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Octopath Traveler

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    • Octopath Traveler

      Hallo, und willkommen in meiner Argumentation, dass Octopath Traveler das allerbeste Spiel aller Zeiten ist und wenn du nicht dieser Meinung bist, dann weißt du ja, wo die Tür ist.


      Nun ist es ja soweit, am Freitag, dem 13. Juli wurden wir mit einem Schmuckstück der Gattung JRPG aus dem Hause Square Enix gesegnet, das wohl vorrangig die Nostalgiker anspricht, aber vielleicht auch die jungen Küken ins Boot holt.

      Hier ist, was ich über das Spiel denke (Achtung, Textwand):

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      Ich habe es vorbestellt und ziehe seit Freitagnachmittag durch Orsterra. Und auch, wenn der Preis ziemlich happig ist, wurde ich bisher außerordentlich gut unterhalten. Blöderweise stand vorher der Abwasch an, also habe ich das Spiel einfach mal als Motivationsschub angeschaltet und im Hintergrund laufen lassen. Allein die Musik im Startbildschirm ist so mitreißend, dass ich ihn als zweckentfremdeten Bildschirmschoner stundenlang missbrauchen könnte. Aber näheres zur Musik später.

      Zum Konzept: Wer sich den Titel genauer angeschaut hat, kann sich bereits denken, dass es in Octopath Traveler um acht Reisende geht. Die Geschichten dieser Personen sind grundsätzlich verschieden und insgesamt nichts Bahnbrechendes, wenn man schon andere JRPGs gespielt hat. Da ist die eine Person, die ihren Vater rächen will, eine, die einfach nur so um die Welt reisen will und die Person, die ihren verschwundenen Meister sucht. Die Geschichte jedes Charakters umfasst jeweils 4 Kapitel und ereignet sich jeweils separat von den "Pfaden" der anderen. Es gibt kein großes, bedrohliches Übel, das droht, die Welt zu vernichten, was ich eigentlich ganz erfrischend finde. Das heißt, dass es auch keine so wirklichen Interaktionen zwischen den verschiedenen Gruppenmitgliedern gibt - nur ein paar kleine optionale Gesprächsfetzen, die teils ganz amüsant zu lesen sind.
      Die Geschichten selbst sind mal mehr, mal weniger mit überraschenden Wendungen gespickt, aber insgesamt so geschrieben, dass man schon wissen will, wie es weitergeht.

      Zum Ablauf: Zu Beginn des Spiels kann man sich frei aussuchen, mit welchem der acht Protagonisten man starten möchte. An diesen Charakter ist man so lange gebunden, bis man dessen gesamte Geschichte durchgespielt hat. Man beginnt dann mit dem ersten Kapitel derjenigen Person und sobald man das abgeschlossen hat, kann man sich frei aussuchen, wen man als nächstes aufsuchen (oder ob man wahnsinnig ist und bis zur Levelempfehlung des nächsten Kapitelgebiets durchgrinden) möchte. Dann beginnt man das erste Kapitel der Geschichte dieses Charakters und so weiter. Man kann zwar nur vier Leute in der Gruppe haben, ist aber trotzdem in der Lage, alle Geschichten in einem Lauf durchzuspielen, indem die Charaktere immer wieder ausgetauscht werden.
      Der Ablauf innerhalb eines Kapitels folgt im Grunde immer einem ähnlichen Schema: Man betritt eine neue Stadt, erkundet sie, findet dann sein Ziel, wagt sich in ein Gebiet voller Monster und besiegt dort einen Boss. Zwischen diese Wiederholungen werden unzählige Nebenquests und Kleinigkeiten gestopft, die der Spielwelt Leben verleihen. Und hat man keine Lust, mit einer Hauptgeschichte fortzufahren, dann kann man einfach eine der vielen Höhlen und Schreine, die auf der Weltkarte versteckt sind, um ihre Schatzkisten erleichtern. Oder man bestiehlt Stadtbewohner oder liest sich deren Biografien durch. Oder verprügelt Leute, die vor Hauseingängen stehen.


      Das Kampfsystem: Das Kampfsystem weist einige interessante Inhalte auf, die das Spiel herausfordernder gestalten, als man es bei anderen Exemplaren kennt. Erst einmal hat jedes Monster gewisse Schwächen, die erst dadurch aufgedeckt werden, dass sie mit dem entsprechenden Element angegriffen werden - das können sowohl die allseits bekannten Elementarangriffe wie Feuer, Eis, Blitz und so weiter sein, aber auch Waffentypen wie Schwerter, Bögen und Stäbe. Manchmal stellt es sich als regelrechtes Erfolgserlebnis heraus, wenn man alle Schwächen eines Monsters aufgedeckt hat. Gleichzeitig ist man aber auch bemüht, alle Waffentypen im Team vertreten zu haben, um auch alles abdecken zu können.
      Dazu gibt es auch noch das Boostsystem. Jede Runde erhält jeder Charakter in der Gruppe einen Boostpunkt, bis zu fünf kann man maximal halten. Diese Punkte können verwendet werden, um entweder physische Angriffe mehrfach hintereinander auszuführen, oder um Fertigkeiten (Magieangriffe und sowas) zu verstärken.
      Ihr wollt noch eine Belohnung dafür haben, dass ihr euren popeligen Stab zum Angriff verwendet habt, obwohl ihr noch genügend Fähigkeitenpunkte hattet? Den bietet das Bruchsystem. Greift man ein Monster mit einem effektiven Element an, geht der schildförmige Zähler um eins runter - landet er auf 0, wird ein Bruch erzielt und das Monster ist für zwei Runden handelsunfähig und zusätzlich wird dessen Verteidigung gesenkt.
      Da muss man sich während der Kämpfe schon mal etwas länger hinsetzen und nachdenken, um voranzukommen - denn One-Hit-Wonder gibt es in diesem Spiel nicht (außer wenn man exzessiv Caits verkloppt hat.)

      Zur Grafik: Die Grafik ist ein Mix aus Innovation und Nostalgie. Im Prinzip wurde alles in 3D modelliert und dann mit 16-Bit-Grafiken texturiert. Die Charaktere sind hingegen vollkommen auf Spritebasis aufgebaut. Sand, Schnee und Wasser und Licht wurden hingegen realitätsnah gestaltet. Was sich nach einer chaotischen Mischung anhört, harmoniert überraschend gut und sieht an einigen Orten bezaubernd schön aus. Gerade die Schnee-, Wüsten und Küstengegenden sind ein Augenschmaus.

      Zur Musik: Hier kommen wir zu dem womöglich besten Feature des Spiels. Der gesamte Soundtrack ist eine Einladung zum Erinnern an die schönen Kindheitstage, in denen wir an der SNES gesessen haben und in Welten eingetaucht sind. Ich rate euch folgendes: Schließt mal die Augen und hört euch die verschiedenen Stücke an - Ich wette mit euch, dass ihr auch ohne Titel erkennt, zu welcher Atmosphäre und welchem Landschaftstypen das jeweilige Lied gehört. Eine weitere großartige Leistung ist es meiner Meinung nach, wie der Übergang des jeweils vorangehend spielenden Themas zum Bossthema gemeistert wird (das sich wohlgemerkt auch nach 20-minütigen Kämpfen noch episch anhört).

      Die Charaktere: Die acht Charaktere sind meiner Meinung recht schlicht designt und auch die Charakterzüge sind nicht die detailliertesten, aber das finde ich nicht allzu störend. Dank der Synchronisation (die in der englischen Version meiner Meinung nach recht gut ist), wird ihnen dennoch eine gewisse Tiefe und Liebenswürdigkeit verliehen.
      Jeder Charakter hat eine eigene Klasse mit speziellen Talenten, die sich in verschiedenen Situationen äußern und Wegeaktionen, die für das Vorankommen im Spiel notwendig sind. Jeweils zwei Charaktere verfügen über Aktionen mit der gleichen Wirkung, allerdings lassen sie sich jeweils in "nobel" oder "schurkenhaft" unterteilen. Die noblen Aktionen setzen meistens entweder ein erreichtes Level oder das Zahlen von Geld voraus, während die schurkenhaften immer einsetzbar sind, aber fehlschlagen und den Ruf ruinieren können.

      Ophilia
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      Ophilia ist Angehörige der allseits beliebten Heilerklasse und konzentriert sich dementsprechend um Licht- und Heilungsmagie. Offensiv mag sie mit ihren Stäben nicht gerade eine Granate sein, dafür kann sie mit ihrer noblen Wegeaktion "Führen" und dem Talent "Rufen" Stadtbewohner mitnehmen und als temporäres Zusatzmitglied im Kampf einsetzen.


      Cyrus
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      Cyrus ist ein Gelehrter und Meister der Elementarmagie, er schleudert also gerne mit Feuerbällen, Eiskugeln und Blitzen um sich herum, hat dafür aber keine Muckis und kann nur Stäbe benutzen. Er beherrscht die schurkenhafte Wegeaktion "Studieren", mit der er Zusatzinformationen über Stadtbewohner (und teils auch Tiere) herausfinden kann. Im Kampf erweist sich sein Schwächenanalyse-Talent als praktisch, da er zu Beginn eine unaufgedeckte Schwäche bei jedem Gegner automatisch entschlüsseln kann.


      Tressa
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      Tressa ist die quirlige Händlerin der Gruppe und ein ausgeglichener Charakter, der sowohl Windmagie als auch Speere und Bögen verwenden kann. Ihre noble Wegeaktion "Handeln" ermöglicht es ihr, Gegenstände von Stadtbewohnern kaufen zu können. Aber wenn ihr euch Sorgen macht, nicht genügend Geld für diese Aktionen zu haben - Tressa ist sowohl in der Lage, ihren Gegnern im Kampf Geld zu stehlen, als auch dank ihres Talents einfach so welches beim Betreten eines Gebiets zu finden.


      Olberic
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      Olberic ist dieser typische Rittercharakter, den man aus jedem JRPG kennt - entsprechend gut kann er mit Schwertern und Speeren umgehen. Magie ist hingegen ein Fremdwort für ihn. Er verfügt über die noble Wegeaktion "Herausfordern", mit der Stadtbewohner zum Kampf herausgefordert werden können. Sein Talent ist es wiederum, dass er im Kampf seine Gefährten vor gefährlichen Attacken beschützen kann.


      Primrose
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      Primrose ist die verführerische Tänzerin und kennt sich blendend mit Dunkelmagie und verstärkenden Attacken aus. Offensiv weiß sie, sich mit Dolchen zur Wehr zu setzen. Fähigkeitstechnisch bildet sie das schurkenhafte Pendant zu Ophilia, denn sie kann mit ihrer Wegeaktion Stadtbewohner verführen und sie ebenfalls als Unterstützung in den Kampf rufen.


      Alfyn
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      Als Apotheker versteht sich Alfyn auf das Heilen und kann zusätzlich Eismagie anwenden. Im Kampf setzt er auf Äxte, wenn er nicht gerade mithilfe seines Talents Zutaten aus dem Inventar miteinander kombiniert und daraus Medizin herstellt. Seine Wegeaktion ist die noble Version von Cyrus' Fähigkeit - er kann Stadtbewohner befragen und so informationen ans Licht bringen.


      Therion
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      Therion ist ein Dieb wie aus dem Bilderbuch, er verwendet Dolche, Schwerter und ein kleines bisschen Feuermagie. Natürlich wäre er kein Dieb, wenn seine Wegeaktion nicht Stehlen wäre - das Gegenstück zu Tressas Fähigkeit, mit der er sich aus den Beuteln der Stadtbewohner bedienen kann. Sein besonderes Talent erlaubt es ihm, fest verschlossene, violette Schatzkisten zu öffnen.


      H'aanit
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      H'aanit ist eine erhabene Jägerin und bedient sich im Kampf des Einsatzes von Bögen, Äxten, Blitzmagie und... Monstern, die sie dank ihres Talents gefangen hat. Diese Monster kommen auch zum Einsatz, wenn sie mittels ihrer Wegeaktion Stadtbewohner zum Kampf provoziert.


      Im Verlauf des Spiels können alle Charaktere zusätzlich noch eine Zweitklasse annehmen, wodurch sich dann noch mehr Möglichkeiten ergeben.


      Um nun aber zum Punkt zu kommen:
      Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit dem Spiel gemacht? Habt ihr es überhaupt schon oder plant ihr, es euch noch zu holen? Seid ihr euch unsicher? Welcher ist euer Lieblingscharakter und wie sieht eure Gruppe aus, wie soll sie beziehungsweise aussehen?

      Ich für meinen Punkt bin bei 24 Stunden Spielzeit angekommen und habe gerade mal alle Charaktere eingesammelt, bin durch ein paar Höhlen durchgewuselt, habe ein paar Nebenquests absolviert und mit zwei Charakteren das zweite Kapitel absolviert. Ich denke, man sitzt hier schon eine Weile, bis man alles beisammen hat.
    • Ich habe die erste Demo gespielt, als sie heraus kam, und es hat mir ziemlich Spass gemacht. Das Kampfsystem finde ich gut durchdacht, die Charaktere sind dank ihren Fähigkeiten alle einzigartig und die verknüpfte Story macht das Spiel noch interessanter. Die Grafik hat mich am Anfang sehr irritiert. Aber eigentlich finde ich, dass man die Verknüpfung aus Retro-Charme, 3D-Elementen und HD-Effekten gut hingekriegt hat.

      Eigentlich gibt es nur 2 Gründe, warum ich mir das Spiel noch nicht geholt habe: Erstens: Es kostet Geld. (Ja, ich weiss, es ist nicht überraschend, dass Spiele auch Geld kosten können, aber Geld ist bei mir momentan gerade Mangelware) Und zweitens: Wenn ich mal die Zeit zum zocken habe, spiele ich noch Xenoblade Chronicles 2. Ich will mich erst bei diesem Spiel noch austoben, bevor ich ein neues Spiel beginne. Und wenn das noch paar Monate dauert, muss ich abwägen, ob ich nicht doch lieber Pokémon Let's Go Evoli, Smash Ultimate oder sonst was kaufen werde.

      Aber alles in allem habe ich von Octopath Traveller einen sehr guten Gesamt-Eindruck.
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