Willkommen bei Filb.de! Registrieren Passwort vergessen?

Desperato

This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

  • Desperato - eine Geschichte, die man nicht nach dem ersten Eindruck und der ersten Blicke nach beurteilen sollte. Kleine Vorwarnung, es ist fortlaufend evtl. nichts für schwache Nerven. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

    Pr.: fortis superbum

    "Nequa, was für ein reizender Name. Lasst mich ihr einen Segen zusprechen". Dieses komische Federvieh legte seine Flügel auf mich und umhüllte mich damit vollständig, stammelte irgendwas vor sich hin, was ich nicht verstand. Das war also der neue Priester im Dorf. Bestimmt genauso ein verklemmter Spießer wie der andere alte Sack da, den sie letztens erst ins Grab geschmissen haben. "Amen", grummelte ich nur, als er endlich fertig war. Er machte nur seinen Job. Trotzdem konnte ich damit nichts anfangen. Meine Eltern sahen zufrieden aus. Sie baten dem alten Kauz noch an, bei einer Tasse Tee bei uns zu bleiben, doch er lehnte ab. Danke, lieber Gott, lange hätte ich das nicht mehr ausgehalten.
    "Nequa, wie fühlt es sich an?", fragte mich mein Vater gespannt, als wäre es ein aufregendes Ereignis gewesen. "Ich fühle mich genauso wie vorher", sprach ich ihm nüchternd zu und er wirkte etwas enttäuscht. Er hat wohl eine andere Antwort erwartet, doch er wusste genau, dass ich ihm nichts vorspielen würde. Dazu war ich diesbezüglich nicht in der Lage. Ich war vielleicht auf dem Papier noch nicht erwachsen, aber mein Verhalten dürfte es schon sein. Wenn ich dürfte, wäre ich auch schon längst weg von hier, aus diesem kleinen Dorf. Die große, weite Welt sehen, das ist mein Traum. Bis auf den Vulkan, den lasse ich gerne aus. "Rakan, wo steckt ihr?", piepste Mutters Stimme aus dem Eingangsbereich. "In der Küche, Liebling", erwiderte er und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, als sie den Raum betrat. Die Küche war komplett aus Bambusholz hergerichtet, mit sehr gemütlichem Ausblick aus dem Fenster, dass einmal einen gesamten Streifen als Halbkreis um den Raum herumging. Unter diesem Fenster befand sich alles, was man sich für eine Küche wünschen kann: Ein geräumiger Herd, viele Schubladen, natürlich alles aus Bambusholz gefertigt. Etwas anderes gab es in diesem Dorf nicht, also machte man das Beste draus. Es beeindruckte mich, was man daraus alles machen konnte. Trotzdem war ich es leid, irgendwas sagte mir, dass ich hier nicht hingehörte. Doch ich behielt es für mich, meine Eltern würden es mir ausreden, einfach abzuhauen. Doch morgen, am darauffolgenden Tag wollte ich es wagen, endlich zu verschwinden. Ein Xatu und ein Guardevoir konnten nicht meine Eltern sein, nein. Nein, das passte einfach nicht. Ich muss raus und meine wahre Heimat finden, mein Instinkt verlangt es.

    Der Tag verging, der Mond zeigte sich in seiner vollen Pracht am Sternenhimmel. Es war also die Zeit gekommen, noch ein letztes Mal in meinem Zimmer die Nacht zu verbringen. Dies war wohl der einzige Ort im Haus, der nicht aus Bambus war. Vater hatte extra Eichenholz für mich bestellt und daraus mein Zimmer hergerichtet, aber auch das war schon lange her. Ich hatte kein wirkliches Fenster, sondern lediglich ein quadratisches Loch in der Wand, also bekam ich jederzeit frische Luft, was mir auf jeden Fall nicht missfiel. Etwas Schlimmes passiert ist mir auch nicht. Bevor ich in mein Bett steige, durchwühlte ich ein letztes Mal meine Schubladen. Sitzend vor dem Regal packte ich die letzten Sachen in meinen Beutel, um auf eine Reise loszuziehen, von der ich nicht wusste, wie sie ausgehen wird und ob sie ein Ende haben wird - aber ich würde mir schreckliche Vorwürfe machen, wenn ich es nicht versuchen würde. Mein wahrer Platz war woanders. Das wusste ich ganz genau. Ich würde Mutter und Vater schreckliche Sorgen bereiten, das war mir bewusst, doch ich hoffte, dass sie mich nicht suchen würden. Ob ich jemals zurückkehren würde? Ich glaube nicht. Weil ich mir ziemlich sicher war, meine wahre Familie zu finden. Sehr sogar. Ob ich mich wehren könnte, wenn mir irgendwelche Rüpel über den Weg laufen? Klar, schaffe ich mit links, dachte ich mir. Die Gedanken kreisten weiter, es wurde eine schlaflose Nacht. Als ich dort in meiner Hängematte lag und die Sonne bereits den nächsten Tag einläutete, kamen mir Zweifel auf. Mein sicheres Umfeld aufgeben? Um einer vagen Vermutung nachzugehen, weil ich mich ein wenig an meine frühe Kindheit erinnert hatte? War es das wert? Mein Entschluss stand fest: Ich musste herausfinden, wer ich wirklich bin. Eher würde ich nirgendwo meinen Frieden finden. Vorsichtig öffnete ich die Tür, in der Hoffnung, dass meine Eltern noch schlafen würden.. nein, sie waren nicht meine Eltern, aber sie taten zumindest so. Und tatsächlich schliefen sie noch. Samt Beutel lief ich den knartschenden Bambusflur, die Treppe hinunter in den Eingangsbereich. Ein letztes Mal sah ich mich um. "Wenn du jetzt rausgehst, gibt es kein Zurück", sprach mich eine Stimme an. Total erschrocken von dieser Stimme presste ich mich voller Panik gegen die Wand. War hier irgendwer? Sind meine Eltern wachgeworden? Niemand war zu sehen, auch nach ein paar Minuten nicht. Kein Zurück, ja. Das war mir durchaus bewusst. Entschlossen, sicher und willensstark trat ich durch die Tür. Kein Zurück, kein zurück, kein zurück. So schwer es mir doch letztendlich fiel, ging ich ein paar Schritte den Eingangsweg hinunter und sah nochmal zum Haus zurück. Traurig, aber entschlossen, zog ich nun von Dannen, in eine Zukunft, die ich mir weder ausmalen konnte, noch so haben konnte, wie ich es gerne gehabt hätte.

    _____________

    Charaktere
    Nequa
    Nequa ist ein oft schlecht gelauntes, dennoch fokussiertes, willensstarkes, aber auch stures Sniebel, welches als Adoptivkind früh an seine Eltern abgegeben wurde. Mit 17 Jahren war sich Nequa bewusst, dass etwas nicht stimmte. Sie sah so anders aus als ihre Eltern, das konnte nicht stimmen. Somit machte sie sich auf den Weg, um ihre wahre Familie zu finden.

    Infos vervollständigen sich mit der Zeit, um evtl. Spoiler vorzubeugen


    Übersicht
    Pr.: fortis superbum

    Wisst ihr, ich habe keine Ahnung, was hier stehen soll, deswegen: Kartoffel.

    The post was edited 1 time, last by Holy ().

  • Heyho c:

    Zuerst einmal: Interessanter Titel für eine Geschichte! Deine Grammatik und Rechtschreibung ist größtenteils gut, wirkliche Fehler habe ich nicht gefunden, das ist immer schön c:

    Allerdings war es recht schwer den Prolog zu lesen. Die Ich-Perspektive ist definitiv immer interessant, aber vor Allem was Charaktereinführung angeht recht... schwer. Um nicht zu sagen unhandlich. Wenn man die Charakterbeschreibung in dem Spoiler nicht beachtet, weiß man nach dem Prolog genau eins über den Hauptcharakter: Das es eine sie ist und das sie Nequa heißt. Das ist nicht unbedingt gut wenn man den Leser wirklich fesseln will, es ist irgendwann einfach nur frustrierend, wenn man nicht einmal weiß, ob es sich um einen Menschen oder um ein Pokémon handelt. Zumindest hatte ich das Problem, weil am Anfang gesagt wurde, dass sie von einem etwas mit Federn gesegnet wurde, im nächsten Moment wurde dann aber ihre Umgebung als eine beschrieben, die genau so gut einem Menschen hätte gehören können. Das hättest du vielleicht irgendwie lösen können, ohne dass man in die Spoiler am Ende sehen muss.

    Allgemein fehlt es mir in der Geschichte an Charakterbeschreibung. Auch bei den Eltern habe ich keine Ahnung von irgendwas. Ich weiß, dass es sich dabei um ein Xatu und ein Guardevoir handelt - Fertig. Nequa hätte sie vielleicht noch irgendwie beschreiben können, selbst wenn es nur ein kurzes 'Mein Vater, ein Xatu,' gewesen wäre. Dann könnte ich die Pokémon zumindest besser zuordnen. So wie es jetzt ist bin ich mir immerhin ziemlich unsicher, wer was ist. Wenn man auf die normalen Standards achtet würde ich dem Vater das Xatu und der Mutter das Guardevoir zuordnen, aber wenn ich mir ansehe wie du schreibt ', piepste Mutters Stimme' klingt das doch eher anders herum.
    Der Priester ist hier zwar nur kurz wirklich vorhanden, aber dennoch wäre es gut zu wissen, was das für ein Pokémon ist. Von dem was ich gelesen habe ist es ein gefiedertes Pokémon und Nequa beleidigt ihn als alten Kauz - das lässt mir nun zwei Möglichkeiten offen, entweder meint sie das als unsere typische (wenn auch gefühlt aussterbende xD) Beleidigung gegenüber älteren, seltsamen Menschen, in ihrem Fall also Pokémon, oder wir haben es hier mit einem Vertreter der Bauz-Reihe zu tun. Oder mit einem Hoothoot oder Noctuh. Ein wenig zu viel Auswahl, die man nicht dem Leser überlassen sollte, selbst wenn nicht geplant ist, dass der Charakter später noch einmal auftaucht.

    Die Beschreibung der Umgebung ist recht gut, da könnte man vielleicht noch etwas in die Tiefe gehen, aber ich kann mir trotzdem gut genug vorstellen, wie alles aussehen soll. Das macht es so schade, dass die Charakterbeschreibung praktisch nicht vorhanden ist. Das größte Problem ist wohl, dass du selbst weißt, wie sie aussehen und daher vergisst, es für die Leser aufzuschreiben. Weil so wie es jetzt ist fühle ich mich, als hätte ich keine Ahnung von irgendetwas, bis auf das Aussehen vom Haus.

    Von den Charakteren habe ich noch nicht viel gesehen, was bei der Ego-Perspektive aber auch nicht verwunderlich ist. Nequa wirkt wie ein sehr interessanter Charakter auf mich, der die Möglichkeit auf viel Entwicklung bietet und darauf, dass man mit ihr gut die Welt erkunden kann c: Bin auf jeden Fall gespannt wie sie sich auf ihrer Reise macht und wen sie alles noch so trifft ;D Im nächsten Kapitel würde ich vielleicht etwas nachholen was im Prolog mehr oder weniger vergessen wurde, damit man als Leser in etwa weiß, wie man sich Nequa überhaupt vorstellen soll ^^ Und bei ihren nächsten Begegnungen mit neuen Pokémon auch darauf achten, dass sie eine ordentliche Beschreibung erhalten c:

    Bin auf jeden Fall schon gespannt aufs nächste Kapitel! Schön weiter machen c:

    "Obscuritemon!"
    Banner by Shu <3
Impressum · Datenschutz

© 1999–2019 Filb.de

Pokémon © 2019 Pokémon. © 1995–2019 Nintendo, Creatures Inc., GAME FREAK inc.