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Schwert der Abenddämmerung

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    • Irgendwann, inmitten dieser Geschichte, trifft Elaine (links) auf Saki (rechts), die mysteriöse Shinto-Priesterin. Die beiden haben sich währenddessen bereits öfter getroffen, wie man vielleicht merken wird.
      Diese Episoden sind sehr kurz und sollen euch hauptsächlich japanische Süßigkeiten vorstellen, außerdem steht die Interaktion zwischen Elaine und Saki im Vordergund. Muss man nicht zwingend lesen, kann aber empfehlenswert sein. :3 Von jetzt aus gesehen spielt es ein gutes Stück in der Zukunft. @Rai



      Sidestory - Naschkätzchen im Süßigkeitenland, Tag I


      Der Aufprall erfolgte erst nach langer Zeit, doch glücklicher weise sanft und bequem auf einer quietschenden, rotbraunen Unterlage, die nur entfernt an einen Felsen erinnerte. Leicht benommen richtete Elaine ihren Oberkörper auf und blickte zu Saki, die den Sturz offenbar völlig unbeeindruckt weggesteckt hatte.
      "Das ... sieht aus wie Youkan ... eine dicke Gelatine mit süßer Rotbohnenfüllung!", klärte die Einheimische ihre Gästin aus dem Westen über die traditionelle Leckerei auf, band sich ihre schulterlangen Haare mit einem lila Bändchen zu einem Pferdeschwanz zusammen und begab sich von dem Youkan herunter, um sich an einem direkt nebenan fließenden Bach zu erfrischen. Ihr weißes Miko-Oberteil, die Sandalen und die Söckchen waren für die Hitze wie geschaffen, nur unter ihren tiefvioletten Faltenröcken hatte sie sich einen noch kürzeren ausgesucht - nicht so kurz wie der Schwarze Elaines, den Kagayaku für sie ungefragt zurechtgestutzt hatte, aber angenehm genug, um die Temperaturen zu ertragen. Eifrig fächerte die Mieze sich mit einem Bambusfächer Luft zu, denn es konnte ihr nicht kühl genug sein gerade, sodass es auch sie sofort zum Bach zog.
      Saki hingegen hatte schon längst verwundert aufgequiekt: "Das ist ja Mizuame? Ein Bach aus klebrigem Zuckersirup? Wo zur Hölle sind wir hier?" Elaine zuckte neugierig mit den Ohren ... ein verstecktes Süßigkeitenparadies ohne ihre verfressene Verwandtschaft? Wenn es ein Traum war, dann sicher einer der schönsten nach langer Zeit! Auch sie gönnte sich einen Schluck des Sirups, den sie gierig mit ihrer Katzenzunge in ihren Rachen schaufelte. Der Geschmack war ausgesprochen süß, aber die kühle Halbflüssigkeit erfrischte ungemein! Das brünette Schreinmädchen hingegen widmete sich bereits einem Baum, an dem auffällig symmetische Dreiecke als Laub hingen. Die blonde Katzengijinka pflückte ebenfalls ein paar der fast handtellergroßen Blätter, beschnüffelte sie intensiv und biss herein: "Oh, die schmecken ja ebenfalls süß! Und der Teig ist ganz zart und sanft, wie samtene Crèpes!"
      "Ich mag die auch sehr gerne ... man nennt die Dreiecke Yatsuhashi! Diese Süßigkeit aus der Hauptstadt besteht aus Reismehl und wird mit verschiedenen süßen Füllungen versehen. Ich schätze, dass jede Farbe eine Sorte repräsentiert, Elaine", erklärte das Schreinmädchen mit schief gelegtem Kopf: "Dass so ein Ort existiert ... hätte ich nie für möglich gehalten!" Verschiedene Gelb-, Grün- und Brauntöne schmückten die Bäume, die ihre Äste sanft in der sommerlichen Brise schaukeln ließen. Als sich Elaine und Saki weiter umschauten, erkannten sie verschiedene Pokémon, die ebenfalls aus dem Vollen schöpften. Papinella, Skaraborn, Isso, Grillmak, Flauschling, Teddiursa und Vertreter anderer Spezies naschten nach Belieben.

      Die nächsten Bäume, die das Duo erreichte, trugen zuckersüßes Obst! Ein in ein Kirschblatt eingewickelter rosa Reiskuchen, den Elaine abriss, hatte einen besonders fruchtigen Geschmack, während Saki sich einen apfelförmigen, runden Lollipop in scharlachrot abgebrochen hatte, mit dem sie sich genussvoll schleckend an der Seite niedergelassen hatte.
      "Ob es auch noch meine geliebte Schoki gibt?", fragte die Mieze kichernd, als sie die letzten Bissen ihres Mochi mitsamt gezuckertem Kirschblatt vertilgte.
      Saki zuckte unaufgeregt mit den Schultern und ließ sorglos ihre Beine baumeln: "Weiß nicht. Schätze mal, gar nicht. Wie sollten westliche Süßigkeiten an diesen abgelegenen Ort kommen? Denken wir nicht weiter drüber nach und genießen wir diesen glücklichen Moment! Ich nasche so gerne wie du~"
      "Stimmt ... ach, das sieht so süß aus, wie du an dem Lolli naschst! Schade, dass ich keine gute Zeichnerin bin!", entfuhr Elaine unbeabsichtigt ein Lob, mit dem Saki nicht allzu viel anfangen wusste.
      "Wieso?"
      "Umm ... weiß nicht ... äh ... also ... es ist schwer zu erklären. Ihr nennt dieses Wort ja 'kawaii'."
      "Ja, 'kawaii' heißt süß."
      "DU bist süß, Saki-chan!"
      "Huch? Ich habe Pokémon versteinert. Und getötet. Ich bin gefährlich. 'Dangerous woman', wie das bei euch heißen würde. Normalerweise solltest du Angst vor mir haben und mich meiden wie die Pest."
      Elaine zuckte belustigt mit den Ohren und winkte kichernd ab: "Angst? Warum? Du ... du bist trotzdem süß. Ich glaube dir nicht, dass du eine eiskalte Killerin bist!"
      Sakis braune schwarze Bitterschokoladenaugen weiteten sich noch mehr, als sie darauf eine Antwort geben musste: "Wieso glaubst du mir das denn nicht?"
      "Ruhe!", rief Elaine und pflückte eine kleine rosa Blume, die sie in den Mund ihrer Gesprächspartnerin schob und diese erstummen ließ: "Sakiiiii~? Na, wie nennt man das?"
      "Namagashi ... sie werden zum Tee serviert und kommen in allen Farben, Formen und Konsistenzen vor. Ihr Zweck dient vor allem der Ästhetik! Und dieses hier ... es schmeckt wie etwas härteres Marzipan, das ich mal in der Ausländerkolonie erworben habe!", erklärte die brünette Shintopriesterin, straffte ihr Röckchen wieder zurecht und revanchierte sich bei der grünäugigen Blondine, in dem sie diese mit einer Handvoll braunem Kies fütterte! Nur bestand dieser Kies aus mit Sirup glasierten und gezuckerten Nüssen und Backbohnen.
      "Und, wie schmeckt dir Amanatto?"
      "Greeeeat, yaaaay! Ich habe so viel Spaß gerade, zusammen mit einer tollen Freundin!"
      Wieder schien das Schreinmädchen etwas verdutzt zu sein: "F-Freundin? D-du magst mich? Ich gebe mir ziemlich viel Mühe, nicht gemocht zu werden!" Was auch immer Saki zu verbergen hatte, Elaine schien sich nicht mehr zu sehr daran zu stören, auch wenn es sie zugegebenermaßen hin- und wieder besorgte.
      "Schon länger! Und ja, das sehe ich! Aber dein Leben besteht doch nicht nur aus 'Böse sein', hihi. Du naschst gerne, du bist eine tolle Kunaischützin- und Trainerin, servierst hervorragenden Tee, liebst dein Arbok und deinen Bruder. Am Anfang habe ich dir völlig misstraut, aber in dem du mich nicht krampfhaft davon überzeugen wolltest, lieb zu sein, hast du mich am meisten überzeugt! Immerhin kennen wir uns ja schon etwas länger." Etwas verkrampft biss Saki sich auf ihre Lippe und starrte auf den Boden. Sie wusste genau, dass Freundschaft ihr später das Herz zerreißen konnte, denn sie ihr ganz genau bewusst, das sie allen etwas verbarg. Wie war das auch, wenn sich ein verdunkeltes Herz mit einem reinen Herz anfreundete? Wurde das helle Herz verdorben oder das dunkle gereinigt? Niemand wusste darauf eine klare Antwort zu geben.

      "Saki! Saki-Saki-Saki-Sakiiii!", fiel die blond-schwarzgesträhnte Gijinka der meist so distanzierten Miko um den Hals und umwickelte mit ihrem Schweif deren Bein. Viel schien sich gewandelt zu haben seit ihrer ersten mysteriösen Begegnung. Langsam löste sich Sakis Verkrampfung und sie lehnte sich selbst gegen Elaine und streichelte deren langen Ohren, die ihr Evoliblut ihr beschert hatte: "Neko-Neko-Neko-Neko! Du bist wirklich liebenswürdig ... verdammt ... jetzt habe ich es doch zugegeben." Wie hätte selbst sie denn Elaine auch wiederstehen können?
      Diese genoss die Streicheleinheiten, verzichtete jedoch auf ein für Menschen ungewöhnliches Ablecken von Fingern oder Armen, was für Sphinxmischlinge nicht wirklich ungewöhnlich war: "Ka-kawaii ... myaaaa ... das tut gut! Aber es ist immer noch heiß!"
      "Lass uns aufstehen und uns erfrischen! Außerdem sollten wir herausfinden, wie wir wieder zurückkommen!", lud Saki sie ein und trabte los, um zuerst jedoch eine Steintafel am Boden auszukundschaften - leider nicht aus Schokolade: "Hey, Lanie-chan. Schau mal, was hier reingraviert wurde: 'Vier der unzähligen Schlüssel benötigen die, die das Paradies gegen die Irdische Hölle eintauschen wollen, doch stets vier verschiedene: Frühling, Sommer, Herbst und Winter.'" Elaine und Saki erreichten einen in einem kleinen Wasserfall endenden, reißenden Strom, in dessen Mitte auf einem Felsen ein kleiner, teegrüner Schlüssel positioniert war.
      "Da ist der Erste ...", merkte Saki ausdruckslos an.
      "Richtig! Schwimmen gehen und ihn rausfischen!"
      "Die Strömung ist schon etwas einschüchternd, Elaine."
      "Schwitzen und für immer hier unten festsetzen nicht?"
      Hier gab es für die Miko keinen Grund mehr, die Sache anders zu sehen: "Auch wieder wahr! Los gehts! Aber bekleidet bitte ..." Sich aneinander an den Händen absichernd, tauchten die beiden jungen Ladies in den Fluss ein, ergötzten sich an dessen süßen, zuckrigen Geschmack und dem kühlen, samtweichen Gefühl, das sie umschloss wie Goldschätze. Sich zum Felsen treiben lassen und geschickt den Schlüssel zu schnappen, war kein Problem, doch ein Manövrieren zum Ufer erwies sich als unmöglich, dabei rasten sie schnurstracks auf die Kaskadenklippe zu!
      "Kyaaaaaah!"
      Die Strömung war so stark, dass sie die beiden aus ihrer schützenden, fast schon kuscheligen Umarmung riss und sie in das immer weiter abkühlende und zähflüssig werdende Zuckerwasser untertauchten ließ, bis sie in Flüssigkeit umhüllt hinabstürzen, umkrallt von einer steifen Brise. Während das übrige Wasser an dem dunklen Vorsprung herunterlief und in Bewegung blieb verharrte das mit der niedlichen Füllung, von dem kühlen Lüftchen umspielt, in seiner Form, und ließ Elaine und Saki, getrennt von einander, jeweils in einem transparenten Block aus fester Gelatine erstarren, bevor diese in den See plumpsten und ans Ufer gespült wurden. Mehr Erfrischung hätte die Natur dieser skurrilen Welt den beiden im Sommer kaum anbieten können, doch nun waren sie bei immer noch angenehmen Temperaturen in dickem Kanten eingefroren, ihre geweiteten Augen in Überraschung vor dem letztlich sanft abgefederten Sturz geweitet: Elaine die Miezekatze und Schreinmädchen Saki mit dem wichtigen Schlüssel in ihrer Hand. Doch von selbst würden sie nie auftauen - ohne fremde Hilfe wären sie auf Ewigkeiten in ihren Gelafängnissen eingeschlossen und bis in alle Ewigkeiten konserviert ... und das getrennt von einander! So konnte diese Geschichte nicht enden. Doch ein helles Miauen ertönte glücklicherweise am Ufer! Mindestens ein halbes Dutzend rosa Raspelzünglein kleiner Eneco und Enekoro freute sich auf die köstliche Erfrischung, die ihnen die Kanten-Kaskade da serviert hatte, sodass die Reise des ungleichen Duos bereits am nächsten Tag fortgesetzt werden konnte~

      ~ Tag I Ende ~ ^~^

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    • Kapitel XVIII - Rock and Rawr


      Über den beeindruckenden Taurosschädel, den Yomi als Helm benutzte, war ich immer noch nicht hinweg. Seinen Zweck verfehlte er allgemein gewiss nicht, doch zumindest ich blieb ohne Angst. Als ich die Forscherin dann schließlich gefragt hatte, was sie denn hier in diesem Aufzug zu suchen hatte, gestand mir die kleine gehörnte Frau aus dem wissenschaftlichen Jungbrunnen höflichst Rede und Antwort: „Was glaubst du? Dass ich hier noch besser bewaffnet erneut mit dir Kämpfe und deine Geschichte komplett beende? Coucoucou~ … ich bin nicht hier, um Ärger zu machen. Ich musste einzig und alleine mit diesem liebenswürdigen Wesen die Oberfläche erreichen, ohne meine Haupttunnel und -stollen zu zerstören. Deswegen werde ich mich nun auch wie beabsichtigt zurückziehen und weitere Vorkehrungen treffen, ma chère. Au revoir~!“ So schnell sie hier erschienen war, so schnell wies sie ihr Metagross nun auch an, ihren fragilen Körper schleunigst aus dem brennenden Dorfgelände herauszutragen und einen Unterschlupf zu finden! Was hätte ich tun sollen . Mich an das baumstammdicke Bein des Stahlungetüms klammern und sie nach weiteren Antworten ausquetschen? Natürlich war unsere Beziehung zueinander immer noch so kalt wie Nachtfrost auf jungen Kirschblüten, sodass sie nicht wirklich an einem längeren Plausch interessiert war. Yomi war höflich, charmant und formte ein niedliches Lächeln auf den Lippen, was jedoch alles wahrscheinlich nur jemand wie Kagayaku vollends genießen konnte. Doch der nächste Brandherd schloss sich unmittelbar daneben an: Charlie und Roxy hatten den mies gelaunten Dorfbewohner und sein Magmar in die Mange genommen! Etwas Rauch stieg von Charlies Yukata auf. Sein Gesicht verriet keinen Schmerz, doch seine merkwürdig gekrümmte Ohrenhaltung, außerhalb seiner eigenen Kontrollsphäre, offenbarte, dass sich der Feuerschlag bis zu seiner Haut durchgebohrt hatte.
      „Ob du vollkommen geistesgestört bist, habe ich gefragt!“, knurrte mein Bruder verächtlich, während Roxys Schweif fragezeichenförmig gekrümmt stumm nach Antworten verlangte, die ein gegen eine Holzfassade befördertes, bewusstloses Magmar nicht mehr geben konnte. So konnte man die letzten verbliebenen Holzstrukturen natürlich auch minimieren, well played, you two. Kühle Spritzer rissen mich plötzlich aus den Gedanken – begann es zu regnen? Ich blickte mich um und tatsächlich schossen gewaltige Säulen Rauchs und Wasserdampfs in den den Himmel, doch dieser war bis zu diesem Moment komplett wolkenlos gewesen! Die Flegmon rufen konnte hier offenbar auch niemand, doch Gott sei Dank schien sich eine Art tierische Feuerwehr formiert zu haben, die den Großbrand mit riesiger Staffelstärke zu ersticken versuchte. Starmie, Turtok, Impergator, Jugong, Kappalores, Bojelin, Sumpex und andere starke Vertreter der aquatisch lebenden Pokémonriege verwandelten den verkohlten Ort schon bald in eine dampfende Hölle, aus der sich ein für einen Mann dieses Landes ein recht hoch gewachsener Schatten nahezu unbemerkt hinter meinen Geschwistern formieren konnte. Für einen kurzen Moment blieb mein Herz stehen, der Atem stockte mir, als ob mich eine riesige Rauchwolke umschlungen hatte, doch ich sah klar und deutlich.


      „Du schon wieder, Shintaro. Ein stadtbekannter Ausländerhasser wie du bleibt natürlich in keinem Strafregister unerwähnt, aber dass du ein Feuer legst, um unseren Gästen die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist selbst für dich ein starkes Stück. Na los, lauf. Du darfst dir aussuchen, welche Polizeiblockade du herausfordern möchtest, ich selbst kann dich schlecht festsetzen. Ich bin Politiker.“ Erleichtert atmete ich einen heißen Luftschwall aus und trippelte zu Charlie und Roxy, die von dem schlanken Mann in einem schwarzen, westlichem Anzug mitsamt Fliege überragt wurden. Kurze, glatte Haare, aufmerksam und intelligent wirkende Augen besaß er. Was mich jedoch komplett überforderte, war der mehr als nur skurril wirkende Bart des Politikers, den ich so noch nie in meinem Leben gesehen hatte, geschweige denn vor Ort. Ein Schnurrbart und ein verhältnismäßig dünner Bart am Kiefer bildeten nur Anfangs- und Endpunkt einer bis dato einmaligen Formation schwarzer Barthaare: links und rechts vom Kinn standen sie als eine Art komplett unförmiges Gebüsch ab, wurden sogar immer breiter statt schmaler, je weiter sie sich von seinem Gesicht entfernten!
      An meine Geschwister gerichtet, fuhr der Politiker fort: „Habt Dank, den Verbrecher identifiziert zu haben und verzeiht die Umstände, die er euch besorgt hat. Wir sind froh, Gäste aus dem Westen bei uns begrüßen zu dürfen und von eurer hochmodernen Technik zu lernen … vor drei Jahren, als das Verlassen des Landes noch unter Todesstrafe stand, hat unser Fürst ein Dutzend wissbegierige Samurai in den Westen geschickt, damit unser Fürstentum Shatsuna, der Stern des Südens, unserem gesamten Land die Moderne bringt. Umso mehr erschüttert mich es, wie einige Leute den Fortschritt verteufeln statt sich dankbar zu zeigen. Yoshikichi Tokuno, mein Name.“ Niemand unter uns Dreien wusste, wovon der gute Herr, in seinen Dreißigern wahrscheinlich, hier sprach. Nicht einmal von einem Fürstentum Shatsuna hatte ich gehört, bis Charlie auf seiner Landkarte mit dem Finger Weltreisen unternahm und letztlich am südlichsten Punkt des Inselreiches angekommen war.
      Es war wirklich zu leicht, wie wir nun, trotz zugegebenermaßen eher unschönen und anstrengenden Umständen, an einen ganzen Batzen Geld gekommen waren, den Tokuno uns als Lohn und Entschädigung überreichte: „Ihr seid verwundet, ich rate Euch daher umgehend, im Nachbardorf einen Arzt aufzusuchen. Dieser Obulus wird die Kosten nicht nur abdecken, sondern für weitere Erlebnisse in unserem schönen Land dienlich sein, nicht nur für den in schätzungsweise … zehn Minuten … gefassten Kriminellen, sondern auch als Wertschätzung meiner.“ Wahnsinn, sogar eine Taschenuhr trug er bei sich! Und dann sprach er noch perfekt eine Fremdsprache … bis mein Blick hinüber zu einem silbergekrönten Pokémon mit eisblau leuchtenden Augen glitt – einem Laschoking! So funktionierte also Telepathie von Mensch zu Pokémon. Und bereits ehe die beiden von dannen gezogen waren, hatten sich die Wolken über dem Dorf zusammengezogen, um dem Verbrechen endgültig ein Ende zu setzen, auch wenn vielleicht nicht mehr viel zu retten war für die Bewohner.

      „Atsu- … atsui …“, stöhnte Saki über die Hitze, während sie sich mit einem Fächer Luft zuwedelte.
      Halb im Kompliment, halb aus Belustigung sagte ich zu ihr: „Saki, deine Augen sind ja wie Schokolade! Dunkel, süß und sicher auch lecker, nyom!“ Denn ich hatte mir einen Auftrag gesetzt, nämlich Saki aus der Reserve zu locken und die junge Frau enthüllen, die sie sich innerhalb dieser selbst errichteten Aura des „Ich bin übrige böse“-Seins errichtet hatte. Irgendwas in mir sagte mir, dass ich sie öfter treffen musste, und vielleicht sogar zu mehr als einem Tässchen Tee zu schlürfen.
      Allerdings wusste sie nicht besonders gut mit Komplimenten umzugehen, errötete verlegen: „Umm … das höre ich jetzt zum ersten Mal. Das … war etwas Gutes, oder?“
      „Du weißt doch, wie verrückt ich auf Schokolade bin und wenn du mich weiter so anschaust, vernasche ich dich gleich! Dein Haar ist auch Schoki!“ Und der Boden war Lava!
      Die Miko blickte mich so erschrocken an, als fürchtete sie, tatsächlich mit Haut und Haar verspeist zu werden und stammelte: „Deine Ohren sind wie Bananen, m-mit schwarzen Schlieren. Ma-macht man sich so im Westen Komplimente?!“ Ja, fast. Close enough, Saki. Etwas desillusioniert zuckte ich mit meinen Ohren, aber es war so interessant zu sehen, wie sie hier ihr eigens kreiertes Selbstbild in unbekanntem Gefilde nicht mehr aufrecht erhalten konnte! Ich hatte es geschafft! Weniger erfolgreich war ich hingegen im Abwenden meines Blickes, denn das hübsche Schreinmädchendress übte eine ungeheure Faszination auf mich aus. Und dieser verlegen wirkende Gesichtsausdruck! Kawaiiii! Cute. Süß. „Kawaii“ war so ziemlich eines der von mir meistgenutzten Wörter der Landessprache, ohne Zweifel.
      Doch einen Moment später legte sie ihre durch mein Kommentar übergestülpte Unsicherheit ab, packte mich an der Hand und zog mich durch die fernöstliche Abenddämmerung: „ Weißt du was, Elaine? Wir werden jetzt Spaß haben!“ Spaß haben, genau, denn das stand nach der denkwürdigen Begegnung mit Neo-Tetsu-Yomi, einem Metagross, einem waschechten Rassisten und einem der einflussreichsten Politiker dieser Zeit auf meiner Agenda, und nichts Anderes! Wie ich später herausgefunden hatte, stand Yoshimichi Tokuno für eine fortschrittsgewandte Politik unter der Führung des Kaisers Munehito. Sein Fürstentum hatte unter Namikas Vorgängern viel erdulden und viele Querelen erleiden müssen. Doch sie war nicht alt genug gewesen, um diese Regeln zu ändern, geschweige denn, das Geschehene vergessen zu machen. Schritt für Schritt verstand ich mehr über die politischen Hintergründe dieses mysteriösen Landes, auch jenseits der unmittelbaren Gegenwart. Saki hatte sich indessen hinter einer Bambuskabine ein knapperes Stück Stoff um ihre Hüfte gelegt.
      „Dein Rock ist aber kurz ...“, merkte ich leise und mit einem Ohr zuckend an.
      „Ja klar ist er das. Ich will jetzt Spaß haben, verstehst du das? Yay! Und das geht nicht in einem gigantischen Fetzen, in dem ich überall hängenbleibe, Baka! Außerdem tragen das alle Mädchen hier in 100 Jahren, dafür lege ich meine Hand ins Feuer!“ Na wenn sie das sagte, war da vielleicht sogar etwas dran, wer weiß?



      Wilde und rasante Klänge wie ein Geräuschfeuerwerk heizten die Stimmung in einer geräumigen und von einfachen leuten gut gefüllten Großkneipe an, in die Saki mich am Abend entführt hatte. Ich hatte es zuvor nie für möglich gehalten, dass inzwischen der unzähligen, fast hüfthohen Sakefässer aus hellem Reisstroh solche Töne auf der improvisierten Bühne kreiert wurden. Die ortsansässigen Musikinstrumente wie Shamisen, Biwa, Koto oder Fue-Flöte waren mir bisher nur als eher gemächliche, entspannte Werkzeuge des Musizierens aufgefallen, doch diese beiden in einen silbernen und goldenen Kimono gehüllten Männer verstanden es, wirklich alles aus den Geräten herauszuholen.
      „Na, Lanie? Wie gefallen dir die Kaminari-Brüder?“, stieß Saki mich leicht mit ihrer Schulter an und begann, für uns einige Gläser aus gebranntem Ton mit verschiedenen klaren und matten Flüssigkeiten zu befüllen.
      Obligatorisches Ohrenzucken der Unsicherheit meinerseits: „Vom Aussehen her?“
      „Von der Musik her, Baka! Wir sind keine vierzehn mehr, wo wir kreischend in Ohnmacht fallen, weil mal einer eine andere Figur hat als Porentas Lauchstange“, murrte sie zurück, bevor sie sich erneut ein amüsiertes Lächeln aufsetzte, als sie mir die Tässchen reichte und vorstellte: „Bier aus deiner Heimat, klarer Sake, matter Sake, Umeshu-Pflaumenwein und zum Schluss noch ein edles Tröpfchen Shochu, einem Reisschnaps aus Shatsuna! Vertrau mir, schmeckt gut, zumindest in Maßen. Tut auch gut, zumindest in Maßen.“
      Sie kostete vor, ich nach. Das Bier überlebte nicht einmal ein paar Sekunden, der Reiswein jedoch war für mich eine neue Erfahrung, die ich bewusst genießen wollte. Die kristallklare Flüssigkeit sah aus wie Tafelwasser, schmeckte jedoch etwas schwer definierbar, jedoch mit einer leicht süßlichen Note. Nicht schlecht, nicht allzu stark. Die matte Variante hingegen … man hätte wohl einen Sakefachmann bestellen müssen, der einer Laiin wie mir ausführlich die Unterschiede zu der vorangegangenen Version aufzeigte, denn ich fand sie nicht.
      „Und wenn man es übertreibt, Saki?“
      „Dann denkt man, dass es gut tut. Bis man aufwacht … uuuh reden wir lieber etwas Schöneres. Ummm … was naschst du am liebsten?“
      „Schokolade, weißt du doch!“
      „Langweilig.“
      „Wieso das denn?“
      „Frag mich doch mal.“
      „Was naschst du denn aufregendes?“
      „Hmmm … Elaine!“
      „Wa-was?“
      „Von leckerer Schoki ummantelt bist du echt genießbar! Nein, himmlisch süß sogar!“
      „Ach was! Bin ich denn soooo süß?“
      Plötzlich lehnte Saki ihren Oberkörper leicht nach vorne, packte sanft meine langen Ohren und zog sie vorsichtig herunter. Das musste vielleicht dusselig ausgesehen haben, jedenfalls weitete ich angesichts dieser überhaupt nicht erwarteten Aktion meine Augen und blickte sie etwas hilflos an, bevor sie nach wenigen Sekunden kichernd wieder abließ: „Hahahaha! Oh Mann! Du hättest dein Gesicht sehen soll. Jup, definitiv süß.“ Sakis leicht gebräuntes Gesicht war mittlerweile selbst im Dämmerlicht der rotglimmernden Lampions in einem ähnlichen Farbton wie diese erstrahlt. Ich selbst spürte auch, wie eine angenehme Wärme mich wie eine Wolldecke einzuhüllen begann und ein paar Koordinierungsschwierigkeiten meinen Bewegungsablauf leicht beeinflussten, doch das Schreinmädchen hatte gerade definitiv nichts mehr mit dem verschlossenen Austos zu tun, das einen mit vor Nihilismus nur so triefenden, pechschwarzen Augen anstarrte.
      „Und was ist das?“, fragte ich sie, als sie mir nun den goldenen Tropfen servierte.
      Sie musste tatsächlich für einige Momente überlegen, was jedoch nicht mit ihrem Alkoholspiegel zusammenhing, sondern mit einer kreativen Verpackung ihrer Antwort: „Es schmeckt nicht nach Saki! Ich meine … es heißt Umeshu, natürlich schmeckt es nach Ume, also Pflaume. Aber es ist das Beste von dem ganzen Zeug, davon könnte ich eine ganze Karaffe in mich hereinschütten!“
      „So so, wie schmeckt denn Saki?“, witzelte ich, als ich den ersten Schluck des fast schon zuckersüßen Trunks schlürfte.
      „Ummm, vielleicht eröffnet sich dir ja mal die Gelegenheit, es zu probieren! Knackig, fruchtig, süß …!“, klärte sie mich freudestrahlend auf und legte ihren Arm um mich, bevor sie in ein Kichern überglitt, das dann wiederum sehr wohl mit ihrem Alkoholspiegel zusammenhing: „Kihihihi!“ Meine Stirn glühte, mein Herz pochte. Ich gab den Getränken die Schuld, denn sie waren es sicher auch, dass ich mich kaum satt sehen konnte an einer Saki, die so sorglos und glücklich im Takt der Musik ihren Kopf von einer Seite auf die andere und wieder zurückbewegte, während sie mit ihren Händen auf ihre bloßen Oberschenkel trommelte. Im Sitzen schien ihr dunkelblauer Rock noch kürzer zu sein, aber das schien hier niemanden groß zu kümmern, aber was erwartete ich denn schon.
      Kaum hatte ich mich umgedreht und mir einen Blick auf den eigentlich uninteressanten Teil des Etablissements gegönnt, nämlich die Wand, zerfielen all meine Sprachkenntnisse zu Asche: „W- … wi- … wa- … was-warum … wie … WAS?!“ Der Holzschnitt zeigte eine nackte Asiatin mit prachtvollem, voluminösen, schwarzem Haar, die es auf dem Rücken liegend genoss, wie sämtliche ihrer Körperöffnungen von den Tentakeln zweier Octillery untersucht wurden. Um es mal … etwas euphemistisch zu formulieren.
      „Oh“, zuckte Saki unbeeindruckt mit den Schultern: „Das Bild ist über 50 Jahre alt.“
      „Und sowas ist normal?“
      „Der Künstler war einer der Größten seiner Zeit, im ganzen Land geschätzt. Es trifft jetzt natürlich auch nicht jedermanns Geschmack, das ist völlig klar.“
      ES TRAF NICHT JEDERMANNS GESCHMACK. Wenn dieses Bild es jemals in den Westen schaffen sollte, würde die Kirche wahrscheinlich buchstäblich in ihren Grundfesten erschüttert werden. Es war beeindruckend, wie unterschiedlich mit manchen Themen in verschiedenen Kulturkreisen umgegangen wurde.

      Für das fünfte und zu unserem Besten auch zugleich letzte Getränk ließen wir uns Zeit, nahmen schweigend auf den Reisfässern Platz und lauschten den dramatisch-energiegeladenen Klängen der Kaminari-Brüder, deren kleine Aufführung sich nun auch langsam dem Ende zuneigte.
      Als wir ein paar westliche Matrosen unter den vergnügten Gästen ausmachten, fiel Saki dann doch noch etwas ein, obwohl sie genau wie ich ihren Nachtzenit überschritten hatte: „Ich will auch so frei sein! Wie im Westen! In den Westen! Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Mann! Was glaubst du denn, wieso ich deine Sprache so gut spreche? Damit ich meinen zarten Körper an die behaarten Matrosen aus dem Okzident verkaufen kann?“
      Also ich wäre auf viele Ideen für ihre Motivationen gekommen, auf diese jedoch ganz sicher nicht.
      „Lanie, pass auf ...“, fuhr Saki fort: „Es war mir unter der Shogunatsregierung wie jedem anderen Bürger dieses Landes unter Todesstrafe verboten, das Inselreich zu verlassen! But now I gonna make it happen! … War das … richtig? Umm, also … das ist der Status Quo.“
      Ich hob meine Augenbrauen und runzelte die Stirn, denn einige Fragen ihres forschen Vorhabens standen noch komplett im Ungewissen: „Was ist mit deiner Familie? Die wird wenig darüber erfreut sein, oder?“
      Saki zuckte fast schon völlig gleichgültig mit den Schultern: „Nicht mal Shuzo weiß es, aber meine Eltern würden wohl eskalieren. Dieser Takehiro, mein Stiefschwanz, würde mir wohl wieder eine gute Tracht Prügel verleihen und jeden meiner Schritte noch penibler verfolgen. Mann, bin ich froh, dass ich abgehaut bin.“
      „Du musst ihn ja wirklich hassen.“
      Das alles andere als brave Schreinmädchen nickte: „Ich konnte ihn von Anfang an nicht riechen. Aber er wandelt immer noch gesund und munter durch die Weltgeschichte, um seinen Samuraisgeist an der verdadderten Reisbauernbevölkerung unsere alten, von Inzucht geprägten Wohnhölle in aller Glorie auszuleben. Als sein Fürst verstarb und das Shogunat das Lehen umstrukturiert hat, wurde er arbeitslos, was vielleicht sein Verhalten nicht rechtfertigt, um Amaterasus Willen, aber zumindest teilweise erklärt. Würde ich ihm jedoch auch nur den Arm brechen … das würde Mamas Herz brechen. Noch ein Grund mehr, das Pulverfass Saki weit wegzurollen, hehe~. I'm a dangerous girl, rawr~“ Und da waren wir wieder am Anfang unserer Bekanntschaft. Hallo, ich bin Saki. Ich bin übrigens sehr böse und gefährlich, vielleicht sogar tödlich. Habe ich bereits erwähnt, dass ich böse bin? Die brünette Asiatin blickte mich etwas verloren mit ihren dunklen Katzenaugen an, blinzelte ein paar mal behäbig und ließ sich leicht zur Seite fallen, um sich an mich zu lehnen. Mit einem Schlag kribbelte mein ganzer Körper, den ich selbst nach dem unfassbar starken Reisschnaps in allerbester Deutlichkeit spürte. Meine langen Blitzaohren zitterten wie Espenlaub, mein Schweif irrte ruhelos über den Boden aus gestampften Lehm. Es war an der Zeit, langsam nach Hause zu gehen.

      Zurück bei Onkelchen in der dunklen Nacht war ich zutiefst überrascht, dass genau dieser mir um diese Zeit begegnete, zirpten doch nicht einmal mehr die Ninjask, die ihren Schönheitsschlaf für die kommende Morgendämmerung nahmen. Hätte ich vor fünf Jahren noch die Hölle für meinen nächtlichen Ausflug heiß gemacht bekommen, war auch ihm völlig bewusst, dass diese Entscheidung niemandes außer meine selbst war, die einer jungen, erwachsenen Frau.
      „Hey, wie war dein Tag, Onkel?“, fragte ich unbefangen, im matten Licht seiner Handlaterne hoffentlich weniger zerzaust und angetrunken scheinend als ich es tatsächlich war.
      Und hier wurde mir klar, dass sein Fokus auf anderen Entscheidungen lag, die ich gerne nach seinem Gusto treffen sollte: „Durchwachsen. Kaiserin Kagayaku hat mich mit funkelnden Goldaugen von irgendwelchen wahnwitzigen Plänen eines 'Château de Mitour' unterrichtet, mal völlig abgesehen von dem Fakt, dass nach Entei nun auch Raikou Opfer der 'Medusa von Zappango' wurde. Wenn du diese Person zufällig totgeschlagen hast, kann mein Tag sogar noch überdurchschnittlich gut werden. Denn dann sind wir reich!“ Ich erstarrte. Mein Gehirn stellte sofort die Verknüpfung zu meiner neuen Freundin her, die mich nicht mehr aus ihrem Bann ließ, doch mein Herz wollte just in diesem Moment um Verzweiflung schreien, laut, schrill und in Furcht. Wie bestellt und nicht abgeholt schwankte ich auf den Tatamimatten von einem schwarz besockten Fuß zum Anderen, als würde mich mein Gleichgewicht jeden Moment im Stich lassen. Wenn dies die Wahrheit war, vertrug ich diese noch viel schlechter als den kräftigsten Alkohol. Ich hatte Saki viele Fragen gestellt, nur eben nicht die eine, die unangenehme – die zur Versteinerung der Pokémon. Quo vadis, Elaine?

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    • ROCK AND RAWWWWRRR!! :haare: Das klingt nach einer Menge Flausch, nyom. .3. Oder eher nicht nyom, weil Yomi wieder alles kaputtmachen muss! q_q Manche Yomis ändern sich nie. ;(

      Coucoucou~ … ich bin nicht hier, um Ärger zu machen. Ich musste einzig und alleine mit diesem liebenswürdigen Wesen die Oberfläche erreichen, ohne meine Haupttunnel und -stollen zu zerstören.
      Ähm, ja guuuut? >__> Troll-Yomi?

      Deswegen werde ich mich nun auch wie beabsichtigt zurückziehen und weitere Vorkehrungen treffen, ma chère. Au revoir~!
      Und schon ist sie wieder weg. xDD Zuerst baut sie den großen Auftritt auf und dann ... puff. Nichts da. Nyom? .3.

      Ein Schnurrbart und ein verhältnismäßig dünner Bart am Kiefer bildeten nur Anfangs- und Endpunkt einer bis dato einmaligen Formation schwarzer Barthaare: links und rechts vom Kinn standen sie als eine Art komplett unförmiges Gebüsch ab, wurden sogar immer breiter statt schmaler, je weiter sie sich von seinem Gesicht entfernten!
      O-okay, wer ist das? xD Und wie das wohl aussieht? Bestimmt skurril. .~.

      … vor drei Jahren, als das Verlassen des Landes noch unter Todesstrafe stand, hat unser Fürst ein Dutzend wissbegierige Samurai in den Westen geschickt, damit unser Fürstentum Shatsuna, der Stern des Südens, unserem gesamten Land die Moderne bringt.
      Ach ja, vor DREI Jahren ... :'D Der hat aber auch die Ruhe weg. In diesen drei Jahren hat sich sein Land von Grund auf geändert und es ist noch kein Ende in Sicht! D:

      Nicht einmal von einem Fürstentum Shatsuna hatte ich gehört, bis Charlie auf seiner Landkarte mit dem Finger Weltreisen unternahm und letztlich am südlichsten Punkt des Inselreiches angekommen war.
      Aaaah, also wirklich Satsuma? ^^ Na dann ist das Königreich Ryukyu nicht fern! °O° Das existiert zu der Zeit sogar technisch gesehen noch, wenn ich mich nicht irre. 8D

      Und dann sprach er noch perfekt eine Fremdsprache … bis mein Blick hinüber zu einem silbergekrönten Pokémon mit eisblau leuchtenden Augen glitt – einem Laschoking! So funktionierte also Telepathie von Mensch zu Pokémon.
      Warte ... Das Laschoking redet mit den drein? :was: Aber hätte man das nicht früher gemerkt, wenn das Ganze Telepathie ist und sich der Mund von dem Typen nicht bewegt? °~°? Ich bin verwirrt! xD

      „Saki, deine Augen sind ja wie Schokolade! Dunkel, süß und sicher auch lecker, nyom!“
      Okaaay! :tlol: Also wenn eine halbwegs-so-ziemlich Fremde wie Elaine das so aus dem Nichts sagt, dann wäre ich erst einmal ... baff. >.>"

      „Deine Ohren sind wie Bananen, m-mit schwarzen Schlieren. Ma-macht man sich so im Westen Komplimente?!“
      Das ist ja definitiv das Sheila-Niveau des Antwortens. :tlmao: Pestgirl hat es halt drauf, ya. 8)

      Shamisen! :d:

      Uh, eine Kneipe also? In Jabban? Das klingt in der Tat gemütlich! Zeit für Sakeeee!~ ^q°

      Bier aus deiner Heimat, klarer Sake, matter Sake, Umeshu-Pflaumenwein und zum Schluss noch ein edles Tröpfchen Shochu, einem Reisschnaps aus Shatsuna!
      Apropos, Shatsuna klingt wie Mishato;A;, die Satsuma ausspricht. xD Obwohl ... Satsuma ist ganz im Süden von Japan gewesen. Okay, dann macht das Ganze auch Sinn. :was: Die Ur-Mishatonesen! o/

      Vertrau mir, schmeckt gut, zumindest in Maßen. Tut auch gut, zumindest in Maßen.
      -- eine akkurate Beschreibung von so ziemlich allem Trinken und Essen auf diesem Planeten *außer Natto, anscheinend, ufufufu~*

      … man hätte wohl einen Sakefachmann bestellen müssen, der einer Laiin wie mir ausführlich die Unterschiede zu der vorangegangenen Version aufzeigte, denn ich fand sie nicht.
      Fun Fact: "Laiin" sieht aus wie "Lanie", wenn Elaine betrunken ist. Oder eine betrunkene Roxy ihre Schwester ruft. Apropos, apropos! Betrunkene Lanie confirmed? °3° Bestimmt wird sie so ganz anhänglich.

      Es schmeckt nicht nach Saki!
      Ist das Absicht oder meint sie wirklich sich selbst? xDD

      Es schmeckt nicht nach Saki! Ich meine … es heißt Umeshu, natürlich schmeckt es nach Ume, also Pflaume.
      Die Frage hier ist ... Reden die gerade Englisch oder Japanisch? xD Wenn letzteres, dann wäre das ja eine echt ulkige Unterhaltung: "Ich meine ... es heißt Pflaumenwein, natürlich schmeckt es nach Pflaume, also Pflaume!" :hihi: Aber gut, Ume ist eine eigene Pflaumenart, also ist das schon egal. Egal! :D

      „So so, wie schmeckt denn Saki?“
      Aaah! Oooh! Uuuh! xD Also Saki ist auch nicht mehr bei 0 Promille, oder? ;3

      Der Holzschnitt zeigte eine nackte Asiatin mit prachtvollem, voluminösen, schwarzem Haar, die es auf dem Rücken liegend genoss, wie sämtliche ihrer Körperöffnungen von den Tentakeln zweier Octillery untersucht wurden.
      o////o :tlmao:

      Tamamo: Wäre das nicht ein belustigender Zufall, wenn die beiden sich nicht doch in einem Bordell verirrt hätten? Fufufufu!~ x3
      Kuzunoha: .~.
      Tamamo: Warum starrst du mich so fragend an? .~. *imitiert Nono*
      Kuzunoha: Nun ja, deine Gedankengänge sind äußerst amüsant. .3.
      Tamamo: Und es ist höchst interessant, dass du von deinem Dasein als leichtes Mädchen ablenken willst, indem du MIIICH als Dirne verunglimpfst. .3. Schätzchen.
      Kuzunoha: Schätzchen. ò.o

      ES TRAF NICHT JEDERMANNS GESCHMACK. Wenn dieses Bild es jemals in den Westen schaffen sollte, würde die Kirche wahrscheinlich buchstäblich in ihren Grundfesten erschüttert werden.
      Ketzerei! Blasphemie! :tlol: Tja, das ist wirklich eine ganz andere Kultur. Stell dir mal einen Shinto-Priester mit der Einstellung eines christlichen Priesters aus dem 13. Jahrhundert vor. Sähe wahrscheinlich so aus:



      Ja, ich liebe dieses Bild. ;w;

      Es war beeindruckend, wie unterschiedlich mit manchen Themen in verschiedenen Kulturkreisen umgegangen wurde.
      Na ja, die unzählige Kami, die es gibt, werden kaum einen einheitlichen Lebenscodex haben, das wäre schon krass. xDD Und vor allem einen so strengen wie die Zehn Gebote. öwö

      Kuzunoha: Mein einziges Gebot wäre....
      Tamamo: Meine Seele zu exorzieren? ò.u
      Kuzunoha: ... Eher Gegenteiliges. q_q
      Tamamo: ò.o?
      Kuzunoha: Kann sich nicht einfach jeder in Ruhe lassen? ;A;

      Ich will auch so frei sein! Wie im Westen! In den Westen! Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Mann!
      Uff. xD Dat Ironie. Von Japan aus sind die USA doch im Osten, oder? Also ja, auf jeden Fall sind die USA östlich. xD Und im Europa des späten 19. Jahrhundert will wohl keiner leben. owo"

      Was glaubst du denn, wieso ich deine Sprache so gut spreche?
      Ahaa, also doch Englisch! 8D Hmm, da müssten sich doch die anderen Gäste umschauen, für die ist das bestimmt befremdlich. Aber andererseits sind eh alle betrunken und laute Musik spielt, yay. °3° Betrunkene sind immer glücklich!

      Nicht mal Shuzo weiß es, aber meine Eltern würden wohl eskalieren.
      Waaaaas, sie hat ELTERN?! q_q Okay, das ist eine Überraschung. Irgendwie habe ich mir die Geschwister als Waisen vorgestellt! ^^

      Meine langen Blitzaohren zitterten wie Espenlaub, mein Schweif irrte ruhelos über den Boden aus gestampften Lehm.
      Man stelle sich vor, sie verliert vor Trunkenheit die komplette Kontrolle und brutzelt aus Versehen alles mit ihren Fähigkeiten weg! q_q Betrunkene Setsuna = Izanami höchstpersönlich, sie vernichtet ALLES. >_>

      Wie bestellt und nicht abgeholt [...]
      Oh mein Gott, das ist ja GENIAL!! :tlmao:

      Ooooh, ein Plottwist. Tja, wenn das nun wirklich Saki ist? Also wäre schon gut vorzustellen, dass man jetzt ewig denkt, sie ist es, aber sie es doch nicht ist, weil zu offensichtlich. Joa ... Wo geht sie hin, die Elaine? Was ist ihr Schicksal? q_q Eine Schokolanie zu werden bestimmt nicht.


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • ROCK AND RAWWWWRRR!! Das klingt nach einer Menge Flausch, nyom. .3. Oder eher nicht nyom, weil Yomi wieder alles kaputtmachen muss! q_q Manche Yomis ändern sich nie. ;(
      Yomi: Sei doch froh, so gibts mehr Oui-Oui für alle! Stell dir vor, das würde sich ändern! Dann würdest du weinen und verhungern, ganz ohne Flausch, nyom. .3.


      Und schon ist sie wieder weg. xDD Zuerst baut sie den großen Auftritt auf und dann ... puff. Nichts da. Nyom? .3.
      Yomi: Napoléon fiel ja auch nicht in Russland ein, bevor er in der Revolutionsarmee gedient hat. Alles mit der Zeit, Vorbereitungen müssen genyommt ... eeeu getroffen werden! ò-ó

      O-okay, wer ist das? xD Und wie das wohl aussieht? Bestimmt skurril. .~.
      [IMG:https://www.biografiasyvidas.com/biografia/o/fotos/okubo.jpg]
      Jonathan Frakes: Entscheiden Sie selbst!

      Ach ja, vor DREI Jahren ... :'D Der hat aber auch die Ruhe weg. In diesen drei Jahren hat sich sein Land von Grund auf geändert und es ist noch kein Ende in Sicht! D:
      (Der hat schon in den drei Jahren viel gearbeitet und sich bemüht, das Land zu modernisieren, mithilfe von westlichem Wissens. Er ist eine der treibenden Kräfte hinter all diesen Änderungen.^^)

      Aaaah, also wirklich Satsuma? ^^ Na dann ist das Königreich Ryukyu nicht fern! °O° Das existiert zu der Zeit sogar technisch gesehen noch, wenn ich mich nicht irre. 8D
      Kamataros: Richtig, Ryukyu befindet sich südwestlich von Nord-Mu, und Satsuma befindet sich nordwestlich davon. Es existiert tatsächlich noch, auch wenn sein Einfluss als Macht eher ... überschaubar ist. Wir hätten Ryukyu natürlich auch gerne annektiert, aber Satsuma war wohl schneller.
      Roxy: Dann klauen wir es denen einfach! 8D Die waren zu blöd, Königin Nuuna ihr gerechtes Grab zu gewehren!
      Kamataros: Genau, erklären wir denen einfach mal den Krieg. Roxanne ... bitte.
      Roxy: °3° Wär lustig.
      Kagayaku: Das kann nur ein junges Wesen sagen, das den Krieg nie selbst gespürt hatte. Was mich nicht vom Armeenführen abhält, haha.

      Warte ... Das Laschoking redet mit den drein? Aber hätte man das nicht früher gemerkt, wenn das Ganze Telepathie ist und sich der Mund von dem Typen nicht bewegt? °~°? Ich bin verwirrt! xD
      Elaine: Er redet Japanisch, Laschoking lässt uns die Stimme des Politikers in Englisch erscheinen, so einfach. ^^
      Saki: Mann, die sollen einfach Englisch lernen. Macht vieles einfacher.

      Okaaay! Also wenn eine halbwegs-so-ziemlich Fremde wie Elaine das so aus dem Nichts sagt, dann wäre ich erst einmal ... baff. >.>"
      Saki: Wem sagst du das ... ._."
      Elaine: Sakiiii ... werd wieder betrunken, da warst du ... naja, lockerer? ^^"
      Saki: :/ So ganz blöd in Biologie bist du ja tatsächlich nicht. Stell dir mal vor.
      Elaine: *huff* ): I gonna nyom you.
      Saki: Kay.


      Das ist ja definitiv das Sheila-Niveau des Antwortens. Pestgirl hat es halt drauf, ya. 8)
      Saki: 8)


      Uh, eine Kneipe also? In Jabban? Das klingt in der Tat gemütlich! Zeit für Sakeeee!~ ^q°
      Saki: Sake-Saki serviert Sakaier Sake in Satsumasendai, in Satsumasendai servierter Sakaier Sake-Saki-Sake.
      Elaine: Nope. ô.o

      Apropos, Shatsuna klingt wie Mishato;A;, die Satsuma ausspricht. xD Obwohl ... Satsuma ist ganz im Süden von Japan gewesen. Okay, dann macht das Ganze auch Sinn. Die Ur-Mishatonesen! o/
      Misato: ô.ô Alter wie ich Shatsuma aussprech kannsch du gar net wissen, ja? Boa nervt ihr Pischnelken mich alle wieder, Mann!
      Ran: Close enough. Zeit, unser nächstes Kapitel weiterzuschreiben, hab genug schokosüßen Laniezuckerkram konsumiert.
      Elaine: Werd ja nicht frech! ò.o

      -- eine akkurate Beschreibung von so ziemlich allem Trinken und Essen auf diesem Planeten *außer Natto, anscheinend, ufufufu~*
      Min: Natto in den Vulkan.
      Mayu: Ich dachte, als echtes Wakayamagirl wäre Natto schlimm. Dann wurde ich mit der Gabe einer Katzennase ausgestattet und ... großer Arceus, es ist noch zehnmal widerlicher als zuvor vermutet. x.x *drops ded*

      Fun Fact: "Laiin" sieht aus wie "Lanie", wenn Elaine betrunken ist. Oder eine betrunkene Roxy ihre Schwester ruft. Apropos, apropos! Betrunkene Lanie confirmed? °3° Bestimmt wird sie so ganz anhänglich.
      Roxy: Laaaaaaaaaiiiiiiiin! Bring mir die Hühnerknubbel, Mädel! x)
      Elaine: *torkel* Roxy-chaaaan, das hast du nicht bestellt! Aber hier sind Tintenfischarme mit Seegras, probier mal, Sis. =w=
      Roxy: *starrt auf den Holzschnitt in der Kneipe* ... Ò_o ... *stößt das Essen weg* KYAAAAAAAAAAH!
      Elaine: *kuschelt sich an ihr Schwesterchen und schleckt ihr Öhrchen*
      Roxy: Laaaaaiiiiiin-chaaaan jag mir nie wieder so viel Angst ein! T_T ;w;
      Elaine: Nyau~ ... `=w= ... zzzz ...


      Die Frage hier ist ... Reden die gerade Englisch oder Japanisch? xD Wenn letzteres, dann wäre das ja eine echt ulkige Unterhaltung: "Ich meine ... es heißt Pflaumenwein, natürlich schmeckt es nach Pflaume, also Pflaume!" Aber gut, Ume ist eine eigene Pflaumenart, also ist das schon egal. Egal! :D
      Saki: Meistens Ingrish, und ja, im Original würde der Satz so lauten: "I mean ... it's called Umeshu, ofc it tastes like ume which actually IS plum."
      Elaine: Sakiiiiiiii~ x3 Du bist meine Pflaume!
      Saki: o///o

      Aaah! Oooh! Uuuh! xD Also Saki ist auch nicht mehr bei 0 Promille, oder? ;3
      Saki: Thehe, ich fürchte nicht, Schätzchen~ ;3 *beißt sich auf die Lippe* Atsui ... ;w; *fächel*


      Tamamo: Wäre das nicht ein belustigender Zufall, wenn die beiden sich nicht doch in einem Bordell verirrt hätten? Fufufufu!~ x3
      Kuzunoha: .~.
      Tamamo: Warum starrst du mich so fragend an? .~. *imitiert Nono*
      Kuzunoha: Nun ja, deine Gedankengänge sind äußerst amüsant. .3.
      Tamamo: Und es ist höchst interessant, dass du von deinem Dasein als leichtes Mädchen ablenken willst, indem du MIIICH als Dirne verunglimpfst. .3. Schätzchen.
      Kuzunoha: Schätzchen. ò.o
      Elaine: Das hätte auch passieren können und wäre eine recht einzigartige Erfahrung gewesen, ja. o///o
      Saki: Vielleicht nächstes Mal. *shrug*
      Elaine: Wa-was? W-willst du Nono-chan und Tammy-chan treffen?
      Saki: Das schon, aber vor allem will ich, dass du Ironie lernst, Blondchen. ò.o
      Elaine: Schokohaar! >:
      Saki: :P
      Elaine: *flausch*
      Saki: Ouaaah! O///O"


      Ketzerei! Blasphemie! Tja, das ist wirklich eine ganz andere Kultur. Stell dir mal einen Shinto-Priester mit der Einstellung eines christlichen Priesters aus dem 13. Jahrhundert vor. Sähe wahrscheinlich so aus:



      Ja, ich liebe dieses Bild. ;w;
      Saki: Schon treffend, ne x)

      Na ja, die unzählige Kami, die es gibt, werden kaum einen einheitlichen Lebenscodex haben, das wäre schon krass. xDD Und vor allem einen so strengen wie die Zehn Gebote. öwö
      Ran: Du darfst keinen Gott neben mir haben. Mann, darauf hätte ich mal früher kommen sollen, aber tausend Jahre später war ich ja schon Regenwürmer mit Yomi züchten.
      Min: Mit Yomi? Sicher, dass es keine Escargots de Bourgogne waren? :tlmao:
      Ran: Vielleicht ist Hades ja einfach nur ein ahaha a Frosch mit lecker Cuisses de grenouilles?


      Kuzunoha: Mein einziges Gebot wäre....
      Tamamo: Meine Seele zu exorzieren? ò.u
      Kuzunoha: ... Eher Gegenteiliges. q_q
      Tamamo: ò.o?
      Kuzunoha: Kann sich nicht einfach jeder in Ruhe lassen? ;A;
      Min: Nono zu flauschen! x3 :w: :knuddel: Nono ist die Beste! Wäre ich noch 15, würde ich mir Poster von dir in die Wand hängen! °_°
      Ran: Mann, Nono ist echt langweilig.
      Inari: Oder intelligent. ò.o Sie ist einfach nicht der Typ für Ärger und das ist auch gut so.
      Ran: ò.o


      Uff. xD Dat Ironie. Von Japan aus sind die USA doch im Osten, oder? Also ja, auf jeden Fall sind die USA östlich. xD Und im Europa des späten 19. Jahrhundert will wohl keiner leben. owo"
      Kagayaku: Naja, aber du sagst ja stellvertretend immer "der Westen", weil die Karten eurozentrisch sind. Alles ging von England aus, daher hat sich das so festgesetzt. :ka:
      Yomi: Keiner will im Zeitalter des Fin de Siècle leben? Mon ami, wenn dir die glorreiche Ära zwischen 1914 und 1918 oder 1940 und 1945 besser gefällt ... o.o"
      Marie: Geil, dann gibts endlich mal saubere Häuser in Sarreguemines und in der restlichen Provinz. °O°


      Ahaa, also doch Englisch! 8D Hmm, da müssten sich doch die anderen Gäste umschauen, für die ist das bestimmt befremdlich. Aber andererseits sind eh alle betrunken und laute Musik spielt, yay. °3° Betrunkene sind immer glücklich!
      Elaine: Die raffen das nicht. .3. Wie du bereits gesagt hast.
      Kagayaku: Gibt leider genug Betrunkene, die aggressiv und somit total gefährlich werden. :x So einfach ist die Rechnung nicht ...
      Elaine: Wie siehts bei dir aus, Kagy?
      Kagayaku: Flauschig und anhänglich ^-^
      Elaine: Yay! x3 *sie fest drück*
      Kagayaku: *Ohr schleck* :3


      Waaaaas, sie hat ELTERN?! q_q Okay, das ist eine Überraschung. Irgendwie habe ich mir die Geschwister als Waisen vorgestellt! ^^
      ((Ich hab so viele Waisencharaktere, da ist das sogar mal ganz erfrischend, haha. Aber ja, beide Gedankengänge wären möglich gewesen^^))

      Man stelle sich vor, sie verliert vor Trunkenheit die komplette Kontrolle und brutzelt aus Versehen alles mit ihren Fähigkeiten weg! q_q Betrunkene Setsuna = Izanami höchstpersönlich, sie vernichtet ALLES. >_>
      Kagayaku: Man sollte sie dann wirklich nicht reizen, das ist schon richtig und wichtig. ^^"
      Setsuna: Aber wer sich zu mir edel verhält, der bekommt es mit einer charmanten Lady zu tun. ;D
      Sheila: Wenn sie trinkt, lächelt sie mal wenigstens. Vorher hat sie ja wenig Charmantes an sich, eher ein dauerndes "I gonna kill you, bitch"-Gesicht. -.-"
      Setsuna: Ja, weil du nur aus deiner Erfahrung sprichst! Wie soll ich bei dir auch lächeln? ò.o
      Sheila: -.-" *streckt ihr die geöffnete Hand hin* Blas mal.
      Setsuna: *schnaub*
      Sheila: *Alle Finger außer der in der Mitte klappen um* Papungha, Papungha, Geowaz, Papungha, Papungha.
      Setsuna: ò__________Ó GROAR!
      Kagayaku: Auszeit, ihr Süßen. ^^"


      Ooooh, ein Plottwist. Tja, wenn das nun wirklich Saki ist? Also wäre schon gut vorzustellen, dass man jetzt ewig denkt, sie ist es, aber sie es doch nicht ist, weil zu offensichtlich. Joa ... Wo geht sie hin, die Elaine? Was ist ihr Schicksal? q_q Eine Schokolanie zu werden bestimmt nicht.
      Saki: Das erfahrt ihr in der nächsten Folge von "Life is Chocolate" °O°
      Elaine: Hmmm ... nicht das schlimmste Schicksal, eine leckere Schokolanie zu werden, nyaa~ xP
      Charlie: Erzähl keinen Blödsinn, wir brauchen dich aktiv, lebendig und quirlig an unserer Seite! Du bist mein Schwesterchen.
      Roxy: Und meins auch, yaya! ;w;
      Elaine: x3 *die beiden und Saki zerknuddel* Ich werde nur eine temporäre Schokolanie, spart euch dann den Nachtisch! :P Aber was ich "hauptberuflich" werde? Eine zweite Sheila? Wer weiß.
      Misato: Oder mach irgendwat mit Medien. =_= So wie alle. Youtube und sowas noch als Hobby.
      Ran: Beauty-Guru Mishato, ich schmeiß mich weg.
      Misato: Alter, Ranana-Banana, dafür bin ich wirklich der falsche Typ. xP
      Ran: Z_____Z Das war ein Doppelstrike. Nenn mich noch einmal so und es fallen Sternschnuppen, aber aus scharfem Metall, ohne Zimtgeschmack!

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Kapitel XIX - Eight, Nine, Three

      Mein Leben stand Kopf. Zusammengefasst, völlig klar denken konnte ich selbst am nächsten Morgen nicht, denn ich war noch beinahe genauso müde wie vorher, doch dafür fühlte ich mich noch irgendwie anders ausgelaugt. Dabei hatte ich gestern vielleicht eine der aufregendsten Nächte meines Lebens genossen! Doch es war Saki, die mich hin- und herriss. Das Pokémon versteinern konnte nur sie gewesen sein, denn was hätte eine Sphinx davon gehabt? Anders gefragt, inwiefern profitierte sie mit diesen „absorbierten Seelen“, wenn es das war, wovon ich damals im niedergebrannten Wald Zeugin wurde. Eine Dose Fisch und ein Glas Tomatensaft zum Frühstück mussten ausreichen, um wieder einigermaßen auf die Beine zu kommen. Roxy war bereits aus dem Haus, um sich wieder mit dem Sphinxenkaiser zu treffen, während Charlie sich dazu entschlossen hatte, Namika einzuladen. Wohin? Das hätte mein liebster Bruder mir vielleicht verraten, aber sicher nicht meinem Onkel. Schlussendlich blieb die Arbeit wieder an der kleinen Lanie hängen, aber wenigstens diktierte mir Claudio zur Abwechslung etwas Aufregenderes: „Es gibt eine Geisha, der von zwielichtigen Personen aufgelauert wird, aber keine Sorge, ihr Englisch ist hervorragend. Du und Oz, ihr werdet sie eskortieren, denn die entsprechende Person dafür hat sich die Cholera eingefangen. Wir arbeiten an langfristigem Ersatz.“ Was konnte denn da schon schieflaufen? Meine Gedanken trieften nur so vor Ironie und Sarkasmus, als ich mich mit einem kurzen Zuzwinkern mit Oz in Kontakt setzte, der sich sofort aufplusterte und auf mich zu stolzierte. Dann soll er sich mal beweisen.

      Ein Takoyaki-Imbiss, ein kleiner Stand für runde, würzige Teigbällchen mit Oktopus-Füllung, diente mir als erste Anlaufstelle, um meine Klientin kennenzulernen. Sie sah eben genauso aus, wie eine Geisha auszusehen hatte – in einem edlen, reich und farbenfroh verzierten Kimono gekleidet, weiß geschminkt, weinrote Lippen. Ihr schwarzes Haar war in einer komplizierten Duttfrisur angerichtet, doch die Haarornamente beschränkten sich auf einen Schildpattkamm. Stattdessen glänzte sie mit dunkelbraunen Katzenaugen, die scharfen Verstand und Witz vermuten ließen, leider aber blitzte viel mehr eine Charaktereigenschaft namens Arroganz hervor. Allein wie sie bereits ihre Finger bewegte und die Lippen kräuselte erinnerte mich an irgendeine verbitterte Schnepfe, die jede westliche Teerunde in eine Lästerorgie verwandelte. Wenn ich ertrinken wollen würde, dann in Tee und nicht in Spott. Oder eben in Schokolade, was sich offenbar schneller herumgesprochen hat, als ich dachte.
      „Da ist ja das kleine Blondchen. Du musst Elena sein, oder? Dein Onkel hat gesagt, dass man dich leicht mit diesem süßen braunen Zeug bestechen kann. Aber keine Angst, hier werden dich nicht viele korrumpieren können“, überrumpelte sie mich förmlich und zündete sich eine Zigarette an.
      Oz war sich vielleicht nicht ganz bewusst, dass sie ihn nicht verstehen konnte, doch das tat seiner Vorstellung keinen Abbruch: „Sei gegrüßt, Mensch! Ich bin der große Oz und ich werde dich vor den Gefahren des Fernen Ostens schützen! Leg dein Leben in meine Hände!“
      „Was'n das für'n Ding?“, spottete die Meisterin der traditionellen zappangischen Künste mit zusammengekniffenen Augen, während sie ein paar Rauchwölkchen ausatmete: „Das nimmt man doch nicht zur Arbeit mit, du kleines Naivchen.“ Mit offenem Mund starrte ich sie fassungslos an. So übertölpelt war ich von ihrer Wortwahl, geschweige denn ihrer Intention.
      Natürlich konnte sie es selbst dann nicht lassen, an uns zu mäkeln: „Mund zu, Karpador. Wie sieht das denn aus? Also, ich muss durch ein berüchtigtes Viertel voller Zocker und Souvenirhändler. Hab bei denen Schulden wegen Zigaretten und so 'nem Kram. Die gehen wir jetzt gemeinsam abbezahlen, yay!“ YAY! Wie sympathisch sie mir doch war, mir, der kleinen, süßen Lanie, die doch eigentlich jedem erstmal eine Chance gab. Oz zeterte beleidigt irgendetwas, aber sie verstand Pokémon ohnehin nicht, sodass ihre Aufmerksamkeit ausschließlich mir galt, oder eben einem leckeren Fleischspießchen, das von einem Kussilla umhergetragen wurde.
      „Ich will das haben, klau' es!“
      Verwundert blinzelte ich, meine Ohren in einer undefinierbaren Form gekrümmt: „Wie bitte? … Übrigens, mein Name ist Elaine.“
      „Klau' es. Das da, da vorne der Spieß, du Dummerchen!“
      „Na dann kauf' dir doch selber einen“, zischte ich ungehalten, was erlaubte die sich denn bitte schön? Dabei sei nebenbei angefügt, dass sie jünger war als Kagayaku – also auch physisch und nicht nur chronologisch.
      „Ich hab Schulden, hörst du mir überhaupt zu? Das ist deine Arbeit!“
      „Jaja, ich kaufe dir so ein Ding, alles klar?“
      „Nein! Ich will das kleine beschissene Drecksbalg heulen sehen! Ich hatte eh vorhin Takoyaki, der Spieß ist mir doch scheißegal!“
      „Hör zu, du blöde Kuh, ich werde für dich keinen Ärger mit dem Gesetz bekommen, weil du einem Babypokémon den Tag verderben willst, weil dir meiner noch nicht reicht!“
      „Soooo redest du nicht mit mir, es ist dein Beruf, höflich zu bleiben!“, keifte sie nun, doch ihre schneeweiße Gesichtsbemalung verbarg, wie rot ihr Gesicht nun tatsächlich vor Wut gefärbt war.
      Über dieses Missverständnis klärte ich sie allerdings liebend gerne auf: „DEIN Beruf verlangt von dir, die Contenance nicht zu verlieren! Ich hingegen habe einzig und allein den Auftrag, für deine physische Sicherheit zu sorgen! Selbst wenn du mit einem Heulkrampf zusammenbrichst habe ich meinen Auftrag erfüllt und keiner wird mit dir Mitleid haben, weil du eine arrogante, blöde Ziege bist!“ Einmal ordentlich Luft herauslassen … es tat so unglaublich gut.
      „Weißt du, Elena, du hast recht. Ich, Hinagiku aus dem Hause Kameyama, gebe dir recht“, schmunzelte sie wie ausgewechselt, als sie auf einem Bambuszaun Platz nahm: „Dein Auftrag ist es, solange bei mir zu bleiben, bis ich den Zielort erreicht habe und mich zu schützen, sonst nichts, nicht wahr?“ Ich nickte, erleichternd seufzen, dass Hinagiku, wie sie sich mir endlich mal vorstellte, zu Vernunft gekommen war.
      „Das heißt, wenn ich nicht weitergehe, wirst du keinen Feierabend haben. Nach Stunden bezahlt wirst du auch nicht. Und glaube ja nicht, dass ich epicht darauf bin, meine Schulden bei diesen Pennern abzubezahlen“, setzte sie fort. Ich zitterte stattdessen am ganzen Körper, mir stockt der Atem und ein riesiges Geowaz rollte gerade von meiner Speiseröhre aus schnurstracks in meinen Magen.
      So unfair, dass sie mich hier auf ewig versauern ließe, war sie natürlich nicht: „Elena, ich gebe dir die Chance, dich ausführlich bei mir auf den Knien verbeugend zu entschuldigen und dich zu zügeln, damit ich deine Begleitung wieder zu schätzen weiß.“ Nun, was sollte ich tun? Knien und Demut zeigen und ihr somit in den Hintern kriechen? In Anbetracht des riesigen Stocks in diesem schien mir dieser Lösungsweg leider unmöglich – etwas Anderes musste herhalten. Die Einzigen, die sie freiwillig wieder auf die Beine brachten, waren die Verbrecher selbst.
      „Siehst du die Typen dahinten? Schau mal, die gucken genau in unsere Richtung! Das sind die, die hinter dir her sind, wenn ich du wäre, würde ich mich jetzt beeilen“, deutete ich mit meinem Schauspieltalent und hektischen Kopfbewegungen an, die Ohren etwas angsterfüllt an meine Schläfe gepresst. Mir war klar, dass diese Männer einzig und allein noch nie eine blonde Ausländerin gesehen hatten, aber etwas Anderes war mir nicht in den Sinn gekommen. Hinagiku gehorchte aufs Wort, stand auf und trippelte auf ihren Geta, den wenig bequem scheinenden Holzsandalen, die Straße entlang der Imbisse und Souvenirstände, die allen möglichen Ramsch, aber auch hochwertigere Produkte wie Messer, Teekessel oder Lampen verkauften. Es war unmöglich für uns, durch die Menschenmengen zu erkennen, ob wir verfolgt wurden oder nicht, aber dieser belebte Wochenendsmarkt kam für mich wie gerufen, obwohl ich selbst gerne gemütlich dort entlang geschlendert wäre. Zügig führte sie mich durch die Gassen, doch aufgrund ihrer hölzernen Behinderungen unter den Füßen kam ich gut hinterher.
      Oz war weniger begeistert von unserer Idee, einfach wegzulaufen: „Wieso stellen wir uns ihnen nicht einfach? Wir sind doch viel stärker!“ Ich fauchte stattdessen, denn mir schwebten stattdessen zahlreiche in Kimonos gehüllte Rücken vor den Augen, denen ich irgendwie ausweichen musste, bevor Hinagiku, das Knogga und ich eine weniger belebte Zone am Stradtrand erwischten. Die hölzernen Lagerhäuser der Großhändler der Handelsmetropole Megaoka sahen alle gleich aus. Groß, lang, rechteckig, kurzum langweilig – ein großartiges Versteck für Ganoven und ihre obskure Beute. Das Haupttor war aus offensichtlichen Gründen verriegelt, sodass ich in einen durch überdachte, dunkle Gässchen begrenzten Eingangsbereich geführt wurde. Das Beste an der ganzen Sache war, dass ich von Hinagikus arroganten Sprüchen verschont blieb. Doch die andere Seite der Medaille – ihre Gläubiger mussten ganz schön etwas auf dem Kerbholz haben, sonst hätte sie sich nie so leicht überzeugen lassen …



      Ein hölzernes Lager, das Holz lagerte, bot einen farblich sehr monotonen Empfang. Kisten und andere Gegenstände aus Holz oder Bambus würden jedem Sicherheitsbeauftragten die Haare zu Berge stehen lassen, denn die Fluchtwege hier waren wenig transparent, dafür aber verwinkelt und verschachtelt, geradezu ideal, um Hinterhalte zu planen und sämtliche Gäste in unliebsame Fallen zu locken. Natürlich dauerte es nicht lange, bis wir die Aufmerksamkeit auf uns zogen. Als wir widerstandslos etwas weiter ins Innere vorgedrungen waren, hörten wir ein rhythmisches Schnippsen sich uns nähern. Mit war zu Beginn nicht einmal klar, ob es sich um ein Echo des Geräuchs handelte, doch schon wenige Augenblicke später stellte sich heraus, dass da zwei Gauner schlurfend im Anmarsch waren.
      Die selbstverliebte Geisha hatte sich glücklicherweise bereits vor der Lagerhalle ihres Zigarettenstummels entledigt und kündigte den Kund für unser Kommen an: „Hey, ihr da! Bringt mich zu Naoya, ich habe das Geld!“ Die beiden unrasierten Halunken, einer dick, der andere wohl etwas doof, blickten sich gegenseitig an und stapften weiter auf uns zu. Was sollte denn dieses alberne Geschnippse?
      „Mag ja sein, S*hlampe, aber schon vergessen, dass du uns auch noch Asche schuldest?“, platzte es aus der Lauchstangen ungehalten heraus. Nicht nachdenken, aber keine Muckis haben … gewagte Mischung.
      Mit beiden Ohren nach vorne geklappt, versuchte ich die Ruhe in dieser ungewohnten Umgebung etwas zu bewahren, doch die Voraussetzungen waren denkbar schlecht, wie Hinagiku offenlegte: „Euer Geld? Nein, das ist schon in der Summe für Naoya drin. Er gibt euch euren Teil.“
      „Soso? Er gibt uns unseren Teil? Dann kennst du unseren Boss ja besser als wir“, merkte der Erfahrenere und Ältere der beiden mit einem süffisanten Lächeln und gespielt hochgezogenen Augenbrauen an: „Das lief so noch nie ab, wieso sollte es jetzt anders sein? Du hast das Geld nicht.“
      „Elena? Du kannst mir etwas leihen, oder?“, war das Einzige, was ich als Antwort seitens der Schuldnerin erhielt. Ich sollte diesen Auftrag aufführen, um Geld zu verdienen, nicht, um Geld loszuwerden! Der Klügere der beiden, ein Halbglatzenträger, hebte ratlos die Schultern, als wäre er es, der unser Schicksal in den Händ hielt.
      Doch sein geheucheltes Mitleid war selbstverständlich gespielt: „Nun, das bedauere ich zutiefst. Wenn wir unser Geld nicht bekommen, bleibt mir gar nichts anderes übrig, als ...“
      „Ich habe Kohle dabei, alles gut ...“, fauchte ich grob und wühlte bereits in meiner Tasche: „Wie viel fehlt noch?“ Wie viele Schulden konnte sie denn bei diesen Kleinganoven haben?
      Hinagiku war verzweifelt, aber nicht weniger respektlos mir gegenüber: „Du siehst zwar wirklich nicht nobel aus, aber trägst du 10 Ryo bei dir?“
      „Du bist ja vollkommen gestört!“, echauffierte ich mich in einem wutgeladenen Impuls: „Eigentlich habe ich eine ganz ruhige Eskortmission mit einer etwas schwierigen Kundin erwartet, aber nicht sowas!“ Hatte ich wirklich erwartet, dass mal alles glatt laufen würde? Sollte ich mich selbst belügen? Der Plan B sah nun vor, das Geld für den Gangsterboss dazulassen und wegzulaufen, doch diesen Plan hatten uns die Pokémon der beiden schnell durchkreuzt – wir mussten uns nun durchkämpfen.



      Donphan und Morlord hießen unsere Widersacher. Zwei Bodenpokémon, mit denen gerade ich besonders viel Spaß haben würde. Was hatte „Elena“ eigentlich verbrochen, um in solche Situationen hineinzuschlittern?
      „Los, Elaine!“, rief der große Oz, als würde ER mich in den Kampf schicken: „Wir zeigen denen jetzt, dass niemand so fabulös und wunderbar wie wir sein kann!“ Das Morlord stellte für das Knogga die größere Gefahr dar, ich hingegen würde gegen beide nicht die beste Figur machen.
      Vielleicht konnte ich sie ja mit Worten überzeugen: „Hey, ihr beiden! Sicher, diesen beiden Schlägern die Treue zu schwören? Ihr habt nichts davon, uns niederzumähen!“
      „Die Kriminelle steht hinter dir, sie ist es, die den Besitz unseres Anführers nicht rechtmäßig zurückzahlt! Sie verleihen nur großzügig, der Aufstieg in die ehrenwerten Plätze der Gesellschaft bleibt ihnen ja verwehrt!“, schimpfte das Donphan mit einem lauten Tröten und setzte bereits zum Walzer an: „Der, der alles verliert, egal aus welchem Grund, muss ganz unten anfangen!“ Bei den Kriminellen. Auch das mochte ein Faktor sein, weshalb die alte Shogunatsherrschaft so verhasst war. Der Vorteil der mit Hindernissen übersäten Arena war das eingeschränkte Handlungspotential unserer Gegner. Niemals würde Walzer ein solches Tempo aufnehmen können, um mich wirklich in Bedrängnis zu bringen.
      „Oz, mach, irgendwas Schlaues!“, rief ich dem Knogga etwas ratlos zu, während ich mich auf einen der Holzstapel hievte, um vor dem Donphan sicher zu sein. Etwas beleidigt blickte er zu mir auf, nickte mir jedoch dann selbstbewusst zu, um seine Kraft unter Beweis zu stellen: „Jetzt zeige ich euch meine Blue Attack! Die hat Tsoony mir beigebracht!“ Ein hellblauer Strahl entwich seinem Maul und schoss das schwerfällige Morlord zu Boden – Eisstrahl!
      „Jetzt bist du Blau! Das ist meine Blue Attack, Gyararararara!“, freute er sich über seinen Triumph, der jedoch keiner war.
      Abfällig schnaubte ich: „Das ist ein Morlord, die sind immer blau! Die Attacke hätte Donphan vielleicht besser gebrauchen können!“ Als der Lurch wieder auf beiden Hinterbeinen stand, war er nah genug an meinem Partner, um ihn mit einem Nassschweif gegen einen der Holzstapel zu befördern. In der Defensive war es um Oz definitiv schlecht bestellt, sodass es kein Wunder war, wie ein grässlicher Schmerz durch mein Herz beim Vernehmen des dumpfen Aufpralls ging. Ich hatte mich nicht tatenlos und feige vor dem Gefecht gedrückt, sondern gerade eine Salve dunkler Energie vorbereitet, die ich ebenfalls auf den Sumpfbewohner abfeuerte. Um ehrlich zu sein, kam mir Charlies Spukball gegen Tetsu-Yomi allerdings wesentlich eindrucksvoller vor.
      In der Zwischenzeit hatte Hinagiku die Ruhe weg und zündete sich nicht eine, sondern gleich zwei … nein … drei … vier … mehr und immer mehr Zigaretten an! Das ganze Gebäude würde in Flammen aufgehen, was zur Hölle war nur in sie gefahren? Mit Händen und Füßen brachte ich Oz auf der gegenüberliegenden Seite bei, dass er auf die Holzstapel klettern sollte, während die Künstlerin ihre Zigaretten zu verteilen begann. Die beiden Rüpel jagten ihr nach, doch glücklicherweise befanden sich die hinderlichen Holzsandalen bereits unter dem Brennholz.
      „Ele- … Elaine! Greif – Donphan – an! Morlord wird meine kleinen Brände löschen müssen, mach' was draus!“, ließ sie den Glauben an die Menschheit wieder ein kleines Bisschen in mich zurückkehren. Donphan konnte uns unten nichts, während wir Spukball und Eisstrahl abfeuerten, doch der Elefant sah sich schon bald dazu gezwungen, die Stapel mit wuchtigen Schädelstößen zu erschüttern und uns herunterzustürzen! An einer niedrigen Stelle lag ein Notizblock, den ich auflas, während Oz unseren Gegenspieler mit Knochmerang in Schach hielt. Als mein Stapel dann einzubrechen drohte, landete ich mit einem schwungvollen Sprung auf dem Rücken des Rüsseltiers, jedoch nicht ohne sein wichtigstes Tastorgan mit einem geladenen Schweif-Peitschenhieb zu malträtieren. Mithilfe des Kampffeldes und der Unterstützung unserer Klientin hatten wir am Ende doch die Nase vorne, denn auch ein energisches Erdbeben war ganz sicher nicht im Bereich des Möglichen hier. Wir hatten sie ausgespielt und letztendlich beide Gegner mit dem letzten Spukball und der letzten Knochenhatz in die Knie gezwungen, der große Oz und ich.
      „Elaine! Das muss das Pokémondorf sofort erfahren! Nun hat sich der große Oz endgültig als würdig erwiesen!“, frohlockte der selbsternannte Held, der nie seinen Optimismus verlor. Doch die Realität würde ihn selbst dann wieder eines Besseren belehren, denn gewissermaßen hatte er Brüder im Geiste geschlagen.
      Das niedergeschlagene Morlord ächzte bitterlich: „Froh, ausgerechnet gegen die Ausgestoßenen der Gesellschaft gewonnen zu haben? Wir gehören zur YA-KU-ZA. 8, 9, 3, das Wertloseste aller Kartenblätter.“ Schlagartig senkten sich meine stolz aufgerichteten Ohren etwas … war es wirklich so, wie sie sagten?

      Ein Plappermaul par excellence betrat nun die Bühne und verzögerte unsere Flucht um ein Weiteres: „WAS? Du meine Kolleges besiegt haben? Ich nicht verstehen, Sansai und Santo-Menschen doch nicht so stark? Ich kommen aus Karyu, sein ein Ausländer wie du, kleine Miezekatze! Das nicht wahr, das nicht wahr, wenn Boss das sehen, wir bekommen große Problem! Du kleine Miezekatze, nix sagen, mir verstanden hast? Oki-doki? Aribidachi, kleine Miezekatze!“ Ich … blinzelte verwundert, zuckte erstaunt mit den Ohren und versuchte, den fremden Akzent irgendwie einzuordnen, während ich den kleinen Notizblock mit einer Liste an Namen und vielen unbekannten Schriftzeichen studierte. Die einzige Zeile, die ich lesen konnte, handelte von „Ausländern aus Hexalos“ namens Jeanne und Jonathan Masson, während der Neuankömmling irgendetwas von Sansai und Santo, den Regionen westlich und östlich des großen Schneebergs faselte. Endlich konnten wir aus der Lagerhalle verschwinden und zumindest dieser Naoya würde mir nicht noch ein paar Steine in den Weg legen. Ihm begegnete ich an diesem Tag auch nicht mehr, doch jemand anderes war gerade in Begriff, die zwielichtige Lagerhalle zu betreten. Mir stockte der Atem, als mir klar wurde, wer hier in einem schneeweißen Kostüm aufgekreuzt war, um nach dem Rechten zu sehen. Hut, Jackett, ein nicht einmal knielanger Rock und Stöckelschuhe in Weiß, dazu ein goldenes Hemd und eine schwarze Krawatte. Diese Mafiosi hatten nicht nur eine westlich gekleidete Frau über sich, sondern eine mit goldenen Augen und sandfarbenen Flügeln, gepaart mit einem silber-metallischen Schweif, der interessiert umherpeitschte.
      „Okay, DU bist nicht Naoya, oder?“
      „Nein, Lanie-Schätzchen, Naoya ist meine rechte Hand, aber der ist gerade nicht anwesend“, schmunzelte mir niemand Geringeres als unsere Kagayaku ins Gesicht.
      „Bist du nicht Kaiserin von Hexalos?“, entfuhr es mir, obwohl ich mit aller Gewalt meinen Mund mitsamt dessen geschockten Ausdruck zu verdecken versuchte. Kagayaku neigte verspielt ihren Kopf, als gäbe es nichts, für das sie sich rechtfertigen müsste.
      Sie war einfach nur absolut wahnsinnig: „Genau, aber hier könnte ich mir auch ein Denkmal setzen. Wir brauchen Geld für mein wunderschönes Prachtschloss Château de Mitour, und da kommt mir ein auf Glücksspiel basierendes Untergrundgewerbe rund um unzufriedene und familienbedürftige Kleinganoven jenseits der etablierten Gesellschaft nur gelegen, um meinen Traum zu finanzieren und die kleinen Tellerwäscher hier zu … naja, Menschen mit Perspektive zu machen.“ Oh, Kagy. Du kleines, abgebrühtes Luder. Kannte ich sie wirklich so wenig?
      „Hey, hast du das da drinnen gefunden? Zeig mal! Uuuh, Diebe, die Diebe beklaut haben. Mit denen haben wir noch ein paar Federn zu rupfen“, kommentierte sie das Schriftstück aus der Halle, das sie mir ungefragt aus der Hand entriss. Vollkommen taub fühlte sich mein Kopf an, als sie mir liebevoll durch die Haare wuselte und meine Ohren krallte, bevor sie die Lagerhalle untersuchte. Ich sollte fröhlich sein, oder? Feierabend mit einem geglückten Auftrag … doch ich war es nicht, zu sehr versank ich auf meinem Heimweg wieder ins Grübeln. War sie am Ende die größte Gefahr für dieses Land?


      Team Scowzy - Shitposting is my kink

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    • Bad Girl Tsoony, bist du nun da? °3° Nyom, gut, da war sie schon, aber bin mal gespannt, was sie jetzt wirklich in Petto hat. :hi: Sie ist immerhin die Reinkarnation von der Teuflin persönlich! qwq

      Anders gefragt, inwiefern profitierte sie mit diesen „absorbierten Seelen“, wenn es das war, wovon ich damals im niedergebrannten Wald Zeugin wurde.
      Irgendwas muss sie ja essen. ;w; Sie ist immerhin ein Sōru Ītā! Die Waffe ihres Bruders?

      Es gibt eine Geisha, der von zwielichtigen Personen aufgelauert wird, aber keine Sorge, ihr Englisch ist hervorragend.
      Wie wäre es mit einer Geisha, die selbst zwielichtigen Personen auflauert! ò.ó Eine Geheimagentin sozusagen! Ob es das gab? Kann es mir irgendwie gut vorstellen. :hmm2:

      Dann soll er sich mal beweisen.
      Eine echte Setsuna hätte das jetzt ausgenutzt, um sich entspann zurückzulehnen und beim Zuschauen ein paar Trauben zu futtern. .3. Hat schon was, muss man zugeben. Also los, Schokolanie, zeig, ob in dir echtes Konagata-Blut fließ! ò.o

      Stattdessen glänzte sie mit dunkelbraunen Katzenaugen, die scharfen Verstand und Witz vermuten ließen, leider aber blitzte viel mehr eine Charaktereigenschaft namens Arroganz hervor.
      Zuerst so: °0° und dann so: =__= Das muss wohl die Vorgängerin von Toukys Rivalin sein! D:

      „Das nimmt man doch nicht zur Arbeit mit, du kleines Naivchen.“ Mit offenem Mund starrte ich sie fassungslos an.
      Und spätestens nach dieser Ansage hätte Setsuna bestimmt ihren Medusenblick spielen lassen. q_q Elaine ist einfach 98% Sheila, 1,99999999% Kagy und 0,00000001% Setsuna. Dafür hat Roxy ja ganz viel Kagy abbekommen. :D

      Mund zu, Karpador.
      Und DAS hätte Setsuna allerhöchstens erwidert, nicht ihr freches Gegenüber. xD Lanie ist zart und süß wie Milchschokolade, aber manchmal muss sie auch beweisen, dass sie eine harte Schale hat. ;w; Mal sehen, vielleicht kommt's noch!

      „Na dann kauf' dir doch selber einen“, zischte ich ungehalten, was erlaubte die sich denn bitte schön?
      Vielleicht auch 5% Kagy. ;3 Aber eben auch "nur" Kagy. Zur wahren Teuflin muss noch mehr kommen, JONGEEEEE!!

      Nein! Ich will das kleine beschissene Drecksbalg heulen sehen!
      Oh Gott!! :tlmao: Ist es wahr? Kann es sein? Wake, bist du das? <3

      [IMG:http://vignette1.wikia.nocookie.net/diejapanoschlampen/images/8/84/Wakew%C3%BCtend.png/revision/latest?cb=20151205012840&path-prefix=de]

      DEIN Beruf verlangt von dir, die Contenance nicht zu verlieren!
      Martinien: Ohoooo, "contenance"! °3° Mein Gespür verrät mir, dass Hélène mit ihren gehobenen Ausdrücken Eindruck zu schinden versucht!
      Héloise: Sie heißt Elaine. .3.
      Martinien: Élaine, Hélène, c'est une seule et même! ô.ô
      Héloise: Da muss ich dir recht geben! ^~^" Elaine aber nicht!
      Martinien: Îlaiyenne. ;w;
      Carolina: EEEEY.

      Nun, was sollte ich tun? Knien und Demut zeigen und ihr somit in den Hintern kriechen?
      Der Trick einer Teuflin: Solange man seine Gegner ankeift und niedermacht oder seine Geschwister flauscht, hat man keinen Stock mehr im Arsch. Sonst aber schon. Das ist der Trick! ò.o Also looooos!!

      Die hölzernen Lagerhäuser der Großhändler der Handelsmetropole Megaoka sahen alle gleich aus. Groß, lang, rechteckig, kurzum langweilig – ein großartiges Versteck für Ganoven und ihre obskure Beute.
      Wie cool wäre jetzt bitte ein feudal-japanisches Team Rocket mit Katana? xD Ich würde es sehr wärmlichst begrüßen, weil 1. Team Rocket und 2. kreative Alternative von Team Rocket. .3. Feng-schuay.

      Nicht nachdenken, aber keine Muckis haben … gewagte Mischung.
      Ja, sonst landen die Geta gleich an der Stirn. Autsch. >.>"

      Ich sollte diesen Auftrag aufführen, um Geld zu verdienen, nicht, um Geld loszuwerden!
      Martinien: Manche würden jetzt sagen: "Sie hat einen Sinn für's Geschäft!". Aber ich sage: Sie hat gesunden Menschenverstand! :blah:

      Donphan und Morlord hießen unsere Widersacher. Zwei Bodenpokémon, mit denen gerade ich besonders viel Spaß haben würde.
      Kaggrogget, immer müssen die die arme Elaine mit ihren Boden-Pokémon mobben. Warte, das ist nicht nur Team Rocket. Es ist die halbe Menschheit! QwQ Elektro-Pokémon zu sein ist schwer. :(

      „Oz, mach, irgendwas Schlaues!“
      Das ... das sagt man doch nicht zu Oz! QwQ Die Situation scheint wirklich an ihren Nerven zu zerren!

      Ein hellblauer Strahl entwich seinem Maul und schoss das schwerfällige Morlord zu Boden – Eisstrahl!
      .______________."

      AWAWAWAW MOST EFFECTIVE MOVE EVOORRRRR!!!! QwQ DAT SPECIAL ATTACK THO

      xDDD

      In der Zwischenzeit hatte Hinagiku die Ruhe weg und zündete sich nicht eine, sondern gleich zwei … nein … drei … vier … mehr und immer mehr Zigaretten an! Das ganze Gebäude würde in Flammen aufgehen, was zur Hölle war nur in sie gefahren?
      Sie gibt dem Begriff "Kettenraucher" gleich eine ganz neue Bedeutung! :tlmao:

      Die einzige Zeile, die ich lesen konnte, handelte von „Ausländern aus Hexalos“ namens Jeanne und Jonathan Masson, während der Neuankömmling irgendetwas von Sansai und Santo, den Regionen westlich und östlich des großen Schneebergs faselte.
      Okay, das hat mein Interesse zutiefst geweckt! ô.ô

      Kagayaku neigte verspielt ihren Kopf, als gäbe es nichts, für das sie sich rechtfertigen müsste.
      Kagy ist eben das, was Kagy sein will! qwq Wenn sie Kaiserin und Mafiosi-Frau gleichzeitig sein will, dann ist das einfach so. >_>" Was ist nur aus der eingefrorenen Naginata-Lady geworden? :(

      Und da sammelt Kagayaku eiskalt einfach so für ihr Schloss Mafia-Geld. xDD Das hat Stil, aber es ist auch sehr bedenklich, das stimmt. Na ja, eigentlich ist es fast NUR bedenklich. Was Tsoony davon nur halten würde? Also die echte Tsoony? Manchmal muss man die Teuflin doch vermissen, wenn ihre kleine Schwester vom rechten Weg abkommt! :(


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Kapitel XX: Amber


      „Lanie! Lanie-Lanie-Lanie-Lanie-Laniiiiie!“, begrüßte mich meine ältere Schwester stürmisch und umtanzte mich wie das goldene Miltank. Nach der ganzen Yakuza-Geschichte genoss ich die Zärtlichkeiten, die sie mir in Form von Umarmungen und Schlecken entgegenbrachte, in vollen Zügen. War Roxy richtig gut gelaunt, konnte sie unglaublich anhänglich sein, so wie sie auch hier kaum von meiner Seite weichen wollte.
      Ganz aufgeregt erzählte sie mir von den Sachen, die sie erlebt hatte: „Weißt du, wo ich heute war? Ich habe mit Kamataros ein Kap besucht, an dem gerade ein Leuchtturm durch unsere Landsleute und die Hexalois fertiggestellt wird. Übergangsweise erhellen ihn Pokémon … das war nachts sooo romantisch, das glaubst du gar nicht. Aber ich nehme ständig Geschenke von ihm entgegen, was kann ich ihm denn zurückgeben? Wir haben ja … nicht so viel.“
      „Umm, mag er Schokolade? Wie wärs mit einer Schoko-Roxy?“
      „Oh, typisch Elaine! Nya, aber es klingt super süß. Ich frage einfach mal Alice, ob ich so viel Schokolade günstig bekommen kann, wie beim letzten Mal. Und du kannst mir dann dabei helfen!“
      Roxy drückte mich noch viel fester und blickte mich mit glitzernden Augen an, während ich einfach nur glücklich war, nicht über meinen Tag ausgequetscht zu werden und in Ernährungsnot zu geraten. Ein heißes Bad sollte mich noch einmal vollends entspannen, bevor ich mich mit Schwung auf den Futon warf, der mir als Matratze und Bett zugleich diente, obwohl er bei weitem mehr Ähnlichkeiten mit einer Matratze besaß.

      Erneut war es Roxy, die mir schon bald die nächste „Sensation“ zeigen musste: „Laaaaniiiie! Komm schnell und ganz leise! Schleeeeichen!“ Gerade erst aufgestanden und in Bademantel durch meinen Raum wandernd, um ein kochend heißes Tässchen Kaffee zu schlürfen, hatte ich natürlich keine andere Wahl, als mein Heißgetränk zur Seite zu stellen und meiner gelegentlich extrem aufdrnglichen Schwester zu folgen, damit sie nicht aufsässig wurde. Wir linsten durch den Schlitz einer Schiebetür im Wohnzimmer, in das Charlie Namika eingeladen hatte und sich mehr amüsierte als mit jeder anderen Person bisher. Ich klappte meine Ohren neugierig nach oben, um mehr Gesprächsschnipsel zu erhaschen können.
      „Mein Onkel ist für die nächsten paar Tage nicht hier. Du kannst gerne hier übernachten“, schlug er ihr vor und ließ mir beinahe das Blut in den Adern gefrieren. Charlie hasste Gesellschaft. Und zwar so sehr, dass er nie jemanden bei sich einladen wollte. Gut, der Gedanke, dass ein mit Öl und Staub bedeckter Schulfreund unsere gesamte Einrichtung mit Gott-weiß-was infiziert hätte, eventuell noch rüpelhaft sämtliche Privatschubladen durchwühlen würde oder gar in Ermangelung an Manieren auf den Boden spucken würde, war ein abschreckender Punkt, den er stets glaubhaft in seine Argumentation einfügen konnte.
      „Also … ich bekomme keinen Ärger? Denn dann … dann bleibe ich gerne.“
      „Es wird keinen geben, das versichere ich dir.“
      Mir gefiel es nicht, wie Roxys Augen plötzlich begannen, zu glitzern. Um ehrlich zu sein, war es vielleicht sogar besser, nicht zu wissen, was sie sich gerade ausmalte. Namika stützte sich mit ihren Armen komplett am hohen Esstisch auf, der für die Bewohner des fernen Ostens so fremd und merkwürdig fern ihrer eigenen Kultur war, legte ihr Köpfchen ab und ließ sich mit geschlossenen Augen kraulen. Nachdem ihre kleine Kopfmassage beendet war, erhob sie sich wieder und stellte sich blinzelnd vor meinen Bruder, ihren Schweif rastlos umherpeitschend. Nicht nur Charlies Schweif trommelte zudem aufgeregt auf dem Holzboden, sondern auch ich war gefordert, den meiner Schwester in Zaum zu halten, um uns nicht zu verraten. Wie gebannt blickte die gestürzte Herrscherin, die selbst nie herrschen durfte, in die Augen ihres Bruders. Ein vorsichtiger Schritt nach vorne, der andere Fuß zog sofort nach. Namika neigte ihren Kopf nach vorne, bis an die Brust meines Bruders. Im Anschluss streichelte sie Charlie sanft für einige Augenblicke, bisher ihr Kinn mit seiner Hand vorsichtig anhob und ihr erneut in die kristallklaren Augen schaute. Ihr Mund war leicht geöffnet, sodass die oberen Reißzähnchen aufblitzten … diese Szene überwältigte mich einfach, so süß war sie!

      Sanft legte Charlie nun seine Lippen auf die ihren, schloss seine Augen und gab sich nun etwas hin, das er nie zuvor für notwendig gehalten hatte. Sich einem anderen Wesen öffnen und seine ehrlichen Gefühle gegenüber jemandem preiszugeben, den er noch nicht zwanzig Jahre lang in- und auswendigkannte. Es schien fast so, als würden Namika und er sich besser kennen als wir ihn! Wie der Kuss zwischen ihnen wohl wahr? Sanft? Leidenschaftlich? Verspielt? Ich hätte es nur zu gerne gewusst, doch während ich bereits in meiner Imagination versunken war, hatte sich Roxy bereits meiner Aufmerksamkeit entrissen.

      Der Kuss fand nie statt. Zumindest … nicht an diesem Ort in diesem Moment. Was genau im Kopf meiner Schwester vorging, konnte ich allenfalls raten, doch sie schaffte es, jedes Donphan im Porzellanladen alt aussehen zu lassen. Mit einem lauten Knall beförderte sie die Papiertür an den Holzrahmen und schlurfte mit einem breiten Grinsen, das provokanter hätte nicht sein können, in das Esszimmer.
      „Guten Morgen, Brüderchen! Und Nami-chaaaan~ Habt ihr auch solch einen gewaltigen Hunger wie ich?“
      „Nein, Hunger habe ich überhaupt keinen mehr. Vor allem nicht, wenn ich sehe, dass Elaine es sich vor der Tür gemütlich gemacht hat“, ätzte Charlie und warf uns beiden einen bösen Blick zu. Erst einmal, auf einer Reisstrohmatte knien hatte nach westlicher Vorstellung mit dem Wort „gemütlich“ so viel zu tun wie Roxy und „taktvoll“. Andererseits bemerkte ich erst einige Sekunden später, dass die Schiebetür komplett an mir vorbeigerauscht war und nun genau in das Blickfeld der beiden geriet.
      Offensichtlich hatte Charlie aber begriffen, dass ich alleinw ohl kaum auf diese Idee gekommen wäre: „Wenigstens habe ich den Anstand, dir nicht hinterherzuschnüffeln, wenn du deine Zunge auf dem König kleben hast!“
      „KYAAH?“, fauchte seine schwarzhaarige Schwester entrüstet: „E-es ist nicht so, dass ich mit ih-ihm viel zu tun habe oder so … er möchte hin und wieder gerne seine Sprachkenntnisse aufpolieren!“ Kagayaku hätte sich nun wahrscheinlich damit gebrüstet, besonders viel Wertschätzung eines Monarchen zu genießen.
      „Nicht ganz bei Trost bist du! Du siehst dich wohl schon als die nächste Kagayaku, hm?“
      „Du siehst dich wohl als der nächste Shogun! Nur zu blöd, dass Nami-chan gar nicht regieren will, nicht wahr, Schätzchen?“
      „Blöde Ziege! Glaubst du wirklich, deine Beziehung fußt auf einer gesunden Basis? Es gibt Tausende schöne Sphinxen in Nord-Mu, die dich jederzeit ersetzen können.“
      „Es gibt jeder Zeit ein paar große, blonde, blauäugige Exoten-Gaijin, die wesentlich netter zu ihrer Schwester sind!“
      „Die sind nicht Namikas Typ. Und so kurz wie deine Röckchen, mit denen du deinen König beeindrucken willst, bin ich jetzt auch nicht.“
      „HEH! Wenigstens werde ich in diese Röckchen weiterhin reinpassen, während du im Alter aufgehst wie ein Hefeteig, wenn du weiter so kochst!“
      Zugegebenermaßen, das war nicht fair, denn Charlie kochte sehr gesund und auch gut, was nicht gerade die Stärke von Naschkatze Roxy war. Dass mir die allgemeine Diskussionsatmosphäre, komplett im persönlichen Sumpf versunken, nicht gefiel, war fast schon überflüssig zu erwähnen. Ich fühlte mich unbehaglich, doch die Auswirkungen des Streits auf Namika waren wesentlich dramatischer. Ihre schönen Kristallaugen füllten sich von Sekunde zu Sekunde mehr mit Flüssigkeit, ohne dass es irgendjemand der beiden bemerkte. Statt zu zischen oder zu fauchen hüllte sie sich in Traurigkeit und stürmte nur kurze Zeit später aus unserer kleinen Holzvilla, Charlie folgte er sofort hinterher. Doch die 3/4-Sphinx breitete nun zum ersten Mal vor unseren Augen ihre reinen, im Sonnenlicht fast schon schimmernden Flügel auf und hob ab, um fortzusegeln. Als wir sie nicht mehr sehen konnten, schlug mein Bruder seine rechte Hand vor seine Augen, um jeglichen Blickkontakt zu uns zu meiden.
      Ein tiefes, ehrliches Grollen voller Enttäuschung stieg seine Kehle empor: „Ich habe euch nie um viele Gefallen gebeten. Aber das wäre einer gewesen.“
      „Was hast du dir überhaupt dabei gedacht, Roxanne?“, fauchte ich mein große Schwester an, deren zwei Rubine mich vor Schock geweitet anstarrten. Ihr Schweif hämmerte so angriffslustig gegen einen großen Blumentopf, in den eine Miniaturkiefer gebettet war, sodass deren Nadeln haufenweise ausfielen.
      Roxanne Aveline de Courtenay machte manchmal den Eindruck,vergesslich zu sein, aber nachtragend war sie schon immer, wie sie mir indirekt bestätigte: „Schon vergessen, als unser Bruder meinte, dass ausgerechnet nur wir noch sozial unverträglicher seien als er? Jetzt ist er von seinem hohen Tauros gefallen!“
      „Das sagtest du, Charlie?“, empörte ich mich zischend, mit zurückgezogenen Ohren. Ich war immer davon ausgegangen, dass er „seine kleine, süße Lanie“ stets sehr schätzte, während ein Streit mit Roxy nicht allzu selten war.
      „Okay, wie viele Freunde hast du hir bis jetzt gemacht?“
      „Umm … Oz ...“
      „Humanoide.“
      „UMMM …“, knobelte ich angestrengt: „Also … äh … ich kenne viele!“
      „Ja, Geschäftspartner, Freunde, Geistesgestörte wie Fiona, Größenwahnsinnige Verwandtschaft ...“
      „Alice!“
      „Alice mag erstens jeden und zweitens unternimmst du überhaupt nichts mit ihr.“
      „Yomi.“
      „Wollte dich töten. Schon vergessen?“
      „Saki!“
      „Tja. Ein Punkt für dich. Leider spielen wir hier Tennis und da reicht ein Punkt nicht.“
      „Vielleicht spielen wir ja dieses brandneue Spiel … Fußball!“
      „Onkelchen würde dich kielholen. Da werden mehr Lehmstücke und Beine als Bälle getreten.“
      Kurzum, wir kamen nicht wirklich voran und hatten uns mittlerweile soweit vom ursprünglichen Gesprächsthema entfernt, sodass es keinem von uns gelang, dahin zurückzufinden. Aber in einem Punkt hatte er Recht – wirkliche Vertraute außerhalb meiner Familie hatte ich wenn überhaupt nur in Saki gefunden, und selbst das war mit akuter Vorsicht zu genießen.

      Immerhin konnte ich auf einen erfolgreich ausgeführten Auftrag mit einer schwierigen Klientin zurückblicken, der mir einen kleinen Geldsegen und etwas Freizeit bescherte. Zwar wollte ich unbedingt mit Namika sprechen, doch sie war die ganze Nacht über fort gewesen. Ich nahm mir die rohe, nackte Kritik meines Bruders zu Herzen und schlenderte für einen spätabendlichen Besuch in Alices Café, wo ein warmer Kamin und ein geschmacksintensives Heißgetränk auf mich warten würde. Ich wurde freundlich empfangen, doch das kleine Dicloniüschen hielt sich vor allem hinter der Theke auf und war zu beschäftigt, um mit mir mal mehr als den üblichen Smalltalk zu bequatschen. Die rosahaarige Gehörnte servierte den wenigen anwesenden Leuten köstlich duftendes Gebäck und war offenbar nicht für eine kleine Pause zu haben, aber ich konnte zum Glück noch jemanden Anderes ausfindig machen. Vom Obergeschoss, offenbar der Wohnung unseres Docs, stieg plötzlich Tsoony, die kleine Sphinx aus Tetsu-Yomis Untergrundlabor hinab, um gleich noch eine weitere Treppe in ein finsteres Terrain zu nehmen. Das zweistöckige Gebäude besaß also noch einen Keller, den ich noch nicht näher untersucht hatte. Mir kam entgegen, dass das sorglose Sphinxchen fröhlich vor sich hinpfiff. Die Öllampen an den Seitenwänden des Korridors waren in ungeschickten Abständen hintereinander positioniert, sodass ich relativ wenig in der Dunkelheit erkannte und mich an Tsoonys umherschwingender Schweifspitze orientieren musste. Die kleine Malerin trug einen schwarz-goldenen Kimono und war damit umso schwerer für mich zu erkennen, denn auch ihre langen Haare verschmolzen mit der Dunkelheit der Nacht. Als Miezekatze war ich eine hervorragende Schleicherin und konnte mich geschickt an die einzige Tür des Untergeschosses heranpirschen, die Tsoony mit einem lauten Klicken entriegelt hatte. Ein Blick hinter die Kulissen enthüllte einen ebenfalls mangelhaft beleuchteten Raum, dessen kreisförmig positionierten Lampen jedoch einen entscheidenden Vorteil genossen: In der Mitte befand sich ein großer goldener Kristall, der das Licht reflektierte und den finsteren Ort in einen wunderschönen Schimmer hüllte. Der Schweif der kleinen Sphinx zuckte neugierig, als sie den Kristall anstarrte. Irgendetwas musste darin eingeschlossen sein, doch wenn Tsoony nicht zur Seite gehen würde, blieb mir ein Blick auf sein Inneres weiterhin verwehrt.
      Leider brach mir die dunkle Umgebung das Genick, als ich versehentlich auf etwas trat, umknickte und ein schmerzerfülltes Schnaufen ausstieß: „Phyuu ...“ Bugger!



      „Oh, Elaina, suchst du die Toilette? Die befindet sich im Obergeschoss“, verriet mir die Sphinx, doch sie konnte ein Zischen aus Missgunst, von mir heimlich verfolgt zu werden, nicht unterdrücken: „Oder suchst du nur meine Nähe? Du liebebedürftiges, kleines Miezekätzchen.“ Da war sie. Die sphinxische Arroganz, die ich ihnen allen nur zu gerne aus dem Gesicht gewischt hätte. Bei einer Königin wie Kagayaku mit einem solch aufregenden Leben konnte ich sie aufrichtig nachvollziehen, aber was erlaubte es meinen Geschwistern oder dieser kleinen Pinselschwingerin, sich für etwas Besseres zu halten? Sie hatte sich nun erst recht bewusst vor dem Kristall positioniert, wodurch mir endgültig klar war, dass sie etwas verbarg. Ich erkannte meine Chance und schubste die zierliche Mieze zur Seite, um einen Blick zu erhaschen, doch der Anblick ließ mich selbst beinahe zu Kristall erstarren.
      „KAGAYAKU?“
      Eine wunderschöne Sphinx in einem weinroten und goldenen Kimono befand sich in kompletter Stasis, ihre hüftlangen, dichten schwarzen Haare fielen sanft über ihre Schultern. Wie bei den anderen Sphinxen waren ihre gebräunten Beine nicht besonders lang, doch trotzdem versprühte ihre gesamte zierliche Statur eine ungeheure Eleganz, die ihre sandfarbenen Flügel, mondsichelfrömig gekrümmt, nur noch unterstrichen. Die erstarrte Schönheit hatte ein leichtes Lächeln auf ihren Lippen, doch ihre Augen waren wie im Schlaf verschlossen. Gerade, als ich ihr glitzerndes Gefängnis selbst berühren wollte, revanchierte sich Tsoony für meine rüpelhafte Neugier mit einem Ellenbogenstoß in die Niere.
      „Kyaaaah!“
      In die Hocke gezwungen und meine verletzte Flanke haltend, glitt mein Blick ab vom wie gemalten Gesicht der im Kristall eingefrorenen Schönheit und blieb an ihrem Torso haften, wo die weinroten Anteile ihres Kimonos ein sehr skurriles, unregelmäßiges Muster annahmen. Ich benötigte einige Sekunden, um zu erkennen, dass es sich hierbei um einige große Wunden handelte. Mir stockte der Atem. Mir war klar geworden, dass diese Sphinx glücklicherweise nicht Kagayaku sein konnte, denn sie wirkte ein paar Jahre älter, vielleicht um die 35, doch mir ließ diese bildschöne Lady keine Ruhe.
      Tsoony würde mir verraten müssen, was es damit auf sich hatte: „Wer ist das denn? Wieso hält der Doc eine Sphinxenlady hier unten gefangen? Weißt du, welche Angst ich hatte? Jeder würde sie zuerst für Kagayaku halten. Lass sie frei!“
      Die sonst so freundliche Sphinx blinzelte verwundert mit den Augen, brach dann jedoch in ein wütendes Fauchen aus, als sie mich umstieß und an den Boden pinnte: „Danach fragst du, aber als Arisu mit einem verstauchten Knöchel außer Gefecht war, hast du dich hier nicht blicken gelassen, hm?“ Davon wusste ich doch überhaupt nichts! Natürlich nicht … zu sehr hatte meine Aufmerksamkeit in letzter Zeit Saki oder meinen Geschwistern neben ein paar netten Erkundungen allein gegolten.
      „Yomi hat ihr unterirdisches Versteck für immer aufgegeben, weswegen wir einige ihrer wichtigsten Erinnerungsstücke irgendwo lagern müssen, bis sie sich für einen festen Wohnsitz entschieden hat.“
      „Erinnerungsstück? Das ist eine Sphinx! Was will sie mit ihr machen? Ihr Schlafzimmer dekorieren?“
      „Ja, das könnte ich mir gut vorstellen, direkt in die Mitte des Altars“, zuckte Tsoony mit den Schultern, als ob es das normalste der Welt wäre, ein hochintelligentes Wesen in einem Kristall zu konservieren.
      Mir war dieser Gedankengang absolut suspekt und deswegen wehrte ich mich, ihr Vorhaben einfach so unhinterfragt zu hinterlassen: „Soll sie sich doch selbst einfrieren! Ich hole sie da raus!“
      „Schätzchen, wenn du wüsstest, wie oft die zuckersüße Yomi sich bereits eingefroren hat, thehe~“, kicherte die Sphinx und drehte verspielt ihre beiden niedlichen Pferdeschwänzchen, um mich mit ihrem durchaus verführerischen Charme einzulullen: „Aber du holst hier sowieso niemanden aus dem Bernsteinkristall. Nicht nur, dass du es nicht schaffen würdest … selbst du würdest nicht den letzten Willen von Kaguya-chans großer Schwester so respektlos ignorieren wollen. Erstarrt in ewiger Schönheit und konserviert bis in alle Ewigkeit. So wird selbst aus einer absolut tödlichen Wunde etwas Wunderschönes. Yomi hat ihr damit ihren letzten Traum erfüllt.“
      Angsterfüllt blickte ich Tsoony an, die wiederum die kristallisierte Kaiserin von Mu anhimmelte. Kagayakus ältere Schwester, die eigentliche Herrscherin des untergegangenen Kontinents, hatte nicht zugelassen, dass ihr Körper nach ihrem Ableben zum Spielball der Natur werden würde. Wie ihr von Dialga in der Zeit gefrorenes, liebliches Schwesterchen machte sie in Stasis eine genauso entzückende Figur wie in volle Lebenskraft gehüllt. Sie sah so zufrieden aus, als ob sie ein erfülltes Leben gehabt hätte. Wie alt sie genau war, konnte ich nicht schätzen, wollte ich allerdings auch nicht in diesem Moment fragen. Setsuna wurde mir selbst jedoch von ihrer Schwester als unglaublich eitel beschrieben, und das wollte etwas heißen! Deswegen also auch dieses provisorische Mausoleum. Würde man den Kristall zerstören, wäre ihr Körper erneut allen leiblichen Qualen ausgesetzt, allen voran einer gefährlichen Wunde, wegen der sie diese Entscheidung zu genau diesem Zeitpunkt letztlich getroffen hatte.
      „Yomi ist dagegen, den Kristall Kaguya-chan zu zeigen. Sie fürchtet, es könnte ihr kleines Herzchen brechen ...“, hauchte Tsoony, die sich nun gemeinsam mit mir auf den Boden gesetzt hatte und andächtig den funkelnden Bernstein anblickte.
      Warum sie Kagayaku „Kaguya-chan“ nennte, war mir nicht ganz klar, aber erneut befand ich mich in einer Situation, in der ich das Denken zu meinem eigenen Wohle aufgab: „Ich werde nichts sagen. Versprochen, Tsoony. Das ist eigentlich total süß, wie ihr sie nach all den Jahren nicht vergessen habt.“ Plötzlich drehte sich die junge Sphinx zur Seite und verpasste mir mit ihrr Raspelzunge einen herzhaften Schlecker über mein rechtes Ohr, um danach in ein mädchenhaftes Kichern auszubrechen. Eigentlich war sie doch ganz süß, diese kleine Setsuna II, die mich verspielt mit ihren violetten Amethystaugen anfunkelte und nur auf ihre nächste Gelegenheit zur Überraschung hier unten lauerte.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink

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    • Tja, keine Tsoony gab es für dich damals, dafür im neuen Kapitel eine Double Tsoony! Guten Appetit, nyom. .3.

      Wie wäre es mit einer Geisha, die selbst zwielichtigen Personen auflauert! ò.ó Eine Geheimagentin sozusagen! Ob es das gab? Kann es mir irgendwie gut vorstellen.
      Touka: Wer weiß, thehe~ Aber sicher gab es Geheimagenten, die sich als Geisha getarnt haben. Also schätze ich mal .3. Ohne Quellen jetzt nennen zu können.
      Min. Was kannst du überhaupt`?


      Eine echte Setsuna hätte das jetzt ausgenutzt, um sich entspann zurückzulehnen und beim Zuschauen ein paar Trauben zu futtern. .3. Hat schon was, muss man zugeben. Also los, Schokolanie, zeig, ob in dir echtes Konagata-Blut fließ! ò.o
      Elaine: Myaaaa! ò_ó Ich bin ein echtes Raubtier!
      Kagayaku: Ein echt kawaiies Raubtier. ;D

      Zuerst so: °0° und dann so: =__= Das muss wohl die Vorgängerin von Toukys Rivalin sein! D:
      Touka: Ancient Satori confirmed qwq

      Und spätestens nach dieser Ansage hätte Setsuna bestimmt ihren Medusenblick spielen lassen. q_q Elaine ist einfach 98% Sheila, 1,99999999% Kagy und 0,00000001% Setsuna. Dafür hat Roxy ja ganz viel Kagy abbekommen. :D
      Setsuna: Versteinerte Geisha? Klingt nach Nyom. .3.
      Touka: o///o" Myaaa ... *sich versteck*
      Elaine: Keine Angst, ich bin ganz lieb. :3 Noch! ;D



      Und DAS hätte Setsuna allerhöchstens erwidert, nicht ihr freches Gegenüber. xD Lanie ist zart und süß wie Milchschokolade, aber manchmal muss sie auch beweisen, dass sie eine harte Schale hat. ;w; Mal sehen, vielleicht kommt's noch!
      Sheila: Lanie ist so zart und süß. qwq Ja, fahr die Krallen auf, Mieze! Rawr! ò_ó

      Vielleicht auch 5% Kagy. ;3 Aber eben auch "nur" Kagy. Zur wahren Teuflin muss noch mehr kommen, JONGEEEEE!!

      Martinien: Ohoooo, "contenance"! °3° Mein Gespür verrät mir, dass Hélène mit ihren gehobenen Ausdrücken Eindruck zu schinden versucht!
      Héloise: Sie heißt Elaine. .3.
      Martinien: Élaine, Hélène, c'est une seule et même! ô.ô
      Héloise: Da muss ich dir recht geben! ^~^" Elaine aber nicht!
      Martinien: Îlaiyenne. ;w;
      Carolina: EEEEY.
      Elaine: Arme Caroline. Tja, wir haben es schwer mit unseren Namen im Sechseck. :')
      Alice: Ellén! o.o"


      Der Trick einer Teuflin: Solange man seine Gegner ankeift und niedermacht oder seine Geschwister flauscht, hat man keinen Stock mehr im Arsch. Sonst aber schon. Das ist der Trick! ò.o Also looooos!!
      Setsuna: Ich hatte noch einen Stock in meinem Arsch! Hmpf! ù_ú Mein Po ist viel zu zart dafür!

      Kaggrogget, immer müssen die die arme Elaine mit ihren Boden-Pokémon mobben. Warte, das ist nicht nur Team Rocket. Es ist die halbe Menschheit! QwQ Elektro-Pokémon zu sein ist schwer.
      Elaine: Ich tauge nur als Generator ;w;

      Kagy ist eben das, was Kagy sein will! qwq Wenn sie Kaiserin und Mafiosi-Frau gleichzeitig sein will, dann ist das einfach so. >_>" Was ist nur aus der eingefrorenen Naginata-Lady geworden?
      Kagayaku: Die größte Heldin, die der Erdball je gesehen hat!
      Elaine: Das ist als dieser "Napoléon-Komplex" ... und Kagy ist ja noch winziger als Tsoony-chänchen ...


      Und da sammelt Kagayaku eiskalt einfach so für ihr Schloss Mafia-Geld. xDD Das hat Stil, aber es ist auch sehr bedenklich, das stimmt. Na ja, eigentlich ist es fast NUR bedenklich. Was Tsoony davon nur halten würde? Also die echte Tsoony? Manchmal muss man die Teuflin doch vermissen, wenn ihre kleine Schwester vom rechten Weg abkommt!
      Kagayaku: Moral lässt sich biegen wie Eisen, wenn man die Kraft dazu hat. Oder die Psychokräfte wie Yuri Geraa.
      Sheila: Uri Geller?
      Kagayaku: Ya!
      Sheila: Setsuna sollte dich mal über die Folgen von Kriminalität und TOO MUCH JAPANIZUU unterrichten.
      Kagayaku: Kawaii!
      Sheila: Nein, doch nicht kawaii! Not kawaii!
      Kagayaku: Kawaikunai? Ich interessiere mich nicht für etwas, das nicht süß ist!
      Sheila: Du findest goldene Schlösser süß?
      Kagayaku: Nya, irgendwie ja schon. ^w^
      Sheila: WHATEVER. -_- Aber vielen Dank an @Rai! Uns Verrückte zu unterstützen ist immer schwer ...

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Nyooooooooom, los geht's. .3.

      War Roxy richtig gut gelaunt, konnte sie unglaublich anhänglich sein, so wie sie auch hier kaum von meiner Seite weichen wollte.
      Na warte nur, da kommt bald der große kagyinische Stimmungswechsel und alles geht nur noch den Bach runter! q_q Die große Cagini!

      Ein heißes Bad sollte mich noch einmal vollends entspannen, bevor ich mich mit Schwung auf den Futon warf, der mir als Matratze und Bett zugleich diente, obwohl er bei weitem mehr Ähnlichkeiten mit einer Matratze besaß.
      Und so, meine Kinder, sinniert man über Futon! 8D Macht das mal nach!

      Charlie hasste Gesellschaft. Und zwar so sehr, dass er nie jemanden bei sich einladen wollte.
      oO" Das klingt aber sehr nach jemandem, der die eigene Gesellschaft bevorzugt. ... Was der wohl den ganzen Tag alleine im Zimmer macht? >_>

      Es schien fast so, als würden Namika und er sich besser kennen als wir ihn
      Was haben die denn dann 20 Jahre lang gemacht? Alleine im Zimmer entspannt? xD

      „HEH! Wenigstens werde ich in diese Röckchen weiterhin reinpassen, während du im Alter aufgehst wie ein Hefeteig, wenn du weiter so kochst!“
      Aber wie sagt man noch so schön: Männer reifen mit dem Alter, Frauen altern? °3°

      Zugegebenermaßen, das war nicht fair, denn Charlie kochte sehr gesund und auch gut, was nicht gerade die Stärke von Naschkatze Roxy war.
      Also kocht er japanisch? :D Bei all den Suppen und Nudeln und Gemüse und Reis fühlt sich Roxy bestimmt unterzuckert. ;w;

      Schon vergessen, als unser Bruder meinte, dass ausgerechnet nur wir noch sozial unverträglicher seien als er?
      Hilfe, das ist ja mal eine echte Problemfamilie ... >_> Und es gibt nicht mal Eltern!!

      Ich wurde freundlich empfangen, doch das kleine Dicloniüschen hielt sich vor allem hinter der Theke auf und war zu beschäftigt, um mit mir mal mehr als den üblichen Smalltalk zu bequatschen.
      Rawr, Ranis kleines Dicloni-Nüsschen. °3°

      Als Miezekatze war ich eine hervorragende Schleicherin und konnte mich geschickt an die einzige Tür des Untergeschosses heranpirschen, die Tsoony mit einem lauten Klicken entriegelt hatte.
      Sie pfeift durch die Gegend und kichert beim Öffnen von Türen? xD Das klingt verdächtig nach einer ... ein bisschen zurückgebliebenen Tsoony. Ein bisschen wie Suzuka. Ob sie wohl auf dem geistlichen Stand von Kagys Gyuuuuuu;v;-Phase ist? >_>

      Du liebebedürftiges, kleines Miezekätzchen.
      Schwert der Abenddämmerung ist doch tatsächlich zu 50% Fluff und Flausch! xD Aber ja, Tsoony klingt irgendwie schon ein bisschen wie Setsuna. :hmm2:

      [...] aber was erlaubte es meinen Geschwistern oder dieser kleinen Pinselschwingerin, sich für etwas Besseres zu halten?
      Hmmm, wahrscheinlich, dass sie die Reinkarnation von Setsuna ist? ^^"

      Mir war klar geworden, dass diese Sphinx glücklicherweise nicht Kagayaku sein konnte, denn sie wirkte ein paar Jahre älter, vielleicht um die 35, doch mir ließ diese bildschöne Lady keine Ruhe.
      SETSUNA?! >__> SIE IST ES?!?

      [...] als ob es das normalste der Welt wäre, ein hochintelligentes Wesen in einem Kristall zu konservieren.
      Setsuna pur. xDD Tja, so ist sie eben. Aber auch ein bisschen gruselig, dass sie sowohl in Tsoony als auch ihrem echten Körper in dem Kristall steckt. oO" Sie hat sich verdoppelt! Arme Sheila.. >_>"

      Wie ihr von Dialga in der Zeit gefrorenes, liebliches Schwesterchen machte sie in Stasis eine genauso entzückende Figur wie in volle Lebenskraft gehüllt
      Thatch: Hehey, meine Jugend und ich sind tatsächlich für die Ewigkeit konserviert, nur kann ich durch die Gegend latschen ... *watschelt mit Jazz Hands herum* ... und Setsuna nicht! :hi:

      Yomi ist dagegen, den Kristall Kaguya-chan zu zeigen.
      Mondprinzessin Kaguyayaku. ;w; Wann wird sie wohl wieder in ihre Heimat zurückkehren? Bestimmt lässt sie ihr Leben, um zu ihrer wahren Periode zurückzukehren! ^u^

      Oi. Das waren 2.800 Wörter? owO Ok, krass, das ging echt schnell. Man sieht sich, liebliche Tsoony, auch wenn dein vorheriger Körper schon ein bisschen ätzend war! °0°"


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Kapitel XXI: Crime and Escape



      Nachdem es mir nicht nur gelang, Tsoonys kleines, glitzerndes Geheimnis zu enthüllen, sondern mich auch irgendwie ein bisschen mehr mit ihr anzufreunden, stand schon bald der nächste Auftritt der Kaminaris an. Statt der großen Izakaya-Kneipe diente diesmal ein anderer, eher an einem Stadtrand befindlichen Ort als Bühne für die Musiker, doch an Besuchern mangelte es auch hier nicht. Das alte Inn an der Zollstraße war zwar von offizieller Seite schon lange aufgegeben worden, doch das machte es für die nächtliche Nutzung nur noch attraktiver. Das dunkelbraune Holzgebäude verfügte über zwei Stockwerke, von denen das Obere jedoch abgesperrt war, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Saki hatte mich an diesen Ort eingeladen und war bereits fleißig Sake und Umeshu am schlürfen, während ich mich auf eine ranzige Tatami-Matte legte, um mit dem Blick an die Decke bei der energiegeladenen Shamisen- und Koto-Musik zu entspannen. Zwielichtige Gestalten waren in dieser Menschenmenge allemal dabei, von lüsternen Kaufleuten bis hin zu feierwütigen Prostituierten, die es mir allerdings immerhin ersparten, hemmungslos alle Hüllen fallen zu lassen. Doch nicht jeder schien vorrangig wegen der Musik oder den alkoholischen Getränken an diesem Ort eingetroffen zu sein, denn lautes Herumgekeife aus allen Richtungen signalisierte meinen ausgezeichneten Katzenohren, dass sich einige dieser „sketchy guys“ wohl in der Wolle lagen. Mittlerweile hatte sich auch Saki nach einem kleinen Tänzchen neben mir niedergelassen, doch sie schnellte nach kurzer Zeit wieder hoch, um ihren Blick auf ein Paar Streithähne zu richten.
      „Saki-chan, leg dich doch wieder hin. Lass uns dieses Erlebnis nicht von diesen Chaoten verderben“, flüsterte ich ihr liebevoll zu, doch die Brünette packte stattdessen meinen Arm, um mich als Unbeteiligte in dieses Schlamassel mit hinein zu ziehen!
      Der Grund lag eigentlich auf der Hand: „Erkennst du die Stimme nicht? Das dahinten, das ist Shuzo! Mein Bruder!“ Tatsächlich war es Shuzo, der in eine Streiterei verwickelt war, doch es war nicht sein bulliger Körper, der gegen die Holzwand gepresst wurde. Stattdessen war er es, der mit einem silbernen Kunai vor einem großen, aber schmächtigen Kerl herumfuchtelte und ihm gerade die Leviten ließ. Von dem netten Mann, mit dem ich vor einiger Zeit noch Messerwurf trainiert hatte, war in dieser Szene nichts zu erkennen. Zwar verstand ich nicht, was Sakis Bruder dem Fremden zuknurrte, doch er klang sehr verärgert!
      Trotzdem interessierte es mich, worum es ging: „Was ist das Problem, Saki-chan?“
      „Dieses Zeug wird aus Mohn gewonnen und hat die Leute im Reich der Drachen schwach gemacht. Hier ist es nicht verbreitet und mein Bruder erhofft sich, über eine Monopolstelle einen guten Batzen Geld anhäufen zu können. Oder hast du ernsthaft gedacht, dass Ninja heutzutage noch ein Beruf ist?“, erklärte mir die Brünette mit einem schelmischen Grinsen: „Und dieses Geld werde ich mir schon bald zunutze machen können.“
      „Du willst das Geld klauen?“
      „Nein, nicht klauen, doch nicht meinen eigenen Bruder! Ich werde es mir … leihen … ausborgen! Dann werde ich eine englische Handelscrew bestechen und wir können abhauen von hier!“
      „Ich habe gehört, dass der Kaiser einige junge Leute in den Westen schicken möchte, damit sie so viel Wissen wie möglich aufsaugen, wäre das nichts für ...“
      „Ausschließlich Männer! Wäre ja zu schön gewesen, aber da haben wir keine Chance.“
      Mit einem kräftigen Stoß beförderte Shuzo seinen Kunden an die Wand, sodass dieser beinahe mit dem Rücken diese hinabrutschte. Ganz mundtot war er noch nicht, denn es gelang ihm immer noch, einige abscheugetränkte Wörter auszuspeien, die Sakis Bruder zum sofortigen Umdrehen bewegten. Noch einmal am Yukatakragen gepackt und dann auf eine weitere Reise geschickt, machte der Strich in der Landschaft nun endgültig Bekanntschaft mit dem Erdboden. Meine Ohren waren angewinkelt, denn mir behagte es nicht, wie Shuzo auf dem offensichtlich Schwächeren herumhackte.
      Also trat ich vor und beschwerte ich mich: „Lass ihn in Ruhe! Er hat seine Lektion gelernt, glaubst du nicht?“
      „Nein! Er hat seit drei Wochen versäumt, seine Hausaufgaben in einfachster Händlermathematik abzugeben.“, raunte der kräftige, bärtige Ninja mich mit zusammengekniffenen Augen an. Ihm schien das Ganze sehr wichtig zu sein.
      „Vielleicht hat er einfach kein Geld!“
      „Dann soll er sich nichts bei mir kaufen, so einfach ist das!“
      „Wieso gibst du ihm dann trotzdem das Zeug? Willst du auf die Zinsen warten?“
      „Ja. Im Gegensatz zu ihm kann ich auf irgendetwas warten. Schau dir dieses Weichei doch an. Haben, haben, haben, aber sich nicht an einfachste Regeln halten ...“
      Mein bislang vorwurfsvoller Ton färbte sich nun aber endgültig in ein verärgertes Fauchen um: „Natürlich kann er nicht warten, wenn du Leute in Drogenabhängige verwandelst, nur um Profit da rauszuziehen! Hast du überhaupt keine Hemmungen?“
      Shuzos wütender Blick schwenkte zu Saki rüber, die laut hörbar aufseufzte und ihren Kopf zur Seite drehte.
      „Saki-chan!“
      Für einige Sekunden knisterte die Atmosphäre wie eine pechschwarze Regenwolke. Solch eine intensive Spannung, die meinen ganzen Körper zum kribbeln brachte, obwohl ich mich gar nicht aufgeladen hatte, erlebte man definitiv nicht allzu oft. Saki schwieg, gedachte sich aber, aus der Situation ganz simpel herauszuwinden. Sie packte meine Hand, zerrte mich durch die Menschenmengen und trat den strategischen Rückzug an!

      Sie entführte mich! Nicht im klassischen, strafrechtlich relevanten Sinne, sondern in einen durch Steinlaternen beleuchteten Kiefernwald, wo ein kleiner Schrein auf der Spitze eines Hügels trotzdem einen Blick auf das alte Gasthaus bieten konnte.
      Auf dem Holzpodest des kleinen Hauptschreins in der Mitte nahmen wir gemeinsam Platz, doch ein paar tadelnde Worte ließen nicht lange auf sich warten: „Elaine! Sag mal, bist du völlig bescheuert? Ich habe dir gesagt, dass ich dieses Geld brauche! Halt dich da einfach raus! … Außerdem … ich möchte nicht, dass dir etwas zustößt, okay?“ Meine Ohren hingen enttäuscht an meinen Schläfen herunter und ich wippte immer wieder vor und zurück, während meine Knie von meinen Armen umschlungen waren. Sichtlich war ich nervös und aufgeregt, was sich durch diesen Anblick im durch den Kiefernhain scheinenden Mondlicht sicher nicht ändern würde. Mit offenen Haaren sah Saki noch bezaubernder und niedlicher aus als ohnehin schon … irgendwie … sollte ich mich wieder mehr auf unser Thema konzentrieren.
      „Elaaaaahaaaaine! Hallo! Sag mal, was ging in dir überhaupt vor? Deine Verwandtschaft zieht doch auch zur Genüge krumme Dinger ab, wo ist das Problem?“
      „Meine … was? Kannst du die mir mal auflisten? Schlimmer, als eine Gesellschaft mit diesen Teufelsstoffen unterwandern und korrumpieren zu wollen, um sich zu bereichern, kann es kaum sein!“
      „Deine Schwester macht den Sphinxenkaiser an, dein Bruder verkehrt mit einer potentiell Unerwünschten, die für die ungerechte Gesellschaft der alten Militärherrschaft steht, deine … was auch immer Kagayaku ist, zieht gleich haufenweise krumme Dinger ab und du? Du hängst mit einem Mädchen ab, das ein legendäres Pokémon versteinert hat. Kommt der Moralapostel nicht etwas spät, Süße? Ich habe dir von Shuzos 'Karriere' erzählt, weil ich dir vertraue … Lanie-chan.“
      Sprachlos blinzelte ich Saki an, senkte meinen Blick dann beschämt zur Seite. Wo war ich da nur reingeraten? Mein Onkel Claudio würde definitiv kein Verständnis dafür zeigen, dass meine Freunde gesuchte Verbrecher waren. War es richtig, mich mit diesen Menschen gut zu stellen? Für diesen Moment wusste ich es wirklich nicht, doch plötzlich schloss Saki mich in einer Umarmung ein. Dankbar nahm ich ihre Zärtlichkeit an und rieb meinen Kopf an ihrem, während sie meine Blitza-Ohren ausgiebig zu kraulen begann.
      „Myaaaa … kawaii ...“
      „Kawaii neko-chan! Süße Miezekatze, thehe~!“
      Es tat so gut, dass ich mich sogar dazu hinreißen ließ, ihr über die Wange zu schlecken, auch wenn ich mich mit den felinen Gewohnheiten bewusst immer sehr kontrolliert gehalten hatte. Saki kicherte und verlangte nach mehr Raspelküsschen, wobei ich nicht für sicher sagen konnte, dass sie im nüchternen Zustand genauso viel Spaß dabei gehabt hätte. Alles in allem war körperliche Nähe in diesem Kulturkreis nicht bei weitem so beliebt wie im Westen. Letztlich lehnten wir beide unsere Schultern und Köpfe aneinander und blickten durch das schwarze Nadelwirrwarr über uns, um den Mond und die glitzenden Sterne zwischen den Lücken zu entdecken und zu bewundern. Der Alkohol machte definitiv schläfrig … selbst ein heftig pochendes Herz wie das meine brachte er irgendwann wieder zur Ruhe! Ich fühlte mich wie von einer Wolldecke umhüllt, so warm war es mir nicht nur ums Herz, sondern um meinen gesamten Körper, so, wie ich einst in heißer Schokolade baden durfte. Ein letztes Mal leckte ich mir über die Lippen, um Sakis Geschmack irgendwie einordnen zu können. Zwar hob er sich eindeutig von der dunklen Kakaomasse ab, war jedoch definitiv ähnlich süß und köstlich.
      „Lass mich wissen, wenn … oder wann ... du mit mir abhauen willst. All das hinter uns lassen, das uns nicht glücklich macht ...“ Ich antwortete Saki nicht. Nicht jetzt. Nicht mehr heute. Nur noch an ihrer Seite einschlafen.



      Die Zeit lehrte mich, das Onkel Claudio wie erwartet alles andere als glücklich mit den Kreisen war, in denen ich verkehrte. Er wusste noch nicht einmal von der Kriminalität, doch mich egal wohin abdriften zu lassen, gefiel ihm gar nichts, sodass er sich sehr darum bemühte, mir als Nesthäkchen abendliche und nächtliche Aufträge in der absolut unmittelbaren, sicheren Umgebung aufzudrücken, während ich meine Freizeit im Gegensatz zu den meisten anderen Leuten dann im Tageslicht genießen durfte. Ich fühlte mich von Tag zu Tag mehr bevormundet, während meine beiden Geschwister mittlerweile mehr Nächte woanders als in unseren Hauptquartieren verbrachten. Diese beiden de Courtenays verbringten den Großteil ihrer Zeit mit Adligen, wenn auch eher mit genau einer Person, doch dies reichte, um Onkelchen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.
      Immer, wenn ich von meiner kleinen Miko-Freundin sprach, hieß es nur: „Ich traue diesen Schamanen-Scharlatanen nicht!“ Natürlich begann ich, mich irgendwann zu widersetzen und mich nicht mehr an seine Kommandos zu halten, und je mehr ich rebellierte, desto enger wurde das Korsett in das er mich einschnürte, da er sein Vertrauen in mich verloren zu haben glaubte. Von meiner Seite aus stand diese gegenseitige Bindung schon längst auf einem porösen Steinpodest. Mittlerweile war ich an dem Punkt angekommen, Saki definitiv bedingungslos zuzusagen, sobald sie eine Chance zum Abschied wittern würde. Aber was war, wenn ich mein Schicksal etwas voreilig in ihre Hände legte? Charlie und Roxy schienen momentan zufrieden mit ihren Leben hier zu sein. Ich hingegen … musste mehr und mehr das ausbaden, wofür unser Onkel sie kaum noch zur Verantwortung ziehen konnte oder sogar wollte. Ich war frei, überall hätte ich hingehen können, nur brauchte ich eine Basis für die Zukunft, die bis jetzt einfach nicht gegeben war.

      Als ich eines Abends in Docs Café ein aromatisches Heißgetränk schlürfte und plötzlich unsere Exzellenz Kagayaku Konagata in den kleinen Salon hineinschlenderte, kam mir für kurze Zeit sogar der Gedanke auf, mit ihr nach Hexalos zu reisen. Wäre das nicht auch eine Idee, die Saki gefallen könnte? Zumal die Teleportpokémon sicher eine einfachere und günstigere Reisevariante darstellen würden.
      „Arisu-chan! Deine Lieblingskundin ist zurück!“, kündigte sich die junge Monarchin mit stolz herausgestreckter Brust an, auch wenn sie in punkto Kleidung und Schmuck auf überflüssigen Prunk verzichtet hatte: „Und Elaine ist auch da, wie schön~ … das freut mich! Darf ich mich zu dir gesellen, meine kleine Schokomieze?“
      „Kagy!“
      Sofort sprang ich auf und umarmte die kleine Sphinx, raspelte ihr einmal sogar aus Übermut über die Wange … immerhin hatten wir uns länger nicht mehr getroffen, von der kurzen Begegnung am Lagerhaus mal abgesehen.
      Ich vertraute ihr den Wunsch an, es wenigstens mal versuchen, in den Westen zurückzukehren, genauergesagt in das neue Kaiserreich Hexalos. Ihre goldenen Bernsteinaugen blinzelten eine Weile, ohne dass ich nur einen Ton vernehmen konnte. Intensiv dachte sie nach, starrte eine Weile in ihren Kaffee und rührte darin, obwohl sie grundsätzlich niemals Milch oder Zucker hineinschüttete, bis sie sich letztlich wie hypnotisiert im Strudel verlor.
      „Kaaaagyyyy?“, fragte ich neugierig nach, die Ohren steil aufgerichtet und meine Hände sanft auf ihren abgelegt.
      „Lanie? … Oh, also, das ist so … vielleicht lässt sich das sogar einrichten, aber viel mehr frage ich mich, was dich dazu bewegt.“
      „Mir macht es keinen Spaß mehr, unter meinem Onkel zu arbeiten. Dann die Sprachbarriere … es ist ein schönes Land, wenn es ums Reisen geht … einige Dinge sind so viel besser als im Westen, aber trotzdem hat auch dieser seine Vorzüge, die man vielleicht erst jetzt richtig schätzen lernt.“
      „Ich habe nie verstanden, was er überhaupt von euch wollte. Er brauchte Arbeitskräfte und dachte, dass es für euch eine tolle Erfahrung sei, ins Ausland zu gehen, neues zu Lernen und seinen Horizont zu erweitern. Was auch absolut stimmt. Aber nun hast du das getan und das meiste wird nicht mehr neu, sondern zur gottverdammten Routine. Es ist ja nicht so, dass du hier eine Lebensmission hast … keine Ahnung, Verbrecher zur Strecke bringen oder so.“
      Aufdecken von Kriminalität war vielleicht nicht unbedingt meine Stärke. Da hatte sie recht.
      Meine Ahnin neigte vorsichtig ihren Kopf zur Seite und fasste nun die ein großes, schweres Backblech balancierende Alice in ihr Blickfeld, als sie mir einen weiteren Rat zu geben versuchte: „Weißt du, Schatz … so, wie ich in Alice eine kleine Yomi sehe, sehe ich in dir eine kleine Sheila. Sheila war eine große Heldin, die Monster gebändigt hat uuuund … gewissermaßen auch Oberschurken gejagt und bekämpft hat. Hexalos hatte jemanden wie sie damals gebraucht, aber … dieses Land braucht dich nicht, Elaine.“
      Erschrocken blickte sich auf, denn diese Aussage war ohne den entsprechenden Kontext etwas verletzend, um ehrlich zu sein.
      „Nein, nein, es hat nichts mit dir zu tun. Dieses Land … braucht keine einzelne Person, aber in Hexalos ist das genauso. Die absolutistischen Herrschaften exisitieren in diesen Ländern nicht mehr, also ist auch nicht mehr nur eine Hand voll Stellschrauben, die es zu drehen gilt. Sheila konnte die Macht im Land umsortieren, wenn sie die Schlüsselperson ausschaltete, doch nun liegt die Macht bei größeren Gruppen. Außerdem war Setsuna nicht wegen der Niederlage gegen Sheila als Kaiserin zurückgetreten, sondern um mich auf dem Trohn zu sehen. Das hatte also nicht direkt was mit einer Heldentat zu tun.“
      Kagayaku nahm noch einmal neu Puste und ein finales Schlückchen aus ihrer mittlerweile lauwarmen Kaffeetasse, bevor sie zum Fazit kam: „Was ich sagen will, Elaine … so ähnlich du Sheila auch bist, wird deine Geschichte eine komplett andere sein. Du kannst nicht ein ganzes Land retten, im Gegenzug erwartet es auch niemand von dir. Es gibt den Kaiser, den Shogun, den Sphinxenkaiser, eine handvoll westlicher Staaten, miiiich … du verstehst das Problem, oder? Nur diese großen Mächte können einander den Einfluss nehmen, aber keine junge Frau wie du oder Sheila … oder ein Diplomat wie dein Onkel, obwohl er dann schon eher. Du bist an nichts gebunden und ein freies Leben genießen. Stell dir nur eine Frage: Würde es mir, Elaine, an meinem neuen Ort besser gehen als hier?“
      Das war eine sehr gute Frage. Ich spülte die letzten Schlucke mittlerweile eisigen Tees meine Kehle herunter, verzog leicht angesäuert mein Gesicht und starrte an die getäfelte Holzdecke, von der ein goldenes Kronleuchterchen baumelte. Mit Gewissheit könnte ich diese Frage sicher nicht beantworten, Saki hingegen um so eher. Es … es würde ohnehin kein Abschied auf ewig sein, oder? So würde es eine weitere Nacht voller Grübeln sein, die ich mir nie wieder zurückholen könnte …

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    • Nyooooooooom, besser spät als nie. .3.

      Na warte nur, da kommt bald der große kagyinische Stimmungswechsel und alles geht nur noch den Bach runter! q_q Die große Cagini!
      Kagayaku: Hex Hex! ich werde the next Uri Geller! °=°
      Sheila: =_0 Oh Shoot ...


      oO" Das klingt aber sehr nach jemandem, der die eigene Gesellschaft bevorzugt. ... Was der wohl den ganzen Tag alleine im Zimmer macht? >_>
      Charlie: Wand anstarren, Ringen mit meinem Selbsthass ... nein, kein Ding, ich habe genug Hobbies, um mich selbst bestens zu unterhalten.
      Roxy: *blinzel* Ich hoffe da war keine Anspielung dabei.
      Charlie: Nein, verdammt! =_o


      Was haben die denn dann 20 Jahre lang gemacht? Alleine im Zimmer entspannt? xD
      Roxy: Nein, der ist halt nur ein Rätsel. Und Lanie auch.
      Elaine: Und du! ò_ó Wir sind Sphinxen, natürlich sind wir rätselhaft!


      Aber wie sagt man noch so schön: Männer reifen mit dem Alter, Frauen altern? °3°
      Marc: Männer sind wie ein guter Wein ...
      Marie: Bist du nicht eher wie ein guter Ziegenkäse? .3.
      Marc: Uff


      Also kocht er japanisch? :D Bei all den Suppen und Nudeln und Gemüse und Reis fühlt sich Roxy bestimmt unterzuckert. ;w;
      Charlie: Ich koche mehr oder weniger alles, aber ... in Anbetracht unserer heimischen Küche ... mittlerweile gerne überwiegend japanisch, ja. u_u
      Roxy: Ja, sogar ziemlich gut. Aber er muss noch lernen, wie man Desserts macht. :/ Kann ja Yomü fragen! °3°


      Sie pfeift durch die Gegend und kichert beim Öffnen von Türen? xD Das klingt verdächtig nach einer ... ein bisschen zurückgebliebenen Tsoony. Ein bisschen wie Suzuka. Ob sie wohl auf dem geistlichen Stand von Kagys Gyuuuuuu;v;-Phase ist? >_>
      Tsoony: Schätzchen, da hast du dich wohl verlesen, das stand da nie, byuuuuuuuuuuuuu;w;!
      Yomi: Tsoony ist ziemlich intelligent ... aber manchmal auch etwas kindisch, ja. ^^
      Tsoony: Ein bisschen Kind müssen wir auch als Erwachsene bleiben! :o
      Sheila: Genau das war das Problem von Setsuna ... :/ Traurig eigentlich.



      Schwert der Abenddämmerung ist doch tatsächlich zu 50% Fluff und Flausch! xD Aber ja, Tsoony klingt irgendwie schon ein bisschen wie Setsuna.
      Elaine: Cool, oder? x3 Alles süß und kuschlig und die andere Hälfte sind wilde Wortgefechte und gefährliche Action! Genau richtige Mischung! 8D
      Saki: Eigentlich stehe ich eher auf die Letzteren, aber bei dir bin ich auch mit Fluff und Flausch einverstanden. ;D
      Elaine: Hnnnnnnnnng! Sakiiii! x3


      Hmmm, wahrscheinlich, dass sie die Reinkarnation von Setsuna ist? ^^"
      Tsoony: Captain Obvious strikes again ^-^

      SETSUNA?! >__> SIE IST ES?!?
      Tsoony: Und die Fortsetzung! ò-ó Kyaputan Obubiusu sutoraikusu oruso in Japan!

      Setsuna pur. xDD Tja, so ist sie eben. Aber auch ein bisschen gruselig, dass sie sowohl in Tsoony als auch ihrem echten Körper in dem Kristall steckt. oO" Sie hat sich verdoppelt! Arme Sheila.. >_>"
      Tsoony: Nein, ... die Seele ist weitergereist ... :/ Schon irgendwie traurig, aber so geht es wohl jedem irgendwann, auch Kagy ...
      Sheila: Setsuna teilt sich durch Mitose. Eine Zeit lang nahm ich das sogar an, als ich Yomis Buch gelesen habe ...


      Thatch: Hehey, meine Jugend und ich sind tatsächlich für die Ewigkeit konserviert, nur kann ich durch die Gegend latschen ... *watschelt mit Jazz Hands herum* ... und Setsuna nicht!
      Setsuna: Das ist okay, ich kann schlafen und muss mir nie wieder Gedanken über irgendetwas machen. Zum Beispiel kein Essen mehr im Haus ... o_o Das war sehr prekär damals! Uuuund ich halte immer die perfekte Pose. ;D
      Kagayaku: Ass ass Tsoony ;w;
      Tsoony: Hm? ò_o


      Mondprinzessin Kaguyayaku. ;w; Wann wird sie wohl wieder in ihre Heimat zurückkehren? Bestimmt lässt sie ihr Leben, um zu ihrer wahren Periode zurückzukehren! ^u^
      Kagayaku: Wer weiß ;D Die Flügel dafür besitze ich schon mal ;3
      Sheila: Ich wusste, dass sie ein Alien ist xDDDDDD


      Oi. Das waren 2.800 Wörter? owO Ok, krass, das ging echt schnell. Man sieht sich, liebliche Tsoony, auch wenn dein vorheriger Körper schon ein bisschen ätzend war! °0°"
      Setsuna: Eigentlich ja meine Persönlichkeit, nicht mein Körper. Das ... das hätte Kagy sonst schwer überleben können.
      Kagayaku: ô_o Okaaaaay? Aber einmal bist du mir auf den Fuß getreten, da dachte ich auch, meine Knochen wären pulverisiert worden!
      Setsuna: Das war unglücklich, ja. uwu

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    • OYE! Mal sehen, wie es unseren Kätzchenschätzchen so ergeht! 8D

      Das alte Inn an der Zollstraße war zwar von offizieller Seite schon lange aufgegeben worden, doch das machte es für die nächtliche Nutzung nur noch attraktiver.
      Uuuuh, Japans Tropfender Kessel! °3° Da treiben sich bestimmt zwielichtige Gestalten wie Rans herum, die nach Ranarchie streben? Hue hue qwq"

      Saki hatte mich an diesen Ort eingeladen und war bereits fleißig Sake und Umeshu am schlürfen [...]
      Waaaas?! Saki die Alkoholikerin ist real xD Sind ihre Umstände so schrecklich, dass sie keine andere Wahl sieht, als Zuflucht im Alkohol zu suchen?! :(

      Zwielichtige Gestalten waren in dieser Menschenmenge allemal dabei, von lüsternen Kaufleuten bis hin zu feierwütigen Prostituierten, die es mir allerdings immerhin ersparten, hemmungslos alle Hüllen fallen zu lassen.
      Rawr, da kann Ran bestimmt nicht widerstehen. ô.o Wenn Inari schon nicht ihr Typ ist ... :achja:

      Tatsächlich war es Shuzo, der in eine Streiterei verwickelt war, doch es war nicht sein bulliger Körper, der gegen die Holzwand gepresst wurde.
      So viel zur Heimlichkeit! >_> Der kann seine Karriere als Ninja mal sowas von an den Nagel hängen! Bestimmt war er auch der betrunkene Ninja in der Nacht! ò.ó

      Oder hast du ernsthaft gedacht, dass Ninja heutzutage noch ein Beruf ist?
      Kein Beruf, aber eine Berufung! 8D Aber da hat sie wohl tatsächlich recht, sie und ihr Bruder wären wirklich besser in der Sengoku Jidai aufgehoben qwq

      Ich werde es mir … leihen … ausborgen! Dann werde ich eine englische Handelscrew bestechen und wir können abhauen von hier!
      W T F owo Okay, das ging schnell xD Zuerst sind Saki und ihr Bruder nicht nur zwielichtige Ninjas, jetzt stellt er sich noch als Opium-Händler heraus und verliert das schmierige Geld gleich wieder an seine eigene Schwester ... das sie benutzen will, um Japan ein für alle Mal auf Wiedersehen zu sagen! Ein echtes Familiendrama! qwq

      Mit einem kräftigen Stoß beförderte Shuzo seinen Kunden an die Wand, sodass dieser beinahe mit dem Rücken diese hinabrutschte.
      Uff, so macht man aber keine Geschäfte. ;w; Räudiger Schlägerninja ist räudig, wer hat den denn zur Heimlichkeit ausgebildet? >_>

      Hast du überhaupt keine Hemmungen?
      Miu: ... fragte sie. ö.ö
      Tammy: *neben Miu* ... ö.ö
      Nono: -.-"

      Nicht im klassischen, strafrechtlich relevanten Sinne, sondern in einen durch Steinlaternen beleuchteten Kiefernwald, wo ein kleiner Schrein auf der Spitze eines Hügels trotzdem einen Blick auf das alte Gasthaus bieten konnte.
      Welch romantische Szenerie! °0° Tja ... Double Trouble Elaine. ;A;

      Außerdem … ich möchte nicht, dass dir etwas zustößt, okay?
      Es ist höchst faszinierend, wie wenig sie sich um ihren Bruder zu kümmern scheint. Als würde er nicht gerade als Ninja die Aufmerksamkeit mehrer Gäste in einem zwielichtigen Gasthaus auf sich ziehen! >_>"

      Deine Verwandtschaft zieht doch auch zur Genüge krumme Dinger ab, wo ist das Problem?
      Woher weiß sie denn von Mafia-Kagy?! Q__Q ... Oh. Ninja, ich vergaß. :ups:

      Deine Schwester macht den Sphinxenkaiser an, dein Bruder verkehrt mit einer potentiell Unerwünschten, die für die ungerechte Gesellschaft der alten Militärherrschaft steht, deine … was auch immer Kagayaku ist, zieht gleich haufenweise krumme Dinger ab und du?
      Ach ja? Nur weil der kleine Louis XVII rein zufällig den französischen König Monsieur Incompétent zum Vater hatte, macht ihn auch nicht gleich zu einem schlechten Menschen. ;w;

      „Kawaii neko-chan! Süße Miezekatze, thehe~!“
      Suzuka: KAWAIIIIII~ ;o; Schwert der Flauschigkeit!

      „Lass mich wissen, wenn … oder wann ... du mit mir abhauen willst. All das hinter uns lassen, das uns nicht glücklich macht ...“ Ich antwortete Saki nicht. Nicht jetzt. Nicht mehr heute. Nur noch an ihrer Seite einschlafen.
      lel Ich wusste nicht, dass diese "Romanze" wirklich so ernst ist owo Ja guuuuuut?!?!?

      Die Zeit lehrte mich, das Onkel Claudio wie erwartet alles andere als glücklich mit den Kreisen war, in denen ich verkehrte.
      Boaaah, der Typ ey. xDD Langsam nervt der nur noch. Sheila hatte immerhin auch niemanden gebraucht, der ständig ein prüfendes Auge auf sie gerichtet hat ... Und was ist aus ihr geworden? Genau, die Herzogin der Normandie! Lass dir das mal durch den Kopf gehen, Herr Claudio! :blah:

      „Ich traue diesen Schamanen-Scharlatanen nicht!“
      Was ist denn da nicht zu trauen? Q_Q Ist ja nicht so, als würden die halb nackt ums Feuer tanzen und böse Flüche auf Leute legen. orz

      Ich vertraute ihr den Wunsch an, es wenigstens mal versuchen, in den Westen zurückzukehren, genauergesagt in das neue Kaiserreich Hexalos.

      "Neu" qwq Was neu sein wird, ist das Kaiserreich Zippangu! °0°

      Intensiv dachte sie nach, starrte eine Weile in ihren Kaffee und rührte darin, obwohl sie grundsätzlich niemals Milch oder Zucker hineinschüttete, bis sie sich letztlich wie hypnotisiert im Strudel verlor.
      Hotoke: Ooooh, Kaffeee... =w= Eine ganz hervorragende Wahl, ich liebe Kaffee. Und ich könnte mich auch den ganzen Tag an dem Geruch ergötzen und darin herumrühren! öwö

      Aufdecken von Kriminalität war vielleicht nicht unbedingt meine Stärke. Da hatte sie recht.
      Es ist ja auch eher eine Berufung als ein Beruf! 8D Vielleicht sollte sie das den Superhelden der Stadt überlassen. :cool:

      Hexalos hatte jemanden wie sie damals gebraucht, aber … dieses Land braucht dich nicht, Elaine.
      Tja. Das ist ja mal mega genial formuliert. Nicht jede Geschichte kann einen Weltenretter gebrauchen! 8D Suzuka ist auch alles andere als das.

      Hmmm! Eine schwierige Entscheidung! ò.o Also ich finde die Idee, dass Elaine mit Saki durchbrennt nicht so toll. xD Sie soll Elaine-chan bloß nicht da reinziehen! Elaine muss erstmal auf eine Suche nach sich selbst gehen, danach kann sie noch die Welt bereisen. :blah: Oder muss sie die Welt bereisen, um sich selbst zu finden?


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Hnnnng Contrakommi kommt so schnell wie möglich nach, heute leider 0 Zeit, sorry und danke schon mal Dx


      Kapitel XXII: Broken Past



      Eine Zeit lang blickten Kagayaku und ich uns schweigend in die Augen. Sollte ich einfach gehen, das Ganze herauszögern oder doch bleiben? Unzählige Gedanken schossen mir durch den Kopf. Mein Blick muss sicher seelenlos und starr gewesen sein, so tief verloren in meinen eigenen Grübeleien war ich. Was sah die neue Sphinxenmonarchin in den beiden Smaragdaugen? Orientierungslosigkeit? Angst? Unsicherheit?
      „Hübsches Grün … hach, wie meine Mutter und zur Hälfte Setsuna ...“, seufzte sie, ihren Kopf mit beiden Armen aufgestützt, und erfreute sich an edlen Farbtönen.
      Ich zuckte etwas verwundert mit den Ohren, schlummerte doch tief in mir eine andere von Neugier durchtränkte Frage: „Okay, Kagayaku. Wie gefällt es dir eigentlich, Herrscherin über ein ganzes Land zu sein?“
      „Ach“, zuckte sie fast schon gleichgültig mit den Schultern, während ihr Bernsteinblick fast schon scheu zur Seite glitt.: „Irgendwie ist es natürlich schön und erfüllt mich mit Freude und Stolz, aber … meine zweite Amtszeit fühlt sich seltsam an. Es ist schön, einen solchen Platz einnehmen zu dürfen, aber vielleicht bin ich zu faul und eigensinnig, um Alleinherrscherin zu sein – trotz Parlament, die mir Unangenehmste abnehmen. Was sich besonders seltsam anfühlt … naja, eigentlich wäre Setsuna die Herrscherin. Zwar war sie damals zu meinen Gunsten abgetreten, doch hatte ich sie damals stets um Rat gefragt und in meine Entscheidungsfindung eingebunden. Mir fehlt das alles so sehr. Sie fehlt mir so sehr. Es ist … als wäre sie tot.“
      Ich schluckte. Egal, welcher zweifelhafter Dinge Setsuna sich schuldig gemacht hatte, liebte und bewunderte ihre kleine Schwester sie mehr als alles andere in der Welt. Nach meiner Entdeckung ein paar Meterchen tiefer an diesem Ort war ich redlich bemüht, mir nichts anmerken zu lassen und versuchte meine Aufregung mit ein paar Schlückchen aus meiner Tasse zu überspielen.
      Da konnte meine Ahnin nur staunen: „Wieso trinkst du aus einer leeren, kalten Porzellantasse? Von wem aus deiner Familie hast du das denn?“
      „Eh, Onkel Claudio schätze ich mal.“
      „Wenn ich mir das so recht überlege, hätte ich dich auch schon vorher über seine Eigenarten aufklären können.“
      Erstaunt blickte ich die schwarzhaarige Schönheit an und stellte meine Tasse so unauffällig wie nur irgendwie möglich zur Seite. Das war peinlich, Elaine …
      „Hast du mal mitbekommen, das deine Schwester Roxy-chan ein knuspriges Feingebäck aus der Hand isst?“
      „O- … okay. Das ist krass. Richtig krass.“
      „Sie macht sich ihre Finger ganz fettig. Das ist unangenehm. Wofür gibt es denn Messer und Gabeln?“
      Was hätte ich meiner stolzen Urahnin aus dem Herrscherhaus eines ganzen Kontinents sagen sollen? Dass sie inmitten der piekfeinen hexalösischen Gesellschaft die ahnungslose Ausländerin aus dem Fernen Osten war?
      Einige Wimpernschläge spielte ich mit dem Gedanken, nicht weiter auf sie einzugehen, doch dann entschloss ich mich dazu, sie mit der Wahrheit zu konfrontieren: „Kagayaku … also … Yomi hat dir sicher gezeigt, wie man sowas isst, oder? Aus der … Hand.“
      „Yomi war, bis sie 12 war, in einem finsteren Verlies eingeschlossen. Woher hätte sie diese Umgangsformen erlernen sollen?“
      „In dem sie sich nicht wie du auf dem Canapé herumgewälzt und Trauben in sich hineingestopft hat?“ Das klang rüder als ich mir es in Gedanken ausgemalt hatte.
      Die geflügelte Schönheit schnaubte leicht genervt, gab sich allerdings viel nachsichtiger, als ich ursprünglich – vor allem Dank der Erzählungen aus unserer Familie – erwartet hatte: „Und ich dachte immer, sie wollte mich veralbern. Mit der Hand essen, in welchem Zeitalter leben wir denn?“
      „Du benutzt für die Trauben auch kein Besteck, oder?“
      „Schaufel die mal auf eine Gabel oder versuche, mit Messern die Schnittstelle an den Ästen abzutrennen!“
      So viel Zeit auch vergangen war, auch in ihrem Reifeprozess, denn hier konnten fünf Jahre ganze Galaxien und Weltbilder auf den Kopf stellen, war sie immer noch die eigensinnige Sphinx, mit der Sheila einst auf Reisen gegangen war, nur nicht mehr so hitzköpfig, ungeduldig und jähzornig. Kagayaku erhob sich, tätschelte mir liebevoll den Kopf, sodass meine Öhrchen hochschnellten, und schaute sich einige der Gemälde an. Sie enthielten vor allem Szenen aus dem urbanen und ländlichen Leben des Reiches Hexalos, doch ich konnte sie nicht wirklich einer Ära zuordnen, bis auf das große dunkle Bild mit dem golden leuchtenden Turm. Lumyaon, die Stadt des Lichts … würde meine Zukunft vielleicht sogar dort liegen?

      Nachdem ich etwas weniger ausführlich als die Sphinxenedelfrau über die Kunstwerke sinnierte, entschloss ich mich dazu, mich von Alice beraten zu lassen. Ich stand auf, zog meinen Rock wieder in eine tadellose Position zurecht und tapselte an die Holztheke, wo Alice einen schnurrbärtigen Herrn mit einem Café au Lait bediente.
      „Hey Doc! Oder sollte ich lieber sagen: Arisu-chaaaan?“, säuselte ich, um es mit etwas Eigenlob auszuschmücken, herzallerliebst und nagelte sanft ihre weichen weißen Hände auf dem Holztresen fest, was sie offenbar in großes yomisches Erstaunen mit geweiteten Augen versetzte: „Ich überlege, welche Profession ich besitze und welche Tätigkeit ich gerne später ausüben möchte. Du glaubst nicht, wie schwer das ist. Welche Chancen hätte ich hier, im Ausland?“
      „Was du hier machen könntest? Nuuun … viele Menschen sind sehr interessiert an dem, was der Westen so zu bieten hat“, klärte mich Alice mit einem breiten Grinsen auf und war bereits der festen Überzeugung, mir den perfekten Vorschlag zu unterbreiten: „Yomi und ich zeigen dir, wie man Chocolat macht und du eröffnest dann deinen eigenen Schokishop, wäre das nichts?“ So verlockend sich das anhörte – ich hatte instinktiv sofort Angst, dass ich die den Kunden überreichte Schokolade aus der Hand nehmen und selbst wegessen würde.
      „Alsooo … an sich keine schlechte Idee, aber das würde erfordern, dass ich meine ganze mittelfristige Zukunft hier sehen würde. Ich … bin mir da definitiv nicht sicher“, antwortete ich verlegen, mich am Ohr kratzend und errötet wie ein Schulmädchen am ersten Tag.
      „Ach so. Das verstehe ich. Donc … ummm also Yomi experimentiert wieder ein bisschen mit Chocolat herum, vielleicht hilfst du ihr ja mal.“
      „Wirklich? Ich dachte, sie wollte mit ihrem Metagross die Erdbevölkerung terminieren!“
      „Ja, sie ist das rechnerisch nochmal durchgegangen, sagt sie, obwohl sie ja angeblich alles über Jahre hinweg geplant hat. Ich glaube, wir haben es Kagayaku zu verdanken, dass sie wieder ein Stückchen die Alte geworden ist. Sie … müsste nur noch lächeln, dann sähe es wirklich so aus.“
      Yomi hatte also immer noch nicht ihr Lächeln wiedergefunden, doch wer konnte es ihr unter diesen Umständen schon verübeln? Ich dankte Arisu für das kleine Gespräch und hielt wieder Ausschau nach Kagayaku, doch ich konnte sie in dem hellen und übersichtlichen Café nicht ausmachen, zumal ihre Schwingen wirklich auffälliger nicht hätten sein können. Wahrscheinlich war sie im Waschraum verschwunden, sodass ich geduldig an unserem Tisch Platz nahm und diesmal einen Café allongé bestellte, einen tiefschwarzen Verlängerten.

      Ich schlürfte und schlürfte, genoss mit geschlossenen Augen meinen Spätabend in Alices kleinem Wunderland, doch keine Sphinx in Sichtweite. Aus unseren regelmäßigen Stammbaumerzählstunden war mir bekannt, welch zweischneidiges Verhältnis jemand wie Kagayaku zu Hygiene hatte. Einander abschlecken oder sich auf den Boden setzen war kein Problem, aber sich einen Baderaum mit anderen teilen? Höchstens, wenn die Person das Handtuch für sie hätte halten sollen. Es war nicht möglich, dass sie sich so lange darin aufhielt, sodass ich mich in Richtung Untergeschoss bewegte. Ich war so im Gespräch mit meinem Lieblings-Doc vertieft, dass sich die miezige Monarchin problemlos hätte nach unten schleichen können.
      Das Blut gefror mir in den Adern.
      KAGY?
      Bitte nicht!
      "Kagy-chaaan!"



      Wieder führte mich mein Weg in den engen Korridor mit den düsteren Öllampen. Ich erkannte am Ende des Ganges nicht viel, doch die hellen Schwingen meiner Vorfahrin waren als Umrisse relativ prägnant auszumachen.
      „Mach doch auf! Du brauchst keine Angst vor mir zu haben, hey! Ich hab doch die Musik darin gehört!“, bat Kagayaku mit einer geduldigen Stimme um Einlass in den geheimen Raum, während ihre Körperhaltung und Handlungen dem exakten Gegenteil bewirkten. Mit Metallschweif und Fäusten hämmerte sie rastlos gegen die Tür, ihr Körper schien sich leicht nach vorne zu neigen.
      Ich versuchte dem miezigen Hurricane auf zwei Beinen etwas Wind aus den Segeln zu nehmen: „Kagy? Also so wird dir sicher jemand aufmachen, aber da kannst du sowieso lange warten. Da ist niemand.“
      „Ich habe Musik gehört! Irgendeine Art Flöte, so ganz anders!“
      „Nein, das kann nicht sein. Das ist ein Lagerraum, wer sollte um diese unmögliche Urzeit Musik spielen? Da stehen nur Kisten, Kartons und Besen.“
      „Oh, du warst da drin, ja? Du verheimlichst mir was! Sobald ich mich absichtlich laut geäußert hatte, war die Musik verstummt!“
      Meine Ohren presste ich seitlich an meine Schläfe, denn geheuer war mir die Situation gewiss nicht. Diesen Ort sollte Kagayaku unter keinen Umständen zu Gesicht bekommen, doch meine Versuche, sie zu überzeugen, bewegten sie leider nicht von der Tür weg: „Jetzt komm schon! Lass uns doch oben noch ein bisschen Zeit gemeinsam verbringen! Ich bezahle dir ein Gebäckstück deiner Wahl!“
      „Du bestichst mich? Nun, das ist ja überhaupt nicht verdächtig!“, zischte die Sphinx und ließ ihren stählernen Schweif gegen die Tür peitschen: „Ihr lasst mir keine Wahl. Durchsuchungsbefehl eurer Kaiserin!“
      „Du bist die Kaiserin eines anderen Landes!“
      „Diese Handelskolonie gehört zum meinem Land!“, wütete Kagayaku, zutiefst erzürnt, dass ich es sie zu bevormunden gewagt hatte und stieß mich mit einer gewaltigen Windböe zurück, um die Tür mit einem goldenen Energiestrahl in ihre Einzelteile zu zerlegen. Der Moment, Schwäche zu zeigen, war nun nicht gekommen, sodass ich mich schnell aufrichtete, meinen brennenden, aufgeschürften Ellenbogen ignorierte und ihr nachhetzte.

      Für ein paar Momente war es in dem Altarraum unter dem Café genauso still wie die Zeit, die Kagayaku den mysteriösen Melodien auflauerte. Tsoony hatte sich auf den Boden gepresst und blickte ehrfürchtig nach oben, während sie im Mund eine Art in ihrer horizontalen Anordnung leicht gebogene Holzröhrchen hielt. Ihr Schweif klebte regungslos am Boden, Kagayaku stand seitlich mit hinter dem Rücken verschränkten Armen vor dem Kristall. Hilflos suchte die jüngere Sphinx meinen Blick, doch es war kein Fünkchen Sicherheit vorhanden, das ich ihr hätte geben können. Sekunde für Sekunde verrann, während das Weltbild des Mädchens, das in der Zeit stecken blieb, zerrann. Ich positionierte mich auf der Tsoony gegenüberliegenden Seite, um Kagayakus anfangs undurchschaubaren Gesichtsausdruck zu beobachten, während sie langsam realisierte, in welcher Wirklichkeit sie hier gefangen war.
      In dieser Realität war ihre große Schwester nicht vermisst.
      Ihr Schicksal war terminiert, terminiert in einem wunderschönen, ewigen Kristall.
      Als ihr Blick hinunterglitt, geriet auch die fatale Wunde in ihr Sichtfeld, die ein weiteres Puzzleteil im von Lücken geprägten Geschichtswissen der einst verschollenen Kagayaku preisgab. Tränen sammelten sich in den zusammengekniffenen Bernsteinaugen dieser so stolzen und mutigen Dame, die nun schluchzend versuchte, ihre kristallisierte Schwester zu umschlingen. Doch ihre Körper würden sich nie wieder in einer innigen Umarmung befinden, stattdessen perlten ihre salzigen Tränen von der harten, glatten Oberfläche ab.
      „Setsu-chan … nee-chan … nein, nein, nein!“
      Mein Kopf senkte sich traurig nach unten, denn mir fiel es absolut schwer, mitanzusehen, wie die Trauer und der Schmerz langsam vom Körper der kleinen Kagy-chan Besitz ergriffen, die vom Tag ihrer Flucht von dem sinkenden Kontinent von ihrer großen Schwester an der Hand geführt wurde, bis sie selbst volljährig wurde. Die meisten Worte konnte ich nicht entschlüsseln, da sie nicht nur durch ihr klagendes, schmerzerfülltes Weinen akustisch sehr undeutlich zu verstehen waren, sondern sich auch der ursprünglichen Muttersprache der beiden Schwestern, dem Muyaan, bedienten.
      „SETSU-CHAN!“
      Schluchzen.
      „NEE-CHAN!“
      Ein leidendes Fassen an das blutende Herz, während der stählerne Schweif leblos auf dem Boden versandet war, die beigen Schwingen wie verwelkte Farnblätter von ihrem Rücken hängend. Ich hätte zu gerne alles verstanden, was Kagayaku über die Lippen gekommen war, doch vielleicht waren diese Worte auch einfach nicht für meine Worte gedacht. Vielleicht galten sie eben wirklich nur Setsuna und niemandem sonst. Tsoony wirkte noch niedergeschlagener als ohnehin schon, sodass ich davon ausging, dass sie einiges mehr verstand als ich, die lediglich über die zappangischen Standardausdrücke ein paar Rückschlüsse machen konnte. Es war ein Trauerspiel.
      Sämtliche Trauerphasen, die Kagayaku eigentlich hätte schon vor Jahren nach und nach durchlaufen müssen, vereinigten sich nun zu einem geballten Schockmoment, der auch in mir immer mehr Tränen entlockten. Ich hatte keinerlei Beziehung zu der ehemaligen Monarchin, nicht einmal über ihre eigene direkte Blutlinie, doch ich hatte genug Zeit gehabt, ihre Schwester kennenzulernen, die in unseren Geschichtsstunden oft als ein unschuldigeres, optimistischere Sphinxen dargestellt wurde als die Frau, deren Vater vor ihren eigenen damals achtjährigen Augen ermordet wurde. Diese Szene galt als Setsunas erster Tod, nur damals war es ein Sterben ohne wirkliche Wiedergeburt, gefangen in einer Rolle mit immensem Erwartungsdruck, dem sie krampfhaft gerecht zu werden versuchte und dadurch ihre kindliche Unschuld zerbröckeln ließ.
      Kagayaku war vom lautstarken Klagen nun in ein verzweifeltes Wimmern ausgebrochen und bediente sich, einer Sphinx absolut typisch, der Zunge, um ein letztes Mal ihre persönliche Bindung zu einer geliebten Mieze zu intensivieren. Es war ein skurriles Bild, wie die Herrscherin eines Weltreichs diesen bildschönen Kristall ableckte, mit einer fast schon furchterregenden Gebanntheit. Sie war einfach komplett in einer Art Trance gefangen, doch wie konnte ich ihr helfen können? Ungefragt umarmen konnte immer böse Ende, doch mittlerweile war sie auf ihre Knie abgerutscht und hatte sich verzweifelt weiter nach vorne gebeugt, sodass sie bald auf allen Vieren vor dem Kristallsockel trauerte. Nichts würde mehr so ein, wie es vorher war und die Erinnerungen an ein Leben, mit dem sie sich nach all der Tragik ihrer Vergangenheit arrangiert hatte, waren nun eben nur noch auf eine genauso gebrochene Yomi beschränkt. Wenn jemand Erfahrung darin hätte, diesen schweren Schock zu überstehen, dann vielleicht am ehesten noch sie.
      Ich kniete mich neben an Kagayakus Seite, doch sie schenkte mir keine Beachtung. Aber das war nicht schlimm. Ich hatte heute Zeit für sie, auch wenn der Tag bereits fast komplett verstrichen war.
      "SETSUUUUUNAAAAAAAAAA ... -haaaaa ..."
      Spätestens nach diesem markerschütternden Jaulen konnte ich meine eigenen Tränen nicht mehr zurückhalten.

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    • Okay machen wir das eben jetzt kurz.

      OYE! Mal sehen, wie es unseren Kätzchenschätzchen so ergeht! 8D
      Elaine: Ich bin ein Kätzchenschätzchen! *w*

      Waaaas?! Saki die Alkoholikerin ist real xD Sind ihre Umstände so
      schrecklich, dass sie keine andere Wahl sieht, als Zuflucht im Alkohol
      zu suchen?!
      Saki: I-ich suche keine Zuflucht, das ist ... o///o" Meine Umstände sind nicht die besten, aber ich habe wirklich kein Problem. ò.ó
      Elaine: Saki-chaaaan! Dx


      Rawr, da kann Ran bestimmt nicht widerstehen. ô.o Wenn Inari schon nicht ihr Typ ist ...
      Ran: Ich glaube, niemand ist irgendwie mein Typ. qwq Never happy Rana-chana!

      So viel zur Heimlichkeit! >_> Der kann seine Karriere als Ninja
      mal sowas von an den Nagel hängen! Bestimmt war er auch der betrunkene
      Ninja in der Nacht! ò.ó
      Shuzo: Ich bin angsteinflößend genug, und wenn ich wirklich auf Ninjamission bin, mache ich das auch besser!

      W T F owo Okay, das ging schnell xD Zuerst sind Saki und ihr Bruder
      nicht nur zwielichtige Ninjas, jetzt stellt er sich noch als
      Opium-Händler heraus und verliert das schmierige Geld gleich wieder an
      seine eigene Schwester ... das sie benutzen will, um Japan ein für alle
      Mal auf Wiedersehen zu sagen! Ein echtes Familiendrama! qwq
      Saki: Viel bessere Qualität als die Scheiße auf RTL! Ich wünsche mir einen Spielfilm!

      Uff, so macht man aber keine Geschäfte. ;w; Räudiger Schlägerninja ist
      räudig, wer hat den denn zur Heimlichkeit ausgebildet? >_>
      Shuzo: Wie gesagt, die benötige ich hier nicht. .3.
      Saki: Ey komm ich kann aber schon besser schleichen als du!
      Shuzo: Du bist ja auch ein schlankes "Kätzchenschätzen"!
      Saki: Nya~ ^w^

      Miu: ... fragte sie. ö.ö
      Tammy: *neben Miu* ... ö.ö
      Nono: -.-"
      Elaine: ö_ö *schnurr*


      Welch romantische Szenerie! °0° Tja ... Double Trouble Elaine. ;A;
      Elaine: Meine Gefühle spielen verrückt! qwq Ich fühle mich so chaotisch! ;w;

      Es ist höchst faszinierend, wie wenig sie sich um ihren Bruder zu
      kümmern scheint. Als würde er nicht gerade als Ninja die Aufmerksamkeit
      mehrer Gäste in einem zwielichtigen Gasthaus auf sich ziehen! >_>"
      Saki: Ich mag ihn ja sehr, aber er kann ja auf sich selbst aufpassen. Chill, Dude, ich bin die kleine Schwester. ö_ö

      Ach ja? Nur weil der kleine Louis XVII rein zufällig den französischen
      König Monsieur Incompétent zum Vater hatte, macht ihn auch nicht gleich
      zu einem schlechten Menschen. ;w;
      Roquefort: C.C QUOI?

      Suzuka: KAWAIIIIII~ ;o; Schwert der Flauschigkeit!
      Elaine: WOOHOO! x3 Naw, die Kleine ist ja kawaii! °o° Da wäre ich gern Babysitterin!
      Min: Na das will ich sehen. ^o^



      lel Ich wusste nicht, dass diese "Romanze" wirklich so ernst ist owo Ja guuuuuut?!?!?
      Elaine: o////////////o" Ich habe keine Ahnung, was das ist. Was habe ich denn nur getan? Dx

      Boaaah, der Typ ey. xDD Langsam nervt der nur noch. Sheila hatte
      immerhin auch niemanden gebraucht, der ständig ein prüfendes Auge auf
      sie gerichtet hat ... Und was ist aus ihr geworden? Genau, die Herzogin
      der Normandie! Lass dir das mal durch den Kopf gehen, Herr Claudio!
      Claudio: Sheila war eine Diebin, da fängt die Misere doch schon an!
      Elaine: Ach deine "Kagy" hatte und hat es viel faustdicker hinter den Ohren! ;D
      Claudio: Elaine Moira de Courtenay! Das reicht jetzt!
      Elaine: :P *Zunge rausstreck*
      Kagayaku: Good girl^^


      Hotoke: Ooooh, Kaffeee... =w= Eine ganz hervorragende Wahl, ich liebe
      Kaffee. Und ich könnte mich auch den ganzen Tag an dem Geruch ergötzen
      und darin herumrühren! öwö
      Alice: Wir würden sicher gut miteinander auskommen~ ö_ö

      Hmmm! Eine schwierige Entscheidung! ò.o Also ich finde die Idee, dass
      Elaine mit Saki durchbrennt nicht so toll. xD Sie soll Elaine-chan bloß
      nicht da reinziehen! Elaine muss erstmal auf eine Suche nach sich selbst
      gehen, danach kann sie noch die Welt bereisen. Oder muss sie die Welt bereisen, um sich selbst zu finden?
      Elaine: Hach es ist so schwierig, das muss ich mir alles noch gut überlegen. Aber ja, was ist eine Schokolanie und was braucht sie (außer Schoki), um ihr Glück zu finden? Das sind wichtige Fragen, nyaaaahaaa ... Hiiilfeee ... qwq Danke für das Kommi und viel Gefühlsachterbahn beim nächsten Kapitel. orz

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Hnnnnng xDD

      Es ist schön, einen solchen Platz einnehmen zu dürfen, aber vielleicht bin ich zu faul und eigensinnig, um Alleinherrscherin zu sein – trotz Parlament, die mir Unangenehmste abnehmen.
      yaYA! Da stellt man sich die Frage, wie Sphinxen überhaupt zum Leben fähig sind. Sind die Bauern dann auch zu faul, ihre Felder zu bestellen, wenn selbst der Monarch, dem praktisch alles und jeder zu Füßen liegt, zu faul zum R e g i e r e n ist? >_>"

      Es ist … als wäre sie tot.
      ERROR 891: ESCAPISM DETECTED

      „Wenn ich mir das so recht überlege, hätte ich dich auch schon vorher über seine Eigenarten aufklären können.“
      Jaa, allerdings. <__> Wenn ich es recht bedenke, ist er bis jetzt der unsympathischste Charakter dieser Geschichte!

      Mit der Hand essen, in welchem Zeitalter leben wir denn?
      Keine Ahnung, Sushi kann man doch auch mit der Hand essen, oder nicht? <__>

      Lumyaon, die Stadt des Lichts … würde meine Zukunft vielleicht sogar dort liegen?
      Nur, wenn Saki nicht mitkommt! Oder es Sakis Vorschlag war! Alles, was mit ihr zutun hat, ist nicht gut für Elaine! ù.ú

      Sie … müsste nur noch lächeln, dann sähe es wirklich so aus.
      N-niemals! >_< Tetsu Yomi ist furchtbar! Sie ist alles, was Yomi war, als sie Sheila in Carnac bekämpft hat!

      „Du bestichst mich? Nun, das ist ja überhaupt nicht verdächtig!“
      Ich weiß nicht wieso, aber in diesem Dialog ist Kagy so knuffig. x3 Sie wirkt wie ein Kind! ;A;

      Ihr Schicksal war terminiert, terminiert in einem wunderschönen, ewigen Kristall.
      Nun ja, ähm ... Das wollte sie doch immer so, oder? :was:

      Ihr Schicksal war terminiert, terminiert in einem wunderschönen, ewigen Kristall.
      Ich verstehe nicht! o////o Hatte sie etwa erwartet, irgendwann ihrer Schwester wieder zu begegnen? xD Können Sphinxen so lange leben? Wenn nein, warum hatte sie so eine infantile Hoffnung? <__>" Also ich würde ja gerne mit Kagy mitfühlen, aber ich verstehe nicht, was sie sich erhofft hat. Oder sind das Freudentränen, weil sie endlich den vermissten Körper von Setsuna wiedergefunden hat?

      Sämtliche Trauerphasen, die Kagayaku eigentlich hätte schon vor Jahren nach und nach durchlaufen müssen, vereinigten sich nun zu einem geballten Schockmoment, der auch in mir immer mehr Tränen entlockten.
      Tjaa ... ;w; Aufgestaute Trauer ist nicht gut, nein, nein.

      Diese Szene galt als Setsunas erster Tod [...]
      q__q Ob sie das wohl auch so sieht? Setsuna?

      Es war ein skurriles Bild, wie die Herrscherin eines Weltreichs diesen bildschönen Kristall ableckte, mit einer fast schon furchterregenden Gebanntheit.
      Manche würden es manisch nennen! qwq"

      Sie war einfach komplett in einer Art Trance gefangen, doch wie konnte ich ihr helfen können?
      Nyom. .3. Das ist ja der knackende Punkt. Setsuna und Kagayaku kann man nicht helfen. Sie sind einfach ein Duo, das kein fünftes Rad am Wagen zulässt.Man muss sich einfach damit abfinden, dass dieses Duo nun zerbrochen ist, denn Kagy hat wohl nie einen Ersatz für diese tiefste Beziehung in ihrem Leben gefunden ...

      Ungefragt umarmen konnte immer böse Ende, doch mittlerweile war sie auf ihre Knie abgerutscht und hatte sich verzweifelt weiter nach vorne gebeugt, sodass sie bald auf allen Vieren vor dem Kristallsockel trauerte.
      welp Setsuna wäre bestimmt auf die Knie gesunken, um das Teil anzubeten. Sich anzubeten. <_<"

      Ich hatte heute Zeit für sie, auch wenn der Tag bereits fast komplett verstrichen war.
      Hättest du früher Zeit für sie gehabt, wäre sie nie auf diese Schnapsidee gekommen! ò_Ó ELAINE PLS

      Setsunaaaaa... haaa ;w; Die arme Kagy. Aber wohin jetzt? Was jetzt? Zurück zu Saki? Ich hoffe nicht! Am besten schippern sich Kagy und Elaine rüber nach Hexalos und verbringen den Rest ihrer Tage dort in fluffiger Harmonie. Vorausgesetzt, dass Kagy jetzt nicht dem Wahnsinn verfehlt. Das scheint ja eine echte Lücke in ihr Leben geschlagen zu haben, die sich wohl kaum wieder füllen lässt. >__> Kommt davon, wenn man sich keinen Partner sucht!


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • hnnnnnnnnnnng da war ja noch was offen


      yaYA! Da stellt man sich die Frage, wie Sphinxen überhaupt zum Leben fähig sind. Sind die Bauern dann auch zu faul, ihre Felder zu bestellen, wenn selbst der Monarch, dem praktisch alles und jeder zu Füßen liegt, zu faul zum R e g i e r e n ist? >_>"
      Kagayaku: Naja ein bisschen Arbeit muss immer sein, nur eben nie zu viel. Die stellen dann einfach mehr Leute ein, sodass sich niemand überanstrengt. Reisbau ist ja schon wichtig.
      Sheila: Auf die Idee kommt ja in der modernen Profitgesellschaft niemand ...
      Kagayaku: Ja, mit Kagy war alles besser, ich sags ja. Kagy banzai!


      Jaa, allerdings. <__> Wenn ich es recht bedenke, ist er bis jetzt der unsympathischste Charakter dieser Geschichte!
      Elaine: Nicht jeder kann eine köstliche Schokolanie sein! ;D
      Roxy: =_= Du wähnst dich als der sympathischste Charakter der Geschichte? Du bist viel zu lieb, absolut austauschbar!
      Elaine: Wow. Danke. x.x Aber wie viele haben eine Schokosucht? 8)
      Roxy: Umm. Sehr. Viele. Good girls wie bad girls, frag mal Miiiiiiiin-chaaaaaan!
      Min: Nyom .3.

      Keine Ahnung, Sushi kann man doch auch mit der Hand essen, oder nicht? <__>
      Saki: Manche ja, die Maki zum Beispiel, die sich an den Algen anfassen lassen.

      Nur, wenn Saki nicht mitkommt! Oder es Sakis Vorschlag war! Alles, was mit ihr zutun hat, ist nicht gut für Elaine! ù.ú
      Saki: Äh ... arigato!
      Elaine: Ich kann ja verstehen, dass man Saki-chan misstraut, aber sie ist kawaii! qwq
      Saki: Honto ni arigato! ;D


      N-niemals! >_< Tetsu Yomi ist furchtbar! Sie ist alles, was Yomi war, als sie Sheila in Carnac bekämpft hat!
      Yomi: Da war ich eine Yomi, die Sheilas zarten Körper vor der Setsundere beschützen wollte, ummmm ... <.<" Ich sehe mich da immer noch im Recht. Aber ja, Tetsu Yomi hat das Lächeln verloren ... :/

      Ich weiß nicht wieso, aber in diesem Dialog ist Kagy so knuffig. x3 Sie wirkt wie ein Kind! ;A;
      Kagayaku: Gyuuuuuuuuuuu! x3

      Nun ja, ähm ... Das wollte sie doch immer so, oder?
      Kagayaku: Du auf der Trauerfeier einer geliebten Person, die genau den Sarg bekommen hat, den sie sich gewünscht hat: "Wieso weint ihr, das wollte sie doch so?" AHO! Das Problem ist eher, dass ich die Hoffnung gehegt hatte, dass neben mir noch andere länger existieren könnten.

      Ich verstehe nicht! o////o Hatte sie etwa erwartet, irgendwann ihrer Schwester wieder zu begegnen? xD Können Sphinxen so lange leben? Wenn nein, warum hatte sie so eine infantile Hoffnung? <__>" Also ich würde ja gerne mit Kagy mitfühlen, aber ich verstehe nicht, was sie sich erhofft hat. Oder sind das Freudentränen, weil sie endlich den vermissten Körper von Setsuna wiedergefunden hat?
      Kagayaku: Wenn ich noch lebe, wieso sie dann nicht auch? ist doch ein ganz logischer Gedanke, oder nicht? Zumal Yomi auch noch ... irgendwie ... existiert. Tja. o.o *schluck* Natürlich habe ich mich gefreut, dass Setsunas Körper nahezu unversehrt ist, aber das wird doch natürlich erstmal vom Verlust untergraben ...

      q__q Ob sie das wohl auch so sieht? Setsuna?
      Setsuna: Hm. Ich würde nicht widersprechen. Meine Kindheit war mit Acht jedenfalls beendet. Allerdings habe ich danach sehr viel erlebt, sehr viele neue Leute getroffen ... schwer zu sagen.

      Nyom. .3. Das ist ja der knackende Punkt. Setsuna und Kagayaku kann man nicht helfen. Sie sind einfach ein Duo, das kein fünftes Rad am Wagen zulässt.Man muss sich einfach damit abfinden, dass dieses Duo nun zerbrochen ist, denn Kagy hat wohl nie einen Ersatz für diese tiefste Beziehung in ihrem Leben gefunden ...
      Kagayaku: Eine zerbrochene Yomi und eine nicht mehr existente Sheila, meine Kinder ... ich würde auch meine Nachfahren irgendwann auf dieser Stufe akzeptieren, aber das braucht Zeit ...

      welp Setsuna wäre bestimmt auf die Knie gesunken, um das Teil anzubeten. Sich anzubeten. <_<"
      Setsuna: Mag sein, Schätzchen. ;*
      Kagayaku: Hybris. ;w;

      Hättest du früher Zeit für sie gehabt, wäre sie nie auf diese Schnapsidee gekommen! ò_Ó ELAINE PLS
      Elaine: GIB MIR NICHT DIE SCHULD! *fauch* SIEHST DU, ROXY? Ich kann auch fauchen, kchhhhhhhh!
      Roxy: *applaudier* Good girl ... ;D
      Elaine: Priiiiiiiiii! ò-ó


      Setsunaaaaa... haaa ;w; Die arme Kagy. Aber wohin jetzt? Was jetzt? Zurück zu Saki? Ich hoffe nicht! Am besten schippern sich Kagy und Elaine rüber nach Hexalos und verbringen den Rest ihrer Tage dort in fluffiger Harmonie. Vorausgesetzt, dass Kagy jetzt nicht dem Wahnsinn verfehlt. Das scheint ja eine echte Lücke in ihr Leben geschlagen zu haben, die sich wohl kaum wieder füllen lässt. >__> Kommt davon, wenn man sich keinen Partner sucht!
      Kagayaku: Ich hatte einen Partner, aber das hat beidseitig nur ein paar Jahre funktioniert und dann nicht mehr. :ups: Ich gebe ja zu, dass ich schwierig sein kann, aber die Schuld liegt sicher nicht nur bei mir. :ups: Ich werde sicher wieder nach Hexalos gehen, aber Lanie?
      Elaine: Über ... fordert ... orz Aber danke fürs Kommi zumindest, nyaahaahaaaa ... ;w;

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    • Kapitel XXIII: Hon O'Hammer



      „Setsuna … Oneechan.“
      Kagayakus Stimme war ganz ruhig und sanft. Weder wie die einer selbstgefälligen Herrscherin, noch die einer in 1000 Glasscherben zerbrochene Seele, wie sie doch eben noch schien. Still und leise kullerten immer noch einige Tränen ihr hübsches Gesicht herunter, doch sie war im Begriff, zur Normalität zurückzukehren. Für eine Frau, die 80 Jahre lang in der Zeit stecken geblieben war, hieß dies, praktisch niemanden mehr zu erkennen.
      „Weißt du … wenn ich noch lebe … wenn Yomi noch … naja, 'existiert' … dann schlummerte in meinem Herzen ein kleines Pflänzlein Hoffnung, dass ich noch einmal ein Wort hätte wechseln können, wie mit Bara-chan, meiner kleinen Schwester. Setsuna war kein Engel, ihre Seele muss also in einen anderen Körper übergegangen sein.“ Rücken an Rücken saßen Kagayaku und ich nebeneinander, Tsoony auf ihrem Schoß eingekuschelt, mit unseren Blicken auf den leuchtenden Kristall gerichtet. Ich war nicht die Beste darin, tröstende Worte zu finden und war heilfroh, dass sie selbst sich ein bisschen nach ihrem tief emotionalen Ausbruch hatte beruhigen können. Es schmerzte so sehr, sie so hilflos und verzweifelt kniend zu sehen.
      Nach einigen Momenten meinte ich zum ersten Mal wieder ein Lächeln auf ihren Lippen erkennen, als sie mit der Situation endgültig abzuschließen versuchte: „All die Jahre habe ich mich gefragt, was aus Setsuna geworden ist. Erstochen auf dem Schlachtfeld, gestorben als eine Heldin und ihr Körper ganz nach ihren Vorstellungen würdevoll bestattet. Setsuna hat ihren letzten Wunsch erfüllt bekommen … das … das ist so wundervoll ...“ Erneut schluchzte die royale Schönheit und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, bevor Tsoony zu ihrem hölzernen Musikinstrument griff und uns eine Kostprobe ihres Könnens zeigte. Es waren ausschließlich ruhige Melodien, die zum Nachdenken oder einfach nur Genießen anregten, ganz anders als die zackige Musik, die ich mit Saki in den Gasthäusern und Lagerhallen gehört hatte. Mir kam es vor, als würde sich gerade die gesamte Welt entschleunigen – nur Tsoony, Kagy und ich unter einem Himmel kleiner Kristallreflexionen in allen möglichen Farbvariationen. Ein tiefer Schlummer würde dafür sorgen, dass wir zu dritt in der selben Position am nächsten Morgen aufwachten, denn Alice hatte uns dankbarerweise schlafen gelassen.

      Ich hatte nicht einmal die Möglichkeit, in aller Ruhe mein Frühstück, bestehend aus zwei Croissants, einem Rührei, etwas gebratenem Schinken und Tomaten ausgiebig zu genießen.
      Notorische Faulpelze wie Kagayaku oder Tsoony waren zwar selbst nach einer Tasse dampfenden Kaffee noch nicht gesprächig genug,um mich davon abzulenken, doch ironischerweise zeigte sich jemand der gleichen Couleur quietschfidel auf den Beinen: „Guess who! Lanie! Gute Neuigkeiten für dich!“
      So energisch konnte ich Roxy einfach nicht begrüßen, weswegen ich mich für ein erstauntes Blinzeln entschied: „Roxy ...“
      „Meine allerliebste Lieblingsschwester, hnnnnng!“, fiel sie mir um den Hals und leckte mir über das rechte Ohr: „Kamataros hat einen Auftrag für dich, der dich reicht macht! Also ein bisschen. Du musst nur in den Sphinxenschlitten steigen und mit uns fliegen!“
      „Give me a break! Wir … wir haben acht Uhr und ich soll klar denken? Was willst du denn von mir?“
      „Daaaass du mit uns in das Königreich der Sphinxen fliegst, etwas über deine Ahnen lernst, und einen Auftrag übernimmst! Nichts wildes, sind nur Diebe, aber … aus dem Ausland.“
      „Du sprichst die gleichen Sprachen wie ich“, merkte ich verwundert an und neigte meinen Kopf, die Ohren seitwärts abgeknickt: „Was spricht gegen dich?“
      Mein Schwesterchen umarmte mich etwas fester, als sie mir liebevoll die Antwort ins Ohr säuselte und zum Schluss sogar laut schnurrend drüberleckte: „Du hast Problemchen mit Onkelchen und kannst das Geld gut gebrauchen. Ganz einfach, Lanie.“
      „Einverstanden – ich bin dabei!“
      Wer hätte gedacht, dass ich statt mit Saki in den Westen mit meiner Schwester in den nahen Süden durchbrennen würde? Niemand, und ich verspürte ein schlechtes Gewissen mit der Hinsicht, die liebenswürdige kleine Asiatin im Stich gelassen zu haben, doch ich plante, nach meinem kleinen Ausflug definitiv bald wieder nach Zappangu zurückzukommen.



      „Ich darf den Sphinx-Schlitten steuern!“, freute sich Roxy wie ein kleines Mädchen an Weihnachten und hopste vergnügt durch die Gegend. Ich konnte mir vorstellen, welch große Verantwortung auf ihr lag, ein gold- und edelsteinverziertes Holzkabinchen, gezogen von zehn fliegenden Sphinxen, würde unter ihrem Kommando in den warmen Süden fliegen. So ein Sphinxenkönig wog bei seiner Größe natürlich viel mehr als wir beiden Schwester, vermutlich immer noch etwas mehr als wir zusammen.
      Doch eine Sache bedrückte mich zutiefst: „Wie fliegt das Teil? Das Gegengewicht hinten ist immens!“
      „Sis!“, nahm Roxy meine linke Hand und setzte sie sanft auf die kühle, untere Hälfte – Metall: „Nur die Sphinxen fliegen, beziehungsweise gleiten, der Schlitten selbst wird über das Wasser gezogen, wie eine Art schnelles Schiff. Also, Elaine, einsteigen!“
      Während sich die ebenfalls noch träge Sonnengöttin von Osten aus langsam in Richtung Zenit zu hieven begann, nahmen Roxy und ich im Schlitten der zehn Sphinxen Platz, verabschiedeten uns von Tsoony, Alice und einer Kagayaku, die endlich mit sich selbst im Reinen schien und düsten über den kühlen blauen Ozean, vorbei an zahlreichen bewaldeten Inseln, Leuchtturmstümpfen in der Konstruktion, scharfen Felsen, aufgelaufenen Fischerbooten, Strudeln, steilen Klippen und später sogar Mangroven. Mit reichlich Proviant in den seitlichen Lagerräumen wurde uns weder hungrig, noch langweilig. Ich erzählte von meinen Abenteuern mit Saki, von den skurrilen Aufträgen und all den hübschen Schreinen und Tempeln, die ich in der Zeit besichtigt hatte.
      Die letzte Trinkpause der Sphinxen an einer der Mangrovenküste war lediglich einige Augenblicke her, da näherten wir uns auch bereits schon der Grenze zu einem Land, das laut Roxy angeblich so ähnlich, aber auch so anders als dieses hier sein sollte: „Das war Yagajima. In wenigen Kilometern verlassen wir das Hoheitsgebiet des Kaiserreichs Zappangu. Tsugi wa – Roppioka-Minami. Prochain arrêt – Roppioka-Sud. Nekusuto sutoppu. Roppioka … ummm … Sausu.“ Das war irgendlich niedlich, wie ihr die Kenntnis unserer Sprache plötzlich versagte. Nicht nur durch die Mittagssonne wurde es spürbar wärmer, sondern auch die Vegetation schien sich grundlegend geändert zu haben. Die Wälder erweckten machten einen nicht mehr so dichten Eindruck, als ob wir eine Urlaubsreise zum Zentralmeer unternehmen würden – Palmen säumten die weißen Strände und auch die Namen der angekündigten Sehenswürdigkeiten und Häfen klangen leicht exotisch. Selbst das salzige Wasser, das der Hochgeschwindigkeitssphinxen-Schlitten uns ins Gesicht spritzte, fühlte sich angenehm warm an.
      „Roppioka, Roppioka-Minami. Der Terminus ist Honouhama Port Saint-Miraku“, erklärte eine der vorderen Sphinxen, als sie auf die sandige Strandlandebahn des Hafengebiets gleitete und als erste von den ihren mit den gestiefelten Füßen landete.

      Meine Ohren aufmerksam nach oben gestellt, blickte ich mich um, solange mir der Sonnenuntergang noch etwas Tageslicht gönnte. Goldene Pagoden überragten die auf einem Hügel befindliche Stadt zwischen Palmen und Bambushainen, so weit das Auge reicht.
      „Also … ist es noch weit bis zu Honouhama Dingenskirchen?“, fragte ich die zehn geflügelten Schönheiten, deren lanzenartigen Schweife verspielt im warmen Sand herumwirbelten.
      „Haa? Nein. Das dauert nicht mehr lange.“
      „Oh, und wieso rasten wir hier und fahren nicht das letzte Stück zuende?“
      „DU wirst eingeladen und willst mir vorschreiben, wann ich zu essen habe? Ich kann dich nicht leiden …“, zischte eine der Raubkatzen und fixierte mich mit ihren funkelnden orangenen Augen. Ich erschrak, da ich erst dachte, es handelte sich um eine wütende Kagayaku, der man ihr Essen verwehrte, denn eine gewisse Ähnlichkeit war durchaus vorhanden. Doch mir war während der Zeit auch klar geworden, dass man nicht jeden zum Freund haben konnte, egal wie offen und optimistisch man durchs Leben watschelte.
      „Roppioka ist unsere alte Hauptstadt, doch sie wurde bereits von hunderten von Jahren abgelöst, da die Küste seit jeher leicht anzugreifen war und das, was es an alten Kulturschätzen schon so lange hier gab, sollte nun wirklich nicht zur Zielscheibe von Angriffen werden. Der Silberbuddha von Ginyama, der Goldbuddha von Kinyama, der Sonnenschrein von Takamura, alle in hohen, versteckten Plätze, selbst die Hauptstadt schmiegt sich an eine Bergkette. Hafenstädte wie Ryuminato, Honouhama oder Shirosuna sind eher handelsgeprägt und berherbigen kleinere, untergeordnete Heiligtümer. Wir mussten immer damit rechnen, dass das Fürstentum Semma eine Invasion wagt, nach dem unsere kleinen westlichen Nachbarn an sie fielen“, erklärte eine andere Sphinx, deren violette Augen auf das Meer gerichtet waren. Gerne hätte ich eine der schillernden Tempel besichtigt, doch ich verstand auch, dass man mich schnell dem Auftraggeber vorstellen wollre und dafür war eine Rastpause unerlässlich. Fliegen allein musste schon anstrengend genug sein. 40-50 kg schwere Körper dauerhaft anzuheben war das eine, aber dazu noch eine Art Kutsche hinter sich herzuziehen? Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Kagayaku so etwas jemals über sich ergehen lassen würde. Als wir im Hafenquartier nach einer kleinen Gaststätte suchten, wurde mir klar, dass hier nicht nur lauter Setsunas und Kagys umherliefen, sondern auch Hunderte Flügellose. Die meisten Einwohner schienen sich auf den ersten Blick nicht mehr von gewöhnlichen Ostasiaten zu unterscheiden, nur wer ein bisschen genauer hinschaute, erkannte neben einem weitaus lässigeren und freizügigen, der Hitze zuträglichen Kleidungsstil distinktive Gesichtsmerkmale, die irgendwo eine Katze oder einen Löwen widerspiegelten. Selbst Schweife besaß längst nicht mehr jeder, viele Augen schien zwar immer noch faszinierend schön zu sein, doch die Farbe hatte sich zu Dunkelbraun oder Schwarz verschoben. Die reinen Sphinxen hatten sich offenbar immer weiter mit den Menschen oder anderen Wesen vermischt, bis eben Gestalten wie Roxy oder ich das Licht der Welt entdeckten. Stummelflügel wie sie gab es hier ebenfalls wie Sand am Meer.
      „Tut mir leid, ich bin nicht ich, wenn ich hungrig bin ...“, schnurrte mit die zuvor garstige Sphinx zu mir und leckte mir freundschaftlich über das steife Ohr, denn ich wollte alle Geräusche und Eindrücke wie ein Schwamm in mich aufsaugen: „Vielleicht bist du ja ganz okay ...“ Unter diesem Gruppenklima ließ sich der letzte Abschnitt nach einem mit Chevrummkäse überbackenen, köstlichen Reis-, Fisch- und Meeresfrüchtegericht aus einer Kupferpfanne mit einem Gläschen Umeshu doch ganz gemütlich und ohne Groll zurücklegen. Was Saki wohl gerade machte?



      Der Hafen von Honouhama überragte den unseres ersten Stops im neuen Land bei weitem, doch nur größen bedingt. Mehr als ein paar kleine Fischkutter an den steinernen Kais waren nicht zu sehen, einige Angler vergnügten sich unter warm orange glühenden Steinlaternen, deren unumstrittener Herrscher ein weißes Leuchttürmchen war, doch ein weitaus schmächtigeres als ich es aus dem Westen kannte. Das Licht war nicht so stark, doch die Laternen waren über die gesamte Länge der Küste verteilt, sodass es aus der Ferne wirklich so wirkte, als würde sie in Brand stehen.
      „Seit kurzem haben wir aus Hexalos die Kunst des Leuchtturmbaus übernommen und haben gegenüber dem verschlossenen Menschenreich einen kleinen Vorsprung herausspielen können“, merkte eine der Sphinxen nach unserer Einfahrt an, bevor wir durch den heißen Sand in Richtung gepflasterte Wege watschelten.
      Roxy packte mich an den Schultern und zog mich freundschaftlich näher an sich heran und erklärte mir taumelnd unser weiteres vorgehen: „Kamataros hat sich in einem Hôtel particulier unterbringen lassen, weil das hier keine offizielle Residenzstadt wie Roppioka ist. Freu dich auf ein köstliches Dîner, auch wenn das Yagyumi heute schon hervorragend war, so eine Art lokales Nationalgericht aus Naris!“ Yagyumi hörte sich vielleicht sogar noch eher nach einer köstlichen Dame aus dem Freudenviertel als nach einem Gericht an, doch ich fragte nicht weiter nach, genauso wenig, weshalb Roxanne Aveline de Courtenay mit Gallizismen nur so um sich warf. Das Gespräch zu vertiefen war uns allerdings nicht weiter vergönnt, als zwei Schatten auf den dunkelblauen Ziegeldächern unterhalb des Sternenhimmels kleine, aber feine Bewegungen vollführten und die Sphinxen sofort Alarm schlugen: „Da sind sie. Là giù!“
      Diese Sprache beherrschte ich zwar nicht, aber als ich einen sanften Stoß im Rücken verspürte, war mir klar, dass nun meine Auftrag unmittelbar bevorstand.
      „Let's go, Roxy!“
      „Lanie, please. Ich überlasse dir nicht nur den Lohn, sondern auch die Arbeit!“, erwiderte sie schulterzuckend, aber mit einem breiten Grinsen und strich mit ihrem Schweif mein Bein entlang. Sofort rannte ich los, um einen Weg nach oben zu finden. Blumenkübel, Holzlamellen, Kisten, Fenstersimse – nichts ließ ich ungenutzt, um meinen schlanken Körper irgendwie auf die gefährlich glatten und schiefen Dächern zu hieven. Bereits, als ich den zwei Schatten hinterherjagte, rutschte ich böse aus und purzelte mit brennendem, aufgeschlagenen Knie an die Dachkante, wo ich mit zusammengebissenen Zähnen meine Schmerzen herunterschluckte wie ein Samurai. Ich vernahm Gekicher, klar und deutlich, dazu einen melodischen Singsang, den ich eindeutig dem hexalösischen Sprachfeld zuordnen konnte.


      „Eh, fils de pute!“, raunte ich und spielte meine Trumpfkarte aus – meine umfassende Kenntnis der passenden Fäkalsprache, um die Aufmerksamkeit der beiden auf mich zu ziehen, denn ich wusste ganz genau, dass mit meinem Schuhwerk eine Jagd über die Dächer von vornherein auf verlorenem Posten war. Statt das Weite zu suchen waren die beiden Schattengestalten nun aber höchst interessiert daran, sich eher noch im lunar-stellaren Rampenlicht zu positionieren. Ich erkannte schwarz-weiße Outfits, eine mit heller Querstreifung bei einer jungen Blondine und eine mit Längsstreifung bei einem jungen Mann ähnlicher Couleur.
      „Wir sind Linéono!“
      „Und Fouinara! Nur einer von uns kann ein Fils de pute sein!“
      Die zwei langen, seitlichen Pferdeschwänze des weiblichen Parts des Duos erinnerten mich stark an die Frisur, die Tsoony gerne trug, doch hier hatte ich es eindeutig mit zwei Westlern zu tun, die weshalb auch immer auf den selbst für meinen genügsamen Lanie-Po unkomfortablen Dächern herumturnten. Ihre Namen hatten sie in Anlehnung an die Pokémon Geradaks und Wiesenior gewählt, die auch auf der anderen Seite des Riesenkontinents der alten Welt häufig anzutreffen waren.
      „Was seid ihr für Dinger? Seid ihr aus dem Knast ausgebrochen oder wieso tragt ihr gerne gestreift?“, fragte ich mit zweifelnd heruntergeklappten Ohren und schaffte es, mich wohl jetzt auch bei der jungen Frau unbeliebt zu machen.
      „Léonie hätte zumindest den Anstand gehabt, uns für den Dopplereffekt zu halten, Cécile hätte in uns immerhin ein Zebra gesehen – aber du bist wohl hinter einem Schweinestall am Ende der Larenne aufgewachsen!“ Die blonde Rotzgöre lud förmlich dazu ein, mich aus der Sitzhaltung an ihren Haaren hochzuziehen und von ihr wütende Tritte gegen mein Schienbein zu kassieren, doch das war es mir definitiv wert!
      „Amélie, bleib doch ruhig ...“, versuchte sie der kleine hexalösische Beau mit den waldgrünen Augen dort an ihrer Seite zu beschwichtigen
      „Ich heiße doch FOUINARA! Wofür haben wir diese coolen Namen denn überhaupt, imbécile?“
      „Umm … uns kennt doch eh keine Sau hier, ist doch egal – und Marie war auch immer nur Marie.“
      „Oder Marie-Noelle … die größte Schatzjägerin, die es je gegeben hat! Hör nicht auf die Meinung anderer, Süße!“ Süße? War sie ein Succubus oder wieso warf sie mir mit ihren türkisen Augen so einen provokanten Grinseblick zu? Fest stand jedenfalls, dass diese Schätzchen mehr über die gute Yomi-Léonie wussten, als ich erwartet hätte.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • ROAR! Südamerikanische Sphinxies? LAMAS! qwq Warum gibt es noch kein Lama-Pokémon?! Ich will eine Lama-Sphinx! òOó =w= Sie ist superflauschig!

      Weder wie die einer selbstgefälligen Herrscherin, noch die einer in 1000 Glasscherben zerbrochene Seele, wie sie doch eben noch schien.
      Und ich dachte immer, Setsuna wäre die selbstgefällige Schwester. xD Das ist wohl neben Faulheit und Schlemmerei eine der Grundeigenschaften von Sphinxen? q_q Aber keine unheilbare, denn Calypso wurde vernünftig erzogen. x3

      Setsuna war kein Engel, ihre Seele muss also in einen anderen Körper übergegangen sein.
      War das nicht Tsoony? :O Detektivin Elaine hat ihren ersten Auftrag erhalten! 8D

      Rücken an Rücken saßen Kagayaku und ich nebeneinander, Tsoony auf ihrem Schoß eingekuschelt, mit unseren Blicken auf den leuchtenden Kristall gerichtet.
      Tja, so ist das. ;w; Wenn Tsoony wirklich die reinkarnierte Setsuna ist, dann wäre das beinahe ein Miniplottwist. Ach, ich weiß es nicht mehr. <_>

      „All die Jahre habe ich mich gefragt, was aus Setsuna geworden ist. Erstochen auf dem Schlachtfeld, gestorben als eine Heldin und ihr Körper ganz nach ihren Vorstellungen würdevoll bestattet. Setsuna hat ihren letzten Wunsch erfüllt bekommen … das … das ist so wundervoll ...“
      Eben! Das meine ich doch auch! Klar, daran denkt man nicht sofort, wenn man nach einem Jahrhundert auftaut und sich anständig nur solche Gedanken macht und dann plötzlich ...

      Tammy: Doch. Doch, das denkt man. ò_ó
      Nono: Kagayaku muss sich eben noch daran gewöhnen, wie flüchtig manche Dinge sind. Eine schwere Lektion, die manch einer mehr und manch anderer weniger schmerzhaft zu lernen hat. u_u
      Hotoke: Ihr habt echt Probleme. ö_ö"

      Es waren ausschließlich ruhige Melodien, die zum Nachdenken oder einfach nur Genießen anregten, ganz anders als die zackige Musik, die ich mit Saki in den Gasthäusern und Lagerhallen gehört hatte.
      Tsoony das Shamisen Girl? <__> Also ist sie in manchen Belangen doch besser als Setsuna! Wobei ich zugeben muss, dass ich den Klang von Shamisen eher aggressiv finde und nicht so weich wie der eine Gitarre oder einer Koto. :O Andererseits schließt natürlich auch niemand aus, dass Tsoony die Reinkarnation von Pan ist. Oder dass sie eine heiße Flamencogitarre spielt. 8D OYE CHICA

      Notorische Faulpelze wie Kagayaku oder Tsoony waren zwar selbst nach einer Tasse dampfenden Kaffee noch nicht gesprächig genug [...]
      Jaa, wie stehen Sphinxen denn zu Coffein? xD Bestimmt hat es eine viel dramatischere Wirkung bei denen. Entweder sie werden hyperaktiv oder es bewirkt gar nichts. Und an dieser Stelle muss ich zugeben, dass mich Kaffee schläfrig macht. Vielleicht bin ich ja auch eine Sphinx. ò.o

      „Daaaass du mit uns in das Königreich der Sphinxen fliegst, etwas über deine Ahnen lernst, und einen Auftrag übernimmst! Nichts wildes, sind nur Diebe, aber … aus dem Ausland.“
      Wtf o__O Das kam plötzlich. Jetzt geht Elaine auf einen Origin Trip oder wie, um sich selbst zu finden? :OO

      Wer hätte gedacht, dass ich statt mit Saki in den Westen mit meiner Schwester in den nahen Süden durchbrennen würde?
      Mein einziger Kommentar: GOTT. SEI. DANK. AMEN.

      „Ich darf den Sphinx-Schlitten steuern!“
      Sphinx-Schlitten ... Am Anfang dachte ich, das wär einfach nur der Slang für Gefährt, aber was ist das Teil denn nun? Haben Sphinxen fliegende Kutschen? °0°

      Ich konnte mir vorstellen, welch große Verantwortung auf ihr lag, ein gold- und edelsteinverziertes Holzkabinchen, gezogen von zehn fliegenden Sphinxen, würde unter ihrem Kommando in den warmen Süden fliegen.
      LOL :tlmao: Das ist ja herrlich. Ein wortwörtlicher Schlitten gezogen von Sphinxen. Wer kommt auf sowas?! Q__Q

      „Nur die Sphinxen fliegen, beziehungsweise gleiten, der Schlitten selbst wird über das Wasser gezogen, wie eine Art schnelles Schiff. Also, Elaine, einsteigen!“
      Das ist genial! QwQ Auch wenn ich mich frage, ob die Geschwindigkeit mit der eines Dampfschiffes aus der Zeit mithalten könnte. Na ja, ist ja auch egal, meine ursprüngliche Reaktion war: WARUM HABEN KAGY UND TSOONY DAS WISSEN DER SPHINXEN NIE MIT HEXALOS GETEILT?! Sphinxen scheinen ja kluge Köpfchen gewesen zu sein, vllt schlummern in Mu wahre Juwelen der Wissenschaft? qwq

      Meine Ohren aufmerksam nach oben gestellt, blickte ich mich um, solange mir der Sonnenuntergang noch etwas Tageslicht gönnte. Goldene Pagoden überragten die auf einem Hügel befindliche Stadt zwischen Palmen und Bambushainen, so weit das Auge reicht.
      Japan in ultratropisch. o_o Also noch eine Stufe mehr als Okinawa, obwohl das auch schon schwer ist. Vielleicht so wie Thailand? :OO

      „Also … ist es noch weit bis zu Honouhama Dingenskirchen?“
      Honouhama-Dünkirchen, wer kennt es nicht xDD

      „DU wirst eingeladen und willst mir vorschreiben, wann ich zu essen habe? Ich kann dich nicht leiden …“
      Tjaa, in Mu wird Elaine einiges lernen ... Ich habe so das Gefühl, Kagayaku und Tsoony sind gegen die echten Mu-Sphinxen, die ihr ganzes Leben dort verbracht haben, zahme Schoßkätzchen. ;w;

      Ich erschrak, da ich erst dachte, es handelte sich um eine wütende Kagayaku, der man ihr Essen verwehrte, denn eine gewisse Ähnlichkeit war durchaus vorhanden.
      Wahrscheinlich mit dem gravierenden Unterschied, dass sich Kagy zurückhalten würde, weil es Verwandtschaft ist, nehme ich an. xD

      Roppioka ist unsere alte Hauptstadt, doch sie wurde bereits von hunderten von Jahren abgelöst, da die Küste seit jeher leicht anzugreifen war und das, was es an alten Kulturschätzen schon so lange hier gab, sollte nun wirklich nicht zur Zielscheibe von Angriffen werden.
      Hmmm... Guter Einwurf eigentlich. Ich frage mich gerade, welche namhaften Hauptstädte es denn gab, die direkt am Meer erbaut wurden? :hmm2: Also an ehemaligen Hauptstädten würde mir spontan Istanbul einfallen, zumindest meine ich, dass es schon immer direkt am Meer gelegen hat. ò.o Andere europäische Hauptstädte? Hmm. Also Stockholm und Helsinki würde ich nicht zählen, da sie bei der Gründung nicht wirklich an der offenen Küste gelegen haben, bei Oslo weiß ich die geographischen Umstände nicht. Aber vielleicht war es mit Roppioka ja so, dass es auch ursprünglich an einer Flussmündung gegründet wurde, dann aber mit der Zeit an die Küste gewachsen ist und mit flachen Stränden einfach einzunehmen war. Oder Sphinxen sind einfach nur töricht und selbstgefällig genug, dass sie die Stadt nicht an einem geographisch geschützten Ort gegründet haben. ò__ó

      Tammy: Meine Hauptstadt wird an einer sichelförmigen Küste an der Mündung eines Flusses heranreifen, die von einem Wall aus massivem Gebirge umgeben ist! °__°
      Miu: Also praktisch jede japanische Hafenstadt? ö_o"
      Tammy: u_ú

      Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Kagayaku so etwas jemals über sich ergehen lassen würde.
      Sie ist ja auch der schlimmste Kandidat für sowas! QwQ Sphinx und Kaiserin!!

      Als wir im Hafenquartier nach einer kleinen Gaststätte suchten, wurde mir klar, dass hier nicht nur lauter Setsunas und Kagys umherliefen, sondern auch Hunderte Flügellose.
      Mit dieser Vorstellung würde ich auch nach Mu gehen xDD

      Die reinen Sphinxen hatten sich offenbar immer weiter mit den Menschen oder anderen Wesen vermischt, bis eben Gestalten wie Roxy oder ich das Licht der Welt entdeckten.
      Das ... Das klingt nicht sehr nett. ò.o Aber gut, sie hat es selbst gesagt. *shrug*

      „Vielleicht bist du ja ganz okay ...“
      Es hat Jahrzehnte gedauert, eine solche Aussage aus Setsuna herauszuquetschen... qwq Vielleicht ist die sphinxische Königsfamilie einfach die versnobteste Sippe der Welt? <_>

      Was Saki wohl gerade machte?
      EFFFFFFF UUUUUUUUUUUU ò___Ó Elaine braucht auf jeden Fall irgend so einen Hokuspokushypnotiseur, der ihr das austreibt. Wie kann sie in diesem Moment an Saki denken?! QwQ

      Mehr als ein paar kleine Fischkutter an den steinernen Kais waren nicht zu sehen, einige Angler vergnügten sich unter warm orange glühenden Steinlaternen, deren unumstrittener Herrscher ein weißes Leuchttürmchen war, doch ein weitaus schmächtigeres als ich es aus dem Westen kannte.
      Oh, ein verschlafenes Fischerdörfchen am Meer? 8D Das klingt so, als wäre es die NÄCHSTE HAUPTSTADT VON JAPAN YEAH

      Oh, btw, unnützes Wissen: Versailles hatte vor der Revolution irgendwie 60.000 Einwohner oder so und war damit eine der größten Städte in Europa zu der Zeit. o__O LOUIS PLS

      [...] doch ich fragte nicht weiter nach, genauso wenig, weshalb Roxanne Aveline de Courtenay mit Gallizismen nur so um sich warf.
      Gallizismus ... Das ist auch das erste Mal, dass ich sowas höre. xDD Sehr seltsam. Demnächst nenne ich Gräzismen einfach Ionismen. So wie die Türken Griechenland nennen. owo" Aber ja, Roxy ist auch seltsam. ;w;

      „Eh, fils de pute!“, raunte ich und spielte meine Trumpfkarte aus – meine umfassende Kenntnis der passenden Fäkalsprache [...]
      :tlmao: "Und was ist deine Superkraft? ö_ö" "Mein umfassendes Kenntnis der passenden Fäkalsprache! 8D" Man muss ja sagen, Elaines Humor ist toll. xDD Das sind also ihre britischen Gene!

      „Und Fouinara! Nur einer von uns kann ein Fils de pute sein!“
      lol Deren Humor ist aber auch nicht von schlechten Eltern... o_o :tlol:

      Warte. Was. Wie. Wo. Warum. WARUM?!? Gibt es jetzt auch noch eine zweite Marie? xDD Und warum sind die in Mu?! VERSCHWÖRUNG?! Was ist hier loooos? <_> Ich verstehe nichts mehr. Die Welt ... sie zerfließt in meinen Händen. Muss wohl das Klima sein, es ist wohl erdrückend heiß in Mu! Dx


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Next Contrakommi @Rai

      ROAR! Südamerikanische Sphinxies? LAMAS! qwq Warum gibt es noch kein Lama-Pokémon?! Ich will eine Lama-Sphinx! òOó =w= Sie ist superflauschig!
      (Ich hatte mal welche erfunden! ;w; )

      Und ich dachte immer, Setsuna wäre die selbstgefällige Schwester. xD Das ist wohl neben Faulheit und Schlemmerei eine der Grundeigenschaften von Sphinxen? q_q Aber keine unheilbare, denn Calypso wurde vernünftig erzogen. x3
      Setsuna: So ein bisschen, ja. Schönheit, Flausch, Sexappeal, Faulheit, Schlemmerei, gesundes Selbstbewusstsein ...
      Sheila: Letzteres nennt man bei euch auch Selbstgefälligkeit. u_u"
      Calypso: Ich gefalle mir! 8) *schweifpeitsch*


      War das nicht Tsoony? :O Detektivin Elaine hat ihren ersten Auftrag erhalten! 8D
      (Ja, war sie ^^)

      Tammy: Doch. Doch, das denkt man. ò_ó
      Nono: Kagayaku muss sich eben noch daran gewöhnen, wie flüchtig manche Dinge sind. Eine schwere Lektion, die manch einer mehr und manch anderer weniger schmerzhaft zu lernen hat. u_u
      Hotoke: Ihr habt echt Probleme. ö_ö"
      Kagayaku: Vor allem für die, die von ewiger Beständigkeit, Jugend und Schönheit träumen. Es ist desillusionierend.
      Fei: ö-ö" Miezy-chan hat echt Probleme!

      Andererseits schließt natürlich auch niemand aus, dass Tsoony die Reinkarnation von Pan ist. Oder dass sie eine heiße Flamencogitarre spielt. 8D OYE CHICA
      Tsoony: Passt ja, ich beherrsche ja die Sprache der Ispanyier! ;D

      Jaa, wie stehen Sphinxen denn zu Coffein? xD Bestimmt hat es eine viel dramatischere Wirkung bei denen. Entweder sie werden hyperaktiv oder es bewirkt gar nichts. Und an dieser Stelle muss ich zugeben, dass mich Kaffee schläfrig macht. Vielleicht bin ich ja auch eine Sphinx. ò.o
      Kagayaku: *Kaffee schlürf* HNNNNNNNNNNNNG! Ô_Ô ... Aufputschmittel!

      Mein einziger Kommentar: GOTT. SEI. DANK. AMEN.
      Saki: DU. DUMMER. SACK. AMEN.
      Elaine: Wow Saki ist ja ganz schon salty. ;w;
      Saki: So bin ich eben. ^-^ Manchmal schmecke ich aber auch süß. ;D
      Elaine: *schnurr* ^-^


      LOL Das ist ja herrlich. Ein wortwörtlicher Schlitten gezogen von Sphinxen. Wer kommt auf sowas?! Q__Q
      Kamataros: Das erste Mal wurde ein solcher Schritten in der Kimerana-Ära konstruiert. Der Ingenieur Pano Iryatono hat damit die Meerenge zwischen Nantoku und Tremuun zum ersten Mal in Rekordgeschwindigkeit überwunden!

      WARUM HABEN KAGY UND TSOONY DAS WISSEN DER SPHINXEN NIE MIT HEXALOS GETEILT?! Sphinxen scheinen ja kluge Köpfchen gewesen zu sein, vllt schlummern in Mu wahre Juwelen der Wissenschaft? qwq
      Kagayaku: Ganz einfach. Marine-Technisch waren wir nicht gefordert, weil wir uns von den anderen Ländern ferngehalten hatten. Das war im abgetrennten Teil Nipponeira/Nord-Mu offenbar anders - dafür hatten wir andere Erfindungen, deren Ideen wir mit Miss Myümyü geteilt haben und perfektionieren lassen haben~ ;D

      Japan in ultratropisch. o_o Also noch eine Stufe mehr als Okinawa, obwohl das auch schon schwer ist. Vielleicht so wie Thailand? :OO
      Setsuna: Ähnlich wie Okinawa, loretechnisch liegt es nordöstlich davon. ;3

      Tjaa, in Mu wird Elaine einiges lernen ... Ich habe so das Gefühl, Kagayaku und Tsoony sind gegen die echten Mu-Sphinxen, die ihr ganzes Leben dort verbracht haben, zahme Schoßkätzchen. ;w;
      Sheila: Ääääääääääääh ... schwer vorstellbar, unsere zahmen Schoßkätzchen zu übertreffen. ;w; Aber ich lasse mich gerne überraschen!

      Aber vielleicht war es mit Roppioka ja so, dass es auch ursprünglich an einer Flussmündung gegründet wurde, dann aber mit der Zeit an die Küste gewachsen ist und mit flachen Stränden einfach einzunehmen war. Oder Sphinxen sind einfach nur töricht und selbstgefällig genug, dass sie die Stadt nicht an einem geographisch geschützten Ort gegründet haben. ò__ó
      Kamataros: Die nördliche Insel gleicht in etwa einem Plus und Roppioka liegt an der Südspitze, ein kleines bisschen abseits des offenen Pazifik. Als man gemerkt hatte, dass die Insel bei Garuhama oder Amburanzza einfach umkurvt werden konnte ... naja. Sphinxen dachten wohl, die Gegner sind so faul wie sie selbst. Und das bei Japanern und Chinesen!
      Kagayaku: Dafür ist Yamito dann direkt das andere Extrem geworden. xD


      Tammy: Meine Hauptstadt wird an einer sichelförmigen Küste an der Mündung eines Flusses heranreifen, die von einem Wall aus massivem Gebirge umgeben ist! °__°
      Miu: Also praktisch jede japanische Hafenstadt? ö_o"
      Tammy: u_ú
      Fei: Fei liebt diese Idee! °_° Yay!

      Mit dieser Vorstellung würde ich auch nach Mu gehen xDD
      Kamataros: Die Nipponeira hat mehrere Einwandererströme aus Kyushu und Kansai erlebt, die sich vor allem im zentralen und nordöstlichen Teil der Hauptinsel angesiedelt haben, Takamura, Sagari, Shisokku, Kinnooka usw. Das waren eben reine Menschen, die sich mit uns vermischt haben, wie es bei Elaine der Fall ist.

      Es hat Jahrzehnte gedauert, eine solche Aussage aus Setsuna herauszuquetschen... qwq Vielleicht ist die sphinxische Königsfamilie einfach die versnobteste Sippe der Welt? <_>
      Setsuna: Das verbitte ich mir! I'm an Orre Girl with very high standards! ô_ô
      Lara: Falscher Text, gal. ._.
      Setsuna: Schweige, Redneck! Ò_Ó
      Lara: *Backen aufblas* ò_ó


      EFFFFFFF UUUUUUUUUUUU ò___Ó Elaine braucht auf jeden Fall irgend so einen Hokuspokushypnotiseur, der ihr das austreibt. Wie kann sie in diesem Moment an Saki denken?! QwQ
      Roxy: Hach, es ist noch so leicht, seine Gefühle ständig in Zaum zu halten ... *schmiegt sich schnurrend an Kamataros* x3
      Yomi: o///o" D-d-das stimmt, vor allem Mlem-Girls haben es oft schwer! qwq A-a-aber mein Verstand ist auch stark! Meistens! uwu


      Gallizismus ... Das ist auch das erste Mal, dass ich sowas höre. xDD Sehr seltsam. Demnächst nenne ich Gräzismen einfach Ionismen. So wie die Türken Griechenland nennen. owo" Aber ja, Roxy ist auch seltsam. ;w;
      Roxy: Soso. ù_ú
      Elaine: Ruuuhe Roxy Ruuuhe! ;*


      "Und was ist deine Superkraft? ö_ö" "Mein umfassendes Kenntnis der passenden Fäkalsprache! 8D" Man muss ja sagen, Elaines Humor ist toll. xDD Das sind also ihre britischen Gene!
      Elaine: Mit mir kann man nie genug Sheila haben! 8D

      lol Deren Humor ist aber auch nicht von schlechten Eltern... o_o
      Marie: Du weißt doch, dass französischer Humor zu den weltbesten gehört! .3. Spätestens seit mir!

      Warte. Was. Wie. Wo. Warum. WARUM?!? Gibt es jetzt auch noch eine zweite Marie? xDD Und warum sind die in Mu?! VERSCHWÖRUNG?! Was ist hier loooos? <_> Ich verstehe nichts mehr. Die Welt ... sie zerfließt in meinen Händen. Muss wohl das Klima sein, es ist wohl erdrückend heiß in Mu! Dx
      Marie: Lass dich überraschen. ;D Irgendjemand muss mein glorreiches Erbe doch weitertragen! ;D
      Yomi: Maries Teil in dieser Story ist es, beweint zu werden, buhuhu;w;
      Marie: <_<" Ich werde beweint, weil ich mit dir kochen muss!
      Yomi: ö_ö" Du bist hier die fillette maladroite!
      Marie: Ja guuuuut ... ^^"
      Elaine: Danke für das Kommentar jedenfalls mal wieder~ ;*

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Lanie's not dead! ò_ó


      Kapitel XXIV: Trapped

      Was machte ich hier auf den schwarzgebrannten Ziegeln eines alten Holzhauses, unter dem vielleicht eine hart arbeitende Familie ihre nächtliche Ruhe hielt? Diese Frage hatte ich mir in letzter Zeit nur allzu oft gestellt. Wer war ich überhaupt? Einfach eine unbedeutende Miezekatze mit einer Vorliebe für Schokolade, während diese beiden dahergelaufenen Diebe sich sogar eine eigene Zweitidentität aufgebaut hatten, die sie hegten und pflegten?
      „Okay. Umm … was zur Hölle jagt ihr überhaupt, wenn ich das mal so frank und frei fragen darf?“
      „FRANCK. Mit Nasallaut bitte“, stellte die Blondine mit den Twintails ausdrücklich klar: „Mein Bruder heißt Franck. Und nicht FRÄÄÄÄNCK.“
      „Und du regst dich auf, wenn ich deinen Namen versehentlich leake?“, echauffierte sich der männliche Part des Geschwisterpaars.
      „Jetzt sind wir quitt! Nous sommes totalement quittes!“
      Ich seufzte, ließ die Schulter hängen. Das war nun wirklich nicht das, was ich unbedingt von Linéono und Fouinara oder Franck und Amélie erfahren wollte.
      Interessanter war jedoch, was Franck nun rausrutschte: „Ich habe dir von Anfang an gesagt, dass es hier in diesem Fischernest nichts zu holen gibt, aber du wolltest ja unbedingt auf den Spuren unserer großen Ahnin Marie-Noelle wandeln. Wenn es nach mir gegangen wäre, wären wir jetzt in der florierendsten Metropole jenseits des großen Teichs! New Leeds!“
      „Ja, abr du bist du einer von Hunderttausenden weißen Tellerwäschern, während du dir hier als Special Snowflake ein paar Dinge leisten kannst, von denen du im Land der Unbegrenzten Möglichkeiten nur träumen kannst!“ Nicht nur Saki verspürte diese unbändigen Traum, auszuwandern, denn auch gerade im Westen legten massenhaft Kähne ab, um Siedlern eine neue Existenz jenseits von Glaubenskonflikten und Hungersperioden zu versprechen. Sicherlich klappte es nicht bei den meisten und ein großer Teil würde vielleicht seinen Kindern ein tolles Leben ermöglichen, jedoch selbst kaum noch sorgenlos glücklich werden.
      „Hey, also … wenn ich euch mit aufs Polizeirevier nehme, bekomme ich einen opulenten Finderlohn und kann mit euch teilen. Wie wärs?“, schlug ich salomonisch vor, als ich aus dem Augenwinkel meine aufgeschürften Knie begutachtete. So wie Sheila und Kagayaku einst der wilden Sphinx Calypso das Wüten an einem Seeufer austrieben, würde ich nun zur glorreichen Heldin aufsteigen, die Witz, Milde und Ruhe in sich vereinte – aber das glaubt ihr doch nicht wirklich oder? Während ich über die kleine Streitunterhaltung der beiden sinnierte und meinen Blick abschweifen ließ, ergriffen die beiden die nächstbeste Möglichkeit und verflüchtigten sich in Sekundenschnelle!
      „HEEEEEEEEEY! Stehen geblieben!“
      Als ich Roxys hämisches Klatschen seitlich unter mir ausmachen konnte, war mir der kommende Spott bereits gewiss, sodass ich mich mit hängendem Kopf an den Abstieg machte.
      „Gut gemacht, Lanie! Ich bin stolz auf dich!“
      Während ich die herzliche Umarmung meiner Schwester gerne in Empfang nahm, versuchte ich die vor Hohn triefenden Worte einfach auszublenden und meinen angesäuert umherpeitschtenden Sphinxenschweif einfach zu bändigen, was mir allerdings nur mäßig gelang.



      Schwarz-weiß mamorierter Boden, Möbel aus edelstem Holz mit Goldverzierung, Kronleuchter mit den feinsten Kristallen und Kerzen bestückt und selbstverständlich ein Bankett, das nur die feinsten Speisen zweier Kontinente darbot. Ehrlich gesagt war ich äußerst überrascht, wie viel westliche Küche Kamataros hatte auftischen lassen, doch im Gegensatz zu einem Lohn für das Einfangen zweier schrulliger junger Verbrecher mit prominentem Stammbaum wurde mir das Geheimnis dieses Festessens bereits am Anfang der Veranstaltung zuteil. Der Herrscher des letzten nicht versunkenen Teiles des munesischen Kulturkreises war gehüllt in ein edles schwarz-goldenes Gewand, das irgendwo zwischen Kimono und westlicher Königsrobe ohne Pelzelemente anzusiedeln war. Auf seinen Armen befand sich eine gehörnte Frau im beerenfarbenen Kimono, kleiner als ich selbst, die ich jedoch für die ersten paar Sekunden kaum wiederzuerkennen mochte.
      Der Monarch, drei Köpfe größer, stellte mich einer Person vor, mit der ich bereits schmerzhafte Erfahrungen gemacht hatte: „Das ist Madame Yomi Léonie Chouraqui. Sie ist hier für eine Weile zu Gast, um sich zu regenerieren. Sie findet ihr Freude in der Kreation köstlicher Genüsse, sodass ich aus dieser Situation für uns alle einen großen Gewinn herausgeholt habe.“
      „Bonsoir, Elaine. Ich hoffe, dass du so sehr deinen Spaß an diesem Essen findest, wie es einst deine Ahnen taten. Sogar Setsuna konnte ich damit selbst in den schwersten Zeiten ein kleines Lächeln aufs Gesicht zaubern, coucoucou~.“ Yomis Schweif zuckte aufgeregt hin und her, ihre Augen weit geöffnet, den kleinen Mund zu einem aufrichtigen, süßen Lächeln verformt. Wie auch immer sie über die Zeit hinweg ihren Körper jung halten konnte, so besaß Tetsu Yomi, wenn überhaupt, die Seele einer gebrochenen Hundertjährigen. Diese Yomi, die nun vor mir stand, glich tatsächlich der sagenhaften Persönlichkeit, die von den beiden Sphinxschwestern liebevoll mit großgezogen wurde. Zehn Jahre in dem grausamen Verlies ihrer Kindheit vermochten sie nicht zerbrechen, doch die Jahrzehnte der Selbstisolation als Tetsu Yomi hatten ihre Spuren definitiv hinterlassen. Heute jedoch erinnerte sie mich ausschließlich an eine etwa zehn Jahre ältere Alice, das Köpfchen zärtlich geneigt. Kagayaku hatte mir anvertraut, dass sie für ihre Kreationen beinahe getötet hätte, auch wenn sie dort mal wieder bewusst übertrieben hatte. Da die Dicloniusdame zum Laufen selbst nicht mehr in der Lage war, trug Kamataros sie an ihren Platz, wo auch schon Roxy – neben dem königlichen Speisestuhl auf mich wartete und mich auf den anderen Platz an ihrer Seite dirigierte.

      Als Vorspeise wählte ich eine lokale Fisch- und Tangsuppe, begleitet von einem kleinen Teller mediterraner Oliven und Tomaten, bevor ich mich einer fleischhaltigen Hauptmahlzeit widmete. Porentafilets und -leber warteten darauf, von mir von ihrem Reisbett losgelöst und verschlungen zu werden, während ich eine pikante Erdnusssoße auf sie träufelte und mir nebenher einen süßlichen Pflaumenwein zu Gemüte führte. Diverse Fischstückchen umgeben von Bambussprossen in saftigem Scampistojus rundeten meine opulente Hauptmahlzeit ab, bevor ich eine feinste Crème brulée in mich hineinlöffelte – nur echt mit der schwarzgepunkteten Bourbonvanille und der knackigen Karamellkruste, bis Kamataros mit Yomi auf seinen Schultern und Roxy an seiner Seite feierlich den roten Samtvorhang wegzogen und einen großen Schokoladenbrunnen enthüllten.
      „Hnnnnnnng“, eskalierte ich innerlich bereits, meine Ohren steil gen Himmel gerichtet wie der Kathedralenturm von Strachou.
      „Darin könnt Ihr die aufgespießten Fruchtwürfel tunken. Diese westliche Technik nennt sich Fondue und dank unserer bezaubernden Chefköchin für diesen Abend bildet sich schnell eine knackige Schokoladenschicht um das Essen“, erklärte der Herrscher und schlenderte gemächlich zurück zu seinem Platz, während Roxy sofort wegsprang, um mich an der Hand zu packen und an den aromatisch duftenden Springbrunnen zu führen.
      Während sie sich ein paar der Spieße nahm und den ein oder anderen davon an mich weitergab, klärte sie mich etwas über die Angelegenheit rund um Yomi auf: „Ich glaube, sie war die ganze Zeit so verbittert, weil das Letzte von der Welt Krieg und Zerstörung waren, das sie sah. Aber nun sieht sie die Welt mit anderen Augen und hat nicht mehr diese … fast schon manische Entschlossenheit, so wie Setsuna damals mit Groudon oder Xerneas alles verändern zu wollen. Sie scheint fast schon wieder diejenige zu sein, die sie einst war!“ Auch ich freute mich über das herannahende Ende meiner Albträume rund um Tetsu Yomi und eine unberechenbare Konstante weniger auf dem Feindesradar, doch genauso sehr genoss ich das köstliche Dessert, das ich mit meiner Raspelzunge bedächtig in meinen Mund führte.

      Nachdem alle Ehrengäste den Saal verlassen hatten, führte mich Roxy noch ein weiteres Mal zurück zum Schokobrunnen – mitten in der Nacht, umgezogen in wenig edlen Kurzkimonos, wo eine schokoladige Verschmutzung nicht der Rede wert wäre.
      „Na los! Lass es uns ausprobieren, morgen muss die übrige Schoki sowieso weggekippt werden! Was für eine Verschwendung! Setz' das Ding mit deinem Strom und in Gang!“, forderte sie mich auf, den durch Elektro-Pokémon betriebenen Springbrunnen zu aktivieren und ihr danach in das flüssige Schokoladenbad zu folgen, sobald es genug erwärmt war. Sie wusste genau, dass ich mir eine solche Gelegenheit wohl kaum entgehen lassen würde, denn schließlich war ich ihre Schokolanie! Meine ältere Schwester und ich pflegten trotz unserer Differenzen eine relativ innige Beziehung, die ich in dem Schokofondue voll und ganz mit ihr auskostete, sie liebkoste und massierte, bis die Schokoschicht auf unseren Körpern immer schwerer und fester, fast schon wie eine Art Panzerung, wurde. Umschlossen von samtiger, süßlicher dunkler Schokolade, schlummerten Roxy und ich ein und erstarrten zusammen über Nacht zu einem köstlichen Kunstwerk, das zwei junge Sphinxmischblüter im besten Alter wie in der Zeit eingefroren zeigen würde … wie im Traum. Benebelt durch die schokoladigen Glücksgefühle nahm ich es fast schon wie selbstverständlich in Kauf, dass ich überhaupt keinen Einfluss darüber hatte, wer uns denn finden und befreien würde. Müdigkeit und Alkohol waren eben eine Kombination, die mich oft schneller in den Schlaf wogen, als ich mir darüber im Klaren war.

      Panisch glitt mein Blick von einer Seite zur anderen – wo befand ich mich? Kräftige Felsmauern umgaben mich zu allen Seiten, lediglich vor mir gewährte ein stabiles, silbernes Gittertor einen Ausblick auf einen mit vielen traditionellen Bildern verzierten Korridor. Die meisten zeigten hübsche Landschaften am Strand und in den Bergen im Wandel der Jahreszeiten, während ein paar Ausnahmen offenbar berühmte Persönlichkeiten porträtierten. Auch wenn sich insbesondere die männlichen Sphinxen teils drastisch von den gewöhnlichen Menschen im fernen Osten unterschieden, so waren die Malstile sich ziemlich ähnlich. Ich glich offenbar einem braun gescheckten Gemälde, denn überall auf meinem Kimono und selbstverständlich auch an meinen entblößten Unterschenkeln waren große Schokoladenrückstände zu entdecken, von denen selbst ich mich nicht mit einer Katzenwäsche vollständig säubern konnte. Ob Schokolanie nun eine rassige Brünette war? In dem Raum befand sich einiges an Dekor und Einrichtungsgegenständen, sodass ich erst vergleichsweise spät realisierte, wohin man mich wirklich verschafft hatte. Ein Paar zweier unterschiedlicher Schritte kündigte sich über den Korridor an, bevor der Kerzenschein zwei Schatten vor mein Gitter warf – einer groß und breit, der andere eher zierlich. Sofort stürmte ich nach vorne, hüllte mich in knisternde Elektrizität und rüttelte am Gittertor, während ich nahezu hilflos in die beiden Augenpaare vor mir blickte.
      „Also das war ja wirklich zu einfach, Schokolanie. Ein verfressenes Kätzchen wie dich zu überführen, mein Schwesterchen … mit einer Falle, die extra auf dich zugeschnitten war ...“, säuselte Roxy selbstgefällig und lehnte sich ganz nah an das Gitter, aber weit genug weg, sodass ich ihr trotz zumindest gefühlt bedrohlichen Zischens nicht die kleine Stupsnase abbeißen konnte.
      „Roxanne! Was soll das heißen? Überführt? Entführt trifft es wohl eher! Gut, ich habe nachts an Schoki genascht, die mir nicht zustand, aber rechtfertigt es das, seine eigene Schwester solch einen Dolch in den Rücken zu rammen?“, machte ich meinem Ärger ungehalten Luft. Alles um mich herum knisterte, Funken und Blitze standen sinnbildlich für die angespannte Atmosphäre, die vor meinem offensichtlichen Luxuskerker herrschte.
      Der Mann an ihrer Seite klärte mich allerdings unmittelbar danach über den eigentlichen Grund meiner schokoladigen Festnahme auf: „Darum geht es nicht. Roxana hatte jedenfalls so viel Spaß, dich zu vernaschen, wie ich ihn mit ihr hatte. Als Kaiser von Nipponeira fordere ich lediglich das ein, was uns vor geraumer Zeit gestohlen wurde – der Seelenfächer von Kuwanami.“
      Demonstrativ leckte Roxy ihre Lippen ab, während sie auf Kamataros' Schoß sitzend verspielt mit den Beinen wippte, provokant wie ihre launische Ahnin mit den divenhaften Allüren.
      „I beg your pardon. Was für'n Teil?“

      Und während ich diese Worte verächtlich dahinschnaubte, dämmerte es mir. Die Sphinxen, die die Macht besaßen, ihre Feinde zu versteinern, wären sicherlich in der Lage gewesen, eine solche Waffe, wie eine mir mittlerweile ziemlich nahestehende Person sie besaß, irgendwie herzustellen.
      „Was glaubst du, was wir die ganze Zeit in Zappangu suchen? Es würde zu viel Aufwand erfordern, einen Herrscheranspruch bei einem fremden Volk durchzusetzen. Deine gute Freundin Saki hingegen ist für uns von großem Interesse. Ich habe keine Ahnung, wie die Göre an unsere legendäre Waffe gekommen ist, aber sie ist sicherlich nicht die richtige, diese in ihren Patschehändchen zu halten.“
      „Aaaaha. Und ihr entführt mich, weil?“
      „Weil du uns helfen wirst. Solltest du dich weigern, kannst du sie immerhin nicht vorwarnen und hast hier zumindest eine äußerst beneidenswerte Strafresidenz.“
      „STRAFRESIDENZ?!“, fauchte ich ungehalten dieses abscheulichen Euphemismus einer jungen Frau, die aufgrund von Guilt of Association gerade ihrer Freiheit beraubt wurde. Es ließ sicher in dem geräumigen Raum sicherlich aushalten wie die damalige Königsfamilie von Hexalos, die ebenso ziemlich opulent eingekerkert wurde, doch das war hier nicht der Punkt.
      Diese beiden hatten mir gegenüber noch einiges klarzustellen, wie ich vehement einforderte, da konnten sie so unbeeindruckt dasitzen und die Schweife zucken lassen, wie sie wollten: „Die ganze Reise hierhin war also von vornherein geplant?“
      „Yep.“
      „ROXANNE!“
      „Oh und die beiden Diebe, mit denen du deine Konversationskünste in Hexalois etwas aufpolieren konntest, die ...“
      „Die WAS?“
      „Naja, also ...“, zuckte Roxy mit den Schultern und kratzte sich an der Schläfe: „Die sind jetzt nicht das Problem gewesen. Als ob wir dich dafür hätten einfliegen müssen.“
      „How nice of you ...“
      „Elaine, mir ist Kamataros sehr wichtig und ich kenne dich so gut, dass ich einfach hervorragend dazu geeignet bin, dich zu überlisten! Der Fächer gehört wieder an seinen rechtmäßigen Platz, aber da du so dicke mit deiner before anyone else Saki Souvlaki bist, sah ich keine andere Möglichkeit!“
      Wütend rüttelte ich an den Stäben und versah sie mit Fußtritten, während sich die Augen meiner großen Schwester langsam vor Besorgnis weiteten: „Roxanne, ich kann nicht glauben, wie du mir alles nur vorgespielt hast! Wir sind Schwestern!“
      „Unsere Nacht im Schokobrunnen war zärtlich, aufrichtig und ehrlich. Wir beide und nichts konnte uns trennen. Blut ist dicker als Wasser!“
      „Sagt die, die ihre Schwester für den König eines anderen Landes verpfeift und hinters Licht führt! Du erwartest von mir, dass ich eher dir als Saki die Treue schwöre und stellst dann ihn über deine Familie!“ Es musste ein grässliches Gefauche gewesen sein, das sich hinter und vor dem Silbergitter abspielte, das nicht nur mich, sondern auch Roxy emotional aufwühlte.
      Beide Hände auf ihren Bauch gepresst und mit dem Blick nach Unterstützung suchend aufgerichtet, gestand sie mir ein kleines, wundervolles Geheimnis: „Elaine? Ihr beide seid … nein, ihr drei seid für mich alle Familie. Lanie, du wirst Tante!“ Wie vom Blitz getroffen schossen meine Ohren senkrecht nach oben, während ihre sich ebenfalls, jedoch viel langsamer aus ihrer nach vorne geknickten Position erhoben. Roxy würde in einigen Monaten ein Kind bekommen, während ich im Verlies eines fremden Landes nun meiner Freiheit beraubt war.
      Es war nicht gerecht.
      Es war nicht fair.
      Entweder würde ich den Sphinxen helfen, meine Saki niederzujagen.
      Oder ich könnte auf ungewisse Zeit eingesperrt bleiben, wusste ich doch um Sakis List und Tücke, sich bloß´nicht erwischen und überrumpeln zu lassen.
      Oder ich könnte ausbrechen … und würde mich wohl oder übel freikämpfen lassen. Nicht nur gegen die vielleicht körperlich stärkste Sphinx, die ich je gesehen hatte, sondern eventuell sogar gegen meine geliebte Roxy. Ein stechender Schmerz schien mein Herz für wenige Sekunden zu lähmen, als ich mir meines unglaublichen Dilemmas endgültig bewusst wurde. Elaine, wie wirst du dich nur entscheiden?

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