Willkommen bei Filb.de! Registrieren Passwort vergessen?

Unnützes Wissen

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Rai wrote:

      Aber apropos Franken, schon ironisch, dass sowohl Frankreich als auch England ihren Namen von Eindringlingen und Eroberern ihres Landes nehmen.
      Selbiges gilt übrigens auch für Italien, wenn auch in kleinerem Maßstab, aus dem Machtzentrum der Langobarden wurde von Langobardia über längere Zeit die Lombardei.
      #notmyfilb #savethefilbchat beißen?
    • Deutsch hat einen seltsamen Vorgang durchmacht: Im Althochdeutschen hieß nach (bspw. nach 8 Uhr) noch after, was von seiner Wurzel aus "weiter weg" bedeutet. Das heute verwendete nach ist sichtbar verwandt mit nah (im Sinne von "in der Nähe"), die beide vom althochdeutschen nāh stammen, welches wiederum wortwörtlich "nah" (im Sinne von "in der Nähe") bedeutet.

      Also ist das, was heute "nach" ist, also zum Beispiel eine Uhrzeit, für das Deutsche im Laufe der Zeit linguistisch näher gerückt, während es im Englischen (after), Niederländischen (achter), Schwedischen + Dänischen (efter), Norwegischen (etter) etc. etc. weiterhin "weiter weg" geblieben ist.

      -- Beitrag 1.700, yay .3.


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Doppelpost? Es tut mir ja fast schon leid. :elol:



      Gut, gut! Oder eher böse böse? Nyehehe!

      Widmen wir uns heute dem allgegenwärtigen Ausdruck "tschüs(s)", andernorts auch als "tschö" o. Ä. bekannt. Dieser hat nämlich eine höchst interessante Hintergrundgeschichte, die bei einem solch banalen Wort, das in dem Grundwortschatz eines jeden Menschen in diesem Land vorzufinden ist, kaum denkbar ist. "Tschüs(s)" stammt nämlich von dem französischen adieu, also "zu Gott" (à Dieu). Wie, die Wörter sehen gar nicht ähnlich aus? Na sowas! Hier kommt wieder der Sprachwandel ins Spiel: Mit der Ansiedlung geflüchteter französischer Hugenotten in Deutschland Ende des 17. Jahrhunderts (ja, Flüchtlinge sind kein Phänomen des 21. Jahrhunderts, man mag es kaum glauben), kamen französische Modewörter auch in Norddeutschland (besonders Bremen und Hamburg) an, wo aus "adieu" im Plattdeutschen im Laufe der Zeit "atschüs" wurde. Andere behaupten, es sei die wallonische Version von adieu, adjuus (ausgesprochen wie "adjüs"), die sich in den deutschen Sprachgebrauch geschlichen hat.
      So oder so wurde das letztlich aus dem Plattdeutschen ins Hochdeutsche übernommene "atschüs" oder "adjüs" zu der heutigen Abschiedsformel "tschüs(s)" bzw. dessen dialektale Variationen. Tatsächlich wurde vor einiger Zeit "tschüs(s)" in Süddeutschland als respektlos/e Umgangssprache empfunden, aber ich nehme mal an, dass dem heute nicht mehr so ist.

      Und wo wir schon gerade beim Thema sind: Das bayrische/österreichische "servus" ist nicht so einzigartig, wie manche denken mögen. Die inzwischen populäre Wendung "tschau" (kommt btw. NICHT von "tschüs(s)") und "servus" haben ein und dieselbe Bedeutung. Ersteres ist nämlich die Eindeutschung des italienischen ciao, welches seinerseits von schiavo bzw. dem lateinischen sclavus kommt, die beide "Sklave" und sinngemäß "ich bin dein Diener/zu Diensten" bedeuten. Und "servus" ist eben mit derselben Bedeutung direkt aus dem Lateinischen entnommen.


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Kleopatras (VII.*) Herrschaft ist näher an der Erfindung des Smartphones als an dem Erbauen der Pyramiden von Gizeh.

      * So viel zum Thema 7 als Glückszahl, lol.


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Schüler, die 2014/2015 Französisch oder Latein lernten (in %):

      Französisch:
      1. Saarland 59,7 (Surprise, huh?)
      2. Baden-Württemberg 26,3
      3. Thüringen 23,5
      4. Rheinland-Pfalz 23,4
      Schnitt: 18,2
      16. Bremen 11,8

      Latein:
      1. Bayern 11,4
      2. Schleswig-Holstein 10,2
      3. Nordrhein-Westfalen 10,1
      4. Rheinland-Pfalz 10,0
      Schnitt: 8,2
      16. Saarland 3,3

      Für mich Thüringen als dann doch sehr weit von der Grenze entferntes Land die positive Überraschung! Woher kommt das?

      Chunichi Dragons Ultras Kuwana & Yokkaichi

      The post was edited 1 time, last by Kitsuran ().

    • *Frenchness intensifies*

      @Zazou Marie-Antoinette war genau genommen weniger als ein Jahr lang "Königin der Franzosen" (Reine des Français), nämlich von 1791 bis 1792. Zuvor war ihr offizieller Status "Königsgemahlin von Frankreich und Navarra" (Reine consort de France et Navarre).


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Erinnert ihr euch an das letzte Kapitel bzw. die letzte Szene des siebten Harry Potter - Bandes bzw. achten Filmes? Das ganze spielt neunzehn Jahre nach der eigentlichen Handlung und zeigt uns die Zukunft. Um genau zu sein handelt es sich um den 1. September 2017, also heute ^^.

      Wartet sonst noch jemand auf seinen Brief aus Hogwarts?
      "Wann denkt Ihr stirbt ein Mensch?
      Wenn er von einer Pistolenkugel im Herz getroffen wird? Nein.
      Wenn er an einer unheilbaren Krankheit leidet? Nein.
      Wenn er eine Suppe aus giftigen Pilzen gegessen hat? Nein!!
      Man stirbt, wenn man vergessen wird."

      ~ Doc Bader
    • Bei Seepferdchen werden die Männchen trächtig. In einer speziellen Bruttasche sammeln sie bis zu 200 Eier (auch von verschiedenen Weibchen). Nach 10 bis 12 Tagen sind die kleinen Nachkommen entwickelt und das Seepferdmännchen zieht sich ins Seegras zurück um dort zu gebären.
    • Ich berichte gerade live aus Osakas hippen Viertel. Neuerdings werden in Trendlaeden neben den altbekannten Coca-Cola-Goods nicht nur IKEA -Shirts, sondern auch stylishe DHL-Jacken verkauft. Ultrahip. Also das ist jetzt kein Scherz oder so.

      Chunichi Dragons Ultras Kuwana & Yokkaichi

    • Die Luxemburgische Fußballnationalmannschaft ist dafür bekannt, nur relativ selten ein Pflichtspiel zu gewinnen. In einer Qualirunde vielleicht einmal zuhause gegen den Vorletzten, und wenn sie dann gewinnen, dann ist das eine Sensation!

      Dabei hat sich ein denkwürdiges Sammelsurium von Negativstatistiken angehäuft. Die Top Drei Sieglosserien in Pflichtspielen übertreffen allesamt eine Dekade.
      Okt. 1911 (1. Länderspiel gegen Frankreich) bis Juli 1948 (Olymp. Spiele) - Über 36 1/2 Jahre in Pflichtspielen sieglos.
      Okt. 1972 bis Feb. 1995 - Über 22 1/2 Jahre in Pflichtspielen sieglos. (Rekordserie Luxemburgs an sieglosen Pflichtspielen: 76. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen).
      Sep. 1995 bis Okt. 2007 - Über 12 Jahre in Pflichtspielen sieglos

      Gewonnene Pflichtspiele bis 2007: Afghanistan (auswärts/Turnier), B-England (auswärts/Turnier), Portugal (zuhause), Niederlande (auswärts), Türkei (zuhause), Malta x2 (zuhause/auswärts), Tschechien (zuhause)
      Acht in 96 Jahren. Im Schnitt macht das alle zwölf Jahre ein Sieg. Diese Geißel konnte Luxembourg glücklicherweise in der vergangenen Dekade abschütteln.

      Gewonnene Pflichtspiele seit Oktober 2007: Weißrussland x2 (auswärts/zuhause), Schweiz (auswärts, das vielleicht größte Wunder der luxemburgischen Fußballgeschichte gegen eines der damals besten Teams Europas), Albanien (zuhause), Nordirland (zuhause), Mazedonien (zuhause)
      Sechs Siege in 10 Jahren. Naja. Besser ... als nix. In den Freundschaftsspielen konnten darüber hinaus einige andere Prestigeerfolge wie gegen Griechenland (2015) und ... gut der Rest sind alles wirklich nicht so viel stärkere Mannschaften. Vielleicht beginnt jetzt ja die größte Aufholjagd Europas!

      Man kann also mit Fug und Recht behaupten, das ein Akteur eines erfolgreichen Luxembourg-Pflichtspieles ein Stück Geschichte schreibt. Jedes Mal, und dafür braucht es nur 90 Minuten.

      Chunichi Dragons Ultras Kuwana & Yokkaichi

      The post was edited 1 time, last by Kitsuran ().

    • Louis XV gelang es, während des Österreichischen Erbfolgekriegs die gesamten Südlichen Niederlande (Belgien) zu erobern, entsagte aber der Annexion im Friedensschluss, weil er sich für einen Kavalier hielt und ihm die sechseckige Form Frankreichs gefiel. Ein wahrer Mann der Ästhetik! Diese Entscheidung brachte ihm große Unbeliebtheit bei der Bevölkerung ein, unter der seitdem der Begriff travailler pour le roi de Prusse (wortwörtlich "für den preußischen König arbeiten") ein Synonym für "umsonst schuften" verwendet wurde.


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Zazou wrote:



      Die Luxemburgische Fußballnationalmannschaft ist dafür bekannt, nur relativ selten ein Pflichtspiel zu gewinnen. In einer Qualirunde vielleicht einmal zuhause gegen den Vorletzten, und wenn sie dann gewinnen, dann ist das eine Sensation!

      Dabei hat sich ein denkwürdiges Sammelsurium von Negativstatistiken angehäuft. Die Top Drei Sieglosserien in Pflichtspielen übertreffen allesamt eine Dekade.
      Okt. 1911 (1. Länderspiel gegen Frankreich) bis Juli 1948 (Olymp. Spiele) - Über 36 1/2 Jahre in Pflichtspielen sieglos.
      Okt. 1972 bis Feb. 1995 - Über 22 1/2 Jahre in Pflichtspielen sieglos. (Rekordserie Luxemburgs an sieglosen Pflichtspielen: 76. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen).
      Sep. 1995 bis Okt. 2007 - Über 12 Jahre in Pflichtspielen sieglos

      Gewonnene Pflichtspiele bis 2007: Afghanistan (auswärts/Turnier), B-England (auswärts/Turnier), Portugal (zuhause), Niederlande (auswärts), Türkei (zuhause), Malta x2 (zuhause/auswärts), Tschechien (zuhause)
      Acht in 96 Jahren. Im Schnitt macht das alle zwölf Jahre ein Sieg. Diese Geißel konnte Luxembourg glücklicherweise in der vergangenen Dekade abschütteln.

      Gewonnene Pflichtspiele seit Oktober 2007: Weißrussland x2 (auswärts/zuhause), Schweiz (auswärts, das vielleicht größte Wunder der luxemburgischen Fußballgeschichte gegen eines der damals besten Teams Europas), Albanien (zuhause), Nordirland (zuhause), Mazedonien (zuhause)
      Sechs Siege in 10 Jahren. Naja. Besser ... als nix. In den Freundschaftsspielen konnten darüber hinaus einige andere Prestigeerfolge wie gegen Griechenland (2015) und ... gut der Rest sind alles wirklich nicht so viel stärkere Mannschaften. Vielleicht beginnt jetzt ja die größte Aufholjagd Europas!

      Man kann also mit Fug und Recht behaupten, das ein Akteur eines erfolgreichen Luxembourg-Pflichtspieles ein Stück Geschichte schreibt. Jedes Mal, und dafür braucht es nur 90 Minuten.
      Gegen Frankreich haben sie zwar nicht gewinnen können aber dennoch ein 0:0 erzielen können was wie ich finde ein sehr großer Erfolg für das kleine Fußball Land ist ;)
    • Die älteste durchgängig besiedelte Stadt in den USA ist tatsächlich keine von europäischen Kolonisten gegründete Siedlung, sondern die Dörfer Acoma und Taos (Acoma Pueblo & Taos Pueblo) in New Mexico. Beide sind nachweislich etwa seit dem 13. Jahrhundert besiedelt.

      [IMG:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0e/Aerial_View_of_Acoma_Sky_City.jpg/800px-Aerial_View_of_Acoma_Sky_City.jpg]


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Vogelspinnen häuten sich und verfügen über die Fähigkeit, in diesem oder einem ähnlichen, längeren Prozess Gliedmaßen nachwachsen zu lassen (Regeneration), sollten sie ein Körperteil o. Ä. abgeworfen haben (Autotomie).


      Hoc est enim corpus meum. Hermione saltica, regina festorum, saltatrix summa, mimema inclyta, malefica fabulosa, arbitratrix Vesperae Omnis Sanctae.
    • Normalerweise werden Menschen, insbesondere in reichen Ländern, immer größer. Nach etwa 1980 geborene Japaner und Japanerinnen hingegen werden mit Schwankungen wieder kleiner, zumindest lässt sich diese Aussage bis etwa 1995 treffen.

      [IMG:https://cdn-ak.f.st-hatena.com/images/fotolife/n/nbakki/20161212/20161212123605.png]
      Japanerinnen, 2014

      [IMG:https://cdn-ak.f.st-hatena.com/images/fotolife/n/nbakki/20160108/20160108123005.png]
      Japaner, 2014
      Quelle: Japanisches Sport-Bildungs-Kultus-Wissenschafts-Technologieministerium (Es ist ein Einziges, tatsächlich)

      Etwa jeder dritte Japaner besitzt ein Pokémon ... oder Haustier. Knapp die Hälfte einen Hund und knapp ein Viertel eine Katze. In engen Metropolen wie Tokyo ist der Anteil deutlich geringer, 12% Katzenbesitzer und 16% Hundebesitzer.
      [IMG:https://cdn-ak.f.st-hatena.com/images/fotolife/n/nbakki/20140613/20140613123603.jpg]
      Japanisches Ministerium für Wohlstand, Arbeit und Gesundheit.

      Die beliebtesten Hunderassen in Japan sind Dackel, Chihuahua, Toy Pudel, Shiba Inu und Papillon. Bei den Miezys liegen American Shorthair und Scottish Fold weit vorne. Vielleicht ja Inspiration für Psiau?
      [IMG:https://cdn-ak.f.st-hatena.com/images/fotolife/n/nbakki/20150228/20150228215937.jpg]
      [IMG:https://cdn-ak.f.st-hatena.com/images/fotolife/n/nbakki/20161015/20161015232824.png]
      Japanese Pet Food Association (Hunde 2014, Katzen 2015)

      Chunichi Dragons Ultras Kuwana & Yokkaichi
    Impressum · Datenschutz

    © 1999–2021 Filb.de

    Pokémon © 2021 Pokémon. © 1995–2021 Nintendo, Creatures Inc., GAME FREAK inc.