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Shining Dead [V.2]

    • Rollenspiel
    • Einer ist keiner, zwei sind ein Paar

      Je weiter sie gingen, desto verzweifelter wurde Austin. Langsam, aber sicher schnürte ihn die Muskelzerrung das Gefühl für seine rechte Schlaghand ab. Generell nahm er nur sehr wenig war. Dafür hatte er keine Zeit. Er musste den anderen folgen.
      Als der Rainmaker schon sein Zeitgefühl verloren hatte, hörte er eine Stimme in seinem Kopf:

      'Rainmaker, ich kann eine erneute Heilwoge nutzen, um die Schmerzen zu unterdrücken. Dies würde dann wohl etwa bis zum Ende des Waldes halten und der restliche Weg in die Stadt dürfte dann ein leichtes zu tun sein. Aber ich könnte meine Beine danach kaum noch bewegen. Ich würde sagen du schuldest mir dann was.'
      Als er dies hörte, klärten sich seine Gedanken ein wenig auf. Allerdings zögerte Austin trotzdem ein wenig: ~Um mich frisch zu machen, müsste sich also Kane auspowern. Das sollte machbar sein, aber trotzdem werde ich nicht meinen rechten Arm belasten können. Wenn wir jetzt angegriffen werden, würde dies dann wohl Game Over bedeuten.~
      Austin hatte aber keine Wahl. In seinem Zustand würde er nicht durch den Wald kommen. Die bessere Chance war also, auf Pulse Angebot einzugehen.
      „Wenn du das machst, hättest du dann noch genug Energie, um dich an mir festzuhalten?"
      'Wahrscheinlich.'
      „Gut, dann verschwende keine Zeit. Ich bringe dich schon irgendwie durch den Wald.“
      Gesagt, getan. Ein paar Sekunden später und Austin fühlte sich wesentlich besser. Auch sein Schlagarm schmerzte nur wesentlich weniger. ~Wahrscheinlich eine Muskelverhärtung. Wie hatte mein Meister das nochmal genannt? Dyspo...nergie? Egal. Das sollte bis zur Stadt halten.~
      Ein paar Sekunden später und Kirlia hatte sich um seinen Hals geschlungen. Dies war kein großes Problem: Pulse hatte kaum Masse. Solange er sich an dem Rainmaker festhalten konnte, sollte nichts schief gehen.
      Mit neu gewonnenem Enthusiasmus marschierte Austin weiter. (Dass er direkt an zwei fremden Pokemon vorbei lief, merkte er nicht. Ob dies anders herum der Fall war?) Es gab zum Glück nur einen Pfad, daher folgte Austin diesem einfach. Nur ein paar Minuten später hatte er seine Kameraden bereits überholt.
      Nur ein, zwei Minuten später waren sie bereits am Rand des Waldes angekommen.


      Der Geruch der Bäume ließ Austin in Nostalgie schwärmen. Als Kind ging er gerne in den Wald. Dort konnte er ungestört trainieren. Außerdem genoss er es, einfach durch die Wälder zu laufen, auch wenn er sich oft verlief. Dies war sein Reich, und nur die Bewohner selbst kannten es besser als Austin.
      Unglücklicherweise vergaß er, dass seine Teamkollegen auch noch da waren. Oder eben nicht. Schon nach ein paar Minuten waren sie nicht zu sehen. Zum Glück wurde der Pfad schon recht häufig benutzt. Wenn sie Pulse und ihn da nicht finden würden, müssten sie schon ordentlich blau sein.
      Also legte der Rainmaker ein kurze Pause ein. Für seinen Kollegen fand er einen schattigen Platz zum Ausruhen. „Warte hier kurz, ich bin schau mich nur schnell um. Keine Sorge, ich bleibe in deinem Blickfeld.“ Diese Aussage stimmte nicht ganz, aber Austin blieb ganz nah bei seinem Teampartner. Auch wenn ihn die Heilwoge wieder erfrischt hat, knurrte sein Magen immer noch. ~So, wo könnten sich die Beeren hier denn versteckt haben? Bei den vielen Büschen hier sollten doch ein paar... Na also, das sieht doch nach einem...“ ...guten Fund aus? Theoretisch ja. Allerdings hätte Austin gerne etwas anderes gehabt als saure Tronzibeeren. Sie waren allerdings genießbar.
      „Na dann. Wohl bekomms!“, sagte er und biss in eine der Beeren. Die Säure fühlte sich äußerst unangenehm an, aber sie füllte Austins Bauch zumindest etwas. ~Es wären noch ein paar von den Beeren für die anderen übrig. Allerdings war er sich nicht sicher, ob er sich mit Tronzibeeren bei den anderen beliebt machen würde. Doch in genau diesem Moment...

      Etwa zwei Minuten später war er wieder bei Pulse. „Sorry, dass ich dich hier alleine gelassen habe. Allerdings habe ich für uns etwas Essbares gesucht und diese Äpfel gefunden. Hier, nimm einen!“ Es fühlte sich so an, als hätte Austin schon ewig nichts Süßes mehr gegessen. Hätte Pulse ihn nicht daran gehindert, wären die anderen Äpfel auch dem Hunger des Rainmaker zum Opfer gefallen.
      „Weißt du, Pulse, ich bin froh, dass wir dich in unserer Gruppe haben. Natürlich sind die anderen auch ziemlich fix in ihrem Gebiet. Aber du bist der einzige, auf den ich mich wirklich verlassen würde. Solltest du irgendwann mal Hilfe brauchen: Wisse, dass du auf den Rainmaker bauen kannst.“
      Gleich nachdem er die Worte gesagt hatte, musste er sich den Kopf schütteln. Klar, natürlich hatte Austin nicht gelogen. Es war lediglich, dass sein innerer Emotionsdussel sich ungewollt zu Worte gemeldet hatte.
      „Na ja, vielleicht ist ja auch Witch ganz gut. Etwas neues Blut wird uns auf jeden Fall nicht schaden...“

      "The show's over!"

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    • Kachine


      Während ihren Fluges über die Köpfe der anderen beobachtete sie die Dinge die sich so abspielten. Wie ihr Heiler zwei Pokemon mit etwas zu essen fixierte, die Interaktion den Kämpfers mit eben diesem.
      Sie schaute nach dem Rest, sah aber keinen.
      Inzwischen war das Gefängniss nicht mehr als eine unangenehme Erinnerung, und sie schaute auch garantiert nicht mehr zurück. Was sie aber inzwischen wieder gebrauchen könnte wäre etwas zu trinken. Oder Essen. Irgendwas in der Richtung.
      Jedoch wusste sie, das sie noch bis in die Stadt würde warten müssen, wenn das mit den Äpfeln nichts wurde. Irgedwie bezweifelte sie das doch schwer.
      Ein leichtes seufzen entfuhr dem Schnabel des Vogels.
      Es waren Momente wie diese, die sie daran zweifeln ließen, ob sie mit anderen Lebensentscheidungen nciht weitaus Glücklicher geworden wäre.
    • Noi
      Es störte Noi, dass er keine Antwort bekam. Er konnte sich problemlos aus den Gruppenentscheidungen raushalten, da er das als das Beste für die ganze Gruppe empfand, wenn er kein essentielles Wissen hatte. Aber ignoriert werden tat ihm im Herzen weh. Beleidigt flog er ein Stück höher als vorher, dass ihn niemand beim schmollen sehen konnte. Dachte er zumindest. Blieb aber dennoch in der Nähe der Gruppe, die dem Wald immer mehr näherten.
    • Ohne große Probleme gelangten die Pokémon schließlich in den Wald, raus aus dem Blickfeld der Pokémon hinter ihnen. Im Schutz der Bäume genossen sie Austins gefundene Beeren und Äpfel – nun... zumindest Pulse genoss sie, da der Rest der Truppe die beiden 'Ausreißer' zu spät fanden – und ließen kurz ihre Beine entspannen.

      Trotzdem war jedem klar, dass sie schnell weiter mussten. Immerhin wartete das Pyroleo nach wie vor auf sie und es wäre mehr als unhöflich, wenn sie den Leiter der Spione noch allzu lange warten lassen würden. Vermutlich war ein Großteil der Gruppe bereits dort angekommen, wenn sie den schnellsten Weg zur Stadt genommen hatten.
      Dennoch war es im Endeffekt wirklich klüger gewesen, den Weg durch den Wald zu nehmen. Es waren definitiv zu viele Pokémon am Himmel und auf dem Weg zum Gefängnis gewesen, als das eine Massenwanderung nicht aufgefallen wäre. Man konnte sich also ordentlich auf die Brust klopfen und stolz sein.

      Mittlerweile war die Nacht eingebrochen und mit ihr kam die Finsternis, die sich über den Wald legte, wie der Flügel eines Kramshef über seine Beute. Das Einzige, was irgendwie noch Licht und Trost spendete, war der Mond, der mit seinem Leuchten bemüht war, der Dunkelheit entgegen zu wirken. Die Temperaturen fielen langsam ab, doch blieben sie stets in einem annehmbaren Rahmen. Herbstanfang.

      Kane

      Schweigend richtet Kane sich irgendwann wieder auf und sah in den Himmel. 'Wir sollten weiter', gab er per Telepathie an alle weiter, während er selbst prüfte, wie gut er mittlerweile wieder stehen konnte. Die Heilwoge hatte ihn wirklich von den Beinen geschmissen und er war gewissermaßen wirklich dankbar dafür, dass Rainmaker seine Seite des Versprechens eingehalten hatte. Doch inzwischen waren seine dünnen Beine wieder bereit, sein Gewicht zu tragen. Sie zitterten nicht mehr vor Schwäche und er konnte zum Großteil ohne Probleme stehen. Laufen war noch eine andere Sache. Hin und wieder wirkte er dann doch leicht zittrig, aber hauptsache war doch, dass er sich überhaupt bewegen konnte. Schließlich blickte er wieder in die Runde.
      'Wir sollten Möglichkeiten finden, wie wir uns im Dunkeln durch den Wald kriegen. Ich bin praktisch blind und kenne nur etwa die Richtung, in die wir müssen.'

      "Obscuritemon!"
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    • Warten auf den Erntemond


      Es war für Austin nicht ersichtlich, aber plötzlich wurde es schnell dunkel. Ihm war nicht klar, dass sie ihren Ausbruch am späten Nachmittag angezettelt hatten. Sein Zeitgefühl war komplett durcheinander.

      'Wir sollten weiter' , meinte Pulse. Selbst seiner telepathischen Stimme hörte man an, wie müde er war. Selbst mit den ganzen Äpfeln war er noch nicht in der Lage, sicher weiter zu gehen. Stillschweigend bot ihm Austin den Huckepack an. Was hatte das Kirlia für eine andere Wahl?
      'Wir sollten Möglichkeiten finden, wie wir uns im Dunkeln durch den Wald kriegen. Ich bin praktisch blind und kenne nur etwa die Richtung, in die wir müssen.'
      In dieser Sache konnte Austin den anderen nicht weiterhelfen. Zwar liebte er den Wald, dennoch brauchte er trotzdem seine Augen, um sich orientieren zu können. Zugegeben, er würde wahrscheinlich den Ausgang finden, nach 3-4 Stunden. Doch da fiel Austin etwas ein.
      „Noi, du kannst dich doch mithilfe des Schalls orientieren. Kannst du uns den Pfad entlang führen? Ich weiß: Das ist nicht die einfachste Aufgabe. Allerdings haben wir sonst niemanden, der sich gut mit Orientierung im Gelände auskennt.“Noi stimmte zu. Anhand von Pulse's Wegbschreibungen führte er die Gruppe entlang des Pfades.
      Viel hatte er nicht zu tun. Ohne einen Gegner, den es zu bekämpfen galt, hatte der Rainmaker kaum andere Fähigkeiten, die in der Wildnis von Nutzen wären. Dennoch war er recht unbesorgt. ~Mit Pulse's Hilfe macht Noi das schon. Wer sollte jetzt, wo gerade das Gefängnis in Trümmern liegt, unserer Gruppe auflauern?~
      Stattdessen war er vom Mond fasziniert. Schon als kleiner Junge hat diese weiße Kugel am Himmel eine große Faszination auf Austin ausgeübt. Er konnte nicht sagen, weshalb. Allerdings konnte er mit den Wechsel der Mondphasen den Wandel der Jahreszeiten spüren.
      ~Ein Vorphase zum Erntemond... Nur noch ein paar Tage, bis die Blätter ihre Farben wechseln. Leider werden wir zu der Zeit nicht da sein...~

      "The show's over!"
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