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Schwert der Abenddämmerung

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    • Schwert der Abenddämmerung

      Willkommen bei meinem fünften und Stand jetzt letztem Versuch, euch mit meinen Geschichten zu begeistern. Viermal habt ihr mich gegen eine Wand laufen gelassen, viermal habe ich seit über 2 Jahren alles versucht, um EUCH zu helfen und EUREn Geschichten Zulauf zu geben, während meine im Treibsand stecken gelassen wurden.
      Das hier wird sozusagen eine neue Chance für Mischblut, es spielt circa 80 Jahre später im gleichen Universum. Wird es wieder so sein, dass ich mir den A aufreiße und diese Geschichte mit dem A nicht angeguckt wird, werde ich endgültige Konsequenzen ziehen. J'en ai marre. Es ist eine gute Geschichte. Nach 200 Kapiteln Schreiberfahrung auch sicherlich eine überdurchschittliche Geschichte, das kann ich euch versprechen, ohne abzuheben. Also, bitte, habt einfach mal Spaß mit meinen Geschichten, endlich nach 2 Jahren. Es ist sogar ein Easter Egg zur "Letzten Schlacht der Elfen" drin versteckt.



      Es gibt ein paar Sachen, die man wissen muss, bevor man die Geschichte liest. Diese sind unerlässlich für das Begreifen der Charaktere und Orte. Insbesondere der Hauptcharaktere, denn es handelt sich um niemand geringeres aaaals ...
      1. Gijinkas. Mischblüter. Halb Mensch, halb Tier bzw. Pokémon. Dass es diese Wesen gibt, ist Grundvoraussetzung, wie sie entstanden sind, ist und bleibt ein biologisches Rätsel. (: Jedenfalls können sich Gijinkas mit einem ähnlichen biologischen Vorbild vermischen, was in etwa den Ei-Gruppen entspricht, allerdings stellenweise viel eingeengter - also zb nur Raubtier mit Raubtier oder reinem Menschen. Vermischen zwei unterschiedliche Gijinka sich, ist vereinigt das Kind Merkmale beider Pokémon in sich und ist damit etwas ganz Neues, das in der Regel auf das Gros beider Fähigkeiten zugreifen kann. Anstrengend? Keine Sorge, das war schon das wichtigste. Menschen, Gijinka und Pokémon leben zusammen, wobei die Gijinka als einzige mit beiden Gruppen kommunizieren können.
      2. Der Ort ... ist eine Parallelwelt mit den Eigenschaften und groben historischen Verlauf der Erde. Die Zeitabstände zwischen Phasen sind anders, aber die Länder und Städte mit fiktiven Namen besitzen immer reale Vorbilder. Es gab auch mal einen Kontinent namens Mu, aber das zählt zu den wenigen räumlichen Unstimmigkeiten der Geschichte.
      3. Die Zeit spielt drei Generationen nach Mischblut, meiner ersten Gijinka-Geschichte, die überwiegend auf "französischem Boden" gespielt hat. Diese Geschichte spielt im "Japan des Jahres 1868". Grob. Was da passiert? Das verrate ich euch jetzt ganz sicher nicht! Aber wer Pokémon Conquest ein bisschen reifer und tiefgründiger (und auch gefährlicher) mag, ist hier nicht schlecht aufgehoben.
      Zeitliche Anomalien gibt es aber, so steckten in Mischblut einige Dörfer noch im tiefsten Spätmittelalter, während der "Eiffelturm" schon gebaut wurde. Deswegen ist es ja auch eine fiktive Welt. In der Regel deckte die Geschichte aber die Revolutionszeit 1788-1794 ab, allerdings in etwas mehr als einem Jahr zusammengestaucht.

      Ansonsten sind noch Informationen zu den Parteien/Reichen bzw. ein Familienstammbaum unerlässlich, als Nachschlagewerk. Im Laufe der Geschichte wird das (und eine Karte!) immer mehr ergänzt werden, das Gröbste sollte genügen. Vorwissen braucht man nicht, Bezüge in der Vergangenheit werde ich hoffentlich proper erklären. Und die wird es geben, wie das mit Vorfahren eben nicht unüblich ist.


      Die wichtigsten Reiche:
      Angiterra - England
      Hexalos - Frankreich
      United States of Olivernia - USA
      Impero Latiano (Latia) - Italien

      Zappango - Japan (die wichtigsten Han/Daimyate folgen später)
      Setta (Tokinori Hata)

      Imperio Yamitoyaan - Yamito/Nord-Mu (südöstlich von Kyushu, nordöstlich von Okinawa)



      Schwert der Abenddämmerung



      Prolog



      "Also, Kinderchen! Wisst ihr, wie man dem Daimyo gegenübertritt? Niederknien und verbeugen, bloß nicht die Hand geben! Und ... und ... er stellt die Fragen! Nicht ihr! 'Mama, Mama, Mama, bekomm' ich was von San Nicola? Schläge kriegt ihr!' Oder noch schlimmer, Schwerthiebe. Ihr wisst schon, dass die eine ganz andere Religion und Philosophie habt, und wenn ..."
      Drei genervt glühende Augenpaare teilten dem schwarzhaarigen Mann mittleren Alters mit, dass er doch bitte schweigen sollte. Aber was hieß hier bitte? Onkel Claudio war ein Meister darin, uns zu nerven. Seine Lippen kräuselten sich missmutig und die Stirn glich mittlerweile dem geriffelten Muster auf Unterwassersandböden. Nachdenklich zupfte sich der Nachtara-Gijinka den langen Kinnbart und rang nach Worten.
      "Deine ... 'Kinderchen'", zischte meine dunkelhaarige Schwester verärgert: "sind zwischen 20 und 30 Jahre alt! Oder glaubst du wirklich, jemand hätte unsere Ahnen mit Ratschlägen belehren können, die uns mittlerweile nach dem fünfundfünfzigsten Hören aus den Ohren herausquillen?" Nicht nur an ihrem Fauchen, sondern auch an den gebleckten Reißzähnen unseres Onkels war die angespannte Atmosphäre zu erkennen. Unser Bruder schien tief in seiner Beschäftigung , eine Perluschale zu polieren, versunken zu sein, doch ich wusste genau, dass ihm die Situation ebenso zum Halse heraushing. Unsere langen Schweife mit den pikähnlichen Spitzen, wie die eines Hundemon, peitschten vor Ärger nahezu synchron unter diesen mysteriösen Roben namens Kimono gegen den Kiesboden, der zum Pavillon des hiesigen Herrschers führte. Das Land Zappango war nach seiner Öffnung für den Westen gierig an westlichen Wissenschaften interessiert. Die Tradition und eine völlig andere Kultur waren allgegenwärtig und einig war man sich im Land nicht im Geringsten, wie man mit den Fremden umgehen sollte. Einerseits fürchtete man, von den waffentechnisch überlegeneren Königreichen kolonisiert zu werden, andererseits handelte es sich bei dem Bakufu, der Militärregierung, um eine bankrotte Regierung, die bereits durch mehrere Krisen das Vertrauen seiner Bürger, die die Hoffnung in Fortschritt, Forschung und Handel sahen, verloren hatte.
      "Idiota! Wie ihr wisst, sind vor fünf Jahren ein paar eurer Landsleute von den Samurai geköpft worden, weil sie nicht von ihrem Gallopa zur Ehrerweisung abgestiegen waren. Ihr möchtet doch nicht auch so enden, oder?", klammerte sich Onkel Claudio an seinen letzten Pfeil im Köcher, um uns eben jenen Umgang mit den Westlern zu verdeutlichen, zumindest, was das eine Extrem betraf.

      Wir waren zwar in Angiterra geboren und den größeren Teil unseres Lebens aufgewachsen, doch zu unserer Ahnenreihe zählten auch Gijinka mit hexalösischem Blut, aus dem Mäanderland oder eben die Sphinxen. Die Frauen ähnelten angeblich denen hier in Zappango. Mandelförmige Katzenaugen, aber in fast allen Farben, lange, schwarze Haare, eine zierliche Statur, die allerdings durch Pfotenballen an den behaarten, scharf bekrallten Füßen, einen kräftigen Schweif mit Pik-Spitze, Reißzähne, einem erheblich dunkleren Teint und ein paar großer, beiger Engelsschwingen ergänzt wurden. Die Männer, so erzählte man uns, waren zu schwer zum Fliegen, sodass sich die Flügel zurückgebildet hätten. Sie waren größer als jeder Mensch, mit mächtigen, schwarzen Löwenmähnen wie die des Entei, wie ein fernöstlicher, sieben Fuß hoher Zeus. Durch meine Adern floss nur noch ein Viertel dieses Blutes, das einerseits von Kagayaku Konagata, der Sphinxenkaiserin von Hexalos stammte, sich jedoch andererseits auch bis hinzu Calypso, der Tochter Reas, der Leibwächterin des Konogata-Clans, zurückführen ließ. Sie waren die letzte Generation von Sphinxen, die ihre Heimat Mu noch erlebten, bevor die Machtgier hungriger Conquistadores Kyogre erweckte und die Fluten den Kontinent verschlangen. Das Blut aus Angiterra hatten wir von der wagemutigen Diebin und Abenteurerin Sheila, einer tapferen Blitza-Gijinka geerbt, die mehrmals die Pläne wahnsinniger Herrscher und Legendenjäger mithilfe ihrer Gefährten wie Kagayaku oder Calypso zu vereiteln wusste. Zusammengefasst waren wir richtige Mischblüter - die langen Ohren von den Evoli-Gijinkas, den Schweif von den Sphinxen und alle anderen felinen Merkmale von allen zusammen, zu denen auch ein Luxtra-Gijinka und ein Absol-Gijinka zählte. Im Endeffekt war ich also ... ich. Ich mit einem dicken Hauch Sheila, denn während meine schwarzhaarigen Geschwister den dunklen, östlichen Phänotyp geerbt hatten, glichen meine Haare einem Kleopardafell mit invertierten Farben, nur dass die Flecken schwarz und voll ausgefüllt waren. Dies ließ sich eins zu eins auf den ebenso gepunkteten Schweif übertragen - nicht umsonst hatte ich also den Spitznamen "Hyouko", also Leopardenmädchen in den Sprachen von Zappango und Mu erhalten. Ob dies an diesen "genetischen Regeln" lag, wie sie seit wenigen Jahren in aller Munde waren?

      Vegichita und Grillchita entsprachen nicht wirklich unseren bisherigen Vorstellungen von Leibwächtern, wie es die Caesurio seit Kaiserin Setsuna I. Konagata, Kagayakus größerer Schwester, gewesen waren. Doch der mit reichlich Gold dekorierte, mit Ebenholz dekorierte Nebenresidenzpalast offenbarte in den hinteren Räumen auch gefährlichere Gegner wie Flampivian, Rasaff oder Panferno, deren Kopf durch die eindrucksvollen Samurai-Helme mit den horn- oder gar geweihartigen Auswüchsen geschützt waren. Die Pokémon waren der Regel nicht gepanzert, lediglich am leicht verletztlichen Kopf, um Stürzen und anderen gefährlichen Unfällen vorzubeugen. Der mit roten Lampions illuminierte Gang führte entlang menschlicher und animalischer Wächter zum Burgherrn, dessen Hauptresidenz selbstverständlich weder im Flachland noch zweigeschossig angelegt war. Die in der Regel weißen Prachtschlösser glichen Festungen mit Hörnern und hoben sich von den meisten anderen Gebäuden durch ihre Höhe und Helligkeit ab. In den prächtigsten Farben, allen voran Gold, glänzende Wandgemälde auf den aus Holztafelwänden, waren ganze Geschichten aufgemalt, die genau wie in einer Kirche die Ruhmtaten des Herrschers verewigen und seine Größe preisen sollten. In den vier Wochen, in denen wir bereits hier angekommen waren, hatte ich die einheimische Küche schätzen gelernt, sodass mir angesichts der Gerüche von Fleisch, Fisch, Reis und verschiedenen Gemüsesorten das Wasser im Munde zusammenlief. Welche Katze konnte einer üppigen Mahlzeit wie dieser nicht widerstehen? Ich sah die Welt durch smaragdgrüne Katzenaugen, wie die von Sheilas großen Schwester Moira, die in den Wirren der hexalösischen Révolution ums Leben gekommen war.
      Natürlich, einer musste natürlich ganz besonders misstrauisch das angerichtete Festmahl beäugen, doch zu meiner Erleichterung schien mein Bruder als passionierter Koch zufrieden mit den aromatischen Speisen zu sein: "Hmmm ... aus Angst vor Enttäuschungen esse ich ungern etwas, das ich nicht selbst zubereitet habe, aber das könnte schmecken. Wisst ihr noch, wie ihr euch in Flandre damals auf die Muscheln gestürzt und danach zwei Tage lang ge- ... ach, ihr wisst genau, was ich meine." Diese frisch aufgekommene Erinnerung wollte ich lieber sofort verdrängen, sodass das Eintreffen des Burgherrn, einem kleinen, athletisch gebauten Mann mit entschlossenem Blick, einem dünnen Schnurrbart und affenartig abstehenden Ohren, genau zum richtigen Zeitpunkt stattfand. Wie unser Onkel schien er Anfang seiner 40er-Jahre zu sein. Nach einem flüchtigen Prüfen seiner Gäste breitete sich das Grinsen des Daimyos bis zu den Ohren aus. Der Schnurrbartträger in seinem schwarz-roten Kimono im Flammenmuster rieb sich vor lauter Vorfreude die Hände und schien alles andere als schüchtern gegenüber der ausländischen Delegation zu sein. Ein ungeduldiges Zischen Claudios und eine hektische Handbewegung veranlasste uns zum Niederknien und einer tiefen Verbeugung, die meinen Geschwistern schwer zur Gemüte schlug. Immerhin waren wir Nachfahren einer Herzogin der Normaine, zu der Sheila nach ihrer Hilfe für Setsuna ernannt wurde, sowie einer Kaiserin. Immerhin wäre mein Bruder der rechtmäßige Thronfolger, doch meine Großmutter Bara I. Konagata konnte den monarchistischen Putsch seitens des Lilienkönigs und seiner ausländischen Verbündeten nicht stoppen - Hexalos besaß wieder einen einzigen Herrscher und das annektierte Flandre wurde unabhängig.
      Aus unserer Sicht handelte es sich bei unserem Gastgeber also mehr oder weniger um jemanden mit dem Rang eines Herzogs, der nun mit seiner lauten, charismatischen Stimme das Gespräch einläutete: "Seid gegrüßt, Gäste aus dem fernen ... nun ... Land ... im Westen! Das ist Setta! Hahahahaha! Also ... ich habe Euch eingeladen, um ... um ..."
      Ja?
      "Um zu feiern! Yatta!"
      Was zu feiern?
      "Man munkelt, dass er aus einer Familie des normalen Volkes den Aufstieg in den Schwertadel geschafft hat", klärte Claudio uns über das eher unadlige Verhalten des östlichen Kriegsherrn auf und kassierte für von einem der Rasaff eine schallende Ohrfeige mit einem Papierfächer. Pokémon und gerade wir Katzen-Gijinka hörten bei Weitem besser als ein gewöhnlicher Mensch, was bei den langen Blitza- und Nachtaraohren auch kaum verwunderte.
      Diesen kleinen Eklat versuchte unser Gastgeber nun gekonnt zu entschärfen und überspielte die Situation mit seinem heiteren Gemüt, während die anderen, von ihrer Rüstung befreiten Samurai schweigend unergründlich dreinblickten: "Hahaha, also Ikujiro, so behandelt man doch nicht seine Gäste! Naganari hatte seine rechte Hand zwar so behandelt, aber das ist eine andere Geschichte, haha! Also, ich, Tokinori Hata, will von euch Westlern lernen. Medizin, Architektur, Waffen ... ja, gerade Waffen ... und natürlich auch Musik und Essen!" Was wohl im Kopf meines gequält dreinschauenden Bruders, der kaum etwas mehr verachtete als die Gesellschaft zahlreicher Menschen? Ich fragte mich, mit welchem Schriftzeichen Hata später "Quiche Lorraine", "Macaron" oder "Cassoulet" schreiben würde. Nun forderte der lockere Fürst, der spielerisch mit seinem goldenen Zepter den Holzboden penetrierte, den Gruppenältesten zur Vorstellung der Delegation auf - Onkel Claudio in seinem pechschwarzen Kimono, während wir drei Geschwister in den Farben Smaragd, Rubin und Saphir eingekleidet waren. Während das Grün und Rot zu meinen Augen und der meiner Schwester passten, unterschied sich die blaue Kleidung meines Bruders erheblich von seinen goldenen Augen. Sicherlich hatten die Menschen und Pokémon hier Leute wie uns noch nie zuvor gesehen.

      "Mein Name lautet Claudio Pazzini und meine Gattin empfahl mir die drei Sprosse ihres Bruders William de Courtenay auf diese Reise mitzunehmen, da sie Euch sehr von Nutzen sein konnten. Der Älteste, Charles Stelios sitzt links neben mir. Die älteste Tochter, Roxanne Aveline befindet sich zu meiner Rechten. Links von Charles sitzt das Küken der Familie, Elaine Moira" Das Küken konnte vor zehn Jahren besser mit Waffe umgehen als du, mein Freund, und ist mittlerweile 22, gerade einmal einen lausigen Lenz jünger als Roxy und vier als Charly. Das "Stelios" mochte vielleicht ein bisschen willkürlich wirken, doch die Namen der Sphinx-Herren glichen früher eher den Namen des Mäanderlandes, zu dem wir ja immerhin auch so zu einem Achtel stammten.
      Ich blickte dem Kriegsherrn mit dem Affengesicht tief in die Augen und wusste sofort, was seine Gedanken nun beschäftigte. Ein kurzer Blick zur Seite zeigte mir, dass Roxy seelisch sterben würde, gestattete man ihr nicht in den nächsten zwei Minuten, sich den Magen zu füllen. Aber wer konnte es uns schon verübeln? Nach der letzten Etappe mit dem Schiff und gefühlten hundert Stunden "Benimmunterricht" von Onkel Claudio brüllte mein Bauch lauter als Raikou, Entei und Suicune zusammen.
      "Also, lasst uns alles andere morgen klären! Sankichi! Die Shamisenspielerinnen bitte! Jetzt heißt es erstmal Essen fassen, hahaha!", eröffnete Lord Tokinori das Festessen, bis ...
      ... bis ich einen Menschen am liebsten höchstpersönlich erdrosselt hätte. Kaum auszudenken, welche Mordsphantasien im Kopf der bei weitem reizbareren und impulsiveren Roxy umherschwirrten. Sie kam ganz nach der guten Kagayaku.
      Trotz Japsen, Keuchen und Hecheln war der Bote dazu in der Lage, eine vorbildliche Verbeugung abzuliefern, bevor er seinen Herrscher adressierte: "Mein Lord! Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht mitgebracht! MITGEBRACHT!" Die Augen und Mundwinkel meines Bruders Charly, der neben dem maximal kniehohen, schwarzen Esstisch mit verschränkten Armen im Oberschenkelsitz wie alle Anwesenden ausharrte, stürzten rasant nach unten, als er an den Stiefeln des Neuankömmlings ganze Miniaturschlammlawinen die Eisenstiefel heruntertropfen sah. Dreck war ihm zutiefst zuwider, denn Dreck enthielt Einzeller, die kostbares Essen verdarben.
      Auch Lord Tokinori verdrehte die Augen und stöhnte genervt: "Ja, Taro?"
      "Einige Han haben eine Allianz gebildet, um das Bakufu, um den Shogun zu stürzen! Das heißt Krieg!"
      "Niemand würde den Shogun stürzen! Als ob die sich einen Zweifrontenkrieg leisten können!", tat der Lord die Bedrohung mit einer Geste als nicht ab.
      Doch der junge Taro war noch nicht fertig: "Wenn die Gerüchte stimmen, ist der König von Angiterra ebenfalls an der Abschaffung des Bakufu interessiert!"
      "Sie können unmöglich so wahnsinnig sein! Der Shogun ist eine Sphinx! Und jetzt, mein lieber Taro, sag' mir mal, wie viele Sphinxen in Yamito leben, das von Süden her sofort zur Hilfe eilen kann? Richtig, genug, um das ganze Land in Schutt und Asche zu legen!", echauffierte sich Tokinori über die Absicht anderer Fürsten, Unfrieden in das vereinigte Reich zu bringen, bevor er unsere Gruppe mit seinem scharfen Blick durchbohrte: "Sag, junge Lady Île-et-Vilaine, wo genau kamt ihr nochmal her?" Nervös spielte ich an meinen offenen, blitzblonden Haaren und durchlöcherte die schwarzen Flecken. Eigentlich hätte ich mich nun stundenlang darüber aufregen können, dass das L hier so gemieden wurde wie das Weihwasser von Giratina und mein Name wahrscheinlich mit dem einer Crêperie vertauscht wurde, aber in Anbetracht der etwas ... sagen wir mal brenzligen Situation, hatte ich nun ganz andere Sorgen. Wie gut, dass Onkel Claudio uns mehrmals versichert hatte, dass sich das Land im Frieden mit sich selbst und allen ausländischen Mächten befand ...

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Schneller als erwartet kommt schon der MB-Nachfolger reingeflattert. Natürlich ist das schön, aber ich bin mal gespannt, ob du eine andere Atmosphäre erschaffen hast. Immerhin befinden wir uns jetzt in Japan, oder? Wir werden es sehen! Die Legende geht weiter! :)

      Niederknien und verbeugen, bloß nicht die Hand geben!

      Bestimmt hätte das Sheilaleins Nachfahrin getan. Immerhin hat sie viel europäisches Blut in sich! Ob sie schon lange in Japan leben, die ganzen Leute? Ach, herrlich, das ist alles so neu. :D

      Drei genervt glühende Augenpaare teilten dem schwarzhaarigen Mann mittleren Alters mit, dass er doch bitte schweigen sollte.

      Gleich drei. >:D Sheila, Kagayaku und Yomi? Also ihre Nachfahren ... Oder sind es gleich alle drei Sheilaleins Kindeskinderkinder ...? o.o

      Nachdenklich zupfte sich der Nachtara-Gijinka den langen Kinnbart und rang nach Worten.

      Nachtara! :w: Wie cool wäre das denn, wenn Sheila 2.0 ein Nachtara wäre? :D

      "Deine ... 'Kinderchen' [...] sind zwischen 20 und 30 Jahre alt! Oder glaubst du wirklich, jemand hätte unsere Ahnen mit Ratschlägen belehren können, die uns mittlerweile nach dem fünfundfünfzigsten Hören aus den Ohren herausquillen?"

      Ui. Was ist das denn für eine? Klingt ja sehr Kagayaku-like ... oder eher wie Setsuna? Na ja, auf jeden Fall hat die hier Sphinxen-Blut, wenn auch von einer anderen Familie. Reas Blut! ;(

      Unser Bruder schien tief in seiner Beschäftigung , eine Perluschale zu polieren, versunken zu sein [...]

      Ein verpeilter oder verpennter Evoli-Herr? Wie cool! Der ist jetzt schon mein Liebling. :fies:

      Die Tradition und eine völlig andere Kultur waren allgegenwärtig und einig war man sich im Land nicht im Geringsten, wie man mit den Fremden umgehen sollte.

      Das ist doch das Spannende! Ich freue mich schon auf den großen Konflikt!

      Idiota!

      Idiota! .____.) Ein echter Ezio? Buonissimo! Also wie in Revelations? Da ist Ezio auch ein alter und weiser Mann. War echt viel cooler zu spielen, wie ich finde!

      Wir waren zwar in Angiterra geboren und den größeren Teil unseres Lebens aufgewachsen, doch zu unserer Ahnenreihe zählten auch Gijinka mit hexalösischem Blut, aus dem Mäanderland oder eben die Sphinxen.

      Uh, und ich kenne die genaue Aufteilung der Ethnien in ihrem Blut! :madlol:

      Sie waren die letzte Generation von Sphinxen, die ihre Heimat Mu noch erlebten, bevor die Machtgier hungriger Conquistadores Kyogre erweckte und die Fluten den Kontinent verschlangen.

      Und bestimmt ist das nicht das letzte Mal, dass wir etwas von ihnen hören! :3 Wäre ja echt krass, wenn Kagayaku noch leben würde ... so um die 110 Jahre alt? Na ja, möglich wäre es, oder? Selbst wenn Sphinxen dieselbe Lebensspanne wie Menschen haben sollten ...

      Ich mit einem dicken Hauch Sheila, denn während meine schwarzhaarigen Geschwister den dunklen, östlichen Phänotyp geerbt hatten, glichen meine Haare einem Kleopardafell mit invertierten Farben, nur dass die Flecken schwarz und voll ausgefüllt waren.

      Yeah, die exotischere von allen Geschwistern ist der Protagonist! :uhh: Sie hat also das meiste Sheila-Blut, wie knuffig! Dann ist sie ja ein richtiges Kätzchen! x3

      Vegichita und Grillchita entsprachen nicht wirklich unseren bisherigen Vorstellungen von Leibwächtern, wie es die Caesurio seit Kaiserin Setsuna I. Konagata, Kagayakus größerer Schwester, gewesen waren.

      Immerhin können die dann mit größerer Wahrscheinlichkeit effektiv angreifen ... Wie jeder diese armen Äffchen unterschätzt, da wird Hiko ganz böse! ò.ó

      Die Pokémon waren der Regel nicht gepanzert, lediglich am leicht verletztlichen Kopf, um Stürzen und anderen gefährlichen Unfällen vorzubeugen.

      Ein Zwottronin-Samurai! *______________*
      So einen gibts in Mori no Ninja schon!

      In den vier Wochen, in denen wir bereits hier angekommen waren, hatte ich die einheimische Küche schätzen gelernt, sodass mir angesichts der Gerüche von Fleisch, Fisch, Reis und verschiedenen Gemüsesorten das Wasser im Munde zusammenlief.

      Wieder alle Pro-Japan? :'D

      Welche Katze konnte einer üppigen Mahlzeit wie dieser nicht widerstehen?

      Diese Runde gewinnst du, Kätzchen? ò______Ó

      Ich sah die Welt durch smaragdgrüne Katzenaugen, wie die von Sheilas großen Schwester Moira, die in den Wirren der hexalösischen Révolution ums Leben gekommen war.

      Der Schmerz! Er kehrt ..... zurück! Moira ............!! :xheul:

      "Seid gegrüßt, Gäste aus dem fernen ... nun ... Land ... im Westen! Das ist Setta! Hahahahaha! Also ... ich habe Euch eingeladen, um ... um ..."

      Was ist das denn für einer? :eek: Wieder so ein Jérôme? Inkompetent af?

      "Man munkelt, dass er aus einer Familie des normalen Volkes den Aufstieg in den Schwertadel geschafft hat"

      Und das feiert man? Stürzt sie zurück in ihre normalen Verhältnisse! :run2:

      Also, ich, Tokinori Hata, will von euch Westlern lernen.

      Hata Tokinori oder Tokinori Hata? Diese Tauschs sind so verwirrend ...

      Ich fragte mich, mit welchem Schriftzeichen Hata später "Quiche Lorraine", "Macaron" oder "Cassoulet" schreiben würde.

      Das kann Monsieur Meow bestimmt sofort beantworten! :fies:

      Während das Grün und Rot zu meinen Augen und der meiner Schwester passten, unterschied sich die blaue Kleidung meines Bruders erheblich von seinen goldenen Augen.

      Und er sieht damit sogar noch am besten von allen aus!

      Der Älteste, Charles Stelios sitzt links neben mir.

      Charles Stelios heißt er also? Charles wie Charles oder wie Scharrrrle?

      Die älteste Tochter, Roxanne Aveline befindet sich zu meiner Rechten.

      Aveline! Aveline de Granpré! :w:

      Links von Charles sitzt das Küken der Familie, Elaine Moira

      Elaine! o.o Ein sehr schöner Name! Und sie heißt Moira! :w: :xheul:

      Ein kurzer Blick zur Seite zeigte mir, dass Roxy seelisch sterben würde, gestattete man ihr nicht in den nächsten zwei Minuten, sich den Magen zu füllen.

      Kagatsuna mit Heißhunger! Füttert sie, los! ò.ó Gyuuuuuuuuuuuuu ......

      Die Shamisenspielerinnen bitte!

      SHAMISEN FOR DA WIN! :haare:
      Shamisen ... :ws:

      Dreck war ihm zutiefst zuwider, denn Dreck enthielt Einzeller, die kostbares Essen verdarben.

      Wenigstens ist Elaine kein Vielfraß ... oder doch! :o.o:

      Das heißt Krieg!

      Und schon geht's los! Nicüüü! Ob Elaine gut im Kampf mit einem Katana ist?

      Eigentlich hätte ich mich nun stundenlang darüber aufregen können, dass das L hier so gemieden wurde wie das Weihwasser von Giratina [...]

      Im Grunde genommen gibt es weder R noch L! *:O

      Und schon wird alles ins Chaos gestürzt ... :'D Wunderbar! So gehört sich das. Und ich muss sagen, dass mir die drei Geschwister sehr gefallen. Irgendwie hat das sehr viel von Mayu und ihren drei "tollen" Kollegen. xD Na ja! Wir werden sehen, was Elaine & Co. noch so erleben! Und die Sphinxen werden dann auch auftreten ... :fies:


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Und dabei habe ich doch erst Mischblut und Miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin angefangen. :( Lohnt es sich da überhaupt, die Geschichte anzufangen? Also das mit den Gijinkas habe ich ja verstanden, und ich finde beide Protagonisten in den Stories sehr interessant und symphatisch. Sie stammt von sehr vielen Familien ab. Ich finde übrigens, dass die ganzen Namen der Orte sich anhören wie in Spanien, aber du meintest ja selbst, Japan. So... wo kann ich noch was ausquetschen? Eigentlich nirgendwo mehr, mir gefällt der Prolog und dein Schreibstil sowieso, und mit mir hast du auf jeden Fall jemanden, der die Geschichte mit dem A anguckt, auch wenn es sehr schwer sein wird, Mischblut und Schwert der Abenddämmerung gleichzeitig mit dem A anzugucken. *:O

      ― Beiträge automatisch zusammengefügt ―

      Das Easteregg habe ich nicht gefunden, aber ich kenne die letzte Schlacht der Elfen auch nicht.
    • Was wo ich einsteigen kann, yessssss /o/

      Ich muss gestehen, der direkte Einstieg hat mich ein wenig rausgehauen. Bis nach dem ersten Absatz hatte ich nicht mal ansatzweise Ahnung worum es ging. Für mich waren das zu schnell zu viele Namen und Wörter über die man erst mal nachdenken muss. Und eine Vorstellung der Situation konnte man trotzdem nicht bilden.
      "[das] geriffelte[n] Muster auf Unterwassersandböden" Ist eine coole Formulierung und das erste was ich mir ein bisschen vorstellen konnte. :run2:
      Vielleicht liegt meine beschränkte Aufnahmefähigkeit aber auch einfach daran, dass ich gerade etwas müde bin :run2:

      Nach dem weiterlesen habe ich mich zwar ein wenig gespoilert gefühlt, aber ich denke, dass ich da wohl selber Schuld dran bin, noch nicht durch Mischblut durch zu sein.


      Wenn ich mir zu dem hier einen Helm vorstelle, der nur den Kopf schützt, hat ein Flampivian doch fast noch eine Ganzkörperrüstung xD

      Die Story klingt wirklich interessant, mal schauen wie du physische Waffen mit Pokemonattacken kombinieren möchtest. Ich freue mich schon auf Kommendes. :bg:
    • Meowstic. Meowstic, Meowstic, Meowstic... weißt du, als ich gesehen habe das du eine neue Geschichte gestartet hast, war ich Feuer und Flamme sie zu lesen und zu kommentieren, um mich für deine zahlreichen Reviews zu revangieren und ich im Moment nicht plane Yami no Honou zu kommentieren. Das lässt meine Zeit ganz einfach nicht zu, wie du vielleicht an meiner dezenten Inaktivität bemerkt hast. Darum lese ich es und kommentiere wenn ich irgendwann mal das Ende erreicht habe, bzw den letzten Stand, weil das für mich im Moment einfacher ist.
      Darum wollte ich auf jeden Fall hier von Anfang an dabei sein und fleißig mitlesen. Dann kam das Vorwort. Und meine Laune ist von ganz weit oben nach ganz weit unten gefallen. Um nicht zu sagen gestürzt. Eigentlich müsste man langsam echt sagen, dass ich nun aus Protest gegen so eine Art der Kommunikation nicht kommentiere. Aber ich interessiere mich für deine Geschichte und kann deine Beweggründe auch nachvollziehen. Du warst immerhin bei meinen Geschichten auch meistens der Einzige, der immer alles gelesen hat was ich irgendwie mal hingekotzt habe oder so, wofür ich dir auch nach wie vor dankbar bin. Dennoch muss ich das jetzt mal loswerden.
      Du drohst mit ernsthaften Konsequenzen, ja. Aber bitte bedenke, dass nicht jeder von deinen Geschichten angesprochen ist oder deinen Schreibstil mag. Der eine liebt ihn, der Andere hasst ihn. Du kannst also keinen zwingen deine Geschichte zu lesen, nur weil du bei ihm kommentierst. So geht das einfach nicht und ich habe diese Diskussion schonmal mit einer anderen Person geführt. Das Leben besteht in diesem Punkt einfach nicht aus Geben und Nehmen, so schön es auch wäre. Du kannst den Schreibstil von jemandem mögen, sowie seine Storys, aber derjenige muss nicht gleichzeitig deine Sachen mögen. Das macht ein Geben und Nehmen praktisch unmöglich, du willst ja das die Leute Spaß an deinen Geschichten haben und sich nicht durchquälen.
      Und bei den ersten beiden Geschichten kann man wohl sagen, dass sie zu einer 'ungünstigen' Zeit gepostet wurden, zu der der Bereich faktisch tot war. Klar kann man dann sagen, dass du den Bereich wiederbelebt hast, was ich nicht bestreiten will. Die Leute haben gesehen, dass es jemanden gibt, der ihre Geschichten liest. Weshalb deine anderen beiden Geschichten nicht so gelesen und kommentiert wurden, weiß ich nicht. Ich war auch ne ordentliche Zeit nicht sonderlich aktiv, Bestie hat mich einfach nicht interessiert wenn ich ehrlich bin, weil mir das Setting nicht sonderlich gefallen hat. Da haben wir es wieder, man will nicht das die Leser sich quälen, hätte ich aber getan, wenn ich es gelesen hätte. Vielleicht hätte es mir später doch noch gefallen, doch der Anfang ist für mich der ausschlaggebende Teil, ob ich es nun lesen will oder nicht, nicht das was danach kommt.
      Bei 200 Kapiteln Schreiberfahrung muss es nicht heißen das eine Geschichte überdurchschnittlich gut ist. Man kann immer noch höchste Scheiße schreiben, weil man 200 Kapitel lang nichts von Grammatik gehört hat, sondern sein Gehirn auf Stand-By geschaltet hat. Wollte ich nur mal eben anmerken, denn das wirkt abgehoben, tut mir Leid es so zu sagen. Aber das war das erste was mir in den Sinn gekommen ist.

      Na gut. Das wollte ich nur mal loswerden, weil du nicht der einzige bist der kaum/gar keine Reviews bekommt. Und nicht jeder raged dann viermal im Jahr herum. Einmal ist okay, dann kann man ja mal schauen. Aber manchmal ist es einfach zu viel.

      Egal, ich will jetzt ehrlich keinen Streit vom Zaun brechen. Ich will endlich die Geschichte lesen v.v'

      Meowstic wrote:


      Drei genervt glühende Augenpaare teilten dem schwarzhaarigen Mann mittleren Alters mit, dass er doch bitte schweigen sollte.

      Unterschreibe ich oo' Interessant, aber das ist ja fast wieder ohne Punkt und Komma xD


      Meowstic wrote:

      Nachdenklich zupfte sich der Nachtara-Gijinka den langen Kinnbart und rang nach Worten.

      Da ich Mischblut nicht gelesen habe, bin ich etwas überrascht das du die 'Spezies' hier auch innerhalb der Geschichte Gijinka genannt hast oo Hätte irgendwie erwartet das du denen noch einen eigenen Namen gibst xD

      Meowstic wrote:

      Unser Bruder schien tief in seiner Beschäftigung , eine Perluschale zu polieren, versunken zu sein, doch ich wusste genau, dass ihm die Situation ebenso zum Halse heraushing.

      That young boy is so much me XD Einfach so tun als wäre nichts los xD

      Meowstic wrote:


      "Idiota! Wie ihr wisst, sind vor fünf Jahren ein paar eurer Landsleute von den Samurai geköpft worden, weil sie nicht von ihrem Gallopa zur Ehrerweisung abgestiegen waren. Ihr möchtet doch nicht auch so enden, oder?"

      I kinda want that grandpa... that would be funny...

      Meowstic wrote:

      Sie waren die letzte Generation von Sphinxen, die ihre Heimat Mu noch erlebten, bevor die Machtgier hungriger Conquistadores Kyogre erweckte und die Fluten den Kontinent verschlangen.

      Zuletzt bei 'Mischblut' ... I guess?

      Meowstic wrote:


      Vegichita und Grillchita entsprachen nicht wirklich unseren bisherigen Vorstellungen von Leibwächtern, wie es die Caesurio seit Kaiserin Setsuna I. Konagata, Kagayakus größerer Schwester, gewesen waren.

      Die Affen. Einfach nur. Die Affen. Böse Viecher

      Meowstic wrote:

      Die in der Regel weißen Prachtschlösser glichen Festungen mit Hörnern und hoben sich von den meisten anderen Gebäuden durch ihre Höhe und Helligkeit ab. In den prächtigsten Farben, allen voran Gold, glänzende Wandgemälde auf den aus Holztafelwänden, waren ganze Geschichten aufgemalt, die genau wie in einer Kirche die Ruhmtaten des Herrschers verewigen und seine Größe preisen sollten.

      Das klingt echt hübsch... würde ich gerne mal besichtigen xD


      Meowstic wrote:

      "Hmmm ... aus Angst vor Enttäuschungen esse ich ungern etwas, das ich nicht selbst zubereitet habe, aber das könnte schmecken. Wisst ihr noch, wie ihr euch in Flandre damals auf die Muscheln gestürzt und danach zwei Tage lang ge- ... ach, ihr wisst genau, was ich meine."

      Jap, den mag ich xD

      Meowstic wrote:

      Ein ungeduldiges Zischen Claudios und eine hektische Handbewegung veranlasste uns zum Niederknien und einer tiefen Verbeugung, die meinen Geschwistern schwer zur Gemüte schlug.

      Ahhh, da ist er also oo

      Meowstic wrote:


      "Um zu feiern! Yatta!"

      Feiern! Klingt doch nice!

      Meowstic wrote:

      Medizin, Architektur, Waffen ... ja, gerade Waffen ... und natürlich auch Musik und Essen!"

      Okay... yay... Waffen... oo' Das kann ja nur toll werden

      Meowstic wrote:


      Ich blickte dem Kriegsherrn mit dem Affengesicht tief in die Augen und wusste sofort, was seine Gedanken nun beschäftigte.

      Irgendwie kann ich den 'Kriegsherrn mit dem Affengesicht' echt nicht ernst nehmen xD

      Meowstic wrote:


      ... bis ich einen Menschen am liebsten höchstpersönlich erdrosselt hätte. Kaum auszudenken, welche Mordsphantasien im Kopf der bei weitem reizbareren und impulsiveren Roxy umherschwirrten.

      Pffff, kenn ich. Ist doch ganz normal xD

      Meowstic wrote:


      "Einige Han haben eine Allianz gebildet, um das Bakufu, um den Shogun zu stürzen! Das heißt Krieg!"

      That escalated quickly oo

      Meowstic wrote:

      Eigentlich hätte ich mich nun stundenlang darüber aufregen können, dass das L hier so gemieden wurde wie das Weihwasser von Giratina und mein Name wahrscheinlich mit dem einer Crêperie vertauscht wurde

      Das L? Das L.

      Meowstic wrote:

      Wie gut, dass Onkel Claudio uns mehrmals versichert hatte, dass sich das Land im Frieden mit sich selbst und allen ausländischen Mächten befand ...

      Jaha, wie gut xDDD

      "Obscuritemon!"
      Banner by Shu <3
    • soooo

      spamm nicht mit kapiteln sonst komm ich nicht hinterher und fühle dich geehrt, dass ich jetzt dich kommentiere statt schattengestalten, was auch noch lauert Dx .... und bestie... und ... und... und.. Q__Q

      Erstmal wieder trillionen fachbegriffe >o< okay @_@

      "Japan des Jahres 1868"
      <<< Das Ende des Boshin-Krieges, das (nicht so ganz) glorreiche Ende der Shinsenngumi Q__Q Hijikata! Soji Okita! .. Shinpachi Nagakura, der wenigstens überlebt hat zusammen mit Hajime oLo'' Wobei das offizielle Ende der Shinsengumi eher 1869 war als.. ach ich schweife ab xD


      ohkay, interessante einführung, ein paar charaktere zu beginn, läuft, läuft.

      Das Land Zappango war nach seiner Öffnung für den Westen gierig an westlichen Wissenschaften interessiert.
      <<< das gierig an etwas interessiert sein klingt merkwürdig o__o

      Die Männer, so erzählte man uns, waren zu schwer zum Fliegen, sodass sich die Flügel zurückgebildet hätten.
      <<< Männer sind fett O3o HÖHÖHÖ....

      Das Blut aus Angiterra hatten wir von der wagemutigen Diebin und Abenteurerin Sheila, einer tapferen Blitza-Gijinka geerbt, die mehrmals die Pläne wahnsinniger Herrscher und Legendenjäger mithilfe ihrer Gefährten wie Kagayaku oder Calypso zu vereiteln wusste. Zusammengefasst waren wir richtige Mischblüter - die langen Ohren von den Evoli-Gijinkas, den Schweif von den Sphinxen und alle anderen felinen Merkmale von allen zusammen, zu denen auch ein Luxtra-Gijinka und ein Absol-Gijinka zählte. Im Endeffekt war ich also ... ich. Ich mit einem dicken Hauch Sheila, denn während meine schwarzhaarigen Geschwister den dunklen, östlichen Phänotyp geerbt hatten, glichen meine Haare einem Kleopardafell mit invertierten Farben, nur dass die Flecken schwarz und voll ausgefüllt waren.
      <<... @_@ too much begriffe, too much namen Dx

      Doch der mit reichlich Gold dekorierte, mit Ebenholz dekorierte Nebenresidenzpalast
      << d-d-double decoration \°O°/
      Ansonsten extrem schön und anschaulich beschrieben, angenehm, verständlich und fließend der ganze Absatz <3


      hatte ich die einheimische Küche schätzen gelernt, sodass mir angesichts der Gerüche von Fleisch, Fisch, Reis und verschiedenen Gemüsesorten das Wasser im Munde zusammenlief.
      <<< fies, wenn man das nachts, hungrig, im bett ließt xD

      Was wohl im Kopf meines gequält dreinschauenden Bruders, der kaum etwas mehr verachtete als die Gesellschaft zahlreicher Menschen?
      <<< nahw armer Kochbruder >: Menschenphobie? PLatzangst? Oder einfach kein Freund großer Gruppen? Kann ich verstehen Dx


      "Man munkelt, dass er aus einer Familie des normalen Volkes den Aufstieg in den Schwertadel geschafft hat", klärte Claudio uns über das eher unadlige Verhalten des östlichen Kriegsherrn auf und kassierte für von einem der Rasaff eine schallende Ohrfeige mit einem Papierfächer.
      <<< gnädig, dass er den Papierfächer genommen hat xDD


      Was wohl im Kopf meines gequält dreinschauenden Bruders, der kaum etwas mehr verachtete als die Gesellschaft zahlreicher Menschen?

      Die Augen und Mundwinkel meines Bruders Charly, der neben dem maximal kniehohen, schwarzen Esstisch mit verschränkten Armen im Oberschenkelsitz wie alle Anwesenden ausharrte, stürzten rasant nach unten, als er an den Stiefeln des Neuankömmlings ganze Miniaturschlammlawinen die Eisenstiefel heruntertropfen sah. Dreck war ihm zutiefst zuwider, denn Dreck enthielt Einzeller, die kostbares Essen verdarben.
      <<< Monk: Da muss ich dem Jungen aber zustimmen!


      "Niemand würde den Shogun stürzen! Als ob die sich einen Zweifrontenkrieg leisten können!", tat der Lord die Bedrohung mit einer Geste als nicht ab.
      <<<
      Akkasuka: Lässig wirkt das aber nicht o-o'' Mit den Ausrufezeichen Dx
      San: Aber es gibt sicher leute, die den Shogun stürzen wollen D:
      Akkasuka: Meistens wollen die großen Leute das aber nicht sehen 8)

      Lady Île-et-Vilaine
      <<< Gesundheit o-o

      Wie gut, dass Onkel Claudio uns mehrmals versichert hatte, dass sich das Land im Frieden mit sich selbst und allen ausländischen Mächten befand ...
      <<< oh oh... das klingt nicht so nach der Nachricht, die überbracht wurde o__o




      Soo ich bin durch!

      Was es zu sagen gibt: Naja erstmal muss ich einfach mal allgemein sagen, dass ihc persönlich deinen Stil recht anstrengend zu lesen finde und muss Feather in fast allen Punkten zustimmen, aber das breite ich jetzt nicht hier aus.
      Display Spoiler
      Das einzige, was ich jetzt dazu sage ist, dass es mir leid tut, aber ein so heftiges Verhalten mit Drohungen nicht angehen kann, weil du hier allen unterstellst, dass sie deine Arbeit weder würdigen noch irgendetwas tun WOLLEN. Das kann nicht angehen. Du kannst, nein, du solltest, hier keinem auf so eine Weise drohen.


      Zur Geschichte: uhm.. okay, ich hab noch nicht viel verstanden, weil der Großteil aus etlichen Namen und Begriffen bestand, die ich mir erst merken und dann zuordnen muss, was wohl einer der Gründe ist, warum es oft so anstrengend ist deine Geschichten zu lesen (Bezeichne mich jetzt als dumm oder so, aber französische und japanische Fachbegriffe sind einfach nicht gerade meine Stärke) Es geht um Mischwesen, die sich mit adeligen Pokemon und Menschen treffen und eine Gruppierung, zu deren Namen ich jetzt wieder runterscrollen müsste, die das Land wohl angreifen will bzw den Shogun stürzen.
      Und ja, ich hab Conquest nie gespielt oder mich näher damit befasst, auch wenn ich das Grundprinzip interessant fand.

      DIe Charaktere: Stellenweise überspitzt, aber das is ja ein Merkmal von dir ;) ansonsten lässt sich da noch nicht allzu viel sagen, das muss erstmal vorangehen.

      Ich muss sehen, ob ich es schaffe, die Geschichte weiterzu lesen und zu kommentieren, ich hinke bei anderen auch noch hinterher D:

      PS:
      eine schlechte Nachricht mitgebracht! MITGEBRACHT!"
      EASTEREGG!!! ... oder?

      Fangeschichten #f-sandan# Lesecke #f-sandan# RedaktionSchreibworkshop #f-icognito-!# Lesezirkel
      Zzt krank und nicht verfügbar - Hand OP am 4.3.2019

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    • Okay, vielen Dank euch allen für die Kommentare.

      Zu der Methode möchte ich vorab noch sagen, dass ich euch mehrmals die Chance gegeben habe, etwas ohne eindringliche Forderung lesen zu können. Zum Beispiel die Kurzgeschichte mit Amalia. Oder der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat - die Weihnachtsgeschichte am 20. Dezember. Eine Weihnachtsgeschichte an Weihnachten mit einem Kapitel, wo ich mir eigentlich etwas ausgerechnet habe. Wenn ein Kapitel zu viel ist, ist alles zu viel, sodass ich den Hideyoshi-Weg, die Nachtigall mit Gewalt zum Singen zu bringen, gehen musste. Ich bin immer noch davon überzeugt, dass ich damit Recht gehabt habe und wurde vom Erfolg auch bestätigt. Ich habe auch nicht alle angesprochen, sondern nur die, die sich angesprochen fühlen sollen.
      Ich schreibe nichts, was keiner liest, weswegen ich wissen muss, wer was liest. Dafür gibt es zum Glück die Like-Funktion. Viele sagen, dass man nicht für andere schreibt, sondern für sich selbst. Dass es ums Schreiben geht, nicht um die Handlung und die Charaktere. Da bin ich einfach anders gepolt. Ich habe die Geschichte im Kopfkino für mich jederzeit vor Augen, ich muss sie nicht für mich schreiben. Ich schreibe sie ausschließlich für Andere, damit diese in diese Fantasiewelten eintauchen können. Und wenn es keine Anderen gibt, ist das Schreiben für mich Zeitverschwendung. Ich hoffe, ihr könnt also nachvollziehen, warum mich so etwas ärgert. Nach drei sanften Versuchen ohne Erfolg musste eben ein vierter Versuch ohne Sanftheit her, ich hoffe, ihr könnt das verstehen.


      @Raikachu: Tut mir leid, deine Fragen habe ich ja privat schon geklärt. ;(

      @Turtacos: Öfter als einmal im Monat werde ich hier wohl kein Kapitel hinbekommen. xD Das mit den Orten liegt daran, dass japanische Ortsnamen auch nur als Minderheit bisher gefallen sind. ^^

      @foenix: Danke ^^ Ich achte schon darauf, so wenig von Mischblut zu spoilern wie nur möglich, aber manche Sachen zu erklären sind unumgänglich, wie beispielsweise das Kaiserreich.

      @Alle die meinen, dass sie der Frankreich- oder Japanfokus stört. Die Welt ist eben facettenreicher als Deutschland. Ich verstehe keine Leute, die Japan nicht leiden können, aber in einem Pokemonforum Japanische Populärkultur in Massen konsumieren. Leute, das ist megaunlogisch. Man liest doch Geschichten, um etwas über andere Welten und Kulturen zu lernen, die abweichen vom nervigen, langweiligen, eigenen Alltag. In Mischblut waren die in Griechenland, in Italien, in Bestie in den USA ... ich bemühe mich ja schon, viele verschiedene Dinge reinzubringen, mal ganz davon abgesehen, dass zwei Hauptfiguren aus England kommen.

      @An die, die nicht verstehen, wieso Japan nicht Japan und Frankreich nicht Frankreich und Paris hier nicht Paris heißt: damit ich Anomalien einbauen kann. Damit ich die Geschichte so gestalten kann, wie ich es will und nicht wie die Historie es vorgibt. Sonst hätte ich in der Revolution keinen Eiffelturm bauen können, deswegen ein Paralleluniversum. Zum Wohle der Logik. ^^

      @Obscu: Es gibt allerlei Gijinkas, für jede Art von denen einen eigenen Gattungsnamen auszudenken ... neeee ... das wäre mir zu anstrengend. xD Und so habt ihr dann noch mehr Fremdwörter, bei denen man fünfmal überlegen müsst.
      Jaaa das L° ò.ó
      Den Kriegsherren müsst ihr ja nicht ernstnehmen, aber ein Tor ist er nicht. Keineswegs zu unterschätzen, denn er basiert auf dem Hideyoshi aus Conquest, auch an den Affen zu erkennen. ^^

      @San:

      San wrote:

      Erstmal wieder trillionen fachbegriffe >o< okay @_@


      <<< Das Ende des Boshin-Krieges, das (nicht so ganz) glorreiche Ende der Shinsenngumi Q__Q Hijikata! Soji Okita! .. Shinpachi Nagakura, der wenigstens überlebt hat zusammen mit Hajime oLo'' Wobei das offizielle Ende der Shinsengumi eher 1869 war als.. ach ich schweife ab xD
      Du hast es mir mit Fachbegriffen heimgezahlt! ò.ó Ich musste die Sachen direkt schon alle unterbringen, damit man weiß, wo es ungefähr anknüpft. ;v; Aber trotz der Fachbegriffe (hör auf zu sagen, dass du japanische Fachbegriffe schwer verstehst, du hast mich mitten im Kommentar damit angelogen ò.ó) hast du die Handlung doch richtig erfasst. Dann habe ich ja doch nicht so viel falsch gemacht. :p

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Ein bisschen Inspiration bei Toby Fox' Undertale kann ich wohl nicht leugnen. ^^ Das Kapitel ist aufgrund der langen Pause 3.300 Wörter lang, aber das Warten auf die RICHTIGE Inspiration hat sich sowas von gelohnt!



      Kapitel I: Fight or Mercy?



      Nun musste ich mich damit begnügen, Feuersteine für die Nacht zu sammeln. Nachdem unsere zugewiesene Unterkunft in Setta mysteriöserweise niedergebrannt war, durften wir einmal im Schloss des Burgherren nächtigen, doch für den weiteren Aufenthalt war eine kleine Siedlung im Landesinneren, gen Norden, vorgesehen. Wie man unschwer an dieser immerhin gut gemeinten Gastfreundlichkeit erkennen kann - gänzlich unbeliebt hatten wir uns nicht gemacht. So angespannt die Situation am vorigen Abend doch war, hatte sie sich mit einem einfachen "Hexalos" schnell gelöst. Es war nicht ganz falsch, dass wir aus einem mit dem Shogun verbündeten Land kamen, aber eben zu grob drei Vierteln. Niemand hatte das weiter hinterfragt, als wir den Gastgebern von ein paar kulinarischen Köstlichkeiten wie Mousse au Chocolat berichteten. Man konnte richtig sehen, wie sich die Augen trotz Festmahl auf dem Tisch gierig weiteten! Nyaaa ... dieses Festmahl ... wenn ich doch nur noch einmal in diese leckeren Filets beißen könnte! Nun suchte ich, wie bereits erwähnt, Feuersteine, während Roxy zur Nahrungssuche und Charlie zum Brennholzsammeln verdonnert worden. Der gute Herr Onkel entschuldigte seine mangelnde Hilfsbereitschaft natürlich durch die Modekrankheit Rückenschmerzen, die in letzter Zeit sehr en vogue zu sein schien. Nichts anderes blieb mir möglich, einen mit hellblau leuchtenden Pilzen bewachsenen Höhlenpfad in der Abenddämmerung zu erkunden und mir einige Steine aus den Wänden herauszubrechen, wenn es denn vonnöten war. Ein große Holzschild hatte mich vor dem Eingang auf irgendetwas hinweisen wollen, doch eine Elaine ließ sich nicht von irgendwelchen mysteriösen Schriftsystemen von ihrer Arbeit abhalten! Nicht mal Vogelzwitschern hatte uns auf diesem abgelegenen Weg begleitet, sodass mich die typische unheimliche Stille einer Höhle kalt ließ. Ein alter, steinerner Schrein, durch die Pilze bläulich illuminiert, fing kurz hinter dem Eingang meine Aufmerksamkeit ein und verleitete mich dazu, die durch meine leichten Blitze ausreichend beleuchteten Tunnel noch ein Stückchen tiefer zu erkunden. Als Mischling besaß ich zwar von den meisten Kräften meiner Vorfahren magisches Potential, doch die Stärke eines reinen Blitza-Gijinka beispielsweise erreichten meine Strom-Angriffe bedauerlicherweise nicht.

      Diese Grotte faszinierte mich, je weiter ich mich in sie hinein begeben hatte, immer mehr. Sie endete in einem größeren, rundem Raum, der meinen Nervenkitzel jedoch blitzschnell wie eine eiskalte Hand packte und in einen kalten Schauer umwandelte. Zahlreiche zerbrochene Samurai-Rüstungen und Skelette lagen verstreut am Boden, wie ein gewaltiges Massengrab. War ich etwa in die todbringende Behausung eines mächtigen Brutalanda reingeraten, ohne mich zu versehen? Das Schild vor dem Eingang war als zweifelsohne ein Warnschild gewesen ... doch bei der grauenvollen Entdeckung am Boden sollte es nicht bleiben. Als ich meine Angst überwand, den Blick in Erwartung des schrecklichen Ungetüms weiter nach oben zu richten, erstarrte ich innerlich, meine Ohren steil und steif nach oben gerichtet wie Tannen ohne Äste. Das Knirschen der Knochen und Schädel, die meine Stiefel zugegebenermaßen unsanft zur Seite traten, hätte mich eigentlich kreischend herausstürmen lassen, doch was ich entdeckt hatte, bedurfte definitiv näherer Betrachtung. Das war ... unglaublich. Kurz, bevor ich ohne hin stehenbleiben wollte, stieß ich mit etwas anderem Lebendigen zusammen, das mir etwa bis zur Hüfte reichte.
      "Sorry ...", flüsterte ich dem braunen Pokémon mit dem stachligen Schweif und dem huftierähnlichen Schädel zu, das meinen Rempler ohne Klage hinnahm. Das Knogga hatte ich gar nicht gesehen, aber wie denn auch, wenn mitten in der Luft eine springende Sphinx erstarrt war! Völlig bewegungslos war die geflügelte Schönheit in ihrer Dynamik gefangen, mit prachtvollen, beigen Schwingen, wobei einzelne Federn dieser anderthalb Männer großen Flügel schwarze Sprenkel aufwiesen. Die spitzen Reißzähne und überrascht wirkende, goldene Katzenaugen in einem stark sonnengegerbten Gesicht und ein schwarzer Pferdeschwanz nie zuvor gesehener Länge schmückten den Kopf auf einem sehr zierlich, fast schon gebrechlich wirkenden Körper, der allerdings von einer prächtigen schwarz-goldenen Samurai-Rüstung ummantelt wurde. Die spitzen Schulterteile ließen die Frau, die vielleicht wenige Jahre älter als ich war, plötzlich doppelt so breit und doppelt so bedrohlich erscheinen. Aus dem kurzen Rockteil der Rüstung lugten nicht nur sehr athletische Beine mit den dunkel behaarten Sphinxfüßen und den langen Messerkrallen, sondern auch ein metallener, zahlreich segmentierter Schweif, der, genau wie mein eigener, in einer breiten Lanzenspitze widmete. Eine Lanze östlicher Art mit etwas dünnerer Spitze, eine Naginata, befand sich in der linken Hand der Sphinx, die von sechs hellblau glimmenden, nahezu runden Steinen auf der ansonsten fast glatten Oberfläche umgeben war. Im Gegensatz zu der jungen Frau war der Holzbestandteil der Lanze in der feuchten Höhle schwer verwittert. Noch nie in meinem Leben hatte ich eine reinrassige Sphinx sehen dürfen, auch wenn mich der eiserne Schweif ziemlich irritierte. Weitere Inspektionen waren mir allerdings nicht gestattet.
      "Hey, du! Lass' ja deine Griffel von meinem Schatz! Gararara! Sag mir lieber, wie ich sie hier raus bekomme!", wurde ich jäh von dem Knogga unterbrochen, das sich mit ausgebreiteten Armen schützend vor "seinen Schatz" stellte.
      "Wieso, seid ihr ein Pärchen?", schnaubte ich das Boden-Pokémon leicht entnervt an. Es wirkte fast schon befremdlich, wie fröhlich das Knogga-Männchen mich, den Eindringling anglitzerte. Eigentlich war ich nicht dafür gekommen, ihm bei irgendetwas zu helfen. Was wollte der bitte hier?
      Der Knochenträger, der mit einem ehemaligen Oberschenkelknochen spielerisch herumfuchtelte, ließ sich jedoch nicht von seiner kongenialen Idee, die er da in seinem knochigen Schädel ausgebrütet hatte, abbringen: "Wenn ich diese Miezchenfrau in mein Dorf bringe, dann wird mir Ruhm und Ehre zu Teil! Ich, der große Oz, werde dann endlich allen gezeigt haben, dass er der größte Erkunder und Kämpfer aller Zeiten ist! So gut, dass ich eine großartige Position voller Anerkennung erhalten werde! Unser Dorf hat eine riesige Belohnung auf jemanden ausgeschrieben, der einen Miezchenmensch mitbringt, gararara!"
      "Weil ...?"
      "Es wird so aussehen, dass ich einen Miezchenmensch persönlich überwältigt habe, mit meiner großartigen Kampftechnik! Niemand wird den großen Oz für einen Scharlatan, einen Wichtigtuer oder einen Schwächling halten, wenn er doch noch diesen Schatz bewegen könnte!" Das war jetzt keine Antwort auf meine Frage, aber nun gut. Die Sphinx war mit einem Zauber belegt worden und sechs leicht glimmende, verdächtig aussehende Steine mit seltsam gekurvten Rillen umgaben sie. Unnötig zu sagen, dass ich nicht einsah, diesem aufdringlichen Pokémon mit seiner durchdringenden Stimme zu helfen.
      Bis ich mich plötzlich einer anderen Wahrheit entgegengesetzt sah: "Aber hey, du bist doch auch ein Miezchenmensch! Wenn ich DICH einfach entführe, hat es genau die gleiche Wirkung, selbst wenn die geflügelte Mieze etwas eindrucksvoller wäre!" Diese kleine Ohrfeige schluckte ich geduldig unter. Onkel Claudio hatte uns nämlich einige Regeln mitgegeben, an dir wir uns während unseres Aufenthalts dringlich hallten mussten, wovon die erste da wäre:
      NICHT TÖTEN. BESIEGE DEINE GEGNER MIT WORTEN.


      Er war ja auch nicht tötenswürdig, dieser Oz, eher etwas liebenswürdig mit seinem selbstbewussten Grinsen. Aber nervig. Ich würde mir doch nicht von einem ein Meter hohen Knochenbuddler in den Porridge spucken lassen ... obwohl ... ich mochte noch nie Porridge. Allerdings sah ich mich nun plötzlich weitaus größeren Problemen konfrontiert, als aus dem Nichts die auf dem Boden verstreuten Knochen im Sekundentakt auf mich zuflogen!
      "Gararara! Ich werde dich mit meiner Knochentaktik bewusstlos schlagen und dann wird mein Aufstieg unvermeidlich sein, Miezchen! Vielleicht können wir, wenn alles erledigt ist, gemeinsam kochen, was hältst du davon?", begrüßte mich Oz in meinem ersten richtigen Gefecht auf dieser Insel, während ich mein Schwert zum Blocken schwang.
      "Wenn WAS erledigt ist?", fauchte ich, nun, da die Anzahl der auf mich zu fliegenden Knochen rasant angestiegen war, eher auf das Ausweichen als das nun nutzlose Blocken bedacht. Wie viele blaue Flecken ich mir von den schmerzhaften Treffern, von oben, von vorne, von der Seite und von hinten so zahlreich ankündigten, dass ich der Lage kaum Herr wurde, holen würde?
      Als das verspielte Glitzern aus den Augen des jungen Knogga verschwand, wirkte es zum ersten Mal etwas ratlos: "Äääh ... das weiß ich selber nicht! Aber ist doch egal, oder? Also mehr als geopfert werden kann dir nicht passieren, das kann ich dir versichern!"
      Ja natürlich war das egal! Wütend fauchte ich meinen Widersacher an und schickte ihm ein paar Finsterauren entgegen, die ihn sofort zu Boden niederstreckten. Nun also packte ich mein Messer aus und sprintete auf das anstrengende Pokémon zu, das sich jedoch wieder flink auf die Beine hievte und die um sich befindliche Ladung an menschlichen Überresten aus nächster Nähe auf mich zu beförderte! Zwar wich ich so schnell aus wie eine professionelle Tänzerin, doch mit Sicherheit bei weitem nicht so grazil!
      "Ich finde es großartig von dir, dass du dir so wenig Mühe gibst, um meine Kampffertigkeiten in einem besseren Licht darzustellen! Mann, wenn ich dich nicht sofort abgeben müsste, Miezchen, wärst du sicher eine tolle Kumpanin!", frohlockte Oz und zwang mich zum Grübeln: war meine Performance denn SO schlecht, dass dieser Eindruck entstehen konnte? Ich spürte die Schmerzen, an meinen mehrfach getroffenen Schenkeln, die das weitere Springen unnötig erschwerten. Mit Knochen umgehen konnte er, keine Frage. Aber wie ihm wohl mein Messer zwischen den Rippen schmecken würde?
      Plötzlich schnappte sich der junge Knogga-Mann eine weißrote Beere, die an einen abgefressenen Apfel erinnerte und beförderte die weiche Frucht zielgenau in mein Gesicht. Wütend leckte ich die scharfe, rote Paste, in die sich die geplatzte Giefebeere verwandelt hatte, von meinen Lippen und sog den Geschmack der Rache in mich aus!
      "Gararara! Jetzt bist du rot!"
      "Rot? Du bist gleich tot, Freundchen! "
      Ruckzuckhieb. Knogga waren allgemein zu träge, um sich auf so etwas vorzubereiten. Schneller als der Blitz stieß ich zu Oz durch, packte ihn am Hals, klemmte ihn am Granitboden fest und hielt im mein Messer an die Kehle. Diese Szene bedurfte keiner weiteren Worte meinerseits, damit er verstand.
      Schweißperlen rollten dem überraschten Boden-Pokémon über seinen fahlen Schädel, so fahl wie die Knochen der Verstorbenen, als er sich seiner Lage bewusst wurde: "H-hey, du bist doch eine gute Mieze! In dir schlägt ein gutes Herz, niemals könntest du ein kleines Monsterchen wie mich umbringen, oder? Die dunkle Mieze gehört dir! Ich suche mir ja schon eine neue!"
      Oh, doch! Und wie! Rote Flüssigkeit übergoss den Boden.
      NICHT TÖTEN. BESIEGE DEINE GEGNER MIT WORTEN.
      Rote Flüssigkeit, die von der Schwerkraft als Überreste einer Giefebeere zu Boden getragen wurde. Ich entschloss mich dazu, die Nervensäge zu verschonen und ihr ihre eigene Unachtsamkeit zu demonstrieren, in dem ich die sechs Zaubersteine einen nach dem anderen wegtrat, um den Bann zu lösen, wie in einem alten Märchen. A propos Unachtsamkeit ... da hatte aber auch ICH einige Sachen nicht beachtet ... ach Elaine ...

      Es war sicher nicht gesund, wie sich der Bann um die in der Luft gefangene Sphinx löste und sie brutal mit dem Gesicht auf den Erdboden aufschlagen ließ. Selbst anderthalb Meter in der Luft waren da eine nicht zu unterschätzende Höhe. Sie atmete nicht mehr, doch vielleicht erkannte ich die Atmung durch den Brustpanzer nur nicht. Vorsichtig näherte ich mich dem gestürzten Engel, doch ich eh ich mich versah, gab es Miezekatze am Spieß, als wie aus dem nichts die Naginata haarscharf an meinem Kopf vorbeiflog, sich in der hinteren Felswand verfing und ihr verrotteter, hölzerner Stiel auseinanderbrach.
      "WAS WAR DAS DENN FÜR EINE BLOODY AKTION?!", erschak ich und stolperte nach hinten, um unsanft auf meinem Gesäß zu landen und mit verwunderte Blicke seitens des genauso überraschten Knogga einzufangen! Bereits als ich mich wieder aufrichten wollte, thronte über mir ein Gesicht mit zwei golden aufleuchtenden Mandelaugen, einem breiten Raubtiergrinsen sowie Flügel, die die Sonne verdunkeln konnten. Das metallische Geräusch, dass wohl der umherpeitschende Schweif verursachte, trug nicht gerade zu mener Beruhigung bei. JETZT hatte ich ein richtiges Problem. Selbst mich in die Sitzposition zu zwängen, erwies sich für meine lädierten Beine als Herkulesaufgabe, die ich unter großen Schmerzen bewältigen konnte, doch glücklicherweise entschied sich die Sphinx dazu, mich am Kragen meines roten Kimono hochzuheben und ihre Augen in ein lavagleiches Orange zu tauchen. Was ich über die Sphinxen wusste, war, dass die Verfärbung ihrer Augen für andere kein gutes Omen war. Sie sollte mich in Ruhe lassen, schließlich war ich doch selbst zu einem Viertel eine! Das Licht aus ihren Augen war so grell, dass die Pupillen oder die Iris nicht mehr sichtbar waren, lediglich die dunklen Einfärbungen auf ihrem Gesicht, die wohl das Blut der unsanften Landung darstellten.
      "Hey, nicht streiten und gegenseitig töten, davon hat am Ende niemand was! Lasst uns lieber zusammen etwas Tolles essen gehen! Du riechst ja schon so nach Fisch!", versuchte mein Widersacher von gerade eben die Geflügelte von einer blutigen Tat abzuhalten.
      "Shei- ... Shell- ... nein", ignorierte die geflügelte Frau mit ihren bis zu ihrem Gesäß reichenden Haaren die nicht mal böse gemeinte Bemerkung des zu ehrlichen Knoggas und beförderte mich fast so unsanft gen Erdboden, wie sie selbst gestürzt war: "Schade, für einen Moment hatte ich gehofft, dass ... egal. Wo ist dieser diamantbefleckte Haufen Vulpixdung?" In alle Richtungen um sich schauend und bösartig fauchend, konnte sie das Subjekt ihrer Begierde nicht in ihrer Nähe entdecken.
      Die leuchtenden Augen verblassten erneut zu ihrem ursprünglichen Goldton in der Iris, als sie sich über mich beugte und mir eine Frage stellte, die mich falscher auf dem böse schmerzenden Fuß nicht hätte treffen können: "Dialga ist abgehauen, oder? Du hast ihn nicht mehr gesehen?" Zögerlich schüttelte ich den Kopf, die Augen vor Angst geweitet. Ich versuchte, sie mit meinem Schweif etwas zu betören, doch mehr als ein kurzes Augenzucken konnte ich ihr damit nicht entlocken.
      Die grazile Gestalt schnaubte resigniert und wischte sich angestrengt ihre langen schwarzen Strähnen aus dem mit nun verkrusteten Blutflecken "verzierten" Gesicht: "Wie lange hat er mich in der Zeit gefangen gehalten? Eine Woche? Ein Monat? Vielleicht ein ganzes Jahr?"
      "D-das kommt drauf an, wann du geboren bist", stammelte ich zitternd und hoffte einfach nur, nicht in dieser kalten Höhle mein Ende zu finden.
      "1103 nach Necarios ... na los, sag mir ... hat das Jahr schon auf 1134 umgeschaltet?"
      Meine Stimmbänder zogen sich vor lauter Angst zusammen und verweigerten ihre Arbeit. 1103? Nein, nein, das konnte unmöglich sein! Ich kannte die muyanische Zeitrechnung, der die Sphinxen nach ihrer Religionsgründung befolgten, aber wenn ich bereits so geschockt auf den Unterschied reagierte, wie würde dann ein leicht reizbares Heißblut reagieren?
      "Pass auf, kleine Katze. Ich habe hier keine Zeit zu verlieren. Ich habe meine Freunde zu beschützen. Wer weiß, in welcher Gefahr sie mittlerweile schweben. Seit die Menschen uns mit all ihrer Undankbarkeit hintergangen haben, sind wir Monster in argen Nöten. Ich kann nicht zulassen, dass ihnen etwas passiert. Ich habe damals bei Bara versagt ... bei Sheila und Yomi mag ich es mir gar nicht vorstellen."
      "DU BIST JETZT UNGEFÄHR EINHUNDERT!", schrie ich panisch drauf los, meine empfindlichen, langen Ohren selbst gewaltsam umklammernd, bis ich realisierte, was sie da gerade gesagt hatte. Die zumindest körperlich dreißigjährige Sphinx sah plötzlich unglaublich niedlich, fast zum Kuscheln aus, als sich ihre Augen und ihr schmaler Mund vor Schreck weiteten und sie ihren Oberkörper flink nach hinten zog, als hätte ich irgendetwas gesagt, dass sie wie ein Magneton abgestoßen hätte! Ein belustigtes Geräusch, das wohl eine Art ironisches Lachen sein sollte, entwich der Kehle der ungläubigen Sphinx, die sich offenbar veralbert vorkam.
      "Aber wenn ich doch die Wahrheit sage! Damals gab es eine große Schlacht zwischen Menschen und Monstern, heißt, Gijinka und Pokémon! Viele von euch haben diesen Krieg nicht überstanden ... und wurden vertrieben. Im Westen führen die Monster nun ein Leben im Untergrund, selbst in der Geschichtsschreibung wurden sie zum Aberglauben degradiert und all ihre Schöpfungen wie die Yomis wurden Menschen zugeschrieben. Kagayaku, was ich dir sage, ist hart, aber ich lüge nicht!" Für einen Moment hörte die elegante Lady auf, zu atmen. Sie blickte mir tief in die Augen. Vielleicht erkannte sie in mir Sheila. Wenn sie erst Roxy treffen würde, die ihr selbst wie aus dem Gesicht geschnitten war! Diese große Schlacht, die nur Leid und Trauer für Gijinka und Pokemon brachte, war nichts, das ich jemals in einem ersten Kapitel einer Geschichte beschrieben oder auch nur erwähnt hätte, so schrecklich war es. Die Moderne verdrängte sie und genau diese Moderne sollte nun auch in den östlichen Ländern Einzug halten.
      Doch ich hatte noch etwas zu erzählen: "Sheila hatte in ihren Annalen nie geschrieben, dass du fünf Jahre nach der Schlacht bei den Menhiren für immer verschollen gegangen bist, wie später noch Yomi. Sie hat es in ihrer Geschichte nicht akzeptiert, von ihrer besten Freundin plötzlich getrennt zu sein. Und das war sie auch nicht, denn ihr war im Geiste immer beieinander." Die angespannten Mundwinkel der angriffslustigen Kagayaku senkten sich kraftlos nach unten.
      "Wer bist du, dass du angeblich so viel über uns weißt?"
      "Deine Urenkelin", hauchte ich mitleidsvoll. Wie es sich wohl anfühlte, solchen Erkenntnissen ins Auge zu blicken, die das ganze Leben auf den Kopf stellten?
      Sie war seelenruhig, als ob irgendein Teil in ihr gestorben wäre, als sie mir antwortete: "Ich glaube dir. Das Aussehen stimmt jedenfalls ... aber ich ... 80 Jahre ... nein ... das verstehe ich nicht. Meine Sheila, meine Yomi, alle weg, nur weil ich wieder nicht da war. Nun bin ich ganz alleine und habe keine spezielle Person mehr, die ich beschützen kann. Es wird Zeit, diesem jämmerlichen Leben ein Ende zu bereiten." Die silberne Schweifspitze bewegte sich ganz nahe an ihrer zierlichen Kehle. Jeden Moment rechnete ich damit, dass sie irgendetwas ganz Unüberlegtes tat.
      Um diesen dicken Kloß in den Sekunden unheimlichster Stille herunterzuschlucken, versuchte ich, irgendwie ganz plump einzugreifen: "Deins? N-nein, tu das nicht!"

      RUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIISH!


      Dieses Geräusch ertönte, wenn die Schweifspitze einer Sphinx zartes Fleisch aufschnitt und sich der aufgerissene Spalt binnen weniger Augenblicke scharlachrot färbte. Ich war geschockt, erstarrt angesichts dessen, was Kagayaku soeben getan hatte.
      "NEIN, DEREN LEBEN! Pass auf, wenn du wirklich meine Nachfahrin sein willst, dann hör' gefälligst auf, dich wie ein buddhaverlassener Waschlappen zu benehmen! Schau ihn dir an, meinen wunderschönen neuen Schweif", erklärte sie mir, als sie mit der um die zwei Meter langen Segmentkette zwischen unseren Gesichtern herumwedelte: "Den hat mir Yomi gebaut. Du weißt sicher, dass die königliche Familie der Sphinxen ihren Schweif kopiert bekam, um sich abzuheben und von den Menschen eher akzeptiert zu werden. Nach Baras Tod hatte ich Monate meines Lebens damit vergeudet, in Selbstmitleid zu zerfließen, obwohl ich doch eigentlich keine Schuld hatte. Hier ist es nun genauso. Niemand kann mir meine Freunde wieder zurückholen, doch mir ist klar, dass sie sowieso nicht mehr am Leben wären ... diese Einsicht gibt mir die Kraft, das jämmerliche Leben derer zu beenden, die uns in die Knie zwingen wollen. Diese neue Kagayaku hat ihre alten Egoismen abgelehnt und mein neuer Schweif steht für genau das. Ich will niemand mehr sein, die nur aufgrund ihrer Schönheit, ihres Standes oder ihrer Stärke allein bewundert wird. Das war vor fünf ... äh ... fünfundachtzig Jahren. Ich werde nicht zulassen, dass den anderen Gijinkas und Monstern noch mehr Unrecht angetan wird. Ich will, dass sie zu mir aufsehen, weil ich für sie kämpfen werde! Was habe ich mehr zu verlieren als mein Leben? Nur noch sie! Und das wichtigste, schreib dir das hinter deine langen Blitzaöhrchen ... ICH WERDE NIEMALS STERBEN! Ha!" Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht damit. Vollkommen regungslos starrte ich in ihr entschlossenes Gesicht mit der blutigen Narbe unter dem rechten Auge, die offenbar neu aufgerissen war. Aber was war das denn schon gegen die Wunde, die sie mir gerade am Arm zugefügt hatte? Es war nur eine Schnittwunde, aber ... sie sollte sich ja nicht wagen, sowas nochmal zu machen!
      "War es das, weswegen du Dialga gesucht hast?", bohrte ich neugierig nach, während ich versuchte, meine Wunde mit der anderen Hand zu stillen.
      "Ah, soll ich es dir erzählen?"
      "Ja, unbedingt!"
      "FAGYU! Wieso sollte ich das einem dahergelaufenen Miezekätzchen wie dir einfach erzählen, vor allem, wenn ich mit dir gleich für meine blutige Nase den Boden aufwische!"
      WAS?
      "Ach nein, du wirst mir nicht das Wasser reichen können. Das macht keinen Spaß. Lass uns gehen!"
      "Wohin?"
      "WEG!"
      Vor Schreck weiteten sich meine Augen angesichts des lauten Schreis der Sphinx, doch glücklicherweise schien sie sich binnen Sekunden wieder beruhigt zu haben: "He, Knogga, du wolltest uns doch zum Essen einladen. Wer mich kennt, weiß, dass ich dankend annehme!" Von mir aus konnte das durch unseren Dialog völlig beeindruckte und erschrockene Knogga uns alle in sein Dorf bringen. Mit einer Sphinx an meiner Seite musste ich wohl kaum um mein Leben fürchten! Oder vielleicht gerade deswegen DOCH?

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Na dann mal her mit dem Schinken, ist ja jetzt schon ein bisschen länger her, ne? >:D



      Nun musste ich mich damit begnügen, Feuersteine für die Nacht zu sammeln.
      War Elaine nicht ein Flamara? Oder verwechsle ich da etwas? Oh, ich bin gerade überhaupt nicht drin. xD
      Dat Pause war zu lang! D:

      Wie man unschwer an dieser immerhin gut gemeinten Gastfreundlichkeit erkennen kann - gänzlich unbeliebt hatten wir uns nicht gemacht.
      Die drei Chaoten sind also beliebt, wie? Na, das Chaos wird schon noch kommen, das sind immerhin wilde Kätzchön! ò.ó



      Es war nicht ganz falsch, dass wir aus einem mit dem Shogun verbündeten Land kamen, aber eben zu grob drei Vierteln.

      3/4 isch schtronger sänn nassing! Aber echt jetzt, das ist immer noch der größte Teil! ;v;



      Man konnte richtig sehen, wie sich die Augen trotz Festmahl auf dem Tisch gierig weiteten! Nyaaa ... dieses Festmahl ...

      Da spricht wohl die Kagayaku aus ihr! Gyuuuu ...
      Ach, gute alte Zeiten waren das! :D



      ... wenn ich doch nur noch einmal in diese leckeren Filets beißen könnte!

      Wenn die aus Fisch sind, ist das wohl typisch für Sheila. xD Sehr gewieft, Monsieur Meow, sehr gewieft. :fies:





      Der gute Herr Onkel entschuldigte seine mangelnde Hilfsbereitschaft natürlich durch die Modekrankheit Rückenschmerzen, die in letzter Zeit sehr en vogue zu sein schien.

      Ouh, en vogue, hon hon hon! >:3 (3 = moustache, hon hon hon) Da verpackt sich der Meow einfach selbst in der Geschichte, wie krass!

      *more cat gifs intensify*



      Nichts anderes blieb mir möglich, einen mit hellblau leuchtenden Pilzen bewachsenen Höhlenpfad in der Abenddämmerung zu erkunden

      Roll credits ... Oh, ist vielleicht noch ein bisschen früh! :hihi:

      Nicht mal Vogelzwitschern hatte uns auf diesem abgelegenen Weg begleitet, sodass mich die typische unheimliche Stille einer Höhle kalt ließ.

      Elaine ist keine Disney-Prinzessin? ;v; Du enttäuschst mich!

      Als Mischling besaß ich zwar von den meisten Kräften meiner Vorfahren magisches Potential, doch die Stärke eines reinen Blitza-Gijinka beispielsweise erreichten meine Strom-Angriffe bedauerlicherweise nicht.

      Aha, sie war also doch ein Blitza-Gijinka, wie ich es mir gedacht hatte! Aber dann ist sie ja noch schwächer und machtloser gegen Feinde wie ... YVELTAL QoQ ... :kotz:

      Never forget ...

      Zahlreiche zerbrochene Samurai-Rüstungen und Skelette lagen verstreut am Boden, wie ein gewaltiges Massengrab.

      Besser das als ein Massengrab für die Pest! Ich meine ... Pèste! Le Plague! Gruselig! ;v;

      EDIT: Okay, es ist nur "peste", aber trotzdem!

      War ich etwa in die todbringende Behausung eines mächtigen Brutalanda reingeraten, ohne mich zu versehen?

      Die Höhle des Löwen? Schon so früh? Noin! D: Aber Elaine schafft das. Ein Katana wird dieses Brutalanda im Nullkommanix (much Gaul, very Asterix) erledigen. :cool:

      "Sorry ..."

      Das nenne ich mal eine gute Einstellung! xDD

      Das Knogga hatte ich gar nicht gesehen, aber wie denn auch, wenn mitten in der Luft eine springende Sphinx erstarrt war!

      Es ist .... KAGAYAKU! °O°

      Die spitzen Schulterteile ließen die Frau, die vielleicht wenige Jahre älter als ich war, plötzlich doppelt so breit und doppelt so bedrohlich erscheinen.

      Das ist bestimmt GaGayaku! ;v; Sie sieht nur so jung aus, weil sie oft mit Madonna vor dem Fernseher trainiert hat und und .... Pls, make it happen! ;A;

      Wow, das ist aber eine sehr ausführliche Beschreibung dieser Sphinx. Es muss Kagayaku sein! Wie cool wäre denn ein Zusammentreffen? Oder ist es eine Sphinx, die aus Mu kommt und wie Captain America im Stein eingefroren ist? °.°

      Ich, der große Oz, werde dann endlich allen gezeigt haben, dass er der größte Erkunder und Kämpfer aller Zeiten ist!

      Es ist James Franco! ;o; Echt? xD




      Es wird so aussehen, dass ich einen Miezchenmensch persönlich überwältigt habe, mit meiner großartigen Kampftechnik!

      Der kleine Chaot. :w: Ist das das Knogga aus PMD? Ein großer Krieger! o/

      NICHT TÖTEN. BESIEGE DEINE GEGNER MIT WORTEN.

      Große Worte von Claudio Auditore. ^^ Elaine wird eine Diplomatin! :klatsch:

      Er war ja auch nicht tötenswürdig, dieser Oz, eher etwas liebenswürdig mit seinem selbstbewussten Grinsen.

      Ja, vor allem redet er von sich in der dritten Person Singular! :bg: .................. Nicht? Okay, dann nicht ... ;v;

      [IMG:http://www.cutecatgifs.com/wp-content/uploads/2013/05/flirting.gif]

      Gararara! Ich werde dich mit meiner Knochentaktik bewusstlos schlagen und dann wird mein Aufstieg unvermeidlich sein, Miezchen!

      Was ist das denn für ein krasses Kerlchen? xD Der ist ja noch krasser als die "Bösewichter" aus Pokémon. Verrät der einfach seinen Plan. Schwach, mein Gaara-Freund, schwach! :(

      Wütend fauchte ich meinen Widersacher an und schickte ihm ein paar Finsterauren entgegen, die ihn sofort zu Boden niederstreckten.

      So wie Tokunara? Das ist verdammt fies! :oldno:

      Ist Elaine jetzt doch ein Nachtara? Ich bin so verwirrt! q.q

      Zwar wich ich so schnell aus wie eine professionelle Tänzerin, doch mit Sicherheit bei weitem nicht so grazil!

      Kagayaku hätte das gekonnt! :blah2:

      Aber wie ihm wohl mein Messer zwischen den Rippen schmecken würde?

      Aber ... Claudio ... Claudio Auditore! Seine Weisheiten sind love, seine Weisheiten sind life! :(

      "Rot? Du bist gleich tot, Freundchen! "

      Der musste jetzt kommen, oder? :tlol: Vorhersehbar, sehr vorhersehbar!

      NICHT TÖTEN. BESIEGE DEINE GEGNER MIT WORTEN.
      Sie hat doch schon damit angefangen? :ups: Mann, Elaine, entscheide dich mal!

      A propos Unachtsamkeit ... da hatte aber auch ICH einige Sachen nicht beachtet ... ach Elaine ...

      Elaine ist knuffig, denn sie ist derpy! :D So wie die GLORIOUS DERP CAT!

      :anbeten2: [IMG:http://soepic.net/stor/items/0ff75f70936e1f43a.gif]

      Es war sicher nicht gesund, wie sich der Bann um die in der Luft gefangene Sphinx löste und sie brutal mit dem Gesicht auf den Erdboden aufschlagen ließ.

      Oha, da holt sie sich einfach eine krasse Kriegerin auf ihre Seite? Gewieft! Sie ist schlau, das gefällt mir! :fies:

      Sie atmete nicht mehr, doch vielleicht erkannte ich die Atmung durch den Brustpanzer nur nicht.

      Das scheint irgendwie logisch, oder? :'D

      "WAS WAR DAS DENN FÜR EINE BLOODY AKTION?!"
      Da ist Sheila wieder! >_______>

      [...] doch glücklicherweise entschied sich die Sphinx dazu, mich am Kragen meines roten Kimono hochzuheben und ihre Augen in ein lavagleiches Orange zu tauchen.
      Oha, die will sie gleich mit dem Superman-Laser-Strahl weghauen? Wie fies! Unterstehe dich, pöse Sphinx! :wehe:

      "Shei- ... Shell- ... nein"

      Sheila? Sheldon? Wer nun? :(

      "Wie lange hat er mich in der Zeit gefangen gehalten? Eine Woche? Ein Monat? Vielleicht ein ganzes Jahr?"

      Eine EWIGKEIT! :bg: Bestimmt ist es Calypso ...

      Ich habe damals bei Bara versagt ... bei Sheila und Yomi mag ich es mir gar nicht vorstellen.

      Es ist ............................... KAGAYAKU!!! °___________________________________° :haare2: :w:

      Kagayaku, was ich dir sage, ist hart, aber ich lüge nicht!

      Kagayaku confirmed! :haare: Oh mein Gott, Kagafagyu, sogar in jung, das ist jetzt echt eine Überraschung! *______*

      Wenn sie erst Roxy treffen würde, die ihr selbst wie aus dem Gesicht geschnitten war!

      Die werden bestimmt noch Spaß haben ... :fies: Kagayaku muss sich im Spiegel betrachten!

      Sheila hatte in ihren Annalen nie geschrieben, dass du fünf Jahre nach der Schlacht bei den Menhiren für immer verschollen gegangen bist, wie später noch Yomi.

      Yomi gibt es also auch noch? Und Sheila schreibt Annalen? Hilfe, das wird noch ein Abenteuer, das sich gewaschen hat! :'D

      Meine Sheila, meine Yomi, alle weg, nur weil ich wieder nicht da war.

      Und sie erwähnt ihre gestörte Teufelinsschwester mit keinem einzigen Wort, sehr schön! :fies2:

      Aber das muss wirklich schockierend sein, so früh wieder Lebewohl zu sagen ... Alle tot! ;(

      Die Musik! xDD RUSH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :haare:


      Dieses Geräusch ertönte, wenn die Schweifspitze einer Sphinx zartes Fleisch aufschnitt und sich der aufgerissene Spalt binnen weniger Augenblicke scharlachrot färbte.

      Kagayaku killt wieder rum. Oh, sie wird so overpowert sein! :O





      Diese neue Kagayaku hat ihre alten Egoismen abgelehnt und mein neuer Schweif steht für genau das.

      Jetzt haben wir plötzlich zwei Kagayakus? Hilfe! xD Ich werde die alte Version vermissen ... ;____;





      Es war nur eine Schnittwunde, aber ... sie sollte sich ja nicht wagen, sowas nochmal zu machen!

      Kagayaku die Sadistin! D: Verletzt sie einfach ihre eigenen Urenkel, wie pitterpöse ...





      FAGYU!

      DAS hat mir gefehlt! :tlmao:
      Jetzt kann ich in Ruhe sterben, Kagayaku ist einfach nur ...

      [IMG:https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/originals/3a/d4/f9/3ad4f9d2e3c54f0894690bc039a56d12.gif]


      Oder vielleicht gerade deswegen DOCH?
      Na, es ist immerhin da fabüleuse Kagayakü! Die ist zu krass für Elaines Leben!


      Und so beginnt das gesamte Spektakel von neuem. Aber es ist ein Schmerz da! Kagayaku ist noch so jung und hübsch wie eh und je, aber all ihre Freunde sind tot ... Traurig! :( Na, dann muss sie eben mit ihren Urenkeln rumgammeln. Das klingt so bitter und traurig, fast trauriger als Setsunas Gestörheit. xDD


      Und tschüss! ~



      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Zeit dir endlich auch einen Kommentar zu schreiben.


      Meowstitsch wrote:

      "Hexalos"
      Was ist... achja Frankreich richtig

      Mousse au Chocolat

      Omg :sabber:

      Das gabs damals schon?
      #Bildungslücke

      Man konnte richtig sehen, wie sich die Augen trotz Festmahl auf dem Tisch gierig weiteten!
      Nicht nur von denen :o


      Feuersteine
      Die Frage klingt wahrscheinlich unglaublich dämlich, aber Feuersteine im Sinne von Steinen, mit denen man z.B. Flamara entwickelt oder Feuersteine im Sinne von den Dingern, die die Steinzeitmenschen benutzt haben?


      Als Mischling besaß ich zwar von den meisten Kräften meiner Vorfahren magisches Potential, doch die Stärke eines reinen Blitza-Gijinka beispielsweise erreichten meine Strom-Angriffe bedauerlicherweise nicht.

      Achja, das ist eines der Sachen, die ich nicht verstehe. Was sind das jetzt? Menschen, Halb-Menschen-halb-Pokémon, halb-Engel(wegen den Flügeln)-halb-Pokémon oder Halb-Engel-Halb-Menschen?



      "Sorry ...", flüsterte ich dem braunen Pokémon mit dem stachligen Schweif und dem huftierähnlichen Schädel zu, das meinen Rempler ohne Klage hinnahm
      Tauros?




      Das Knogga hatte ich gar nicht gesehen, aber wie denn auch, wenn mitten in der Luft eine springende Sphinx erstarrt war!
      Achso.




      Weitere Inspektionen waren mir allerdings nicht gestattet.
      Wer weiß denn, dass sie da ist?




      Ich, der große Oz
      Groß :tlmao:




      Unser Dorf hat eine riesige Belohnung auf jemanden ausgeschrieben, der einen Miezchenmensch mitbringt, gararara!
      Als eine Art Geisel oder Gefangener




      diesem aufdringlichen Pokémon mit seiner durchdringenden Stimme zu helfen.
      würde ich jetzt auch nicht tun :tlmao:

      NICHT TÖTEN. BESIEGE DEINE GEGNER MIT WORTEN.
      Der will sie entführen, sie darf sich aber nicht wehren?

      Achso, zu Anfang hat der von der Spynx geredet oder so richtig? Dachte der redet schon die ganze Zeit von dem Blitza.

      Rest kommt noch.
    • Okay, warum hat es so lange gedauert bis ich mal nen Kommentar geschrieben habe? Weil ich zu doof war die Taste zu finden die den BBCode anzeigt. Good Job Obscurite. gg. Ich weiß jetzt nichtmal ob ichs richtig mache, aber hey xD Who cares anyway c:

      Meowstic wrote:


      Nachdem unsere zugewiesene Unterkunft in Setta mysteriöserweise niedergebrannt war

      Uhhh.. mysteriös! Aber ja, muss scheiße sein wenn die Unterkunft niederbrennt :c


      Meowstic wrote:

      Mousse au Chocolat

      Danke. Jetzt habe ich wieder Hunger :c und kriege nichts bis heute Abend!

      Meowstic wrote:

      Modekrankheit Rückenschmerzen

      Freitag, Arbeit, Stühle schleppen. 15-jährige Kinder die zwei leichte Stühle schleppen sollten. 'Ich kann nicht mehr, mein Rücken tut weh!' 'Du hast nichtmal einen getragen.'

      Meowstic wrote:

      Ein große Holzschild hatte mich vor dem Eingang auf irgendetwas hinweisen wollen, doch eine Elaine ließ sich nicht von irgendwelchen mysteriösen Schriftsystemen von ihrer Arbeit abhalten!

      BIS sie von einem mysteriösen Vieh verfolgt und aus der Höhle gejagt wird c: Don't question it, it's going to happen!

      Meowstic wrote:

      Als Mischling besaß ich zwar von den meisten Kräften meiner Vorfahren magisches Potential, doch die Stärke eines reinen Blitza-Gijinka beispielsweise erreichten meine Strom-Angriffe bedauerlicherweise nicht.

      Hm, dann ist sie ja eigentlich sogar ziemlich schwach, wenn man mal so darüber nachdenkt... Blitza ist ja auch nicht gerade ne... LEUCHTE. Jap ... was, nein danke, ich finde den Ausgang selbst c:

      Meowstic wrote:

      Diese Grotte faszinierte mich, je weiter ich mich in sie hinein begeben hatte, immer mehr. Sie endete in einem größeren, rundem Raum, der meinen Nervenkitzel jedoch blitzschnell wie eine eiskalte Hand packte und in einen kalten Schauer umwandelte. Zahlreiche zerbrochene Samurai-Rüstungen und Skelette lagen verstreut am Boden, wie ein gewaltiges Massengrab.

      Hm... bin ich die einzige die findet, dass sich das ganze hier etwas zu schnell entwickelt oo'

      Meowstic wrote:

      Das Schild vor dem Eingang war als zweifelsohne ein Warnschild gewesen

      What did I say? c:

      Meowstic wrote:

      Das Knogga hatte ich gar nicht gesehen, aber wie denn auch, wenn mitten in der Luft eine springende Sphinx erstarrt war!

      Fu the Sphinx, all hail the Marowak!

      Meowstic wrote:

      "Hey, du! Lass' ja deine Griffel von meinem Schatz! Gararara! Sag mir lieber, wie ich sie hier raus bekomme!", wurde ich jäh von dem Knogga unterbrochen, das sich mit ausgebreiteten Armen schützend vor "seinen Schatz" stellte.

      What did I say? I'll say it again... all hail the Marowak!

      Meowstic wrote:

      die er da in seinem knochigen Schädel ausgebrütet hatte

      Also, genau genommen weiß man ja nicht was sich unter dem Schädel befindet! Vielleicht ist da was ganz anderes!

      Meowstic wrote:

      Ich, der große Oz, werde dann endlich allen gezeigt haben, dass er der größte Erkunder und Kämpfer aller Zeiten ist! So gut, dass ich eine großartige Position voller Anerkennung erhalten werde! Unser Dorf hat eine riesige Belohnung auf jemanden ausgeschrieben, der einen Miezchenmensch mitbringt, gararara!"
      "Weil ...?"
      "Es wird so aussehen, dass ich einen Miezchenmensch persönlich überwältigt habe, mit meiner großartigen Kampftechnik! Niemand wird den großen Oz für einen Scharlatan, einen Wichtigtuer oder einen Schwächling halten, wenn er doch noch diesen Schatz bewegen könnte!"

      Okay, ich mag das Knogga. Und dieser Name Oz... der Charakter des Knogga... I see what you did there xD

      Meowstic wrote:

      Bis ich mich plötzlich einer anderen Wahrheit entgegengesetzt sah: "Aber hey, du bist doch auch ein Miezchenmensch! Wenn ich DICH einfach entführe, hat es genau die gleiche Wirkung, selbst wenn die geflügelte Mieze etwas eindrucksvoller wäre!"

      Wo kann man das Knogga kaufen? Ich nehm es. Shut up and take my money. I want it. I need it. Ich werde leckere Sachen für das Knogga kochen, obwohl ich nicht kochen kann. Pizza krieg ich noch hin? Pizza anyone?

      Meowstic wrote:

      NICHT TÖTEN. BESIEGE DEINE GEGNER MIT WORTEN.

      Listen to Toriel, my dear. Listen to her. You don't want her to be sad, do you?

      Meowstic wrote:

      Vielleicht können wir, wenn alles erledigt ist, gemeinsam kochen, was hältst du davon?

      Lets face that I didn't read this part before. Aber hey, Pizza?

      Meowstic wrote:

      Also mehr als geopfert werden kann dir nicht passieren, das kann ich dir versichern!

      Klingt doch nett, ich würde einschlagen c:

      Meowstic wrote:

      Nun also packte ich mein Messer aus und sprintete auf das anstrengende Pokémon zu

      Irgendwie ist diese Gijinka-Sache echt unfair, das Knogga kann nur seine Attacken nutzen, sie hingegen nutzt einfach mal Finsteraura, Messer, ein Schwert... das ist fast schon fies xD

      Meowstic wrote:

      "Ich finde es großartig von dir, dass du dir so wenig Mühe gibst, um meine Kampffertigkeiten in einem besseren Licht darzustellen! Mann, wenn ich dich nicht sofort abgeben müsste, Miezchen, wärst du sicher eine tolle Kumpanin!"

      Srsly, I wanna adopt him, he's awesome

      Meowstic wrote:


      "Gararara! Jetzt bist du rot!"
      "Rot? Du bist gleich tot, Freundchen! "

      ... das war ungewohnt schlecht oo

      Meowstic wrote:

      Schneller als der Blitz stieß ich zu Oz durch

      I highly doubt that's possible. Zumindest mit nur einem Ruckzuckhieb. Wenn sie noch ein paar Agilitäten davor genutzt hätte, dann vllt, aber selbst dann wäre es noch sehr schwer einen Blitz in seiner Geschwindigkeit zu überbieten c:

      Meowstic wrote:

      Schweißperlen rollten dem überraschten Boden-Pokémon über seinen fahlen Schädel

      Whut. How's that even possible

      Meowstic wrote:

      NICHT TÖTEN. BESIEGE DEINE GEGNER MIT WORTEN.

      Wird das jetzt eine Pacifist Route Geschichte? oo

      Meowstic wrote:

      Es war sicher nicht gesund, wie sich der Bann um die in der Luft gefangene Sphinx löste und sie brutal mit dem Gesicht auf den Erdboden aufschlagen ließ.

      Au... auuu... aaaauuuuuu... >.o

      Meowstic wrote:

      "WAS WAR DAS DENN FÜR EINE BLOODY AKTION?!"

      MAMA SIE HAT BLOODY GESAGT

      Meowstic wrote:

      doch glücklicherweise entschied sich die Sphinx dazu, mich am Kragen meines roten Kimono hochzuheben und ihre Augen in ein lavagleiches Orange zu tauchen

      Immer diese aggro Katzen die nichtmal dankbar sein können wenn man sie vom Baum rettet :c

      Meowstic wrote:

      versuchte mein Widersacher von gerade eben die Geflügelte von einer blutigen Tat abzuhalten.

      Try thata gain, Oz. Just. Try c:

      Meowstic wrote:

      "Dialga ist abgehauen, oder? Du hast ihn nicht mehr gesehen?"

      Whut Dialga. Never saw that.

      Meowstic wrote:

      "1103 nach Necarios ... na los, sag mir ... hat das Jahr schon auf 1134 umgeschaltet?"

      Nicht ganz c:

      Meowstic wrote:

      wie würde dann ein leicht reizbares Heißblut reagieren?

      Die gute hat echt kein Glück mit den Leuten auf die sie trifft. Sind alles Heißblüter xD

      Meowstic wrote:

      "DU BIST JETZT UNGEFÄHR EINHUNDERT!", schrie ich panisch drauf los, meine empfindlichen, langen Ohren selbst gewaltsam umklammernd, bis ich realisierte, was sie da gerade gesagt hatte.

      Oh well, there goes our protagonist

      Meowstic wrote:


      "Aber wenn ich doch die Wahrheit sage! Damals gab es eine große Schlacht zwischen Menschen und Monstern, heißt, Gijinka und Pokémon! Viele von euch haben diesen Krieg nicht überstanden ... und wurden vertrieben. Im Westen führen die Monster nun ein Leben im Untergrund, selbst in der Geschichtsschreibung wurden sie zum Aberglauben degradiert und all ihre Schöpfungen wie die Yomis wurden Menschen zugeschrieben. Kagayaku, was ich dir sage, ist hart, aber ich lüge nicht!"

      Geschichtsstunde mit Elaine!

      Meowstic wrote:

      "Sheila hatte in ihren Annalen nie geschrieben, dass du fünf Jahre nach der Schlacht bei den Menhiren für immer verschollen gegangen bist, wie später noch Yomi. Sie hat es in ihrer Geschichte nicht akzeptiert, von ihrer besten Freundin plötzlich getrennt zu sein. Und das war sie auch nicht, denn ihr war im Geiste immer beieinander."

      Somebody did her homework c:

      Meowstic wrote:

      "Deine Urenkelin", hauchte ich mitleidsvoll.

      FAMILY REUNION :D

      Meowstic wrote:

      Meine Sheila, meine Yomi, alle weg, nur weil ich wieder nicht da war.

      Wieder? So wie... schon wieder?

      Meowstic wrote:

      "Deins? N-nein, tu das nicht!"

      Ehm... Death is only the beginning?

      Meowstic wrote:

      Pass auf, wenn du wirklich meine Nachfahrin sein willst, dann hör' gefälligst auf, dich wie ein buddhaverlassener Waschlappen zu benehmen!

      Wenn die Sphinx solange eingesperrt war... weiß sie dann überhaupt was ein Waschlappen ist? Obwohl, warte, Waschlappen gehen ja weit zurück... hm.

      Meowstic wrote:

      diese Einsicht gibt mir die Kraft, das jämmerliche Leben derer zu beenden, die uns in die Knie zwingen wollen.

      There goes humanity and everything else

      Meowstic wrote:

      Was habe ich mehr zu verlieren als mein Leben?

      Naja, also, das Leben ist eigentlich schon ein hoher Einsatz oo'

      Meowstic wrote:

      ICH WERDE NIEMALS STERBEN!

      Ehm, okay. Darf ich jetzt das Knogga haben?

      [quote='Meowstic','http://www.filb.de/forum/index.php?thread/17738-schwert-der-abendd%C3%A4mmerung/&postID=801529#post801529'sie sollte sich ja nicht wagen, sowas nochmal zu machen![/QUOTE]
      Was willst du denn dann dagegen tun XD

      Meowstic wrote:


      "FAGYU! Wieso sollte ich das einem dahergelaufenen Miezekätzchen wie dir einfach erzählen, vor allem, wenn ich mit dir gleich für meine blutige Nase den Boden aufwische!"
      WAS?
      "Ach nein, du wirst mir nicht das Wasser reichen können. Das macht keinen Spaß. Lass uns gehen!"
      "Wohin?"
      "WEG!"

      ... und das Knogga? QAQ

      Meowstic wrote:

      Mit einer Sphinx an meiner Seite musste ich wohl kaum um mein Leben fürchten! Oder vielleicht gerade deswegen DOCH?

      Well... this xD

      "Obscuritemon!"
      Banner by Shu <3
    • Kapitel II: The Heroine Appears

      Mit einem tiefschwarzen Mantel, so dunkel wie die unendliche Leere, hatte der Himmel unsere Erde bedeckt. Lediglich die funkelnden Sterne am Firmament, nach Auffassung der Sphinxen die Lichter ihrer Ahnen, erhellten außer meiner Elektrizität das Umfeld. Dass ich so lange dafür gebraucht hatte, um Feuersteine zu besorgen, dürfte die anderen nicht gerade freuen. Mit einem Ohr vorne überhängen, das andere vor Aufregung steil aufgerichtet, trottete ich mit dem Knogga und der Flügellady an meiner Seite zu unserem vereinbarten Treffpunkt. Wie wohl der bedrohliche Schatten und die golden glühenden Augen von Kagayaku auf meine Verwandtschaft gewirkt hatten?
      "Miss Elaine Moira de Courtenay, hatte ich nicht klar und deutlich gesagt, dass sie sich doch bitte beeilen möge? Du schläfst ja schon beim Laufen ein. Ein bisschen mehr Elan bitte, ja?", zeterte der verärgerte Onkel Claudio, als er mich um die Steine erleichterte und mit diesen den großen Stapel Feuerholz bearbeitete, den ich nur schemenhaft in der von meinen Geschwistern produzierten Energie erkennen konnte: "Wir haben zwei kleine Unterkünfte für eine Nacht gebaut, in die gerade so genau zwei Personen hineinpassen, während du ... du ... ja was hast du da überhaupt gemacht?" Onkel Claudio mühte sich sichtlich, mit dem steinernen Material mehr als nur Funken zu produzieren, doch es gelang ihm nicht. Während meine beiden Geschwister Roxy und Charlie verblüfft darauf warteten, dass ich meine Begleitung vorstellen würde, spitzte Kagayaku ihre Lippen und pustete einen feurigen Hauch auf den Reisig, der sich sofort entzündete.
      "Woa! Was zum!", fuhr der sichtlich erschrockene Onkel aus der Haut, nachdem er schnell zurückgewichen war: "Das kam ... von dort ... wer ... wer ist das überhaupt?"
      Mit verschränkten Armen und misstrauisch gekrümmten Mund stand Kagayaku immer noch schweigend an meiner Seite, auch Oz hatte sich bislang nicht zu Wort gemeldet, doch dies wurde soeben Geschichte: "Gararara! Ich, der große Oz, bin gekommen, um ein Miezchen in mein Dorf ... um den Miezchen nahe meines Dorfes ... ein vortreffliches Gericht zu kochen!"
      "Wir haben bereits Nahrung zum Braten mitgenommen. Das Kochen ist mein Metier ...", entgegnete Charlie wenig begeistert, da er den Kochkünsten Anderer relativ wenig Vertrauen entgegenbrachte, was vielleicht auch an der außergewöhnlichen Küche unserer Heimat lag.
      Kaum war dieser Sachverhalt geklärt, setzte sich Onkel Claudio erneut in Szene, als er zu Kagayaku schritt, ihre kleine Hand nahm und sie küsste: "Mylady, ich wusste gar nicht, dass sich hinter diesen so zwielichtig aufblitzenden Augen der Begleiterin meiner Nichte eine solch umwerfende Schönheit verbirgt. Mein Name lautet Claudio Pazzini, Diplomat des Westens für Zappango. Es ist mir eine große Freude, Bekanntschaft mit einer Schönheit wie Euch zu machen!"
      Sichtlich konfus wand sich die geflügelte Vollblutsphinx an mich und flüsterte ungeschickt in mein Ohr: "Wenn ich richtig rechne, hat der da ein Kind meiner süßen Bara Rea als Gefährtin genommen?" Noch verwirrter blickte nun der Onkel drein, der sich eine andere Reaktion als die deutlich hörbare von seinem faszinierenden Gegenüber erwünscht hatte.
      Missmutig zuckte ich mit den Ohren, denn nun lag es an mir, diese schier unglaubliche Situation allen Beteiligten irgendwie logisch näherzubringen: "Dassssss ... ist eine Geschichte, bei der ich wohl etwas weiter ausholen muss. Diese Frau dort ... naja ... sie ist unsere Ahnin. Kagayaku."

      Nachdem ich in Umrissen alle wichtigen Elemente aufgeführt hatte, war vor allem Roxy Feuer und Flamme dafür, noch mehr über die Frau zu lernen, die ihr, bis auf die Ohren, wie aus dem Gesicht geschnitten schien: "Stimmt es, was in Setsunas Chronik 'Die Letzten Tage einer Kaiserin' von dir gesagt wurde? Dass du besonders gerne die Ohren von den Leuten, die du gerne hattest, abgeleckt hast? Und dass du am liebsten erst um 12 Uhr aufgestanden bist? Und ... dass du sie gezwungen hast, dir uneingeschränkten Zugriff auf alle Süßwaren bei allen Chocolatiers und in allen Viennoiserien zu gewähren?"
      "Wieso sollte sie denn lügen? Klar stimmt es", beantwortete die, würde man sich die Flügel wegdenken, zierliche Frau mit dem Raubtiergebiss, geduldig die Fragen ihrer neuesten Bewundererin.
      Ich warf Kagayaku einen ungläubigen Blick zu: "Weil Geschichtsschreibung auch noch nie gelogen hat, um manche Sachen ins bessere Licht zu rücken?"
      "Bei mir kann Setsuna gar nicht so viel nach oben korrigieren, haha ... Spaß beiseite, ich würde diese Schriften unglaublich gerne lesen, doch erst einmal interessiert es mich, wie es um die Kontinente steht ... was in all der Zeit geschehen ist und was aus dem wurde, dass wir erschaffen hatten. Sheil- ... uuum ... Elaine, du hast mir bereits erzählt, dass es schlimm ist. Aber wie schlimm ist es und was können oder müssen dagegen unternehmen?", entgegnete mir die physisch dreißigjährige Sphinx lächelnd, die sich mittlerweile wie wir alle um das große Lagerfeuer niedergelassen hatte.
      Charlie hatte derweil unsere Mahlzeit fertig gebraten. Es sah nicht so aus, als ob er interessiert zugehört hatte, doch ich konnte es nie wissen, denn oft erweckte mein Bruder den Eindruck, ein großes, undurchschaubares Rätsel zu sein. Wie Kagayaku besaß auch Roxy als Viertel-Sphinx, wenn auch als Einzige von uns Dreien, Flügel, doch diesen fehlte der zweite Knochen, sodass sie keine Schwingen besaß, sondern nur zwei knochige Äste an den Rücken, die mit einem weichen, beigen Federsaum überzogen waren. Beim Anfertigen und Anziehen von Oberteilen erwiesen sie sich als sehr lästig und wegen ihres unbeholfenen Aussehens, schämte sich Roxy für sie. Vor kurzem hatte ein Mann namens Mendoza entdeckt, dass man die Chance, bestimmte Merkmale von den Ahnen zu erben, ausrechnen konnten, was erklären würde, wieso ich keine Flügelstummel besaß.

      Neben einem Mousse aus gerösteten Maronbeeren wurden uns Taubsi-Eier mit Saganabyss-Rogen, aufgeschnittene Tropius-Bananen mit Granabeerenpaste sowie eine gute Menge handelsüblicher Reis serviert. Es freute Charlie immer wieder, uns ein solch opulentes Mahl zu zaubern, doch noch mehr zu freuen schien sich Kagayaku, die sich nach der langen Zeit wieder einmal einen vollen Magen gönnen durfte. Ich hatte anfangs die Befürchtung gehabt, dass die am nächsten Tag wohl noch kaum essbaren Sachen übrig bleiben könnten, doch auch Oz, das Knogga, trug seinen Teil dazu bei, dass diese Menga beinahe schon zu wenig war!
      Nach dem schmackhaften Mahl kam es, wie es kommen musste: eine Diskussion um die Schlafplätze entbrannte. Normalerweise hätten wir drei Geschwister uns darum geprügelt, wer denn den Platz bei unserem Onkel einnehmen sollte, doch nun würden zwei Personen so oder so die Nacht draußen verbringen müssen!
      Unser Gruppenführer verkündete mit breiter Brust seine Entscheidung: "Lady Kagayaku wird ihre Nacht selbstverständlich bei mir verbringen können. Wer von euch ohne Zelt schläft ... macht das unter euch aus."
      "Ich bezweifle, dass meine ausgestreckten Flügel überhaupt in die Hütte passen ... und dann noch jemand neben mir? Das funktioniert nicht. Ich brauche das Zelt für mich ganz alleine", vertrat die geflügelte Begleitung jedoch offensichtlich die Meinung, seine Autorität direkt untergraben zu müssen: "Spaß ... ich ergötze mich lediglich an euren geschockten Gesichtern, hihi ... ich habe genug geschlafen und werde ein bisschen die Gegend erkunden. Und Nachtwache halten. Ja, ich kann beides, macht euch da mal keine Sorgen."
      Beinahe wäre ich dazu gekommen, entspannt aufzuatmen, doch Roxy hatte offensichtlich andere Pläne geschmiedet, bevor sie Hände reibend mit einem breiten Grinsen auf mich zu schlenderte: "Hyouko ... uuuh ... nein. Warte. Elaine-Darling, ... Charlie und ich sind der Meinung, dass das Nesthäkchen bei unserem Gruppenanführer den besten Schutz genießt. Ich möchte ja wirklich nicht, dass dir ... kukuku ... etwas zu stö-"
      "ROXY! Duuu ...", zischte ich aufgewühlt, auch wenn das sicher nicht der erste liebevoll gemeinte Streich gewesen war, doch auch meine schwarzhaarige Schwester sollte aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, als sie sah, wie unser Bruder sämtliche Gerätschaften und Gepäckstücke auf den freien Platz gestellt hatte, sodass nur noch er selbst darin alleine Platz fand.
      "Was soll DAS denn, dimwit! Da passe ich ja gar nicht rein!"
      "Exakt. Du quasselst mir nachts einfach zu viel. Dieser Stapel Holz ist doch der angenehmste Zimmerpartner, den man nur haben kann!", strahlte Charlie triumphierend.
      "I-idiot!", plusterte meine temperamentvolle Schwester beleidigt ihre Backen auf und heftete sich Kagayaku an die Fersen, die bereits ihr Vorhaben in die Tat umgesetzt hatte. Dann würde ich also doch wieder bei meinem Onkel schlafen ... auch wenn ich sicher keinen Schutz mehr brauchte! Ganz sicher nicht!

      Auf einer Anhöhe hatte sich Oz am folgenden Morgen bereits mit in die Hüften gestemmten Armen präsentiert, fest entschlossen, uns in sein ... Dorf ... zu lotsen, auch wenn Onkel Claudio andere Pläne für uns hatte, wie dieser ihm unmissverständlich mitteilte: "Nein, du wirst keinen von uns in dein merkwürdiges Dorf bringen. Das Ziel lautet Chikurin no Sato und laut Karte befindet sich dies ganz woanders. Wir sind nicht zum Urlaub hier, sondern zum Arbeiten und zum Lernen." Ich konnte sogar hören, welch gigantischen Kloß Roxy in ihrem Hals soeben heruntergeschluckt hatte.
      Arbeiten. Zugegeben, zuhause befanden sich in den Großstädten unzählige ehemals rote Backsteingebäude mit dampfenden Schloten, die auch ein Krawumms aus der Hölle auf seinem Kopf tragen könnte. Nicht nur die Erwachsenen der Unterschicht, auch ihre Kinder befanden sich unter dem Joch der rasant beschleunigenden Industrie, die sich als Wurzel unseres westlichen Wohlstandes fest etabliert hatte. Wer das Geld hatte, hatte nun die Macht. Dass wir Adlige waren, interessierte niemanden, lediglich unser Vermögen verhinderte uns ein solch klägliches Schicksal wie das der zehnjährigen Kinder, die anstatt mit Pokémon mit Hammer und Meißel spielen mussten, bis ihr Leben von den ächzenden Stollen begraben wurde. Unser fröhlicher, kleiner Geselle Oz konnte froh sein, von diesem Teil der Welt noch nie erfahren zu haben.
      Gerade, als Onkel Claudio an der Weggabelung den linken Weg einschlagen wollte, hatten sich Oz, Kagayaku und Roxy bereits gen Nordosten positioniert, was dem selbsternannten Truppenchef überhaupt nicht gefiel: "Ich habe mich doch klar und deutlich ausgedrückt! Wir gehen da nicht lang! Wir haben mit diesem Knogga nichts zu tun!"
      "Hast du vergessen, was ich dir während des Mahls über Menschen und Monster erzählt habe? Ich habe kein Interesse daran, momentan ein von Menschen bewohntes Dort zu besuchen", fauchte Kagayaku den sichtlich irritierten Onkel an: "Die Kinder haben da sicher mehr Spaß. Wenn du mitkommen willst, gerne." Claudio war fassungslos. Er wusste nicht, wie er auf die charismatische Schönheit reagieren sollte, da er ihr zum einen ganz offensichtlich verfallen war, sie aber andererseits uns davon überzeugen wollte, seine Kommandos zu missachten.
      Sich an die Regeln halten ... und einen Routinejob übernehmen ... oder ... die Regeln brechen ... und vielleicht mal etwas Anderes zu erleben? Während ich wie eine Salzsäule an der Seite meines Onkels stand und meine Gedanken sortierte, marschierten Oz und Kagayaku bereits vorneweg, ohne zu warten. Auch Roxy hetzte nach etwas Verzögerung hinterher, nur um dann abrupt abzubremsen und uns herzuwinken. Mein Onkel knirschte vor Wut mit den Zähnen. Er war für die Sicherheit jedes der drei Kinder seiner Schwester verantwortlich und hatte keine andere Wahl, als die Gruppe so zusammenzuhalten. Ob Kagayaku darüber bescheid wusste und sich dies zu Nutze gemacht hätte? You slippery snail!
      Erleichtert, diese Entscheidung doch nicht selbst treffen zu müssen, trottete ich mit Charlie den nun mehr vier Vorangegangenen gemütlich hinterher und durfte Oz' freudiges Triumphgeschrei bestaunen: "Ich, der große Oz, habe es geschafft, mit meinem schier unvergleichlichen Charisma eine Miezekatze einzufangen und in mein Dorf zu schleppen! Garararara!" Ich hoffte nur, dass es sich dabei um keine Falle handelte, die sich gewaschen hatte. ER erschien nicht besonders gefährlich, aber wer wusste schon, was uns erwarten würde. Seine Kampftechnik hatte mich am Abend zuvor ordentlich auf Trab gehalten, das musste ich mir offen eingestehen.

      "Weißt du, Elaine, ich hätte Roxy niemals mitmehmen dürfen. Nur weil sie erwachsen ist, glaubt sie, jeden meiner Befehle ignorieren zu können! Das kleine Biest hätte ich mit nichts in der Welt umstimmen können ... vor allem nicht ... wo SIE jetzt da ist", schnaubte der den ganzen Weg ansonsten so schweigsame Onkel Claudio, der sich auf dieser Reise momentan höchstens an den blühenden Hubelupf oder den singenden Tauboga erfreuen konnte. Sogar ein Trio Damhirplex und zwei zuckersüße Vulpix hatten wir in einer Lichtung erblicken können! Als wir das von Oz auf der Karte markierte Ziel bereits erreicht hatten, ließ uns den Atem stocken ... oder eher MIR den Atem stocken. Ein halbes Dutzend bewaffneter Reiter in ihren typischen Samurairüstungen flankierte ein Wesen, behütet wie ein Kronjuwel, in seiner Mitte. Doch diese Reiter waren keine normalen Reiter, beziehungsweise waren diese Reittiere nicht die traditionellen Gallopa, die sonst niemand nutzt, sondern stolze, mit knackig grünem Laub geschmückte Kronjuwild!
      "Menschlinge! Ich, der große Oz, weiß um eure mangelnde Kommunikationsfähigkeit der animalischen Sprachen bestimmt! Daher überlasse ich es meinen Geiseln, das Gesagte zu übermitteln. Schließlich bin ich ein Knogga mit sehr hohen Standards und bester Koch meines Dorfs! Das ist direkt um die Ecke!", tönte unser vorlauter Calcium-Charismatiker, ohne zu wissen, dass sich inmitten der mit schwarzen, schnurrbärtigen, grimmig dreinschauenden Masken ausgestatteten eine Person wie ein Engel befand. Elegant, anmutig, zerbrechlich ... und geflügelt! Eine Sphinx, ihr ansonsten wohl eher sonnengegerbtes Gesicht komplett in weißen Puder gehüllt, während die schwarzen Haare mit zahlreichen Bändern und Goldstücken in eine Form ähnlich zweier zur Seite gebogener Chevrummhörner gebracht waren. Die Mitte ihrer Unterlippe wies einen kleinen schwarzen Fleck auf, während die Farben Schwarz und Weiß auch an ihrem nicht gerade aufwändig verzierten, aber trotzdem höchst prächtigen, einem Kimono ähnelnden Adelsgewand deutlich dominierten. Die Farbe brachte der Goldschmuck an Ohren, Armen und Haaren ins Spiel. Was die Reiter dort beschützten, war nicht mal eine junge Frau, sondern ein Mädchen, vielleicht um die 15 Jahre alt. Neben dem linken Vorderbein ihres Reittiers erkannte ich eine schwarze Schweifspitze wie die unsere, die sich neugierig regte.
      Doch ein Maulheld kam selten allein, sodass sich Kagayaku ganz wie in den alten Geschichten in den Mittelpunkt spielen musste: "Nenn' mich noch einmal Geisel und wir kochen zusammen Pasta, und zwar aus deinem Gehirn! Sei gegrüßt, junge Sphinx ... der Wind weht ... die Heldin erscheint. Und hier steht sie, genau vor dir. Alle deine Träume und Hoffnungen, ich kann sie wahr machen!" Mit noch mehr Pathos konnte sie ihre Hand nicht mehr auf ihre Brust pressen, den Schweif stolz wie ein umgekehrtes Fragezeichen nach oben hin gekrümmt. Innerlich betete ich, dass wenigstens nicht auch noch Roxy versuchte, es ihrem neuesten Vorbild gleichzutun. Ich hatte die charismatische Kagayaku gestern während unseres Mahl zu schätzen gelernt, aber solche Kapriolen könnten uns am Ende mehr schaden als helfen! Voller Zweifel standen meine langen Ohren zur Seite ab und waren nach unten geknickt. Wie oft Kagayaku ohne Sheila schon ihre schönen Reißzähnchen gezogen bekommen hätte?

      "Schweigt! Kniet umgehend vor dem Shogun nieder! Und was erlaubt Ihr Euch, Ihre Majestät so respektlos anzusprechen!", konterte das Oberhaupt der Garde mit den glänzendsten Reiterstiefeln und ließ Onkel Claudio durch den mürrischen Tonfall die Diplomaten-Sorgenfalten auf seine Stirn zurückkehren.
      Kagayaku blickte kurz nach hinten, bis sie mit mir Augenkontakt geschlossen hatte, um dann sogleich zum nächsten "Geniestreich" anzusetzen: "Wie meine einstige beste Weggefährtin zu sagen pflegte ... das Mädchen und ich sind BESTIES!" Die junge Sphinx schien sich köstlich über die Sprüche des Knogga und des Goldauges zu amüsieren.
      "Seht ihr? Als ob wir uns schon mindestens 80 Jahre lang kennen würden!"
      "ES REICHT!"
      Die junge Shogun-Sphinx hatte derweil einen großen, schwarz-goldenen Tanzfächer aus ihrem Kimono genommen, um ihn nach dem Aufklappen mit einem lauten Gerassel wieder einzuklappen und so die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, die die an jeder Lamelle befestigten Eisenklingen ihr garantierten, und sprach zu ihren Gefolgsleuten: "Wir sind auf der Flucht, brauchen wir denn wirklich noch mehr Feinde? Die Ausländer sind unsere Freunde. So war es schon bei König Jérôme und Sophie-Jeanette im alten Hexalos. Während unsere Hauptarmee die Widersacher in ihr tragisches Ende lockt, sollten wir uns hier bei einem unserer treuesten Kriegsherren verschanzen, findet ihr nicht?" Die Jugendliche ließ den Blick über unsere Reisegruppe schweifen. Die schwere Frisur und der gigantische Kimono beherbergten einen kleinen, zierlichen Körper, der Wendigkeit im Flug einer starken Verteidigung vorzog.
      Nun waren wir Ziel ihrer kleinen Ansprache: "Gute Heldin, wenn du mir tatsächlich einen Wunsch erfüllen würdest, wäre ich dir unendlich dankbar! Vielleicht ist es wirklich eine gute Idee, erst einmal im Dorf von dir, Freund Knogga, etwas zu rasten. Tut ... tut mir wirklich leid, wenn meine loyale Garde euch brüskiert hat. Sie sorgen sich nur um mich." Wie Onkel Claudio, der sich um uns sorgte. Was hatte ich diesen Kerl früher bereits verteufelt, aber noch hatte ich alle zehn Finger an meinen Händen. Aufgeregt peitschte ich mit meinem Schweif den Boden auf und ließ meine Ohren stramm nach oben stehen. Das würde hoffentlich auch so bleiben!

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • 2.700 Wörter ... Monsieur Méau ist wieder voll im Geschäft! :cool: Und jetzt zieht Undertale sogar hier ein ... xD

      Dass ich so lange dafür gebraucht hatte, um Feuersteine zu besorgen, dürfte die anderen nicht gerade freuen.
      Pöse Elaine. Aber zum Glück weiß ich noch, dass sie Kagayaku getroffen hat. Lnge Pausen sind sehr schmerzhaft. ;(
      EDIT: Und das Knogga gab's ja auch noch ... Oh Gott! xDDD Das Puzzel fügt sich zusammen! Da hat das mit Undertale gerade angefangen. Ich erinnere mich. o___o


      Miss Elaine Moira de Courtenay
      #StylischerNameBlingBlingHonHonHonTeaBiscuitBritishGirl


      Ein bisschen mehr Elan bitte, ja?
      Elaine, Elan ... Elan, Elaine .. haha hahahaaaaa ha .___." xD


      Onkel Claudio mühte sich sichtlich, mit dem steinernen Material mehr als nur Funken zu produzieren, doch es gelang ihm nicht.

      Ein richtiger Ezio würde .... :gogi:


      "Das kam ... von dort ... wer ... wer ist das überhaupt?"
      THE HEROINE APPEARS!! :haare2:




      Gararara!
      Gararara? xD Das klingt nach Wahnsinn. Ich vermisse "Gyuuuuuuu;v;" ...


      Mylady, ich wusste gar nicht, dass sich hinter diesen so zwielichtig aufblitzenden Augen der Begleiterin meiner Nichte eine solch umwerfende Schönheit verbirgt.
      Uh, der italienische Charmeur also? :hi: Vielleicht ist der doch mehr Ezio als Ezio in seinen späteren Jahren. Wobei. Die gute Sofia Sartor hat er ja rumgekriegt. :hihi:


      "Dassssss ... ist eine Geschichte, bei der ich wohl etwas weiter ausholen muss. Diese Frau dort ... naja ... sie ist unsere Ahnin. Kagayaku."
      Einfach so. Das muss schon ein sehr bizarres Aufeinandertreffen sein, so wie es aussieht ...


      Wie Kagayaku besaß auch Roxy als Viertel-Sphinx, wenn auch als Einzige von uns Dreien, Flügel, doch diesen fehlte der zweite Knochen, sodass sie keine Schwingen besaß, sondern nur zwei knochige Äste an den Rücken, die mit einem weichen, beigen Federsaum überzogen waren.
      Das klingt eklig. Und schmerzhaft. Also, Kinder, paart euch niemals mit einer Sphinx, sonst kommen komische Knochenformationen bei euren Kindern vor! :wehe:


      [...] doch auch Oz, das Knogga, trug seinen Teil dazu bei, dass diese Menga beinahe schon zu wenig war!
      Und wo bleiben die Spaghetti? ;A; Knogga-kun möchte Spaghetti! ;v;


      "I-idiot!", plusterte meine temperamentvolle Schwester beleidigt ihre Backen auf und heftete sich Kagayaku an die Fersen, die bereits ihr Vorhaben in die Tat umgesetzt hatte.
      Uh, die werden entweder die besten Freunde oder die besten Rivalinnen, wer nun die bessere Kagayaku ist (natürlich ist die einzig wahre originale Kagayaku! ò.ó). Ich fände es irgendwie witzig, wenn Kagayaku von Roxy total genervt wäre. :'D


      Das Ziel lautet Chikurin no Sato und laut Karte befindet sich dies ganz woanders.
      Das Dorf der Bambuswälder? Des Bambunswalds? :o


      Claudio war fassungslos. Er wusste nicht, wie er auf die charismatische Schönheit reagieren sollte, da er ihr zum einen ganz offensichtlich verfallen war, sie aber andererseits uns davon überzeugen wollte, seine Kommandos zu missachten.

      Die Beziehung der beiden wird bestimmt noch einen interessanten Lauf nehmen. Freue mich schon darauf, rawr! :3 ò.ó


      You slippery snail!
      Die Infektion hat begonnen ...




      "Ich, der große Oz, habe es geschafft, mit meinem schier unvergleichlichen Charisma eine Miezekatze einzufangen und in mein Dorf zu schleppen! Garararara!"
      Achso, das war Oz? xD Ups. Dann gibt es wohl doch noch eine Chance auf "Gyuuu;v;"! ò.ó


      Doch diese Reiter waren keine normalen Reiter, beziehungsweise waren diese Reittiere nicht die traditionellen Gallopa, die sonst niemand nutzt, sondern stolze, mit knackig grünem Laub geschmückte Kronjuwild!
      OH. MEIN. GOTT. Es ist Thranduil, der King of Mirkwood! :haare2:



      Oh. Eine zweite Sphinx? Das erinnert mich an Mischlblut. Schöne Zeiten. Mysteriöse Zeiten! Als Calypso noch so mysteriös war ... Ich vermisse es! :xheul:


      Nenn' mich noch einmal Geisel und wir kochen zusammen Pasta, und zwar aus deinem Gehirn! Sei gegrüßt, junge Sphinx ... der Wind weht ... die Heldin erscheint.
      Okay. Undyne the Undying ist da! xDD Sofort der neue Lieblingscharakter. Wie kann ein Auftritt so cool sein? :'D

      EDIT: Warte. Das war Kagayaku? :tlmao: Oh mein Gott, sorry. xDDD Wtf. Ja. Gut. Dass sie mein Lieblingscharakter ist, dürfte ja bekannt sein. :tlol: *fluff* ;v;


      Wie oft Kagayaku ohne Sheila schon ihre schönen Reißzähnchen gezogen bekommen hätte?
      Gewiefte Anspielungen! :fies: Aber recht hat sie, die gute Elaine.

      Und noch eine weitere Anspielung mit dem guten Jérôme und seiner reizenden Frau ... :hi: Ja, das sieht ja irgendwie nach Konflikt aus. Und natürlich hat Kagayaku einen Fächer. Das macht sie noch sympathischer. Wie Tiramisu! :D


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Oh je, danke erstmal für das Kommi, mal sehen, ob ich noch eine Contra irgendwann hinbekomme Dx

      Kein neues Kapitel, aber dafür ein Haiku (5-7-5 Silben) habe ich mitgebracht:

      消えないこと
      輝く星は
      かもしれない

      kienai koto
      kagayaku hoshi ha
      kamoshirenai

      Niemals erlöschen
      wird der hell funkelnde Stern
      möglicherweise

      Kagayaku ist ja die Heldin, die niemals aufgibt und immer für ihre Freunde kämpft, egal, welchen Ängsten (zB Eis) sie konfrontiert wird. Undying. Selbst nach ihrem Tod, wenn sie zu Staub zerfallen würde, würde man sich noch an sie erinnern. Ich liebe meine Kagy. <3

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Raikachu wrote:

      Gararara? xD Das klingt nach Wahnsinn. Ich vermisse "Gyuuuuuuu;v;" ...

      Kagayaku: Gyuuuuuuuuuuu ... q_q Wenn ich sehr traurig oder hungrig bin und niemand in der Nähe, außer vielleicht Sheila und Setsuna, dann hört man vielleicht noch Gyu. ^^


      Wie Kagayaku besaß auch Roxy als Viertel-Sphinx, wenn auch als Einzige von uns Dreien, Flügel, doch diesen fehlte der zweite Knochen, sodass sie keine Schwingen besaß, sondern nur zwei knochige Äste an den Rücken, die mit einem weichen, beigen Federsaum überzogen waren.
      Das klingt eklig. Und schmerzhaft. Also, Kinder, paart euch niemals mit einer Sphinx, sonst kommen komische Knochenformationen bei euren Kindern vor! :wehe:Roxy: Beim Anziehen von Oberteilen ist es etwas seltsam, ja. :o Aber sich nicht mit einer Sphinx zu paaren finde ich schon sehr rassistisch! Dann würden wir ja aussterben! ò.ó
      Sheila: Och, die Rassismuskeule, na von wem sie DIE wohl geerbt hat? :hihi:
      Kagayaku: ò.Ó


      [...] doch auch Oz, das Knogga, trug seinen Teil dazu bei, dass diese Menga beinahe schon zu wenig war!
      Und wo bleiben die Spaghetti? ;A; Knogga-kun möchte Spaghetti! ;v;Oz: Knogga-kun, Unparalleled Spaghettore, Garararara! >:


      Yo Chikurin ist Bambuswald. Chikurin Eientei spielt in der Mangetsu Regionalliga Ost zusammen mit Konoha.


      Claudio war fassungslos. Er wusste nicht, wie er auf die charismatische Schönheit reagieren sollte, da er ihr zum einen ganz offensichtlich verfallen war, sie aber andererseits uns davon überzeugen wollte, seine Kommandos zu missachten.

      Die Beziehung der beiden wird bestimmt noch einen interessanten Lauf nehmen. Freue mich schon darauf, rawr! :3 ò.ó
      Kagayaku: Nya, dann sei mal gespannt. ^_^ *überkreuzt ihre Beine und grinst dir zu*
      Sheila: Alter die Poserin schon wieder. -_- So kriegst du jeden rum, oder?
      Kagayaku: Wenn du noch einmal implizierst, dass ich ...
      Sheila: NEIN HAB ICH NICHT! Lass mich ... T_T



      Nenn' mich noch einmal Geisel und wir kochen zusammen Pasta, und zwar aus deinem Gehirn! Sei gegrüßt, junge Sphinx ... der Wind weht ... die Heldin erscheint.
      Okay. Undyne the Undying ist da! xDD Sofort der neue Lieblingscharakter. Wie kann ein Auftritt so cool sein? :'D
      EDIT: Warte. Das war Kagayaku? :tlmao: Oh mein Gott, sorry. xDDD Wtf. Ja. Gut. Dass sie mein Lieblingscharakter ist, dürfte ja bekannt sein. :tlol: *fluff* ;v;
      Kagayaku: Jaaaaa ich bin auch mein eigener Lieblingscharakter, so von außen betrachtet! :szwink: :w: ;v; *backfluff*
      Elaine: Sie stiehlt uns die Show. :o Hey, du hast Flügel, lass uns die Show! ;(


      Wie oft Kagayaku ohne Sheila schon ihre schönen Reißzähnchen gezogen bekommen hätte?
      Gewiefte Anspielungen! :fies: Aber recht hat sie, die gute Elaine.
      Und noch eine weitere Anspielung mit dem guten Jérôme und seiner reizenden Frau ... :hi: Ja, das sieht ja irgendwie nach Konflikt aus. Und natürlich hat Kagayaku einen Fächer. Das macht sie noch sympathischer. Wie Tiramisu! :D
      Kagayaku: Nachtisch! °.°
      Claudio: Tiramisù kann ich, Tiramisù d'amore!
      Charlie: "Können". Naja. Das lass ich mal so stehen. ^^
      Claudio: Junger Mann, woher hast du bitte diese Arroganz?
      Setsuna: Was ... o_o
      Kagayaku: ^_^
      Sheila: Yaaaa ... Kagayaku, du nimmst dir in der Beziehung auch sooo viel von deiner Sis ... :P
      Kagayaku: Du bist ziemlich frech dafür, dass du hier tot bist. ^^
      Sheila: q_q

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Zur besseren Einordnung des Geschehens gibt es jetzt die große Zeitleiste mit allen wichtigen Eckdaten für Mischblut und das Schwert der Abenddämmerung. Okay, es sind auch viele unwichtige Daten wie Geburtsjahre dabei.

      Als Referenzzeit wird das Geburtsjahr des ersten muyanischen König als 0 gesetzt (X nach Necarios), relevante Staaten sind Hexalos (Frankreich), Zappangu (Japan), Mu und Nipponeira (Nord-Mu/Yamito). Nicht nur altes, sondern auch neues werdet ihr hier in Erfahrung bringen! On y va! Viel Spaß bei einer kleinen Zeitreise!

      Hoffentlich morgen gibt es den zweiten Teil, hab leider gerade nicht Zeit, es an einem Stück, zuende zu bringen (Oh heavens, look at the time!)




      Zeitstrahl I: Grundlegende Geschichte bis zur Dämmerung der Révolution


      Frühmittelalter:
      0: Necarios (je nach Überlieferung auch Necanios), 1. König von Mu, wird in Sharyaanu/West-Mu geboren.
      128: Der Sage nach stoppt Xerneas den Vormarsch der Wüstenreiter.
      327: Das Königreich Hexalos bildet sich unter Henri Coupet.

      Hochmittelalter:
      457-544: Unabhängigkeit von Nord-Mu bis zur maximalen Ausdehnung.
      532: Der Kaiser von Zappangu verliert seine Macht an die Samurai und den Shogun.

      Spätmittelalter:
      672: In den Ardannois wird François das Rexblisar, der spätere Wächter des Mont Saint-Milan geboren.
      675-680: Bürgerkrieg in Nord-Mu und Bildung des Imperio Yamitoyaan.
      688: Die Große Pest wütet in den westlichen Reichen.
      762: Die hexalösischen Könige aus Lumyaon [Paris] ziehen an die Larenne [Loire].
      807-941: Bürgerkrieg in Zappangu, das Land zersplittert in zahlreiche Fürstentümer.

      Umbruchszeit:
      890: Hexalos nimmt die alte Bistumsstadt Messu ein.
      910: Kairos das Chelterrar, Weiser der Sümpfe, wird im Süden von Hexalos geboren.
      1000: Der Absolutismus setzt sich in Hexalos durch.
      1019: Strachou am Drachenfluss wird von Hexalos erobert.

      Prä-Révolution:
      1094: König Sandos I. (*1073) und Königin Nuuna (*1078) besteigen als letztes Königspaar von Mu den Thron.
      1100: Setsuna wird in Sharyaanu als Thronfolgerin von Mu geboren.
      1102: Moira wird in Davenport als Tochter einer Assassinenfamilie geboren.
      1103: Kagayaku wird in Sharyaanu als Prinzessin von Mu geboren.
      1105: König Laurent von Hexalos erobert im Nordosten neue Gebiete wie Sargoumin und Feuerbak.
      1106: Sheila wird in Davenport als Tochter einer Assassinenfamilie geboren.
      1108: Die Europäer landen in Mu. König Sandos wird durch einen führenden Conquistador ermordet. Marie kommt in Sargoumin am 25.12. als Tochter eines königlichen Soldaten und einer Bäuerin in ärmlichsten Verhältnissen als jüngste von fünf Kindern zur Welt.
      1109: Der Bürgerkrieg mit den Menschen und der folgende Untergang von Mu zwingt die Sphinxen zum großen Exodus, der zahlreichen Wesen das Leben kostet. Die königliche Leibwächterin Rea (*1088) verliert ihre einjährige Tochter in dem Sturm.
      1110: Yomi wird in Strachou als Tochter eines Wissenschaftlers aus Hexalos und einer Diclonius aus Zappangu geboren.
      1113: In Kagos kommt die jüngste Sphinxenprinzessin Bara zur Welt, Königin Nuuna verstirbt während der Geburt.
      1114: Der Lavadosorden versucht, Macht und Kontrolle in Hexalos zu erlangen und entführt 24 Diclonii, darunter auch Yomi und Delta (*irgendwann zwischen 1101 und 1105).
      1115: Setsuna und Kagayaku verlassen Zappangu gen asiatisches Festland; Setsuna beginnt, sich Machtstrukturen durch Manipulation der Nomadenvölker aufzubauen.
      1116: Der junge Kronprinz Jérôme beerbt seinen verstorbenen Vater Laurent auf dem Lilienthron von Hexalos und wird in Raimis gekrönt.
      1120: Setsuna und Kagayaku erreichen zum ersten Mal Hexalos.
      1122: Sheila entschließt sich, aus dem Waisenhaus zu fliehen. Setsuna zerschlägt den Lavadosorden und befreit die überlebenden Diclonii. Delta flüchtet, Yomi wird von den Sphinxen aufgenommen.
      1123: Yomis Atelier wird im Südwesten von Lumyaon hergerichtet. Setsuna trifft in den Steppen Vorbereitungen, während in Hexalos, allem voran in der Hauptstadt, von Yomi großflächige Bauarbeiten beauftragt werden.
      1124: Unter Joao Bonaventura (*1088), einem Nachtara-Gijinka, beginnt sich der Lavados-Orden in neuem, progressiven und humaneren Gewand zu formieren. Er rekrutiert unter anderem die Sphinx Persephone (*1106).
      1127 (April): Sheila setzt mit dem Schiff nach Hexalos über und beginnt ihre Reise in Occilas im Nordwesten der Normaine (-> MB #1).

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    • Teil III wäre dann wohl der Zeitstrahl, der die Ereignisse zwischen Mischblut und dem Schwert der Abenddämmerung umfasst. Rechnet aber nicht unbedingt in den nächsten Tagen damit.
      Besten Dank an @Rusalka für den Musiktipp. ^^


      Zeitstrahl II: Die Révolution von Hexalos 1127/1128



      Das Revoulutionsjahr 1127:
      1125 (Dezember): Marie erlebt ihre Weihnachtsgeschichte in der Region Allios [Alsace] (-> Weihnachten auf Route 17)
      1127 (April): Sheila setzt mit dem Schiff nach Hexalos über und beginnt ihre Reise in Occilas im Nordwesten der Normaine (-> MB #1).
      1127 (Juli): Das Heilige Kaiserreich und die eingeschleusten Nomadenhorden erklären Hexalos den Krieg um Strachou und bringen die Stadt unter großen Verlusten beider Seiten unter ihre Kontrolle. (-> MB #20/#21)
      1127 (August): Setsuna lässt sich in der fertiggestellten Cathédrale Notre-Dame de Lumyaon zur Kaiserin von Hexalos ausrufen. Das Volk, konsterniert aufgrund der Passivität ihres lebemännischen Monarchen, nimmt den Putsch nicht nur hin, sondern feiert die Fremde mit frenetischem Beifall. (-> MB #25/#26)
      1127 (September): Im Hôtel de Flandre wird ein republikanischer Club gegründet. Führende Persönlichkeiten sind der Rattikarl-Gijinka und Jurist Émile Roquefort (*1092), der Engel der Révolution Renée Calvados (*1102), der Journalist Romain Descombes (*1097) und ein weiterer Jurist und charismatischer Redner, Matthieu d'Audun (*1094).
      Wenig später bricht die Hexalösische Révolution mit dem Sturm auf das mittelalterliche Willkürgefängnis "La Imprenable" aus. Kaiserin Setsuna I. und die Nationalversammlung unter Émile Roquefort arbeiten fortan zusammen an einer neuen Regierung. (-> MB #28)
      1127 (Oktober): Die Fischersfrauen und andere Teile der armen Stadtbevölkerung von Lumyaon legen einen Halbtagesmarsch zum kürzlich vollendeten Prachtpalast Château de Vassouis zurück und erzwingen die Forderung, dass der König in den Tuileville-Palast zieht. (-> MB #29/#30)
      1127 (November): Auf dem Champ de Marcel kommt es zwischen Königsgegnern und Königstreuen zu einer Schießerei, bei der mehrere Leute, auch jemand aus Sheilas Umfeld, unglücklicherweise ums Leben kommt. (-> MB #36)
      1127 (Dezember): Die führenden Köpfe der Nationalversammlung denken über einen möglichen Eroberungskrieg gegen das Heilige Kaiserreich nach, der die inneren Unruhen verstummen lassen soll. Ziele sind die Rückgewinnung Strachous und die Einnahme des Flandre. Am 31.12 wird der Fachwerkstahlturm Tour de la Lumière, Yomis neustes Projekt, eröffnet. (-> MB #38)


      Das Revolutionsjahr 1128:
      1128 (Januar): Eine mysteriöse Delegation unter Leitung des Generals Dieter Memel trifft sich mit der Kaiserin Setsuna und schenkt Yomi fortschrittliche Techniken. (-> MB #39/40)
      Groudon erwacht auf einer Insel im östlichen Mittelmeer. Sheila und ihre Heldengruppe nehmen den Kampf gegen das antike Ungeheuer auf. Die Nationalversammlung beschließt den im Dezember geplanten Krieg, der binnen eines Monates erfolgreich bestritten wird. (-> MB #41-#44)
      1128 (Erstes Jahresdrittel): Der Diclonius Delta treibt sein Unwesen und löscht die Unterschlüpfe des zerschlagenen Lavados-Ordens aus. (-> MB #46)
      1128 (Februar): Die Catacombes de Lumyaon werden eröffnet. Zahlreiche innerstädliche Friedhöfe werd (cimetières intra-muros) werden aufgrund hochgradiger Seuchengefahr geschlossen und deren Knochen in den Untergrund umgesiedelt. König Jérôme I. wird seines Amtes enthoben und mit seiner Frau, der Königin Sophie-Jeanette, von der Tuileville in das Temple-Verlies gebracht.
      1128 (April): Die Guillotine hat ihre Probezeit erfolgreich abgeschlossen. Sie verlässt den Rathausplatz und wird nun an der Place de la Révolution aufgebaut. (-> MB #47)
      1128 (Mai): Der Nationalkonvent und das Revolutionstribunal stimmen über die Verurteilung des gestürzten Königs Jérôme Coupet ab und beschließen seine Hinrichtung. Die Ära der Terreur bricht an (-> MB #54).
      1128 (Juni): Renée Calvados versucht, die Flucht des Königs und seiner Komplizen zu verhindern (-> MB #58). Nach den zahlreichen Hinrichtungen und Säuberungen in den gemäßigt-republikanischen, katholischen. adligen und monarchistischen Lagern flüchten zahlreiche Leute gen Westen. (-> MB #60)
      Im Ventrais [Vendée], beispielsweise in Choltaru [Cholet], werden die gleichen "Revolutionsfeinde" brutal niedergestreckt, doch die Gemetzel werden durch verschiedene umherstreifende Kräfte wie Delta oder Sheilas Gruppe beendet. Auch die Massenertränkungen in Nanta enden. (-> MB #64)
      Die moderaten Revolutionäre stürzen Roquefort und führen ihn und seine treusten Jünger zur Guillotine. Die Terrorherrschaft endet, das Land ist befreit. (-> MB #65)
      1128 (Juli): Yveltal wurde erweckt und droht, die gesamte Welt in großes Unheil zu stürzen. Sheila und all ihre Verbündeten werden auch mit Kaiserin und der umherstreunenden Schlächterin Delta konfrontiert. Bei der großen Schlacht, in der nur das vor 1000 Jahren bereits erschienene Xerneas Hoffnung auf Errettung gibt, sterben mehrere Hauptcharaktere und viele erleiden schwere Verletzungen, bevor die Sage von den Mischblütern endet. (-> MB #66-#70).

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    • Kapitel III: Bamboo Village


      "Kumon darf Mensch nicht durchlassen!", brummte ein eindrucksvoll großes, braun behaartes Pokémon unsere Reisegruppe, bestehend aus meiner Familie, Kagayaku, der Shogun-Sphinx und ihren sechs Reitern, an. Offensichtlich hatte das Ursaring, das von einem Donphan flankiert wurde, den Befehl erhalten, die Menschen fortzuschicken.
      "Kumon wirft Tor auf Mensch", lautete die eindrucksvolle Antwort des Bären, während das Donphan bislang eher passiv geblieben war: "Daizo, du musst Kumon helfen! Mensch macht Ärger!" Während Onkel Claudio sich Mühe gab, den beiden Pokémon erklären, dass der Shogun auf der Flucht war und keinesfalls ungeschützt nächtigen sollte, stieß er bei einem Pokémon wie Kumon auf taube Ohren. Dieser schien nämlich ein starker Kämpfer mit mächtigen Pranken zu sein, jedoch nicht besonders intelligent. Dass diese Pranken eine Axt umschlungen, ließ den Bären mit dem Eisenhelm auf dem Kopf noch etwas gefährlicher erscheinen.
      Sich mit Daizo zu unterhalten würde mehr Ertrag liefern, wie sich herausstellte: "Was mein rauflustiger Freund sagen will, ist, dass Menschen hier einst sehr viel Schaden angerichtet hatten. In unserem Dorf leben bereits andere Menschen, genauer gesagt zwei, und selbst diese fürchten sich vor der Wut der Rohlinge. Und tut mir leid, das sagen zu müssen, aber sechs bewaffnete Männer sehen wirklich nicht harmlos aus." Und einem Samurai konntest du auch nicht einfach sagen, dass er sein Schwert abgeben sollte. Vielleicht für eine Stunde, wenn er ein Teehaus betrat, doch sonst? Als ob man ihn entmannen würde, denn das Symbol des Schwerts, das so selten zum Einsatz kam in den letzten Jahrhunderten war das letzte, was dem stolzen Kriegeradel noch blieb. Reich war der gemeine Samurai nicht, wie ich durch meinen Onkel in Erfahrung bringen konnte.
      Während Charlie mit einem Grashalm im Mund um das Dorf spazierte und sich erwartungsgemäß nicht im Geringsten für unseren Konflikt interessierte, war Roxy ... WO WAR ROXY? Natürlich hatte auch Oz sich schön aus dem Staub gemacht, weil es so natürlich einfacher war, wenn man selbst keine Überzeugungsarbeit leisten musste. Nicht dass es arrogant klingen sollte, aber manchmal kam ich mir wie die einzig wirklich Vernünftige in der Gruppe vor. Meine blond Ohren waren steil aufgerichtet, um sämtliche Laute abzufangen, ein natürlicher Reflex, der mir direkt zum Verhängnis werden sollte!
      Kagayaku, hinter dem Shogun stehend und ihre Hände in deren eigenartige Steckfrisur gebohrt, fand sich von den sechs Soldaten umringt wieder, mit jeweils sechs Spitzen der Katana-Schwerter an der dünnen Kehle. Konnten die sich denn nicht einmal zusammenreißen? Selbstverständlich war auch unser pelziger neuer Freund Kumon nicht gerade angetan davon, wie die "harmlosen" Menschen gerade mit den geflügelten Schönheiten umgingen.
      "KUMON SCHLÄGT AXT IN MENSCH!", brüllte das Ursaring wie ein Wahnsinniger und nur mit Mühe gelang es dem Elefanten, seinen aufbrausenden Kollegen in Schach zu halten.
      Claudio rannte genervt von einem Brandherd zum Anderen und versuchte ein letztes Mal, irgendwie noch die Fassung für diese nervenaufreibende Reise zu wahren: "Darf ich fragen, weshalb die Lage jetzt schon wieder eskaliert?" Egal, wem er die Schuld gegeben hätte, für jeden wäre es ein Affront gewesen, der Schuldige zu sein.
      Wie aufgescheuchte Keifel grunzten die wütenden Samurai und drückten ihre Klingen bereits so fest an Kagayaku, dass einige Tropfen Blut aus ihrem Hals flossen: "Der Dämon hat versucht, den Shogun zu verführen und zu bestechen! Wir werden keine Sekunde zögern, dreckiges Blut zu vergießen, um unsere edle Herrscherin zu schützen." Die edle Sphinx schloss ihre Augen hatte für die Menschen jedoch nur ein süffisantes Grinsen übrig. Wer Kagayaku aus den Geschichten kannte, wusste, dass normalerweise nun nicht nur Köpfe gerollt wären, sondern ein ganzer Orkan übers Land gefegt wäre. Innerlich brodelte es in ihr und es war nur eine Frage der Zeit, bis sich Kumons Problem von selbst lösen würde. Mein Bauch verkrampfte sich und mein Herz bebte, meine Haut zitterte wie Espenlaub. Wieso musste ich immer in solche unglaublich albernen Streitigkeiten hineingezogen werden.
      "Nehmt die Schwerter ab. Sie hat lediglich versucht, meine Frisur zu öffnen. Sie ist der Meinung, dass mir offene Haare besser stehen. Das ist ein Befehl von eurer Herrscherin Namika I. und jeder Verstoß gegen diesen kann euch sogar die Todesstrafe einbringen. Also lasst ab!", fauchte die junge Sphinx, die sich nun zum ersten Mal mit ihrem Namen vorgestellt hatte. Die junge Namika war sichtlich verärgert über das rohe Anschlagen ihrer menschlichen Wachhundemon, doch diese ließen einfach nicht ab.
      "Lady Namika! Die Etikette des Tokuyama-Shogunats darf nicht gebrochen werden! Die Menschen müssen Euch als einen den ihren wahrnehmen, nicht als eine Sphinx, als eine Fremde! So sieht es aus, als ob die Sphinxen über die Menschen regieren! Es ist euch untersagt, ohne weißes Puder und ohne im Protokoll festgelegte Frisuren in Erscheinung zu treten! Jeder, der sich dagegen stellt, muss uns erst bekämpfen", klagte einer ihrer Samurai, doch dies löste lediglich ein belustigtes Schnauben seitens Kagayaku aus. Natürlich.
      Als Lohn dafür, den Leuten nicht direkt an die Gurgel gesprungen zu sein, nahm sie sich nun das Recht heraus, gewaltig Öl ins Feuer zu gießen: "Die Sphinxen regierten in Mu immer über die Menschen und alles war friedlich. Die Machtgier und der Egoismus der Menschen, der Wille, die Harmonie dieser Gier wegen zu untergraben, ist Auslöser für das Chaos gewesen. Namika, mit mir als Leibwache wirst du lernen, dich gegen die lächerlichen Konventionen der beschränkten Menschheit durchzusetzen. Du wirst Charisma entwickeln, du wirst ..."
      "Kagayaku, kannst du bitte einmal die Klappe halten?"
      Wow. Hatte ICH das gerade wirklich gesagt. Zu IHR? Vielleicht hatte ich bislang einfach zu wenig Angst vor ihr gehabt, da sie sich bislang ganz sympathisch gegeben hatte, auch wenn sie die manipulative Ader schon direkt ausgelebt hatte.
      "I-i-i-ich ...", stammelte ich, als ich im Anblick ihrer geöffneten, nun dunkelorangenen Augen erstarrt war: "Ich möchte gerne verhindern, dass die dir die Kehle durchschneiden." Ich konnte diesem Blick nicht standhalten. Ich drehte mich um, nach hinten, in Richtung des Dorfes ... und erkannte, wie Oz, Roxy und Charlie bereits hinter dem sonst für Schreine typischen Torkonstrukt standen und gespannt zuschauten. Der Elefant hingegen konnte dem Druck des Ursaring nicht länger standhalten, sodass Kumon nun auf die Gruppe zustürmte, voller Wut und Tatendrang!
      "Halte inne! Bär! Meine menschlichen Begleiter werden in dem nächsten menschlichen Dorf Unterschlupf suchen und Lady Kagayaku wird meine Leibwache sein, solange ich mich in eurem Dorf aufhalte. Ist das in Ordnung?", rief Namika, der die Angst vor dem reizbaren Ursaring ins Gesicht geschrieben stand: "Und ihr folgt meiner Anweisung. Sorgt euch nicht um mich, mir wird unter Pokémon schon nichts passieren." Plötzlich lösten sich die Schwertspitzen von Kagayakus Hals.
      Die Situation löste sich glücklicherweise, als der Anführer der Garde seine Mannschaft hinter sich herwinkte: "Lady Namika hat gesprochen. Ihr Glück und ihre Sicherheit müssen wir den Sitten des Staates Vorrang gewähren."
      "Ze ... ihr sorgt euch darum, dass sich das Volk gegen sie erheben könnte, wenn sie mehr einer Sphinx ähnelt als einem Menschen, vergesst aber, dass das Volk sich bereits gegen sie erhoben hat ... manchmal frage ich mich, wer der Meinung war, dass der Mensch das intelligenteste Wesen unter all den Kreaturen ist", streute Kagayaku verärgert Salz in die Wunde und betrachtete die geringe Menge Blut, die nach Befühlen ihres Halses an ihren Händen klebte. Nachdem die Menschen abgezogen waren, garantierten uns Kumon und Daizo wie selbstverständlich Einlass.



      "Ich habe den Westeingang genommen. Wieso sollte ich denn warten, nur weil ihr zu lange braucht, die Typen draußen stehen zu lassen? Ihr hättet einfach reingehen können und die nicht, wo ist das Problem?", brummte Charlie unseren Onkel an, als er nach einer Rechtfertigung für seinen Alleingang gefragt wurde. Auch Roxy schnaubte verächtlich und zuckte mit den Schultern, als ihr gesagt wurde, dass es unhöflich gewesen wäre, die menschliche Begleitung einfach ohne Wort zurückzulassen. Es war schon nicht leicht für den reinen Pokémon-Gijinka, mit dem heißblütigen Sphinxblut seiner Verwandtschaft umzugehen. Auch ich konnte zugebenermaßen dickköpfig sein. Doch die nervenaufreibenden Vorfälle mit den Wächtern und den hitzköpfigen Gemütern einiger Protagonisten wurden durch ein wundervolles Gebäude entschuldigt, dessen Bild man für die Ewigkeit festhalten müsste. Vor dem brennenden Horizont des Sonnenuntergangs ragte eine fünfstöckige, goldene Pagode im Zentrum des kleinen Dorfes empor! Die umliegenden Häuser waren, da durch Pokémon bewohnt, ein Stück kleiner als die menschlichen Pendants und zwar im ähnlichen Stil, aber doch deutlich einfacher errichtet worden. Zumindest die angepflanzten Koniferen, Bambusstauden und Bonsais im Chikurin no Sato sahen genauso kunstvoll aus wie bei den Menschen. Lady Namika hatte derweil ihre Haare von Kagayaku komplett geöffnet bekommen und erhielt Wasser aus dem Brunnen, um die weiße Schminke von ihrem Gesicht abzuwaschen. Die unterschiedlichsten Pokémon versammelten sich in der Dorfmitte, um die Neuankömmlinge zu begutachten, denn schließlich hatte Oz ihnen ja eine Miezekatze versprochen. Und nun gleich sechs davon?
      Natürlich nahm ein Krawumms allen die Redearbeit ab: "IST DAS DENN ZU FASSEN? DER EWIGE TUNICHTGUT OZ IST JA DOCH NICHT SO EIN SCHARLACHTAN, WIE WIR IMMER GEDACHT HABEN! HUT AB!" Am Fuße des Bodens nahmen wir alle Platz, neugierig von zahlreichen Augen angeblickt. Noktuska, Tauboss, Miltank, Bojelin, um nur einige Beispiele zu nennen. Das Dorf befand sich in einem Kessel, ringsherum von den Anhöhen, denen zwischen dichtem Bambusdickicht wehrhafte Palisaden mit kleinen Wachtürmen vorgelagert waren, um den Angreifern keinen Höhenvorteil zu bieten. Alles andere wäre militärisch sehr fragwürdig gewesen. Ich kratzte mich an den langen Ohren und leckte mir instinktiv über den Unterarm, um mir durch das Gesicht damit zu wischen, wie es Katzen häufiger taten. Hier fernab der Menschen fühlte sich alles so anders an, doch die zwei Einzigen traten soeben aus der Goldpagode heraus.
      Ein junges Pärchen in voller Haarpracht, vielleicht um die Dreißig herum, grüßten uns mit einer Verbeugung, der Mann mit an die Oberschenkel gepressten, die Frau mit zusammengefalteten Händen. Das braune, wellige Haar war ungewöhnlich für eine Einwohnerin dieses Landes, doch das Gesicht wies zweifellos darauf hin, dass sie aus dieser Region stammen musste. Noch mehr stach ihr kugelrunder Bauch heraus, der wohl in wenigen Tagen auf die Ursprungsgröße zusammenschrumpfen würde. Sie war hochschwanger!
      "Seid gegrüßt, Gäste. Mein Name ist Sohaku und ich bin der hiesige Abt. Zu meiner Seite seht Ihr meine Gefährtin Hatsu. Angesichts der politischen Lage ist es sehr wichtig, dass wir keine menschlichen Gäste einladen, da wir gegen die menschlichen Sitten verstoßen", sagte der junge Abt, der mit seinem Blick auf seine schwangere Frau deutete. Viele Mönche und Nonnen mussten den Zölibat pflegen, was diese ganz offensichtlich nicht taten.
      Namika betrachtete aufmerksam die beiden und versuchte, sie zu beruhigen: "Es wurde nun anlässlich der Regierungsfähigkeit des Shoguns die Aufhebung des Zölibats beschlossen. Es ist nun nicht mehr illegal."
      Jeder konservativen Person hätte nun der Atem gestockt. Allerdings hatte die junge Sphinx, die ungeschminkt und mit den langen, offenen Haaren in Tiefschwarz ihre Rechnung ohne die Millionen anderen Bewohner des Landes gemacht, worauf sie von Hatsu mit sanfter Stimme hingewiesen wurde: "Das ist richtig, junge Dame, aber die Rüden in diesem Land gewöhnen sich nur schwer an das Konzept der Toleranz und brechen selbst dann nicht vor Illegalem zurück, wenn Legales gelebt wird. Traurig, aber so funktioniert der Mensch. Deswegen haben wir uns hierhin zurückgezogen. Wir sind sozusagen Eremiten. Fühlt euch wie willkommen, Kinder Suicunes. Ihr seid herzlich eingeladen, in unserem Tempel Suikunji zu meditieren und über Wege der Errettung der Pokémon nachzudenken." Kinder Suicunes also und der Tempel des Suicune ... wenn man der Ethnymologie der Pagode folgte ... kein Wunder, dass Oz den Auftrag erhalten hatte, ein "Miezchen" zu fangen. Kein einziges katzenartiges Pokémon war im Dorf zu sehen. Bevor es jedoch dunkel wurde, erhielten wir die Möglichkeit, uns noch etwas im Dorf umzusehen. Es war ein beschaulicher, aber idyllischer Fleck Erde, der sogar ein paar Geschäfte beherbergte. Getauscht wurde meist mit Beeren, für die man Keramik oder Reis erwerben konnte. Auch Schals wurden verkauft. Es kam nicht oft vor, dass sich grundverschiedene Pokémon zu solchen Sippen und Dörfern zusammenrotteten und friedlich durch ihren Burgfrieden miteinander auskamen, auch wenn es rein theoretisch seit Anbeginn der Zeit möglich gewesen wäre. Die meisten Pokémonspezies waren zu einer Intelligenz fähig, die sich mit der der Menschen annähernd messen konnte. An diesem Ort ließ es sich aushalten ... zumal man auf diese lästige Etikette der Menschen verzichten konnte!

      Als die letzten Strahlen der Dämmerungssonne erloschen, hatte ich es mir neben Namika auf einem Baumstumpf gemütlich gemacht, umgeben von Pokémon wie Tangela, Sichlor, Parasek oder Blanas, die in der Fauna der Monster nicht umbedingt den vertrauenserweckendsten Ruf genossen.
      Doch deren Anwesenheit konnte die junge Herrscherin nicht davon abhalten, mir auf meine Fragen zu ihrer Geschichte Rede und Antwort zu stehen: "Weißt du, der Tokuyama-Clan hatte in einer großen Schlacht zwischen West und Ost dieses Land geeinigt. Mein Opa verfiel dem Charme einer Sphinx aus Roppioka im Norden der Nipponeira. Du weißt, dass Sphinxen für das Blutauge, ihren Versteinerungsblick zur ursprünglichen Jagd, besonders attraktiv erscheinen, so auch für die Menschen. So entstand mein Vater, der vorige Shogun. Auch er zog eine Sphinx einer menschlichen Adligen vor, wodurch ich zu drei Vierteln eine reine Sphinx bin. Dadurch verfüge ich über die Fähigkeit, ohne Einschränkungen zu fliegen und zahlreiche Kampftechniken zu erlernen, die meinem Vater versagt waren. Als stärkstes Wesen besitze ich nun die Macht, alle Fesseln in diesem Land zu lösen und es so zu formen, wie ich es möchte. Ich möchte dieses Klassensystem auslöschen. Ich möchte Freiheit und Gerechtigkeit schaffen. Wie in der Heimat meiner Großmutter. Ich habe die Chance, mir alles herauszunehmen, Elaine ... aber ich bin noch schüchtern und unerfahren. O-oje ... ich habe mich nicht verplappert, oder? Ich kenne dich doch kaum ... ich lerne es wohl nie, huh? Ka-kagayaku hat gesagt, ich könnte euch alles anvertrauen!" Oh Kagayaku, du durchtriebenes Vipitis. Sie wusste von Anfang an, dass die Kleine ihr aus der Hand fraß. Doch ihre Ziele waren ehrenhaft, vielleicht etwas zu idealistisch und utopisch, aber ehrenhaft. Schulterzuckend billigte ich es also, wie sich die Sphinxen auf der Landkarte Zappangos auszutoben versuchten. Geschah diesen verbohrten Menschen doch recht! Im Westen hatten sie die Monster unterdrückt ... dann verjagt ... dann geschlachtet. Meine Vorfahren mit Füßen getreten und in Jauchegruben geworfen, um dann mit dem Schwert hinterrücks zuzustechen, als sie sich nicht wehren konnten. Jeder, der nur ein bisschen nachdachte, wusste ganz genau, dass auch hier im Osten das Verhältnis zwischen Monstern und Menschen nicht so harmonisch war, wie es auf den ersten Blick anmutete, denn sonst würde sich diese junge Sphinx nicht zum Ziel setzen, radikale Umwälzungen einzuleiten. Doch war ihr denn nicht bewusst, auf welchen Widerstand sie stieß? Sie zitterte etwas, obwohl es ziemlich schwül war, wahrscheinlich vor Aufregung.
      "Du schaffst das schon, Nami", munterte ich sie auf und legte meine Tatze auf ihre Schulter.
      NAMI. Ach Elaine, denkst du nicht einmal nach? Du kannst doch nicht dem SHOGUN einen Kosenamen geben, selbst wenn es ein sechzehnjähriges Mädchen ist. Ich seufzte laut auf. Offenbar saß gerade Onkel Claudio, den ich nirgends erspähen konnte, in meinem Kopf. Glücklicherweise nahm mir die Sphinx dies keineswegs übel und lächelte zurück.

      Der arme Oz tat mir leid. Am folgenden Morgen hatte er sich größte Mühe gemacht, so viel Ramen-Nudeln wie nur möglich zu kochen, doch das Knogga kam einfach nicht zum Zug! Denn das gesamte Dorf hatte sich um die beiden Menschen geschart und es war als Langschläferin wie mich unmöglich, noch einen Blick auf das Szenario zu erhaschen!
      "Hatsu hat heute ihr Junges geworfen!", klärte mich ein Granbull in einer etwas in dieser Situation merkwürdig klingenden Sprache darüber auf, dass in diesem Dorf nun drei Menschen ein Zuhause finden würden. Auch Kagayaku, die beim Gähnen ihre Reißzähne entblößte, kam gemächlich zu dem Ort des Geschehens getrottet. Ich hatte bereits gehört gehabt, dass sie stets am längsten schlief, aber mittlerweile stand die Sonne schon in ihrem Zenit!
      "YUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUSEEEEEEEEEEEEEEEEEEI! DAS BABY IST ERST JETZT GEBOREN, WEIL DIE KINDER SUICUNES EINGETROFFEN WAREN! SCHREIB DAS AUF! GUTE ARBEIT, OZ! ICH NEHM' ALLES ZURÜCK, WAS ICH ZU DIR GESAGT HABE!", übertrumpfte das Gebrüll des Krawumms das Geschrei des Neugeborenen, worauf ein Porenta, offenbar namens Yusei, seine Lauchstange in ein Tintenfässchen tauchte und in etwas auf Papier niederschrieb!
      Eine so von sich überzeugte Persönlichkeit wie Oz zu loben, würde seine rudimentäre Bescheidenheit nun wohl völlig verkümmern lassen, doch irgendwie hatte der kleine Kerl sich dies auch verdient, wie er selbst anmerkte: "Garararara! Chefkoch Oz, beispielloser Miezenfänger!"
      Dieses verschlafene Nest erwies sich jedoch als lebhafter als erwartet: "ANZEIGE IST RAUS! Diese Steine sind absolut nichts wert ... LÜGENKATZE!", krakeelte ein vor Wut kochendes Grillchita, das in einem Affenzahn auf Kagayaku auf mich zusprintete. Wieso hatte ich nur das Gefühl, dass ich gerade wieder in einen Zwist hineingezogen wurde, für den die charismatische Raubkatzenfrau verantwortlich war?
      Kagayaku mimte selbstverständlich die Unschuldige und zog Arme und Schultern nach oben: "Hey, ich hätte mir die Sachen auch einfach aneignen können statt mir irgendwelche Sagen dazu aus den Fingern zu saugen und sie mir ehrlich zu ertauschen."
      "Kecleon hätte dir die Pulsadern aufgeschlitzt! Aber weißt du was?! Das mache ich jetzt auch!", stänkerte der Feueraffe, während ich seitlich zu Kagayaku blickte und sie mit meinem Blick anflehte, dieses Pokémon bitte nicht in Grund und Boden zu stampfen.
      Glücklicherweise war sie gar nicht so erbost, wie ich annahm und zwinkerte mir grinsend zu: "Der arme Kerl will unbedingt kämpfen, aber ich fürchte, dass die kleinste Bodenattacke sein Leben aushauchen könnte. Tja, ich sage das nur ungern, Elaine, aber du musst wohl für mich in die Bresche springen. Oz hat mir erzählt, wie eindrucksvoll du ihn bekämpft hast, ohne in zu verletzen. Zeig mir, ob das wahr ist!" Natürlich waren meine Geschwister weit und breit nicht zu sehen, die diesen Job ebenfalls hätten übernehmen können. Ich schluckte. Auf so etwas war ich absolut nicht vorbereitet und ich hatte meine größte Mühe, dem Affen nicht direkt gegen das Schienbein zu treten, da er allein nur erwog, dieses aus Holz, Papier und Pflanzen geschaffene Paradies mit seinen Feuerangriffen zu verwüsten. Offenbar machte sich auch niemand die Mühe, diesen überflüssigen Kampf zu unterbinden, aber als ich so darüber nachdachte, war ich doch Feuer und Flamme, mich zu duellieren. Sollte dieser Rüpel sich doch zum Affen machen, weil er so blauäugig war, Kagayakus Geschwätz für bare Münze zu nehmen und sie daraufhin verletzen zu wollen.
      "Na dann. So soll es sein. Ich bin bereit!"


      "Kläglich! Kläglich! Kläglich! Wenn ich mit euch beiden Kätzchen fertig bin, werdet ihr winseln!"
      Nun dann. Dann bin ich mal gespannt. Ohren nach oben und den Gegner nicht aus den Augen lassen.



      [Ich denke mal, es ist nicht zu viel gespoilert, wenn ich bereits den Titel des nächsten Kapitels ankündige: Mad Monkey. ^^]

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    • Nach so langer Zeit! °O° ..... Oh, waren ja nur vier Wochen. Upsi. Na ja, dann mal ran an den Speck! :D

      Offensichtlich hatte das Ursaring, das von einem Donphan flankiert wurde, den Befehl erhalten, die Menschen fortzuschicken.
      Das erinnert mich an die Szene mit den Wachen in Mischblut, als Sheila & Co. dem guten Jérôme einen Besuch abstatten wollten! :lol: Hm, warum ist mir denn eine solche Szene im Gedächtnis geblieben? Egal.

      Dass diese Pranken eine Axt umschlungen, ließ den Bären mit dem Eisenhelm auf dem Kopf noch etwas gefährlicher erscheinen.
      Bei einem echten Bären würde das bestimmt sehr ulkig wirken. Ja, okay, Ursaring hat wenigstens halbwegs realistische Klauen. Also sieht das kleine Teddybärchen bestimmt richtig knuffig aus! :w:


      In unserem Dorf leben bereits andere Menschen, genauer gesagt zwei, und selbst diese fürchten sich vor der Wut der Rohlinge.
      Der Rohlinge oder der Rohlinge? Ist das hier ein Eigenname? :o


      Reich war der gemeine Samurai nicht, wie ich durch meinen Onkel in Erfahrung bringen konnte.
      Aber cool, so wie ... Tom Cruise, der amerikanische Samurai! Der braucht durch seine Fettschicht bestimmt keine Rüstung! :cool:


      WO WAR ROXY?
      ROXY, meine kleine Kagayaku 2.0 ... :xheul:


      Meine blond Ohren waren steil aufgerichtet [...]
      Ihre blond Ohren? :(


      "KUMON SCHLÄGT AXT IN MENSCH!"
      KASALLAAAAA!! :mad: Kuhmon very stronk!


      "Darf ich fragen, weshalb die Lage jetzt schon wieder eskaliert?"
      Das kann nur an dem wunderbar charmanten Auftreten der fabulösen Kagayaku zusammenhängen! <3 Die geborene Diplomatin!


      Wie aufgescheuchte Keifel grunzten die wütenden Samurai und drückten ihre Klingen bereits so fest an Kagayaku, dass einige Tropfen Blut aus ihrem Hals flossen [...]
      WER WAGT ES, MEINER KAGAYAKU DEN HALZ ANZURITZEN?! :mad2:


      Wieso musste ich immer in solche unglaublich albernen Streitigkeiten hineingezogen werden.
      In dieser Hinsicht war Sheilalein bestimmt auch nicht so glückselig ... ;v; Arme Sheila. *Sheila fluff*


      Sie hat lediglich versucht, meine Frisur zu öffnen. Sie ist der Meinung, dass mir offene Haare besser stehen.
      WTF :tlmao: Kagayaku, y u do dis? .____.) xDD

      Das ist ein Befehl von eurer Herrscherin Namika I. [...]
      Herrscherin Wellenfeuer I., äußerst fabulös! :bg:

      Die Sphinxen regierten in Mu immer über die Menschen und alles war friedlich.
      Und dann kam die Ispanya-Nation und alles änderte sich ... :sorry:

      Wow. Hatte ICH das gerade wirklich gesagt. Zu IHR?
      Na klar, irgendwer muss doch in Setsunas Rolle schlüpfen. Oder Sheilas. Es gab nur wenige, die Kagayaku zu bändigen vermochten ...

      Plötzlich lösten sich die Schwertspitzen von Kagayakus Hals.
      Und für immer wird dort eine hässliche Narbe zu sehen sein, menno! ;A;

      [...] streute Kagayaku verärgert Salz in die Wunde [...]
      Uff, schon wieder macht sie alles schlimmer. Teuflin, ich beschwöre deinen Geist, weise deine kleine Schwester in die Schranken! :anbeten2:

      Äh, was? Ebenholz und Azalea City hatten dasselbe Theme? Wuuuuutt? ;A; Na ja, egal, Ebenholz ist eine der am meisten unterschätzten Städte in ganz Pokémon! :run2:

      Ich habe den Westeingang genommen.
      Sie sind durch KuMONs MON gegangen! :] Verstanden? :] :v: Mon!

      Es war schon nicht leicht für den reinen Pokémon-Gijinka, mit dem heißblütigen Sphinxblut seiner Verwandtschaft umzugehen.
      Irgendwie hat Elaine das Los von Sheila gezogen und Roxy das von Kagayaku. Und Charlie? Der ist irgendwie ganz viel auf einmal!

      Vor dem brennenden Horizont des Sonnenuntergangs ragte eine fünfstöckige, goldene Pagode im Zentrum des kleinen Dorfes empor!
      Es ist der legendäre Glockenturm! Mit der geilsten Musik aus ganz Pokémon! <33 *sich den Glockenturm herbeiwünsch*

      Und nun gleich sechs davon?
      KÄTZCHEN-PARTY?! :freu:

      Viele Mönche und Nonnen mussten den Zölibat pflegen, was diese ganz offensichtlich nicht taten.
      Ach, im Shintoismus gibt's das auch? Lol. Dann ist die evangelische Kirche ja wirklich sehr reformatorisch.


      Ihr seid herzlich eingeladen, in unserem Tempel Suikunji zu meditieren [...]
      Sehr gewieft der gute Herr Meow, sehr gewieft. Suicune-Tempel, so so ... :hihi:


      Dadurch verfüge ich über die Fähigkeit, ohne Einschränkungen zu fliegen und zahlreiche Kampftechniken zu erlernen, die meinem Vater versagt waren.
      Wie, was, diese Namika? Habe ich was verpasst? xD


      Du kannst doch nicht dem SHOGUN einen Kosenamen geben, selbst wenn es ein sechzehnjähriges Mädchen ist.
      Shōgun-chan und Elaine werden bestimmt beste Freundinnen evoooor! :w: Lara und Undyne wären stolz! ;A;


      Ohren nach oben und den Gegner nicht aus den Augen lassen.
      So wie Sheilas unzählige Kämpfe .. Sie wäre stolz! ;(

      Und ich bin irgendwie auch stolz auf Kagayaku. Die scheint ja ordentlich viele Konflikte auszulösen. Ein richtiger Raufbold! Okay, eigentlich kämpft sie ja nicht selbst. Das muss jetzt die arme Elaine machen! D: *Kätzchen flausch*


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Was, ausgerechnet hier habe ich nicht contra-kommentiert? Schade, hab ja eigentlich noch auf weitere zum gemeinsamen Großkommentar gewartet. ;A; Aber dringende Fragen waren zumindest nicht dabei.

      Das Fanfictionforum von Filb erlebt nun seinen genau 10.000sten Beitrag, der durch dieses neue Kapitel hier gefeiert wird! Banzai! Dieses Jahr bin ich im Schreiben wirklich extrem lahm, sodass selbst Flegmon wahrscheinlich schon hinterhergekommen ist. Yorokobara basiert auf Yoshiwara btw.



      Kapitel IV: Mad Monkey




      Entschlossen erwiderte ich den Blick des Grillchita. Die Ohren steif aufgerichtet, den Gegner im Visier. Selbstverständlich überließ dieser gescheiterte Gentleman nicht den ersten Zug, sondern sprang wie ein Wilder auf mich zu. Im Kampf gegen Oz war ich es, die sich dem Gegner nähern musste, doch hier erwartete mich eine andere Aufgabe.
      "Ich werde dich einäschern, bis nichts mehr von dir übrig ist, Mädchen!", posaunte das affige Großmaul laut heraus, doch ich machte mir nichts aus diesen Sprüchen. Es waren die Feuerbälle, denen meine Aufmerksamkeit gelten musste. Dann brenn' doch dein ganzes Dorf ab, du unterbelichteter Primat! Wenn Menschen und Affen nach dem jetzigen Stand der Forschung über die gleichen Vorfahren vetrfügten, würde das einige menschliche Fehlgriffe erklären. Behände sprang ich zur Seite, um mir eine bessere Kampfposition zu sichern. Ein hin- und herhechten zwischen den Feuerkugeln, die den Sand auf dem zentralen Dorfplatz in schwarze Aschehäufchen verwandelten, sollte eine Weile lang meine einzige Taktik bleiben. Klar musste ich solange warten, bis mein Gegner erschöpft die Flinte ins Korn werfen würde, doch sollte er sich mir weiterhin nähern, könnten sich mir ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Die Zahl der Feuerkugeln nahm stetig zu, sodass die unter der Zuschauermenge stationierten Wasserpokémon ebenfalls damit beschäftigt waren, den Einschlag der Flammen auf Pflanzen oder den Holzgebäuden wie der Pagode zu verhindern. Jedoch ließ ich mich nicht aus der Ruhe bringen, als mir der Affe gefährlich nahekam. Schweißperlen tropften mir ins Auge und ich musste kurz blinzeln, um wieder Kontrolle über meine Sicht zu erlangen, doch als ich den Gegner wieder vor mir sah, schien er fast doppelt so groß, so nah war er gekommen!
      Verärgert über seine bisher brotlose Kunst brachte er mir all seine Verachtung zum Ausdruck: "Nicht einen Angriff habe ich gesehen? Was bist du nur ein kläglicher Gegner? So wirst du nie gewinnen und jetzt stehst du mit dem Rücken zur Wand! Kläglich, kläglich, kläglich!"
      "Ich stehe mit dem Rücken vor dem Publikum, wenn du es riskieren willst, dass deine eigenen Freunde niederbrennen, brauchst du dich hier wohl nicht mehr blicken zu lassen, selbst mit meinem Pelz um deine Schulter!", konterte ich, während ich mich einbeinig gerade so aus der Schusslinie von Schleuder-Angriffen manövrierte. Kiesel, Beeren, Äste ... all dies erzielte keine Wirkung.
      Offenbar war es mir jedoch gelungen, meinen rot behaarten Widersacher etwas aus dem Konzept zu bringen, so wie er schläfenkratzend dastand und sich fragte: "Pelz? Du bist also am ganzen Körper behaart, Katze?" Den Moment seiner geistigen Abwesenheit nutzte ich, die wie ein Mensch an den meisten Stellen ohne Fell war, schamlos aus und machte einen großen Schritt auf das Grillchita zu. Nun sah er seine große Zeit gekommen, zu reagieren und fuchtelte mit seinen in Brand gesetzten Armen vor mir herum, während ich den auf mich zu stolpernden Gegner mein Bein vor die Füße stellte. Eine große Staubwolke stieg in die Luft, als der Affe zu Boden stürzte und sein Feuerschlag erlosch.
      Das andere bestiefelte Bein sollte sein Übriges dazu tun, ihn am Boden festzuhalten, während er mir, hilflos im Sand strampelnd, kleine Kieselsteine und Ausdrücke entgegenwarf: "Klägliches Stück! Es ist noch nicht vorbei! Noch habe ich Kiesel, jede Menge Kiesel, Kiesel, Kiesel!" Schon einige Augenblicke später hatte er keine mehr.
      "Rückzuuuuuuug! Lass mich gehen! Du hast mich dieses Mal überwunden!", brüllte das Grillchita verzweifelt. Überwunden. Als dieses Wort fiel, zogen sich meine Mundwinkel blitzartig nach oben, sodass sicherlich die blitzenden Reißzähne entblößt wurden. Haushoch besiegt hatte ich diesen absolut selbstüberschätzenden Typen. Ich hob meinen Fuß an und er nahm Reißaus.

      "Rück mal ein Stück, das gestern war ja großartig!", rief eine enthusiastische Roxy meinem Bruder zu, dass er nur noch eines der beiden Sitzkissen in Beschlag nehmen sollte. Charlie quittierte dies mit einem gelangweilten Grummeln, blickte mich danach jedenfalls wieder an, nur ohne dieses leidenschaftliche Funkeln, mit dem mich meine große Schwester fixiert hatte.
      "Ich meine ... wie du den fertig gemacht hast, ohne ihn zu verletzten, das war der helle Wahnsinn! Bisher war ich stets der Meinung, dass du die mit Abstand schwächste von uns drei Geschwistern wärst!", ließ Roxy alle anderen im Umkreis an ihrer Begeisterung für meinen Kampf teilhaben. Ich schnaubte ausdruckslos. Gewissermaßen fand ich diese Aussage, so gut sie auch gemeint war, etwas kränkend. Sie alle hatten gesagt, ich würde am ehesten nach Sheila kommen und das Kämpfen würde mir nicht so gut liegen wie den Anderen, da sie von Yomi oder Kagayaku damals jederzeit hätte vernichtend geschlagen werden können. Ich empfand es als respektlos, so darüber zu reden und gönnte mir wortlos, wie die Einheimischen auf dem Sitzkissen kniend, einen Schluck grünen Tee, der so grün war, wie ein Tee nur sein konnte. Der Tee aus unserer Heimat, den man grünen Tee nannte, war nämlich gelb. Er war importiert, doch in seinem tiefsten Inneren ein schrecklicher Lügner. Wie es wohl wäre, wenn Angiterra die Handelsbeziehungen zum Rest des Kontinents, gar der ganzen Welt, abbrechen würde?
      Doch die Heiterkeit, die meine Schwester erfasst hatte und den Raum förmlich erhellte, erlosch, als Abt Sohaku mit Shogun Namika an seiner Seite eintrat. Dunkle Gewitterwolken zogen sich über das Erdgeschoss der mit zahlreichen Wandbildrollen, Lampen und Buddhastatuen verzierten Pagode, in der man doch eigentlich zur Erleuchtung gelangen sollte.
      "Lady Namika. In Eurem Land herrschen Ungerechtigkeit und Leibeigenschaft, Ausbeutung und Willkür. Frauen haben in der konfuzianischen Standesordnung nichts zu sagen, alleine schon Kritik an seinem Verhalten zu üben wäre das Wagemutigste, was sie sich erlauben könnte. Die Menschen sind arm und hungern, während andere Länder dazu mahnen, diese Fesseln zu lösen! Das sind die Zustände, weswegen Ihr verfolgt wurdet. Sie machen Euch dafür verantwortlich und möchten Euch stürzen, Ihr, die nun auch noch mit den sogenannten westlichen Teufeln paktieren wollt", erklärte der Abt der Sphinx eindringlich die Umstände der Unruhen, während sich in den oberen Stockwerken um seine Frau und das Baby gekümmert wurde.
      Namika, wie ein Kind, gab sich optimistisch lächelnd wenig beeindruckt von dieser prekären Situation: "Ich weiß das. Genau das werde ich alles ändern und umwerfen. Ich bin eine Sphinx, niemand kann mich aufhalten. Sie sollen nur warten, ich bin doch auf ihrer Seite. Mein Wort ist Gesetz, wenn es darum geht, diese Welt in eine gerechte zu verwandeln."
      "Ihr seid ein Kind. Ihr versteht nichts von Politik und nichts von dem Gemüt der Menschen. Wenn jede Person mit Idealen diese auch einfach so durchsetzen könnte, wäre diese Welt seit 3.000 Jahren ein friedlicher Ort", erwiderte der Abt und wandte der jungen Herrscherin den Rücken zu. Völlig bedröppelt stand die arme Namika in dem Raum und starrte leer geradeaus. Ob ihr klar war, in welcher Zwickmühle sie sich befand?
      Ich erhob mich von meinem Sitzkissen und forderte die Jugendliche auf, sich zu uns zu setzen: "Hey Nami, möchtest du mit uns eine Tasse Tee trinken? Vielleicht kommst du dort ja auf andere Gedanken."
      "Gerne!", rief mir die Sphinx fröhlich zu, als sie mit ihren schwarz behaarten Füßen, die mit spitzen Krallen versehen waren, zu uns hintrippelte: "Ich weiß einfach nicht so recht, was ich tun soll. Kagayaku wird mir bestimmt unter die Arme greifen!" Kommentarlos runzelte ich meine Stirn, nichts Gutes bei diesem nur so von Naivität durchfluteten Vorhaben ahnend. Sie besaß sogar, wie andere Katzen-Pokémon und auch Kagayaku, schwarze Pfotenballen unter den Füßen! Ein lautes Glockengeläute jedoch veranlasste Roxy, die gerade eingekehrte Ruhe zu unterbrechen und aufgeregt nach draußen zu stürmen. Pokémon hatten sich in blau-weißen Gewändern ähnlich der östlicher Priester auf dem Platz versammelt und reckten eine große, kristallklare Schelle in die Luft.

      Namika, die sich gerade erst vor kurzem drinnen Platz genommen hatte, blieb genauso wie Charlie in der Pagode, sich nicht allzu interessiert an dem Spektakel zeigend. Ich erkannte Kagayaku in dem Zuschauerkreis, die sich hingesetzt hatte und irgendetwas las, Roxys Kopf neugierig auf ihrer Schulter liegend.
      "'Die Tournée des regional bekannten Stars wird auch in unserer Region halt machen, bevor das Grande Finale im Freudenviertel zu Yorokobara steigt. Das dürft ihr euch nicht entgehen lassen, denn diese Show ist an Einzigartigkeit kaum zu überbieten.' Hört sich spannend an. Wer weiß, vielleicht kommen wir ja dazu, uns das anzuschauen", kommentierte Kagayaku das Schriftstück, das sie zuvor leise vorgelesen hatte: "Elaine, Schätzchen. Interessierst du dich für traditionelle Volkstänze? Ich glaube, die führen so etwas gerade auf ..."
      Drei dieser Priesterpokémon, an deren Speerspitze ein Simsala, das von einem Lucario und einem Fennexis flankiert wurde, kamen auf uns, besser gesagt, auf mich zu. Die Augenpaare starrten mich durchdringend an, so durchdringend, dass ich meinen Blick schüchtern abwand. Wollten sie in mir lesen wie in diesem Schriftzeichenwirrwarr, über den Kagayakus Augen gehuscht waren?
      "Garararara! Endlich haben wir unser Miezchen gefunden!", lachte Oz, das Knogga, seine beiden Armen großspurig in die Hüften gestemmt und erinnerte mich daran, dass er uns schließlich nicht umsonst hierhin gelotst hatte. Umhüllt von einer hellblauen Aura, erstarrte mein Körper und wurde von dem Simsala in die Luft gehoben. Nicht einmal meine Ohren konnte ich bewegen, die doch sonst auf jede Stimmungsschwankung reagierten! Hinter mir knisterte es im übertragenen Sinne, denn Kagayaku peitschte erzürnt mit ihrem metallischen Schweif umher, als ihr natürlicher Beschützerinstinkt geweckt wurde.
      Das Simsala war jedoch auf Ruhe bedacht: "Es gibt keinen Grund zur Sorge. Wir haben Elaine aufgrund ihrer überragenden Kampffertigkeit ausgewählt, die höchste Jüngerin Suicunes zu werden. Die Zeremonie findet jedoch in der Schwebe statt, genau wie in der Legende. So absolut hilflos in der Luft zu schweben war mir persönlich mehr als nur unangenehm.
      Wenn hier irgendjemand verantwortlich war, dann war es wohl mein Onkel, den ich lautstark aufforderte, mir zu helfen: "Onkel Claudio! Onkel Claudio! Was ... was passiert denn hier mit mir? Ich möchte das gar nicht!"
      "Du musst es! Du bringst und Glück! Du bringst uns Hoffnung! Du bist das Wasser, dass den nahenden Weltenbrand der Prophezeiung löschen wird!" Welche ... was? Gut, dass man uns vorher sorgfältig in irgendwelche im Mittelalter wurzelnden Prophezeiungen eingeweiht hatte. Wie durch Geisterhand bewegt, flog über die Psikraft eine Art azurblaues Gewand über mich, das mit silber glänzenden Rauten verziert war. Es gab keine Möglichkeit, auszuweichen, sodass der samtige Stoff über mich gestülpt wurde, obwohl Ausweichen doch bisher meine Lebensversicherung war. Nun, was sollte als nächstes kommen? Ich bangte, da ich immer noch in der Luft hing, nicht mal eine kleine Bewegung meines Kopfes war mir gestattet, als sich mein Onkel durch die Menge zwängte und zu mir hin schlurfte.
      Sorgen konnte ich weder in seiner Mimik noch in seiner Stimme ausmachen, als er sich erklärte: "Keine Angst, Elaine, das ist alles mit mir so abgesprochen. Ich habe zugestimmt. Hier wird dir keiner den Arm als aufritzen und in Drachenblut tunken, sie setzen dir eine Suicune-Krone und das war's dann. Finito. Capisci? Ich würde nie zulassen, dass dir etwas zustößt, und sie dahinten wohl auch nicht ..." Ich wusste, dass ich meinem Onkel voll und ganz vertrauen konnte. Also ließ ich auch den zweiten und letzten Akt meiner "Krönung" über mich entgehen, sodass ein Kopfschmuck ähnlich dem eines echten Suicune auf mein Haupt niedersank, bevor ich selbst endlich wieder festen Boden unter meinen Füßen wusste.
      "Suikun banzai! Suikun banzai! Suikun banzai", hallte ein dreifaches Hoch auf das heilige Suicune durch das gesamte Dorf, das durch den Geist einer neuen Hoffnung beseelt wurde.
      Oz hingegen war weniger erfreut darüber, als sich die Massen unterschiedlichster Pokémon nach der abgeschlossenen Zeremonie in alle Richtungen zerstreuten: "Hey, wo bleibt denn meine Ernennung zur Hauptwache?! Das habt ihr mir versprochen!" Niemand reagierte auf seine Rufe, sodass ich die Ohren hängen ließ. Der arme Kerl hatte wirklich alles dafür getan, doch hinter der Belohnung steckten wohl nur leere Versprechungen. Gerade, als ich zu dem Knochenjongleur eilen wollte, zogen mich die drei Pokémonpriester in die Pagode, in der sich Charlie und Namika anschwiegen.



      "Ihr habt euch wohl nichts zu sagen gehabt, oder?", zog ich meinen mit geschlossenen Augen die Stille genießenden Bruder auf, als ich zu einem kleinen buddhistischen Altar gelotst wurde, den man in der Ecke des großen Raumes errichtet hatte.
      Namika, die ihr schwarzes Haar mit einer großen, roten Blume geschmückt hatte, wandte ihren Blick jedoch sanft zu mir hin und erklärte mit einer ruhigen Stimme: "Wir haben uns eben miteinander unterhalten. Ich erzählte von meinem Leben am Hof und er ... er ist ein sehr guter Zuhörer."
      "Ich schätze es, wenn ich mal nicht mit lautem Geschrei und Gejammer konfrontiert werde. Das erlebe ich eben in Gegenwart meiner Reisegruppe eher selten, weißt du?", meldete sich mein Bruder ausdruckslos zu Wort.
      Simsala, der mich förmlich vor sich herschob, hielt inne und fokussierte seinen Blick auf Charlie, dessen Laune durch das fast schon aufdringliche Gaffen rapide sank, was sich auch in seinem Tonfall widerspiegelte: "Alter Mann, es ist nicht höflich, jemanden dermaßen zu durchbohren." Mit offenem Mund verfolgte ich, wie sich der junge Mann erhob und die Pagode verließ, bevor das Fennexis mit seinem Stock auf den Altar zeigte. Ich gehorchte, kniete mich hin und verneigte mich.
      "Sprich mir nach, Elaine", befahl mir Simsala.
      "Ich dachte, die Krönung wäre der letzte Teil der Zeremonie."
      "Das war gelogen."
      "Nett ..."
      "Vashnipatra sulakkha esréon tundrakka. Sag das", zischte mir Simsala ins Ohr, während Namika immer noch vor dem niedrigen, schwarzen Tischchen auf der Reisstrohmatte kniete und alles sehen konnte, woran sich niemand zu stören schien.
      "Vashni- ... warte, woher weiß ich, dass das hier kein schwarzmagischer Unfug ist? Wenn die Sache koscher wärt, hättet ihr meinen Onkel darüber in Kenntnis gesetzt!", wehrte ich mich gegen dieses Ritual. Wer wusste schon, was die im Schilde führten?
      Simsala verengte seine Augen: "Du willst uns ins offene Messer laufen lassen, in dem du dich querstellst? Das wird nicht passieren, dafür liegt mir zu viel an der Welt. Ein Widersetzen des Rituals würde dich auf der Liste der Verdächtigen für den falschen Propheten weit oben positionieren, weißt du?"
      Falscher Prophet? Was war das denn jetzt für ein Sektenwahnsinn, mit dem hier auf die übelste Art und Weise, nämlich die Gewissensschiene, argumentiert wurde? Mein Herz begann wild zu schlagen, meine Haut zu zittern. Die Blicke dieser Pokémon, die etwas zu verbergen hatten, machten mir große Angst. Worauf hatte ich mich da nur eingelassen? Ich könnte problemlos lossprinten und durch das Fenster nach draußen fliegen, aber da sich meine Gruppe im ganzen Dorf verstreut aufhielt, brachte mich das nicht weiter. Mir entglitt ein tiefer Seufzer. Was tun? Fliehen? Nachgeben? Bloody hell, Namika, sag' du doch etwas, bitte!

      Team Scowzy - Shitposting is my kink

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