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Digimon - Project Delta {V-2}

    • Rollenspiel

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    • Marina Jake Forster


      Sein Blick glitt in Richtung von Ly, als diese erzählte, dass sie ursprünglich aus Deutschland kam. Dann war er wohl nicht der einzige Deutsche, das war doch schön. "Ich komme ebenfalls aus Deutschland, wohne allerdings auch noch da. Hamburg, um genau zu sein", erzählte er lächelnd und folgte dann dem Professor hinein.

      Tatsächlich war wohl das, was Jake am Meisten interessierte, die Art und Weise, wie die Halle gestaltet war und welches Dach es besaß. Es gefiel ihm, dass das Sonnenlicht tatsächlich durch die Gläser des Daches schien und nicht alles komplett mit Elektrizität ausgeleuchtet war. Da fühlte man sich doch gleich viel gesünder.
      Fast nur mit halbem Ohr hörte er den Erläuterungen des Professors zu und sah erst wieder richtig in seine Richtung, als er von dem neuen 'Artikel' sprach. Tatsächlich war Artikel ein wirklich weit dehnbarer Begriff, was dem jungen Mann nur wenig gefiel. Auch wenn er ein Fan von Überraschungen war, war dies hier doch ein wenig zu viel Geheimhaltung. Konnte man es dann nicht wenigstens irgendwie... keine Ahnung, Programm nennen, wenn es so etwas war? Laptop, Fernseher, sogar KI wäre okay, immerhin konnte man sich darunter mehr vorstellen als unter 'Artikel'. Aber gut, mit Sicherheit würden sie früh zu sehen bekommen, was gemeint war...

      Dann allerdings kam etwas, was Jake wirklich nicht gefiel. Abgetastet werden von gleichgeschlechtlichen Mitarbeitern. Ein leises Seufzen kam über seine Lippen, dass er seine elektronischen Habseligkeiten abgeben musste, interessierte ihn im Gegensatz dazu herzlich wenig. Natürlich wusste er, dass er nicht einfach nein sagen konnte und vermutlich hätte er weniger Probleme damit sich abtasten zu lassen, wenn er seine Operation bereits hinter sich gebracht hätte – aber jetzt gerade? Unschön. Naja. Was sein musste, musste nun einmal sein.
      Dennoch, er musste schnell etwas erledigen, bevor er durch die Sicherheitsschleuse ging. Abgesehen davon das er in diesem Teil echt nicht als Erster da durch gehen wollte. Am Besten wäre wohl mittig. Die wenigste Aufmerksamkeit, mit etwas Glück. Also holte er sein Handy raus, entsicherte es und fing an, seiner Mutter zu schreiben. 'Hey Mama, wir müssen hier leider unsere Handys abgeben. Aber sobald ich es wieder in den Händen habe, bist du die Erste, der ich schreibe. Hab dich lieb, Jake.' Vielleicht etwas kitschig, aber wer wusste schon, wie lange die Handys weg blieben. Sicher war sicher.
      Die Nachricht wurde abgeschickt und das Handy ausgeschaltet. Das Gezeter der jungen Frau vor ihm ignorierte er mehr oder weniger gelassen, mit etwas Glück ging sie dem Professor so sehr auf die Nerven, dass er sie zuerst hindurch schickte...

      "Obscuritemon!"
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    • Calhaora


      Das Mädchen glaubte, sie höre nicht richtig, als der Typ sie anwies, ihre Elektronic abzugeben.
      Sie BRAUCHTE ihre Musik.
      "Gott, ich hau gleich wieder ab..", murmelte sie, im Gegensatz zu der Bitch leise in sich hinein. Die Blondine machte einen Aufstand, als hätte der Doc ihr gesagt sie solle sich die Haare abrasieren.
      Kurz noch ein paar Nachrichten geschickt, Handy aus.
      Hao hielt ihr Phone in der Hand, bereit es abgenommen zu bekommen. Sie vertraute einfach darauf, dass sie ihr versprechen hielten.

      Vermutlich war es, weil das, was auch immer sie bekommen würde, sehr empfindlich auf andere Geräte reagierte.
      Denn schließlich war dies nunmal ein Test und da brauchte es eine saubere, fehlerfreie Umgebung.
      Oder?
      Und mal ganz davon abgesehen, dass es schon interessant klang, WAS denn so hochentwickeltes in ihre Hände gelegt wurden, und warum es gerade normale Leute wie sie waren.

      Die komische Modetussi zeterte immer noch, ihre Stimme wurde immer höher bis sie irgendwann wohl in "Fledermaus" weiterschrie.
      Es nervte ungemein.
      "GOTT wenns dich stört VERPISS dich!", fauchte die Dunkelhaarige irgendwann, als ihre wut einen Zenit erreicht hatte, der nicht mehr tragbar war.
      Sie verstand sowieso nicht, wieso sich Leute zu iwas meldeten und dann keine Folge leisteten egal was gefordert wurde.
    • Lyxiria

      Ly musste leise lachen, als Makku wasserfallartig anfing zu reden. Gut, dann ist er vielleicht doch nicht so schweigsam, wie ich bisher dachte.
      "Das ist doch nicht schlimm.", erwiderte sie schließlich. "Besser als sich dauernd anzuschweigen.
      Ich habe mir gerade das Silicon Valley angesehen und hatte Rast in Santa Clara gemacht. Dort gabs auch so eine Infoveranstaltung und mir ist einer der Flyer vor die Füße geraten."
      Gerade als sie das sagte, betrat sie endlich das Gebäude. Auch hier nickte sie den Soldaten dankbar zu, die ihnen die Tür aufhielten. Die Sicherheitsschleuse im Inneren nahm sie kaum wahr, dafür fröstelte sie in dem plötzlichen Wechsel von Hitze zum akklimatisierten Raum ein wenig. War also doch gut gewesen die Jacke an zu behalten.
      Gespannt folgte sie der Erzählung des Professors. Als er meinte, dass man alle technischen Geräte abgeben müsse, griff sie in ihre Jackentasche und holte ein inzwischen recht ramponiertes Samsung S Galaxy II hervor. Der Bildschirm war durch den dauernden Gebrauch leicht zerkratz, die Kopfhörerbuchse hatte einen Wackelkontakt, das Gehäuse hatte überall Kratzer und Dellen und der Akku hielt nie wirklich lange. Aber damit hatte sie ihre Reise protokolliert. Da waren etliche Fotos ihrer Reise enthalten.
      Während die Anderen sich mehr oder minder darüber aufregten ihren technischen Firlefanz abgeben zu müssen, tippte sie eine schnelle SmS - WhatsApp und andere Massanger liefen auf dem alten Knochen nicht so wirklich - in das Handy. Bin für unbekannte Zeit nicht erreichbar, mir gehts gut. Das müsste reichen. Sie wählte eine Nummer aus ihren Adressbuch auf und schickte die Kurznachricht ab, ehe sie das Gerät ausschaltete. Mehr technischen Kram hatte sie schon nicht mehr bei sich. Selbst die Uhr an ihrem Handgelenk war analog, auch wenn es sich um eine Automatikuhr handelte.

      "GOTT wenns dich stört VERPISS dich!"
      Bei diesen harschen Worten sah Ly kurz auf. Scheinbar würden die beiden Frauen doch eher an einander rasseln, als sie gedacht hatte. Das brauchte sie sich nicht anhören. Sie sah in die Richtung, in der Professor Yu bereits gedeutet hatte. Sie sah zu den drei Soldaten, die dort stoisch warteten. Nach einem kurzen Augenblick des Zögerns ging sie auf Wartenden zu. Sie hob die Hand mit ihrem deaktivierten, alten Smartphone, so dass man nur noch zu greifen musste, ihm ihr das Gerät wegzunehmen.
      "Werden wir aufgerufen oder darf ich mich auch freiwillig als Erste melden?", fragte sie freundlich lächelnd. Die erregte Diskussion in ihrem Rücken ignorierte sie. Sie war neugierig auf den - wie hatte es der Professor genannt? - hochwertigen technischen Artikel und sie mochte Streitereien nicht besonders. Und vielleicht konnte sie die Anderen zu dazu animieren sich dem Unausweichlichen auch ohne große Diskussion zu stellen. Denn der Professor schien nicht gerade so, als würde er in dem Punkt der mitgebrachten, technischen Geräte auch nur ansatzweise nachgeben.
    • Ray Theodore Stark


      Ray bekam mit, dass Makku ein Student aus New York war, der noch bei seinen Eltern lebte und in wenigen Sätzen fast schon ungewöhnlich viele Informationen über sich preis gab, schien er doch sehr schüchtern zu sein. Ly kam ursprünglich aus Deutschland, lebte aber nun in den USA, eine Tatsache die er recht spannend fand, da seine Eltern auch von dort kamen, sowie Jake auch. Auf Makkus Frage warum er an der Studie teilnahm, konnte er nur kurz antworten, da seine Antwort "Ich interessiere mich aufgrund meines Studiums für das Thema, weil...", durch die Ankunft in einer riesigen Halle unterbrochen wurde. Der Professor fing an zu reden und da er dieses Mal mehr Infomation bekanntgeben würde, so hoffte Ray, begnügte sich der Junge damit zu schweigen und interessiert den Worten zu lauschen und sich dabei die Halle neugierig anzusehen.
      Sie wirkte deutlich schöner als alles was er bisher auf dem Forschungsgelände entdeckt hatte. Man könnte hier wohl gut arbeiten, aber es war nicht ganz die Einrichtung die Ray für gewöhnlich bevorzugte. Es wirkte fast schon zu modern, auch wenn es wirklich einladen wirkte und sicherlich liebevoll eingerichtet war.
      Auch die anderen Teilnehmer hörten still zu, bis Yu sprichwörtlich die Bombe platzen ließ. Sie sollten ihre elektronischen Geräte abgeben. Nach dieser Ankündigung brach das Chaos aus und Ray amüsierte es gleichermaßen, wie es ihn schockierte, dass die beiden Zicken, auch wenn er es nicht anders erwartet hatte, scheinbar nicht ohne ihre Geräte auskommen wollten. Die Gesellschaft war schon sehr abhängig von den Smartphones und irgendwie war das auch ein Punkt der ihn in seinem Studium jedes Mal nachdenklich werden ließ. Es war ja nicht so, dass er nicht gern die Vorzüge der Technik genoss oder viel an seinem Laptop arbeitete, aber für einen kurzen Zeitraum würde man es doch wohl auch ohne Handys aushalten können, vor allem wenn man eine wichtige Aufgabe hatte.
      Um ihn herum begannen die Leute ihre Handys zu holen und darauf herum zu tippen, vermutlich um ihren Familien mitzuteilen, dass sie nun nicht erreichbar wären. Ray stand dabei ziemlich allein in der Gegend und sah ihnen zu. Er hatte keine Familie, die ihn für einen solchen Zeitraum vermissen würde und seinen Freunden hatte er vorher bereits Bescheid gegeben, dass er nicht da war. Also beließ er es dabei sich den Streit anzusehen, den die beiden Mädchen austrugen. Die schwarzhaarige schien ziemlich generft. Es wurde sogar so schlimm, dass sie ausfallen wurde. Ray musste grinsen. Die beiden würden wirklich beste Freundinnen werden und waren als Unterhaltung sicherlich ohnehin besser als irgendwelche Spiele auf dem Smartphone, auch wenn er nun sämtliche Tagesevents in Pokemon Go und Candy Crush verpassen würde, was für seinen besten Kumpel wohl auch nur sehr schwer zu verkraften wäre.

      Wie Ly ging er daher näher zu den Sicherheitsschleusen. Seine Neugier auf das Produkt, welches sie testen sollten, wuchs und er da er keine Zeit brauchte um sich von Handy und Ipod zu verabschieden, war es für ihn nur logisch möglichst früh durch die Kontrolle zu kommen.

      "Ich wäre auch fertig", bemerkte er zu Yu und stellte sich abwartend neben Ly.




    • Professor Doktor Morgan Yu
      An alle Götter, die ihm in diesem Moment vielleicht zuhören wollten -- worauf hatte er sich hier nur eingelassen? Sobald er die Worte fertig geformt hatte, die ausdrücken, dass jeder seine elektronischen Geräte abgeben musste, schien es, als bräche das Inferno auf Erden aus. Die verdammte Apokalypse brach aus. Man brauchte keine Untoten, keine Massenvernichtungswaffen und keinen Welthunger, wenn man zwei Furien hatte, die innerhalb weniger Sekunden auf über neuntausend waren.

      Der Doktor betrachtete die Szene mit offensichtlich wachsendem Unbehagen. Als sich die junge Miss Sullivan darüber ausließ, dass sie nun all ihre Geräte abgeben musste, war er bereits darauf vorbereitet gewesen, sie beruhigen zu müssen. Er hob beide Hände in einer beschwichtigenden Geste, wollte ihr gerade antworten, als sich auch schon Frau Lightsbane einmischte und der Dame recht laut und recht vulgär Einhalt gebot. Wahrscheinlich hätte der Professor bereits annehmen sollen, dass es irgendwann eskalieren würde, als er die psychologischen Profile der Teilnehmer in den Händen hielt. Aber er hatte es dennoch abgesegnet und nun musste er mit den Problemen umgehen können...

      "Meine Damen, bitte", versuchte er es deshalb und trat einen Schritt vor. Er versuchte, sich zwischen den beiden Streitenden zu positionieren, versuchte gewissermaßen als Ruhepol zu fungieren. Er versuchte, ihnen klar zu machen, dass es nichts bringt, sich nun zu streiten. Dass sie alle auf kurz oder lang miteinander auskommen müssten. "Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie Ihre Hab und Gut nicht abgeben möchten, aber es sind die vorgeschriebenen Regeln. Es tut mir sehr leid, dass es Sie derart aufwühlt. Ich möchte mich in aller Form bei Ihnen entschuldigen. Aber, bitte, beruhigen Sie sich. Es wäre eine Schande, uns nun einem solchen Streit hinzugeben."
      Es war wohl mehr als nur erkennbar, dass er nicht wirklich daran glaubte, in der Lage zu sein, den Streit zu schlichten. Er konnte Frauen nie sonderlich gut verstehen... Dass er unterdessen von den anderen, nicht beteiligten Probanden gefragt wurde, ob man sich einfach zum Sicherheitscheck einreihen durfte, ignorierte der Professor unterdessen vollkommen. Er hatte keine Zeit, sich um einen kompletten Kindergarten zu kümmern. Er nahm einfach an, dass sich die Soldaten darum kümmerten.


      Während der Leiter der Studie also versuchte, die Gemüter zu beruhigen, wandten sich die Soldaten an die ersten Freiwilligen der Probanden. Sie warteten nicht darauf, dass Doktor Yu ihnen erlaubte, die Handys an sich zu nehmen, und sie erwarteten auch keine sonderlich festgelegte Reihenfolge. Sie waren einfach nur für die Sicherheit zuständig und diesen Job nahmen sie ernst. Der weibliche Soldat, der unter anderem für das Durchsuchen der Körper zuständig war, nahm sich nun dem ersten Probanden an. Es war eine junge Dame mit Spitznamen Ly, die ihr Smartphone wohl viel schneller abgeben wollte, als die beiden Streithähne im Hintergrund. Nun, der Angestellten war es egal. Sie nahm das Gerät wortlos an und packte es in eine kleine, schwarze Plastik-Kiste. Anschließend ging sie auf die Probandin zu, gestikulierte ihr den Weg hinüber zur Sicherheitsschleuse und gebot ihr anschließend dort zu pausieren, bis sie mit der Abtastung fertig war.

      Währenddessen nahm sich der männliche Soldat Ray an und vollführte in etwa die gleiche Prozedur, wie sie zuvor mit Ly durchgeführt wurde: Mobiltelefon und alles andere, was irgendwie elektronisch wirkte, abnehmen, in einer Kiste lagern und den Interessenten anschließend vor der Sicherheitsschleuse abtasten, um sicherzugehen, dass weder elektronische Geräte, noch irgendwelche Waffen oder sonstiges übersehen wurde.


      Khiara "Cherry" Sullivan
      Das war doch absoluter Beschiss! Wie konnten diese Idioten von ihr verlangen, ihr Hab und Gut abzugeben?! Sie verstand sowieso nicht, warum ihr Vater sie dazu verdonnert hatte, bei dieser Clownsshow mitzumachen. Was sollte sie unter all diesen Nerds und Freaks tun? Nie hatte sie sich mit Untermenschen wie diesen abgegeben und nun war sie dazu gezwungen, mit ihnen mehr als nur die Luft zum atmen zu teilen. Khiara verstand es einfach nichts. Und die Tatsache, dass sich eine dieser Freaks traute, ihr derart vulgär entgegen zu schreien, verbesserte ihre Laune nicht sonderlich. Khiara wandte sich natürlich automatisch um und blickte die kleine Schwarzhaarige wutentbrannt an.
      "Wer gibt dir kleiner Schlampe denn das Recht, mit mir zu reden?!" Die reiche Dame ignorierte die vergeblichen Versuche des Professors, den Streit zu schlichten, vollkommen. Sie wandte sich nun vollends dem Emo zu, die sich an sie gewandt hatte. Abscheu war ganz offensichtlich in Khiaras Gesicht und ihre komplette Körperhaltung gab nichts als Ekel von sich. "Was macht denn so ein kleiner Emo, wie du, bei so einer Studie?! Hast du dich gestern nicht geritzt, oder warum machst du deine Klappe auf?! Pass das nächste Mal zwei Mal auf, ob du deine Fresse aufmachst, sonst stopfe ich sie dir!"
    • Lyxiria

      Widerstandslos ließ sie das alte Smartphone abnehmen und folgte den Anweisungen. Wie befohlen hob sie die Arme und stellte sich breitbeinig hin, damit die Soldatin sie leichter abtasten konnte. Sie schloss die Augen und versuchte die suchenden Hände weitestgehend zu ignorieren. Ja, es war ihr unangenehm, aber was sollte sie machen? Würde sie das Abtasten verweigern, würde sie aus der Studie fliegen. Und das wollte sie nicht. Nun war sie neugierig geworden und wollte wissen um was es hier eigentlich ging.
      Als die Soldatin ihren Oberkörper fertig abgetastet hatte, öffnete Ly ihre Augen und drehte ihren Kopf um Ray ansehen zu können. Leicht gequält lächelte sie ihm zu. Doch ehe sie etwas sagen konnte, wurde es hinter ihnen wieder laut.
      "Wer gibt dir kleiner Schlampe denn das Recht, mit mir zu reden?!"
      Nun drehte Ly ihren Kopf noch weiter, so dass sie über die Schulter zur Gruppe zurück sehen konnte. Das brachte ihr sofort einen groben Stoß von der Soldatin hinter ihr ein. "'Tschuldigung.", murmelte sie leise und stellte sich wieder in die Position, in der sie ausharren sollte, auch wenn ihre Arme langsam schwer wurden. Blieb ihr also nur zu lauschen, was hinter ihnen los war. "Was macht denn so ein kleiner Emo, wie du, bei so einer Studie?! Hast du dich gestern nicht geritzt, oder warum machst du deine Klappe auf?! Pass das nächste Mal zwei Mal auf, ob du deine Fresse aufmachst, sonst stopfe ich sie dir!"
      Nun war Ly dann doch etwas schockiert. Sie würden voraussichtlich einige Tage hier zusammen verbringen. Konnte man sich denn nicht wenigstens bemühen und höflich bleiben.
      "So ein Kindergarten.", sagte sie leise, aber doch genervt.
    • Makkusu:

      Während er innerlich noch total aufgewühlt ist realisiert Makku, dass die ersten bereits ihre Geräte abgegeben haben.
      Er ging zur Schleuse und ein Soldat begann bereits ihn durchzuchecken. Dabei holte er aus sämtlichen Taschen seiner Kleidung
      und den Fächern in seinem Rucksack Technik heraus. Hier ein Handy, da eine Digitalkamera, diverse Powerbanks, Kabel, Kabel, noch mehr Kabel.
      Schließlich zog er sein T-Shirt aus und es kamen noch mehr technische Geräte zum Vorschein, von denen keiner wusste, was die überhaupt machen.
      "Ich glaube ich brauche für das Zeug einen ganzen Safe für mich alleine..."

      Es wirkte so als ob Makku komplett aus Elektronik bestehen würde... wie ein organischer Cyborg.
      Am Ende lag ein großer Haufen von Kabeln sowie größeren und kleineren Geräten vor der Schleuse. Diese wurden auch bereits abtransportiert.
      Dann bemerkte er, wie eins der Mädchen anfing wie eine Irre herumzuschreien. "Na wundervoll... unsere Prinzessin ist in den Amazonen-Modus gewechselt.
      Und die Emo-Tante macht gleich noch mit... Das ich die nächste Zeit mit solchen Leuten verbringen darf gefällt mir gar nicht.", murmelte er vor sich hin.
      Dann vernahm er ein leises "So ein Kindergarten.", welches von Ly kam.
      "Jo, kannst du laut sagen.", antwortete er ihr. "Ich bin echt nicht begeistert, dass wir die nächste Zeit mit den beiden verbringen müssen.
      Aber naja, es wird schon werden."
    • Marina “Jake” Forster


      Es wäre wohl fast amüsant, wie die beiden Furien sich an die Gurgel sprangen, wäre Jake nicht so sehr mit seinen eigenen Problemen beschäftigt. Er gönnte es den beiden irgendwie, bei dieser Umgangsart, dass sie nicht unbedingt sanft behandelt wurden, als man versuchte, sie mehr oder weniger grob zu besänftigen. Auch wenn vor Allem der Professor dabei... nicht wirklich erfolgreich war. Nun ja. Er wäre mit Sicherheit der Letzte, der sich da einmischte. Er mochte Kontakt zu anderen Menschen, aber... er war sich ziemlich sicher, dass diese Beiden ihm keinerlei Respekt gegenüber bringen würden. Nicht ihm. Nicht irgendeinem anderen Menschen. Sie wirkten beide ziemlich Ich-bezogen und in einer Studie, die höchstwahrscheinlich Teamaktivität brauchte, sollte er sich andere Leute suchen.


      Das Ly sich direkt als Erste meldete um sich das Handy abnehmen zu lassen und zur Untersuchung geführt zu werden kam Jake ganz gelegen. Es gab ihm einen Grund, um sich zumindest halbwegs 'einzureihen'. Wenn man es einreihen nennen wollte. Er stellte sich mehr oder weniger in Lyxirias Nähe, nicht zu nah um irgendwie die Durchsuchung zu behindern, aber auch nicht weit genug weg, damit man nicht mehr erkannte das er nur zu gerne sein Handy abgeben würde, bloß damit die Untersuchung schnell vorbei war. Vielleicht hoffte er aber in seinem Inneren auch nur, dass er schnell von den Streithähnen weg kam, wenn er schnell durchsucht wurde.


      Als er dann jedoch den letzten Ausruf der Blonden hörte, drehte er den Kopf in ihre Richtung und er war sich ziemlich sicher, dass man ihm den Schock ansehen konnte. Vermutlich sagte gute Erziehung nun entweder 'Misch dich ein, bevor es eskaliert', oder aber 'rette deine eigene Haut und ignoriere es', aber... irgendwie klangen beide Optionen nicht gerade hervorragend. Letzten Endes blickte er in Richtung von Ly und Makku, die sich wohl gerade ebenfalls über die Umgehensweise der beiden Frauen beschwerten. Trotzdem...
      Schließlich wandte Jake sich um, beziehungsweise, er drehte den Kopf und den Oberkörper weit genug, um zumindest eine der Beiden noch zu sehen, ohne sich zu verrenken. Sein Blick fiel dabei auf die Schwarzhaarige. „Wir stecken da alle drin. Wir sollten zumindest versuchen uns mit den Begebenheiten anzufreunden und uns nach Möglichkeit nicht grundlos zu beleidigen. Vor allem nicht... so.“ Er scheute die Konfrontation nicht unbedingt, auch wenn er sich lieber aus Allem zurück hielt, was irgendwie Streit bedeutete. Leider war er sich ziemlich sicher, dass er sich hier nicht gerade Freunde machte, indem er sich einmischte, dementsprechend drehte er sich wieder um und als hätte er gerade erst realisiert das er scheiße gebaut hatte, warf er Ly und Makku einen fast schon hilflosen Blick und ein dezentes Schultern zucken zu.

      "Obscuritemon!"
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    • Calhaora


      Wie schon erwartet sprang die Bitch an. Hao tata jedoch...absolut nichts. Sie wusste, dass sie das vermutlich noch viel mehr Ärgern würde.
      Wie hieß es so schön? Der klügere gibt nach.
      Also grinst die dunkelhaarige der Blöndine nur zu. Ihre Augen sprachen jedoch eine ganz andere Sprache. Sie waren kühl und scharf. Würde das Mädel sie angreifen, würde sie sich verteidigen.
      Ende der Geschichte. Und wenn sie ihr die Nase brechen musste.
      Und hey, wenigstens war sie klüger, alles artig über sich ergehen zu lassen. Genug Bücher zum lesen hatte sie schließlich, also würdesie ihr Handy für diesen Zweck auch nicht vermissen.

      Daher latschte sie, den Doc kurz angrinsend hinterher um sich ihrer Technik entledigen zu lassen und sämtliches anderes Zeig über sich ergehen zu lassen.
      Wwärend der ganzen Zeit, sah sie die Blondine nicht an, sagte nichts, grinste einfach in sich hinein.
      Hao würde ihre Rache später noch bekommen. Wenn keiner hinsah. Sie allein waren?
      Da gab es bestimmt möglichkeiten sie ein wenig zu verunstalten für das Emo gelaber. Die Kleine Kuh sollte dringend mal lernen, dass es unterschiede zwischen Schwarzträgern und Schwarzträgern gab.
      Aber vermutlich konnte ihre eine Gehirnzelle das gar nich verarbeiten.
    • Ray Theodore Stark


      Für gewöhnlich fand er es interessant, wenn sich Leute kabbelten, weil man dann sehr viel von ihrem Verhalten analysieren konnte, aber diese Art von Streit mochte er nicht. Was für eine Erziehung hatten die beiden denn bitte genossen, dass sie sich gleich beleidigen mussten? Konnte man seine Meinung, auch wenn diese durchaus verschieden war, nicht sachlich vertreten? Eine Beleidigung oder ein vulgäres Wort unterstützte doch keine Argumente beziehungsweise ersätzte diese vollkommen. Während er von dem Soldaten abgetastet wurde, blickte er zu Ly. Sie sah ihn mit einem gequälten Lächeln an. Er konnte das verstehen. Körperkontakt mit Fremden war im grundsätzlich egal, aber abgetastet werden wie am Flughafen fand er übertrieben. Er legte den Kopf schief, grinste frech und zwinkerte Ly zu. Dann begannen die beiden Zicken jedoch sich weiter zu streiten. Ly kommentierte das mit einem genervten "So ein Kindergarten.". Makku welcher bei ihnen stand, versuchte positiv zu bleiben. "Jo, kannst du laut sagen. Ich bin echt nicht begeistert, dass wir die nächste Zeit mit den beiden verbringen müssen. Aber naja, es wird schon werden." Ray nickte. „Wir stecken da alle drin. Wir sollten zumindest versuchen uns mit den Begebenheiten anzufreunden und uns nach Möglichkeit nicht grundlos zu beleidigen. Vor allem nicht... so.“ Jake hatte Recht. Dennoch sollten sie sich erstmal nicht einmischen. Die schwarzhaarige Miss Lightsbane schien das Interesse an dem Streit verloren zu haben und stellte sich in die Schlange für die Kontrolle. Ray beobachtete sie einen Moment und zuckte dann resigniert mit den Schultern. Beim nächsten Mal konnte er schlichten, fürs Erste schien die Sache geklärt und er wollte die Beiden nicht weiter aufwühlen.

      Als er fertig war trat er auf die andere Seite der Schleuse und wartete, dass seine neuen Freunde Jake, Makku und Ly auch hindurch kamen. Dem freundlich Mädchen schenkte er ein Lächeln. "Na froh, dass du es hinter dir hast?", fragte er und flüsterte ihr ein leises "Ja manche Leute werden nie erwachsen", zu, welches für niemanden sonst zu hören war.

    • Lyxiria

      Endlich signalisierte die Soldatin ihr, dass sie fertig war.
      "Jo, kannst du laut sagen. Ich bin echt nicht begeistert, dass wir die nächste Zeit mit den beiden verbringen müssen. Aber naja, es wird schon werden." Amüsiert wandte sich Ly Makku zu um ihm zu antworten und ignorierte den ungeduldigen Blick ihrer Abtasterin. Halb belustigt, halb entsetzt begutachtete sie die das Sammelsurium aus Kabeln und Technik, welche der junge Mann in die Ablageschalen legte. Darüber vergaß sie ihre eigentliche Erwiderung. "Du meine Güte, Makku!"
      „Wir stecken da alle drin. Wir sollten zumindest versuchen uns mit den Begebenheiten anzufreunden und uns nach Möglichkeit nicht grundlos zu beleidigen. Vor allem nicht... so.“ Mittlerweile hatte die Soldatin Ly am Arm geschnappt und zog sie auf die andere Seite der Schleuse, damit sie weiter machen konnte. Also erwiderte sie nur Jakes Blick und zuckte mit den Schultern. Er hatte ja recht. Aber zum Glück schien die Schwarzhaarige nun auch genug zu haben, denn auch sie kam auf die Schleuse zu.
      Erleichtert trat sie nun endlich aus dem Sicherheitsbereich und gesellte sich zu Ray, der nun natürlich schon fertig war.
      "Na froh, dass du es hinter dir hast? Ja manche Leute werden nie erwachsen."
      "Sehr froh.", erwiderte sie in normaler Lautstärke. "Abtastungen sind nicht sehr angenehm. Aber was sein muss, muss eben sein." Und dann ebenso leise wie Ray: "Ich befürchte nur, dass ihnen selbst nicht klar ist, wie kleinlich sie sich benehmen."
    • Und trotz dass sich der Professor persönlich in den recht vulgären Streit einmischte, trotz dass er alles in seiner Macht Stehende versuchte, um all dies hier ein wenig zu entspannen, traten bereits die ersten Soldaten näher. Sollte es zu Handgreiflichkeiten kommen -- was bei diesen beiden Damen wirklich nicht weit hergeholt war -- würden sie eingreifen.

      Was auch immer dann allerdings geschah, offenbar war ihre Hilfe nicht benötigt. Die eine Partei verantwortlich für den lauten Streit wandte sich schlussendlich inmitten des Gesprächs ab und marschierte hinüber zu der Sicherheitsschleuse, in welcher bereits die ersten nach erfolgreicher Durchsuchung und Abnahme sämtlicher elektronischer Geräte durchgewunken wurden. Nun, wenn die beiden es so klären konnten, dann würde die Hilfe der Soldaten nicht mehr benötigt. Trotz dass die umstehenden Wachen nun ein wachsameres Auge auf die neuangekommenen Probanden warfen, konzentrierte man die Kräfte und Konzentration nun offenbar auf die Sicherheitsschleuse. Lyrixia und Ray waren die ersten, die fertig abgetastet durchgewunken wurden. Anschließend kam Jake dran, der automatisch zu einem männlichen Mitarbeiter geleitet wurde. Entweder bekamen sie nicht mit, dass er ein noch nicht operierter Transgender war, oder es war ihnen einfach egal und sie gingen nach seinem puren Aussehen. Immerhin würde er so behandelt, wie er sich gab. Und da wurden keine Ausnahmen gemacht.

      Unterdessen wurde Miss Lightsbane zur weiblichen Mitarbeiterin geleitet und nachdem auch ihre elektronischen Geräte abgenommen und eingelagert wurden, wurde sie -- vollkommen ignorant gegenüber der Auseinandersetzung, die sie soeben angezettelt hatte -- ebenfalls abgetastet.


      Khiara "Cherry" Sullivan
      Und was machte die kleine Schlampe dann? Anstatt sich zu verteidigen, grinste sie bloß breit und blöd und wandte sich ab. Natürlich verstand Khiara, was sie da tat, dass sie sich ganz getreu dem Motto "Der Klügere gibt nach" zurückzog. Und natürlich wusste sie auch, was die Emo-Tusse damit bezwecken wollte. Sie wollte sie weiter aufwiegeln, sie provozieren, indem sie Khiara keine weitere Angriffsfläche gab. Aber, entgegen ihres Aussehens und ihrer Verhaltensweisen, hatte Khiara doch ein wenig Grips in ihrem hübschen, kleinen Köpfchen. Es umfasste nicht unbedingt eine große Menge an Wissen über Technik, aber sie wusste zumindest, wie sie sich geben musste, wie sie reagieren musste, und weitestgehend wie die Leute reagierten und was sie damit bezwecken wollten. Immerhin kam sie nicht allein durch das Geld ihres Vaters so weit, wie sie nun war...

      Ein kleines, triumphierendes Schnauben verließ die Kehle der Dame und sie warf die Nase ein wenig in die Höhe. Für sie war die Reaktion der Schwarzhaarigen ein Sieg. Immerhin hielt die kleine Schlampe nun ihre scheiß Klappe und mischte sich nicht mehr in Dinge ein, die sie rein gar nichts angingen.


      Professor Doktor Morgan Yu
      War das sein Verdienst? Dass Miss Lightsbane sich nun umdrehte und ging, anstatt sich weiter mit Miss Sullivan anzulegen? Der Professor war sich diesbezüglich nicht sicher, aber er hieß die rasche Änderung der Streitsituation dennoch willkommen. Ein kleiner, nicht hörbarer Seufzer verließ seine Lungen, er nahm die Arme herunter und strich sich kurz den Kittel wieder glatt. Er beobachtete, wie die Schwarzhaarige auf die Schleuse zuging und prompt von den Soldaten untersucht wurde. Dann wandte er sich an die Reiche direkt vor ihm und schenkte ihr ein besänftigendes Lächeln.

      "Miss Sullivan, ich bin mir über die Einschränkungen, die Ihnen durch diese Regelung beschert werden, bewusst und ich möchte mich in aller Form bei Ihnen entschuldigen. Allerdings kann ich diese Regelung keinesfalls umgehen. Ich bitte Sie, sich den Gegebenheiten anzupassen", versuchte er schließlich, sich mit der recht aufbrausenden Dame diplomatisch zu einigen. Er war sich nicht sicher, ob das klappen würde; aber ein Proband mehr oder weniger, darauf würde es nun nicht mehr ankommen. Sullivans Vater hatte zwar eine beträchtliche Summe in das Projekt investiert, damit seine Tochter in das Programm aufgenommen wurde, aber wenn sie das Projekt vehement und konstant negativ beeinflusste, würde man leider Konsequenzen ziehen müssen. Dann würde Yu Konsequenzen ziehen müssen.


      Khiara "Cherry" Sullivan
      Vielleicht war es der kleine Sieg, den sie -- wenn auch eigens auferlegt -- über die schwarzhaarige Schlampe errungen hatte, oder aber Khiara hatte endlich eingesehen, dass sie schlussendlich dazu gezwungen werden würde, ihre geliebten Technik-Dinge abzugeben; schlussendlich wandte sie sich wieder an den Professor, als dieser sie persönlich adressierte und sie abermals in aller Diplomatie dazu aufrief, sich den Regeln zu beugen. Sie blickte den Leiter der Studie für einige Sekunden an, bis sie auch ihm schlussendlich ein Lächeln schenkte, sich umwandte und offenbar ebenfalls in die Reihe einreihte; wenn sie den letzten, der sich wohl irgendwann als "Makku" vorgestellt hatte, auch einfach überging und sich vor ihm 'anstellte'.

    • Marina Jake Forster


      Das keine der beiden Streitenden sich wirklich auf seine Aussage stürzte und ihn auseinander nahm war wohl recht gut. Vor Allem aber bestätigte es ihn in seinem Denken, dass die Beiden sich mehr auf sich selbst konzentrierten, als auf Andere zu achten. Vermutlich hatten sie nicht einmal wirklich mitbekommen, dass er sich eingemischt hatte. Beziehungsweise, es versucht hatte. Letzten Endes war es aber auch gut, dass er nicht direkt als Nächster das Opfer einer Wortattacke geworden war. Dementsprechend wandte er sich wieder um.


      Mehr oder weniger entspannt beobachtete er die Abtastung der beiden Probanden vor ihm. Weniger weil es ihn groß interessierte, sondern einfach, weil er keine Lust hatte, die beiden Problemkinder hinter sich zu sehen.
      Im nächsten Moment, kaum dass Ly ihre Schultern gezuckt hatte, spürte er, wie kräftige Arme ihn packten und an den Ort zogen, wo zuvor noch Ray gestanden hatte. Kaum dass Jake realisierte, dass er nun von einem Mann abgetastet wurde, prallten förmlich zwei Welten in seinem Inneren aufeinander. Einmal war da Erleichterung. Immerhin, wenn er für einen Mann gehalten wurde, machte er ja eigentlich alles richtig, was er für sich wollte. Aber auf der anderen Seite war da... etwas nicht wirklich definierbares. Es gefiel ihm absolut nicht, nun von einem Mann abgetastet zu werden. Natürlich, so etwas war niemals schön, aber er fühlte sich, als wäre in diesem Körper von einem Mann abgetastet zu werden, so ziemlich das schlimmste was ihm hätte passieren können.


      Dementsprechend schwieg er und biss sich lediglich unwohl auf die Lippe, während er die Untersuchung über sich ergehen ließ. Er bemerkte allerdings nur ein dezentes Zucken der Augenbraue des Soldaten, als dieser offenbar auch merkte, dass da etwas falsch war. Allerdings ging er nicht groß darauf ein, wofür Jake ihm doch ein klein wenig dankbar war. Vermutlich war es nur allgemeines Desinteresse an Jake als Person, oder allgemein an den Probanden, was wohl ganz gut war. Der Soldat sparte Jakes Brustbereich mehr oder weniger aus, war dafür ansonsten so gründlich wie zuvor bei Ray und ging dann einen Schritt zurück um zu signalisieren, dass er fertig war.


      Versucht ruhig, aber dennoch hastig bemühte Jake sich, zu Ray und Ly zu kommen. Das seine Elektrogeräte ihm abgenommen worden waren, hatte er kaum mitbekommen. Sein Gesicht hatte einen dezenten Rotton angenommen, peinlich berührt von der 'Verwechslung'. Obwohl es ja eigentlich genau das war, was der junge Transgender wollte... er hasste es manchmal wirklich mehr als sonst, sich im falschen Körper zu fühlen. Es war ein beschissenes Gefühl.

      "Obscuritemon!"
      Banner by Shu <3
    • {-TIMESKIP-}

      Es dauerte nicht lange, da waren auch die restlichen Teilnehmer vom Sicherheitspersonal der Eingangshalle durchgecheckt und abgetastet worden. Sämtliche elektronischen Geräte wurden ausgeschaltet und eingesammelt. Während die Koffer an besagter Stelle, wo sie zuvor angekommen waren, stehen blieben, kümmerten sich nun zwei Soldaten darum, die Plastikkisten, in welchen die Wertsachen der Probanden waren, mitzunehmen und mit ihnen in einem der zahlreichen Eingänge, die von der Eingangshalle abgingen, zu verschwinden.

      Sobald all dies von statten gegangen war, trat der Professor abermals vor die Gruppe, die er ab sofort offiziell leiten würden, und begrüßte sie nun schon ein drittes Mal; wenn man es genau nahm, war es das fünfte Mal, wenn man bedachte, dass er die Meute gleich zu Beginn gleich drei volle Male gegrüßt hatte, aber es war wohl für alle besser, in diesem Falle nicht genau nachzuzählen.
      Nachdem sich Doktor Yu also nochmals vergewissert hatte, dass sie vollzählig waren und der Norm entsprachen, bat der die Interessenten, ihm zu folgen. Ob sie dies gleich taten, oder sich wieder einmal zurückfallen ließen, um etwaigen Gesprächen nachzugehen, blieb dabei ihnen überlassen. Fakt war lediglich, dass sich die Gruppe nun mehr oder minder geschlossen in Richtung eines weiteren Eingangs begab, der diesmal erneut durch zwei beidseitig schwingende Türen verborgen war. Diesmal waren keine Wachen da, die ihnen die Türen aufhielten, also Stieß Morgan sie einfach auf und überließ es dann den ihm folgenden Personen, sich darum zu kümmern, nicht von besagtem Objekt erschlagen zu werden.

      Der Marsch der Truppe dauerte, wenn es absolut hochgerechnet wurde, zehn Minuten. Er führte durch einige, teilweise verwinkelt wirkende Gänge, die allerdings allesamt wundervoll ausgeleuchtet waren. Es wirkte alles sehr steril und weiß, hin und wieder kamen ihnen Personen beider Geschlechter in Kitteln entgegen, würdigten die Neuankömmlinge allerdings keinerlei Blicken.

      Das Ziel der kleinen Wanderung war recht offensichtlich ein Labor. Es wurde als "Technische Labor 2" ausgewiesen und der Professor betrat dieses auf die selbe Weise, wie er auch den Eingang in die weiteren Gefilde des Instituts betreten hatte. Er stellte sich in der groben Mitte des Raumes auf und wartete anschließend geduldig darauf, dass sich die Gruppe abermals vervollständigte. Der nun kommende Moment war immerhin einer der wichtigsten Punkte in dieser 'Studie', und Yu wollte sicherstellen, dass dies auch alle gut mitbekamen.

      Das Labor selbst war vergleichsweise riesig. Es gehörte sicherlich und offenbar zu den teureren Raumschaften dieses Komplexes. Etliche Geräte in variierender Größe und Form reihten sich an allen Seiten des Labors auf. Hin und wieder wurden sie durch Schreibtische und Stühle unterbrochen. Mit ganz viel Glück konnte der aufmerksame Beobachter auch einen Schrank erkennen, der mit verschiedenen Akten und kleineren Gerätschaften vollgestopft war.

      Das Highlight des Raumes -- und das würde selbst der blindeste Laie sehen -- war allerdings die vergleichsweise riesige Maschine, die sich mittig im Raum befand; gleich hinter Professor Yu. Sie ähnelte einem riesigen Server, wie jene, die Internet-Provider benutzten. Allerdings war die, von vorne aus gesehen, linke Seite mit einer großen, gläsernen Kuppel 'dekoriert', die obendrein noch technischer im Inneren aussah. Es wirkte fast wie eine Art Generator mit allem, was dazu gehörte; inklusive Bedienungsfeld der Touchscreen-Sorte.


      Khiara "Cherry" Sullivan
      Die junge Blondine wusste wirklich nicht, was sie von all den neuen Eindrücken halten sollte, die nun regelrecht auf sie einprasselten. Sie verhielt sich nun eher ruhig, schien sich damit abgefunden zu haben, dass ihr die geliebten technischen Geräte abgenommen wurden. Allerdings änderte das absolut nichts an ihrem Gesichtsausdruck. Sie blickte so gut wie alles, was ihr ins Blickfeld huschte, argwöhnisch an, als würde sie besagte Dinge und Personen jedem Moment an die Kehle springen, und gab ihrer Langeweile und offenbarer Missgunst hin und wieder mit lauten Seufzern Ausdruck. Sie war wahrlich kein angenehmer Zeitgenosse; zumindest nicht, wenn man keinen Nutzen für sie hatte.

      Der Marsch zum Labor war stinklangweilig. Die Leute, die sie auf dem Weg trafen, waren noch langweiliger. Alles Nerds und Freaks, die doch tatsächlich Geld dafür bekamen, wie dumme Leichen durch die Gegend zu wandeln und irgendwelche Scheiße auf iPads einzutippen. Khiara konnte nicht verstehen, wie man seine Zeit mit irgendwelchen Dingen verschwenden konnte, die sich nicht um Parties und Mode drehten. Es hatte einen Grund, warum sie sich nie gut mit den Videospiel-Nerds in ihrer Schule verstanden hatte. Es kam sogar soweit, dass sie der Schule verwiesen wurde...

      Als sie schlussendlich als mehr oder minder erste das Labor betrat, konnte Khiara nicht anders, als eine skeptische Augenbraue zu heben. All dieses technische Zeug, blinkende Lämpchen, so viel Metall. Entfernt wunderte sie sich, ob es einen Unterschied machte, wenn sie 'aus Versehen' einen Starbucks-Kaffee auf einem der Computer auskippte. Es wäre sicherlich witzig, das Chaos zu sehen, das dann sicherlich ausbrechen würde. Aber das konnte sie in jenem Moment nicht, nicht zuletzt weil sie einfach keinen tollen Kaffee dabei hatte. Noch nicht einmal in ihrer Gucci-Tasche.

      Dementsprechend war sie mehr oder minder durch die gähnende Langeweile dazu gezwungen, sich abermals an den Professor zu wenden. Hoffentlich würde ihr langsam mal erklären, was hier los war. Ohne Handy würde es immerhin schwer werden, ihren Chauffeur anzurufen, sodass er sie nach hause brachte -- ganz abgesehen davon, dass dieser auf einem komplett anderen Kontinent war, natürlich.
    • Lyxiria

      Mit wachsender Neugier folgte sie dem Professor immer tiefer in den Komplex. Im Gegensatz zu Professor Dr. Yu ließ sie die großen Schwingtüren jedoch nicht zufallen, sondern hielt den linken Flügel für ihre neuen Freunde offen und befand sich so letztlich am Schlusslicht der Gruppe, was sie aber nicht weiter störte. Stattdessen sah sie sich neugierig um, auch wenn es abgesehen von vorbei eilenden Forschern - sie nahm zumindest an, dass es welche waren - dem Korridorlabyrinth und den weißen, langweiligen Wänden nicht viel zu sehen gab. Die junge Frau versuchte dennoch jedem Menschen zu zulächeln, auch wenn die Geste niemals beantwortet wurde. Statt dessen starten Alle stur gerade aus oder auf ihre Tablets.
      Als sie endlich einen großen Raum betraten - technisches Labor 2 genannt - war sie für sie untypisch schon recht aufgeregt, denn sie ahnte, dass sie gleich mit dem technischen Gerät vertraut gemacht werden würden, dass ihnen versprochen wurde. Und so ließ sie ihren Blick neugierig durch die den Raum streifen.
      Was es wohl war?
      Ein neues Handy? Neuer Rechner? Eine Overlay-Brille? Oder irgendwas, was sie sich nicht einmal ansatzweise vorstellen konnte? Makku, der so dermaßen verkabelt war, gingen sicher ähnliche Gedanken im Kopf herum, auch wenn er sich wahrscheinlich noch mehr technisches Firelefanz vorstellen konnte als sie.
      Ihre Aufmerksamkeit wurde schließlich von der großen Maschine mit der Kuppel hinter Yu angezogen. Sie spürte ihr Herz in der Brust pochen, so aufgeregt war sie, auch wenn sie es nach Außen nicht preis gab. Neugierig trat sie noch ein Stück näher, in der Hoffnung erkennen zu können, was da unter der Kuppel lag.
    • Makkusu:

      Makku folgte der Gruppe, welche von Professor Yu durch den Gebäudekomplex geführt wurde. Alles sah so seltsam weiß und steril aus.
      "Ich weiß, dass das zwar ein Forschungsinstitut des Militärs ist, jedoch hätten vielleicht ein paar Pflanzen hier und da
      für ein wenig Abwechslung zu diesem sterilen Weiß gesorgt." Plötzlich bemerkte er, dass Ly nicht mehr auf seiner Höhe lief,
      sondern hinter ihm noch die Schwingtüren aufhielt. Doch kurz darauf versank er wieder in Gedanken.

      "Der Professor sagte doch irgendetwas von einem technischen Artikel, bevor uns unsere elektronischen Geräte abgenommen worden sind.
      Vielleicht ist es ja eine Art Smartphone oder ein Tablet. Mit irgendwas müssen wir ja auch unsere persönlichen Erfahrungen in der Studie dokumentieren." Schließlich waren sie in einem riesigen Raum mit vielen Maschinen und einer besonders großen in der Mitte, in dem sich Makku
      bereits voller Begeisterung umsah. "Wow, so viele Maschinen. Ich frage mich ob die Maschinen für die Studie wichtig sind... Ach ja da war noch der Artikel.
      Ich muss unbedingt wissen, was es ist. Jetzt scheint auch die richtige Gelegenheit zu sein, den Professor zu fragen."

      Auch wenn er es hasste, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, fasste er seinen Mut zusammen. "Entschuldigung Professor Yu,
      ich habe da mal eine Frage. Sie haben doch vorhin erwähnt, dass wir für die Studie einen technischen Artikel bekommen.
      Können Sie uns etwas zu diesem Artikel erzählen?"

      "Hoffentlich falle ich nicht wieder negativ auf, aber ich glaube es ist gut, wenn die Leute merken, dass man Interesse zeigt... hoffentlich."
    • Wärend der ganzen "Tour" zu ihrem Ziel sah sich Hao interessiert um. Man konnte fasst meinen sie renkte sich bald noch den Hals aus, so schnell rotierte sie von einer zur anderen Seite.
      Immer noch suchte die Schwarzhaarige kein wirkliches Gespräch und ließ lieber die technischen, wohligen Eindrücke auf sie herniedergehen.
      Jeden der Bekittelten Menschen bedachte sie mit einem neugierigen Blick, als wären sie etwas ganz besonderes.

      Als sie dann endlich angekommen waren musste sie sich zurückhalten um nicht irgendwas laut rauzubrüllen. Sie hatte noch nie sowas technisches Gesehen. So sah es oft in Science-Fiction Filmen aus, dachte sie wärend sie den Raum mit ihren Augen ablief.
      Das war alles furchtbar spannend.
      Als sie den riesen Server sah hellte sich ihre Miene noch etwas auf. Vielleicht testeten sie ja einen neuen PC. Das wäre so cool. Und vielleicht durften sie den dann mitnehmen.
      Hao brauchte wirklich dringend mal einen neuen.
      Oder testeten sie nur ein Betriebssystem. So eine Art "Idiotentest"? Bei dem Wort Idiot wanderte sie kurz zu der Blondine, widmete sich dann aber wieder der Vorichtung.

      Wäre man ihr nicht mit der Frage zuvorgekommen, hätte Hao wohl die Frage gestellt die sicher FAST allen hier unter den Nägeln brannten.
      Ihr Kopf zuckte zu dem Fragesteller, um abzuwarten, welche Antwort dieser wohl erhalten würde.
    • Ray Thedore Stark

      "Ich befürchte nur, dass ihnen selbst nicht klar ist, wie kleinlich sie sich benehmen.", hatte Ly ihm noch leise geantwortet, bevor sie unterbrochen worden waren. Ray hätte sich gern weiter mit dem Mädchen unterhalten, war aber auch neugierig wie es jetzt weitergehen würde. Makku und Jake hatte er noch schnell mit einer Geste begrüßt, als der Professor auch schon ein weiteres Mal zu reden begann.
      Allmählich wurde ihm die Sache langweilig. Yu schien ein Wichtigtuer zu sein, denn so großartig konnte sein Produkt dann auch wieder nicht sein, dass es eine solche Show rechtfertigte. Doch lang war die Rede des Kittelträgers nicht und Ray unterhielt sich mit den Anderen, während sie weiter durch das Gebäude liefen. Dabei musste er aufpassen, nicht von einer der Türen erschlagen zu werden, denn offenbar war es dem Leiter des Experiments ziemlich egal. Ray bekam nicht mit, dass Yu auch nur einmal nach hinten sah. Nein. Er schien ganz fokussiert, beinahe besessen, von seinem Projekt zu sein. Dafür begegneten sie nun auch weiteren Forschern. Sie waren nach den Soldaten die ersten Menschen, denen man hier begegnen konnte und auf den ersten Blick hätte man sich so vielleicht vorstellen können in einem ganz normalen Forschungszentrum zu sein. "Oder in einem Krankenhaus", dachte Ray, dem die sterlien Gänge missfielen. Zwar war alles freundlich ausgeleuchtet, aber es erinnerte doch stark an ein Klinikum und diese Sorte von Gebäuden mochte er nicht sonderlich.
      Nach einigen Minuten erreichte er ein Labor. Ausgeschildert als "Technisches Labor 2", weckte es wieder Rays Neugier und Vorfreude und Spannung füllte ihn aus. Er trat neben seinen neuen Freunden in den Raum und sein neugieriger Blick fiel gleich auf das riesige Gerät.
      Er konnte nicht genau erkennen, worum es sich handelte. Es hatte Ähnlichkeiten mit einem riesigen Speicher, aber auch mit einem Generator. Bedient wurde es offensichtlich mit einem Touchpad, doch Ray interessierte sich nicht für die Steuerung des Geräts. Eine große Kuppel verdeckte die Sicht und aus der Frage von Makku:

      ich habe da mal eine Frage. Sie haben doch vorhin erwähnt, dass wir für die Studie einen technischen Artikel bekommen. Können Sie uns etwas zu diesem Artikel erzählen?", schloss er, dass er nicht der einzige war, der gespannt auf die technische Neuerung wartete. Auch die Schwarzhaarige und Ly sahen gespannt aus. Ray verschränkte die Arme und würde für einen Moment still sein. Zumindest bis Yu endlich die Information preis gab und erklärte was das Projekt eigentlich war.

    • Lyxiria

      Zögernd streckte sie die Hand zur Kuppel aus, hielt sich aber im letzten Augenblick dann doch zurück. Der Professor würde es sicher nicht gern sehen, wenn irgendjemand die Technik ohne Erlaubnis berühren würde.
      Statt dessen ließ sie ihren Blick über die riesigen Serverschränke gleiten. Die dunklen Gehäuse, teils geschützt durch Glastüren und dahinter jede Menge grüne oder rote LEDs, die mit ihren Blinken anzeigte, dass die Maschine schwer am rechnen war. Kleine, blassblaue Bildschirme zeigten diverse Eckdaten der Maschinerie wie Temperatur oder Auslastung an. Irgendwie wirkten die bunten Lichter leicht hypnotisch und so schüttelt sie den Kopf um ihre Gedanken wieder zu klären.
      Ly zog die Jacke enger an sich: durch die dauernde Kühlung, damit die Hardware nicht überhitzen konnte, wurde der Raum ständig klimatisiert und während sie hier untätig herum stand sorgte der beständige Luftzug durch die Klimaanlagen dafür, das ihr doch kalt wurde. Welch harter Kontrast im Vergleich zur Hitze draußen. Es war wahrscheinlich noch keine Stunde vergangen, seit sie überlegt hatte, ihre Jacke abzulegen.
      Schließlich wandte sich die junge Frau wieder dem Professor zu. Obwohl inzwischen alle versammelt waren, streifte sein Blick nur über die Gruppe junger Menschen. Bisher hatte er auch Makkus Frage noch nicht beantwortet.
      "Vielleicht sollten Sie uns endlich von unserer Neugier erlösen, Professor Doktor Yu.", schlug sie schließlich freundlich vor.


      Display Spoiler

      Ich hab mir mal das Bild hier als Referenz gesucht:

      [IMG:http://cdn.whatismyipaddress.com/images-v4/servers.png]
    • Professor Doktor Ryan Yu
      Abermals wartete der etwas ältere Wissenschaftler darauf, dass sich die jungen Probanden beruhigten, nachdem sie sich den klimatisierten Raum eingeprägt hatten. Er wollte immerhin die ungeteilte Aufmerksamkeit der Anwesenden, was bedeutete, dass er lieber ein wenig länger auf die offenbar gestellte Frage einer der männlichen Teilnehmer warten ließ, anstatt sie ihm direkt zu beantworten. Auch dass sich Lyrixia schlussendlich zu Wort meldete und fast schon darauf drängte, dass er endlich mit der Sprache heraus rückte, ignorierte der Professor gekonnt, bis er die Zeit gekommen sah, endlich seinen Andeutungen Taten folgen zu lassen.

      "Mit all den Fragen nach diesem besonderen, technischen Artikel haben Sie alle natürlich Recht. Ich kann Ihre Neugierde sehr gut verstehen und möchte Sie nun nicht weiter auf die Folter spannen", erklärte der Doktor schlussendlich und wandte sich der Maschine zu, vor welcher er sich platziert hatte. Diesmal entschied er sich, die Neugierde der Anwesenden recht bald zu stillen. Immerhin war er selbst ebenfalls sehr aufgeregt und pochte nur darauf, die angekündigten Geräte endlich zu verteilen. Wenn man sie denn wirklich als 'Geräte' bezeichnen konnte, hieß das...

      Ein paar gekonnte Tippser auf dem Touchpad des umgebauten 3D-Druckers folgten. Es war dem Professor offenbar egal, ob die Teilnehmer ihm sprichwörtlich in die Karten blickten und mitbekamen, was für Befehle er in den Computer eintippte. Er war voll und ganz auf die Aufgabe konzentriert, die er sich selbst auferlegt hatte, und bald darauf bekam er auch eine Antwort seitens des riesigen Datenspeichers, den er zu jenem Zeitpunkt bediente. Besonders geschulte Beobachter mochten sogar mitbekommen, dass es, trotz der unglaublich guten und kühlen Lüftung in diesem Serverraum, einen leichten Temperaturanstieg gab, und dass die Server und technischen Geräte, die rund herum aufgestellt waren, einen Ticken lauter summten; als würden sie sich urplötzlich unglaublich anstrengen müssen, um die Menge der Daten zu verarbeiten, die Yu ihnen durch die Kabel jagte.

      Nur wenig später, als habe man einen Schalter umgelegt -- und welch Wunder, genau das hatte Yu mit dem Drücken eines Buttons auf dem Touchscreen getan --, entstand ein fast außerirdisches Leuchten innerhalb der Glaskuppel, die an den Hochleistungsrechner angeschlossen war. Es war, als habe man das Licht der Sonne selbst eingefangen und in seine tausende und abertausende Bestandteile zersetzt. Als habe man einen Regenbogen persönlich in den sprichwörtlichen goldenen Käfig gesteckt und würde nun zusehen, wie er sich räkelte, streckte und für seine neuen Besitzer mit melodischer Stimme sang. Es wirkte unwirklich, fast gekünstelt, und der Gedanke, dass es irgendwo einen Overheadprojektor oder Beamer geben musste, wäre sicherlich nicht allzu abwegig gewesen. Ryan hatte diesen Gedanken jedenfalls keinem verübelt. Als er zum ersten Mal in diese Situation schlitterte, blieb ihm fast das Herz stehen.


      Das Licht, das sich nun in der Kuppel zu sammeln schien, wurde immer intensiver und intensiver. Letzten Endes schien es sogar eine rotationsartige Bewegung einzunehmen, als würde es dazu gezwungen, sich im Innern des Glases aufgrund mangelnden Platzes um die eigene Achse zu drehen. Es bedurfte allerdings nicht sonderlich viel mehr Zeit, um zu erkennen, dass sich das Licht nicht nur bewegte, wie tausender kleiner Glühwürmchen. Es formten sich Objekte innerhalb des Spektakels, als würden die die Lichtwellen wie Atome aufeinander gepresst. Zuerst konnte man nur eine ovale Figur ausmachen. Dann zwei. Drei. Vier. Schlussendlich befanden sich sechs eierförmige Figuren im Innern der Kuppel. Das Licht ebbte immer weiter ab und die Farben der Oberflächen wurden schlussendlich sichtbar. Sie alle hatten eine vollends eigentümliche Farbgebung, die bei einem normalen Hühnerei sicherlich nur an Ostern vorgekommen wäre.

      Als sich das Materialisieren der gut Wassermelonen-großen Objekte schlussendlich einstellte und fertigstellte, drehte sich Professor Yu abermals um und blickte die Gemeinde, die er nun metaphorisch um sich gescharrt hatte, erwartungsvoll und voller kindlicher Freude an. Es war sicherlich befremdlich, einen erwachsenen, offenbar mehr als gut verdienen Mann in einer derartigen Stimmung zu sehen, aber ob sich darum irgendjemand in der jetzigen Situation scheren würde? Vermutlich nicht.

      "Sehr gehrte Damen und Herren", begann er dann, während er mit beiden Händen voller Stolz auf die Kuppel verwies, die sich in jenem Moment anhob und die Eier endgültig entblößte, "ich präsentiere Ihnen den technischen Artikel, den Sie für die nächsten Wochen in diesem Institut testen werden."


      Khiara "Cherry" Sullivan
      Es wäre wohl nicht übertrieben zu sagen, dass sich Khiara innerhalb der Zeit, die sie nun in dem Institut verbracht hatten, fast zu Tode langweilte. Mit Ausnahme des kleinen Konflikts, den sie mit der Emo-Tusse ausgefochten hatte, war absolut nichts passiert, dass die Stimmung der jungen Reichen heben könnte. Natürlich musste sie zugeben, dass sie eine solche Einrichtung bisher nur im Fernsehen gesehen hatte, und dass es irgendwo, ganz entfernt, auch interessant sein könnte. Allerdings war sie davon nicht zu einhundert Prozent überzeugt und je weiter der Professor die Herausgabe des ach-so-tollen technischen Artikels hinauszögerte, desto schlimmer wurde die Langeweile, die nun schon absolut todbringend an ihren Nerven nagte. Wenn sie ehrlich wäre, hätte sie nun super-gerne ihr Mobiltelefon, um zumindest irgendeine Chauffeur-Gesellschaft anzurufen, die sie hoffentlich von diesem Boden wegbringen würde...


      Wie es das Schicksal allerdings wollte, sollte dies nicht der Gang der Dinge werden, der für Khiara vorgesehen war. Im Gegenteil -- statt schlussendlich tot umzufallen und hoffentlich auf der Stelle zu verrotten, um diesem verdammten Kindergarten nicht mehr beiwohnen zu müssen, schaffte es der Professor mit seiner nächsten Aktion tatsächlich, das Motivations- und Interessenlevel der unfreiwilligen Teilnehmerin wieder auf das höchste Maß aller Gefühle zu treiben. Sie hatte schon immer ein Fable für alles gehabt, das glitzerte, und mit der Tatsache, dass die Kuppel nun auch einen verdammt schönen Glanz von sich gab, hatte der Doktor voll in's Schwarze getroffen. Voller Staunen verfolgte Khiara, wie sich das Licht im Innern der gläsernen Kuppel bewegte und vermehrte, bevor es schlussendlich wieder komprimiert wurde. Was dann folgte, war allerdings ein absoluter Abturner. Denn die Enthüllung, dass der ach-so-wundervolle und ach-so-aufregende technische Artikel ein Haufen zu groß geratener Oster-Eier sein sollte, gefiel der Blondine ganz und gar nicht.

      "Alter, wollen Sie mich verarschen?!" Und sie machte ihrem Ärger auch gleich Luft. "Was soll der Scheiß?! Ist das der Grund, warum ich hier bin? 'Ne scheiß Oster-Party?!" Khiara stapfte nach vorn und griff, mir nichts, dir nichts, in die Kuppel. Hinaus zog sie ein pink-grün gestreiftes Ei. Vom Aussehen her könnte es tatsächlich nichts als eine exotische Melonenart sein... "Was zur Hölle soll ich damit machen?! Rührei?! Wo is'n das bitte technisch?! Kann man damit telefonieren oder was?!" Was sie allerdings nicht bemerkte, war die Tatsache, dass direkt unter dem Ei ein weiteres Gerät zu finden war. Es hatte tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Handy, war allerdings nur vergleichsweise auf handgröße einzuschätzen. Außerdem konnte man mit dem Gameboy-artigen 'Telefon' wohl kaum telefonieren. Jedenfalls nicht auf herkömmliche Art und Weise.


      Professor Doktor Ryan Yu
      Yu konnte es nicht fassen. Da hatte er den Probanden gerade präsentiert, was sie über die nächsten Wochen testen würden, schon machte ihm Miss Sullivan einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Sobald sie erkannte, was sich hinter dem hübschen Licht befand, begann sie auch schon damit, lautstark darüber zu zetern, wie wenig sie all dies verstand, und dass offenbar ein Fehler vorliegen musste; oder, auf gut Amerikanisch, dass er sie verarschen wollte. Der Professor wollte gerade eingreifen, als sie schnurstracks in die Kuppel griff, erstarrte allerdings in seiner Bewegung, als sie das Ei einfach hinausholte. Bisher hatte es immer Komplikationen gegeben, die Eier aus der Kuppel zu heben. Diesmal war dies nicht geschehen. Diesmal blieb das Ei konstant in der Hand der Blondine bestehen, keine Explosionen, keine Dematerialisierungs-Vorfälle, nicht einmal ein unangenehmes Summen. Lediglich eine aufgebrachte, Intelligenz-minderbemittelte Probandin, die soeben das erste Digi-Ei in die reale Welt gebracht hatte. Das war ein absoluter Durchbruch! Wie würde es sich mit den anderen Teilnehmern verhalten? Oh, es war urplötzlich vollends vergessen, dass sich die Blondine absolut unmöglich benahm...
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