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Die ultimative „Ich will der Allerbeste sein“-Sendung

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    • Runde 7 – Wissen: Fähigkeiten

      Eich: „Gut, dann starten wir diese Runde ohne Musik. Ash, als Champ hast du die Ehre anzufangen.“

      Ash: „Hurra, damit habe ich den Sieg schon so gut wie in der Tasche.“

      Eich: „Dir ist schon klar, dass es bei den Wissensrunden keinerlei Vor- oder Nachteile hat, wenn man beginnt?“

      Ash: „Ja! Kriege ich jetzt die 10 Punkte?“

      Eich: „Es sind 20 und das war noch nicht die Frage! Deine Frage lautet folgendermassen: Nenne mir eine Fähigkeit, die etwas mit dem Status-Problem Paralyse zu tun hat.“

      Ash: „Das ist einfach: Statik!“

      Eich: „Sehr gut, das macht 20 Punkte für dich, Ash. Statik ist eine sehr nützliche Fähigkeit, gerade wenn man ein Elekro-Pokémon spielt, da diese sonst kaum eine Möglichkeit haben, den Gegner zu paralysieren. Rüpel, kommen wir zu deiner Frage. Nenne mir eine Fähigkeit, die etwas mit dem Status-Problem Vergiftung zu tun hat.“

      Rüpel: „Gift? Das ist ja voll mein Ding. Also eigentlich stehe ich noch mehr auf Wasser oder Unlicht, aber Gift ist ja auch voll cool. Deswegen nehme ich Giftdorn!“

      Eich: „Das ist korrekt. Auch Giftdorn ist sehr nützlich, da es den Gegner vergiften kann und anders als das schwächere Toxin jede Runde den gleichen Schaden anrichtet.“

      Rüpel: „Also ich finde Toxin besser.“

      Eich: „Dich hat aber niemand gefragt! Zudem haben wir doch überhaupt keine Zeit, um das jetzt auszudiskutieren. Wir haben jetzt schon doppelt so viele Werbeunterbrechungen eingelegt, wie für die ganze Sendung geplant waren! Also kommen wir doch einfach zur zweiten Frage für Ash: Nenne mir eine Fähigkeit, die die Genauigkeit der Attacken steigern lässt.“

      Ash: „Gibt es so was wirklich? Das ist ja enorm praktisch.“

      Eich: „Natürlich gibt es so was.“

      Galagladi: „Gala!“

      Ash: „Wie wäre es mit Klauenwetzer?“

      Eich: „Falsch! Das ist eine Attacke und keine Fähigkeit. Zudem beeinflusst Klauenwetzer nur physische Attacken.“

      Galagladi: „Gala?“

      Rüpel: „Das stimmt doch überhaupt nicht.“

      Eich: „Wie auch immer. Wir hätten eine Antwort wie Facettenauge gebraucht. Aber kommen wir zu deiner Frage Rüpel: Nenne mir eine Fähigkeit, durch die einer der Verteidigungswerte verstärkt wird.“

      Rüpel: „Also ich spiele ja lieber offensiv. So voll hau drauf, weisste?“

      Eich: „Du musst trotzdem eine Antwort nennen.“

      Rüpel: „Also – Dann nehme ich – Fischschwarm.“

      Eich: „Falsch! Oder doch nicht? Na toll, jetzt hast du die Regie überfordert.“

      Rüpel: „Aber mit Fischschwarm kriegt man so voll die krassen Angriffs- und Verteidigungswerte. Wenn es Fischschwarm nicht gäbe, wäre der kleine Lusardin voll ausgestorben.“

      Eich: „Na gut, dann geben wir halt die 40 Punkte. Deine Frage, Ash: Nenne mir ein Pokémon, welches die Fähigkeit Brustbieter haben kann.“

      Ash: „Tauboss!“

      Eich: „Oh, das ging ja flott. Und zudem ist es erst noch richtig. Erstaunlich.“

      Ash: „Hey, ich kenne mich nun mal mit starken Fähigkeiten aus. Und Brustbieter ist eine der allerstärksten Fähigkeiten überhaupt.“

      Galagladi: „Gala?“

      Eich: „Aber wirklich. Na gut, das gibt 60 Punkte für Ash und eine neue Frage für Rüpel: Nenne mir ein Pokémon, dass die Fähigkeit Freundeshut haben kann.“

      Rüpel: „Was für’n Hut?“

      Eich: „Freundeshut. Diese Fähigkeit verringert den Schaden, den man durch Freunde erhält.“

      Rüpel: „Warum sollten mir meine Freunde schaden wollen?“

      Eich: „Na zum Beispiel im Doppelkampf. Da verringert sich der Schaden durch Erdbeben.“

      Rüpel: „Ist ja voll doof.“

      Eich: „Oder auch Surfer…“

      Rüpel: „Boah, die Fähigkeit ist ja doch geil. Die will ich. Wer kann denn die lernen?“

      Eich: „Das möchte ich doch von dir wissen.“

      Rüpel: „Dann nehme ich Karpador. Der kann so was voll gut vertragen.“

      Eich: „Das ist falsch. Wir hätten so etwas wie Pii, Wonneira oder Purmel gebraucht.“

      Rüpel: „Aber das sind alles voll die Luschen.“

      Eich: „Genauso wie die Fähigkeit selbst. Aber wir haben doch gar keine Zeit dafür. Wie oft muss ich euch eigentlich noch sagen, dass wir hier vorwärts machen sollen! So wie es aussieht müssen wir die Sendung jetzt schon um eine halbe Stunde verlängern. Habt ihr eigentlich eine Ahnung, was das für den Sender bedeutet?“

      Ash: „Dann stellen Sie doch einfach die nächste Frage.“

      Eich: „Das werde ich und das mache ich. Ash, aufgepasst: Nenne mir die Spezialfähigkeit von Ditto.“

      Ash: „Wandler! Nein, warten Sie. So heisst die Attacke. Dann ist es Flexibilität.“

      Eich: „Falsch. Flexibilizimystizität ist die reguläre Fähigkeit. Wir hätten die Fähigkeit Doppelgänger gesucht. Obwohl Flexizismus ja ohnehin viel stärker ist. Besonders bei Ditto. Was macht Doppelgänger überhaupt? Wie? Keine Zeit? Ach so. Rüpel: Nenne mir die Spezial-Fähigkeit von Kinoso!“

      Rüpel: „Welches Ding?“

      Eich: „Kinoso.“

      Rüpel: „Was ist das?“

      Eich: „Ein Pflanzen-Pokémon. Aber mehr verrate ich nicht.“

      Rüpel: „Dann ist es bestimmt eine von diesen bescheuerten Pflanzen-Fähigkeiten. Boah, wie ich die hasse. Das einzige was mich mehr ankotzt als Pflanzen-Typen ist Feuer. Feuer ist voll bekackt.“

      Eich: „Nenne uns einfach die Fähigkeit.“

      Rüpel: „Dann ist es bestimmt so ein Kack-Notdünger.“

      Eich: „Falsch. Kack-Notdünger ist nicht mal eine richtige Fähigkeit. Aber die Idee dahinter gefällt mir. Wir hätten Pflanzengabe gesucht. Und jetzt kommen wir auch schon zur letzten Frage für Ash in dieser Runde. Bell, wärst du so nett?“

      Bell: „Klar, los Rettan!“

      Ein Rettan erscheint und Galagladi geht sofort zu ihm hin.

      Galagladi: „Gala.“

      Eich: „Also, Ash: Wie lautet die versteckte Fähigkeit von Rettan.“

      Ash blickt Rettan konzentriert an, während sich dieses gerade um Galagladis Körper herumwickelt.

      Galagladi: „Gala? Gaaaaaa!“

      Eich: „Deine Anwort, bitte!“

      Ash: „Also gut, die versteckte Fähigkeit ist Expidermis!“

      Eich: „Das ist falsch. Expidermis ist neben Bedroher eine der regulären Fähigkeiten von Rettan.“

      Währenddessen geht Galagladi zu Boden und ringt nach Luft. Rettan lockert seinen Wickel kein bisschen.

      Eich: „Die richtige Antwort wäre Anspannung gewesen. Anspannung, verstehst du?“

      Bell: „Du meine Güte, Galagladi ist ja auch ganz angespannt. Komm zurück, Rettan.“

      Bell zieht Rettan zurück und Galagladi kriegt endlich wieder Luft und rappelt sich wieder auf.

      Eich: „Also Bell, du darfst Rettan zurückziehen.“

      Bell: „Das habe ich doch gerade gemacht.“

      Eich: „Sehr gut, dann setze doch gleich unser nächstes Pokémon ein.“

      Bell: „Ich habe nur einen Pokéball erhalten.“

      Eich: „Was ist denn das für eine Organisation hier? Wer hat das denn bitteschön schon wieder verpatzt? Wir zeigen in dieser Runde bei den letzten beiden Fragen jeweils ein Pokémon und… Oh, Galagladi ist das nächste Pokémon?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Na gut, Galagladi, du bist dran.“

      Galagladi springt fröhlich hin und her. Offenbar hat es den Wickel-Angriff gut überstanden.

      Rüpel: „Das ist einfach, die versteckte Fähigkeit ist Redlichkeit. Das weiss ich, weil ich oft Unlicht-Attacken einsetze.“

      Eich: „Hier möchten wir aber die reguläre Fähigkeit von Galagladi wissen. Unser Galagladi hat nämlich keine versteckte Fähigkeit. Das können wir gerne zeigen. Bell, greife es mit einer Unlicht-Attacke an.“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Muss das wirklich sein?“

      Galagladi: „Gala?“

      Eich: „Okay, wir haben ja ohnehin keine Zeit dafür. Rüpel, deine Anwort. Jetzt!“

      Rüpel: „Konzentrator!“

      Eich: „Das ist falsch. Das wäre die Fähigkeit von Mega-Galagladi. Oh, können wir das kurz zeigen?“

      Galagladi freut sich sichtlich darüber, dass es sich in seiner Mega-Form zeigen darf.

      Galagladi: „Ga! Laaaa!“

      Eich: „Nein? Wir haben keine Zeit. Tut mir leid.“

      Galagladi wirkt nun sehr enttäuscht.

      Galagladi: „Gaaa…“

      Eich: „Das gibt also leider keine Punkte für Rüpel und die Runde ist vorbei. Siegfried, würdest du bitte?“

      Siegfried: „Natürlich, los Garados!“

      Das rote Garados erscheint und wartet auf die Befehle.

      Siegfried: „Komm schon, du weisst was zu tun ist. Da drüben steht ein Gong.“

      Das rote Garados starrt Siegfried an.

      Siegfried: „Du musst doch nur einen Hyperstrahl einsetzen. Das haben wir doch genügend oft geübt.“

      Nun lädt Garados seinen Hyperstrahl auf und feuert diesen Siegfried direkt ins Gesicht. Cynthia kann gerade noch zur Seite springen.

      Garados: „Gaaaaaaaa!“

      Cynthia: „Hui, das war knapp. Wie geht es dir Siegfried.“

      Siegfried hat den Angriff überraschend gut überstanden. Lediglich seine Frisur hat darunter gelitten.

      Siegfried: „So war das nicht geplant! Das müssen wir wohl nochmals üben. Komm zurück!“

      Cynthia: „Sehr schön, wie du auf meine Frage eingehst…“

      Eich: „Und damit ist auch die siebte Runde vorbei und wir werfen einen Blick auf… Funktioniert die Anzeigetafel eigentlich wieder?“

      Bell hat die neue Anzeigetafel anscheinend perfekt montiert und es steht auch schon der Punktestand darauf:
      Rüpel: 620 Punkte
      Ash: 390 Punkte

      Eich: „Ah, das nenne ich mal gute Arbeit von den Technikern, die die Anzeigetafel ausgetauscht haben.“

      Bell: „Eigentlich war ich das.“

      Eich: „Nicht, dass du auch noch so arrogant wie Cynthia wirst.“

      Cynthia: „Hey, ich bin doch nicht arrogant. Kommt schon. Oder doch? Ich kann mich ändern.“

      Eich: „Und wie es aussieht ist Rüpel immer noch in Führung mit seinen 620 Punkten aber Ash kann mit seinen 390 Punkten immer noch gewinnen. Aber dafür muss er sich ins Zeug legen.“

      Ash: „Nichts leichter als das. Die nächste Runde geht an uns, nicht wahr Pikachu?“

      Ashs Pikachu nickt ihm wie immer zu.

      Eich: „Dann möchte ich deinen Enthusiasmus auch nicht weiter zurückhalten. Begebt euch doch zum Kampf-Platz und Siegfried und Cynthia erklären euch die Regeln.“

      Während die beiden zum Kampf-Platz gehen, läuft wieder die übliche Musik, die scheinbar auch wieder funktioniert.
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • Runde 8 – Kämpfen: Underused

      Siegfried: „Die Regeln sind ganz einfach. Es wird im Format Underused gekämpft. Meine absolute Lieblings-Kampfart, wohlgemerkt.“

      Cynthia: „Obwohl dein ach so geliebtes Dragoran daran gar nicht teilnehmen dürfte?“

      Siegfried: „Dragoran wäre selbst für die Ubers zu stark.“

      Cynthia: „Ja klar. Also jeder von euch darf 4 Pokémon auswählen. Es wird im Einzelkampf gekämpft. Und folgende Pokémon sind ausgeschlossen. Siegfried, du hast die Liste vor dir.“

      Siegfried: „Also, Ash muss auf sein Staraptor verzichten und Glurak und Skaraborn dürfen keine Mega-Entwicklung durchführen. Das wär’s auch schon.“

      Cynthia: „Danke. Siehst du, ich bedanke mich. Würde sich eine arrogante Person bedanken?“

      Eich: „Wir haben keine Zeit für Small Talk, also beeilt euch gefälligst.“

      Cynthia. „Ja, tut mir leid. Also auf Rüpels Seite ist nur Mega-Zobiris verboten. Das normale Zobiris ist aber erlaubt.“

      Rüpel: „Ich hab’ ja noch nicht mal den passenden Mega-Stein für Zobiris.“

      Cynthia: „Dann hat Rüpel also freie Wahl.“

      Ash: „Und warum darf ich keine freie Wahl haben?“

      Siegfried: „Weil hier im Underused-Format gekämpft wird. Und du hast auch nur leichte Einschränkungen. Also wählt jetzt endlich eure 4 Pokémon.“

      Ash: „Ist Pikachu erlaubt?“

      Cynthia: „Ja! Wie immer!“

      Rüpel: „So, fertig!“

      Cynthia: „Rüpel konnte sich wohl schnell entscheiden und hat bereits vier Pokémon registriert.“

      Ash: „Ach, ja? Ich kann auch ganz schön schnell sein. Passt auf – Fertig.“

      Siegfried: „Und Ash registriert ebenfalls ohne zu überlegen vier Pokémon. Dann kann der Kampf ja beginnen.“

      Rüpel: „Sehr gerne. Du bist dran, Tentoxa!“

      Ash: „Denen zeigen wir es, Matrifol. Du bist dran!“

      Tentoxa grinst Matrifol fies an, während sich dieses kein bisschen aus der Ruhe bringen lässt.

      Cynthia: „Dass Ash wieder auf Pflanzen-Pokémon setzt, war wohl absehbar. Ob Rüpel deswegen einen Gift-Typ verwendet?“

      Siegfried: „Matrifol ist eine Pflanze?“

      Cynthia: „Ja, es ist vom Typ Pflanze-Käfer.“

      Siegfried: „Das wusste ich. Ich wollte nur dein Wissen testen.“

      Ash: „Matrifol, mache kurzen Prozess mit Energieball!“

      Rüpel: „Tentoxa, Regentanz!“

      Ashs Matrifol verpasst Tentoxa sofort einen Energieball. Diesen steckt es allerdings ziemlich gut weg. Zudem verliert Matrifol einige KP wegen dem Item Leben-Orb.

      Siegfried: „Na, diesem Angriff scheint die Energie zu fehlen. Verstehst du, Cynthia? Wegen Energieball.“

      Cynthia: „Ja, du musst mir nicht deine Wortspiele erklären. Der Angriff richtete zumindest keinen grossen Schaden an.“

      Nun setzt Tentoxa Regentanz ein und der Regen beginnt wieder zu fallen.

      Siegfried: „Und Tentoxa tanzt fröhlich im Regen. Verstehst du?“

      Cynthia: „Ja, verdammt noch mal! Und meine Haare werden auch schon wieder nass…“

      Nun regeneriert Tentoxa KP durch Giftschleim und die Fähigkeit Regenguss.

      Cynthia: „Und Tentoxa ist schon fast wieder völlig fit. Ash muss sich was einfallen lassen.“

      Ash: „Das kannst du haben: Laubklinge, los!“

      Rüpel: „Tentoxa, lege deine Giftspitzen aus!“

      Matrifols Laubklinge richtet hohen Schaden an und Tentoxa ist sichtlich geschwächt. Matrifol verliert ein paar weitere KP.

      Siegfried: „Ein guter Zug. Das muss man Ash lassen.“

      Cynthia: „Hätte er doch nur schon in der ersten Runde eingesehen, dass spezielle Angriffe bei Tentoxa keine grosse Wirkung zeigen.“

      Nun legt Tentoxa Giftspitzen auf Ashs Seite aus.

      Siegfried: „Tja, wenn Ash ein paar Drachen hätte, dann bräuchte er keine Angst vor den Giftspitzen zu haben. Aber so…“

      Cynthia: „Flug-Pokémon sind immun gegen Giftspitzen, nicht Drachen! Ach, warum versuche ich eigentlich immer wieder, dir das zu erklären…“

      Tentoxa regeneriert wieder einige KP, aber es ist immer noch angeschlagen.

      Siegfried: „Wenn Ash jetzt den richtigen Angriff einsetzt, dann könnte er in Führung gehen.“

      Ash: „Das mache ich doch gleich: Nochmals Laubklinge, los!“

      Rüpel: „Und wir legen mehr Giftspitzen aus, Tentoxa!“

      Tentoxa kommt wohl nicht mehr dazu, noch mehr Giftspitzen zu verteilen, da es durch Matrifols Laubklinge K.O. geht.

      Siegfried: „Zwar büsst Matrifol weitere KP durch Leben-Orb ein, aber zumindest konnte es das gefährliche Tentoxa besiegen. Wobei gefährlich ja doch etwas übertrieben ist.“

      Cynthia: „Nicht unbedingt. Hätte es eine weitere Lage Giftspitzen ausgelegt, hätte Ash vielleicht noch starke Probleme bekommen.“

      Rüpel zieht Tentoxa zurück und setzt ein neues Pokémon ein.

      Rüpel: „Zurück mit dir, Tentoxa! Jetzt bist du dran, Zobiris!“

      Zobiris erscheint und versucht zu lächeln. Es sieht sehr unheimlich aus. Der Regen hört ausserdem auch nicht auf.

      Ash: „Was ist denn das für ein Pokémon? Darf ich meinen Pokédex benutzen?“

      Cynthia: „Was? Nein! So etwas führen wir gar nicht erst ein.“

      Siegfried: „Genau, wenn du noch nicht mal weisst, dass Zobiris ein jämmerlich schwaches Geist-Unlicht-Pokémon ist, dann kann man dir auch nicht mehr helfen.“

      Cynthia: „Nicht schlecht, diesmal hast du beide Typen richtig benannt.“

      Siegfried: „Was erwartest du von einer Legende wie mir?“

      Ash: „Na gut, wir hauen weiter mit Laubklinge drauf!“

      Rüpel: „Zobiris, einen Nachtnebel bitte!“

      Matrifol kann ebenfalls wieder massiven Schaden anrichten, aber Zobiris zückt plötzlich eine rote Karte und Matrifol läuft traurig davon.

      Ash: „Was ist denn jetzt schon wieder los?“

      Cynthia: „Offensichtlich trägt Zobiris das Item Rote Karte. Damit musst du Matrifol zurück ziehen und ein neues Pokémon einsetzen!“

      Ash: „Na gut, komm zurück, Matrifol! Pikachu, du bist dran!“

      Ash zieht sein Matrifol zurück und Pikachu möchte gleich ins Getümmel springen, aber stattdessen erscheint Tauros und wird durch die Giftspitzen vergiftet.

      Ash: „Was? Dich habe ich doch gar nicht gerufen!“

      Siegfried: „Und Ash hat offenbar keinen Plan, was die Rote Karte bewirkt.“

      Cynthia: „Vielleicht sollten wir ihm helfen: Nachdem das aktuelle Pokémon den Platz verlässt, setzt man ein zufälliges Pokémon ein.“

      Zumindest kann Tauros den Nachtnebel abwehren. Zudem regnet es immer noch.

      Siegfried: „Sei lieber froh. Tauros ist zumindest gegen den Nachtnebel immun, den dir Zobiris um die Ohren hauen wollte.“

      Ash: „Also gut. Davon lassen wir uns nicht abhalten. Setze Doppelteam ein, Tauros!“

      Rüpel: „Zobiris, heile dich mit Genesung!“

      Zobiris agiert dank Strolch zuerst und heilt die meisten seiner KP wieder.

      Cynthia: „Jetzt erkenne ich auch Rüpels Strategie!“

      Siegfried: „Der hat ne Strategie?“

      Cynthia: „Ja, mit rote Karte sorgte er dafür, dass sicher ein Pokémon vergiftet wird. Und Zobiris kann sich stetig heilen.“

      Siegfried: „Tja, Drachen wären…“

      Cynthia: „Halt die Klappe!“

      Rüpel: „Aber echt, ey!“

      Währenddessen setzte Tauros auch schon Doppelteam ein, aber nimmt Schaden durch das Gift. Zudem hört der Regen auf.

      Siegfried: „Ash sollte nicht zu defensiv spielen, wenn seine Pokémon schon vergiftet sind.“

      Cynthia: „Dem kann ich nur zustimmen. Ob Tauros überhaupt eine Attacke in petto hat, die Schaden anrichten kann?“

      Ash: „Und ob! Tauros, setze Geofissur ein!“

      Rüpel: „Zobiris, Genesung!“

      Zobiris ist nun wieder voll geheilt.

      Siegfried. „Und der Schwächling ist wieder fit!“

      Nun stampft Tauros auf den Boden, welcher sich aufspaltet. Der Spalt ist aber noch nicht mal in der Nähe von Zobiris. Zudem verliert Tauros weiterhin KP.

      Cynthia: „Da hat Zobiris aber nochmals Glück gehabt!“

      Ash: „Darauf kannst du dich nicht immer verlassen, versuche es nochmals, Tauros.“

      Rüpel: „Wir gehen in die Offensive, Schmarotzer, los!“

      Nun kommt Tauros zuerst dran und die Geofissur verschlingt Zobiris. Es verliert aber weiterhin KP durch das Gift.

      Siegfried: „Ash hat es tatsächlich geschafft! Und das mit einer der lächerlichsten Attacken überhaupt!“

      Cynthia: „Also lächerlich ist Geofissur nicht, aber leider sehr ungenau!“

      Rüpel zieht Zobiris zurück und setzt sein nächstes Pokémon ein.

      Rüpel: „Mach dir nichts draus, Zobiris! Du bist dran, Tohaido!“

      Tohaido erscheint nun und kann es kaum erwarten, anzugreifen.

      Cynthia: „Tohaido muss jetzt ordentlich Boden wieder gut machen, damit Rüpel noch gewinnen kann.“

      Siegfried: „Gegen den Bullen wird es wohl noch ankommen.“

      Rüpel: „Ganz genau, los Tohaido, hau sie alle mit deinem Schutzschild um!“

      Ash: „Tauros, bleibe bei Geofissur!“

      Tohaido ist enttäuscht darüber, dass es nicht angreifen darf, aber setzt dennoch brav Schutzschild ein.

      Cynthia: „Der Klassiker! Temposchub und Schutzschild.“

      Siegfried: „Eine jämmerliche Strategie, wenn du mich fragst.“

      Cynhtia: „Tue ich nicht!“

      Währenddessen landet Tauros Geofissur sonst irgendwo. Nur gut, dass die entstehenden Schäden bei Kämpfen sehr leicht zu reparieren sind. Tohaidos Temposchub aktiviert sich zudem und Tauros verliert weiterhin KP.

      Rüpel: „Jetzt haben wir ihn! Mega-Entwicklung und dann volle Pulle Knirscher!“

      Ash: „Setze Hornattacke ein, Tauros!“

      Rüpels Tohaido stürmt Kopf voran auf Tauros zu, verfehlt dieses aber.

      Cynthia: „Oh nein, da macht sich wohl das Doppelteam von vorhin bemerkbar.“

      Ash: „Zudem trägt mein Tauros Blendpuder!“

      Siegfried: „Blendpuder? *Lacht los* Blendpuder? Oh mein Gott! Blendpuder… *Lacht weiter* Ich krieg mich nicht mehr ein…“

      Cynthia: „Tja, wenn Ash seine Strategie irgendwie darauf aufbauen kann, dann soll er es versuchen.“

      Siegfried: „*Lacht weiter* Blendpuder! Ich schmeiss mich weg! *Lacht immer noch*“

      Tauros’ Hornattacke trifft hingegen und Tohaido verliert recht viele KP.

      Cynthia: „Zumindest dieser Angriff hat getroffen.“

      Rüpel: „Mach dir nichts draus! Versuche es nochmals!“

      Ash: „Du ebenso Tauros!“

      Dieses Mal trifft Tohaido und das bereits stark angeschlagene Tauros geht K.O.

      Cynthia: „Da war das Glück wohl auf Rüpels Seite.“

      Siegfried (hat sich erholt) : „Allerdings. Das hat man davon wenn man sich auf grottenschlechte Glücks-Strategien verlässt.“

      Ash zieht sein Tauros zurück und setzt das nächste Pokémon ein.

      Ash: „Komm zurück, Tauros. Du bist dran, Gewaldro!“

      Ashs Gewaldro erscheint und wird gleich vergiftet. Dies macht es aber nur noch entschlossener.

      Cynthia: „Oh, ob es jetzt wohl zu einem Kampf ‚Mega gegen Mega’ kommt?“

      Siegfried: „Du meinst wohl Mega-Schwächling gegen Mega-Schwächling 2?“

      Ash: „Niemals! Gewaldro, Mega-Entwicklung und danach Ruckzuckhieb!“

      Rüpel: „Tohaido, Knirscher!“

      Ashs Gewaldro führt eine Mega-Entwicklung durch und kann mit Ruckzuckhieb zumindest etwas Schaden anrichten. Tohaido übersteht den Angriff aber knapp.

      Cynthia: „Und da haben wir die ersehnte Mega-Entwicklung. Zudem versucht Ash wohl an Tohaidos Geschwindigkeit vorbeizukommen.“

      Siegfried: „Oder aber, Gewaldro hat schlichtweg keine brauchbaren Attacken auf Lager.“

      Nun schlägt Tohaido zurück und kann mit seinem Knirscher Gewaldro besiegen.

      Cynthia: „Der Angriff reichte wohl knapp aus, um Gewaldro zu besiegen!“

      Siegfried: „Der Haifisch ist ja gar nicht mal so übel…“

      Ash: „Oh, nein. Das wirst du mir büssen. Komm zurück, Gewaldro! Los, Pikachu!“

      Ash zieht Mega-Gewaldro zurück und Pikachu hüpft in den Ring, wird aber auch gleich vergiftet.

      Rüpel: „Na und? Denkst du diese kleine Ratte kann mich aufhalten? Tohaido, knirsche es weg!“

      Ash: „Pikachu, Ruckzuckhieb!“

      Ashs Pikachu stürmt auf Tohaido zu und kann es mit seinem Ruckzuckhieb K.O. schlagen. Allerdings verliert es durch das Gift einige KP.

      Rüpel: „Jetzt werde ich aber langsam sauer. Der Mega-Stein war schliesslich ein Geschenk von meinem ehemaligen Boss. Komm zurück, Tohaido.“

      Rüpel zieht Mega-Tohaido zurück und setzt sein letztes Pokémon ein.

      Rüpel: „Du bist dran, Wailmer!“

      Wailmer erscheint und platscht ein wenig vor sich hin. Das vergiftete Pikachu versucht sich zu konzentrieren.

      Rüpel: „Wailmer, setze Amnesie ein.“

      Ash: „Pikachu, zeige ihm deinen mächtigen Donner!“

      Cynthia: „Ash versucht sein Glück wieder mit einer ungenauen Attacke. Ob das wohl gut geht?“

      Aber tatsächlich trifft der Donner und Wailmer ist sehr stark angeschlagen.

      Siegfried: „Diesmal scheint die Strategie wohl aufzugehen. Wailmer trägt wohl kein Blendpuder. *Lacht wieder los* Wer benutzt diesen Scheiss überhaupt? *Lacht weiter*“

      Wailmer stärkt seine Defensive durch Amnesie. Und Pikachu verliert wieder KP.

      Ash: „Keine Sorge Pikachu, gleich ist es vorbei. Ein einziger Ruckzuckhieb von dir reicht aus, um es zu beenden.“

      Rüpel: „Vergiss es! Erholung, los!“

      Obwohl Wailmer ein Erholungsschläfchen sichtlich gut täte, kommt es nicht mehr dazu: Pikachus Ruckzuckhieb reicht knapp aus, um es zu besiegen.

      Rüpel: „Tja, war wohl nix! Komm zurück, Wailmer!“

      Ash schnappt sich unterdessen sein Pikachu und drückt dieses sacht Bell in die Hände.

      Ash: „Bitte, Sie müssen Pikachu unbedingt helfen.“

      Bell: „Keine Sorge, ich heile alle eure Pokémon.“

      Cynthia: „Und das war’s dann wohl. Das wurde ja richtig spannend gegen den Schluss, findest du nicht auch, Siegfried?“

      Siegfried: „Nö!“

      Cynthia: „Ähm… Okay – Willst du dann wenigsten mit mir zusammen den Gewinner benennen?“

      Siegfried: „Na, meinetwegen. Der Gewinner ist…“

      Siegfried & Cynthia: „Ash!“

      Ashs Name wird auf der Anzeigetafel eingeblendet und darunter steht „WIEN“. Was der Kampf mit einer europäischen Hauptstadt zu tun hat, weiss aber wohl niemand.

      Eich: „Na, das war doch spannend. Jetzt setzt euch erst mal hin und gönnt euch eine Pause.“

      Bell hat die Pokémon schon hinter die Bühne gebracht und Ash und Rüpel setzen sich neben Eich. Kurz darauf kommt auch schon wieder Ashs Pikachu angerannt und ist vollständig geheilt. Währenddessen blättert Eich durch seine Karteikarten und hat offensichtlich keine Ahnung, was als Nächstes kommt.

      Eich: „Also… Das war jetzt die – die achte Runde, ja? Oh, wir müssen sie ja noch ausläuten.“

      Siegfried: „Schon zur Stelle, los Garados! Pulverisiere den Gong weg!“

      Das rote Garados erscheint und sein Hyperstrahl streift Bell, die gerade wieder hinter der Bühne hervorkommen möchte, und trifft dann den Boden vor dem Gong.

      Garados: „Gaaaaaaaa!“

      Siegfried: „Sehr schön. Komm zurück!“

      Bell: „Hey! Passt doch bitte auf!“

      Siegfried: „Du wurdest doch gar nicht getroffen! Du trägst wohl auch ein Blendpuder, was? *Lacht wieder* Oh Mann, so gut habe ich schon lange nicht mehr gelacht.“

      Eich: „Dann werfen wir jetzt einen Blick auf den Punktestand.“

      Auf der Anzeigetafel wird der aktuelle Punktestand eingeblendet:
      Ash: 690 Punkte
      Rüpel: 620 Punkte

      Eich: „Oh, da hat sich das Blatt ja wieder gewendet.“

      Ash: „Ja, ich wusste es: Ich bin der Allerbeste!“

      Rüpel: „Boah, Alter! Wir haben noch 2 Runden vor uns. Da mach ich dich dann so was von platt.“

      Eich: „Sehr schön. Aber jetzt kommen wir zu unserer neuen Zwischenshow. Leider hat man mir gar nicht mitgeteilt, wer jetzt auftritt. Aber Galagladi weiss es bestimmt.“

      Galagladi: „Gala?“

      Eich: „Na gut, dann lassen wir uns überraschen. Ash, Rüpel. Setzt euch hin und geniesst unsere Zwischenshow. Ein Spektakel der extravaganten Art. Ein Auftritt voller Wunder, Abenteuer und Geheimnisse! Kurz gesagt, ein Traum wird wahr!“

      Die „Slowbro & Bros“ Band fängt an zu spielen und das Licht wird gedimmt.
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • Live-Show

      Plötzlich wird die Musik leiser und eine Art Trommelwirbel ist zu hören. Die Band hat wohl doch ein paar Musikstunden genommen. Währenddessen geht auch ein Scheinwerfer an und eine vermummte Gestalt ist zu sehen. Der Trommelwirbel endet mit einem lauten Crash und die vermummte Gestalt beginnt zu sprechen.

      Vermummte Gestalt: „Ich bin – Der Arenaleiter von Alabastia!“

      Galagladi: „Gala?“

      Siegfried: „Ha, ich wusste es! Habe ich euch nicht gesagt, dass der Arenaleiter von Alabastia auftritt?“

      Vermummte Gestalt: „Das war ein Scherz! In Wahrheit bin ich – Mask Royale!“

      Die vermummte Gestalt legt ihren Mantel ab und die Wrestling-Legende Mask Royale erscheint.

      Siegfried: „Wie jetzt? Ist das doch nicht der Arenaleiter von Alabastia?“

      Cynthia: „Kannst du nicht einfach die Klappe halten und zusehen?“

      Mask Royale: „Wie ich sehe, gibt es hier einige Differenzen im Team. Tragen wir es doch in einem Battle Royale aus, oder was sagt ihr?“

      Das Publikum jubelt und Cynthia lächelt kampfbereit, aber Siegfried bleibt demotiviert sitzen.

      Siegfried: „Nö, keine Lust.“

      Cynthia: „Ach, komm schon! Der Battle Royale ist doch deine absolute Lieblings-Kampfart, oder etwa nicht?“

      Siegfried: „Natürlich nicht! Wie kommst du denn darauf?“

      Mask Royale: „Offensichtlich muss ich euch wohl zuerst noch überzeugen. Los, Wolwerock! Los, Magnezone! Los, Vulnona und los Washakwil!“

      Mask Royale ruft gleich 4 Pokémon gleichzeitig hervor und diese führen auch schon Attacken aus, ohne das Mask Royale überhaupt Befehle geben muss:
      Vulnona sorgt mit Zauberschein für eine passende Beleuchtung, welche mit Magnezones Lichtkanonen, die es in alle Richtungen abfeuert, noch verstärkt wird. Das Wolwerock, welches in der Tag-Form ist, springt mit Turbofelsen immer wieder in die Luft und kann durch Washakswil Wirbelwind sogar kurzzeitig schweben.

      Mask Royale: „Willkommen in meiner Welt. Die Welt der spektakulärsten Kämpfe überhaupt!“

      Das Publikum und auch das Team sind sichtlich begeistert. Nur Siegfried sitzt immer noch demotiviert da.

      Mask Royale: „Also, Cynthia? Siegfried? Macht ihr mit? Und wie sieht es mit Ihnen aus, Professor Eich?“

      Cynthia: „Na klar! Das wird bestimmt witzig!“

      Eich: „Aber ich muss doch zuerst mal meine Bälle suchen…“

      Bell: „Die tragen Sie um Ihren Gürtel, Professor.“

      Eich: „Und wo ist denn bitteschön mein Gürtel?“

      Bell: „Ich hoffe mal, dass Sie diesen gerade tragen.“

      Eich: „Tatsächlich. Du hast recht.“

      Eich geht langsam zum Kampf-Platz, wo auch schon Cynthia ist. Nur Siegfried sitzt immer noch an seinem Platz.

      Cynthia: „Was ist denn los, Siegfried? Hast du etwa Angst zu verlieren?“

      Siegfried: „Okay, jetzt reicht es mir! Dir zeige ich es!“

      Siegfried ist nun anscheinend auch motiviert und findet sich beim Kampf-Platz ein.

      Mask Royale: „Dann lasst uns beginnen!“

      Eich: „Wissen Sie, Sie sehen wie mein Kollege der Alola-Inseln aus. Professor Kuckuck. Kennen Sie ihn?“

      Mask Royale: „Das heisst Professor Kukui und ich bin ihm noch nie begegnet.“

      Eich: „Sie klingen auch wie er. Sicher, dass Sie Professor Juhui noch nie getroffen haben?“

      Cynthia: „Lassen Sie es doch gut sein, Professor.“

      Siegfried: „Ja, lasst uns endlich das Weib besiegen.“

      Mask Royale: „Also gut! Jeder darf 3 Pokémon einsetzen. Nicht mehr und nicht weniger. Es gelten die offiziellen Battle Royale Regeln!“

      Eich: „Wir könnten sonst auch Error 34 spielen.“

      Mask Royale: „Noch nie davon gehört. Also? Seid ihr bereit?“

      Cynthia: „Na klar! Los geht’s!“

      Siegfried: „Ich werde sowieso gewinnen. Ich bin hier der einzige, der mal Champ war!“

      Cynthia: „Ich bin sogar aktuell Champ!“

      Siegfried: „In deinen Träumen vielleicht! Los, Dragoran!“

      Siegfried legt einen Frühstart hin und setzt sogleich sein Dragoran ein.

      Cynthia: „Na gut, wenn ich dich schon platt hauen darf: Los, Knakrack!“

      Auch Cynthia lässt sich offenbar mitreissen und ihr Knakrack erscheint.

      Mask Royale: „Ihr habt es wohl eilig, was? Dann bist du dran, Wolwerock!“

      Eich: „Dann sind wir wohl auch dran. Los, Bisaflor!“

      Wolwerock und Bisaflor erscheinen ebenfalls. Währenddessen setzt sich Bell auf Cynthias Platz und Galagladi begleitet sie und setzt sich auf Siegfrieds Stammplatz.

      Bell: „Na, Galagladi, hilfst du mir den Kampf zu kommentieren?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Sehr schön. Also wir haben ein Dragoran, ein Knakrack, ein Wolwerock und ein Bisaflor, die sich gegenüber stehen. Es könnte also spannend werden, nicht wahr?“

      Galagladi: „Gladi!“

      Bell: „Also meinetwegen dürft ihr beginnen. Aber bitte brüllt die Befehle nicht so durcheinander, wie es bei der Qualifikationsrunde der Fall war.“

      Eich: „Was für eine Runde? Daran erinnere ich mich überhaupt nicht. Und wer kämpft jetzt eigentlich gegen wen?“

      Mask Royale: „ Wir kämpfen im Battle Royale Modus. Das heisst: jeder gegen jeden!“

      Eich: „Na, wenn Sie meinen, Kollege Kuiku.“

      Mask Royale: „Es heisst Kukui und ich bin nicht er!“

      Eich: „Und warum haben Sie dann auch ein Wolwerock?“

      Mask Royale: „Weil es in Alola sehr verbreitet ist! Und jetzt reicht es mir! Schwerttanz, los!“

      Eich: „Na, wenn du ein Kampf willst, kannst du den haben. Ich wähle dich Bisaflor!“

      Bell: „Professor, Sie haben ihr Pokémon bereits eingesetzt!“

      Eich: „Oh, da bist du aber wieder schnell, Bisaflor! Zeige dem Wolwerock doch gleich mal deinen Gigasauger!“

      Siegfried: „Und ich habe noch eine Rechnung mit dir offen, Cynthia! Dragoran, setze gleich deinen Wutanfall ein!“

      Cynthia: „Knakrack, Mega-Entwicklung und halte mit deinem eigenen Wutanfall dagegen!“

      Bell: „Eigentlich sollte es ja ein Battle Royale sein, aber ich habe das Gefühl, dass sich hier nur zwei Mal zwei Trainer gegenüberstehen.“

      Galagladi: „Gala. Gladi.“

      Cynthias Knakrack führt nun eine Mega-Entwicklung durch.

      Bell: „Sehr schön. Mega-Knakrack kann sich nun beweisen.“

      Nun kommt aber Wolwerock zum Zug und stärkt seine Offensive mit Schwerttanz.

      Bell: „Und Wolwerock ist wohl zum Angriff bereit. Sofern es dazu noch kommen wird.“

      Mega-Knakrack fügt nun Dragoran erheblichen Schaden zu. Dieses kann den Angriff wohl nur dank seiner Multischuppe überstehen.

      Cynthia: „Wie schmeckt dir das, Siegfried?“

      Bell: „Oh, das tat weh. Aber Dragoran kann sich noch auf den Beinen halten.“

      Galagladi: „Gala, Galagladi.“

      Der Angriff von Siegfrieds Dragoran ist allerdings auch stark und schlägt auch gleich Mega-Knakrack K.O.

      Siegfried: „So geht das, Weib!“

      Bell: „Und wir haben das erste K.O. zu verbuchen. Das gibt dann wohl einen Punkt für Siegfried.“

      Galagladi: „Gala!“

      Nun kommt Bisaflor zum Einsatz. Dieses kann Wolwerock fast mit Gigasauger besiegen, welches den Anfriff aber dank dem Item Fokusgurt übersteht.

      Bell: „Oh, das war knapp. Wolwerock ist nun stark angeschlagen. Es ist nun ein sicheres Ziel für die Gegner, die einen Punkt erhaschen wollen.“

      Cynthia zieht ihr Mega-Knakrack zurück und setzt auch schon das nächste Pokémon ein.

      Cynthia: „Knakrack, komm zurück! Jetzt bist du dran, Togekiss!“

      Bell: „Wow, da ist so viel passiert in der ersten Runde. Sollen wir nochmals alles zusammenfassen, Galagladi?“

      Galagladi: „Gala! Gala, Galagladi. Gla. Gladi.“

      Bell: „Genau. Wie du gesagt hast, ist Wolwerock zwar stark angeschlagen, aber es hat auch einen Offensivboost erhalten. Auch Dragoran wird es wohl nicht mehr lange durchhalten.“

      Galagladi: „Gala, Gladi. Ga, La, Gala. Gladi.“

      Bell: „Haargenau. Damit liegt wohl Siegfried in Führung und Cynthia aktuell auf dem letzten Platz!“

      Siegfried: „Na, Cynthia? Gibst du schon auf?“

      Cynthia: „Gegen dich? Ganz bestimmt nicht! Es wird mir eine Freude sein, dich zu besiegen und mit dir den Boden aufzuwischen!“

      Bell: „Vergesst aber bitte nicht, dass hier jeder jeden angreifen darf.“

      Cynthia: „Sobald ich mit Siegfried fertig bin, kümmere ich mich um die anderen!“

      Bell: „Aber so funktioniert diese Kampfart doch gar nicht!“

      Mask Royale: „Genau, hier gilt: Man muss aus jeder Situation das Beste machen.“

      Eich: „Da haben Sie recht, werter Kollege Kultpfui.“

      Mask Royale: „Ich heisse Kukui und ich bin nicht ich! Nein, warte! Ah, jetzt hast du mich durcheinander gebracht! Wolwerock, erteile ihm eine Lektion mit Steinkante!“

      Eich: „Halte dagegen mit deinem Gigasauger, Bisaflor!“

      Cynthia: „Togekiss, vernichte Siegfrieds Dragoran mit Zauberschein!“

      Siegfried: „Dragoran, Wutanfall auf… Verdammt, Togekiss ist eine Fee. Dann greife halt Cynthia direkt an!“

      Cynthia: „Hey, was bist du denn für ein erbärmlicher Trainer!“

      Bell: „Die Befehle wurden erteilt. – Glaube ich zumindest.“

      Galagladi: „Gala?“

      Wolwerock greift nun an und seine Steinkante schlägt Bisaflor K.O.

      Bell: „Oh, da geht auch schon Bisaflor K.O. und Mask Royale erhält wohl einen Punkt dafür.“

      Nun greift Togekiss an und kann das stark geschwächte Dragoran mit Zauberschein ebenfalls K.O. schlagen.

      Bell: „Und Cynthia holt jetzt wohl wieder auf.“

      Galagladi: „Gala!“

      Siegfried und Samuel Eich ziehen ihre Pokémon zurück und setzen jeweils ihr nächstes ein!

      Siegfried: „Ha, gegen mein nächstes Pokémon kommst du aber nicht mehr an! Los, Aerodactyl!“

      Eich: „Zurück, Bisaflor! Na, wen setze ich denn als Nächstes ein? Mal überlegen…“

      Samuel Eich denkt genau nach und überlegt mittlerweile schon eine Minute lang, welches Pokémon er wählen soll.

      Bell: „Offenbar hat der Professor Schwierigkeiten sich zu entscheiden.“

      Mask Royale: „Ach, komm schon! Du hast nur 2 weitere Pokémon. So schwer kann die Entscheidung nun auch nicht sein.“

      Eich: „Unterbrechen Sie mich nicht, Kollege Wuwui.“

      Mask Royale: „Es heisst verdammt nochmal Kukui!“

      Eich: „Na, Ihnen werde ich es zeigen! Los, Turtok!“

      Bell: „Auch der Professor hat sich nun entschieden.“

      Eich: „Und wie ich das habe. Turtok, zerlege das Wolwerock mit deiner Lichtkanone!“

      Mask Royale: „Wolwerock, zeige es Turtok stattdessen mit deiner Steinkante!“

      Siegfried: „Aerodactyl, wir setzen doch auch gleich eine Steinkante ein. Aber bitte schön auf Cynthia zielen!“

      Cynthia: „He, das könnte dir wohl so passen! Togekiss, komm zurück! Du bist dran, Lucario!“

      Bell: „Hoffentlich wird hier kein Trainer verletzt…“

      Cynthia zieht ihr Togekiss zurück und Lucario erscheint. Dieses wird auch gleich von Aerodactyls Steinkante getroffen, steckt den Angriff aber ziemlich gut weg. Allerdings verliert Aerodactyl einige KP durch das Item Leben-Orb.

      Siegfried: „Du solltest Cynthia angreifen und nicht ihr Pokémon!“

      Bell: „Hier kochen die Gemüter aber über. Zumindest konnte Lucario den Angriff gut abfangen.“

      Galagladi: „Gala!“

      Nun greift Wolwerock wieder mit Steinkante an, wodurch Turtok auch schon wieder K.O. geht.

      Eich: „Jetzt reicht es mir aber werter Kollege! Turtok, komm zurück! Wen setze ich denn jetzt ein?“

      Bell: „Sie haben doch nur noch ein Pokémon übrig, Professor!“

      Eich: „Wirklich? Na, dann setze ich Glurak ein. Los!“

      Eich zieht sein Turtok zurück und Glurak erscheint.

      Bell: „Und wenn wir einen Blick auf den Punktestand werfen, dann erkennen wir, dass Mask Royale mit 2 Punkten in Führung liegt. Cynthia und Siegfried liegen gleich auf.“

      Galagladi: „Gladi, Gla. Galagladi.“

      Bell: „Ja, der Professor konnte bisher noch keinen Punkt erzielen.“

      Eich: „Das wird sich ändern. Glurak, vernichte Wolerock mit deinem Luftschnitt!“

      Mask Royale: „Beenden wir den Kampf mit Turbofelsen, Wolwerock! Fege Glurak von den Beinen.“

      Siegfried: „Aerodactyl, Erdbeben!“

      Cynthia: „Lucario, Turbotempo auf Wolwerock!“

      Bell: „Ist dies jetzt schon die letzte Runde?“

      Galagladi: „Gala? Gladi.“

      Lucario greift sofort Wolwerock an und besiegt dieses, da es immer noch stark geschwächt war.

      Bell: „Oh, Cynthia hat wohl das Momentum ergriffen und sich mit dieser Überraschungsaktion einen Punkt geholt.“

      Siegfried: „Hey, ich dachte du kämpfst gegen mich!“

      Cynthia: „Battle Royale, Siegfried! Battle Royale!“

      Aerodactyls Erdbeben verteilt sich auf alle Gegner. Allerdings ist Glurak nicht davon betroffen und Wolwerock bereits K.O., so dass nur Lucario davon getroffen wird. Dieses übersteht den Angriff knapp und Aerodactyl nimmt weiterhin Schaden durch Leben-Orb.

      Bell: „Oh, da hat Lucario gerade noch knapp durchgehalten.“

      Gluraks Luftschnitt trifft dagegen ins Leere.

      Bell: „Und Cynthia konnte aufholen und liegt jetzt mit Mask Royale gleich auf.“

      Galagladi: „Galagladi, Gala. Gladi.“

      Bell: „Genau, er hat immer noch 2 verbleibende Pokémon und 2 Punkte, genauso wie Cynthia. Siegfried hat zumindest einen Punkt und ebenfalls 2 verbleibende Pokémon. Der Professor hingegen…“

      Eich: „Schon gut! Ich weiss, was ich hier mache! Du bist dran, Glurak!“

      Bell: „Professor, Glurak kämpft bereits!“

      Eich: „Na, das ging aber flott.“

      Mask Royale zieht unterdessen sein Wolwerock zurück und setzt sein nächstes Pokémon ein.

      Mask Royale: „Komm zurück, Wolwerock! Du bist dran, Vulnona!“

      Alola-Vulnona erscheint nun und plötzlich fängt es im Studio an zu hageln.

      Bell: „Autsch! Was soll das?“

      Cynthia: „Hier hilft wohl auch kein Schirm mehr!“

      Siegfried: „Du und deine weibischen Probleme!“

      Cynthia: „Jetzt reicht es mir! Lucario, verpasse Aerodactyl einen Patronenhieb und hole es vom Himmel herunter.“

      Siegfried: „Niemals! Vernichte Lucario und Cynthia mit deinem Erdbeben!“

      Eich: „Und wir vernichten Vulnona mit unserer Spezial-Attacke: Lohekononada!“

      Mask Royale: „Vulnona, Aurora-Schleier, los!“

      Bell: „Ich kann kaum hinsehen. Und das liegt nicht nur daran, dass mit die Hagelkörner fast ins Auge fliegen!“

      Galagladi hält sich schützend die Arme vor die Augen.

      Galagladi: „Gaaaaa…“

      Lucario greift sofort wieder mit Patronenhieb an und kann Aerodactyl ausschalten.

      Bell: „Und damit geht wohl Cynthia wieder in Führung.“

      Nun setzt Mask Royales Alola-Vulnona Auroraschleier ein.

      Galagladi: „Gala?“

      Bell: „Ja, der Auroraschleier verstärkt nun die Defensive von Mask Royales Pokémon.“

      Glurak feuert hingegen, trotz völlig falscher Attackenvorgabe von seinem Trainer, eine Lohekanonade auf Alola-Vulnona, welches diesen Angriff nicht übersteht.

      Bell: „Und der Professor konnte doch noch einen Punkt erzielen.“

      Nun werden Glurak und Lucario von den Hagelkörnern getroffen. Glurak wirkt zwar immer noch sehr fit, aber für Lucario ist es zu viel und es geht K.O.

      Bell: „Das ist ja erstaunlich. Ein Punkt durch Hagel für Mask Royale. Gibt das überhaupt einen Punkt?“

      Galagladi: „Gala?“

      Mask Royale: „Natürlich. Indirekte K.O.s zählen genauso wie normale K.O.s“

      Bell: „Damit steht es… Augenblick mal…“

      Während Bell noch rechnet, ziehen Mask Royale, Cynthia und Siegfried ihre Pokémon zurück und setzen ihr jeweils letztes ein.

      Mask Royale: „Du warst super, Vulnona. Los jetzt, Magnezone!“

      Cynthia: „Du hast tapfer gekämpft, Lucario. Du bist nochmals dran, Togekiss!“

      Siegfried: „Die hatten keine Chance gegen dich, Aerodactyl. Jetzt vernichten wir sie, los Garados!“

      Bell: „Also, Cynthia und Mask Royale sind immer noch gleich auf und haben beide 3 Punkte. Siegfried hat nur einen Punkt und ist somit gleich auf mit dem Professor.“

      Garados: „Gaaaaa?“

      Siegfried: „Nein, wir zielen heute nicht auf den Gong! Wir müssen stattdessen Cynthia vernichten, damit sie nicht gewinnt.“

      Garados feuert ohne Befehl von seinem Trainer einen Hyperstrahl auf Cynthia. Diese sieht diesen überhaupt nicht kommen und wird voll getroffen.

      Garados: „Gaaaaaaaa!“

      Cynthia liegt nun am Boden, aber rappelt sich langsam wieder auf. Währenddessen eilen ihr Bell und Galagladi zu Hilfe.

      Cynthia: „Jetzt reicht es mir aber endgültig! Was soll das, Siegfried?! WAS SOLL DAS VERDAMMT NOCHMAL?! HAST DU ETWA NICHT EINMAL DEIN POKÉMON IM GRIFF, DU VERDAMMTER SCHEISSKERL?!“

      Bell: „Geht es dir gut, Cynthia?“

      Cynthia: „WAS GLAUBST DU DENN?! DIESES BESCHISSENE GARADOS HAT MICH VOLL GETROFFEN!“

      Bell: „Du blutest ein wenig. Setzt dich doch erstmal hin und ich hole den Erste Hilfe Kasten.“

      Galagladi stützt Cynthia und führt diese langsam zu ihrem Platz, während Bell hinter die Bühne geht, um den Erste Hilfe Kasten zu holen. Währenddessen grinst Siegfried vor sich hin, was Cynthia nun bemerkt.

      Cynthia: „WAS GRINST DU SO?!“

      Siegfried: „Nichts, ich geniesse nur das schöne Wetter. Autsch, jetzt hat mich schon wieder ein Hagelkorn getroffen!“

      Cynthia scheint nun plötzlich wieder überraschend fit zu sein und stürmt auf Siegfried zu.

      Cynthia: „DICH MACHE ICH FERTIG! DU BIST NUN SO WAS VON TOT!“

      Siegfried: „Garados, bist du schon wieder fit?“

      Garados: „Gaaa!“

      Siegfried: „Sehr gut, dann verpasse Cynthia nochmals die volle Ladung!“

      Mask Royale: „Hey, wir haben unseren Kampf noch nicht beendet!“

      Garados feuert nun einen noch stärkeren Hyperstrahl als zuvor ab. Offenbar ist es ein kritischer Treffer. Dieser verfehlt Cynthia glücklicherweise aber um ein paar Meter, fliegt aber leider ins Publikum. Zudem gibt es auch noch eine Explosion beim Auftreffen in die Sitzreihen. Bell kommt gleich danach wieder hinter der Bühne hervor.

      Bell: „Verdammt, was war das?“

      Panik bricht aus, da es nun auch brennt. Leider ist der Notausgang immer noch blockiert. Nun geht auch der Feueralarm los.

      Eich: „Ich wusste gar nicht, dass wir heute eine Feueralarmübung haben.“

      Nun erscheint auch der Regisseur.

      Regisseur: „Das ist keine Übung. Bitte bewahren Sie Ruhe und verlassen Sie langsam durch den Haupteingang das Gebäude.“

      Cynthia: „HAST DU KEINE AUGEN IM KOPF, DU IDIOT! DER EINGANG STEHT AUCH IN FLAMMEN UND UNSER VOLLARSCH SIEGFRIED HAT MIT SEINEM SCHEISS-POKÉMON DEN NOTAUSGANG ZERSTÖRT!“

      Regisseur: „Okay, dann müssen wir umplanen. Hat jemand Wasser-Pokémon dabei?“

      Rüpel: „Wasser-Pokémon? Die sind voll mein Ding, ey!“

      Regisseur: „Sehr gut. Meinst du, du könntest das Feuer beim Haupteingang löschen?“

      Rüpel: „Ob ich meine? Natürlich kann ich das! Ist doch keine grosse Sache!“

      Ash: „Ich helfe dir! Augenblick mal! Ich habe gar keine Wasser-Pokémon mitgenommen!“

      Rüpel: „Das schaffe ich schon, Wailmer, Wailord, Tohaido, Aalabyss, Saganabyss, Tentoxa, Seedraking, Armaldo, ihr seid dran! Löscht das Feuer.“

      Bell: „Armaldo?“

      Rüpel: „Das kann voll die krasse Wasserdüse, weisste?“

      Rüpels Pokémon können den Brand sehr schnell löschen. Das Publikum flieht nun panisch, genauso wie Galagladi, die Licht- und Tontechniker, der Kameramann und die Kamerafrau. Bell und Ash verarzten unterdessen Cynthia und Siegfried streichelt sein Garados. Mask Royale und Samuel Eich unterhalten sich nun mit dem Regisseur.

      Mask Royale: „Diese Sendung ist die reinste Katastrophe! Wie können Sie es zulassen, dass ein wütendes Pokémon alles zerstört!“

      Eich: „Da stimme ich meinem Kollegen Huihui zu.“

      Mask Royale: „Es heisst Kukui und ich möchte nicht, dass jemand von meinem Doppelleben erfährt.“

      Regisseur: „Was habt ihr denn auch? Es lief eigentlich sehr gut. Ich hätte nicht gedacht, dass wir bis zur Live-Show kommen. Ich hätte vermutet, dass Garados schon viel früher eine Massenpanik auslöst.“

      Eich: „Und wie geht es jetzt weiter?“

      Regisseur: „Wir legen wohl eine kurze Pause ein.“

      Eich (blickt in die Kamera, die nicht mehr bedient wird) : „Und wir sehen uns wieder, nach der nächsten Werbung.“

      Bell: „Unsere Kameraleute sind schon längst geflohen!“

      Eich: „Dann sind wir nicht mehr auf Sendung?“

      Cynthia: „Wen interessiert’s? Vielleicht wurden hier noch andere Leute verletzt!“

      Regisseur: „Ein guter Punkt! Bell, geh raus und verteile draussen Stratos-Eis!“

      Bell: „Na gut, auch wenn ich bezweifle, dass dies irgendetwas besser macht…“

      Ash: „Ich helfe dir, Bell!“

      Bell: „Danke, das ist nett von dir, Ash.“

      Cynthia: „Ich helfe dir auch, Bell!“

      Bell: „Nein, du erholst dich jetzt erstmal. Geh doch nach hinten und leg dich kurz hin.“

      Bell und Ash gehen mit dem Erste Hilfe Kasten und jeder Menge Stratos-Eis nach draussen.

      Rüpel: „Und was mache ich jetzt? Ich meine, ich hätte voll gewonnen!“

      Regisseur: „Keine Sorge, wir machen bald weiter. Aber nicht heute. Die Runden Neun und Zehn, sowie das Finale werden jetzt zuerst Mal verschoben.“

      Regisseur (dreht sich nun zu Siegfried) : „Was machst du eigentlich noch mit deiner Zerstörungsmachine hier?“

      Siegfried: „Hey, Garados kann nichts dafür. Stimmt doch, oder Garados? Ja, du bist eine Liebe Killermaschine, nicht wahr?“

      Garados: „Gaaaaa…“

      Regisseur: „Kann mal jemand die Kameras abschalten?“

      Eich: „Natürlich! Bell, schalte bitte die Kameras aus!“

      Cynthia: „Bell ist doch draussen.“

      Regisseur: „SCHALTE GEFÄLLIGST JEMAND DIE VERDAMMTEN KAMERAS AUS!“

      Garados feuert nun einen Hyperstrahl auf die Kameras, wodurch die Übertragung unterbrochen wird.

      TECHNISCHER DEFEKT… BITTE BLEIBEN SIE VOR DEM FERNSEHER UND VERLASSEN SIE IHR HAUS KEINESFALLS…
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
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      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • Nach der Sendung ist vor der Sendung ist zwischen der Sendung

      Das ultimative Allerbeste-Notfallmeeting

      Siegfried und Cynthia sitzen sich im Konferenzraum gegenüber. Die Stimmung ist mehr als nur leicht gereizt. Der Rest vom Team ist offensichtlich noch nicht eingetroffen.

      Cynthia: „Na, Siegfried? Hat man dir deine Trainerzulassung schon zurück gegeben?“

      Siegfried: „Mach dich nicht über mich lustig, Weib! Wegen dir hat man mein Garados eingsperrt! Was kann es denn dafür, dass es eine unaufhaltsame Tötungsmaschine ist? Sag mir das mal! Was kann es denn dafür?!“

      Cynthia: „Gar nichts! Aber du bist ein miserabler Trainer, wenn du nicht mal deine Pokémon kontrollieren kannst!“

      Siegfried: „Ich kann es sehr wohl kontrollieren! Es hört perfekt auf mich! Aber wenn es gerade keine Befehle von mir bekommt wird ihm nun mal langweilig und es fängt an, Dinge zu zerstören!“

      Nun treffen Bell, Galagladi und der Regisseur ein.

      Bell: „Zum letzten Mal: Nein! Mein Outfit in der Sendung ist bereits jetzt schon viel zu eng und knapp und ich werde mich sicher nicht anziehen wie eine Prosti… Oh, ihr seid schon da. Hallo, zusammen.“

      Galagladi: „Gala.“

      Regisseur: „Sehr schön. Dann können wir ja loslegen.“

      Bell: „Augenblick Mal. Der Professor fehlt noch.“

      Regisseur: „Stimmt. Bell, ruf ihn an.“

      Bell zückt ihr Smart Phone und ruft Samuel Eich an.

      Bell: „Warum immer ich? – Aber ich bin mir ja ohnehin nichts anderes gewöhnt. – Er scheint nicht ran zu gehen. – Oh, hallo Professor. Wo sind Sie gerade? – Wir haben doch unser Meeting. – Na, heute! Jetzt! – Ja, das heutige heute. – Ja, das jetztige Jetzt. – Was war jetzt daran missverständlich? – Wo sind Sie denn jetzt? – Dann kommen Sie doch hier her. – Ja, jetzt gleich! – Nein, Sie können danach noch ihre Pokémon füttern. – Mir egal, wie viel ein Relaxo essen muss. – Kommen Sie jetzt bitte endlich hier hin? – Danke.“

      Bell legt auf und blickt in die Runde.

      Bell: „Der Professor trifft wohl ein paar Minuten später ein. Es gab wohl einen Terminplankonflikt.“

      Galagladi: „Gala?“

      Siegfried: „Manche Leute haben einfach keinen Anstand.“

      Cynthia: „Halt einfach deine beschissene Klappe, Siegfried!“

      Regisseur: „Hey, jetzt beruhigt euch doch erstmal. Wir sind heute hier um 2 Dinge zu besprechen. Die erste wichtige Sache ist, wie wir Siegfried sein Garados zurück bringen können und ihm seine Zulassung wiederbeschaffen können.“

      Cynthia: „Werfen wir ihn doch einfach raus! Er hat es verdient! Er macht sich sowieso nur lächerlich!“

      Regisseur: „Er sorgt aber für herausragende Einschaltquoten mit seiner chauvinistischen und arroganten Art.“

      Siegfried: „Ja, das ist wohl wahr. Aber so arrogant wie Cynthia werde ich wohl niemals sein!“

      Cynthia: „Hört ihr das?! Mit diesem Idioten kann ich unmöglich weiter arbeiten.“

      Regisseur: „Das führt uns zum zweiten Punkt. Wir werden alle zwei Wochen in einem Teamcoaching Camp verbringen! Hurra!“

      Bell: „Bitte nicht! Das ist doch immer nur eine totale Verarschung und man lernt dort sowieso nie etwas Neues.“

      Cynthia: „Dem stimme ich zu!“

      Galagladi: „Gala!“

      Regisseur: „Es ist aber ein bezahlter Urlaub für euch.“

      Siegfried: „Jawoll! Urlaub! Ich liebe Urlaub! Ich werde nach Hoenn fliegen und die Kampfzone unsicher machen!“

      Cynthia: „Du Idiot! Das Urlaubsziel suchst du dir nicht selbst aus!“

      Siegfried: „Nicht?“

      Regisseur: „Nein! Wir werden eine abgelegene Region namens Orre besuchen und dort ein Camp in der Nähe von Emeritae besuchen, wo unser Teamzusammenhalt verstärkt werden soll.“

      Siegfried: „Aber zuvor erhalte ich hoffentlich mein Garados wieder.“

      Regisseur: „Das hat natürlich höchste Priorität. Wir brauchen Garados für unsere Show.“

      Cynthia: „Jedes meiner Pokémon könnte ebenfalls Hyperstrahl erlernen. Warum brauchen wir also diesen unvorhersehbaren Verwüstungskiller?!“

      Regisseur: „Weil das Publikum es liebt.“

      Bell: „Und wann soll dieses Teamzusammenhalt-Seminar sein?“

      Regisseur: „Das ist nun eben die grosse Überraschung: Wir fliegen noch heute Abend los!“

      Galagladi: „Gala…“

      Siegfried: „Und mein Garados?“

      Regisseur: „Darum kümmern wir uns parallel!“

      Cynthia: „Ich habe aber noch jede Menge Termine in den nächsten Tagen, die ich nicht verschieben kann.“

      Regisseur: „Wir werden eine Vertretung für dich finden.“

      Cynthia: „Eine Vertretung? Wer soll denn bitteschön die Pokémon-Liga von Sinnoh leiten?“

      Regisseur: „Lass mich das mal regeln. Ich habe Silber schon damit beauftragt. Er hat ein solides Team und kann die wenigen Trainer, die es überhaupt würdig sind, gegen den Champ anzutreten, locker besigen.“

      Bell: „Silber? Ist er nicht der Sohn von… Sie wissen schon?“

      Regisseur: „Er wird seinen Job gut machen. Und jetzt packt eure Sachen! Wir fliegen in 2 Stunden los! Hier sind eure Tickets. Wir treffen uns am Flughafen in einer Stunde.“

      Bell, Cynthia, Siegfried und Galagladi nehmen ihre Tickets und stehen auf.

      Regisseur: „Siegfried, du bleibst noch hier!“

      Bell, Cynthia und Galagladi gehen.

      Regisseur: „Wegen dem kleinen Zwischenfall habe ich schon alles geregelt.“

      Siegfried: „Dann kriege ich mein Garados also wieder?“

      Regisseur: „Das steht noch in den Sternen. Aber die Klage konnten wir abweisen.“

      Siegfried: „Welche Klage?“

      Regisseur: „Weil es wegen deinem Garados fast hundert Verletzte gab.“

      Siegfried (sarkastisch) : „Oh, wir sind ja sonst alle so perfekt, was?“

      Regisseur: „Darum geht es doch nicht. Der Sender übernimmt die Zahlung, dafür musst du dich dazu bereit erklären, alles zu tun, um deine Zulassung als Trainer wieder zu erlangen.“

      Siegfried: „Na, von mir aus. Solange ich dafür mein Garados wieder kriege…“

      Regisseur: „Das wirst du. Und jetzt geh nach Hause und pack deine Sachen.“

      Siegfried: „Gerne! Auf nach Hoenn!“

      Regisseur: „Orre!“

      Siegfried: „Gleiches Klima, gleiche Pokémon, gleiche Generation!“

      Regisseur: „Generation?“

      Siegfried: „Vergessen Sie es. Nachdem ich die vierte Wand durchbrochen habe, gehe ich einfach durch die Türe.“

      Siegfried verschwindet und der Regisseur packt seine Sachen zusammen und will auch gerade gehen, als Samuel Eich hineinkommt.

      Eich: „Oh, ich dachte wir haben heute ein Meeting. Und jetzt ist ausser uns beiden gar niemand da. Da hat man mich wohl auf den Arm genommen. Das habe ich gar nicht gerne.“

      Regisseur: „Vielleicht liegt es auch daran, dass du einfach zu spät bist.“

      Eich: „Mein Kalender hat mich leider nicht an das Meeting erinnert.“

      Regisseur: „Welche App benutzt du denn dafür?“

      Eich: „App? Ich schreibe die Termine in mein Notizbuch.“

      Regisseur: „Schaff dir mal einen Assistenten an.“

      Eich: „Das werde ich! Augenblick mal! Ich habe doch Mitarbeiter in meinem Labor. Was machen die eigentlich die ganze Zeit?“

      Regisseur: „Ist ja auch egal! Pack deine Sachen. Wir fliegen nach Orre!“

      Eich: „Jetzt?“

      Regisseur: „Ja, jetzt! Der Flieger startet in 2 Stunden. Sei aber diesmal pünktlich!“

      Eich: „So wie immer!“

      Regisseur: „Nein, eben nicht!“

      Eich: „Alles klar! Dann sehen wir uns morgen?“

      Regisseur: „Ich rufe Bell an. Sie soll dir helfen. Und hier ist noch dein Ticket für den Flug.“

      Eich: „Alles klar. Auf Wiedersehen.“

      Samuel Eich verschwindet wieder, ohne das Ticket zu nehmen, und der Regisseur ruft Bell an.

      Regisseur: „Hi, Bell. – Ja, er ist jetzt noch eingetroffen. – Nein, er hat das Ticket nicht mitgenommen. – Ja, bitte. – Du hast auch etwas gut bei mir. – Das Ticket gebe ich euch vor dem Flughafen. – Nein, ich weiss nicht, was du anziehen sollst. Woher sollte ich das wissen? Warum fragst du mich das überhaupt…“



      Der ultimative Allerbeste-Flug in die Orre-Region

      Der Regisseur, Cynthia, Siegfried und Galagladi warten vor dem Flughafen. Der Regisseur ist sichtlich nervös. Offenbar geht der Flieger gleich los, aber von Samuel Eich und Bell fehlt noch jede Spur. Cynthia und Siegfried würdigen sich immer noch keines Blickes. Galagladi versucht dies zu schlichten.

      Galagladi: „Gala. Galagladi. Gla, Gla. Gladi. Gala?“

      Cynthia: „Galagladi, sag Siegfried, dass ich jeglichen Respekt vor ihm verloren habe.“

      Galagladi: „Gala…“

      Siegfried: „Ich habe es gehört. Sag doch stattdessen Cynthia, dass mir der Respekt von diesem erbämlichem Weib ohnehin nichts bedeutet.“

      Galagladi: „Gala…“

      Cynthia: „Spar es dir, Galagladi. Sag Siegfried doch stattdessen, dass er hier das erbämliche Weib ist.“

      Galagladi: „Gala?“

      Siegfried: „Cynhita, sag Galagladi, dass es mir nicht zu sagen braucht, was du ihm aufträgst.“

      Cynthia: „Du Idiot! Wir reden doch nicht mehr miteinander!“

      Siegfried: „Und wie würdest du das nennen, was wir gerade tun? Also, wer ist hier der Idiot?!“

      Regisseur: „Jetzt hört endlich mal auf! Kann jemand von euch stattdessen mal Bell anrufen?“

      Siegfried: „Soll das Weib den Job machen. Das ist ein Weiberjob!“

      Cynthia: „Galagladi, sag bitte Siegfried, dass er doch einfach mal seine Neandertaler-Art verstecken soll und sich wie ein aufgeschlossener Mensch unseres Millenniums verhalten soll.“

      Regisseur (streckt seine Hand mit seinem Smart Phone aus) : „Es ist mir egal wer, aber jemand von euch, soll Bell anrufen!“

      Cynthia: „Siegfried soll es machen!“

      Siegfried: „Cynthia soll es machen!“

      Galagladi nimmt das Smart Phone und ruft Bell an. Es hat zwar Mühe, die Nummer rauszusuchen, da es mit dem Touch Display nicht so gut zurecht kommt, aber schliesslich schafft es Galagladi doch noch und Bell ist an der anderen Leitung. Galagladi schaltet den Lautsprecher ein.

      Galagladi: „Gala? Galagladi?“

      Bell: „Du willst wissen, wo wir sind? Wir sind unterwegs. Der Professor und ich stecken noch im Taxi fest. Leider ist hier gerade voll das Verkehrschaos, weil angeblich irgendein Idiot seinen BMW quer auf der Strasse geparkt hat.“

      Siegfried: „Das ist witzig, weil ich auch einen BMW fahre.“

      Cynthia: „Ich ahne da etwas.“

      Galagladi: „Gala? Gladi, Gala?“

      Bell: „Wie lange wir noch brauchen? Schätzungsweise fünf Minuten.“

      Regisseur: „Ich gebe ihnen 2 Minuten.“

      Galagladi: „Gala…“

      Bell: „Ja, ich habe es gehört.“

      Cynthia: „Ist das der BMW, von dem Bell spricht?“

      Cynthia zeigt auf einen BMW, der quer auf der Strasse vor dem Flughafen geparkt hat und gerade abgeschleppt wird.

      Siegfried: „Hey, warum schleppen die meinen Wagen ab?!“

      Siegfried rennt zu dem Geschehnis.

      Cynthia: „Bell, das Problem dürfte bald behoben sein.“

      Regisseur: „Na gut. Danke Galagladi.“

      Galagladi: „Gala!“

      Siegfrieds Wagen wurde nun abgeschleppt und Siegfried kommt enttäuscht zurück.

      Bell: „Jetzt geht es tatsächlich wieder vorwärts. Wir sind bald da. Bis dann.“

      Galagladi: „Gala!“

      Galagladi legt auf und gibt das Smart Phone dem Regisseur zurück.

      Siegfried: „Alles Idioten! Die wissen gar nicht, wen sie vor sich haben! Ich bin Siegfried, der legendärste Trainer des legendärsten Pokémon-Typen überhaupt.“

      Cynthia: „So legendär sind doch Flug-Pokémon gar nicht.“

      Siegfried: „Halt die Klappe! Halt die Klappe! Halt die Klappe, du fettes, arrogantes Miststück!“

      Regisseur: „Ich sehe schon, ihr beide könnte den Urlaub gut vertragen.“

      Cynthia: „Siegfried könnte wohl eher ein paar Zementschuhe und ein Meeresurlaub vertagen.“

      Siegfried: „Das klingt schön. Aber wozu brauche ich die Zement… Hey!“

      Regisseur: „Hier, Cynthia! Nimm das Ticket vom Professor und gib es ihm, wenn er kommt. Ich rede unterdessen mit dem Personal, damit unser Flug nicht ohne uns startet.“

      Cynthia nimmt das Ticket und steckt es zu ihren Basis-Items. Der Regisseur geht zum Terminal. Siegfried und Cynthia schweigen sich unterdessen nur weiter an.

      Galagladi: „Gala! Gladi!“


      Im Flieger

      Irgendwie haben es doch alle rechtzeitig geschafft, den Flieger zu nehmen und steigen gerade ein. Das Personal, welches schon ungeduldig gewartet hat, weist die 5 Leute und Galagladi auf ihre Plätze.

      Siegfried: „Mein Platz!“

      Cynthia: „Spinnst du? Ich habe den Fensterplatz! Verschwinde von da!“

      Siegfried: „Aber ich muss am Fenster sitzen. Ich brauche die frische Luft!“

      Cynthia: „Frische Luft? Was für frische Luft?“

      Siegfried: „Ich kurble während der Fahrt das Fenster runter.“

      Cynthia: „Das ist ein Flugzeug!“

      Siegfried: „Das hast du aber sehr gut erkannt. Du bist aber schon ein grosses Mädchen, nicht wahr?“

      Bell: „Ich glaube, Cynthia wollte dir damit sagen, dass man in Flugzeugen nicht die Fenster runter kurbeln kann.“

      Siegfried: „Na, dann nimm doch deinen verdammten Platz. Ich wäre besser auf meinem Dragoran nach Orre geflogen.“

      Cynthia: „Aber ich will nicht neben Siegfried sitzen. Tauscht jemand die Plätze mit mir?“

      Bell: „Hier, du darfst meinen Platz haben.“

      Cynthia schaut sich Bells Ticket an.

      Cynthia: „Du sitzt ja auch neben Siegfried!“

      Bell: „Oh, stimmt ja! Entschuldigung!“

      Cynthia: „Professor, tauschen Sie mit mir?“

      Eich: „Klar, welche Pokémon wollen wir tauschen?“

      Cynthia: „Nicht Pokémon! Die Plätze!“

      Eich: „Das geht nicht. Ich muss am Gang sitzen, weil ich während des Fluges bestimmt fünf Mal pinkeln muss.“

      Cynthia: „Ähm, okay… Herr Regisseur, tauschen Sie die Plätze mit mir? Ich habe einen Fensterplatz.“

      Regisseur: „Kommt nicht in die Tüte!“

      Cynthia: „Und du Galagladi?“

      Bell: „Schhhhh! Galagladi schläft bereits!“

      Tatsächlich ist Galagladi sofort eingeschlafen, nachdem es sich gesetzt hat. Sein Streitschlichter-Job war wohl sehr anstrengend.

      Regisseur: „Jetzt setze dich einfach neben Siegfried!“

      Flugbegleiter: „Bitte setzen Sie sich alle, und schnallen Sie sich an!“

      Widerwillig setzt sich Cynthia neben Siegfried und der Flug ist startbereit. Siegfried sieht sichtlich gelangweilt aus und startet eine Konversation mit Bell, die neben ihm sitzt.

      Siegfried: „Wie lange dauert der Flug, Bell?“

      Bell: „Etwa eineinhalb Stunden.“

      Siegfried: „Spielen wir etwas?“

      Bell: „Klar. Spielen wir das offizielle Sammelkartenspiel zu Pokémon.“

      Siegfried: „Das habe ich nicht. Spielen wir Angry Pidgeots?“

      Siegfried holt sein Smart Phone hervor.

      Bell: „Du musst dein Handy abschalten!“

      Siegfried: „Aber ich will spielen!“

      Bell: „Schalte es zumindest auf den Flugzeugmodus um.“

      Siegfried: „Wie geht das?“

      Bell: „Gib mal her!“

      Bell schaltet das Smart Phone von Siegfried um, welcher wieder gelangweilt aussieht.

      Siegfried: „Hey, Bell. Pass mal auf.“

      Bell schaut zu Siegfried, welcher gerade Cynthia ins Ohr zwickt, die aus dem Fenster blickt.

      Cynthia: „Autsch! Spinnst du?! Was soll das?!“

      Siegfried: „Ich hab’ gar nichts gemacht!“

      Cynthia: „Jetzt reicht es mir! Ich setze mich irgendwo anders hin!“

      Cynthia will gerade aufstehen, aber der Flugbegleiter kommt sofort vorbei.

      Flugbegleiter: „Bleiben Sie bitte sitzen! Der Flug startet gerade!“

      Cynthia: „Okay, aber falls ich meinen Sitznachbarn während des Fluges über dem Ozean abwerfe, geht das nicht auf meine Kappe!“

      Flugbegleiter: „Wie Sie meinen.“

      Bell kichert über Cynthias Bemerkung und der Flugbegleiter verschwindet wieder.

      Siegfried: „Findest du das etwa witzig?“

      Bell: „Jetzt benehmt euch doch bitte einfach.“

      Siegfried: „Spielen wir jetzt was?“

      Bell: „Spiel du selbst was auf deinem Handy.“

      Siegfried: „Ich habe aber kein Internet mehr.“

      Bell: „Flugzeugmodus.“

      Siegfried: „Machen wir einen Pokémonkampf?“

      Bell: „Im Flugzeug? Wie soll das gehen?“

      Cynthia: „Zudem hast du keine Zulassung, Siegfried!“

      Siegfried: „Auf einmal redest du wieder mit mir.“

      Der Flug startet nun und den Rest des Gespräches überspringen wir lieber, da sich Cynthia und Siegfried während des Fluges noch öfters beleidigen, was schon fast ine eine Art Wettbewerb um die schlimmsten Fluchwörter ausartet.
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
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    • Zur Info: Im ersten Post findet ihr neben den Bildern der Hauptpersonen nun auch ein Inhaltsverzeichnis, womit ihr euch durch die einzelnen Stationen der mittlerweile recht komplexen Geschichte(n) navigieren könnt.

      Das Orre-Camp – 1. Runde: Schlafplatz bauen

      Das Team ist endlich in Orre angekommen. Vom Flughafen wurde es mit einem alten Bus zum gross angepriesenen Camp gebracht, welches aus einer einsamen, dennoch überraschend grossen Hütte an einem Fluss und aus einem langen Camping-Platz besteht. Nach der langen Fahrt ist das Team sichtlich erfreut, mal wieder die Beine durchzustrecken. Der Leiter, ein seltsamer Typ mit völlig abgefahrerener Frisur, der sich selbst D. Queen nennt, kommt dann auch schon bald auf das Team zu.

      D. Queen: „Hallo zusammen. Wie schön, dass ihr es endlich geschafft habt. Und seht euch Mal dieses Prachtexemplar von einem Pokémon an.“

      D. Queen läuft sofort auf Galagladi zu und berührt sein Gesicht und seine Melone.

      Galagladi: „Gala?“

      D. Queen: „Wahrhaft majestätisch. Und diese Kopfbedeckung erst.“

      D. Queen blickt nun den Rest des Teams an.

      D. Queen: „Oh, wie unhöflich von mir. Ich labere einfach vor mich hin und stelle mich nicht mal vor. Mein Name ist D. Queen und ich bin der Leiter dieses Camps. Schön euch kennen zu lernen.“

      Regisseur: „Wir sind auch sehr erfreut. Ich bin der Regisseur des Teams und das sind meine Mitarbeiter, die ein wenig Zusammenhalts-Coaching vertagen könnten.“

      Siegfried: „Besonders Cynthia könnte das vertagen.“

      Cynthia (sarkastisch & empört) : „Natürlich! Es ist immer meine Schuld! Du bist ja ein Unschuldsengel, nicht wahr, Siegfried?“

      Siegfried: „Da habt ihr es: Sie hat gestanden.“

      Bell: „Ich glaube, das war sarkastisch gemeint.“

      Eich: „Es ist schon spät und ich bin müde. Wo kann ich mich schlafen legen?“

      D. Queen: „Nanana. Das Schlafen müsst ihr euch aber zuerst verdienen. Hier habt ihr 3 Zelte, die ihr aufbauen müsst. Beeilt euch lieber, denn schon bald fängt es an zu dämmern.“

      Regisseur: „Danke vielmals. Wo können wir die Zelte aufschlagen?“

      D. Queen: „Folgt mir! Immer der Musik entlang.“

      Bell: „Welche Musik?“

      D. Queen fängt an zu singen und läuft zum Camping Platz. Das Team folgt ihm, aber sendet sich zahlreiche verstörte Blicke zu.

      D. Queen (singt) : „I am the Dancing Queen, Young and sweet, only seventeen. Dancing Queen, Feel the beat from the tambourine, oh yeah. I can dance, I can jive, having the time of my life, oh. See that boy, watch that scene. Diging the dancing queen.“

      D. Queen hält nun inne und zeigt auf eine grosse Wiese.

      D. Queen: „Hier könnt ihr eure Zelte aufschlagen. Wen stecken wir denn mit wem zusammen?“

      Siegfried: „Solange ich nicht im gleichen Zelt wie Cynthia schlafen muss, ist mir alles recht.“

      Cynthia: „Bitte tun sie uns das nicht an.“

      D. Queen: „Natürlich nicht. Wir stecken die beiden Mädels zusammen, okay?“

      Bell: „Damit kann ich leben.“

      Cynthia: „Ja, das klingt doch gut.“

      D. Queen: „Dann nehmt euer Zelt und die Anweisung zum Aufbauen und baut es gleich da auf.“

      Cynthia übernimmt das Zeltpaket und sie und Bell gehen zu dem Platz, wo D. Queen hinzeigt.

      Siegfried: „Die kriegt das nie im Leben aufgestellt.“

      Galagladi: „Gala?“

      D. Queen: „Ihr scheint euch gut zu verstehen, was? Dann stecke ich euch beide zusammen.“

      Siegfried: „Hast du gehört, Galagladi? Das wird bestimmt witzig. Wir zwei harte Kerle teilen uns ein Zelt.“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen: „Hier. Euer Paket. Ihr dürft es dort aufbauen.“

      Siegfried übernimmt das Zeltpaket und er und Galagladi bauen ihr Zelt dicht neben dem von Cynthia & Bell auf.

      D. Queen: „Dann bleiben ja die beiden Gentlemen übrig.“

      Eich: „Dschentel-was?“

      Regisseur: „Das war ein Kompliment.“

      Eich: „Kompli-was?“

      Regisseur: „Vergiss es einfach. Wo können wir unser Zelt aufbauen?“

      D. Queen: „Gleich neben dem von den anderen beiden Herrschaften. Hier, euer Paket.“

      Der Regisseur nimmt auch sein Zeltpaket und er und Eich setzen sich in der Nähe von Siegfried & Galagladi hin und studieren die Anleitung. Währenddessen ist das Zelt von Cynthia & Bell schon fast aufgestellt. Lediglich die Heringe müssen noch verankert werden, worum sich die beiden schon kümmern. Galagladi studiert unterdessen noch die Bauanleitung und Siegfried hat sich auf der Wiese hingelegt.

      Bell: „Sind die Schnüre auf deiner Seite auch wirklich gut gespannt, Cynthia?“

      Cynthia: „Darauf kannst du dich verlassen!“

      Bell: „Wunderbar. Ich muss nur noch diesen einen verankern… – Uuuuund: Fertig!“

      Cynthia: „Ebenfalls fertig, meine Liebe.“

      D. Queen stösst nun dazu.

      D. Queen: „Hervorragend. Das nenne ich Teamwork. Ihr habt euch jeweils einen Glitzerstern verdient.“

      Bell: „Und wozu soll der gut sein?“

      D. Queen: „Den klebe ich unter eure Namen in meine Notizen. Wer die meisten hat, gewinnt am Schluss einen Preis.

      Cynthia: „Das ist doch super. High Five, Bell!“

      Cynthia & Bell klatschen sich ab und D. Queen schaut bei Galagladi und Siegfried vorbei. Galagladi scheint die menschliche Sprache nicht so gut zu verstehen und versucht sich anhand der Bilder zu orientieren, was allerdings auch nicht ganz klappt. Währenddessen murmelt Siegfried vor sich hin, während er immer noch auf der Wiese liegt.

      Siegfried: „Ist das nicht ein herrlicher Ort, Galagladi?“

      Galagladi (kämpft gerade mit den Zeltstangen) : „Gala? Gladi!“

      Siegfried: „Hörst du diese Ruhe? Diese herrliche Stille? Genau das habe ich gebraucht. Einfach eine Auszeit als Trainer.“

      Galagladi (verfängt sich gerade in der Zeltplane) : „Galaaaa! Gaaa!“

      D. Queen: „Nanana! Ihr müsst aber beide mit anpacken, wenn ihr heute noch in einem Zelt schlafen wollt.“

      Galagladi fuchtelt mit den Händen herum und zeigt immer wieder auf Siegfried.

      Galagladi: „Gala! Ga! Ga! Gla!“

      D. Queen: „Versuch doch stattdessen, Siegfried ganz lieb um seine Hilfe zu bitten.“

      Galagladi: „Gala? Ga…“

      Galagladi geht zu Siegfried und stupst ihn an.

      Galagladi: „Gala? Gladi. Gla?“

      Siegfried: „Nicht jetzt. Es ist gerade so gemütlich. Leg dich doch auch hin.“

      Galagladi wendet sich nun wieder an D. Queen.

      Galagladi: „Gala?! Gladi!“

      D. Queen: „Bitte doch die beiden Damen um Hilfe. Sie sind mit ihrem Zelt schon fertig.“

      Galagladi geht nun rüber zu Bell & Cynthia und D. Queen schaut bei Samuel Eich und dem Regisseur vorbei. Der Professor studiert noch genau die Anleitung und fertigt darunter Notizen an, während der Regisseur das Zelt schon fast im Alleingang aufgebaut hat.

      Regisseur: „Die Zeltstange muss aussen befestigt werden, oder?“

      Eich: „Schritt eins: Stecken sie Element fünf und Element sechs zusammen. Das sind zwei so längliche Stangen. Haben wir die?“

      Regisseur: „Das habe ich schon gemacht. Ich will wissen, was aussen und was innen ist.“

      Eich: „Also Element fünf muss in Element sechs. Das steht hier so.“

      Regisseur: „Gib den Plan einfach mal her.“

      Der Regisseur will Samuel Eich den Plan aus der Hand reissen, aber dieser wehrt sich dagegen.

      Eich: „Ich bin noch nicht fertig mit der Abendlektüre. Sie dürfen es nach mir durch lesen.“

      Regisseur: „Ich will nur mal kurz einen Blick darauf werfen.“

      Eich: „Nicht jetzt! Später!“

      Regisseur: „Aber später ist es dunkel!“

      D. Queen: „Teilt euch doch den Plan. Wenn ihr zusammen rückt, dann könnt ihr beide lesen, was dort steht.“

      Eich: „Eine hervorragende Strategie. Ich schreibe das mal kurz auf.“

      Eich schnappt sich wieder den Plan und besudelt ihn mit seinen Notizen.

      D. Queen: „Aber hallo? Was macht ihr denn da? Bitte nicht auf unser Eigentum schreiben.“

      Regisseur: „Na, jetzt ist es wohl schon zu spät.“

      Nun taucht Cynthia bei den beiden hilflosen Gestalten auf.

      Cynthia: „Soll ich euch ein wenig helfen?“

      Regisseur: „Wärst du so nett, Cynthia?“

      Cynthia: „Klar. Kommt mit. Ich zeige euch, wie das geht.“

      Cynthia erklärt dem Regisseur, wie er das Zelt richtig aufzubauen hat. Samuel Eich schaut dabei auch zu, aber hat ein Auge stets auf der Anleitung. D. Queen schaut wieder bei Siegfried und Galagladi vorbei, welche auf der Wiese liegen, während Bell ihr Zelt aufbaut.

      Siegfried: „Siehst du, Galagladi? Man muss nur die Seele ein wenig baumeln lassen und alles lenkt sich wieder ein.“

      Galagladi: „Gala.“

      Siegfried: „So kriege ich bestimmt auch wieder mein Garados zurück. Einfach entspannen und in Ruhe darüber nachdenken.“

      Galagladi: „Gala.“

      Bell: „Ich habe euch zwar meine Hilfe angeboten, aber damit war nicht gemeint, dass ich euch die gesamte Arbeit abnehme.“

      Siegfried: „Und trotzdem machst du das. Du bist ein Engel, Bell.“

      Bell: „Das… Das ist das Netteste, was du je zu mir gesagt hast.“

      Siegfried: „Alle meine negativen Gedanken sind weg. Ich bin ein neuer Mensch. Ja, ein neuer Siegfried steht nun vor dir.“

      D. Queen: „Wohl viel eher ‚liegt vor dir’! Jetzt steht gefälligst auf, ihr Faulpelze! Was macht ihr denn da?!“

      Siegfried: „Chillen!“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen: „Jetzt helft dem armen Mädchen gefälligst dabei euer Zelt aufzubauen. Ganz recht: Euer Zelt!“

      Galagladi steht auf und untersützt Bell und auch Siegfried geht widerwillig zu ihr.

      Siegfried: „Na, Weibstück? Kommst du zurecht oder ist dein weibliches Hirn damit überfordert?“

      Bell: „Was ist denn mit dem neuen Siegfried passiert?“

      Siegfried: „Die Drag Queen hat ihn ermordet.“

      D. Queen: „Das ‚D’ steht nicht für ‚Drag’, du Flegel!“

      Bell: „Zumindest bin ich jetzt schon fertig! Hier! Bitte! Nehmt euer Scheiss-Zelt!“

      D. Queen: „Bell-Schätzchen. Sei bitte etwas höflicher und entschuldige dich für deine Wortwahl.“

      Bell: „Na gut. Es tut mir leid, Galagladi.“

      Galagladi winkt Bell fröhlich zu.

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Dir helfe ich ja gerne.“

      D. Queen: „Schon besser. Und das Zelt von den beiden Gentlemen steht auch schon. Dann kann ich ja die Schlafsäcke holen. Hilft mir jemand beim Tragen?“

      Bell: „Na gut.“

      Galagladi: „Gala!“

      Siegfried: „Ich überprüfe hier lieber nochmals alles. Man soll ja bekanntlich niemandem vertrauen. Schon gar keiner Frau.“

      Bell: „Irgendwann mache ich den Kerl kalt, Galagladi. Das sage ich dir.“

      Galagladi: „Gala?“

      D. Queen, Bell und Galagladi gehen davon und Cynthia unterhält sich noch mit dem Regisseur und Samuel Eich.

      Cynthia: „Nein, Professor. Wir haben Element fünf und sechs schon zusammengesteckt. Das Zelt steht ja schon. Sehen Sie?“

      Eich: „Aber hier steht, dass man zuerst Element fünf und sechs zusammenstecken muss.“

      Regisseur: „Zum letzten Mal: Das habe ich als Allererstes gemacht.“

      Eich: „Na hoffentlich auch. Das ist schliesslich der erste Schritt. Wo sind denn Element fünf und sechs nun?“

      Cynthia: „Die stecken im Zelt.“

      Eich: „Welches Zelt?“

      Regisseur: „Unser Zelt!“

      Eich: „Das müssen wir aber zuerst noch aufbauen!“

      Regisseur: „Nein! Es ist schon aufgebaut.“

      Eich (legt die Anleitung zur Seite) : „Tatsächlich. Warum sagt ihr mir das erst jetzt? Findet ihr es etwa lustig, mich den Plan stundenlang studieren zu lassen, wenn schon alles steht?“

      Cynthia: „Wisst ihr was? Ich gehe zurück zu meinem Zelt!“

      Regisseur: „Danke für deine Hilfe, Cynthia.“

      Cynthia: „Jaja, ihr könnt mich mal!“

      Eich: „Was können wir?“

      Regisseur: „Irrelevant.“

      Eich: „Ich lege mich jetzt hin. Gute Nacht.“

      Regisseur: „Wir haben noch keinen Schlafsack.“

      Eich: „Ich brauche keinen. Gute Nacht.“

      Regisseur: „Na, wenn du meinst. Gute Nacht.“

      Samuel Eich legt sich hin und keine Minute später fängt er an, laut zu schnarchen.

      Regisseur: „Na toll. Warum habe ich mich eigentlich selbst für dieses Seminar eingeschrieben?“

      D. Queen kommt vorbei und übergibt dem Regisseur zwei Schlafsäcke.

      D. Queen: „Weil sie ein netter Kerl sind. Deswegen!“

      Regisseur: „Na, wenn Sie das sagen, wird es wohl stimmen.“

      D. Queen: „Und jetzt gute Nacht, alle zusammen. Wir stehen morgen mit den ersten Sonnenstrahlen auf.“

      Galagladi und Bell haben für den Rest des Teams auch Schlafsäcke mitgebracht und das Team zieht sich in ihre Zelte zurück. Währenddessen wird das Schnarchen von Samuel Eich stets lauter.

      Siegfried: „Kann jemand dem alten Knacker eine Socke ins Maul stopfen?“

      Galagladi: „Gala!“

      Siegfried: „Du weisst, was ich meine.“

      Regisseur: „Du solltest mal hier drüben liegen. Hier vibriert sogar der Boden, so laut ist sein Geschnarche!“

      Cynthia: „Jetzt haltet endlich mal die Klappe, wir versuchen hier zu schlafen!“

      Bell: „Gute Nacht, zusammen!“

      Siegfried: „Ihr könnt mich mal!“

      Cynthia: „Du mich auch Siegfried! Du mich auch!“
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

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    • Das Orre-Camp (Tag 1) – 2. Runde: Respekt & Höflichkeit

      D. Queen: „Aufsteh’n. Aufsteh’n, mein Süsser.“

      Siegfried: „Noch nicht Mutti, ich will noch schlafen.“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen, welcher seinen Kopf trotz seiner unförmig grossen Frisur ins Zelt von Siegfried und Galagladi gesteckt hat, versucht Siegfried zu wecken. Die ersten Sonnenstrahlen sind schon am Himmel. Cynthia und Bell sind schon fit und munter, der Regisseur trinkt gerade einen Kaffee auf der Wiese und Samuel Eich ist noch auf der Toilette verhindert. Galagladi stupst unterdessen Siegfried die ganze Zeit an.

      Galagladi :“Gala! Gala!“

      Siegfried: „Was ist denn?“

      D. Queen: „Der erste Tag von unserem Super-Spass-Camp beginnt!“

      Siegfried: „Was hast du in meinem Zelt verloren?“

      D. Queen: „Ich will dich wecken.“

      Siegfried: „Findest du es nicht ein wenig creepy hier einfach einzubrechen und mich zu belästigen?“

      D. Queen: „Ich wollte dir nur einen guten Start in den Morgen bescheren. Aber der Zug ist jetzt abgefahren. Jetzt steh endlich auf und zieh dich an!“

      Siegfried: „Aber nur wenn du aus meinem Zelt verschwindest.“

      D. Queen verlässt das Zelt wieder und geht zu Cynthia und Bell. Galagladi kommt nun ebenfalls aus dem Zelt hinaus und holt sich ein Croissant, welche im Camp-Preis inbegriffen sind. Schliesslich kommt auch Siegfried aus dem Zelt, kratzt sich am Hintern, spuckt auf den Boden knapp vor Cynthias Füsse und rülpst Cynthia erst noch an.

      Cynthia: „Du bist ein Schwein, Siegfried!“

      Siegfried: „Wenigstens bin ich kein Weib.“

      Bell: „Was ist eigentlich dein Problem?“

      Siegfried: „Ich habe verdammt schlecht geschlafen. Der alte Knacker hat die halbe Nacht geschnarcht. Und Galagladi hat im Schlaf geredet.“

      Regisseur (mischt sich ins Gespräch ein) : „Wir haben ihm die Attacke Schlafrede aber gar nicht beigebracht.“

      Siegfried: „Wär ja noch schöner. Hey, wo gibt’s denn Kaffee?“

      D. Queen: „Für dich gibt es keinen Kaffee, du Schlafmütze!“

      Siegfried: „Aber wenn ich angeblich so eine Schlafmütze bin, dann müsste ich doch erst recht Kaffee bekommen.“

      D. Queen: „Hm… Da ist eigentlich was dran. Dann bedien dich meinetwegen da drüben.“

      Siegfried geht hinüber zu Galagladi und holt sich zuerst mal eine Tasse Kaffee.

      Regisseur: „Und? Wann geht es heute los?“

      Bell: „Und was steht heute überhaupt auf dem Plan?“

      D. Queen: „Hiahiahiahia! In unserem Camp gibt es jeden Tag eine Besonderheit. Und heute stehen gleich zwei spassige Aktivitäten auf dem Plan. Heute Vormittag werden wir zuerst mal unsere Freundlichkeit und Höflichkeit verbessern.“

      Cynthia (ruft hinüber zu Siegfried) : „Hast du das gehört, Siegfried? Die heute Aktivität ist extra für dich!“

      Siegfried: „Wir machen einen Drachen-Pokémon-Kampf? Ich bin dabei!“

      Cynthia: „Du hast doch gar keine Zulassung, du Depp!“

      D. Queen: „Stopp, stopp, stopp! Das geht gar nicht! Die erste Regel in unserem Camp lautet: Keine Beleidigungen!“

      Cynthia: „Aber er darf mich als Weib beschimpfen, oder was?!“

      D. Queen: „Natürlich nicht! Ich werde strengstens auf euren Wortlaut aufpassen!“

      Bell: „Und was steht heute Nachmittag an?“

      D. Queen: „Sport.“

      Regisseur: „Sport? Davon stand nichts in der Broschüre. Und mein Knie ist zudem kaputt. Eine alte Sportverletzung…“

      D. Queen: „Jeder, der kein Arztzeugnis vorzuweisen hat, muss beim Sport mitmachen!“

      Cynthia: „Na gut. Und wann geht es denn los?“

      D. Queen: „Jetzt! Sind alle bereit?“

      Bell: „Der Professor ist immer noch auf dem Klo.“

      Siegfried und Galagladi stossen nun auch dazu, wobei Siegfried gerade ein Croissant in sich hinein futtert und nebenbei noch 2 weitere in seiner anderen Hand hat.

      Siegfried (mit vollem Mund) : „Hng jj jghng hng jpf?“

      Cynthia: „Sprich doch nicht mit vollem Mund, du Schwein!“

      D. Queen: „Keine Beleidigungen.“

      Siegfried (schluckt runter) : „Hast du gehört, Weib? Keine Beleidigungen!“

      D. Queen: „Das gilt auch für dich. Das Wort ‚Weib’ möchte ich hier nicht mehr hören!“

      Siegfried: „Und wie soll ich das seltsame Individuum dann nennen?“

      Cynthia: „Manchmal überracht mich dein Wortschatz.“

      D. Queen: „Wir nennen uns alle brav beim Namen, ja?“

      Samuel Eich stösst nun auch dazu.

      Eich: „Eich!“

      Bell: „Was sollte denn das?“

      Eich: „Wir sollten doch unsere Namen nennen.“

      D. Queen: „Nein! Wir nennen uns gegenseitig beim Namen, wenn wir miteinander reden. Und jetzt kommt mit! Lasst die erste spassige Aktivität starten! Immer der Musik entlang.“

      Siegfried: „Bitte nicht schon wieder…“

      D. Queen fängt wieder an zu singen und das Team läuft ihm hinterher.

      D. Queen (singt) : „I am ‚D’, delirious, I am ‚I’, incredible, I am ‚S’, superficial, I am ‚C’, complicated, I am ‚O’, oh, oh, oh, D.I.S.C.O.“

      Das Team ist nun in einem kleinen Raum in der Camp-Hütte angekommen, in dem 3 Tische mit jeweils 2 Stühlen, die sich gegenüber befinden, platziert sind.

      D. Queen: „Heute Morgen geht es darum, uns gegenseitig Komplimente zu machen. Dazu bilden wir drei Zweier-Teams, die sich abwechselnd jeweils ein Kompliment geben, bis die Runde vorbei ist und die Teams dann wechseln.“

      Siegfried: „Klingt langweilig.“

      D. Queen: „Das ist vielleicht deine jetzige Meinung, aber es kann sehr schön sein, Komplimente zu erhalten. Dann lasst uns gleich beginnen. Die Leute, die im gleichen Zelt schlafen, sitzen auch zuerst am gleichen Tisch! Ich werde regelmässig bei euch vorbei schauen.“

      Regisseur: „Ihr habt es gehört, Leute! Tut, was immer D. Queen euch sagt.“

      Das Team setzt sich entsprechend hin und D. Queen schaut zuerst bei Samuel Eich und dem Regisseur vorbei.

      Eich: „Habe ich das jetzt korrekt verstanden? Wir sollten hier sitzen und uns unterhalten?“

      Regisseur: „Wir sollen uns gegenseitig Komplimente machen. Ich fange dann mal an: Ihr Wissen über Pokémon ist wahrhaft ungeschlagen.“

      Eich: „Sie schmeicheln mir. Und ich mag es, wie gut Sie die Sendung strukturieren. Das hat richtig Potenzial.“

      D. Queen: „Sehr gut. Weitermachen.“

      D. Queen geht nun zu Siegfried und Galagladi.

      Galagladi: „Galagladi, Gladi, Galagladi.“

      Siegfried: „Ich verstehe kein Wort von dem, was du sagst.“

      D. Queen: „Das ist doch egal. Bedanke dich einfach und mache ihm auch ein Kompliment.“

      Siegfried: „Na gut. Ich mag deine Mütze.“

      D. Queen: „Bedanken nicht vergessen.“

      Siegfried: „Und danke fürs Kompliment.“

      D. Queen geht nun zu Bell und Cynthia.

      Bell: „Und ich finde du bist total hübsch. Und immer so gut angezogen. Und immer voll freundlich zu mir und überhaupt zu allen.“

      Cynthia: „Ach, danke dir. Aber du bist doch viel höflicher und an deiner Schönheit verblasse ich doch sowieso. Du trägst immer voll die schicken Schuhe. Und du bist unglaublich klug.“

      Bell: „Wirklich? Findest du? Und ich mag deine selbstbewusste Art.“

      Cynthia: „Ich? Selbstbewusst? Das stimmt doch gar nicht. Du bist doch diejeinige, die immer alles managen kann.“

      D. Queen: „Okay! Das war doch super! Wir tauschen nun die Teams! Bell, Siegfried und der werte Herr Regisseur rotieren bitte einmal umher. Und weiter geht’s.“

      In dieser Runde schaut D. Queen zuerst bei Bell und Samuel Eich vorbei.

      Eich: „Du bist eine tolle Assistentin. Das wollte ich dir schon immer mal sagen. Und ich finde es super, dass du mir meine Karteikarten immer vorbereitest.“

      Bell: „Das ist doch nur mein Job, aber danke! Und ich bewundere jedes Mal wieder aufs Neue ihr Fachwissen. Sie sind ein wandelndes Pokémon-Lexikon.“

      D. Queen nickt ihnen zu und geht weiter zu Galagladi und dem Regisseur.

      Regisseur: „Als Co-Moderator machst du einen ziemlich guten Job, auch wenn dich die Leute nicht verstehen. Es ist schon fast erstaunlich, wie gut du dich integrierst.“

      Galagladi: „Gala? Gladi! Galagladi, Ga, Gala.“

      D. Queen nickt ihnen ebenfalls zu und geht weiter zu Siegfried und Cynthia, die sich nur anschweigen.

      D. Queen: „Aber, aber. Was ist denn hier los?“

      Cynthia: „Wir haben ausgelost, wer anfangen muss und Siegfried hat verloren. Aber er will mir einfach kein Kompliment machen.“

      D. Queen: „Siegfried, mach der hübschen, jungen Dame sofort ein Kompliment!“

      Siegfried: „Na schön, wenn es denn unbedingt sein muss. Ich finde es mutig, dass du dich mit deinem Gesicht überhaupt vor der Kamera zeigst.“

      Cynthia: „Was? Wie war das?! Das ist doch kein Kompliment, du verdammter…“

      D. Queen: „Keine Beleidigungen!“

      Cynthia: „Also gut, wenn du spielen willst, Siegfried, dann spielen wir. Ich finde es erstaunlich, dass du trotz deiner jahrelangen Erfahrung immer noch kein Plan hast, welche Typen deine eigenen Pokémon haben!“

      D. Queen: „Na schön! Es reicht! Ihr beiden kriegt nachher noch eine Extra-Runde geschenkt. Aber jetzt wechseln wir zuerst nochmals! Diesmal können bitte Bell, Galagladi und Siegfried einmal rotieren!“

      Die neue Runde startet und diesmal schaut D. Queen zuerst bei Samuel Eich und Siegfried vorbei.

      Siegfried: „Ich gehe also zu dieser heissen Braut hin und frage sie direkt, ob sie heute Abend noch was vor hat. Und weisst du, was sie sagt?“

      D. Queen: „Aber hallo! Hier soll es um Komplimente gehen! Macht euch jeweils ein Kompliment!“

      Siegfried: „Okay, ich finde deinen Laborkittel hübsch, Eich!“

      Eich: „Das alte Ding? Danke. Und ich mag dein Garados. Es ist so majestätisch.“

      Siegfried: „Oh ja. Das ist es. Ein wahres Prachtexemplar, nicht wahr?“

      D. Queen: „Bedanken nicht vergessen.“

      D. Queen geht nun zu Bell und dem Regisseur.

      Bell: „Und ihre Radiosendung ist auch wirklich super. Ich habe letzten Donnerstag reingehört. Einfach nur klasse.“

      Regisseur: „Danke. Freut mich, wenn es dir gefällt. Und ich bewundere immer noch dein Engagement, Bell. Du bist wirklich unerlässlich für unsere Sendung.“

      Bell: „Das sagen sie doch einfach nur so.“

      Regisseur: „Nein, das meine ich ernst.“

      Bell: „Danke.“

      D. Queen geht weiter zu Cynthia und Galagladi.

      Cynthia: „Wirklich! Deine Melone ist einfach toll. Sie steht dir viel besser als dieser alberne Zylinder, den du zuvor hattest.“

      Galagladi: „Gala? Gala. Galagladi, Gladi, Gla.“

      Cynthia: „Findest du? Danke.“

      D. Queen: „Und nochmals wechseln. Siegfried, der Regisseur und Galagladi tauschen bitte einmal die Plätze.“

      Die vierte Runde beginnt und D. Queen startet wieder bei Samuel Eich, der diesmal bei Galagladi ist.

      Eich: „Ich mag deine flotten Sprüche, Galagladi. Die sind einfach einmalig. Dein absurd derber Humor ist einfach unangefochten.“

      Galagladi: „Gala? Ga? Gladi. Galagladi, Gla, Gladi, Gla.“

      Eich (kichert vor sich hin) : „Genau das meine ich.“

      D. Queen geht weiter zu Bell und Siegfried.

      Bell: „Komm schon! Du musst mir ja keine Liebeserklärung machen. Nur ein klitzekleines Kompliment.“

      Siegfried: „Na gut. Wenn es sein muss. Für ein Wei… Ich meine für eine Frau bist du ziemlich intelligent.“

      Bell: „Ich fasse das jetzt einfach als Kompliment auf und sage ganz höflich ‚Danke’.“

      D. Queen schüttelt den Kopf, aber geht trotzdem weiter zu Cynthia und dem Regisseur.

      Cynthia: „Oh, und ihr Snobilikat ist eines der edelsten Pokémon, das ich je sehen durfte. Was ist ihr Geheimnis als Trainer?“

      Regisseur: „Danke, aber mein Geheimnis bleibt mein Geheimnis. Aber ich mag deinen Enthusiasmus.“

      Cynthia: „Danke.“

      D. Queen: „Sehr gut. Wir wechseln noch einmal und dann setzen wir uns alle zusammen, ja? Setzt euch jetzt alle zu der Person, mit der ihr in dieser Übung noch nicht geredet habt.“

      Das Team setzt sich entsprechend zusammen und D. Queen geht wieder zu Samuel Eich, der seinen Platz noch nie gewechselt hat, und diesmal gegenüber von Cynthia sitzt.

      Eich: „Schön, dass wir uns auch mal unterhalten. Dazu kommt es ja leider so selten. Dabei finde ich, dass du eine wahre Inspiration für junge angehende Trainerinnen bist.“

      Cynthia: „Wirklich? Danke vielmals. Aber Sie sind ja wohl die viel grössere Inspiration für jedermann. Wenn ich mir nur schon die Forschungen der letzten zwölf Monate ansehen, ist das schon erstaunlich.“

      Eich: „Danke dir, Cynthia. Ich mache, was ich liebe und ich liebe, was ich mache. Und die Forschung liebe ich nun mal über alles.“

      D. Queen geht nun weiter zu Bell und Galagladi.

      Galagladi: „Galagladi! Gala. Gala.“

      Bell: „Danke. Und ich mag deine aufgeweckte, aufgeschlossene Art. Ich betrachte dich wirklich als vollwertigen Kollegen und sogar als guten Freund.“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen geht nun zuletzt zum Regisseur und zu Siegfried.

      Regisseur (lacht los) : „Glaube mir, ich hatte wirklich keine Ahnung, wie langweilig diese Übung ist. Ich fühle mich gerade selbst vollkommen verarscht!“

      D. Queen: „Aha, so ist das also!“

      Regisseur: „Nein, nein. Ich sagte nur gerade zu Siegfried, dass ich den Erfolg dieser Übung hier stark anzweifle.“

      D. Queen: „Mit dieser Attitüde bestimmt. Und jetzt will ich Komplimente höeren! Besonders von dir, Siegfried!“

      Siegfried: „Wenn es sein muss. Ich mag ihre Arena in Vertania City.“

      Regisseur: „Was? Die gehört mir gar nicht! Ich habe keine Arenen und die Arena in Vertania City war auch nie in der Hand von Team Rocket! Ist das klar?“

      Siegfried: „Okay, ist ja gut. Aber ihr Talent als Regisseur ist trotzdem vorhanden.“

      D. Queen: „Nicht gerade das beste Kompliment, aber das lassen wir durchgehen. Also: Bell, Professor Eich, Galagladi und der werte Herr Regisseur dürfen nun draussen eine Pause machen und sich etwas zu trinken gönnen. Siegfried und Cynthia: Ihr macht weiter, bis ich anständige Komplimente von euch höre!“

      Cynthia: „Ich finde ihre Frisur voll schick, Herr D. Queen!“

      D. Queen: „Nein, ich meine, ihr müsst euch gegenseitig Komplimente machen.“

      Siegfried: „Niemals!“

      Cynthia: „Das könnte ein langer, langer Tag werden…“



      Das Orre-Camp (Tag 1) – 3. Runde: Sport

      Nachdem das Team den ganzen Vormittag versucht hat, Cynthia und Siegfried beim Versuch, sich gegenseiteig Komplimente zu machen, zugesehen hat, hat man einen kleinen Lunch zu sich genommen und ist nun bereit für die Nachmittagsrunde: Sport. Da der Regisseur nichts davon erwähnt hat, mussten alle zuerst einmal Sportklamotten einkaufen. Nach dieser getaner Arbeit sind nun aber alle bereit, manche davon auch nur widerwillig.

      D. Queen: „So, die erste von zwei Aktivitäten haben wir endlich noch überstanden. Galagladi und Bell kriegen übrigens noch einen Glitzerstern, da sie in dieser Runde wirklich geglänzt haben. Applaus für die beiden, kommt schon!“

      Der Rest vom Team applaudiert für die beiden, Siegfried eher widerwillig.

      D. Queen: „Dann machen wir jetzt mit einer ganz tollen, spassigen Aktivität weiter: Sport!“

      Regisseur: „Wie gesagt, habe ich noch eine alte Sportverletzung vom Pokémon Stehl… Pokémon-Steptanz!“

      D. Queen: „Keine Sorge, das packen wir schon alle. Zuerst wärmen wir uns mit einer Runde Jogging auf. Folgt mir. Immer der Musik entlang.“

      Siegfried: „Bitte nicht schon wieder…“

      Regisseur: „Wenn der Kerl zumindest noch gut singen könnte…“

      D. Queen: „Das habe ich gehört!“

      D. Queen läuft gemütlich los und singt dabei den ganzen Song „Yes Sir, I Can Boogie“ worüber sich das Team zwar nicht freut, aber ihm trotzdem hinterherläuft. Nach langen 10 Minuten, wobei der Song normalerweise gar nicht so lange dauert, macht D. Queen schliesslich eine Pause.

      D. Queen: „Wunderbar. Ich hoffe jetzt seid ihr genug warm gelaufen.“

      Eich (völlig ausser Atem) : „Ich… brauche… Wasser!“

      Regisseur (ebenfalls ausser Atem) : „Allerdings.“

      D. Queen: „Na, wenn ihr meint. Hier, nehmt euch eine Trinkflasche und ich bilde in der Zwischenzeit Teams für unser Fussballspiel.“

      Galagladi: „Gala? Galagladi? Gla?“

      Bell: „Du hast noch nie Fussball gespielt? Das ist einfach. Du musst nur den Ball ins gegnerische Tor schiessen.“

      D. Queen hat unterdessen 3 rote und 3 blaue Trikots geholt und drückt jedem eines davon in die Hand. Bell, Galagladi und Samuel Eich haben ein rotes erhalten, während Siegfried, Cynthia und der Regisseur ein blaues erhalten haben.

      D. Queen: „Zieht eure Trikots an und dann auf den Platz! Los!“

      Cynthia: „Sind wir nicht viel zu wenig Leute für ein Fussballspiel?“

      D. Queen: „Ach, Unsinn! Der Fussballplatz ist dafür ja auch viel kleiner, als normalerweise! Jetzt stellt euch auf! Und macht untereinander aus, wer der Torhüter ist, oder ob ihr eure Positionen rotieren wollt.“

      Regisseur: „Ich gehe ins Tor! Da muss ich mich nicht viel bewegen!“

      Eich: „Das ist eine super Strategie! Dann werde ich Ihnen dies doch gleich nachmachen.“

      Regisseur: „Nur gut, dass wir nicht im selben Team sind, was?“

      Eich: „Allerdings.“

      Bell: „Okay, Galagladi! Siehst du den Ball dort? Der muss ins Tor von unserem Regisseur. Aber du darfst den Ball nicht mit den Händen oder Armen berühren. Nur mit den Füssen, den Beinen, der Brust oder dem Kopf. Hast du das verstanden?“

      Galagladi: „Gala!“

      Siegfried: „Also, Weib…“

      D. Queen: „Das Wort möchte ich nicht hören!“

      Siegfried: „Also, Cynthia… Hast du schon Mal Fussball gespielt?“


      Cynthia: „Schon länger nicht mehr. Ich stehe ja mehr auf Jogging oder Wintersportarten. Und du?“

      Siegfried: „Ich stehe mehr auf Pokémon-Kämpfe.“

      Cynthia: „Treibst du etwa gar keinen Sport?“

      Siegfried: „Pokémon-Kämpfe! Hörst du mir überhaupt zu?“

      Cynthia: „Ach, vergiss es! Fegen wir die drei dort einfach weg, ja?“

      Siegfried: „Jetzt sind wir auf der gleichen Wellenlänge!“

      D. Queen: „Seid ihr bereit? Ich bin der Schiedsrichter! Team Rot hat Anstoss. Sobald ich pfeife geht es los!“

      Bell: „Also Galagladi. Sobald er pfeift, spiele ich dir den Ball zu und du rennst mit ihm hinüber und versucht ihn ins Tor zu treten.“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen pfeift und Bell spielt den Ball zu Galagladi. Dieses bewegt den Ball vorsichtig mit seinen Füssen, doch als Cynthia ihm den Ball abnehmen will, greift er sie mit Psychoklinge an, wodurch sie zurückgeschleudert wird.

      Cynthia: „Autsch!“

      D. Queen pfeift ab.

      D. Queen: „Nanana! Das war ein Foul! So etwas möchte ich hier nicht sehen.“

      Bell und Galagladi eilen zu Cynthia und helfen ihr auf. Galagladi kratzt sich unsicher am Hinterkopf und versucht sich zu entschuldigen.

      Galagladi: „Gala…“

      Bell: „Wie geht es dir, Cynthia? Bitte entschuldige Galagladi. Es hat noch nie etwas von Fussball gehört.“

      Cynthia: „Schon gut. Ich glaube, es geht schon wieder…“

      D. Queen: „Ist alles klar bei dir, meine Hübsche?“

      Cynthia: „Jaja! Es geht schon wieder. Aber vielleicht sollten wir hier jemandem nochmals die Regeln erklären.“

      Bell: „Pass auf, Galagladi! Du darfst niemanden angreifen. Du darfst zwar mit Körpereinsatz versuchen, an den Ball zu gelangen, aber du darfst dabei wirklich nur auf den Ball abzielen.“

      Galagladi: „Gala?“

      Cynthia: „Versuche einfach, deinen Körpereinsatz ein wenig zu reduzieren. Anrempeln kann man noch durchgehen lassen, aber keine auf Spieler gerichteten Attacken, ja?“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen: „Na gut, können wir weiter machen?“

      Cynthia: „Klar!“

      Siegfried: „Na hoffentlich!“

      Cynthia: „Danke, dass du mir auf geholfen hast, Siegfried.“

      Siegfried: „Habe ich doch gar nicht…“

      Cynthia: „Eben!“

      Siegfried: „Das kapiere ich nicht.“

      D. Queen: „Cynthia hat den Ball. Und weiter geht’s.“

      D. Queen pfeift und Cynthia spielt den Ball direkt zu Siegfried. Dieser dribbelt sich an Bell vorbei und trickst danach Galagladi aus, indem er den Ball zwischen dessen Beinen hindurch trickst. Er steht nun vor Eichs Tor, welcher bereits in Abwehrstellung ist. Cynthia hat sich nun frei gelaufen und ist an der anderen Ecke des Tors.

      Cynthia: „Hier, Siegfried! Ich stehe frei! Spiel zu mir!“

      Siegfried schiesst den Ball in Richtung Tor, aber trifft nur Samuel Eichs Kopf und Galagladi kann den Ball wieder an sich reissen. Dieses hat nun den Dreh raus und sprintet mit einem Wahnsinnstempo direkt in Richtung des Tores des Regisseurs. Es holt zum Schuss aus und schiesst den Ball weit über das Tor hinaus, wobei dieser in einem Wald landet, der gleich in der Nähe ist. D. Queen pfeift wieder.

      D. Queen: „Aus!“

      Galagladi blickt verwirrt umher. Bell läuft zu ihm.

      Bell: „Das war eigentlich ganz gut. Aber wenn der Ball über das Tor oder über die Linien geht, ist er im Aus und das gegnerische Team erhält den Ball.

      Galagladi: „Gala? Gla…“

      D. Queen: „Galagladi, du darfst den Ball holen.“

      Galagladi läuft in den Wald hinein und sucht den Ball. Es sieht in Büschen und hohem Gras nach, aber scheint ihn nicht zu finden.

      D. Queen: „Wisst ihr was? Wir helfen unserem Freund beim Suchen. Los, sucht den Ball!“

      Eich: „Können wir nicht einfach einen anderen Ball nehmen?“

      D. Queen: „Nein! Das ist unser einziger Fussball.“

      Das Team geht schliesslich ebenfalls in den Wald und sucht eine Viertelstunde lang nach dem Ball. Da Galagladi mit einer enormen Wucht zugetreten hat, kann der Ball überall sein. D. Queen pfeift nochmals.

      D. Queen: „Kommt bitte alle hier her!“

      Das Team versammelt sich um D. Queen herum.

      D. Queen: „Hat ihn jemand gefunden?“

      Eich: „Wen?“

      D. Queen: „Den Ball!“

      Eich: „Was für ein Ball?“

      D. Queen: „Ach, vergessen wir es einfach und spielen etwas anderes. Die Teams behalten wir aber bei.“

      Siegfried: „Machen wir doch einen Pokémon-Kampf!“

      Cynthia: „Keine Zulassung!“

      Siegfried: „Du mich auch!“

      D. Queen pfeift direkt in Siegfrieds Ohr.

      D. Queen: „So reden wir aber nicht!“

      Siegfried: „Spinnst du, Alter?! Du hast mit deiner Scheiss-Pfeife direkt in mein Ohr hinein gepfiffen!“

      D. Queen: „Das gibt wohl schon wieder kein Glitzerstern für dich.“

      Siegfried: „Ist doch mir scheissegal!“

      D. Queen: „Und gewöhne dir gefälligst eine andere Ausdrucksweise an.“

      Galagladi zeigt nun auf einen kleinen Basketballplatz und stupst Bell an.

      Galagladi: „Gala? Galagladi?“

      Bell: „Das ist Basketball. Da versenkt man einen Ball in den Körben. Wichtig dabei ist, dass du den Ball immer wieder auf den Boden schlägst, wodurch er wieder aufprallt. Und das wiederholst du die ganze Zeit, wenn du im Ballbesitz bist, da du dich sonst nicht bewegen darfst.“

      D. Queen: „Eine hervorragende Idee. Spielen wir Basketball.“

      Eich: „Aber ich schwitze nur schon vom Umhergehen.“

      D. Queen: „Dann trink halt noch etwas Wasser.“

      D. Queen holt einen Basketball und das Team erfrischt sich gerade an den Getränken. Als D. Queen wieder kommt, sieht das Team wieder einigermassen fit aus und hat sich in ihre Teams aufgeteilt. Sogar Cynthia und Siegfried scheinen sich einigermassen gut zu verstehen.

      Cynthia: „Du gibst mir also den Ball auch wirklich ab, wenn ich frei stehe.“

      Siegfried: „Ja, man darf ja ohnehin nicht mehr weiter gehen, wenn man erstmal irgendwo mit dem Ball fest sitzt.“

      Regisseur: „Und ich decke einfach unseren Korb ein wenig ab, ja?“

      Cynthia: „Sehr gut! Bell und Galagladi sind nicht gerade die Grössten. Wir können sie bestimmt schlagen.“

      Siegfried: „Aber so was von!“

      D. Queen: „Seid ihr bereit? Dann stellt euch auf!“

      Die beiden Teams stellen sich auf, Siegfried und Bell in der Mitte des Platzes. D. Queen wirft den Ball zwischen den Beiden in die Luft und pfeift an. Siegfried kann sich den Ball schnappen und dribbelt nach vorne, bis er von Galagladi aufgehalten wird. Dieses rempelt Siegfried um und D. Queen pfeift.

      D. Queen: „Nein, nein, nein! So geht das doch nicht.“

      Galagladi und Bell helfen Siegfried hoch und auch Cynthia kommt angerannt. Galagladi entschuldigt sich mal wieder mit Händen und Füssen.

      Galagladi: „Gala? Galagladi. Gladi…“

      Cynthia: „Ist alles in Ordnung, Siegfried?“

      Bell: „Du bist doch etwa nicht verletzt?“

      Siegfried: „Ach, was! Spielen wir weiter!“

      D. Queen: „Okay. Team Blau hat den Ball. Und weiter geht’s.“

      Siegfried passt direkt zu Cynthia weiter, welche an Bell vorbeimarschiert, um Eich herum läuft und den Ball mit einem hohen Satz in den Korb dunkt. D. Queen pfeift kurz und Cynthia gibt den Ball an Eich ab und nickt Siegfried zu.

      Cynthia: „Na, wie war das?“

      Siegfried: „Ganz ehrlich? Für eine Frau war das saustark!“

      Cynthia: „Na, den ersten Teil habe ich jetzt mal überhört…“

      Eich: „Was muss ich nun mit dem Ball machen?“

      Bell: „Spielen Sie ihn einfach zu mir.“

      Eich: „Na gut.“

      Eich wirft den Ball irgendwie, aber dieser landet bei Siegfried, welcher gleich die Chance ergreift und direkt auf den Korb wirft. Der Ball verfehlt diesen knapp und Eich hat wieder den Ball. Er versucht den Ball auf den Boden aufprallen zu lassen, aber trifft nur seine eigenen Füsse. D. Queen pfeift ab.

      D. Queen: „Haben Sie etwa noch nie Basketball gespielt, Herr Professor?“

      Eich: „Doch, aber da war ich etwa siebzig Jahre jünger.“

      Bell: „So alt sind Sie doch noch gar nicht!“

      D. Queen: „Wisst ihr was? Wir spielen doch lieber etwas anderes!“

      Cynthia: „Aber wir sind uns einig, dass wir gewonnen hätten, ja?“

      Galagladi: „Gala!“

      Cynthia: „Ha, hättest du wohl gerne! Aber du hättest nie im Leben eine Chance gegen mich!“

      Galagladi (etwas eingeschüchtert) : „Gladi? Gaaa…“

      Bell: „Ach, keine Sorge. Cynthia hat nur gerade das Sportfieber gepackt.“

      Cynthia: „So reden nur Verlierer, du kleine Versagerin!“

      D. Queen: „Hey! Man kann auch gewinnen und trotzdem höflich sein. Nur gut habe ich auch noch einen Volleyball mitgenommen.“

      D. Queen und das Team gehen hinüber zu einem Beach-Volleyball-Platz und Bell gibt Galagladi wieder einen Crashkurs.

      Bell: „Das ist einfach, Galagladi. Du musst den Ball nur über das Netz schiessen und darauf achten, dass er nicht im Aus landet. Und er darf auf unserer Hälfte nicht auf dem Boden landen, dafür in der gegnerischen Hälfte umso mehr!“

      Galagladi: „Gala!“

      Eich: „Das wusste sogar ich. Und wir dürfen den Ball nicht beliebig oft hin und her spielen, oder?“

      Bell: „Genau. Maximal drei Berührungen von unserem Team und nicht zwei Mal hintereinander von der gleichen Person, sondern schön abwechselnd.“

      Das Team ist nun angekommen und stellt sich schon wieder auf.

      Cynthia: „Siegfried, decke die linke Hälfte, Regisseur, Sie übernehmen die rechte Hälfte. Ich bin für die Smashes verantwortlich.“

      Siegfried: „Na gut, aber nach der Hälfte tauschen wir!“

      Cynthia: „Einverstanden!“

      Bell: „Galagladi, willst du vorne am Netz stehen? Du kannst doch so gut springen?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Sehr gut! Und Sie, Professor, übernehmen diese Hälfte und ich diese hier, ja?“

      Eich: „Und die beiden Hälften da drüben?“

      Bell: „Wir spielen Volleyball. Da bleiben wir nur auf dieser Seiter vom Netz.“

      Eich: „Sehr gut. Und wer steht im Tor?“

      Bell: „Volleyball!“

      Eich: „Den kenne ich gar nicht. Gehört der zu unserem Team?“

      D. Queen: „Können wir los legen. Hier, Professor Eich. Zeigen Sie uns mal ihren Aufschlag!“

      Eich: „Nichts leichter als das.“

      Eich macht sich bereit und Bell und Galagladi wollen schon in Deckung gehen. Aber Eich legt einen sauberen Aufschlag hin. Er wirft den Ball in die Luft und haut ihn in gerader Linie zum Regisseur. Dieser erwischt den Ball gerade noch knapp und Siegfried gelangt ebenfalls knapp an den Ball, der gerade noch so über das Netz fliegt. Galagladi ergreift die Chance und will ihn gleich wieder zurück schmettern, aber Cynthia blockt den Ball und er landet auf Galagladis Seite, direkt vor dessen Füssen. D. Queen pfeift kurz.

      Cynthia: „Hervorragend! Das war super, Leute!“

      Siegfried: „Tauschen wir jetzt?“

      Cynthia: „Erst nach der Hälfte!“

      Siegfried: „Ich will aber auch vorne sein!“

      Cynthia: „Später!“

      Eich hat nun wieder Aufschlag und schlägt den Ball direkt dorthin, wo eigentlich Siegfried stehen soll, der nun aber auch ans Netz vorgerückt ist. D. Queen pfeift wieder kurz.

      Cynthia: „Das ist deine Hälfte, Siegfried!“

      Siegfried: „Ich will jetzt aber am Netz stehen!“

      Cynthia: „Nein! Wir wechseln später!“

      Siegfried: „Ich will aber jetzt!“

      Cynthia: „JETZT HÖR MIR MAL ZU, DU SCHEISSKERL! ICH WILL DIESES SCHEISS-SPIEL VERDAMMT NOCHMAL GEWINNEN UND DAS GEHT NUR, WENN AUCH DU MITARBEITEST! ALSO REISS DICH GEFÄLLIGST ZUSAMMEN ODER WILLST DU GEGEN DEN ALTEN KNACKER, DIE GRÜNE WITZFIGUR UND DAS WEINERLICHE KLEINKIND ETWA VERLIEREN?!“

      D. Queen pfeift ununterbrochen während Cynthias Ansprache, welche dies aber erst jetzt hört.

      Cynthia: „WAS IST DENN VERDAMMT NOCHMAL?!“

      D. Queen: „So nicht! Das reicht! Du läufst jetzt solange um den Platz, bis du dich abreagiert hast!“

      Cynthia: „DANN IST ES JETZT ALSO MEINE SCHEISS-SCHULD, ODER WAS?! NUR WEIL HIER ALLE KEINE AHNUNG VON SPORT HABEN!“

      D. Queen: „Jetzt lauf gefälligst los.“

      Cynthia fängt an los zu laufen, aber schimpft weiter vor sich hin. Nach zehn Minuten wird es D. Queen allerdings zu doof und trommelt den Rest vom Team zusammen.

      D. Queen: „Weiss jemand, was Cynthia für ein Problem hat?“

      Bell: „Sie ist nun mal sehr ehrgeizig und hasst es zu verlieren.“

      Siegfried: „Eine Frau hat ihre Gefühle nicht unter Kontrolle? Na, das ist ja mal etwas ganz Neues! *Lacht los*“

      Bell: „Hey!“

      D. Queen: „Willst du etwa auch um den Platz laufen?“

      Cynthia (läuft gerade vorbei) : „Als ob der jämmerliche Kerl überhaupt die Ausdauer dafür hätte.“

      Regisseur: „Ich muss mich wirklich für Cynthia entschuldigen, Herr D. Queen. Normalerweise ist sie immer so höflich, aber sie und Siegfried vertragen sich gerade überhaupt nicht gut.“

      D. Queen: „Na, das wird sich bei den nächsten Übungen aber hoffentlich ändern. Aber jetzt reicht es erst mal für heute. Wenn ihr wollt, könnt ihr noch selbst etwas Sport machen. Aber fürs Erste muss ich jetzt mal das Abendessen überwachen. Die Duschen dürft ihr natürlich auch verwenden. Wir treffen uns dann um 18 Uhr draussen vor der Hütte.“

      Regisseur: „Natürlich. Besten Dank!“

      D. Queen geht davon.

      Regisseur: „Ihr habt den Kerl gehört! Ihr dürft frei verfügen! Du darfst übrigens auch aufhören, im Kreis zu laufen, Cynthia!“

      Cynthia: „Sobald ich mich wieder abreagiert habe!“

      Bell: „Na, Galagladi? Wollen wir noch etwas spielen?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Sehr schön! Will sonst noch jemand mit machen?“

      Regisseur: „Alte Sportverletzung… Du weisst schon. Ich brauche eine Pause.“

      Eich: „Was spielen wir denn?“

      Siegfried: „Ja, worum würde es gehen?“

      Bell: „Spielen wir doch ein wenig Volleyball weiter.“

      Eich: „Okay! Ich bin ziemlich gut darin, wisst ihr?“

      Bell: „Okay, aber jemand von uns muss zu Siegfried wechseln.“

      Eich: „Na gut. Aber ich stehe nicht schon wieder im Tor!“

      Bell: „Volleyball!“

      Eich: „Wer ist dieser Typ überhaupt?“

      Das Team spielt noch ein wenig Volleyball weiter, bis es Abendessen gibt. Nach dem Abendessen sitzen alle bis auf Cynthia zusammen, die unbedingt noch weiter laufen will, und gehen dann frühzeitig schlafen. Auch Cynthia kehrt später in ihr Zelt zurück und legt sich hin. Nur Siegfried spielt noch bis tief in die Nacht auf seinem Smart Phone, aber er hat angeblich kein Problem damit, früh aufzustehen, wie er selbst sagt.
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • Das Orre-Camp (Tag 2) – 4. Runde: Orientierungslauf

      D. Queen: „Aufsteh’n. Aufsteh’n, mein Süsser.“

      Siegfried: „Zum letzten Mal: Verschwinde aus meinem Zelt!“

      D. Queen: „Solange du dich anziehst und aufstehst.“

      Siegfried: „Ja, verdammt nochmal!“

      D. Queen verlässt Siegfrieds Zelt wieder. Der Rest vom Team ist unterdessen schon wach. Eich blockiert wieder Mal die Toilette, Cynthia entschuldigt sich gerade bei allen persönlich für ihr Verhalten von gestern und Bell, Galagladi und der Regisseur stehen um das Frühstück-Buffet herum. D. Queen gesellt sich zu ihnen.

      D. Queen: „Ihr drei wart gestern Nachmittag alle super. Der Professor auch. Dafür erhaltet ihr vier jeweils einen Glitzerstern.“

      Bell: „Toll, jetzt habe ich schon drei davon.“

      Galagladi: „Gala…“

      D. Queen: „Keine Sorge. Jeder kann noch aufholen.“

      Cynthia (stösst dazu) : „Herr D. Queen, ich möchte mich auch bei Ihnen entschuldigen. Meine Nerven lagen gestern ein wenig blank. Das liegt wohl auch daran, dass mich Siegfried zuvor den ganzen Vormittag lang beleidigt hat, obwohl wir bei der Komplimente-Runde waren.“

      D. Queen: „Nanana. Das soll jetzt aber keine faule Entschuldigung für dein Verhalten sein, oder?“

      Cynthia: „Natürlich nicht. Und ich werde mich auch noch persönlich bei Siegfried entschuldigen. Wo ist er eigentlich?“

      D. Queen: „Der liegt doch nicht immer noch im Zelt?! Kann ihn bitte jemand anders wecken? Wie wäre es mit dir, Galagladi? Du bist doch sein Zelt-Kamerad.“

      Galagladi geht in das Zelt und versucht Siegfried zu wecken. Als dieser endlich wach wird, jagt er Galagladi davon und verfolgt es. Da sich Siegfried noch nicht angezogen hat, findet diese Verfolgungsjagd in Siegfrieds Unterwäsche statt.

      Regisseur: „Ich werde mal den Streit schlichten.“

      Der Regisseur geht zu den beiden hin, welche um die Zelte laufen und Galagladi stellt sich hinter ihn.

      Siegfried: „Was? Versteckst du dich jetzt etwa?“

      Regisseur: „Jetzt zieh dich doch endlich an und komm dann zu uns hinüber! Die nächste Runde beginnt schon bald!“

      Siegfried: „Ich will aber noch schlafen!“

      Galagladi: „Galagladi, Gala, Gala!“

      Siegfried: „Das ist doch gar nicht wahr! Ich war nicht die halbe Nacht lang auf! Da fällt mir ein: Hat es hier irgendwo eine Steckdose? Ich muss dringend mein Smart Phone aufladen.“

      Siegfried geht zurück in sein Zelt und kommt danach auch schon gleich wieder hinaus. Komplett angezogen und mit seinem Smart Phone und dessen Ladegerät in der Hand auf der Suche nach einer Steckdose geht er in die Hütte hinein ohne seine Kollegen, die vor der Hütte stehen, zu würdigen.

      D. Queen: „Guten Morgen! Hey, wo willst du hin?“

      D. Queen läuft ihm nach. Samuel Eich gesellt sich nun auch wieder zu seinem Team dazu und holt sich einen Kaffee.

      Eich: „Ach, ist das nicht ein herrlicher Ort hier?“

      Bell: „Ja, wirklich sehr schön.“

      Cynthia: „Und die frische Luft hier draussen erst… Ich sollte wirklich öfters in die Natur gehen.“

      D. Queen kommt wieder hinaus, gefolgt von Siegfried.

      D. Queen: „Du darfst gerne die Steckdosen benutzen, aber nur, wenn darin nicht schon etwas eingesteckt ist!“

      Siegfried: „Danke, ich habe es jetzt kapiert! Auch wenn ich wirklich nicht weiss, was so schlimm daran ist, wenn ich den Staubsauger ausstecke!“

      D. Queen: „Das liegt daran, weil einer unserer Mitarbeiter gerade am Staubsaugen war!“

      Siegfried: „Bla Bla Bla! Oh, es hat Kaffee! Davon kann ich jetzt einen vertragen! Ich habe so schlecht geschlafen!“

      Cynthia: „Hey, Siegfried! Ich möchte mich auch noch gerne bei dir entschuldigen. Ich habe mich gestern wirklich völlig daneben benommen.“

      Siegfried: „So wie immer, aber ich verzeihe dir! Du bist ja auch nur ein Wei… Eine Frau!“

      D. Queen: „Cynthia, gut gemacht! Siegfried, daran müssen wir wohl auch noch üben!“

      Bell: „Also, was steht heute auf dem Programm!“

      D. Queen: „Oh, ihr werdet es lieben! Das ist wirklich ganz toll!“

      Siegfried: „Ein Drachen-Pokémonkampf?“

      D. Queen: „Nein! So etwas machen wir hier nicht!“

      Siegfried: „Das solltet ihr aber! Oh, Croissants hat es ja auch wieder.“

      Siegfried bedient sich am Buffet, während D. Queen dem Team den Tagesablauf erklärt.

      D. Queen: „Also, zuerst mal habe ich euch hier allen einen Rucksack gepackt. Da hat es einen Lunch fürs Mittagessen drin, 3 Liter Wasser, einen Regenschutz und jeder erhält einen Kompass und eine Karte der Umgebung.“

      Cynthia: „Oh, machen wir etwa einen Orientierungslauf?“

      D. Queen: „Haargenau, meine Liebe. Und zwar müsst ihr eine Hütte aufsuchen, die nördlich von Portaportus ist und westlich von einem Pokémon-Labor, welches ebenfalls auf eurer Karte vermerkt ist. Die Hütte habe ich auf jeder Karte eingezeichnet. Genauso wie dieser Ort hier.“

      Samuel Eich geht sofort zu einem der Rucksäche und durchsucht diesen.

      Eich: „Tatsächlich! Das ist eine Karte der Region!“

      D. Queen: „Nein, Sie halten den Regenschutz in den Händen. Die Karte ist hier!“

      D. Queen geht ebenfalls zu Eich und holt die Karte hervor. Der Startort und das Ziel sind klar in roter Farbe eingezeichnet. Vom aktuellen Startort aus, der nur ein wenig nordwestlich von Emeritae liegt, kann man entweder einen Fluss nach Portaportus entlang gehen und dann nach Norden gehen, oder quer durch eine Ebene in Richtung des angesprochenen Pokémon-Labors gehen, wovon aus es nicht mehr weit ist.

      Siegfried (mit vollem Mund) : „Hmpf Hmm mpfmn mmmh hmm mpfmh mmhmmh?“

      Cynthia: „Schluck doch einfach zuerst runter, bevor du etwas sagst!“

      Siegfried (schluckt runter) : „Und wir müssen nun die Hütte suchen?“

      D. Queen: „Das ist korrekt. Der Fussmarsch dauert mindestens 5 Stunden und es wird nicht ganz leicht werden, da ihr gegen den Schluss auch noch einen kleinen Berghang besteigen müsst.“

      Siegfried: „Nichts leichter als das! Ich fliege einfach auf meinem Dragoran dahin!“

      D. Queen: „Der Einsatz von Pokémon ist natürlich verboten.“

      Galagladi: „Gala?“

      D. Queen: „Du bist natürlich die Ausnahme, Galagladi! Die Aktivität ist erst dann vorbei, wenn ihr alle in der Hütte angekommen seid! Bleibt also am besten alle zusammen.“

      Regisseur: „Ihr habt den Kerl gehört! Ich erwarte sauberes Teamwork, ist das klar?“

      Bell: „Glasklar!“

      Eich: „Natürlich. Aber ich will nicht schon wieder ins Tor!“

      Cynthia: „Wir machen einen Orientierungslauf, Herr Professor!“

      Eich: „Ich weiss! Aber ich gehe trotzdem nicht ins Tor!“

      Regisseur: „Na gut, wir beraten uns wohl am besten kurz und dann legen wir los.“

      Das Team nimmt die Rucksäcke, sieht sich die Karten an und erklärt Eich, dass es bei einem Orientierungslauf kein Tor gibt. Allerdings ist sich das Team nicht ganz einig darüber, welche Route sie nehmen sollen. Cynthia beharrt darauf, den Fluss entlang zu gehen, der sie direkt zu Portaportus führen würde, während Siegfried unbedingt quer durch die Steppe marschieren will, um Zeit zu sparen.

      Cynthia: „Aber in der Steppe hast du überhaupt keine Möglichkeit, dich zu orientieren!“

      Siegfried: „Warum orientieren? Wir müssen einfach nur auf den Berg da drüben zu laufen und die Sache ist geritzt!“

      Regisseur: „Da hat er recht!“

      Eich: „Allerdings!“

      Bell: „Ich finde, wir sollten lieber auf Nummer sicher gehen und erstmal den Fluss entlang gehen. Ich meine, wir verlieren dadurch höchstens eine Stunde oder so.“

      Galagladi (nickt Bell zu) : „Gala!“

      Regisseur: „Dann steht es also drei gegen drei.“

      Siegfried: „Teilen wir uns doch auf! Wir drei nehmen die schnelle Route und die drei dort nehmen die viel längere Route!“

      Cynthia: „Okay! Das machen wir! Aber wenn ihr euch in der Steppe verlauft, kommen wir euch sicherlich nicht suchen!“

      Siegfried: „Sehr gut! Jungs, folgt mir!“

      Cynthia: „Bell, Galagladi, wir gehen da lang!“

      D. Queen: „Denkt aber daran, dass es erst vorbei ist, wenn alle bei der Hütte angekommen sind!“

      Eich: „Natürlich.“

      Bell: „Keine Sorge, ich werde Cynthia daran erinnern!“

      Das Team teilt sich wieder auf und D. Queen bleibt fürs Erste zurück.

      D. Queen: „So, dann werde ich jetzt mal einige Sachen vorbereiten und den netten Leutchen danach einen Besuch abstatten.“

      D. Queen packt ein paar Nahrungsmittel und Gesellschaftsspiele in einen Geländewagen ein und unterhält sich noch mit seinen Mitarbeitern. Nach etwa einer halben Stunde fährt er los. Schon nach kurzer Zeit sieht er Siegfried, den Regisseur und Samuel Eich, die durch die Steppe marschieren. Während Siegfried an der Spitze ist und der Regisseur direkt hinter ihm ist, bleibt Eich ein wenig zurück und studiert die Karte.

      Siegfried: „Jetzt beeilt euch doch Mal! Ihr wollt doch nicht gegen die beiden Weiber und das Pokémon verlieren!“

      Regisseur: „Hast du gehört, Eich?! Was brauchst du auch so lange?“

      Eich: „Ich will mir nur die Karte einprägen. Wir sind schliesslich schon ganz schön weit draussen.“

      Regisseur: „Sind wir nicht! Da hinten kann man immer noch unsere Zelte erkennen!“

      D. Queen verlangsamt und fährt im Schritttempo an den dreien vorbei.

      D. Queen: „Na, wie läuft es denn, werte Herren?“

      Siegfried: „Ganz gut. Ausser dass der alte Knacker…“

      D. Queen: „Nanana! So reden wir hier nicht!“

      Siegfried: „Ausser dass der Herr Professor uns unnötig ausbremst!“

      D. Queen: „Er meint es bestimmt nur gut. Nicht wahr, Herr Professor?“

      Eich: „Wie? Was? Sind wir schon da?“

      Regisseur: „Jetzt leg doch einfach mal die Karte zur Seite! Wir müssen einfach auf diesen Berg zu gehen! Das hast du doch zuvor selbst gesagt!“

      Eich: „Habe ich das? Na, dann ist ja alles in Ordnung! Können wir eine Pause machen?“

      Siegfried: „Jetzt schon? Wir sind gerade Mal eine halbe Stunde unterwegs!“

      Eich: „Ich habe aber Durst!“

      Regisseur: „Okay, wir halten für zwei, drei Minuten an, damit wir etwas trinken können. Einverstanden, Siegfried?“

      Siegfried: „Na gut! Aber maximal drei Minuten, habt ihr gehört?“

      D. Queen: „Ich sehe, ihr habt alles im Griff! Viel Glück, meine werte Herren! Wir sehen uns später!“

      D. Queen fährt wieder davon und bringt seine Wagenladung zur Berghütte, welche das Ziel des Orientierungslaufes ist. Nachdem er alles ausgeladen und sich kurz ausgeruht hat, beschliesst er auch bei Cynthia, Bell und Galagladi vorbeizusehen und anschliessend noch in Portaportus einige Dinge einzukaufen. Das Dreiergespann rund um Cynthia ist schon weit gekommen, was vor allem an Cynthia liegt, die ein schnelles Tempo vorgibt. D. Queen wendet kurz seinen Wagen und fährt auf die drei zu.

      Cynthia: „Jetzt beeilt euch gefälligst mal! Wir wollen doch nicht verlieren!“

      Bell (ausser Atem) : „Es gibt… gar keine… Gewinner…“

      Cynthia: „Aber du weisst genau, wie sich Siegfried aufspielen wird, wenn er vor uns in der Hütte ankommt!“

      Bell (ausser Atem) : „Warum ist… dir das… eigentlich… so wichtig!“

      Cynthia hält kurz an und dreht sich zu Bell um.

      Cynthia: „Willst du etwa gegen diesen Scheisskerl verlieren?! Wir reden hier schliesslich von Siegfried! Und gegen den verliere ich ganz bestimmt nicht! Niemals! Nie! Hörst du?!“

      Bell: „Ist ja gut, verdammt nochmal!“

      Galagladi schreitet nun ein.

      Galagladi: „Gala, Galagladi!“

      Cynthia: „Tut mir leid. Es ist nur… Darf ich euch etwas anvertrauen? Es geht um meine Gefühle gegenüber Siegfried…“

      Bell: „Du bist doch nicht etwa…?“

      Galagladi: „Gala?“

      Cynthia: „Ganz recht: Ich hasse ihn von ganzem Herzen! Ich habe ihn schon immer gehasst und werde ihn auch immer hassen. Den Hass, den wir uns gegenseitig entgegenbringen erfüllt mein Leben! Ich hasse ihn unendlich!“

      Bell (verwundert) : „Okay… Vielleicht gehen wir doch lieber weiter.“

      D. Queen hält nun bei den dreien an.

      D. Queen: „Ihr seid ja schon sehr weit gekommen, meine Lieben.“

      Cynthia: „Ja, wir wollen ja schliesslich das Rennen gewinnen!“

      D. Queen: „Es ist kein Rennen, sondern ein Orientierungslauf! Und der ist erst vorbei, wenn alle an der Hütte angekommen sind. Das hast du doch verstanden, oder?“

      Cynthia: „Ja, natürlich! Aber es geht hier ums Prinzip! Ich muss unbeding vor Siegfried bei der Hütte ankommen!“

      Bell: „Ja, Cynthia hat nämlich voll die starken Gefühle für ihn!“

      D. Queen: „Wie nett. Dann ist der Spruch also wahr, was? Ihr wisst schon: Was sich liebt, das neckt sich!“

      Cynthia: „Was?! Das ist ja eine unverschämte Unterstellung! Verschwinden Sie sofort!“

      D. Queen: „Na gut. Ich wollte sowieso noch nach Portaportus. Ihr seid übrigens schon auf halbem Weg da. Macht es gut und nehmt das ganze bitte nicht zu ernst. Es ist nur eine lustige Aktivität!“

      Bell: „Ist gut, auf Wiedersehen!“

      D. Queen fährt wieder davon und geht in Portaportus einkaufen. Eigentlich wollte er nur ein paar Dinge für die Berghütte organisieren, aber dann hat er noch diese unglaublich, tollen, stylishen Schuhe gesehen. Und eine Goldkette. Und diesen freshen Umhang. Er gönnt sich ja schliesslich sonst nichts, da darf er ja auch mal eine Stunde shoppen gehen, oder? Als er die Stadt wieder verlassen will, trifft er wieder auf Cynthia, Bell und Galagladi, die gerade bei Portaportus angekommen sind.

      Bell: „Okay. Jetzt sind wir in dieser Scheiss-Stadt! Können wir jetzt endlich die verdammte Mittagspause machen?!“

      Galagladi: „Gala!“

      Cynthia: „Seid ihr vielleicht Memmen! Aber ich muss ja ohnehin auf die Karte schauen, also können wir auch gleich 5 Minuten Pause machen.“

      Bell: „5 Minuten?! Du hast gesagt, wir essen in Ruhe etwas, wenn wir hier angekommen sind!“

      Galagladi: „Gala!“

      Cynthia: „Jetzt sind es noch viereinhalb Minuten, ihr Waschlappen!“

      D. Queen (stösst dazu) : „Hey, solche Umgangsformen möchte ich hier aber nicht hören!“

      Cynthia: „Ach, misch du dich da nicht ein!“

      Galagladi hat nun seinen Lunch hervorgeholt und bietet Bell die Hälfte davon an. Diese nimmt es dankend an.

      D. Queen: „Entschuldige Mal, aber was haben wir von den gestrigen Runden denn gar nichts gelernt?“

      Cynthia: „Doch, natürlich! Und zwar, dass ich nicht verlieren will! Esst schneller, Leute!“

      D. Queen: „Ich sehe schon, dass du dich nicht als Anführerin eignest, Cynthia. Vielleicht sollte Bell das Kommando übernehmen.“

      Cynthia: „Ich eigne mich nicht als Anführerin?! Ich?! Ich bin verdammt nochmal Champ einer ganzen Region! Und jetzt lassen Sie mich in Ruhe, ich muss die Karte studieren!“

      Cynthia kramt ihre Karte hervor.

      D. Queen: „Bell, Galagladi. Wenn es euch zu viel wird, dann dürft ihr euch auch selbst auf den Weg machen, das wisst ihr hoffentlich.“

      Bell: „Ich bin nicht so gut im Kartenlesen und Galagladi hat sowieso Mühe, Dinge zu lesen, die von Menschen aufgezeichnet wurden.“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen: „Ich wollte euch nur darauf hinweisen. Ich muss jetzt sowieso weiter. Wir treffen uns dann auf der Hütte, ja?“

      Cynthia: „Jaja! Hau schon ab!“

      D. Queen: „So etwas will ich in Zukunft nicht mehr hören, klar?!“

      Cynthia: „Jaja!“

      D. Queen geht empört davon. Er fährt in Richtung Hütte, aber auch Siegfried, Samuel Eich und der Regisseur sind noch nicht da. Nach kurzem Warten beschliesst er, sich zum Pokémon-Labor zu begehen, da dieses vermutlich als Orientierungspunkt für die drei dient. Dort sieht er auch schon den Regisseur, wie er seinen Lunch isst. D. Queen hält an, steigt aus und geht zu ihm hin.

      D. Queen: „Na, wir sind doch nicht ganz alleine unterwegs, oder?“

      Regisseur: „Ach, Quatsch! Der Professor wollte nur mal das Labor besichtigen und Siegfried ging ihm nach, um ihn wieder da raus zu zerren.“

      Nun kommt auch Siegfried schon wieder hinaus, mit Samuel Eich im Schlepptau.

      Siegfried: „Wir haben genug gesehen! Dieses Labor ist nicht einmal spannend!“

      Eich: „Das sagst du vielleicht, aber ich finde, dass jede Arbeit mit Pokémon spannend ist.“

      D. Queen: „Hallo zusammen. Ihr seid ja schon weit gekommen!“

      Siegfried: „Ich weiss. Als wir dem Professor die Karte entreissen konnten, kamen wir ganz gut vorwärts.“

      Eich: „Wir haben eine Karte? Zeigt doch mal her!“

      Regisseur: „Nicht jetzt! Iss lieber mal was!“

      Eich: „Wir haben Nahrung? Zeigt doch mal her!“

      Regisseur: „In deinem Rucksack!“

      Eich: „Wir haben einen Rucksack…“

      Regisseur: „Halt die Klappe und dreh dich einfach um, öffne deinen Rucksack und nimm dein Essen zu dir!“

      D. Queen: „Nanana! Wir wollen aber doch trotzdem anständig bleiben, nicht wahr?“

      Siegfried: „Ich bitte Sie. Wir sind die Anstand in Person!“

      D. Queen: „So ist es recht. Wo geht denn der Professor schon wieder hin?“

      Tatsächlich geht Eich gerade in die Wälder hinein, die hinter dem Labor anfangen. Siegfried geht ihm nach.

      Siegfried: „Was soll das? Wo gehen Sie hin?“

      Eich: „Ich glaube, ich habe gerade ein Waumpel gesehen.“

      Siegfried: „Na und? Waumpel gibt es überall!“

      Eich: „Aber ich glaube, es war schillernd. Vielleicht war es aber auch ein Pikachu.“

      Siegfried: „Ach, komm schon! Die sehen sich nicht mal ähnlich! Jetzt komm wieder mit und iss deinen Lunch!“

      Siegfried schleppt Eich wieder hinter sich her und drückt ihm seinen Lunch in die Hand.

      D. Queen: „Na dann. Wir sehen uns bestimmt bald in der Hütte. Bis später!“

      Regisseur: „Bis später.“

      D. Queen fährt wieder davon. Als er bei der Hütte ankommt, erkennt er Cynthia, wie sie sich durch die Bäume schlägt. Er winkt ihr zu und sie beschleunigt ihren Gang. Schliesslich kommt sie an.

      Cynthia: „Huh, geschafft! Bin ich die Erste?“

      D. Queen: „Allerdings.“

      Cynthia: „Jawoll! Geht doch! Ich habe es allen gezeigt!“

      D. Queen: „Wo sind denn Bell und Galagladi?“

      Cynthia: „Na, hinter mir!“

      Cynthia dreht sich um, aber da ist niemand.

      Cynthia: „Na toll. Da dreht man sich einmal nicht um…“

      D. Queen: „Wann waren die beiden denn zuletzt hinter dir?“

      Cynthia: „Na vor fünf Minuten. Vielleicht auch zehn. Höchstens eine halbe Stunde. Als wir von Portaportus los gingen, waren sie sicher noch bei mir!“

      D. Queen: „Die Herausforderung endet erst, wenn alle hier oben sind.“

      Cynthia: „Na gut, aber zuerst esse und trinke ich etwas.“

      Cynthia öffnet ihren Rucksack und fängt gemütlich an zu Essen. D. Queen mustert sie mit strengem Blick.

      D. Queen: „Du machst dir wohl gar keine Sorgen, was?“

      Cynthia: „Survival Of The Fittest! Jeder steht sich selbst am Nächsten! Der Stärkere gewinnt!“

      D. Queen: „Nicht gerade eine Team-Einstellung, wenn ich das sagen darf.“

      Nun sind Bell und Galagladi zu sehen. Cynthia erkennt sie und ruft ihnen zu.

      Cynthia: „Bell! Galagladi! Wir sind hier oben!“

      Bell winkt Cynthia zu und die beiden klettern auch über Stock und Stein, da es doch ziemlich steil durch einen Waldabschnitt hoch geht. Cynthia isst gemütlich weiter und der Rest von ihrem Team kommt nun auch endlich an.

      Bell (genervt) : „Schön, dass du in unserer Nähe geblieben bist, Cynthia!“

      Cynthia: „Ihr habt doch alles im Griff! Ich wollte euch bewusst ein wenig im Glauben lassen, dass ihr alleine seid. Ihr wisst schon. Damit ihr selbstständiger werdet. Das war mein Plan.“

      D. Queen: „Ihr Armen. Ihr seid ja ganz erschöpft. Setzt euch erst Mal hin.“

      Cynthia: „Zumindest haben wir gewonnen.“

      D. Queen: „Niemand hat gewonnen! Es ist erst vorbei, wenn alle hier oben sind!“

      Bell: „Das versuchte ich ihr auch schon hundert Mal zu erklären!“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen: „Und wenn wir gerade dabei sind! Sucht doch eure Kollegen, die sich noch östlich in den Wäldern herum treiben.“

      Cynthia: „Jaja! Ich gehe ja schon!“

      Bell: „Können wir uns noch ganz kurz ausruhen?“

      Cynthia: „Nein! Ich will Siegfried meinen Sieg jetzt unter die Nase reiben! Jetzt!“

      Cynthia geht davon.

      D. Queen: „Bleibt ihr beiden doch hier. Cynthia kommt alleine ja gut zurecht.“

      Bell: „Danke. Das ist sehr nett. Wir wurden den ganzen Tag herum geschupst von dieser Tyrannin.“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen: „Ist ja gut. Jetzt gönnt euch eure Pause.“

      Bell (den Tränen nahe) : „Und dann habe ich mir noch meine Hose aufgerissen, weil wir durch das dichteste Gestrüpp klettern mussten. Und ich bin überall dreckig! Und von Mücken wurde ich auch noch gestochen. Und…“

      D. Queen tröstet Bell und gibt ihr frische Kleidung. Die beiden und Galagladi gehen zudem in die Hütte hinein und unterhalten sich ein wenig. Plötzlich stösst jemand die Tür auf.

      Siegfried: „Ha! Da wären wir!“

      Siegfried kommt hinein, gefolgt von Samuel Eich und dem Regisseur.

      Siegfried: „Ihr seid schon da? Mist! Aber das Weib ist noch nicht hier, oder?“

      D. Queen (empört) : „Wer ist bitteschön noch nicht hier?“

      Siegfried: „Na, die dumme Kuh!“

      D. Queen: „Wie bitte?“

      Siegfried: „Cynthia…“

      Bell: „Seid ihr einander etwa nicht begegnet?“

      Nun stürmt Cynthia hinein.

      Cynthia (wüntend) : „Ihr Scheiss-Leute?! Seid ihr etwa behindert?! Ich rufe euch schon seit zehn Minuten hinterher!“

      Siegfried: „Haha! Ich war vor dir da!“

      Cynthia stürmt auf Siegfried zu und boxt im ihns Gesicht. Der Regisseur hält sie sofort zurück, während sich Galagladi zwischen die beiden Gewalten stellt.

      Galagladi: „Gala!“

      Regisseur: „Jetzt reg dich bitte ab, Cynthia! Es tut mir Leid, aber wir haben dich wirklich nicht gehört!“

      Cynthia: „Ich war aber vor diesem Scheisskerl da!“

      Siegfried: „Das behauptest du vielleicht, aber die Wahrheit kann man nicht verleugnen!“

      Cynthia: „Ich mach ihn kalt! Ich mach ihn kalt!“

      D. Queen pfeift in seine Trillerpfeife, die er offensichtlich immer mit sich herum trägt.

      D. Queen: „Stopp! Ihr habt es aller bis hierher geschafft. Und das in Rekordzeit! Ihr könntet euch doch gemeinsam darüber freuen, statt aufeinander los zu gehen!“

      Cynthia: „Aber ich war schneller!“

      D. Queen: „Das ist vollkommen egal! Es geht hier nicht ums Gewinnen oder Verlieren! Es geht darum, dass jeder Einzelne von euch bis hierhin gekommen ist.“

      Bell: „Da hat er recht.“

      Eich: „Dem kann ich nur zustimmen.“

      D. Queen: „Ihr solltet euch alle etwas schämen! Und zwar wirklich alle!“

      Galagladi: „Gala?“

      D. Queen: „Ja, auch du bist ein Teil vom Team! Niemand von euch hat sich heute einen Glitzerstern verdient, ist das klar?“

      Cynthia: „Was soll ich mit diesen dämlichen Glitzersternen? Ich will hier wieder weg! Ich hasse es hier!“

      D. Queen: „Aber warum denn?“

      Cynthia: „Weil… Ich… Ich hasse es, mit anderen Leuten zusammen zu arbeiten!“

      Bell: „Wirklich?“

      Cynthia: „Ja… Ich bin nun mal eine Einzelkämpferin. Ich habe mir alles stets alleine aufgebaut. Alle meine Erfolge…“

      Siegfried: „Du und Erfolge? Das soll wohl ein Witz sein!“

      Cynthia: „Halt die Klappe! Ich will wieder nach Hause!“

      Bell nimmt Cynthia in den Arm.

      Bell: „Ich hatte ja keine Ahnung, dass du nicht gerne im Team arbeitest. Allerdings hätte ich es mir nach dem heutigen Tag denken können. Aber vielleicht kann dir diese Erfahrung ja doch noch irgendwann hilfreich sein. Du weisst doch: Zusammen sind wir stärker!“

      Cynthia: „Aber eine Kette ist immer so schwach, wie ihr schwächstes Glied. Und wer will schon so schwach wie du sein, Bell?“

      Bell geht wieder von Cynthia weg.

      Bell: „Was soll jetzt das heissen?“

      Siegfried: „Recht hat sie! Du bist wirklich mit Abstand die Schwächste hier, Bell!“

      Bell: „Ich war vor dir in dieser Scheiss-Hütte!“

      Während die Leute wieder alle aneinander geraten, hilft auch D. Queens Trillerpfeife nicht mehr weiter. Er geht hinaus, verriegelt die Tür und wartet draussen. Irgendwann scheinen sich alle wieder beruhigt zu haben und er geht wieder hinein.

      D. Queen: „Und? Konnten wir schon etwas lernen?“

      Bell: „Nein!“

      Eich: „Meine Forschungen zeigen deutlich auf, dass die einzelnen Mitglieder dieses Teams nicht miteinander kompatibel sind.“

      Regisseur: „Halt doch einfach die Klappe, Eich!“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen: „Wisst ihr was? Wir gehen jetzt alle wieder zurück zum Camp und reden erst wieder morgen früh miteinander! Steigt in meinen Wagen.“

      D. Queen und das Team gehen zum Wagen und fahren zurück. Den Rest des Tages scheinen sich wirklich alle anzuschweigen. Nur spät in der Nacht hört man Cynthia und Bell noch flüstern.

      Cynthia: „Bell? Bist du noch wach?“

      Bell (mürrisch) : „Ja?! Willst du mich etwa weiter beleidigen?“

      Cynthia: „Nein. Es tut mir Leid. Ich finde, du bist nicht schwach.“

      Bell: „Weisst du Cynthia… Du warst immer eine Art Vorbild für mich. Stark. Unabhängig. Selbstbewusst.“

      Cynthia: „Das will ich auch weiterhin gerne sein. Nur… Ich arbeite wirklich an mir. Ich will mich in unser Team integrieren. Aber Siegfried macht es mir auch nicht immer leicht.“

      Bell: „Siegfried ist auch ein Arsch!“

      Die beiden lachen los und schon bald wird es sehr still. Abgesehen vom Schnarchen des Professors.
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • Das Orre-Camp (Tag 3) – 5. Runde: Nicht den Knopf drücken

      Ein neuer Morgen bricht an. Siegfried hat es dieses Mal ausnahmsweise geschafft, mit den Anderen zusammen aufzustehen. Ansonsten ist alles wie immer: Eich hat eine Sitzung mit der Toilette und der Regisseur trinkt seinen Kaffee schwarz und mit sieben Stück Zucker, während er die Zeitung studiert. Bell und Galagladi teilen sich gerade ein Croissant und Cynthia versucht die schlechte Laune von gestern wieder zu verblasen, indem sie sich gefühlte hundert Mal bei allen entschuldigt hat und ihre beste Seite zeigt. Nun kommt auch Siegfried ans Buffet und schubst Cynthia zur Seite, die sich gerade mit Bell unterhalten hat.

      Cynthia: „Hey! Was soll das?!“

      Siegfried: „Ich hab’ Hunger!“

      Cynthia: „Du könntest mich auch einfach lieb bitten, zur Seite zu gehen, weisst du?“

      Bell: „Da hat sie recht.“

      Galagladi: „Gala!“

      Siegfried: „Könnte ich, aber mach ich nicht.“

      Cynthia: „Und warum bitte nicht?“

      Siegfried: „Ist doch egal!“

      Cynthia: „Nein! Es ist nicht egal! Sehen wir den Tatsachen ins Auge, Siegfried: Du magst mich nicht und ich mag dich nicht…“

      Siegfried: „Korrekt!“

      Cynthia: „Aber wir sollten uns trotzdem darum bemühen, so gut wie möglich zusammen zu arbeiten.“

      Siegfried (mit vollem Mund, da er schon wieder isst) : „Hjh chkdd djh hngh njh hghghmjn hpfbjd?“

      Bell: „Rede doch bitte nicht immer mit vollem Mund…“

      Siegfried (schluckt runter) : „Ich dachte nur, das Weib hat gestern selbst zugegeben, dass es nicht teamfähig ist!“

      Regisseur (mischt sich ein) : „Das Wort ‚Weib’ ist immer noch unangebracht.“

      Siegfried: „Jetzt fang du nicht auch noch damit an! Es reicht schon, wenn dieser skurile Typ mich blöd anschnauzt.“

      D. Queen kommt nun herbei, wie immer fröhlich lächelnd.

      D. Queen: „Guten Morgen zusammen. Na, sind wir alle fit und munter?“

      Bell: „Guten Morgen, D. Queen. Ja, das sind wir.“

      Cynthia: „Also, Siegfried? Wollen wir unseren Streit nicht endlich begraben und uns versöhnen?“

      Siegfried: „Ach, jetzt kapiere ich, was hier abgeht! Du stehst auf mich, was?“

      Cynthia: „Wie bitte?“

      Bell: „Nicht dein ernst, oder?“

      Galagladi: „Gala?“

      Siegfried: „Deswegen schmeisst du dich doch so an mich ran. Jetzt ergibt alles einen Sinn. Die Kompliment-Runde, die du extra noch verlängern wolltest, dass du mich gestern extra noch gesucht hast und jetzt deine Annäherungsversuche. Aber es tut mir sehr leid, Cynthia. Ich habe absolut überhaupt kein Interesse an dir. Weder jetzt noch in tausend Jahren.“

      Cynthia (verdutzt) : „Das… Also… Ich glaube es nicht, dass wir überhaupt so ein Gespräch führen… Lächerlich… Einfach… Lächerlich…“

      Cynthia geht davon.

      D. Queen: „Du hättest ihre Liebe aber auch höflicher zurück weisen können, mein Lieber.“

      Bell: „Ich fürchte, das ist alles ein Missverständnis. Glaubt mir: Cynthia hat keinerlei romantische Gefühle für Siegfried. Sie verabscheut ihn!“

      Regisseur: „Das ist wahr.“

      Nun kommt auch Samuel Eich dazu.

      Eich: „Guten Morgen, meine lieben Freunde. Haben wir alle gut geschlafen?“

      Siegfried: „Cynthia wohl nicht.“

      Siegfried lacht los und geht ebenfalls davon.

      Bell: „Na, hoffentlich hilft dieses Camp auch wirklich. Ich glaube kaum, dass sich die Beiden jemals vertragen.“

      Regisseur: „Soll das ein Witz sein? Wir haben bereits Fortschritte gemacht. Siegfried hat Cynthia soeben bei ihrem richtigen Namen erwähnt. So etwas habe ich noch nie erlebt.“

      D. Queen: „Na, kleine Fortschritte führen ja bekanntlich auch zum Ziel.“

      Nun kommt Cynthia wieder herbei.

      Cynthia (schreit) : „Eines sage ich dir: Jede Frau, die auf dich stehen soll, muss ja völlig weich in der Birne sein!“

      Cynthia blickt umher, aber kann Siegfried nirgends entdecken.

      Cynthia: „Wo ist er denn hin?“

      Eich: „Wer?“

      Cynthia: „Na, Siegfried“

      Eich: „Nasieg Fried? Noch nie von ihm gehört.“

      D. Queen: „Ist ja auch egal. Esst noch in Ruhe euer Frühstück, bevor wir mit der nächsten Aktion beginnen. Und bevor ihr fragt: Die heutige Runde ist ein Geheimnis.“

      Siegfried (taucht wieder auf) : „Und worum geht es bei diesem Geheimnis?“

      D. Queen: „Ich glaube, du verstehst das Wort Geheimnis nicht ganz. Aber da ihr alle hier seid, folgt mir doch hinein. Immer der Musik entlang.“

      Regisseur: „Muss das schon wieder sein?“

      Eich: „Was denn?“

      D. Queen geht in die Hütte hinein und fängt an zu singen. Das Team folgt ihm.

      D. Queen: „At first I was afraid, I was petrified, Kept thinkin' I could never live without you by my side, Then I spent so many nights Just thinking how you did me wrong And I grew strong And I learned how to get along! Oh no not I, I will survive, For as long as I know how to love, I know I'll stay alive, I've got all my life to live And I've got all my love to give, I'll survive, I will survive Hey hey“

      Nun sind sie in einem Raum angekommen, der wie ein Warteraum aussieht. Gegenüber der Eingangstüre hat es eine weitere Türe, neben der ein grosser Spiegel in die Wand eingebaut ist. Zudem hat es neben der Eingangstür einen grossen, roten Knopf, über dem steht „Bitte nicht drücken – Lebensgefahr“.

      D. Queen: „Nehmt Platz, Freunde. Setzt euch hin. Ich bin gleich wieder bei euch. Es dauert nicht lange, versprochen. Ach, und drückt bitte keinesfalls den roten Knopf da an der Wand, hört ihr?! Keinesfalls!“

      Eich: „Warum nicht?“

      D. Queen: „Ich habe keine Zeit, das euch zu erklären. Ich bin so schnell wie möglich wieder bei euch.“

      D. Queen geht durch die zweite Tür und das Team blickt sich fragend an.

      Cynthia: „Kommt euch das nicht auch merkwürdig vor?“

      Siegfried: „Deine Haare? Allerdings. Die sind mehr als nur merkwürdig.“

      Cynthia: „Nein, ich meine die Situation hier: Wir müssen hier warten, wissen nicht warum und das Einzige, was man uns sagt, ist, dass wir nicht diesen Knopf drücken dürfen.“

      Regisseur: „Gab es nicht Mal eine Studie, die das Verhalten der Menschen in einer solchen Situation untersucht hat?“

      Eich: „Interessant: Und wie war das Ergebnis?“

      Regisseur: „Ich weiss es nicht.“

      Siegfried: „Dann ist das jetzt also ein Test, oder wie?“

      Regisseur: „Vielleicht.“

      Siegfried: „Dann drücken wir doch einfach den Knopf und finden es heraus.“

      Bell: „Über dem Knopf steht aber ‚Lebensgefahr’.“

      Cynthia: „Au ja, Siegfried. Drück den Knopf!“

      Siegfried: „Könnte dir so passen, Weib. Drück ihn doch selbst.“

      Galagladi geht nun zu dem Knopf hin und hält seine Hand vor den Knopf.

      Galagladi: „Gala?“

      Bell: „Nein! Nicht drücken! Das könnte gefährlich sein!“

      Cynthia: „Ja, Galagladi. Lass es bitte bleiben.“

      Regisseur: „Das Beste ist wohl, wenn wir einfach mal das machen, wonach wir gebeten wurden: Nämlich zu warten!“

      Eich: „Dem schliess ich mich an.“

      Bell: „Klingt doch sinnvoll, oder?“

      Siegfried: „Na gut.“

      Cynthia: „Willst du den Knopf nicht doch drücken, Siegfried?“

      Siegfried: „Drück ihn doch selbst!“

      Galagladi streckt seinen Arm wieder nach dem Knopf aus.

      Galagladi: „Galagladi?“

      Alle: „Nein!“

      Nun geht ein langes Schweigen durch die Runde. Nach zehn Minuten Warten und Schweigen steht Siegfried auf und geht zur Eingangstüre.

      Regisseur: „Was hast du vor?“

      Siegfried: „Ich geh’ mal frische Luft schnappen.“

      Eich: „Dürfen wir das?“

      Siegfried: „Wer will mich davon abhalten?“

      Siegfried versucht die Türfalle runter zu drücken, was aber nicht funktioniert. Er rüttelt wie wild daran, aber nichts rührt sich.

      Siegfried: „Na, toll! Wir sitzen fest!“

      Regisseur: „Vielleicht sollte ich mal D. Queen holen.“

      Der Regisseur geht zur anderen Türe, die aber auch nicht auf geht. Auch er rüttelt wie wild daran.

      Cynthia (genervt) : „Habt ihr es endlich?“

      Siegfried: „Eben nicht! Diese blöde Türe will nicht auf gehen!“

      Cynthia: „Darf ich mal versuchen?“

      Siegfried: „*Lacht* Ja, klar! Als ob du es schaffen würdest, wenn ich es nicht schaffe.“

      Cynthia stellt sich neben Siegfried und versucht es ebenfalls. Doch auch bei ihr rührt sich nichts.

      Eich: „Ich habe ja nichts gegen eine solche Verhaltensstudie einzuwenden, aber muss man uns dazu einsperren?“

      Siegfried: „Soll das heissen, wir werden hier wirklich nur auf unser Verhalten untersucht, so wie wilde Tiere?“

      Cynthia: „Nur, dass man wilde Tiere nicht einsperrt, um sie auf ihr Verhalten zu untersuchen.“

      Siegfried: „Wer hat dich denn nach deiner Meinung gefragt.“

      Bell: „Jetzt reisst euch bitte zusammen! Vielleicht gibt es ja auch eine andere Erklärung dafür.“

      Regisseur: „Genau! – Und welche?“

      Bell: „Also… Vielleicht klemmen die Türen einfach ein wenig.“

      Eich: „Beide? Das halte ich für durchaus unwahrscheinlich.“

      Galagladi geht nun wieder zum Knopf hin und deutet auf diesen.

      Galagladi: „Galagladi?“

      Alle: „Nein!“

      Bell: „Setzen wir uns doch einfach wieder alle hin und warten noch ein paar Minuten.“

      Regisseur: „Genau. Bleiben wir einfach alle ganz ruhig.“

      Alle setzen sich wieder hin und schweigen sich weiter an. Bell versucht schliesslich das Schweigen zu brechen.

      Bell: „Also, wenn wir jetzt davon ausgehen würden, dass dies hier so eine Art Übung wäre. Was wäre dann unser Ziel?“

      Regisseur: „Vermutlich beobachtet uns D. Queen durch diesen Spiegel hier.“

      Siegfried: „So ein Blödsinn! Dann müssten wir ihn doch auch sehen können.“

      Cynthia: „Nein, du Idiot! Der Spiegel kann auch von einer Seite durchlässig sein.“

      Regisseur: „Den Idioten hättest du dir auch sparen können, Cynthia.“

      Cynthia: „Tut mir leid. Wirklich. Bitte entschuldige, Siegfried.“

      Siegfried stupst Galagladi an.

      Siegfried (flüstert zu Galagladi) : „Die Alte steht so was von auf mich.“

      Cynthia: „Ich hasse dich, Siegfried!“

      Siegfried: „Das musst du jetzt wohl sagen.“

      Samuel Eich notiert sich unterdessen gerade etwas in seinem Notizbuch.

      Eich: „Ich glaube, ich habe die Lösung nun!“

      Regisseur: „Ach ja?“

      Eich: „Ja! Wir müssen nur diesen Knopf drücken, und dann ist dieser Test vorbei.“

      Cynthia: „Vergiss es! Ich drücke diesen Knopf sicher nicht.“

      Bell: „Niemand drückt diesen Knopf! Ich bitte euch darum.“

      Galagladi: „Gala?“

      Bell: „Auch du nicht.“

      Eich: „Aber jetzt überlegt euch doch mal. Was könnte schlimmstenfalls passieren, wenn wir diesen auffälligen, riesigen, roten Knopf drücken würden.“

      Bell: „Da steht doch geschrieben: ‚Lebensgefahr’!“

      Eich: „Meine Schlussfolgerungen ergeben aber, dass es sich hierbei klar um eine Finte handelt.“

      Siegfried: „Dann drück doch selbst den Knopf, alter Mann!“

      Regisseur: „Sein Name ist Professor Eich!“

      Eich: „Eigentlich Samuel Eich.“

      Siegfried: „Ihr Name ist Samuel?“

      Eich: „Ich glaube schon.“

      Galagladi geht nun wieder zum Knopf und zeigt auf diesen.

      Galagladi: „Gala?“

      Eich: „Ja, bitte.“

      Bell: „Nein!“

      Cynthia: „Warten wir doch zuerst noch ein wenig ab.“

      Regisseur: „Genau. Es könnte sich auch wirklich um einen gefährlichen Knopf handeln.“

      Eich: „Aber, aber, werte Kollegen. Warum sollte man einem so grossen Knopf eine so grosse Sicherheitslücke zuweisen?“

      Cynthia: „Da ist eigentlich was dran.“

      Siegfried: „Also drückst du nun den Knopf, Cynthia?“

      Cynthia: „Drück ihn doch selbst, Siegfried.“

      Galagladi: „Galagladi?“

      Bell: „Nein!“

      Eich: „Stimmen wir doch darüber ab. Wer ist dafür, dass wir den Knopf betätigen.“

      Galagladi, Samuel Eich und Siegfried heben die Hand.

      Eich: „Und wer ist dagegen?“

      Der Regisseur und Bell heben die Hand.

      Eich: „Cynthia! Was ist mit dir?“

      Cynthia: „Ich weiss nicht recht. Einerseits haben Sie ja vermutlich recht damit, dass man kaum einen so grossen Knopf hier installiert, nur damit man ihn nicht drücken darf.“

      Eich: „Sehr schön!“

      Cynthia: „Aber andererseits steht da wirklich ‚Lebensgefahr’. Das darf man auch nicht unterschätzen.“

      Siegfried: „Ach, was soll’s! Es steht drei gegen zwei. Wir drücken den Knopf!“

      Eich: „Sehr gut! Dann drücken wir ihn!“

      Bell stellt sich vor den Knopf.

      Bell: „Bitte nicht! Wir könnten alle draufgehen!“

      Regisseur: „Jetzt kommen wir bitte alle mal wieder runter. Wir sind noch keine Stunde hier drin. Vielleicht sollten wir einfach noch warten.“

      Eich: „Es sind schon dreieinhalb Stunden, werter Kollege.“

      Regisseur: „Stimmt doch gar nicht.“

      Eich: „Nach meiner Uhr schon!“

      Regisseur: „Sie tragen noch nicht mal eine Uhr!“

      Eich: „Aber ich habe einen Pokécom.“

      Siegfried: „Das alte Ding?“

      Cynthia: „Hört bitte auf!“

      Das Team starrt nun Cynthia an.

      Cynthia: „Wisst ihr was? Wir sollten uns endlich alle einig darüber werden, ob wir den Knopf drücken wollen. Wir sind nun wirklich schon über eine Stunde hier drin. Und ich glaube kaum, dass D. Queen uns vergessen hat.“

      Regisseur: „Ach, vermutlich habt ihr ja recht.“

      Bell: „Was?! Ihr wollt doch nicht wirklich diesen Knopf drücken?!“

      Cynthia: „Komm schon, Bell. Wir sind ein Team und wir drücken alle gemeinsam den Knopf.“

      Siegfried: „Ihr dürft ihn gerne drücken, aber ohne mich.“

      Cynthia: „Aber genau das ist es doch, was man von uns will. Dass wir zusammen als Team arbeiten. Und ich möchte endlich ein Teil von diesem Team sein. Also? Was sagt ihr?“

      Eich: „Ich bin zutiefst gerührt. Es wäre mir eine Ehre, mit Ihnen zusammen, diesen Knopf zu drücken.“

      Regisseur: „Ach, scheiss drauf! Drücken wir den Knopf!“

      Galagladi: „Gala!“

      Siegfried: „Ohne mich!“

      Cynthia: „Komm schon, Siegfried! Sei kein Weichei!“

      Siegfried: „Weichei?! Ich?! Ich bin eine Drachen-Legende und habe vor nichts Angst! Also drücken wir endlich diesen Scheiss-Knopf!“

      Cynthia: „Bell?“

      Regisseur: „Ja, was sagst du, Bell?“

      Bell: „Na gut. Wenn ich schon heute sterben muss, dann bin ich zumindest froh, wenn ich mit euch zusammen sterben muss. Ziehen wir es durch!“

      Galagladi: „Gala!“

      Galagladi drückt den Knopf, bevor der Rest des Teams überhaupt dazu bereit ist. Plötzlich fängt das Licht an zu flackern und eine Sirene geht los. Alle starren Galagladi an.

      Bell: „Galagladi!“

      Galagladi entschuldigt sich wieder mit Händen und Füssen.

      Galagladi: „Galagladi. Gladi, Gla…“

      Nun geht die Tür auf, wo D. Queen zuvor hinaus gegangen ist. Er holt eine Fernbedienung hervor, drückt einen Knopf und alles ist wieder im Normalzustand.

      Eich: „Ich wusste es. Es war nur ein Test!“

      D. Queen: „Natürlich. Und ihr seid alle durchgefallen!“

      Bell: „Wie bitte?“

      D. Queen: „Ich habe euch gebeten, nicht diesen Knopf zu drücken, und was macht ihr? Ihr drückt diesen Knopf! Warum?!“

      Das Team starrt verlegen auf den Boden.

      Regisseur: „Wir dachten irgendwie, dass Sie das von uns wollten.“

      Cynthia: „Gibt es wenigstens keinen Pluspunkt dafür, dass wir als Team zusammen gehalten haben?“

      D. Queen: „Nein! Aber jetzt lasst uns zuerst mal nach draussen gehen.“

      D. Queen öffnet die Eingangstüre. Scheinbar hat er keine Probleme damit, diese auf zu kriegen.

      Siegfried: „Wie hast du das gemacht?“

      D. Queen: „Wir haben eine einfache Kindersicherung an diesen Türen eingebaut. Hier bei der Falle ist ein Knopf, den man zusätzlich hinein drücken muss, damit man die Falle hinunter drücken kann. Ist euch das nicht aufgefallen?“

      Cynthia: „Oh… Das ist jetzt ein wenig peinlich.“

      Bell: „Ernsthaft?! Ihr habt den ganzen Raum untersucht, aber das ist euch nicht aufgefallen?!“

      Das Team ist nun draussen angekommen.

      D. Queen: „Also. Wer von euch übernimmt die Verantwortung für dieses Desaster?!“

      Regisseur: „Es ist mein Team, also werde ich auch dafür den Kopf hinhalten.“

      Cynthia: „Nein! Wir haben uns gemeinsam dafür entschieden! Wir halten alle den Kopf hin.“

      Siegfried: „Ohne mich!“

      Eich: „Ich war nur der Ideenlieferant. Ich weise jegliche Verantwortung von mir ab. Zudem hat Galagladi den Knopf gedrückt.“

      Galagladi: „Galagladi! Gala! Gala!“

      Bell: „Ich unterlag nur dem Gruppenzwang! Das müssen Sie mir glauben!“

      D. Queen: „Und ihr habt schon wieder versagt. Aber dieses Mal richtig!“

      Cynthia: „Sag jetzt einfach nicht, dass das auch noch ein Test war!“

      D. Queen: „Aber genauso war es, meine Liebe. Und der Glitzerstern geht wohl heute an dich und den netten Herr Regisseur, da ihr dazu bereit wart, die Verantwortung zu tragen. Oder zumindest zu teilen.“

      Bell: „Was?! Ernsthaft?!“

      Cynthia: „Das heisst, ich habe gewonnen? Yeah! Friss das, Siegfried!“

      D. Queen: „Ich kann dir den Glitzerstern auch wieder wegnehmen.“

      Cynthia: „Bin schon still.“

      D. Queen: „Dann ruhen wir uns jetzt also alle ein wenig aus, genissen nachher das Mittagessen und machen uns danach einen schönen Nachmittag, ja?“

      Regisseur: „Warum? Was steht heute Nachmittag an?“

      D. Queen: „Nichts! Aber wenn ihr wollt, dann machen wir eine Erkundungstour durch die Region. Das wird bestimmt superlustig. Habt ihr schon einmal den Duellberg gesehen?“

      Cynhtia: „Nein! Aber ich will da hin! Bitte, bitte, bitte!“

      Siegfried: „Duellberg? Das klingt gut! Los, brechen wir auf!“

      Siegfried stürmt sofort davon.

      D. Queen: „Will ihm jemand nochmals erklären, dass wir erst heute Nachmittag gehen?“

      Cynthia: „Der kapiert es schon früh genug. Er ist immer etwas übereifrig.“

      Bell: „Dafür, dass du ihn hasst, kennst du ihn ja ziemlich gut, was?“

      Cynthia: „Weisst du was, Bell? Mich kann man heute nicht ärgern! Ich habe nämlich einen Glitzerstern!“

      Bell: „Herr D. Queen! Kriege ich nicht doch auch einen?“

      D. Queen: „Nein! Aber du bist ja immer noch in Führung, also mach dir nichts draus.“

      Der Rest vom Tag läuft ziemlich ruhig ab. Das Team versteht sich nun schon einiges besser und sogar der ewige Streit zwischen Siegfried und Cynthia scheint zumindest für einen Nachmittag vergessen zu sein. Spät abends sind dann doch alle ziemlich müde und ziehen sich in ihre Zelte zurück. Nur Siegfried spielt wieder mal auf seinem Smart Phone, was Galagladi gar nicht erfreut.

      Galagladi: „Galagladi! Gala, Gala, Gla!“

      Siegfried: „Nur noch eine Runde! Ich spiele gerade Pokémon Rumble!“

      Galagladi: „Gala? Galagladi!“

      Siegfried: „Ja, schlaf du nur! Du musst ja nicht wegen mir wach bleiben.“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Cynthia: „Seid doch mal still. Ich will hier drüben schlafen!“

      Galagladi: „Gladi!“

      Siegfried: „Yeah! Geschafft! Endlich habe ich ein Dragoran! Ich bin der Grösste!“

      Cynthia: „Galagladi? Könntest du Siegfried bitte eine rein hauen?“

      Galagladi: „Galagladi, Gala, Gala.“

      Cynthia: „Das sollte auch nur ein Scherz sein.“

      Siegfried: „Siehst du? Sie steht voll auf mich.“

      Cynthia: „Ach, hau ihm bitte wirklich eine rein!“
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • Das Orre-Camp (Tag 4) – 6. Runde: Hindernisparcour

      Regisseur: „Los! Steht auf ihr beiden! Wir haben heute wieder ein strenges Program vor uns!“

      Galagladi: „Gala?“

      Siegfried: „Ich will nur noch ein wenig schlafen…“

      Der Regisseur streckt seinen Kopf gerade durch das Zelt von Siegfried und Galagladi, die beide noch in ihren Schlafsäcken liegen. Zumindest Galagladi steht nun auf.

      Regisseur: „Gut. Kannst du sicher stellen, dass Siegfried auch aufsteht? Das wäre nett.“

      Galagladi. „Gala…“

      Der Regisseur verlässt das Zelt wieder und gesellt sich zum Rest der Gruppe. Sogar Eich ist diesmal draussen anzutreffen, da er heute besonders früh auf war und sein Morgenritual in der Toilette bereits durchgeführt hat. Er versucht dem Gespräch von Bell und Cynthia zu folgen, was ihm allerdings nicht ganz gelingt.

      Eich: „Wer?“

      Bell: „Na, D. Queen!“

      Eich: „Und was soll mit ihm sein?“

      Cynthia: „Na, seine Frisur. Die sieht doch aus, wie ein Pokéball.“

      Eich: „Wessen Frisur?“

      Bell: „D. Queen!“

      D. Queen kommt nun aus der Hütte heraus.

      D. Queen: „Hat mich jemand gerufen?“

      Bell: „Nein, entschuldigen Sie bitte.“

      Cynthia: „Wir haben uns nur gerade gefragt, ob deine schicke Frisur eine Hommage an einen Pokéball darstellen soll.“

      D. Queen: „Ihr macht euch doch nicht über mich lustig, oder? Das wäre höchst ungezogen.“

      Cynthia: „Nein. Wir finden deine Frisur wirklich toll, nicht wahr, Bell?“

      Bell: „Total! Ich bin richtig neidisch darauf.“

      D. Queen: „Danke. Das ist lieb von euch. Eigentlich sollte das ja Mal eine Diskokugel darstellen. Aber dann dachte ich mir, ich färbe mir die Haare in den Farben eines Pokéballs.“

      Cynthia: „Na, da haben wir ja des Rätsels Lösung.“

      Eich: „Was für ein Rätsel?“

      Der Regisseur kommt nun vorbei und schenkt sich Kaffee ein.

      Regisseur: „Lass es gut sein, Eich. Du hast ja ohnehin keine Ahnung von Mode.“

      Eich: „Also mein Laborkittel kommt nie aus der Mode.“

      Cynthia: „Sie waschen das Ding aber auch hoffentlich gelegentlich, oder?“

      Eich: „Waschen? Ich? Dafür habe ich meine Assistenten.“

      Regisseur: „Warum überrascht mich das nicht?“

      Eich: „Eine hervorragende Frage. Gehen wir dieser doch auf den Grund.“

      Nun kommt Galagladi ebenfalls aus dem Zelt und schnappt sich sofort ein Croissant.

      Bell: „Guten Morgen, Galagladi.“

      Regisseur: „Hast du Siegfried wach gekriegt?“

      Galagladi nickt nur, während es sich das ganze Croissant in den Mund steckt.

      D. Queen: „Sehr gut. Ich möchte nämlich nicht jeden Morgen in sein Zelt gehen und ihn aufwecken.“

      Galagladi: „Galagladi, Gladi.“

      Cynthia: „Das stimmt. Er hat wieder die halbe Nacht durchgezockt.“

      D. Queen: „Wer?“

      Cynthia: „Na, Siegfried!“

      Nun kommt Siegfried ebenfalls aus dem Zelt.

      Siegfried: „Na, Cynthia. Schwärmst du schon wieder von mir?“

      Cynthia: „Ich hoffe nur, die heutige Runde lautet: ‚Hau den Siegfried’.“

      D. Queen: „Was?! Nein! Natürlich nicht! Heute geht es wieder etwas strenger zu. Ihr solltet euch nachher wieder eure Sportklamotten anziehen.“

      Regisseur: „Aber meine Sportverletzung…“

      D. Queen: „Das macht nichts. Deine Kameraden helfen dir bestimmt. Ihr müsst nämlich im Team einen Hindernisparcour abschliessen.“

      Cynthia: „Und ich habe mich schon gefragt, wozu diese Hindernisse da drüben gut sein sollen…“

      Eich: „Welche Hindernisse?“

      Bell: „Na, da drüben!“

      Eich: „Was ist dort?“

      Regisseur: „Na, Hindernisse!“

      Eich: „Wo?“

      D. Queen: „Wir werden es nachher besichtigen. Schaut einfach, dass ihr in einer halben Stunde bereit seid. Dann wärmen wir uns etwas auf und es kann los gehen.“

      Nach dem Frühstück ziehen sich alle um, bis auf Galagladi, und versammeln sich wieder vor der Hütte. D. Queen scheint schon wieder voller Elan zu sein.

      D. Queen: „Na, wunderbar! Sind wir alle hier? Dann kann es los gehen. Folgt mir! Immer der Musik entlang.“

      Cynthia: „Meinetwegen dürfen wir auch auf die Musik verzichten.“

      D. Queen: „Ach was! Musik macht Laune.“

      Siegfried: „Aber nicht, wenn der schräge Kerl singt…“

      D. Queen scheint diese Bemerkung überhört zu haben und joggt schon wieder los, während er den ganzen Song „Night Fever“ singt. Der Rest vom Team folgt ihm und nach der dritten Wiederholung des Liedes verlangsamt D. Queen wieder das Tempo, bis er schliesslich anhält.

      D. Queen: „Das war doch ganz gut. Jetzt seid ihr bestimmt voll in Fahrt und bereit dazu, den Parcour in Angriff zu nehmen.“

      Regisseur (ausser Atem) : „Ich… brauche… Wasser…“

      D. Queen zeigt zum Start des Hindernis-Parcours.

      D. Queen: „Ich habe euch bereits ein paar Wasserflaschen dahin gestellt. Aber danach legt ihr los, klaro?“

      Eich: „Natürlich. Aber wer ist Klaro?“

      Das Team begibt sich zum Anfang des Parcours. Offenbar müssen sie zuerst durch eine Röhre kriechen, dann mit einem Seil über einen kleinen Abgrund schwingen und dann eine Wand hinauf klettern. Ob hinter der Wand noch weitere Hindernisse sind, ist im Moment nicht zu sehen.

      Cynthia: „Das könnte eigentlich ganz witzig werden.“

      Regisseur: „Ich weiss nicht. Meine alte Sportverletzung ist nicht gerade begeistert.“

      Cynthia: „Was soll das überhaupt für eine Verletzung sein?“

      Regisseur: „Ihr wisst schon… – Manchmal fällt man halt ganz blöd hin, wenn man gerade ein Pokémon klau… kraulen will.“

      Siegfried: „Ja, das kenne ich.“

      Cynthia: „Also, wie es aussieht, müssen wir durch diese Röhre hier kriechen.“

      Siegfried: „Ich bin vor dir da!“

      Siegfried stürmt sofot auf die Röhre zu und kriecht hinein.

      Eich: „Hihi, wisst ihr was? Man kann auch um die Röhre herum gehen. Ich zeige es euch mal.“

      Samuel Eich verlässt den Parcour, kriegt aber sofort einen Pfiff von D. Queens Trillerpfeife in sein Ohr.

      Eich: „Oha, klingelt etwa mein Pokécom?“

      D. Queen: „Nein! Ich habe gepfiffen! Du darfst den Parcour nicht verlassen.“

      Eich: „Aber ich darf über die Röhre gehen, oder?“

      D. Queen: „Ihr müsst alle hindurch kriechen. Kommt schon. Das ist eine einfache Aufwärmübung.“

      Siegfried ist unterdessen auf der anderen Seite angekommen und Cynthia und Bell kriechen momentan auch gerade die Röhre hindurch. Galagladi begutachtet die Röhre währenddessen vorsichtig.

      Siegfried: „Das war wirklich ganz leicht. Sogar Cynthia hat es geschafft!“

      Tatsächlich kriecht Cynthia gerade aus der Röhre hinaus und hilft Bell beim letzten halben Meter.

      Bell: „Danke, Cynthia. Galagladi, komm auch! Das schaffst du schon!“

      Bell winkt Galagladi zu und dieses kriecht nun in einem Wahnsinnstempo durch die Röhre. Kurz darauf geht auch der Regisseur in die Röhre hinein.

      Eich: „Wie läuft es denn so da drin, Kollege?“

      Regisseur: „Es ist eng und dunkel.“

      Eich: „Ist das ein Rätsel?“

      Regisseur: „Nein, das ist diese verdammte Röhre! Na toll! Jetzt stecke ich fest! Scheisse! Ich komme nicht mehr raus! Was soll der Scheiss! Verdammte Kack-Röhre!“

      D. Queen pfeift unterdessen wieder.

      D. Queen: „Man kann Sie bis hier draussen fluchen hören, werter Herr!“

      Regisseur: „Ich kann auch noch viel lauter fluchen wegen dieser verfluchten Röhre!“

      Cynthia: „Soll ich Ihnen helfen?“

      Regisseur: „Ja, verdammt nochmal! Kann mir gefälligst mal jemand helfen?!“

      Cynthia klettert von der anderen Seite hinein.

      Cynthia: „Nehmen Sie meine Hand.“

      Regisseur: „Hier! Aber beeil dich gefälligst ein wenig!“

      Cynthia: „Jaja! Vorsicht, ich ziehe Sie nun heraus!“

      Regisseur: „Autsch! Verdammt! Was soll das?! Du renkst mir den Arm aus!“

      Cynthia: „Zumindest stecken Sie jetzt nicht mehr fest!“

      Regisseur: „Auch wieder wahr! Jetzt geh zur Seite!“

      Cynthia: „Ein ‚Bitte’ wäre auch angebracht.“

      Regisseur: „Mach jetzt einfach!“

      Cynthia klettert rückwärts wieder raus dicht gefolgt vom Regisseur.

      Siegfried: „Na, war’s auch schön romantisch da drin?“

      Regisseur: „Halt die Klappe, Siegfried!“

      D. Queen: „Hey! Jetzt reicht es aber! Oder muss ich Sie für diese Runde disqualifizieren!“

      Regisseur: „Ja, bitte!“

      D. Queen: „Hätten Sie wohl gerne, was?!“

      Eich ist unterdessen auch in die Röhre gekrochen und kommt auf der anderen Seite wieder heraus.

      Eich: „Oh, nein! Ich habe meine Brille verloren!“

      Bell: „Sie tragen keine Brille, Professor!“

      Eich: „Ja, eben! Weil ich sie verloren habe!“

      Siegfried: „Können wir nicht einfach weiter machen?! Was hat es eigentlich mit diesem Seil hier auf sich.“

      Cynthia: „Warte mal, ich zeige es dir!“

      Cynthia schnappt sich das Seil und zieht kurz daran um sicherzustellen, dass es auch richtig an der Metallstange oben befestigt ist. Schliesslich holt sie einige Schritte Anlauf und schwingt sich viel zu schnell über den kleinen Abgrund. Da sie zu viel Schwung hat läuft sie nach dem loslassen gleich weiter in die Holzwand.

      Cynthia: „Autsch! Okay, Leute! Man darf nicht zu viel Schwung haben! Hör auf zu lachen, Siegfried!“

      Tatsächlich liegt Siegfried gerade am Boden und ist lauthals am Lachen.

      Regisseur: „Ja, Siegfried! Es reicht! Schwing dich lieber auch hinüber!“

      Siegfried (steht wieder auf und sammelt sich) : „Oh, man! Das war… Einfach köstlich! Jetzt gib mir das Seil! Ich will auch!“

      Cynthia: „Hier, fangt!“

      Cynthia schwingt das Seil zurück und Siegfried kann dieses fangen. Er nimmt nur ein paar Schritte Anlauf und legt eine saubere Landung hin.

      Siegfried: „So geht das, Cynthia!“

      Cynthia (verlegen) : „Ja, aber besser man hat zu viel Anlauf, als zu wenig.“

      Siegfried schwingt das Seil wieder zurück und Galagladi fängt dieses. Es blickt zu seinen Kollegen, die noch mit ihm auf der anderen Seite stehen.

      Galagladi: „Galagladi? Gala?“

      Bell: „Willst du etwa nicht? Komm schon! Du schaffst das bestimmt!“

      Galagladi: „Gala?“

      Eich: „Soll ich sonst zuerst hinüber springen?“

      Eich nimmt das Seil, doch Galagladi steht noch im Weg.

      Eich: „Oder willst doch zuerst du?“

      Galagladi geht nun weit zurück und sprintet dann wieder mit Höchstgeschwindigkeit drauf los. Kurz vor dem Abgrund springt es und kommt sogar auf der anderen Seite an. Durch das hohe Tempo kracht es allerdings voll in Siegfried hinein und beide fallen um. Cynthia will ihnen aufhelfen aber Samuel Eich, der angeschwingt kommt, rammt sie um. D. Queen geht zu ihnen.

      D. Queen: „Ist alles okay bei euch?“

      Siegfried: „Verdammt! Was soll das?!“

      Cynthia: „Ist jemand verletzt?“

      Galagladi (reibt sich den Kopf) : „Gala!“

      Eich: „Hui! Das war ein Spass! Ich will nochmal!“

      Eich schnappt sich wieder das Seil und schwingt zurück.

      Regisseur: „Was soll das?“

      Bell: „Wir müssen doch auf die andere Seite, Professor!“

      Eich: „Na, wenn das so ist! Huuuiiii!“

      Eich schwingt wieder zurück, aber landet dieses Mal ohne jemande zu rammen.

      Cynthia: „Es wäre wirklich schön, wenn Sie ab und zu aufpassen würden, Professor!“

      Eich: „Habe ich doch!“

      Cynthia: „Ja, jetzt schon!“

      Eich: „Hier, Kollegen! Fangt das Seil!“

      Eich wirft das Seil zurück und Bell fängt dieses. Sie schaut den Regisseur an.

      Bell: „Wollen Sie zuerst?“

      Regisseur: „Gerne. Ich möchte nur ungern der Letzte sein.“

      Bell überreicht ihm das Seil. Dieser prüft dieses genau und zieht auch zuerst mal daran.

      Bell: „Das Seil sollte sicher sein.“

      Regisseur: „Für euch Fliegengewichte vielleicht. Aber für jemanden der mehr als fünfzig Kilo wiegt sieht es anders aus.“

      Cynthia: „Ich wiege doch auch mehr als fünfzig Kilo!“

      Siegfried: „Das sieht man!“

      Cynthia: „Was soll jetzt das heissen?! Wie schwer bist du eigentlich?!“

      Siegfried: „Keine Ahnung.“

      Cynthia: „Du wiegst bestimmt sechzig Kilo! Wenn nicht sogar siebzig!“

      Siegfried: „Das ist immer noch nur halb so viel, wie deine Pobacken!“

      Cynthia: „Hey!“

      Auf der anderen Seite hadert der Regisseur immer noch mit sich. Bell versucht ihn zu beruhigen.

      Bell: „Kommen Sie schon. Sie müssen nur ein paar Schritte Anlauf nehmen und sich fest halten.“

      Regisseur: „Ich weiss!“

      Bell: „Dann machen Sie schon!“

      Regisseur: „Na gut! Eins, zwei…“

      Der Regisseur schwingt hinüber, lässt das Seil aber nicht los, so dass er wieder zurück schwingt. Auch hier lässt er nicht los und pendelt deswegen hin und her.

      Eich: „Werter Kollege, Sie sollten das Seil loslassen!“

      Regisseur: „Jetzt?! Ich will doch nicht sterben!“

      Cynthia: „Keine Sorge! Sie sind nur knapp zwei Meter über dem Boden. Klettern Sie einfach hinunter!“

      Regisseur: „Wäre ja noch schöner!“

      Bell: „D. Queen, dürfen wir ihm helfen?“

      D. Queen: „Ich bitte sogar darum!“

      Bell eilt sofort zu ihm. Auch Cynthia und Galagladi gehen zu ihm.

      Bell: „Wie holen wir ihn jetzt da runter?“

      Regisseur: „Mir egal! Aber macht einfach etwas!“

      Cynthia: „Siegfried, Professor! Könnt ihr auch kommen?“

      Eich: „Ich brauche eine Pause! Ich musste schliesslich drei Mal schwingen!“

      Siegfried: „Von wegen ‚musste’!“

      Cynthia: „Siegfried, komm hier her!“

      Siegfried: „Na gut. Wenn’s denn sein muss.“

      Siegfried geht gemütlich zum Regisseur, der immer noch panisch am Seil hängt.

      Regisseur: „Jetzt macht gefälligst etwas!“

      Cynthia: „Siegfried, Galagladi, geht auf die andere Seite des Seils! Bell, komm näher! Und Sie, Regisseur, lassen Sie sich fallen!“

      Regisseur: „Könnte dir so passen!“

      Cynthia: „Wir fangen Sie auf!“

      Regisseur: „Seid ihr euch sicher?!“

      Siegfried: „Keine Sorge, ich habe das Kommando!“

      Cynthia: „Nein, ich habe das Kommando!“

      Siegfried: „Na, dann! Ich bin raus!“

      Siegfried geht wieder weg.

      Cynthia: „Okay, Siegfried! Du hast das Kommando! Aber jetzt komm wieder hier hin!“

      Siegfried kommt zurück.

      Siegfried: „Sag, dass ich der Beste bin!“

      Cynthia: „Übertreib es jetzt einfach nicht!“

      Siegfried: „Sag, ich bin der Grösste!“

      Regisseur: „Jetzt halt die Klappe, Siegfried, und fang mich auf!“

      Bell: „Lassen Sie sich einfach fallen! Wir stehen alle hier unten!“

      Regisseur: „Na gut! Eins, zwei…“

      Der Regisseur lässt sich fallen und die vier Helfer können ihn auffangen. D. Queen stösst nun dazu.

      D. Queen: „Sehr gut. Das war super! Dafür dürft ich gleich alle weiter auf die andere Seite gehen.“

      Regisseur: „Aber jetzt brauche ich erst Mal eine Pause. Mir schlottern die Knie!“

      Bell und Cynthia stützen den Regisseur und als alle wieder versammelt sind, machen sie Pläne, wie sie über die Holzwand kommen.

      Eich: „Ich hab’s! Wir gehen einfach drum herum!“

      Bell: „Ich glaube, das dürfen wir nicht!“

      Cynthia: „Ist da oben eigentlich eine Plattform?“

      D. Queen: „Ja, das hat es da oben.“

      Cynthia: „Dann ist es ja kein Problem. Die Wand ist ja nur drei Meter gross.“

      Siegfried: „Und wie gross bist du? Einen halben Meter?“

      Cynthia: „Jetzt erspar mir bitte mal deine Kommentare! Warum willst du eigentlich die ganze Zeit meine Aufmerksamkeit erregen?“

      Siegfried: „Hä? Was?! Du willst mir doch nichts unterstellen?“

      Cynthia: „So langsam habe ich das Gefühl, dass du eher auf mich stehst!“

      Siegfried: „Das ist doch lächerlich! Ich verschwinde!“

      Siegfried läuft davon, aber wird sofort von D. Queen eingeholt und wieder zurück geschickt.

      D. Queen: „So, zurück mit dir!“

      Siegfried: „Ist ja gut!“

      Cynthia: „Also, wir müssen nur eine Art Pyramide formen. Dann springt die erste Person hinauf und hilft den anderen. So einfach ist es.“

      Regisseur: „Okay! Bell, du bist am Leichtesten! Du gehst an die Spitze und kletterst hoch!“

      Bell: „Vielleicht sollte Cynthia oder Siegfried zuerst hoch. Die sind stärker und können den anderen bestimmt besser helfen, wenn sie erst mal oben sind.“

      Cynthia: „Unsinn! Das kannst du schon, Bell!“

      Bell: „Meint ihr?“

      Regisseur: „Na, klar!“

      Galagladi: „Gala!“

      Eich: „Auf jeden Fall!“

      Siegfried: „Ohne mich!“

      Bell: „Danke, Siegfried!“

      Siegfried: „Ich bin nun Mal Realist! Oder war es ‚Optimist’?“

      Regisseur: „Ich übernehme das Kommando. Siegfried, Eich, Galagladi, kniet auf den Boden!“

      Die drei machen widerwillig was ihnen gesagt wurde.

      Regisseur: „Cynthia! Wir übernehmen die zweite Reihe!“

      Cynthia kletter auf Galagladi und stützt sich auf dieses und auf Eich. Der Regisseur kommt die andere Seite hoch.

      Regisseur: „Also Bell! Jetzt ist es nicht mehr hoch! Das schaffst du schon!“

      Bell klettert vorsichtig hinauf und stellt sich dann auf den Regisseur und Cynthia.

      Cynthia: „Gut, Bell! Du schaffst das schon!“

      Bell: „Ich hoffe es. Vorsicht, ich muss nun ein wenig Kraft aufbringen.“

      Bell macht sich so gross wie möglich und kann nun über die Wand sehen. Allerdings findet sie keine Möglichkeit, sich oben festzuhalten. Deswegen versucht sie nun einen kleinen Hüpfer zu machen. Sie kann sich an der Kante festhalten, aber die Pyramide unter ihr bricht zusammen.

      Siegfried: „Verdammt! Passt doch auf, da oben!“

      Bell: „Ähm, Leute! Ich glaube, ich könnte ein wenig Hilfe gebrauchen.“

      Bell hält sich mit den Händen oben fest und zappelt mit den Füssen.

      Cynthia: „Halte durch, Bell! Wir helfen dir!“

      Regisseur: „Galagladi! Kannst du zu ihr hoch springen und sie anschubsen?“

      Galagladi: „Gala!“

      Galagladi hüpft hoch und schlägt Bells Füsse nach oben. Diese fällt die Wand förmlich hoch, aber ist zumindest oben.

      Eich: „Eine hervorragende Strategie!“

      Cynthia: „Bell? Geht es dir gut?“

      Bell: „Ja, es geht schon. Hier drüben hat es einen kleinen Griff montiert. Ich halte mich daran fest und versuche euch hinauf zu ziehen. Nehmt meine Hand.“

      Bell streckt ihre Hand hinunter und Galagladi springt sofort wieder hoch und greift diese. Bell kann es hochziehen, ist danach aber etwas ausser Atem.

      Bell: „Oh, Galagladi. Du hast ganz schön zugelegt, mein Guter!“

      Galagladi: „Gala? Galagladi.“

      Bell: „Schon gut. Halte dich am Griff da drüben fest und wir ziehen die nächsten Personen hoch.“

      Nun streckt auch Galagladi seine Hand hinunter. Allerdings kann von den Personen unten niemand so hoch springen und sie kommen so nicht hin.

      Regisseur: „Dann versuchen wir es im Huckepack! Cynthia, auf meine Schultern!“

      Cynthia: „Okay. Wir können es ja mal versuchen!“

      Der Regisseur bückt sich und Cynthia setzt sich auf seine Schultern.

      Regisseur: „Du bist ganz schön schwer, Cynthia!“

      Cynthia: „Jetzt fangen Sie bitte nicht auch noch damit an.“

      Regisseur: „Siegfried, Eich! Helft ihr mir bitte mal?!“

      Siegfried und Eich drücken nun Cynthia zusätzlich hoch, so dass der Regisseur endlich aufstehen kann. Cynthia kann nun die Hände von Galagladi und Bell greifen und wird von ihnen hoch gezogen.

      Siegfried: „Igitt, ich habe Cynthias fettes Hinterteil berührt!“

      Cynthia: „Tu nicht so, als ob es dir nicht gefallen hätte!“

      Siegfried: „Das wird mir wieder zu doof! Ich verschwinde!“

      Regisseur: „Dageblieben! Du bist als nächster dran!“

      Widerwillig steigt auch Siegfried auf die Schultern des Regisseurs und Eich hilft ihm wieder, Siegfried hoch zu drücken. Galagladi und Cynthia, welche Bell oben abgelöst hat, helfen ihm hoch.

      Regisseur: „Jetzt wird es langsam schwierig.“

      Bell: „Ich hätte da vielleicht eine Idee!“

      Regisseur: „Ja? Nur raus damit!“

      Bell: „Siegfried, kannst du Galagladi ablösen?“

      Siegfried: „Warum sollte ich?“

      Bell: „Damit sich Galagladi an euren Händen festhalten kann. Dann können der Regisseur und der Professor an ihm hochklettern.“

      Regisseur: „Eine hervorragende Idee! Das versuchen wir!“

      Siegfried: „Wenn es sein muss.“

      Siegfried übernimmt Galagladis Position. Dieses klettert danach runter und hält sich an den Händen von Siegfried und Cynthia fest. Samuel Eich greift nun Galagladis Beine und der Regisseur schiebt ihn von unten an. Eich tritt zwar auf Galagladis Kopf während er hochklettert, aber da dieses seine Kopfbedeckung abgenommen hat, stört es sich nicht weiter daran. Schliesslich kommt Samuel Eich oben an.

      Eich: „Geschafft! Und ich fühle mich top fit!“

      Regisseur: „Jetzt muss ich nur noch irgendwie rauf kommen.“

      Siegfried: „Nichts leichter als das. Greifen Sie Galagladis Beine! Wir ziehen Sie dann alle zusammen hoch!“

      Cynthia (überrascht) : „Hey, das ist eine gute Idee.“

      Siegfried: „Ich habe nur gute Ideen!“

      Cynthia: „Manchmal überraschst du mich. Und dann gibt es die anderen Male, welche 99 Prozent ausmachen, bei denen ich dich einfach nur verabscheue!“

      Regisseur: „Macht bitte mal vorwärts! Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!“

      D. Queen: „Eigentlich schon!“

      Siegfried: „Der Typ mischt sich auch immer wieder ein, wenn es ihm gerade in den Kragen passt.“

      Der Regisseur hat nun Galagladis Beine gegriffen.

      Cynthia: „Zieh, Siegfried! Zieht, Leute! Zieht!“

      Durch die vereinte Kraft wird es schliesslich möglich, den Regisseur auch hinauf zu ziehen. Oben angekommen machen alle erst Mal eine kleine Verschnaufpause. Galagladi zeigt nun unterdessen auf den Rest des Parcours.

      Galagladi: „Galagladi! Galagladi! Gala?“

      Bell: „Ja, wie es aussieht, geht es noch weiter…“

      Tatsächlich erstreckt sich der Parcour noch weiter. Hinter der Plattform, auf der sich das Team befindet, hat es eine Rutsche, die wieder nach unten führt. Gleich danach kommt eine wacklige Hängebrücke, die glücklicherweise über einen nicht all zu hohen Abgrund führt. Zuletzt ist dann ein Kletterturm zu sehen, auf dessen 20 Meter hohen Spitze eine Fahne im Wind weht.

      Siegfried: „Ist das da oben etwa das Ziel?“

      D. Queen: „Jawohl, so sieht es aus.“

      Regisseur: „Ich klettere da bestimmt nicht hoch!“

      Cynthia: „Eins nach dem anderen. Ich bin mir sicher, so schlimm ist es gar nicht. Wie es aussieht kann man auf der Seite leicht hinauf klettern.“

      Siegfried: „Ich bin zuerst da!“

      Siegfried rast die Rutsche herunter, bleibt dann aber vor der Hängebrücke stehen und begutachtet diese kritisch. Samuel Eich rutscht danach auch gleich hinunter, gefolgt von Galagladi. Bell und Cynthia versuchen unterdessen noch den Regisseur zu ermuntern.

      Bell: „Kommen Sie schon. Der Ausflug war doch Ihre Idee, oder?“

      Regisseur: „Ja, das schon! Aber von Sport stand nichts in der Broschüre.“

      D. Queen: „Doch, stand es. Auf Seite drei und nochmals auf Seite acht!“

      Cynthia: „Wir helfen Ihnen auch alle, okay?“

      Regisseur: „Na gut! Aber lasst mich danach bitte einfach in Ruhe!“

      Bell: „Okay. Dann überlassen wir Ihnen gerne den Vortritt bei der Rutsche!“

      Der Regisseur rutscht vorsichtig hinunter. Als dieser unten ist, kommen auch Bell und Cynthia nach. Der Rest vom Team steht immer noch vor der Hängebrücke. Siegfried und Samuel Eich scheinen gerade eine Diskussion zu führen.

      Eich: „Zum letzten Mal: Stein schlägt Papier! Geben Sie mir ein Stein und ein Stück Papier und ich zeige Ihnen, wie der Stein das Papier durchbohrt!“

      Siegfried: „Nein! Papier umwickelt Stein! So läuft das in diesem Spiel! Und deswegen haben Sie verloren und müssen zuerst über die Brücke.“

      Eich: „Bell, bring mir einen Stein und ein Stück Papier!“

      Bell: „Was soll das denn werden?“

      Regisseur: „Aber wirklich! Jetzt geht einfach über die Brücke! Los!“

      Cynthia: „Also wenn ihr zu feige seid, ich mache sonst gerne den Anfang.“

      Siegfried: „Feige?! Ich?! Das könnte dir so passen!“

      Siegfried begibt sich nun auf die Hängebrücke. Er tastet sich vorsichtig Schritt um Schritt vor. Nach der Hälfte fasst er aber mehr Vertrauen zur Brücke und geht in normalem Tempo weiter. Kurz vor dem Ende dreht er sich um.

      Siegfried: „Seht ihr! Ich habe doch gesagt, dass ihr keine Angst zu haben braucht!“

      Cynthia: „Klar! Und wovon träumst du nachts?“

      Bell: „Vermutlich von dir, Cynthia!“

      Siegfried: „Hey! Das habe ich gehört! Und nein, ich habe noch nie von Cynthia geträumt! Und wenn, dann war es ein Alptraum! Weil sie nämlich so schrecklich ist! Und Alpträume verursacht! So sieht es aus!“

      Cynthia: „Ich glaube, der steht wirklich auf mich, Bell.“

      Siegfried: „Und ich glaube, ich muss mich bald übergeben! Nur schon der Gedanke daran ist… Ist… übergebenswert!“

      Cynthia: „Das ist noch nicht mal ein richtiges Wort!“

      Regisseur: „Jetzt macht gefälligst vorwärts.“

      Cynthia geht nun auch auf die Hängebrücke. Als sie in der Mitte ankommt, fängt Siegfried an, die Brücke hin und her schwingen zu lassen.

      Cynthia: „Sag mal, spinnst du?!“

      Siegfried: „Sag, dass es dir leid tut!“

      Cynthia: „Ach, komm schon! Das war doch offensichtlich nur Spass!“

      Siegfried: „Sag es!“

      Cynthia: „Es tut mir leid, okay? Ich wollte dich wirklich nicht kränken!“

      Siegfried hört nun auf und geht zum Kletterturm. Cynthia folgt ihm und auch der Rest des Teams hat keine Mühe die Brücke zu überqueren. Galagladi, welches das Schlusslicht bildet, hüpft sogar auf der Brücke vorwärts, um sich fortzubewegen.

      Galagladi: „Gala! Gala! Gala!“

      Regisseur: „Lass es gut sein, Galagladi! Du verletzt dich sonst nur!“

      Galagladi: „Gala! Gala! Gladi?“

      Plötzlich fängt ein Seil an zu reissen und Galagladi kann sich mit einem letzten Satz gerade noch zum Ende der Brücke retten. Die Brücke reisst ein und D. Queen ist darüber gar nicht erfreut.

      D. Queen: „Was soll das?! Nennt ihr das etwa einen Parcour?!“

      Cynthia: „Also genau genommen, ist Hüpfen doch ein wesentlicher Teil von Parcours, oder etwa nicht?“

      D. Queen: „Du hältst dich wohl für besonders schlau, was?“

      Siegfried: „Tut sie, aber sie ist es nicht!“

      Cynthia: „Okay, es tut mir leid. Und Galagladi bestimmt auch.“

      Galagladi: „Gala…“

      D. Queen: „Ach, schaut einfach zu, dass ihr dort oben ankommt.“

      D. Queen verweist auf die Spitze des Kletterturmes und geht davon, damit er jemanden die Brücke reparieren lassen kann. Der Kletterturm hat links und rechts jeweils zwei Netze, über die man hinauf klettern kann. Zudem hat es auf halber Höhe noch eine Plattform auf der Rückseite, wo man rasten kann. Diese überlappt die Kletterstrecke leicht. Weiter führt auf der Rückseite auch eine Rutsche hinunter, damit man nicht wieder hinab klettern muss.

      Regisseur: „Okay, da mache ich aber wirklich nicht mit.“

      Eich: „Wobei machen Sie nicht mit?“

      Regisseur: „Na beim Hinaufklettern.“

      Eich: „Wir müssen klettern? Warum fliegen wir nicht hinauf?“

      Regisseur: „Und wie willst du fliegen?!“

      Eich: „Na, uns wurde der Einsatz von Pokémon nicht ausdrücklich verboten.“

      Siegfried: „Das ist wahr. Zudem schaut D. Queen gerade nicht hin.“

      Cynthia: „Wollen wir wirklich betrügen?“

      Regisseur: „Na alles ist besser, als diese Folter hier.“

      Bell: „Nein! Vergesst es! Ich betrüge nicht!“

      Siegfried: „Jetzt sei doch Mal ein Teil des Teams, Bell!“

      Eich: „Ja, wirklich Bell! Wir müssen doch zusammen halten!“

      Regisseur: „Haargenau! Dann ist es also beschlossen! Hat jemand flugfähige Pokémon dabei?“

      Siegfried: „Los, Dragoran! Und los, mein anderes Dragoran! Los Glurak! Los Aerodactyl!“

      Siegfried lässt gleich vier Pokémon frei. Er hält sich an seinem Dragoran fest und der Regisseur klettert auf den Rücken des anderen Dragorans. Galagladi springt auf Glurak und Samuel Eich wird von Aerodactyl unfreiwillig nach oben befördert. Also die vier oben ankommen zieht Siegfried seine Pokémon zurück.

      Siegfried: „Ihr wart hervorragend, Leute! Kommt zurück!“

      Cynthia (ruft hinauf) : „Hey! Was ist mit uns?!“

      Siegfried (ruft hinunter) : „Na, D. Queen kann jeden Moment zurück kommen und wir wollen doch nicht erwischt werden, oder?“

      Bell: „Na, vielen Dank auch!“

      Tatsächlich kommt D. Queen wieder zurück und ist ganz erstaunt darüber, dass schon vier Leute auf dem Turm sind.

      D. Queen: „Alle Achtung! Ihr vier seid aber schnell! Respekt!“

      Bell (flüstert zu Cynthia) : „Sollen wir es ihm sagen?“

      Cynthia (flüstert) : „Nein, das würde er uns vielleicht noch übel nehmen, weil wir unser Team verraten. Spielen wir einfach mit.“

      D. Queen: „Was gibt es hier zu flüstern?“

      Bell: „Ach, nichts.“

      Cynthia: „Wir haben nur gerade überlegt, wie wir es den Jungs am besten nachmachen.“

      D. Queen: „Ich muss schon sagen, es ist wirklich erstaunlich, wie schnell die oben waren. Wie haben sie das angestellt?“

      Bell: „Ähm… Also…“

      Cynthia: „Ganz einfach: Siegfried wollte unbedingt als Erster oben sein und hat sich voll ins Zeug gelegt. Eich dachte, er hätte ein seltenes Pokémon an der Spitze gesehen und kletterte ebenfalls in einem Wahnsinnstempo hinauf.“

      Bell: „Genau! Und Galagladi nahm den Regisseur an die Hand und hat ihn förmlich hinauf gezogen.“

      Siegfried (ruft hinunter) : „Genau so war es!“

      Galagladi (ruft hinunter) : „Gala!“

      Regisseur (ruft hinunter) : „Cynthia, Bell! Kommt auch hoch! Hier hat es jede Menge Wein!“

      D. Queen (ruft hinauf) : „Das ist Traubensaft!“

      Regisseur (ruft hinunter) : „Und warum wurde dieser in Weinflaschen abgefüllt?!“

      D. Queen (ruft hinauf) : „Weil wir den von einem Händler in der Nähe kaufen, der ihn nun mal in solche Flaschen abfüllt!“

      Regisseur (ruft hinunter) : „Und warum ist dann Eich schon betrunken?“

      Eich (lallt hinunter) : „Wahrhaft köstlisch diesehs Fusel!“

      Regisseur: „Das ist alkoholfreier Traubensaft, Eich!“

      Eich: „Tatsächlich? Dann habe ich mir meine Trunkenheit wohl nur eingebildet. So wie ich mir damals eingebildet habe, dass ich senil wäre.“

      Regisseur: „Das ist vielleicht sogar wirklich passiert.“

      Unterdessen klettern auch Bell und Cynthia auf jeweils einer Seite hinauf. Cynthia braucht nicht lange, bis sie oben ist, aber Bell hadert etwas mit sich selbst. Cynthia schaut von oben zu ihr hinab.

      Cynthia: „Hey, Bell? Hältst du noch durch?“

      Bell: „Ich weiss nicht recht. Ich bin nicht unbedingt eine Person, die keinen festen Boden unter ihren Füssen haben will.“

      Cynthia: „Du hast Höhenangst?“

      Bell: „Nur wenn ich an einem wackligen Netzgebilde mitten in der Luft hänge…“

      Cynthia: „Kann ich dir irgendwie helfen?“

      Siegfried: „Der kann man schon lange nicht mehr helfen!“

      Cynthia: „Sei still, Siegfried!“

      Bell: „Ich glaube es geht schon. Es könnte einfach noch etwas länger dauern!“

      Eich (ruft lauthals) : „Soll Siegfried sonst wieder seine Pokémon einsetzen, damit du auch auf ihnen hoch fliegen kannst?!“

      D. Queen (ruft hinauf) : „Wie war das?! Ist das wahr?!“

      Eich (ruft lauthals) : „Ja! Aber erzählen Sie es nicht diesem blöden Herr D. Queen!“

      D. Queen: „Wisst ihr was?! Das reicht! Bell, du musst dich gar nicht mehr anstrengen! Ihr seid alle durchgefallen!“

      Bell: „Aber jetzt bin ich doch schon fast oben!“

      Cynthia: „Das ist doch nur ein Versehen, Herr D. Queen! Der Professor ist lediglich ein wenig senil und erfindet ein paar wirre Geschichten!“

      D. Queen: „Macht, was ihr wollt! Aber in dieser Runde habt ihr alle versagt! Alle!“

      Bell: „Danke vielmals, Siegfried! Das haben wir jetzt davon!“

      Regisseur: „Jetzt holt gefälligst Bell hier rauf und danach entschuldigen wir uns bei D. Queen!“

      Siegfried: „Oder wir erfinden einfach eine Ausrede!“

      Eich: „Und welche?“

      Regisseur: „Lasst uns das einfach dieses eine Mal zusammen als Team ausbaden!“

      Eich: „Baden? Jetzt?“

      Bell: „Hallo, Leute? Mir schlottern gerade voll die Knie! Kann mir bitte jemand helfen?“

      Cynthia: „Du bist schon fast oben. Hier, versuche meine Hand zu greifen.“

      Cynthia streckt ihre Hand aus und Bell versucht an diese heran zu kommen. Leider fehlen noch ein paar Centimeter. Cynthia versucht sich weiter vor zu beugen, veliert aber das Gleichgewicht. Siegfried kann sie in letzer Minute noch an den Beinen greifen.

      Cynthia: „Verdammte Scheisse!“

      Siegfried: „Hab dich! Damit schuldest du mir was!“

      Cynthia: „Okay, aber zieh mich bitte wieder rauf!“

      Bell: „Und mich gleich auch, falls irgendwie möglich.“

      Regisseur: „Leute, packt mit an!“

      Das Team kann die beiden Frauen wieder hinauf ziehen. D. Queen hat die Situation beobachtet und hätte im schlimmsten Fall Cynthia vielleicht sogar auffangen können.

      D. Queen: „Ihr seid doch nicht etwa verletzt, meine Lieben?“

      Regisseur: „Nein! Alles in Ordnung, hier oben!“

      D. Queen: „Sehr gut! Aber kommt jetzt bitte wieder runter, nicht das noch ein Unfall passiert.“

      Das Team rutscht den Turm hinunter und entschuldigt sich bei D. Queen für das unsportliche Verhalten. Dieser scheint gar nicht mehr so wütend zu sein, sondern ist eher erleichtert, dass alle unverletzt sind. Der Rest des Tages dient zur Erholung und das Team scheint sich ziemlich gut zu vertragen, auch wenn Siegfried jede halbe Stunde wieder erneut mit seiner heutigen Heldentat angeben muss. Bevor sich abends alle wieder in ihre Zelte zurück ziehen, spricht Cynthia noch mit Siegfried unter vier Augen.

      Cynthia: „Hör mal, Siegfried. Ich habe mich in letzter Zeit oft unfreundlich gegenüber dir verhalten. Naja, eigentlich sogar immer, seit wir uns kennen.“

      Siegfried: „Das ist wahr!“

      Cynthia: „Ja, das ist es! Und es tut mir leid. Du hast mir heute das Leben gerettet!“

      Siegfried: „Ja, das habe ich! Ich bin ein Held!“

      Cynthia: „Ja, das bist du wirklich! Danke! Wirklich, tausend Mal Danke!“

      Siegfried: „Weißt du was, Cynthia?“

      Cynthia: „Was denn?“

      Siegfried: „Ich bin froh, dass es dir gut geht.“

      Cynthia: „Wirklich?“

      Siegfried: „Ja. Denn es wäre hier wirklich langweilig ohne dich. Ich meine, ich könnte Bell ein wenig mit meinen Sprüchen ärgern, aber die kann mir kaum Paroli bieten. Bei Galagladi verstehe ich sowieso kein Wort, der Professor würde meine Beleidigungen nicht mal verstehen und der Regisseur würde mich vermutlich fristlos entlassen, wenn ich ihn ein wenig ärgere. Also ja: Ich bin froh, dass es dir gut geht! Denn nur so habe ich einen Zeitvertreib!“

      Cynthia: „Okay! Dann freue ich mich bereits auf unser nächstes Wortduell!“

      Siegfried: „Ha, du wirst noch bereuen, das gesagt zu haben!“

      Cynthia: „Vielleicht wirst du es aber auch bereuen! Gute Nacht, Siegfried!“

      Siegfried: „Gute Nacht, Cynthia!“
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • Das Orre-Camp (Tag 5) – 7. Runde: Schatzjagd

      Ein neuer Tag beginnt. Siegfried sieht zwar noch verschlafen aus, ist aber zumindest aufgestanden und hat sich einen Becher Kaffee eingeschenkt. Eich kommt gerade aus der Toilette und vertritt sich ein wenig die Beine. Bell, Cynthia und Galagladi tratschen gerade ein wenig und der Regisseur lauscht dem Gespräch mit, während er seinen Kaffee schlürft und die Zeitung überfliegt.

      Bell: „Wirklich, Cynthia. Es tut mir so leid! Bitte entschuldige!“

      Cynthia: „Es war doch nicht deine Schuld, dass ich fast abgestürzt bin. Ich war es, die das Gleichgewicht verloren hat. Dafür brauchst du dir nicht die Schuld zu geben.“

      Siegfried: „Und wer hat dich gerettet?“

      Cynthia: „Natürlich du, Siegfried. Danke nochmals.“

      Siegfried: „Es war mir eine Freude.“

      Galagladi, Bell und der Regisseur starren Siegfried nun kritisch an.

      Bell: „Wer bist du und was hast du mit Siegfried gemacht?!“

      Siegfried: „Was denn? Da ist man einmal höflich und dann das! Aber wisst ihr was? Vergesst es! Ich werde niemals wieder versuchen höflich zu sein, geschweige denn jemandem von euch das Leben retten!“

      Regisseur: „So war das doch nicht gemeint. Wir alle freuen uns darüber, dass wir als Team langsam zusammen wachsen.“

      Galagladi: „Gala!“

      Eich (gesellt sich nun auch zur Gruppe) : „So sieht es aus! Worüber reden wir gerade?“

      Siegfried: „Wisst ihr was, Leute? Eigentlich seid ihr gar nicht so übel! Natürlich kann mir keiner von euch das Wasser reichen, was Pokémon angeht. Und natürlich seid ihr auch weit davon entfernt, so heldenhaft wie ich zu sein. Und vielleicht seht ihr auch nicht so gut aus, wie ich. Und vermutlich hat auch niemand von euch auch nur annähernd so viel Talent…“

      Regisseur: „Und da haben wir den alten Siegfried wieder zurück!“

      Nun kommt D. Queen dazu, welcher wieder einige bereits gepackte Rucksäcke anschleppt.

      D. Queen: „Guten Morgen, zusammen.“

      Bell: „Guten Morgen, D. Queen. Brauchen Sie Hilfe?“

      D. Queen: „Nein, danke. Es geht schon. Seid ihr auch schon alle auf?“

      Siegfried: „Na, logo!“

      D. Queen: „Na, so logo ist das bei dir nun auch wieder nicht.“

      Regisseur: „Ich glaube, Siegfried ist auf dem Weg der Besserung.“

      D. Queen: „Hoffentlich auch. Schliesslich haben wir heute keine Zeit zu verlieren. Aber wehe ihr versucht wieder zu schummeln bei der heutigen Runde!“

      Bell: „Das wird nicht wieder vorkommen, versprochen!“

      Eich: „Wir haben noch nie geschummelt!“

      D. Queen: „Und was war gestern?“

      Eich: „Genau genommen wurde uns der Gebrauch unserer Pokémon nicht direkt untersagt.“

      Siegfried: „Das stimmt!“

      D. Queen: „Nur mal um das klarzustellen: Sofern ich nichts anderes sage, ist der Gebrauch von Pokémon ausdrücklich verboten!“

      Galagladi: „Gala?“

      D. Queen: „Du natürlich nicht!“

      Cynthia: „Ich sehe, wir haben wohl wieder eine Wanderung vor uns.“

      D. Queen: „Haargenau. Wisst ihr, eine alte Legende sagt, dass es hier in Orre nur so vor Schätzen wimmeln soll.“

      Siegfried: „Wirklich? Ich breche sofort auf!“

      Regisseur: „Sei still und hör D. Queen zu!“

      D. Queen: „Danke. Ich möchte mich auch kurz fassen. Ich habe hier eine antike Schatzkarte für euch. Seht her.“

      D. Queen holt eine Karte hervor, die tatsächlich schon ziemlich alt aussieht.

      Cynthia: „Wird das jetzt wieder so eine Art Orientierungslauf?“

      D. Queen: „Nein, das hier ist viel besser. Ihr dürft einen Schatz suchen!“

      Eich: „Sehr schön. Geben Sie mir mal die Karte!“

      Eich will sich die Karte schnappen, doch D. Queen zieht diese wieder weg.

      D. Queen: „Ich habe hier nur eine Karte für euch alle. Ihr müsst hier also zwingend als Team unterwegs sein. Niemand wird zurück gelassen und niemand wird ausgeschlossen. Habt ihr das verstanden?“

      Siegfried: „Natürlich. Ist doch alles Ehrensache.“

      Eich: „Die Karte! Die Karte!“

      D. Queen: „Was ist damit?“

      Eich: „Darf ich sie haben?“

      D. Queen: „Ich übergebe die Karte der lieben Bell und sie darf entscheiden, wer darauf einen Blick werfen darf.“

      Bell: „Was? Ich? Warum?“

      D. Queen: „Weil ich noch eine kleine Bitte an euch hätte. Ich möchte, dass Bell die heutige Runde anführt.“

      Siegfried: „Dann können wir uns ja genau so gut in der Wüste verlaufen.“

      Bell: „Hey!“

      D. Queen: „Keine Sorge, Bell! Dein Team glaubt bestimmt an dich.“

      Cynthia: „Genau, Bell!“

      Galagladi: „Gala!“

      Siegfried: „Ohne mich!“

      Regisseur: „Siegfried!“

      Siegfried: „Regisseur!“

      Cynthia: „Siegfried!“

      Eich: „Cynthia!“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Eich: „Eich!“

      Bell (schreit) : „Leute!“

      Alle Augen sind nun auf Bell gerichtet.

      Bell: „Also… Ich wollte nur sagen… Wenn ihr nicht wollt, dass ich hier diese Runde quasi anführe… Dann… Dann ist das schon okay für mich.“

      Regisseur: „Ach, Unsinn! Wir glauben an dich, Bell!“

      Cynthia: „Natürlich tun wir das. Nicht wahr, Siegfried?“

      Siegfried: „Na meinetwegen.“

      Eich: „Solange ich nicht wieder ins Tor muss…“

      D. Queen hat die Karte, inklusive einem Kompass, nun Bell übergeben und diese wirft einen Blick darauf. Das Team versammelt sich um sie herum.

      D. Queen: „Also, um das klar zu stellen. Die drei roten Kreuze sind jeweils ein Teil des Schatzes. Wenn ihr alle drei Teile gefunden habt, dann wird sich euch ein Rätsel offenbaren, welches ihr zu lösen habt, damit ihr den wahren Schatz findet. Habt ihr das verstanden?“

      Eich: „Aber natürlich. Allerdings scheint mir diese Karte etwas kryptisch zu sein.“

      Die Karte scheint wirklich etwas verschlüsselt zu sein. Zwar sind Berge, Flüsse und Wälder einigermassen markiert, aber daneben hat es auch jede Menge seltsame Symbole. Cynthia zeigt nun auf eines der Symbole, welches wie ein Haus mit einigen Dreiecken daneben aussieht.

      Cynthia: „Ist das hier unser Camping-Platz?“

      Bell: „Hey, du scheinst recht zu haben. Dann ist das hier der Fluss da drüben und das ist der Berg hinter uns.“

      Siegfried: „Genau. Und dann ist der erste Schatz auch gar nicht weit entfernt.“

      Der Regisseur zeigt nun auf das am naheliegendsten rote Kreuz, welches ein weiteres seltsames Symbol neben sich stehen hat. Dieses Symbol sieht aus wie ein Vogel.

      Regisseur: „Also wenn das der Schatz ist, was bedeutet dann das Zeichen daneben?“

      Eich: „Dies scheint ein Vogel-Pokémon zu sein.“

      Siegfried: „Ein Vogel-Pokémon?“

      Eich: „Ihr wisst schon! Vögel! So wie Taubsi oder Habitak oder Noctuh.“

      Cynthia: „Sie meinen also, wir müssen nach einem Flug-Pokémon Ausschau halten?“

      Eich: „Genau genommen, nach einem Vogel-Pokémon.“

      Bell: „Okay! Ich habe zwar noch nie etwas von einem Vogel-Pokémon gehört, aber wir müssen in diese Richtung! Folgt mir!“

      Bell rollt die Karte zusammen und führt das Team an. Nachdem alle ihre Rucksäche gepackt haben, gehen sie los in Richtung Norden, der Bergseite entlang. Währenddessen erzählt Eich irgendwelche Geschichten über einen unscheinbaren Pokémontyp namens Vogel, welcher sich sämtliche Typenwechselwirkungen mit dem Flug-Typ zu teilen scheint. Allerdings beharrt er darauf, dass der Vogel-Typ ein eigenständiger Pokémon-Typ ist. Nach einer halben Stunde schaut Bell wieder auf die Karte.

      Bell: „Wir müssten jetzt eigentlich langsam da sein. Sieht irgendjemand etwas Verdächtiges?“

      Siegfried: „Du meinst etwas Verdächtiges, ausser Cynthias albernen Klamotten? Nein!“

      Cynthia: „Über diesen Witz hast du dir bestimmt die ganze Nacht den Kopf zerbrochen, nicht wahr, Siegfried?“

      Galagladi fuchtelt nun mit den Händen herum und zeigt in den Himmel.

      Galagladi: „Galagladi! Galagladi!“

      Eich: „Da oben hat es tatsächlich Vogel-Pokémon.“

      Cynthia: „Und wie es aussieht, haben sich diese Pokémon bei dem Felsvorsprung da drüben ein Nest gebaut.“

      Regisseur: „Und jetzt? Sollen wir etwa Vogeleier stehlen?“

      Eich: „Eine hervorragende Idee.“

      Siegfried: „Ach ja?! Wir suchen hier schliesslich nach einem Schatz.“

      Bell: „Wartet mal! Seht euch mal den Felsen da drüben an.“

      Bell zeigt auf eine seltsame Felsformation.

      Bell: „Sieht das nicht aus wie ein Vogel?“

      Cynthia: „Naja. Aus dem rechten Blickwinkel vielleicht. Und mit sehr viel Fantasie.“

      Siegfried: „Kurzum gesagt: Nein!“

      Regisseur: „Es ist zumindest naheliegender, als Vogeleier zu stehlen.“

      Eich: „Ich hätte da aber ein leckeres Rührei-Rezept. Aber dafür brauchen wir frischen Salat. Und eine Leberpastete. Und Haferflocken.“

      Bell: „Ignorieren wir diese Bemerkung und schauen uns doch den Felsen genauer an.“

      Das Team geht zu besagtem Felsen und siehe da: Eine Schatztruhe befindet sich gut positioniert unter einem Felsvorsprung. Bell öffnet die Truhe und ein Teil eines Zettels kommt zum Vorschein. Sie liest diesen vor.

      Bell: „Fluss entspringt. Fluss entspringt? Kann jemand etwas damit anfangen?“

      Cynthia: „Ist das alles? ‚Fluss entspringt’?“

      Bell: „Seht selbst!“

      Bell zeigt den Zettel und da steht wirklich nur in grossen Buchstaben „FLUSS ENTSPRINGT“

      Regisseur: „Uns bleibt wohl nichts anderes übrig, als die anderen beiden Schätze zu finden.“

      Siegfried: „Naja. Wir könnten auch alle Flüsse der Gegend absuchen.“

      Regisseur: „Da dürfte es aber wesentlich einfacher sein, zuerst einen weiteren Hinweis zu sammeln.“

      Eich: „Dem schliesse ich mich an. Bell, zeig doch nochmals die Karte.“

      Bell holt die Karte wieder hervor. Samuel Eich zeigt sogleich auf das rote Kreuz, wo sie gerade sind.

      Eich: „Also… Wir sind hier, ja?“

      Bell: „Genau.“

      Samuel Eich zeigt nun auf das nähere der beiden verbleibenden Kreuze.

      Eich: „Und hier ist der nächste Hinweis, ja?“

      Bell: „Sieht so aus. Und das Symbol neben dem Kreuz ist…?“

      Eich: „Ein Kreuz.“

      Bell: „Nein! Das daneben!“

      Regisseur: „Sieht für mich aus, wie ein Pokédollar-Zeichen.“

      Cynthia: „Hey, das hat was.“

      Siegfried: „Geld? Wir werden reich! Hurra!“

      Bell: „Es könnte aber auch etwas Anderes darstellen. Vielleicht ein spezieller Baum. So wie es aussieht, ist der nächste Schatz ja am Waldrand.“

      Siegfried: „Los, los, los! Brechen wir auf!“

      Cynthia: „Na, Bell! Übernimmst du wieder die Führung?“

      Bell: „Wenn ihr darauf besteht.“

      Das Team geht in Richtung Westen. Bell achtet stets darauf, möglichst genau die Richtung beizubehalten. Als Sie am Waldrand ankommen, nimmt sie nochmals die Karte hervor.

      Bell: „Werfen wir doch nochmals einen Blick auf die Karte. Wir müssten jetzt ungefähr hier sein.“

      Bell zeigt auf das rote Kreuz. Siegfried zeigt auf einen Punkt, der am anderen Ende der Karte ist.

      Siegfried: „Bei deiner Führung könnten wir aber auch hier gelandet sein.“

      Cynthia: „Blödsinn! Wir wollten nach Westen gehen und das sind wir auch. Das kann man anhand der Sonne schon sehen.“

      Siegfried: „Ja klar. Als ob hier eine Sonne auf der Karte eingezeichnet wäre.“

      Regisseur: „Das hat doch gar nichts damit zu tun, Siegfried! Es geht doch lediglich darum, dass man je nach Tageszeit und Ort auf der Erde der Sonne eine Himmelsrichtung zuweisen kann.“

      Eich: „Ich hab’s!“

      Alle starren nun Samuel Eich an.

      Eich: „Wir müssen einen Baum suchen, der wie ein Pokédollar-Zeichen aussieht. Teilen wir uns auf und suchen die Bäume ab.“

      Samuel Eich läuft davon, aber der Rest des Teams berät sich weiter.

      Bell: „Sind wir uns einig, dass wir nicht alle Bäume einzeln absuchen wollen?“

      Siegfried: „Aber so was von!“

      Regisseur: „Und was ist die Gegenidee?“

      Das Team starrt sich ratlos an. Nun kommt Samuel Eich wieder zurück.

      Eich: „Ihr glaubt es nicht…“

      Bell: „Sie haben den Baum gefunden?“

      Eich: „Nein! Aber hier hat es auch Vogel-Pokémon. Jede Menge sogar.“

      Galagladi: „Gala?“

      Eich: „Nicht in diesem Ton! Und es hat hier wirklich Vogel-Pokémon.“

      Cynthia: „Zum letzten Mal: Das sind Flug-Pokémon! Und dies ist ein allgemeiner Typ, egal ob es sich um ein Taubsi oder ein Dragoran handelt.“

      Siegfried: „Genau! Oder wollen Sie etwa sagen, dass Dragoran auch ein Vogel ist? Das wäre Blasphemie!“

      Cynthia: „Manchmal überrascht mich dein Wortschatz wirklich, Siegfried.“

      Eich: „Aber es gibt wirklich Vogel-Pokémon, die den Vogel-Typ haben.“

      Siegfried: „Wäre ja noch schöner, wenn meine geliebten Pokémon plötzlich Vögel statt Drachen wären.“

      Cynthia: „Wenn sie denn auch nur wirklich Drachen wären…“

      Siegfried: „Geht das schon wieder los? Ich fordere dich zu einem Pokémon-Kampf heraus! Dann zeigen dir meine Drachen, warum sie diesen Status verdient haben.“

      Cynthia: „Du hast doch immer noch keine Zulassung! Warum darfst du überhaupt Pokémon bei dir tragen, wenn du sie nicht einsetzen darfst?“

      Bell: „Könnten wir uns vielleicht wieder um das ursprüngliche Problem kümmern.“

      Siegfried: „Ich darf sie bei mir tragen und auch einsetzen! Ich darf nur nicht mit ihnen kämpfen. Aber das ist nur vorübergehend. Ganz sicher!“

      Siegfried geht beleidigt davon.

      Regisseur: „Na, toll! Wir sollten doch zusammen arbeiten.“

      Cynthia: „Ja, schon gut! Ich hole ihn zurück.“

      Cynthia läuft Siegfried hinterher.

      Bell: „Also? Hat jemand eine Idee?“

      Eich: „Ich habe ja die Vermutung, dass Siegfried seine Pokémon falsch klassifiziert.“

      Regisseur: „Und wie soll uns das jetzt bei diesem Rätsel weiter helfen?“

      Galagladi: „Gala?“

      Eich: „Ach so. Wir kümmern uns also wieder um dieses Problem hier. Vielleicht sollten wir zuerst mal einige Vogel-Pokémon untersuchen.“

      Bell: „Aber der Vogel war beim letzten Hinweis! Jetzt haben wir das Pokédollar-Zeichen.“

      Die vier überlegen angestrengt, was es mit dem Zeichen auf sich haben könnte. Plötzlich kommen Cynthia und Siegfried aufgeregt angerannt.

      Cynthia: „Leute! Leute! Ihr glaubt es nicht!“

      Eich: „Ein Vogel-Pokémon?“

      Siegfried: „Nein! Ich habe die Schatztruhe entdeckt!“

      Cynthia: „Wir haben sie entdeckt!“

      Siegfried: „Das sagte ich bereits.“

      Bell: „Was? Wo war sie?“

      Cynthia: „Gar nicht weit im Wald.“

      Regisseur: „Wie habt ihr sie entdeckt?“

      Siegfried: „Oh, das ist witzig. Cynthia war gerade dabei, sich zu entschuldigen. Sie hat mich förmlich angefleht, dass ich ihr verzeihe. Sie hat auf den Knien gebettelt…“

      Cynthia: „Stimmt doch gar nicht!“

      Siegfried: „Ist ja auch egal! Plötzlich fängt es komisch an zu riechen.“

      Cynthia: „Ich wollte es schon Siegfried in die Schuhe schieben, aber es roch irgendwie seltsam.“

      Siegfried: „Und da sahen wir plötzlich jede Menge Pilze im Wald.“

      Regisseur: „Und?“

      Cynthia: „Na, da waren Duftpilze! Und Riesenpilze! Jede Menge davon.“

      Eich: „Aber natürlich! Diese Pilze sind sehr wertvoll und können bei vielen Händlern verkauft werden.“

      Bell: „Das Pokédollar-Zeichen! Na klar!“

      Regisseur: „Und? Was war in der Kiste?“

      Siegfried: „Cynthia hat darauf bestanden, dass Bell die Kiste öffnet.“

      Bell: „Was? Wirklich?“

      Cynthia: „Ja, kommt mit!“

      Das Team geht zur besagten Stelle und dort steht wirklich eine Schatztruhe. Bell öffnet sie und nimmt auch hier ein Teil eines Zettels heraus.

      Bell: „Hier steht ‚Startete und der’. Können wir damit etwas anfangen?“

      Eich: „Was stand auf dem ersten Zettel?“

      Bell: „Darauf stand ‚Fluss entspringt’.“

      Eich: „‚Fluss entspringt startete und der’? Das ergibt keinen Sinn.“

      Regisseur: „Uns fehlt ja auch noch ein Hinweis.“

      Eich: „Andersrum wäre es besser. Dann hätten wir irgendwas irgendwas startete und der Fluss entspringt.“

      Siegfried: „Vielleicht müssen wir zurück zu unserem Startpunkt?“

      Cynthia: „Könnte sein. Aber wir sollten zuerst den letzten Hinweis suchen.“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell holt die Karte wieder hervor und zeigt auf das dritte Kreuz.

      Bell: „Dann müssten wir also da hin. Und das dortige Symbol ist ein Fisch?“

      Cynthia (sarkastisch) : „Na, Professor? Könnte es sich um ein Fisch-Pokémon handeln?“

      Eich: „Unsinn! Es gibt gar keine Fisch-Pokémon. Was du meinst sind Wasser-Pokémon, wie Goldini oder Karpador.“

      Bell: „Wir müssen also nach Nordosten. Folgt mir!“

      Bell macht sich sofort wieder aufbruchsbereit. Das Team läuft mitten durch die Steppe und nach einer halben Stunde pausiert Bell.

      Bell: „Irgendwie weiss ich nicht recht, wie weit wir gehen müssen.“

      Cynthia: „Na vermutlich ist es noch eine gute halbe Stunde, wenn ich die Distanz vom ersten zum zweiten Kreuz mit der Distanz vom zweiten zum nächsten vergleiche.“

      Siegfried: „Na toll! Zwei Frauen diskutieren über ihre nicht vorhandene Orientierung…“

      Bell: „Hey! Wisst ihr was? Machen wir doch zuerst eine Pause und essen unseren Lunch.“

      Regisseur: „Eine gute Idee. Ich würde mich jetzt wirklich gerne hinsetzen.“

      Das Team rastet und isst den Lunch, der in den Rucksäcken war. Nachdem alle aufgegessen haben, hat Samuel Eich ein Anliegen.

      Eich: „Darf ich auch nochmals die Karte sehen?“

      Bell: „Klar. Hier, Sie dürfen gerne einen Blick darauf werfen.“

      Samuel Eich nimmt die Karte von Bell und mustert diese genau.

      Eich: „Hat es hier etwa einen See in der Nähe?“

      Eich zeigt auf eine kleine Fläche, die mit Wellensymbolen gekennzeichnet ist und in der Nähe des jetzigen Aufenthaltortes sein sollte.

      Bell: „Das dachte ich zuerst auch, aber ich konnte noch keinen See erblicken.“

      Galagladi fuchtelt nun mit den Händen herum und zeigt in eine Richtung.

      Galagladi: „Galagladi, Galagladi! Gladi!“

      Bell: „Ja, da müssen wir lang.“

      Galagladi: „Galagladi, Gladi, Gla!“

      Cynthia: „Ich glaube, Galagladi versucht uns zu sagen, dass er den See sieht. Oder hört. Oder riecht?“

      Bell: „Wirklich? Dann gehen wir doch einfach mal weiter. Seid ihr so weit, Leute?“

      Das Team setzt den Weg fort und keine zehn Minuten später, kann man den See erblicken. Da er allerdings nicht direkt am Weg liegt, den Bell einhalten will, gehen sie nicht am Seeufer entlang.

      Siegfried: „Ähm, ich will ja nichts sagen, aber müssen wir nicht zum See? Ihr wisst schon? Fische? See? Klingelt’s bei euch?“

      Cynthia: „Das Fisch-Symbol war aber klar einige Kilometer nördlich des Wellen-Symbols.“

      Siegfried: „Okay, wie ihr meint. Ich habe ja nichts zu melden. Wir finden bestimmt einen Fisch in den Steppen oder vielleicht auch mitten in der Felswüste…“

      Regisseur: „Sei doch mal still, Siegfried! Bell weiss bestimmt, was sie tut.“

      Bell: „Ich hoffe es…“

      Nach weiteren dreissig Minuten hält Bell wieder inne und blickt erneut auf die Karte.

      Bell: „Wir müssten eigentlich so langsam da sein.“

      Siegfried: „Vielleicht sollten wir die Angel auswerfen? Ich bin mir sicher, dieser Felsen hier beisst an. Oder die Büsche da drüben.“

      Cynthia: „Das ist nicht hilfreich!“

      Eich: „Vielleicht solltest du die Angel lieber im Teich auswerfen, an dem wir vor fünf Minuten vorbei gegangen sind.“

      Cynthia: „Sollte das jetzt ein Witz sein?“

      Eich: „Nein. Warum? War das etwa witzig?“

      Regisseur: „Wir sind doch nicht tatsächlich an einem Teich vorbei gegangen.“

      Eich: „Aber ja! Galagladi hat mich darauf aufmerksam gemacht.“

      Galagladi. „Galagladi, Gala! Galagladi!“

      Cynthia: „Und warum habt ihr nichts gesagt?“

      Galagladi: „Galagladi.“

      Eich: „Ja, Galagladi hat es mir doch gesagt.“

      Siegfried: „Das könnte man auch allen mitteilen…“

      Cynthia: „Aber wirklich!“

      Regisseur: „Los, gehen wir zurück!“

      Bell: „Einverstanden. Führt uns bitte zurück zum Teich.“

      Galagladi führt nun die Gruppe an und keine fünf Minuten später stehen sie an einem Teich. Dieser hat in seiner Mitte eine kleine Insel auf der die Schatztruhe zu sehen ist.

      Siegfried: „Ha! Ich bin gut, was?“

      Cynthia: „Was hast du denn dieses Mal bitteschön beigetragen?“

      Siegfried: „Na, von mir kam die Idee hier hin zu gehen.“

      Regisseur: „Daran erinnere ich mich gar nicht.“

      Siegfried: „Okay, nicht direkt. Aber ich hatte die Idee angeln zu gehen!“

      Bell: „Müssen wir jetzt etwa durch den Teich waaten?“

      Galagladi: „Galagladi? Gala!“

      Galagladi springt kurzerhand zur Insel hinüber, öffnet die Truhe, nimmt den Zettel hinaus, springt zurück und streckt den Zettel Bell entgegen.

      Bell: „Danke. Das war sehr lieb von dir.“

      Bell liest nun den Zettel.

      Bell: „‚Wo der Weg’…“

      Eich: „Wo der Weg startete…“

      Cynthia: „Und der Fluss entspringt! Dann müssen wir also wieder zurück!“

      Siegfried: „Wie ich es bereits prophezeit habe.“

      Cynthia: „Na schön, Siegfried. Ich mache dir den Gefallen: Du hattest recht!“

      Siegfried: „Danke! Schön, dass das endlich mal gesagt wurde. Und jetzt wiederholt bitte alle zusammen diesen Satz!“

      Regisseur: „Wir singen hier nicht jedes Mal eine Lobeshymne, wenn mal jemand recht hat.“

      Eich: „Nicht? Gut, dass man mir dies mitteilt.“

      Bell: „Worauf warten wir eigentlich? Gehen wir zurück.“

      Eich: „Jetzt schon? Aber über uns fliegen gerade Vogel-Pokémon…“

      Das Team geht zurück zum Camping-Platz, wo D. Queen bereits wartet.

      D. Queen: „Na, meine Lieben? Wie läuft die Schatzsuche denn so?“

      Bell: „Sehr gut! Wir haben alle drei Truhen gefunden und begeben uns nun zum Ursprung des Flusses.“

      D. Queen: „Ihr habt aber hoffentlich nicht geschummelt, oder?“

      Bell: „Nein! Natürlich nicht!“

      Eich: „Wir schummeln nie! Niemals!“

      D. Queen: „Das war auch nur ein Scherz. Ich weiss, dass ihr nicht geschummelt habt. Ich habe schliesslich mein Schwalboss damit beauftragt, euch zu folgen.“

      Eich: „Ach, darum habe ich überall Vogel-Pokémon gesehen.“

      D. Queen: „Was ist denn ein Vogel-Pokémon?“

      Bell: „Bitte, fangen Sie die Diskussion nicht auch noch an.“

      Eich: „Ich erkläre es sonst später. Jetzt möchte ich den Schatz sehen.“

      Das Team geht weiter flussaufwärts. Sie kommen in der überschaubaren Stadt Emeritae an, aber staunen nicht schlecht, als sie vor einem Wasserfall stehen.

      Bell: „Gehört der Wasserfall jetzt noch zum Fluss? Oder ist das hier der Ursprung?“

      Cynthia: „Fragen wir doch einfach jemanden.“

      Regisseur: „Eine gute Idee. Die Leute hier sind bestimmt eingeweiht.“

      Samuel Eich geht nun sofort zur nächstbesten Person und spricht diese an.

      Eich: „Hallo und herzlich willkommen in der Welt der Pokémon. Mein Name ist Eich! Man nennt mich den Pokémon-Professor! Diese Welt wird von Wesen bewohnt, die man Pokémon nennt! Für manche Leute sind Pokémon Haustiere, andere tragen Kämpfe mit ihnen aus. Ich selbst – habe mein Hobby zum Beruf gemacht und studiere Pokémon.“

      Bell: „Entschuldigen Sie bitte. Wir wollen eigentlich nur wissen, wo dieser Fluss entspringt.“

      Emeritaer: „Na auf dem Gipfel des Berges.“

      Regisseur: „Ich klettere bestimmt nicht da hoch.“

      Emeritaer: „Ach, ihr seid vom Camp, oder? Meldet euch in der Pokémon-Pension. Sie wird umgangssprachlich auch ‚Der Ursprung beim Fluss’ genannt.“

      Cynthia: „Clever!“

      Bell: „Vielen Dank. Auf Wiedersehen.“

      Eich: „Auch von mir ein herzliches Wiedersehen. Mein Name ist Eich! Man nennt mich…“

      Regisseur: „Jetzt komm endlich, Eich!“

      Das Team geht in die Pokémon-Pension. Eine ältere Dame nimmt die Leute gleich herzlich auf.

      Dame: „Hallo, meine Lieben. Ihr seid bestimmt die Schatzsucher, ja?“

      Bell: „Genau. Dann sind wir hier also richtig?“

      Dame: „Natürlich seid ihr das. Setzt euch doch hin. Wollt ihr Tee? Ich habe gerade welchen aufgekocht.“

      Regisseur: „Sehr gerne, danke.“

      Siegfried: „Für mich bitte mit einer Extra-Portion Rum!“

      Regisseur: „Nichts da! Wie D. Queen mir mitteilte, herrscht während des Camp-Aufenthaltes stricktes Alkoholverbot.“

      Cynthia: „Eigentlich schade.“

      Siegfried: „Das kannst du laut sagen.“

      Eich: „Und wo ist jetzt der Schatz?“

      Die Dame kommt wieder und stellt ein Teeservice hin. Sie holt auch gleich die Teekanne. Das Team setzt sich unterdessen hin.

      Dame: „Na, hier kommt der Schatz: Der beste Tee in ganz Emeritae. Extra für euch.“

      Siegfried: „Das ist jetzt wohl ein Scherz, oder?“

      Nun kommt auch D. Queen hinein.

      D. Queen: „Was denn? Gefällt euch der Schatz etwa nicht? Probiert den Tee zumindest mal.“

      Dame: „Hallo, D. Queen. Trinkst du auch eine Tasse mit uns?“

      D. Queen: „Sehr gerne.“

      Auch D. Queen setzt sich hin.

      Bell: „Dann ist der Schatz also dieser Tee?“

      D. Queen: „Natürlich ist das noch nicht alles.“

      Siegfried: „Wäre ja auch noch schöner.“

      Cynthia: „Obwohl der Tee wirklich gut ist.“

      Bell: „Allerdings.“

      Bell, Cynthia, der Regisseur und Eich haben den Tee bereits probiert. Lediglich Siegfried ist noch skeptisch. Als aber auch Galagladi die ganze Tasse hinunterkippt, nimmt auch er einen Schluck.

      Siegfried: „Verdammte Scheisse! Der ist wirklich gut!“

      D. Queen: „Hey! Das kann man auch höflicher sagen!“

      Cynthia: „Für Siegfried ist dies bereits der Zenit der Höflichkeit.“

      Eich: „Was ist denn nun der Rest des Schatzes?“

      D. Queen: „Na, einerseits hat sich jeder von euch einen Glitzerstern verdient. Weil ihr alle zusammen gehalten habt.“

      Siegfried: „Langweilig!“

      D. Queen: „Ich kann dir den Glitzerstern auch wieder wegnehmen.“

      Siegfried: „Na, mach doch!“

      D. Queen: „Nein, das wäre dann doch etwas sehr fies. Und ich stehe schon lange nicht mehr auf der fiesen Seite, wisst ihr?“

      Eich: „Aber es gibt noch einen weiteren Teil des Schatzes, oder?“

      D. Queen: „Natürlich: Das Wichtigste kommt ja bekanntlich zuletzt, nicht wahr?“

      Siegfried: „Jetzt kommt’s!“

      D. Queen: „Der wahre Schatz ist, dass ihr gelernt habt, zusammen zu halten. Und ihr habt Bell auch voll und ganz unterstützt und ihr so Selbstvertrauen gegeben. Ihr habt euren Zusammenhalt gestärkt. Und das ist doch der grösste Schatz von allen, nicht wahr?“

      Regisseur: „Naja…“

      Cynthia: „Also so betrachtet…“

      Bell: „Ich verstehe…“

      Galagladi: "Gala..."

      Siegfried: „Das ist doch lächerlich! Ich wollte reich werden!“

      Cynthia: „Du warst doch mal Champ! Da verdient man doch gut. Hast du dir nichts auf die Seite gelegt?“

      Siegfried: „Doch! Aber man kann nie genug Geld haben.“

      Regisseur: „Das ist wahr.“

      Eich: „Allerdings. Meine Forschungen verschlingen auch jährlich mehrere hundert Pokédollar.“

      Bell: „Nur schon Pokébälle kosten über hundert Pokédollar. Betreiben Sie etwa eine Billig-Forschung?“

      Eich: „Was? Nein? Aber ich sagte ja mehrere Hundert! Mehrere! Damit meinte ich Millionen von hunderten Pokédollar!“

      D. Queen: „Na, dann wäre das ja geklärt. Ihr wart wirklich grossartig heute. Macht so weiter und ich werde jedem von euch am Ende des Camps einen Sonderpreis geben.“

      Siegfried: „Bargeld?“

      D. Queen: „Nein! Aber es ist trotzdem ein Sachpreis. Versprochen.“

      Dame: „Ihr seid mir ja eine ulkige Truppe.“

      Regisseur: „Das können Sie laut sagen.“

      D. Queen: „Wir sollten uns dann auch bald wieder auf den Weg machen. Ihr wollt bestimmt nicht das Abendessen verpassen, oder?“

      Siegfried: „Natürlich nicht! Ich bin hungrig wie ein Dragoran!“

      D. Queen: „Und morgen früh dürft ihr alle etwas länger schlafen. Sagen wir eine halbe Stunde?“

      Bell: „Klingt gut. Ich bin nämlich jetzt schon müde.“

      Regisseur: „Und mir tun meine Beine vom vielen Laufen weh.“

      Eich: „Und mich plagt mein Rücken.“

      Cynthia: „Ihr solltet alle mehr Sport treiben. Dann hättet ihr diese Beschwerden nicht.“

      Siegfried: „Genau! Aber es können ja auch nicht alle so sportlich wie ich sein.“

      Cynthia: „Seit wann bist du denn sportlich?“

      Siegfried: „Pokémon-Kämpfe sind auch Sport!“

      Cynthia: „Für die Pokémon vielleicht, aber nicht für die Trainer!“

      Siegfried: „Doch!“

      Cynthia: „Nein!“

      Siegfried: „Wohl!“

      Cynthia: „Nein!“

      Siegfried: „Wohl!“

      Nachdem alle den Tee getrunken haben und Cynthia die Diskussion mit Siegfried aufgegeben hat, gehen sie zurück zum Camp, wo es auch schon bald Abendessen gibt. Abends sind dann alle sehr müde und ziehen sich wieder in ihre Zelte zurück. Sogar Siegfried ist zu müde, um auf seinem Smart Phone Spiele zu zocken, und schläft gleich ein. Und kurz darauf beginnt das Schnarchen von Samuel Eich wieder.
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • Das Orre-Camp (Tag 6) – 8. Runde: Kochwettbewerb

      Obwohl das Team eigentlich länger schlafen dürfte, sind die meisten schon aus Gewohnheit wieder mit den ersten Sonnenstrahlen aufgestanden. Durch den morgendlichen Geräuschpegel, der dadurch entsteht, wacht sogar Siegfried auf und gesellt sich ans Buffet, wo der Rest des Teams auch schon versammelt ist.

      Siegfried: „Morgen, zusammen.“

      Cynthia: „Er macht Fortschritte! Das ich das noch erleben darf.“

      Regisseur: „Guten Morgen, Siegfried. Cynthia, sei höflich und erwidere den Gruss von Siegfried.“

      Cynthia: „Ach so, ja klar. Morgen, Siegfried.“

      Siegfried stopft sich gerade ein halbes Croissant in seinen Mund, damit er sich danach Kaffee einschenken kann.

      Siegfried (mit vollem Mund) : „Hwjf fnghpf hpfpf hjng?“

      Regisseur: „Jetzt komm schon. Wie oft müssen wir dir noch sagen, dass du nicht mit vollem Mund reden sollst?“

      Siegfried (mit vollem Mund) : „Chmpfjjh hjngjjngh.“

      Cynthia: „Ich korrigiere meine Aussage von zuvor: Er macht teilweise Fortschritte. Teilweise.“

      Eich: „Oh, ich wusste gar nicht, dass wir unsere Kollegen erforschen sollten.“

      Bell (schaut verstört zu Eich) : „Das sollten wir auch nicht und zwar bitte in keiner möglichen Art.“

      Siegfried: „Also, was steht heute an?“

      Regisseur: „Ach, das wolltest du wissen? Aber leider wissen wir auch noch nicht mehr.“

      Galagladi: „Gladi!“

      Siegfried: „Wo ist denn der schrullige Kerl?“

      Eich: „Ich bin doch hier.“

      Siegfried: „Nein, doch nicht du. Ich meine D. Queen.“

      Regisseur: „Dann nenne ihn doch auch einfach beim Namen.“

      Siegfried: „Habe ich doch.“

      Regisseur: „Zuvor noch nicht.“

      Nun kommt auch D. Queen raus und ist überrascht, dass schon alle wach und munter sind.

      D. Queen: „Na so was auch. Ihr wolltet wohl doch nicht länger schlafen, was?“

      Siegfried: „Schlafen ist was für Tote!“

      D. Queen: „Ich erinnere dich gerne ein anderes Mal an diese Worte. Habt ihr denn schon alle gefrühstückt?“

      Bell: „Ja. Gibt es eigentlich auch mal was anderes als Croissants?“

      D. Queen: „Warum? Schmecken sie nicht?“

      Bell: „Doch, sie sind lecker. Aber wir essen jetzt schon 6 Tage hintereinander dasselbe Frühstück.“

      D. Queen: „Ich werde es mir notieren. Und für morgen ist sowieso ein anderes Frühstück geplant.“

      Cynthia: „Also ich mag die Croissants.“

      D. Queen: „Gut. Heute haben wir eine besonders lustige Runde vor uns. Und eine besonders leckere.“

      Siegfried: „Ein Schnelless-Wettbewerb? Ich bin dabei!“

      D. Queen: „Nein! Aber es geht ums Essen. Naja, zumindest nachdem ihr gekocht habt.“

      Regisseur: „Wir sollen heute kochen?“

      D. Queen: „Oder lässt das deine Sportverletzung etwa auch nicht zu?“

      Regisseur: „Ach, Unsinn! Ich koche sehr gut. Besonders meine Pasta ist legendär.“

      Bell: „Ach, Sie können kochen?“

      Regisseur: „Ob ich kochen kann?! Natürlich kann ich das! Ich werde dir gleich heute meine Pasta um die Ohren hauen!“

      D. Queen: „Es gibt aber keine Pasta und das Essen hauen wir auch niemandem um die Ohren.“

      Regisseur: „Das meinte ich doch nicht wörtlich.“

      D. Queen: „Also, wenn ihr schon alle bereit seid, dann folgt mir doch gleich. Immer der Musik entlang.“

      Regisseur: „Aber bitte nicht schon wieder ein Disco-Lied.“

      D. Queen: „Die Disco-Ära ging nie zu Ende, merkt euch das!“

      D. Queen fängt an zu singen und geleitet das Team währenddessen in die Küche.

      D. Queen (singt) : „Whether you're a brother or whether you're a mother, You're stayin' alive, stayin' alive, Feel the city breakin' and everybody shakin', And we're stayin' alive, stayin' alive, Ah, ha, ha, ha, stayin' alive, stayin' alive, Ah, ha, ha, ha, stayin' alive, Well now, I get low and I get high, And if I can't get either, I really try, Got the wings of heaven on my shoes, I'm a dancin' man and I just can't lose, You know it's all right, it's okay, I'll live to see another day, We can try to understand, The New York Times' effect on man. Und jetzt alle mitsingen! Whether you're a brother or whether you're a mother, You're stayin' alive, stayin' alive, Feel the city breakin' and everybody shakin', And we're stayin' alive, stayin' alive, Ah, ha, ha, ha, stayin' alive, stayin' alive, Ah, ha, ha, ha, stayin' alive. Jetzt singt schon mit!“

      Regisseur: „Wir sind doch schon lange in der Küche angekommen!“

      D. Queen: „Ach, stimmt ja. Da hat mich der Song wohl mitgerissen.“

      Siegfried (hält sich die Ohren zu) : „Ist es vorbei?“

      D. Queen: „Hey! Du willst mich doch nicht beleidigen?!“

      Siegfried: „Nein, natürlich nicht. Aber eine Gesangskarriere würde ich dir nicht anraten.“

      D. Queen: „Genug geredet und gesungen. Jetzt bilden wir zuerst mal zwei Teams. Wer von euch kocht denn regelmässig?“

      Bell hebt die Hand und alle blicken zu ihr.

      Bell: „Was denn? Bin ich etwa die Einzige? Herr Regisseur, Sie haben doch auch gesagt, dass sie kochen.“

      Regisseur: „Ja, aber nur am Wochenende. Und auch nicht immer.“

      D. Queen: „Das dürfte wohl reichen. Bell, stell dich doch mal links von mir hin und der werte Regisseur kommt zu meiner Rechten.“

      Bell und der Regisseur machen, was ihnen gesagt wird.

      D. Queen: „Hat denn jemand von euch gar keine Erfahrung mit Kochen.“

      Galagladi hebt die Hand und Cynthia blickt nervös umher.

      Galagladi: „Galagladi? Galagladi, Gladi!“

      Bell: „Ist ja schon okay. Du bist ein Pokémon. Warum solltest du auch kochen?“

      D. Queen: „Cynthia, was ist mit dir?“

      Cynthia: „Mit mir? Gar nichts. Ich kann kochen. Voll gut sogar. Ich habe schon sehr viel gekocht.“

      D. Queen: „Wirklich? Nenn uns doch bitte ein Beispiel. Was hast du zuletzt gekocht und wann war das?“

      Cynthia: „Also… Das ist vielleicht schon etwas länger her.“

      Bell: „Du hast doch mal in einem Werbespot gekocht.“

      Cynthia: „Nein. Das war eine andere Cynthia. Ganz bestimmt.“

      Siegfried: „Oh, du hast etwas zu verbergen? Das schaue ich mir gleich an.“

      Siegfried zückt sein Smart Phone und sucht nach Cynthias Werbespot. Als er sich diesen ansieht, fängt er mittendrin an zu lachen.“

      Siegfried: „Oh, Mann! Und ich dachte, ich könnte nicht kochen!“

      Cynthia: „Okay, ich gebe es zu! Ich habe keine Ahnung vom Kochen! Ich habe noch nie etwas gekocht! Ich habe schlichtweg keine Zeit dafür!“

      D. Queen: „Ist doch nicht weiter schlimm. Das ist sogar gut. Dann hast du die gleichen Voraussetzungen wie Galagladi.“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen: „Siegfried, wann hast du zuletzt was gekocht? Und wann?“

      Siegfried: „Das war vor zwei Wochen. Vielleicht auch drei. Oder auch vier. Und es gab meinen legendären Dragoran-Braten.“

      D. Queen: „Interessant. Erzähl mir mehr darüber.“

      Siegfried: „Das ist ganz einfach. Im Grunde ist es ein normaler Braten. Allerdings lässt man dieser in einer feurigen Pfeffer-Sauce kochen und man füllt ihn mit Chillischoten. Und natürlich gibt es eine Wasabi-Marinade dazu. Danach kann man Feuer spucken, wie ein Dragoran.“

      Cynthia: „Klingt furchtbar.“

      Siegfried: „Und wer von uns beiden hat einen Backofen abgefackelt, hm?“

      D. Queen: „Ist ja gut. Professor, wie sieht es mit Ihnen aus?“

      Eich: „Hä, was war die Frage? Ob ich kochen kann?“

      D. Queen: „Genau? Wann haben sie zuletzt was gekocht?“

      Eich: „Lassen Sie mich überlegen. Wann wurde der Feen-Typ entdeckt?“

      D. Queen: „Das ist nun schon ein paar Jahre her.“

      Eich: „Wirklich? Es kam mir vor wie gestern. Und ungefähr dann habe ich mir ein kleines Süppchen erstellt, weil meine Assistenten alle frei haben wollten. Das war wohl letzte Weihnachten. Oder war es an Halloween? Ja, genau. Es war letzte Ostern.“

      D. Queen: „Aber Sie haben schon Erfahrung im Kochen, oder?“

      Eich: „Natürlich.“

      D. Queen: „Na, dann ist ja alles super. Dann haben wir jeweils eine Person mit viel Kocherfahrung, eine mit ein wenig Erfahrung…“

      Siegfried: „…Und Cynthia!“

      Cynthia: „Ich habe andere Qualitäten, okay?!“

      D. Queen: „Ich könnte jetzt natürlich wieder Cynthia und Siegfried ins gleiche Team stecken, aber ihr könntet vielleicht auch mal etwas Abstand voneinander ertragen.“

      Siegfried: „Danke! Das ist sehr nett.“

      D. Queen: „Gern geschehen. Siegfried und Galagladi, ihr geht zu Bell. Professor und Cynthia, ihr geht zum netten Herr Regisseur.“

      Siegfried: „Warum darf ich nicht zum Regisseur?“

      Bell: „Hast du etwa ein Problem mit mir?“

      Siegfried: „Nein, natürlich nicht. Ich traue nur niemandem, der zwei X-Chromosome hat.“

      Cynthia: „Tut mir leid, Bell, aber der ist jetzt dein Problem.“

      D. Queen: „Dann hätten wir es ja. Dann gebe ich euch mal vor, was ihr heute zubereiten müsst.“

      Regisseur: „Das ist vorgegeben? Verdammter Mist!“

      D. Queen: „Natürlich! Und seid bitte immer höflich. Ich erwarte ein Drei-Gänge Menü. Ihr kocht für jeweils 4 Personen. Für euch selbst und ein Muster-Teller, von dem ich jeweils probieren werde. Wer die meisten Gerichte nach meinem Geschmack trifft, hat gewonnen.“

      Bell: „Okay, und was sind nun die Gerichte, die wir kochen müssen?“

      D. Queen: „Die Vorspeise muss irgendeine Suppe sein. Ihr habt hier die vollkommene Freiheit, aber es muss eine Suppe sein. Eine heisse, flüssige Suppe, klar?“

      Cynthia: „Das habe sogar ich verstanden.“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen: „Als Hauptspeise hätte ich heute gerne Crêpes.“

      Siegfried: „Crap?“

      Cynthia: „Das heisst Crêpes und es ist das gleiche wie ein Omelette!“

      Bell: „Falsch. Crêpes sind viel dünner als Omelettes.“

      D. Queen: „Ob jetzt eine Crêpes, ein Pfannkuchen oder ein Omelette raus kommt, ist nicht so wichtig. Auch die Füllung dieser dürft ihr frei bestimmen. Aber es sollte zumindest Ähnlichkeiten mit einer Crêpe haben. Ist das klar?“

      Eich: „Glasklar. Und wie lautet die Nachspeise?“

      D. Queen: „Auch hier lasse ich euch eine grosse Freiheit. Aber es muss etwas mit frischen Früchten sein. Ob gekocht oder geschält, spielt keine Rolle. Und nur zum Klarstellen: Einen Früchteteller lasse ich nicht durchgehen. Ihr müsst euch etwas einfallen lassen.“

      Bell: „Ich habe schon eine Idee.“

      Siegfried: „Ja, sehr gut! Denen zeigen wir es, Bell!“

      Bell: „Du willst also wirklich mit mir kooperieren?“

      Siegfried: „Natürlich! Würgen wir Cynthia so richtig eins rein!“

      Cynthia: „Hey, wir sind im besseren Team! Der Regisseur und der Professor haben beide jahrelange Erfahrung vorzuweisen. Da könnt ihr nicht mithalten.“

      Regisseur: „Wohl war!“

      D. Queen: „Ich sehe schon, dass das Feuer entfacht wurde. Wir haben hier zwei Küchenbereiche, wie ihr seht. Teilt euch doch mal auf. Ihr könnt die Rezepte im Internet recherchieren, oder das Kochbuch benutzen, welches ich hingelegt habe. Jedes Team hat eines davon. Und bitte nicht da rein schreiben, klar Professor?“

      Eich: „Was? Nicht in das Kochbuch schreiben? Na, meinetwegen.“

      D. Queen: „Zum Einkaufen geht ihr nach Emeritae. Das ist ja nicht weit weg von hier. Und dann dürft ihr auch gleich loslegen.“

      Regisseur: „Das packen wir, Leute! Seid ihr dabei?“

      Cynthia: „Natürlich!“

      Eich: „Selbstverständlich!“

      Bell: „Wir lassen uns nicht unterkriegen! Zeigen wir es den… – den…“

      Siegfried: „Den alten Männern?“

      Bell: „Genau! Den alten Männern und Cynthia!“

      Siegfried: „Die habe ich eigentlich bereits dazu gezählt…“

      Galagladi: „Gladi!“

      Cynthia: „Das habe ich gehört!“

      D. Queen: „Jetzt legt schon los, Leute!“


      Das Menü vom Regisseur

      Regisseur: „Genau, konzentrier dich, Cynthia! Du willst doch nicht verlieren!“

      Cynthia: „Nein! Natürlich nicht!“

      Regisseur: „Also, ich brauche Ideen! Was für eine Suppe machen wir?“

      Eich: „Wie wäre es mit einer Brühe?“

      Regisseur: „Brühe, sehr gut! Und was für eine?“

      Eich: „Eine Suppenbrühe.“

      Regisseur: „Das hilft uns nicht weiter!“

      Cynthia: „Also ich hatte vor kurzem eine leckere Fleischbrühe.“

      Regisseur: „Fleischbrühe? Gut! Wie geht das Rezept dafür?“

      Cynthia: „Das weiss ich leider nicht.“

      Eich: „Kein Problem, ich schaue sogleich in dieser Lektüre nach.“

      Samuel Eich öffnet das Kochbuch und recherchiert das Rezept.

      Eich: „Oh, interessant.“

      Regisseur: „Was denn?“

      Eich: „Die Lektüre hat ein Glossar. Das erleichtert die Suche ungemein.“

      Regisseur: „Jetzt schau einfach nach! Cynthia, was fällt dir zu Crêpes ein?“

      Cynthia: „Crêpes gefüllt mit Hackfleisch? Oder lieber die süssliche Variante?“

      Regisseur: „Süssliche Variante?“

      Eich: „Ich hab’s! Fleischbrühe! Ich lege sogleich ein Lesezeichen auf die Seite.“

      Regisseur: „Danke, Eich! Kannst du mal nach Crêpes schauen?“

      Eich: „Natürlich!“

      Regisseur: „Also, dann gibt es von Crêpes auch süssliche Varianten?“

      Cynthia: „Ja, genau. Mit Schokoladenaufstrich. Oder mit Honig. Oder mit Früchten.“

      Regisseur: „Früchten? Das trifft sich ja super!“

      Cynthia: „Sie wollen zweimal Crêpes servieren?“

      Regisseur: „Machen wir doch gleich drei daraus. Schnetzeln wir noch ein paar Crêpes-Streifen in die Fleischbrühe.“

      Cynthia: „Warum eigentlich nicht. Wir sollten es uns nicht zu kompliziert machen.“

      Eich: „Sehe ich genauso!“

      Regisseur. „Sauber! Hast du die Crêpes gefunden, Eich?“

      Eich: „Da stand nur, siehe Omelette.“

      Cynthia (ruft zum anderen Team hinüber) : „Ha, ich hatte recht! Hörst du Bell?! Ich hatte recht mit den Omelettes!“

      Regisseur: „Konzentriert euch bitte!“

      Eich: „Gefunden! Omelettes in allen Variationen. Sogar Füllungsvorschläge sind dabei.“

      Regisseur: „Sehr gut. Schreiben wir uns doch gleich die Zutaten auf.“

      Cynthia: „Ich könnte sonst ein Foto des Rezepts mit meinem Handy machen.“

      Regisseur: „Gute Idee.“

      Eich: „Oder noch einfacher…“

      Eich reisst die besagte Seite aus dem Kochbuch raus und gleich danach auch die Seite mit der Fleischbrühe. D. Queen kommt angerannt und ist gar nicht erfreut.

      D. Queen: „Was habe ich fünf Minuten zuvor über das Kochbuch gesagt? Was?!“

      Eich: „Nur keine Sorge. Ich habe nichts rein geschrieben!“

      D. Queen (ruft laut) : „Das ist völlig inaktzeptabel!“

      Cynthia: „Bei aller Fairness: Du hast wirklich nicht erwähnt, dass man keine Seiten rausreissen darf.“

      Eich: „Das stimmt.“

      D. Queen: „Ach, euch muss man auch alles genau erklären, was?“

      Regisseur: „Ich entschuldige mich wirklich ganz herzlich für Eich. Er weiss es wirklich nicht besser. Man muss ihm explizit verbieten, wenn er etwas nicht darf.“

      Eich: „So etwas nennt man klare Kommunikation.“

      D. Queen: „Jaja. Bitte beschädigt einfach kein weiteres Eigentum hier, okay?“

      Eich. „Verstanden.“

      Regisseur: „Kommt schon, Leute! Gehen wir einkaufen!“

      Die drei gehen eilig davon. Im Supermarkt angekommen schauen sich alle zuerst mal um. Der Regisseur schmiedet auch sogleich Pläne.

      Regisseur: „Um Zeit zu sparen, teilen wir uns am besten auf. Eich, gib mal die Seiten her.“

      Eich: „Welche Seiten?“

      Regisseur: „Die, die du aus dem Kochbuch hinaus gerissen hast.“

      Eich: „Natürlich. Hier sind sie.“

      Eich überreicht dem Regisseur die beiden Seiten. Dieser schaut kurz darüber und gibt dann Cynthia und Samuel Eich jeweils eine davon.

      Regisseur: „Eich, du kaufst die Zutaten für die Fleischbrühe, Cynthia, du organisierst die Zutaten für die Omelettes. Ich werde mich um die Füllungen dieser kümmern und um die Kräuter.“

      Eich: „Natürlich. Nichts leichter als das.“

      Cynthia: „Okay. Das sollte ich hin kriegen.“

      Cynthia und Samuel Eich entfernen sich vom Regisseur und dieser geht zu den frischen Früchten.

      Regisseur: „Welche Früchte passen denn gut zu Crêpes? Äpfel sind wohl immer gut. Und Bananen… Oh, es hat auch gerade saisonale Beeren im Angebot. Noch besser. Welches davon waren nochmals die süssen? Sinelbeeren? Nehmen wir davon jede Menge. Und Jonagobeeren… Ah, Tsitrubeeren. Sehr schön. Und dann noch Prunusbeeren.“

      Ein Angestellter des Supermarktes kommt vorbei und versucht dem Regisseur, der gerade Selbstgespräche führt, zu helfen.

      Angestellter: „Entschuldigen Sie, darf ich Ihnen behilflich sein?“

      Regisseur: „Oh, gerne. Welches ist die süsseste Beerensorte, die sie im Angebot haben?“

      Angestellter: „Also mit der Pirsifbeere liegen sie nie falsch. Ansonsten ist die Magobeere noch etwas intensiver. Und wenn sie es leicht bitter mögen, sollten Sie unbedingt zur Wasmelbeere greifen.“

      Regisseur: „Perfekt. Das ist gekauft.“

      Der Regisseur legt seine Beerenmischung auf die Waage und geht weiter. Cynthia kommt dann auch sogleich zu ihm.

      Cynthia: „Ich habe alles gefunden. Brauchen wir sonst noch etwas?“

      Regisseur: „Ich brauche noch Hackfleisch und danach ein paar Gewürze. Oh, und frische Kräuter. Könntest du etwas Thymian und Rosmarin besorgen?“

      Cynthia blickt den Regisseur verwirrt an.

      Regisseur: „Da drüben. Neben der Gemüse-Abteilung. Da gibt es Kräuter. Schau einfach nach, was mit Thymian und Rosmarin angeschrieben ist und kauf die beiden.“

      Cynthia: „Okay. Tüniam und Rossarin. Ich gehe sofort los.“

      Der Regisseur geht weiter zum Tiefkühlregal und schnappt sich eine Packung Hackfleisch. Danach geht er zum Gewürzregal und schnappt sich diverse Gewürze. Cynthia kommt wieder auf ihn zu.

      Cynthia: „Ich habe die Kräuter gefunden. Glaube ich zumindest. Sind das die richtigen?“

      Cynthia hält dem Regisseur die beiden Kräuter unter die Nase.

      Regisseur: „Ja, du hättest mir auch einfach den Namen sagen können.“

      Cynthia: „Okay, tut mir leid. Wo ist denn der Professor?“

      Regisseur: „So lange war seine Einkaufliste doch gar nicht. Gehen wir ihn suchen.“

      Cynthia und der Regisseur müssen gar nicht lange suchen. Samuel Eich steht in der Gemüse-Abteilung und läuft um diese herum.

      Regisseur: „Suchst du etwas?“

      Eich: „Aber ja. Ich finde hier kein Suppenfleisch.“

      Regisseur: „Du findest kein Suppenfleisch in der Gemüse-Abteilung?“

      Eich: „Dies habe ich doch gerade erklärt.“

      Regisseur: „Woran könnte das wohl liegen, hm?“

      Eich: „An einer schlechten Anordnung des Supermarktes, vermute ich mal.“

      Regisseur: „Hast du die restlichen Zutaten zumindest gefunden?“

      Eich: „Natürlich. Bis auf das Suppenfleisch. Und bis auf das Lorblatt.“

      Regisseur: „Ach, kommt einfach mit!“

      Der Regisseur schnappt sich eine Packung Loorbeerblätter und eilt danach wieder in die Tiefkühl-Abteilung. Er sucht gerade das Suppenfleisch, da wird er von Cynthia abgelenkt.

      Cynthia: „Hey, da drüben sind Bell und die anderen.“

      Cynthia (ruft hinüber) : “Hi, Bell!“


      Cynthia winkt Bell zu, wodurch diese zu ihr hinüber kommt. Siegfried und Galagladi bleiben allerdings zurück und such weiter die Zutaten für ihre Einkaufsliste. Auch der Regisseur schnappt sich Eich und geht davon.

      Regisseur: „Ah, hier ist es ja. Siehst du? Suppenfleisch ist dort, wo auch anderes Fleisch ist. Ist doch logisch, oder etwa nicht?“

      Eich: „Nicht, wenn man Suppe kochen will.“

      Regisseur: „Ach, warum versuche ich überhaupt, mit dir zu diskutieren. Los, gehen wir zur Kasse.“

      Eich: „Sehr gut, aber sollten wir nicht Cynthia mitnehmen?“

      Regisseur (brüllt laut) : „CYNTHIA! SOFORT ZUR KASSE! JETZT!“

      Der Regisseur und Samuel Eich gehen zur Kasse, wo auch Cynthia sofort dazu stösst.

      Cynthia: „Alle Leute haben Sie angestarrt, das ist Ihnen schon klar, oder?“

      Regisseur: „Mir egal! Wir haben einen strengen Zeitplan! Also los! Zack zack!“

      Die drei legen ihre Einkäufe auf das Band und der Regisseur bezahlt mit einer Kreditkarte, welche ihm zuvor von D. Queen ausgeliehen wurde. Nach dem Einkauf gehen die drei sofort zurück in die Küche, wo der Regisseur auch sogleich wieder das Kommando übernimmt.

      Regisseur: „Also, zuerst wird ausgepackt. Die Zutaten für die Crêpes, verstauen wir zuerst da drüben. Früchte und Gemüse bitte getrennt hier hin. Und alles für die Suppe da hin, ja?“

      Cynthia: „Okay.“

      Samuel Eich und Cynthia packen aus, und der Regisseur überblickt nochmals kurz die Rezepte.

      Regisseur: „Und danach legen wir auch schon los.“

      Cynthia: „Sehr gut, wir haben soeben alles ausgepackt.“

      Regisseur: „Ich werde euch Aufgaben gemäss euren Kenntnissen verteilen. Eich, fertige schon Mal die Suppenbasis an. Ich würze dann alles nochmals nach. Cynthia, du wäschst bitte das Gemüse und die Beeren.“

      Cynthia: „In der Spülmaschine?“

      Regisseur: „Was?! Nein! Natürlich nicht!“

      Cynthia: „Dann also von Hand und mit viel Seife?“

      Regisseur: „Ohne Seife! Nur Wasser! Von Hand!“

      Cynthia: „Okay, tut mir leid. Ich stehe sonst nie in der Küche…“

      Eich: „Wo sind denn hier die Töpfe?“

      Regisseur: „Na, guck mal in die Schränke.“

      Nun kommen auch Bell, Siegfried und Galagladi hinein. Der Regisseur nickt ihnen kurz zu, was die drei aber wohl übersehen.

      Eich: „Gefunden! Der Topf war bei den Pfannen. Hinter dieser Einordnung steckt aber auch kein System.“

      Regisseur: „Nicht quatschen. Wasser in den Topf giessen.“

      Eich: „Dies ist weder der rechte Ort noch die rechte Zeit dafür.“

      Regisseur: „Warum?“

      Eich: „Na, weil Cynthia gerade den Wasserhahn benötigt.“

      Regisseur: „Cynthia, sei so lieb und mach Eich bitte kurz Platz, damit er Wasser in den Topf füllen kann. Und zwar genau 3 Liter, ja?“

      Cynthia: „Sind die Beeren sauber genug?“

      Regisseur: „Zeig mal her. Ja, die sind in Ordnung. Dann mach nachher mit dem Gemüse weiter, ja?“

      Cynthia: „Okay.“

      Regisseur: „Hast du nun die 3 Liter, Eich?“

      Eich: „Moment, ich habe die Tropfen nicht einzeln gezählt.“

      Regisseur: „Warum solltest du auch? Schau einfach am Innenrand nach, da hat es bestimmt eine Skalierung.“

      Eich: „Tatsächlich. Jetzt sind es aber mehr als 3 Liter. Jetzt muss ich nochmals von Vorne anfangen.“

      Regisseur: „Giess einfach den Überschuss weg!“

      Eich: „Ein exzellenter Vorschlag, wertet Kollege. Ich werde dem sogleich nachkommen.“

      Cynthia: „Hey, die Beeren sind echt lecker!“

      Regisseur: „Iss aber nicht alle auf!“

      Cynthia: „Ich wollte nur mal kosten.“

      Eich: „Verflixt, jetzt sind es nur 2950 Milliliter.“

      Regisseur: „Egal. Das ist nahe genug dran.“

      Eich: „Ich möchte es aber so genau wie möglich machen.“

      Regisseur: „Wir brauchen aber nur 2950!“

      Eich: „Wirklich? Im Rezept stand aber 3 Liter.“

      Regisseur: „Nach meinem Rezept sind es 2950!“

      Eich: „Zweitausendneunhundertfünfzig Liter? Das könnte länger dauern.“

      Regisseur: „Jetzt nimm das Wasser und bring es zum Kochen!“

      Eich: „Alles klar.“

      Regisseur: „Und was hast du hier verloren?“

      Der Regisseur wendet sich an Siegfried, der vor ihrem Küchenbereich herum lungert.

      Siegfried: „Ähm, Bell ist gerade etwas gestresst und will mir keine Antwort geben. Deshalb frage ich euch: Wo ist hier die Toilette?“

      Eich: „Uriniere doch einfach in die Küchenspüle.“

      Regisseur: „Niemand uriniert da rein, ist das klar?“

      Cynthia: „Den Gang runter, die Treppe hoch und danach rechts.“

      Regisseur: „Wie bitte?“

      Cynthia: „Na, dort ist die Toilette.“

      Siegfried: „Danke. Wenigstens eine Person, die mir helfen will. Auch wenn es ausgerechnet Cynthia sein muss.“

      Eich: „Die Spüle ist aber mit dem Abwasserkanal verbunden. Da kann man problemlos…“

      Regisseur: „Nein!“

      Siegfried: „Ich gehe dann mal wieder. Danke für die Hilfe.“

      Siegfried geht davon und Eich beginnt zu kichern.

      Eich: „Hihihi. Der uriniert wohl doch in die Spüle. Zumindest geht er wieder zu seinem Küchenabschnitt hin.“

      Regisseur: „Na, wenn er es in seiner Küche macht, ist das Bells Problem, nicht unseres.“

      Cynthia: „Ist das Gemüse jetzt sauber genug?“

      Regisseur: „Ja, sieht gut aus. Dann fang jetzt bitte an, das Suppengemüse zu schneiden.“

      Cynthia: „Also die Zwiebeln?“

      Regisseur: „Ja.“

      Cynthia: „Mit einem Messer?“

      Regisseur: „Ja, verdammt nochmal! Was ist daran denn so schwierig?“

      Cynthia: „Tut mir leid. Aber ich hätte dann doch noch eine klitzekleine Frage.“

      Regisseur: „Die wäre?“

      Cynthia: „Muss ich die Zwiebel immer wieder in der Mitte durchschneiden? Oder in Sreifen schneiden? Oder soll ich sie würfeln? Und muss ich sie schälen?“

      Regisseur: „Okay, weisst du was? Ich kümmere mich um das Gemüse und du befolgst strikt die Anweisungen für die Crêpes. Aber nur, bis der Teig fertig ist. Mit dem Kochen per se warten wir noch.“

      Cynthia: „Okay, das kriege ich hin.“

      Regisseur: „Und du Eich, schaust auf die Suppe. Und danach bereitest du bitte die Früchte zum Kochen vor. Nimm am besten einen anderen grossen Topf.“

      Eich: „Aber natürlich. Sobald ich fertig auf die Suppe geschaut habe, werde ich mich darum kümmern.“

      Regisseur: „Du darfst auch gerne beides gleichzeitig machen.“

      Eich: „Eine hervorragende Strategie. Ich werde mir dies kurz notieren.“

      Regisseur: „Solange du danach machst, was dir gesagt wurde…“

      Die drei kommen gerade gut in Fahrt, aber plötzlich gibt es einen lauten Knall und D. Queen ruft in der anderen Küche aus.

      Cynthia: „Was war das?“

      D. Queen (ruft in der Ferne) : „Verdammt nochmal! Was soll das?! Wisst ihr wie teuer so ein Brett ist?!“

      Regisseur: „Auf jeden Fall nicht unser Problem.“

      Cynthia: „Aber vielleicht wurde jemand verletzt.“

      Regisseur: „Es bringt nichts, wenn wir jetzt da hinübergehen. Es stehen schon vier Leute da drüben, das dürfte reichen, das Problem in Ordnung zu bringen. Arbeitet einfach weiter. Los!“

      Cynthia blickt nochmals kurz in den anderen Küchenbereich, aber anscheinend ist alles in Ordnung. Also macht auch sie sich wieder an die Arbeit. Nach kurzer Zeit sorgt Eich aber für den nächsten Unterbruch.

      Eich: „Könnt ihr mal kurz zur Seite treten. Ich muss ans Spülbecken.“

      Regisseur: „Okay. Moment mal, wieso?“

      Eich: „Weil ich den Drang verspüre, meine Blase zu entleeren.“

      Regisseur: „Dann geh verdammt nochmal auf die Toilette!“

      Eich: „Das ist aber ein ganz schöner Umweg.“

      Regisseur: „Mir egal!“

      Eich: „Na gut. Übrigens sollten Sie vielleicht mal das Fleisch in die Suppe tun.“

      Regisseur: „Guter Einwand.“

      Samuel Eich geht davon und der Regisseur, welcher zuvor die Zwiebeln in grobe Stücke geschnitten hat, ohne auch nur eine Mine zu verziehen, kümmert sich nun um die Suppe. Er begutachtet das Fleisch kritisch, schneidet einige Stücke weg, und taucht es dann vorsichtig in die Suppenbasis hinein.

      Cynthia: „Wollen Sie das Fleisch nicht zuerst vom Knochen lösen?“

      Regisseur: „Bist du verrückt? Das Knochemark verleiht dem Ganzen doch erst einen besonderen Geschmack. Zudem solltest du doch die Crêpes vorbereiten.“

      Cynthia: „Habe ich doch. Allerdings steht da, dass der Teig ruhen muss. Das heisst doch so viel wie, dass ich den Teig vorerst in Ruhe lassen soll, oder?“

      Regisseur: „Ja, du hast recht. Könntest du dann die Suppe im Auge behalten. Dann kümmere ich mich um die Beeren.“

      Cynthia: „Die Suppe im Auge behalten? Klingt einfach.“

      Regisseur: „Ist es auch. Schau einfach, dass sie nicht über kocht.“

      Der Regisseur wirft nun die Beeren in den Topf und stellt diesen auf die Herdplatte, welche er auf der niedrigsten Stufe laufen lässt. Dazu gibt er jede Menge Zucker. Allerdings wird er auch schon bald wieder von Cynthia unterbrochen.

      Cynthia: „Ähm, Herr Regisseur? Was genau bedeutet eigentlich ‚über kochen’?“

      Regisseur: „Na, was wohl? Wenn die Suppe zu heiss wird, dann kann Sie über den Topf hinaus laufen.“

      Cynthia: „So wie jetzt?“

      Regisseur: „Stell einfach den Topf von der Herdplatte weg!“

      Cynthia schiebt panisch den Topf nach hinten, der tatsächlich gerade über kocht.

      Cynthia: „Autsch! Das ist verdammt heiss. Tut mir leid, ein wenig wurde ausgeschüttet. Ich wische es gleich auf.“

      Cynthia holt sich gerade ein Lappen und will die Sauerei aufwischen, da eilt Siegfried an ihrem Küchenabschnitt vorbei und geht hinaus. D. Queen läuft ihm hinterher und scheint ihm etwas nach zu rufen.

      D. Queen (ruft herum) : „Hey! Halt! Hiergeblieben!“

      Cynthia: „Was sollte denn das?“

      Regisseur: „Zum letzten Mal: Das ist nicht unser Problem!“

      Nun kommt auch Samuel Eich wieder zurück.

      Eich: „Hallo werte Kollegen. Haben wir etwa schon Pause? Siegfried und der Leiter dieses Camps gehen gerade an die frische Luft.“

      Regisseur: „Nein, wir haben keine Pause. Und wo warst du eigentlich?“

      Eich: „Na, auf der Toilette.“

      Regisseur: „Und das dauerte so lange?“

      Eich: „Na, kommen Sie erst mal in mein Alter. Dann dauert alles viel länger.“

      Regisseur: „So viel älter wie ich bist du gar nicht.“

      Cynthia: „Soll ich den Topf wieder auf die Herdplatte stellen?“

      Regisseur: „Nein, lass Eich das übernehmen. Räum du in der Zwischenzeit mal alles ein wenig auf. Da drüben ist eine Spülmaschine. Du weisst doch, wie diese Dinger funkionieren, oder?“

      Cynthia: „Ja. Ich habe keine Ahnung vom Kochen, aber doof bin ich noch lange nicht.“

      Während die drei weiter an ihrem Menü arbeiten, kommen auch D. Queen und Siegfried wieder zurück.

      Cynthia: „Ich habe jetzt alles in die Spülmaschine gepackt. Kann ich sonst noch etwas machen?“

      Regisseur: „Lass mich mal überlegen. Die Suppe ist am kochen, die Beeren auch, oh, haben wir nicht noch Hackfleisch gekauft?“

      Cynthia: „Ja, das steht da drüben. Soll ich es auch in einen Topf geben?“

      Regisseur: „Es kommt in eine Bratpfanne und lass mich das lieber machen. Rühr du unterdessen die Beeren hier rum. Und du darfst sie auch gerne ein wenig zerstampfen.“

      Cynthia: „Mit meinen Füssen?“

      Regisseur: „Ach, komm schon! Das ist doch nicht dein ernst?!“

      Cynthia: „Mit diesem Holzlöffel hier?“

      Regisseur: „Klingt doch logischer, oder nicht?“

      Cynthia: „So langsam bin ich froh, dass ich nie koche. Das macht überhaupt keinen Spass…“

      Während Eich die Suppe im Auge behält und nebenbei die Rezepte studiert, brät der Regisseur gerade das Hackfleisch an und Cynthia rührt die Beerenmischung um. Schliesslich meldet sich D. Queen wieder zu Wort.

      D. Queen (ruft) : „Ihr habt nun noch etwa 30 Minuten Zeit. Es wäre toll, wenn ihr bis dann eure Menüs fertig habt.“

      Regisseur: „Ihr habt den Kerl gehört, Leute! Eich, bereite eine Bratpfanne für die Crêpes vor! Cynthia, behalte bitte auch die Suppe im Auge!“

      Eich: „Sollen wir die Crêpes nicht lieber in flüssiger Form servieren?“

      Regisseur: „Was? Nein! Warum?“

      Eich: „Na, dann hätten wir weniger Arbeit.“

      Regisseur: „Aber es schmeckt dann beschissen!“

      Eich: „Ach, tut es das? Na, wenn Sie meinen, werter Kollege.“

      Eich holt nun eine Bratpfanne hervor, giesst ein wenig Öl hinein und stellt auch diese Herdplatte an. Da nun alle drei Personen um die Herdplatten herum stehen, haben sie sehr wenig Platz.

      Regisseur: „Nein, nein, nein! So geht das nicht! Hier stehen zu viele Leute herum!“

      Cynthia: „Ich gehe ja schon woanders hin. Ihr beide könnt ja genauso gut auch auf die Suppe und die Beeren schauen.“

      Regisseur: „Na gut. Dann räum bitte ein wenig auf. Und putz mal hier um den Herd herum.“

      Cynthia: „Ein ‚Bitte’ wäre manchmal auch ganz nett zu hören!“

      Regisseur: „Bitte mach einfach das, was ich dir sage!“

      Cynthia: „Naja, besser als nichts…“

      Cynthia räumt ein wenig auf, studiert die Putzmittel und sprüht eines davon auf einen Waschlappen, womit sie danach unmotiviert ein wenig um die vielen Pfannen und Töpfe herum putzt. Währenddessen sind Samuel Eich und der Regisseur fleissig am kochen. Plötzlich wird der Regisseur wieder laut.

      Regisseur: „Cynthia!“

      Cynthia: „Was denn?“

      Regisseur: „Stell bitte den Backofen ein. Und leg mir einen Teller hier hin. Und du Eich, kümmere dich um das Hackfleisch. Ich werde die Crêpes anfertigen. Und nichts anbrennen lassen, ja?“

      Eich: „Selbstverständlich. Wir wollen ja nicht, dass das Essen so schmeckt, als ob es von Fäkalien getroffen wurde, nicht wahr?“

      Regisseur: „Was quatscht du da?“

      Eich: „Na, Sie sagten doch selbst, werter Kollege, dass das Essen nicht so schmecken soll. Wie sagten Sie nochmals: Beschissen?“

      Cynthia: „Das sollte man nicht wörtlich nehmen…“

      Regisseur: „Cynthia! Teller! Jetzt!“

      Cynthia: „Der steht doch schon da!“

      Regisseur: „Tatsächlich. Danke…“

      Der Regisseur hat nun die erste Cêpes fertig, und gibt diese auf den Teller, welchen er in den Backofen schiebt. Damit das Essen einfach warm bleibt, aber nicht weiter kocht, stellt er diesen entsprechend ein. Samuel Eich kümmert sich währenddessen weiter um die Suppe, die Beeren und das Hackfleisch. Und Cynthia lehnt sich an die Kücheneinheit und blickt gelangweilt umher.

      Regisseur: „Eich, was macht das Hackfleisch.“

      Eich: „Es brät fröhlich vor sich hin.“

      Regisseur: „Wir haben noch etwas Thymian übrig. Gib das bitte dazu.“

      Eich: „Mit Freuden.“

      Regisseur: „Und was machen die Beeren?“

      Eich: „Was für Bären?“

      Regisseur: „Beeren!“

      Eich: „Die sind schon ziemlich eingekocht. Das gibt eine herrliche Marmelade.“

      Regisseur: „Das soll es aber nicht. Cynthia, gib die Beeren in einen anderen Behälter und spüle den Topf ab.“

      Cynthia: „Na, meinetwegen.“

      Nach diesen Instruktionen ist die Spülmaschine voll und Cynthia sucht gerade den Knopf zum Einschalten. Sie dreht an einem Schalter und die Maschine scheint zu laufen, was Cynthia allerdings genau beobachtet.

      Regisseur: „Cynthia, wie läuft es bei dir?“

      Cynthia: „Gut. Ich warte nur auf die Spülmaschine. Und wie läuft es bei Ihnen?“

      Regisseur: „Hervorragend. Eich schneidet nachher eine Crêpe in Streifen, um diese in die Suppe zu tun.“

      Eich: „Ach, tatsächlich?“

      Regisseur: „Ja! Hier, nimm gleich dieses Exemplar.“

      Der Regisseur wirft ihm die Crêpes lässig hinüber, welche auf der sauberen Kücheneinheit landet. Nun hat D. Queen wieder etwas zu verkünden.

      D. Queen (ruft) : „Noch zehn Minuten, Leute! Versucht bitte pünktlich zu sein!“

      Die drei machen weiter, doch Cynthia hat auch schon kurz darauf eine Frage.

      Cynthia: „Weiss eigentlich jemand, wann diese Maschine hier fertig ist?“

      Regisseur: „Leuchtet etwas auf?“

      Cynthia: „Jetzt nicht mehr.“

      Regisseur: „Und zuvor?“

      Cynthia: „Zuvor schon.“

      Regisseur: „Dann mach sie auf und räum sie aus.“

      Cynthia macht die Maschine auf und eine Dampfschwade fliegt ihr entgegen.

      Cynthia: „Das ist ja wie in der Sauna.“

      Regisseur: „Keine Zeit für Spa! Ausräumen, los!“

      Cynthia will gleich den Topf ausräumen. Da dieser aber sehr heiss ist, lässt sie ihn fallen, wodurch Samuel Eich zusammenzuckt. Als er sich wieder erholt fliegt ihm das Messer, mit dem er gerade die Crêpe am schneiden war, aus der Hand. Es landet sonst irgendwo.

      Regisseur: „Was war das?“

      Cynthia: „Sorry! Meine Schuld! Tut mir leid!“

      Eich: „Bitte erschrecke mich nicht so. In meinem Alter ist zu viel Aufregung nicht gut.“

      Samuel Eich tut aber nichts weiter dergleichen und schnappt sich einfach ein neues Messer, um die Crêpe zu schneiden. D. Queen erscheint nun mit dem zuvor weggeworfenen Messer in der Hand.

      D. Queen: „Leute, es ist gefährlich, mit Messern zu werfen! Wisst ihr das denn nicht?“

      Cynthia: „Messer? Was? Tut mir leid! Das war vermutlich meine Schuld.“

      D. Queen: „Ich nehme an, es war ein Versehen.“

      Cynthia: „Ja, wir sind nur gerade etwas im Stress.“

      Regisseur: „Endspurt, Leute! Los! Die Crêpes sind so weit fertig!“

      D. Queen: „Dann lasse ich euch weiter arbeiten.“

      Regisseur: „Cynthia, bring die Beerenmischung her und schmier sie auf die Crêpes. Ich rolle diese dann zusammen. Eich, du machst das Selbe mit den Crêpes auf dem Teller da und dem Hackfleisch.“

      Die drei geben Vollgas und sie sind schon fast fertig, als D. Queen wieder ruft.

      D. Queen (ruft) : „Die Zeit wäre um! Wie lange braucht ihr noch?“

      Regisseur (ruft): „Zwei Minuten, Bitte!“

      D. Queen (ruft): „Und ihr, Bell?“

      Bell (ruft) : „Wir sind so weit fertig!“

      D. Queen (ruft) : „Dann richtet doch schon mal alles an! Und das Team vom werten Regisseur macht dies danach auch gleich!“

      Das Team um den Regisseur arbeitet nun noch schneller und sie schaffen es alles auf jeweils vier Teller anzurichten, bis D. Queen den endgültigen Stopp gibt.

      D. Queen (ruft): „Okay, Leute! Wir essen nun! Bitte serviert nun die Suppe und danach schnaufen wir erst mal ein wenig durch, okay?!“


      Das Menü von Bell

      Stopp! Verlassen wir nun das Team des Regisseurs und blicken auf Bells Team. Dazu springen wir aber in der Zeit zurück, zu dem Zeitpunkt, an dem der Kochwettbewerb startete.

      D. Queen: „Jetzt legt schon los, Leute!“

      Bell: „Genau, Siegfried! Ich brauche deine Hilfe.“

      Siegfried: „Ach ja?“

      Bell: „Bitte, lass uns einfach gut zusammen arbeiten.“

      Siegfried: „Solange wir Cynthia eins auswischen können…“

      Bell: „Versprochen. Was für eine Suppe wollen wir kochen? Ich wäre ja für eine Gemüse-Suppe.“

      Siegfried: „Aber für mich ohne Gemüse.“

      Bell: „Warum denn? Gemüse passt doch hervorragend in eine Suppe. Zudem habe ich D. Queen noch nie ein Stück Fleisch essen gesehen, du etwa?“

      Siegfried: „Keine Ahnung. Warum sollte ich dem schrulligen Typ beim Essen zuschauen?“

      Bell: „Bitte, such doch einfach mal ein Rezept für eine Gemüse-Suppe.“

      Siegfried: „Wenn es weiter nichts ist…“

      Siegfried zückt sein Smart Phone und googelt anscheinend etwas.

      Bell: „Was hältst du von einer Gemüse-Suppe, Galagladi?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Sehr schön. Dann brauchen wir als Hauptspeise etwas mit Crêpes oder Pfannkuchen. Am besten auch vegetarisch.“

      Siegfried: „Ich hätte aber lieber etwas Fleisch.“

      Bell: „Nein, nein, nein! Wir wollen doch gewinnen! Und D. Queen mag vermutlich kein Fleisch.“

      Siegfried: „Welcher Mensch mag denn bitte kein Fleisch?“

      Bell: „Such einfach ein Rezept. Sagen wir, wir füllen die Pfannkuchen mit Pilzen.“

      Siegfried: „Vegetarische Pilze?“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Bell: „Du sagst es, Galagladi. Und als Nachspeise servieren wir einen Fruchtsalat.“

      Siegfried: „Du willst doch nicht wirklich eine Salatsauce über die Früchte giessen?“

      Cynthia (ruft hinüber) : „Ha, ich hatte recht! Hörst du Bell, ich hatte recht mit den Omelettes!“

      Siegfried: „Klappe, da hinten!“

      Bell: „Können wir nun zum Thema zurück kommen? Ein Fruchtsalat hat doch keine Salatsauce. Der Begriff Salat stammt daher, weil man einfach verschiedene Früchte zusammen mischt. Und hast du jetzt das Rezept für Crêpes gefunden?“

      Siegfried: „Crêpes? Ich dachte, du willst Pfannkuchen?“

      Bell: „Ja, das will ich auch!“

      Siegfried: „Und wieso hast du überhaupt das Kommando?“

      D. Queen (ruft in der Ferne aus) : „Das ist völlig inakzeptabel!“

      Siegfried: „Siehst du? Sogar D. Queen stimmt mir zu!“

      Bell: „Tut er nicht. Er gibt offensichtlich dem Professor eins auf den Löffel. Kleiner Küchenwitz am Rande.“

      Siegfried: „Sollte ein Witz nicht witzig sein?“

      Bell: „Such einfach das Rezept! Bitte.“

      Siegfried: „Hab ich doch schon. Und die andere Seite mit der Suppe habe ich auch immer noch offen.“

      Bell: „Wirklich? Sehr gut.“

      Siegfried: „Soll ich noch den Fruchtsalat suchen?“

      Bell: „Nein, lass es gut sein. Wir stellen uns einfach selbst ein paar Früchte zusammen.“

      Galagladi: „Galagladi?“

      Bell: „Was ist denn?“

      Galagladi: „Galagladi, Gladi, Gladi.“

      Bell: „Keine Sorge, du kriegst auch noch etwas zu tun. Sobald wir mit dem Kochen anfangen, spanne ich dich voll mit ein, okay?“

      Galagladi: „Gala!“

      Siegfried: „Wenn wir heute noch dazu kommen. Das andere Team ist schon längst beim Einkaufen.“

      D. Queen (kommt vorbei) : „Na, meine Lieben. Kann ich euch irgendwie helfen?“

      Siegfried: „Also Bell kann man schon lange nicht mehr helfen.“

      Bell: „Jetzt sei mal still! Ich kann mich so nicht konzentrieren!“

      D. Queen: „Genau, lasst Bell doch euer Team anführen. Sie scheint ziemlich erfahren in der Küche zu sein.“

      Siegfried: „Na, da gehören die Frauen ja auch hin. Nicht wahr, Galagladi?“

      Galagladi: „Gala? Gladi!“

      D. Queen: „Deine Art gefällt mir immer noch nicht, Siegfried! Willst du morgen einen freien Tag, oder nicht? Wenn ja, dann solltest du dich heute benehmen.“

      Bell: „Also, Siegfried? Hast du die Rezepte gespeichert?“

      Siegfried: „Guck hier!“

      Siegfried hält Bell sein Smart Phone vor die Nase.

      Galagladi: „Galagladi? Gala, Galagladi!“

      Siegfried: „Ja, sollten wir nicht so langsam mal gehen?“

      Bell: „Verdammt, ihr habt recht! Lasst uns keine Zeit mehr verlieren!“

      Bell stürmt davon und Siegfried und Galagladi eilen ihr hinterher. Im Supermarkt angekommen, verschafft sich Bell zuerst mal einen Überblick, während Siegfried gerade die Rezepte überfliegt.

      Bell: „Okay, da sind die Früchte und gleich daneben das Gemüse. Und dort hinten hat es Eier und was man sonst noch für Crêpes braucht.“

      Siegfried: „Pfannkuchen.“

      Bell: „Was auch immer. Gehen wir zuerst mal zu den Früchten.“

      Siegfried: „Sollten wir uns nicht aufteilen?“

      Bell: „Eine gute Idee. Wie wäre es, wenn ihr beiden die Zutaten für die Crêpes…“

      Siegfried: „Pfannkuchen.“

      Bell: „…Dann meinetwegen für die Pfannkuchen kauft! Oh, und bitte auch eine Grundlage für die Suppe. Ich organisiere die Früchte und das Gemüse, ja?“

      Siegfried: „Na, da kannst du dich ja gleich zu Eich gesellen. Der steht auch ratlos da.“

      Bell: „Stimmt, vielleicht sollte ich ihm helfen.“

      Siegfried: „Er ist unser Gegner.“

      Bell: „Aber auch unser Freund. Kauft ihr beiden einfach die Zutaten für die Crêpes.“

      Siegfried: „Pfannkuchen.“

      Bell: „Das meinte ich.“

      Siegfried und Galagladi gehen davon und Bell geht zu Samuel Eich.

      Bell: „Hallo, Professor. Suchen Sie etwas?“

      Eich: „Ja, ich brauche eine Zwiebel. Und Suppenfleisch. Und ein Lorblatt.“

      Bell: „Also die Zwiebel ist das Ding hier. Sehen Sie? Das steht sogar angeschrieben.“

      Eich: „Oh, danke. Aber wo fange ich jetzt ein Lorblatt?“

      Bell: „Sollte es nicht Loorbeerblatt heissen?“

      Eich: „Nein, das wäre ein alberner Name für ein Pokémon, findest du nicht auch?“

      Bell: „Ich meinte doch… Ach, vergessen Sie es. Und das Suppenfleisch wäre wohl eher im Fleischregal, als beim Gemüse.“

      Eich: „Na, wenn du meinst.“

      Samuel Eich schnappt sich eine Zwiebel und betrachtet weiterhin genaustens das Gemüseregal. Bell hingegen geht mit einem schnellen Tempo da durch und kauft sich diverse Gemüsesorten. Danach kauft sie sich verschiedene, exotische Früchte, da sie einen Fruchtsalat der extravaganten Art machen will. Danach kommen auch schon wieder Siegfried und Galagladi zurück.

      Siegfried: „Ach, hier bist du.“

      Bell: „Ja, was gibt’s denn?“

      Siegfried: „Kannst du mal kurz mitkommen?“

      Bell: „Sicher. Gibt es ein Problem?“

      Siegfried: „Frag das lieber unseren Herrn ‚Ich will keinen Rohrzucker’.“

      Bell: „Wie bitte?“

      Die drei gehen zu den verschiedenen Zuckersorten und -packungen und Siegfried deutet auf einen Rohrzucker.

      Siegfried: „Ich finde ja diesen Zucker hier sehr gut.“

      Galagladi fuchtelt mit den Armen herum.

      Galagladi: „Galagladi, Gladi, Gladi!“

      Bell: „Und welchen Zucker hättest du lieber, Galagladi?“

      Galagladi zeigt auf einen Puderzucker.

      Bell: „Auch wenn ich es nicht gerne sage, aber ich muss Siegfried recht geben. Wir können doch keinen Puderzucker verwenden.“

      Galagladi: „Gladi?“

      Bell: „Okay, theoretisch wäre es möglich, aber warum nehmen wir nicht einfach einen klassischen, raffinierten Zucker?“

      Siegfried: „Ohne mich!“

      Bell: „Was denn? Das ist doch etwa das gleiche.“

      Galagladi räumt widerwillig den Zucker in den Einkaufskorb und die drei gehen weiter. Plötzlich ruft jemand durch die Gänge.

      Cynthia (ruft hinüber) : “Hi, Bell!“

      Cynthia winkt Bells Team zu. Diese winkt zurück.

      Bell: „Siegfried, kannst du noch die restlichen Zutaten besorgen?“

      Siegfried: „Na, klar.“

      Siegfried und Galagladi bleiben zurück und Bell geht zu Cynthia.

      Bell: „Na, wie läuft es denn so bei euch?“

      Cynthia: „Naja, der Regisseur nimmt die ganze Runde etwas streng.“

      Bell: „Ach, er ist halt auch ein guter Koch und will sich selbst etwas beweisen. Du weisst doch, wie er ist.“

      Cynthia: „Ja, eigentlich ist er ja sehr nett. Und auch obwohl ich keine Ahnung vom Kochen oder Einkaufen habe, ist er doch stets sehr geduldig mit mir.“

      Regisseur (brüllt aus der Ferne) : „CYNTHIA! SOFORT ZUR KASSE! JETZT!“

      Bell: „Na, klar.“

      Cynthia: „Sorry, ich muss los. Wir sehen uns sonst wieder in der Küche, ja?“

      Bell: „Okay, bis dann.“

      Cynthia geht eilig davon und nun kommen auch Siegfried und Galagladi wieder zu Bell, mit einem breiten Lächeln im Gesicht.

      Siegfried: „Boah, ey! Hast du das gehört?“

      Bell: „Den Regisseur? Natürlich.“

      Siegfried: „Der glaubt wohl immer noch, dass er auch ausserhalb des Drehs der Boss ist.“

      Bell: „Steng genommen, ist er das ja auch. Wir werden ja auch bezahlt, wenn wir in diesem Camp sind.“

      Siegfried: „Auch wieder wahr. Wir haben alle Zutaten. Sollten wir uns nicht auch mal beeilen?“

      Bell: „Ja, du hast recht. Los!“

      Bell stürmt zur Kasse mit Siegfried und Galagladi im Schlepptau. Sie bezahlt den Einkauf mit einer Kreditkarte von D. Queen. Danach gehen sie auch sofort zur Küche zurück, wo das Team vom Regisseur bereits losgelegt hat. Bell gerät deswegen etwas in Panik.

      Bell: „Was? Die sind schon am kochen? Okay. Kein Problem… Kein Problem… Kein Problem…“

      Siegfried: „Sollten wir nicht mal die Einkäufe auspacken?“

      Bell: „Sollten wir? Ja, du hast recht. Packen wir zuerst aus. Leg die Zutaten für die Suppe bitte da drüben hin und die Pfannkuchen da hin und das andere dann woanders…“

      Siegfried: „Ich verstehe schon.“

      Siegfried, Galagladi und Bell packen die Einkäufe aus und teilen diese in 3 Haufen ein.

      Siegfried: „Und nun?“

      Bell: „Nun… Also… Womit sollen wir anfangen?“

      Siegfried: „Du bist doch die angebliche Expertin.“

      Bell: „Bin ich? Bin ich, ja. Ähm… Was steht nochmals auf dem Menüplan?“

      Siegfried: „Gemüsesuppe, Crêpes mit Pilzen und so etwas, das sich Fruchtsalat nennt. Alles ohne Fleisch, leider.“

      Bell: „Okay. Das kriegen wir hin. Das kriegen wir doch hin, oder?“

      Galagladi: „Gala!“

      Siegfried: „Also? Womit fangen wir an?“

      Bell: „Ich weiss nicht. Ich habe keine Ahnung! Ich kann nicht gut mit Stress umgehen, okay?“

      Siegfried: „Eine Frau, die hysterisch wird. Warum überrascht mich das jetzt nicht?“

      Bell: „Sei bitte still, ja? Warum hast du denn keinen Plan?“

      Siegfried: „Ein Plan? Ich habe einen Plan. Ich schaue einfach mal, was die Anderen machen.“

      Bell: „Das geht doch nicht!“

      Siegfried: „Natürlich geht das. Pass mal auf!“

      Siegfried geht zum anderen Küchenbereich hinüber und unterhält sich mit den Leuten. Diese scheinen zwar nicht sehr hilfsbereit zu sein, aber jagen ihn auch nicht gleich weg. Währenddessen atmet Bell tief durch und unterhält sich mit Galagladi.

      Bell: „Sorry, Galagladi. Ich habe wohl etwas durchgedreht.“

      Galagladi: „Gala?“

      Bell: „Ja, jetzt geht es wieder. Ich geriet wohl nur kurz in Panik. Ich will doch nur gewinnen, verstehst du?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Danke. Also, überlegen wir doch mal. Die Suppe muss eine gewisse Zeit lang kochen. Aber zuerst müssen wir wohl das Gemüse vorbereiten. Und den Teig für die Crêpes kann auch schon vorbereitet werden. Die Crêpes selbst brauchen nicht lange, genauso wenig wie die Pilzfüllung. Jetzt haben wir es ja schon!“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Nun kommt Siegfried zurück.

      Siegfried: „Ach, die netten Leute sind aber auch immer so leichtgläubig. Da erzählt man ihnen, dass man nur wissen will, wo die Toilette ist, und dann bemerken sie gar nicht, wie sie ausspioniert werden. Und übrigens: Die kochen Fleisch!“

      Bell: „Ja, aber das wird ihnen nicht helfen. Sag mir lieber, woran sie gerade arbeiten.“

      Siegfried: „Eich hat gerade einen Topf Wasser aufgesetzt, Cynthia ertränkt gerade das Gemüse und der Regisseur spielt sich gross auf.“

      Bell: „Sehr gut. Dann machen wir es wie folgt: Galagladi: Wasch das Gemüse und die Früchte. Siegfried, setz doch auch schon Mal einen Topf Wasser auf. Und ich mache mich an die Crêpes.“

      Siegfried: „Pfannkuchen.“

      Bell: „Ja, okay. Aber sonst habt ihr es verstanden, ja?“

      Siegfried: „Na, aber logo.“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Na dann, auf geht’s!“

      Die drei haben sich ihre Arbeit gut aufgeteilt und kommen dementsprechend schnell voran. Irgendwann ist aber Galagladi fertig, und auch Siegfried zockt nur auf seinem Smart Phone irgendwelche Spiele.

      Galagladi: „Galagladi, Gladi? Gala?“

      Bell: „Ja, das ist sehr gut. Jetzt müssen wir die Früchte und das Gemüse schneiden. Schaffst du das?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Sehr gut. Und sonst lass dir von Siegfried helfen. Was machst du da eigentlich, Siegfried?“

      Siegfried: „Ich trainiere mein Dragoran.“

      Bell: „Wie bitte?“

      Siegfried: „Pokémon Rumble…“

      Bell: „Solltest du nicht auf die Suppe schauen?“

      Siegfried: „Davon hast du nichts erwähnt.“

      Bell: „Siegfried, würdest du bitte die Suppe vorbereiten. Und hilf bitte Galagladi, es wirkt etwas unsicher mit dem Messer.“

      Tatsächlich hält Galagladi gerade ein Messer in der Hand und schaut dieses kritisch an. Siegfried nimmt es ihm aus der Hand und zeigt ihm, wie es das Gemüse schneiden soll. Er hat hierfür sogar extra ein Holzbrett als Untersetzer genommen.

      Siegfried: „Siehst du? So geht das.“

      Galagladi: „Galagladi?“

      Galagladi führt nun eine Psychoklinge in der Luft aus, um seine Schneidetechnik zu demonstrieren.

      Siegfried: „Ja, ich schätze, das geht auch.“

      Galagladi führt nun eine sanfte Psychoklinge aus, wodurch das Gemüse schön zerschnitten wird.

      Galagladi: „Gala?“

      Siegfried: „Ja, sehr gut.“

      Galagladi: „Gala!“

      Galagladi legt sich nun ein hohes Tempo zu und schneidet ein Stück Gemüse nach dem anderen. Es holt dabei immer weiter aus, bis das Brett schliesslich nachgibt und in zwei Teile zerspringt. Ein lauter Knall entsteht.

      Bell: „Verdammt! Was war das?“

      Siegfried: „Also die Suppe war es nicht.“

      Galagladi: „Galagladi, Galagladi. Galagladi!“

      Nun kommt D. Queen angelaufen uns ist gar nicht erfreut über das Malheur.

      D. Queen (ruft aus) : „Verdammt nochmal! Was soll das?! Wisst ihr wie teuer so ein Brett ist?!“

      Bell: „Im Dukatia City Kaufhaus gerade Aktion. Drei Stück für nur 1200 Pokédollar.“

      D. Queen: „Wirklich? Da sollte man ja gleich zuschlagen. – Das ändert trotzdem nichts daran, dass ihr schon wieder Eigentum beschädigt.“

      Bell: „Es war ein Versehen, nicht wahr Galagladi?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Und es tut uns wirklich leid, nicht wahr Galagladi?“

      Galagladi: „Gala! Galagladi…“

      D. Queen: „Ja, schon gut. Für etwas bin ich ja versichert. Aber schaut zu, dass so etwas nicht mehr vorkommt, ja?“

      Bell: „Hast du verstanden, Galagladi?“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen geht wieder davon und Siegfried dreht sich vorsichtig um, mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

      Siegfried: „Oh man, das war ja amüsant.“

      Bell: „Was war daran jetzt bitte amüsant?“

      Siegfried: „Na, wenn der schrullige Kerl ausruft, muss ich mich immer zusammenreissen. Den kann man einfach nicht ernst nehmen.“

      Bell: „Also ich kann das.“

      Siegfried: „Spielverderberin.“

      Bell: „Solltest du nicht auf die Suppe aufpassen?“

      Siegfried: „Mache ich doch.“

      Bell: „Und warum läuft sie dann über?“

      Tatsächlich ist die Suppe wirklich kurz davor, über den Topf hinaus zu wachsen. Siegfried schiebt den Topf aber lässig zur Seite, ohne sich dafür umzudrehen.

      Siegfried: „Besser?“

      Bell: „Ja. Also Leute, geben wir wieder Vollgas, ja?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Aber nicht zu viel Vollgas, ja Galagladi?“

      Galagladi: „Gladi…“

      Galagladi schneidet das Gemüse nun mit voller Sorgfalt weiter und tut danach das Gleiche mit den Früchten. Bell hat unterdessen den Teig für die Crêpes vorbereitet und Siegfried scheint sich gerade irgendwelche Videos auf seinem Smart Phone anzusehen. Als Bell den Teig abdeckt und sich kurz erholt, wird sie gleich von Siegfried erschreckt.

      Siegfried: „Ach du Scheisse!“

      Bell (erschreckt) : „Was ist denn?“

      Siegfried: „Mein Akku ist fast leer.“

      Bell: „Und deswegen musst du ausrufen?“

      Siegfried: „Ohne mein Smart Phone können wir die Rezepte nicht mehr anschauen.“

      Bell: „Keine Sorge, ich habe alles im Kopf.“

      Siegfried: „Na klar. Als ob man dir vertrauen könnte.“

      Siegfried läuft aus dem Küchenbereich hinaus und will gerade verschwinden.

      Bell: „Hey! Wo willst du hin?“

      Siegfried (dreht sich kurz um) : „Ich hole mein Ladegerät!“

      Bell: „Nein! Bleib gefälligst hier!“

      D. Queen eilt nun herbei.

      D. Queen: „Gibt es ein Problem?“

      Bell: „Ja, Siegfried will sich hier ungefragt aus dem Staub machen.“

      D. Queen: „Ist das wahr, Siegfried?“

      Siegfried: „Ich muss nur kurz mein Ladegerät holen.“

      Siegfried dreht sich wieder um und läuft davon.

      D. Queen (ruft ihm nach) : „Hey! Halt! Hiergeblieben!“

      D. Queen geht Siegfried hinterher.

      Bell: „Es ist einfach unglaublich. Gibt es noch egoistischere Personen, wie Siegfried?“

      Galagladi: „Gladi?“

      Bell: „Ich glaube auch nicht. Hey, kommt er etwa schon wieder?“

      Statt Siegfried kommt nur Samuel Eich in die Küche. Anscheinend war er auch kurz weg.

      Bell: „Zu früh gefreut. Obwohl sich in diesem Fall die Freude ohnehin in Grenzen halten würde.“

      Galagladi: „Galagladi, Gladi.“

      Galagladi zeigt auf die Früchte, welche nun auch klein geschnitten sind.

      Bell: „Gut gemacht. Wie spät ist es eigentlich? Wir müssen uns beeilen. Gib bitte das Gemüse schon in die Suppe. Aber nur das Gemüse, nicht die Früchte, ja?“

      Galagladi: „Gala!“

      Galagladi kippt das Gemüse in die Suppe und deutet auf die Pilze.

      Galagladi: „Galagladi? Gladi?“

      Bell: „Nein, die Pilze kommen nicht in die Suppe. Aber du könntest mal kurz eine Pfanne holen und etwas Öl rein tun. Und es zum Kochen bringen. Und dann hoffen wir, dass Siegfried bald zurück kommt. Ich schaue in der Zwischenzeit, welche Gewürze hier sind, damit ich die Suppe verfeinern kann.“

      Es dauert nicht lange, bis Siegfried wieder zurück kommt und D. Queen hinter ihm her läuft und auf ihn einzureden versucht.

      D. Queen: „Hast du mich auch wirklich verstanden?“

      Siegfried: „Jaja. Ich sollte nicht einfach davon gehen. Ich sollte mich meinem Team mitteilen. Ich sollte meine Hilfe anbieten, statt mir Drachen-Videos im Internet anzusehen. Ich sollte den Angestellten lieber nett ‚Hallo’ sagen, anstatt sie zu fragen, ob es ihnen Spass macht, uns arme Schweine in der Küche schuften zu lassen. Blablabla…“

      D. Queen: „Also Einsicht klingt anders.“

      Bell: „Gut, dass du wieder da bist, Siegfried. Kannst du die Pilze anbraten. Und vielleicht eine kleine Rahmsauce dazu machen?“

      Siegfried: „Sicher. Ich werde das Rezept sogleich im Internet nachschlagen. Schliesslich habe ich ja so weit voraus gesehen, und mir mein Ladegerät geholt.“

      Bell: „Wenn du genug mit deiner Unfähigkeit geprahlt hast, dann mache bitte einfach das, was ich dir auftrage.“

      Galagladi: „Galagladi, Gala?“

      Bell: „Ja, du kannst auch etwas machen. Gib bitte mal die Früchte in eine Schüssel. Und danach räumst du bitte mal das kaputte Brett weg. Und alles, was sonst noch so herum steht.“

      D. Queen ist nun wieder in die Mitte der Küche gegangen und hat eine Ankündigung zu machen.

      D. Queen (ruft) : „Ihr habt nun noch etwa 30 Minuten Zeit. Es wäre toll, wenn ihr bis dann eure Menüs fertig habt.“

      Die drei teilen ihre Arbeit gut auf und Bell und Siegfried arbeiten gerade an ihren Menüs. Doch Galagladi kommt mit der Spülmaschine nicht ganz zurecht.

      Galagladi: „Galagladi, Galagladi! Gala!“

      Bell: „Was denn?“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Bell: „Räum einfach mal alles ein. Ich lasse sie danach für dich laufen, ja?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Siegfried, was machen die Pilze?“

      Siegfried: „Die sehen gar nicht mal so schlecht aus. Obwohl trotzdem noch etwas Fleisch darin fehlt.“

      Bell: „Egal! Ich werde dann die Crêpes anbraten und du kümmerst dich weiter um die Pilze und um die Suppe, ja?“

      Siegfried: „Mal schauen…“

      Bell: „Bitte…“

      Siegfried: „Na gut! Wenn’s denn sein muss…“

      Galagladi: „Galagladi?“

      Bell: „Hast du alles eingeräumt?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Dann mische bitte die Fruchtstücke ein wenig durcheinander. Und gib den Fruchtnektar dazu, der da steht. Giess ihn einfach darüber und rühr danach alles um, ja?“

      Galagladi: „Gala!“

      Die drei geben gerade alles und sie scheinen sehr gut in der Zeit zu liegen. Sie sind sogar fast schon fertig, als D. Queen wieder etwas zu verkünden hat.

      D. Queen (ruft) : „Noch zehn Minuten, Leute! Versucht bitte pünktlich zu sein!“

      Bell: „Das sollten wir schaffen. Siegfried, wie läuft es bei dir?“

      Siegfried: „Die Pilze sind fertig, würde ich meinen. Und die Suppe scheint auch schon gut zu sein. Aber vielleicht sollten wir doch noch ein paar Kräuter dazu geben.“

      Bell: „Eine hervorragende Idee, Siegfried. Dann stell jetzt bitte die Pilze weg und verfeinere die Suppe so, wie du magst.“

      Siegfried: „Darf ich auch Fleisch dazu geben?“

      Bell: „Nein! Wir reden hier nur von Gewürzen und Kräutern.“

      Die drei arbeiten weiter, doch plötzlich gibt es einen lauten Knall. In der anderen Küche ist gerade ein Topf auf den Boden gefallen.

      Siegfried: „Haha! Das war Cynthia!“

      Siegfried will gerade laut lachen, muss sich danach aber gleich ducken, da ein Messer angeflogen kommt.

      Siegfried: „Verdammt! Was soll das?!“

      D. Queen kommt nun herbei.

      D. Queen: „Wurde hier gerade etwas hinüber geworfen?“

      Siegfried: „Die schmeissen mit Messer auf uns! Das bedeutet Krieg!“

      D. Queen: „Lasst mich das bitte regeln.“

      Bell: „Ja, lass D. Queen das bitte regeln.“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen nimmt das Messer und geht in die andere Küche hinüber. Währenddessen sind die Crêpes alle angebraten und Bell gibt die Pilzmischung auf diese und rollt sie dann anschaulich zusammen.

      D. Queen (ruft) : „Die Zeit wäre um! Wie lange braucht ihr noch?“

      Regisseur (ruft): „Zwei Minuten, Bitte!“

      D. Queen (ruft): „Und ihr, Bell?“

      Bell (ruft) : „Wir sind so weit fertig!“

      D. Queen (ruft) : „Dann richtet doch schon mal alles an! Und das Team vom werten Regisseur macht dies danach auch gleich!“

      Da die drei noch genügend Zeit haben, richten sie ihre Menüs schon auf jeweils vier Tellern an und Bell gibt in jede Suppe noch ein Loorbeerblatt und einige zusätzliche Kräuter. Auch die Crêpes dekoriert sie mit Kräutern und auf dem Teller mit dem Fruchtsalat macht sie einen Zuckerrand und legt eine Orangenscheibe auf den Tellerrand. Siegfried beobachtet dies und ist sogar ein wenig beeindruckt.

      Siegfried: „Das sieht ja verdammt gut aus.“

      Bell: „Danke. Du weisst doch, dass das Auge mitisst.“

      Siegfried: „Solange ich nicht mit ihm teilen muss…“

      D. Queen (ruft): „Okay, Leute! Wir essen nun! Bitte serviert nun die Suppe und danach schnaufen wir erst mal ein wenig durch, okay?!“


      Das Essen

      Bell und der Regisseur stellen D. Queen jeweils ihre Suppe hin. Diesem läuft das Wasser schon im Munde zusammen. Nun holen sich auch die sechs Leute jeweils einen Teller und fangen an zu essen.

      D. Queen: „Also dann, guten Appentit!“

      D. Queen probiert zuerst die Suppe vom Regisseur.

      D. Queen: „Oh, wirklich lecker. Die vielen Kräuter harmonieren sehr gut. Toll gemacht.“

      Regisseur: „Danke. Wir haben uns sehr angestrengt.“

      D. Queen: „Und ihr habt sogar noch zusätzliche Crêpes gemacht für die Suppe, was? Nicht gerade originell, aber es passt doch sehr gut dazu.“

      Eich: „Probieren Sie mal das Fleisch, Kollege D. Queen.“

      D. Queen: „Ich bin eigentlich nicht so der grosse Fleischesser, wisst ihr?“

      Bell: „Ha, das sagte ich doch. Habe ich es nicht gesagt, Siegfried?“

      Siegfried schaufelt gerade die Suppe in sich hinein und gibt deswegen keine Antwort.

      D. Queen: „Aber ich werde das auch nicht negativ bewerten. Also wenn ich mir Siegfried so ansehe, dann muss eure Suppe ja richtig gut sein.“

      D. Queen probiert die Suppe von Bell.

      D. Queen: „Ah, auch hier sehr interessant. Eine klassische Gemüsesuppe, aber hübsch mit Kräutern dekoriert. Das gefällt mir.“

      Bell: „Danke.“

      D. Queen lässt die beiden Suppen nun stehen und scheint nicht mehr davon essen zu wollen. Siegfried, der seine Suppe schon gegessen hat, stellt D. Queen gleich direkt eine für ihn wichtige Frage.

      Siegfried: „Isst du deine Suppe etwa nicht mehr?“

      D. Queen: „Nein, ich muss Platz für die anderen Gänge lassen.“

      Siegfried: „Darf ich dann noch mehr haben?“

      D. Queen: „Bitte, tu dir keinen Zwang an.“

      Siegfried schnappt sich gleich beide Suppenteller von D. Queen und schaufelt diese ebenfalls in sich hinein.

      Bell: „Dir scheint es ja zu schmecken.“

      Siegfried: „Ich habe schon fast vergessen, wie gut selbst Gekochtes schmeckt.“

      Cynthia: „Ja, es ist wirklich sehr lecker. Auch wenn es mir den Aufwand niemals wert wäre.“

      Regisseur: „Warum denn? Hattest du keinen Spass?“

      Cynthia: „Ähm… Also…“

      Bell: „Lasst sie doch. Nicht jeder kocht gerne. Nicht wahr, Cynthia?“

      Cynthia: „Das ist wohl so.“

      Nachdem alle die Suppe gegessen haben, bittet D. Queen um den nächsten Gang.

      D. Queen: „Das war doch lecker. Ihr dürft nun die Hauptspeise bringen: Die Crêpes.“

      Regisseur: „Und wer hat die Suppenrunde gewonnen?“

      D. Queen: „Ich habe mir Notizen gemacht. Ich werde diese am Schluss auswerten.“

      Währenddessen bringen Bell und der Regisseur jeweils ihre Varianten der Crêpes. Danach holen sich alle anderen Leute auch einen Teller.

      Siegfried: „Na, dann. Haut rein, Leute!“

      Siegfried nimmt seine Crêpe gleich mit der Hand und versucht sich die ganze in den Mund zu stopfen. Die restlichen Leute essen anständig mit Messer und Gabel, sogar Galagladi. D. Queen probiert zuerst die Crêpes von Bell.

      D. Queen: „Oh, Bell. Das ist wirklich lecker. Und erst noch so hübsch angerichtet.“

      Bell: „Danke. Ich hatte jede Menge Hilfe von Siegfried und Galagladi. Und unsere Crêpe-Variante ist natürlich hundert prozentig vegetarisch.“

      D. Queen: „Wirklich ausgezeichnet. Es dürfte schwierig sein, das zu toppen.“

      Regisseur: „Ach, das kriegen wir schon hin. Ich habe mich persönlich um das Hacklfeisch gekümmert und mit jede Menge Kräutern abgeschmeckt.“

      Nun probiert D. Queen auch eine Crêpe vom Regisseur.

      D. Queen: „Oh, auch hier wieder sehr lecker. Etwas zu viel Fleisch für meinen Geschmack, aber sonst sehr gut.“

      Siegfried, der bereits aufgegessen hat, meldet sich wieder zu Wort.

      Siegfried: „Also wenn du die Crêpes nicht magst, nehme ich sie dir gerne ab.“

      D. Queen: „Natürlich. Lass mich nur noch ein weiteres Stück probieren und dann gehören sie dir.“

      Cynthia: „Du solltest wirklich nicht so viel essen, Siegfried. Du wirst immer fetter.“

      Siegfried: „Also von dir lasse ich mir noch lange nichts vorschreiben. Erst recht nicht, wenn es ums Gewicht geht.“

      Cynthia: „Was soll jetzt das wieder heissen? Ich bin sehr athletisch.“

      Siegfried: „Na, ich doch auch.“

      Siegfried hat sich während des Gespräches die beiden Teller von D. Queen geschnappt und futtert nun auch diese Crêpes weg.

      Eich: „Ah, das war lecker. Was gibt es denn zum Nachtisch?“

      Regisseur: „Das weisst du doch selbst. Du hast schliesslich mit uns zusammen gekocht.“

      Eich: „Habe ich?“

      D. Queen: „Aber das ist eine gute Idee: Tischt doch gleich den Nachtisch auf.“

      Bell und der Regisseur bringen D. Queen jeweils ihren Nachtisch.

      D. Queen: „Schon wieder Crêpes? Ich weiss jetzt nicht, ob ich das gut oder schlecht finden soll.“

      Regisseur: „Wir haben lediglich versucht, einen gemeinsamen Nenner für die Gerichte zu finden.“

      Cynthia: „Genau. Wir dachten uns, dass wir die Gerichte mit einem roten Faden verbinden wollen.“

      Eich: „Und wo soll dieser Faden bitteschön sein? So ein roter Faden kann man doch nicht übersehen…“

      Regisseur: „Das war der sprichtwörtliche rote Faden.“

      Das Team hat sich nun auch jeweils einen Teller geholt und fängt nun an zu essen.

      Siegfried: „Hey, dieser angebliche Salat ist ja richtig gut.“

      Bell: „Da musst du Galagladi dafür loben. Es hat praktisch alles selbst gemacht.“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen: „Na, das nenne ich doch mal eine Sensation: Ein Pokémon hat ganz alleine ein Gericht erstellt. Wirklich super.“

      D. Queen probiert nun auch gleich den Fruchtsalat von Bell.

      D. Queen: „Wirklich lecker. Und wieder so schön dekoriert. Und erst diese Geschmacksexplosion der exotischen Früchte. Köstlich!“

      Cynthia: „Also unser Dessert ist aber auch sehr gut.“

      D. Queen: „Na, das will ich doch gleich mal probieren.“

      D. Queen kostet nun den Nachtisch vom Regisseur.

      D. Queen: „Oh, diese Beeren. Die sind köstlich. Aber fast schon ein wenig zu süss, für meinen Geschmack.“

      Siegfried: „Also wenn du es nicht magst, ich esse gerne Süsses.“

      D. Queen: „Also diese Crêpe will ich noch aufessen. Aber den Rest darfst du gerne haben, wenn du immer noch Hunger hast.“

      Cynthia: „Siegfried scheint immer Hunger zu haben. Habt ihr euch mal geachtet, wie viele Croissants er zum Frühstück in sich hinein stopft?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Ja, so etwa fünf Stück.“

      Siegfried: „Meistens sind es sechs oder sieben. Ich muss nun mal meinen Stoffwechsel ankurbeln, damit sich meine Muckis aufbauen können.“

      Cynthia: „Was für Muckis?“

      Siegfried: „Ist dir noch nie aufgefallen, wie muskulös ich bin?“

      Cynthia: „Bei weitem nicht…“

      Bell: „Ach, unter deinem Cape bist du bestimmt ganz muskulös, Siegfried.“

      Siegfried: „Und ob! Kriege ich jetzt noch mehr vom Nachtisch.“

      D. Queen: „Meine Portionen gehören voll und ganz dir.“

      Siegfried schnappt sich wieder D. Queen Nachspeise und schlingt diese hinunter. Als auch er fertig mit dem Essen ist, rülpst er laut und legt seine Füsse auf den Esstisch.

      Siegfried: „Das war lecker. Sind wir nun fertig für heute?“

      D. Queen: „Ihr seid fertig, wenn ihr den Abwasch erledigt habt! Und nimm deine Füsse vom Tisch runter!“

      Bell: „Aber wirklich, Siegfried. So etwas gehört sich nicht.“

      Siegfried: „Ich bin aber viel zu vollgestopft, um mich zu bewegen!“

      Cynthia steht nun auf, lehnt sich über den Tisch und schmeisst Siegfrieds Füss runter.

      Siegfried: „Danke, Cynthia. Das war sehr nett von dir.“

      Cynthia: „Hä, was?“

      Siegfried: „Ich mag mich wirklich gerade überhaupt nicht bewegen. Ich bleibe einfach hier, okay? Wenn wir zu dritt in der Küche herum stehen, dann haben wir ja ohnehin keinen Platz.“

      D. Queen: „Vielleicht hast du sogar recht. Dann spülen jeweils 2 Leute aus euren Teams das Geschirr und Siegfried und Cynthia putzen den Tisch, den Boden und die Küchengeräte.“

      Cynthia: „Warum ich?“

      D. Queen: „Weil du dann mit Siegfried zusammen arbeiten kannst.“

      Cynthia: „Warum willst du mich bestrafen?“

      D. Queen: „Na, dann machen wir es folgendermassen: Siegfried ist dir unterstellt. Er muss alle deine Befehle befolgen, sonst ziehe ich ihm die Ohren lang.“

      Cynthia: „Ha, hast du das gehört, Siegfried?“

      Siegfried: „Gib mir nur kurz einen Moment…“

      Cynthia: „Wofür?“

      Siegfried: „Um dir zu zeigen, dass mir deine Befehle schnuppe sind…“

      D. Queen: „Also, Leute! Sobald ihr aufgeräumt habt, habt ihr offiziell Wochenende. Versprochen.“

      Das Team steht nun auf und bringt ihr Geschirr in ihre jeweiligen Küchenabschnitte. Nur Siegfried bleibt immer noch sitzen und stöhnt.

      Siegfried: „Ooooh, verdammt! Ich habe zu viel gegessen…“

      Cynthia: „Siegfried, steh doch nun bitte endlich auf!“

      Siegfried: „Aber nur weil du ‚Bitte’ gesagt hast.“

      Siegfried steht nun auf, aber lehnt sich an der Stuhllehne an. Cynthia schmeisst ihm einen Waschlappen an den Kopf.

      Cynthia: „Los! Mach den Tisch sauber!“

      D. Queen: „Cynthia, das kannst du auch höflicher sagen.“

      Siegfried: „Aber echt, ey!“

      Cynthia (in ironischer Stimmlage) : „Mein lieber Siegfried, wärst du bitte so nett und würdest anfangen den Tisch sauber zu machen? Das wäre wirklich ganz, ganz nett von dir, mein Lieber.“

      D. Queen: „Sehr gut.“

      Siegfried: „Baggerst du mich etwa schon wieder an, Cynthia?“

      Cynthia: „Weisst du was, Siegfried? Mich kannst du damit nicht mehr ärgern. Je mehr du meinst, dass ich auf dich stehen würde, desto mehr haben die Leute um dich herum das Gefühl, dass du in Wirklichkeit auf mich stehst.“

      Siegfried: „Pffft! Unsinn! Welcher Typ sollte schon auf dich stehen?“

      D. Queen: „Siegfried, jetzt mach endlich den Tisch sauber!“

      Siegfried: „Das kann man auch höflicher sagen!“

      D. Queen: „Bitte!“

      Siegfried: „Na, geht doch.“

      Nun hat auch Siegfried endlich angefangen zu arbeiten und Cynthia putzt gerade den Herd vom Regisseur. Die restlichen Teammitglieder sind mit dem Geschirr schon fast fertig und Bell geht zu Cynthia.

      Bell: „Brauchst du noch Hilfe, Cynthia?“

      Cynthia: „Vielleicht könntet ihr den Herd auf eurer Seite schon mal putzen. Das wäre lieb.“

      Bell: „Galagladi ist gerade daran.“

      Galagladi (ruft hinüber) : „Gala!“

      Bell: „Wow, es hat wirklich ein gutes Gehör.“

      Cynthia: „Dann sag doch bitte Siegfried, er solle sein Handy weglegen und stattdessen den Boden wischen.“

      Bell: „Okay. Ich werde mein Bestes versuchen.“

      Siegfried: „Vergiss es! Von dir nehme ich keine Befehle an!“

      D. Queen: „Siegfried, tu das, worum du gebeten wurdest!“

      Siegfried: „Na klar… Ich muss hier arbeiten, aber Eich darf verschwinden.“

      Tatsächlich läuft Samuel Eich gerade davon.

      D. Queen: „Hey! Was soll das?!“

      Regisseur: „Er muss dringend auf die Toilette!“

      Siegfried: „Und wenn ich nun auch muss?“

      Bell: „Dann geh doch einfach! Ich kann den Boden auch wischen!“

      Siegfried geht davon und Bell macht sich an die Arbeit. Nachdem die vier verbleibenden Mitglieder die Arbeit vollenden, ist D. Queen sehr zufrieden.

      D. Queen: „Sehr gut. Das reicht auch schon. Ich werde dann heute Abend die Gewinner des Wettbewerbes bekannt geben.“

      Cynthia: „Was gab es eigentlich zu gewinnen? Hoffentlich nicht nur diese albernen Glitzersterne, oder?“

      D. Queen: „Doch! Genau diese!“

      Bell: „Das ist doch super. Dürfen wir diese Glitzersterne dann auch mit nach Hause nehmen?“

      D. Queen: „Natürlich.“

      Regisseur: „Was soll man denn damit anfangen können?“

      Bell: „Damit kann man doch hübsch Sachen dekorieren.“

      Galagladi: „Gala?“

      Cynthia: „Also ich bin kein Fan davon. Meinetwegen darfst du am Ende des Campes alle meine Glitzersterne haben.“

      Regisseur: „Dito!“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Wirklich? Das ist total nett von euch. Danke.“

      D. Queen: „Also, los! Geniesst das schöne Wetter. Aber geht nicht zu weit weg, ja? Und wenn ihr wollt, dann können wir heute Abend noch einen Film gucken.“

      Cynthia: „Was steht zur Auswahl?“

      D. Queen: „Ich habe einige wunderbare Tanzfilme mit hervorragendem Soundtrack.“

      Cynthia: „Ach, da fällt mir ein, ich wollte ja eigentlich wieder mal joggen gehen. Und heute Abend soll das Wetter ja ideal dafür sein.“

      Regisseur: „Also ich schaue mir gerne den Film an.“

      Bell: „Und ich habe nichts Besseres zu tun.“

      Siegfried (taucht wieder auf) : „Ohne mich!“

      D. Queen: „Es ist auch nicht verpflichtend. Aber wer mag, darf gerne mitkommen.“

      Bis zum Abendessen scheinen sich alle noch zu entspannen und danach gibt D. Queen endlich den Gewinner des Kochwettbewerbes bekannt.

      D. Queen: „Also, ihr habt sicher schon darauf gewartet…“

      Eich: „Worauf?“

      D. Queen: „Auf die Bekanntgabe der Gewinner.“

      Eich: „Gewinner? Wovon?“

      D. Queen: „Des Kochwettbewerbes!“

      Eich: „Und wann war der?“

      D. Queen: „Heute!“

      Eich: „Und wer hat daran überhaupt teilgenommen?“

      Regisseur: „Na wir alle! Und jetzt lass D. Queen bitte ausreden.“

      D. Queen: „Danke! Der Punkt für die Vorpeise geht an das Team des Regisseurs. Vor allem die vielen Kräuter waren hier ausschlaggebend. Aber auch Bells Suppe war sehr lecker.“

      Regisseur: „Jawoll!“

      Eich: „Was? Haben wir gewonnen?“

      Cynthia: „Bisher nur die erste Runde.“

      D. Queen: „Und der Hauptgang geht an das Menü von Bell. Die Pilze waren wirklich hervorragend. Aber auch das Hackfleisch war nicht schlecht.“

      Siegfried: „Ha! Damit ist es jetzt wohl unentschieden!“

      Cynthia: „Aber der letzte Punkt geht an uns! Oder? Oder?!“

      Bell: „Bitte beruhige dich, Cynthia! Es geht hier nur um Glitzersterne. Kein Grund, sich so hineinzusteigern.“

      Galagladi: „Gala!“

      Cynthia: „Ich gewinne nun mal gerne…“

      D. Queen: „Aber man muss auch lernen zu verlieren. Denn der letzte Punkt geht an den Fruchtsalat von Bell. Vor allem die hübsche Dekoration war hier ausschlaggebend.“

      Siegfried. „Ha! Ich bin besser als du, Cynthia!“

      Cynthia: „Ach, du hast mich in einer einzigen Disziplin geschlagen! Das heisst noch lange nichts! Und ich verschwinde dann mal!“

      D. Queen: „Wo willst du hin?“

      Cynthia: „Ich brauche etwas Bewegung und frische Luft.“

      D. Queen: „Aber sei spätestens um Mitternacht wieder zurück, ja?“

      Cynthia: „Na, meinetwegen.“

      Siegfried: „Hey, warte mal! Ich komme mit. Ich möchte nicht diesen albernen Film sehen.“

      Siegfried und Cynthia verschwinden und die restlichen Leute machen sich einen gemütlichen Filmabend. Währenddessen hat sich Siegfried in den Kopf gesetzt, Cynthia seine Sportlichkeit zu zeigen und versucht mit ihrem Tempo beim Joggen mitzuhalten.

      Cynthia (während dem Joggen, etwas ausser Atem) : „…Und zudem hatte ich überhaupt keine Erfahrung im Kochen. Aber ich habe mich wirklich super eingegliedert. Das zählt doch schliesslich auch was, oder?“

      Siegfried (läuft Cynthia hinterher, aber ist völlig ausser Atem) : „Ja… Nein… Was…? Pause…?“

      Cynthia (etwas ausser Atem) : „Du willst eine Pause? Wir laufen doch erst seit einer halben Stunde.“

      Siegfried (völlig ausser Atem) : „Zu viel… Gegessen… Heute…“

      Cynthia verlangsamt nun das Tempo und hält an. Siegfried stoppt ebenfalls und liegt nun auf den Boden.

      Cynthia (etwas ausser Atem) : „Du solltest halt nicht so viel essen.“

      Siegfried (völlig ausser Atem) : „Ich… Weiss…“

      Cynthia: „Warum wolltest du überhaupt mit mir mitkommen? Ich dachte, du kannst mich nicht ausstehen.“

      Siegfried (ausser Atem) : „Das… Stimmt…“

      Cynthia: „Aber du wolltest wohl auch nicht diesen dämlichen Film schauen, was?“

      Siegfried (ausser Atem) : „Genau…“

      Cynthia: „Ich hoffe, dass wir morgen etwas Sinnvolles machen dürfen.“

      Siegfried (etwas ausser Atem) : „Und was?“

      Cynthia: „Naja. Ich würde liebend gerne zum Duellberg gehen. Du nicht auch?“

      Siegfried (etwas ausser Atem) : „Oh ja! Das wäre toll!“

      Cynthia: „Stell dir mal vor, wie zwei so talentierte Trainer wie wir, alle in Grund und Boden stampfen würden!“

      Siegfried (etwas ausser Atem) : „Ich bin dabei!“

      Cynthia: „Du hast aber keine Zulassung!“

      Siegfried: „Das kann man leicht fälschen. Und sonst leihe ich mir die vom Regisseur. Ich sehe ihm doch ähnnlich, oder?“

      Cynthia: „Na klar. Ihr seide beide fett und unsportlich!“

      Siegfried: „Ha, das glaubst du vielleicht!“

      Siegfried steht nun wieder auf und scheint völlig fit zu sein.

      Siegfried: „Ich zeige dir, wie sportlich ich bin! Los, weiter geht’s!“

      Siegfried läuft davon und Cynthia joggt ihm hinterher. Glücklicherweise sind die beiden bis Mitternacht wieder zurück, so dass niemand Ärger kriegt.
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • Das Orre-Camp (Tag 7) – 9. Runde: Der Chill-Out Tag (oder das, was davon übrig blieb)

      Ort: Camp, Hauptgebäude; Zeit: 0700 Uhr

      Da D. Queen dem Team erlaubt hat, so lange zu schlafen, wie sie möchten, ist bisher nur Samuel Eich aufgestanden. Nachdem er zuerst wieder auf die Toilette gegangen ist, geht er in das Gebäude hinein, da draussen kein Buffet errichtet wurde. Dafür gibt es im Hauptgebäude jede Menge Brotsorten, Joghurt, Fleisch, Käse und alles, was sonst das Herz begehrt. Samuel Eich schnappt sich einen Teller und legt sich sein Frühstück darauf. Danach schnappt er sich eine Zeitung und studiert diese gründlich bis auf jedes Detail. D. Queen ist auch schon auf und spricht ihn an.

      D. Queen: „Guten Morgen, Professor. Sie sind wohl auch ein Frühaufsteher, nicht wahr?“

      Eich: „Aber natürlich. Das ist die Macht der Gewohnheit. Schon seit über hundert Jahren stehe ich um diese Uhrzeit auf.“

      D. Queen: „Ach, so alt sind Sie doch gar nicht.“

      Eich: „Kommt immer darauf an, wie man zählt.“

      D. Queen: „Falls Sie etwas brauchen, dann fragen Sie einfach das Personal. Ich muss noch ein paar Dinge erledigen. Wir sehen uns aber sicherlich später, ja?“

      Eich: „Wie Sie meinen, werter Kollege.“

      Ort: Camp, Hauptgebäude; Zeit: 0800 Uhr

      Samuel Eich sitzt immer noch am Esstisch. Nun kommen auch Bell und Cynthia ins Gebäude hinein. Sie sind anscheinend gerade erst aufgestanden, unterhalten sich aber trotzdem schon.

      Cynthia: „Wirklich, Bell. Es wäre kein Problem. Du darfst mich sehr gerne mal beim Joggen begleiten. Ich werde mein Tempo auch dir entsprechend anpassen.“

      Bell: „Ja, aber ich sollte lieber mal zuerst für mich alleine anfangen. Ich mag es nicht, wenn man mir zusieht.“

      Eich: „Guten Morgen, werte Kollegen. Seid ihr auch schon auf?“

      Bell: „Guten Morgen, Professor. Gerade erst aufgestanden. Und Sie?“

      Eich: „Ach, ich konnte nicht mehr schlafen. Deswegen bin ich schon seit drei Stunden auf.“

      Cynthia: „Seit drei Stunden? Na, Sie sind ja nicht zu beneiden.“

      D. Queen kommt nun wieder hinein, gefolgt von Galagladi.

      D. Queen: „Er ist gerade mal eine Stunde wach.“

      Bell: „Guten Morgen, D. Queen. Und wie lange sind Sie schon auf?“

      D. Queen: „Ach, ich stehe jeden Tag um sechs Uhr auf. Ich will mein Camp schliesslich im Auge behalten.“

      Bell, Cynthia und Galagladi schnappen sich nun auch jeweils einen Teller und frühstücken in Ruhe. Danach plaudern sie über dies und das. Nur Samuel Eich ist immer noch in die Zeitung vertieft.

      Ort: Camp, Hauptgebäude; Zeit: 0900 Uhr

      Samuel Eich hat seine Zeitung von vorne bis hinten durchgelesen und sich aus irgendeinem Grund auch Notizen darin gemacht. Er versucht nun dem Gespräch von Bell, Cynthia und Galagladi zu folgen. Der Regisseur kommt währenddessen auch hinein und füllt seinen Teller mit jeder Menge Fleisch und Käse, so dass dieser fast schon zu klein ist. Er setzt sich zu seinem Team.

      Regisseur: „Guten Morgen. Ist es nicht herrlich, auszuschlafen?“

      Bell: „Guten Morgen, Herr Regisseur. Ja, das ist es.“

      Eich: „Könntet ihr mir jetzt nochmals das Ergebnis eurer Forschungen erläutern?“

      Cynthia: „Das waren keine Forschungen.“

      Bell: „Ja, Cynthia meinte nur, dass mir ein pinkfarbener Lippenstift gut stehen würde.“

      Eich: „Und diese Behauptung ist durch welche Tatsachen gestützt?“

      Regisseur: „Lass es gut sein, Eich. Liest du die Zeitung eigentlich noch?“

      Eich: „Ich bin damit durch.“

      Regisseur: „Darf ich sie dann haben?“

      Eich: „Aber natürlich. Ich habe schon jede Menge Notizen dazu gemacht.“

      Samuel Eich übergibt dem Regisseur die Zeitung, bei welcher alle leeren Stellen mit irgendwelchen sinnlosen Notizen besudelt wurden.

      Regisseur (etwas mürrisch) : „Danke…“

      Eich: „Sie dürfen meine Notizen gerne weiter verwenden.“

      Der Regisseur gibt keine Antwort, sondern breitet die Zeitung neben sich aus, während er gemütlich anfängt zu essen.

      Ort: Camp, Hauptgebäude; Zeit: 1000 Uhr

      Nach einer satten Stunde hat der Regisseur endlich sein Frühstück beendet und Cynthia, Bell und Galagladi stehen auf, weil sie nun einen gemütlichen Spaziergang machen wollen. Eich ist unterdessen zu einem Fenster gegangen und beobachtet einige Schwalbini und andere Vogel-Pokémon, wie er meinte.

      Eich: „Oh, interessant… Ein prachtvolles Exemplar. Oh, dieses Verhalten ist für diese Region wirklich sehr prägend…“

      Regisseur: „Was laberst du da?“

      Eich: „Wussten Sie, werter Kollege, dass es da draussen noch zahlreiche unerforschte Pokémon-Gattungen gibt? Es wäre sogar möglich, dass neue Typen entdeckt werden.“

      Regisseur: „Aber da draussen sind doch nur Schwalbini.“

      Eich: „Aber auch diese könnten sich in anderen Regionen anders angepasst haben. Nehmen wir beispielsweise unseren beliebten Nager Rattfratz. Der hat sich in den meisten Regionen ähnlich angepasst. Nur in der Alola-Region, hat es eine beispiellose Entwicklung durchgeführt. Betrachten wir es mal von dieser Seite…“

      Samuel Eich fängt an, dem Regisseur beide Ohren voll zu labern. Dieser heuchelt zwar Interesse, studiert aber parallel dazu weiterhin die Zeitung.

      Ort: Irgendwo in der Steppe östlich von Emeritae; Zeit: 1000 Uhr

      Cynthia, Bell und Galagladi geniessen das schöne Wetter und machen gerade einen Spaziergang. Die Stimmung ist so friedlich, wie schon lange nicht mehr. Zumindest zu Beginn.

      Cynthia: „Ach, wisst ihr Leute. Eigentlich ist diese Region hier sehr schön.“

      Bell: „Allerdings. Ich wusste gar nicht, dass eine trockene Steppe trotzdem so voller Leben stecken kann. Seht mal da drüben, zum Beispiel. Da ist ein Noktuska.“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Cynthia: „Du willst doch nicht etwa kämpfen, oder?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Lass es gut sein, Galagladi. Du hast schon ewig lange nicht mehr gekämpft. Ich weiss noch nicht mal, welche Attacken du beherrscht.“

      Cynthia: „Eine tolle Trainerin bist du, Bell…“

      Bell: „Hey, ich interessiere mich nun mal mehr für Forschungen als für Kämpfe.“

      Cynthia: „Dann hast du also Angst, gegen das Noktuska zu kämpfen, was?“

      Bell: „Gar nicht wahr!“

      Cynthia: „Dann zeig doch mal, was ihr so drauf habt.“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Also gut, Galagladi, du bist dran!“

      Galagladi geht in Angriffsposition und das wilde Noktuska scheint ebenfalls kampfbereit zu sein.

      Bell: „Also, Noktuska ist vom Typ Pflanze und Unlicht. Das heisst es hat jede Menge Schwächen, die wir ausnutzen können.“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Galagladi, setze deinen Tempohieb ein!“

      Galagladi: „Gala?“

      Galagladi dreht sich zu Bell um und blickt diese fragend an. Das Noktuska nutzt die Gelegenheit und greift Galagladi hinterrücks mit einer Nietenranke an.

      Galagladi: „Gala!“

      Cynthia: „Bell, du musst aufpassen! Und Galagladi können normalerweise keinen Tempohieb erlernen!“

      Bell: „Okay! Dann setzte einfach deine stärkste Kampf-Attacke ein, ja?“

      Galagladi: „Gala!“

      Galagladi greift Noktuska mit einem Nahkampf-Angriff an, wodurch dieses auch gleich K.O. geht. Als es wieder zu sich kommt, ergreift es panisch die Flucht.

      Cynthia: „Das war gar nicht mal schlecht. Du hättest durchaus Potenzial, eine grosse Trainerin zu werden.“

      Bell: „Danke. Aber ich möchte mich wirklich lieber auf die Forschungen konzentrieren. Da draussen gibt es so viele unentdeckte Pokémon-Arten.“

      Cynthia: „Manchmal klingst du wie Professor Eich.“

      Bell: „Auch wenn er nicht immer sehr umgänglich ist, eines muss man ihm lassen: Er hat die Forschungen auf eine völlig neues Niveau angehoben.“

      Cynthia: „Wohl wahr. Wohl wahr.“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Bell: „Du willst noch mehr kämpfen? Na, meinetwegen. Als nächstes ist dieses Knacklion da drüben fällig. Laubklinge, los!“

      Während Bell und Galagladi trainieren, gibt ihnen Cynthia jede Menge nützliche Tipps. Irgendwann gehen die drei aber wieder zum Camp zurück.

      Ort: Camp, Hauptgebäude; Zeit: 1200 Uhr

      Siegfried ist nun gerade aufgestanden. Zwar nicht pünktlich genug, um zu frühstücken, dafür überpünktlich für das Mittagessen. Bell, Cynthia und Galagladi sind nun auch wieder zurück und Samuel Eichs Vortrag, den er für den Regisseur gehalten hat, wurde auch erst gerade vor kurzem beendet. D. Queen bringt dem Team das Essen.

      D. Queen: „Na dann, lasst es euch schmecken. Was habt ihr heute eigentlich so vor, meine Lieben?“

      Cynthia: „Sind heute alle Läden geschlossen oder hat in Emeritae noch ein Supermarkt offen?“

      D. Queen: „Die schliessen heute Nachmittag gegen zwei Uhr. Falls du etwas brauchst, dann solltest du gleich nach dem Essen aufbrechen.“

      Cynthia: „Werde ich. Danke.“

      Siegfried: „Oh, wenn du da schon hin gehst, bring mir bitte Kekse mit.“

      Cynthia: „Wenn du etwas brauchst, musst du schon selbst hingehen.“

      Siegfried (mit vollem Mund) : „Hjnh hngh hmm mpftpf.“

      Bell: „Siegfried! Bitte zeige doch mal Tischmanieren!“

      D. Queen: „Ja, wirklich. Oder willst du deinen heutigen Gratis-Glitzerstern doch nicht?“

      Bell: „Gratis-Glitzerstern?“

      D. Queen: „Ja, als Geschenk dafür, dass ihr schon eine Woche durchgestanden habt.“

      Cynthia: „Was war eigentlich nochmals der Sachrpreis, den man bei dieser Sternensache gewinnen kann?“

      D. Queen: „Ein Geheimnis.“

      Siegfried: „Aber bitte nicht schon wieder so ein geistiger Preis, wie bei der albernen Schatzsuche.“

      Cynthia: „Ja, das wäre wirklich nicht schön.“

      Regisseur: „Ist ja auch egal. Bell hat den Preis schon so gut, wie in der Tasche.“

      D. Queen: „Wenn ihr euch aber alle anstrengt, erhaltet ihr alle auch einen Preis. Und überhaupt: Ihr könnt Bell noch aufholen.“

      Bell: „Ja, das könnt ihr. Also strengt euch an.“

      Siegfried: „Ohne mich!“

      Eich: „Im Grunde genommen ist dieser Preis ja völlig irrelevant.“

      Regisseur: „Warum das?“

      Eich: „Na, weil wir doch schon alle gewonnen haben. Wir sind hier alle zusammen an einem wunderschönen Ort und haben uns näher kennen gelernt. Was will man mehr? Zudem konnte ich einige Vogel-Pokémon beobachten. Wenn es so weiter geht, dann haben wir bald alles über diesen Pokémon-Typen erforscht.“

      Regisseur: „Ein wahres Wort. Also der erste Teil deines Monologes. Den zweiten Teil ignorieren wir wohl besser. Also, Leute: Auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.“

      Bell: „Dem kann ich mich nur anschliessen.“

      Siegfried: „Na, meinetwegen.“

      Galagladi: „Gala!“

      Cynthia: „Auf unser Team!“

      Die drei stossen mit ihren Getränken an und essen in Ruhe auf. Siegfried und Cynthia gehen danach los zum Supermarkt.

      Ort: Camp, Sportplatz; Zeit: 1300 Uhr

      Der Regisseur hat sich unterdessen in sein Zelt gelegt, weil er seinen Rücken strecken muss, wie er selbst sagte. Bell, Samuel Eich und Galagladi haben sich unterdessen einen Volleyball geschnappt und spielen diesen im Dreieck umher. Allerdings wird Eich plötzlich abgelenkt.

      Eich: „Stopp! Hört sofort auf zu spielen!“

      Bell: „Was ist denn?“

      Eich: „Na da drüben!“

      Eich zeigt zu einem Baum.

      Bell: „Ich sehe nichts. Und du, Galagladi?“

      Galagladi: „Gladi!“

      Eich: „Jetzt seid ganz leise.“

      Samuel Eich schleicht sich zum Baum hin und greift zu einem seiner Pokébälle.

      Eich: „Pokéball, los!“

      Samuel Eich wirft einen Pokéball, der irgendetwas einzufangen scheint.

      Eich. „Hervorragend! Ausgezeichnet!“

      Bell: „Was war denn los?“

      Eich: „Ein seltenes Pokémon! Ich habe es gefangen.“

      Bell: „Wie selten? Etwa ein schillerndes?“

      Eich: „Besser!“

      Bell: „Ein legendäres?“

      Eich: „Noch besser!“

      Bell: „Arceus höchstpersönlich?“

      Eich: „Viel besser. Sieh selbst! Du bist dran, Schwalbini!“

      Eich lässt sein neu gefangenes Schwalbini aus dem Pokéball heraus.

      Bell: „Ein… Schwalbini?“

      Eich: „Ja! Ist es nicht ein herrliches Exemplar?“

      Bell: „Es sieht ganz normal aus.“

      Eich: „Nein, sieh mal genauer hin.“

      Bell und Galagladi nähern sich nun beide dem Schwalbini, können aber nichts Ungewöhnliches erkenne.

      Bell: „Ich gebe auf. Was ist denn daran so besonders?“

      Eich: „Na seine Schwanzfedern liegen näher zusammen. Das sieht man doch.“

      Bell: „Und was ist jetzt daran besonders?“

      Eich: „Na, um den Vogel-Typen besser zu erforschen, ist dieses Exemplar mehr als nur geeignet. Es könnte das fehlende Bindeglied sein.“

      Bell: „Ach ja?“

      Galagladi: „Gala?“

      Eich: „Ich erkläre es euch nochmals…“

      Eich hält auch für Bell und Galagladi einen Monolog. Bell ist zwar zuerst sehr interessiert, aber verliert dann auch irgendwann das Interesse und schaut hilfesuchend zu Galagladi. Dieses ist jedoch schon eingeschlafen.

      Ort: Emeritae, Supermarkt; Zeit: 1300 Uhr

      Cynthia hat sich einige Früchte und eine Packung Reiswaffeln gekauft und streift nun durch das Getränkeregal. Siegfried hingegen hat sich mit Schokolade und Keksen eingedeckt und will sich nun auch etwas zu Trinken kaufen.

      Siegfried: „Hey, Cynthia! Wo steht denn hier das Bier?“

      Cynthia: „Hier gibt’s keinen Alkohol.“

      Siegfried: „Also kein Bier?“

      Cynthia: „Nö.“

      Siegfried: „Ach, Mist.“

      Cynthia: „Dafür hat es jede Menge anderer Getränke.“

      Siegfried: „Ach, ich schau lieber mal im Laden um die Ecke nach. Vielleicht gibt es dort etwas Alkoholisches.“

      Cynthia: „Streng genommen unterliegen wir aber einem Alkoholverbot.“

      Siegfried: „Also ich habe nichts dergleichen unterzeichnet. Du etwa?“

      Cynthia: „Auch wieder wahr.“

      Cynthia schnappt sich eine grosse Flasche Mineralwasser und die beiden gehen zur Kasse. Zu Siegfrieds Enttäuschung hat der sogenannte Laden um die Ecke allerdings an Sonntagen geschlossen. Dafür hat Siegfried etwas anderes entdeckt.

      Siegfried: „Hey, sieh mal!“

      Cynthia: „Was denn?“

      Siegfried: „Hier, der Wegweiser. Zum Duellberg benötigt man nur eine Stunde zu Fuss.“

      Cynthia: „Ich weiss nicht recht. Dürfen wir uns so weit vom Camp entfernen?“

      Siegfried: „Wurde es dir etwa verboten?“

      Cynthia: „Nicht direkt…“

      Siegfried: „Mir auch nicht. Also ich gehe jetzt auf jeden Fall zum Duellberg.“

      Siegfried läuft in Richtung Duellberg davon und Cynthia plagen gerade Gewissensbisse. Sie entschliesst sich dann aber doch dazu, Siegfried nachzugehen. Sei es auch nur deswegen, weil sie keine Lust dazu hat, D. Queen zu erklären, warum sie ihn nicht aufgehalten hat. Dies hätte aber wohl ohnehin niemand gekonnt.

      Ort: Camp, Sportplatz; Zeit: 1400 Uhr

      Samuel Eich hält immer noch einen Monolog über irgendwelche ominösen Forschungen, die offensichtlich von Grund auf falsch sind. Bell hat dies nun lange genug ertragen und sucht einen Vorwand, um das endlich abzubrechen.

      Bell: „Stopp!“

      Eich: „Ja, genau. Stopp könnte ebenfalls ein neuer Pokémon-Typ sein.“

      Bell: „Nein. Ich meinte: Stopp, ich muss dringend aufs Klo!“

      Eich: „Wie du meinst. Reden wir danach noch weiter?“

      Bell: „Das geht leider nicht, weil… Also weil…“

      Bell blickt nervös umher und sieht den Regisseur, wie er gerade aus seinem Zelt kommt.

      Bell: „Ich muss dem Regisseur noch dabei helfen… Beim Dingsda…“

      Eich: „Beim Dingsda?“

      Bell: „Naja, das Ding, wobei er Hilfe braucht. Von mir. Unterhalten Sie sich doch in der Zwischenzeit mit Galagladi.“

      Galagladi wacht nun auf und sieht wie Bell weg geht. Danach blickt er Eich an, der gerade Luft holt für einen weiteren Monolog. Schliesslich rennt es panisch weg.

      Galagladi: „Galaaaaaa!“

      Eich: „Na, dann trainiere ich in der Zwischenzeit mein Schwalbini. Aber zuerst muss ich seine Schwanzfedern nochmals genauer begutachten.“

      Ort: Camp, Zeltplatz; Zeit: 1400 Uhr

      Der Regisseur ist gerade von seinem Nickerchen erwacht und aufgestanden, da kommt auch schon Bell auf ihn zugerannt.

      Bell: „Bitte, Sei müssen mir helfen.“

      Regisseur: „Was ist denn?“

      Bell: „Tun sie einfach so, als ob wir zusammen eine Besprechung hätten.“

      Nun kommt auch Galagladi dazu.

      Galagladi: „Gala!“

      Regisseur: „Darf ich zuerst mal einen Kaffee trinken?“

      Bell: „Natürlich. Los, gehen wir ins Hauptgebäude. Und nicht umdrehen.“

      Der Regisseur dreht sich um.

      Regisseur: „Warum nicht?“

      Bell: „Er verfolgt uns doch nicht etwa?“

      Regisseur: „Wer? Da drüben ist nur Eich, der ein Schwalbini trainiert. Seit wann hat der denn ein Schwalbini?“

      Bell: „Nicht fragen. Gehen wir einfach. Bitte.“

      Regisseur: „Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich für all das hier zu alt bin…“

      Bell, Galagladi und der Regisseur gehen hinein, wo Bell dem Regisseur die ganze Geschichte erklärt.

      Ort: Duellberg; Zeit: 1400 Uhr

      Cynthia: „Jawoll! Da wären wir endlich. Wir waren ja doch schneller, als erwartet. Siegfried, kommst du?“

      Cynthia ist zwar schon beim Duellberg oben angekommen, doch Siegfried hat etwas Mühe, dem Pfad zu folgen. Schliesslich kommt er doch noch völlig ausser Atem an.

      Siegfried (ausser Atem) : „Ich… brauche… habe… Durst…“

      Cynthia: „Hier, du darfst etwas von meinem Wasser haben.“

      Siegfried (ausser Atem) : „Ich sagte, ich habe Durst…“

      Cynthia: „Und womit kann man den Durst löschen? Ganz recht: Mit Wasser!“

      Siegfried (ausser Atem) : „Wasser ist zum Waschen da…“

      Cynthia: „Na, vielleicht gibt es hier drin noch andere Getränke.“

      Cynthia und Siegfried gehen in das Hauptgebäude vor dem Duellberg.

      Cynthia: „Hi, wir würden gerne den Duellberg in Angriff nehmen.“

      Empfangsdame: „Natürlich. Dann müssen sie sich zuerst hier registrieren.“

      Während sich Cynthia dem Registrierungsprozess hingibt, hat Siegfried einen Getränkeautomaten gefunden, bei welchem er gleich eine Flasche Limonade bezieht. Diese trinkt er in einem Zug aus und wirft die Flasche in einen Container für Altglas, welcher gleich daneben steht. Cynthia scheint nun schon registriert zu sein und kommt zu Siegfried hinüber.

      Cynthia: „Na, das ging ja schnell. Aber man muss seine Zulassung zeigen, damit man hier registiert wird. Tut mir leid, Siegfried.“

      Siegfried: „Ach, verdammt! Jetzt habe ich mir keine andere Zulassung ausgeliehen. Dabei wollte doch mein Dragoran so gerne kämpfen.“

      Cynthia: „Hey, weisst du was? Wir können ja ein paar deiner Pokémon trotzdem kämpfen lassen?“

      Siegfried: „Und wie willst du das anstellen?“

      Cynthia: „Indem du sie mir leihst.“

      Siegfried: „Ich soll dir meine Pokémon leihen? Ich?! Dir?!“

      Cynthia: „Na, überleg doch mal. Wenn wir jeweils unserer drei stärksten Pokémon mitnehmen und du mir bei den Kämpfen zur Seite stehst, dann schlagen wir alle mit links.“

      Siegfried: „Das ist das absurdeste… Warte mal, was kann man eigentlich gewinnen?“

      Cynthia: „Die haben irgend so ein Coupon-System. Man kann hier TMs und Items dafür erhalten.“

      Siegfried: „Und wir würden uns die Preise teilen?“

      Cynthia: „Ja, sicher.“

      Siegfried: „Also gut. Welche Pokémon hast du?“

      Die beiden beraten sich und stellen ein Team zusammen. Kurz darauf bestreiten sie auch schon den ersten Kampf.

      Ort: Camp, Sportplatz; Zeit: 1500 Uhr

      Samuel Eich ist gerade dabei sein Schwalbini zu trainieren. Er hat sich dafür einige wilde Waumpel als Gegner ausgesucht. D. Queen läuft zudem gerade vorbei und Eich scheint sein Interesse geweckt zu haben.

      D. Queen: „Na, hallo, mein Lieber. Was machen Sie denn da?“

      Eich: „Ich habe mir zuvor dieses zauberhafte Prachtexemplar hier gefangen. Sehen Sie? Und nun bin ich im Begriff, dieses zu trainieren.“

      D. Queen: „Ein Schwalbini also? Aber die gibt es doch überall.“

      Eich: „Natürlich, aber vergleichen Sie doch mal das Bild aus dem Pokédex hier, mit diesem Exemplar hier.“

      Samuel Eich hält D. Queen seinen Pokédex hin, und dieser versucht einen Unterschied zu erkennen.

      D. Queen: „Und worauf sollte ich jetzt achten?“

      Eich: „Schwanz!“

      D. Queen: „Hey! Wir benutzen hier nur anständige Worte!“

      Eich: „Wie meinen?“

      D. Queen: „Ach so! Sie meinen, ich solle mir den Schwanz von Schwalbini ansehen. Und ich dachte schon, dass wir wieder beleidigende Wörter verwenden…“

      Auch nach diesem Hinweis kann D. Queen immer noch keinen Unterschied erkennen. Er versucht aber mitzuspielen.

      D. Queen: „Ja, das sieht ja schon nach einem besonders schönen Exemplar aus, was sie da gefangen haben.“

      Eich: „Dann haben Sie also auch bemerkt, dass der Winkel und der Abstand der beiden Schwanzspitzen leicht verändert ist?“

      D. Queen: „Natürlich. Wenn man genau hinsieht, dann merkt man das.“

      Eich: „Wissen Sie, ich möchte unbedingt mal den Vogel-Typen etwas genauer untersuchen.“

      D. Queen: „Was hat es mit diesem Vogel-Typ eigentlich auf sich?“

      Samuel Eich hält auch für D. Queen einen Monolog, und dieser scheint seine Frage schon sehr bald zu bereuen. Trotzdem versucht er so höflich wie nur möglich zu bleiben und hört Eich geduldig zu.

      Ort: Camp, Hauptgebäude; Zeit: 1500 Uhr

      Bell, der Regisseur und Galagladi haben sich dazu entschlossen, ein Kartenspiel zu spielen. Aufgrund mangelnder Alternativen haben sie sich für eine Runde Uno entschieden. Sogar Galagladi hat die Regeln schnell gelernt.

      Bell: „Galagladi! Du bist dran.“

      Galagladi: „Gala?“

      Regisseur: „Wenn du keine Karte spielen kannst, musst du eine aufnehmen.“

      Galagladi zieht widerwillig eine Karte. Bell und der Regisseur machen schnell ihre Züge und Galagladi kann die zuvor gezogene Karte wieder los werden. Schliesslich hat es nur noch zwei Karten auf der Hand, wobei es auch eine von diesen gleich wieder los wird und nun anfängt zu lächeln. In der vermeintlich letzten Runde spielt Galagladi dann diese Karte aus und strahlt voller Freude über die gewonnene Runde.

      Galagladi: „Gala!“

      Regisseur: „Nein, nein, nein! Das gilt nicht!“

      Galagladi: „Gala?“

      Regisseur: „Du hast nicht ‚Uno’ gesagt. Jetzt musst du nochmals fünf Karten aufnehmen.“

      Bell: „Es ist doch nur eine Karte. Und zudem haben wir ihm diese Regel ja auch gar nicht erklärt.“

      Galagladi: „Gala?“

      Bell: „Schon okay. Du hast trotzdem gewonnen. Und ausserdem kann Galagladi gar nicht ‚Uno’ sagen.“

      Regisseur: „Warum spielen wir dann überhaupt dieses Spiel. Holen wir lieber etwas anderes.“

      Bell: „Wir könnten auch draussen etwas spielen.“

      Regisseur: „Aber nichts, wo man sich bewegen muss.“

      Galagladi zeigt auf das Fenster.

      Galagladi: „Galagladi, Galagladi. Gala!“

      Bell: „Stimmt, der Professor ist ja auch immer noch draussen.“

      Regisseur: „Jetzt stellt euch doch nicht so an. Auch wenn eine seiner Forschungen mal daneben liegt, kann man ihn ja auch immer noch darauf hinweisen.“

      Bell: „Na, wenn Sie meinen.“

      Bell räumt die Karten ab und durchsucht die Schränke nach weiteren Spielen.

      Ort: Duellberg; Zeit: 1500 Uhr

      Cynthia: „Yeah, friss das, du erbärmliche Trainerin!“

      Cynthia hat mit Siegfrieds Dragoran und ihrem Knackrack gerade eine alte Dame auf dem Duellberg besiegt und kann sich in ihrem Eifer nicht zurück halten.

      Siegfried: „Na, was sagte ich dir? Ist mein Dragoran stark oder was?“

      Cynthia: „Ich gebe es nur ungern zu, aber es ist verdammt stark. Du hast es sauber trainiert, die richtigen Attacken beigebracht und mit dem Item lagst du auch goldrichtig. Diese Z-Attacke haut aber auch verdammt rein!“

      Siegfried: „Tja, wenn die einzige brauchbare Flug-Attacke einen Z-Kristall benötigt, muss man Kompromisse eingehen. Übrigens hast du dich ziemlich gut geschlagen. Also für eine Frau.“

      Cynthia: „Kannst du nicht einfach mal auf diesen respektlosen, unnötigen Teilsatz verzichten?“

      Siegfried: „Was laberst du schon wieder?“

      Cynthia: „Machen wir einen Kompromiss: Wenn ich alle hundert Trainer mit unseren Pokémon besiege, dann fängst du damit an, Frauen und Männer als gleichberechtigt zu behandeln.“

      Siegfried: „Abgemacht. Aber zuerst musst du mal so weit kommen.“

      Cynthia: „Also dann: Nehmen wir den nächsten Trainer auseinander, los!“

      Cynthia geht voller Übereifer weiter und Siegfried geht fröhlich hinter ihr her.

      Ort: Camp, Hauptgebäude; Zeit: 1600 Uhr

      Der Regisseur wollte noch ein paar geschäftliche Anrufe tätigen und ist deswegen in ein Nebenzimmer verschwunden. Bell und Galagladi haben unterdessen den Fernseher in Beschlag genommen. Eigentlich wollten sie ja draussen ein wenig spielen, aber da Samuel Eich immer noch dort ist und D. Queen einen Vortrag hält, worin die beiden keinesfalls involviert werden möchten, mussten sie umplanen.

      Bell: „Umschalten, bitte.“

      Galagladi hält voller Freude die Fernbedienung und hat anscheinend Spass, die Knöpfe zu betätigen.

      Galagladi (drückt einen Knopf) : „Gala!“

      Bell: „Nein, weiter bitte.“

      Galagladi (drückt einen Knopf) : „Gala!“

      Bell: „Weiter…“

      Galagladi (drückt einen Knopf) : „Gala!“

      Bell: „Oh, warte mal! Das kenne ich doch.“

      Galagladi: „Gala?“

      Bell: „Ist das nicht dieser bekannte Pokéwood-Film?“

      Galagladi: „Gala?“

      Bell: „Aber den habe ich bestimmt schon drei mal gesehen. Läuft sonst nichts Besseres?“

      Galagladi (drückt einen Knopf) : „Gala!“

      Da zumindest Galagladi seinen Spass hat, bleibt Bell ihm zuliebe sitzen.

      Ort: Camp, Sportplatz; Zeit: 1700 Uhr

      Eich: „…aber das ist noch nicht alles. Stellen Sie sich erst mal vor, welche Pokémon in anderen Regionen andere Formen haben könnten. Und andere Fähigkeiten. Und andere Typen, die vielleicht noch nicht mal entdeckt wurden.“

      D. Queen (enorm gelangweilt) : „So wie der Vogel-Typ?“

      Eich: „Was? Nein! Hören Sie mir überhaupt zu?! Ich spreche hier von völlig unbekannten Typen.“

      D. Queen (enorm gelangweilt) : „Jaja. Ganz toll.“

      Eich: „Diese Anpassung kann durch wirklich alle mögliche Faktoren geschehen. Egal ob Lebensraum, Ernährung…“

      D. Queen (schreckt plötzlich auf) : „Ernährung?! Verdammt, wie spät ist es?“

      Eich: „So etwa fünf. Aber nicht nur die Ernährung spielt eine Rolle.“

      D. Queen: „Hier und jetzt aber schon! Ich muss doch schauen, dass das Essen vorbereitet wird!“

      Eich: „Aber natürlich. Ich hoffe, ich habe Sie nicht aufgehalten.“

      D. Queen: „Nein, natürlich nicht. Es war sehr schön mit Ihnen zu plaudern.“

      Eich: „Ich kann Ihnen sonst gerne noch mehr erzählen.“

      D. Queen: „Ach, wissen Sie was? Ich werde einfach mal eines Ihrer Bücher lesen. Das ist bestimmt sehr aufschlussreich.“

      Eich: „Eine hervorragende Idee.“

      D. Queen geht eilig davon und Eich trainiert nun wieder sein Schwalbini.

      Ort: Camp, Hauptgebäude; Zeit: 1700 Uhr

      Der Regisseur hat sich nun vor dem Fernseher breit gemacht und schaut irgendwelche seltsamen Seifenopern. Galagladi hat zuvor einen kleinen Ball gefunden, den er mit Bell zusammen hin und her spielt.

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Sei bitte vorsichtig, Galagladi! Du hättest beinahe die Lampe getroffen.“

      Galagladi: „Gladi?“

      Bell: „Ja, hast du das etwa nicht gesehen?“

      Galagladi: „Gladi.“

      Regisseur: „Gebt mal Ruhe! Es gibt hier auch Leute, die sich konzentrieren müssen.“

      Bell: „Worauf denn?“

      Regisseur: „Na, der Typ da hat gerade eine Dreiecksbeziehung mit der Schwester seiner Frau und was der Gärtner damit zu tun hat, weiss ich immer noch nicht.“

      Bell: „Klingt saudämlich!“

      Galagladi: „Gala!“

      Galagladi hat nun den Ball mit voller Wucht getreten, und dieser ist genau an ein Bild an der Wand geflogen. Dieses kracht hinunter, aber scheint sonst noch unversehrt zu sein.

      Bell: „Galagladi!“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Was habe ich dir vor einer Minute gesagt?“

      Galagladi: „Gala!“

      Regisseur: „Ist etwas passiert?“

      Bell: „Nur ein Bild ist hinunter gefallen. Aber es sieht noch ganz aus.“

      Regisseur: „Hänge es lieber schnell wieder hin. Wenn D. Queen erfährt, dass ihr noch mehr Eigentum beschädigt, dann ist seine Geduld langsam weg.“

      Bell hängt das Bild wieder hin, da kommt auch schon D. Queen hinein.

      D. Queen: „Hey! Bilder sind zum Ansehen da, nicht zum Anfassen!“

      Regisseur: „Genau, Bell! Hör auf D. Queen!“

      Bell: „Entschuldigung. Ich wollte nur… Das Bild hing schief.“

      D. Queen: „Wirklich? Jetzt wo du es sagst… Richte es doch noch ein wenig nach links aus. Noch ein wenig. Stopp! Ja, jetzt sieht es gut aus. Danke, Bell.“

      D. Queen geht in die Küche und Bell und Galagladi warten peinlich berührt, bis er auch endlich verschwindet.

      Bell: „Das war knapp…“

      Galagladi: „Gala!“

      Galagladi tritt den Ball nun wieder mit voller Kraft, wodurch dieser dem Regisseur an den Kopf fliegt.

      Regisseur: „Jetzt reicht es aber! Spielt gefälligst draussen weiter!“

      Bell: „Vielleicht sollten wir das wirklich…“

      Bell und Galagladi gehen hinaus.

      Ort: Duellberg; Zeit: 1700 Uhr

      Siegfried: „Sag mal, Cynthi…“

      Cynthia: „Cynthi?“

      Siegfried: „Ja, das ist doch ein toller Spitzname, oder etwa nicht?“

      Cynthia: „Nein, Siggi!“

      Siegfried: „Also ich könnte mich mit ‚Siggi’ anfreunden.“

      Cynthia: „Dann nenn' mich meinetwegen halt Cynthi. Auch wenn das ja eigentlich schon die Kurzform für Synthesizer ist.“

      Siegfried: „Also, Cynthi – Wird dir das langsam nicht zu dämlich? Du hast nun schon über sechzig Trainer besiegt und unsere Pokémon gingen noch nicht einmal K.O.“

      Cynthia: „Na, sagt das nichts über mein Talent als Trainerin?“

      Siegfried: „Schon gut, schon gut. Wenn es unbedingt sein muss, dann werde ich dir den Gefallen machen. Also hör genau hin, weil ich das bestimmt niemals wiederholen werde. Also pass jetzt auf: Du bist eine gute Trainerin!“

      Cynthia: „Darauf kannst du Gift nehmen! Und jetzt nehmen wir das letzte Drittel in Angriff! Los, los, los!“

      Cynthia rast davon und Siegfried lässt sich davon auch ein wenig anstecken.

      Ort: Camp, Hauptgebäude; Zeit: 1800 Uhr

      Bell, Galagladi, Samuel Eich, der Regisseur und D. Queen sitzen gerade am Esstisch. Obwohl das Essen bereit steht, hat noch niemand damit angefangen. Zudem sind zwei weitere Portionen aufgetischt.

      D. Queen: „Kommt schon, Leute. Ich werde niemanden bestrafen. Weiss denn wirklich niemand, wo Cynthia und Siegfried sind.“

      Bell: „Vielleicht hat Cynthia Siegfried getötet und sucht sich gerade einen Platz, um seine Leiche zu verbuddeln…“

      Alle starren Bell schockiert an.

      Bell: „Na, toll. Da macht man einmal einen Witz und dann geht es gleich so daneben…“

      Eich: „Ach, das war ein Witz? Jetzt verstehe ich ihn.“

      Eich fängt an zu kichern.

      D. Queen: „Das war nicht witzig. Falls ihr die beiden heute noch seht, schickt sie bitte zu mir. Ich werde hier irgendwo im Hauptgebäude sein. Es stört mich ja nicht, wenn jemand eine Mahlzeit auslässt, aber man könnte mir dies schon mitteilen. Das wäre ja wohl das Geringste. Es ist ja nicht so, dass das Zubereiten von Mahlzeiten eine anstrengende Aufgabe ist…“

      Regisseur: „Ich werde es den Beiden sonst auch nochmals mitteilen. Aber sollten wir jetzt nicht anfangen zu essen?“

      D. Queen: „Wohl wahr. Guten Appentit!“

      Die fünf Leute fangen an zu essen.

      Ort: Duellberg; Zeit: 1800 Uhr

      Cynthia ist gerade mitten in einem Kampf, der wohl nicht ganz so gut läuft, wie sie es gerne hätte.

      Cynthia: „Ach, verdammte Scheisse! Scheisse, scheisse, scheisse!“

      Siegfried: „Lass dich nicht unterkriegen, Cynthia! Versuche es weiter!“

      Cynthia: „Diese verdammte Scheiss-Strategie von dem blöden Scheisskerl da! Wer spielt bitteschön nur Toxin und Komprimator oder Doppelteam auf jedem Pokémon?! Das ist einfach nur feige!“

      Siegfried: „Ich weiss! Und gerade deswegen musst du ihm zeigen, dass er sich mit den falschen angelegt hat!“

      Cynthia: „Du hast recht! Aerodactyl, setz nochmals Klauenwetzer ein! Und du Togekiss, komm zurück! Dafür bist du dran, Lucario!“

      Siegfried: „Genau. Aerodactyl hat nun drei Klauenwetzer-Boosts! Damit sollte es nun ziemlich genau zuschlagen können.“

      Cynthia: „Das ist der Plan, Siggi!“

      Siegfried: „Na dann, enttäusche mich nicht, Cynthi!“

      Die Pokémon haben alle ihre Befehle ausgeführt, so dass nun schon wieder die nächste Runde stattfindet.

      Cynthia: „Und jetzt ist Zahltag angesagt. Aerodactyl, Steinkante auf dieses beschissene Sleimok! Und du Lucario, Turbotempo auf Farbeagle!“

      Trotz Cynthias anscheinender, vorhergehender Pechsträhne treffen beide Angriffe mitten ins Schwarze.

      Cynthia: „Jaaaaaa! Friss das du erbämlicher Wurm!“

      Siegfried: „Jawoll! Damit wurdest du besiegt du jämmerlicher Loser!“

      Nachdem Cynthia ihre Pokémon zurückgezogen hat, gehen sie und Siegfried weiter und würdigen ihren Gegner keines Blickes mehr.

      Ort: Camp, Hauptgebäude; Zeit: 1900 Uhr

      Alle Leute sitzen noch um den Tisch herum, da niemand Samuel Eich unterbrechen möchte, der es wieder mal geschafft hat, den Vogel-Typ zu erwähnen.

      Eich: „…Jedoch muss man hierbei unbedingt beachten, dass Vogel-Attacken zwar die gleiche Wechselwirkungen wie der Flug-Typ haben, aber sich dennoch völlig anders spielen. Vogel-Attacken wie Schnabel können nämlich nur von Vogel-Pokémon erlernt werden. Allerdings gibt es hierbei auch wieder Ausnahmen, wie beispielsweise Golking oder Cavalanzas. Darüber hinaus gibt es aber auch einige Attacken, wie Aero-Ass, die man sowohl dem einen als auch dem anderen Typen zuordnen könnte…“

      Während Eich weiter seinen Monolog hält und die Leute um ihn herum schon fast einschlafen, blickt der Regisseur in die Runde. Auch er möchte Samuel Eich nur ungern unterbrechen oder ihm gar vorhalten, dass seine Theorien völlig absurd sind, aber trotzdem will er sein Team aus dieser misslichen Lange befreien.

      Regisseur: „Hey! Hört ihr das?!“

      Samuel Eich hört nun auf zu reden und alle starren den Regisseur an.

      Regisseur: „Das klingt doch wie der Feueralarm, oder nicht?“

      Alle sehen den Regisseur verwirrt an, nur Bell scheint ihm folgen zu können.

      Bell: „Aber ja! Wir sollten vielleicht das Gebäude evakuieren.“

      Galagladi: „Gala?“

      Eich: „Also ich höre beim besten Willen nichts.“

      D. Queen: „Das liegt wohl daran, dass der Alarm viel zu leise eingestellt ist. Ich gehe gleich mal nachsehen.“

      Bell: „Und ich helfe Ihnen dabei. Ich kümmere mich auch in unserer Sendung um solche Dinge.“

      Regisseur: „Und ich werde das überwachen.“

      Bell, D. Queen und der Regisseur gehen davon. Galagladi, welches vor lauter Erschöpfung die ganze Finte gar nicht mitgekriegt hat, sieht sich kurz um, entdeckt, dass es mit Samuel Eich alleine ist, und ergreift panisch die Flucht nach draussen.

      Galagladi: „Galaaaa!“

      Eich: „Na so was aber auch. Da sollten wir das Gebäude evakuieren, und dabei gehen alle noch weiter ins Gebäude hinein. Na, was solls. Dann gehe ich halt in mein Zelt und schreibe meine Gedanken zum Vogel-Typ nieder.“

      Samuel Eich verlässt das Gebäude nun auch.

      Ort: Duellberg; Zeit: 2000 Uhr

      Cynthia: „Es hat lange gedauert. Länger als mir lieb ist. Aber endlich stehen wir uns gegenüber.“

      Cynthia hat 99 Trainer in Folge besiegt und steht nun ihrem letzten Gegner entgegen. Siegfried freut sich dabei fast noch mehr, als Cynthia selbst.

      Siegfried: „Zeigen wir es ihm! Los!“

      Gegner: „Na, dann. Du musst ziemlich talentiert sein, wenn du es bis hierhin geschafft hast. Aber deine Glückssträhne wird nun ein Ende haben.“

      Cynthia: „Glückssträhne? In den letzten Kämpfen habe ich so wenig Volltreffer wie noch nie gelandet. Und selbst Steinkante war plötzlich extrem ungenau! Ich hatte kein Glück! Dass ich hier stehe, ist nur Können!“

      Siegfried: „Genug gelabert! Kämpft endlich!“

      Cynthia: „Recht hast du, Siggi! Dragoran, Knakrack, ihr seid dran!“

      Gegner: „Zwirrklop, Letarking, ihr seid dran! Zwirrklop, Wertewechsel auf Letarking! Letarking, Rückehr auf Knakrack!“

      Cynthia: „Dragoran, Drachentanz! Knakrack, Mega-Entwicklung und dann Schwerttanz!“

      Der Kampf läuft rasend schnell ab und Cynthia und ihr Gegner geben einen Befehl nach dem anderen.

      Cynthia: „Knakrack, Wutanfall auf Letarking! Dragoran, nochmals Drachentanz!“

      Gegner: „Zwirrklop, Spukball auf Knakrack, Letarking, nochmals Rückkehr!“

      Cynthia: „Ha, das hast du nicht kommen, sehen was?!“

      Gegner: „Zurück, Letarking! Los, Latias! Draco Meteor auf Knakrack, sofort! Zwirrklop, Wertewechsel auf Dragoran!“

      Cynthia: „Könnte dir so passen! Knakrack, zerstöre Latias mit deinem Wutanfall! Dragoran, du weisst, was zu tun ist: Finaler Steilflug auf Zwirrklop, loooooos!“

      Siegfried: „Ja, zeig es ihnen, Cynthi! Mach mich stolz, Dragoran!“

      Cynthia scheint auch bei diesem Gegner keine grossen Probleme zu haben und kann den Kampf stark dominieren.

      Ort: Camp, Hauptgebäude; Zeit: 2000 Uhr

      D. Queen hat vorgeschlagen, einen Film zu schauen, worauf Bell und der Regisseur eingewilligt haben. Der Regisseur scheint allerdings schon etwas müde zu sein und kann der Handlung kaum folgen.

      Regisseur: „Wer ist denn dieser Kerl schon wieder?“

      Bell: „Na, das war der Typ, der dem Protagonist zuvor eine reingehauen hat.“

      D. Queen: „Schhhh! Es gibt auch Leute, die den Film sehen wollen.“

      Regisseur: „Worüber reden die da überhaupt?“

      Bell: „Na, über das, was ich Ihnen doch gerade gesagt habe.“

      D. Queen: „Schhhh!“

      Regisseur: „Wann wird denn hier endlich herum geschossen in dem Film?“

      Bell: „Gar nicht! Aber es gibt noch ein Tanzduell!“

      D. Queen: „Jetzt reicht es mir aber! Seid still oder verschwindet!“

      Regisseur: „Eine gute Idee! Ich muss sowieso noch einen Anruf tätigen.“

      Der Regisseur geht davon und Bell und D. Queen schauen sich den Film weiter an.

      Ort: Irgendwo in der Steppe östlich von Emeritae; Zeit: 2100 Uhr

      Galagladi hat sich verlaufen, weil es zu weit in die Steppe hinaus gerannt ist. Es versucht gerade irgendwelche Merkmale der Umgebung wiederzuerkenne, was ihm aber nicht gelingt.

      Galagladi: „Galagladi? Galaaaaaa!“

      Auch nach seinem Rufen scheint es noch alleine zu sein, da keine Antwort erfolgt. Galagladi blickt sich nochmals in alle Richtungen um, und schlägt danach spontan einen Weg ein.

      Galagladi: „Gladi!“

      Ort: Duellberg; Zeit: 2100 Uhr

      Cynthia hat gerade ein Abzeichen erhalten, weil sie alle hundert Gegner am Stück besiegt hat. Es wurde sogar ein kleines Bankett für sie angerichtet. Siegfried schlägt sich unterdessen gerade den Wanst voll und auch Cynthia würde lieber endlich mal etwas essen, statt mit irgendwelchen Fremden Small Talk zu machen, weswegen sie leicht unkonzentriert ist.

      Cynthia: „Ja, genau. Ich bin das Oberhaupt der Sinnoh-Liga.“

      Unbekannter: „Na, dann wolltest du uns wohl dein Talent demonstrieren, was?“

      Cynthia: „Ja, ich denke schon.“

      Unbekannter: „Und von wo genau aus Sinnoh kommst du?“

      Cynthia: „Ja, Top Vier aus Sinnoh.“

      Unbekannter: „Du wohnst direkt in der Liga? Das wusste ich gar nicht. Wie lebt es sich denn dort so?“

      Cynthia: „Ja, es lebt sich dort.“

      Siegfried (ruft hinüber) : „Hey, Cynthi! Komm mal hier her! Diese Miesmuscheln musst du unbedingt probieren!“

      Cynthia: „Ihr entschuldigt mich, aber ich habe noch nichts gegessen.“

      Unbekannter: „Mit hungrigem Magen gewonnen. Das nenne ich mal eine Kunst. Bis dann, Cynthia.“

      Cynthia: „Ja, ich bin Cynthia.“

      Ort: Camp, Zeltplatz; Zeit: 2100 Uhr

      Samuel Eich hat eine Laterne mit ins Zelt genommen, damit er sich Notizen machen kann. Nun kommt auch der Regisseur ins Zelt.

      Eich: „Guten Abend, Kollege. Möchten Sie noch weiter über meine Forschungen diskutieren?“

      Regisseur: „Blos nicht. Woher hast du die Laterne?“

      Eich: „Die stand in einem Werkzeugschuppen zur freien Verfügung.“

      Regisseur: „Du hast sie doch nicht einfach unerlaubt entwendet, oder?“

      Eich: „Definieren Sie ‚unerlaubt’. Und ‚entwendet’.“

      Regisseur: „Ach, lass es gut sein. Ich muss jetzt mal eine Mail schreiben.“

      Eich: „Geht es um meine Forschungen?“

      Regisseur: „Wohl kaum. Es geht um unseren Kollegen Siegfried, und wie wir ihm seine Zulassung wieder beschaffen können. Apropopos? Sie haben ihn nicht zufällig gesehen, oder?“

      Eich: „Nicht wirklich zufällig, aber er war heute beim Mittagstisch anwesend.“

      Regisseur: „Und danach?“

      Eich: „Danach war er nicht mehr anwesend.“

      Regisseur: „Ich meine, ob du ihn gesehen hast?“

      Eich: „Das sagte ich doch gerade.“

      Regisseur: „Nein, ich meinte nach dem Mittagessen.“

      Eich: „Heute?“

      Regisseur: „Ja, verdammt!“

      Eich: „Dann nein…“

      Regisseur: „Geht doch. Und jetzt bring die Laterne zurück, bevor D. Queen davon Wind kriegt.“

      Eich: „Wie Sie meinen, werter Kollege.“

      Eich nimmt die Laterne und geht davon, während der Regisseur sein Notebook startet.

      Ort: Camp, Hauptgebäude; Zeit: 2200 Uhr

      Der Film ist nun zu Ende und D. Queen möchte den Abend ebenfalls beenden.

      D. Queen: „Also, Bell, Liebes. Wir müssen morgen wieder früh aufstehen. Du solltest vielleicht auch zu Bette gehen.“

      Bell: „Mache ich, D. Queen.“

      D. Queen: „Gute Nacht, Bell.“

      Bell: „Gute Nacht, D. Queen.“

      D. Queen geht in einen Nebenraum und Bell verlässt das Gebäude und zieht sich in ihr Zelt zurück.

      Bell: „Seltsam… Cynthia ist immer noch nicht hier. Wo steckt sie bloss?“

      Ort: Duellberg; Zeit: 2200 Uhr

      Cynthia hat nun auch endlich etwas gegessen und da ihr Champagner offeriert wurde, haben sie und Siegfried sich gut daran bedient. Siegfried scheint den Alkohol noch etwas besser als sie zu vertragen, trinkt aber trotzdem noch weiter.

      Cynthia (lallt etwas) : „Nein, Siggi! Isch meine es voll ernst, weisste? Du bist ein guter Trainer. Ein rischtisch guter Trainer!“

      Siegfried: „Danke, Cynthi. Aber du bist auch eine talentierte Trainerin. Vielleicht sogar fast genauso talentiert wie ich.“

      Cynthia (lallt etwas) : „Du meinst wohl, dass wir beide gleisch talentiert sind, oder?“

      Siegfried: „So in etwa.“

      Cynthia (lallt etwas) : „Ha, das merke isch mir. Und isch werde es dir vorhalten. Immer und immer und immer und immer wieder.“

      Siegfried: „Vielleicht sollten wir langsam mal zurück gehen, meinst du nicht?“

      Cynthia: „Lass misch nur nosch mein Glas leeren. Hoppla! Ist ja schon leer…“

      Cynthia fängt an zu lachen und steht auf. Danach versucht sie ihren Mantel anzuziehen, was ihr beim siebten Versuch endlich gelingt. Siegfried trinkt danach gleich noch die Flasche aus und die beiden machen sich bereit zu gehen.

      Ort: Emeritae, mitten im Dorfzentrum; Zeit: 2300 Uhr

      Siegfried und Cynthia laufen laut singend durch das Dorf. Immer wieder mal hört man ein Bewohner des Dorfes, wie sie die beiden aus dem Fenster heraus ermahnen. Die beiden scheinen es allerdings kaum mitzukriegen.

      Cynthia & Siegfried (singend, wenn auch nicht sehr schön) : „We are the champions, my friends! And we irgendwas lala end! We are the champions! We are the champions! No time for losers 'cause we are the champions! Of the World“

      Cynthia (stark beduselt) : „Also… Jezz binisch ein bissschen verwiehrt. Sinn wir hier wirklüsch suvohr schon durschgegangangen, Siggi?“

      Siegfried (stark beduselt) : „Na klaro, Cynthi! Da drüben is dosch der Fasserwall!“

      Cynthia fängt wieder an zu lachen.

      Siegfried (stark beduselt) : „Was isn jezz schon wiedähr?“

      Cynthia (stark beduselt und immer noch am Lachen) : „Du hass so voll Fasserwall jesagt. Das Ding heisst aber eigendlisch Wassasserfall, weisste?“

      Siegfried fängt nun auch an zu lachen.

      Siegfried (stark beduselt und auch am Lachen) : „Du hast rescht, Cynthi!“

      Die beiden schlagen ihren Weg weiter ein, in der Hoffnung irgendwann wieder bei ihrem Camp anzukommen.

      Ort: Camp, Zeltplatz; Zeit: 2355 Uhr

      Siegfried und Cynthia haben es nun endlich geschafft anzukommen.

      Siegfried (stark beduselt) : „Siehst du, Cynthi! Isch habe dosch gesascht, dassas der rischtische Wesch iss! Cynthi, wo bistu? Na toll, jezz habe isch sie verloren.“

      Cynthia fängt schon wieder an zu lachen.

      Cynthia (stark beduselt und am Lachen) : „Man, Siggi! Ischschtehe dosch so voll hinter dir, Siggi, Alta!“

      Nun kommt Galagladi vorbei schaut die beiden grimmig an und verzieht sich in sein Zelt. Offenbar hat es erst jetzt den Weg zurück gefunden.

      Siegfried (stark beduselt) : „Ach du scheisse, hast du das ausch gesehn, Cynthi. Das war so voll der üble Geissst, ey.“

      Cynthia (stark beduselt) : „Nein, Siggi. Das war dosch nur Galagaladi.“

      Siegfried fängt nun auch wieder an zu lachen, wodurch der Regisseur wach wird.

      Regisseur (ruft aus dem Zelt heraus) : „Haltet die Klappe und legt euch hin!“

      Siegfried (stark beduselt) : „Alles klaro, Scheffe!“

      Siegfried legt sich nun aufs Gras.

      Cynthia (stark beduselt) : „Mensch, Siggi. Was machsu denn?“

      Siegfried (stark beduselt) : „Na, misch hinlegen. Das hat der Scherissör dosch gesascht.“

      Cynthia (stark beduselt) : „Leg disch dosch inss Selt.“

      Siegfried (stark beduselt) : „Isch weiss aber nisch mehr, welsches das meinsss is.“

      Cynthia (stark beduselt) : „Na, das mittlere.“

      Siegfried (stark beduselt) : „Von links oder von reschts aus gesählt?“

      Cynthia fängt nun wieder an zu lachen und muss sich hinlegen, weil sie fast keine Luft mehr kriegt.

      Siegfried (stark beduselt) : „Na, siehste. Jezz liegste ausch aufm Gras.“

      Cynthia (stark beduselt) : „Iss ja ausch egal. Bleiben wir einfasch hier. Dann können wir ausch so voll die vielen Sterne sehen, weisste?“

      Siegfried (stark beduselt) : „Ja, man. Wie viele sin das escht?“

      Cynthia (stark beduselt) : „Na, sählen wir sie dosch einfasch. Du fängs da drüben an un isch hier.“

      Siegfried (stark beduselt) : „Okey, das maschn wir.“

      Die beiden zählen noch so weit sie können – und so gut sie können –, aber fallen dann auch schon bald in einen tiefen Schlaf.
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • Das Orre-Camp (Tag 8) – 10. Runde: Resümee

      Bell: „Oh… Mein… Gott!“

      Regisseur: „Ich traue meinen Augen kaum.“

      Eich: „Meine Forschungen zeigen, dass so etwas unmöglich sein sollte.“

      Galagladi: „Galaaaa…“

      Die vier Leute starren gerade Cynthia und Siegfried an, die aneinander gekuschelt auf dem Gras liegen.

      Bell: „Das ist ein Traum, oder? Ein seltsamer, verstörender Traum.“

      Regisseur: „Falls das ein Traum ist, dann haben wir alle denselben.“

      Eich: „Und der wäre?“

      Galagladi: „Gladi!“

      Nun kommt auch D. Queen sichtlich verwundert herbei.

      D. Queen: „Was ist denn hier los? Hey, ich hoffe die beiden leben noch!“

      Eich: „Sie scheinen zu atmen, wodurch man auf ein Lebenszeichen schliessen kann.“

      D. Queen: „Hey! Hey, ihr beiden! Aufstehen! Los!“

      Cynthia macht nun ihre Augen auf.

      Cynthia: „Hä? Was? Wo bin ich…?“

      Cynthia blickt nun umher und bemerkt, dass ihr Kopf auf Siegfrieds Brust ist, was sie sehr verwirrend und erschreckend findet.

      Cynthia: „Was zum…!“

      Cynthia versucht aufzustehen, kommt aber nur bis in die Hocke, macht ein paar Schritte zurück und fällt hin.

      Cynthia: „Autsch! Mein Kopf!“

      Nun macht auch Siegfried die Augen auf.

      Siegfried: „Was glotzt ihr denn alle so…?“

      Cynthia hat sich nun zumindest mal hingehockt und starrt Siegfried kritisch an.

      Cynthia: „Hey, Siggi! Was ist gestern passiert?“

      Siegfried: „Wir haben den Duellberg besiegt.“

      D. Queen: „Ihr wart beim Duellberg?! Das habe ich nicht genehmigt!“

      Cynthia: „Schrei doch bitte nicht so. Mein Kopf explodiert sonst noch…“

      Siegfried: „Hehe. Cynthi ist verkatert.“

      Cynthia: „Du hast mehr getrunken als ich, also warum bist du nicht verkatert?“

      Siegfried: „Ich bin ziemlich widerstandsfähig. Seht ihr.“

      Siegfried steht nun vorsichtig auf, fällt zwischendurch fast hin, aber ist nun auf den Beinen.

      Siegfried: „Und wenn ihr mich jetzt bitte entschuldigt. Ich gehe mich mal kurz übergeben…“

      Siegfried torkelt zu den Toiletten hin und verschwindet in einer von diesen.

      Bell: „Sag mal, Cynthia. Was ist denn da zwischen dir und Siegfried abgelaufen?“

      Cynthia: „Was? Gar nichts! Nichts! Wir waren nur müde und wollten uns die Sterne ansehen. Das ist alles. Da ist nichts gelaufen…“

      Regisseur: „Dann ist ja nun alles geklärt.“

      D. Queen: „Auch wenn ich euer Verhalten gestern nicht gutheissen kann. Das wird noch Konsequenzen haben.“

      Cynthia: „Ach, streich doch einfach den Glitzerstern…“

      D. Queen: „Den habe ich schon für euch beide gestrichen. Aber jetzt schaut zuerst mal, dass ihr aufsteht. Wir haben heute noch ein strenges Programm vor uns.“

      Cynthia: „Bitte nicht…“

      Bell: „Ach, keine Sorge Cynthia. Heute Vormittag sollten wir nur einen albernen Rückblick halten, was wir bisher gelernt haben.“

      Cynthia rappelt sich nun langsam auf und steht nun auch endlich aufrecht.

      Cynthia: „Ich habe eines gelernt: Zieh niemals mit Siggi um die Häuser…“

      Bell: „Siggi?“

      Eich: „Eine Kurzform für Siggi, wie ich vermute.“

      Bell: „Das ist mir auch klar, aber wieso nennst du ihn Siggi?“

      Eich: „Weil es eine Kurzform ist, wie ich vermute.“

      Regisseur: „Eich, sei bitte ruhig!“

      Cynthia: „Ja, bitte…“

      D. Queen: „Da du schon genug leidest, möchte ich es dir nicht noch schwerer machen. Da drüben steht sonst Frühstück bereit. Es gibt heute sogar Joghurt und Käse und…“

      Cynthia: „Mir wird schlecht…“

      Cynthia hält sich die Hände vor den Mund und rennt ebenfalls zu den Toiletten.

      D. Queen: „Seht ihr? Das passiert, wenn man sich nicht unter Kontrolle hat.“

      Bell: „Und deswegen trinke ich nie.“

      Regisseur: „Gar nie?“

      Bell: „Nein!“

      Regisseur: „Aber bei unserer Weihnachtsfeier letztes Jahr hast du doch auch Wein getrunken.“

      Bell: „Nein, ich habe Wasser getrunken. Übrigens war es wirklich sehr rücksichtsvoll von Ihnen, dass das einzige nicht-alkoholische Getränk Wasser war!“

      Eich: „Ist schon gut, Bell. Ich trinke auch nie!“

      Bell: „Und warum musste ich Sie bei besagter Weihnachtsfeier nach Hause bringen, weil Sie zu betrunken waren, um alleine nach Hause zu gehen?!“

      Eich: „Dies ist noch ein weiteres Projekt an dem ich forsche. Aber sobald ich genauere Ergebnisse habe, werde ich es dich wissen lassen.“

      D. Queen: „Jetzt kommen wir bitte alle mal wieder runter. Wir wollen uns doch jetzt wohl nicht streiten, oder?“

      Bell: „Nein, natürlich nicht. Tut mir leid, Leute.“

      Regisseur: „Kein Problem, Bell. Und bei der nächsten Weihnachtsfeier werde ich persönlich dafür sorgen, dass es jede Menge alkoholfreie Getränke gibt.“

      Siegfried taucht nun wieder auf und möchte in sein Zelt verschwinden.

      D. Queen: „Hey! Wo willst du hin?“

      Siegfried: „Pennen gehen…“

      D. Queen: „Nein! Schlag dir das aus dem Kopf! Unser Super-Spass-Camp geht heute weiter!“

      Siegfried: „Ich hatte gestern genug Spass für die ganze Woche…“

      D. Queen: „Wenn du nicht in zehn Minuten im Konferenzraum bist, dann kannst du was erleben, ist das klar?!“

      Siegfried: „Ach, wenn es sein muss. Ich kann ja auch dort weiter schlafen…“

      D. Queen: „Kommt nicht in die Tüte, mein Lieber!“

      Das Team und D. Queen gehen in einen Konferenzraum. Auch Cynthia haben sie auf dem Flur angetroffen, so dass sich diese dem Team anschliesst. Allerdings scheint sie gar nicht fit zu sein.

      D. Queen: „Also, schön, dass es doch noch alle hierher geschafft haben.“

      D. Queen blickt Siegfried und Cynthia beide streng an.

      Cynthia: „Ich fühle mich gar nicht gut.“

      D. Queen: „Na, das hoffe ich auch. Das sollte dir eine Lehre sein. Aber genug darüber. Den heutigen Vormittag wollen wir dazu nutzen, um die letzte Woche zu rekapitulieren.“

      Eich: „Oh, darf ich anfangen?“

      D. Queen: „Klar, sehr gerne.“

      Eich: „Also, meine Unterlagen belegen, dass die letzte Woche mit einem Montag angefangen hat und gestern endete, was ein Sonntag war.“

      D. Queen: „Nein, mein Lieber…“

      Eich: „Doch natürlich. So ist es jede Woche. Oder wollen Sie etwas anderes behaupten?“

      D. Queen: „Ich meinte doch, wir sollten rekapitulieren, was wir gelernt haben. Hier im Camp. Letzte Woche. Klar?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Und nun? Sollen wir etwa sagen, dass wir gelernt haben, uns einander zu respektieren, auf die Meinungen der anderen einzugehen und freundlich sein sollten? Das wussten wir doch schon alles vorher.“

      Regisseur: „Meine Rede.“

      D. Queen: „Wisst ihr was?! Wir können entweder einige Stichworte zusammen aufschreiben oder ich kann euch auch einfach hier einsperren! Es ist eure Entscheidung!“

      Cynthia: „Bitte nicht so laut werden…“

      D. Queen: „Ein gutes Stichwort. Danke, Cynthia. Möchte jemand genauer darauf eingehen?“

      Bell: „Also, ich denke, wenn man höflich miteinander umgeht, dass dann kein Bedarf besteht, laut zu werden. Meinten Sie das?“

      D. Queen: „Sehr gut, Bell. Sonst noch jemand?“

      Eich hebt seine Hand.

      D. Queen: „Wir sind hier nicht in der Schule. Sprecht einfach, wenn ihr etwas verkünden möchtet.“

      Eich: „Ach so. Gut zu wissen. Ich wollte lediglich noch anmerken, dass eine zu geringe Lautstärke manchmal aber auch unvorteilhaft sein kann.“

      D. Queen: „Das stimmt zwar, aber lasst uns doch wieder auf Themen zurückkommen, die man mit Teamgeist in Verbindung bringen kann.“

      Eich: „Das kann man doch. Wenn man flüstert, dann bedeutet dies in der Regel, dass die ausgetauschte Information nicht für alle zugänglich sein soll. Und dies bedeutet, dass Leute existieren, die ausgeschlossen werden. Und dies bedeutet…“

      D. Queen: „Ja, danke. Ich habe es verstanden. Aber lasst uns doch zuerst die Grundlagen repetieren.“

      Regisseur: „In einem Team gibt es kein ‚Ich’.“

      D. Queen: „Sehr schön. Weisst du auch, woher dieses Zitat stammt?“

      Regisseur: „Aus einer Anime-Serie?“

      Cynthia: „Ich habe den Spruch mal auf einem Werbeplakat gesehen. Aber ich erinnere mich nicht mehr, worum es ging.“

      Bell: „War das nicht für eine Versicherung?“

      Galagladi: „Gala!“

      Eich: „Ich glaube, mich zu erinnern, dass der Spruch seinen Ursprung in einem alten Völkerlied hat.“

      Bell: „Und welches?“

      Eich: „Dies fällt mir leider gerade nicht ein.“

      D. Queen: „Okay, Danke, Leute! Könnten wir uns bitte wieder auf das Wesentliche konzentrieren? Siegfried, was ist dir von letzter Woche in Erinnerung geblieben.“

      Siegfried: „Keine Ahnung. Ich glaube, ich habe gestern mein Gedächtnis weggesoffen.“

      Cynthia: „Na, da hätten wir doch einen Punkt: Zu viel Alkohol ist schlecht.“

      Siegfried: „Aber zu wenig auch.“

      Bell: „Zu wenig gibt es gar nicht.“

      Regisseur: „Und zu viel auch nicht.“

      D. Queen: „Meine Lieben! Ich muss euch doch sehr bitten!“

      Eich: „Worum bitten?“

      D. Queen: „Professor Eich, was nehmen Sie von letzter Woche mit?“

      Eich: „Ich darf etwas mitnehmen? Dann hätte ich gerne die Laterne im Werkzeugschuppen.“

      Regisseur: „Es geht wohl eher um eine Lektion, die man mitnimmt.“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen: „Bitte! Nennt mir doch zumindest ein weiteres Stichwort.“

      Bell: „Hatten wir ‚Respekt’ schon?“

      D. Queen: „Respekt! Sehr gut. Kannst du das etwas präzisieren?“

      Bell: „Man sollte mit den anderen respektvoll umgehen.“

      Cynthia: „Hast du gehört, Siggi?“

      Siegfried: „Warum sprichst du jetzt mich an, Cynthi? War ich gestern nicht sehr respektvoll?“

      Cynthia: „Ja, gestern schon. Aber wir reden hier über einen längerfristigen Zeitraum.“

      Eich: „Ach, wirklich?“

      D. Queen: „Ja, ihr solltet doch etwas aus diesen beiden Wochen mitnehmen!“

      Eich: „Also wenn die Laterne noch nicht vergeben ist…“

      D. Queen: „Etwas Symbolisches!“

      Eich: „Aber auch die Laterne kann etwas symbolisieren!“

      D. Queen: „Cynthia! Was hast du letzte Woche gelernt?“

      Cynthia: „Mal überlegen. Ich habe gelernt, dass meine Mitmenschen nicht nur eine Last sind, sondern sogar eine Erleichterung sein können, wenn man sich auf sie verlassen kann.“

      D. Queen: „Sehr gut! Das ist sehr gut. Wirklich.“

      Cynthia: „Und wenn man seine Mitmenschen etwas besser kennen lernt, kann man sogar positiv überrascht werden.“

      D. Queen: „Sehr schön. Noch etwas?“

      Cynthia: „Ja, hör nach der ersten Flasche Champagner auf zu trinken…“

      D. Queen: „Deswegen haben wir hier ein Akoholverbot!“

      Siegfried: „Ja, wirklich, Cynthi. Schäm dich!“

      D. Queen: „Das gilt auch für dich, ‚Siggi’!“

      Siegfried: „Hey, ich habe dir nicht die Erlaubnis gegeben, mich so zu nennen.“

      Bell: „Dann dürfen dich wohl nur Freunde so nennen, was?“

      Siegfried:“Genau.“

      Bell: „Dann ist Cynthia also deine Freundin?“

      Cynthia: „Nicht witzig, Bell!“

      Siegfried: „Aber echt, Bell. Schäm dich.“

      D. Queen: „Bitte! Lasst uns doch einfach nochmals ein paar Gedanken durchgehen. Wie sieht es mit dem werten Herr Regisseur aus?“

      Regisseur: „Mit mir?“

      D. Queen: „Ja. Irgendetwas gelernt letzte Woche?“

      Regisseur: „Ich denke nicht…“

      D. Queen: „Ach, wisst ihr was?! Ihr raubt mir echt die Freude an dem ganzen hier! Ihr seid das inkompetenteste Team, das ich seit langem hier hatte.“

      Eich: „Bedeutet dies etwa, dass wir in einer Sache die Nummer Eins sind?“

      D. Queen: „Ja! Wenn diese Sache Inkompetenz ist, dann ja!“

      Eich: „Hervorragend! Ein weiterer Preis für meine Forschungen!“

      D. Queen: „Ich muss mal kurz hinaus gehen und mich sammeln! Ihr bewegt euch nicht vom Fleck, ist das klar?!“

      Regisseur: „Ja, ist klar.“

      D. Queen verlässt den Raum und ein Schweigen tritt ein. Bell liegt allerdings etwas auf dem Herzen, was sie unbedingt loswerden möchte. Sie steht auf und stellt sich vor ihr Team.

      Bell: „Also, ich muss jetzt mal etwas sagen! Es ist mir eigentlich scheissegal, wenn ich mich nie mit euch anfreunde! Es ist mir vollkommen egal, wenn ich euch in meiner Freizeit nicht sehen muss! Und es ist mir auch piepsegal, wenn ihr mich nicht mehr in der Sendung haben wollt! Aber eines muss ich jetzt einfach erwähnen! Solange wir miteinander zusammen arbeiten, sollten wir zumindest versuchen miteinander auszukommen!“

      Regisseur: „Das sage ich ja schon lange!“

      Bell: „Jetzt halten Sie einfach mal die Klappe! Dazu gehört nämlich auch, dass wir hier in diesem Camp mitspielen und auch wirklich versuchen uns zu bessern. D. Queen gibt sich so viel Mühe, uns näher zusammen zu bringen. Und was macht ihr?! Siegfried und Cynthia sehen wie zwei Leichen aus, Ihnen, Herr Regisseur, scheint alles egal zu sein, und Professor Eich scheint noch nicht mal zu kapieren, worum es geht.“

      Eich: „Was geht wo drum herum?“

      Regisseur: „Ach, weisst du was, Bell? Du hast recht! Du hast vollkommen recht! Guck uns doch mal an! Wir sind ein lächerlicher Haufen von irgendwelchen wild zusammen gewürfelten Idioten!“

      Bell: „Aber das muss nichts Schlechtes sein! Wir können das Beste daraus machen!“

      Cynthia: „Wir haben alle unsere Fehler, aber wenn wir lernen, die Fehler der anderen zu respektieren und ihnen dabei helfen, sich zu bessern, können wir ein hervorragendes Team werden.“

      Regisseur: „Und die besten Einschaltquoten im Abendprogramm erzielen!“

      Bell: „Herr Regisseur!“

      Regisseur: „…Damit wir als Team einen angenehmeren Urlaub machen können, um noch näher zusammen zu kommen. Lass mich doch ausreden…“

      Siegfried: „Ohne mich!“

      Bell: „Siegfried!“

      Siegfried: „Ach, na gut. Eigentlich seid ihr ja gar nicht so übel. Und vielleicht habe sogar ich, der perfekteste Trainer alle Zeiten, den ein oder anderen Fehler, an dem ich vielleicht sogar arbeiten könnte.“

      Bell: „Also… Wenn jetzt D. Queen wieder da rein kommt, dann erwarte ich, dass wir voll und ganz mitspielen. Wir wollen doch nicht das lächerliche Team sein, als das er uns sieht?“

      Eich: „Wollen wir nicht?“

      Bell: „Nein! Wir zeigen ihm, dass unser Team das beste Team ist, welches jemals hier war! Seid ihr dabei!“

      Galagladi: „Gala!“

      Eich: „Selbstverständlich.“

      Regisseur: „Genau!“

      Cynthia: „Bin dabei.“

      Siegfried: „Na schön! Zeigen wir der Region Orre, woraus wir geschnitzt sind!“

      Bell: „Sehr schön!“

      D. Queen kommt nun auch wieder hinein.

      D. Queen: „Tut mir leid, falls ich zuvor etwas launisch war.“

      Regisseur: „Nein, uns tut es leid. Wir sind manchmal diejenigen, die etwas launisch sind.“

      Bell: „Aber wir wollen uns wirklich bessern.“

      Siegfried: „So sieht es aus. Wir wollen die besten Besseren sein.“

      Cynthia: „Das ergibt jetzt nicht wirklich Sinn…“

      Eich: „Genau diese Anmerkung, wollte ich auch machen.“

      D. Queen: „Lasst uns einfach weiter machen.“

      Der Rest dieser Besprechung läuft überraschend gut ab, sogar Samuel Eich kann konstruktive Beiträge geben. Auch wenn er weiterhin anmerkt, dass er gerne die bereits erwähnte Laterne mit nach Hause nehmen will. Da aber sonst alles normal ist, ist D. Queen positiv überrascht und beendet das Seminar eine halbe Stunde früher, damit sich auch Cynthia und Siegfried noch ein wenig erholen können. Diese gehen in ihre jeweiligen Zelte und legen sich bis zum Mittagessen nochmals kurz hin, während Ihre Teamkollegen über dies und das tratschen.



      Das Orre-Camp (Tag 8) – 11. Runde: D. Queens Rätsel

      Nach dem Mittagessen hat D. Queen neue Informationen zur anstehenden Runde zu verkünden.

      D. Queen: „Also, meine Lieben. Könnt ihr mir bitte kurz zuhören?“

      Eich: „Natürlich können wir das. Wir sind doch nicht taub.“

      D. Queen: „Okay, dann hört mir jetzt bitte kurz zu, ja? Nach dem Essen geht ihr wieder in den Konferenzraum.“

      Cynthia: „Wir haben die Besprechung aber doch schon hinter uns, oder?“

      D. Queen: „Ja, natürlich. Übrigens habt ihr alle einen Glitzerstern für die letzte Runde erhalten. Bravo.“

      Bell: „Toll. Ich freue mich.“

      D. Queen: „Und ihr fragt euch bestimmt schon, was heute Nachmittag ansteht, nicht wahr?“

      Siegfried: „Ist es ein Schlafwettbewerb? Ich würde gerne etwas Schlaf nachholen.“

      Cynthia: „Du sagst es, Siggi.“

      D. Queen: „Nein! Ihr werdet ein Rätsel aus vergangenen Zeiten lösen müssen. Ein sehr schwieriges. Ein dermassen schwieriges, dass ihr es ohne Hilfe vermutlich gar nicht hinkriegt.“

      Eich: „Lautet die Antwort auf dieses Rätsel zufälligerweise ‚der Mensch’?“

      D. Queen: „Was? Nein.“

      Eich: „Schade. Sonst hätte ich die Antwort schon gewusst…“

      Regisseur: „Was war denn jetzt das für eine verdrehte Logik?“

      D. Queen: „Das frage ich mich auch.“

      Cynthia: „Und ich hab’ schon lange aufgehört, mich das zu fragen…“

      Siegfried: „Du sagst es, Cynthi.“

      Bell: „Was genau läuft da zwischen euch beiden eigentlich ab?“

      Siegfried: „Zwischen mir und Cynthi? Gar nichts.“

      Cynthia: „Ja, wir haben lediglich unsere Zusammenarbeit verbessert.“

      D. Queen: „Hervorragend. Dann hatte euer Katastrophenausflug von gestern zumindest etwas Gutes an sich. Übrigens: Einige Bewohner von Emeritae haben sich über euren ‚Gesang’ von gestern Nacht beschwert. Überlasst das Singen lieber mir, ja?“

      Siegfried: „Bitte nicht…“

      Bell: „Könnten wir vielleicht wieder auf das Rätsel zurück kommen?“

      D. Queen: „Natürlich. Das Rätsel findet ihr im Konferenzraum. Aber vermutlich braucht ihr zuerst noch einige Hinweise, welche ihr in den Büchern findet, die ebenfalls im Konferenzraum für euch bereit stehen. Sobald das Rätsel gelöst ist, dürft ihr frei verfügen.“

      Siegfried: „Dann schlage ich vor, dass wir sogleich loslegen!“

      Siegfried steht voller Elan auf und der Rest vom Team tut es ihm gleich. Sie gehen in den Konferenzraum, wo sie die besagten Bücher finden und eine seltsame Notiz an die Tafel geschrieben wurde: „Blickt neben die Mitte der drei Plätze. Das Tempo der fehlende Stufe der sechs Farben enthüllt die Zahl, die den gesuchten Ort selten preis gibt.“ Alle sechst starren die Tafel kritisch an und niemand scheint auch nur einen Schimmer zu haben, worum es in dem Rätsel geht.

      Siegfried: „Ich geb auf.“

      Regisseur: „Wir geben nicht auf! Niemals!“

      Cynthia: „Bitte nicht schon wieder laut werden…“

      Bell: „Lasst uns das Rätsel doch mal Stück für Stück aufbrechen.“

      Eich: „Eine hervorragende Idee. Hier liegen sogar Blätter herum. Fertigen wir uns eine Skizze zur Lösung des Problems an.“

      Samuel Eich schnappt sich die Notizblätter, die neben einem Bücherhaufen stehen, und schreibt einige Stichworte auf. Zuerst notiert er sich „3 Plätze“, danach „Tempo der fehlenden Stufe“, gefolgt von „sechst Farben“ und zuletzt „Ort, der selten preisgegeben wird“.

      Eich: „Diese vier Dinge müssen wir nun lediglich eruieren.“

      Bell: „Und wie machen wir das?“

      Cynthia: „Haben die drei Plätze vielleicht etwas mit den drei Typen der Starter-Pokémon zu tun?“

      Eich: „Möglich. Schreiben wir uns das mal auf.“

      Eich notiert nun „Starter-Pokémon“ neben dem Stichwort „3 Plätze“.

      Regisseur: „Aber was haben Starter-Pokémon mit Plätzen zu tun. Die kriegt man ja normalerweise von einem Professor geschenkt, statt sie auf einem Platz anzutreffen.“

      Bell: „Stimmt. Und ausserdem gibt es ja auch keine Mitte der Starter-Pokémon.“

      Siegfried: „Was ist mit Drachen? Die sind gegen alle drei Typen resistent. Das ist doch so eine Art Mitte.“

      Eich: „Möglich wäre es. Aber was hat es dann mit den Plätzen auf sich?“

      Siegfried: „Ignorieren wir das einfach und suchen einen sechsfarbigen Drachen.“

      Cynthia: „Wie viele Farben hat Shardrago?“

      Eich: „Das ist doch nur dreifarbig.“

      Bell: „Also ich bezweifle immer noch, dass das Rätsel sich um Drachen-Pokémon dreht.“

      Siegfried: „Hast du etwa eine bessere Idee?“

      Bell: „Ja, das habe ich sogar.“

      Regisseur: „Dann nur raus damit, Bell.“

      Bell: „Hier liegen doch einige Bücher herum. Vielleicht finden wir da die Antwort auf die Plätze?“

      Eich: „Eine hervorragende Idee. Lasst uns die Bücher mal ansehen.“

      Bell: „Also, wir haben hier ‚Orre im Laufe des letzten Jahrhunderts – Die jüngste Geschichte Orres’, ‚Hoenn, ein tropisches Urlaubsparadies’, ‚Kartographie Orres’, ein altes Buch namens ‚Pokéallmanach – Alle Informationen zu allen 386 Pokémon auf einen Blick’ und zuletzt… Oh, mein Gott!“

      Regisseur: „Das Buch heisst ‚Oh, mein Gott’?“

      Bell: „Nein, Unsinn! Das ist eine Biographie von D. Queen mit dem Namen ‚Der Aufstieg und Fall des Team Crypto – Und meine Wenigkeit war mittendrin’.“

      Cynthia: „Augenblick mal! Team Crypto? War das nicht eine dieser Verbrecherorganisationen?“

      Siegfried: „Also ich hab noch nie davon gehört.“

      Regisseur: „Team Crypto hat damals jede Menge Forschungen zu Crypto-Pokémon gemacht. Die Idee dahinter war, das Herz des Pokémon zu verschliessen, um sie so noch stärker zu machen.“

      Eich: „Mit Bedacht, mein Kollege. Die Forschungen von Team Crypto gingen noch viel weiter. Ich, als anerkannter Professor, habe diese Forschungen natürlich genau studiert, aber konnte diese Art von Forschung niemals gutheissen. Man sollte Pokémon in seiner freien Natur erforschen und nicht in einem Labor modifizieren.“

      Bell: „Ganz genau.“

      Galagladi: „Gala!“

      Cynthia: „Und wie hilft uns das jetzt bei diesem Rätsel?“

      Regisseur: „Na, wir suchen drei Plätze. Vielleicht sind diese ja in Hoenn oder in Orre, also sollten wir uns die beiden Bücher mal genauer ansehen.“

      Eich: „Was hat es eigentlich mit diesem Buch auf sich?“

      Eich zeigt auf den alten Pokémon-Allmanach.

      Cynthia: „Scheint nicht gerade aktuell zu sein, wenn da nur 386 Pokémon aufgezeichnet sind.“

      Eich: „Genau. Das Buch ist stark veraltet.“

      Bell: „Wir sollten wirklich zuerst mal die drei Plätze ausfindig machen. Ich studiere mal die Kartographie von Orre. Übernimmt bitte jemand Hoenn?“

      Regisseur: „Okay. Ich fand Hoenn schon immer eine interessante Region.“

      Siegfried: „Ich blättere sonst mal in diesem gedruckten Pokédex herum.“

      Cynthia: „Und ich will das D. Queen Buch mal unter die Lupe nehmen.“

      Eich: „Darf man sich Notizen in die Bücher machen?“

      Regisseur: „Bitte nicht. Und auch keine Seiten heraus reissen, ja? Lass die Bücher einfach in ihrem Original-Zustand.“

      Eich: „Na, schön. Dann blicke ich mal in die verbleibende Lektüre. Auch wenn mich die Geschichte von Orre nicht so sehr interessiert.“

      Galagladi: „Galagladi? Galagladi, Gala.“

      Siegfried: „Willst du mit mir ein wenig in diesem Pokédex herumblättern? Da hat es jede Menge Bilder von Pokémon drin.“

      Galagladi: „Gala!“

      Das Team blättert die Bücher durch und schon nach einigen Minuten hat Bell etwas gefunden.

      Bell: „Leute, hier in Orre gibt es einen Oasen-Platz!“

      Cynthia: „Klingt ja gut, aber wir dürfen erst frei verfügen, wenn wir das Rätsel gelöst haben…“

      Bell: „Nein! Er heisst wirklich Oasen-Platz. Platz! Versteht ihr?“

      Eich: „Wir benötigen aber dreierlei Plätze.“

      Bell: „Vielleicht gibt es ja noch zwei weitere.“

      Siegfried: „Es tut mir leid, Galagladi, aber deine Spezies ist in diesem Buch nicht aufgezeichnet. Nur deine Vorentwicklungen.“

      Eich: „Dies liegt daran, dass Galagladis Spezies erst nach Guardevoir und dessen Vorstufen entdeckt wurde.“

      Galagladi: „Gladi…“

      Bell: „Es gibt auch einen Wüstenplatz.“

      Regisseur: „Dann fehlt immr noch einer.“

      Bell: „Wartet mal, der muss auch gleich kommen.“

      Regisseur: „Also in Hoenn hat es keinerlei solche Plätze. Zumindest nicht solche, die explizit so genannt werden.“

      Bell: „Höhlen-Platz.“

      Regisseur: „Nein, auch kein solcher.“

      Bell: „Nein! Es gibt auch einen Höhlen-Platz hier in Orre.“

      Eich: „Sehr gut. Dann such bitte noch weiter.“

      Bell: „Aber wir haben schon drei.“

      Eich: „Aber falls es mehr als drei geben sollte, wäre die Theorie wieder unplausibel.“

      Cynthia: „Hätte es in der Mitte dieser drei Plätze überhaupt etwas?“

      Bell: „Wartet mal. Hinten im Buch ist eine Karte.“

      Der Regisseur und Cynthia gehen nun auch zu Bell.

      Bell: „Also hier ist der Oasen-Platz. Das steht sogar angeschrieben. Und hier ist der Höhlen-Platz.“

      Regisseur: „Und hier der Wüsten-Platz.“

      Bell und der Regisseur tippen auf die Plätze, die sie gefunden haben.

      Cynthia: „Aber dann wäre hier ungefähr die Mitte. Und da ist nichts.“

      Bell: „Wäre auch zu schön gewesen.“

      Regisseur: „Dann schaue ich mich mal weiter in Hoenn um.“

      Siegfried: „Dieses Pokédex-Buch ist ja wirklich veraltet. Glurak soll die Typen Feuer und Flug haben? In euren Träumen vielleicht!“

      Galagladi: „Gladi!“

      Siegfried: „Was denn? Glurak ist ein Drache! So viel ist wohl klar.“

      Cynthia: „Lasst es gut sein, ihr beiden.“

      Das Team blättert weiter in den Büchern herum, allerdings eher ergebnislos.

      Regisseur: „Ich gebe auf. In Hoenn gibt es keine Plätze. Lediglich ein Marktplatz in Graphitport City ist verhanden, aber sonst: Niente!“

      Bell: „Und in Orre gibt es nur diese drei Plätze. Aber wo ist die Mitte davon?“

      Eich: „Na, vielleicht neben irgendeinem wichtigen Ort.“

      Bell: „Wie meinen Sie das?“

      Eich: „Na, das Rätsel lautet doch so, dass man neben die Mitte blicken muss. Und nicht auf die Mitte selbst.“

      Bell: „Stimmt. Wie konnte ich das nur vergessen…“

      Bell blättert wieder zu der Karte und versucht die Mitte der drei Plätze zu finden.

      Bell: „Die einzigen Orte in der Nähe sind dann… ein Schiff mitten in der Wüste?“

      Cynthia: „Und ich dachte, du betrinkst dich nie…“

      Bell: „Ist aber so.“

      Eich: „Kann ich bestätigen. Angeblich hat ein Crypto-Lugia dieses Schiff fallen gelassen. Steht zumindest in dieser Lektüre hier.“

      Bell: „Oder aber, dieses unbenannte Gebäude hier ist gemeint. Was ist das für ein Gebäude?“

      Bell blättert wieder in dem Buch umher.

      Bell: „Hier müsste es doch irgendwo sein. Ah, hier ist es! Es handelt sich um ein verlassenes Labor, welches Team Crypto als Forschungsstation gedient hat.“

      Regisseur: „Das klingt doch plausibel.“

      Eich: „Moment. Notieren wir uns die beiden Orte lieber.“

      Eich holt das bereits beschriebene Blatt hervor und fügt die Begriffe ‚Libra (Schiff in der Wüste)’ und ‚Crypto-Labor’ hinzu.

      Cynthia: „Dann suchen wir jetzt also etwas, dass in diesen beiden Orten passiert ist? Leider steht hier in D. Queens Biografie nichts Genaueres über Ortschaften. Wie sieht es bei euch aus? Bell? Professor?“

      Bell: „Hier sind nur Karten und Legenden. Ich glaube kaum, dass wir hier noch brauchbare Hinweise finden.“

      Eich: „Über das Schiff scheint nichts zu stehen, was mit dem Rästel in Verbindung steht. Aber sieht euch mal das hier an.“

      Eich legt das Buch auf den Tisch und darauf sind einige Crypto-Mitglieder abgebildet.

      Eich: „Hierbei handelt es sich um die sogenannten Hexagon-Brüder. Ihre Kleidung ist einheitlich, allerdings trägt jeder eine andere Farbe. Und jetzt ratet mal, wo sie sich unter anderem herumgetrieben haben?“

      Siegfried: „In Orre?“

      Eich: „Natürlich. Aber wo genau?“

      Bell: „Im Crypto-Labor?“

      Eich: „Haargenau.“

      Regisseur: „Sechs Farben. In der Nähe der Mitte der drei Plätze. Das würde doch passen.“

      Siegfried: „Wir sollten die Drachen-Theorie allerdings noch nicht ausschliessen.“

      Galagladi: „Gladi!“

      Eich: „Dann fügen wir mal den Begriff ‚Hexagon-Brüder’ neben den Hinweis der sechs Farben.“

      Eich arbeitet weiter an seinen Notizen.

      Cynthia: „Ich hab auch etwas zu den Hexagon-Brüdern hier gefunden. D. Queen hat zwar keine Namen genannt, aber ihre Pokémon, die sie hatten. Gegen Ende ihrer Karriere waren sie ziemlich stark und praktisch alle voll entwickelt. Bis auf eines.“

      Regisseur: „Die fehlende Stufe?“

      Cynthia: „Es scheint so. Das Golbat vom ‚purpurnen Schnuckel’…? Das hat sich zumindest nicht zu Iksbat weiter entwickelt.“

      Regisseur: „Darf ich auch mal sehen?“

      Cynthia: „Klar, seht her.“

      Cynthia legt das Buch auf den Tisch und zeigt auf besagte Stelle.

      Eich: „Oh, deine Schlussfolgerung hat eine erhebliche Lücke, Cynthia.“

      Cynthia: „Und welche?“

      Eich: „Magneton kann sich auch noch weiter entwickeln. Siehst du. Der ‚süsse Gelbe’ hatte bis zuletzt ein Magneton im Team, aber kein Magnezone.“

      Cynthia: „Oh, verdammt. Das habe ich übersehen.“

      Regisseur: „Ausserdem könnte mit Stufe auch eine Vorstufe gemeint sein. Vielleicht hatten sie eines dieser Pokémon erst im Team, als es schon entwickelt war.“

      Siegfried: „Keine Ahnung, ob es uns weiter hilft, aber Magnezone ist in diesem Dex hier gar nicht vorhanden.“

      Eich: „Aber natürlich. Genauso wie Galagladi wurde Magnezone auch erst später entdeckt.“

      Galagladi: „Gala?“

      Eich: „Ja, vielleicht könnt ihr euch nicht mehr daran erinnern, weil ihr zu jung wart oder im falschen Universum dazugekommen seid, aber…“

      Regisseur: „Falsches Universum?“

      Siegfried: „Aber echt, jetzt! Die vierte Wand zu durchbrechen ist mein Ding.“

      Eich: „Jetzt lass mich bitte ausreden. Als die Regionen Kanto, Johto und Hoenn näher mit Sinnoh zusammen gearbeitet haben, hat man jede Menge Weiterentwicklungen bisher bekannter Pokémon entdeckt. Darunter Magnezone.“

      Bell: „Und was ist mit Iksbat?“

      Eich: „Iksbat ist schon viel länger bekannt.“

      Cynthia: „Und deswegen ist Iksbat in diesem Pokédex, aber Magnezone nicht.“

      Siegfried: „Also hier ist Iksbats Seite, wenn ihr euch den Quatsch durchlesen wollt.“

      Regisseur: „Dann suchen wir jetzt eine Zahl, die für Iksbats Tempo steht.“

      Siegfried: „Initiative-Basiswert von 130! Schneller wie die meisten Drachen, gleich schnell wie Aerodactyl, aber noch lange nicht so schnell wie Mega-Aerodactyl.“

      Cynthia: „Respekt, Siggi. Du kennst dich ja wirklich aus.“

      Siegfried: „Danke, Cynthi. Wenn man jahrelang mit seinen Pokémon Seite an Seite kämpft, dann lernt man einiges über die Initiative derer.“

      Regisseur: „130, sagst du?“

      Siegfried: „Genau. Das reicht sogar, um ein Fiaro zu überholen, sofern es keine Orkanschwingen hat.“

      Regisseur: „In Hoenn gibt es eine Route 130. Wartet mal kurz.“

      Eich: „Hervorragend. Tragen wir Iksbat und die 130 doch gleich in unseren Notizen ein.“

      Eich kramt wieder sein Notizblatt hervor und kritzelt darauf herum.

      Eich: „Damit ist nur noch die Frage nach dem Ort offen, worauf die 130 schliessen lässt.“

      Cynthia: „Route 130. Ist doch logisch. Gehen wir zu D. Queen und erzählen ihm die Lösung.“

      Bell: „Aber sollte der Ort nicht etwas besonderes sein?“

      Regisseur: „Das Gefühl habe ich auch. Seht her. Route 130 ist eine ganz normale Wasserroute in Hoenn.“

      Eich: „Gemäss dem Rätsel muss es da aber einen Ort geben, der selten ist.“

      Siegfried: „Route 130 ist doch selten genug. Das ist eine von ganz vielen Routen.“

      Regisseur: „Hier steht, dass in sehr grossen Zeitabständen manchmal eine Insel auf Route 130 erscheinen soll. Das sogenannte Wundereiland.“

      Eich: „Davon habe ich gehört. Aber es ist nichts mehr, als ein albernes Gerücht. Also ich kenne niemanden, der jemals dort war. Ihr etwa?“

      Bell: „Nein, leider nicht.“

      Galagladi: „Gladi!“

      Cynthia: „Ich habe auch noch die davon gehört. Vermutlich ist es wirklich nur ein Gerücht.“

      Siegfried: „Ich frage mal kurz meinen Freund, Google.“

      Siegfried zückt sein Smart Phone und tippt etwas ein.

      Siegfried: „Also… Angeblich gibt es diesen Ort wirklich. Allerdings sind sämtliche Berichte über diesen Ort schon stark veraltet. Die Bewohner der nahen Stadt Flossbrunn bezeugen aber die Existenz dieses Eilandes… So steht es hier zumindest.“

      Cynthia: „Dann ist es vielleicht doch die Lösung.“

      Eich: „Unsinn! Wir haben bestimmt irgendwo einen Fehler gemacht. Fangen wir nochmals von vorne an.“

      Nun kommt D. Queen hinein, um nach dem rechten zu sehen.

      D. Queen: „Na, meine Lieben. Kommt ihr gut voran? Oder braucht ihr vielleicht einen zusätzlichen Hinweis.“

      Regisseur: „Nur mal, um das klarzustellen: Die Lösung des Rätsels ist nicht zufällig das Wundereiland auf Route 130 in Hoenn, oder?“

      D. Queen: „Was? Ihr habt das Rästel schon gelöst? Jetzt schon?“

      Bell: „Dann hatten wir also doch recht, ja?“

      Eich: „Unsinn! Irgendwo haben wir uns vertan…“

      D. Queen: „Nein. Wundereiland ist des Rätsels Lösung.“

      Bell: „Waren Sie schonmals da, D. Queen?“

      D. Queen: „Leider nicht. Aber ein Bekannter von mir lebt in Flossbrunn und er hat die Insel schon mal mit eigenen Augen gesehen.“

      Cynthia: „War das ein Mitglied von Team Crypto?“

      D. Queen: „Nein. Ihr habt meine Biographie wohl gelesen, was?“

      Cynthia: „Das war ziemlich interessant. Wie lange waren sie bei Team Crypto?“

      D. Queen: „Nicht sehr lange. Ich war damals nur bei dem ersten der zwei Höhepunkte dabei. Danach habe ich nur noch über diese Leute recherchiert und einige andere Pläne verfolgt. Wenn es euch interessiert, dann gebe ich euch gerne ein Exemplar meiner Biographie.“

      Cynthia: „Das wäre toll. Dann könnte ich mir das mal durchlesen, wenn ich ausgeschlafen bin.“

      D. Queen: „Wenn du halt nicht die ganze Nacht lang wegbleiben würdest…“

      Cynthia: „Ich habe meine Lektion gelernt. Und Siegfried auch. Nicht wahr, Siggi?“

      Siegfried: „Allerdings. Ich kann es kaum erwarten, mich nachher hinzulegen…“

      D. Queen: „Tut euch keinen Zwang an. Das Programm ist für heute fertig. Aber wenn ihr wollt, dann können wir noch etwas zusammen unternehmen.“

      Regisseur: „Nein, danke. Ich sollte auch meine Knochen schonen. Ausserdem erwarte ich noch einen Rückruf von den Idioten, die Siegfrieds Garados konfisziert haben.“

      Siegfried: „Meine süsse, kleine Zerstörungsmaschine… Wie ich dich vermisse.“

      Cynthia: „Ich wusste gar nicht, dass du auch Gefühle hast, Siggi.“

      Siegfried: „Ist aber so, Cynthi. Ich liebe meine Pokémon noch mehr, wie ich mich selbst liebe. Und eines könnt ihr mir glauben: Ich liebe mich wirklich selbst.“

      Bell: „Wissen wir doch.“

      Regisseur: „Also, ich lege mich ein wenig hin. Ihr dürft alle frei verfügen, bis D. Queen euch etwas anderes auftragen sollte.“

      Cynthia: „Okay, ich werde wohl auch ein kurzes Nickerchen machen.“

      Siegfried: „Dem schliesse ich mich an.“

      Bell: „Aber geht gefälligst in eure jeweiligen eigenen Zelte. So ein verstörender Anblick wie heute Morgen verkrafte ich nicht nochmals.“

      Siegfried: „Sieh an. Bell ist eifersüchtig auf dich, Cynthi.“

      Cynthia: „Unsinn. Sie kann dich lediglich nicht ausstehen. Das ist alles.“

      Cynthia, Siegfried und der Regisseur gehen davon. Samuel Eich, Bell, Galagladi und D. Queen haben sich danach dazu entschieden, eine weitere Runde Volleyball zu spielen. Nach dem Abendessen hat D. Queen nochmals vorgeschlagen einen Film anzusehen, wobei dieses Mal sogar alle eingewilligt haben, mitzuschauen. Danach gehen schliesslich alle müde ins Bett.
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • Das Orre-Camp (Tag 9) – 12. Runde: Schnitzeljagd

      Endlich wieder mal ein verhältnismässig normaler Morgen im Orre-Camp. Siegfried liegt noch in seinem Zelt, Samuel Eich kommt gerade von der Toilette und die restlichen Mitglieder haben sich um das Buffet versammelt. Nun stösst auch D. Queen dazu.

      D. Queen: „Guten Morgen, zusammen. Sind denn auch schon alle wach?“

      Galagladi: „Gladi. Galagladi, Gladi.“

      Regisseur: „Soll ich ihn wecken?“

      D. Queen: „Meinst du Siegfried?“

      Eich: „Selbstverständlich, sonst sind ja alle hier.“

      D. Queen: „Ja, es wäre nett, wenn ihn jemand aus dem Zelt holen könnte.“

      Der Regisseur geht davon.

      Bell: „Und was steht heute so an?“

      D. Queen: „Warten wir doch lieber, bis auch alle hier sind.“

      Cynthia: „Warum denn? Siggi hört ja ohnehin nie zu.“

      D. Queen: „Ich kenne da auch noch andere Leute, die mir scheinbar nicht zuhören, sondern einfach das machen, was ihnen gerade passt.“

      Cynthia: „Wie oft soll ich mich noch für mein Verhalten entschuldigen?“

      D. Queen: „Du hast dich noch gar nicht entschuldigt.“

      Cynthia: „Doch. Das habe ich… Oder etwa nicht?“

      Bell: „Ich fürchte nicht…“

      Eich: „Mir ist ebenfalls nichts dergleichen bekannt.“

      Galagladi: „Gladi!“

      Cynthia: „Habe ich mich wirklich nicht entschuldigt?“

      D. Queen: „Dann hole es doch einfach jetzt nach.“

      Cynthia: „Okay. Ich möchte mich bei euch allen im Namen von Siegfried und mir entschuldigen.“

      Nun stossen der Regisseur und Siegfried zum Team dazu.

      Siegfried: „Wofür entschuldigen?“

      Regisseur: „Denk mal darüber nach, Siegfried.“

      Siegfried: „Wenn es um unseren kleinen Ausflug vorgestern ging… Oh, da sind ja Croissants.“

      Siegfried geht zum Buffet hinüber und stopft sich ein Croissant in den Mund.

      Cynthia: „Es tut uns beiden wirklich leid. Also bitte entschuldigt unser Fehlverhalten.“

      Siegfried (mit vollem Mund) : „Chmmjh hmch.“

      D. Queen: „Dann wäre das ja geklärt.“

      Regisseur: „Genau. Und was steht heute an?“

      D. Queen: „Eine ganz witzige Runde, bei der ihr euer Köpfchen verwenden müsst.“

      Siegfried: „Ein Pokémon-Kampf?“

      D. Queen: „Nein. Etwas viel Lustigeres.“

      Cynthia: „Lustiger als ein Pokémon-Kampf? Das kann ich nicht glauben. Du etwa, Siggi?“

      Siegfried: „Nö.“

      Siegfried stopft sich gerade ein weiteres Croissant in den Mund und schenkt sich Kaffee ein.

      D. Queen: „Wir werden heute eine Schnitzeljagd machen. Die Frage ist nur, ob ihr alle zusammen auf die Jagd gehen wollt, oder ob wir Teams machen.“

      Bell: „Alle zusammen. Wir sind schliesslich ein gutes Team, nicht wahr Leute?“

      Eich: „Selbstverständlich.“

      D. Queen: „Und genau deswegen, werdet ihr drei Zweiergruppen bilden.“

      Bell: „Verstehe ich nicht.“

      D. Queen: „In einer Zweiergruppe ist Teamwork noch viel wichtiger. Da können beide Parteien exakt gleich viel zur Problemlösung beitragen und die Arbeitseinteilung ist viel wichtiger.“

      Regisseur: „Klingt plausibel. Und wer geht mit wem?“

      D. Queen: „Mal schauen… Wer arbeitet in euerer Sendung denn am meisten mit wem zusammen?“

      Regisseur: „Also Eich ist der Moderator und Galagladi der Co-Moderator.“

      D. Queen: „Dann gehen die beiden zusammen.“

      Eich: „Hast du gehört, mein Freund? Wir dürfen wieder mal zusammen arbeiten.“

      Galagladi: „Gala!“

      Eich: „Hihi. Das kannst du doch nicht vor den Anderen sagen…“

      D. Queen: „Wer arbeitet noch enger zusammen?“

      Cynthia: „Das wären dann wohl wir, Siggi.“

      Siegfried: „Sieht ganz so aus, Cynthi.“

      D. Queen: „Hervorragend. Aber veranstaltet mir bitte keine weitere Sauftour, ja?“

      Cynthia: „Wie oft muss ich mich noch entschuldigen?“

      Siegfried: „Am besten gar nie. ‚Nie entschuldigen!’ Das ist eines meiner Mottos.“

      Cynthia: „Klingt ziemlich dämlich.“

      D. Queen: „Versucht einfach zusammen zu arbeiten, ja?“

      Cynthia: „Naja. Wir scheinen uns viel besser zu vertragen, als noch vor ein paar Tagen.“

      Siegfried: „Du sagst es, Cynthi.“

      D. Queen: „Und dann gehen die reizende Assistentin und der werte Herr Regisseur ebenfalls gemeinsam auf die Jagd.“

      Bell: „Okay. Klingt doch super.“

      Regisseur: „Dein Enthusiasmus gefällt mir wirklich, Bell.“

      D. Queen: „Dann führe ich euch jetzt zum ersten Hinweis. Übrigens ist bei jedem Hinweis ein Pokémon vermerkt. Notiert euch alle Pokémon, um das Rätsel zu lösen. Und jetzt folgt mir. Immer der Musik entlang.“

      Galagladi: „Gladiiii…“

      Eich: „Hihi. Nicht so laut. Der kann dich doch hören.“

      D. Queen geht wieder einmal singend voran und das Team geht ihm hinterher, auch wenn der Gesang für die meisten nicht sehr motivierend ist.

      D. Queen (singt) : „Well, I hear the music, Close my eyes, Feel the rhythm, Wrap around, Take a hold of my heart. What a feeling! Bein's believin'! I can have it all, Now I'm dancing for my life! Take your passion! And make it happen! Pictures come alive You can dance right through your life!“

      D. Queen hält im Wartesaal an, in welchem die „Nicht den Knopf drücken“-Runde war. Ein grosses Blatt hängt an der Wand und D. Queen stellt sich davor.

      D. Queen: „Also, meine Lieben. Die Zettel, die ihr finden müsst sehen so aus und sie sind auf dem ganzen Camp-Areal verteilt. Das schliesst die angrenzenden Sportanlagen mit ein, genauso wie alle Räume dieses Gebäudes.“

      Eich: „Und was hat das mit Ultrigaria zu tun?“

      D. Queen: „Darauf wollte ich gleich zu sprechen kommen. Auf jedem Zettel ist ein Pokémon abgebildet, in diesem Fall Ultrigaria. Notiert euch diese Pokémon. Zudem hat es auf jedem Zettel ein kurzes und knappes Rätsel, welches den Hinweis auf den nächsten Zettel gibt. Diese Rätsel sind nicht sehr schwierig und sollten zu zweit problemlos zu lösen sein. Falls ihr wirklich nicht weiter wisst, sprecht mit einem Angestellten oder mit mir.“

      Cynthia: „Also ist dieser Zettel hier auch das erste Rätsel?“

      D. Queen: „Genau. Es gibt noch 9 weitere Zettel und der letzte Ort, den ihr finden müsst, hat etwas mit den Pokémon zu tun, die abgebildet sind. Das erste Team, welches mir alle 10 Pokémon nennen kann und den letzten Ort erreicht, hat gewonnen. Gibt es noch Fragen?“

      Siegfried: „Ja, dürfen wir endlich anfangen?“

      Cynthia: „Oh ja. Gewinnen wir diesen Scheiss!“

      D. Queen: „Heeeyy! Bitte achtet auf eure Ausdrucksweise.“

      Cynthia: „Tschuldigung…“

      D. Queen: „Aber um die Frage zu beantworten: Ja, ihr dürft jetzt alle gemeinsam loslegen. Aber bleibt in euren Teams, ja?“


      Erste Station: Warteraum

      Auf dem Zettel, der in diesem Raum ist, ist ein Ultrigaria abgebildet. Darüber steht „Der nächste Zettel versenkt gerne Bälle.“ Alle blicken den Zettel an und Bell hat auch schon gleich darauf Idee.

      Bell: „Alles klar. Ich weiss, wo wir hin müssen. Kommen Sie mit, Herr Regisseur.“

      Regisseur: „Bist du dir sicher?“

      Bell: „Voll und ganz.“

      Bell und der Regisseur gehen davon.

      Cynthia: „Wollen wir auch los, Siggi?“

      Siegfried: „Weisst du überhaupt wohin?“

      Cynthia: „Ich habe so eine Ahnung. Und du?“

      Siegfried: „Ebenso.“

      Auch Siegfried und Cynthia gehen los.

      Eich: „Versenkt gerne Bälle? Damit kann ich nichts anfangen. Wie soll ein Zettel Bälle versenken?“

      Galagladi fuchtelt mit den Armen herum und zeigt zur Tür.

      Galagladi: „Galagladi. Gladi, Gladi, Gala!“

      Eich: „Also ehrlich gesagt, hoffe ich nicht, dass sich die Anderen ein Bein brechen.“

      Galagladi: „Galaaaa!“

      Eich: „Ach, du weisst wo wir hin müssen?“

      Galagladi: „Gala!“

      Eich: „Na, dann lass uns losgehen. Und beleidige doch nicht immer unsere Kollegen. Wenn D. Queen das mitkriegt, dann zieht er dir die Ohren lang.“

      D. Queen: „Ich stehe immer noch hier.“

      Eich: „Aber Sie haben nichts gehört, oder?“

      D. Queen: „Geht doch einfach los. Sonst holt ihr die Anderen nicht mehr ein.“

      Eich: „Ein grossartiger Plan. Ich werde mir nur noch kurz das Pokémon hier aufschreiben.“

      Eich holt sein Notizbuch hervor und notiert etwas darin, während Galagladi ihn hinaus zieht.


      Zweite Station: Basketball-Platz

      Unter einem der Basketballkörbe wurde ein weiterer Zettel platziert. Darauf ist ein Geradaks abgebildet und darüber steht das Rätsel: „Der nächste Zettel schläft im Freien.“ Cynthia und Siegfried kommen als Erste beim Zettel an.

      Cynthia: „Ha, die haben wir abgehängt.“

      Siegfried: „Warum mussten wir eigentlich rennen?“

      Cynthia: „Willst du etwa verlieren?“

      Siegfried: „Nö?“

      Cynthia: „Darum. Also, wir haben ein Geradaks und ein weiteres, leichtes Rätsel.“

      Siegfried: „Sollten wir uns die Pokémon nicht aufschreiben.“

      Cynthia: „Ach, verdammt! Das habe ich total verschwitzt, Siggi.“

      Siegfried: „Keine Sorge, Cynthi. Ich mache mir einfach ein Foto von dem Zettel und wir merken uns Ultrigaria aus dem vorherigen Rätsel.“

      Siegfried macht ein Foto von dem Zettel.

      Cynthia: „Sehr gut. Los, wir müssen weiter. Da drüben kommen schon Bell und der Regisseur.“

      Cynthia und Siegfried eilen davon, dafür kommen Bell und der Regisseur gleich darauf an.

      Bell: „Sehen Sie? Ich hatte recht.“

      Regisseur: „Und somit hätten wir ein Ultrigaria und ein Geradaks. Ich schreib das mal kurz auf.“

      Bell: „Der nächste Zettel ist wohl auch wieder draussen. Vielleicht in der Nähe unserer Zelte?“

      Der Regisseur liest sich das Rästel ebenfalls kurz durch und schreibt darauf die beiden Pokémon-Namen auf einen Notizblock.

      Regisseur: „Sieht so aus. Versuchen wir es dort einmal.“

      Bell: „Sehr gut. Gehen wir los. Vielleicht können wir Siegfried und Cynthia noch einholen.“

      Regisseur: „Wenn du meinst. Hauptsache wir sind schneller als die beiden dort.“

      Der Regisseur zeigt auf Galagladi und Samuel Eich, welche ebenfalls vor dem Basketball-Platz stehen und zum Zettel hin gehen.

      Bell: „Also. Los geht’s.“

      Der Regisseur und Bell gehen davon und Samuel Eich und Galagladi kommen an.

      Galagladi: „Galagladi. Gala?“

      Eich: „Ja, du hattest recht. Lass mich nur kurz Geradaks in mein Notizbuch schreiben. Und du kannst dir in der Zwischenzeit überlegen, warum ein Zettel im Freien schlafen möchte. Oder überhaupt schlafen soll. Diese Rätsel ergeben überhaupt keinen Sinn.“

      Galagladi: „Galagladi, Gala, Galagladi.“

      Eich: „Ach, so würde ich das jetzt aber nicht formulieren. D. Queen hat diese Rätsel bestimmt nicht geschrieben, als er sein Gehirn verloren hat.“

      Galagladi: “Gala?“

      Eich: „Zum Zeltplatz sagst du? Dann lass uns losgehen.“

      Eich hat sich den Pokémon-Namen notiert und folgt Galagladi, welches fröhlich davon geht.


      Dritte Station: Zeltplatz

      Auf jedem Zelteingang wurde ein Zettel angeklebt. Diese sehen allesamt gleich aus: Ein Vegimak ist abgebildet und darüber steht der Hinweis: „Der nächste Zettel hat ein Meeting“. Cynthia und Siegfried sind wieder zuerst beim Posten angekommen.

      Cynthia: „Ha, wusste ich es doch. Siggi, mach ein Foto und danach gehen wir zu… Irgendwo ins Gebäude hinein schätze ich.“

      Siegfried (zückt sein Smart Phone und schiesst ein Foto) : „Erledigt. Gab es nicht mal irgendwo so ein Meeting-Raum, Cynthi?“

      Cynthia: „Da, wo wir bei diesem dämlichen Rätsel von gestern waren. Natürlich. Los!“

      Cynthia eilt schon wieder davon und Siegfried geht ihr demotiviert nach.

      Siegfried: „Es gibt keinen Grund zu rennen, Cynthi!“

      Zwei Minuten später kommen der Regisseur und Bell bei den Zelten an.

      Bell: „Wetten, dass Cynthia und Siegfried schon da waren?“

      Regisseur: „Vermutlich. Du weisst ja, dass Cynthia ums Verrecken nicht verlieren will.“

      Bell: „Also, schreiben Sie sich doch wieder Vegimak auf und danach gehen wir zum Meeting-Raum.“

      Regisseur: „Einverstanden.“

      Der Regisseur notiert sich kurz das Pokémon und danach gehen er und Bell davon.

      Zwei weitere Minuten später kommen auch Eich und Galagladi endlich an.

      Eich: „So, da wären wir. Wie wäre es jetzt mit einer Pause, werter Kollege.“

      Galagladi zeigt auf den Zettel.

      Galagladi: „Galagladi. Gala, Gladi?“

      Eich: „Na, da haben wir ein Vegimak und den Hinweis, dass der nächstse Zettel ein Meeting hat. Jetzt wird es aber immer unsinniger. Warum sollte ein Zettel denn jetzt auch noch ein Meeting haben? Purer Schwachsinn, wenn du mich fragst.“

      Galagladi: „Gladi!“

      Eich: „Ja, D. Queen kann sich diese Zettel sonst wohin stecken.“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Eich: „Lass mich nur noch kurz den Hinweis aufschreiben. V… e… g… i… m… a… k… So. Fertig. Wo gehen wir nun hin?“

      Galagladi: „Gala!“

      Galagladi zieht Samuel Eich wieder hinter sich her, da es anscheinend weiss, wo der nächste Hinweis zu finden ist.


      Vierte Station: Konferenzraum

      Auf der Wandtafel im Konferenzraum hängt der nächste Zettel. Darauf ist ein Alola-Rattfratz abgebildet mit dem Hinweis: „Der nächste Zettel ist sportlich und ein Wächter.“ Siegfried und Cynthia sind natürlich wieder zuerst da.

      Siegfried (zückt sein Smart Phone und macht ein Foto) : „Na, das war ein Leichtes.“

      Cynthia: „Allerdings. Aber was bedeutet der nächste Hinweis?“

      Siegfried: „Also das ‚sportlich’ dürfte wohl auf eine Sportart schliessen.“

      Cynthia: „Ja, vermutlich. Aber bei welcher Sportart gibt es einen Wächter?“

      Siegfried: „Keine Ahnung. Vielleicht beim Basketball?“

      Cynthia: „Wohl kaum, Siggi. Da waren wir ja schon.“

      Siegfried: „Wenn du keine besseren Ideen hast, Cynthi, dann kann ich dir auch nicht helfen.“

      Cynthia: „Gehen wir mal zu den Sportanlagen. Vielleicht fällt es uns dann ein.“

      Siegfried: „Na, hoffentlich. Uns sonst spionieren wir die Anderen aus.“

      Cynthia: „Nicht gerade sehr sportlich…“

      Siegfried: „Aber effizient.“

      Siegfried und Cynthia gehen davon und zwei Minuten später kommen auch Bell und der Regisseur in den Raum hinein.

      Bell: „Na, da hatten wir wohl recht. Und unser Rückstand ist auch nicht so klein.“

      Der Regisseur hat schon wieder sein Notizbuch gezückt und hat sich Rattfratz notiert.

      Regisseur: „Ja, und als Nächstes geht es wohl wieder zu den Sportanlagen.“

      Bell: „Welche Sportart hat einen Wächter?“

      Regisseur: „Vielleicht ist damit der Torhüter beim Fussball gemeint.“

      Bell: „Eine hervorragende Idee. Los, gehen wir!“

      Die beiden gehen davon und nach drei Minuten kommen Samuel Eich und Galagladi hinein.

      Eich: „Na, da hätten wir unseren Übeltäter. Alola-Rattfratz. Wusstest du, Galagladi, dass es sich in mehrerlei Hinsicht von dem uns bekannten Rattfratz unterscheidet? Zum einen wäre da sein Unlicht-Typ…“

      Galagladi zeigt nun immer wieder auf den Zettel, während sich Samuel Eich das Pokémon notiert.

      Galagladi: „Galagladi! Gala!“

      Eich: „Na gut, das können wir ja auch unterwegs klären. Oh, sieh mal an. Jetzt ist der nächste Zettel auch noch sportlich. Und erst noch ein Wächter. Wie soll ein Zettel denn bitteschön etwas bewachen.“

      Galagladi blickt nun nachdenklich in die Leere.

      Galagladi: „Gala…“

      Eich: „Na, man kann ein Zettel ja beispielsweise schon an eine Türe kleben, aber deswegen wird er bestimmt nichts bewachen. Oder glaubst du etwa, dass dieser Zettel hier etwas bewachen könnte?“

      Galagladi: „Gladi!“

      Eich: „Genau. Eine totale Beleidigung!“

      Galagladi: „Galagladi?“

      Eich: „Du willst zum Sportplatz. Na meinetwegen. Aber wenn wir Volleyball spielen, stehe ich nicht schon wieder im Tor!“

      Galagladi: „Galagladi! Gala!“

      Eich: „Fussball? Ach, heute lieber nicht.“

      Samuel Eich hat Galagladi offensichtlich auf eine Idee gebracht, so dass dieses ihn wieder hinaus zieht.


      Fünfte Station: Fussballplatz

      An einem Pfosten eines Fussbaltores hängt der nächste Zettel. Neben einem Groink ist der Hinweis „Der nächste Zetterl ist unter dem höchsten Punkt“ zu finden. Bell und der Regisseur kommen diesmal zuerst an, aber Cynthia und Siegfried kommen auch gleich darauf angerannt.

      Bell: „Na, da lagen wir wohl richtig.“

      Cynthia: „Und wir ebenso!“

      Regisseur: „Hallo, ihr beiden.“

      Cynthia: „Ruhe! Ich muss mich hier konzentrieren. Siggi, mach das Foto!“

      Siegfried (ausser Atem) : „Moment… Ich muss… kurz… Luft holen…“

      Bell: „Seid ihr etwa gerannt?“

      Cynthia: „Wir waren zuerst beim Volleyball-Platz, weil wir das Fussballfeld nicht gefunden haben! Nur deswegen! Die Hinweise sind ein Leichtes!“

      Siegfried hat nun ein Foto vom Zettel gemacht, aber auch der Regisseur hat sich Groink notiert.

      Siegfried: „Das Foto ist im Kasten.“

      Cynthia: „Dann wollen wir auch nicht länger hier bleiben. Der nächste Zettel ist unter dem höchsten Punkt! Das kann nur eines bedeuten.“

      Siegfried: „Wir gehen wieder zum Duellberg?“

      Bell: „Die Zettel sind doch auf dem Grundstück verteilt.“

      Regisseur: „Also unter dem Kamin des Hauptgebäudes?“

      Siegfried: „Ist damit nicht eher der Kletterturm des Hindernisparcours gemeint?“

      Cynthia: „Du Idiot! Jetzt wissen die Bescheid! Lass uns schnell abhauen!“

      Cynthia sprintet davon und Siegfried versucht mit ihrem Tempo mitzuhalten.

      Bell: „Als ob wir das auch nicht so gewusst hätten.“

      Regisseur: „Haben wir?“

      Bell: „Los, gehen wir ihnen nach.“

      Bell fängt auch an zu laufen, aber der Regisseur geht in seinem eigenen Tempo hinter ihr her. Drei Minuten später kommen auch Samuel Eich und Galagladi an.

      Eich: „Na, sieh mal an. Endlich ein Hinweis, der Sinn ergibt. Der nächste Zettel ist unter dem höchsten Punkt. Daran ist nichts auszusetzen.“

      Galagladi: „Galagladi. Gala?“

      Eich (notiert sich etwas) : „Ich notiere mir nur kurz G…R…O…I…N…K…“

      Galagladi: „Galagladi?“

      Eich: „Na, wenn du meinst. Aber bitte nicht wieder so schnell. Und beleidige doch nicht die ganze Zeit unsere Kollegen.“

      Galagladi: „Gala?“

      Eich: „Ja, das sind unsere Kollegen und keine bescheuerten Vollidioten. Merk dir das.“

      Galagladi: „Gala…“

      Samuel Eich und Galagladi gehen auch davon.


      Sechste Station: Kletterturm

      Unten am Kletterturm hängt der nächste Zettel. Dieser wird von einem Grillchita geziert und der Hinweis lautet: „Der nächste Zettel hält sich für ein Werkzeug“. Cynthia und Siegfried kommen wieder zuerst an, aber auch Bell und der Regisseur sind schon in Sichtweite. Siegfried hat unterdessen schon das Foto gemacht.

      Cynthia: „Hält sich für ein Werkzeug?“

      Siegfried: „Gab es nicht neben dem Hauptgebäude so eine Art Werkzeugschuppen?“

      Cynthia: „Ach, ja?“

      Siegfried: „Ja, die kleine Hütte dort ist voller Werkzeuge.“

      Cynthia: „Sag bloss, du warst da schon drin?“

      Siegfried: „Man muss immer die Landschaft auskundschaften.“

      Cynthia: „Lass uns weiter. Da kommen schon Bell und der Regisseur.“

      Bell und der Regisseur sind nun wirklich gerade angekommen und sehen sich den Zettel an.

      Bell: „Hi, Leute.“

      Cynthia rennt davon und Siegfried ihr hinterher.

      Bell: „Tschüss, Leute.“

      Regisseur: „Vielleicht sollten die Beiden nochmals eine Runde Höflichkeit trainieren.“

      Bell: „Vielleicht. Gibt es hier irgendwo Werkzeuge?“

      Regisseur: „Wofür?“

      Bell: „Na, der Hinweis!“

      Regisseur: „D. Queen hat mal etwas von einem Werkzeuglager erwähnt.“

      Bell: „Sehr gut. Da müssen wir hin.“

      Regisseur: „Dann lass mich kurz den Hinweis aufschreiben und danach gehen wir zum Hauptgebäude zurück.“

      Der Regisseur notiert sich den Hinweis und danach gehen die beiden davon. Fünf Minuten später erscheinen Samuel Eich und Galagladi am Kletterturm. Galagladi scheint etwas genervt zu sein, da ihn Samuel Eich die ganze Zeit voll labert.

      Eich: „…ganz recht: Pokémon! Das ist die Antwort auf deine Frage. Einfach nur Pokémon. Nicht mehr und nicht weniger. Man kann natürlich jede Frage auch kompliziert beantworten, aber Pokémon ist in diesem Fall sowohl die korrekte Antwort, als auch überraschend akkurat.“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Eich: „Ja, ich lese ja schon. Oh, hör dir das mal an. Der nächste Zettel hält sich für ein Werkzeug. Ein Zettel hat gar kein Bewusstsein, wie soll es sich da für ein Werkzeug halten?“

      Galagladi: „Gladi!“

      Eich: „Ja, natürlich müssen wir zum Werkzeugschuppen. Bei der Gelegenheit kann ich auch gerade überprüfen, ob meine Laterne noch da ist. Schliesslich meinte D. Queen, dass man ja etwas nach Hause mitnehmen soll.“

      Galagladi: „Gladi!“

      Eich: „Ja, ich schreibe mir das Grillchita ja schon auf.“

      Eich notiert sich Grillchita in seinem Notizbuch, wird danach aber auch gleich wieder von Galagladi mitgeschleppt.


      Siebte Station: Werkzeugschuppen

      An der Aussentür des Werkzeugschuppens hängt der nächste Zettel. Darauf ist ein Alola-Sleimok abgebildet und darüber steht der Hinweis: „Der nächste Zettel wartet auf das Essen“. Cynthia und Siegfried kommen natürlich wieder zuerst an.

      Cynthia: „Sehr gut. Und ich weiss auch schon, wo der nächste Zettel ist.“

      Siegfried: „Wartet auf das Essen? Wo gibt’s hier was zu futtern?“

      Cynthia: „Mach einfach dein Foto und danach gehen wir in den Speisesaal. Vielleicht hat D. Queen ja auch noch etwas für uns aufgetischt. Schliesslich ist schon fast wieder Essenszeit.“

      Siegfried (macht ein Foto vom Zettel) : „Sehr gut. Lass uns eine Kleinigkeit essen gehen. Wo müssen wir überhaupt hin?“

      Cynthia: „In den Speisesaal, du Depp.“

      Siegfried: „Kein Grund beleidigend zu werden!“

      Cynthia: „Sorry. Los schon. Gehen wir!“

      Cynthia stürmt davon und Siegfried rennt ihr nach in der Hoffnung, etwas Essbares zu finden. Zwei Minuten später tauchen Bell und der Regisseur auf.

      Regisseur: „Jetzt lauf doch nicht so schnell, Bell. Oder ist uns etwa die Polizei auf den Fersen?“

      Bell: „Nein. Aber wir wollen doch Cynthia und Siegfried einholen.“

      Regisseur: „Wollen wir das?“

      Bell: „Jaaaa. Und als nächstes geht es wohl ins Esszimmer. Schreiben Sie sich wieder das Pokémon auf, Herr Regisseur?“

      Regisseur: „Klar. Aber wenn es im Esszimmer etwas zu Trinken gibt, schlage ich zuerst eine Pause vor.“

      Bell: „Aber nur eine ganz, ganz kurze, ja?“

      Regisseur: „Na, meinetwegen.“

      Der Regisseur schreibt sich das Pokémon auf und die beiden gehen dann auch gleich weiter. Nach zehn Minuten erscheinen auch endlich Samuel Eich und Galagladi beim Werkzeugschuppen. Galagladi zieht den Professor regelrecht hinter sich her.

      Eich: „Du hattest recht, mein Kollege. Der Werkzeugschuppen lag doch in dieser Richtung.“

      Galagladi (genervt) : „Galagladi! Gala, Gala, Gala! Gaaaaa!“

      Eich: „Kein Grund, so ausfallend zu werden. Und bevor du mich weiter stresst: Ja, ich lese den Zettel schon vor. Der nächste Zettel wartet auf das Essen. Jetzt haben Zettel also plötzlich die Eigenschaft auf etwas zu warten? Und dann erst noch auf das Essen. Zettel essen nichts. Punkt. Aber ich könnte eine Kleinigkeit vertragen.“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Eich: „Ja, ich schreibe mir Sleimok schon auf. Und du kannst dir in Ruhe überlegen, wo wir hin müssen.“

      Eich holt sein Notizbuch hervor und schreibt sorgfältig „Alola-Sleimok“ auf, während Galagladi die ganze Zeit auf das Hauptgebäude zeigt.

      Eich: „Ja, ich kann dich schon sehen. Und ich habe gemerkt, dass Siegfried und Cynthia soeben heraus gestürmt sind.“

      Galagladi: „Gladi!“

      Eich: „Wir gehen ja schon.“

      Auch Galagladi und Samuel Eich gehen davon.


      Achte Station: Speisesaal

      Auf einem mit Brötchen und anderen Speisen angereichertem Tisch ist ebenfalls ein Zettel zu finden. Darauf ist ein Pottrott abgebildet, sowie der Hinweis „Der nächste Zettel sitzt entspannt beim Rauschen des Flusses“. Cynthia und Siegfried kommen als Erste an und Siegfried stürzt sich sofort auf das Essen. D. Queen ist ebenfalls anwesend.

      D. Queen: „Hallo, meine Lieben. Ihr habt es schon fast geschafft. Stärkt euch doch für den Schlussspurt mit etwas Leckerem zu essen… Siegfried ist ja ohnehin schon dabei.“

      Siegfried hat sich gerade ein ganzes Brötchen in den Mund gestopft und hat nun etwas Mühe, dieses zu kauen.

      Cynthia: „Keine Zeit zum Essen. Wir müssen weiter. Irgendwo beim Fluss muss der nächste Zettel sein. Siggi, mach mal bitte das Foto.“

      Siegfried (mit vollem Mund) : „Hmpfff pfhrrrft pfffn.“

      Cynthia: „Pass doch bitte auf, Siggi. Du hättest beinahe das Essen voll gespuckt. Vielleicht gönne ich mir ja auch eins von diesen Vollkornbrötchen…“

      D. Queen: „Mach das bitte. Und denkt daran: Zu schnell essen ist ungesund.“

      Cynthia: „Verlieren auch.“

      Cynthia hat sich nun ein Brötchen geschnappt und isst dieses schnell auf. Währenddessen hat Siegfried das Foto gemacht und Bell und der Regisseur kommen hinein.

      Bell: „Oh, es gibt sogar etwas zu essen.“

      Siegfried: „Vergiss es! Wir waren zuerst da! Das gehört alles mir!“

      D. Queen: „Das Essen ist für alle gedacht.“

      Regisseur: „Hauptsache ich kriege etwas zu Trinken. Diese ganze Herumrennerei ist nichts für mich.“

      Bell: „Der Zettel ist auch hier. Der nächste Zettel sitzt entspannt beim Rauschen des Flusses.“

      Regisseur: „Na, recht hat er. Ich würde mich auch lieber entspannen.“

      Cynthia: „Siggi! Bist du endlich fertig mit essen?“

      Siegfried (hat gerade sein zweites Brötchen gegessen) : „Noch lange nicht.“

      Cynthia: „Kannst du dir nicht was mitnehmen? Und dann unterwegs essen?“

      D. Queen: „Jetzt lass den jungen Mann doch in Ruhe essen.“

      Cynthia: „Natürlich. Aber wenn wir unterwegs essen würden, wären wir effizienter.“

      Bell: „Eine gute Idee. Vielleicht sollten wir das auch machen, Herr Regisseur.“

      Regisseur (hat gerade zwei Gläser Wasser getrunken) : „Na, von mir aus. Wo müssen wir überhaupt hin?“

      Bell: „Ich weiss, wo. Keine Sorge.“

      Cynthia: „Du weisst wohin?“

      Bell (grinsend) : „Ja, das weiss ich. Aber ich sag es euch nicht.“

      Regisseur: „Aber ich möchte trotzdem noch kurz ein weiteres Glas Wasser trinken. Du kannst sonst schon mal dieses Pottrott-Dings aufschreiben, wenn du magst.“

      Bell: „Okay.“

      Bell schnappt sich das Notizbuch vom Regisseur und notiert sich Pottrott.

      Cynthia: „Ernsthaft, Siggi? Wie viel willst du noch fressen?“

      Siegfried (stopft sich gerade ein Croissant in den Mund) : „Hmpfhnh?“

      Cynthia: „Ach, vergiss es. Nimm doch noch ein paar Brötchen mit und dann lass uns losgehen.“

      Siegfried: „Hjhmm ngpft.“

      Siegfried greift sich ein paar Brötchen und Cynthia schnappt sich einen Apfel für später. Danach gehen die beiden hinaus.

      Bell: „Also, ich nehme mir auch zwei Vollkornbrötchen mit. Möchten Sie auch etwas, Herr Regisseur?“

      Regisseur: „Na, wenn wir schon unterwegs essen müssen…“

      D. Queen: „Müsst ihr nicht.“

      Regisseur: „Aber wenn Bell das möchte, dann erwidere ich ihr den Gefallen. Ich nehme mir zwei Semmeln mit und eine Banane.“

      Die beiden rüsten sich mit Essen aus, da kommen auch endlich Galagladi und Samuel Eich hinein.

      Galagladi: „Galagladi!“

      Eich: „Jaja. Sprich nicht in diesem Ton mit mir!“

      D. Queen: „Ist alles in Ordnung bei euch?“

      Galagladi: „Galagladi, Gladi! Gala, Galagladi!“

      Eich: „Das kannst du laut sagen! Aber über dich selbst!“

      D. Queen: „Jetzt esst doch zuerst mal etwas.“

      Bell: „Und wir müssen weiter. Bis später.“

      Regisseur: „Tschüss.“

      Bell und der Regisseur gehen davon. Währenddessen vertilgt Galagladi gerade einen Apfel und Samuel Eich begutachtet den Esstisch.

      Eich: „Wo ist denn hier der Schinken?“

      D. Queen: „Ich habe kein Fleisch aufgetischt. Ich dachte mir, die Teilnehmer möchten alle sofort weiterziehen, statt sich Sandwiches zu erstellen.“

      Galagladi: „Gala!“

      Eich: „Na gut. Dann werde ich mir auch einen Apfel gönnen.“

      Samuel Eich nimmt einen Apfel, begutachtet diesen genau, poliert ihn sorgfältig und beisst dann langsam und genüsslich hinein, während Galagladi ihm entnervt zuschaut.

      Galagladi: „Gala?!“

      Eich (kaut auf dem Apfelstück herum und geht danach langsam zum Zettel) : „Da steht, der nächste Zettel sitzt entspannt beim Rauschen des Flusses. Ich hätte übrigens eine kurze Kritik zu den Formulierungen auf den Zetteln, werter Kollege D. Queen.“

      D. Queen: „Ach ja? Welche denn.“

      Eich: „Ich halte es für sehr fragwürdig, wenn man die Zettel stark vermenschnlicht darstellt. Das widerspricht jeglicher Logik.“

      D. Queen: „Wie meinen?“

      Eich: „Na, zum Beispiel dieser Zettel hier. Ein Zettel kann nicht sitzen. Oder entspannt sein. Das ist schlichtweg falsch.“

      D. Queen: „Aber diese Formulierungen gehören doch zum Spiel dazu.“

      Eich: „Trotzdem sind sie alles andere als logisch.“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Eich: „Jaja, ich werde mir Pottrott sogleich notieren.“

      D. Queen: „Wenn ihr die anderen Teams noch aufholen wollt, solltet ihr auch so langsam weiterziehen.“

      Eich: „Wenn ich nur wüsste, wohin.“

      D. Queen: „Na, da ihr einen kleinen Rückstand habt, gebe ich euch einen Tipp. Wenn ihr zur Haupttür hinaus kommt und etwas schräg nach rechts geht steuert ihr direkt auf einen Pavillon beim Fluss zu. Vielleicht ist das ja ein guter Ort, um sich zu entspannen.“

      Eich: „Ich würde mich gerne entspannen, aber müssen wir nicht zuerst diese Runde beenden?“

      Galagladi klatscht sich die Hand an die Stirn.

      Galagladi: „Gala…“

      Eich: „Was? War da eine Fliege auf deinem Gesicht?“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Galagladi wirft einen Apfel in die Luft, fängt diesen mit seinem Mund auf und zieht danach den Professor wieder hinter sich her, der sich gerade noch Pottrott aufschreiben konnte.


      Neunte Station: Pavillon am Fluss

      Am Pavillon am Fluss kommen diesmal Bell und der Regisseur zuerst an. In der Mitte des Pavillons ist ein kleiner Tisch, auf dem der nächste Zettel ist. Darauf ist ein Relaxo abgebildet und der nächste Hinweis steht darunter: „Der nächste Zettel heizt allen ein.“

      Bell: „Jetzt muss ich passen.“

      Regisseur: „Heizt allen ein? Wie ist das gemeint?“

      Bell: „Vielleicht bei einer Feuerstelle?“

      Regisseur: „So etwas gibt es hier nicht. Aber ich schreibe mir zuerst mal Relaxo auf.“

      Der Regisseur notiert sich das Pokémon und Bell denkt angestrengt nach.

      Bell: „Vielleicht müssen wir das ganze sprichwörtlich betrachten. Wie kann man jemandem einheizen?“

      Regisseur: „Fragen wir doch Cynthia. Sie heizt gerade Siegfried ein.“

      Tatsächlich kommen Cynthia und Siegfried angelaufen, wobei Cynthia Siegfried gerade zusammenstrauchelt.

      Cynthia: „Ich sagte doch, rechts! Aber nein! Du weisst natürlich alles besser, nicht wahr Siggi?!“

      Siegfried: „Da irrt man sich einmal…“

      Cynthia: „Einmal? Du meinst vielleicht einmal in der letzten Stunde?“

      Siegfried: „Komm runter, Cynthi! Wir sind schon wieder gleich auf mit den beiden.“

      Bell: „Hallo.“

      Cynhia: „Hi! Was lümmelt ihr hier herum?“

      Bell: „Wir denken über den nächsten Hinweis nach.“

      Siegfried: „Der nächste Zettel heizt allen ein. Vielleicht ist der nächste Zettel irgendwo bei Cynthi.“

      Cynthia (sarkastisch) : „Haha. Sehr witzig.“

      Bell muss trotzdem kichern, erntet aber nur einen bösen Blick von Cynthia.

      Regisseur: „Natürlich! Ich hab’s! Lass uns gehen Bell!“

      Bell und der Regisseur gehen davon und Siegfried macht ein Foto vom Zettel.

      Cynthia: „Los, gehen wir ihnen nach!“

      Siegfried: „Du glaubst doch wohl nicht wirklich, das der Regisseur die richtige Idee hatte?“

      Cynthia: „Doch. Zumindest ist es besser, als uns abhängen zu lassen.“

      Auch Siegfried und Cynthia gehen davon. Vier Minuten später kommen Galagladi und Samuel Eich an.

      Eich: „Hör dir jetzt das mal an: Der nächste Zettel heizt allen ein. So etwas Stupides…“

      Galagladi: „Galagladi?“

      Eich: „Ein Heizungskeller? Gibt es hier so etwas überhaupt?“

      Galagladi: „Gala!“

      Eich: „Na, wenn du meinst. Lass mich nur noch kurz Relaxo notieren.“

      Während sich Samuel Eich das Pokémon notiert, zieht Galagladi ihn schon wieder davon.


      Zehnte Station: Heizungsraum

      In einem kleinen Raum, in dem die zentralen Heizungsanlagen installiert sind, ist der letzte Zettel zu finden. Darauf ist Schluppuch abgebildet und der letzte Hinweis: „Die Gemeinsamkeit der Pokémon verrät, wo sie hin wollen.“ Bell, der Regisseur, Cynthia und Siegfried gehen alle gemeinsam in den kleinen Raum, der definitiv nicht für so viele Personen ausgelegt ist.

      Cynthia: „Hey, macht mal Platz da!“

      Bell: „Aber wir waren zuerst hier.“

      Cynthia: „Stimmt doch gar nicht! Wir waren alle gleichzeitig hier.“

      Regisseur: „Schon gut, ich warte auf dem Korridor.“

      Siegfried: „Ach, ich schliess mich dir an.“

      Der Regisseur und Siegfried gehen aus dem kleinen Raum heraus.

      Cynthia: „Siggi, du könntest mir aber trotzdem kurz dein Handy geben, damit ich das Foto machen kann.“

      Siegfried: „Aber wehe, du schnüffelst in meinem Smart Phone herum.“

      Bell: „Herr Regisseur, könnten Sie sich zudem noch Schluppuch notieren?“

      Regisseur: „Mache ich.“

      Während Cynthia Siegfrieds Handy nimmt und das Foto schiesst, notiert sich der Regisseur das Pokémon. Cynthia verlässt danach den Raum wieder.

      Cynthia: „Gehen wir mal kurz die Pokémon durch, okay Siggi?“

      Siegfried: „Gut, Cynthi.“

      Bell: „Und wir ebenso, Herr Regisseur, ja?“

      Regisseur: „Sind alle sauber notiert.“

      Bell verlässt den Raum auch wieder und die vier Personen stehen nun auf dem Korridor.

      Cynthia: „Hey, fällt dir hier auch etwas auf, Siggi?“

      Siegfried: „Ja, keines dieser Pokémon ist ein Drache.“

      Cynthia: „Nein, ich meinte doch…“

      Cynthia schaut Bell und den Regisseur kritisch an.

      Cynthia: „Komm mit, ich habe eine Idee. Und wehe, ihr beiden folgt uns!“

      Bell: „Ha! Wir haben das Rätsel ohnehin schon gelöst!“

      Cynthia: „Dann lass uns rennen, Siggi!“

      Cynthia stürmt davon und Siegfried geht ihr hinterher.

      Regisseur: „Wollen wir nicht auch gehen?“

      Bell: „Ich weiss aber gar nicht wohin.“

      Regisseur: „Aber du sagtest doch…“

      Bell: „War ein Bluff. Ich mag es nur, wenn Cynthia Siegfried umher hetzt.“

      Regisseur: „Die Typen der Pokémon sind alle unterschiedlich. Sie leben auch in verschiedenen Regionen…“

      Bell: „Augenblick mal. Welche Fähigkeit hat Ultrigaria?“

      Regisseur: „Chlorophyll? Glaube ich zumindest.“

      Bell: „Kann es nicht auch Völlerei haben?“

      Regisseur: „Keine Ahnung.“

      Bell: „Aber die Pokémon können doch alle Völlerei als Fähigkeit haben, oder?“

      Regisseur: „Ich glaube, du hast recht. Aber wir waren doch schon beim Speisesaal.“

      Bell: „Vielleicht gibt es dort jetzt einen zweiten Zettel.“

      Regisseur: „Dann lass uns da hin gehen. Auch wenn wir Siegfried und Cynthia kaum mehr einholen werden.“

      Bell: „Naja, dann haben wir uns zumindest den zweiten Platz verdient.“

      Regisseur: „Naja, besser als nichts.“

      Bell und der Regisseur gehen davon. Drei Minuten später kommen Samuel Eich und Galagladi an.

      Eich: „Du hattest vollkommen recht, mein Kollege. Der Heizungskeller ist hier. Im Erdgeschoss. Das ergibt nicht gerade Sinn.“

      Galagladi: „Gala?“

      Eich: „Ob wir die Ersten sind?“

      Galagladi: „Gladi!“

      Eich: „Lahme Ente? Ich? Diesen Ausdruck verbiete ich mir!“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Eich: „Da steht nur ein Schluppuch und der Hinweis, dass die Gemeinsamkeit der Pokémon uns den letzten Ort preis gibt.“

      Galagladi: „Galagladi?“

      Eich: „Es ist ja wohl offensichtlich, dass die Gemeinsamkeit in der Fähigkeit Völlerei liegt.“

      Eich notiert sich das letzte Pokémon und Galagladi denkt angestrengt über den letzten Ort nach.

      Eich: „Also? Versuchen wir unser Glück im Speisesaal?“

      Galagladi: „Gladi! Galagladi, Gala?“

      Eich: „Vermutlich hast du recht. Gehen wir lieber in der Küche. Direkt bei den Nahrungsmittelvorräten würde sich ein Pokémon mit Völlerei ohnehin wohler fühlen.“


      Letzte Station: Küche

      Cynthia und Siegfried kommen zuerst in der Küche an, welche der letzte Ort der Schnitzeljagd ist. D. Queen wartet direkt vor dem Kücheneinang.

      D. Queen: „Glückwunsch ihr beiden. Ihr habt als erstes Team alle Rätsel gelöst. Ihr habt doch hoffentlich alle Rätsel gelöst, oder?“

      Siegfried: „Na, logo!“

      Cynthia: „Wir können dir auch sogleich alle Pokémon nennen, wenn du willst.“

      D. Queen: „Dann schiesst los.“

      Cynthia: „Siggi, wärst du so nett?“

      Siegfried: „Natürlich, Cynthi. Wir haben hier ein Geradaks, ein Vegimak, ein Alola-Rattfratz – Dieses ist das lächerlichste der Pokémon hier, wenn ihr mich fragt…“

      Cynthia: „Tun wir nicht, Siggi.“

      Siegfried: „Dann haben wir Groink, Grillchita, Alola-Sleimok, Pottrott, Relaxo und zu guter Letzt: Schluppuch.“

      Cynthia: „Also? Haben wir gewonnen?“

      D. Queen: „Nein. Ihr habt mir nur neun von zehn Pokémon genannt.“

      Cynthia: „Das kann nicht sein! Siggi, schau nochmals nach.“

      Siegfried: „Ich habe nur diese neun.“

      Cynthia: „Na toll! Jetzt hast du ernsthaft vergessen, ein Foto zu machen?!“

      Siegfried: „Kein Grund, laut zu werden!“

      Cynthia: „Hey! Warte mal… Wir haben doch den ersten Hinweis vergessen zu fotografieren und wollten uns das Pokémon merken.“

      Siegfried: „Ach ja… Da war ja was. Und welches war es denn?“

      Cynthia: „Es muss eines mit Völlerei sein. Schauen wir mal kurz im Pokédex nach.“

      D. Queen: „So war das eigentlich nicht gedacht…“

      Cynthia: „Das geht ganz kurz. Nur einen winzigen Augenblick.“

      Cynthia zückt einen Pokédex und tippt darin herum.

      Cynthia: „Hier, es war Ultrigaria.“

      Siegfried: „War es nicht Sarzenia?“

      Cynthia: „Was? Nein! Oder doch?“

      Siegfried: „Doch! Ganz bestimmt!“

      Cynthia: „Jetzt verunsicherst du mich gerade. Bist du dir sicher, dass es nicht Ultrigaria war?“

      Siegfried: „Es war auf jeden Fall ein schwaches Pokémon.“

      Cynthia: „Dann müsste es wohl eher Knofensa sein.“

      Siegfried: „Ich sagte ‚schwach’ und nicht ‚erbärmlich’.“

      D. Queen: „Wenn ihr euch nicht sicher seid, dann schaut doch nochmals nach. Die Zettel sind alle noch am gleichen Ort wie zuvor.“

      Cynthia: „Nein! Wir nehmen jetzt Ultrigaria!“

      Siegfried: „Sarzenia!“

      Cynthia: „Ultriagaria!“

      Siegfried: „Sarzenia!“

      Cynthia: „Vertrau mir einfach, Siggi!“

      Siegfried: „Warum sollte ich?“

      Cynthia: „Weil ich deinen vollsten Respekt habe?“

      Siegfried: „Hättest du wohl gerne. Aber dafür ist schon mehr nötig, als mit meinen Pokémon am Duellberg zu gewinnen.“

      Cynthia: „Dich würde ich jederzeit in einem Pokémon-Kampf schlagen, damit das mal gesagt ist.“

      D. Queen: „Ähm, meine Lieben. Eure Antwort bitte.“

      Siegfried: „Ach, mach doch, was du willst. Ich bin raus.“

      Siegfried geht davon.

      Cynthia: „Wir nehmen also Ultrigaria.“

      D. Queen: „Na, meinetwegen. Damit habt ihr gewonnen, aber jetzt hol bitte Siegfried wieder zurück.“

      Cynthia: „Hey, Siggi! Ultrigaria war die korrekte Antwort!“

      Cynthia geht davon und Samuel Eich und Galagladi erscheinen.

      Eich: „Du hattest recht, Kollege. Die Küche war die korrekte Antwort.“

      Galagladi: „Galagladi!“

      Nun kommen auch Bell und der Regisseur.

      Bell: „Na toll. Jetzt haben uns auch noch diese beiden überholt.“

      Regisseur: „Das Rätsel war aber auch nicht sehr klar formuliert.“

      Eich: „Na, das können Sie aber laut sagen. Und zwar über alle Rätsel!“

      D. Queen: „Wenn ihr wollt, dann dürft ihr mir auch noch alle Pokémon nennen, aber das Team von Cynthia und Siegfried hat bereits gewonnen.“

      Eich: „Und wo sind sie denn?“

      D. Queen: „Sie hatten eine kleine Meinungsverschiedenheit.“

      Regisseur: „Das nenne ich mal eine Überraschung…“

      Eich: „So nennen Sie das? Das war nur eine Frage der Zeit.“

      Regisseur: „Das war doch sarkastisch!“

      Galagladi. „Gala!“

      Eich: „Ja, hier sind zumindest unsere Pokémon, die alle die Fähigkeit Völlerei haben. Diese Gemeinsamkeit ist mir übrigens schon nach dem 3. Pokémon aufgefallen. Das Rätsel war also kinderleicht.“

      Regisseur: „Sofern man nicht in den Speisesaal geht…“

      Bell: „Tja, da haben wir uns wohl geirrt. Aber Spass machte es trotzdem.“

      Galagladi: „Gala!“

      D. Queen: „Eure Pokémon sind korrekt. Wollt ihr mir eure auch noch zeigen, Bell?“

      Bell: „Klar. Herr Regisseur, wären Sie so nett und geben D. Queen ihr Notizbuch.“

      Regisseur: „Auf keinen Fall! Da stehen sehr sensible Daten drin!“

      D. Queen: „Ich möchte doch nur die Seite mit den zehen Pokémon sehen.“

      Regisseur: „Na, meinetwegen.“

      Der Regisseur hält D. Queen sein Notizbuch hin, ohne dieses loszulassen.

      D. Queen: „Ja, das sieht auch gut aus.“

      Nun kommen auch Cynthia und Siegfried zurück.

      Cynthia: „Ich weiss zwar immer noch nicht, warum ich mich bei dir entschuldigen sollte, aber wenn du so einen grossen Wert darauf legst: Es tut mir leid, Siggi! Zufrieden?“

      Siegfried: „Ja. Dann gibst du also zu, dass ich recht hatte?“

      Cynthia: „Du hattest nicht recht!“

      Siegfried: „Ach ja?“

      D. Queen: „Ja! Ultrigaria war das erste Pokémon.“

      Eich: „Unsinn! Das erste Pokémon war Mew!“

      Bell: „Ich dachte, es wäre Arceus?“

      Siegfried: „Und ich dachte, es wäre Rizeros…“

      Cynthia: „Rizeros?“

      Siegfried: „Ach, vergesst es.“

      D. Queen: „Also, da schon alle hier versammelt sind…“

      Eich: „Aber Mew war das erste Pokémon, oder?“

      D. Queen: „Ich weiss doch nicht. Ich habe damals noch nicht gelebt.“

      Eich: „Na, ich doch auch nicht. Oder etwa doch?“

      Galagladi: „Gladi!“

      D. Queen: „Eigentlich wollte ich nur sagen, dass ihr bis zum Abendessen frei verfügen könnt.“

      Cynthia: „Sehr schön. Ich gehe eine Runde joggen.“

      Siegfried: „Bist du heute nicht schon genug herum gerannt?“

      Cynthia: „Was soll ich sagen, Siggi? Nach diesem Tag mit dir muss ich mich zuerst mal erholen.“

      Cynthia geht davon.

      Siegfried: „Das sagen alle Frauen nach einem Tag mit mir. Augenblick mal… Ist das überhaupt etwas Gutes?“

      Bell: „Spielt jemand mit mir eine Runde Volleyball?“

      Regisseur: „Ich muss leider passen…“

      D. Queen: „Lassen Sie mich raten: Ihre Sportverletzung?“

      Regisseur: „Nein, ich muss noch ein paar Leute bedroh… ich meine ‚anrufen’.“

      Der Regisseur geht ebenfalls davon.

      Eich: „Also, wenn wir schon frei verfügen können, studiere ich heute lieber noch ein wenig mein Schwalbini.“

      Bell: „Spielst du zumindest mit, Galagladi?“

      Galagladi: „Gala!“

      Bell: „Sehr schön. Und du, Siegfried?“

      Siegfried: „Ich soll mich mit euch beiden herum schlagen?“

      D. Queen: „Sei bitte höflich, Siegfried.“

      Siegfried: „Ach, ich hab’ ja ohnehin nichts besseres zu tun. Also gut, ich spiele mit.“

      Bell: „Und Sie, D. Queen?“

      D. Queen (blickt auf die Uhr) : „Also gut. Eine kleine Runde dürfte drin liegen.“

      Siegfried: „Aber ich bin mit Galagladi im Team, ist das klar?“

      Bell: „Gut, dann werden D. Queen und ich dich in Boden stampfen.“

      Siegfried: „Hättest du wohl gerne.“

      Die restlichen Leute gehen auch davon und der Rest des Tages verläuft sehr friedlich. Siegfried ist bester Laune, da er und Galagladi beim Volleyball gewonnen haben und auch Cynthia ist nach ihrer Jogging-Runde sehr entspannt. Da sich die Stimmung im Team stark verbessert hat, wenn man es mit dem Beginn des Camps vergleicht, gehen abends alle gut gelaunt schlafen, wobei sich die Stimmung bei den meisten Leuten am nächsten Tag wieder verschlechtern wird…
      Kate Nash - Don't You Want to Share the Guilt?
      I don't know how more people haven't got mental health problems
      Thinking is one of the most stressful things I've ever come across

      Donato - Einfach
      Ich gehe es an
      Bin auf dem Weg in mein Paradies, die Regeln umgangen
      Schwimme gegen den Strom, steinigen Wegen entlang
      Ohne Echolot, wo ich lande sehe ich dann

      Against the Current - Comeback Kid
      I'm gonna be a comeback kid and I want to find the words I need to say
      Yeah, I'm gonna survive with my head held high and finally walk away
      I'm gonna be a comeback kid and I want to be the one that's not afraid
      To jump from every sinking ship 'cause I'm done waiting to be saved
      I'm done waitin'

      Anton Nachtwey (aka Serk) - Wunderkinder
      Und wenn du nicht weisst, was hinterm Horizont liegt,
      dann find´ es heraus, pack´ deinen Koffer und zieh´
      Und wenn du nicht weisst, ob das was kommt dich besiegt,
      kannst du erst sicher sein, wenn du es probierst

      Escape The Fate - I Am Human
      I am strong, I am weak, I am everything between
      I am proud to be me, I am human
      I am weird, I'm a freak, I am different, I'm unique
      I will love who I please, I am human
      You are just like me

      Donato - Ferngesteuert
      Es gab falsche Freunde. Und echte, die ich enttäuschte.
      Von den echten fehlen Adressen. Die falschen treff' ich noch heute.
      Auch wenn ich falsche begrüsse, von echten träum' ich noch heute.
      Warum sollte ich lügen? Es macht kein' Sinn es zu leugnen.

    • Das Orre-Camp (Tag 10) – 13. Runde: Nichts als Theater

      D. Queen: „Setzt euch alle hin. Es ist so weit. Darauf haben wir alle gewartet.“

      Siegfried: „Haben wir nicht!“

      Cynthia: „Ich fühle mich in diesen Klamotten unwohl.“

      Bell: „Ich mich auch.“

      Es ist Abend und das sechsköpfige Team hat einen anstrengenden Tag hinter sich, der leider noch nicht zu Ende ist. Nach langem Wehren und Diskutieren haben alle sechs eingewilligt, jeweils zu zweit eine Theaterszene nachzuspielen. Nach einem ganzen Tag voller traurigen Versuchen, die alten Klassiker neu zu interpretieren, ist jetzt das Ergebnis zu betrachten. D. Queen hat sogar extra seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen, dem hoffnungslosen Ergebnis beizuwohnen.

      D. Queen: „Habt ihr euch endlich genug beklagt?“

      Regisseur: „Vermutlich nicht.“

      Galagladi: „Gala!“

      Eich: „Jetzt seid bitte still. Es gibt auch Leute, die das sehen wollen.“

      D. Queen: „Genau. Also, meine Damen und Herren, werte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sehen nun die berühmte Balkonszene aus dem weltbekannten Theaterstück Romeottaro und Julialtaria, gespielt von Siegfried und Cynthia. Applaus!“

      Die paar anwesenden Leute applaudieren und Siegfried und Cynthia treten sichtlich unbehaglich auf eine Bühne, welche D. Queen hinter dem Hauptgebäude aufbauen liess. Die Kulisse ist zwar hübsch gemalt, aber die Kleidungsstücke, die D. Queen für Siegfried und Cynthia ausgesucht hat, scheinen nicht ganz zu den beiden zu passen. Siegfrieds Anzug ist viel zu eng und Cynthia hat ihr Kleid falsch herum angezogen, was ihr anscheinend gar nicht bewusst ist.

      D. Queen: „Ihr dürft loslegen!“


      Siegfried und Cynthia in: Romeottaro & Julialtaria

      Cynthia: „Also, ziehen wir es durch, Siggi…“

      Siegfried: „Na, wenn du meinst. *Räuspert sich*“

      Die beiden haben immer noch die Texte in der Hand, da sie es offenbar nicht geschafft haben, die Szene auswendig zu lernen. Aber anscheinend versuchen sie nicht mal, den Text wortgemäss widerzugeben.

      Siegfried: „Der lacht über Narben, die nie keine Wunde fühlte – Aber Stille! Was für ein Licht bricht aus jenem Fenster hervor? Ach, es ist nur Cynthia!“

      Cynthia geht auf eine erhöhte Plattform der Bühne und schüttelt den Kopf.

      Siegfried: „Geh auf Solgaleo, geh unter Lunala. Oder umgekehrt. Ihr seid ja ohnehin beides keine Drachen. Hallo, Cynthia. Du hast zwei Augen. Glaube ich zumindest. *Schielt auf den Text* Wie Sterne… Tag-Licht… Lampe… Ein Strom von Glanz durch die Luft herabschütten, dass Schwalbini und Taubsi zu singen anfingen. Sieh: Sie kratzt sich am Hintern. O, dass ich ein Handschuh an dieser Hand wär… Ähm…“

      Cynthia: „Ach! Ich Unglückliche!“

      Siegfried: „Sie quatscht! Oh, rede noch einmal.“

      Siegfried stoppt hier seinen Monolog und nach einer peinlichen Stille übernimmt Cynthia wieder.

      Cynthia: „Oh, Siegfried, oh Siegfried! Warum bist du nur so bescheuert? Verleugne deinen Vater und entsage deinem Namen! Oder wenn du das nicht willst, so schwöre mir nur ewige Liebe. Oder noch besser: Lass mich einfach in Ruhe!“

      Siegfried: „Soll ich der Alten wirklich weiter zuhören?“

      Cynthia: „Nicht du, bloss dein Name ist mein Feind. Du würdest du selbst sein, aber dann wärst du ein Arsch. Es ist weder Hand, noch Fuss, weder Arm, noch Gesicht, noch irgendein anderes Teil. Was ist ein Name? – Eine Rose? – Siegfried, gib deinen Namen weg! Und für diesen Namen, der kein Teil von dir ist, nimm mein ganzes Ich?“

      Siegfried: „Ich nehme dich beim Wort. Nenne mich nur deinen Freund und ich will meinem Taufnamen entsagen. Ich will von nun an nicht mehr Siegfried sein. Nenne mich stattdessen der grösste Drachen-Profi im ganzen Universum.“

      Cynthia: „Wer bist du, der hier, in Nacht gehüllt, mein einsames Selbstgespräch belauscht?“

      Siegfried: „Na wer wohl? Ich hab’ doch gerade gesagt, dass ich Siegfried bin!“

      Cynthia: „Ach so? Na, dann… Wie kamst du hier her? Sage mir das. Und warum? Jetzt mal ehrlich… Wärst du nicht lieber zu Hause geblieben, als über Mauern zu klettern und dein Leben zu riskieren?“

      Siegfried: „Mein Dragoran trug mich über die Mauern. Und deine Verwandten können mich auch nicht abschrecken!“

      Cynthia: „Wenn sie dich sehen, so ermorden sie dich. Also bleib’ ruhig noch ein wenig und mach auf dich aufmerksam.“

      Siegfried: „Oh, Arceus und ihr anderen Götter. Es ist mehr Gefahr in deinem Auge als in zwanzig Gramokles. Sieh nur du mich an und ich verlasse… Oder verlache ich den Groll, welcher eine ohnehin bescheuerte Attacke ist.“

      Cynthia: „Ich wollte nicht um die ganze Welt, dass sie dich hier sehen. Und wenn ich es mir recht überlege, will auch ich dich nicht sehen.“

      Siegfried: „Der Mantel der Nacht wird mich vor ihren Augen verbergen. Und wenn nur du mich liebst, so mögen sie mich immer finden. Besser, dass ihr Hass mein Leben Ende, als dass ich hier weiter mit dir rede.“

      Cynthia: „Wer gab dir Anweisung, diesen Platz zu finden?“

      Siegfried: „Ich hab deine Adresse gegoogelt.“

      Cynthia: „Die Maske der Nacht liegt auf mir, sonst würde meine glühende Wange dir zeigen, wie beschämt ich bin, dass du mich reden hörtest, da ich allein zu sein glaubte. Vergeblich würd’ ich jetzt mich befremdet stellen wollen, vergeblich, vergeblich leugnen wollen, was ich gesprochen habe…“

      Siegfried: „Laaaangweilig!“

      Cynthia: „Ach, halte deinen Mund, mein Geliebter! Die Kraft deiner Worte mögten zwar einst Berge versetzt haben, aber ich allein bin ihnen schon längst überdrüssig geworden. Du meintest vielleicht, dass wenn du deine Meinung Kunde tust, die ganze Welt dir gespannt lauscht, aber dies sei schon lange nicht mehr so, du närrischer Wicht.“

      Bell (flüstert zu Eich) : „Was erzählt Cynthia da? Ihr Text stimmt überhaupt nicht mit dem Skript überein.“

      Eich (flüstert zurück) : „Ich glaube, sie versucht zu improvisieren.“

      D. Queen: „Schhhh! Ich will wissen, wie das weiter geht.“

      Cynthia: „Warum sagst du nichts mehr, oh Siegfried. Hat es dir die Sprache verschlagen, oder möchtest du von meinen Worten erschlagen werden?“

      Siegfried: „Oh, närrische Cynthia. Du laberst und laberst. Aber da du nur ein weibisches Weibesbild bist, hast du nichts zu sagen, da dieses Stück zu einer Zeit spielt, wo sich niemand für die Meinung des weibischen Volkes interessiert.“

      Cynthia: „Oh, Siegfried. Du kannst mich mal!“

      Siegfried: „Ich gehe nun in die Zelle meines geistigen Vaters, ihm mein Glück zu entdecken und ihn um seinen Beistand zu bitten.“

      Das Publikum blickt verwirrt umher, da dieser Satz das Ende der Szene einläuten soll, welches eigentlich noch gar nicht so früh vorgesehen war. D. Queen macht trotzdem den Anfang, steht auf und fängt an zu applaudieren. Die restlichen Leute tun es ihm nach, während sich Cynthia und Siegfried verbeugen. Nach dem kurzen Applaus ergreift D. Queen das Wort.

      D. Queen: „Das war… Ziemlich schlecht. Und das ist noch höflich formuliert. Es tut mir leid, aber dafür kann ich euch unmöglich einen Glitzerstern geben.“

      Siegfried: „Hauptsache, die ganze Tortur ist endlich vorbei.“

      Cynthia: „Du sagst es, oh Siegfried. Diese Schmach zu erdulden, war eine Prüfung, die ihresgleichen erst noch zu suchen vermögt.“

      Siegfried: „Warum quatscht du immer noch so seltsam?“

      Cynthia: „Ich glaube, mich hat doch die Muse geküsst, als ich in die Rolle der Julialtaria verfiel. Beflügelt vom theatralischen Geiste, schwebe ich in die Nacht dahin.“

      Cynthia springt die Bühne runter, breitet ihre Arme aus und tänzelt zum leeren Stuhl, der neben Bell steht. Auch Siegfried geht nun die Bühne hinunter und setzt sich widerwillig neben Cynthia.

      Cynthia: „Es war mir eine Ehre, mit deiner Wenigkeit zusammen, dieses Schauspiel ausgetragen zu haben, oh Siegfried.“

      Siegfried: „Halt bitte die Klappe.“

      D. Queen: „Haltet bitte alle die Klappe. Die nächsten beiden sind dran. Regisseur. Bell. Wollt ihr als nächstes?“

      Regisseur: „Eigentlich will ich gar nicht.“

      Bell: „Ach, kommen Sie schon. Sie haben einen der grossartigsten Monologe aller Zeiten. Darauf können Sie stolz sein.“

      Regisseur: „Na, du musst es ja wissen, Jungspund.“

      Der Regisseur geht auf die Bühne und Bell wartet neben der Bühne auf ihr Stichwort.

      D. Queen: „Also, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Wir sehen nun die Schlüsselszene im grossartigen Werk Hamletarking. Herr Regisseur, Bell, ihr dürft jederzeit anfangen.“


      Der Regisseur und Bell in: Hamletarking

      Der Regisseur starrt kritisch in die Menschenmasse und danach auf seine Notizzettel. Offenbar kann auch er den Text nicht auswendig. Er schafft es aber den Text gröstenteils frei vorzutragen und muss nur ab und zu auf die Notizen schielen.

      Regisseur: „Sein oder Nichtsein. Das ist hier die Frage…“

      Siegfried steht nun auf und will anscheinend gehen.

      Cynthia (flüstert zu Siegfried) : „Was hast du jetzt schon wieder vor?“

      Siegfried: „Na, das Stück ist doch jetzt fertig, oder?“

      Cynthia: „Das war gerade die erste Zeile.“

      Siegfried: „Ach ja? Hat dieses olle Stück etwa auch noch mehr Text?“

      D. Queen: „Setzt euch hin und hört zu!“

      Der Regisseur hat sich von diesem kurzen Unterbruch nicht verwirren lassen, und hat weiterhin seinen Text aufgesagt. Währenddessen setzt sich auch Siegfried wieder hin.

      Regisseur: „…Schlafen! Vielleicht auch träumen! Ja, da liegt’s. Wenn wir die irdische Verstrickung lösten… Das zwingt uns stillzustehen. Das ist die Rücksicht. Die Elend lässt zu hohen Jahren kommen. Denn wer ertrüg der Zeiten Spott und Geiseln… Ähm… *Räusper* Ich meinte Geissel…“

      Siegfried: „Wie lange dauert dieser Monolog eigentlich?“

      Cynthia: „Was fragst du mich das?“

      Eich: „Wir sind doch erst bei der Hälfte. Und jetzt seid bitte still. Es gibt auch Leute, die sich für dieses Stück interessieren.“

      D. Queen: „Genau!“

      Regisseur: „…Nur dass die Furcht vor etwas nach dem Tod, das unentdeckte Land, von des Bezirk kein Wanderer wiederkehrt… *Räusper* den Willen irrt, dass wir die Übel, die wir haben, lieber ertragen als zu Unbekannten flieh’n. *Räusper* Verdammt, ich brauch was zu trinken…“

      Der Regisseur geht von der Bühne und holt sich eine Wasserflasche. Währenddessen blicken alle Leute verwundert umher. Besonders Bell scheint völlig verwirrt zu sein und springt nun ein.

      Bell: „Ähm… Mein Prinz, wie geht es euch seit so vielen Tagen?“

      Regisseur: „Na, jetzt geht’s wieder.“

      Bell (noch verwirrter) : „Mein Prinz, ich hab von euch noch Angedenken, die ich schon längst begehrt zurückzugeben. Ich bitt’ euch nun, nehmt sie zurück!“

      Regisseur (blickt selbst verwirrt auf den Text in seiner Hand) : „Ach so… *Murmelt etwas* Nein, ich nicht. Ich gab euch niemals was.“

      Bell: „Mein teurer Prinz, ihr wisst gar wohl, ihr tatet’s, und worte süssen Hauchs dabei, die reicher die Dinge machten. Da ihr Duft dahin, nehmt dies zurück. Dem edleren Gemüte verarmt die Gabe mit des Gebers Güte. Hier, gnädiger Herr!“

      Regisseur: „Hahahahaha. Seid ihr tugendhaft?“

      Bell: „Gnädiger Herr?“

      Regisseur: „Seid ihr schön?“

      Siegfried: „Die Antwort darauf kennen wir alle, und die lautet ‚Nein’.“

      Cynthia: „Halt die Klappe, Siggi.“

      D. Queen guckt Siegfried und Cynthia böse an, worauf Cynthia seinen Blick mit entschuldigender Mine erwidert. Währenddessen geht der Dialog zwischen dem Regisseur und Bell weiter.

      Bell: „In der Tat, mein Prinz, ihr machtet mich’s glauben.“

      Der Regisseur blickt nun wieder auf den Text, zerknüllt eine Seite, wirft diese Weg, räuspert sich erneut, seufzt danach laut und fährt weiter mit dem Text fort.

      Regisseur: „Geh in ein Kloster! Moment mal… Irgendwie in ich jetzt in der Zeile verrutscht.“

      Der Regisseur dreht sich nun zum Publikum.

      Regisseur: „Einen Moment, bitte! Ich hab’ es gleich…“

      Der Regisseur blättert nun wieder in seinen Notizen, murmelt weiter vor sich hin und steigt danach einfach in einer späteren Szene im Stück wieder ein.

      Regisseur: „Ich weiss auch von euren Malereien Bescheid, recht gut. Gott hat euch ein Gesicht gegeben, und ihr macht euch ein anders. Ihr schlendert, ihr Trottel… Ich meine… Ihr trippelt und ihr List… lispelt *Räusper* und gebt Gottes Schöpfung verhunzte Namen und gebt eure Lüsternheit als Einfalt aus. Geht mir, nichts weiter davon, es hat mich tot gemacht… Ich meine: Toll gemacht. Toll gemacht. *Räusper* Toll gemacht? Na toll, jetzt finde ich die Zeile nicht mehr. Wo war stand denn das mit dem ‚tot gemacht’?“

      Bell: „Toll gemacht.“

      Regisseur: „Spar dir deinen sarkastischen Spott!“

      Bell: „Nein, ich meinte…“

      Regisseur: „Gefunden! Ich sage, wir wollen nichts mehr von Heiraten wissen. Wer schon verheiratet ist, alle ausser einem, soll das Leben behalten. Die übrigen sollen bleiben, wo sie sind. Oder wie sie sind. Oder was auch immer. Geh ins Kloster, Bell!“

      Bell (verwirrt) : „O welch edler Geist ist hier zerstört! Des Hoffmanns Auge, des Gelehrten Zunge. Des Kriegers Arm. Des Staates Blum und Hoffnung. Der Sitte Spiegel…“

      Bell starrt den Regisseur an und blickt ebenfalls nochmals auf das Textbuch.

      Bell: „Sollten Sie nicht gehen, Herr Regisseur?“

      Regisseur: „Warum? Bin ich etwa nicht gut genug, um diese Szene mit dir zu spielen? Ich bin vielleicht nicht der begnadedste Schauspieler, aber ich bin immer noch dein Boss und kann dich jederzeit feuern. Also überlege dir genau, was du sagen willst, Bell!“

      Bell: „Aber im Skript steht, dass sie gehen sollen. Sehen Sie?“

      Der Regisseur blickt auf die Zeilen, die Bell ihm hinhält.

      Regisseur: „Blödsinn. Da steht nur Hamlet ab. Was ist ‚Hamlet’ überhaupt?“

      Bell: „Das ist ihre Figur! Hamletarking oder kurz: Hamlet.“

      Regisseur: „Dann sind wir ja fertig. Sehr schön. Wo bleibt denn unser verdienter Applaus?!“

      Der Regisseur starrt kritisch ins Publikum, das widerwillig und verwundert anfängt zu applaudieren, bis D. Queen das Wort ergreift.

      D. Queen: „Liebe Leute. Bell hätte eigentlich noch einen Monolog. Einen sehr wichtigen, der für das restliche Stück… Ach, vergesst es einfach ihr Banausen. Bell, werter Regisseur, kommt doch wieder hinunter, ja?“

      Regisseur: „Das lasse ich mir nicht zweimal sagen.“

      Die beiden kommen die Bühne hinunter und Samuel Eich macht sich schon bereit, auf die Bühne zu gehen. Da Galagladi allerdings keinen Anschein macht, auf die Bühne zu gehen, quatscht er auf dieses ein.

      Eich: „Na, komm schon! Wir haben ein sehr faszinierendes Stück vor uns. Ein absolutes Meisterwerk, welches die ganze Literatur revolutioniert hat.“

      Siegfried: „Eine Geschichte mit Drachen?“

      Eich: „Mitnichten, mein Kollege. Aber Galagladi spielt einen Geist. Passend zu seinem Pokémon-Typen. Augenblick mal… Welche Typenkombination hast du schon wieder, Galagladi?“

      Galagladi: „Galagladi! Gala! Gladi!“

      Eich: „Psycho und Kampf? Na, dann passt es aber nicht ganz…“

      D. Queen: „Ist schon okay. Ihr kriegt das auch so hin. Geht einfach schon mal auf die Bühne, meine Lieben.“

      Galagladi steht nun auch genervt auf und setzt sich auf den seitlichen Bühnenrand. Samuel Eich ist mit Galagladis Platz allerdings nicht ganz zufrieden und weist es zurecht.

      Eich: „Noch ein bisschen links… Noch ein wenig… Nein, das andere links… Von mir aus links… Ach, komm schon! Es ist von uns beiden aus links!“

      Galagladi: „Gala?!“

      Eich: „Ja, super! Warte dort, bis du dran bist. Darf ich dann loslegen?“

      D. Queen: „Jederzeit, mein Lieber. Also, liebes Publikum: Sie sehen nun Professor Eich und Galagladi im Meisterwerk: Faustos!“


      Samuel Eich und Galagladi in: Faustos

      Eich: „Sollte das Stück dann nicht auch passend von einem Austos gespielt werden?“

      D. Queen: „Egal, legen Sie einfach los.“

      Eich: „Wer ruft mich?“

      Eine Stille umgibt nun das Theaterstück.

      Eich: „Galagladi, du bist dran. Hier musst du einsetzen.“

      Bell: „Professor, bei welcher Zeile sind Sie?“

      Eich: „Na, bei der ersten vom Geist!“

      Bell: „Sie sind aber Faustos, oder auch Faust genannt.“

      Eich: „Na, dann sagt mir das doch. Darf ich nochmals von vorne anfangen?“

      D. Queen: „Bitte…“

      Eich: „Also… Habe nun, ach, Philosophie, Juristerei und Medizin und leider auch Theologie durchaus studiert, mit heissem Bemühn. Ach übrigens, was ihr noch wissen solltet. Faustos ist ein Wissenschaftler, so wie ich. Und obwohl damals die Kirche eine grosse Macht inne hatte, hielt er nicht viel von Theologie. Habt ihr das verstanden?“

      D. Queen: „Sagen Sie einfach ihren Text auf. Falls danach Diskussionen gewünscht sind, können wir das gerne im Nachhinein klären.“

      Eich: „Aber diese Informationen sind unabdinglich, um das Stück zu verstehen.“

      D. Queen: „Die Leute haben das vor zweihundert Jahren schon verstanden, also werden sie es auch heute verstehen.“

      Eich: „Na, wenn Sie meinen, werter Kollege. Da steh’ ich nun, ich armer Tor und bin so klug wie als zuvor. Heisse Magister, heisse Doktor gar und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an an der Nase herum. – Vielleicht sollte ich hier noch erwähnen, dass Faustos diverse Lehrlinge unter sich hatte, so wie beispielsweise Wagner, der in dieser Szene auch vorkommen würde. Aber leider spielen wir ja nicht so weit. Oder etwa doch?“

      D. Queen: „Nein. Fahren Sie bitte einfach weiter.“

      Eich: „Wie Sie wünschen. – Und sehe, dass wir nichts wissen können! Das will mir schier das Herz verbrennen. Zwar bin ich gescheiter als die Laffen, Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen. Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel, fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel – Hier sieht man auch wieder sehr schön, was meine Figur von der Kirche denkt. Oder überhaupt Religionen. Mit dem Teufel ist übrigens Giratina gemeint, aber das hätte sich wohl nicht so schön gereimt, nicht wahr?“

      D. Queen: „Ich muss Sie doch sehr bitten, Professor.“

      Eich: „Worum denn?“

      Bell: „Sagen Sie bitte einfach ihren Monolog auf, Professor. Die Interpretation können Sie den Zuschauern überlassen.“

      Eich: „Ich weiss nicht recht. Einige Zuschauer scheinen mir nicht so stark gebildet zu sein.“

      Samuel Eich starrt auffällig zu Siegfried hinüber.

      Cynthia: „Ich glaube, er meint dich, Siggi.“

      Siegfried: „Hey! Nur weil ich noch nie was von diesem Stück gehört habe, heisst das nicht, dass ich ungebildet bin.“

      Cynthia: „Das ist Faustos. Davon hast du bestimmt schon gehört.“

      Bell: „Bestimmt. Jeder kennt die Geschichte von Faustos.“

      Regisseur: „Das ist der Typ, der einen Pakt mit Giratina schliesst, oder?“

      Cynthia: „Genau. Faustos ist ein Wissenschaftler, der irgendwann erkennt, dass ihn seine Forschungen nicht weiter gebracht haben, und er deswegen nie sein Leben gelebt hat.“

      Eich: „So kann man das aber auch nicht genau sagen. Die Wahrheit ist hier viel komplexer. Faustos war immer sehr zufrieden mit seinem Werk, aber in einem kleinen Moment des Zweifels hat Giratina ihn schamlos ausgenützt.“

      Bell: „Also sehr zufrieden scheint Faustos trotzdem nicht zu sein, wenn man den Monolog bedenkt.“

      Eich: „Das sind doch nur kleine Zweifel, die jeder Wissenschaftler einmal hat.“

      D. Queen: „Leutchen, ich bitte euch. Können wir die Diskussion nicht aufschieben?“

      Eich: „Na, meinetwegen. Aber darüber müssen wir noch reden. Nicht wahr, Galagladi?“

      Galagladi (etwas schläfrig) : „Gala?“

      Eich: „Seht ihr? Galagladi stimmt mir zu. Dafür ist mir auch alle Freud entrissen, bilde mir nicht ein, was rechtes zu wissen, bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren, die Menschen zu bessern und zu bekehren. Darf ich hierzu eine Randbemerkung machen?“

      D. Queen: „Nach dem Stück, okay?“

      Eich: „Wie Sie meinen… Ich notiere mir das nur kurz, damit ich es nicht vergesse…“

      Samuel Eich macht sich Notizen auf dem Skript, welches er die ganze Zeit in der Hand hielt, aber während des Monologes nie angeschaut hat.

      Eich: „Jetzt ist mein Füllfederhalter defekt. Ich repariere das kurz. Dauert auch nur einen Moment.“

      Samuel Eich nimmt schraubt seinen alten Füllfederhalter auseinander und versucht das Problem zu erkennen.

      D. Queen: „Können wir das nicht einfach nach dem Stück machen. Die Leute hier haben nicht ewig Zeit.“

      Siegfried: „Allerdings.“

      D. Queen: „Ich meinte damit eigentlich meine Angestellten.“

      Cynthia: „Vielleicht können wir ja quasi etwas vorspulen. Den Monolog kennt ja sowieso jeder. Springen wir doch gleich zum Dialog mit dem Geist.“

      D. Queen: „Ich weiss nicht so recht.“

      Eich: „Das wäre völlig inakzeptabel. Wenn ich den Monolog nicht zu Ende bringe, weiss niemand, wie der Dialog zustande kommt.“

      Siegfried: „Das alberne Gebrabbel kapiert ja sowieso niemand.“

      Bell: „Ich schon.“

      Siegfried: „Hat hier irgendjemand nach deiner Meinung gefragt?“

      Eich: „Ich hab’s! Ich muss hier einfach neue Tinte einfüllen. Hat jemand ein Tintenglas dabei?“

      D. Queen: „Okay, ich habe einen Vorschlag. Sie, werter Professor, geben mir den Tintenkulli, damit ich ihn für Sie auffüllen kann, dafür springen Sie zu der Stelle, wo Sie den Geist beschwören. Einverstanden?“

      Eich: „Na gut. Aber ich befürchte, dass dieser Sprung den Spass dieses Stückes trübt.“

      D. Queen: „Das Risiko gehen wir ein.“

      Samuel Eich übergibt D. Queen seinen Füllfederhalter und fährt mit dem Stück fort.

      Eich: „Es wölkt sich über mir – Der Mond verbirgt sein Licht – Die Lampe schwindet! Es dampft! Es zucken rote Strahlen mir um das Haupt – Es weht ein Schauer vom Gewölbe herab und fasst mich an! Ich fühl’s, du schwebst um mich, erflehter Geist, enthülle dich! Ha! Wie’s in meinem Herzen reisst! Zu neuen Gefühlen all meine Sinne sich erwühlen! Ich fühle ganz mein Herz dir hingegeben! Du musst! Du musst! Und kostet es mein Leben! War das nun gut so, oder soll ich doch an einer anderen Stelle weiter machen?“

      D. Queen: „Nein, das war supi. Geben Sie nochmals das Stichwort für Galagladi und danach machen Sie weiter, ja?“

      Eich: „Du musst! Du Musst! Und kostet es mein Leben!“

      Eine Stille setzt nun ein. Galagladi, welches nun auftreten müsste, ist am Bühnenrand eingeschlafen. Samuel Eich geht zu ihm hinüber und gibt ihm nochmals das Stichwort vor.

      Eich: „Du musst! Du Musst! Und kostet es mein Leben!“

      Galagladi macht nun die Augen auf, und blickt Samuel Eich fragend an.

      Eich: „Und kostet es mein Leben!“

      Galagladi: „Gala?“

      Samuel Eich wendet sich von Galagladi ab.

      Eich: „Schreckliches Gesicht.“

      Galagladi dreht sich nun fragend zum Publikum.

      Galagladi: „Galagladi? Gala? Gladi, Gala, Gladi?“

      Eich: „Weh! Ich ertrage dich nicht!“

      Galagladi geht nun zu Samuel Eich und versucht ihn zu beruhigen, nicht wissend, dass es mit ihm zusammen gerade ein Stück aufführt.

      Galagladi: „Galagladi. Gala? Gala?! – Galagladi, Gladi. Galagladi. Gladi? – Gala… Galagladi, Galagladi. Gala?“

      Eich: „Soll ich dir Flammenbildung weichen? Ich bin’s, bin Faust, bin deinesgleichen.“

      Galagladi dreht sich nun wieder verwirt zum Publikum und zeigt auf Samuel Eich.

      Galagladi: „Galagladi? Gala… Galaaaa! Galagladi, Galagladi, Gala! Gladi?!“

      Eich: „Der du die weite Welt umschweifst, geschäftiger Geist, wie nah fühl ich mich dir.“

      Galagladi kapiert nun überhaupt nichts mehr und geht genervt davon, während es vor sich hin redet.

      Galagladi: „Galagladi… Gladi, Gladi, Gladi…“

      Eich: „Nicht dir? Wem denn? Ich Ebenbild der Gottheit! Und nicht einmal dir! – Oh Tod! Ich kenn’s – das ist mein Famulus – Es wird mein schönstes Glück zunichte! Dass diese Fülle der Geschichte der trock’ne Schleier stören muss.“

      Das Publikum steht auf und applaudiert. Währenddessen hat sich Galagladi auf die Wiese gesetzt und schüttelt nur den Kopf über das seltsame Verhalten der Menschen.

      D. Queen: „Das war doch gar nicht schlecht. Zumindest wenn man vom Anfang absieht. Ihr dürft euch auch wieder setzen. Wo ist eigentlich Galagladi?“

      Bell: „Ich hole es. Vermutlich ist es auch etwas müde.“

      Bell geht zu Galagladi und Samuel Eich setzt sich hin.

      Eich: „Also, wenn jemand noch über das Stück diskutieren möchte, dann dürfen wir das gerne jetzt tun. Natürlich können wir auch über die anderen Stücke reden, aber die sind ohnehin nicht so toll. Ich verstehe auch gar nicht, warum das blöde Romeottaro und Julialtaria Stück so toll sein soll. Das ist einfach nur eine Beleidigung für alle Zuschauer.“

      Siegfried: „Danke! Genau das habe ich auch schon zu D. Queen gesagt.“

      Cynthia: „Nein, das hast du über D. Queen gesagt. Nicht zu ihm.“

      D. Queen: „Was habt ihr hinter meinem Rücken über mich gesagt?!“

      Bell (kommt mit Galagladi zurück) : „Leute, bitte! Wir sind bestimmt alle ein wenig müde und nach diesem langen Tag sagen wir vielleicht Dinge, die wir gar nicht so meinen.“

      D. Queen: „Du hast recht, Bell. Also, wer will, darf gehen. Und wenn noch jemand über eines der Stücke diskutieren möchte, darf gerne hier bleiben.“

      Alle bis auf Samuel Eich und D. Queen verschinden.

      D. Queen: „Ihr verpasst hier eine tolle Gelegenheit, nur damit ihr es wisst.“

      Eich: „Also, werter Kollege D. Queen. Wollen wir ein wenig über Faustos reden?“

      D. Queen: „Wissen Sie was? Verschieben wir das doch lieber auf morgen. Wenn die Leute ausgeschlafen sind, haben Sie vielleicht auch eher Lust, mit Ihnen zu diskutieren.“

      Eich: „Wohl wahr, Kollege. Dann wünsche ich Ihnen noch eine angenehme Nachtruhe.“

      D. Queen: „Danke, gleichfalls.“

      D. Queen geht nun auch davon und Samuel Eich zieht sich ebenfalls in sein Zelt zurück. Kurze Zeit später schlafen dann auch schon alle. Nur Siegfried hatte nach diesem langen Tag wohl Sehnsucht nach seinem Smart Phone, da er die halbe Nacht damit verbringt, irgendwelche Spiele darauf zu zocken.
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