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Jarus Kurzgeschichtenabteil

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    • Jarus Kurzgeschichtenabteil

      Liebe User, im folgenden Thread möchte ich euch meine Kurzgeschichten präsentieren, die von Zeit zu Zeit kommen werden.

      Kommen wir nun aber zur ersten Geschichte. In den Spielen wird immer aus der Sichtweise der guten Charaktere erzählt. Die Gegner sind immer nur die Bösen und keiner versteht warum sie das tun. Aber sie werden doch sicher Gründe haben.


      Aus anderer Sicht
      Mit einem knackenden Geräusch wurde das Gelatwino meines Meisters vom Kopfstoß eines Flambirex zersplittert. Dies war nun schon sein drittes besiegtes Pokémon. Dennoch konnte ich nicht daran denken, dass er verliert. Das wäre eine Katastrophe, das Ende. Ich hatte alles getan, um ihm so gut wie möglich zu helfen. Nun wurde auch noch Karippas von einem Megasauger des gegnerischen Elfuns geschlagen. Es wurde immer schlimmer. Dabei hat alles so gut angefangen. Damals, als ich mich vor zwei Jahren Team Plasma anschloss. Ich war noch jung, 16 um genau zu sein. Ich war von G-Cis und den anderen überzeugt, als sie in Ondula eine Rede hielten. Ich war begeistert. Ich war überzeugt. Überzeugt, dass Menschen keine Pokémon besitzen durften. G-Cis hatte völlig Recht, sie stellten nur Unfug mit ihnen an. In Freiheit würden sie ihr volles Potenzial ausschütten. Nicht solche Verbrechen anstellen wie einst Team Rocket. Ausgerechnet diese hingegen waren der Grund, warum ich der Meinung war, das Menschen keine Pokémon haben dürften. Die meisten denken diese miesen Diebe hätten nur in Johto und Kanto zugeschlagen, doch das stimmt nicht, sie waren auch in Einall.

      Als ich zehn war, griffen sie unsere Heimatstadt Ondula an. Im Dorf war eine große Party und die meisten Erwachsenen waren dort, was von den Verbrechern schamlos ausgenutzt wurde. Mit Machomeis schlugen sie die Türen auf und verschafften sich so Zugang zu den Habseligkeiten ihrer Bewohner. Die meisten Häuser waren leer, unseres aber nicht. Ich war noch dort. Mit meinem geliebten Pokémon, einem Yorkleff. So kamen sie auch zu uns. Sie brachen die Tür auf, ich versteckte mich im Schrank in meinem Zimmer. Ich hoffte, dass sie mich nicht finden würden. Es war mir egal, wenn etwas gestohlen wird. Hauptsache mir und meinem Yorkleff passierte nichts. Sie durchwühlten die Küche, warfen Möbel und Gegenstände um und durchsuchten alles. Ich konnte alles hören. Ich flehte Arceus an, dass sie wieder gehen würden. Ich drückte meinen kleinen Hund fester an mich und winselte vor Angst. Mein Herz klopfe wie verrückt und dann... dann... dann kam eines dieser Monster die Treppen hoch. Es lief mir eiskalt den Rücken herunter. Nun kamen sie in mein Zimmer. Auch hier durchwühlten sie alles, während ich mich so klein zusammenkauerte wie nur möglich. Doch es half nichts.

      Mein Schrank wurde aufgerissen und der Rüpel starrte auf mich, während ich wie gelähmt war, ich konnte mich vor Angst nicht bewegen. Ich klammerte mein Yorkleff noch fester an mich, wollte es beschützen. Nun griff dieses Monster nach meinem kleinen Schützling und rieß richtig an ihm. Dieser jaulte vor Schmerzen, aber weder er noch ich ließen los. Dann trat der Einbrecher mir in den Bauch, worauf ich losließ. Doch Yorkleff ließ das nicht zu. Er biss dem miesen Kerl in die Hand. Darauf packte dieser es am Hals, nahm seine Eisenstange, holte aus. Ich konnte nicht hinsehen. Das letzte was ich von meinem Kleinen hörte war ein qualvolles Jaulen. Doch es ließ nach. Ich heulte fürchterlich. War traurig und ängstlich zugleich. Nun packte mich der Rocket Rüppel am Kragen. Er hauchte mir mit tiefer Stimme ins Gesicht: "Glück gehabt du kleine ..., aber nächstes mal kommst du nicht so leicht davon." Den Ausdruck den er sagte kannte ich nicht und ich konnte ihn nicht verstehen. Mittlerweile heulte ich wie am Spieß, wollte, konnte einfach nicht mehr, war völlig fertig. Der Mann schlug mir nochmal in den Bauch, so heftig, dass ich Ohnmächtig wurde.

      Als ich wieder aufwachte, sah ich meine Eltern, die sichtlich erleichtert waren, dass es mir gut geht. Ich wollte unbedingt wissen, wie es Yorkleff geht, doch sie schwiegen, sagten einfach gar nichts. Ich brauchte eine Weile, um zu verstehen, was passiert war, brach deswegen aber erneut in Tränen aus. Doch es wurde noch schlimmer. In der Schule wurde ich wegen dem Vorfall komplett fertiggemacht. Anfangs waren es nur Sprüche wie: "Na ist dein dämlicher Flohzirkus endlich weg" oder "Hast deinen Hund nicht beschützen können? Was bistn du für ein Versager", doch mit der Zeit wurde es immer schlimmer, einmal wurde mir so heftig gegen das Schienbein getreten, dass ich ins Krankenhaus musste. Wehren war unmöglich, da ich vergleichsweise sehr klein war. Außerdem waren es sehr viele, die auf mich gingen und sie alle hatten Pokémon, die im Falle eines Falles für sie kämpften, ich nicht. Ich schwor Rache. Nicht nur an dem Angreifer von damals. Sondern gegen alle Trainer. Die, die mich so fertiggemacht haben und denen, welchen das Gleichgültig war. Sie sollten am eigenen Leib erfahren, wie schmerzhaft es ist, sein Pokémon zu verlieren. Mit einem Einäschern wurde nun N's Klikkdiklakk besiegt, er hatte nur noch Zoroark. Ich erzitterte, würde sein Plan, die Pokémon vor den Menschen zu befreien scheitern? Wegen so einer Rotznase? Naja, jedenfalls war ich "Fan" der ersten Stunde, freute mich tierisch, als ich für die Missionen von G-Cis persönlich ein Kiesling, mein Pokémon, mein eigenes bekam. Ich fühlte mich zutiefst geehrt. Und bereit alles damit zu tun, was nötig war um unseren edlen Plan umzusetzen. Ich fing klein an. Versteckte mich im Schatten und stahl dann alten Leuten ihre Pokémon. Anfangs hatte ich noch ein schlechtes Gewissen, doch ich machte mir immer wieder klar, dass es für einen guten Zweck ist. Zwar ist es für die Leute schlimm, kein Pokémon mehr zu besitzen, aber es wird weniger schlimm sein, wenn niemand mehr eines besitzt. Dann fühlen sich auch nicht Trainer nicht mehr benachteiligt. Es profitieren also alle. Oder etwa nicht?

      Ich war auch sehr zuverlässig, ein Auftrag, den man mir gab, konnte man als erledigt bezeichnen. So durfte ich häufig dabei sein, wenn G-Cis seine Ansprachen hielt. Als persönlicher Leibwächter. Ich war auch bei seiner Rede in Gavina dabei, vor ein paar Wochen. Der Bengel, mit dem mein Meister N gerade einen Kampf liefert war auch dabei. Er hat mich sogar angesprochen, ich stand vor der Rede als Wächter vor dem Tor, damit niemand, erst recht nicht die Polizei kommen konnte und G-Cis Auftritt vermasseln oder N enttarnen könnte. Hätte ich ihm nur sein Pokémon geklaut. Er war damals, wie N neulich sagte noch ganz neu im Trainergewerbe. Nur ein Serpifeu LV. 7 hatte er besessen. ich hatte damals bereits ein Bissbark LV 40. Er wäre kein Gegner für mich gewesen. Hätte ich doch nur... Doch jammern oder ein schlechtes Gewissen haben hilft nichts. Das kommt eh noch. Außerdem hat uns G-Cis ganz zu meiner Enttäuschung gesagt, wir sollen um seriös zu wirken an diesem Tag keine Pokémon stehlen. Hätte er das nicht gesagt, wären wir jetzt am Ziel. Der Champ ist geschlagen, N hat das mächtigste, beziehungsweise eines der beiden mächtigsten Einall-Pokémon. Die Bevölkerung verehrt uns und lässt fleißig Pokémon frei. Wenn jetzt... "NEIN" schreie ich, was jedoch nicht auffällt, da mehrere meiner Kollegen dies tun. Zoroark ist letztenendes KO gegangen. Dabei hatte dieser Kerl auch nur noch ein Pokémon. Es. war. so. knapp. Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergeht, ich weiß nicht, was jetzt passiert. Doch in diesem Moment kommt G-Cis herein, er wird alles zu einem guten Ende führen, wie immer. Hoffentlich. Nein, ganz bestimmt.

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    • Hi Cosmo,

      da ich es gerade sehe, will ich mal etwas dazu schreiben.
      Du hast in dieser ersten Kurzgeschichte wirklich gut beschrieben, wieso es diese Rüpel eigentlich gibt und warum sie sich Team Plasma anschließen. Das hast du mit einem Charakter geschafft, der sehr verletzt wurde in der Vergangenheit.

      Die Yorkleff-Stelle war der Höhepunkt und unfassbar traurig.
      Und wie sie dann von den anderen schikaniert wurde, war so ungerecht ...
      Deshalb ist diese Stelle

      Ich-Perspektive wrote:

      Ich schwor Rache. Nicht nur an dem Angreifer von damals. Sondern gegen alle Trainer. Die, die mich so fertiggemacht haben und denen, welchen das Gleichgültig war. Sie sollten am eigenen Leib erfahren, wie schmerzhaft es ist, sein Pokémon zu verlieren.
      nur verständlich. Man kann sich da echt gut hineinversetzen. Sowie auch in ihre Verzweiflung, dass N besiegt wurde und der Traum zerstört werden könnte.

      Das mit der Rahmenhandlung, also dass sie dem Kampf zuschaut, aber dabei an ihre Vergangenheit denkt, ist dir wirklich gut gelungen.

      Meckern habe ich nur eines: Der Text hat nur zwei Sinnabschnitte, un der Rest wirkt wie drei große Blöcke. Besonders den letzten Teil hättest du vielleicht mit noch mehr Absätzen einteilen können, besonders beim Wechsel zwischen Gegenwart und Erinnerungen der Rüpelin.

      Am Plot selbst habe ich nichts auszusetzen. Du hast ihn äußerst gut umgesetzt.
      Ich freue mich auf die Kurzgeschichten, die noch folgen werden.

      LG Taco
    • Hallo @Turtacos, vielen Dank für deinen Kommentar. Freut mich, dass dir meine Geschichte so gut gefällt. Habe jetzt noch den 2 und den 3 Absatz geteilt, weswegen die Geschichte jetzt statt drei fünf Absätze hat. Der Hauptcharakter ist übrigens ein Junge, was man aber auch nicht rauslesen kann und auch nicht weiter wichtig ist ;)
    • Cosmo wrote:

      Hallo @Turtacos, vielen Dank für deinen Kommentar. Freut mich, dass dir meine Geschichte so gut gefällt. Habe jetzt noch den 2 und den 3 Absatz geteilt, weswegen die Geschichte jetzt statt drei fünf Absätze hat. Der Hauptcharakter ist übrigens ein Junge, was man aber auch nicht rauslesen kann und auch nicht weiter wichtig ist ;)
      Okay, das ist gut, dass du das tatsächlich noch gemacht hast. :bew1:

      Ach so, das ist ein Junge? Ich habe wegen dieser Stelle gedacht, es wäre ein Mädchen:

      Cosmo wrote:

      "Glück gehabt du kleine ... <- das heißt dann ,,Kleiner".
      Aber du hast recht, ist ja nicht relevant.^^
    • Hallo Cosmo,

      die Frage, warum Bösewichte böse sind, ist so tiefgehend philosophisch und psychologisch betrachtbar, dass ich immer dazu geneigt habe, es vor dem simpelsten Hintergründen zu betrachten: Profit (bspw. Rocket), leichter bis schwerer Wahnsinn (bspw. Aqua/Magma), Langeweile (bspw. Galaktik, also wirklich, so richtig was gedacht hatten die sich dabei nicht, oder?).
      Deine Geschichte betrifft tatsächlich auch eine dieser Kategorien. Dass der Wahn der Anführer nicht immer der der Mitglieder sein muss, hast du hier sehr anschaulich dargestellt. Übrigens bin ich absolut kein Freund von Mobbing, weder in der Schule noch am Arbeitsplatz. Es gibt hier aber immer bessere Lösungen, als allen die Haustiere wegzunehmen. Viele Mobber sind sogar nur so gemein, weil ihre Katze nie mit ihnen kuscheln wollte.

      Bei dem, was darauf kommt, gibt es aber noch einige Ansatzpunkte für Verbesserungen: die Abtrennung von Nebensätzen aller Arten mit Kommata vom Hauptsatz, obwohl das mehr ein sporadisches als grundsätzliches Problem zu sein scheint. Als Beispiel hier ein Satz aus dem ersten Absatz:
      "Die meisten denken diese miesen Diebe hätten nur" Hier wird die Ergänzung natürlich abgetrennt^^
      Oder ein anderer Fall: "Ich erzitterte, würde sein Plan, die Pokémon vor den Menschen zu befreien scheitern?" Hier fehlt das Komma vor "scheitern", da lediglich eine Erklärung zum Plan eingeschoben ist und der Teil davor folglich nicht zum Hauptsatz gehört^^ Ich habe auf Anhieb ungefähr 5 solche Kommafehler gesehen. Ein weiteres kritisches Durchlesen nach solchen Fehlern wird dir auch die übrigen sicher zeigen ;)

      Weiterhin gibt es noch ein paar Unstimmigkeiten, die sich aufgrund ihrer Einmaligkeit nicht als Unwissen oder Unachtsamkeit identifizieren lassen - kommentarlos möchte ich hier die Begriffe "Rüppel" und "rieß" nennen, außerdem die Satzfolge "Nun griff dieses Monster nach meinem kleinen Schützling und rieß richtig an ihm. Dieser jaulte vor Schmerzen, aber weder er noch ich ließen los." Es ist zwar noch verständlich, aber strenggenommen stimmt hier der Bezug (wer ist 'er') nicht mehr.
      "Ich war auch sehr zuverlässig, ein Auftrag, den man mir gab, konnte man als erledigt bezeichnen." Hier natürlich Akkusativ, also einEN Auftrag. Bei "In der Schule wurde ich wegen dem Vorfall komplett fertiggemacht." wäre der Genitiv angebracht, wegen dieses Fehlers werden heutzutage aber keine Kühe mehr scheu gemacht.
      "Ohnmächtig" ist in diesem Text ausschließlich als Adjektiv vorgekommen und sollte darum kleiner geschrieben sein als es vorliegend der Fall ist, und Meister N liefert SICH einen Kampf...
      Im vierten Absatz hast du zweimal die Zeit nicht richtig bedacht und bist ins Präsens gewechselt, die Stellen findest du aber auch selbst, und die Formulierung "Dann fühlen sich auch nicht Trainer nicht mehr benachteiligt." bedarft eines weiteren Großbuchstabens und eines Bindestrichs, wobei ich generell von solchen Worten abraten würde ;)

      Die Kriterien einer Kurzgeschichte erfüllt diese erstaunlich gut, das ist man aus einem Fanfiktion-Bereich nicht gewohnt. So ist es nicht angebracht, hier mangelnde Beschreibungen zu kritisieren, der in medias res Anfang ist gut platziert und die einseitige Charakterisierung des namen- und gesichtslosen Protagonisten unterstreicht den austauschbaren Charakter einer Kurzgeschichte, die ja mehr moralische als inhaltliche Nachrichten übermitteln soll. Ich bin unschlüssig, ob der angeschnittene Themenkomplex überhaupt für eine Kurzgeschichte geeignet ist, ich denke aber, es bietet Potential für mehr. Dennoch, insgesamt passable Arbeit. Zur Ausmerzung der letzten Fehler wird wie immer zur Einstellung eines qualifizierten Betalesers geraten ;)

      Herzlichst
      ~~
      Du wolltest dich schon immer für meine Gemeinheiten revanchieren? Feel free to comment.
    • Annatar wrote:

      Hallo Cosmo,

      die Frage, warum Bösewichte böse sind, ist so tiefgehend philosophisch und psychologisch betrachtbar, dass ich immer dazu geneigt habe, es vor dem simpelsten Hintergründen zu betrachten: Profit (bspw. Rocket), leichter bis schwerer Wahnsinn (bspw. Aqua/Magma), Langeweile (bspw. Galaktik, also wirklich, so richtig was gedacht hatten die sich dabei nicht, oder?).
      Deine Geschichte betrifft tatsächlich auch eine dieser Kategorien. Dass der Wahn der Anführer nicht immer der der Mitglieder sein muss, hast du hier sehr anschaulich dargestellt. Übrigens bin ich absolut kein Freund von Mobbing, weder in der Schule noch am Arbeitsplatz. Es gibt hier aber immer bessere Lösungen, als allen die Haustiere wegzunehmen. Viele Mobber sind sogar nur so gemein, weil ihre Katze nie mit ihnen kuscheln wollte.

      Bei dem, was darauf kommt, gibt es aber noch einige Ansatzpunkte für Verbesserungen: die Abtrennung von Nebensätzen aller Arten mit Kommata vom Hauptsatz, obwohl das mehr ein sporadisches als grundsätzliches Problem zu sein scheint. Als Beispiel hier ein Satz aus dem ersten Absatz:
      "Die meisten denken diese miesen Diebe hätten nur" Hier wird die Ergänzung natürlich abgetrennt^^
      Oder ein anderer Fall: "Ich erzitterte, würde sein Plan, die Pokémon vor den Menschen zu befreien scheitern?" Hier fehlt das Komma vor "scheitern", da lediglich eine Erklärung zum Plan eingeschoben ist und der Teil davor folglich nicht zum Hauptsatz gehört^^ Ich habe auf Anhieb ungefähr 5 solche Kommafehler gesehen. Ein weiteres kritisches Durchlesen nach solchen Fehlern wird dir auch die übrigen sicher zeigen ;)

      Weiterhin gibt es noch ein paar Unstimmigkeiten, die sich aufgrund ihrer Einmaligkeit nicht als Unwissen oder Unachtsamkeit identifizieren lassen - kommentarlos möchte ich hier die Begriffe "Rüppel" und "rieß" nennen, außerdem die Satzfolge "Nun griff dieses Monster nach meinem kleinen Schützling und rieß richtig an ihm. Dieser jaulte vor Schmerzen, aber weder er noch ich ließen los." Es ist zwar noch verständlich, aber strenggenommen stimmt hier der Bezug (wer ist 'er') nicht mehr.
      "Ich war auch sehr zuverlässig, ein Auftrag, den man mir gab, konnte man als erledigt bezeichnen." Hier natürlich Akkusativ, also einEN Auftrag. Bei "In der Schule wurde ich wegen dem Vorfall komplett fertiggemacht." wäre der Genitiv angebracht, wegen dieses Fehlers werden heutzutage aber keine Kühe mehr scheu gemacht.
      "Ohnmächtig" ist in diesem Text ausschließlich als Adjektiv vorgekommen und sollte darum kleiner geschrieben sein als es vorliegend der Fall ist, und Meister N liefert SICH einen Kampf...
      Im vierten Absatz hast du zweimal die Zeit nicht richtig bedacht und bist ins Präsens gewechselt, die Stellen findest du aber auch selbst, und die Formulierung "Dann fühlen sich auch nicht Trainer nicht mehr benachteiligt." bedarft eines weiteren Großbuchstabens und eines Bindestrichs, wobei ich generell von solchen Worten abraten würde ;)

      Die Kriterien einer Kurzgeschichte erfüllt diese erstaunlich gut, das ist man aus einem Fanfiktion-Bereich nicht gewohnt. So ist es nicht angebracht, hier mangelnde Beschreibungen zu kritisieren, der in medias res Anfang ist gut platziert und die einseitige Charakterisierung des namen- und gesichtslosen Protagonisten unterstreicht den austauschbaren Charakter einer Kurzgeschichte, die ja mehr moralische als inhaltliche Nachrichten übermitteln soll. Ich bin unschlüssig, ob der angeschnittene Themenkomplex überhaupt für eine Kurzgeschichte geeignet ist, ich denke aber, es bietet Potential für mehr. Dennoch, insgesamt passable Arbeit. Zur Ausmerzung der letzten Fehler wird wie immer zur Einstellung eines qualifizierten Betalesers geraten ;)

      Herzlichst
      ~~
      Erstmal auch danke an dich für die Kritik.
      Jo, ich finde die unterschiedlichen Ziele von den Teams auch interessant.
      Zum Sprachlichen, vielen Dank für deine Verbesserungstipps, ich werde versuchen sie umzusetzen. Wegen Betaleser: Da habe ich zwar schon eine Person, allerdings nur für eine Geschichte, die schon länger nicht mehr aktiv ist. Ich sehe mal nach was ich da mache :o
    • Liebe User, liebe Leser, ich dachte mir, es wird so langsam Zeit mal wieder eine kleine Geschichte zu veröffentlichen. In dieser Geschichte geht es um einen ganz besonderen Charakter aus dem Anime, welchen die meisten von euch kennen sollten.

      Was nun?

      Gerade sitze ich blutverschmiert in einem zerstörten Raum, überall Tote, zerstörte Gebäude und explodierte Maschinen. Ich habe keine, also wirklich keine Ahnung, wie mir das jetzt passieren konnte. Menschen würden dies vermutlich "Filmriss" nennen. Das nennen diese Individuen so, wenn sie so betrunken waren, dass sie den Scheiß, welchen sie im alkoholisierten Zustand getan haben vergessen. Allerdings war ich nicht betrunken. Eigentlich weiß ich nicht mal genau was Alkohol ist, habe ich diese Information doch nur von einem Forscher bekommen, welcher nach Feierabend mit einem anderen geredet hat. Allgemein, fällt mir grade auf, dass ich nur sehr wenig weiß. Bin ich doch gerade einmal seit zehn Minuten richtig, puh wie nennen wir das? Lebendig? Wach? Ja, das trifft es! Alles was ich weiß ist, dass ich soeben in einem Wutanfall ein komplettes Labor zerstört habe. Außerdem bin ich ein Clon, nämlich der von Mew, dem angeblich seltensten aller Pokémon. Ich bin nur ein Spielzeug von Wissenschaftlern, welche mich erschaffen haben, um ihre Theorien zu bestätigen. Genau, darum habe ich sie getötet. Doch was soll ich jetzt genau tun? Was geschieht als nächstes?

      Mit diesen Gedanken saß ein Pokémon, welches nur für Tests erschaffen wurde in einer Lache aus Blut und Öl. Sich selbst fragend, was als nächstes geschieht. Nichts wissend über die Welt, auf der es nun mehr oder weniger gewollt lebte. Ohne Träume. Ohne Wünsche. Ohne Wünsche? Doch einen Wunsch hatte es. Mew finden. Doch was wollte er mit diesem etwas, aus dessen DNA er bestehen sollte denn machen? Mit ihm reden? Ihn um Hilfe bitten? Vollkommen verwirrt saß das junge Pokémon da. Minuten und Stunden verstrichen, dann kam ein Hubschrauber. Aus ihm stieg ein Mann, etwa um die 40. Er hatte einen schwarzen, gebügelten Anzug an, darunter ein weißes Hemd und eine rote Krawatte. Ebenso fein waren die Hose, die er trug sowie seine schwarzen Lederschuhe. An der rechten Hand trug er eine goldene Uhr und seine Haare waren kurz geschnitten und ebenfalls schwarz. Seine dunkelbraunen Augen sahen Mewtu kampflustig, aber auch überheblich an. Seine Lippen waren schmale Schlitze. Die eine Hand war geballt, die andere hielt er lässig nach unten. Hinter ihm waren zwei ebenfalls gut gekleidete Männer mit Glatze und Sonnenbrillen. Jeder von ihnen hatte sechs Pokébälle am Gürtel. Sie sahen zwar kräftiger aus, jedoch auch irgendwie harmloser aus, als der Mann, der vor ihm stand. Sekunden lang blieb alles still, für Mewtu fühlten sich diese aber an wie Stunden. Er überlegte sich schon, ob er die drei Männer, den Piloten samt Hubschrauber nicht einfach so behandeln sollte wie die Ruine, in welcher er saß. Doch er hatte irgendwie das Gefühl, dass der Mann, der da so selbstbewusst vor ihm stand ihm eventuell helfen würde. Ja, er war sich sogar sicher. Sehr sicher. Eventuell zu sicher? Endlich begann der Mann zu sprechen. Er stellte sich als Giovanni vor und gelobte Mewtu, ihm zu helfen, seine schier unendlichen Kräfte zu bändigen und kontrolliert einzusetzen. Jedoch war Mewtu nicht sicher. Sollte er diesem Angebot folgen? Doch was hatte er für eine Wahl? Er war in einer für ihn fremden Welt und es würde ihm unter Garantie niemand sonst helfen wollen. Waren die Menschen sonst nicht alle böse und Abschaum, so wie das Forscher Team?

      Also stimmte Mewtu zu. Im Helicopter durfte er sich noch frei bewegen. Doch als sie an einem Ort voller Häuser ankammen, einer der Männer sprach von einer Stadt namens Vertania City änderte sich die Stimmung. Mewtu wurde in einen Raum gebracht, gefolgt von mehreren Männern mit Pokémon. Dort wurde ihm eine Rüstung angelegt. Anfangs hatte Mewtu keine Zweifel, diese würde ihm bestimmt helfen, stärker zu werden. Völlig aufgeregt wartete Mewtu darauf, was nun geschiehe. Stundenlang saß er da, mit seiner Rüstung. In einem Raum mit einem großem Eisentor. Plötzlich sagte der Mann, auf der anderen Seite des Tores, welcher ihn von der Insel geholt hatte. "Gar nicht so schlecht, aber versuche dich doch noch an meinem letzten Pokémon". Langsam hob sich das Eisentor. Vor ihm stand ein stark aussehendes Pokémon, mit großen Muskeln. Es war grau und hatte eine Art Hose an. "Machomei" schrie es. Dann ging es langsam auf Mewtu zu. Schaute es kampflustig an. Schnaubte wie wild durch seine kleinen Nasenlöcher. Bald konnte Mewtu seinen Atem spüren. Und noch viel schlimmer, riechen! Es roch abscheulich. Auf einmal verstand Mewtu was los war, streckte seine Hand aus und beförderte das Machomei mithilfe von Psychokinese genau in dem Moment, in welchem es zuschlagen wollte gegen eine Wand, welche durch den massiven Aufprall Risse bekam. "Giovanni gewinnt damit den Arenakampf" brüllte eine Person im grünen Puli mit zwei Fahnen in der Hand. Aha, so heißt diese Person also. Mewtu war zufrieden. Er hatte es geschafft, seine Kraft präzise und dennoch absolut tödlich einzusetzen. So ging das Tage lang. Wochen lang. So schlug Mewtu, nach wie vor in seiner Metallenen Rüstung eingesperrt für seinen Chef einen Trainer nach dem anderen, konnte seine Kräfte zwar immer besser kontrollieren, war jedoch immer mehr und mehr der Meinung und Überzeugung, dass er mit der Situation nicht zufrieden war. Er war von Anfang an ein Versuchsobjekt gewesen, ein Sklave der Menschen, etwas, mit dem sie tun konnten, was sie wollten. Doch dies sollte sich ändern. Mewtu reichte es. Sein Ziel war es endlich tun und lassen zu können, was es wollte. So schaffte er es eines Nachts mit der Einwirkung all seiner Kräfte die Rüstung zu zerstören, das Gefängnis, in welches er gepfercht wurde, wenn er nicht kämpfen musste zu vernichten und alles und jeden aus dem Weg zu räumen, der es wagte, sich ihm in diesen zu stellen. Nach langen Kämpfen, vielen besiegten Gegnern, so manchem Rocket-Rüpel, der sich vor Angst in die Hosen machte und zwei schreiend fliehenden Vorständen gelang ihm die Flucht. Nun war er frei und doch gefangen. Was sollte er nun machen? Wieder stand er im nichts, ohne konkretes Ziel, ohne alles. Es war zum verzweifeln.
    • Warum?
      Mir ist schwarz vor Augen, ich kann nichts sehen und bewegen kann ich mich auch nicht. Hören kann ich ebenfalls nichts. Ich sitze hier in einem furchtbar engem Gegenstand und versuche herauszufinden, was das ist. Und wo ich bin. Und wie ich hier reingekommen bin. Ist das vielleicht ein gemeiner Streich von meinen Brüdern? "Wuff" mache ich, doch keine Antwort. Meine Frage bleibt ohne Antwort und ich glaube mich hat auch niemand gehört. Wobei, ein bisschen bewegen kann ich mich. Jedoch nicht viel und jede Bewegung bereitet mir Schmerzen. Langsam versuche ich mich selbst zu betasten. Überall habe ich Verletzungen. Schürfwunden, Bisse, Kratzer und Schläge. Was ist passiert? Ich versuche mich zu erinnern. Jedoch ist das bei meinen dröhnenden Kopfschmerzen gar nicht so einfach.

      Plötzlich öffnet sich mein Gefängnis, ich fliege durch die Gegend und werde von so einer komischen Maus namens Nagelotz angegafft. "Los gehts Yorkleff, setz Tackle ein!" schreit jemand mit ungeduldiger Stimme. Ich drehe mich um. Es ist so ein Pokémon namens Mensch. Schreckliche Pokémon, die denken, sie seien besser als andere Pokémon und hätten das Recht uns wegzusperren in so kleine Bä... oh nein, jetzt weiß ich was passiert ist. Langsam erinnere ich mich wieder. Heute morgen habe ich noch fangen gespielt auf der schönen Grasfläche, mit meinen Brüdern. Wir haben gerauft, um mit der Zeit stärker zu werden und irgendwann ein Terribark, beziehungsweise ein Bissbark zu werden wie unsere Mama. Doch dann liefen meine Brüder plötzlich panisch in unser Versteck und ich blieb allein zurück. Ich merkte, wie die Sonne bedeckt wurde und ein großer Schatten mich überdeckte. Ich habe mich umgedreht. Vor mir stand ein großer Mensch mit schwarzen Haaren und komischen verschiedenfarbigen Fell, welches diese Menschen, wirklich komische Pokémon austauschen können. Er hat mich eindringlich angesehen, danach eines dieser mobilen Gefängnisse geworfen, aus dem ein Otterpokémon, ich glaube Ottaro heißt es, kam.

      Dieser grausame Trainer befahl dem armen Gefangenen mich anzugreifen. Ich versuchte noch mit ihm zu reden, doch das Ottaro war scheinbar schon so an die Gefangenschaft gewöhnt, dass es seinem Trainer Sklavenähnlich gehorchte. Es tackelte mich, ich stolperte nach hinten fiel auf einen Stein und tat mir dabei sehr weh. An meinem Beinen, dem Bauch und dem Kopf. Ich versuchte aufzustehen, doch ich war extrem geschwächt. Ich versuchte nach Hilfe zu rufen, doch ich konnte nicht mehr bellen. Dieser komische Mensch sagte darauf "Ha, Volltreffer" und warf so einen komischen zweifarbigen Ball nach mir, in dem ich bis gerade eben gesteckt war. Jetzt verstand ich alles. Ich versuchte wegzurennen, aber irgendwas hielt mich davon ab. Ich konnte nicht, es war mir irgendwie nicht möglich. "Yorkleff, setz Tackle ein" sagte der Mensch in einem unfassbar bösem Ton und ich drehte mich langsam wieder zu dem Nagelotz um. Ich weiß nicht warum, jedoch hatte ich keine Kontrolle über mich. Irgendwas in meinem Kopf setzte ein und ich rannte auf das Nagelotz zu und rammte es. Ich wollte das nicht tun, ich wollte es nicht verletzen, aber ich hatte keine Wahl. Irgendwie kontrollierte mich der Trainer. Vermutlich so wie er das Ottaro kontrolliert hat und mich angreifen lies. Das Nagelotz sah mich panisch an.

      Ich wollte ihm sagen, dass es mir leidtut, dass ich dies nicht tun wollte, aber ich brachte nichts weiter raus als ein Knurren. "Los Yorkleff, beende es" sagte mir das Monster, welches mich festhielt. Obwohl ich nicht wollte rannte ich erneut mit voller Geschwindigkeit auf mein unschuldiges Opfer zu, welches mich panisch ansah und leise wimmerte "Bitte nicht". Zu gern hätte ich ihm gesagt, dass ich dies nicht tun wollte, doch ich konnte noch immer nicht, es war mir nicht möglich. So traf ich es erneut, dass Nagelotz es ging schwer verletzt zu Boden. Der Trainer jubelte, dass er gewonnen hatte, was für eine freche Lüge und zwang mich wieder in den Pokéball zu gehen. Was sind Menschen nur für grausame Pokémon? Ich bin ein Yorkleff, also noch ein Kind und trotzdem sind die Menschen so grausam zu uns. Was bringt ihnen das? Warum kämpfen sie nicht selbst? Warum nur? Warum?



      ________________________________________________

      Jo, ich melde mich auch mal wieder zurück. Die Geschichte ist diesmal nicht allzu lang. Die Geschichte ist großenteil in sehr einfacher Sprache geschrieben, was daran liegt, dass sie in der ich Form ist und der Protagonist halt noch sehr jung ist. Ich hoffe, es ist alles klar. Wer hat denn alles verstanden, dass mit " komischen verschiedenfarbigen Fell" Kleidung gemeint ist und was die mobilen Gefängnisse sind?

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