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Shining Dead [V.2]

    • Rollenspiel

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    • Nhitaia/"Mantai" #i-ariados#

      Die Spinne erkannte erst viel zu spät, dass ihr Gedankengang wohl doch einige Fehler aufwies. Vielleicht hatte sie den Hyperstrahl unterschätzt, oder den Schutzschild, den das Kirlia heraufbeschworen und prompt ein wenig erweitert hatte, überschätzt. Was auch immer es war, es resultierte schlussendlich darin, dass der Strahl den Schild zum Bersten und schlussendlich zum Brechen brachte. Instinktiv hatte das Ariados eine Wand aus Fäden gewebt, in der vergeblichen Hoffnung, sie möge den Rest des noch immer andauernden Hyperstrahls aufhalten. Aber auch hier hatte sie falsch gedacht. Die Fäden wurden einfach versengt und die -- wenn auch nun abgeschwächte -- Hitze des Strahls fegte über die Pokémon hinweg, die versuchten, sich hinter dem Supporter der Gruppe zu verstecken. Mantai kniff die Augen und Kieferzangen zusammen, versuchte ihr Bestes, den sengenden Schmerz zu ertragen und schlussendlich zu ignorieren. Es war letztlich dem Kirlia geschuldet, dass sie sich anschließend noch so wendig bewegen konnte. Die Heilwoge, die nur wenig später folgte, tat verdammt gut darin, die kleinen Brandwunden, die der Hyperstrahl besonders dem Rücken und Hinterteil der Spinne zugefügt hatte, zu heilen. Auch die Schmerzen erloschen bald darauf wieder und das Spinnen-Pokémon blickte wieder auf.

      Nhitaia sah bereits die Flammen im Maul des riesigen Drachen auflodern, als sich eine weitere Partei recht schnell und unerwartet einmischte. Die Spinnen-Dame konnte mit wachsender Erleichterung beobachten, wie ein definitiv freundlich gesinntes Tangoloss hereinspazierte und sich mit dem Shardrago vergnügte. Sie musste zugeben, dass die Unterstützung nun verdammt willkommen war, und sich Nhitaia nur allzu schnell aus dem Staub machte, als anschließend auch das Pyroleo, Zannakand, erschien und der Truppe recht deutlich klar machte, dass sie in diesen Gefilden nichts mehr zu suchen hatten. Nhitaia konnte dabei nicht ganz deuten, ob der Meister-Spion -- den natürlich alle Mitglieder der Gilde entweder persönlich oder durch Hörsagen kannten -- der Truppe selbst die Schuld für die Gefangennahme gab, aber schlussendlich war das bis auf weiteres wohl auch ziemlich egal.

      So schnell wie die Spinne offenbar in die Zelle verfrachtet wurde, war sie auch schon wieder draußen. Und trotz dass es ihr im ersten Moment leid getan hatte, dass sie den Fehler beging, den Hyperstrahl auf den Schutzschild zu lenken, so war ihr in diesem Moment ihr eigenes Leben ein bisschen wichtiger. Ohne auch nur ansatzweise zurückzuschauen, marschierte sie voran und verschwand letztlich an der Hauswand des Gefängnisses entlang. Sonnenuntergang hatte Zannakand gesagt; Nhitaia blickte gen Himmel und erkannte, dass das wohl in etwa einer Stunde der Fall sein würde. Genügend Zeit für sie, sich einen kleinen Snack zu angeln und an genanntem Treffpunkt zu erscheinen. Und sobald sie sich selbst gesättigt und versorgt hatte, würde sie schauen, was sie mit ihrer restlichen Zeit anstellen würde.

      Es dauerte faktisch nicht lange, bis die Spinne auch schon ihr nächstes Opfer erspäht hatte. Es war ein kleines Hydropi, das offenbar verzweifelt darum bemüht war, die Flammen, die sich an den Getreidesäcken des Gefängnisses labten, zu löschen. Es war wunderbar abgelenkt und sich der nahenden Gefahr offenbar nicht sonderlich bewusst. Einfach war es für Mantai, sich an der oberen Dachrinne des Gebäudes zu positionieren und mit einem gezielten Fadenschuss den Rücken des kleineren Pokémon punktgenau zu treffen. Es schrie natürlich auf, aber das war der Spinne weitestgehend egal. Soweit sie das beurteilen konnte, schrien hier viele Pokémon, nach Hilfe oder vor Schmerzen, da würde ein weiteres, fehlendes Hydropi nicht auffallen. Sobald Nhitaia das Kleine also mittels des klebenden Fadens eingeholt hatte, war sie recht fix darin, ihn komplett in einen Kokon aus Spinnenseide einzuwickeln. Das Schreien wurde ein wenig gedämpft; und hörte schlussendlich komplett auf, als das Ariados ihre giftigen Fänge in ihr Opfer stach. Ein bisschen ätzende Magenflüssigkeit und sie würde ein wunderbar genau gegartes Gericht haben. Eigentlich mochte sie keine Wasser-Pokémon, aber die Not machte nun mal nicht wählerisch...
    • #s-choreogel# Kachine



      Das Vogelpokemon beobachtete beinahe geschockt wie sich Risse in dem Schild bildeten. Würde er brechen würde sie gegrilt ganz sicher.
      Sie hoffte das das Schild halten würde. Tat es aber nicht.
      Die Vogeldame versuchte ihr Gesicht mit den Flügeln zu schützen. Di Hitze war unbeschreibbar und Kachine fühlte wie es ihr einige der zarteren Federn versenkte.
      Gerade als sie mit dem Leben abschloss wurde die Hitze von etwas angenehmen abgelößt, das ihr die Schmerzen nahm und es durch wohl ersetzte.
      Vorsichtig schaute sie auf, als sich auch schon einige andere zu ihnen gesellten. Zuerst dachte das Choreogel, dass es sich um verstärkung handelt, doch es waren bekannt Gesichter.
      Bekannt FREUNDLICHE Gesichter.

      Und schon griff sich die Truppe ihe Gegner um sie effektiv ins aus zu befördern. Kachine selber beteiligte sich nicht an irgendeinem der Kämpfe, da sie einfach nur noch hieraus wollte. Und genau das versprach der hohe Gildi auch. Er machte jedoch einen so ernsten Eindruck, das Kachine gar keinen Bock hatte sich mit ihm zu unterhalten - lieber war ihr das Tangoloss, das einfach mega chilled war.
      Auf die ansprache des Feuerlöwens jedoch horchte die Schwarzgefierderte auf. Abhauen wie sie wollten? Proviant besorgen? Das heiß doch, das sie gehen konnte, oder?
      Kaum war das gedacht, erhob sich Kachine auch schon in de Luft bevor ihr Blick auf den doch sehr erschöpften Kane fiel.

      "Kann man dir helfen?", fragte sie ihn zweifelnd. Sie wollte weg, aber es waren nunmal Gildenmitglieder und Freunde. Sie konnte nicht einfach abhauen.
      Aber es war wohl nur noch eine Stunde bis zum Rot - da würde es schwer werden ein angeschlagenes Kirlia durch die Gegend zu eskortieren.
      Sie war unschlüssig. Helfen oder nicht helfen. Hunger hatte sie inzwischen nach den strapazen eigentlich auch.
      Und Durst.
      Wärend Kachine auf Antwort wartete flatterte sie ein wenig unschlüssig von Links nach Rechts.
    • Unausstehliche Hitze

      Auch nach der Heilwoge von Pulse kam sich Austin hundeelend vor. Allerdings konnte er die Schuld nur sich selbst zuschreiben. ~Wahrscheinlich hat mir dieses verdammte Sengo eine Gehirnerschütterung verpasst. Bei meinem Sturkopf merke ich das nicht immer sofort...~
      Dennoch musste er weiter. Die Sachen um sich herum bemerkte er nicht. Er folgte einfach nur Kaden, auf den er sich als einzigen konzentrieren konnte.
      Je weiter sie gingen, desto wärmer wurde es. Austin war sich nicht sicher, aber es schien, als ob sie nach draußen kamen. Die Luft fühlte sich nämlich trockener und staubiger an.
      ~Eine Wüste? Da muss uns jemand weit weg von zuhause gebracht haben. Das würde Sinn machen. Es ist nicht so, als ob unser Trüppchen hier sehr beliebt ist...~
      Die Vermutung des Rainmakers bestätigte sich nicht. Tatsächlich war die Luft relativ trocken, aber es war nicht wirklich warm genug für eine Wüste. Und da er in der Zelle noch sehr gut sehen konnte, müsste es noch etwas bis zum Sonnenuntergang hin sein.
      Ein, zwei Minuten später, und Austin fand sich im Außenhof eines Gefängnisses mitten in der Wüste wieder. Glückllicherweise fand er auch einen Brunnen, dessen Wasser recht kühl war. Er legte seine Arme in das klare Nass und fühlte, wie sich der Schmerz langsam zurückzog. Gleichzeitig kehrte auch seine Wahrnehmung in den Normalzustand zurück.
      „...ihr hier raus kommt. Lasst euch nicht wieder einfangen. Besorgt euch etwas zu essen wenn ihr könnt, Proviant wird nicht schaden. Ihr habt Zeit bis heute Abend, wenn sich der Himmel rot färbt, seid dann vor den Toren oder wir verschwinden ohne euch.“
      ~Was? Offizier Zannakand? Wann kam er her? Ach, was rede ich eigentlich? Der Typ kommt doch überall hin, auch wenn seine Art eigentlich recht auffällig ist...~
      Eigentlich wollte er mit Zannakand selbst sprechen, aber sein Arm schmerzte noch. Darum musste er sich erstmal kümmern. Weil er den kleinen Pulse unter der Menge nicht finden konnte, wandte er sich an das Tangoloss: „Hey, du! Sorry, dass ich gerade nicht deinen Namen weiß, aber ich habe mir meinen Arm verbrannt. Daher brauche ich irgendjemanden, der sich mit Heilung auskennt.“
      Zunächst gab ihm das Tangoloss einen schiefen Blick. Nach ein paar Sekunden peinlicher Stille antwortete er schließlich: „Rainmaker, nicht wahr? Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, aus welchem Kaff du kommst, aber ich habe noch kein Tangoloss gesehen, welches sich auf Heilattacken spezialisiert hat. Sofern du nicht deinen kleinen Freund suchst, wird dir hier keiner helfen können.“
      „Na super. Ihr habt einen Rettungstrupp ohne Heiler aufgestellt? Und ich dachte schon, ihr wäret eine Hilfe. Ganz ehrlich, sich am Ende als Held aufzuspielen, ist keine Glanztat.“
      Kurz darauf bereute er sein Gemeckere. Sein Kollege war nämlich nicht sehr froh über die Undankbarkeit des ehemaligen-Profiboxers und setzte Umklammerung auf seinen verletzten Arm ein. Der Schmerz brachte Austin sofort auf die Knie
      „Also wirklich, mein lieber! Was soll das denn? Wir helfen euch aus der Patsche und das ist deine Antwort dafür? Mir ist es egal, ob du mal ein bekannter Boxer warst. Na und? Du wärest ohne unsere Hilfe immer noch irgendwo auf der Straße, also sei gefälligst dankbar.“
      „Mistkerl! Willst du mir den Arm brechen? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass du auch nur ein Pokemon ausgeknockt hast. Deine billigen Tricks kannst du dir sparen!“
      „Was war das gerade? Ich glaub, mich...
      „GENUG, IHR ZWEI!“
      Eine piepsige Vogelstimme unterbrach die beiden. Der Schreck brachte Rhaves dazu, Austins Arm loszulassen. Stattdessen starrte er erstaunt das junge Taubsi an.
      „Könnt ihr zwei aufhören, euch an die Gurgel zu gehen? Selbst mit meinen Flügeln wird der Rückweg beschwerlich. Wenn ihr also nicht zurück gelassen werden wollt, würde ich euch empfehlen, die Zeit für eine Pause zu nutzen...“

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    • Noi

      Noi war sehr überrascht von seiner Zielunfähigkeit nach seinem Kreideschrei, normalerweise war es ihm möglich die Schallwellen gezielter einzusetzen und die anderen Gildenmitglieder nicht auch zu treffen. Er würde sich wohl in diesem Zustand zurückhalten müssen, bis er wieder bei klarem Verstand war, sonst würde er die Flucht nur verschweren. Er bedankte sich flüchtig bei Kane, dass er ihn von seinen Fesseln befreite, und versuchte sich möglichst unauffällig irgendwo ins Abseits zu begeben, dass er niemandem im Weg stand. Sein Blick viel auf die Löcher in der Wand, die allerdings wahrscheinlich etwas zu klein für ihn waren. Noch während Noi weiterhin unschlüssig war, wohin er gehen sollte, sah er das Shardrago, dass ihn getragen hatte, einen immensen Hyperstrahl in die Richtung des Schutzschildes von Kane aufladen, was Noi dazu veranlasste doch schnell zu einer Zellenwand zu flattern, bevor er noch ausversehen davon getroffen wurde. Es war ihm richtig zuwider, dass er einfach nicht helfen konnte. Gleichzeitig bewunderte er aber Kaden, der es mit seinen Stahlflügeln sogar geschafft hatte die Fesseln der anderen aufzuschneiden. >>Mit meinem Flügelschlag käme ich definitiv nicht so weit... Vielleicht frage ich ihn, ob er mir zeigen kann wie das funktioniert... sollten wir hier rauskommen...<<
      Genau in diesem Moment schlug der Hyperstrahl ein wie ein Komet und zerbarst das Schutzschild. Zum Glück überstanden es die anderen und noch besser, dass kurz darauf andere Gildenmitglieder zur Rettung kamen. Noi beschloß sich etwas zu essen zu besorgen und anschließend wenn möglich Kaden wegen seinem Stahlflügel zu fragen.
    • Kane


      Als Kachine Kane ansprach und ihn fragte, ob sie ihm irgendwie helfen könnte, wandte das junge Kirlia sich seiner Kollegin zu. Das Choreogel wirkte unentschlossen mit sich, flatterte leicht von der einen zur anderen Seite. Ohne zu Antworten beobachtete Kane sie dabei. Schließlich schüttelte er den Kopf. 'Nein. Alles gut', antwortete er also telephatisch auf die Frage. Die Erschöpfung nagte unangenehm an seinen Knochen, aber er spürte förmlich die Unentschlossenheit Kachines. Ein deutliches Zeichen dafür, dass er ihre Hilfe gar nicht annehmen wollte, wenn sie lieber andere Dinge tun wollte. Ja, die Sache ein Kirlia zu sein... zu wissen das er als Guardevoir oder Galagladi noch mehr Gefühle anderer Pokémon spürte, ließ ihn fast augenblicklich schlecht werden.


      ---------------------------------------- Time Skip ----------------------------------------

      Der Abend brach schneller herein als man wohl erwarten würde. Die meisten Pokémon des Gefängnisses waren mittlerweile gefangen und in die Kerker gesteckt worden, die zuvor von Mitgliedern der Gilde besetzt waren. Sonderlich viele waren sie letzten Endes doch nicht. Maximal zwanzig Pokémon fanden sich letzten Endes bei den Mauern wieder, wo sie auf Zannakand warteten.

      Das Pyroleo sprang zu seinen Kameraden und nickte leicht. „Scheint, als wären wir vollzählig. Dann lasst uns losziehen.“ Er ging noch einmal zu dem Tangoloss und redete kurz mit ihm. Als das Pflanzen-Pokémon nickte sahen die beiden auf in Richtung Kaden, die über die Mauer flog. Ein Schmunzeln zeichnete sich auf den Lippen des Feuer-Pokémon ab, ehe er die Zähne auf einander drückte und sich anspannte. Im nächsten Moment erhallte ein lautes Brüllen, was so manch einen der Gildenmitglieder dazu veranlasste sich die Ohren zuzuhalten.
      Der Schallwellenangriff des Löwen schlug erfolgreich ein Loch in die Mauer, durch die die Pokémon nun den kleinen Bereich um das Gefängnis herum verlassen konnten. In der Ferne konnte man den Umriss einer relativ großen Stadt erkennen... war dies das nächste Ziel?

      Zannakand trat durch das Loch hinaus auf das weiche Gras und drehte den Kopf in ihre Richtung. „In Dollen werden wir kurz anhalten und euch auf den neusten Stand bringen. Wir haben dort einen zeitweise sicheren Unterschlupf gefunden. Ich will von euch, dass ihr alle in kleinen Gruppen reist. Wir können nicht so groß da rein spazieren und erwarten das wir keinem auffallen.“ Er machte eine kurze Pause, wie um seinen Worten Ausdruck zu verleihen. „Ich werde mit Kaden und Rhaves reisen.“ Wie um das zu unterstreichen landete das Taubsi in der Mähne des Löwen und sah von dort aus zu den übrigen Gildenmitgliedern.

      „Jeder von euch reist in der Gruppe, in der er aufgewacht ist. Es handelt sich bei der Reise um etwa einen Tagesmarsch, morgen um diese Zeit solltet ihr also in Dollen ankommen. Wenn ihr dort seid, sucht einen Bändermarkt mit dem Namen 'Bänderorkan'.“, erklärte nun das Tangoloss, Rhaves, weiter, „daneben geht es in eine Gasse, die hinter den Laden führt. Dort gibt es eine kleine Luke, die von Holzbrettern verdeckt ist. Schiebt sie zur Seite und kommt rein, aber denkt immer daran sie wieder zu verschließen.“ Ein dezentes Seufzen entkam dem Pflanzen-Pokémon. „Wie gesagt... Es ist nur zeitweise.“

      Zannakand nickte etwas, scheinbar zufrieden mit der Erklärung, die sein Partner gegeben hatte. „Lasst immer etwas Zeit zwischen euch, bevor ihr loszieht. Das Gelände ist weit und offen, versucht wenigstens natürlich zu sein, wenn ihr euren Weg sucht.“ Damit drehte er sich um und lief los, gefolgt von Rhaves. Kaden sah noch einmal zurück, blieb aber auch zum Winken in der Mähne des Pyroleo sitzen. „Bänderorkan! Denkt dran! Und nicht mit anderen Bänderläden verwechseln!“

      Kane saß mittlerweile auf dem Rasen und beobachtete, wie die einzelnen Gruppen losliefen. Eine mit zehn Minuten Abstand, eine mit zwanzig Minuten und eine mit fünf Minuten... sie waren insgesamt vier Gruppen, wenn man Zannakand nicht mitzählte? Nun gut, eine bestand aus gerade mal zwei Mitgliedern...
      Mittlerweile hatte er sich wieder halbwegs gefangen und würde in der Lage sein laufen zu können, weshalb er den Blick in Richtung der anderen wandte, die mit ihm gefangen gewesen waren. Letzten Endes war es wohl Kanes Schuld das sie nicht früher losziehen konnten, weshalb er sich entschloss, einfach nichts dazu zu sagen. Stattdessen stand er einfach auf und lief auf gut Glück los. Zwischen ihrer Gruppe und der, die zuvor gestartet war, lag nun etwa eine Viertelstunde. Das sollte reichen.


      (Sidenote: Kaden ist weiblich.)

      "Obscuritemon!"
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    • Der Pfad der Leere

      Die extreme Schallwelle belastete den Rainmaker. Nach hektischen Kämpfen hatte er es sich zur Angewohntheit gemacht, in aller Ruhe zu meditieren. Zwar liebte er den Kampfrausch, dennoch war er sich eines bewusst: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.
      „In Dollen werden wir kurz anhalten und euch auf den neusten Stand bringen. Wir haben dort einen zeitweise sicheren Unterschlupf gefunden. Ich will von euch, dass ihr alle in kleinen Gruppen reist. Wir können nicht so groß da rein spazieren und erwarten das wir keinem auffallen. Ich werde mit Kaden und Rhaves reisen.“ So sprach Zannakand, ehe er sich mit den zwei aus den Staub machte.
      Erst in diesem Moment fiel Austin auf, dass neben seinen Mitinsassen andere Mitglieder der Shining Dead hier befreit worden waren. ~Entweder meine Form hat sich in den letzten zwei Monaten drastisch verbessert oder die Gefängniswärter sind Flaschen... Eher das zweite.~
      Trotz der ziemlich sarkastischen Gedanken ging es mir nicht gerade blendend. Rhaves hatte mir mit seinem erbärmlichen Versuch, eine Lektion zu erteilen, fast den Arm ausgerenkt. Ausgerechnet den, welchen er sich vorher verbrannt hatte.
      ~Verdammt, ich muss mich erstmal hinlegen! So kann ich definitiv nirgendswo hingehen...~
      Somit blieb Austin nur eine Wahl. Er setzte sich hin, lehnte sich an eine Wand und machte ein kurzes Power-Napping. Dabei kam ihm eine bestimmte Erinnerung vor Augen.~

      Der Regen hatte vor kurzem aufgehört. Dieses Wetter hatte Austin am liebsten. Er fühlte sich in jenen Situationen so unglaublich kraftvoll und zugleich leicht wie eine Feder an. Daher war ihm sofort klar: Es ist Trainingszeit. „Mama, Papa, ich gehe auf die Grünau hinaus und trainiere ein bisschen. Bin in zwei Stunden wieder da.“ Die Gelegenheit zur Antwort gab er seinen Eltern nicht. Im Bruchteil einer Sekunde hatte er sich seinen Trainingsgurt umgeschwungen und war auf und davon. Natürlich waren seine Eltern nicht davon begeistert. Allerdings war ihm das ziemlich egal. Sein Interesse lag einfach nur darin, der stärkste Mann seines Dorfes zu werden. Ansonsten würden sie ihn nie aus diesem Kaff ziehen lassen. Er mochte seinen Heimatsort, keine Frage. Doch er wollte berühmt und erfolgreich werden. Allen zeigen, was für ein brillianter Kämpfer er war.

      Die Hälfte seines Trainings hatte er hinter sich geschafft. Auch wenn es nur Schattenkämpfe waren, steckte er seine ganze Kraft in jeden seiner Schläge. Dies war seine Eigenart, welche ihm bei seinem Lehrer nicht gerade beliebt machten. Anstelle von Schnelligkeit lag sein Fokus auf Kraft. Jeder Schlag sollte einen Gegner niederstrecken können. Ob er seinen Gegner damit verletzen könnte, war ihm nicht wirklich wichtig.
      Nach dieser intensiven Stunde machte er kurz Pause. Er begab sich an den kleinen Bach, der nur einen Sprung weit weg war und nahm sich einen Schluck Wasser. Austin hätte bei seinem Durst fast alles getrunken. Einer seiner Nachlässigkeiten; oft vegaß er, Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
      Als er sich selbst damit ins Gericht ging, traf ihn plötzlich ein kleiner Wasserstrahl an der Backe. Erschrocken kippte er um und schüttelte sich ordentlich. ~Na super. Die beiden Spaten schon wieder...~
      Im Gewissen, seine zwei Spielkameraden zu entdecken, richtete er sich auf. „Ihr seid mir aber zwei Spaßvögel; einfach seinen Kumpel von der Seite anzugreifen.“
      Tja, was sollen wir machen? Im Gegensatz zu Austin sind Eclair und Luciano eben keine Vollblutkämpfer, erinnerst du dich noch?“ Diese dumme Bemerkung hatte einst einer der älteren Schüler des örtlichen Dojos gemacht. Allerdings sah man Luciano an, dass er sie nicht wirklich ernst nahm. Ansonsten hätte er Austin nicht seine Hand gereicht. „Komm, wir machen zusammen weiter. Zumindest solange wie du uns nicht auf die Rübe haust...“


      Kurz darauf wachte Austin auf. Im Schlaf hatte er tatsächlich die Hand ausgestreckt. Seine Träume waren tatsächlich lebhafter, als es ihm lieb war. Zumindest musste er sich keine Sorgen übers Schlafwandeln machen. Dafür war er abends meist zu erschöpft.
      Glücklicherweise hatte sich die Pause für ihn ausgezahlt. Solange er nicht kämpfen musste, würde er den Marsch schon irgendwie durchstehen. Deshalb sah er keinen Grund, weiter sitzen zu bleiben. Gemächlich, aber stabil stand der Rainmaker auf und machte sich auf in Richtung der Öffnung, welche Zannakand hinterlassen hatte. Dort angekommen, sagte er zu seinen Kameraden: „Kommt, wir sollten uns aufmachen. Wir haben nicht mehr lange Zeit, bis die Sonne untergeht und ich habe keine Ahnung, wie weit der Weg zu besagtem Treffpunkt ist.“

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    • Ianthe fühlte sich erschöpft, als sie mit einigen anderen Pokémon die anbrechende Dunkelheit trat. Sie hatte einige kleine Blessuren davon getragen, die nicht halb so schlimm waren wie die ein oder andere Wunde, die sie heute ihren Gegnern hinzugefügt hatte. Letztlich wusste sie nicht, wie viele von ihnen überlebt hatten oder gestorben waren. Wie im Rausch hatte sie sich ganz auf die Aufgabe konzentriert, die gefangenen Clanmitglieder zu befreien – was ihnen ja auch gelungen war.
      Sie hielt sich im Hintergrund, als Zannakand und Rhaves die Instruktionen gaben, die Ianthe bereits vor der Rettungsmission gehört hatte. Ihre persönlichen Aufgaben waren klar. Sie würde sich der letzten Gruppe anschließen, die auszog und sie unterstützen.

      Die Zeit verging und immer mehr Pokémon verließen diesen Ort, der sicher in niemandem positive Erinnerungen hinterlassen würde. Besorgt musterte sie den übrigen Haufen. Da lehnte ein Meditalis am Baum, das sie als Rainmaker erkannte. Er war ebenfalls Kämpfer und sie hatte ihn bereits in der Basis gesehen. Auch Mantai war ihr bekannt, die durch ihre imposante und – zugegeben – auch gruselige Erscheinung im Gedächtnis blieb. Der Rest der Gruppe war ihr so nicht bekannt, doch die allgemeine Verfassung ließ sie schwer seufzen. Sie konnten wohl alle froh sein, wenn sie es überhaupt bis zum Unterschlupf schafften.

      Ihre Aufmerksamkeit wurde auf Rainmaker gerichtet, als sich dieser sich vielleicht etwas zu langsam erhob und zum Aufbruch rief. Interessiert zupfte sie an ihrem Schweif und fragte sich, ob der Kämpfer so etwas wie der inoffizielle Anführer ihrer neuen Gruppe war. Früher oder später würde es sich schon zeigen, doch für den Moment setzte sie einen freundlichen Ausdruck auf, der sich wie eine Maske über ihr Gesicht legte und ihr auf gewisse Art Lieblichkeit schenkte.
      „Verzeihung“, meldete sie sich mit sanfter Stimme und verschränkte in falscher Schüchternheit die Arme hinter dem Rücken. Obgleich sie wusste, dass sie ihre Täuschungen perfektioniert hatte, bemühte sie sich dennoch um einen wahren Zug in ihrem gezierten Verhalten. „Ich bin Ianthe, Deckname Witch. Ich war im Rettungsteam und werde mich euch auf Anweisung der Offiziere anschließen.“

      Ianthe schaute die Pokémon mit offenem Blick an und wollte so gern in ihre Köpfe schauen können. Sie selbst fühlte sich unentschlossen. Sie stellte sich vor, doch fand sie es nicht überbewertet? War die Freundlichkeit echt oder am Ende nur die Fassade, als die sie sie erachtete. Ein frustrierendes
      Gefühl mischte sich unter ihre Erschöpfung und machte sie merkwürdig kribbelig. Für den Moment sollte sie ihre Gedankenkreisel stoppen. Sie hatten ihr bisher wenig genutzt und selbst wenn sie sich nach einer Antwort auf jede ihrer Fragen wünschte, hier und heute war nicht der richtige Moment, um nach ihnen zu suchen.
    • Nhiataia / "Mantai" #i-ariados#

      Die Zeit bis zum anfänglichen Sonnenuntergang verging recht schnell. Wenn man es genau nahm, verbrachte die Spinne den Großteil dieser Zeit damit, sich an dem gefangenen Hydropi zu laben, weit oben, wo niemand sie auf den ersten Blick erspähen konnte. Und sobald sie damit fertig war, der Kokon nur noch eine leere Hülle mit vereinzelten, unverdaulichen Teilen, ließ sie das das Seidenkonstrukt achtlos auf den Boden fallen und marschierte in Richtung des Treffpunkts, der von Zannakand festgelegt worden war.

      Die Unterredung mit besagtem Pyroleo war kurz. Es wurden Pläne aufgestellt, die Nhitaia sich so gut wie möglich merkte. Die Stadt Dollen, eine Tagesreise entfernt. In Gruppen reisen, nicht alle gleichzeitig. Den Laden 'Bücherorkan' suchen, in die Gasse daneben einbiegen, hinter einem selbstgebauten Versteck eintreten. Einfach. Simpel. Sicherlich etwas, dass jeder irgendwie hinbekam. Oder so hoffte die Spinne jedenfalls. Auf ihrem Platz in den hinteren Reihen der Gildenmitglieder sah sich Mantai einmal um, versuchte diejenigen zu finden, mit denen sie in der Zelle aufgewacht war. Als sie diese fand, erkannte sie jedoch recht schnell, dass sie wohl die letzte Gruppe sein würden, die sich auf den Weg machten. Die ersten folgten fast augenblicklich Zannakand und seiner Gruppe, während sich der Rest weiterhin ausruhte. Rainmaker, der Boxer, vollführte ein recht lebhaftes Power-Nap, während sich Kane offenbar selbst noch ausruhen musste. Manchmal fragte sich die Spinne, ob sie einfach nicht genug gekämpft hatte, um so außer Puste zu sein, oder ob die Heilwoge des Kirlias doch mehr geheilt hatte, als ihr zuvor in den Sinn kam. Was auch immer es war, die junge Spinne beschloss, sich ein kleines Nest in den Trümmern zu bauen, die die Schallattacke des Pyroleos hinterlassen hatte. Sie suchte sich ein paar große Felsbrocken und begann, sich einen trichterförmigen Eingang aus Spinnenseide zu weben, in welchen sie schlussendlich rückwärts einmarschierte und sich nach einigem Hin und Her gemütlich 'hinlegte'. Sie schloss zu keiner Zeit die Augen, wusste, dass sie noch immer sehr wachsam sein musste; aber die Ruhe tat gut.

      Erst, als sich das Meditalis wieder aufrappelte und zum 'Ausgang' marschierte, sah Mantai wieder auf. Sie beobachtete still, wie er dazu aufrief, dass sich auf die letzte Gruppe endlich auf nach Dollen machte; reagierte allerdings nicht. Sie sah das Kampf-Pokémon nicht als Anführer an und die Tatsache, dass sich nun jemand dazu gesellte, den das Ariados zwar schon einmal innerhalb der Gefilde der Gilde gesehen, aber nie mit ihr interagiert hatte, ließ Mantai ebenfalls noch immer in ihrem Self-Made-Nest verweilen. Ruhig und gelassen -- was für ihre Verhältnisse schon eine Errungenschaft war -- betrachtete sie die Situation aus ihrem kleinen Schlupfloch heraus und wartete ab, ob sie sich nun bewegen sollte oder nicht. Ihr Blick blieb dabei immer wieder auf dem Rutena liegen. Das Ariados war absolut kein empathisches Pokémon, deswegen machte sie sich nicht sonderlich viel aus dem Anblick. Offenbar gab es Gründe, warum sich Nhitaia nie auf eine Mission oder ein Gespräch mit der Fuchsdame eingelassen hatte.

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    • Kachine


      Ihre Frage wurde von dem Heiler verneint. Gut fein, wenn er denn nicht wollte. Sollte ihr dann ehrlich auch recht sein. Kaum hatte die Vogeldame seine Antwort vernommen flatterte sie auch schon zum Ausgang um ihren Gelüsten nachzugehen.
      Essen, Trinken, Ausruhen, sich vorbereiten - das war die Liste die sie sich in ihrem Kopf zusammengebaut hatte. Es war keine lange Liste noch war sie besonders Einfallsreich, aber das war ihr ziemlich egal. Sie musste sich sputen, wenn sie bis zum Abend fertig werden wollte. Denn sie wollte das alles ganz, ganz in Ruhe machen.

      Es klappte auch alles wie gewollt und so konnte sich Kachine entspannt, ausgeruht und vollgefressen zu den anderen geselllen und sich das gerede des Feuerpokmons anhören.
      Oder eher sein trommelfellzerfetzendes Brüllen. Rasch verbarg sie den Kopf zwischen den Flügeln um das Geräusch etwas abzudämpfen.
      War das denn unbedingt nötig?

      Wie sich herrausstellte war es das ungemeint. Er hatte ein Loch in die Mauer geschlagen um ihnen einen kleinen bequemen Ausgang zu kredenzen. Warum eigentlich nich. Auch wenn sich das Flugpokemon die Sache etwas leiser gewünscht hätte.
      Aber es war ja nun vorbei.
      Durch das Loch konnte sie eine Stadt in der Ferne erkennen. Dort gab es sicherlich tolles essen und viel Luxus, so befand Kachine begeistert. Es schien auch das Ziel zu sein, das die Gruppe gemeinsam aufsuchen würde.
      Brav horchte sie den Instruktionen die sie noch erhielten. Die Stadt WAR tatsächlich das Ziel und die Information, dass sie dort einen Unterschulpf hatten, steigerte ihre Laune noch weiter. Nicht das das in der Situation besonders schwer gewesen wäre, aber das war schon fast wieder vergessen.

      So beobachtete Kachine wie die Grüppchen in verschiedenen Zeitabständen losmarschierten. Es machte natürlich Sinn. Was machte keinen Sinn, wenn es von dem Pyroleo kam.
      Endlich, nachdem sich ihr Heiler genügend ausgeruht hatte, ging es dann auch für ihre Gruppe los. Da sie sich genügend ausgeruht hatte, flatterte sie mit kräftigen Flügelschlägen hoch in die Luft um etwa einen Meter über ihren Teamkollegen und wartete das diese sich dann auch in Bewegung setzen.
    • Kane

      Das Rainmaker nicht zu bemerken schien, dass Kane sich bereits in Bewegung gesetzt hatte, interessierte das Kirlia überraschend wenig. Stattdessen blieb es einfach auf seinem Weg stehen und blickte in Richtung des Meditalis, als dieses sagte, sie sollten sich nun endlich auf den Weg machen. Kurz betrachtete der Heiler der Gruppe seinen Partner.
      Zugegeben, dem Psycho-Pokémon war nicht wirklich aufgefallen, dass es geschlafen hatte und auch wenn es sichtlich verdeutlichte das es wieder fit war... irgendwie empfand das Kirlia genau das als falsch. Vielleicht sollte er ihm einfach noch einmal gegen die Knie treten um zu schauen, ob es ihm wirklich wieder gut ging? Allerdings musste er dann wohl Angst davor haben, selbst ins Nirvana geschlagen zu werden. Und irgendwie war das noch nicht in Kanes Interesse.

      Stattdessen wandte es sich also nun dem Neuankömmling zu. Ein definitiv hübsches, lila Rutena und somit gleich von stärkerem Interesse für das Kirlia. Immerhin hatte er noch nie ein Rutena dieser Art gesehen. Wobei... wenn er so in seinem Gedächtnis nachbohrte... vielleicht hatte er sie hin und wieder mal in der Gilde umher huschen sehen. An Namen oder Klasse konnte er sich allerdings dennoch nicht erinnern.
      Glücklicherweise hatte sich zumindest ersteres schnell geklärt. Ianthe, Witch. Wenn man den Gerüchten glaubte, Rutena könnten auf ihrem Ast fliegen, erklärte sich wohl einiges. Wirklich nachfragen wollte er allerdings nicht. Auch wenn sie freundlich und offen wirkte, Kirlia waren nicht unbedingt dafür bekannt, auf gefakte Emotionen und Gefühle anzuspringen. Nein, ihre gesamte Reihe war hervorragend dafür bekannt, sofort hinter solche Scharaden zu sehen. Und dies war wohl auch der Hauptgrund, weshalb es Ianthe direkt in ein schlechtes Licht in den Augen des Kirlia rückte – schließlich war Kane dank seiner Spezies Ehrlichkeit in wenigstens dem Aspekt wichtig. Wäre er kein solches Psycho-Pokémon dieser Art wäre es ihm wohl egal, noch ein Grund für ihn seine Form dafür zu missachten. Aber egal. Er wollte nun wirklich nicht direkt auf schlechtem Grund mit Ianthe stehen und beschloss, einfach ruhig zu sein. So wie... immer.

      Stattdessen wandte er sich wieder in Richtung Rainmaker und ein dezentes Zucken des rechten Armes sollte wohl der Versuch sein, die Aufmerksamkeit des Größeren auf sich zu ziehen. Mehr oder weniger nutzlos.
      'Wir sollten einen Umweg nehmen. Man sieht von der Stadt aus sicher die Rauchschwaden des Gefängniskomplexes.' Das Kirlia sah über die Schulter zu den teilweise noch immer brennenden Türmen und dem Rauch, welches aus den Fenstern stob. Die Wasser-Pokémon leisteten zwar prinzipiell gute Arbeit, aber bei den Ausmaßen an Feuern, die das Pyroleo – und vermutlich mit Hilfe von Ianthe? - gelegt hatte, dauerte es nun einmal etwas, alles zu löschen. Schließlich wandte er sich wieder an seine Gildenkollegen. 'So wie ich das sehe sind zwei der Gruppen bereits den direkten Weg von hier zur Stadt gegangen. Es wäre seltsam, wenn in der Nähe ein Gefängnis zu brennen anfängt und anschließend mehrere Pokémon aus nächster Nähe den direkten Weg von hier zur Stadt nehmen.' Kane zuckte mit den Schultern und deutete auf einen Wald, recht in der Nähe der Stadt. Ein deutlicher Umweg erst dahin zu laufen und von dort durch die Tore zu gehen, aber... 'Wenn wir da lang gehen könnten wir einfacher so tun als wären wir Wanderer.'

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    • Mutter Gaia wartet

      „Rainmaker, freut mich. Falls du Fragen hast, kannst du dich an mich oder an Pulse, unser Kirlia, wenden. Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass dir die anderen eine ehrliche Antwort geben.“
      +Endlich mal etwas angenehmere Gesellschaft~, dachte sich Austin. ~Mal ein schönes Frau zur Abwechslung von den anderen Spaten, denen man ihre Zwielichtigkeit auf 100 Meter anmerkt.~ Vielleicht hatte er übertrieben, aber der Rainmaker war für seine... „Liebesspiele“ schon bekannt. Immerhin war es eine der Gründe, weshalb er damals von seinem Thron als Boxchampion gestoßen wurde. Dennoch konnte er nicht anders, als dem netten Mädchen imponieren zu wollen. Wie war jedoch ihr Name nochmal? Egal, das war nicht wichtig. Das Team hatte ein neues Mitglied – noch dazu eine wirkliche Schönheit – und waren auf dem Weg in die Freiheit. Oder besser: Direkt zurück ins Stadtleben.


      Allerdings hatte Pulse erstmal einen anderen Plan: „Wir sollten einen Umweg nehmen. Man sieht von der Stadt aus sicher die Rauchschwaden des Gefängniskomplexes.So wie ich das sehe sind zwei der Gruppen bereits den direkten Weg von hier zur Stadt gegangen. Es wäre seltsam, wenn in der Nähe ein Gefängnis zu brennen anfängt und anschließend mehrere Pokémon aus nächster Nähe den direkten Weg von hier zur Stadt nehmen.“ Der kleine zeigte in Richtung Wald und meinte: „Wenn wir da lang gehen könnten wir einfacher so tun als wären wir Wanderer.“
      Der Vorschlag gefiel Austin nicht. Natürlich machte es Sinn, sich nicht offen auf der Straße zu zeigen. Allerdings merkte der ehemalige Boxer, wie langsam seine Energie schwindete. Die Verletzung war nicht mehr solch ein Problem wie sein unbändiger Appetit. Mit seiner Muskelmasse war es für ihn notwendig, täglich eine hohe Masse an Proteinen zu essen. Dennoch sah er ein, dass es keine andere Möglichkeit gab...
    • Nhitaia / "Mantai" #i-ariados#

      'Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass dir die anderen eine ehrliche Antwort geben'? Bei diesem Satz sah das Käfer-Pokémon schneller auf, als ihr im ersten Moment lieb war. Sie starrte dem Meditalis fast schon feindselig entgegen, während sie ihm stumm weiter zuhörte. Die Stimme des Kirlias in ihrem Kopf ignorierte die Spinne daraufhin für den Moment gekonnt. Was glaubte dieser Boxer eigentlich, was er war? Oder wer er war? Soweit Mantai die Situation beurteilen konnte, waren sie, als Mitglieder der Gilde, aller aufeinander angewiesen. Die eigenen Teammitglieder anzulügen wäre nicht nur suboptimal, es könnte die komplette Gilde in Gefahr bringen. Glaubte Rainmaker wirklich, dass die Gilde sich selbst in diesem Sinne zerstören würde?

      Man mochte es einer Schützin mit soziopathischen Zügen nicht zutrauen, aber sie fühlte sich von diesem einen Satz viel angegriffener, als es ihr selbst lieb war. Es griff immerhin nicht nur sie, sondern auch die komplette Gilde, die Gruppe und generell alle Motive und Intentionen der Gilde selbst an. Mantai hatte hin und wieder Gerüchte gehört, die verschiedene Mitglieder der nun verbliebenen Gruppe betrafen, aber dieses Meditalis machte seinem schlechten Namen in diesem Sinne wirklich alle Ehre. Das Ariados hatte wirklich einige Sekunden mit sich gekämpft, zu dieser Aussage keinen Kommentar abzulassen, aber schlussendlich konnte selbst die schweigsame Spinne selbst ihre manchmal ein wenig vorlauten Fresszangen nicht halten: "Ich bin mir sicher, dass ein wahrer Frauenheld viel vertrauenswürdiger ist, als die Pokémon, die tatsächlich auf's Überleben aus sind. Und nicht darauf, ihren Stachel baldmöglichst in die nächst-beste weibliche Gegend zu stechen." Sie warf dem Kampf-Pokémon einen weiteren verachtenden Blick zu, bevor sie sich schlussendlich aus ihrem Nest Marke Eigenbau begab. Mittels weniger, trippelnder Schritte war sie dann bei Pulse angekommen und blickte in jene Richtung, in welcher er zuvor mittels Telekinese verwiesen hatte. Sie hatte ihm zugehört, natürlich; aber sie hatte es für wichtiger empfunden, hin und wieder ihren Senf zu offensichtlichen Tatsachen hinzuzugeben, auch wenn das normalerweise nicht ihre Art war.

      "Ich finde, wir sollten uns durch den Wald annähernd. Pulse hat Recht. Es wäre wirklich zu offensichtlich..." murmelte sie dann und wartete mehr oder minder gespannt auf die restlichen Meinungen. Auch hier interessierte es sie normalerweise wenig, was andere über einen genannten, plausiblen Plan dachten, gerade weil er in diesem Fall plausibel und die beste Lösung schien, aber in diesem Falle musste sie wohl oder übel mit anderen Pokémon zusammenarbeiten. Eine Solo-Reise zu starten, wäre viel zu gefährlich und würde letzten Endes wahrscheinlich nur noch mehr Aufsehen erregen. Außerdem war es nach so einem Angriff, so einem Kampf, innerhalb der Gruppe wirklich sicherer. Selbst mit anderweitig zwielichtigen oder aber auch vollkommen durchsichtigen Charakteren.


    • Ianthe lächelte unsicher. Nicht, weil sie schauspielerte, sondern schlicht, weil sie verunsichert war. Zum einen verunsicherte sie die Präsenz des Kirlia und zum anderen die offensichtliche Feindseligkeit unter den Teammitgliedern.

      Sie musterte den Heiler, Pulse wie sie nun wusste, mit einem kurzen, aber scharfen Blick. Sie war nicht dumm. Ihn konnte man nicht so leicht täuschen, nicht mal mit ihrem inneren Chaos. Doch im Gegensatz zu ihrem ersten Instinkt schien er sie in Ruhe zu lassen. Misstrauen regte sich in ihrer Brust. Was hatte er davon, dass er sie nicht direkt an seine Kameraden verriet? Was konnte er bezwecken? Sie presste kurz und heftig ihre Kieferknochen auseinander, ehe sie sich zu dem Meditalis wandte.

      „Hallo Rainmaker“, lächelte sie strahlend und legte den Kopf leicht schief, um ihrem Ausdruck eine niedlichere Note zu verleihen und unbeschwerter zu wirken, als sie sich fühlte. „Danke für dein nettes Angebot, ich bin aber sicher, dass wir als Team alle zusammen sehr gut arbeiten werden. Trotzdem weiß ich natürlich jeden Rat zu schätzen!“ Den letzten Teil schob sie gespielt verlegen hinterher und senkte den Blick, nur um in einer nervösen Geste ihren Schweif hin und her zu schwenken.

      Sie zuckte ein wenig zusammen, als Mantai ihre Stimme abwertend erhob und die vorherige, recht leichtfertige, Aussage des Kampfpokémons verurteilte. Ianthe warf einen kurzen Blick zu dem Angesprochenen, ehe sie sich von der gar faszinierenden Situation löste und ein Stück weit in ihre wahre, professionelle Form zurückfand.

      Angespannt lauschte sie den Worten, die ihre neuen Teamkollegen sprachen und nickte zu dem Vorschlag. So etwas in der Art hätte sie selbst auch vorgeschlagen, hätte es niemand sonst getan. Für einen Augenblick öffnete sie den Mund, ehe sie ihn rasch verschloss. Sie war kurz davor gewesen, dem Kirlia ein Kompliment zu machen, obwohl sie eigentlich der Auffassung war, dass die Strategie ein Selbstverständnis war. Wozu also ein Pokémon täuschen wollen, das die Lüge sowieso erkannte. Sie sparte sich den Atem und machte sich reisefertig, nur um erwartungsvoll am Rand der Gruppe zu stehen. Von ihr aus könnte es nicht schnell genug losgehen.
    • Noi

      Nois Suche nach einem für ihn essbares Insekt fand schließlich mit einem lauten Magenknurren und einem >>Ach... was solls...<< ein jähes Ende. Er flog also zur nächsten Leiche eines der Wärter und genehmigte sich ein paar herzhafte Bissen vom Fleisch und ein paar große Schlücke Blut. >>Wenigstens ist das Fleisch noch warm...<< Er aß nicht so oft Fleisch, da ihn der Genuß von Fleisch immer einen anderweitig unstillbaren Blutdurst in den Rachen trieb. Er liebte zwar den Geschmack von Blut und ging regelrecht bei jedem Schluck weiter in dem wohligen Gefühl auf, allerdings beschwipste ihn der Blutgenuss bis zu dem Punkt, dass er sich eine Zeit lang nicht zu fliegen traute. Es war also nicht daran zu denken Kaden in diesem Zustand aufzusuchen. Das musste also wohl warten. Er kletterte schließlich etwas unschlüßig händisch die nahegelegenste Mauer hoch und legte sich hin, um seinen Zustand einerseits zu genießen, aber andererseits auch um wieder einen klareren Kopf zu bekommen.
      Zannakands Brüllen weckte Noi schließlich aus einem dunklen Schlaf. Er sondierte die Lage allerdings zuerst mit seinen Ohren, bevor er die Augen öffnete. Er gähnte herzhaft und streckte die Flügel vor sich, um sich zu strecken. Er wischte sich den Schlaf aus den Augen und wischte sich die Blutreste um seinen Mund mit einem Flügel weg. Jetzt wäre es fatal, wenn er wieder Blut zu schmecken bekäme. Er würde sich nicht beherrschen können und wieder für die nächste Zeit unbrauchbar sein und womöglich sogar vergessen werden. Er testete kurz wie weit ihm seine Flügel gehorchten und flog schließlich zufrieden in Richtung der Pokemon, zu deren Gruppe er gehörte. Er hatte tatsächlich alle der Gruppenmitglieder zumindest einmal kurz gesehen beziehungsweise gehört. Das stimmte ihn glücklich, da er sich keine neuen Namen merken musste. Es war jedes Mal ein Kampf neue Namen in sein Gehirn zu drücken, dass sie dort blieben. Aber wenn sie schließlich dort verweilten, war er sich sicher, dass er keinen Namen, das dazugehörige Aussehen und die entsprechende Stimme jemals wieder vergaß! Zumindest bildete er sich das immer ein. Er konnte sich allerdings wirklich an jede Stimme mit all ihren Klangfarben und Variationen merken, mit der er in seinem Leben je zu tun hatte.
      Er setzte sich still in die Nähe von Puls und hörte den anderen zu. Er selbst sah sich als noch nicht wirklich reif genug, um neben all diesen entwickelten Pokemon sich in so wichtige Gruppenentscheidungen einzumischen.
      Er begann also gespannt den Stimmen zu lauschen... Ianthe, die Fuchsdame, mit ihrer süßen, verlockenden Stimme... Pulse, der Heiler und derjenige, den Noi wohl am ehsten als Anführer sah, mit seiner ernsthaften, melodischen Stimme... Mantai, die erstklassige Schützin, mit ihrer angsterbietenden, undurchstig klaren Stimme... Adagietto, die Schöne, mit ihrer wunderschönen Stimme, die von ihrer Wortwahl öfter mal gebrochen wurde... Und Rainmaker, der hoffnungslose und dennoch starke Boxer, mit seiner Stimme wie ein geflexter Muskel...
      Die Melodie, die sich aus dem Ensemble der Stimmen ergab, war nicht harmonisch, aber sie funktionierte und das war Noi das Wichtigste.
    • Kane

      Das junge Kirlia wandte sich den Pokémon zu, die sich an der Diskussion beteiligten. Letzten Endes schien es wirklich darauf hinauszulaufen, dass die Gruppe den Umweg in Kauf nahm, um den Schein zu waren. Ohne es wirklich zu zeigen freute es den jungen Heiler sogar ein klein wenig, dass sie ihm zustimmten. Immerhin hieß dass, das er genügend Zeit hatte um seinen Teleport ein klein wenig aufzufrischen.

      Dementsprechend blickte er schließlich über die kleine Gruppe, die sie nun darstellten. Ein ehemaliger Boxer, der vermutlich noch eine lange Pause gebrauchen könnte, eine neue Fuchsdame mit der keiner von ihnen wirklich bekannt war, eine Spinne die sich mit besagtem Boxer anzulegen versuchte - oder einfach nur ihre Meinung kund tat? Lief wohl letzten Endes auf beides hinaus. Dann noch eine hübsche Vogeldame die weniger stark als hübsch schien, ein junges eF-eM... absolut perfekt um gut durch einen gruseligen Wald zu kommen.
      'Nun, dann sollten wir uns langsam mal in Bewegung setzen.' Ohne noch groß auf Zustimmung zu warten, seiner Meinung nach hatte er genug bekommen, lief er los. Er ging einfach davon aus, dass die Anderen ihm folgten... ob das eine gute Art und Weise war mit den anderen Mitgliedern der Gilde umzugehen war wohl eine andere Frage.

      Der Weg hinab in Richtung des Waldes bestand lediglich aus einem sandigen, relativ dünnen Stückchen Erde zwischen etwas länger gewachsenem Gras. Unkraut und vereinzelte Blumen wuchsen zwischen den Halmen, es roch nach Natur und wäre vermutlich der perfekte Ort für einen gemütlichen Spaziergang, wäre da nicht das brennende Gefängnis hinter ihnen. Mittlerweile konnte man in dem Himmel die ersten Swaroness aus der Stadt angeflogen kommen sehen, gefolgt von Piccolente, Pelipper und Wingull. Es würde noch ein wenig dauern bis die ersten Landpokémon hinzu kamen um die Vögel in der Luft zu unterstützen, was es den ehemalig Gefangenen noch ermöglichen sollte, schnell und leise abzuhauen. Sie waren prinzipiell nicht unauffällig, aber gewöhnlich sollten die ersten Einsatzkräfte sich auf die Löschung des Brandes konzentrieren und Pokémon retten, die zu retten waren - und die Gildenpokémon konnten genauso gut fliehende Touristen sein.
      Einfach weiter laufen...

      "Obscuritemon!"
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    • Kachine


      Die Vogeldame beobachtete unauffällig wie die Hilfskräfte zur Stadt strömten. Auf die Gruppe achteten sie gar nicht, was aber auch nicht schlecht war.
      Rasch verlor sie auch das interesse und schaffte es sogar ein bisschen die Natur zu genießen. Die Blumen waren hübsch und bis auf den leicht versengten geruch, war die Luft sogar ganz angenehm.
      Der Wald jedoch wirkte ein bisschen gruselig.

      Das gerede der anderen ignorierte Kachine gekonnt, denn es betraf sie nicht großartig. Was der Boxer da vor sich hinkabbelte war ermüdent und half in der Situation ehrlich gar nicht.
      Daher beschied sie sich, dem Heiler fliegend zu folgen und über ihren Köpfen zu verweilen.

      Und einen einigermaßen ängstlichen Ausdruck aufzulegen. Nicht auffallen war ja die Devise.
    • Der Preis der Hochmut


      „Nun, dann sollten wir uns langsam mal in Bewegung setzen.“ Ohne Vorwarnung ging Pulse los, zur Überraschung der anderen. Glücklicherweise hatte es keine langen Beine, sodass Rainmaker ohne Probleme folgen konnte. Zumindest dachte er das zuerst. Doch nach zehn Minuten meldete sich sein rechter Arm wieder. Anscheinend war die Verletzung doch schwerer, als er gedacht hatte.
      „Verdammt, habe ich ihn mir gebrochen? Das wäre nicht gerade praktisch. Nicht, wo ich keinen Zugang zu den Pokekliniken habe...“ Zur Probe versuchte er ein kurzen Jab. Zu seinem Erstaunen ging es sogar, aber es schmerzte trotzdem höllisch. Als würde ihn jemand von hinten am Arm reißen. „Kein Knochenbruch, wahrscheinlich etwas Muskuläres. Allerdings werde ich hier so schnell nichts zum Verbinden finden. Gott, das klang ja mal richtig bescheuert...“
      Schlechte Reime beiseite, die Schmerzen in Austins Arm wollten nicht aufhören. Deswegen hatte er auch keinen Plan, was um sich herum los war. Bislang war er einfach nur darauf fokussiert, den anderen zu folgen. Das war jedoch einfacher gesagt als getan. Aufgrund des Schmerzes konnte er sich nicht auf seine Balance konzentrieren.
      Auf halben Weg stürzte er schließlich zum ersten Mal. Glücklicherweise konnte sich Austin auf die nicht verletzte Seite drehen. Wer weiß, wi er den Aufprall verkraftet hätte, sofern er auf die verletzten Seite gefallen wäre.
      ~Komm schon, du darfst die anderen nicht verlangsamen. Je länger wir uns auf der Straße befinden, desto eher schnappen sie uns.~ Von diesem Gedanken besessen raffte er sich auf. Als er jedoch wieder auf den Beinen war, merkte er, dass keiner auf ihn gewartet hatte. Zumindest von denjenigen, die er im Blickfeld hatte, waren alle einfach weitergegangen, beziehungsweise weiter geflogen. „Gut, dass ihr alle so viel Geduld habt. Das ist definitiv nicht auffällig.“
      Dies war der Grund, weshalb er kein Vertrauen zu vielen Mitgliedern der Shining Dead hatte. In den meisten Fällen würden sie ihre Kameraden im Stich lassen, wenn es ihre Mission gefährdete. Diese Rettungsmission hier war eine absolute Ausnahme. Austin nahm an, dass es zu viele Leute erwischt hatte, um die Situation zu ignorieren.
      Ächzend ging er weiter. Mittlerweile war das Gehen für ihn zu einer reinen Tortur geworden. Seine Kameraden gingen einfach weiter und kümmerten sich nicht um den angeschlagenen Kämpfer. Hin und wieder meinte er sehen zu können, wie sich Witch manchmal besorgt nach ihm schaute, sich allerdings dann doch bei der Gruppe aufhielt. Ob dem so war oder ob er halluzinierte, konnte Rainmaker nicht sagen. Seine einzige Anstrengung galt nur noch dem langsamen... na ja. „Gehen“ kann man es nicht nennen. Weiterstolpern wäre angemessener.


      Einen Blick, den er aber auf jeden Fall gemerkt hatte, ist der von Mantai. Austin konnte dies herausfiltern, weil das Ariados eine sehr kalte Aura ausstrahlte. Er und sie verbindet einiges, unterscheiden sich aber auch in vielen Punkten. Beide sind sehr gute Einzelkämpfer, die souverän ihre Aufgaben erledigen können. Während der Rainmaker zwar als kaltschnäuziger, aber leidenschaftlicher Kämpfer bekannt war, zeigte Mantai sich allerdings sehr darvinistisch und kühl in Konfliktsituationen. Allein daran merkt man, dass sich diese zwei nicht vertragen.
      Was allerdings Austin persönlich an Mantai störte, war etwas anderes: Ihre fast ideologische Treue zur Gilde. Zwar war Austin kein Gelehrter, und auch in Sachen Treue ist er nicht gerade ein großes Vorbild. Allerdings war es sogar ihm klar, wie viele Mitglieder der „Shining Dead“ auf ihren eignen Vorteil aus waren und sich nicht weniger um die anderen scheren konnten. Wenn wir bei dem Thema sind, da oben flog ja Kachine... Egal. Er fand es auf jeden Fall eine Schwäche Mantais, die ihr irgendwann einmal das Genick brechen würde. Eigentlich schade. Austin hatte nämlich großen Respekt vor ihrer Stärke... selbst in ihrer Rolle als Schützin.
      Wieso es ihr das Genick brechen würde? Ganz einfach. „Die Shining Dead wird über die Welt herrschen!“ „Uns wird alles gehören!“ Schwachsinn! Wer das wirklich glaubte, war komplett bescheuert. Wo war denn ihre gefürchtete Anführerin, der Angst und Schrecken diesseits und jenseits des Landes? Hinter Gittern! Toll! Super gemacht, ihr Flaschen! Unfähig, die wichtigste Person der Truppe zu schützen. Es gab zwar einige starke Pokemon in der Gruppe, aber die allein würden die Suppe nicht fett machen.
      Selbst wenn diese Utopie irgendwann mal wahr werden würde: Eine Verbrecherbande als Regierung eines Staates? Das musste irgendwann in einer Krise enden. Die Sache war aber hier etwas verzwickter: Wenn die „Shining Dead“ wirklich eine reine Verbrecherbande wäre, weshalb waren dann Pokemon wie Maxax und Zannakand in der Gilde, zwei Pokemon, die Ehre bis in ihre eigenen Zehennägel verkörpern? Da stimmte etwas nicht. Austin wusste, dass er nicht hinter das Geheimnis kommen würde. Aber er würde dort sein, wenn es sich enthüllen würde. Und dann würde er wieder stark genug sein, um als der wahre „Rainmaker“ anerkannt zu werden. Der stärkste Kämpfer, vor dessen Schlägen kein Pokemon sicher ist...
      Diese Gedankenspiele lenkten Austin vom Schmerz ab. Was er jedoch nicht merkte: In seiner Müdigkeit murmelte ein paar der Gedankenfetzen vor sich hin. Hoffen wir für ihn, dass dies kein böses Nachspiel haben wird...
    • Nhitaia / "Mantai" #i-ariados#

      Als Pulse die anfängliche Frage schlussendlich mit mehr oder weniger deutlichem Zustimmen der Leute in eine Tat umsetzte, dementsprechend die Führung übernahm und voran schritt, folgte Mantai. Sie wollte weder zurückgelassen werden, noch als Schlusslicht der Truppe agieren. Sie war zwar immer bedacht auf eventuelle Hinterhälte, aber diese Gruppe hatte ihrer Meinung nach genug Augen, um nicht hinterrücks von irgendeinem Idioten überfallen zu werden. Schweigsam gliederte sie sich also in den ersten Reihen der Wandertruppe ein. Nach ihrem vergleichsweise lauten und unerwarteten Ausbruch Rainmaker gegenüber, war sie nun wieder, getreu ihrer eigentlichen Natur, leise und bestimmt. Manche mochten es sogar 'konzentriert' nennen; aber es war wirklich nur ihre Art mit neuen Situationen umzugehen. Beobachten, analysieren, anpassen. Auch wenn Letzteres nicht immer zur vollsten Zufriedenheit anderer geschah.

      Mehr oder weniger uninteressant fand sie dennoch die zahlreichen Flug-Wasser-Pokémon, die bald über ihre Köpfe hinweg in Richtung des brennenden Gefängnisses flogen. Die naheliegende Stadt, zu denen sie alle nun unterwegs waren, hatte offenbar recht schnell mitbekommen, dass im Gefängnis großer Trubel stattfand. Die riesigen Rauchschwaden am Himmel waren letztlich wohl kein kleiner Indikator dafür. Die einzige für sie relevante Schlussfolgerung, die Mantai aus der ganzen Situation zog, war allerdings die Tatsache, dass sie alle bald auch einigen landlebenden Pokémon begegnen würden. Sie konnten wohl nur hoffen, dass sie sie entweder umgehen konnten, oder nicht allzu lange aufgehalten, oder gar befragt wurden. Es war zwar nicht unüblich, dass Nicht-Feuer-Pokémon vor dem heißen Element flohen, aber eine so geordnete Truppe, die weniger schnell auf einen Wald zuhielt, war dennoch recht auffällig.

      Dementsprechend wandte sich die Spinne schnell wieder dem aktuellen Geschehen zu, statt sich der Zukunft zuzuwenden. Hin und wieder blickte sie zurück und konnte Rainmaker gerade dabei beobachten, wie dieser sich von einem scheinbaren Sturz erholte und wieder aufrappelte. Sonderlich besorgt war sie dabei allerdings nicht. Das hatte nichts mit Sympathie oder nicht vorhandenem Respekt, vielleicht sogar Böswillen zutun, das war einfach ein Fakt, der Mantai selbst ausmachte. Sie konnte sich nicht sonderlich groß über Dinge freuen oder Mitleid zeigen, sofern diese Dinge mit anderen Pokémon und generellen sozialen Aktionen zutun hatten. Wenn es sie selbst betraf, war die Reaktion normalerweise aber umso größer.
      Eigentlich stand das sogar im starken Kontrast gegenüber ihrer Loyalität zur Gilde, die einigen Mitgliedern sicherlich irgendwann aufgefallen war. Es war sicherlich kein ideologisches, blindes Vertrauen, dass sie schlussendlich zum Fall zwingen würde. Es war ein gesunder Überlebenswillen, der sich an das klammerte, was ihr in diesem Moment die größten Überlebenschancen verschaffte. Es war klüger für das Käfer-Pokémon, sich der größten und stärksten Gruppe soweit anzuschließen, als dass sie selbst nicht leicht angreifbar war. Natürlich entwickelte sie eine gewisse Loyalität gegenüber der Gilde über die Jahre hinweg, die es für sie wahrscheinlicher machte, einem Pokémon, das 'Shining Dead' angehörte, zu Hilfe zu eilen; oder eben nicht zu verschwinden, wenn es brenzlig wurde. Aber auch Mantai war kein dummes Wesen. Sie verstand, dass das Vorhaben der Gilde irgendwann die Regierung beziehungsweise Herrschaft an sich zu reisen, völliger Unsinn war. Schlussendlich glaubte sie auch nicht, dass die Vorgehensweise diesbezüglich so blatant und dilettantisch war, wie sie von einigen Leuten aufgefasst wurde. Sie glaubte nicht, dass die Gilde versuchen würde, die momentane Regierung zu stürzen, um sich selbst an die Spitze zu setzen. Das würde in einer Diktatur, vielleicht sogar Anarchie ausarten und wäre keinesfalls förderlich für die Intentionen und Motive der Gilde. Auch wenn einige der ranghöchsten Pokémon normalerweise für die Ehre selbst standen, so glaubte Nhitaia trotzdem, dass eine Regierung, die von einer Verbrecherorganisation geleitet wurde, im Hintergrund agierte. Erpressung war dabei sicherlich ein großes Thema. Und das Wichtigste: für Mantai selbst spielte das keine Rolle, solange sie nicht im Fokus des Tumults stand. So, wie es die letzten Stunden leider der Fall war. Vielleicht gab es ja einen Maulwurf? Rainmaker würde da, so sehr Mantai das auch widerstrebte, leider kein Kandidat für sein. Vielleicht eher hintergründige Personen wie Pulse oder Kachine. Oder der Maulwurf befand sich gar nicht in dieser Gruppe per se. Möglichkeiten über Möglichkeiten...
    • Noi
      Auf dem Weg in die Stadt war Noi schließlich unschlüssig, was er nun genau tun sollte, da die anderen ihm einfach zu langsam waren. Geredet wurde auch nur das Allernötigste, weshalb er auch nicht unbedingt die Stille brechen wollte. Er flatterte also mal links von der Gruppe, dann etwas später mal an der rechten Flanke und dann wieder zurück auf die Linke. Als ihm diese Seitenwechsel schließlich auch zu langweilig wurden, begann er einen Kreis über den einzelnen anderen Gruppenmitgliedern zu ziehen. Natürlich begann er ganz vorne bei Pulse und von da aus nach hinten bis zum Rainmaker, der ihn allerdings gar nicht bemerkte. Über Ianthe zog er gleich 2 Kreise in der Hoffnung, dass sie ihn vielleicht ansprechen würde. Sein Versuch war allerdings nicht von Erfolg gekrönt.
      Er flog also schließlich doch wieder weiter vor und fragte in die Runde: "Soll ich mal etwas vorrausfliegen und den Weg auskundschaften?"
    • Kane


      Der Wald kam immer näher und das brennende Gefängnis hinter ihnen verlor immer mehr an Bedeutung für das kleine Kirlia. Es würde sich wohl kaum noch umdrehen, wenn es nicht immer wieder die unangenehmen Schwankungen der Emotionen spüren würde, die sich zwischen den Teammitgliedern einfach nicht einpendeln wollten. Unentschlossenheit, Unsicherheit, teilweise mischte sich von irgendwo her Wut hinzu... mit einem genervten Schnaufen strich es sich schließlich ein wenig über den Arm. Aus diesem Grund hasste er große Ansammlungen von Pokémon und schon diese doch recht handliche Gruppe war schon beinahe genug. Dennoch musste er sich nun mit ihnen anfreunden, beziehungsweise sie bis zur Stadt aushalten.
      Als man die Unzufriedenheit des Meditalis dann aber förmlich schmecken konnte, ließ er sich zurück fallen um zu dem anderen Psycho-Pokémon zu kommen. Der Weg zum Wald war nun wirklich nichts schweres, es gab nur einen einzigen, sandigen Pfad zwischen dem Gras und die Bäume waren auch kaum zu übersehen. Sie brauchten sicherlich kein kleines Kirlia, welches selbst ernannten Reiseführer spielen musste, also konnte Kane sich auch gut um andere Dinge kümmern. Wie beispielsweise um ein riesiges Baby, welches wohl mit Schmerzen nicht allzu gut klar kam.

      'Rainmaiker', meldete es sich nun also telepathisch in dem Kopf des größeren Pokémon und sah zu ihm auf. Seine Stimme war unhörbar für die anderen Pokémon des Teams, nicht weil er zwingend auf geheim haltung der folgenden Konversation plädieren wollte – in seinem Sinne war es einfach nur unnötig jedem seine Gedanken aufzudrücken. 'Ich kann eine erneute Heilwoge nutzen, um die Schmerzen zu unterdrücken. Dies würde dann wohl etwa bis zum Ende des Waldes halten und der restliche Weg in die Stadt dürfte dann ein leichtes zu tun sein.' Er blickte wieder in Richtung der Büsche, die immer näher kamen, je weiter sie liefen. Sollte er jetzt seine Heilwoge nutzen, wäre die gesammelte Ausdauer direkt wieder hinüber. Kirlia waren nicht unbedingt bekannt für ihre ausdauernden Körper, was wohl verständlich war, wenn man sich ihre dünnen Arme und Beine... nein, einfach alles ansah. Und da seine eigene Fortbewegung sich grundsätzlich an guten Tagen auf Teleportation beschränkte, war er wohl noch einmal ein Sonderbeispiel eines körperlich wenig fitten Kirlia. Dafür waren dann seine Kräuter und sonstige Medizin gut, die er nutzte, wenn es ihm möglich war... doch die hatte man ihm im Gefängnis natürlich nicht gelassen. Dementsprechend musste er nun gut darüber nachdenken, was er tun konnte, um zu gewährleisten, dass die Gruppe weiter kam, ohne selbst darunter zu leiden. Natürlich konnte er sich einfach weg teleportieren und sie konnten selbst schauen wie es lief, aber da wäre ein gewisses Löwen-Pokémon wohl wenig angetan von.
      Dementsprechend sah er wieder in Richtung des Veteranen. 'Aber ich könnte meine Beine danach kaum noch bewegen. Ich würde sagen du schuldest mir dann was.'
      Ob das nun wirklich der Anfang eines diplomatisch zu klärenden Vorschlags war, musste wohl kaum beantwortet werden. Kane wusste, dass das Meditalis kaum eine Wahl hatte, wenn es nicht weiter hinter den anderen zurück fallen wollte.

      In dem Moment allerdings, trat etwas ganz anderes aus dem Wald. Gerade als Kane seinen Vorschlag geäußert hatte, verließ ein mehr oder weniger entspanntes Knuddeluff gemeinsam mit einem Pummeluff den Wald. In ihren Händen – jeweils zwei schöne Äpfel und ein paar Sinelbeeren. Kane stoppte fast schon sofort auf seinen Wegen, fixiert auf die beiden Pokémon die ihnen nun mit fröhlichen Mienen entgegen kamen. Das Kirlia verengte die Augen ein wenig und blickte leicht hin und her. Das einzige Pokémon, das nun wirklich eine Motivation hätte um etwas zu tun, war vermutlich Rainmaker. Doch ob das so klug wäre, mit den Löscharbeiten des Gefängnisses hinter ihnen im Gange? Die beiden fremden Pokémon schienen nicht groß etwas zu bemerken, vielleicht konnte diese Begegnung auch unauffällig hinüber gehen...?

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