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Ankündigung Schreibworkshop II

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    • Ich werde wohl vorraussichtlich da sein können... Sofern mir nicht wieder irgendetwas anderes dazwischen brettert :ups: Aber man kennt das ja in letzter Zeit schon von mir. </3
      Lass Dir von niemanden je einreden, dass Du was nicht kannst. Auch nicht von mir. Ok? Wenn Du einen Traum hast, musst du ihn beschützen. Wenn andere was nicht können, wollen sie dir immer einreden dass du es auch nicht kannst. Wenn Du was willst, dann mach es. Basta
    • Es wird wahrscheinlich wieder 18-19 Uhr anfangen :)

      WIe immer gilt: Zeit für essen ist immer drin :D

      @Taiyou Schön, dass du dich dafür interessierst - hast du Skype? Wäre schön, wenn du mit dabei bis. OB wir voicen oder schreiben gucken wir mal, wie immer, je nachdem wie das bei den leuten aussieht. Wenn Voicen bei jemandem nicht geht, schreiben wir den Workshop :D





      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Ren | Jaderrene | Stolli | Rai | Rheinfeuer | Draconira
    • Wann war der jetzt? Freitag, Samstag oder Sonntag? :O

      Wobei ich eh befürchten muss, gar nicht mitmachen zu können :( Bis auf Samstag hab ich zwar Zeit, aber seit dem letzten Update funzt das bei mir auf dem Läppy gar nicht mehr. Auch eine komplette Neuinstallation hat bisher nichts gebracht :(

      Und auffem Handy ist das blöd, zumal mein altersschwaches LG G5 das wohl nicht mehr packen würde :(


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    • Vielen Dank für die gute und zahlreiche Teilnahme :D

      Hier kommt das Protokoll:

      Filb Schreibworkshop 18/01
      Antagonisten - mit Co-Federhalter Cubey!

      Teilnehmer: @ItsCubeX, @Tonja, @Miro, @renee, @Miao, @Rai, @Taiyou, @kagayaku, @SunWolf, @Turtacos, @YnevaWolf, @Wasserwisser

      Ein richtig guter Antagonist!
      ...wäre ja langweilig. Also machen wir einen schlechten draus. aber wollen wir das spoilern, das der kommende ein schlechter ist? XD

      [17:28:39] ItsCubeX (Cube): Edgelord Mc Darkclaw
      [17:28:55] ItsCubeX (Cube): Aus dem Clan der "Satana"
      [17:29:11] ItsCubeX (Cube): Allmächtiger Overlord der Galaxis
      [17:29:30] Venny: find ich gut xD
      [17:29:37] ItsCubeX (Cube): Tötet alle, weil er es kann.
      [17:29:52] ItsCubeX (Cube): Außer dem Protagodings. Den packt er nicht.
      [17:30:03] Venny: zumindest will er allmächtiger overlord der Galaxis ist er geworden weil er böse ist. einen grund hat er nichts.
      [17:30:28] ItsCubeX (Cube): Böse wurde er geboren. Und Superböse wurde er!
      [17:30:50] ItsCubeX (Cube): Hat seine Eltern getötet. da war er gerade 3 Jahre alt.
      [17:30:53] Venny: er hat zwar keine Vergangenheit und keine Familie, aber einen sohn.
      [17:31:12] ItsCubeX (Cube): Einen Sohn, den er niemals kennenlernte.
      [17:31:22] ItsCubeX (Cube): Und der zufällig Protagodings ist!
      [17:31:28] Venny: und dieser sohn ist - genau
      [17:31:43] Venny: wie hieß unser protagonist
      [17:31:55] ItsCubeX (Cube): Wen kümmert's? :D
      [17:32:02] ItsCubeX (Cube): ES GEHT HIER UM ANTAGODINGER!
      [17:32:07] Venny: ich fänds nur WITZIG!!!!!
      [17:32:12] ItsCubeX (Cube): RAAAAAH!
      [17:32:18] Venny: WAAAAAARRRRR!!!
      [17:32:41] ItsCubeX (Cube): Sein Ziel ist es alles Leben in der Galaxis zu vernichten!
      [17:33:00] Venny: weil er die Galaxis so viel shcöner findet
      [17:33:12] ItsCubeX (Cube): Nein, San.
      Weil er es kann.
      [17:33:21] Venny: richtig. und weil er böse ist
      [17:33:25] ItsCubeX (Cube): Sonst hätte er ja ne Motivation.
      [17:33:28] ItsCubeX (Cube): Echt mal.
      [17:33:32] ItsCubeX (Cube): Sowas braucht der nich.
      [17:33:35] Venny: und manchmal ist er auch undercover auf Planeten unterwegs und heißt dann Reiner Ernst.
      [17:34:12] ItsCubeX (Cube): Denn zu seinem Standard-Antagodingse Skillset gehört auch Shapeshifting!
      [17:34:24] Venny: nein cube.
      [17:34:26] Venny: das braucht er nicht
      [17:34:34] Venny: weil ihn keiner erkennt, weil ... ist so.
      [17:34:47] ItsCubeX (Cube): Achso. Er triggert das innere Team Rocket.
      [17:34:49] ItsCubeX (Cube): Gotcha.
      [17:35:04] Venny: ;D
      [17:35:18] ItsCubeX (Cube): Klingt nach einem wirklich bösen Bösewicht.
      [17:35:31] Venny: er ist perfekt
      [17:40:07] Venny: wir haben noch vergessen, dass der antagonist eigentlich unsterblich ist
      [17:40:54] ItsCubeX (Cube): Achso, Ja. Er ist ja die Verkörperung des Bösen in der Welt.

      Welche Arten von Antagonisten gibt es?

      Wenn man sich die Möglichkeiten, einen Antagonisten zu schreiben, grob als ein Koordinatensystem vorstellt, hat man eine Leiste, die von oben nach unten von “Arschloch” bis hoch zu “Eig. ein netter Kerl” geht und von links nach rechts “fair und gerecht” und “nicht fair und gerecht” führt. Das kann man grundsätzlich für alle Charaktere sagen, dazu gibt es allgemein ne gute Englische Zusammenfassung. (links gibts später)

      Daraus kann man im groben drei Arten von Antagonisten ableiten:

      1. Lawful Evil (Rechtschaffender / Geordneter Böse)
        Die geordnete Art des Bösen ist oft die, die Verantwortung trägt. Gut strukturiert, großangelegt und oft unheimlich erfolgreich. Er kann glauben, Ordnung um jeden Preis zu halten, oder einfach glauben, dass ein gut geordnetes (meist radikales) System einfacher zu nutzen ist. Ob ein Böses Lawful Evil oder Neutral Evil ist, hängt davon ab, ob er genießt, was er tut. Rechtschaffene böse Kreaturen betrachten ihre Ausrichtung als die beste, weil sie Ehre mit einem eigenen Eigeninteresse verbindet, aber es ist auch die am schwierigsten zu bekämpfende böse Ausrichtung, weil sie methodisches, intentionales und häufig erfolgreiches Böses darstellt.
      2. Neutral Evil (Neutraler Böse)
        Die neutrale böse Ausrichtung kann sogar noch gefährlicher sein als die chaotische böse Ausrichtung - einfach weil du dir nicht sicher bist, auf welche Seite sie am Ende schwingen wird. Neutrale böse Charaktere sind hauptsächlich für sich selbst da, während sie normalerweise Bösewichte sind, können sie auch zur Seite des guten Kerls schwingen. Sie können auch zufällig im “guten” Team sein, weil es im Moment besser für sie ist. Warum sind sie dann so schlecht? Es könnte sein, dass das Böse gut schmeckt oder das Böse sich gut anfühlt. Könnte sein, dass sie die böse Seite nachgegeben haben. Sie könnten Teil der Religion des Bösen sein. Sie könnten einfach Soziopathen sein. Sie könnten schlicht danach strebe, die Nummer eins in einer bestimmten Sache zu sein.. Oder es könnte auch einfach keinen offensichtlichen Grund geben. Sie können die Verkörperung von Bosheit sein, oder nur kleine Schläger.
      3. Chaotic Evil (Chaotischer Böse)
        Wenn chaotische Neutralität den wahrhaft freien Geist darstellt, ist das chaotische Böse der wahrhaft böse freie Geist. Während der Chaotische Neutrale (achtung, wieder eine andere Charakterart) sich nur mit seiner Freiheit befasst ist, aber keine wirklich schreckliche Person ist, kann das Gleiche nicht für die Chaotisch-Böse-Figur gesagt werden. Sie werden tun, was sie wollen (auch wenn, oder manchmal besonders weil, es anderen weh tut) und Regeln zählen für sie nicht. Während ein Neutral-Böser-Charakter manchmal dem Gesetz folgt, wenn es angebracht ist, macht sich der Chaotic-Evil-Charakter gelegentlich daran, den rechtmäßigen Weg zu verlassen und das Gesetz gezielt zu brechen. Warum sind sie böse? Vielleicht sind sie drin, um Profit zu machen. Vielleicht sind sie narzisstisch oder egoistisch. Oder vielleicht sind sie einfach verrückt; die meisten, aber nicht alle, Psychopathen fallen unter diese Bezeichnung. Aber im Gegensatz zu dem, was manche glauben, bedeutet Chaotisches Böse nicht die Art von mutwilligem, bedeutungslosem Gemetzel und Zerstörung, die mit dem Dummen Böse verbunden ist. In der Tat sind es oft die berechnenderen und intelligentesten Schurken dieser Art, die am gefährlichsten sind. Chaotisches Böse zu sein bedeutet nicht, dass ein Charakter ein ganzes Dorf abschlachten muss, nur weil er damit durchkommt. Natürlich, wenn er einen schlechten Tag hat oder gelangweilt ist, könnte er einfach ein Messer in jemanden rammen. Serienkiller sind gute Beispiele für Chaotisches Böses.
      4. Jetzt hab ihr gerade noch einen 4.gehört. Der Dumme Böse. Das ist der, den wir nicht haben wollten. Also zumindest nicht als Main-Antagonisten. Vielleicht als joke-bösewicht, der ein wenig als witzfigur hinhält oder als ein minion des Bösewichts.


      Was also macht einen “guten” Antagonisten aus?

      • Nachvollziehbares Ziel
      • “ Motiv
      • “ Hintergrund, Lore
      • Dem Protagonisten überlegen sein
      • Dennoch nicht allmächtig
      • Erwähnten wir schon, dass seine Handlungen nachvollziehbar sein sollten? °3°
      • Persönlichkeit mit Wiedererkennungswert
      • Steht einfach als Gegenpol zum Protagonisten
      • Daher: Protagonist =/= zwingend Böse, unabhängig der Moral


      Unterschied zum Rivalen: Ich denke, bei dem Rivalen ist die Anspornfunktion besonders wichtig & bei dem Anta ist es wichtig, dass er in einem kritischen Punkt ganz gegen den Prota geht. Beide können beides machen/sein, aber die Schwerpunkte für die Story sind anders gesetzt.


      Was sind eure Probleme mit Antagonisten?
      kagayaku: mich in diese hineinzuversetzen
      Solution: Versuche, Verhaltensmuster von Leuten, die du gar nicht abkannst, zu studieren und anzuwenden. Was muss der Antagonist tun, um dem Protagonisten im Weg zu stehen / gegen ihn zu sein. Bzz. Wie muss der Antagonist handeln, dami er ein bestimmes (Teil)ziel erreicht? Z..B bei einem Banküberfall, was muss er beachten, wie will er vorgehen? Welche moralischen vorsätze und Vorstellungen hat er? Nimmt er tote in kauf? will er nur Geiseln nehmen?


      Meowstic/Taiyou: Das Endziel ist immer so schwer. Irgendwas was im Rahmen einer Geschichte Sinn macht und nicht so standard ist
      Lösung: Das Ziel ist an sich nicht entscheidend. Der Weg, den der Antagonist nimm um dahin zu gelangen, macht ihn aus. Setze dir zuerst ein Ziel, auf das du dann hin arbeitest. Das Ziel selbst darf dabei ruhig ganz alltäglich oder klischeebehaftet sein. Lege vorab ruhig den Plot der Geschichte fest und umschreibe deinen Antagonisten dann.
      Motivationen für ein Ziel zu bekommmen, sind Missverständnisse, Manipulation, unterschiedliche Ansichten oder radikale Ereginisse, die zu radkialen Handlungen führen, ect.

      renee: Ich finde es schwer, einen Antagonisten glaubhaft zu gestalten, also die gute Mitte zu finden :o
      Das Hauptstichwort ist hier wohl Übung und sich die Dinge, die wir hier im Workshop erarbeitet haben, zu Gemüte ziehen.

      Trivia und Quellen zum nachlesen: tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/CharacterAlignment



      Schreibübung!

      Jeder bekommt eine Charaktereigenschaft eines Antagonisten und ein Setting zugeteilt. Danach sollt ihr eine kurze Szene schreiben, in der ein passender Antagonist vorkommt. Die Perspektive aus der erzählt wird, ist frei.

      SunWolf

      Filb Schreibworkshop 18/01
      Antagonisten - Schreibübung


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      Charaktereigenschaft: Machtsüchtig
      Szenerie: See
      Charakter: Logan

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      Text:
      Logan war weiter auf der Suche. Irgendwo musste die Sagenumwobene Axt Furor doch sein.
      Die Schriften sprachen von diesem See, irgendwo hier war sie versteckt. Wie im Wahn, besessen durch die Macht, die er besitzen konnte grub er Löcher, fällte Bäume, nichts konnte seine Gier nach dieser Macht stillen. Dann sah er etwas am anderen Ufer, etwas, das aussah, wie ein Altar, dort musste sie sein. Doch es schien, als würde er noch ein letztes Hindernis überwinden müssen. Eine Gestalt stellte sich ihm in den Weg, war sie ein Geist, ein Engel, oder einfach nur eine einfache Dame, die diesen Ort bewacht? Egal Logan hatte gefunden, weswegen er gekommen war und ließ sich von nichts mehr aufhalten. “Verlasse diesen Ort!” erklang eine sanfte aber mahnende Stimme.
      “Das werde Ich, wenn ich habe, weswegen ich gekommen bin.” entgegnete er.
      Er zog seine Streitaxt und bewegte sich mit großen Schritten auf sie zu. Die Gestalt rührte sich nicht. Sie zeigte keinerlei Gegenwehr, als Logan sie mit einem kräftigen Hieb zur Strecke brachte. Regungslos lag sie am Boden, überströmt vom, Blut welches aus der Wunde trat, die ihr durch die Axt zugefügt wurde.
      “Das hast du nun davon!” gab Logan gleichgültig von sich. er öffnete den Altar und erblickte die legendäre Waffe. Sein Blut geriet in Wallung, endlich war sie sein, die Macht eine der sagenumwobenen Waffen.


      Rai

      Filb Schreibworkshop 18/01
      Antagonisten - Schreibübung


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      Charaktereigenschaft: Arroganz
      Szenerie: Großstadt
      Charakter: Bee

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      Text:
      Die schwarze Lederhandtasche in dem Ellbogengelenk hin- und herwiegend verließ sie mit großen Schritten das Bahnhofsgebäude. Ein tiefes Gefühl der Selbstzufriedenheit erfüllte sie, als sich vor ihr die gläsernen Türen beiseiteschoben, als wären sie zwei unterwürfige Knechte, die die Türen zu ihrem Palast öffneten.
      Vor ihr erstreckte sich ein weitläufiger Platz aus kaltem, grauem Asphalt, nur hier und da mit dem ein oder anderen Zierbaum wie eine graue Wolkendecke von einem Lichtstrahl durchbrochen, und dahinter ein Wall aus turmhohen Wolkenkratzern. Doch der Himmel war tatsächlich grau und schien wie ein lebloser Spiegel ihrer Gedanken und Gefühle. Nur die aufmerksamen Blicke der Leute, die den Platz wie Bauern an einer überfüllten Messe am Sonntag füllten, lichteten ihre düsteren Gedanken auf und zauberten ihr ein verschmitztes Lächeln auf die vollen Lippen. Was waren sie nur für Knechte. Knechte der Schlaueren, Knechte der Mächtigeren. Knechte von Geld. Dieses bedeutungslose Papier, von dem sie Unmengen ihr Eigen nannte – ein Fakt, der in ihr lediglich stets ein leidenschaftsloses Schulterzucken hervorbrachte.
      Sie hielt sich für überlegen. Aber nein, das wäre ein nur allzu bekanntes Defizit der schwächlichen Menschen gewesen, die sich in Sicherheit wägten, weil sie farbiges Papier um sich scharten. Sie war überlegen. Sie hatte Schönheit, sie hatte so viel endloseren Reichtum als diese fetten Geschäftsmänner, die wie Scheiche in Palästen aus Stahl und Glas thronten, und … und sie hatte recht. Was schon bedeutet Geld, wenn man im Recht ist?
      Bei diesem Gedanken weitete sich ihr zahnloses Lächeln zu einem breiten Grinsen. Ihr weißes Gebiss blitzte wie eine Reihe scharfer Fangzähne auf.
      Oh ja, und dann war da noch das. Dieses eine Detail. Sie war kein Mensch. Menschen waren so schlecht in vielem, was sie für ihre Spezialität hielten. Die Sterblichkeit raubte ihnen so viel Potenzial. Sie hingegen hatte alle Zeit der Welt, um eben dieses bis zum Äußersten auszuschöpfen. Ihr Name war Bee.



      Miao

      Filb Schreibworkshop 18/01
      Antagonisten - Schreibübung


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      Charaktereigenschaft: Rachsucht
      Szenerie: 1 Höhle
      Charakter:1 Kawaii Tsoony-chaaaaaaaan;w; (Setsuna Konagata)

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      Text:

      Diese unausstehlich zuckersüße Göre, die mit ihrem Charme die Herzen der Menschen gewann. Was fand ihre kleine Schwester nur an dieser … Shiira? Oder Sheila, wie sie sich selbst bei den anderen vorstellte. Setsuna vermochte der Abenteurerin von der verregneten Insel einige positive Eigenschaften abzugewinnen, doch diese waren eher auf ästhetische Gründe beschränkt. Eine hübsche, junge Blondine mit einem leicht gebräunten Teint, scharfsinnigen Haselnussaugen und einem Sinn für liebenswürdige Kleidungskombinationen, die sich durch Intelligenz, Gutmütigkeit, Mut und Hilfsbereitschaft auszeichnete … ein echter Goldengel, würde Setsuna sich nicht in ihrer eigenen Haut befinden. Sie war für sie einfach nur eine übermäßig neugierige, respektlose Waise, die gut daran täte, die ihr gesteckten Grenzen wenigstens einmal zu respektieren und nicht ständig den glorreichen Unternehmen der Kaiserin von Mu im Wege zu stehen.
      Mit strahlenden Augen bewunderte die geflügelte Herrscherin die bläulich schimmernden Kristalle, in denen sich ihr graziles, katzenartiges Antlitz widerspiegelte. Die Welt könnte überall so vollendet und wunderschön aussehen wie hier, in der Grotte de Fougières, einem kristallüberzogenen Höhlenkomplex im Nordwesten ihren neuen Reiches. Mit ihrer Nasenspitze näherte sie sich den fast schon spiegelartigen Oberflächen an der Höhlenwand an, doch schon nach wenigen Sekunden verzog sich ihr bildschönes Gesicht in eine wütende Fratze, als hätte sie ihre Gegenspielerin selbst dort wiedererkannt. Verächtlich schnaubte die Sphinx und peitschte zornig mit ihren Flügeln, als ihre Erinnerungen ihr ein weiteres Mal vorführten, wie Sheila sie mit ein paar raffiniert ausgewählten Worten vor ihrem neuen Volk bloßgestellt hatte. Mit geballten Fäusten stand sie da vor den Kristallen, diese doch zierliche Dame mit dem hüftlangen schwarzen Haar, deren Goldauge zur einen Seite und deren Smaragdauge zur anderen hasserfüllt funkelten.

      Eine Sphinx galt gemeinhin als ein sehr genügsames Wesen, das sich regelmäßig durch kurze Phasen der Jähzornigkeit erschüttern ließ. Gerade Setsuna war oftmals zu sehr damit beschäftigt, sich an der Schönheit ihrer und Yomis neu gestalteten Kunstwerke zu ergötzen oder ihre Vorliebe für köstlichste Speisen und Tränke zu stillen, doch auch wenn Nachträglichkeit nicht allzu ungewöhnlich für sie war, musste es auch sie selbst irritieren, dass ihr Verstand sich nun rastlos so lange mit ihrer auserkorenen Rivalin beschäftigte. Ihr immenser Stolz verführte sie zu einem Aufbauschen von fast schon kindlich-jugendlicher Rachsucht, die all ihre anderen Sinne betäubte. Setsuna würde das Legendenwesen der Schöpfung beschwören und alle würden beobachten können, wie ihre Kaiserin zur Halbgöttin aufsteigen würde, als großartigste Herrscherin aller Zeiten!

      “Setsuna schüttet sich ein Glas Rotwein nach dem anderen ein und lässt auf ihrem Samtcanapé ihre zierlichen Stummelbeinchen baumeln, während Mademoiselle Léonie stundenlang ihre wahnwitzigen Visionen umsetzen muss!”

      Nur eine von mehreren verbalen Demütigungen, die ein eitles Gemüt wie sie hatte hinnehmen müssen. Das Mädchen, das bereits mit Acht ihren Vater verloren hatte und seit ihrer Pubertät komplett auf sich allein gestellt war, um ihren zwei kleineren Schwestern plus Adoptivschwesterchen Yomi über dem Wasser zu halten, war leicht empfänglich für die pberflächlichsten Kränkungen ihres gigantischen Egos. Bald würde Sheila ihr an den Ort der Entscheidung verfolgen, begleitet von ihrer kleinen Schwester Kagayaku, die zwischen den Fronten stand. Doch all das war Setsuna egal. Sie würde diese kleine neunmalkluge Abenteuererin in ihre Schranken verweisen, egal wie … nein … nicht egal wie. In Wirklichkeit malte sich die fernöstliche Sphinx vor ihrem geistigen Auge detailliert aus, wie genau sie ihre blitzaohrige Kontrahentin demütigen konnte. An den Rande der Verzweiflung gebracht in einem zähen Gefecht, in dem die Blitzbändigerin gegen die elektrizitätsresistente Kaiserin kein Land sehen würde, bis sie sie winselnd in die Knie zwingend würde, um die blonde Schönheit mit ihrem medusagleichen Sphinxenblick zu Stein zu verwandeln, als Trophäe ihres Wahns nach ewiger Schönheit. Jemand Anderes wäre gar nicht erst tollkühn genug, die Erweckung Xerneas zu unterbinden.

      “Setsuuuu? Wir … ummm …”, tapselte ihre Hofwissenschaftlerin Yomi a.k.a Léonie von einem Fuß ungeduldig auf den anderen: “Es wird bald dunkel und wir sollten eine Herberge jenseits der Höhle verlassen … auch, wenn du sie … ummm … wie erwartet, sehr faszinierend findest.”
      Eine Setsuna im normalen Zustand wäre wie verzaubert gewesen von der unbändigen Schönheit dieses glitzernden Ortes, doch eine in Rachsucht eingehüllte Monarchin, deren sandfarbenen Schwingen von Minute zu Minute reicher an dunklen Sprenkeln des Hasses wurden, war gar nicht dazu in der Lage, diese Kristallhöhle zu genießen. Die “kleine Tsoony” wünschte sich Vergeltung, mindestens genauso sehr wie die endgültige Realisierung ihres Projektes.
      “Natürlich, Yomi-chan~”, säuselte sie mit einem süßlichen Lächeln zu ihrer Yomi, als würde sie kein Wässerchen trüben, und bewegte sich gemächlich in Richtung Höhlenausgang.


      Wasserwisser

      Filb Schreibworkshop 18/01
      Antagonisten - Schreibübung


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      Charaktereigenschaft: Gier
      Szenerie: Café
      Charakter: Riesenbaby-Bernd

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      Text:

      So ließ sich leben. Es war nun schon der fünfzehnte Lolli, den Riesenbaby-Bernd einem Baby entrissen hatte und ihn genüsslich lutschte, während der Strom an Nachschub nicht zu versiegen drohte. Immer wieder kamen Leute Leute mit Babys, die Lutscher in der Hand hielten aus dem Café. Er nahm sich den sechzehnten von einem kleinen Jungen in einem hellrosa Strampler. Dieser fing sofort an, wie am Spieß zu schreien und seine Mutter nahm ihn mit den Worten “Alles ist gut, meine kleine Schantalle” in den Arm. Riesenbaby-Bernd giggelte bösartig, lachen konnte er noch nicht und versuchte, den Lutscher abzubeißen, was sich in Ermangelung seiner Zähne als schwierig erwies. Er begann zu überlegen, wie er denn ohne Zähne den Lutscher abbeißen konnte. Er überlegte und überlegte und nahm ohne es wahrzunehmen den siebzehnten und achtzehnten Lolli an sich. Als er sich nur Sekunden später auch den neunzehnten schnappte (auch wenn er noch nicht so weit zählen konnte), kam ihm ein grandioser Gedanke, der sein Herz ins Rasen brachte. Er half ihm zwar nicht bei seinem Abbeiß-Problem, aber ihm wurde ein Muster bewusst. Es kamen immer wieder Babys ohne Lutscher in das Café, die den Laden mit Lolli wieder verließen. Er war selbst ein Baby… Also konnte er doch den Laden betreten, und ihn kurz darauf wieder mit dem Lolli verlassen. Dann müsste er den Kindern nicht den Lutscher wegnehmen und würde sich somit das nervtötende Gejammere seiner Opfer ersparen. Und so entschloss er sich, aber nicht ohne sich auf dem Weg hinein einen weiteren zu stibitzen, das Café zu betreten. Auf allen Vieren machte sich der Zweijährige durch die Tür und begann sich umzusehen. An einem Tisch saß ein Mann mit Hund. Am Nebentisch ein Pärchen und dorthinter schien ein Kindergeburtstag stattzufinden. Doch dann erblickte er die Quelle seiner Sehnsüchte, ein Glas voll der bestielten, gezuckerten Köstlichkeiten, auf der Theke des Cafés. Er versuchte sie zu erreichen und richtete sich dazu auf, doch er blieb erfolglos in seinem Unternehmen. Sie waren zu weit oben. Doch nicht vollends, eine Bedienung der Lokalität wurde auf ihn aufmerksam und fragte den Kleinen: “Na, was machst du denn hier? Möchtest du einen Lutscher haben.. Riesenbaby-Bernd erwiederte: “Einen? Gib mir alle, oder ich bewerfe dich mit so viel Sand, dass du noch in einer Woche den Geschmack im Mund hast!” Zumindest versuchte er es, doch alles was zu vernehmen war ein “Gugu, dada guu!” Die Kellnerin hob ihn mit den Worten “Na dann, such dir einen aus” zu dem Glas hoch. Riesenbaby-Bernd fackelte nicht lange und griff mit beiden Händen zu, schnappte sich das Glas und versuchte wegzurennen. Was sich aber als schwierig erwies, weil die Serviererin ihn immer noch in den Armen hielt. “Ach, hoppla, du bist ja ungeschickt, du hättest es ja fast heruntergeworfen”, sagte sie, als sie ihn absetzte, “dann nimm dir jetzt einen”. Doch Riesenbaby-Bernd lief hinfort, aus dem Laden, in sichere Entfernung. Doch er hatte ein Problem. Auf seiner panischen Flucht hatte er alle Lollis verloren und hielt nur noch das Glas in seinen Händen. Und schlimmer noch, er fand den Weg zum Café nicht mehr zurück. Und so konnte er keine Lutscher mehr klauen und weinte.

      Moralen: 1. Wenn du gut darin bist, Kindern Lutscher zu klauen, dann mach das und versuch nicht zu viel nachzudenken. 2. Versuche nicht ohne Zähne zu kauen, das ist schwierig und 3. Probiere nicht mit zwei Jahren einen Diebstahl durchzuführen, du bist am Ende nur enttäuscht.


      kagayaku

      Filb Schreibworkshop 18/01
      Antagonisten - Schreibübung


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      Charaktereigenschaft: lustig
      Szenerie: Geheime-Bösewichts-Vulkanbasis
      Charakter: Doktor Silberspeck

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      Text:

      “Dann schauen wir mal auf unserem Super-Computer, was diese armen Würmchen heute so anstellen. Ah ja, sie bereiten gerade ihr alljährliches Knuddelfest vor und ich bin wie immer nicht eingeladen! BUUUH! Was denken sie sich nur dabei? Wie kann ich ihnen das am besten heimzahlen? … .. .. .. .. Ah, genau! Es gibt ja diesen Cosplay-Wettbewerb, wie jedes Jahr! Und wenn ich den gewinne… Dann wird den Preis keiner dieser Würmer bekommen, muhahahahaha! Und wenn ich mich dann zu erkennen gebe und sie realisieren, wer ihnen den 1. Platz vor der Nase weggeschnappt hat, werden sie sich wünschen, mich eingeladen zu haben!”
      Mit einem breiten Grinsen im Gesicht machte sich Doktor - ach, wen interessiert das schon - ans Werk.
      “Hm, was nehmen wir denn da? Irgendwas Cooles? Ne… Was Verrücktes? Wäre eigentlich genau mein Geschmack, aber ich glaube, damit hätte ich nicht ganz so gute Chancen… Nein… etwas Süßes soll es sein!”
      Zuerst schneiderte er den Kopf, mit Ohren und Kulleraugen und allem Drum und Dran. Dann war der Bauch dran, dann die Arme und die Füßchen.
      vignette.wikia.nocookie.net/di…0406151223&path-prefix=de
      Er schlüpfte in sein selbstgeschneidertes Kostüm und machte sich auf den Weg zum Fest.
      Überall wurde er fröhlich begrüßt, denn es wusste ja niemand, wer in dem Kostüm steckte. Wie denn auch, es gab schließlich niemanden mit Röntgenblick - noch nicht, selbstverständlich!
      “Das läuft ja wie am Schnürchen! Jetzt nur noch beim Cosplay-Contest melden.”
      Gesagt, getan. Als sich das Festival dem Ende entgegen neigte, wurden die Gewinner des Wettbewerbs bekannt gegeben. Wie nicht anders zu erwarten, wurde Doktor - ist doch egal - zum Sieger erklärt. Er nahm den Preis entgegen, wandte sich den armen Würmchen zu, die ebenfalls kunterbunt verkleidet waren, und nahm das Kopfstück seines Kostüms ab. Er schaute sich um und ließ den Anblick wirken.
      “Neeeeein! Wir haben Doktor - wie hieß er noch gleich? Zum Sieger erklärt!”
      “Keine Ahnung!”
      “I-ich auch nicht!”
      “Waaaah! Rennt um euer Leben!”
      Doktor - dafür interessiert sich doch nun wirklich keiner - räusperte sich.
      “Ihr Würmchen! Warum habt ihr mich nicht zu eurem Fest eingeladen? Ich wäre bestimmt eine Bereicherung gewesen…”
      “W-Weil… du bist böse! U-Und… niemand kennt deinen Namen! A-Also konnte wir dir auch keine Einladung schicken!”
      “So? Hab ich ihn euch nicht oft genug genannt? Und ihr habt wirklich die Unverfrorenheit, ihn euch nicht zu merken? Deswegen musste ich mich auf euer Fest schleichen und euch diesen Preis hier wegnehmen, um es euch zu vermiesen… Tse, dabei hätte das so einfach verhindert werden können!”
      Beleidigt wandte sich Doktor - immer noch uninteressant - zum Gehen.
      “Es ging dir nur um unseren Preis? Wieso hast du ihn nicht einfach gestohlen, wenn du ihn doch so sehr wolltest?”
      “Tja, hm… Verdammt, darauf hätte ich auch kommen können! Aber egal, das Resultat ist dasselbe.”, und verließ die Bühne.
      Keiner machte Anstalten, ihn am Gehen zu hindern.
      “Wisst ihr”, hörte man ihn noch sagen, als er die Bühne verlassen hatte, “es wäre so einfach gewesen, hättet ihr mich einfach eingeladen, aber neeeein!”
      “Wir kennen deinen Namen nicht.”
      “Seit Jahren?”
      “Jaa… Es hat dich wohl nie jemand danach gefragt…”
      “Pf, und dann wundert ihr euch noch, dass ich böse bin? Tsetsetse. Hier, fangt! Ich will ihn eh nicht mehr.”
      “Aber du hast ihn fair und ehrlich gewonnen! Er gehört dir!”
      “Fair und ehrlich? Ih, wie langweilig! Schnell weg damit!” Er warf den Pokal achtlos von sich und ergriff die Flucht. Und noch immer hatte ihn niemand nach seinem Namen gefragt. Vielleicht ja, weil er immer so schnell weg war, dass dafür gar keine Zeit blieb? Wer weiß...


      YnevaWolf

      Filb Schreibworkshop 18/01
      Antagonisten - Schreibübung


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      Charaktereigenschaft: manipulativ
      Szenerie: dunkle Gasse
      Charakter: Er, Sie und der Andere da

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      Text:

      Yneva hatte keine Idee, was sie schreiben sollte, deswegen schrieb sie nur Müll.

      Er lehnte an der Mauer und beobachtete sie aus einer dunklen Ecke heraus. Sie standen eng umschlungen unter einer Laterne und versuchten sich scheinbar gegenseitig aufzuessen. Oder sie küssten sich. So genau konnte er das nicht erkennen. Wollte es nicht erkennen. Es spürte nur die dunkle Wut in sich. Er hatte sie gestohlen. Sie ihm weggenommen! Sie gehörte ihm alleine! Und doch standen sie beide dort und…
      Wütend trat er nach einem Stein, der dort in der dunklen Schlippe lag, während er das Pärchen beobachtete.
      Als sie sich letztlich voneinander lösten, seufzte er erleichtert auf. Hoffentlich würden die beiden nicht auch noch zusammen in eine ihrer Wohnungen gehen.
      Nein. Taten sie nicht. Sie trennten sich. Und während sein Rivale, dieser Bodötchen [Anm.: Wird wie “Brötchen” ausgesprochen, zumindest klang es bei Taco so :3], der Straße folgte, musste sie durch die kleine, kaum beleuchtete Gasse, in der er selbst stand. Das war jener Augenblick, in der er eine Erleuchtung hatte. Ein kurzes Lächeln stahl sie auf seine Lippen, dann stieß er sich von der Mauer ab und wartete, bis sie bei ihm war.
      “Hallo.”, sagte er sanft.
      Sie erschrak sich. “Oh… äh… hi.”
      Er erinnerte sich selbst daran, dass sie ihn nicht kannte. Er hatte sie seit Monaten beobachtet, sie aber niemals angesprochen. Sich nicht getraut. Hatte nur ihre Schön- und Sanftheit bewundert. Sie aus der Ferne geliebt.
      “Ich wollte dich nur warnen.”
      “Warnen?” Nervös zog sie den Halteriemen ihrer Handtasche höher. Eine Geste der Verletzlichkeit. Ob ihr das bewusst war?
      “Ja. Vor deinem Freund.” Sie antwortete nicht. Wartete einfach ab. Nervös und misstrauisch. “Er hat viele Freundinnen, weißt du. Geht jeden Tag mit einer anderen auch und verspricht ihnen das Blaue vom Himmel.”
      “Das glaube ich nicht.”
      “Seiner letzten Freundin hat er eine Kette geschenkt. Mit ihren Namen dran. Aber nur die Hälfte des Namens. Die Andere trägt er immer um den Hals, wenn er sie trifft.”
      Er bemerkte die Zweifel in ihren Augen und musste lächeln. Er hatte gesehen, wie er ihr eine solche Kette schenkte. Sie trug sie heute nicht, weil sie nicht zu ihrem Outfit passte.
      “Ihre ist silbern und seine aus Gold.” Wie die ihre. “Und seine Kette ist lang genug, so dass der Name auf der Höhe seines Herzens ruht.”
      Sie schluckte schwer. “Mir hat er auch so eine geschenkt.”, erwiderte sie leise.
      Er sah sie mitleidig an, während er im inneren jubelte. “Er schenkt jeder seiner Eroberungen so eine Kette, kurz bevor er mit ihnen schläft.”
      “Er sagte, er wäre unerfahren.”
      “Das erzählt er jeder.”
      Es folgte Schweigen. Sie starrte auf den Boden, hatte den Riemen ihrer Handtasche fest umklammert. In ihren Augen konnte er Feuchtigkeit erkennen. Sie ließ die Tränen nicht rollen, diese wunderschöne, stolze Frau!
      “Wenn er mit seinen Eroberungen geschlafen hat, dann macht er gerne Fotos von ihnen und sich. Und zeigt sie dann seinen Freunden.”
      Ohne ein Wort zu sagen stürmte sie an ihm vorbei. Er folgte ihr nicht, drehte sich nicht zu ihr um. Dieser Tölpel hatte tatsächlich Fotos gemacht - hatte sie einrahmen lassen und wollte sie ihr schenken, aber noch hatte er das nicht getan. Würde er nie. Sie würde ihn verlassen. Sie würde sich fragen, warum sie nie an den richtigen Mann geriet. Warum sie alle ihre Spiele mit ihr spielten.
      Und er, der sie wahrhaftig liebte, würde sie weiterhin beobachten. Oh, eines Tages würde er ihr sagen was er für sie empfand. Aber noch war es nicht so weit. Noch würde er sie nur aus Ferne… lieben.


      Taco

      Charaktereigenschaft: Kapitalistische Geldgier
      Szenerie: Garten
      Charakter: Ultimato Unfairbanks


      Text:
      Der auf meinem Schoß liegende Tacoleo schnurrte wohlig, während ich mit meiner Hand über sein Fell glitt. Meinem geliebten Kater seine Streicheleinheiten zu geben, hatte seine Priorität. Erst als er langsam, seinen Kopf auf meinem Knie geparkt, begann zu dösen, widmete ich mich meiner Arbeit.
      Ich machte es mir auf der Bank in meinem Garten bequem, ordnete den großen Stapeln neuer Papiere. Die Sonnenstrahl beschien mich und meinen goldenen Stift, der mich als "Ultimato Unfairbanks, Gründer der Portoghos-Bankengesellschaft und Töchterfirmen" beglaubigte. Den Papierkram im prachtvollen Blumenmeer zu erledigen, war doch viel angenehmer, als im stickigen Zimmer, und so atmete ich den Blütenduft tief ein, spielte in der einen Hand mit einer Goldmünze und las mit der anderen das erste Papier vom Stapel auf. Eine Tierschutzorganisation aus Norwegen wollte eine Spende für die an einem norwegischen Strand gestrandeten Wale. Spende? Das erbrachte mir aber keine Vorteile. Was interessierten mich die Belange von diesen minderbemittelten Großklotzen?
      Eine andere Hilfsorganisation bat mich um Geld zum Aufbau eines Krankenhauses in Timbuktu. Meine hohe Position brachte natürlich auch immer hohe Neider mit sich, wie lästig. Doch halt, diese hier wollten sich tatsächlich bei mir erkenntlich zeigen. Ob sich das lohnte? Wäre vielleicht gut für das Image, auch wenn meines sowieso unübertroffen war. Jedenfalls interessierten sich nur Hippies sich für Wale, doch als der Retter der armen Slum-Bewohner galtst du als der göttliche Held. Außerdem könnte sich so ein Afrikaner mal erkenntlich bei dir zeigen, ein Wal könnte dich höchstens vollkotzen. Also warf ich den einen Brief in den Schredder und beschloss, Timbuktu morgen ein angemessenes Sümmchen zu überweisen.
      In einem Umschlag befand sich ein hübscher Scheck, Früchte aus dem Deal mit den Waffenhändlern in Israel. So hatten Investitionen auszusehen.
      Der Rest des Stapels waren Firmenangelegenheiten. Ich arbeitete alles durch, während ich in Gedanken versunken bei all dem Geld war, das ich mir in all der Zeit als reicher Geschäftsführer bereits zusammengeschaufelt hatte. Nach außen hin war ich angesehen, doch die Leute würden schlecht von mir denken, wenn sie von einigen meiner Machenschaften spitz kriegen würden. Aber sollen die Narren doch nur reden, in dieser Welt hatte nur der was zu sagen, der den Schneid hatte, die erforderlichen Mittel einzusetzen, um Geld an sich zu raffen, und den Status zu erreichen, den sowieso alle begehrten. Eine gewisse Person sah das anders; mein naiver, störrischer, realitätsfremder Bruder mit völlig lächerlichen Weltvorstellungen. Immer versuchte er, mir ein "schlechtes Gewissen" einzureden. Ich war immer davon ausgegangen, dass er neidisch auf mich war, dass ich mich aus meiner armseligen Jugend heraus, wo ich noch nicht einmal genug Geld für eine Hose besaß, so weit nach oben gearbeitet hatte und er nicht. Ich hatte ihm einen Job bei mir angeboten, doch er hatte abgelehnt. Kindischer Stolz. Egal, ich brauchte ihn nicht. Er hatte nichts. Ich dagegen besaß Geld, Macht und Ansehen. Und einen Garten und einen Kater.
      Apropos Kater: Tacoleo dürstete es wieder nach Bewegung und sprang von meinem Schoß, da konnte auch ich endlich aufstehen. Bei meinem Gang in die Küche holte ich mir aus der Tiefkühltruhe die Eispackung, die ich gestern einem kleinen Mädchen weggenommen habe. Sie hieß Yneva oder so ähnlich.


      Eure Urkunden bekommt ihr natürlich auch noch :D

      Ankündigung: Demnächst wird es einen oder mehrere Workshops zum Thema RPG’s in Coop mit @Obscurite geben!





      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Ren | Jaderrene | Stolli | Rai | Rheinfeuer | Draconira

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    • uuund hier sind eure Urkunden :D





      @ItsCubeX, @Tonja, @Miro, @renee, @Miao, @Rai, @Taiyou, @kagayaku, @SunWolf, @Turtacos, @YnevaWolf, @Wasserwisser


      Der nächste Workshop ist für Ende Juni angedacht und wird - je nach @Obscurites Zeitplan Thema "RPG" werden oder Worldbuilding. Weitere Informationen folgen in nächster Zeit o3o





      Nicki | Renee | Miao | Cube | Kampfhamster | Wemo | Ren | Jaderrene | Stolli | Rai | Rheinfeuer | Draconira

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