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Euer Dialekt

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    • Euer Dialekt

      Ai Gude, wie?

      Deutschland mag vielleicht auf der Welt kein sonderlich großes Land sein, aber das ändert nichts daran, dass die deutsche Sprache dennoch die meistgesprochene Sprache Europas ist, was bedeutet, dass sie natürlich auch eine große Anzahl an Dialekten mit sich bringt. Deshalb dieser Thread hier, mit ein paar Fragen, damit die Antworten ein bisschen leichter fallen:

      Sprecht ihr mit Dialekt? Welchen Dialekt oder welche Dialekte sprecht ihr? Benutzt ihr euren Dialekt im alltäglichen Leben? Ist dieser Dialekt eure Mutter"sprache"? Was denkt ihr über Dialekte? Habt ihr zu diesem Thema bereits interessante/witzige Erfahrungen gemacht?

      Übrigens müsst ihr hier nicht allzu präzise sein, schließlich sind wir hier kein Sprachwissenschaften-Forum. Solange man weiß, welcher Dialekt gemeint ist, reicht es. Schriftliche Beispiele wie "Halt dei Gosch" sind natürlich hilfreich! :D

      Ich beginne dann mal selbst. ;) Also ich wohne im Rhein-Main-Gebiet und würde demnach theoretisch mit einem Frankfurter (südhessischen) Dialekt sprechen. Da ich das aber nie gelernt habe, weil meine Eltern beide kein Hessisch reden, ist meine Muttersprache Hochdeutsch mit Tendenz nach oben. Also Norden. Tatsächlich habe ich aber die ein oder andere hessische Wendung aufgeschnappt und kann die dann auch "akzentfrei" vortragen.

      Also dann, der Käs is noch net gegesse, jetzt seid ihr dran. :run2:

      EDIT: Ne, isser wirklisch net. Als Bonus gibt es ein witziges Quiz, das euren Wohnort anhand einiger dialektaler Wörter zu ermitteln versucht. Freundlicherweise von @Miao zur Verfügung gestellt!


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.

      The post was edited 1 time, last by Rai ().

    • Schöne Threadidee! :)
      Als Kindergartenkind habe ich zwischenzeitlich bei Ulm gelebt und durch die anderen Kinder angefangen zu schwäbeln. Das ging soweit, dass mich meine eigene Mutter teilweise nicht mehr verstehen konnte. In der Region lebte ich aber nur ca. 1-2 Jahre bis ich wieder zurück ins Sauerland (Kreis Soest) zog. So stellte ich mich relativ schnell wieder auf Hochdeutsch um. Mit 6 zog ich dann ein paar Kilometer weiter ins Ruhrgebiet. Ruhrdeutsch spreche ich nur sehr leicht bis gar nicht. Ich benutze vielleicht einige Wörter die in anderen Regionen unbekannt sind (z.B.: Pinneken = Pinchen/Schnapsglas), aber eigentlich ist es Hochdeutsch.
      Wobei ich grade sehe, dass Pinneken Plattdeutsch ist. Kommt wohl durch meine vielen Umzüge, dass ich so querbeet Wörter benutze. :shy:
      Avatar: ©draconira | Signatur: ©Vaylinor
    • Ich spreche ziemlich hochdeutsch, allerdings mit Einflüssen aus dem Bayrischen. Das prominenteste Beispiel müsste hierzu das "nix" sein.

      Ansonsten finde ich es immer lustig jemanden bayrisch sprechen zu hören, oder eben jemandem der kein bayrisch spricht oder versteht, das Wort "Oachkatzalschwoaf" (Eichhörnchenschweif) beizubringen. Mein französischer Austauschpartner hat es immerhin bis zum "Oachkatznschwaf" geschafft. xD
    • Also in der Regel spreche ich mittlerweile wegen Schule und Uni größtenteils Hochdeutsch. Manchmal passe ich aber nicht auf.

      Aber ich komme aus einem Gebiet, das zwischen (Rhein-)Hessisch und P(f)älzisch liegt, also irgendwas dazwischen mit ein paar Einfärbungen aus dem Norden von RLP (Region Koblenz), weil ich mit 3 weggezogen bin. Deswegen sind mir viele Wörter aus der Region (Babbsack, Dollbohrer usw.) geläufig, genau wie die frz. Lehnwörter, die in der Region geblieben sind.

      Meine Lieblingsdialekte sind Kölsch und Hessisch. Und Nederlands natürlich, das früher auch mal ein Dialekt war! Am lustigsten finde ich aber Sächsisch und Schwäbisch. Nur wenn so ein 2-Meter-Schrank sprechen würde, käm der jetzt nicht so bedrohlich rüber. xD

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Raikachu wrote:

      Da ich das aber nie gelernt habe, weil meine Eltern beide kein Hessisch reden, ist meine Muttersprache Hochdeutsch mit Tendenz nach oben. Also Norden.
      In dem Zusammenhang ist die Bezeichnung "Tendenz nach oben" für Norden aber irreführend, da im Norden Niederdeutsch gesprochen wird und im Süden Oberdeutsch (und in der Mitte Mitteldeutsch). Insofern liest sich eine "Tendenz nach oben" wie eine Tendenz zum Oberdeutschen. :p
      Sorry, da sprach gerade der Germanistikstudent aus mir. :$

      Ich spreche zum Glück keinen Dialekt, ich mag Dialekte auch nicht sonderlich. Das Einzige, was mir so spontan einfallen würde, wäre das münsteraner "wohl", das hier eine nahezu bedeutungslose Partikel ist, während es normalerweise ja eher abwertend gemeint ist. Also zB.: "Das kann man wohl machen."
      Normalerweise würde man das "wohl" so verstehen, dass die Person eigentlich abgeneigt ist, mitzumachen, in Münster hat das "wohl" dagegen keine Bedeutung, oder ist wenn eher zustimmend gemeint.

      Ich komme ja aus der Nähe von Köln, und ich muss sagen, ich hasse Kölsch so unfassbar, das kann man gar nicht ausdrücken. Es hört sich mEn so grotesk und unschön an, ich kann keinen Ernst nehmen, der Kölsch spricht. Wenn ich ihn denn verstehe.
      Meine Oma hat mitunter Plattdeutsch gesprochen, das fand ich auch nicht so toll, weil ich es nicht sonderlich gut verstanden habe. Und sprechen würde ich so auch nicht wollen.
      Im Urlaub in Österreich habe ich auch mal einen alten Österreicher sprechen hören, fand ich auch nicht schön. xD Und ich hab ihn kaum verstanden.

      Also alles in allem kann ich Dialekte echt nicht leiden, die können von mir aus aussterben, und alle sprechen nur noch Hochdeutsch. :run2:
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    • Ich komme aus dem Bereich Osnabrücker/Tecklenburger Land und hier hat man ursprünglich plattdeutsch geredet, wobei es da auch unterschiedliche Dialekte gibt, so soll das plattdeutsch aus der Nachbarstadt etwa anders sein als hier (was halt so passiert, wenn ein Berg zwischen zwei Städten ist). Jedoch sprechen heute so ziemlich alle hochdeutsch und nur noch wenige, meist die älteren, plattdeutsch. Meine Urgroßmutter etwa hatte nur plattdeutsch gesprochen (Etwas unrelated, aber lustige Geschichte von meinem Vater dazu: Einmal kamen zwei Allierte-Soldaten, einer von ihnen Dolmetscher, bei meinen Urgroßeltern an, um zu fragen, wem das Land gehört. Meine Urgroßeltern antworteten auf platt und der Dolmetscher kam nicht drauf klar. Daraufhin meinte er zu seinem Vorgesetzten, sie könnten ja mal das Kind (mein Vater) fragen, was desse Großeltern gesagt haben, worauf der Vorgesetzte ihn auch nur blöd angeschaut hat xD ).
      Ein paar örtliche Eigenarten gibt es aber dennoch denke ich, auch wenn mir sie nicht so bewusst sind. So hab ich mal gelesen, dass Schwarzbrot (Pumpernickel) ein Begriff ist, der nur hier in der Gegend gebraucht wird, ich dachte immer, dass das überall gesagt wird :ups:
    • Moin! (So begrüßt man sich hier tatsächlich nur)

      Ich spreche eigentlich ziemlich reines hochdeutsch (dachte ich bis eben), nur mit leichtem (dachte ich bis eben) Hamburger Dialekt. Hab beispielsweise gerade mal den Hamburger Dialekt im Internet gesucht und viele aufgeführte Sprichworte sind ganz normale Wörter für mich. :$

      Schmöken, schnacken, Franzbrötchen, klönen, verklicken und tüddelig kommen aus dem Hamburger Dialekt? Man lernt nie aus, das ist für mich Muttersprache, auch wenn ich sie nicht alle benutze. :sorry:
      Sogar meine geliebten Franzbrötchen sind Dialekt. :xheul:

      Und auch Wörter wie "Tag" spreche ich wie "Tach", "Dolch" wie "Dojch", "Vierzehn" wie ""Firrzen". Aber naja, ist halt normal für mich.

      Schönes Thema!
    • Bei mir ist es ein Mischmasch aus Vogtländisch und Osterländisch (dem Leipziger Dialekt).
      Bei mir merkt man dass ich gerne e's und i's in den Endungen "verschlucke".
      Außerdem ziehe ich oft Wörter zusammen.
      Beispiele: Weißte, Kannste, Willste, Mussr, Solltsch.
      Ich spreche aber weniger Dialekt als mein Freudeskreis. xD.
      Vom Vogtländischen kommt mein" net" und einige Begriffe.

      Jedoch solltmrs im Schriftlichn net übertreibn, da sonsd geen Mensch lesn kann wasmr eigntlich geschribn hat.
      Generell sieht ds im Schriftlichn ziemlich gomisch aus, da mr net an sone Schreibweise geweehnt is.

      The post was edited 2 times, last by Leafos ().

    • An sich spreche ich eigentlich Hochdeutsch, aber durch äußere Einflüsse krischt man den doch de en oder ändren dialescht enjeflöscht.

      Ich konnte mir an sich aber auch nicht viele Dialekte einfangen, meine 1. 5 Lebensjahre war ich verteilt in Hessen, Spanien und Italien, da konnte ich mir mehr hessisch einfangen, als das an mir spanisch und italienisch hängen geblieben ist.
      Just Charaxas
    • Ich dachte eigentlich immer, ich würde hochdeutsch sprechen, aber wenn ich hier so einige Beiträge ansehe... ich kenne den Begriff Schwarzbrot, der wird bei mir in der Familie auch ganz normal verwendet, ich kenne schnacken, klönen und etwas vertüddeln, sowie den Begriff Pinneken. Und das Wörtchen "wohl" benutze ich meist auch eher zustimmend. :ups: "Dat" und "Wat" wandern mir sicher auch manchmal unter. Allerdings kann man daraus auch gut erkennen, aus welcher Region ich ungefähr komme, bzw. Familienmitglieder. xD Platt verstehe ich auch teilweise, da meine Großeltern väterlicherseits das gesprochen haben. Und vermutlich habe ich auch so einige, falsche Ausdrucksweisen übernommen.
      Ich persönlich bin kein Fan von Dialekten, manche sind ganz putzig, aber wenn jemand ein Referat hält und man nichts versteht, ist das schon etwas blöd. :$
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    • Ich spreche normalerweise hochdeutsch. Als Thüringer habe ich, glaube ich, bayerische und sächsische Einflüsse.

      Oft sage ich "Semmeln" zu Brötchen, "Bemme" für belegtes Brot.

      Bei Teilen meiner Familie ist es noch ausgeprägter. Dann wird aus "au" gerne "oo" (z.B. auch --> ooch, kaufen --> koofen), "-tig" wird "tsch" (fertig --> fertsch)
      Ich mag Dialekte nicht sonderlich, da ich meine fränkischen Verwandten kaum verstehe... Muss das sein?
    • Ich habe mein ganzes Leben in Baden gelebt und ich denke, wenn man sich ein bisschen mit Dialekten auskennt wird man das bei mir auch raushören. Allerdings sind meine Eltern keine "eingeborenen" Badener, also ist mein Dialekt nicht so extrem wie bei vielen der Leute hier. Jemand der nicht aus der Region kommt würde manche der Leute hier nicht verstehen. ;) Wahrscheinlich könnte ich wenn ich wollte auch so sprechen, aber tue ich nicht. Bei mir sind es hauptsächlich Dinge wie dass ich "Des" anstatt "Das" sage.
      Man sollte übrigens nie den badischen Dialekt mit dem Schwäbischen verwechseln. Damit macht man sich ganz schnell Feinde. ;)

      Pk-fan wrote:

      Schmöken, schnacken, Franzbrötchen, klönen, verklicken und tüddelig kommen aus dem Hamburger Dialekt? Man lernt nie aus, das ist für mich Muttersprache, auch wenn ich sie nicht alle benutze.
      Ja, ich habe zum Beispiel keine Ahnung was irgendeines dieser Wörter bedeutet. :D
    • Pk-fan wrote:


      Schmöken, schnacken, Franzbrötchen, klönen, verklicken und tüddelig kommen aus dem Hamburger Dialekt? Man lernt nie aus, das ist für mich Muttersprache, auch wenn ich sie nicht alle benutze. :sorry:
      Sogar meine geliebten Franzbrötchen sind Dialekt. :xheul:
      Also was schnacken und tüddelig heißen weiß ich, aber der Rest sind Fremdworte für mich. Was bedeuten die? xD
      Hat schmöken irgendwas mit einem guten Schmöker zu tun? Und soll verklicken sowas wie verklickern heißen? :run2:
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    • Sneek wrote:

      Also was schnacken und tüddelig heißen weiß ich, aber der Rest sind Fremdworte für mich. Was bedeuten die? xDHat schmöken irgendwas mit einem guten Schmöker zu tun? Und soll verklicken sowas wie verklickern heißen? :run2:
      Huch, ich wollte doch verklickern schreiben. Hab mich da nur vertippt. :$
      Man geht eine schmöken, wenn man eine Rauchen geht. Ist eigentlich ein Begriff, der den Begriff des Rauchens etwas verniedlicht. Wird vor allem in Frauenrunden verwendet.
      Klönen ist eigentlich nichts anderes als schnacken. Klönen ist aber irgendwie auch eher in einer Damenrunde, vor allem im gehobenen Alter.
      Und Franzbrötchen sind das, was im Süden als Zimtschnecke bekannt ist, wenn ich mich nicht irre. Und es hat eigentlich immer dieselbe Form:
    • Ich komme auch aus dem schönen Niedersachsen, genauer noch aus Ostfriesland. Und hier spricht man Plattdeutsch... Oder jedenfalls die alten tun das. Ich kanns zumindest verstehen und einige Wörter und setze auch selber sprechen und lesen.
      Die Wörter von Pk-Fan sind mir alle geläufig und gehören bei uns zum Alltag dazu :$
      Hier hört man dann von den alten Generationen auch Sätze wie:
      'n bietche Platt proten mutt aber ok weesen.
      (Ich nehme keine Haftung darauf ob das richtig geschrieben ist.)
      Ihr könnt ja mal raten was das heißt :$
      Lass Dir von niemanden je einreden, dass Du was nicht kannst. Auch nicht von mir. Ok? Wenn Du einen Traum hast, musst du ihn beschützen. Wenn andere was nicht können, wollen sie dir immer einreden dass du es auch nicht kannst. Wenn Du was willst, dann mach es. Basta
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