übertreibst nur, Eun-ju, du übertreibst doch nur, nicht wahr? q///q *traurig nach unten blick und Tränen versteck*
      Min: Juuujuuu~ *flausch* x3
      Eun-ju: *sich an Min lehn und kuschel* Min-chaaan ...


      <_________< Also so spät wie Na-ri da interveniert ... Not saying, just saying, aber die Frau ist auch keine Hilfe mit sowas, wenn sie einfach zulässt, wie Eun-ju immer und immer wieder von ihrem Vater gedemütigt wird. orz Die arme ...
      Na-ri: Es hat Jahre gedauert, bis ich mir sowas wie Durchsetzungsstärke angewöhnt habe ... und zwar genau dann, als Eun-ju die kleine Min so sehr getriezt hat.


      ;__; Da merkt man mal, wie kaputt ihr Verhältnis zu allen in der Familie ist. Keiner läuft ihr hinterher, um sie aufzuhalten. Nicht Min, nicht Na-ri, nicht Hyun-woo. Okay, von dem kann man das nicht erwarten. Aber die beiden, denen man es zutrauen würde, scheren sich letztlich genauso wenig drum. Eun-ju ist so tragisch. qwq Echt wunderlich, was sich alles aus dem einheitsbösen Duo Eun-ju und Hyun-woo herauskristallisiert hat.
      Min: Eun-ju hat mich davor am Getränkeautomaten blöd behandelt ... ich war ein bisschen sauer auf sie ... q_q
      Na-ri: Sie ... sie ist doch schon so selbstsicher, ich ... ): Vielleicht habe ich Mist gebaut?


      Tjaaa... ;w; Zumindest kann sich sich damit trösten, dass sie eines Tages erfahren wird, was aus Barschwa wird.
      Eun-ju: Wäre es wenigstens mit der Intention gekauft worden, zu einem Milotic zu werden. Aber der Restaurantonkel wusste nix darüber und mein Vater kauft dem das ab. Klasse.


      Dafür, dass es ihre Familie so schwer mit Eingeständnissen hat, ist Eun-ju eine wahrliche Meisterin darin, ihre eigenen Fehler zu erkennen. o__O" EUN-JU DID NOTHING WRONG
      Eun-ju: Ich habe länger als 10 Jahre dafür gebraucht, ist ja schon peinlich irgendwie. :P Aber ja, besser spät als nie!

      orz Tja, das kann ich nur verdeutlichen. Eun-ju ist wohl die wahre Heldin des Min-Universums. So viel Verachtung und Abneigung, wie ihr entgegengebracht wurde ... Krass, wie viel sich verändert, wenn man eine andere Perspektive erhält. JUJUUUUU ;A; Ich muss sogar zugeben, dass ich ein bitteres Ende für diese wundervolle Exkursion hier noch besser gefunden hätte, aber so oder so war es ein sehr sehr SEHR interessantes und mitreißendes Lesekapitel! °O°
      Eun-ju: Tja all diese fehlende Anerkennung habe ich mir dann über die Medien oder das Internet geholt. Vielleicht hat das nur meinen Drang bestärkt, meine Vorzüge in der Öffentlichkeit zu präsentieren und meine Fehler alle schön zu kachieren. Die wurden mir ja oft genug vorgehalten~ ... *pfeif*
      Min: Nyoooom! Vielen Dank fürs Kommi! :P
      Eun-ju: Jaaaa, hab besten Dank! Das bedeutet mir so super viel, hnnnnng! q///q Nozomi, Eun-ju, Juju und Eun-Julia bedanken sich bei dir! ;3

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    • Eine kleine ägyptenbasierte Geschichte (3.000), Soundtrackempfehlungen sind von @Rai , shukran!

      Drei Sphinxen



      Als eine Sphinx, die ihre frühe Kindheit im tropisch-heißen Mu verbracht hatte, genoss Kaiserin Setsuna I. Konagata von Hexalos, die fernöstliche Invasorin, die heiße Wüstensonne. Zwischen den Höckern eines Camerupt ließ es sich zwar nur mäßig bequem sitzen, doch der Weg entlang kleiner Siedlungen aus Lehm- und Steinhäuser, sandfarben und ocker perfekt in ihrer staubtrockenen Umgebung eingebettet bot abwechslungsreiche Panoramen. Die Ursache hierfür lag inbesondere an dem mächtigen Strom, der sich auf der linken Seite erstreckte und einige fruchtbare Felder für Hirse, Gerste und andere Getreidearten speiste. Dort, wo sich die Luxio und Arbok sonnten, während die Hippoterus und Rabigator um die Vorherrschaft der Uferböschungen rangen, waren selbstverständlich keine sonnengegerbten, hartschuftenden Sichelträger zur Getreideernte anzutreffen. Ein paar Flecken Grün verliehen dem Wüstenstaat al-Maqr das gewisse Etwas, doch nicht das, was Setsunas Hofwissenschaftlerin und zuckersüße Muse hier dem Namen nach wohl gesucht hätte – Macarons. Dafür konnte ein überdachter Souq, ein köstlich duftender orientalischer Markt in der Großstadt al-Qimrah, der anrückenden Kaiserin als Ort der Rast und Auffrischung dienen. Umgeben von hohen Palmen und engen Gässchen, boten die orientalischen Händler frisches Obst wie Orangen, Zitronen und Datteln, exotische Gewürze wie Safran, Zimt und Koriander oder eben auch verschiedene Gebrauchsgegenstände bishin zu Kleidung an. Die geflügelte Herrscherin konnte sich nicht vorstellen, eines der weißen Gewänder der einheimischen Bevölkerung oder ihre gewundenen Kopfbedeckungen zu tragen, doch das verlangte auch niemand. Sie war es gewohnt, dass ehrfürchtige Blicke auf ihre haftete, genauso, wie das Verweigern eines Handschlags eine ganz alltägliche Geste ihr gegenüber war. Ob es an ihrem animalischen Blut oder ihres Geschlechts lag, vermochte sie nicht zu sagen.

      Buddha sei dank.
      Was wundern sich diese händeschüttelten Kreuz- und Halbmondträger noch über gesundheitliche Mängel und Seuchen? Ein hygienischer Offenbarungseid ist diese Unsitte!

      Setsuna galt zwar als etwas distanziert und etwas mehr von sich eingenommen, doch die medizinische Entwicklung ihres Landes lag ihr zusammen mit Bildung, Infrastruktur und Wissenschaft ganz besonders am Herzen. Sich mit etwas Käse, Fisch, Getreide und Gemüse, angerichtet in einer cremigen Tomatensauce zu stärken, stellte für sie eine großartige Gelegenheit dar, über die mögliche Entwicklung dieses so anderen Landes nachzudenken. Was würde Yomi hier erreichen können? Im Gegensatz zum Europa der Aufklärung voller glattrasierter Perückenträger entschieden sich die hiesigen Männer zum Tragen eines dichten Bartes, obwohl die Kunst des Rasierens bereits in der Antike entdeckt wurde. Nach der kurzen Rast stieg die stolze Monarchin im prächtigen weiß-goldenen Kleid voller edler Verzierungen wieder möglichst unauffällig in ihr kutschenartiges Gefährt ein, um den Weg in Richtung Weltwunder fortzusetzen.



      Geboren in einem Reich voller Tempel, herangewachsen im Land der Schreine, gereift in den kargen Steppen und in voller Pracht entfaltet in einem Meer aus Kathedralen, war Setsuna äußerst verblüfft über das sonderbare Bild, das sich ihr unmittelbar vor ihren zweifarbigen Augen bot. Es war keineswegs so, dass sie noch nie von Pyramiden gehört hatte, doch die Größe der antiken Bauwerke übertraf ihre kühnsten Erwartungen. Außer ihrer enormen Außmase konnten die sandbedeckten Grabstätten sie nicht besonders beeindrucken, denn einfache Formen zu kreieren, zählte nicht zu einer anerkennungswürdigen Meisterleistung. Doch diese Monumente bewegten sich in Dimensionen, von denen die leicht megalomanische Herrscherin zuvor nicht zu träumen gewagt hatte.
      „Welchen Zweck erfüllen diese Bauten?“, wollte sie von ihrem einheimischen Fremdenführer Abdelaziz erfahren.
      Der Schwarzbärtige strich sich mit den Fingern einer Hand durch seine Gesichtsbehaarung, während er der Kaiserin eine Erklärung gab: „Die Pyramiden sind die Grabstätten großer Herrscher des Altertums. So mächtig sie auch wirken, beherbergen sie nur wenige unspektakuläre Korridore. Alhamdullilah!“ Setsuna, deren fast schon schmächtig wirkender Schatten von dem eines Dattelpalmwedels verdeckt wurde, gab sich jedoch mit Ansehen alleine nicht zufrieden.
      Folglich fasste sie den Entschluss, das Innere dieser Katakomben zu erkunden: „Ich werde mir selbst ein Bild davon verschaffen. Die Karawane soll sich ein schattiges Plätzchen zum Ruhen suchen.“
      „Ihr wollt die Pyramide betreten? Seid ihr Wissenschaftlerin? Jedenfalls seid Ihr gewarnt vor den Wächtern des Pharaonentals. Wer stiehlt, stirbt, inshallah.“, erteilte Abdelaziz der selbstbewussten Monarchin eines der größten westlichen Kaiserreiche einen wertvollen Rat, bevor diese sich löste und mit zwei ihrer Caesurio den Eingang zu der größten der Wüstenmonumente suchte.
      „Oh ja, das bin ich! Eine Wissenschaftlerin wie meine Schülerin Léonie und keine Diebin wie die Gören Cécile und Marie, die sich bereits an meinem Hab und Gut vergriffen hatten“, diskreditierte Setsuna im Vorbeigehen ein paar ihrer Bekanntschaften aus dem Abendland, bevor sie tatsächlich im Inneren der dunklen Pyramide verschwand. So wie Horus und Toth kreisten ein Tauboss und ein Ibitak rastlos unter der sengenden Himmelssonne, als ob sie unablässig ein Auge auf die antike Ruhestätte warfen, ohne sich für die an den Palmen hängenden Skaraborn zu interessieren.



      Ausgestattet mit drei Öllampen, tapste die Sphinx leichtfüßig durch die Korridore einer reichlich bemalten Grabstätte, die zwar hauptsächlich in den Farbtönen Gold und Schwarz zu gefallen wusste, aber auch bunte Details bei den abgebildeten Protagonisten vorzuweisen hatten. Tiere, Monster, Menschen, Könige, Götter … sie alle, umzingelt von mysteriösen Piktogrammen namens Hieroglyphen, verzierten diese Wände seit mehreren tausend Jahren. Es war Setsuna nicht möglich, über diese Hintergründe informiert zu sein, doch sie war keine Herrscherin der Zerstörung von Kulturgut ungeachtet dessen Alters. Im Gegenteil, sie erfreute sich an den Malereien, die sie immer tiefer in immer kostbarere Gänge führten. Als sie sich dem zentralen Teil mitsamt der Grabkammern näherte, bremste die geflügelte Schönheit jedoch plötzlich abrupt ab und starrte mit geweiteten Augen in eine gigantische Spiegelfläche – so schien es ihr zumindest in den ersten paar Sekunden, in denen sie sogar das Blinzeln vergaß, so sehr überraschte sie ihr augenscheinliches Ebenbild, zumindest auf den allerersten Blick. Eine geflügelte Frau in Setsunas Alter, die ebenso gerne ihr brusthohes, rußschwarzes Haar offen trug, hatte ihren leuchtend roten Blick auf dem Eindringling fixiert. Schwarzer Kajal und Mascara um die Augen stachen selbst in der Dunkelheit hervor, endend in einer horizontalen Linie Richtung Schläfe, ganz wie auf den angrenzenden Wandmalereien. Mit dem blau-goldenen Schmuck in ihrem Haar und dem langen, weißen Kleid, das ihre Schultern und Arme von der Bedeckung ausnahm, wirkte sie wie eine antike Prinzessin dieses uralten Reiches. Ihre sandfarbenen Flügelschwingen, die schwarze Spitze eines unruhig zuckenden Schweifes und das feline Fauchen hingegen ließen zweifelsohne auf eine Sphinx schließen, so wie Setsuna eine war.
      „Du, Eindringling, was ist dein Begehr?“, zischte die Grabwächterin auf Hexalösisch, die den engen Korridor zu Setsunas Missfallen komplett versperrte.
      „Wenn du so fragst – ich, Kaiserin Setsuna I. Konagata von Hexalos, wünsche mir Antworten. Und wenn es genehm ist, nehme ich auch Gold dankend entgegen … mein Lieblingsmetall, wie passend für eine Dame mit Stil.“
      Zwischenzeitlich war ein gelangweiltes Blinzeln in Anbetracht der oftmals ausufernden Antworten der Kaiserin von Seiten ihrer Gesprächspartnerin zu vernehmen, bevor diese entnervt aufseufzte: „Hör zu. Man plündert keine Gräber und verteilt auch keine Gaben aus ihnen. Aber ich kann dir etwas darüber erzählen.“
      „Ja, und danach werde ich stattdessen dich in Gold hüllen und in mein Reich entführen!“, fand Setsuna Gefallen an der schönen Pyramidenwächterin und funkelte sie mit gierigen Kristallaugen an: „Sag, du bist eine von uns – wie viele leben hier?“
      Die fremde Sphinx kehrte ihr nun den Rücken zu, die Flügel stolz über die Schultern geschwungen, als sie etwas weitere ins Innere marschierte und Setsuna mit einer Handgeste zu folgen gebat.
      „Als Goldstatue würde ich dir sicher nur einen Fluch bringen. Komm, ich möchte dir etwas zeigen, also lass uns die Grabkammer besuchen. Von uns gibt es nur eine Hand voll, doch ich zweifele stark an, dass wir den gleichen Ursprung besitzen“, führte sie die Kaiserin in eine prächtige Kammer, eingerahmt von ockerfarbenen Wänden voller ominöser Abbildungen und Hieroglyphen, die verschiedene Szenen aus dem alltäglichen Leben der antiken Menschen zeigten: „Mein Name lautet Noura. Nour, das ist das Licht.“
      Setsuna erstarrte augenblicklich, als sie den Namen ihrer verstorbenen Mutter zu vernehmen glaubte: „NUUNA?!“
      „Noura. Mit R, der Rest war korrekt.“
      „Nuuna heißt nicht Licht. Hikari heißt Licht.“
      „Hi- … Hiqari? Das … das ist mein Nachname. Noura el-Hiqari. Meine Geschwister tragen ebenso Namen, wie sie in diesem Land üblich sind, genauso die Lucario, die Kinder Anubis', die als unsere Partner mit uns durch das Tal und die Gänge patroullieren.“
      Setsuna grübelte und grübelte, als sie sich mit den Armen auf dem im Zentrum des Raumes gelegenen Steinsarkophag aufstützte. Hikari, Hikaru und ähnliche Variationen waren beliebte Namen in Mu – wie Calypso musste diese Frau als junges Mädchen mit anderen Sphinxen hier angeschwemmt worden sein, vielleicht den großen Fluss entlang. Und alles, was ihr geblieben war, war die bruchtstückhafte Erinnerung an Wortfetzen ihres jungen, unschuldigen Lebens. Eine Mutter namens Hikari, ein Vater namens Hikarios – das würde genügen. Die neugierige Herrscherin kam jedenfalls nicht drum herum, einen Blick in den Steinsarkophag zu werfen, doch das Verschieben der schweren Felsenplatte endete abrupt mit einem kräftigen Schlag auf den Arm, begleitet mit einem garstigen Gefauche.
      Nouras Schweif peitschte zornig umher, bis sie durchatmete und ihrer ungezogenen Besucherin die Neugier zugestand: „Wenn du eine schöne Frau vergolden willst, hast du sicher kein Interesse an einer uralten, wenig ansehnlichen Mumie eines vergangenen Königs, oder? Sein Bauwerk hat die Zeiten überdauert, aber nicht seine Schönheit. “ Niedergeschlagen senkte Setsuna den Kopf … so verlockend es ihr schien, sich selbst ein prächtiges Mausoleum zu errichten, waren die Körper jedoch anfällig gegen Verfall, so gut sie auch einbalsamiert waren.
      „Sag mir, Hik- … Noura. Lebst du nach dem Kodex der hiesigen Religion? Die der Orientalen?“, interessierte sich die Thronerbin Mus nun für die Lebenswelt dieser verloren gegangenen Untertanin: „Es gibt viele Leute, deren intensiver Umgang mit der Religion Freiheit und Zusammenleben behindert.“
      „Ja, das ist mir klar. Ich halte überhaupt nichts davon und lebe meistens nur hier, etwas abseits, aber freier. Religionen sind in den Augen vieler Menschen vor allem Vorschriften, von denen eigentlich niemand wirklich profitiert. Und je ernster man das nimmt, desto bornierter und regressiver wird man. Sind in deiner Heimat Frauen auch so … naja, an die Seite gedrängt?“, entgegnete Noura mit einem besorgten Blick, während sie mit den Beinen schwingend auf dem Sarkophag Platz nahm und somit ein weiteres Vorgehen Setsunas direkt unterband. Diese nickte resigniert – auch wenn die Kirche im Zuge der Révolution stark an Einfluss eingebüßt hatte, dominierte sie immer noch die Lebenswelt vieler Bürger. Sie nahmen ihre Religion ernst und damit auch das komplette Korsett, das ihnen auferlegt wurde.
      „Frei werden zuerst die sein, die Religion für sich selbst entdecken und nicht für ihre Bezugsgruppen. Ich habe versucht, die Lehre Buddhas in meinem neuen Herrschaftsgebiet zu verbreiten, aber … was für einen Wert hat es, wenn sie halbherzig ihre Energie in etwas Erzwungenes stecken? Da du mich ja sowieso leer ausgehen lässt … wieso gehen wir nicht wieder raus?“, sprach die Kaiserin, die ihre Flügel in der kühlen Kammer nun dicht an ihren Körper presste. Es fröstelte sie leicht, als Noura sie unbeeindruckt an den Lüftungsgängen vorbei herausführte. Für Setsuna war es nicht typisch, überhaupt nicht resolut ihren Tribut unter den Schätzen einzufordern, doch ihr war bewusst, wie respekt- und pietätslos sie sich geben würde, selbst wenn der Pharao keine seiner Grabbeigaben mehr wirklich nutzen konnte.



      „Siehst du das?“
      Sprachlos und mit geweiteten Augen betrachtete die verblüffte Kaiserin eine gewaltige Sandskulptur, die sich hinter der Pyramide hervortat. Der hintere Teil, ein liegender vierbeiniger Torso ähnlich dem eines Löwen, war bei ihrem ersten Blick glatt als Hügel durchgegangen, doch der nun deutlich sichtbare Kopf ließ keine Zweifel offen, dass es sich auch bei diesem gigantischen Meisterwerk um einen einmaligen Kulturschatz handelte.
      „Die Menschen hier schätzen uns, weil sie mit der Kultur ihrer Ahnen immer noch verbunden sind. Und diese Ahnen lebten im Einklang mit unseren Ahnen … wieso sonst hätten sie diese Skulptur einer liegenden Sphinx mit Pharaonenkopf errichten sollen?“, rätselte Noura mit schief gehaltenem Kopf, ohne Setsuna explizit mit einem sphinxtypischen Rätsel herauszufordern. Ihre Rubinaugen ruhten auf der prachtvollen Schöpfung der Antike, die in Setsuna wildeste Erinnerungen erweckten. Beide Hände verdeckten die Augen, als die Kaiserin zurückreiste in ihre Zeit als Prinzessin, die von ihrer Mutter mit dem regenbogenfarbenen Blut des munesischen Orakels gefüttert wurde, um als Wächterin des Kontinents das Potential der Mega-Entwicklung zu absorbieren. Das alte Sphinxenorakel hatte in etwa dieser Chimärengestalt geglichen, zu groß, alt und träge, um die Liegeposition zu verlassen.
      Im Schatten der Sandsteinsphinx unterbrach jedoch ein zierliches, fast schon zerbrechlich wirkendes Wesen das Schweigen: „Lady Noura … hast du eine Verschollene deines Clans gefunden?“
      Peinlich berührt biss Setsuna sich auf die Lippen und unterdrückte ein unhöfliches Protestgejaule, wobei es eigentlich auch gar nicht so schlimm war, mit einer Schönheit wie Noura in Verbindung gebracht zu werden – auch wenn sie ziemlich sicher nicht royalen Blutes war. Das tiefschwarze Häufchen Elend schwebte im dunklen Schatten der Skulptur und blickte die Fremde mit seinen blutroten Augen traurig an, während es in seinen kümmerlichen Ärmchen eine goldene Maske balancierte. Auf dieser war das verblasste Antlitz eines Mannes zu erkennen, dessen Blick lebloser nicht hätte wirken können.
      „Ayman, das ist Setsuna. Sie hat es geschafft, ein Volk von Menschen zu unterwerfen!“, stellte Noura ihre neue Bekanntschaft mit einem breiten Grinsen vor und zog sie ruckartig an sich heran, was ein deutlich sichtbares Unbehagen in der Mu-Schönheit auslöste.
      Das Makabaja neigte repsektvoll den Kopf vor der Monarchin und begrüßte sie: „Salam alaykum. Eine junge Herrscherin bist du. Wie gefällt dir unser Land?“
      „Ich liebe das Klima und den herrlichen Kaffee. Allerdings vermisse ich Paläste wie bei uns … würden die Lebenden doch solche beeindruckenden Bauwerke wie die Toten bekommen ...“
      „Nun, ich bin ziemlich tot. Seuchen lieben dieses Klima auch, genauso wie dichte Siedlungen voller schutzloser Bevölkerung“, seufzte Ayman und bretrachtete frustriert die Nachbildung seines einstigen Antlitzes. Setsuna nahm schweigend Anteil am Schicksal des einstigen Menschen und dachte darüber nach, wie ein solches Land schleunigst von den medizinischen Errungenschaften profitieren könnte. Als ein Weg kristallisierte sich offenbar eine Invasion heraus, so paradox es auf den ersten Blick durch die armutsbringenden kriegerischen Unruhen schien. Doch Setsuna behielt diesen Gedanken für sich, um den schwarzen Geist nicht ins Tal der Tränen zu schicken.


      „Wie kommt es eigentlich dazu, dass du unsere edle Sprache sprichst?“, wollte Setsuna nun neugierig von der einheimischen Sphinx wissen, obwohl sie als Adlige aus dem fernen Osten erst mit dem Erwachsenenalter mühsam von Yomi und anderen Kontakten im Westen das Hexalois erlernt hatte.
      Noura, die ihre Schwingen auflockerte und einen kleinen, mehrsekündigen Sandsturm entfachte neigte den Kopf etwas zur Seite und kniff ihre roten Augen zusammen: „Nun, oder … 'alors', wie ihr ja gerne sagt … viele sind der Meinung, dass Frauen nicht lesen oder schreiben müssen. Ich komme mir aber dumm vor. Und wer nur eine Sprache beherrscht, lernt nur die Ideen eines Landes – sind wir mal ehrlich, keiner von euch reichen Westlern käme doch auf die Idee, unsere Sprache zu lernen und für uns zu übersetzen, oder? Also geht es nicht anders, als sich an den Nahtstellen der Zivilisationen, den Häfen, Möglichkeiten zu erschließen. War äußerst mühsam, meine gute Setsuna.“
      „Sag mir, Mädchen aus dem Norden. Sind eure Häfen momentan sicher genug, um keine Seuchen mehr einzuführen?“, interessierte sich Ayman nun ebenfalls für die Errungenschaften aus Setsunas Reich - „Mädchen aus dem Norden“ wurde die hochdekorierte Herrscherin von einem einfachen Totengeist jedoch noch nie genannt.
      Die Sphinxenkaiserin ärgerte sich jedoch auch nicht über die eigentlich unangemessene Anrede, denn dieser Geist hatte wahrscheinlich viel mehr Wissen von der Geschichte ansammeln können als sie, eine noch junge Frau in ihren Dreißigern trotz der vielen aufregenden Eroberungszügen durch die Steppen des großen Kontinents: „Der Schwarze Tod wurde vor mehreren Dutzenden Jahren das letzte Mal in den Südhäfen gesichtet. Ab dann konnte unser Land seine Schönheit wirklich entfalten.“
      „Wenn du eine wirklich große Herrscherin bist, lässt du uns irgendwann an dem Wissen teilhaben“, schmunzelte Noura und machte ihrem fernöstlich-westlichen Gegenüber klar: „Das brauchen wir. Keine Grabräuber, die uns das wenige nehmen, was wir noch haben. Eins verspreche ich dir, Setsuna. Wenn du uns hilfst, werden wir die gerne einige hübsche Goldschätze für dein Reich der Schönheit abgeben. Ehrenwort einer Sphinx!“
      „Das ist aber lieb, Hikki-chan.“
      „Hi- … hikki-chan?! Das heißt übersetzt was?“
      „Naja, ein Spitzname. So etwas wie süße kleine Hikari. Mein engsten Freunde nannten mich früher Sezzu-chan oder heute auch, naja … ein Name, den ich mittlerweile liebgewonnen habe … Tsoony.“
      Noura kicherte und umschloss Setsuna plötzlich in einer warmherzigen Umarmung, als sie sie nur so mit Sitten ihrer Heimat überhäufte: „Ach so. Also unsere Kultur vergibt auch sehr gerne Spitznamen. Aus Nour, Noura oder Nouran wird immer Nunu~“
      Zwar war die Sphinxenkaiserin begeistert von dem Namen „Nunu-chan“, doch der Schock der Umarmung saß ihr immer noch in den Gliedern, obwohl es unter Sphinxen ganz und gar nicht ungewöhnlich war. Zu wenige feline Verhaltensweisen hatte Noura bisher an den Tag gelegt, wie Sheila, da sie von Anfang an auch zusammen mit Menschen groß geworden war, ganz anders als der hellenische Wildfang Calypso.
      Etwas betreten ließ diese ihre Besucherin los und entschuldigte sich für den spontanen Überfall: „Oh, also … ist Umarmen im Westen ungewöhnlich? Hier gehört es zur Begrüßung von Freunden gleichen Geschlechts fest dazu.“ Setsuna wusste selbst nicht mehr, woran sie war: Geboren in Mu waren Umarmungen häufig, herangewachsen in Zappangu fast komplett verpönt, nun in ihrem Leben als Erwachsene im Westen eher sporadisch und engeren Freunden vorbehalten und nun hier im Morgenland wieder relativ häufig. Was davon normal war? Vermutlich keines, denn jeder Kulturraum hatte seine eigene Ansicht auf eine harmlose Geste der freundlichen Zuneigung.
      Die Monarchin freute sich jedoch, dass Noura sie als eine Freundin akzeptiert hatte und fluffte die Wüstensphinx liebevoll zurück, verzichtete jedoch auf ein allzu mu-typisches Wangenlecken.
      „Eure Majestät! Unsere Karawane empfiehlt, den Rückweg vor der Dunkelheit anzutreten!“, winkte sie Fremdenführer Abdelaziz aus mittlerer Entfernung heran, die Camerupt links und rechts neben ihm im nun wohlig warmen Wüstensand schnaubend. Die Sonne senkte sich hinter der großen Steinsphinx, den Pyramiden und dem westlichen Horizont und begann, das Pyramidental in einen orangenen Schimmer zu tauchen, als sich die Frau mit den zwei unterschiedlichen Augenfarben von der Sphinx aus einer so anderen Welt verabschiedete „Leb Wohl, meine süße, wunderschöne Nunu-chan. Ich hoffe, bald wiederzukehren und für euch etwas mitzubringen.“
      "Shukran, Tsoony."
      "W-was?!"
      "Das ist unser Wort für 'Merci'", zwinkerte die Einheimische der Kaiserin lächelnd zu. Nouras katzenartigen Rubinaugen funkelten in der Abendsonne voller Vorfreude auf das nächste Wiedersehen, doch beide Sphinxen wussten nicht, dass neben Schiffen voller Wissen und Köstlichlichkeiten auch Leute mit anderen Absichten an Bord sitzen würden. Die Pyramidenwächterin würde neben Freudentränen dann auch Tränen des Leids vergießen, sobald sich ganze Scharen von abenteuerlustigen Grabräubern den Schätzen der Pharaonen bemächtigten und sie lieber tot als lebend sehen wollten. Und auch Setsuna würde es das Herz brechen, wenn jemand eine liebenswerte Kuschelsphinx zu verletzen gedachte, für die sie immer einen Platz haben würde in ihrem Herzen oder sogar ihrem Palast haben würde.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Hyaaaaaaaa, Engelchen Tsoony?! QwQ Ich könnte mir glatt vorstellen, dass ihr Level an Zynismus Ran-Level erreicht. Ach, die Geschichte wird so wunderbar, ich kann es fühlen. x3

      Als eine Sphinx, die ihre frühe Kindheit im tropisch-heißen Mu verbracht hatte, genoss Kaiserin Setsuna I. Konagata von Hexalos, die fernöstliche Invasorin, die heiße Wüstensonne.
      Ayiiiiii!! Stell dir mal vor, Setsuna entdeckt plötzlich das Kamel in sich und braucht kaum Wasser, um durch die Wüste zu reisen. Reist sie durch die Wüste? Wir werden sehen! 8) Vielleicht entspannt sie auch an den mediterranen Stränden Nordägyptens, um ihrer Cousine aus der Hölle nachzueifern. Und eines Tages in Millionen von Jahren ist Kreta der Strand von Nordägypten! 8D Na ja, eher nicht so erfreulich ... RIP Nil, RIP al-Iskanderiyya.

      Zwischen den Höckern eines Camerupt ließ es sich zwar nur mäßig bequem sitzen, doch der Weg entlang kleiner Siedlungen aus Lehm- und Steinhäuser, sandfarben und ocker perfekt in ihrer staubtrockenen Umgebung eingebettet bot abwechslungsreiche Panoramen.
      Um Min halbwegs nachzueifern: "Wo ist siiiiie?" :grin: Aber bei der Vorstellung fällt mir gerade zum ersten Mal ernsthaft auf, dass Camerupt nur kurze Stummelbeinchen hat. Stell dir das mal vor, ein echtes Poggemänner-Kamel mit schlanken Giraffenbeinen. Selbst Girafarig ist ja eher ein halbes Pferd. xDD RIP Eun-ju, Gamefreak hasst Leute wie sie.

      Dort, wo sich die Luxio und Arbok sonnten, während die Hippoterus und Rabigator um die Vorherrschaft der Uferböschungen rangen, waren selbstverständlich keine sonnengegerbten, hartschuftenden Sichelträger zur Getreideernte anzutreffen.
      Sehr makaber, wenn man darüber so nachdenkt. Also das mit dem Hippoterus. xDD War das nicht so, dass Boden-Pokémon sterben, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen? Oder nein ... Ich erinnere mich, dass im Anime Digdri so riesige Panik vor Wasser hatte. Tja, RIP Hippoterus und Rabigator, kein Lebensraum für euch. .3."
      Vortreffliche Beschreibungen übrigens! Schade, dass das den Leuten hier entgeht...

      Dafür konnte ein überdachter Souq, ein köstlich duftender orientalischer Markt in der Großstadt al-Qimrah, der anrückenden Kaiserin als Ort der Rast und Auffrischung dienen.
      Irgendwie ärgerlich, dass die griechischen oder altägyptischen Namen noch immer anstatt der arabischen verwendet werden. Gut, im allgemeinen Sprachgebrauch ist das sicherlich egal, aber in Reiseführern etc. wohl eher nicht. Ich glaube nämlich nicht, dass ein Ägypter dir nicht den Weg nach "Luxor" weisen würde. Du würdest einem Italiener hierzulande schließlich auch nicht den Weg nach "Monaco di Baviera" zeigen. :'D Wobei natürlich Sinn machen würde, dass die westlichen Namen wegen des Tourismus geläufig sind.

      Umgeben von hohen Palmen und engen Gässchen, boten die orientalischen Händler frisches Obst wie Orangen, Zitronen und Datteln, exotische Gewürze wie Safran, Zimt und Koriander oder eben auch verschiedene Gebrauchsgegenstände bishin zu Kleidung an.
      Sehr faszinierend. Selbst für eine Exotenmieze wie Setsuna muss das doch seeeehr exotisch sein. Wobei sie bestimmt wieder nur niedere Bauersmenschen sieht, die mit ihrer Ernte handeln. Auch wenn die Ernte einen so einzigartigen Duft hat. ;w;

      Sie war es gewohnt, dass ehrfürchtige Blicke auf ihre haftete, genauso, wie das Verweigern eines Handschlags eine ganz alltägliche Geste ihr gegenüber war.
      Oy vey... Im Alten Ägypten hätte sie dem Pharao mit ihrer "Göttlichkeit" sicherlich Konkurrenz gemacht. Oder man hätte sie verflucht, weil sie ein lebendiggewordener Dämon ist. Keine Ahnung. Abergläubige Menschen sind so unberechenbar. ô.ô

      Sich mit etwas Käse, Fisch, Getreide und Gemüse, angerichtet in einer cremigen Tomatensauce zu stärken, stellte für sie eine großartige Gelegenheit dar, über die mögliche Entwicklung dieses so anderen Landes nachzudenken.
      Ein Gedanke, den bestimmt einige Europäer hatten, als sie Fuß auf den afrikanischen Kontinent gesetzt haben. xDD Nur leider sind sie den meisten Afrikanern nicht so wohlgesonnen und ehrfürchtig wie den Ägyptern begegnet ... Und der Rest ist Geschichte. Mit Yomi wäre das nie passiert! Dx

      Im Gegensatz zum Europa der Aufklärung voller glattrasierter Perückenträger entschieden sich die hiesigen Männer zum Tragen eines dichten Bartes, obwohl die Kunst des Rasierens bereits in der Antike entdeckt wurde.
      Interessanter Ansatz. ô.o Woher die Bärte? *googelt* Okay. So wie es scheint, hat Mohammed verordnet, dass man sich anders als die "Heiden" Bärte wachsen lassen soll. Nennt sich wohl Fitra, dieses Konzept. Und dazu gehört auch das Entfernen der Vorhaut. Aber dafür Fingernägelschneiden und Achselhaarrasieren auch Teil davon! 8D Reinlichkeit ist was Schönes.

      Nach der kurzen Rast stieg die stolze Monarchin im prächtigen weiß-goldenen Kleid voller edler Verzierungen wieder möglichst unauffällig in ihr kutschenartiges Gefährt ein, um den Weg in Richtung Weltwunder fortzusetzen.
      Und so, meine Kinder, wurde der moderne Tourismus geboren. .3. Setsuna konkurriert Sheila in Sachen Trendsetzung! QwQ

      Es war keineswegs so, dass sie noch nie von Pyramiden gehört hatte, doch die Größe der antiken Bauwerke übertraf ihre kühnsten Erwartungen.
      Das trifft so ziemlich auf alle bekannten Bauwerke zu, denke ich. xD Auf Bildern ist vieles so unspektakulär, man hat es schon tausendmal gesehen ... Aber dann selbst davor zu stehen, ist was ganz Anderes. Vorher fand ich den Big Ben auch immer so wenig faszinierend, weil man die Ansicht in und auswendig kennt, aber selbst da zu stehen, wo sonst die Fotos geschossen werden, ist doch ein denkwürdiges Erlebnis. Und das dann vor den Pyramiden von Gizeh? Wohl unbeschreiblich. Ich kann Leute also gut verstehen, die keine Bilder machen, weil sie lieber die Erinnerung behalten, statt ein schwaches Abbild davon.
      Wobei das auch perfekt auf so einen Mist wie Snapchat zutrifft. xD Gott, wie ich das hasse. "SCHAUT MAL, WAS ICH MACHE UND WO ICH BIN, MEIN LEBEN IST SO TOLL UND INTERESSANT UFUFUFUUUUUU" Leute ... Lebt doch einfach für den Moment, anstatt eure Snapchat-Story mit Selfies von euch vollzuballern. Manchmal sind Smombies eine ekelhafte Wirklichkeit.

      „Die Pyramiden sind die Grabstätten großer Herrscher des Altertums. So mächtig sie auch wirken, beherbergen sie nur wenige unspektakuläre Korridore. Alhamdullilah!“
      Und schon wieder sitze ich vor dem Bildschirm und giggle vor mich hin. xDDD Diese Vorstellung ist sowas von köstlich! :tlmao: Ein weiser Araber mit spitzem Vollbart sinniert über die Pyramiden ... und dann ... ALHAMDULLILAH! :'DD Dein Humor hat echt gutes Timing.

      Ihr wollt die Pyramide betreten? Seid ihr Wissenschaftlerin?
      Also ich würde sie ja erstmal fragen, ob sie a) echt und b) des Wahns ist. Na ja, irgendwie schließt sich beides ja aus. Eine echte Sphinx kann ja nur wahnsinnig sein! <__> Wahnsinnig verblüffend!

      „Oh ja, das bin ich! Eine Wissenschaftlerin wie meine Schülerin Léonie und keine Diebin wie die Gören Cécile und Marie, die sich bereits an meinem Hab und Gut vergriffen hatten“
      Na ja, so unrecht hat sie ja nicht ... Es gibt einige Perspektiven, die Sheila und Marie zu Bösewichtern machen würden. ;w; Zu sympathischen Bösewichtern mit verständlichen Motiven aber!

      Es war Setsuna nicht möglich, über diese Hintergründe informiert zu sein, doch sie war keine Herrscherin der Zerstörung von Kulturgut ungeachtet dessen Alters.
      Jaa, warum hat sie Yomi nicht mitgebracht? ;w; War es ihr zu heiß? Zu rural? Aber die Bauwerke!! :xheul: Vielleicht macht Tetsu Yomi ja für Elaine eine kleine Rundführung à la wie-im-Museum-nur-in-echt. .3.

      Schwarzer Kajal und Mascara um die Augen stachen selbst in der Dunkelheit hervor, endend in einer horizontalen Linie Richtung Schläfe, ganz wie auf den angrenzenden Wandmalereien.
      Haben sich das die Ägypter eigentlich um die Augen geschmiert, um gegen die Sonne besser sehen zu können? xD Ich habe das letztens mal ein paar Kumpels erzählt und die haben mir den Vogel gezeigt. ;w;" A-aber ...! Yomi-Léonie, ich beschwöre dich! o/

      „Wenn du so fragst – ich, Kaiserin Setsuna I. Konagata von Hexalos, wünsche mir Antworten. Und wenn es genehm ist, nehme ich auch Gold dankend entgegen … mein Lieblingsmetall, wie passend für eine Dame mit Stil.“
      LOL Das kann auch echt nur Setsuna ... Geht in ein monumentales Grab, nur um sich von einer Artgenossin Gold abzuholen. Na ja ... Marie könnte es auch. Und Sheila wahrscheinlich auch. Gut, ich nehme es wieder zurück! qwq Aber die beiden wären niemals so selbstherrlich! Wobei ... Marie ist nun mal eine Schatzsucherin... <_<"

      Setsuna erstarrte augenblicklich, als sie den Namen ihrer verstorbenen Mutter zu vernehmen glaubte: „NUUNA?!“
      Oha, arabische Nuuna confirmed. Wir müssen mehr über die ägyptischen Sphinxies erfahren! Dx

      Hi- … Hiqari? Das … das ist mein Nachname. Noura el-Hiqari.
      Tjaaa... So viele Sphingen kann es ja auf der Welt nicht geben, auch zu Zeiten von Nuuna. Bestimmt haben die alle sehr ähnliche Namen! :D

      Setsuna grübelte und grübelte, als sie sich mit den Armen auf dem im Zentrum des Raumes gelegenen Steinsarkophag aufstützte.
      DAT DISREPECT THO. RACIST!!!!!1111111

      Ja, so ungefähr.

      Wenn du eine schöne Frau vergolden willst, hast du sicher kein Interesse an einer uralten, wenig ansehnlichen Mumie eines vergangenen Königs, oder?
      Ja, ekelhafte Mumien sind ekelhaft. Wobei schon extrem faszinierend ist, wie viel von dem Menschen noch erkennbar ist. Wer weiß, vielleicht gibt es ja ägyptische Mumien, die super gut erhalten sind, praktisch das Gegenteil von Tutenchamuns, die einfach zerfallen ist. Mann, die sollen endlich mal Kleopatra finden. xDD

      Ja, das ist mir klar. Ich halte überhaupt nichts davon und lebe meistens nur hier, etwas abseits, aber freier.
      Warte was. Lebt sie in der Pyramide oder war sie nur zufällig ebenfalls da drin? xD

      [...] während sie mit den Beinen schwingend auf dem Sarkophag Platz nahm [...]
      Sie reden über Freiheit und die Dame selbst nimmt sich selbst eine sehr grenzwertige Freiheit. xD Wer sich auf Särge setzt, stirbt, inshallah.

      Ich habe versucht, die Lehre Buddhas in meinem neuen Herrschaftsgebiet zu verbreiten, aber …
      Ich will nicht wissen, wie oft Setsuna diese Lehren schon gebrochen hat. ô.ô Yomi hat bestimmt einen ganzen Wälzer davon!

      Es fröstelte sie leicht, als Noura sie unbeeindruckt an den Lüftungsgängen vorbei herausführte.
      Das klingt jetzt zwar etwas abwegig, aber mich würde echt mal interessieren, wie Mumien riechen. Die wurden ja extrem mit Düften zugepestet, aber wie riechen sie jetzt, nach 4000 Jahren? F A S Z I N I E R E N D

      … wieso sonst hätten sie diese Skulptur einer liegenden Sphinx mit Pharaonenkopf errichten sollen?
      Gute Frage, aber Yomi-Léonie hätte ihr sicherlich eiskalte Fakten entgegengeschleudert, haya! 8D

      Das tiefschwarze Häufchen Elend schwebte im dunklen Schatten der Skulptur und blickte die Fremde mit seinen blutroten Augen traurig an, während es in seinen kümmerlichen Ärmchen eine goldene Maske balancierte.
      Nyaaaaa, kawaii! QwQ So süß, so traurig. ;w; Ein kleiner knuffiger Tränengeist.

      Allerdings vermisse ich Paläste wie bei uns …
      welp Wenn sie in der Wüste ist, wird sie wohl kaum prächtige Pariser Paläste vorfinden. xDD

      Doch Setsuna behielt diesen Gedanken für sich, um den schwarzen Geist nicht ins Tal der Tränen zu schicken.
      Ooooooh, kluge Anspielung. .3.

      Und wer nur eine Sprache beherrscht, lernt nur die Ideen eines Landes – sind wir mal ehrlich, keiner von euch reichen Westlern käme doch auf die Idee, unsere Sprache zu lernen und für uns zu übersetzen, oder?
      So unwissend und doch so weise. ;w; Schon traurig. Und traurig ist auch, wie unzählige Menschen nie die Chance hatten, ihren Intellekt und ihren Witz einzusetzen, um sich ein besseres Leben zu machen.

      Die Sphinxenkaiserin ärgerte sich jedoch auch nicht über die eigentlich unangemessene Anrede, denn dieser Geist hatte wahrscheinlich viel mehr Wissen von der Geschichte ansammeln können als sie [...]
      So wie Ran, Tammy und Nono! :O

      Der Schwarze Tod wurde vor mehreren Dutzenden Jahren das letzte Mal in den Südhäfen gesichtet.
      Vor allem beschränkt sich das nicht mal auf das Mittelalter und die Neuzeit. xD Im Alten Ägypten waren dank der sumpfigen, feuchten Landschaft des Nils Moskitos natürlich unvermeidbare Gäste. Aber gut, so gravierend wie eine echte Pestepidemie war das dann wohl auch wiederum nicht.

      „Das ist aber lieb, Hikki-chan.“
      *hicks* :x Ups, Tsoony ist wieder acht Jahre alt. xD

      „Ach so. Also unsere Kultur vergibt auch sehr gerne Spitznamen. Aus Nour, Noura oder Nouran wird immer Nunu~“
      Suzuka: Nunu-chaaaaaan, hyaaaa~ qwq *versucht Noura zu umarmen*

      "Shukran, Tsoony."
      "W-was?!"
      "Das ist unser Wort für 'Merci'"

      :tlmao: BAKA!

      Hyaaa, eine so süße, tolle Geschichte. ;w; Wenn sie sonst keiner lesen will, kannst du sie ja beim Vorleseabend mal vorlesen, wenn du Lust hast. Sie ist sehr zu empfehlen, oui oui! Wuuuunderbar! Tsoony wird immer menschlicher. .3.


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Warum hast du deinem Kommi den Titel "W" gegeben? .3. Egal, jetzt Teil 5 der heutigen Contraparade!

      Hyaaaaaaaa, Engelchen Tsoony?! QwQ Ich könnte mir glatt vorstellen, dass ihr Level an Zynismus Ran-Level erreicht. Ach, die Geschichte wird so wunderbar, ich kann es fühlen. x3
      Setsuna: Das erreicht dein Engelchen Tsoony fast genug, aber dann müsste sie mal eine Geschichte aus der Ich-Perspektive schreiben!
      Sheila: 5000 Worte Selbstbeweihräucherung und dann kommt der Plot, endlich mal. .3.
      Setsuna: *fauch*

      Ayiiiiii!! Stell dir mal vor, Setsuna entdeckt plötzlich das Kamel in sich und braucht kaum Wasser, um durch die Wüste zu reisen.
      Setsuna: Das Kamel in mir entdecken, was? Jetzt geht die Fantasie mit dir durch!
      Marie: Setsuna wachsen dann zwei Höcker und ich kann auf ihr fliegen! .3.
      Setsuna: Ich kann keine Menschen fliegen, nicht ohne Mega-Entwicklung. u.u"
      Marie: Zeigs mir! °3°
      Setsuna: Dazu muss die Welt in höchster Gefahr sein! o_o"
      Marie: Syrien-Krise. *shrug*
      Setsuna: o.o" Ja guuuut ...


      Selbst Girafarig ist ja eher ein halbes Pferd. xDD RIP Eun-ju, Gamefreak hasst Leute wie sie.
      Eun-ju: Buhuhu;w; Das stimmt nicht, sie haben mir eine eigene Trainerklasse (Schönheit) gewidmet!

      Sehr makaber, wenn man darüber so nachdenkt. Also das mit dem Hippoterus. xDD War das nicht so, dass Boden-Pokémon sterben, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen? Oder nein ... Ich erinnere mich, dass im Anime Digdri so riesige Panik vor Wasser hatte.
      Marie: Digdri lebt unter der Erde, der würde ertrinken. Aber wirklich tödlich ist es eher für Glumanda oder Schneckmag glaube ich.

      Sehr faszinierend. Selbst für eine Exotenmieze wie Setsuna muss das doch seeeehr exotisch sein. Wobei sie bestimmt wieder nur niedere Bauersmenschen sieht, die mit ihrer Ernte handeln. Auch wenn die Ernte einen so einzigartigen Duft hat. ;w;
      Setsuna: Es ist auch wirklich sehr exotisch. :o Schließlich bin ich mit so einer Kultur nicht vertraut.


      Oy vey... Im Alten Ägypten hätte sie dem Pharao mit ihrer "Göttlichkeit" sicherlich Konkurrenz gemacht. Oder man hätte sie verflucht, weil sie ein lebendiggewordener Dämon ist. Keine Ahnung. Abergläubige Menschen sind so unberechenbar. ô.ô
      Setsuna: Ignorieren könnten sie meine unglaubliche Schönheit wahrlich nicht. Heißer als die Sonne und ...
      Sheila: Ruuuuhe Tsoony Ruuuuhe! Aber ja, wäre interessant, für was sie sich entschieden hätten. ^-^


      Ein Gedanke, den bestimmt einige Europäer hatten, als sie Fuß auf den afrikanischen Kontinent gesetzt haben. xDD Nur leider sind sie den meisten Afrikanern nicht so wohlgesonnen und ehrfürchtig wie den Ägyptern begegnet ... Und der Rest ist Geschichte. Mit Yomi wäre das nie passiert! Dx
      Yomi: Dabei fasse ich sogar fast in jede Tasche, myüü! ;P Aber ja, ein bisschen weniger Arroganz hätte denen nicht geschadet, auch wenn sie selbst große Kulturen hervorgebracht haben. u_u"

      Und so, meine Kinder, wurde der moderne Tourismus geboren. .3. Setsuna konkurriert Sheila in Sachen Trendsetzung! QwQ
      Setsuna: Ich setze die meisten Trends! In Mu haben wir schon Mini getragen, bevor die Geordie-Biatches kamen. u_u"
      Sheila: Du warst da acht, du ganz sicher nicht, Trendsetzuna. o.o"
      Setsuna: Ja ich nicht, aber Rea und so. ;3
      Rea: ^-^ Schön, dass sich die Leute auch noch an mich erinnern~ *flügelschlag*


      Und schon wieder sitze ich vor dem Bildschirm und giggle vor mich hin. xDDD Diese Vorstellung ist sowas von köstlich! Ein weiser Araber mit spitzem Vollbart sinniert über die Pyramiden ... und dann ... ALHAMDULLILAH! :'DD Dein Humor hat echt gutes Timing.
      Fei: Ob der Akinator auch sowas sagt? :D
      Min: Keine Ahnung, der hat ja viele Sprachversionen. Vielleicht? Nur zu schade, dass er uns nie kennen lernen wird! Buhuhu;w; Vielleicht ja Nono oder Tammy! Hnnnng~
      Rin: Und die guuuude Izanami vielleicht auch. Müsste ich mal probieren. ;3


      Na ja, so unrecht hat sie ja nicht ... Es gibt einige Perspektiven, die Sheila und Marie zu Bösewichtern machen würden. ;w; Zu sympathischen Bösewichtern mit verständlichen Motiven aber!
      Setsuna: Ich sollte mal MEINE Annalen veröffentlichen. Da wirst du deine "Sheily-Miezy" ganz anders erleben!
      Sheila: Oje, ünberhaupt nicht biased und so. o.o"


      Jaa, warum hat sie Yomi nicht mitgebracht? ;w; War es ihr zu heiß? Zu rural? Aber die Bauwerke!! Vielleicht macht Tetsu Yomi ja für Elaine eine kleine Rundführung à la wie-im-Museum-nur-in-echt. .3.
      Yomi: Hmmm, ich wäre gerne mitgekommen, aber es gab ein großes Problem in den Égouts, mit der Kanalversorgung. Und es geht einfach nichts über Hygiene, ich wurde im cas d'urgence gebraucht! qwq

      Haben sich das die Ägypter eigentlich um die Augen geschmiert, um gegen die Sonne besser sehen zu können? xD Ich habe das letztens mal ein paar Kumpels erzählt und die haben mir den Vogel gezeigt. ;w;" A-aber ...! Yomi-Léonie, ich beschwöre dich! o/
      Yomi: Je ... je ne sais pas, pardon ;w;

      LOL Das kann auch echt nur Setsuna ... Geht in ein monumentales Grab, nur um sich von einer Artgenossin Gold abzuholen. Na ja ... Marie könnte es auch. Und Sheila wahrscheinlich auch. Gut, ich nehme es wieder zurück! qwq Aber die beiden wären niemals so selbstherrlich! Wobei ... Marie ist nun mal eine Schatzsucherin... <_<"
      Marie: Und die allerbeste Schatzsucherin noch dazu! *rammt sich stolz die Hände in die Hüften und grinst* ^_^
      Setsuna: Ach Gottchen. Was für ein Balg ...


      Warte was. Lebt sie in der Pyramide oder war sie nur zufällig ebenfalls da drin? xD
      Noura: Was? Nein! xD Wir sind ein kleines Rudel von fünf Sphinxen, vier bewachen das Außengelände in allen Himmelsrichtungen und eine hat immer Pyramidendienst. .3.

      Sie reden über Freiheit und die Dame selbst nimmt sich selbst eine sehr grenzwertige Freiheit. xD Wer sich auf Särge setzt, stirbt, inshallah.
      Noura: .3. Robuste Särge. Bedenke die sphinxische Faulheit.
      Setsuna: Memento fauli. Keine Ahnung, ich verstehe dieses Romanes-Gebrabbel nicht.


      Ich will nicht wissen, wie oft Setsuna diese Lehren schon gebrochen hat. ô.ô Yomi hat bestimmt einen ganzen Wälzer davon!
      Yomi: ù_ú *blätter* Soll ich mal was von Seite 361 zitieren?
      Setsuna: *anfunkel*


      *hicks* :x Ups, Tsoony ist wieder acht Jahre alt. xD
      Setsuna: Nyau~ ^-^
      Kagayaku: *Köpfchen reib* :3
      Sheila: Alles lässt sich mal wieder mit Fluff und Flausch lösen, huh? xD
      Setsuna: Außer in der Chemie!


      Suzuka: Nunu-chaaaaaan, hyaaaa~ qwq *versucht Noura zu umarmen*
      Noura: Oh ... ein kleines Mädchen. *lässt sich umarmen und winkelt die fluffigen Flügel etwas an, damit Suzuka sie streicheln kann* ^-^ Du kannst mich ruhig Nunu nennen. Wie heißt du? :3
      Min: Sie heißt Suzu! Also fast genauso!
      Noura: Also heißt sie Suleyka? :o
      Min: Nein, Suzuka. .3.
      Noura: Faszinierend ... *schweifzuck*


      Hyaaa, eine so süße, tolle Geschichte. ;w; Wenn sie sonst keiner lesen will, kannst du sie ja beim Vorleseabend mal vorlesen, wenn du Lust hast. Sie ist sehr zu empfehlen, oui oui! Wuuuunderbar! Tsoony wird immer menschlicher. .3.
      Noura: Oh wer weiß, ich hätte sicher nichts dagegen! ;3 Vielen Dank fürs Lesen! Shukran! ^-^
      Setsuna: Ich werde nicht menschlicher, ich bin immer noch eine Sphinx! ò_ó *fauch*
      Sheila: Ach Tsoony ... xD

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Min: Hallo. Bitte nehmt folgende Geschichte nicht allzu ernst. Auch, wenn sie ein bisschen meinem Erstsemesterjahr nachempfunden ist, sprechen doch einige Indizien dafür, dass ich an manchen Stellen die Unwahrheit sage und vielleeeeeeicht die ein oder andere Erscheinung in typischen Otakufangirl-Geschichten a bissel parodiere. Ihr kennt mich ja. Und meinen Musikgeschmack auch. Hoffe ich. Have fun, ihr Hatespeech-Verbrecher! Wie viele Lülülügen endeckt ihr?

      Love, Kimchi and Lies

      by xXAyumina1990Xx

      Endlich war ich Erstsemester! Ich ging zur Albert-Einstein-Universität in Osaka, hatte mir ein Butterbrot mit Deutschem Salbeihonig gemacht und rannte durch die Korridore, um bloß nicht zu spät zu Herr Smiths Englischkurs zu kommen! Schnaufend und hechelnd stürmte ich in den Seminarraum, doch alles war bereits besetzt! Nur noch ein Platz war frei, neben einem brünetten Mädchen mit Brillen. Fast schon etwas schüchtern wirkte sie, wie ein Reh auf der Lichtung, ihre dunkelbraunen Rehaugen zur Fensterseite abgewandt. Leicht errötet tipselte ich neben ihren Gang, entschuldigte mich mit einem sprachlich angemessenen "Scusi" bei Herrn Smith und trollte mich auf den Stuhl neben der ruhigen Brillenträgerin. Sie trug nur eine Hose. Und eine Art Hemd, dabei war es doch locker 30 Grad warm! Ich spürte, wie es immer heißer in mir wurde, bis ich über meinen eigenen Schatten sprang und nach ihrem Namen fragte: "Große Brüste. Was bist du?", platzte es aus mir heraus, bevor ich reflexartig mit den Händen meinen vorlauten Mund bedeckte! Ach, ich Dummerchen! In ihrem Rehblick lag etwas Aufgewühltes, Zorniges, wie in den hingeschmetterten Buchstaben eines Twitter-Social Justice Warriors, der den Weißen gerade ihre Erbschuld genetisch nachwies. Doch dann wurden ihre Gesichtszüge sanfter und ganz weich wie eine fluffige Kuscheldecke, als sie sich mir vorstellte: "Ich heiße Satsuki Matsubara, und du?"
      "Ich heiße Ayumi Yanagita, aber ich habe auch einen peppigen koreanischen Namen, weil Manga und Animu nicht mehr so hip sind wie andere Sachen gerade!"
      Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen - das war meine Kindheitsfreundin Satsuki, für die mein Herz schon immer geschlagen hatte! Ihr Wimpernschlag erregte mich und ich wünschte mir in diesem peinlichen Moment, zu Stein zu erstarren, sodass sie mich anfassen und wegtragen musste, am besten bei sich zuhause. Hnnnng!
      Doch dann begann der Unterricht und wir mussten leise sein, auch wenn ich oft ein hingerissenes Kichern nicht unterdrücken musste. Vor uns saßen Sasuke-Sebastian Sato und Tomoyuki Tanaka, die sich verärgert umschauten. Ich wusste von Tanaka, dass er mich küssen wollte, doch mein Herz war vergeben. Nachdem Herr Smith uns den Subjonctif und den Allativ beigebracht hatte, war die Stunde zuende und ich fühlte mich gleich viel amerikanischer.

      "Hey, Ayumi! Wollen wir irgendwo in der Stadt ein Eisessen? Am Alexander-Platz sollen heute Musikstars zu Gast sein und vielleicht treffen wir ja welche!"
      Ich war sofort Feuer und Flamme für die Idee dieser verbotenen Schönheit - jeder auf dem Campus wollte so schön sein wie sie - und willigte sofort ein! Vorbei an Kirchtürmen und ein paar Edekas führte unser Weg durch die SEHR japanische Stadt Osaka, die momentan von Kirschblüten in ein rosarotes Gewand gehüllt wurden. Verlegen zog ich mein Miniröckchen zurecht, als eine kleine Brise durch den Leibniz-Park im Stadtteil Tanakahara wehte, wo wir uns für einen kleinen Latte-Macchiato niederließen.
      "Erzähl doch mal, Ayumi, welche Musik hörst du mittlerweile gerne?", fragte Satsuki mit großen, braunen Rehaugen, in denen ich mich binnen Sekunden verlor. Als ich mit dem hemmungslosen Anschmachten fertig war, wollte ich sie töte küssen, doch dieses Glück war mir einfach nicht vergönnt. Ihre Lippen sahen so zart aus wie Lammfleisch in Iannis' Taverne und wie gerne hätte ich von ihrem Fleisch gekostet!
      "Also, da ich koreanische Wurzeln habe, wie du sicher weißt, höre ich immer noch seeehr gerne K-Pop! Es gibt so viele Bands, wo ich einfach dahinschmelzen würde!"
      "Oh, dafür kann ich mich mittlerweile auch begeistern!"
      Traurig erinnerte ich mich an unser Schulabschlussfoto. Ich sah meine Klassenkameraden Leif, Osman, Sören, Akiko, Yukiko, Élodie, Carter, Taylor, Jörg, Takeshi, Takashi, Hidenobu und Sung-juk vor meinen Augen, doch meine Satsuki suchte ich vergebens, denn sie war damals fortgezogen, ließ mich in meiner schlimmsten Tokyo.-Hoteru-Phase im Stich. Doch ich war zu gütig, bereits zu verzeihen, die perfekte Protagonistin und nur eine war perfekter ... meine Satsuki!
      Plötzlich hielt eine Luxuslimousine vor dem Hotelcafé und sieben porzellanweiße junge Herren verließen die Edelkarosse. Einer setzte seinen Fuß in den schicken Lederschuhen vor den Anderen wie die Anderen, ihre elfengleichen Gesichter hätten 3000 Kriege gewinnen können. Als starke junge Frau, die keine gesellschaftlichen Konventionen pflegt, hatte ich mich bereits lange der Bisexualität zugeneigt, um die alten Konventionen zu brechen. So lag meine Aufmerksamkeit von Anfang an auf einem Jungen mit einem zarten Milchgesicht und urtümlicher Eisenkesselfrisur in Zinnoberrot, die mein kleines Herzchen durchgehen ließ. Auch er trug eine Hose, vor dessen Schritt eine trendige orangene Krawatte mit Hasenmuster baumelte.
      "Was ist er?", fragte ich Satsuki und neigte mich nach vorne, um an ihrem süßlichen Zuckerwattelippenstifft zu schnüffeln, presste meine Beine aufgeregt zusammen und zählte schnell noch die Karokästchen auf meinem Faltenröckchen, um diesem Edelmann im Notfall etwas Interessantes über mich erzählen zu können.
      "Das ist Long-Kok, der Blockflöter der K-Pop-Band Depressed Thought!"
      "JIPURESUDO SOOTO", entfloh es mir aus meinen unkontrollierbaren Lippen, die sich nichts sehnlicher als eine Berührung wünschten. Plötzlich wandte Long-Kok seinen Kopf zu uns, wischte sich sinnlich mysteriös seinen erstklassigen Erstklässler-Pony aus dem Gesicht und ließ mich verlegen zur Seite schauen! Nun war ich so rot wie eine ostwestfälische Tomate, die gerade in den nächsten ALDI Tohoku transportiert wird. Er strahlte die perfekte Schönheit und Coolness aus - etwas Anderes durfte gar nicht existieren, und wenn ich dafür eine kriminelle Organisation gründen würde! Wie es in Japan dann eben üblich war, bestellte ich mir noch einen Schwarzwälder Kirschkuchen und duckte mich höchst errötet weg.
      Peinlich.

      "Hey, was ist los?", fragte die schöne Brünette mit der knuffigen Brille, als sie mein Kinn mit ihrem kleinen Finger anhob. Wie sich ihr spitzer Fingernagel durch mein gebräuntes Okinawa-Fleisch bohrte, machte die tief im Inneren in mir verborgene Masoschistin sehr glücklich.
      "Ich möchte dich töte küssen fucken", murmelte ich gedankenverloren und starrte geistesabwesend auf ohre Brüste, nachdem ich wohl doch einen Ouzo zu viel in der Izakaya getrunken hatte.
      "Oh mein Gott, Ayumi, geht es dir gut? Wenn du dich schlecht fühlst, kann ich den Krankenwagen rufen!", schlug meine Satsuki vor und drückte ihre Wange gegen meine. Wie ein Knistern aus tausend Funken strömte das Adrenalin durch meine Blutbahnen und brachte meinen Körper zum Beben! Diese Frau raubte mir alle Sinne - doch ich empfand offenbar auch Liebe auf den ersten Blick für Long-Kok! Wie er wohl nur mit Hose aussah? Vielleicht war ich auch einfach nur weiß, jedenfalls war ich sehr beunruhigt und checkte im Terminplaner alle meine Privilegien als japanische Staatsbürgerin, auf die ER verzichten musste. Das war nicht fair, das konnte nicht sein! Doch dann lächelte ich. Auch Satsuki lächelte. Ich seufzte sinnlich mysteriös und wischte meine edgy Strähnen aus dem Gesicht und streifte meine verschwitzte Hand an den Falten meines Röckchens ab, sodass Satsukis Blick unweigerlich auf meine großartigen Gazellenbeine gelenkt wurden. Mit einem Zentimeter über der Durchschnittsgröße einer Japanerin besaß ich Gardemaße, für die ich mich wahrlich nicht schämen musste - weder vor Long-Kok - noch vor Satsuki! Und so fasste ich einen Entschluss und legte meine Lippen sanft auf die ihren, schlürfte ihre Zunge sanft an die meine heran, als ich ihr ihre Brille auszog und mit dem Ellenbogen versehentlich mein sehr japanisches Roßbacher Mineralwasser umkippte - auf ihr weißes Hemd! Ich erstarrte, erblushte, schaute entsetzt auf große Brüste, doch sie küsste einfach weiter, bis wir intensiv und leidenschaftlich fuckten und ihre Hände unter meinen Mini glitten.
      Wir waren jedoch nicht alleine, denn neben uns am Tisch hatte Long-Kok Platz, der an der Männlichkeit seines Bandkollegen kostete. Wer von uns waren die besseren Küsser? Ich hatte keinerlei Hemmungen, mir den Triumph zu holen und die allerbeste zu sein, wie keiner vor mir war - erst Recht keine zehnjährigen Campino-Fans!

      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

      Satsuki: Umm ... wie betrunken warst du da? o-o" *sich kratz* Also beim Schreiben. Nicht in der offensichtlich seeehr fiktiven Geschichte.
      Min: Gar nicht, wie hätte ich sonst so effektiv Nadelstiche setzen können? ;3
      Satsuki: Das ist ja fast eine einzige gequirlte Scheiße. o/////////o" Ich will töte fucken kotzen!
      Min: Tja, nur eine einzige Sache darin kann man positiv darstellen. Nämlich die Homosexualität. A-aber liebe Kinderchen, NICHT JEDE Geschichte, in der Homosexualität vorkommt, ist eine gute Geschichte. ._." Vor allem nicht in exzessiven Umfängen, denn gute Geschichten zeichnen sich durch sehr viele angeschnittene Themenbereiche aus! ;///; Sayonara matane! *Sazzy fluff*
      Satsuki: Naaaw Cutie ... T///T

      Team Scowzy - Shitposting is my kink

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    • so jetzt habe ich mich genug in das zwölfjährige otakue edgelord fangirl mit homo fetisch "eingegroovt" wie die leute sagen würden und werde jetzt ein review zu deiner supertollen geschichte schreiben nääääää????

      hehehe mister smifs englisch kurs hahaha voll lustig ich find voll süss wie der sich nicht traut zuzugeben dass er schwul ist ich weiss das ganz genau haha jaa und ayumi oder wie die heißt keine ahnung kann kein chinesisch sollte echt mal nachfragen und das aus ihm rauslocken weil sie es ja auch bestimmt gemerkt hat und dann gibt er es zu und sie kann ihm einen freund finden mit dem er sich küssen kann hahahah das wäre so süß omg ich kann nicht mehr!!!!

      ooooh und aymui kann französisch???? wusste ich nicht hahahah wie süss aber weil das ja die sprache der liebe ist und vllt ist das ja dann ihr versuch das coming out von smith sensei rauszukriegen??!!! ich mag sie jedenfalls weil sie auch weiss dass mr smith schwul ist und sie will auch dass er zu seinem glück findet weil jeder weiss dass er im moment ein ziemlich unglückliches leben führt weil er einen festen feund braucht der ihm in dieser schweren zeit beisteht und so hahahahh

      ach sooooo habe ich schon gesagt dass ich BTS liebe? hahahaha ich kann nicht mehr ich bin echt der größte fan von denen was ist dein lieblingssänger meiner ist J-Hope weil er den hübschtesten haarschnitt hat und seine lebhaft verspielten augen aaaaarggghhh ich könnte den ganzen tag über ihn schwärmen :3 ich habe auch mal eine fanfiction geschrieben zu BTS vllt willst du die auch mal lesen???? deine geschichte ist jedenfalls super cool ich kann gar nicht aufhören zu lesen so bildhaft ist das beschrieben aber meine ist auch ganz okay hahahaha schau sie dir mal bei zeiten an oder so wenn du lust hast hihi egal weiter mit ayuim

      wassss???????? ayumi ist schwul mit dieser tussi???????? das kann ich nicht glauben!!!!! sie sagt doch selbst dass die koreanerin ist warum hat sie dann keinen heissen europäischen freund weil die koreanischen frauen doch voll auf uns stehen und so?????? was für eine nutte ich mag die gar nicht mehr die ist voll wertlos und so vllt hätte ich nicht so vorschnell sein dürfen aber irgendwie ist sie ja auch süß egal ich lese weiter hahahahah sorryyyyy

      haaaaaaach und als die porzellanweißen männer aus dem auto gestiegen sind da hat mein herz echt höher geschlagen weil die mich voll an BTS erinnern und so und dann bin ich voll rot geworden und auch feuer und flamme für auymi weil ich ganz genau weiss dass sie auf jeden fall auf die stehen muss und wenn nicht dann sat-suk oder so hahahaha auch wenn ich die eher für mich hätte ne aber egal es sind ja genug da und solange sie J-Hope in ruhe lässt ;)))))

      ooooh was sehe ich da???? ich wusste gleich dass ayumin auf jungen steht hahahaha diese sat-suki tussi wäre nie gut genug für sie weil ayumi sonst voll das unglückliche leben geführt hätte weil sie nie über den gedanken hinweggekommen wäre dass sie die chance hatte Long-Kok zu daten hihihihi wusste ich es doch omg das ist so spannend und realistisch geschrieben ich hab echt mitgefiebert wie das jetzt am ende wird mit ihr und ich hatte recht!!! und trotzdem kann ich es kaum erwarten wie es weitergeht omg das ist so guuuuut

      OH WASSSSS NEINNNNNN omg und am ende sind die alle schwul miteinander??????? das ist ja voll der plottwist hahahaha voll krass geschrieben omg und jetzt finde ich das auch gar nicht mal so schlimm weil J-Hope ja weiter frei ist und wenn Long-Kok auf Jungen steht dann ist das ja eigentlich voll süß und okay von mir aus kann yumi dann auch mit mädchen was haben solange sie alle glücklich sind hahaha ich wusste schon immer von Long-Koks präferenzen ich habe es ja gesagt wie süß das ist ich wüsche ihn echt das allerbeste mit seinem freund hihihi

      sooo jetzt bin ich fertig und muss echt sagen wie cool die geschichte war und ich habe echt geweint und gelacht und war echt verliebt in deine erzählung hahaha die war so süß und lustig und ayumi war auch ganz okay aber Long-Kok und sein freund waren das beste jetzt müssen wir nur noch den lehrer zu seinem glück verhelfen ;333


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Hallo Rai!
      Es freut mich, dass dir meine Geschichte bis jetzt gefällt :)
      Und natürlich bin ich froh, dass du sie so schnell gefunden hast :) Wie hast du das angestellt? *neugierig guck*
      Naja, ist jetzt auch egal :)
      Ich hoffe, dass du weiterhin dran bleibst und dir meine Upload-Zeit nicht stört :)
      Ich wünsche dir noch viel Spaß auf Flip.de und bis später! *wink*

      Mfg, deine Minuna :)

      Und jetzt etwas Ernsteres und auch etwas Anderes. Bisher existierende Charaktere spielen Rolle und eine wirkliche Geschichte ist es auch nicht. Es ist eher ... etwas sehr Anderes, das auch ziemlich kurz und knackig ist. Man braucht nur ein bisschen Allgemeinwissen. :3



      Zwei Schwestern


      Zwei Schwestern, bei der Geburt getrennt.
      Eine heißt Bora, die andere heißt Nabi.

      Bora ist klein, Nabi ist groß.
      Boras Haar ist tiefschwarz, Nabis Haar ist brünett gesträhnt.
      Bora trägt ihre Haare bis zur Schulter, Nabi trägt sie bis zur Hüfte.
      Boras Hände sind rau, Nabis Hände sind zart.
      Bora singt gerne Volkslieder, Nabi feiert K-Pop und Karaoke.
      Bora fährt Fahrrad, Nabi fährt Auto.
      Bora trinkt Tee, Nabi trinkt Cola ... und manchmal Tee.
      Bora liebt Basketball, Nabi liebt Baseball.
      Bora hört Radio und sieht fern, Nabi surft im Netz und chattet weltweit.
      Boras Bruder spielt Fußball für sein Land, Nabis Bruder spielt in Europa.
      Bora lebt auf dem ruhigen Land, Nabi lebt in der glitzernden Stadt.
      Bora feiert nie Weihnachten, Nabi liebt Weihnachten.
      Bora lebt ohne Anime und Manga, Nabi ist vernarrt in sie.
      Bora trägt nie Hosen, Nabi trägt hin und wieder Hosen.
      Bora trägt ihre Röcke lang, Nabi trägt ihre Röcke kurz und knapp.
      Bora hat Arbeit und Wohnung sicher, Nabi muss dafür erfolgreich sein.
      Bora bekommt diese zugewiesen, Nabi kann sie sich aussuchen.
      Bora würde gerne zunehmen, Nabi würde gerne abnehmen.
      Boras Schulfreundin starb im Arbeitslager, Nabis Schulfreundin sprang vor den Zug.
      Bora fürchtet Trump, Nabi lacht über Trump.
      Bora ist Kommunistin, Nabi ist Kapitalistin.
      Bora erlebte 2011 einen Führeraustausch, Nabi hingegen einen Schüleraustausch.
      Bora sieht die Nordseite der Mauer, Nabi die Südseite.

      Täglich patrouillieren sie dort an der Grenze, ohne von der Anderen zu wissen.
      Beide wissen generell nur wenig übereinander, ein Treffen wird immer wieder verschoben.
      Denn ihre Stiefeltern haben Streit mit den Nachbarn.
      Manchmal wachsen zarte Ranken der Hoffnung über die Gartenmauer.
      Aber Abweichungen sind leider nicht genehmigt.

      Geboren nahe Panmunjeom.
      Zwei Zwillingsschwestern, bei der Geburt getrennt.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink

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    • Hallo Meowstic,

      diese Geschichte habe ich mir nicht in ihrer Gänze zu Gemüte geführt, aber dieses Gedicht verdient eine Rückmeldung. Sicher wäre eine andere besser, aber sonst bequemt sich ja niemand.

      Aktuelle Themen in dieser Art aufzuarbeiten, finde ich meistens beachtlich und hilfreicher als "Bilder", in manchen Fällen ist es aber auch lächerlich geprägt von gewollter Tiefe und Kritik. Letztere zeichnen sich oft durch unnötige Schwülstigkeit aus, die ich deinem Stil für gewöhnlich auch anrechne, hier war ich sehr überrascht, positiv überrascht, dass es tatsächlich in seiner Einfachheit stilsicher wirkt.

      Ich habe den Fehler begangen, erst den ersten, dann den letzten und vorletzten Absatz zu lesen, da es anfangs ein wenig wirkte, als könnte es ein Rätsel werden, und die Fragestellung immer schon vorher bekannt sein sollte :D so hab ich das Thema möglicherweise direkter erkannt als geplant.
      Es wirkt so, als solle das Thema erst nicht ganz offensichtlich sein, sondern als Verdacht aufkommen und von Zeile zu Zeile klarer werden. Wenn das dein Konzept war, würde ich die Zeile

      Miao wrote:

      Bora singt gerne Volkslieder, Nabi feiert K-Pop und Karaoke.
      nach hinten verschieben, da sie das Thema für den westlichen Markt doch ziemlich auf dem Präsentierteiller serviert (ja, auch hier gibt es K-Pop Fans, aber...). Zum Beispiel unter der Zeilt mit Manga und Anime wäre sie meiner Meinung nach besser aufgehoben.

      Ein Aspekt, den ich hier etwas vermisse, ist der Umstand, dass der Süden gefühlt öfter versucht, zu deeskalieren. Hier kann eine Fehleinschätzung meinerseits vorliegen, weil ich in den Prüfungszeiten selten Lust und Geduld habe, mich über Internationales zu informieren.
      Aber unzweifelhaft fehlt etwas wie
      "Bora glaubt, dass sie im besten Land der Welt lebt, Nabi weiß es besser." oder dergleichen...


      Miao wrote:

      Bora liebt Basketball, Nabi liegt Baseball.
      Aber hoffentlich nicht gleich mit der ganzen Mannschaft, das Luder. Dass Basketball (das ja schon dem Namen nach sehr westlich ist :D) in Nordkorea eine Rolle spielt, war mir nicht bewusst. Die Bilder Kims mit seinem besten Freund hatte ich bisher nicht in diesen Kontext gesetzt. Bildungsauftrag also möglicherweise erfült :D

      Sehr viel mehr gibt es nicht zu sagen von meiner Seite. Guter Ansatz, gute Ausführung, danke dafür.

      Herzlichst
      ~~
      Du wolltest dich schon immer für meine Gemeinheiten revanchieren? Feel free to comment.
    • Hallo @Annatar ,

      vielen Dank für dein Feedback!

      Ich habe tatsächlich eine Weile überlegt, welche Gegensätze ich alle einbauen kann, viel umsortiert und getauscht, um ein solches Gefälle zu erzeugen. Erst am Ende sollte es wirklich recht offensichtlich werden und dementsprechend hast du recht, dass ich den K-Pop besser weiter unten platziert hätte (oder das K vielleicht getilgt). Die perfekte Steigerung von offen zu eindeutig zu schaffen, ist an sich schon knifflig genug, da die Nuancen manchmal nur hauchdünn subtiler als andere sind und so jeder zurecht andere Interpretationen hat.

      Dementsprechend ist auch nicht wirklich "komplett", an so etwas wie an die deeskalierenden Momente von der südlichen Seite habe ich in dem Moment gar nicht gedacht. Wäre das in Teamarbeit entstanden, hätte sich die Länge mit noch mehr Ideen und Input wahrscheinlich verdoppelt.

      Der Basketball und seine Begeisterung sind tatsächlich eine rezente Entwicklung, die Kim Jong-un von seiner Zeit als Schüler in der Schweiz mitgebracht hat. Dennis Rodman trägt dann natürlich auch zur Popularität des Sports dort bei. Es gab nach seiner Machtübernahme auch eine Aufführung, in die verschiedene Disneyfiguren integriert waren, was im Grunde genommen ein ähnliches Phänomen ist. :D

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Diesmal geht es wieder einige Jahre in die Zukunft der Kansai-Region, wo wir auf alte Bekannte treffen, die sich natürlich nicht mit Anekdoten und Anspielungen auf andere Protagonisten zurückhalten können! Eine ruhige Geschichte zum Genießen, in der alles friedlich bleibt - aber reich an Konfliktpotential ist sie trotzdem! =w=
      @Isanya kennt diese Geschichte schon, aber tatsächlich nur zu 60%! ;3


      Verschlafenes Vorstädtchen


      Ryuichi Fujinami hatte alles dafür gegeben, pünktlich zum Spiel seiner Dragons zuhause zu sein. Vielleicht würde er heute, wo ausnahmsweise alle Angestellten früher nach Hause durften, von Anfang an auf der Couch sitzen. An Feiertagen und Wochenende gab es auch Spiele, aber da bot es sich tagsüber eher an, mit der Familie Ausflüge zu unternehmen, statt vier Stunden auf dem Sofa zu verbringen. Eben jene Kinder sorgten dafür, dass 17 Uhr 40 nicht ausreichte, sich einfach mal eine erfrischende Dusche zu gönnen.
      „Akira, wie siehst du denn aus?“, staunte der Familienvater mit offenem Mund über seinen sechsjährigen Sohn, an dem von oben bis unten Schlammspritzer hafteten. Spitzbübisch grinste der erst vor kurzem eingeschulte Junge mit dem Mausgesicht und blickte hinüber zu einer schüchternen jungen Frau in Kapuzenpullover und Jeans, die verzweifelt eine mehr braune als weiße Baseballmütze, einen Ball und dazugehörigen Handschuh in den Armen hielt.
      „U-und jetzt? Wie soll ich das denn sauber bekommen? Wo ist Chihiro eigentlich?“, seufzte Ryuichi, fuhr sich kurz durch das schwarze Haar und täschelte stolz die Schulter seines Sohnes, auch wenn er um jeden Preis eine Umarmung vermeiden wollte. Diesen Anzug musste er morgen immerhin wieder anziehen!
      Die fünfjährige Chihiro sprintete wie der Blitz auf ihren Vater zu, umkurvte mit mehr Glück als Verstand die Dracenapalme und fiel ihm in die Arme: „Papa! Da bist du ja endlich! Ich habe Hunger!“
      „Aber Miyuki hat euch doch ...“
      „Miyuki hat wieder etwas mit GEMÜSE gekocht! Ich hasse Bambussprossen und Tofu!“ Augenrollend stellte Ryuichi seinen Koffer in die Ecke, bevor er seine beiden Kinder an die Hand nahm und mit ihnen in die Waschküche trottete.
      „Also, Miyuki, du weißt nicht zufällig, was man da alles reinmacht?“
      Die Babysitterin spielte mit ihren beiden Pferdeschwänzen, um ihre Nervosität eher erfolglos zu kaschieren, denn sie blickte genauso ratlos wie Herr Fujinami über die verschiedenen bunten Kartons, die in einem kleinen Holzregal neben der Waschmaschine eingeräumt waren: „Nein, das weiß ich nicht. Ich bin 16, entweder gehe ich shoppen, in die Universal Studios, in die Halau, also Hulaschule, oder zocke zuhause auf dem Sofa mit Yuto. Aber sowas … das macht meine Mutter immer.“ Es musste schön sein, in diesen Jahren aufzuwachsen, dachte sich Ryuichi, der seinen Eltern immer auf der Teefarm nahe Shizuoka aushelfen musste. Immer, wenn er daran dachte, wie seine Mutter während der Arbeit im Feld das Chakkiri bushi, das Lied der Tee-Ernte sang, wurden ihm die Unterschiede in den Generationen wieder bewusst. Als fünfzehnjähriger Teenager hatte er im grünen Labyrinth nie die Freude seiner Eltern verspürt, als wenn er sich mit seinen Freunden auf dem Baseballfeld traf. Schwer auszudenken, wie sich wohl die Kindheit seines Idols Wally Yonamine angefühlt hatte, der in den 1930ern als kleiner Knirps auf Maui mit fünf Meter hohen Zuckerpflanzen zu kämpfen hatte! Weder Japan noch Hawai'i konnten damals als Paradiese bezeichnet werden, in die heutzutage Scharen von Japanern, Chinesen und Amerikanern einflogen. In wenigen Monaten würde er seinen 40. Geburtstag feiern, während diese fast schon verwöhnt wirkende Miyuki gerade einmal die Mittelschule bestanden hatte. Aber Akira und Chihiro, Jahrgang 2020 und 2021, würden sicher nicht weniger Freiheit genießen als sie.
      Ein Mann, der nur Münzwaschmachinen aus seinen Wohnheimen kannte, hatte nicht den blassesten Schimmer von allen Geräten, die einen zum ersten Mal selbstständig lebenden Erwachsenen maßlos überforderten. Auch ein kurzer Schulterblick ins Wohnzimmer half da nicht weiter, denn der auf dem Hausaltar thronende Buddha hatte nicht mehr als ein höhnisches Grinsen für die armen Tropfe übrig.
      „Also, Miyuki, wenn du möchtest, kannst du jetzt gehen. Vielen Dank!“, verabschiedete sich der Vater von der Jugendlichen, die ansonsten sowieso nur blinzelnd im Weg stehen würde, wenn sie nicht einmal die quengelnde Chihiro mit Essen zu besänftigen wusste.
      Doch diese war noch nicht bereit, den Haushalt der Fujinamis zu verlassen: „Ja, äh, bitte. Aber … das … also die ...“
      „Ach, das Geld.“
      „Hmm hmm.“
      Für die zwei Stunden, in der die Sechzehnjährige Akira von der Grundschule abholen, den beiden Essen machen und auf sie aufpassen sollte, drückte Herr Fujinami ihr einen 5000 Yen-Schein in die Hand. Bei dieser absolut unüblichen Menge an fürstlicher Entlohnung gelang es ihr nicht, ein breites Grinsen zu unterdrücken, da sie normalerweise immer das Geld von Frau Fujinami ausgehändigt bekam. Doch sie tat gut daran, zu verschweigen, dass sie gerade das zweieinhalbfache ihrer normalen Ausbeute in den aufgeregt zitternden Fingern hielt.
      „Weißt du, wie viel das ist, Miyuki?“, fragte Ryuichi und blickte der immer nervöser werdenden Oberschülerin tief in die Augen.
      Miyuki schluckte und lockerte ihre verknautschte Kapuze. Das war ein Kleidungsstück aus dem GAP-Shop – oder zwei, wenn sich mal wieder das unglaubliche Angebot von 50% Rabatt über stolze zwei Wochen erstreckte.
      „Das ist so viel wie mein Taschengeld für … wie viele waren das noch? Naja, mehrere Wochen eben. Aber heute ist auch alles viel teurer, also ist es irgendwie logisch, dass ihr da mehr verdient.“
      „Mahalo! “, bedankte sich die Oberschülerin, schnappte sich ihre Tasche und eilte zu ihrer Hulastunde: „Also das heißt 'danke' auf Hawaiianisch! Passt auf euch auf, Akira-kun und Chihiro-chan!“
      „Bye bye, Miyuki-saaaan!“ riefen die beiden Kinder, doch ihr Vater war bisweilen nicht schlauer aus der Waschmaschine geworden, deren dunkle Öffnung wie ein gähnender Höllenschlund im anbrechenden Dämmerlicht über Higashi-Osaka wirken musste.

      Die feurige Abendsonne strahlte durch den geöffneten Türspalt des kleinen Häuschens mit dem leuchtend blauen Ziegeldach, als ein sanftes Getrippel durch den Flur hallte. Haustier Reira, ein Enekoro, das als Therapiekatze eingesetzt wurde, schmiegte sich an jedes Bein, dass die Mieze finden konnte. Das schnurrende Ungeheuer beförderte sich mit einem gekonnten Satz auf die Couch und entblößte beim Gähnen die spitzen Zähnchen, bevor es sich in die fluffigen, weinroten Velourskissen kuschelte. Eine brünette Frau in ihren 30ern hatte gerade ihre Stiefeletten sorgfältig in das Schuhschränkchen eingeräumt, als sie ihre Wohnung betrat.
      „Mami, Mami, Maaamiii!“, riefen die beiden Kinder und knuddelten ihre Mutter, bevor diese auch endlich ihren Mann in die Arme schließen und küssen durfte.
      „Willkommen zurück, Satsuki“, begrüßte Ryuichi seine Frau und brachte ihren beigen Mantel und die Medizintasche ins Büro, wo bereits der aufgeklappte Laptop grell im mittlerweile verdunkelten Erkerraum flimmerte. Von den verlegenen „Wie wasche ich“ und „Waschmittel Arten“ im Google-Verlauf war zum Glück nichts mehr zu sehen, doch die unbändigen Rufe zur Erinnerung des Hungerelends verstummten nicht, im Gegenteil!

      Etwas mehr als eine Stunde später flimmerte das Fernsehgerät selbst vom Vater unbeachtet, weil Chunichi bereits hoffnunglos mit 1-7 gegen die Yokohama DeNA Baystars zurücklag, sodass alle Konzentration einem japanisch-hawaiianischen Abendessen galt. So köstlich ein Ahi Poke aus Tunfisch, Shrimps, Tintenfisch und Lachs, angerichtet mit einem Salat aus bunten Algen und Frühlingszwiebeln auf einer heißen Schale Reis war, stillte es nur bedingt den Hunger der Kleinen, die sich glücklicherweise zusätzlich an verschiedenen Brathähnchenstücken satt essen konnten.
      „Mein Vater hat angerufen. Er möchte uns am Samstag in ein gutes Teppanyaki-Restaurant einladen – alles, was du auf einer Stahlplatte grillen kannst!“, berichtete Satsuki, als sie ihre Brillengläser etwas polierte und sich die Sehhilfe wieder auf die Nase setzte, bevor die Stäbchen die nächste Ladung Essen zu ihren Lippen führen würden.
      Ryuichi brauchte ein paar Sekunden, um eine Ladung Fisch vor der Antwort herunterzuschlucken: „Also, Minoru wusste noch nicht, dass deine verrückte Freundin aus California rüberkommt?“
      „Jetzt schon, daher haben wir das verschoben. Können wir ja später noch klären, nicht wahr? Aber ich glaube, Min-yeon und Yoshi werden sich freuen, mal wieder in Good Ol' Osaka ausgehen zu können!“
      „Es wäre ja ironisch, wenn ihr Japanurlaub durch Amemura und die Universal Studios führen würde ...“
      Satsuki lachte auf: „Oh nein, nicht doch! In Los Angeles gibt es auch die Universal Studios, auch wenn der Ort für die neunjährige Miku natürlich das Größte ist!“
      Das Gespräch hatte sich nun in eine Richtung verschoben, die dem Budget der Familie Fujinami nicht zu Gute kommen würde. Dass die schnurrende Reira penetrant ihren Teil der marinen Mahlzeit einforderte und das Ehepaar zu luxuriösen Mehreinkäufen regelrecht zwang, war die eine Seite, doch Kinder konnten noch so viel gieriger sein als das hungrige Mäulchen einer Katze.
      Sofort hatten Akira und Chihiro Blut geleckt: „Universal City, yaaay, lasst uns wieder nach Universal City fahren!“
      „Ach, wir waren doch erst im Freizeitpark! Das Ticket für euch kostet ungefähr so viel, wie Miyuki dafür bekommt, auf euch aufzupassen!“, protestierte Ryuichi und winkte ab, bevor er seine Stubentigerin mit etwas Lachs verwöhnte.
      Ungläubig blinzelte die Brünette, als hätte gerade ein ahnungsloser Tourist eine japanische Wohnung mit Schuhen betreten oder ihre tölpelhafte Tollpatsch-Freundin Fei-Fei in der heißen Onsen-Quelle wieder das Planschbecken wieder entdeckt: „Q-quatsch, Ryuichi, Miyuki bekommt doch keine 5.000 … oder … hey, warte mal, wie viel hast du dem Mädchen gegeben?“
      „5.000 war falsch?“
      „Ja, natürlich, sowas von falsch! Wieso sollte sie einen höheren Stundenlohn als die meisten Berufstätigen bekommen? Die Aushilfsarbeiter im Kombini bekommen nicht einmal 1.000 pro Stunde! Und ich glaube, dass Misato in ihren Lehrjahren auf der Polizeischule nicht viel mehr bekommen hat!“
      Die kleine Chihiro freute sich und klatschte jauchzend in die Hände, als sie den Namen der 29-jährigen Cousine ihrer Mutter hörte: „Misa-sama ist so cool! Später lasse ich mir die Haare auch mal grün oder blond färben!“
      „Misato hat schon seit einigen Jahren wieder schwarze Haare. Das steht ihr viel besser, hörst du, Chihiro?“ mahnte der Vater mit dem Zeigefinger, während eine ignorierte Miezekatze traurig auf ihre Kuscheldecke aus orangenem Fleece huschte.
      „Andererseits ...“, neigte Mama Satsuki mit gefalteten Händen den Kopf: „... kommt eine jetzt 9 Jahre alte Miku, die ihr wieder neue Flausen in den Kopf setzen wird! Vielleicht machen wir uns einfach nur zu viele Gedanken, auch Min ist erwachsen geworden … auch wenn sie immer noch ein kleiner Frechdachs ist. Etwas Anderes, in einer Filiale von meinem Stammspa in Tokyo-Yoshiwara hat es gebrannt, aber niemand wurde verletzt. Wie das wohl mit einer kettenrauchenden Inhaberin wie unserer guten alten Rin passieren konnte?“
      Der kleine Akira war vollkommen außer sich und fürchtete um die Gesundheit einer ganz besonderen Bekannten der Familie: „Captain Kitsune! Neeeein! Hat sie Aua?“
      „Behauptet diese Rin nicht immer, sie könne sich in ein Vulnona verwandeln? Dann sollte ihr ja nicht passiert sein!“, tröstete der Vater seinen Sohn basierend auf reiner Spekulation, doch das zufriedene Lächeln seiner Frau gab ihm Recht. Er wusste, genau wie die Kinder, wenig über diese mysteriöse, bis auf die Lungen scheinbar kaum wirklich alternde Frau, die seine Satsuki einmal über den kompletten Sakurajima gejagt hatte.
      Nicht als erfolgreiche WellnessunternehmeRin – sondern als Ran, eine bildschöne und heißblütige Vulnonadame, die ihre obskuren Ziele mit eiskalter, berechnender Präzision verfolgte. Dass es dieser Überlebenskünstlerin gut ging, stand also eigentlich nicht zur Debatte.



      Von ihrem Stammbahnhof Ishikiri aus gesehen, konnte man die üppig bewachsene Ikoma-Bergkette als natürliche Grenze der Präfekturen Osaka und Nara bereits bestens erkennen. Miyuki führte die beiden Kinder von der unmittelbar angrenzenden Grundschule Ishikiri-Higashi vorbei am Bahnhof in den kleinen Family Mart, um sich diesmal das erfolglose Kochen zu sparen. Rhythmisch schwangen die Falten des kurzen Rocks ihrer Oberschülerinnenuniform in der warmen Oktoberbrise hin und her, bis sie vor dem Snackkühlregal mit den Reisbällchen stand. Die Wahl der drei viel auf landesbekannte Klassiker wie Kimchi mit Schweinefleisch, Lachs, samtigem Fischrogen oder Seetang, die sich als gesunde Füllung im Inneren verbargen. Doch wer Essen mit sich trug, der brauchte für gierige Blicke nicht zu sorgen, vor allem so nahe an der ungezähmten Natur der japanischen Bergwälder!
      Akira und Chihiros Mutter Satsuki besaß einige Bekannte, die bereits intensiven Kontakt zu Kitsune, also Pokémon wie Vulpix oder Vulnona hatten. Neben der etwas zurückhaltenden, höflichen Geisha Touka Nishikido aus Kyoto, die mit besagter Ran und sogar deren weißhaarigen Erzrivalen Inari eine besonders turbulente und wechselhafte Geschichte erlebt hatte, zählte auch die Tochter einer Patientenfamilie dazu. Mit 21 war Suzuka Nakamura aus der südlichen Osakaer Banlieue Izumi – zumindest mehr oder weniger - bereit, als nun erwachsene junge Frau ihr eigenes Leben selbst in die Hand zu nehmen und ihre stressgeplagten Eltern Tsutomu und Yoko durch ihre zunehmende Selbstständigkeit etwas zu entlasten. Es stand außer Frage, dass auch eine vulpine Mentorin namens Kuzunoha, eie weiße, einschweifige Vulnonalady ihren Teil zum Reifeprozess ihres manchmal etwas sonderbar auftretenden Schützlings beitrug.
      Neugierig zuckten die rostroten Dreiecksohren über den kugelrunden Augen, die gebannt die ausgepackten Reisbällchen anstarrten. Zaghaft trippelte ein Vulpix stetig schnuppernd zu der Jugendlichen und den beiden Kindern, die es sich auf einer Mauer gegenüber des Bahnhofs bequem gemacht hatten.
      „KLONK!“
      Als nach dem Einwurf einer Münze das metallische Geräusch einer den den Schacht herunterpurzelnden Flasche Grüntee aus dem Getränkeautomaten erklang, zuckte das Füchsschen zögerlich zusammen, die linke Pfote leicht angewinkelt in der Luft schwebend, bevor es die weichen Ballen wieder auf den Asphalt hinabsetzte. Das erfrischende Zischen der geöffneten Flasche schreckte es kein bisschen ab, sodass schon bald ein vorsichtig wedelndes Zinnober-Fellknäuel die Füße der Kinder beschnupperte. Naserümpfend hob das Tier seinen Kopf und richtete nun seine Aufmerksamkeit endgültig auf das Essen, doch es wurde in einer Atmosphäre aufgeregten Geflüsters vorerst lediglich mit sanften Streicheleinheiten verwöhnt.
      „Eine Kitsune-chan!“
      „Aaaah, kawaiiiii!“
      „Ich liebe Kitsune-chan!“
      „Noch nie habe ich eine Kitsune-chan anfassen dürfen!“
      „Sugoiiiii!“
      „Das kitzelt, Kitsune-chan!“
      Hoffnungsvoll leckte das Vulpix nach einer Runde Ohrenkraulen die Finger der beiden ab, bevor sich Miyuki mit einem Happen Lachsreis um es kümmerte: „Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir besser Inarizushi gekauft! Es heißt, dass Füchse gebackenen Tofu lieben!“
      „Aber ich hasse Tofu, Tofu ist super kaka, okay, Miyuki-san?!“, echauffierte sich Chihiro mit schmollend aufgeblasenen Scharlachpausbäckchen aus Angst, erneut das saftige Sojaprodukt mit der typisch schwammigen Konsistenz vorgesetzt zu bekommen. Dabei hatte sie mit der hier in Osaka äußerst unbeliebten und generell berüchtigsten Sojaspeise, der klebrigen, fermentierten Bohnensubstanz Natto, noch nicht einmal Erfahrungen sammeln können. Beide ihre Elternteile verabscheuten dieses Mahl wie die böse Füchsin Tamamo no Mae die shintoistischen Reinigungsrituale. Während Miyuki noch damit beschäftigt war, sich über das freche Mädchen zu wundern, hatte das Vulpix ihr das gesamte Lachsreisbällchen aus der Hand geklaut und verschaffte sich sofort ein paar Meter Distanz, da die Teenagerin sofort aufstand, den Staub von ihrem Rock schlug und auf das Füchslein zu ging. So ergab sich für den kleinen Akira die perfekte Möglichkeit, auch das zweite ihrer Reisbällchen zu stibitzen und schnell zu verschlingen, bevor die Babysitterin mit hängenden Schultern und Doppelpferdeschwanz resigniert stöhnend zurücktrottete. Das kleine Vulpix leckte sich glücklich über die schwarzen Lefzen und riskierte einen Blick nach hinten zu dem überdachten Mopedparkplatz des Bahnhofes, wo zwischen den motorisierten Zweirrädern ein großer, heller Klumpen Fell fast schon wie eine Katze die haarigen Pfötchen ableckte.
      „Das ist ja Kitsune O-kaa-chan!“, rief die 5-jährige fröhlich quiekend und zeigte aufgeregt auf das zusammengekuschelte Wesen, dessen stechend roter Blick prüfend auf den jungen Menschen lag: „Miyuki-san, ich möchte bitte ihren Bauch kraulen und mit ihr zusammen kuscheln!“
      „Aber mit einem wilden Tier ist das gefährlich! Du kannst mit Reira schmusen!“, biss sich die Oberschülerin zweifelnd auf die Lippe, als sich das Vulnona aufrichtete und mit einer gekonnten Zuckbewegung eines seiner neun Schweife sein Kleines zu sich beorderte.
      „Kitsune-chaaan ...“, seufzten die Kinder enttäuscht und ließen die Köpfe hängen, doch immerhin war der Bauch nun gefüllt!



      An den Stamm eines hohen Zedernbaums gelehnt, rauchte Rin gemütlich die letzte Zigarette des nun gähnend leeren Päckchens, das schnell wieder in der Gesäßtasche ihres kurzen schwarzen Lederrocks verschwand. Jener war viel zu knapp, um den einzelnen fluffigen Fuchsschweif gleich dem eines gewöhnlichen Vulnona zu verbergen!
      Mit zusammengekniffenen Augen beobachtete sie die Ankunft der Vulnonadame und ihres fröhlich über die Bambuslichtung hopsenden Welpen: „Grüß dich … Honoka. Wie aufregend kann ein Tag in diesem verschlafenen Nest nur sein?“ Weder der herzerwärmende Anblick der beiden Füchse noch die idyllische Natur, die zwei buddhistische Tempel und einen Friedhof am Fuße des Berges Ikoma einbettete, schienen Rin das Trübsal aus dem Gesicht zu blasen können. Sie hatte ihre ganz eigenen Gründe, wieso ihr das Schicksal dieser Vulnonamutter, die fast ihren gesamten Wurf Jungen verloren hatte, so nahe ging.
      „Verschlafen trifft es gut. Meine kleine Rinka-chan hat ein Reisbällchen von ein paar naiven ergaunern können. Vielleicht sollte ich doch irgendwann den großen Schritt wagen und eine Stadtfüchsin werden, was meinst du?“, antwortete das Vulnona via Telepathie und schmiegte sich zuneigungsvoll an das Bein der Dame mit dem langen, seitlichen Pferdeschwanz in Nachtschwarz.
      Immerhin ließ sich Rin so ein Schmunzeln abringen: „Egal ob in Richtung Kyoto, Nara oder Osaka, am Rand des Ikoma-Waldgebietes gibt es nur solche kleinen Städtchen, außer du gehst ganz ans Ende der Bergkette, nördlich von Mayuhausen. Wakayama, ne. Aber da ist ja auch nicht viel zu holen. Als sehr gute Flauschfreundin aus vergangenen Tagen solltest du vielleicht schon vom Land in die Stadt ziehen, noch bist du jung. Stell dir vor, unsere gute alte Freundin Kuzunoha alias Nono-chan hätte damals immer nur unter der Bettdecke der kleinen Göre gelegen, statt die köstlichen Speisen der Osakaer Innenstadt zu erschnorren … oder erwerben, wie auch immer. Diese Suzuka ist jetzt 21, fuck, wie viel hat sich verändert?“ Nach der Zigarette erlosch auch Rins menschliche Form auf wundersame Weise auf diesem heiligen Boden, bis sich plötzlich zwei Vulnona gegenüberstanden.
      Vergnügt leckte Honoka der älteren Fuchsdame über die Öhrchen, die mit der richtige Kopfhaltung entsprechend effizient in ihre Richtung geneigt wurden: „Haaai! Verstanden, Ran-chan. Mich hält hier sowieso nicht mehr viel. Es ist so schön, dass wir uns endlich wieder treffen konnten! Aber bete für uns, dass wir immer Glück mit dem Stadtverkehr haben werden!
      „Ach Gottchen, Buddha hat keinen Führerschein, aber dafür viele leichtsinnige Idioten, die sich etwas beweisen müssen. Der kann euch auch nicht helfen, wenn dich einer anfährt, immer aufpassen, Hono-chan!“, kicherte Ran und flauschte die jüngere Füchsin mit neun kuscheligen Schweifen ein, bevor sie sie liebevoll mit ihrer dünnen rosa Zunge pflegte und massierte. Kein Wunder, dass ihr „Massageunternehmen“ so erfolgreich war!

      Team Scowzy - Shitposting is my kink

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    • Super mysteriöse Kansai-Geschichte, show me what you've got! Nein, ganz ehrlich, ich würde so ziemlich alles lesen, was das Min-Universum erweitert. Chihiro! Anspielungen! Buddha! Suzunono-Feeling! Wo bleibt der Thread für schriftliche Teaser-Trailer? :run2:

      Ryuichi Fujinami hatte alles dafür gegeben, pünktlich zum Spiel seiner Dragons zuhause zu sein. Vielleicht würde er heute, wo ausnahmsweise alle Angestellten früher nach Hause durften, von Anfang an auf der Couch sitzen.
      Also was auf jeden Fall schon mal aufkommt ist das Japan-Feeling. xD Meint er etwas Baseballlll? °3° Fehlt nur, dass er kein erwachsener Herr ist, sondern ein Spitzbub im Schulklub. I C O N I C

      „Akira, wie siehst du denn aus?“, staunte der Familienvater mit offenem Mund über seinen sechsjährigen Sohn, an dem von oben bis unten Schlammspritzer hafteten.
      Yami Bakira, der schlammbespritzte Akira. Fei lernt Japanisch, oder so. Wirkt das authentisch Fei-isch? xD Und ich liebe die völlige Banalität dieser Aussage!

      Tammy: Ich finde nicht so banal, dass einer Suzuka Nakamura, mit ihren vier Jahren an Erfahrung, die sie mehr als der kleine Akira besitzt, noch immer solche Malheurs passieren können. Zum Glück spielt sie keinen Baseball, sonst würden wohl sämtliche Pitcher am Ende des Spiels wegen von geschleuderten Schlägern zertrümmerter Gesichter in der Notaufnahme landen. Ein Gaumenschmaus einer Vorstellung! :sabber2:

      „U-und jetzt? Wie soll ich das denn sauber bekommen? Wo ist Chihiro eigentlich?“, seufzte Ryuichi, fuhr sich kurz durch das schwarze Haar [...]
      ER FÄHRT SICH DURCH DAS SCHWARZE HAAR?!

      EDGELORD DETECTED. EDGELORD DETECTED. PLEASE FASTEN YOUR SEATB... ääh, PLEASE STAY CALM AND WAIT FOR FURTHER INSTRUCTIONS.


      *Panikattacke vorbei* Netter Kerl, der Ryuichi. (:

      Die fünfjährige Chihiro sprintete wie der Blitz auf ihren Vater zu, umkurvte mit mehr Glück als Verstand die Dracenapalme und fiel ihm in die Arme: „Papa! Da bist du ja endlich! Ich habe Hunger!“
      Die Vorstellung, wie dieser Satz in völlig grenzdebiler Intonation aus dem Mund dieses unschuldigen Dings kommt, ey ... :tlmao: ICH HOBE HUANGA. Oh, und noch was Grenzdebiles: Der Moment, wenn man statt Dracenapalme "Drachen-Facepalm" liest. LOL

      „Miyuki hat wieder etwas mit GEMÜSE gekocht! Ich hasse Bambussprossen und Tofu!“
      Oh mein Gott. Das Leben an Badass....ery (?) dieser Fünfjährigen IST NICHT ZU ÜBERTREFFEN. Nennt sie ihre Mutter wirklich in dem Alter schon mit dem Vornamen? Und dann beschwert sie sich auch noch so erwachsen!

      Tammy: Jaaa, Suzuka-Dummerchen, sieh und lerne! u.=
      Suzuka: Ich kam, sah, siegte! 8D Wenidi, widi, witschi.
      Tammy: Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll ... o_o
      Hotoke: Fangen wir mit Konfuzius an!
      Suzuka: Kong-Futsi? o.ô ICH WILL TSÄSARRRRR!! Dx<
      Hotoke: Ruhe, Suzuka, Ruuuuhe. ö.ö"

      Augenrollend stellte Ryuichi seinen Koffer in die Ecke, bevor er seine beiden Kinder an die Hand nahm und mit ihnen in die Waschküche trottete.
      Tammy: Tja, hätte das mal der olle Mototsu gemacht. Wer weiß, was dann aus Suzuka geworden wäre!
      Nono: Mototsu?
      Tammy: *genervt die Augen verdreh* Dann halt Tamotsu. Oder sowas. Ach, was weiß ich, ich kenne den doch gar nicht! Dx
      Hotoke: *Tamamo bedauernd beäug* Eine gequälte Seele, wahrlich. u.u

      Die Babysitterin spielte mit ihren beiden Pferdeschwänzen, um ihre Nervosität eher erfolglos zu kaschieren, [...]
      Ok, das hätte mich jetzt auch wirklich gewundert, wenn Chihiro ihre gude alde Okaa-san beim Vornamen genannt hätte. :'D

      „Nein, das weiß ich nicht. Ich bin 16, entweder gehe ich shoppen, in die Universal Studios, in die Halau, also Hulaschule, oder zocke zuhause auf dem Sofa mit Yuto. Aber sowas … das macht meine Mutter immer.“
      Oha. OHA. Ist das vielleicht Mins Brother from another Mother?! Na ja, so halb jedenfalls. xD Wobei ich auch wiederum stark bezweifle, dass Min als Studentin so verantwortungslos war, dass irgendjemand für sie die Wäsche waschen musste. Es sei denn, sie war gewitzt wie Rin und hat es andere für sich machen lassen, weil sie eine Künstlerin der Verlockung ist. 8)

      Tammy: Hey, das war mein Text. >:

      Es musste schön sein, in diesen Jahren aufzuwachsen, dachte sich Ryuichi, der seinen Eltern immer auf der Teefarm nahe Shizuoka aushelfen musste.
      Oje, das wird immer japanischer. xD Kind mit Baseball als Hobby, Großeltern oder andere Verwandte auf dem Land, denen man bei der Ernte oder sonstigem helfen muss, wenn man zu Besuch ist ... Très japonais, oui oui. Zumindest so, wie ich das so mitbekommen habe.

      Weder Japan noch Hawai'i konnten damals als Paradiese bezeichnet werden, in die heutzutage Scharen von Japanern, Chinesen und Amerikanern einflogen.
      Tjaa, das war wohl wirklich so. Ob im ländlichen Japan immer noch ein bisschen von diesem 30er-Jahre-Flair à la Japonaise existiert? Keine übermäßige Industrialisierung, aber trotzdem Autos und Radios und so weiter. Aber im Grunde immer noch hart schuftende Bauern, die in alten Holzhäusern wohnen und ihr Leben lang nichts von der Welt außer das eigene Tal sehen. Schon romantisch, die Vorstellung, wenn daraus nicht anderswo so einige Probleme wie Ignoranz und Xenophobie entwachsen würden. Dx

      Tammy: Ha! Seht ihr, es geht tragischerweise immer nur ums Aussehen. Meinen Akzent und meine kulturelle Zugehörigkeit kann ich jederzeit verändern, wenn ich nur genug will, also hätte die unterwürfige Konkubine des chinesischen Kaisers, Daji, nie jemand als Nicht-Japanerin erkannt! 8D
      Nono: Also willst du uns sagen, dass du offiziell assimilierte Japanerin bist? ;3 Den Namen hast du, du sprichst und schreibst fehlerfreies Japanisch, ja gar besser als so mancher Japaner, und dein Aussehen könntest du im Notfall durch deine magischen Fähigkeiten anpassen, sollten sie nicht japanisch genug sein!
      Tammy: Wenn du das sagst, klingt es schlecht. Giftmischerin! :achja:

      Aber Akira und Chihiro, Jahrgang 2020 und 2021, würden sicher nicht weniger Freiheit genießen als sie.
      HOPPLA. Eine super futuristische Geschichte! °o° Halt, warte mal. Das spielt 2026, oder? Das ist in 8 Jahren. SEIT WANN IST 2026 IN ACHT JAHREN?! DAS WAR MAL DIE FERNE ZUKUNFT!! xD

      Haustier Reira, ein Enekoro, das als Therapiekatze eingesetzt wurde, schmiegte sich an jedes Bein, dass die Mieze finden konnte.
      Eine ganz Zutrauliche, wie? x3 Hab mal irgendwo gelesen, dass Katzen das nur machen, wenn sie dir so viel vertrauen, dass sie die beiden Gerüche durch das An"reiben" vermischt. Das macht das aber nicht seltsamer, wenn fremde Straßenkatzen das machen, ich dachte immer, die wollen irgendwelches Ungeziefer "abschmieren". xDD

      „Willkommen zurück, Satsuki“, begrüßte Ryuichi seine Frau und brachte ihren beigen Mantel und die Medizintasche ins Büro, wo bereits der aufgeklappte Laptop grell im mittlerweile verdunkelten Erkerraum flimmerte.
      OMG ES IST SIIIIIIIIIE!! °O° Eine wahrliche Erweiterung des Min-Universums. Supercool. Und ich dachte schon, dass ein tragischer Plottwist offenbart, dass es gar keine Mutter mehr gibt. Aber das nehme ich doch lieber! Und jetzt fällt mir auch erst die subtile Andeutung durch die Buddha-Statue im Haus auf. Die hat natürlich nicht jeder!

      „Mein Vater hat angerufen. Er möchte uns am Samstag in ein gutes Teppanyaki-Restaurant einladen – alles, was du auf einer Stahlplatte grillen kannst!“
      OMG ES IST EEEEEERRRRRR!! °O° Okay, lassen wir das. Aber ich kann Satsukis Vater einfach nur leiden, ja LEIDEN, nicht nicht leiden, dafür, dass er nie Mins richtigen Namen kannte, ob aus Absicht oder nicht. xD Einfach nur ikonisch.

      „Misa-sama ist so cool! Später lasse ich mir die Haare auch mal grün oder blond färben!“
      Tammy: Das KANN ja nur schiefgehen. <__<" Wer hat sich sowas eigentlich ausgedacht? Eine Polizistin mit bunten Haaren, die sich in jüngeren Jahren von der besten Freundin ihrer mehr als nur vernünftigeren Cousine hat malträtieren lassen? Das ist skandalöser als die Polizei erlaubt!
      Nono: Hieltest du Satsuki auch weiterhin für mehr als nur vernünftiger, wenn ich dir sagen würde, dass sie ein fromme Buddhistin ist? :^)
      Tammy: Was? ô.o So etwas gibt es heutzutage noch? Zügle deine lügende Zunge, Giftmischerin!
      Hotoke: ö___ö

      Etwas Anderes, in einer Filiale von meinem Stammspa in Tokyo-Yoshiwara hat es gebrannt, aber niemand wurde verletzt. Wie das wohl mit einer kettenrauchenden Inhaberin wie unserer guten alten Rin passieren konnte?
      SIE HAT IHREN TRAUM VERWIRKLICHT. °.° Praise the Loooooord. Oder auch nicht. Oha, jetzt bin ich wirklich invested in die Umstände dieses Unfalls. Tja, war es denn ein Unfall? :achja: Vielleicht war es ja Rans ausgeklügelter Plan, sich selbst und das Spa in Flammen zu setzen, um untertauchen zu können!

      Nicht als erfolgreiche WellnessunternehmeRin – sondern als Ran, eine bildschöne und heißblütige Vulnonadame, die ihre obskuren Ziele mit eiskalter, berechnender Präzision verfolgte.
      Ich spüre, dass soeben eine neue Ära des Rintums angebrochen ist. HIYAAAAAH!! xDD

      Neben der etwas zurückhaltenden, höflichen Geisha Touka Nishikido aus Kyoto, die mit besagter Ran und sogar deren weißhaarigen Erzrivalen Inari eine besonders turbulente und wechselhafte Geschichte erlebt hatte, zählte auch die Tochter einer Patientenfamilie dazu.
      Tammy: Der weißhaarige Inari, oje, oje. :') So ein alter Sack aber auch. *mit funkelnden Augen Kuzunoha anschau* O Kuzunoha, weißt du, was dir von nun an bevorsteht? (▼U▼メ)
      Nono: Ich will es gar nicht wissen. =へ="
      Tammy: MUAHAHAHAHA. `U´

      Mit 21 war Suzuka Nakamura aus der südlichen Osakaer Banlieue Izumi – zumindest mehr oder weniger - bereit, als nun erwachsene junge Frau ihr eigenes Leben selbst in die Hand zu nehmen und ihre stressgeplagten Eltern Tsutomu und Yoko durch ihre zunehmende Selbstständigkeit etwas zu entlasten.
      Hotoke: Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie sich ihr Leben entfalten wird. Gesegnet wie die Anmut eines Schmetterlings auf der duftenden Wiese oder verflucht wie das lüsterne Dasein einer Motte ... u.u
      Nono: D-das war wirklich poetisch, Hotoke. ô.ô
      Suzuka: *sich an Hotoke schmieg* Yaaaay, Hotoke ist ein Po... äääh, Poet! x3
      Hotoke: ö_ö *sich nicht beirren lass und leise flüster, sodass es niemand hört* Oder vielleicht auch beides, denn auch der Schmetterling hat seine Begehrlichkeiten, nach denen er trachtet, und auch die Motte kann frei durch die Nacht flattern. u.u

      Es stand außer Frage, dass auch eine vulpine Mentorin namens Kuzunoha, eie weiße, einschweifige Vulnonalady ihren Teil zum Reifeprozess ihres manchmal etwas sonderbar auftretenden Schützlings beitrug.
      Nono: So habe ich das nur selten betrachtet, aber es gefällt mir. x3
      Hotoke: Wenn die kleine Suzuka dir kein Schützling ist, dann wäre Ran so etwas wie eine pädophile Stalkerin. uvu
      Nono: ö___________ö
      Hotoke: Hihi~ ^u^

      „Eine Kitsune-chan!“
      „Aaaah, kawaiiiii!“
      „Ich liebe Kitsune-chan!“
      „Noch nie habe ich eine Kitsune-chan anfassen dürfen!“
      „Sugoiiiii!“
      „Das kitzelt, Kitsune-chan!“

      In der Tat zuckersüß! x3 Ein echtes Déjà-vu! Oder, wie der Amerikaner es kennt: Day-jah-voo. Besenval würde sich in seinem Grabe umdrehen! Na ja, vielleicht auch nicht, im Jahr 2026. Wie alt ist er eigentlich? O:

      Beide ihre Elternteile verabscheuten dieses Mahl wie die böse Füchsin Tamamo no Mae die shintoistischen Reinigungsrituale.
      Hotoke: Doch nichts hasst sie mehr als einen buddhistischen Exorzismus~ ^.^
      Tamamo: Sag mal, hast du sie eigentlich noch alle? ô_ó Ich bin ein friedliches Wesen, mir muss niemand das Böse entziehen. Ich kann von keinem Dämon besessen sein, ich BIN ein Dämon. Kapiert?!
      Hotoke: *mit den Schultern zuck und pfeifend davonlatsch*
      Tamamo: Hm! ù.u

      „Grüß dich … Honoka. Wie aufregend kann ein Tag in diesem verschlafenen Nest nur sein?“
      Honoka? Oha, oha, oha! Ich spüre es, eine Erweiterung des Kitsune-versums! °o° Erzähl mir mehr über Honoka!

      Meine kleine Rinka-chan hat ein Reisbällchen von ein paar naiven ergaunern können.
      Honoka? Rinka? xD Fire Emblem Fates izzzz da! Na ja, fast, da heißt sie Hinoka. Aber beide haben ein feuriges Temperament, wie Vulnona! 8D

      Diese Suzuka ist jetzt 21, fuck, wie viel hat sich verändert?
      Suzuka: Jetzt gibt es nicht nur vier Fuchsis, sondern FÜNF. Eine glückliche Familie, yaaaahuuuuu!~ x3

      Uh, ein leicht melancholischer Abschluss zu dieser charmanten Geschichte. Tja, das war doch mal echt schön zu lesen, mit echten Japan-Vibes. Fehlten fast nur noch die Zikaden im Hintergrund, aber die kann man sich ja vorstellen. xD Sehr atmosphärisch, besonders der Anfang, und tatsächlich voller Anspielungen, die das Min-Universum erweitern. Wuuuuunderbar! °u° 10/10 would read again


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Schön, die Geschichte nun auch fertig zu sehen :D

      ich hatte bei unserer Vorleserunde leider nicht die Zeit, dir die bisherige Meinung zu sagen, da ich ja sehr spontan weg musste Dx'
      Aber das Ende hat mich nicht enttäuscht o3o Ich kann mich Rai nur anschließen. Amotsphärisch, mit humoristischen Ecken, der typische von dir gewohnte Japanische Flair, viele Beschreibungen. Dein Stil hat sich wirklich sehr erweitert, sehr verbessert :D
      Sehr Süß auch die Fuchs-Family qwq

      More of this! :)

      Fangeschichten #f-sandan# Lesecke #f-sandan# RedaktionSchreibworkshop #f-icognito-!# Lesezirkel
      Zzt krank und nicht verfügbar - Hand OP am 4.3.2019
    • Ich habe zwar keine neue Geschichte anzubieten, aber die Protagonisten und ihre Entourage haben euch trotzdem etwas mitzuteilen .3.

      @Rai

      Super mysteriöse Kansai-Geschichte, show me what you've got!
      Min: Aber der Luigi-Ryuichi ist doch Ausländer
      Satsuki: Er kommt aus der Chubu-Region. Aus Shizuoka. Also auch ein Johtojaner!
      Min: Aber kein Kansai-jin! Die sprechen fast so wie die Ossis!
      Satsuki: Oh Mann ... mein Kopf. uwu" Fröhlichen Tag der Einheit!


      Nein, ganz ehrlich, ich würde so ziemlich alles lesen, was das Min-Universum erweitert.
      Min: Auch so richtig banaler trivialer Scheiß? xD Aber gut, würde ich bei Suzunono auch! ;f;

      Also was auf jeden Fall schon mal aufkommt ist das Japan-Feeling. xD Meint er etwas Baseballlll? °3° Fehlt nur, dass er kein erwachsener Herr ist, sondern ein Spitzbub im Schulklub. I C O N I C
      Ryuichi: Baseball, genau! Die Fußballvereine nehmen meistens keine englischen Wörter, sondern von allen anderen europäischen Sprachen.
      Min: Borschtsch Shizuoka.
      Ryuichi: Nein, aber es gibt Jubilo Iwata und Shimizu S-Pulse. ._."
      Min: "Pulse" ist also nicht Englisch, gg.
      Ryuichi: Meistens. ._."


      Yami Bakira, der schlammbespritzte Akira.
      Fei: Ich dachte Bakira ist der aus dem Dschungelbuch. :o Köstlicher Bakira.
      Min: Lösch dich doch einfach.
      Fei: Buhuhuhu;v;


      Tammy: Ich finde nicht so banal, dass einer Suzuka Nakamura, mit ihren vier Jahren an Erfahrung, die sie mehr als der kleine Akira besitzt, noch immer solche Malheurs passieren können. Zum Glück spielt sie keinen Baseball, sonst würden wohl sämtliche Pitcher am Ende des Spiels wegen von geschleuderten Schlägern zertrümmerter Gesichter in der Notaufnahme landen. Ein Gaumenschmaus einer Vorstellung!
      Satsuki: In der Schule spielen die auch Baseball wie in Europa Handball oder so, also kannst du dich auf was freuen. o.o

      ER FÄHRT SICH DURCH DAS SCHWARZE HAAR?!
      Ryuichi: It is me, EDWIN!

      EDGELORD DETECTED. EDGELORD DETECTED. PLEASE FASTEN YOUR SEATB... ääh, PLEASE STAY CALM AND WAIT FOR FURTHER INSTRUCTIONS.
      Misato: Ob ich mit 25 immer noch edgy bin?
      Satsuki: o-o" Misa-chan, du bist nicht edgy. Du bist nur ein bisschen rebellisch!
      Misato: A-aa-aaah mein Arm verkrampft hnnnnng! Q_Q
      Satsuki: *weint innerlich* T_T


      Die Vorstellung, wie dieser Satz in völlig grenzdebiler Intonation aus dem Mund dieses unschuldigen Dings kommt, ey ... ICH HOBE HUANGA. Oh, und noch was Grenzdebiles: Der Moment, wenn man statt Dracenapalme "Drachen-Facepalm" liest. LOL


      Oh mein Gott. Das Leben an Badass....ery (?) dieser Fünfjährigen IST NICHT ZU ÜBERTREFFEN. Nennt sie ihre Mutter wirklich in dem Alter schon mit dem Vornamen? Und dann beschwert sie sich auch noch so erwachsen!
      Chihiro: Neeeeein Miyuuukii ist ein Mädchen, auf das wir aufpassen! o3o
      Miyuki: Ich passe auf euch auf, Süße. .-.


      Tammy: Jaaa, Suzuka-Dummerchen, sieh und lerne! u.=
      Suzuka: Ich kam, sah, siegte! 8D Wenidi, widi, witschi.
      Fei: Suzu-chan kann Italienisch. :o Buonforno!


      Tammy: Tja, hätte das mal der olle Mototsu gemacht. Wer weiß, was dann aus Suzuka geworden wäre!
      Nono: Mototsu?
      Tammy: *genervt die Augen verdreh* Dann halt Tamotsu. Oder sowas. Ach, was weiß ich, ich kenne den doch gar nicht! Dx
      Hotoke: *Tamamo bedauernd beäug* Eine gequälte Seele, wahrlich. u.u
      Min: Mototsu ist Sazzys Daddy.
      Satsuki: ö__ö How about no?
      Min: Plottwist, Herr Nakamura betrügt seine Frau mit Sazzy Tanaka.
      Satsuki: Ich heiße so nicht, aber okay.
      Min: Ach komm, fast alle Japaner haben bestimmt einen Tanaka im Stammbaum drin! Zusammen mit Yamamoto ist Tanaka der häufigste Name in Westjapan, gerade in Osaka! Dort gibt es 125.000 Tanakas, genau wie Koreaner!
      Satsuki: Und du hast bestimmt auch irgendwelche Kims, Lees und Parks in der Familie.
      Min: Probably ...? ô.o


      Ok, das hätte mich jetzt auch wirklich gewundert, wenn Chihiro ihre gude alde Okaa-san beim Vornamen genannt hätte. :'D
      Min: Sie nennt sie Sazzy-chan.
      Chihiro: Nein, manchmal Okaa-chan, wenn ich sie tröste. :c
      Min: Nenn sie doch mal Vierauge. ;D
      Satsuki: MIN! Ò_Ó
      Chihiro: Min-sensei ist weise. :o
      Min: ^_^


      Oha. OHA. Ist das vielleicht Mins Brother from another Mother?! Na ja, so halb jedenfalls. xD Wobei ich auch wiederum stark bezweifle, dass Min als Studentin so verantwortungslos war, dass irgendjemand für sie die Wäsche waschen musste. Es sei denn, sie war gewitzt wie Rin und hat es andere für sich machen lassen, weil sie eine Künstlerin der Verlockung ist. 8)
      Min: Studentenwaschmaschinen funktionieren doch ganz einfach, Münze, Kleidung und Pulver rein, fertig. ;D
      Fei: Ich habe mal das Pulver in den Schlitz der Münze geschüttet. o_o"
      Min: Du bist ja auch eine ganz besondere Art Mensch.


      Tammy: Hey, das war mein Text. >:
      Min: Du weißt ja, ich bin das schöne Juwel der Verführung, genau wie du! *küsst Tamamo auf die Fellwange* ;*


      Oje, das wird immer japanischer. xD Kind mit Baseball als Hobby, Großeltern oder andere Verwandte auf dem Land, denen man bei der Ernte oder sonstigem helfen muss, wenn man zu Besuch ist ... Très japonais, oui oui. Zumindest so, wie ich das so mitbekommen habe.
      Min: Wusstest du, wer noch als Kind Baseball als Hobby hatte und sogar richtig gut darin war? Donald Trump!
      Akira: Kann Trump-sama vielleicht mal für die Dragons spielen? :o
      Min: Nein, der würde bestimmt eher zu den Hiroshima Toyo Carps gehen, um dann irgendwelche edgy Hiroshima-Sprüche abzusondern, sowas wie "nie habe ich mehr gestrahlt als hier". *shrug*
      Akira: o_o"
      Min: Ich habe nie behauptet, dass die Sprüche witzig oder taktvoll sind. :/


      Tjaa, das war wohl wirklich so. Ob im ländlichen Japan immer noch ein bisschen von diesem 30er-Jahre-Flair à la Japonaise existiert? Keine übermäßige Industrialisierung, aber trotzdem Autos und Radios und so weiter. Aber im Grunde immer noch hart schuftende Bauern, die in alten Holzhäusern wohnen und ihr Leben lang nichts von der Welt außer das eigene Tal sehen. Schon romantisch, die Vorstellung, wenn daraus nicht anderswo so einige Probleme wie Ignoranz und Xenophobie entwachsen würden. Dx
      Ryuichi: Die gibt es schon, Japan hat sehr viele ländliche Gebiete. Getränkeautomaten und Konbinis sind trotzdem an jeder Ecke, aber auch Bambuswälder, Reis- und Teefelder.
      Satsuki: Das ist ja wie bei Naruto dann. Irgenwie romantisch.
      Min: Xenophobie ist auch romantisch! Es erinnert mich an die Südstaatenidylle, wo jeder noch sein eigenes Grundstück bewachen darf!
      Satsuki: Okay, willst du jetzt nach Texas ziehen?
      Min: Ich wäre ein tolles Cowgirl!
      Satsuki: Träum weiter, Pocahontas!


      Tammy: Ha! Seht ihr, es geht tragischerweise immer nur ums Aussehen. Meinen Akzent und meine kulturelle Zugehörigkeit kann ich jederzeit verändern, wenn ich nur genug will, also hätte die unterwürfige Konkubine des chinesischen Kaisers, Daji, nie jemand als Nicht-Japanerin erkannt! 8D
      Nono: Also willst du uns sagen, dass du offiziell assimilierte Japanerin bist? ;3 Den Namen hast du, du sprichst und schreibst fehlerfreies Japanisch, ja gar besser als so mancher Japaner, und dein Aussehen könntest du im Notfall durch deine magischen Fähigkeiten anpassen, sollten sie nicht japanisch genug sein!
      Tammy: Wenn du das sagst, klingt es schlecht. Giftmischerin!
      Akira: Kannst du auch einen Mexikaner nach machen? °0°
      Fernando: Ich habe nichts gegen die Darstellung mit Mariachis und Sombrero, nur dieses "Steal and Rape" sollten die Leute schleunigst vergessen.
      Min: Wegen dir müssen wir hier auch noch eine Wall bauen.
      Fernando: Wo denn?
      Min: Durch die japanischen Alpen oder so. Happy Wiedervereinigung!


      HOPPLA. Eine super futuristische Geschichte! °o° Halt, warte mal. Das spielt 2026, oder? Das ist in 8 Jahren. SEIT WANN IST 2026 IN ACHT JAHREN?! DAS WAR MAL DIE FERNE ZUKUNFT!! xD
      (Es ist von Mins Geschichte aus gesehen 13 Jahre weiter, als schon ein Stück näher jetzt xD)

      Eine ganz Zutrauliche, wie? x3 Hab mal irgendwo gelesen, dass Katzen das nur machen, wenn sie dir so viel vertrauen, dass sie die beiden Gerüche durch das An"reiben" vermischt. Das macht das aber nicht seltsamer, wenn fremde Straßenkatzen das machen, ich dachte immer, die wollen irgendwelches Ungeziefer "abschmieren". xDD
      Reyra: *schnurrrrrr*
      Ryuichi: Sie ist genau die richtige Katze für unsere Kinder. :3


      OMG ES IST SIIIIIIIIIE!! °O° Eine wahrliche Erweiterung des Min-Universums. Supercool. Und ich dachte schon, dass ein tragischer Plottwist offenbart, dass es gar keine Mutter mehr gibt. Aber das nehme ich doch lieber! Und jetzt fällt mir auch erst die subtile Andeutung durch die Buddha-Statue im Haus auf. Die hat natürlich nicht jeder!
      Satsuki: Wie in Toukas Familie. qwq" Aber ja, ich habe mich in der Zwischenzeit nicht von Ran holen lassen. ^-^
      Ran: Außer für ein paar hübsche Wellness-Abende. ;3
      Satsuki: ;3 <3


      OMG ES IST EEEEEERRRRRR!! °O° Okay, lassen wir das. Aber ich kann Satsukis Vater einfach nur leiden, ja LEIDEN, nicht nicht leiden, dafür, dass er nie Mins richtigen Namen kannte, ob aus Absicht oder nicht. xD Einfach nur ikonisch.
      Minoru: Immerhin lässt uns Mina ein bisschen in Ruhe, seit sie weggezogen ist. Sie ist ein anstrengendes Mädchen. u_u"
      Satsuki: Sie ist nicht viel anstrengender als Misato. :o
      Minoru: Darüber lässt sich diskutieren.

      Tammy: Das KANN ja nur schiefgehen. <__<" Wer hat sich sowas eigentlich ausgedacht? Eine Polizistin mit bunten Haaren, die sich in jüngeren Jahren von der besten Freundin ihrer mehr als nur vernünftigeren Cousine hat malträtieren lassen? Das ist skandalöser als die Polizei erlaubt!
      Nono: Hieltest du Satsuki auch weiterhin für mehr als nur vernünftiger, wenn ich dir sagen würde, dass sie ein fromme Buddhistin ist? :^)
      Tammy: Was? ô.o So etwas gibt es heutzutage noch? Zügle deine lügende Zunge, Giftmischerin!
      Hotoke: ö___ö
      Misato: Hier bin ich mit 20.

      Satsuki: Ja, mit Stinkefinger, Lady Gaga-Pose und rausgestreckter Zunge wirkst du schon gleich vernünftiger, die Haare ändern ALLES! *eyeroll*
      Misato: Sagt die, die immer noch blonde Strähnchen hat!
      Satsuki: Dezent, Schätzchen, dezent betonend.


      SIE HAT IHREN TRAUM VERWIRKLICHT. °.° Praise the Loooooord. Oder auch nicht. Oha, jetzt bin ich wirklich invested in die Umstände dieses Unfalls. Tja, war es denn ein Unfall? Vielleicht war es ja Rans ausgeklügelter Plan, sich selbst und das Spa in Flammen zu setzen, um untertauchen zu können!
      Rin: You'll never know! ~°3°~

      Tammy: Der weißhaarige Inari, oje, oje. :') So ein alter Sack aber auch. *mit funkelnden Augen Kuzunoha anschau* O Kuzunoha, weißt du, was dir von nun an bevorsteht? (▼U▼メ)
      Nono: Ich will es gar nicht wissen. =へ="
      Tammy: MUAHAHAHAHA. `U´
      Inari: Ich bin jünger als Ran, nur damit ihr es wisst! `U´

      Hotoke: Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie sich ihr Leben entfalten wird. Gesegnet wie die Anmut eines Schmetterlings auf der duftenden Wiese oder verflucht wie das lüsterne Dasein einer Motte ... u.u
      Nono: D-das war wirklich poetisch, Hotoke. ô.ô
      Suzuka: *sich an Hotoke schmieg* Yaaaay, Hotoke ist ein Po... äääh, Poet! x3
      Hotoke: ö_ö *sich nicht beirren lass und leise flüster, sodass es niemand hört* Oder vielleicht auch beides, denn auch der Schmetterling hat seine Begehrlichkeiten, nach denen er trachtet, und auch die Motte kann frei durch die Nacht flattern. u.u
      Akira: Ich möchte diese Suzuka kennenlernen! *_*
      Chihiro: Ja sie ist voll cool! *_*
      Ryuichi: Sie ist 21.
      Akira: Du und Mama seit fast 40. o.o"
      Satsuki: Seid, nicht seit. Es heißt ja auch nicht Insel Sato.
      Chihiro: Aber ich lese gerne die Geschichten vom Marquis Sato. :o
      Satsuki: W-was?! o_o"
      Chihiro: Ayumi-san hat mir ein paar Ausschnitte zum Hiraganalernen geschenkt. ^_^ Otousan, was heißt denn dieses Kanji da? :o
      Ryuichi: Das lernst du in der 6. Klasse. Nicht ohne Grund ... <_<


      Nono: So habe ich das nur selten betrachtet, aber es gefällt mir. x3
      Hotoke: Wenn die kleine Suzuka dir kein Schützling ist, dann wäre Ran so etwas wie eine pädophile Stalkerin. uvu
      Nono: ö___________ö
      Hotoke: Hihi~ ^u^
      Ran: Sassy Girl ... ö___ö

      In der Tat zuckersüß! x3 Ein echtes Déjà-vu! Oder, wie der Amerikaner es kennt: Day-jah-voo. Besenval würde sich in seinem Grabe umdrehen! Na ja, vielleicht auch nicht, im Jahr 2026. Wie alt ist er eigentlich? O:
      (Ich habe leider keine Ahnung, wie das mit den Pokemon da funktioniert, Lebensspanne und so. Aber geistig zum Zeitpunkt von Mayu Anfang 50.)

      Honoka? Rinka? xD Fire Emblem Fates izzzz da! Na ja, fast, da heißt sie Hinoka. Aber beide haben ein feuriges Temperament, wie Vulnona! 8D
      Honoka: -ka heißt auch Feuer. ;D Oder Blume.

      Suzuka: Jetzt gibt es nicht nur vier Fuchsis, sondern FÜNF. Eine glückliche Familie, yaaaahuuuuu!~ x3
      Ran: Jaaaa! ^_^ Nono, Tammy, Inari, Honoka, Honokas Welpe, mich ... das sind sechs, Herr Gott Sakra, kannst du nicht bis 6 zählen?!
      Min: Vielleicht zählt sie einen nicht dazu. Inari wegen Sexismus, Tamamo wegen Rassismus oder Rinka wegen Ageism. Oder dich wegen Lookism.
      Ran: HAST DU MICH GERADE HÄSSLICH GENANNT?!
      Min: Du bist seit 3000 Jahren am verr- ... äh ... *rennt um ihr Leben* ö__________ö
      Ran: *Feuersturm*


      Uh, ein leicht melancholischer Abschluss zu dieser charmanten Geschichte. Tja, das war doch mal echt schön zu lesen, mit echten Japan-Vibes. Fehlten fast nur noch die Zikaden im Hintergrund, aber die kann man sich ja vorstellen. xD Sehr atmosphärisch, besonders der Anfang, und tatsächlich voller Anspielungen, die das Min-Universum erweitern. Wuuuuunderbar! °u° 10/10 would read again
      Satsuki: Die Zikaden sind im Oktober schon tot. xD Aber mich freut, dass dir unsere kleine Zukunftsreise gefallen hat! ^_^






      Satsuki: Und jetzt zu dir, Knuddelsan-san! @Isanya Vielleicht kommst du uns in Japan mal besuchen, wenn es dir auch gefällt. Dann fahren wir mal in das Zao Village bei Sendai und schauen uns zusammen ganz viele Fuchsfamilien an!
      ;D
      Ran: Wenn sie zu mir ins Flauschspa kommt, sieht sie schon eine hübsche Füchsin. ;3 Hrr hrr!
      Min: Oh, das wäre schön! .3. Ich habe San-chan echt gern! Wenn ja schon Chris oder Steven nicht fliegen dürfen ... qwq"
      Satsuki: Du hattest doch nie mit Chris zu tun, warum wünschst du ihn hier?
      Min: Der ist genauo durch wie Toukas Freundin Raazu und Mishato selbst, das ist mir sympathisch. Und ... genauso durch wie ich, schätze ich mal. ^^"

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Es lohnt sich einfach nicht, wenn ich mal alle paar Monate eine einzelne Kurzgeschichte eröffne, direkt einen neuen Thread zu eröffnen. Auch wenn das, was jetzt folgt, mit keinem der bisher hier erschienenen Charakteren auch nur irgendetwas zu tun hat, werde ich es genau hier einordnen.

      Es ist OFFTOPIC, die Spielwelt ist die normale Welt (Westküste der USA, Oregon) mit hoffentlich spürbaren Life is Strange-Vibes. :3 Ca. 3500 Wörter, aber einfach mal etwas Anderes als das, was ich sonst anbiete. Auch wenn die Charaktere schon ihre Seelenverwandten unter meinen Figuren haben. :'D



      Urteil: Provinzgefängnis



      Dem sanften Rauschen der Wellen sagte man seit jeher eine beruhigende Wirkung nach und in der Tat glich ein einsamer Strand an einem ausreichend warmen Tag einem Stückchen Paradies auf Erden. Frech ragte eine cremefarbene, spärlich bewaldete Landzunge ins Meer, als ob sie die aufregende Weite des Pazifiks erschmecken wolle, denn wer würde sich nicht wünschen, einen Nachmittag an einem verschlafenen Plätzchen wie diesem zu verbringen, ja womöglich mehrere Tage, Monate, Jahre seines Lebens? Und doch war auch diese kleine Welt, in der einfach alles heil und in Ordnung schien, nicht gefeit vor den Übeln der Gesellschaft. Es bedurfte keiner Horden voller feierwütiger Gestalten aus zwielichtigen Milieus, denn selbst die etwa tausend Bewohner und die Hand voll verirrter Touristen schafften es, das malerische Eck am Cape Kiwanda mit erschreckender Regelmäßigkeit und Effizienz in eine weniger pittoreske Müllhalde zu verzaubern. Coladosen, Chipstüten und Zigarettenstummel erweckten im körnigen Sand nicht den gemütlichsten Eindruck, doch als eher schweigsame Zeitgenossen, die lediglich bei einem unachtsamen Fußtritt vor Schmerzen knisterten und knirschten, erhielten sie die friedliche Geräuschkulisse intakt.
      „Boah, ey, hast du die scheiß Zigarette da hin geworfen? Ey, willste mich verarschen? Da habe ich gerade eben alles, jedes einzelne Scheißdrecksmistteil aufgeräumt, und dann kommt da so ne Olle, die den ganzen Tach auf dem Bahnhofsvorplatz Joints dreht und wirft ihre Scheiße dahin? Samma! Hör ma', dat kannste nicht machen, Mädchen! Nicht – mit – mir!“, fegte ein Hurricane aus binnen Nanosekunden sorgfältigst erlesenen Wörtern über die idyllische Küste des nördlichen Oregons. Mit viel Fantasie ließen sich Parallelen zu der engelsgleichen Stimme, eines Countrystars erkennen, doch nicht jeder war bereit, diese Fantasie beim Anblick eines stämmigen, auf dem Zenit seiner Rage sogar vollkommen grobschlächtig wirkenden Mannes zu investieren. Die dichte Wolkendecke gab ihr Bestes, um die Glatze des Mittvierzigers vor den Sonnenstrahlen zu schützen, doch das Haupt war trotz dessen so glutrot angelaufen wie nach einem Tagesmarsch durch das Death Valley. Feindselig funkelten ihn zusammengekniffene, grüne Augen an – wenn Blicke töten könnten, würde diese Situation dem lebensfeindlichen Wüstental in Arizona in nichts nachstehen!
      Stundenlang waren der Glatzkopf und seine zugeteilte Partnerin in kommunikationsloser Koexistenz miteinander zurechtgekommen, doch als die junge Erwachsene bereit war, ihre Zigarette im Sand zu erlöschen, sie in einer der vielen großen Mülltüten neben ihr zu versenken und dem in sich ruhenden Buddha entgegenzutreten, schienen die Sekunden der marinen Ruhe endgültig gezählt: „God damn it, du Idiot kannst die Schuld schön bei dir selbst suchen! Wer vergisst denn seine Brille und übersieht mit den kleinen Schweinsäuglein die ganzen Kleinteile? So werden wir nie fertig, so nicht! Whatever, dork ...“
      „Mit deiner Einstellung dreimal nicht, Punk! Und außerdem trage ich Kontaktlinsen!“
      Die grauen Augen des sichtlich gereizten Mannes verengten sich ebenfalls und musterten unter Hochspannung diese ebenso geladene Gestalt einer jungen Frau, die für das ungeübte Mittelstandsauge sicherlich als Musterbeispiel einer gescheiterten Existenz hätte durchgehen können. Was Gregory auf der gegenüber liegenden Seite auffiel, waren in erster Linie karamellförmige, mit rubinroten Strähnen durchzogene Haare. Diese waren auf der linken Seite kurz rasiert, von der Mitte aus jedoch endeten sie in einem überlangen Seitenscheitel vorne, während das hintere Ende ein etwa brusthoher Pferdeschwanz markierte. Die Hände tief in den Taschen ihrer schwarzen Lederjacke vergraben, schritt Chelsea in ihrer dunkelblauen, zerrissenen Jeans gemächlich auf Gregory zu und stoppte weit hinter der amerikanischen Komfortzone für Distanzen zu unbekannten Gesprächspartnern.
      Aus der Nähe erkannte Greg mehrere Ohrenpiercings und ein Nietenarmband, doch auch ein deutliches Warnsignal nahm er mit dem verächtlichen Schnauben der jungen Rebellin wahr, das selbst einen Mann wie ihn zur Deeskalation bewegen: „Na hör mal, wenn wir uns jetzt gegenseitig die Birne dreschen, können wir mit der ganzen Scheiße hier nochmal von neu beginnen. Auf noch mehr Sozialstunden hab ich keinen Bock, ey, und du sicher auch nicht. Was haste eigentlich so verbrochen?“
      Ein leichtes Grinsen manifestierte sich auf Chelseas Lippen, als sie ihr Gegenüber kurz und bündig aufklärte: „Hab – unter anderem - mal ein paar trostlose Gebäude etwas … verschönert. Selbst dieses gottverlassene Kaff hat ein Fünkchen Coolness verdient. Und du, Glatze?“
      „Du nennst mich nicht Glatze, haben wir uns verstanden? Ich bin der Gregory. Gregory Sharp. Kannst aber ruhig auch Greg zu mir sagen.“
      „Yo, alright. Chelsea Hayes, bin eigentlich gebürtig aus Portland, aber wie du siehst ...“, verlor sich der Blick der jungen Sprayerin für einen kurzen Moment in der schier unendlichen Weite des Pazifiks: „... bin ich nicht in Portland, sondern hier. In fucking Pacific City, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen.“ Für einen kurzen Moment ließ Gregory seine allererste Ankunft in diesem Tausend-Seelen-Nest Revue passieren. Bei der Bezeichnung „City“ hatte er an eine zumindest halbwegs stattliche Siedlung gedacht, nicht an ein „Rattenloch am Arsch der Welt“, auch wenn es sich seiner Meinung nach durchaus um ein „schönes Rattenloch“ handelte.
      „Ich mein', kann ja sein, dass ich einem da schon mal so ein bisschen an die Gurgel gegangen bin“, gab der haarlose Hitzkopf kleinlaut zu, als er sein ultramarines T-Shirt glattstrich: „Aber dat die mir dann sowas sagen, wie ich müsste an meiner Aggressionsbewältigung optimieren, weißte, und dafür schicken die mich in die Pampa. Ich versteh' dat nicht, ich bin die Ruhe selbst, guck mich doch an.“ Ein, zwei, drei Schritte blindlings durch den Sand zurück reichten völlig aus, dass Chelsea in Ermangelung an Stillhaltevermögen einen der prallgefüllten Müllbeutel mit ihrem Bein komplett umwerfen ließ.
      Die letzten Worte hätten den ein oder anderen vermutlich in den trügerischen Glauben eingelullt, als würde man nach einer solch tollpatschigen Aktion mit der „Ruhe selbst“ konfrontiert werden, doch Gregory verschwendete nicht den geringsten Gedanken daran, erfasst von seinem feurigen Temperament, diese Behauptung in auch nur irgendeiner Hinsicht zu belegen: „Samma, haste se noch alle? Wie kann man denn so unglaublich doof sein? Da könnt' ich schon wieder am Rad drehen, wenn ich sowas hier sehe! Die ganze verkackte Scheiße kannste jetzt alleine wieder … AAAAH AUUUA JETZT BIN ICH IN SO EINE SCHEIß VERSCHISSENE GLASSCHERBE GETRETEN! OH MANN, TUT DAS WEH! ICH DACHTE, DU BLÖDE KUH HAST HIER SAUBERGEMACHT?!“
      "Alter, halt's Maul, die hab' ich alle weggeräumt!", fauchte Chelsea ungehalten zurück. Ungeachtet dieser melodramatischen Darbietung, die einen Shakespeare interessiert die Augenbraue hätte zucken lassen, hatte sich ein Steinchen zwischen Sandalensohle und Fuß des cholerisch veranlagten, selbsternannten Ruhepols geklemmt und wartete nur darauf, wieder in schweißfreie Freiheit entlassen zu werden. Nachdem dies erreicht wurde, bestand kein Gesprächsbedarf mehr. Beide waren einfach nur froh, die monotone Arbeit hinter sich zu bringen und ein wohlverdientes Abendessen zu empfangen.



      Das Star Spangled Banner flatterte mit bewundernswerter Grazie und Eleganz über dem Dach des großen Backsteingebäudes, dessen alte Mauern Stück für Stück in das goldene Morgenlicht getaucht wurden. Aus Chelseas Sicht war es fast noch Nacht, als sie mit einer Spraydose herumhantierte, die sie noch nie in der Hand gehalten hatte. Was am Vortag geschah, schien nun vergessen, böses Blut geronnen.
      „Boaaah, guck' dir mal die Scheiße da an! Wie dat aussieht!“, bemängelte Frühaufsteher Greg die diversen Graffitis auf der Mauer, deren unterschiedliche Stile auf unterschiedliche Verursacher schließen ließen, bis er die junge Frau auf sich zu schlittern sah: „Wat is' denn mit dir los? Du weißt schon, dass du mithelfen musst, um diesen Mumpitz da abzubekommen!“
      Chelsea bremste abrupt, aber kontrolliert ab und zog sich ihre Inline-Skates dann in der Hocke aus, vertrat allerdings ein anderes Urteil über die Malereien und Schmierereien: „Geez, chill mal ... das da drüben und hier das Gekritzel da oben kannst du gerne verdammen, aber dieses kleine Kunstwerk hätte ein längeres Leben verdient, auch wenn es nur in diesem jämmerlichen Notstandsgebiet ist.“ In schwarzem Skaterrock und darunter versteckten Shorts hatte die Brünette mit den roten Strähnen bereits im Voraus ein Outfit gewählt, in dem sich bequem eines ihrer Hobbys während der Arbeitszeit ausüben ließ. Sie hatte ihre rechte Hand auf einer aufgesprühten USA-Karte in XXL-Format platziert, oder zumindest dort, wo sich die Grenze zwischen California und Arizona befand.
      „Dat hast du da hingeschmiert? Nicht schlecht, aber meinste nicht, dass du für sowas nicht besser jemand fragst? Dat sieht ja schon cool aus, irgendeiner hätte sicher ein Interesse daran“, betrachtete Greg Chelseas kleines Kunstwerk intensiver und streichelte sich nachdenklich sein Kinn, die Augen auf diverse Details wie den Grand Canyon oder die Palmen von Hawai'i fokussiert.
      „Yo, Coach Tanner vom Baseballteam fand das jetzt nicht so geil, unsere Schulsporthalle zu dekorieren.“
      „Biste da zur Schule gegangen?“, hakte der nun tatsächlich in Anbetracht eines anregenden Dialogs endlich wirklich in sich ruhende Wüterich nach, während er auf einem der unbequemen Holzhöckerchen Platz nahm und das Anti-Graffitigel auf ein unbedeutendes Gang-Kürzel aufzutragen begann: „Also so richtig, meine ich, Chelsea. Nicht runtergeflogen oder so.“
      Chelsea antwortete zunächst mit einem süffisanten Grinsen, bevor auch sie ein paar Meter weiter die Mauer zu reinigen begann: „Da nicht, nein. War denkbar knapp, aber da nicht. Das College wiederum … ist 'ne andere Geschichte. Hatte ein Stipendium, das mir den Besuch überhaupt erst ermöglichte, aber als die dann irgendwie an die Akten meiner Jugendsünden kamen, war es schon wieder vorbei mit der großzügigen Förderung. Hab dann ein bisschen überreagiert, also in etwa so wie du gestern – und dann war ich schon exmatrikuliert.“
      „Ja und ein anderes College?“
      „Ohne Stipendium? No way! Mum kommt als alleinerziehende Krankenschwester halbwegs gut über die Runden, auch für Mabel. Also unsere Katze, eine Birma. Ich liebe meine kleine flauschige Tonne so sehr ...“
      Greg kratzte sich etwas ratlos an den blanken Schläfen, als er sich mit dem Abrieb der eingetrockneten Farbschicht auseinandersetzte, kramte dann jedoch in seinen eigenen Erinnerungen: „Ich selbst war nie auf dem College. 'Aus dem wird doch nie was', haben die immer zu mir gesagt. Da könnte ich heute noch ausflippen, wenn ich sowat höre! Später bin ich dann Elektriker geworden, hab mir mit viel harter Arbeit und Fleiß etwas aufgebaut, mit dem sich leben lässt. Am Anfang dachte ich auch nie, dass das genau mein Ding wäre oder so. Im Nachhinein denke ich mir, dass ich mir vieles hätte einfacher machen können, wenn ich nicht so stur und dickköpfig gewesen wäre. Schließlich war ich da erwachsen, zwanzig, wer will MIR denn schon wat sagen?“
      Ein leises, fast schon verlegenes Kichern entfuhr der Rollerskaterin, die ein gemütlicheres Arbeitstempo bevorzugte: „Ich bin 21, stur und dickköpfig.“
      „Und verdammt lahmarschig, wenn du so weiter machst, sitzen wir noch nach Sonnenuntergang hier!“



      Mit einer Zigarette im Mund drehte Chelsea ein paar Runden auf dem Parkplatz der Sporthalle, um sich eine Pause vor der richtigen Pause nach der langweiligen Schufterei zu gönnen. Muffins, Donuts und ein Sandwich lagen parat, beziehungsweise Muffins und Donuts, nachdem sich Greg gierig das dreistöckige Corned Beef-Sandwich unter den Nagel riss und es mit großem Appetit verzehrte. Ein schlaksiger Mann mit schokoladenbraunen, zurückgegelten Haaren und eine blonde Brillenträgerin, beide in Jeans und Jackett, betrachteten mit ernstem, prüfenden Blick die ungewöhnliche Arbeitskleidung der Sanktionierten. Sie waren irgendwo zwischen dem Alter ihrer beiden Schützlinge angesiedelt, doch der Anblick ließ den Gesichtsausdrücken zufolge sicherlich das ein oder andere Haar ergrauen.
      „Hayes! Du siehst ja nicht aus, als ob du arbeitest“, murrte der mit seinen blauen Augen wenig erfreut dreinschauende Mann, der von Chelsea ohne größeres Interesse umkurvt wurde.
      „HAYES!“
      Gemächlich stoppte die junge Frau ab, nahm ihre Kopfhörer aus den Ohren und ließ verdutzt ihren Blick zu dem genervt wirkenden Sozialarbeiter-Duo gleiten: „Ugh. Jonathan. Was is'? Mittagspause. Couldn't care less about your shit now.“
      „Die wie vielte? Die Fünfte? Wenn du glaubst, du könntest die Zeit durch ... 'Chillen' totschlagen, hast du deine Rechnung ohne uns gemacht“, wies Jonathan die widerborstige Rollerskaterin zurecht und fuhr sich durch die Haare, um sich zu vergewissern, dass sie wirklich sitzen. Der letzte windige Tag hatte ihm ohne Gel nur beißenden Spott und Häme besorgt.
      Ein feindseliges Glitzern blitzte in den Augen von Greg, dem Ortsfremden auf: „Wat seid ihr denn für Vögel? Erst schicken die mich von Salem in dieses Provinznest hier, wo se euch irgendwo als Lakaien aufgegabelt haben. Und dann, hör ma', den ganzen Vormittag freue ich mich schon wie Bolle auf meine Mittagspause und dann latscht ihr hier vorbei und ruiniert mir die Stimmung, da könnte ich wieder loslegen zu kotzen, ey!“
      „Loslegen zu arbeiten wäre besser“, entgegnete die kühle Stimme der Blondine an Jonathans Seite, die mit der gerade einen Schokoladendonut beißenden Chelsea bereits ebenfalls ihre Erfahrungen gemacht hatte: „Meinst du nicht auch, Hayes?“
      „Nope“, erteilte die junge Dame mit dem außergewöhnlich frisierten Karamellhaar ihr eine Abfuhr mit vollem Mund: „Aber ihr könnt für mich nach Lincoln City fahren und mir was aus dem McDonald's oder Starbucks mitbringen. Sowas gibt's hier ja nicht.“
      Jonathan seufzte bereits zu diesem frühen Zeitpunkt entnervt auf, wischte sich mit der Hand durch das glattrasierte Gesicht: „Wir sind nicht deine Pagen, das haben Crystal und ich dir schon oft genug gesagt.“ Crystal nickte die Aussage ihres Kollegen unterstützend ab, bevor sie die Position ihrer Brille neu justierte.
      „Ihr sagt jedes Mal, dass dies und das der letzte Gefallen sei, den ihr mir nicht abschlagen könnt“, quengelte die in die Provinz verbannte Großstadtgöre und fiel über einen aromatischen Blueberry Muffin her: „Eine Cinnamon Roll für später aus Lori's Village Coffee Shoppe würde auch reichen, wenn ich dort schon wegen euch mein Frühstück sausen lassen musste!“ Crystal verdrehte obgleich des wiederholten dreisten Versuches, sich für einen kulinarischen Pagendienst einspannen zu lassen, ihre braunen Augen.
      „Also auf einen Chili Dog mit Fritten hätte ich schon Lust, schließlich hatten wir auch noch kein Lunch ...“, sinnierte Jonathan über seine Tagesplanung, musste dafür jedoch einen nicht zu zimperlich ausgeführten Ellenbogenstoß seiner erfahreneren Kollegin in die Nieren ertragen: „Hey! Aua! Was sollte das denn? Maddie hat mich immer vor dir wegen sowas gewarnt!“ Unter den Argusaugen ihrer Bewacher hatten Greg und Chelsea keine andere Wahl, als zumindest halbwegs gewissenhaft die Graffitis zu entfernen. In Magazinen zu blättern oder Nachrichten auf dem Handy zu schreiben, während zwei arme Schlucker ihre Strafe abarbeiteten, erwies sich im Arbeitsalltag der beiden sicher als eine erfrischende Abwechslung. Am Ende des Tages hatte sich das stolz auf der Mauer prangende Landkartengraffiti genauso in Luft aufgelöst wie die anfänglich gute Laune der beiden Verurteilten. Chelseas langgehegter Traum vom süßen Leben in der aufregenden Großstadt, sei es Portland, Seattle, San Francisco oder Los Angeles, hätte in jenem Moment nicht ferner sein können.



      Als weiteres Aufgabenfeld wurde den Schuldigen kleinerer Vergehen die Säuberung von Straßen zugeteilt.
      Natürlich stieß Greg auch hier schon bald wieder an seine mentale Belastungsgrenze: „Ich schwitze wie ein Schwein mit diesem Pullover. Da hätte ich doch nicht gedacht, dat diese Scheiße hier so anstrengend ist! Dat schleimige Laub, puah, widerlich … und … DAT KANN DOCH JETZT NICHT WAHR SEIN! BIN ICH DA IN HUNDESCHEIßE GETRETEN?! ICH MUSS DAS BEI MEINEM HUND IMMER WEGRÄUMEN, ABER DIE LANDEIER DÜRFEN JA ALLES!“ Zumindest würde er jetzt erst einmal keinen Gedanken daran verschwenden, sich des dunkelblauen Pullovers wirklich zu entledigen. Mit einem amüsierten Grinsen verfolgte Chelsea, das linke Knie angezogen und mit den Armen umklammert, wie ein HB-Männchen den Bürgersteig auf und abstampfte. Etwas besorgt untersuchte sie einige Momente später, ob an ihrer Truckerjacke aus Denimstoff, der schwarzen Jeans oder ihren schwarz-weißen Converse-Schuhen nicht doch eine Spur tierischer Exkremente haftete.
      „Du hast einen Hund?“, fragte ihn die Punkerin interessiert.
      „Ja, Marshall heißt der. Der faulste und trägste Beagle, den es gibt. Der ist dicker als ich, kannste dir dat vorstellen?“ Während der Hundeliebhaber mit verschiedenen suboptimal effektiven Aushilfswerkzeugen der Natur, ergo verschiedenen Ästen, seine Turnschuhsohlen zu säubern begann, schwang Chelsea sich auf und wenige Sekunden später einen Besen über die Straße.
      „Cool. Wie kommt der so mit deinen Wutausbrüchen klar?“, konnte sie sich ein Kichern nicht verkneifen.
      Greg zuckte sorglos mit den Schultern, denn er wusste genau, was er an seinem Tier hatte: „Och, dat passt schon. Hunde sind sehr auf den Menschen fixiert. Anders als Katzen.“
      „Ja, die sind ortsgebunden. Ich frage mich echt, was Mabel hier hält.“
      „Die Natur ist doch schon schön hier. Da hätte es einen schlechter treffen können. Du beschwerst dich ja ziemlich oft über deinen Wohnort.“
      „Ich weiß, Greg, für einen Tagesausflug ist das ja echt nicht schlecht, aber … ich bin ja schon 15 Jahre hier gefangen – das staut sich alles in mir an. Hier ist halt nix, während Andere in den Großstädten das bunte Leben entdecken, sitze ich im grauen Käfig der Einöde. Fuck! Alles zieht am Ende an mir vorbei, um ein Auto zu unterhalten, fehlt das Geld und der Nahverkehr ist ein einziges Desaster. Meine Freunde sind schon lange fortgezogen und studieren verstreut im ganzen Land, bis auf die örtlichen Dorftrottel, die man in jedem Wohngebiet auftreiben kann. Manchmal ist mir hier einfach nur noch zum Heulen zumute … für Jugendliche oder junge Erwachsene ist das einfach kein erträglicher Zustand, verstehst du?“
      Erstaunt hob Greg eine Augenbraue an: „Ach ist das so? Sagtest du nicht, ihr kämt gut über die Runden?“
      „Eben. Mum benötigt ihr Auto selbst für die Arbeit oder Einkäufe, also habe ich kaum die Gelegenheit, es zu fahren. Ein Zweites würde dafür sorgen, dass wir über die Runden kämen, aber wie? Wirklich schlecht. Eine Zwickmühle.“
      „Hast du denn nix auf der hohen Kante, Mädchen?“
      „Umm … nicht in dem Maße, dass es mir weiterhilft – und jobben oder Arbeit finden? Entweder komme ich dort erst gar nicht hin oder meine Bewerbungen werden aussortiert wie Altware.“ Ernüchtert ließ Chelsea den Besen auf den Asphalt fallen und sich selbst auf ihr Hinterteil plumpsen, um den Blick gen Wolken zu richten.
      „Chelsea, pass auf. Bevor ich meine Berufung gefunden hatte, war ich als Colorado als Trucker unterwegs. Als man mir zuerst aufgetragen hatte, nach Denver zu fahren, wusste ich erst gar nicht, wie. Aber die Stadt hat fünf Freewayzugänge, egal, wo du abbiegst – über Umwege kommst du dort auf jeden Fall an! Alle Wege führen nach Denver. Auch wenn ich von der Spedition eine kurze Zeit später gefeuert wurde, weißt du sicher, wat ich dir damit sagen will. Gib nicht auf, deinen Weg zu finden, aber dafür musste dich selbst irgendwie in den Griff bekommen. Dann stehen dir die weite Welt und die weiten Möglichkeiten des Lebens offen.“
      Zweifelnd blinzelte die gerade erst volljährige Frau diesen Mann an, der altersmäßig durchaus hätte ihr Vater sein können, doch auch wenn ihr diese Worte nicht sofort weiter holfen, schätzte sie den Denkanstoß: „Danke, umm … dann kann ich hier verschwinden, muss hier nicht meinen Frust ablassen und bin frei, ja? Ich muss nur … zuerst über meinen eigenen Schatten springen. Ein Schatten mit einem dickeren Bauch als der deines Hundes, das ist echt schwierig, glaub mir!“
      „Haha, das wird dir nicht unbedingt Spaß machen, denn es ist lästig, aber du wirst sicher auch schöne Momente haben!“, lachte Greg auf und stampfte mit seinen endlich gesäuberten Schuhen zu neuem Tatendrang auf. Wer hätte gedacht, dass es solche Momente mit etwas Glück auch in quälend langweiliger Sozialarbeit geben konnte? Sobald die ihnen zugeteilten Straßen gereinigt waren, hätten die beiden ihr Soll erfüllt!



      Mit beiden Händen in den Taschen ihres fetzigen Jeansminirocks vergraben, lehnte sich Chelsea an die Innenwand des örtlichen kleinen Imbissrestaurants und stierte mit großen, hungrigen Augen durch die auf dem Tresen befindliche Vitrine, die die unterschiedlichsten Variationen an Bagels und Donuts aus Eigenproduktion vor gierigen Pfoten schützte.
      „Boah, ey, riecht dat geil hier drinnen!“, kündigte sich weiterer Besuch in dem üppig, fast schon überladen dekorierten Coffee Shop an: „So ein French Toast mit Bacon und Würstchen, dat ist doch genau das richtige für mich. Und einen Kaffee hätt' ich gern!“ Als sich Greg ausgiebig streckte, musste er aufpassen, nicht noch irgendetwas mit den Armen versehentlich von den Tischen und Schränken zu werfen.
      Die junge Frau öffnete ihre dunkelblaue Kapuzenjacke, zog die Kapuze nun auch tatsächlich herunter und nahm mit überschlagenen Beinen Platz, um sich nach einem kurzen Blick auf die Speisekarte selbst für ein Frühstück zu entscheiden: Ein Haufen Pancakes mit Blueberries für mich … zusammen mit einem Cappuccino.“
      „Mann, war schon irgendwie 'ne interessante Erfahrung, hier an der Küste fern der großen Städte. Aber ich vermisse meine Frau und meinen Hund. Die bekommen doch auch Entzugserscheinungen, wenn die mich nicht herumbrüllen hören, wenn wieder so ein Hirni an der grünen Ampel den Arsch nicht hochbekommt.“
      „Ganz bestimmt, wer nicht?“, lachte Chelsea, und rieb sich bereits vor Vorfreude auf das Essen die Hände. Diese Vorfreude wurde etwas getrübt, als sie am gegenüberliegenden Tisch die beiden Sozialarbeiter ausmachen konnten, die ebenfalls erst mit einem aromatisch duftenden Heißgetränk in den Tag zu starten gedachten.
      Auch aus deren Sicht gehörte die ewige Unruhestifterin sicher zu den Personen, denen sie zum Frühstück lieber aus dem Weg gehen würden, sodass sich Jonathan wenig erfreut darüber zeugte: „Die Welt ist hier wirklich zu klein. Du schon wieder, Hayes. Und, wann wirst du uns wieder auf den Zeiger gehen?“
      „Hm … mal sehen … wenn ich Glück habe – und dann könnt IHR euch auch glücklich schätzen gar nicht mehr! Ich kann euch ja nicht nerven, bis ich 30 bin ...“, grinste Chelsea schelmisch und nahm dankend ihre Tasse entgegen, um das erste Schlückchen zu schlürfen.
      Crystal entschied sich dafür, ihre Situation im Schnelldurchgang zu analysieren: „Wenn wir mit unserem Job in der Großstadt arbeiten müssen, gäbe es da so einige Kandidaten, die uns auch mit 30 auf der Nase herumspringen wollen würden. Hat alles seine Vor- und Nachteile, auf dem Land.“
      „Nuh-uh, bei mir überwiegen die Nachteile, bei weitem“, erwiderte sie knapp, als ihr ein herrlich duftendes Pfannkuchenfrühstück serviert wurde: „Aber bald … bald bin ich wirklich weg.“



      Das herzhafte French Toast mit Fleischzugabe war Gregs letzter Snack vor der Heimreise nach Salem gewesen, das knapp 100 Kilometer in südöstlicher Richtung entfernt lag. Bestens gestärkt konnte er sich so mit der größtmöglichen Eleganz, die sein eher plumper Körper zu erzeugen imstande war, nämlich der einer Englischen Bulldogge, in sein silbernes Auto schwingen und der so verlorenen und orientierungslosen jungen Erwachsenen zuwinken, gewiss, dass Chelsea irgendwann ihr Leben auch voll ausschöpfen konnte. Seufzend blickte sie dem davonfahrenden Wagen hinterher, der in nicht einmal anderthalb Stunden wieder das urbane Herz des Staates Oregon erreichen würde. Das Meer zeichnete sich nun durch einen stürmischeren Wellengang aus, doch auch ohne eine Zigarette zwischen den Lippen fühlte die junge Punk-Rollerskaterin sich ruhiger und ausgeglichener als zu Beginn ihrer Sanktionierung. Nur der Blick nach vorne würde ihr helfen, sich aus ihrem unbequemen Loch zu befreien – und sie hatte definitiv keine Lust mehr auf dieses gottverlassene Loch!

      Team Scowzy - Shitposting is my kink

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    • Moin

      Kurzgeschichte mit Min, wer etwas über die japanische Einkaufswelt in Kombinis lernen möchte, ist hier genau richtig. .3.



      Nachts im Kombini


      Grelles, weißes Neonlicht erhellte ein kompaktes, containerförmiges Gebäude, das reich mit verschiedenen Stickern und Plakaten von Angeboten oder lebenslustigen Girlgroups verziert war. Geräumige Parkplätze hatten die Bauarbeiter binnen weniger Wochen aus dem Boden gestampft und auch wenn die Neueröffnung noch nicht allzu weit in der Vergangenheit lag, hatte sich dieser Convenience Store, kurz Kombini, perfekt in die alltägliche Lebenswelt der vielseitigen Bevölkerung Osakas gefügt. Als eines von über 50.000 rast- und ruhelosen Unternehmen im 24-stündigen Dauerbetrieb im ganzen Land begrüßte der Laden Kunden noch Stunden nach dem üblichen Ladenschluss der Fußgängerzonen und Untergrundpassagen. Mit großer Erleichterung schnaufte Min-yeon, als sie so endlich die Gelegenheit fand, diversen Unrat in den vor dem Kombini positionierten Mülleimern abzuladen. In den großen Glasscheiben spiegelte sich das ein aufrichtiges Schmunzeln ihres sonnengegerbten Gesichts wieder - irgendwie verspürte die junge Japankoreanerin aufrichtige Freude, eine ahnungslose Austauschstudentin aus Indien an einen solchen banalen, aber urjapanischen Ort zu entführen und ihr ein Stück moderne Alltagskultur näherzubringen. Fast schon etwas eitel wischte sie sich die wenigen, aber auffälligen mal rot, grün oder blau gefärbten Strähnen ihres schulterlangen Rabenhaares aus dem Gesicht, bevor sie ihre neue Bekanntschaft zum Eintreten heranwinkte. Die Bildungpolitik Japans hatte sich bis zum heutigen Tage im Umgang mit Fremdsprachen einiges zu Schulden kommen lassen, denn der grammatikzentrierte Englisch-Unterricht brachte einer ursprünglich interessierten und motivierten Schülerschaft viel Frust und stattdessen wenig Selbstvertrauen. Wenn das Sprechen der Sprache in der Schule keine Anwendung fand, dann im relativ migrantenarmen Japan auch nicht. Trotz einer ganzen Armada an Nachhilfeschulen mit dozierenden Muttersprachlern blieb so nur eine kleine Schnittmenge junger Japanerinnen und Japaner übrig, die sowohl Scheu als auch eine äußerst schwierig zu identifizierende Aussprache des Englischen erfolgreich ablegen konnten. Eine anspruchsvolle, egozentrische Zynikerin wie Min-yeon zählte zu dieser Gruppe von Leuten, denen die Betreuung einer des Japanischen nur bruchstückhaft mächtigen jungen Akademikerin anvertraut werden konnte. Ein Forschungsprojekt hatte Priya für ein halbes Jahr nun in das Land der aufgehenden Sonne verschlagen, das sie zwar nie studiert hatte, aber für das sie schon seit jeher ein großes kulturelles, musikalisches und modisches Interesse mitgebracht hatte.

      "Irasshaimaseeeee!", begleitete ein deutlich hörbarer Ausruf das automatische Klingeln während des Betretens, gefolgt von einer wesentlich höheren, weiblichen Version. Hinter dem gläsernen Portal machte sich die Wärme des gemütlichen Marktes gegenüber der frischen Nachtbrise deutlich bemerkbar, sodass Min nahezu unbewusst den Reißverschluss ihrer gefütterten GAP-Kuscheljacke öffnete, die Kapuze zurückklappte und ihre zierlichen Hände danach an ihrem Nietengürtel vorbeiführte, um sie in den Taschen ihres ausgefransten Jeansminiröckchens zu vergraben. Die sichtbar größere und knapp ältere der beiden jungen Damen stand direkt dahinter und fühlte sich gerade zu überrumpelt von all diesen neuen Eindrücken und Reizen zu allen Seiten. Sanfte Stimmchen skandierten die neuesten Werbeangebote und Rabattaktionen, während gleichzeitig verschiedenste Lichter blinkten und eine herzhafte Duftwolke aus gebratenem Hühnchen den Heizmaschinen an der Kasse in Richtung Ausgang entfloh. Auch mit 26 Jahren hatte sie einen der legendären 24-Stundenläden noch nie zu Gesicht bekommen und wusste gar nicht, wo sie beginnen sollte. Die Blinklichter zu ihrer Rechten gehörten Bankautomaten, einem Kopiergerät und einem Telefoncomputer, den ihre neue Freundin Min bereits mit ein paar Tastengriffen gekonnt bediente.
      "Das Coole ist, dass du einfach so viel hier bestellen kannst. Bus- und Bahntickets, Flugtickets, Tickets für Events wie Konzerte oder Sportveranstaltungen ... bezahlen kannst du dann an der Kasse", erklärte der durch die nächtliche Ruhe besänftigte Wildfang ihr die Vorzüge eines solchen Programms. Vorbei an Auswahlmöglichkeiten wie Basketball, Fußball oder Sumo landeten die Finger nun unweigerlich auf dem Button für "Baseball", der die präzise Auswahl eines bestimmten Platzes zu einem bestimmten Spiel erlaubte. Priya verstand nicht das Geringste, da alle fortgeschrittenen Funktionen ausschließlich auf japanischer Sprache auswählbar waren, doch wer den Aufbau des Koshien Stadions der Hanshin Tigers nicht kannte, wäre auch mit englischer Unterstützung auf verlorenem Posten gewesen. Ein weißhaariger Herr, der sich am benachbarten Geldautomat seine wohlverdiente Rente herunterbuchte, runzelte seine Stirn in Anbetracht der mysteriösen Sprache der "Amis" und schlurfte zufrieden aus dem Laden. Für Yasuaki Sekikawa, 72, war es nun wirklich spät genug.

      An der Fensterseite befanden sich auf mehreren Metern diverse Druckerzeugnisse, von denen einige eingeschweißt auf ihre Käufer warteten. Mangas, Ratgeber, Hobbymagazine und Taschenromane berichteten bild- und schriftzeichenreich auf den knalligen Titelblättern von den neuesten Erkenntnissen buddhistischer Archäologie oder den Homeruns der Woche, während nebenan Haruka Aisaki in japanischer Comickunst an ihrer High School um die Liebe ihres großen Schwarms kämpfte. Auch Min blätterte in einigen der ausgepackten Magazine, was in Japan generell nicht verpönt war, sondern in Buchhandlungen als Standard galt, doch das Heft in ihren Händen ließ Priyas schokoladenbraune Augen vor Erstaunen schlagartig weiten. Einen eher interessierten als erstaunten Blick erntete Mins Wahl von der rechten Seite: Keisuke Haraguchi, ein 35-jähriger Bankangestellter, linste schelmisch zu der anderen Zeitschrift, die eventuell doch die süßeren jungen Frauen in noch attraktiveren Outfits abbilden könnte. Etwas peinlich berührt bei der gegenseitigen Notiznahme, steckten die vielseitig interessierte Studentin und der junge Familienvater im feinen Anzug die Druckerzeugnisse wieder an ihren angestammten Platz und einigten sich auf ein höfliches Stillschweigen.
      "Soso, das liest du also?", wollte Priya nun doch etwas genauer wissen.
      Durch Min würden die Absätze erotischer Zeitschriften jedenfalls nicht ansteigen: "Ich bitte dich, werde doch nicht albern. Ich bin ein Internet Girl! Zeitschriften sind sooo 2005!"
      Mit einem glücklichem Schmunzeln auf den Lippen drehte sich die angehende Ärztin um und wies ihre Begleitung in einen anderen Sektor des Kombinivertriebes ein: "Hier gibt es auch viele kleine Haushaltsgegenstände, aber die sind teurer als sonst wo. Sowas kannst du meistens auch im 100 Yen-Laden preiswerter erwerben, aber nicht alles." Drogerieprodukte wie Zahnpflegesets, Nagelfeilen, Bürsten, Seifen und Waschlotion teilten sich die Regale mit Klopapierrollen, Döschen voller Hautcreme, Schminke, Batterien, Rasierern und kleinen Taschenlampen. Auch Ayano Kamioka, 29, wollte für den morgigen Arbeitstag im Büro mit dem perfekten Make-Up ausgestattet sein, sodass sich die Brünette im eleganten beigen Mantel für das Aufstocken ihrer Vorräte entschlossen hatte.

      Am anderen Ende des Shops, gegenüber der Kasse, thronten die großen Kühlschränke über allen anderen Lagerungsmöglichkeiten. Die taktvoll schwingenden Falten von Priyas kurzen schwarzen Faltenröckchen berührten zu Mins großer Erleichterung lediglich die glänzenden Türen der hochtechnologisierten Getränkevitrinen und nicht die der kleinen Kundentoilette nebenan. Während sich im zweiten Erker ein winziger Lagerraum voller verpackter Waren befand, an denen sich der Kassierer nun im Zuge des Einsortierens zu schaffen machte, speicherten die majestätischen Kühlschränke ein ganzes Meer an kostbaren Tropfen. Angefangen mit diversen Softdrinks wie Tafelwasser, Traubenfanta, Cola und einem ganzen Arsenal von Teesorten vermochte sich ein Kombinikenner schnell zu den Biermischgetränken, Flaschenbieren und internationalen Weinen voranarbeiten. Während Min sich in die Hocke begab, um sich mit zwei Dosen Bier und einem kleinen Plastikanister Grüntee einzudecken schauten neben ihr zwei junge Frauen ein bisschen neidisch auf den Einkauf der beiden Mittzwanziger. Sie trugen Sesamstraßenmützchen und aus beigen Wollpollundern, Bluse, Krawatte, karierten Faltenminis und den auch bei Priya so beliebten langen Kniestrümpfen bestehenden Schuluniformen. Für die 18-jährige Sayaka Kishi und die 17-jährige Mari Enomoto, die offenbar noch kurz zuvor in den Universal Studios Japan zwischen Hello Kitty, Snoopy und den Minions einen der turbulentesten und spaßigsten Tage ihres noch jungen Lebens genossen hatten, würde Bier erst ab ihrem 20. Geburtstag eine legale Option werden.
      "Lass uns noch ein paar Snacks einpacken!", schlug die Inderin ihrer ortsansässigen Freundin vor, doch diese hielt bereits mit einem durchaus stolzen Grinsen Packungen voller salzigem US-Popcorn und würzigen Doritos in beiden Händen, bevor sie diese zu den Getränken in einen der Einkaufskörbe in der Ecke legte. Mit dem Korb in der Hand führte Min die weiterhin faszinierte Priya durch den nächsten Korridor, der vor allem Reis, Pasta oder große Styroportassen voller Instantnudeln anbot, bevor sie vor der Kasse einen eleganten Schlenker zurück machte. Der folgende Gang sah für die beiden jungen Frauen schon wesentlich vielversprechender aus, denn hier befand sich das Süßigkeitenparadies des kleinen Ladens. Schokolade, Kekse und Kaugummis trafen auf Nussmischungen und traditionelle Reiscracker in den verschiedensten Sorten, während man den Seltsamkeitspreis wahrscheinlich an die getrockneten Fische und Oktopusarme verliehen würde. Die beiden Naschkatzen deckten sich reich an den erstgenannten süßen Lebensmitteln ein, während eine Packung gebackener Saubohnen zusammen mit einer kuriosen Trockenfisch-Mandelmischung in den Korb des 45-jährigen Bahnangestellten Hiroshi Matsumiya wanderten. Die dunkelblaue Jacke mit den goldenen Knöpfen trug er auch noch auf dem Heimweg von seiner Spätschicht, nachdem sämtlicher Gleisverkehr bereits ruhte.

      Die Tiefkühltruhen mit Speiseeis und Heidelbeeren für die morgendlichen Pfannkuchen befanden sich im hintersten Korridor und reihten sich an die Regale für Toastbrot und mehr oder minder frische Backwaren wie Éclairs, Donuts oder Plunderteilchen, während davor kleine Karäffchen voller Umeshu-Pflaumenwein und Sake zusammen mit Whiskeyflaschen das sehr unregelmäßige Bild des Ganges komplettierten. Zu ihrer linken entdeckte Priya allerdings ein wesentlich eindrucksvolleres Königreich an Köstlichkeiten und fuhr aufgeregt mit dem Finger an den Glasscheiben entlang. Der Weg führte sie vorbei an gewöhnlichen Tiefkühlspeisen wie Spinat, Mais oder simplen Fertiggerichten wie Tiefkühlspaghetti und Reisburgern, wurde mit den Käse, Wurst und Obstsorten zunehmend interessanter und gipfelte dann in Kassennähe in der ultimativen Krönung der Lebensmittelkunst der Kombinis. Nudelboxen und Auflaufboxen lagerten neben Salatboxen, doch richtig spannend erschienen der Schönheit vom indischen Subkontinent die so exotischen Sushiplatten und dreieckigen Reisbällchen. Priya hatte nicht den blassesten Schimmer davon, was sich im Inneren der ausführlich beschrifteten Reiswunder verbarg, doch Min griff zielsicher nach den köstlichen Lachsreisbällchen und den Dreiecken voller scharf-pikantem Fischrogen, als sie Zeuginnen eines relativ unsichtbaren Teiles der japanischen Gesellschaft wurden. Schüchtern und hastig griff auch ein junger Mann zu, der sich so unauffällig wie nur möglich zu kleiden gedacht hatte. Ryuta Takagi, 28, zählte zu den Hikikomori, die dem immensen Druck der Übergangszeit zwischen Universität und Jobsuche durch ein virtuelles Fenster tief in ihrem Zimmer ihres Elternhauses entflohen und wenn überhaupt nur nachts für sporadische Einkäufe einen Abstecher in die Außenwelt wagten. Der Bezahlvorgang konnte ihm kaum schnell genug gehen, denn die Kassiererin konnte ihm nur staunend nachsehen, als sie den Kassenzettel in die extra dafür vorgesehene Müllablage vor dem Kassenpult versenkte.

      Mit ihrem Einkauf an der Kasse angekommen, luden eine vielseitige Kaffeemaschine und ein weiteres Regal mit hübsch angerichteten Puddings und Backwaren genau wie ein kleiner Ofen zwischen den Kassen zu einem letzten Griff ein.
      "Konban wa. Guten Abend", begrüßten die beiden Studentinnen das Kassenduo Cha und Hirayama. Die Südkoreanerin Tae-yeon Cha, 21, verdiente sich mit diesem Minijob ihr einjähriges Auslandsstudium in Japan, da ihr ein Stipendium anders als bei Priya nicht zuteil geworden war. Atsuto Hirayama, 22, zählte ebenfalls aus akademischen Gründen nicht zu den wenigen Festangestellten. Nach dem Einsortieren von Instantkaffee galt seine Konzentration nun dem Bezahlvorgang, doch die kesse Min-yeon war noch nicht bereit dafür.
      Mit dem Zeigefinger auf ihren Lippen ließ sie den Blick über den kleinen Ofen schweifen, bevor sie sich für eine Tüte knusprige Hühnchenteile am Knochen entschied: "Honetsuki hitosu kudasai ... einmal das Honetsuki bitte." Auch Min hatte ein Auslandsjahr hinter sich - in Los Angeles musste sie auf die Convenience Stores zwar nicht verzichten, doch Amerikaner und Japaner waren sich alle einig, dass die asiatischen Tresensnacks von einer ungleich größeren Qualität gekennzeichnet waren.
      "Hai. Honetsuki hitotsu. Kashikomarimashita. Sicherlich", wiederholte Hirayama die Bestellung, bevor er Min zur Bestätigung ihres erwachsenen Alters aufforderte. Ein kurzer Druck auf den Touchscreen genügte, um den Erwerb des Biers zu gestatten. Ruhe hatte der Angestellte allerdings nicht, da die Japankoreanerin ihn noch mit dem Ausdruck des Eventautomaten beglückte. Kollegin Cha erhielt so die Aufgabe, in den Schränken hinter dem Kassentresen die Mappen nach Baseballtickets zu durchwühlen, während Hirayama einen Umschlag und einen noch längeren Kassenzettel zum Unterschreiben glattstrich. Gerade, als sich in Sicherheit vor weiteren abstrusen Forderungen weit nach Mitternacht wähnte, kramte Min auffällig früh in ihrem Portemonnaie. Diese niederträchtige Punkerin würde doch nicht um diese unmögliche Uhrzeit ... wie sehr hatte er sich nur getäuscht!
      Mit einem süffisanten Lächeln erklärte sie der von den Lichtern und Produkten immer noch hypnotisierten Priya ein weiteres Tätigkeitsfeld der hiesigen Angestellten: "Man kann hier auch Stromrechnungen bezahlen, die man von der Post erhält. Die kann man dann einfach verrechnen lassen, krass, oder? Zusammen mit den Tickets und Fressi!"
      "Awesome! Und dafür ziemlich viel Auswahl, nur Curry habe ich hier keins gesehen - also Indisches. Japanisches natürlich zuhauf", stellte die Frau mit dem ungesträhnt schwarzen, schulterlangen Haar fest.
      "Nein, Indisches Essen gibt es hier nur in Restaurants ...", entgegnete Min, als sie Hirayama einen 10.000 Yen-Schein, der größten aller Banknoten, hinstreckte.
      Zögerlich und erst nach mehrmaligem, innerlich bittenden Blickkontakt nahm der Kassenwart den übergroßen Schein entgegen: "Ichiman En kara o-azukari shimasu ... ich verwahre 10.000 Yen." Nachdem seine Kundin einen halben Geldspeicher in ihr Portmonnaie verfrachtet hatte, galt er Auftrag endgültig als abgeschlossen, bis ... Priya eine Reisbox mit Rindfleisch für sich entdeckt hatte und das sogenannte Gyudon vor Cha abstellte.
      "O-atsumari itadakimasu ka? Soll ich es Ihnen aufwärmen?", lautete die unausweichliche, absolut verpflichtende Frage, die alle Angestellten während des Bezahlvorgangs einer solchen Ware irgendwie überzeugend und höflich über die Lippen bekommen mussten. Ohne auch nur ein Sekündchen verstreichen zu lassen, übernahm Min mit einem fröhlichen "Haaaaai" die Bestätigung des Auftrags und lehnte sich gemütlich mit beiden Armen hinter ihrem Kopf an das Regal. Anderthalb Minuten nahezu peinliche Stille erschienen Priya nicht wirklich geheuer, doch der kostenlose Mikrowellenservice der Kombinis wurde durchaus gerne in Anspruch genommen. Bedanken und Verabschiedung waren danach lediglich Formsache, als die beiden mit vollen Tüten in den Händen den warmen Markt verließen. Immerhin hatten Hirayama und Cha diese verrückte Kundin nun schon um 01:21 hinter sich, statt wie am vorigen Donnerstag um 02:47 in ihr schelmisches Antlitz mit den auch um diese Zeit immer noch aufgeweckten hübschen Katzenäuglein zu blicken. Erleichtert atmeten die beiden auf und widmeten sich nun wieder dem Entpacken der Lagerware.

      "Aber sag mal, Minnie, warst du eben nicht ein bisschen zu gemein zu denen?", neckte Priya ihre neue Freundin, die schnell wieder den Reißverschluss ihres dunkelblauen Jäckchens hochzog. In Osaka waren die Nächte zwar meistens noch mild, aber merklich frischer als in California oder Indien.
      "Zu gemein? Ich?", blinzelte Min verwundert, bevor sie kopfschüttelnd auflachte: "Wenn die Kombinis so viel anbieten, gehört das eben alles dazu, Priya. Die Arbeitgeber, die sind gemein! Die müssten diese guten Leute dafür einfach viel besser entlohnen, auch im Minijob!"
      "Ein Wunder manchmal, wie Japaner es immer wieder schaffen, ihre Fassung zu wahren ... vor allem bei so einem Frechdachs wie dir!"
      "Nein, ein Wunder ist es, dass ich nach solchen Mitternachtssnacks wie gleich immer noch so schlank bin!"

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Wer meine Geschichte Bestie gelesen hat, wird an diesem kurzen Werk wohl besonders viel Freude haben, denn hier geht es um die Familie Miyazaki aus dem Süden Japans! Mayu spielt nur eine kleine Rolle, aber auch sie darf nicht fehlen - der Fokus liegt hier aber auf ihren menschlichen Familienmitgliedern und auf diversen Sportarten, die selbstverständlich auch im Fernen Osten ihre Liebhaber besitzen. Viel Spaß!


      Liebe zum Sport

      Fast schon erbärmlich kullerte der handtellergroße weiße Lederball mit den roten Nähten über die Wiese, bis er in einer kleinen Kuhle zum Halt kam.
      Strike Two! Misato, das ist Baseball, kein Minigolf, wo du zehnmal daneben schlagen kannst! Den habe ich jetzt wirklich schon sehr dankbar geworfen!“, wunderte sich ein durchaus kräftiger und stämmiger, bisweilen auch durchaus als dick zu bezeichnender Mann über den nächsten missratenen Schlagversuch seiner Tochter. Er liebte Sport. Tsuneharu Miyazaki wischte sich mit seinem Fanhandtuch den Schweiß aus dem sonnengegerbten Gesicht und den kurzen schwarzen Haaren, bevor es endlich weitergehen konnte. Konsterniert blickte die junge Frau mit den schulterlangen schwarzen Haaren und cremeblonden Strähnen auf den staubigen Boden um ihre Home Plate, seufzte einmal laut auf und las ihren fortgeworfenen Holzschläger wieder vom Boden auf. Es war durchaus üblich, dass Profispieler nur zwischen 20 und 30 % ihrer Schläge in der Liga treffen, aber dort warf ihnen der hochprofessionelle Pitcher der gegnerischen Mannschaft den Ball zu. Die leicht reizbare Misato hatte schon die Erde um ihre Home Plate herum beinahe uneben geprügelt, doch ihr Vater war nicht gewillt, einfach aufzugeben, weder als Werfer noch als Umpire in der Rolle des Baseballschiedsrichters – auch wegen der bemitleidenswerten Kreatur, die im Outfield ein nahezu jämmerliches Dasein fristete. Haus-Flamara Mayu hatte es sich in der Wiese dort so bequem wie möglich gemacht, wartete aber bisher vergeblich darauf, einem Ball hinterherjagen zu können.
      „Gottverdaulicher, scho ein dummer, blöder Schissdrak! Tschum kotschen!“, fluchte die impulsive 20-jährige im Dialekt ihrer väterlichen Verwandtschaft, dem Saga-ben, als hätten sich ihre geliebten Fukuoka Softbank Hawks bis auf die Knochen blamiert – als gefestigte, starke Truppe passierte ihnen dies aber nur selten.
      Vater Miyazaki bemühte sich sichtlich, sein Mädchen weiter zu motivieren: „Misa-chan, stell dir einfach vor, Onkel Kazuki wäre hier und wäre werfen! Du weißt schon, die blöden Giants! Zeig's ihm!“
      „Oh Mann, gegen Gomiuri würde ich ja am liebsten gewinnen, die kann doch keiner leiden! GO SOFUTOBANKU HOOOOKUSU! Kattobase, Mi-sa-to!“, richtete sich Misato in ihrem Ärger wieder auf und feuerte sich selbst an, als sich in ihrer Vorstellung das orangene G aus dem Logo der Giants manifestierte. Dass die von ihr abschätzig als „Müllverkäufer“ bezeichneten Yomiuri Giants als Rekordmeister und umfänglicher Medienberichterstattung durch ihre Besitzer von der Zeitung Yomiuri Shinbun landesweit die meisten Fans hatten, war der Südjapanerin hier nicht wichtig, denn schließlich hatten sie aus diesem Grund naturgemäß auch die meisten Feinde! Es war nur typisch, dass sich ihr statusbesessener Onkel, der als notorischer Großkitz eigentlich nur als Hausmeister in New York über die Runden kam, sein Herz an den „Live Big“-Verein der Giants verloren hatte. Als sich der pummelige Pitcher entschloss, den nächsten Ball plaziert zu werfen, fand nun sogar das vor Wut blinde Huhn ein Korn – Misato beförderte die Lederkugel in niedrigem Bogen aus dem kleinen, von vier Bases eingerahmten Infield heraus, bevor der Schläger mit einem dumpfen, hölzernen Geräusch zu Boden befördert wurde und die junge Frau in dem Hawks-Spielerdress zur ersten Base sprintete. Zeitgleich setzte sich auch das Flamara leicht verzögert in Bewegung, verfolgte den über den Rasen hoppelnden Ball und umringte ihn mit den spitzen, weißen Zähnchen, nur um ihn dann sicher zu Papa Miyazaki zurückzutragen.
      „Das hast du fein gemacht, Mayu-chan!“, lobte Tsuneharu das schnurrende Kätzchen in seinen Armen, bis er sich wieder aus der Hocke aufrichtete und hinüber zur zweiten Base spähte, wo eine zierliche junge Frau in Weiß-Gelb mit schwarzer Basecap ausgelassen in die Luft sprang: „Und du auch, Misa-chan! Kein Homerun, aber deine Mitspieler hätten dank dir sicher den ein oder anderen Run nach Hause bringen können!“ Tsuneharu Miyazaki liebte Sport.

      „Oi, Papa! Du verbringst ja viel Zeit damit, für Misato den Pitcher zu spielen, aber was ist mit mir?“, fragte ein für sein Alter durchaus großgewachsener 14-jähriger mit verschränkten Armen seinen Vater, dessen pitschnasse Hände die wegen seines angestrengten Schnaufens fluchtwillig strampelnde Kätzin nicht mehr länger festhalten konnte. Takashi, der kleine Bruder, wippte in seinem violetten Muskelshirt der Phoenix Suns ungeduldig mit dem Fuß.
      Tsuneharu zuckte sorglos mit den Schultern, denn schließlich gab es doch überhaupt kein Problem dabei, seinem Sohn ebenfalls ein paar Bälle zuzuwerfen: „Kein Ding, Misato zieht sich den Lederhandschuh über und wartet hinten mit Mayu, während du jetzt at bat bist. Alles bereit?“
      „Papa, du weißt genau, dass ich Baseball im Gegensatz zu euch nicht viel abgewinnen kann.“
      „Von den Miyazakis hast du das jedenfalls nicht, so viel steht fest, mein Großer! Schau dir deine Schwester an, sie ist zwar noch keine Profispielerin, aber sie ist immer mit Feuereifer dabei, wie ich damals als Pitcher in meiner College-Mannschaft! Also, was schlägst du vor, Takashi-kun?“, runzelte der Vater skeptisch die Stirn, als ahnte er die Antwort schon.
      „Lass uns einfach mal ein paar Körbe werfen, du weißt doch, dass ich Basketball liebe. Und du magst Basketball auch!“ Abscheu breitete sich in jeder Faser von Tsuneharus Körper aus, und das, obwohl jedes einzelne Wort aus Takashis Mund der Wahrheit entsprach.“
      Jedoch gab es, und zwar insbesondere in der gleißenden Sonne Kagoshimas, ein klitzekleines Problem: „Mein Sohn, ich liebe dich, und ja, ich mag Basketball, und zwar vor dem Fernseher oder dem Computer. Takashi, du … du kannst nicht erwarten, dass ich in die Luft springe, und … und sprinte oder laufe oder sowas, das , ja das kann ich einfach nicht … dir gefallen doch noch andere Sportarten, oder?“
      Tsuneharu Miyazaki liebte Sport, wenn er sich selbst nicht verausgaben musste.
      Sein Sohn nahm die Antwort in Anbetracht einiger Notfallpläne dankend an: „Gut, dann kein Basketball. Ich spiele auch gerne Fußball.“ Erneut entgleisten Vater Miyazakis Gesichtszüge, was jetzt auch Tochter Misato mit einem süffisanten Grinsen amüsiert zur Kenntnis nahm.
      „Ja aber hör mal, Fußball … nee … das ist auch mit viel zu viel laufen.“
      „Du kannst im Tor stehen und ich schieße Elfmeter oder Freistöße. Oder Misato darf Eckstöße für mich auflegen, klingt doch gut, oder?“
      Während die große Schwester zustimmend nickte, rang der leicht bewegungsfaul veranlagte Sportenthusiast mit sich selbst: „Ja, also das kann ich machen … ich stelle mich ins Tor.“
      „Aber du musst auch springen, sonst macht es keinen Spaß!“
      „Wie, springen? Wieso springen, ich wiege 125 kg, das füllt das Tor doch schon aus!“
      „Das Tor ist über 7 Meter breit, so viel kannst du gar nicht essen!“
      „Ja aber …“
      O-tousan … Papa, mach jetzt einfach! Stell dich einfach zwischen diese beiden Kiefern!“
      „Nein, nein, ich glaube, das ist keine gute Idee ...“, murrte der Vater, als er sich dann doch träge zwischen die provisorischen Torpfosten stellte: „Misato, komm her, du nimmst die andere Seite!“
      „Hä, wieso denn? Mach dich mal schön alleine zum Clown, Papa ...“, kicherte die rebellische junge Frau und lehnte sich lässig an das Geländer der Baseballtribüne, um das dilettantische Treiben zu verfolgen.

      Die ersten drei Schüsse schlugen ungefährdet nahe der Pfosten ein, ohne auch nur eine Regung des widerwilligen Tormannes.
      Takashi konnte sich allerdings auch nicht für diese „Herausforderung“ begeistern: „Sanfrecce Hiroshima führt mit Drei zu Null, Miyazaki bekommt nun einen Freistoß vor der Strafraumgrenze zugespro- … ach komm, Papa, was ist denn los?“
      „Der war unhaltbar“, kanzelte der Vater die Frage seines Sohnes schulterzuckend ab: „Ich hatte keine Chance, Traumtore. Den hätte nicht mal Buffon-san gehalten.“
      „Buffon-san hätte jeden davon gehalten! Stell dir einfach vor, ich wäre von den Giants! Oder dein Bruder, Onkel Kazuki!“, versuchte Takashi, seinem alten Herrn ein wenig Feuer unterm Hintern zu machen.
      Erst schien seine Ansprache Früchte zu tragen, doch auf den Kopf gefallen war Tsuneharu nicht: „Oh Mann, kutabare Yomiuri, sollen sie zur Hölle fahren! Aber … die spielen keinen Fußball.“
      Misato konnte sich ihrem Bruder als nützliche Partnerin erweisen, aber gleichzeitig auch ganz neue Fässer aufmachen: „Dann stell dir vor, dass er von Tokyo Verdy ist. Die werden auch von Yomiuri unterstützt. Aber Takashi, wieso magst du eigentlich Sanfrecce Hiroshima? In Kagoshima wird etwas aufgebaut, dann gibt es auf Kyushu noch Kumamoto, Kitakyushu, Oita, Fukuoka, Nagasaki und vor allem Sagan Tosu!“
      „Misa, Nee-san, um Buddha willen, Tosu hat rosa Trikots! Und die anderen spielen keine J-League, sondern nur maximal zweitklassig!“
      „Hmph! Wenn du meinst!“, schnaubte die große Schwester Misato und verdrehte gekränkt die Augen, weil ihr Bruder ihre Vorschläge rigoros ablehnte.
      Tsuneharu hingegen ergriff Partei für seinen Sohn, nur um im Anschluss dessen motivierende Bemühungen wieder zunichtezumachen: „Er hat recht, die sind wirklich schwach, und Tosu eigentlich auch! Tokyo Verdy spielt aber noch schlechter, also ist es unrealistisch, dass die überhaupt das Tor treffen. Tut mir leid, das kann ich mir einfach nicht vorstellen!“
      „Okay okay, dann bin ich eben von Gamba Osaka! Mama interessiert sich zwar nicht so viel für Teamsport wie wir, aber sie sucht in der Zeitung zumindest immer die Ergebnisse der Blau-Schwarzen. Außerdem spielt da Yasuhito Endo, unser Rekordnationalspieler!“
      „Ich … ich weiß nicht, ich habe Mama immer absichtlich gewinnen lassen bei solchen Sachen. Wieso sollte es jetzt anders sein?“
      Die beiden Kinder zeigten keinerlei Verständnis dafür, dass ihr Vater den sportlichen Wettstreit mit seiner Frau Yuko komplett ambitionslos angegangen war: „Wieso das denn? Jedes Mal?“
      „Naja, sie mag Tennis und Badminton. Ihr wisst, was ich von Tennis halte. Und von Badminton. Und von Laufen. Wenn ich nicht gelaufen bin, hat sie immer einen Ball in meinen Bauch geschlagen, könnt ihr euch das vorstellen? Ich bin ein dicker Mann, das ist für mich alles noch zehnmal anstrengender als für euch schlanken Spargeltarzane!“
      Tsuneharu liebte Sport und er liebte seine Yuko, aber das Interesse an Tennis und Badminton hatte aufgrund derartiger Vorfälle schon lange den Nullpunkt erreicht.

      Ein Familienvater, der anstrengende körperliche Betätigung um jeden Preis mied, verstand es hervorragend, den gelegentlichen Wunsch seiner Kinder nach gemeinsamen actionreichen Aktivitäten im Keim und vor allem in seinem Portemonnaie zu ersticken. Baseballkarten mit einer Übernachtung in Fukuoka, ein Fußball- und ein Basketballvideospiel zum Daddeln auf dem bequemen Kuschelsofa würden schon dafür sorgen, dass ihm solche Momente der Verlegenheit künftig erspart blieben, sobald er die Rolle des Pitchers auf dem Baseballplatz für eine bewegungsfreudigere Position verlassen musste. Knusprige Hähnchenstücke im Stadion oder vor der Flimmerkiste waren schließlich eine unwiderstehliche Verlockung, der Tsuneharu nur allzu gerne erlag.
      „Ich weiß, dass du alles tust, um dem Fitnessstudio, dem Schwimmbad oder dem Kampfdojo zu entkommen – schließlich habe ich mit dir schon alles probiert, angefangen vom Laufband über die Schwimmbahnen bis hin zu Karate und Judo. Aber jetzt ist Schluss mit Lustig, MOPPELCHEN!“, meldete sich plötzlich eine zarte, schlank gebaute Brünette mit leicht welligem Haar, Brille und raffinierten Mandelaugen, mit einem festen Klopfer auf den Bauch ihres Mannes.
      „Auuu! Yuko-chan, das tut weh, das habe ich dir doch gesagt!“, beklagte sich Tsuneharu, der seine dunklen Schweinsäuglein vom Baseballmatch zwischen den Yokohama DeNA Baystars und den Chunichi Dragons abwenden musste, um den Fokus auf seine Frau zu richten.
      Die Japanischlehrerin hatte ihrem Mann ebenfalls ein Geschenk besorgt, was sie ihm nur allzu gerne vorstellte: „Pass auf, Haru, da du ja in letzter Zeit so spendabel bei den Kindern bist, habe ich mich dazu entschlossen, auch mal etwas für uns beide zu kaufen!“
      „Oh, für uns beide, meinst du etwa ...“
      AHO! Nein, du Idiot, nicht SO etwas! Es ist eine brandneue Tischtennisplatte!“
      „Meinst du wirklich, die hält meine 127 kg plus dich aus?“
      Ein weiterer Faustschlag bahnte sich seinen Weg durch Tsuneharus Bauch, der unglücklicherweise eine äußerst große Angriffsfläche bot.
      „AUUUUU! Hey, ich sagte, du sollst das lassen!“
      „Soll ich dir etwa in die Brustwarze zwicken? Dann sei einfach nicht so ein aho, so ein unglaublicher bakatare, baka, ja sowas von baka bist du!“
      Tsuneharu echauffierte sich über die unkonventionelle Art und Weise seiner aus Osaka stammenden Frau, ihm gewisse Sachverhalte zu erklären, doch langsam begriff auch er: „Nein … natürlich nicht. Ich hab's verstanden, ich bin ein Idiot! Und ich soll jetzt mit dir Tischtennis spielen, ja?“
      „Richtig. Ich werde dafür einfach mein altes Badmintonoutfit aus dem Kleiderschrank kramen.“
      „Oh, das mit dem kurzen schwarzen Röckchen, das mir so gefallen hat?“
      „Ja, ganz genau. Und du musst beim Tischtennis gar nicht mal so viel laufen wie im normalen Tennis.“
      Für einen kurzen Moment leuchteten die trägen Schweinsäuglein und befreiten sich von der gewohnten Lethargie, bis dem 250-Pfundskerl eine Sache klar wurde: „Hey, du bist klein und zart, die Platte geht dir wahrscheinlich bis an die Hüfte, alles darunter sehe ich nicht. Du hast mich verarscht! Übrigens, kann man das auch im Sitzen spielen?“
      „Nein, im Gegensatz zu dir, der dick und grobschlächtig ist, habe ich vor, mich auch bei einer Sportart wie Tischtennis vor und zurückzubewegen!“
      „Sei nicht so gemein zu mir, Yuyu-chan, ich habe mir von Misato schon anhören müssen, dass ich Cheeseburger in einem Bissen runterschlucke! Dabei brauche ich mindestens zwei!“
      Ihrem lethargischen Ehemann würde „Yuyu-chan“ jedenfalls noch Beine machen, und noch besser eine weniger gewölbte Plauze, auch wenn sie dafür ein bisschen gemein werden musste. Schließlich liebte ihr Mann sowohl Sport als auch sie – und würde nun beides schweißgebadet unter Beweis stellen müssen.

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