Willkommen bei Filb.de! Registrieren Passwort vergessen?

Digimon - Project Delta {V-2}

    • Rollenspiel

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Digimon - Project Delta {V-2}

      T E A M

      NAMEGESCHLECHTDIGIMONSPIELERNAMESCHRIFTFARBE
      Calhaora LightsbaneWeiblichDORUmon@RhaastWeiß
      Makkusu AriosMännlichVeemon@LeafosBlau
      Lyxiria SadaWeiblichLabramon@YnevaWolfOrange
      Marina "Jake" ForsterMännlichGuilmon@ObscuriteBabyblau
      Irina HarpiyevichWeiblichLalamon@Ilove-EvoliBraun



      GameMasters:
      @Leafos
      @Rhaast


      S T O R Y

      »National Academy of Scientific Digital Research

      Wir suchen Sie!

      Für die Teilnahme an einer einzigartigen Studie im Rahmen mehrer Wochen suchen wir technisch versierte und kontaktfreudige Probanden. Die Bezahlung ist erstklassig, für Anfahrt, Versorgung und Unterkunft sorgen wir persönlich!

      Bei Interesse, melden Sie sich bitte unter Folgenden Angaben:

      {E-Mail}
      {Telefon - Kostenlose Hotline; 1.00€/Min. aus dem Ausland}
      {Homepage/Kontaktformular}

      Wir freuen uns auf eine baldige, hoffentlich erfreuliche Zusammenarbeit!

      National Academy of Scientific Digital Research«

      Die Digimon -- kurz für Digital Monsters -- sind eine geheimnisvolle, neuartige Spezies, die erst durch den weltweiten Fortschritt in Sachen Technologie entdeckt wurden. Aus Daten bestehen sie, soviel können die führenden Wissenschaftler verschiedener Länder bereits sagen. Aber wozu sind sie fähig? Was erhält sie am Leben? Ist es Evolution, oder ein Problem der heutigen digital-orientierten Gesellschaft? Sind sie intelligente Viren, die sich die Obrigkeiten zunutze machen können, um das Volker weiter zu unterdrücken, oder werden sie für gänzlich andere Zwecke benutzt?

      Es ist noch nicht bekannt, welchen Nutzen die Digimon im derzeitigen Zeitalter haben, aber eines steht fest: Amerika muss diese Informationen als erste Nation bekommen. Führende Wissenschaftler auf allen Gebieten wurden zu Rate gezogen, um sich diesem Problem anzunehmen, und nun sind sie bereit für den Feldversuch: Wie verhalten sich die Digimon in der realen Welt?


      U N D - S O - B E G A N N - E S . . .

      Amerika war für sein wechselnde Klima bekannt. Während die südlicheren Gebiete oft von heißen Sommern geplagt wurden, litten die nördlicheren Staaten hin und wieder unter harten Wintern. Welche von beiden Klimazonen in dieser Geschichte die Prominente war, ließ sich nicht sonderlich gut feststellen. Wer gut genug hinschaute, konnte womöglich erkennen, dass diese größtenteils Wüsten-ähnliche Gegend durch menschliches Einwirken in eine fast sommerlich-deutsche Gegenwart verwandelt wurde. Gras umgab die flach erscheinenden Gebäudekomplexe, hin und wieder ließen sich Bäume und Sträucher verschiedenster Arten finden. In der Ferne konnte der aufmerksame Beobachter sogar eine Art Plantage erkennen. Schlussendlich war der riesige, dicke Maschendraht Zaun, der hin und wieder durch einen stark bewachten Wachtturm unterbrochen, und zum oberen Ende hin mit Stacheldraht besetzt war, wohl dennoch die eigentliche Aufregung des kompletten Bildes. Es war recht offensichtlich, dass die Fakultät keine sonderlich große Publikumspräsenz duldete und dass es den dort Angestellten um einiges lieber war, verdeckt zu arbeiten, als sich lästigen Fragen von idiotischen Reportern zu stellen. Dass ein jeder Amerikaner eine potenzielle Gefahr auf dem eigenen Grundstück erschießen durfte, kam den Verantwortlichen dieses Gebäudekomplexes daher sehr zu Gute.

      Schlussendlich wurde die idyllisch erscheinende Ruhe der amerikanischen Landschaft durch das laute, rummelnde Geräusch eines herannahenden Motors durchbrochen. Ein Bus, eher modern, bahnte sich seinen Weg über die betonierte Straße. Die Reise der Insassen eben jenes Busses war sicherlich unterschiedlich lang, doch hatten sie alle die letzten vier Stunden in diesem Gefährt verbracht. Wenigstens gab es eine Klimaanlage und eine funktionierende On-Board-Toilette, aber all dies schien die schiere Hitze, die sich in der Luft befand, nicht einmal ansatzweise zu lindern. Wenigstens hatte diese beschwerliche Reise nun ihr jähes Ende gefunden, als der Busfahrer schon von Weitem dazu angehalten wurde, die Geschwindigkeit seines Gefährts zu vermindern, als er sich dem breiten, ebenfalls gut bewachten Tor der Anstalt näherte.

      Endlich kam das Fahrzeug zum Stehen und der Fahrer öffnete auf Anfrage eines Soldaten, der sogleich vortrat, die vorderste Türe. Die Worte, die dann ausgetauscht wurden, waren selbst für die Probanden nicht klar zu verstehen, die sich in die vordersten Reihen des Busses gesetzt hatten. Der Soldat war eingestiegen und hatte sich leise mit dem Fahrer unterhalten, bis einige Ausweise gezeigt und gescannt wurden. Schlussendlich stieg der Soldat wieder aus, die Türen wurden geschlossen und das Tor unter strenger Aufsicht und mit einem lauten Signalton geöffnet, sodass der Fahrer abermals auf das Gas drücken und sein Gefährt in den vorderen Hof der Fakultät buchsieren konnte.

      Als der Bus abermals zum Stillstand kam, wurde der Motor abgestellt und der Fahrer stand endlich auf. Er wandte sich an die Insassen, die er über die letzten vier Stunden hatte ertragen müssen. Dementsprechend gleichgültig, fast schon leicht genervt, erschien der Ton seiner Stimme, als er jene endlich erhob: "Steigen Sie bitte nacheinander aus. Kein drängeln, schubsen, Haare ziehen, spucken, oder sonstiges. Machen Sie meinen Tag nicht noch schlimmer..."
      Und damit drehte sich der ältere, bärtige, mit einem leichten Bierbauch gezierte Typ um und verließ sein Fahrzeug. Er vergaß dabei glatt zu erwähnen, dass die Gepäckstücke innert der nächsten zehn Minuten von den anwesenden Soldaten ausgeladen, mitgenommen und gescannt wurden. Aber das erschien ihm auch nicht sonderlich wichtig. Er wurde für das Fahren und nicht für dummes Gequatsche bezahlt.


      Prof. Dr. Morgan Yu
      Wie konnte er nur den wichtigsten Tag seiner ganzen Karriere vergessen?! Zugegeben, es war sicherlich nicht der wichtigste Tag, aber es war definitiv der Anfang einer neuen Ära. Einer Ära, an welcher er mitarbeitete. An welcher er maßgeblich mitwirkte. Er würde die Zukunft Amerikas, vermutlich sogar der ganzen Welt, verändern!
      Nun, das waren zumindest die wirren, viel zu aufgeregten Gedanken des älter aussehenden Mannes, der sich mit stereotypisch wehendem, weißen Kittel auf die aussteigenden Probanden zubewegte. Er war per se nicht alt, noch war er sonderlich schlecht aussehend. Ein von Falten gezeichnetes Gesicht, ein schwarzer Semi-Vollbart und wirre, dunkle Haare, die den gesamten Look abrundeten, erschienen auf den ersten Blick ziemlich freundlich. Viel zu freundlich, wenn man sich die Hintergründe der bevorstehenden 'Studie' ansah. Aber das wussten die Interessenten natürlich nicht.

      Wie dem auch sei, als er die Gruppe endlich erreichte, hob er auch schon begrüßend die Hände und rang für einige Sekunden nach Luft, bevor er sich dazu durchringen konnte, die ersten offiziellen Worte an seine neuen Schützlinge zu richten: "Willkommen! Willkommen, willkommen! Mein Name ist Professor Doktor Morgan Yu und ich werde Ihr offizieller Ansprechpartner während der kompletten Studie sein! Die, ohne zu prahlen, ich obendrein auch leite!" Er grinste den neuen Gesichtern vollends zufrieden und erwartungsvoll entgegen, während sich die ersten scheinbar unbewaffneten Soldaten bereits daran machten, die Gepäcktaschen und -koffer aus dem Kofferraum des Busses auszuladen. Oh, wie sehr Yu hoffte, dass all dies genau so klappen würde, wie er es sich ausgemalt hatte...


      Khiara "Cherry" Sullivan
      Diese komplette Reise war ein einziger Reinfall, dachte sich die junge Frau. Warum dachte ihr Dad gleich, dass ihr ein solcher Bullshit gut tun würde? Die junge Dame konnte ihrer Abneigung gegenüber der ganzen Situation nicht genug Kund tun. Dass man es ihr erlaubt hatte, ihr Handy und ihren iPod mitzunehmen, war sicherlich eine einzige Gnaden-Aktion. Wie sehr sie es hasste, wenn man sie behandelte, als sei sie nichts als ein bemitleidenswerter Idiot. Denn das war sie, per se, nicht. Die komplette Fahrt über hatte sie sich nicht einmal ansatzweise mit den anderen Probanden dieser dummen Studie beschäftigt. Sobald sie sich ihren Platz, der weitestgehend im hinteren Teil des Busses war, gesichert hatte, hatte sie sich die Ohrstecker ihres iPods in die Ohren gesteckt und drehte ihre Musik auf die lauteste Stärke, die sie erreichen konnte. Dass die Musik dadurch so laut war, dass ihre Nachbarn sicher alles mithören konnten, war ihr dabei, gelinde gesagt, scheiß egal.

      Auch die Tatsache, dass es unerträglich heiß war, nervte sie ungemein. Knappe Hotpants, ein luftiges Tank-Top mit knappen BH drunter; nichts schien ihr Abhilfe zu beschaffen. Alles an dieser beschissenen Reise war einfach nur verabscheuenswürdig und Khiara sehnte sich zunehmends nach ihrem Luxuszimmer daheim in Irland. Wie konnte ihr Vater sie nur in solch eine Affenanstalt stecken...?

      Als der Bus schlussendlich mehrmals anhielt, war sich Khiara dennoch sicher, dass zumindest diese Busfahrt endlich ihr Ende gefunden hatte. Schon als der Busfahrer am Tor der Fakultät anhalten musste, stand sie auf. Sie schaltete ihren iPod aus und verstaute ihn, zusammen mit ihrem Mobiltelefon, in ihrer Gucci-Handtasche. Ein kleiner Hund hätte, dem Klischee treu, sicher ebenfalls einen wunderbaren Platz in der Tasche gefunden. Als Khiara sich dann all ihr Hab und Gut geschnappt hatte, stolzierte sie mit ihren Echt-Krokodilleder-Country-Stiefeln auch schon an den anderen Passanten des Busses vorbei und hielt sich elegant an einem letzten Sitz fest, als der Busfahrer die letzte, endgültige Bremsung vollzog. Bevor dieser auch nur ansatzweise seine kleine Ansprache beginnen konnte, war sie auch schon ausgestiegen und blickte sich laut seufzend und eindeutig mehr als unzufrieden um. Ein dreckiges Rattenloch; das war diese Gegend. Und auch das Bisschen Gras machte es nicht unbedingt besser.

      Es dauerte gut ein paar Minuten, bis sich endlich ein Verantwortlicher zeigte; wenn dieser auch eher weniger vertrauenswürdig schien, entschied Khiara gedanklich, als sie der kleinen Ansprache dieses Professer WieAuchImmerErHieß halbherzig zuhörte. Hinter sich erkannte sie, wie die ersten Soldaten auch schon dabei waren, das Gepäck auszuladen. Wenigstens hatten sie hier gescheite Pagen...

      The post was edited 3 times, last by Shu ().

    • Makkusu Arios:

      Ein leises Schnarchen war während der ganzen Busfahrt zu hören. Es kam von einem jungen Mann, der relativ weit vorne am Fenster saß.
      Sein Erscheinungsbild wirkte relativ nerdig. Ein Anime T-Shirt, graue Shorts, eine schwarze Brille mit dickem Rahmen und ein paar große schwarze Bügelkopfhörer, die auf seinen Ohren aufliegen. Dazu hatte er dunkelblonde Haare, die so aussehen, als wäre er von einem Vogel attackiert worden,
      oder als hätte er in eine Steckdose gefasst. Außerdem hatte er blasse Haut, die so wirkt, als ob er den ganzen Tag im Keller am Computer sitzt.
      Der typische Informatikstudent halt. Sein Name war Makkusu Arios, aber von den Meisten wurde er nur Makku oder Max genannt.

      Als der Bus endlich zum Stehen kam, wachte Makku langsam auf. Er hatte die ganze Busfahrt über geschlafen, da er in der Nacht davor kein Auge zugekriegt hatte. Noch halb im Schlaf stammelte er unverständliche Laute, bis er ein "Hä was, sind wir schon da?" von sich gab.
      Er bemerkte, dass der Bus bereits leer war. "Verdammt, ich verliere die anderen, wenn ich mich nicht beeile!"
      Völlig panisch schnappte er sich sein Handgepäck, rannte aus dem Bus und stürzte dabei aus der Bustür.
      Dabei landete er mit dem Gesicht auf dem Boden. Dabei betätigte sich irgendwie der Play-Knopf seines Handys
      und es dröhnte in voller Lautstärke dieses Lied.

      Makku, dessen Gesicht - vor Peinlichkeit - rot wie eine Tomate war, versuchte hektisch dieses Lied auszumachen, was nicht gleich gelang.
      "Hoffentlich hat das jetzt keiner gemerkt. Ich schaffe es mal wieder mich zum Deppen zu machen...", dachte er.
      Makku putzte seine Shorts ab, die durch den Sturz voller Staub waren.
      Dabei bemerkte er, dass er einen Anruf in Abwesenheit hatte.
      "Das könnte Mama gewesen sein. Sie und Papa sind ja heute auch nach Japan zu Oma und Opa geflogen.", murmelte er.
      "Das geht ja schon gut los... ich will gar nicht wissen, was heute noch alles passiert."

      The post was edited 6 times, last by Leafos ().

    • Lyxiria

      Ly strich eine ihrer langen Haarsträhnen abermals hinter ihr Ohr. Wie üblich war sie auf eine störende Art und Weise auf die Buchseiten gefallen, als sie sich nach vorn gemogelt hatte. Und sie wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und nicht auf ihre schwarze Haarsträhne starren. Momentan las sie einen Krimi - der zweite Band einer Trilogie innerhalb einer größeren Reihe - und der Killer jagte gerade eine der Protagonsten aus den ersten Bändern durch ein nächtliches Museum und sämtliche Fluchtwege waren versperrt. Ly war sehr gespannt darauf, ob die Autoren eine ehemals so wichtige Figur sterben zu lassen würden oder ob die Frau sich aus der Misere retten konnten.
      Leider kam sie mit dem Lesen nicht so ganz voran, wie sie sich erhofft hatte. Sie selbst saß in der Mitte des Busses und bekam so ziemlich jeden Mucks mit, den die anderen Probanden von sich gaben. Das würde sie nicht stören, wenn nicht von vorn ein Schnarchen und von hinten ziemlich fürchterliche Musik stören würde. Oder das geholper des Busses, wenn er mal wieder unsacht durch ein Schlagloch fuhr. Das Geschaukel sorgte dafür, dass ihr immer wieder leicht übel wurde. Dann klappte sie das Buch zu - nicht ohne einen Finger zwischen die Seiten zu stecken, damit sie die Seite wieder fand - und schaute eine Weile aus dem Fenster.
      In den letzten Stunden war ein ordentlicher Wandel mit der Landschaft geschehen - etwas, wofür sie Amerika so liebte. Dieser stete Wandel von Kilometer zu Kilometer, wie man ihn so nur hier genießen konnte. Sorgen machte ihr jedoch, dass sie in der letzten Stunde keine einzige Stadt passiert zu haben schien. Wie sollte sie an neue Bücher kommen, wenn ihr kleiner Vorrat in der Tasche ausgelesen war?
      Seufzend ließ sie den Blick durch den Bus schweifen, bevor sie sich wieder ihrem Buch widmete.

      Gerade als die leitende Ermittlerin ihrem Ex - ebenfalls Polizist - ein Ultimatum stellte, da sie dachte dessen bester Freund wäre der Serienmörder, hielt der Bus an. Ly kümmerte sich zu erst nicht darum. Erst als die Musik von hinten verstummte und kurz darauf eine blonde Frau an ihr vorbei stolzierte - das tat sie wirklich - schaute sie nach vorn und beobachtete das Gespräch zwischen Fahrer und Soldaten. Als sie schließlich auf ein umzäuntes Gelände einfuhren, sah sie ein, dass sie wohl nun am Ziel waren und sie ihr Buch heute nicht mehr auslesen würde. Also schnappte sie sich ihr Lesezeichen - ein mit Perlen und Rabenfedern geschmücktes Lederband - legte es sorgsam zwischen die Buchseiten, schlug das Buch zu und zog ihren Rucksack unter dem Sitz hervor. Nachdenklich strich sie mit dem Daumen über den Titel Dark Secret am Buchrücken, bevor sie es schließlich in dem Beutel verstaute.
      Als der Bus schließlich ein letztes Mal hielt, lauschte sie sorgsam der Ansprache des Fahrers. Na für's an die Haare ziehen oder spucken sind wir doch nun schon alle zu alt..., dachte sie amüsiert. Doch dann fiel ihr Blick auf die blonde Frau. Okay, vielleicht hat er doch recht.
      Ly wartete, bis alle Mitfahrer hinter ihr an ihr bereits vorbei waren, ehe sie den Rucksack schulterte, aufstand und ihnen folgte. Draußen wurde sie fast von der Hitze erschlagen aber da musste sie wohl durch.
      Lächelnd nickte sie den Soldaten zu, die sich daran machten, das restliche Gepäck zu verstauen, ehe sie den anderen zu dem seltsamen, freundlichen Mann folgte. Ebenso aufmerksam wie zuvor dem Busfahrer lauschte sie dem Mann - Professor Doktor Yu - und ließ den Blick dabei über die anderen Probanden schweifen. Fehlte da nicht einer? Kaum gedacht plärrte auch schon Musik von hinten los. Erschrocken drehte sie sich zu der Geräuschquelle um und fand den am Boden liegenden, gerade noch vermissten jungen Mann. Besorgt ging sie auf ihn zu, auch wenn er sich bereits wieder den Dreck von den Sachen wischte. "Alles in Ordnung?", fragte sie leise und - wie stets - lächelnd.
    • Calhaora


      Die Busfahrt war wie jede andere Busfahr auch. Einsteigen, sich einen Einzelplatz suchen, was hier nur gar kein Problem war, Handy raus, Musik an, und den Rest der Fahrt aus dem Fenster gucken oder Schalfen.
      Warum konnte diese Reise nicht ewig dauern..
      Hao war bewusst, dass sie in dem Vehikel wohl die einzige war, die so dachte, aber das kümmerte sie nicht. Sie hatte sowieso nicht viel auf die anderen geachtet.
      Nur eine der Weiber, eine richtige Modeschlampe, war ihr aufgefallen und sie hatte darauf geachtet sich so weit wie möglich wegzusetzen.
      Sie konnte solche Wesen absolut nicht haben.

      Die Gegend flog an ihrem Auge vorbei, veränderte sich, blieb dann gleich und schien zu ihrem Ziel zu gehören. Jedenfals wurde das Gefährt langsamer.
      Leise seufzend schaltete die Schwarzhaarige ihren MP3player ab und verstaute das Handy in ihrer Hosentasche als es ans Austeigen ging.

      Brav und Still, betont weit von der Bitch, ging sie den anderen nach um sich dem bemerkenswert hässlichsten Typen gegenüberzusehen, den sie je sah.
      Er kam ihr nicht ganz kosher vor, aber wenn man so weit ab vom Schuss wohnte. würde wohl jeder bekloppt werden.
      Das Gespäck wurde wärenddesen, vermutlich um es zu untersuchen, weggebracht, aber ein Glück wurde ihr der Rucksack gelassen.
      Der Dok ließ darauf hin seine Willkommensansprache veräußern.
      Und naaaaatürlich das obligatorische "auf die eigene Schulterklopfen". Hao seufzte leise.
      Liebend gern wollte sie einfach mal erfahren, was nun genau passieren würde.
      "Wofür genau sind wird nun eigentlich hier???", schoss es ihr aus dem Mund, bevor sie richtig nachgedacht hatte. Verdammt, sie sollte echt einfach den Schnabel halten. Bestimmt hätte jemand anderes gefragt.
      Nun, es war zu spät um die Frage jetzt noch zurückzunehmen.
      Nun wenigstens hatte sie sich nicht so sehr zum Affen gemacht wie Mr. Aufsmaulfliege. Hoffte sie.
    • Marina „Jake“ Forster


      Manchmal fragte er sich, ob er der Einzige war, der sich wirklich für diese Fahrt und dieses Experiment interessierte. Letzten Endes ging es ihm zwar nur um die Bezahlung, aber dennoch war es ungewohnt, so viele Leute so viele lange Gesichter ziehen zu sehen. Nun, er musste sich ja noch nicht groß mit ihnen befassen. Er lächelte einfach die Leute an, an denen er auf dem Weg in den Bus vorbei kam und setzte sich dann, wie der Rest, an einen Platz nur für sich alleine.


      Wie der meiste Rest war auch er die Fahrt über still und in sein mitgebrachtes Buch vertieft. Sein Handy übernahm die Funktion des Musik spielens und dementsprechend ruhig verliefen die vier Stunden. Als der Busfahrer sich am letzten Ende fast schon genervt an die Probanten wandte, fühlte er sich dementsprechend nicht angesprochen. Stattdessen packte er in Ruhe sein Buch weg, steckte sein Handy in die Hosentaschen und stand auf. Mit geschultertem Rucksack und mehr oder weniger glatt gestrichenen Kapuzenpullover verließ er als einer der Ersten den Bus, hinter der Blonden, die er schon beim Anblick der Tasche und den Schuhen mehr oder weniger... ekelhaft fand. Sie wirkte von Augenblick eins an so, als wäre sie mit Würgen und Brechen dazu gezwungen worden, hier mitzumachen und dementsprechend wenig Interesse hatte Jake daran, sich mit ihr direkt als erstes zu unterhalten. Nun, er würde sicher noch mit ihr reden. Am Besten war es immerhin, wenn man zumindest versuchte, sich mit allen zu verstehen. Und versuchen schadete ja nicht.


      Den Professor betrachtete Jake, wie die meisten Anderen, eher mit Skepsis. Prinzipiell hatte er nichts gegen aktivere Menschen, aber wenn ein Mensch drei Mal 'Willkommen' rief, dann war man sich entweder nicht sicher ob man laut genug redete, oder man sagte es einfach nicht oft genug in der Isolation. Seine Aufmerksamkeit wurde jedoch recht schnell auf eine andere Person gelenkt, als hinter ihm mehr oder weniger laut eine ihm doch recht bekannte Musik ertönte.
      Der junge Mann, der schnell versuchte die Musik zu unterbinden, scheiterte, jedoch war sofort jemand anders da, um freundlich nach ihm zu fragen. Dementsprechend entschied Jake, die Beiden erst einmal machen zu lassen und so zu tun, als hätte er nichts davon mitbekommen. Es war offensichtlich, dass dem Jungen das ganze peinlich war, da mussten ihn nicht noch mehr ansprechen.
      Also wandte er sich wieder in Richtung des Professors, als eine schwarzhaarige Frau neben ihm wohl direkt mit der Frage raus platzte, die wohl jeden interessierte. Trotzdem fragte Jake sich so langsam, wo er hier gelandet war. Schließlich hätte er es besser gefunden, wenn man die Frage im Gebäude angegangen wäre und nicht davor, wenn man noch nichts gesehen hatte. Nun gut... er würde sich mit Sicherheit mit den ganzen Leuten hier abfinden. Irgendwie.
      Also wandte er sich wieder in Richtung des Professors und richtete seinen Rucksack noch einmal. Jap, er hatte definitiv mehr als genug Zeit, um auf Antworten zu warten. Letzten Endes war es nur wichtig, dass sie irgendwann noch einmal rein kamen. Da die Soldaten aber bereits dabei waren die Koffer rein zu bringen, hinterfragte er das aber nicht. Sie würden wohl recht lange hier bleiben... ein leichtes Lächeln legte sich auf Jakes Lippen. Doch, eigentlich war er sehr interessiert daran, wie das Ganze hier werden würde.


      Und wenn er noch einmal in Richtung der Frau sah, die den jungen Mann angesprochen hatte, gab es ja doch offenbar freundliche Leute. Oder zumindest mehr oder weniger normale. Die schwarzhaarige war sicherlich auch freundlich. Und der arme Tropf mit seiner Musik sicher auch. Positiv denken! Trotzdem lief ihm bei der Blonden ein dezenter Schauer über den Rücken...

      "Obscuritemon!"
      Banner by Shu <3
    • Makkusu Arios:

      Makku bemerkte, dass ihn jemand ansprach und hebte seinen Kopf vom Handydisplay. Da sah er eine junge Frau, die ihn freundlich ansschaute.
      "Na wunderbar, jetzt haben wir den Salat. Es war ja abzusehen, dass ich nicht unbemerkt blieb." , raste es in seinen Gedanken.
      "Ja, äh äh, alles in Ordnung." Dabei kratzte er sich am Hinterkopf und lächelte peinlich berührt. Es war ihm anzusehen,
      dass er gerade am liebsten ganz woanders sein würde. Sein Gesicht war knallrot und der Schweiß strömte aus den Poren.
      "Beruhig' dich Makku... Es war zwar peinlich, aber die anderen werden das wieder schnell vergessen haben." , dachte er.

      Er sah die Gruppe Studienteilnehmer, die sich um den Professor versammelt hat, der gerade etwas erklärte.
      "Ich glaube wir gehen lieber schnell zu den anderen. Nicht, dass wir das verpassen, was der Professor sagt. Das wird bestimmt wichtig sein."
      Dann bewegte er sich langsam auf den Rest der Gruppe zu. "Hoffentlich gibt es jetzt nicht noch mehr Kommentare zu meinem Ausrutscher..."
    • Lyxiria

      Bemitleidend beobachtete Ly, wie sich der junge Mann unter ihrer eigentlich nett gemeinten Hilfestellung wand. Da hatte sie ja was angerichtet!
      "Tut mir Leid. Ich wollte dich nicht in Verlegenheit bringen.", entschuldigte sie sich bedrückt, während sie ihn Richtung der restlichen Gruppe folgte. "Ich dachte nur... wo wir doch jetzt wahrscheinlich länger aufeinander sitzen werden, wäre ein wenig Freundlichkeit untereinander angebracht." Nun wurde sie ein wenig rot. Klang doch arg kindisch.
      "Äh... ich bin... Lyxiria. Aber die Meisten sagen einfach nur Ly.", versuchte sie es mit einer anderen Taktik.
      Inzwischen waren sie scheinbar auch wieder nahe genug beim Professor um die anderen Teilnehmer zu verstehen.
      "Wofür genau sind wird nun eigentlich hier?" konnte sie zumindest laut und deutlich verstehen. Neugierig sah sie zu dem Professor.
    • Khiara "Cherry" Sullivan
      Die junge Dame hatte von Anfang an nicht sonderlich viel von ihren Mit-Probanden mitbekommen. Es hatte sie reichlich wenig interessiert, mit wem sie sich abgeben musste. Sie hatte zwar hin und wieder aufgeblickt, wenn jemand neues den Bus betreten hatte -- immerhin hatte der Bus in verschiedenen Städten an verschiedenen Flughäfen oder Bahnhöfen gehalten --, aber im Großen und Ganzen erschien ihr niemand als auch nur ansatzweise interessant genug, um sich weiter mit ihnen zu beschäftigen. Sie alle waren schrecklich normal und arm. Keiner von ihnen schien Einfluss oder Geld zu haben. Die meisten vergnügten sich mit einem Buch oder andren stillen Aktivitäten. Khiara fragte sich wirklich, wie lange sie hier aushalten musste, bis sie endlich wieder heim gelassen wurde...


      Als sich die Bande dann endlich vor dem zwielichtig dreinblickenden Professor versammelt hatte und dabei war, ihm zuzuhören, geschahen auch schon die ersten Dinge, die Khiaras Laune nur weiter gen Abgrund zogen. Zuerst schaffte es einer dieser dilettantischen Mitstreiter, sich der Länge nach auf die Fresse zu legen und eine fürchterliche Musik über den Hof plärren zu lassen, und anschließend riss die Erste auch schon ihr vorlautes Mundwerk auf, und schrie den Professor regelrecht an. Wunderbar. Khiara war in einem verdammten Affenkäfig eingesperrt und musste sich nun mit primitiven Einzellern rumschlagen. Was für ein toller Start in die Woche! -- Nicht.

      Recht offensichtlich genervt, rollte die reiche Tochter ihre Augen und gab einen sehr gut hörbaren Seufzer von sich. Sie musste zugeben, dass sie den gleichen Gedanken bezüglich der Studie hatte, aber das bedeutete noch lange nicht, dass sie ihre Manieren vergaß und laut herum schrie. Khiara mochte sicherlich nicht diejenige sein, die übermäßig auf Moral und Erziehung pochte, aber sie wusste wenigstens, wann es angemessen war und wann nicht. Und diesmal war es das nicht. Aber wer war Khiara schon, sich verbal darüber zu äußern und die Erwachsene zu spielen? Nein, dazu hatte sie einfach keine Lust. Jemand anders sollte sich um diesen verdammten Kindergarten kümmern...


      Prof. Dr. Morgan Yu
      Als der Professor die erste Reaktion der Probanden abwartete, musste er sich innerlich eingestehen, dass er sich wohl zu viele Erwartungen zusammengesponnen hatte. Der eine war wohl der Tollpatsch vom Dienst und fiel hin, die nächste war vorlaut und hatte kein Taktgefühl. Nun, es waren Zivilisten. Zivilisten wussten nun mal nicht, wie es auf einem Semi-Militärstützpunkt ablief. Zumindest hoffte Yu, das recht unangenehme Verhalten der Anwesenden damit entschuldigen zu können.

      Das A und O für den Leiter einer so wichtigen Studie war es, die Nerven zu behalten, egal, welche Eventualitäten auftauchen mochten. Dass er sich dabei mit weniger zugängigen Probanden anlegen musste, war ihm spätestens zum jetzigen Zeitpunkt klar; aber er machte sich darüber keine weiteren Gedanken. Er sollte sich lieber auf seinen Job konzentrieren, entschied er sich, und setzte daher abermals ein breites, einladendes Grinsen auf; nachdem sein Zuvoriges einen Ticken eingesunken war, als er realisierte, mit wem er zu arbeiten hatte.

      Schlussendlich entschied er sich, sich zuerst der Schwarzhaarigen zuzuwenden, das sich um den Tollpatsch offenbar gekümmert wurde. Er hatte die Akten der registrierten, ausgewählten Probanden zuvor studiert und -- dank seines guten Gedächtnisses --, wusste er zumindest die Namen und groben Vergangenheiten der Anwesenden.
      "Miss Lightsbane", begrüßte er sie deshalb gleich beim Namen und nickte ihr begrüßend zu, "eine hervorragende Frage!" Er ließ sich nicht von ihrem recht fordernden, leicht genervten Ton irritieren. Das wäre nur kontraproduktiv. "Ich entschuldige mich für die eher undurchsichtigen Methoden meiner Arbeitgeber. Natürlich sollen Sie alle erfahren, warum Sie eigentlich hier sind. Immerhin wäre das nur produktiv, richtig?" Er warf den Soldaten einen schnellen Blick zu, versicherte sich, dass sie auch die letzten Gepäckstücke in das Gebäude schafften. Dann wandte er sich halb dem Gebäude hinter sich zu und gestikulierte den Probanden eine 'Folgt mir!'-Handbewegung.

      "Nun, warum klären wir das nicht drinnen? Auf diesem Wege können Sie sicherlich einen besseren Eindruck gewinnen. Ich verspreche Ihnen, ich werde all Ihre Fragen beantworten, sobald die Zeit gekommen ist!"
    • Makkusu Arios
      Während er den Worten des Professors lauschte, beobachtete er die anderen Teilnehmer.
      Ok, wir haben eine Tussi, die offenbar gerne mit Papis Kreditkarte shoppen geht... Mit der will ich nichts zu tun haben!
      Dann haben wir eine, die total schlecht gelaunt wirkt. Nein danke..." Während er in Gedanken vertieft war, sprach ihn die Frau,
      die ihm zur Hilfe geeilt ist erneut an: "Äh... ich bin... Lyxiria. Aber die Meisten sagen einfach nur Ly."
      "Oh, ich war grad etwas in Gedanken", antwortete Makku. "Ich bin Makkusu, aber meine Freunde nennen mich meistens Makku."
      Ly lächelte ihn an und er spürte, wie seine Nervosität weniger wurde. Er lächelte ebenfalls freundlich. Währenddessen bemerkte Makku,
      dass der Professor die Probanden aufforderte mit ihm in das Gebäude zu kommen.
      "Ich glaube es geht weiter. Wir sollten ihnen besser folgen, nicht dass wir sie noch verlieren.", sagte er zu Ly.

      "Sie scheint ganz nett zu sein. Ich denke mit ihr werde ich gut auskommen. Den Rest kenne ich nicht so wirklich, aber vielleicht sind sie ja auch ganz nett.
      Nur dieses Modepüppchen und die Zicke wirken auf mich nicht gerade symphatisch."
    • Marina “Jake” Forster


      Das sich die junge Frau nun um den Mann kümmerte, war wohl das Beste, was hätte passieren können, wenn man bedachte, wer sonst auf den armen Tollpatsch hätte reagieren können. Dementsprechend konzentrierte Jake sich entspannt auf den Professor, der sich der jungen Frau mit den schwarzen Haaren zuwandte und ihre Frage mehr oder weniger beantwortete. Lightsbane? Das... war mal ein seltsamer Name. Nun, andere Länder, andere Sitten, vermutlich. Er wusste natürlich nicht, von wo sie kam, allerdings war ihr Englisch verdammt flüssig, also würde es wohl nicht Deutschland sein. Zumindest von dem, was er bisher gehört hatte.
      Als der Professor sich dann umdrehte und ihnen bedeutete zu folgen, nickte Jake unmerklich ein klein wenig. Alle Fragen würden also zur richtigen Zeit beantwortet werden? Na, hoffentlich kamen diese Antworten schnell, denn auch wenn er weitaus geduldiger zu sein schien als so manch Anderer, wollte auch er nur zu gerne wissen, was es mit dem ganzen Unterfangen auf sich hatte. Und so langsam interessierte es vor Allem, wann es etwas zu Essen gab...
      Auch Jake hielt sich etwas weiter hinten, eher bei dem armen Tollpatsch und seiner moralischen Unterstützung, als er dem Professor folgte. Nicht, weil er Angst hatte an der Spitze zu laufen, sondern weil er sich ziemlich sicher war, dass die Blonde diesen Platz schnell für sich beanspruchen würde. Entweder sie, oder die Schwarzhaarige würde den Mann weiter mit Fragen löchern.

      "Obscuritemon!"
      Banner by Shu <3
    • Ray Thedore Stark


      Für gewöhnlich war Ray nie langweilig. Er fand immer eine Beschäftigung und sei es nur andere Leute zu beobachten und zu analysieren oder über die wirklich wichtigen Fragen des Lebens nachzudenken. Seine Lieblingsfrage, auf die er bis heute keine zufrieden stellende Antwort gefunden hatte, war die anthropologische Frage nach der Beschaffenheit des Menschen und dem Sinn des menschlichen Lebens. Auch im Studium hatte er bisher nie eine befriedigende Antwort erhalten und dabei war er auf bestem Wege sein Studium erfolgreich abzuschließen.
      Auch wenn ihn das Denken forderte, so fand er es deutlich angenehmer, wenn er sich mit Menschen über dieses und jenes unterhalten konnte. Diskussionen über Gott und die Welt zu führen war eines seiner liebsten Hobbys und er scheute sich nicht neue Leute kennen zu lernen. Jedoch schien er es dieses Mal nicht ganz so leicht zu haben. Als er in den Bus gestiegen war, waren bereits alle anderen Insassen mit Lesen oder Musik hören beschäftigt, zumindest hatten fast alle Kopfhörer in ihren Ohren stecken. Sollte ihm recht sein, er würde die Anderen auch noch später ausfragen können. Also hatte er sich auf einen der Sitze fallen gelassen die Arme hinter dem Kopf verschrenkt und alles auf sich zu kommen lassen, die Umgebung beobachtet und einfach ein bisschen gechillt.
      Das hatte nur nicht lange gehalten, denn die Hitze ließ in trotz seines hellblauen T-Shirts und der kurzen Hose schwitzen. Es gab nur wenige Dinge die Ray so wenig leiden konnte wie schwitzen und Hitze. Der sonst sehr fröhliche 24jährige hatte Mühe gehabt sich bei Laune zu halten und die Musik die er von irgendeinem der Handys und MP3-Player trotz der Ohrstecker hören konnte, sorgte auch nicht dafür, dass seine gute Laune blieb.
      Die lange Fahrt ermüdete ihn und er war kurz vorm einschlafen, als der Bus erst langsamer wurde und dann schließlich anhielt. Bei den Worten des Fahres musste er allerdings grinsen. Man hielt sie alle für Kinder oder Idioten und er musste an eine seiner Vorlerungen denken. Der Busfahrer schien kein großes Interesse an ihnen zu haben, denn er fasste sich scheinbar kanpp. Doch Ray störte das nicht. Learning by doing, war sein Motto und dabei würde er auch bleiben. So stieg er erleichtert mit den anderen jungen Erwachsenen aus dem Bus und seine Laune besserte sich augenblicklich, als er neugierig seine Begleiter musterte. Es würde auf jeden Fall interessant werden so viel stand für Ray bereits fest. Auch wenn er die Leute nach einigen kurzen geübten Blicken schon in Kategorien unterteilte.
      Eine ziemlich hübsche junge Dame mit blonden Haaren fiel ihm gleich ins Auge, vermutlich weil sie es auch darauf anlegte im Mittelpunkt zu stehen. Ihr Styling wirkte zumindest nicht nach einem braven Mädchen. Nur die Handtasche ließ ihn etwas schmunzeln. Wenn sie so viel Wert darauf legte ihren Reichtum zur Schau zu stellen, war sie definitiv nicht sein Typ und so genervt wie sie aussah verstand sie wohl auch nicht all zu viel Spaß. Allerdings wäre es sicherlich interessant an ihr einige Reaktionen zu testen und zu sehen wie viel bei ihr echt und wie viel gut gebaute Fassade war.
      Das nächste Mädchen fiel in der Gruppe ebenso sehr auf. Sie war komplett in schwarz gekleidet und hatte auf den ersten Anschein etwas von einem Emo. Sie war vermutlich das genaue Gegenteil der Blonden und hatte sich passender Weise auch ein gutes Stück von ihr entfernt.
      Bevor er sich weiter Gedanken machen konnte, hörte er einen dumpfen Aufprall und ein Musikstück tönte los. Einer der Teilnehmer mit dunkelblonden Locken, die in alle Himmelsrichtungen abstanden war aus dem Bus gestolpert. Nach einer Schrecksekunde wollte er dem jungen Mann helfen, der etwas unbehofen da lag, doch ein anderes Mädchen war schneller. Sie war ziemlich klein und zierlich und hatte schwarze lange Haare. Sie erkundigte sich nach seinem Befinden und der Junge kam wieder auf die Beine. Er wurde rot und schien sich unwohl zu fühlen. Ray konnte es ihm nicht verdenken. Schon vor dem Kennenlernen einen solchen Eindruck zu machen, konnte die ganze Mission beeinflussen, da Menschen oft dazu neigten den ersten Eindruck abzuspeichern und diesen nicht besonders schnell wieder zu revidieren. Das Mädchen wurde auch etwas rot bei dem Versuch ihr Verhalten zu erklären. Dafür erfuhr Ray ihren Namen. Er merkte sich gleich nur ihren Spitznamen: Ly. Auch der Tollpatsch stellte sich vor. Makku war sein Spitzname. Nun bedauerte Ray schon fast sich nicht eingemischt zu haben. Die beiden schienen sehr nett zu sein. Sie beeilten sich zu der Gruppe zu gelangen und dem Professor Gehör zu schenken. Dieser war dabei der Schwarzhaarigen, deren Namen er noch nicht kannte auf eine Frage zu antworten. Ihr Nachname war Lightsbane, wie er den Worten des Professors entnehmen konnte. Doch eine wirkliche Antwort gab er der jungen Frau nicht. Stattdessen bedeutete er der Gruppe ihm zu folgen und versprach die Antworten dabei zu geben.
      An sich wirkte der Proffesor nett, aber Ray merkte, dass ihm sein Projekt ziemlich wichtig war. Fragte sich nur wie wichtig, wenn man die Absicherung des Gelendes in Betracht zog. Es ging um etwas neues technisches, so viel hatte er in Erfahrung bringen können und das war für ihn auch der ausschlaggebende Punkt gewesen sich für die Studie anzumelden. Klar die Bezahlung war wunderbar und würde ihn auch weiterbringen, aber er hoffte durch diese Studie einige Ansätze für seine bevorstehende Masterarbeit zu bekommen deren Thema die Auswirkungen der Technik auf die Struktur der Gesellschaft sein würde. Dennoch verstand er die Geheimniskrämerei nicht ganz und das weckte seine Neugier. Er strebte stets auch danach Antworten auf seine Fragen zu bekommen und mochte es nicht all zu lange zu warten, auch wenn man ihn selten aus der Ruhe bringen konnte. Es war mehr eine aufgeregte Freude, die ihn jedes Mal ansteckte, wenn es ein Geheimnis zu lüften galt oder eine Überraschung bevorstand. Wie ein kleiner Junge freute er sich über solche kleinen Dinge, auch wenn man das bei seinen Studieninteressen vielleicht nicht denken würde.
      Als sich die Gruppe in Bewegung setzte fiel ihm ein weiterer junger Mann auf, der sich auch etwas zurückfallen ließ. Er schien dasselbe vor zu haben wie Ray. Die Mädchen vorn bei dem Professor zu lassen und mit den beiden anderen ins Gespräch zu kommen. Ray grinste den Jungen mit den kurzen schwarzen Haaren frech an. "Na hast du auch keine Lust beim Professor gleich den Streber zu spielen?", fragte er lachend und sah den Jungen weiter an. Irgendetwas war anders an ihm, doch Ray ließ es sich nicht mehr als ein gewöhnliches Interesse an einem Gesprächspartner anmerken. Er hatte gelernt unauffällig zu mustern und Schlüsse zu ziehen, so wie es für die Soziologie von Vorteil war. Die meisten Menschen verstellten sich schnell, wenn sie sich beobachtet fühlten und Ray hatte ohnehin mehr Interesse daran die Anderen kennenzulernen. Er war kein Mensch, der gern allein war und so lange sein Gegenüber freundlich und offen war hatte er selten ein Problem.




    • Lyxiria

      "Na dann! Schön dich kennen zu lernen Makku."
      Zusammen mit dem neuen Bekannten folgte sie der Gruppe. Überrascht registrierte sie, dass auch die anderen beiden Männer zurück fielen. Scheinbar wollte niemand so wirklich mit den beiden extrovertierten Damen der Gruppe aneinander geraten, während diese den armen Professor malträtierten. Ly nahm sich jedoch fest vor auch mit diesen Beiden auf einen - zumindest halbwegs - guten Stand zu kommen. Jetzt musste sie sich aber erst mal mit den Männern der Gruppe auseinander setzen, wie es schien. Und da die Beiden vor ihnen etwas langsamer waren als Ly und ihr Begleiter, holten sie sie langsam ein.

      "Na hast du auch keine Lust beim Professor gleich den Streber zu spielen?"
      Ohje. Da fiel aber jemand gleich mit der Tür ins Haus. Sofort stahl sich ein amüsiertes Lächeln auf ihr Gesicht. "Ich befürchte mit Professor Doktor Yu hat das nicht viel zu tun.", sagte sie sanft, bevor Angesprochene selbst antworten konnte - und erschreckte sich damit schon selbst, denn so vorlaut kannte sie sich selbst nicht. Also schob sie sofort ein verlegenes "Entschuldigung, ich wollte euch nicht unterbrechen." hinterher.
      Langsam näherten sie sich auch dem Gebäudekomplex. Neugierig sah sie sich die Wände an. Nichtssagend, entschied sie. Zumindest konnte man an den Häusern nicht erkennen, was sie im Inneren erwarten würde. Hoffentlich ist es da drinnen kühler als hier in der Sonne. Einen momentlang überlegte sie ihre geliebte Lederjacke auszuziehen, doch sie wären eh bald im Gebäude; die paar Sekunden würde sie das auch noch aushalten. Zumal sie die Gruppe nicht auch noch aufhalten wollte. Also wischte sie sich nur den Schweiß von der Stirn, ehe sie sich mit der Hand ein wenig Luft zu fächelte.
    • Calhaora


      Natürlich forderte die junge Frau eine Antwort und die bekam sie...nicht wirklich. Es kam nur eine Aufforderung ihm zu folgen und die antwort das eine Antwort folgen würde.
      Irgendwas an diesem Typen ging Hao ordentlich auf die Eier. Denn sie fühlte sich von ihm null ernstgenommen, und wenn es eines gab, was sie absolut hasse, war es nicht ernstgenommen zu werden.
      Jedoch war es irgendwie mitten in der hintersten Pampa auch kontraproduktiv, auf eine vernünftige Behandlung zu bestehen.
      Es reichte ja schon aus, das sie nun so wegen einer simplen Frage zum Affen gemacht wurde.
      Daher verblieb die Schwarzhaarige nun still und leistete der Handbewegung folge. Denn sie hatte absolut ZERO Interesse daran auch nur mit irgendwem hier ein Gespräch anzufangen, denn keiner von denen sah irgendwie interessant oder ansprechenswert aus. Und die Blondine sollte sich GANZ verziehen, wenn es nach Hao ging.
      Also behielt sie einfach einen gwissen Abstand zu den anderen, nicht zu sehr das es seltsam oder dumm aussah, sondern subtil, aber aussagekräftig.
    • Makkusu Arios:

      "Mann ist das heiß... das ist mir ja vorher gar nicht aufgefallen. Hoffentlich ist es in dem Gebäudekomplex dort kühler."
      Makku wischte sich den Schweiß von der Stirn, während die Sonne unermüdlich brannte. Er holte eine Wasserflasche aus seinem Rucksack
      und trank einen großen Schluck. "Das Wasser ist auch nicht mehr viel kühler als die Luft hier." Makku folgte danach der Gruppe,
      die sich nun in das Gebäude begab.
      Die Luft drinnen war um einiges angenehmer als draußen.

      "Na hast du auch keine Lust beim Professor gleich den Streber zu spielen?", hörte er jemanden sagen.
      Die Stimme kam von einem jungen Mann, der sich gerade mit Ly unterhalten hatte.
      "Ich befürchte mit Professor Doktor Yu hat das nicht viel zu tun.",
      entgegnete sie. "Er wirkt zumindest sympatisch. Vielleicht kann ich mich später mal mit ihm unterhalten."

      Er bemerkt, dass die Gruppe bereits weiter geht. "Ich sollte lieber etwas näher an die anderen herangehen.
      Ich kriege hier echt gar nichts vom Professor mit."
    • Marina “Jake” Forster


      Tatsächlich hatte Jake nur wenig Interesse daran, direkt mit dem Professor in ein Gespräch zu kommen, wenn er nicht darum ging, wann es das Abendessen gab. Er war zuversichtlich, dass die Antworten auf die sonstigen gestellten Fragen noch kommen würden wenn alle zumindest versuchten aufmerksam, von daher brauchte er auch nicht in der Nähe des Mannes stehen. Dennoch hatte er nicht damit gerechnet, dass er plötzlich von der Seite angesprochen wurde.

      "Na hast du auch keine Lust beim Professor gleich den Streber zu spielen?", sagte eine amüsierte Stimme neben ihm und Jake wandte sich zu dem jungen Mann um. Er war muskulös und besaß braune Haare, er war dem jungen Transgender allerdings zuvor nicht aufgefallen. Vielleicht hatte er hinter Jake gesessen? Oder er war in den Bus gestiegen, als er bereits in sein Buch vertieft war. Er bemerkte den fast schon musternden Blick kaum, also lächelte er lediglich. Seine Brüste waren nicht sonderlich groß und waren durch den relativ weiten Hoodie so ziemlich nicht existent, ebenso wie die recht dünne Taille, die wohl jedes Mädchen outete. Dennoch sah man ihm noch recht gut an, dass er eine junge Frau war, Klamotten halfen immerhin nicht bei allem.
      "Ich befürchte mit Professor Doktor Yu hat das nicht viel zu tun.", kam plötzlich noch von der jungen Frau, die zuvor dem Tollpatsch geholfen hatte, bevor Jake selbst dazu kam, zu antworten. Dementsprechend sah er kurz zwischen seinen plötzlichen Gesprächspartnern hin und her, ehe er lächelte. „Stimmt wohl. Irgendwie hat es wohl etwas mit Beidem zu tun.“ Der Hauptgrund war wohl für jeden der kleinen Gruppe eher die Blonde mit ihrer arroganten Ausstrahlung... „Jake Forster“, stellte er sich im nächsten Moment vor, mit einer doch sehr femininem Stimme, im Gegensatz zu seinem Namen. Das würde auch geändert werden, sobald er genügend Geld hatte. Gott lobe die Technologie. „Und ihr seid?“ Dabei sah er auch in Richtung des anderen jungen Mannes, der wohl noch immer mit den Ergebnissen seiner unfreiwilligen Tollpatschigkeit zu kämpfen hatte.
      Er betrachtete den Gebäudekomplex eher mit gemischten Gefühlen. Er wollte nicht direkt seinen Gesprächspartnern das Gefühl geben, er zeige desinteresse. Allerdings war es schwer, diese Wände und diese Struktur nicht einmal annähernd zu bewundern...

      "Obscuritemon!"
      Banner by Shu <3
    • Ray Thedore Stark

      "Ich befürchte mit Professor Doktor Yu hat das nicht viel zu tun." mischte sich Ly mit ihrer zarten Stimme ein. Ray drehte sich sofort zu ihr um und offenbar war Ly über sich selbst verwundert denn sie redete direkt weiter und wirkte dabei etwas nervös: "Entschuldigung, ich wollte euch nicht unterbrechen."
      „Stimmt wohl. Irgendwie hat es wohl etwas mit Beidem zu tun.“, kam nun die Antwort von dem jungen Mann, dem Ray die Frage ursprünglich gestellt hatte. Ray dachte einen kurzen Moment darüber nach, wie es wohl gemeint war. Nun es stimmte, dass der Professor, dessen Namen er pflichtschuldig bereits vergessen hatte, nicht so übel war. Es war zumindest eine Tatsache, dass die beiden anderen Mädchen vermutlich weniger angenehme Gesprächspartner sein könnten. Dennoch zog Ray es vor erst Freundschaften zu schließen unter den Teilnehmern und sich danach erst genauer mit dem Professor zu beschäftigten.
      „Jake Forster. Und ihr seid?Beim Reden klang die Stimme ungewöhnlich hoch, doch Ray ließ sich nichts anmerken. Er fand den Jungen nett und der Rest war ihm erst einmal egal. Er setzte ein lockeres Grinsen auf und wären sie nicht hinter den Anderen hergelaufen, hätte er ihm wohl die Hand gereicht. "Ray Stark, freut mich dich kennen zu lernen, Jake.", meinte er ruhig. "Und woher kommt ihr?", fragte er interessiert weiter und blickte dabei auch kurz nach hinten zu Ly und Makku. Smalltalk war eine tolle Sache für Ray. Einfaches Plaudern war ein ziemlich guter Gegensatz zu den schwierigen Problemen mit denen er seinen Geist trainierte.
      Das Gebäude ignorierte er fast vollkommen. Ihn interessierte die Unterkunft, der Essensaal und die Art der Studie. Beim anderen Dingen konnte er sicherlich auch einen seiner neuen Freunde fragen, wenn er etwas wissen musste. So hatte er das eigentlich schon immer getan. Wenn man mit vielen Leuten gut klar kam reichte es aus nicht alles zu wissen, weil die meisten Leute Ray bisher gern geholfen hatten und irgendwie verließ er sich darauf. Sei es aus Faulheit oder Sturheit oder auch weil er trotz allem ein kleines bisschen arrogant sein konnte. Ray würde auf diese Frage keine Antwort finden, die er sich auch eingestehen würde.
      Allerdings hoffte er, dass er bald die für ihn wichtigen Dinge in Erfahrung bringen konnte und dann etwas Freizeit hatte um in Ruhe mit Ly, Makku, der im Moment sehr still hinter ihnen her lief, und Jake reden zu können. Zumal ein Zickenkrieg der beiden anderen Mädchen in Aussicht stand, was durchaus interessant werden könnte.

    • Lyxiria

      Ihre Aufmerksamkeit wurde wieder auf ihre Begleiter gelenkt, als der junge Mann antwortete. Überrascht sah sie ihn an. Seine Stimme war einen Hauch zu hell für einen Mann, der den Stimmenbruch bereits hinter sich hatte. Und jetzt, von der Seite betrachtet, schien er einen femininen Touch zu haben, der Ly beim ersten Mal gar nicht aufgefallen war.

      "Jake Foster.", stellte er... oder doch sie? ... sie sich vor, was Ly noch etwas mehr verwirrte. Nach einigen Sekunden entschloss sie sich das einfach zu übergehen. Ob Jake nun ein Mann oder eine Frau war, war doch egal. Er hatte sich zumindest als Mann vorgestellt, also würde sie ihn auch weiterhin so behandeln wie ein Mann.
      "Ray Stark, freut mich dich kennen zu lernen.", erwiderte nun der Andere. Wenigstens hier passte Stimme zum Körper.
      "Lyxiria Sada.", stellte sie sich nun auch vor. Mit einem freundlichen Lächeln sah sie beide Männer an. "Aber Ly reicht vollkommen."

      "Und woher kommt ihr?", war prompt die nächste Frage.
      Ohje, was sollte sie darauf antworten? Ihren ehemaligen Wohnort brauchte sie erst gar nicht zu nennen - den kannte man nur, wenn man auch dort aufgewachsen war, weil er so klein war. Und eigentlich lebte sie seit einiger Zeit ja bereits in den Staaten, auch wenn sie hier bisher keinen festen Wohnsitz hatte, sondern von Ort zu Ort reiste und sich alles ansah. Sehnsüchtig dachte sie an den Yellowstone-Park. Der hatte ihr bisher am Besten gefallen. Aber vielleicht konnte sie ja irgendwann noch einmal dort hin reisen.
      "Ursprünglich komme ich aus Deutschland. Aber ich lebe seit einigen Jahren in der USA und sehe mir das Land an."
      Einen Moment stutzte sie, dann sah sie über ihre Schulter zu Makku. "Komm doch auch zu uns.", ermutigte sie ihn. Sie fand es schade, dass er sich so ausgrenzte und sie hoffte, dass es nicht nur wegen des Missgeschicks war. Zumindest Ray und Jake schienen recht umgänglich und sie glaubte nicht, dass Makku sich lange schämen müsste. Bei den anderen beiden Frauen sah das sicherlich anders aus aber was interessierte einen die Zickerei, wenn man Freunde an der Seite hatte. Also drehte Ly sich um und ging einige Schritte rückwärts. Während sie ihre Hände hinter ihren Rücken hielt und mit der linken Hand das rechte Handgelenk umfasst und sich leicht nach vorn beugte, lächelte sie Makku breit und freundlich an, ehe sie sich wieder in Laufrichtung wandte.
      Danach musste sie dann aber erst mal wieder ihre Haare glatt streichen, denn die waren bei der schwungvollen Drehung etwas durcheinander geraten.
    • Makkusu Arios:

      Ein "Komm doch auch zu uns.", nahm er von Ly wahr. "Äh ok...". Er sah die anderen beiden, die Makku irgendwie anschauten.
      Er entnahm aus den Gesprächen, dass sie Jake und Ray heißen. Wahrscheinlich wollten sie auch wissen wie ich heiße.

      "Äh hallo... Ich bin äh Makkusu Arios, aber die meisten nennen mich einfach Makku." Ray hakte sofort mit einem "Woher kommt ihr hinterher."
      "Na toll. Smalltalk mag ich eigentlich jetzt nicht so, aber naja machen wir das beste daraus." "Äh also ich komme aus New York City und studiere dort Informatik.
      Ich wohne aber noch bei meinen Eltern... wegen den Mieten und so. In New York kann man sich als normaler Student echt kein Apartment leisten.
      Das Studium kostet ja auch genug." Er machte kurz eine Pause um seine Brille zu putzen, bevor er weiterredete.

      "Oh wie kamt ihr überhaupt dazu euch hier anzumelden? Bei mir haben sie eine "Info"-Veranstaltung gegeben. Die Informationen waren jedoch nur so spärlich,
      dass man annehmen kann, dass die mehr Leute ködern wollten als wirklich Informationen zu liefern. Das einzige was ich weiß ist,
      dass es irgendwas mit Technik und Wissenschaft zu tun hat." Dabei bemerkte er, dass er anfing wie ein Wasserfall zu reden.
      "Oh tut mir leid, ich lass euch ja gar nicht zu Wort kommen. Es ist so eine blöde Angewohnheit von mir, dass ich anfange wie verrückt zu reden,
      wenn ich ein Thema finde über das ich reden will." Man konnte ihm ansehen, dass es ihm ziemlich peinlich war.
      Ich hoffe die anderen hat das jetzt nicht zu sehr verschreckt...
    • Während die Probanden von Doktor Yu und sich selbst unterhalten wurden, kümmerten sich die umstehenden Soldaten um den Rest. Während einige von ihnen die Gepäckstücke der Interessenten aus dem Bus durch einen separaten Eingang in die Einrichtung brachten, verschwand der Busfahrer nach der eher heimlich gestalteten Übergabe eines braunen Umschlags durch einen weiteren Soldaten wieder in seinem Gefährt, startete den Motor und wendete das Ungetüm, bis es schlussendlich abermals durch die Tore der Einrichtung verschwand. Jene wurden anschließend mit einem lauten Warnton geschlossen und die eingesetzten Sicherheitskräfte nahmen wieder ihre alten Plätze ein.

      Als der Professor die doppelten Fronttüren -- bestehend aus Glas, fast, wie man es bei einem Museum erwarten würde -- erreichte, bemühten sich die zwei Soldaten, die dort als Wachen eingesetzt waren, darum, die Türen für den Mann und seine ein wenig verstreute Gefolgschaft zu öffnen. Sie sagten nichts, sie beobachteten nicht, sie verhielten sich vollkommen ruhig, fast schon desinteressiert. Als würde es sich nicht interessieren, wer dort durch die Türen kam.
      Bei genauerem Hinsehen erkannte der kühne Beobachter auch, dass keiner der bisher angetroffenen Soldaten wirkliche Waffen trugen. Die meisten schienen gar nicht bewaffnet und nur ein paar wenige trugen farblich markierte Taser, die in davor vorgesehenen Holstern an den Hüften der Männer Platz gefunden hatten. Hierbei war es aber nur für den geübten Waffenspezialisten ersichtlich, dass die Taser tatsächlich geladen und funktionstüchtig waren; es brauchte offenbar nur den richtigen Auslöser, eine Gefahr, um eine Reaktion hervorzurufen.


      Prof. Dr. Morgan Yu
      Es war nicht sonderlich schwer, den angesprochenen Interessenten -- namentlich Lightsbane -- anzusehen, dass sie mit der Antwort nicht zufrieden waren. Immerhin benahm sich der Professor teilweise wie die Mitarbeiter einer Teleshopping-Sendung; viel Werbung, aber absolut nichts dahinter. Der einzige Unterschied zwischen einer Teleshopping-Sendung und dem Projekt, das Yu hier leitete, war schlichtweg der, dass das Projekt mehr als nur 'etwas dahinter hatte'. Es könnte der buchstäbliche Durchbruch in der Erforschung der digitalen Welt sein und das allein war bereits ein Grund zum Feiern. Nun musste sich der Doktor nur noch darum kümmern, dass alles wie geplant ablief, und dass die ausgewählten Probanden wunderbar mitspielten. Aber wenn sich Morgan die Verhaltensweisen der Interessenten ansah, wie sie bereits damit begannen, sich auf dem Weg in das Gebäude miteinander bekannt zu machen, hegte er am Erfolg seiner Studie wenig Zweifel. Lediglich die beiden recht extrovertierten Frauen, die ihm gleich auf den Schritt folgten und nicht sonderlich angetan schienen, könnten ein Problem darstellen. Aber bisher hatte es kein Problem, keine Hürde, gegeben, die der Professor nicht mit Leichtigkeit überwunden hatte.

      Es dauerte nur einen etwa fünf-minütigen Marsch über betonierten Boden, bis die komplette Runde den Eingang des Gebäudekomplexes erreicht hatte. Yu kümmerte sich nicht sonderlich viel darum, dass die beiden Türwächter ihnen die Türen aufhielten, sondern schritt einfach hindurch, als sei es für ihn das Selbstverständlichste auf der Welt. Er bewegte sich auf die Mitte der Eingangshalle zu, die nach den beiden großen und glasigen Flügeltüren folgte, drehte sich um und wartete darauf, dass seine Probanden sich vor ihm sammelten, damit er abermals das Wort erheben konnte.


      Die Eingangshalle selbst übertraf wohl jedermanns Erwartungen. Wenn man sich die äußeren, nichtssagenden Wände des Gebäudekomplexes ansah, wenn man bedachte, in welch einer Einöde -- trotz des menschlichen Einwirkens, es 'grüner' und 'einladender' zu gestalten -- sich all dies befand, mochte man wirklich nicht daran denken, wie modern und absolut erstaunlich das Innere des ersten Gebäudes tatsächlich war. Die komplette, kreisrunde Eingangshalle war mit einem Dach aus hunderter Glasscheiben bedeckt, die besonders tagsüber ein wundervolles Licht hinein ließen. Automatische Verdunklungsanlagen nahmen sich dabei den Stellen an, die eine zu große Sonneneinstrahlung verzeichneten, und schirmten das Licht teilweise ab. Unterdessen befand sich an allen strategisch wertvollen Stellen -- wie beispielsweise bei Sitzflächen -- besonders leise arbeitende Kühlanlagen, die frische, eisgekühlte und mit Sauerstoff angereicherte Luft in das Gebäude pustete. Ein riesiger Bildschirm, der von der Decke in der Mitte der Kuppel hing, stellte eine kreisrunde Anzeigetafel dar, die die wichtigsten Informationen widerspiegelte. So konnte man hier beispielsweise die Uhrzeit In- und Auslands sehen, der Wetterbericht für den heutigen Tag und den Rest der Woche inklusive Luftfeuchtigkeit, Temperaturen, Niederschlagswahrscheinlichkeit und welche Sonnencremestärke empfohlen wurde, um keinen Sonnenbrand davon zu tragen. Außerdem konnte man die Börse und die weltweiten Nachrichten verfolgen; aktuell wurde ein tonloser Beitrag -- wenn auch mit englischen Untertiteln -- über Trump und seinen neusten Fauxpas abgespielt.


      Abgesehen von der Sicherheitsschleuse, die recht schnell nach dem Eingang kam, war die Eingangshalle, die auch noch mit Sträuchern und Sitzgelegenheiten ausgestattet war, sehr eindrucksvoll und definitiv einladend. Viele mochten sich nun den Kopf darüber zerbrechen, warum so viel Wert auf das Erscheinungsbild des Komplexes gelegt wurde, wenn, Dank der Abgelegenheit, sowieso fast keine Besucher hierher fanden. Die Antwort war einfach: Wenn man in so einer menschenleeren Gegend arbeiten musste und jeden Tag auf's Neue die gleichen Gesichter sah, brauchte der Körper nun mal eine andere Methode der Ablenkung; ein Ventil, das Entspannung vermittelte.


      Prof. Dr. Morgan Yu
      Es dauerte nicht lange, da fanden auch die letzten Probanden Einlass. Yu interessierte es dabei wenig, ob die Menschen sich um ihn herum aufstellten oder es bevorzugten, auf Distanz zu bleiben. Die Eingangstüren wurden so doer so wieder geschlossen, sodass die kühle und angenehme Luft im Innern der Kuppel blieb, und Yu war sich sicher, dass er auch so gehört werden würde. Dementsprechend setzte er abermals sein bereits bekannt überheblich einladendes Lächeln auf und hob die Arme. Es erinnerte fast an einen Prediger, der einer Sekte angehörte und seinen Jüngern von den neusten Wundern seinerseits berichten wollte...
      "Wir befinden uns hier in der Eingangshalle der National Academy of Scientific Digital Research!" erklärte er zu aller erst und gestikulierte einmal um sich. Er wartete allerdings nicht auf die Reaktion der Probanden, sondern begann direkt mit einer weiteren Erklärung seinerseits; er wollte das Interesse seiner wichtigsten Arbeitspartner immerhin nicht verlieren.
      "Hier werden Sie wohl den Großteil Ihrer Zeit verbringen; zusammen mit der Cafeteria und dem Atrium. Ich möchte Sie hiermit herzlichst dazu einladen, Ihre wertvollen Stunden in der Sonne bei einer guten gekühlten Cola zu verbringen." Wieder Werbung. Nichtsdestotrotz dennoch informativ. So dachte er jedenfalls. "Ihre Hauptaufgabe wird darin bestehen, mir Bericht zu erstatten. Sie werden einen hochwertigen technischen Artikel erhalten -- jeder von Ihnen -- und Sie werden mir sagen, wie sie diesen Artikel bewerten. Hilft er Ihnen? Bereitet er Ihnen Probleme? Ich möchte Sie dazu auffordern, mir alles, was Ihnen auf dem Herzen liegt, mitzuteilen, damit wir, die Forscher dieses Instituts, es für Sie verbessern können. Sie werden den Artikel noch heute bekommen; und morgen werden wir mit der Auswertung Ihrer Bewertungen beginnen."



      Unterdessen wurden die Gepäckstücke, die von den Soldaten zuvor noch aus dem Bus geladen wurden, hinter der Sicherheitsschleuse aufgestapelt. Man konnte einigen Stücken allerdings ansehen, dass sie geöffnet und wieder verschlossen wurden. Was damit gemacht wurde, wurde allerdings nicht erklärt.


      Prof. Dr. Morgan Yu
      "Bevor wir damit beginnen können, muss ich Sie aus Sicherheitsgründen aber leider bitten, einen schnellen Sicherheitscheck zu durchlaufen. Sie werden dabei durchleuchtet, von gleichgeschlechtlichen Mitarbeitern des Sicherheitspersonals abgetastet und anschließend aufgefordert, all ihre elektronischen Habseligkeiten abzugeben. Das betrifft Laptops, Mobiltelefone, Musik-Player, Applewatches und alles dergleichen. Es ist eine reine Sicherheitsmaßnahme und Sie werden Ihre Geräte am Ende der Studie natürlich zurück erhalten. Unterdessen werden sie sicher in einem Safe verwahrt." Er gestikulierte dabei in Richtung der bereits wartenden Soldaten; ein männlicher, ein weiblicher, und einer, der hinter einer Konsole zur Bedienung der Türrahmen-ähnlichen Scanner stand. "Ich versichere Ihnen, dass Ihre Habseligkeiten bestens versichert sind."



      Khiara "Cherry" Sullivan
      Es war der jungen Dame sichtlich egal, dass sich die Leute hinter ihr bereits in Grüppchen zusammenfanden und Smalltalk austauschten. Solange ihr niemand auf den Geist ging, sollten sie machen, was sie wollten. Und selbst wenn sie dabei über Khiara redeten und sich über sie lustig machten, beziehungsweise sie schlecht machten, war ihr das egal. Solange sie niemand persönlich angreifte -- in Example: ihr ins Gesicht sagte, was für eine Tusse sie doch war --, sollten sie an ihrem Namen ersticken. Die reiche Tochter hatte sich bereits einige Feinde in ihrem Leben gemacht und hatte sich immer vorzüglich wehren können. Außerdem interessierte sie viel mehr, inwieweit sie sich nun aus der Affäre dieser Studie ziehen konnte. Und das würde sie am ehesten erfahren, wenn sie diesem Professor zuhörte.


      Nichtsdestotrotz musste sie zugeben, dass sie die Inneneinrichtung der Eingangskuppel ziemlich einladend fand. Sie mochte es, dass es hier viel kälter war als draußen, und dass das Licht tatsächlich durch das Sonnenlicht entstand. Was sie jedoch weniger mochte, war die Tatsache, dass sie -- den Worten des Professors folgend -- durch eine Sicherheitsschleuse mussten und sogar all ihre elektronischen Geräte abzugeben hatte. In jenem Moment vergaß sie all ihre 'guten Manieren' und war tatsächlich die erste, die ihren Mund aufriss. Sie ignorierte die Emo-Tante neben ihr vollends und trat nun einen Schritt vor; die Gucci-Handtasche schön auf dem Handgelenk balancierend.

      "Was heißt hier, wir müssen unsere Elektro-Geräte abgeben? Was soll der Scheiß hier werden?! Wie lange soll das überhaupt gehen?! Erwarten Sie ernsthaft, dass ich so lange ohne Facebook und Twitter aushalten soll?! Was soll dieser neue Technologie-Artikel überhaupt sein?!" Die Stimme allein wurde zum Ende hin so hoch, dass sie damit sicherlich Fledermäuse hätte anlocken können, und selbst die eigentlich recht emotionslosen Soldaten an der Sicherheitsschleuse zuckten zusammen. Spätestens jetzt erkannte man wohl, dass sie nur mit Daddys Einfluss in diese Studie gekommen war. Zumindest was Technik anging...
    • Makkusu Arios:

      "Moment... WAAAAAS?! DIE TECHNIK ABGEBEN?!", gab Makku laut hörbar von sich, während seine Gesichtzüge sichtbar entgleisten.
      "Oh je... eigentlich wollte ich ja alles mit Bildern und so dokumentieren. Das wäre ein tolles Thema für meine Bachelor-Arbeit gewesen.
      Außerdem macht meine Mutter doch regelmäßig Anrufe. Wenn ich für die nächsten Wochen nicht erreichbar bin, dann kann ich mir was anhören."

      Er holte sein Handy hervor und tippte darauf hastig irgendwelche Zahlen. Es sah so aus als ob er irgendjemanden anrufen wollte.
      "Verdammt, nur Mamas Mailbox... Ich hoffe sie hört sie ab." "Hallo Mama, mir geht's gut. Wir sind gerade angekommen und so.
      Ich will dir noch sagen, dass ich während der Studie nicht erreichbar bin, weil wir unsere Handys und Laptops abgeben müssen. Hab dich lieb."

      Man sah es ihm deutlich an, dass es ihm überhaupt nicht passte, seine Geräte abgeben zu müssen.
      "Regeln sind Regeln, da kann man nichts machen... Ich hoffe aber das diese technischen Geräte, die wir kriegen,
      irgendwelche Kommunikationsmöglichkeiten haben."
    Impressum · Datenschutz

    © 1999–2019 Filb.de

    Pokémon © 2019 Pokémon. © 1995–2019 Nintendo, Creatures Inc., GAME FREAK inc.