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G(e)o to the Cache – Ein GPS gesteuertes Tagebuch

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    • G(e)o to the Cache – Ein GPS gesteuertes Tagebuch

      Wer mich auch nur etwas besser kennt weiß, dass ich eine sehr unsportliche Person bin. Ja, ich bin oftmals sogar zu faul zum aufstehen von meinem Schreibtischstuhl, um neues Wasser zu holen und kriege stattdessen lieber Kopfschmerzen. So eine Person bin ich eigentlich. Eigentlich! Denn: Ich besitze seit vielen Jahren ein sehr naturverbundenes Hobby – Geocaching. Der ein oder andere (vermutlich aber nich mehr so viele wie 2012 als ich angefangen hab') wird sich jetzt wohl fragen was das is. Deshalb erkläre ich es nun mal kurz.

      Ein Cache kann ein PETling, eine Brot- oder Filmdose, ein winziger fingerkuppengroßer Magnet oder auch etwas komplett anderes sein. Jeder Cache beinhaltet aber ein „Logbuch“. In diesem tragen sich die Finder des Caches mit ihrem Usernamen von geocaching.com, dem Datum und manchmal auch der Uhrzeit, ein, damit der, der ihn dort versteckt hat auch weiß, dass der Geocacher wirklich dort war. Danach trägt man sich auch noch auf der Internetseite selbst ein um den Cache zu „loggen“. Wie man zu dem Cache der irgendwo in der Natur versteckt (nicht verbuddelt) ist kommt? Mit einem GPS-fähigem Gerät. In meinem Fall is das schlichtweg mein Handy (iPhone 4). Nicht selten geht damit nach ein paar Stunden GPS auch ein Akkuproblem einher. :ups: Auf der o.g. Internetseite kann jeder Caches suchen und verstecken wie er lustig is. Die Verstecke können simpel sein, aber der ein oder andere lässt sich auch ganz besondere Dinge einfallen um die Logbücher möglichst gut vom Sucher fernzuhalten. Warum man das macht? Ich weiß es selber nich genau. Es macht mir einfach Spaß. Man sieht ab und an mal Orte die man ohne die Sucherei niemals gesehen oder gar betreten hätte, teilweise auch gar nich wusste, dass sie existieren. (Kommt heute auch noch vor.)

      Auf der heutigen Tour, die auch zugleich die erste im Jahr für mich is, kam mir beim Blick auf die Ruhr eine Idee. Warum teile ich diese Erlebnisse nich einfach? Gesagt, getan. Nachdem ich bereits 2 Caches gefunden hatte begann ich also mit dem Fotos schießen. Trotzdem werde ich natürlich vorher noch erzählen wie die Suche lief. Die Fotos mache ich übrigens auch nur mit der Kamera meines iPhone's (5 Megapixel). Also erwartet bitte keinerlei traumhaften Panoramaaufnahmen. Genug der Vorreden. Kommen wir zum heutigen Tag.

      Bereits am Vortag hatte ich das E-Fahrrad soweit vorbereitet, dass ich heute, am wärmsten Tag der Woche (27°C), abfahrbereit war. Zumindest dachte ich das... aber dazu komme ich erst gen Ende. Meine Güte, ohne dieses Rad wär' es mir wahrscheinlich nich einmal möglich diese recht bergige Region zu erkunden. Is eine Art Leihgabe von meinem Opa, obwohl ich stark bezweifle, dass er damit nochmal fährt. Immerhin hat er sich erst letzte Woche einen Rollator (diese Teile die man vor sich herschiebt) gekauft. :sd: Gegen 14 Uhr machte ich mich also mit vollem Handy- und Radakku auf den Weg zum ersten Cache. Auf dem Weg dorthin verpasste ich in meinem Eifer natürlich direkt die Straßeneinfahrt, weshalb ich den Berg völlig umsonst hochgefahren war. Naja, macht ja nichts denk ich mir. Kurze Wende und weiter geht’s. Am Cacheort angekommen fällt mir zuerst der schöne Bach auf der sich hier aufteilt. Ich wusste nich einmal, dass der Bach hierher fließt. Ich wollte grade mit meiner Suche beginnen, als eine Spaziergängerin mit 2 Hunden auftauchte. Der größere von den beiden Kötern (fragt mich nich welche Rasse, ich erkenn' nur Dalmatiner, Dackel, Huskys und Pudel :sd:) wollte natürlich bei den hohen Temperaturen im Bach planschen. Da beim Geocachen das Gebot gilt, möglichst unauffällig zu agieren, musste ich erstmal warten bis die 3 vorbei gezogen waren. Irgendwann ging dann auch der wesentlich kleinere Hund ins Wasser und die beiden fechteten eine Art Wasserschlacht aus, was sehr lustig anzusehen war. Nach wenigen Minuten waren diese dann vorbei gezogen und ich konnte die Brotdose, die auf der anderen Seite des Baches, hinter einem Baum „versteckt" war loggen. Naja, fast zumindest, denn in diesem Moment bemerkte ich, dass ich keinen Kugelschreiber mitgenommen hatte. In der Dose war aber einer den ich mir dann für die restlichen Caches... öhm... ausgeborgt habe. :) Mein Logeintrag dazu:
      [IMG:http://gyazo.com/9c73a3d0da6eef6b8c36933e627d6c28.png]

      Nun führte mich die Tour wieder an eine viel befahrene Landstraße, wenn auch nur kurz. Hier fuhr ich erst eine Straße zu früh von der Landstraße auf einen Feldweg. Einige Meter weiter konnte ich dann wieder mein Rad abstellen und einen Fuß- b.z.w. Treckerweg bergauf nutzen.
      Vorher sah ich noch einen Hang bei dessen Anblick mir einfiel, dass ich dort als Kind mal schlitten gefahren bin. Mittlerweile hab' ich wohl den nötigen Respekt vor dieser steilen Rutschpartie um das zu unterlassen. Ach du kacke, war ich töricht.
      Grade als mich mein GPS-Signal nach links lotsen wollte, sah ich auch schon einen kleinen Durchgang zwischen 2 Tannen.
      Das sieht man bei Geocachen oft und verrät auch das ein oder andere mal die Position des Caches. Es sind schlichtweg die Spuren die Hunderte Cacher in mehrere Jahren in der Natur hinterlassen. Aber nicht selten passiert es auch, dass diese Spuren eine, vom Cachebesitzer nicht vorgesehene, falsche Fährte darstellen.
      In diesem Fall war der Weg aber richtig und ich sah bereits auf den letzten paar Metern eine längliche metallene... naja ich weiß nich was es mal war als es noch kein Rost angesetzt hatte. Aber es war mindestens 2 Ellen lang. (Schade, dass mir die Idee mit den Fotos erst später kam.) In diesem Gegenstand lag ein ungefähr halb so langer, schwarzer PETling (was immer noch Übergroße darstellt). Dieser war an dem anderen Teil angekettet, damit er auch ja nich entwendet werden kann. Das Logbuch war trotzdem nich drin. Die Dose war offen und das Logbuch lag einen Schritt weit entfernt im Laub. Selbst das Logbuch war so lang wie mein Unterarm. :O.O: Langsam verstand ich, warum der Cache „Grobmotoriker Petling“ heißt. Kurzerhand hatte ich mich in das viel zu große, aber trotzdem fast volle Logbuch, eingetragen und es wieder ordnungsgemäß verstaut. Dabei bemerkte ich erst, dass der Deckel für die „Dose“ fast so groß meine Hand war. :ups: Hier wieder mein dazugehöriger Logeintrag: [IMG:http://gyazo.com/a81730afa903f0fc2cd9aeacdcebacca.png]

      Nachdem ich mich das erste mal heute einen Berg hochgeqüalt hatte (die Stadt zu der ich auf dem Weg bin heißt ja nich umsonst Fröndenberg), kam ich endlich an der Ruhr an. Dort, auf einem idyllischen Fußgängerweg, sollte der nächste Cache liegen. Ich suchte lange nach dem Cache, der auf der Schwierigkeitsskala (1 (Sehr leicht) – 5 (Sehr schwer)) eine 1,5 vom Owner bekommen hatte. Ich suchte zunächst auf der völlig falschen Seite des Weges die Bäume ab. Sowas sind halt typische Orte für einen Cache dieser Kategorie. Dabei schaffte ich es doch tatsächlich, wie in einem „Tom und Jerry“ Cartoon mit den Laubharken, mir einen Blumentopf (ja da war ein verdammte Blumentopf inklusive Erde im Gebüsch) gegen das Schienbein zu hauen.
      Als ich eine kurze Pause vom Suchen machte fand ich die Zeit die ersten Schnappschüsse zu tätigen. Vor mir lag ein Abhang mit Blick auf die Bahnschienen kurz vor'm Bahnhof und etwas weiter unten die Ruhr wie sie in Fröndenberg rein fließt.

      Blickrichtung Ardey
      Leider sieht man hier nich wirklich gut, dass die Ruhr weiter hinten eine S-Kurve macht. Mit bloßem Auge war es echt schön anzusehen, aber mit der schlechten Kamera sieht man halt nich viel. [IMG:http://fs1.directupload.net/images/150416/aapbxcv7.jpg]


      Die Bilder sind übrigens unbearbeitet. Ich könnte das jetzt damit begründen, dass ich die Natur nich künstlich verändern will und bla bla, aber eigentlich is es Faulheit.

      Etwas später fand ich den Cache dann auch. Ein PETling mit dem Verschluss einer Apfelsaftflasche, der im Boden neben einem Zaunpfeiler steckte. Ich hab' nur den Deckel gesehen und es schlichtweg für Müll gehalten. :shy:
      Mein Eintrag dazu:
      [IMG:http://gyazo.com/94f67cf12c6f9b2f7ca3791c497922a9.png]


      An dieser Stelle möchte ich das Tagebuch für heute beenden. Das war erst der Anfang dieses 6,5 stündigen Ausflugs. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen war es nämlich erst 16:00 Uhr. Der 2. Teil folgt dann demnächst.

      Euer Rylux :sebi:
      Avatar: ©draconira | Signatur: ©Vaylinor
    • Cool, dass es hier auch Cacher gibt. Ich mache das auch schon seit 2009 und habe jetzt über 800 Caches gefunden (und auch ein paar gelegt). An Geocaching begeistert mich, dass man immer wieder Orte entdeckt, die man sonst nie finden (oder überhaupt suchen) würde. Von vergessenen Ruinen im Wald bis hin zu tiefen Höhlen und Baumwipfeln.

      Nette Idee das hier als Tagebuch zu schreiben.
      Die Spuren, auch genannt "Cacherautobahnen" kennt wohl jeder, manchmal sind sie praktisch aber andererseits ist so das Versteck oft zu leicht.
      Sind ja sehr viele Brombeerranken auf den Bildern, dürfte im Sommer recht schwer zu finden sein.
      Du solltest dich mal an ein paar Multicaches versuchen, die sind oft noch spannender als Tradis.
      Freue mich auf Teil 2. ;)

      The post was edited 2 times, last by F3LIX ().

    • Du sagst ich soll kommentieren, also kommentiere ich.

      ich kenn' Geocachen, weil ich ja Pfadfinder bin, und ich finde es toll, dass du es auch machst *q* *gefällt mir*
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    • F3LIX wrote:

      Cool, dass es hier auch Cacher gibt. Ich mache das auch schon seit 2009 und habe jetzt über 800 Caches gefunden (und auch ein paar gelegt). An Geocaching begeistert mich, dass man immer wieder Orte entdeckt, die man sonst nie finden (oder überhaupt suchen) würde. Von vergessenen Ruinen im Wald bis hin zu tiefen Höhlen und Baumwipfeln.

      Nette Idee das hier als Tagebuch zu schreiben.
      Die Spuren, auch genannt "Cacherautobahnen" kennt wohl jeder, manchmal sind sie praktisch aber andererseits ist so das Versteck oft zu leicht.
      Sind ja sehr viele Brombeerranken auf den Bildern, dürfte im Sommer recht schwer zu finden sein.
      Du solltest dich mal an ein paar Multicaches versuchen, die sind oft noch spannender als Tradis.
      Freue mich auf Teil 2. ;)


      Ich hab' früher Hauptsächlich im Urlaub gesucht und auch viele Auszeiten genommen, da mich hauptsächlich das Wetter dazu motiviert loszufahren. Und das Wetter is ja leider nich oft so gut wie in dieser Woche. :ups:
      Zu den Brombeersträuchern: Die waren auch so extrem störend und ich hatte diverse Dornen in den Armen und Händen stecken beim Suchen.
      Multis hab' ich einmal probiert und als mich bereits die 2. Koordinate in einen Garten führen wollte, hab' ich's erstmal gelassen. :shy:
      Den 2. Teil wollte ich heute Abend veröffentlichen. Mal gucken wie schnell ich bin.
      Avatar: ©draconira | Signatur: ©Vaylinor
    • So, hab mich jetzt durch dein schmuckes Tagebuch gelesen.
      Dauert so eine Suche eigentlich immer so lange (6,5 Stunden) oder warst du einfach nur in Suchlaune?
      Ein paar Bilder von den einzelnen Ertappen oder besonders Sehenswerten Naturzeugs, was du immer wieder mit "Man sieht ab und an mal Orte die man ohne die Sucherei niemals gesehen oder gar betreten hätte, teilweise auch gar nich wusste, dass sie existieren" beschreibst, fände ich super, aber hast ja geschrieben, dass dir das erst später eingefallen ist.:hihi:
      Wäre auch cool, wenn du den Cache selber fotografierst bzw. den Fundort. Ich selber habe das noch nie gemacht und könnte mir so ein besseres Vorstellung verschaffen, außerdem bin ich neugierig. Besonders der letzte Cache klang ja ziemlich schrottig. xD

      Das Bild von der Ruhr sieht übrigens sehr idyllisch aus. Das Brombeergestrüpp sieht sehr gemein aus. Wenn die so hart und vertrocknet sind, sind die Dornen immer besonders gemein. :(

      Also ich freue mich schon auf den nächsten Teil deines kleinen Abenteuers. Geocachen scheint schon mal sehr interessant zu sein, dass es selbst solche Sportmuffel wie dich in die Natur lockt. Na ja, immer hin warst du auf dem E-Rad unterwegs. :tlol:
    • Dargos wrote:


      Dauert so eine Suche eigentlich immer so lange (6,5 Stunden) oder warst du einfach nur in Suchlaune?


      Ich bemühe mich immer, mehrere Caches auf ein mal abzuarbeiten und so vorher schon eine Tour durchzuplanen. Sehr selten kommt es vor, dass ich nur zu einem Ort fahre und dann wieder nach hause zurückkehre. 4 Stunden + sind bei mir also schon Standard. Passiert aber halt auch nich täglich.
      Avatar: ©draconira | Signatur: ©Vaylinor
    • Hey!
      Auf jeden Fall ein sehr schönes Hobby und mein Respekt, dass du das so verfolgst. Alleine, weil du dadurch viel draußen bist. Wäre ich nicht eine extrem faule Person, würde ich es sicherlich auch in Erwägung ziehen, das mal zu machen :ups:
      Wie dem auch sei, gefallen mir deine Bilder sehr gut. Es fängt schon damit an, dass du quasi auf der Stelle stehen bleiben konntest und gleichzeitig drei Orte einfangen konntest (haha, ein Wortwitz :hihi:). Ansonsten finde ich es ganz schön, dass man gleich mehrere Elemente auf den Bildern sieht, wie die Gleise oder den Fluss. Obwohl die Sträucher vor deinen Füßen vertrocknet sind, haben sie einen gewissen Charme und verhindern, dass die Fotos zu einfarbig wirken. Aufgrund der Kamera - so nehme ich an - ist wahrscheinlich auch der Himmel so leuchtend. Gefällt mir irgendwie sehr.

      Auf jeden Fall tolle Bilder und ich freue mich auf mehr! :)
    • Nachdem ich mich in den 3. Cache des heutigen Tages eingetragen hatte und er wieder an seinem Platz war, konnte ich mich wieder auf's Rad setzen und in Richtung Innenstadt fahren. Ich fuhr also den letzten Kilometer bergab mit ca. 20 km/h in die Stadt, wo ich mir zu aller erst eine Toilette suchen wollte. Doch was bemerke ich da? Um halb 5? Richtig. Gefühlt die halbe Stadt hatte sich schon nen schönen Feierabend gemacht. Nach einer gefühlten Ewigkeit ließ man mich in einer Kneipe gehen. :nb:
      Von hier aus zum nächsten Cache, südlich der Innenstadt (ich kam westlich rein) war es nich mehr weit. Wie mittlerweile schon Routine bei mir is, bin ich erst mal zu weit gefahren. Kurz vor dem Cache liegt der Kanuclub der Stadt Fröndenberg, wo an einem solchen Tag natürlich reger Betrieb herrschte. Nur ein paar Meter hinter dem Suchort, lag irgendein Sägewerk oder sowas, keine Ahnung. Jedenfalls kam von dort aus fast durchgehen das piepen von rückwärts fahrenden LKWs und machte so die Suche nich grade angenehm. Also sollte ich lieber schnell zur Beschreibung des Suchorts kommen. Vor mir liegt ein eingezäunter Mobilfunkmast. Und genau an diesen Bereich führten mich die Koordinaten. An eine Stelle, an der ein Rohr, das anscheinend bereits beim Move-Tutor war, auf mich zielte.

      Ich begann zunächst, ein Straßenschild (beliebtes Versteck für magnetische Caches der kleinsten Größenkategorie), einen Zaun für ein Feld und die linke Seite neben dem eingezäunten Masten abzusuchen. Auf der rechten Seite aber, wurde ich dann nach einer guten Viertelstunde Gesamtsuche doch noch fündig:

      Und auch hier is das Logbuch wieder rappel voll. Als erstes kamen mir beim öffnen der Dose mehrere Papierschnipsel entgegen, (von dem mir einer fast weggeflogen wär') auf den sich andere Sucher notgedrungen eingetragen hatten. Ich fand meinen Platz aber auch noch auf einer Papierrückseite des Logbuchs. Manchmal frag' ich mich ja was schwieriger is. Sich in solche Bücher einzutragen, oder diese wieder in den Cache zu kriegen (ich sag's euch diese winzigen Magneten sind die reinste Qual). :ups:

      Nachdem ich also alle Papierschnipsel inklusive Buch wieder in den Cache gestopft hatte (gestopft triffts da wirklich gut) und dabei zwischenzeitlich mein Finger in der Dose stecken blieb...:ups: Konnte ich mich auf den Weg zu Cache Nummer 5 machen. Diese sollte mich an einen Ort führen, an dem ich bereits vor ein paar Jahren mal gesucht habe. Ich fuhr also wieder etwas zurück in die Innenstadt und kam nach nur 5 Minuten am Ort des Geschehens ein. Das Kettenschmiedemuseum:

      Die größe Schwierigkeit an diesem Cache sind die ganzen Leute in der Nähe. Vor diesem Museum ist eine Art Stadtpark mit allem was dazu gehört. Spielplatz, Skateanlange, Eiswagen und natürliche viele Menschen. Mein Rad stellte ich direkt neben ein anderes E-Fahrrad (so viele sind man davon eigentlich gar nich) ab und luscherte vor dem Beginn der Suche nochmal kurz in die Eingangshalle des Museums. Dort war heute (was ich natürlich nich wusste) „Neugeborenen Empfang“... was auch immer das heißen mag. Viele Tagesmütter und „normale Mütter“ ließen dort Fotos von sich mir ihrem Kind vor einigen Ausstellungsstücken machen. Warum auch immer man das tut... :ups: Wer es sich natürlich auch nich nehmen ließ, das ganze zu seinem Vorteil auszunutzen war unser SPD-Bürgermeister Rebbe. Warum ich an so einen negativen Unterton habe? Naja, ich bin nich grade zufrieden mit einem Bürgermeister der sich nur darum kümmert, Geld in Kindergärten zu stopfen. Diese Stadt hat so viele renovierungsbedürftige Orte um die er sich mal kümmern könnte, aber stattdessen sind unserem Lieblingsschalträger die „Kinder wichtig“er. Egal, ich sollte mich lieber wieder dem Cache zuwenden. Der Pfeil meines Handys zeigt in Richtung einer riesigen Mauer die auf freiem, der Sonne schutzlos ausgelieferten Flächen, liegt. Sehr ihr den weißen Stromkasten ganz hinten in der Ecke? Da soll ich suchen, während die halbe Stadt mir zugucken kann und sich fragt was der Idiot da die ganze Zeit die Mauer absucht.

      Es war nich nur unglaublich heiß dort, sondern auch noch ziemlich unangenehm auf so einer freien Fläche zu suchen. Der Hinweis zum Cache: „magnetisch, rechts b.z.w. Südlich vom Stromkasten“. Aber der hat mir nich großartig geholfen... obwohl... eigentlich zeigt die Kompassnadel noch 10 Meter bis zum Ziel an,. Das heißt der Hint ließ mich die andere (wesentlich weniger belebte :gr:) Seite der Mauer ausschließen. Nach 10 Minuten der Suche, bei denen ich mich wirklich bescheuert fühlte, pfiffen aus der Entfernung ein paar Jugendliche und winkten mir zu. Was die wohl von mir gedacht haben... :ups: Von da an wurd's mir zu doof. Ich gab auf und ging wieder zu meinem Fahrrad zurück.

      Obwohl mein neuer Zielort nur ein paar hundert Meter entfernt war, hatte ich leichte Schwierigkeiten den Weg zu finden. Dabei machte mich auch erstmal jemand darauf aufmerksam, dass es meinen Reifen etwas an Luft mangelt. Ich tat so als wüsste ich davon, bedankte mich dennoch für den Hinweis und fuhr weiter. Es dauerte fast wieder 10 Minuten, den eigentlichen Weg, der wirklich nur ein Katzensprung hätte sein können, zu finden. Nun fuhr ich am Ruhrufer entlang auf dem Weg zu einer über das Wasser hinausragenden, schiffsbugförmigen Plattform. Ich wusste nich einmal das diese Stadt so etwas tolles hat. Dank dem asozialen Pack, von dem es hier leider reichlich gibt (lauter Möchtegerns), is es natürlich mit lauter Graffiti besprüht. :sdull:

      Auf der Plattform selber, hatte man echt ne schöne Sicht auf den Fluss, die auf meinen Fotos leider nich ganz so gut durchgekommen is:

      Nach einigen Minuten, schaute ich auf mein Handy und stellte fest, dass ich nich auf der Plattform sondern...


      Und als ich grade anfangen wollte unter dem Boden der Plattform (was nach einer sehr einfachen Suche aussah) zu suchen, kam eine Gruppe von Jugendlichen. Diese hätte mich sehen können, wenn ich unter ihnen gesucht hätte, weshalb ich einen auf stillen Beobachter der Ruhr gemacht hab' und einfach nur auf den Fluss schaute. Beim Versuch mich hinzusetzen, griff ich mit der linken Hand natürlich erstmal voll in einen Strauch Brenneseln. Meine Hand is selbst am Abend danach noch rot gewesen.

      Dort saß ich dann... eine Viertelstunde... und sie wollten einfach nich weggehen. Ich dachte mir also, ich entferne mich erst mal ein wenig von ihnen und hoffe, dass sie nachher weg sind. Gesagt, getan. Ich radelte bis zur Ruhrbrücke. Das kann man eigentlich als inoffizielle Grenze zwischen Sauerland und Ruhrgebiet sehen. Wer die Brücke in Richtung Menden verlässt, befindet sich quasi schon im Sauerland (Flachland ahoi! o/), alles andere is nach wie vor Ruhrgebiet. :sebi: Hier ließen sich auch sehr gut ein paar Fotos machen. Auf dem ersten Bild sieht man wo ich grade hergekommen war. Mit dem bloßen Auge, aber leider auf dem Bild schwer zu erkennen (deshalb eingekreist), erkennt man links die Plattform. Auch jetzt sah ich nach wie vor die „Störenfriede. Rechts der Anbau des Kanuclubs Menden, in dem einige Kanuten ihre Boote einlassen. (Selbst die haben mehr Geld als wir. :sd: Der Fröndenberger Kanuclub war ziemlich schäbig dagegen.)

      Das war der Punkt an dem ich mich dafür entschied, auch von diesem Cache abzulassen und langsam wieder in Richtung Innenstadt zu fahren. Vorher machte ich aber natürlich noch ein Bild von der anderen Seite der Ruhrbrücke. Wenn man dem Fluss in die Richtung folgen würde, würd' man in kürzester Zeit wieder an dem Punkt ankommen, an dem ich die ersten Fotos des Flusses gemacht habe. Vor mir liegt hier zudem die Brücke, die die Züge verwenden, um ins Sauerland zu gelangen.

      Achja, eine Sache noch für die, die es noch nich bemerkt haben: Das hier is die Ruhr und nich der Rhein:

      Nun wollte ich mich aber wirklich auf den Weg machen, man sieht ja, das die Sonne schon um einiges tiefer steht. Eigentlich war die Waldetappe am Bach her vom Anfang nur als Möglichkeit gedacht auf dem Weg in die Stadt noch n bissl was an Caches mitgehen zu lassen. Die Haupttour sollte eigentlich in der Stadt selber stattfinden. Aber man weiß ja nie wie es kommt und letztendlich schaffte ich nich annähernd die Menge an Caches zu suchen, die ich mir vorgenommen hatte. Auf dem Weg zurück sah ich auch schon, wie der Akku des Rads bei unter 50% stand. Trotzdem wollte ich es mir nich nehmen lassen, nochmal bei meiner ehemaligen Schule einen Cache zu suchen. Doch der weg war alles andere als einfach. Der Weg bis in die Innenstadt war noch völlig in Ordnung. Doch dann kam der erste richtig steile Berg und erst jetzt fiel mir auf, dass ich diese Tour doch lieber andersrum hätte machen sollen. Von dem Berg machte ich keine Fotos, da ich viel zu sehr mit schieben beschäftigt war. Es dauerte sage und schreibe über 20 Minuten, diesen Koloss von einem Neigungswinkel zu überbrücken. Mit vollem Akku hätte ich ihn vielleicht noch an einigen Stelle schaffen können, aber so war es eine reine Qual. Endlich wieder auf gerader Strecke angekommen, rauschte ich noch kurz durch eine 30er-Zone bis ich schlussendlich am Parkplatz der Schule ankam.
      Zu aller erst hinderte mich ein alter Mann und mit seinem Hund daran, die Büsche abzusuchen. Denn anstand einfach über den Parkplatz in Richtung Wald zu gehen, musste er mitten drauf stehen bleiben und seinen Hund bügeln- ähm... ich meine... kämmen. Hat bestimmt nochmal 5 Minuten gedauert. Als der dann weg war, fuhren andauernd irgendwelche Leute auf den Parkplatz die dann mit Sporttaschen in die Schule gingen. Leider finden in dieser Schule nämlich auch außerschulische Sportveranstaltungen von Vereinen Stadt und so kam es, dass ich dort wieder 20 Minuten stand und wartete. Doch ich bekam einfach nich meine Ruhe und stattdessen Hunger.

      Na dann, mach ich mich halt auf den Weg nach hause. Vorher hieß es aber noch, einen letzten riesigen Berg bewältigen. Ich sag' euch, mein Belastungs-EKG letztens war nich ansatzweise so anstrengend wie diese Schieberei. Der viel zu kleine Bürgersteig machte die Sache auch nich leichter. „Die Eule“ - Ein harmloser Name für so einen Berg. Ich habe zwar keine Fotos gemacht, aber eben den Wikipedia Artikel rausgesucht damit ihr erkennt, was für ein Monster das is, wenn man es zu Fuß bewältigen muss während man ein Fahrrad schiebt.

      Wikipedia wrote:

      Die Eule ist ein unter Radrennfahrern bekannter Berg in Fröndenberg/Ruhr. Seine 1.200 m Anstieg sind im Mittel 7,7% steil, die maximale Steigung beträgt 13%.

      Ja verdammt, ich hätte die Strecke wirklich andersrum fahren sollen. :sd: Nach einer halben Ewigkeit kam ich endlich oben an. Mittlerweile waren es schon nur 25% Akku. Ich bekam kaum noch Hilfe vom Rad und stellte dazu auch noch fest, dass ich hinten einen komplett platten Reifen hatte. Wer dachte zu Beginn noch er hätte sich richtig vorbereitet? Genau, der Fabian. Und der muss jetzt darunter leiden, denn auch eine Luftpumpe hat der Idiot nich mitgenommen.
      [spoiler=Kann man machen, muss man aber nich][IMG:http://fs1.directupload.net/images/150417/mjx6p4zo.jpg][/spoiler]

      Ich fuhr' also nur noch Abschnitte die bergab gingen und schob fast den kompletten Rest, weil es für mich körperlich auch einfach nich mehr machbar war. Dabei fiel mir an der Straße mal wieder folgendes auf: Desto teurer das Auto, desto knapper überholen sie dich. Komischerweise stimmt das so gut wie immer. Ich fuhr also kurz bergab, dann hieß es wieder schieben. Zwar an dieser Stelle nich grade steil, aber trotzdem zäh. Am Golfplatz sah ich grade die ganzen Leute mit ihren Porsche, Mercedes und etc. Karren das Gelände verlassen und ich wusste, dass ich noch ein gutes Stück vor mir hatte. Ich befand mich grad ungefähr auf der Hälfte des Weges zwischen Stadt und Dorf. Das schlimmste hatte ich aber nun hinter mir. Es folgte weiteres schieben und leider nur wenig fahren durch den Wald. Trotzdem wollte auch der letzte Akkupunkt allmählich schlapp machen.

      Nach dieser etwas viertelstündigen Etappe, konnte ich endlich mein Heimatdorf sehen. Und nich nur das! Grade in dem Moment, ging die Sonne über dem Dörfchen unter. :ws:

      Nun ging es zum Glück (Steigungstechnisch) nur noch abwärts. Es war schon so weit, dass die Felgen am Hinterrad über dem Boden führen und in regelmäßigen Abständen über den Aspahlt quietschten. Kurz vor meinem Haus traf ich noch auf 2 Kollegen aus dem Dorf, denen mein Platten sofort auffiel und die mir erstmal meinten erklären zu müssen, dass man damit lieber nich fahren sollte. Das war mir zwar bewusst, aber auch ziemlich egal, da ich lieber nen neuen Fahrradschlauch kaufe, als mich noch länger abzuquälen.

      20:30! Endlich war ich zuhause angekommen. Ich weiß nich so recht ob ich das als einen erfolgreichen Tag betiteln konnte. Das Fahrrad war in einem grauenhaften Zustand, ich war vollkommen überanstrengt, hatte lauter Schnittverletzungen und Brandspuren an Armen und Händen von den ganzen Pflanzen und hatte nur 4 von 7 Caches gefunden. Alles andere als ideal. Irgendwie war es aber trotzdem ein schöner Tag, auch von wenn ich mich keineswegs darüber freue, am Wochenende den Schlauch flicken zu müssen. :sd: Wann ich das nächste mal auf Tour gehe? Kommt drauf an wie das Wetter und das Fahrrad mitspielt. Ich glaube aber nich, dass es das in diesem Monat schon war. ;)
      Avatar: ©draconira | Signatur: ©Vaylinor

      The post was edited 4 times, last by Rylux ().

    • Zu dir wollte ich seit 4 Tagen schon was schreiben. :tlol:

      Ich könnte mich auch stundenlang in der Natur aufhalten, allerdings eher,um größere und seltenere Tiere zu finden und zu fotografieren. Säugetiere, Reptilien, Amphibien und sowas. Da opfere ich auch schon mal drei oder vier Stunden. Das Geocaching sieht auch sehr interessant aus, begegnet man dort vielen Tieren? Sogar in meinem Niemandsland gibt es offenbar einige Caches ... leider fehlt mir das GPS-Gerät, eins ist vll einen halben km von zuhause weg. oO

      Die Ausblicke auf die Ruhr sind nicht überwältigend, aber ganz okay. Sie erinnern an die Mosel zwischen ungefähr Thionville und Bullay, nur eben ohne Weinreben. Vor allem an der trierisch-luxemburgischen Grenze sieht es dem sehr ähnlich.

      Außerdem haben mir das Bild Ruhrbrücke 2 und der Sonnenuntergang gut gefallen. Das Kettenschmiedemuseum mit seinen englischen Backsteinmauern hatte auch was gehabt. Unter dem Sauerland kann ich mir leider nie gut etwas vorstellen. x.x Ist das Lüdenscheid?

      Naja, schön, dass du deine Erlebnisse mit uns geteilt hast. :)

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Ja, Lüdenscheid gehört u.a. auch zum Sauerland. Dazu gehören nämlich der Kreis Olpe, der märkische Kreis, der Hochsauerlandkreis, der Kreis Waldeck-Frankenberg (wtf?) und natürlich der heilige Kreis Soest. Vielleicht kannst du dir ja jetzt etwas drunter vorstellen. :sd:

      Tiere hab' ich keine gesehen bei meiner Tour (außer natürlich Haustiere mit ihren Besitzern).
      Avatar: ©draconira | Signatur: ©Vaylinor
    • Rylux-schreib-viel x3

      Deine Suche ist ja fast wie ein Tagebucheintrag. :lol:
      Und die Caches oder Logs oder wie die alle heißen sind vielleicht mini. Und in einem bist du sogar mit deinem Finger stecken geblieben. Kleines Larvitar mit großen Pranken.:hihi:

      Das mit dem Kettenschmiedemuseum und dem Bootausguck ist wirklich doof gelaufen und im Ruhrgebiet gibt es auch noch so wahnsinnig viele Menschen. =/
      Wie ist das eigentlich? Wollen die Leute, die die Caches aufstellen gefunden werden oder eher nicht?
      Und das Graffiti auf dem Boot ist hässlich, einfach nur hässlich. Wenn es wenigstens schön wäre. Aber nein, der Macher musste ja sein Nichtskönnen beweisen. Und falls er das ließt(was sehr unwahrscheinlich ist): ja, komm her Junge! Ich mach dich verbal fertig. Falls du weißt, was verbal heißt. :motz:

      Und das mit dem platten Reifen war natürlich hart. Da hatte der Typ beim Kettenmuseum auch noch recht gehabt. :tlol:
    • Der Reifen des Fahrrads is nach wie vor platt und da es ja ein elektrisches is, kann man das Hinterrad nich einfach so mir nix dir nix abnehmen. Deshalb warte ich noch darauf, dass wir ma endlich dazu kommen, den Fahrradträger auf's Auto zu schrauben und zu ner Reparatur zu fahren.
      Avatar: ©draconira | Signatur: ©Vaylinor
    • Vorhin kam das Rad aus der Reparatur wieder. Die Felge war zum Glück noch heil. Ein neuer Fahrradschlauch wurde drauf gezogen und eine Speiche (die anscheinend von Beginn an gefehlt hat - die können nämlich eigentlich nich abfallen) wurde auch ersetzt. Die Reifen sind wieder aufgepumpt, ein paar Kleinigkeiten wurden ausgebessert und ich bin um 45€ ärmer. Aber es hätte schlimmer kommen können, von daher, will ich mich mal nich beschweren. Wenn das Wetter mitspielt, sollte es dann im Laufe der nächsten Woche wieder einen Bericht von mir geben.
      Avatar: ©draconira | Signatur: ©Vaylinor
    • Nach fast vier Jahren ist heute endlich der Tag an dem ihr wieder meine Geocaching-Erlebnisse mitlesen dürft. Das Fahrrad ist seit Ewigkeiten hinüber, weil der Akku nicht mehr lädt und ich habe seitdem nur eine wirklich große Tour gemacht. Allerdings ist diese mit Sommer 2017 zu lange her, als dass ich davon jetzt noch irgendwas zusammenhängendes schreiben könnte.

      Heute habe ich @Rosikohl in meinen Rucksack gestopft und bin mit ihr zu einem Geocaching Rundweg durch einen Wald/Naturschutzgebiet in der Nähe von Iserlohn-Kalthof gefahren. Der Rucksack war außerdem gefüllt mit zwei Frischkäsebrötchen, 2L Wasser, einer großen Powerbank und einem Kugelschreiber. Ursprünglich hatte ich eine Route zusammengestellt die gleich zwei Rundwege abdeckt, aber (Spoiler!) wir haben doch nur den einen durchgezogen.
      Wir hätten uns keinen besseren Tag in der Woche aussuchen können, als ausgerechnet den heutigen - denn: es hatte die Nacht vorher geregnet und es nieselte auch große Teile des Tages. Das Auto wurde also auf einem Schlammplatz der sich Parkplatz schimpft abgestellt und die Reise ging gegen 14:15 Uhr los. Auf dem Bild unten seht ihr in Schwarz die gelaufene Route und in rot das, was wir ausgelassen haben.



      Direkt zu Beginn begann der Kampf gegen den Matsch in dem leider schon recht abgeholzten Wald. Viele Bäume waren bereits unten kahl geschoren und nach einer halben Stunden des Wanderns und drei leicht zu findenden "An-den-Baum-legen-und-Holzrinde-drüber-legen-Caches" sahen wir auch wer dafür verantwortlich war.


      Wie man sieht war es nicht nur regnerisch und matschig sondern auch dezent neblig. Hier begann auch ein schwerer Anstieg, bei dem man versuchen musste nicht im Boden zu versinken oder wegzurutschen. Das zweite "Täter"-Bild stammt von einer höher gelegenen Stelle wo wir bereits unsere Brötchen aßen. Ich hatte nämlich nur eine halbe Orange zum Frühstück und Rose gar nichts. Kurz vorher hatten wir bereits einen Cache gesucht und leider nichts gefunden. Wir vermuten, dass bei Abholzen die Sache mit entfernt wurden, weil dort einfach alles kahl war, wo der Cache eigentlich liegen sollte.


      Als dieser große Anstieg geschafft war und wir einen weiteren Cache leider nicht finden konnten, kamen wir an einem Weg am Rande des Waldes an, welchen wir erstmal mit offenem Pokémon GO eine Weile laufen mussten um zum nächsten Cache kommen.


      Wir liefen also etwas verloren den Weg entlang, bis wir wieder links rein in den Wald mussten. Der Pfad dort war kaum als jener zu erkennen, da uns eine dicke Pfütze den Weg versperrte. Zum Glück fanden wir einen Weg außen rum. Dort konnte dann ein weiterer Cache geloggt werden. Tiefer in den Wald gehend entdeckt wir kurze Zeit später einen kleinen Flusslauf inklusive "Wasserfall".


      Während wir einen Cache nach dem anderen loggten(, zwischendurch einen nicht gesuchten "Mystery-Cache" fanden) und unsere Pokémon ausbrüten ließen, kamen wir einen sehr zermürbten Teil des Wald, in dem ganze Wurzeln offen lagen. Hier war auch der Punkt wo wir uns aufgrund des Wetters dazu entschieden haben, es bei der kleinen Route zu belassen.



      Als wir zu einem weiteren Anstieg kamen, schien Rose es plötzlich etwas eilig zu haben (oder ich war schlichtweg langsam). Denn sie ließ mich ganz schön hinter ihr zurückfallen. Mitten im Anstieg fanden wir dann noch einen weiteren Cache von dem aus, man recht gut in die Tiefe des Waldes hinab blicken konnte.


      Wir sammelten also die letzten Caches ein und kamen langsam zum Ende unserer Tour. Besondere Vorkommnisse, außer den Mystery-Cache gab es leider nicht. Beim vorletzten Cache mussten wir kurz warten, bis vorbeilaufende Muggel (2 Frauen mit 3 Hunden) den Ort verlassen hatten. Bis auf zwei Stück konnten wir alle finden und erfolgreich bergen. Hier noch ein paar neblige Bilder vom Rückweg. Auf dem zweiten sieht man in der Ferne unser Ziel hinter den Bäumen verschwinden.



      Völlig erschöpft am Auto angekommen, teilte mir mein Handy mit, dass ich über 11'000 Schritte und ziemlich genau 8km gelaufen bin. Spöttisch kommentiert es dazu den Text "Tagesziel erreicht"...
      Im Endeffekt bin ich mit der Route trotz des Schlamms und den miesen Bedingungen recht zufrieden. Wir konnten insgesamt 10 Caches finden und sahen am Ende aus, als wie besudelte Säue, die etwas zu lange im Matsch lagen.



      Ich hoffe das mitlesen hat euch etwas gefallen, obwohl es diesmal nicht ganz so lang und auch nicht ganz so spannend war wie letztes mal. Aber immerhin konnte ich hier mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben und hoffe, dass es bis zum nächsten Eintrag nicht wieder 3-4 Jahre dauert. :ups:
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