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Digimon - Project Delta

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  • Digimon - Project Delta

    (Eine kleine Anmerkung direkt zum Start: Falls es nicht ersichtlich gewesen sein sollte, die Digi-Eier werden erst später verteilt! Eure Charaktere haben momentan keine Ahnung von Digimon, der Digiwelt, oder irgendetwas, was sich darauf bezieht!)

    Anmeldung

    Team



    Der Wind wehte sanft, fast schon spöttisch über die wissenschaftlich anmutende Anlage. Die Bremsen des Buses heulten auf, als der Fahrer das Pedal durchdrückte. Der Bus kam recht abrupt zum stehen und, nachdem der Fahrer -- gekleidet in Zivilkleidung -- das Fahrzeug verlassen hatte, öffneten sich auch die Türen für die zehn Teilnehmer der angekündigten Studie. Die Personen wurden nacheinander aus dem Fahrzeug geleitet und nachdem die Fracht abgeladen wurde, begab sich der Fahrer erneut in auf den Fahrersitz und fuhr davon.

    Dr. Prof. Ryan Hale
    Zehn Minuten nach der Ankunft der Teilnehmer, konnte man schon aus der Ferne einen hektisch hechtenden Mann erkennen, dessen weißer Umhang fast schon klischeehaft hinter ihm herwirbelte. Zwei militärisch gekleidete Männer folgten ihm. Es dauerte nicht lange, und der Mann erreichte die kleine Gruppe an jungen Erwachsenen. Er war sichtlich außer Atem, aber schaffte es dennoch, ein breites Grinsen aufzusetzen.
    "Guten Morgen, Sie müssen die Teilnehmer unserer Studie sein!" Die Stimme des Wissenschaftlers klang fast schon aufgeregt. Als würde er sich unglaublich auf die kommenden Wochen freuen. Wenn man bedachte, was für eine große Chance dieses Projekt für ihn darstellte, mochte seine Vorfreude wohl auch -- eventuell sogar zum Leid der Teilnehmer -- verständlich sein.
    "Mein Name ist Doktor Professor Ryan Hale. Ich bin der Leiter der Studie, an welcher Sie sich angemeldet haben, und werde Sie durch die kommenden Wochen begleiten! Wenn Sie mir bitte folgen würden... Ach, und lassen Sie sich nicht von den bösen Jungs hier abschrecken; die sind nur Deko!" Er stupste dabei einen der Soldaten rechts und links neben sich an. Die Angesprochenen zeigten jedoch keinerlei Reaktion. Sie waren nicht bewaffnet, schienen aber dennoch nicht zum Spaße anwesend zu sein... Hale drehte sich jedoch nichtsdestotrotz um, als sei überhaupt nichts geschehen oder offensichtlich, und marschierte in Richtung des großen Hauptgebäude des ganzen Komplexes davon.


    Emma "eM" Salander
    Als ihr der frische Geruch der Bäume, die die Anlage fast schon seltsamerweise umgaben, entgegen schlug, verzog sie die Miene. Es war offensichtlich, dass sie die momentane Situation absolut ablehnte. Sie mochte weder die Umgebung, in welcher sie sich befand, noch die Atmosphäre. Die Menschen um sie herum erschienen ihr absurd normal, fast schon wie dumme, reiche Schnösel. Sie hegte keinerlei Zweifel daran, dass einige ihrer Mitstreiter von ihren Müttern zu diesem Bullshit gezwungen wurden, weil sie keinen Bock mehr hatten, ihre kleinen Gören durchzufüttern. Der Punk verdrehte die Augen. Sie hob ihre Arme und verschränkte sie vor ihrer Brust als ein eindeutiges Zeichen, dass sie weder Lust auf diese dumme Studie, noch auf die anderen Teilnehmer um sie herum hatte. Sie hoffte inständig, dass es keiner von denen als nötig empfand, ein Gespräch mit ihr aufzubauen...

    Ihre anfängliche Abneigung steigerte sich dann allerdings ins Unermessliche, als dieser komische Wissenschaftler-Idiot auf kleine Gruppe zugesprintet kam und sich prompt wie der Sonnenschein höchstpersönlich vorstellte. Doktor Professor Ryan Hale? Hörte sich doch glatt wie ein stereotypischer 0815-Bösewicht an. Erneut verdrehte Emma die Augen, sie wagte es gar, spöttisch zu schnaufen. Nichtsdestotrotz blieb ihr wohl nichts anderes übrig, als diesem offensichtlichen Drogen-Junkie zu folgen, wenn sie hier raus wollte. Ernsthaft, was schnupfte dieser Typ, wenn mal keiner hinschaute? Sie bewegte sich nun langsam vorwärts, ihm folgend. Sie hoffte, dass sie wenigstens ein Einzelzimmer bekam... Sie würde für nichts garantieren, wenn sie ihr Zimmer teilen müsste...
  • Talia Riddle
    Das quietschende Geräusch ließen Talia ihre Augen aufschlagern. Sie blinzelte noch etwas in Trance, war sie doch vor kurzem erst eingenickt. Die Reise war anstrengend und lang und sie hoffte, dass sie sich lohnen würde. Hm, müsste sie eigentlich, dachte sie sich. Die Anzeige war ihr seltsam vorgekommen und sie hatte stets ein Blick darauf, wenn man aus etwas mehr rausholen konnte, als es den Anschein hatte. Inwiefern dieses Experiment ihr bei ihren großen Plänen weiterhelfen sollte, das wusste sie noch nicht. Aber ihr Gefühl war gut gewesen, so gut, dass sie sich für ihr Abschlusssemester beurlauben ließ, um den Weg auf sich nehmen.
    Noch benebelt vom dumpfen Schlafgefühl, sah sie sich um. 9 weitere Personen saßen in dem Bus, sie schienen nicht sehr viel jünger als sie zu sein. Dennoch alles recht junge Personen, charakterlich schienen sie sich auch rigoros zu unterscheiden. Ein Punk, zwei Goths, die Standart-normalos... Hm...
    Bereits jetzt überlegte sie, wie sie am Besten einen guten Eindruck machen konnte. So sehr es sie ermüdete, es war das Beste, wenn diese Lakaein ihr gut gesinnt waren. Sie könnte sie später brauchen, dachte sie. Macht erreicht man nicht durch Gerissenheit und Intelligenz. Oh sie wusste, dass sie so einiges mehr drauf hatte, als die meisten ihres Alters. Sie wusste wie die Welt funktioniert. Doch ohne Anhänger funktioniert leider nichts in dieser Gesellschaft, egal wo man war. Der Mensch bleibt ein Rudeltier und dieses Rudel, das sie um sich scharen würde, würde ihr zu ihrem aktuellen Ziel verhelfen: Wissen. Ja, sie war sich sicher, dass hier etwas im Busch war und sie hatte es nachwievor im Gefühl, dass es sie weiter bringen könnte.
    Das dumpfe Geräusch der sich öffnenden Bustüren rissen sie aus ihren Gedanken. Elegant erhob sie sich von ihrem Sitz und folgte den ersten nach draußen. Dort erwartete sie eine große Anlage. Bingo, dachte sie, als sie ebenfalls zwei militärisch gekleidete Männer begleitet von einem schnaufenden Mann sah. Hier war definitiv etwas Größeres zu holen...
    "Mein Name ist Doktor Professor Ryan Hale. Ich bin der Leiter der Studie, an welcher Sie sich angemeldet haben, und werde Sie durch die kommenden Wochen begleiten!" sagte der schnaufende Mann. Talia gab ihm ein warmes Lächeln und sie sah wie seine Augen kurz aufleuchteten bevor er weitersprach. Ein kurzes Geräusch erlangte ihre Aufmerksamkeit und sie sah aus dem Augenwinkel ein Mädchen, womöglich ein Punk, spöttisch schnaufen. Demonstrativ verdrehte sie die Augen. Talia lächelte. Sind wir nicht ein offenes Buch, dachte sie spöttisch.
    Als der sich als Professor Hale vorgestellte Mann umdrehte und zum Folgen aufforderte, tat Talia genau das. Die anderen analyiseren kann warten, eine Dusche wäre allerdings nun himmlisch...
  • Yves



    Er blinzelte angestrengt und hob den Kopf etwas, um unter der Kapuze seines Hoodies hervorgucken zu können. Der Schlafmangel schien jegliche Energie aus seinem müden Körper zu saugen und sorgte dafür, dass ein Gähnen ihn übermannte. Für einen kurzen Moment wollte er bereuen, dass er in der vorherigen Nacht lediglich drei Stunden lang geschlafen hatte, doch wenn er daran dachte, dass er es geschafft hatte, in gleich zwei Games eine ganze Stufe aufzusteigen, erschien ihm das Ganze doch wie ein Erfolg. Allein bei dem Gedanken, eine Weile ohne seinen Computer auskommen zu müssen, verdüsterte sich seine Stimmung.
    Nachdem er es nicht einmal geschafft hatte, in dem Fahrzeug zu schlafen, da die ganzen Menschen in ihm eine ungeheure Nervosität auslösten, kam ihm die Stimme des Professors lästig laut und durchdringend vor. Als würde der Mann ihn daran erinnern wollen, dass sein schönes, ruhiges Leben ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt nun unterbrochen wurde. Er musste sich eingestehen, dass er sogar bereits begann, die Leichen zu vermissen, die er sonst immer für Beerdigungen herrichtete. Die waren so viel umgänglicher als jeder atmende Mensch.
    Er war versucht, sich einfach seine Kopfhörer in die Ohren zu stecken und sein Umfeld auszublenden, über eines der unzähligen Games nachzudenken oder darüber, wen sein Vorgesetzter wohl gerade präparieren durfte. Doch dann gab er sich einen Ruck und versuchte angestrengt, zuzuhören, während er die Hände in den Jackentaschen vergrub und mit der Müdigkeit kämpfe.
    Die Umstehenden waren – genau wie der Professor – ermüdend langweilig und keiner von ihnen sah auch nur ansatzweise so aus, als würde er sich mit Videospielen beschäftigen. Er würde es höchstens dem Mädchen mit den seltsam geschnittenen, pinken Haaren zutrauen, doch wirkte die auf ihn, als würde er mit ihr ganz bestimmt keine Konversation anfangen wollen. Ihm schien, dass von der ganzen Truppe die beiden leicht bedrohlichen Bodyguards noch am sympathischsten wirkten.
    Von der Motivation des Professors sichtlich unbeeindruckt blieb er noch einen kurzen Moment stehen, schlug dann die Kapuze zurück und schlurfte hinter ihm her. Er vermisste sein verdammtes Bett und seinen wundervollen Computer – seine beiden besten Freunde. Die Vorstellung, mit den anderen Leuten kommunizieren zu müssen, entlockte ihm ein genervtes Seufzten. Warum hatte er nur auf seine Mutter gehört? Er hätte einfach irgendeinen Nebenjob anfangen sollen … irgendwas ohne viele Menschen.

    (Made by Shu)

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  • Theodore Crawford


    Die Fahrt über hatte Theodore sich unauffällig verhalten, ihm war aber nicht entgangen, dass scheinbar alle Anwesenden aus Europa angereist waren und ebenfalls schon einen langen Weg hinter ich hatten.
    Erst als alle aus den Bus gestiegen waren, riskierte er einen Blick. Manche sahen ganz normal aus, wie Personen, die man auch jeden Tag in der Schule oder eben auf einer Universität sehen würde wie zum Beispiel den hochgewachsenen jungen Mann mit dem langen blonden Haar, ein paar wenige wiederum waren auffällig gekleidet. "Die sehen gar nicht alle so aus, als würden sie sich für IT interessieren", dachte Theo und verfluchte sich direkt danach für diesen vorschnellen Gedanken. Er wollte doch niemanden vorschnell in eine Schublade stecken, das könnte am Ende peinlich enden. Vermutlich war ja so gar der Punk ihm bei weitem voraus, aber auch darum ging es hier nicht. Er war hier, um zu lernen, immerhin musste es sicher großes Glück gewesen sein, dass er einer der Gewinner war. Trotzdem: Die anderen Menschen machten ihn etwas nervös, weswegen er sich lieber die Umgebung anschaute, dabei aber verzweifelt versuchte, nicht zu ablehnend zu wirken. "Oh, verdammt, wenn mich jetzt einer anspricht, wird das einfach nur merkw-"
    Theo konnte den Gedanken nicht zuende denken, denn da fiel ihm ein Mann in weißem Kittel auf, der auf sie zu gerannt kam und sich als Dr. Prof. Ryan Hale vorstellte. Hale. High Altitude Long Endurance. Ob es Zufall war, dass der Professor den Namen eines unbemannten Luftfahrzeuges hatte? Ein bisschen misstrauisch war Theo diesem viel zu aufgewecktem Professor ja schon, aber Hale war ein häufiger Nachname und vielleicht war er ja nur so glücklich, weil ihm sein Job so viel Spaß machte? Oder weil er sich so darüber freute, seine Versuchskaninchen zu sehen...
    Theo hörte dem aufgeregten Professor aufmerksam zu. Scheinbar waren nicht alle so begeistert. Wieso hatten sie sich dann wohl für dieses Projekt beworben? Oder war er unwissentlich in ein soziales Projekt geraten? Theo holte einmal tief Luft, dann folgte er dem Professor. Vielleicht würden sich die anderen Teilnehmer ja als sehr nette Mitmenschen entpuppen...
    ~ Bis zum Release von Schwert/Schild inaktiv ~
    "There's a light inside your soul, That's still shining in the cold"
  • Aaron Edoardo Borrelli

    Als Edoardo zusammen mit den anderen Kandidaten aus dem Bus ausstieg, konnte er ein lautes Gähnen nicht unterdrücken. Die Fahrt nach Amerika war für ihn äußerst anstrengend, immerhin war es seine erste längere Reise, zuerst der Flug von Rom in die USA, dann auch noch die lange Reise mit dem Bus. Mit Leuten, die ihm vom äußeren Erscheinungsbild nicht ganz geheuer waren. Die meisten von ihnen wirkten, als ob sie keine sozialen Kompetenzen besäßen und sich lieber mit sich selbst beschäftigten als mit anderen. Solche Leute gab es eben auch. Solange sie ihm keinen Stress machten, war es ihm egal, wie sie aussahen oder sich benahmen.
    Edds Augen versuchte ein junges Mädchen mit blond-rosanen Haar, die auch in Italien wohnt, zu visieren. Er hatte sie schon damals im Flugzeug bemerkt – diese Haarpracht konnte man nicht übersehen –und als sie wieder festen Boden betraten und beide bemerkten, dass sie wegen der gut bezahlten Studie hier waren, kamen die beide auch kurz ins Gespräch. Es blieb aber nur bei einem kurzen Gespräch, denn sie wurden nach kurzer Zeit in einen Bus verfrachtet, in dem er eigentlich seinen Schlaf nachholen wollte. Er saß hinter einem jungen Mann, der sich wohl für Videospiele begeisterte. Leider konnte er wegen der Helligkeit seines Bildschirmes nicht gut schlafen, obwohl er schon während des Flugs wegen seiner Aufregung kein Auge zudrücken konnte. Aber etwas sagen konnte er auch nicht, denn war er zu müde, um ein Wort über seine Lippen bringen zu lassen.


    Nun war er hier, müde wie sonst schon lange nicht mehr, aber die Aufregung ließ ihn wach bleiben. Endlich sah er zwischen den Haufen schwarz-gekleideter Personen und Leuten, die nervös wirkten – wie der Junge mit der Brille und den kurzen, dunkelbraunen Haaren- das junge, blond-rosane Mädchen. Während des damaligen Gesprächs mit ihr, empfand er sie als sympathisch, wobei er sich wunderte, wieso so ein junges Mädchen bei der Studie dabei sein durfte. Vermutlich war Sechzehn das Mindestalter? Allgemein kam ihm die Studie nicht sonderlich vertrauenserweckend vor. Immerhin waren die Voraussetzungen nicht hoch, die noch nicht einmal gründlich überprüft wurden. Und das noch bei der Bezahlung. Wenn er sich die Leute um sich herum anschaute, vor allem die junge Punk-Dame, so glaubte er nicht, dass sie „kontaktfreudig“ sei. Und er hatte vermutlich nicht das IT-Wissen, das man vermutlich bei der Studie brauchte. Er wollte bei der Studie nur teilnehmen, weil er sich erhoffte, durch wenig Mühe viel Geld ans Land zu bringen. Ob er mit dem Geld seine kranke Mutter besser versorgen könnte? Der Gedanke an seine Mutter ließ ihn etwas nachdenklich wirken. Immerhin musste sie während seiner Abwesenheit nun wieder in eine Klinik. Alleine konnte sie in ihrer Verfassung nicht zu Hause bleiben.

    Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als ein Mann im weißen Kittel sich als Dr. Prof. Ryan Hale vorstellte. Aufgrund seiner Müdigkeit nervte ihm seine fröhliche und aufgeweckte Art, ließ sich jedoch nichts anmerken und versuchte ihn stattdessen mit einem Lächeln aufmerksam zuzuhören. Das spöttische Schnaufen der Punk-Dame war nicht zu überhören und er konnte ihr Verhalten auch zum Teil verstehen. Andererseits konnte man in ihrem Ausdruck sehen, dass sie gar nicht hier sein wollte…
    Als der Professor sich nach dem schlechten Witz umdrehte, folgte er ihm, obwohl er von dem Mann nicht mehr als seinen Namen und seiner Position der Studie wusste. Zu müde war er, um sich über die Mangel an Informationen zu beschweren.

    Made by Crystal--
  • Rias Walker

    Nachdenklich betrachtete Rias die an ihr vorbei ziehenden Wälder. Wunderschön, wie sie im sanften Gold der aufgehenden Sonne schienen, das Licht glänzte im reifen Morgentau wie Tränen im Angesicht des Mondes. Wirklich viel Schlaf hatte sie nicht bekommen. Der Laptop des blonden Jungen ließ es nicht wirklich zu, doch nervte sie das nicht. So bekam sie immerhin den bevorstehenden Sonnenaufgang mit. Und tatsächlich hatte es sich, ihrer Meinung nach, gelohnt. Zeitweise war sie versucht, ebenfalls ihren Laptop anzuschalten und an ihrer Arbeit zu schreiben. Ihre Uni wollte immerhin einen ordentlichen Bericht zu ihrem Referendariat und nun auch noch einen zu dieser Studie. Ihre einzige Bedingung um eine Erlaubnis für die Reise zu bekommen. Und damit kein Hindernis.
    Als sie endlich aufstehen konnte, dankte ihr Hintern es ihr. Sitzen war schön und gut, doch zu viel und noch dazu auf Bussitzen... das war ihr zu viel. Und viel zu ungemütlich. Langsam stieg sie aus dem Bus, Gepäck in ihren Händen und die Struktur des modernen Gebäudes betrachtend. Sie wagte es fast, an ein architektonisches Meisterwerk zu denken. Modern und wunderschön, passte. Rias machte sich auch gar nicht viele Gedanken darum, was sie hier nun genau machen würden. Sie wusste nur, dass es sie interessierte, egal was es war. Also sollte man schauen was auf sie zukommen würde.
    Als der Professor schließlich auf der Matte stand und uns begeistert von seinem Projekt erzählte, bzw darüber, wie sehr er sich darüber freuen würde das wir mitmachten, starrte ich ihn einfach nur an. Das war so ein Mainstream-Kittel. Doch erinnerte sie dieses in der Luft wirbelnde Kleidungsstück an etwas ziemlich cooles. Nett. Aber nicht so toll wie der Hoodie von dem Jungen, der gerade direkt neben ihr stand. Sie mochte Hoodies. Sie hätte selbst gerne welche, doch wurde ihr gesagt, ihr würde das nicht stehen. Tse.
    Als der Professor wieder losging, seufzte Rias leise. Sie wollte eigentlich nur noch in ihre Jogginghose schlüpfen und etwas Sport machen, um die Müdigkeit abzuschütteln. Oder an ihren Laptop und den Bericht schreiben. Einfach irgendetwas... schönes? Spaßiges? Rias folgte dem Professor schweigend, nun wieder seinen Kittel betrachtend. Etwas schade das man soetwas als Lehrerin nicht wirklich tragen konnte. Obwohl... nein, egal.

    "Obscuritemon!"
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    Endlich am Ziel angekommen, strecke ich mich ausgiebig. Es war eine lange Reise von Italien aus bis nach Amerika. Als ich aus dem Bus ausstieg wanderten meine Augen durch die Gruppe. Ich suchte nach dem jungen Mann mit dem langen blonden Haar. Ich hatte ihn bereits in Italien getroffen und mich kurz mit ihm unterhalten. Ich wusste wer er war, er allerdings hatte keinen Schimmer, wen er am Flughafen vor sich hatte. Ich habe während des Fluges kein Auge zugemacht, da ich wirklich die ganze Zeit darüber nachgedacht hatte, es ihm zu sagen. Doch ich entschied mich dagegen. Wäre bestimmt super gekommen, wenn ich ihm gesagt hätte: "Hey! Dein Vater ist vor ca 16 Jahren deiner Mutter fremdgegangen. Und Überraschung, ich bin das Resultat!" Zumindest sollte es jetzt noch nicht sein. Aber ich wollte ihn näher kennenlernen. Er war ja auch der Grund, weshalb ich dieses Auslandsjahr in Italien machen wollte.
    Als vor einigen Monaten ein ehemaliger Arbeitskollege von meinem Vater beruflich in Japan war, mich kontaktierte und mir ein Foto von meinem Halbbruder gab, hätte ich niemals gedacht, dass ich ihn wirklich treffen würde. Ich machte mir Hoffnungen, aber ich ging nicht davon aus. Und dann stand er plötzlich vor mir. An einer Bushaltestelle in Amerika, mit dem gleichen Ziel wie ich. Gott, das glaubt mir doch niemand, wenn ich das irgendwem erzähle.

    Als plötzlich der Professor vor der Gruppe stand und das Wort erhob, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ich war, wenn ich ehrlich bin, viel zu Müde und Aufgeregt zugleich, um den Worten von Prof. Hale komplett folgen zu können. Die Soldaten zogen außerdem viel mehr meiner Aufmerksamkeit auf sich. Wo war ich hier nur hinein geraten? Wenn ich das meiner Mutter erzähle flippt sie aus. Sie war ja schon gegen das Austauschjahr. Und das ich jetzt in Amerika war, um an einer Studie teilzunehmen, wusste sie gar nicht. Das würde noch heiter werden, dessen war ich mir bewust.
    Als ich bemerkte, wie sich alle in Bewegung setzten, griff ich nach meiner Tasche und ging der Gruppe hinterher. Ich wollte jetzt erstmal mein Zimmer beziehen und anschließend duschen. Dann wäre noch genug Zeit für alles Andere.
  • Calhaora


    Nachdem ich meine Fahrzeit mit pennen und Musikhören rumgebracht hatte, wobei das Musikhören den größten Teil ausmachte, da einer der Passagiere meinte seinen bescheuerten Lappi die ganze Zeit anhaben zu müssen, stieg ich etwas ungelenk aus dem Gefährt.
    Nun konnte ich mir meine Mitfahrer doch mal etwas genauer anschaun. Ziemlich bunte Mischung. Für einen Moment überlegte ich ob es Sinnvoll wäre, den Laptopuser mal dezent darauf hinzuweisen, das man die Helligkeit durchaus runterregulieren kann, ließ es dann aber bleiben.
    Gleich wollte ichs mich ja nich verscherzen.
    So folgte ich der Gruppe, wobei mir die total Motiviert wirkende Punkerin ins Auge fiel.
    Meine Fresse sieht die Motiviert aus....warum auch immer man herkommt, wenn man eigentlich gar keinen Bock hat.., schoss es mir brüsk in den Kopf obowhl ich gar keine Informationen hatte, ob dem auch so war. Daher schob ichs beiseite und zwang meinen Kopf über die Studie nachzudenken. Ob die anderen mehr Plan hatten wie ich?
    Hatte ich etwas übersehen? Ne, das nun nich. Mal sehen, was das werden wird.
    Ich hatte mich gerade etwas umgesehen und die Gegend genossen, als so ein Forschertypie, flankkiert von zwei militärisch wirkenden Typen angehechelt kam.
    Okaaay, werden wir jetzt alle mit Waffengewalt zu irgendwelchen gräultests gezwungen? Mir kam das langsam etwas komisch vor und eigentlich wünschte ich mich gerade ganz weit weg.
    Doch stattdessen kreutzen sich meine Arme, die haltung der Punkerin nachahmend, vor der Brust um zumindest den EINDRUCK zu vermitteln ich sei stark.
    Der Forscher stellte sich als Hale vor...Hale...irgendwie musste ich da an HAL9000 denken. Mein Kopf legte sich bei diesem Gedanken kurz etwas schief und ein glucksen konnte ich nich unterdrücken.
    Und noch etwas positives. Er sagte, dass seine Kollegen unbewaffnet waren.
    Nur inwiefern das auch so war, das vermochte ich nich zu sagen. So beschloss ich es erstmal zu glauben.
    Inzwischen war durch sein aufgeregtes gebaren doch wieder etwas Neugier erwacht. So trabte ich brav nach.
  • Suratan Kardos


    Die Reise über hatte sich Suratan still und unauffällig verhalten. Was hätte er auch anderes tun sollen? Sich mit den anderen Reisenden unterhalten, wie man es sonst in vielen Buslinien und Zügen zu Gesicht bekam? Er kannte niemanden der hier anwesenden Personen oder zumindest nahm er es genau so wahr, was nicht zuletzt daran lag, dass er nicht auch nur eine Sekunde lang versucht hatte, sich irgendwelche Gesichter einzuprägen oder gar Kontakt mit diesen Personen aufzunehmen. Er hatte sich nicht einmal die Mühe gemacht, nach bekannten Gesichtern zu suchen, weil es sowieso sehr unwahrscheinlich war, dass dieser Fall eingetreten wäre. Für ihn waren diese Personen sowieso einfach nur Fremde, die zufällig mit ihm am selben Ort waren. Und so war es doch auch, oder? Außerdem war Suratan nicht zum Vergnügen hier oder um soziale Kontakte mit diesen Leuten zu knüpfen, die er nach dieser Studie wahrscheinlich sowieso nie mehr wiedersehen würde. Das war auch der Grund, weswegen er (wie ein Elektron es in einer Gruppe von weiteren Elektronen) den größtmöglichen Abstand zu allen Anwesenden behielt. Es war keine Angst, die ihn zu dieser Tat getrieben hatte. Viel eher war es Desinteresse. Oder Gleichgültigkeit. Nein, Gleichgültigkeit würde in diesem Kontext keinen Sinn ergeben. Bestimmt war es Desinteresse. Oder war es die Vermeidung möglicher Konflikte, die durch die Konfrontation mit anderen Personen stattfinden hätten können? Egal.



    Die meiste Zeit der Reise über hatte Suratan sowieso aus dem Fenster geschaut. Aber irgendwie konnte er sich an keinerlei Sehenswürdigkeit erinnern, die an ihm vorbeigezogen war. Wahrscheinlich war er so tief in Gedanken versunken, dass er überhaupt nicht merkte, dass er von außen betrachtet aussah, wie jemand, der nur aus dem Fenster blickte. Wo waren seine Gedanken nur? Auf der Arbeit? Hier im Bus? Oder doch eher in der ungewissen Zukunft, die ihn erwartete, was auch immer sie mit ihm vor hatte? Ob er bereits über mögliche soziale Konflikte nachdachte, sie in seinem Kopf konstruierte, sich entsprechend dazu Antworten zurechtlegte, um das Ganze wie einen Film in seinem Kopf abzuspielen, um sich genau dies einzuprägen? Oder fragte er sich, ob die ganzen Server auf der Arbeit in guten Händen liegen? Ob die Schnittstellen zwischen der Produktion und dem Warenwirtschaftssystem und die vom Warenwirtschaftssystem zur Finanzbuchhaltung stabil standen? Oder ob irgendein Depp von Mitarbeiter es schon wieder geschafft hatte, durch irgendeinen Anwenderfehler eine Applikation für diesen Anwender scheinbar unbrauchbar zu machen, um dann genau zwei Worte ins Telefon zu brüllen? Diese zwei Worte lauteten "Programm" und "Scheiß", aber nicht in dieser Reihenfolge.



    Endstation. Alle waren ausgestiegen, auch Suratan. Mit ausreichend Abstand zu der Gruppe stellte er sich dazu. Es wirkte fast so, als würde er sich nicht dazugehörig fühlen, als gäbe es kein "Wir" sondern mehr ein "Er und die Anderen". Er hatte sich so wenig mit dieser Gruppe auseinander gesetzt, dass ihm nicht einmal aufgefallen war, dass auch viele andere Personen dieser Gruppe nicht wirklich Interesse daran hatten, dass man sie ansprach. Und was hätte er auch mit diesem Wissen anfangen sollen? Von alleine wäre er sowieso nie auf den Gedanken gekommen, die Initiative zu ergreifen, um ein Gespräch zu beginnen.



    Und da kam auch schon der Herr Doktor Professor Ryan..... ähm... Namen waren noch nie seine Stärke gewesen. Vor allem, wenn er sie sich sofort bei einer Vorstellung einprägen musste. Er würde diesen Herr Doktor med.-...nein, falsch. Egal. Jedenfalls erhoffte sich Suratan, diese Person niemals beim Namen nennen zu müssen. Und wenn er mal eine Frage haben sollte, würde er hoffen, dass auch irgendeiner der mit ihm Anwesenden dieselbe Frage haben würde, um sie auch zu stellen. So würde Suratan zum einen vermeiden, zu offenbaren, dass er sich keine Namen merken kann, zum anderen würde er auch vermeiden, dieses gefragte nicht gewusst zu haben.
    Doch dann blickte er zu den zwei Soldaten... Oder waren es nur zwei zufällige Personen, die gerne Camouflage trugen? Irgendwas sagte Suratan, dass dies doch eher Soldaten waren. Die Haltung. Die Ausstrahlung. Die Reaktion -- beziehungsweise die Nicht-Reaktion. Aber wenn es Soldaten waren, so fragte sich Suratan, warum sie hier waren. Er zog die Augenbrauen zusammen. (Ja, das ist bei seinem Gesicht sogar noch möglich! Man mag es kaum glauben!) Mit erhöhter Vorsicht und (seiner Meinung nach) mit einem gesunden Maß an Argwohn folgte er dem Herrn Doktor Professor Wieauchimmer in Richtung Hauptgebäudes. Und seine Vorsicht galt nicht nur den zwei Soldaten...

    Power... Give me more ... POWER!
  • Die komplette Bande an Teilnehmern wurde von Professor Hale und seinen zwei Bodyguards auf das Hauptgebäude des Komplexes zugeführt. Sie ließen den ca. zwei Meter großen Zaun am Eingangsbereich hinter sich und erreichten letzten Endes die Tor-artige Tür ihres Ziels. Diese wurde ihnen auch prompt geöffnet, als der Leiter auf jenes zuschritt. Hinter ihnen eröffnete sich den jungen Erwachsenen eine riesige Eingangshalle mit Glaskuppel, die das Sonnenlicht durchließ. Es schien recht belebt zu sein. Wissenschaftler und Tierkäfige wurden von A nach B gebracht, hin und wieder sah man ein paar anscheinend unbewaffnete Soldaten vorbeimarschieren und eine riesigen Anzeigetafel in der Mitte des Raumes informierte die Anwesenden über Wetter, Temperatur, Zustand der einzelnen Labors und was es in der Cafeteria heute zu Mittag gab.
    Bevor man sich allerdings in diese aufregende Welt bewegen durfte, musste man zuerst eine Art Eingangs-Schleuse mitsamt Taschendurchsuchung, Abtasten und mannshohem Scanner passieren. Doktor Hale positionierte sich direkt vor der Schleuse, knapp hinter dem Eingangstor, während die zwei Soldaten ihre Plätze an der Schleuse einnahmen.

    Prof. Dr. Ryan Hale
    Es lag noch immer ein breites Grinsen auf den Lippen des Mannes, der äußerlich in seinen Vierzigern schien. Selbst die ein oder andere graue Haarsträhne konnte man auf dem teilweise recht wuscheligen Kopf des Wissenschaftlers erkennen. Aber das war momentan wohl nicht von belang. Er verschränkte die Arme hinter seinem Rücken und strahlte seine Probanden regelrecht an.
    "Willkommen in der National Academy of Scientific Digital Research!" Als wenn das nicht schon offensichtlich gewesen wäre. Er streckte die Arme nun aus und wies dabei auf die zwei teilnahmslos wirkenden Soldaten an der Schranke. "Hier werden Sie eingewiesen. Jegliche Art von Gepäck bitte hier ablegen", er wies auf deine Art 'Landezone für Gespäckstücke, "und dann einmal durchsuchen lassen. Ihr Gepäck wird Ihnen nachher auf Ihr Zimmer gebracht. Jegliche Art von Smartphones, Tablets und Laptops sind bei uns leider verboten, allerdings kann ich Ihnen versichern, dass sie sicher weggeschlossen werden! Desweiteren werden Sie, nachdem sie unserer schnieke Schranke passiert haben, einen elektronischen Zimmerschlüssel und eine Karte zur Orientierung erhalten, sowie alle weiteren Termine, die Sie bitte heute noch aufsuchen werden! Wir legen hier viel Wert auf Eigenständigkeit und Transparenz, aber bitte, folgen Sie stets den Anweisungen unserer Mitarbeitet. Insbesondere unserer wundervollen Dekoration!" Erneut zeigte er auf einen der recht unbeeindruckt wirkenden Soldaten. "Wir wollen doch keine Unannehmlichkeiten, habe ich Recht?" Anschließend schritt der Professor durch die Scanner-Schranke und ließ die Soldaten die Teilnehmer nach und nach durchsuchen, bevor sie eine Art Chip mit Schlüsselband für ihre Zimmertüre erhielten, sowie eine banal wirkende Papierkarte, die mehr einer Touristen-Broschüre gleichte.


    Emma "eM" Salander
    Als die Bande, die ihr obendrein viel zu bunt aufgebaut war, dann letzten Endes in dem offensichtlichen Hauptgebäude ankam und sich vor Mr. Koks versammelten, war es Emma bereits anzusehen, dass sie nicht nur keinen Bock auf dieses ganze Getue hatte, sondern obendrein anscheinend auch noch realisierte, dass sie über die nächsten Wochen hinweg diesen ganzen Bullshit ertragen musste. Wenn das Ganze nicht richtig gut Kohle geben würde, hätte sie sich schon längst umgedreht und wäre mit dem nächstbesten Anhalter zurück zum Flughafen gefahren. Wo auch immer der sein mochte. Sie hatte weder auf dem Flug, noch auf der Fahrt, wirklich auf Ortschaften oder irgendwelche dummen Ansagen geachtet...


    Nichtsdestotrotz war sie die Erste, die durch die Schranke gewunken wurde. Das lag allerdings weniger daran, dass der Wissenschafts-Heini oder die Soldaten sie auserwählt hatten, als mehr daran, dass sie, sobald der metaphorische Startschuss gegeben wurde, direkt nach vorne gelaufen und dem ersten Soldaten einen Blick zugeworfen hatte, der jeder anderen Person nur allzu deutlich klar gemacht hätte, dass man sich mir ihr nicht anlegen sollte. Der Typ entschied sich allerdings dafür, sich komplett ungerührt zu geben, und streckte zu aller erst seine Hand aus.

    "Irgendwelche elektronischen Geräte?"
    Sie schlug ihm die Hand weg. "Seh' ich so aus wie'n Junkfood fressender Suchtgefährdeter?!" Wenn man sich ihre Vergangenheit ansah, war das gar nicht mal so weit verfehlt. Daheim hatte sie einen Laptop, das war wahr. Allerdings hatte sie ihn nicht mit nach Amerika genommen. Sie hatte viel zu großen Respekt, dass er auf der Reise verloren gehen würde, dafür hatte das Ding viel zu viel gekostet.
    Der Soldat ignorierte ihre pampige Art jedoch. Er notierte sich ihre Aussage und fuhr fort.

    "Arme und Beine auseinander. Führen Sie irgendwelche Waffen oder anders gefährliche Gegenstände mit sich?"
    "Grabscher weg. Ich werd' hier keinen abstechen."
    Der Bodyguard schien noch immer nicht beeindruckt. Er ignorierte ihre Aussage erneut und begann damit, ihren Körper lose an Armen, Beinen und Taille abzutasten, recht offensichtlich sehr zum Protest von Emma. Es dauerte allerdings nicht lange, da wurde ihr ihr Rucksack abgenommen und sie wurde mehr oder minder durch die Scanner-Schranke geschubst. Sie riss dem Professor den Türen-Chip, die dumme Broschüre und einen Terminkalender regelrecht aus der Hand und entfernte sich gleich anschließend einige Meter von der Gruppe. Sie wollte nun wirklich nur noch herausfinden, wo sich der Wohnkomplex befand und dann hoffen, dass es ein Einzelzimmer mit eigenem Bad war...
  • Theodore Crawford

    Da war es wieder, dieses Grinsen des Professors. Dieses fast schon wahnsinnige Grinsen, als wäre er ein Vertreter, der von Haus zu Haus läuft und einem irgendwelchen Schund versucht anzudrehen. "Wir wollen doch keine Unannehmlichkeiten, habe ich Recht?" Dieser Satz war Theo nicht ganz geheuer. Darin lag ein Unterton, als wäre die Gruppe tatsächlich auf dem Weg in ein Labor, wo man sie für Testzwecke benutzen würde. Am Ende würde man ihren Familien Nachrichten zukommen lassen, dass es da einen Unfall gab, eine Explosion oder dergleichen und zufällig alle Teilnehmer dabei umkamen. Theo schüttelte den Kopf. Nein, vermutlich ging nur seine Fantasie mit ihm durch.
    Nachdem er etwas beunruhigt dabei zugesehen hatte, wie der Punk sich gegen die Kontrolle wehrte, war Theo an der Reihe. Zunächst gab er Smartphone und Laptop ab. Wunderbar, keine Möglichkeit mehr, mit der Außenwelt zu kommunizieren. Mit wem auch immer er das auch tun sollte. Und vor dem Schlafen ein wenig zu programmieren war nun wohl auch nicht mehr drin. Da hätte er den zusätzlichen Ballast auch Zuhause lassen können.

    Theo machte keine Anstalten bei der Kontrolle. Das lag zum einen daran, dass er wohl einen so harmlosen Eindruck machte, als auch, dass er viel zu viel Respekt vor den Kontrolleuren hatte, als dass er sich dagegen wehren würde. Immerhin hatte es den Vorteil - denn so kam es ihm vor -, dass er schneller mit der Kontrolle durch war, als der Punk vor ihm. Dankend nahm er den Chip von Prof. Hale an und beschloss dann, sich erst einmal in der großen Haupthalle umzusehen und zurecht zu finden.
    ~ Bis zum Release von Schwert/Schild inaktiv ~
    "There's a light inside your soul, That's still shining in the cold"
  • Suratan Kardos

    Still und möglichst unauffällig (zumindest so unauffällig, wie es als Kerl mit langen naturschwarzen Haaren in einem langem schwarzen Mantel aus Kunstleder steckend ging) folgte Suratan dem Professor und lauschte dabei den Worten, die an ihn und die Truppe gerichtet wurde. Als von ihm und dem Rest der Truppe verlangt wurde, elektronische Geräte sowie Waffen abzulegen, um dann durchleuchtet zu werden, wurde er schon wieder misstrauisch (das passierte ziemlich häufig und offensichtlich recht einfach), auf dass er erst einmal skeptisch den Professor und seine militärischen Freunde anstarrte. Als er dann sah, wie sich offensichtlich freiwillig jemand als Erste durch das Prozedere drücken ließ -- und dass das ausgerechnet die Person mit dem meisten ausdruckstarken Widerstand -- fragte er sich, ob das Naivität, Kühnheit oder einfach nur ein Gedanke á la "Let's get this over with!" war. Es gab wohl so oder so keinen anderen Weg. Wahrscheinlich wollte diese Institution sich einfach nur absolut absichern und sämtliche Risiken so gering wie möglich halten. Er als Administrator eines Unternehmens konnte das wiederum gut verstehen und nachvollziehen. Durch dieses Verständnis, das er aufbringen konnte, konnte er sein Misstrauen und seine Skepsis übertölpen und die Sache als "in Ordnung" verbuchen.



    Suratan blieb geduldig. Er war nicht der Typ, der sich großartig nach vorne drängelte. Darüber hinaus war er aber auch dankbar dafür, dass er nicht der Erste war. So konnte er zusehen, wie das Ganze hier ablief. Dadurch hatte er die Möglichkeit, sich mental darauf vorzubereiten (was auch immer man dafür vorbereiten musste, aber das sei mal dahingestellt). Doch! Es gab etwas, womit er sich vorbereiten konnte: Er fing an, in seinen Manteltaschen herum zu suchen. Bestimmt waren da noch SD-Karten, USB-Speichersticks und anderer elektronischer Kleinkram drin wie elektronische Schlüssel, die er für die IT-Sicherheit auf der Arbeit benötigte. Genauso wie er seine Manteltaschen durchsucht hatte, durchsuchte er auch noch die Brusttasche seines Hemdes. Für diese ganzen kleinen Geräte brauchte er feines Fingergefühl, weswegen er sich erst einmal die Handschuhe auszog und diese dann in die Manteltaschen stopfte. Ach ja! Da war ja noch etwas, was wohl nicht durch die Kontrolle gehen dürfte: Der Inhalt seiner Gürteltasche, welche unter seinem Mantel verborgen lag. Er warf seinen linken Mantelschoß nach hinten, um die Tasche zu erreichen. Doch dann dachte er nochmal daran, dass sämtliches Gepäck abgegeben werden sollte, wie er es vor kurzer Zeit erst erfahren hatte. Wahrscheinlich war es leichte Nervosität wegen dieser ihm vollkommen unüblichen Situation, die ihm das klare Denken ein wenig behinderte. Jedenfalls hieß das also dann, dass die Gürteltasche ab musste. Zwischenzeitlich merkte er, dass sich bis auf diejenigen, die bereits durchgegangen waren, zur Zeit niemand dazu drängte, als nächster durchzugehen. Da er sich dachte, dass er es dann hinter sich haben würde, trat er einfach vor, um zu signalisieren, dass er nun dran war -- das funktionierte sogar ganz ohne auch nur ein einziges Wort ausgesprochen zu haben! Genau genommen hatte er hier in der Gruppe sowieso noch nicht sehr viele Leute sprechen hören. Oder hatte er es einfach nicht beachtet? Im Grunde genommen war es ihm sogar auch egal. Warum dachte er überhaupt darüber nach? Mit einem Klicken löste sich die Gürteltasche von dem Körper, in welchem sich Suratans wichtigsten und persönlichsten Gegenstände befanden, unter anderem sein Smartphone und sein Handheld-Gerät.



    Er überreichte seine Sachen unaufgefordert dem Soldaten (da er nicht der Erste war, wusste er ja, wie es ablief und konnte somit schon handeln, bevor der Soldat seine bestimmt lange einstudierten Sprüche aufsagen musste). Da er sich bei einigen Gegenständen nicht absolut sicher war, ob sie zulässig waren oder nicht, artete das ein wenig in ein sich wiederholendes "Das hier auch?" - "Ja, das auch." - "Okay." aus. Man musste schließlich wissen, was genau erlaubt war und was nicht und was noch als Waffe durchging und was nicht. Mit einem Schlüssel könnte man sicher auch jemanden schwer verletzen oder mit einem der vier Kugelschreiber, die Suratan stets bei sich trug.



    Nach vollständiger Durchleuchtung (na gut, "vollständig" war wohl ein unpassend gewählter Begriff, da dies keine Radiologie mit CT, Röntgen oder ähnlichen Geräten war) nahm Suratan seinen elektronischen Schlüssel und seine Karte entgegen. Daraufhin suchte er sich hinter der Kontrollschranke ein Plätzchen, an welchem er vermutete, dass sich eben dort nicht alle versammeln würden, er von dort aus aber noch gut alle im Blickfeld hatte, um nicht den Anschluss zu verlieren.

    Power... Give me more ... POWER!
  • Talia Riddle

    Talias Blick schweifte über den großen Raum. Etwas pompös, nicht wahr? All das bestätigte nur ihren Verdacht, das da noch etwas mehr dahinter stecken musste. Die Frage war was? Ein Experiment bei denen Zivilisten gebraucht werden? Auch noch Jugendliche? Neben ihr schienen ja auch deutlich jüngere Teilnehmer dabei zu sein, dachte sie während ihr Blick an dem Rotschopf mit dem asiatischen Touch hängen blieb.
    Dennoch, unterschiedlicher könnte die Gruppe nicht sein. Neben ihr gab es noch eine Person, die ein wenig älter erschien. Sie musterte den Mann mit den langen schwarzen Haaren unauffällig aus dem Augenwinkel. Unauffällig sah er nicht gerade aus, er wirkte aber durchaus so, als wäre er gerne unsichtbar. Narren, dachte sie abschätzig, wenn man schließlich in der Menge verschwinden will, sollte man sich möglichst der Menge anpassen.
    Ihr Blick wanderte wieder nach vorne. Eine Kontrolle bei der sämtliche Geräte abgenommen wurden und kein Kontakt zur Außenwelt? Sie wunderte sich wie naiv und unaufmerksam die anderen doch waren. Wäre sie sich nicht bereits der Situation bewusst gewesen und der Überzeugung, dass sie egal wie heikel ihr Aufenthalt werden würde, eine Lösung parat haben würde, dann hätte sie bereits jetzt die Flucht ergriffen.
    Nun auf Waffen wurde überprüft, zumindest die Herren hier waren klüger als ihre Mitstreiter.
    Als sie an der Reihe war trat sie vor und kramte in ihrer Jackentasche.
    Kling, das Smartphone landete im Behälter, Klang, direkt hinterher ihr Elektroschocker.
    Teilnahmslos starrte der Soldat auf sie herab. Talia antwortete mit einem Lächeln: "Ach, den habe ich immer dabei, als junges Mädchen kann man nicht vorsichtig genug sein, nicht wahr?" Sie legte den Kopf schief und brachte eine Wärme in ihren Blick.
    Nichts. Keine Reaktion. Hm, seltsam...
    Mechanisch machte sich der Soldat daran, sie anzutasten. Voller Ekel und Abschau stellten sich die Häärchen an Talias Nacken auf. Natürlich mussten diese Hornochsen sie abtasten. Gott, sie hasste es angefasst zu werden.
    Doch es gehörte dazu und auffälig werden, wollte sie erst recht nicht und so ließ sie geduldig die Tortur über sich ergehen. Währenddessen erfasste sie mit ihrem Blick einige der Angestellten und glaubte bei einem eine Ausbeulung in der Hosentasche zu entdecken. Ihr Lächeln war kaum bemerkbar.
    Aha, die Angestellten hatten eventuell also noch Zugang zu Mobiltelefonen. Ihr Notfallplan war also bereits geschmiedet und sie entspannte sich merklich.
    Als die Hand des Soldaten ihre Narbe auf der Schulter berührte, zuckte sie kaum merklich zusammen. Bilder formten sich in ihrem Kopf, sie weinend auf dem Boden, Blut, ein stechender Schmerz, jemand schrie. Talia atmete aus.
    Schießlich beendete der Soldat die Inspektion. Talia war dankbar, sie hasste Momente in denen sie sich angreifbar fühlte. Und sie würde alles dafür tun, dass diese Momente eine Seltenheit blieben...
    Sie fühlte einen Blick in ihrem Rücken, als sie auf eine Wand zulief, sich sanft umdrehte und geduldig wartend gegen die Wand lehnte um die restlichen Teilnehmer bei ihrer Inspektion zu beobachten.

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  • Avenice Garcier


    ~1.Post~

    Avenice war unglaublich nervös gewesen, als sie sich von ihren Eltern verabschiedet hatte und in den Flieger gestiegen war. Es war ein nervenaufreibender Flug gewesen, nicht weil es irgendwelche Zwischenfälle gab, sondern weil die junge Frau mit langen, dunkelblauen Haaren immernoch nicht wusste, ob sie bei dieser Studie wirklich richtig war. Sie hatte sich den Kopf darüber zerbrochen, ob sie das Ticket nicht doch besser an ihren Kumpel hätte abgeben sollen, schließlich war er der Technik-Freak von den beiden. Über die Reise hatte sie versucht sich mit Schreiben und Musik abzulenken, was auch größtenteils gelang.

    Bei Ankunft fand sie schnell den Bus und war das erste mal konfrontiert mit den anderen, die hier waren und, wie sie, Teil der Studie waren. Die meisten wirkten unsicher, nervös oder so als würden sie am liebsten mit keinem Menschen auf der ganzen Welt reden wollen.
    Na super..., dachte sich Avenice beklommen und setzte sich an einen Platz am Fenster.
    Dass der Rest nicht gerade sicherer oder weniger nervös oder Kontaktfreudig wirkte, war der erste große Dämpfer für sie und sie bereute beinahe jetzt schon, mitgekommen zu sein. Doch es ließ sich nicht mehr ändern. Um sich das gedanklich einzuhämmern kniff sie die Augen zusammen, sah sich dann um und erblickte tatächlich die ein oder andere Person, die nicht so abweisend oder schüchtern wirkten, und trotzdem sah sie während der BUsfahrt niemanden miteinander reden. Natürlich, die Reise war wohl für alle anstrengend gewesen und auch sie merkte, dass sie müde war. Sie legte sich die Kopfhörer an die Ohren und startete von ihrem Handy aus Musik. Schon bald versank sie in schlafsamer Dunkelheit.


    Das harsche Bremsen des Busses riss sie aus dem Schlaf, sie blinzelte und stellte fest, dass es hell geworden war. Hastig checkte sie, ob noch alles bei ihr war, und stieg dann mit den anderen aus. Erst jetzt, wo sie halbwegs wach war, bemerkte sie, was für ein bunter Haufen das war. Sie sah einen dunkel gekleideten Jungen Mann, wohl etwa in ihrem Alter, der sich prompt abseits aller anderen hinstellte. Er wirkte düster und grimmig. Wie er wohl wirklich war? Aber erstmal fand sie, dass er entweder gar keinen Kontakt haben wollte oder schüchtern war, was sie sich bei grimmigen Gesichtern immer schwer vorstellen konnte.
    Dann waren da zwei Mädchen, die beide ihre Arme vor der Brust verschränkten. Die eine, mit skuril gefärbten Haar - alles an ihr lies mich auf Punkerin schließen - wirkte wie "LMAA, sprich mich an und ich kotze." und die andere ... da war sie sich nicht sicher. Sie hatte ein realtiv verbissenes Gesicht und sah konzentriert (?) auf den Wissenschaftler, der auf die Gruppe zu kam, aber ob sie wirklich so abweisend wirkte? Wohl nicht so sehr wie die Punkerin, die absolut keinen Bock zu haben schien. Ich fragte mich, warum man hier überhaupt her kam, wenn man absolut nicht wollte... oder war hier jemand, den sie nicht mochte? Ich ließ meinen Blick weiter schweifen.
    Schließlich ein junger Mann, den Avenice auf irgendeine Weise ziemlich süß fand. Und das, obwohl sie nicht oberflächlich sein wollte. Nein, nicht nur seine hellen, kurzen Haare und die grünen Augen, sondern auch die Art, wie er da gestanden hatte, hatte ihren Blick kurz an ihm festfrieren lassen. Er guckte in die Natur hinaus, aber er wirkte trotzdem deutlich weniger abweisend als andere. As nächstes die Frau mit dem Eleganten, Stolzen gang, die Avenice nicht ganz geheuer war.

    Noch ehe ich e genauer betrachten konnte begann der Professor seine Rede, begrüßte uns und setzte einen schlechten Scherz nach.
    Bis auf das Schnauben der Punkerin und einem leisen Giggeln der schwarzhaarigen war kaum verbale Reaktion auf irgendwas, was der Mann gesagt hatte, alle folgten ihm, begleitet von Soldaten, wie es schien. Und vor denen hatte Avenice mächtig Respekt.



    ~2. Post~

    Schließlich machten sie in der Eingangshalle Halt, wo Avenice nocheinmal versuchte ihre Mitmenschen zu begutachten.
    Weiterhin stumm folgte sie dem Professor und denen, die vor ihr waren.
    Ein Mädchen mit hellem Haar und rosa Strähnen vorne wirkte recht smypathisch, irgendwie mochte Avenice ihre Ausstrahlung, wenn sich die gelegenheit bot würde sie sie mal ansprechen, auch wenn die junge Frau im Moment ziemlich müde aussah. Hatte sie auf der Reise nicht schlafen können?
    Eine andere junge Frau hatte eine ähnliche Haarfarbe, etwas rötlicher und wirkte nicht ganz so vertrauenserweckend. Sie hatte gelächelt, aber irgendwas daran gefiel Avenice nicht, vielleicht nicht direkt das Lächeln, vielleicht war es was ganz anderes, jedenfalls hatte sie sich mit elegantem, stolzen Schritt zuerst in Bewegung gesetzt, um dem professor zu folgen.
    (Fand ich von der Beschreibung her zumindest sinnvoll oo'')
    Dann war da noch ein Junge mit rotem, kurzen Haar, der sehr ruhig und schweigsam wirkte und wenn Avenice so darüber nachdachte meinte sie, dass sie beim Aussteigen mitbekommen hatte, dass er seinen Laptop eingepackt hatte. Und schließlich ein Mädchen, auch etwa in ihrem Alter, mit dunklen haaren und recht berechnenden, kühlen Augen, das sehr ruhig wirkte und ein junger Mann mit langen, blonden Haaren.

    Sie wurden angewiesen, sich von ihrem technischen Hab und Gut zu trennen und das versetzte Avenice einen Stich. Gut, schreiben konnte sie auch auf dem Papier, dabei wollte sie einen wöchentlichen Blog machen über ihren Amerika-Aufenthalt und ihrem Kumpel konnte sie auch nicht schreiben. Rasch zückte sie ihr Smartphone und tippte eine Nachricht "Sorry, du, ich muss mein Handy für die Studie abgeben. Wenn ich ne Köntaktmöglichkeit habe, melde ich mich!!". Diese kopierte sie und sandte sie an ihre Eltern und ihre beste Freundin, dann atmete sie durch und schaltete das Handy aus.
    "Wozu hab ich mir nen Auslandstarif geholt?", murmelte sie etwas enttäuscht in ihrer Muttersprache, deutsch mit leichten Österreichischem Akzent, und sah zu, wie die einzelnen Leute durch die Tore gingen und von den Soldaten abgetastet wurden.
    Mit hochgezogenen Brauen hatte sie mit angesehen, was für ein Theater die Erste dabei gemacht hatte. Doch zugegebener Maßen wurde auch sie nervöser, je länger sie wartete. Der knuffige junge Mann war der Zweite, der Düstere der Dritte und dann die Frau mit kurzen rötlichen Haaren, die Avenice nicht ganz geheuer war.


    Die junge Journalistin stand nahe der wahrscheinlich jüngsten Person hier. die mit den rosa Haarsträhnen. Das war die, die sie sympathisch vom ersten sehen her.

    "Uhm...", begann sie etwas nervös, doch noch ehe sie ihren Namen rausbrachte, wurde sie freundlich von Professor Hale zu den Soldaten gewunken.
    Sie leerte ihre Taschen. Naja ihr ihrer Sweatjacke war eigentich nur ihr Handy, ihre Kopfhörer und ihr Laptop waren im Rucksack, den sie artig absetzte und durch den Scanner schicken ließ. Wenigstens hatte sie ihr Notizbuch dabei, darauf würde sie auch schreiben können.
    Schließlich wurde sie abgetastet, das stellte für sie nicht das große Problem war, sie wusste, dass es von rein beruflicher und sicherheitstechnischer Natur war und zu verbergen hatte sie nichts. Außerdem machten die Soldaten nicht die Anstalten, ihr an Brust oder zwischen die Beine zu greifen, also war es ihr eigentlich ziemlich egal. Sie nahm Chip, Armband, Zimmernummer und die Papierkarte entgegen und studierte sie kurz als sie ein paar langsame Schritte auf die Anderen zu ging.

    Doch sie schluckte, als sie aufblickte und feststellte, dass sie fast nur mit den Unheimlichen der Gruppe auf der anderen Seite stand.
    Etwas ratlos sah sie von der einen Person zu anderen, Nein, fast nur die unheimlichen der Gruppe. Zögernd ging sie auf den jungen mit kurzen, braunen Haaren und den grünen Augen zu, der sich die große Halle näher ansah. Kurz blickte sie auhc zu dem düster gekleideten, der sicht absolut abseits hingestellt hatte. Was war nur mit ihm?

    Avenice staunte nicht schlecht beim Anblick dieser ganzen Technik, dem großen Monitor und allem, was diese Halle noch zu bieten hatte. Es gab hier wohl einige Forscher, so wie rumliefen, und etwas verdutzt sah sie ein paar Männern hinterher, die Tierkäfige vorbeitrugen. Dabie wurde ihr etwas mulmig, doch sie atmete durch und ging vorsichtig an den jungen Mann heran.
    "Uhm.. hi", bekam sie bei diesem Versucht, mit jemandem Kontakt auf zunehmen tatsächlich eine Begrüßung heraus ohne Unterbrochen zu werden - natürlich auf englisch, sie vermutete, dass sie damit jeden erreichen konnte - und hoch lächelnd ihre Hand. "Du.. bist auch wegen der Studie hier, oder? Ich ... heiße Avenice. Und wer bist du?"
    Sie war froh, endlich mit jemanden zu reden, auch wenn sie noch nicht wusste, wie ihr Gegenüber reagierte. Obwohl sie eigentlich weder unsicher noch menschenfeindlich war, wusste sie nicht so recht, was sie mit dieser Gruppe anfangen sollte. Die meisten wirkten genau so, wie sie selbst überhaupt nicht wahr. Außer vielleicht das Mädchen, das hinter hier aus den Schranken kommen würde. Dorthin blickte sie kurz, ehe sie sich dem jungen Mann widmete und ihn anlächelte.

    Fangeschichten #f-sandan# Lesecke #f-sandan# RedaktionSchreibworkshop #f-icognito-!# Lesezirkel
    Zzt krank und nicht verfügbar - Hand OP am 4.3.2019

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  • Theodore Crawford


    Theodore war gerade damit beschäftigt, sich die uninteressanten Daten anzusehen, die über einen großen Bildschirm huschten, als neben ihm eine Stimme ertönte. Theo drehte sich um und erspähte ein Mädchen mit langen blauen Haare, das nur wenig älter schien. Gut, hier bot sich also seine erste Gelegenheit. Es hatte etwas Gutes, dass er die hier Anwesenden nach der Studie vermutlich nie wiedersehen würde, so waren soziale Patzer nicht so schlimm. "H-hi!" antwortete er dem Mädchen, das sich schließlich als Avenice vorstellte und ihm die Hand hinhielt. "Mein Name ist Theodore, schön dich kennen zu lernen", antwortete Theo, während er Avenices Hand schüttelte. Wobei sie vermutlich deutlich mitbekam, dass er sich unsicher war, wie viel Kraft man bei einem Händedruck ausüben sollte. Sein Vater hätte ihm vermutlich geraten, möglich kräftig die Hand seines Gegenüber zu drücken, aber irgendwie empfand Theo es als unangemessen, zumal er merkbar nervös war. Das Beruhigende, so ging es ihm durch den Kopf, war aber, dass Avenice wohl nicht weniger nervös war. Man konnte es ihr auch nicht verübeln, schließlich war das hier für alle eine komplett neue Situation und vermutlich wusste niemand so recht, was auf ihn zu kam.
    Theos Blick schweifte kurz in die Ferne, zu den restlichen der Truppe, die gerade noch durch die Kontrolle gingen und dann zu ein paar Leuten, die Tierkäfige durch die Gegend trugen. Ob es hier Tierversuche gab?! Aber was sollten digitale Forschungen mit Tieren zu tun haben? Oder wurden darin einfach nur Wachhunde transportiert? Immerhin ergaben sie bei der Sicherheit hier mehr Sinn als das man Tiere gegen einen Computer einen Turing-Test ausführen lässt.
    Theo versuchte das freundliche Lächeln des Mädchens zu erwidern. An ihrem Akzent erkannte er, dass englisch wohl nicht ihre Muttersprache war, konnte aber ihre Herkunft auch nicht einfach so ausmachen, daher ergriff er die Chance das Gespräch mit einer der simpelsten Fragen fortzusetzen: "Die Reise war ziemlich lang. Von wo bist du angereist?"
    ~ Bis zum Release von Schwert/Schild inaktiv ~
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  • Yves Chaud

    Als das Tor sich öffnete, hatte Yves die Hände noch immer tief in den Jackentaschen vergraben und war nicht wirklich wacher geworden, was er durch ein herzhaftes Gähnen verdeutlichte. In dem Moment wurde die Halle hinter der Tür sichtbar und beinahe wäre ihm der Mund offen stehen geblieben, doch er zwang sich, erneut ein neutrales Gesicht aufzusetzen. Durch das Glasdach, welches sich über den Raum wölbte, war die Halle in helles Sonnenlicht getaucht und die riesige Anzeigetafel wirkte in dem Schein wie sein persönlicher Himmel. Wie es wohl wäre, auf diesem Riesenbildschirm einige Games zu zocken? ... vielleicht war es ja sogar möglich, eine Konsole aufzutreiben und sie anzuschließen? Bei dem Gedanken besserte sich seine Laune etwas und auf dem ganzen Weg bis zur Schleuse hin konnte er seinen faszinierten Blick nicht von diesem Traum abwenden. Er mochte die Vorstellung, vor diesem Monster zu sitzen und einen Controller in der Hand zu halten, während eine Onlinewelt sich vor ihm erhob.
    Er war noch immer in seinen Tagträumen versunken, als der Professor erneut zu sprechen begann und er gezwungen war, sich auf seine Worte zu konzentrieren. Zunächst wirkte sein Monolog wie der typische, einschläfernde Willkommensvortrag, doch dann erwähnte der Mann beinahe beiläufig das Verbot sämtlicher Dinge, die Yves am Leben erhielten. Er brauchte eine Weile, um die Worte zu verarbeiten, ehe die Bestürzung Hales Stimme ausblendete. Was sollte das bedeuten, dass sämtliche Laptops, Smartphones und Tablets verboten waren? Sie konnten ihm doch nicht einfach seine Technologie wegnehmen. Womit sollte er sich die ganze Zeit beschäftigen? Er würde vor Langeweile durchdrehen, wenn er nicht wenigstens sein Handy behalten konnte.
    Sein Puls dröhnte in seinem Schädel und er schluckte hart. Er konnte immer noch umdrehen, nicht? Er konnte seiner Mutter immer noch erzählen, dass irgendetwas vorgefallen war, weshalb er das Projekt hatte abbrechen müssen. Das wäre eine Option, immerhin war es noch nicht zu spät. Andererseits konnte er sich ihr wütend verzerrtes Gesicht und all die Vorwürfe vorstellen, mit denen er konfrontiert werden würde. Vermutlich war es den ganzen Stress einfach nicht wert, sich zu widersetzen ... und es war ja nicht für immer ... oder?
    Er atmete tief durch, um sich zu beruhigen und redete sich immer wieder ein, wie lächerlich seine Reaktion doch war. Nervös beobachtete er, wie der Punk als Erste durch die Schranke ging und ebenfalls nicht sonderlich begeistert wirkte. Er glaubte schon, dass sie von allen Teilnehmern am Erträglichsten für ihn werden würde, da hörte er sie sagen:
    "Seh' ich so aus wie'n Junkfood fressender Suchtgefährdeter?!". Obwohl er sich sicher war, dass sie damit nicht direkt ihn meinte, fühlte er sich angesprochen und warf ihr einen leicht überraschten Blick zu, den sie wohl ohnehin nicht bemerkt hatte, weil sie mit dem Rücken zu ihm stand. Er korrigierte in Gedanken, dass sie wohl eher eine der Personen war, denen er aus dem Weg gehen würde. Dazu zählten vermutlich ohnehin nahezu alle, aber sie würde nun an erster Stelle stehen.
    Nach der unglaublich symphatischen Dame folgten einige weitere Personen und jedes Mal, wenn jemand durch die Schleuse ging, schien sich sein Magen vor Angst mehr und mehr zusammen zu ziehen. Dafür, dass ihm sonst so vieles gleichgültig war, traf ihn diese Furcht ungewohnt heftig.
    Als bereits fünf Leute die Schranken durchquert hatten, zitterte er leicht, obwohl ihm in der Jacke mittlerweile unangenehm warm geworden war. Es sollte es endlich hinter sich bringen, damit das Ganze möglichst schnell wieder zuende war, entschied er und ging zögernd auf die beiden Soldaten zu. Ihnen den Koffer mit seinen Badezimmersachen und den Klamotten - überwiegend Pullovern und Hoodies - zu geben, war schrecklich einfach im Gegenzug dazu, ihnen die Tasche hinzuhalten, in die neben seinem Laptop auch noch seine Kopfhörer, zwei Nintendos, mehrere Spiele, sowie unzählige Kabel gestopft worden waren. Sein Handy hatte er ihn die rechte Jackentasche geschoben, wo er es fest umklammert hielt.
    Er wusste, dass die Chance nahezu bei Null lag, dass er es so durch die Schrank schaffen würde, doch wenn er es nicht wenigstens versuchte, würde er sich vermutlich im Nachhinein dafür verfluchen. Wie vermutet machte eine der Wachen kurzen Prozess mit dem Handy und forderte ihn mit einer Handbewegung auf, es ihm zu überreichen. Yves hielt es ihm schweigend entgegen und sah ihm noch kurz hinter, als er es verschwinden ließ.
    "Als wäre es noch nicht schlimm genug, überhaupt hier zu sein ...", murmelte er, vermutlich etwas lauter als gewollt und ging zu dem Professor, um den Chip, sowie die Broschüre entgegenzunehmen ... welche er wahrscheinlich ohnehin nicht durchlesen würde. Es sei denn die Langeweile brachte ihn dazu. Er fragte sich jetzt schon, womit er seine Freizeit verbringen sollte, wenn er nicht einmal einfach nur im Bett liegen und Musik hören konnte. Genau das würde er nun liebend gerne machen und dabei die Lautstärke so hoch drehen, dass er seine eigenen Gedanken nicht mehr verstehen konnte und es ihm das Trommelfell zerriss.
    Auf der anderen Seite angekommen stand er kurz nichtsmachend vor der Schranke, ehe er sich ein Stück entfernte und die Umgebung skeptisch betrachtete. Um seine Unruhe in den Griff zu bekommen, zog er an seinen Armbändern oder vergrub die Hände in den Jackentaschen, nur um sie kurze Zeit später wieder hervorzunehmen. Ihm war jetzt schon langweilig. Blieb nur zu hoffen, dass dieses ganze Programm interessant werden würde, damit er nicht vor Langeweile sterben würde, was ihm wie ein durchaus wahrscheinliches Szenario vorkam.

    (Made by Shu)
  • Avenice Garcier

    Der Händedruck war merkwürdig. Nicht besonders selbstbewusst, aber auch nicht direkt schwach. Unsicher. Avenice selbst hatte mit einem festen Handdruck, so, wie sie ihn gewohnt war, doch lockerte ihn unweigerlich als sie die Unsicherheit im Handdruck ihres Gegenübers spürte.
    Irgendwie wurde ihr erst jetzt wirklich klar, wen diese Studie ansprach. Computer- und Gamefreaks. Zumindest war es die Schiene, in die sie Jasper stets belustigt gesteckt hatte. Doch er war offen, fröhlich, ziemlich aufgedreht, auch wenn er sich Tagelang zurückziehen konnte, wenn ein neues, heißersehntes Spiel herausgekommen war oder es irgendein Programmier-Projekt gab, das ihn völlig ausreizte.
    Doch von ihm wusste sie auch, dass sehr viele mit ähnlichen Interessen wie er, oft sozial scheu waren oder nicht immer wussten, wie sie mit anderen umgehen sollten. Ihr wurde klar, dass sie sich darauf einstellen musste, Ähnliches hier zu erfahren. Aber damit würde sie klar kommen und sie hegte die Hoffnung, dass sie wenigstens ein paar aus sich herauskommen konnten.



    Theodore also. Avenice nickte erfreut unter einem
    "Mich auch!" und ließ die Hand los. Dann fragte er sie, woher sie angereist war.
    "Ich komme aus Österreich", lächelte sie. "Und.. woher kommst du?"
    Kurz ließ sie ihren Blick über die Tafel an der Wand gleiten, die sich der junge Mann wohl gerade angesehen hatte. Das Wetter für die nächsten Tage ... Sonnig, Sonnig, Sonnig. Schienen warme Tage zu werden. Vielleicht konnte ich dann ja etwas spazieren gehen. Das Essen klang gut, auch wenn ich einiges nicht kannte. Natürlich gab es die Amerika-Typischen Hamburger und ich war gespannt darauf, mal ein Original zu essen.

    "Klingt ziemlich gut...", versuchte ich irgendwie noch etwas zu Theodore zu sagen, in der Hoffnung, ein Gespräch ankurbeln zu können, bis es weiterging.


    (Theo und Avenice sind im Gespräch, sollte in dem Fall keinen stören, wenn ich weiterposte solange nicht jemand dazu kommt o: )

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    Zzt krank und nicht verfügbar - Hand OP am 4.3.2019

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  • (Feel free to join in, though. :o)
    EDIT: Gekürzt, da nicht so vorgesehener Inhalt. Sorry, wenn das nun zu kurz ist, so etwas im Nachhinein aber zu ändern ist meh.

    Theodore Crawford


    "Österreich...", wiederholte Theo in Gedanken. Er musste zugeben, er wusste reichlich wenig über dieses Land. "Ich komme aus dem vereinigten Königreich", antwortete er auf die Rückfrage des Mädchens
    "Was mich auch stutzig macht, sind die Tierkäfige, die hier transportiert werden. Weißt du zufällig, wofür die gebraucht werden?" Theos Blick wanderte zu einem Trupp in weißen Kitteln gekleideter Leute, die der Reihe nach in einem der abzweigenden Gängen verschwanden.
    ~ Bis zum Release von Schwert/Schild inaktiv ~
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  • [IMG:http://fs5.directupload.net/images/160208/wfwit4uj.png]

    In der Halle angekommen staunte ich nicht schlecht. Was für ein riesiges Gebäude! Mein Blick schweifte um her und ich versuchte alles, so schnell es ging, zu analysieren. Ich verstand von dem technischen Kram, der über die vielen Bildschirme lief allerdings nicht viel und hoffte, dass es noch eine genaue Einweisung gibt. Mir ging es hier hauptsächlich ums Geld und ein Aufenthalt in Amerika hörte sich super an! Das ich jetzt hier tief in einem Labor stecken würde, habe ich mir nicht so vorgestellt. Und was sagte der Prof da gerade? Handys weg? Ich persönlich hatte kein Problem damit, das Ding wegzugeben. Ich hatte reichlich Bücher dabei, die mich in meiner Freizeit beschäftigen können... Aber meine Mutter dreht durch, wenn ich mich nicht regelmäßig melden würde. Also musste eine Ausrede her. Sie wusste ja nicht, dass ich jetzt hier war. Ich griff also nach meinem Handy und verfasste eine Nachricht, die ich ihr per E-Mail schickte: "Hey Mama. Mein Handy ist kaputt, der Bildschirm geht nicht mehr an. Ich werde es hier in Rom zur Reparatur geben. Da ich nicht immer in ein Internetcafe gehen möchte, um mich zu melden, rufe ich an, sobald ich das Handy von der Reparatur geholt habe. Sonst geht es mir gut. Ich habe viel Spaß hier. Mach dir bitte keine Sorgen. ShoSho." Als die Nachricht versendet wurde schaltete ich sofort das Handy aus.

    Ich bemerkte nicht, wie sich in der Zwischenzeit eine junge Frau neben mich gestellt hatte. Ich blickte auf, als ich ein leises "Uhm..." wahrnahm. Noch bevor ich irgendwie reagieren konnte, wurde sie zur Kontrolle gerufen. Neugierig blickte ich zur Kontrolle. Sie tasteten einen wirklich ab. Innerlich schüttelte ich mich. Mir gefiel der Gedanke nicht, dass mich wildfremde angrabschten. Als nach de Dame, die eben noch neben mir stand, ein junger Mann durch die Kontrolle ging, war ich dran. Ich seufzte, setzte mich dann aber auch in Bewegung.
    An der Kontrolle angekommen, gab ich, kommentarlos mein Handy ab. Das Gerät war für mich eh nur zum Telefonieren da. Und darauf konnte ich verzichten. Meine Reisetasche, gefüllt mit Kleidungsstücken, Hygienesachen und Büchern, stellte ich aufs Band. Als sich dann einer der Kontroleure an mich wendete und mich nach Waffen frug, zog ich eine meiner Augenbrauen hoch. "Sicher. Ich hab 20 Messer unter meinem Rock versteckt.", gab ich patzig und mit sehr schlechtem englisch zurück. Ja, meine englische Aussprache war grottig und mein japanischer Akzent war deutlich zu hören, aber die Leute sollten dennoch in der Lage sein, mich zu verstehen. Der Soldat verzog nach meinem Späßchen noch immer keine Miene, sondern sorgte duch eine gezielte Fußbewegung dafür, dass meine Beine auseinander rutschten und ich so breitbeinig vor ihm stand. Bevor ich irgendwie reagieren konnte, tastete er mich auch schon ab. Meine Nackenhaare stellten sich auf und ich hätte ihm am liebsten eine gescheuert. Doch zum glück habe ich mich dagegen entschieden, ich hätte aufjeden Fall den Kürzeren gezogen...


    Als er mit seiner Arbeit fertig war, gab er mir einen leichten stoß, der mir signalisieren sollte, dass er fertig war. "Geht das nicht auch freundlicher?", zischte ich und nahm die Unterlagen und meinen Schlüssel entgegen. Ich war noch immer total müde und dadurch auch ziemlich gereizt. Das gegrabsche hatte mir einfach den Rest gegeben. Ich schnaufte, als ich aus der Kontrolle kam. Ich gesellte mich, nicht unweit, von der jungen Dame von vorhin und dem braunhaarigen Mann entfernt. Endlich nutzte auch ich die Chance, um mir ein Bild von den anderen Teilnehmer zu verschaffen. Sie waren scheinbar alle schon erwachsen und ich mit meinen 16 Jahren die Jüngste in der Truppe. Erneut schweiften meine Augen umher, auf der Suche nach meinem Halbbruder. War er schon durch die Kontrolle gegangen? Ich konnte ihn hinter der Kontrolle nicht ausfindig machen, also schätzte ich, dass er noch nicht durch die Kontrolle durch war. Während ich so da stand, hörte ich der jungen Dame und dem jungen Mann zu.
  • Rias Walker


    Sie folgte dem Professor gemächlich und betrachtete dabei in Ruhe ihre Umgebung. Sie hatte es nicht eilig, ganz und gar nicht. Viel lieber musterte sie das immer näher kommende Gebäude, dessen Tor das einzige Hindernis zwischen hier draußen und dem neuen Erlebnis da drinnen darstellte. Bei dem Gedanken daran, etwas ganz Neues kennen zu lernen, kribbelte ihr Nacken leicht angenehm, ein leichtes Lächeln auf ihren Lippen zulassend. Ja, eine ganz neue Erfahrung. Weit weg von ihrem Zuhause, in dem sie schon aus Langeweile so einige Rechnungen an ihre weiße Wand geschmiert hatte, einfach, um irgendwas zu tun zu haben, wenn die Langeweile und Stille ihr zu unangenehm wurde.
    Als der Professor wieder anfing zu reden, sah Rias auf und legte den Kopf seufzend schief, als er erläuterte, dass Handys, Laptops und sonstige technische Gerätschaften nicht erlaubt waren. Wieso wunderte sie das nicht. Diese tollen Erfindungen stellten bei ihr teilweise schon alles auf den Kopf, wenn sie sich gerade per Skype mit Leuten unterhielt, mit denen sie ein Referat zu schreien hatte und dann das Handy neben ihr lag und ihre Verbindung störte. Lästiges Rauschen. Vor allem dann, wenn sie es selbst nicht hörte. Schweigend sah sie den Leuten zu, die allesamt eher widerwillig und genervt ihre kostbaren Schätze in den Korb legten und dann durchgecheckt wurden. Zugegeben, ohne Laptop würde Rias schon irgendwie klar kommen, doch mit ihrem Handy war sie vollkommen von den Neuigkeiten außerhalb des Geländes abgeschottet... und das gefiel ihr ganz und gar nicht. Vielleicht verpasste sie irgendetwas Großes, denn das hier war ihr nicht groß genug. Sie wollte die Informationen der Welt und dafür brauchte sie ihr Handy. Dennoch... niemand wagte es, sich wirklich gegen die Aufforderungen des Professors aufzulehnen. Und so akzeptierte sie dies, wenn auch widerwillig.
    Sie wartete, bis alle vor ihr durch die Kontrolle gegangen waren und nutzte diese Zeit, um die einzelnen Individuen zu analysieren. Der Punk: Wortgewandt auf eine vulgäre Weise, eindeutig nicht sonderlich begeistert von dem Projekt. Viel mehr... angepisst. Schlaksiger, orangehaariger Junge: Schüchtern, leicht eingezogener Kopf während der Kontrolle. Äußerlich nicht sonderlich besonders. Innerlich... vermutlich auch nicht. Wohl der älteste hier, ein schwarzhaariger Mann mit schwarzem Mantel: Kühl, nicht sehr interessant in ihren Augen. Also war die Analyse schnell beendet, ehe sie den nächsten musterte. Genau genommen... die. Blonde, junge Frau mit blauen Augen, die gespielt charmant den Soldaten musterten, wie Rias von ihrer Position aus sehen konnte. So was gekünsteltes hatte die junge Frau noch nie gesehen. Diese Masche mochte vielleicht bei dummen Soldaten funktionieren, auch wenn sie glaubte, dass die Blonde nur einen Glücksgriff gezogen hatte. Doch die Aktion rief bei Rias nur ein müdes Lächeln auf. Sowas hatte sie schon so oft gesehen... Schleimer. Die schlimmsten und gehassten in der Schule. Nun, die Blonde sollte schauen, wie weit sie so in ihrem Leben kam. Die nächste, die durch die Kontrolle ging, war ein junges Mädchen mit graublauen Haaren. Ziemlich hübsch, ohne irgendeine Art der Abneigung ließ sie die Kontrolle über sich ergehen. Als hätte sie das schon öfter gemacht.
    Anschließend ging ein junger Mann in die Nähe der Schranke und Rias bereitete sich seelisch schon einmal darauf vor, bald ebenfalls durchsucht zu werden. Sie hatte kaum menschlichen Kontakt und obwohl es sie normalerweise nicht störte, wenn Fremde sie an ihre Arme fassten, konnte sie es absolut nicht leiden, an ihren Beinen angefasst zu werden. Das hatte sie noch nie gemocht, auch bei ihren eigenen Eltern nicht. In dem Moment wurde sie vom genervten Gemurmel des Jungen wieder in die Realität zurück gezogen. Nebenbei sah Rias zu den gerade verschwindenden Geräten, die wohl alle einmal in seinem Besitz waren. Zwei Nintendos. Wenn er nicht hier noch irgendeinen lang verschollenen Bruder hatte und selbst zwei dieser Geräte brauchte, würde sie fast sagen, dass er hier der typische Gamer war. Würde die schlaflose Nacht im Bus auf jeden Fall erklären. Sie musste etwas schmunzeln. Sein Gesichtsausdruck war ja fast schon putzig, dieses absolut nicht begeisterte.
    Noch ein Mädchen trat dann vor ihr durch die Kontrolle, wohl die Jüngste der kleinen Gruppe rund um Professor Hale. Blonde Haare, leichte pinke Strähnen. Die Augen konnte sie nicht sehen, dafür stand sie zu abgewandt von Rias. Als das Mädchen durch die Kontrolle war, ließ die junge Frau ohne irgendwas zu sagen ihren Laptop in den Kasten fallen und sah den Soldaten an. Der ging allerdings professionell seinem Job nach und durchsuchte sie ruhig, während Rias da stand und an die Decke starrte. Da sie keinerlei Anstalten machte sich zu bewegen oder auf irgendeine andere Art und Weise frech zu werden, kam sie schnell durch die Kontrolle und konnte dem Professor ihre von nun an persönlichen Sachen aus der Hand nehmen. Auch wenn sie nicht wirklich etwas mit dem Papierfetzen namens Broschüre anfangen konnte.
    Rias sah auf und schmunzelte etwas, als sie den Jungen von eben wieder sah.
    "Wofür brauchtest du zwei Nintendos? Zum Tauschen von alten Pokémon-Editionen auf Neue?"

    "Obscuritemon!"
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