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Shion

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    • Name:Kimiko Takahashi
      Alter:22
      Klasse:Trainerin
      Team: [Mothra], [Hal], [Commodus]
      Ort:Helio City
      Reisegruppe
      @Obscurite - Kasai Taiyō
      @Sanchez619 - Hikari Watanabe


      Kimiko Takahashi III

      Als Kimiko die Arena im Sechs-Kräfte-Baum betrat, befand sich der Arenaleiter Zack bereits in einem Kampf gegen eine Trainerin.
      Geduldig setzte sich die Feuerlocke auf die Tribüne und schaute dem Kampf zu. Ihr fiel das Licht über dem Kampffeld auf.
      >Es muss wohl Sonnentag eingesetzt worden sein, sonst wäre das Hubelupf nicht so schnell.<

      “Stopp! Setz lieber Säuselstimme ein!”,
      hörte man die Herausforderin rufen.
      “Nutz die Gelegenheit, Hubelupf, für eine Kugelsaat,”
      befahl der Arenaleiter seinem Pokemon.
      Die Attacke des Hubelupfs durchdrang die Säuselstimme und traf das Kirlia.

      “Mir ist langweilig. Zeit, dies zu beenden. Hubelupf, Akrobatik.”
      Zack gähnte, als er das sagte.
      “Kontere mit Konfusion, Saichi,”
      befahl die Herausforderin ihrem Kirlia.
      Während das Kirlia Konfusion einsetzte, verschwand das Sonnenlicht und das Hubelupf wurde langsamer und von der Attacke besiegt.

      “Hubelupf kann nicht mehr weiterkämpfen. Saichi hat gewonnen. Sieger dieses Arenakampfes ist somit Hikari Watanabe!”
      Voller Euphorie über diesen Sieg rannte Hikari zu ihrem völlig erschöpften Kirlia und nahm es in die Arme.
      “Wir haben gewonnen, Saichi! Wir haben gewonnen! Oh, bin ich stolz auf dich!”
      Der Arenaleiter kam auf Hikari zu und besprach etwas mit ihr.
      Nachdem Zack die Arena verließ, kam vom Schiedsrichter folgende Aussage:

      “Kimiko Takahashi, machen Sie sich für den Arenakampf bereit. Wir starten in etwa 20 Minuten.”
      Die Feuerlocke bemerkte, dass Hikari ihr zuwinkte und ihr viel Glück wünschte.
      Kimiko war etwas überrascht, winkte aber dankbar zurück und machte sich auf dem Weg zum Kampffeld.
      Auf dem Weg kam ihr Hikari entgegen, die anscheinend zuschauen wollte.
      “Herzlichen Glückwunsch zum Orden”

      “Vielen Dank,” antwortete Hikari.
      Am Kampffeld angekommen, bereitete sich die neue Herausforderin mental auf dem Kampf vor und überlegte sich eine Taktik.

      Display Spoiler
      Etwas Musik für den Kampf ^^



      “Zwei Herausforderungen direkt hintereinander. Ich hoffe, du hast mehr auf dem Kasten als deine Vorgängerin. Ich heiße Zack und bin der Arenaleiter von Helio City,
      stellte sich der Arenaleiter vor, “Waumboll, los!

      “Mach es fertig, Hal!”, mit diesen Worten schickte sie ihr Shiny-Stollunior in den Kampf.
      Der Gesichtsausdruck von Kimiko wechselte von freundlich zu ernst.
      “Unior,” brüllte das Stollunior
      “Hal, setz Metallklaue ein!”

      “Waumboll, komm ihm mit Egelsamen zuvor", befahl Zack seinem Pokemon.
      Während das Hal zum Angriff ausholte, wurde er von Egelsamen umgeben und bepflanzt.
      Die Attacke des grünlichen Stolluniors hat getroffen, doch das Waumboll war noch kampffähig.

      “Waumboll, nutze die Chance und regenerier dich mit Megasauger”
      Das Waumboll fing an zu grünlich zu leuchten, während aus Hal viele kleine gelbe Kugeln sprießten, die sich ablösten und zu Waumboll flogen.
      “Kontere mit Metallklaue Hal!”
      Sichtlich von Egelsamen und Megasauger geschwächt, schaffte es Hal, das Waumboll zu treffen.

      “Waumboll kann nicht mehr weiterkämpfen. Hal hat gewonnen.”
      Über die Niederlage seines Pokemons war Zack nicht sonderlich beeindruckt.

      “Los Bisasam, das Stollunior macht nicht mehr lange”
      Noch ehe jemand was machen konnte, schadete Egelsamen Hal.
      “Bisasam, setze Sonnentag ein”, befahl Zack.
      Aus der Knospe des Bisasams kam ein Lichtstrahl, der hoch zur Decke ging und die Arena beleuchtete.
      “Hal, setz Kopfnuss ein”
      Das Stollunior rammte seinen Kopf gegen das Bisasam, aber das Bisasam wich aus und war schneller als zuvor

      >Verdammt, das Bisasam hat Chlorophyll.<
      “Bisasam, besiege Stollunior mit Solarstrahl”
      I’m sorry Zack, I’m afraid I can’t let you do that. Hal, schütze dich mit Schutzschild.”
      Während das Bisasam einen grellen Strahl aus seinem Mund schoss, legte sich ein Schutzschild um Hal, der den Schaden absorbierte, aber ihn nicht vor den Schaden durch Egelsamen schützt.
      >Zack wird mich bestimmt nicht auswechseln lassen und mit Schutzschild zögere ich das unvermeidbare nur hinaus. Ich habs! Ich verlangsame ihn mit Felsgrab. Das sollte Commodus helfen, das Bisasam zu besiegen.<
      “Diesmal wirst du dich nicht mit Schutzschild schützen können. Jetzt mach es wieder mit Solarstrahl fertig Bisasam!”
      “Wer sagt denn, dass ich wieder Schutzschild einsetzten werde. Hal, steck alles in Felsgrab!”
      Bisasam schoss wieder einen grellen Strahl aus seinem Mund, während Hal mit letzter Kraft ein paar Felsen über den Strahl auf Bisasam schleudert.
      Das Stollunior wurde von dem Strahl erfasst. Das Bisasam wurde von den Felsen getroffen und ein wenig verlangsamt.

      “Hal kann nicht mehr weiterkämpfen. Bisasam hat gewonnen.”
      Kimiko schickte ihr besiegtes Stollunior in seinen Ball zurück und entschuldigte sich bei ihm.

      “Los Commodus. Zeig dem Bisasam wo der Hammer hängt.”
      “Trasla, Trasla.”
      “Bisasam, setz Matschbombe ein”, befahl Zack seinem Bisasam.
      Aus dem Mund des Bisasams kamen mehrere Schlammbälle.
      “Commodus, weich aus und kontere mit Konfusion”
      Durch Commodus Fährte kopierte er Bisasams Chlorophyll und wurde schneller, konnte aber nicht allen Schlammbällen ausweichen.
      >Verdammt, obwohl ich es mit Felsgrab verlangsamt habe und seine Fähigkeit kopiert hab, ist das BIsasam immer noch schneller als Commodus. Wenn das Bisasam noch stehen sollte, muss ich auf Mothra zurückgreifen. Sie hat zwar den Typenvorteil, nur will ich mich nicht die ganze Zeit auf Mothra verlassen müssen<
      Das Trasla fiel stark geschwächt zurück, während Zacks Bisasam durch Commodus Psykräfte in die Luft gehoben und gegen die Wand geschleudert wurde.
      “Leg noch mit Säuselstimme nach, Commodus”
      Ohne zu zögern setzte Commodus eine große Schallwelle frei, die Bisasam erwischt hatte.

      “Bisasam kann nicht mehr weiterkämpfen. Commodus hat gewonnen.”

      “Ich sollte langsam mal ernst machen. Los, Blanas, Mach das Trasla fertig!”, rief Zack.
      “Commodus, setz Säuselstimme ein!”
      “Komm ihm mit Mogelhieb zuvor”, befahl der Arenaleiter.
      Ehe Commodus seine Attacke einsetzen konnte, wurde er von Blanas Attacke getroffen. Das Trasla schreckte zurück und konnte Säuselstimme nicht mehr einsetzen.
      “Beende es mit Natur-Kraft!”, rief Zack zu seinem Blanas.
      Eine grüne Kugel entstand vor Blanas, die er sogleich auf das, noch unter Schock stehende, Trasla abfeuerte.
      “Verzeih mir Commodus”
      Die Feuerlocke schaute leicht bedrückt zu Boden.
      Die Kugel traf Commodus und er flog knapp an Kimiko vorbei und prallte gegen die Wand, die sich hinter der Herausforderin befand.

      “Commodus kann nicht mehr weiterkämpfen. Blanas hat gewonnen”
      Die grelle Deckenbeleuchtung verschwand und in der Arena wurde es etwas dunkler.
      Kimikos Augen füllten sich mit Wut und schrie:
      “Jetzt bleibt mir keine andere Wahl mehr! Ich muss jetzt meine Bestie entfesseln. Los Mothra, räche Hal und Commodus!”
      “Ignivoooor!”, brüllte das Ignivor dem Blanas entgegen.

      “Das ist also deine Bestie? Blanas, setze Finte ein", befahl der Arenaleiter abfällig seinem Pokemon.
      Blanas verschwand augenblicklich und griff Mothra von hinten an.
      “Kontere mit Blutsauger Mothra!”
      Das Ignivor biss das Blanas und regenerierte den angerichteten Schaden im Nu.
      Blanas ging schwerverletzt zu Boden.
      “Gut so Mothra, gib ihm mit Blutsauger den Rest”
      Das Ignivor stürzte sich auf Blanas und besiegte es.

      “Blanas kann nicht mehr weiterkämpfen. Mothra hat gewonnen. Sieger dieses Arenakampfes ist somit Kimiko Takahashi”

      Erleichtert über ihren Sieg schickte sie Mothra zurück in ihren Ball und bedankte sich bei ihr.
      “Bevor ich dir den Orden überreiche, muss ich mit dir noch was besprechen”
      Zacks Stimme klang ruhig, aber bestimmt.
      “Hat es damit zu tun, dass ich Ignivor nicht sofort eingesetzt habe?”
      “Genau das. Mit deinem Ignivor wäre es ein leichtes gewesen, mich zu besiegen.
      Warum hast du erst Stollunior und Trasla eingesetzt?”, fragte Zack.

      “Früher hab ich mein Ignivor zu häufig eingesetzt. Das will ich ändern, auch wenn es heißt, dass ich ein paar Niederlagen einstecken oder einen Pyrrhussieg erringen muss.”
      “Nun gut. In dem Fall hättest du auch eine Ausnahme machen können,
      aber gewonnen ist gewonnen”
      Zack griff in seine Sakkotasche.
      “Hiermit überreiche ich dir den Bronze-Pflanzen Orden. Ab sofort musst du für die Silberorden kämpfen”
      Mit diesen Worten zog er sich aus der Arena zurück und die Feuerlocke freute sich nur bedingt über ihren Sieg, da er ihr zwei ihrer Pokemon gekostet hat und sie letztendlich wieder auf Mothra zurückgreifen musste.
      Sie schaute zur Tribüne und bemerkte, dass die Trainerin, die vor ihr gekämpft hatte, den Kampf beobachtet hatte.

      >Hoffentlich hat sie gelernt, dass ein Pyrrhussieg nicht empfehlenswert ist<
      Mit diesen letzten Gedanken verließ Kimiko das Kampffeld.
      3DS Name: Alex
      FC: 1392-7573-6019

      ~ Profilbild ausn Blade Runner wiki ~
    • Lara Fleming (23)Location: Sao Miguel
      Determination: HungryTrainer/Heroine
      Rufus Sans Ayumi .Pun Counter: 72
      Next Stop: UndeterminedNext Member: Sordes
      Travel Group:

      @Boo92 Zane
      @Rai Dareios
      @ProtosHikanios Luna


      Lara XXVIII (#28)




      Dareios, nun in ein dünneres, ebenso graues Tanktop gehüllt, hatte sich wie die anderen Gruppenmitglieder auf seinem Zimmer etwas frisch gemacht, um gepflegt beim Dinieren zu erscheinen. Er schien die Farbe Hellgrau wohl sehr zu mögen, rauschte es Lara durch den Kopf, grau wie Vulkanasche. Sie selbst besaß außer Socken kein einziges größeres graues Kleidungsstück in ihrem Modesortiment.

      »Wie wäre es denn mit portugiesisch? Ich habe einen gerade um die Straßenecke gesehen, als wir hergekommen sind!«, schlug der junge Olivianer vor, sich dabei Bestätigung für einen leckeren Schmaus erhoffend. Diese Cuisine stand gerade zu sinnbildlich für nicht nur Fisch und Meeresfrüchte, sondern ebenso gesunde Beilagen, die den salzigen Meereshauch des Südens bis in die verdreckteste Wolkenkratzermetropole trugen. Luna, die sich ein schickes Kleid für die Nacht ausgesucht hatte, schien der Idee nicht abgeneigt zu sein. Sie traf als letztes unten in der Lobby ein, während die hungrige Lara bereits unruhig mit ihrem Fuß auf- und abwippte, ihre Arme über Kreuz.
      "Entschuldigt die Verspätung", war die elegant gekleidete Rangerin sich des Wartens der anderen bewusst. Zayn hatte ebenfalls nicht gegen Dareios' Vorschlag einzuwenden, sodass das Quartett sofort das Hotel verließ, um nicht nur salzige Meeresluft, sondern auch Gerüche von gebratenen Meeresspeisen einzuatmen.
      Da sich alle mehr oder weniger stillschweigend geeinigt hatten, stand einem Besuch im Restaurant somit nichts mehr im Wege!

      Ein weiß verputztes Haus mit rötlichen Dachziegeln, ganz im westiberischen Stil, lud mit einer angenehmen orangenen Wohlfülbeleuchtung seine Gäste ein. Ein kurzer Blick ins Innere des relativ einfachen, fast tavernenartigen Restaurants "Sao Felipe" offenbarte einen größtenteils mit Holz ausgekleideten Raum, den die Gruppe allerdings nicht betraten. Wenn man schon mal an der Küste mit Meerblick und gutem Essen speisen konnte, dann doch draußen, überhaupt keine Frage. So nahm das Quartett auf gut gepolsterten Holzbänken auf der Terrasse Platz unter einem Sonnenschirm Platz, umgeben von saftigen Zitrusfrüchten und urigen Olivenbäumen.
      Aus der Ferne erkannte man sogar langsam einen dampfenden Goldbarren über das Meer, der das später an der Küste lebende Wüstenmädchen selbstverständlich in Erstaunen versetzte: "Wowowowo, da hinten! Eine glitzernde Fähre verlässt den Hafen ... und wie groß sie ist. Welches Ziel sie wohl ansteuert? Ihr wisst sicher auch nicht ... meer. Das macht mich fährtig. Umm ... umm ... thehe ... umm." Lara ärgerte sich im Stillen, dass sie kein besseres Wortspiel kreieren konnte und schämte sich fast sogar für das erste der beiden, aber nur fast.
      "Uuuuuh ... Espetada-Grillspieße als Mix! Einmal Chorizo, Tintenfisch, Tomaten, Schweinefleisch und dann der Klassiker, Beef. Und dazu ... ein fruchtig-leckeres Erfrischungsgetränk! Ich meine, wer würde schon nicht gerne an einer süßen Laranjada schlürfen? DE-LI-CIOUS!" Der Gedanke an den orange schillernden Softdrink und herzhafte Spieße gebraten über den heißen Flammen eines feurigen Grills ließ Lara bereits nach der Aufgabe der Bestellung das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, stets die beeindruckende Fähre auf mittlerer Distanz im Augenwinkel haltend. Schließlich war sie selbst über ein Schiff in Gemma angekommen. Wofür würde sich die anderen e
      ntscheiden? Determination konnte man leider nicht grillen.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Kasai Taiyō | 18 | MännlichTrainer | Koordinator | (Koch aus Leidenschaft)Momentaner Standort: Helio City - Supermarkt ---> Sechs-Kräfte-Baum (Arena)
      Pokemon: Roselia [Lilia]; Arbok [Connor]♂; Staralili [Ethan]Reisegruppe: Kimiko Takahashi | Hikari Watanabe
      Jetziges Kapitel: Kapitel 1 - Back to the roots II
      Geplantes nächstes Teammitglied: ---


      Geplantes nächstes Ziel: ---
      Vorangegangene Kapitel: Back to the roots I


      Back to the Roots II


      Tatsächlich war es ein mehr oder weniger seltsamer Zusammenstoß mit diesem Mädchen. Kimiko... interessanter Name. Ehe Kasai noch auf ihre Vorstellung antworten konnte, schien diese sich der Uhrzeit bewusst zu werden und hatte sich an ihm vorbei in den Supermarkt verzogen.
      Der junge Trainer konnte einen verwirrten Blick in Richtung seines Pokémon nicht unterdrücken, welchen das Roselia zu teilen schien. „Nun... dann... sollten wir wohl auch zu Ende einkaufen, was?“
      Er verschwand ebenfalls wieder tiefer in dem Markt, diesmal mit Lilia auf der Schulter, während er die Regale durchstreifte. Einfach und entspannt, ganz anders als Kimiko, sodass er gerade erst mit gefüllten Armen in Richtung Kasse ging, als sie den Laden schon mehr oder weniger hektisch verließ. Kurz sah er ihr nach, ehe seine Aufmerksamkeit von dem Kassierer gefordert wurde.
      Letzten Endes verließ er den Supermarkt mit Arbok in seinem Pokéball, eingepackt mit Tränken, Medizin und Verpflegung und 6200 Poké weniger in der Tasche. Im Gegensatz zu Kimiko hatte er immerhin einen Platz für die Nacht. Glücklicherweise hatte sein Vater für eine Woche ein Hotelzimmer für ihn reserviert, welches in der Nähe der Route lag, auf welcher der angehende Trainer trainieren wollte. Natürlich hätte er auch einfach wieder nach Hause gehen können, doch da dies ein täglicher Fußmarsch von mindestens zwei Stunden war, hatten sie sich dann doch für die Hotel-Variante entschieden. Schon allein um ihm etwas Eigenständigkeit in Sachen Übernachtungsmöglichkeiten beizubringen. Deutlich einfacher also und da es auch kein sonderlich großes und luxuriöses Hotel war, war es auch nicht allzu teuer gewesen.
      Entspannt ging er die noch wenigen, nötigen Schritte die Straße hinab ehe sie ins gebuchte Hotel einbog. Kurz musste er überlegen, welchen Tag sie noch einmal hatten – doch so weit er wusste, konnte er morgen auch noch hier übernachten, ehe er sich wirklich verabschieden musste. Nun... sollte er morgen in dem Kampf versagen, hatte er wenigstens einen Tag um es noch einmal zu versuchen. Wobei er natürlich nicht hoffte, dass er versagen würde...

      Am nächsten Morgen stieg Kasai früh aus dem Bett, machte sich gemütlich fertig und verließ dann das Hotel. Man konnte nicht unbedingt sagen das ihm die Nervosität nicht anzusehen war... alle zehn Sekunden kratzte er sich leicht am linken Unterarm, seit seiner Kindheit ein Zeichen seiner Nervosität. Doch egal, da musste er jetzt durch.
      Der Weg zur Arena verlief mehr oder weniger ruhig und ohne große Ereignisse. Er konnte die Zeit noch einmal nutzen, um sich in seiner Heimatstadt möglicherweise ein letztes Mal umzusehen. Die vielen Bäume, die vergleichsweise unbedeutenden Häuser... Kasai war sich sicher, dass er in keiner anderen Stadt ein solches Aufgebot an Natur auffinden würde.
      Auch Lilia, die auf seiner Schulter saß und es sich dort gut gehen ließ, nutzte den Weg, um sich umzusehen. Lächelnd stoppte Kasai, als seine Partnerin von seiner Schulter hüpfte und vor einer weißen Blume landete. Der Trainer hockte sich neben das Roselia und zog nach ein paar Sekunden Schweigen die Pflanze aus der Erde. Es gab Unmengen dieser Blumen und so störte es wohl keinen, dass er eine mitnahm. Eine kleine Erinnerung.
      Kasai drehte sich zu Lilia und steckte die Blume vorsichtig zwischen zwei ihrer drei Kopfstacheln. „Passt gut zu dir. Das weiß ist ein schöner Kontrast zu deinen schwarzen Blüten.“ „Rooo...~“, freute sich das Roselia über das Lob und streckte die Arme zu ihrem Partner hoch. Kasai lächelte und hob, stets auf ihre dornigen Arme achtend, Lilia wieder auf seine Schulter, ehe er mit seinem Weg fort fuhr.
      Sein Ziel, den Helio-Baum, sah man wirklich von über all, sodass es leicht war, den richtigen Weg zu finden. Sich zu verlaufen war förmlich unmöglich, zumindest wenn Helio-Citys Stadtmitte das Ziel war.

      Beim Baum angekommen, machte er sich sofort auf den Weg zur Anmeldung. Bevor er tatsächlich noch einen Rückzieher machte, was zwar prinzipiell nicht zu ihm passte, allerdings hatte er auch noch keine Situationen wie diese hier gehabt. Er trug sich für die Teilnahme zum Kampf gegen einen Bronze-Orden ein und bekam dann die Information, wo er den Weg zur Arena selbst finden konnte. Gut... nur noch wenige Schritte.

      Als er drinnen ankam, war gerade noch ein Kampf im vollen Gange. Na, wenn er die nicht kannte, das war doch Kimiko. Fast schon überrascht stand er zunächst da und beobachtete, wie ihr Mothra sich mit dem Blanas des Leiters anlegte. Es sollte doch eigentlich kein Problem haben, ein Pflanzen-Pokémon mit Feuer-Attacken zu besiegen. Und als das Blanas dann besiegt am Boden lag, klatschte Kasai entspannt lächelnd für seine Bekannte. Während sie und der Arenaleiter noch redeten, dachte der junge Trainer bereits über seine eigene Strategie nach. Eigentlich sollte ihm kein sonderlich harter Kampf bevor stehen, er war mehr als nur gut gegen Pflanzen ausgerüstet. Dennoch wusste Zack mit solchen Schwächen sicherlich umzugehen.

      Es dauerte nur noch wenige Minuten, ehe die junge Stimme aus dem Lautsprecher verkündete, dass es nun an Kasai war, sich dem Arenaleiter zu stellen. Der junge Mann entspannte sich, schüttelte noch einmal seine Arme ein wenig aus, während er sich darauf einstellte, mit seinen Pokémon alles zu geben, ehe er sich auf die Plattform stellte, auf der zuvor noch Kimiko gestanden hatte. Zack betrachtete ihn nur kurz, eingehend.
      „Heute kommen die Trainer wirklich am Fließband. Ich muss zugeben, ich hoffe du bist heute der Letzte, sonst stehen meine Pokémon wirklich dumm da.“ Nur kurz betrachtete Kasai ihn. Zack holte gerade Blanas zurück in dessen Pokéball und steckte ihn an seinen Gürtel zurück. Dann würde er es sich wohl für später aufheben. Es war eigentlich wirklich unfair – schließlich bekamen seine Pokémon kaum eine Pause, Hypertränke und sonstige Heilitems halfen bei Erschöpfung nicht wirklich, während die Pokémon des Herausforderers im Normalfall noch vollkommen gestärkt waren.
      „Entschuldige. Ich werde mich zurückhalten.“ Fast schon ein ernst gemeintes Angebot, während er den Arm ausstreckte und Lilia auf seine Hand hüpfte. Nun... fast.
      Zack hob eine Braue und zückte einen Pokéball. Nicht den des Blanas. Natürlich, man wollte dem MVP wohl noch genügend Pause gönnen. „Nicht so frech. Bei drei Herausforderern funktionieren meine Pokémon noch mehr als hervorragend.“


      Der Schiedsrichter räusperte sich ein wenig, während er die typische Ansprache hielt. Herausforderer Kasai Taiyo auf dieser Seite, Arenaleiter Zack auf der Anderen. Der Herausforderer durfte sein Pokémon während des Kampfes wechseln, der Leiter nicht. „Beginnt!“



      „Los geht’s, Waumboll!“, rief der Pflanzen-Arenaleiter und der Ball flog durch die Luft. Kasai nickte Lilia zu. „Mach mich stolz.“ „Lilili!“ Damit hüpfte es von seinem Arm und landete auf ihrer Seite des Kampffeldes. Aus dem Pokéball Zacks manifestierte sich ein Pflanzen-Pokémon, dass bis auf seine wolkenartige Form mit breiten Blättern und neugierigen Augen aufwarten konnte. Der Trainer brauchte seinen PokéDex glücklicherweise nicht, er hatte in seinem Leben mehr als genug Waumboll in dieser Umgebung gesehen.
      „Lilia, Giftstachel!“, war sofort Kasais erster Befehl. Das Roselia richtete seine Blütenarme mit Schwung auf das gegnerische Pflanzenpokémon und in dem Moment als sie ihr Ziel fanden, schossen mehrere lila aufleuchtende Stacheln in dessen Richtung. Jedoch unterschätzte er in dem Moment die Initiative eines Waumbolls.
      „Waumboll, benutz Baumwollsaat um dich zu schützen!“ Sofort plusterte sich das Wolken-Pokémon auf, ehe kleine Teile dieser Wolke sich zu einer Art großen Sporen formten und auf Lilia zugeschossen kamen. Die Giftstacheln wurden förmlich verschluckt und kamen stattdessen mit Freuden auf den eigentlichen Absender zurück. „Weich aus!“ Lilia blinzelte und versuchte den einzelnen Poren auszuweichen, was zu Beginn auch recht gut funktionierte, ehe sie ein paar Wolkenfetzen abbekam.
      Sie schien allerdings keinen Schaden zu nehmen... das hieß wohl, dass sie den Giftstacheln erfolgreich ausgewichen war. Was für ein Glück... Immerhin, obwohl sie vom Typen Gift war, besaß sie noch immer den Pflanzen-Typen als primären.
      Schien so, als würden Kasai und Lilia mit Giftstacheln nicht wirklich glänzen. Bisher war das Roselia noch zu weit weg, um einen sicheren Treffer ohne Rückschlaggarantie zu landen. Ungünstig. Und die Baumwollsaat verlangsamte es nur noch weiter. Noch ungünstiger. Darum sollte er sich zuerst kümmern.
      „Lilia, schneide dir die Baumwollsaat mit Zauberblatt weg“, beorderte er sie, woraufhin Lilia sofort ihre Blüten auf sich selbst richtete. Fast schon vorsichtig schoss sie eine Wolke nach der Anderen von sich, während ihr Trainer sich auf das gegnerische Waumboll konzentrierte. Verwundert, wieso der Arenaleiter die Zeit nicht nutzte, um das abgelenkte Roselia anzugreifen.
      In dem Moment fielen ihm die Ranken auf, die sich langsam in den Boden und in Richtung Lilia fraßen. Kurz war Kasai verwirrt, was das war, ehe es ihm wie Schuppen von den Augen fiel und die Erkenntnis sich langsam in seinen Kopf arbeitete. Egelsamen.
      „Lilia, Rasierblatt auf die Ranken!“, befahl er sofort, woraufhin Lilia überrascht in Richtung Waumboll blickte, aus welcher in dem Moment die Ranken aus dem Boden kamen und kleine, grüne Partikel an ihren Körper warfen, aus welchen augenblicklich an den Stellen die sie trafen Blüten wurden. Natürlich, warum sollte man auch angreifen, wenn man in der Zeit für eine gute Möglichkeit sorgen konnte, sich stetig zu heilen? Das Roselia wandte sich ganz um und begann, die benannten Rasierblätter in Richtung der Ranken zu schicken, um weitere Samen in ihre Richtung zu meiden. Ein dezentes Grinsen verzeichnete sich auf den Lippen des Arenaleiters. „Stell dich vor die Ranken und lass dich von den Rasierblättern treffen, Waumboll.“
      Gesagt, getan, sprang das Pflanzen-Pokémon auch schon vor die Ranken, ehe es in Folge dessen die Rasierblätter komplett abbekam. Auch wenn Kasai die Schrammen deutlich sehen konnte, die dieser Angriff hinterließ, wusste er, dass es nicht lange so bleiben würde. Leise grummelnd sah es zu, wie Waumboll leicht zu leuchten begann und sich die Wunden wie durch Magie langsam zu heilen begannen, während das Roselia Energie einzubüßen hatte. Trotzdem, auch wenn das Waumboll nun eine deutliche Barrikade zu sein schien, war es noch immer nur eine gute Barrikade, wenn es wach war.
      „Grasflöte.“
      „Roseliaaaa...!~“ Nur wenige Momente später erklang ein lieblicher Gesang in der Arena, gepaart mit einem fast schon tranceartigen Tanz, den Lilia dazu noch vollführte. Grummelnd sah Zack zu seinem Waumboll, welches bereits schläfrig blinzelte. „Bleib wach! Na los, bedeck deine Ohren!“ Die beiden Blätter drückten sich augenblicklich an die wolkige Matte, vermutlich eine ziemlich effiziente Methode, um solchen Tönen zu entkommen.
      Kasai verengte die Augen leicht, als er seine Chance sah. „Lilia, Giftstachel!“ Sofort verstummte das Roselia und binnen einer, höchstens zwei Sekunden schossen erneut mehrere Giftstachel in Richtung des Gegners. Der Arenaleiter sah auf, ehe er eine schnelle Armbewegung von der einen zur anderen Seite machte und dabei erneut den Befehl „Baumwollsaat!“, gab.
      Nur zu doof, dass das kleine Pokémon noch immer die Ohren an den Kopf gedrückt hatte und dementsprechend alles nur gedämpft zu hören schien. Als es den Giftstachel bemerkte, war es bereits zu spät und er hatte sein Ziel getroffen. Kurz schimmerte ein violetter Schimmer zusätzlich zu dem heilenden Gelb, was noch einmal deutlich zeigte, dass wenigstens dieser Plan aufgegangen war. Sofort entspannte Kasai sich etwas. Das sollte die Heilung neutralisieren.
      Zack sah in Richtung seines Herausforderers. „Fühle dich nicht zu sicher. Waumboll kann noch immer einiges einstecken.“ Er blickte zu seinem Partner und hob eine Braue. „Waumboll, Rasierblatt!“ Sofort schossen scharfe Blätter in Richtung Lilia, auch wenn die Bewegungen des Wolken-Pokémon langsamer zu sein schienen als noch zuvor. Ob das das Gift war oder noch die Anstrengung vom vorherigen Kampf... wer wusste das schon.
      „Weich aus und konter mit Zauberblatt!“ Mit ein paar tänzelnden Sprüngen zur Seite war den meisten Blättern auch bereits Einhalt geboten und eigene, bunte Blüten in Richtung der Wolke geschickt worden. Das Waumboll wich ebenfalls aus, ehe der Effekt der gleichzeitigen Heilung und Vergiftung Einzug erhielt und sich der Körper des armen Wesens leicht verkrampfte.
      Seine Chance. „Lilia, die Ranken!“ Der Blick des Roselias wanderte in Richtung der Ranken, die noch immer da lagen und über die Blüten die KP der jungen Blüte abzogen und an Waumboll übertrugen. Es drehte sich einmal um sich selbst, ehe scharfe Blätter in Richtung der Ranken schossen. Auch wenn das gegnerische Pokémon versucht hätte sie erneut zu retten, hätte es das diesmal nicht geschafft – der Effekt einer solchen Heilung und sofortigen Schaden nehmens hatte einfach eine ziemlich unangenehme Wirkung.
      Kasai beobachtete, wie die Blätter die Ranken locker durchschnitten und das ehemalige braun abzusterben begann. Nahezu gleichzeitig verwelkten die Blumen an Lilias Körper, ehe sie wieder frei von den nachtblauen Blüten war.
      „Lilia, noch alles in Ordnung?“, fragte Kasai langsam wirklich besorgt, doch das Roselia nickte nur leicht. Man konnte ihr die Anstrengung ansehen, die es sie gekostet hatte gegen den Egelsamen zu kämpfen, doch letzten Endes hatte es sich gelohnt.
      „Denkst du wirklich, nur weil du diese eine Ranke zerstört hast, dass es vorbei ist? Waumboll war während ihrer Körperpflege definitiv nicht untätig“, kündigte Zack an, ehe auch nur wenige Momente später eine weitere Ranke aus dem Boden gekraxelt kam und die grünen Blumensamen in Richtung Lilia schmiss.
      Diesmal war das Blumen-Pokémon allerdings klüger und schaffte es, mit tänzelnden Bewegungen an den Bomben vorbei, um dann direkt im Blickfeld des Waumboll zu stehen. „Zauberblatt!“ Erneut drehte sich das Pflanzen-Pokémon einmal elegant um sich selbst, ehe es seinen Gegner mit leuchtenden Blättern ins Visier nahm.
      Die Wolke bekam die meisten der Blätter ab und wurde ein beträchtliches Stück nach hinten gestoßen, immerhin war Zauberblatt keine Attacke, mit der man in der Bronzeliga zu spaßen hatte. Nur kurz danach setzte erneut das Gift ein, nur diesmal ohne eine zuvor gehende Heilung, was das Waumboll zwar nicht wieder seltsam verkrampfen ließ, doch dafür musste es diesmal alles an Schaden annehmen den es bekam.
      Kasai sah noch einmal zu Lilia, welches hinter den Blättern hergesetzt hatte. Es sollte nun nah genug sein, um ohne Tricks zu treffen. „Beende es mit einem weiteren Giftstachel!“ „Waumboll, Baumwollsaat!“ „Spring!“ „Bitte?! Pass auf!“
      In diesem Wirrwarr an Befehlen, verlor Kasai fast schon selbst aus den Augen, was er eigentlich plante. Als Lilia dann aber in der Luft war und so den meisten Baumwollsaaten entkam, hatte es einen guten Blick auf seinen Gegner und nur wenige Sekunden später lag Waumboll besiegt am Boden. Tja... eine Vierfach-Schwäche gegen Gift war nun einmal nicht das Wahre, auch wenn Giftstachel einer der schwächsten Angriffe war. Wenn nicht sogar der Schwächste.

      „Waumboll kann nicht mehr weiter kämpfen! Roselia hat gewonnen!“

      Sofort sprang Lilia wieder zurück auf ihre Seite des Kampffeldes, während Zack sein Waumboll zurück rief. Kasai atmete aus. Das war tatsächlich schwieriger gewesen als gedacht. Und er war sich ziemlich sicher, dass die nächsten Pokémon keine Vierfach-Schwäche gegen Gift aufweisen würden. Dementsprechend wäre es wohl besser, wenn er Lilia zurück rief und ihr eine Pause gönnte, um sie für später eventuell noch in der Hinterhand zu behalten. Um sie weiter im Kampf zu lassen, war es ihm gerade einfach zu brenzlig geworden. „Lilia, komm her. Du hast dir eine Pause verdient.“
      Für einen kurzen Moment blickte die Pflanze überrascht zu ihrem Trainer, ehe sie leicht nickte und zurück zu ihm tänzelte, um sich dann neben ihn zu setzen.
      Zack sah auf und hob eine Braue. „Sicher, dass du das tun willst? Sie ist schon ziemlich angeschlagen. Vermutlich wäre es besser, wenn du nun noch Schläge austeilst solange sie kann.“ Kasai zuckte lediglich mit den Schultern. „Wenn ich mit meinen Vermutungen Recht behalte, brauche ich sie für die nächsten beiden Pokémon nicht.“ Zack lachte lediglich, fast schon bitter. „Werden wir sehen. Los geht’s, Blanas!“
      Überrascht beobachtete Kasai, wie sich das Unlicht-Pokémon manifestierte. Jetzt schon? Er knirschte leicht mit den Zähnen. Vielleicht hatte er das Blanas überschätzt und es war gar nicht sein stärkstes Pokémon? Das konnte natürlich sein... nun doch leicht von seinem Optimismus gestoßen, zückte Kasai den nächsten Pokéball.
      „Na gut. Auf geht’s, Ethan! Zeig was du kannst!“
      Der Ball flog durch die Luft und mit einem fast schon aufgeregten Zwitschen verließ ein junges Staralili seinen Ball. Während Kasai ihn wieder auffing, machte Ethan es sich mehr oder weniger über seiner Seite des Feldes bequem.
      „Ethan, starte direkt mit Ruckzuckhieb!“, befahl Kasai sofort, worauf Ethan begann schnell mit den Flügeln zu schlagen und an Tempo aufzunehmen. Zack konterte jedoch sofort: „Nicht so schnell! Der Mogelhieb hat hier Priorität!“
      Das Blanas verschwand von einer Sekunde auf die Andere und war noch ehe Ethan auch nur annähernd an seinem vorherigen Standort ankam, vor dessen Gesicht. Mit einem heftigen Schlag gegen den kleinen Vogel schickte es ihn auf einer anderen Art und Weise fliegen und Kasai konnte nur zusehen, wie es so direkt gegen die nächste Wand geschleudert wurde.
      „Ethan! Alles in Ordnung?!“
      „Staraaa...“, bekam er eine etwas verspätete Antwort, als Ethan sich wieder aufrichtete. Ein erleichteter Seufzer entkam Kasais Kehle, als dieser Laut ihm jedoch auch direkt wieder stecken blieb. „Zeigen wir ihnen, dass ein Typenvorteil nicht alles ist. Naturkraft!“ Überrascht blickte Kasai in Richtung Blanas, welches ein Geschoss aus drei verschiedenen Farben auf das Staralili los ließ – etwas, was der Trainer fast schon zu spät als Triplette erkannte.
      „Flieg!“ Als hätte Ethan das nicht bereits versucht, begann dieser nun noch schneller mit den Flügeln zu schlagen konnte jedoch nicht verhindern, letzten Endes noch an einem Flügel getroffen zu werden. Sofort sank es wieder zu Boden und sah in Richtung seines an den Flügelspitzen vereisten Flügels. Kasai knirschte leicht mit den Zähnen. Wieso musste jeder Kampf gleich mit einer Katastrophe anfangen?! „Versuch es mit Doppelteam zu verwirren!“
      Er musste irgendwie die Vereisung los werden. Es war zwar kein direkter Treffer und daher nicht so schlimm, aber... es grenzte Ethan in seiner Beweungsfreiheit ein. Das Staralili stand im nächsten Augenblick zu ungefähr zehnt an einem Ort, alle zehn davon versuchend, mit den Flügeln zu schlagen, nur um wieder am Boden zu landen.
      „Blanas, treff sie alle mit einem Roundhouse-Rasierblatt.“ Zack klang sich viel zu sicher während er den Befehl aussprach und Kasai sah zu, wie das größere Pokémon den Kopf und somit das Blatt etwas hin und her bewegte, bis das Blatt fast schon in eine Art Rotation gelang. Diese ausnutzend schickte es mehrere Rasierblätter in alle Richtungen, sodass selbst Zack und Kasai ein paar Schritte zur Seite gehen mussten.
      Glücklicherweise geschah in dem Moment wenigstens das erste erfreuliche. Das Eis zerbarst und Ethan kam im letzten Moment hoch, während seine Doppelgänger nieder geschossen wurden. „Jetzt Flügelschlag!“
      Ethan nutzte die Tatsache, dass er noch nicht sonderlich weit oben war, um schnell abzudrehen und sich einfach fallen zu lassen. Mit Wucht schlug es dem Blanas den Flügel entgegen, ehe es so schnell weiter flog wie es kam und so wieder ein wenig Abstand zwischen sich und den Gegner brachte. Das Pflanzen-Pokémon rieb sich mit einer Hand die Stelle, die der Vogel erwischt hatte, ehe es sich ganz dem Flug-Pokémon zuwandte und mit den Zähnen knirschte.
      „Noch einmal Naturkraft!“ Sofort schossen die drei Geschosse auf Ethan zu, doch diesmal waren er und Kasai klüger. „Doppelteam!“ Im nächsten Moment waren es erneut zehn Staralili in unterschiedlichen Stellen in der Luft und die Triplette sorgte lediglich dafür, dass ein Ebenbild in sich zusammen fiel.
      „Ruckzuckhieb und verbinde es mit einem Flügelschlag!“, wies Kasai sein Pokémon an, eine Technik, die er eigentlich als Beginn für einen Wettbewerbsbeitrag eingeübt hatte. Die Staralili verblassten, nur das Original blieb nach wie vor erhalten und schoss durch seine Doppelgänger, zum Sichtschutz um es genau zu sagen, auf das Blanas zu.
      „Konter mit Rasierblatt!“ Das Pflanzen-Pokémon schickte mit einer Kopfbewegung eine Welle Rasierblätter in Richtung der noch übrig gebliebenen Staralili, sodass Ethan über einen Doppelgänger hinweg segeln musste, um dem Angriff zu entkommen. Damit büßte er zwar an Geschwindigkeit ein, doch flog es voller Zuversicht auf das überraschte Blanas zu und erwischte es mit dem Ruckzuckhieb.
      Das Pflanzen-Pokémon wurde ein wenig nach hinten geschleudert, ehe es sich an den Boden klammerte und blinzelnd aufsah. In dem Moment kam Ethan mit einem Flügelschlag zurück, traf es am Rücken und schleuderte es so nach vorne, wo das Blanas dann auch besiegt liegen blieb. Kasai atmete aus.

      „Blanas kann nicht mehr weiter kämpfen! Staralili hat gewonnen!“

      „Hervorragend gemacht, Ethan!“, rief Kasai stolz seinem Vogel-Pokémon zu, welches sich wieder auf seine Seite des Kampffeldes begab. Tatsächlich war das noch einer der ersten Trainerkämpfe und das es so einen Sieg hinlegte, war doch wirklich schön anzusehen. Die restlichen Überreste der Doppelgänger verschwanden nun endgültig, jetzt, wo sie ihren Zweck erfüllt hatten.
      Kasai betrachtete Ethan eingehend. Er hatte definitiv ein paar Schrammen, doch er sollte noch in der Lage sein, gegen das letzte Pokémon zu kämpfen. Was auch immer es war...
      Er wandte seine Konzentration wieder Zack zu, der mittlerweile den letzten Pokéball fast schon nachdenklich anstarrte. Das Blanas war mittlerweile wieder zurück gerufen worden und dementsprechend schien der Arenaleiter sich nun auf den letzten Kampf vorzubereiten. Es sah tatsächlich eigentlich nicht so gut für Kasai aus, wenn man so darüber nachdachte. Zack hatte zwar nur noch ein Pokémon, doch seine eigenen waren zum Großteil stark angeschlagen und wenn er Pech hatte, würde Arbok kaum etwas gegen das letzte Pokémon tun können. Der Herausforderer musste nun auf etwas gutes hoffen, etwas, was er am Besten im Spaziergang besiegen konnte...
      „Los geht’s, Bisasam.“ Der Pokéball flog durch die Luft und einer der bekannten Starter aus Kanto trat auf das Kampffeld. Es blickte hinauf in Richtung des Vogels und sofort wurde eine Zunge in dessen Richtung ausgestreckt.
      Mit einem wütenden Zwitschern quitterte Ethan dies, ehe Zacks Stimme den dezenten Wutanfall unterbrach. „Bisasam, Sonnentag!“ Augenblicklich öffnete sich Bisasams Samen auf dem Rücken und ein Lichtstrahl fiel an die Decke. Kurz musste Kasai seine Augen vor dem plötzlichen Licht abschirmen, ehe er wieder in Richtung seines Gegners sah.
      Das Bisasam stand bereits nicht mehr wo es noch zuvor war, es hatte mit einer Ranke ausgeholt und das ebenfalls abgelenkte Staralili an einem Fuß gefasst um es hinab zu ziehen. Verdammt! „Flügelschlag! Befrei dich!“, rief Kasai seinem Partner zu, der noch immer im vollen Fall war. Ethan bemühte sich sichtlich darum frei zu kommen, doch vergeblich – ohne groß etwas geleistet zu haben wurde es auf den Boden geschleudert und wieder hoch gehoben, ehe es direkt wieder auf den Boden geschleudert wurde.
      „Gegen Blanas war dein Staralili vielleicht eine gute Wahl, aber gegen Bisasam? Na los, beende es mit einem Solarstrahl.“ Erkenntnis wusch über Kasai hinweg wie ein Tsunami. Die Sonne, die plötzliche Schnelligkeit, der Solarstrahl... verdammt. „Ethan! Ruckzuckhieb!“
      Der Vogel begann wie wild mit den Flügeln zu schlagen, während der Samen auf Bisasams Rücken schlagartig zu leuchten begann. Als es das Maul öffnete und kurz davor war, seinen Solarstrahl zu entfesseln, schaffte Ethan es noch aus den Ranken zu entkommen, wollte nach oben fliegen um der Attacke zu entkommen, doch...
      „Ziel nach oben!“
      Ethan hatte keine Chance, als der Solarstrahl den schmächtigen Körper des Vogels erreichte. Mit voller Wucht wurde Ethan gegen die Decke geschleudert, von dem Druck dort gehalten, bis es versiegte und fiel anschließend nur noch zu Boden wie ein nasser Sack.

      „Staralili kann nicht mehr weiter kämpfen! Bisasam hat gewonnen!“

      Der Strahl des Pokéballs erreichte es kurz bevor es den Boden traf. Kasai wusste, dass er das Kampffeld nicht verlassen konnte, wenn er nicht disqualifiziert werden wollte und außerdem wäre er definitiv langsamer gewesen als der Pokéball.
      Leise seufzend drückte er das runde Objekt leicht an seine Brust. „Verzeih mir mein Freund, ich habe diese Gefahr nicht kommen sehen...“, flüsterte er, ehe er den Pokéball an seinen Gürtel zurück hängte und sich zu Zack und Bisasam umdrehte. Was nun? Sein Arbok war alles andere als langsam, doch er war sich ziemlich sicher, dass das Bisasam Chlorophyll hatte und Connor war nicht unbedingt einer der bei der Spezial-Verteidigung glänzte. Doch hatte er überhaupt eine andere Wahl? Sein Blick wanderte zu Roselia, die fast schon wütend in Richtung des Gegners starrte. Zwei Gift-Pokémon gegen ein anderes Gift-Pokémon. Verdammt, Ethan war für diesen Kampf echt wichtig gewesen! Hätte er das nur vorher gewusst... doch so hatte er sich viel zu sehr auf den Kampf gegen Blanas versteift...
      „Lilia!“, schickte er nun also das Pflanzen-Pokémon erneut aufs Schlachtfeld. „Rose!“ Damit sprang es auf ihre Seite und sah das Bisasam weiterhin wütend an. Zack hob eine Braue.
      „Nun doch?“ Kasai nickte leicht. Er wollte nicht aussprechen, dass er sich nun wirklich daran klammerte, was Zack zuvor gesagt hatte, als er Lilia zurück gerufen hatte. Doch sie war nun wirklich seine beste Chance den Sonnentag auszuhalten und dann mit Arbok starke Angriffe loszulassen... auch wenn sie dafür zu Boden gehen musste.
      „Lilia, Zauberblatt!“, kam dementsprechend der erste Angriff und sofort schossen die leuchtenden Blätter in Richtung des Bisasam. Dieses wich kurzerhand mit einem schnellen Sprung zur Seite hin aus, ehe direkt Kasais nächster Befehl folgte: „Jetzt Grasflöte!“
      Zack seufzte. „Nicht dieser Trick wieder... warum denkst du, dass es diesmal funktionieren sollte? Bisasam.“ Sofort schossen die Ranken heraus um die Ohren der Pflanzen-Echse zu bedecken und Kasai lächelte leicht. „Du hast wohl vergessen, was das letzte Mal passiert ist. Lilia, Zauberblatt!“ Der Gesang brach abrupt ab und wohl ebenso abrupt schossen erneut die leuchtenden Blätter in Richtung des Bisasams. Anders als das Waumboll erkannte es die Gefahr und nahm sofort die Ranken von seinen Ohren um zu kontern, doch sorgte dies nur für ein paar fiese Schnitte in den Ranken. Augenblicklich zog das Pokémon die Ranken zurück und fiepte ein unzufriedenes „Bisa...!“, ehe es sich wieder Lilia zuwandte.
      Kasai lächelte, ausnahmsweise nun doch siegessicher. „Lilia, Grasflöte!“ Zack knirschte leicht mit den Zähnen. „Hol es aus dem Rennen bevor es dich einschläfert!“
      Sofort war Lilias lieblicher Gesang wieder von größter Wichtigkeit, kurz bevor Bisasams Samen anfing in dem bekannten Licht zu leuchten. Angespannt beobachtete Kasai seinen Gegner. Und tatsächlich – das Leuchten wurde schwächer und sein Maul schloss sich wieder. Müdigkeit überkam seine Lider und es begann, leicht hin und her zu taumeln, ehe es mit einem dumpfen Aufprall zu Boden sackte.
      „Verdammt, nein!“, grollte Zack, sichtlich angenervt von der Situation. „Komm schon, steh auf! Steh auf!“ Doch keine Chance. Das Bisasam schlief tief und fest. Und damit war Lilias Chance gekommen.
      „Lilia, Zauberblatt bis dir die Blätter ausgehen!“, orderte Kasai an, was wohl eine Übertreibung war, aber seine Wirkung entfaltete. Mit Giftstachel musste er nicht anfangen, also sofort die schweren Geschütze.
      Das Roselia stoppte seinen Gesang und holte zur nächsten Attacke aus. Die Blätter trafen stets ihr Ziel, wie sollten sie auch nicht, wenn das Bisasam schlief? Beide Trainer konnten nichts anderes als angespannt zusehen.
      Kasais Herz sackte in tiefere Regionen, als es plötzlich die Augen aufschlug. Die Sonne war noch nicht wieder verschwunden.
      „Hau es mit Solarstrahl raus!“ „Bisa!“ Noch immer stand es unter Beschuss von Lilias Blättern und Kasai sah auch noch keinen Grund einen Befehl zum Ausweichen zu geben. Lilia hatte einen super Job gemacht und noch immer haute sie Schaden raus. Er bezweifelte, dass der Gesang noch einmal klappte, wenn er dies nun nach Zacks Befehl ausschrie – ohne Chlorophyll vielleicht, aber mit?
      Das Bisasam leuchtete auf und danach dauerte es nur noch wenige Sekunden, bis Lilia mit Wucht an Kasai vorbei geschossen wurde und hinter ihm an der Wand hinab sackte.

      „Roselia kann nicht mehr weiter kämpfen! Bisasam hat gewonnen!“

      Kasai rief Lilia zurück, entschuldigte sich bei ihr wie zuvor bei Ethan und steckte den Ball an seinen Gürtel, ehe er Connors in die Hand nahm. „Keine Sorge, wir schaffen das“, flüsterte er, nicht wissend ob er Connor oder Lilia meinte. Sich selbst sicherlich nicht. Er war gerade sogar ungewöhnlich ruhig, etwas, was ihn selbst sogar überraschte.
      „Connor, beenden wir das!“ Als die lilane Schlange auf dem Boden aufkam, wandte sie sich sofort ihrem Gegner zu. Mit zuckender Zunge und einem zischenden Geräusch beäugte er das Bisasam. Es war normalerweise keine Gefahr in Sachen Initiative, aber mit Chlorophyll? Das änderte einiges – leider. Vermutlich würde das Basis-Pokémon sogar schneller sein als die Schlange.
      „Dein Arbok wird einem Solarstrahl ebenfalls nicht Stand halten, auch wenn es im Gegensatz zu den Anderen noch ganz bei seinen Kräften ist“, eröffnete Zack ihm, „du hättest mehr auf dein Flug-Pokémon aufpassen sollen.“
      Kasai verengte die Augen leicht. So langsam ging ihm dieses überhebliche Getue auf die Nerven. Der Arenaleiter sollte die lila Schlange besser nicht unterschätzen. „Connor, Giftstachel!“
      Sofort öffnete das Gift-Pokémon das Maul und die giftigen Stacheln schossen in Richtung Bisasam. Zack rollte mit den Augen. „Ausweichen und Solarstrahl! Langsam wird es mir zu doof!“ Das Bisasam sprang flink aus der Schusslinie, sodass die Giftstacheln knapp an Zack vorbei an die Wand geschossen wurden und dort verblassten. Schnell lud das Pflanzen-Pokémon die erneute Salve Solarstrahl auf und gerade als Kasai sich eingestehen wollte, dass Connor einem solchen Angriff wirklich nur ganz knapp stand halten können würde, geschah das, worauf er die ganze Zeit gehofft hatte: Die Sonne verschwand vom Himmel.
      In dem Augenblick schoss der Solarstrahl los, bereits deutlich langsamer als noch zu vor. „Ausweichen und greif mit Biss an!“, befahl er augenblicklich mit einem dezenten Geistesblitz. Connor wich mit fast gruseliger Eleganz dem Solarstrahl aus, indem er flink zur Seite rutschte. Flink schlängelte er dann in Richtung seines Gegners, der noch schnell versuchte seine Attacke abzubrechen um den Biss abzuwehren, doch da hatten sich Connors Zähne bereits in ihm versenkt.
      „Befreie dich mit einem Rankenhieb!“, versuchte Zack seinem Pokémon zu helfen, doch nun sollte es ihm Leid tun, das Arbok zuvor noch unterschwellig als nutzlos bezeichnet zu haben. Denn da hatte Connor noch etwas in der Hinterhand. Sein Ass im Ärmel. Etwas, dass ihm in diesem Kampf mit recht hoher Sicherheit den Sieg bescheren konnte.
      „Feuerzahn!“
      Connor löste seine Zähne und wich dem Rankenhieb mit einem leichten Zucken nach hinten aus, ehe er sich wieder nach vorne bewegte und seiner Beute so keine Zeit ließ zu fliehen. Die beiden langen Fangzähne der Schlange entflammten, bohrten sich in den Samen des Pflanzen-Starters und bissen sich fest. Kasai atmete fast schon erleichtert aus. „Jetzt beende es!“
      Es war kein Befehl für irgendeine Attacke und so behandelte Connor es auch. Er hob das Bisasam an und schmiss es von sich, wie ein Spielzeug, in welches er das Interesse verloren hatte. Das Pokémon landete vor Zacks Füßen, bemühte sich noch kurz wieder aufzustehen, ehe es wieder zu Boden sackte.

      „Bisasam kann nicht mehr weiter kämpfen! Arbok hat gewonnen!“

      Zack seufzte, während er Bisasam zurück in seinen Pokéball beförderte. Kasai jedoch grinste ausnahmsweise mal über beide Ohren und verließ seinen Platz, um seine Schlange zu dem Sieg zu gratulieren. „Danke, das hast du super gemacht! Ohne dich...“
      „Hättest du den Kampf nicht gewonnen. Aber du hattest auch Glück, dass der Sonnentag in dem Moment nachgelassen hat, als es passierte. Sonst hätte dein Arbok dem Solarstrahl nicht ausweichen können.“ Zack legte den Kopf schief und kam näher. „Zugegeben, hätte Bisasam den Sonnentag nicht gehabt, hätte es wohl von Anfang an gegen dein Arbok verloren. Du wirkst wie ein Trainer, der sich mehr auf Bücher und Wissen, statt auf Training gegen andere Trainer verlässt. Das solltest du ändern. Du hattest drei Pokémon dabei, die einen guten Typenvorteil gegen meine hatten. Deine Kreativität im Umgang mit Attacken... nun, die kann man aber nicht ignorieren. Du musst dich mehr auf deinen Instinkt verlassen und mehr gegen andere Trainer kämpfen.“
      Der Arenaleiter zog einen Orden aus der Tasche und hielt ihn dem jungen Trainer hin. „Wie dem auch sei, das ist dein Orden. Pflege ihn. Du bist noch immer ein Bronze-Anwärter, bis zu deinem nächsten Orden. Und nun entschuldige mich, ich würde mich gerne um meine Pokémon kümmern.“
      Damit verschwand er und Kasai blieb kaum noch etwas anderes übrig, als ihm fast schon verwirrt nachzusehen und den Orden in den Händen zu halten. Aber... sich um die Pokémon kümmern war definitiv keine schlechte Idee.

      "Obscuritemon!"
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    • Dareios XX+IV
      Name: Dāriyūsch (Trainer)
      Ort: Pyrius City, Strandpromenade
      Reiseteam: @Zazou Lara Fleming, @Boo92 Zayn, @ProtosHikanios Luna


      Nachdem alle Reisegefährten in der Lobby eingetroffen waren und niemand einen Einwand gegen eine kulinarische Exkursion in die portugiesische Küche zu erheben hatte, begab sich das Quartett um die Straßenecke herum in das São Felipe, ein uriges Bistro in mediterran anmutender portugiesischer Architektur, das in einem willkommenen Kontrast zu der zwanzig, vielleicht dreißig Jahre junge Skyline an der Strandpromenade von Pyrius City stand. Selbstredend wählte die Truppe den Blick auf jenen Strand, um den rotglühenden Sonnenuntergang und eine golden glitzernde Fähre zu bewundern, die Lara am Horizont entdeckte. Kaum hatte man sich auf den Holzbänken auf der Terrasse platziert, eilte auch schon ein Kellner herbei und nahm die Bestellung des Orre-Mädchens auf: »Uuuuuh ... Espetada-Grillspieße als Mix! Einmal Chorizo, Tintenfisch, Tomaten, Schweinefleisch und dann der Klassiker, Beef. Und dazu ... ein fruchtig-leckeres Erfrischungsgetränk! Ich meine, wer würde schon nicht gerne an einer süßen Laranjada schlürfen? DE-LI-CIOUS!«
      Nun, da Dareios Laras höchst deliziöse Bestellung mitbekommen hatte, lief auch ihm das Wasser förmlich im Mund zusammen. Es gab also nur eine einzige Möglichkeit, dem schnell Einhalt zu gebieten – scharf! Zwar massakrierte Dareios als nicht sonderlich begabter Sprachkünstler die Aussprache der Speise, gab sich aber höchste Mühe, die Bestellung dem relaxten Kellner verständlich zu übermitteln: »Ich hätte dann gerne diese … Galinha à africana und einen Maracujasaft dazu, wenn das ginge, bitte!«
      Nun richtete sich die Aufmerksamkeit auf Luna und Zayn, die sich sicherlich auch etwas Leckeres einfallen lassen würden, um sich den Bauch vollzuschlagen. Im Anblick der untergehenden Sonne, die sich im schillernden Wasser widerspiegelte, konnte Dareios währenddessen entspannend die Füße hochlegen … natürlich im übertragenden Sinne, immerhin war die gegenüberliegende Sitzbank besetzt.


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.

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    • Name: Luna
      Ort: Restaurant an der Strandpromenade, Pyrius City

      Reiseteam: @Undyne Lara Fleming, @gohan92 Zane, @Raikachu Dareios

      Die Reisegruppe begab sich ohne groß weiter Zeit zu verlieren in das Restaurant, im dem Lara sehr schnell ihre Bestellung verlauten ließ, Dareios zog ebenfalls nach und auch Zayn bestellte sich „Lammfilet in Knoblauchsauce mir Reis und gebratenem Gemüse, argentinisch-spanischer Art„. Luna Bestellung fiel entsprechend ihrer Redebegeisterung etwas knapper aus: „Etwas von dem Yokohammelfleisch“ - verspürte sie doch Lust, dieses von ihren Eltern angepriesene, japanische Fleisch zu probieren.
      Anschließend saß sie wieder still am Tisch und wartete schon darauf, dass Lara sich wieder in einen Redefluss verlieren würde.
      Mit Gedanken war sie schon am Strand - in Ruhe.
    • Lara Fleming (23)Location: Restaurant
      Determination: Nyom .3.Trainer/Heroine
      Rufus Sans Ayumi .Pun Counter: 74
      Next Stop: UndeterminedNext Member: Sordes
      Travel Group:

      @Boo92 Zane
      @Rai Dareios
      @ProtosHikanios Luna


      Lara XXIX (#29)

      Ein tropisches Hühnerfleischgericht für Dareios und zweimal Lamm für die anderen beiden notierte sich der Kellner, bevor er die Bestellung in die Cuisine brachte. Ein iberischer Salat mit Tomaten, Frischkäse, Melonen und Oliven wurde dem hungrigen Quartett zum Glück bereits vorher aufgetischt, genauso wie ein bisschen Unnützes Wissen, das ihnen von Lara serviert werden würde. Als Luna bereits ihr Mahl ausgewählt hatte, hatte sie bereits ihr Schmunzeln kaum unterdrücken können.
      "Wusstet ihr, woher das Yokohammel-Fleisch seinen Namen habt? Ihr denkt sicherlich, dass es sich um eine bestimmte Rasse von Voltilamm handelt, aber damit liegt ihr falsch", wartete Lara ein paar Sekunden ab, bevor sie die selbstverständlich jedem unbekannte Lösung freigab: "In Kanto hat die Voltilammzucht im Gegensatz zu Einall bis vor kurzem nie wirklich Fuß gefasst. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts jedoch entschied sich Kentaro Yokohama dazu, dass Lammfleisch in seiner Heimat Orania City populär zu machen. Sein Rezept, garniert mit saftigen Orangen und Sternfrüchten, erlangte schnell große Popularität und wurde weltberühmt. Das ist der Yokohammel*."
      Lara blinzelte in die Runde, heftete ihre Lippen um den Strohhalm und schlürfte ein bisschen von ihrem erfrischend kühlen Getränk, bevor sie ihren eigenen Erfindergeist betätigte: "Yo, ich sollte mir mal einen Cocktail namens Tequilara mischen. Hella awesome!" Die Küche ließ in Punkto Geschwindigkeit nichts zu wünschen übrig, sodass sie kurz darauf bereits die Hauptspeise zum Tisch brachte - der Salatteller der sportbegeisterten Brünetten war allerdings nicht nicht angerührt, wie denn auch, wenn sie ihren Mund bisher nur zum Reden statt zum Essen benutzt hatte.
      Nun war es also angerichtet, sodass das Ritual Mahlzeit nur noch einen einzigen Gruß vorher verlangte:
      "Guten Hunger! Oder auf Tragossisch: Bone Appetit!"


      *Auf Japanisch würde es dann Youkohama heißen - "you" ist eine mögliche Lesung des Schafs-Kanji und Orania City entspricht der Großstadt Yokohama

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Name:» Dāriyūsch (Trainer)
      Ort:» Pyrius City, Restaurant
      Pokémon:» #i-tyracroc# Parvēz | #i-elekid# Leyla | #i-yanma# Giv | #i-camaub# Eskandar
      Reisegruppe:» @Miao Lara Fleming, @ProtosHikanios Luna, @gohan92 Zayn


      Dareios XX+V

      Inzwischen hatten auch Zayn und Luna ihre Bestellungen aufgegeben, sodass Lara die Zeit nutzte, nachdem der Kellner in der Küche verschwunden war, um etwas unnützes Wissen über Lunas bestelltes Yokohammelsleisch zu verbreiten: »In Kanto hat die Voltilammzucht im Gegensatz zu Einall bis vor kurzem nie wirklich Fuß gefasst. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts jedoch entschied sich Kentaro Yokohama dazu, dass Lammfleisch in seiner Heimat Orania City populär zu machen. Sein Rezept, garniert mit saftigen Orangen und Sternfrüchten, erlangte schnell große Popularität und wurde weltberühmt. Das ist der Yokohammel*.«
      Schmatzend nahm Dareios das erstaunlich weitgreifende Wissen des Orre-Mädchens zur Kenntnis, denn noch während sie dahinredete, war schon der Vorspeisesalat aufgetischt worden. Zur Freude des Quartetts ließen die Hauptspeisen auch nicht mehr lange auf sich warten. Dareios tat es Lara gleich und schlürfte durch den Strohhalm seinen erfrischenden Maracuja-Saft, während das Hoothoot-Mädchen davon schwärmte, einmal einen eigenen Cocktail namens Tequilara mischen zu wollen. Dareios verstand den Wortwitz, erlaubte sich ein Anstandslächeln, da er Laras Witze inzwischen gewohnt war, und dachte sich nebenbei, dass er gerne mal mit ihr einen echten Tequila trinken würde. Aber dazu würde am Abend noch Gelegenheit genug sein. Glücklich ließ Dareios den Blick über die gefüllten Teller schweifen und konnte sich auch kaum zurückhalten, als Lara einen guten Appetit wünschte.
      »Guten Appetit!«
      Heißhungrig stürzte sich der Olivianer über sein Hühnchen, das einen recht angenehmen Schärfegrad besaß, gerade passend zu der abendlichen Hitze und dem frischen Saft. Die anderen drei schien auch mit sicher und der Welt zufrieden, wie sie sich über ihr Essen hermachten. Erwartungsgemäß blieb also nicht viel von der anfänglichen Freunde, denn in kurzer Zeit waren die Teller geleert und die Bäuche gefüllt.
      »Woah, das war ja mal mega gut«, stimmte Dareios an, als der Kellner blitzschnell herbeigeeilt und die Teller abgeräumt hatte. »Kann man echt empfehlen, keine Frage. Also dann, als nächstes an den Strand?«
      Selbstredend musste vorher noch bezahlt werden – tatsächlich war das São Felipe trotz einer so traumhaften Lage in der Stadt recht preiswert –, bevor es an die Bars und damit ans Meer ging. Bei dem wunderbaren Wetter und der Stimmung schien einem entspannten Abend nichts im Weg zu stehen. Und Dareios fragte sich, ob Zayn und Lara von seiner Sorte waren, wenn es das Nachtleben ging.


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.

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    • Es ist mit den beiden abgesprochen worden, dass wir sie aufgrund eingeschränkter Handlungsmöglichkeiten für den Moment überspringen und ihre Handlungen über Skype verwerten und hier einbringen.


      Lara Fleming (23)Location: Beach
      Determination: Nyom .3.Trainer/Heroine
      Rufus Sans Ayumi .Pun Counter: 77
      Next Stop: BeachNext Member: Sordes
      Travel Group:

      @Boo92 Zane
      @Rai Dareios
      @ProtosHikanios Luna





      Lara XXX (#30)


      "Woah, das war ja mal mega gut. Kann man echt empfehlen, keine Frage. Also dann, als nächstes an den Strand?", fasste Dareios die abendliche Mahlzeit in einer kurzen Bewertung zusammen, bevor er bereits Pläne für den weiteren Verlauf schmiedete. Laras neue Freunde hörten ihr aufmerksam zu, nickten, mischten sich aber nicht weiter ein. Sie würde schon Recht haben, hatte sie auch! Aber sie war keine Frau, die ständig darauf pochte, im Recht zu sein - sie hatte ihre anderen Laster. Auch ihr schmeckte das Abendmahl vorzüglich, bevor sie sich ohne Widerspruch erhob, um zusammen mit ihrer Begleitung in Richtung Strand aufzubrechen. Im Fossilienlabor wollte sie auch noch vorbeischauen, um über Neuigkeiten über die prähistorischen Überreste am Vulkan informiert zu werden.
      Auch wenn die weiß-blauen Schirme bereits zusammengeklappt und die Plastikliegen übereinander gestapelt war, befanden sich immer noch einige Menschen am Strand. Keine Planscher in Schwimmreifen mehr, denn die unendlichen Weiten des Wassers waren um diese Uhrzeit wohl tabu. Einige hundert Meter weiter erkannte man den grell beleuchteten Nobelstrand, dessen Schirme und Bars mit tropischem Bast bedeckt waren.
      Doch der um diese Uhrzeit durch die abgewanderten Partygänger idyllische Ort wies seine Gäste auch zur Beachtung einiger Regeln an: keine Glasflaschen, Zigarettenstummel entsprechend entsorgen, Pokémonkämpfe nur in gekennzeichneten Bereichen. "Keine Lara" stand nicht auf dem Schildercluster. Kleine rote und gelbe Lichter blitzten aus dem Wasser auf, die vielleicht von Tentacha und Lampi stammen konnten, doch es bestand keine Möglichkeit, das zu überprüfen. Kelp und Äste waren nach Schichtende der Strandreinigungs-Équipe wieder angeschwemmt worden und sorgten für ein kleines Tretminenfeld nahe der Flutlinie.
      "Oh mann ... ein Eis wäre jetzt ... echt cool. Da hinten gibt es einen n-icen Automaten!, schaut! Nyaaah!", begeisterte sich Lara kurzerhand für eine Maschine, die Eis für Münzen verkaufte und stapfte eilig durch den Sand. Satt war sie offenbar noch nicht ganz ...

      Team Scowzy - Shitposting is my kink

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    • Hikari Watanabe
      Koordinatorin/Trainerin aus Herzhofen,
      19 Jahre alt

      Aufenthaltsort: Helio City

      Handlung: Arenakampf Helio City

      Gruppe:
      @Obscurite Kasai Taiyō
      @Stolli-Ross Kimiko Takahashi
      Saichi (Kirlia w.)


      Trait: Fährte

      Moveset:
      Säuselstimme
      Konfusion
      Zauberblatt
      Gedankengut
      Teleport
      Doppelteam
      Evoli (w.)


      Trait: Vorahnung

      Moveset:
      Ruckzuckhieb
      Toxin
      Schutzschild
      Wunschtraum
      Heilung
      Biss
      Elise (Picochilla w.)


      Trait: Wertelink

      Moveset:
      Duplexhieb
      Rechte Hand
      Gesang
      Weckruf
      Spaßkanone
      Sternenschauer



      Kapitel 3: Die drei Musketiere



      Mit Spannung fieberte Hikari bei den beiden anderen Arenakämpfen mit. Zuvor hätte sie sich nicht ausmalen können, wie viel Spaß es macht, sich die Kämpfe anderer Spieler anzusehen. Doch sie fieberte richtig mit den zwei anderen mit. Wie auch Hikari selbst konnten sich die zwei erfolgreich gegen Zack behaupten; sie waren sogar insgesamt besser als die Informatikerin. Der Arenaleiter von Helio City war sichtlich genervt. Gleich drei Niederlagen hintereinander zu kassieren kam nur äußerst selten vor. Daher verschwand er auch gleich nach dem Kampf gegen den letzten der Drei...

      Nach einer Weile kam der letzte Trainer zu dem Gespann. In der Zeit hatte sich Hikari schon mit dem anderen Mädchen, welches Kimiko hieß, unterhalten. Was der Studentin auffiel, ist Kimikos starke Persönlichkeit. Im Gegensatz zu ihr war sie sehr direkt, aber auch sehr liebenswürdig. Sie erinnerte sie ein wenig an das Mädchen aus... wie hieß sie nochmal?... egal! Was wichtig war ist, dass Hikari schon jetzt Kimiko gut leiden konnte. Ach, stimmt! Jetzt fiel der Studentin der Name der anderen Trainerin wieder ein.
      Der junge Mann stellte sich mit dem Namen Kasai vor. Er war sehr höflich, wirkte aber auch wesentlich zurückhaltender als Kimiko. In einer gewissen Sicht erinnerte er Hikari an sich selbst. Daher konnte sich nicht anders, als ihn sympathisch zu finden.


      Kurzerhand entschlossen wir uns, zu Mittag in einem Restaurant zu speisen. Nach einiger Zeit einigten wir uns schließlich auf den „Goldenen Karpfen“, ein Fischrestaurant im nördlichen Viertel Helio Citys. Glücklicherweise dauerte es dank Kasais Hilfe nicht sehr lange. Tatsächlich war es eine sehr gute Wahl. Zu dritt genossen wir die Meeresfrüchte, für welche die Stadt der 1000 Bäume so bekannt ist – unsere Pokemon hatten wir in der Zwischenzeit zu einem Pokemon-Center gebracht.
      ~Fast schon schade. Ich hätte wirklich gerne die anderen etwas probieren lassen. Fisch ist nämlich nicht allzu gängig in Gemma. Als ich noch in Rhododron City studierte, musste man gut eine Woche vorbestellen, um einen zu bekommen.~
      Während ich so ein wenig in Erinnerungen schwelgte, lernten Kimiko, Kasai und ich uns etwas näher kennen. Da er ja in Helio City aufgewachsen war, erzählte unser Hahn im Korb uns einiges über seine Kindheit, die Beziehungen zu seinen Eltern, seine Liebe zu Pokemon etc. Es war für mich sehr angenehm, seinem sehr fachlichen Stil zuzuhören. ~Er macht einen hervorragenden Studenten ab. Professionell, objektiv und präzise... Sehr selten, dass man solche Leute findet.~
      Über ihr Gespräch hatten sie leider die Zeit vergessen. Um also nicht unhöflich zu wirken, bestellten wir noch alle etwas zum Nachtisch. „Ich bestehe auf die Rechnung, ihr zwei. Kein Grund, sich in Unkosten zu stürzen, wenn ich mein Stipendium noch habe.“
      Natürlich waren die zwei von dieser Aussage verwirrt. Daher erklärte ich ihnen etwas meinen persönlichen Hintergrund. Dazu zählten meine Studienergebnisse, mein Verhältnis zu Dozenten und Kommilitonen und meine weiteren Studienziele. „Da ich also noch nicht meinen Master-Studiengang belegen kann, bot mir die Universität in Rhododron als Austausch an, eine Pokemon-Reise durch Gemma zu machen. Diese würde sie etwa zu 50% der Kosten decken.“
      So ging es dann schließlich weiter zu ihrer Herkunft und ihrer Kindheit. Eigentlich wollte Hikari das Thema in eine andere Richtung lenken, aber die zwei stocherten immer wieder nach. So erzählte sie Kimiko und Kasai auch ein wenig über die... Geschichte und wie sie darauf mit Finn meinen ersten Freund hatte. Natürlich ging Hikari kaum ins Detail ein, das würde ich mit niemandem. Dennoch erfuhren sie mehr, als die Studentin den meisten Leuten überhaupt angedeutet hätte.
      „Ich finde es tatsächlich schade, wie schlecht meine Erinnerungen an Herzhofen sind. Eigentlich mag ich die Stadt sehr gern. Allerdings leben dort die Leute, denen ich immer noch aus dem Weg gehen möchte.“
      Dummerweise hatte Hikari mit meiner komischen Geschichte die Stimmung etwas runtergezogen. Keiner von ihnen wusste so recht, was man sagen sollte. Glücklicherweise zeigte der Pokecom des Mädchens aus Herzhofen in dem Augenblick eine neue Nachricht an.
      „Sorry, ihr zwei. Ich muss kurz mal schnell ran.“
      Mit einem Ruck zog Hikari den Pokecom aus ihrem Rucksack und öffnete ihre E-Mails. Entgegen ihrer Erwartungen war es aber nicht die Universität. Stattdessen meldete sich ein alter Bekannter.


      Liebe Hikari,

      in all deiner Eile, nach Helio City zu gelangen, konnten wir uns leider nicht voneinander verabschieden. Allerdings wollte ich dir noch ein paar Details von unserer kleinen Konferenz von letzter Woche zukommen lassen.
      Der Abend war insgesamt sehr erfolgreich. Aus dem Anteil der Erlöse konnten wir etwa 200.000.000 Pokedollar erwirtschaften. Weiterhin konnte ich selbst ein paar sehr interessante Erfindungen sichern. Eigentlich wollte ich Sie schon testen lassen, aber mein IT-Fachbereich hatte mir gesagt, sie bräuchten noch ein wenig, um mit dem Sicherheitscheck aller Programmiercodes sicher voranzukommen. Reine Routine, sagten sie, aber sie möchten auf keinen Fall irgendwelche Risiken eingehen. Da ich deine Meinung zu dem Thema noch einholen wollte, schicke ich dir eine Kopie der Quellcodes. Falls du Zeit hast, würde ich dich bitten, einen Blick auf sie zu werfen und mir zu sagen, ob dir irgendetwas auffällt.
      Eine weitere Sache: Wie mir später berichtet wurde, war der freie Forscher Acharaxas auch auf meiner Konferenz. Dies mag jetzt etwas falsch klingen, aber ich wollte nur wissen lassen, dass normalerweise solche Leute nicht auf meinen Veranstaltungen geladen sind. Anscheinend kam er als Begleitung einer meiner Gäste, dem ich schon seit längeren Zeit als verlässlichen Partner gesehen hatte. Natürlich war es auch meine Schuld, unseren ungebetenen Gast nicht sofort hinaus zu geleiten. Ich möchte dir nur versichern, dass ich kein Interesse an zwielichtigen Geschäften habe.

      Zuletzt wünsche ich dir noch alles Gute für deine Reise nach Gemma. Sofern du in einer Stadt mit meinen Hotels kommst, fühle dich frei, sie zu benutzen. Natürlich auf meine Kosten.

      Liebe Grüße

      […] Astor

      ~Typisch Mr. Astor. Immer muss er sehr überkorrekt sein.~ Trotz der etwas direkten Art konnte Hikari den Milliardär sehr gut leiden. Schon seit sie sechs war, kannte sie den Klienten ihrer Mutter, und er hatte sie immer gut behandelt. Eine Sache, die sie sonst nur von ihrer Familie erwarten konnte. Und natürlich, Finn.
      Mit einem etwas gedämpften Gefühl wandte die Informatikerin sich Kimiko und Kasai zu, welche ununterbrochen ein lebhaftes Gespräch führten – und dabei ihr Dessert vergessen hatten...

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    • Name:» Dāriyūsch (Trainer)
      Ort:» Pyrius City, Restaurant
      Pokémon:» #i-tyracroc# Parvēz | #i-elekid# Leyla | #i-yanma# Giv | #i-camaub# Eskandar
      Reisegruppe:» @Miao Lara Fleming, @ProtosHikanios Luna, @gohan92 Zayn


      Dareios XX+VI

      Auch ein zweites Mal stimmten alle drei für Dareios‘ Vorschlag, sodass sich das Quartett mit Lara an der Spitze des Unternehmens Richtung Strand aufmachte. Entlang der Promenade ging es vorbei an sich leerenden Strandliegen und Sandburgen, wo ein paar Schritte weiter das Meer an vereinzelten Stellen bunt aufblinkte. In just diesem Moment, als Dareios den Blick über das schillernde Wasser schweifen ließ, entdeckte Lara einen Eisautomaten und machte sich sofort daran, eine kleine Abkühlung zu ziehen. Ihre Gefährten folgten der Trainerin aus Orre durch den Sand, auf dem ein paar Dutzend Meter weiter eine der vielen Strandbars zu finden war. Bei diesem Anblick eilte Dareios ebenso enthusiastisch wie Lara zuvor Richtung Bar, um seinerseits eine kleine Abkühlung zu genießen. Dabei vergaß er vor lauter Euphorie, das die anderen noch nicht nachgezogen waren, während er sich schon nebst seines Tyracrocs Parvēz auf einem der Bambushocker platziert hatte. Mit einem Schulterblick auf die Verbliebenen scheuchte der Trainer den Wasseralligator auch schon von seinem Platz herunter, der daraufhin missmutig und mit verschränkten Armen Lara, Zayn und Luna entgegenmarschierte. Ein ulkiger Anblick, da der tiefe Sand dem Tyracroc mit seinen kurzen Beinchen große Schwierigkeiten beim Heben der dicken Füße bereitete.


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Name: Luna
      Ort: Restaurant an der Strandpromenade, Pyrius City

      Reiseteam: @Undyne Lara Fleming, @gohan92 Zane, @Raikachu Dareios

      Luna folgte ihrer Gruppe still an den Strand, fokussierte sich jetzt aber etwas mehr auf ihr Dratini, welches nicht mit ins Restaurant durfte und da Luna nunmal keine Pokebälle besaß, hatte es warten müssen. Dratini, noch scheinbar ziemlich fit, schlängelte sich immer wieder um seine Freundin herum und sah neugieirg zu ihr auf. Luna, die das mitbekam, hockte sich immer wieder hin und umarmte es kurz, dadurch hatten sie hin und wieder Schwierigkeiten mitzuhalten.
      Nach einer kurzen Weile am Stran hatte Lara auch schon ein Ziel in die Augen gefasst:
      "Oh mann ... ein Eis wäre jetzt ... echt cool. Da hinten gibt es einen n-icen Automaten!, schaut! Nyaaah!" Sie stand vor einem Eisautomaten, aus welchem sie sich auch sogleich ein Eis gönnte. Dareios hingegen ging etwas weiter und setzte sich an einen Barhocker der Bar, zu welcher sie hingelaufen waren. Luna machte allerdings keinerlei Anstalten, sich dazuzusetzen. Stattdessen wollte sie jetzt, wie sie sich vorgenommen hatte, den abendlichen Strand genießen, ein wenig an jenem entlangspazieren und Zeit mit Dratini verbringen. Und so lief sie einfach weiter, an der Bar vorbei. Dratini sah das Tyracroc noch kurz neugierig an und schlängelte sich dann einfach an diesem vorbei, Luna hinterher. So ohne im Sand versinkende Beine war die Fortbewegung um einiges einfacher.
    • Lara Fleming (23)Location: Beach
      Determination: Nyom .3.Trainer/Heroine
      Rufus Sans Ayumi .Pun Counter: 79
      Next Stop: ???Next Member: Sordes
      Travel Group:

      @Boo92 Zane
      @Rai Dareios
      @ProtosHikanios Luna





      Lara XXXI (#31)

      Während Lara sich ein Schokoladenminzeis für 130 Pokedollar aus dem Automaten gönnte, hatte sich Dareios auf einem Barhocker positioniert und schickte sein Stummelbeinkrokodil wieder fort, um den Rest der Gruppe heranzuholen. Luna lehnte dieses Angebot ab und entschied sich stattdessen dafür, alleine mit Dratini einen einsamen Spaziergang am Strand zu genießen. Auch Lara befreite zwei ihrer Pokémon - Sans und Ayumi. Nur Rufus musste im Ball bleiben, um nicht noch versehentlich einen Sandsturm aufzuwirbeln, denn zuzutrauen wäre es ihm allemal. Die Brünette schlurfte etwas träge nach dem anstrengenden Fußmarsch durch den Sand. Auch ihre Kraftreserven waren für diesen langen Tag langsam erschöpft. Schlussnendlich gesellte sie sich zu Dareios und schleckte an ihrem Eis, nachdem sie Parvez' schuppigen Kopf getäschtelt hatte: "Dein Perseus ist ja echt cool. Wie süß er da durch den Sand aligatorkelt!" Das Knogga platzierte sich neben seine Trainerin und verlangte nach einem Getränk, während die Sniebellady durch den Sand flitzte. Es schien fast so, als müsste Ayumi irgendwelche Frustrationen entladen, denn einem zurückgebliebenen Gummitierchen hauchte sie mit einer ninjagleichen Schlitzerattacke das Leben aus.
      "Wie majestätisch sie durch die Luft segelt, meine kleine Ayumi. Aber mein Libelldra auch - wie ein Washakwil ... wie ein fettes Washakwil", machte sie sich über ihr eigenes Pokémon lustig, attestierte sich selbst allerdings auch nicht viel mehr Talent: "Aber was soll ich sagen? Ich wäre wahrscheinlich das Dodu unter den Fliegern, elegant wie ein Kirlia auf acht Gläsern Whisky. Oder ein highes Washakwil. Ein Haschakwil." Wer wusste das? Mal wieder keiner. Auch wenn Lara ein pilotenähnliches Outfit besaß, war sie selbstverständlich nicht dazu in der Lage gewesen, ein Flugzeug zu steuern. Für das Allgemeinwohl war das auch sicher ganz gut so. Auch wenn die Orre-Trainerin sich immer für etwas Action begeistern konnte, war es für den Moment ganz schön, den Abend entspannt ausklingen zu lassen.

      Team Scowzy - Shitposting is my kink
    • Faye de la Clairière Noire
      Alter19 JahreBefindet sich...... auf dem Weg nach Helio City
      KlassePokémon-RangerinKommt von...... einem Baum nahe Pyrius City
      Team #i-evoli# Plante (Level 5); #i-evoli# Glace (Level 5)Will zu...... einer Fähre in ihre Heimat
      ReisegruppeValerio (@Arrow), Mai (@Shirogarasu)TageszielWasser finden
      Heimatregion
      Célis
      LauneBesser als gestern


      Tag 2: Cherchez l'eau!

      Froh, nicht mehr in der "lebendigen Hölle in Bunt", wie Faye Pyrius City mittlerweile nannte, zu sein, hatte sie sich am nächsten Tag, nachdem sie sich aus ihrem Schlafsack geschält hatte, auf den Weg nach Süden gemacht. Bloß so weit wie möglich weg von dieser Stadt!! Im Ernst, sie wollte nie wieder dorthin. Am liebsten wäre Faye wieder nach Hause gefahren, aber der näheste Hafen war nunmal in Pyrius City, da konnte Faye nichts dran ändern. Und da sie da nicht wieder hinwollte, schließlich hatte der letzte Besuch sie bereits dahingehend traumatisiert... Ging es nun eben in Richtung eines riesigen Baumes.
      Auf Fayes Karte war dieser Baum als Helio City eingezeichnet. Hoffentlich nicht noch eine Partystadt. Aber immerhin sah man keine Skyline, kein Kraftwerk, sondern eben nur einen riesigen Baum. Hoffentlich war das ein gutes Zeichen.
      Faye verfluchte sich dafür, keinen Reiseführer gekauft zu haben. Dafür war sie einfach zu geizig gewesen und sie hatte gedacht, dass das Beste an einer solchen Reise war, dass sie eben alles selbst entdecken konnte. Sofern sie keinen Reiseführer besaß natürlich. Böser Fehler, Faye. Böser Fehler. Man sollte immer auf alles vorbereitet sein, oder? Sie seufzte. Nun ja... Damit hatte sie nicht gerechnet. Obwohl sie es eigentlich hätte wissen müssen.
      In ihrem Reisebuch hatte Faye bereits eine ausgiebige Reisewarnung für Pyrius City eingetragen. Dieser Stadt konnte sie nichts abgewinnen, so viel stand mal fest.

      Plante auf ihrer Schulter maunzte, noch immer traumatisiert von der riesigen Stadt. Glace schien es etwas besser weggesteckt zu haben, aber auch sie war immer noch beleidigt und stolzierte weit vor Faye umher. Diese tippte auf ihrem FangKom herum. Eigentlich hätte sie auch einfach ein Vogelpokémon temporär einfangen können, dann wäre sie wesentlich schneller an ihrem Ziel gewesen, aber warum unnötig die Pokémon belasten, wenn sie auch zu Fuß gehen konnte? Es dauerte zwar wesentlich länger, aber es gab ihr genauso etwas Zeit, um die Landschaft zu genießen, so ziemlich das Einzige, was sie bisher an Gemma so richtig hatte genießen können.
      Irgendwie sehnte sie sich nach der Schule. Sie war immer gerne hingegangen und sie vermisste ihre Freunde, auch jene aus dem Dorf. Sie vermisste Valerie, die wie ihre Namensvetterin aus Kalos lieber Modedesignerin als Pokémontrainerin werden wollte, auch wenn sie auf der Schule eine Ausbildung zu ebendieser gemacht hatte. Sie vermisste Maxim, der sie an einen Charakter aus einem Anime erinnerte mit seinem ständigen "Ich will der Allerbeste sein", das er auch noch laut in die Welt hinausposaunte. Sie vermisste sie alle so sehr.
      Aber immerhin hatte sie ihre zwei Evolis, Plante und Glace, auch wenn Letztere sich ihr gegenüber eher etwas abweisend verhielt nach dem gestrigen Trip durch die Horrorstadt.

      Während Faye also weiter den Weg entlang gin, Glace irgendwann müde wurde und nun gefälligst ebenfalls getragen werden wollte, die kleine Diva, verspürte Faye ein nur allzu menschliches Bedürfnis. Nein, sie musste nicht auf die Toilette. Sondern sie hatte Durst. Ihr Wasservorrat war mittlerweile leider aufgebraucht. Und natürlich gab es nirgendwo einen Kiosk. Aber man war ja nicht umsonst aus einem Dorf mitten in der Wildnis, wo es eben kein fließendes Wasser gab. Die Bewohner holten sich ihr Wasser an einer nahegelegenen Quelle.
      Gab es hier in der Nähe überhaupt Wasser? Faye hatte jedenfalls noch keines gesehen oder gehört. Hätte ja auch ein Fluss sein können und den hätte sie aus der Ferne plätschen oder rauschen hören. Aber sie hörte nichts dergleichen, nur das Meer konnte sie sehen und den Strand, an welchem sich aufgrund der bereits beträchtlichen Entfernung zu Pyrius City und vermutlich auch, da dieser hier eher kieselig und felsig als sandig und somit perfekt für den Sommerurlaub geeignet war, praktisch keine Touristen tummelten, außer einem einsamen Muschelsammler, der genausogut ein Einheimischer sein könnte. Und der Anblick des Meeres machte Faye nur noch durstiger. Tja, sie hätte nun eben das ganze Meer austrinken können, aber es war ja viel zu salzig dazu. Sie wäre gestorben, das wusste sie aus der Schule. Und zwar noch lange bevor sie das ganze Meer ausgetrunken hatte. Seeehr lange... Machen sich durstige Menschen eigentlich immer so blöde Gedanken?
      Egal! Jetzt musste sie erst einmal etwas zu trinken finden. Pyrius City war etwa zwei Stunden entfernt und mal abgesehen davon war zurück in diese Hölle in Bunt sowieso keine Option! Vielleicht rochen ja Plante und Glace etwas? Faye blickte auf ihre Schulter. Plante war mittlerweile eingeschlafen. Und Glace immer noch eingeschnappt. Super.
      Plötzlich sprang ein Felino hinter einem Busch hervor. Fayes Miene hellte sich auf - wo es Felino gab, gab es bekanntlich auch irgendwo Wasser! Als hätte Arceus ihren Ruf erhört.
      Also rannte Faye hinter dem Felino her, bis sie schließlich tatsächlich an eine kleine Quelle kam. Arceus sei Dank! Nun konnte sie ihre Wasservorräte auffüllen und zurück auf den Weg und... Da stand ein Kiosk. Fail.

      "Das ist jetzt echt nicht wahr, oder?!"

      (wird eventuell noch ausgebaut oder ergänzt)
    • Valerio Aether
      Alter: 21Steckbrief
      Team: /Klasse: Trainer
      Begleiter: #i-marshadow# YasakiStandort: Alola
      (Spätere) Gruppe: @Shirogarasu (Mai) & @Majikku (Faye)



      Prolog 3/4: Der Gipfel Alolas


      Die Sonne stand bereits hoch am Himmel, als Valerio schließlich den Gipfel von Mount Lanakila erreichte. Leicht in Gedanken versunken schritt er in Richtung des Eingangs, wo ihn die beiden Wachen bereits freundlich begrüßten. Er erwiderte den Gruß und trat dann in die große kristallbesetzte Höhle ein. Mit einer geübten Handbewegung aktivierte er mit seinem Z-Ring den rechts an der Wand versteckten Schalter und schritt dann gemächlich zur Mitte der Halle. Das Teleportationsfeld leuchtete hell auf und im nächsten Moment befand er sich auch schon auf der höchsten Ebene. Wie immer überkam ihn beim Betreten der Gipfelspitze ein Gefühl der Ehrfurcht und für einen kurzen Moment verweilte er auf der Treppe, um einen Blick über Ula-Ula zu werfen. Der Ausblick war wirklich wunderschön und er konnte es immer noch kaum fassen, dass ausgerechnet ein Mitglied seiner Familie beinahe die gesamte Region in den Abgrund gestürzt hätte. Doch auch die bösen Erinnerungen der Vergangenheit konnten ihm heute die Stimmung nicht vermiesen, denn dafür war er nun wirklich nicht an diesen Ort gekommen. Motiviert erklomm er die restlichen Stufen und begab sich dann zu dem leeren Thron auf der gegenüberliegenden Seite.

      "Na, schon wieder am Tagträumen?", erschrocken fuhr der junge Mann zusammen und warf einen entsetzten Blick auf das wie aus dem Nichts auf dem Thron erschienene Marshadow. "Bist du wahnsinng, mich so zu erschrecken!", keuchte er, fuhr sich dann aber mit einem Lächeln durch die Haare, "Ja... Dieser Ort ist nunmal sehr geschichtsträchtig und vor allem auch mit vielen persönlichen Erinnerungen behaftet." "Sagt der Trainer ohne Pokémon...", meinte Yasaki schelmisch und fügte dann neugierig hinzu, "Du hast mir übrigens nie erzählt, wie diese Wunderbälle eigentlich funktionieren..." Gespannt lugte das Marshadow zu Valerios Gürtel, doch daran war nichts zu sehen. "Hm... sagt dir die Symbolbeschwörung der Top-Ranger etwas?", fragend blickte Valerio das Schattenpokémon an, das sofort eifrig nickte, "Nun ja, das ist das Grundkonzept des 'Symbolballs'. Und in Kombination mit einem Ultrakristall kann man die Reichweite enorm erhöhen. Die Bälle funktionieren natürlich nur dann, wenn das gerufene Pokémon auch auf den Ruf reagieren will und ein entsprechend starkes Band zu seinem menschlichen Freund besteht. Das macht die Sache mit der Titelverteidigung zwar nicht unbedingt leichter, aber glücklicherweise übernimmt ja auch Kukui einen Teil der ohnehin spärlich gesähten Kämpfe, von daher lässt sich das vereinbaren."

      „Etwas ungewöhnlich das Ganze, aber das Unentschieden war wirklich das einzige würdige Ende…“, grinsend versank Yasaki langsam wieder in der Schattenwelt und seine Augen lugten ein letztes Mal neugierig in Richtung des Treppenaufgangs, „Eine bekannte Aura nähert sich, viel Glück.“ Damit verschwand das Marshadow vollständig, seine Stimme hallte aber noch in einem schelmischen Ton nach, „Und sieh zu, dass die Kuppel ganz bleibt…“ Amüsiert den Kopf schüttelnd setzte Valerio sich auf den Thron, schloss die Augen und lauschte dem leisen Widerhall der Schritte, die sich langsam näherten, immer lauter wurden und schließlich zum Stillstand kamen. Ein sanftes Lächeln umspielte seine Lippen und er ließ seinen Herausforderer noch einen kurzen Moment in der Stille verharren, bevor er die Augen wieder öffnete.

      „Herzlich willkommen, kleiner Bruder! Es kommt mir wahrhaftig so vor, als wäre es gestern gewesen, als du und Null dich auf eure Reise begeben habt! Ihr habt euch seither wirklich großartig entwickelt und ich könnte gar nicht stolzer sein. Als ich gehört habe, dass ihr die Top Vier bezwungen habt, konnte ich mich vor Aufregung kaum noch halten und habe mir umgehend diesen Kampf gesichert…“, Valerio lachte leise, "Aber genug der familiären Sentimentalitäten, dafür bist du ja nicht hierhergekommen!" Langsam erhob er sich und ging mit einigen eleganten Schritten nach vorne auf seine Kampfposition. Mit einem leisen Klicken öffnete sich der Boden und ein Podest mit seinen sechs Symbolbällen fuhr heraus.

      "Gladio! Als Champion von Alola möchte ich dir von ganzem Herzen für all deine Verdienste um die Region danken. Du und deine Pokémon habt nicht nur euren herausragenden Mut unter Beweis gestellt, sondern auch die schwierigsten Situationen stets mit Bravour bewältigt. Mit Verstand und Geschick habt ihr allen Gefahren getrotzt und euch dabei immer für das Wohl Alolas eingesetzt. Und zu guter Letzt hat euch eure Reise nun hierhergeführt! Ihr seid wahrhaftig zu strahlenden Sternen an Alolas Firmanent geworden!"

      Mit einer gekonnten Handbewegung und einem perfekt getimten Schnipsen zog Volt beide Hände einladend nach oben und die Kristallkuppel des Kampfraumes verdunkelte sich, nur um einen
      Moment später von dem funkelnden Sternenhimmel Alolas hell erleuchtet zu werden. Mit einem sanften Lächeln nahm er einen der Bälle vom Podest und wandte sich dann wieder seinem kleinen Bruder zu:
      "Schon als ganz kleines Kind war es immer mein großer Traum, eines Tages als Champ vom höchsten Gipfel Alolas die gesamte Region überblicken zu können! Der Weg hierher war nicht leicht und mit vielen Hindernissen gespickt, dennoch haben wir uns nie beirren lassen. Und heute steht auch ihr hier, auf dem absoluten Höhepunkt eurer Reise! Doch welcher Stern leuchtet am hellsten? Zeigt uns, was ihr gelernt habt! En garde!"



      Und zum Abschluss...

      ... die mittlerweile obligatorische Belohnung in Form eines Silberkronkorkens ;)

      Anmerkung: Keine Sorge, Volt wird in Gemma ordentlich generft und startet noch einmal von ganz vorne. Bzw. wird er auch nicht an Arenakämpfen teilnehmen, da er andere Ziele hat.
    • Fenja (Fen)

      Fenja (15)
      Trainer
      Hoenne
      Aschewald


      Aktuelle Begleitung:
      Niemand

      Spätere Begleitung:

      Valerio Aether @Arrow


      Kapuno ♂
      (Chase)

      Übereifer

      Kopfnuss
      Knirscher
      Drachenpuls
      Drachenstoß


      Dartignis ♂
      (Comet)


      Flammkörper

      Ruckzuckhieb
      Schnabel
      Glut
      Klingensturm


      Fukano ♂
      (Ace)


      Feuerfänger

      Flammenrad
      Gegenschlag
      Feuerzahn
      Funkenflug


      Felilou ♀
      (Muffin/Cleo)

      Flexibilität

      Verfolgung
      Gewissheit
      Schlitzer

      Nachthieb




      1.

      In Gedanken versunken starrte Fenja aus dem Fenster. Die Sonne war nun fast nicht mehr zu sehen, doch der Himmel war immer noch in ihr rötlich-oranges Licht getaucht. Ein wundervoller Anblick. Ihre Hand glitt über das weiche Fell ihres Fukanos, welches seelenruhig weiterschlief. Ein paar letzte Lichtstrahlen fielen durch das Fenster und Ace gähnte laut auf. Er hatte sich vor einer Weile auf ihrem Schoß zusammengekugelt und war dort eingeschlafen. Ein wunder, dass er bei diesem Lärm überhaupt schlafen konnte. „Und du willst das wirklich durchziehen, Kleine?“, dröhne es durch das Headset zu ihr: „Du kannst immer noch abbrechen.“ Es fiel ihr schwer Kalle überhaupt zu verstehen, obwohl er direkt neben ihr saß. Die Rotorblätter des Hubschraubers waren viel zu laut, doch er wartete auch gar nicht darauf, dass Fenja ihm antwortete. Er sprach einfach munter weiter und sie störte das überhaupt nicht: „Ich werde dich echt vermissen. Ich meine, was soll ich wenn dann die ganze Zeit machen, wenn du weg bist?“ Sie war es gewöhnt, dass er in einer Tour sprach und sie fast nie zu Wort kam. Doch heute war er erstaunlich ruhig. „Ich hab’s! Ich komme einfach mit dir mit. Dann hätte ich das Problem doch gar nicht. Na, was hältst du davon?“ Begeistert von dem Vorschlag grinste er sie an und bemerkte gar nicht, dass Fenja nicht so begeistert davon war. „Es tut mir leid, Kalle, aber ich würde diese Reise gern alleine antreten.“ Schrie sie nach kurzer Überlegung zurück. Wütend rammte Chase seinen Kopf gegen ihr Bein und sah sie beleidigt an. Auch Ace war nicht glücklich über das, was Fenja gerade gesagt hatte. Stimmt, sie war nicht alleine. Chase, Comet und Ace waren immer bei ihr. Entschuldigend streichelte sie ihren beiden Partnern über den Kopf und suchte den Himmel nach dem kleinen, rötlichen Vogel ab. Wie ein Pfeil schoss er an dem Fenster vorbei und drehte ein paar Saltos in der Luft. Comet hatte sich strikt geweigert mit in den Helikopter zu kommen und darauf bestanden die lange Reise nebenher zu fliegen und Fenja konnte es ihm nicht verübeln. Der Wind wehte um Comets Gefieder und er tanzte auf den Wogen, die sich ihm ergaben. Doch ein wenig mulmig war Fenja schon zumute, da sie Angst hatte, dass Comet in die Rotorblätter des Hubschraubers geriet. Doch jetzt war daran auch nichts mehr zu ändern und so wandte sich Fenja wieder Kalle zu: „Ich würde gerne, dass mich meine Eltern endlich akzeptieren und nicht mehr wie ein kleines Kind behandeln.“ Einige Minuten sagte er gar nichts bis Fenja das Schweigen wieder unterbrach: „Außerdem muss jemand den Hubschrauber wieder zurück fliegen und wer sollte das außer dir machen?“ Daraufhin musste er grinsen und auch auf Fenjas Gesicht stahl sich ein Lächeln. Vorsichtig drückte Kalle den Cyclic leicht zur Seite und zog das Collective nach oben, sodass der Hubschrauber nach links abdrehte. Draußen flogen immer wieder ein paar Pokémons an dem Hubschrauber vorbei und Comet tollte weiter im Wind umher. Unter ihnen war das Meer, das fast schon unendlich erschien. Doch am Horizont war wieder Land in Sicht. War das etwa Gemma? Fasziniert starrte sie auf die riesige Insel, die immer näher zu kommen schien bis plötzlich etwas anderes ihr Interesse weckte. Etwas weiter von dem Hubschrauber entfernt folgen zwei Staravia. Man konnte es fast nicht erkennen, doch es sah so aus, als ob auf dem einen Staravia eine Person sitzen würde. Auch auf dem anderen schien etwas auf dem Rücken zu sitzen, doch sie hätten näher heran gemusst um etwas Genaueres zu erkennen. Viel zu schnell war der Hubschrauber dem Stück Land näher gekommen und ein mulmiges Gefühl machte sich in Fenja breit. Sie war noch nie so weit von ihrem Zuhause weg gewesen. Doch es war ihre einzige Chance sich ihren Eltern zu beweisen. Vorsichtig löste sie den Gurt und Ace sprang von ihrem Schoß. Sie kletterte in den hinteren Teil des Cockpits und schnappte sich ihre Tasche. Dann hielt sie sich an dem Sitz fest und schaute auf die Gemma Region hinunter. Vorsichtig zupfte sie eine Karte aus ihrer Hosentasche und verschaffte sich etwas Orientierung. „Also Madam, wo wollen sie aussteigen?“ Doch Kalle bekam darauf nur ein genervtes Stöhnen zurück, von dem sie sich nicht sicher war ob er es überhaupt gehört hatte. Ein gewaltiger Windstoß ging durch das kleine Gehäuse als sie eine Tür aufzog. Mit zittrigen Händen steckte sie die Karte wieder zurück und hob ihre beiden kleinen Partner behutsam hoch. Mit der noch freien Hand zog Fenja das Headset von ihrem Kopf und legte es auf ihren Sitz. Dann widmete sie sich wieder ihrem Vorhaben. Sie stellte sich ganz nah an die Kante und sah noch einmal zu Kalle zurück. „Wenn du jetzt springst gibt‘s kein Zurück mehr!“, schrie er gespielt gequält. Doch Fenja nickte nur und versuchte Augenkontakt mit Comet zu bekommen. Ganz ruhig flog er nun mit weit ausgebreiteten Flügeln neben dem Hubschrauber her und wartete darauf, dass Fenja endlich das Zeichen gab. Und mit einem kurzen nicken in seine Richtung gab sie es. Doch kurz bevor sie sprang schrie Kalle noch: „Hey, ihr drei, passt gefälligst gut auf sie auf und du, wag es ja nicht keinen Spaß zu haben!“ Doch den letzten Teil des Satzes konnte sie sich nur noch erahnen, da sie schon in die Tiefe stürzte. Ihr Blick galt noch einmal dem grauen Hubschrauber, auf dessen Seite das rot-schwarze Wappen Team Magmas prangte, bevor sie wie ein Pfeil auf den Boden zurast. Comet hatte seine Flügel angelegt und umkreiste immer und immer wieder seine Trainerin. Der Wind peitschte Fenja in Gesicht und wehte ihr die Kapuze vom Kopf, sodass ihre Haare wild gegen den Rücken schlugen. In ihrem Magen schienen tausende Schmettbos umherzuflattern und sie liebte dieses Gefühl. Doch es dauerte leider nicht so lange an. Viel zu schnell kam der Boden auf sie zu und kurz bevor sie den Boden erreicht hatten gab Fenja Comet erneut ein Zeichen, woraufhin dieser sie mit seinen Krallen packt und in die Höhe riss. Unter Fenja rauscht ein holpriger Weg vorbei. Nach und nach nahmen sie immer mehr an Höhe ab und behutsam setzt Comet Fenja, Chase und Ace auf dem Boden ab. Nachdem sie die anderen beiden auf den Boden gelassen hatte ließ er sich auf ihrem Arm nieder. Vor ihnen lag ihr erster Halt, der Aschewald.


      2.

      Begeistert sah sich Fenja die ihr fremde Umgebung an. Um sie herum waren fast nur graue Bäume und Büsche, da sie mit der Asche eines naheliegenden Vulkans bedeckt waren, doch Fenja war noch fast nie ohne einen menschlichen Begleiter unterwegs gewesen. Für sie war es Neuland, welches sie mit Freude erkundete, egal, wie es aussah. Nur ihren Partnern schien es nicht sonderlich zu gefallen. Ace versuchte verzweifelt die Asche wieder aus seinem Fell und von seinen Pfoten zu bekommen indem er sich instinktiv schüttelte, doch es half alles nichts. Sofort hatte sich wieder eine neue Schicht des lästigen Zeugs auf sein Fell gelegt. Genervt schnaubend gab er auf. Aber nicht nur er hatte Probleme damit. Auch Comet kam schnell zu Fenja zurück und setzte sich behutsam auf ihre Schulter, da die Asche ihn ziemlich am Fliegen hinderte. Nur das Chase schien es überhaupt nichts auszumachen und es versuchte beim Laufen verspielt nach den Flocken zu schnappen. Und so liefen sie durch den Wald und Fenja sah sich alles haargenau an. Die Luft war inzwischen schon kühler und eine Woge kalter Luft wehte ihr die Haare ins Gesicht. Schnell schob sie sich die Strähnen wieder hinters Ohr. Vielleicht sollte sie sich ihre Auftragsmappe nochmal anschauen. Sonderlich viel stand zwar noch nicht drinnen, aber es würde hoffentlich schnell mehr werden. Einige anerkannte Forscher und Archäologen aus Team Magma versuchten noch die letzten Teile der Alten Sage zu entschlüsseln. Vorsichtig holte Fenja die graue Mappe aus ihrer Umhängetasche und klappte sie auf. Das Bild der mysteriösen Steinplatte, die ihnen vor ca. einem halben Jahr in die Hände gefallen war und eine altertümliche Geschichte über einen Stein der unglaublichen Fähigkeiten haben sollte, erzählte, fiel dabei heraus und landete auf dem mit Asche bedeckten Boden. Als Fenja es wieder aufhob entdeckte sie eine Inschrift auf der Rückseite des Bildes und wischte die daran haften gebliebene Asche mit der Hand weg um sie lesen zu können. Dort stand geschrieben: „ Viel Glück und Spaß auf deiner Reise. Ich werde dich vermissen. Gib niemals auf, du schaffst alles was du willst und denk mal an mich. Dein geheimnisvollerVerehrer.“ Kopfschüttelnd steckte sie das Bild wieder in die Mappe und begann sich die Informationen durchzulesen. Dieser Idiot. Ihr Dartignis auf der Schulter schüttelte sich zu ihrem Entsetzen, da dadurch die Asche aus seinem Gefieder nun auf sie herabrieselt. Genervt sah sie ihren fiederigen Freund an. Dann widmete sie sich wieder den Akten. Knapp gesagt stand dort drinnen, dass nicht bekannt war, welche Größe dieser Stein hatte und über sein Aussehen wusste sie nur, dass es ein mysteriöses Symbol trug. Nur das er irgendwo gut versteckt wurde, sodass ihn niemand so leicht finden sollte. Also musste Fenja Ausschau nach einem guten Versteck halten. Nicht, dass das nicht schon schwer genug war, dazu gab es auch noch keinen klitzekleinen Hinweis, wo man dieses Versteck finden könnte. Frustriert sah sie sich das Bild nochmal genauer an und versuchte verzweifelt auf der Steintafel etwas zu erkennen was sie weiter brachte, als das was sie ansonsten schon hatte, doch sie konnte nichts finden. So legte sie es wieder zurück und wollte gerade die Mappe wieder in ihrer Tasche verstauen, überlegte es sich jedoch anders und fuhr noch einmal mit ihrer Hand darüber um nicht allzu viel Asche in ihrer Tasche zu haben. Dann stopfte sie es wieder zurück und stand unentschlossen in dem von Asche befallenem Wald herum, ohne zu wissen, wohin sie gehen sollte. Noch nicht mal das Wissen, wo sie die nächste Stadt finden könnte, hatte sie und es war schon Abend.Dieser Wald schien ihr nicht der richtige Ort um zu übernachten, außer sie wollte hinterher genauso aussehen, wie einer dieser Bäume. Wobei ihr Aussehen diesen jetzt schon erschreckend ähnlich war. Verzweifelt versuchte sie die Asche aus ihren Haaren zu kriegen und beschloss, dass sie sich so schnell es ging irgendwo waschen sollte. Aber um nicht noch mehr Asche in ihre Haare zu bekommen streifte sie sich ihre Kapuze wieder über den Kopf. Dieser Wald war ihr lästiger geworden als anfangs erwartet, doch noch bereute sie nicht, dass sie sich auf diese Reise begeben hatte. Nur ob das auch so bleiben würde?



      3.

      Orientierungslos lief Fenja in dem Wald umher und suchte verzweifelt nach einem Ausweg. Ace hatte sich inzwischen in seinem Pokéball verzogen, um der lästigen Ashe zu entgehen. Auch Comet dränge sich immer näher an Fenja heran. Die Ashe lag schwer auf seinen Flügeln und auch ihn rief sie nach einer Weile in seinen Pokéball zurück. Nur Chase tobte noch auf dem Weg umher. Ein Rascheln in Fenjas Rücken ließ sie hochschrecken. Ein wildes Pokémon? Schnell drehte sie sich um, doch nichts war zu sehen. Vielleicht hatte sie sich auch nur vom Wind täuschen lassen. Doch sie lief in die entgegengesetzte Richtung weiter. Wieder raschelte es im Gebüsch. Das war kein Wind. Doch immer noch war nichts zu sehen. Wiederholt drehte Fenja sich von dem Geräusch weg und lief weiter. Ein mulmiges Gefühl machte sich in ihr breit, doch ihr Kapuno schien das alles nicht bemerkt zu haben, denn er tobte weiter verspielt durch die Ashe. Vielleicht war sie auch einfach nur paranoid? Doch dann hörte sie hinter sich ein klägliches miauen. Vielleicht wieder nur Einbildung? Wohl eher nicht, denn dieses Mal schien auch Chase aufmerksam geworden zu sein. Mit einem kurzen Nicken zeigte sie ihm, dass sie sich das mal genauer anschauen würden. Dann schluckte Fenja und lief los. Vorsichtig bog sie Äste zur Seite und umging Büsche, bis plötzlich ein Schatten von der Seite auf sie zu sprang. Bevor sie reagieren konnte spürte sie Schmerzen in ihrem rechten Arm und taumelte blindlings zur Seite. Dann erst erkannte sie ein Hunduster, welches sich nun in ihrem Arm festgebissen hatte. Schmerzerfüllt versuchte sie es irgendwie wieder loszubekommen, doch erst als Chase mit Kopfnuss den Bauch des kleinen rammte lockerte es den Biss, sodass Fenja ihren Arm wieder frei bekam. Lautes Jaulen kam aus seiner Kehle. Dann stellte es sich in Angriffsstellung und fletschte die Zähne. Chase hatte sich vor Fenja gestellt und ein dunkler Ton kam aus seinem Maul, welcher einem Knurren ähnelte. Der Ton jagte Fenja eine Gänsehaut über den Rücken. Schon lange hatte sie Chase nicht mehr so wütend erlebt und sie hatte Angst davor. Beim Letzten Mal hatte er das gegnerische Pokémon fast komplett auseinander genommen und seit dem hatte sie immer versucht Chase vom Kämpfen abzuhalten, doch dieses Mal wusste sie, dass sie ihn nicht stoppen können würde. Entgeistert starrte sie auf das Geschehen. Ihr Kapuno griff immer wieder mit wilden Attacken an. Kein Muster erkennbar, nach dem man sich hätte richten können. Am Ende lag das arme Hunduster blutend am Boden. Ein klägliches Jaulen entwich seiner Kehle und weiteres Geheul kam zurück. Es schien nah zu sein. Vorsichtig richtete Fenja sich, ihren blutenden Arm haltend, wieder auf und lief langsam auf die beiden Pokémons zu. Chase setzte gerade zu seinem letzten Angriff an als Fenja laut Stopp rief. Er hielt inne und trat danach einen Schritt zurück. Fenja lief langsam auf das verletzte Hunduster zu, doch bevor sie es erreicht hatte sprang es auf einmal auf und rannte dann laut hechelnd davon. Danach ertönte erneut lautes Jaulen aus der Ferne und als Fenja versuchte ihm zu folgen stießen sie auf drei weitere Hunduster. Zwei umzingelten ein Felilou, welches sich in einer Ecke zusammengerollt hatte, und das andere leckte dem verletzten über die Wunden. Dieses knurrte laut auf als es Chase erkannte. Alle Hunduster drehten sich in Fenjas und seine Richtung um und begannen sich Chase knurrend zu nähern. Dieser stellte sich beschützend vor Fenja. Plötzlich schoss er vorwärts und griff mit Drachenpuls alle seine Gegner gleichzeitig an. Darauf folgend kam sofort Drachenstoß, mit dem er wieder alle Hunduster angriff. Eines davon taumelte zurück, während die anderen weiter auf Chase zustürmten und ihn mit Biss und Glut attackierten. Fenja ließ schnell Ace aus seinem Pokéball, welcher dann seine feurigen Zähne in den Leib eines der Hunduster schlug. Chase rammte seinen Angreifern seinen Kopf mit voller Wucht in die Seite. Dann setzte er Knirscher auf einen der beiden kleinen Hunde ein, welcher taumelnd zu Boden ging. Erschrocken blickte Fenja auf das Geschehen. Sie hatte ihre Freunde nie so wütend und aggressiv gesehen. Nun hatte sich auch das letzte Hunduster wieder gefangen und griff mit Finte an. Doch schon kam Gegenschlag von Ace und damit ging noch eins der Hunduster zu Boden. Zwei standen noch, obwohl beide schon sehr ramponiert aussahen. Es dauerte nicht lange, bis Fenjas kleine Freunde auch diese beiden zu Boden gebracht hatten und sich danach stolz zu Fenja wandten. Diese war jedoch mehr erschrocken als glücklich über die ganze Situation. Vorsichtig ging sie in die Hockte und streichelte ihre beiden Partner. Ace strich um ihren Arm und begann dann die klaffende Wunde abzulecken. Ein brennender Schmerz schoss ihr bis zur Schulter hoch. Undobwohl er es nur gut meinte stand sie schnell wieder auf um dem brennenden Schmerz zu entgehen und ging zu dem verletzten Quartett. Sie lagen erschöpft am Boden und als Fenja ihre Hand nach einem der vier ausstrecken wollte ertönte wieder dieser undefinierbare Ton, der von ihrem Kapuno ausgestoßen wurde. Dann schob ihr Fukano sanft ihre Hand zur Seite. Auch wenn die beiden sie nur beschützen wollten, die Hunduster würden ihr in dieser Situation kaum noch etwas tun. Kurz lächelte sie die beiden an, bevor sie erneut die Hand nach dem Hunduster ausstreckte und ihm vorsichtig über das Fell strich. Sie fühlte sein kleines Herz schnell pulsieren und beschloss ihnen zu helfen. Es war schließlich ihre Schuld, dass es so weit gekommen war. Also gab sie ihm etwas von einem Trank und sein Leben regenerierte sich wieder.Dasselbe tat sie auch mit den anderen dreien und sie machten danach auch keinen Aufstand mehr. Mit eingezogenem Schwanz zog sich das Quartett wieder in die Tiefe des Waldes zurück und Fenja heilte schnell noch ihr eigenes Team. Inzwischen stand der Mond schon hoch oben am Himmel und Fenja sah sich um. Von wo war sie gekommen? Doch plötzlich miaute wieder etwas kläglich. Sie blickte sich um und erkannte in der Ecke von einem Baum das kleine Felilou, das die Hunduster angegriffen hatten. Bei der ganzen Situation hatte sie doch glatt vergessen, weswegen sie sich überhaupt in diese Lage gebracht hatte. Schnell näherte sie sich dem kleinen Pokémon, welches ihr ängstlich in die Augen sah. Vorsichtig streckte sie ihm die Hand hin und wartete, bis diese daran roch. Dann streichelte sie sanft über den Kopf des Felilou, welches schnell begann zu schnurren und sich dann an sie schmiegte. Hinter Fenja blitzten plötzlich schwarze Augen aus dem Nichts heraus auf und das Katzen Pokémon wollte sich reflexartig bei Fenja verstecken, doch kippe dann plötzlich zur Seite weg. Noch rechtzeitig fing Fenja das Felilou auf und drückte es an sich. Schnell warf sie ihrem Fukano noch einen bösen Blick zu, bevor sie sich dem Fellknäul in ihren Armen zuwandte. Eine der Pfoten war voller Blut und das Felilou zitterte am ganzen Körper. Als Fenja vorsichtig nach der Pfote griff zuckte es schmerzerfüllt zurück. Von der Wunde ausgehend waren die Adern des kleinen Pokémons schwarz gefärbt und Fenja wusste, was das zu bedeuten hatte. Vorsichtig legte sie das Pokémon auf den mit Ashe bedeckten Boden, darauf bedacht, dass die Wunde nicht direkt auf dem Dreck lag und begann dann in ihrer Tasche zu wühlen, immer ein Auge auf ihren Patienten gerichtet. Chase kam immer näher und schnell reagierte seine Trainerin und verbot ihm mit einem finsteren Blick auch nur einmal hineinzubeißen. Manchmal ging Fenja die Charaktereigenschaft ihres Kapunos ziemlich auf die Nerven. Als sie keinen Gifttrank in ihrer Tasche fand fluchte sie laut auf und rief danach schnell Comet aus seinem Ball. Bis dahin hatte Ace einfach nur schmollend ein paar Meter entfernt gesessen, doch als auch er bemerkte, was mit dem Felilou nicht stimmte kam er vorsichtig näher und stupste es mitfühlend an. Dann schleckte es dem kleinen Pokémon, welches zitternd versuchte ihm auszuweichen,über den Kopf und legte sich daneben. Dann erst beruhigte sich auch das Felilou etwas. Inzwischen hatte Fenja Comet losgeschickt um einen Ausweg aus diesem Wald zu finden, doch dieser kam schnell wieder. Leider hatte er nicht viel finden können. Dank der ganzen Asche konnte er kaum 5 Minuten lang fliegen, bevor seine Flügel zu schwer wurden und ihn beim Fliegen behinderten und irgendwas erkennen konnte er erst recht nicht. Die Asche schien sich auch immer mehr zu verdichten. Verzweifelt tippte Fenja auf ihrem Poke-Multi-Navi herum, doch die Karte ließ sich dank zu wenig W-LAN immer noch nicht öffnen. Plötzlich entdeckte sie auf dem Display einen Hilfe Button und drückte drauf, nicht wissend, was nun passierte. Doch als dort Missionsauftrag stand versuchte sie es genervt wieder weg zu bekommen. Wild drückte sie auf dem Gerät herum und schickte dabei ausversehen den Auftrag ab. Doch sie ignorierte es in dem glauben, dass er eh nicht abgeschickt werden würde, da sie keine Beschreibung der Situation angegeben hatte. Und außerdem wäre, an wen auch immer diese Nachricht gehen sollte, wahrscheinlich eh zu spät gekommen. Und selbst wenn nicht, wie sollte man Fenja überhaupt finden, so inmitten des Gestrüpps? Vor allem, da man sie inzwischen kaum noch von dem Rest der Umgebung unterscheiden konnte, so Aschebedeckt, wie sie inzwischen war. Verzweifelt blickte sie auf das verletzte Felilou, welches sich an Ace und Comet gekuschelt hatte. Auch Chase hatte sich danebengelegt und pustete immer wieder gelangweilt die Ascheflocken von seiner Nase weg. Unschlüssig stand Fenja inmitten eines ihr unbekannten Gebiets, mit einem verletzten Pokémon, ohne zu wissen, was sie tun sollte und wünschte sich, dass sie nicht alleine hergekommen wäre.




      Display Spoiler
      Sind erstmal nur die alten Texte (bis auf einen aber der wird iwann auch noch wieder kommen)und meine Gruppe wird sich letztendlich auch noch ändern, wusste nur nicht ganz wie ich das am besten aufschreiben sollte... sry

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      Dareios XX+VII

      Luna hatte sich entschiedenen, einen Spaziergang an der Seite ihres elegant durch den Sand schlängelnden Dratinis zu unternehmen, sodass sich Lara, Zayn und Dareios zu dritt den Abend versüßten. Mit den Pokémon, die die anderen zwei freiließen, war die kleine Strandbar auch schon gerammelt voll, was jedoch weder Dareios Tyracroc Parvēz, das verzweifelt Laras Snibel Ayumi mit ihren zackigen Bewegungen hinterherzujagen versuchte, noch den jungen Barkeeper störte.
      »Dein Perseus ist ja echt cool. Wie süß er da durch den Sand aligatorkelt!«, merkte Lara zufrieden mit sich und dem Eis in ihrer Hand an, nachdem sie Parvēz’ Kopf getätschelt hatte.
      Dareios nickte lächelnd. Er bestellte sich einen der ausgefallenen Cocktails mit noch ausgefalleneren Namen und nutzte die Gelegenheit, ein wenig in die Nacht zu sinnieren, während er gedankenverloren in dem kühlen Getränk herumrührte.
      Da war er nun also, umgeben von vier Reisebegleitern, inmitten dem Nachtleben der Gemma-Region. Eine ziemlich unwahrscheinliche Kette von Ereignissen hatten ihn hierhergebracht und jetzt hatte er neben seinen drei wohlgeschätzten Johto-Pokémon auch noch hier eins gefangen. Nur wo sollte es hingehen? Einfach dem Strom folgen, den Lara entlangkraulte? Oder sich an irgendeinem hübschen Örtchen niederlassen und entspannen, um Gemma in all seiner Ausführlichkeit zu erkunden? Vielleicht war es an der Zeit, eine andere Route einzuschlagen als Lara, Zayn und Luna. Doch vorerst galt es, den Abend zu genießen.
      Eine Schande nur, dass Dareios beim Grübeln völlig vergessen hatte, Laras Schwärmerei zu folgen. Zumindest schien sie glücklich, Zayn war wohl auch einverstanden, einen Drink zu schlürfen, bevor er seine Trainingsreise fortsetzte, und all die Pokémon begannen, eine wahre Gruppendynamik zu entwickeln. Zumindest schien Parvēz mit aller Macht, die flinke Ayumi mit seinem plumpen Körperbau zu beeindrucken. Erneut musste Dareios lächeln.


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      Lara XXXII (#32)


      Schweigen. Schweigen. Noch mehr Schweigen. Jemandem wie Lara war ein solcher Zustand fast schon unheimlich und schien total widersprüchlich an einem Ort, der Bars und Strände bot. Am liebsten hätte sie irgendetwas gesagt, aber was? Das Chikara Akatsuki scheiße war und einige Fans von ihnen üble Schläger? Wer hätte denn da schon mitreden können? Das Orre-Girl musste lernen, dass es in der weiten Welt haufenweise Leute gab, die ein komplett anderes Alltagsleben kannte und die Berührungspunkte zwischen diesen absolut marginal waren - und zugegeben, selbst Gespräche mit vermeintlichen Experten verliefen oft genug absolut eindimensional.
      "Das sind ganz blöde Schweine" - so kam man oft genug zu einem Konsens, denn die vulgäre Sprache war in einer rauen Region wie Orre gar nicht unüblich. In Orcus hatte man in letzter Zeit in den Untiefen der erstklassigen Mittelmäßigkeit vergessen, von wo man eigentlich herkam. Zweite Liga, Aufstieg, Abstieg, Absturz in Liga 3, Rückkehr wie Phönix aus der Asche und das Etablieren im Oberhaus - gewissermaßen sinnbildlich für alle Gemmareisenden, deren Schicksal doch wesentlich unvorteilhafter hätte sein können. Die Bevölkerung von Fuchsania City hat ihren Safari-Park vor Jahren geschlossen bekommen, der ortsansässige SV Gelb-Blau Safari strauchelt seit Jahren durch die Regionalliga und ist erneut im Begriff, eine solide Ausgangsposition gegen die No Names dieser Sportwelt zu verspielen. Eine Stadt, die nichts zu bieten hat und in rein gar nichts eine gute Figur abgibt - das wäre für Lara ein totaler Albtraum, aber was war denn Pyritus? So eine Stadt würde sie sicher auch noch hier finden. Die vollsten Sportstadien gab es immer gerne dort, wo sonst nichts war, außer Fabriken, Äckern und Baustellen - der feine Bourgeois aus Illumina City vergnügt sich da lieber im Théâtre oder in der Opera.
      Ihr Blick glitt rüber zu den beiden verspielten Pokémon, die sich zumindest gut miteinander zu verstehen schienen. Parvez spielte mit seinen Muskeln, doch zu seinem Glück probierte Ayumi nicht, diese zu berühren. Dafür waren die Sichelklauen der Sniebellady viel zu scharf - ein Erste-Hilfe-Köfferchen hatte Lara zu ihrer eigenen Sicherheit stets dabei, denn ein Kratzer ihrer Mieze blieb selten oberflächlich. Nachdem Lara ihr Eis weggeschlürft hatte und die Überreste mit einem gezielten Wurf im nahegelegenen Müllkorb versenkte, starrte sie Dareios mit übereinandergelegten Händen an. Dadurch, dass sie so viel von sich selbst erzählte, wusste sie über ihre Reisebegleiter relativ wenig, was sie nun zu ändern versuchte: "Erzähl mal, wie ist das so in Johto? Was sind die besten Places? Was kann man da alles machen? Wir haben Wüsten, Casinos und eine überalterte Bevölkerung zu bieten - los, überbiete mich, buddy!" Sie würde gut daran tun, manchmal einfach die Rolle der Zuhörerin einzunehmen.

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      Dareios XX+VIII

      Auch Lara schien ins Grübeln gefallen zu sein, wie Dareios auffiel. Doch kurzerhand schlürfte sie ihr Eis aus, beförderte die Überreste mit einem erstaunlich treffsicheren Wurf aus dem Handgelenk in einen nahegelegenen Mülleimer und sagte: »Erzähl mal, wie ist das so in Johto? Was sind die besten Places? Was kann man da alles machen? Wir haben Wüsten, Casinos und eine überalterte Bevölkerung zu bieten - los, überbiete mich, buddy!«
      Dem Ausdruck in den leuchtenden braunen Augen zufolge war das Hoothootmädchen wohl tatsächlich neugierig, wie Dareios alter Heimat so tickte. Plötzlich fiel ihm ein, dass er selbst nie darüber nachgedacht oder sich erkundigt hatte, wie Orre denn überhaupt war. Denn viel wusste er über die ferne Wüstenregion nun auch wieder nicht. Doch zunächst entschied er sich, Laras Frage gewissenhaft zu beantworten.
      Tja … Wie war es denn so in Johto? Auch Dareios musste sich diese Frage zunächst einmal stellen, sodass er sich nachdenklich am Kinn kratzte. Eine Rasur würde er auch demnächst gebrauchen können.
      »Gute Frage, aber ich versuch's«, gab der gebürtige Olivianer lächelnd zu und nippte an seinem Cocktail. »Weißt du, wenn man bisher nur in Orre gelebt hat und Orre wirklich hauptsächlich aus Wüste besteht, wie ich mir immer vorstelle, dann muss Johto wirklich eine ganz neue Welt sein.«
      Mit einem Blick auf Parvez und Ayumi vergewisserte sich Dareios, dass er die Rückendeckung seines alten Kumpels hatte, bevor er fortfuhr: »Ich nehme an, du willst auf Touristenziele hinaus und da haben wir zum einen natürlich ganz klar Teak City. Du weißt schon. Traditionelle Stadt und so, mit den ganzen Tempeln und historischen Distrikten. Ich glaube, nur die wenigsten können sich unter Teak City nichts vorstellen, das ist immerhin neben Saffronia City in Kanto die wohl bekannteste Stadt des Landes.«
      Dareios erinnert sich daran zurück, als er vor Ewigkeiten mal einen Familienausflug nach Teak City gemacht hatte. An viel konnte er sich davon nicht mehr erinnern, doch die Massen an Touristen waren ihm in Gedächtnis geblieben. Als kleiner Junge war nur darauf versessen gewesen, die Kimono Girls bei einem Auftritt zu besuchen, aber als er schließlich auf seiner Reise durch die Region Jahre später dorthin zurückgekehrt war, hatten ihn letztlich doch die Dinge in den Bann gezogen, die sich auch seine Eltern hatten ansehen wollen.
      »Dukatia City weiter im Süden dagegen ist auch ziemlich beliebt, aber eine moderne Metropole mit jeder Menge Einkaufszentren und so weiter. Wer auf Mode aus Johto steht, dürfte da an einigen Orten fündig werden, aber ich weiß ja nicht, wie du so drauf bist. Oh, und Kasinos gibt es da auch.«
      Für Dareios und seinen ehemaligen Job als Touristenführer wäre das turbulente Dukatia nichts gewesen. Dank dieses Berufs teilte er die Welt in zwei Orte – Städte zum Zeigen und Städte zum Wohnen. Und Dukatia war für ihn definitiv eine Stadt zum Wohnen, trotz des berühmten Schlosses.
      »Na ja, dafür gibt es bei Dukatia noch den Nationalpark, der ist zugegebenermaßen recht hübsch“, räumte er schließlich noch etwas kleinlaut ein. »Da wird an ein paar Tagen die Woche das Käfertunier veranstaltet. Also definitiv was für jemanden mit Ehrgeiz.«
      Um ein wenig nachzudenken, zog Dareios ein weiteres Mal an dem Strohhalm. Sinnbildlich war er nun auf einer Karte Johtos von Norden nach Süden gezogen. Und im Westen …
      »Westlich von Dukatia liegt Oliviana City, da komme ich her. Eine echte Großstadt am Meer. Wenn ich es recht überlege, dann könnte man Oliviana wohl ziemlich gut mit Stratos City vergleichen … Wir haben auch so eine fette Brücke. So eine, die in Filmen immer von irgendwelchen Monstren zerstört wird, du weißt schon. Gibt da sogar eine Chinatown. Ja, ich glaube, als erste Anlaufstelle würdest du dich als Orre-Girl da wohl ziemlich wohlfühlen!«
      Zufrieden grinste Dareios Lara entgegen. Wer hätte das gedacht? Ein paar Worte und schon fand man mehrere Gemeinsamkeiten. Fast schon schämte sich der Trainer dafür, dass er darüber nachgedacht hatte, sich von Lara, Luna und Zayn vorerst zu trennen.
      »Und Viola City südöstlich von Dukatia ist eher vom selben Schlag wie Teak, da gibt es auch einige Tempel und Parks und so weiter«, beendete Dareios schließlich zufrieden seinen kleinen Touristenguide für Johto.
      Wer hätte gedacht, dass er so früh an seine Heimat zurückdenken würde? Er gewiss nicht. Doch er meinte zu spüren, wie ein winziger Teil in ihm sich nach den großen Städte und den weiten Bergen der Region sehnte. Damals war er ganz alleine gereist, nur mit Parvez und Leyla und Giv in seinem Rucksack, und jetzt saß er in einer fremden Region an der Seite eines Mädchens aus Orre.
      »Und wie ist es bei euch so?«


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      Lara XXXIII (#33)

      Lara übte sich in Geduld und hörte mit auf den Ellenbogen gestütztem Kopf aufmerksam und interessiert zu, was Dareios über seine Heimatregion zu berichten hatte. In der Tat war all das, was er zu berichten hatte, so anders von dem, was sie bisher in ihrem Leben kennengelernt hatte.
      Traditionsreiche Städte?
      Modemetropolen?
      So etwas suchte man in der Wüstenregion vergeblich, auch wenn der prunkvolle Largha-Turm einen Hauch von Glamour in das Ödland gebracht hatte.
      "Kimono-Girls kenne ich nur von Videos - gerne würde ich mal eine Show live sehen, auch wenn Sigmund und Troy mit ihren weißen Elektek sicherlich auch ein schockierend geniales Spektakel abliefern", kommentierte die Brünette die Eckpfeiler von Dareios' Bericht, während sie an seelenruhig an ihrem Cocktail nippte: "Aber ja, Oliviana klingt wie eine Mischung von Portaportus und Stratos City. Könnte mir sicher gefallen, haha~"
      Ihre roten Augen ruhten für einen Augenblick auf dem jungen Reisenden.
      Sie hoffte inständig für ihn, dass er diesen kurzen Moment der Ruhe inständig genossen hatte, bevor sie ihn über die wundersamen Eigenheiten ihrer Heimatregion zu unterrichten begann: "Der Westen rund um die gemütliche Hafenstadt mit ihrem kleinen Leuchttürmchen und ihren Matrosenkneipen sowie dem Rentnerparadies Emeritae ist grün. Hier gibt es ein bisschen Acker- und Plantagenbau, aber keine wirkliche Industrie. Außerdem befindet sich in der Nähe das Labor von Professor Klein, unserer hiesigen Forscherkoryphäe. Daneben gibt es zwei weitere Labore - eines von Kriminellen und eines von einem verrückten Forscher namens Dr. Abakus. Plus mehrere vernachlässigbare Meth-Labore, yo!"
      Als Kind hatte sie den Verrückten immer gerne besucht und sich in seinem Kranlabyrinth verlaufen, während der passionierte Tüftler darüber sinnierte, wie er irgendwelchen im Kern absolut nutzlosen Unrat an den Mann bringen konnte, wie zum Beispiel Pokéballen - rotweiße Blöcke in Pokéball-Färbung, die absolut keinen Zweck erfüllen konnten.
      "Der Norden befindet sich bereits im kargen Wüstengebiet und beherbergt den Duellberg und kleine Bandenverstecke wie der heruntergekommene Saftladen von Team Krall, einer wüste Gruppe Loser, die nicht einmal Smoothies im Sortiment hatte! Eine Schiffsruine gibt es in der Ecke auch, ist 'ne längere Story."
      Das Sonderbarste an Team Krall war, dass sie fast ausschließlich aus einer Bande Männer im mittleren Alter bestanden, die den modischen Trend der Halbglatze für sich entdeckt hatten.
      "In der Mitte hast du literally nothing außer dem nicht mehr so geheimen Geheimlabor von ein paar anderern Douchebags namens Team Crypto. Im Süden dominiert die große Arbeiterstadt Pyritus, ein heruntergekommenes Shithole nach dem Niedergang des Bergbaus und voller degenerierter Vollasis. Unterhalb hattest du eben Orcus, wo der TSV Orcus 04 eben auf einen Rasen zurückgreifen konnte, der nicht alle zwei Tage vertrocknet wäre. Wir hatten Sport, Spiele und so eine schnulzige Tüll-Kleopatra, das Volk blieb so stets bei Laune, seiner traurigen Existenz lange unbewusst. Jetzt spielen die im Orre Colosseum in der Mitte der Region. Wir hatten sogar einen Bahnhof, aber ... nein, ohne Wüstenquad bist du in Orre super fucked."
      Bewusst vermied Lara es, mehr über das gefährlichere der beiden Verbrecherteams zu erzählen, waren sie es schließlich, die das Leben ihrer Mutter auf dem Gewissen hatten - der Abend war zu schön, um ihn sich zu verderben und zu viel Alkohol lag außerhalb ihres Reisebudgets.
      "Zum Schluss der Osten. Phenac ist eine gemütliche Oasenstadt, hübsch angelegt und mit unserer einzigen offiziellen Arena, während der Largha-Turm für Zocker, Kämpfer und Gourmets alle Trümpfe des Advertisings ausspielte und die ganze Region überragt. Die Wüstenbar hingegen, eine verrostete Lok ... ja, sie ist ein trauriges Zeugnis der ehemaligen Bahnstrecke von West nach Ost von Los Vojos an der Küste von Calypso via Portaportus, Pyritus-Orcus und Phenac bis Feyville in Nea Megara. Infrastrukturmäßig ist da der letzte Zug wohl lange abgefahren, hahaha! Traditions suchst du aber vergebens, denn die heutigen Bewohner siedelten sich erst vor 170 Jahren an. Welp. That's Orre. Insgesamt etwas trostlos, aber Portaportus könnte dir sogar gefallen, pal!"
      Dabei sei angemerkt, dass die junge Trainerin aus der Wüstenregion ihrem Gesprächspartner nur einen groben Eindruck davon vermittelt hatte, wie gefährlich ihre Region war. Normalerweise rechnete man mit einer dominanten Gruppe von Schwerkriminellen, doch neben den zwei Hauptbanden Crypto und Krall hatten Laras Vater und ihre Schwester Undyne alle Hände mit Kleinkriminellen wie Drogendealern und brutalen Schlägern zu tun, die sich vor keiner Konfrontation scheuten, denn inkompetente Polizeibeamte wie Pierrot ermutigten sie nur noch in ihren zwielichtigen Vorhaben. Soweit wirkte Gemma hingegen ziemlich sicher auf sie, und auch Johto hörte sich nicht schlecht an - doch lieber hakte sie nach:
      "Ist Johto eigentlich vergleichsweise sicher, was üble Typen angeht?"

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      Dareios XX+IX

      Dareios meinte, dass Lara von Johto recht beeindruckt schien – zumindest deutete er so ihr geduldiges Schweigen, während er ihr von seiner Heimatregion erzählt hatte. Es war eine neue Lara, die er so noch nicht kannte, wobei er sich schon im nächsten Moment in den Kopf rief, dass er so gut wie nichts über das Orre-Mädchen wusste. Zumindest wusste er aber, woher sie stammte, und dass sie Wortspiele liebte. Das war doch etwas!
      Also tat Dareios es seiner Reisebegleiterin gleich und lauschte aufmerksam ihrem Vortrag über ihre Heimatregion und schlürfte zwischenzeitlich hin und wieder an seinem köstlichen Cocktail, der entsprechend schnell geleert war.
      So wie sie davon erzählte, schien Orre tatsächlich wesentlich vielseitiger als erwartet. Von dem industriellen und vegetationsreichen Westen bis hin zur weitreichenden Wüste mit einer Oasenstadt, die Dareios Aufmerksamkeit noch mehr als vermeintliche Drogenlabore erregte. Mit leuchtenden Augen kommentierte der Olivianer schweigend Laras Erzählungen. Klang wirklich nicht schlecht. Da konnte man getrost darüber hinwegsehen, dass Orres Städte verglichen mit denen Kantos und selbst der Einall-Region praktisch noch in den Kinderschuhen steckten.
      Laras durchaus beachtenswert interessante Einführung in die Welt Orres an der Westküste des Kontinents, endete schließlich mit einer Gegenfrage:
      »Ist Johto eigentlich vergleichsweise sicher, was üble Typen angeht?«
      Dareios packte die Frage unsanft am Nacken. Eben hatte er noch Laras bildhaften Erzählungen zugehört und sich in seine Vorstellungen von Emeritae und Pyritus vertieft, nahm noch den letzten Schluck seines Cocktails und wurde sich plötzlich bewusst, was ihm da gerade für seine Frage gestellt wurde. Oh ja, mit üblen Typen kannte sich Dareios aus, und zwar nicht zu knapp. Schließlich war es ihnen zu verschulden, dass … Nein, diesen Gedanken durfte er sich nicht erlauben.
      »Eigentlich ist Johto eine ziemlich sichere Region, was Kriminalität und so weiter betrifft«, erklärte der Olivianer zögernd, nachdem ein unangenehmer Schauer seinen Rücken erklommen hatte. »Aber ab und zu hat die Regierung wirklich Probleme mit dieser einen Mafiagruppe. Team Rocket. Du hast sicherlich schon einmal von ihnen gehört, ihr Boss Giovanni ist letztens in Alola aufgetaucht, wenn ich mich nicht täusche. Die sind echt hartnäckig, seit sie sich nach ihrer Auflösung in Kanto und dann auch Johto immer irgendwo wieder neu gruppieren.«
      Gedankenverloren rührte Dareios in seinem leeren Cocktailglas herum. Der Barkeeper bediente gerade ein plauderndes Pärchen auf der gegenüberliegenden Seite der Strandbar, also dauert es noch, bis das nächste Getränk in Aussicht stand. Schon jetzt fühlte Dareios, wie der Alkohol ihn etwas umstimmte.
      »Aber Orre klingt toll. Da würde ich wirklich gerne mal hin, wenn Gemma passé ist.«


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.

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