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Eurovision Song Contest 2016

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    • Eurovision Song Contest 2016

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      Herzlich Willkommen im Thread zum Eurovision Song Contest 2016!

      Bevor das sportlichste europäische Großereignis folgt, kommt wie jedes Jahr erstmal die Schlagereuropameisterschaft! Da mein Thread letztes Jahr überraschend großen Anklang gefunden und mir persönlich auch Spaß gemacht hat, euch mit einer meiner größten Leidenschaften zu penetrieren, habe ich beschlossen, das dieses Jahr wieder zu tun, in dem ich euch wieder mit der "besten" Musik zuballere, die Europa momentan zu bieten hat UND ich mache das dieses Jahr sogar nicht alleine.

      Letztes Jahr habe ich euch die Lieder und Interpreten vorgestellt und Prognosen abgegeben, aber das wird diesmal anders: Ich habe fünf andere User zusammengetrommelt, die Jury spielen werden und zu jedem Lied einen kurzen Kommentar und eine Punktzahl von 1 bis 12 abgeben werden, ganz nach ESC-Manier. Natürlich werde ich auch meinen Senf dazugeben! Die Bewertungen der Juroren werden im Laufe der nächsten Tage hinzugefügt.

      Ich darf vorstellen: @HoLy, @Floh, @Raikachu, @Pk-fan und @Gala

      Erstmal etwas Allgemeines bevor wir tiefer in die Materie gehen: Der Eurovision Song Contest wird dieses Jahr in der schwedischen Hauptstadt Stockholm stattfinden vom 10. bis 14. Mai 2016, nachdem Måns Zelmerlöw letztes Jahr in Wien eindrucksvoll mit "Heroes" gewonnen hat. Der Wettbewerb jährt sich 2016 zum 61. Mal und es werden insgesamt 42 Länder um die begehrte ESC-Krone kämpfen. Australien nimmt wieder teil. Rumänien wurde nachträglich disqualifiziert.

      Ich werde dieses Jahr euch die Lieder nicht in alphabetischer Reihenfolge der teilnehmenden Länder vorstellen, sondern diesmal strukturiert, indem ich die einzelnen Halbfinals durchgehe und im Anschluss die Big5 vorstelle. Einfach gesagt:
      Erstes Halbfinale => Zweites Halbfinale => Big5 & Gastgeber

      Ich möchte auch gar nicht lange fackeln und sofort loslegen! Ich werde nach der Startreihenfolge gehen.

      Erstes Halbfinale

      1. Sandhja - Sing it Away - Finnland




      Nachdem Finnland 2015 mit der polarisierenden Punkrock-Nummer "Aina mun pitää" im Halbfinale ausgeschieden war, was auch abzusehen war, da doch am Ende das Lied im Vordergrund stand, haben sich Televoter und Jury des finnischen Vorentscheids "Uuden Musikiin Kilpailu" am Ende doch auf etwas Konventionelleres geeinigt. Nämlich für Sandhja Kuvailainen, genannt Sandhja, die zwar beim Televoting auf Platz drei landete, aber bei der Jury gewann, weswegen sie sich das finnische ESC-Ticket knapp sicherte.

      Sandhja Kuvailainen wurde 1991 als Tochter eines Finnen und einer guyanisch-indischen Mutter in Helsinki geboren.
      Sie selbst ist innerhalb der finnischen Musiklandschaft selbst noch nicht sehr bekannt, obwohl sie schon einige Singles veröffentlicht hat, die aber nie wirklich über den Status einer Füllnummer im finnischen Radio hinauskamen. Das kann sich jetzt mit dem Sieg des finnischen Vorentscheids ändern.

      "Sing it Away" fängt ziemlich ruhig an, steigert sich zum Refrain hin aber zu einer eingängigen, tanzbaren und funkigen Nummer, die mit den Background-Vocals ein wenig an die 90er-Jahre erinnert. In den Strophen wird das Lied wieder ein wenig ruhiger, was einen Kontrast zum Refrain schafft, der mir persönlich gut gefällt und mit der Brücke zum Refrain auch gut übergeleitet wird. Was mit der Zeit aber ein wenig nervig ist und live ein Problem sein kann, sind die "Sing it away"-Gesänge, die wirklich ziemlich penetrant und laut sind und das live nicht gut ankommen kann. Ansonsten hat Finnland nicht viel falsch gemacht, dennoch wird es schwierig im stärkeren ersten Halbfinale.


      2. Argo - Utopian Land - Griechenland




      Auch in diesem Jahr hat es Griechenland geschafft, seinen Beitrag für den ESC 2016 durch die Privatwirtschaft zu finanzieren, aber im Gegensatz zu letztem Jahr hat das griechische Fernsehen auf einen Vorentscheid verzichtet und hat die Band "Argo" intern nominiert, das glorreiche ESC-Land Griechenland mit "Utopian Land" zu vertreten und das Image Griechenlands beim ESC wieder aufzupolieren, nachdem man letztes Jahr mit dem Schmachtfetzen "One Last Breath" von Maria Elena Kyriakou nur auf Platz 19 gelandet war.

      Argo ist eine griechische Band, die in Thessaloniki gegründet wurde und ursprünglich sieben Mitglieder hat, aber da das ESC-Reglement maximal nur sechs Personen auf der Bühne erlaubt, musste die Band sich für den ESC von einem Mitglied trennen, weswegen man auf den Percussionisten Ilias Kesidis verzichtete. Die Band singt eigentlich nur auf Griechisch und Pontisch. Für den ESC haben sie eine kleine Ausnahme gemacht, in dem sie nur den Refrain auf Englisch singen.

      Ansonsten ist der Text nur in griechischer und pontischer Sprache, ein nordgriechischer Dialekt, gehalten. Auch die Instrumentierung ist traditionell griechisch, weswegen man nicht behaupten kann, dass die griechische Musikkultur in diesem Lied nur mit einer gleichen Zeile auf englischer Sprache zerstört wird. Andererseits muss man behaupten, dass sich das Lied aber zu sehr der Tradition verschrieben hat und die englische Zeile nur eingefügt wurde, um den nicht so gesinnten Zuschauer bei Laune zu halten. Dies hat den Nachteil, dass das Lied bei dem Zuschauer vorbeigehen kann, da sie sich mit dem Lied wenig identifizieren können, denn das Lied ist mit dem griechisch-pontischem Rap mit der Mischung von traditionell griechischer Musik speziell genug. Tatsächlich sehe ich die griechische Finalqualifikation erstmals gefährdet, aber was sagen unsere Juroren?


      3. Lidia Isac - Falling Stars - Moldau




      Eigentlich müsste man der Republik Moldau ein bisschen Respekt entgegenbringen, denn in den letzten beiden Jahren ist man an der Finalqualifikation gescheitert und trotzdem gibt das Land, das eh schon zu wenig Geld hat und als ärmstes Land Europa gilt, trotz finanzieller Schwierigkeiten des moldauischen Fernsehens nicht auf und organisiert auch noch jedes Jahr einen Vorentscheid: das "O melodie pentru Europa", das in der ESC-Fangemeinde als das trashigste Vorentscheidsformat angesehen wird. Und diesen gewann dieses Jahr Lidia Isac mit dem Eurodance-Titel "Falling Stars".

      Lidia Isac wurde als Kind moldauischer Eltern im russischen St. Petersburg geboren. Noch im Kindesalter wanderte sie mit ihrer Familie in ihr Heimatland zurück, wo ihr musikalisches Talent entdeckt und gefördert wurde. Sie lernte ab dem 13. Lebensjahr das Klavierspielen und das Singen. Auch nahm sie erfolgreich an mehreren Musikwettbewerben in Moldau, aber auch im Ausland, teil. Ihr aktuellster Erfolg ist der Sieg beim moldauischen Vorentscheid, bei dem sie es schon dreimal vorher erfolglos versucht hatte.

      "Falling Stars" ist ein typischer Eurodance-Titel, der in jedem ESC-Jahrgang obligatorisch ist. Das Team, das hinter der Komposition des Liedes steckt, war auch an den erfolgreichen russischen Beiträgen "What If" von Dina Garipova im Jahr 2013 und an "A Million Voices" von Polina Gagarina im letzten Jahr beteiligt, doch leider bringt "Falling Stars" nicht die selben Qualitäten mit. Das Lied ist zwar sehr tanzbar und eingängig und im Euroclub würde das sicher gut ankommen, aber leider hat die Sängerin keine Ausstrahlung und auch im Vorentscheid wackelte es an den hohen Tönen im Refrain wie die Absätze ihrer High-Heels. Sie ist also keine gute Live-Sängerin. Um sich im ersten Halbfinale durchsetzen zu können, muss Moldau in ihre angestaubte Performance-Trickkiste greifen und selbst dann wird es schwierig, sich zu qualifizieren. Ich sehe leider keine großen Chancen. Aber was sagen denn die Anderen?


      4. Freddie - Pioneer - Ungarn




      Ungarn hat in den letzten Jahren ziemlich an Fahrt aufgenommen, wenn es um ESC-Erfolge geht. 2013 erreichte ByeAlex mit "Kedvesem" den 10. Platz. 2014 wurde das mit "Running" von András Kallay-Saunders gesteigert, als er den fünften Platz erreichte. Einen großen Ausrutscher leistete sich Boggie im letzten Jahr, als sie mit ihrer Friedenshymne "Wars For Nothing" auf dem 20. Platz landete. Diesen Ausrutscher soll der Sänger Freddie mit "Pioneer" wiedergutmachen.

      Freddie, mit bürgerlichen Namen Gábor Alfréd Fehérvári, wurde 1990 in der ungarischen Hauptstadt Budapest geboren. Erstmals Aufmerksamkeit in Ungarn erhielt er, als er den vierten Platz der ungarischen Version von "Rising Star" im Jahr 2014 erreichte. Davor war er Gitarrist in mehreren Bands, die hier und da mal Auftritte hatten, von denen er aber nicht leben konnte. Sein neuester Erfolg war der Sieg beim "A Dal", dem ungarischen Vorentscheidsformat, das sich in den letzten Jahren als Talentschmiede der ungarischen Musikszene etabliert hat.

      "Pioneer" ist ein sehr hymnisches Lied, das erst sehr ruhig mit einem Klavier und Freddies rauer rockiger Stimme beginnt. Im Laufe der ersten Strophe treten auch schon die ersten Beats ein. Danach wird das Lied nochmal ruhiger mit einem Pfeifen, ehe sich das Ganze in einem Refrain verwandelt, der mich ein wenig an Imagine Dragons erinnert. Nach dem ersten Refrain wird das Ganze nochmal wiederholt, ehe die Bridge einsetzt, die sich zum finalen Refrain hin aufbaut und sich dort kraftvoll entladet bis das Lied wieder ruhig endet. Finale ist meiner Meinung nach wahrscheinlich. Was denken die Anderen?


      5. Nina Kraljić - Lighthouse - Kroatien




      Kroatien ist 2016 nach zweijähriger ESC-Abstinenz wieder zum Eurovision Song Contest zurückgekehrt. Als offizieller Grund wurde vom kroatischen Fernsehen finanzielle Probleme angegeben, doch es wird eher an chronischem Misserfolg gelegen haben, denn die letzte Finalqualifikation erfolgte im Jahr 2009. Bei der letzten Teilnahme kam die Formation Klapa S Mora mit dem folkloristischen Titel "Mižerja" nicht über das Halbfinale hinaus. Dieses Jahr soll es mit der Sängerin Nina Kraljić und dem Lied "Lighthouse" besser laufen. Das Ziel: An die kroatischen Erfolge der 90er-Jahre wieder anknüpfen. Die Chancen stehen nicht laut Wettquoten nicht übel.

      Nina Kraljić ist in ihrer Heimat erst seit Kurzem bekannt. als sie die erste Staffel der kroatische Version von "The Voice" im letzten Jahr gewann. Davor hatte sie schon im Jahr 2010 am kroatischen Supertalent teilgenommen, bei der sie nur den 10. Platz erreichen konnte. Nach ihrem Sieg bei "The Voice Hrvatske" erschien auch ihre erste Debütsingle und es kamen auch schon die ersten Gerüchte auf, dass sie die kroatische Repräsentantin des Balkanstaates werden wird, die das kroatische Fernsehen erst später bestätigte und dazu "Lighthouse" veröffentlichte.

      "Lighthouse" ist ein langsamer Popsong mit Folk-Elementen. Das Lied beginnt mir einer Flöte, dessen Melodie gleich von der Stimme von der Sängerin abgelöst wird, die sehr zu der Atmosphäre des Liedes passt. Der Übergang zum Refrain ist fließend, sodass diese beim ersten Hören schwer zu unterscheiden sind, doch im Laufe des Liedes wird das Lied kräftiger und nimmt mehr Fahrt auf und dann kann man die Struktur des Liedes besser erkennen und wird so zugänglicher zum Hörer. Auch wird das gesamte Stimmenangebot der Sängerin im Laufe des Liedes präsentiert. Daran merkt man, dass das Lied ihr auf den Leib geschrieben wurde und wirkt so sehr authentisch. Was meinen unsere Juroren dazu?


      6. Douwe Bob - Slow Down - Niederlande




      Seitdem 2004 das Halbfinale beim Eurovision Song Contest eingeführt wurde, hatte ein Land eine Pechsträhne, die acht Jahre lang ging. Dieses Land war die Niederlande. Aus der tiefen Depression wurde das Land 2013 von der Sängerin Anouk gerettet, die mit "Birds" den neunten Platz in Malmö belegte. Dies wurde im Jahr darauf nochmal getoppt, als das Duo "The Common Linnets" mit "Calm After The Storm", den zweiten Platz hinter Conchita belegten. Das Lied wird übrigens immer noch in den deutschen Radiosendern gespielt. 2015 trat dann auch die Ruhe nach dem Sturm ein: Trijntje Oosterhuis scheiterte im Halbfinale mit "Walk Along". Eine neue Pechsträhne soll Douwe Bob mit "Slow Down" verhindern. Er ist der erste männliche Solointerpret seit 1992, der die Niederlande vertritt.

      Douwe Bob Posthums wurde als Sohn eines Modedesigners geboren, der viel für berühmte Musiker designt hat. So kamm der junge Douwe auch früh mit Musik in Kontakt. Mit sechs Jahren fing er schon an Gitarre zu spielen und später kam auch Gesang und Klavier hinzu. Erstmals Aufmerksamkeit in den Niederlanden erhielt er im Jahr 2012, als er einen Singer-Songwriter-Wettbewerb gewann. Danach folgten schon die erste Single und auch das Debütalbum, die sich in den Niederlanden recht gut verkauft haben. Er hat auch mit der oben erwähnten Sängerin Anouk zusammengearbeitet. Es wurde schon im Sommer letzten Jahr bekanntgegeben, dass er die Niederlande vertreten wird. Das Lied wurde aber erst Ende März veröffentlicht.

      Auch in diesem Jahr macht die Niederlande keine Ausnahme und reitet das Country/Folk-Pferd weiter. "Slow Down" ist ein sehr gitarriger Song, der sich stark an den Vorjahreskandidaten der Niederlande orientiert. Meiner Meinung nach ist "Slow Down" aber nicht so berührend wie "Calm After The Storm" und auch nicht so fröhlich und energetisch wie "Walk Along". Dazu kommt noch, dass sich die Line "Slow down, brother" zu oft wiederholt und so das Lied eintönig und blass wirken lässt. Ich finde, dass das Lied untergehen kann, wenn es nicht gut genug inszeniert wird. Die Finalqualifikation wird sehr stark von der Performance abhängen. Bisher bin ich nämlich noch nicht, weil das Lied zu lasch und zu repetitiv erscheint. Sind da die Juroren vielleicht anderer Meinung?


      7. Iveta Mukuchyan - LoveWave - Armenien




      Was dieses Jahr Promotion angeht, hat Armenien niemand etwas vorgemacht. Schon sehr früh wurde bekannt gegeben, dass die Sängerin Iveta Mukuchyan für die Kaukasusrepublik an den Start geht. Nur der Song fehlte noch, weswegen das armenische Fernsehen Komponisten auf der ganzen Welt dazu aufrief, Lieder einzusenden, die das Privileg erhalten könnten, Armenien zu vertreten. Angeblich sind über 300 Einsendungen eingegangen aus den USA, Schweden, Deutschland oder auch aus Armenien selbst. Erst Anfang März hat man sich für das eigenwillige "LoveWave" entschieden, an dem die Interpretin selbst mitgearbeitet hat.

      Doch wer ist Iveta Mukuchyan eigentlich? Nun, sie wurde 1986 in der armenischen Hauptstadt Yerevan geboren, wanderte mit ihrer Familie aber im Alter von sechs Jahren nach Hamburg aus, wo sie aufwuchs und zur Schule ging. Ihre Eltern erkannten aber ihr musikalisches Talent, weswegen sie ihr rieten, nach Armenien zurückzukehren und dort am Staatlichen Konservatorium Yerevan Jazz-Gesang zu studieren, was sie schließlich auch tat. Seitdem pendelt die Künstlerin immer zwischen Armenien und Deutschland, weswegen sie in beiden Ländern musikalische Erfahrungen sammeln konnte. 2010 nahm sie an der Castingshow "Hay Superstar", dem armenischen Äquivalent zu DSDS, teil und wurde dort Fünfte. 2012 nahm sie an der ersten Staffel "The Voice of Germany" unter dem Coach Xavier Naidoo teil (der dieses Jahr hätte für Deutschland antreten sollen) und kam dort in die Live-Shows.

      Ihr Song "LoveWave" wurde von einem pur-armenischem Team komponiert und getextet und lässt sich auch schwer in eine Schublade einordnen. Das Lied fängt erst ruhig mit gesprochenem Text an. Das erzeugt auf jeden Fall schon eine Spannung, die auch gut mit der Steigung unterstrichen wird. Aber wenn sich diese entlädt, wird die Eigenwilligkeit des Liedes einem erst richtig klar, denn der folgende Refrain ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, vor allem durch diese "Uuuuuuhuuuh"-Gesänge. Auch die Instrumentalsoli, die dem Lied das armenische Flair geben, tragen nicht unbedingt dazu bei, dass sich das Lied beim ersten Mal wirklich erschließt, da dies beim ersten Hören sehr sperrig wirken kann. Man muss sich das Lied öfters anhören, damit sich die Struktur erschließt. Davon ab hat Iveta eine sehr gute Stimme, die auch sehr gut zu dem Lied passt und mit einer guten Performance, kann ich mir auch vorstellen, dass sich das Lied für das Finale qualifizieren und dort auch nicht allzu schlecht abschneiden kann, aber was hält unsere Jury davon?


      8. Serhat - I Didn't Know - San Marino




      San Marino war wohl in seinen eigenen Reihen nicht fündig (oder Valentina Monetta hat wieder abgesagt, wer weiß), so musste man auf Künstler aus dem Ausland zurückgreifen. Man entschied sich für den Türken Ahmet Serhat Haçipaşalioğlu, kurz Serhat, der den Journalisten auf einer schlecht organisierten Pressekonferenz des sanmarinesischen Fernsehens präsentiert wurde. Sein Lied "I Didn't Know" wurde erst Anfang März bekanntgegeben. Dieses wurde von dem Publikum so schlecht aufgenommen, sodass man sich dann doch für die Discoversion des Liedes entschieden hatte.

      Doch die Frage, die sich stellt: Wie kommt eine Größe des türkischen Fernsehens nach San Marino? Nun, das weiß ich auch nicht. Doch, was ich weiß, dass Serhat außer Musiker noch TV-Produzent ist, der schon viele erfolgreiche Fernsehshows für das türkische Fernsehen produziert hat und diese auch teilweise selbst moderiert hat. Musikalisch erhielt er erstmals Aufmerksamkeit, als er in vielen Ländern Europas mit seiner Single "Je m'adore" (dt: Ich verehre mich) auf Platz 1 der Dance-Charts landete, unter anderem auch in Deutschland.

      Die erste positive Überraschung, was dieses Lied betrifft ist, dass sich San Marino nach vier Jahren von Ralph Siegel getrennt hat. Das ist auch das einzige Positive, was man über dieses Lied berichten kann. Die Disco-Version ist zwar eingängiger und zugänglicher als das Original, aber das Lied ist immer noch mehr gesprochen als gesungen. Die Aussprache ist an vielen Stellen sehr grottig ("I've got to pee inside your mind", "I've got to say, I'm a dicktit") und sonst wirkt das Disco-Arrangement auch mehr gewollt als gekonnt. Da passt wirklich nichts und ich habe 98% der ESC-Fangemeinde hinter mir, wenn ich sage: "San MariNo Final". Aber vielleicht sehen das die Juroren anders?


      9. Sergey Lazarev - You Are The Only One - Russland




      Na, endlich! Russland schickt nach drei Jahren endlich mal keine hübschen Frau mit einer unauthentischen Friedenshymne zum ESC, die zugegebenermaßen durch gute Inszenierung immer zurecht weit nach vorne gekommen sind, sondern einen Mann mit einer tanzbaren Pop-Nummer. Nämlich den russischen Megastar Sergey Lazarev und seinem Song "You Are The Only One". Kann Russland damit an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen? Die Chancen dafür stehen gut, denn Russland führt momentan die Wetten an.

      Sergey Lazarev wurde 1983 in Moskau geboren und gehört heute du den erfolgreicheren Künstlern der russischen Musikszene. Außerdem ist er ein gefragter Schauspieler. Seine Gesangskarriere begann schon mit neun Jahren, als er Mitglied eines renommierten Kinderchores wurde. Als Jugendlicher wurde er schon für seine musikalischen Fähigkeiten ausgezeichnet und gewann schon mehrere Musikwettbewerbe und war auch Mitglied einer Kinderband. Den Durchbruch schaffte Sergey dann mit der Boyband "Smash!!", die in Russland, Zentralasien und Südostasien überaus erfolgreich war. Er wurde intern ausgewählt, Russland beim Wettbewerb zu vertreten. Das Komponistenteam war auch an mehreren erfolgreichen ESC-Kompositionen beteiligt.

      Man merkt, dass das russische Fernsehen wieder sehr viel Geld in die Produktion gesteckt hat. Das Musikvideo ist sehr hochwertig und die Komposition sehr ausgereift. "You Are The Only One" ist sehr tanzbar und eingängig und wird auch einen sehr großen Eindruck beim Zuschauer hinterlassen, wenn die Performance auch so erinnerungswürdig wie das Video wird. Auf der anderen Seite kann man behaupten, dass man dieses Lied in die Mitt-2000er-ESC-Jahrgänge einordnen kann. Damals hätte das Lied auch ohne Zweifel gewonnen, aber ob das heute auch noch der Fall sein wird, weiß ich nicht. Gut abschneiden wird er aber auf alle Fälle.


      10. Gabriela Gunčíková - I Stand - Tschechische Republik




      Die Tschechische Republik hat erstmals 2007 beim ESC teilgenommen und belegte gleich den letzten Platz im Halbfinale. De Platzierungen wurden 2008 und 2009 nicht besser. Das beste Ergebnis damals war der vorletzte Platz im Halbfinale, den Tereza Kerndlová mit "Have Some Fun" beim ESC 2008 in Belgrad belegte. Deshalb hat man sich sehr lange von dem ESC verabschiedet und kehrte erst 2015 zum Wettbewerb zurück, aufgrund der guten Beziehungen des tschechischen Fernsehens zum ausrichtenden österreichischen Senders ORF. Da belegten sie auch die beste Platzierung der Tschechischen Republik beim ESC: Den 13. Platz im Halbfinale mit Marta Jandová und Václav Noid Bárta und "Hope Never Dies". Für die lang ersehnte erste Finalqualifikation soll die Sängerin Gabriela Gunčíková mit der Powerballade "I Stand" sorgen.

      Gabriela Gunčíková wurde 1993 in einer Kleinstadt im Osten der Tschechischen Republik geboren. Erstmals Aufmerksamkeit in ihrem eigenen Land erhielt sie, als sie 2011 am Finale der tschechisch-slowakischen Castingshow "Česko Slovenská SuperStar" teilnahm. Zwei Jahre später ging sie in die USA, um an einer renommierten Musikschule Gesang zu studieren. Diese schloss sie als eine der besten Studentinnen ab und wurde so zum Aushängeschild der Akademie. Danach ging sie mit einem Rockorchester auf Tour und spielte 120 Konzerte. Ursprünglich wurden vom tschechischen Fernsehen drei Namen veröffentlicht, von denen einer zum ESC fahren sollte, doch es wurde keiner von ihnen und man entschied sich für Gabriela Gunčíková.

      Wie im letzten Jahr entschieden sich die Verantwortlichen für eine anspruchsvolle Ballade. "I Stand" ist eine Ballade, die schon einen sehr dramatischen Start aufweisen kann. Gabrielas Stimme harmoniert sehr gut mit der Musik und auch der Refrain lässt auch nicht sehr lange warten, der sehr kraftvoll und mit Inbrunst gesungen wird. Nach dem ersten Refrain wird die Strophe ein wenig länger und wird in einer anderen Stimmlage gesungen, ehe wieder der kraftvolle Refrain eintritt. Danach folgt ein Bruch, der eine Stimmung hervorruft, bis es leiser wird und Gabriela nochmal zum großen Finale ausholt. Ich wünsche mir sehr, dass sich die Tschechische Republik mit dieser Nummer qualifiziert, aber das wird schwer einschätzbar sein. Die Qualifikation hängt von einer guten Inszenierung ab. Was sagen unsere Juroren dazu?


      11. Minus One - Alter Ego - Zypern




      Zypern hat letztes Jahr mit dem Traum jeder Schwiegermutter John Karayiannis mit "One Thing I Should Have Done" den 22. Platz belegt. Damit das nicht nochmal passiert, hat das zypriotische Fernsehen im Gegensatz zu letztem Jahr auf eine nationale Vorentscheidung verzichtet und intern die Rockband "Minus One" ausgewählt, Zypern beim ESC zu vertreten. Auch bei der Komposition des Liedes hat man nichts dem Zufall überlassen. "Alter Ego" wurde vom schwedischen Erfolgsproduzenten Thomas G:son geschrieben, der unter Anderem "Euphoria" für Loreen schrieb und damit den ESC 2012 gewann.

      "Minus One" war ursprünglich nur für ihre Coverversionen von Songs aus verschiedenen Genres bekannt, aber sie haen schon letztes Jahr an der zypriotischen Vorentscheidung teilgenommen und dort mit ihrem selbstgeschriebenen Titel "Shine" den dritten Platz belegt. Dieses Jahr wurden sie intern vom zypriotischen Fernsehen nominiert, um die Mittelmeerinsel beim ESC in Stockholm zu vertreten.

      "Alter Ego" ist ein gut produzierter Rocksong, der schon mit sehr treibenden Beats beginnt. Die kräftige und voluminöse Stimme des Sängers Francois Michelleto übernimmt das Lied am Anfang sehr gut mit einer sehr eingängigen Strophe, die sich im selben Rhythmus noch einmal wiederholt. Danach folgt auch schon der große Refrain, der wie der Rest des Songs sehr eingängig und treibend ist. Auch fehlt es dem Song auch nicht an Abwechslung, für die einige E-Gitarren-Intermezzos sorgen. Gerade die Stelle nach dem zweiten Refrain birgt einen Überraschungsmoment, da man denkt, der Song endet dort, aber dann folgen Schlagzeug- und E-Gitarrensoli gleichzeitig, die von einem Jaulen des Sängers begleitet werden. Das Lied endet mit einem abschließenden Refrain. Eigentlich funktioniert Rock beim ESC nie wirklich gut, aber dieser könnte sich tatsächlich die Halle zum Toben bringen und locker ins Finale einziehen.


      12. ZOË - Loin d'ici - Österreich




      Österreich hat in den letzten beiden Jahren beim ESC etwas Unglaubliches geleistet. Zuerst gewinnen sie den Eurovision Song Contest 2014 mit Conchita Wurst und "Rise Like A Phoenix" eindrucksvoll. Im folgenden Jahr scheiterten "The Makemakes" mit "I Am Yours" eindrucksvoll mit 0 Punkten im eigenen Land. Wow, Österreich, von Höchstpunktzahl auf 0 Punkte. Das hat in der ESC-Geschichte noch keiner geschafft. Doch die Österreiche haben sich dadurch nicht entmutigen lassen und kürten Zoë Straub, auch ZOË genannt, zur Siegerin des österreichischen Vorentscheids mit dem Titel "Loin d'ici". (dt: Weit weg von hier)

      Jetzt stellt sich erstmal wieder folgende Frage: Warum tritt Österreich mit einem französischsprachigen Titel an? Nun, das lässt sich auf die Frankophilie der Familie der Interpretin zurückführen, von der sie auch betroffen ist. Das hat sie in ihrem selbstkomponierten Beitrag "Loin d'ici" auch gezeigt. Sie besuchte sogar in Österreich französischsprachige Schulen und erlangte auch auf diesen ihre Matura. Letztes Jahr nahm sie schon einmal am österreichischen Vorentscheid teil und wurde Dritte. Dieses Jahr gewann sie.

      "Loin d'ici" beginnt mit einem harmonischen Gitarrensolo, das ziemlich exotisch klingt, was auch zum Lied passt, weil die Sängerin von einem weit entfernten Land redet, das gerade zu paradiesisch ist. Und genauso paradiesisch ist auch ihr Musikvideo. Alles ist immer ein bisschen verhübscht und verniedlicht worden und die junge Sängerin unterstreicht noch dieses Gesamtpaket. Damit wird sie auf jeden Fall den Niedlichkeitsbonus auf ihrer Seite haben. Auch musikalisches wurde alles rund produziert. Es wird auf jeden Fall durch die Bühnenshow und der Tatsache, dass sie auf französisch singt, auffallen. Finalqualifikation halte ich für machbar, aber nicht garantiert.


      13. Jüri Pootsmann - Play - Estland




      Als das Duo Elina Born & Stig Rästa letztes Jahr den siebten Platz mit "Goodbye to Yesterday" erreichten, ist Interpret sowie Komponist des Beitrags auf den Geschmack gekommen und schickte zum "Eesti Laul", dem estnischen Vorentscheod, eine eigene Komposition ein, die er selbst nicht singen wird. Für die Interpretation des eingereichten Stückes "Play" kümmert sich Jüri Pootsmann, der sich beim estnischen Vorentscheid im Superfinale gegen zwei Konkurrenten klar durchsetzen konnte.

      Jüri Pootsmann wurde in Raikküla, einer kleinen Gemeinde im Nordwesten Estlands, im Jahr 1994 geboren. Sehr viel ist über ohn nicht bekannt. In Estland wurde er durch das estnische Pendant von DSDS bekannt, das er im letzten Jahr gewonnen hat. Ein Jahr später machte er sich mit Mentor Stig Rästa auf dem Weg zum "Eesti Laul", das er eindrucksvoll für sich entscheiden konnte, sodass er jetzt Estland mit dem Titel "Play" vertreten darf.

      Man merkt hier ganz klar die Handschrift von Stig Rästa, da das Lied ziemlich offensichtliche Retro-Anleihen hat wie "Goodbye to Yesterday" im letzten Jahr. Auch könnte dieses Lied ein guter Soundtrack zu einem James-Bond-Film sein. Das Lied beginnt sehr ruhig nur mit einem Klavier und Jüris tiefer souliger Stimme. Die nächste Steigerung lässt nicht lange auf sich warten, denn die Bridge setzt kurz darauf ein, ehe der Refrain kommt, von dem ich mir persönlich ein wenig mehr erhofft hätte, da dieser doch eher schwachbrüstig herkommt und nicht wirklich aus dem Lied heraussticht und auch nicht wirklich hängenbleibt. Ob das Lied sich qualifizieren ist auch schwer zu sagen, da das Lied stark untergehen kann. Ich tendiere eher zu nein, aber vielleicht stehe ich da allein da?


      14. Samra - Miracle - Aserbaidschan




      Nachdem Aserbaidschan 2011 mit der Ballade "Running Scared" vom Duo Ell & Nikki gewonnen hatte, hat das aserische Fernsehen immer auf dasselbe Prinzip gesetzt: Eine schwedisch produzierte Ballade. Damit ist man nach dem Sieg zwar sehr gut gefahren. 2012 belegte man den vierten Platz im eigenen Land und 2013 hätte Aserbaidschan den Wettbewerb fast wieder an das Kaspische Meer geholt, da man den zweiten Platz belegte. Diese Taktik sollte aber nicht immer funktionieren und so stürzte die erfolgreichste ESC-Nation der letzten Jahre ab. Die Kette der Top5-Platzierungen riss: Dilara Kazimova landete 2014 mit "Start A Fire" auf den 22. Platz. Elnur Huseynov konnte das katastrophale Ergebnis mit einem 12. Platz geradebiegen. Wieder unter die ersten Zehn landen soll Samra mit "Miracle".

      Səmra Rəhimli, genannt Samra, wurde 1994 in der aserischen Hauptstadt Baku geboren und wollte schon immer mal ihr Land beim Eurovision Song Contest vertreten. So nahm sie 2012 an der aserischen Vorentscheidung teil, konnte aber dessen Finale nicht erreichen, in dem Sabina Babayeva und "When The Music Dies" triumphierte. 2015 nahm sie im Nachbarland Türkei an "O Ses Türkiye" teil und erreichte beim türkischen Äquivalent zu "The Voice" das Viertelfinale. 2016 wurde sie intern nominiert, Aserbaidschan zu vertreten.

      "Miracle" ist zwar keine schwedisch produzierte Ballade, das ist ja immerhin schon mal was, aber dafür eine schwedisch produzierte Popnummer. So hört man leider nichts typisches Orientalisches raus, was man immer von Aserbaidschan erwartet hat, aber in den letzten Jahren nie so wirklich bekommen hat. Das ist auch hier der Fall. "Miracle" ist eine sehr internationale Produktion. Der Bruch zwischen den Strophen und dem Refrain ist recht groß, sodass es wie eine Mischung aus zwei verschiedenen Liedern wirkt. Die Strophen sind ziemlich R'n'B-mäßig, was mir sehr gut gefällt. Der Refrain hat mich für einen kurzen Moment an Sias "Chandelier" erinnert, aber am Ende ist es doch was Eigenes. Trotzdem harmonieren Refrain und Strophen nicht so, wie sie es meiner Meinung nach sollten, aber vielleicht seid ihr oder die Juroren anderer Meinung?


      15. Highway - The Real Thing - Montenegro




      Es ist schwierig, den Gedankengang des montenegrinischen Fernsehens nachzuvollziehen. Nachdem man mit den eher unkonventionellen Beitragen in den Jahren 2012 und 2013 keinen Erfolg im Halbfinale hatte und somit an die Misserfolge von 2007-2009 nahtlos anknüpfte, hatte man sich für 2014 und 2015 für traditionelle Musik vom Balkan entschieden, die sich sogar für das Finale qualifizierten und mit dem 19. und dem 13. Platz die besten Platzierungen der jungen montenegrinischen ESC-Geschichte belegten. Jetzt hat man sich 2016 wieder für etwas Unkonventionelles entschieden. Ob das Rezept so gut durchdacht war, wird sich zeigen. Montenegro schickt die Band "Highway" mit "The Real Thing".

      Die Band besteht aus den vier Sängern Peter Tošić, Marko Pešić, Bojan Jovović und Luka Vojvodić. Alle wurden durch ihre Teilnahme an "The Voice Adria" bekannt, wo sie den vierten Platz belegten. Bojan Jovović selbst ist ESC-erfahren. Als Teil der Band "No Name" vertrat er den noch damals vereinten Staat Serbien-Montenegro beim ESC 2005 in Kiew. Sie belegten den siebten Platz mit "Zauvijek moja (dt: Für immer mein). Highway wurde intern vom montenegrinischen Fernsehen ausgewählt, Montenegro beim ESC zu vertreten.

      "The Real Thing" ist ein Rocksong mit Dubstep-Elementen. Das Lied ist wirklich schwierig einzuordnen, da es in kein gängiges Schema passt. Das kann ein Vorteil sein, da es endlich mal etwas Anderes ist, aber andererseits auch ein Nachteil, weil es schwer nachvollziehbar sein wird. Das war unter Anderem der Grund für das Scheitern Finnlands im letzten Jahr. Das Lied beginnt mit einer E-Gitarre und einem Schrei. Strophen in dem Sinne gibt es hier nicht, sondern nur Bridges, die direkt zum Refrain führen, die nur aus der Line "Feel it, I'm the real thing" bestehen. Dieses Muster wiederholt sich durch das gesamte Lied, während hier und da E-Gitarren- und Dubstep-Intermezzos gibt. Sehr außergewöhnlich. Vielleicht zu außergewöhnlich?


      16. Greta Salóme - Hear Them Calling - Island




      Island ist das einzige skandinavische Land, das noch nie den Eurovision Song Contest gewonnen hat, aber das heißt nicht, dass das Land erfolglos ist. Im Gegenteil: Man schrammte zweimal an dem Sieg vorbei und Island überstand häufig das Halbfinale. Von 2008-2014 sogar fließend, doch die Kette brach im letzten Jahr. Maria Olafs scheiterte mit "Unbroken" an der Halbfinalshürde. Doch die Isländer haben alles andere als den Kopf hängen lassen und brachten mit dem "Söngvakeppnin 2016" eines der musikalisch hochwertigsten Vorentscheide der diesjährigen ESC-Saison über die Bühne. Ich hab sie nämlich gesehen und ich hätte jeden den Sieg gegönnt. Mein persönlicher Favorit hat zwar nicht gewonnen, aber mit dieser Entscheidung kann ich auch sehr gut leben: Greta Salóme und "Hear Them Calling".

      Dem ESC-Fan ist Greta keine Unbekannte. Sie hat Island im Jahr 2012 nämlich schon einmal zusammen mit dem Sänger Jonsí vertreten. Zusammen belegten sie im Finale mit "Never Forget" punktgleich mit Irland (Jedward - "Waterline") den 20. Platz. Damals hat Greta neben der weiblichen Stimme noch eine weitere Aufgabe übernommen: Sie übernahm die Geigensoli, denn Greta Salóme Stefánsdóttir ist eine Virtuosin auf der Violine. Sie spielt die zweite Geige im isländischen Symphonieorchester. Dieses Instrument kommt aber in ihrem diesjährigen Beitrag nicht vor.

      Mit dem Lied und dessen Inszenierung können Paralleleln zu Loreens "Euphoria" und dem letztjährigen Gewinnerlied "Heroes" nicht von der Hand gewiesen werden. Ich persönlich habe das Lied noch mit "Little Talks" von "Of Monsters And Men" in Verbindung gebracht, die auch aus Island kommen. Diese Verbindung ziehe ich aus dem Instrumentalpart im Refrain, der wirklich sehr eingängig ist und zusammen mit der Inszenierung ganz klar im Gedächtnis bleiben wird. Der Spannungsbogen zwischen Strophe und Refrain wurden hier auch gut gemeistert. Ein weiterer Höhepunkt ist, dass man an einer Stelle denkt, dass das Lied vorbei wäre, aber dann doch einer draufgesetzt wird. Island wird sich ganz klar qualifizieren. Was sagen unsere Juroren dazu?


      17. Dalal & Deen ft. Ana Rucner & Jala - Ljubav je - Bosnien & Herzegowina




      Bosnien & Herzegowina meldet sich nach einer dreijährigen ESC-Pause auch wieder zurück, nachdem man sich aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten vom Wettbewerb ferngehalten hat. Doch anders als Kroatien litt Bosnien & Herzegowina nie an Misserfolg, denn die Beiträge aus diesem Land haben sich bei jeder Teilnehmer für das Finale qualifiziert und man hat immer gut bis mittelmäßig abgeschnitten. An diese Erfolge soll das Quartett bestehend aus dem Sänger Fuad Backović, genannt Deen, der Sängerin Dalal Midhat-Talakić, der kroatischen Cellistin Ana Rucner und dem Rapper Jasmin Fazlić, genannt Jala, mit "Ljubav je" (dt: Liebe ist) anknüpfen. Warum hat man sich keinen Gruppennamen ausgedacht? Ich habe keine Ahnung.

      Deen ist schon ESC-erfahren. Er vertrat Bosnien & Herzegowina im Jahr 2004 mit "In the Disco" und belegte dort den 10. Platz. Außerdem ist Deen auf dem Balkan für seine Stimme bekannt, die mehrfach ausgezeichnet wurde und von vielen Balkangrößen gewürdigt wurde. Er hat an vielen Musikproduktion über den ganzen Balkan mitgewirkt. Sängerin Dalal hat sich kurzzeitig von ihrem Duettpartner getrennt, um sich auf den ESC vorzubereiten. Mit ihrem Partner konnte sie schon einige Erfolge in ihrem Land verbuchen. Instrumental unterstützt werden die beiden durch die Cellistin Ana Rucner, die aus Kroatien kommt. Sie kommt aus einer musikalischen Familie. Ihr Bruder und ihre Mutter sind ebenfalls Cellisten am Kroatischen Nationaltheater und ihr Vater ist Violinist in der Zagreber Philharmonie. Sie selbst wurde für ihre Künste am Cello mehrfach international ausgezeichnet. Der Letzte im Bunde, Jala, war eigentlich nicht geplant gewesen, doch er übernimmt den Rap-Part. Jala ist einer der ganz Großen in der Hip-Hop-Szene im Balkan.

      Bosnien & Herzegowina bringt das Balkan-Flair wieder zurück zum ESC, was in den letzten Jahren sehr gefehlt hat. Früher war diese Art von Musik beim Wettbewerb sehr angesagt und damit ist man auch immer ganz vorne gelandet. Auch "Ljubav Je" hätte ganz klar, dass Potential dazu. Das Stück ist sehr musikalisch und anspruchsvoll. Die Stimmen der beiden Sänger harmonieren sehr gut miteinander und das Lied ist durch die Trommeln im Hintergrund und das Cello gut instrumentiert. Die einzige Sache, an der sich man reiben kann, ist der Rappart von Jala, der ein bisschen aus der Reihe tanzt. Rap funktioniert generell nie gut beim ESC und das könnte Punkte kosten, doch meiner Meinung nach stört der Rap hier ganz nicht, ganz im Gegenteil: Es gibt dem Lied eine besondere Note. Ob es sich qualifizieren kann, weiß ich nicht. Ich persönlich wünsche es mir, aber die Frage ist, ob Europa solche Musik noch hören möchte.


      18. Ira Losco - Walk on Water - Malta




      Malta ist wohl die ESC-verrückteste Nation in Europa. Die Quote für den maltesischen Vorentscheid "Malta Song for Europa" liegt jedes Jahr bei 80% und beim eigentlichen ESC sogar noch höher. Man merkt, dass Malta immer mit vollem Herzen dabei ist. So wählten sie beim diesjährigen Vorentscheid Ira Losco zur maltesischen ESC-Kandidaten 2016, doch nicht mit "Walk on Water". Den maltesischen Vorentscheid gewann sie nämlich mit "Chameleon (Invincible)". Doch das maltesische Fernsehen und Ira Losco selbst entschieden sich für einen Songwechsel und wählten "Walk on Water".

      Auch Ira Losco ist eine Wiederholungstäterin beim ESC, denn sie vertrat die Mittelmeerinsel schon einmal beim ESC, aber das ist schon eine Weile her: Im Jahr 2002 belegte sie mit "7th Wonder" den zweiten Platz. Die beste Platzierung Maltas jemals, die bis heute nur noch ein weiteres Mal erreicht wurde. Ira Losco selbst ist eine der größten Sängerinnen auf Malta. Sie hat schon mehrere Auszeichnung bekommen, darunter den Malta Music Award. Vor ihrer Teilnahme 2002 war sie Mitglied in einer Band. Danach hat sie Solo Karriere gemacht.

      Was zuallererst auffällt, ist dieses Quietschen im Hintergrund, was sich durch viele Stellen im Lied zieht. Ich persönlich empfinde des als nervig und unnötig. Das Lied beginnt sehr ruhig und harmonisch mit Iras klarer Stimme, bis der erste Bruch folgt und der meiner Meinung nach beste Teil des Liedes kommt: Die Brücke zum Refrain. Der ist sehr rhythmisch und ich muss da immer mitschnippen, doch danach wird es chaotisch mit dem Quietschen und der Line "on Water", der nicht so harmonisch und eingängig wie die Bridge ist. Auch passiert in dem Lied etwas viel, weswegen es auch etwas unübersichtlich wirken kann und der Zuschauer verwirrt wird. Das Lied ist schwierig einzuschätzen, aber ich denke, dass es sich schon qualifizieren wird. Was sagen die anderen dazu?



      Zweites Halbfinale

      1. Justs - Heartbeat - Lettland




      In der ESC-Depression, die Lettland zwischen den Jahren 2009 und 2014 durchleben musste, hat sich das lettische Fernsehen nicht darum bemüht, einen ernst gemeinten und authentischen Beitrag zum internationalen Wettbewerb zu schicken. Aber nach dem schonungslos ironischem Beitrag von 2012, den Glitzerrap-Jungs von 2013 und dem gescheiterten Kuchen von 2014, hat sich das lettische Fernsehen dazu entschieden, endlich umzuräumen und hat das Vorentscheidsformat "Supernova" entwickelt, die letztes Jahr die Sängerin Aminata mit "Love Injected" gewann und in Wien den sechsten Platz belegte. Auch dieses Jahr ist sie wieder dabei: Als Komponistin des Beitrags "Heartbeat" für Justs Sirmais, genannt Justs.

      Vor dem lettischen Vorentscheid "Supernova 2016" Ende Februar hatte noch keiner von dem 21-Jährigen Letten gehört, ehe er von Aminata entdeckt wurde, sie ihm "Heartbeat" auf den Leib schrieb und sie das beim lettischen Fernsehen einreichten. Schließlich war er einer von 20 Kandidaten des Vorentscheids und er avancierte schnell zum Publikumsliebling und gewann den Vorentscheid souverän.

      Wenn man Aminatas Meisterwerk "Love Injected" kennt, den sie übrigens auch selbst komponiert und getextet hat, kann eine Ähnlichkeit zu "Heartbeat" nicht abstreiten. Man merkt deutlich ihre Handschrift in diesem Lied, was aber nicht unbedingt schlecht ist, da Justs ganz und gar nicht als Marionette Aminatas dient und sie nicht imitiert, sondern seine eigene persönliche Note durchaus Einfluss in diesem Lied hat und er dieses so auch glaubwürdig rüber bringt. Das Lied wird in den Wetten hoch gehandelt und ich bin auch von Justs Fähigkeiten überzeugt und glaube, dass er ins Finale einziehen wird, aber was sagen unsere Juroren dazu?


      2. Michał Szpak - Color Of Your Life - Polen




      Nachdem Polen 2014 mit einer wirklich polarisierenden Nummer zurückgekehrt ist und damit auf einen mittelmäßigen 14. Platz landete, hat man es letztes Jahr mit etwas Ruhigerem versucht, doch der Plan ging nicht auf: Die querschnittsgelähmte Monika Kuszyńska landete mit ihrer Ballade "In The Name Of Love" auf den 23. Platz. Doch Polen behaart auf dasselbe Rezept und schickt die Schmachtballade "Color of Your Life", gesungen von Michał Szpak, ins Rennen.

      Michał Szpak wurde in einer kleinen Stadt im südlichen Polen geboren. Mit dem Singen fing er schon mit neun Jahren an und ließ sich unter Anderem von Marylin Manson, David Bowie oder Michael Jackson inspirieren. Seine erste Band hatte er auf seiner Hochschule, die Hardrock spielten, was zu seiner heutigen Haarpracht wohl besser passen würde. Bekannt in Polen wurde er durch seine Teilnahme am polnischen X-Factor, wo er den zweiten Platz belegte und mehrere gute Platzierungen in anderen Wettbewerben erreichte. Sein aktuellster Erfolg: Der Sieg beim polnischen Vorentscheid. Trotzdem macht Szpak die Musik nur nebenbei und studiert Psychologie an einer privaten Universität in Warschau.

      Ganz und gar nicht rockig, wie seine Musik zu Beginn seiner Karriere, ist sein ESC-Beitrag "Color Of Your Life", welches eine dramatische Ballade ist, die sowohl in der Studioversion und auch live hervorragend gesungen wird. Das Lied andererseits ist eine typische ESC-Ballade, in der die Emotionen ja sowieso mit einem dickeren Pinsel gemalt werden und das wird auch hier im großen Stil getan. Die Frage ist, ob er auch das auf der Bühne so rüberbringen kann, ohne dass es itschig rüberkommt. Das kann nämlich auch nach hinten losgehen, wie es die ESC-Geschichte oft gezeigt hat. Ich bin gespalten.


      3. Rykka - The Last Of Our Kind - Schweiz




      Der letzte Sieg der Schweiz ist nun 28 Jahre her: Das war 1988, als die damals noch unbekannte Kanadierin Céline Dion für die Eidgenossen mit dem französischsprachigen Titel "Ne partez pas sans moi" (dt: Geht nicht ohne mich) gewann. Der letzter Siegertitel auf französisch übrigens. Nun, 28 Jahre später steht wieder eine Kanadierin für die Schweiz auf der Bühne: Nämlich Christina Maria Rieder, die sich Rykka nennt, mit dem Lied "The Last Of Our Kind". Ob sie die Schmach vom allerletzten Platz des gesamten Wettbewerbs im letzten Jahr wiedergutmachen kann, als Mélanie René mit "Time To Shine" das Schlusslicht bildete?

      Wie gesagt: Rykka wurde in Kanada geboren, genauer gesagt in Vancouver, wo auch ihre musikalische Karriere begann. Sie lernte mit 15 Jahren das Gitarrenspiel und hatte schon erste kleinere Auftritte. Nach einem Gesangsstudium zog sie nach Toronto, wo sie ihr erstes Album veröffentlichte und in Kanada und in der Schweiz verkauft wurde. Seitdem pendelt sie immer hin und her und hatte auch Auftritte in Deutschland. Mitte Februar gewann sie den schweizerischen Vorentshcheid.

      "The Last Of Our Kind" ist wieder eine Ballade, die meiner Meinung nach einen interessanten Anfang an, aber sich nach dem ersten Refrain anfängt, sich zu verlieren und nun anfängt an der Oberfläche zu plätschern, was wir zum Vergleich mit Polen eins weiter oben nicht haben. Außerdem hat Rykka live ein dünnes Stimmchen und kommt nicht ganz an die hohen Töne ran, was nicht gerade dazu beiträgt, dass das Lied einem in Gedächtnis bleibt. Das Gesamtpaket ist zwar nett, aber mir zu brav. Wie geht es den anderen damit?


      4. Hovi Star - Made of Stars - Israel




      Auch Israel war in den letzten Jahren in einer Pechssträhne verwickelt, die 2011 begann und bis 2014 andauerte, obwohl in diesen Jahren hochwertige Beiträge aus Israel zum Wettbewerb geschickt wurden und es mit Mei Finegold 2014 eine Favoritin auf den Sieg gab, die aber abgeschlagen auf den vorletzten Platz im Halbfinale mit "Same Heart" landete. Erst der 17-Jährige Nadav Guedj konnte Israel aus dem Tief holen und belegte mit "Golden Boy" sogar einen achtbaren neunten Platz. An die Kette soll Hovi Sekulets, oder Hovi Star, anschließen.

      Hovi Star hatte in seinem Leben viele Rückschläge erleben müssen. Seine Eltern ließen sich schon in seiner frühen Kindheit scheiden und er lebte bei seiner Mutter, die später einen amerikanischen Basketballspieler heiratee, weshalb Hovi nie einen festen Wohnsitz hatte und immer umziehen musste. Musikalisch haperte es auch, als sein Debütalbum keinen Erfolg in seinem eigenen Land hatte. Musikalisch betätigte er sich weiter und war während seiner Zeit beim Militär Mitglied einer Band und belegte kurz vor seinem Dienstende den siebten Platz beim israelischen Pendant zu "DSDS". Anfang März gewann er den Vorentscheid in Israel und darf nun dieses Land beim ESC vertreten.

      Diese Version ist nicht die ursprüngliche Version des Liedes "Made of Stars". Die originale Version war ein wenig poppiger und wirkte mit dem balladesken Ton und Hovis Stimme wie eine altbackene Pop-Oper, was nicht so gut ankam, weswegen man sich entschied, das Lied komplett zu einer Ballade umzuschreiben und es hat sich gelohnt, denn diese Version erhielt deutlich mehr Zuspruch als die erste Version und auch ich finde diese ruhige Version sehr angenehm, auch wenn ich mich nicht als Fan bezeichnen würde. Besonders die Stelle zum Ende hin finde ich gut, wo es nochmal überraschend kraftvoller wird. Das sorgt für einen Überraschungsmoment.


      5. IVAN - Help You Fly - Weißrussland




      Relativ früh ging der weißrussische Vorentscheid über die Bühne. Schon im Januar war der Interpret Alexander Ivanov, der sich IVAN (sprich: Aiwin) nennt und sein Lied "Help You Fly" für Stockholm angemeldet. Danach wurde es sehr still, um den weißrussischen Kandidaten, da es keinerlei mehr Aktionen Weißrusslands gab, während die meisten Anderen fleißig promoteten. Bis vor ein paar Wochen: Der weißrussische Delegationsleiter plante IVAN splitternackt mit zwei lebenden Wölfen auftreten zu lassen, was natürlich laut ESC-Reglement nicht erlaubt ist. Clevere Promo, denn jetzt wird über IVAN gesprochen.

      Alexander Ivanov wurde in Weißrussland geboren, lebt aber im russischen St. Petersburg, wo er Mitglied einer Rockband war und so seine musikalische Karriere begann. 2015 gewann er den weißrussischen Vorentscheid für den Intervision Song Contest, der 1977 erstmals stattfand und als Antwort der sozialistischen Länder Europas auf den ESC galt, aber nur bis 1980 stattfand.2015 sollte er neu aufgelegt werden, aber er hat nie stattgefunden, weshalb IVAN doch nicht fuhr. Kurzerhand meldete er sich bei der weißrussischen ESC-Vorentscheidung an und gewann dort ebenfalls mit "Help You Fly".

      "Help You Fly" wurde von den selben Komponisten produziert, die auch "Party For Everybody" für die russischen Omis 2012 geschrieben haben, aber wie unschwer zu überhören ist, merkt man sofort, dass das zwei völlig unterschiedliche Lieder sind. IVANs ESC-Beitrag ist ein eingängiger hymnischer Rocksong, die bedauerlicherweise nur durch eine gute Inszenierung auffallen kann, denn seine Gesangsqualitäten beim weißrussischen Vorentscheids waren ausbaufähig. Diese müssen bis Mai trainert werden, denn besonders stark ist der Titel auch wieder nicht. Mit verbesserter Live-Stimme und einer guten Inszenierung besteht eine Finalchance, zumal er im schwächeren zweiten Halbfinale startet.


      6. ZAA Sanja Vučić - Goodbye (Shelter) - Serbien




      Nachdem sich Serbien 2014 für eine kurze ESC-Pause entschieden hatte, kehrten sie 2015 mit Bojana Stamenov und "Beauty Never Lies" zum ESC zurück. Der erste Beitrag des Landes der auf Englisch gesungen wurde und dieser belegte bei der Rückkehr auch gleich den 10. Platz. Das serbische hat den Erfolg geschnuppert und bleibt dabei, gleich darauf den zweiten serbischen Beitrag, der auf Englisch gesungen wird, einzusenden. Das Ergebnis: "Goodbye (Shelter)" von Sanja Vučić, die in Stockholm mit dem Namen ZAA vor ihrem Namen auftreten wird. Das ist der Name ihrer Band, die im Lied eigentlich nicht vorkommt.

      Ein Grund dafür könnte sein, dass ihre Band ZAA in Serbien vor ihrer Nominierung total unbekannt war und dies als Promotion dienen soll, denn auch Sanja Vučić kannte in Serbien auch niemand, bevor sie vom serbischen Fernsehen auf dem Silbertablett serviert wurde. Das Ganze lief angeblich so ab: Lange Zeit hat Serbien gar nichts über ihre ESC-Pläne bekanntgegeben, ehe im März eine Sendung angekündigt wurde, in der Sanja Vučić vorgestellt werden und die ihr Lied für Serbien präsentieren sollte, der von der erfolgreichen Komponistin Ivana Peters geschrieben und getextet wurde. Sie sang das Lied voller Emotionen und ganz Serbien war verliebt.

      Ihr Song "Goodbye (Shelter)" ist keine 0815-Ballade, denn das Lied beschäftigt sich mit einem Problem, das sehr oft vertreten ist, aber selten behandelt wird: Es geht um häusliche Gewalt. Und Sanja vermittelt dieses Thema so glaubwürdig und authentisch, dass man meinen könnte, sie erzähle von ihren persönlichen Erfahrung, was hoffentlich nicht so ist. Musikalisch ist dieses Lied wie eine dramatische Power-Ballade aufgebaut, die etwas Hymnisches hat und dazu noch serbische Folklore enthält, ohne dass alles zusammen eine komische Mischung ergibt. Oben drauf hat Sanja auch live eine phänomenale Stimme. Ich persönlich bin mehr als begeistert und oute mich hier als einen Fan, denn das hier ist mein persönlicher Top-Favorit!
      Sind die Juroren anderer Meinung?


      7. Nicky Byrne - Sunlight - Irland




      Auch wenn Irland mit 7 Siegen insgesamt das erfolgreichste Land des Eurovision Song Contests ist, merkt man davon in den letzten Jahren nicht so viel. Seit dem letzten Sieg im Jahr 1996 hat sich das irische Fernsehen nicht dazu aufraffen können, nur um einen Millimeter, die eingetrampelten üblichen Pfade zu verlassen. So kamen in den letzten 10 Jahren nur mittelmäßige Platzierungen bis zu gescheiterten Finalqualifikationen als Ergebnisse heraus, so wie letztes Jahr, als Molly Sterling mit dem melancholischen Walzer "Playing with Numbers" über das Halbfinale nicht hinauskam. Das soll Nicky Byrne mit "Sunlight" besser machen und Irland zu altem ESC-Ruhm verhelfen.

      Nicky Byrne wurde 1978 in der irischen Hauptstadt geboren und war von 1998 bis 2012 Mitglied der bekannten Boyband "Westlife", deren zehn Alben sich in Irland sehr gut verkauft haben und auch im restlichen Europa in den Charts platzieren konnten. Die Band hat unter den vielen Tourneen auch für die Queen und für den US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama gespielt. Vor der Zeit bei "Westlife" war Nicky professioneller Fußballspieler und spielte in der zweiten irischen Liga und in den irischen U18-Nationalmannschaften als Torwart. Er wurde vom irischen Fernsehen intern ausgewählt, Irland beim ESC zu vertreten.

      "Sunlight" ist ein rund produzierter Popsong, der keine Ecken und Kanten aufweist und nicht aus dem Rahmen fällt. Man könnte meinen, dass Irland eine gute Wahl getroffen hat, aber leider hat das Lied andererseits auch nicht viel zu bieten. Das Lied kann man sich zwar gut im Radio anhören und da würde mich das Lied auch nicht stören, aber das ist irgendwie das Problem bei dem Lied und ist generell das Problem bei vielen radiotauglichen Songs, die beim ESC gespielt werden, denn das ist auf der Bühne sehr langweilig, da es schwierig wird, den gut auf der Bühne umzusetzen. Deshalb glaube ich, dass Irland trotz des schwächeren Halbfinales um die Finalqualifikation bangen muss.


      8. Kaliopi - Dona - Mazedonien




      Auch Mazedonien ist ein Land, dem der Begriff "Erfolg beim ESC" fremd ist. Seit der Einführung der Halbfinals 2004 hat man es nur fünfmal ins Finale geschafft und dabei ist noch nie eine Top10-Platzierung herausgekommen. Die beste Platzierung erreichte das Land im Jahr 2006 als Elena Risteska mit "Ninanajna" den 12. Platz erreichte. An dieses Ergebnis konnte bis heute nur eine Künstlerin aus Mazedonien kratzen und diese hört auf den Namen Kaliopi Bukle, kurz Kaliopi, die 2012 bereits für Mazedonien antrat und mit "Crno i Belo" (dt: Schwarz und Weiß) den 13. Platz erreichen konnte. 2016 ist sie wieder dabei und versucht, Mazedonien wieder ins Finale zu bringen und zwar mit der mazedonischen Rockballade "Dona" (dt: Dame).

      Kaliopi wurde 1966 wurde in einer Stadt im Westen des heutigen Mazedoniens im damaligen Jugoslawien geboren und startete ihre Gesangskarriere sehr früh. Schon als Kind gewann sie Musikwettbewerbe und ging als Jugendliche als Mitglied eines Chores auf Tourneen durch ganz Jugoslawien. Später wurde sie Mitglied einer Band, in der auch ihr Ex-Mann Romeo Gril Mitglied war, mit dem sie auch heute noch musikalisch zusammenarbeitet. Er war auch an ihrem damaligen und diesjährigen ESC-Beitrag beteiligt.

      "Dona" ist einer der wenigen Titel, der komplett in der Muttersprache gesungen wird. Der einzige neben ihr ist das bosnische Quartett mit "Ljubav je", aber dieses hier hat nicht genau so viel Wiedererkennungswert wie der Beitrag aus Bosnien. Am Anfang plätschert "Dona" nur vor sich hin und erreicht den ersten Höhepunt beim ersten Refrain, in dem das Wort "Dona" sehr oft wiederholt wird. Dieser Refrain löste in der ESC-Fangemeinde den Lacher aus, dass der Refrain so klingt, als würde sie mehrfach hintereinander "Donut" singt und beim genauen Hinhören macht es doch den Anschein, als würde sie das süße Gebäck mit dem Loch in der Mitte besingen. Was halten unsere Juroren davon?


      9. Donny Montell - I've been waiting for this night - Litauen




      Nachdem die Mazedonierin Kaliopi aufgetreten ist, wird sie einen alten Bekannten abklatschen, denn neben Kaliopi und Greta Salóme ist Donny Montell der Letzte im Bunde, der bereits beim ESC 2012 in der aserischen Hauptstadt Baku teilgenommen hat. Damals belegte er mit "Love is Blind" den 14. Platz, was für litauische Verhältnisse eine sehr gute Platzierung ist, denn das Land im südlichen Baltikum schafft es selten unter die ersten Zehn. Das will Donny Montell jetzt für Litauen nach 10 Jahren wieder erreichen und vielleicht die beste Platzierung Litauens (6. Platz, 2006, LT United "We Are The Winners") überbieten.

      Donny Montell klingt aber alles andere als litauisch, oder? Das liegt daran, dass es sein Künstlername ist und er bürgerlich Donatas Montvydas heißt. Geboren 1987 in der litauischen Hauptstadt Vilnius, besuchte er acht Jahre lang eine Musikschule und bildete sich im Gesang und Tanz aus. Das ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass er nach seinem Abitur Umweltingineurswesen studiert hat, aber sich dann doch für ein Musikstudium entschied. In seiner Freizeit spielt Donny am liebsten den litauischen Nationalsport: Basketball. Mitte März gewann er zum zweiten Mal das "Nacionalė atranka", den litauischen Vorentscheid.

      Sein Titel "I've been waiting for this night" ist ohne Zweifel der längste seines Jahrgang und ist ein ziemliches junges Stück Musik, das auch von einem Teenagerstar aus Nordamerika gut gesungen werden könnte. Vielleicht ist aber Donny mit seinen 28 Jahren doch vielleicht ein bisschen zu alt, um die Nacht seines Lebens zu besingen? Darüber lässt sich streiten. Nichtsdestotrotz ist sein Song, den ich nicht nochmal ausschreiben werde, eine eingängige Popnummer, die wirklich Ohrwurmcharakter hat. Den litauischen Vorentscheid gewann er zwar souverän, aber man merkte ihm an, dass er bei seinem Getanze und dem Gesinge ganz schnell außer Puste war und auch nicht jeden Ton getroffen hat. Das Gesamtpaket spricht mich zwar nicht an, aber Finale ist durchaus möglich.


      10. Dami Im - Sound Of Silence - Australien




      Eigentlich war ja der Plan gewesen, dass man Australien nur zum 60. Jubiläum des Eurovision Song Contests einlädt, da die Australier sehr große Fans des Wettbewerbs sind und diesen seit den 1980er-Jahren verfolgen. Aber so wie es scheint, kam die letztjährige australische ESC-Teilnahme so gut an, sowohl bei den Australiern als auch bei den Europäern, dass man Australien dieses Jahr nochmal teilnehmen lässt. Down Under wird dieses Jahr von der australisch-südkoreanischen Sängerin Dami Im vertreten und sie soll an den Erfolg Guy Sebastians in Wien wiederholen. Andererseits muss Dami Im im Halbfinale antreten.

      Dami Im wanderte mit ihrer Familie nach Australien aus, als sie neun Jahre alt war und sie machte schon in ihrer Kindheit Musik in Form von Klavier und Violine, mit denen sie auch mehrere Nachwuchswettbewerbe gewann. Nachdem sie ihr Musikstudium abgeschlossen hatte, arbeitete sie zuerst als Musiklehrerin. Bekannt wurde sie dann schließlich durch die Castingshow "X Factor", in der sie durch einen Zufall in die Live-Shows kam, dort schnell zur Publikumsfavoritin avancierte und gewann. Ihr Siegtitel erreichte Platin-Status in Australien. Anfang März wurde auf der Australien-Tour der ESC-Gewinnerin Conchita Wurst Dami Im von Conchita höchstpersönlich als australische Teilnehmerin vorgestellt.

      "Sound Of Silence" ist ein international produziertes Stück Musik, das man nicht sofort mit dem ESC assoziiert. Das war auch schon letztes Jahr mit "Tonight Again" der Fall, mit dem Australien der fünfte Platz und ein erfolgreiches Debüt gelang. Deshalb vertraut man auf dasselbe Rezept. Damis Stimme harmoniert sehr gut mit dem Lied und man merkt auch eine hohe Professionalität hinter dieser Produktion. Auch live soll Dami eine gigantische Ausstrahlung haben, worauf man also gespannt sein kann. Was mich persönlich stört, ist der repetitiver Refrain, der bei jeder Line auf "Sound of Silence" endet, aber vielleicht sind die Juroren anderer Meinung?


      11. ManuElla - Blue and Red - Slowenien




      Slowenien hat letztes Jahr seine beste Platzierung seit 2011 erreicht. Maraaya belegten mit dem souligen "Here For You" einen coolen Auftritt hin und sicherten einen 14. Platz und kommt damit an den Erfolg des 13. Platzes von Maja Keuc im Jahr 2011 fast heran. Trotzdem sieht die Erfolgsbilanz nicht rosig aus: Die größte Ausbeute waren zwei 7. Plätze. Trotz dieser bescheidenen Erfolge hat es an musikalischer Qualität der slowenischen Beiträge der letzten Jahre nicht gemangelt. Jedenfalls soll ManuElla die Erfolgsbilanz der Alpenrepublik ein bisschen aufpolieren.

      Manuella Brečko, die sich auf der Bühne stilisiert ManuElla nennt, wurde in Celje, in der drittgrößten Stadt Sloweniens, im Osten des Landes im Jahre 1989 geboren. Auch wie viele andere Teilnehmer in diesem Jahrgang ging ManuElla aus einer Castingshow hervor. Damals war sie 16 Jahre alt. Sie könnte auch einigen Deutschen bekannt sein, die sich intensiv mit dem Supertalent auseinandersetzen, denn dort hat sie auch an den Castings teilgenommen und auch der ESC hat keinen Bogen um sie gemacht, denn sie nahm schon 2012 am slowenischen Vorentscheid teil und erreichte dort das Halbfinale. Diesmal hat es geklappt und sie vertritt Slowenien mit "Blue and Red".

      Nachdem man die ersten Sekunden reingehört hat, erkennt man schnell, dass dies ein Country-Song ist und wenn man sich das Video dazu noch anschaut, erkennt man sogar nach einer relativ kurzen Zeit eine sehr auffallende Ähnlichkeit mit einer gewissen bekannten US-amerikanischen Sängerin. Und da nur dieser Vergleich gezogen werden kann, werde ich auch nicht mehr um den heißen Brei herumreden: Slowenien schickt Taylor Swift 2.0. Der Stil, die Musik und die Inszenierung ist wirklich sehr taylor-orientiert. Ob das Zufall oder Konzept ist, kann ich nicht sagen, aber falls es Konzept ist, dann ist es auf keinen Fall eine gute Idee, denn so wird sie sofort mit Taylor assoziiert und mit ihr verglichen, was nicht gut enden wird, da "Blue and Red" nicht wirklich gut ist und wahrscheinlich im Halbfinale ausscheiden wird.


      Ovidiu Anton - Moment Of Silence - Rumänien (vom Wettbewerb ausgeschlossen)




      Im Gegensatz zu Slowenien gehört Rumänien zu den eher erfolgreicheren Ländern beim Wettbewerb. Das Lank konnte bisher zweimal den dritten Platz als höchste Platzierung erreichen. Zuletzt 2010 als das Duo Paula Seling & OVI mit "Playing with Fire" den dritten Platz erreichten. Das Duo trat dann 2014 mit "Miracle" nochmal an, aber doch trotz großen Ehrgeizes konnte man das Wunder nicht vollbringen, den dritten Platz zu übertreffen und landeten auf Platz 12. Auch Voltaj konnten mit dem 15. Platz das nicht besser machen. Jetzt soll der Sänger Ovidiu Anton mit "Moment Of Silence

      Ovidiu studierte Canto, Gitarre und Klavier an der Musikhochschule in seiner Heimatstadt Bukarest. Nach dem Studium gründete er eine Rockband, die vier Jahre lang durch Rumänien und in den Nachbarstaaten tourte, sich aber dann trennte. Auch mit Musikwettbewerben ist Ovidiu sehr vertraut, besonders mit den rumänischen Vorentscheiden. Ovidiu Anton hat mit seiner neuen Band oder auch Solo 2010, 2012, 2013 und 2015 an der rumänischen Vorentscheidung teilgenommen, aber immer erfolglos. Die Hartnäckigkeit zahlte sich aber aus und so darf er 2016 Rumänien vertreten.

      Abgesehen von der Tatsache, dass der Songtitel fast identisch mit dem australischen Songtitel ist, könnten diese beiden Lieder sich musikalisch nicht mehr voneinander unterscheiden. Während Australien eine starke Powerballade ins Rennen schickt, hat sich Rumänien für eine dramatische Rockoper entschieden, die von Ovidius gigantischer Stimme hervorragend getragen wird. Das Lied beginnt mit einem Klavier und Ovidius Stimme. Die Instrumentierung steigert sich bis zum Refrain dramatisch, damit sie sich dort dann entladet. Nach dem ersten Refrain folgt ein kurze Bridge, die direkt zum nächsten Refrain führt, an dem man normalerweise die zweite Strophe erwartet hätte. Danach wieder eine Bridge zum finalen Refrain. Die Struktur des Songs ist sehr außergewöhnlich und sorgt für Überraschungen und mit einer guten Inszenierung, kann die Finalqualifikation gelingen.


      12. Poli Genova - If Love Was A Crime - Bulgarien




      Auch Bulgarien kehrt nach zwei Jahren Abwesenheit zum Wettbewerb zurück, nachdem man sich aufgrund von finanziellen Problemen und chronischen Misserfolgen vom ESC ferngehalten hatte. Und tatsächlich sieht die bulgarische Erfolgsbilanz beim ESC nicht wirklich rosig aus. Bei acht Teilnahmen hat man es nur einmal ins Finale geschafft: 2007 mit Elitsa Todorova & Stoyan Yankoulov, die mit "Water" den fünften Platz erreichten. Ansonsten scheiterte das Land immer am Halbfinale, auch 2013, als die beiden genannten ihren Erfolg wiederholen wollten. Und 2011 hat es eine Sängerin namens Poli Genova mit "Na Inat" (dt: Zum Trotz) auch nicht geschafft, Bulgarien wieder ins Finale zu bringen. (Anm. d. Red.: Völlig zu Unrecht!!) Nun will sie das wieder gut machen und fährt nochmal für Bulgarien zum ESC.

      Poli Genova ist in ihrer Heimat ein echter Tausendsassa. Sie singt, schauspielert und moderiert auch noch. Zuletzt hat sie den Junior Eurovision Song Contest 2015 moderiert, der in der bulgarischen Hauptstadt Sofia stattfand. Auch wie viele andere ist sie mit Musik aufgewachsen und begann schon mit vier Jahren mit dem Singen an und war auch Mitglied einer Kindergesangsgruppe. Später studierte sie neben Musik in der Musikhochschule auch noch Filmregie. 2011 nahm sie bereits am Eurovision Song Contest teil und scheiterte dort am Halbfinale. Ob sie das wieder schaffen kann, wird sich bald zeigen. Die Fangemeinde ist auf jeden Fall fest davon überzeugt. Ich auch!

      "If Love Was A Crime" wurde als letztes der 43 Lieder im diesen Jahr veröffentlicht und das bulgarische Fernsehen hat keine Mühen gescheut, das Lied zu promoten und so einen gigantischen Hype zu erzeugen, der sich nach der Veröffentlichung des Liedes total entfaltete. Das Lied fand sehr großen Zuspruch! Das Lied wird überwiegend auf Englisch gesungen. Die Hookline ist auf bulgarisch. (Ohh, dai mi ljubovta! dt: Ohh, gib mir deine Liebe!). Thematisch lässt sich das Lied in eine Free-LGBTIQ-Hymne interpretieren. Und musikalisch ist das Lied ein echter Hinhörer. Es beginnt leicht mit Klavier und Synthesizern, die dann zusammen mit Polis Stimme die Spannung zum Refrain aufbauen, um sich da wieder zu entladen. Abwechslung bringen die Synthie-Solos und die Bridges am Ende des Refrains ein, sodass alles schön dynamisch wirkt. Finale ist dieses Jahr ganz sicher drin für Bulgarien.


      13. Lighthouse X - Soldiers Of Love - Dänemark




      Dänemark bleibt weiterhin unser treuer Partner, was Feelgood-Gutelaune-Radiopop betrifft. Das hat sich auch in den letzten Jahren mehrmals gut ausgezahlt. Allen voran Emmelie De Forest, die mit "Only Teardrops" den ESC 2013 im Malmö, ebenfalls in Schweden, gewann. Doch seit letztem Jahr mussten die Dänen doch gemerkt haben, dass das nicht immer gut ankommen muss, denn letztes Jahr schickte man die Boyband "Anti Social Media" mit dem Titel "The Way You Are" und scheiterte am Halbfinale. Nach diesem Ausrutscher wollten die Dänen überhaupt nichts falsch machen, organisierte einen sehr hochwertigen Vorentscheid und schickte am Ende dann doch das Gleiche. Oh je...

      Die Band "Lighthouse X" besteht aus den drei Sängern Søren Bregendal, Johannes Nymark und Martin Skriver und wurde erst vor zwei Jahren gegründet und brachten schon letztes Jahr ihre erste EP raus, die den Namen der Band als Titel trug, auf der sich einige Singles befanden, die sich mehr schlecht als recht verkauften. Nichtsdestotrotz hat das dänische Fernsehen zum Vorentscheid eingeladen, den sie mit 42% der Stimmen im Superfinale mit drei Teilnehmern für sich entscheiden konnten. Sie treten mit "Soldiers Of Love" für Dänemark in Stockholm an.

      Das Lied lässt sich in jeder Hinsicht mit seinem Vorgänger "The Way You Are" von "Anti Social Media" vergleichen. Zuerst zu den Bands: Die Mitglieder sind recht jung, wobei die diesjährige Band etwas älter zu sein scheint. Die beiden Bands wurden erst vor Kurzem gegründet und sind dann irgendwie beim dänischen Vorentscheid gelandet. Nun zum Song: Beide Songs lassen sich als Feelgood-Poprock einordnen, die eher durchschnittlich und austauschbar wirken. Die Refrains sind zwar eingängig, gehen aber mit der Zeit einem wahnsinnig auf die Nerven. Was im letzten Jahr das "It's the way you aaaaaaaare" war, ist dieses Jahr das hochgezogene "Let's be soldiers of love!" Mich persönlich schaudert es. Wie geht es den anderen damit?


      14. Jamala - 1944 - Ukraine




      Die Ukraine ist auch ein Land, das sich zu den erfolgreicheren Ländern des Eurovision Song Contests zählen darf. Seit der ersten Teilnahme 2003 ist man nie an der Halbfinalshürde gescheitert und von zwölf Finalteilnahmen von 2003-2014 landete man neunmal unter den ersten Zehn und auch einen Sieg konnte das Land einfahren. Sogar ein Jahr nach dem Debüt: Ruslana siegte mit "Wild Dances" 2004 in Istanbul. Daran soll nun Susana Jamaladinova, oder Jamala, anknüpfen. Letztes Jahr hat die Ukraine erstmals nicht teilgenommen, aufgrund der politischen und militärischen Situation in der Ostukraine.

      Jamala ist eine sehr interessante Persönlichkeit, denn die Geschichte ihres ESC-Beitrags "1944" hat etwas Autobiographisches: Jamala wurde 1983 in Osch im heutigen Kirgisistan geboren und ist auch dort aufgewachsen, ehe sie mit ihrer Familie in ihr Heimatland Ukraine, genauer gesagt, auf die Krim zurückkehrte. Jamala ist Sopranistin in vielen verschiedenen Stilen und nahm auch schon öfter an der ukrainischen Vorentscheidung teil, auch 2011, wo sie den dritten Platz belegte. 2016 hat es dann endlich geklappt und sie darf die Ukraine mit "1944" vertreten.

      Zuerst muss geklärt werden, wo nun das Autobiographische steckt: Jamalas Familie sind Krimtataren und ihr Großvater wurde zusammen mit anderen Tausenden Krimtataren unter Josef Stalin von der Krim vertrieben. Dies geschah im Jahr 1944. Und auch das Lied nimmt sich dem Thema der Vertreibung der Krimtataren unter Josef Stalin im Jahr 1944 an. Und so wie es sich dann gehören muss, wird das Lied auch in Englisch und Krimtatarisch gesungen. Das Lied hat eine sehr düstere Stimmung und diese Stimmung wird durch das Krimtatarische, das kaum einer verstehen wird, verstärkt. Insgesamt ein sehr ungewöhnliches Paket, das einem an wenig an die lettische Teilnehmerin letztes Jahr, Aminata, erinnert. Ob sie auch so gut abschneiden wird? Was sagen denn unsere Juroren dazu?


      15. Agnete - Icebreaker - Norwegen




      Norwegen kann auf einer erfolgreiche, aber auch auf eine zermürbende ESC-Geschichte zurückblicken. Auf der einen Seite kann Norwegen drei Siege auf seinem Konto verbuchen, zuletzt durch Alexander Rybak, der im Jahr 2009 mit "Fairytale" mit 387 Punkten gewann und somit die höchste Punktzahl in der Geschichte des Wettbewerbs erzielte. Andererseits hat Norwegen auch 11mal den letzten Platz belegt. Davon hat man aber in den letzten drei Jahren glücklicherweise nichts gemerkt und landete stattdessen dreimal hintereinander unter die ersten Zehn. Agnete soll mit "Icebreaker" an die aktuellen Erfolge anknüpfen.

      Agnete Kristin Johnsen wurde 1994 in Nesseby, an der finnischen Grenze, hoch oben im Norden Norwegens geboren und dort gründete sie auch ihre erste Band, die in Norwegen in Zukunft noch ganz bekannt sein sollte, denn mit dieser Band gewann sie mehrere Wettbewerbe in Norwegen und Skandinavien und landete auch einen Nr.1-Hit in den norwegischen Charts. Auch den norwegischen Vorentscheid ließen sie nicht unversucht und belegten dort 2011 den zweiten Platz. Fünf Jahre später versucht es Agnete solo und gewann. Nun vertritt sie das Land der Fjorde mit "Icebreaker".

      Es wird oft im Internet behauptet, dass das Lied eine Mischung aus zwei verschiedenen Liedern ist. Und das ist auch wahr. Das Lied wechselt zwischen den Strophen und dem Refrain ab. In den Strophen ist es Loreens "Euphoria" und im Refrain Sias "Chandelier". Trotzdem wirkt das Lied nicht zusammengewürfelt, sondern es wirkt insgesamt sehr schlüssig. Andererseits finde ich ihre Stimme im Refrain ein wenig nervtötend und ohrenbetäubend, wenn sie die Titelzeile "Icebreaker" so langzieht. Im Gegensatz dazu finde ich die Strophen gelungen. Mich hätte es nicht gestört, wenn man an der Strophe direkt angeknüpft hätte, aber nun ist es so geworden. Was halten die Juroren davon?


      16. Nika Kocharov & Young Georgian Lolitaz - Midnight Gold - Georgien




      Georgien ist nicht sehr lange beim Eurovision Song Contest dabei, ist aber verhältnismäßig dafür recht erfolgreich. Bei acht Teilnahmen schaffte man es sechsmal ins Finale und dort belegten die georgischen Beiträge Plätze unter den Top15. Die besten Platzierungen des Landes waren zwei neunte Plätze. Nun hat sich aber Georgien seit 2012 angewöhnt immer abwechselnd unkonventionelle und dann konventionelle Beiträge zu schicken und so kamen auch die Halbfinalausscheidungen zustande, denn 2012 und 2014 scheiterte man aufgrund von unkonventionellen Beiträgen. 2016 wäre das wohl wieder der Fall, aber das wird man erst im Mai wissen. Jedenfalls fährt die Formation Nika Kocharov & Young Georgian Lolitaz nach Stockholm.

      So wie der Bandname vermuten lässt, handelt es sich bei den "Young Georgian Lolitaz" nicht um junge, georgische Schönheiten, sondern um drei Männer, angeführt vom Sänger Nika Kocharov. Die Lolitaz sind Gia Iashvili, Nick Davitashvili und Dima Oganesyan. Die Formation wurde intern vom georgischen Fernsehen bestimmt, die Kaukasusrepublik beim ESC zu vertreten. Über den Song ließ man aber das georgische Publikum entscheiden und diese entschieden sich für das eigenwillige "Midnight Gold", das noch hinterher vom Schweden Thomas G:son überarbeitet wurde.

      "Midnight Gold" ist auf jeden Fall sehr außergewöhnlich, gewöhnungsbedürftig und alles Andere als massentauglich. Damit wird es wirklich schwierig, sich für das Finale zu qualifizieren. Das Lied fängt verhältnismäßig ruhig mit Bass und E-Gitarre an, bis dann die erste Strophe mit der sirenenhafte Stimme von Nika einsetzt. Einen Refrain im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Wenn man einen erwartet, kommt ein Instrumentalsolo und das, was wohl der Refrain hätte sein sollen, dominiert die MItte des Liedes und wird auch von psychedelischen Gitarren- und Schlagzeugsoli begleiten. Der Song endet dann, so wie er begann.


      17. Eneda Tarifa - Fairytale - Albanien




      Erst sehr spät fing Albanien damit an, beim Eurovision Song Contest teilzunehmen, obwohl das Land mit dem jährlich stattfindenden Festivali i Këngës eine reiche Musikkultur zu bieten hatte. Dieses Festival dient seit der ersten Teilnahme nun auch als albanischer ESC-Vorentscheid. Diesen gewann schon im Dezember die Sängerin Eneda Tarifa mit der Rockballade "Përrallë" (dt: Märchen) und kündigte auch kurz danach an, das Lied auf Englisch singen zu wollen und so folgte dann drei Monate später die englische Version "Fairytale", mit der sie Albanien in Stockholm vertreten wird. Kann sie die höchste Platzierung des Landes, einen fünften Platz, überbieten?

      Eneda Tarifa wurde 1982 in der albanischen Hauptstadt Tirana geboren und ist in Albanien als Sängerin und als Modertorin bekannt. sie hat schon mehrere Versuche unternommen, Albanien beim ESC zu vertretenn, scheiterte aber immer beim albanischen Vorentscheid. 2016 konnte sie sich endlich zwischen mehr als 20 Konkurrenten durchsetzen. Davor hat sie auch an anderen Musikwettbewerben und Castingshows teilgenommen, bei denen sie immer gut abgeschnitten hat. Nebenbei moderiert sie eine Satiresendung im albanischen Privatfernsehen.

      "Fairytale" hat durch die Übersetzung ins Englische seine Originalität verloren, denn diese wirkte sehr viel mystischer und man hat auch gemerkt, dass ihr diese Sprache im Gesang viel besser liegt. Die englische Version ist zwar musikalisch sehr ähnlich, aber der Text ist schon sehr klischeehaft und klingt schon, als hätte man die Message aus einem anderen Liebeslied gehört. Das einzige, was es noch ein wenig einzigartig macht, ist die mystische Stimmung des Liedes, die noch teils erhalten ist, aber die war im Original auch präsenter. Im Englischen fehlt das Flair.


      18. Laura Tesoro - What's The Pressure - Belgien




      Belgien hat in den letzten Jahren nicht so sehr mit Erfolgen geglänzt. Man hat es selten in das Finale geschafft und dort blieb man dann immer irgendwo im Mittelfeld hängen, doch das änderte sich schlagartig als letztes Jahr in Wien ein junger Wallone namens Loïc Nottet mit seiner selbst geschriebenen Nummer "Rhythm Inside", die einige Lorde-Anleihen hatte, aber doch einen eigenen Stempel aufwies, den vierten Platz erreichte. Das ist die erste Top5-Platzierung Belgiens seit 2003. An diesen Erfolg soll nun eine Flämin anknüpfen: Laura Tesoro mit "What's The Pressure".

      Dafür, dass Laura Tesoro erst 19 Jahre alt ist, ist sie schon tief im Showgeschäft verwurzelt. Sie ist Sängerin und Schauspielerin. Ihre erste Rolle hatte sie schon als Kind in einem Krimi-Drama und es folgten weitere Rollen und Auftritte und Musicals. Außerdem machte sie als Kind bei einer Kinderkonzertveranstaltung auf, wo ihr musikalisches Talent entdeckt und von da an gefördert wurde. Bekannt in Belgien wurde sie dann schließlich durch ihre Teilnahme bei The Voice, wo sie den zweiten Platz belegte. 2016 gewann sie dann den belgischen Vorentscheid mit dem Titel "What's The Pressure".

      Ihr Beitrag ist ein funkiger Popsong im Stil der 90er-Jahre. Der Anfang erinnert sehr an das Lied "Sax" der britischen Sängerin Fleur East, aber sonst bestehen keine weiteren Paralellen, außer den Saxophonsoli. Ansonsten macht der Song sehr viel Spaß und man bewegt sich automatisch ein wenig mit. Der Refrain ist eingängig, wenn auch etwas beliebig und der Text ist auch nicht wirklich einfallsreich, aber insgesamt hat meine eine recht gute, eingängige und Tanzbare Popnummer, die auf jeden Fall Ohrwurmcharakter hat und das wird bei ihr von Vorteil sein, da sie als Letzte im Halbfinale auftritt und so eine Finalqualifikation möglich ist, aber so gut wie ihr Vorgänger wird sie aber nicht abschneiden. Trotzdem ist das hier mein Guilty Pleasure dieses Jahr. Was halten unsere Juroren denn davon?



      Big-5 und Gastgeber

      Jamie-Lee - Ghost - Deutschland




      Deutschland hatte es letztes Jahr nicht leicht, was den ESC betrifft. Zuallererst hat der Gewinner des deutschen Vorentscheids Andreas Kümmert das Recht, Deutschland beim ESC zu vertreten an die Zweitplatzierte Ann-Sophie weitergegeben, die dann mit dem Soulpop-Song "Black Smoke" den letzten Platz mit 0 Punkten erreichte. Die ersten Punkte für Deutschland seit 1965. Dann kam die Misere mit der Nominierung Xavier Naidoos im November letzten Jahres, die auf heftige Kritik gestoßen ist, sodass die Nominierung zwei Tage später zurückgezogen worden ist. Das alles zugunsten einer niedersächsischen Schülerin: Jamie-Lee Kriewitz.

      Bekannt wurde Jamie-Lee, wie die meisten wissen, die "The Voice of Germany" gesehen haben, durch ihren Sieg bei der Castingshow im letzten Jahr mit dem Titel "Ghost", den sie auch nun in Stockholm zum Besten geben wird. Dabei ist sie erst vor Kurzem 18 Jahre alt geworden und macht gerade ihr Abitur, das sie natürlich wegen dem ESC auf nächstes Jahr verschieben wird Auffällig an Jamie-Lee und vielleicht auch für viele von euch interessant: Jamie-Lee ist Cosplayerin und kleidet sich im Decora-Kei-Stil.

      Aber so schrill und bunt ihre Outfits sind, ist ihr Song "Ghost" unaufgeregt und farblos. Das sorgt für einen Kontrast, der den Zuschauer vielleicht zur Verwirrung verleiten könnte. Andererseits könnte das auch ein Triumph für Jamie-Lee sein, denn so sticht sie auf jeden Fall aus der Masse heraus und man behält sie eher in Erinnerung, als irgendeine Frau im Kleid, die diese Ballade singen würde. Das Lied an sich ist sehr schön auf der Bühne inszeniert mit Jamie-Lees Schatten vor einem Vollmond. Das sorgt für die richtige Atmosphäre, die der Song widerspiegelt. Und ich hab Vertrauen ins deutsche Fernsehen, dass sie Jamie wie im Vorentscheid gut inszenieren werden, denn sonst ist das Lied nicht sehr erinnerungswürdig. Es wird aber auf jeden Fall besser abschneiden als letztes Jahr, was auch nicht wirklich schwierig ist.


      Amir - J'ai cherché - Frankreich




      Auch Frankreich leidet, wie viele Mitglieder der Big-5, seit mehr als 10 Jahren an chronischen Misserfolg, trotz der garantierten Finalqualifikation. Man hat immer gemerkt, dass sich das französische Fernsehen sich nie wirklich Mühe damit gegeben hat, etwas zum ESC zu schicken, was eventuell eine Möglichkeit hätte, gut abzuschneiden, doch trotzdem landete man immer in der hinteren Hälfte des Tableaus. Jetzt hat sich Frankreich nochmal aufgerafft und schickt Amir Haddad und "J'ai cherché" nach Stockholm.

      Amir Haddad, der bei seinem Auftritt in Stockholm auf seinen Nachnamen verzichten wird, wuchs in einem Vorort nördlich von Paris auf und ist israelischer Herkunft, wo er auch an einer Castingshow teilnahm, dort aber keinen Erfolg hatte und deshalb nach Frankreich zurückging, wo ihm dann der musikalischer Durchbruch gelang, als er den dritten Platz bei der französischen Version von "The Voice" gelang. Er wurde intern ausgewählt, Frankreich mit dem Lied "J'ai cherché" (dt: Ich habe gesucht) zu vertreten.

      Seit vielen Jahren mal wieder gehört Frankreich mal wieder zum engeren Favoritenkreis und hat somit gute Chancen, mal wieder eine gute Platzierung für Frankreich zu erzählen. Das Lied wird halb auf Französisch und halb auf Englisch gesungen, was eine große Seltenheit in Frankreich ist, denn normalerweise singt die Grande Nation nur in ihrer gepriesenen Sprache. Nichtssdestotrotz ist somit Österreich französischer als Frankreich, da Österreich komplett auf französisch singt. Das Lied ist ein rhythmischer, eingängiger Popsong, zu der Amirs Stimme sehr gut passt. Mir persönlich macht es Spaß, zuzuhören und sonst hat sich Frankreich endlich mal Mühe gegeben. Was sagen unsere Juroren zu Frankreich?


      Francesca Michielin - No Degree of Separation - Italien




      Italien gehört seit einiger Zeit wieder zur ESC-Familie, nachdem man sich eine lange Zeit nicht blicken gelassen hat. Seit der Rückkehr hat das Land nur Top10-Platzierungen eingefahren, bis auf eine Ausnahme im Jahr 2014. Letztes Jahr belegten die drei Jungtenöre von "Il Volo" den dritten Platz. Hätten aber nur die Televoter Einfluss auf das Ergebnis gehabt, wären "Il Volo" der klare Sieger in Wien gewesen, aber es kam nun mal anders und jetzt soll den richtigen Sieg die Sängerin Francesca Michielin mit "No Degree of Separation" nach Italien holen.

      Bevor sie in Italien bekannt wurde, war sie Bassistin einer Band in ihrer Heimatstadt. In Italien bekannt wurde sie dann schließlich durch ihren Sieg beim italienischem X-Factor und ihre erste Single erreichte auch gleich Platz 1 der italienischen Download-Charts und auch ihr erstes Album verkaufte sich in Italien sehr gut, sodass es in den Top10 der Albumcharts in Italien landete. Aber jetzt kommen wir zur verwirrendsten Geschichte in dieser ESC-Saison. Nachdem am Februar das Sanremo-Festival über die Bühne ging und das Trio Stadio gewann, hatten sie das Privileg, Italien zu vertreten, was sie jedoch ablehnten. Deshalb nahmen viele offizielle Seiten an, dass die Zweitplatzierte Francesca Michielin Italien mit "Nessun grado di separazione" (dt: Kein Grad der Trennung) vertreten wird. Bestätigt wurde das aber erst einen Monat später.

      Obwohl der Titel "No Degree of Separation" offensichtlich Englisch ist, ist nur ein Refrain auf dieser Sprache gesungen. Der Rest ist in Italienisch gehalten, wie im Original. Musikalisch ist das eine sich langsam aufbauende Popballade, dessen Strophen und Refrains ineinander überzugehen scheinen und so schwebt auch Francescas Stimme von einer Tonleiter zur anderen. Ich persönlich genieße es, ihr zuzuhören, jedoch befürchte ich, dass das Lied beim Wettbewerb untergehen wird, aufgrund der Tatsache, dass das Lied nur an der Oberfläche plätschert und so nicht in Erinnerung bleibt und auch nicht wirklich eingängig ist.


      Barei - Say Yay! - Spanien




      Was es mit der spanischen Erfolgsgeschichte der jüngsten ESC-Jahrgänge auf sich hat, lässt sich mit dem On-Off-Prinzip beschreiben, denn seit 2009 schneidet das Land einmal gut und einmal schlecht ab und das immer abwechselnd. Es fingt mit dem 24. Platz 2009 an, dann der 14. Platz, dann der 23. Platz, dann der 10. Platz, dann der 25. Platz, dann wieder der 10. Platz und jetzt zuletzt 2015 erreichte Edurne mit "Amanecer (dt: Dämmerung) den 21. Platz, also müsste ihre Nachfolgerin Barei ja mit "Say Yay!" gute Chancen auf eine gute Platzierung haben. Kann sie den ESC zum ersten Mal nach 1969 wieder für Spanien gewinnen?

      Barei, die bürgerlich Bárbara Reyzábal González-Aller heißt, hat schon eine Menge musikalischer Erfahrungen sammeln können. Ihre Karriere begann 2001, als sie einen Gesangswettbewerb gewann. Danach ging sie in die Staaten und nahm dort ein paar Lieder auf, die nie veröffentlicht wurden. Danach kehrte sie in ihre Heimat Madrid zurück und trat da in vielen Konzertsälen auf. Außerdem war sie an dem offiziellen Titelsong der UEFA-Champions-League 15/16 beteiligt und tauchte als Features in verschiedenen Alben spanischer Sänger auf, aber auch sie selbst hat schon zwei Alben veröffentlicht. Anfang Februar gewann sie den spanischen Vorentscheid.

      Nachdem Barei den spanischen Vorentscheid gewonnen hat, stürmte "Say Yay!" die spanischen iTunes-Charts bis ganz nach oben und das Lied avancierte schnell und ist immer noch ein großer Fanfavorit. Spanien hat auch Chancen, den Wettbewerb zu gewinnen. Das Lied ist ein Dancepop-Song, der komplett auf Englisch gesungen wird und das ist für Spanien eine Besonderheit, denn es ist das erste Mal in der spanischen ESC-Geschichte, dass das Land auf Englisch singt. Das Lied ist sehr eingängig und auch international verständlich, da jeder weiß, was mit "Say Yay!" gemeint ist: Freude verbreiten und Spaß am Leben haben und sich nicht unterkriegen lassen. Barei wird mit Sicherheit viele Sympathien bekommen.


      Joe & Jake - You're Not Alone - Vereinigtes Königreich




      Das Vereinigte Königreich ist auch eines der erfolgreichsten Länder des Eurovision Song Contests, aber davon hat man in den letzten Jahren auch nichts gemerkt, da die britischen Beiträge sehr oft im hinteren Drittel der Tabellen landete, zuletzt mit dem Duo "Electro Velvet" mit dem Song "Still In Love With You", die den 23. Platz belegten. Man merkte schon, dass das Vereinigte Königreich den ESC nicht mehr wirklich ernst nimmt, aber jetzt hat die BBC endlich mal ein wenig Mühe gescheut und seit 2010 den ersten britischen Vorentscheid organisiert, die das Duo Joe & Jake mit "You're Not Alone" für sich entscheiden konnten.

      Joe Woolford und Jake Shakeshaft machen beruflich eigentlich etwas total Bodenständiges. Joe ist als Lehrer in Wales tätig und begann mit dem Singen im Chor und dann solo unter dem Pseudonym J.O.E. Sein Duettpartner Jake ist Radiologieassistent in Stoke-on-Trent. Beide lernten sich 2015 bei "The Voice UK" kennen, wo sie allerdings nur hintere Plätze erreichen konnten. Im Februar gewannen die beiden den britischen Vorentscheid mit "You're not Alone"

      Der Song ist ein gut produziertes Stück Pop, der sicher gut im Radio laufen könnte,doch auch hier sehe ich wieder das Problem dass dieses Lied auf der Bühne sehr langweilig sein kann. Auch die Performance beim britischen Vorentscheid der beiden merkte man, dass sie nur unbeholfen nebeneinander standen und immer rumhampelten, so wie sie es auch im Musikvideo tun. Das wirkt schon sehr lächerlich und bis Stockholm sollte man sich dafür eine Alternative einfallen lassen, sodass das nicht peinlich wirkt. Ansonsten kommt das Lied auch sehr beliebig daher, gerade von einer Popnation wie UK. Da hätte man wieder mehr erwartet. Ich kann höchstens nur Mittelfeld für die beiden in Aussicht stellen. Was denken unsere Juroren?


      Frans - If I Were Sorry - Schweden




      Wenn man den ESC mit deutschem Fußball vergleichen würde, dann würde Schweden die Rolle des FC Bayern Münchens einnehmen, denn kein anderes Land hat die letzten fünf Jahre so sehr den Wettbewerb dominiert wie Schweden. In diesen fünf Jahren landeten alle schwedischen Beiträge unter den Top15. Vier von denen landeten unter den Top5 und zwei von denen konnten den ESC gewinnen. Einmal 2012 mit Loreen und "Euphoria" in Baku und zuletzt 2015 Måns Zelmerlöw mit "Heores" in Wien. Das sind große Fußstapfen, in der der 17-Jährige Frans Jeppssen-Wall, oder kurz Frans, treten muss.

      Frans scheint neben Sänger auch ein großer Fußballfan zu sein. Schon mit acht Jahren hatte er einen Hit in Schweden, der auf Platz 1 der Charts erreichte. Dieses Lied war dem schwedischen Nationalspieler Zlatan Ibrahimović gewidmet. Zwei Jahre sang er auch den offziellen Song der schwedischen Nationalmannschaft bei der FIFA-Europameisterschaft 2008 in der Österreich und in der Schweiz. Danach verschwand er von der Blldfläche und kehrte erst 2016 zum schwedischen Vorentscheid, dem "Melodifestivalen", zurück, den er klar für sich mit "If I Were Sorry" entscheiden konnte.

      Frans wird in seiner Heimat als der schwedische Justin Bieber bezeichnet und einige Parallelen kann man tatsächlich nicht von der Hand weisen, wobei man doch sagen muss, dass Frans viel braver als Justin Bieber ist, so wie sein Song "If I Were Sorry", dem auch nachgesagt wird, er sei ein Plagiat von dem Lied "Catch an Release" von Matt Simmons. Ich hab mir das Lied angehört und tatsächlich sind die Lieder sehr ähnlich, doch anscheinend überstand dieses Lied das Plagiatsgutachten. Das Lied ist zwar sehr süß, eingängig und ein Ohrwurm und wurde beim Vorentscheid nett mit Lichtpunkten inszeniert. Das hat mir gut gefallen und das wünsche ich mir auch für den ESC. Andererseits wird das Lied live eher gesprochen als gesungen und viele, nicht nur ich, hätten von Schweden mehr erwartet.



      So, meine Lieben! Das waren alle 43 Beiträge. Ich wünsche euch viel Spaß beim Durchhören und auf ein paar Kommentare eurerseits und auf Diskussionen würde ich mich sehr freuen.





      I have a lot of talents but none of them are really useful.

      I am really good in making fun of people dancing.
      I invented like ten emoticons.
      I can walk up and down an escalator in like two seconds.
      I can fit my body into small spaces.
      I can instantly tell whether someone is fat or pregnant, with 60 percent accuracy.
      I can sneak three dogs into a movie theatre.
      I can convince my grandmother that I'm not real.
      I can win a staring contest with a cat.
      I can make every security guard suspicious of me.
      I can convince my mom that I'm adopted.

      The post was edited 5 times, last by Floh ().

    • Ich finde Jamie Lees Beitrag eigentlich ganz gut, die anderen kenne ich noch nicht. Aber ich denke, Deutschland wird wie immer nicht gewinnen. Ist halt auch ein Nachteil, zu den Big Five zu gehören, gerade in Zeiten wie dieser.
    • Danke @DaVoir, dass du alles so schön zusammengetragen hast. :bew1:

      Wenn ich die kommenden Tage mal Zeit habe, werde ich mir mal alles durch hören und hier ein paar kurze Sätze zu den Songs verfassen. :)
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      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • Seiko wrote:

      Danke @DaVoir, dass du alles so schön zusammengetragen hast. :bew1:

      Wenn ich die kommenden Tage mal Zeit habe, werde ich mir mal alles durch hören und hier ein paar kurze Sätze zu den Songs verfassen. :)
      Habe ich doch gerne gemacht, so wie letztes Jahr! :tlol:

      Funky hat ja schon den Anfang gemacht und ich schließ mal an: Mein absoluter persönlicher Favorit dieses Jahr übrigens ist Serbien. Außerdem mag ich noch Armenien, Spanien und Lettland!
      I have a lot of talents but none of them are really useful.

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      I can walk up and down an escalator in like two seconds.
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      I can instantly tell whether someone is fat or pregnant, with 60 percent accuracy.
      I can sneak three dogs into a movie theatre.
      I can convince my grandmother that I'm not real.
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      I can make every security guard suspicious of me.
      I can convince my mom that I'm adopted.
    • Ich bedanke mich hiermit auch noch einmal herzlich bei dir, Voir, dass du dir wieder so viel Mühe mit diesem Thread gegegeben hast. Man kann die Leidenschaft fühlen! :haare2:

      Da ich sowieso "in der Jury sitze", werde ich jetzt keine Bewertung dalassen. Aber dafür kann ich jetzt schon einmal allen sagen, wie sehr mir der tschechische Beitrag gefällt. Einfach unfassbar gut. Ich hoffe, dass das dann auch was mit dem Bühnenauftritt was wird! >.<


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Ich muss gestehen dass ich den Song von Simon & Garfunkel sehr mag und daher sehr von dem Cover von Australien angesprochen werde, allein weil es nicht so ein eins zu eins Cover ist und sogar die Stimme eines anderen Geschlechts beinhaltet. Wobei ich das Original und die Version von Disturbed einfach auch sehr mag.
      Lass Dir von niemanden je einreden, dass Du was nicht kannst. Auch nicht von mir. Ok? Wenn Du einen Traum hast, musst du ihn beschützen. Wenn andere was nicht können, wollen sie dir immer einreden dass du es auch nicht kannst. Wenn Du was willst, dann mach es. Basta
    • DaVoir wrote:

      Nachdem sich Serbien 2914 für eine kurze ESC-Pause entschieden hatte
      Gut wenn man im voraus plant. :tlol:

      Spaß beseite: Auch wenn ich nicht all zu sehr im ESC-Thema drin bin, finde ich die Show doch immer wieder ganz sehenswert. Und dass du als Kenner der Szene in diesen Threads deine Meinung über die Beiträge kundtust, lässt schon mal im voraus einen guten Überblick zu. Nur hab' ich nicht die Motivation mir alles durchzulesen. Deshalb schaue ich mir immer nur die an, die von dir und den anderen hier im Thread besonders positiv oder negativ bewertet werden. Ich hoffe du kannst mir das verzeihen. :sorry:
      Avatar: ©draconira | Signatur: ©Vaylinor
    • Ich muss gestehen, dass ich die Show seit Jahren nicht richtig verfolge, jedoch kommt man an Ausschnitten oder einzelnen Auftritten nicht vorbei, daher geb ich auch mal meinen Senf dazu :)

      Mein Musikgeschmack geht wohl einfach in eine zu andere Richtung um die Show komplett zu verfolgen. Wobei vor vielen jahren Lordi teilnahmen, das habe ich dann verfolgt. Mein Vater lachte mich aus weil ich für die war und guckte dann doof, als sie gewannen :D

      Ich würde mir ja mehr Abwechslung bei den Teilnehmern wünschen. Das ist mir einfach zu viel Radiomusik (korrigiert mich wenn ich da falsch liege, aber so habe ich zumindest den Eindruck). Für mich ist es einfach zu eintönig.

      Die Teilnehmerin für Deutschland finde ich btw irgendwie nervig. Keine Ahnung.
      Ich hatte ja für die Kassierer abgestimmt, doch ich glaube die wurden nicht mal berücksichtigt. Dafür ist Deutschland wohl viel zu versteift oder noch nicht bereit für :D Aber auch in der Vergangenheit gab es Anwärter, die nicht genommen wurden (da sie wohl zu abgedreht waren), für die ich gestimmt hätte. Schade eigentlich, denn gerade bei einem solchen Contest muss man auffallen, das hat die Vergangenheit gezeigt. Die aktuelle Kandidatin für Deutschland sieht vielleicht bunt und quietschig aus aber sonst ist es das gleiche Geleier wie sonst auch :ka:

      Ich werde mir aber die Tage mal noch die anderen Vids anschauen, vielleicht ist ja doch etwas dabei, das ich gut finde :)
    • @Rylux Danke, habs korrigiert und nein, das kann ich dir leider nicht verzeihen! :( Hör dir alles an! :@

      @Shirogarasu Das wird oft so wahrgenommen, aber das würde ich so nicht unterschreiben. Was für Musik hörst du denn so? Vielleicht lässt sich was empfehlen.

      Ach und Bulgarien! Bulgarien finde ich auch große Klasse! :bg:
      I have a lot of talents but none of them are really useful.

      I am really good in making fun of people dancing.
      I invented like ten emoticons.
      I can walk up and down an escalator in like two seconds.
      I can fit my body into small spaces.
      I can instantly tell whether someone is fat or pregnant, with 60 percent accuracy.
      I can sneak three dogs into a movie theatre.
      I can convince my grandmother that I'm not real.
      I can win a staring contest with a cat.
      I can make every security guard suspicious of me.
      I can convince my mom that I'm adopted.
    • DaVoir wrote:

      @Shirogarasu Das wird oft so wahrgenommen, aber das würde ich so nicht unterschreiben. Was für Musik hörst du denn so? Vielleicht lässt sich was empfehlen.
      Grob gesagt Metal. Aber auch Punk und Mittelalterkram :ja3: Wobei ich nicht unbedingt meine, dass sowas zwingend dabei sein sollte. Ich fänds schon cool wenn eben ein paar “Randgenre“ dabei wären ;)
    • @Shirogarasu Also wenn du Randgenres sehen bzw. hören willst, empfehle ich Montenegro, Rumänien und Georgien. Vielleicht auch noch Armenien, wenn man das als Randgenre bezeichnen will.
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    • Ich versuche dieses mal ein paar Songs anzuhören und sie leicht zu bewerten. @HoLy und @Leafos kennen ja schon meine Begabung als Musikkritiker.

      Also Halbfinale 1:
      Finnland: Finde ich jetzt so schlecht, eher in die Kategorie "ganz nett", wenn ihr versteht was ich meine. :$
      Das ist so ein Popsong, der nicht wirklich was schlecht macht, aber der auch Nullerinrungswert hat und ich glaube, in der Halle hat er so gut wie keine Partyfähigkeiten.
      Also könnte ins Finale einziehen und irgendwo im Mittelfeld versauern.

      Griechenland: Hui, gleich mal ein nicht alltägliches Instrument. :run2:
      Das erhöht schon mal den Erinnerungswert, und irgendwie auch die einzige. Irgendwie packt mich der Song nicht wirklich. Die Partyfähigkeit fällt mir schwer zu beurteilen aus einem gemütlichen Wohnzimmer heraus, der scheint aber ganz ok zu sein. Was ich aber leider sagen muss, ist dass ich am Ende froh war, dass das Lied vorbei war. Liegt jetzt nicht daran, dass sie auf griechisch singen, englischen Rap verstehe ich meistens auch nicht so wirklich, aber irgendwie empfand ich die Zusammenstellung der Musik und den Rhytmus am Ende eher als nervig. :sorry:

      Moldau: Oha, DaVoir äußert sich negativ gegenüber Moldau? Ist heute Weltuntergang? Oo
      Jedenfalls der Anfang von Lied hat mir sehr gut gefallen. Die Stimme klang so schön kraftvoll. Allerdings ist die Entwicklung von dem Lied etwas einseitig. Halt so typischer 08/15 Eurodance. Falls es das einzige Eurodancelied ist, ok, wird nicht siegen, aber kann ins Finale kommen.

      Ungarn: Jep, Finale kann ich mir auch vorstellen. Je nachdem wie die konkurenz ist, könnte er aber auch untergehen, was ich aber für unwahrscheinlich halte. Ansonsten ein ganz schönes Lied. Oh man, zu den Sachen, die mir eigentlich ganz gut gefallen, kann ich immer so wenig schreiben.:v:

      Kroatien: Ab ins Finale. Der Anfang hat mir so gar nicht gefallen, aber so ungefähr ab der Mitte gefällt mir der Song richtig gut. Wiedererkennungswert ist auch gegeben. Ich mag es auch, dass die Sängerin am Anfang nur sanft singt und ab der Mitte richtig aufblüht. Dieser Wandel ist richtig toll geworden. Also mir gefällt es. :bew1:
      Würde mich sogar nicht wundern, wenn dieses Lied auf die höheren Stufen klettert.

      Niederlande: Wieder ein Fall von "ganz nett". Schlecht ist das Lied sicher nicht, leidet aber wie Finnland an einem sehr geringen bis gar nicht vorhandenen Wiedererkennungswert. Ob sie überhaupt im Finale sind, weiß ich gar nicht. Ich sollte eher sagen, ins Finale kommen. :ka:

      Armenien: Mmm, mir gefällt das Lied irgendwie. *:O
      Also Finaleinzug sehe ich sogar als sicher an. Und Wiedererkennungswert sehe ich auch in dem Lied. Partstimmung könnte auch aufkommen. Also ich wüsste nicht, warum dieses Lied im Halbfinale scheitern sollte. Fall es doch auf der Strecke bleiben würde, wäre ich einen kurzen Moment traurig. :(

      Edit: Ich versuche den Rest auch noch, aber ich brauche ne Pause. :run:
    • So, ich bin zwar überhaupt kein Musik-Experte, aber als Musik-Liebhaber melde ich mich trotzdem mal zu Wort. Ich werde meine Wertung in :bew1: , :bew2: und :ka: gliedern, wobei :bew1: für "gefällt mir", :bew2: für "gefällt mir nicht" und :ka: für "unentschlossen" oder "neutral" steht, also weder gut noch schlecht. Damit hier nicht zu viele einheitliche :bew1: vorkommen, werde ich diese bei Bedarf noch mit einem "+" oder "-" versehen, je nachdem ob es mir recht gut oder sehr gut gefällt. Und um es nochmals zu wiederholen: Das alles ist meine subjektive Meinung und entspricht meinem persönlichen Musikgeschmack.

      Display Spoiler

      LandWKommentar
      Finnland :bew1: Typischer Pop-Song Aufbau. Es fängt ruhig an und beim Refrain wird es zu einer kommerziellen Radio-Nummer. Das ist zwar auf der einen Seite sehr gut, allerdings hebt sich der Song so auch nicht gross von der Masse ab. Aber zumindest mir gefällt es.
      Griechenland :ka: Fängt schon mal sehr exotisch an. Als der Rap einsetzt ist es jedoch ein sehr starker Umbruch, der gewöhnungsbedürftig ist. Ist jetzt nicht so mein Geschmack, aber schlecht finde ich es auch nicht.
      Moldau :ka: Bis zum Refrain eher wenig spektakulär. Und auch dann überzeugt es mich nicht auf ganzer Linie. Also schlecht ist es keinesfalls, aber halt auch nicht so ganz die Musikrichtung, die mich überzeugt.
      Ungarn :bew1: Der Aufbau gefällt mir sehr gut. Der Refrain ist auch alles andere als schlecht und die Stimme und das Pfeifen passen gut zum Instrumental dazu. Die Bridge passt auch richtig gut dazu. Allen in allem also wirklich nicht schlecht.
      Kroatien :bew1: +Einen kitschigerer Videoclip gibt es wohl nicht mehr... Aber die Stimme der Sängerin hat mir schon von Anfang an gefallen. Und der Refrain rundet den ohnehin schon sehr ruhigen und mythischen Song sehr schön ab. Ich muss gestehen, der Song gefällt mir sehr gut, auch wenn ich sonst eher andere Musik höre.
      Niederlande :ka: Klingt nach so einem typischen gute-Laune-Song. Allerdings finde ich, dass der Song zu wenig Abwechslung bietet. Ansonsten ist es gar nicht mal so schlecht.
      Armenien :ka: Also der Anfang ist ja ein wenig speziell. Naja, der Refrain eigentlich auch. Für meinen Geschmack ist der Song schon wieder zu individuell. Ein anderes Drumkit oder ein paar anders gesungene Töne hätten dem Song vielleicht gut getan.
      San Marino :bew2: "Mehr Singen, weniger sprechen" war mein erster Gedanke. Übrigens sind wir mittlerweile im 21. Jahrhundert, keine Ahnung ob San Marino den Jahrtausendswechsel verpennt hat. Nicht das ich etwas gegen das Disco-Genre hätte, aber ich bezweifle, dass sie damit Erfolg haben werden.
      Russland :bew1: -Klingt wieder eher kommerziell. Beim Übergang zum Refrain gefällt mir der Song ziemlich gut und der Refrain ist auch nicht schlecht. Die Strophen sind zwar nicht sooo toll, aber sie passen immerhin zum Rest des Songs.
      Tschechische Republik :bew1: Der Song hat einen tollen Aufbau. Die Strophen sind zwar etwas ruhig, aber das passt doch recht gut zum Song dazu. Der Refrain ist etwas ungewohnt, aber dennoch nicht zu fremd. Zum Schluss zieht der Song noch ein wenig an, was gut rein passt. Das Finale könnte aber noch ein wenig kräftiger sein.
      Zypern :bew1: Ein Rock-Song mit einigen Pop-Elementen... Klingt gar nicht mal schlecht, wie man es halt von Pop-Rock-Songs gewohnt ist. Der Refrain könnte zumindest noch ein Ohrwurm werden, da er Wiedererkennungswert hat, was sehr gut ist. Auch sonst ziemlich Abwechslungsreich.
      Österreich :bew1: -Ich wusste ja gar nicht, das man in Österreich auch französisch spricht... Sowieso hat der ganze Song einen französischen Touch, was gar nicht mal so schlecht klingt, auch wenn es nicht so ganz mein Geschmack trifft.
      Estland :bew2: Also das trifft irgendwie überhaupt nicht meinen Geschmack. Schlecht ist es zwar nicht, aber dem Song fehlt das gewisse Etwas und zwar in jederlei Hinsicht.
      Aserbaidschan :bew1: +Der Aufbau gefällt mir ziemlich gut und das ganze klingt sehr radiotauglich, aber hat trotzdem eine gewisse Einzigartigkeit. Vor allem der Refrain ist sehr gelungen und die Bridge unterstreicht das ganze nochmals. Gefällt mir wirklich sehr gut.
      Montenegro :ka: Also der Song fängt schon mal sehr hart an. Da wirkt die anschliessende Strophe schon fast zu ruhig. Der anschliessende Refrain (falls es der Refrain ist) hat dann doch wieder ein harter Übergang und das Dubstep-Drumkit passt meiner Meinung nach nicht so gut rein. Aber schlecht ist es nicht, dafür ungewohnt.
      Island :ka: Also der Anfang hat mich nicht ganz überzeugt. Das Instrumental nach dem Refrain rettet den Song allerdings wieder. Aber die anschliessende Strophe (& Refrain) ist wieder verhältnismässig zu ruhig. Der letzte Refrain klingt aber wieder ganz gut.
      Bosnien & Herzegowina :ka: Der Song fängt recht exotisch an und bleibt auch bei diesem Flair. Der Instrumentalpart gefällt mir eigentlich sogar am besten, da ich mit den Strophen nicht so viel anfangen kann und der Refrain auch nicht ganz mein Geschmack trifft. Der Rap-Part bietet aber die Abwechslung, die der Song nötig hat.
      Malta :bew1: Auch hier gefällt mir der Aufbau. Und der Übergang zum Refrain, sowie der Refrain selbst, klingen sehr gut. Auch hier ist das ganze wieder eher kommerziell und radiotauglich, allerdings auch doch etwas individuell. Also mir gefällt es.
      Lettland :ka: Also ich finde ja Stimme und Instrumente passen nicht so toll zusammen. Die Melodie sollte den Gesang untermalen und nicht überbieten, so wie es in den Strophen der Fall ist. Der Refrain klingt gar nicht mal so schlecht, allerdings könnte er ein wenig kräftiger gesungen werden, was aber wohl an der Stimme des Sängers liegt.
      Polen :bew1: -Intro und erste Strophe sind ein wenig kurz ausgefallen... Die Melodie des Refrains hat aber was und vermutlich auch Ohrwurm-Potenzial. Auf ganzer Linie überzeugen, kann mich der Song aber doch nicht, obwohl er alles andere als schlecht ist.
      Schweiz :ka: Der Song ist auch nicht schlecht, aber vermutlich wäre es auch noch ein wenig ausbaufähig gewesen, vor allem wenn ich mich auf das Drumkit achte. Zumindest ist es besser als der Song, den wir letztes Jahr ins Rennen geschickt haben.
      Israel :bew2: Also der Anfang wirkt mir schon fast zu ruhig, selbst für eine Ballade. Ab der 2. Minute wird der Song aber doch recht kraftvoll und kann den Anfang, der zum Einschlafen einlädt, nochmal retten. Der Song sagt mir trotzdem nicht wirklich zu.
      Weissrussland :ka: Die Strophen und die Bridge könnten etwas kräftiger gesungen werden. Der Refrain ist hingegen wieder sehr gut. Der Song wirkt auch eher kommerziell, aber kann leider auch nicht mit einer eigenen Note wirklich bestechen.
      Serbien :bew1: Die kraftvolle Stimme passt gut zum ruhigen Instrumental. Ab der 2. Strophe gefällt mir der Song sogar ziemlich gut, auch wenn ich Balladen nicht so mag. Allerdings finde ich, dass der Song eine sehr emotionale Seite hat.
      Irland :bew1: -Auch hier haben wir wieder radiotauglichen Pop-Kommerz. Natürlich ist der Song nicht schlecht, aber irgendwie auch nicht besonders eingängig und kann leicht vergessen werden. Da sorgt leider auch die Bridge nicht für die nötige Abwechslung. Trotzdem ist der Song gut.
      Mazedonien :ka: Der Anfang ist mir wieder zu ruhig. Aber der Refrain hat es mir doch irgendwie angetan. Bei der 2. Strophe wird es dann doch wieder etwas sehr ruhig, bevor der kraftvolle Refrain nochmals einsetzt. Ich weiss nicht genau, was ich davon halten soll...
      Litauen :ka: Na gut, ich habe nichts gegen kommerzielle Songs, aber die ruhigen Strophen und der kraftvolle Refrain passen meiner Meinung nach irgendwie nicht so toll zusammen. Vor allem die Strophen finde ich doch ein wenig zu ruhig. Und die Bridge sagt mir auch nicht wirklich zu.
      Australien :bew1: -Der Song ist wieder etwas weniger kommerziell. Hier passen die ruhigen Strophen besser zum Refrain. Auch wenn dem Refrain etwas Abwechslung nicht geschadet hätte. Aber alles in allem klingt es gar nicht schlecht.
      Slowenien :bew1: -Endlich mal wieder ein Song, der für gute Laune sorgt. Aber auch hier finde ich, dass der Song zu wenig eingängig ist. Der Refrain klingt zwar nicht schlecht, aber die Strophen oder die Bridge hätten das ganze noch besser abrunden können.
      Rumänien :ka: Also das ist ja mal wirklich sehr ungewohnt. Ich finde es weder gut, noch schlecht, denn es hebt sich doch schon sehr stark von den anderen Songs ab. Ob der Song aber beim ESC gut ankommt sei mal dahingestellt.
      Bulgarien :bew1: +Das klingt doch auch sehr radiotauglich. Allerdings gefällt mir dieser Song doch noch ein Stück besser, als die anderen kommerziellen Stücke und ich finde ihn auch eingängiger, was auch an den hoch gepitchten Hintergrund-Vocals liegen könnte, die man teilweise hört. Die Bridge am Schluss sorgt für ein tolles Ende.
      Dänemark :ka: Bis zum Refrain hat mich der Song überhaupt nicht überzeugt. Da wurde es dann allerdings nur etwas besser. Auch die Bridge finde ich nur durchschnittlich. Schlecht ist es zwar nicht, aber auch nicht besonders gut.
      Ukraine :bew2: Ich weiss, ich bin sehr kritisch, aber hier ist mir der Song schon wieder zu individuell. Ich finde, der Song bietet praktisch keinerlei Abwechslung und läuft einfach nur 3 Minuten vor sich hin, auch wenn die Sängerin keine schlechte Stimme hat.
      Norwegen :bew2: Eigentlich wäre der Song nicht schlecht, aber Strophen und Refrain passen ja überhaupt nicht zusammen. Das klingt in meinen Ohren einfach nur falsch. Da können Gesang und Hintergrund-Instrumental noch so gut sein.
      Georgien :bew1: Das klingt im ersten Moment auch mal etwas gewöhnungsbedürftig. Aber eigentlich finde ich es doch originell und alles andere als schlecht. Ich finde auch den Umbruch ab der Hälfte des Songs sehr gelungen, auch wenn es eigentlich nicht meinem Musikgeschmack entspricht.
      Albanien :bew1: +Der Song hat etwas, das mich fasziniert. Der ganze Song hat irgendwie eine seltsame und doch vertraute Atmosphäre. Besonders der Refrain hat es mir sehr angetan. Mir gefällt es wirklich sehr gut.
      Belgien :bew1: Interessanter Anfang... Irgendwie sorgt auch dieser Song für gute Laune. Zwar auch wieder etwas kommerziell (zumindest wäre das der Song vor 10 Jahren ganz klar gewesen), aber mir gefällt es doch ganz gut.
      Deutschland :bew2: Ich habe zwar "The Voice" nicht gross verfolgt, aber die Songs der Finalisten habe ich mir angehört, allerdings fand ich den Song damals schon nicht so überragend. Ich finde das Gesamtpaket ein wenig zu ruhig und zu wenig eingängig. Ich bezweifle, dass man am ESC damit Erfolg hat.
      Frankreich :bew1: -Das soll wohl auch wieder eine radiotaugliche Pop-Nummer darstellen... Der Song ist zwar ganz gut, aber auf ganzer Linie überzeugen, kann er mich trotzdem nicht. Allerdings ist es trotzdem besser als manch' andere Abgaben.
      Italien :bew1: Nachdem mir ihr letztjähriger Song, trotz des Erfolges, nicht wirklich zugesagt hat, gefällt mir dieser Song umso besser. Er hat einen schönen Aufbau und der Refrain klingt sehr gut und könnte, obwohl mangelnder Sprachkenntnisse, zumindest bei mir ein Ohrwurm werden. Dass der 2. Refrain auf Englisch gesungen wird, stört mich allerdings etwas...
      Spanien :bew1: Gehört der Lautstärke- / Filter-Umbruch mitten in der ersten Strophe zum Song dazu? Sehr gewöhnungsbedürftig... Auch die Sekundenstille nach dem ersten Refrain zerstört das Gesamtpaket. Ansonsten gefällt mir der Song aber sehr gut. Es hat etwas sehr rythmisches, vor allem der Refrain. Gefällt mir wirklich ziemlich gut.
      Vereinigtes Königreich :ka: Also der Song klingt irgendwie nicht sehr spektakulär und irgendwie recht kommerziell, aber auch hier nicht unbedingt im guten Sinne. Vor allem wusste ich nicht, ob der Refrain wirklich der Refrain ist, oder nur der Übergang dazu. Aber schlecht ist es nicht unbedingt.
      Schweden :bew2: Der gesprochene Anfang ist ein wenig zu lang für meinen Geschmack. Ansonsten klingt mir der Song auch schon zu sehr nach dem Radio-Kommerz, bei welchem man lieber den Sender wechseln würde. Auch wenn der Song sicher nicht schlecht ist, verfehlt er meinen Geschmack doch zu sehr.



      Und da sich bestimmt nicht alle alles durchlesen möchte, liste ich hier nochmals meine Favoriten auf:
      Kroatien
      Aserbaidschan
      Bulgarien
      Albanien

      Und ich nominiere San Marinos Abgabe als schlechtester Song im diesjährigen ESC. ;)
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • @Seiko @Dargos Hui, da habt ihr euch aber echt Mühe gegeben! :tlol: Vielleicht wollt ihr ja nächstes Jahr Juror spielen? :szwink:

      Mit dem meisten stimme ich tatsächlich größtenteils zu, wobei ich ja Respekt vor Seiko habe, dass er sich Georgien anhören kann, ohne es nicht gut zu finden! :oh:
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    • Heute wurde etwas bekanntgegeben, was noch nie in der Geschichte des ESCs passiert ist.

      Rumänien ist vom diesjährigen ESC und wahrscheinlich auch von den folgenden Wettbewerben ausgeschlossen worden. Grund dafür ist die hohe Summe an Schulden, die der verantwortliche rumänische Sender TVR bei der EBU hat und somit kurz vor Insolvenz steht. Die rumänische Regierung hatte bis Donnerstag Zeit, die Schulden abzubezahlen, was jedoch nicht geschah. Mit den Teilnahmegebühren hatte das nichts zu tun, wie ich es vorhin angegeben habe. Ich habs nochmal genau überprüft.

      Alle weiteren Infos, findet ihr hier, wenn es euch interessiert.

      Das bedeutet für den ESC, dass es nun 42 Teilnehmer sind. Für Rumänien sollte der Sänger Ovidiu Anton mit "Moment Of Silence" antreten. Dies bleibt bedauerlicherweise aus. Auf den Wettbewerb wird das sonst keinen Einfluss nehmen.
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    • San Marino
      Oh je, jetzt hasst mich Davoir sicher noch mehr, aber so schlecht fand ich das Lied nicht. Kann auch sein, dass das daran liegt, weil ich nie so auf Texte achte und ich eh grottig in Englisch bin. :$
      Also was ich San Marino hoch anrechnen muss (ich hab noch nicht alles gehört) ist, dass es ziemlich einzigartig ist. Also es gibt keine Verwechslungsgefahr, d.h. auch dass alle Sympathisanten dieses Stils sich für den Song entscheiden und dass die Chancen beträchtlich erhöht ins Finale zu ziehen. Ich glaube zwar auch nicht, dass der Song gewinnt, aber Finale wäre wegen dieser Einzigartigkeit lieber.
      Und falls das englisch echt so schlecht ist, dann werden die Engländer keinen Spaß damit haben. 0 Punkte aus der UK. :tlol:

      Russland
      Das Lied ist auch sehr schön. Das erste Problem was mir hier sofort ins Ohr sticht, ist dass es ziemlich viele Tanznummern beim ESC gibt. Spontan fällt mir jetzt Armenien ein und die haben mir etwas besser gefallen. Also im Finale sehe ich den Song schon, aber Armenien > Russland; sorry roter Bär. :(
      Was mir aber auch sehr gut an diesem Lied gefällt, ist dieser schöner Wechsel zwischen Kraftvoll und ruhig. Ein Lob an den Künstler. Ich sehe den Song in den Platzierungen auch eher unter den ersten 12.^^

      Tschechien
      Die erste Ballade glaube ich? Sonst ist der ESC immer voll davon. Na ja, vielleicht kommen die noch. An sich ist die Ballade auch ganz in Ordnung, nur mag ich es persönlich gerne etwas rockiger. Also ich könnte mir Tschechien auch im Finale vorstellen. Besonders wenn es die einzige Ballade ist. Allerdings glaube ich auch, dass das Lied leicht in Vergessenheit geraten könnte. So einzigartig ist der Song nicht und die Konkurrenz ist stark, das wird hart. Also vielleicht im Finale, wird aber wahrscheinlich untergehen. Glück für Tschechien falls ich mich irre.

      Zypern
      Das Land des ewigen Zwist zwischen Türkei und Griechenland. :was:
      Also du scheinst ja sehr überzeugt von dem Song zu sein. Aber ich werde irgendwie nicht warm mit dem. Vielleicht wieder ein Fall von Wohnzimmerstimmung. Aber mir kommt es so vor, als hätte ich Songs wie diesen schon 100 Mal gehört. Ab ca. 2:30 wird es zwar besser, aber retten kann es den Song auch nicht wirklich. Was mir aber gut an dem Lied gefällt, ist irgendwie der Einstieg. Der hat schon was, aber mit dem Refrain werde ich so gar nicht warm. Ich sage mal, Finale wird schwierig und wenn sie es schaffen, werden sie wohl eher nicht unter den ersten 12 sein. (Ich nehme übrigens 12, weil dass die maximal Punktzahl ist, die man vergeben kann .-. )

      Österreich:
      Lel, ein E mit Doppelpunkt aus Österreich und dann noch auf französisch. Hier gibt sich das Land mit Europas strengsten Asylgesetz aber mal ganz weltoffen. :kl:
      Also das Lied ist der Inbegriff eines Mauerblümchens- Zwar wunderschön, aber es fällt eben kaum auf. Puh, was soll ich groß zu dem Lied sagen. Es ist gut, aber irgendwie fehlt da der gewisse Reiz. Mauerblümchen halt... Was den Finaleinzug sehe ich das so wie du. Machbar, aber nicht garantiert. Gut zusammengefasst, @DaVoir

      Estland
      Also der Anfang ist ja mal richtig bombe. Musste an die alten James Bond Filme denken. *_*
      Nur leider schafft es das Lied nicht so gut sich zu entwickeln. Die Bridge(?) kurz danach fängt vielversprechend an, bricht aber dieses Versprechen. Irgendwie schafft der Song einfach kein musikalisches Feuerwerk, keine Explosion an Energie. Der Song brutzelt auf Sparflamme dahin. Leider auch nur ganz nett... :sorry:
      Finale, eher nein.

      Aserbaidschan
      Irgendwie habe ich mich auf den Beitrag dieses Landes am meisten gefreut. Ich mag das Lied irgendwie. :hihi:
      Hast schon recht, was das betrifft, dass das Lied sich eher wie zwei verschiedene Lieder anhören. Man kann zwar einen Zusammenhang hören, aber irgendwie doch etwas auseinander. Was mir an diesem Song besonders gefällt, ist dieser starker Mix aus lauter Mucke und kraftvoller Stimme. Ich denke mal, wir werden das kleine Land wieder im Finale begrüßen dürfen. Aber mir fällt es echt schwer, das Lied zu platzieren. Ich mag den Song zwar, aber ich verbinde auch viel positives mit dem Land. Ich enthalte mich da feigerweise einmal. :shy:

      Montenegro
      Montenegro ist komisch. Im Sinne von seltsam. Ich kann das Lied so gar nicht einordnen, was es will... Also es ist zu außergewöhnlich, wenn du mich fragst. Ich würde das Lied jetzt nicht als schlecht bezeichnen, aber es ist weder Fisch noch Fleisch. Es ist bewundernswert, dass sie ein Experiment ins Rennen schicken. Andererseits sind Prototypen auch dafür bekannt, viele Schwächen und Fehler zu haben.
      Machen wir es kurz: Mein Ohr sagt nein. Finaleinzug wäre sehr überraschend uns falls ja, wartet Platz 20 schon auf euch. Oder so um den Dreh.

      Island
      Das Überraschungsei des Abends. Das Lied sehe ich nicht nur im Finale, sondern um den Kampf um die Spitze. Island deux points. :bg: oder so xD
      Also das Lied selber ist stark, eingängige kraftvolle Musik und exzellente Abfeierungsqualitäten. Also Island, go go go go go go goooooooooooo! HDL!
      So ein kleiner Text für meinen Favoriten. :(

      Bosnien und Herzegowina
      Also der Einstieg ist schon mal exotisch. Plus Punkt dafür. :ws:
      Generell gefällt mir das Lied so gut. Es mal was ganz anderes als der restliche Kram. Den Rap finde ich im Gegensatz zu dir, nicht so toll. Aber vielleicht ist es auch das Element, dass die anderen Teile mehr hervorhebt. Falls du verstehst, was ich meine. Mir gefällt auch der Einsatz der Instrumente richtig gut. Dieser wunderbare Klang des Cellos. Also ich sage, dass das Lied auch im Finale anzutreffen sein wird und hoffentlich haben die Sänger keine Höhenangst. ;)
      Übrigens gefällt mir die Stimme der Frau etwas besser als die von dem Kerl.

      Malta
      Und jetzt kommen wir zu Malta. Wieder so ein Fall, wo ich nicht weiß, was ich von halten soll. Beste Beschreibung: Klingt schon mal da gewesen. Ich persönlich würde nicht für den Song abstimmen, weil er mich in keinster Weise packt oder emotional mitreißt. Supermärkte haben schönere Einkaufsmusik.:v:
      Ach Malta, guer Versuch, aber für dich gibt es leider keine Rose. Bis zum nächsten Mal. :(

      So, endlich Teil 1 geschafft. Also bis zum nächsten Mal. Ciao. HDL euch alle <3


    • Huhu, meine lieben Filber!

      Eigentlich sollten heute die Jurybewertung meiner fünf Auserwählten im Startpost erscheinen, doch leider war dies technisch nicht umsetzbar, weil der Beitrag dann so groß war, dass mein Fenster nicht mehr reagiert und zweitens ich die Kapazität von 100.000 Zeichen erreicht hätte. Also während Floh die Juryspoiler aus den Beitragsspoilern entfernt, stelle ich euch die Jurybewertungen in einem separaten Post vor:

      Flohs Bewertungen


      1. Halbfinale

      Finnland: Oberes Mittelfeld mit einem gute Laune Song. 8

      Griechenland: Der Refrain ist zwar eingängig, aber das Lied geht in der Masse unter. 5

      Moldau: Stimmlich eher Einheitsbrei mit Disco-Beat. 5

      Ungarn: Einer, meiner Favoriten, der stimmlich einen rauen Kontrast zu den vorherigen Teilnehmern bildet und zum Mit summen animiert. 10

      Kroatien: Schön, dass sich jemand auf die Folk-Elemente seines Landes bezieht, denn das macht den Charme dieses Liedes aus. 11

      Niederlande: Mal wieder etwas Country von den Niederlanden. Wenige, elektrische Instrumente, stimmig, aber vlt etwas zu unauffällig. 8

      Armenien: Keine schlechte Sängerin, aber das Lied wirkt etwas monoton, sodass es sich nicht einprägt. 6

      San Marino: Lustiges Lied, welches gesanglich nichts zu bieten hat und durch Discobeats aufgewertet wurde, mehr aber auch nicht. 2

      Russland: Zu viele, elektronische Beats, welche von der Stimme ablenken und darauf hoffen, mit einer ähnlichen Strategie, wie letztes Jahr zu gewinnen. Wird aber wohl ins Finale kommen und wird jetzt schon als Favorit für den Sieg gehandelt. 3

      Tschechische Republik: Gefühlvoller Kontrast zum Vorgänger, aber auch etwas unauffällig. 6

      Zypern: Hört sich vertraut an, geht ins Ohr und hoffentlich auch ins Finale. 10

      Österreich: Lässt sich hören, aber wirklich begeistert bin ich davon nicht. 7

      Estland: Etwas klassischer mit Jazz/Big Band Elementen, aber stimmlich nicht die beste Leistung. Breite Masse, könnte das Finale verpassen. 6

      Aserbaidschan: Wird schwer, mit diesem Lied aus der Masse heraus zu stechen. 7

      Montenegro: Interessanter Anfang, sobald aber der eigentliche Sänger anfängt, Nullnummer. 2

      Island: Ruhiger Start, aber sobald die Trommeln loslegen, ein gutes Lied, welches hoffentlich ins Finale kommen wird, da es einfach zu wenige Lieder gibt, welche aus der breiten Masse dieses Jahr herausstechen. 11

      Bosnien & Herzegowina: Ein Beitrag, welcher sehr viel Wert auf traditionelle Klänge und die eigene Sprache legt und trotzdem gegen Ende modern wird. 10

      Malta: Stimmlich nicht schlecht, es lässt sich hören (vom Chor hätte ich gerne mehr gehabt), aber könnte untergehen. 7

      2. Halbfinale

      Lettland: Ich mag die Stimme und finde es nicht schlecht, aber mit fehlt neben dem Beat leider etwas, um es mir mehrfach anhören zu wollen. 8

      Polen: Von dem Sänger erwartet man etwas Anderes, als eine Ballade. Etwas langatmig und dramatisch. 6

      Schweiz: Typisch ESC, kein Risiko, stimmlich etwas schwach. 5

      Israel: Ruhig, gefühlvoll mit Klavier und Violinen. Hebt sich ab. 10

      Weißrussland: Die Kopfstimmensequenzen sind einprägsam, aber der Rest langweilig. 5

      Serbien: Die 2. Hälfte ist sehr balladenlastig und trotzdem hebt sich dieser Titel aus der breiten Menge ab, was an der Sängerin liegt. Material fürs Finale. 11

      Irland: Was ist nur aus Irland geworden, die damals einen Sieg nach dem Anderen errungen haben? Das Lied ist so glatt, dass es nicht mal als Ohrwurm im Kopf hängen bleibt. 4

      Mazedonien: Bei dem Refrain, welcher zu 90% aus einem Wort besteht, kann man eigentlich nichts falsch machen, denn das bleibt im Ohr. Lecker, Donut... Aber zwischendrin einfach langweilig. 3

      Litauen: Hat leider ein ähnliches Problem, wie Mazedonien, denn ein 8-fach wiederholter Refrain macht ein schlechtes Lied nicht besser. In der Disco bestimmt nicht schlecht. Aber wenn man es nur anhört, nichts Besonderes. 3

      Australien: Auch, wenn der Refrain genau das macht, wie Mazedonien und Litauen, so ist es eher ein untypisches Lied, welches nicht so abgedroschen nach ESC klingt. Bin gespannt. 8

      Slowenien: Keine Ballade, aber auch Country. Hätte auch von Deutschland kommen können, aber beim Refrain möchte ich immer "forget about the price tag" singen. 7

      Bulgarien: Was finden Sänger nur an so nerv tötenden Geräuschen toll? Der Refrain ist aber einprägsam und macht das Lied gut. 9

      Dänemark: Ich muss erst mal meine Boxen säubern, denn da tropft der Schmalz raus. Gute Laune ja, aber furchtbar. 4

      Ukraine: Gar nicht einprägsam, aber eine, der interessantesten Teilnehmer innerhalb der zweiten Hälfte. Nicht für jeden Geschmack, aber gerade deswegen bleibt es im Kopf. 10

      Norwegen: Der Wechsel im Beat ist schrecklich und stimmlich wirkt der Auftritt manchmal etwas schwach. 6

      Georgien: Wenn die Bühnenshow ähnlich skurril, wie das Video wird, könnte das Lied eine Chance haben. Sonst wird es wohl eher das Finale nicht erreichen. 5

      Albanien: Ich bin jemand, der immer sagt, dass ein Lied in der eigenen Sprache gesungen beim ESC oft nicht so ankommt, wie es geplant ist, aber hier ist genau das Gegenteil passiert, denn das Englisch hat das Lied weicher gemacht. War im Original emotionaler. 9

      Belgien: Definitiv Top5. Vermittelt passend zum Titel eine Unbeschwertheit und gute Laune. 11


      Big 5 und Gastgeber
      Deutschland: Kein schlechtes Lied, könnte aber trotzdem wieder einer der letzten Plätze belegen, wie in den letzten Jahren. 6

      Frankreich: Ist ganz angenehm zu hören, aber wirklich zu den Top5 würde ich es nicht zählen. 8

      Italien: Es kratzt an der Oberfläche, aber wirklich Tiefgang fehlt. Was andere zu viel an Emotionen hatte, so fehlt es Italien erstaunlicher Weise daran. 7

      Spanien: Von den Big5 für mich das beste Lied, welches in der passenden Konstellation deutlich aus den Balladen herausstechen kann. 10

      Vereinigtes Königreich: Beim Autofahren bestimmt ganz ok, aber nichts Besonderes. 5

      Schweden: Naja, Russland und Schweden sind laut Wettquoten die beiden Favoriten, was ich leider nicht nachvollziehen kann, da andere Lieder deutlich besser waren. Für mich Mittelfeld. 6


      Galas Bewertungen


      1. Finnland – 6 Punkte
      Ein Popsong, der schnell ins Ohr geht. Wenn sie live genauso singt, hat das Lied das Potenzial, ins Finale zu kommen. Ich persönlich finde den Song jetzt nicht fantastisch, aber auch nicht grottig. Es ist einfach nicht mein Stil, aber sie singt gut. :p

      2. Griechenland – 6 Punkte
      Klingt am Anfang wie eine Folklore und erinnert auch an Fairytale (Norwegen 2009). Dass das Lied multilingual ist, erkennt man ziemlich schnell, und mir gefällt das auch, so verbindet es den Volksgesang (griechisch) und das moderne Pop (englisch). Auch wenn ich Volkslieder gar nicht ausstehen kann, ist das doch eine akzeptable Mischung.

      3. Moldawien – 7 Punkte
      Ebenfalls ein Popsong, der sich aber schöner hören lässt, als der von Finnland. So enthält der Refrain einen raschen Wiedererkennungs- und Einprägungswert und mir eher gefällt.

      4. Ungarn – 7 Punkte
      Eine schöne Mischung aus Rock und Pop, ebenso der schöne Hintergrundchoral, was ein ziemlich großer Kontrast zu dem ruhigen Lied von letztem Jahr ist. Meiner Meinung nach ist das Lied durchschnittlich und ich kann nicht voraussagen, ob das Lied ins Finale kommt oder nicht.

      5. Kroatien – 12 Punkte
      Dieses Lied hebt sich besonders von den anderen ab, denn es ist eine ganz andere Art von Musik und lässt sich auch wunderschön hören. Die Stimme und die Melodie passen exzellent zusammen und ergeben ein wunderschönes Lied, das meiner Meinung nach auf jeden Fall ins Finale muss, sollte sie live ebenfalls so singen.

      6. Niederlande – 8 Punkte
      Ein Countrysong, der sich schön anhören lässt, der aber schon beim ersten Hören nach mehreren Wiederholungen des Refrains etwas monoton erscheint. Jedoch ist das Lied ziemlich gut gesungen und auch die Melodie passt zum Gesang.

      7. Armenien – 8 Punkte
      Von einem grandiosen, leisen Anfang entwickelt sich das Lied in ein lebhaftes Gesang, bei dem die Woooooo-… echt störend sein können, aber ansonsten auch schön gesungen wird. Dieser östlich klingende Gesang macht das Lied dann noch etwas schöner.

      8. San Marino – 4 Punkte
      Vom Popsong in ein Disco-Song überarbeitet, der sich auch viel schöner hören lässt als zuvor. Ich finde die Stimme passt nicht so gut zu der Melodie, was das Lied auch etwas anders wirken lässt, als es eher sein sollte und dementsprechend wahrscheinlich nicht ins Finale eintreten wird.

      9. Russland – 7 Punkte
      Ein ganz gewöhnlicher Popsong. Er klingt ganz angenehm, jedoch gibt es nichts, was das Lied besonders wirken lässt, wodurch der Wiedererkennungswert eher wenig vorhanden ist.

      10. Tschechien – 11 Punkte
      Ein wunderschönes, sentimentales Lied, dass wirklich toll klingt und wo die Stimme auch wunderbar zur Melodie passt. Ich hoffe, dass das Lied ins Finale kommt, dann kann Tschechien da auch wieder mal mitmischen.

      11. Zypern – 4 Punkte
      Rock ist nicht gerade meine Lieblingsmusikrichtung und dieses Lied ist da keine Ausnahme. Mir gefällt der Stil des Liedes nicht, jedoch muss man sagen, dass Gesang und Melodie sich trotzdem hören lassen können.

      12. Österreich – 10 Punkte
      Ein schöner französischer Popsong, der einen hohen Wiedererkennungsgrad hat aufgrund des schönen Liedgesangs und der Melodie. Die Harmonie ist definitiv vorhanden und das Lied könnte auch ins Finale kommen.

      13. Estland – 8 Punkte
      Von Stig Rästa geschrieben, der letztes Jahr von Estland (mit ziemlich gutem Erfolg) gesungen hat, klingt der Popsong echt gut. Er kommt zwar nicht an das Lied von letztem Jahr ran, aber ich glaube schon, dass das Lied ins Finale kommt.

      14. Aserbaidschan – 8 Punkte
      Wie Russland ein gewöhnlicher Popsong, nur mit mehr Energie. Deswegen gibt’s dafür und für die Harmonie zwischen Gesang und Melodie noch einen Punkt dazu.

      15. Montenegro – 2 Punkte
      siehe Zypern, nur ist der Gesang hier noch schlimmer…

      16. Island – 7 Punkte
      s. Russland

      17. Bosnien und Herzegowina – 9 Punkte
      Ein schönes Lied mit Balkan-Flair, gibt noch einen Bonus für den bosnischen Text. Der Gesang ist gut.

      18. Malta – 9 Punkte
      Ein gute Laune machender Popsong, der mir gefällt. Hoffentlich kommt der ins Finale!

      19. Lettland – 10 Punkte
      Wieder R&B, wie letztes Jahr. Deswegen sollte es auch nicht verwunderlich, dass die Songwriterin Aminata Savadogo (Sängerin von letztem Jahr) ist. Das Lied toppt nicht das Meisterstück von letztem Jahr, aber kann gut gegen die anderen Teilnehmer konkurrieren.

      20. Polen – 9 Punkte
      Schöne ruhige Ballade

      21. Schweiz – 8 Punkte
      Eine Ballade, der sich nicht besonders abhebt, aber mit schönem, harmonierendem Gesang punktet.

      22. Israel – 8 Punkte
      s. Schweiz

      23. Weißrussland – 8 Punkte
      Lässt sich gut hören, der Gesang passt gut zur Melodie.

      24. Serbien – 11 Punkte
      Schöner Popsong, der am Anfang nicht so toll klingt, sich aber zu einem phänomenalen Lied mit exzellentem Schluss entwickelt.

      25. Irland – 7 Punkte
      Ein gewöhnlicher Song, den man im Radio hören könnte.

      26. Mazedonien – 7 Punkte
      Im Gegensatz zum letzten Jahr ziehen sie diesmal die mazedonische Sprache im Lied durch, was in dem Lied auch schön klingt
      .
      27. Litauen – 7 Punkte
      Normaler Popsong

      28. Australien – 8 Punkte
      Auch ein durchschnittlicher Popsong, der sich angenehm hören lässt

      29. Slowenien – 9 Punkte
      Ein Countrysong, der ganz cool ist und nicht so monoton wie das Lied der Niederlande klingt.

      30. Bulgarien – 11 Punkte
      Das ist ein Popsong, wie man ihn im Radio hören könnte. Ich finde, dass der mehr als nur gewöhnlich klingt.

      31. Dänemark – 7 Punkte
      Was ich in Bulgarien erwähnte, erstrahlt hier zum Vorschein. Ein ganz normaler Popsong.

      32. Ukraine – 11 Punkte
      Das erste krimtatarische Lied im Eurovision-Contest stellt sich also als Klagelied mit Pop-Elementen heraus. Eine wunderschönes Lied mit östlichem Musikstil sowie genialer Hintergrundmusik.

      33. Norwegen – 8 Punkte
      Cooles Lied, weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben soll. xD

      34. Georgien – 1 Punkte
      Meine Ohren tun weh, das Lied ist ja schrecklich. Das kann ich nur einmal hören und nie wieder. Und Voir sagt es richtig: gewöhnungsbedürftig und außergewöhnlich.

      35. Albanien – 9 Punkte
      Jetzt noch auf albanisch und es wären 11/12 Punkte geworden. Diese mysteriöse Atmosphäre macht das Lied doch aus und vor allem dann noch in einer Sprache, die die meisten nicht verstehen.

      36. Belgien– 9 Punkte
      Ein schönes Lied mit einem sehr einprägsamen Refrain.

      37. Deutschland – 10 Punkte
      Ein fast exzellenter Beitrag, der Hintergrundgesang an einigen Stellen gefällt mir sehr und macht das Lied aus.

      38. Frankreich – 9 Punkte
      s. Deutschland, der Hintergrund wird aber so oft wiederholt und mMn auch teils an unpassenden Stellen. X_X

      39. Italien – 12 Punkte (★)
      Dass italienisch die Gesangssprache schlechthin ist, ist ja wohl allen klar ist. Mit diesem Exzellenzwerk (#Neologismus), den ich als meinen Favorit deklariere, wird das einem vor Augen geführt. Die englischen Refrains, die italienischen Strophen, die wunderschöne Melodie, die Harmonie und das Thema harmonieren einfach unglaublich gut und machen das Lied zu einem Meisterwerk. Ich hoffe es gewinnt. :ws:

      40. Schweden – 4 Punkte
      Das „Kostnad 3,60 kr + ev. trafikavg.“ war für mich sogar interessanter als das Lied. Es klingt monoton (und das ist das Schlimmste, was es in Liedern gibt!!) und langweilig.

      41. Spanien – 8 Punkte
      Der Stil ist ganz gut, aber die Melodie nicht ganz meins. Klingt aber trotzdem gut.

      42. Vereinigtes Königreich – 9
      Punkte Ein sich cool anhörendes Gute-Laune-Poplied. Die coole Hintergrundmusik macht es noch mehr fancy. :3


      HoLys Bewertungen

      Erstes Halbfinale

      Finnland: Sandhja – Sing it away

      Von dem Lied erwarte ich persönlich viel, weil es mich persönlich auch sehr anspricht. Ich finde die Stimme sehr markant und den Refrain sehr gängig. Was mich daran hindert, hier für 12 Punkte zu plädieren, ist der Beat. So einen höre ich in jedem zweiten Lied und da hätte man sicherlich noch etwas mehr Kreativität einbringen können.

      11/12 Punkte


      Griechenland: Argo – Utopian Land

      Die Griechen stehen zu ihrer Kultur, und das ist ein Statement! Ich denke mir auch, wenn ich das Lied höre, dass das der Beitrag aus Griechenland sein muss, auch wenn ich nicht weiß, dass es tatsächlich von denen kommt. Das Thema wurde gut umgesetzt, leider spricht es mich persönlich nicht sonderlich an. Das möchte ich in dieser Bewertung aber nicht zu sehr einfließen lassen.

      8/12 Punkte


      Moldavien: Lidia Isac – Falling Stars

      Mit Moldavien tue ich mich wirklich schwer. Die Stimme der Sängerin hat für mich keinen großen Wiedererkennungswert und die Musik spricht mich mit den eher billig klingenden Synths nicht wirklich an. Ich empfinde den Refrain vor allem eher als nervig und nicht wirklich als künstlerisch wertvoll.

      1/12 Punkte


      Ungarn: Freddie – Pioneer

      Bin sehr gespannt, wie sich Freddie schlagen wird! Mein Anruf hat er auf jeden Fall sicher, denn das Lied catcht mich sehr. Guter Einsatz des Klaviers und seine Stimme gefällt mir sehr gut. Es würde mich freuen, ihn mindestens in den Top 10 im Finale zu sehen, hier sehe ich großes Potenzial!

      12/12 Punkte


      Kroatien: Nina Kraljić - Lighthouse

      Kroatien empfinde ich dieses Jahr als Kandidaten, der nicht viel erreichen wird. Natürlich kann ich auch komplett falsch liegen, aber das Lied hat nichts Markantes an sich, der Name der Sängerin kommt mir ebenfalls nicht bekannt vor. Das kann ich wirklich schwer einschätzen. Ich persönlich kann mit dem Lied jedenfalls nichts anfangen.

      2/12 Punkte


      Niederlande: Douwe Bob – Slow Down

      Bei der Niederlande möchte ich einmal den Songtext loben, der gefällt mir sehr gut. Aber nicht nur das, sondern ebenfalls die Musik! Hätte mir noch etwas mehr Power in den Stimmen gewünscht, das hätte meiner Meinung nach deutlich besser gepasst. Ich schätze sie aber auch sehr weit vorne ein!

      10/12 Punkte


      Armenien: Iveta Mukuchyan – LoveWave


      Armenien geht mit einem sehr interessantem Lied an den Start, man verzichtet bewusst auf den großen Knall in der Musik, aber die Sängerin singt sich dafür die Seele aus dem Leib, sehr powerlastig und viel Fokus auf die Stimme. Das Problem, was ich damit habe ist, dass ihre Stimme sehr gezwungen klingt und nicht wirklich natürlich. Auch kann ich schwer einschätzen, wie sich das Lied durchsetzen wird. Ich rechne der Interpretin aber eher gute Chancen ein.

      6/12 Punkte


      San Marino: Serhat – I Didn’t Know

      Der Beitrag ist ernst gemeint? Ich musste tatsächlich lachen, als ich das Lied das erste Mal gehört habe, das muss ja nicht direkt etwas schlechtes sein. Der Interpret entertaint wirklich gut, das kommt bis dato in dieser Liste sonst nicht wirklich vor. Jedoch ist seine Stimme wirklich nicht die Beste. Vielleicht reißt der Entertainer-Faktor aber auch alles raus! Von mir bekommt der Beitrag jedenfalls gute Chancen!

      7/12 Punkte


      Russland: Sergey Lazarev – You Are The Only One

      HoLys Bewertungen

      Das Lied, mit dem Russland an den Start geht, ist sehr gut produziert, das klingt alles sehr hochwertig. Aber meiner Meinung nach haben sie den falschen Sänger mit diesem Lied an den Start geschickt. Seine Stimme passt einfach nicht zu diesem Beat, der so kraftvoll ist, dagegen wirkt die Stimme wirklich schwach. Wirklich schade!

      4/12 Punkte


      Tschechien: Gabriela Gunčíková - I Stand

      Ich persönlich mag sehr gerne Balladen, die eher klassisch gehalten sind, aber nicht so gleich wie andere klingen. Der Beitrag von Tschechien passt dabei in die Schublade einer sehr klassischen (also von der Musikart her) Ballade und erfüllt so ziemlich jeden Punkt jener. Die Musik, bewusst in Moll-Tonarten gehalten für die traurige, melancholische Atmosphäre und die sehr kraftvolle Stimme einer Sängerin. Wenn Balladen dieses Jahr gut ankommen sollten, ist Tschechien mit diesem Beitrag ganz vorne mit dabei!

      11/12 Punkte


      Zypern: Minus One – Alter Ego
      Ich kenne Minus One schon länger und muss sagen, dass ich es sehr schade finde, dass sie nicht mit Shine angetreten sind. Außerdem finde ich die Synths in diesem Track wirklich sehr deplatziert, das hätten sie mit klassischem Instrumentalium wirklich besser hinkriegen können. Jedoch finde ich die Stimme des Sängers super. Viele Chancen rechne ich Minus One trotzdem nicht aus.

      7/12 Punkte


      Österreich: ZOË - Loin d’ici

      Es gibt bestimmt Leuten, denen der Beitrag Österreichs gefällt, ich gehöre aber leider nicht dazu. Ich empfinde das Lied als total langweilig und hoffe persönlich, dass sie mit diesem Lied nicht in den Top 10 im Finale landen, weil es andere Beiträge meiner Meinung nach mehr verdient hätten.

      0/12 Punkte


      Estland: Jüri Pootsmann – Play

      Also das Lied trifft wirklich total meinen Geschmack! Es passt einfach alles zusammen, Stimme und Musik harmonieren einfach total. Mehr kann ich dazu einfach nicht sagen, da es mich jedes Mal noch etwas sprachlos macht. Ein definitiver Favorit für den Gewinn des ESC, zumindest von meiner Seite!

      12/12 Punkte


      Aserbaidschan: Samra – Miracle

      Aserbaidschan geht mit einem Beitrag an den Start, den ich schon 100-mal so im Radio gehört habe, nur mit anderem Text vielleicht. Wo bleiben die originellen Beiträge, die den ESC so interessant machen? Aserbaidschan schließt sich einfach dem Mainstream der europäischen Musik an und hofft dadurch auf viele Punkte. Das möchte ich nicht wirklich gutheißen, aber trotzdem denke ich, dass sie leider gute Chancen haben, zu Leiden von wirklich guten Liedern.

      0/12 Punkte


      Montenegro: Highway – The Real Thing


      Interessantes Konzept, mit dem Montenegro an den Start geht. Leider denke ich, dass sie mit ihren Beitrag untergehen werden, aber mir persönlich gefällt das Experiment sehr gut! Sowas würde ich gerne mal öfter in dem Wettbewerb zu sehen bekommen.

      10/12 Punkte


      Island: Greta Salóme – Hear Them Calling

      Ich empfinde es als schwer, Island einzuordnen. Ich glaube zwar, dass der Finaleinzug möglich ist, aber ich möchte mich nicht festlegen, wo dieser Beitrag dann landet. Mir persönlich gefällt der Beitrag, aber als Sieger würde ich die Sängerin nicht festsetzen wollen.

      8/12 Punkte


      Bosnien & Herzegowina: Dalal & Deen feat. Ana Rucner and Jala - Ljubav Je

      In eigener Sprache gesungen! Gibt von mir direkt immer Pluspunkte, finde sowas immer toll. In der Musik finden sich auch Einflüsse des Landes wieder. Mich persönlich spricht es halt trotzdem nicht an und damit bin ich glaube ich nicht allein. Wirklich schade, da würde ich mich auch am liebsten selbst für ohrfeigen... der Rappart war aber wirklich interessant und hat dem Lied noch eine kleine Wendung gegeben!

      6/12 Punkte


      Malta: Ira Losco – Walk on Water


      Sehr interessanter Beitrag von Malta, schließt sich aber auch sehr dem Mainstream an, was ich in diesem Falle nicht als schlimm erachte. Aber hier finde ich den Refrain sehr catchy und bei der Musik hat man sich noch etwas spezielles einfallen lassen, sehr dezent genutzte Synths beispielsweise.

      10/12 Punkte


      Zweites Halbfinale

      Lettland: Justs – Heartbeat

      Ich bin gelangweilt von Deep House und jeglichen Elementen aus der Richtung. Schade, dass diese Stimme für solch ein langweiligen Beat verschwendet wurde, daraus hätte man so viel Besseres machen können. Ich rechne zwar mit dem Finaleinzug, aber trotzdem finde ich das sehr schade.

      4/12 P
      unkte


      Polen: Michał Szpak - Color Of Your Life

      Interessanter Beitrag Polens, trifft nur leider nicht meinen persönlichen Geschmack. Ich finde, dass das Lied deutlich schneller hätte sein können, und nicht zu einer Ballade umgemodelt sein sollte. So ist das Lied eher langweilig.

      3/12 Punkte


      Schweiz: Rykka – The Last Of Our Kind

      Das ist eher eine Ballade, die ich nicht so gut finde. Die Sängerin hat keine große Kraft in ihrer Stimme und geht bei der Musik komplett unter, die ich im übrigen auch nicht gut produziert finde. Der Schweiz gebe ich dieses Mal nicht so gute Chancen.

      1/12 Punkte


      Israel: Hovi Star – Made of Stars

      Israel mit einer Ballade auch dabei, wieso trauen sie sich nicht was anderes? Da habe ich mit etwas Kreativeres gerechnet. Trotz allem ist dies eine gute Ballade, der ich gute Chancen einrechnen kann. Etwas enttäuscht bin ich trotzdem.

      5/12 Punkte


      Weißrussland: IVAN – Help You Fly

      Ein sehr kraftvolles Lied und ein sehr kraftvoller Sänger seitens Weißrussland! Mir gefällt die Mischung aus Synths, der Power aus dem Schlagzeug und die Stimme passt sehr gut dazu. Aber irgendwie traut sich keiner in diesem ESC, so richtig aufs Tempo zu drücken. Entweder halten sich alle sehr langsam mit Balladen, alles andere ist gefühlt höchstens Midtempo. Ich hätte mir dieses Lied mit ein paar BPM mehr noch toller vorgestellt (BPM = beats per minute, Schnelligkeit eines Liedes)

      9/12 Punkt
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      Serbien: ZAA Sanja Vučić - Goodbye (Shelter)

      Ich sage es glaub ich schon so oft, aber das hab ich irgendwie woanders auch schon mal so gehört. Es werden immer mehr Balladen, die ich einfach nur abgekupfert und gar nicht speziell finde. Dazu gehört auch der Beitrag von Serbien von der Sängerin, deren (Künstler-)Namen ich irgendwie immer noch komisch finde.

      2/12 Punkte


      Irland: Nicky Byrne – Sunlight


      Ein typisches Boygroup-Lied aus heutiger Zeit, für einen etwas älteren Herren aus Irland. Kann man sicherlich machen, wenigstens drückt einer ein bisschen aufs Tempo hier. Es ist schwer, dieses Lied einzuordnen, weil die Mischung es zwar machen könnte, aber eben auch nicht. Ich rechne zwar mit Finaleinzug, aber nicht mit Top10-Einzug.

      6/12 Punkte



      Mazedonien: Kaliopi – Dona

      Mal abgesehen davon, dass ich im Refrain ständig anstatt „Dona“ nämlich „Donut“ verstehe (und das das Lied tausendmal lustiger macht), bleibt bei mir nichts von diesem Lied hängen. Wirklich sehr schade, wobei ich der Künstlerin zugute halten will, dass sie mit anderer Musik ihre Stimme wesentlich besser zur Geltung hätte bringen können.

      3/12 Punkte


      Litauen: Donny Montell – I’ve been waiting for this night


      Mal wieder ein sehr langsames Lied, was eher dadurch heraussticht, dass der Sänger nicht ganz in der Musik untergeht, was gefühlt jeder dritte Beitrag des diesjährigen ESC tut. Könnte ein potenzieller Teenieschwarm sein, oder so. Kann damit ehrlich gesagt nicht viel anfangen.

      4/12 Punkte


      Australien: Dami Im – Sound of Silence


      Unser europäisches Land Australien... warte, unser Partnerland, dass gar nicht zu Europa gehört, Australien, bringt nach seinem Debüt letztes Jahr, natürlich auch ein langsames Lied, mit viel Epik und starker Stimme. Schade, dass sie sich so sehr dem Mainstream des ESC angepasst haben, den Beitrag letztes Jahr fand ich deutlich besser. Nichtsdestotrotz finde ich das Lied in Ordnung.

      5/12 Punkte


      Slowenien: ManuElla – Blue and Red

      Tempo! Geht doch! Das Lied gefällt mir recht gut, auch wenn ich es etwas zu schnulzig finde. Vielleicht bin ich da auch aber nur zu pingelig. Mir gefällt auch die Stimme der Sängerin sehr gut und hoffe, dass sie im Finale weit oben mitspielen!

      10/12 Punkte



      Bulgarien: Poli Genova – If Love Was A Crime


      Als ich mich durch die Videos zum Anhören geklickt habe und das Video zum ersten Mal angeklickt habe, dachte ich beim Titel direkt wieder: „Schon wieder Ballade?“ Aber da habe ich mich krass getäuscht, es ist zwar kein krass schnelles Lied, doch der Beat ist sehr erfrischend und es setzt sich von den anderen Liedern ab. Die Stimme der Sängerin ist okay, aber nicht wirklich das, was den Song ausmacht.

      8/12 Punkte


      Dänemark: Lighthouse X – Soldiers of Love

      Was uns Dänemark da bietet, damit kann ich einfach nichts anfangen. Eine Boygroup mit einem total langweiligen Lied an den Start zu schicken, finde ich sehr gewagt, aber vielleicht funktioniert es ja. Kann dazu nicht viel sagen.

      2/12 Punkte


      Ukraine: Jamala – 1944

      Ein Lied, dass man wahrscheinlich nicht beim ersten Mal lieben lernt, weil man sich erst denkt: „Total langweilig“. Aber beim zweiten Mal und dritten Mal gefiel es mir immer besser. Dieser komplette Fokus auf die Stimme gefällt mir sehr, der Drumbeat und die leise Begleitung ist so das komplette Gegenteil von dem, was man meistens bis jetzt gehört hat, wo eher die Musik als die Sänger im Vordergrund standen. Ein guter Beitrag der Ukraine, und ich hoffe, dass sie damit weit kommen! Jedoch muss es viele direkt beim ersten Mal catchen, und nicht wie mich beim zweiten Mal, sonst sehe ich schwarz.


      11/12 Punkte


      Norwegen: Agnete – Icebreaker

      Auch Norwegen schließt sich dem Synth-Powerballaden an, schade. Das einzige, was es von anderen unterscheidet, ist die Variation in den Drumbeats, was ich dem Lied noch zugute halten möchte. Jedoch überzeugt mich die Sängerin überhaupt nicht, sie schreit mich quasi nur an.

      3/12 Punkte


      Georgien: Nika Kocharov and Young Georgian Lolitaz – Midnight Gold

      Jawoll! Gitarren, Schlagzeug! Rock! Endlich, ich dachte, es würde gar nicht mehr kommen. Auch wenn ich den Sänger nicht gerade als den Besten erachte, hoffe ich auf eine gute Platzierung für Georgien, dass sie mit solch einen Beitrag an den Start gehen. Es ist so komplett anders und so erfrischend. Die Musik ist super! Mein einziger kleiner Kritikpunkt bleibt der Sänger, der eigentlich gut dazu passt, aber zwischendurch einfach untergeht, was schade ist.
      Punkte: 11/12


      Albanien: Eneda Tarifa – Fairytale

      Fairytale... mit diesem Liedtitel hat schon mal jemand gewonnen, dachte sich Albanien und schickt die Sängerin mit diesem Song in den Contest. Gesagt, getan: Und trotzdem ist es wieder so ein langweiliger Mainstream-Anschluss... wirklich schade. Hätte mir die Sängerin gut in einem Musikstück vorstellen können, das wesentlich mehr Power hat.

      1/12 Punkte


      Belgien: Laura Tesoro – What’s The Pressure


      Jawoll! Ein sehr grooviges, funkiges Lied, dass ich sehr gerne gehört habe. Die Sängerin passt in dieses Lied wunderbar rein und ich hoffe für sie, dass sie es sehr weit schafft! Ein origineller Beitrag unseres Nachbarlandes und ich hätte mir viel mehr solcher Beiträge gewünscht. Es gibt nichts zu kritisieren.

      12/12 Punkte


      Schweden + Big5

      Schweden: Frans – If I Were Sorry

      Auf den Beitrag des Gastgeberlandes war ich sehr gespannt und hatte ziemlich hohe Erwartungen, nach dem sehr catchigen Lied von Mans Zalmerlöw letztes Jahr, der verdient gewonnen hat. Als ich mir „If I Were Sorry“ anhörte, war ich leider eher enttäuscht als überrascht. Ich kann nicht beschreiben, was mich daran enttäuscht, aber es spricht mich einfach nicht an. Ob sie damit noch einmal gewinnen, wage ich eher zu bezweifeln.

      4/12 Punkte


      Deutschland: Jamie-Lee – Ghost

      Ich bin ehrlich, ich habe mir ein anderes Lied und einen anderen Interpreten für unser Land gewünscht, weil es deutlich herausstechender war, aber mit diesem Lied kann ich auch leben. Jamie-Lee ist mir sehr sympathisch und ihr Lied hat vor allem einen Refrain, den man nicht so schnell vergisst und in den Köpfen behält, und davon lebt der ESC auch. Bei Deutschland kann man einfach nur sagen: Schlechter als letztes Jahr kann es nicht werden!

      10/12 Punkte


      Großbritannien: Joe and Jake – You’re Not Alone


      Ich bin wie gesagt kein Fan von diesen typischen Sängern, den die Fangirls hinterherfliegen, aber da ist der Beitrag von Großbritannien nicht ganz so schlimm. Ich finde kein richtigen Gefallen an dieses Lied, aber ich habe nicht das Bedürfnis, sofort wegzudrücken.

      5/12 Punkte


      Italien: Francesca Michielin – No Degree of Seperation


      Eine sehr markante Stimme, die mir sofort aufgefallen ist und ein Lied, wo die Stimme auch im Vordergrund steht, was bei mir erst einmal Pluspunkte bedeutet. Insgesamt ein sehr schönes Lied, was zwar auch in die Ballade-Schublade gesteckt werden kann, aber irgendwie sticht sie heraus. Fragt mich nicht wie!

      9/12 Punkte


      Spanien: Barei - Say Yay!

      Spanien bringt wieder einen Beitrag, der sich endlich wieder sehen lassen kann! Tempo, Tempo, Tempo! Auch wenn man den Refrain deutlich interessanter hätte gestalten können, aber es hat genauso wie Belgien den Groove, der einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Außerdem ist die Sängerin sehr stimmig für diesen Beitrag.

      11/12 Punkte


      Frankreich: Amir – J’ai cherch

      Sehr schön, dass das Lied zum Teil in der Heimatsprache gesungen wird! Das Lied steckt schon seit einigen Tagen in meinen Kopf und gefällt mir sehr. Ich rechne Frankreich diesmal ernsthafte Chancen mit ihrem Titel ein. Ich hoffe, dass ich da nicht komplett falsch liege!


      10/12 Punkte

      Fazit insgesamt: Mir sind es zu viele Mainstream-Balladen und schlechter Synth in den Liedern, aber einige Lieder haben wirklich das Potenzial gehabt, mich zu beeindrucken und ich hoffe, dass diese Beiträge ins Finale einziehen und sich dann einen fairen Kampf an der Spitze liefern! Und wenn Lieder wie Heroes im Jahr 2015 gewinnen, bin ich zufrieden. Solang es nicht ständig Balladen sind.


      Pk-fans Bewertungen


      Finnland: 8 Punkte
      Ein schönes Lied zum mittanzen und mitsingen, das mir persönlich recht gut gefällt. Das Finale ist im Bereich des Möglichen, aber über Platz 15 zu kommen, wird schwer.

      Griechenland: 2 Punkte I
      ch bin nicht wirklich Fan von Rap, insbesondere nicht, wenn er in diese Richtung geht. Die Instrumentierung klingt hingegen ganz in Ordnung. Ich befürchte fast, dass Griechenland wieder das Finale erreicht, wird dort aber gnadenlos untergehen.

      Moldau: 7 Punkte
      Gefällt mir auch wieder ganz gut, allerdings sehe ich hier kaum die Chance, überhaupt das Finale zu erreichen.

      Ungarn: 7 Punkte Der Sänger hat eine echt tolle, rauchige Stimme, die mir sehr gut gefällt. Dafür finde ich das Lied hingegen etwas schwach. Die Top 20 sollten aber im Bereich des Möglichen liegen.

      Kroatien: 11 Punkte
      Dem Lied an sich gebe ich nicht die allzu große Chance auf den Sieg, aber ich liebe solch ruhige, gefühlvolle Musik. Es geht schon mit tollen Strophen los, der Refrain toppt das sogar noch. Schöner Wiedereinstieg für Kroatien!

      Niederlande: 5 Punkte
      Da fühlt man sich doch glatt ein Paar Jahrzehnte zurückversetzt. Für gewöhnlich mag ich Lieder, die in diese Richtung gehen, aber mir fehlt hier komplett ein musikalischer oder emotionaler Höhepunkt im Lied.

      Armenien: 6 Punkte
      Ich sehe bei dem Lied große Chancen, sogar die Top 8 zu erreichen. Mir persönlich gefällt das Lied aber leider nicht so gut, da die Melodie nicht wirklich mein Fall ist.

      San Marino: 3 Punkte
      Huch, der Kerl spricht tatsächlich nur. Scheint nicht die größte Range zu haben, auch deswegen kann das Lied überhaupt keinen Höhepunkt setzen. Finale unwahrscheinlich.

      Russland: 8 Punkte
      Da dachte man sich wohl, dass Russland schon lange kann, was Schweden letztes Jahr geschafft hat. Gefällt mir ganz gut, aber nicht überragend. Den Sieg erwarte ich trotzdem und erwarte eine ziemliche Unterdrückung beim ESC 2017 in Moskau. Wenn man alleine daran denkt, wie viele Regenbogenflaggen noch beim letzten ESC in der Halle geschwenkt wurden...

      Tschechien: 7 Punkte
      Das Finale sollte möglich sein, aber mir fehlt ein wenig die Abwechslung in dem Lied. Das Lied übermittelt leider die ganze Zeit eine leichte Anspannung, da es sich immer in einer ziemlich hohen Tonlage befindet und nicht so melodisch mit Tonschwankungen spielt, wie es bspw. Kroatien tut.

      Zypern: 9 Punkte
      Für so ein schnelles Lied gefällt mir das überraschend gut. Das Finale ist wohl drin, aber viel mehr als Platz 15 erwarte ich nicht.

      Österreich: 8 Punkte
      Ein ziemlich schönes, melodisches Lied. Aber auch hier gilt, dass mir irgendwie der Höhepunkt fehlt, der zwar am Ende erreicht werden soll, aber nicht explosiv genug ist. Das Finale halte ich für unwahrscheinlich.

      Estland: 6 Punkte
      Die Inszenierung finde ich ganz cool, das Lied geht aber einfach etwas unter. Zudem klingt es nicht gerade gut, wenn der Sänger versucht etwas in die höheren Tonlagen zu gelangen. Bleibt wohl bei der Halbfinalteilnahme.

      Aserbaidschan: 9 Punkte
      Dabei freue ich mich immer so über die aserbaidschanischen Balladen! Dieses Lied finde ich dafür aber auch ziemlich gut, insbesondere der Refrain spricht mich an. Finale möglich!

      Montenegro: 2 Punkte
      Uff, Dubstep war noch nie mein Fall. Dass dieses Lied dann nicht mal einen schönen Refrain bietet, macht es nicht gerade besser. Eine Finalteilnahme würde mich sehr überraschen.

      Island: 9 Punkte
      Die Bewegungen der Tänzerin erinnern anfangs ja kaum an Loreen! Nicht nur die Inszenierung gefällt mir, auch das Lied ist echt nicht schlecht. Finale möglich!

      Bosnien & Herzegowina: 4 Punkte
      Diese Balkanlieder im ESC haben mir bisher in 95% der Fälle nicht gefallen. Ist auch hier der Fall, auch wenn die Totalkatastrophe ausbleibt. Da solche Lieder häufig gut ankommen, würde mich eine Finalteilnahme nicht sehr überraschen.

      Malta: 11 Punkte
      Ich kenne genügend Leute, die dieses Gequietsche mögen, ich persönlich finde das hier auch gut eingebettet. Aber auch so ist das Lied klasse, ohne das Quietschen wäre es vielleicht sogar etwas langweilig. Sehr schön, ich tippe auf eine Platzierung in den Top 6!

      Lettland: 8 Punkte
      Der Sänger hängt sich ordentlich rein, hat eine ordentliche Stimme und auch dieses Ton-Geploppe in Hintergrund hört sich gut an. Leider finde ich den Refrain an sich aber etwas langweilig, auch wenn der Sänger dort wirklich alles rausholt. Finale möglich, ich tippe auf einen Platz unter den Top 12.

      Polen: 6 Punkte
      Das Finale sollte drin sein, aber auf mich wirkt das Lied irgendwie ein wenig kitschig, wenn auch toll gesungen. Hat sogar so ein wenig den Flair eines Boyband-Titels, auch wenn ich nicht so recht zuordnen kann, wie das entsteht.

      Schweiz: 7 Punkte
      Eine ganz schöne Ballade, nur sind die hohen Töne mir manchmal ein wenig zu schwach. Es fehlt hier der absolute Wiedererkennungswert, der Refrain hat auch nicht die erwünschte Power. Finale wird schwer.

      Israel: 12 Punkte
      Ich liebe Balladen und diese ist so toll geworden. Da kommt vor allem im Refrain so viel Gefühl rüber und das finde ich super. Ich befürchte ein frühes Ausscheiden, finde das Lied aber wirklich toll, mein persönlicher Favorit!

      Weißrussland: 7 Punkte
      Huch, ich höre gar nichts von der schwachen Gesangsqualität. Diese rauchige Stimme mit der Möglichkeit die Kopfstimme sinnvoll einzusetzen, gefällt mir eigentlich ganz gut. Nur das Lied ist nicht wirklich Bombe, ist teilweise etwas langweilig.

      Serbien: 9 Punkte
      Eine schöne Pop-Ballade, aber auch nicht überragend, finde ich. Wirklich Gefühle kommen da bei mir aber leider nicht an, auch wenn gerade das Ende mit ziemlich gut gefällt. Alles in allem, ist mir das Lied leider etwas zu unruhig.

      Irland: 9 Punkte
      Ich finde das Lied wirklich schön, leider sticht es am Ende wohl nicht sehr heraus. Da wir hier von Irland sprechen, rechne ich mit dem Finale, dort wird das Lied aber vermutlich untergehen.

      Mazedonien: 6 Punkte
      Also zum Nachsingen ist das Lied aufgrund der Sprache schon mal nicht. Vor allem Voirs Anekdote mit dem Donut sollte man sich vorm ersten Anhören nicht durchlesen, sonst hat man beim Anhören nur noch Donuts im Kopf. Ich finde die dramatische Ballade an sich aber ganz in Ordnung, diese vibrierende Stimme stört mich nur etwas. Ich sehe hier keine Chancen auf einen Sieg und wenige auf das Finale.

      Litauen: 8 Punkte
      Huch, der ist schon 28 Jahre alt? Eine ziemlich junge Stimme und das Lied ist auch schön gesungen, allerdings hat das Lied kein allzu großes Potenzial. Man hört es sich zwar gerne an, aber das Besondere fehlt mir hier irgendwie. Finale ist wohl drin, aber wird knapp.

      Australien: 7 Punkte
      Der ewige Gast ist also auch wieder dabei und stellt direkt sicher, dass man den Titel des Liedes nicht überhören kann. Auch wenn Dramatik rüberkommen soll, nervt mich der Refrain irgendwie ein wenig. Sonst mag ich solche Lieder, hier kommt bei mir aber nicht so viel an. Finale sollte aber drin sein.

      Slowenien: 8 Punkte
      Yay, ich mag Country, auch wenn es teilweise sogar aus dem typischen Country-Schema rausfällt. Ich mag das Lied ganz gerne, aber auch hier wieder nichts, was ich überragend finden würde. Das Finale halte ich für unwahrscheinlich.

      Bulgarien: 10 Punkte
      Nice, gefällt mir! Die Strophen gehen vielleicht etwas unter, aber an sich hat das Lied wirklich Ohrwurm-Charakter und ist super umgesetzt. Top 10 sind definitiv möglich.

      Dänemark: 6 Punkte
      Das Lied ist in Ordnung, aber nichts wirklich Besonderes. Der Refrain wirkt auch etwas schwach, zumal ich auf diesen Boyband-Charakter nicht wirklich stehe. Finale wird schwer.

      Ukraine: 2 Punkte
      Das ukrainische Lied ist irgendwie gruselig, auch wenn der englische Text aussagekräftig ist. Aber dem Lied kann ich so gar nichts abgewinnen, das würde ich mir auch nicht gerne in der Freizeit anhören.

      Norwegen: 5 Punkte
      Das klingt wirklich wie Euphoria, nur schlechter mit schwächerer Stimme gesungen. Vor allem die tiefen Töne trifft die Sängerin nicht wirklich, der plötzliche Rhythmuswechsel stört mich zum Refrain hin auch massiv. Bin von Norwegen Besseres gewöhnt.

      Georgien: 2 Punkte
      Klingt wie eine Spielerei mit den Instrumenten, der Gesang hat scheibar gar keine Bedeutung. Absolut nicht meine Musikrichtung, der Anfang ohne Gesang klingt aber ganz okay.

      Albanien: 5 Punkte
      Schon wieder ein ziemlich langweiliges Lied, ich hab mir die Originalversion aber auch nicht angehört. Scheint aber wirklich so, als wäre dort eine Menge verloren gegangen. Finale unwahrscheinlich.

      Belgien: 6 Punkte
      Man muss tatsächlich etwas mitzappeln, aber das Lied bringt nicht wirklich etwas rüber. Der Refrain kann nicht glänzen und ist nicht wirklich spannend. Finale wird eng.

      Deutschland:
      5 Punkte Ich fand Jamie-Lee schon bei The Voice super, aber genau so hat mich ihr Lied "Ghost" genervt. Das Lied ist viel zu langweilig, wäre es nach dem Lied gegangen, hätte definitiv Ayke Witt The Voice gewinnen müssen. Aber naja, jetzt stehen wir hier, finden Jamie alle toll und wählen sie deswegen zum ESC, aber das Lied geht einfach unter.

      Frankreich: 10 Punkte
      Wirklich schönes Lied, dem ich den Sieg auch eher gönnen würde, als Russland! Gute Laune ist da vorprogrammiert, auch wenn ich von Frakreich gerade nach dem letzten Jahr etwas ganz anderes erwartet hätte. Das Lied ist aber wirklich eindringlich, Top 5 sind voll drin.

      Italien: 6 Punkte
      Auch dieses Lied ist einfach zu langweilig und weist keine wirkliche Tiefe auf. Wird wohl auch gnadenlos untergehen, hier gibt es einfach einige bessere Lieder.

      Spanien: 10 Punkte
      Ein wirklich ungewöhnlicher spanischer Beitrag, finde ich. Tolle Pop-Nummer, die auch wirklich eingängig ist und Eindruck hinterlässt. Bin sehr gespannt, wie weit Spanien kommt. Die Top 10 sind definitiv drin.

      Vereinigtes Königreich: 8 Punkte
      Mir gefällt das Lied recht gut, erinnert aber irgendwie total an ein High School Musical Lied, wieso auch immer. Ist halt auch so ein typisches Lied einer kleinen Boy Band, das immerhin ganz gut mithalten können sollte.

      Schweden: 4 Punkte
      Der Beginn, der nicht von Melodie begleitet wird, klingt überhaupt nicht gut. Wenn man schon so eine stille Stelle einbringen möchte, dann müssen jede Menge Gefühle rüber kommen. Das tut das Lied aber auch im weiteren Verlauf nicht, finde ich. Ich hätte mehr erwartet und finde die Frisur des Sängers übrigens seltsam.


      Raikachus Bewertungen


      1. HALBFINALE:

      Finnland - „Sing It Away“ von Sandhja: 7 Punkte
      [Im Grunde genommen handelt es sich hier um kein schlechtes Lied, da es sehr fröhlich und unbeschwert klingt und deshalb eben große Laune machen kann. Dann macht das ständige Sing it away! nach dem zehnten Mal aber keinen Spaß mehr. Zwar ist sich „Sing It Away“ selbst ziemlich treu und klingt auch live nicht schlecht, aber ich sehe darin keinen großen Gewinner.]

      Griechenland - „Utopian Land“ von Argo: 4 Punkte
      [Das griechische „Gangster’s Paradise“, irgendwie. Ich persönlich bin ein großer Fan von Balkanmusik, weshalb ich Lieder mit traditionellen Instrumenten meistens hoch schätze. Dennoch verstehe ich hier nicht den Wechsel von Griechisch beziehungsweise Pontisch auf Englisch. Der Refrain scheint irgendwie nicht mit dem restlichen Lied zu harmonieren und bietet keine Abwechslung. Oder möglicherweise stört mich auch einfach nur der Rap. Jedenfalls ist „Utopian Land“ wie ein Puzzle, das im Gesamtergebnis nicht wirklich ankommt.]

      Moldau - „Falling Stars“ von Lidia Isac: 7 Punkte
      [An sich kein schlechtes Lied, so viel steht fest. Vielleicht klingt es ein bisschen sehr wie die Musik, die man schon aus den anderen Beiträgen kennt, aber das soll dem ja nicht sonderlich im Weg stehen. Viel mehr stört die Tatsache, dass Lidias Isacs Stimme meiner Meinung nach einfach eine Kraft besitzt und sie die Töne nicht wirklich zu treffen scheint. Sonst ist das Lied eigentlich zu genießen, wenn die Live-Version nicht völlig ]

      Ungarn - „Pioneer“ von Freddie: 9 Punkte
      [Kein schlechtes Lied, keineswegs ein schlechtes Lied! An der Stimme lässt sich nichts aussetzen, da sie kraftvoll ist und auch gut zum Refrain passt. Dieser gehört für meinen Geschmack zu dem Teil des Liedes, der wirklich gut klingt und dementsprechend eine hohe Platzierung einbringen könnte.]

      Kroatien - „Lighthouse“ von Nina Kraljić: 11 Punkte
      [Ich mag es, dass sich das Lied erst langsam aufbaut und der Refrain ziemlich eindringlich klingt. Es ist eben ein exotischeres Lied, das man nicht überall hört, aber das ist eben auch die Stärke von „Lighthouse“. Der sehr harmonische und leicht märchenhafte Klang ist für mich auch ein Pluspunkt. Das unterstützt auch die Live-Version.]

      Niederlande - „Slow Down“ von Douwe Bob: 5 Punkte
      [Irgendwie komme ich mit den Beiträgen der Niederlande nie wirklich klar. Es ist durchaus kein schlechtes Lied, aber es trifft meinen Geschmack einfach nicht. Der ganze Song klingt immer gleich, es gibt keine Hochs und keine Tiefs. Und der Refrain passt in dieses Schema eben perfekt hinein. Wenigstens gibt es eine „schöne“ Message!]

      Armenien - „Love Wave“ von Iveta Mukuchyan: 7 Punkte
      [Dieser ESC scheint auf das Auf- und Abschwingen der Stimme zu stehen, oder? In diesem Fall gefällt es mir nicht allzu gut. Zwar kann ich auch hier sagen, dass das Einbauen von traditionellen Instrumenten meinen Geschmack trifft, ist die Mischung wiederum nicht sonderlich gut getroffen. Trotzdem reicht es für mich für eine mittlere Bewertung.]

      San Marino - „I Didn’t Know“ von Serhat: 1 Punkt
      [Ironischerweise ist diese Melodie eine der eingängigsten. Dennoch ist das Lied einfach träge und kriegt die Kurve nicht, was nicht zuletzt am Genre liegt. Außerdem stört mich Serhats Akzent in diesem schnulzigen Lied, das den Hörer überreden soll, dass man es doch gut findet. Nein.]

      Russland - „You Are The Only One“ von Sergey Lazarev: 6 Punkte
      [Eigentlich sind Russlands Lieder selten wirklich schlecht. Aber auch hier handelt es sich für mich eher ein mittelmäßigeres Lied, das durchaus aber auch gut klingen kann. Mit einer passenden Choreografie könnte es durchaus eine hohe Platzierung erlangen, aber das Lied selbst ist und bleibt eben nicht mehr als Mittelmaß. Der Anfang war tatsächlich ganz gut!]

      Tschechien - „I Stand“ von Gabriela Gunčíková: 12 Punkte
      [Hier handelt es sich um meinen unangefochtenen Favoriten. Umso öfter ich das Lied höre, desto besser will es mir gefallen. Irgendwie stört hier dieses Auf und Ab der Stimme absolut nicht. Die Melodie ist eingängig und klingt gut. Der Gesang ist weiterhin hervorragend, zumindest in der Studio-Version.]

      Zypern - „Alter Ego“ von Minus One: 8 Punkte
      [Es fängt schon schlimm an. Manche halten „Alter Ego“ ja für einen Geheimtipp, was ich dahingehend unterstützte, dass der Gesang dem Stil treu ist und passt und deswegen gut ist. Meiner Meinung nach wird es aber dann nervig, wenn es nur „ganz in Ordnung“ ist. Hier sehe ich Potenzial, aber es ist eher nicht meine Kategorie von Musik.]

      Österreich - „Loin d‘ici“ von Zoë: 5 Punkte
      [Französisch ist immer so ein kleines Problem. Die Sprache klingt nicht schlecht, wie man an einigen Hits sehen kann. Nur hier es wieder nicht mein Ding, zudem mich das Lied teilweise sehr an „Voyage“ erinnert. Ein bisschen zu viel zauberhafte Märchen-Paradies-Musik, die keine Abwechslung bietet und „Loin d’ici“ deshalb stark vom Geschmack abhängt.]

      Estland - „Play“ von Jüri Pootsmann: 6 Punkte
      [Was man positiv anmerken kann, ist, dass es mal nicht so klingt wie jedes andere Lied. Der Gesang ist leider nur mittelmäßig. Obwohl dieses Lied nicht meinen Geschmack trifft, muss ich die Abwechslung von den anderen Liedern loben und vergebe deshalb mehr Punkte, als ich eigentlich vorgesehen hatte.]

      Aserbaidschan - „Miracle“ von Samra Rahimli: 10 Punkte
      [An der Stimme kann man überhaupt nichts aussetzen. Der Refrain ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber das Gesamtstück lässt sich sehen. „Miracle“ klingt poppig und die Stimme ist eine kleine, kräftige Überraschung. Ein solches Lied könnte man genauso gut im Radio hören.]

      Montenegro - „The Real Thing“ von Highway: 4 Punkte
      [Speziell, aber das war es auch schon. Der Gesang scheint irgendwie zweitklassig und dafür klingt die Musik einfach nicht gut. Diese Mischung aus Techno und Rock ist wirklich gewöhnungsbedürftig und mag mir nicht gefallen. Dieses Lied geht wieder viel zu schnell aus dem Kopf.]

      Island - „Hear Them Calling“ von Greta Salóme: 10 Punkte
      [Obwohl ich eindeutig die isländische Version bevorzuge, gehört Island zu meinen Favoriten. An dem Live-Gesang zwar noch etwas gefeilt werden, damit das Lied etwas kräftiger klingt und weniger wie „Gejammer“, aber sonst bin ich zufrieden. Der Beat gefällt mir sehr gut und der Gesang ist eben auch gut.]

      Bosnien-Herzegowina - „Ljubav Je“ von Dalal & Deen feat. Ana Rucner & Jala: 6 Punkte
      [Ich finde es schön, dass etwas klassischere Musik auch hier Einzug hält. Dennoch sind Balkan-Lieder wie diese sich allesamt sehr ähnlich, weswegen ich etwas strenger bei der Bewertung sein muss. Zudem gefällt mir der Rap einfach nicht.]

      Malta - „Walk On Water“ von Ira Losco: 8 Punkte
      [An sich gefällt mir das Lied ziemlich gut. Es ist zwar definitiv ein Party-Lied, was ich weder hoch schätze noch verachte, aber ich kann mir vorstellen, dass die Live-Version einfach nicht das richtige Feeling rüberbringt. Außerdem besteht das Lied aus einer reinen Wiederholung des ersten Teils, wie es bei Party-Songs eben so ist und das mag ich nicht.]

      2. HALBFINALE:

      Lettland - „Heartbeat“ von Justs: 7 Punkte
      [Zu Beginn dachte ich mir, dass das ein echter Hit werden könnte. Aber irgendwie kommt das Lied nicht wirklich in Gang. Eigentlich klingt es ganz gut, nur wirkt das Ende dann wieder so deplatziert und langweilig. Ansonsten kann ich mich aber nicht beschweren. Ein solider Beitrag von Lettland!]

      Polen - „Colour Of Your Life“ von Michał Szpak: 5 Punkte
      [Falsches Jahrzehnt, mein Freund. Und vielleicht auch das falsche Jahrhundert. Auf der einen Seite gefällt mir diese Gefühlsduselei, die sich auch automatisch in die Musik überträgt, überhaupt nicht und zum anderen habe ich diesen Refrain schon einmal gehört. Ein sehr schwacher Beitrag, so gut der Gesang auch sein mag.]

      Schweiz - „Last Of Our Kind“ von Rykka: 9 Punkte
      [Wieder ein Lied, das sich perfekt in den Maistream dieses ESCs einfügt. Das ständige Auf und Ab im Refrain, das an sich ja gut klingt, kann live leider gehörig danebengehen. Schade, dass die einzelnen Strophen in der Mitte plötzlich zu einem ganz anderen Lied zu gehören scheinen und sonst auch kaum der Funke springt.]

      Israel - „Made of Stars“ von Hovi Star: 8 Punkte
      [Das Problem bei solchen „starken“ Balladen ist, dass sie oft eben nicht stark sind. Bei diesem Beitrag bin ich mir nicht sicher, aber ich denke, dass die Live-Version etwas danebengehen könnte. Leider geht der Song-Text total an mir vorbei, ansonsten ein ganz schönes Lied.]

      Weißrussland - „Help You Fly“ von Ivan: 7 Punkte
      [Ich weiß in welche Richtung dieser Song gehen soll und ich muss sagen, dass ich es gar nicht so schlecht finde. Aber mehr auch nicht. Es ist eben „okay“. Der Refrain hingegen macht ziemlich viel Laune.]

      Serbien - „Goodbye (Shelter)“ von Sanja Vučić: 8 Punkte
      [Das Lied macht unerwartet viel Spaß und geht somit ziemlich schnell vorbei. Durchaus unterhaltsam, auch wenn es jetzt für mich nicht sonderlich besonders ist.]

      Irland - „Sunlight“ von Nicky Byrne: 6 Punkte
      [Das Problem an diesem Lied ist, dass es viel zu schnell wieder aus dem Kopf geht. Es gibt scheinbar nichts, was es besonders macht, denn es soll scheinbar nur fröhlich und locker sein. So hat man nur einen kurzen Genuss.]

      Mazedonien - „Dona“ von Kaliopi: 4 Punkte
      [Mit „Dona“ wird man meiner Meinung nach nicht warm. Es ist zwar schön, dass nicht auf Englisch gesungen wird, doch sonst gibt es nichts, was mir positiv aufgefallen ist. Es ist einfach da. Ein ziemlich unscheinbarer Beitrag.]

      Litauen - „I've Been Waiting For This Night“ von Donny Montell: 5 Punkte
      [Litauens Beitrag unterscheidet sich wenig von Liedern, die vor ein paar Jahren mal im Radio rauf und runter gespielt wurden. Auch dieser Beitrag kann sich nicht im Ohr festsetzen und strahlt durch praktisch nichts. Es einmal gehört zu haben, mag in Ordnung sein, aber ein zweites Mal nicht.]

      Australien - „Sound Of Silence“ von Dami Im: 9 Punkte
      [Die Australier wissen wie man „richtige“ Musik macht, wie es scheint. Zwar hat das Lied einen sehr simplen Aufbau, doch es macht Spaß und klingt dabei auch nicht schlecht. Der Refrain wird geradezu grenzwertig wiederholt, doch anhand dessen, dass er eben gut klingt, kann man das verzeihen. „Sound Of Silence“ ist sehr nahe an der Mainstream-Musik dran, doch damit stellt es sich in eine bessere Position als viele andere Beiträge, wie ich finde.]

      Slowenien - „Blue And Red“ von ManuElla: 6 Punkte
      [Ich verstehe einfach nicht, warum in diesem Lied ein Banjo benutzt wurde. Genauso scheint der Text nicht wirklich zu dem Rest des Beitrags zu passen, also liegt auch hier ein ziemlicher Chaoshaufen vor. Sollte sich die Live-Version als erträglich erweisen, könnte auch eine bessere Bewertung zustandekommen.]

      Bulgarien - „If Love Was A Crime“ von Poli Genova: 9 Punkte
      [Wow, eine kleine Überraschung von Bulgarien. Solchen Liedern hört man oft sehr gerne zu und da stimme ich in diesem Fall zu. Eine gute Live-Version könnte hier durchaus viel herausholen. Macht einfach Spaß.]

      Dänemark - „Soldiers Of Love“ von Lighthouse X: 8 Punkte
      [Ja, es klingt nicht schlecht und ja, es wird in Skandinavien wahrscheinlich ziemlich oft im Radio zu hören sein. Irgendwie sind Boybands doch gar nicht so unmodern und ganz nett, aber mehr gibt es dann auch nicht mehr zu sagen. Ganz nettes Lied.]

      Ukraine - „1944“ von Jamala: 5 Punkte
      [Ich weiß um die Ukaine und ihre momentane Situation, aber dieses Lied verstehe ich nicht. Es handelt sich hierbei sicher um ein großes Experiment, das man sicherlich schätzen kann, aber ich finde es einfach nur merkwürdig. Und live haben wir hier keinen sonderlich starken Auftritt, was leise und ruhige Stellen betrifft.]

      Norwegen - „Icebreaker“ von Agnete: 9 Punkte
      [Ich bin sehr von dem plötzlichen Wechsel im Tempo des Liedes überrascht, aber auch hier kann ich sagen, dass es trotzdem noch gut klingt. „Icebreaker“ hat zwar seine Makel, doch diese lassen wir liegen, wenn merken, dass man diesen Beitrag ja genießen kann.]

      Georgien - „Midnight Gold“ von Young Georgian Lolitaz: 3 Punkte
      [Das Problem an gesanglich schwachen Liedern ist es, dass sie noch schlechter werden, wenn sie nicht in Gang kommen. Hier haben wir einen merkwürdigen Techno-Haufen, der in allen Aspekten grandios scheitert.]

      Albanien - „Fairytale“ von Eneda Tarifa: 5 Punkte
      [Wäre dieser Beitrag in originaler Sprache gekommen, hätte er wenigstens eine Besonderheit, zumal die englische Version noch um eins schwächer klingt. Schwach ist das gesamte Lied, besonders gesanglich. Da bleibt einfach keine Luft nach oben.]

      Belgien - „What’s The Pressure“ von Laura Tesoro: 8 Punkte
      [Eine Sache, die dieses Lied richtig gut macht, ist das Launemachen. Dadurch kann Belgien ein bisschen scheinen, bevor der Refrain dann auf die Nerven geht. Ein Lied wie dieses, das eher besser in eine Werbung passt, muss sehr aufpassen, dass es nicht zu nervig und eintönig wird. Vielleicht hätte man hier ein wenig mehr Variation einbauen können.]

      BIG FIVE:

      Deutschland - „Ghost“ von Jamie-Lee Kriewitz: 9 Punkte
      [Dieses Lied auf genug geteilte Meinung und so bin auch in zwiegespalten. Positiv kann ich anmerken, dass sich beide Versionen, live und im Studio, nicht sonderlich voneinander voneinander unterscheiden, was mit einschließt, dass der Gesang nicht allzu schwach. „Ghost“ klingt zwar leicht monoton und erinnert teilweise an „Umbrella“ von Rihanna, aber ich sage mal, dass es mir ganz gut gefällt.]

      Großbritannien - „You’re Not Alone“ von Joe and Jake: 8 Punkte
      [Mir gefällt es nicht, dass dieser Beitrag sehr dem von Dänemark klingt, wie ich finde. Ansonsten ganz erträglich, nur leider nicht besonders oder anderweitig heraustechend. Es ist eben ein ganz normales Lied, das immerhin gesanglich in Ordnung ist.]

      Frankreich - „J’ai cherché“ von Amir: 9 Punkte
      [Es fängt schon gut. Zwar mag ich die Tatsache immer noch nicht, dass Frankreich ständig darauf besteht, dass seine Lieder auf Französisch gesungen werden, doch da bietet „J’ai cherché“ eben eine ziemlich gute Alternative. Das Lied klingt auch nicht ulkig oder etwas in dieser Art, es ist einfach gut. So muss gute Laune klingen!]

      Italien - „No Degree Of Separation“ von Francesca Michielin: 9 Punkte
      [Leider scheinen sich nur Italien, Frankreich, Spanien und viele der Balkan-Staaten zu trauen, auf ihrer eigenen Sprache zu singen. Italien kann auf Italienisch mit solchen Liedern gut punkten, denn tatsächlich klingt es so sehr viel besser, wie man im Vergleich zu dem englischen Teil merkt.]

      Spanien - „Say Yay!“ von Barei: 10 Punkte
      [Zwar hätte ich es begrüßt, wenn Spanien wieder auf Spanisch angetreten wäre, doch ich kann mir dieses Lied seltsamerweise nur auf Englisch vorstellen. Und es macht einfach nur Spaß und nimmt dabei eine absolute Führungsposition für alle Lieder solchen Typus ein. Sehr schön!]

      TITELVERTEIDIGER:

      Schweden - „If I Were Sorry“ von Frans: 5 Punkte
      [Und das ist der Punkt, an dem Schweden scheitert. Sicher, es gab natürlich schwache Beiträge und ja, ein Stilbruch ist nicht schlecht, aber dieser hier ergibt einfach nichts. „If I Were Sorry“ klingt im Refrain sogar gar nicht mal so schlecht, aber sonst kommt nichts. Es kommt einfach nichts bei herum und der Text ist auch nicht stark, von dem abrupten Ende des Liedes ganz zu schweigen.


      Eigentlich hatte ich vorgehabt, pro Beitrag einen Spoiler mit fünf Bewertungen zu erstellen, aber da ich diesen ganzen Aufwand nicht noch einmal betreiben wollte, habe ich es mir ein wenig leichter gemacht. Tut mir leid, sollte es für euch zu unübersichtlich sein. Nächstes Jahr weiß ich es besser. Dafür werde ich euch eine Tabelle mit den Durchschnittswerten der vergebenen Punkte erstellen, sodass ihr auf einen Blick sehen könnt, was bei uns gut ankam und was nicht.

      An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an @Floh, @Gala, @HoLy, @Pk-fan und @Raikachu, die hervorragende Arbeit leisteten. Hat echt total Spaß gemacht mit euch zusammenzuarbeiten! :bg:

      Und so gefallen die Beiträge der Jury im Durchschnitt:


      Platznummer

      Land

      Interrpret und Songtitel

      Durchschnittswert

      1.

      Spanien

      Barei - Say Yay!

      9.8

      4.

      Bulgarien

      Kroatien
      Tschechische Republik
      Poli Genova - If Love Was A Crime

      Nina Kraljić - Lighthouse
      Gabriela Gunčíková - I Stand
      9.4

      6.

      Belgien

      Frankreich
      Laura Tesoro - What's The Pressure

      Amir - J'ai cherché
      9.2

      9.

      Island

      Malta
      Ungarn
      Greta Salóme - Hear Them Calling

      Ira Losco - Walk On Water
      Freddie - Pioneer
      9

      11.

      Israel

      Italien
      Hovi Star - Made Of Stars

      Francesca Michielin - No Degree Of Separation
      8.6

      12.

      Serbien

      ZAA Sanja Vučić - Goodbye (Shelter)

      8.2

      15.

      Deutschland

      Finnland
      Slowenien
      Jamie-Lee - Ghost

      Sandhja - Sing It Away
      ManuElla - Blue And Red
      8

      16.

      Ukraine

      Jamala - 1944

      7.8

      18.

      Estland

      Zypern
      Jüri Pootsmann - Play

      Minus One - Alter Ego
      7.6

      21.

      Australien

      Lettland
      Norwegen
      Dami Im - Sound Of Silence

      Justs - Heartbeat
      Agnete - Icebreaker
      7.4

      23.

      Niederlande

      Weißrussland
      Douwe Bob - Slow Down

      IVAN - Help You Fly
      7.2

      25.

      Bosnien & Herzegowina

      Vereinigtes Königreich
      Dalal & Deen ft. Ana Rucner & Jala - Ljubav Je

      Joe & Jake - You're Not Alone
      7

      26.

      Aserbaidschan

      Samra - Miracle

      6.8

      27.

      Armenien

      Iveta Mukuchyan - LoveWave

      6.6

      28.

      Irland

      Nicky Byrne - Sunlight

      6.4

      30.

      Österreich

      Schweiz
      ZOË - Loin d'ici

      Rykka - The Last Of Our Kind
      6

      32.

      Albanien

      Polen
      Eneda Tarifa - Fairytale

      Michał Szpak - Color Of Your Life
      5.8

      33.

      Russland

      Sergey Lazarev - You Are The Only One

      5.6

      36.

      Dänemark

      Litauen
      Moldau
      Lighthouse X - Soldiers Of Love

      Donny Montell - I've been waiting for this night
      Lidia Isac - Falling Stars
      5.4

      37.

      Griechenland

      Argo - Utopian Land

      5

      39.

      Mazedonien

      Schweden
      Kaliopi - Dona

      Frans - If I Were Sorry
      4.6

      40.

      Georgien

      Nika Kocharov & Young Georgian Lolitaz - Midnight Gold

      4.4

      41.

      Montenegro

      Highway - The Real Thing

      4

      42.

      San Marino

      Serhat - I Didn't Know

      3.4

      I have a lot of talents but none of them are really useful.

      I am really good in making fun of people dancing.
      I invented like ten emoticons.
      I can walk up and down an escalator in like two seconds.
      I can fit my body into small spaces.
      I can instantly tell whether someone is fat or pregnant, with 60 percent accuracy.
      I can sneak three dogs into a movie theatre.
      I can convince my grandmother that I'm not real.
      I can win a staring contest with a cat.
      I can make every security guard suspicious of me.
      I can convince my mom that I'm adopted.

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