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YnevaWolfs erste Nuzlocke (Storymode)

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    • Ei - ja oder nein? 0
      1.  
        ja (0) 0%
      2.  
        nein (0) 0%
      Ich bin grad schwer am überlegen. Ich hätte gern für die Locke ein Pokemon im Team, das ich in AS nicht fangen kann. Das hat nicht viel mit strategischen Gründen zu tun - ich mag das Vieh einfach.
      Um es nicht als Selbstläufer kommen zu lassen, würden folgende Regeln gelten:
      Ein Ditto sowie das entsprechende Pokemon werden von der Bank auf AS übertragen und in die Pension gelegt. Sobald das Ei erhalten wurde, kommen die Elterntiere in die Todesbox, die Pension wird aus dem Spiel geschrieben und darf nicht wieder genutzt werden. Unabhängig davon, ob es ein Todschlüpf wird oder nicht. Keines der Elterntiere darf ein Item tragen. Nach dem Schlüpfen muss das Wesen und die Attacken bekannt gegeben werden (Storymode).
      Auf der Route, wo das Ei schlüpft, darf anschließend kein Pokemon gefangen werden.
      Sollte es schlüpfen, wo bereits ein Pokemon gefangen wurde, gilt die Sonderregel von Todschlüpf.

      Todschlüpf: Das Pokemon muss direkt in die Todesbox gelegt werden! Trifft zu wenn:
      Es in einer Stadt schlüpft
      Auf der Route bereits ein Pokemon gefangen wurde und in zwei Ortswechsel keine Route erreicht wird, wo dies noch nicht der Fall ist (Beispiel: Schlüft es auf Route 101, kann ich max. Route 102 oder 103 erreichen. Auf beiden sind bereits Pokemon gefangen, also ist es ein Todschlüpf; oder: Es schlüpft auf Route 117 - von dort kann ich Route 118 erreichen, die ich noch nie betreten habe: kein Todschlüpf; Fliegen zählt nicht und der Ort muss erreichbar sein (Neu Malvenfroh würde z.B. nicht zählen, wenn ich bis dahin noch kein Surfer habe; mit Surfer zählt es)) - zwei Ortswechsel wurden gewählt, damit das Pokemon nicht unbedingt verloren ist, wenn an beiden Enden der Routen eine Stadt liegt.

      Das Spiel muss ordnungsgemäß weiter gespielt werden und es darf nicht "safe" gehalten werden. Ich weiß, dass ich das leicht beeinflussen kann und man es schlecht kontrollieren kann... aber ich wollte es möglich st schwer für mich gestalten meinen Liebling zu erhalten, weil ich die Teamkreation damit ja direkt beeinflusse. :O

      EDIT:

      Natürlich gelten alle anderen Eier, die ich im Spiel geschenkt bekomme, danach als Todschlüpf.
    • Fina ganz groß

      Die Überfahrt nach Faustauhaven war bittersüß. Ich hätte sie genießen können – doch Pecko flog die ganze Zeit über dem Boot und ich konnte an nichts anderes denken als daran, dass Peter mit ihm fliegen sollte.
      Umso glücklicher war ich, als wir anlegten und ich endlich von Bord gehen konnte. Mr. Bracks hatte mir geraten, direkt in die Arena zu gehen und erst dann nach Trumms Sohn zu suchen. Doch zu erst wollte ich angeln!
      Ich hatte gehört, dass man in Faustauhaven die größten Tentachas der Hoenn-Region fangen konnte und ich wollte eines haben. Zum Glück gab es direkt am Hafen einen Angelladen. Ich besorgte mir also eine Anfängerangel, ein Angelleitfaden und Köder. Dann suchte ich mir einen ruhigen Ort – nicht auszudenken, wenn ich ins Wasser fallen würde und man mich dabei auch noch beobachten würde! - und warf seit dem meine Angel aus.
      Libi und Soul saßen neben mir. Seit Libis Weiterentwicklung schien sich Soul mit der neuen Situation abgefunden zu haben und die beiden Käferpokemon brummten und zwitscherten unentwegt. Wenigstens hatten die ihren Spaß, während ich den Schwimmer finster anstarrte. Dreimal hatte etwas gebissen und dreimal war es mir entkommen. War 'ne blöde Idee Angeln zu gehen. Doch gerade als ich aufgeben wollte, biss es wieder. Ich sprang auf und zog vorsichtig. Irgendwas mit Kämpfen lassen und so. Libi und Soul verstummten und starrten gebannt auf das Wasser, während ich mir das was auch immer angelte. Das musste ein mächtiges Tentacha sein!
      Als der Schatten des gefangenen Pokemons direkt unter der Oberfläche war – es bewegte sich zu sehr, um irgendwelche Konturen ausmachen zu können – griff ich nach einen Ball und warf ihn. Das Hoffentlich-Tentacha blieb direkt im Ball.

      Erst im Center wurde mir mein erneutes Dilemma bewusst. Wen lagerte ich denn nun ein?
      Etwas betröppelt starrte ich auf den PC. Die Entscheidung wurde mir abgenommen. Soul griffelte nach seinem Ball und fuchtelte wild wild mit den Armen.
      „Du willst ins Lager?“
      Das Nincada klapperte mit den Mantibeln. „Aber ich dachte...“ Ich sah zu Libi, die über meiner Schulter flog. Soul jedoch zog die Beine ein und schaukelte sich hin und her. „Du willst deine Ruhe? Einfach nur schlafen?“, fragte ich es verstört.
      „Cadacada!“
      „Nun... wenn du willst.“, sagte ich lächelnd.
      Soul wedelte jubelnd mit dem Ärmchen, bevor ich es zurückrief und einlagerte.
      Nun war ich bereit in die Arena zu gehen.

      Als ich das Gebäude betrat, konnte ich nur wieder mal staunend Mund und Augen aufreißen. Wo Felizias Arena mit Fossilien voll gestellt waren, gab es hier Sportgeräte. Laufbänder, Fahrräder, Kraftstationen, Bauchtrainer, Handeln und Powerracks. Und überall trainierten Pokemon samt Trainer. Der ganze Raum war voller schwitzender, aufgepumpter, stinkender Kerle. Bäh!
      Einer davon wurde auf mich aufmerksam und kam auf mich zu.
      „Du siehst nicht nach jemanden aus, der trainieren will.“
      Ich sah den Mann skeptisch an. Er trug eine Sportbrille – im Haar, nicht auf der Nase – war voll und ganz im Sportdress und hatte sein Haar im Nacken zusammen gebunden.
      „Eigentlich suche ich den Arenaleiter.“
      „Eine Herausforderin!“ Er griff meine Hand und schüttelte sich begeistert. „Ich bin Kamillo und genau der Typ, den du suchst.“
      Eher seinen Orden, aber ich wollte nicht unhöflich sein.
      „Wölfchen.“, stellte ich mich vor.
      „Komm, gehen wir zum Kampfplatz!“
      Wenigstens musste ich nicht vorher Eignungstests an den Geräten absolvieren. Kamillo führte mich durch die trainierenden Kerle und Pokemon ins Zentrum der Arena. Dort lag – etwas tiefer gelegen als der Rest des Gebäudes – der Kampfplatz. Ich betrat den Herausfordererbereich.
      Während Kamillo auf seine Seite ging, wurde ich den Bewegungen an der Bande gewahr. Schockiert beobachtete ich, wie die ganzen Trainingshampel sich nun um die Arena herum versammelten und dem Kampf zusehen wollten. Bitte nicht!
      „Herausforderin!“, rief Kamillo nun von der anderen Seite. „Ich werde zwei Pokemon einsetzen. Du darfst dein volles Team verwenden. Gewinnst du, erhältst du den Knöchelorden meiner Arena.“
      Ich nickte steif.
      Kamillo breitete die Arme aus. „Und damit sie was lernen, werden meine Schüler unseren Kampf beobachten.“ Dann zeigte er nach oben. Ich folgte dem Fingerzeig und sah mehrere Reihen schwarzer Halbkugeln an der Decke. „Und für meine Fans da draußen, wird der Kampf live gestreamt.“
      Ich schluckte. Das wurde ja immer besser.
      „Dann bin ich mal gespannt wie du mit meinem neusten Partner klar kommst!“, rief der Arenaleiter. Ein Machollo erschien.
      Nun gut. Wenn er mit seinen neusten Partner anfing, dann ich eben auch.
      „Los Hilde! Mach ihn fertig! Freut auch schon auf mein Ten...“
      „Por...karpa...dor...karpakarpa..dordor...karpa..dor!“
      „Ka... Karpador...?“, rief ich entsetzt. Vielleicht hätte ich vorher mal schauen sollen, was im Ball war...
      Die Männer an der Bande brüllten vor lachen. Kamillo legte verwirrt den Kopf schief. „Bist du dir sicher, dass du mit diesem Pokemon kämpfen willst.“
      „Äh... vergriffen.“, versuchte ich die Situation zu überspielen, während ich die arme Hilde in den Ball zurückrief. Ich musst dunkelrot angelaufen sein, so wie mein Gesicht brannte.
      Nun rief ich Fina raus.
      „Oh, das ist eine gute Wahl!“, lobte Kamillo. „Aber glaub nicht, dass es das einfacher macht. GEOWURF!“
      „Mach!“
      „Fina, Flügelschlag!“
      Fina hob ab, bevor Machollo es erreichen konnte. Sie drehte eine enge Kurve über ihren Gegner und schlug dann mit den Flügeln in seinen Rücken.
      „Ollooooooo!“
      Ich blinzelte verwirrt. Nun saß das Machollo in der Mitte der Arena und weinte.
      „Bini?“
      „Oh Machollo...“, stöhnte Kamillo als er sein Pokemon zurück rief. „Du bist so 'ne Heulsuse.
      Dein Sieg!“, rief er rüber. „Aber Makuhita wirst du nicht schlagen!“
      Kaum stand das runde Kampfpokemon, bekam er schon den Befehl für Armstoß.
      Immer noch vollkommen perplex von den schnellen Sieg gegen Machollo gab ich Fina erneut den Befehl für Flügelschlag. Wieder wich mein Schwalbini der Attacke von Kamillos Partner geschickt aus und traf es wiederum frontal mit seinem Flügelschlag. Doch Fina lies ich nicht bei einem Male – insgesamt viermal schoss es in kurzer Folge auf Makuhita hinab, das nichts anderes tun konnte, als sich zusammen zu kugeln um sich zu schützen.
      Das Murmeln auf der Bande war deutlich zu hören. Seufzend rief Kamillo sein Pokemon zurück. „Verdammte Flugpokemon.“ grummelte er.
      Fina landete auf meiner Schulter, als Kamillo zu mir kam, meine Hand nahm und den Knöchelorden darin fallen lies. „Glückwunsch, kannst du nun gehen und mit deinem Erfolg prahlen.“
      „Äh... danke... glaube ich... Warte!“
      Mit wenig Begeisterung sah der bockige Arenaleiter über seine Schulter.
      „Ich suche einen T.Trumm – wissen Sie wo der ist?“
      „Troy? Der wollte in Granithöhle. Und nun verschwinde.“
      Unhöflicher, kindischer, schwitzender, vollgepumper, stinkender Mistkerl!

      Zusammenfassung:
      - Karpador in Faustauhaven gefangen
      - Faustauhaven erreicht
      - Kamillo quasi im Schlaf besiegt

      Team:

      #i-reptain# Carsten Stufe 17
      #i-fiffyen# Odin Stufe 12
      #i-flurmel# Pria Stufe 10
      #i-papinella# Libi Stufe 12
      #i-schwalbini# Fina 15
      #i-karpador# Hilde Stufe 15

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe8

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10

      Anmerkung:
      Tut mir Leid, wenn Peter nerven sollte. Aber so ist das nun mal in einer Geschichte. Da kann man Trauer nicht einfach so weglassen.
      Wehe jemand fragt, woher Wölfchen das Geschlecht von Karpador kannte, wenn sie nicht mal wusste, was im Ball war. Sonst denke ich mir was aus. Das ist eine Drohung.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von YnevaWolf ()

    • Der Spiegel des Vaters

      Nachdem ich Fina und Hilde zur Sicherheit im PokeCenter abgegeben hatte, habe ich mich auf den Weg in die Granithöhle gemacht. Das erste, was mir dort entgegen stolperte, war jedoch nicht dieser Troy Trumm sondern ein wildes Makuhita, dass sich nach einem kurzen Gefecht mit Reptain in einem Pokeball wiederfand und sich von nun an Katja nannte.
      Dann drang ich mit Odins Hilfe ins Tiefere der Höhle vor, bis ich im hintersten Bereich eine riesige Wandmalerei fand. Ich starrte sie so fasziniert an, dass ich den jungen Mann direkt davor einfach übersah. Er bemerkte mich jedoch.
      „Nanu. Das ist aber ein Sperrgebiet.“ Er kam auf mich zu – und je näher er kam, desto offensichtlicher wurde die Ähnlichkeit zu seinem Vater.
      „Öh... i... ich habe keine Ab... Absperrung gesehen...“, entschuldigte ich mich.
      Er zuckte mit den Schultern. „Es gibt ja auch keine, weil sonst niemand hier her kommt.“
      Er streckte mir die Hand entgegen. „Mein Name ist Troy.“, sagte er lächelnd.
      „Wölfchen.“, erwiderte ich, während ich ihm die Hand schüttelte. „Äh... ich... ihr... ihr Vater schickt mich.“
      Sofort verdüsterte sich sein Gesicht und er riss seine Hand quasi aus meiner.
      „Sie sind von Devon Corporation!“
      Ich blinzelte.
      „Verschwinden Sie!“
      Damit drehte er sich um und ging wieder zu der Malerei.
      Hä?
      Ich kramte den Brief aus dem Rucksack und folgte ihm.
      „Entschuldigung – ich bin nicht bei der Firma Ihres Vaters angestellt. Aber er hat mir quasi keine Wahl gelassen.“ Damit hielt ich ihm den Brief hin. Er sah mich misstrauisch mit zusammengekniffenen Augen an.
      „Du bist keine Angestellte bei meinem Vater?“
      Ach, jetzt duzt er?
      „Nein...“, sagte ich. Nun lächelte er wieder. Allerdings zerknirscht.
      „Lass mich raten. Er hat quasi alles über dich heraus gefunden, hat deine Schwachstellen gegen dich genutzt und meinte dann, du müsstest ihm aus reiner Dankbarkeit ob seiner Quasi-Göttlichkeit helfen?“
      „Das trifft es so ziemlich.“
      „Ich hoffe er war nicht zu aufdringlich?“
      Ich schüttelte den Kopf. Dann zog ich eine Grimasse. Immerhin machte ich ja nun doch, was er wollte. „Er hat mir einen neuen Pokeball dafür versprochen.“
      „Den Meisterball wahrscheinlich.“
      „Ich weiß nicht. Er soll jedes Pokemon direkt einfangen können und er versprach mir Ball Nummero Uno oder so.“
      Troy lachte bitter. „Stell dich darauf ein, dass du den Meisterball bekommst – aber nicht den ersten. Der kommt ins Privatmuseum. Und er hat ihn auch etlichen anderen Trainern versprochen.“
      „Dachte ich mir. Aber ich hatte dann nur noch zugesagt, um ihn los zu werden."
      „Verstehe ich.“
      Wir schwiegen. Ich hielt ihn immer noch den Brief ihn. Also räusperte ich mich.
      „Oh... entschuldige.“ Er nahm mir den Brief ab, öffnete ihn und las ihn im Schein einer der montierten Lämpchen. Während dessen sah ich mir die Wandmalerei an und versuchte daraus schlau zu werden. Neugierig trat ich näher und streckte eine Hand zu einer welligen Linie aus, fuhr sie nach.
      „Faszinierend, nicht wahr?“
      Ich zuckte zusammen. Troy schien den Brief fertig gelesen zu haben und stand nun direkt hinter mir. Nun streckte er seinerseits die Hand aus und fuhr die selbe Linie nach, die ich Sekunden vorher berührt hatte. Die Tatsache, dass ich zwischen Wand und Troy eingeklemmt war, gefiel mir nicht so recht – aber ich wollte mir das auch nicht anmerken lassen. Rot wurde ich trotzdem. Und um von meinem laut schlagenden Herz abzulenken, quitschte ich: „Wa....“ Räusper... „Was bedeutet das?“
      Troy seufzte.
      „Wenn ich das wüsste... Aber... von der reinen Bildgewalt dieser Wandmalerei aus zu urteilen, muss es ein urzeitliches Pokemon aus grauer Vorzeit sein, dass über ungeheuerliche Kräfte verfügte. Und seine Form... ähnlich einer Mega-Entwicklung, meinst du nicht?“
      Ich sah von Troy zu der Figur, die weit über den Linien lag, die wir berührt hatten.
      „Es sieht aus wie ein Vogel... oder ein Wal...“, meinte ich.
      „Ja... ein wenig... aber... größer?“ Er lies die Hand wieder sinken. „Ich weiß nicht... was fühlst du, wenn du dieses Bild siehst?“
      „I... Ich?“ - wurde rot.
      „Ja, du.“ Ich konnte sein Lächeln in seiner Stimme hören. Ich sah wieder hinauf zu dem Wesen an der Wand. Studierte die Linien, die das fremde Pokemon so klar und doch so mysteriös darstellten.
      „Ehrfurcht.“, sagte ich leise. „Neugier. Und Angst.“ Aber Angst war ja nichts Neues für mich.
      „Hrm. Ich auch.“
      Einige Minuten standen wir noch da und starrten das Bild an. Dann räusperte ich mich.
      „Es tut mir Leid... aber ich befürchte, dass ich los muss. Leider hat mir dein Vater noch einen anderen Auftrag gegeben – ich muss nach Graphitport City.“
      Ich versuchte mich an ihn vorbei zu mogeln, aber in jede der beiden möglichen Richtungen lag irgendwas im Weg. Also drehte ich mich um und sah zu ihm hoch. „Könntest du mich bitte vorbei lassen?“, fragte ich schüchtern.
      Ohne mich anzusehen gab er den Weg frei – und ich stürzte gerade zu weg von ihm.
      „Warte!“, rief er mir hinterher.
      Ich sah zurück.
      „Wie kommst du nach Graphitport?“
      „Mr. Brack hat mir angeboten mich mit seinem Boot rüber zu fahren.“
      Er schwieg kurz. „Guter Mann.“, sagte er schließlich. Dann drehte er sich wieder zu der Wandmalerei um und beachtete mich nicht weiter. Scheinbar war ich entlassen. Ich floh aus der Höhle.

      Zusammenfassung:
      - Granithöhle betreten
      - Makuhita gefangen
      - Troy getroffen
      - Proto-Kyorge das erste Mal gesehen... zumindest sein Abbild

      Team:

      #i-reptain# Carsten Stufe 17
      #i-fiffyen# Odin Stufe 12
      #i-flurmel# Pria Stufe 10
      #i-papinella# Libi Stufe 12
      #i-karpador# Hilde Stufe 15
      #i-makuhita# Katja Stufe 10

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-schwalbini# Fina 15

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)


      Anmerkung:
      Meine Schwägerin denkt bei Hariyama an Ninjas... :shifty:
      Und versucht sich dann mit Samurai rauszureden! :doh2:
      Ab dem nächsten Kapitel gibt es wieder vollständige Notizen! :3
      Und ja – ich habe mir erlaubt Troy ein wenig aus den Spielen zu zitieren. Bzw, das nur leicht umzuwandeln. Und nein. Weder Wölfchen noch Schreiberin schwärmen für Troy. Das ist alles nur eure Einbildung. Ich schwör!
    • Das EAiM

      Die Fahrt nach Graphitport war bei weitem nicht so spannend wie die Reise nach Faustauhaven. Nicht, dass das Wetter grässlich war oder Pecko keine Faxen in der Luft machte – aber mir wollten Troy und das seltsame Wandbild nicht aus den Sinn gehen. Natürlich wegen den uralten Zeichnungen.
      Mr. Brack hatte mich grübeln lassen. Erst als wir anlegten, damit ich von Bord steigen konnte, sprach er mit mir. Er wünschte mir jedoch nur viel Glück für meine weitere Reise und erklärte mir, wo ich diesen Brigg treffen konnte, um Devons Ware abzugeben. Zum Abschied zog er mich dann aber überraschend in die Arme. „Pass auf dich auf Mädel. Und wenn de mal Hilfe, oder auch nur'n Boot brauchst, dann rufste mich an.“ Er steckte mir noch einen Zettel mit seiner Nummer zu.
      „Versprochen Mr. Brack.“, sagte ich. Dann verließ ich ihn Richtung Graphitport.

      Staunend stand ich mitten am Strand und schaute zu zwei Trainern, deren Pokemon sich einen wilden Kampf im Sand lieferten und dabei Sonnenschirme und Strandhütten umwarfen. Man könnte meinen, dass das eine Einzelerscheinung war, doch das war nicht nur der bereits dritte Kampf, den ich beobachten konnte, nein, auf meiner anderen Seite waren weitere zwei Kämpfe im vollen Gange.
      Als der Flammenwurf eines Flamaras auf mich zu schoss suchte ich schnell das Weite, bevor ich noch versehentlich ins Getümmel gezogen wurde.
      Als ich endlich wieder Asphalt anstatt Sand unter den Füßen hatte, legte sich mein Staunen jedoch nicht. Ich stand mitten auf einen riesigen Markt, auf den Delikatessen, Nippes, Beeren, Tränke, PokeBälle, Riegel, Puppen oder sogar Mobiliar angeboten wurde. Ein alter, runzliger Mann versuchte kleine Räuchergefäße mit verschiedenen Inhalten los zu werden. Direkt daneben stand eine junge Frau in babyrosa, die für diverse Massagen warb. Über das Schreien des Nachbarstandes kam sie jedoch nicht hinweg – der eingelegte Flegmonrouten, geräucherten Barschwa, frisches, noch lebende Krebscorps und andere Meeresfrüchte feilbot.
      Ich hielt am Stand mit den PokeRiegeln. Die Auswahl war zwar nur klein und hatte sich primär auf Wasserpokemon spezialisiert – was in einer Hafenstadt schon verständlich war – aber es gab ein paar interessante Mischungen, die ich gerne Hilde geben wollte.
      Ein paar Meter weiter fand ich einen Verkäufer, der verschiedene Honigsorten anbot. Libi, die heute außerhalb ihres Balls herumflattern durfte, konnte sich gar nicht satt sehen. Als dann der Mann noch verschiedene Döschen mit Kostproben herausholte, von denen Libi probieren durfte, war mein Schmetterling im siebten Himmel. Nachdem sie sich endlich für einen Honig entschieden hatte kaufte ich ihr ein Glas, wofür sie sich mit ein paar Luftpurzelbäume bedankte.
      Obwohl das Angebot reichlich war und man sich gar nicht satt sehen konnte an der Vielfalt, war ich froh, als ich den Markt endlich hinter mir lassen konnte und es etwas ruhiger um mich herum wurde.
      Etwas. Denn nach wie vor war ich von viel zu vielen Leuten umgeben und umso näher ich den Haupthafen kam – nicht den kleinen Nebensteg, bei dem Mr. Brack angelegt hatte – desto mehr Matrosen mischten sich unter die Touristen, Einwohnern und Trainern. Viele der Seeleute hatten ihre Pokemon draußen – Wingull, Felinos, Jugongs, Aquanas, Kingler, Fiffyen, Golbat, Quappo – ja sogar ein Turtok konnte ich entdecken. Direkt an den Piers kamen dann noch Kanivahna, Wailmer, Starmies und Quabbel dazu, die sich jedoch im Wasser hielten und verschiedene Ladungen von Land an die weiter entfernen Schiffe lieferten. Es war überwältigend.
      Als ich schließlich an der Reederei und der Werft ankam – wo sich Brigg aufhalten sollte – fühlte ich mich erschlagen von so vielen Eindrücken und ich war froh endlich ins Innere der Halle gelangen zu können. Nicht, dass es dort weniger beeindruckend war. Dort lag die Unterseite eines riesigen Schiffs im Wasser und wartete scheinbar auf sein Deck. Staunend sah ich durch die riesigen Fenster, die den Eingangsbereich von der eigentlichen Werft abtrennten.
      „Hallo Mädchen, kann ich dir helfen?“
      Verwirrt sah ich zu dem Mann, der mich angesprochen hatte. „Ich suche einen Mr. Brigg. Herr Trumm schickt mich mit einigen Artikeln, die er wohl dringend benötigt.“
      „Die Devon-Ware!“, freute sich der Mann. „Mein Name ist Bootmar und ich bin Briggs Assistent. Ich würde dir die Ware ja abnehmen, aber der Kapitän wartet schon so dringend darauf und ich kann hier gerade nicht weg. Kannst du bitte zum Museum gehen und Brigg dort aufsuchen? Vielen Dank!“
      Dann war Bootmar auch schon verschwunden. Ich konnte nicht einmal mehr ja sagen.
      „Oh man...“, stöhnte ich und sah zu Libi. „Ich werd dieses Päckchen scheinbar nie los.“
      „Papiii...ellla“ Libi kreiste um meinem Kopf bevor es zum Ausgang zurück flog. Ich folgte ihr. Zum Glück hatten wir das Museum auf den Weg hierher bereits passiert, weswegen ich nicht danach suchen musste.
      Zähne knirschend bezahlte ich die 50 PokeDollar und betrat den Hauptbereich des Seefahrtmuseums. Auch hier hielten sich unglaublich viele Matrosen auf und bestaunten die Navigationsgeräte und Karten der alten Zeit. Mehrere Männer standen um einen Bildschirm herum in dem eine Sendung über den Walfang und der Überfischung der Meere lief. Andere standen gelangweilt an der Wand und tippten gelangweilt an ihren Handys.
      Ein besonders fies aussehender Matrose stand vor einer modellierten Karte von Hoenn, Johto, Kanto und Sinnoh. Der kleine Schlotberg pustete alle paar Sekunden kleine Rauchwölkchen aus die seinen Status als Vulkan kenntlich machten.
      Neugierig ging ich nach oben. Hier war es deutlich leerer. Modelle alter Schiffstypen schien die Matrosen nicht zu interessieren. Ich fand lediglich einen Herrn mittleren Alters, der konzentrierte Kreise um ein und das selbe Modell drehte, leise vor sich hin murmelte und immer wieder Notizen auf einen kleinen, pikachuförmigen Block machte.
      „Entschuldigung bitte!“, sprach ihn ihn. „Ich suche einen Kapitän Brigg, wiesen Sie, wo ich ihn finden kann.“
      „Du suchst nach Brigg? Tja, dann musst du nicht weiter suchen, das bin ich!“ Dann lachte er, als ob er den Witz des Jahrhunderts gemacht hatte.
      Ich achtete nicht darauf sondern zog das Päckchen aus meinen Rucksack.
      „Ah! Das müssen die Bauteile sein die ich bei Mr. Trumm von der Devon Corporation bestellt habe. Großartig, vielen Dank! Jetzt kann unsere Expedition endlich losgehen!“
      „Ich denke nicht.“
      Brigg und ich drehten uns zu den Neuankömmlingen – zwei Matrosen. „Lass die Bauteile rüberwachsen, aber dalli!“
      „Wer seid ihr?“ Der Kapitän zog das Päckchen schützend an sich.
      „Wir sind Team Aqua und unser Boss ist scharf auf die Bauteile. Also her damit!“
      Schützend schoben Libi und ich uns zwischen Brigg und den Matrosen. Die beiden Männer lachten. „Willst du ihm helfen! Na dann lass dich überraschen.“
      Er rief ein Kanivahna herbei und ich wollte mich schon entspannend – ein Fisch an Land, ha! - als es einfach... schwebte. Der Matrose lachte. „Tjaaaa... noch so eine tolle Erfindung von Devon! Ein Ring, der Wasserpokemon an Land benutzbar macht. Da staunste, was? Biss Kanivahna!“
      „Libi, Windstoss, dann Absorber!“, rief ich. Die Doppelattacke hatte Erfolg. Der bissige Fisch wurde einfach aus den Fenster geweht.
      „Oh nein! Kanivanchen!“
      Kani... was?
      Nun war der andere Team Aqua-Heini an der Reihe. „Freu dich nicht zu früh! Ich bin die Nummer 27 in der Highscoreliste unseres Teams: mich bekommst du nicht so leicht kaputt!“
      Doch sein Golbat besiegte Odin mit nur einen einzigen Donnerzahn und Carsten machte mit Megasauger kurzen Prozess mit seinem schwebenden Fisch.
      „Fiff!“ - „Reptain!“, protzten die Beiden. Libi flog begeistert zwischen den Beiden hin und her.
      „Verdammt!“, knurrte mein Gegner, als er die beiden Pokemon zurück rief.
      „Das war eine hervorragende Vorstellung!“
      Aaaa... da kam ja noch einer! War da irgendwo ein Nest?
      Doch dieses mal war es dieser finstere Matrose der mir vorhin schon aufgefallen war. Er kam in die Hände klatschend auf uns zu.
      „Und ich hatte mich schon gewundert, warum ihr Idioten so lange brauchen. Wegen eines mickrigen Päckchens. Und dann werdet ihr Idioten von einem... MÄDCHEN vorgeführt wie kleine Kinder.“ Er sah zu mir. Odin knurrte wütend, während Reptain mit seinen rasiermesserscharfen Blättern drohte. „Du scheinst kein normaler Trainer zu sein. Nun... ich aber auch nicht. Mein Name ist Adrian und ich bin der Anführer von diesen Haufen Blindgängern da.“
      „Dann nimm deine Blindgänger und hau ab!“, gab ich zurück. Huch? Wo kam denn die große Klappe her?
      Doch Adrian grinste nur. „Hast du gewusst, das Pokemon, Menschen und alle anderen Lebewesen ihren Ursprung im Meer haben? Dir ist doch hoffentlich klar, was das heißt, oder? Das heißt, dass kein anderer Ort für uns so wichtig sein sollte wie der weite Ozean. Aber wie behandeln wir unsere Wiege des Lebens? Wir ruinieren sie, indem wir unseren Müll hineinkippen, ganze Fischarten leerfischen und Lebensräume zerstören. Wir streicheln unser Ego und ein ganzes Ökosystem vor die Hunde. Hätten wir als Einzige unter den Folgen zu leiden... geschenkt! Aber auch die Pokemon werden gestraft. Sie verlieren ihre Geburtstätten und Kindergärten, ihre Nahrung, ihre Verstecke und ihre ureigenen Habitate. Sie sind unschuldig und müssen dennoch unter unseren Fehlern büßen. Was ist das für eine Welt? Ungerechtigkeit, sage ich! Ich kann und will das nicht einfach akzeptieren.
      Deshalb... Deshalb werde ich die Taten der Menschen ungeschehen machen und alles in meiner Macht stehende tun, um die Natur und die Meere wieder in Ordnung zu bringen. Wie sie früher einmal waren.“
      Da begann ein lautes Schrillen. Wir sahen zu Briggs, der nun an einer der Wände stand und dort den Feuermelder ausgelöst hatte.
      „Heute lasse ich dich noch einmal davon kommen. Aber eines sage ich dir, Kleine: Wenn du uns nochmal in die Quere kommst, musst du mit ernsthaften Folgen für dich rechnen. Sag nur hinterher nicht, dass ich dich nicht gewarnt hätte.
      Und jetzt los ihr Nichtsnutze. Verschwinden wir, bevor die Bullen hier sind!“
      Kaum waren die drei verschwunden – einfach aus den Fenster gesprungen – kam Brigg zu mir.
      „Tut mir Leid, dass ich dir nicht helfen konnte. Wie ist eigentlich dein Name?“
      „Wölfchen, Sir.“
      „Aaaach lass das Sir weg. Brigg oder Kapitän, verstanden? Ich danke dir aufrichtig für deine Hilfe! Nun muss ich aber los – eine Expedition zum Meeresgrund wartet auf mich.“ Und weg war auch er.
      Etwas perplex sah ich ihm nach. Und wer kümmerte sich nun um Polizei und Feuerwehr?
      „Fyen!“
      Fragend sah ich zu Odin. „Was hast du denn?“
      „Fifffifffiffyen!“
      Ich ging zu ihm. Er schnupperte an einem silbergrauen Ring, der zu groß war, um an meinem Arm zu halten. Man konnte ihn auf- und wieder zuklappen – die beiden Enden wurden von kleinen, aber starken Magneten gehalten. An der Innenseite waren die Buchstaben EAiM, die Zahlen 185.36.329 sowie das Logo von Devon eingraviert. Es war der selbe Ring, den auch die beiden Kanivahnas getragen hatten. Scheinbar hatte eines davon seinen verloren. Mit einem kurzen Zögern steckte ich den Ring ein. Den konnte ich für Hilde ganz gut gebrauchen.

      Zusammenfassung:
      -Graphitport City erreicht
      -Briggs und Adrian kennen gelernt
      - Kampf gegen TA
      - [nicht in der Story] TM Raub erhalten

      Team:

      #i-reptain# Carsten Stufe 17
      #i-fiffyen# Odin Stufe 12
      #i-flurmel# Pria Stufe 10
      #i-papinella# Libi Stufe 12
      #i-karpador# Hilde Stufe 15
      #i-makuhita# Katja Stufe 10

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe8
      #i-schwalbini# Fina 15

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)

      Anmerkung:

      Tut mir Leid. Aber irgendwoher muss das nicht-vegane Essen ja auch in der Pokewelt herkommen. Und ich hoffe, dass die Beschreibung von Graphitport nicht allzu ausführlich war. Da hats mich irgendwie überkommen.
      Statt Ökosystem hatte ich erstmal Egosystem geschrieben...
      Adrians Aussagen stimmen fast mit dem im Spiel überein. Ich habe mich auch hier wieder an die Zitate aus dem Wiki bedient und sie nur leicht abgewandelt, um sie zu verkürzen und authentischer zu machen.
      Zum Ring: Irgendeinen Weg musste ich ja finden, um Wasserpokemon wie Garados oder Kanivahna an Land kämpfen zu lassen. Ein Devon-Gerät fand ich am plausibelsten. EAiM steht für das lateinische Enim Amicitia in Mare. Auf gut deutsch: „Für die Freunde im Meer“. Das ist eine 1 zu 1 Übersetzung über den Translator – wenn sich jemand mit Lateinkenntnissen eine bessere Übersetzung (grammatikalisch und so) melden mag: nur her damit. Die Zahlen stehen für die Produktionsnummer. Ich habe mich für eine lange Folge entschieden, weil es so viele Fische und Wasserpokemon gibt, womit die EAiMs sicher sehr beliebt wären.
      Die Nummern stehen für:
      18 – Pokemon, die als Zweittyp Wasser besitzen (Stand 17.12.16)
      53 – Pokemon mit dem Ersttyp Wasser (Stand 17.12.16)
      63 – Wassermonotypen (Stand 17.12.16)
      29 – für die Anzahl an Wasserattacken (Stand 17.12.16)
      Die Punkte wurden zufällig gesetzt und haben keine Bedeutung.
      Ich hoffe, dass ich mich nirgends verzählt habe – was typisch wäre. ;)
      Quellen:
      pokewiki.de/Wasser
      pokewiki.de/Rangliste_der_Wasser-Attacken
    • Der Wettbewerb

      Die Polizisten hatten mir die Hölle heiß gemacht wegen des scheinbaren Fehlalarms. Brigg war einfach so verschwunden und niemand wollte mir glauben, dass er den Alarm ausgelöst hatte – oder das er berechtigt war. Erst nach gut zwei Stunden kam mal jemand auf die Idee die Überwachungsvideos zu checken. Nachdem meine Geschichte nun bildhaft bestätigt wurde und der Kapitän via Funk meine Unschuld beteuerte durfte ich das Revier verlassen.
      Langsam hatte ich aber genug. Seit ich diesem Kittel-Typen begegnet war, wurde ich dauernd in Team Aquas Machenschaften hineingezogen. Wütend sah ich zu den Menschen, die um mich herum liefen. Etliche davon waren Matrosen – wie viele davon wohl Adrians Mannschaft angehörten?
      Ich rief Carsten aus seinem Ball, damit er mir einen Weg durch die Menschenmasse bahnen konnte. Das Reptain war groß genug für diese Aufgabe.
      Wir näherten uns langsam der Stadtgrenze als irgendwer kreischte. Kurz schien die Zeit anzuhalten, dann rannten alle Menschen um uns herum plötzlich in die Richtung des Schreis. Carsten spring mit einem großen Satz zu mir und verhinderte, dass die Leute einfach über mich drüber polterten. Ab und an hörte ich vereinzelte „Es ist Xenia“ und „Xeniaaaa!“-Rufe. Als sich die Lage um mich herum beruhigt – und ich mir den Staub von den Kleidern geklopft hatte – folgte ich der Masse neugierig.
      An einem riesigen, überaus kitschigen Gebäude wurden wir schließlich fündig. Zumindest standen hier lauter Leute um irgendwas, was ich nicht erkennen konnte.
      „Rep. Reptain!“ Ich folgte Carstens Fingerzeig. Ein Holzzaun in der Nähe – gerade hoch genug, damit ich drüber sehen konnte. Gekonnt kletterten wir beide nach oben, setzten uns auf die höchste Strebe und ignorierten die Galoppas und Ponitas, die auf der umzäunten Weide standen.
      Die Leute standen um eine junge Frau herum, die von einem Altaria begleitet wurden. Sie sprach gerade in eine Kamera und gestikulierte dabei ausladend. Mehr konnte ich weder hören noch sehen und ich hatte keinerlei Ahnung, wer das war oder warum die Menschen plötzlich zu hysterisch wurden.
      Für einen Moment sah es so aus, als für die Frau zu mir sehen als ich schon wieder vom Zaun runterklettern wollte, um meinen Weg fortzusetzen. Doch da begann die Frau sich durch die Menschen zu wühlen: genau auf mich zu. Neugierig blieb ich stehen wo ich war, kaum das ich wieder auf den Boden der Tatsachen stand. Als sie sich schließlich durchgeschlagen hatte, blieb sie vor mir stehen und neigte den Kopf erst zur einen und dann zur anderen Seite.
      „Du bist perfekt!“, sagte sie leise. Perfekt? Wofür? Doch sie drehte sich schon um und begann wieder mit ihren übertrieben Gestiken, während sie ihre Stimme laut und klar über die Menschen erklingen lies. „Und hier haben wir auch schon meinen neusten Schützling! Sie sehen hier...“
      „Wölfchen.“, half ich leise, auch wenn ich nicht wusste, warum.
      „Wölfchen aus...“
      „Wurzelheim.“
      „Wurzelheim! Heute Abend, meine Damen und Herren, wird sie Sie alle mit ihrer großen Show im Graphitport City – Wettbewerb begeistern!“
      Warte... was werde ich? Entgeistert starrte ich sie an.
      „Also freuen Sie sich auf 20 Uhr! Heute live in der Wettbewerbshalle! Und nun entschuldigen Sie uns. Wölfchen und ich haben uns noch einiges an Ruhe verdient bevor es losgeht!“
      Losgeht?
      Da schnappte sie mich auch schon und zog mich hin zu dem kitschigen Haus. Carsten folgte uns nach einen Moment. Zum Glück blieb sie nicht im Zentrum stehen sondern ging direkt in das Gebäude, zog mich quer durch die Aula in einen Seitengang, bis sie schließlich ein Raum an einem Zimmer mit „Xenia“-Aufschrift erreichte. Sie öffnete die Tür, schob mich und Carsten hinein und schloss die Tür wieder hinter sich.
      „So dann. Ich hoffe, ich habe dich nicht zu sehr überfallen!“
      „Äh... doch. Woran soll ich teilnehmen?“
      Die Frau lachte. „An einem Wettbewerb natürlich! Mach dich nicht lustig über mich.“
      Ich sah sie wortlos an, während Carsten das Altaria begutachtete, dass schon bei unserer Ankunft hier auf der Sofalehne saß.
      Die Augen der Frau wurden groß.
      „Du hast wirklich keine Ahnung!“
      Ich zog grummelnd den Kopf ein. Ja sorry aber auch!
      „Also – mein Name ist Xenia und ich bin das Wettbewerbssternchen Nummer eins hier in Hoenn. Ich suche regelmäßig nach neuen Trainern, denen ich einen Weg in die Welt der Wettbewerbe eröffne.“ Sie grinste wie ein Honigkuchenpferdchen. „Und du wirst meine Neuste Kreation!“
      Nett.
      „Und um was geht es in diesen Wettbewerben?“, fragte ich zweifelnd.
      „Nun – du und eines deiner Pokemon, zusammen auf einer Bühne vor Tausenden von Menschen. Zusammen zeigt ihr was drauf habt – doch nicht die Power ist entscheidend... neinnein! Nur die Schönheit, Coolnes, Klugheit, Stärke und Anmut euer Zusammenarbeit. Ihr sollt das Publikum begeistern und dann an die Spitze der Wettbewerbe aufsteigen!“
      Sie glaubte das wirklich. Ich lachte tonlos. „Ich? Auf einer Bühne vor tausenden Menschen? Eine schlechtere Wahl hättest du nicht machen können! Auf wiedersehen.“
      Ich wollte gehen, doch Xenia hielt mich auf. „Ach was! Das wirst du sicher großartig machen! Du und dein Reptain habt eine unglaubliche Ausstrahlung! Und wenn es nichts wird, dann hast du eine Erfahrung mehr!“
      „Rep! Reprep-Tain! Tainrep!“
      Na klasse. Wenn ich Carsten richtig verstand, so war es Feuer und Flamme. Es WOLLTE an dem Wettbewerb teilnehmen. Stöhnend lies ich den Kopf hängen.
      „Na schön! Aber dieses eine Mal und nie wieder!“
      „WUHU!“
      „TAIN!“
      Jetzt jubeln die auch noch im Chor. Grmpf.

      Das. War. So. Eine. Blöde. Idee.
      Mit schlotternden Knie, in einem knallpinken Kleidchen mit viel zu kurzem Rock für meinen Geschmack, Sandalen, schweinchenrosa Söckchen sowie einem verdammten Diadem stand ich zusammen mit Carsten hinter der Bühne. Xenia hatte meinem Pokemon eine Fliege verpasst, die es stolz richtete. Eigentlich sollte es auch einen Zylinder und einen eleganten Krückstock mit vergoldeten Pokeball als Knauf tragen, doch seine Attacken erwiesen sich beim Training ungeeignet für diese Extras. Also blieb es bei der Fliege. Nervös knauschte ich den Saum des Röckchens zwischen den Fingern. Worauf hatte ich mich da nur eingelassen?
      „Schht!“ Xenia haute mir sanft auf die Finger damit ich das Kleid nicht zerknitterte. Die anderen drei Teilnehmer des Wettbewerbs standen vor mir und würden zu erst auf die Bühne gerufen werden. Keiner von Ihnen trug so ein albernes Outfit wie das, was mir Xenia aufgedrängt hatte.
      „Denk dran! Nicht nervös werden! Stell sie dir einfach alle nackt vor oder so!“
      „Das war so eine dämliche Idee...“, murmelte ich, was Xenia die Augen verdrehen lies.
      „Jetzt stell dich nicht so an!“
      Da wurde gerade der Teilnehmer und sein Frizelbliz auf die Bühne gerufen. Ich hörte tosenden Applaus – scheinbar war er der allgemeine Liebling. Ihm folgte ein Herr mit einem Fiffyen und ein junges Mädchen mit einem Stollunior. Beide bekamen deutlich weniger Applaus geschenkt.
      „Und nun der Neuling der Wettbewerbe und Günstling Xenias! Wölfchen und Carsten!“
      Ich schluckte schwer, dann betrat ich stocksteif die Bühne. Carsten kam Sekunden nach mir auf die Bühne gesprungen, landete mit seiner geliebten Heldenpose in der Mitte der Bühne, begab sich in Kampfstellung und rief seinen Schlachtruf. „ReeeepTAIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!“
      Schlotternd kam ich neben ihm zum stehen und verneigte mich.
      Und... bekamen keinen Applaus. Stille im Saal. Mit trockenen Mund richtete ich mich wieder auf und wir gingen an unseren Platz hinter dem Mädchen mit Stollunior. Carsten wirkte geknickt.
      „Mach dir nichts drauß.“, flüsterte ich ihm leise zu. „Die haben keine Ahnung!“
      „Pah!“, kicherte die Kleine vor mir. „Ihr werdet so untergehen... ihr... Günstlinge!“ sie grinste mir finster zu, dann sah sie wieder nach vorn zur Bühne.
      Der Richter kündige nun die erste Vorführungsrunde an.
      Das Frizelbliz fing mit einem wunderschönen Lichtschild an, das von Fiffyens Kopfnuss zerstört wurde. Stollunior erwies sich als Grimassenschneider. Dann war Carsten an der Reihe.
      „Zerschneider!“, befahl ich ihm heißer.
      „Tain!“ Mit seinem üblichen Elan rannte es vor, wirbelte im Kreis und zerschnitt einen unsichtbaren Gegner mit seinen Blätterklingen.
      Stille. Nicht schon wied... da begann der Erste zu klatschen... dann der nächste und wieder der nächste, bis schließlich der ganze Saal tobte.
      „Rep!“, sagte Carsten zufrieden, als es wieder bei mir war. „Gut gemacht.“
      Dummerweise mussten wir nun anfangen, weswegen ich nicht mal über den nächsten Befehl nachdenken konnte. Ohne zu überlegen befahl ich also den Ruckzuckhieb.
      Wieder zischte Carsten mit affentempo über die Bühne, bis er schließlich auf einen Bein balancierten abrupt am Bühnenrand stehenblieb – er wackelte nicht einmal, so sicher stand er, trotz des Sofortstillstands.
      Das gab weniger Beifall als zuvor, doch noch immer mehr Stolluniors Bodycheck oder den Beißkrieg zwischen Fiffyen und Frizelbliz.
      Nun schien Carsten der Liebling zu sein. Nach einem erneuten, spektakulären Zerschneider, bei dem er zwar den Schnurrbart des Ansagers stutzt, ihm aber keinen Kratzer verpasste, versemmelte er jedoch seine Zornklinge, weil er ausrutschte. Er konnte den Fall zwar retten in dem er sich abrollte, aber die Begeisterung hielt sich in Grenzen.
      In der letzten Runde gingen wir auf Nummer sicher und nutzten abermals Zerschneider. Mit einem Salto sprang er über Fiffyen hinweg – das zuvor aufgetreten war – landete, drehte sich um die eigene Achse und lies seine Blattspitzen über den Boden schleifen, nur um mit einem erneuten Salto weiter nach vorn zu springen, als die kreisrunde Platte unter ihm nachgab. Jetzt hatte Carsten auch noch die Bühne zerstört. Große Klasse!
      Aber... es gab Standing Ovations... volle zwei Minuten lang.
      Danach ging es zurück hinter die Bühne, wo uns Xenia schon erwartete.
      „Das war einfach... GRANDIOS! Carsten hat wirklich Talent!“
      „Taiiin!“ Carsten wurde rot.
      „Ich hab mir fast in die Hosen gemacht.“, gab ich zu. „Und wir haben die Bühne zerstört...“
      Xenia lachte und winkte ab. „In der Meisterklasse liegt sie am Ende in Schutt und Asche. So ein kleines Löchlein stört niemanden!“
      Dann drehte sie sich zu meinem Reptain und flötete ihn begeistert an. Aus den Augenwinkel sah ich unsere drei Konkurrenten, die abseits standen und uns böse anschauten. Ich wollte hier nicht teilnehmen, verdammt, also schaut jemand anderen böse an!
      Doch ehe ich etwas sagen konnte, ging die Show weiter. Siegerehrung.
      Zu Beginn wurde Fiffyen auf die Bühne gerufen. Sie hatten die vierten und damit letzten Platz belegt. Ihm folgte der eigentliche Favorit mit Frizelbliz, der mir beim auf die Bühne gehen vor die Füße spuckte. Wütend sah ich ihm nach.
      Nun wurden das Mädchen mit dem Stollunior sowie Carsten und ich auf die Bühne gerufen.
      „So meine Damen und Herren!“ Der Ansager wollte sich genüsslich über den Schnauzer streichen, was jedoch nicht so ganz funktionierte, nachdem Carsten seine Bartfrisur zerstört hatte. „Hier in diesem Umschlag steht der Gewinner...“ Ein Blick zu uns. „Bzw. die Gewinnerin...“ Ich verdrehte die Augen. „des heutigen Abends. Und es iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiist...“
      Pause.
      Nun mach schon, ich will hier weg!
      „WÖLFCHEN UND CARSTEN!“
      Verblüfft sah ich auf die Menge, die schon wieder mit tosenden Applaus aufgestanden waren und Reptain, Carsten oder Wölfchen skandierten.
      Verdammt. Und ich musste dringend pipi!

      Zusammenfassung

      -Xenia getroffen
      -an einem Wettbewerb (Coolness) teilgenommen und mit Reptain gewonnen
      -beschlossen, dass das der Einzige sein wird. Kapitel werden zu lang xD

      Team:

      #i-reptain# Carsten Stufe 17
      #i-fiffyen# Odin Stufe 12
      #i-flurmel# Pria Stufe 10
      #i-papinella# Libi Stufe 12
      #i-karpador# Hilde Stufe 15
      #i-makuhita# Katja Stufe 10

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-schwalbini# Fina 15

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)

      Anmerkung:
      Copslay-Pikachu gilt als nicht erhalten und liegt in der Todesbox. Es wird nicht weiter erwähnt werden und wird auch nicht in der Aufzählung auftauchen.
      Das Ende war recht schwierig. Ich wollte nicht noch länger werden, wusste aber auch nicht, wie ich Wölfchen so schnell aus der Situation holen soll. Also lasse ich es offen-humorvoll auslaufen. Ich habs auch nur mit reingenommen um Wölfchens Schüchternheit ein wenig unterstreichen zu können (auch wenn das wahrscheinlich in die Hose ging, um die Länge in Grenzen zu halten >_>).
      Nebenbei war es ganz schön nervig eine Begründung für den Zaun zu finden. Tauros und Miltank gibt es in Hoen nicht. Waaty, meine nächste Idee, auch nicht. Ich wollte aber auch keine Statue oder ähnliche hohe Sachen zum draufklettern hinzaubern. Also doch die seltenen Pferdchens - auch wenn man die erst später antreffen kann und dann auch nur mit Navi.
    • Juhui, ein neuer Orden, ich gratuliere dir !

      Ich habe nicht bei der bei der Umfrage mitgemacht, da ich nicht der Grund sein will, dass du das Ei haben darfst oder nicht. Ich weiss nicht, aber ich würde eher ohne das Ei spielen. Ich halte mich gerne an die Regeln und die Nuzlocke ist ja dafür da, mit Pokémon zu spielen, die man sonst nicht benutzt um sie dann doch ins Herz zu schliessen. Aber es ist deine Challenge und deine Geschichte, du darfst daraus dein ganz eigenes Ding machen.

      Ausserdem verstehe ich nicht, wie du eine Horde bestehend aus Ponita und Gallopa einfach ignorieren kannst :blah2:
      Ich wäre dort gestanden und hätte sie stundenlang angestarrt und schlussendlich irgendwie versucht, eines der Ponita zu stibitzen ! :freu:
    • Alles gut. Das hat mir schon weiter geholfen. :)

      Auf den Weg nach Malvenfroh

      Odin, Katja, Pria, Libi und Hilde standen staunend um Carsten herum, der mit stolz geschwellter Brust sein gewonnenes Band präsentierte. Ich räumte gerade die Sachen ein, die wir für ein Mini-Picknick benutzt hatten. Es war ein wundervoller Tag, die Sonne schien von einem sonnenklaren Himmel, es waren ca. 25 Grad und es wehte ein laues Lüftchen, das zur genau richtigen Abkühlung beitrug, wenn einen doch zu warm werden sollte.
      Hilde war von dem EAiM begeistert als ich es ihr angelegt hatte. Endlich konnte sie mit den anderen Pokemon im Team spielen, auch wenn sie sich nur langsam fortbewegen konnten. Daher hatten sie eine Art Zeitlupen-Fangen gespielt, bei dem sich niemand schneller bewegen durfte als das Karpador. Für Carsten war das besonders schwer und so wurde er regelmäßig von der kleinen Pria ausgeschimpft. Dadurch waren auch recht wenig wilde Pokemon um uns herum – sie waren alle vor Pria geflüchtet.
      Der Einkauf am Markt hatte sich auch gelohnt. Karpador hatte den ersten Riegel – eine Mischung aus Erbsen, Mais und Weizen – geradezu verschlungen und Libi hatte ihren Honig mit allen außer Odin bereitwillig geteilt. Odin hätte sie natürlich auch gern etwas gegeben, aber der kaute lieber an seinen PokeRiegel für Carnivoren.
      Nachdem ich alles verstaut hatte rief ich alle Pokemon außer Libi zurück. Man hatte via Fangen entschieden, wer mich auf Route 110 begleiten durfte und der Schmetterling hatte haushoch gewonnen.
      Bevor wir die kleine Lichtung nahe der Route verließen, sah ich noch einmal zurück. Ein kleiner See, der im Licht glitzerte, ein beeindruckendes Blumenfeld, über dem Insektenpokemon flogen (bis Pria ihren Schreianfall hatte), Beerensträucher an der Grenze zum Wald und Laubbäume, die ihre Äste gen Himmel streckten. Mitten auf der Wiese ragte nur ein einzelner, großer Stein heraus, der aber vollkommen in die Landschaft passten. Ein wahres Paradies!
      Doch ich musste weiter. Paps hatte mir einen Auftrag gegeben und den wollte ich erfüllen.

      Libi flatterte fröhlich um mich herum, während ich entschlossen voran schritt. Route 110 war wunderschön und – noch viel besser – menschenleer! Immer wieder verschwand mein Pokemon zu den Bäumen am Rand und schleppte Äpfel heran. Nachdem vierten musste ich lachen. „Du bist ja fast so schlimm wie Vergus!“
      „Nellapap!“ Libi tanzte in der Luft, bevor es sich wieder auf den Weg machte.
      Nja... Libis Mitbringsel waren zumindest brauchbarer als die Stöckchen und Steine von meinem Zigzachs. Vergnügt biss ich in den Apfel. Hrmmmm... süßsauer! Wie ich sie mag. Ich knabberte das Obst bis zu den Kernen hinab und warf es dann querfeldein – allerdings nicht sonderlich weit. Trotz des Trainings mit Pokeballwerfen flog der Strungs absurd kurz. Ich brauchte mehr Kraft in den Armen. Eindeutig!
      „My!“
      Ups. Mein PokeStrungs schien zwar nicht weit zu fliegen, hatte dafür eine super Trefferchance.
      Fünf Grashalme bewegten sich auf einmal anders als die restlichen. Sie schüttelten sich kurz, schienen sich dann zu drehen und kamen forschen Schrittes auf mich zu. Wären sie größer, würde ich mich bedroht fühlen. Etwas verblüfft starte ich das Myrapla an, das schließlich aus den dichten Gras-Blumen-Feld trat.
      „Myplarapla!“, beschwerte es sich und kickte den Apfelrest in meine Richtung.
      „Tut mir Leid Myrapla. Das war wirklich keine Absicht.“
      „My-pla!“ Mir flog ein lila Säuretropfen entgegen.
      „Wow!“ Zum Glück war das Myrapla langsam, so dass ich dem Säureangriff ausweichen konnte. Und Gott sei dank kehrte da Libi von seinem Rundflug zurück, um zu schauen, wo ich blieb.
      „Windstoss!“ Myrapla wurde einfach umgeworfen und lag nun auf den Rücken. Hilflos zappelte es mit den Beinchen. „Mymymymymymyplaplarapla!“ jammerte es.
      Ich musste kichern und half dem Pflanzenpokemon auf. „Und nun Schluss mit Kampf, ja?“
      „Mypla.“, erwiderte es trotzig. Im nächsten Augenblick landete ein kleiner Apfel neben uns. Ich sah hoch zu Libi, die einen Salto drehte.
      „Der ist für dich. Als Entschuldigung für die Kopfweh.“, erklärte ich dem wilden Pokemon.
      „Myyyyy!“, rief es begeistert und begann an dem Obst zu knabbern.
      „Dann machs gut!“ Ich streichelte dem Pokemon durch die Grashalme und ging weiter, stoppte aber, als ich nach wenigen Metern ein hrmhmhrmhmhrmhm hinter mir hörte. Ich sah zurück.
      Da tabbste das Myrapla mit Apfel im Mund hinter mir her. Kaum war es auf meiner Höhe, legte es den Apfel ab und knabberte weiter. Libi senkte sich auf Myraplas Höhe hinab und sah es mit schief gelegten Kopf an.
      Nun rückwärts laufend entfernte ich mich weiter von dem Pflanzenpokemon.
      Hrmhmhrmhmhrmhmhrm tabste es hinter mir her, gefolgt von Libi.
      Ich hockte mich hin. „Dich werde ich wohl nicht mehr los, oder?“
      Myrapla lies von dem Apfel ab und schüttelte den Kopf so sehr, dass seine Grasbüschel nur so raschelten. „Myplapla.“
      Nagut. Ich wartete, bis es den Apfel aufgefuttert hatte und berührte es dann leicht mit einem leeren Pokeball um es zu fangen. Ohne Gegenwehr blieb es drin. Seufzend steckte ich Rinas Ball – so hatte ich Tierchen während der Wartezeit getauft – in die Tasche, bis ich es einlagern konnte.
      Froh, endlich weiter zu kommen, folgten Libi und ich weiter den Weg. Nur leider nicht so weit wie ich gerne hätte, denn schon bald hörte ich eine Unmengen von Stimmen. Als ich näher kam, erkannte ich mehrere Männer in Matrosenkleidung. Team Aqua!
      Um nicht schon wieder in einen Kampf verwickelt zu werden, versteckte ich mich hinter einen Baum. Libi setzte sich auf meinen Kopf ab. Zusammen lunschten wir um den Baumstamm herum zu den neun Männern, die dort standen.
      Viel konnte ich nicht verstehen. Scheinbar wollten sie zum Schlotberg, wobei ein Teil der Truppe zuvor zu den Meteorfällen sollte um irgendeinen Stein zu besorgen. Danach trennten sie sich.
      Ich lehnte mich zurück an den Baum. Was will Team Aqua an Hoenns Vulkan? Und was für einen Stein wollten sie stehlen? Und warum machte ich mir darüber überhaupt einen Kopf? Ich wollte die Liga besiegen und nicht Verbrecherorganisationen mit edlen Grundideen hinterherjagen!
      Zur Sicherheit wartete ich noch eine halbe Stunde, bevor ich mich auf den Weg machte. Ich sah niemanden mehr von den Matrosen, blieb aber vorsichtig. Auch Libi blieb nun in meiner Nähe.
      Dennoch überraschte uns das Fahrrad, das uns von hinten überholte – ohne zu klingeln! - ein paar Meter vor uns wendete und wieder zurück kam, bis es mit quitschenden Reifen vor uns anhielt.
      „Hi du!“, sagte der Fahrer mit einem breiten Grinsen.
      Brix!

      Zusammenfassung:

      - Route 110 betretem
      - Myrapla, weiblich, Stufe 12 gefangen
      - TAs nächste Schritte belauscht
      - Brix getroffen, Kampf folgt im nächsten Kapitel
      - [nicht in der Story] Rätselhaus betreten, Rätsel #1 gelöst, TM Verhöhner und Expertengurt erhalten
      - [nicht in der Story] Route 103 von hinten betreten und wieder verlassen

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 19
      #i-fiffyen# Odin Stufe 15
      #i-flurmel# Pria Stufe 15
      #i-papinella# Libi Stufe 16
      #i-karpador# Hilde Stufe 17
      #i-makuhita# Katja Stufe 16

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe8
      #i-schwalbini# Fina 15
      #i-myrapla# Rina 12

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)

      Anmerkungen:
      Myrapla! MYRAPLA!
      Das ist so... AAAAARGH.
      Nicht, dass ich was gegen den Strauch habe, aber... verdammt.... Frizelbliz, Plusle, Minun, Voltobal, Unratütox, Plaudageo, Schalellos, Schluppuck oder gar Magnetilo... und die kommen mir mit nem Pflanzenpokemon, wenn ich mir nen Pflanzenstarter gewählt hab. Das ist so... ARGH!
      Und schon wieder ein Weibchen. Gibts da noch Kerle oder wurden die ausgerottet?
      Rina liegt selbstverständlicher Weise auf der Bank und wird daher auch dort gelistet. Sie wird beim nächsten PokeCenterStop in der Geschichte eingelagert. Ich will nur Wölfchen nicht ständig hin und her schicken. Das gilt von nun an für jedes neue Pokemon, das gefangen wird.
    • Ohhh nein, ich mag Myrapla so sehr. Ich dachte zuerst, es würde super in dein Team passen, bis du erwähnt hast, dass du ja Carsten als Starter gewählt hast. Ihn habe ich total vergessen und nun wird Rina wohl für immer auf dem PC liegen bleiben ...

      Ich freue mich schon riesig auf den Kampf gegen Brix. Ich habe vor ein paar Wochen dort gegen Maike in meiner Smaragd-Nuzlocke-Challenge verloren :heul: Ich hasse diese Route aber auch. Ich bin voll in sie rein gerannt, alle meine Pokémon waren von den doofen Elektropokémon auf der Route paralysiert und ich hatte mein Wingull (mit der Attacke Aquaknarre) vorher noch auf den PC gelegt, da ich ein Tentacha besass. Jedoch beherrschte es noch keine Wasserattacken und so verloren wir grässlich gegen ihr Jungglut.

      Hoffentlich ergeht es dir dort besser :)
    • Rivalen

      „Hey du!“
      „Hallo Brix.“, stöhnte ich. Nicht der auch noch.
      „Na, was machen die Orden? Warst du schon in der Faustauhavenarena?“
      „Ja – und habe den Orden mit Kinderspiel gewonnen.“
      „Das ist ja klasse!“ Er stieg von seinem Rad ab und stellte es an einem Baum. „Nur Schade, dass ich deinen Kampf verpasst habe.“
      Ich zuckte mit den Schultern. „Kann man nicht ändern. Und Kamillo war eh nicht so wirklich bei der Sache.“
      „Neinein. So leicht kommst du mir nicht davon. Wir kämpfen.“
      „Was?“
      „Kämpfen. Du weißt schon. Deine Pokemon gegen meine. Drei gegen drei. Jeder von uns schreit Attacken und wer alle drei K.O. haut hat gewonnen!“
      Ich stöhnte. „Muss das denn sein?“
      „Ja!“
      „Nagut. Aber wenn ich gewinne, dann nimmst du dein Fahrrad, steigst auf und fährst weg, okay?“
      Brix stämmte die Hände in die Hüfte. „Man könnte meinen, du hättest mich nicht gern.“
      „Ein kleines bisschen vielleicht.“
      „Gnädig. Okay... wenn ich gewinne, dann.... daaaaann...“ Er überlegte. „Dann putzt du mein Rad und wir gehen gemeinsam nach Malvenfroh weiter, wo ich dafür sorgen werde, dass du auch ein Rad bekommst!“
      Auch das noch. „Meinetwegen.“
      „Jeah!“ Brix sah sich begeistert um. „Da hinten, an dem Teich! Da kämpfen wir.“ Er rannte vor und ich folgte ihm. Sein Fahrrad lies er stehen. Meinetwegen. Wäre ja nicht meine Schuld, wenn ein Frizelbliz es grillt.
      Am See angekommen stellten wir uns gegenüber. Libi saß auf meiner Schulter.
      „Dann stelle ich dir mal meine neuste Errungenschaft vor! Los Knilz, du schaffst das!“
      Einen Moment lang sah ich Brix tonlos an. Er sah aber schon, was für ein Pokemon ich auf der Schulter hatte, oder? „Libi...“, sagte ich nur.
      Das Papinella flatterte von meiner Schulter, tanzte freudig in der Luft und segelte dann auf Knilz Höhe hinab.
      „Okay Knilz, Megasauger!“
      „Windstoss!“
      Mein Pokemon war schneller als das kleine, kappenförmige Pilzpokemon. Es versuchte dem Wind stand zu halten, wurde dann aber ins Wasser geweht.
      „Knilzknilzknilz!“, jammerte es, während es versuchte über der Oberfläche zu bleiben.
      „Ohje.“, lachte Brix und rief es zurück. Libi setzte sich wieder auf meine Schulter. „Der ging auf dich. Aber beim nächsten hast du es nicht so leicht!“
      Er warf seinen Ball Richtung Teich anstatt zu mir. Als der Ball zurückflog, sah ich jedoch kein Pokemon. Hatte er den Falschen gegriffen? Das sah Brix aber gar nicht ähnlich. Dann sprang das größte Wailmer elegant aus dem Wasser, das ich jemals gesehen hatte. Der Wahnsinn! War überhaupt genug Platz für ihn im Teich?
      „Hast du kein Ring für Wasserpokemon?“
      „Doch.“, sagte Brix verlegen. „Aber Wailmer ist zu groß. Ich wollte gerade zu einer Nebenstelle von Devon um mir ein Größeres zu kaufen – aber hier ist ja genug Wasser, da ist das nicht so schlimm.“
      „Wenn du meinst.“ Nun schickte ich Carsten los, der sich kampfbereit ans Ufer stellte und auf die Wasseroberfläche starte um das Wailmer rechtzeitig zu sehen.
      „Walzer!“
      Wie ein Torpedo schoss das riesige Pokemon aus dem Wasser. Unglaublich wie schnell es war.
      „Laubklinge!“
      „Tain...!“ Carsten machte sich bereit... und lies sich von dem Walzer treffen. Erschrocken hielt ich den Atem an, doch das Reptain hatte sich nur treffen lassen, damit es seine Attacke zielsicher anbringen konnte. Dann sprang mein Partner zur Seite, damit Wailmer es nicht gänzlich plattwalzte.
      Einige Meter vom Wasser entfernt blieb es liegen. „Wai...“ Es zappelte verzweifelt mit den Flossen. Ein wenig erinnerte es an das Knilz, das gerade noch im Teich rumgestrampelt hatte. Die Ironie konnte man nicht übersehen.
      „Ach maaaaaan...“, stöhnte Brix und rief den Wal zurück. „Kann man nichts machen. Dann eben mein letztes Pokemon. Jungglut!“
      Sein Flemmli hatte sich scheinbar auch weiter entwickelt. Motiviert boxte es in die Luft und demonstrierte seine Beinarbeit.
      „Es sieht spitze aus!“
      „Was dachtest du denn? Das ich so vertieft in die Arbeit für meinen Vater bin, dass ich das Training meiner Pokemon vernachlässige?“ Brix grinste breit.
      Ich dagegen hatte ein Problem. Ich hatte keinen wirklichen Konter für Jungglut. Hilde war zwar ein Wasserpokemon, konnte aberkeine Wasserattacke. Seit es den EAiM hatte, konnte ich es zwar schon ein paar mal gegen wilde Pokemon einsetzen, aber viel Erfahrung war da noch nicht.
      Carsten und Libi hatten eine natürliche Schwäche gegen das Feuerpokemon und so wie es Schattenboxte, konnte ich auch Odin nicht einfach gegen es einsetzen. Blieben nur Katja oder Pria. Allerdings hatte sich Katja beim Picknick so voll gefressen, dass es am Ende nur noch liegend konnte. Also Pria, die eigentlich auch eine Schwäche gegen Junggluts Kampfgünste haben würde, aber mit seiner lauten Stimme ordentlich Vernichtung anrichten konnte. Nur hatte ich Pria bisher nie ohne Carsten kämpfen lassen. Ich hoffte, dass der kleine Hase sich trauen würde.
      „Los Pria!“
      „Flurm!“
      Brix legte den Kopf schief. Er schien mit meiner Wahl nicht einverstanden zu sein. Aber sein Knilz war zu Beginn ja auch nicht die beste Wahl gewesen.
      „Pria! Du kämpfst jetzt gegen Jungglut, ja? Wir schaffen das.“
      Pria sah von mir zu Jungglut. Dann wieder zu mir. Zu Jungglut. Zu Mir.
      „Urmel!“ Es schüttelte den Kopf und rannte hinter mich.
      „Öh...“ Brix blinzelte erstaunt.
      „Ach Pria! Ich schob es einfach wieder nach vorn. Wir machen das, du und ich, ja? Stell dir einfach vor, dass Odin mal wieder alle Riegel gefressen hat oder Carsten schneller als Hilde rennt.“
      „Flum“, zweifelte es, drehte sich aber zu Jungglut.
      „Okay... setz Wiederhall ein!“
      „Flum.“
      „Pria?“
      Es zitterte. Ohje.
      „Nitroladung!“
      „Jung!“ Brix Pokemon hüllte sich in Feuer, während ich noch auf das Flurmel einsprach und stürzte los.
      „Pria, ausweichen!“
      „Urmel!“ Es zog sich einfach die Öhrchen über die Augen! „PRIA!“
      „Pap! NELLA!“
      Libi warf sich vor Flurmel. Jungglut traf es frontal. Der Schmetterling wurde mit voller Wucht davon geschleudert und landete mitten im Teich wo es sofort unterging.
      „LIBI!“, schrie ich entsetzt.
      Jungglut war in der Zeit neben Pria zum stehen zu kommen und das Flurmel sah ebenso verstört wie ich zum Teich.
      Schnell rief ich Hilde zu Hilfe. „Libi ist ins Wasser gefallen und ist untergegangen. Es ist verletzt! Bitte!“, flehte ich es an.
      Das Karpador zögerte nicht. Es tauchte sofort unter. Brix und Jungglut kamen zu mir. Pria blieb weiterhin wo es war. Es zitterte nach wie vor. Aber ich hatte gerade keine Zeit mich um sie zu kümmern.
      Nach eine quälend langen Zeit kam Hilde wieder an die Oberfläche. Auf seinen Rücken das leblose Papinella. Ich nahm es ihr ab und legte es auf den Boden, dann dankte ich Arceus dafür, dass mein Paps mich zu verschiedenen Poke-Erste-Hile-Kursen verdonnerte hatte seit ich vier Jahre alt war. Arenleiterkinder müssen so etwas können.
      Verzweifelt begann ich mit der Herzdruckmassage. Eine Mund-zu-Rüssel-Beatmung war bei Papinellas unmöglich.
      „Wölfchen.“, Brix legte eine Hand auf meine Schulter.
      „Verschwinde!“, knurrte ich zwischen zwei Pumpstößen.
      „Aber!“
      „Flurmel!“ Pria schob sich zwischen uns.
      Brix schubste es einfach beiseite und wollte mich von Libi wegziehen. Ich stieß ihn weg. „Geh!“, keifte ich ihn an.
      „UrmelurmelUUUUUURAKEELO!“
      Plötzlich trat ein pompöses Pokemon zwischen uns, dass Brix finster anstarrte.
      „KRAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!“
      Brix hielt sich schreiend die Ohren zu, während auf meiner Seite – im Rücken des Pokemons – kein Schaden bemerkbar war.
      Als der Krach vorüber war, sah ich Brix nur an. Und er ging.
      Ich wandte mich wieder zu Libi und pumpte weiter.
      Das Krakeelo – Pria, die sich scheinbar vor Wut auf Brix und Jungglut weiter entwickelt hatte – hockte sich neben mich und beobachtete meine Bemühungen.
      Doch eine halbe Stunde später musste ich einsehen, dass es vorbei war. Mittlerweile hatte es angefangen zu regnen und Libi lag noch immer leblos und mit geschlossenen Augen auf den Boden. Meine Tränen vermischten sich mit den Regentropfen, als ich hilflos auf meinen kleinen Schmetterling hinab sah.
      „Libi...“ Meine kleine, liebe, mutige Libi. Die mir Äpfel brachte und ihren Honig teilte. Die im Morgentau tanzte und leise schnarchte. Libi, die Pria beschützen wollte, als die zu große Furcht hatte. Ich zog den leblosen Körper an mich, stand auf und setzte mich in Bewegung, während ich still vor mich hin weinte. Pria folgte mir bedrückt.

      Mein Weg führte mich zurück - bis fast ganz nach Graphitport. Ich kehrte zurück zu der Lichtung, an der wir früher am Tag so viel Spaß hatten. Als die Sonne noch schien. Traurig legte ich Libi auf den großen Stein ab und rief die anderen vier Pokemon aus ihren Bällen. Sie begrüßten mich glücklich – bis sie mein Gesicht und dann Libis Körper sahen.
      Carsten sprang zu ihr auf den Stein und stubste den Schmetterling an. Doch es geschah nichts.
      Und so begannen Odin und ich mit bloßen Händen und Pfoten ein Loch zu graben. Es ging eine zeitlang nur schleppend voran – was Odin so sehr störte, dass es sich einfach entwickelte. Nun – als Magnayen – ging das ausheben des Grabes wesentlich schneller. Pria, Katja und Carsten pflückten Blumen um das Grab schmücken zu können. Hilde half beim Graben in dem es kleine Erdkrümel in den Mund nahm und sie wieder ausspuckte. Es brachte nichts, aber ich verstand und lies es gewähren.
      Als das Loch tief genug war, legte ich Libis Körper sacht hinein. Einem Impuls folgend nahm ich das Honigglas und stellte es neben Libi. „Damit du im Jenseits auch etwas zum teilen hast.“, sagte ich leise.
      Aus dem Augenwinkel sah ich wie meine fünf Begleiter sich gegen den großen Stein stemmten. Scheinbar wollten sie ihn zum Grab schieben, damit er als eine Art Denkmal dienen konnte. Aber war zu schwer. „Lasst es gut sein.“, sagte ich daher leise, auch wenn ich es gerne gesehen hätte. Den Stein auf dem Grab.
      Die Pokemon ließen davon ab. Nur Hilde schwamm aufgelöst um den Stein herum und schien sich zu ärgern nicht wirklich helfen zu können. Ich fing es mit den Armen ein und drückte es an mich. „Ich weiß meine Kleine. Es ist okay.“
      „Karpa!“
      Scheinbar war es nicht okay. Es begann zu strahlen. Und anstatt dem Karpador hatte ich plötzlich ein Garados im Arm. Hilde löste sich von mir und nahm den Stein einfach zwischen die Zähne. Sie war so groß, dass der Stein nichts mehr wog. Dann stand der Fels am Kopfende von Libis Grab.
      Zeit, das Loch wieder zuzuschütten. Zusammen schmückten wir den Erdhügel mit den gesammelten Blumen.
      Dann standen wir im Kreis drum herum. Schweigend. Wir alle ignorierten den Regen.
      Mir wurde bewusst, dass der Tag so schön hätte sein können. Drei Pokemon, die sich entwickelten hatten. Ein neues Pokemon im Team. Brix besiegt.
      Und doch weinten wir.

      Zusammenfassung:

      - Kampf gegen Brix gewonnen
      - Libi verloren
      - Pria entwickelt sich zu Krakeelo
      - Odin entwickelt sich zu Magnayen
      - Hilde entwickelt sich zu Garados

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 27
      #i-magnayen# Odin Stufe 19
      #i-krakeelo# Pria Stufe 21
      #i-garados# Hilde Stufe 20
      #i-makuhita# Katja Stufe 21

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-schwalbini# Fina 15
      #i-myrapla# Rina 12

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:
      Das war so bitter. Ich ärgere mich über mich selbst. Eigentlich war ich noch im Training für Hilde, weil ich wusste, das Brix mich erwartet. Ich wollte schauen, ob da noch ein Trainer steht, hab kurz nicht aufgepasst und kam dadurch zu Nahe an Brix ran. Für einen fürchterlich langen Moment sah es so aus, als würde das ein Game Over werden.( @silvan333 )
      Dieses Jungglut... Donnerzahn ohne Paralyse überstanden, während Odin mit ungelogen 2 Lebenspunkten überlebte. Dann hatte ich die Hoffnung, mit Libis Stachelspore zu punkten. Doch in der Wechselrunde setzt Jungglut das erste und vorletzte Mal Nitroladung ein, nachdem es vorher ausschließlich Doppelkick genutzt hat. Dann hat es noch Hilde und Katja in den dunkelorangen Bereich geschlagen. Nur Pria konnte ihn mit einer Wiederhall-Kombination überwinden. Und das klappte auch nur, weil Jungglut mit Nitroladung und Sandwirbel konterte anstelle von Doppelkick.
      Ich habe den knappen Kampf so nicht wiedergegeben, weil Libis Verlust schon schwer wiegt.
      Und... ich hoffe nun, dass Brix nicht der Grimm für meine Pokemon wird. Auch wenn er im Spiel natürlich nicht an Peters Tod beteiligt war, so hatte ich es doch so geschrieben. Ich hoffe sehr, dass es bei Peter und Libi bleibt, die er auf den Gewissen hat.
      Die Reihenfolge, in der Brix seine Pokemon gerufen hat, habe ich der Geschichte wegen abgeändert. Offiziell war es Wailmer (OH von Carsten), Jungglut (siehe oben) und dann Knilz (Carsten hats mit Ruckzuckhieb und Laubklinge erledigt).
      Die Lichtung, die am Anfang des vorigen Kapitels beschrieben wird und zu der Wölfchen zurück kehrt, um Libi zu begraben, habe ich auch nur wegen genau dieser Szene geschrieben. Das selbe gilt auch für den Honig aus Graphitport, dass es an Myraplas Fang beteiligt war (im Spiel nur mit nem Absorb, damit es Myrapla nicht mit Windstoß tötet) und dass es auf Route 110 draußen bleiben durfte. Sozusagen ein kleines Dankeschön an den kleinen Flattermann. Es bietet dann doch einen gewissen Vorteil, wenn ich so weit vorspiele bevor ich schreibe. Damit kann ich hier und da einiges schöner, trauriger oder dramatischer machen als es sonst möglich wäre.
      Flurmel entwickelte sich wirklich nach dem Kampf mit Brix. Hilde und Odin danach während des Trainings im Kampf mit wilden Pokemon. Aber ich wusste nicht, wie ich das besser einfangen sollte, ohne Libis Tod abzumildern.
      Das ist das bisher längste Kapitel mit dem längsten Nachwort. :(

      Funfakt: Bisher habe ich 22.222 Wörter geschrieben. Das Writer-Dokument hat 52 Seiten.
    • Nein, das ist nicht fair :(

      Dieser Kampf ist wirklich hart, leider hat es Libi getroffen. Ich mochte es sehr. Dass du schon ein bisschen voraus bist und du ihr nun in diesem Text mehr Präsenz gewährleisten konntest, ist echt schön. Die Geschichte mit dem Honigglas, aber auch, dass sich ihre Freunde nur für sie entwickelt haben, um sie zu rächen oder ihr Begräbnis überhaupt möglich zu machen, ist so toll.

      Ich habe noch eine Frage. Findet zum Beispiel Brix es normal, dass du so sehr um ein besiegtes Pokémon trauerst oder versteht er es nicht ? Für dich sterben deine Freunde ja, aber wenn sein Pokémon K.O. geht, heilt er es einfach und benutzt es später wieder. Er ist ja auch gegangen, als Wölfchen ihn angesehen hat. Dachte er sich da nur, dass Wölfchen eine Schraube locker hat oder weiss er, dass du gerade dein Papinella für immer verloren hattest ?
    • Seine Pokemon sterben schlicht und ergreifend nicht. Wailmer und Knilz sind an sich ja gestrandet und waren daher indirekt kampfunfähig. Jungglut wurde nicht besiegt - der Kampf hat aufgehört.
      Arenakämpfe werden durch technische KOs beendet. Das selbe wird wohl auch für Liga-Kämpfe gelten.
      Es wäre auch schwierig die Pokemon von Kontrahenten zu töten, wenn diese später nochmal auftauchen und dann die selben Pokemon wieder haben. ;)

      Daher versteht Brix die Trauer durchaus. Bei Peter ist Wölfchen jedoch einfach abgehauen und bei Libi hat sie ihn weggeschickt. Ich denke das nächste Treffen wird unter Libis Stern stehen und beide werden sich aussprechen. Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass Brix den von ihn verursachten Tod eines Pokemon so einfach wegsteckt.
    • Mach mich stolz

      Nachdem wir lange dort gestanden hatten, kehrte ich zurück nach Graphitport und übernachtete dort im PokeCenter. Ich lagerte Rina ein und holte mir Fina zurück ins Team.
      Am nächsten Morgen machte ich mich erneut auf den Weg nach Malvenfroh City – nun aber mit deutlich weniger Euphorie als zuvor. Für den Marsch hatte ich mich für Odin entschieden, der still neben mir her schritt.
      Als wir an dem Ort des Kampfes ankamen verweilten wir kurz. Odin drängte sich eng an mich und ich griff in sein Fell, um mir selbst Kraft zu geben. Meine Gefühle wirbelten durcheinander, während ich an den gestrigen Tag dachte. Mir wurde bewusst, dass ich mich bei Brix entschuldigen werde müssen, wenn wir uns das nächste Mal sagen. Pria einzusetzen obwohl sie Angst hatte und damit Libi dazu zu zwingen, den Hasen beschützen zu wollen, war meine Fehleinschätzung. Er hatte es nicht verdient so angefaucht zu werden obwohl er nur helfen wollte.
      Aber dafür musste ich ihn erst einmal finden.
      Entschlossen wandte ich mich von dem Ort ab. Brix wollte nach Malvenfroh City. Also wollte ich das auch.

      Malvenfroh City war riesig und beeindruckend. Jedoch anders als Graphitport. Während die Hafenstadt für ihren Sonderstatus angelegt war, die Häuser nach Bedarf gebaut wurden und alles einen chaotischen Charme hatte, war Malvenfroh bis auf den letzten Ziegelstein durchgeplant.
      Die Stadt verlief über mehrere Etagen und war quadratisch angelegt. Die äußerste Häuserfront bildete eine Art riesige Mauer, deren Schwäche nur die Fenster waren – welche aber erst in drei Meter Höhe lagen. Ihre Eingangsbereiche der Häuser lagen innerhalb der Stadt.
      Um Malvenfroh zu betreten, musste man eines von vier Toren durchschreiten wobei jede Route nur einen Eingang hatte.
      Hatte man diese bewohnbare Mauer erst einmal durchquert, stand man mitten in einer Einkaufspromenade. Die untersten Etage der äußersten Häuserfront war mit Geschäften belegt, die Häuser dem gegenüber mit Restaurants, Beauty-Salons, Hotels und ähnlichen Einrichtungen. Dieses Schema zog sich durch die gesamte Stadt, bis im Zentrum schließlich ein kleiner, grüner Park den Abschluss bildete. Im Zentrum des Parks stand wiederum eine Art Monument.
      Die Bewohner bewohnten die gehobenen Etagen der Häuser, wobei die reichsten Bürger der Stadt auch die höchsten Appartements hatten. Fuhr man mit den Glasaufzügen bis aufs Dach, fand man dort einen weiteren Park. Während der im Zentrum jedoch „nur“ schön aussah, gab es hier extra Wege für Jogger oder Walker, jede Menge Sitzgelegenheiten, Sonnenschirme, mehrere kleine Stände für Eis oder Currywürstchen und sogar einen Pokemonpark, wo die Lieblinge der Stadtbewohner frei spielen konnten.
      Die Dachfläche schien auf den ersten Blick wie ein Labyrinth, weil es immer wieder Stellen gab, die man nicht betreten konnte. Diese wurden durch brusthohe Mauern abgegrenzt, auf deren Zinnen man verschiedene Blumen und Sträucher gepflanzt hatte. Von meinen Blick von den Straßen nach oben wusste ich, dass an diesen Stellen Glasplatten waren, die das Sonnenlicht wie bei einem gigantischen Wintergarten in die Stadt ließen. Ich wollte nicht wissen, welche arme Sau diese Fenster putzen musste.
      Eine weitere, nicht betretbare... nunja... Fläche... war im Zentrum, direkt über dem inneren Park. Dort war die einzige, dachfreie Stelle, so dass Wind, Regen, Schnee und natürlich Sonne ungehindert auf den Schmuckpark wirken konnte. Außerdem konnte man von oben erkennen, dass der Schatten des Monuments zu einer Sonnenuhr gehörte, wobei die Tagesstunden durch die Blumenbeete angezeigt wurden.
      Das wirklich geniale war aber die Straßenmarkierung. Da die Wege alle samt parallel verliefen, hatte man die Stadt in vier große Viertel aufgeteil und diesen Farben zugeordnet. Die Häuser waren dann alle in der besagten Farbe bestrichen. So war das rote Viertel im Nordwesten der Stadt, das Blaue im Nordosten, grün im südwesten und gelb im südosten.
      Zudem gab es nur vier Hauptstraßen, die geradewegs von einem der vier Stadteingänge zu dem zentralen Park führten. Diese Straßen waren bedeutend breiter und gegenüber den anderen Straßen auf etwa vier Treppenstufen höher als die restlichen Straßen.
      Obwohl diese Planstadt durch und durch beeindruckend war, fühlte ich mich hier nicht wohl. Malvenfroh war ein beliebter Ort zum Einkaufen, da es hier einfach alles gab. Die importierten Waren aus Graphitport wurden zum Großteil hier gekauft und die Ware, die zum Export vorgesehen wurde, musste wiederum durch Malvenfroh, um zur Hafenstadt zu kommen. Die komplette Stadt war absolut überfüllt. Ich quetschte mich durch das Gedränge bis ich in eine der Seitengassen gelangen konnte, wo es deutlich leerer war als auf den Hauptstraßen. Dort atmete ich erst mal ruhig durch. Ich wusste, dass in Malvenfroh eine Arena sein sollte – aber wo sich diese befand wusste ich nicht.
      Erschöpft lehnte ich mich an die Fassade des Hauses hinter mir und versucht Kraft zu tanken, um mich mit Odin wieder ins Getümmel zu werfen.
      „Ich will zur Arena!“
      „Ja... aber...“
      Neugierig sah ich zum Gasseneingang. Dort stand ein Junge, der ein wenig jünger als ich sein musste, mit einem älteren Herrn mit schütteren Haar.
      „Bitte bitte Onkel!“
      „Ja aber... Heiko!“
      Der Junge war aus meiner Sichtlinie verschwunden. Sein Onkel blieb einen Moment auf der Stelle, dann stürmte er hinterher. Ich beeilte mich um den Beiden zu folgen. Scheinbar mussten sie die Arena nicht suchen.
      Und tatsächlich führten sie mich dort hin. Die Arena befand sich im roten Viertel, nur zwei Straßenzüge vom Park entfernt. Das hätte ich mir denken können. Immerhin befand sich dort auch das PokeCenter und die beiden Gebäude würde man nicht weit voneinander weg bauen, wenn man eine Stadt so durchplante, wie es mit Malvenfroh City passiert war.
      Leider standen Heiko und sein Onkel nun direkt vor der Arena und diskutierten. Ich versuchte mich auf der anderen Straßenseite unauffällig zu verhalten bis die Beiden fort waren. Doch das schien noch zu dauern. Vielleicht konnte ich mich ja an ihnen vorbei drücken? Also ging ich langsam auf sie zu und konnte so hören, was sie sprachen.
      „Mensch Junge! Du musst langsamer machen!“
      „Nein. Ich will jetzt einen Orden haben.“
      „Du übernimmst dich Heiko. Nur weil du jetzt ein Pokemon hast, heißt das nicht, dass du sofort eine Arena herausfordern musst!“
      „Aber... ich will das!“, mit Tränen in den Augen wandte sich der Junge von seinem Onkel ab – und wurde so auf mich aufmerksam.
      „Hey du! Du bist doch eine Trainerin!“ Mit Odin an meiner Seite lies sich das schlecht leugnen „Bitte kämpfe gegen mich. Wenn ich gegen dich gewinne, dann muss mein Onkel mich in die Arena lassen!“
      „Heiko!“
      Oh man. Der Junge tat mir leid. Er sah mich so verzweifelt an – ich kannte das. Von mir. Ich konnte ihm die Bitte nicht abschlagen. Also führte mich Heiko zu einem der Plätze, die weder Haus noch Straße waren. In jedem Viertel gab es mindestens ein Pokemon-Kampffeld, damit die Leute das nicht auf der Straße machen müssten.
      Heiko und ich stellten uns auf und ich schickte Odin vor. Ich wollte, dass der Junge gewinnt. Aber... ich würde ihm diesen Sieg nicht schenken. Den musste er sich genauso erkämpfen wie einen Orden in der Arena. Das Magnayen schüttelte sich kurz, trat dann vor und setzte sich geduldig, während Heiko noch unsicher auf seinen Ball starrte.
      Dann lies er sein Pokemon heraus. Ein Trasla. Ich stöhnte. Ausgerechnet ein Trasla. Wie sollte das Psychopokemon gegen Odin ankommen?
      „Dann lass uns beginnen!“, rief ich über das Feld.
      Unsicher nickte Heiko und murmelte etwas. Trasla sah sich zu seinem Trainer um. Scheinbar hatte es ihn nicht verstanden.
      „Du musst lauter sprechen sonst versteht es dich nicht!“ Toll. Selber solche Mätzchen gehabt und dennoch tu ich hier so klug.
      Der Junge schluckte. Dann sagte er – noch immer recht leise - „Beschwörung“.
      Das Psychomon begann seine Kräfte zu sammeln.
      „Odin, Raub!“
      Odin sprang auf und rann... nja... schlenderte eher zu seinem Gegner, drückte es mit einer Pfote auf den Boden und zog an dem roten Hörnchen an seinem Helm.
      „Ah... äh... Hyperstrahl!“
      „Ich glaube nicht das Trasla diese Attacke beherrscht.“, half ich ihm.
      „Dann... äh...“
      „Kann es vielleicht Zauberblatt oder Säuselstimme... oder Teleport, um sich zu befreien?“, hakte ich nach.
      Odin stand eher gelangweilt vor Trasla, dass er nach wie vor mit einer Pfote auf dem Boden hielt. Zum Glück nahm er den Kampf nicht allzu ernst.
      „Teleport?“
      Schon verschwand das kleinere Pokemon und tauchte ein paar Meter weiter wieder auf. Ich wartete. Odin murrte.
      „Säuselstimme?“, half ich nochmal.
      „Äh... ja.. mach das Trasla!“
      Schon lies Trasla seine wunderschöne Stimme zu der mächtigen Fee-Attacke anschwellen. Aber zu langsam. Während Odin einfach hinter es sprang, gab ich dem Befehl zum Biss. Einen Moment später hing Trasla wie ein Wolfsjunges an seiner Schnauze, weil er es einfach nur am Genick gepackt und hochgehoben hatte, anstatt ernsthaft zuzubeißen. Verzweifelt ruderte Trasla mit Armen und Beinen.
      „Oh man... ich gebe auf...“, meine Heiko. Sofort setzte Odin sein Opfer vorsichtig auf den Boden und kam dann mit der Rute wedelnd auf mich zu. „Magmag!“ Ich lachte. „Ja, ich mag dich Odin.“ Ich streichelte ihm über den Kopf.
      Deprimiert rief Heiko sein Pokemon zurück. „Onkel hatte wohl recht.“, sagte er leise. Ich blickte ihn über Odin hinweg an.
      „Siehst du,“ donnerte der Ältere direkt los. „Ich hab doch gesagt, das ist zu viel für dich! Du bist erst hergezogen, kennst hier niemanden. DU kannst nicht einfach auf eine Reise gehen! Was ist, wenn du wieder krank wirst?“ Heiko schien kleiner und kleiner zu werden unter der Tirade.
      Wütend ging ich an Odin vorbei auf die Beiden zu.
      „Jetzt hören Sie aber mal!“, rief ich. „So können Sie doch nicht mit ihren Neffen sprechen! Und lassen Sie ihn doch seine Erfahrungen machen.
      Wissen Sie, ich war am Anfang meiner Reise auch ungemein schüchtern. Ich hab mal eine Stunde vor einer Arena gestanden und hab mich nicht reingetraut, weil ich Angst hatte. Und ich bin einmal vor einem Waumpel weggerannt, weil ich Sorge hatte, das mein Geckarbor verletzt werden könnte. Bei meinem ersten Pokemonkampf hab ich mich sogar noch schlimmer angestellt als Ihr Neffe! Der hat wenigstens Befehle gegeben, während ich nur zugesehen hab.“ Ich griff in Odins Fell, der wieder neben mir saß, um mir selbst Mut zu machen. „Ich habe viele falsche Entscheidungen getroffen, ich habe Fehler gemacht und ich wünschte mir manchmal zu Hause im Bett zu liegen.
      Aber...“ Ich sah nun zu Odin hinab, bevor ich Heikos Onkel entschlossen in die Augen sah.
      „Aber ich habe auch viele Leute kennen gelernt. Einige mag ich,“ wie Brix, verdammt. „andere eher nicht“, und dachte an Trumm, „wieder andere machten mir Angst. Und dann waren da noch Menschen, mit denen ich vor wenigen Wochen kein Wort hätte wechseln können!“, Xenia. Und Troy. „Und doch habe ich es getan. Ich hab sogar vor einem riesigen Publikum auf einer Bühne gestanden! Das hätte ich vor dieser Reise nicht machen können. Ich bin dadurch gewachsen! Und es hat mir gut getan!“ Mir wurde bewusst, wie sehr ich dadurch wirklich gewachsen war. Wie sehr sich meine Einstellung geänderte hatte. „Wenn sie ihrem Neffen diese Chance nicht geben, dann wird er niemals stärker werden. Also lassen Sie ihn ziehen!“
      Wir sahen uns an. Er dunkelrot angelaufen und sichtlich wütend. Ich außer Atem.
      „Ährm...“, räusperte sich Heiko. „Ich werde zurück nach Wiesenflur gehen, denke ich. Aber ich würde mich freuen, wenn du mich als... als Riva... ach... vergiss es.“ Heiko rannte weg.
      Sein Onkel sah mich noch einen Moment finster an, dann ging auch er.
      „Natürlich können wir Rivalen sein Heiko“, sagte ich leise.
      Und nun würde ich in diese Arena gehen und gewinnen. Aber nicht um Paps stolz zu machen. Sondern für mich. Und für meine Pokemon. Ich wollte gegen die Liga antreten und dem Champ in den Hintern treten. Ich wollte mich stolz machen, nicht meinen Vater!
      „Komm Odin. Wird Zeit, dass wir einen neuen Orden bekommen.“


      Zusammenfassung:
      - Malvenfroh City erreicht
      - Heiko getroffen
      - erster Kampf gegen Heiko, haushoch gewonnen

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 27
      #i-magnayen# Odin Stufe 21
      #i-krakeelo# Pria Stufe 21
      #i-garados# Hilde Stufe 20
      #i-makuhita# Katja Stufe 21
      #i-schwalbini# Fina 20

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina 12

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:

      Ich hab Malvenfroh etwas umgebaut, hab mich dabei aber bemüht, den Eindruck aus dem AS/OR-Spiel rüber zu bringen. Und obwohl Hoenn eigentlich in Japan liegt, gibt’s Currywürstchen. Weil... weil... Weil!
      Die beiden Nordviertel tragen die Farben vor Dachfarbe vom Pokecenter (links... also westlich) bzw. -Markt (rechts/osten). Gelb und grün wurden wegen den Spielen der ersten Generation gewählt – auch wenn PKMN Grün bei uns nicht erschienen ist. Die Aufteilung wurde dann wegen des Kontrasts gewählt.
    • Elektrifizierend

      Als ich die Arena betrat – Odin nach wie vor an meiner Seite – musste ich wegen der Dunkelheit erst einmal stehen bleiben. Erst als sich meine Augen daran gewöhnt hatten, ging ich tiefer in das Gebäude. Okay. Das war definitiv die seltsamste der vier Arenen, die ich bisher betreten hatte. Das einzige Licht kam von Unmengen von Teslaspulen in verschiedenen Formen und Größen, die Blitze von sich gaben. Einen Moment lang traute ich mich nicht weiter in den Raum, dann bemerkte ich aber die Käfige, die sich um die Spulen befanden und die Reichweite der Blitze einschränkten. Also trat ich entschlossen auf den Mann zu, der an einer deaktivierten Spule herum hantierte. Von meinem Vater wusste ich, wie der hiesige Arenaleiter hieß und welchen Typ Pokemon er einsetzte.
      „Sind Sie Walter?“, fragte ich keck.
      Der Mann schreckte auf und stieß sich den Kopf an der Spule, bevor er sich dann doch noch aufrichtete und über die schmerzende Stelle rieb.
      „Der bin ich.“ Er drehte mich zu mir um und blinzelte mich an.
      „Sehr schön! Ich möchte Sie zu einem Pokem...on...ka...“ Der Kerl war mir unangenehm nah gekommen. Sein Gesicht war nur Zentimeter von meinem entfernt. „Du bist Wölfchen!“, rief er schließlich und nahm wieder Abstand. „Norman hat mir Fotos geschickt!“
      Paps!
      „Das ist toll... denke ich.“
      „Einen Kampf willst du, ja? Dein Vater meinte, ich solle dich nicht allzu leicht dran nehmen.“
      „Gut. Ich bitte um das Selbe.“
      „Mutigmutig. Ich dachte du seist ein Feigling.“
      Ich bring meinen Vater um. Definitiv.
      „Nun. Du darfst jedes deiner Pokemon einsetzen und jeder Zeit auswechseln. Ich darf nur drei und darf nicht wechseln!“
      „Und... wo ist das Kampffeld?“
      Walter lachte. „Na hier!“
      „HIER?“ Ich sah mich um. „Hier ist kein Kampffeld.“
      Walter lachte. „Die ganze Arena ist das Kampffeld. Unsere Pokemon werden um uns herum spielen müssen.“
      „Okaaaay...“
      „Als Herausforderin musst du anfangen!“
      Okay. Ich rief mein erstes Pokemon: Hilde.
      Walter zwingerte. „Du weißt schon welche Pokemon ich einsetze?“, fragte er, während er ein Magnetilo hervorrief.“
      „Ja, aber so wissen SIE nicht, mit welchem ICH anfangen.“ Und rief das Garados wieder zurück.
      Walter lachte. „Gute Strategie.“
      Nachdem Carsten sich in Stellung gebracht hatte, ging es los.
      „Donnerwelle!“
      „Weich aus, dann Laubklinge!“
      Doch die Donnerwelle traf und mein Reptain war paralysiert, weswegen Magnetilo ausweichen konnte.
      „Voltwechsel!“
      Magnetilo verwandelte sich in einen goldenleuchtenden Funken, flog auf Carsten zu, stieß ihn zur Seite und verschwand im Pokeball.
      „Was zum... aber ich dachte...“
      „Ich darf keine Pokemon zurückrufen. Aber das verbietet mir keine Wechselattacken.“
      Damit rief er ein Magneton aufs Spielfeld.
      „Megausauger!“
      „Superschall!“
      Wieder machte Paralyse mir einen Strich durch die Rechnung wodurch Carsten auch nicht ausweichen konnte. Danach folge ein grausiges Spiel. Während Magneton Reptain mit Magnetbombe dauerbeschoss, lief Carsten vor Verwirrung entweder in die Zäune um die Teslaspulen oder konnte sich nicht bewegen.
      „Carsten! Konzentrier dich! Schüttel es ab und Laubklinge!“
      Endlich traf mein Pokemon seinen Gegner. Volltreffer! Es wurde gegen eine der Spulen gedrückt und wurde durch dessen magnetischen Kräfte dort gefangen gehalten. Während Walter nun sein Magneton zurück rief - und es damit besiegt war – gönnte ich Carsten ebenfalls eine Pause. Zeitgleich riefen wir unsere nächsten Kämpfer: er wieder Magnetilo, ich Pria.
      Nun wollte ich die Taktik umkehren. „Superschall!“, „Donnerwelle!“
      Seine Attacke saß – meine nicht. Magnetilo schwebte fröhlich zwischen den Spulen umher, während das Krakeelo hilflos stand. „Versuch es mit Wiederhall!“
      Doch es funktionierte nicht. Dafür tauschte Walter sein Pokemon durch Voltwechsel zu Voltobal.
      So ging das nicht. Verzweifelt schickte ich wieder Carsten ins Rennen und warf ihm eine Amrenabeere zu um die Paralyse zu beseitigen.
      Die Zeit nutzte Voltobal um sich aufzuladen. Gerade als Carsten mit einer Laubklinge angreifen wollte, wechselte Walter via Voltwechsel wieder zu Magnetilo. Das Pokemon bekam die Laubklinge zwar zu spüren, setzte aber auch gleich wieder Donnerwelle ein, um sich dann wieder mit Voltobal auszuwechseln. Die beiden Elektropokemon spielten nun Bäumchen-wechsel-dich, während Carsten immer wieder gerammt wurde, es jedoch selbst keine Attacke anbringen konnte. Schließlich warf ich ihm eine zweite Beere zu, während Magnetilo gerade gegen den Ball ausgetauscht wurde und gab Carsten zeitgleich dem Befehl zum Megasauger.
      Voltobal konnte nicht mehr Ausweichen und während es besiegt durch die Arena kugelte, konnte sich das Reptain so verlorene Energie auftanken.
      Als schließlich Magnetilo wieder ins Spiel kam, wartete Carsten den Befehl erst gar nicht ab. Es schoss auf den Kontrahenten zu und knallte ihn zwei Laubklingen um die Ohren, kaum das sich der Magnet materialisiert hatte.
      Sieg!
      „Das war herausragend!“, lachte Walter. „So hat mich schon lange keiner mehr vorgeführt!“
      Carsten und ich sahen ihn an. Wir waren beide vollkommen durchnässt, so sehr hatten wir geschwitzt. Diese Paralyse-Voltwechsel-Verwirrungskombination war böse und hatte uns echte Probleme bereitet.
      Und doch musste ich lächeln. Ein wirklich hart erkämpfter Orden und obwohl es zwischenzeitlich echt schlecht aussah, hatten wir nicht aufgegeben und den Sieg heimgefahren.
      „Das war eine hervorragende Strategie Walter!“, sagte ich.
      „Ist es! Daran sind schon viele Herausforderer gescheitert.“
      „Das glaub ich gern.“
      „Und den hast du dir redlich verdient!“, er hielt mir den Dynamoorden hin, den ich mir ehrfürchtig nahm.
      „Nun, Wölfchen, Tochter von Norman... Was hast du als nächstes vor?“
      Ich betrachtete den Orden während ich antwortete. „Ich reise nach Wiesenflur. Ich hab dort etwas zu erledigen.“

      Zusammenfassung:
      - Walter herausgefordert und besiegt

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 27
      #i-magnayen# Odin Stufe 21
      #i-krakeelo# Pria Stufe 21
      #i-garados# Hilde Stufe 20
      #i-makuhita# Katja Stufe 21
      #i-schwalbini# Fina 20

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina 12

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)


      Anmerkungen:

      Vier Arenen betreten, auch wenn es bisher nur drei Orden sind. Normans Arene sollte sie ja auch kennen.
      Das war der bisher schlimmste Kampf. Blöd wie ich war, hatte ich vergessen Carsten eine Antiparabeere vorher zu geben, was mir erst auffiel, als ich Walter schon angesprochen war. Danach war Carsten entweder paralysiert oder verletzte sich selbst. Ihr wollt nicht wissen, wie viele Tränke und Para-Heiler ich verwenden musste, obwohl Reptain haushoch überlegen war (ja okay... durch den Stahltyp nicht so ganz, aber zieht man die ganzen Nullrunden ab, brauchte es trotzdem nur drei Attacken Magneton zu besiegen). Verwirrparalyse... purer Hass!

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    • Auf nach Wiesenflur

      Mit neuem Orden in der Hand und einem stolzen Reptain an der Seite ging es leichter durch die Menschenmassen von Malvenfroh. Böse Zungen würden behaupten, dass ich zu abgelenkt war – und sie hätten Recht.
      Mit Endorphine im Blut ließ sich auch mein Ziel leichter erreichen. Ich erinnerte mich noch daran, dass Brix einen Radladen in der Stadt erwähnt hatte und wollte mal schauen, wie teuer so ein Rad war. Ich hatte nicht viel Hoffnung mir eines kaufen zu können da Malvenfroh für seine horrenden Preise bekannt war. Aber wie Mutter immer so schön sagte: Gucken kostet nichts.
      Also betraten wir den Laden, der mit einem merkwürdigen Klingeln unser Kommen ankündigte. Neugierig sahen Carsten und ich uns um. Es gab Fahrräder in jeder Größe und Farbe. Und an jedem war ein Preisschild mit absurd hohen Zahlen geklebt.
      „Komm, wir gehen wieder.“, erklärte ich meinem Pokemon. Doch gerade als wir gehen wollten, kam der Besitzer aus dem Hinterzimmer.
      „Entschuldige bitte junge Dame – ich hab da hinten ein sturen Drahtesel, der sich nicht reparieren lassen will“ Während er auf mich zukam wischte er mit einem fleckigen Tuch das Öl von seinen Händen. „Also – was kann ich für dich tun?“
      „Äh... äh... tut mir leid, i-ich wollte mich nur kurz umsehen und... äh... ich... ich... kann mir hier nichts leisten... also... äh... ich geh wieder. Tut mir leid.“
      „Warte, warte...“ Der Typ schlüpfte an mir vorbei und stellte sich zwischen die Tür und mich. Sofort fühlte ich mich noch unwohler. Carsten scheinbar auch, denn der begann sofort mit den Klingen zu drohen.
      „Du stotterst, versteckst dich hinter deinem Pokemon, das auch noch ein Reptain ist und schaust mich an als würde ich dir gleich den Kopf abreißen. Du heißt nicht zufällig Wölfchen?“
      „Was?!“ Entsetzt starte ich ihn an. Trumms Bruder? Adrians unheimlicher Cousin? Schlimmeres? Ich wich einige Schritte von den Kerl weg, Carsten gab ein seltsam schauriges Knurren von sich.
      Sofort riss der unheimliche Typ die Hände hoch. „Ich kenne Brix!“
      „Brix?“
      „Ja, er hat mir gesagt das du kommen könntest!“
      Und hat mich stotternd, furchtsam zitternd und wer weiß wie noch beschrieben, damit der Kerl da mich erkennen konnte? Ich dreh ihm den Hals um!
      „Carsten, warte!“, befahl ich dem Reptain bevor es dem Händler noch ansprang. Er hörte aufs Wort und kam zurück an meine Seite, ließ aber die Drohgebärden nicht sein und behielt ihn weiterhin im Auge.
      „Was hat dieser Mistkerl erzählt?“
      Mein Gegenüber blinzelte. „Ährm... nur das eine junge, leicht ängstliche Dame hier her kommen könnte um sich ein Fahrrad anzusehen.“ Ich wartete. „Und er meinte, dass er dir etwas schuldet, gab mir einen Check, der von seinem Vater unterschrieben war und erklärte mir, dass ich dir ein Rad gaben solle.“
      „WAS?!“
      „Er meinte, dass er dir etwas schuldet, gab mir eine Che....“
      „Ja, das hab ich verstanden. Aber... WAS?!“
      „Er... hat dir sozusagen ein Fahrrad geschenkt. Du musst es dir nur noch aussuchen.“
      „Aussuchen?“
      „Nun... ja. Für das Geld, dass er hinterlegt hat, kommen zwei Modelle in Frage.“ Er deutete auf ein Rennrad und ein Mountenbike.
      „Ährm... nein... das kann ich nicht annehmen.“
      „Wieso nicht?“
      Weil er sich fälschlicherweise die Schuld als Libis Tod gab? „Ich fahr nicht gern Rad und wüsste auch nicht wohin damit, wenn ich unterwegs bin. Ich wills nicht dauernd schieben und... naja... er tut aus den falschen Gründen.“
      Enttäuscht lies der Besitzer den Kopf hängen.
      „Wissen Sie... geben Sie mir doch das Rad. Und Umtauschrecht.“
      „Bitte?“
      „Ich nehm das Rad mit. Für jemand anderen. Aber ich weiß nicht, welches er vorziehen würde. Also muss er es umtauschen können.“
      „Du willst also das Geschenk von jemanden an einen anderen weiter verschenken?“
      „Ja!“ Brix würde es verstehen. Denke ich.

      Zwei Stunden später hatte ich Malvenfroh endlich verlassen. Auf dem Rad und Richtung Wiesenflur. Dorthin wollte ich sowieso, damit ich einem kleinen Jungen sagen konnte, dass er sich auf den Weg zur Liga machen sollte – unabhängig davon, was sein Onkel sagte.
      Und mit einem neuen Fahrrad? Da ging das wahrscheinlich viel schneller.

      Zusammenfassung:
      - Eilrad erhalten und NICHT an Heiko weitergegeben ;)
      - Route 117 betreten

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 28
      #i-magnayen# Odin Stufe 21
      #i-krakeelo# Pria Stufe 22
      #i-garados# Hilde Stufe 21
      #i-makuhita# Katja Stufe 22
      #i-schwalbini# Fina 22

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina 12

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Amnmerkung:
      Das Rad werde ich im Spiel nur nutzen, wenn es mehr oder minder unvermeidbar ist. Ich bin tatsächlich lieber in der Nicht-Rad-Geschwindigkeit unterwegs. Und ich hatte keine Idee, wo das Rad sein sollte, wenn Wölfchen es nicht bei sich haben kann. Kapseln wie in Dragonball kamen mir blöd vor.
    • Kampf gegen Lydia

      Ich hatte bereits mehr als die Hälfte der Strecke hinter mich gebracht, als eine klein Horde verschiedener Pokemon auf die Straße rannte. Fina, die mich fliegender Weise begleitete, schoß an mir vorbei und griff das Eneco, um es in Sicherheit zu bringen, während ich eine Vollbremsung einlegte.
      Ich zog eine riesige Sandwolke hinter mir her, während ich verzweifelt versuchte zu stoppen, damit ich nicht in das Azurill reindonnern würde, das nach wie vor auf dem Weg saß und mir angsterfüllt entgegensah. „Shit!“, rief ich und warf mich nach rechts. Das Rad kippte, doch nun schlitterte ich seitwärts auf die kleine Maus zu. Ich würde niemals früh genug halten. Da schoss ein weißer Schatten aus dem Busch und schnappte sich das Babypokemon, nur Momente bevor ich über die Stelle hinweg schlitterte.
      Als ich endlich still stand – oder besser lag – waren das Rad und ich voller Staub – Eneco und Azurill jedoch sicher.
      Stöhnend stand ich auf und sah zu den Pokemon. Die beiden geretteten Pokemon wurden gerade von Fina und einem Wingull bei drei anderen Pokemon abgesetzt: Knilz, Knospi und einem Goldini mit EAiM.
      Ich schnappte mir den Drahtesel und schob ihn zu der Gruppe. „Ist alles in Ordnung bei euch?“
      Ein vielstimmiger Chor gab mir Antwort, auch wenn sie nicht auf meine Frage reagierten, sondern einfach wieder Fangen spielten. Auch eine Möglichkeit „ja“ zu sagen. Lediglich Fina und das Wingull hielten sich bei dem Spiel heraus.
      Ich lächelte gezwungen. „Äh... gut... und wo ist euer Trainer?“ Sie mussten einen haben – Goldinis Ring zeigte das deutlich – und ich wollte sie nicht alleine hier lassen. Nicht das sie beim nächsten Radroudy doch noch überfahren wurden.
      „Gullwin!“ Der Wasservogel flatterte mit dem Flügeln und hob ab.
      „Klasse, jetzt ist der auch noch weg.“
      „Schwal. Bini.“ Fina kratzte mit den Füßchen über den Boden und setzte sich dann einfach an Ort und Stelle hin. Scheinbar sollte das bedeuten, dass der andere Vogel den Trainer holen wollte. Nun gut. Dann wartete ich eben. Beziehungsweise begann ich das Rad und meine Kleidung zu säubern. Zum Glück war es nur Dreck und nichts war kaputt gegangen. Wäre schon peinlich Heiko ein Rad mir Kratzspuren zu schenken.
      Kurz darauf landetet Wingull auch schon wieder neben Fina direkt gefolgt von einer Dame im üblichen Züchter-Outfit.
      „Oh mein Gott, oh mein Gott, oh mein Gott...“, japste sie, während sie näher joggte. Als sie bei mir ankam ging sie in die Knie und musste erst einmal verschnaufen.
      „Alles in Ordnung?“
      „Ja – ich... ich suche nur seit Stunden nach diesen Pokemon. Sie sind einfach aus der Pension verschwunden.“
      „Also sind das nicht deine?“
      „Nein. Ich passe nur auf sie auf.“, endlich richtete sie sich auf. „Wingull gehört aber mir. Und ich hoffe die Kleinen haben dir keine Umstände gemacht.“
      „Naja – sie sind auf die Straße gelaufen aber Wingull und Fina haben das Schlimmste verhindert.“
      „Na Gott sei dank!“ Sie kramte mehrere Pokebälle aus ihrer Schürze und rief alle Pokemon – außer ihren Vogel – zurück. „Weißt du - ich bin noch Lehrling und habe gerade mal seit wenigen Tagen Verantwortung für die Kleinen."
      „Es ist ja nichts passiert.“
      Einen Moment standen wir unbehaglich nebeneinander und wussten nicht, was wir sagen sollten.
      „Ährm... ich sollte weiter...“, sagte ich nach einen Augenblick und griff wieder nach dem Rad.
      „Wa... warte!“
      Fragend drehte ich mich zu der Züchterin in Spe. „Meine Chefin meinte, dass ich mit Wingull etwas trainieren soll. Nur hier kommen so selten Trainer vorbei. Und du bist einer. Ich weiß, ich hab dich schon eine Weile aufgehalten und so, aber... Es ist eine Prüfungsaufgabe und so...“
      „Klar mach ich mir dir einen Kampf. Hier?“
      Ihr Gesicht hellte sich auf. „Nein nein, wir müssen zur Pension. Frau Cloudine muss als Zeugin dabei sein.“
      Also gingen wir Beide zu der Pension. In der Zeit stellte sich die Auszubildende als Lydia vor und erzählte mir, dass Trainer ihre Pokemon in der Pension abgeben konnten, wenn sie diese nicht einlagern wollten. Anstatt in einer virtuellen Umgebung gefangen zu sein konnten sie hier mit anderen Pokemon spielen. Ab und an kämen sogar Eier zu Stande, die dann den Besitzern gegeben wurden. Wollte keiner das Ei haben, verschenkten sie die Eier – oder die mittlerweile geschlüpften Pokemon – schon mal an andere Trainer.
      Die Pension war großartig. Es gab ein großes Haus für die Mitarbeiter und mehrere Scheunen oder Schuppen als Wirtschaftsorte, sowie kleinere Hütten und Unterstände für die Pokemon. Das Areal war in mehrere Zonen abgesteckt, sodass jede Pokemonart seine ideale Umgebung finden konnte.
      Schon von weitem kam eine alte Omi mit Krückstück auf uns zu. Lydia stellte sie als ihre Chefin vor, während sie ihr die Bälle der Flüchtlinge gab.
      „Wölfchen hat sich bereit erklärt gegen mich zu kämpfen.“, sagte sie gerade zu Cloudine.
      Die strengen Augen der Pensionsbesitzerin studierten mich. „Gut gut.“, sagte sie schließlich. „Ich nehme an, dass du mit deinem Schwalbini kämpfen wirst?“
      Fragend sah ich zu Fina, die auf meiner Schulter saß. Sie sträubte ihre Federn und hob stolz den Schnabel in den Himmel.
      „Werde ich.“, sagte ich lächelnd.
      „Na dann auf!“ sie schob Lydia etwas weiter weg, dann mich in die andere Richtung. Als wir ihrer Meinung nach weit genug wegstanden, rief sie den Kampfbeginn auf.
      „Los Wingull!“, rief Lydia und ihr Pokemon begann zwischen uns zu kreisen.
      Ich sah Fina nur kurz wortlos an, schon sprang es von meiner Schulter, fing sich vor dem Boden und flatterte auf der Stelle. „Na dann los. Fina, Flügelschlag!“
      Schon stürzte sich Fina auf das Wingull, das mit einem kleinen Looping auswich. „Aquaknarre!“
      „Weich aus und flieg höher!“
      Mit einem einzelnen Salto um den Wasserstrahl herum stieg Fina in den Himmel – dicht gefolgt von Wingull. Das Wasserpokemon war schneller als ich dachte und konnte mit meiner Freundin gut mithalten.
      „Geh in den Sturzflug, dann Ruckzuckhieb!“
      Mitten im Steigflug klappte Fina die Flügel zusammen, wurde durch den eigenen Schwung noch ein Stück nach oben getragen, drehte sich mit dem Schnabel gen Boden und stürzte mit einem gewaltigen Ruckzuckhieb auf Wingull zu – das dieses Mal nicht ausweichen konnte. Dafür bekam Fina einen Schlag mit dem Flügel ab und begann unkoordiniert zu fallen.
      „Fina, fang dich auf!“, rief ich.
      „Aquawelle!“
      Noch während Fina Stabilität suchte wurde es von hinten von der Wasserattacke getroffen und herum geschleudert.
      „Verdammt, Fina!“ Mir wurde Angst und Bange, als das Schwalbini immer tiefer stürzte und noch immer trudelte. Als es in die Baumkronen krachte, hatte es immer noch keine Flugkontrolle.
      „FINA! Tu was!“
      „SCHWAL!“
      Das klang nun gar nicht nach meiner kleinen Fina. Im nächsten Augenblick schoss ein Schwalboss aus den Laubdach und krachte mit voller Geschwindigkeit von unten gegen das Wingull. Das Schwalboss drückte das kleinere Pokemon ein ganzes Stück nach oben bevor es sich von ihm trennte, mit einem engen Salto mit den krallenbewährten Füßen nach der Möwe griff und es zurück zu uns trug.
      Zwischen Lydia und mir ließ es Wingull los. Es stürzte auf den Boden. Bevor es wieder abheben konnte, landete das Schwalboss auf ihm und hielt es unten, in dem es den anderen Vogel einfach mit dem Bein nach unten drückte.
      „Fina?“, fragte ich ungläubig.
      Schwalboss drehte den Kopf zu mir. „Boss!“, erklärte es.
      „Fina...“, murmelte ich... Okay. Es sollte etwas tun. Also hat es sich entwickelt. Auch gut.
      „Tja, dann hat Wölfchen wohl gewonnen.“, sagte die alte Frau.
      Fina lies das Wingull los und kam zu mir geflattert, wo es sich wie gewohnt auf meine Schultern setzen wollte. Ich wich ihm aus. „Ährm... ich glaube dafür bist du nun zu groß.“
      „Schwal? Boss-Schwal-Scha...“ es richtete sich auf und stellte wohl jetzt erst fest, dass es mir nun bis zur Hüfte reichte. Leicht enttäuscht ließ Fina die Flügel hängen. „Dafür kannst du nun schneller und noch höher fliegen, glaube ich.“, erklärte ich meiner Freundin. „Und du bekommst mehr Riegel um satt zu werden.“
      Fina – die insgeheim etwas verfressen war – war sofort begeistert von dieser Vorstellung und ich musste lachten.
      Lydia schien weniger freudig. Stimmt – sie hatte ihre Prüfung wohl nicht bestanden.
      „Das war ein hervorragender Kampf, junge Dame.“, sagte Cloudine zu mir. „Und auch du hast dich wacker geschlagen Lydchen.“ Überrascht riss die Züchterin den Kopf hoch. Cloudine lachte dunkel. „Ich sagte, dass du kämpfen sollst – nicht gewinnen. Ich wollte wissen, wie du und dein Wingull im Kampf agieren. Und was ich gesehen habe hat mir gefallen. Du wirst eine großartige Züchterin werden! Nun geh und kümmer dich um Wingull. Es wird etwas Aufmunterung brauchen.“
      Etwas perplex sah Lydia zwischen ihrer Chefin und mir hin und her. Dann grinste sie, schnappte sich den deprimierten Vogel und rannte in eine der Scheunen.
      Cloudine wandte sich wieder mir zu. „Und das gebe ich dir als Dankeschön.“ Sie drückte mir einen Pokeball in die Hand.
      „Was ist das?“
      „Eine Illumise. Ist hier geschlüpft und die Trainer der Elterntiere wollten es nicht haben.“
      Kurz danach erreichte ich mit einem Pokemon mehr im Team Wiesenflur.

      Zusammenfassung:
      - Illumise Stufe 14, weiblich gefangen und Ilse getauft
      - Schwalbini entwickelt sich zu Schwalboss
      - Pension rechts liegen gelassen
      - Wiesenflur erreicht

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 28
      #i-magnayen# Odin Stufe 21
      #i-krakeelo# Pria Stufe 22
      #i-garados# Hilde Stufe 21
      #i-makuhita# Katja Stufe 22
      #i-schwalboss# Fina 23

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina 12
      #i-illumise# Ilse 14

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:

      Ich bin verflucht. Es gibt keine männlichen, wilden Pokemon mehr.
      Mit Sturzflug war nicht die Attacke gemeint. Die kann Fina nicht. ;)
      Ilse wurde gefangen - nicht gezüchtet. Hätte ich mir das Ei gegönnt, wäre ein eF-eM namens Shiva oder Hector (je nach Geschlecht) drauß geworden. ;) *liebt eF-eMs*
      Mein Wunschpokemon für diese Route wäre Schallquab gewesen, weil es einfach besser ins momentane Team gepasst hätte als Garados, dass sich weigert Wasserattacken vor Stufe 35 zu erlernen. Aber als nach drei Stunden kein entsprechender Schatten auftauchen wollte, bin ich dann eben blindlinks ins Gras gelaufen.
    • Heiko – der zweite Rivale

      Wiesenflur war ein kleiner Ort, wunderschön grün und überall standen Bäume. Einzig die Wettbewerbshalle passte nicht ins Schema; auch wenn dort zur Zeit scheinbare keine Events geplant waren und das kleine Dorf damit zum Glück nicht überfüllt war.
      Im PokeCenter hatte ich meinen Mut zusammen genommen und Schwester Joy (wie viele Klone gab es von denen?) nach Heiko gefragt. Zum Glück kannte sie den schüchternen Junge, da er wohl gerne im Center war um sich die Pokemon anderer Trainer anzusehen.
      Nachdem ich mich in der Pension eingerichtet hatte – die sind in jedem PokeCenter integriert – machte ich mich mit dem Rad und Odin auf den Weg zu Heikos Haus. Zum Glück war das Dorf wirklich klein und ich musste nicht lange suchen.
      Ich stellte das Rad an der Hauswand ab, atmete tief durch und kling... ich kli... klinge... verdammt. Ich bat Odin darum die Klingel zu drücken.
      „Ich kooooomme!“, flötete eine helle Stimme von innen.
      Ich zupfte mir mein Shirt zurecht, strich nochmal die Haare glatt und versuchte weniger nervös auszusehen, als ich war, als eine ältere Dame die Tür auch schon öffnete.
      „Hallo! Mein Name ist Wölfchen und suche Heiko.“
      Die Frau blinzelte mich an, sah dann über ihre Schulter und rief: „Heiko-schatz. Du hast eine Freundin?! Warum erzählst du mir so etwas nicht?“ Als sie mich wieder ansah leuchteten ihre Augen vor Begeisterung. Irgendwas hatte sie falsch verstanden.
      Heiko – der ebenso dunkelrot angelaufen war wie ich – kam an die Tür und schaute verwirrt an seiner Tante vorbei zu mir. Seine Augen wurden größer. „Du!“
      „Ich.“
      „Hach ist das romantisch!“, schwärmte die Frau. Gehörte „Verkuppeln“ zu einer Anforderung an Mütter?
      „Sie haben mich falsch verstanden. Ich bin nicht Heikos Freundin.“, krächzte ich.
      Nun kam auch Heikos Onkel an die Tür um zu sehen was da los was.
      „Das ist das fürchterliche Mädchen aus Malvenfroh Lisa! Und sie ist bestimmt nicht Heikos Freundin!“, erklärte er mit Nachdruck. Er drängelte sich zur Tür vor damit er sie schließen konnte. „Wir wollen nichts mit dir zu tun haben. Verschwinde!“
      „Ich hab ein Geschenk für dich Heiko!“, rief ich, bevor ich ganz ausgeschlossen war.
      Sofort erschwoll ein weibliches, entzücktes Gekreische auf der anderen Seite und Tür wurde wieder aufgerissen. Lisa rannte zu mir, riss meine Hände an sich und hauchte: „Was ist es?“
      Heiko sah neugierig um seine Tante herum, während sein Onkel wütend in den Rücken seiner Frau starrte.
      „Ein Fahrrad.“
      „Ein Rad?“, rief Heiko erfreut.
      „Ein... Fahrrad?“ Lisa war verwirrt.
      „EIN WAS?!“ Onkelchen brauchte einen guten Kardiologen.
      Nun drückte sich Heiko an seiner Tante vorbei. „Wo?“
      Ich nickte zu dem Rad, dass an der Hauswand stand. Der Junge riss die Augen auf und ging zu seinem neuen Drahtesel um ihn zu bewundern.
      Sein Onkel drückte seine Frau zu Seite. „Heiko darf kein Rad fahren! Er ist zu krank!“, brüllte er mich an.
      „Heinz! Er WAR krank! Du kannst ihn nicht in Watte packen!“ Lisa pickte Heinz auf die Brust um ihren Standpunkt zu unterstreichen. Sie sah zu mir. „Das ist ein tolles Geschenk... auch wenn ich was anderes erwartet hatte.“
      Ich folge Heiko zum Rad, damit die Beiden das ausdiskutieren können.
      „Das ist wirklich für mich?“, ragte er.
      „Jup.“
      „Gibts da einen Haken?“
      „Werd mein Rivale.“
      Ruckartig sah Heiko zu mir auf. „Bittebittebittewas?“
      „Das wolltest du mich doch nach unserem Kampf fragen, oder?“
      Er wurde rot. „Ja.“, sagte er leise. „Aber... das war unangemessen. Du bist viel stärker als ich.“
      „Nein. Ich habe nur mehr Übung. Frag Odin.“
      „Mag!“, stimmte der mir zu.
      „Aber ich habe keine Übung.“, sagte er traurig.
      „Vielleicht. Aber ein Trasla. Ein Rad. Und einen Rucksack bei Schwester Joy.“
      Er sah mich fragend an. Tatsächlich hatte den die Schwester dort bereit gelegt, als ich ihr alles erzählt hatte und fand die Idee klasse – weswegen sie einen Traineranfäger-Rucksack für Heiko vorbereitet hatte.
      „Das würde mein Onkel nie erlauben.“, sagte er traurig während er zu den Erwachsenen sah, die immer noch leise stritten.
      Ich machte mich bereit zum gehen. „Wenn du erst einmal weg bist, kann er dich auch nicht mehr aufhalten.“ Ich zwinkerte ihm zu und machte mich auf dem Weg zum Center. Ich hatte ihm den Weg bereitet – den ersten Schritt musste er machen.

      Ich genoss gerade zusammen mit meinen Pokemon ein ausgiebiges Frühstück, bevor ich mich zurück in die Hauptstadt aufmachte. Mein Plan sah vor, dass ich mich nach Bad Lavastadt aufmachte um Flavia herauszufordern. Dafür musste ich über die Route 112 zum Schlotberg und mit der Seilbahn fahren.
      Gedankenverloren kaute ich auf einem Apfelsticks herum während ich die Karte studierte, als die Tür zum Center aufgerissen wurde und Heikos Onkel hereinstürmte. Er sah wütend aus. Verdammt wütend. Ich grinste.
      Er kam auf mich zu, kaum das er mich erblickte. Odin kroch unter dem Tisch heraus um sich zwischen uns zu stellen. Carsten sprang auf die Bank neben mir um demonstrativ seine Blätter zu schärfen. Ach meine Machos – man muss sie einfach lieben.
      „WO IST ER?“, keigte Heinz.
      „Wer?“
      „DU WEIẞT GENAU WEN ICH MEINE!“
      „Nein. Ich bin hier grad beim Frühstück und will mich gleich auf den Weg machen.“
      „WO IST HEIKO?“
      „Weiß nicht. Haben Sie ihnen verloren?“
      Oh je. Der platzt gleich. Ich wischte mir den Mund mit einer Serviette ab und stand auf. Odin trat zur Seite damit ich mich Heinz nähern konnte.
      „Ich nehme an, dass er sich auf den Weg gemacht hat um Arenaleiter herauszufordern und eines Tages an der Liga teilzunehmen. Er will sich seinen Traum erfüllen anstatt ewig in Watte gepackt zu werden.“
      „Er... er hat keine Ahnung was er tun muss! Er hat nichts mitgenommen! Nicht mal eine Karte! Er wird sich verlaufen!“ Seine Wut war verraucht. Geblieben war nur Sorge.
      „Wird er nicht.“
      „Was?“
      Ich zeigte zu Schwester Joy, die uns die ganze Zeit beobachtet hatte. „Das Rad kam von mir. Das Trasla von meinem Vater.“ Heinz riss die Augen auf. Auch das hatte mit Joy erzählt und scheinbar wusste Heikos Onkel bis eben nicht wer ich war. „Den Rucksack mit Karte, Navi, Kleidung usw. von der Schwester. Außerdem lag ein Handy im Rucksack in dem die Nummer von Professor Birk eingespeichert ist – und natürlich ihre und eines netten Manns mit den Namen Brack, der ihn kostenlos nach Faustauhaven bringen wird. Und meine Nummer.“
      Der Mann sah mich schweigend an. Ich seufzte. „Ihm wird es gut gehen. Trasla liebt ihren Neffen und wird darauf achten, dass ihm nichts passiert. Und wenn sie ihn das nächste mal sehen, dann wird er stärker sein!“
      „Aber... aber... er ist so schwach...“
      „Er war schwach. Jetzt muss er erwachsen werden.“
      Schwester Joy kam zu uns und griff Heinz an den Arm. „Kommen Sie. Wölfchen hat recht. Heiko muss seinen eigenen Weg gehen. Und nun hat er alles was er braucht. Vertrauen sie ihm.“
      Sie führte ihn weg – ins Hinterzimmer.
      Ich sah zu Carsten auf der Bank, der mir zunickte.
      „Machen wir uns auf den Weg. Auf nach Bad Lavastadt!“

      Zusammenfassung:

      - im Spiel ist nichts passiert, weil Wiesenflur langweilig ist
      - Heiko auf seine Reise losgeschickt

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 28
      #i-magnayen# Odin Stufe 22
      #i-krakeelo# Pria Stufe 22
      #i-garados# Hilde Stufe 22
      #i-makuhita# Katja Stufe 22
      #i-schwalboss# Fina 23

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina 12
      #i-illumise# Ilse 14

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)
    • Widerstand

      Um auf Route 111 zu gelangen, musste ich abermals durch Malvenfroh City. Dieses Mal versuchte ich mich an der Einkaufsfront zu halten, damit ich möglichst ohne Gewühl durchkam. Pria half mir mit ihrer breiten Statur. Seit ihrer Entwicklung war von dem schüchternen Hasen nicht mehr viel übrig geblieben.
      Dennoch war ich froh als ich die Stadt abermals hinter mich lassen konnte. Im Gegensatz zu den anderen Routen war es hier recht langweilig und öde. Es gab nirgends höheres Gras und die Luft war trocken, da sich das Wüstenklima hier bereits ausbreitete. Allerdings sah man ab und an Kleinstein, die in der Ferne nach Kieselchen suchten und sich sofort vergruben, wenn man sich ihnen näherte.
      Pria summte leise vor sich hin was durch ihre natürlichen Lautsprecher bedeutet, dass sie mindestens drei Kilometer weit vor uns zu hören war und ich zur Sicherheit hinter ihr lief. So ganz hatte sie ihre Lautstärke nämlich noch nicht unter Kontrolle und versehentlich von einem Wiederhall getroffen zu werden war nicht mein erklärtes Tagesziel.
      Der Vorteil der Einöde war natürlich, dass hier so gut wie keine Menschen waren. Und so konnten wir in Ruhe Meile um Meile um Meilehinter uns lassen, bis wir zu einer Ansammlung von Felsen kamen. Etwas hilflos standen wir vor dem Geröll.
      Okay.
      Ich stand davor.
      Pria versuchte auf die Felsen zu klettern, was mit dem großen Körper in Verbindung mit kurzen Armen und Beinen gar nicht so einfach war. Nach einigen Metern war dann auch Schluss, es rutschte ab und schlitterte nach unten.
      „Kraaaaaa...“, beschwerte es sich und trat gegen einen der Felsen in der Basis.
      Ich kicherte. „Macht nichts Pria. Wir kommen da schon irgendwie drüber.“ Aber wie? Katja, Odin und Carsten traute ich zu, da einfach drüber zu klettern. Fina würde einfach drüber fliegen. Aber so kam ich auf keinen Fall selbst auf die andere Seite. Und wenn ich selbst versuchen würde zu klettern?
      „Pria. Du bleibst hier stehen und fängst mich auf, wenn ich falle, ja?“
      „Kelo? Kelokrakrakelo!“ Ich hörte nicht auf das Pokemon, das energisch den ganzen Körper schüttelte und begann das Hindernis zu erklimmern.
      Immer höher ging es – und leider auch immer unsicherer. Ab und zu trat ich kleine Steinchen los, die dann nach unten polterten. Unsicher sah ich über meine Schulter nach unten. Ich war bereits etliche Meter über den Boden und Pria starte besorgt nach oben.
      Mir wurde schwindlig. Ich dumme Nuss. Im jeden Film, jeden Buch, wirklich überall sagte man, dass man NICHT nach unten schauen sollte. Und was machte ich? Drüber lamentieren anstatt fester zu zufassen. Ich rutschte ab.
      „KRA!“, rief Pria von unten. Mir blieb die Luft weg als ich plötzlich fiel. Einige Sekunden fühlte ich mich fast schwerelos während es nach unten ging. Dann wurde jeder vermeintlich übrig gebliebene Atem aus der Lunge gepresst, als mein Arm nah oben gerissen wurde, weil er sich scheinbar irgendwo verfangen hatte und mein Sturz damit abrupt beendet wurde. Ein massiver Schmerz schoss durch meine Schulter.Schockiert sah ich nach oben.
      „Kleinkleinstein!“
      „Bitte nicht loslassen!“, flehte ich das Wilde Pokemon an. Statt dessen zog es mich nach oben, warf mich auf seine Arme und brachte mich mirnichtsdirnichts auf die andere Seite.
      „Äh... und... was ist mit meinem Krakeelo?“
      „Klein!“
      Schon sprang es behänd über die Felsen, verschwand über die Kuppe und tauchte Minuten später wieder auf, während es Pria über seinen Kopf hielt. Vorsichtig setzte es das Pokemon neben mir ab.
      „Vielen Dank Kleinstein.“, sagte ich gequält lächelnd. Ich hatte bereits Schmerzmittel genommen und ein Kühlpack auf die Schulter gepackt aber ich sollte das unbedingt von einer medizinischen Fachkraft untersuchen lassen.
      „Kleinstein, klein!“, erwiderte das Felspokemon lächelnd.
      „Warte, ich hab hier was für dich.“ Ich kramte einen Riegel hervor und gab ihm den kleinen Stein. Begeistert griff es danach und stopfte ihn in seinen Mund.
      „Du weißt nicht zufällig wo es hier das nächste Pokecenter ist?“ Schwester Joys waren oft auch in der Humanmedizin grundlegend ausgebildet, damit sie verletzte Trainer versorgen konnten.
      „Klein!“ Der Felsen griff nach meiner Hand – auf der unverletzten Seite und zog mich einfach hinter sich her.
      Nach etwas mehr als einer Stunde kamen wir auch schon an einem Center an. Schwester Joy versorgte meine Schulter fachgerecht und ließ mich über Nacht bleiben damit ich mich von den Schreck erholen konnte.

      „Wo möchtest du denn hin?“, fragte sie mich am nächsten Morgen.
      „Bad Lavastadt.“, erklärte ich, während ich vorsichtig meinen Rucksack schulterte. Der Schmerz war zwar weites gehend weg aber bei falschen Bewegungen machte er sich noch bemerkbar.
      „Oh. Ich glaube das geht zur Zeit nicht.“
      Fragend sah ich sie an.
      „Die Seilbahn ist zur Zeit wegen Wartungsarbeiten gesperrt und der Weg über die Feurigen Pfad ist blockiert.“
      „Oh natoll.“ Entnervt lies ich den Rucksack wieder fallen. „Und was mache ich jetzt?“
      „Also ich hätte da eine Idee.“ Ich drehte mich zu der neuen Stimme um.
      „Brix!“
      Der Junge lächelte mich gequält an. „Hallo Wölfchen.“

      Wir hatten uns ein Fleckchen im Center gesucht, wo wir unsere Ruhe hatten. Brix wirkte bedrückt und schwieg während wir unseren Pokemon durch ein Fenster beim Kampeln zusahen.
      „Es war nicht deine Schuld.“, sagte ich schließlich.
      „Doch, das war es.“
      „Nein. Ich wusste, dass Pria zu viel Angst hatte um alleine zu kämpfen und habe sie trotzdem ausgewählt. Es war meine Fehleinschätzung. Du hast nur gemacht was jeder Trainer gemacht hätte: deinem Pokemon ein Kommando gegeben.“
      Brix schnaubte. „Und du meinst, dass ich nicht gesehen habe, dass dein Flurmel zu viel Angst hatte um sich zu bewegen?“
      „Und hast dich deswegen für Nitroladung entschieden. Mit einem Doppelkick hättest du ihm ernsthaft schaden können. Die Feuerattacke hätte Pria zwar wehgetan aber nicht ernsthaft verletzt. Das...“ ich schluckte schwer. „Das Libi sich davor werfen würde, hätte keine von uns voraus ahnen können.“
      Brix erwiderte nichts.
      „Ich habe sie begraben. An einem Ort wo es ihr gefallen hätte. Viele Blumen.“ Ich sah ihn an. „Ich bin dir nicht böse. Und ich hätte dich nicht so anfauchen dürfen.“
      „Hrm.“
      „Und danke für das Fahrrad.“
      „Du hast es bekommen? Ich habe es nicht am Unterstand sehen können, da dachte ich...“
      „Ich habe es einem Freund geschenkt.“
      Schockiert sah er mich an.
      „Er kann damit mehr anfangen als ich. Und ich glaube, dass du ihn mögen würdest.“
      „Mehr anfangen, hrm...?“
      „So konnte er sich auf seine Reise machen.“
      „Ohne Rad nicht? Wir sind auch ohne Fahrrad los. Du hast nun immer noch keines!“
      „Wir mussten auch nicht vor übersorglichen Verwandten flüchten.“
      „Du kennst meine Mutter nicht...“
      „Touché.“
      Endlich lächelte Brix wieder. „Was hast du nun vor?“
      „Ich wollte eigentlich nach Bad Lavastadt. Und jetzt... ich weiß nicht.“
      „Stimmt, hattest du ja zu Joy gesagt. Ich fahre weiter nach Laubwechselfeld – für meinen Vater. Dort lebt ein Forscher, der den Himmel studiert. Vielleicht gefällt dir das ja auch?“
      Brix stand auf. „Und um da auch rechtzeitig anzukommen, sollte ich mich jetzt auf den Weg machen!“
      Er war schon den halben Weg zum Ausgang gelaufen, als er sich nochmal umdrehte.
      „Beim nächsten Mal kämpfen wir wieder, ja?“
      „Klar!“
      Er grinste breit, dann war verließ er das Center.

      Zusammenfassung

      - [nicht in der Story] Familie Sihgers besiegt
      - Route 111 betreten und verlassen
      - Kleinstein, weiblich, Stufe 14 gefangen: Ty
      - Route 112 betreten
      - Brix getroffen, kein Kampf

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 28
      #i-magnayen# Odin Stufe 22
      #i-krakeelo# Pria Stufe 22
      #i-garados# Hilde Stufe 22
      #i-makuhita# Katja Stufe 22
      #i-schwalboss# Fina Stufe 23

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Zusammenfassung:

      Ich hab da mal ein PokeCenter gebaut. :D
      Kleinstein wollte ich gerne ins Team aufnehmen – aber vor dem nächsten, echten Center-Besuch gab es noch ein Pokemon. Das hab ich dann viel lieber ins Team genommen. Also lasst euch überraschen. :D

      Ursprüngliche Version des Kapitels schrieb:

      deinem Pokemon ein Kommenado gegeben

      Kann mir mal jemand erklären, was ein Kommenado ist und wie es sich in den Text geschlichen hat? xD
    • Haha, das mit Kommenado habe ich glatt überlesen und auch am Schluss musste ich es vier Mal durchlesen, bis ich begriff, dass das Wort ein bisschen falsch geschrieben war.

      Kleinstein mag ich sehr, jedoch hast du anscheinend noch ein anderes Pokémon gefunden. Ich bin schon gespannt, was es für eines ist.

      Noch ein Frage: Wäre das Pokémon im Ei ein eF-eM gewesen ?
    • Maub?

      Während wir darauf warteten, dass die Wartungsarbeiten an der Seilbahn abgeschlossen wurden, trainierten wir. So langsam lernte ich die Stärken und Schwächen meiner Pokemon kennen. Sorgen machte mir jedoch vor allem um Pria. Auch nach ihrer Entwicklung und trotz mehr Selbstbewusstsein hatte sie wenig Spaß am Kampf und tat es sichtlich nur mir zuliebe. Wenn sie konnte, versuche sie sich weiterhin hinter Carsten zu verstecken – was mit ihrer neuen Gestalt nicht so recht gelang, da sie nun breiter war als das Reptain.
      Auch Hilde hatte ihre Probleme; wenn auch anderer Art. Mehrmals war es in heiklen Situationen geraten, weil es seine Größe schlicht unterschätzt hätte. Einmal konnten wir sie nur daraus befreien, indem ich sie in ihren Ball zurückrief. Ebenso konnte es seine Wirkung auf andere Pokemon nicht so recht vorhersehen. Mehrmals war es freudig auf wilde Machollos, Ponitas oder Taubis zugeschwebt um mit ihnen zu spielen und war dann untröstlich, wenn diese vor Angst flohen. Ein weinendes Garados hatte sicherlich auch noch niemand gesehen.
      Ich versuchte es abzulenken indem wir neue Attacken trainierten. Mit der Hilfe des Dex hatte ich heraus gefunden, dass es Drachenwut können müsste und wir übten fleißig an Felsen genau diese Fähigkeit einzusetzen.
      Auch an ihrer Geschwindigkeit arbeiteten wir, wenn auch eher ohne mein zu tun. Odin und Carsten machten sich einen Spaß daraus mit ihren Riegeln vor ihrer Nase zu wedeln und dann wegzurennen. Manchmal konnte Odin nur knapp aus dem Wirkungsbereich von Hildes Kiefern entkommen – und das nutzte der Mistkerl aus, indem er sie gegen Felsbrocken jagte. Wenn die Felsen dann erfolgreich zertrümmert waren, freute sich Hilde jedes Mal.
      Auch Fina und Katja trainierten miteinander. Der Vogel begab sich immer wieder in Nahkampfreichweite des Kampfpokemons, dass dann versuchte mit Schlägen den Vogel zu erwischen, während der auswich. Das Spiel mutete wie ein Tanz an und zeigte erstaunliche Wirkung – einmal nicht hingeschaut und schon musste Fina vor der deutlich größeren Faust eines Hariyamas in Deckung gehen.
      Ich ging neben Pria in die Knie. „Willst du es nicht mal versuchen? Carsten ist sicher ganz vorsichtig.“
      Wir sahen beide zu dem Reptain. Gut, es half nicht gerade, dass es gerade über Hildes Rücken rannte, Odin mit einem gezielten Tritt abwerte, von Hildes Kopf sprang und dabei mit einer eleganten Drehung deren Biss-Attacke auswich. Mit einem geschickten Salto landete es auf dem Boden und stürzte sich direkt nach vorn, als ein Drachenwutversuch von Hilde an seinem Landepunkt einschlug und schlitterte unter Odin durch, der in dem Augenblick schon wieder angriff.
      „Kelokelokelokelo!“ Es schüttelte sich und rannte hinter mich um sich zu verstecken.
      „Ja... ich kanns verstehen.“, seufzte ich. Ich erhob mich wieder und kratzte überfragt an meinem Hinterkopf. Vielleicht sollte ich zum Training Vergus wieder ins Team holen. Vor dem kleinen Zigzachs hatte Pria sicher keiner Angst – allerdings gab es hier auch wieder eine Menge starker, wilder Pokemon, die dem kleinen Dachs gefährlich werden konnten. Ich sah wieder zu den Kampf, der zwischen Hilde, Odin und Carsten tobte. Von meinen Eigenen ganz zu schweigen.
      Ich strich Pria über die Lautsprecher. „Was hältst du davon, wenn ich dich auswechsle?“
      „Kra?“
      „Gegen jemanden, der gerne kämpfen möchte. Und dich schicke ich zu meinem Vater. Er trainiert gerne Normalpokemon, weißt du? Da fühlst du dich sicher wohl. Und er wird dich auch nicht zwingen in der Arena zu kämpfen.“
      „Kra... KRAKEEEEELO!“, freute es sich.
      Ich lächelte. „Dann lass mich nur überlegen, wen ich statt dessen ins Team nehme, ja? Solange bleibst du noch bei uns.“
      „Lokra!“ Mit einen entschlossenen Gesichtsausdruck stellte es sich neben mich, stemmte die Fäuste in die Hüfte und beobachtete nun mit deutlich mehr Begeisterung den beiden Übungskämpfen.

      Am nächsten Morgen hatte ich immer noch keine Lösung für das Pria-Problem parat. Also machte ich mich zu einer Wanderung auf um den Kopf frei zu bekommen und nahm nur das Krakeelo mit. Die anderen fünf Pokemon ließ ich bei Joy damit sie einmal ordentlich durchgecheckt wurden. Am frühen Morgen wurde uns mitgeteilt, dass die Wartungsarbeiten sich noch hinziehen würden und so würde ich mich am nächsten Tag nach Laubwechselfeld aufmachen. Zwar interessierte mich der Himmel nicht so wirklich aber immer noch besser als hier tagelang festzusitzen.
      Aber erst morgen. Heute streiften Pria und ich gemeinsam durch die kargen Nadelwälder. Der Tag war dafür gut gewählt und Pria genoss die Zeit ohne Kampf sichtlich. Als wir gegen Mittag eine Pause machten, gesellten sich mehrere Camaub zu uns, die ein paar PokeRiegel schnorrten. Pria teilte bereitwillig mit den Bodenpokemon.
      Allerdings musste ich schnell reagieren, weil sie beinahe noch das Papier mitaßen, in das die Riegel eingewickelt waren. Als sie fertig waren – und ich noch an meinem Sandwich knabberte – versuchte Pria mit ihnen fangen zu spielen. Das scheiterte jedoch grandios, da sich die Feuerpokemon zum einen zu langsam dafür waren und zum anderen ständig über irgendwas stolperten oder sogar ineinander rannten, anstatt Pria zu jagen. Eines stürzte einmal so unglücklich, dass es nur mit Hilfe seiner Herde wieder auf die Beine kam.
      Als ich meine Sachen einpacken wollte bemerkte ich, dass ein weiteres Camaub in meinem Rücken aufgetaucht war, das andächtig an meinem Rucksack kaute. Zum Glück ohne viel Erfolg. „He du Zwerg.“, ich nahm den wirklich kleinen Camaub den Rucksack weg.
      Erstaunt drehte es langsam seinen Kopf, bis es mir ins Gesicht schauen konnte und blinzelte langsam. „Maub?“
      „Rucksäcke isst man nicht!“
      Es kam zwei Schritte auf mich zu. Es sah mich an. Dann senkte es seinen Kopf und betrachtete den Saum meiner Jacke. Andächtig nahm es sie in den Mund. Und kaute. Und das alles in einem recht gemächlichen Tempo.
      „Jacken auch nicht!“
      „Maub?“
      „Warte, vielleicht hab ich noch was.“ Ich kramte im Rucksack, während sich das Camaub auf den Weg um mich herum machte. Doch meine Suche dauerte ihm zu lange. Es trampelte näher und versuchte einen Bissen von meinen Haaren. Empört spuckte es sie wieder aus. Ich grinste. Camaub machte sich wieder auf den Weg bis es meinen Rucksack erreichte. Es steckte einfach den Kopf in die Öffnung. „Maub?“
      Lachend zog ich ihn wieder raus. „Geduld Kleiner. Geduld.“
      „Maub...“ Wieder dieser leicht verblödete Blick in mein Gesicht.
      Leider hatte ich keine Riegel mehr – aber ein gekochtes Ei konnte ich ihm noch anbieten. Ich hielt es dem Feuerpokemon hin.
      Langsam streckte es seinen Kopf, bis seine Nase das Ei berührte. Dann war das Ei auch schon erstaunlich schnell im Maul verschwunden, auch wenn das Kauen dann wieder langsam ablief. Es schluckte betont. Drehte den Kopf zu mir. Schloss die Augen. Und grinste mich an. „Maub!“
      Ich lachte. „Gerne!“
      Ich erhob mich und warf mir meinen Rucksack wieder über die Schultern. „Komm Pria. Wenn wir bis Sonnenuntergang zurück sein wollen müssen wir jetzt los.“
      „Kraaa!“
      Ein vielstimmiges, enttäuschtes „Caaaaaaaa!“ folgte uns, während wir uns wieder auf den Weg machten.
      „Vielleicht hätte ich mir eines fangen sollen. Sie sind niedlich, oder?“, fragte ich das Krakeelo. Pria nickte. „Nja. Zu spät. Aber ich find schon einen Ersatz für dich, keine Sorge.“

      Nachdem ich meine Vorräte überprüft und aufgefüllt hatte – so weit wie es möglich war zumindest - verabschiedete ich mich von Schwester Joy und versprach, dass ich noch einmal vorbei kommen würde, wenn der Weg nach Bad Lavastadt wieder frei war.
      Heute war es leider kein so schönes Wetter wie gestern – es war deutlich windiger und ein Sturm kündigte sich an. Ich konnte nur hoffen den Feurigen Pfad zu erreichen – und so im Trockenen zu sein – bevor er losbrach.
      Da ich mich also beeilen musste, machte ich mich entschlossenen Schrittes auf den Weg. Weit kam ich jedoch nicht. Ich musste schon nach wenigen Schritten stehen bleiben und starrte zum Waldrand.
      „Camaub?!“
      „Ca! Maub?“
      Ich ging in die Knie während das Pokemon näher tapste.
      Schwester Joy, die wegen meines Halts verwundert war, trat hinter mich und gemeinsam warteten wir auf den Kleinen.
      „Was machst du denn hier? Bist du mir gefolgt?“
      „Maub?“ Es kam bei mir an. Hob seinen Kopf. Trat noch etwas näher. Und biss mir in die Nase.
      „AUA!“ Eher erschrocken denn verletzt fiel ich nach hinten.
      „Maub?“ Das Pokemon kam noch näher und begann auf mich hinauf zu klettern. Schwester Joy schob es vorsichtig von mir runter, was es mit einem entrüsteten Schnauben über sich ergehen lies.
      „Ohje.“, lachte Joy. „Da hast du dir aber einen Freund gemacht!“
      Ich sah zu der PokeSchwester und wieder zurück zu dem kleinen Dromedar. „Maub?“, fragte es wieder und sah mich traurig-sehnsüchtig an.
      „Du willst doch nur wieder schnorren!“
      Es nickte.
      Nun mussten wir beide lachen.
      „Zumindest ehrlich ist es.“
      „He Camaub! Was hältst du von regelmäßigen Futter?“
      „Caaaa!“ hauchte es.
      „Aber die Sache hat einen Haken!“ Ich hielt einen Pokeball hoch.
      Camaub zwingerte langsam.
      „Caaaaa!“ Okay. Regelmäßiges Futter war scheinbar ein gutes Argument.
      „Schwester Joy? Könnten sie bitte den Arenaleiter von Blütenburg City anrufen und ihm Pria schicken? Das ist mein Vater und sie würde sich unter seinen Normalpokemon wohl fühlen. Ich würde es ja selber tun, aber...“
      „Das Wetter, ich weiß.“ Sie nahm mir Prias Ball aus der Hand. „Natürlich werde ich ihn anrufen. Und nun auf mit dir! Sonst schaffst du es nicht.“
      „Stimmt! Bis bald!“ rief ich, während ich mich rennend vom Center entfernte.

      Zusammenfassung

      - Camaub, männlich, Stufe 14 gefangen: Sarre
      - Katja entwickelt sich im Training
      - Pria durch Sarre ersetzt

      Team

      #i-reptain# Carsten Stufe 28
      #i-magnayen# Odin Stufe 23
      #i-garados# Hilde Stufe 23
      #i-hariyama# Katja Stufe 24
      #i-schwalboss# Fina Stufe 25
      #i-camaub# Sarre Stufe 20

      Box:

      #i-zigzachs# Vergus Stufe 9
      #i-nincada# Soul Stufe 8
      #i-myrapla# Rina Stufe 12
      #i-illumise# Ilse Stufe 14
      #i-kleinstein# Ty Stufe 14
      #i-krakeelo# Pria Stufe 23

      Verluste:

      #i-wingull# Peter Stufe 10 (Im Kampf gegen Felizia)
      #i-papinella# Libi Stufe 18 (Im Kampf gegen Brix, Route 110)

      Anmerkungen:

      Im Gegensatz zur Story ist Pria im Spiel eine kleine Geheimwaffe. Wenn ich mal nicht weiß, wie ich etwas kontern soll, dann zerstört sie es einfach mit ihrem Wiederhall (außer sie ist verwirrt. Verwirrte Pria ist nix gut). Sie auszutauschen tat daher schon ein klein wenig weh – aber Camaub als Feuer-Boden-Typ passt einfach besser ins Team als ein Normalpokemon.
      Ich hoffe aber, dass das kleine Dusselchen euch genauso ans Herz wächst wie mir inzwischen. Es ist ein kleiner Zerstörer. <3
      Pria liegt natürlich auf der Box und kann jeder Zeit wieder ins Team.
      Und ja – endlich mal wieder in männliches Pokemon! :3
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